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Full text of "Handwörterbuch der deutschen Sprache mit Hinsicht auf Rechtschreibung, Abstammung und Bildung, Biegung und Fügung der Wörter, so wie auf deren Sinnverwandtschaft"

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•.  f.. 


51»^ 


^ant)tt>6ttttb\x(f) 

ber 

beutft^en    (Sprache 

mit  ^tnfidjt  auf 

9fled)tfd[)retbun9,  2(bftammun9  unb  SSttbung, 

S3ie9un9  unb  gügung  bcr  Söörter,  fo  mie 

auf  bereu  (Sinnöecwanbtfc^aft» 

SRoc^  ten  Otunbfä^en  feiner  <Bpxa^U1)xt 

angelegt 

üon 

Dr.  Soi).  (5l)rifl.  2Cuö.  '&ei)fe, 

»teil.  (S^ulbircctor  in  SRagbc^urg; 

ausgeführt 

con 

Dr.  ^.  SB.  ß.  ^ct)fc, 

auferovb.  ^rofcffot   an  bcc  Untoevfttat  SBerlin. 


3weiten  S{)ei(e§  ^wdtc  "Kbt^diun^:- 


SJlaQbeburg, 

bei   2Bitt)etm   ^einric^SIjofen. 
1849. 


4 


fte!)en  1057 

flet)fn,  ob.  jgcj.  ftebn,  3«.  unregelm.  ablaut.  icf)  fu^e,  bu  liebcft  (ftef)^), 
«r  flehet  (flef)t),  roic  )}ef)en  (ftef)n)  2c.,  3mpcr.  ft«l)«  ob.  flef),  ftcljet  (ji«t)t); 
3mpf.  id)  ftnnb,  bu  flanbefl  ob.  ftanbft  k.  (alt  u.  lanbfdj.  ic^  flunb,  bu 
flunbft  ic),  CFonj.  id)  (ianbe  ob.  jlünbe  :c.;  2)?n>.  geftanben,  fgotij.  standan, 

^rd)'.  standa,  ^ccit.  stoth,  ^art.  itandans;  alt()öC^b.  stantan,  ^rä'f.  stiiitu  ic. 
U.  bancbcn  ÖCcEÜrjt:  stam,  stJS,  slat,  stämcs,  stat,  stant;  ^rät.  itiioiit;  '!^a\t. 
gistantan;  mittel^.  3nf.  stäii  ob.  st^n  (nic^t  me^C  itanden),  ^lüf.  stan,  stust, 

5tät  n.  ob.  iten,  st^st,  siM  jc,  6onj.  stJ,  »i^  2c.  u.  bancbcn  nod^  stände.  3m« 
per.  sta  u.  stant,  3nipf.  ituoiit,  ^art.  gestandeu;  aug  stcn  Ijüt  fic^  burC^  (5in= 
fiigung  eineß  l)  unfcc  jleljen,  ic^  fte^c  ic.  cntirictelt  mit  rCv^cImoOt^  fc^»rad)et 
Siegung  bei-  ^rdfcnßformcn;  oberb.  jleen,  flaan,  u.  tanbfd^.  nod)  flanbcn,  3nipf' 
tluenb,  flüenb;  nitbcrb.  jtaan,  icE  jla,  bu  flcift  :c.,  3mpf.  ftunb,  ^art.  (laon; 

iöldnb.  staa,  stauda,  fd)»rcb.  sta,  standa,  angelf.  standan,  engt,  stund  u.  itay; 
böi^ni.  stati;  lat.  Stare,  Qvitd).  laiäycci;  t)on  ber  SBurjcl  sta,  fanöEc.  shta;  tgt. 
©tanb,  (Statt,  fldt  tc),  1)  jielloö  m.  fjabcn  (obttb.  m.  [ein:  iä)  bin  giflon- 
bcn  ft.  ii)  l)abt  geftanben),  ©runbbcb.  rtn  ein?m  £)rte  fefl  bleiben,  rul)«n,  bc« 
harren;  in  bcjlimmtercr  SBeb.  a)  fid)  in  aufred)ter  (Stellung  befinbcn,  ouf- 
9crid)tet  fein,  cntg.  liegen  u.  fi^en  (j.  9B.  auf  bcn  gilben,  auf  bcm  Jtopfe 
ftc{)en),  inöbef.  üon  SKenfc^cn  u.  3:f)ieren:  auf  btn  J^üfen  ru{)cnb  fid)  in  auf* 
ted)t<r  (Stellung  erf)aUen  (berJtranle  !ann  ni(^t  flehen;  feft,  gcrabc,  frumm— ; 
idj  Ijabe  lange  geflanben;  auf  bec  @rbe,  auf  bcr  SSanf,  am  gcnftcr,  cor  ber 
St)ür  JC— ;  einem  im  iidite  flcl)en,  im  SBege  ftel)cn,  auc^  uneig.,  f.  Cic^t,  2Bcg; 
jlcJjcnbeö  guf  c6,  b.  i.  fogteid^,  auf  ber  ©teile;  fptic^».  bic  Dc^i'cn  ftcljcn 
am  Serge,  f.  Oc^ö);  »on  leblofcn  ©ingen,  @erütl)en  u.  bgl.  auf  ben  j^üpen  ob. 
auf  ber  @runbflä'd)C  rut)en  (bec  Ziiii  \lei)t  an  bec  üBSanb ,  bcr  ©tu()t  fli^t 
am  Uifc^c;  bcr  Siopf  flct)t  am  gcucr,  auf  bcm  J^crbe;  baS  ©faß  flcljt  auf  bcm 
3;cUcc  2c.),  u.  in  rocitcrcr  Scb.  übcr^.  auf  feiner  fleinflen  «Seite  ob.  Jlad^e 
vul)enb  bcr  Sänge  nad)  aufgeridjtet  fein  ((teljenbeö  Sg>oli,  b.  i.  boö  noc^  ni(^t 
gcfdUt  ifl;  baöÄorn,  bec  SSSeijen  jc  ftcljt  gut;  bie  ^aare  flanbcn  mir  gu 
Serge,  b.  i.  rt^teten  fic^  auf,  flrdubten  fic^;  Sergw.  ein  flehen  ber  ©ang, 
b.  i.  ein  gcrabe  nicbccfaUcnbcr,  entg.  bcm  flauen  ob.  fc^rccbenben):  olt  u. 
obccb.  auc^  f.  ftd)  frellen  (j.  S.  oon  bem  ^fcrbc  ftcl;en  f.  abftcigen;  »on  bem 
Sctte  ftc^cn  f.  aufftefjcn;  uneig.  an  ein  ®ut  flehen  f.  eö  antreten,  in  Siftg 
nefjmcn;  ton  einem  ®ute  ftefjen,  f.  eö  cerlaffcn,  baoon  abtreten;  batjcr  audj: 
cö  fte^t  baljin,  f.  D.  ttJ.  e6  ifl  ob.  bleibt  batjtn  gcflcUt,  b.  i.  ungcrcifg);  b)  fid) 
nid)t  von  ber  (Stelle  bewegen,  «Stanb  halten,  genauer:  frili  ftcf)en,  cntg. 
bcm  e}cf)cn  unb  bec  Scrccgung  über^.  (bic  ^fcrbe  njoUcn  nidjt  flcfjcn;  jlrljen 
bleiben,  b.  i.  nic^t  weiter  ge^cn;  uneig.  bei  ctioa§  flcljen  bleiben,  b.  i.  babci 
»enpcilen,  bamit  aufl)örtn  ob.  abbre^cn,  j.  S.  in  einer  9?ebe,  einem  SScrtra; 
gc  jc;  ctroaö  flcl)cn  laffen,  b.  i.  eö  ni^t  fortbcmegcn;  einem  flc()cn.  b. 
i.  ifjm  ©tanb  f)alten;  ftcfjcnbeö  SBaffer,  entg.  bcm  flie^enbcn;  ©c^iff.  ftcl)enbcS 
SautrcrE,  b.  i.  fcfl  angcfdjtagcneö,  entg.  bcm  laufenben;  bic  Ul)c  flet)r,  ob. 
flel)t  ftill,  b.  i.  fie  gcl)t  ni^t;  ber  Scrflanb  fteljt  mir  fliU,  b.  i.  iäi  ocrmag  r.id)t 
»eitcr  iu  benEen),  ba^er  f.  bleiben,  bauern,  unoeränbert  befielen  (5.  S.  bai 
Jg)au6  ftel)t  noi^;  fo  lange  bis  SBelt  fielet;  mit  ftel)cnbcn  ©c^riften  bructen, 
b.  i.  mit  ©(Reiften,  jücldjc  in  bcrgorm  gcfe^jt  bleiben  jum  iricbcrtjcltcn  2(bbru'.f ; 
eine  ftct)cnbc  Sülmc;  flcl)enbec  SBinb,  b.  i.  fcflcr,  feine  «Ridjtung  niö^t  ccrdn- 
bernbcc;  {lcf)cnfcc  .|)ebungen  eines  ®utc6,  b.  t.  fiebere,  regelmäßig  einge^cnbt 

^eufc'S  ^anbwörtetb.  b.  bcutfc^cn  ®pc.  2.  Z^til  67 


1058  \y^m 

einfünftc;  nne  fld;cnbe  JRcbengart;  ohexl.  uu^  gtflanbcn  aU  SS»,  f.  fcfl, 
<?ffc^t,  j.  S.  ein  gcftanbtnet  SKann,  afftanbente  2(lter);  feflgefe^t,  befiimmt 
fein  (j.  SB.  ü  freist  eine  Strafe  barauf;  eg  flcbt  eine  Seloljnung  auf  [einen 
Äopf,  b.  1.  fie  ifi  barauf  gefegt) ;  c)  in  »eittur  unb  unetg.  SBeb.  irgcnbivo 
fein,  tiafetn,  ftcb  b«ftnbm  ob.  auft)alten,  meift  mit  bem  Siebenbegriffc  bet 
Siu(je,  Dauer,  gejligfeit  Jc.  (bie  Svuppen  ftel)en  im  gelbe,  im  gager,  an  bcr 
Donau  jc;  bie  ^ferbc  jte^en  im  -Stallt,  Sqjpcine  ouf  bcr  9Ka|l  ftef)en  l)aben; 
.303.  baS  SBilb  flefjt  in  einem  ^olje,  b.  u  t}äit  fid)  gen)öt)nli(^  in  bcmj'elbcn 
auf;  @clb  bei  3cmanb,  auf  3infen,  auf  einem  ©runbflücte  liefen  ^aben;  ein 
©enjitter,  dn  ^Regenbogen,  bie  ©terne  1lel)en  am  Fimmel;  bie  a:^ränen  flanbcn 
xl)v  im  2(age;  in  bicfcm  Suc^e  frefjt  ciel  ©utt«;  baoon  |tcl)t  ni(ht6  in  bcm 
Sßricfe;  eä  ftet)t  gef(^riebcn  :c.),  aurfj:  ftdi  in  einem  geiriffen  3uj^anbe  bes 
ftnben,  non  einer  gemiljen  SSefchaffenljett  fein,  (j.  äJ.  bie  at)ür  fielet  offen: 
mein  ^au6  ftc^t  bii*  offen;  iie  SBaaren  ftcl)en  {)oc^  im  greife;  iie  ©ad^en, 
bie  Rapiere  it.  ftef)en  gut,  f^le^t  2c.;  L'e[.  unp.  cÄ  ftefit  gut,  fd3U<^t  jc. 
mit  itim,  ob.  um  ii)n;  wie  fle()t  eS  ju  ^aufe,  mit  beiner  @efunb()eit?  gut  bei 
Scmanb  flrljen,  bei  i^m  in  @un(l,  in  @nabe  flef)en:  bei  einem  fjoc^  am  SSrcrtc 
ftef;en,  f.  d.  tv.  gut  angcf^rieben  fein;  in  gutem  Stufe — ,  mit  Semanb  in 
Serfainbung,  in  gutem  aScrneJjmcn  fteften;  bei  Scmano  in  Arbeit—;  in  ei* 
neni  2£mtc  fteben,  b.  i.  angcfleUt  fein;  unter  3emanb,  unter  feiner  .^errf^aft, 
@crcalt  :c.  jicljeH),  ingbef.  f.  einem  anfielen,  Keiben,  iiemen,  mit  bem  I^at. 
ber  |>crfon  {bai  Mleib  ftcf;t  bie  gut;  „@rnfl  unb  Siebe  ftet)en  bcm  Deutft^en 
fo  {c^(5n",  ©btfjc);  d)  oft  fd^lcc^t&in  f.  f«'n  (i-  §3.  i^  fleöc  im  Segriff,  in 
3ttcifet,  in  gurc^t  ?c.;  bae  fte^t  bie  gu  Dienfte,  gu  Stfefjl,  gu  ©cbote;  cö  ftel)t 
bir  frei;  ba6  flefit  ju  erwarten,  ju  Ijofftn,  ju  tt'ünfd.^en  jc;  auf  ScmanbS  'Seite 
ftcl)cn,  f.  (Seite):  e)  in  SSerbinbung  mit  bcrfd^tebkuen  SJerbaltnif^irörtern  in 
mand^'erlei  uneig.  SSebcutungen,  ale:  an  einem  rie')cn,  tl)em.  f.  auf  ibm  bcru= 
t)en,  oon  il)m  abbangen;  auf  bem  ^punftt  fltl;in  (f.  ^punft);  auf  bem 
©prunge  ftef)en  (f.  ©prung);  auf  eine  Sac^e  jttljen,  efjem.  f.  borauf  geriefte 
tet  fein  (j.  S3.  auf  S3ocl)eit — );  baö  tlet)t  bei  biv,  bii  ©ottic,  b.  i.  in  btincr, 
in  ©otteS  ©ciralt;  für  eine  ®a(%e  ltef)cn,  b.  i.  bafür  t)afren,  bürgen,  gut 
fein  (5.  S.  bafür,  für  bie  gofgcn  ic.  tann  ich  nidjt  ^ttben:  'iille  jlclien  für  ei- 
nen SÄann,  b.  i.  oertrctcn  bie  ©teile  eincä  Sinnigen,  tjanbeln  mit  ocreintcn 
Ätdftrn;  nac^  einer  ©ae^e  ftel)cn,  b.  i.  banarf;  ftrebcn,  trachten;  bana^  fte^t 
mein  ©inn;  einem  nac^  bem  geben  ftebcn);  cor  bcm  Stiffc  ftc^cn  (f.  9ti|6); 
ju  einem  ftel)ci!,  b.  i.  iljm  beifteben  (el)em.  ju  einem  in  biö  Stcci^t  ob.  mit  bem 
Steckten  fteljen,  b.  i.  i^n  00c  ©eric^t  rei treten) ;' eljcm.  einem  ju  S3upe  jteljen, 
b.  {.  ibm  ©enugtbuung  geben;  ju  ^fanbe  fttf)en,  b.  i.  oerpfdnbet  fein;  einem 
bod),  tbeucr  :c.  äu  lieben  !o mm en,  b.  i.  ibm  einen  i)oi)en  jc.  »preiö  foften 
(aud^  uncig.  bcr  ©pa^  rcirb  bir  tbeucr  ?u  jtcbcn  tommen,  b.  i.  fc^limme  golgcn 
für  bicb  baben;  mittclb-  "lit  bem  2tcc.  ez  stet  mich  hohe,  tiute  ic);  — 
2)  rüctj.  fid)  fielen,  in  öerbinbung  mit  einem  SBio.,  rcclcbts  einen  BuR'^^nb 
bejeic^ntt,  in  weld^en  man  ftd)  butd)  '^tebm  üerfeljt  (ficb  mübe  fteb^n; 
ic^  i)abe  mid)  ganj  jleif  gcjlanben  jc);  auc^  in  SJtrbinbung  mit  einem  5tir. 
f.  fid)  bcftnben  ob.  occhalten  ben  äußeren  Umjläiibcn  nac^  (er  flebt  fic^ 
gut,  f^lec^t  JC  bei  feinem  ©cf^äfte);  —  3)  jiel.  in  einzelnen  9icbcnöarten  f. 
<Stanb  Oüt  einem  ob.  oor  et\x>ai  halten  (3ä'g.  ber  J^unb  jiebt  ein  lÖJilb, 
»enn  er  ocr  bemfelbcn  ftiU  flebt;  feinen  SRann  fit  ben.  b.  i.  einem  3Cnbcrn 


i 


flcl;lcn  —  fttif  1059 

SBibcrIianb  leiftcn,  gi'tra^fcn  fein,  fic^  mannlic^  \«il)rrn);  «troaö  ftcbenb  t?er; 
rii."t)ten  ot).  bewirken:  ©c^ilbrcadjc,  Öcoattcr  ficfjen,  einem  JRebc  jtc» 
Ijcn  ([.  ©djitbioadjc ,  ©coattcr,  Siebe),  oberb.  ouc^  ©pdf)  fliljen  (|.  fpätjm), 
SBorc^  ftcl)en  (b.  i.  a(6  »ürge  haften),  Äieiß  fteijen  (eine  Art  Äinbctfpiel  mit 
bem  SBaUc)  jc;  bejtel)*;n,  «u^fjalten  (btc  Safere  bei  einem  flel)en,  b.  i.  bie 
2et)rial)rc  bei  if)m  Qii6{)a(tcn;  einen  Jtauf  ftef)cn,  tlt.  f.  bie  Sibin^ungen 
beßfelbcn  galten);  —  ^fc^.  bcr  Otcl)auf  (eig.  3mper.  von  Qufjtitjen),  ein 
etüct  J^olunbcrmart,  welc^eö  an  einem  Gnbc  mit  58lei  befd)n)ert  ifl,  fo  bafe  tö 
auf  bie  ©cite  geneigt  fic^  immev  »üicbec  aufiid)tet,  aud):  tai  (2tcl)mannd)in, 
SDSippermd'nndjcn,  Äobofö'u.;  tai  '£tel)l)auö,  bcr  bö(icrne  JCaflen,  in  »reldjem 
ber  SBci^gerber  beim  2(uö{treid)en  ber  ge»rdJTcrtin  geUe  |lrt)t;  t>er  ötcl)tragfn, 
ein  in  bie  Jpöt}e  ftef)enber,  (leifcc  Ä'ragen;  tai  @tel)pult,  ein  ^ult,  an  rcete^em 
man  ftcbenb  arbeitet. 

]t(i)lm,  ikl  ^iD.,  abtaut,  id)  fl<l)(e,  bu  jlief)lft,  et  (ticf)It,  roir  fl?f)f«n  ac; 
3mpir.  ftiet)(;  5mpf.  flabl  (lanbfd).  gem.  fiol)!),  eonj.  ftäl)(e  u.  ftöbU:  «m«. 

geflof)(en,  (got^.  stilan,  altb.  stelan,  stein,  ^rdf.  stilii,  stil,  ^rdt.  '•tal,  (5onj.  st.ili, 
»taele,  ^ürt.  gistolan,  gestolii;  nicberb.  ftelen,  ^tät.  fiool,  ^art.  ftalen;  angetf. 
stealan,  stelan.  engl,  steal;  iöldnb.  slela,  [djn>eb.  stjala;  — SBurjet  stal,  alfo  VCn 

gleichem  Stamme  mit  ®taU,  jtellen,  ftiU,  f.  b.  ?),  urfpr.  übtrt).  (twai  l)<imlid), 
itt  ber  «Stille  u.  unbemetft  tl)un,  bafjcr  noe^:  fid)  fort,  hinauf,  l)eietn, 
irgeub  mol)in  — ,  f.  fid)  unbemerft—  begeben,  finno.  fd)[eid)en  (j.  S.  et 
flat)(  ftc^  auö  bem  >^aufe,  aus  ber  ©efellfdjaft,  unter  bie  3ut)örer  Jc:  tjgl.  aud) 
»etftot)leJi);  ^cw.  in  engerer  23eb.  einem  et ivag  —  ,  heimlid)  juegneb- 
men ,  fid)  frembe^  @igentl)Utn  l)eim(id)  u.  wibeiTed)tlid)  aneignen,  finno. 
entwenben,  serfc^.  rauben  (j.  S.  einem  öJelb,  SBaarrn  :c.  — ;  fiif)ien  wie 
ein  Siabt;  et»t»aä  au6  einem  Suc^e  ttc{)len,  b.  i.  e6  borauö  cntnel)men  u.  fiic 
fein  (Sigcnt^um  ausgeben;  uneig.  einem  feine  3cit— ,  b.  i.  ii)n  unöermcr!t  um 
biefelbe  bringen;  aud)  o{)nc  gel)äffigcn  9lcbenbegriff :  hu  3cit  ^u  etr»aö  fl»i)!en 
müfTen,  b.  i.  fic  einem  anbern  ®efd)äfte  entMei)en;  fic  hat  mir  ba6  ^erj  geflot)« 
Icn,  b.  t.  e6  unücrmerJt  für  fi(^  gewonnen):  bev  v£tet)lcr,  -ä,  »rer  fiieblt,  nur 
in  btm  ©prid^MJ.  ber  JpchUr  ifl  fo  fc^limm,  wie  ber  ®tel)ler;  au^ecbem  geio. 
ber  2)ieb. 

flcif,  Sit),  (fc^eint  in  bem  älteren  J^od)b.  nicht  »orjufommcn  u.  in  biS  9lcu= 
hod)b.  u.  Oberb.  crft  fpdter  auö  bem  nieberb.  ftief  übergegangen;  ieiänb. 
stylV,  fdjroeb.  styf,  angelf.  stif,  engl.  u.  bän.  stiff;  reahcfe^.  oon  bem  oerlorenen 
3«.  stiban  f.  ftü^en,  jlemmen,  »gl.  ©tab,  baö  lat.  stipes,  ©tamm,  ©tccE,  u. 
stipare,  flcmmen,  ftopfen;  ogt.  auc^  bae  nieberb.  jldoig  f.  ftcif  tjon  ©taf, 
©tvib;  alfo  urfpr.  gejlemmt,  gej^opft,  bi^t,  flarr),  in  feinen  2!bci(en  gerr.be; 
au»  flef)enb,  unbiegfam  ob.  fd)ivev  ju  biegen,  finno.  ftarr,  n)ttd)eö  einen  bö= 
^eren  örab  bet  Unbiegfamfcit  bezeichnet,  cntg.  fd)laff,  (j.  35.  ^eife  ©tiefet; 
fteife  JJeinjuanb,  bie  mit  ^avjwafTc»-*  fti'if  gemad)t  ift:  bie  SDh'^f"  l^^'f  halten,  b. 
i.  fie  l'pt^cn,  auch  uncig.  f.  nid)t  muthloö  fein,  munter  bleiben;  ©^iff.  ein  ©djiff 
ijl  fleif  ob.  fegclfteif,  reenn  eö  oiele  ©egel  fähren  fann,  ohne  fich  auf  bie 
Seite  JU  neigen);  bcf.  »on  Äörpcrn,  iscld)c  rocicb  u.  biegfam  fein  füllten  (,^.  95. 
ein  fteifer  Jpalö,  2Crm  ic. ;  bie  ginger  finb  mir  fleif  gefroren;  ein  fteifcö  ^ferb, 
b.  i.  beffcn  (SJliebcr  ungclcn!  finb);  auch  'Jon  njcidjen  Äörpern:  in  i)oi)tm  &xa-- 
be  bid)t  ob.  berb  (Scig,  Srei,  ^ttt  u.  bcrgl.);  uneig.  f.  iinbeireglid),  un^jer; 
tvanbt,  feft  (einem  fteif  in  bie  3(ugcn  fe^cn;  ftcif  auf  etiraö  halten;  faef.  in 

07* 


1060  fii^m 

bev  SSci-binbun^:  jlcif  unb  fejl;  obcrb.  auc^  f.  tüd^tig,  tapfer,  j.  S.  ein  flei* 
fcr  SJlann,  ftcif  cffm  u.  trinfen  u.  bcrel.  ra.);  bcf.  auf  eine  fef)(er^nfte  2(tt 
unbicäfam,  ungefd^meibig,  unbel)o(fen,  ungettrtnbt,  gejroungen,  fowo^l  »on 
©tetlungcn,  ©cbcrbcn  JC,  olö  au^  im  geiftigcn  u.  fittfidjcn  SSerftanbe  (flcif 
boflel)en,  eine  ftcife  SSerbeugung,  ein  ftciffö  Scncbmtn;  jleifc  gcrmlic^feit  int 
Umgänge;  eine  fteifc  «Schreibart,  Überfc^ung  jc.;  ein  fleifcr  ©inn,  Äopf  jc.  b. 
i.  ein  eigenfinniger,  (jartndctiger;  flcif  Ui  itroa^  beharren  jc);  —  3ff$- 
ber  <Btäififdt),  ein  gif^,  »elj^er  fieif  wirb,  wenn  man  i()n  berü()rt,  ©tarr= 
fifdj;  ba6  (Stcift)aar,  jleifeS  ^aar,  SSorflen;  fieifljaaric^ ,  SBvo.,  borftig;  ber 
Steiffopf,  uneig.  wer  fleif  auf  feinem  Sinne  befjorrt,  ©tarrfopf ;  jleifföpfi'g, 
aSm.  jlai-rföpfig;  bie  Stdfteitltpanb,  fteife  ßcinrcanb,  f.  o.,  lanbfd^.  and)  b«c 
Stelffrf)cttcr  (f.  ®f;'etter);  ber  ©teiffinn,  ©tarrfinn;  jleiffinnig,  SSw., 
flarrfinnig;  —  2Cbleit.  bie  Steife,  o.  5Ä.  1)  iai  »öteiffcin,  bie  fleife  SSe- 
fct)affenl)elt,  bef.  in  cig.  Seb.  (j.  f8.  bie  ©teifc  ber  ßcin»onb;  einem  J^ute 
©trife  geben;  bie  ©tcife  eine6  ©e^ijfeö,  b.  i.  beffen  Äraft,  bei  einem  ©eiten= 
ttJtnbe  feine  wagercc^te  Sage  ju  ert)altcn),  in  uneig.  a?eb.  ge».  Steifheit ; 
lanbi'ct).  f.  ©lieberlahmung,  (Scl)(agflufö;  2)  traö  anbcrc  Äörper  fieif  macht, 
inöbcf.  f.  Starfc  (f.  b.)  jur  SBafdjc,  lanbfd^.  auc^:  baS  ©teiffel  (nicberb. 
©tioclö,  ©teioelö);  ^'"tm.  ber  2eim  jum  ©tetfen  ber  ^ütc;  Bimmcrl.  f. 
©tüJ^e,  bcf.  eine  fc^rag  ftcf)cnbe;  bie  'Steift)eit,  gem.  auc^  ©teiftgfett  (nie* 
bab.  ©ttoigfcit),  ba5  ©teiffein,  eig.  (j.  S5.  ber  ©lieber)  u.  bef.  uneig.  fj.  58. 
einer  SScrbcugung,  ber  ©d)reibart  zc);  au^  eine  fteife  «^anbfung,  Äufc? 
rung  k.  («m.  Steifheiten);  ber  Steifling,  -c^,  ?t*?.  -e,  5^cuw.  f.  ein  fleifer, 
unbet)o!fener  9}?enfcf),  bef.  »er  ftcif  an  gcroiJTen  gormcn  ob.  Anflehten  t)ängt 
(fr.  «pcbant);  ■ —  jleifen,  gicl.  3«.  (nieberb.  ftiüen),  ftcif  machen  (bie  SBä* 
f^e  — ,  flörfcn;  bie  S^ütn  mit  Seim—);  mit  Steifen  ob.  Stufen  üerfeljen, 
fluten  ij.  9B.  bie  geuerfja!cn— ,  mit  ©abeln  |tü|en);  uneig.  fid)  ouf  eine 
Sache—,  b.  i.  ftü^en,  berufen;  fleif  barauf  beflehen  ob.  babei  bel)arren; 
bC[^  Stcifmc^(,  ©tdrEmcf)!;  bec  Steifofen,  .?)utm.  Dfen  gum  ©tcifen  bec 
.^iite;  ber  Steifer,  -^,  it»er  etreag  fleift,  bef.  bie  Jbutc;  bie  Steifung,  bai 
Steifen  (j.  S.  ber  S^üte);  au^  wai  baju  bient,  eine  Sad)e  ju  jieifen, 
inebcf.  SBalfcrb.  ein  f)ölgcrner  9{ai)men,  an  roeld^em  bie  ^fa^le  fd}rä'g  angeletjnt 
werben. 

flcigen  1.,  gicttof.  3».  m.  fein,  oblaut.  3niper.  fteigc,  gew.  fleig;  Smpf. 
flieg,  ^onj.  fliege;  9Sw,  gejliegen,  (got{).  steigau;  altb.  sttgan,  stfgen,  ^röt. 
steic,  ^art.  gesiiöen;  nicbcrb.  fiigcn ,  ^rät.  jlecg,  ^art.  ftegcn;  iötdnb.  u. 
fdjweb.  stiga;  angclf.  stigan;  gric^.  ani/^iv,  fc^rciten),  urfpr.  fchreiten,  mit 
»reiten  Sd)rittcn  gehen,  bai)er  no^  gem.  u.  fd^trjl).  überi).  f.  gef)en  (j.  SS. 
irgcnbwofjin  flcigcn ,  umf)ct  flcigen ,  angcftiegen  fommcn  u.  bgl.  m. ;  Säg.  von 
bcn  aSärcn,  SSibcin  unb  Ottern  f.  gel)en);  ge».  in  engerer  SBeb.  aufwärts 
fitreiten  ob.  gehen,  einen  ob.  mehce  Schritte  in  bie  ^öf)e  tl)un  (j.  S.  auf 
ben  ©tuf)l,  ine  S3ett,  in  ben  SBagcn,  auf  baö  ^ferb  ob.  ju  ^fcrbe  — ,  über 
einen  3^"")  auf  einen  SSoum,  auf  einen  S5erg — ,  auf  einer  Cciter  inß  genfter 
ftcigcn  xt) ;  ai,i^  abivditö  ob.  \)on  ber  S^'i^i  in  bie  Siefe  fd)reiten  ob.  ge- 
hen (au6bcm  95ttte,  SSJagcn  jc;  »om  ^fcrbe,  com  Serge  :c. — );  in  bciben 
Seb.  auc^  mit  einem  3Ccc.  ber  (Srflrectung  ob.  ber  burc^fd)rittencn  Satjn  (j. 
S.  Serge,  Grippen  :c.  fteigen;  er  !ann  !cine  Sreppcme^r  jtcigcn);  in  weiterer 
Seb.  über^.  fich  aufivart^  bewegen,  erl)eben,  «ntg.  falten,  finlen  (bie  fierd^e, 


fleigen  lOGl 

bcr  ??al!e  ic.  jlciflt,  b.  i.  f^rcingt  fiel)  in  bic  ^ö(jc;  bic  gifc^c  flcigcn  im  SBof' 
fcr,  b.  i.  bcjpcgen  ftc^  nad)  ber  Oberfläche,  ob.  firoman;  bog  ^fcvb  llcigt,  b.  i. 
bäumt  \i<i);  bcr  JRauc^,  bcr  9icbc!  flcigl;  bic  ©onnc  flcigr,  b.  i.  crf)ibt  fj(^ 
über  ben  ©cfic^töEreiö;  bie  Slßagfc^alc  ftcigt;  baö  SffiafTcr,  tai  Ducctfi'.bcr  im 
SEBctterglafe  i(l  gcjlicgen;  bcr  Sßcin  ift  mir  in  bcn  Äopf  gttliegcn,  u.  bgl.  m.); 
uncig.  oon  Sönen  u.  ber  ©timmc:  f)öf)er  u.  flä'rfer  rocrben  (mit  (liigcnbcc 
©timme  fpvcc^en,  fingen);  ju  9?an9  u.  (JbrcnffeUen  gelangen,  fid)  empor« 
fcbmingen  (tr  ift  in  !urjer  5eit  i)o6)  gcilicgen;  fpridjrc.  wer  t)od^  flcigt,  fällt 
tief);  Qüä)  f.  fid)  in  bleiche  erfrrecfen,  oUma'[)Iidi  hoher  trerben  (ber  Grb» 
boben  fteigt  won  bcr  ©cetüjle  an;  Scrgtr.  bae  Steigenbc,  b.  i.  bic  6rl)ö* 
l)ung  ber  ©eOirge,  ©tollen  jt. ,  entg.  baö  gaUcnbc);  zunehmen  an  3*ihl  u. 
SJJenge,  an  ©ertf),  ob.  an  innerer  ©tärfe  (ber  ^reiö  flcigt;  bie  SBaarc,  bad 
Äorn  fteigt  im  greife;  lleigcnbc  Äraft,  Seibenfci)aft,  ffiutt)  u.  bgl.);  —  fjei» 
gen  2.  jiel.  ^W.y  blo^  umenb.  (alt.  steigern,  steigen,  ^rät.  steigele;  oberb. 
ftaigen;  ba6  abgel.  gactitioum  »on  stigan,  fteigen  1),  alt  u.  oberb.  f.  Ileigem, 
fleigen  mad}en,  erl)öf)en,  bef.  ber  3üt)l  ob.  bcm  SBcrtbc  nac^;  —  ber  Steig, 
-cg,  9)?.  -e,  (altb.  stig,  stlr,  @.  stiges;  nieberb.  ©tieg;  i^lönb.  stigr,  fdjircb. 
u.  angcif.  stig),  ein  fdimalcr  ^öeg  für  ^^upgänger,  gufreeg,  ^fab,  guo. 
Supfteig,  ügl.  ©teg;  in  engerer  SBeb.  ein  fleiler  5Beg  über  einen  93erg;  ber 
(Steigbereiter,  lanbfd^.  f.  r>.  rc.  ©teg=,  SDSege-  ob.  ©traßenbcrcitcr;  ber  Steig« 
bcttler,  aaöi  Steigftber,  oberb.  f.  öffentlicher  23ett(cr,  ©trapenbcttlcr;  bec 
©teigfctjrcr  ob.  fc^aufler,  Ttrbeitcr  in  ©atjmerfen,  bcr  bie  gu^ftcigc  gu 
bcn  Jtotl)cn  reinigt;  ber  ©tcigli^,  -eö,  5!)?.  -e,  fäc^f.  ein  auf  jicci  ©äuUn 
rutjenber  Cuerbalfen  am  Anfange  eineö  gu^jlcigeö ,  ctö  9Bcl)r  für  SSagtn  u. 
«Reiter;  —  bie  Steige,  SÄ.  -n,  1)  (gott).  "^taiga,  altb.  steige,  oberb.  bic 
©taig  ob.  ©teig)  lanbfc^.  f.  Jireppe,  ßeiter,  nieberb.  Stiege  (j.  S.  Äeücf, 
.^üf)nerftcige  Jc);  uncig.  eine  Art  ©tac^tlfc^nccEen:  bie  Sortreppt;  ein  er* 
i)'6i)ttei  SSrett  jum Überjlctgen  eincö3auneö,  lanbfc^.  auc^  ©tiegcl,  ©tcig» 
"fei  jc;  eine  SSretterbühne  ob.  ein  GJerujlüber  bem  SRäbcrrcerfc  einer  SKü^lc; 
oberb.  auc^  eine  ffeii  auffteigenbe  5'»bcfJrflf«;  2)  (altb.  stfga,  stfgc,  oberb. 
bie  Steigen)  ein  au6  Stäben  u.  Satten  gemaditeö  (^iitter,  u.  ein  aus  fot» 
^en  ©ittern  gemalter  oicrcd'iger  83erfd)lag  btf.  für  gcberoiel;  (Jj)üf)Mcr--,  Za\i* 
benjtcige  jc.);  Säg.  eine  83ovric^tung  ?um  9{cbl)utjnerfangc,  btftcf)cnb  aui  tu 
ncm  2>ratl)gcflc^t  mit  galltljüren;  3)  (»icUeicbt  oon  onbcrm  ©tamme?  mittt. 
(at.  stega,  stica)  oberb.  eine  äflb^  ^P"  20  Stücf,  nieberb.  Stiege  (j.  S. 
eine  ©teige  ob.  ©tiege  ®arben;  eine  ©liege  Ceinreanb,  b.  i.  20  eucn);  — 
3fe$.  eon  flcigen  1.:  ber  Steigbaum,  eine  8eiter  in  gorm  einer  ©tangc, 
auö  »clever  ju  beiben  ©eiten  bie  ©proffen  l)erDorflct)cn;  bie  Stcigbol)ne, 
lanbf^.  f.  ©tongelbo^ne;  ber  Steigbügel,  ein  tifcrner  SBügel  an  einem  SKte« 
men  ju  beiben  ©eiten  be6  ©attelö  eineö  ^fcrbcS  befcjtigt,  in  iveldjen  man  beim 
SSeftcigen  be«  ^ferbcS  u.  beim  9?eiten  ben  gu^  ftcUt,  cljem.  bcr  ©tcgrcif;  un» 
eig.  ein  ®e()6rfnoc^en  im  inneren  C()re;  aud)  ein  leberner  JRicmen,  bclfm  ficft 
bie  Dac^beder  beim  Steigen  bebienen;  bas  Steigeifen,  fpi^'ge  (Jifen,  bie  man 
beim  SSefteigen  fteilet  Serge,  bef.  ber  (ületfd^cr,  unter  bic  güfc  befcftigt;  bie 
Steigleiter,  »it.  f.  ©turmlcitet;  ba6  Steigerab,  ein  ©pemab  mit  30  ^dlj» 
nen  in  bem  &ct)ntxl  ber  U{)ren;  ber  Steigriemen,  SRicmen,  an  welchem  bcc 
Steigbügel  ^ängt;  baS  Steigerot)r,  ob.  bie  Steigrol^i^e ,  bie  oberfte  SRöhre 
an  äBafferbructiserten  ob.  Säugpumpen,  burc^  tveldje  baS  SBaf^cc  in  bic  ^ö^e 


10G2  jtcK  —  (Stein 

jtcigt;  —  2CMe it.  flelgel  ob.  fleiger,  Str.  (aUb.  Steigal)  ott.  f.  jl«i(;  bcr 
Steiger,  -§,  iter  fieigt;  ingbcf.  Sergw.  ein  SSfvimter  bei  einer  3ecJ)e,  jrd^ci- 
bic  2(uffid}t  über  bic  2(vbcttei-  u.  bic  Scrggcbäube  hat  u.  ju  bcflimmtcn  Letten 
in  bic  ®vubc  ftcigcn  mu^S;  bte  <Stci.qung,  baö  ©feigen,  gctr.  mtr  in  35 e=, 
erftcigung;  audj  ber  3uflanb  b?^  ©teigeniJ,  bie  (Erhebung,  u.  bic  jpö^e, 
§u  nH'ld^ct  ctnja§  ftd)  crtjcbt  (§.  SS.  Sauf,  bic  ©tcigung  einer  SBritcte,  eineö 
®cjrclbc6  jc):  —  l^eigcm,  jicl.  3tt».,  cttvaö  — ,  fteigen  niad)en,  nur  un= 
cig.  f.  junet)inen  macben ,  er()of)en  bcr  gjJcngc  u.  bef.  bcm  ©rabe  ob.  2Bcr= 
ti)t  nad)  (bcn  ^rciö  einer  SSSaarc,  au^:  bic  SBaare — ;  feine  gorbcrungcn,  ob. 
©el'Ote  fteigern,  ügf.  ocvflcigern;  bcn  Son  — ,  b.  i.  ücrfiärfen  ob.  frt)öbt'n; 
ingbef.  einen  Sigenfd^aftgbegriff  flcigcrn,  b.  i.  bcm  @rabe  nad)  tcrjlarfcn  ob. 
£rt)öt)en,  j.  SB.  fdjön,  fd)öner,  [djönft);  einen  — ,  if)n  l)öl)er  treiben,  i{)m 
einen  t)ö()eren  ^rei^  abnctbigen  (g.  95.  einen  9}iictfj6mann— );  bie  Steige^ 
runcj,  bfiS  (Steigern  (j.  35.  bcä  ^reifcö,  SoncI  ic);  inifaef.  bie  (5r{)ö()ung 
Ob.  SSerflä'rhmg  eineä  SSegriffe^,  j.  SS.  «Rcbcf.  eine  na^  bcm  ®rabe  bcr 
Stärfe  aufjlcigenbe  @tufcnfo(gc  üon  SScgriffcn  (fr.  ÄÜmar  Jc):  ©prad)l.  bec 
ISiegunggcorgang  bcr  Sigcnf^afteircrter,  bur(%  ttjcldjcn  Unterfc^iibc  bcä  ®ra= 
bc§  au6gcbrüc£t  rccrbcn,  aud)  ©rabivanblung  (fr.  ©rabuation  ob.  ©ompara= 
tton);  bie  boljin  gcbijrcnben  93icgungöformcn  tjeifen:  Stfigevungögrate  ob. 
sflufcn,  auc^  Serglcic^unglgrabe  ic,  bercn  man  brci  untcrfc^cibct?  ^o* 
fitiü  (j.  35.  fc^ön),  Somporatiü  (fdjöncr),  ©uperlatio  (fctjönfr). 

flctt,  SB»,  (nitb.  stecchal,  stichil,  sl:ickel;  obcrb.  ftictcl:    üngtlf.  sticol;  »Ott 

jlccEen,  fict^cn,  a'.fo  urfpr.  ftcc^eiib,  fpi^,  jäi):  ugt.  b.  oberb.  ©tic!,  jldte 
etiUe,  ©tiefe  I,  fpi^cr  ^faf)(;  —  bancbcn  ober  aucl^:  alt^od}b.  Steigal,  mittilt). 
stigel  u.  steigel,  üon  ftcigcn,  au§  trcld)er  gorm  unfev  jtcit  burdj  3ufam.men= 
gicbung  rntfl.),  faf!  fenfrecbt  aufffeigenb ,  olfo  mit  ber  @runbflä'd)e  beinaf)e 
einen  red)ten  5Binf<I  bilbenb,  ffnno.  jäh,  abfd)üfj7g  (jrc(d)e  mct)r  bie  objlei' 
genbc  5Hic^tung  bcjeict;ncn),  fdiroff,  entg.  fc^rä'g,  lcf}n£,  (ein  flciUr  S?crg, 
Sßtg  2C.);  —  3fc^.  ber  <BU\lhobd,  Zi\d)l.  bcr  J^artt)obc(,  beffen  ®ifcn  bei- 
natjc  fcnfrcdjt  ftct)t;  ber  "Steilfopf,  niebcrb.  f.  eir.  f)od)  grlragcncr  Äopf;  ein 
t)od)mütt)igcr  OTcnfdj,  ou^:  ^a^  <2tct(ol)r;  ber  <Stei(ptal)l,  SBaJTcrb.  ein 
fenfredjt  cingifdjlagencr  «pfaljf;  fJcilrcd^t,  Sw.  f.  c.  xi\  fenfrcdjt,  nur  in  ouf- 
ftei;^cnber  «Richtung;  —  Mbleit.  bie  *Stci(e,  1)  ba$  Steilfein,  bie  fteilc 
S5cfd)affcnf)eit,  gen?,  bie  Steilheit  (j.  S5.  cince  JBergcg,  Jfficgcö  jc);  2)  ein 
fteiler  i?Ibbang,  eine  fteifc  ^lä&ie-,  aü6)  ein  gcrabe  aufgerichtetes  2^ing, 
j.  S5.  ®^iffb  bie  eicrccffgcn  ^foften,  qu6  welken  bic  JBäting  beflif)t;  flci-' 
len,  jicl.  3>f.,  niebcrb.  f.  in  bie  «i>öbe  rid)ten;  fid)— ,  f.  fid)  bäumen,  üon 
^ferbcn. 

Stein,  m.,  -e§,  ?)?.  -e,  SSer!t.  boS  ®teind)en,  obcrb.  Steinfein,  (got^. 
staiiis,  Q'itb.  stein,  obcrb.  ©tain,  altfäe^f.  st^u,  niebcrb.  ©tecn;  fdjrceb.  sten; 
angtlf.  st.ui,  engt,  stone;  »gl.  b.  gricc^.  ffr«'«,  otTov,  f.  ®teind)en,  Äicfcl;  — 
»Qfjrfc^.  ton  ber  SlJurgct  sta,  flcf)en;  »gl.  baS  fc^web.  stinn  f.  ftarr,  ftar!,  iai 
böbm.  stena  f.  2Bünb ,  58?auer;  ©runbbeb.  baS  Starre,  gejle,  ^avtc;  bat)cr 
aud)  in  3fc§-  wie  flcinalt,  ftcinrcii^,  obcrb.  ouc^  jleingvob,  j^cintobt  jc. 
»crftavftnb  f.  fcljr,  J»o  bie  SSeb.  tjart  ju  ®runbc  liegt),  1)  ein  fefler,  {jartcr 
unorganifd^cr  Äörpcv,  ein  ?[)?inera(,  n^elc^eS  nid}t  bcfjnbnr  ift,  aber  in 
©tiicte  gerfc^lagen  unb  jcrmalmt  werben  fann,  fon>o()l  aU  ©toffnamen  o.  SK. : 
folcbe  S'^ciffe  iiberb.  (j.  S5.  ^art  wie  ©tein,  o«$  ©tcin  beftr()en,  |U  ©tcin 


Stein  tOG3 

tüptben,  ein  ^au«  »on  Stein),  aU  aui)  «in  einzelne«  <Stürf,  ein  besrenjter 
Zbe'ü  cb.  Körper  foldiet  ^Kaffc  (ein  @tcin,  SSI.  ©tcinc;  ein  .t>^uö  ccn  ßtei' 
ncn  erbauen;  bie  ©teinc  auf  bem  gilbe  auflcfni;  mit  gtctncn  pfl'^ftci'n^;  9^' 
nmicc  untctfdjeibct  man  vcvfcl^icbenc  2(rtcn,  ali:  JBviid;-,  Xalt-,  3:l)on=,  (Sifen«, 
gcucr=,  Äicfel-,  ßbelfiein  k.;  inßbef.  acbraud)t  man  «Stein  f.  I5bclflein  (j.  ». 
ein  JRin^  mit  einem  Stein,  ein  Jg)ar6banb  Don  ©teinen  ic.) ;  ^üttenro.  f.  gepod)« 
ter  u.  c^cwafd^ener  Switter:  eljcm.  bef.  f.  nacttcr  §elg  (bal)tr  (S9i.  oon  SBer* 
gen,  SBurgen,  Ortfc^aften  ;c.,  wie:  bec  3lfen|lein,  Äöni^ftein,  bcv  Stein  ju  fßa- 
ben  Jc);  in  »crfet}iebenen  uneicj.  2(nn)cnbungcn  u.  fpi'ieljjt:».  5Rebenf.arten,  ali: 
ber  ©teiu  bcv  SBeifen,  b.  i.  bai  ®el)eimnif6  ®olb  ?u  machen;  ein  ©tein 
beö  3Cnfto^e6,  b.  i.  eine  ©adje,  bie  3(n|!o|j  ob.  Jii-aernife  eaecjt;  ©tcin 
uub  Sein,  b.  i.  eig.  wol)U  SEobteö  unt  Cebenbigeö,  bann  f.  I^artc  9}?aiTen  (j. 
58.  obevb.  ju  ©tein  u.  »ein  gefrieren;  Stein  unb  SBein  [e^nr'eren,  f.  untec 
SBein);  inSbef.  uncig.  f.  ctroag  ^arte6,  Schircreg,  -Drüdenbeg  (j.  SB.  ba8 
fönntc  einen  ©tein  erbarmen,  b.  i.  auä)  ben  J^artberjigftcn  ernjcidjen;  einen 
©teiu  auf  bcm  J^erjen  ijaben;  mir  ift  ein  ©tein  com  ^er^en  gefallen,  b.  i.  ic^ 
bin  Don  einer  brüctenben  Jfngft  ob.  ©orgc  befreit);  '2)  ttWdo  0U5  Stein  ®e; 
maclite^,  ^.  S.  ein  5]Rü()lpein,  ein  •T'cnf^  Ceic^enjiein  k.  ;  audj  bie  gebrccbfel; 
ten  Äövpev  ob.  j^'Ö"'^^'^  i"  Srcttfpielen,  bef.  ^um  2?amen^  u.  ©ei^adjfpicr, 
(weil  man  fic^  urfpr.  bloDcr  ©tcine  boju  bebientc);  bat)cr  auc^  3)  ein  beftimms 
teö  (^eirid)t  (»reit  man  ftc^  efjcm.  ftcinerner  ©iTOic^tc  bebitnte),  gero.  =  ^ 
3entner,  (in  SBerlin:  ber  gr  ofj  e  ©  t  e in  =22  ^funb,  ber  flcinc  ©tein 
=  11  ^funb;  in  Hamburg:  ein  ©tein  glad^ä  =  20,  ein  ©tein  SBolIe  u. 
gcbern  =  1<>  ^funb:  in  ^oUanb:  ein  ©tein  =  h  ^funb;  —  in  biefer 
5Beb.  bleibt  ©tein  in  ber  «Wcf)rt).  unoeränbert,  j.  58.  6  ©tein  aSöUe  JC.);  4) 
uevfd)iebenc  fleinartige  9J^ifTcn  in  organifc^en  Körpern,  in6bef.  bei  SOIenfdjen 
u.  iib'ereu:  ber  S?(afen=,  9tieren--,  ©allen»,  iOJagcnflcin ,  f.  b.,  bef.  f.  SSlafen? 
flcin  (ben  ©tein  b^ben;  einem  ben  ©tein  fc^neiben;  am  ©tein  ficrben);  nie» 
berb.  Qud)  f.  bie  ^oben,  bef.  bc6  .i^engfteö  (au^  engl,  stones);  ferner  bie  ftein; 
harten  J^rucbtfcrne  ber  Äirf^en,  Pflaumen,  ^fivfic^cn,  2ipiifofen  :c.  (ein 
Äirfd)=,  ^Pflaumenjlein  jc.;  babcr  ©tcinobfi,  entg.  Äernobfl);  obcrb.  au^ 
f.  .^aejelfcrn,  ©cblc^c  (©  tcinlein):  ouc^  ettt>a3  nur  ber  grrm  nad^  Stein- 
ai)nlici)eg,  j.  SB.  Ui  ©eibcnwirEern:  93iercrfe  ob.  Söüvfel,  xcddjt  in  bie 
3eugc  gerccbt  «erben;  bie  votben  SSierccte  ber  franjöf.  ©picifarten;  ba6 
©tcind^en,  eine  2(rt  Sronipetci-fcI}ne(fen:  —  3fefe.  ber  StfinaMer, 
großer  IMbler  ob.  ©olbablcr,  ber  bef.  auf  {jo^en  gelfe«  t)orftet;  ber  Stcinalaun, 
au6  2(launEal!ftcin  bereiteter  rötblidjcr  3aaun;  flctnalt,  SSto. ,  fel;r  alt  (f.  o. 
©tein);  bie  Stcinvimfcl,  ®olbamfel  ob.  ®olbbroffel,  f.  b.;  aucb  f.  ©tein« 
broff  cl,  f.  u.;  bie  ©tcinart,  eine  bcfonbere Art  i^on  ©feinen;  jlcinartig,  Sn>., 
fleinäbnlie^  ,  bef.  fleint)art;  bie  ©teinaffel,  eine  "üxt  Kffeln,  »reiche  jici)  bau» 
fig  unter  ©teinen  finben;  bie  Steinaufler,  2(uftern,  welche  jroifeljcn  gelfen 
gefunben  werben;  aud^  f.  gejactte  Älappmufc^el,  2ajQru6!lappe;  bie  Steine 
bante,  Ui  ben  ©cibenwirf ern :  ein  aui  lauter  flcinen  5ßierecfen  ^ufammenge« 
fester  ©ftctf  in  einem  ©eibenj^cuge  (f.  o.  ©tein  4);  bie  Stcinbanf,  eine  SBanE 
»on  ©tein;  Sergro.  eine  »»agcrtei^tc  ©teinlagc;  im  Sei^bau:  ein  mit  ©td» 
nen  belegter  3(bfa|  ber  SBöfdjung;  berStetnbär,  gemeiner  Sär;  berStcinbau, 
ba«  SBauen  mit  Steinen;  ber  Steinbaum ,  Sraubcnürfd^baum;  bie  Stein» 
beere,  SBeercn  oerfe^iebener  ®eroa<l^fe,  tic  in  fteinigem  SBoben  warfen,  in^Oef. 


10G4  etein 

f.  ©anbOeevc;  Preiselbeere;  f(5»arjc  SRaufc^becre;  eine  3(rt  Srombeere:  flei? 
ne  ©teinbecrc,  auc^  ©tcinbrombeere;  ba$  ©teinbeln,  "Kmt.  f.  d. 
w.  gelfen-  ob.  ©c^(afbcin;  auö)  eine  oerjlcinevtc  JlBurjel,  bcren  man  fic^ 
e^cm.  bei  SSeinbrüc^cn  bcbientc,  Setn=,  Äno^cnftcin  ic;  ber  Steinbeißer, 
JCcrnbctßcr  ob.  Äivfc^finf ;  awä)  ber  große  ©teinfd^mci|er,  f.  u.;  cih  f leiner  gü'c^ 
in  fü|)en  S5Ja|[crn,  »deiner  fi^  an  ©teine  anfaugt,  aud)  ©teingrunbel, 
»fdjmcrle,  =piiter  2C.;  ber  ©teinfauger,  f.  u.;  lanbfit).  aud)  f.  ©eereolf:  bec 
Steinberc^,  ein  aus  ©tcin  bcjlcljcnber  SSerg;  auc^  ein  großer  ©tcint)aufcn ;  ble 
!Steinbefrf)rrcrbe,  bur^  einen  Stafen=  ob.  9tiercnftein  oerurfac^te  SSefdjtrerbe; 
iai  ^tcinbctt,  SScrgro.  ber  ebene  ^(a^,  auf  rocld^cn  ber  gewonnene  (äifenjlein 
jufamnu'ngrfafjren  wirb;  icii  Steinbilb,  ein  S5i(b,  eine  Silbfaute  auö  ©tein; 
bie  Stctnblatter  cb.  -pode,  btatteräf)nli^e  (5rf)öf)ungen  ber  Jgtawt,  bie  mit 
einer  l;arten  SOJafTe  angefuUt  finb;  bie  <Steinbiume,  eine  ber  ©^n?crN 
lilic  ät)n[i(^c  augid'nb.  ^flan^e  (antholyza  L.);  auc^  f.  gelbem  SRuijrfraut; 
Sibcrblumc;  bie  ©teinblütbe,  ein  ©(aubmooö  auf  gelfen,  reelc^cg  ben  ©tei= 
ncn,  »roiauf  eö  waaijl,  einen  23ei(^cngeru(^  mittijeitt,  »gl.  fficilc^enfltin;  ber 
Steinbock,  ein  Sijicr  »om  3iegengej'c^lc^t  mit  großen  gebogenen  Römern,  auf 
ben  t)öd;|tcn  2ffpcn  Icbenb,  aud)  ber  Sergboct;  in  engerer  Seb.  nur  ber  mann» 
lidje  ©tiinborf,  ba  ba6  SGSeibc^en  ob.  bie  3iege  Sefdje  (jeißt;  aucl)  ein  ©fern» 
bilb  bcö  S^ierEriifcö,  in  n^el^eö  bie  ©onne  jur  ^iit  ber  SBinterfcnnenwenbe 
tritt  (batjer:  ber  SBcnbcfieiö  beö  ©ttinboctS,  f.  2Benbe!reiö);  ber  un&dr; 
tige  ©teinbocE,  eine  Sijicrort,  xvclä^i  jwifc^en  ^irfc^  u.  3iege  baS  SJIittel 
I;äit,  in  Ä(etnru[6Ianb ,  ^o(en  JC,  auöi  tatarifc^e  3iege,  ©teppenjiege  Jc;  bec 
Stcinbobver,  ein  ftüi)lcrnce  2Ber!ieug  jum  Sobren  non  gödbern  in  baö  @e- 
fliin;  SJuturi  ucrfc^icbcnc  ©^olti)iere,  welche  fi^l  in  Seifen,  Äorallcn  jc.  ein= 
bot)ren,  iöoI)vmuf(^el,  ©teinbattcl,  ^muf^el;  aui^  ein  ju  ben  SBeic^tbic- 
ren  gcböienber  fabenfctmiger  SGSurm,  ber  in  gelfenlöc^ern  im  «Olcere  lebt;  bec 
(Steinbranb,  eine  "Kvt  beS  JBranbeS  im  ©etreibe,  rcel^er  fefl  unb  t)axt  ift;  bec 
<Steinbrec^,  ein  jaljlreic^eö  ^flanjcngefc^lec^t,  meifl  aufhelfen  »acfefenb  u. 
fic^  t>üti)  bie  JRi^cn  beö  ©iftcinö  brängenb  (saxifraga  L.) ;  2trten  finb :  ber 
»reiße,  ber  «Rabcl-  u.  ber  ©anbfteinbre^ ;  weißer  ©teinbred^  au^  f. 
©tiin=  ob.  !pcrlen^irfe;  gelber  ob.  golbnerSt.  f.  ©olbmilj;  f  lein  er  ob. 
engtift^er  ©teinbrc^  f.  2CderfInau  ob.  grauenmantel  (f.  ©inau);  flei- 
ner  ©  teinbrec^  f.  ©tein=^impincUe;  rottjer  Steinbrech,  eine  "Kxt  ber 
©picrpflanje,  audj  Sropfwurj,  SBitbgarben  jc;  ebler  ©teinbre^  f.  SSra^' 
ob.  4)arn!raut;  2ßa|Tcr{teinbrecfe  f.  SRebenbolbe;  bec  Steinbrecher,  3(rbeiter 
in  einem  Steinbrud),  wo  baö  in  ©c^ic^ten  liegenbe  ©ejlein  lo^gtbro^en  wirb; 
bie  <£teinbud)e  ob.  --büc^e,  3Beiß=  ob.  J^agebuc^e  (wegen  il)re6  t)arten  J^oljeö); 
bie  Steinbutte  ob.  ^bütte,  eine  Hxt  SSutten  (f.  SSutte  1.),  beren  J^aut  mit 
fd)arfi'n,  ftctnartigcn  er()öt)ungen  befe^t  ijl,  auc^  ber  Steinbutt;  bie  Stein- 
butter,  ein  gelblicher,  fetter  2Claun;  bec  Steinbamm,  ein  2>amm  oon  ©teinen; 
(in  mit  ©feinen  gcpflaflerter  ob.  belegter  ^o^weg;  bie  Steinbattel,  f.  ©tcin» 
■  bot)rer;  ber  Stcinbeid),  ein  mit  ©teinen  befteibetet  J)eic^;  bie  Steinbo^te, 
ein  Jßogcl  oom  Slabengefc^lec^t,  ber  in  ber  ©^weij,  in  ©ngtanb  jc  auf  gtlfen 
niftet,  aut!^  ©tcin!räl)e,  ©c^weiier!rät)e  je;  ber  Steinbrcber,  eine  Art 
©tranbläufcr,  aucb  ©tcinwdljer,  ©c^worifc^nabel,  25olmetfc^cc  Jc;  bie 
Steinbroffef,  ein  2Crt  SroJTcln  in  Italien  ic,  ou^  ©teinamfet,  -rötbel, 
»reitling,  »ergbxojTel  ob.  4erc(>e,  Slauuogel  ic;  bec  SteinbruiJ,  ba6  Hb' 


(Stein  10G5 

brudtcn  oon  ©(i^rtften  ob.  Silbern ,  »ctc^e  auf  Wn^Hd^  jubercitctf  ©tcinplot« 
tcn  flcjcidjnet  fmb,  u.  bie  Äun|l  bcS  2(bbructcn6  foldjcr  ©tcinc  (fr.  titt)oqxa* 
ptjic);  Q[i<i)  ein  cini(elner  2tbbrurf  bicfer  2(rt;  ber  viSteintrucftr,  wer  bic  Jtunfl 
beä  ©tcinbrudö  übt  (fr.  Cit^ograpt));  bie  Stcinbrucferci,  bcffcn  QJcfdjcft  unb 
Änflalt;  bie  Steinbrufc,  1)  f.  25rufe  1.;  2)  f.  ©tcinro^;  bie  <2teincirf)e, 
gemeine  (Sidje,  insbef.  bie  3Bintec=  ob.  ^arteic^e;  audj  bie  immcrciriine  eidje 
im  fübl.  europa;  baö  (5tcineifcn,  f.  ©tcinmei^cl;  ber  Steineppic^,  line 
brm  eppic^  äijnlic^c  auölänb.  "^flanje  mit  eiförmiger  gruc^t  (bubon  L.);  bie 
@t(incfd)C,  gemeine  (Jfc^e  (wegen  iljreö  t)acten  ^oljeö);  lanbii).  aui)  f.  Stein« 
budje;  ber  ©teinefel,  eine  2trt  Heiner,  baucr(?Qfter  ©fei,  «KüUereiet;  bie 
©teincule,  in  gelfcn  u.  altem,  ©emöuer  lebenbe  Gulcn,  bcf.  eine  in  ©ebirgS' 
gegcnben  u.  einfam  lebenbc  (Sulen=2(rt,  auc^  ©teinEauj^,  Äir^^  Stjurm« 
eule  K.;  ber  ©teinfnlt,  eine  ^frt  flciner  galten,  in  (55emäuer  niflenb;  bec 
©teinfall,  Sergw.  Ginfliirj  be6  ©eflein^  in  ber  @rube;  bec  Steinfflm,  irvU 
fc^en  (Steinen  road)fenbc  garnfräutcr;  bec  Stcinfinf,  Äirfdjfin!  ob.  ©tein* 
beider;  bec  Steinftfc^,  f.  o.  m.  Älippfifc^;  bec  ©teinflac^^,  ffierg^  ob. 
(Jtbflac^ö;  bie  Steinflcd)te,  auf  gelfen  2c.  tradjfcnbe  glcd)ten,  andj  ©tein« 
moo6,  ©teinlebecfraut  ic.;  bie  «Steinflctfc^e,  lanbfc^.  f.  ©raömücte; 
SSraunfeljld^en  ob.  glicgcnfct-näpper,  au^:  fteincr  ©teinfdjmo  ^er,  ©tein« 
9  0  U  ,  ©  t  e  i  n  p  a  t f  (^  e ;  fleinftemb,  Sw.,  lanbfd).  f.  ganj  fremb  (f.  o.  ©tein) ; 
bie  ©tlenfruc^t,  eine  gruc^t,  beren  Äern  mit  einer  |teinf)arten  ©d^ale  umge» 
fccn  ifl  (f.  0.  ©tein  4);  ^flanj.  eine  mit  einer  flcife^igcn  SOTatTe  btbcctte  9^ufö; 
bec  ^teinfuc^ä,  weiter  ob.  ei^fuc^S  om  ßiömeere;  bec  Steirtf^all,  lanbfc^. 
f.  ^Blaucrfalf;  aui)  f.  c.  m.  ©tcinflctfd)c:  bic  «StcingaUc  ("f.  &a\li  2.), 
S5crgw.  ©teilen  tauben  ®efleineS  im  (ärje;  eine  Äran!t)cit  ber  ^fcrbc,  biftebcnb 
in  borten  Sculcn  im  ^ufe:  bec  »Steingeier,  ©c^walbenablcr;  bie  Steingcip, 
f.  ©tcinj;iege:  bu6  ©tcingewäc^^  ob.  bic  ©teinpf  lanjc,  ein  jlc:nl)arteö, 
pflanjenabnli*eö  ©ebilbe,  ?.  S5.  bic  Äorallen ;  bec  <2tcingrau5  ob.  --gruö, 
auc^  <Stcingrieö,  ©teintrilmmcr,  ©c^utt  ob.  groicr  ©anb  »on  bearbeiteten 
©leinen;  bie  «SteIngrube,  ein  in  bic  Siefe  gef)enber  ©teinbru^:  bai  <BU\n^ 
grün,  f.  a3erg=  ob.  Kupfergrün;  bie  ©teingrunbet,  f.  ©tcinbeilcr;  ba« 
(Steingut,  -eei,  o.  5)1.  al6  ©ammel-  u.  ©toffnamen  f.  irbcne^,  im  gcuer  fiein= 
i)aü  gcbrannteö  ©efc^irr,  bef.  con  bläuli^  grauem  Zt)cne,  ob.  ocn  feinem  »et« 
^en  Sl/One  mit  »erglafeter  Cberflädje  (unecbteö  ^orjellan);  nicberb.  übcr^. 
f.  irbcneö  (5Jeld)irr,  Söpfen>aare;  ber  (Steinl)al)cr,  f.  c.  w.  giufelid^cr;  bec 
Stcinbabn,  ein  fübamerifan.  23ogcl,  ber  aufhelfen  iibt,  au^  gclfenbatjn; 
bec  ©tein^bönfling,  gemeiner  grauer  J^änfling,  ber  fic^  gern  in  fteinigen  &\:> 
genben  aufbö'it;  |!einl)art,  93n).,  t)art  wie  ©tein;  uneig.  f.  Ui)t  uncmpfinblic^; 
baf)er  bic  «Steinharte:  bec  Steint)afe,  Sergtjafe;  bic  <Steinl)aue  ob.  ;l)acfe, 
fpi^c  Jpaue  jum  CoSbred^en  »on  ©teinen;  bec  @teint)auer,  f.  c.  w.  ©tein* 
mt|,  f.  u. ;  bec  ©tein{)aufen,  ein  J^aufcn  ungeorbnetcr  ©teine;  bie  Stein- 
l^ciufung,  9taturE.  eine  ©teinniajTe  ouö  oerfdjiebenen  mit  einanbcr  rerbunbencn 
©tcinartcn;  bic  Steini^irfe,  ber  gemeine  ©tcinfamen  ob.  bie  ^erlbirfe,  au^ 
©ommcr',  a3ogeli)irfe,  weiter  ©teinbrec^  :c.:  bec  (Steint)Olunber,  rottier  ob. 
.^ii-fd)=4)olunber;  bec  ©tein^onig,  alter,  »erbävteter  .t>onig,  3uc!cr^onig:  baS 
Steint)Ul)n,  Slott)--  ob.  SergbuJjn;  bic  @tein()Ummet,  eine  2Crt  fc^warjec 
.i^ummeln,  bic  in  ©tcint)aufen  bauen;  bec  <Stcinl)Unb,  bie  ©umpfottcr;  bct 
^teinfalf,  au«  ©teinen  gebrannter  Äalf ,  ©trei^fait;  bic  ©teinfa^c,  eine 


lOGG  (Stein 

2frt  »i(bct  Äa^en  in  2f{ten,  (Steppen^,  Sergfc^e;  bct  ©teinfauj,  [.  ©tcineufr; 
ber  <£tciniei(,  9taturE.  eine  2(rt  länglicher  'Stac^elltetne;  ber  Stelnfcnnet, 
jt'untige,  »er  bie  ©teinc  na6)  ii)ven  2Crtcn  :c.  »ilTcnfc^aftlic^  fcnnt  (fr.  2ttt)o» 
I09,  »on  engerer  S8cb.  alö  SOiincvalog) ;  hix  ©tcinfcm,  fteini^tcr  gruc^t!trn; 
SScrfleinerungcn,  wcl^c  nur  bif  2(u6füUung  cineö  it)em.  »or{)anbcnen  ÄörperS 
ausmachten;  bie  @teinfirf(^e,  SSergfirfde,  3tt5crg»ei^fel;  ber  <£teinfitt, 
Äitt  jur  SSerbinbung  oon  ©reinen;  ber  Steinflee,  eine  ^kt-Uxt^  in  ®anb= 
u.  8c{)mboben  rrac^fenb,  (trifolium  melilotus  L.),  insbef.  ber  gemeine  ®t. 
mit  gelben  Slumcn,  auct;  ^onig--,  @üiben=,  ©c^otcnflee  :c.;  ber  blaue  ©t. 
mit  li^tblauen,  ftarf  r!cd)cnötn  SSluraen,  auc^  ©icbengejcit,  fc^weij.  3icger= 
ob.  Sc^aOgicgrr!raut;  bie  Stcinfol^Ic,  ein  [djtnargeö ,  !cf)lenäf;nli^e6  brenne 
bareö  50?ineral,  beflcljcnb  auö  eifcnfc^üffigcm  Zt)cn  u.  Äalf,  mit  erbpec^  bur^- 
brungen;  man  unter[c^cibct  bie  ed^te  ©tein!of)le,  ©lanj^,  ^ec^s  ob. 
jQaxiUi)ki  »on  ber  r  0  f  e  n  ©  t  e  i  n  !  0  f)  l  c  ob,  ©^ieferEo{)le,  u.  ton  ber  ©cfcwe- 
fcücbie;  baf)er  bcii  (Steinfol)(enfi63,  'la%cx,  bergwerf ;  bie  <£tein!oi)len* 
grübe;  ber  (2teinfof)tcnfc^ac^t  2C;  ber  Steinfot)(enbampf;  ba«  Stein- 
foi)(cnt()eer,  au§  ©tcinfoi)len  burcp  IJfbf^wefelung  öen>onneneg  brenjlic^eS 
Öl;  bie  v^tein foralle,  falEanigc  ÄoraUe;  bie  ©teinfojl,  «i^üttenw.  f.  ©tein= 
faflcn,  SBetjältnife  für  ben  gepochten  ©tein;  bie  (£teinfral)e,  f.  ©teinboWc; 
tc[i  ©teinfraut,  eine  ^flanjengattung  (alyssum  L.),  bef.  eine  'Art  becfelben 
mit  befiäubten  Slättcrn,  aud^  ©c^itbbefcnfraut,  weiset  UBegefenf  Jc;  aud^  f. 
S5ru^=  ob.  J^arnfraut,  SBau;  ber  «StcinfrebS,  eine  2£rt  .trebfe,  roeldr^e  gc; 
[ottcn  blafSroth  ob.  »eiplic^  auöfefjcn;  ein  terficinertcr  Ärebg;  bie  (Stein; 
!refi"e,  eine  auf  Reifen  wa^fcnbe  Äreffe  non  bitterem  ©efdimacE,  au^  gel[cn=, 
S5crg=,  rcilbe  Ärcffe  u.;  ber  «Steinfrug,  ein  Ärug  üon  ©tcin,  ob.  oon  ©tein= 
gut;  bie  (5teinfru|!e,  Iteinartige  Ärufte  (f.  b.),  ©tcinrinbc;  ber  ©tein? 
fümmel,  f.  ©efcJ;  bie  (gteinfunbe  ob.  4et)re,  Äunbc  ob.  5ffii|Tenfc^aft  con 
ben  ©teinarten  ic.  (fr.  Sitf)o(ogie);  ba£)eir  ber  (Steinfunbige,  f.  0.  ©teinfcn= 
ncr;  bie  <£tein(agc,  f.  ßa^e:  bci^  (Steintager,  f.  Sager;  tai  ©teinteber* 
traut,  f.  0.  ©tcinflec^te;  bnS  ©teinlcbermooö,  ein  3Cftcrmoog,  ef}cm.  gegen 
?cbcrEran!l)eitcn  angctrcnbet  (marchandia  L.);  bie  iSteinlcrc^C,  SSalbUrd^e; 
^i'ibe--  ob.  SSrad^lerc^c:  bie  Steinlinbe,  1)  eine  3(rt  flcinblattriger,  fpat  auS= 
fdjlagenber  Ctnbcn  mit  t)ärtfrem  .^oljc,  ©pät=,  fffiinter^,  SBalb--,  ©anblinbe  2c.; 
2)  eine  ©attung  immergrüner  ©trau^gcnjac^fc  im  fübl.  ßuropa,  bem  Ölbaum 
aljnlic^,  ali  3icrpflanjen  in  ©arten  gebogen  (phillyrea  L.);  .3)  f.  bie  fc^mal* 
blättrige  Ulme  ob.  rotfee  JRüfter;  ber  ©teinmarber,  f.  SKarber;  bog  Stein? 
morf,  eine  in  ben  gelfenri|en  :c.  gcfunbcnc  a;f)onart  (fr.  8itf)omarga') ;  bie 
Steinmaffe,  f.  gRaffe;  bnä  <Ste{nmet)t,  fein  gcpüloertc  ©teine;  «üfüU.  baö 
jttJifctjen  ben  9}lüt;lfltinen  gurücJbleibenbc  2Kef)l;  ber  <Steinmei0e(,  ein  SKeijiet 
luv  ^Bearbeitung  »on  ©teinen;  ^üttennj.  ein  langes  f)aftgeS  ©ifcn  jum  Tib' 
jiet)en  be6  SleijteincS  »om  J^crbe;  ber  Steinmcrgel,  eine  3Crt  fteinbarten 
fOiergelS;  ber  Stcinme^,  -en,  50?.  -en,  (»gt.  me^en),  ein  Jpanbwerfer,  wtU 
■^tt  ik  SBruc^fteinc  bef)aut  u.  bearbeitet,  aud)  ©tcinljauer;  bie  Stein? 
mitc^,  eine  "^Jflanjc  Bom  ©ef^lec^t  ber  SEBotförnild^  (euphorbia  exigna  L.); 
bie  Steinmiöpel,  eine  auf  S5crgen  »na^fenbc  ?0ii§pel=3(rt,  3njergmi6pel,  Cuit» 
tenmtSpel,  Sergquitte  ic.;  brtg  SteinmooS,  f.  ©teinrtec^tc;  bie  StcinmÜnjC, 
^a^cnmünje  ob.  Äa^enfraut  (f.  SKiinge  1.);  bie  Stemmufd^et,  f.  ©teinbol^^ 
wr;  bie  Steinnelfe,  wilbe  SBart^  ob,  2)onncrnclBe  (dianthas  armcria  L.); 


etcin  10G7 

bie  ®teinnu§,  ti'nc  Hü  tldmt  SBatlnuf«  mit  {leinfiarter  ©cfeatc.  ©rübetnuf«; 
bn6  Stcinobll,  Jrüdjtc,  bercn  Äirn  mit  einer  ftcin{}Qrtcn  ©djatc  umqebcn  ift, 
(f.  0.  (Stiin  4);  ber  Stcinofen,  J^üttcnro.  ein  &<i)mt^oUn  ton  SKaurrftci» 
nen;  ba3  <2tcinÖl,  eine  2£rt  ffiergöl,  au6  3:bon=  unb  ^laifftcinartcn  tommcr.b; 
bi«  <5telnpappe,  eine  Art  "^appe  ob.  f^JapiermafTc,  mit  erbiaen  gtcfftr,  ge; 
mifc^t  ob.  ii&erjo<}en;  bic  *5teinpatfd)C,  f.  (2tcinflct''d)c;  baS  StfinpeC^, 
Scrgpccfa;  bu  StetnOfltfc^C,  eine  2tct  @c^lQngenftfd:e,  aud)  Jtnurrpritfdje, 
(f.  ^citfc^e):  ber  Stein;cfeffer,  SOlauerpfeffct;  oud?  f.  ^in-pincUe:  bu  Stein- 
pflan,^c,  f.  0.  ©tcirgetrcic^ö:  aui)  eine  2frt  SBintcrgriin;  tai  Stcinpflajlcr, 
f.  ^flajtiT  2.;  ber  Stcinptcfcr,  f.  etcinbci^cr;  au^  f.  I>cmfiid)  ob.  großer 
©ecilic^ling:  ber  gro^c  ©tcinpictcr.  f.  ©tcinfdjmä^cr:  eine  lin  ec^nic= 
fil)d;nfc£in;  ber  (Stcinpil^,  gelber  Scd)crfc^njamm,  bei",  eine  eefbarc  -M^dUU 
ben;  bie  «Steinplatte,  f.  platte;  bie  Sfeinpocfc,  ^  eteinttattcr:  bn6  Stein^ 
pulüer,  gcpiiloerte  ©feinmofTe:  ein  ^uber  alS  ^eitmittet  gegen  tcn  ©tein  (f. 
gtcin  4);  bie  «Stcinqualle,  eine  2Crt  runber  S:iuaUen;  ber  ^teinqucnbel, 
eine  TTrt  wofjlriK^enben  CLuenbclö  auf  bürrcm  Scben,  Qud)  ©t einpolet, 
blauer  SSergthpmian  k.:  bec  Steinrabc,  gemeiner  SRobe:  SBalbrabe,  lanöfdj. 
eteinrapp:  bie  Steinraute,  gjJauerraute;  bec  Steinregen,  in  SR  enge 
Qu6  ber  8uft  berabfa'.lenbe  Steine;  auc^  uneig.  eine  tÜÄmge  gcincrfencr  ©teine; 
jleinreid),  Sip.,  aufcrorbentlid)  reic^  (f.  o.  ©tcin);  bar  vc:;teinreic^ ,  ber 
Inbegriff  aller  ©teinarren,  u.  in  weiterer  Seb.  aller  mineratifc^en  Äörpcr  (ÜÄi-- 
neralrcid)):  ber  Steinriej^el,  «OJüU.  ber  «Riegel,  burdj  trcldjen  ber  untere  ?Küt)l- 
ftein  fefl  gefjatten  wirb;  bie  Stcinrinbe,  f.  ©teinfrufte;  ber  Steinring,  «Dlüa. 
ein   eiserner  «Ring   um    bie  SJIübijleinc;  ber    «StdnrOC^e,  SRagclroc^c:    ber 
lSteinrett)et   cb.  rötbling,  f.   ©teinbroffel:  audj  f.  baö  SBlauEeMdjcn:  bec 
<Stcinrol^,  eine  Hxt  beö  «Rofecö  ber  ^ferbe,  »reifer  3?c^:  bie  Steinfäge, 
eine  ungcjci()nte  ©Ige  jum  Serfd'niiben  run  ©feinen;  ba5  ^Cteinfal^,  Äoc^falj, 
»tld)cS  alä  ©teinmalTe  in  ber  ©rbe  gefunben  rcirb;  bec  Stcinfamcn,  eine 
^flanje    mit   eiförmigen  |lcin'part;n  ©amenEörnera  (lithospermnm  L),    ogl. 
Cfeinbicfc;  ber  <£teinfanb,  grobEörnigec  ©onb;  ber  <2tfinfaugcr,  g?eun« 
augc,  eampretc.  ^  b.;  ba5  Stcinfd)af,  \>ai  »üitbe  ©^af  in  bei-gigcn  ©egcn- 
ben;  bie  (cteinfc^cibe,  eine  2Crt  ©tcinmuf^et  cb.  ©teinbobrcr;  Scrgm.  eine 
^[uft  ;m  ©epeine;  bie  Steinfcftcibung,  Scrgro.  baö  ©cflein,  ireld;ig  Tiö)  ant 
©ablbanbe  abfegt;  bie  <2tcinfct)(eifc ,  eine  ©c^lcifc  (f.  ©*lcife  1)  jum  ^ort- 
fc^olfen  groOcr  Steine:  ber  Steinfc^lcifer,  rccr  ©teine,  b.  i.  ebel=  u.  J^alb- 
cbetfleine,  fdjUift  u.  glättet  Cpotirt);  ber  <Stcinfd)mci&et,  perfdjiebene  Söget» 
arten  eines  ®c[cbled)teö  (motadlla  L.) :  ber  große  ©  t.,  bie  weißgcfd^trän^tc 
SBaefcftelje,  aue^  ©teinfdjnappcr,  =fdjniaÖ,  ^beißet,  =pitfer  Jc;  ber 
f leine  ©t.,  baö  S8raun!cl)lcben ,  ber  gliegcnfltc^er  ob.  S?ctf)[ing  jc;    bet 
fd)ji)arj!el)lige  ©t. ,  oud)  ©d)warj=  ob.  SBraun!ebld;en,  f leine  ©tcin!lat= 
fdiejc;  bie  <Steinfcfemcrle,  f.  ©tcinbeißcr:  ber  Steinfd^merj ,  getr.  5??. 
Steinfi.tmer5en,  burd^  einen  SSlafcn=  ob.  9licrcnftcin  rerurfadjte  ©e^mer^en; 
bi«  »Steinfc^necf e ,  eine  Xrt  SBcic^tbicre.  welche  im  ?Keere  in  gctfcnlöd;ern 
leben;  ia^  «ctcinfcfeneiben,  bie  Äunft,  ebelfieinen  u.  ÄrnftaUen  regelmäßige 
®eflalt  ju  geben  u.  gidutcn,  ©dirift?eid)cn  jc  in  biefelben  ju  fdjneibcn;  bec 
Steinfdbneiber,  1)  »cer  bas  ©teinfdjncifcen  »erficht  u.  ausübt:  2)  ein  SBunb= 
arjt  ob.  Jg)cilfünftlcT,  wdijix  ben  Slafcnflein  auSf^neibct  u.  f)eilt,  welche  .:^anb= 
lune  bet  ©teinfc^nitt  ^eißt;  bic  <Steinfc^rilt,  in  ©tein  gegrabene  ©(^rift; 


1068     '  ©teincr  —  (Stcip 

a\i6i  bte  ©d^riftjcid^cn  [oldjer  Snfc^riften;  ba§  (Steinfd^rot,  f.  ©d^rot  3); 
bie  ©teinfc^ule,  ®artn.  eine  Saumfd^ule  für  ©tcinobjt;  bie  <Steinfc^n)albe, 
SWaucv=  ob.  a:f)urni[d)tt5albe:  ber  ^teinf(^wamni,  eine  fc^roammartige  (Stein* 
foraUe;  bet  ©teinfc^er,  f.  t».  w.  ^flajterer;  aud^  >rer  bie  ©renj-  unb  Wlarl-- 
flicine  ju  fc^en  oerpflid^tct  ijt;  bev  «Stcinftnter,  f.  ©inter  1);  i>a^  «Stein* 
fpief,  1)  ein  ©picl  mit  ©teinen;  2)  ein  ©tein,  weld^er  ein  9laturfpiet  (f.  b.) 
ift,  SSilbjtt'in,  j.  95.  bie  2Cbler=,  (Srbfen^,  «Roggenfteine  ic;  bag  ©teinflürf,  ein 
©efc^üfe,  auä  welchem  man  ©ttine  f c^icjit,  au(^  ©teinfart{)üune,  =bü(^fe, 
»ra  er  f  er,  ©djrotjüict;  bie  ©tellltafel,  Äafel  ob.  Sifd)  oon  ©tein;  bie  ©tein* 
taube,  eine  2(it  »Über  SauOcn,  wel^c  in  gclfen  u.  ©emauer  brüten;  (lein* 
tobt,  SBit).,  oberb.  f.  »öUig  tobt  (f.  o.  ©tcin);  bet  ©teintopf,  Sopf  öon 
©tcingut;  Iteintretbenb,  SS».,  ben  aSlafenfttin  abtrcibenb;  bec  ©teinwogel, 
ein  fdjöner  93oget  in  iJÄtrifo,  »on  ber  ©rö^e  eines  ^oiijmii  \:iet  <Steinn?alI, 
ein  2BaU  oon  ©teinen;  in  ©teinfoljtengruben  eine  SScrgart,  »et^e  bie  Äoljren« 
flöjc  abfd^neibet;  bei*  ©teinwäljer,  f.  ©teinbrefjcr;  bie  «Steinwanb,  eine 
»on  ©teinen  Qufgefüf)rte  SOSanb;  auc^  f.  gclSwanb;  bie  ©teinwat^e,  ein  ouf 
©teinen  rcad^fenbeS  »arjenförmigeS  2(ftermoo§;  ber  (Steinnjcg,  mit  ©teinen 
gcpflciftcrter  5Beg,  ©trQJje;  bie  >2leinn)eirf)fei,  t>k  firfdjaönlid^e,  f^warje, 
bitter  j($medenbe  gru^t  beS  (SteiniDcic^felbaUtttC^  mit  braunem,  njo^t- 
ricc^enbem  ^o(ge;  bie  (Steinweibe,  ©anbujeibe;  bet  ©temwein,  ein  cbfec 
granf emuein,  ber  auf  bem  ©tein,  einem  Äalfgebirgc  bd  SSSürjburg,  \va6^\t', 
bie  ©teinn)icfe,  eine  2Ctt  beS  SSocfbornö  in  fleinigen  ©egenben  (astragalus 
glyciphyllos  L.);  ba«  ©teinttjKbbrctt,  Sag.  aufhelfen  lebenbeö  aSBilb,  al6: 
©emfen,  ©teinböde  Jc;  bet  ©tcinwurf,  SDSurf  mit  einem  ©teinc,  u.  ik 
5!!Beitc  eineö  fol(^en;  aud)  eine  UfcrbeElcibung  mit  blof  angeworfenen  ©teinen; 
bie  ©teinwurjef,  bai  engelfü^  ob.  ber  ©ü^farn;  bie  ©teinjangc,  ein  ?an= 
genförmigeö  SQScrfjeug  jum  ^ebcn  großer  Saujteinc;  bev  ©tcinjciger,  ein  et« 
fernes  SBerf^eug  ber  ©teinfc^neiber  :c.  jum  Singraben  ber  giguren;  bat 
©tein;;eU9,  ©ef^irt  »on  ©teingut;  bie  ©tetnjiegc,  ©cmfe;  —  2Cbleit. 
jlcinen,  alt  u.  nodi  lanbfd^.  (altb.  steimn,  steinen,  oberb.  ftoinen,  niebcrb. 
flencn),  ic|t  gem.  fletnem,  33«;.,  Don  ®tein,  aut  ©tein  befletjenb  ob.  ge* 
mad)t  (j.  93.  eine  fteincrne  Srcppc,  SBrüctetc);  «neig.  f.  f)art,  unempftnblid) 
wie  ©tcin  (ein  fleinerneS  ^erj);  jletncn,  3»-  1)  iid  »lt.  f.  wn  (5belfiei; 
nen  mad^en  ob.  bamit  befe|en;  2)  gieKoS,  oberb.  (jlm'nen)  f.  i9?arffleine 
fetten;  won  ©teinen  reinigen  (einen  2Ccter);  unp.  eS  fletnt,  f.  e$  b'^Ö^If; 
ficinein,  giciiof.  3».,  oberb.  f.  mit  ©teind^en  ob..  ©cbneüfugelcben  fpielen; 
unp.  cö  flcinclt  f.  eS  f)aQelt;  jleini^t,  95«).,  fteind'bnlicf)  bef.  in  Jfnfefjung 
bcr.^drte  (g.  25.  eine  fteinic^tc  SSirne);  (leinig,  95».,  ©teine  cntbaltenb, 
mit  ©teinen  angefüllt  ob.  bebecft  (j.  93.  ein  jleiniger  Hiev,  5D3eg  :c.);  aui 
©teinmaffe  beflebenb  (ein  ftciniget  Äörper);  oberb.  uneig.  f.  fc^mer  gu  t()un 
ob.  gu  löfen;  flcinigen,  giel.  3«).  1)  einen— ,  mit  ©teinen  nad)  ibm  roers 
fen,  ibn  burd)  ©teinwürfe  tobten  (attb.  steinön;  oberb.  cerfteinigen);  2)  Dom 
©teine  reinigen  (bie  ©algpfannen  in  ben  ©aignjerfcn  gu  ^alle);  bet  ©tei- 
niger,  wer  jlteinigt;  bie  ©teiniguug,  ba^  ©teinigen. 

©teiner,  m.,  -^,  Wl.  w.  S.  (»gt.  bae  fd^web.  steniza,  SBSeiberfteib,  o.  t«« 
lanb.  steina,  malen,  geftrcift  ma^en?),  fd)ȟb.  f.  ^eibetfittel,  50?icber. 

©teip,  m.,  -e5,  9J?.  -e,  23et!(.  bai  ©tei^d;en,  (altb.  stiuz,  oberb.  ©teujj, 
niebetb.  ©tiet,  ©tut,  ^oU.  stuite,  stiete,  fdjweb.  stussj  »evwanbt  mit  jlopen, 


©tcfcrling  —  ftcUeu  10G9 

ftu^cn?  ob.  mit  bcm  f)oU.  stniten,  l)üpfen,  baf)cc  baß  m'cbcrb.  ©  ti'et  bef.  bcn 
fc^)c  bjwcfllic^m  ©td^  bfS  gibcrüiibeö  bfjct^net),  gem.,  b<c  >f)intere,  "Kfter, 
baö  @efä^,  oon  Sfjicrcn  u.  [d^irjlj.  ouc^  üon  3J?cnfc^cn;  uncig.  bie  untere 
©pi^c  bct  ©aliföibt  (iij  ^aU«);  bog  ©tci^bcin,  Änat.  baö  »ein,  rccIdjcS 
bm  ©tci^  bilb.t,  &t\ä^btin;  bie  ©telpbrüfe,  eine  Drüfc  über  bem  ©teifie 
ber  SJögel,  qu6  reeldjcr  bie  langen  ©cfcroanifebein  mac^fcn;  bie  StelpflolTfi 
Äfterfloffc  ber  gifi^e;  ber  Steipfllp,  in  ber  ©cgenb  beö  ©tcilJeS  befinblid^e 
p^c  bei  mand^cn  SSögeln;  ein  ^ogel  mit  [olt^en  giipcn,  tn^btf.  ber  Rauben» 
tau(^er. 

©teFcrling,  m.,  -e«,  Wl.  -e,  nieberb.  (aud>  ©tcJelflong,  d.  tiefen  f. 
flecken)  f.  ©ticbüng,  ein  {(einer  55ifdj. 

©tefllng  ob.  ©tcdling,  m.,  -e«,  5}?.  -e,  (oern).  mit  bem  fc^wcb.  steka, 
braten,  iilänt>.  steik,  ein  Sraten?),  fc^wäb.  f.  S3robEuct)en. 

©teil,  f.,  ©teUboten,  =  bottief)  k.,  l  unter  fteUcn. 

Stelle,  ro.,  £0?.  -n,  JßerH.  Mi  ©telldien,  (neuere  Silbung  aiiö  bem  altb. 
der  still,  @.  Stalles;  t>g(.  ©taU;  obcrb.  bk  ©tili;  fd)>t)eö.  stall*-),  ber  -Dct,  VOiU 
d)en  ein  Ding  einnimmt,  bei'.  l)inji^tlic^  feine«  Drt6oer()ältnifTc6  ?u  anbern 
©ingen,  »erfc^.  oon  ben  jtnno.  "Pla^  (f.  b.),  «Statt  ob.  Statte,  (etnjaö  oon 
bct  ©teile  bringen,  f^affen  «.,  ouf  eine  anbere  Qtcüi  rüctcn;  nic^t  von  ber 
©teile  !ommen;  baö^fcrb  will  nic^t  oon  ber  ©teile;  eine  bequeme,  liefere  ©teile 
jc;  auf  ber  ©teile,  b.  i.  fogleic^,  ofjne  2tuff^ub);  inßbcf.  ein  bejlimmter 
Drt,  ber  9eit)o()nte,  eigene,  9ebüf)renbe  ^ia^  einer  ^crfon  ob.  ©ac^e  (^uc 
©teile  fommen;  irir  ftnb  jur  ©teile,  an  Ort  unb  ©tiUe;  er  ifl  nic^t  an  feiner 
©teile;  fe^e  bcn  ©tu^l  an  feine  ©teile  :c.);  a»c^  bcjö  an  einem  bejlimmten  Orte 
aSefinblic^e:  ein  in  einet  <5d)rift,  einem  23uct)e  ?c.  ftebenber  Sn^,  2(uöfprucf), 
Sbeil  ber  JKebe,  genauer:  eine  ©cbriftjleÜe,  (cö  ftnb  uielc  fc^öne  ©teilen  in 
biefem  SBud^e,  ®cbic^te  jc;  eine  ©teile  anfü()rcn;  SBibclftcUen  :c.);  uneig.  bie 
Sage,  Stellung,  ber  äufammenbnng  bcv  SSerbdltnine  u.  bie  bamit  oerbun; 
benen  Obliegenbeiten  einer  ^Perfon,  (j.  58.  ic^  möchte  nicbt  an  feiner  ©teile 
fein;  er  rourbc  un  beiner  ©teile  anberß  banbcln;  cineö  Änbern  ©teile  vertreten; 
SSatcrö-,  9}?utterflellc  bei  einem  jiinbe  oertreten;  an  feiner  ©teile,  f.  o.  lo.  ftatt 
feiner);  in  engerer  Seb.  ein  bcjlimmteg  mit  gereiffen  ^f[ict)ten  u.  aSorttjiilen 
oerbunbeneö  äJetbaltnif^  einer  '•pecfen  in  bet  bürgerlict)en  ©efeUfcbnft  ob. 
im  Staate,  finno.  7Cmt,  ^fnftellung,  Sofien,  SSebienung,  (eine  ©tcUe  fu^en, 
um  eine  ©teile  anti.ilteu,  fid^  bewerben;  eine  ©teile  be!ommen,  erf)alttn;  eine 
©teile  beüeibcn;  eine  gute,  einträglid)e,  fc^lcc^te  ©teile  :c.;  eine  J^au6(el)rcr', 
©d^ulleljrcr-,  ^rebiger-,  «Ratl;6fteUe  ic.);  oberb.  auc^  f.  eine  (jobere  ©ericbtö^ 
ob.  93envaltung«bcbcvbe;  —  3fe|.  bie  Stcllcnfammlung,  ©ammlun^ 
au§erlefener  ©teilen  eincö  Su^e6;  jlellenroeife,  9iw.,  auf  ob.  nac^  einzelnen 
©teilen  (j.  S.  bai  betreibe  {let)t  ftellenweifc  f^lec^t;  ein  SBuc^  nur  ftellen^ 
weife  lefen);  |leÜocrtretent',  Sw.,  eines  2Cnbcrn  ©teile  oertretenb;  ber  Stcd- 
Oertretcr,  bie  Stelloertrcterinn,  wer  bie  ©teUe  einer  anbern  ^erfon  vertritt, 
vgl.  ©tattbalter,  (j.  J8.  ein  ©telloertretcr  ;(um  ©olbatcnbienfl);  bie  Stell* 
Ocrtvctung,  Vertretung  ber  ©teile,  ©rfe^ung  einer  ^erfon  ob.  ©ac^e. 

flellcn,  3w.  (altb.  staljan,  stellar»,  stellen,  ^rdt.  stalte,  ^art.  jjestalt  u. 
gestellet,  auci^  f.  bef^affcn  (vgl.  (Scftalt),  abgel.  gactitioum  von  einem  verlo= 
renen  ablaut.  3w.  stalan,  stuol  :c.  ob.  stillan,  stal  jc.,  SJBurjel  stal;  vgl.  ©tall, 
ba8  franj.  e'taler,  u.  baö  gricc^.  aiüXtiy;  fc^web.  stüla),  1)  gicl.  übtti).  fielen 


1070  jlteUcn 

(fliUjlc()en)  mad)(;n,  jum  <Bte\)in  bün^in  (Sä^-  bcc  J&unb  frei«  bog  SBUb; 
obcrb.  ber  ©c^rcd  jc.  ftcUt  mic^;  einen  flüditigen  'S>iib  ftellen,  b.  i.  burdj  cbcr- 
glciubifc^c  Äiinfle  auf()alten;  fcas  ©tut—,  f.  ftiUen;  bte  SOTitc^  — ,  lanbfc^.  f. 
gerinnen  machen;  baö  SBaffec— ,  f.  i;emmcn,  flauen;  baö  23ier  — ,  b.  i.  ber 
SSJürjc  bie  ^cfcn  geben  u.  fic  ,ui-®d()rung  in  3iui)e  bringen);  inebef.  eineSad^e 
ob-^Pcrfon  in  bic  aufredete 2cig«  be6@tt't)enö  bringen,  uerfc^.  je^cn,  legen, 
gen?,  mit  bem  5?cbcnbcgriffe  bec  Slnroeifung  eineö  beftimmten  ©tonborteö,  einer 
©tcüe  (baö  @(aö  auf  ben  Sifc^,  bcn  <Btüi)l  an  bic  SSäanb,  bic  Südjer  auf 
hai  SBüdjcrbrctt— ;  einen  ob.  ftdj  obenan,  in  bic  93Iittc,  neben,  cor,  l)inter  jc. 
einen  2(nbern  ftellen;  fic^  r>or  tie  Sfjüv,  an  bai  genj^cr,  einem  in  ben  SBcg— ; 
fid5  auf  im  JCopf  ftcUen;  einen  Strbrec^er  an  ben  pranget—;  ein  ^eer  in 
©c^Jac^torbnung— ;  fid^  fl eilen,  f.  fic^  in  £)rbnung  jltUen,  orbncn);  in 
weiterer  Scb.  übcrt).  etirasf  an  einen  Ott,  ober  in  eine  bem  ^wed  gemape 
Sage  bringen  (©c^ijf.  bic  Segel—,  b.  i.  nac^  bem  SSJinbe  richten;  Sag.  bin 
3cug,  bic  ®arne  JC.  — ,  aufrichten;  eine  gallc— ;  eine  ]Xi)i  fidlen,  b.  i.  bcn  3ei= 
gcc  auf  bic  riditige  ©teile  riicftn,  fte  nd)ten;  einem  ein  SBein  ftellen,  b.  i.  eig, 
eö  fo  l}inl)alten,  ba\^  er  faUen  mufo,  »gl.  aSein;  ettoai  in  ?7ie(^nung  jlellcn; 
Sßögct  ftcUen,  el)cm.  v.  nac^  Segeln  ftellen,  b.  i.  fie  ju  fangen  fud)en,  f.  u. 
3),  fo  aud^  in  üielen  uncig.  SRebenöarten,  aii:  einem  ctitaS  anl)iim  ftellen 
(f.  anljeim);  cttt?aö  bat)in  geftellt  fein  laffen,  b.  i.  eö  unerörtcrt,  ununter- 
fucbt  laffcn;  einen  jur  Siebe  ftellen  (f.  Siebe);  einen  auf  t>ie  ^robc 
(teilen  (f.  ^robe);  etwas  in  ^roei^l,  in  'Kbutc  fttUcn,  b.  i.  eö  bejrocifdn, 
leugnen;  einen  ob.  ctmaS  in  ben  ^intevgrunb,  in  ©(Ratten  ftellen  (f.  ©blatten); 
einen  ju trieben  ftellen  (f.  gufrieben;  ef)em.  auc^:  eine  ®a(^e  ju  grtb  fteU 
Icn,  b.  i.  einen  ©treit  fd^!id)ten);  inebef.  ef)em.  f.  t^erfaffen,  abfafjen, 
auffegen  (einen  .Kalenbev,  SSrief,  eine  ©c^rift  ic. — ;  bat^er:  ber  SSrief--, 
©d)riftfteller  jc,  ogl.  Schrift);  ferner Tjur  ©teile  fd)affen,  bewirf en, 
baf^  3«itianb  petfonlid)  crfd)eint  ob.  ftd)  cinftnbet  (einen  «or  ©eridn— ; 
einen  SSürgen,  beugen  ic  — ;  SDiannfc^aft — ,  g.  SS.  i>a^  Sorf  mm"ö  jel)n  SKann 
ftellen);  fid)  fieüen,  SRfpr.  f.  ftd)  perfönlid)  cinftnben  ob.  einftellen;  2) 
rüdj.  fid)  ftellen,  eig.  feinem  ^{uferen  eine  gewiffc  ©eflalt  geben,  bal)er: 
fid)  ben  2(nfdiein  geben ,  bcn  ©diein  annehmen,  ftd)  geberben,  gem.  fc 
ti)ün  JC.  (j.  35.  er  fleUt  fid^,  alö  ob  er  jürnte;  fid)  !ranE,  traurig,  unn?iffinb 
:c.  fteucn;  ügt.  an^^,  öcrfteUcn);  3)  ^ielloö:  auf  ob.  na d)  etivaö  — ,  b.  i. 
banad)  trad)tert,  fttcben,  e»  ju  erlangen  fudien  (j.  S.  eljem.  md)  eijrc, 
nad)  ®ut,  nad)  bem  .^immel  ftellen;  einem  nad^  bem  ßeben  ftellen,  ogl.  nad^= 
ftiUcn;  aud^  jicl.  ic^  t)übe  meine  ®ad)e  auf9iid)tä  gtfiellt  :c.);  —  i>a^  ©teil, 
-c^,  9??.  -e,  (oberb.  auc^  bic  ©teile  ob.  ©teilen;  gem.  mit  fran^.  ©nbung: 
bie  ©tetlagc,  fpr.  — lafjfdg').  lanbfc^.,  bef.  nicberb.  f.  ©eflell,  ©erüfl,  inä= 
bef  «in  5üebcflul)l;  ©d^iff.  ein  jufammengebörenbe^  ©anjeä  aufgeftclltcr 
Zi)dic  einer  Tixt,  g.  33.  ein  ©teil  ©egcl,  «Kalten  jc:  ber  Stellmacher,  ®e= 
fteUmarfjcr  (f.  b.),  3Bagner;  ber  ©teÜflein,  f  ©eftcUftein;  —  3fc^.üon  flelltn; 
ber  Stcübüttit^,  SSrau.  iin  SSottidf)  mit  beweglid^cm  Scbcn  (®  tellb  oben), 
in  wetdjcm  baö  S3icr  geftellt  wirb  (f.  o.);  bcii  ©teUt>icf)eln  (eig.  ber  Smpev. 
»on  fid)  cinft eilen,  bem  franj.  readez-vous  nad)gcl)ilbct),  ^icun).  f  oerab-- 
rcbete  3ufammcn!unfr,  bef.  eine  i)dmliä)c  grocicr  Ciebcnben;  bie  ©teUfebev, 
eine  gebet  an  btr  3;t)eilfd)cibc  einer  U^r;  ba6  ©tellgam,  gi|c^.  ein  mit  bop= 
pcUen  ©picgeln  t)ci-fel)eneä  Sfleö,  roeld^eä  über  ben  ganzen  gUife  geftcUt  wirb; 


^telsc  1071 

bec  (SteUgrabcn,  iUim  ötäbcn,  rcorin  bie  ©teUjläbt  «neS  aSogel^fibcö  cjc- 
Ifgt  werben;  bU  <£teUt)efon,  Untert)cfen  (f.  J^tfen),  mttteljl  bmn  anbertS 
S3icr  gcHeUt,  b.  i.  j^iim  ®ät)ifn  gcbradjt  »icb;  ba«  SteU^olj,  ein  .fcoli,  mit- 
telfl  bcffen  itxoai  giftellt  ob.  aufgcflellt  mivb  (j.  S.  bae  ©teUt)olj  einer  goUe); 
bei  (£teUteiI,  f.  ».  so.  SKidjtfeil;  bie  >SteU(eute,  aäg.  jui  ©tcUung  beö  aagb- 
jeugö  gebrauchte  Ceute;  bet  ^^tellntt.qel,  Suctjm.  ein  iJiaflcl  ob.  "■Pffocf  auf 
ber  inneren  ©äule  bed  Su^ra^mene;  bor  'Stellpflocf ,  bei  ben  SJogelfleUern, 
iin  '•pflort  obert}aU'  heö  ©tcU|labeci ;  bnö  Stelltat',  ein  jKab  in  ilafctjenufjren, 
burcfe  befTen  £:'rei)un9  bie  Ul}c  geftellt,  b.  i.  i^rc  ©cTOtgunc?  (ansfamer  gemacht, 
cbcr  befd)teunigt  wirb;  bie  ©tcUfc^cibc,  bie  mit  ^oblea  Deri'cfjenc  ®ct)a'be, 
nadj  welcher  man  bai  Stelliab  cinee  U^c  jtellt;  ber  ^teü(liib,  bei  ben  83o= 
gclflellern,  ein  0tab,  rrctc^er  ba6  gefleUtc  öJarn  leitet;  bie  StcUllangc, 
Säg.  Stangen,  rocmtt  ber  3cu9  aufgeftellt  mirb:  ber  s^tcUiijeg,  3äg. 
burc^  ben  SBalb  geijöuenec  SBeg  jum  ©teilen  ber  Sucher  u.  ®arnc,  auc^: 
©tellflügel;  ber  <SteÜ?apfcn,  3apien  dnee  ©teUrabee;  öer  «StcU^eiger, 
3eiger  auf  ber  ©teUfc()eibe:  ber  sSteU^irfcl,  ein  3ir!el,  welcfjtr  mittclft  einer 
Schraube  in  jeber  beliebigen  ^IBeite  fejt  gejtellt  »erben  fann;  —  übltit.  bec 
©teUer,  -ö,  ivcr  ntwai  (teilt;  ein  jum  ©teilen  MenenbeS  S^injj  ob.  xüerf; 
jeuä,  inöbef.  ber  JKec^cn  an  bem  SJorlegenjerEc  bei  ©^lagul)ren;  |lcliig,  Sio., 
f.  fteflenb,  ö^f^'t^f.  mjc  in  3fe^.,  trie  bintet=,  riicS-,  njerfjlellig  ic.;  bie  ©tel- 
linq,  ))JL  -en,  nieberb.  ©d^iff.  ein  niit  ^anen  gegen  bie  ©eite  beß  ©^itfc6 
befcjtigte^  Jöretter-Ciiiefle«;  bie  ©tellun^,  ^.  -en,  J)  tai  ©teilen,  bie 
^anblung  beS  ©telienö  (5.  S.  ber  gij§e,  oeö  Sagbjiugeg,  ber  ©olbaten,  bec 
ut)r  :c.):  2)  biig  ©efteUtfetn  u.  bie  2(rt  u.'jffieife  bcgfelben,  iai  örtltd)e  23er; 
l)ältnif6  mehrer  S^inge  ob.  2hei(e  ju  einauber  (j.  58.  bii  Stellung  ber  ^la* 
neten,  eineö  J^eete^  u.),  inebej.  bie  burcl)  Seroegun^  l)ervoräebrac{)te  Sage 
ber  Shcile  eine«  lebenbtgen  .Körper*  (fr.  ^ofition,  ^pofitur,  2(ttitübe;  feine 
»Stellung  »eränbern;  eine  fdjöne,  natüriic^i,  gejtrungene  ;c.  ©tellung);  uneig.  f. 
"Öerbaltnif^  ju  «nbcrn  'lO^'nMjen,  Sebcnöüediviltnif^,  ijage,  Sufranb  (j.  S. 
eine  günftige  ob.  ungünftige  Stellung:  ftct}  in  einer  Übeln  ©tcUung  befinben 
2C.);  3)  ein  ftellcnbe(<,  bemmenbce  ^^ing:  Ubrm.  tin  ©tü<fci)en  ©tal)l  neben 
bem  Jpafcn  ber  ©djnecfe  einer  :Safc^enul)r,  tt)cl(t)cö  ba6  ju  weite  Umbrc^en  bec 
©(^necte  beim  3lufjiet)cn,ber  lU)r  ücrf)inDert. 

©tel.^e,  »t».,  ?J?.  -n,  (altb.  steiza,  stelze;  oberb.  bie  ©tcljen;  nieberb.  «pl. 
©telten;  engl,  stilis;  ft^jüeb.  stilta:  xoai)x\ä).  »on  einem  ©tammc  stalt,  stalz, 
atö  aSeiterbilbung  ber  5ßurjcl  stal,  jteUen,  tt5eld)er  ein  üerlorene§  öblaut.  3"?. 
stiltau,  .Milzai),  b.  i.  ftü^en,  ftemmen,  gebilbct  ju  f)aben  fc^cint;  »gl.  flolj),  alt 
li.  nod)  oberb.  f.  ©tüf^e,  (SBergw.  turje  ©tü&cn,  welche  auf  bie  ©c^u()e  untcv 
bie  ©pie^bäume  gefegt  werben);  gew.  in  engerer  SSeb.  ©langen  mit  Sliux^ 
l)cl5ern,  anf  tteldie  man  bie  ^ix$e  fe^t,  um  mitteljl  berfelben  über  ben  Grfc= 
beben  erböl)t  einl)er3ufcbretten  (auf  ©teljen  ge^cn,  aud^  uneig.  f.  oorneftm 
tljun,  f)od)trabenbc  SBorte  gebrauchen);  aut^  ein  25etn  ob.  ^u$  üon  ^olj, 
gew.  \>(\^  ©teljbein  ob.  bec  ©teljfuf,  weicht  aucij  eine  Reifen  mit  einem 
folc^en  aSeinc  bejeidjnen;  ber  ©teljengang,  -fc^ritt;  bec  ©teljcnqan^err 
K;  —  bec  ob.  bag  ©teljel,  -6,  in  bec  ^alfnerei,  bec  Stumpf  beg  galferi; 
|le(jen,  jiellof.  3w.,  alt  u.  oberb.  f.  frühen  (unterilcljen);  auf  ©tcljen 
ob.  mit  einem  ©tel^fu^  geben:  gegiert  einberfcbreiten ;  bec  ©tcl;,er  cb. 
©teljnev,  -S,  alt  u.  lanbfe^.  f.  tioec  auf  ©teljen  ob.  einem  ©teljfuf  gebt; 
85ettlec  an  bec  Ätücfe. 


1072  jlcmmcn  —  (Stempel 

jlcmmen,  jicl.  3».,  {niäjt  flammen,  ba  e6  niä)t  Don  ©ta mm  abzuleiten, 
fonbcrn,  wk  ©tamm,  ©timmc,  flamm,  auf  bte  aSuiicl  &tab  jurüdzufü^ren 
ifl;  »gl.  &tab  u.  ©tamm;  urfpv.  muffte  eS  lauten:  stamjan  (f,  stabnjau), 
stemman,  mittclt).  stemmen,  stamte?),  etg.  fle()en  mad)eii,  «uftjaltcn,  ()em? 
men,  j.  S5.  baö  SBafTec,  einen  glufö— ,  f.  ».  ».  flauen,  bammen  (igJanb. 
ityma,  [d^rccb.  stämma;  auc^  tücFj.  baö  SBafTec  flcmmt  fi(^);  fleif  madjen, 
fluten ,  fefl  an(ef)nen  ob.  nnbrücf cn  (bie  güpe  on  ob,  gegen  bic  SBanb ,  bcn 
3Crm  auf  bcn  Zi\(i)y  bic  ^anbc  in  iit  ©eitc— ,  fic^  mit  ben  «i^anben  gegen  et= 
was—);  mit  bem  ©temmcifen,  einem  SOJei^cl  bei-  ^oljatbeiter,  mittclfl 
bcfTcn  J&oljt()eilc  abgeflogen  (ah^  ob.  auögeflcmmt)  »erben,  bearbeiten  ob. 
f)erüorbrtngen  (j.  S.  ein  Cod^  flcmmen,  b.  t.  mit  bem  ©tcmmeifen  madjen); 
\)ai  ©tcmmgefd^well,  3BafTcrb.  baS  einen  «BBinfel  bilbenbe  ^oljttjcrt,  gegen 
»clc^jö  i)ai  <£tcmmtl)0r,  b.  i.  üe  Sl)orfIügcl  einer  ©d)tcufc,  fid)  flcmmen; 
bie  ©tcmmlcifle,  an  ben  SRüftnjagcn  ein  flarfcö  4*01},  mel^eö  unten  an  bem 
©nbc  ber  2fc^fc,  oben  on  bem  Scitcrbaum  bcfefligt  ift;  bic  ©tcmmnabcl, 
© ^uljm.  eine  livt  breiter  9tabcln  mit  gebogenem  Öijr ;  ber  (Stemmring,  ©djutjm. 
fin  breiter  metallener  gingerring,  »eld^er  gegen  bie  ©tcmmnabel  gcflcmmt 
wirb;  —  ber  Stemmer,  -ß,  wet  envcii  fiemmt  ob.  flii^t;  ein  fremmen? 
be§  25ing  ob.  SBerf^eug,  insbef.  eine  eiferne  ®tii§c  on  bem  S35cnbc[4)ämel 
eine«  gSogeng. 

©tempel,  gew.  ot«  ©tampel,  m.,  -5,  SO^.  w.  S.,  SSerfl.  bai  ©tempel? 
d)en,  (urfpr.  niebcrb.  üon  ftampen  f.  ftompfen,  f.  b.;  oberb.  ©tömpfel  ob. 
©tempfel,  oud^  ©tompf,  ©tampfer;  f^web.  stämpel,  mittl.  lot.  stampilla), 
eig.  ein  Söevfjeug  jum  Stampfen,  f.  o.  w.  Stampfe,  Stampfer,  j.  S5.  bie 
SRörfcrEcule,  bic  ©tampfen  in  bcn  ©tompfmüblen,  bie  ^oc^flempel  (f.  b.) 
in  ben  ^odjwerfcn;  SfJabl.  boö  (Jifen,  womit  ber  Äncpfbrotl)  an  bk  SRobcl  fcfr 
gcflampft  wirb;  ©c^micb.  bo6  Sifen,  womit  bic  Cöci^cr  in  >^ufeifen  :c.  gcfd^togen 
werben;  in  engerer  Sßcb.  ein  SBerfjeug,  mit  einem  3etd)en  t»erfef)en,  wel^c« 
mittelfl  eines  2)cucfeä  ob.  Sd}Ia(jeg  auf  einem  anbern  Äorper  abgcbrucft 
tt)irb,  i-  35.  bie  5Kün  jflempcl,  tk  ©tempcl  ber  ©^riftgicöcc  (fr.  ^otrijc); 
jum  3iid)ncn  »3on  SSaaren  it.;  bef.  bie  Stempel,  mit  n)cld)en  oon  Seiten 
beS  Staate^  Rapiere  gu  gcrid^ttic^en  u.  anbern  öfftntl.  25crl)onblungcn,  Äa* 
lenber,  harten  K.  gejcidjnet  werben,  u.  ixi^  fo(d)en  papieren  aufgebrucfte 
3eid)en  fclbfl;  govflw.  f.  ^alb()ammcr,  ^af)raj:t;  SSud^b.  mefftngene 
SBerfjeuge  mit  eingefd^nittenen  23er,}ierungcn  jum  3Cbbruce  auf  bic  Sergot» 
bung  ber  SSüd^crbdnbe,  u.  bgl.  m.;  uneig.  wegen  flcmpetdljnlidjcr  ©eflaJt: 
^ftanj.  ber  ouö  bem  gruc^tfnoten,  bem  ©riffcl  u.  ber  9?arbc  befteijcnbc  weib? 
lidie  S3efvud)tungSti)eit  in  ben  25lütf)en  ber  ^flanjen  (fr.  ^iflill);  on  ber 
fiuftpumpe  ber  in  btn  ©tiefet  paffenbe  walzenförmige  Zi)dl,  welcher  bur*  bic 
3ugftangc  auf  unb'  nicber  bewegt  wirb;  auc^  »erfc^iebene  2Crtcn  »on  Stillen 
ob.  ^fofrcn,  inebcf.  SSergw.  bic  ftarfcn  ^öljcr,  wcld)e  jwifd^cn  bic  SBonbru« 
tljcn  u.  einfalle  eines  ©^oditeS  getrieben  werben;  —  jlempeln,  jicl.  3w, 
(oltb.  stempfeii;  obcrb.  flc m pf c In),  etwa6— ,ben  ©tempel  barauf  brii; 
den,  mit  bem  Stempel  jeidincn  (3Baarcn,  Rapier  u.);  uneig.  «inen — ,  f. 
i()n  ju  etmag  uorbefeiten,  fitr  ettvaö  ftimmen  ob.  gewinnen  (j.  S.  ik  3eu= 
gm  waren  »orber  fd^on  gcficmpclt);  audj  butd)  '^b-  ob.  Äenn5eid)en  ju  et- 
voai  beflimmen  (j.  35.  ?ur  9DJittelmä'6ig!eit  geflempclt  fein);  3imm.ert.  einen 
SSolien— ,  b.  i.  mittclfl  cineö  anbern  (©tempelboljcn)  ouS  bem  ^otjc 


(Stempcn  —  f^engen  1013 

(reiben;  b«r  ©tempcter  ob.  Stemplet,  -ß,  »ver  ttwcii  ftempelt;  bie  Stern- 
pelunq,  ba«  @t«mp<ln;  —  3fct>.  d.  Stempel  u.  jlempeln:  bie^tcmpelab- 
gäbe,  Jfbgabc  für  bic  ^(ufbructung  bcS  obrtgfeitl.  ©tcmpclg;  bag  totempelamt 
ob.  bie  .Stempcltammer,  öffcntl.  SBe()örbc,  »reiche  baö  2(iifbrucfen  bcS  obrig- 
!ettl.  Stempele  bcforgt,  u.  bcrcn  («cfe^äfteraum ;  bcr  Stempelbogen,  ein 
Sogen  Stcmpclpapier,  b.  i.  mit  bcm  obrigfcitl.  Stempel  oerfefjcncß  Rapier; 
ba«  Stempeleifen,  ein  etfcrncr  ob.  jtä^lirner  Stempel,  bcf.  bd  bcn  äinngic« 
5ern;  ba«  Stempelgelb,  bie  Stcmpe(gebiil)r,  für  baö  Stempeln  oon 
haaren  ?c.  ^u  cntric^tcnbeö  QJelb;  bcr  StcmpeKüfter,  9JQbl.  ein  oerflatjlteö 
'5ifcn,  bie  Stempel  in  btr  SBippe  bamit  ifii  lüfttn;  bei  Stempelfd)neiber, 
tin  Mn^Ur,  welcher  metallene  Stempel,  bef.  5Wüniflempel  f^ncibet;  bie 
Stempeltare,  fejlgefe^ter  ^^reis  für  bic  Stempelung;  bie  Stempeltvaare, 
geftempeltc  5SJaare;  —  flempeit,  3».,  f.  ftd'mpcn. 

Stempcn,  m.,  -«,  9)?.  ro.  6.  (»gl.  Stamm,  Stumpf  zc),  oberb.  f. 
abgcfclMiittener  Stamm  ob.  Stengel,  inebcf.  Stoppeln  be§  ®etrcibe6:  fur^er 
^flcct  ob.  ^fal)l;  unetg.  f.  tur^er,  bicfcr  5)?enfd):  fauler  Äerl:  alteö  *pfecb. 

Stenbel,  m.,  -ö,  9)?.  n>.  Ö.,  ob.  bie  Stentelwur^,  (mittell).  s-tendd, 
nat)r^(ij.  oon  stnndan,  fleljen),  eine  ^flanfengattung  auö  ber  gamtlic  bc6 
Änaben;  ob.  .^obcn!rautc«  (satyrium  L.);  aud)  f.  ba*  Änabentraut  fclbfl,  f.  b. 

Stenge,  \v.,  9??.  -n,  (nicbcrb.  9?ebcnform  oon  Stange,  f.  b.),  Schiff, 
bet  jur  äJerlängening  eine^  ?)?allbaumö  angefelte  Sljeil,  3(uf-  ob.  Über; 
fa^  eine«  5)?afle3,  inebef.  bic  gro^c  tOtaröflcngc,  b.  i.  bic  erfte  Stenge 
beö  großen  SJJaflcö;  bie  gr  o5  e  93ram  flcngc,  bie  jweitc  ob.  obcrflc  Stenge 
bcgfclbcn  JC,  (bic  Stengen  auf-,  ob.  anfe^cn,  ftrctdjen  :c.);  ba«  Stengen^ 
fltag,  f.  Stag;  bie  Stengenwtanb,  bae  Samrerf,  melc^cS  bic  Stengen  nac^ 
bcr  Seite  u.  nadj  t)inten  befcfhgt. 

Stengel,  m.,  -6,  9)L  m.  6.,  SSerfl,  baö  Stengeld)en,  (aitb.  sienkil, 
Stengel,  u.  stingil,  »tingel;  oberb.  Sttngcl;  oon  glciei^em  Stamme  mit 
?5tange  (f.  b.),  aber  nic^t  bic  23erfteinerungöform  oon  bicfem,  alfo  nic^t 
S  tön  gel),  libcrlj.  ein  t'teiner,  bünner,  in  bie  ?änge  au^3ebel)ntec  Äör-- 
per,  inebef.  ber  über  ber  Grbe  beftnblidie  Zbi'ü  bcr  frautarttgen  ^flanjen, 
trcle^cr  bic  übrigen  Sbeilc  trägt,  !lciner  u.  bünner,  al6  ein  Stamm,  länger 
u.  fc^ianfcr,  ol6  ein  Stic  l  (f.  b.),  ogl.  aud)  bic  fmno.  ^alm,  Sd}aft,  Strunf, 
»clcljc  üon  engerer  S3cb.  finb,  (bcr  Stcngci  liner  ?ilie,  Sulpc,  S^a^^-'i  -^anf« 
flengel  ic);  lanbfc^.  aud)  f.  Stiel  (j.  58.  einer  «pfiaumc,  Äirfc^c  3C.):  uncig. 
gem.  f.  ein  langer,  fdimaditiger  'iJ^enfdi,  oberb.  (Stingel)  f.  9J?annöper» 
fon,  junger  Surfet  übert).;  —  ftengela^tig,  Sw.,  bie  a?efeiaffcnf)tit  eineei 
Stengels  f)abenb,  ftcngclä{)nlic^;  ba(J  Stengclblatt,  am  Jpauptftengcl  bcr 
^flcnjc  bcfinblic^ee  Slatt;  bie  Stengelblume,  eine  auSläiib.  ^flanje  mit 
langen  Slättcr-  u.  Slütljenfliclcn  (macrocnemon  L.);  baö  Stengelglas,  ein 
2Bcing(a6  mit  langem,  bünncm  ^ujic,  .JCelc^glaß;  bie  Stengcltaupe,  SRau' 
pen,  rccl^c  ftc^  auf  bcn  Stengeln  aufl)altcn;  —  ftengeln,  jicllof.  3ro.  m. 
Ijabcn  (ocric^.  flängcln),  Stengel  treiben  ob,  bekommen,  fd^offen  (ba« 
Äorn  ftcngelt;  gcftcngelt,  al6  SBio.  f.  mit  einem  Stengel  oerfcf)cn);  oberb. 
flingcln  f.  fid^  mufig  herumtreiben;  fid}  flengcln,  lanbjc^.  f.  fie^  auf= 
flü|cn,  auflegen. 

jlengen,  jicl.  3tr.  (oon  bem  alten  siin^an,  s,tang  jc.  =  ftcc^cn,  (lecten; 
tgl.  Stange)  1)  oberb.  f.  ftecfen,  j^ofen  (j.  95.  ben  gaben  burc^  baö  «Rabcl« 

^cipfc'e  ^anbwiJttwb.  b.  bcutfdjcn  ©pc.  2.  ZI)kU.  08 


10T4  ©tengenPag  —  fiecbcn 

'6i)t,  ^edcn  jc.  an  eine  ©djnur);  2)  niebetb.  f.  DoU  flopfen  (fc^wef}.  jtun« 
gen),  bcf.  ben  @cJ)Iunb  üerficpfen;  fid)— ,  f.  ftd)  jlopfen,  würgen. 
(Stengenflag,  ^ivanb,  f.  unter  ©ttnge. 

jltenfen,    Jfel.  3».  (altb.   stenchan,   stenken,    ^tat.   stände;   jjon   fltnfen, 

flan!),  alt  u.  obcrb.  f.  (Jinfenb  madjen,  mit  ©eftanf  erfiiUen;  —  flen* 
fern,  3nj.,  f.  jlanfern. 

©tenfel  ob.  ©tenjel,  m.,  -ö,  «9?.  m.  e.  (»on  stan,  |lc{)n),  niebcrb.  f. 
®tii^e,  gup;  Suc^fc^.  ein  ()örjerne«  5öerf jeug ,  mitteljl  beffen  ber  Saufet 
bec  großen  3;ud^fc^ere  gegen  ben  Sieger  bewegt  wirb. 

jlenjen,  jiel.  3».  (o.  einem  »erlorencn  ablaut.  3».  stinzan,  stanz  ic.; 
angctf.  stintan,  engl,  stint  u.  stunt;  ngj.  ©tanje  1.,  ©tint,  ©tinj,  u.  baS 
altb.  stunz,  angclf.  stunt  f.  jlumpf),  oberb.  f.  abftumpfen,  Derfürjen,  r>er* 
jlümmeln;  uneig.  f.  betrügen,  anfü{)ren;  entroenben,  j!ef)(en. 

©tcpt)an,  m.,  -ö,  (non  bem  grie^.  arfcfurog,  ^ranj,  Äronc),  ein 
niQnnlid)er  3;aufnflmen,  gem.  »erberbt:  «Steffen,  oberb.  «Steffel;  bie 
(Stepl)an^fßrner,  ber  jlarf  obfijf)renbe  ©amtn  einer  "Ktt  sRittcrfporn,  bef. 
al6  sJKittet  gegen  Ungejicftr  gebraudjt,  Sdufefamen,  SOJaufepfeffer  u.;  tai 
@tept)anäfraut,  eine  ^flanje  im  nörbl.  Europa,  J^crcnEraut  (drcaea  L.); 
bec  (Stepf)an§f!ein,  ein  roeipli^er  ©arbec  mit  blutrotl)en  glecten;  ber  ©te- 
^l)anStag,  Äalcnbertag  beö  i)di.  ©tepl;anuS  (26.  S5ec.). 

«Steppe,  ro.,  £0?.  -n,  (ruff.  f.  o.  m.  SQSüftc),  ein  {)orf)liegenbeg,  un? 
frud^tbareö,  wenig  ob.  gar  nid)t  beivof)nteg  ebenem  2anb,  bef.  im  aftat.  «Ruf«« 
lanb,  aud^  bai  «Steppenlanb,  finno.  -^eibe,  ^eibelanb;  ber  ©teppenbauer, 
in  einer  ©teppe  woljncnbcr  Sauer;  ber  «Steppenfud^ä ,  bie  «Steppenfa^e, 
bie  <Steppenlerd)e,  bec  ©teppenwolf,  ocrf^iebene  in  ben  falmuctifc^en, 
firgifif(tcn  u.  tatarifi^en  ©teppen  lebenbc  "Kttm  ber  bcjei^neten  Sljiergattun» 
gen;  bie  «Steppenjiege,  ber  unbättige  ©teinbocE. 

fleppen,  jiel.  3n>. ,  i\ä)on  mitteltjodjb.  steppcH,  fo  aud&  oberb.;  wa^rfcij. 
abix  urfpr.  nieberb.  gorm  f.  ein  dltereö  oberb.  ftepfcn,  »el^c6  mit  jtopfcn 
u.  flupfcn  ücrgli^en  auf  ein  ju  ©runbe  liegenbe6  ablaut.  3»t).  stipfen,  stapf 
2C.  f.  fted^en  fd)liefcn  läfft;  oergL  baö  nieberb.  (tippen  f.  fünfte  ma^en, 
tüpfeln;  u.  ftirfen  mit  ftecten;  engl.  beitJt  jlcppen:  stitch,  b.  i.  ftec^cn,  franj. 
pii^uer),  fo  näben,  baf^  bie  @tici)e  \)ün  ciupen  bemerkbar  finb  u.  in  \\)xn 
^ufeinanberfoige  gerabe  Linien,  Figuren,  Volumen  k.  bilben,  jierlid) 
nuö=  ob.  bucdina()en  (einen  ?Rod,  eine  SecEe,  eine  ©djnürbrujt  k;  bie  ©att= 
ler,  SRiemec  u.  ©^u()mad^er  fleppen  baS  Scbcr,  um  cö  ju  üevjieren);  öftr. 
au^  f.  flafftren  (einen  ^ut);  —  bag  Steppbett,  ein  mit  Jpaaren  augge» 
ftopfteö  u.  gcjteppteö  SSett,  eine  SRatra^c;  bie  «Steppbedfe,  eine  geftepptc 
2>e(ic  oon  geboppeltem  3cug  mit  bajwifd^en  gelegter  aSaumwoUe  ob.  SBatte; 
ber  «Steppbratl),  iai  «Steppgatn,  bie  ©teppfeibe,  ber  «Stcppjtvirn, 
2)ratf),  @arn  k.  jum  ©teppen;  bie  «Steppnvibel,  9tc(l)nabel  jum  ©teppen; 
bie  <Steppnat{),  bure^  ©teppen  entftonbene  Slatlj;  ber  «Stepprocf ,  ein  ge* 
ftepptcr  SBeiberroct;  ber  ©teppftid),  beim  ©teppen  gemachte  Qtii^i;  — 
ber  «Stepper,  -e,  bie  «Stepperinn,  n?ec  fteppt;  bie  (Stepperei,  brtö 
«Steppen. 

«Ster,  m.,  -en,  f.  «Sta^r« 

jlerbcn  1.,  jiellof.  3m.  m.  fein,  ablaut.  id)  ff  erbe,  t>i\  fiirbj!,  er  flirbt, 
tpU  ft«b<n  IC;  3mf«.  jiirb;  3mpf.  ftarb  (oberb.  au(i  fturb),  Gonj.  jiurs 


jlerben  1075 

be:  tWw.  geflorben,  (artf)Od^b.  steri)an,  sterban,  ihstirbujc. ,  ^CQt.  starb» 
6oni.  sturbi;  !})act.  gistorban;  mitMt).  sterben,  i.  h  stirbe,  starp,  gestor- 
ben; nübcrb.  jtarocn,  ^rät.  (luif,  ^art.  fluvücn;  ongctf.  «tearfan,  styrfan; 
engl,  starve  f.  gtot{)  leiben,  ücr!ommcn,  üeiljungern ;  cgi.  baö  altnorb.  starl", 
SDlüfje,  2(rbeit,  starfa,  arbeiten;  —  ®runbbeb.  fc^eint:  5Rotb,  ^iH)\al  ic. 
unb  bie  SBurjel  starb  eine  »erflätfenbe  SIBcitetbilbung  »on  darb  in  oer-berbcn, 
»er-barb  ic,  barben,  be-bütfen  jc),  auft)6ren  ju  leben,  bem  3:obe  unttx- 
liegen,  ablcben,  v>ecfd)eiben,  oon  aUcn  a:obc6atten  bct  Sbiece  u.  be[.  ber 
SWcnfc^en,  ba  oon  ben  atjiercn  eigcntbümlic^c  3(uobrücte,  mit  fallen,  oer= 
enbcn  JC,  üblich  ftnb,  (im  Seite,  auf  bcm  ©c^ladbtfelbe,  in  i)oi:)im  "KlUv, 
an  einer  Jtranfl)eit,  an  ber  ^ejl,  an  ®ift  Jc— ;  »or  2(lt£r,  »or  @ram,  uor 
junger  jlcrben;  auc^  »nit  bem  @wi.  ber  Sobcöurfae^c  ob.  Sobcöart:  .junger» 
flcrben;  eincö  natüclt4)ea,  cineö  gcrcaltfamcn,  fc^rectlic^cn  Sobcö  jlcrben; 
ob.  mit  bem  21  cc:  ben  .fpungertob ,  ben  Sob  fiirö  Saterlanb  flerben;  übet 
etwa 6—,  b.  i.  in  ber  SBefc^äftigiing  bamit;  auf  eine  ©ad^e — ,  b.  i. 
beren  SSJabr^eit  bcbauptcnb  u.  burc^  ben  Slob  beftätigcnb);  in  »eiteret  SBeb. 
ou^  Don  Spangen:  auö9ef)en,  »erbotren,  gcrc.  abflerben,  (ber  SSaum  flirbt; 
ba6  fterbenbe  eaub,  ®rün  ic);  uneig.  f.  erlöfd)en,  abnet)men,  ficf)  oerlie^ 
ren,  t)ernid)tet  werben ,  auft)6ren  5U  fein ,  (ein  fterbenbes  geuer,  Si^tjc; 
baö  jterbcnbe  Sa^r;  fein  9Jubm  roirb  nid^t  (ierben;  mit  iljm  fterbcn  meine  greu' 
ben  ic);  —  fletben  2.  jiel.  3tt>-,  blo^  umenb.  fterbte,  gefterbt,  (altb.  star- 

bian,    sterbian,    sterben,     ^cdt.    starbte) ,    0».    f.    fletben   mad)en,    tobten, 

umbringen,  i'»ernid)ten:  —  bci^  Sterben,  -§  (uon  ftcrben  1.)  l)  bec  Über* 
gang  \)om  Ceben  jum  SEobe  (g.  Sß.  im  ©terben  liegen  jc);  2)  eine  anftecfen; 
be  Äranff)eit,  @cud)e,  ^ejl  (ein  Sterben,  SSiebfterben  jc);  in  biefet  SSeb. 
alt  ü.  oberb.  au(^:  bie  ©tcrbc  (altb.  auc^  der  sterbo,  sterbe,  obetb.  bcv 
©terb,  u.  der  sterbot,  obcrb.  ber  ob.  baS  Sterbet,  ©tetbenb);  ^iX- 
bengangfl,  SSro.,  gum  ©tcrben  angft;  bie  ©terbenöangj! ,  Sobeöangjl; 
(lerfacnöfranf,  Sn?.,  töbtlic^  franf;  jlerbenökib,  ^tveb  k.,  fSrv.,  oberb. 
f.  leib,  mi)  gum  Sterben;  —  3fc6-  »on  fterben  1.:  bai  ©tcrbebett,  -lä- 
get, baö  SSett,  auf  reellem  3emanb  \titbt  ob.  gejtorben  ijl,  Äobbett;  bie 
©terbebvüfe  (0.  Sterbe  f.  ^efl),  m.  f.  ^cftbeute;  ber  ©terbefaÜ,  ba6  (gr= 
eignifö  ob.  ber  mögltd)e  gall  beö  Sterbend  einer  ^erfon;  eljem.  auö)  baS  Siecht 
eines  .^errn,  hd  bem  SEobe  eineö  Seibeigenen  ftd)  ein  Stüc!  auö  beffen  SSerlaf» 
fenf^aft  gugueignen:  ba^  ©terbel)aupt,  trenn  e6  ein  StiiiJ  93ieb  ift;  baö 
©terbegebet,  &ibit  für  Sterbenbe;  ber  Sterbegebanfen,  ©ebanfen  an 
baö  Sterben;  tdi  ©terbcgclb,  hd  ben  2Bittn)cnf äffen  tai  Selb,  welches 
beim  Sobe  eine6  5D?itgltebeö  gur  SSejlreitung  ber  a3egräbnifS!o|len  gegaljlt  wirb; 
bie  ©terbeglocfc,  ©lode,  welche  bd  einer  SBeerbtgung  geläutet  roirb;  baß 
©tcrbebflU^,  bag  J^auö,  worin  Semanb  gcjlorben  ift,  3!rauerbau6;  bai- 
©terbebemb,  =fleib,  =gen?anb  zc,  .^cmb,  Äleib,  wetc^eö  einem  Serftot-- 
benen  angelegt  wirb;  ber  ©terbcbcrr,  e^em.  ber  ©igcntbumSbctt,  weld^er 
ben  ©terbcfall  (f.  b.)  gu  forbern  bat;  baö  ®terbet)Ul)n ,  f.  ».  n.  Seicjjbubn. 
Setcbcneule  (f.  b.);  bai  ©terbcjabr,  baS  3abr,  in  welkem  3emanb  gcftor= 
ben  ijl;  fo  au^:  ber  <2terbetag,  bie  ^sstcrbeflunbe  2c.,  f.  d.  xd.  Sobcsjabt, 
«tag,  «flunbe;  bec  <£terbefittel,  alt  u.  gem.  f.  Sterbefleib,  f.  Sterbetjcmb; 
bie  ©tcrbctc^en,  0.  e.,  ob.  bie  <Sterbelel)mnaare,  baö  gebnsgelb,  n)el4)es 
tu  gebnö^ctt  nae^  be«  (ätblafferi  ZoU  quo  bem  Setingute  bekommt;  bai 

68* 


10T6  etcrlet  —  (Btem 

©terbelieb,  8teb  »ora  (Sterben,  bei  SScgrabnijyen  gefungcn,  aüä)-.  ber  ©ter= 
begefang:  bie  (Bterbelijle ,  SScvieic^nifS  ber  SSevjlorbtncn  ctncS  DrteS  ob. 
SSejtrEcö;  ber  ®tcrbetl}a(er,  ein  in  bcm  Sobcgjafirc  beö  gürftcn  geprägt«: 
St)alcr,  in6bcf,  iin  prcu^.  Stjalet  oom  3.  1780;  bec  Stcrbeton,  bi(^t.  f. 
ein  flei-bcnber,  b.  i.  ücrl)aUenber  Son;  ber  ^Sterbcüogcl,  tanbfc^.  f.  (2eibcn= 
fdjiranj,  f.  b.;  baä  ©terbejimmer,  3immer,  in  welchem  Scmanb  jtirbt  ob. 
gejtcrbcn  ijt;  —  liblciu  )terblid),  SBrc.  (in  ber  atttrcn  ©pra^e  siirbig, 
jlcrbig),  1)  bem  «Sterben  unterworfen,  feiner  natiirltcben  25efd[)affen; 
^eit  ncid)  jum  Sobe  beftimmt,  entg.  unftcrbli^  (aUe  ?Olenf(^en  finb  jterb; 
üä);  fcaS  ©terbli^e  f.  ber  fterbti^c  Scib  bc^  SÄcnfc^en),  baljcr  bcf.  qI§ 
^tt).  ein  <üterbnd)er,  ber  ©terbiicbe  k.,  dJl.  bie  @tetbli  c{}en, 
f.  9J?enfd)en;  uneig.  f.  üergan^licf)  (jlcvblic^c  ^reubcn);  2)  obcrb.  f.  ben 
Sob  verurfadienb,  tcbtlicli  (eine  frerblic^e  Jtrantfjeit,  fterbtid^  Iran!  jc); 
uneig.  f.  big  5um  (Sterben,  im  böcl}ften  ©rabe  (jlcvbiici?  ücvtitbt  fein);  bie 
<BUxhÜ(i)h\t,  i>a^  ©terblidifein,  cntg.  Unflcrblic^fcit  (itc^  feiner  (Sterbli(^= 
feit  erinnern),  uneig.  übcrt).  f.  SSergangiidifett:  aui)  ber  gcin^e  3ufammen= 
bang  ber  fterblidien  ob.  üerga'nglidien  SiJinge,  bie  3eitiid)feit,  ba§  Srben^ 
leben  (fo  lange  wir  x\oä)  in  biefer  ©terblic^Ecit  »rollen) ;  ferner  bie  llni,ai)l 
ber  SobeäfaHe  in  einem  gensiffcn  Zeiträume  an  einem  Orte  ob.  in  einem  S5c= 
jirfe  im  SScrljältnifö  ju  ber  ^ai)l  ber  ©eburtcn  (fr.  5Kortatität);  ber  Stftb' 
ling,  -eö,  Ü)?.  -e,  oberfad^f  ein  frübjettig  fterbenbe^  Äinb;  uneig.  ein 
fd)nelZ  verganglid)eg  25ing;  Sanb».  ein  gefaUeneö  (Sd)nf  (bk  5!SoUe  r»on 
©tcrblingen). 

©terlet,  m.,  -ö,  9)?.  -e  (ruff.)  bie  fleinjle  "Uxt  ber  (Störe  im  fa6pt= 
f^en  93ieerc. 

<5tern  1.,  m.,  -eg,  SSI.  -iy  aSerfl.  ba^  <Sternd)en,  oberb.  <3ternlein, 

(got^.  stairno,  ».;  attb.  der  stern,  5JJJ.  sterna,  Sterne,  u.  gen),  der  sternc, 
Sterne,  afftmilirt:  sterro,  sterre,  ?Jt.  sternun,  sterren;  alt\ää)\.  sterro;  nie= 
berb.  ©tcern;    altnorb.   stiarna,    fdiweb.  sljerna;    angelf.    steorra,    engl,    star; 

Qvk^.  (cOTtjQ.  lat.  Stella,  aus  ster-la,  ster-ula  ^gcj.;  mabrfi^.  t>on  ber  fanöfr. 
SIBurjel  stri ,  lat.  ster-no,  ftreuen,  alfo:  baS  3cr1lreute,  3(ulgcftreutc),  jeber 
leud)tenbe  ^^immelöförper  (mit  Sinf^Iufö  oon  (£cnnc  u.  SOZonb:  bic^t.  au^ 
f.  bie  (5rbe,  j.  35.  ber  0tern,  auf  bcm  wir  leben);  gcrc.  in  engerer  Scb.  bie 
am  näd)tlid)en  ^imniel  fiditbaven  ftrabügeu  SBeltförper  (mit  2(u6fc^iuf6 
beä  SKonbeö;  (Sonne,  SO^onb  u.  (Sterne;  ber  5}lorgen=  ober  2tbcnbftern;  ein 
(h>fOiX'  ob.  ©(^tt5eifftern  :c.),  in  engjler  Scb.  nur  bie  j^iffierne,  (ein  (Stern 
erjier,  jweiter,  britter  ©röfc;  ber  «ipunböjtern  jc.;  bie  ©terne  fc^neujen  ficb,  f. 
u.  ®ternf(^nuppe;  in  ben  «Sternen  lefcn,  b.  i.  au§  bem  (Staube  gen>i)Ter  (Sterne 
bie  3ufunft  erforfc^en  moUcn  u.  oorbcrfagcn;  bal;er:  bie  (Sterne  finb  il)m  gün= 
ftig,  ob.  ungünfiig;  unter  einem  glücflid^cn  (Sterne  geboren  fein:  [einem  ©terne 
folgen,  b.  i.  feinem  bcflimmten  ©cfc^ic!;  ein  (Stern  ber  -Hoffnung,  ©tüdö=, 
Unglildö-  ob.  Unftevn;  po§  ©tern!  gem.  2fu6ruf  ber  S3ertrunberung,  f. 
po^;  einen  hii  ^u  ben  (Sternen  erbeben,  b.  i.  aufS  l)ö(^jle);  uneig.  t)erfd)ie= 
bene  |^evnäbnlid)c  ob.  flevnformige  Dinge,  in^bcf.  ber  2(ngenflern,  boö 
©eljtod^ ,  f.  b. ;  ein  runblid)er  irei^er  ^Ud  auf  ber  ©ttrn  cintö  Stjiereö,  auf 
bem  S^agcl  eines  gingcr§;  ©ärtn.  ein  runber  ^Ma^,  oon  welkem  ®änge, 
»ic  ©tra()len,  nadj  oerfdjiebenen  5?id)tungcn  au§gel;en;  SJatur!.  verfdiiebenc 
^flan3en;  au^  eine  lln  ^orjelianfd^necfen;  jlccnförmlgc  Äörper  ob.  '^U 


(Stern  1077 

gurcn,  ^uc  aSerjfevung ,  atö  3etc^en  jc.  btenenb,  inSScf.  atö  Orbenöjei* 
ä)in,  auf  bcr  Stuft  getragen  (SDvbeneftcrn);  bie  giflur  {*)  al6_®c^tift» 
jcic^cn  ju  üerfe^tebenen  ^rocden  ;  —  3  f  e  (>.  mit  ©  t  er  n:  bi«  Stemabcr, 
f.  ©d^tüünjabir;  ber  Stcmablcr,  @ofb=  ob.  ©onnenabler;  ber  @tern='2(niö, 
eine  baumartige  ^flanje  in  (St)\na  u.  3apan,  bercn  ttoljlriec^enbe  ©amcnfcr- 
nct  in  fkernförmig  ^ufammengcfe^ten  Äapfeln  emgcfc^toffcn  finb  (illicium  L.); 
ber  ©tcrnnpfcl,  eine  ©orte  fc^öner  SBinterä'pfcI;  bie  apfcläjjnlidjc  grud^t 
bti  Stcrnapfclbaumcö  (chrysophyllum  L.)  in  2(meri!a;  ber  (5tcrnbaud), 
eine  Art  Stacl^elbäud)c;  ber  ©tcmbaum,  ein  amcrifan.  Snum,  beffcn  au6 
einem  einzigen  ©amen  befle(;enbe  55rucl)t  von  einem  Jtelc^e  umgeben  ift,  ber 
fic^  luv  3eit  ber  JKcifc  in  gorm  cincö  ©terneö  öffnet  (astronium  graveolens 
L.);  baö  ©tcrnbilC»,  f.  öeftim;  bie  «Sternblume,  jebc  fternförmige  Stume, 
inebef.  bie  2(flcr;  ber  SÖcTtrflcrn;  cic  S>ogc(milc^;  baö  ©ternb  lüm  c^  cn 
f.  ©c^irmfraut,  u.  f.  geigmarjenfraut;  ber  vSstembuljen,  oberb.  f.  ©tcrn- 
pu|c,  -fd^nuppc;  ber  ©ternbeutcr,  bie  ®tcrn^euterinn,  rcer  au6  bem 
©tanb  ber  ©terne  menfc^lid)e  ©c^ictfale  u.  Segeben()eitcn  oor^erfagcn  ju  !Ön« 
nen  glaubt  (fr.  2(ftroiog);  bai  ©temteutcn,  bie  ©tembeutefunft,  «Stern* 
beuterei  (fr.  ^(ftrologie) ;  bcc  ©tcmbienfl,  bie  2?eref)rung  ber  ©terne  a(6 
göttlicher  SBefen;  bie  «Stembiftcl ,  eine  2Crt  |tcrnförmigcr  J)i1leln  (carduu« 
stellatus  L.);  eine  2frt  gloctenblume ,  auc^:  SBaUbiftel;  bie  Stembune, 
ntcberb.  f.  ©ibcrbaunen;  bie  Stern -©ibec^fe,  gefprcn!elie  eibed)fe;  bie 
Stern  ^nte,  eine  "Kxt  irilbcr  ©ntcn  mit  einem  weisen  ©terne  auf  bem 
Sfiüctcn;  ber  Stemfalt,  eine  3(vt  gaüen  mit  jlernförmtgen  glecfen;  bai 
Sternfeuer ;  ein  Cuftfcuer  mit  flernät^nlic^  fprüfjenbcn  gunfen;  bec  Stem^ 
ftfd),  eine  2frt  ftcrnförmiger  ©eewürmer;  bie  Stcmflec^tc,  eine  "ävt  jlern= 
förmiger  gleiten  auf  S3aumen  (liehen  stfllaris  L.);  ]lernförniig,  SSn?.,  bie 
gorm  eineg  ©terne6  fjabenb;  ber  Stemforfc^er,  bie  Stemforfc^ung, 
9leun).  f.  i)k  fr.  Jfftronom,  2(fh:onomic;  i>a^  Stemgebciube,  bie  ©efammt» 
^cit  ber  ©terne,  ob.  met)re  ©terne,  fofern  fie  ein  @anje6  auöma(^cn  (©tern= 
©i)jtem);  bag  Stemgeraäd^ä ,  eine  2Crt  ©eefterne,  «Kebufen{lcrn  ob.  =t)aupt; 
ber  Sterngucfcr  (nicbcrb.  ©temfiefcr),  gem.  f.  ©ternfefjer;  ber  Stcm^ai, 
eine  2frt  Jg)aififc%c  mit  flernförmigen  gtecfen;  flernl)ell,  Sn?.,  f^ell  oom  iiä^t 
ber  ©terne;  fo  flar,  baf6  man  bie  ©terne  jteljt  (ber  J^immcl,  bte  ^ad)t  ift 
jlernt)eU);'bec  ^ternbimniel,  ber  geftirnte  ^immel;  bcr  Stern')Ut,  eine 
3Crt  gingerbüte,  oben  mit  einem  jtncpfc^en  ücifefjen;  bag  Stemjabr,  bit 
3cit  beö  Umlaufet  ber  ©terne  com  grüfjlingöpuncte  biß  tcicber  baljin;  bie 
Stcrnfarte,  Äarte  bcS  gcflirnten  ^immelö,  J^immelsfarte;  ber  Stemfegel, 
ffiorjleUung  ber  Ijalbtn  ^immelöfugcl  mit  ben  baran  fi^tbaren  ©ternen  in  @e- 
flalt  eineö  ftad^cn  Äegelö  (fr.  Äoniglob);  bet  Sternfeil,  ©c^Icff.  ein  (Sifen 
mit  f^maler  gcfi^drfter  ©ctjneibe,  bo-ä  fSUi)  falt  bamit  ju  jerf^lagen;  ber 
Sterntenner,  rccr  bie  ©terne  fennt  (fr.  3(jlrogno|l),  in  loeiterev  SSeb.  au^ 
f.  ©ternfunbige;  bie  Sternfenntnifö  (fr.  Äftrognofie);  fternftar,  Sn?., 
f.  D.  n.  fternijeU;  ber  Stemflee,  eine  Älceart  (trifblium  stellatum  L.);  bie 
©temforalle,  eine  ©attung  ©ceiriirmcr  mit  fternförmig  geblätterten  JQöi)' 
lungen  (fr.  «Kabrepore);  bag  Stemfraut,  bie  2(j1cr;  gelbeö  ©ternfraut,  eine 
2(rt  beö  2flant6;  bie  ©in«  ob.  SBolföbeere;  eine  2Crt  bcS  SBaiTerflerne;  eine 
Hxt  bes  SKegerfrautg  ob.  SOBarbmcifterö  («eineö  btaueö  ©ternfraut);  baö  Sruc^= 
fraut  ob.  aaufenbforn;  bcc  gemeine  ©inau,  u.  terfc^.  anbcrc  ^flanjen;  bie 


1078  etem 

©ternfunbej  bte  ÄenntntfS  bcc  ©tcrne,  u.  6ef.  bte  Se^rc  u.  JJßiffcnfc^aft  »on 
ben  (Sternen,  tfjrec  Sewcgung  ic,  au^  ®tern(el)re,  ©temroiffenfd^aft 
(fr.  3fflronomte);  baf)ec  flemfunbtg ,  S5n>.,  ein  ©temfuntij^er,  ber  (Stern- 
funbigc,  al6  ^w.  (fr.  3(flronom);  ber  ©temfürbifg,  eine  2fvt  fternförmiger 
JCürbiJTe;  tai  ©temleberfraut,  ber  edjte  SBalbmcifler  (f.  b.);  baö  ©tern= 
mooä,  eine  ©attung  SOloofe,  bcren  tt)eiblid)e  S5lütf)e  bei  einigen  2(rten  mit 
jlernförmigen  SStättern  umgeben  ijl  (mnium  L.);  auc^  eine  "Ktt  be6  Änoten= 
ob.  Sungfcrnmoofcö;  bic  ©tempflanje,  eine  in  SBalbern  »tac^fenbe  ^flanjc, 
beren  Slatter  am  (5nbe  bcg  ©tcngclö  jternförmig  ttct)en  (stellaria  L.);  bie 
@ternpu|c,  lanbfc^.  f.  ©ternf^nuppe,  f.  b.;  bai  ©ternrab,  ein  gcuenrab, 
beffen  ©peic^en  bie  ©tra{)len  eines  ©terneö  oorjtellen;  ber  @ternreit)et, 
S'{of)rbommel,  wegen  ber  jternförmigen  gleden  [eines  ®efiebevS;  ber  ©tem^ 
ro^e,  ©piegelrot^c;  ba^  ®ternro{)r,  gcrnrof)r  jur  SSeoba^tung  ber  ©ter« 
ne;  bte  (Stemfri^ütlfle,  Äriegeb.  eine  auö  lauter  ©d^cren  jufammengefe^te, 
einen  mcr-  bii  fec^Sjactigen  ©tern  bilbenbc  ©^anje;  bte  ©temfc^nuppe, 
eine  Sufterfd^etnung,  bejtefjenb  in  entjünbeten  ©toffen,  roelf^e  mit  jlernat)n« 
li(!^em  ©tanj  burd^  bie  obere  8uft  fc^ie^enb  »crfd)minben,  ob.  auf  bie  ©rbe 
I)crabfaUcn,  (anbf^.  aud^  bk  ©ternfc^ncuje  ob.  'pu^e,  ber  ©tern* 
bu^en,  ©ternf(^ufS,  -faUjc.  genannt;  uncig.  bei  geucrmcr!ern:  eine 
3Crt  flciner  8eud^t!ugeln;  bie  @ternf(^ÜJTel,  ©d^üffet-  ob.  SfJapfmufd^et;  ber 
©ternfc^wamm ,  eine  litt  35(ätterfd^n>amm ,  aud)  9?itter[d)n)ömm  (agaricus 
equestris  L.) ;  bcr  @ternfel)er,  ein  ©ternfunbiger,  ob.  ©ternbeutcr,  fofern 
er  bie  Sterne  beobad^tet;  uneig.  ein  {(einer  ©ecfif^,  beffen  2(ugen  im  ©d^ci= 
tetriegcn,  aucfc  «Kcerpfaffe,  J^immelguder;  bie  ©tevnfeberei,  (5tcrnfet)er' 
funfl  JC;  bie  ©ternfpinbel,  eine  2trt  glügelfc^neden,  ©ecnabet:  ber  ©tevn^ 
^amm,  eine  livt  ©taubcn!oraUen ;  ber  ©temflein,  »evjleincrte  .foraUcn; 
öier?  ob.  funfectige  platte  SSerfleinerungen  mit  ber  3tid)nung  eines  ©ternS  auf 
ber  obern  ob.  unteren  glä'd^e;  wenn  mei)xc  berfelbcn  iufammen{)angen :  ©tern= 
faule  ob.  ©ternfäulenflein;  ber  ©ternfud^er,  ein  gcrnrof)r  mit  grc 
fem  ©efid^tsfelbe  gum  2(uffudf)en  fleiner  ©terne;  bie  <BUxnu\)V,  eine  Uf)r  in 
®e|lalt  einer  ©onnenuf)r,  wcl^e  hd  ©ternenfc^ein  bie  ©tunben  anzeigt;  fletn- 
üoil,  SSto.  ,  oberb.  gem.  f.  ganj  üoU;  voUig  betrunfen;  bie  ©temwarfe, 
ein  jur  S5eobad^tung  ber  ©terne  eingerid^teteS  t()urmäl)nlic^e6  ©ebäubc  (fr. 
Öbferoatorium);  ber  ©ternwirbel,  eine  "üxt  fternförmiger  ©eegallerte;  bie 
©terntt)if("enfrf)aft ,  f.  ©ternfunbe;  bie  ©ternjeit,  bie  bur^  ben  täglichen 
f^einbaren  Umlauf  ber  girfternc  ob.  burd^  tk  tägliche  Umbrcl^ung  ber  ©rbc 
abgemeffene  3eitbauer,  j.  U.  o.  ber  ©onnenjcit;  ber  unocranbcrli(^e  3citraum 
ber  jebeSmaligen  Umbrc^ung  ber  ©rbc  um  tfjre  2l(^fc  ijtx^t:  ber  ©terntag, 
eingetfjeilt  in  24  ©ternjtunben  Jc;  bie  ®tern,;^tt)iebet,  eine  2Crt  fOleer» 
jwiebcln;  ■ —  3fe^.  mit  ©ternen:  ba«  ©temenauge,  bidjt.  ein  ftern' 
af)nl{d^  teud^tenbeö  3(uge;  aud^  bie  ©terne  als  3fugen  Uttaö)Ut;  bie  ©ter^ 
nenbai)n,  f8ai)n  ber  ©terne;  bid^t.  SBaljn  ^u  ben  ©ternen,  b.  i.  ?u  bem 
^öd^ften,  ert)abenf}en;  flemenbefdet,  »w.,  bid)t.  mit  ©ternen  gtei^f.  be= 
faet;  ber  ©temenblicf,  bic^t.  baS  ©feinen  eines  ©tcrneS  ob.  ber  ©terne, 
ein  fternaf)nlic^er  ©c^ein;  ber  ©tcmenbogcn,  bie  ®ternenbü{)ne,  baö 
©ternenbac^,  ber  ©terncnbom,  ba«  ©ternenfelb,  -gefilbe,  <gew6lbe, 
ber  ©ternen:plan ,  -fad,  bag  ©tcrnenijelt,  bid^t.  f.  Fimmel,  bef.  gcftirn- 
ter  Fimmel;  ber  ©temenflimmer  ob.  ba«  ©terncngefiimmer ,  ber  ©ter- 


@tprn  —  etcra  1079 

ttenf^lan.;^,  ^fd)eln,  ^fd^immer  ic,  bec  gtimmcv,  ®(anj  ic.  bec  ©temc; 
ba«i  Sternen()eer,  bid?t.  bai  ^ccr,  b.  t.  bic  SOlengc  ber  ©tccne,  auö):  ble 
eternmfc^aar;  jlfrnenl)eU  ob.  flax,  SB».,  f.  o.  flcrnf)eU;  bie  <£ternen- 
l^ellc,  bie  i)cUe  ber  ©tetnc;  bie  <5tcrncnl)öl)e,  bic^t.  bet  mit  ©tctnen  on' 
gefüUtc  JRaum;  ber  ©tcmenfranj,  ^treiö,  bic  ©tcrncnfronc,  Jiranj, 
Xttii  IC.  con  (Sternen  gebilbet;  bet  ©tcmenfrciö,  auc^  f.  bic  ©tcrne,  fofcrn 
fie  bic  (5rbe  im  Jtrcifc  umgeben;  ber  ©tcmcnlauf,  bic  roirtlic^c,  ob.  fc^cin» 
bare  IBcnjcgung  ber  ©ternc;  bM  <2tcvnenlicfet,  baS  Cic^t  ber  ©tcrne;  bie 
©tcrncnnad^t,  ftern()cUf  ^a<i)t;  ber  ©tcrnenpül,  bid)t.  f.  Jpimmciepol, 
je>immcl;  bai  ©ternenreirf),  bic  (S5efammt|)eit  ber  ©ternc;  bie  ©tcrnen- 
fd)rift,  bidjt.  ber  ©tanb  ber  ®ternc,  fofcrn  man  barin  bie  3ufunft  lefen  ju 
fönnen  glaubt;  bie  @terncnjlunt)e,  bid^t.  bic  burc^  bie  (Sterne  (a(6  S3ertün= 
biger  menfc^lic^cr  S3fgeben()eiten)  angezeigte  ©tunbc;  ftemenüoll,  »ro.,  mit 
©fernen  angefüllt;  bie  ©temcniDclt,  bid^t.  f.  t>.  w.  baS  (Sferncnrcic^ ,  ber 
^immcl;  bai  ©tcmcnj^ett,  f.  o.  ©ternenbogen;  —  2fblctt.  jletnig,  SSnj., 
bic^t.  9?cmr.  f.  mit  ©lernen  ücrfctjen,  geflitnt;  {lernen,  jict.  3nj.,  un» 
gebr.  f.  mit  einem  ©fern  ob.  mit  ©ternen  verfef)en,  bejei(i)ncn,  (f. 
gcflernt). 

©fern  2.,  -m.,  -e«,  50?.  -e,  (angclf.  steor,  engl,  stero;  oon  bcm  angetf. 
steoran,  fteucrn)  ©d^iffb.  bag  v^intert()eil  beö  ©d)iffcg,  f.  ö.  w.  ber  ©piegel. 

©tcrt  ob.  ©teert,  m.,  -cg,  9J?.  -e,  niebcrb.  f.  ©terj  (f.  b.):  ©diroanj; 
öu^  f.  ber  ©teip,  Wintere;  bafjcr:  ber  ©tcrtblocf ,  ©^iff.  ein  Sloct,  ttor* 
an  ein  ©nbc  eine«  Slaucd  gcftroppt  i|l;  bie  ©tertmeife,  niebcrb.  f.  ©c^reanj- 
metfe;  bie  ©tertmord^cl,  f.  ber  ®iftf(!^n>amm;  bic  ©tertmüf)(e,  eine  Keine 
©djöpfmüblC)  tt)cld^c  mittclft  ber  auf  bcm  f)intcn  tjerauöragenben  Jpauptbat!en 
aufgeridjtcten  Sretter  ocm  Jffiinbc  f)erumgcbrel)t  u.  gerichtet  wirb;  baö  ©tert* 
tau,  ©djiff.  ein  an  einen  SBloct  geflropptcS  furjc«  ®nbe  Slau;  ber  ©tert^ 
JUCfer,  feljr  flarer  3u(ierfanb. 

©terj,  m.,  -c«,  5)?.  -e,  u.  ©terje,  n?.,  50?.  -n,  Berft.  bai  ©terj; 
d)en,  (mittclfj.  sterz  u.  sterze;  obcrb.  aud^  ©tarj,  f.  b.;  niebcrb.  ©tcrt, 
©teert;  l)OU.  steert.  staart;  angclf.  staert,  steort;  ißlcinb.  stertur,  fc^web. 
stjert;  —  ctg.  baö  ©tarrcnbc,  JRagcnbc:  »on  ber  SBurjcl  star,  recitergebit« 
bet:  Start,  starz;  »gl.  jlarjcn  U.  baö  mittcll).  abtaut,  stcrzen,  starz,  stür- 
zen f.  aufrtd^ten;  engl,  stir  u.  start  f.  aufregen,  auffat)ren),  überlj.  ein  f)er* 
»orrngenber,  ftcf)  in  bie  Sänge  erfTrecfenber  .körper:  inäbcf.  lanbfc^.  gem. 
f.  ©(i)njanj  ber  Zi)'me  (j.  JB.  Äu!)|tcr};  «Rotfjfterjdien  f.  «Rotf)fc^n?anid^en 
ic),  fd)erjtj.  gem.  aud^  f.  ber  ©teip,  Wintere;  ferner:  ein  langer  ©tiel, 
eine  ©tange,  bie  am  unteren  ob.  f)interen  3!f)eilc  eincg  2)ingeg  f)crüor; 
ragt,  j.  S.  ba§  55Senbc]^ßlj  an  5SJinbmül)lcn;  ba§  Ijinten  cm  Pfluge  ifetoot- 
ragenbe  J^olj  §um  Ccn!cn  beSfetbcn:  bie  ^flugftcrjc;  lanbfc^.  aud^  f.  2)eid}; 
fei  ctncö  aaSagenö:  SJBagcnftcr je;  obcrb.  aitc^  f.  baö  Önb?  ob.  JHanbflücE 
eines  SSrobcS;  u.  f.  eine  2(rt  bidPen  ?0?et)l;  ob.  .fartoffelbreic«  (auc^:  btr 
©törj;  rgl.  baö  fc^wcij.  ftorjcn  f.  ftarr  ob.  bicf  fein,  ftro^cn);  —  bie 
©terjj^nte,  eine  2Cbart  ber  gemeinen  »ilben  (5nte;  bie  ©ter^feud^e,  eine 
Äran!()eit  bcö  9linbt»tc^§,  wobei  ber  ©d^wanj  obfault,  aud^:  ber  ©terj; 
wurm,  CiuaSwurm;  —  ber  ©terjel,  -g,  tanbfc^.  f.  ©tengel:  öftr.  unetg. 
f.  f (einet  9)?enfd);  bai  ©terjel,  Serg».  bag  ^olj  unter  bem  «^unbc,  auf 
weld^em  bie  25eid)fcl  liegt?  ftcrjen,  jtellof.  3»',  tonbfc^.  gem.  f.  müfig  um= 


1080  i!et  —  fteucrn 

'i)ex^ei)en  (anii  ftärjen),  »ranbcrn,  f)erumi}reldE)en:  cf)em.  unä)  f.  frf)eu 
ben,  abfd;etben  (ntcberb.  flccrten  f.  flietjen,  baoon  ge^en). 

fJet,  flctlg,  S3to.,  f.  f!at;  fletg,  9?«).,  gen?.  al6  flätg  (attb.  staetis), 
etjm.  fcfl,  unbemegüd);  ic|t  nuc  »on  bcr^ctt:  imunterbroci)cn  bauetnb, 
fottird^renb,  beflä'nbig,  unablä'fffg  (j.  SS.  bibt.  meine  JCugcii  [eben  jlets  jum 
^ertn);  Qud),f.  immer,  aUejett,  aUemaf,  b.  t.  in  aUen  tjor!ommenben  ga(-- 
Icn  (j.  S5.  er  wiberfpricbt  mit  ftctö). 

©teuben,  m.,  -g,  ?0?,  tv.  (5.,  1.  (oon  @taub)  obccb.  5f?nmen  uetfd)!«^ 
bener  SBafTeifaUe;  2.  (auc^  ©tübe,  ©tüber)  am  SSobenfce:  bte  25atc{)e 
(f.  b.)  ob.  ber  ©angftfd)  im  jweiten  Sabre. 

jl:euevn  1.  jict.  u.  jicUof.  3n>.  (attb.  stiurian,  stiuran,  stiunan;  stinren; 
oberb.  jJcuccn;  nicberb.  jliiren;  angclf.  steoran,  stioran,  engt,  steer;  ()oU. 
stieren;  attnorb.  u.  fc^tüeb.  styra;  —  bic  SBurjct  stur  ijl  wabtfcb- )  tt>ie 
Star,  ouf  sta  juvücfjufübren,  »gl.  ftarv,  ftier,  jtorr  Jc;  atfo  ©runbbeb.  fteben 
madbcn,  ftü^cn,  bcmmen),  1)  alt  u.  oberb.  f.  fluten,  unterflü^en  (j.  «S. 
ein  ^aug— ;  ftcb  auf  feinen  ^tai  —  ;  unetg.  fidb  auf  Scmanb  fteuern,  b.  i. 
»erraffen);  2)  hemmen,  ©inbalt  t^un,  n?ebren,  im  3aum  balten,  bügeln,  mit 
bcm  ©at.  (einem  ob.  einer  ©a^e— ;  hibl  bu  lä'ffcjl  bir  nic^t  j!cucrn;  bem  Sßer» 
berbcn  flcuern;  alt  u.  niebcrb.  mit  bem  2i:cc.,  g.  S5.  fpri^w.  ©ott  ftcuert  bie 
Säume,  bafö  fie  nicbt  in  bcn  ^immet  roacbfcn):  T)  lenfen,  leiten,  bie  S^id)- 
tung  einer  Setregung  befifimmen,  ridbten,  regieren,  inöbef.  ein  <Sd)iff— , 
b.  t.  mittefl  bei  ©teuerruberg  lenfen  (ber  ©tcuermann  fteuert  ba§  ©cbiff; 
gew.  obne  3icto.:  gegen  SDjlcn,  na^  SOSeftcn  jc.  fteuern,  f.  ».  w.  fdbiffen); 
aud)  5ie((og  f.  gelenft  werben ,  fid)  jl:cuern  (nffen  (bai  ©c^iff  jtcuert  gut, 
f^tecbt  ic);  uncig.  gem.  f.  fid)  irgenbirobin  bewegen  (wobin  fteuerjl  bu?), 
niebcrb.  f.  ungeftüm  na^  ctnjaö  nerlangcn,  auf  etiraö  erpidjt  fein  (auf  eine 
©a(^c  fteuern,  nteberb.  ftürcn),  aucb  f.  fdbiiten,  fenben  (nadb  etwaö— );  — 
bai  ©teuer,  -ö,  3)?.  w.  (5.,  (niebcrb.  ©tut;  fcbweb.  styre),  ein  SBerf* 
jaig  jum  ©teuern  ob.  2enfen,  baber  ebem.  f.  2)eid)fel  eineö  SBagenö;  inö» 
bcf.  f.  ©teuerruber  (f.  u.),  alt  u.  lanbfclb-  bic  ©teuer  \.  ^.  -n.,  (attb. 
stiura,  stiure,  oberb.  bie  ©teur),  audb  f.  i>ai  ^intcrtbeil  beS  @d)iffeg;  — 
3fc|.  »on  fteuern  u.  ©teuer  1.:  ber  ob.  iai  ©teuerbovb,  bie  redbte  ©eite 
bc§  ©dbiffcö,  wenn  man  r»om  .^intertbeitc  beßfelben  nadi  oorn  ftebt,  cntg. 
Sactborb;  ber  (Steuerbord  (ntcberb.  ©turbarö,  ©turc,  oicUcidbt  üon  bem 
nicberb.  fi:ur  f.  gro§,  fcbwer,  bicf),  Äaulbörö,  f.  b.;  bie  ©tcuerbrücfe,  auf 
Ääbncn  eine  ftorEe  Sobte,  auf  n^clcbcr  ber  ©teuermann  ftcbt;  bic  ©teuer; 
feber,  ©cbwanjfcbem  ber  Söget,  mit  tDCtd)en  fie  ibren  gtug  tenfcn;  ber 
©teuerflügel ,  ©4liff.  an  einen  gaben  aufgejogene  gebcrn,  bic  an  einem  auf; 
gcftcUtcn  ©tabc  befeftigt  rcerben,  um  bie  Stidjtung  bcö  35Sinbcö  baran  ju  ftben; 
ber  ©teuerfuf,  gjaturf.  Pfe  jum  ©teucrn  ob.  CenBen  ber  Sewcgung;  fieuev- 
Infüg,  ©d^iff.  f.  0.  w.  bintertajtig ;  ber  ©teuermann  (attb.  auä)  stiuro, 
stiure),  jücr  ein  ©cbiff  fleuert,  bai  ©teucrrubcr  banbbabt,  auf  grofen  ©d)iffcn 
einer  ber  ©dbiffö^Offiiicre;  bie  ©teuermannähmjl::  ber  ©teuermann§- 
maat,  f.  ?0?aat;  ber  ©teuetna(^el,  SSorflcctnagct  l^inut  bem  Jg)intergefleUe 
cincö  SBagcng:  bie  ©teuerpflid)t ,  f.  ^ftid)t  2.;  baö  ©teuerrat»,  auf  gro» 
§cn  ©dbifffii:  ein  9?ab,  mittetfl  beffcn  baö  ©teucrruber  lcid)ter  gebanbbabt 
ttJtrb;  bai  ©teuerruber,  ba§  Stuber,  mit  »eldbem  ein  ©dbiff  gtfteuert,  b. 
t.  gctcnft  wirb,  auf  größeren  ©dbiffen  ein  am  J^tnterflenen  befeftigteS  beweg- 


<Btm\\  1081 

lid^eS  J^otj,  aui)  bfoß:  iai  ©teuer,  (uncic?.  baö  ©tcuerrubcr  ob.  ©teuer 
ergreifen,  tüi)ien,  D.  i.  bie  Leitung  btr  'ilngelegcn^citen  übcrnct)men  jc.J;  bie 
<2tciterfrf)0tc,  f.  ©c^otc  2.:  tie  Stcucrflangc,  eine  ©tangc  {latt  eine« 
©teucrvuber«  juc  CcnEung  eines  Äafjncö;  —  2£b(e{r.  o.  jlcucrn  1.:  bet 
©teuerer,  -<J,  iver  (leueit,  ber  ©tcuermann:  bie  Steuerung,  bas?  (Steuern, 
bie  ßenfung  bef.  cineö  ©d^iffeö;  —  bie  «Steuer  2.,  ^JJl.  -n,  (altb.  stiura, 
stinre,  siiuwer,  urfpf.  ©tü^e,  ©tab,  f.  0.  flcuem :  obtrb.  bie  ©tcur),  ttjem. 
f.  ©tii^e,  Unterflüf^ung,  ^lilfe,  23eiflanb,  Scf)U&  (ba()er  nod):  jur 
©teuer  bec  aBaf)r()eit,  b.  i.  juv  Untel•flü^^un3  jc;  efjem.  einem  ju  ©teuer 
fommen,  b.  i.  ju  ^üiU);  in^bif.  f.  S5ei[)ü!fe,  (^elbbeitrag,  frciroiUiöe  ©nbe 
(j.  S.  bibl.  eine  ©teuer  gufammcntcgcn;  eine  milbe  ©teuer,  u.  bgt.;  vgf. 
33ct--,  ^etmjteuer  jc);  ic|t  gew.  eine  pflid)tmafi9  ju  entcicfitcnbe  ^(bgabe 
an  bie  ©taatßrcgicrung  (eine  ©teuer  ob.  ©tcucrn  auffegen,  au6[djrciben;  bie 
©teuer  gai)(en,  entrii^ten;  SBtob^,  g(ei[d)  =  ,  ajcrmögen«,  .Kopf=,  Äriegö« 
fteuer  ic),  inöbcf.  f.  föiunbfteuer;  jleuern  2.  giti.  u.  jieUof.  3».,  «Steuer 
geben,  _entrid)ten ,  Qöili)  ob.  anbere  (Stfocberniffe  ju  etroag  beitragen  (j. 
S3.  etwas  ju  einem  Saue  —  ;  oberb.  ben  2(rmcn  (teuern,  b.  i.  2f(mo[en  geben; 
»gl.  au6=,  beiitcucrn),  inSbef.  ^(bgaben  entricl)ten  (ber  Jperrfi^aft,  ber  Dbrig» 
feit—;  bieg  ®ut  jteuert  nac^  91.);  oberb.  ouc^  jiel.  f.  verfteuern,  Steuer 
tton  etma$  3a()(cn  (ein  @ut— );  einen—,  f.  it)n  befleuccn,  Steuern  üon 
ihm  nel)men;  auc!^  f.  bie  Steuer  einfammeln:  —  äfe^-  ^'^it  ©teuer  u. 
ftcucrn  2.:  bai  Steueramt,  eine  S3cl;örbe  gur  @r|)cbung  ber  ©tcucrn,  u. 
beren  ffierfammlungöort;  auc^  ein  3fmt  ob.  eine  ©tetle  bei  einer  fotdjen  S8e= 
I)6rbc;  ber  Stcucrbeamtc,  wer  efh  ©tcucranit  oerwattet;  baö  Steuerbuch), 
S5u^,  in  welkes  bie  ©tcucrn  eingetragen  werben;  ber  Steuereinnehmer, 
ein  Sßeamter,  njctdjer  bie  ©teuern  an  einem  Crte  ob.  in  einem  Se^ir!c  cinju» 
nefjmen  i)at;  ber  Stcuereintreibcr,  wer  bie  ©teuern  mit  3n?ang  eintreibt, 
aud^  wöf)(:  ©teuerpreffer;  fieucrfrei,  S5w.,  frei  »on  ©teuer  eb.  "äb^ 
Qabe;  batjer:  bie  Steuerfreiheit:  bie  Steuerfaffe,  burdj  bie  eingcf)enben 
©teuern  gebilbete  <5ta|Te,  u.  ber  .Ort,  wo  fid^  biefclbe  befinbet;  ber  Steuer« 
freiö,  SBcjir!  eines  ©teucrbcamten;  baö  Steuerlel)Cn,  ein  ^u  ©teuern  »er» 
pflic^tcteö  2ei)engut;  bie  Steuerorbnung,  obrigfeitl.  ©inri^tung  bei  ©teuere 
wefcnS;  |leuerpflid)tig,  Sw.,  jur  Entrichtung  ber  ©tcuci;  oerpfltd^tet;  ba» 
l)cr  bie  Steuerpfli(^ti9tcit;  ber  Steucrratt),  berattjcnbcs  «Dlitglieb  einer 
©teuer=Sef)örbe,  Zitd  Ijöfjcrer  ©teucrbcamten:  tc^^  Steuerregifler  ob. 
bie  SteuerroÜC,  aJer^cic^nifS  ber  ©teuern  u.  ©teucrpftidjtigen ;  ber  Steuer* 
fd^ein,  SSeft^cinigung  über  entrichtete  ©teuer,  aud;:  ber  ©t euerjettel; 
ber  Steuerfd^ocf ,  fäc^f.  f.  ©runbfteuer  (f.  ©d^oct);  ber  Steucrfc^reiber, 
©c^reiber  bei  einem  ©teueramte;  ber  Steuertag,  Sag,  an  welkem  eine 
©teuer  erf)oben  wirb;  ber  Steucrüenralter;  bni  Steuerit»efen,  ber  3n= 
begriff  aller  bie  ©teuern  betrcffenbcn  (Einrichtungen  jc:  —  "Khieit.  jieuer; 
bar,  S5w.,  Steuer  gebenb  ob.  entrid>tenb,  ber  Steuer  unterworfen, 
finno.  fleuerpflid)ti9 ,  (fteuerbare  ®ütcr,  ^crfonen):  bie  Steuerbarfeit; 
bec  Steuerer  ob.  Steurer,  -g,  ebem.  oberb.  f.  Statereinnebmer,  Steuer^ 
«intreiber. 

Stcücn,  m.,  -g,  9)?.  w.  6.  (urfpr.  nieberb.  u.  l)oU.,  oerw.  mit  Btab, 
f.  b.,  »)on  stiban,  p|en),  ©(^iffb.  jivet  an  bciben  Gnben  beö  Sd)tffeö  auf 
bem  Äicl  flebenbe  flarfc  SSauböijer,   auf  welken  bie  ©citcnplanfcn  bcs 


1082  flibilm  —  <Bti6) 

©c^iffeö  enbtgen:  bcr  SSorber»  u.  bct  J&tnterftcecti;  flcüctt  ob.  fleüenen, 
jüUof.  3nj.  m.  f)übcn,  ©d^iff.  f.  fegein,  ^al)xt  mad^cn  (boö  ©4)ijf  fte= 
oenct  gut). 

ftibll^cn,  jiel.  u.  ^tcUof.  3«).,  gem.  f^cr^fj.  f.  ajltg  entwenben,  flef)fen, 
maufert. 

(Stid^,  m.,  -e^,  50?.  -e,  5ßcr!(.  bag  ®ttd[)lein,  (altb.  stih,  stich;  gotf). 
stiks  f.  ^unft;  ntcberb.  ©tec!  u.  ©tief;  engt,  stitch;  jjon  jltd^cn)  1)  baö 
<Sted)cn  u.  bie  baburch  gemad)te  ibffnung,  Söunbe  ic.  (einen  ©ttc^  tfiun, 
me^rc  ©tid^e  mad^en,  j.  S5.  mit  einem  ©rabfc^cit  in  bii  ©rbe  k.,  mit  bem 
@rabfti(^c(  in  bic  Äupfei-platte;  ^üttcnm.  bic  Öffnung  be$  2(ugcö  im  ©t^metg' 
ofen  mit  bem  ©tec^eifcn;  bev  ^tiä)  eineö  g(o()eg,  einer  ffiicnc  zc),  inöbef. 
mit  einer  fled^enben  Sßaffe  (ein  l»anjcn=,  ®old)=,  ^egenftic^  jc;  einem  ei« 
ncn  ©ttd)  geben,  beibringen;  auf  bcn  ©tid^  fechten,  entg.  auf  bcn  Jfpieb; 
uneig.  einen  im  ©tid^e  laffen,  b.  i.  il)n  bec  ©efa^r  au§gefe^t  laffen,  bann 
über^.  f.  einen  ob.  ctnjaö  »erlatfen);  uneig.  ein  ®tiä)  ins  >)g>erj  f.  itvaa& 
tief  ÄränfcnbeS ,  5ßerlei|enbcS;  ein  ^tiä)  auf  3cmanb,  b.  i.  eine  an?üg= 
liö:)e  Siebe;  einen  ©tid^  f)oben,  gem.  f.  ein  wenig  betrun!cn,  ob.  närrifd^ 
fein;  ber  SOSein,  baö  Sier  f)at  einen  fSitiö^^  b.  i.  fängt  an  ju  oerberben,  wirb 
fauer;  ferner  inSbef.  ba^  «Stedben  mit  ber  5'^d^nabcf  beim  ^äi)en  (fic  Ijat 
no(^  !eincn  <Btx(i)  baran  get^an;  ber  3cug,  baS  Sebcr  ^ait  nic^t  ©tic^,  b.  i. 
reiP  beim  Slawen  au6;  bai^er  uneig.  nid)t  <Siti6:)  f)  alten  f.  nic^t  ©tanb 
i)alten,  nid^t  l)attbar  fein,  g.  5B.  er  I)d(f  mir  nid^t  ©tic^;  beinc  ©rönbe  tjdU 
ten  nid^t  ©tid^  zc);  aud)  f.  ein  ^unft  (attb.  ni^t  ein  ©tic^  f.  nid^t  ba6  ©c- 
ringftc;  gem.  feinen  ^tiö)  feftcn,  b.  i.  feinen  ^unft,  gar  nichts);  f. 
Saufdi),  3:aufd[)f)anbe[  (f.  ftedien;  im  ©tid)  ob.  auf  ben  ©tid^  f)anbeln;  ^tiö^ 
um  ^tiöjy  b.  t.  SBaare  gegen  SÖaare);  2)  bie  litt  unb  SBetfe  be6  <Sted)enS, 
inSbef.  beim  5^af)en  2C.  (j.  95.  ein  weiter,  enger  ©tid^  u.-,  ber  Äreuj=,  Äet» 
ten=,  ^lattjtid)  Jc),  u.  6etm  Äupferfied^en  (ein  fc^oncr,  fräftiger  k.  ^tiö^)', 
^äji^.  (öon  ftcdjen  f.  ftcdfen)  bie  ^Trt  unb  ^eife  eine  @d)Itn9e  jufammen* 
julegen  u.  bie  <Bd)lmQe  ob.  ber  .Knoten  fe(bfl  (ber  3fn!er--,  gif4)er=,  Äetten=, 
3immcrftid()  jc);  3)  t)a^  ©eftod^ene,  burd)  <Sted)en  S3en)lrEte  ob.  ^ertior- 
gebrad)te,  j.  SB.  ein  <Btiö:)  (5rbe,  b.  i.  fo  üiel  ©rbe  man  auf  einmal  mit  bem 
©rabfd^eit  auäftidjt;  in  bcn  55i[d)tei^en  bie  ausgegrabene  SSertiefung,  ^ifd); 
grübe;  J^ütten».  ia^  burd)  £)ffnung  beg  ^Tugeg  im  ©tidbofen  abgeflof; 
fene  5)?etal{:  3immerl.  bie  mit  ber  Ttrt  in  ein  S5auf)otj  get)auenen  .Ker^ 
ben;  ein  in  Tupfer  ob.  @ta()I  ic.  geftod)eneg  S5t(b  u.  beffen  ^Tbbrucf 
(Äupfcr=,  ©ta^ljli^);  im  Äartenfpiel:  bie  mit  einer  f)ö^eren  ^arte  auf 
einma-l  gef{od)enen  Äart«i  (einen  ©tid)  mad}en,  brei  ©tid)c  t)aben  ?c.);  fcr* 
ner  fo  weit  ob.  tief  man  flid)t,  baljcr  ein  Wlcif  beim  ©raben  =  ^  eue  in 
Ue  Siefe;  ©d^u()m.  bic  Entfernung  jweier  ®tici)e  oon  einanber,  1  'Sitiäi  ^= 
3  ßinien;  oberb.  aud^  f.  ab[^üfftgc  ©teile  einer  ©tra^e,  jleile  2(nt)6f)e  (pgl. 
ftid^cl,  ftictel  f.  fteil);  4)  ber  £)rt,  tro  gcjlod)en  ruirb,  bcf.  gleifd^.  ber 
£)rt  am  »^affc  ber  halber  u.  9Jinber,  wo  fte  gtflod^en  werben  (gleifc^  oon 
bem  &ti6)e  K.);  —  3fe|.  bie  ©tid^axt,  eine  2lrt  ber  3immerleutc  jum 
2(uSttofcn  ber  3apfcnlödöer,  Ärcujart;  ber  ©tid^bnÜen,  3immerl.  abge- 
brochene SSalfen  be6  ©todtmerf c6 ;  furje  ^öljer,  bie  in  ben  Jgsauptbalfen  ein' 
gejapft  ftnb,  aud^  ©tid^brctter;  baö  '^t'löl^hlatt ,  ein  breiter,  plattet 
zun  an  bem  ©egengefape,  weld^er  bie  J^anb  »or  ben  ©ticken  beS  ©cgnerS 


®ti(!  1083 

fd^ii^t;  unei'g.  f.  efnc  ^etfon,  »ctd^e  man  ju  feinem  ©c^u^e  »orfd^ieSt  ob. 
jum  Sßormanbc  gebraust;  au^  f.  baS  3«el,  wonach  man  flicht  (weil  bic  mei- 
ften  Segcnjltc^c  mit  bcm  ©tic^blatt  aufgefangen  werben;  j.  SB.  ba6  ©tic^blatt 
beö  5J3i^e6  fein);  Äartenfp.  eine  Äartc,  mit  roelc^cv  man  fiec^cn  !ann;  liic^-' 
bimfet,  Sw.,  lanbf(^.  (aiic^  flictbun!cl)  f.  ganj  bun!et,  floctbun!ct;  j!lc$* 
l)alti9,  95n).,  mß6  ©tid)  t)ält  (f.  o.),  ftc^  bcwät)rt,  feattbar;  bcr  ®ttc^- 
berb,  J^iittenro.  ber  Jperb  »or  bem  ©ti^ofen;  bai  (£tid^f)0(5,  gorjln?.  fc^nia» 
djeö,  fpanntgeö  ob.  tjatbfpannigeS  S3aut)otj;  ba6  @tid)ma^,  S5i(bf).  ein 
fleinct  «Wapflab  mit  einem  ©ta^el,  womit  bie  Sicfc  bcr  in  ben  SStoct  gcbcf)r» 
ten  eöc^er  unterfu^t  wirb;  ber  @tid)ofen,  Jpiittenit».  dn  ©c^meljofcn,  in 
rcel(^em  baö  gefdjmoljenc  (5rj  abgefioc^cn  wirb,  um  in  ben  @ti^l)erb  ^u  flie» 
0en;  bie  <3tid)probe,  «^üttenro.  bic  auö  bem  ©tic^fjerb  genommene  ^robe; 
bie  @ticf)rcrf)nunq,  Äaufm.  f.  3;aufd)rcc^nung;  bie  Stt^fäge,  Sif(^r.  eine 
fpi$  julaiifenbe  ©ägc  mit  einem  ®tiiU,  um  fiöc^cr  in  iBretter  ?u  fä'gen;  bog 
*Stid)fcf)meljen ,  Rotten»,  baö  ©(i)me(?en  auf  ob.  über  ben  ©tic^,  b.  i.  im 
©fic^ofcn;  ber  <^A\(i)ta^y  ein  befiimmtcr,  feftgefe^tcr  Sag,  bef.  ?u  gcrid^t^ 
(id}en  ^anbtungen  (fr.  Sermin);  bic  @tid)ttianb,  J^üttenw.  ein  litcr  ben 
J^erb  gelegter  platter  ©tein,  unter  welchem  ber  ©ti^  gemacht  wirb;  ber  ©tl^; 
roein,  bair.  jur  ^robe  au§  bem  ^afs  genommener  (gefloc^  en  er)  Sßein; 
flicf)treifc,  9}«.,  mit  ©ticken,  ©tid^  für  ©tic!^;  bai  <Btl(i)roOXt,  baö  SQSort, 
welches  a(ö  3cid^en  für  anberc  barnuf  folgenbe  SBorte  bient,  bef.  in  ber  JRoUe 
cineö  ©c^aufpielerö  iai  SBort  cineä  anbern,  nac!^  meldjem  er  einfallen  mufS; 
am  6nbe  einer  @(^rift=  ob.  ■Dructfeitc  baö  befonber§  gefegte  2fnfang6mort  bcr 
fotgcnben  ©eite  (fr.  Suftoö);  auc^  ein  ^uöbrucf,  ben  man  bei  ieber  ©elegen* 
i)iit  im  SJJunbe  fül)rt;  u.  f.  jle^enbeö,  cmpftnb(id)e6  SfBcrt,  ©pottwort;  bie 
@tid)WUnt'C,  burd^  einen  ©tid^  gemachte  SBunbe;  bie  @ti(i)n)Urj,  1)  f. 
SB5ol)locrleif>,  ©d^meerfraut,  aud^  ©tid)fraut;  2)  f.  ©tictmmj;  —  "Khleit. 
Don  fted^en,  jlic^  ic:  bcr  <Stld)el,  -§,  Wl.  \v.  (5.,  ein  5Bcrfjcu3  ^um 
@tcd)cn,  inßbcf.  cf)em.  f.  5^abcl;  jc^t  bef.  bcr  ©rabflidicl  (f.  b.)  ber  .Rupfer» 
ftc^er  :c.;  au^  ein  fpi^igcö  &fcn,  mit  welchem  Söc^er  in  bie  (Srbe  gejlodjen 
»erben,  um  ©tangen,  ^\ät)U  jc.  Ijtncinjujlecten,  aud^:  bai  ©tic^clcifen; 
flid)eln,  ?iel.  u.  jicllof.  3m.  (93erfleinerungä=  u.  2Bieberf)olung€form  »on 
fled^en),  tx)icberf)olt  ein  trcnig  ob.  mit  flcincn  <Stid)en  ^ed)cn  (einen 
ftid^eln  unb  prid^eln);  gem.  uneig.  auf  einen  ob.  ctwnö  —  ,  b.  i.  feine, 
aber  empfinblid)e  ^(nfpiclungcn  madien,  auf  vcrffecfte  ^(rt  oerfpotten  ob. 
fabeln:  oberb.  aud):  ein  Äartcnfpiel  („ber  le^tc  ©tic^"  genannt)  fpielen; 
ftic^clbaarig ,  Sw.  (nieberb.  (tidtclf)aarig)  lanbf^.  f.  furje,  fteife  Jpaare  t)a» 
benb;  bic  @tid)e(natl),  ©d^ncib.  eine  JTrt,  baS  Sud^  ju  nä^cn,  mo  bie  i^a* 
bei  hti  jebem  ©tid^c  befonberö  burd^gc^ogen  wirb;  bic  ©tid^elrebe ,  ba§ 
©ttd^clwort  2C.,  fticfeelnbe,  b.  i.  ücrflcctt  tabelnbe  ober  t^erfpcttenbe  «Rebe  k.; 
bie  @tirf)c(ei,  bag  <Sttd)eIn,  bie  ©ticbelrcbc:  flicf)e(ig,  Sm.,  flid^clnb, 
©tid^eleien  entbaltcnb;  bcr  Stlrf)Iing,  (anbfd^.  auc^  ©ti^crling,  -eg» 
9)?.  -e,  1)  eine  2frt  gelber  SSruftwcnjcl,  bie  gelbe  SSad^flel^c:  2)  mebte 
f leine  g'tfc^c  mit  ftadjeligen  glof[en,  in^bef.  eine  2rrt  ©tad^clbörfe  (nieberb. 
©tcfecting,  ©tef  cljt an g);  3)  ein  au6(anb.  ^flanjcngcfdjled)!  mit 
eiförmiger,  flad^eliger  j^rud^t  (sicyos  L.). 

<5ticf,  m.,  -eg,  2)?.  -c,  1.  nieberb.  f.  ©tid),  ^unft,   («einen  ©tiä 
U^tn  fönnen,  auc^  oberb.  f.  nidjt  bo6  ©eringjte;  ba^er  flidtbunfel,  =fin- 


1084  fti^en  —  ftieben 

ftec  :c.,  obcr>.  f.  ftocEbunfcl;  ügt.  ©tief));  i>\e  ©tlrfbeere,  nfebevb.  f.  ^taäjtU 
beere;  —  bec  ©tief  2.  obcrb.  f.  \ie'üe 'är\f)'6i)e ,  7ibi)anQ  (aud):  <Stiäj); 
jlicfer,  aStt).,  obcrb.  f.  itiil  (f.  b.);  —  ber  ©tiefe  ob.  ©tiefen,  9)?.  @ti* 
cfen,  ntcbcrb.  f.  <Bt\d)cl,  ©tänglein,  ©tift,  ©riffel  fj.  S5.  ©djrccferjttcfen, 
SfJe^cnflictcn  K.);  inöbef.  f.  ©trief nabel;  ber  ©ticfef,  -g,  9)?.  tt).  (5., 
(altb.  stichil,  »gl.  ©ticket  u.  ©tecfcn),  oberb.  f.  ^fToef,  fpi^cr  ^faf)l  (j. 
SB.  3aunjttcfe0;  ber  ©ticfeljaun,  f.  ©tedcnaaim. 

Ilicfen  1.  JicHof.  u.  jiet.  3m.,  (eerflärfcnbc  3f6(citung  Bon  fted^en:  ©ti(^e 
mit  ber  3tabcl  madjcn),  auf  einem  Beuge  ciüerlei  ?Jiguren  fün^Iid)  näben 
(mit  @arn,  mit  2BoUe,  mit  ©cibc,  mit  ©olb  JC.  — ;  wci^,  ob.  bunt  ftiden 
jc);  gicl.  etroaS  — ,  b.  i.  fttcfenb  t)erüorbrtn3en,  bilben  (j.  S5.  SStumcn, 
giguren  Jc);  mit  ©tirferet  yerfe^en  (ein  Äleib,  Suc^  k.;  eine  gcftidfte 
SBcfte);  —  3[e^.  bte  ©tief arbeit;  baes  ©tiefgarn,  bie  ©tief feite  k., 
tag  ©tiefgolb,  ^fl'lber;  ta^  ©ticft)cifcl^en,  eine  mit  einem  SQSiberljafen  »er^ 
fct)ene  grabet  ^u  einer  eigenen  3frt  ©ticfcrci  (fr.  Sambourir-'^label);  ba§  ©tidfj 
muf!ev,  f.  SO^ufier;  ber  ©tief rat)men ,  ein  »ierediger  «Raijmen,  in  wetd^en 
ber  ju  |li(Jcnbe  3cu9  gefpannt  wirb,  bie  ©ticftrommel  (fr.  Sambourin), 
wenn  er  flein  unb  runb  ift;  tai  ©tidPwerf,  gcftic!te  2frbeit;  ta^  ©tiefjeug, 
jum  ©tidcn  nöttjigeö  3(rbeitlgeiig;  —  2tbleit.  ber  ©tiefer,  -^,  bie  ©tiefe= 
rinn,  SO?,  -en,  wer  jliift,  b.  i.  bie  Äunft  ju  fticfen  t)erjle()t  u.  nugübt; 
bie  ©tieferei,  1)  o.  5)ä.  ba§  @ti(fen,  bie  .Äunft  ju  jMen  (bie  ©ticterei 
»erfte{)en);  2)  9)?. -en,  gefilmte  2(rbeit,  mit  ©tief erei  \3erfef)ene  @ad}en. 

jlti(fen  2.  ?iel.  u.  gicUof.  3»-  (9lebcnform  »on  jlcrfen,  f.  b.;  aUt).  stic- 
chan,  sticken  f.  jlopfcn),  1)  alt  u.  nod)  oberb.  f.  fiecfen,  b.  t.  befejligen, 
I)eften,  ftopfen,  u.  jieUoö:  feftft^en,  ()aften,  geftopft  fein,  firo^en  (bafjer 
cbcrb.  gcfticttüoll,  ftitfenoollf.  gcjfopft  ooU,  flro^enb);  nieberb.  oud) 
f.  anftcrfen,  entjünben  (fic^  jlicfen)  u.  gieitoö  f.  jünben,  j^euer  fangen 
(e§  tritt  nic^t  ftiden);  2)  gc».  j^icüoe  m.  fein,  bei  3(tf)em§  beraubt  wet- 
ben,  burc()  v^emmung  beö  2ftt)emg  fterben,  erfticfen  (er  ift  gcfticEt;  cor 
SRauc^  ?e.  jticten);  fettner  jiel.  (oberb.  aud)  jleden)  f.  ben  2tt^em  entjiiet)en, 
{)emmen,  (liefen  mad)en  (flictenber  Staud^,  25ampf  :c.) ;  —  3  fc  fe-  bag  ©ti(f* 
fteber ,  ber  ©tief fluf§,  ein  gieber,  gtufs  im  Äörper,  wobei  ber  Äranfe  erjlidt 
ob.  in  ©efatjr  ijl  ?u  erjlicttn ;  ber  ©tiefgrunb ,  @d)iff.  tfjonartigcr  5Keereö= 
grunb;  ber  ©tief t)uflen ,  ein  «lauften,  weld^cr  mit  ©rftiden  broi)t,  Äei4if)u« 
flen;  bie  ©tiefluft,  Saft,  in  »et^er  man  ju  erjiicten  in  ®tfat)r  ijl;  bef. 
5laturl.  eine  auö  ©titf|!off  unb  SBö'rmefloff  bcfte{)cnbe  Cuftart,  in  welcher 
?S?enfd&cn  unb  Sfjiere  augenbtidlid)  erflitfcn  u.  brennbare  Äörpcr  crlöfc^en, 
aud)  ©ti(fjloff(uft;  ber  ©tieffd^wamm,  nieberb.  f.  3ünb»,  gcucrfd^tramm ; 
ber  ©ticfwinb,  erfiirfcnbcr  Söinb;  b^e  ©tidflDUrj,  f.  ßaumübe,  u.  f. 
©djwarjwurjet,  weil  man  bcibe  für  ein  SOZittel  gegen  i>ai  ©rjlicten  in  gewif« 
fen  Äran!i)eit6fäUen  tjätt;  »oilbe  ©ticEwurj,  f.  ftcigenber  5tad^tf(featten, 
SBitterfüfj;  —  2tbleit.  f^icfig,  95».,  lanbfd».  f.  erfticfenb,  ben  2Ctl)em 
i^emmenb  (l^ictige  Cuft,  «^i^e  jc.);  jlirfejen,  gem.  fticffen,  jieUof.  3»-. 
oberb,  1)  f.  im  9?eben  anflogen,  flottern,  flocfen;  2)  f.  erftirfen,  wer* 
bumpfen,  moberig  riedjen. 

flieben,  3».  Mmt  3mpf.  ftob,  eonj.  flöbe:  SKro.  gejioben,  (tanbfd). 

OUC^   jlüben;   altb.  stiuban,   ^tioban,  stieben,  ^rä't.  stoup,  ^art.  gistoban, 

gestobeu;  JEBurjel  stiib;  bal)er:  ©taub,  ftaubcn,  flauben  ;c.  f.  b.),  1)  jiel* 


i!ief  —  etiefct  1085 

lo6  m.  fein,  in  feinm,  |laubaf)nlici)en  ^i)i\kn  aui  einanber  fafjren,  auf- 
fleigen,  ob.  nieb^rfaUeu  (bic  gunfcn  flfcben),  uncig.  üOcvf).  plö'^lid)  aui 
«Inanber  fal)r«n,  bavon  laufen,  auffliegen  jc.  (ein  J^aufcn  «DJcnfc^cn  jtiebt 
auö  einanber;  bie  9?cbf)üt)ner  ftiebcn  auf;  fpric^w.  ic^  »rei^  nic^t,  troljin  er  ge- 
ftoben  imb  geflogen  ifr);  m.  f)  aben,  unp.  eg  ftiebt,  b.  t.  e«  regnet  fein, 
f.  ü.  ip.  e«  jld'ubert  ob.  fiebert;  3ofq.  bie  '^elhi}üi)ncx  jlieben,  b.  i.  laffen 
ben  Äott)  fallen;  2)  jicl.  jltieben  machen,  ]C\^en  (j.  S.  eincn^Srupp  ob.  >?)au' 
fcn  ouSeinanber— ;  obcrb.  auc^  einen  —  ,  f.  jacicn);  ber  Stieber,  -g,  Sfft. 
w.  ©. ,  1)  3ag.  eine  '^(rt  3'i9b[)unbe,  aud)  ©Uiuber  (f.  b.);  2)  cberb.  f. 
(3taubfd)ttjamm  {f.  b.);  ■"{)  gem.  f.  ein  ®d)neüer  mit  bem  ?5inger,  gew. 
^tiibcr  (i- S.  ^tafenftüber);  ba^er  f^icbcrn  (ob.  fliibern),  jiel.  3»., 
gem.  einen  —  ,  b.  i.  if)m  9?afen)liibcr  geben. 

jlicf— ,  fSvo.  nur  alö  beftimmcnbeö  «lieb  oon  3fe(|-  gebräud)licl) ,  (altb. 
stiuf,  oberb.  ftief  u.  fleuf,  ntiberb.  fttcf;  fc^web.  styf;  altnorb.  siiupr.  an» 
gclf.  sieoj),  engl,  step;  —  baS  altb.  ^vo.  siiufas.,  ^rät.  stiiii'te.  beißt:  bc» 
rauben,  üerwaifen,  u.  ^6)dnt  üon  einem  cevlorencn  abfaut.  stiupan,  stiulan, 
^rdt.  stäup,  stnuf  2c.  abjuftammcn,  b.  i.  iimfliürjcn,  ausgießen,  ogl.  ba« 
altnorb.  steypa,  ergießen,  steypir.  2fbf)ang,  angclf.  steap,  engl,  steep,  jd^, 
abfc^iifftg.  u.  ©tauf  2.;  bie  SJcrraaifung  tväve  alfo  als  Umflür^ung  ob.  2Cu6; 
gießung  öorgojlcUt'?  ©tieffinb  aber  bebeutet  urfpr.  SBaife  (fo  baö  angelf. 
steopcild),  G  tiefüa  ter:  SBaifcnoatcr  K-,  u.  bie  S3eb.  f^at  fid)  bann  ern?et' 
tcrt  u.  ocrfc^öben),  nicf)t  edjt,  nicht  t>cUbürtig  ob.  leib(icf),  butd)  -Ömatl) 
jugebiacbt,  fc^on  feit  bcm  "Kltb.  nur  in  3fe^-  mit  Serwanbtfc^aftSnamen, 
al6:  ber  ©ticfbrutcr,  bie  ®tieff(i)n)c!ler,  ^tiefc|efd)n)ijlet,  nicfat  leib' 
li^e,  b.  i.  nidjt  Don  benfelben  Altern  er^eugte^cf(^iri|ler;  in  engerer  J8eb. 
jufommengebrac^tc  .Kinbcr,  bic  rocber  benfelben  SSater,  nod)  bicfclbe  5D2uttec 
{)aben,  fonbern  oon  frü()cr  fc^on  t)erbeiratl)et  geioefencn  ©atten  in  ii)u  ncuge» 
fc^loffinc  @l)e  mitgebradit  werben ,  »erfc^.  .^albgefdbwifler  (f.  b.);  ba^  ©tief^ 
finb,  ber  ©ttcffobn,  bie  ®ttcftod)ter,  ein  Äinb  jc.  in  SSerljdltnifö  ju  fei= 
nem  ©tiefuater  ob.  [einer  ©ticfmuttcr,  burcfc  ^cirati)  lu^ihracijtd  Äinb  auä 
anberer  @l;e;  bie  ©ticfälterlt,  buvc^  >!peiratl)  jugcbradjte,  nic^t  leibliche  2i;i« 
tcrn,  in  giücffidjt  auf  bie  ©tiefEinbcr,  inöbcf.  ber  Stiefvater,  bie  ©tief; 
muttcv,  entg.  bem  rcd)ten  ob.  leiblichen  93ater,  ber  redeten  jc.  SKutter;  ba  bie 
Stiefmütter  in  bem  9?ufe  jlcljcn,  it)rc  ©tieffinber  f)art  u.  licbtoS  ju  bel;anbeln, 
fo  wirb  ©ticfmuttcr  aud}  f.  ftrcnge,  lieblofe,  farge  ?OTutter  ob.  übcrl). 
Serpflcgcrinn ,  2(:uffel)irinn  ic.  gebraucht,  u.  |l:iefmütterlirf),  S?w.,  b.  i.  einer 
©tiefmutter  gemäß  ob.  eigen,  aud^  f.  liebloS,  farg  (j.  S3.  fic  bcfjanbelt  iljre 
Äinber  fricfmütterlid^ ;  bie  Statur  f;at  il)n  ftiefmüttcrlic^  au6geflattct,  u.  bgl.); 
ba^  Stiefmütterchen,  bag  breifarbige  Sßeilc^cn,  aud)  ©rcifattigfeitöblume, 
^ratßamfraut  K.  (viola  tri.  olor  L.;  —  uac^  3-  ®rimm  trugen  Iciblidic  ®e' 
fdjiriftcr  einfarbige  Äleibcr;  ©tiefc>crf)dltni(Tc  tjingcgen  würben  bur^  uerfc^ie» 
benfarbige,  bunte  JVleibung  angebeutet,  worauf  fid)  auc^  t>k  franj.  beau-pere, 
belle-mere,  belle-lille  jc.  be^iel)e!T;  baljer  bic  Benennung  ©ticfmüttert^en 
für  bicfe  auffaUcnb  bunte  SSlumc,  ital.  suocera  e  nuora,  b.  i.  ©c^wiegetmut^ 
tcr  u.  ©d^,wiegertod)ter,  genannt);  bec,  bie  (Stiefoern^antte:  bie  (Stiefocr« 
wanbtfd;aft  ob.  'freunbfd)aft:  baS  Sttefücrl)ä'ltnif§  k. 

©tiefet,  m.,  -g,  Wt.  Stiefel,  gew.  aber  weniger  r.  Stiefeln  (bef.  wenn 
ein  'Paar  bejei^net  wirb),  9Serfl.  \)H$  Sticfelctjen,  (altb.  stiful,  stival;  oberb. 


1086  ©tiefgefd^wijilei;  —  (^tkQ 

©tifel,  niebcrb.  ©teocr,  ^oU.  stefel,  [(i^web.  stöfwel;  Ual  stivale,  altfranj. 
estival;  mxttl.  lat.  stivale,  estivalc,  aestivale;  wai)v\<^.  unbeutf^ ,  f^WCrlt^ 
aUt  ®ommer  =  gu^bcS(ctbung  bebcutenb,  »te  man  au6  bec  gocm  aestivale 
fc^lie^cn  rcoUte;  c{)er  ijl  stivale  au6  bem  (at.  tibiale  oerberbt;  n.  "K.  oon  bem 
nicbcrb.  fttcf  ob.  ftif  f.  flctf,  f.  b.?),  1)  eine  geit>.  leberne  j^ufbefleibung, 
n)etci)e  jugleid)  einen  Sfjeil  beö  Seines  bebecft,  inbem  fie  bii  an  baS  Änie 
ob.  boc^  iiä  an  bic  SBabe  rci^t,  r>et\ö^.  (S^u(),  (ein  ^aar  ©tiefet  ob.  gew. 
©tiefein;  gi(i<,  ^eri=,  sReit=,  ^albftiefel  jc;  fteife  ©tiefcl,  becen  ©c^afte 
öon  fteifem  9itnb6ljber  finb;  bie  ©tiefet  pufeen,  an=,  auöjie^cn  u.;  fpani= 
f^e  ©tiefet,  f.  fpanif(^;  gem.  in  oecf^iebcnen  bunften  Stebenöarten ,  aU: 
einen  ob.  feinen  guten  ©tiefet  laufen,  arbeiten,  trinfen  k.  fönncn,  b.  i.  gut, 
»acEer,  tüchtig  laufen  k.  fönnen);  in  tt5titerer  2(nn)cnbung  ein  ftiefelaf)nltd)ec 
.töipec,  inöbcf.  ein  iral^enfocmigcS  S3ebä'itnifS ,  eine  diöhte,  bcf.  an  3Baf= 
fetüinjlen,  ©pri^cn,  Suftpumpen:  t)k  «Röt)re,  in  meld^er  bie  ^umpjlange  mit 
bem  Äolbcn  auf=  unb  nicbergcljt  (au^:  bie  ©tiefe lröt)re);  2)  (n)af)rfä). 
»on  ftief  f.  jlcif)  nicbcrb.  f.  ©tange  (Sot)nen  =  ,  (Srbf  enftiefet);  oberb. 
ein  5um  3;co(fnen  auf3efd)id)teter  Raufen  »on  Slad^ö,  Älee,  ©ctreibe 
jc;  —  3fe|.  bet  ©tiefelanjie^er,  ein  SBcrfjcug  jum  2fnjicl)cn  bcr  ®tk-- 
fet,  bejlctjenb  in  cifernen  v^afen  an  t)öljernen  ©riffcn ,  aud^:  ^tk]d^ki)iX, 
©tiefel^afen;  ta^  ©tiefelbvett,  ©c^uljm.  ein  na^  bem  Umrifö  eineg  SBeineö 
au6gcf^nittcncö  SBrett,  auf  welc^eö  bk  ©tiefelfdjäfte  gefpannt  werben;  bie 
©tiefelbürfite,  SSürjle  jur  Steinigung  ber  ©tiefet;  bec  ©tiefelfuß  ob.  -fd^Ull), 
bcr  Stjeil  beö  ©tiefclS,  welcher  ben  gu^  bebedt;  baö  ©tiefel^olj,  1)  ein 
aus  me()ren  Sf)cilen  gufammcngefe^teö  .i&olj,  auf  wctc^eö  bie  ©tiefet  beim 
^u^cn  gejogen  werben,  aud^  ©ttefelblocf,  -gefieU,  4eiflen  genannt;  2)  f. 
u.  (tiefein;  ber  ©tiefeltncdbt,  ein  gabctförmigeö  l)ötjerneö  aSerfjcug  jum 
2(u6jie^en  bcr  ©tiefet;  ba^  ©tiefelleber,  ju  ©tiefein  braud}bare6  Scber;  ber 
@tieft1mad)er ,  SScrfertiger  uon  ©tiefetn;  bie  ©ticfelmünbung ,  SBafferb. 
bie  fc^rag  gulaufcnbe  Öffnung  be6  ©tiefctö  an  einer  ©pri§cnröt)rc;  bie  ©tie^ 
felnonne,  ©pottnamcn  ber  !Regclfc^»cflern,  f.  b.;  ber  ©tiefdpu^er,  wer 
©tiefet  pu^t,  b.  i.  reinigt  ic;  bic  «Stiefelrö^re,  f.  o.  ©tiefet;  ber  ©tiefet 
fd^aft,  f.  ©c^aft;  bie  ©tief elfd)micre,  ^fd^wävje,  =n)ic^fe,  f.  ©c^micre, 
©d^wärje,  SBic^fe;  ber  (Sttefeln)irf)fer,  wer  bie  ©tiefet  wi(^fet;  —  "üh- 
leit.  bie  Stiefeletten,  o.  (S.  (mit  franj.  Snbung  gcbitbct;  altfranj.  estive- 
lettes),,  eine  über  bic  ©triimpfc  gezogene  u.  feft  gefnopftc  Supbefleibung 
t)on  Scinwanb,  Su(^  ic,  Jlnöpf=  ob.  Übcrjlrumpfe ,  gew.  .^amnfd)cn;  |^ie^ 
fein,  jicl.  u.  jietlof.  3w.  1)  mit  ©tiefein  uerfeben,  bcflciben  (bie  pöc, 
{lä)—;  gejlicfett  :c.);  jielloö  gem.,  bcf.  nicbcrb.  (jtcöetn)  f.  in  ©tiefcin 
einb«rgebcn,  u.  über!),  mit  gropen  @d)ritten,  bcf.  auf  fott)tgcm  ob.  bef(^wer= 
liebem  Sßcge  geben;  2)  jicl.  tanbfd).  f.  ftdngeln  ((grbfcn  Sobnen,  2c.;  babcr: 
©ticfcicrbfcn  f.  ©tdngcterbfcn  zc);  gifd^.  bie  SKünbung  einc6  ©cblcpp- 
factcö  burcb  ein  gu  beibcn  ©eiten  angcbrac^tcö  J^clj  (©tiefetbot  j)  fleif  unb 
offen  crbaltcn;  oberb.  (|lifeln)  f.  in  v^aufen  auffegen,  aufrid)ten  (gtacbö, 
Äteeic;  unc.fg.  on=  ob.  aufftifetn  f.  anregen,  aufreijen;  fid)  aufjtifcln 
f.  erboten). 

©ticfgefc^ujijlter,  -finb,  ^mutter,  ^fobn,  «todjter,  ^öatev  k.  f.  jtief. 

©tieg ,  m. ,  -  eö ,  9)?.  -  e ,  nieberb.  f.  ©teig  (f.  b.  unter  (leigcn  u.  tgl. 
©teg),  SuplPCö,  ^fab;  —  bie  ©tiege,  9?J.  -n,  (bef.  niebetb.  S^ebenfotm 


etiegel  —  ftier  108T 

Bon  Steige,  f.  b.;  bo^  quc^  mitttn^o^b.  stiege,  oberb.  bie  Stiegen),  1) 
eine  iJeiter  ob.  fct)ma[e  itreppe  (j.  S3.  ^ii()ncr|licge);  auä)  eine  '^rt  (Stad)«U 
fd)n<cfen  mit  erbabetun  Stippen;  2)  nicberb.  eine  3ol)l  «on  20  ©tiict,  obcrb. 
(Steige,  f.  b.  (eine  «Stiege  öier  jc);  —  iJic  @tic()ct,  9^.  -n,  (obeib. 
©tigel;  attb.  stigilla,  sti^ele;  angelf.  i>tigcl,  engt,  »tue;  ogt.  baß  nicberb. 
Steg  et),  oberb.  ein  @toct  ob.  erl)öl)eteS  SSrett,  an  einem  3aun  ange^ 
brad)t,  um  ben  Darüberfteigcnben  juc  »Stufe  ju  bienen  (bat)er  ftiget-- 
f)upf  en,  a'.ö  3«.  fdjcrjt).  f.  auf  bcm  ?anbc  »iet  ju  gu6  t)in  u.  i)ec  get;cn,  bef. 
»on  ben  J^ülfögciftlidjcn  gcfagt,  welche  in  SPaicra  fc^ei-jt).  © tigcltjupfet 
t)ii$en,  rcä^renb  In  Öflnid)  bie  jetjlreut  n)ot)nenben  l'anbteute  ob  ber  Qni  fo 
genannt  «erben);  tl)cni.  auc^  f.  Steg,  fd)ma(er  ^eg. 

©tiec^fl,  m.,  -6,  SiJ?.  w.  @.,  (cig.  St  ig  et,  9iebenform  »on  Stictet, 
Sterten  je.),  oberb.  u.  bef.  fdiroeij.  f.  "Pfabf,  Stob,  Stange;  bat)er  flle* 
gdn,  jict.  3w.,  fc^rccij.  f.  fläbeln,  pfäijUtt;  auc^  f.  frocfen,  ftottern; 
lanbfd).  f.  fledjen,  flören,  ((tiget>  ob.  ftirtelfi^en,  bair.  f.  mit  SBorten 
flic^fln). 

Stieglil^,  m.,  -e»,  5)?.  -e,  (mittell).  stigcliz,  stcgeliz;  oberb.  Stig» 
ti^;  tanbfc^.  aud^  Sti£t)li|,  Stcc^li^  K.;  wa()rfc^.  flaoifc^en  Urfprungö;  böfjm. 
stehlik,  po(n.  sz(zygiel),  ein  jum  gtnfengefd)led)t  geborenbec  tleinec  Sing? 
üoget  mit  fcfcarlac^rotber  Stirn  u.  Äet)le,  auit  ^ifrelfmf ,  jHotl)üogcl  2C. 

«Ätiel,  m.,  -e^,  iD?.  -e,  S3eiH.  bai  Stieidien,  (attb.  sitll,  oberb.  Stil, 
nicberb.  Steel;  angelf.  stela,  engl,  stele  u.  stale;  üon  einem  verlorenen  ab» 
laut.  3m.  siilan  ob.  siillan.  spcat.  stal  jc,  SBurAcl  stal;  ügl.  Statt,  flcUcn, 
Itill  2c.;  aud)  bie  griec^.  ainhi,  (jtv/.u^-.  tat.  stilus),  ctg.  ettraä  Ste{)enbeg, 
2(ufgetid)tete^,  ob.  ba^,  irorauf  etiva»  (^ei)t,  ba^er  alt  u.  lanbi'4).  f.  Sci'ule, 
Pfeiler;  inöbef.  bev  aufred)t  flebenbe  3;i)eil  ber  Q3eii?ä\tfc,  trc(d)cr  bie 
übrigen  Streite  trügt,  finnu.  Stengel  (f.  b.),  in  engerer  Seb.  lebod)  nur 
bie  türjeren  ''Pflan3ent()ei(e,  »r>eld}e,  oon  bem  Stamm,  3n)eig  ob.  Stengel 
ayöget)cnb,  bie  SölA'tter,  J8lüt(}en  u.  grüd)te  tragen,  (ber  Stiel  eineö  Slat= 
tc6,  '^pfelö,  einer  Äirfc^e  ic. ;  eine  SBlume  mit  langem  Stiele  :c.);  ferner  ber 
fid)  in  bie  2änge  erflrecfenbe  :i()eil  cine^  ^IBerfjeugeg,  bei  »üeldiem  man 
baöfelbe  fafft  u.  banbbabt,  finnü.  öriff,  ^eft,  (j.  35.  ber  Stiel  cineö  Se-- 
fenö,  .()ammer6,  SiJtcfTcre,  l'öffclö,  einer  2frt;  fpric^w.  einen  Stiel  ju  feiner 
"Uxt  fuc^en,  b.  i.  einen  SBoncanb  fuc^cn);  2(nat.  ein  bünncr  Z\)eil  am  Stimm» 
ri^enbcrtcl;  —  3f e§.  bie  Stlclbolbc,  eine  gcflielte  J)olbc;  ein  ftraui^artig 
loac^fenbcö  ^flanjengefc^ledjt  in  2Ctl)iopien  (Iiermas  depauperata  L.);  bie 
®ticlcid)c,  lanbfc^.  f.  Sommer»  ooer  SDlaflcic^e;  bie  StiettoraUc,  eine  3frt 
SternEorallen,  au6  bünbeüpeife  bcifammcn  flct)enbcn  Stielen  beftcljenb;  fticUo^, 
58>t>.,  feinen  Stiel  ^a'ocnb  (jlicüofe  ©eiuä'c^fe,  beren  33lättcr  le.  unmittelbar 
auö  ber  3i5urjel  Eommen);  jliclrunt,  S3ib.,  Staturf.  Icinglie^  mit  freieförmigen 
lCLucrburci^fd;nitten ;  ber  (SticllDUrm,  eine  JCrt  SD3ci^tf)iere ,  bie  einem  faben» 
förmigen  Stiele  mit  einem  Änöpfc^en  gleid^en;  —  "Kbicit.  ftielcn,  jiel. 
3»D.,  mit  einem  Stiele  üerfe{)en  (j.  S.  eine  W);  bef.  iai  gWrc.  geftielt  atä 
58u>.  (j.  33.  ein  geflieiteö  SSlatt  zc.);  (lielig,  23»r>.,  einen  Stiel  l}abenb,  gen?. 
nur  in  3fc^.  >rie  furj  =  ,  langfliclig  k. 

jltier,  33n).,  f.  o.  w.  |larr  (f.  b.),  jeboc^  nur  »on  bem  33lirtc:  flarrblirfenb 
mit  bem  ^{ebenbeginff  beö  roilben  u.  »erflörten  2(uöff^en6  (einen  jlier  anfetjen, 


108S  (Btiet  —  ftiften 

fttevc  Stide);  ftkun  1.   jteltof.  3w.,  tlamn,  b.  i.  f?icc  fef)en  ob.  blicfen 
(ügt.  anjltercn). 

©tier,  m.,  -e$,  3??. -c,  $8crf(.  ba^  <Stlcrd)cn,  (gotf).  stiurs,  altb. 
stior,  slier;  angcl)'.  steor.  styre,  engl,  steer,  junger  Oii)g;  oon  bec  SÜBurjel 
stur  =  Star,  j^arv  aufgerichtet,  f)0(]^,  grop,  baf)£r  a(tb.  stiur  f.  f)oc^;  stiuran, 
jlcuern,  f.  b.;  ogt.  aud)  ©tafjr  u.  ®tar!c  ob.  ©taffe  2.),  alt  u.  oberb.  übcr^, 
ein  junges  mannHd)eS  9?inb:  gen?,  ein  unüerfcbnitteneg,  jur  gortpflan 
jung  befiimmteS  manndd^eg  DiMnb,  >Öeerb;  cb.  3ud)tod)§,  nieberb.  S5ulle 
inebef.  ber  ivilbe  DdiS :  au*;  eincö  bcc  jirolf  ©ternbilbec  beS  2:t)ietfreifeg 
ranbfd).  f.  @td{)i-  ob.  Qi^ibbcr;  ber  friegenbc  ®tter,  ein  amerüan.  Äafer 
mit  ge{;örntem  S5ruftfliic£;  auc^  f.  ^irfi^fä'fcr:  —  3fc§.  ba^  ©tierfleifc^, 
bie  (gticrbnut,  ha§  ©ticrlcbev  jc:  ba^  ©tiergefedbt,  ein  Äampf  jroificn 
UÄenfdjcn  unb  »üben  ©tiercn,  eine  in  ©panien  üblid^e  9SotE6tufibar!eit ;  ber 
(5tted)ammcl ,  tan\>\6).  f.  ©tät)r,  ©c^afbocE;  ber  @tierbtrf(i) ,  ein  f)irf(^^ 
artigcö  Zi)kt ,  weites  gugtei^  einem  Odjfen  ätjVM ,  in  '^frifa  u,  2(:rabien, 
a\i<i):  ba6  ^irfc^tfjicr;  ba§  ©tterralb,  mannlic^eö  Sialh;  bei  (gtierod^S, 
lanbfd).  f.  ©ticr;  —  "KhUit  frieren  2.  3nj.  I)  jicHoä  m.  {)aben,  »on 
bcn  Äütjcn:  nad)  bem  ©tiere  »erlangen,  aud^:  rinbern;  2)  jiel.  oom  ©tiere: 
befrud)ten  (ber  3uc^tod^ö  ftiert  bie  Äul)):  (anbf^.  aud)  f.  fta()ren;  jüerig, 
SSm. ,  oberb.  f.  nad)  bem  «Stiere  »erlangenb  (bie  Äut)  ijt  {licrtg). 

<5tlft,  m.,  -e<J,  ^'W.  -e,  (altb.  der  steft,  auc^  daz  Stift  f.  2)orn,  ©tadbet; 
oberb.  ber  ©tift  u.  ©tcften,  ©tefjgen;  nieberb.  ©tift;  tt3af)rfc^.  au§  ©tid^t 
enfjl.  biirc^  Übergang  bcg  dj  in  f,  ogl.  ©i^ad^t  auö  ©c^aft,  9tid;te  neben 
Dteffe  2c. ;  alfo  oon  fred^en-,  ogl.  jcbo^  au^  bag  nieberb.  flippen,  oberb. 
flupfen),  überf).  ein  f (einer,  bünner  u.  langlidjer,  t)orn  jugcfpifetet 
Äörpct  (j.  SS.  ein  ©tift  jum  ©^reiben,  3eid^en|iift,  35rci=,  dioti)-^  ©d^icfcr=, 
©überftift  u.  bg(.  m.);  ingbef.  f leine  metallene  ob.  böljerne  ^Jägel  o()ne 
.Kopf,  itwai  bamit  m  bcfcfrigen;  et)em.  aud)  ber  Sorn  einer  ©c^nalle;  oberb. 
f.  i^fa{)l,  ^flod  (93i arii tieften  f.  @ren?pf(ocf;  3aunflcf ten  f.  3aun= 
pfaf)t,  ba{)er:  ein  ©teftenjaun);  ferner  bie  ,5arten,  nod^  in  ber  Jpaut 
flectenbcn  Äiele  ber  (5)ä'nfefebern  (oberb.  an&i  ©tuften);  awd^  ber  5Bur; 
jetflumpf  eines  abgebrod^enen  3al)ne§  im  fOlunbc:  —  3fe^.  bie  ©tift^ 
blumc,  ein  ^flanjcnp,cfd^ted;t  mit  Slumen  cfjnc  Äe(d^,  iiie  fe^ö  breiedige 
©taubfdben  I)aben,  ncn  bencn  brei  feinen  ©taubbeutel  tragen  (albuca  L.); 
bie  (£tiftfarbe,  trodcne  garbe  in  ©tiften  (fr.  ^afteU^garbe);  bQt)er  ba^ 
(Stiftcj.cmä(be,  bie  ©tiftmalevci,  (fr.  ^a|teU=®emälbe  jc):  au^  f.  ©tein«, 
ob;  ®taöjtift  =  $8ilbnerei  (fr.  SOtcfail);  baS  ©tiftlod^,  ein  für  ob.  burc^  einen 
©tift  gcmad^teS  Sod^ ,  inSbef.  SSud^br.  bie  burc^  bie  ©tifte  cb.  ©tad^eln  beS 
JDectcIö  im  9?a^men  an  ber  ^rcffe  in  bcn  S>ruclbogcn  gemadjten  Söc^er  (fr. 
g)uncturtöc^er);  —  ^fbleit  filftcrt  1.  aict.  3w.  mit  einem  «Stifte  ob.  mit 
©tiften  verfemen  (j.  fS.  ein  @ä)nüvb<mb);  liiftcln,  jicl.  3nj.  (oberb.  auc^ 
flefteln),  ju  fleinen  ©tiften  mad)cn,  in  fliftfömige  ©tücfe  fd)neiben 
(3i;pfc(,  s8?anbeln  jc);  mit  einem  ©tift  berühren  u.  jeiAnen,  punftiren. 

ftiftcn  2.  jiet.  3rc.,  (aith.  stiftan.  stiften,  ^rät.  stifte;  fc^njcb.  stifta; 
»on  bem  ücriorcnen  3w.  siiban,  jtii^en;  ijgt.  ©tab,  ftcif  u.  ba§  nieberb. 
flioen  f.  ftcifcn),  ubcrf).  feflflellen,  griinben,  errid)ten,  cf)cm.  auc^  f.  er; 
bauen;  gcro.  uneig.  etivaS  Saueinbcö  l)eroorbringen,  bleibenb  mad)en,  eins 
tidjten,  fejlfe^en  ob.  anocbnen  (j.  S3.  ein  Stcit^,  ein  @efc^,  eine  Sieligion, 


lüften  1069 

einen  gctertag,  eine  ©cfetlfc^aft  :c.  — ;  firf)  ein  ewigcß  3(nb(nfcn,  fcincö  9Ja- 
mcns  Wcbac^tnifö  ftiftcn  Jc);  in  cngircc  S3cb.  eine  Vdijlalt  (Stiftung) 
giünben  ob.  eiiuidjtcn  u.  bind)  bic  erforberlidvii  'i?)?ittel  bereu  S^ej^anb 
fid}eni  (eine  .üiiic^e,  ©c^utc,  ein  Älofter,  Ävantenljauö  u.  bcjl.;  aiic^:  fein 
öermögen,  öelb  k.  ju  etroaö  — ,  b.  t.  für  immer  bcftimmen,  Qu6fe^en); 
in  weiterer  Seb.  f.  vcranjlalteii  ob.  üeranlaffcii ,  bciriiten,  tfjun,  aiuid)tcn 
(j.  S.  Sr'^»"^f'^'>ft  "li^  3emanb  — ,  gritben,  einen  S3er3lei4,  eine  JQtivati)—; 
Diel  ©Ute«,  9Jutscn— ;  Söfeö,  Unreif,  ©djaben,  2<:ufru1)r  jc.  fliftcn;  ugl. 
anjtiften);  ult  u.  oberb.  a\ii)  f.  erbid)ten,  evliigen  (j.  25.  geftifte  SBorte); 
nieberb.  f.  einen  Boitpuntt  5U  etivaö  beflimmen,  fefifeljen  (j.  SB.  »rir  »tcUen 
eö  auf  bcn  ©onntag  ftiften) ;  alt  u.  obevb.  in  btftimmterer  S3eb.  einen  mit 
ttwai  jliften  (ob.  -befliften)  f.  i()n  bamit  begaben,  oerfe^en,  abloljncn; 
einen  auf  ein  öut  — ,  b.  i.  il;n  in  ben  ®enufö  beßfelben  al6  ^a^tcr  ob.  SD?ietf)cr 
einfe^en;  ein  (^3ut  mit  ^perfonen— ,  b.  i.  eö  if)nen  in  ^ac^t  geben,  terpac^- 
ten;  ein  &üt,  eine  ^Bchnung  2C.  — ,  b.  i.  in  ^acfet  ntljmen,  mict()en;  auc^ 
jliften  f.  bie  ^ac^tgebiifjr  entrichten;  —  bie  »Stift,  SJ?.  -e,  alt  u.  oberb. 
1)  f.  baS  ©tift  (f.  u.);  •!)  bie  (btiftiing,  (5rrid)tun5,  in^bcf.  f.  bie  ^ep 
flelUing  eineg  23er()a'ltniffcg ,  bcf.  etneö  "Padnüertrageö;  auc^  bcr  jur  2i;n= 
orbnung  ber  ^pac^tocrfjaltniffe,  Sinnal)me  be6  ^ad)t^infcö  jc.  anberaumte  Sag; 
t>a^  ^ad)ti>er()v\'[tnif5  felbfl,  ber  ^ad)t,  bie  5)?tct()e;  bie  ^ad)t9ebü[)v, 
ber  5?iiet()5in§;  —  ba6  ©tift,  -e6,  3J?.  -e  u.  gen?,  -er,  (altb.  gem.  dii» 
Stift,  and)  «ler  Stift  u.  <laz  gestifte,  ©cftift),  überf).  etivaö  (55eftiftete5,  &e: 
griinbete'?,  (JingeiidUeteä;  batjer  ebtm.  f.  ©ebäube,  Inbegriff  »on  @ebäu= 
ben,  «?rtf^aft;  S5unb ,  SSiiubnifg  (bibl.  bie  ^abc  beö  ©tifteö,  f.  r».  «t.  ^Bm- 
beßlabe);  inöbcf.  eine  511  einem  gemeinnüfeigen,  mol)itfjatigcn,  »orncl^mlie^ 
gotteebienftlic^en  3»vecfe  gefliftetc  3fn(la(t  mit  bcn  baju  gcljörigcn  ©ebä'uben, 
©iitern,  ^erfoncn  jc.  (j.  S5.  ein  2frmcn=,  JCranEtnilift  jc;  ein  3>omftift  (f.  b.), 
<^o(^=  ob.  ©rjftift,  b.  t.  erjbigtljum) ;  auc^  eine  ju  einer  foldjen  2(nj}alt 
für  immer  aii^gefe^ue  ©elbfumme:  3fe|.  baS  Stiftsamt,  ein  2(mt  bd 
einem  Stifte,  eine  ^friinbc;  au6)  ein  einem  Stifte  gil)örcnbeg,  ob.  au6  bcn 
©ütern  eince  eljemal.  Stiftcö  errichtetet  Jtammcramt;  ber  ©tiftävimtmann, 
2l'mtmann  auf  einem  fold^en  Äammeramte;  ber  vSttftäbvicf,  Urfunbc,  bie 
@ered)tfame  u.  3(ngetcgcnl)citen  cincö  ©tiftcß  betrcffenb;  bie  ^tiftofvau  ob. 
.'tarne,  «OZitglicb  eineä  grauenjlifteö  (fr.  Äanoniffinn) ;  bag  *Sti|te'fi\Ullcin, 
gräulein,  welche  in  einem  eoangclifc^cn  Stifte  erlogen  werben;  b([^  *2tift§:^ 
gebaute,  -gebiet,  =()aug  k.;  ber  ©tift^genofö,  baS  StiftSgüet,  g}?it= 
glieb  eineö  Stiftee  (fr.  ßonocntual);  ber  *Stift§l)err,  «BZitglieb  einc6  2>om- 
flifteS,  Somf)err  (fr.  ©anonicus);  bie  @tiftol)üttc,  bei  bcn  alten  Subcn  baS 
bewegliche  ©ebaubc  ob.  3clt,  in  wcldjem  bie  S5unbc6labc  ftanb;  ber  Stifte? 
tanjler,  cljem.  ber  JCanjler  ob.  2Sorftcl;cr  ber  ^tift-ovegievung,  b.  t.  ber 
<)lcgicrungSbct)örbc  cineö  ju  einem  ctjcmal.  Stifte  gel)örenben  CanbeebcjirEcö; 
bie  i2tit>ofird)e,  Äirc^e  eincö  Stiftes  (fv.  SoUegiat'Äir^e)  j.  U.  ».  einer 
bifdiöfli^cn  ob.  Ä'atljebralür^e:  ftiftöniäpig,  S8it>.,  fäfjig  in  ein  abeligcS 
Stift  aufgenommen  ju  werben ;  bie  »StiftSptai^'^»-'»  -'pfninbe,  Pfarre,  ^friin^ 
be,  wcl(ie  dn  Stift  jm  üergcben  l)at;  ber  Stiftöpfavrev,  =prei?iger,  «Pfarrer 
an  einem  Stifte  ob.  einer  Stifts!ird)e;  bie  Stift^fd)U(e,  ju  einem  Stifte 
gc()örenbe,  ob.  auö  ben  ©iitern  eineö  cljemal.  Sfifteö  gcgriinbete  S^ule;  bec 

^Stiftöflant,  Üanbftcinbe  ci^i  bem  JBejirfe  cineö  Stifteö  ob.  a5i6t()um6;  bie 
* 
^eyfe'ö  J&anbwöttcv^.  \>.  bcutf^cu  ©pr.  2.  Sfjtil.  00 


1090  m 

<gtiftöf!eüe,  ©teüe  in  einem  «Stifte,  ®ömf)ettnfteUc  (fr.  (Janonicat);  ble 
©tiftgjlube,  aSerfammlungSflubc  bev  ®tift6{)erren  (fr.  eapite('@tut>e) ;  biv 
©tiftätag,  aScrfammlungStag  ber  ©ttftsflänbe ;  bie  (Stift§tt)0{)nun9,  fSioi}- 
nuna  in  einem  ©tiftggcbäubc,  aü<i}  f.  ©tift6t)au6  (fr.  Sude);  —  "Kbliit. 
üon  ©tift:  fliftifrf),  SB».,  einem  «Stifte  ge()orenb  (fliftifj^e  ©ütcr,  Un' 
tcrt^ancn  3c.);  —  2(ble it.  B.  jtiften:  bec  Stifter,  -6,  Wl.  vo.  6.,  bie 
©tifterinn,  50?.  -en,  roer  ctwai  ftiftet  ob.  gejiiftet  f)at  (j.  95.  ber  Stif- 
ter eines  Ätojterö,  einer  ©d^ute,  Scicbene=,  (ät)cjlifter  jc);  bie  ©tiftung, 
SÜl.  -en,  1)  ba§  ©tiften,  bie  (^runbung,  (jrncl)tun9  2C.  (j.  58.  einer 
«Sd^ute,  einer  gtetigicn  u.);  2)  ba5  ©eftiftete,  bie  gefiiftete  2(nfla(t,  baö 
©tift  (j.  S3.  eine  mitbe  Stiftung,  eine  Stiftung  für  2(rme,  Äran!e  u.);  ba? 
{)er:  ber  ©tiftungöbrief,  bie  ©tiftungöurfunbe;  iia^  ©tlftungöfejl; 
bag  ©tlftungöjat)!',  ber  ©tiftungätag,  bie  ©tiftungöjeit  ic. 

\tiü  ob.  fülle,  S3ro.,  (alt^od^b.  alö  SS»,  stilli,  al6  9hD.  stillo;  mittel^, 
stille;  im  Oberb.  wirb  mä)  t)öufig  bai  ^vo.  jtille  oon  bem  S5»d.  flill  untere 
f(!^ieben;  niebcrb.  ftill,  u.  bef.  als  ^w.  jlillfen;  angetf.  u.  engl,  still;  f^wjcb. 
stilla;  oon  ber  2Burjel  stal,  fcjljtei)en,  weld^e  n)af)rfd).  urfpr.  ein  abtaut.  3k>. 
stillan,  stal,  stullun  jc.  bilbete;  t>gl.  Stall,  ftellen  u.),  1)  ohne  SSewegung, 
beiüegunggloö,  finnt».  rul)i9  (jtill  fie{)cn,  fi^en,  liegen;  mit  einem  SBagen  2C. 
jlitl  l)alten;  einem  jtill  l)altcn,  b.  i.  fi(^  unter  bcffen  Jpanben  nid^t  rüljren;  bei 
itvoai  jtiU  ftef)en,  b.  i.  babei  ocrweitcn,  anl)ültcn;  jlille  Cuft,  jliUeö  SßJettcr 
IC,  fprid^n).  jiille  SBaffcr  finb  tief,  b.  i.  fi^einbar  rut)tge,  gelaffene  SOienfd^en 
finb  oft  innerlich  bewegt,  ob.  »crbergen  :^cimlic^c  ^läne);  au^  o()ne  f)<ftige 
SSeroegung,  oerf)dltntfgmdfig  \t»enig  beivegt  (baö  9Keer  «jarb  ftiU;  bas 
ftille  SJicer,  &^.  ber  grofen  Sübfee);  2)  ebne  imt,  vöilig  (autloö,  »erfc^. 
letfe,  fa^tc,  (ftttl  fein,  f.  e.  w.  fc^njeigcn;  bur^  SDSortüberflufS  au^  gew.  flill 
fd^weigen,  b.  i.  nid^t  fpred^en,  ob.  aufl)ören  ju  fpred^en;  »on  ttwai — ,  gu 
etwaö  j!itl  fc^weigcn,  f.  fc^meigen;  jlill!  b.  i.  fei  ob.  fcib  jlill!  alö  Sd()weigen 
gebietenber  2(uSruf);  au^l  mit  t)er()dltnifömdfig  fd)trad)em  2aut,  o^ne  @e= 
rdufd),  geraufcf)io^ ,  finn».  (eife,  fadjte,  (bie  ftille  9{ad^r;  bie  jlille  Sßo^e, 
ber  ftille  greitag,  f.  (5l)arn>o^e,  ef)arfreitag ;  eine  jlille  SJJeffe  ob. 
Stillmcffe,  fat{)ol.  gWeffe,  bie  bto^  gelcfen  wirb,  ol)ne  SRufiE;  jlill e 
3agb,  bie  blof  mit  9le^en,  Solingen  jc.  getrieben  wirb;  eine  ftille  9Bo{)= 
nung,  u.  bgl.  m.);  inSbef.  »on  @mpfinbungen ,  ®em.iitbßbewegungen  2C.  fid) 
nld)t  in  SBorten  ob.  nnbecn  lauten  3etd)en  auf ernb ,  nid)t  laut  wevbenb 
(ein  jliUcS  ®ihtt;  jliUe  greube,  ftiUer  .Kummer,  fülle  SBünfc^e;  jliU  weinenb, 
ftill  entjüdtt  2C.;  c6  ijl  je^t  ganj  jtill  baoon,  b.  i.  man  Ijört  ntd)t  mel)r  ba»on 
reben;  aud^:  im  Stillen,  als  9Jw.,  j.  S3.  fid^  im  Stillen  freuen,  tjarmen 
jc);  [eibenfdiaflSlog,  ru^ig,  gelaffen  (ein  fiiller  fOlenfd^,  ein  ftilleS  ®emütf); 
bie  Stillen  im  e an be,  S3enennung  einer  gjeligionSpartei,  beren  SOiitglieber 
fi4!  ber  ©emiit^Srulje  befleißigen);  l)eimlid),  oeiborgen,  eingejogen,  (baS 
jtille  ©crid^t,  ei)em.  f.  ü.  w.  baS  l)eimli(^e  ob.  ge(>m=®eri(^t,  f.  b.;  ein 
jiillcs  geben  fül)ren;  im  Stillen,  auc^  f.  Ijeimlic^,  im  Verborgenen ;_  — 
3fe§.  bie  ©tillflote,  ein  Orgel^glötenjug  t»on  fanftem  STone;  |!illl)eiter, 
SBw.,  ftill  unb  Reiter  jugleid^,  im  StiUen  l)eiter;  baö  ©tilllebcn,  ein  jtiUeS, 
fricblid)es,  gcrdufd^lofcS  geben  in  einfa^er  J^ä'uSlid^feit,  u.  bie  üinjtlerifd^e 
Sd^ilberung  eines  foli^en;  SRal.  inSbef.  bie  SOarftellung  leblofcr  ®egenpnbe, 
als  tobter  2l)iere,  j.  S5.  SBilbbret,  ©cfliigel  jc,  ®efd^irr  u.  ^auSratt),  aud^ 


ettlt  —  (Stimme  1091 

roo^l  grüd^tc  u.  23(umcn;  bag  (Bt\Uxeö)t,  ctjem.  f.  i)iimüi)t  ©ifeung  emcg 
peinlichen  (getiefte,  cntg.  Dffcnrccbt:  ftillfc^tDcicien,  3w.,  beffic  getrennt: 
[liU  fd)tt?ei9en  (f.  o.);  aber:  fiiUfc^rüciflcnb,  ali  SSw.  u.  9{n?.,  b.  i.  fid) 
niti)t  laut  Quficrnb,  ob.  nic^t  taut  giäu^ert,  nidjt  auöbvüctlid)  ob.  förmlich  au6- 
gefprodjcn  (j.  S.  ctttaö  fliufc^tpcicicnb  gut  Ijci^cn;  ein  ftiUfc^tpeigenber  S3er- 
trag,  eine  ftiUfc^rccigcnbc  SBcbingung  k.);  baö  <2tiUf(^wcigcn,  -6,  bae 
©c^roeigen,  bic  mangcinbc  2(uptrung  ob.  g)?itt()citung  (ein  ticfiß  ©tiUfdjiPeigcn 
beobadjten;  ttwai  mit  ®tiUfd)wcigcn  iibcrgeticn;  baS  ©titlfc^mcigen  bredjcn, 
f.  brechen);  ber  ©tillftanb,  baß  (Stiaf!cf)cn ,  23cnüeilcn,  bae  2(uf()örcn  ob. 
bie  Unterbrechung  einer  ffletttegung,  Sfjatigtctt  ob.  eintß  3ujlanbeS  (ber  (StiU- 
ftanb  ber  ©onne  ic,  beö  2Ba|Terö;  —  ber  ©efc^ciftc,  einer  JtranEbcit,  ber 
geinbfeligfeiten,  f.  5DSaffcnfltUftanb);  ber  ©tlUwäc^tcr,  lanbfc^.  f. 
9?a^t»üäc^ter;  —  2£b(eit.  bie  ©tiUc,  o.  «Dl.,  (attb.  stilli,  stille,  u.  stil- 
liua;  oberb.  bic  ©tili,  ©tiUe  u.  ©tillen),  bag  ©tilJfoin,  in  allen  S5eb.  oon 
fliU,  ber  3uftiinb  ber  9tul)e,  l'out-,  ®eräufd)j,  ©ffd)aftö'i  2eibcnfd)aft«= 
loftgfeit  (j.  83.  bie  ©tiUc  bcö  5Keered,  ber  8uft,  ber  S«ac^t,  beö  ©rabefi, 
®inbftiUc  2C.;  bic  ©tillc  ber  ©celc  ob.  beß  ®cnuitl)6;  ti  l)crrfd)t  je^t  grofc 
©tiUc  im  J^anbcl;  ©d)iff.  aud)  f.  flillcö  2Bctter,  (liUe  ©ce;  in  ber  ©tille, 
b.  i.  ot)ne  G!5cräufd^,  hcimlidj  y  im  Verborgenen);  fllUen,  ^\v.  1)  jiel.  (altb. 

stilliun,    gistilliau,    f^istillaii;   stillen,  gestillen;    fc^MJCO.  stilla),  fttU  niadKll, 

inöbef.  bie  SSetvegung  einer  @ad)e  {jemmen,  jum  ©tiUjlanb  bringen  (ba» 
ffilut,  baö  «OTcer  ic);  feltner:  ben  ?aut  unterbrücfen,  jum  @ct)ivei3en  brin- 
gen (oberb.  einen  ©c^iüä^er);  gew.  einer  Übä'tigfeit,  Unrufje,  Gmpfin- 
bung,  S3egierbe  k.  ein  6nbe  mad)en,  fie  auft)6ren  mad)en,  finn».  be- 
ruhigen,  befriebigcn,  bampfen  (einen  2[ufrul)r— ;  bic  ©c^mcrjen,  feinen 
.junger,  35urft,  ein  SSerlangen,  eine  Segicrbc,  feine  9icugicr  k. — );  in  en= 
gercc  SBcb.  ein  .Kinb  — ,  f.  fangen,  tuvä)  Darreichung  ber  S3rufl  ncil)ren  (j. 
S.  eine  flitlenbe  SOiutter,  "Kmirn;  auö):  bic  ©tillammc  f.  ©äugammc); 
2)  jiclloS  m.  l)  ab cn  (altb.  gistiilen  u.  gistillon.  auä)  stlUan,  stillen),  alt 
u.  oberb.  f.  fliU  werben,  aufl^ören,  fid)  beruljigen,  (nod^  ©ci)iff.  baö  SSSetter, 
bic  ®ee  ftiut);  ber  ©tiUer,  -6,  bie  ©tillerinn,  njer  tumi  fliüt  (j.  95. 
ber  ©c^laf,  ber  ©tiller  alleg  .Kummers);  bie  ©tiUung,  baö  ©tiUen  (j.  SB. 
beö  S3luteS,  ber  ©c^merjen,  beS  ^ungerö  Jc);  bag  ©tillung^mlttel  k. 

»ötilt,  m.,  -e^,  9}?.  -e  (ogl.  ©tcljc),  nicberb.,  ein  langer  üon  einem 
Sölocfe  (^erunterge^enber  @tiel;  ber  gliigel  uom  j5«bett>ief);  ber  2!t)eil  be5 
<Sd)infeng,  roo  er  anfangt,  fleifd)ig  ju  «werben;  ber  ©tiltenblocf,  ein 
mit  ©titten  ocrfef)cncc  fernerer  .^anbblocE. 

©tinime,  \v.,  ^.  -n,  aScrEl.  i>ci^  @timmd)en,   oberb,  ©timmlein, 

(gotlj.  stibna,  altljod^b.  stimna,  stinima,  mittctl).  stimbe,  stimne,  stimme; 
oberb.  ©timm;  altfäc^f.  stemna,  nicberb.  ©tcmmc;  fc^meb.  stämma;  angelf. 
stefii,  f(^ott.  Steven;  oon  bcr  SBurjcl  Stab,  stiban,  ftü|en;  ügl.  ©tab, 
©tamm,  ftemmen,  ftumm;  alfo  bie  JCraft  fclbjttljätiger  Cauterjeugung,  als 
©temmung  ob.  Srud  bcr  f)croorbringenbcn  Drganc  betradjtct;  ogl.  beflim- 
mcn,  b.  i.  feftfe^cn,  befräftigcn) ,  1)  baS  2}ermögen  felbfttl^atigcr  2aut- 
(Srjeugung  burd)  bie  2ungen,  bei  SÄcnfc^en  unb  a;t)ieren  (bic  ©timmc  bcö 
8ött»en,  ber  öögel;  bic  ^i^ijc  baben  feine  ©timmc;  eine  flarfe,  fc^mac^e,  feine, 
grobe,  raul)c,  t)cUe  K.  ©timme  Ijaben);  in  engerer  S3cb.  bie  Stimme  beS 
5!??enfd)en  u.  beren  eigent^iimlidje  23efd)offent)eit  (feine  ©timme  evt)eb«n, 

09* 


1092  (Stimme 

»ecanbern,  wci'jlcUen  u.;  3tmanb  oii  bei-  ©timme  «fcnncn;  vnll.  ia6  ©ttmrn- 

ä)cn  f.  eine  fdjnja^c  gJZcnfd^cnflimmc),  mßbcf.  ()tnftrf)t(id)  ihrer  Slauglic^feit 
jum  ©efange  (eine  gute,  [c^önc  (Stimme  i)abcr\;  feine  ©ttmme  i^aben;  bic 
Stimme  oerlteccn  ic);  aud^  bie  ücirci)tcbencn  Wirten  ber  (Stngflimme  in 
2Cnfel)un9  bec  Jpö^c  u.  Stcfc  ber  3;öne  ob.  beö  ^[on'UmfQngeö  (j.  35.  ein 
©efang  für  jiret  — ,  für  üicr  ©ttmmcn;  bk  erfte  ob.  ^aupt=(Stimme  j.  U.  »on 
bell  begfeitcnbeu  ©timmcn;  bie  jraeite,  britte,  »tertc  ©timme  fingen);  2)  in 
lüciterer  SScb.  üud)  ber  Saut,  ©chaii,  ^lano,  leblofer  S^inge,  bcf.  bic^t. 
(bie  ©timme  beö  Sonnerä,  einer  ^ofaune,  ber  ©(ocEen  ic);  uneig.  ber  (5tns 
brucf  ob.  bie  5Birfung,  bie  ein  (^iegenflanb  auf  unfer  &tfühl  ob.  ßrfennt^ 
nif^oermogen  t)erüorbrin9t,  gteid^f.  bic  livt  u.  SBeife,  \vk  bcrfelbt  fid^  uns  ju 
erfennen  gitbt  ob.  äußert  (j.  S3.  bic  ©timme  ber  Statur,  beS  Jpcrjenß,  beö 
©ejDiJTcnö,  ber  93ernunft,  ber  Sßaijrijeit  zc);  -i)  ba6  ben  Saut  ob.  Son 
t)ert)orbrinäenbe  ob.  beflinimenbe  ^JSerf^nig,  iniOtf.  in  ben  Orgeln  bic  ju» 
fammcngcl)örenbcn  pfeifen,  weld)e  eine  befonberc  3frt  pon  SÖncn  {)erüorbrin= 
gen,  baö  Slegijler  (f.  b.))  ber  3ug  (alte  ©timmen  ber  Orgel  ?icf)cn;  bie 
SKcnfc^enflimme  Jc):  in  ben  ©eigen:  ein  aufgeric^teteä  ^öljd^en  unter  bem 
©tcge,  melc^eö  ben  ©(^allboben  trägt:  an  ben  Raufen:  ber  Aridster  über  bem 
runben  2o^e  im  ^auEenfefTcl;  oberb.  baö  ©timmtcin,  f.  eine  !leine  ^u1)' 
fc^elle;  4)  tvaö  oon  einer  ©ingflimme  oi.  einem  Somverf^euge  t)or9etra= 
gen  ivivb,  ber  2(ntt)eil  jeber  ücrfdjiebcncn  ©timmc  an  einem  noUftanbigcn 
SfJJuftf jtücJe ,  u.  bk  für  biefelbc  gefegten  u.  gef(^riebencn  Slotcn  (bic  ©timmea 
auäfe^en,  üu§[d)rciben,  uertljcilen  jc);  o)  bie  burd)  5ißorte  ob.  ^'Jtdjen  aii^^ 
gebrucfte  S)?einung  ob.  ba§  Urtl)eil  einer  ^erfon,  bcf.  hü  ber  S5crat{)f(^la= ' 
(<ung  S)Icl)rer  über  einen  ©cgenjlanb,  bei  aBal)ien  u.  bgl.  (fr.  SSotum;  feine 
©timmc  abgeben;  bic  ©timmen  fammeln;  bie  ©timmen  »tjaren  getl;eilt;  bk 
^ii)xi)iit  ber  ©timmen  war  gegen  ben  SSorfdjlag  u.))  inöbef.  eine  beifällige, 
bejaljenbe  «Stimme,  3ujlimmung  (einem  feine  ©timmc  geben;  er  l}atte  alle 
©timmen);  auä)  ba^  d\c6)t  ber  9)?einungöaupcrung  ob.  ©timmgebung, 
\>a^  @timmrerf)t  (eine  ©timmc  bei  einer  ^ad)c  l;aben;  ©ife  unb  ©timmc  im 
9{atl)e,  in  einer  S3cl)örbc  jc.  t)aben);  —  3fe^.  mit  ©timm-:  ber  ©timm-- 
geber,  mx  feine  ©timmc  (5)  abgicbt  (fr.  Sotant);  bie  iStimmgcbung,  'üb- 
gebung  ber  ©timme  (fr.  23otirung);  baS  ©timmljolj  ob.  ;l)ü(5d)en,  in  ben 
©eigen  f.  u.  w.  bic  ©timmc  3);  ber  ©timmlaut,  f.  v.  w.  ©elbftlaut,  f.  b. 
(fr.  SSocal);,  ber  ©timmncrü,  2fnat.  ein  bid)t  unter  bem  3ungcnf^lunbncr= 
wen  entfpringenber  9lcrü;  bic  ©tlmmvil^e,  eine  fdjmale  Öffnung  jiüifc^en  ben 
betbcn  ©timmvi^cnbanbcvn  in  ber  Suftröljrc,  Suftrölirenfpalt  (fr.  ©lottig); 
ber  ©timmvi^enbecfel,  ein  platter,  bünntr  Änorpel  bi^t  üor  ber  ©timm= 
ri^e,  Äeljlbedel  (fr.  (Jpiglottiö) ;  —  mit  ©timmcn=:  ba^  ©ttmmcnbud), 
SBu(^,  in  irelc^em  bic  fcimmtlic^en  ©timmen  (4)  cineö  ?Otufifftucte§  jufammcn-- 
gefteltt  finb  (fr.  Partitur):  bie  ©timmcnmcl)rl)Ctt,  Wii)xi)iit  ber  ©timmen 
(f))  für,  ober  wiöcr  eine  ©ac^e  (fr.  SJJajoritat);  entg.  bie  ©tlmmenminbet' 
l^elt  (fr.  soiinoritä't) ;  bie  ©tlmmcnfammlun.q,  (Stimmenprüfung  ob. 
=  untcrfud)ung  (fr.  ©crutinium),  @ttmmcn5äl)Iung,  ©ammtung,  ^rü= 
fung  u.  3al)lung  ber  ©timmen  (5);  • —  5(blcit.  flimmig,  93w.,  Stimme 
{)abenb,  nur  in  ben  3fe6.  ein=,  gwei=,  brei=,  üier=,  üoUftimmig  jc;  —  jlim^ 
tuen,  3w-  (nieberb.  jlcmmen;  angelf.  stefni-m,  bän.  .sievne,  fd^web.  stamma 
f.  einen  beftellen,  laben)  1)  jielloö  m.  {)aben,  cig.  feine  Stimme  t)ören 


(Stingel  —  flinfcn  1003 

foffen  (oUb.  f.  rufen),  (\c\v.  c'mtn  Zon  von  ftcf)  geb^n,  u.  ^»ar  inebef.  b<n 
gleichen,  cb.  aiicjemcffcncn ,  paffenbcn  J'cn ,  von  bcr  ©in^flimmc  ii.  rcn 
Sontöcitjcugtn  (g.  58.  btc  öcigc  flimmt  nidjt  jii  bcm  Älaüict;  mit  ciiianbcr 
ob.  in  benfclben  2on  ftimmcn);  batjcr  uneig.  ba^  gehörige  23erbä'ltnifö  }U  an- 
anber  ()abcn,  paffen,  angeme)Jen  fein,  ficf)  fdiicten  (j.  58.  feine  Sieben  flim^ 
men  nic^t  ju  feinen  «^anblungen;  oUeö  Sinjelnc  (timmt  l)ier  ?um  (SJonjcn; 
aucl):  mit  etit»ai3  ftimmen;  baö  flimmt  nic^t,  b.  i.  pafft  nic^t;  ogl.  über^ 
rin=  u.  i^ufammen ftimmen);  ferner  feine  (Stimme,  b.  i.  feine  TÜ^einung, 
fein  llrtheil  über  eine  ©aclie  unter  9)?cf)ren  obgeben  (über  eine  ©ac^c,  bafiir, 
ober  baroiber  ftimmen;  c6  ift  nod)  nic^t  giftimmt  rcorbcn;  für  ob.  roiber 
ctwaß  — ,  aud)  übeti).  f.  fi(^  bafur  ob.  bagegcn  er!lä'ren,  f.  b.):  -)  jicl-  mtuten, 
bof«  ctroaö  flimmt,  b.  i.  bie  2öne  in  ben  gefjörtgen  23erf)a'Uniffen  ongiebt 
(ein  Slonwerfjeug,  j.  SB.  eine  öcige,  ein  Älarier  k.  — );  uneig.  eine  (Sad}C 
cb.  ^erfon  in  bic  gef)örige,  ju  einem  beflimmten  ^wed  erfcrberlicbe,  ob. 
iiberf).  in  eine  gen?iffe  SSerfaffung  fe^en  (einen  ju  (tmai  ftimmen;  ii}n  für 
ctxvcii  ftimmen,  b.  i.  bafür  empfänglich  machen,  cinnebmen,  acrcinnen;  ju 
ettuaö  gefttmmt  fein,  finno.  geneigt,  aufgelegt;  gleich  geftimmtc  ©eelen  ob. 
©emütljer;  gut,  übel,  f^leci^t,  Ijeiter,  trübe  geftimmt  fein,  b.  i.  in  ber 
beieid)neten  ©emütböoerfaffung) ;  einen  ob.  ettra^  — ,  altb.  f.  benennen, 
befpre^en,  beftimmen;  oberb.  auc^  f.  ibn  jum  93eften  tjaben,  aufjiefjen,  if)m 
etwas  weiß  mad^en;  —  3fc(!.  oon  ftimmen:  flimmbctci^tigt,  ftimmfci^ 
l)ic;,  S3rt>.,  bcred)tigt,  fät)ig  ?u  ftimmen,  b.  i.  feine  Stimme  abzugeben;  bie 
<Stimmc^abcl,  ein  gabclförmigeö  ftäblcrnee  2BerEjeug,  n?elc^e6  an  einen  Jtörpcr 
angefc^lagcn  einen  beftimmten  2cn  giebt,  wonach  Sonrcerfjeugc  geftimmt  rvit- 
ben;  ber  Stimmbiimmcr,  ein  l;ammerförmigc6  SDBerfieug  ?um  «Stimmen  tMjn 
Jtlaoitren  jc  ;  bai  ©timmborn,  bie  ©timmpfeifc,  SBerf^cuge  jum  Stimmen 
ber  C'rgelpfeifen;  bag  Stimmrecht,  ba6  JRecljt  ju  ftimmen,  b.  i.  feine  Stim^ 
me  abzugeben;  —  libUit.  ber  »Stimmer,  -^,  1)  tver  Scntrerfjeugc 
flimmt  (j.  58.  Älaoicrftimmcr);  aud)  ein  bajii  bienenber  2'hei(  ob.  ein  fol*eg 
5Berfjeug;  2)  trer  feine  Stimme  abgiebt,  ©timmgeber:  bie  Stimmung, 
1)  0.  SR.  bie  ^anbding  beö  Stimmend,  eig.  u.  uneig.;  '2)  ^L  -en,  bag 
(S5eftimmtfein  u.  bie  Tixt  u.  5Beife,  mie  etiraö  geflimmt  ifl  (j.  58.  bic  Stim^ 
mung  eineC-  3;onn)er!jeuge6;  reine  Stimmung;  Stimmung  bebten:  ocrfdjiebcnc 
Stimmungen);  uneig.  ber  innere  3ufliinb,  bie  @emüt()öt?erfaffnng  einer 
Werfen,  bef.  fofern  fie  für  eine  Sac^e  günftig  i)t,  ober  nidit  (65emütbö-,  See- 
lenflimmung;  in  bcr  redeten,  günftigcn ,  in  guter,  übler  jc.  Stimmung  fein; 
t)titerc,  trübe  Stimmung  3c.). 

Stingct,  m.,  -g,  ?}?.  w.  (5.,  alt  u.  oberb.  f.  Stengel  (f.  b.);  tanbfc^. 
Sag.  f.  SdiTOanj  ber  rcilbcn  Sc^njcine;  oberb.  gem.  f.  ?9?anngperfcn,  bcf. 
lebiger  58urfc^e;  flingcln,  iiellof.  3».,  oberb.  f.  ftd)  müf?ig  herumtreiben 
({)  e  r  u  m  ft  i  n  g  c  l  n).  .^ 

Stinf,  m.,  -ei,  9)?.  -e,  (auc^  Sttnj,  SKeerftinj;  stinrus  marinus  L.; 
au6  bem  lat.  scincus,  Qtiidj.  axtyyog,  axCyxog),  eine  ^(rt  (Sibedife  in  2(ra- 
bien,  Ägypten  ic,  ber  man  eine  ^arntreibenbc  u.  ben  ©efc^lec^tetrieb  ret^cnbc 
Äraft  beilegt. 

flinfen,  giellof.  3"?.  m.  t)aben,  ablaut.  Smpf-  ftanf  (oberb.  u.  nieberb. 
gem.  jlunf),  (5onj.  flä'nfc,  ÜJJir.  gefTunfen,  (altlj.  siimhan,  stanch,  stunchi, 
gistanchan;    mittel^,  stinken,    staue,   stiinken;    angelf.   stinran ,    engl,  stink, 


1094  (Btint 

fc^WCb.  stinka;  baS  gotf).  stigqvan  u.  f^wcb.  fitinka  bcbeutcn:  [lÖ)  mit  J^ef= 
tigfcit  fortbewegen,  flüvgcn,  ftofcn;  ©runbbeb.  fc^etnt  alfo:  ba^  J^eröorbrin« 
gen,  ©td^^öcrbreiten  be6  ©uftcS  u.  bie  flarfc,  g(ctd)f.  jlccj^cnbe  Serü^rung  beS 
©tnncg;  bte  SDiSurjel  stank  näve  bemnaS)  nur  erwetterung  oon  stak,  u.  flin= 
!en  üert)ierte  ftd^  ju  flectcn,  wk  ba6  angelf.  stingan,  engt,  sting  ju  flehen; 
cgt.  ©tanf  u.  ftänEcn;  ©d^iff.  ein  ftinfenber  Sturm  f.  ein  fef)r  heftiger),  et)em. 
übcvf).  f.  ricdjen,  b.  t.  einen  ©erud)  »on  fiel)  geben,  fowofjt  gut,  als  ou^ 
übel  ried^en;  je^t  nur  als  uneblcrcö  2Bort  f.  übel,  unangenef)m,  efel^nft 
riechen  (j.  S5.  jlinienbcS  gletfd^,  Änobtaud^,  SiHk  K.  ftinft;  na^  etiraö  fttn= 
fen;  uncig.  oor  gaul()ctt  ftin!en,  b.  t.  ^Ö^ft  träge  fein;  baf)er  jtinfenbe  gaul= 
i)dt;  gem.  eine  ftinfenbe  Cügc  f.  eine  fet)r  grobe);  et)cm.  uneig.  f.  in  übtem 
5Rufe,  in  @cf)anbe  fein  (j.  S.  bibt.  3fraet  flanf  »or  ben  ^{)itiftern) ;  — 
3fe^.  ber  ©tinfapfel,  bie  apfelä^nlic^e ,  nod^  Änoblaud^  riec^enbe  ^u^t 
beö  «StinfapfelbaumeS  in  2(mcrifa;  ber  ©tinfbaum,  tanbfd^.  f.  fd^warjer 
SBogclürfd^baum;  Faulbaum;  fd^warjcr  3of)anniSbeerjlrauc^;  aud)  ein  füb= 
europ.  SSaum,  fceJTen  SBläfter,  wenn  fte  jcrbrüctt  njerben,  fef)r  üiei  rted^en 
(anagyris  foetida  h.);  bie  ©tlnfbceve,  SSogelbcere;  bie  ©tinfblume,  tn6= 
bcf.  bk  (Sammtblume,  u.  ik  ©tinffamille;  jünffaul,  fßtv..  oberb.  gem.  f. 
t)ödj\t  träge;  bec  <5tinffifrf),  ?Kcerjtint;  bie  ©tinftTiegc,  ein  übelricd^tnbeä 
f[iegcnäf)nlid^eö  Snfcct  mit  ncfeförmigcn  gtügeln;  ber  «Sttnffu^ö,  ein  fud^6= 
äf)nlid)eS  amerifan.  @tin!t()ter  von  ber  ©röfc  einer  Äa^e;  ber  (Stinf()öt)n, 
lanbl'd().  f.  S3Siebet)opf;  bai  <Bt'mti)0^,  baS  ^olj  eines  SBaumeS  auf  ©eplon, 
rceld^eö  wie  SKcnfc^enlotJ)  ried^t,  u.  bie[er  Saum  felbjl  (olax  ce3'lonica  L.); 
ber  ©tinffäfer,  ber  ^rac^tfäfer  (weil  man  glaubte,  er  Ijalte  [lä)  in  jlin!en= 
ben  ©ümpfcn  ouf);  au^  f.  SOfijtfäfer;  bie  ©tinffamlUe,  J^unbSfamiUe  (f. 
b.);  bie  (SJtinff reffe ,  jtarE  riec^cnbc  roilbc  Äreffe;  bie  ©tinfneffel,  gro^e 
jtinfenbe  Saubneffet,  SOSalbneffel;  ber  ©tinfta^,  lanbfc^.  f.  SltffS;  ber  @ttnf= 
falm,  eine  3{rt  ©alme  x>on  üblem  ©eruc^;  ber  (Stin!f(^wamm,  jlin!cnber 
^irfd^=  ob.  ©ic^tfd^wamm;  bec  ©tinfftein,  ein  ©tcin,  »cldjer  beim  SReiben 
u.  SBrenncn  übel  ried^t,  audj  ©d^weinftein;  2frten  beS  ©tinEfteinS:  ber  ©ttnt= 
fd^iefer,  Stintfpat^;  ber  (Stinf|!rauc^,  lanbfdj.  f.  fd^roarje  Soljannisbecre; 
baS  ©tin!t!()ier,  eine  (Sattung  auSlänb.  ©äugctl){erc,  bie  in  jnjci  ©äden 
jwifdden  ben  ^Hinterbeinen  einen  ftari  rie^enben  fi^mierigcn  ©toff  abfonbern; 
aud^  f.  3lttfg;  bie  <2tinfwtnte,  ein  oftinb.  9tanfengeiPcd}S  mit  übclrie(^en= 
ben  SBlättern  (paederia  L.);  bie  ©tinflDUrj,  t>a^  Sitterfiif ,  eine  2frt  be« 
5flac^tf(^attenS;  —  3(bleit.  ber  ©tinfer,  -6,  bie  ©tinfcrinn,  i»er  j!inft; 
<Stinf  er  aud^  f.  3;obtcn!äfer;  nieberb.  f.  ber  Wintere;  ftinfig  ob.  jült- 
firf)t  (niebcrb.  jlinferig),  SB».,  gem.  f.  ftinfenb,  übelriedjenb. 

<5tint,  oberb.  aud^  ©tinj,  m.,  -eö,  ?D?.  -e,  (oon  b.  ongelf.  stiutan, 
engl.  Stint,  stunt,  oberb.  ftenjen  f.  fluten,  Ijcmmcn;  angelf.  stant,  oltb. 
flunj  f.  ftumpf;  alfo:  ein  gleid^f.  abgeftu^ter,  f leiner  gifd^),  verfd)iebene 
2Crten  f leiner  Sifd)e,  inSbcf.  eine  2(rt  ©alme  »on  üblem  @erud^,  aud^ 
<Stinfftfd),  'Sd)melte,  ©piering  k.  (salmo  eperlanus  L.;  nieberb.  uneig. 
faule  ©ttnte  f.  alte,  »erborbene  ©a^en,  aud^  f.  fd^limme  ©ad^en,  »gl. 
faul);  eine  anbere  Zxt  ©nlme  üon  weif  er  garbe,  in  ber  eibe  <öcl)nepe[  ge« 
nannt  (salmo  albula  L.);  ein  fnrpfcnartiget  i^ifdb  in  fumpfigen  Sßaffern, 
oud^  <Sd)neiberf arpfen ,  ©pierling;  eine  3(rt  ©rünblinge;  • —  bet  @tint: 
!f)ömcn,  ein  enget  .|>amen  jum  ©tintfang. 


<Sti>el  —  <Bütn  1095 

<Stipc(  ob.  ©tiper,  ob.  <Stiep«l,  ©tieper,  m.,  -«,  5*?.  rv.  ^.,  (ftdnf. 
©tcuper,  ©tiippct;  ogl.  ba6  engl,  «teep,  jö(),  flcil;  »teeple,  a^urm),  nieberb. 
f.  ©tülje,  Sragbaifcn,  Pfeiler. 

flippen,  gicllof.  u.  jiel.  3rt).  (ogl.  fleppen,  (lopfcn  u.  flupfcn,  cljem. 
fliipfcn;  auc^  tupfen  u.  tippen),  nieberb. ,  mit  einet  ©pi^e  leid)t  berühren, 
l«id}t  fted)cn  (inöbef.  am  ©tobe  9ct)cn  u.  bcnfelben  oft  an  bic  Srbe  fe^en; 
baf)er  ©ttppjlocl  f.  (Spajicrltoct) ;  fünfte  mad^en,  tüpfeln:  tunfcn, 
«intunfen  (j.  J8.  Srob  in  bie  SBrü^c  — ,  cinflippen;  ©tippcrbfen,  0C= 
föchte  grüne  (Jrbfcn,  bie  man  in  »utter  jt.  tun!t);  ber  <3tipp,  -cd,  9JJ. 
-e,  nieberb.  f.  leidite  Berührung  mit  einem  fpi^en  Äi^rper,  (eidjter  «Stiel); 
eingetunftet  S3ifTen:  bie  ©tippe  ob.  ©tippel,  9)?.  -n,  f.  ^unft,  3:üpfel, 
Heiner  gierten  ob.  23ladd)en  in  ber  ^aut;  aui)  f.  2unte,  S3rüf)e  (®tip-- 
peU);  (lippelig  ob.  jlippcrig,  »rc.  f.  getüpfelt,  flerfig,  fprenflig;  jlip^ 
pern,  gicUof.  u.  giel.  3>t>-,  nieberb.  f.  mit  t>ie(en  fünften  verfemen,  tüpfeln; 
QUO)  f.  tröpfeln:  e«  flipp  er  t,  b.  i.  ei  regnet  fein;  ber  ©tippert,  -e«, 
lanbfd).  f.  bai  Äiinnenfraut  ob.  ©d)aftf)eu. 

fürten,  3it>.,  lanbfc^.  f.  flören;  ber  ©tirl,  -ei,  9Ä.  -e,  fc^lef.  f.  ©tör-- 
flange;  uneig.  f.  langer,  t)agercr  SRenfd^. 

©tirn  ob.  ©tirne,  ro.,  9)?.  -en,  »et«,  hai  ©tirnd)en,  (attb.  feiten: 

stirna,  stirne;  gcTO.  jlcf)t  bafür:  andi,  endi;  fpdter  biöW.  aüä):  baö  ®  e= 
flitn;  im  gem.  Dberb.  meifl  butd^.i^itn  erfc^t;  nieberb.  ©tcern,  f^roeb. 
stjerna,  roelc^c  beibe  auc^  ©tcrn  bebeuten;  oiellei^t  gct)t  ©tirn  ron  ©lern 
auö  u.  bebeutet  urfpr.  ben  fternartigen  gierten,  bie  Släffc  am  SSorbcrfopf  oon 
at)ieren;  n.  2(.  Derw.  mit  flier,  ftarr?),  ber  Dorragenbe  2!^eil  beö  23orber- 
fcpfeö  über  ben  2(ugen  u.  jwifdien  ben  ©d)(äf«n  (eine  ()obe,  niebrige,  gc= 
tpölbtc,  flache  ©tirn  fjabcn;  i>it  ©tirn  runjcln;  einem  bic  ©tirn  bieten,  b. 
i.  ibm  mibcrflefjcn,  fid)  wiberfe^cn);  uneig.  iibcrl).  f.  iai  2(nt(i5,  2rngeficf)t, 
fofern  fic^  barauf  bic  ©inncßart  u.  bic  @cm{ttl)öbcrccgungen  bcß  SWenfc^en  au6= 
brürten  (j.  S5.  einem  ctrcaS  an  ber  ©tirn  anfeljcn,  auf  feiner  ©tirn  lefen; 
eS  jte^t  feinem  an  ber  ©tirn  gef(^rieben,  »rag  er  im  .^erjen  Ijat;  eine  fred^c, 
Ijarte,  eiferne  ©tirn  t)aben,  b.  i.  unoerfc^ämt  fein-,  au^  blo§:  bic  ©tirn 
Ijabcn,  etn?a6  ju  tt)un,  b.  i.  fo  frc(^  ob.  unocrf^dmt  fein  ic);  in  »pciterfr 
2(nn>cnbung:  bie  erf)abcne  SSorberfeite  u.  übcrb-  ber  ©ipfel  eines  25inge6 
(bie  ©tirn  eines  ScrgcS,  gclfen  Jc;  ber  23orbertl)eil  ber  2Banb  eines  Äano- 
ncngefleUcS;  bic  ©cite  cincS  ©cirölbbogenS ,  n»cl^c  bcfTcn  Dirte  unb  2Qölbung 
jeigt);  —  3fcO-  bie  ©timabcr,  bic  3(bcrn  auf  ber  ©tirn;  bad  ©tirn- 
banb,  ein  üor  ob.  um  bie  ©tirn  ju  binbcnbcS  JBanb,  aud^  bie  ©tirnbinbe 
(fr.  jDiabem);  ein  Icberncr  Stiemen  am  ^ferbegcfc^irr  »or  bem  Äopfe  beS  ^fer= 
beS;  Älempn.  eine  3arge  cor  ber  Zt)üx  cineS  geuerftübc^enS;  ein  ^flanjcnge= 
[(i^led^t  mit  iufammengcfe^tcn  tri^tcrförmigcn  Slumcn  (eihulia  L.);  hai 
©tirnbcin,  ber  rorbere  Zi)tü  ber  .^irnfc^ale,  reeller  bie  ©tirn  bilbet;  bag 
©tirnblatt,  ein  metallenes  Slatt,  lum  ©d)murt  ror  bie  ©tirn  ju  binbcn, 
üüd)  ©titnbtc^;  auc^  f.  ©tirnricmen  ar.i  ^fcrbegcfc^irr;  bad  ©tirn-- 
felb,  bie  obere  ©icbelrcanb  cincS  ©ebdubeS,  au^:  baS  ©tirnftürt,  bic 
©tirnroanb  (fr.  gronton);  ber  ©timgrübler,  bie  ©^afbremfe,  f.  b.; 
tai  ©tirn!)aar,  baS  »oc  u.  junä^fl  über  ber  ©tirn  befinblic^e  «i^aar;  bie 
©tirnl)i)b(e,  innere  J&oljlung  beS  ©tirnbeinS;  ber  ©t^rnfamm,  Äamm  auf 
ber  ©tirn  mancher  SSÖgel;  bie  ©timfranfbcit,  eine  Äronfl)eit  ber  ^fcrbe, 


1006  fiöbem  _  (Stocf 

wobei  [ic  vctf)c,  hkfenbc  Tfitgcn  be!onunen  u.  bcn  Äopf  feangcn  laffcn;  bie 
Stivnloifc,  ^aarlocfc  ouf  bcv  ©(im;  jltrnlof^,  35^.,  iibclgcbilbct  f.  tc^am= 
lo6,  unocvfd^ämt;  bie  ©tirnmaitcr,  tjcroorvagenbe  9}Jaiicr  g.  85.  eincö  3:cn= 
ncngat)ijlbc6;  bcr  ©tivnnuiöfel,  '-nerp,  g)lu6!fl,  9lero  an  ber  ©tirn;  ba^ 
Stlrnrab,  ein  Äammrab  ([.  b.),  bei  wctc^em  bie  3ci^ne  an  ber  ©tivn,  b.  i. 
bem  Umfange  bcS  sRabcg  angebracht  finb,  j.  U.  ».  Ärcnrab:  bic  ©timfl^nnUe, 
eine  über  ber  ©tirn  angebrachte  ©d^naUe;  lanbfc^.  gem.  ein  ©(J^ncUcr  mit  bcm 
ginger  gegen  bie  ©tirn,  aud)  «i^irnfdjnallc,  ©tirnnippcl,  ©tcrnidel; 
bic  ©tirnfpangc,  eine  über  ber  ©tirn  getragene  ©pangc;  ber  ©tirnflofer 
ob.  ©tivnflöpcl,  »(t.  ©pottnamcn  f.  mit  ^citigttjümern  f)erumjiel)enbe  Ot- 
benßpcrfonen,  u.  übcrf).  f.  Sanbjtrcidicr  (auc^:  ©tirn er  unb  ©to^er);  i>ai 
<Sttrn(lÜ(f ,  ber  ^aupttijeit  beö  ©tirnbeinö  über  ber  9iafc  u.  bcn  3lugen; 
auc^  f.  ».  w.  ©tirnfelb,  f.  o.;  iiCi^  ©tivntuc^,  ein  um  ik  ©tirn  ?u  binben» 
bcö  Sud);  bic  ©timwanb,  f.  ©tirnfelb;  ber  ©timivinfel,  ber  SÜSinfet  ju 
bciben  ©citen  ber  ©tirn  über  bcn  ©d^täfen;  —  3(bleit.  jlimig,  Sm. ,  eine 
@tivn  (}abenb,  nur  in  3fc^-  wie  breit=,  {)o^jlirnig  tc 

j^obcrn,  3>ü.  (altb.  stobarön,  stöberen;  9Jcbenform  »on  fläubcm,  ö. 
fliebcn,  fiob,  ftauben  jc.  f.  b.)  1)  gieUoS  m.  f)aben,  f.  o.  w.  flieben,  flauben, 
b.  i.  fi^  alö  ©taub  in  ber  ßuft  Derbreiten,  bef.  unp.  eö  fiebert  f.  cS  regnet 
ob.  fd)neit  fein  unb  ti<i}t  (bat)er:  baS  ©efiöber,  f.  b.);  auc^  f.  begierig 
fud}en  (ftöbcrnbc  3agb{)unbe;  überall  uml)erftöbern;  »gl.  burd^ftöbern);  2)  jiel. 
jagen,  aufjagen,  auffd)rccfen  (bic  J^unbe  ftöbern  baö  SBilb  au6  bcm  35idi^t: 
einen  au6  bem  Settc— ,  aufftöbcrn  k.);  ber  ©tobet,  -ö,  5)?.  W.  @.,  eine 
3Crt  3tigt>f)ii"t'« ,  f-  ©tauber,*  oberb.  aud^  f.  ©taub;  flöberig,  93»?.,  gem. 
f.  ftöbernb,  j.  S5.  jlöbcrigeö  SBcttcr;  aud^:  bai  ©töbcrwctter. 

©tDbltng,  m.,  -e6,  SJ?. -e,  eine  2frt  eföbarer  ^tlse. 

|lod)cIn,  jiellof.  3w.,  üerfl.  "KbUit  üon  fted^en,  gew.  ftodjern;  bie 
©torf)c(|ltangc,  ^üttenw.  eine  lange  ©tange  mit  einem  breiten  ©ifen,  baö 
com  gcucr  abgcfjobcne  ®rj  bamit  abjujtof  en. 

jlod&evn,  jicllof.  u.  ?icl.  3w.  (nieberb.  ftöfern),  baö  Sßcröfterungöirort 
von  fled^en:  tincbcrf)c[t  fied)en  ob.  in  etira^  fletfen,  fiepen,  flören, 
(oberb.  bie  Odjfen— ,  f.  ftad)cln;  in  ein  SBcSpennefl:— ,  b.  i.  ftören;  bef.  in 
ben  3cil)nen,  ob.  i>ic  3äf)ne— ;  aud^:  in  ber  9{afe— ,  f.  ».  w.  grübeln);  ber 
©tod^er,  -g,  50?.  m.  S.,  ein  SJerfjeug  jum  ©toc^ern,  gew.  nur  in  bem 
jgcf.  3ot)nftod}er. 

<5tüd)eöfraut ,  f.,  (oerberbt  auö  ©töd)ag=Äraut,  lat.  stoechas, 
gried).  nroi/ä;.  angeblid^  oon  bcn  3  ©töd)abcn,  Snfeln  hd  üKarfeille; 
iral)rfc^.  von  bcn  rcil)enwei[c  ftef)cnbcn  SStättcrn),  eine  üxt  2at>enbel  mit  iner= 
cdigen  2tf)ren  u.  fd^malen,  cinanber  gegenüber  jlef)enben  SSlattern  (lavendula 
stoechas  L,), 

©lOc!,  m.,  -cg,  ^.  ©tocfe  (u.  in  ber  SSeb.  5)  ©todc);  Serfl.  bai 
(Sto(fd)en,  oberb.  ©tocflein,  ©töifel,  (altb.  stoch,  stoc,  @.  Stockes;  an= 
gelf.  stoc,  engl.  u.  fd^web.  stock;  nieberb.  ©toct  neben  ©ta!c,  ©tufe;  »on 
ftcd^cn,  ftectcn  (f.  b.),  atfo  übcrt).  tia^  ©tedEenbe,  gejlftef)enbe,  ©tü^cnbe; 
»gl.  ©taBcn,  ©tcdcn,  ©tictc;  bie  ocrftarfcnbc  JCraft  in  3fe§-  wie  jlortbltnb, 
-finjter,  =taub  3c.,  ein  ©toctböl)me,  ^^cle,  =®nglonber,  =©c^mabc 
u.  bgl.  m.  gcljt  von  bem  SRegriffc  bcö  S^ftf")  ©tarren  au§),  1)  ber  in  ber 
erbe  flerfenbc  aufragcnbe  Zl)i'ü  ber  ©ewad)fe,  finnv.  ©tamm,  ©tengel, 


©tO(f  100? 

<St\tl;  in«bcf.  b«r  bünn«rc  f)oUarti9C  «Stamm  tjon  ©tauben  u.  (2trd'udi«rn, 
u.  ba6  gan^c  Oimnicf)«  (j.  SB.  Jfficmftoct,  JRofcn-,  .^Koemarinftocf  jc;  eine 
SBlume  »om  (Stoct  abtreten),  in  reciteiec  SBcb.  nudj  von  ©ovä'd^fcn,  bcren 
©tengcl  nicht  f)c(^avtt3  ift  (ein  58lumcn=,  5Jeltcnftoct  ic);  ^Pflun^.  in  encjcrcc 
S3cb.  bcr  me()tc  3iif)"  bauernbe  cinfad)e,  an  ber  ©pifec  belaubte  0tie( 
bei-  '5)almcn  u.  baumartigen  garnfräuter;  uneig.  Suc^br.  u.  S3uc^b.  bie  in 
^olj  cb.  WltUiü  ein9efd}nittencn  5'9»i'«"  ("rfpr.  Sdimenftöctc  ob.  Slu= 
menforbc),  Weldjc  juc  23erjicvung  abijcbrucft  »rcrbcn  (»uc^ btudet' 
flö  cte);  2)  ein  abgefd)nittener  gcraber,  (angcr  Stamm,  2()t  ob.  3tveig,  ob. 
ein  aus  Jpolj  tiei'ftrttatcr  u.  in  bie  SJangc  auggcbc^nter  JfCörpcr,  bef.  alö  etü(jc 
beim  ®cf)en,  ob.  jum  ®d)lac?cn  u.  bienenb,  finno.  <Stecfen,  ebtcr:  Stab, 
\>^l.  auc^  JVniittel  u.  ^Prügel,  (ein  ©pasii'rjtoc!;  am  ©toctc  gcf)cn;  er  m\)m 
^üt  unb  ©tort;  einen  mit  bcm  ©totfc  prügeln;  ben  ©tod  bi!ommtn,  b.  i. 
©todfc^fägc;  og(.  Cabeftod,  ©pringflo*  ;c.);  tanbfc^.  auc^  f.  3)?apflab,  u. 
ein  bcflimmteg  Sd'ngenmap,  inSbcf.  nicberb.  f.  eine  ?Kutf)e  (ein  ©toct  3;orf), 
u.  f.  eine  (iKe  (ein  ©torf  Ceinwanb  jc);  aurf)  f.  Ä'erbl)0lj  (itwai  auf  bcm 
©tocfc  tjabcn);  bcfjernet  (Stiel  j.  S.  eines  ÄanonenlöffclS,  ber  glaage,  beS 
2(nferS  (g lag  gen-,  2f  nf  er  jloct);  el)cm.  auc^  f.  S3a[fcn,  (2äu(e,  ^feilet 
K.  (bafjer  noc^  genfterflöctc,  bie  Zi)dlc,  wüdjc  bie  genftereinfaffung  biU 
ben;  ber  ©totf  einer  Drec^felban!,  b.  i.  ber  Pfeiler  auf  ber  Iin!en  ©eitc  ber- 
felben);  ."i)  ein  bicfer,  furjec  «f)o(jflamm,  ein  SSaumflumpf,  b.  i.  baS  fte^ 
^en  gebliebene  ©tüd  eines  gefällten  SaumcS  (bie  ©töcfe  auSroben;  Äien=, 
ßic^enftöcte  u. ;  über  ©tod  u.  ©tein  laufen  2C.,  b.  i.  querfelbein,  in  ber 
größten  (Site);  ein  .^ol^sblocf ,  Älci^  (j.  35.  ber  ©toct  eines  2fmbo(TeS;  (Itif 
u.  i'nbet)ülfli^,  wie  ein  ©toct,  ein  tt)Qt)ver  ©tod  fein,  b.  t.  ein  plumper, 
bummer  5D?enfc^);  in  weiterer  S3cb.  ein  f!o^abn(id}er,  b.  i.  furjev,  bicfet 
Äötper,  j.  JB.  baS  meredige  gufgcflcU  einer  ©ä'ule  k.  (©ä'uten  =  ,  a3ilb= 
ft  0  d) ,  ein  Jpauben- ,  ^errüdcnftod  (f.  b.) ;  «Wünjro.  ber  untere  ©tempel  ob. 
baS  ©ifen  beS  ^ragerS;  bii  oerfc^.  ^anbtr.  ein  furjeg  bicfeä  <Stücf  cb. 
SBerfieug,  t>ergl.  ©djraub--,  Saumenftod;  obcrb.  i)oi)c  2(bfä|e  an 
©c^uljcn  JC.:  ©tödlein;  f.  auä)  5Sad)Sftod,  Siterjlod;  in  engerer  SBcb. 
in  ©cfcingniffen  ein  fd)n)erer  .^(o^ ,  ein  jvc[d)en  bie  befangenen  befefligt 
werben;  aud)  ein  mii  jivei  SSrettern  beflebenbec  SSlccf  mit  Öffnungen 
für  bie  ^ö'nbc  u.  Sü^c,  alö  «Strafirerfjeug  (einen  in  ben  ©tod  legen  ob. 
fd^lagen);  hiirt.  awä)  f.  baö  (5)efä'n9nif6  feibfl;  4)  ein  auö9e()öf)(ter  Älo^ 
ob.  SSlocE,  als  S5et)ciltnifs  bienenb,  uber^.  f.  Äaflten,  S5ebd(tnifg,  (Sefä'p, 
j.  SB.  ber  SBienenftod,  ber  2(lmofen  =  ,  3(rmcn  =  ,  Jtiri^cn=  ob.  Dpfcvftod, 
©elbftod  (f.  b.);  «WünjTO.  ein  f (eines  SBe()altnifS  jur  2fufbcn?af)rung  üon  ^ro= 
bcmünjen;  Srau.  ber  ,$Cüljlftod,  f.  o.  w.  baS  Äiil)lf(i^iff  ob.  bie  Äüfjle  (f. 
Äüljle  2);  in  Jpamburg  ein  ©etreibema^  =  'i  SBiSpel;  oberb.  ber  j;erjen= 
ob.  ßic^tftod  f.  Seui^ter;  ber  ©tod  ob.  ^cmbftod  f.  ber  JHumpf  beS 
J|)embeS  o{)nc  bie  3irmel;  •))  f.  ü.  w.  bag  ©toifwerf  (f.  u.),  (>)efd)ofä  (mittl. 
lat.  estaga,  franj.  e'tage;  in  biefer  Seb.  lautet  bie  Si)?el)rt).  ©tode,  j.  S. 
ein  .^auS  »on  jwci,  brei  jc.  ©toden;  greet  ©tode,  ob.  gew.  abgcf.  ©tod 
l)od)  jroljnen  jc);  SBergnj.  ein  grofer  mit  6rj  auögefüUter  9\aum,  auc^ 
©tcrftverf;  (i)  in  uneig.  JBeb.  f.  t>.  n>.  ©tamrn  3):  eine  jufammcngeho= 
renbe  ^O^enge  üon  3)ingen  einer  '^frt,  bef.  fofern  anbere  2>ingc  berfelben  3frt 
ftc^  barauS  entroideln,  j.  S.  ber  (Sierftod  (f.  b.  unter  Si);  ein  ©tod  SSie^ 


1098      '  @tocf 

ob.  2Ste{)(lodf,  [.  ü.  w.  ^tamm  (f.  b.);  flud^  f.  baS  ©tcimmgelb  (ft.  Gopttar; 
in  Wil(i)ix  Seb,  bte  SiÄc^ct).  nad^  bem  ©ngt.  (Stode  lautet);  im  Äavtcnfp. 
f.  ö.  tt).  bec  ©tamm;  au(i^  übevi).  f.  Raufen,  <Stop  2C.;  j.  SB.  auf  Äupfcr= 
|)ammecn  ein  ©tc^  ob.  ©ai|  in  cinanbcv  paJTcnbec  ©dualen;  ein  J^eujlo*, 
lanbfd^.  f.  .^eufd^obcc;  SÄauerflodf.  Slvümmcc;  —  3fe|.  ber  ©toifaar, 
f.  ».  w.  ©torfabkr,  u.  ©todfalf;  bec  @tO(f abier,  gemeiner  ©teinabtec; 
bec  ©tocfambofö,  ein  oben  fugctförmtg  gcvunbctec  2(mbofS  ber  Äupfer= 
f^imiebe;  bic  ©totfamfel,  [.  o.  n?.  gjingbroffcl;  bec  @tO(f arbeitet,  eine 
2Crt  ©eiter,  weld^e  ot)ne  Caufer  arbeiten;  ba^  ©tocfbanb,  SSanb  an  einem 
©paäier}loc!e;  flocfblinb,  Sßn?.,  gem.  f.  oöUig  blinb  (f.  o.  ©tod);  bec  ®tocf= 
bÖt)me,  ein  feiner  Canbcöavt  u.  ©ittc  jleif  an£)angenber,  nur  feine  2Äutter= 
fpca^c  fprec^enbcr  a3öt)me;  fo  auc^:  ein  ©to(f=®nglönber,  sgranjofe, 
»^ole  jc.  (f.  0.  ©tort);  bec  ©torfbörö,  eine  2(rt  großer  S3örfe,  ^auptbörö; 
bec  ©tocfbegen,  ein  fc^maler,  gew.  breif^neibiger  2)egen,  beffen  ©d^eibe 
ein  ©tod  ijl;  flodtumm,  Sn?.,  gem.  f.  bumm  »ie  ein  ©tocB  ob.  Älo^,  Ijöd^ft 
bumm;  jlodfbunfel,  S5tp.,  gem.  f.  ganj  bun!el  (f.  o.  ©tod);  |iocfbürr,  S»., 
gem.,  bürr  wie  ein  @to(f ,  fe{)r  bürr;  bie  @tocf;(§nte,  ©(^ilb=  ob.  8öffel= 
ente;  bie  ©tocferbfe,  eine  lin  «ilber  ©rbfcn,  roeld^c  unter  bem  ©ctreibe 
wac^fcn;  ba^  ©torferj,  SSergw.  (5rj,  weld^eö  in  ©todfen  ob.  ©todtwerJen 
(f.  b.)  hti6)t;  bie  @tO(f eitle,  eine  3(rt  rott)farbigcr  ®u(en,  Sranbeufe;  aud^ 
f.  fteine  Of)reule,  af^farbigeö  Ää'ujd^en,  SBalb=  ob.  Saumeule;  bie  ©tocf- 
farfel,  aus  einem  Äien»  ob.  gidjtenjtodte  gemachte  gactcl;  bec  @tO(ffalf,  eine 
2frt  bun!elbrauncr  gal!en,  aud^  ©todtaar,  Saubenfal!,  Jg)ü{)nerl)abid^t  it.;  bie 
©todfäulung,  im  aßcinbüu:  ba^  Raulen  ber  Srauben  am  ©todEe;  bie  @toc!= 
feber,  l)ie  äu^erflen,  bictjlen  gebern  eon  ben  Segeln  ber  ®anfe  2C.,  oud^: 
ber  ©totf fiel;  jlO(f finjier ,  SSro.,  »öUig  finjler  (f.  o.  ©toct);  ber  <2t0(j' 
fl'fd^,  in  ber  Cuft  i)axt  geborrter  gifd^,  bef.  Äabeljau,  »gl.  Älippfifd^;  uneig. 
gem.  f.  ein  bummer,  einfältiger  fölcnfd^;  bec  @todPf5r|!er,  ein  bem  görjler 
untergebener  ®el)ülfe,  »gl.  ©tedfenförfter;  florffrcmb,  85».,  gem.  f.  »öUig 
fremb  (f.  o.  ©todt);  bie  @tO(f geige,  ob.  gem.  ;ftebel,  !tcine,  f^male  @eige 
ber  Sanimeijler;  j!ocfgelel)rt,  85». ,  ftcif  (pebantifd^)  gcle{)rt;  bie  @toc!= 
gerfle,  fecl)6gciligc  SDSintergerflc;  bec  ©tO(f glauben,  ein  Ijartnadfiger,  flarrer, 
blinber  ©lauben;  bal)er  fiocf gläubig ,  S5».,  ein  (Stotfölaubigec  zc;  ba« 
<5tO(fgut,  1)  tanbfd^.  f.  ©tammgut;  2)  ein  burc^  ^fugflodtung  ob.  2(u6robung 
eines  2BalbcS  ju  3(cterlanb  gcmad^teS  ©runbftücJ;  bec  ©torfl)önien,  gif(^= 
l^amen  mit  einem  ©tiele;  |io(fl)ärig,  SS».,  oberb.  f.  jteife  Jpaare  ^abenb; 
uneig.  f.  »erftodit,  l)artnäctig;  ha$  @tO(fl)auö,  ®efangent)au6,  ©efängnifS 
(f.  ©todf  3);  baS  ©tOlfbolü)  ö«ö  ben  ©töclen,  b.  i.  SßSurjelenben  gefällter 
aSaume,  gefd^lageneS  J^olj;  bec  ©todfjube,  gem.,  ein  3ube,  ber  fleif  an  fei= 
nem  ©lauben  u.  befTcn  SSorf^riftcn  Ijängt;  bec  ©tocffiel,  f.  ©todtfcber;  bec 
©totffned^t,  Änedit  in  einem  ©toctljaufe;  bec  ©tocffnopf,  Änopf  auf  einem 
©pajicrftodEe;  bie  @tO(fbl)le,  auS  ©tödfen  ob.  2Cjlen  gebrannte  Äot)len;  baS 
©torffraut,  glad^sfraut;  bie  ©türflaterne  ob.  leud^te,  eaternc  mit  einem 
©tiele,  auf  >t)cld)cm  fie  getragen  wirb;  bec  ©tocfmetfler ,  2(uffe{)er  eines 
©efängnijfes ,  Äerfermeifter  (f.  ©tod  3) ;  bag  ©tocf meffer ,  lanbf^.  f.  baS 
Irumme  SKeJTcr  ber  5lBinjer,  bie  ^ippc;  bie  ©tocfmord^el,  eine  "Ktt  runber 
«Kord^eln  »oU  löd^erigcr  Änorren,  £)l)renmor^el;  jlodfnacft,  35».,  nieberb. 
f.  ööUig  nadtt;  bec  ©totfnarr,  ein  großer,  auSgemad^t^r  9larr,  erjnarc, 


I 


(Btod  1099 

wtihi.  bie  ©tocfnärrinn:  cfjem.  auä)  wer  bur^  feine  9larrf)cit  Xnbctt  beruf«» 
ma^ig  bclufligt,  bcf.  ein  J^ofnarc  (n)af)rfc^.  tBcqcn  bee  ©tabeö  mit  9?arren' 
topf  u.  9tarrinfappc,  ben  bie  -Hofnarren  jum  ^cic^cn  itjrce  SBcrufcö  fiiJjrtcn); 
icii  ©tocfpanftcr,  SÖJaffcrb.  ein  ^anftcr^eug,  xvo  baö  ^anftcrrab  auf  einem 
fcften  Cager  unbeweglich  liegt;  bie  Stocf pfeife ,  efjcm.  f.  eine  Hxt  glöten  mit 
fpi|em  SWunbftiict,  ©c^nabelflöte  (fvanj.  flute  ä  bec);  ber  ©tocfpil;^,  f.  ©totf- 
fd)tt)amm;  bie  ©tocfprcffe,  93u^b.  eine  gro^e  ^veffc  jum  ^reJTcn  bec  ge» 
fatjten  SBiic^er  (»on  ©toct  f.  SSIoct,  J^Io^);  bie  ©toctprobe,  «OJiinjro.  (Selb; 
pcfe,  welche  ber  SBarbein  in  einem  ©tcct  (4)  oerrcaljrt;  tic  ©tocfprügel, 
c.  e.,  ^rügcl,  b.  i.  @c^lä'ge,  mit  einem  Stode;  bec  Stocfraiim,  ein  butef) 
2(u6tobung  ber  ©töctc  (3)  ju  Äctcr  ob.  JBiefe  gcmac^tc6  ©tuet  5lBalbc6,  f.  c>. 
XV.  baö  ®cräumtc,  JKobelanb;  bie  ©tücf rinne,  qu6  einem  Stamm  gc!)auenc, 
Oötjerne  9iinnc;  bie  ©torfrüfe,  SRofcnpappel;  baö  *2tOcffc^cit,  au6  ben 
®töcten  ob.  SDBurjelenben  gefällter  Säume  gef(%lagcne  ©c^eite;  bie  ©torf^ 
feiere,  ^anb».  eine  @(^ere,  beren  eincv  "Kvm  in  einem  ©tocfc  ob.  Älo^e  fefl 
flectt,  u.  beren  anberer  "Kvm  lang  u.  beweglid)  ift;  ber  @tocffd)iUin9,  @to(i» 
cb.  JRutl)enfd)läge  atö  3üc^tigung  (f.  ©c^illing  3);  ber  (£tc»cffd)laq,  gern. 
5K.  ®tccffd)lä9e,  Schläge  mit  einem  ©tocEe;  bie  ©tocffc^lange,  eine  ome^ 
rifan.  ©erlange,  welche  faft  überall  gleich  biet  ift  u.  bal)er,  wenn  fie  auöge» 
ftrectt  liegt,  einem  ©tccfe  äf)ntlt;  bie  ©torffc^raube,  ©c^raube  an  einem 
©(^raubftode;  ber  ©tocffc^roamm,  eine  2(rt  f leiner  eföbarer  ©c^momme, 
reelle  auf  ben  ©töcten  gefällter  S3äume  >rad)ftn,  ©toctpitj;  jlocfjleif, 
95».,  gem.,  fleif  roic  ein  ©toct,  Ut)v  fleif;  |l0(f|till,  j^ocfflumm,  Sm., 
gem.  f.  ganj  (lill,  v'6llici,  flumm  (f.  o.  ©toct);  fo  auc^  flocftaub,  SBro.,  gxm. 
f.  »cUig  taub;  ber  ©tocftäubling,  ber  rotfje  eföbarc  Täubling  (f.  b.);  |toc!= 
tobt,  S»,,  nicbcrb.  f.  t>öUig  tobt  (f.  o.  ©toct);  bie  <StOcfut)r,  f.  x>.  w. 
®tu^ul;r;  bie  ©tocfüiolc,  SBintcrleüf oje ;  bie  (gtocfipad^e,  ©olbatenrcae^e 
bei  ben  (befangenen;  bai  ©tocfircrf,  (b.  i.  eig.  irol)l :  ein  SBalfenwerf  ob. 
-gefüge;  f.  ©toct  2),  ber  Inbegriff  ber  auf  ein  unb  bemfelben  S3obcn  ob.  @e= 
bält  befinblic^cn  3immcr  k.  einc6  GJebäubcö,  au(^:  ber  ©toct,  baS  ©^of4 
ob.  (55cfci)of6  (ein  J^auö  pon  jwci,  brci  jc.  ©tcctroerfcn);  Scrgw.  eine  SJlengc 
mä^tiger  (Sänge,  glö^c  u.  (grjgefdjicbe,  welche  fic^  rammeln,  b.  i.  on  einem 
Orte  jufammenfommen;  bie  ©tocfirinbe,  SBinbe  ob.  ^aöpcl  mit  einer 
Schraube  ot)ne  ©nbe;  ber  (Stodfjabn,  S3acteniaf)n:  inSbcf.  ber  le^iC  SSocten« 
ja^n  auf  jcber  ©cite,  bie  SBei«t)eitöiäl)ne;  bie  <2tO(f;^anqe,  eine  flcine  3ange 
ber  ©d^loJTcr;  ber  ©totfjicmer,  bie  JRingbroffet;  —  2Cb(eit.  bag  (£torfa(|, 
oberb.  f.  ein  ^lii^  mit  üielen  5üur5clftccfen  ticn  gefällten  Säumen  (aud> 
©eftoctic^t);  ber  ©töcfel,  -g,  SSergw,  u.  SBaffcrb.  ba^^clj,  n)clchc6  bie 
?uftf flippe  in  einer  ^umpc  ob.  bie  Öffnung  cincö  Äolbenö  verfd^lieft  (auc^: 
baö  ©töctel);  9tQbt.  ber  eiferne  Sauf  beg  Untecftempel^  an  ber  SBippe; 
jiöcfeln  I.,  jicl.  3m.,  1)  mit  ©tccfcln  verfeben:  2)  (auc^  floctcln) 
Sergro.  au3  bem  ^'fen  nehmen,  bef.  ben  3int  auö  bcm  3infflul;le;  2.  f. 
imter  ftocten  2.;  flocfen  1.  jiel.  3w.,  mit  einem  <Storfe  verfeben,  an  einen 
@tO(f  ob.  an  ©töcfc  befeftigen  (j.  S.  ben  3Cnfer— ,  b.  t.  an  ben  ©c^aft  U- 
feftigen;  lanbfd).  ben  SBein  u.  anbere  (Scrcäc^fe— ,  f.  o.  w.  pfäf)len,  fläbeln, 
flängeln);  Su^m.  bie  S^ucbe— ,  b.  i.  jufammenroüen,  fo  bafs  fie  bie  gorm 
eines  ©tocfeö  ob.  Slocteö  befommcn;  cbcrb.  aud^  f.  in  v^oUjlöfe  aufrichten; 
einen—,  f.  ficcfen  (f.  u.);  rüct}.  ficf)  flogen  (ob.  bcftorten),   oon 


1100  ftocfcn  —  (Btoff 

©ewäc^fcn:  ju  ein^m  (Stode  werben,  (Stengel  ob.  ^alme  tteiten  (j.  35. 
bog  ©cttcibc  flodt  firf));  pcfen,  jiel.  3w.,  einen  — ,  b.  i.  i^n  in  ben 
©tocf  legen  (einen  ©cfangcncn  flöden  iinb  blöden;  f.  o.  ©toct  3),  iiberf). 
ing  ©efängnifg  fc^en:  bec  ©töcfcr,  f.  o.  ».  ©tocEmeiffer ;  flöcfifrf),  Str., 
(obcrb.  aui^  tiotftfd^,  llocJig)  ctg.  fleif  u.  jlarr  wie  ein  ©tocE;  iiuö 
2)um{til)eit  ob.  Soöt)eit  eigenftnntg,  unlenffam,  t)actnacfi(5,  ftörcig,  »gl. 
üecffocfr. 

fiocfen  2.,  iiellof.  3»-  (»on  ficrten,  f.  b.  u.  ügl.  fiiden;  alfo  jrüoc  gleidicn 
©tammeö  mit  ©tod,  aber  nidjt  ijon  btcfem  abgeleitet;  fc^wcb.  stocka,  engl, 
stick)  1)  m.  t)ab cn,  nuffjören,  ftd)  ju  bewegen,  gef)emnu  werben,  feinen 
^^ortgang  f)aben  (j.  S3.  bag  SfBajTer,  ba^  SBlut  ic.  jlodt;  eine  U()r  jloc!t,  b. 
t.  ftef)t  ftiU;  bec  ^anbcl,  bic  ©efc^afte  2C.  jtoctcn;  ik  ©ad^c  jlodt  ob.  ge^ 
täti)  inö  ©toden,  b.  t.  tf)r  gortgang  wirb  gct)emmt);  inöbef.  t>on  ber  «Stimme 
u.  9tebe:  plo^lid)  inne  f)a(ten,  fltecfen  bleiben,  nidjt  weiter  fonnen  (im 
3?ebcn,  im  Sc[cn  k.  jtoden);  2)  m.  fein,  oon  gliiffigf eitcn :  jleif,  ftarr  wer= 
ben,  gerinnen  (bie  SfJlild^  flodt;  lanbfd^.  aud)  xüd^.  fici^  jtodcn;  oberb. 
beflocten,  gcftocfcn);  3)  burd)  SttUIiegen  an  einem  feuchten  £)rtc 
toerberben,  flecfig  werben  ii.  faulen  (Ceintranb,  SSüd^ec  jc.  jtoden  an  feu4i= 
ten  Dcten;  auc^  unp.  eS  ftodt  l)iec,  b.  t.  eö  ifl  [o  feilet,  ia^i  bic  ©cd^cn 
[toden);  —  ^fe^.  i)a$  ©torfblut,  eine  J£ran!()eit  ber  ©c^afc,  bie  oon  cr= 
I;i|tcm  u.  jtodcnbcm  SBlute  f)errül)rt;  ber  ©tocfficc!  ob.  --flecfen,  burd^ 
©todi-n  (3)  cntftanbcne  '^kdm;  jlodfflecfig,  S5».,  [old^c  gtcden  Itabenb; 
ber  @tO(ffd)nupfcn,  ein  jlodcnber,  b.  i.  nid^t  flie^enbcr  ©knüpfen;  — 
3lblett.  florfig,  ffiro.,  burd)  j^eud)tigfeit  verborben,  flccffledig  (j.  58. 
SBäfd^e);  bic  @tO(fung,  9)?.  -en,  ba§  <Sto(fen  (1),  bie  »f)emmung,  ber 
augenbli(flid)e  ©tiüjlanb  (j.  S5.  bcö  SSluteö,  bes  ^anbcie,  ber  @efd)afte 
h);  —  |löc!eln,  gicllof.  3n).,  oberb.  [.  x>.  ».  jltocfen  2),  gerinnen  (baf)er: 
gejlödeltc  ob.  ©tödcl--5iKilcf));  jlocfem,  oberb.  aud^  flocfejen,  giello[.  3n>-, 
lanbfc^.  f.  im  9?eben  oft  fiocf en ,  ftottern. 

©tof  ob.  ©toof,  m.,  -e§,  9)?.  -e,  niebcrb.,  bcf.  preuf.  f.  ©tauf  1.: 
S3ed)er»  Äeld);  ein  Wli\f  für  glüffig!citcn ,  ©al?  u.  =  Va  ob.  75V  Sonne. 

<Stoff,  m.,  -eg,  2??.  -C,  (nieberb.  ©toff,  engl,  stuff  f.  ©toff  u.  jlopfen; 
im  2fltb.  u.  ber  oberb.  SSolföfpr.  nic^t  üblid^;  ia^  SQSort  ift  offenbar  beut[d)en 
lirfprungö,  ttcrir.  mit  ftopfen,  jleif  jc,  mitf)in  auf  bie  SBurjcl  stab  ju= 
rüdjufüi^ren ;  Urbcb.  baö  ©topfenbe,  güUcnbc;  cö  [d^cint  jcbod^  inS  .i^od^b. 
gunä'd^fl  auö  ben  roman.  ©prac^en  übergegangen  ju  fein:  mittt.  lat.  estoffa, 
fpan.  estofa  (ügl.  estofar,  fleppcn,  füttern),  ital.  stofFa,  stofFo,  franj.  etoffe), 
1)  über^.  baöjenigc,  worauf  etwag  wirb  ob.  befteljt,  inöbef.  bag,  worauf 
ein  forperlid)eg  2)ing  bc|te{)t  ob.  gemad)t  wirb,  f.  0.  w.  9)?aterie,  jtnnü. 
5ö?affe,  (j.  S.  ber  ©toff  ber  ©tcinc,  beö  .i&oljcS  u.;  SBaiiffcff  it.);  bef- 
SJlaturl.  bie  einfad)ften  ®runbbeftanbtt)eile  bec  förperlid)en  3^inge:  ein= 
fad^c  ©toffe,  welche  unjcrlcgbar  finb  (j.  S.  ber  2ic^t=,  2Bacmc= ,  Äol)lcn=, 
©auec=,  &txi--y  2Baffcrftoff  7C.;  luftföcmiger  ©toff,  iebcr  unfid^tbarc, 
flüfftge,  fpannfräftige  ©toff,  ogl.  @aö;  ^flanj.  ber  fd^arfe,  betaubcnbe,  iw- 
fammcnäicl)cnbe  ©toff  K.);  aiid^  bag  förperl.  3üefen ,  weld^eS  bec  @runb 
einer  @rfd}einung  ob.  eineg  3ujlanbe6  ift  (bec  Äran!l)cit6= ,  (3iö;)t",  ©c^nu^ 
pfcnfloff  u.  bgl.  m.);  in  gcipigcmfflerjtanbc:  2((leS,  mai  ®egen(Ianb  geijltgec 
2:()atig!eit  ob.  S5ef)anblung  ijl  ob.  fein  fann,  inöbcf.  bie  SOTaterie  ob.  ber 


flöl;ncn  —  jloUm  1101 

^cid)'^ni}aU  cincg  ®eijle6«3erftö,  cntg.  bcr  gorm  u.  bem  @cl>al^(f.  b.; 
bec  ®toff  cincö  $Biic^c6,  ©ibic^tcö,  ©c^aiifpicle  jc;  ©toff  jur  Untcr()altuni}; 
ein  biaud)barcr  ®toff  für  einen  Siebter;  einen  untantbaien  ©tojf  bearbeiten 
•/c);  in  tt-eiterem  ®inne  auc^  f.  f^iunb,  ?(nlafö  (etoff  jum  ^ad)en,  juni 
SBeincn  tjaben,  geben);  2)  in  engerer  Stb.  ein  getuirttcr  3eu3  (rooUeuir, 
feibener,  ©olb^-,  ©ilberftoff  k.;  iin  reicher  ©toff  2C.),  bef.  «ine  2(rt  flarten 
Beugeö  mit  eingeivebten  S5(nnien,  in  engflec  Seb.  ein  fc(d)ec  Stoff  oon 
©eibe  (fr.  SBrocat  ob.  bro(%irtir  3eii9);  —  3fc^.  (loffarti.q,  Sro.,  bie 
Platin  eineö  ©toffeö  Ijabenb ,  törpcrlic^  (fr.  materiell);  auc^  f.  flojflic^;  floff- 
balti.q,  JRitt.,  förperlic^e  afjeitc  enttjaltenb,  barau6  bepeijcnb;  ftoffloö,  Str., 
ol)ne  ®toff,  b.  i.  untövpcrlid)  (fr.  immateriell);  ot)nc  3nl)alt,  inJjaUlecr;  bie 
>£tofflofi\jfcit;  bei  Stoffnamen,  ®pvac^i.  eine  "Ktt  ber  J^jaupt-  ob.  ?Rcnn= 
Wörter,  wet^c  unbegrenzte,  gleichartige  ®toffc  in  unbeflimmter  ^uebcfjnung 
bejeid)ncn  (Sul)stantiva  matcrialia,  j.  SB.  SBajTer,  (Sifen ,  Srob  JC);  i>di 
StofflUOrt,  9JcuttJ.  bcr  ©pra^t.  f.  alle  biejenigen  2i3örtcr,  «elc^c  floffli^e 
(materielle)  Sorftellungen  cuSbrüdcn,  b.  i.  bie  Singe,  2t;ätigfeiten,  9Sert= 
male,  »veldje  bcn  Stoff  cb.  3n()alt  bcr  2(nfc^auung  u.  beß  ©ebanfenS  ouö; 
matten  (ii.  "K.  Zni)alH-  ob.  SBcgriffönjörter;  entg.  'Jor  m  w  ö  rt  er);  —  üb- 
leit.  flüffcn,  SBir.,  ciu^  ©toff  (2)  oerfertigt  (j.  SB.  ein  ftoffenee  ÄUib); 
flofflirf),  SB>o.,  floffiutig;  ben  Stoff,  b.  i.  bk  50?ateric  ob.  ben  ©a^'Sn* 
i)alt,  anäel)enb. 

jlÖl)nen,  jiellof.  ^xv.  (altb.  nieberb.  u.  f)oU.  stenen;  altnorb.  stynja,  fc^ireb. 
sicna,  stanka;  »gl.  ba6  engl,  stouiid  f.  leiben,  trauern:  griec^.  critV^u', 
i'(ifyt'(<ni',  OTft'äxHy),  tief  unb  laut  feuf^en,  feufjenb  atf)men,  fonjol)l 
auö  großer  SOlattigftit,  alö  trcgcn  l)eftiger  ®d;merjen,  ftnnü.  ciciijen;  au(^: 
envoö  — ,  f.  ftöl)nenb  l)ei-i)orbrtngen,  fa^en. 

ftollcn  I.,  nicl.  u.  üiellof.  ^xv.,  (altb.  stollon,  stollen;  octw.  mit  fteücn, 
©taU,  ©tul)l  K.  üon  ber  3Burjct  stal,  fejlftetjen),  alt  u.  nieberb.  f.  frühen, 
grünben;  nieberb.  audj  f.  gerinnen,  ju  einer  ^e[ten  ?!}?affe  werben;  obcrb. 
fid)  ft ollen,  f.  f)angen  bleiben  (bcf.  »on  bem  ©c^nce,  bcr  an  ben  J^ufeifcn 
be6  ^fcrbc6  Ijangen  bleibt);  flollen  auc^  f.  anfret)en,  ftocfen,  jaubern, 
25ebenflid)fetten  l)aben  (altb.  stullan,  stüUen;  tat)cv  «tulla  f.  ©tunbe,  3eit' 
abfdjnitt,  '»paufe;  »gl.  u.  ©toUcn  4);  • —  bcr  Stollen  1.,  -g,  2J?.  vo.  (5., 
in  ben  crflen  bcibcn  9Beb.  lanbfc^.  auc^  bie  Stüüc,  9)i.  -n,  SSerfl.  baö  StöU- 
dien,  (altb.  der  stollo,  .Stolle,  @,  stollcn)  1)  Stü^e ,  ^foftcn ,  5uf, 
giipgelleU  (j.  S.  SSett^,  3;il'c^=,  SanE=,  etuf)l(löUen ;  bie  ©toUcn  eineö  &('- 
lanberö,  b.  i.  bie  furzen  bicfen  ©auten  ob.  2)octen  bcöfelben;  ik  ©tollen  eines 
2opfe6,  b.  i.  bie  furzen  gii|5c),  inebef.  an  ben  v^iifeifen:  bie  v>orragenben 
^\)t\li  ob.  2('bfä't^e,  welche  gleic^fam  bie  giijjc  bcrfclbcn  finb;  2)  ein  ftcllen; 
förmiger,  balb  mebr  in  bie  Cänge  auögcbcljnter,  balb  furjer,  bicter  ÄÖrper, 
inebef.  ein  gleid)fcitig  inererfig  gefdmittcne^  ^olj  (in  SBaiern:  ein  2öcrEl)olj, 
12  ©^ul)  lang  u.  i  CiuabratjoU  biet);  eine  7lrt  feiner  23robe,  u.  in  anbcrn 
©egenben  ein  SÖarfivorf  üon  SButterteig  mit  9ioftnen  2C.  v»on  länglid^er  gorm 
(getu.  bie  ©tolle,  baö  ©töUd^cn;  aBef^na^tö--  ob.  (5l)ri|l^©tcUe,  auc^ 
3Bert  oö.  SBecte  genannt;  bafjer:  ber  ©tollcnbäcter,  »rer  folc^e  Jtu(^en 
bartt);  lanbf(^.  aud)  eine  mit  $8utter  beffrid)ene  $8robfd)nitte,  ein  Söutter? 
brob:  S?utter(lolle;  f.  auöi  9{icrcnflolle;  3)  lanbfc^.  Älumpen  (5rbe, 
Sd)nee  :c.,  ^ii  fid;  an  bie  Siipe  anfe^en  u.  im  ©eljen  f)inbcrn  (ogl.  o.  fid) 


1102  ©toUen  —  j!o(pem 

ftoUen);  4)  cf)em.  ein  Mfdjnxtt  ob.  2(6fa^  bcc  9?ebe;  insbef.  bei  ben  SReN 
fterfingern  ein  au§  üiec  ob.  mef)c  9}erfen  bejlef)enber  Zhe'ü  eine«  @efe|e« 
(b.  i.  einer  ©tropt)e);  in  Sliirnberg  uneig.  f.  ein  ©rf^wanf ,  «Streid},  ©tücf; 
—  3fefe.  üon  ©toUcn  ob.  ©toUe:  ber  ©toHbaum,  ein  ju  ©toUcn  (2) 
braucbbarcc  Saum;  bie  ©toUbcule,  eine  falte  ©efc^irutfl  auf  ber  ©pi|e  beS 
eUenbogenö  ber  ^ftrbe;  ber  ©toÜfu^,  oberb.  ber  furjc,  ctna^  fd^rage  guf 
eines  ®efaße6  k.;  ber  @to(l{)afcn,  bie  ®toUfarf)e(,  ber  ©toUticgel,  oberb. 
@e[d^irre  mit  ©toUcn,  b.  i.  furzen  güpcn;  ber  ©tollnagel,  eine  2Crt  SWgel, 
mit  meldten  bie  ©6'ttcl  bc[4)tagen  »erben;  ber  @tolIp[ai)(,  SBeifgerb.  ein 
^fat)t  mit  einem  runbcn  flumpffc^ncibigen  (Sifenblec^  (©tolleifen),  auf 
weld^cm  baö  getrodnete  Üebec  i^in  u.  {)er  gebogen  wirb;  ber  ©tollfd^njamm, 
eine  üert)ärtete  ©toUbeute;  —  2(bleit.  floUen  2.,  jiel.  3»-,  mit  «StoUen 
t)erfef)en  (bef.  m  ^ufcifcn  — ,  b.  i.  bu  ©toUen  baran  ((^mieben);  935eiggerb. 
bie  Seile  — ,  b.  i.  auf  bem  ©toUpfaf)!  (f.  o.)  auöjlrecf en. 

(Stollen  2.  m.,  -g,  SO?,  w.  (5.,  (f<^web.  stola,  engl,  stulm;  baö  SDSort 
getjört  in  biefcr  23eb.  nur  ber  neul)oc[)b.  ©prad^e  an,  unb  ijl  »af)rfd^.  ni^t 
»encanbt  mit  ©totitn  1-,  fonbern  oon  bem  flao.  stola,  35ur(^gang,  unterir^ 
bifc^er  @ang,  entlcl)nt),  SScrgw.  ein  wa9ered)tet  unterirbifd}er  ©ang, 
welcher  in  baS  ©cbirge  gegraben  wirb,  um  bk  Söaffer  abjulciten,  ba&  Snnere 
be6  ©ebirgeö  auöiuforfc^cn  K.,  oerfd).  ©c^a^t,  (einen  ©toUen  treiben, 
b.  i.  graben,  anlegen;  —  faffen,  b.  i.  mit  Zimmerung  oerfetjen;  —  löfen, 
b.  i.  ©rf)äc^te  ob.  8id)t(öc^cr  auf  benfclben  nieberfen!en;  ein  aBaffev,  Sage^, 
©u^jloUcn  jc);  —  3fe^  bie  ©toUenarbeit;  ber  ©tollenbau  ob.  =trieb, 
bie  ©totlenfirfle,  f.  girjlc;  bie  ©toUengerec^tigfeit  ob.  baS  ®toKen= 
mj^t,  bie  Sefugniffe  bcö  ©igentfjümerS  eineö  ©toUenS;  ba\)in  gel)ört:  ber 
^ollenl)icb,  b.  i.  bai  9?c^t,  baö  (Srj,  auf  welches  ber  ©toUen  trifft,  in 
einer  gewiffen  SGScite  it)egjul)auen,  u.  bie  ©toüenfleuer,  b.  i.  bk  oon  ben 
benachbarten  ©owerfen  bem  ©töllner  ju  entrii^tenbe  ©teuer;  bie  ©tollen* 
l)Ülfe,  9Seil)ülfe,  meiere  ber  ©töllner  ber  ©etoerffcj^aft  geben  mufö;  ber 
©toUenfarren,  ein  in  ben  ©tollen  gcbraud^ter  fc^maler  gauffarren;  bflS 
©toUenncuntcl,  ber  neunte  Sl? eil  bc6  ©ewinnö,  welchen  ber  (5igentf)ömer 
eineä  ©toUenä  »on  ben  benad)barten  3cd^en  empfangt;  ber  ©tollenfc^a(^t, 
ein  ©^od^t,  welker  auf  einen  ©tollen  ge^t,  um  if)m  Cic^t  ob.  frifc^e  ßuft  ju 
geben;  bie  ©tollenfol}le,  f.  ©ot)le  1.;  ber  ©toUenwagen,  ein  jweiräbri; 
gcr  Äarren,  auf  weitem  ba^  3inimerl)olj  ju  einem  ©toHen  angefat)ren  »irb; 
iai  ©toUenwaffcr,  burc^  einen  ©tollen  abflic^enbeS  SBaffer;  floüenweife, 
9inj.,  in  ©toUen  ob.  mittelfi  ber  ©tollen  (?.  95.  ein»  ob.  au6fal)ren);  bai 
©toUovt,  f.  Ort  1.  2);  —  2tbleit.  ber  ©töllner,  -I,  ber  (Sigentl)ümer 
eine«  ©toüeng,  ber  benfelben  auf  feine  Äoflen  fü{)rt  u.  unterl)dlt;  auc^  f. 
2(rbeiter  in  einem  ©tollen. 

flolpcrn,  jiellof.  3«.  m.  fein,  (»erw.  mit  ©tulpe,  jlülpen,  fd^web.  Stolpe, 
b.  i.  ©tü^e?  —  im  S^ieberb.  fagt  man  f.  jlolpern:  flrumpeln,  t)oll.  strom- 
pelen,  engl,  stumble),  im  @el)en  mit  bem  §ufe  anflogen  u.  baburcl^  in 
(SJefo^r  fommen  ju  fallen,  finno.  |!caud)eln,  (j.  SB.  über  einen  ©tcin  ic. 
flolpern;  uneig.  über  ein  SSSort  — ,  b.  i.  babei  anltojjen,  ftodten  ic);  feiten 
in  fittti^em  Serftanbe  f.  fel)len,  fid)  »ergeben;  ber  ©tolpev,  oberb.  aud> 
©tolperer,  ein  2(nfIop  im  (Se^en,  einmalige^  ©tolpern;  gem.  uneig.  f. 
gel)ltritt,  gel)ler  (einen  ©tolpev  machen);  ber  ©tolprian,  gem.  f.  ein  j^oU 


(lola  —  jlopfen  1103 

pecnber,  ungefdjicft«  5)?enfd);  auc^  f.  ®to(pcr;  |lo(pcrig,  95w.,  Uid)t 
ffolpernb  (ein  jlolperigcö  ^fecb);  jlolpern  macl)enb,  f)ü(perig  (ein  flolpert« 
^er  SDUeg). 

(tolj,  S>ü.,  eomp.  froljcr,  ®up.  floljejt,  (altb.  stok;  nicberb.  flott  u. 
jtclt,  ieiä'nb.  u.  [c^ircb.  stolt.  engl.  u.  t)oU.  «tont;  ber  Stamm  stalt  ift  auf 
bte  SBurjel  stal,  ftcfjen,  (Idlcn  juciictjufiifjrcn;  »gl.  ©tclje;  ®runbbeb. 
jlel)cnb,  aufgerichtet),  l)ur[pr.  «mporiogenb,  anbm  IJing«  übcrragcnb, 
t)od),  gvo^,  anfef)n(id),  fd)ön,  jliUtlid),  prä\1)tig  (etjem.  ein  jlotiec  gj?ann  f.  ein 
groftv,  an|'ct)nlic^cr;  lanbfd).  ein  jloljeö  SOIäb^cn,  b.  i.  ein  «Kdbc^cn  oon  ()o^em 
9Bu<%ö;  obcvb.  bcf.  von  Sljicrcn;  3ag.  bcr  J^itfc^  ijl  ftotj,  wenn  ec  fein  &mtii) 
oöKi3  wiebec  aufgcfc(jt  l)at;  niebcrb.  ein  floljtfö  J^auö,  ftotje  ÄJcibec,  ein  ftoljer 
St)alet  «ilb  u.  bgl.  m.);  "2)  gerc.  in  fittlic^tm  ^üerftanbe:  ho()cn  Sinnet  ob. 
l)üd)fiiuiig,  ebefgefinnt,  ©elbjlgofiihl  {)abenb,  b.  i.  feiner  »ritüic^cn  93or» 
jüge  fiel)  bcirufft  u.  t)ai  öJemeine  u.  ®d)(ec^te  unter  feiner  SBürbe  acfttenb  (ein 
floljer  <Sinn);  (jäufiger  itboc^  in  nacfeti)eiliger  Seb.:  übertriebene«  ©elbf^ge^ 
fühl  bi^beiib  u.  äufernb,  feine  trirf liefen  SJorjüge  überfc^ä^enb  u.  auf  jufäU 
lige  u.  ä'ufjerlid)e  übermäßigen  5GJertb  (egenb,  fid)  iib<r()ebenb,  finno.  f)od)= 
mütb'ig,  übermütJ)!^,  boffä'hrtig,  aufgeblafen,  eitel  ic. :  cntg.  befc^eiben, 
bemütt)ig,  (ein  ftoluec  tOTenfc^;  auc^  al6  J^w.  einStoljer,  bcr  ©totje 
jc.;  ftötje  3)Jienen,  ©cberben,  Söortejc.);  f^ol^  auf  et»raS  fein,  b.  f. 
fid)  beffen  ali  i'mei  SSorjuge«  beiuufft  fein,  forcol)!  in  gutem,  a(S  in  na^= 
tfjeiligem  ©inne  (j.  35.  td)  bin  ftolj  auf  Sbre  greunbfd^aft ;  fie  ifl  flo(j  auf  if)re 
Äinber;  jlolj  auf  feinen  3CbcI,  auf  fein  (sJelb  u.  bgl.  fein);  preu^.  uneig.  bie 
Öutter  ift  flotj,  b.  i.  i)att  u.  ungefdjmcibig;  —  ber  Stolj,  -e«,  o.  55Ä., 
übert).  baö  SSetvuffrfein  feiner  5Bor,J)üge  u.  beffen  'Äußerung;  inöbef.  tbUi 
©elbfrgefiibl,  bcbcr  «5inn ,  Erhebung  über  alieö  ©dilcdne  u.  ©emeine 
(gerechter,  cbler  <Sto(^);  gcjr.  in  nac^tJjciligem  2>erftanbe:  übertriebene^ 
@e(bflgefübl,  Überfd)d^un3  feiner  ^^orjüge  u.  übermäßige  (5rt)ebung  über 
2(nbere,  finno.  >:^od)mutb,  .^offabrt,  '^ufgeblafenbcit  ?c.  (©tolj  auf  fein 
@etb,  feinen  JRang  jc.;  2(bel=,  2(bncn^  Sßauern=,  SBcttelftolj  k.;  lä'c^erli^er, 
beteibigenber  ©tolj);  aud^  ba<?ienige,  »vorauf  man  floij  ifl,  ber  @egenf!anb 
be«  @tc(3eö,  meift  in  gutem  ©inne  (j.  S5.  feine  JCinber  finb  fein  ©tolj;  ec 
tft  ber  ©tolj  feineö  3a()rbunbect6,  feineö  SSolfeö  jc);  —  3fe^-  ba«  Stolj; 
txaut,  lanbfd^.  f.  bie  glac^efcibc;  —  Ubiiit.  ftofjeit,  jicUof.  3».,  tbem. 
f.  bob«n  5)?ut()e5  fein  ob.  werben  (j.  93.  bcr  ©inn,  baö  >?)crj  jlo(i(et  mir); 
ie^t:  (ötolj  jeigen,  bef.  burc^  äußerliches  ©epränge,  fioij  etn^ergef)en,  gew. 
mit  frembartigcr  (Snbung:  floljiren;  bie  ©tolj^eit,  »lt.  f.  baö  @tQl5fein, 
ble  2fufgeblafenf)eit. 

jlöncn ,  jiel.  3w.  (l)oU.  sieuneu ;  »gl.  b.  altb.  stünen ,  flel)en  bleiben,  ftau« 
nen,  f.  b.),  niebcrb.  f.  frühen,  lehnen;  fi  d)  auf  3«nianb  — ,  uneig. 
f.  fid)  auf  i{)n  üerlaffen;  bie  @tönc,  9)?.  -n,  (auc^  ©teunc,  ©teunfet) 
niebcrb.  f.  ©tü^e,  ©trebe. 

flopfen,  jict.  3>»M  (altb.  stopphon,  stopfen;  niebcrb.  floppen;  angclf. 
stoppan,  engl,  stop  u.  stuH";  fc^wcb.  stoppa;  mittl.  Icit.  stupare,  stopare^ 
ital.  Stoppare,  franj.  e'touper;  —  uon  ber  SBurjcl  Stab,  »erflärft  stapf, 
f.  ©tab,  fleppen,  flippen,  flupfen  ic;  »gl.  bai  lat.  stipare,  gricc^.  OTn'ßuu^ 
u.  bie  fonefr.  aBurjel  stubh,  f)inbcrn,  cinbaltcn,  stobhas,  äJerflopfung  u.) 
1)  alt  u.  obevb.  f.  ».  w.  ffupfen:  flößen,  fled)en,  {)ineinft«(fen;  je^t  gew. 


1104  etop))ci 

2)  einen  ^oip«r  in  eine  i^ffnung  ilopen  ob.  fej!  f)ineinbiüc!en,  um  bie- 
felbe  an^ufüUen  ob.  ju  vecfd)[iepcn  (j.  S.  SOSerg  in  ein  Soc^,  gebeni  in  bie 
SSctten,  bcn  SabacE  in  bic  pfeife,  bm  ©töpfcl  in  bic  giafc^e  —  u.  bgl.  m.); 
oud)  mit  bcm  JCcc.  bcö  ©egcnjtanbcö ,  wcld^cc  angefüllt  ob.  ücrfc^loJTcn  wirb : 
ctirnS  llopfenb  auöfüUen,  Der;  ob.  äuflopfen  (j.  33.  bic  Saften  üoU  — ; 
bic  SSctten,  eine  pfeife,  ein  ßecE  — ;  bcn  SOJunb  ooll  ftopfcn,  b.  i.  mit  ®pei= 
fc  anfüllen;  gem.  uncig.  einem  bcn  9Äunb  ob.  boö  SÄaut  flopfen,  b.  f. 
il)n  jum  ©c^ttjcigcn  bringen;  @anfc,  Äapaunen  2C.  jtopfen,  f.  d.  ro.  nubeln, 
oberb.  ((poppen;  uncig.  gem.  ein  Soc^  jlopfcn  ob.  jujtopfen,  f.  eine  ©d^ulb 
bejal)len);  in  engerer  Scb.  Sodjec  in  3«U9«n,  @e|!ri(Jen  2C.  burd)  gaben, 
n)e(d)c  mittelft  einer  dlahel  über  u.  burd)  einanber  gefdjiungen  merben, 
au^füÜen ,  u.  etivag  auf  foId)C  3Beife  auSbeffern  (ein  io6)  — ;  (Strümpfe, 
Älcibec  u.  ftopfcn);  3)  burd)  2}erfd)(ie{5un9  ber  ibffnung  ob.  be6  ^(u^öangg 
t)emmen,  auff)alten,  unterbrücfen  (j.  95.  iaä  SSlut  — ,  ftiUen;  einen  ®uv(^= 
fall  — ;  eine  ©peife  flopft,  b.  i.  fie  oerfc^liept  bcn  Stib,  t)inbcrt  bie  8eibc6* 
Öffnung);  rücfj.  fid)  — ,  burd)  3(n{)äufun9  9e{)cmmt,  jurücf3e()alten  irer; 
ben  {bai  Sreibeiö,  glöfj{)oIj  ic.  jlopft  fi(^;  bie  SßolfSmengc  ftopfte  fic^  am 
3;i;ore);  in  weiterer  SScb.  übcrf).  ettrag  in  ber  SSeivegung  l)emmen,  auf- 
ob.  an{)alten  (j.  SS.  Säg.  bie  i)unbe  — ;  bef.  ©^iff.:  ein  ®(^ijf,  ein  Sau 
2C.  — ,  nicberb.  floppen;  bal)crftopp!  f.  l)a(t  an,  fd^meig!);  —  3fc^. 
ber  ©topfanfer,  >^aupranfcr;  bie  ©topffavbe,  SCflal.  eine  garbe  jur  2(ug= 
belferung  fc^abl)after  ©teilen  eineö  @emälbe6;  ber  ©topfftfd^,  f.  ü.  vo.  ®au- 
ger,  ©^iffl) alter,  (weil  fie  burd^  il)re  9)icnge  bcn  Sauf  bcö  ©d)iffc6  ju  ftopfcn 
fci)cincn);  baö  ©topfgam,  ©arn  gum  ©topfen  mit  ber  ?iabel;  ber  ®tOpf= 
i)at>tXy  4appcn,  ic,  SScrgw.  Sumpen  jur  SScrjlopfung  ber  Slöf^rcn  an  bcn 
SBaffcrEünilcn;  ber  ©topfmcipd,  bag  ©topfmeffcv,  fKci^el,  SDleffer  jum 
©topfen  weicher  SJlaffen  in  Öffnungen,  JRi^enjc. ;  bie  ©topfnabel,  ftarfc 
««ä^nabcl  jum  ©topfen  oon  ©trumpfen  zc.;  bie  ©topfnatl),  ber  @tO))fjlid), 
eigentl)ümlid)e  ^att)  n.  beim  ©topfen;  bie  ©topfnubel,  f.  9lubcl;  bai 
©tüpffegel,  ©^ijf.  ©cgel,  welche  gebraucht  werben,  um  baö  ©c^iff  ju 
ftopfcn  (nicberb.  ©  toppfeg  el);  ba^  ©topff!ücf,  ©djiff.  mit  ^ed)  bc 
fd)micrte  u.  mit  Söcrg  umwunbcne  ©tüc!e  J^olj  jum  Scrftopfcn  uon  ßö^crn; 
©d)iffb.  ein  furgc§  Snbe  oon  einer  ^lan!e,  womit  man  eine  anbcrc  oedängert; 
bai  ©topfwnd)^,  in  ber  SSicnen^uc^t:  tai  2ßa(^ö,  womit  t>ic  SSicnen  bic 
mi^tn  eine§  ©todcö  k.  jujtopfcn,  wilbc§  Söad^§,  SSorwad^ö  2C.;  baS  ©topf- 
waffer  (nicberb.  ©toppwaffer),  ©d)iff.  ein  bcm  ©^iffe  cntgegcnlau 
fcnber  ©trom;  —  3tbleit.  ber  ©töpfel  ob.  ©töpffel,  -5,  ^.  \v. 
@.,  (oberb.  aud)  ber  ©topf,  ©tupf el;  nicberb.  ©töppel)  >  gew»-  ®töp. 
fei  (f.  b.),  ^ftopf,  Äorf;  ber  ©topfet,  -ö,  mv  etivaS  flopft,  (in  bcn 
©aljwcr!cn  ju  Jpatlc  bie  2<:rbcitcv,  weld^e  baö  ©alj  auf  bie  SBagen  laben);  ein 
5öcrfjeu3  5um  ©topfen,  j.  SS.  ^fcifcnjtopfer  (f.  b.);  ©d)iff.  ein  hix^t^i 
@nbe  Sau,  mittelft  beffen  ein  laufenbcö  Sau  gcjlopft  wirb  (nicberb.  ©top= 
per);  wa^  flopft,  b.  i.  anfüllt,  ba\<:t  obcrb.  eine  bi^  öefod)te  ©uppe,  ein 
^:8rei,  bef.  «Kcblbrei;  bie  ©topfcvei,  oerac^tl.  f.  ba5  ©topfen,  u.  bie  ge^ 
jlopfte  3(rbeit. 

©tüppcl,    tu.,    gew.  5)?.  ©toppein,    (urfpr.  nicberb.  gorm;    altljodjb. 

stuphila,    .stophila,    stiipfula,    mittcllj.   sUipfe,    slupfel  u.  sluppe;     obcrb.    bif 

©tupfel;    von  flupfcn,  wegen  ber  fted;cnbcn  Jpalmc,   ob.  in  ber  SSeb. 


©töpfel  —  etöi-  1105 

fc^rocb.  itubb,   engt,  sfulihle,    franj.  csteuble,   i^teulc,  ital.  sloppia,    lat.  sti- 

pula),  bie  nad)  bem  ?!J?cif)en  ob.  <2d)neibcn  flef)en  gebliebenen  5üur^el- 
(5nben  ber  ^^alme  be«  Oietteibe^,  aud)  rcoljt  bcr  ©tcngil  anbcrcr  ^ctbfrüc^te 
(l)ot)c  ©toppdn,  gtoggcn-,  (Scrflin--,  ^nfcr^ ,  (5ibfcn|loppcIn;  bic  Stoppeln 
wcrbiennen;  baö  Sßict)  in  bic  ©toppcfn  treiben  jc.);  uncig.  auc^  bie  '^Infd^e 
ju  ben  J5«t)ertielen  bejJ  (^efliigeli?,  u.  fc^ci-^b-  f-  jlteife  58art(iaare;  —  3fc^. 
bie  ©tüppdbuttcr,  iButter  oon  bec  gj?itd)  folc^er  JViifjc,  wclrf)e  nac^  bcc 
(Srntc  in  bic  «Stoppeln  getrieben  rccrbcn;  \>ai  Stoppcltad^,  eine  2(rt  <Strot)' 
bä(^er,  auö  langen  Stoppeln  9cniad)t;  baö  <2tOppcl(clt>,  baö  abgeerntete 
gelb,  auf  welchem  noc^  bie  Stoppeln  flehen ,  fo  aud):  bcc  ®  toppela  der; 
baö  (Stoppclftcbcr,  f.  r>.  w.  bie  ^Karfc^h-anfljcit  (f.  OTarfc^  2.);  bie  ©top- 
pclganö,  biig  »5tüppc(fc^wcin  ic,  ©anl'c,  Sd}»reinc,  n?clcfec  nad)  bcr 
Grnte  in  bie  Stoppeln  getrieben  werben;  ba>3  ©toppcU^raö,  auf  Stoppel» 
felbcrn  roac^fcnbcß  «raS;  basJ  ©toppelfom  ob.  bev  Stoppel VOCjQcn,  «Kog- 
gen, welchen  man  in  bie  Stoppeln  ob.  in  Sommerfelber  fätt,  welche  im  2ai)x 
üorber  aSinterforn  getragen  baben;  bie  ©toppetriibc,  JRübcn,  »reiche  na^ 
bev  (Srnte  in  baö  ©toppclfelb  gcfäet  werben,  lange,  ob.  gelb-,  auc^  Jpalm-- 
rüben,  uerfc^.  Stectrüben;  bic  ©tüppelfcnfo,  'ftd)!'!,  eine  Senfe  ob.  Sidjcl 
jum  2(bfc^ncibcn  ber  Stoppeln  bic^t  über  ber  <5rbe;  ber  ©toppclüO^cl, 
lanbf^.  f.  bie  gelblerc^e,  aud):  ber  ©  t  öppling;  bei  @tOppc(t>oat,  lanbfc^. 
ein  miffebcr  über  bic  2£rbciter  in  ber  (ärnte;  —  HbUit  fHoppcln,  jiel.  3w., 
(oberb.  flupfcln),  l)  cig.  bie  in  ben  ©toppein  liegen  gebliebenen  '2(()ren 
fammeln  (tbven— ),  in  weiterer  SBcb.  überl).  jurücfgebliebene  gdtd)te  auf? 
fammeln,  nad)lefen  (Srauben,  Dbfl  — );  uneig.  ocräcbtl.  f.  miiljfam  ju; 
fammenfud^en,  ol)ne  SBiibl  fammeln  u.  jufammcnilcKen  (etwdö  au6  S3ü= 
ä)an  ftoppcln,  gew.  jufammcn|loppcln,  fr.  compilircn):  2)  ßanbw.  ba^ 
©toppelfelb  ,iitm  erften  5)?ale  pflügen,  ftitrjen;  3fe^.  ».  jtoppeln:  baä 
©toppciobfl,  nac^  ber  (Srntc  noc^  gcftoppcltc6  Obfl;  ba^  *StoppeI^ebid)t, 
@toppehvcrf  K. ,  ein  au6  anbern  jufammengcftoppelteö  ©ebi^t,  SJer!  K. 
(fr.  Sento,  Kompilation);  2fbleit.  bec  ©toppelcr  ob.  ©toppler,  -^,  wet 
ftoppelt,  cig.  u.  uneig.;  bie  ©tüppelei,  bcii  ©toppein;  etira^  äufammen* 
gefloppelteg,  ein  ©toppeliverf. 

@töpfc(,  m.,  -ä,  Tl.w.  6.,  Sßcrfl.  bag  (ötöpfeld)en ,  (oberb.  aud^ 
Stop  fei;  cntft.  aue  Stöpffel,  ton  flopfen,  f.  b.),  jeber  Äörper,  reeldiec 
baju  bient,  eine  £:)ffnung  jujuftopfen,  finno.  pfropf  (f.  b.),  inöbef.  bie 
ipaljenfövmigen  Äörper,  mit  n?eld)en  bic  runbe  £)ffnung  eineö  (^cfä'fe^> 
bef.  einer  glafc^e,  verfd)lofycn  ttirb  (ein  Stöpfcl  ton  .^olj,  @la6  zc.,  Äor!= 
ftöpfcl  jc);  auc^  bcr  pfropf,  ben  man  in  ein  gcuergtwcbr  labet;  lanbf^.  f. 
«Stempel  ob.  ©tcpel  einer  .^anbfpri^e;  auc^  f.  ?5iillfct  bcr  SBürjtc;  uneig. 
gem.  f.  ein  f leinet,  bicfcr,  auc^  wobl  f.  ein  plumper,  bummer  ?[)?enfd); 
flöpfeln,  jicl.  3n:'-,  mit  ©töpfeln  verfebcn,  »erfdjlie^cn,  pfropfen 
(glafdjcn  -). 

©tör,    m.,    -eg,    ^.  -C,    (altb.  stuio,    sturi,    mittcll).  «tur,    sture,  stiir; 

oberb.  audb  ©tiir,  ©ter,  öftr.  baö  ©törl,  Stürl;  f(^web.  st<>r,  angelf. 
stj'i-ja,  engl,  stur^eon;  nüttl.  lat.  sturio,  ital.  storione,  franj.  esturgeon;  — 
»Qbrfc^.  oon  bem  alt=  u.  ntebcrb.  jlur,  angelf.  u.  bdn.  stör,  f.  gro^,  flarf; 
r>gl.  Stier  u.  Stor^;  alfo:  großer  gifd^;  n.  2C.  »on  ftörcn,  weil  er  im 
©c^lomme  wüblt?),  ein  Sifd)gefd)led)t ,  »pcldjeö  ju  ben  Änorpelfifdjen  mit 

^evfc'S  ^anbwömvb.  b.  b?utf(^cn  ©pv.  2.  z^kH.         70 


1106  etcfr  —  ftöwtt 

Äicmcnbetfeln  9cf)crt;  tnöbcf.  ber  gemeine  <3tör,  bet  biß  20  guf  rang 
»ivb  u.  beffen  eingefallener  Sdogen  (®tö trogen,  ^öfctrogcn)  unter  bem  ?fia- 
men  Äaotar  befannt  ifl;  anberc  2Crtcn  ftnb:  ber  «i^aufcn  u.  ber  ©tertet. 

•Stör  ob.  ^töre,  tx).,  f.  unter  ftören. 

©torc^,  m.,  -e«,  SO?.  (Störche,  (attb.  itorah,  storch  u.  storc;  oberb. 
^toxij  u.  ©tovE,  ®.  u.  SJÄ.  -en;  angetf.  storc,  engl.  [^wcb.  bän.  stork; 
»ernj.  mit  jlarr,  ftur,  jlarf  3C.;  f.  b.  u.  »gl.  ©tier,  ©tör;  alfo:  ber  grofe, 
ftarfe  Söget),  ein  ()od}beinigec,  [an9{)alfTget  ©umpfoogel  mit  langem, 
fpi^em  ©d^nabel,  welcher  al§  3ugöogel  im  gcu{)icif)c  in  unfere  ©egenben 
fommt  u.  un6  im  3fugufl  wtcber  »erläfft,  gem.  Älapperjlotd),  nicberb.  2(bebar 
ob.  Dbebar;  3frtcn  finb:  ber  gemeine  ttjei^e  ©tov(^,  u.  ber  feltnere  [(^rcarje 
©tor(^;  uncig.  fd^erjt).  f.  ein  i)a$exet  SOienfd)  mit  langen  SSeinen;  • — 
3fe|.  i>(i^  @tor(^bctn,  uneig.  f.  langeö,  bünneä  Sein,  u.  ein  SKcnft^  mit 
folc^en  Seinen ;  bie  ©tord^bllime,  lanbfd^.  f.  Äorn=  ob.  Älapperrofe  (weil 
fte  blüt)t,  rcann  bie  ©tördjc  fommen);  audj  (.  »ei^e  Jßinbblume;  ba§  ©torc^' 
mfl;  bec  ©torc^fc^nabel,  ctg.  ber  ©c^nabel  be§  ©tord^eß;  uneig.  wegen 
einiger  3Cl)nlTc^Eeit  ber  (Deftalt:  ein  ^flanjcngcfc^led^t  mit  fpi§  gulaufenben, 
fc^nabetförmtgen  ©amcnfapfeln,  a\x6)  Äranidjf^nabcl,  worunter  man  in 
engerer  S5eb.  nur  einige  2(rtcn  iet  ©tor^fc^nabelS  üerflcf)t  (fr.  ©eranium, 
^elargonium);  eine  "iivt  ©ta^clfc^nerfen,  auc^  ©^nepfenfc^nabel;  ein  Jpcbe- 
jeug,  gew.  Äral)n  (f.  b.);  ein  auä  met)ren  beweglichen  ©täbd^en  jufammen^ 
gefügtes  SBevfjeug,  xodö^e^  baju  bicnt,  einen  9iif6  großer,  ob.  Heiner  nad^- 
jujeicfenen,  aud^  2(ffe;  ©^mieb.  eine  3ange  mit  langen,  fpi^igen  Äneipen; 
bet  ©tord^jlcin,  lanbfd^.  f.  ginget»  ob.  Cud^öflein  (weil  bie  ©tör^e  biefe 
©tcine  juweilen  in  il)re  9tcfter  tragen  foUen);  —  jltord)en,  jiellof.  3w.,  1) 
oberfäd^f.  f.  gierig  fd)Iu(fen,  gefrä'fig  fein;  2)  oberb.  f.  ü.  w.  |lorgen  (f. 
b.),  b.  i.  im  Canbe  f)erumfireidt)en. 

©törebrob,  f.,  aud^:  bie  ©töte,  (r.  ©türe,  ©tut ebr ob,  b.  i. 
©teuer,  Qiabt^  f.  ©teuer  2.),  öftr.  üovjüglic^  gut  gebacEeneö  Srob,  weites 
ju  SBeit)nac^ten  an  Jpau6leute  u.  greunbe  »erf^enJt  wirb. 

|IÖren,  3».  (altf)0d^b.  «torjan,  storran,  mittcllj.  stoeren,^rdt.  störte; 
oberb.  ftören  u.  gew.  jtüren;  fdjweb.  störa,  angetf.  styran,  engl,  stir;  SSJur» 
jel  stur,  aufregen,  aufrübrcn;  t»gl.  ©tuvm,  flürjen  ic.)  1)  Jiel.  einen  ob. 
etn?aö  — ,  in  beftige  SSewcgung  fe^en,  aufregen,  beuntu{)igen,  t>er; 
roirren,  ben  SSeflanb  ob.  gortgang  einet  <Sad)e  unterbiecbcn,  ^inbetn 
(j.  SB.  einen  in  ber  2(rbcit,  im  ©c^lafc  — ;  baö  ©cröuf^  ftört  mic^  im  ^ad)' 
benfcn;  laff  bid)  nid^t  ftören!  ben  gricbcn,  bie  öffentlid^c  9Jut)e,  ben  ©enufö, 
bie  greubc  k.  jtörcn);  2)  jiclloö  m.  () oben,  in  etwa«  unorbentlid)  berums 
faf)ren,  e^  buvd)  einanber  «jerfen  ob.  Witten,  ftnno.  ftobern  (j.  35.  unter 
ben  aSüd^ern,  in  alten  ^^Japieren,  im  gcuft  — ;  aud^  wol)l:  baS  geuet  flöten, 
f.  fluten),  auc^  f.  d.  w.  flod^ern  (in  ein  2Be6pcnncft,  in  ber  9Zafe,  in  ben 
3af)nen  — );  3)  alt  u.  obetb.  f.  umberjie^en,  im  ßanbe  f)efumn)anbern 
(ogl.  ftorgcn,  jlörgen),  inöbcf.  ^anbw.  gegen  bie  v^anbwerföorbnung  butd) 
^auffren  ob.  v^erum^ie^en  ftd)  2(rbeit  »erfd)a|fen;  baljer  aud^  f.  pfufdben; 
auf  bie  @tör  (f.  b.)  ge{)en;  bie  @tör  ob.  ©töte,  o.  SÄ.,  oberb.  f.  2öan^ 
betung  ber  ^anbmetfer  auf  bem  ßanbe  u.  2of)nrtrbcit  berfelben  in  ftemben 
Käufern  (ber  ©d^ujtcr,  ©rf)neiber,  bie  9lät()erinn  2C.  gcl)t  auf  ob.  in  bie 
©tör,  i(l  Ui  Semanb  auf  ber  ©tot  ic);  auö)  f.  Unruhe,  S!}?ü()feagfeit, 


fiorgen  —  ftopcn  1107 

£lual;  —  3Uk-  brt«  ©töreifen,  bie  (gtorflanqe,  ber  ©törjloc!,  ein 
©ifen,  eine  ©tange  ic,  bamit  in  ctroaö  ju  flörcn,  j.  33.  im  gcucr;  ©törftange, 
inßbff.  gifc^.  eine  ©tangc,  mit  welcher  bie  gifd)c  auS  iljrcn  Söd^ern  aufgcflört 
unb  in  baS  9te^  gejagt  werben;  ber  ©törcnfriet»  (auS  „Stör-bcn-5iiebcn" 
jgcj.),  gem.  f.  griebenöflörcr,  Unruf)ftifter;  —  2CbIeit.  ber  Störcr,  -Ö, 
bic  ©törcrinn,  3)?.  -en,  mx  3«ni^inb  ob.  cttrng  flört;  obcrb.  f.  bcrum-- 
jiebenber,  nid)t  junftmä'ßiger  ^anbtverfer,  ^fufd)cr,  v^nufirer  (quc^ 
©torgcr);  bic  ©törcrci,  bag  ©tören,  »vieberf)0lte  Störung:  obcrb. 
baS  v^erum;iiel)«n  ber  ^anbwerfer,  bie  ^fufc{)erel ;  flöriq,  Str.,  lanbfc^. 
f.  gern  [törcnb,  2(nbcre  beunrubigenb;  bie  ©törunq,  ba«©tören,  bie 
S5eunrul)igung,  Unt<rbred)ung;  auc^  ba^  öieflcrttvevben  u.  bie  flörenbe 
<Oiid)e  («Störungen  in  ber  2(rbeit  u.  bgl.;  ©ternt.  (Störungen  im  Saufe  ber 
^(ancten,  b.  i.  Äbtretc^ungen  berfelben  »on  Hjrer  regelmäßigen  5Baf)n). 

florgen,  jiellof.  3«'.  (»gl-  frören  3),  obcrb.  f.  im  ?anbe  f)erum}ief)en; 
ber  @torc|cr,  -ö,  51?.  ro.  (5.,  f.  beruni5ief)enber  >iF)anbroerfer,  ^fufcf)er; 
ßanbfvi^rer,  «^auftrcr,  0uacf falber,  9)Zarftfd)reler;  bie  ®torgcrbüt)ne, 
bic  95uf)nc  cine6  Cuactfalbcrö. 

ftovrcn,  jicltof.  3».,  «It  «•  "berb.  f.  flarrcn,  ragen,  f)erttorftef)en ;  florr, 
aSm.,  lanbfd^.  gem.  f.  ftarr,  fteif;  ber  ®torr  ob.  ©torrc,  -en,  ob.  ber 
©torrcn,  -g,  9)?.  ©torren,  obcrb.  f.  ©tocf,  SSaumftumpf,  trorfener 
©tamm;  abgebrod^ener  3a{)n;  ber  @tör(,  -eö,  9J?.  -e,  gorflro.  f.  S5aum= 
flumpf,  ©tammenbe  eines  abgebrodjentn  Saumcö;  llörrig  ob.  flörrlfc^, 
S3tt).  (obcrb.  ftorig,  nicberb.  fturrig,  fturrf!;  engl,  sturdy),  im  höcbften 
©rabe  ffarr  cb.  unbi^gfam,  nur  in  fittlic^em  Serflanbc,  finno.  l)a(6)Tarrig, 
flarrföpftg,  bartnacfig,  nnberfpenftig,  eigenfinnig  (ein  flörrigcr  SOlcnf^; 
«in  jlörrigcS  ob.  flörrif^eö  SBcfcn  2c.);  ba^cr:  bie  ©törrigtcit,  baö  ©tör-- 
dgfeip,  ftnno.  »^alöfiarrigfeit  k.  ;  —  florjfn,  jictlof.  3m.  (baö  cerflärfte 
florrcn;  ogl.  flarjcn)  obcrb.  u.  bef.  f(^n?ctj.  f.  jlarren,  fteif  fein,  biö 
jüm  ^Ui^en  angefüllt  fein,  flro^en:  f^rocij.  auc^  jiel.  f.  fropfen:  ber 
©torj,  -cg,  9)?.  -c,  auc^  ber  ©torj^en,  -^,  u.  bie  ©torjc,  ^.  -n,  obcrb. 
f.  ©ticl,  ©trunf  (»gl.  ©tarj);  ber  ©törj  (ob.  ©tcrj),  bair.  f.  bicfer 
^ihU  cb.  ÄartcffeU-SSuei ;  bie  ©torje,  5)?.  -n,  bei  bcn  SBoUftreni^crn: 
bie  an  ber  ©d^rcbel  ftd)  anf)dufenbe  ^cde,  welche  ba6  Streichen  crfc^rccrt. 

flör^jen,  jicllof.  3^-  (ocrftarfcnbe  Jtbleit.  »on  ftörcn  .3);  aud):  ftcr^cn, 
jlirjen,  ftür^cn),  obcrb.  f.  müfig  um[)erjiet)en,  ali  25ettlcr  ob.  lJanbffreid)cr 
umljerfd^roeifen;  ber  ©törjcr,  -g,  gew.  Sanbftcrjer,  f.  2anbfrrcid)er; 
weit  iiml)erreifcnber  2(bcnteurer. 

jto^en,  3m.  ablaut.  td)  ftofe,  bu  flcpeft,  er  ftöft  (oberb.  auc^  floßcjl, 
floßt)  Jc;  3niper.  ftope,  flo^;  3mpf.  (liep,  ^onj.  fliege;  ?Olm.  geftcpen, 

(altl)odjb.   stozan,  stiaz,    gistozan;     mittcll).   stozen,    stiez,    gestozen;    cbcrb. 

flopcn  u.  ftöjlcn;  gotf>.  stautan;  nicbcrb.  flöten,  Smpf.  ftobbe,  SRm.  flobbcb, 
flobb;  I)oU.  stooteu;  fc^mcb.  stöta;  iglanb.  steyta;  engl,  toss;  —  SBurjcl 
stut,  burc^  vorgefc^obcncö  s  au6  bcm  fanSfr.  tud  cntft. ,  bat)cr  lat.  tundere; 
ogl.  ftu^cn),  ©runbbcb.  ftd)  fd)nell  gegen  einen  Äörper  bewegen  u.  ben; 
felben  l)eftig  berii()ren:  1)  jiclloß  a)  mit  fein  (in  mct)r  paffiocm  93cvflanbe), 
gegen  ettrag  heftig  anfahren,  beroegt  ob.  getrieben  trerben  (j.  S.  bag  ®^iff 
flößt  auf  bcn  ®runb,  an  bic  ©anbban?  zc. ,  ifl  auf  bcn  @runb  jc.  gcflofu»^''' 
untig.  mit3«manb  ob.  «ttvag  jufammentreffcn:  auf  einen  — ,  ib^  ""' 

7(t* 


1108  ftopen 

üermutf)«t  begegnen;  ouf  etmag— ,  H  t>on  unQifäi)x  antreffen,  ftnben; 
5U  einem  — ,  mit  if)m  jufammentreffen  u.  fid)  mit  i^m  vereinigen  (bef. 
Ärfpr.  j.  SB.  c6  finb  noc^  f)unbert  SKann  ju  bcm  Sfjfgimcnte  gejtofen);  alt 
u.  obcrb.  flogen,  f.  gefrieren  (baS  SBoffer,  bte  Donau  xc.  fiic^,  geitie^), 
gerinnen  (»on  bei-  SJüIdj);  h)  mit  f) ab  cn  (in  mc()c  tf)ätlic^em  23cr)lanbe),  jid) 
mit  ^eftigfeit  gegen  etivag  beilegen:  an,  auf,  gegen,  in,  nad)  jc. 
etroaä  —  (j.  S5.  mit  bem  gu^c  an  einen  Stein,  gegen  bie  3;f)ür  — ;  mit 
bem  Segen  nad^  3cmanb  — :  mit  bem  ©tocE  in  bie  ©rbe  — ;  bec  Jpabic^t 
flößt  auf  Sauben;  bie  Sßinbe  ftoßen  an  baö  Jpau6);  unetg.  f.  flarf  l^aud)en, 
furj  abgefegt  blafen  (in  haä  >&orn,  in  bie  trompete  — ;  Sag.  über^.  f. 
blafen,  auc^  jiel.  j.  S.  er  ppt  ein  gutes  ^orn);  an  ettvag  — ,  f.  fid)  b\i 
bal)in  crftrecfen ,  eg  bcrüf)ren,  baran  gren3en  (j.  S5.  bcr  ©arten  jlöft  an 
ben  SBSalb;  beibc  gelber  ftoßen  an  einanbec  Jc);  2)  jieL  a)  mit  bem  3fcc.  beö 
getroffenen  ®egenjlanbc6:  einen  ob.  ettvaS  — ,  flopenb  berüf)ren,  treffen 
(j.  S5.  einen  mit  bem  guße  — ,  if)n  mit  bem  Slbogen  in  bie  ^dte  flogen ; 
ein  Qd)\i  ijat  it)n  mit  ben  Jpörnern  geflogen ;  auc^  ofjne  3ieln).  bcr  D(i^[e  flögt; 
einen  worben  Äopf  flogen,  uneig.  f.  if)n  beteibigen;  oberb.  eine  ©a^e, 
j.  S.  eine  ©pcife,  flögt  ob.  gem.  flogt  mic^,  b.  i.  fic  ifl  mir  jutriber, 
rotberflet)t  mir;  au^  unp.  eS  flogt  mid^,  f.  ici^  cmpfinbe  25rang  jum  2ad)en, 
©^luc^jen,  Srbrec^en);  inöbef.  fto^enb  üon  ber  ©teile  bewegen  (j.  35.  einen 
inö  SBaffer,  auö  bem  .^aufe,  gu  33oben,  über  bcn  -i^aufcn  — ;  uneig.  etwaö 
über  ben  Raufen  flogen,  b.  t.  umflogen,  gu  nickte  mad^en;  tinen  .fönig  oom 
Sijrone  — ,  b.  i.  gewattfam  entthronen;  einen  auö  einer  ©efeUf^aft  — ,  b. 
i.  »erwcifcn;  etwaö  oon  fid^  flogen,  b.  i.  t)cftig  abwcifen  ob.  able{)nen); 
ferner:  fiofenb  bearbeiten,  bef.  ^ermaimcn  (etmas  ju  ^uloer  — ;  grüben, 
©ercürj,  Pfeffer  u.  bgl.  flogen);  flopenb,  b.  i.  furj  abgefegt  f)ert»orbringen 
ob.  üortvagen  (bie  3;öne,  bie  9loten  —  ;  bat)er  geflogen,  fr.  staccato,  cntg. 
gef^teift);  rücEj.  fid)  — ,  b.  t.  ftd)  felbf^  mit  einem  2!beile  feineS  Äorperg 
gegen  einen  anbern  ftofenb  treffen,  an  itwcii  anflogen  (j.  S5.  id)  \)aU  mi(^ 
an  ber  Si[^ecfe  geflogen;  er  i)at  fid^  am  Äopfe  geflogen);  uneig.  fid)  an 
eine  ®ad}e  flofen,  b.  i.  ^(nftop,  Ärgernifg  baran  nehmen,  ein  S5e; 
benfen  babei  f)aben;  au^:  bie  <Baö:)(  flöft  fic^  an  etroa^,  b.  i.  ft'e 
trirb  baburd)  aufgel)alten  ob.  ge^inbert;  oberb.  fid^  flogen  anä)  f.  fid^  ec^ 
brechen,  u.  f.  fic^  irren;  b)  mit  bem  2(cc.  bet  S85ir!ung:  etivag  burd)  «Stoßen 
l)erüorbringen,  üerurfad)en,  verfertigen  (j.  85.  i^  i)abt  mir  eine  SScute,  ein 
Sod^  im  Äopfe  k.  geflogen;  Sifd^l.  eine  Setflc  flogen,  b.  i.  mit  bcm  ^obel 
verfertigen);  c)  mit  bem  2Ccc.  beö  SSSerEjeugeö  ob.  beö  ©egenflanbcö,  mittelfl 
bcffen  ein  Äörper  getroffen  tt?irb:  flopenb  bewegen,  treiben  (j.  S5.  einen  ^fat)l 
in  bk  ©rbe  — ;  einem  ba§  9Keffer  in  ben  ^dh,  ben  S)egen  in  bie  Srufl  flogen 
JC.);  in  weiterer  SScb.  überl).  f.  flecfen,  legen,  ftelten,  fe^en,  tl)un  (j.  S. 
ben  Segen  in  bie  ©d^cibe  — ;  e()cm.  einen  «Ring  an  ben  ginger  — ;  oberb. 
SBö'umc,  ^pflanjen  u.  — ,  f.  in  bie  Srbe  pflangen,  fe^en;  ÄaufmannSgütec 
— ,  f.  ablaben,  niebertegen;  @elb  jufammcnflogcn,  f.  gufammenf^iegen;  »lt. 
einem  einen  .^alt  —  ,  b.  i.  il)m  einen  J^intcrljalt  legen;  einem  einen  Sag  — , 
b.  i.  anfe^en,  beflimmen,  anberaumen),  inSbef.  einen  ©egenftanb  einem 
anbern  nät)ern,  anpaffen,  anfügen,  (j.  S5.  einen  Sifd^  an  ben  anbern  — , 
^.  i.  bic^t  Ijcran  rüden  ob.  f^ieben;  Sif^l.  u.  ©d^neib.  ein  ©tüd  an  ein  aw 
i'^ft=«'ftügen,  b.  i.  fügen,  anpaffen,  bomit  verbinbcn);  —  ber  ©top,  -e§, 


flogen  1109 

50?.  (Stö§e,  (aftb.  »t(?z,  niebcrb.  ©toot),  1)  bad  ©fofen,  bi«  ftofenbe 
SSeroegung,  bcf.  einmalii^e^  <Stopcn,  (einem  einen  Sto^  geben;  ©tö^e  be« 
fommen;  ein  ®top  mit  bem  ^obcl;  e()cm.  bef.  f.  Canjcnftoß;  jf^t  in  enge^ 
ttt  JBeb.  f.  ^tii)  mit  bem  Degen:  ftc^  auf  ben  ©to^  fc^togen ,  auf  ipitb  unb 
€5to^  ic;  in  weiterer  ^nrcenbung:  ber  ©toß  beö  51[Btnbc6  ob.  Söinbflof ; 
ein  @to^  in  baö  Jporn  u.  bg[.,  f.  o.  ftofjcn  1)  'j);  uneig.  f.  ijtfü^i,  ge>ra(t» 
fame  (Jrfcf^ütterung,  5^ad)tf)ei(,  <3d}abcn,  ogl.  ©dilag  (baö  (>at  feinet 
©efunbt)eit,  feiner  6()tc,  feinem  2Bot)ljtanbc  jc.  einen  ©to()  gegeben;  baS 
gab  ifjm  ben  legten  ©tof ,  b.  i.  ooUenbetc  fein  SBcroerben);  ef)em.  f.  Tfnftof, 
feinbli^c  Begegnung,  Uneinig!eit,  3^i{t)  ®treit;  cberb.  auc^  f.  SSerfto^, 
^cl)lcr;  2)  trag  an  ettrag  jtcfit,  ob.  woran  etirag  flö^t:  bera:f)cil,  welcher 
fttfe  bii  an  bie  ®renjc  er|lrectt,  ob.  bie  &xtn\e  ^  (5cf«,  ben  Ütanb  eine« 
Dingeö  bilbet,  inöbef.  ber  f)intere  Sf)eil  ber  9?abe,  mo  fie  an  bie  2C(^fe  ftößt; 
obevb.  ber  Ort,  wo  jwei  ®runb|lücte  an  einanber  flofjen;  fc^njcij.  über!),  f. 
©renje,  Canbmart;  3immerl.  ber  Dvt,  reo  eine  ©c^treUe  an  bie  anbete  ge^ 
fc^t  wirb;  Sergro.  baS  6nbe  eincö  ©toUenß  ob.  einer  @rube;  auc^  bie  ©eiten 
eineö  ©(^ad^tcS  (f urjc  u.  lange  ©top c);  ber  S3oben  eineö  3!Jlörfer6;  ber 
ftar!c  eiferne  5Ring  auf  ber  ^umpftange  einer  SBinbbüc^fc;  ein  3cugflreifen, 
mit  tt>e(c^em  berStanb  ber  ^tauenröct e  befe^troirb;  auc^  etivaö  ^erüorragen; 
beg  ob.  in  bie  Cangc  ^fuggebefjnteö:  obcrb.  f.  <Stet§  be6  gcbcroiefjg;  u.  f. 
.Keule  ob.  ©cftlagel  (Äalber-,  ©d^öpfenftop);  3äg.  f.  r.  w.  ©topne|  (f.  u.); 
3)  roa*  geflofen  wirb  ob.  t|I;  inebef.  roa^  in  etmai  gefiopen  ob.  gefteift 
mtrb,  bat)er  oberb.  ber  SBorftectnagcl  am  ^fiuggrenbel  (auc^:  ber  ©top  et); 
eiferne  J&a!en  =  9?ägel  an  SBagcn  auf  jcbet  ©eitc  beö  JRunaftorfS  eingcfc^lagcn; 
ferner:  mcii  jufammen  ob.  aufeinanber  geflogen,  b.  i.  gcUgt,  gefegt,  gepacft 
ift:  ein  aufgercf)td)tcter  v^aufen  (j.  S.  ein  ©tojj  J^otj  ob.  J^oljflop,  ein 
©top  Sucher,  *^apicrc  unb  bgl.;  fc^rccij.  uneig.  ein  ©top  Siefj,  b.  i.  fo 
viel  Sßitt),  al6  ber  SDBertI)  oon  30  ®ulbcn  betragt);  oberb.  f.  geronnene 
9J?iId)  (aud^  ©toft),  (Siöbecfe  über  einen  glufö  (oergl.  o.  ftopen  1)  a);  ber 
©top  ob.  ©iSjlop  ge^t,  b.  i.  bie  (Si^betfe  löf't  fic^  üb  unb  fc^t  fi(^  in  fSivoc- 
gung;  auc^:  über  ben  ©top  gefjen,  faf)ren  jc. ;  atfo  nidjt  btop  oon  bem 
flopenben  (Siögang);  —  3fc^.  ber  (Stofaar,  f.  o.  \x>.  ©topoogcl,  ©töpcc; 
bie  ©topajrt,  3immerl.  ein  langet  6ifen  mit  einer  ©^neibe,  bie  SBinfel  ber 
3apf£n  JC.  bamit  glatt  ju  jlopen;  ber  ©topbalfen,  Ärfpr.  ba6  oicrfantige 
.t)olj,  roelc^eö  bti  ben  Settungen  ber  Äanonennjätlc  an  bie  S3ruftn?ef)r  gelegt 
wirb,  bamit  bie  9iaber  baran  jlopcn,  auc^:  bie  ©  topf  d^ir  eile;  bie  (Stof= 
banf,  gafsb.  ein  ftefjenbcr  banfförmigcr  J^obel,  bie  ©auben  barauf  ju  bcftopcn; 
ber  ©topbocf ,  ein  alter  ©emöboc!;  ein  ?0?aucrbred)er  mit  einem  5lBibber= 
fopfe;  ber  ©topboljcn,  Ärfpr.  SBotjcn,  »cl^e  ocn  oben  burc^  bie  SBcinbe 
beö  ÄanoncngcftcUee  gelten;  bie  ©topbü()ne,  Sergn?.  eine  fleinc  Süljne  in 
bem  ©tope  eines  ©^ac^tc§  (f.  ©top  2),  barauf  außjuruljcn;  ber  Stop* 
begen,  ein  2)egen  gum  ©topen,  mit  fd)matcr,  fpi^iger  Älinge;  bag  StOp« 
eifen,  ein  (äifcn,  bamit  ju  ftopen,  ob.  dtvai  ?u  jerflopen,  inöbcf.  f.  JRappicr; 
glintenfptep  (Sajonctt);  ©tampfe  jum  3erfc^neiben  bf§  93ie^futter6;  SSergro. 
baS  (Sifen,  mit  welchem  bie  £)fcr>brü(^e  auggeftopen  »erben;  ©attl.  ein  S^au- 
eifen  jut  SSerjicrung  feibener  3cuge,  u.  bgl.  m.;  ber  StO^falf ,  ber  gemeine 
gal!,  Serc^enfal?;  bie  ©topfeile,  ©d^loff.  eine  2(rt  fleiner  geilen;  ba^ 
©tofgarn,  ©^iff.  &axx\,  »on  alten  Äabelgarnen  gemad^t  jum  SeÜeiben  u. 


1110  flogen 

Äugbeffern  ber  Saue;  Sag.  f.  t>.  w.  ©tofne^;  baö  ©tof gebet,  ein  furjeö, 
glcid^f.  auggejlo^cneö,  ®ebet;  tag  @tofgen?e{)r,  ein  &tmi)t  jum  ©tofen, 
j.  S.  ®pic^,  Segen  jc;  ber  @tOpl)erb,  iQütterwa.  eine  abf^üffig  aufge» 
l)ängte  pfjcrne  Safct,  auf  »ctd^er  burc^  ©d^wingcn  ob.  ©to^en  bie  fc^wereren 
erjt^cile  aus  bem  gepcd^tcn  Jpaufmcrfe  abgefonbert  »erben;  ba9  ©top^olj, 
ein  tjörjevncc  ©tö^cf  ob.  ©töfer;  ble  ©topfante,  ®^iff.  ber  tjöljerne  «Ranb 
in  ber  äußeren  SSerÜetbung  beö  ©d^iffeö,  bie  a5ergt)öljer;  ©d^neib.  f.  o.  w. 
ber  ©to^  (2)  um  einen  gvauenroct;  ber  ®to^fci(,  Bö^i^b.  Äeitc,  weli^e 
gwifc^en  bie  ©tvcdblöde  u.  ben  JCiel  geftofen  werben,  wenn  ein  ©^liff  oom 
©tapel  gelaffcn  wirb;  bie  ©to^Hingc,  fc^male,  fpi^ige  Älinge  jum  ©tofen; 
ber  ©topfolben,  Jpüttenw.  ein  Äolben,  ben  J^erb  bamit  gu  jiofen  (gem. 
©tofform);  bie  ©toplabe,  ZiW-  ein  J?>obcl,  mit  welkem  bie  ®ef)ren 
ber  ©cfimfe  ocrfröpft  werben;  bie  @tof matte,  ©d^iff.  Statten  oon  ©am, 
um  i)k  9iaf)en  gefpiefert,  um  fie  »or  bem  ©treuem  am  9Jlaft  ju  fd)ü§cn;  bie 
©topmaug,  Keine  gelbmauS;  bie  ©tofmcwe,  eine  "Kvt  brauner  SJlewen; 
bie  ©topnati) ,  ©d^neib.  eine  9tattj ,  burc^  weli^c  gwci  an  einanber  geflogene 
Snben  ot)ne  Umfc^lingung  an  einnnber  gefügt  werben;  hai  ©tOßnci^,  Sag. 
ein  9^e^,  in  beffen  SKitte  eine  lebenbe  Staube  befejligt  ifl,  jum  gange  ber 
©toftiöge(,  au^  bto^:  ber  ©to^;  bie  @tof perle,  ©amenperlen,  bie  ju 
2(r?neien  gcrjlofcn  werben;  ber  ©tofriegel,  ^[pr.  ber  Wintere  «Ruljerieget 
(f.  b.);  ber  ©to|riemen,  stiemen,  weld^er  ben  Äutf^faften  mit  bem  «Baume 
»erbinbet;  ber  ^Äto^ring,  ber  9?ing  an  ber  9^abe,  weld^cr  im  Saufe  bcg 
fRahii  an  bii  3(d)fe  anflögt;  bie  ©toffdge,  eine  ©age  ol)ne  ®ejteU,  nur  mit 
einem  .i^eft,  welche  man  fto^enb  bewegt;  ble  ©toffd^eibe,  ©d)eiben  ob. 
S5tcd^e,  mit  weld^en  ik  ©eid^fcl  eines  SQJagenS  oom  befc^lagen  wirb;  bie 
©topfd^roelle,  f.  ©to^balfen;  ber  ©toffeufjer,  ein  furj  auSgeftofener 
©eufjer,  mit  ©eufjen  begleitetes  ©tof gebet;  bie  ©to^fpvi^e,  grofe  geuer^ 
fpri|e  mit  boppcltcm  Srudwer!;  ble  ©topflang^,  Jg)iittenw.  lange  ©tange 
jum  Sfbfto^en  beS  oon  bem  gcucr  loSgebrannten  @rjeS;  ber  ©toptreil,  Jpanbw. 
ein  mit  einem  ©ewi^te  cerfef)ener  Sreil  ob.  S)riUbof)rer,  ber  glei^fam  burc^ 
tinen  ©tof  in  ^Bewegung  gefegt  wirb;  ber  ©toptrog,  ein  Srog,  in  weld)cm 
aSieljfutter  Hein  gejlofien  wirb;  ber  ©topüogcl,  jeber  größere  Slauböoget, 
ber  mit  einem  ©to^e  auf  feine  Seute  fallt,  ©tö^er;  bie  ©topwaffe,  ;tt)ct)r, 
SBaffe  jum  ©to^en;  hai  ©toftuerf,  eine  9Kitn?pre|Te  gum  prägen  ber  gro- 
ben SMnjfortcn  mittelft  eines  flo^^enben  ©c^wungeS  ber  ^refsftangc;  ber 
©topwinb,  ein  fid^  plo^li^  crljebenber  (jeftigcr  SBinb;  bai  ©topjeug,  ein 
aus  ?wci  SSrettem  jufammcngefe^teS  SBerfjeug  ber  ©c^riftgiefjer,  worin  iit 
gcgojfenen  S3ud[)jlaben  befeftigt  werben,  um  fie  mit  bem  Seftojjfjobel  ju  bear« 
bciten:  —  2tblcit.  ber  ©töfel,  -^,  5D?.  w.  (5.,  ein  ^OBerfjeug  jum 
©tofen,  j.  S.  ble  3)?()rferfeule,  ber  ©tempel,  mit  welchem  baS  ^ui»er  in 
ben  sRafetcn  feft  geflogen  wirb;  ber  SJorflecfnagel  am  Pfluge,  ogl.  ©tof  3); 
Ui  ben  Söpfcm:  ein  Raufen  oöUig  jugcrid^teten  Si)oneS;  ber  ©tüper,  -g, 
?D?.  tu.  (5.,  (oberb.  au^  ©tö^er;  nieberb.  ©töter)  1)  trer  etlvaö  flöft 
ob.  jlopenb  bearbeitet,  (j.  S.  in  2(potl)cfen,  ©ewurjläien;  in  ©aljwerfen: 
ICtUitiVy  weld)e  baS  ©alj  in  bie  Äufen  einflofen,  (bair.  ©aljfto^er,  ft6^= 
ler  ob.  gew.  =jlötlel,  f.  Serfaufer  oon  ©als  u.  anbern  ©egenjlä'nben  im 
Älcinen);  ef)em.  au^:  eine  Hvt  Sanbjtreid^er  (©to^cr,  ©tirnftofer,  f. 
b.);  2)  ein  jlo^enbeö  2:i)ier,  inSbef.  ein  ©tc^vogel;  lanbfd^.  f.  Sudjtbengjl; 


ftottem  —  f!rarf  1111 

u.  f.  bref)franfe«  ®d)af;  3)  ein  ©erfjeug  ium  <Stofen,  f.  ».  ».  ®to§ef, 
Äfule,  ©tofdfen  ob.  «Stampfe:  flöfig,  »«.,  gewoljnt  ju  flofcn,  ^etn 
fiofenb  (rin  jtö^iger  Dc^ö). 

flottem,  jieltof.  3ttt.  m.  J)Qben,  (üerftdtfcnbe  S35icberf)olun9§form  con 
tiefen  in  niebnb.  JBilbung,  ogl.  bittet  »on  beipcn;  nicbcrb.  jtötern,  engL 
stut,  stuticr;  oberb.  gem.  fto^cn,  flauen,  jla^^ffn  ic),  im  ©predien  oft 
mit  ber  äunge  anftcfen,  einzelne  Ünute  ob.  «Silben  uniuilifürlid)  mel)t- 
maii  n)ieberf)0(en,  bef.  in  go(ge  fcl)lert)aftet  Scfd)affcnJ)cit  ber  ©prad)n)ert' 
jeuge,  ob.  fc^tcc^tcc  ®eit)6t)nung,  »erfc^.  bie  ftnno.  ftocfen,  ftammeln  (f.  b.); 
uncig.  öon  Zxkb-  u.  SfJäbcrn>er!cn:  feinen  9(eict)ma§i3en  (Mang  l)aben;  audj 
jtel.  etnja^— ,  flotternb  betüorbringen,  fagen;  bec  Stotterer,  -«,  reet 
j!ottert  (nieberb.  gem.  ber  @t  otterb  ort);  ftottcrig,  SBit).,  gem.  f.  jlotternb, 
mit  «Stottern. 

(Sto^,  m.,  -e«,  Wl.  ©tö^e,  u.  gere.  @.  -en,  9)?.  Stoßen,  (oon 
ftofen,  fluten,  f.  b.),  oberb.  1)  au(%  ber  <S to|en,  -«,  f.  «Stamm,  Älofe, 
(faljburg.  Sergn).  ein  'i\  3olI  biete«  ®d)martenbrett);  fdjrccii.  f.  .Salböl  ob. 
@ct)öpfen!eu(e;  2)  ein  runbeg,  roeite«  ^öljerneg  ©efa'f  ju  gjJitd^,  SOlolh-n 
jt.  (aud^:  baö  ©tö^el);  ein  gro^e^  Srinfglag  (fc^weii.  «Stoßen;  fd)njäb. 
©to^cngUß,  ein  fiirjcö  Äclc^glaö  mit  einem  ^uf);  fcfaweij.  aud)  ein  ^lüfs 
ftgfcit^maf  =  \  SKaf;  3)  bair.  f.  gefrierenbeö  ^iJaiJer,  geronnene  9}?i(d) 
(ogl.  ©tof  3);  4)  auf  bcn  Sirotet  3C(pen:  ber  Äned)t,  welcf^er  bie  Ääfe 
bereitet;  5)  f.  o.  w.  «Stufe  (f.  b.):  ^Ibljang,  abfcl)uffige  ©teüe;  —  flo^ig, 
JB»t).,  1)  f(%n)äb.  f.  ftämmig,  ftarf  u.  unterfefet;  "2)  f^rotis.  f.  fteit,  jäf), 
abfd)üfftg  (auc^:  fto^ae^tig,  jäblto^ig);  uncig.  f.  eigenftnnig  (ogl. 
fd^rotf);  flogen,  1)  iicllof.  3if.,  ((^»eij.  f.  jlteil  fein,  fteil  gegen  etwa« 
gerid^tet  fein;  2)  jicl.  3^-,  alt  u.  fc^iücij.  f.  »oU  flopfen,  t)äufen. 

florPCn  ob.  ftoOen,  ?iel.  ^rc.^  (JjoU.  stooven,  engl,  stew,  fdjircb.  stufwa, 
franj.  etuver;  urfpr.  überfj.  wärmen;  tg(.  ©taoc  u.  ©tubc),  nicbcrb.  etna$ 
in  einem  uerfdiloffenen  ©efä'pe  in  feiner  eigenen  SSriibe  fod)en,  f.  o.  vo. 
beimpfen,  fd^moren,  |taud)en  jc.  (gcftorctce  gleifd^,  £)bft  jc);  ein  "ilaii 
— ,  b.  t.  auf  einem  9?ojle  warm  mad)en,  bamit  e6  baö  Sbecr  bejTcr  an» 
nimmt;  bie  «Stolpe,  1)  o.  gjf.  bai  Storoen,  £)ampfen  2C.;  2)  Wl.  -n, 
ein  2ßärmgefa§,  ^tmx^üb&im  (gcnj.  ©töroefen);  bei  einer  8(lcepfc^lci= 
gerci:  baä  ©ebaube,  wo  bie  Jiaue  gejlowct  u.  getl)eert  irerben:  bie  (Ston)-- 
Pfanne,  ber  «Stowtopf  (nicbcrb.  =pott)  jc.  f.  ©^morpfannc,  ^topf. 

©trabe,  »>.,  9)?.  -n,  (anbfc^.  f.  bie  3:aud)ergan6. 

jlrnbeln,  jiellof.  3«.,  lanbfc^.  f.  o.  ».  flrampein,  jlrappeln,  f.  b. 

jlracf,  a5n>. ,  (5omp.  u.  ©up.  feiten;  ftracfer,  flracfjl,  (aUb.  strah,  strac, 
(5J,  strackes;  oberb.  aud)  gc|lra(J,  nieberb.  ftraE,  i)o\l.  strack;  angclf.  strac, 
engl,  straight;  —  ber  Stamm  oon  flrecten,  »t>cldje6  auö  strach-ian  cntft. 
{|l),  mci|t  olt.  f.  gefirecft,  auggeflrccft,  flraff  (j.  58.  flrade  2Crme);  gerabe, 
in  geraber  9tid)tung  fid)  erflreefenb  (ein  ftracter  58aum,  SDBcg,  Cauf;  flracteö 
?(Bege6,  ti)(m.  f.  gerabcö  SßScgcl);  baber  auc^  f.  eilig,  fdinell  (ftracten 
gufe«),  nieberb.  f.  f)aflig,  of)ne  Umfld'nbe,  gerabeju  (ftraS  fein),  u.  f. 
fleif,  (iörrig;  ftracfö,  5«».  (altb.  strackes,  eig.  ber  0cn.  beö  83».)  ült.  f. 
in  geraber  JKid)tung  (j.  35.  bibl.  firadä  auf  bem  SßSege  bcö  ßcbeni  geben), 
auf  er  in  bem  jgcf.  f  djnurjlracts  (f.  b.);  gen),  f.  gerabeju,  unoer  jüglid), 
fogUid),  fdjneU,  plofelid);  e^em.  au^  f.  pünftlic^,  genau;  jlracflic^  ob. 


1112  f!mfen 

jirä'(f(i(^,  5t».  u.  SB».,  »U.  f.  iJlo^Iicf),  fdfjn^lf,  fd^leunig  (dn  flrada^er 
3:0b);  pünftüd),  genau  (ein  ®cfe^  flrärtlirf)  galten);  bie  @tra(f()eit,  »lt., 
baä  ©tracffdn,  bte  ©erobbdt  k.;  —  ber  ©tracfel,  -6,  9??.  «3.  (5., 
obeib.  f.  Äniittd,  <StO(f,  ^rügel;  ©tampfer  jum  gejlfto^tn  bc6  ^u(oer6; 
flräcfcln,  jiel.  3».  f.  fd)Jn9en,  ilopen,  iibermäfiä  antreiben,  abmatten 
(ba§  3u9»ic{)). 

Ilrafcn,  jicl.  3»-)  (mlttett)oc^b.  strafe,  obtrb.  jtraffen;  fdjweb.  strafFa, 
bän.  straffe,  t)oU.  straffeu;  fet)It  im  2((tf)od)b.  u.  ift  Qud)  im  {jeuttgcn  Stieberb. 
nid^t  üblii);  e6  fd^cint  non  bcm  alten  stroufen,  oberb.  flraufcn  (f.  b.),  b.  i. 
t)eftt9  reijicn,  raufen,  jlreifen,  ausgegangen  ju  fein,  »el^cS  auf  eine  SBurjel 
straf,  struf,  strup,  jiel)en ,  jurü(Jjufül)ren  ifl;  ügl.  ftvajf,  jtreben,  jtrupfen 
IC.)  urfpr.  f örperltd)  befd)a'bigen ,  t>erle|en ,  baher  nod^  oberb.  f.  be{)aucn, 
befd)neiben  (^olj  — ;  im  ©d^leSrctgfdien:  einen  JBaum  —  ,  f.  auöf(i^neiteln); 
uneig.  alt  u.  oberb.  f.  jiired)tiveifen,  berld^tigen  (j.  S.  5emanb6  9?ebe  ob. 
2(u6fprad)e  — ,  eine  ©4irift  u.  bgl.  — ) ,  tabeln,  [ekelten,  einem  etvoai 
verroeifen  (j.  95.  bibl.  Jperobeö  »urbe  »on  .3of)annc6  gcftraft;  el)em.  ein  Urtf)eil 
(trafen,  f.  »crwcrfen;  je^t  noc^:  einen  mitSBorten,  mit  SBlicEcn  — ;  einen 
Cügcn  ftrafen,  b.  i.  it)n  ber  Söge  bef(^utbigcn);  ge».  in  engerer  ffieb.  alö 
Sofge  ob.  jur  SSergeltung  einer  unerlaubten  ob.  unbefonnenen  ^anblung 
dnem  ein  Übel  äufiigen,  mit  bem  2(cc.  ber  ^erfon:  einen  — ,  (einen  wegen 
eineö  9Sergel)eng,  für  feinen  ßeid^tftnn  u.  — ,  iljn  am  ^iihe^  om  geben,  an 
@elbc  u.,  mit  ©cfangnifs,  mit  Canbeöücrweifung  jc,  i^n  um  jei)n  St)aler 
2C.  — ;  ® Ott  ftrafe  mi^!  ob.  jlrafe  mit^  ®ott!  eine  gem.  S5etl)cuerungg= 
formcl  jur  95e!räftigung  ber  SBat)rt)eit),  auc^  mit  bem  2tec.  ber  ©ac^c:  etwaS 
— ,  finnt).  af)nben,  rügen  (einen  get)ler,  ein  93 erbred) en --);  —  bie  ©träfe, 
5JJ.  -n,  (mittetJ).  strafe,  aud)  strafunge;  obcrb.  i)U  ©troff),  eljem.  f.  3uc^t, 
SSerirdg,  SSabd;  je^t:  dn  jut  SSergeltung  dner  unerlaubten  ob.  unüber= 
legten  v:^anb(ung  Semanb  treffenbeS  Übel  (j.  58.  baä  ijl  i)k  ©träfe  beineö 
3Sortt)i^e6!  götttid)e  ©trafen  u.),  insbef.  infofern  eg  ihm  in  ?^o(ge  ber  Über= 
tretung  dne6  ®efe|e^  wn  9?ed)tön)egen  jugefiigt  tvirb  (eine  ©träfe  auf 
ctxoai  fe^tn;  ctwa^  bd  f^werer  ©träfe  »erbieten;  dne  ©träfe  über  3emanb 
oeri)ä'ngen,  itjn  mit  ©träfe  belegen,  if)m  eine  ©träfe  juerfennen,  auflegen; 
bie  ©träfe  an  i()m  »oUji^l)en;  feine  ©träfe  leiben;  bie  ©träfe  milbern,  auf= 
^eben;  einem  bie  ©träfe  erlajfen ,  fc^enfen;  @elb=,  CeibeSfirafen  jc;  2ebenö= 
ob.  Sobeöjtrafe  u.);  in  engerer  S8eb,  f.  (^elbflrafe,  S5upe  (©träfe  geben, 
jaulen;  einen  in  ©träfe  nct)men,  b.  i.  iljn  ci^ie  ©clbftrafe  jaf)tcn  lajfen);  — 
3fe^.  öon  ftrafen  unb  ©träfe:  ba^  ©trafamt,  bai  2tmt,  b.  i.  bie  SSefugnifö 
u.  £)blicgenl)eit  ju  ftrafen;  bie  ©trafbüd^fe,  SSü^fe  ?u  ©trafgetbern; 
ber  ©ttaffall,  ein  gall,  auf  »etd)en  dne  ©träfe  gefegt  ijt;  jlraffdUig,  SS»., 
in  ©träfe  »erfatlen,  ©träfe  »erbicnenb,  finno.  jtrafbar,  (|traffälltg  fein,  »er- 
ben; flraffäUige  J&anblungcn);  bie  «Straffälligfcit,  boS  ©traffaüigfein,  finno. 
©traf barfeit;  jlraffcrtig,  üB».,  bereit  ju  jtrafen;  ftraffvci,  S5».,  frd  »on 
©träfe,  unbeftraft;  bie  »©trafftdf)dt,  (fr.  2tmneftie);  bag  ©trafgebid)!, 
4ieb,  el)em.  f.  ©pottgebi^t  (fr.  ©atire);  bai  ©trafgelb,  jur  ©träfe  erlegtes 
®elb;  bie  ©trafgered^tigfdt,  ftrafenbe  ©ered^tigfeit ;  baö  ©trafgertc^t, 
ein  @erid)t,  »elc^e6  ©trafen  »erl)angt;  aud)  ein  Übel,  fcfem  c6  alö  eine  »on 
©Ott  »ert)cingte  ©träfe  ongefef)en  »irb  (bie  ©trafgeri^te  ©otteS);  baö  ©traf- 
gefe^,  dn  ®cfe§,  burd^  »e^eS  eine  ©träfe  für  et»aß  feftgefefet  wirb  (fc. 


f!roff  —  ®traf)I  1113 

•5)änat--®cfe^) ;  bic  ©trafqetratt,  ®maU  ob.  SJfac^t  ju  fltafen;  bie  Straf; 
faffe,  ^a^t,  in  wtldje  bie  ©rvafgelbcc  eingefjcn;  ber  ©trafflQCier,  offene 
lieber  2lniläc^cr,  Jt)cld)et  bie  ÜOtitrctfc  bcc  ®el't^e  oov  ®crid)t  jitfjt  (Stcunj.  f. 
baö  fr.  giecaO;  flrafloö,  93«.,  ofjne  ©träfe,  mit  feiner  ©träfe  belegt,  un- 
geflraft  (ftraffofe  ^ec^fjeit  Jc);  üon  ber  ©träfe  befreit,  ber  ©träfe  crlebigt, 
ilraffrei  (einen  für  jtraflo6  erüdren);  bie  ©traflüftc^tcit,  bae  ©traftoöfein, 
bie  Ungejfraftfjeit;  ©traffreiljeit;  ber  ©trafort,  einDrt,  an  »rclcljem  man 
eine  ©träfe  erleibet,  ob.  fi^  jiir  ©träfe  auftjaltcn  mufö,  j.  93.  ein  ^ü<i)ti)au6; 
bie  ©trafpfarrc,  eine  fc^lei^tc  '^Jfarre,  bie  einem  (ScifHidjen  ^ur  ©träfe 
wegen  eincö  93cr9el)en6  gegeben  roirb  (fr.  ^önitenj=^farre);  bie  Strnfprcbiqt, 
©trafrebe,  eine  ftrafenbc,  b.  t.  Calter  ob.  Zi)ox\)dUn  fc^arf  rügenbc  ^rebigt 
ob.  3?ebe;  uneig.  ein  langer,  ernfltic^cr  53erroei6  (einem  eine  ©trafprcbigt 
l)atten);  ber  ©trafprcbigcr,  ^rebncr,  wer  ©trafprebigten  ob.  ©trafreben 
l)Qlt;  bag  ©trnfrcd^t,  stecht  ju  flrafen;  ber  ©trafrid^tcr,  ein  SRidjter, 
welcher  ©trafen  juerfennt;  bie  ©trafrut()e,  3iüti)C  j(ur  3iic^tigung;  uneig. 
e^em.  f.  göttliche  ©träfe,  ©trafgeric^t;  bie  ©traffc^ic^t,  SBergro.  eine 
&d)i6)t  ob.  ein  SEagercer!,  weli^eö  ein  93ergmann  wegen  eine^  Sßcrge; 
l)en6  unentgeltlich  üerridjten  mufö;  bie  @traff(f)rift,  ßajler  u.  Sf)orl)ei« 
ten  jlreng  riigenbe  ©c^rift,  ©pottfc^rift  (eljem.  f.  bai  fr.  ©atire);  ba« 
©tratübet,  ein  Übel,  q16  eine  ©träfe  betradjtet;  ba^  ©trafurtbeil,  ein 
Urtf)eit,  burc^  welches  eine  ©träfe  juerfannt  wirb  (fr.  ^önal-Urttjeil);  ftraf= 
YOÜvbig,  S5w.,  wertl),  bcflraft  ju  werben,  ©träfe  oerbienenb,  ftrafbar,  gew. 
nur  »on  ©a(!^cn  (ftrafwürbige  Jpanbtungen,  ein  ftrafwürbigeß  93erbre^en  jc); 
bie  ©traftpürbic^fcit,  finno.  ©trafbnr!cit;  —  "KiUit.  »on  jlrafen: 
firafbar,  S3w.,  fäl)ig  ob.  foertl),  geftvaft  ju  werben,  ©trofe  Derbienenb, 
(jlraf bar  fein,  ft^  für  firafbar  ertennen;  ftrafbare  .i^anblungen  ic);  bie  ©traf* 
barfeit,  bai  ©trafbarfein  (eineö  ^OTenfc^en  ob.  einer  .^anblung);  ber  ©tra; 
fer,  -g,  bie  ©traferinn,  5)?.  -en,  feiten  f.  mer  [traft,  ber  ob.  bie  ©trafenbe; 
fltäflid^,  S5w. ,  meijl  »lt.  f.  jhafenöwertf) ,  ber  ©träfe  unterworfen,  ge» 
linbcv  al6:  ftrafbar:  bafjcr  auä)  f.  tabelngwertb,  ^JZifgbiÜigung  üerbienenb, 
cntg.  unflröfltci),  nur  »on  ©ac^en  (ein  ftraflic^eS  Scginncn,  fträfltc^c  ©itel= 
!ett  u.  bgl.);  bie  ©traflid^feit,  ba6  ©traflicbfein ,  bie  tabelnöwertbe  S3e= 
fcbaffenbeit;  ber  ©träfling,  -eS,  Wl.  -e,  rcer  ju  einer  ©träfe  üerurtbeilt 
ifl,  eine  ©träfe  erleibet,  ftnno.  3iJrf)tnng;  —  flräfeln  (gem.  jlräf fein), 
oberb.  3w.  f.  freveln;  bie  ©trcifclrebc,  f.  freDelt)afte  Siebe. 

ftraff,  95w.,  eomp.  firaffer,  ©up.  Ilraffj^,  (altb.  straf,  &.  strafiFes; 
SBurjcl  straf,  jtef)cn,  u gl.  {trafen,  ftrcben  k.),  jlarf  angejcgen,  gefpannt 
ob.  au^gebebnt,  aud^:  firamm,  entg.  fd^laff  (ein  ftraffcS  ©eil;  eine  ©ebne 
jlraff  auöfpanncn),  jlro^enb  fcU  (ein  ftraffer  ©elbbcutcl);  altu.  oberb.  uneig. 
f.  jlreng,  rauf),  fiorrig  (f^wcb.  straf,  raul));  bie  ©traffbfi^  ba6  ©traff= 
fein,  bie  jiraffe  SSefcbaffcnbeit;  jlraffen,  siel.  3tt5.,  «Reuw.  f.  jiraff  machen; 
fid)  — ,  f.  flraff  werben. 

jlraffdliig  ic.  —  jlraftuürbig ,  f.  unter  [trafen. 

@tral)(,  m.,  -eg,  Tl.  -en,  (e{)em.  w.  btc  ©traljl;  alti.  stral,  m.,  SK. 
straele;  u.  gew.  strala,  strale,  w. ;  angelf.  strael,  fc^web.  strala;  itat.  strale, 
m.;  flow,  strela,  fammtlid^  ^  f  e i t  bebeutenb;  bal)er  auc^  angelf.  straelian, 
[law.  strelati,  streliti,  f.  fc^icpen;  »ieUei(!^t  »on  ber  SBurjel  stra,  {treuen?  ba 
baö  ongelf.  strael  ouc^  „etwaö  JCuSgebvciteteS ,  ein  Seppt^"  ^eift),  1)  et}cm. 


1114  Btxai)l 

f.  ein  ^fet(,  ba^w  noäi  uneig.  bec  etnec  ^feüfpt^c  ai)mXnbe  mitttete  Zi)tii 
bti  ^fetbe^ufeö;  2)  bec  SSlig  (2Bettec=,  J)onncr;,  SBltlilraH;  bafjer 
au^  obecb.  ©traijljlrcid^  f.  emfd^lagenber  58li^;  ©tra()(tt)ctter  f.  25oni 
nctroetter;  u.  @trat)l!  at6  gem.  JCuöcuf  bec  S8et()eucrung ,  SJerwunberung, 
ob.  beö  Unrottltnö,  wie:  SSIt^!  2)onner!  jc.  tai)tt  aud^  bte  oerftäcfenbc  Äraft 
»on  ©tcal)l  in  3fci|.  bcr  gem.  SSolföfpr.  wie:  @traf)lferl,  =menftl^, 
'f(!^clm,  ©trablmäbd^en,  «bci^Eu.  bgl.  m.);  3)  ba6  oon  (eudjtenben 
Äörpern  in  gccnbet  Cinie  auöge^enbe  2ict)t,  be[.  fofern  eö  bem  2(uge  al« 
lange,  t)cUe  (Streifen  crf^eint  (iiä)t'-,  ©onncn|tra{)len;  @trat)Ien  fd^iefcn,  Wix- 
fen  K.;  hk  ©traljlen  bec  2iugen,  ber  (gbeljleine  u.,  b.  i.  ik  »on  benfetbcn 
jurürfgctt) Offenen  ßic^t|trat)ten) ;  baber  4)  uncig.  f.  getabe  Linien  ob.  fid)  in 
geratet  ßtnie  crjlrccfenbc  .Körper,  tnäbef.  eine  auä  einer  engen  ibfifnung 
I)ert>orgetriebene  glüffigfeit  (bcr  SBafferftrabl,  ©trai)t  auö  einer  ©pri^e 
jc);  lanbfd^.  bie  3dbne  eine§  .Kammer  (ogt.  ©trcif)(,  jirä()len);  nieberb.  bie 
©profTen  einer  Seiter;  in  engerer  SBeb.  gerate  Sintcn  ob.  gerabltntge  Äörper; 
tt)eüCy  bte  t>on  einem  C!)?ittelpunfte  nacf}  t)erfcf)iebencn  ©eiten  auSgef)en, 
%.  S5.  ^ftanj.  bie  auö  einem  «punEte  cntfpringenben  Slumeniliele  einer  25olbe; 
bie  langen  ©pi|cn  ber  ©eejlcrne;  i>k  Änorpel  ob.  Anoden  ber  gifdjflofTcn; 
bie  ©peid^cn  eines  9iabcö  (fr.  Stabien);  Staturf.  aüäj:  bk  gerablinigcn  3;{)cile, 
in  weld^e  fi(ö  bk  SKafTe  ocrfcbiebener  ©tcinartcn  abfonbert;  f(^w>eii.  auc^  f. 
Ärpflall,  £lirarj  (baber  ©tra^lenbanb,  f.  Sage  oon  »eifern  Cluorj; 
©tral)lenlodb,  f.  .^öble,  worin  Är^ftaU  ijl  ic);  —  |!rat)ten,  3».  1) 
jielloö  mit  f)aben,  <Stra()(en  fd)tefen,  gla'njenbeö  ßtc^t  verbreiten  ob.  jU; 
rücf werfen  (bie  ©onne  jlrablt;  flrablenbeö  St-J^t,  geuer;  ftra^lenbe  2(ugen); 
uneig.  fid)  j!ra{)(enb  auf ern,  fierttorglanjen  (j.  S.  greube  jlirablt  aus  ibrem 
JBlirt);  2)  giel.  ettraS  — ,  jlra()(enb  tjerbreiten,  mittf)ei(en,  auf  ern  (bk 
©onne  ftrablt  SBcirmc;  greube,  "Knmuti)  :c.  jlrablcnbe  3(ugen);  mit  @traf)ten 
Derfe{)en  (^flanj.  geftrablt,  ols  Sn;.,  f.  ».  «?.  flrablig);  3)  oberb.  (ou^ 
ftr allen)  f.  t)arnen,  5Baf[er  Inffen  (junäcbft  »on  ^ferben);  —  3fe|. 
mit  ©trat) l:  bie  @tral^(at>er,  Jlbcr  an  ber  <B^i^i  bes  ^ferbebufcs  (f.  o. 
©trabt  1);  bie  @trai)Iblenbe,  SSlenbe  »on  jlrabligem  ©ewebe;  bag  ^txa\)U 
feuer,  flrabtenbeS  geuer,  insbcf.  «Raf ctcnfeuer ;  ber  (Strablflmö ,  ©teine, 
wetdbe  fidb  wie  ©^wämme  an  bie  J^orn=  ob.  glintenjlcine  fe^cn;  h(\$  <Btxai)U 
gefd^n^Ür,  ©efdfewür  in  bem  ©trabt  (1)  eines  «pferbeS;  ber  ®trat)lgip§, 
^glimmet,  @ips,  ©limmer  »on  ftrabtigem  ©cwebe;  ber  @trat)l{)ammer, 
?feil,  '^fet(,  Sonnerftein;  ber  ©trat)lfopf,  bas  ©pinbetfraut ;  ber  ©trat)^ 
forb,  eine  "iitt  Äorbmuf^ctn  mit  jlrablförmig  gcjei^nctc-n  ©cbaten;  bie 
©tra()Imuf(^el ,  f.  ».  w.  Äammmufdbet;  hai  ®trQl)lro^r,  ©pri|cn=  ob. 
2£uSgufSrot)r  ber  geuerfpri^en;  bie  ©traljlfd^eibe,  gejlrabtte  ©^eibemufc^eln; 
ber  @tra^(frf)örl ,  Sergw.  eine  3(rt  ©teinflad^S  »on  flrabligcm  ©ewebe;  ber 
©tra()lflein ,  fdiweij.  f.  Äri)ftaU,  cmdb  blop:  ©trabt  (f.  o.);  eine  "Kxt  beS 
Sat!fteinS;  aud^  f.  gingcrfiein;  ber  <2tval)l|Ireid),  bag  ©tra^lwetter ,  f. 
0.  ©trabt  2);  —  mit  ©trat)ten:  bai  ©tra^lcnangefid^t,  *antlil|, 
-öUgc ,  bidbt.  f.  jlrabtenbeS,  t)enliä)  gtä'nsenbeS  3fngefi<!bt  n. ;  bie  (Strat)len= 
bred)ung,  Sfiaturt.  bk  SSrcd^ung  bcr  Eidbtjlrablen,  b.  t.  bk  3fb Weisung  bcr* 
felben  »on  ibrcr  SRid^tung,  wenn  fie  aus  einem  bid^tcrcn  SSJlittct  in  ein  biinncreS, 
ob.  umgefebrt,  übergeben  (fr.  SRcfraction) ;  bai  ©trai)tengefid)t,  -gewanb, 
bie  @tral)lcn9eflalt,  biäft.  f.  flrablcnbeS  ©efidjt,  bergt,  ©ewanb,  ©cftatt; 


ftrd^tcn  —  ftramm  1115 

bec  ©traMenglanj,  fef)r  f)eirer,  lebfjafter  (^anj;  flra()(cnf)eü,  ffln?.,  bic^t. 
f.  glänjcnb  t}t\i,  i)<i\l  flraf)tenb;  bie  @tral)(en()eUe;  bec  (Stral)lcnfcgel, 
gu  einer  tcgclförmigcn  Cic^tmafTc  oereintgtc  ©traf)lcn;  bec  @traf)(cnfranj, 
=freiä,  bie  ®tral)lcnfrone ,  ein  Äranj,  Ätciö,  eine  Ärone  oon  ®trat)len, 
flraf)(cnbec  ob.  Icudjtenbec  Atang  Jc;  inöbcf.  f.  ^eitiflenfc^ein  (fr.  SRimbuö); 
|lral)len(oö,  ©«>.,  feine  ®trat)lcn  »ucrfenb;  burc^  feine  ©traJjlen  ertjellt; 
ba^  @trQl)lcnmcer,  bidjt.  f.  eine  ßropc  pUe  fid)  ocrbreitenber  iMc^tflraljUn; 
bec  @tral)lcnnen),  Unat,  bie  Jfugcnnecoen,  »reiche  quo  bcn  (Strat)[cnEnötc^cn 
fommcn  u.  in  bie  5Regenbo9ent)aut  9el)en;  flral)(cnrcid),  SB».,  bid)t.  Diele 
©trauten  reerfcnb,  fe{)r  glanjenb;  bec  @tra()(cnf(^eln,  ^ciligcnfc^ein ,  cgi. 
0.  ©trat)tenfranj ;  bec  @trn()(en^  ob.  (Stral)(fpQ(ter,  eine  breifeitigc  gld= 
ferne  6cffä'ii(e,  burc^  toclc^e  ber  Cic^tftrafjl  in  fteben  farbige  <S)txat)kn  gc« 
ti)cHt  wirb  imtüw.  f.  baS  fr.  ^ciöma);  jlral)(enüoU,  IBm.,  me(c  ©trafjlen 
werfenb,  ()eU  ftraljlcnb ;  —  2(bleit.  oon  @trat)l:  jira^lic^,  95».,  @tcaf)(en 
l)abenb,  roerfenb,  üccbceitenb:  mit  firaf)lföcnii3  (aufenben  ßinien  oec^ 
fefjen,  ob.  aui  foldjen  Sbeilen  befle^enb  (jtra(}liger  ®ip6,  ©(immer  ic; 
eine  flraf)tige  SBlumc  :c.;  ait^  gcftratjlt);  —  oon  jlral)len:  bie  Straf)* 
lun(^,  baS  <Stra[)Ien,  bie  SJeibceitung  bec  <Stcaf)(cn;  frca()(enä't)nUcf)e 
SSerbceitung. 

jlräl)len,  jicl.  3«-)  (auc^  flrclen;  altf)0d^b.  slrelian,  ^rdt.  stralte; 
mittel^,  strelen  u.  stralo;  von  ben  ©tral)lcn,  b.  i.  3ät)nen  bcS  JiammcS? 
f.  ©trat)l  4),  oberb.  f.  fammen;  bei  ben  »paaren  raufen;  aueijanfen;  bec 
©trcil)t,  -eg,  £W.  -e,  ob.  (5träl)(er,  -ö,  oberb.  f.  Äamm;  fc^weij. 
@tccit)l  Quc'^  f.  SBaumflumpf. 

©tvä^n,  m.,  -e^,  5!)?.  -e,  u.  @träl)ne,  tv.,  9)?.  -n,  (am.  der  streno, 
stiene,  ®.  Sirenen;  oberb.  ber  ®trc()n,  beS  ®tret)nen,  aud^  ber  ©treng; 
angelf.  strene,  streng  f.  ©d^nur,  aSanb  jc;  engl,  strain  f.  3ug,  ©ang,  ©pur, 
©tamm  IC;  böljm.  stnuia,  ©d)nuc;  oon  einer  SBurjcl  »trau ,  strinan,  »ci- 
tergebitbet:  strinjjan,  bat)er  ©trang,  flreng  ic,  f.  b.),  eljem.  übcrf).  f.  ©tcang, 
glecbte  oon  gaben,  J^aaren  ic,  Socfe,  3opf;  ©tceifen,  ©tcieme;  gew. 
in  engerer  Seb.  ein  ©trang  gefponnenen  @arnö  oon  einer  beflimmten  2(n= 
iai)l  gäben,  in  ©a^fen  =  2  3oöpeln,  40  ®ebinb,  ob.  800  gaben,  -^  ©tuet 
@arn,  in  ©c^leficn  =  3  3a6petn  ob.  {  ©tücE;  9{abl.  ein  ^acf  gecid)teten 
^ratbe^. 

jlrafcn,  flrafetn,  jiel.  3».,  nicbcrb.  f.  ficeicf)cn,  jiceidjeln;  fid)  jlca; 
fein,  au^  f.  fid)  ftcecfen,  bel)nen,  cefeln. 

ftramm,  SB».,  6omp.  flcammec,  ©up.  flrammft,  (bur^  2(ffimttation  auä 
straf-u  cnt|t.  üon  straf,  ftrajf;  »gt.  ©tamm)  bef.  niebcrb.  u.  fc^»eij.  SRebenform 
oon  fltcaff:  |!arf  gefpannt  ob.  au^gebehnt  (ein  ftrammcs  ©ei(;  ber  SRoct  fi^t 
ftramm  jc);  aud^  f.  fteif  (ein  jh-ammer  @ang);  angeflcengt,'f!arf ,  traftig) 
(ftramm  jugef)en;  ein  flrammer  SSurfd^e);  jlrammen,  3»-)  nieberb.  1) 
jicdoö  m.  l)ab cn,  flramm  ob.  jlcaff,  gefpannt  fein,  fidi  fpannen,  äufam; 
menjie{)en  (bie  5Iöunbc  ftrammt,  b.  t.  ifl  fc^mcrjt)aft  gefpannt);  2)  jiel. 
tttoni  — ,  ftraff  mad)en ,  ftarf  fpannen;  einen  — ,  f.  btüden,  been; 
gen  (baö  Äleib  flrammt  mi^);  fid)  — ,  f.  fid)  auöfpannen,  anflcengen; 
ben  Äopf  l)od)  tragen,  ffd)  briiflen;  ba^  @trämfe(  ob.  ©tcemfef,  -ö, 
0.  2».,  nieberb.  f.  baö  ?ab,  »elc^eö  bie  (Ki(^  lUammt,  i.  i.  jufammcn» 
iUI)tf  gerinnen  roa^t. 


1116  (imm^fm  —  ©tranb 

f!rann)fen,  obccb.,  ob.  ftrampen,  nieberb.,  jitllof.  u.  jtet.  3».  (»gl.  txap- 
pen,  tcampcn,  trampeln;  gotf).  trimpan,  tramp,  treten;  baf)cr  jlrampen 
burd)  oorgetrcteneö  »erftärfenbeö  [) ,  gem.  f.  l)ift\Q  mit  ben  S^f «n  auf  bic 
(5rbc  jTo^en,  flampfen,  (j.  JB.  ba§  ^ferb  jlrampft  auf  ben  JBoben;  eg  jlrampft 
bie  erbe);  jlrampeln,  auc^fl  raspeln,  oberb.  jirampfeln,  jiellof.  3».  m.  §a= 
ben,  SSerKeinerungö'  u.  Sßicber^olungöform  oon  jlrampen:  bie  ^ü^e  voUUx: 
l^olt  tretenb  ob.  jlofenb  berocgen,  ^owoi)l  im  ©tel)en,  a(§  aud^  im  ©i^en  ob. 
Stegen,  mit  ben  güfen  jappeln  (ba6  Äinb  jtvampelt  im  SSette);  baS  ©tram^ 
pferlein,  oberb.  [c^crjf).  f.  -Sü^d^en;  flrampclnbeg  ob.  jappclnbeS  .Rinb. 

©tränt»,  m.,  -cg,  5)?.  (feiten)  ©trd'nbc,  (angelf.  engl,  fc^wcb.  ban. 
Strand;  altnorb.  strönd;  im  2tlt{)oc^b.,  foipie  im  Ijeutigen  Oberb.,  f(^eint  baö 
SBort  gu  fel)Ien;  ber  ©tamm  strant  {jl  ira^rfc^.,  wie  suaug,  eine  SBeiterbil' 
bung  ber  SBurjel  stran,  »gl.  ©trä'l)n;  ©runbbeb.  alfo:  erjlredung  in  bie 
Cdnge;  »gl.  oud)  bü§  oberb.  fid)  flranjen,  f.  fid^  jlreden,  bel)nen),  ber  ftd^ 
btd)t  am  50?eere  f)}njtef)enbe  ßanbjlreifen,  iai  flad)e  Ufer  bcS  9)?eere«, 
aixd)  »of)l  etncg  ßanbfeeiJ,  fo  mit  eö  bei  ber  ^öc^ften  g(utf)  »on  bem  SBaffer 
uberflrömt  »erben  fann,  »erfdj.  oon  Jtüfte,  ®ejlabe,  roclc^c  ba6  {)öl)ere 
Ufer  mit  begreifen,  u.  bem  ganj  allgemeinen  Ufer,  (ein  ©4)iff  läuft,  gerätt) 
:c.  auf  ben  ©tranb;  e§  finb  ©üter  an  ben  ©tranb  getrieben  :c.);  —  flranben, 
gieUof.  3»-  m.  fein,  an  ben  ©tranb  getrieben  ttjerben,  auf  ben  <Stranb 
3eratf)en  u.  bort  fej^  fi^en  (geftranbeteö  ^otj;  SBaWfifd^e  u.  önbere  grofe 
©eetljiere  flranben),  bcf.  oon  ©Riffen,  tveld^e  am  ©tranbe  <Sctjiprud) 
leiben  (bae  ©d^iff  ijt  geftranbet;  geftranbete  ©üter,  SQBaaren  ic);  —  3fefe- 
»on  ©tranb:  ber  ©tranbbauer,  9)?.  -n,  am  ©tranbe  rcoljnenbe  Sauern; 
ber  @tranbbcwül)ner,  bte  @tranbbcn)oi)nerinn:  ber  ©twnbbötö,  am 
©tranbe  gefangener  ©cebörg;  bie  «Stranberbfe,  cnglifd^e  ©eeerbfe  (f.  b.); 
ber  ©tranbflfd),  am  ©tranbe  fid^  aufl)altenbe  u.  bafelbft  gefongene  gifc^e; 
bie  ©tranbfifdj)erei,  ia^  gifd^en  am  ©tranbe;  bie  @tranb9eted)tigfeit, 
f.  ö.  w.  ©tranbrcd^t  2);  bai  ©tranbgraä  ob.  ber  <3tranbl)afer,  f.  ©anb» 
t)aorgra6;  ba$  ©tranbgut,  3Ä.  ©tranbgüter,  geftranbete  ©d^iffSgüter; 
bai  <Stranbl)äf)nlein ,  eine  Itxt  ©tranbluufer;  ber  ®tranbl)äring ,  eine 
3(rt  f leiner  .^aringc  in  ber  Oftfee,  aut^  ©trömling;  ber  @tranbt)err,  Obcr= 
f)crr  eineö  ©tranbeS,  weisser  bie  ©tranbgered)tigfeit  f)at;  ber  ©tranbjäger, 
sRaturf.  eine  "iitt  SÄewen;  ber  ©tranbflee,  ein  am  ©tranbe  »ad^fenbeS  flee» 
ä'l)nlid^eg  SCRooS;  ber  ©tranbfo^t,  am  ©tranbe  »ad^fenber  roilber  Sicfjl, 
g)leerEol)l;  bai  ©tranbfraut,  am  SKeeregftranbe  wa^fenbe  Ärciuter,  inöbef. 
f.  brauneö  .ÄnotengraS  ob.  Cungenfraut  (corrigiola  littoralis  L.),  u.  f.  ©anb= 
nelfe;  bie  ©tranbf reffe,  f.  o.  w.  ber  «Weerfenf ;  bai  ©tranbtanb,  baS  am 
©tranbe  gelegene  Sanb,  Uferlanb;  ber  ©tranbläufer,  eine  ©attung  ©umpf= 
üögel  mit  faft  runbcm,  bünnem  ©djnabel,  fleinem  Äopfe,  langem  J^alfe  u. 
^iemlid^  furjcm  ©^wanje;  ocrfd^.  2(rten  jtnb:  ber  gepunftete  ob.  größte 
©tranblaufcr;  ber  gemeine  ©t.,  aud^  ©anbldufer,  »pfeifcr  sc;  ber  f leine  ®t. 
ob.  ©anblüufcr;  ber  grüne,  ber  afd)graue,  ber  fd^warje  @t.  Jc;  bie  ©tranb* 
melbe,  »erfd^iebenc  am  ©tranbe  tcad^fenbe  3(rten  ber  SÄelbe;  bie  ©tranb- 
mürfe,  eine  2Crt  «müdfen,  loeld^c  fid^  am  SBajfer  auff)alten;  bie  ©tranbnelfe, 
©anb'-  ob.  ©eencl!e;  bie  ©tranborbnung ,  obrigEeitl.  SBerorbnung,  bie  ©in* 
fammlung  beS  SSernjleinS  an  ber  preup.  Djlfeefülte  betreffenb;  ber  ©tranb* 
^)fcifer,   eine  Art  Stcgenpfeifcr,   auc^  Ufer-,   ©celerd^e  zc  genannt;  bai 


flra;ibcln  —  (Strang  11  IT 

<5trnnbrcrf)t,  1)  bic  ©cfammt^eit  bn  bcn  ©tranb  u.  bte  geflranbcttn  ©ütic 
betrcffenbcn  sReci^tebcilimmiingcn;  2)  baS  Siecht,  bic  @en(^t6barftit  bec 
(Stranb()crrn  über  bcn  ©tianb  u.  3(tlc6,  rcaß  fic^  an  bcmfelbtn  befinbet,  inebef. 
beffen  ©igenttjumßrcc^t  an  alle  gcflranbetcn  ©iitci',  bae  Uferrcdjt,  in  bcn 
miiftcn  Cänbcrn  gegen  ein  bcflimmtcß  SBcrgcgclb  abgcfc^afft;  bcr  ©tranbreitet, 
ein  berittener  <Stranb  =  2(uffet)cr  über  gcflranbctc  ©üter,  bic  ßinfammlung  bcS 
Scrn|lfin6  :c.;  9iaturf.  eine  ^Trt  SJegcnpfeifer  mit  fcljr  langen  btutrotijcn 
güpen,  Qud)  0tc(jcnlQufer,  JHiemenfui  ic;  baö  ®tranbn)l)r,  &antxoi}t; 
tai  ©tranbfal^,  am  SOJccrccflranbc  gefunbcneö  ©cefotj;  ber  ©ttanb; 
fc^lcic^cr,  eine  livt  ©teinfc^nectcn;  bcr  Stranbfc^ncit'cr,  auf  0rönlanb= 
fat)rcrn:  biejenigen,  welche  bic  großen  ©tücfe  ©pect  mit  bcn  (StranbmcJTcrn 
jcrfc^nciben;  bic  ©trnnbfc^ncpfe ,  eine  3(rt  ©c^nepfcn  oon  ber  @rößc  einer 
Saubc,  am  OTeerc6|lranb  u.  bcn  Ufern  oon  gtüffen  u.  0etcn  Icbenb;  auö)  eine 
2Crt  ©tranbläufcr;  bic  @tranbfd)nialbc,  ufcrfctjtraibe;  ber  (gtranbfc^n^im- 
mer,  eine  2(rt  ©c^n?immfd)nccten;  ber  *£tranbfparqcl,  OTcctfpargel;  ber 
©traiibüogfl,  am  ©tranbc  Icbenbe  Jßögcl;  ber  ^^ttanbüogt,  2(uffet)cr  über 
bic  am  ©tranbc  aufgeführten  Deiche. 

flranbeln,  jietlof.  3w.  m.  t)aben,  (ogl.  trönbtln),  obcrb.  f.  tnacfeln, 
unfd)lüffi3  fein,  jcgern,  ^meifcln;  im  Sieben  ftocfen,  flottem. 

(2tranc(,  m.,   -c^,    5^.  (Strange,   (obcrb.  au^:    bc6  (Strängen,  bie 

©trongen;  altb.  sträng,  süanc,  @.  Stranges,  SJÄ,  strenge,  unb :  der  stränge, 
®.  strängen  2C.;  ültnorb.  strengr,  f4)tt>cb.  U.  angclf.  streng,  engt,  string ; 
ital.  stringa;  oon  bcm  altb.  ablaut.  3tO.  stringan,  stranc  ic.,  nltnorb.  strengja, 

engl,  suing,  anjicljen,  jufammenjief)en,  fpanntn,  anjlrcngen;  baljct:  ftteng, 
iai  engl,  strong,  ftarf,  strength,  Jtraft;  f.  au^  ®trdl)n;  ogl.  baS  lat. 
stringere  u.  b.  griec^.  aTQciyyfir ,  baljcr  aTni'.yyältj,  (Strang,  ©trict),  eilt 
©trief  ob.  @eil,  inöbcf.  fofern  ei  jum  Sieben  biont  (j.  Sß.  bic  (Stränge  am 
SBagen,  am  Pfluge,  b.  i.  bic  3ie|)fcilc  bcö  3ugüielj6;  bafjer  uneig.  fpri(^nj. 
flc  jie^cn  2(Ue  an  einem  Strange,  b.  i.  jtc  arbeiten  gcmeinf^aftlic^  an  einer 
©ad)c;  »Dcnn  alle  Stränge  reiben,  b.  i.  im  äu^crftcn  9^otf)faUe;  ber  ®locCen- 
jtrang,  f.  b.),  ober  urni  SSinben,  3ufantmenfd)nüren,  bcf.  jum  »fangen 
eines  Ubeltf)ä'terS,  ba^er  au^  f.  bie  ©algenflrafe  übtxi).  (einen  mit  bcm 
©trangc  ijinvidjtm,  jum  ©trangc  i>crurti)eilcn ;  er  i)at  bcn  ©trang  oerbient 
lt.);  niebcrb.  aud^  übert).  f.  (Sd)nur,  j.  SB.  ^erlenf^nur,  9labclfd^nur  jc; 
obcrb.  u.  fc^weij.  f.  Strähn  (oerfl.  ©trängli);  5Raturf.  ein  ©eroadtg  in  bcn 
2Bajycrröl)rcn,  wclc^cö  au6  einem  ©ewirre  flcincr  3afcrn  beftc^t,  audj  5ud)g? 
fd)ivan5,  »^öUenjopf  k.;  alt  u.  oberb.  (©trang  ob.  ©trange,  SK.  ©tran^ 
gen)  aud)  f.  9?eil)e,  3ci(e,  ?inie;  fdimaler  ^elbflreifen ,  lidcxbeet;  bcf. 
bcr  t)om  ^flug  umgcftürjtc  (Jrbflrcifen;  ^Bafferflrcif,  S5ad),  Jlufäarm:  — 
3fc^.  ber  ©trangbafen,  |tar!c  ^a!cn,  in  welche  bic  ©trängc  bcö  ^ferbc^ 
gef^irrö  cingcljaft  werben;  baS  Stranglcbcr,  tcberne  ©c^eibc  an  bcn  ©trän= 
gen  ju  beiben  ©eiten  beö  9?au(^e§  beö  ^fcrbeö;  bic  Strangfc^lcifc,  Icbcrne 
©djlcifm  am  'Pferbcgcfi^irrc,  burc^  welche  bic  ©trängc  gcljcn;  —  2tblcit. 
fträngcn  ob.  jlrängeln,  gicl.  3ip.,  alt  u.  oberb.  mit  einem  «Strange  bin; 
ben,  tvürgcn,  erbroffem  (fr.  flrangulircn,  com  lat.  strangdare,  franj. 
etrangler);  quc^  f.  beunruhigen,  quälen,  plagen,  hart  bel)anbetn  (oberb. 
aud):  jlrägein,  (Iräctcln);  bic  Stränge,  ber  ©trängel,  f.  (Strenge, 
©tcengef. 


1118  jhanjen  —  ftcaubm 

ftranjen,  3».  (»gl.  ©franb),  obctb.  gem.  1)  riic!}.  ftd)  — ,  f.  fid)  fTrc* 
den,  bef)ncn,  refein;  2)  gieUoö  f.  mufig  unif)erlaufen;  grof  tt)utt;  bie 
©tranje,  9)?.  -n,  (aud^  ©trenje,  «Strunje)  gem.  f.  eine  müpige,  föuU, 
Iieberncf)e  ireibl.  ^erfon. 

flrappdn,  atcUof.  3».  (oberb.  aud^  jlrapeln,  fltabcln),  gem.  f.  ». 
tt).  ftrampeln,  f.  b. 

Strafe,  m.,  -c^,  o.  «Ol.,  ein  l)arteg  ÄrnffaUglaS,  »elc^eö  jur  ®runb= 
majTe  bec  gefärbten  ®läfcr  ob,  gtiiJTe  bicnt,  nac^  feinem  ©rfinbec,  einem 
©tra^burger  Äünftter,  fo  benannt. 

©trapbaum,  m.  (oon  ©tra^e?),  im  5OTüf)lcnbau:  bie  SSalfen  ber  Un= 
terlage,  auf  n?et(i^cn  bec  ©(^litten  ob.  Sßagen  mitteljl  beö  ©etciebcS  fortge^ 
gogcn  wirb. 

(Strafe,  n?.,  SO?,  -n,  (altb.  straza,  straze;  oberb.  bie  ©traf  u.  ©trafen; 
nieberb.  ©träte;  fcfjwcb.  strät;  angelf.  straete,  engl,  street;  oon  bem  tat. 
strata,  b.  i.  via  strata,  gepflajlcrter  SDBeg,  con  stemere,  ebnen,  bat)nen, 
pflaftern;  baf)er  mittt.  lat.  estrada,  ftal.  u.  fpan.  strada),  ein  gepflajlerter 
ob.  mit  (Steinen  belegter  u.  in  «jeiterer  SScb.  über!),  ein  großer,  breiter 
öffentlid)er  2Beg  (auf  offener  ©träfe  angefallen  werben;  bie  2anb  =  ,  Jg)eer-, 
g)oftftrafc  u.);  insbef.  ein  breiter  gepflaflerter  5Beg  jtvifd^en  ben  «^aufcr; 
reiben  in  einer  (Stcibt^  oerfd^.  oon  ®affe  (f.  b.),  »eld)e6  ieboc^  im  Oberb. 
aud^  für  bie  breiteren  ©trafen  gcbraud^t  mirb;  in  toettcrcr  2(n»T>enbung  übcrl). 
f.  5Beg,  9?id)timg,  (Streif  (j.  S5.  feine  ©träfe  jie()en;  gef)  beine  ©träfe! 
ic;  ogl.  sfRilc^flraf  e);  inöbcf.  f.  5öaffern?eg,  9Jid)tung  ber  (Scl)ifffat)rt, 
fd)iparer  (Strom  (SSafferftraf  cn);  S!)?eerenge  (j.  35.  bie  ©träfe  oon 
Oiibraltar);  —  3fe§.  ber  ©tra^enarbeiter,  »er  bti  ber  2(nlegung  ob.  3(uö» 
befferung  ber  ßanbftraf en  bef^äftigt  ijl,  auc^:  ©trafenmad^ct  (oberb.  ©traf= 
mad^er  u.  ©traf  er);  ber  ©frapenbau,  2(nlegung  u.  Unterl)altung  ber 
Sanbjlrafen;  ber  (Strafenberetter,  obrigfeitl.  ©trafcnaufftf)er  ju  ^fcrbe; 
ber  (Straf  enbamm ,  er^öfjete  Äunfiftrafc  (fr.  6f)auffee);  ber  (Straf  enbieb, 
tücr  auf  offener  ©träfe  flie^lt;  ber  (Straßenfeger,  bie  ©tragenfegcrinn, 
f.  gcger;  bai  Strafengeleit,  f.  ©etcit;  bai  (Straf engerid^t,  ebcm.  ein  auf 
bffcntlid^er  ©träfe  gef)altene^  ©crid^t;  hie  ©ert^töbarfeit  über  bie  ^anbjtrafcn, 
«.  in  weiterer  SSeb.  bie  allgemeine  ®erid()t6bar!eit  überf).  j.  U.  o.  3aun=  ob. 
^fa^tgerid^t  (f.  b.);  bci^  ©traf eng eftnbel,  liebcrli^e  Sanbflrei^cr ;  bie 
©trafenbure,  oerworfenffe  ^urc,  bie  if)t  ©eioerbe  auf  ben  ©trafen  tteibt; 
ber  (©traf  enjungc,  ob.  ^bube,  baä  (Straf  enmäbc^en,  überl).  ©traf  en^ 
ifinbcr,  Äinbcr  nicberer  ^erfunft,  bie  fid^  auf  ben  ©trafen  ber  ©täbte  ldr= 
menb  u.  Unfug  treibenb  aufjul)altcn  pflegen;  bie  ©trafcnlaternc,  Sateme 
2ur  ©trafenbelcucl)tung;  bui  ©trafcnpflaflcr,  f.  ^flajier  2.;  ber  ©trafen^ 
:p6bct,  nicbriger  ^öbel;  ber  ©trafenraub,  «Raub  auf  öffentlid^et  ©träfe; 
ber  ©trafenräuber  (oberb.  ©traf rauber),  toer  folc^en  begebt;  bai 
©traf cnred)t,  ein  ben  ©trafen  jur  ©i^crl)eit  ob.  S8cquemli^!eit  ber  «Reifen^ 
ben  oerlief)cne§  9?ed^t;  ber  ©traf enfd)na(f ,  nieberb.  f.  ©tabt!latfd^crei;  ber 
©trafenjicin,  Äiefctftein  jum  ©trafenpflafler,  ^flafferjtein ;  bie  ©trafen- 
fünbe,  9{fpr.  auf  ber  Sanbftrafe  begangene  S3erbrcd^en,  j.  S5.  S8erfal)rung 
ber  3öllc  ic;  ber  ©trafentreter,  nieberb.  f.  s^iflaftertreter;  ber  ©trafen- 
goU,  jur  Untcr()altung  ber  ©träfe  ju  entrid^tenber  3oll,  SBegegelb. 

firauben,  jiellof.  3».  m.   l)aben,  (altb.  struben,  suüpen;  SBurjel 


(Straud)  1119 

stnib;  e^t.  ftrobefn,  ftrupptg  Jc),  alt  u.  obcrb.  f.  flarren,  rauf)  empor 
|tel)en,  ein«  rnuf)e  Dberflä'd)e  f)nben  (obcrb.  flraubenbcc  Jpaax  jc);  ptaub, 
ffln).  (altb.  strübe.  nifbcrb.  flruf),  obcrb.  f.  rauf),  flraubig  ob.  flruppig, 
fpröbe,  f)nrt  Cj.  S.  (Iraubc  J^änbc);  —  3[cfe.  oon  flraiiben :  bec  ®ttaub; 
fup,  ein  ^(crbcfufj ,  rooron  bie  J^aarc  «ic  SBorjten  au6  cinanbcr  geben;  bie 
Straubc^ci^,  bae  bi^t^öfböintc  trctifc^e  ©c^af;  ba6  (Straubl)ul}n,  ber 
©traubiia^n,  bie  ©traubbennc,  l)  eine  üxt  gafancn  mit  ftraubigen  Aöpfen; 
2)  eine  Art  ©tronbläufcr:  Äampf- ,  fStaui-  ob.  ©trau^bubn  ([.  unter  jlrau-- 
^en);  ber  ©traubfopf,  gem.  f.  jlraubigcr  ob.  flruppigcr  Äopf:  uncig.  f. 
©tarrfopf;  bie  ©traubcmünje,  et)em.  f.  Jpof)t=  ob.  SBlcc^münje  (wegen  bec 
raupen  OberfIddjcJ ;  fo  auc^:  ber  ©trailbcgrofc^cn,  ^pfennig  jc;  ba^ 
Straubra^,  ein  unterf^lac^tige«  5IBafTcrrab,  an  tteldjem  bie  ©c^aufeln  auf 
ber  ©tirn  eingcfc^t  finb;  baö  ©traubfc^af,  bie  ©tcppcnjicge;  bie  «Straub; 
fc^nccfc,  eine  3lrt  gcrcunbcncr  einfae^tr  ©c^nectcn  (strombus  L.);  auc^  f.  bie 
©c^raubenfc^necte;  bai  @traub;|cuq,  ein  ©traubrab  mit  feinem  3ubel)ör;  — 
"Kbleit.  bie  (Straube,  'iSl.  -n,  S3cr!(.  bag  ©trä'ubd)en,  obcrb.  ©träubtein, 
(altb.  strübe),  lonbfcf).  f.  ein  frraubigeg,  b.  t.  unebene^,  rauf)eg  3!)ing, 
ob.  eine  folcbe  £)berflad)e,  inebcf.  ber  burc^  ©to^en  ob.  ©erlagen  entflanbcne 
raulje  Zt)dl  an  einem  >^o(je,  ©tode  ?c.,  SSergw.  and)  an  eifcrnen  SBcrfjeu« 
gen;  flraubigejJ,  traufeg  v^aar,  bef.  über  ber  ©tim  (fr.  Soupct);  obcrb. 
eine  2(rt  f raufen  Sacfroertö ,  <Spvif>fucben:  jlraubig  u.  ftrciubig,  SSn?., 
(nicberb.  flrüff!),  rauf)  emporftehenb,  flruppig  (j.  S.  ^oax,  gcbern);  au^ 
uneig.  f.  ftd)  ftraubenb,  triberflrebenb;  nicberb.  auc^  f.  fid)  brüflenb, 
flolj;  jtrciuben,  giel.  u.  rüctj.  3».  (nieberb.  flrüotn,  ftrüben),  €tn)aS  — , 
flrauben  ob.  rauf)  emporragen  maclien,  ftarr  aufrid)ten  (j.  SB.  ik  Staate 
— ;  ber  ^ai)n  fträubt  bicgcbcrn);  fid)  — ,  ftd)  flarr  emporrid)ten,  ftarren 
(feine  .i^aare  jlvd'ubtcn  fid^  »or  ^ntfc^cn):  ftd)  roiber  etvocii  ob.  3«miinb—  , 
ftdi  l)efti9,  mit  ^^ä'nben  unb  ^ü^m  triberfe^en,  ftnn».  ftd)  fperren,  tvebren 
(baö  eigcnfinnige  Äinb  jtrdubte  fic^);  uneig.  in  fittlid^em  23crftanbc  f.  iriber^ 
flreben,  jsuroibcr  banbeln,  ftd)  gegen  ttttai  auflef)nen  (er  jtvcubt  fic^  gegen 
alle  3ud)t  unb  Orbnung;  bagcgen  flräubt  ft^  mein  ®efül)l,  u.  bgl.  m.);  nie« 
berb.  auc^  f.  ftd)  briiflen,  grof  t()un. 

©trauc^  I.,  m. ,  -eg,  50?.  @trä'ud)e  u.  gem.  aud^  ©tröu^ier;  9Ser!l. 
bag  @trä'ud)(ein,  gem.  ©trcluc^cl,  ©trd'uc^etc^en,  (altb.  strüch,  nieberb. 
©truf ,  l)oU.  stniilv;  vgl.  ©trun!;  bantbcn  auc^  altb.  struot,  strnt,  nieberb. 
©trubbiE,  morauö  ©truf  jgej.  fein  fönnte?  »gl.  ©trau^),  ein  boljigeö 
<Staubengeirad)g,  beffen  Stamm  i^on  unten  an  in  mef)re  verworren  ge; 
wad)fene  3(fle  getf)eilt  ifl,  finnr».  SSufdi,  »erf^.  ©töube,  f.  b.  (ein  I^orns 
JKofen-',  Srombcer-,  3ot)anni6becrftrau4l  le.);  biin.  auä)  f.  @ef!rä'ud),  mit 
<Stra'ud)en  ben)ad)fene  ®egenb:  —  3fet>.  ber  ©traud^aborn,  gclbaborn, 
9)Ja6f)otber,  auc^:  ber  (5traud)flaber:  flrauc^artig ,  SBro.,  bie  3Crt  eines 
©traudieö  f)abtnb,  flrau^ofjnlic^;  bie  'Straucbbivfc,  eine  ftrau^artig  wa6)= 
fenbc  SBirfe  in  ©ibirien;  ber  (Strauc^bicb  {\vai)v\6).  »on  biefcm  ©trauc^; 
»gl.  bcS  nicberb.  ©trufröocr,  b.  i.  ©traud^räuber,  baS  attb.  stmotari, 
strutaere  oon  bcm  obigen  strnot,  strnt,  ®cbüf(^,  ©cfträuc^,  unb:  Suf^» 
flepper;  n.  2f.  t>on  bcm  altnorb.  strinka,  f.  jlrcifen,  jlrcid^cn;  baf)er  „auf  ben 
©trau(^  gel)en"  f.  auf  JRaub  auögcfjen;  „baS  ©  trau  erretten"  f.  baS 
JHauben  ju  ^fecbe?),  ein  Ijecumftrcifenbcr ,  ftd)  in  ©cbüfc^en  »erftedt  t)altens 


1120  etraud)e  —  @traug 

bec  £)ieb,  ©trafjenrauber ;  ia^  (Straud^t)aupt ,  SBaffctb.  ein  SoUwer!  auö 
©trau^rcerf;  ber  <5traU(^{)erb ,  ein  9So3cl{)crb  auf  freiem  getbe,  mit  grü- 
nen <Stväüd)m  umfc^t;  baö  @trauc^t)Oli^,  J^otj  »on  ©traueren;  auS  ®träu= 
^en  bejle^cnbeö  ®cmy,  and)  f.  2Baffer()oIber,  ©d^nceball;  bec  (£traud); 
I)Opfen,  »ilbcr  topfen ;  bcc  <5traU(^f(ee,  flraud^artig  »a^fenbcr  ©c^necJen« 
!Ice;  bie  <Straud>mant)c( ,  ber  awer^manbelbaum;  ble  @traud^melt)e, 
eine  2(rt  jlraud^artig  wa^fenbcc  SKelbc:  bie  ©trauc^weibe,  f.  «Rofenweibe, 
u.  f.  5Rc6manntt3cibe;  baS  (Straud^inerf,  meljre  ©träume  u.  ba6  ^otj  baoon, 
©ejlräuc^;  aud^  ein  auS  ©traud^en  gemad^teä  SSJer!,  j.  S.  eine  Uferbefejli- 
gung;  —  "äbliit  |!raud^ld^t,  S?m.,  j^raud)af)nlici);  flraud^ig,  Sn>., 
©traud^e  entf)a[tenb,  mit  @tcdud)en  bemad^fen;  —  ©traud^  2.  f.  unter 
flraud^en  2. 

©traurf)e,  tv.,  9)?.  -n,  (altb.  strudie;  obert.  bie  ©traud^en;  f^weij. 
ber  ©träui^el,  ©trüd^cl,  ©trud^en;  öjlr.  bie  ©traufc  »on  flrauc^en  2.,  olfo 
urfpr.  .!^inbernifö ,  ©tocfung?),  oberb.  gem.  f.  ber  ©cfjnupfen,  bie  'Btaupe; 
fd^tef.  iiberi).  f.  @eud)e;  |Iraud)en  1.  jieUof.  3».  m.  t)aben,  (altb.  struchen) 
oberb.  u.  fd^weij.  f.  bin  @d>nupfen  haben. 

j^raud)en  2.  alt  u.  oberb.,  gew.  jlraud^eln,  gitltof.  3».  m.  l)aben  u. 

fein,  (altb.  strühhon,  struchen;  nieberb.  ftriüeln,  ()0U.  struikelen;  ital. 
sdrucciolare;  SBurjel  struh,  strnk,  fto^en;  ogl.  baö  engl,  strike,  Struck  u. 
hai  fd)tt)eij.  ftraud^en,  ft rucken,  b.  i.  Uc  6rbc  mit  bcm  ^pflüge  obetfläi)' 
üä)  froren) ,  im  @ef)en  mit  bem  %ü^e  anftopen  u.  in  ©cfa^t  fommen  ju 
fallen,  eblcr  als  baö  finno.  jlolpern  (mein  gu^  i)at  gejlraud^clt ;  i^  i>abi 
ob.  gew.  bin  gcftrauc^elt);  uneig.  einen  S^ef)Itritt,  b.  i.  einen  g'ef)Iec  bege{)en 
(ber  SOlcnfd^  flrauc^clt  oft;  immer  m.  l)aben:  id)  i)ahe  gejlrauc^elt  it.);  bec 
©trou^,  -eg,  ült.  f.  baS  (Straud^eln,  bec  2Cnftof ,  gef)ftntt,  oberb.  auc^: 
ber  tÄtraud)er;  bec  ©traud)j!ein,  alt  u.  ft^weij.  f.  ein  ©tein,  über  welchen 
man  ftrauc^clt,  ein  ©tcin  beS  2(njlofc§;  fc^meij.  f.  ecEftein;  ber  ©traud^= 
jlocf,  alt  f.  ©tocE,  über  treld^en  man  ftroud^elt. 

jlraufm,  jiel.  3w.  (altb.  stroufen;  fc^weij.  flraupfen;  »gl.  jhupfen),  alt 
w.  oberb.  f.  ficeifen,  abjie^en,  f)eftt9  ceipen,  caufen,  rupfen  (j.  33.  ®ra6 
—  •,  ^aut  u.  Jg>aare  abflraufcn;  ein  Äalb  beftraufen,  b.  i.  abflreifen, 
tobten;  einen  eineö  2)inge6  beftraufen,  f.  cnt!teiben,  berouben);  bie 
(Straufe,  (altb.  stroufe)  »it.  f.  2(braufung,  SSecfücjung,  @d)aben, 
©träfe. 

©traup  1.  m.,  -e^,  ^.  ©ttaufe,  oberb.  be§  ©trauten  JC,  3Ä.  bie 

©traufjen,  (altb.  «trüz  u.  struze;  angelf.  stmtha,  fd)tt)eb.  struts;  itaU  strazzo; 
franj.  autruche,  engl,  ostrich;  »on  bcm  lat.  struthio,  grie^.  (tTQov&ög),  ein 
S3oge(gefd)led)t  mit  furjen,  jum  gliegen  unbraud^baren  glügeln  unb  langen 
fiauffü^cn ;  inSbcf.  bec  gemeine  ©traup  in  2ffrifa  u.  2frabien,  aud^  ©tcauf- 
t)ogel,  im  gemeinen  Seben  gem.  bec  SSogel  ©tcaup  genannt,  ber  größte  aller 
23ögel;  flciner  ift  ber  amerifanif^e  ©trau0  ob.  ©trau^f afuar;  ber 
fliegenbe  ©trauf,  f.  o.  m.  Änorrl)al)n,  f.  b.  —  3fcfe.  bec  ©traup- 
baflarb,  ein  flraujjäljnlid^cr  SSogel  in  ©übamcrifa;  bcii  ©traup'  ob.  oberb. 
©traupenei,  ia$  ©i  bee  ©trautes ;  bie  ©twup^  ob.  ©traupcnfcber,  geber 
»om  ©trau^,  bef.  bie  langen,  fraufen  ©c^wanjfebcrn,  meldte  §um  Äopfpu^ 
gebraust  werben;  5Raturf.  »erfd^icbenc  ^flanjen,  inöbcf.  eine  ^flanjc  in  9Sir» 
ginien  u.  Samaiia  (iresine);    bec  ^üf)nenEamm;   bit  SBif(^of6mü^e   (voluta 


(Stvaup  —  ftvcbeii  11-1 

mitra  L.);  b«r  ©traupfcberfam,  einte  btr  größten  garnfroutcr ,  linc  Art 
bc6  3:rnubcnfarn6;  baS  ©traupfctcrciraö,  eine  2lrt  bc6  «^cbcrgrafeS,  ouc^: 
JRcil)crära6 ,  ©anbfcbcv;  ber  ©traup^  ob.  Strau|lenrimqcn,  unri^.  f.  ein 
'SHa^cn ,  »vtlcl)cr  ftarEc  SScvbauungefraft  ijat  ('.teil  bcr  Stvait^  au6  Jicißfuc^t 
ju»uii(cn  ©tiint  u.  ©tiicfe  gjJetatl  oerfdjlinat);  bcv  @trailpn?ebc(,  ein  aiJibel 
üon  ©traupfcbccn. 

@trau|}  '2.  m.,  -cö,  St"?,  ©träume  (9cm.  quc^  ©tiäuDcv);  93crf(.  ba^ 
®träupd)cn,  obetb.  ©tiau^Icin,  (a(fb.  strüz,  «Oi.  itriuze,  neben  strut,  f. 
unter  ©Irau^;  oberb.  bet  ©tiaup  unb  ber  ©tiau^en;  attnotb.  struttr;  ffiur- 
jel  btrut,  struz,  b.  i.  flarr,  Praubitj;  ba[)cr  niiberb.  ftriitt  f.  flarr,  fleif; 
engl,  stillt,  ilroften;  rql.  ii.  ftrauyen  unb  ®trau(i  3),  ein  cmporftebenber, 
flrciubigcr  S^iifdief,  j.  35.  uori  Jibcrn  auf  bcm  Jlopfc  niand)ir  Söogcl  (jcbcr^ 
(lvau(j);  gcip.  in  tn^^cict  S5c'o.  ein  üi^üfdKl  ^ufanimengelninbenec  23(umen, 
ein  yölumenrtiMuf?  (Strauße  binbcn);  ^ftanj.  eine  fafl  eiförmige  SRisJpc  mit 
fufien,  gcbcängt  flctjenbcn  Tlflen;  —  3fc&.  bic  vistrauf?becrc,  eine  2rrt 
3o^anniäbeece  mit  aufgciid)tctcn  3;ia'ubd)en;  bie  StraUßbinbcrinn,  eine 
weibl.  "pccfon,  wd&ji  Slumcnllräu^e  binbet  u.  oer!auft,  gem.  auöj:  bae! 
<2träu0crmäbd)en:  bie  <2tvauß^(5ntc,  curcpaifdje  jpaubcncnte  (f.  b.); 
bcr  Straujjfinf ,  eine  '^(vt  gvnh'n  mit  einem  roli)cn  gebtvbufc^e  auf  bcm 
Äopfc;  baS  ^StraupCjraö,  eine  (öraöact,  bevtn  Slüttim  einen  grojjcn,  flat= 
tccigcn  ©traHö  bilbcn  (a^Tosii.s  L.j;  bic  ^traujimeifc,  J&aubcn  =  ,  ®(^opf= 
mcife;  bie  >2tvauijmi(bc,  eine  7Cvt  9}?ilbcn  auf  3o^anni6=  u.  ©tac^etbetren; 
ber  ©tVQUprvUH",  ein  rabenä^ntii^er,  abcu  bunter  SSogct  mit  einem  langen 
gefcerbufc^e  auf  bcm  Äopfe  in  «Kcrifo;  bcr  Straupfpcrlinq,  ein  merüan. 
fperlingea^nlic^er  93ogcl  mit  lH'rabt)angcnbcm  gcbirbufdje;  ber  Strnup; 
taud)cr,  eine  lixi  groyer  Saudjcr  mit  einem  Jcberbufdje  auf  bem  Äopfe,  gem. 
auc^  @traupiaud)er;  —  2(bleit.  ba^  >2träup(cin ,  -»,  lanbfd).  f. 
Ö)Dlbf)ä'()nd)en  (locgen  bes  gebcrbufc^tö  auf  brm  JVcpfe). 
•  llraupcn  ob.  llräupcn,  iiellof.  u.  riicfj.  3n?.,  (mittclfjoc^b.  striuzcn,  ^vj'l. 
stiüzte;  ogt.  flro^en,  engl-  strut;  oon  gleichem  <Stamm  mit  (Strauß  -• 
f.  b.),  fc^weij.  fid)  ft  räumen,  f.  fid)  )häuben,  bef.  t»on  bcm  JQaiinc:  bie 
gebern  |iiäuben:  uncig.  oon  9Ken''d)cn  f.  fidi  gvc^  madjen,  biüf{cn,  fptcijen 
(engl,  strut);  fid)  ftvauben,  b.  i.  loibecfe^en,  5üibcrftanb  leilTen;  ftrau^cn, 
au^  f.  heftig  janfen,  teifen:  fid)  —  ,  f.  fid)  mit  ©eiäufd)  entfernen;  bcr 
<Strauß  3.,  -e3,  ?}?.  Sträupe,  (altb.  strüz),  alt  u.  bic^t.  f.  (ä'rmenbeu 
Äampf,  ©treit,  öefedit  (dn  Ijarttr  Strauß);  ie^t  geio.  \(i)tv^i).  f.  (Streitig- 
keit, >2treitfad)c  (mit  3cmanb  einen  ©traup  tjaben);  fdjireij.  f.  heftiger 
^Bortiredifel  (auc^:  baß  ©ejlräu^);  ct)cm.  untig.  f.  (Gefahr,  ?[)?iit)felig= 
teit,  Si^ibenrä'rtigfeit,  üüerfolgung  :c.:  —  bao  Straupl)ul)n,  ber  ©traii^^ 
l)al)n,  bie  <Straupl)Cnnc,  f.  u.  w.  (Straubl)ulm ,  Ä\impf=  ob.  Srau5f)al)n, 
eine  Art  ©tranbläufer,  bcrcn  SJlännc^en  mit  braufcnbcm  ©eräufi^  mit  einan- 
ber  fdmpfcn. 

j^l'cben,  jicllof.  3*1?.  m.  l) ab cn,  (altb.  streben;  nieberb.  jlictrcn,  boll. 

streven;  angclf.  straefan,  ingl.  strive ;  fdjwcb.  stralva;  i'cr«J.  mit  (tcaff, 
ftrauben  u.;  ügl.  ba».,nieberb.  Sjp.  ftreef  f.  ?JBiberftanb  Idftenö,  jtarE.  l)ef= 
tig),  feine  förperlidw  oh.  geiftige  Äraft  annjenben,  um  etira^  ju  bcairs 
fen,  finnu.  ftd)  anilrengen,  arbeiten,  ringen,  bef.  um  einen  ^ÜJiberilanb 
ju  übenvinben,  finnü.  fid)  jlemmen,  [trciuben,  fampfen  (gegen  etwae  — , 

^epfe'ö  ^aubwövtevb.  b.  beutfc^eii  ©pr.  'i.a^eiU  71 


1122  jlrcden 

mbn  bcn  Strom  fti-cfecn;  ügt.  wib er jtnb en),  ob.  um  ein  B'hU  «nun 
Sweif  511  etieid)en,  ftnuü.  trad)ten  (3ebcr  ftrebtc,  ber  (Svjle  gu  fein;  nad) 
etiraö— ,  j.  95.  nad)  @f)rc,  nac^  einem  3{mte,  nai)  Selb  unb  ®ut— ); 
nteberb.  f.  f(^reiten,  mit  icciten  ©d)ritten  gefjcn ;  uneig.  audj  t)on  (cbtofen 
,t)in3en,  fofern  fte  eine  wirfenbe,  5Bibev[tnnb  (ciftenbe  Äraft  f)aben  (eine 
©tit^e  ftrc()t  gegen  bie  ©d)wcr!raft  eincS  ^fcilerö);  bag  «Streben,  -^,  oIS 
^w. ,  bie  eifrige  $8emü{)ung,  SSejIrcbunj},  ba^  :Jrad)ten  k.;  —  3fe|. 
ba^  ©trebebanb  ob.  =f)0(j,  3inimerl.  [(j^rag  tingcjapfte  aBaut)ötjer,  TOc(d)e 
in  einem  J^angctt)cr!e  gegen  bie  ©tdnbcr  flrcben;  bie  <Strcbcfa(^e,  eine  fi(^ 
jlraubenbc,  fperrcnbe  Äa|e  u.  uneig.  gem.  ^Vrfon:  ein  @pict,  rcobci  ein 
S^etl  ber  ©piefcnbcn  ben  anbcrn  an  einem  Seile  fortjujieljen  fud)t;  ef)em. 
auc^  eine  meflenburg.  it.  pommerfc^c  sOlünje  mit  bem  wenbifd^en  ®rcif  in  fträuä 
benbcr  SteUung;  bie  @trebch*aft,  ftrcbenbie  Äraft;  inöbef.  «Raturl.  bie 
Ärd'fte,  »ermöge  bercn  ein  Äörpcr  nac^  bcm  9}?itte!punftc  eineö  anbern  fjfas 
ober  öon  bemfelben  abftrebt  (fr.  @cntrat£räfte:  Zentripetal  =  u.  (5entrifugal= 
!vaft);  ber  @trebepfal)(,  ^pfeiler,  bie  ©/.rcbcfiancje,  -ftü^c,  ein  al€ 
(Stille  gegen  einen  J;örper  fc^rag  gcrid)tetcr  ^'(at)l,  ^"»feiler  k. ;  —  "Kblcit. 
bie  ®trebe,  9J?.  -n,  1)  lanbfd).  f.  ha^  ©trcben,  ber  ?!BiberfTanb  (ftc^  jur 
®trcbe  fe^en,  f.  fid^  iriberfc^cn);  nicberb.  aud)  f.  ein  »pcitcr  ©c^ritt:  uneig. 
bie  fd)rage  9?id)tungj  in  weld^er  ein  Äörper  gegen  einen  anbern  jlrebt 
(eine  ©tü^e  jur  ©trebe  fei|cn);  2)  ein  flrebenber  .Korper,  eine  fdjrcig  fle= 
benbe  ®tü^e,  ein  (Strebe()o(j,  ^pfoM,  =pfei(er  u.;  Scrgw.  bei  ^löiwit- 
fen  ein  fd)maler  9?aum,  wcl(^cr  4  ?ac^tcr  vom  (Bäjadjl  entfernt  an  ber  einen 
©eite  ber  ©trede  genauen  mirb;  auc^  baö  Untere  ber  ©d)iefer;  ber  ©treber, 
-^,  bie  «Streberinn,  irer  jirebt,  eifrig  nad)  ettvag  trad)tet;  ©treber 
ob.  ©trebccbörö,  aui^  eine  IM  »örö;  |!'|-cbfam,  «Bn?.,  eifrig  unb  an- 
t)altenb  jlrebenb,  angej^rengt  t()atig;  bie  ©trebfamfcit,  baS  Strebfam^ 
fein,  angeflrengte  i>orit?artö  f^rebenbe  S^b^^itiiifeit. 

flrecfen,  jicl.  3»p-  (altb.  sti-e.han,  cntfl.  m^  strachian,  von  bcm  ©tamm 
strah,  ftracE,  f.  b.;  mUMf).  strecken,  ^rat.  stracte,  ?0?m.  gestract;  an= 
gelf.    straran,    strecnan,     engl,    stretrh;    fc^web.    strÜcka,    bcin.   strecke;    — 

ber  ©tamm  strah  fd^eint  eine  oerjtar!enbc  9öciterbitbung  ber  SBurjtl  trah, 
trac,  baf)cr  ba§  nieberb.  trccfen,  lat.  traho,  traxi,  jieljcn),  gcwaltfam  in 
bie  Sänge  auöbe^nen,  au^fpannen  u.  in  weiterer  58eb.  in  bie  Scinge  unb 
SSreite  au^bebnen,  auSfpreiten  (©erb.  baö  feber— ;  Sag-  bcn  3eua— ,  b. 
i.  burt^  fc^arfeö  3rnjie{)cn  ber  ßcincn  bie  Sii^cr  unb  9ie^e  au6brciten;  ©c^micb. 
bQg  ©ifen  — ,  b.  i.  langer  unb  biinner  fi^micben;  in  ®laöt)üttcn:  baö  @la6  — , 
b.  i.  bie  ©laönsatjen  in  bem  ©tredfajtcn  ?u  3;.afcln  ausbreiten);  ben  eige- 
nen .Körper  ob.  einzelne  ©lieber  ihrer  ganj^en  2ange  nad)  in  gerabe  SiKid)= 
tung  bringen,  auSflrecfen,  ausbreiten,  finno.  bef)nen,  recfen,  rcid)en 
(ftc^  — ;  uneig.  fprid^w.  fic^  nac^  ber  Scrfe  jlrcden,  f.  2)ede;  alle  SSiere  oon 
ftc^  jtredcn,  b.  i.  con  Sljicren:  alle  tJicr  »eine—,  ton  9}icnfd)en  gem.  f. 
<!^anbe  unb  j^ö^f  fiu^ft^fden ;  bie  >!panb  nac^  ctwaö— ,  gew.  auöjlrerfen; 
ogl.  aud)  bar--,  0 0 r|l recfen) ;  uneig.  fid)  — ,  f.  in  bie  ßange  au^gebef)nt 
fein,  ftd)  in  bie  2ange  jieben,  gew.  erjirecfen  (ba()er'ba6  50ht.  gejirecft 
alö  fSxv.:  ein  gefiredteS  ^ferb,  b.  i.  ein  ^ferb  oon  langem  Äörperbau;  ge= 
ftrecttcr  Srab,  l'auf  k.  ,  b.  i.  mit  geftrecften,  weiten  ©c^ritten,  fc^arfer 
Srob  jc;  oberb.  eine  gejirecJte  ©funbe  f.  eine  gute,  ftavfe  ©tunbe);  in  enge» 


vct  SBcb.  bev  'i^m^e  iwA)  auf  btn  25üb?n  niebeite^en  (fic^  in  bae  ®ra6— ; 
einen  butc^  tincn  ©c^Iag,  ©c^ufö  :c.  gu  Sobcn  -;  3cifl.  bae  cjcfti^cfTcnc 
JBJitb  — ,  b.  i.  bcc  Cüngc  nacfe  binli'qcn;  baS  ß}cn)c()r — ,  b.  i.  niebcdcgcn  jum 
3cidjen  bcr  Src^cOiing;  Sauf,  bie  ®d)H3il(i'n  ftrecEcn,  b.  i.  lci}cn);  SiTi^ir.  f. 
bei  l^a'u.qe  nad)  meffen  (baö  Tsdb  rivcrtcn);  —  3fc6-  b«  Strecfblücf, 
©djiffb.  bic  Untctldi^cn  für  bcn  S3obcn  ciniö  Äal)nc6,  auf  rocldjen  bevfclbc  g  c= 
flrcctt,  b.  i.  bcr  Cängc  nad;  jufammcngcfc^t  »uiib;  bcr  Stvcd'flfrf) ,  ein 
noc^  »üai^fcnbi'r  giic^,  luf.  cin>  biß  bvciiQl)rii]c  ©amcniarpfcn;  bie  ^Strecf- 
fucjc,  30?Aur.  roa^cvcc^te  ^ugc  bcr  iibercinanbcr  licgcnbcn  SJiaucrfliinc;  ber 
»Streif fup,  eine  2Crt  Spinnen ,  irclc^c  mit  auögtjlreclten  gü^cn  ru^en;  ber 
©trccfbammcr,  .^jammcr  jum  ©trcctcn  bcö  Gifcnß  in  J^ammenuerfcn;  ber 
■^  ®tre(fl)erb,  J^iittcnw.  ber^crb,  auf  »reichem  baö  gcfcijmcijtc  eiün  jugc- 
ridjtct  wirb,  um  ®täbc  jc.  barauS  ju  fc^micbcn;  ba^  (Stvccf'bolij)  Scrg». 
bii  SSatEcn  an  bem  gctb^cfrangc,  »reiche  auf  bcm  Soctc  bcr  ©entringen  lie- 
gen; ber  otri'cfniuiifcl,  ein  iltueh'l,  welcher  jum  Äuoftrcctcn  cincß  (öliebcS 
bient;  ber  Streif üfcn,  in  ®[aä()itttcn  ein  Ä'übtofcn,  in  roclc^cm  baS  2afel'- 
ata6  gcfkcdt  wirb;  ber  ©trecfralim,  ©erb.  ein  runber  Saum  in  jwci  Stän- 
becn,  auf  »celc^em  bie  gelle  gcflrectt  werben;  bie  ©trecf raupe,  eine  HU 
sfaupen,  bie  fic^  bd  jcbem  Schritte  (angfam  außftrecten;  ber  ©tredteid), 
ein  Zddj,  in  welchen  bie  ^meijäfjrigen  Samen!arpfen  gefegt  werben,  um  fid) 
barin  ju  jlrecten,  b.  i.  ju  wad^fcn;  bie  Strccfjüaare,  mit  bcm  Jpammcv  gc- 
fct)miebete  (äifenwaare,  cntg.  ©uföwaarc:  ba^  Strecfirerf ,  ein  SIriebioerf, 
mittelft  beffcn  ®o(b  =  ,  ©ilbcr=  u.  jtupfirjainc  jwi|'(^cn  jwci  ftäi)lernen  SBafjen 
(©trcctwaljen)  gcflrectt  werben;  • —  2Cblcit.  firecfbar,  Sw.,  WM  ge? 
jlrecft  werben  fann,  bebiUmr  (flrecEbare  ÜJletaUc);  bie  Otredbarfeit:  bie 
©trtcfe,  9)?.  -n,  1)  m\i  gejlrecft  \ft  ob.  fid)  (trecft:  ein  in  bie  Sänge 
auögebehnter  JKvUim,  finno.  Strid)  (eine  ©trecfe  Janbeö:  eine  lange,  gute 
©trecte;  eine  ©trecEe  SBcgcia,  f.  o.  w.  tin  ©tuet  2Begeö;  auc^  oertl.  ein 
©tvecf cfjen);  Sergw.  Örter  ober  luagcredjte  Ö5ä'nge,  welche  für^er  finb, 
alö  bie  Stellen  (2Baffer  =  ,  görbcrflrecten  ?c.);  bd  ben  55ammfc^ern  ob.  5pflü= 
fterern  eine  ffieite  oon  72  gu9  2angc  u.  H  gu9  Sreite;  "2)  ein  ©erfjeug 
jum  ©trecfen ,  imäbef.  JRiem.  ein  langer  Saum  jum  ©trecten  beS  großen  8c= 
berö;  ®erb.  ein  runblic^cö  eifen  in  einem  ©cänber  jum  ©trecten  bcr  ©c^^af^ 
feile,  aud):  baS  ©trcctcifen;  ber  Strecfer,  -ö,  )Si.  \v.  S.,  1)  tver 
etamö  jlredf:  ein  jum  otrecfen  ob.  ^Tuöftrccfen  bienenbe^  '^Äerfjeug, 
inßbef.  2fnat.  f.  ü.  w.  ©trecfmuäfel,  f.  o. ;  2)  vodi  fidi  flrccft  ob.  in  bie 
Sänge  au^bebnt:  f.  o.  w.  Strerfftfd),  f.  o.;  SÄaur.  bie  Siegel,  welche  it>nv 
?änge  nac^  in  bcr  Sreite  ber  SKauer  ju  liegen  fommcn,  Sinbcr;  ber  Streif = 
ling,  -eö,  >SL  -e,  Sergw.  f.  o.  w.  Strecf()olj,  f.  o.;  bie  Streuung,  ba» 
©trecfen. 

llrcic^en,  3».  ablaut.  3mpf.  ftrid),  eonj.  ftrid)e:  «Kw.  gefirid)en,  (alt= 

|)OC^b.  strflihaii,  '»prdt.  stieih,  Sonj.  strihhi,  ^art.  ^istrihhan ;  nüttell;. 
stricheil,  streich,  gestrichen;  bancbcn  aud^  stkichte.  bestrichet,  bcf.  in  bcr 
Seb.  iicl;en,  wanbcrn  u.  fic^  erftrcctcn,  u.  alio  abgel.  3>»-  streichen,  streichele, 
f.  glatt  flreic^en,  flrei(^eln,  fd)lagen;  fo  aut^  oberb.  flrcic^en,  ^rat.  tlreic^it 
u.  ftrid),  u.  abgei.  ftraic^cn  f.  fc^lagcn,  l)auen,  ©trcidje  madjcn;  im  .^oc^b. 
bcfte^t  ie^t  nur  iik  obige  ablaut.  gorm  für  alle  Seb.;  nicbcrb.  ftritcn,  ftrect, 

ftrefen;    angelf.  strican,  engl.  stril?e,  f^web.  stryka;    —    SBurjel  strih,  stric; 

II* 


1124  f!veid)en 

wgf.  bog  iat.  stringo,  strictuni  jc. ;  ©lunbbcb.  f(!^ncUe  gortbcmcgung  in  ge^ 
rabcL- SRidjtung,  bcf.  unter  S3crüt)i-ung  bei- Sbcrfldc^e  ctncS  Äövpcrä,  ftnno. 
fa()tcn,  jicijcn,  ftfcifcn),  1)  jicUoö  u)  m.  fein,  fid)  in  ivagercd^tec,  feltnev 
in  fent"i-ed)tcr,  9?td)tung  [d)neU  buvd)  einen  )Kaum  beittegen  (bic  Suft,  bcr 
JBinb  jlrcic^t  burc^  i>k  offnen  Senfter,  burc^  ba6  ,3immcf;  gem.  einen  jlrcid^en 
taJTen,  f.  einen  2ßinb  cii6  bem  2(ftei:  fatjucn  laffcn),  nteberfa[)ren ,  ablaufen 
(j.  58.  eine  SBinbe  fteeidjcn  laffcn;  niebcrb.  beim  2(uf-  u.  Jibwinbcn:  lafs 
ftreii^en!  b.  i.  lafö  bie  SiSinbc  lo6);  oon  a3ögcrn  f.  fliegen,  bcf.  fd)aaren= 
jveife  unb  in  eincv  i!Kid)tung  (3äg.  baS  ©eflügel  [trcidjt  nac^  bem  @eä^c; 
bie  S3ögcl  ftreid;cn  ober  jtrcid)en  rccg,  b.  i.  fic  lidjcn  im  Jperbp;  in  tüäcmei-c 
©cgcnben);  »on  anbcni  3;f)ieren  u.  bcf.  üon  SJicnfc^cn:  fd)neU  gehen,  laufen, 
jvanbevn,  5ief)en,  finnö.  fireifen,  (buvd;  ?5elb  unb  SBalb  jtrcidjcn;  umijir- 
ob.  ijerumfireid^en,  bur^ftrctc^cn;  t>gt.  San bftr eitler),  ciltb.  überi).  f. 
einen  3öeg  mad)en,  reifen,  marfd)iren,  mit  bem  9?cbenbegnff  bcr  ®tiUc, 
noc^  nicberb.  f.  fid)  baoon  madjen,  auö  bem  Staube  machen,  n)cgf(^(ci(^en 
(ttrifcn  gaan,  af  jlrifen);  b)  m.  t)aben:  in  fd)ne((er  S3en?egung  an  ber 
£)bei'f!d'd)e  eine^  ^ovperö  l)infa()ien,  finno.  ftreifen  (j.  35.  bai.  Siinb  flrci^t 
auf  bvn  SSoben,  an  bie  SBanb  JC,  wenn  eö  einmal  ob.  öfter  baran  rüljrt; 
c6  jtrei(^t  auf  ob.  über  bem  S8  o  b  e  n ,  an  b  c  r  2Ö  a  n  b  u. ,  wenn  eö  fortiriff)» 
rcnb  beriil)renb  baran  l)ingejogen  wirb;  mit  bem  Äleibe,  mit  ber  ^anb  an  bic 
33iauer  — ,  mit  ber  >^anb  über  bic  ©tirn,  über  ik  SBangcn  2c.  ftreic^enj;  fid) 
in  bie  Sänge  au§bef)nen,  erftrecfen  (ba^  ©ebirge  ftreid^t  non  9)Jorgen  gegen 
2fbenb;  bcf.  SBcrgw.  ein  @ang  fircic^t,  b.  i.  erfiredt  fi(^  in  wagercc^tcr  ?inie; 
baf)er:  baß  (Streicf)cn  ob.  baö  ©treid^enbe  cint'6  ©angcö,  b.  i.  feine  wa- 
gcredite  Siic^tung,  entg.  bem  gaUcn;  ogl.  u.  ©tr  cid)  linic,  ©treibe); 
Sag.  von  Jpunt>cn,  SBölfen,  Sü*ffn  Jc.  nad)  ber  SSegattung  verlangen,  fid) 
begatten,  f.  u.  w.  laufen,  täuftfd)  fein  (bie  ^pünbinn  flreid)t,  i)at  geftri(^en); 
con  gifd)en:  in  ob.  nad)  ber  Begattung  ben  «Samen  fahren  laffen,  latd[)cn; 
nicberb.  f.  fd)metd)eln,  nad)  bem  9J?aule  leben  (ogl.  u.  ftrcic^cln);  oberb. 
auf  etwas  flrci^en,f.  barauf  bieten,  hei  93erfleigcrungtn  (bat)cr  bie 
2Cufftrci4lung  f.  SScrjlcigcrung);  frraid^cn  f.  ©trcic^e  ob.  ©^wänfe 
machen  ob.  er^äijlcn:  2)  jiel.  flreid)en  mad)en,  in  flreid)enbe  SSeiregung 
fe|cn,  inöbef.  nicberfal)ren  laffen,  (jerablaffen  (©(^iff.  bic  gtagge,  bie  ©cgcl 
fticic^en,  f.  ©egel:  aud)  blop:  cor  einem  ftrcid)en,  nämt.  bic  ©cgcl;  ein  ©d^iff 
jum  ©freieren  jwingcr;  bic  Slicmcn  j^rcid)en,  b.  i.  juiiicfrubern,  f.  9licmcn 
2.);  mit  einem  Äorper  über  ber  £>berfläd)e  etneä  anbevn  i)infa()ren  (j.  23. 
einem  bcn  SSart— ;  eine  Äa^^e,  einen  Jpunb— ;  ogl.  u.  ftrcic^ctn:  uncig. 
btn  gud}6fd)wani  ftrcic^en,  f.  gud^öfd^wanj^;  bic  ®eigc,  ben  SSafö— ,  aud):  ein 
©tuet  auf  ber  ®eigc  — ,  b.  i.  mit  bem  Sogen  flreidjenb  fpielen);  ba|)er  f. 
f.:l)micrcn  («Butter  auf  baS  SSrob  -,  ein  '»pflaficr  auf  Seinwanb  — ,  ügl.  f(^mic= 
ren  2.;  garbc  an  etwaö  — ,  »gl.  anftr cid) cn),  aud)  f.  hei'rreid)en,  befd)mies 
reu  (ben  (Sieigenbogcn  jtrcidjcn,  b.  i.  mit  @eigeni)arj  befirci(^cn);  einen  —  , 
f.  fd)lagen,  Ijauen,  bcf.  mit  9iutl)en  (ein  Äinb— );  ferner  f!reid}enb  mad)en, 
burd)  @treid)en  etivaä  bewirfen,  weranbern,  l)en)Ln-bringen,  bearbeiten  k. 
(j.  S3.  bie  >^aare  auö  bem  ©cfic^t,  bcn  ©c^wcijj  oon  bcr  ©tirnc — ,  baS  ®tlb 
«cm  Sif^c— ,  ügl.  cinflr  eid^  en;  bai  Rapier  glatt  —  ;  bcn  ©c^cffcl— ,  b. 
i.  baö  ju  melTenbc  ©ctreibc  mit  bem  ©treic^^otje  abftrcii^cn;  3icgcl— ,  b.  i.  ■ 
machen,  inbcm  bcr  wcid;c  Sljon  in  bic  gorm  geftri^cn  wirb;  JBaumwoUe— , 


ftrcidjcn  1125 

b.  t.  auf  bem  iStvcirf)borfc  mit  bcr  ©ticicf)c  au6  finanbcr  jif()fn;  SGSoUe  — , 
f.  ü.  XV.  fd)robe(n,  auc^  f.  fämmcn;  ®crb.  bie  ^lUc— ,  bic  .^aatc,  ob.  ben 
Jtalf  mit  bcm  ©trcic^tifcn  »occ^niljmi'n;  gafcb.  bic  3Dciubcn—  ,  mit  bcm  ©c^nitt^ 
mifTer  auöf)ö|)lcn:  l'cvdjcn  flvtid}cn,  b.  i.  mit  9hijcn ,  bit  auf  bcr  drbc 
t)ini^i'jot^fn  »ücvbin,  fangen);  inebcf.  |lieicf;enb  fduüfeti,  ivc^cn,  pu^en  (baö 
gjlcJTcr  auf  bcm  3yc(j)hinc  —  ,  bic  ©cnfc  — );  nicbcrb.  f.  bügeln,  platten; 
fbcm.  oud)  f.  anriet)«!!  (Älcibcv),  fdimiicfcn,  puljen,  {ba|)cr  »roijl:  einen  i)ex' 
auöftrcic^  cn,  f.  b.,  cig.  au6fef)nuictcn);  ctiüaß— ,  aud)  f.  einen  ©trid) 
buidi^ieben,  eg  burd)  einen  @tvid)  tilgen,  burd)-,  au6ftrcid)en  (ein  SJBoit, 
eine  ©tcUc,  einen  ^pojtcn  in  einev  SJedjnung  3C.  — );  —  ber  Streich,  -eö, 
^T)?.  -e,  (altb.  streich,  obcib.  ©traid),  nicbcib.  ©treef;  fc^rocb.  strek,  engl, 
stroke),  einc  flreid)enbe,  yebenbe  Jöeircgung,  finno.  <2trtd)  (f.  b.);  in^bcf. 
ein  ©djlag,  -^icb  (einem  einen  (Stvcid)  geben,  beibringen;  ben  Äopf  mit  ci-- 
nem  Streiche  abt)auen;  9iutf)en-,  ®toct|hcid;c  2C. ;  ein  23acten|lreic^;  uncig. 
©treibe  beö  ©d)ictfa(6,  geir.  ©erläge;  oberb.  auf  ben  ©treid)  f.  auf  bcr 
©teile;  au(^  ©treid)  f.  9)Jal,  ^  $8.  alle  ©treid},  auf  brei  ©treij^,  b.  i.  jii 
brci  3Ka(cn  k.);  uncig.  eine  plc^lidie,  imi\'rmut[>ete  ^f)anblung  (f.  o.  »t». 
baß  franj.  i-oup;  j.  SS.  ein  ©taat^ftveid),  93?cifter|lrct(^ ,  55'1)tPrcid)  :c.),  bcf. 
fcfern  fie  mit  2ifl  au^gcfii[)rt  iviib,  aui  (Sd)cr5  cb.  ?Jiutl)n)iÜen,  [innt. 
@d)n)anf  (luftige,  mutljnjillige,  tolle  ©treidle  machen;  einem  einen  ©trcid) 
fpiclen),  ober  in  bö3lid)ev  ?l'bfid)t,  um  einem  ^(nbern  ^u  fdiaben,  i^n  t,u 
betrügen  (böfe,  boßbaftc,  fc^limme  ©treibe,  S3ubcn=,  S)icb6ftrtic^e  zc.);  aud) 
überl).  f.  tabelnö\vcrtl}e  ^anblungen  (bumme,  licbcrlic^c,  fd}lcc^te  ©treidje 
madjen),  u.  in  weiterer  93tb.  aud)  f.  23oifaU,  üöegebenbeit  (j.  S5.  mir  ifl  ein 
unangcnebmer,  DcnDÜnfdjter  ic.  ©treic^  begegnet);  —  3fc(5.  con  ftreie^cn; 
bie  S'ttcic^banf,  in  ^cugtrebereicn:  bic  S3ant,  auf  welcher  bic  S3aumn?oUc 
gcftric^en  ob.  gefa'mmt  wirb;  ber  (Strctc^Kuun,  ©erb.  ein  SSaum,  auf  njcld)cm 
baö  Ifebcr  geftrid)cn  ob.  gcfd)abt  ivivb;  ba^  Stvt'id)blcrf),  f.  v».  \v.  ©c^lofö^ 
blvd)  (f.  b.),  weil  bic  3.l)iir  im  ^umac^en  baran  ftrei^t;  bie  'Strcic^blumc, 
9lainblumc;  auc^  einc  2Crt  ÄamiUe:  bic  ö^rtH'Äamille  (anthemis  timtoria  L.); 
ba^  Strcid)brctt,  d'.\  Srctt,  wel^cö  baj^u  bfent,  ctwaö  glatt  ju  ftrci^cn,  in6= 
bcf.  am  Pfluge  ba6  SSrctt,  uu'lc^eö  bic  bom  S3obcn  abgcfc^nittene  (Srbc  auf  bie 
©eitc  |treid)t:  ^flugbrett,  =ftiirje;  bie  @tvcid)lntrflc,  bd  ben  Äattunbrudcrn 
eine  S^ürflc  jum  7Cu6cinanberftrei(^en  ber  garbc  auf  bem  garberal)men;  baiJ 
'£trcid)cifcn ,  ein  eifevncö  SBcrf^eug  jum  ©trcidjcn,  inebef.  bae  .!paar=  ob. 
©d)abcifen  bcr  ©erber;  nieberb.  f.  93iigelcifen;  ba6  >£trcid)tciicr,  ©c^eibef. 
ein  '^(üiv,  bcJTen  glammc  über  einen  Äörpcr  t)inftrei(^t  (fr.  9tcücrbcrir=geucr); 
ber  »£tvcid)flf(^,  ci»  im  ©treidjen  (f.  o.)  begriffener  gifd),  g.  S5.  ©trci(!^= 
farpfcn;  brt«  ^Streichgarn  ob.  --nc^,  ein  ©am,  luclc^cö  man  bei  ^a<i)t  übet 
baö  gelb  ftrcid)t,  um  Scrc^cn,  5Bad)teln  ic.  ju  fangen;  gifd^.  f.  o.  w.  ©dilepp= 
nc(5,  3uggarn;  ber  ^Streic^banicn,  ein  ^amen  mit  ircitec  Cffnung,  >»eld)cn 
man  auf  bcm  ©runbc  beö  SBalfcrö  ()injiet)t,  Jtra^l)amen;  biiö  '2trcid)(}0l5, 
ein  .^olj  jum  ©trcic^cn,  inebef.  Canbro.  jum  ©trcid)en  cb.  ©d)cirfcn  ber  ©en= 
fcn,  jiim  2tbjlrcic^cn  beö  ®etrcibc6  beim  «DJcffen ;  ^iittcntr.  gum  ©lattflrcic^en 
ber  ^planen  ;c.;  ber  <5lrcic^falf ,  gebrannter  ©tcinfal!,  j.  U.  i\  ®ip6falt; 
bcr  i2trcirf)f(ifc ,  no^  nic^t  crt}artctcr  Ääfe,  Cuar!  (f.  b.);  auc^  mit  5Kild) 
crtt>etd)ter  Jtäfe,  bcr  fid^  auf  ÜBrob  flrei^en  läjTt;  bvi^  ^tvcid)fraut,  lanDfd). 
f.  835au,  garbcrgrag;  bie  @treid)(inic,  bic  Cinic,  in  bcren  9?i^tung  ctwaö 


11 20  jlreifen 

^ttiäjt;  tm  ^cftungöbau  f.  p.  w.  (Streiche  (f.  u.);  bie  ftretdjenbc  ©frcici)' 
tinic,  bic  Ctnie  etneö  SSoUroerEcö,  wcfd^c  mit  ber  gegenüber  liegcnben  @eftd^tö= 
Itntc  in  cinö  ^ufammenlä'uft;  entg.  bie  einlaufenbe  ©tr. ,  rectc^c  mit  bet 
©efidjteiinie  einen  3Bin!el  bilbet;  bai  ©treid^ma^  ob.  -mobet,  ZiW-  "n 
oiereetigcö  Älö^c^en  mit  pvd  Keinen,  am  <5nbe  mit  einem  ©tac^el  terfefjenen 
©tangen,  um  gkic^lcufen6e  Linien  bamtt  ju  ftreici^en;  bec  ©trcid^meipel, 
Jpüttenir.  ein  langet ,  fpi^ige6  ©ifen  jum  2(bjlreici)cn  ber  ©djtarfen  oon  bcm 
flüfftgen  (Sr^e;  baS  ©treic^mcffcr,  ein  «JKefTei-  jum  ©freieren  eineß  treiben 
Äövperö;  ^al.  ein  bünncs  SSvettd^en  jum  3iifanimen|lveic!^cn  bec  gavbc  auf 
bcm  5Reib^einc;  ber  Strcic^monb,  gem.  !Strcid>monben,  bog  [i^elförmige 
©tveid}eifen  bec  SBei^gerbev;  bic  ©trcid^natct,  f.  u.  \v.  ^robc=  ob.  ^cobir= 
nabel  (f.  b.);  t)a^  ©tretd^nej^,  f.  ©treic^gam:  bec  ^Streld^ofen,  ein  ju  einem 
©trcidjfeuev  (f.  o.)  eingerichteter  £:fen  (fr.  Steoerberir^Ofcn);  bec  ©trcid)ric; 
meu,  ein  mit  einer  ben  ©tat)l  angreifenben  ?0?affe  überzogener  Stiemen  jum 
©c^drfen  ber  ©^ermeffer;  bic  ®tretd)f^tnt>el,  f.  n.  \v.  Sefjmf^inbcl;  bet 
<Btxdd}\)^tü ,  ein  ©patet  (f.  b.)  ^um  «pftaftcrj!reicf)en;  bic  ©treid^jlange, 
ÜRaur.  Cucvftange  an  einem  ©en'ift;  an  einem  aßagengefteUe  bie  ©tangen, 
vret^e  bie  SBage  mit  bec  2(c^[e  oevbinben;  ber  (Stretd)flein,  f.  ö.  tv.  ^robir-- 
fretn,  f.  b.;  bec  @treid)|ito(J,  f.  o.  n?.  ©tretc^t)olj;  nieberb.  f.  giebelbogen,  u. 
uneig.  f.  ein  ©ctimeid)(er ;  bec  <Strcirf)tcid),  ein  Ziidj  für  ik  ©treidjfarpfcn, 
faic^tei^;  ber  ©treid^üoget,  gew.  ©tri(^üogel,  f.  b.;  bic  (5trcid^n)e^te, 
ein  gejlungStrcrS,  oon  trelc^cm  man  bie  ©cgenb  mit  @e[(^ü^  bcflreid^en  fann; 
bec  ©treic^winfel,  gcjtung^b.  ber  SBinfet,  weld^en  bic  ©treic^e  mit  bem 
SKittetoaUe  mac^t;  bic  (Streld^iDoUe,  gefdjrobelte  unb  gefirid^ene  aBoUe;  bie 
Streic^jeit,  i'k  3cit,  in  weldjer  bie  SSögcl  ?u  flrei^en  pflegen;  bie  Scgat- 
tungö^eit .gewiffcr  Stjicrc  (f.  o.  j!veic^en);  —  3(bteit.  bie  Streiche,  M.  -n, 
ein  ^Äccfjcug  jum  ©trcidKii,  inßbcf.  Sudjm.  eine  2rrt  Äarbätfd^en  jum 
©treic^en  ober  Ää'mmcn  ber  5IBoUe;  SBeifjgcrb.  eine  {)albruni)e  eifevne  ©c^eibe, 
tromit  baö  in  ben  ©tretd)raf)men  gefpannte  gcU  auf  ber  gkif^fcite  gejlrid^en 
wirb;  S3ä(JE.  ein  ^infel  tjon  ©tro()  gum  5Bcj!rei(^en  bcö  Sßrobcö  mit  5SJa|Ter; 
oberb.  eine  litt  breiter  9Juber;  gejtunggb=  bic  «Seite  ctne§  SSoUiverfeS,  wctd^e 
bie  ®cfi(^tölinie  besfelbcn  mit  bem  «OTittcliralle  vcrbinbet,  aud)  bic  ©treid»; 
ante,  g(anfe;  bec  ©treidlet,  -6,  bic  ©trcid^erinn,  9}?.  -cn,  wer  etivag 
flrcici)t,  },.  S.  ik  "Kvbdta  in  ben  ^cugmebereien,  wel^c  bie  »aumwoUe  ftrei' 
ä)in  ob.  fcimmen,  bk  3icgeljtretd;cr  2C.;  recc  jlccidjt  (f.  Sanbftreid^cr); 
oberb.  tt)cr  ein  (Sebot  fdilägt,  b.  i.  überbietet:  nieberb.  (©tri! er)  f. 
@d)nictd)(er;  ein  ^Bcrfjcug  jum  @tcetd)cn,  j.  SS.  gleif^.  ber  am  ©ürtet 
t)angenbc  ©tat)t  jum  ©d^äcfen  be6  tWefferS;  bic  ©treidiung,  feiten  f.  bag 
@trcid)cn;  —  f^reirf)c(n,  ikl  3w-  (oberb.  flraid^eln,  nieberb.  ftrifeln  u.  ge», 
ftröfcrn),  ba§  üer!(.  flceid)cn:  n5tcbcrf)c(ent(id)  fanft  mit  ber  ^anb  flrcid)en, 
(jH  Siebfofung  (einen,  ein  Äinb,  eine  Äa^e  u.  — ;  einem  bie  SßSangcn,  bie 
.^anb  K.— ). 

fitreifcn,  3«?.  (mittelf).  streifen  u.  gew.  stroufen,  »gl.  flr au fen;  oberb. 
ftraifcn;  nieberb.  ftrtpen,  firepen,  ftrtppen;  engl,  strip  u.  stripe;  ©runbbeb. 
ber  aSurjcl  strip,  stnf  fdjetnt  ©rftredung  ob.  ^Bewegung  in  i>k  Sänge,  3ict)en; 
»gl.  ©trippe,  engl,  stripe,  ©treif,  SJiemen)  1)  jielloS  m.  fein,  ft'd)  fd}neU 
fort«  ob.  in  einer  ©cgcnb  hin  unb  f)ec  bewegen,  finno.  flreidjcn,  [d)n?eifen 
(in  biefev  S3eb.  nur  f)o^=  u.  oberb.;  j,  ».  burd)  gelb  unb  SÖJatb,  burd^  baö 


ftroifen  1127 

®cbüfc^  IC.  flrcifcn;  bct  geinb  tfl  übet  bic  ßjrtnjm  gcfltrift;  im  SBalbe  um-- 
t)it  flrcifcn;  ftrcifenbc  Parteien,  Spotten  ic);  2)  jiclloß  m.  t)abtn  \x.  jiel. 
an  Der  £)beifläd)c  eineö  Äörp«r^  mit  fd)arfei  35eriil)nin9,  ciud)  iro!)!  23et; 
lefeung  beifelbcn  l)infahrfn  (4.  SB.  bie  JCugcl  ftrciftc  an  ber  Sffianb,  ob.  jtel. 
—  flrciftc  bic  SBanb,  l)at  ibn  nuv  gcflrcift;  fid;  an  tUvai  flicifcn,  b.  i.  flrci- 
fcnb  ocrlc^eii,  j.  33.  idj  ^abc  mic^  an  bcr  5ffianb  gcfticift;  aber:  ic^  t)abe 
mir  tic  ^anb  an  bcr  2öanb  gcflrcift;  ügl.  ©t  r  c  if  n^u  n  bc);  uncig.  an  «ine 
i£ad)e  Picifen  f.  berfelbcn  nahe  fcmmcn  (j.  SB.  ba«  flrcift  an  Sclcibiguna, 
an  ©ottctlöflcrung,  u.  bgt.);  3)  jict.  ctwai  über  bie  £iberflad)e  eine'S  SCöx- 
Tpixi  l)inn?c33tc[)en ;  abjie()cn,  abflreifen,  cbcrb.  flraufen  (nicbcrb.  ftrcptn, 
engt,  strip;  j.  SB.  einen  >Hing  üom  Jfingcr,  bic  SBlättcr  oon  einem  3»rcigc,  bic 
^aiit  oon  einem  giic^fc,  einem  Äalc  u.  -  ;  gcfcdjte  ©c^otcn  burc^  bin  COTunb 
— ,  b.  i.  A^tifc^cn  bcn  3^t)ncn  burc^jic^cnb  bic  »reicheren  3:t)eilc  berfclbcn  ab- 
löfen);  ber  ^aut,  ^AjciU  k.  jicl)enb  berauben,  abl)ä'iiten,  ibfdiälen  jc. 
(einen  ?(a(,  einen  J^afen  2c.  — );  4)  etnjaö  — ,  mit  Streifen  (f.  b.)  ueife()«n 
(nicbcrb.  fttipcn,  engl,  stripc,  j.  JB.  ^papicc,  einen  ^cug  ic. — );  bef.  ba^  ?OTir. 
geflreift  q(6  SBir.  (gcftrciftc  Seimranb  7C.);  —  3f cfe.  ber  ©trcifapfcl, 
ein  geftreiftev  Äpfel;  ber  Strcifärmcl,  Jfrmel,  redete  aufgcflrcifl  rocrbcn;  bec 
Strctfbcttlcr,  ein  tjerumflreifenbcr  Sötttier;  bec  Stvcifbunt,  eine  2(rt  gc« 
flrcifter  JXrcifclfc^nccfen;  bic  Strcifbi'cfc,  ein  !leinev,  fc^ön  gcjci^nctcr  gifc^ 
im  mittcUänb.  33iccrc,  Jitcffif4);  baä  Streifet^,  ftraf)ligc6  SBlcicrj;  ber 
@trci[l)icb,  ein  .picb,  »reicher  einen  Aörpcr  nur  ftreift;  bie  *Streitl)0[e,  ctjcm. 
f.  ©trumpf,  aud):  bcr  © tvcif lin g;  baö  Strcifjagcn,  eine  3agb,  trobei 
man  auf  ba6  SBilb  flreift,  b.  i.  ot)nc  et  mit  Stehen  ^u  umflcUcn ,  aufö  ®erat^e= 
»rof)l  au6jicl)t;  ber  Streif  fiel,  eine  ^rt  geftreifter  ©^nirfclfc^ncden;  bet 
©frcifforb,  eine  2Crt  geftreifter  Aorbmufd;cln;  ba5  Strciflii^t,  ^al  ein 
burd^  eine  f(^malc  ÖiTnung  falltnbcei,  nuv  über  einen  Slljeil  bcr  ©cgenfldnbe 
gleid;fam  binflreifcnbts  l'ic^t;  bic  Streifmail^^,  eine  2(vt  flcincr  gclbmaufe, 
3tcEcr=,  Jtornmauö  jc;  auc^  eine  in  bcn  norbaftat.  ©teppcn  f)cerbenn7etfc  i)ii'- 
umjlrcifenbe  g3?aufe=2(rt;  baö  Strcifvcc^t,  ba6  .<Rcc^t,  auf  oerbäc|)tige  ^ccfo= 
ncn,  ©tra^enräubcr  :c.  ju  flrcifcn,  b.  i.  iljr^cn  bcn?affnet  nad^jufc^cn;  bie 
Streiffc^alc,  eine  2Crt  gcflreiftcr  S8ül;rmufd;cln;  ber  Strciffc^ufö,  ein  ©d)ufö, 
wobei  öic  Äugcl  nur  flrcift  (f.  0.);  ber  Sttcrfflrumpf,  ein  enger  ©trumpf, 
melc^er  r»om  gu^c  gcflvcift  »rcrben  mufß;  ttjem.  obirb.  lange  ©tviimpfc,  über 
bcn  S3cin!lcibcrn  bii  über  baö  Änic  fjinaufgeftreift;  bie  Stvcifiracbc,  ^aiit, 
bie  eine  (Siegenb  bur^jlreift  (fr. '»patrouiUc);  bie  Strciftrunbe,  luxd)  einen 
©trciffct)uf6  ob.  ©trcifljieb  cntflanbenc  Sffiunbc;  ber  Sttcifjug,  ein  flceifcnbcr, 
b.  i.  feine  bcflimmte  iRic^tung  ocrfclgcnbcr  3ug,  3<.'u6^ug  me^rer,  bef.  bcroafT- 
nctcc  ^ecfoncn,  um  eine  ®cgenb  ju  bur^fuc^en  unb  ju  reinigen,  um  SBcute  ju 
machen  u.;  —  2Cblcit.  ber  ©tvcif,  -e«,  ^.  -e,  aud)  bie  Streife  (oberb. 
©traif),  ^.  -en  1)  alt  u.  oberb.  f.  baiJ  Streifen,  ber  Streifjug  auf  9ldu= 
ber,  Canbflrci^cr  :.c.  (einen  ©ttcif  tljun  jc,  cbcib.  auf  bic  ©traif  gcf)n  jc.); 
2)  f.  ü.  jw.  ber  Streifen;  ber  Streifen,  -^,  d)h  \v.  C,  (nicbcrb.  ©trtpe, 
engl,  striii  u.  stripe),  Jßerfl.  t)i-[§  Streifd)en,  oberb.  Srvciflein,  gem.  ©trei- 
fcl,  ein  fid)  in  bie  Sänge  erftre(fenber,  t)er{)altnif^mva'^iä  fdimaler  Äkpn 
ob.  §lad)enraum,  (etjpaö  in  ©treifen  jcrfc^nciben;  ein  Rapier-,  3cugflrcifen 
:c.,  ein  formaler  ©treifen  f anbiß);  inebef.  ein  auf  ber  £)berfläd)e  eine^  Mon 
per^  fid)  in  bie  Sänge  «rftrecfenbor  S(}ei(,  iveld)er  fid)  burd)  feine  garb«, 


1128  (Strcim  —  ^ixciUn 

erf)o^un3,  cbtx  SJertiefung  unterfdjcibct  (j.  95.  btc  ©freifen  an  einer  ©äurc; 
ein  »vci^cr  .Scug  mit  rott)cn  ©trcifen,  u.  bgt.  m.);  baljer:  bcr  (Streifen-  ob. 
Streiffarn,  eine  ©attung  bcö  garnfrautc6,  bcfycu  SScfru^tunggtJjcilc  in  ©trei* 
fcu  au\  bet  ©c^cibc  bcs  Uwbci  liegen,  aud;  gjJit^fraut;  bte  (Streifen^-  pb. 
©treifrtiupe,  mit  Streifen  gejciclnetc  SKaupen;  fireiftg,  S5w.,  «Streifen  I)a- 
benb,  mit  «Streifen  werfehen,  f.  d.  >t.  geflreift;  —  ber  Streifer,  -6,  roec 
ftrcift,  iiml)erftreift;  lanbfc^.  bewiiffnete  Sdjergen,  luelc^e  jur  (5rf)alfung 
bcr  «Rufje  unb  ©icberljeit  bd  9Jad}t  bic  ©trafjen  burc^ftreifen;  bic  Streiferei, 
'i!??.  -cn,  baä  Streifen,  Umhevflreifen,  inöbcf.  ein  Streifjuij  tunraffneter 
Raufen,  ©olbatcn  k.;  ber  Streif (in(^,  -eö,  5}?.  -e,  eJjcm.  f.  Strumpf; 
cbcrb.  eine  ?(rt  Änöpf-  cb.  Überftriimpfe  (Äamafc^cn);  oitc^  ein  cjeflreifter 
2fpfe(:  —  jlreifeln,  jict.  ^rv.,  baö  ocrft.  ffrcifen:  1)  (nicbrrb.  firepc(n)  f. 
obflreifen,  abjie()en  (bic  JQaut  ob.  ben  Sajl);  2)  (obcrb.  ftraifeln)  mit  Heu 
nen  Streifen  »erfe^en  (baf)cr:  gcftrctfelt,  f.  ».  n.  gcflrcift);  fireifelig 
ob.  ih'eiflicj,  SSttj.,  f (eine  Streifen  biibcnb,  jlreiftg. 

Streim  ob.  Streime,  m.,  -en,  5)?.  -en,  audj  ber  Strcimen,  -g,  Wl. 
n?.  ©.,  u.  bie  Streime,  9)?.  -n,  (mittclt).  streme,  strim.  obcvb.  bcr  ©traim, 
©tram,  ©traimcn,  ©traimct;  SRcbenform  won  (Strieme),  lanbfd).  f.  Strci= 
fen,  9?eii)e  fj.  «8.  oon  jufammcngc^arftcm  ^cu  jc),  Strahl,  Strieme:  ber 
Streimfifc^,  ©otbjlridj;  jIreimVn  ob.  ftreimeln  1.  j^icl.  3».,  obcrb.  (nvai-- 
mcn,  jlramcn,  firaimcrn)  f.  jlreifen,  mit  Streifen  t>erfeben;  bo^cr  ^eflreimt 
ob.  gcftreimelt  f.  geflreift,  f!reifig:  jlreimeUi  2.  jici.  3».  ebcrb.  f.  |lret» 
c()e(n;  ha^  Strcimel,  -g,  (mittelt).  stnmel)  f.  ber  Strtd),  Streifen;  ber 
Streimling,  -eö,  9}?. -e,  Streifling,  ein  geflreifteg  S)tn9. 
flreinen,  ^m.  r.  jlreunen,  f.  b. 

flreitcn,  jicUof.  ^iv.  m.  fjabcn,  abtaut.  Smpf.  ftritt,  ©cnj.  ftrittc;  ^tv. 
9«ftritten,  (attb.  strftaii,  strften,  sprat.  streit,  ^art.  gestriten;  nicbcvb.  flcibcn, 
ftrecb,  jtrcben,  u.  vcrft.  fi!  [tribbcn;  [d^ivcb.  stiida:  —  ©runbbcb.  fc^cinf: 
fc^veiten,  auö-,  üorfdircitcn,  bat)cr:  angcftrcngt  cntgcgenßvrben;  bog  nie= 
bcrb.  jlriben  i)at  nod)  bic  SBcb.  fdjreiten;  fo  aitc^  baö  engl,  stride,  bän. 
stritte;  pgl.  nicbcrb.  ©trcbe,  engl,  stride,  ein  ®d)ritt,  u.  f.  beftreitcn), 
übevt).  mit  Äraftnnffrengnng  einem  ©egner  5Btberftanb  (eiflen  u.  if)n  ju 
überivinben  fud}en,  tn6bc[.  f'crperlid),  mit  5Baffen  jc,  ron  rccitcrcv  S5cb., 
aU  bic  finnti.  fampfen,  ringen,  fed)ten  2C.  (mit,  gegen  ob.  n?ibcr  Scmanb— ; 
baß  .?>ccr  flrift  tapfer;  für  ba§  ffiatcrtanb,  für  \>k  gute  ©adjc  jlrciten  u.), 
ob.  Qeiflicj,  mit  5ßcrten,  finnt).  t)abern,  janfen  (mit  3rmanb,  mit  einanbcr 
— ;  gem.  auci^  rüc!^.  fid) — ,  f id)  mit  3eni an b—;  über  eine  ©ac^e,  für 
bie  SBalirpcit  einer  Sac^e  :c.  — ;  gern  jlrciten),  in  tngcrtr  SSeb.  einen  Siedjtß- 
flreit  (^roccfö)  füf)ren  (oor  ®erid;t  breiten;  bic  flreitcnbcn  Parteien);  biön?. 
oud^  jtcl.  €ttt>ag  —- ,  f.  beflreiten,  abffreiten  (bat.  trill  i^  nic^t  flreiten); 
uneig.  übcrh.  ein  «f)inbernif<5,  einen  ^ibcrjTanb  ju  iibern?inbcn  fud}cn,  ftcl^ 
einer  Sad)e  entgegenfe^en,  »gl.  Mmpfen  (gegen  aSorurtl;eilc  ftrciten;  mit 
Unanncbmlic^feiten,  mit  «i^ungcr  u.  ■Diirjl  ic.  — );  aud^  f.  entgegengcfe^t 
•fein,  Jviberfpred^en  (j.  S.  baö  ftrcitet  wiber  bie  gcfunbc  Scrnitnft;  ftreitenbc 
^flidjten  u.  bgl.);  —  ber  Streit,  -cö,  CO?,  -c,  (altb.  stnt;  cbcrb.  ©trcit 
imb  (Stritt:  altfac^f.  altnorb.  ii.  angclf.  strid),  bflg  Streiten,  ber  ^Tuöbrud) 
u.  bic  S5etf)ati9iinc)  ber  Uneinigfeit  cb.  g'einbfelicjfeit  5»rifd)en  jirei  ^ar- 
teten, »on  weiterer  S5eb.,  alg  bic  finn».  .^nmpf,  .^iiber,  3tri|T,  ^c\nf  jc. 


fti-citon  1 1 2!) 

(mit  3cmanb  in  ©ticit  gcratficn,  im  Streite  lifgiii;  ©trcit  anfangen,  fiicficn; 
iimn  (ätvtit  fd)(id)tin,  bcitci^m  Jc);  inebcf.  alt  ii.  bidjt.  f.  .HMitipf  mit  ''Ii5af= 
fiii,  Wcfccbt,  ;Jrcffcn,  *5d)liic(it,  ^licg,  (Oibt.  ^um  ©trcit  aiiöjic{)cn:  bic 
gilben  finb  gefallen  im  ©tieitj;  gcit).  eine  in  'üicrten,  it»iberfprecl)cnbcn 
Behauptungen  k.  fid)  a'upernbcUnciniqfcit  (ein  2ßovtfliiit,  9ctet)rtcv  (Streit; 
ein  Stec^topreit,  f.  b.);  unrig.  f.  Uüibcrftanb,  ^mibcifprud)  (j.  ÜB.  bcv  Streit 
tribcr  bic  ecibcnfd)aften;  bcr  Streit  ber  Slcmcntc,  ber  ^f(id;tcn  unter  tinan- 
bcr,  II.  bgt.  m.;  n)  ib  er  ©  tr  ei  t,  ef)cm.  f.  im  2Bctt|lriit,  in  bie  SüBcttc);  -- 
3fc(5.  »on  (Irciten  utib  Streit:  bic  (£trcitart,  eine  lanißlTi.iigf ,  ffcinc  2Crt, 
ct)cm.  al6  5BSaffe  im  Jiricgc  gttnauc^t;  bic  *2tvcitbi',qii'r  ob.  ^bcqicrbc,  bic 
SBcgicr  ju  flreiten  ob.  ^ii  !ämpfen;  bai)er  flvcitbcflicric],  Str.;  flrcitcrfnbrcn, 
ÜBn?.,  erfal;rcn  im  Streit  ob.  Äampf;  ba^  v2trcitfcucr,  eine  2(rt  geucrnrerf, 
bcflel;cnb  in  oerfc^iebtncn  fegen.  Cuflpumpcn,  bie  mit  oitlcrlti  S?afcten,  S^»rär- 
mcrn  ic.  Perfekt  finb;  bie  ©frcitfrac^C,  bic  Sragc,  ber  Sa^,  jroriibcr  gcflrit» 
tcn  wirb;  bcr  iSrtrcitc^cnofö,  Jl^cilnrfjmer  an  einem  Streite,  ?IKitjlrcitcr; 
ftreitgeübt,  5Bn?.,  im  Streite,  bef.  im  Söaffcnfampfc  geübt;  btr  vgtvcitgtunt», 
ber  @runb  eincö  Streitet,  bef.  eineö  jRcdjt^ftrciteö;  tcx  @trcitl)al)n,  ein  flrcit-- 
fiic^tigcr  .l^abn,  Jtampfijaljn;  eine  3(rt  StranMdufer,  Äampf  =  ,  S5raufc|)a(;n, 
Streitfd^ncpfc;  audj  eine  ^Crt  (Sibe^fcn  in  Jtfien;  bcr  '2trcitl)ammcr, 
ein  J^ammer  an  langem  Stiele,  al6  ct)em.  SBaffc;  bcr  'Streitl)ant'c(,  eine 
ftreitigc  Soc^c,  bcf.  ein  JRed)t6ljanbe[;  bcr  <Strcitfolbcn,  ein  J?olbcn  ob.  eine 
.Keule,  ef)em.  alö  $Baffe  im  Jlricgc  gebraucht;  jlrcithtnbig,  J8i».  beö  Streitcö 
tunbig,  im  .Krieg  crfaijren;  bic  ©trcitflinfl,  bie  Äunft  ^u  ftrciten,  bef.  mit 
SBortcn  u.  ©riinben  (fr.  DialeftiE);  bic  Strcitluft,  2u|T:  ?u  ftrciten,  mit  Söaf-- 
fen,  ob.  mit  SJBorten;  ba[)er  flrcitlujliq,  eljem.  aud)  jlvcitnuitl)i_q,  S8ir.;  bie 
@tri'itprcMc\t,  ftreitenbc,  b.  i.  frembe  SOJiinungcn  bctämpfenbe  ^))rebigt  (fr. 
Sontroter6=^rebigt);  bcr  Stvcitpiinft,  '»punft,  über  n?eld)en  geftritten  wirb; 
bic  Strcitrctc  (f.  bie  fr.  Disputation,  J)cbattc)i  bn5  Streitrofö,  f.  o.  »p. 
®d}lac^trofö:  bic  (2trcitfad)i',  Sac^e,  worüber  geflritten  wirb,  ftrcitigc  Sadjc; 
bic  Strcitfd)ncp|c,  f.  Strcitl)at)n,'  bic  ©tvcitfdyvift,  eine  Si^rift,  in  welcher 
man  mit  Scmanb  ftreitet,  3Cnbcrcr  gj?cinungcn  ob.  fficfiauptungen  beflreitct  (fr. 
poltmifd^e  Si^rift,  3>iSputation):  bic  ^ttrettfudbt,  Sud)t  ?u  ftrciten,  2lnbern 
in  wiberfpre^cn;  babir  llrcitfüd)ti,q ,  Sw.;  bic  (2trcitfüd)tigfcit,  baö 
StreitfüdjtigKin;  bcr  Strcittag,  Sag  bcö  Streitet,  bibl.  f.  Sc^lad^ttag;  bcr 
©trcitfcagcn,  aSagen,  bercn  man  fic^  im  2acertl;um  ftatt  bcr  Sicitcrei  im 
Kriege  bebientc;  —  2tblcit.  bcr  »Streiter,  -S,  bic  Streitcrinn,  5!)?.  -en, 
tvcr  ftreitet,  fowo()l  mit  SJBaffen  im  Äricgc  jc.  (ein  tapferer  Streiter),  al6 
auc^  mit  SQcrtcn  (ein  Streiter  fein,  b.  i.  ftrcitfüdjtig);  jlreitbar,  S?w.  (mit= 
teil),  stritbaere) ,  jum  <Strcit ,  b.  i.  jum  .Kampf  cb.  Jtricg  fertig,  gcfd)icft, 
ln-aud)bar,  geneigt  (ein  jlreitbarcr  .^clb,  ein  flreitbare«;  23olE);  ef)cm.  auc^  f. 
ftrcitig,  bcm  (Streit  untertrcrfcn:  bic  Streitbarfeit,  i)H^  Streitbarfein,  bie 
gähigfeit  u.  (Geneigtheit  jum  Streit  ob.  Ärieg:  ftreitiq,  S3w.  (mittcll). 
strltec;  obcrb.  ouc^  ftri tt ig)  ftrcitenb,  im  Streit  begriffen  (über  ttxta^ 
ftrcitig  werben;  bic  ftreitigcn  Parteien);  bcm  Streit  untenrorfcn ,  (Siegen;^ 
ftanb  be5  Streitet  feienb,  bcflritten  (bic  ftrcitige  Sac^c,  bic  ftreitigcn 
^punftc;  einem  tUvai  ftrcitig  ma^cn,  b.  i.  bcftrcitcn,  abftrcittn):  alt  u. 
cberb.  aud)  f.  angeftrcngt,  unablä'ifig;  f)artnäcEig,  fd}wer  ju  lenEcn:  bic 
Strcitigfcit,  1)  o.  «K.  bag  Streitigfein  einer  Sac^e;  2)  ?W.  -en,  ein 


1130  ftreten  —  jtreng 

<But\i  übet  3>?einun9en,  9tcd)t€  ic.  in  feinem  gnnjen  Sßcriauf  (gdefirte 
©tceitigfettcn;  in  ©trcitigfeiten  tevtricEelt  werben). 

{treten,  3tü.,  f.  flrat)len. 

»©tremel,  m. -g,  ^.  \x>.  (5.,  nicbcrb.  f.  ©treifcn,  ©tcieme,  oberb. 
©tteimcn,  ©tceimct,  [.  ©treim;  jlremen,  3»v.,  f.  |!reifen,  oberb.  jlreimen. 

firemmen,  jicl.  3n?. ,  obcvb.  (aud)  ftrempen;  ielänb.  suemba-  igi. 
ftramm)  f.  flramm  niad)en,  jufammenjie^eii,  einengen,  beengei,  j.  S. 
ber  Sampf  flrcmmt  ob-  btfircmmt  tnid)  auf  bcv  Sruft);  ficf)  — ,  f.  ftd) 
flemmcn,  anjTrengen,  fpreijen;  bag  (Stremfet,  [.  ©tramfel  unter  ftramm. 

flrempcln  ob.  jlrempffln,  iieüof.  3^.,  lanbfd;.  f.  ftrampeln;  bei 
«Strempfcl,  -ö,  oberb.  f.  ©tempcl;  audj  eine  ber  Cänac  nac^  angefpannte 
50Biebe  an  glö§en  (in  biefcr  S3cb.  »on  ftrempen  f.  ftremmen). 

@tren,  m.,  ob.  ©trenc,  tu.,  f.  ©trä'iin,  @tväi)ne:  bie  «Stvcne,  Wl. 
-n,  inöbef.  in  ©atjrcerfen  baö  ®cnnne,  in  welchem  tai  ©aljroaffer  au6  bcr 
©riibe  in  tai  ^fanncnt)auö  geleitet  ipiib. 

fiveng  ob.  jlrenge,  Sw.  (altb.  strangi,  strengi,  strenge;    aUncrb.  strangr, 

f^web.  sti-aeug,  angclf.  sträng,  streng,  engl,  strong,  jtar!;  i^on  bem  altb. 
3».  stringan,  engl,  striiig,  anjietien ,  fpannen  zc;  f.  Strang;  »gl.  aud)  b. 
grici^.  arni]vrig,  \at.  strenuus),  cig.  fd)arf  nngejogen,  gefpannt,  ficaff,  fnnpp 
fba()er  lanbfdi.  hai  .itleib  liegt  mir  jlrenge  an;  bie  ©tiefel  getjen  ftrcng  an); 
frarfen  2Biber|!anb  [eijlenb,  '^(nflrengung  erforbernb,  {)nrt  (j.  SB.  ftrcngc^ 
ßrbreic^,  b.  i.  t)arrc6,  fd^u^er  ju  bcarbeitenbeö;  >:^üttenn).  ■prcngc  SSergartcn, 
(5rje,  f.  ».  \v.  jirengftüffigc ,  f.  u.);  oberb.  aud)  f.  feft,  l)nltbar  (ein  jtvengcr 
^afg);  jufammenjiebenb ,  t)erbc,  vaul),  fd}avf  für  ©efetimacE,  ®cruc^  unb 
@efül)l  (ein  fircngcr  ©cfc^mad,  @crudt;;  unreife  SBeinbeercn  fdjmccten  jtrcng; 
eine  ftrenge  Äälte,  ein  ft^-'^no^'^  Sßintcr  k.);  ferner  perfontic^:  alle  Ärafte 
anfttengenb  (j.  S5.  ftreng  arbeiten,  b.  i.  angcftrcngt),  bal}cr  eijcm.  f.  fiavf, 
tapfer;  ie|t  in^bcf.  mit  angcftiengter  2(ufmerffnnifeit,  fef)c  fovgfältig,  ge- 
nau, pünft(id)  (einen  ftreng  beobachten;  etwas  ftreng  neljmen;  ftrenger  ®e= 
l)Ovfam,  ftrenge  ?ebcnSorbnung  ob.  ®iat);  in  engerer  Scb.  e{)ne  ■Jlad)fid)t 
u.  @d)onun3  auf  genaue  ^flid)terfiiliung  cb.  S5ecbad)tung  ^^ei  ©ebii^- 
renben  f)altenb,  finno.  i)art,  fd)arf,  ernfl,  unfreunblid),  uncrbittlid),  cntg. 
gelinbc,  mitb,  nac^fid^tig,  (ftreug  regieren,  ctwae  ftreng  af;nben;  ein  ftrenger 
^err,  ftrenge  ©ered^tigStit,  ein  ftrengtS  ©cbot,  Scrfcot  jc;  ftreng  gegen  fid) 
felbft  fein,  ftreng  leben  2C. ,  b.  i.  bcr  S3cqucmlid)!cit  u.  bem  @enuf^"c  entfa= 
genb);  ci)em.  alS  SiteliDcrt  für  ben  liM  (gew.  ge ftreng,  f.  b.;  oberb. 
nod)  ie|t  für  SScamte,  ®eridötöl)alter,  ©utöücriralter  2C.);  —  3fe]|.  jlvcng- 
flüffig,  S5n). ,  fc^wer  in  glufö  ju  bringen,  fc^wer  fc^metäenb  (ftrengflüffige 
erje);  ba{)cr  bie  (Strcngflüfftgf  eit ;  —  21;  bie  it.  bie  ^tvenc^c,  1)  "da^ 
©trengfein,  finno.  9ivtul)igfeit,  .^arte,  ©did'vfe,  ©dicnungölofigfeit,  (j. 
SS.  bie  Strenge  ber  Äältc,  beö  Sßinterö;  mit  Strenge  regieren,  bie  Strenge 
eines  .!^errfd^crä,  ber  (Sk'fe^e  jc);  2)  (oberb.  bie  Streng)  lanbfd).  f.  bie 
■SSraune  ob.  .^ef)lfud}t;  bei-  ©dinupfen,  bei  9)Jenf(^en  u.  inöbcf.  bei  ^ferben, 
auc^:  ber  ©trengel;  bie  ©trcngicjf dt,  alt  u.  lanbf^.  f.  (Strenge;  bef. 
bie  ©trenge  ob.  >^a'rte  gegen  fid}  felbfl,  flfrenge  Jeben^iveife ;  bev  <£tvcng: 
ling,  -eö,  ?D?.  -e,  9leuw.  f.  ein  übertrieben  ftrenger  (Sittenlef)rer  (fr.  mv- 
gcrift);  auc^  n?er  in  f'einer  Sebenßipcif;  übertrieben  flreng  gegen  fid)  felbfl 
tfl,  bef.  au6  grömmighit  (fr.  Äfcet);  —  jlrcngcn,  jiel.  3w.  (mittelt).  stren- 


(Strenfet  —  fircucn  1131, 

gen,  strancte),  fü.  f.  fcf^iirf  iitiiie^tn ,  flflif  f^?iinnen,  nuc  noi)  o^tbt.  in  an- 
fttengcn;  ct)cm.  auc^  f.  fjcftig  forbcvn  u.  einen  babiicd)  bciinruljigcn ;  vg,l. 
oud)  (Iran gen;  bei  ®tren(),  -cö,  5)?.  -c,  niibcrö.  f.  Strang,  @d)nur 
{bat)cr:  ber  ©trcngt ab act  f.  bei  fc^tcdjtefle  Wau^tcbact,  »veldjer  ju  bau- 
menbicten  Strängen  gebrctjt  ijl);  oberb.  f.  <3trä'f)n ,  ©trä'biK  (©am). 

(Strcnfcl  ob.^Strcnjcl,  m.,  -ö,  lanb[c^.  f.  (^ei^fuf,  öerfd),  f.  b. 

©trcn;^  ob.  >i:;trcn5C  !.,  «?.,  9)?.  -cn,  (cgi.  flranjm)  oberb.  f.  eine  ftol^e, 
faule  Dirne:  in  Üieflanb  (audj:  ber  Strcnj)  f.  ein  efenbc«  ^ferb:  — 
bte  ©trenje  2.  lanbi'c^.  f.  iSpri^c. 

(StrfpC,  lt>.,  5)?.  -n,  (engl,  sirapper;  i>gl.  straj),  jRtemcn,  Stric!),  nieberb. 
(Sd)impfir.  f.  ein  gro^eg,  lang  aufgefcbcfTenejS,  fauleg  9J?a'bd}cn. 

ftreUCn,  Jiel.  3w.  (gotl).  stravjan,  straujaii;  aUt)OC^b.  strewian,  strewf-n, 
^tät.  strewita,  strawita,  straita,  ^art.  ^istrewit,  ^'istrawit,  gistrait;  mxtttlt). 
stroweo,  strouwen,  strouwerj,  ^tat.  btroute,  streute;  oberb.  fträuen  u.  fträen; 
angetf.  streovjan,  engl,  strew  u.  strow.  fdjweb.  sfrö,  l)ctl.  stroyen;  —  bie 
nämliche  SBurjel  star,  stra,  stru  liegt  bcn  griec^.  atonii'yvin,  (nncöyyu/Ln  unb 
ben  lat.  sternere,  stravi,  Stratum  u.  stniere  ju  ®runbe-,    Urbcb.  ift:   fjinftrectfn, 

ntebcr',  bann  auöcinanbcrrcerfen;  eine  9lebenform  jener  SBarjtl  ijl  spar,  .spm 
in  arjtimiy,  spcrncre.  spargere;   ogl.  €5preu  U    ©trcu,    ©trol)),   troctcne 

Äörpcc  ob.  2f)ei(e  cineö  <Stoffe6  in  9)?enge  aug  einanbcc  trerfen  u.  auf 
einer  £)berfläd)e  verbreiten,  »on  rcettcrer  S5eb.  al6  baö  finnü.  fäen,  »crfc^. 
fprengen,  fpri^en,  j'.  b.  (Äcrncr  für  ba6  ®eflügcl  — ;  bcn  ©amen 
(Ireuen,  b.  t.  fäen;  SSlumen  auf  bcn  SBeg  — ;  @elb  unter  baß  SSolf  —  ; 
©alj,  3urter,  Pfeffer  n.  auf  ik  ©peifen,  ©anb  in  ba6  äimmcr,  2ifd)e  auf  fein 
,^aupt  ;c.);  bi^t.  untig.  f.  verbreiten  (j.  S.  bie  SBlumcn  ftrtucn  ©erii^e 
umbtr;  ber  S3aum  (treut  crquicEenbe  ©djattcn,  u.  bgl.);  ftreuenb  bilben  ob. 
l)eroorbvingen  (allerlei  ffiirj^tcrungcn  auf  Sorten  k.  mit  äucterfanb);  obne 
3ictn).:  bem  23icb  ft reuen,  b.  i.  ihm  nwai  unterftreuen ,  eine  @treu 
mad)en;  —  bie  ©treu,  5)?.  (feiten)  -en,  (altb.  stiowe,  stronwe,  oberb. 
bte  ©trau,  ©trä,  audj  baß  ©efträ,  altb.  gistrawj,  gistrowi),  bai  ^ingefireute, 
2(uö9ebreitete,  baljcr  cbcm.  übcrf).  f.  ^ager,  S3ett  für  «Kcnfc^en;  je|t  nur  ein 
Sager  wn  ausgebreitetem  langem  ©trch  (auf  einer  ©treu  fc^lafcn;  auf  bct 
©treu  liegen,  oberb.  f.  fran!,  cb.  tobt  fein),  u.  bcf.  bag  bem  S3ieb  im  <£to(le 
untergeftreute  Sager  (j.  SB.  fec^ö  «pfcrbe  auf  ber  ©treu  l}abcn,  b.  i.  im 
©taUe);  au^  ba^jenigc,  >t>aö  bem  3Jiel)  5um  Sager  untergeflreut  n.Mrb, 
bej.  SBirrflrol;,  l'aub,  SOZocg,  Saumnabeln  (bie  ©trcl)=,  fQJatb^  Saubjhreu  jc; 
oberb.  in  bie  ©treu  get)n,  b.  i.  in  bcn  SBalb  ;num  ©ammeln  ber  ©treu);  Säg. 
f.  abgefallene^  Saub;  oberb.  ba6  mit  ©trof)  gcftrcutc  3icl  bei  ^fcrberenncn; 
auf  t)üljcvncn  SBrürten  bie  Cucrt)cl^cr,  momtt  bie  S?alfen  belegt  rocrbcn;  ■ — 
3fc^.  oon  flreucn:  bie  <£trcubüc^fc,  eine  mit  f leinen  iJtdjern  oerfebene 
SBü^fc,  einen  gtpülncrten  Äöipcr,  j.  S.  3ucf<-"t,  '^'fcffcr,  ©anb  :c.  barauS  ju 
ftreuen;  in  engerer  SBeb.  eine  ©trcufanbbüe^fe;  el)em.  auc^  ein  @efc^ü|, 
aus  »ct^cm  Äartätfc^en  gef^offen  unirben:  ber  <£trfubüd^fcnbaum,  ein 
aSaum  in  3)?crito  u.  SBcjlinbicn,  bcffen  gru^t  einer  ©anbbü^j'c  äl)nelt  u.  auc^ 
alg  fold)C  gcbraud}t  roitb,  inbifd}c  9Juf6  (Hura  crepitans  L.);  bie  ©trcuga^ 
be(,  eine  f)öljerne  ®abel,  rcomit  bcn  ^fcrben  bie  ©treu  aufgerüttelt  trirb:  ba§ 
©treUflOlb,  glanjenbe  3innblättd)en,  ettvaS  bamit  ?u  bejlreucn;  ba3  'BtXCU' 
gut,  lanbfc^.  j.  S.  in  ©c^lcSivig,  ein  unter  »crfcfyitbcnc  J^erren  r>crtl)eiltc6 


1 1 32  ftreunen  -r-  (Stnd) 

(gletc^fam  »nftccitcttb)  @ut;  taij  ©treumcf)! ,  SBad.  TOd)I,  wclc^cö  unter 
unb  auf  bcn  Kctg  gcitvcut  itirb;  ba§  ©trcupulocr,  ^pubcu  jum  ©treuen, 
j.  JB.  auf  njunbe  ©teilen;  bn5  ©trcupulücrmoog,  ÄolbenmooS,  SSärtapp, 
alö  ©tueupulocv  gc6raud;t;  tag  ©trciircd^en  ob.  4)arfcn,  bas  Siec^icn  ob. 
.Iparfen  u.  übevf).  bic  2(uffammtung  bcr  ©treu,  b.  i.  bcS  2aube6,  bcr  Sangein 
2C.  im  SBalbc:  bcr  'Streufant',  feiner  ©anb,  ben  man  auf  frifd^  bcfci)riebcne6 
Rapier  jlrtut;  bic  Stvcufanbbüd^fc,  geir.  btop:  ©anb=  ob.  ©trcubüdjfc,  f. 
b.;  ta^  Strcujlrol),  Ärummflrof),  irclc^eö  man  bem  Sich  unter|lreut;  bct 
^treujucfcr,  gejlo^encr  ^u(£(x:  jum  ©treuen  auf  ©pcifcti;  — ■  "KbUit.  bec 
©treuling,  -e§,  o.  SK.,  lanbfc^.  f.  tüaö  gcflrcut,  b.  t.  bem  SSict)  untcrgcftrcut 
trirb,  bic  Streu,  insbcf.  ab^cfaUcne^  'iaub. 

flreuncn  ob.  gem.  flveinen,  ^icUof.  3>t).  (attb.  gistrinnan,  stnuuen,  angclf. 
strynan,  auf  ©ctvinn  au^gci)n ,  gcrcinncn)  oberb.  uacf)  flcincn  3Sorthetlen, 
©cniifTen,  guten  ^Siffcn  2C.  umf)erfud)cn:  in  bicfer  2{bfid)t  umf)er9cben, 
;(aufcn,  ;f'-'^)ii>«if*!n  (i)crumjtreunen):  3äg.  son  ben  Sagbftunbcn:  um[)crs 
laufen  u.  fud)en,  ol)nc  äel)öri3  ©pur  ju  galten;  bic  Streun,  Wl.  -en, 
oberb.  f.  eine  um^erfd)treifenbc  ^crfon  (ügt.  bai  nieberb.  ©trünc  f.  ®af'- 
fcnbirnc);  bcr  Streuncr  ob.  ©treincr,  -g,  f.  ^erumftrcid)cr  (ganb  =  ,  @af= 
fenftreuncr  jc):  Säg.  ein  ^agbbunb,  n.'»eld)cr  fireunt. 

©trid),  m.,  -cä,  Wt.  -e,  Sßcrft.  (nur  in  ben  concreten  SSeb.)  ba6  ©trtcl)^ 
lein,  gem.  @tvid)c(,  @trid}cldien,  (altb.  strih,  strich;  gotf).  striks,  attnorb. 
strik,  nieberb.  ©trccE,  engl,  streak,  fdjtueb.  strek,  bän.  streg;  oon  jtr eichen, 
f.  b.),  1)  ha^  @treid}en,  bie  jlreid}enbc  Sctvcgung,  b.  i.  fdmcKe  gottbc- 
ttiegung  in  einer  9iid)tun3  (j.  SS.  bcr  ©tri^  ber  Söget,  b.  i.  ii)t  2(bjug  im 
Jpcrbfl;  itwai  in  einem  ©friede  thvin,  b.  i.  oljne  Unterbrechung;  bcr  ©trid) 
bcr  gifc^c,  b.  i.  ba^  Satc^en  bcrfctben,  aud)  ber  gtfc^laic^  ob.  ©amen  [elbjl; 
»gl.  ftreic^en);  bef.  bie  55entegung  Uin^yi  ber  £)bcrflä'd)c  eincg  .^cvperö  hin 
(j.  SB.  einen  ©trid)  mit  bem  ^infel,  mit  bcr  gebcr  ic.  tt)un;  ein  ©tric^  auf 
bcr  ©cigc,  mit  bem  S5ogen;  ein  ©trid)  mit  bem  SJlagnetc  auf  eine  Stfen» 
ftangc;  bem  Suc^c  bcn  ©tri^  geben,  b.  i.  ber  SBollc  bcöfclben  burd)  ©trei(^en 
bie  9?ic^tung  na(^  einer  ©citc  geben;  bcr  ©trid)  bcr  ßerc^cn  ob.  2er (^en= 
ftri^,  b.  i.  ba^  Sangen  berfclbcn  mit  bem  ©trcidigarnc,  bal)cr:  ei-n  guter 
©trid),  auf  ben  ©tric^  gct)cn  jc);  oberb.  f.  tai  S3ieten,  5}?ef)rgebot  bei 
einer  Serjleigcrung  u.  bie  ^öcrjlcigerung  felbj^  (aud^  2Cuf|tridj);  ferner  bie 
3Irt  unb  3Beife  beS  ©treidieng  (einen  guten,  leicfiten  jc.  ©tri^  Ijaben,  auf 
bcr  ©cigc  u.  anbern  ©treid^=3njlrumenten);  bic  9iid)tung,  in  iveld)er  etivaS 
flreid)t,  b.  i.  fid)  bewegt  ob.  erjtrectt,  finno.  ^ug,  (Sang,  2auf  (5.  SS.  bcr 
©trid)  beö  SBinbeS,  bcr  SBolEcn,  cincö  @cn?itter6  jc;  ein  ©d^iff  »eränbert 
feinen  ©trid),  b.  t.  feinen  ßauf;  bcr  ©tric^  bc6  ^oljcS,  cine6  ^eugeö,  SqüU^ 
JC,  b.  i.  bic  5Ri!^tung ,  nad^  ircl^cr  bic  ^afern,  gäben,  .i^aarc  ic.  gef)en:  na^ 
bem  ©trid)e,  b.  i.  bicfer  JKi^tung  folgcnb,  cntg.  gegen  ob.  ttJtbcr  ben 
©tridi,  b.  i.  gegen  bii  5Ric^tung);  2)  h(i^  (Strcid)enbc ,  b.  i.  wai  fid)  fort; 
beiregt  ob.  cvfirecPt;  bal;er:  bie  in  (^kfcüfdmft  mit  cinanber  ftreid^enben 
'SSogel  (ein  ©tric^  gcrc^cn,  Slcbhübner  3c. ,  f.  o.  \v.  ein  glug ,  ^ug);  bef.  ein 
fid)  in  bic  Sänge  erftrecfenbcr  j^crper  ob.  |^(ä'd)enraum,  finno.  Streifen  u. 
(Strecfe,  j.  SB.  ein  3eugftreifen  (ber  ©trid)  an  einer  Jpaubc,  einem  -^cmbe  u. 
bgl.;  ber  @fcl  t)at  einen  f^icargen  ©trid)  auf  bem  9?ücfen),  ein  fid)  in  bie 
Sänge  auöbel)nenber  2;f)eil  bcr  (5rbfläd)e  (j.  SB.  ein  frucf)tbarer  ©tri^  San-- 


(Btxid  .       M'-V-l 

bcö;  »gl.  ßanb:,  (Scb-,  ^immclßflrtc^;  in  afjüringcn:  ba6©tvi^t(,  ßeni. 
ocfbcrbt  Striegel,  ein  ©tuet  J^ttbce  von  unbeftimmter  iäno^c,  hai  eine  SHuttje 
bieit  ift,  ogl.  ©ottel);  "J)  bag  bind)  ©ticidjen  ^eivcrgelnad)!«,  bio  baburd) 
entflanbcne  (2pur,  Suid)e  k.  (js-  S.  ber  Stiid)  uon  bcm  Pfluge ,  btr  (ägge 
jc),  bcf.  eine  3c;;ci)fnc  ob.  3/jcid)nete  üinie  (einen  ©trid)  mit  Äreibc,  Äo^le 
3C.' mad)en,  jiel;cn;  ein  gebevs  ^infclftiic^;  bie  ©triebe  be6  Aompafice ,  b.  i. 
bic  aii6  btm  g}?ittc(punEtc  nai)  ollen  3iid)tiingen  Icuifcnben  Cinini;  einen  ©trid) 
burc^  etmag  mndjen,  f.  ».  ir>.  te  biivd)--  ob.  aiieilicic^cn;  uncig.  einen  ©ttic^ 
buvd;  bic  3{cd)nung  machen,  b.  i.  Semonbö  Hoffnung  ob.  SJorfiaben  ütiei= 
teln;  einen  ©tvidj  Ijabcn,  f.  ein  tvenig  beraiifd)t  fein);  in  engerer  SBto. 
f.  0.  »V.  S3djlrid),  baö  (5al}t()n(^Md}en  (,),  fr.  Aonima;  bie  burc^  baö 
©trcidien  üon  Wölb  ob.  ©ilbtr  auf  bcm  ^robivfteinc  ent(ttl)cnbe  ßinic;  quc^ 
ein  ©tvid)  Don  bcftimmtcr  SSreitc  a[6  i'ängtMimap,  f.  o.  vo.  Jinic  =  '/,o 
ob.  '/,2  3oU;  4)  vocii  gejliid)«!!  »virb  ob.  9cftvtd)on  ivcvben  ift;  bafjer:  ein 
©trid)  3iegcl,  b.  i.  fo  uict  3ic9Cl  in  einer  gewiffcn  i><-it  n<JC^  cinanbcr  Qt- 
tlvid)en  finb;  oberb.  ein  (aügejtric^enc6)  Öctrcibcmap,  in  SBaiern  =  % 
?Oie(jc,  in  SBoljnKn  =  4  äJicrtel  cb.  H)  UJfäfKl;  bie  .Siljcn  am  (Sutcr  ber 
Äüf)e,  Riegen  jc ,  weil  fie  beim  SOfeltcn  gc)trid}cn  »üerbcn  (nicbcrb.  ©trccf; 
oberb.  aud)  ber  ©tridjcn);  —  3fc§.  baö  ^trid)tn-ctt,  f.  x>.  w.  ©trci^= 
brctt,  f.  b.;  bcv  Stvid^fifc^,  f.  ü.  w.  ©trcic^fifdj;  bic  etnd^t)cufc^rcc!c, 
3iigl)cufdjred;e;  tn  »^tric^farpfcn,  junge  JCarpfen  im  crften  3af)re,  .5tarpfcn= 
brut;  ber  *2tvid)t'onipaft>,  eine  "Kvt  ©cefompafä,  n?cld)cr  immer  bic  Stic^tung 
bcö  Äie(e6  anjcigt;  bic  Stvtd)natl),  r.  woi)l  ©trict  natl) ,  eine  ^(rt  9tatf), 
wel(^e  einem  ©citrid  äfjnlid)  fieljt;  bei  ©trid)punft,  Spradjl.  i)ai  <Ba^- 
tt)eil^eid)en  (;),  fi"-  ©emüolcn;  bic  v2trid)Vaitpc ,  mit  £tvi<t;Cn  gezeichnete 
SJaupen;  ber  Stvid)riHV''l.  tin  Siegen,  ipcld)cr  nur  einen  fleinen  ©trid)  2an- 
beö  trifft;  bie  Stvid)fcf)ini:el,  f.  u.  n?.  ©trcic^--  ob.  l'el)mfd)inbct;  ber  *Stvic^= 
(lein,  eine  Xrt  beö  ©üutcnftcinö  (SBafalt);  bie  Strid)taube,  Sßanbertaube; 
ter  @tvirf)V>Oj:^cI,  23ögel  ber  falten  u.  gemäßigten  .^immcißgegcnben,  welche 
il)ven  3(ufentt)alt  nur  jlridjioeii'e  ocranbcrn ,  obnc,  »cic  bic  .3ugt»ögel,  auö  bcm 
gemäßigten  in  bcn  Ijcifjen  v^imnuiefiric^  iiberjugel)cn;  )lrirf)ll>eifc,  9{ir. ,  nac^ 
©tri^en,  in  einzelnen  ©trieben  (ji.  S.  flrid^weifc  arbeiten,  b.  i.  ©tric^  für 
©tric^;  ober  auc^:  in  einem  ©tri^c  fort  u.  bann  eine  3ettlang  ruljenb);  bi], 
in  einzelnen  2anb|lrid)en ,  ®cgcnbcn,  finno.  ftrecfcmreifc  (j.  SB.  bie6  Sanb  ifl 
flrid^weifc  frudjtbar;  flridjweifc  Ijagcln  jc);  ber  *2trl^',aun,  ein  3aun  im 
SöajTer  gur  Sefejtigung  beö  UfcrS  gema(^t;  bie  @trid)5eit,  b.  ©trcie^jcit, 
f.  b.  —  21:  bic  it.  bii5  *2tvid)cl,  -g,  gem.  9Scr!l.  won  Strid)  (f.  o.):  fleiner 
(£trtd):  ba()cr  bie  Strtd)elbliinu\  mit  ©trii^cln  gezeichnete  5Blumc,  bcf.  bit 
?anari!d)c  ©lodenblume ;  ftvidichl,  jiellof.  u.  jiel.  3it?.,  fleine  Strid^e 
mad)en:  etivag  — ,  mit  fleinen  »5trid)en  bejeid^nen  cb.  ücrfehen  OPflanj. 
ein  gejlric^eltc6  Statt);  ber  'Strid^ling,  -eö,  Wl.  -e.^lt.,  iver  herumftrcidjt, 
ein  iJanbftreid)er. 

@4vid",  m.,  -e^,  ?0?.  -e,  Söcrfl.  hci^  <2trtcfd)cn,  »Strictiein,  (altb.  suidi, 
stric,  ®.  stritkes;  f^cint  mit  ftrad,  jlrccJcn  (f.  b.)  oon  einem  oerlorcnen  <ib= 
laut.  3>w.  sirican,  strac.  auöbiljncn,  fpanncn,  ju  flammen,  ober  üon  strlngan, 
wgl.  ©trang,  ftreng),  ein  furjcg,  ffavt■e^^  i^on  v^anf  einfadi  jufammen^ebrel)? 
te«5  cb.  gcfpcnneneS  *£eil,  bidcr  alä  eine  ©d)nur  od.  ein  5Binbfaben,  fürtet 
al6  (in  ©eil  ob.  eine  Seine,  oor,  trcitcrer  S5cb.  alö  baS  finno.  Strang,  (ctiüaS 


1134  (Stiici 

mit  ©tvtcfen,  an  einen  <Sttid  binben;  einen  J^unb  am  (Striae  füfjren,  b.  am 
©eile;  Sag.  ein  ®tridc  ^unbe,  b.  t.  ^roet  ob.  brci  mit  einem  ©ci(e  »erbun= 
benc  2Binbf)unbe;  wenn  alle  ©tricEe  reifen,  b.  ©trangc,  f.  Strang;  einem 
2Jerbrerf)cr  bcn  (Stcirt  um  bcn  >^a(ö  legen,  um  ii)n  lu  t)angcn;  ba^er:  ben  ©tricE 
üerbient  ijabm,  ugl.  ©trang);  uneig.  gem.  alö  ©d^impfm.  ob.  f^erjf).  f.  ein 
lieberlid)ei-,  nid}t$5an'iibiC|er  !9?cnfdi,  ein  2au3cntd)t^  (bcc  ben  ©tricB  öer= 
bient,  ügl.  ©aigenftrict);  e^cm.  bef.  ein  a(^  @d)(in3e  aufgejlelltec  ©trief, 
eine  0d)lin9e,  ein  gallilvid,  (einem  Stricte  (cgcn,  ii)n  in  bie  ©tricce  füfjren), 
ba^cr  uneig.  bibt.  f.  9lad)[leUung,  5öerfüi)rung :  3fe^.  jlricfbänbig,  33»., 
Säg.  »on  jungen  5öinb{)unben:  gewöljnt,  jid^  mit  einem  alten  am  ©triefe  führen 
SU  laJTen;  bie  ©trief beere,  lanbfd^.  f.  ^H-eifjelbeere;  ba«  ©trief c^ra6,  Änopf^ 
grag  (schoenns  L.);  ber  ©tricfgürtel,  bec  in  einem  ©tric!e  beftel)enbe  dJürtel 
bec  ©tvlcfmond^e,  b.  i.  grancißcanermönc^e  (franj.  (Sorbelierö);  bie  ©trid- 
leitev,  eine  au6  ©tridcn  gemachte  ßeiter;  bie  ©tritftinte,  hk  frumme  iinxc, 
\vild)i  ein  an  beiben  @nben  aufgel)ängter  ©tric?  bilbet;  ber  ©tricfreiter, 
üerbetbt  auö  ©trit^rciter,  c(;cm.  in  Saiern:  bewaffnete  Sanbreiter  für  ge» 
lüiffe  ©tri^e  Canbes;  ha^  ©tricffpann,  ©eil.  ein  Eleineö  SBer!jcug  mit  einer 
Siinne,  in  wcld^cr  ber  einzelne  gaben  bcS  ©tricteö  liegt,  wenn  er  gcfponncn 
wirb;  i)(i^  ©tridfwetf,  mel)re  ©tricEe  §ufammengenommen ;  —  flricfcn,  jiel. 
3w.  (altb.  siricchan,  stricken,  ^rat.  stricte)  urfpr.  f.  fnüpfen,  fled)ten, 
fd)nüren,  in  ob.  an  einanbec  fd)lingen,  t»ectpicfe(n,  feffeln  (io  noc^  in  be- 
flric!en,  oer|tricJen,  f.  b.;  obcrb.  einzelne  SSaume  eines  gtopcö  an  einanber 
ftri^en,  b.  i.  binben);  je^t  in  engerer  S3cb.  @d)nüre  ob.  ^iiben  mittelj! 
einer  2(rt  langer  %ibeln  (©trirtnabeln)  fo  in  einanber  fc^lingen,  bafg 
barauä  ein  eigent{)üm[id)eg  ©ewic!  entjlei)t,  beJTen  eingelne  ©klingen 
5!JIaf^en  genannt  werben,  ntcberb.  fnütten,  (@arn,  ^wjirn,  9BoUe  JC.  — ); 
]^ricfenb  verfertigen  (9le|e,  ©trumpfe,  ?OZü^en  2C.;  gcjlridte  ©trumpfe  k.); 
3fe^.  bie  ©tvtdParbeit,  ba^  ©tricJen,  ob.  eine  gcjlricftc  2£rbeit;  ber  ©tri(f* 
beutet,  =forb,  tin  ?ierli(^er  Seutcl,  Äorb,  worin  grauen  u.  9Ääb(^en  \t)v 
©tricEjeug  tragen;  bai  ©tn'dfbrett,  s^olj,  ob.  ber  ©trictjtoct,  dn  f^maleö 
Srett,  über  welchem  bie  9te^e  ber  gii'c^er  u.  Sager  gcftrictt  werben;  bav 
©tricfgarn,  bie  ©triifroolle  2C.,  ©arn,  aöolle  jum  ©tricEen;  baS  ©triefe 
maf ,  f.  0.  w.  ©trirtbrett;  ba^  ©tri(Jmuj!er,  m  SQJufter  ([.  b.)  jum  ©tricEen 
f iinjilic^er giguren  u.  bgl.;  bie^trtcfnabel,  [.  o.,  lanbfi^.  andj  ©trief  jlöcte, 
ijlengel,  ntebcrb.  ©tiefen  genannt;  uneig.  5^aturf.  eine 2(rt «pofaunenfd^nef^ 
!cn,  ik  Pfrieme;  bie  ©tricfnatl),  gew.  ©tridjnati),  f.  b.;  bie  ©tritf- 
fc^eibe,  eine  jum  Zi)di  tjoljle  t)öljernc  ob.  metallene  ©d^cibe,  in  weld^c  bie 
©tridnabcln  geftecft  werben;  bie  ©tvt(ffd)ule,  ©d^ute,  in  weld^er  f leine 
SÄabc^en  jlridlen  lernen  (oberb.  bai  ©triefet,  nieberb.  ©tricEen);  bie 
©tvi(f  fpinne,  bie  ©pinnen,  welche  ein  runbeS  ^i^  in  fenfrec^tcr  Ktc^tung  we« 
ben,  auc^:  ©tricfer;  ^r  ©trtcfjitücf,  f.  o.  w.  ©tricf^olj;  lanbfc^.  f.  ©trid- 
nabel;  ber  ©tri(f|!rumpf,  ein  ©trumpf,  an  welchem  nod^  getrieft  wirb; 
bie  ©tri(f|lunbe,  j^um  ©triefen  beflimmte  ©tunbe,  bef.  eel)rpunbe;  ba^ 
©trtdP^cug,  bie  ©tricfarbeit  fommt  bem  baju  geljörigcn  ©erätt),  (oberb.  baS 
©fricEenb,  ©triiJet);  ^Cbfeit.  ber  ©tvicfev,  -S,  bie  ©tricfevinn,  Ü)?.  -en, 
(altb.  strickaere,  strickaennne,  b.  i.  SSerftricfcr,  wer  feffelt),  Wit  flricft  (j.  S. 
eine  gefd^icfte  ©tritfcrtnn);  @tri(fcr,  Staturf.  ihu^amllH  ber  9lad)tfalter, 
au^  ©pinnev  genannt;  bie  ©trief fpinne,  f.  o.;  eine  üxt  S3ocffafer,  au^ 


®  triefe  —  Stviej  11  ^5 

'»Beb«  gcr.jnnt;  h'w  Strlcferei,  bai  ©triefen,  bcf.  ucra^tt.;  bie  ® trief ar^ 
beit,  ba«  (^effricf. 

<2tvicfc,  tt).,  9J?.  -n,  lanbf(^.  gem.  f.  ber  «Streifen;  bat)tv  audj  ge« 
ftricft  f.  gcRvcift. 

Strii'qci  I.  ob.  <5tricd)c(,  in.,  -g,  •!»}?.  m.  6.,  »crg»  u.  ^üttcntr.  ein 
bol^'rner  ^flc*ff)  inebcf.  bevBapfen,  meieret  auf  bcm  bloöcn  .^crbc  unter 
bim  (vjifüUc  ftcrtt;  aiid)  ber  Wrunb^ipf^'"  i^"  f'»i''"  Dt'ic^bammc;  baljct: 
hcii  *StricqcIbaii$>,  Scr<^»p.  baö  über  bcm  Stricc^-l  an  einem  Seiche  errichtete 
pcrfctjfcfTenc  J?)äu6cf}en ;  ber  Strif(^clfd)acbt,  ein  ciifgcmaucrtec  ©cfta^t  bei 
bem  ^lutlic^raben  ber  Äunft>rcr!e,  worein  ber  Cürunb^apfcn  qcjtcUt  wirb. 

*Sfrie(\rI  2.,  m.,  5)f.  -n,  obcrb.  m.  (ber  ©triget;  aitb.  strlgil,  sirie'cl, 
m.;  entlehnt  oon  bem  lat.  strisiUs;  boljcr  ital.  stiiglia,  ftanj.  «'trille),  ein 
himmähiUidie^  eiferne^  ^Üierfjcuq  mit  mctjren  «Keinen  furjjer  3ci()ne  ^ur 
O^eini.qung  ber  '*Pferbe  oon  ©taub  unb  ©^wet^,  '"Pfeibeftrie.^e! ,  oberb.  au^ 
Oioföjlvähl  (f.  jtväb(cn),  nicbcrb.  ©itrapc:  uncig.  ^f(anj.  bor)tcnförmige,  an 
ber  'mwt^d  i;ufammeni^cbriicttc  flarfjc  2l)ei(c;  aud)  ein  oflinb.  ^])flanjen9e- 
fd)(ec(it  mit  troctncn,  borftigen  gteinfrüi^tcn  (nei)heleiim  lapacpum  L.):  f^rie= 
C^elid)t,  a5>t>. ,  einer  ©triegel  ahnlicf);  ''Pflanj.  mit  bidjt  anliegenben  flcinen 
^orllen  befe^t;  llvii'C;cfn.  !S«fl-  3»-  (altb.  «trigilon,  stngeleu)  mit  ber  <Strie= 
gel  reinigen  (bie  ^pfcibc);  uneig.  einen  — ,  f.  fd)arf  burd^jiet)en,  bitter 
tn^e[n,  empfinbiid)  fd>elten,  ogl.  fa'mmen,  l)edie(n:  lanbfd).  gem.  auc^  f. 
pirigen,  prügeln:  ber  @tricc\i(er  ob.  «itriecilcr,  -8,  n^er  ff  riegelt;  bie 
*Stvii\v1unfl,  bii^  «Striegeln. 

jlriclcn,  jiellof.  3«?.,  oberb.  u.  fd)rv)cij.  (r.  ftrüelcn,  flruolen;  »gl.  j^roUen, 
flrold)en)  f.  bernmilreidien  ob.  =ffreifen,  H'd'n\irmen;  nmherftöbern,  \)ix- 
borgene  Orte  burd)fnd^en:  nafdien,  leden,  maufcn  (fc^rcetj.  Ob|l  t>on  ben 
Säumen);  [d^weti-  auA  f.  wirren,  verunrren,  u.  f.  eilfertig  thun  bd  einer 
■Arbeit. 

•©tricmc,  tv.,  'ü)?.  -n,  2>crEl.  baS  Striemd)en,  oberb.  «Striemlein,  gem. 
Striemel,  (mittelb.  der  strieme.  neben  strim,  strimel.  b.  i.  Strcim,  f.  b.; 
cberb.  ber  iStviem,  ©tricnun;  )'d)wib.  strim;i;  oon  g(eid)em  Stamme  mit 
(Strom,  [.  b.),  ct)em.  überl).  f.  Streifen  (j.  >S.  am  «pimmcl:  2Baf[erftrcifen 
im  Srobt  :c.);  jc^t  in  engerer  Seb.  bie  bUuien  ob.  rötblidien  Streifen, 
iveld)e  burd)  Sdiliige  mit  einer  jRutf)e,  '»peitf^t,  (?eipcl  jc.  entftehcn  (blutige 
Striemen);  (anbfd).  aud)  f.  9?arbe:  flricmt(^,  St».,  Striemen  habenb,  ftrei= 
ftg  (einen  ftvicmtg  fdjlaiien;  innbfc^.  »raJTerflriemigcä  Srob);  ber  Striemlitig, 
-e^,  '3)?.  -e,  eine '^Irt  geftreifter  Äpfel,  Streifling;  ftriemcn,  jicl.  3ro., 
(Iriemig  mad)en,  fdMagen,  bef.  im  STJtr.  geftricmt. 

Striepe  ob.  StviVf,  iv.,  'iD?.  -n,  niebcrb.  f.  Streifen:  ia^er:  iüni- 
burgcv  ©triepen,  eine  ©orte  ©ommcrbtrnen;  ber  StriepFc,  niebcrb.  eine 
Sorte  rotbgeflreifter  'Gipfel. 

Stvicfcnbol^,  m.,  lanbf^.  f.  <^ecfentirfd)bainn. 

Striej,  m.,  -e?,  ^Jt.  -e,  ob.  ber  Stricjcl,  -g,  d'!fl.  \v.  (5.,  aud)  bie 
Striejel,  9)J.  -e  (eig.  wobl  ©tvü?,  ©trüget;  ogt.  baä, oberb.  ©trugen; 
fd)tt>eb.  strut;  «jenb.  st.iiza:  njabrfd).  mit  jlro^en  tcnranbt),  lanbfd).  ein 
lan9lid)e<J,  a">ali;enförmige»  S3rob,  ob.  ein  fcldieö  SSacfa^erf:  ©uttcrftrie; 
jcl,  bef.  ju  SBcibnat^tcn  gebac!en  (6t)riftjtriejel),  l  v.  xv.  StoÜe,  '»löecf ; 
in  »eiterer  Seb.  auc^  anbere  5??n(]'en  t>on  gleidjer  ^oxm ,  j.  93.  ein  ©tviejel 


lloG      .  jlnppeu  —  <Btxo\) 

Setg,  aSuttcv,  Zabad  :c.,  b.  i.  ein  länglic^ice,  waljcstföcmigcö  ©tue!;  aud)  eine 
©pcifc  Don  3)?o()n,  in  WM)  verrieben  a5Äot)nftrieifO;  uneig.  gem.  f. 
ein  unbcf)ü(flid)ei-,  bummei*  9)?cnfd). 

I^rlppcn,  jKt.  3»»-  m'ebci-b.  (baö  ocvfi.  fluepen,  jlrcifcn;  cntfprec^cnb  bem 
obci-b.  flrupfen,  f.  b.)  f.  oft  frreifcn  ob.  biird)  bie  Si'»3^c  jie[)en,  inöbef. 
eine  Äu()  — ,  f.  melfen;  auä)  mit  «Strippen  Perfehen;  bie  «Strippe,  SO?. 
-n,  (n.  2t;.  ©tfüppc;  mittcü;.  sträpfe;  obcvb.  bic  ©tnipfcn;  f)oU.  strop, 
engt,  strap  u.  stripe,  siiemcn  k.  ;  tat.  strnppus,  su-uppus,  SBanb),  eine  ©d^Ieife 
ob.  (2d)(in9e  oon  Sanb  ob.  Stiemen,  jitm  '^{n3iei)en  ob.  2(nfpannen  bie- 
nenb,  ingbcf.  ik  an  bcn  ©tiefetf(^aftcn  bcfejtigten  (®ticfcl|ti-ippcn),  mitteljl 
beven  man  bic  ©tiefet  anjietjt;  niebetb.  bk  an  ben  @cten  bcr  ju  t)teid)cnbcn 
geinwanb  t)efejligten  Sinbfabcn  =  ©(^tcifcn;  im  SSranbenbui-g.  ühivi).  f.  Sinb? 
faben;  —  ber  ©tvippcvt  ob.  Stripplatttd^,  (obcrb.  ©tvupfiturj)  tanbfc^. 
f.  ^ferbeampfer  (rumex  acutus  L.);  —  jl:i*tppfcn,  gict.  3m.,  nicbcrb.  f.  mit 
bei-  ^eitfdic  ob.  mit  9iutf)en  fd^lagen,  jüditigen:  ber  ©trippä,  gen?.  Wl. 
Strtppfc,  f.  ^eitfd)enfd)[aäc  ob.  9üitt)enflreid}e;  bie  «Strippfe,  9)?.  -n, 
eine  ^eitfd)e  mit  me!)i-en  fnotigen  SSinbfaben,  als  ©ti-afircrfjcug  unter  bcn 
engt,  ßanbtruppcn. 

©tritt,  m.,  -eg,  S)?.  -e,  obcrb.  f.  Streit,  bcf.  9ied)tgftreit  (^roccfö);  bei: 
«Strtttfopf,  f.  Jpänbelmad^cv,  3an!ci-;  f!rittig,  Sit).,  f.  ftceitig;  flreitfütitig. 

jlrt^cn,  3»ü-,  [<^tt?ä'b.  f.  fpri^en;  bie  v^^tri^c,  f-  Spd^e. 

jlrobeln,  gicltof.  u.  iki.  ^w.  obcrb.  (tanbfi^.  auc^  flrubctn,  ftrubbctn; 
üttb.  stropaloa,  strobelen;  ogl.  )1rauben)  f.  jlcuppig  ob.  Pcrivorren  fein; 
jiruppiö  madKn,  trirren,  penuirren;  f^töcij.  auc^  jTüdjtig  u.  obenf)in  ar- 
beiten; bcr  Strobel,  -ö,  f.  SSerivirrung;  penvirrter  3??enfd);  bie  Wirbel; 
nufö  (tregcn  ber  ftvaubigen  ©ejtalt?  tat.  strobilus),  anä)  f.  Sannen^,  i5id)ten; 
japfen;  ber  Strobeltorn,  tanbfc^.  f.  3trtifd^octe;  ®otbbiftct;  bev  Strubel- 
fopf,  (®trubbet!opf)  gem.  f.  jlruppigec  Äopf,  SSKenfc^  mit  ccrnjovcencn 
paaren;  ber  ©trobelftern,  ef)em.  f.  .^^aarftern  (Äomct);  bie  Strobeltaube, 
f.  t».  w.  ©trupptaube;  ftrobelig,  (ft  rubel  ig)  Sw.,  lanbfc^.  f.  jlraubig, 
ftruppig. 

flrobeln,  jicltcf.  3w-,  oberb.  1)  f.  jlrampfen,  Kappeln  mit  ben  p^en; 
2)  beim  2(tf)emt)0(en  raffeln,  röd)e(n;  et)em.  aiid^  f.  jlrubeln,  fieben, 
braufcn. 

Strol),  f.,  -eä,  0.  5Jf.  (altb.  strao,  strou,  strfj,  &.  strowes;  obcrb.  U.  nie= 
bcrb.  ©tro,  lanbfd}.  gem.  auä)  ©trau;  angclf.  streav,  engl,  straw,  fc^roeb. 
stra,  bän.  straa;  uon  ftrcucu,  f.  b. ;  atfo  cig.  ir>a6  gcftreut  irirb;  ogt.  b.  lat. 
stramen,  stramentum),  bie  ^alme  beS  auö9ebrofd)enen  ©etreibeg  u.  in  wei- 
terer aSeb.  aud)  bie  bürren  Stengel  anberer  S?lbfritd)te,  aU  ©ammeh  ob. 
©toffnamcn  (3loggens  2Beijen',  ^afer--,  (Srbfcn=,  S5ol)ncnftrol)  :c.),  in  engerer 
S3cb.  üorjuggiücifc  baS  9?oggenfiro^  (dn  aSunb  ©trolj;  ein  ©d)oii  ©trot),  b. 
i.  60  SBunb;  langcß,  üir^cS,  2Birr=  ob.  Ärummj!rol)  jc.;  bcm  93iel)e  ©trol) 
unterftvcuen;  ein  ^auö  mit  ©tvol)  beden  zc;  auf  bem  ©trot)  liegen,  b. 
i.  auf  einer  ©treu,  lanbf(^.  f.  gcftorbcn  fein,  oberb.  aud)  f.  in  Äinbe^nötf)cn 
fein;  fpric^tr.  Icereß  ©trol)  brcfdjen,  b.  i.  eine  Dcrgeblidjc  "KtUit  oerric^-- 
tcn);  cl)em.  auc^  f.  ein  Stro()l)a[m,  u.  uncig.  etira^  ganj  ®eringe6  (nic^t 
ein  ©trol;,  b.  i.  nid)t  baß  ©tringftc,  gar  nid)tei);  ein  Strol),  ale  SOZafnia; 
nun  f.  eine  gelviffe  9J?enge  Strol)  ob.  ©ctveibe  (j.  SB.  ein  ©trol;  ®arben, 


(Sti-ol;  WM 

ein  ®tto()  bicfc^cn,  b.  i.  eine  Jage  ©ctreitce;  fo  audj:  jiüei,  brci  ^c.  ©trcf) 
brefc!^en);  in  nicbcrb.  ©ecftabtcn  aud)  f.  eine  üage  in  (Stroh  gepactter 
5öaaren  (n.  S.  ein  ©trof}  SBilctfinge,  beven  ^wanjig  eine  Cafl  machen);  — 
3fe|.  bie  ®tVü()arbeit,  aus  <S>trot)  ticvfa-tißte ,  geflochtene  u.  ?(rbeit;  bcr 
<2trol)ba(fcn,  fc^\oact}e  iSalUn  ^u  ©trof;'  u.  ©c^inbctbädjeni ;  ba^  Strobbant, 
ein  au6  Btxoi)  jufammcnqcbref}tc§  SBanb  jum  S?inben  ber  (harten  jc.,  ©trot)« 
feil;  aud)  ein  oon  ©trol;  gcftodjtener  fdjmaler  Streifen,  ali  ©djUife  auf  ei» 
nein  ©ti-o(;(;ut  ic;  baiJ  Strobbi'tt,  f.  u.  w.  Stcofjfact;  bte  @tre()b(umc, 
1)  eine  fiin|l(i(^  au6  ©trof)  gemadjte  Söliime;  2)  ein  '»Pflan^engtfdjledjt,  bejTm 
JBlumcnblä'ttec  glün^enb,  trocten  unb  rafd)e(nb,  loic  ©trcl),  u.  baljec  unoertrcÜs 
lic^  finb,  auc^  ^apievbhime  (fv.  SmmovttUe;  xcranthenmm  L.);  bie  ©tvol)= 
brcd)i',  tin  SBeifjeug,  boö  ©tiol)  ju  brechen,  b.  t.  jum  2Sicf)futtec  reei^  ju 
machen;  ber  Strobbiicfliiiq,  in  ©trof)  oiepacttc  Süctlinge,  §.  U.  ».  beu 
fc^lec^teven  3:onncnbüct(inqcn:  bie  (Strobbutter,  SButter,  im  Söinfer  geniadit, 
wo  man  baß  Winbüieb  mit  J^acEfel  ju  füttern  pflegt,  entg.  Qixai:  ob.  ©omnur= 
butter;  biiö  <StVOl)bad),  ein  mit  ©trol)  gebecEteö  ®ac^;  bidjt.  f.  ©trol)f}ittte; 
bie  ©trobbecfc,  auö  ©trot)  ücrfertigte  2)ccte,  g.  25.  eine  fol(^e  Sifdgbectc; 
bec  ®troI)bctfcr,  wer  Dächer  mit  ©trof)  bectt;  ber  ©trobbcic^,  ein  J)ei(^, 
beffen  93öfd)ung  mit  ©troi)  belegt  »rirb;  bie  @trol)farbc,  blafssgelbc  garbc 
beö  ©troI)c6;  bat)cr  |1robfavbcn  ob.  -farbiq,  9Bit).,  f.  c.  tr.  flvob.qdb  (fr. 
paiUe);  ba^  ©trobfcUCV,  brennenbeö  ©tro^,  ein  fc^nell  QuflobernbcS  u.  balb 
uerlöfd^enbeö  gcuer  (aud)  uneig.),  fo  aud):  bie  (Strol) flamme:  bie  @tro(); 
ftebcl,  ein  Stonroerfjeug,  auö  biinncn,  troctnen  :^ol|ftäben  biftetjenb,  bie,  über 
jmei  jufammengcbunbene  ©trot)rolU'n  gefirectt,  mit  jioei  bünnen  ©täben  an= 
gcfc^lagcn  «erben;  ^\i  @tro()fIafd)C,  eine  mit  ©trof)  befloc^tcne  'Sla\d)i; 
ber  ©trobba(m,  f.  >!g)alm  (cinee  ®trol)f)aImb  breit,  b.  i.  fct)r  fc^mal):  uneig. 
eine  Art  SBlafmfc^necten:  bie  ^feilfc^necfe;  bie  <Strübl)üd)3cit,  f.  u.  ©trol)-- 
fran^;  ber  ©trobbut,  ein  aui  ©tro()  geflod)tener  >?)ut;  uneig.  eine  2frt  oft' 
int.  9tapfmufc^e(n:  bcr  ©^ilb,  i>ai  ©c^iffd)en;  bie  ®ti'Ol)biitti',  eine  üon 
©trol)  gemachte  ob.  mit  ©trof)  gebccttc  Jpüttc;  bie  ©trobjun^fcr,  obcrb. 
eine  uniH'rf)eiratf)ctc  lueibl.  ^crfcn,  bie  fc^on  einmal  auf  bem  ©tro^,  b.  i.  im 
Äinbbett,  gelegen  f)at  unb  ben  ©trot)tranj  ocrbient;  bcr  (Strobjunfcr,  gem. 
»cräc^tl.  f.  ein  unwiffenber,  ungebilbeter  Canbebclmann,  ogl.  Jtrautjunfer;  ber 
®trol)fopf,  gem.  f.  T^ummfopf  (ber  jlatt  fceß  (S5el)irne6  gtei^f.  ©trof)  l)at); 
bei  @tvol)forb,  ein  auö  ©trol)  geflo^tener  Äorb;  ber  ^troI)franj,  ein 
üon  ©trol)  gcflo^tener  JCran^,  j.  SB.  al6  Unterlage  üon  ®efdfcn  in  ben  iCü= 
d^en,  ob.  auf  ben  Äopf  gefegt,  um  eine  Saft  barauf  ju  tragen,  au^  ber  ©trol;= 
fringen  ob.  ©trof)rin9;  ef)cm.  ein  fole^er  Jtranj,  ben  eine  58raut,  bie  ifjrc 
Simgfraufc^aft  ni^t  be>ral)rt  l)atte,  an  if)rem  J^oc^jeitötage  tragen  muffte,  ba= 
t)er  eine  fcld^e  .^öt^jeit  eine  ©trol)f)od)ieit  genannt  inurbe;  auc^  tin  Äranj 
üon  ©trof),  »reiben  man  bcr  ncuüermät)lten  ^au  am  3:age  nac^  ber  J^cd;jeit 
überreid^t  mit  einer  fd)cril)aften  Siebe:  Strobfranjvcbc:  baS  »gtroblagcr, 
ein  Cagcr  »on  ©trof),  eine  ©treu;  bie  *2tvob(attc,  fc^wac^c  Oattcn  ju  ©trol)-- 
bäd^ern;  ber  @trol)lcbm,  mit  gcf)a(ttem  ©trof)  gcmifc^ter  2cbm,  afe  Sinbc^ 
mittel;  ber  ®tvol)mar.n,  baö  SBilb  cinee  9}?anucö  aug  ©trof),  aU  SSogeU 
f^eud)e;  uneig.  ein  elenbcr,  forperli^  u.  gciflig  fc^n)ad)cr  SOZann;  bie  Strob^ 
matte,  f.  «matte;  ber  <£trobmifl,  OTift  oon  ocrfauUem  ©trof):  ber  v£trcb= 
ting,  f.  ©trot)tranj;  ber  ©trül)facf ,  ein  mit  ©trof)  gefüUtcr  ©act,  bef.  alS 


1138  flcofa  —  eti-om 

SSeft^Untcvlagc;  ber  (Strol)fc^aub,  f.  «Sc^aub;  bec  ©trobfc^neiber,  f.  ».  w. 
^ädfcU  ob.  §uttcrfd)neibcr,  f.  b.;  bic  (2tri)bfrf)nur,  ba^  Stro()fei(,  ©d)nur, 
©eil,  tjon  etrof)  geflößten;  bic  ©tVO()fparrcn,  f^^radie  ©pamn  ju  ®tro^= 
bä'^crn;  bie  Stvol)ftreU,  f.  Streu;  bcr  v5trol)|lubl,  mit  ®tvo{)  beflod^tencc 
©tu^I;  ber  (5trol)teUer,  »on  ©ttof)  geflochtener  Seiler,  al6  Unterfa|;  bie 
Strol)Wcibe,  eine  Sßetbcnart:  2orbfer=  ob.  SBaumtroUcnrceibe;  bec  (Stro(); 
wdn,  ein  fiifer  SBein  im  eifafö  üon  Svauben,  wct(^c  man  cor  bcm  ^reffen 
eine  Scitlongouf  ©trof)  liegen  tafft;  bec  ©trobivtfd),  ein  SDSifi^  oon  ©trof); 
bie  (2trol)nMttn?e,  eig.  eine  unocri)ciratt)cte  rceibl.  ^crfon,  rcelc^e  fc^on  ge» 
boren  i)at  (alfo  ,,auf  bem  ©trol)  gelegen  fjat,"  f.  o.,  ober  mit  2(nfpielung  auf 
bcn  ©trol)!ranj,  f.  b.;  nicbcrb.  eine  ©raönjittnje):  gerc.  fc^erjl).  eine  grau, 
bcrcn  SKann  auf  eine  3cit[an3  abmei'enb ,  j.  25.  uerrcift,  ijl;  fo  auc^:  bec 
(Strobunttivcr:  bec  (2trot)iuurm,  bie  SBaffermotte  ob.  Srüljlinggflicgc;  — 
3tbleit.  jlrol)evn,  95n).  (lanbfd^.  audi  ftröl)ern;  mittelf).  ströawiu;  oberb. 
jlröcn,  jlröiücn),  üoii  ©trob,  au5  (Streb  üccferttgt  (ein  jirol)erner  ^ut,  ein 
ttrol)crncö  ®a^ ,  gcrc.  ®trof)f)ut,  ©troljbadj);  uncig.  f.  tcccfen  u.  fcaftlo« 
(baö  fc^medt  jtrcbcrn;  flrol)crner  2Bi§  u.  bgl.):  jlröl)e(n,  jiellof,  3>t).,  oberb. 
(ftröroeln)  f.  tiad)  Streb  cied^ert;  ba^  (Stvol)li(^  ob.  ^tx'6l)l\(i),  alt  u. 
lanbf*.  f.  fd)(ed)te»  (Stro^,  ©tccbfagec. 

ftroÜcn  1.  ^iellof.  3tt>.,  fdjwäb.  f.  ftarf  ftcömen,  bef.  con  «Regemcaffer 
(ugl.  \>ai  oberb.  frr allen  unter  flrat}lfn,  u.  b.  niebcrb.  fir allen);  —  ^XOU 
len  2.  ob.  ftvolen,  %m.  flrold^en,  iicltof.  3ȟ.,  (engt.  stroJl,  strole;  t>gl. 
ftrictcn),  fc^n)äb.  u.  fc^weij.  f.  flceid)en,  fdiweifen,  umherjie{)en;  bec 
©trold)  ob.  ©tro(rf)er,  f.  ?anbflretd)ec:  fdjwab.  aud^  f.  grober  5)?enfcb;  bag 
©trolc^üolf,  (Stro(rf)enqefmt'cl,  f.  l)crumitrcic^enbcä  ©tfinbci;  ftrold^ig  ob. 
flroltv^,  95».,  [(^wfcij.  f.  herumftvcicbenb,  unftcit,  (iobcriid). 

(Strom,  m.,  -es,  9J?.  Strome,  (altb.  stmum,  ström,  strüm,  oberb.  ©trom, 
©träum,  ©tram;  engl,  stream,  fc^irtb.  ström;  —  bie  SBurjel  strum  neben 
stiim  (t>gl.  ©treim,  ©tricmc)  [c^cint  nur  „erftrectung  in  bie  Sänge"  ju 
bejcid^nen;  bal)cr  bag  altb.  stroum  auc^  blo^  glu^ibett  bebeutet,  u.  fc^wäb. 
©tromen  f.  ©triemen  gebraud)t  wirb,  öftr.  ©trömel  f.  ©tricmet,  ©tcei- 
mel,  b.  i.  ©treifen,  in  bcr  uncig.  Seb.  m  ^ol)e  SJleinung  oon  ft(^  felbft,  ogl. 
©parrcn)  1)  ein  grofeg,  fd)ncll  flief^cnbeö  ^Baffer,  größer,  als  ein  fSaä), 
rei^enber,  alö  ein  gtufe  (ein  2!iJalb=,  SBergjlrom  u.);  in  weiterer  S5eb.  jebec 
gvcfe,  ftd)  immittelbar  in5  ?)?eer  ergicfenbe  S^difS  (ber  ?Ri}dn,  bie  2)onau 
2c.  finb  ©tröme;  bcr  Slfcilrom  :c.);  uncig.  eine  (beiief)ungöweife)  grofe 
9}?engc  ob.  9}?affc,  mit  bem  S^ebenbegriffe  ber  S3ea^egung  (j.  S5.  ein 
St)rQncnftrom;  bai  3Slut  flofs  in  ©trömen;  ein  ©trom  uon  Sßorten  ic); 
2)  0.  SR.  ha^  |)eftigc  i^liegen  (Strömen)  eineS  fliifft'gen  Äörpec^,  bie 
Strömung,  auti^  bie  flic^enbe  SD'^afi'e  fe(bft  u.  bie  9\id}tung  ibcec  SSeive; 
gung  (bcm  ©trome  bt6  SBafferö  burc^  iDnmme  wcl)rcn;  in  bcn  ©trom  gc- 
tati)m,  b.  i.  in  bcn  Zi)cil  eineö  glufTcß,  wo  bie  SSewegung  am  flär!ften  i|t; 
com  ©trome  fortgcriffen  werben;  bie  2)onau  i)at  einen  rei^cnben  ©trom;  mit 
bem  ©trome  fi^wimmcn;  wiber  bcn  ©trom  [(^wimmen,  auc^  uncig. 
f.  überlegenen  vi^inbernijTcn  ücrgcblidjcn  9ßibcrflanb  leiftcn);  auc^  bie  fd)neÜe 
58eiregung  ber  ?uft  in  einer  Oxiditung  (ber  ©trom  bcr  8uft);  uncig. 
überl;.  f.  fd)nclle,  ununterbrodiene,  fortreipenbe  S3en,vgung,  finnu.  ^iufi  (j. 
58.  bcr  ©trom  ber  iRcbc,  bcr  3cit  jc);  —  3fe6-  flroinab  ob.  --ahucivtS, 


jlvü'ncn  —  Stcoffc  1139 

91(0.,  in  bccSlid^tun^  bc6  ©tromcö,  mit  bcm  Strome;  cntg.  firoman,  flrom- 
auf  ob.  'aufjvärtii,  9ht.,  bcn  ©trom  t)inan,  flCvicn  bcn  Strom;  bic  Strom- 
baf)n,  bcr  ©trom  eincö  SöafTerö ,  b.  i.  ber  am  fd)nclfffen  flicjjcnbe  Sfjcil  bcö' 
fclben;  bii6  Strombett,  f.  93ctt;  bie  CStrom^nqc,  23cnniiiin>5  bcö  ©trom- 
Octteö;  ber  ©tromfifc^,  f.  d.  w.  gluföfifc^,  fo  auci):  Stroml)fcf)t,  =farpfcn 
?c.;  bie  ©troinflvcn^t',  örcnje  cincß  «Stromeö,  im  SBalTirbau  burd)  bie 
©trom-Sni^en  biftimmt;  bie  Stromfartc,  Äavtc,  \vt[d)t  bcn  Cauf  einc6 
©tromcg,  ob.  ein  ganjcö  ©tvomcjcbiit  barjliUt,  ^(ufefactt;  ber  Stromtorb, 
tpi^  julaufcnbc,  mit  I^orncn  angefüllte  JVÖrbc,  ^um  Sc^ufj  bc6  Uferö  in  bcn 
(Strom  gelegt;  aud)  eine  ^Crt  gifc^veufen;  bic  ©tromfc^llCÜC,  bic  Sc^ncUig: 
!cit  einte  Stromes ;  eine  Stelle  in  einem  Strome,  mo  bie  Sc^nctligfeit  bcSfcls 
bcn  nngcroöljnlic^  befc^lcunigt  i(t  ober  baö  Söoffer  einen  ftarEm  galt  Ijat; 
jltromwcifc,  ^hv.,  nadj  2(rt  einc6  Stromeö,  in  Strömen  (^.  S.  bcr  SRcgen 
fällt  flromiücife  tjcrab;  baö  SBlut  flofd  flromrocife):  —  "K  bic  it.  flrömeil, 
jicllof.  ^w.  m.  f)aben  it.  bei  Jfnbcutung  be6  £>rtc6  ob.  9?aume6  m.  fein 
(engl,  stieam),  iii  grojjer  ?J?affe  fd)nell  u.  t)eftij;  flieficn,  cgi.  b.  (bic  2>onau 
ftrömt  oon  2(benb  gegen  SKorgcn;  baS  SBaffcr  ftrömt  oom  Serge  f)eiab);  in 
weiterer  Seb.  u.  untig.  fid)  in  5)?en9e  uiib  mit  ^cfti^feit  unauf^altfam 
erliefen  ob.  foitbewcgen  (j.  95.  ber  .pflegen  (Irömt  Ijcrab,  ifl  f)crabgef!römt; 
Sbränen  flrömtcn  au6  it)rcn  2(ugcn;  baä  SBlut  ift  auö  ber  SBunbc  gcjlrömt; 
oom  Jf>immcl  ftriJmt  Sc'i.cn  auf  un6  ^erab;  eine  unfiäl)lbarc  93?cnfd)enmcngc 
jtriJmtc  aus  bcr  Stabt;  bic  JRibc  flrömt  pon  feinen  Sippen);  bic^t.  auc^  jicl. 
etivag  — ,  b.  i.  ftrömen  (alfen,  ergießen,  in  SO^cnge  mitt^cilen  ob.  ver- 
breiten (j.  93.  ber  ClucUen  flrömcnbc  SBcrg;  bic  Sonne  jlrömt  Sic^t;  fie 
ftrijmt  Segen  über  bie  Spuren;  er  jlrömtc  5Ra(^c,  u.  bgl.  m.);  bie  StrÖ= 
mung,  bai  ©trimmen,  bie  ftrömenbe  Setvegung;  audj  bie  frrcmenbe 
5)?afte  felbft  (>0J.  Strömungen);  jlrömtq,  93«.,  olt.  f.  fticmenb,  in 
©tVLMTien;  ber  Strömlinq  ob.  ©trömin;^,  -e^,  ???.  -e,  eine  '^rt  f leiner 
^äringe,  bef.  im  93ot()nifc^en  93?ccrbufcn;  aud)  f.  t>.  ir.  ©triemling. 

flröncn,  ^iellof.  3tv.,  lanbfdj.  f.  jlreunen  (f.  b.):  herumftieidjen. 

Ströpfclfraut,  f.  (»gl.  ftrupfen),  lanbfd).  f.  Eraufer  :?fmpfer. 

©tropp,  m.,  -e^,  ?J?.  -e,  gew.  -en  (audj  Strupp:  urfpr.  nicbcrb., 
»gl.  Strippe  u.  baS  obcrb.  Strupfen;  f)oU.  strop),  Sdjiff.  ein  furjeö  ^au 
ebne  (5'nbe  ob.  ein  von  einem  'Xan  gemaditcr  Sxing:  baä  Stropptau, 
bie  Stroppfcttc,  ein  furjeS  Sau  ob.  eine  Äettc,  wcldje  man  um  einen  5pfal)l 
ober  93alfcn  fdjiingt;  bie  Stroppc,  'lO?.  -n,  bie  ©dilinge,  »romtt  man  hcii 
©tropptau  anfdilingt;  ftvoppcn,  ^m.,  eine  ©troppe  um  etivaö  legen. 

©trof^,  \v.,  9J?.  -en,  (ogl.  Itro^cn  u.  baß  obcrb.  ber  Strumen,  aud)  Drof= 
fei;  nicberb.  Strote,  i)oU.  strot;  engl,  throat;  ital.  Ätmzza),  fcl)iräb.  f.  .ffeble, 
@di[unb,  (5)urgel;  bQf)cr  flroffcln,  jtet.  3m.,  f.  enriirgen,  erbrofTeln. 

©tröffe,  tv.,  Wl.  -n,  (oicllcic^t  gicbcnform  üon  Sproffe?  »gl.  ftrubcln 
u.  fprubcln;  ftri^cn ,  fd)»äb.  f.  fpri^en  k.;  ober  ocnranbt  mit  Strauß?), 
®crgm.  ein  ?(bfa^,  eine  ©tufe,  wtlcbe  burd)  bag  3(u6baucn  bce  ©cftcinö  in 
ben  Stollen  ob.  ©ängcn  entflebt:  bor  ©trof^baum,  93crg=  u.  .^üttenm.  bie 
ouögcjimmertcn  5'äumc  an  einem  gclbgeftänge,  j^wifdjcn  mcldjen  bie  Sd)min= 
gen  gcl)cn;  auc^  bie  SBäume  an  einem  ®öpel,  über  treldje  baö  Seil  au6  bem 
Sc^ad^te  im  2(uftreibcn  nad)  bcm  Äorbc  ju  geric^^tet  wirb;  ber  ©troffcn- 
fäuflcl,  ein  eiferner  S^ldgel,  womit  bie  ^'mmet  in  bic  Sdjeibcn  bcr  glöjc 

72* 


1140  ©troter  —  <Stntmmc( 

getrieben  werben;  ber  (Stroffenf)ciuer,  ein  ^äucc,  mi^tv  baö  ©rj  jlroffctt* 
weife,  t).  i.  in  ©troJTcn,  auö{)aut. 

<StVüter,  m.,  -g,  dJl.  W.  6.,  (anö)  »Struter;  altb.  sUutaere,  struotaere; 
»gl.  baß  angelf.  strudan,  »encujiten,  pliinbcrn,  u.  baö  oberb.  jtruttcn,  \ttüt' 
ten),  »It.  (bibr.)  f.  ©tcafenrduber,  <Straud>bieb;  —  jlrotten,  3»-,  oUtb., 
f.  flruttcn. 

jlvo^en,  jieKof.  3tt).  m.  (jaben,  (ogt.  cinerfcitS  baS  mittetf).  striuzen,  oberb. 
11  räumen  f.  ftrd'ubcn,  fprcijen,  u.  b.  oberb.  ®trof§,  ©trugen;  engt.  .<:trut, 
strout,  b.  i.  jtro^en,  fi^  brüjlcn,  niebcrb.  jlrutt  f.  ftarr,  jleif;  anbrerfeitö  b. 
oberb.  IIa r Jen,  jlovjen,  woraug  ftrotgen  bitrd^  8autüerfe|ung  entpanben 
fein  fönntc),  ftarr  ob.  fteif  fein,  finno.  ftarrcn,  inöbef.  oon  innerer  gütle  im 
{)6diften  örabc  angefpannt,  au^gebeljnt  ob.  aufgetrieben  fein  (bie  guter 
ftro^cn  üon  ^H6);  ber  »eutel  firo|t  oon  (Selbe);  uneig.  mit  etiraö  gan5 
angefüUt  ob.  überfüllt  fein  (»on  @ clel^rfamf eit  — ,  con  Ungcjicfer  flrooen 
3C.);  lanbfd).  mit  etwcii  — ,  f.  fid)  bamit  brüllen,  bamit  prahlen;  flxoi}, 
S3nj.,  lanbfc^.  f.  ftarr,  |!eif;  ber  ®tro^,  f.  ber  gelfen;  ber  ©tro^bauc^, 
ein  jtrolcnber,  aufgeblä'btcr  S5auc^,  u.  eine  ^perfon  mit  folgern  SSaud^e. 

flrubeln  ob.  flrubbeln,  3\r.,  ic,  f.  ftrobeln. 

©trucf,  m.,  -eg,  9}?.  -e,  ein  (eidjter  Söollcnjeug ,  gew.  mit  erf)ö()eten 
Stippen  ob.  ©treifen. 

(gtru(fer,  tv.,  SO?. -n,  (ogl.  ©trübet),  fe^wab.  ein  9)?ef)(g«bacE,  eine 
2£rt  «Rubeln. 

ftvubcln,  jiellof.  3W-  »W-  l)aben,  (oon  bcm  altb.  stredan,  streden,  ich 
stride,  ^rät.  strat,  jtebcn,  braufcn;  ügl.  bai  tat.  stridere:  f.  au^  jlrobeln  2) 
u.  jlruttcn),  oon  glüfftgf eiten ,  braufenb  aufwallen,  aufbraufen,  finno.  fte* 
ben,  fprubelu  (bas  aSaffer,  eine  ClucUe  firubelt),  bef.  bei  freiäförmiger  S5e; 
tregung,  mit  weldjer  ha^  Gaffer  in  eine  5öertiefung  tTürjt;  oberb.  ouc^ 
jicl.  in  eine  brefienbe,  wirbclnbe  Bewegung  fe^en,  quirlen;  uniig.  f.  in 
f)eftiger,  unrubiger  58ewegung,  fe^t  aufgeregt  ob,  leidet  aufbraufenb  fein; 
oberb.  (auc^  ftrubbeln,  (trübein)  unbefonnen  u.  übereilt  i^erfabren, 
l)ajlig  u.  flüd)tig  arbeiten  (niebcrb.  prubeln);  ber  ©trubel,  -g,  9J?.  w.  @., 
1)  eine  <BtiUc  in  einem  553affer,  wo  bac^felbe  ftd)  in  fd)neUer,  br<f)«nbec 
$8ewegung  in  einen  trtd)terförmigen  2lbgvunb  flürjt,  ugl.  aßirbel;  uncig. 
ein  geräufdiüoUeg  ©ewirr  (j.  93.  ber  ©trubcl  ber  Sßcrgnügungen,  ber  @e= 
fdjQ'ftc  2c.);  2)  obcvb.  f.  ^uerl;  .3)  oberb.  (auc^  bie  (Strubel)  eine  in 
SSuttcr  gefottenc  9)?eblfpeif€  aus  biinn  gewolltem  unb  über  einem  ^üUfel  ju= 
fammengerolUcm  actge;  ber  ©trubelfopf,  ein  lei^t  aufbraufenbet,  (eiben= 
[(i^aftlic^er,  l)i^iger  SO^cnfc^,  ^i^fopf;  ber  ^Strublcr,  oberb.  wer  ffrubelt,  b. 
t,  unbefonnen  ücrfa^rt,  flüchtig  arbeitet;  [Irubeltg,  Sw. ,  obcrU,  f.  unbe? 
fonnen,  übereilt;  bie  ©trubclei,  f.  Uebereilung. 

©truffbutt,  r.  (Strufbutt,  m.  (üom  nicberb.  ftruf,  raut),  jtraubig,  u. 
SB utte,  f.  unter  butt),  lanbfc^.  f.  glunber,  f.  b. 

llrutlcn,  ^iellof.  3w.  m.  tjabcn  (ogl.  {trollen  u.  ftrallen  unter 
firablcn)  nicberb.  üon  glüffigleiten ,  mit  ®eraufd)  b^r'^iJ^fpc'lf"  ob.  a\x^: 
flrömen  (j.  SB.  bie  iKilcb  flruUt  beim  greifen  in  ben  Äübel);  in  engerer  Seb. 
mit  fold)em  ©eräufd)  bat'nen;  ber  ©tvull,  nicberb.  f.  ©tral)!  einer  t)t\i' 
üorfpri^enbon  glüffigfeit;  ba€  ©trullbecfen ,  f.  9tad)tgef(^irr. 

Stvunimel  ob.  ©tvüwmel,  m.,  -g,  S)?.  w.  ©.,  (oerl)ält  ftc^  ju  ©trumpf 


^jlrumpcln  —  ©trun!  1141 

(f.  b.).  wie  Stummel  ju  ©tumpO  tanbfc^.,  ein  furj  abäcjltimpftf r ,  bicf«r 
Äörper,  j.  SB.  baß  Itclnn  gebliebene  ©tamm  =  6nbe  etneS  gefällten  Saunieö; 
llvuimncln,  jiellof.  3"?.,  ^um  ©trummel  iterben  (bei  Jiof)lenbrennern:  bic 
gu^fdjeite  ftvummeln,  b.  i.  fie  brennen  an  ben  Gnben  ab). 

flrumpcln  ob.  jlrompcln,  jiellof.  3n>.  (f)oU.  strompel.-n)  nieberb.  f.  ftct; 
pcrn,  |lraud)e[n;  flriimpcüg,  Sit.,  f.  Ilclpernb,  fd^tvacl)  u.  unftdjer; 
uneig.  f.  fünimer(id). 

©trumpf,  m.,  -cg,  ^.  (Strümpfe;  SJerfl.  tag  ©triimpfdien,  oberb. 
<Strümpf(ein,  (mittellj.  stnimpf;  SBurjel  stramp,  gitbenform  »?cn  stamp,  tjgl. 
flampfen,  (lumpf  ic,  u.  flrümpfen),  1)  etjcm.  ein  abgcflumpfter  cb.  gejTu^ter 
Körper,  bef.  ein  fo(d)er  (Stamm,  pnnü.  Stumpf,  @'runf,  Düimpf  (j.  S. 
bibl.  ber  ©trumpf  oon  l^em  jerfjaucnen  SBibber;  2((t  unb  ©trumpf  obtjauen; 
et)em.  mit  ©trumpf  u.  ©tiel,  f.  o.  w.  mit  ©tumpf  u.  ©tiel);  bal}cc  ncd)  in 
aijüringen:  ein  (Stiicf  eineg  in  bie  Äuere  got^eilten  ^(cfer^;  2)  jc^t  in 
engerer  SBeb.  eine  geiv.  geftricftc  ober  geirirfte  ^"^^«f'^'öunSi  tve(d)c  bi^ 
an,  ebcc  über  baS  Änie  reidjt  (fo  genannt,  weil  fie  eig.  ber  abgeft^nittcne 
untere  Zi)dl  ber  el)emalö  üblichen,  au6  einem  ©tücf  bepeljenben  ©(^en!el=  unb 
gußbefleibung  ifl;  tgl.  .^ofe,  i>ai  franj.  bas,  naml.  de  ihausses,  entg.  bem 
haut-(le-chausses ;  engl,  storking  üon  stock,  ©tamm,  Ätofe  Jc;  in  Dbcrb.  i)d- 
^en  bic  ©trumpfe  auc^:  ©tümpfe,  gem.  ©timpf,  in  Sf^iebcrb.  .:&  of  en, 
gem.  J^afen;  —  wollene,  baumwollene,  feibene  u. ,  gejliicEte,  gcjrirhc 
©trumpfe;  ©trumpfe  flopfen;  ein  ^aar  ©trumpfe  u.);  —  3fe^.  bag 
©trumpfbanb,  ein  Sanb  jur  SSefefligung  bc6  ©trumpfcö  unter,  ob.  über 
bem  .Knie;  uneig.  ?iamen  eineg  gifc^cö,  auc^  J^ofenbanb;  baö  Strumpfbrett, 
bie  ©trumpfform,  ein  na^  bem  UmrifS  eincö  ??ufic6  auögtfdjnittcncö  Srctt, 
auf  «reichem  ein  ©trumpf  auggebct)nt  unb  geformt  irirb;  ba5  'i>trumpfi 
garn,  bie  ©trumpffeite,  bec  ©trumpfjrcirn  2c.,  @arn,  ©cibe,  ^mxn  ju 
©trumpfen;  ber  ©trumpff)antel,  bie  ©trumpfbanbtung:  ber  (Strumpfe 
!)änMer:  bie  ©trumpfl)Ofe,  SBcfleibung  ber  ©^cnfcl  unb  giipc,  alfo 
©trumpf  unb  .^ofc  qu6  einem  ©tiicl,  bef.  fofern  fie,  wie  ©trumpfe,  gcflric!t 
cb.  gtwirft  i|l;  ber  ©trumpfflricfer,  bie  ©trumpfftricferinn,  wer  ©trumpfe 
flrictt;  ber  ©trumpf|lul)l,  2Bebcftul)l  beö  ©trumpfwirterö;  bie  ©trumpf= 
Jvaarc,  ©trumpfe  u.  anbere  gejlrirfte  ob.  gewirf te  ÄleibungejiücBe,  alö  SBaare; 
ber  ©trumpfroirfer,  ein  J^anbwcvEcr,  welker  ©trumpfwaaren  wirft,  b.  i. 
mi)  Art  einc6  ©cjlrietcö  mit  «JKafe^en  webt;  bie  ©trumpftrirferci,  beffen 
©ewerbe  unb  5lBerfflatt;  ■ —  Ab l ei t.  ber  ©trümpfling,  -e^,  ^^.  -e,  ein 
©trumpf  cf)ne  §u^;  aud)  ein  turjer  ©trumpf,  eine  ©ocfe;  —  flrüm* 
pfen,  jiet.  3n). ,  lanbfc^.  jum  ©trumpf  (1)  mad)en,  iin^in  (j.  S3.  einen 
Saum);  in  bie  £luece  t^eilen  (in  aijiiringen:  einen  "Kdtt  — );  bie  ©trüm^ 
pfung,  baö  ©trumpfen;  ttjüring.  ein  Zi)e'ü  eineg  in  bie  £luere  get()eilten 
"üdixi  (»gl.  ©trumpf);  ber  ©trümpfel,  -6,  f^weij.  f.  3iipf«n. 

©trünbtinci,  m.,  -e«,  50?.  -e,  (wo^luon  ©tranb,  Ufer)  eine  am  SBaffer 
trad}fenbe  ^flanje  in  ber  ©^weij,  in  ^änemarf,  ©(l^weben  k.,  bie  einblu; 
mige  ^Bcgebreite  (plantago  uaiflora  L,). 

©trunf,  m.  -eg,  SJ?.  ©trünfe,  (mittell).  strunc;  t)oU.  stronk,  tronk, 
engl,  irunk  =  lat.  trunrus;  urfpc.  bef.  nieberb.  f.  ba6  oberb.  ©trumpf, 
©trunjen  :t.),  ein  furjer,  bicfer,  fleifc^iger  ©tamm  ob.  ©tengel,  bef.  wenn 
önbert  ZUH(  ber  ^flanje  [lä)  bemfelben  unmittelbar  anf^lic^en  (Äobt=,  ©alat» 


1142  ftntnMn  —  etru^en 

ftrun!  jc);  ^ffanj.  in  cngmv  S5cb.  ber  (Stie(  b«g  ?nu6eS  bec  ^nlmen, 
Biautactigtu  garnfräutec  u.  ^ilge;  nicbcrb.  aud)  f.  «Strümpfe  oljnc  güjjling; 
unctg.  gem.  f.  «in  plumper,  fJetfer,  bitmmer  ?0?enfcb:  ber  ©trunffalat, 
eine  3lrt  bcö  ©aitcnfalate. 

f!runfcln,  gieltof.  3n).,  nieberb.  f.  ftraud)eln. 

Strunt,  m.,  -e6,  o.  93?.,  (fc^trcb.  struut,  ^oU.  stront,  ital.  stronzo.  fvan?. 
etron)  nicbtrb.  gcm.  f.  ilot^,  2)recf ;  uncig.  f.  n)ertf)(ofe  @ad)c;  ber  Strunt; 
Jäger,  f.  o.  ».  ©c^cififat!,  f.  b. 

jlrunjen,  jicllof.  3tt>.  (ogl.  fttanjcn,  ©tranb,  u.  ftraufcn),  nieberb.  f.  ficf) 
briiflen,  fpreijca,  jloij  cint)ergef)n;  lanbfd^.  gem.  au(^  f.  miifig  umher^ 
laufen,  lieberlid)  f)erum|lreid}en  (f)crumfti-unäcn);  ble  Strunjc,  2)?.  -n, 
(gern.  ou(^  ©ttrunfel;  »gl.  ©tranje,  ©trcnj  u.  bai  nieberb.  ©trüne) 
nicbr.  ncräc^tl.  f.  eine  grofe,  ftorfc,  aud)  n)of)I  baflid)e  n?eiblid)e  ^erfon; 
ber  ©tvun^cr  1.,  -g,  nieberb.  f.  ftoljer,  fitetfer  ^rabler,  «Sturer. 

©trunken,  m.,  -g,  CW.  w.  6.,  auä)  bie  ©trunjel,  5)?.  -n,  (ogt.  ©trumpf, 
©tvunf)  oberb.  f.  ©tücf,  Srumm  üon  einem  ©anjen;  ber  ©trunjct  2., 
-g,  alt  f.  9?erfliimm[er. 

j!rupfcn  ob.  flrüpfcn,  jiel.  u.  jieltof.  3w.  (baS  »erft.  ftraufen,  f.  b.  u. 
»gl.  ia^  nicbcrb.  flrippen),  oberb.  f.  fireifen,  vibjlveifen,  raufen  (Saub— ); 
gief)en,  jufammen5iei)en,  fdinüren;  fi(^  jufammenjtel)en ,  einfd)rumpfen, 
taui)  unb  run5elt9  irerben  (^ufammen',  einllrupfen);  ber  @trupf,  -eg, 
f^wcij.  f.  3u9,  bcf.  beim  SJtclIen;  oberb.  (au^  ber  ©trupfen)  ein  SSanb 
jum  3ief)cn,  f.  o.  w.  ©trupfe,  «Strippe;  Änoten:  SSüfdiel;  bie  ©trupfc, 
lanbf(iö.  aud)  Stvup^e,  50?.  -n,  oberb.  1)  f.  ».  »r.  Strippe  (f.  b.):  9?iemen 
ob.  SSanbftreife  jum  2(nfpQnnen  ob.  ^Cnjiefjen;  Sattelriemen;  «Struppe 
aud^  f.  (Strcpp  (f.  b.);  '2)  cftr.  f.  bi«  ^f(fenvinbe  (audj  ©trumpfe);  3) 
obcrb.  f.  runzelige  ob.  raut)e  £)berflad)e,  inSbef.  idjttäb.  f.  ^orfennarbe 
(gejtrupft  f.  podcnnarbig);  xani)i  9?inbe,  Sd)orf,  ©rinb,  bef.  an  ben 
tt)unb  geriebenen  gü^cn  ber  ^ferbe,  auc^  f.  bie  "^aute. 

flruppig,  f8m.,  ücvjl.  5aebenform  oon  jlraubig  (f.  ftrauben  u.  »gl.  ®e= 
j!rüpp),  flarr  unb  rauf)  empor|Tc()enb,  mit  bem  Stebenbegtiff  beß  Sßerworre^ 
nen  (ftruppigcö  ^aar,  ein  jtruppigtr  Äopf  :c.);  ber  ©trupptatt,  ba6 
©truppl)aar,  ber  «Struppfopf,  (anbfc^.  f.  flruppiger  SBart  JC;  ber 
©truppl)a()n,  f.  ©traubt)af)n;  bie  ©trupptaubc,  eine  3Cvt  ftruppiger  a;au= 
ben,  aud^  ©trobeltaube;  —  ber  ©truppel,  -g,  (ogl.  fic^  jlräuben)  oberb. 
f.  Btrifl,  3anf;  ftruppeln,  jieltof.  3«.,  f.  jürncn. 

©trufe,  tv.,  2)?.  -n,  (fla».  Urfprungö)  preup.  eine  7Crt  platter  glufg; 
fd)iffe   ju  ©anb,  ^olj,  JCo{)(en  u.  bgl.  m. 

.  <Strut,  tt?.,  9)?.  -en,  (altb.  strut  u.  stmot;  »gl.  ©trau^  2.)  1)  »It.  f. 
SSufd),  ©ebilfd),  ©cflraud),  SSalbpla^;  2)  ^d)w<ib.  ©^impfnamen  für  eine 
iDeibl.  ^erfon;  —  ftrutt,  S3nj. ,  nicbcrb.  f.  jlarr,  fteif. 

flruttcn  ob.  jltrütten,  gicltof.  3»-  (»gl.  I^rubctn  u.  jlrottcn),  obcrb.  u. 
fd)tt5eii.  f.  fid)  fputen,  mit  2(nfirengung  eilen,  eilfertig  ob.  übereilt  »er* 
fahren;  |loren,  ftobern,  tT)üf)len;  ber  ©trutter,  f.  eilfertiger,  unbefonnenec 
CWenfc^;  jlniftig  ob.  j^rüttig,  S5nj.,  f^weig.  f.  iibcrauö  emftg,  fleifig. 

©trugen,  m.,  -g,  9)?.  n.  6.,  aud^  ber  ob.  bai  ©trü^el,  -«,  (»gl. 
©triej,  ©  triebe  0  obtrb.  f.  eine  tvaljen;  ob.  wulftformige  50?affe  (j.  JB. 


Scig,  SButttt  Jc;  ©trü^cl  auf  ber  J^aut,  b.  i.  »uipförmi^c  ©tricmcn  con 
©djlcicjcn);  bif.  ein  S3acf>rert  ocn  bicfcr  gorm  (Sopfcn  ,  ^ucfirflriittl  u.); 
bai  (Strul^cnbrob,  ein  länc^lidjce  Srob  con  feinem  2Keljle;  baö  vistrül^elpfla- 
flev,  ^flQftcc  in  Sßalücnfovm. 

©trüf^er,  w.,  5i?.  -n,  (uenc.  mit  ©trut,  ©tiau^  ;c.),  ronbfc^.  f.  bic 
äaun-  cöcr  ^ecfenfiifd)e. 

Striiücn,  m.,  -ö,  (von  bem  nicbcrb.  ftruf  f.  jlraub,  flfaubia;  fltüoen 
f.  (tväubcn),  niibcrb.  f.  bie  (Straui^e  (f.  b.),  ber  (3pri(jfucl)cn,  ein  trauicö 
fflarfiücrt;  bic  (StrilOcnfrluciel,   eine  lixt  Ätingct  oon  SButtiiteig. 

©tubbe,  m.,  -n,  d)l  -n,  ob.  ber  Stubben,  -ö,  5}Z.  tr.  e.,  (angtlf. 
«tri),  cnijl.  »Uli),  l)oU.  siobhe;  ogl.  bdi  lat.  stipcs,  ©toppcl  u.  baö  nicberb. 
ftuf  f.  flumpf),  niiberb.  f.  ba«  jleben  gebliebene  «Stamm- Gnbe  eine«  ge^ 
fällten  $Saume6,  ber  ©tumpf  eineö  SSaumcS  ob.  obflcbroc^enen  ^fatjlc«; 
auc^  ein  hirjeä  bicfe^  öefä'p. 

jlubbcn,  jtcUof.  u.  ?icl.  3»c.,  nicbcib.  (cig.  xvof)\:  fto9cn,  =  obcrb.  flup» 
fcn),  njieberholt  nad)  etivaä  »verfen  (j.  33.  2(pfel  com  Spume  — ). 

<5tübd)cn  1.  f.,  -ei,  5)?.  iv.  (5.  (niebcrb.  ©töocfcn,  23er!(.  con  ©toop 
=  obcvb.  ©tauf  (f.  b.),  großer  Srintbe^er,  fleincö  ga[ä;  prcujj.  ©tof; 
J)oU.  u.  engl,  stoop;  ogt.  baö  oberb.  ©tubi^),  ein  5Jfap,  befonbev«  ^u 
gliiffigfeiten,  =  4  SOiap  ob.  Äanncn  (ein  ©tüb(^en  SBein,  SSiet  ic);  im 
.!^annüocvfd)en  auc^  ju  Jpcinngcn  (25 ',4  ©tübc^cn  =  1  Sonne);  2.  f.  unter 
©tubc. 

<Stubc,  u\,  SO?,  -n,  aSerft.  bag  ®tiibd)en,  obcrb.  <Stüb(ein,  gem.  ©tü= 
bei  (fct)lt  im  2(ltt)o^b.;  mittcll).  fetten:  itube,  stöbe;  oberb.  ©tub  u.  ©tu« 
ben;  niebcrb.  ©taoe,  ©toue;  iölä'nb.  u.  angclf.  stufa,  fc^njcb.  stufwa,  engl, 
stove,  bän.  stue,  tt)cl(^e  SBortcr  fämmt(id)  cor^ugeroeife  „Ijeijbareä  3immer, 
JBabftube"  bebcuten,  fo  »cie  ba6  mittl.  lat.  stulla,  stuba,  ital.  siufa,  fpan. 
estufa,  franj.  tftnve  auefc^litfjlidj :  „aSabilube,  ©c^wi^bab";  ber  ©runbbegriff 
fc^eint  bemnad^  ,,®noarmung,  ^eiiung"  ju  fein,  u.  bie  2Burjcl  in  bem  nic= 
berb.  3»c.  jlomen  (f.  b.),  engl,  stew,  ju  liegen,  cgi.  ital.  stulare,  fpan.  estu- 
far,  franj.  t'tuvor,  crreärmtn,  Ijcijen,  bähen,  fc^movcn  :c.;  ta  jcboc^  baö  nie» 
berb.  fto'rocn  fclbft  nur  eine  SUbcnform  con  flauen,  flaueren  fein  mag,  fo 
lafft  fid^  ©tube  aud)  auf  bie  5ßurjel  sta,  stab  jurücffüfjrcn,  u.  würbe  bann 
urfpr.  übcrt).  „©tättc,  SBoljnflatt"  bcbeuten),  ein  ^ei^bareS  unb  bcivcf)nbarcS 
©emad)  in  einem  ^iiiife,  con  engerer  Seb.  alö  3immer,  »ceniger  grof,  olö 
ein  ©aal,  burc^  ben  ^iefcenbegrijf  ber  ipeij^barfcit  cerfc^.  con  Äammer  (j. 
SB.  bic  2öof)n»,  ©afls  ^u§  =  ,  Äinber--,  Jtran!cnftubc  jc.;  iii  ©c^reib»,  ®e- 
ttc^t6=,  3aht=,  ©teucrftube  3C.,  bef.  oberb.  f.  bie  fr.  SBurcau  u.  ßcmptoir);  in 
engerer  SSeb.  f.  ^iyol)njlube  {in  ber  ©tube  fein;  immer  in  ber  ©tube  fi^cn, 
bie  ©tubc  Ijütcn  jc.);  ct)em.  bef.  f.  SSabftube:  fc^meij.  inöbef.  f.  3unfti 
ftubc,  aud^  f.  3«nft,  Innung;  in  weiterer  J8eb.  übcxi}.  f.  eingefdilcffenec 
u.  beberfter  9iaum,  C^emad),  S3el)ä'ltnifg,  bef.  in  ben  3fc§.  Srunnen--, 
®lo(fen=,  «Rabftube,  f.  b.;  ba^  ®t  üb  dien  ob.  Seuerftübd)en  (nicbcrb. 
©täfEcn,  ©täoeftn,  ©töcefen;  aud)  unccrflcincrt:  ©taoc,  ©toce,  t)oU. 
stove),  ein  Äohlengefvip  jur  Gncärmung  ber  gü^e,  niebcrb.  aiid)  .Äiefe:  — 
Bfcfe.  bic  ©tubenblumc,  Slumen  ,  bic  man  in  ber  ©tube  jietjt;  hex  ^tu- 
benbiirfd)e,  f.  c.  m.  (Stubengen of§,  -gcfcü  (»gl.  SBurfc^e);  ba^  Stuben- 
fenflcr;  bie  (Stubenfliege,  gemeine  gliege,  bic  fid)  in  ben  SBotjnftubm  auf» 


1144  (Stube  ■—  <BtM 

i)m;  bex  (Stulbcn(\clfc!)vtc,  ein  fidj  auf  fciiu-  ©tube  bcfdiranfenbcv  ©crc^rtcr, 
bcr  nfdjt  in  öffentlichen  ©cfc^ciftcn  u.  im  Umgänge  mit  bcr  SQJclt  lebt;  bie 
(Stubcnl)aft,  ba^  ©efangcnfein  an^  bcr  eigenen  ©tubc  (gc»t>.  ber  (Stubcn= 
3rrvc|t);  beu  (gtubenl)ci3cr,  (äinljeii^er  (fr.  Salefactor);  bie  (Stubenl}i^C, 
Spitze  in  einer  gei;eijtcn  ©tube;  bcr  <Stubcnl)OCfcv,  gem.  f.  ©tubcnfi^er  (f. 
l)odcn);  baö  @tubcnl)0l3,  Salfcn  oon  geringer  3>icte,  wie  fie  oben  auf  9?ab» 
flubtn  IC.  ?u  9ebraud;cn  ftnb;  bie  ©tubcnluft,  euft  in  einer  ©tube,  entg. 
ber  freien  guft;  ba6  <2tubcnnmbd)cn,  bie  ©tubcitmagb,  ein  35ienflmabc^fn 
jur  Steinigung  bcr  ©tubcn  u.  ju  leichteren  J^augarbeitcn,  oerfc^.  oon  .^auSmagb, 
wellte  auc^  gröbere  2(rbcit  »errichtet,  u.  oon  Äammermabci^en,  f.  b.;  bec 
Stubenofen,  f.  Ofen;  bie  ©tubenorgcl,  !(cinc  Jpanbcrgel  (fr.  ^'»ofttio); 
bie  @tubenfrf)abe,  eine  2a-t  [cl)war^er  ©c^aben,  SKe^lfc^abe;  ber  (gtubem 
fdt)(üffcl,  ©d^tüJTel  lü  ber  ©fubcnttjür;  bec  ©tubenfü^er,  bie  Stubenfi^e* 
rinn,  wer  beftänbig  in  ber  ©tube  fi^t;  bci^  <£tubcnfl^er(ebcn,  auc^  blo^: 
©tubcnlcbcn;  h(i§  @tubentt)icr,  ein  Zi)iet,  lücldicö  man  ju  feinem  aSer= 
gniigen  in  ber  ©tube  {)ält,  j.  85,  ein  (Stubenüogcl;  bie  ©tubcntl)ür,  f. 
a:f)ür;  bie  @tubcnut)V,  aSanb^  eb,  ©tu^u{)r,  bie  man  in  bcr  ^tuU  f)at; 
bie  ©tubcnwcirmc,  Sßä'rme  bcr  ©tubenluft;  ber  ©tubcnjinä,  sKictt)ain6 
für  eine  ©tube;  —  Ubliit.  ber  (Stuberer  ob.  «Stübcrer,  audj  ©tübner 
ob.  @tüb(er,  -§,  (nieberb.  ©tacer,  ©töoer)  cf)em.  f.  SSaber;  ber  (Stübkr, 
fd)it)eij.  f.  Sunft^enof^. 

©tiibe  ob.  ©tüber  1.  m.,  lanbfc^.  f.  ».  ».  ©teuben  2. 

jlübcn,  flübetn,  ^w.,  lanbfc^.  f.  flieben,  jliebern;  batjer:  ber  ©tüber  2. 
(SUfenjlüber)  f.  «Stieber,  f.  b. 

©tüber  3.  m.,  -§,  3)?.  ir.  6.,  (nieberb.  ©tüöcr,  t)oU.  stuirer,  fd)n3eb. 
stj'fwer,  engt,  stiver;  «al)rf^.  üon  bcm  nieberb.  fticf,  fc^web.  «tyf,  ftcif,  b. 
i.  l)art,  alg  SicJmün^c,  f.  b.  u.  ogl.  ©rof^cn),  eine  nieberb.  @d)eibemünie, 
gew.  =  4'/2  ?>ffnnig,  in  ^oUanb  =  '/^o  ©ulben. 

^tüh'id)  ob.  ©tübirf),  m.,  -c^,  97?.  -e,  (mittcl().  stüebich;  »gi.  ©tübc^en 
u.  ©tßuf),  oberb.  ein  ^atf-  ob.  @d)(a9faf6  jum  fficrpactcn  trocfener  5JBaa= 
ren;  bat)cr:  ©tübid^cr^SDBaarcn,  in6bcf.  f.  Älcmpner'-aBaarcn. 

©tud^e,  n?.,  S)?.  -n,  alt  u.  oberb.  f.  ».  w.  ©taud),  @taud)e  1.:  ®d)Ieier, 
öuci^  ©diiirje;  SSorberd'rmcf ,  furjer  5!)?uff;  e{)cm.  au^  f.  0d)ropffopf. 

©tu(f,  m.,  -eg,  0.  9JI.  (oon  bem  ttal.  stucco,  ©ipg,  nrclc^eö  »aljrfd^.  üon 
bcm  bcutfc^cn  ©tücE  abftammt;  franj.  «tue,  engl,  stuck,  stuke),  ein  aixi 
burd^gcftebtem  njeipem  5)?armor  unb  @ipö  befle^enber  ?0?öi-tct  ?u  93er= 
jierungcn  in  crf)abcner  Tivbät;  aud^  fc(d)e  2}erjierungcn  felbjl,  ©tu^arbeit 
(fr.  ©tucca(ur). 

©tue!,  f.,  -eg,  50?.  -e  (lanbfc^.  gem.  awä)  ©tiictcr  u.  ©tücten),  2Ser!l. 
ba« '®tücfd)en,  oberb.  ©tiicf (ein,  gem.  ©tüctel,  (altf).  stucchi,  stnche, 
mittell).  suirke,  stücke;  obcrb.  ©tucE,  9Di.  tie  ©tuet  u.  ©tucfer;  nieberb. 
©tud';  i^länb.  stycka,  f(|tt)cb.  stycke,  angclf.  sticce;  c6  gcljört  mit  ©toct 
2u  flecfen,  (tiefen,  engl,  stick,  jlocten  (f.  b.),  b.  i.  t)aften,  fejl  ob.  flarr 
"werben,  u.  bebeutet  mitljin  urfpr.  nid;t  „S.i)dl'\  fonbern  „fcftc,  begrenzte  SKaffe, 
Äörper")  1)  eine  jitfammenban^enbe  fefle -TWaffe,  ein  förper[id}eö  (55nnjeS 
iitwä^  au6  einem  ©tücte  ma^cn  ob.  arbeiten;  ein  Äaf)n,  eine  ©äulc  u.  bgl. 
au6  einem  ©tildc;  uneig.  in  einem  ©tüdfe  fort,  b.  i.  ununtcrbro(i^en);  2)  ein 
Obgefcnbcrtcr,  begrenzter  ^bei(  eine$  ©onzen,  u.  jwar  junq^jt  eineö  fejlen 


^tucf  1145 

forpcrtidien  (^toffc6  (dwai  tn  ©tiictc  fcfifagen,  breddcn,  fc^neibcn,  reiben  u.; 
ein  ©tuet  SBicb,  gteifd;,  ^^clj,  ®ttin,  Si6,  Suc^  k.),  inöbcf.  jfber  ber  3!f)file, 
auö  bciKti  ein  töipcvlidjeg  ©aiiicg  jufammcngofügt  ifl  (j.  58.  ber  5Rafjmcn 
i|l  au6  in'er  ©tüctcn  jufammengcfcl^t;  eint  glötc  con  4  Stürtcn;  ogl.  SJJunb  , 
SJJittclftiirt  Jc);  ferner  ein  gläd}cntficil  (ein  ©tuet  Sanbeö,  gtlbce;  bafjer: 
©runbflüct,  ffiurten=,  JBaiim^,  Sfafen^  SSlumenftiict  jc),  ein  fangent[}ei(  (ein 
©tiicl  2Begc6,  qu^  blo^ :  ein  ©tuet,  j.  58.  er  ging  noc^  ein  (iUUi  ©tuet 
mit  mir;  begleite  mic^  noc^  ein  ©tüctctjen  k.);  aui)  ein  beliebig  bcgrenjtct 
Slheil  eineö  untöiper(id)cn  ©onjen  (j.  58.  ein  ©tuet  auö  einer  SRebe,  ©d^rift, 
aui  einem  ®ebict)te  je.;  tgt.  58iudj(lüct);  '\}  ein  ©»in^eg  ob.  ein  'Zbc'il  tinei 
(Stcf[e6  von  genau  begrenztet  7(u^be[)nun9,  di  3)?iipbejlimmun3  (j.  58. 
ein  ©tiict  2uc^,  gett».  =  22  big  32  (SUen;  ein  ©tuet  58aumn)oUen'  ob.  SBcl= 
lengarn,  in  ©ac^fen  =  4  ©traten;  1  ©ti'iet  Ccinengarn  =  (»  ©träten;  iin 
©tiict  SBcin  =  7  '4  DI)m,  ogl.  ©tüctfafß;  ein  ©tuet  ©afj,  b.  i.  eine  gcwiJTc 
gjienge  fertigen  ©atjeö,  »on  ^/^  bi§  3  ©^effel);  4)  ein  Ginjclbing  (3nbiüi= 
buum,  eremplar)  einer  Gattung  (j.  58.  ein  ©tuet  ®e(b,  quc^  uneig.  f. 
eine  unbeflimmtc  ©umme,  j^.  58.  er  i)at  babci  ein  fc^önee  ©tuet  ®elb  oerbient; 
ein  @elb«,  ®o[b  =  ,  ©ilberflüct  it.;  ein  Sfjaler  =  ,  ®ulbtnftiict  jc;  ein  ©tuet 
®efe^ä^,  auc^  b(o^:  ein  ©tuet,  b.  i.  eine  Jtanone,  j.  58.  bie  JBJäUe  ber  (5c= 
ftung  finb  mit  200  ©tücten  befe^t;  ogl.  auc^  S^'i»'»  «Kammer^,  ©teinftiict; 
Äleibung6)tüct  h.),  bcf.  jur  Zahlung  oon  fingen  einer  2(rt  gebriiucf}t,  in 
welcher  2Cn)üenbung  ©tiict  in  ber  ajteljri).  unocranbert  bleibt  (j.  58.  jct)n 
©tuet  58ü^cr,  ^ftan^en,  ©teine  k.  ;  fec^jig  ©tuet  ma^en  ein  ©djoct  ic.), 
au^  üom  93ief)  (jeljn  ©tuet  Siet);  20  ©tuet  Äülje,  100  ©tiict  ©^afe), 
gem.  reräc^tl.  f.  9J?enfc{),  ''Perfon,  bef.  ifciblicfie  ^erfon  (ein  i)äf6licije6  ©tiid 
oon  einem  SBeibc;  niebr.  ein  SBeiböjlüet) ;  •'))  ein  5Berf  ber  menfd)lid)en 
Äunff,  al6  ein  für  fic^  bejlef)enbeo  ®anjeö,  ob.  fll6  ©injelbing  feiner  3(rt  be« 
trachtet  (g.  58.  ein  ©tiict  Hvbdt  fertig  ma^en;  ein  fe^ijneö,  oortrefflic^eö 
©tuet;  oberb.  ©tuet  f.  9Keifterftilct  eine«  JpanbircrEer§;  ügl.  ouc^  .Runfl= 
jtitct),  inöbef.  ein  ^IBerf  ber  fd}onen  Äiinffe,  infofern  e6  ein  (Jinjetneö  einer 
beflimmten  JCunftart  ijl,  g.  58.  ein  (5)emalbc  (Jamilicn^,  Zbkv-  ob.  5ßief)', 
SRnct)ts  58rufls  jtnieftüct  :c.) ,  ein  3Bevf  ber  S'onfunfl  (Son^  ob.  ^Kufüllüct, 
©ing--  ob.  ©efangjliict;  aui)  ©tüctc^en,  oberb.  ©tiict lein  f.  tleineö  9JIufiE= 
flüct,  furjcö  Sieb),  ein  33ic{)tirerf,  bef.  ein  <Bd)ciU'  cb.  <SingfpicI  (ein  58iil)'- 
nenftiict,  gen»,  fe^ledjticeg  ©tuet;  ein  alteö,  neueö  ic.  ©tiict  auffüt)ren,  geben 
2C.);  <))  eine  ^anbding  ob.  Sbat,  nur  in  nac^t^eiligem  ©inne:  f)inter(iflige, 
bö^lid)c  ^anbding,  fd}led)ter  ©treid)  (bibt.  böfe  ©tücte  üornef)men,  mit 
böfen  ©tüctcn  umget)cn;  er  Ijat  mir  ein  fe^limmeS  ©tücte^en  gefpielt;  ein 
ffiubens  ©c^clmenftüct  jc.);  7)  uneig.  aui)  überl).  f.  ^nd-)Cy  Umflanb,  2!)ing 
(j.  58.  in  biefem  ©tücte  i)at  er  fic^  geirrt,  muf*  idj  if)n  tabeln;  er  f)at  in  nie= 
len  ©tücten  9?ec^t;  bibl.  f)alte  biä)  in  allen  ©tütfcn  oernünftig;  »on  freien 
©tüctcn,  ehem.  quc^  uon  freien  Dingen,  b.  i.  freiwillig,  au6  eigenem  2fntricbe 
gro^e  ©tücte  auf  3cmanb  t)alten,  b.  i.  viti  auf  iljn  t)alten,  if)n  tjoc^  aei^ 
ten);  —  3fc$.  ber  ötücfarbeitcr,  ein  ©eiler,  »reicher  fange  ©eile  u 
©d)iff6taue  mad^t,  j.  U.  i>.  ©Mitarbeiter;  basi  Stiicfbett  cb.  bie  Stüc! 
bcttunq,  eine  Srljöbung,  auf  welche  ba6  ®ef^ü^  (f.  o.  ©tuet  4)  aufgeführt 
»irb  gum  58efc^ie^cn  eiwcö  ^la(}e6,  auc^  ber  ©tu  etwa II  (fr.  5Batterie);  bag 
©tüdfafö,  ein  gro^eö  gafg,  n-elc^cg  7 '/j  5Dl;m  ob.  15  (Simer  f)alt  (f.  o. 


1146  etub 

©tüd  3);  i)i[§  (StÜcfgCJlcU  Ob.  *9CrÜj!,  bcr  (Stiirf!arren  ob.  ^wagen, 
baö  ÄQnoncngtflcU  (fr.  bic  Caffcttc);  bec  Stürfgiepcr,  Äanoncngic^cr;  bie 
©tücfgicfcrci,  baS  ©icfjcn  bcv  ©cfc^ü^c  u.  bic  2(nftalt  baju;  bag  Stücf^ 
(|Ut,  1)  Äaufm.  Qu6  ctnjctncn  ©tücfen  bcjlcfjcnbe  ©iitci  ob.  SSaarcn;  2)  ein 
5D?if(^mctaU  auä  JCupfcr  unb  3tnn,  tPorau6  bic  Äanonen  gcgoffcn  jrcrbcn,  tgl. 
@(ocEcngut;J»ic  iStÜcfl)ufe,  ganbiü.  ein  Sfjeit  einer  üoUjlänbigen  ob.  Jpaupt-- 
t)ufe;  bcc  ^itücfjunfer,  tJjcm.  ein  junger  3(beligcr,  bcr  bn  bcm  ©efc^ü^ 
btent  u.  ncd)  ni(^t  Öfficiev  ifl;  bic  (Stücffappe,  g\oei  in  ©cjlalt  eines  23ac^e6 
jufammcngcnagelte  SSretter  gur  SSebectung  bc6  3iinb(od^ö  ber  ©efc^ü^c;  ber 
©tücffavren,  f.  ©tiicfgefleU;  bei-  ©tücffellcv,  ein  ©ercölbe  unter  bcm  SQSaUc 
einer  gcftung,  SBaUEcUer  ob.  =gcwölbe  (fr.  Safcmattc);  hai  ©tüdf Eiffen, 
auf  ©d)ttfcn  bie  Unterlage  auf  bcm  ©tücJgcjteU,  meiere  ba6  SSobcnftüd  einer 
Äanone  trägt;  ber  <BtMfmä)t,  ^fcrbefnec^t  Ui  bem  (Scfdjü^rocfcn;  bie 
<Etitcffol)Ic,  in  großen,  t)arten  ©tüc!en  brec^enbe  @teinfof)len;  bie  @tü(f- 
fugel,  Äanoncnfugcl;  ha§  ©tücfmeffing,  eine  liit  SOieffing  ju  groben  @ürt= 
l(er=2(rbe{tcn,  j.  U.  ».  Safctmefftng;  bie  ©tücfncffct,  lanbfc^.  f.  t>k  gro^e,  jlin= 
fenbe  taube  9tcJTet,  eine  2Crt  beö  JHof^polcig;  ber  (Stü(fofcn,  eine  3Crt  ®^mcti= 
Öfen  für  ben  (gifenftein;  bie  ©tücfperle,  3al;(pcrlc;  bie  ©tücfpfortc,  ik 
Cjfnungcn  in  ben  SBa'nben  bcr  ©c^iffc,  burc^  «jclc^e  bic  SJiiinbung  bcr  Äanoncn 
füf)rt;  bie  (2tÜ(fpvobc,  bei  ben  ©tücEgiepcrn  bk  ^robe  ber  JCanoncn,  b.  i.  bie 
Unterfud^ung,  ob  fic  eben  u.  glatt  gebofjrt  finb ;  ba6  Stücfpulücr,  grobeg  Äa= 
nonenputücr,  Äartauncnpuloer;  ber  (Stü(frid)tcr,  ein  aBerf;5eug  jum  SRic^ten 
bcr  Äancncn;  ber  ©tücfring,  SBerg».  eiferne  9?inge  um  bie  Ijöljerncn  di'6i)ven 
ber  Äunftgcjeugc;  bie  ©tücffäge,  einfache,  auö  einem  ©tücE  beilef)cnbc 
©ä'ge;  ber  ©tücffäger,  f.  o.  w.  ©dgefc^näbler:  ber  ® tü(f fc^ül^ ,  l«cmt).  f. 
Kanonier,  2(rti(lerifl;  b(i^  ©tücffcK,  @(^iff.  ein  ©eil,  weites  ju  ben  Äano= 
ncn  gebraust  mirb;  ber  ®tü(f wagen,  f.  ©tüdEgefleU;  ber  ©tücfiraU,  f. 
©tüdbctt;  |Kl(f weife,  'Stm.,  in  cinjelncn  ©tüctcn,  ©tuet  für  ©tüd  (SBoarcn 
ftürfiroeifc  oerfaufcn;  cttraö  jlücEnDcifc  erlabten,  bereifen  u.);  i>ai  ©tüiftvetf, 
eine  in  ©tücEcn  be11cl)cnbe,  ob.  auö  ©tücEen  jufammengefc^tc,  nid)t  ou§  bem 
©anjcn  gemad^tc  lixbcit;  uncig.  etn?a6  50iangcll)afte6,  UnocUjlcnbigcS,  UnooU= 
lommcncö  (bibl.  unfer  SBiJTcn  ifl  ©tüctrcerf);  ber  ©tücfwtfc^er  ob.  =jpu^er, 
Ärfpr.  ein  SBifd^cr  jum  5Rcinigen  ber  Äanoncn  nacö  bem  2(bfcuern;  ber  ^i^tücf- 
5Ug,  ein  3ug,  b.  i.  eine  5Heil)e  von  Äanonen  ncbfl  3ubel)cr,  ©efc^üf^jug  (^teuw. 
f.  ba6  fr.  2(rtiUeric=Srain);  —  ICbleit.  jlücfig,  Sw.,  ©tücfe  cntt)altenb, 
iiu6  «Stücfen  bejiel)enb;  j!uc!en,  3w-,  oberb.  1)  f.  ba^  9)?eifterftücf  mad)en 
(t>gl.  0.  ©tücJ  5.);  ba{)er:  ein  ©tuctmeifter,  bcr  fein  SWciftcrftücJ  gemad^t 
\)<xt',  2)  (altD.  stucchiau,  stücken)  f.  fiirj  u.  ücrbtic^tid)  antttJüvten ,  irort; 
ii?ed}feln,  jnnfen:  |!ü(fen,  jicl.  3n).,  1)  in  <StMc  t^eiten,  gew.  jecflücfen; 
fdt)tt?ei5.  Säume  — ,  f.  bcfd^neibcn,  föpfcn;  2)  auö  (Stufen  aufammen- 
feiert,  bef.  waö  eigentlich  aug  einem  ©tücte  befleißen  foUte  (j.  S.  ©d^ncib.  an 
einem  Älfibe  üwa^  jlücEen);  flücfctn,  gicl.  3w-,  bog  oerft.  ftürfen:  in  f leine 
. ©tiicfe  tt)ei(en,  geto.  jcvftiicfeln;  miS  fleinen  ©tücfen  jufammenfe^en; 
bie  @tiicfclfd)cre,  «Olünjn?.  eine  ©^crc,  mit  roel^er  Ui  ©olb-  ob.  ©ilber- 
gaine  ju  ©d^rijtlingen  ^erfc^nitten  werben. 

<Stub,  n?.,  CO?.  ®tiit>e,  fc^weij.,  u.  ©tubbe,  i».,  ?0?.  -n,  nieberb.  (ieiänb. 
stod,  öngclf.  stiidii,  engt,  stud,  t)oU.  stutte;  r»g(.  ©taube,  ©tü^c,  u.  b.  altb. 
studiaD,  studaüu  f.  errichten,  gtünbcn,  fcjtfc^cn)  f.  ©tü^e,  ?)fü|len,  ^feitet, 


ftubircn  —  3tufc  114T 

©ä'u(«;  f(^rt)ci^  fn«f>cf.  f.  <Sd^anbfaule,?pvangcr:  ftübfaul,  S3n?.,clt.  obcrb.  f.fcl)r 
faul;  itlitüOÜ,  SSiü.,  f.  (tvoftcnb  üoU;  —  bie  Sfutcl,  ^T)?.  -n,  obcrb.  (ef)cm. 
nuc^:  baß  ®tubcl)  f.  Unterlage,  ^foflcn  (j.  S.  aJ)üiilubcO,  <Sä'u[c; 
^anbiü.  ein  fäu(enä'()nlid)  cmporjlef)enbei-  Uheil,  j.  S.  Sc^lctT-  bic  Ärampc, 
»oiin  bcc  iHicgcl  9ct)t;  ber  ^Ctutclbau,  SöafTerb.  ein  quo  Stubcln  ic.  j(ufam= 
mcngcfc^teö  ^acttrcr!  jur  Ufcvbeff jliflunq ;  jlutctn,  jicl.  3».,  obcrb.  f.  flüfeett 
(iiiebcrb.  jl üb b en) ,  feflfet^en. 

jlutivcn,  jifllof.  u.  jicl.  3»P.  (aug  b.  tat.  studere,  fid)  bcmüfjcn,  bc|lrcbcn), 
ttwcii  5U  cvforfd)cn  fudjen,  genau  iinterfud)en,  burdibenten,  barüber 
nadifinnen  (auf  etwas,  auf  eine  3(iit>tcrt,  9Ubc  ic  —  ;  eine  ftubirtc  JRcbc, 
g^rcbigt,  b.  i.  eine  fcr^fci^tig  bur(^bac^te);  in  engerer  Seb.  bie  2BifTcnfd)af= 
ten  betreiben,  fid)  berfelben  befleifigeu  ob.  benfelben  rcibmen,  inSbef.  auf 
.|ioc%f(^ulen  (mein  ©of)n  foU  ftubircn,  t)at  gufl  jum  ©tubircn;  er  flubirt  bie 
Siechte  jc),  aud)  f.  fid)  tviffenfd)aft(id)  ob.  mit  gelehrten  '2(rbeiten  befd)af= 
tigen  (er  ftubirt  bcn  ganjen  Sag);  uncig.  obcrb.  f.  ftarr  ocr  fid)  (jinblictcn; 
ton  ^fcrbcn:  bcn  JCoUcr  l)aben;  bie  ©tuMrjTubc,  \>ai  (gtutirjimmcr,  bic 
m-beit6»  cb.  ©d;reibftube  tincö  ©clcijrtcn;  —  ber  Stutcnt,  -en,  ?}?.  -ert, 
(oon  b.  lat.  ^art.  studens,  fic^  beflcipigcnb),  ein  ber  ^lüiffenfdiaften  SSefliffenet 
auf  ber  i)ohcn  ©c^ult  (in  Dbcrb.  au^  fc^on  bie  Schüler  ber  oberen  Älaifen 
t»on  @elcl)ricn=,  ob.  fogcn.  latcinifc^en  ©c^ulcn),  ein  ^üd)fd)ülcr:  ba^cr:  baö 
©tubcntcnlcbcn,  bic  Stubcntcnjabve,  oer  (Stutcntcnjlrcic^  k.;  baö 
Stubcntcn.qut,  eigentl)um,  ©adjcn,  ©cpacf  ic.  cince  ©tubcntcn;  bie  StU^ 
bcntcnbllinie,  ^o^gclbe  ©ammctblumc;  auc^  f.  «Rofcnpappel;  baö  ©tuben- 
tmfraut,  lanbfci).  f.  bcfenartiger  OJünfcfu^,  Scfenfla^S;  baö  (5tut>enten= 
rö^(^en,  lanbfc^.  f.  baS  einblatt  ob.  irciße  l'ebcrfraut. 

©tufc  1.  IV.,  5W.  -n:  Berfl.  bcii  ©tüfdien,  (aUb.  stuofa,  stuofe?  t)on 
einem  ccriorenen  abtaut.  3w.  stafan.  stuof,  attfdci)f.  stupan,  stop  n.  f^reiten; 
»gl.  flapfen  u.  ©tafftl),  eig.  ber  Sritt,  inSbcf.  erböt)eter  Stritt,  2(uftcitt; 
2(bfd^e  an  einer  abhängigen  Släd)e,  jum  .^inauf;  unb  ^inunterjleigen, 
finnp.  ©taffei  (j.  S.  ©tufen  in  einen  getfcn  l}auen;  bic  ©tufcn  einer  Sreppe; 
ücrfc^.  bic  ©proffen  einer  Ceitcr);  uncig.  bie  iJhcile  cb.  2Cbfd)nittc  in  ei- 
nem auf;  ob.  abfleigenben  23er()a'ltniffe,  finno.  (5)rab  (j.  23.  bic  ©tufcn  be6 
mcnfd^lid)cn  3(ltctö;  bie  l;c(^fte  ©tufe  ber  S5i(bung  crrcid)en),  inebef.  bie 
©teüung,  ber  Stanb  in  ber  bürgcrlid^en  ©efellfdiaft  (j.  S5.  nad^  ber  f)öc^'- 
ften  ©tufe  ber  ©t)rc,  bcö  2(nfcf)cn6  k.  jlrcbcn),  ©prachl.  bie  ©teigerung^s 
ob.  S^ergleicbungögrabe  ber  (5igenfdiaft6»DÖrtev  (©tngerungsftufen; 
bie  crjlc,  jwcite,  britte  ©tufe;  f.  ©teigcrung);  —  3fc^.  bie  «Stufenfolge 
ob.  ;reil)e,  golgc  ob.  Sicitjc  ber  ©tufcn  (cig.  u.  uncig.),  fic^  abflufcnbc^  Ser» 
t)ältnif6;  flufcnförmiij ,  Sro. ,  bic  gorm  oon  ©tufcn  t)abcnb,  abgclluft;  ber 
©tufcngang,  cig.  ein  buvc^  ©tufcn  f)inauf;  u.  ^inat^iüijrcHber  ©ang;  uneig. 
eine  SScwcgung  ob.  Sicranbcrung  nac^  einem  in  bcftimmtcn  2Cbfd^cn  auf=  ob. 
abftfigenben  SBcrljcltniffc;  i}i\^  ©tufcnjabt,  ein  5a()r,  in  welchem  eine  mer!-- 
Üdit  Scrdnbcrung  mit  bem  SKenfi^cn  corgc()t,  inebcf.  jcbcö  ficbcnte  &cbenö= 
\ai)x;  bie  Stufenleitcv,  uncig.  f.  d.  w.  Stufenfolge ,  3ibftufung  nac^  ®rabcn 
ber  ©tä'r!e  JC.  (j.  33.  bie  ©tufcnlciter  btr  ©mpfinbung);  ber  ©tufenpfalm, 
tibi.  aBenennung  gcwiJTer  ^falme,  entnjcber  rccil  fie  an  t)o!)cn  gcftcn  auf  erl)ö» 
l)cten  ©tufcn,  ob.  rccil  fie  mit  aUmä()lid^  fleigcnbcv  ©timme  abgcfungcn  rcur» 
ten,  au^  ©taffelpfalm  {bii  Cuttjer:  Siebec  im  höijtun  St)or);  ber  Qtü- 


1148  ftufcn  —  ®tut)t 

fenfd)ad^t,  SScrgro.  ein  in  einen  gelfen  gef)aucnec  'Bö:}aÖ;t  mit  Stufen  ftatt 
bec  gaf)iten;  bec  ©tufenwcg,  mit  (Stufen  i:'erfcf)enev  SÖeg;  flufcntvcife, 
Sin?.,  mä)  "üxt  ob.  in  ©eftalt  oon  ©tufen,  bef.  uneig.  in  einem  bcjtimmt  ah- 
geftuften  S3ei-f)a(tnifTe  fortfcl^rcitenb  (ftufcnn^eife  ah-  ob.  junei)nten;  ftufenn»cife 
com  Ccic^teven  gum  ©d^wcrercn  iibergctien);  —  2tbrcit.  flufl'g,  Sn?.,  @tu; 
fcn  t)abcnb,  mit  ©tufen  üerfc[)cn,  gcjluft;  laufen  1.,  jict.  3it).,  mit  <Stu; 
fen  üetfc^en  (einen  SSerg),  |tufentr>cife  abtfjeiien  ob.  cinridjtcn,  gem.  nur  in 
bcm  jgef.  ab jtufen. 

j!ufcn  2.  jicf.  3m.  (tanbfi^.  auc^  ftuffen,  irafjtfd^.  S^ebenform  oon  ftup= 
fcn,  f.  b.)[  SSergw.  f.  fdjiagcn,  mit  J^ammcr  u.  ?DIei^el  i)amn  Uin  3cid)en 
ob.  ®emer!  in  einen  ©tein  — );  batjev:  bic  ®tufe  2.  9}?.  -n,  (lanbf^.  auc^ 
©tuffe;  oberb.  bn  ©tueff)  ein  »on  bem  SBcvggefd^njorenen  ob.  50lür!fc^cibet: 
in  \}ai  ©ejicin  Qii)amnc^  ^iidjm  (©tufcn  [plagen;  bie  ©rb-,  ©ebing^, 
50Jav![ä)cibcftufe  jc);  ein  abge^aucneö  (3tü(f  Scj  ob.  ©tein,  bef.  alö  ^robe- 
ob.  gjJufJcrj^üct  (eine  (ärj^  @olb=,  ©ilbevflufe  k.);  —  3fc§.  bat^  ©tuf- 
*ifen,  SSerg».  ein  ctwaö  gebogenes  gweifpi^igeS  .:g)aueifen  mit  einem  t)ö(gerncn 
i^tid  in  ber  «DZittc;  bai  ©tufer^  ob.  ©tuftrcvf,  reines,  in  ©tufen  be^e^en= 
teS  Q,ti,  weites  ni(^t  gcpod^t  ju  rcerben  braud^t;  biiö  ©tufengelb,  baS 
CiJelb,  welches  bie  ©efd^wornen  für  baö  @ini)aucn  bei"  ©tufen  in  ba^  ©cftein 
befommen;  bie  ©tufen*  ob.  gem.  ©tufelprobe,  eine  Srjprobe,  Wildjt  »on 
©tufen  gemad^t  »oirb;  bei"  ©tuffd^Ud^,  ba^  oom  ©tufiüerfe  abgegangene, 
Hat  gewofc^ene  @rj  (»gl.  ©d)lid)  2.). 

©tuf,  m.,  -eg,  (nieberb.  ©tojf)  »lt.  f.  ©taub  (f.  b.). 

fluff,  S».  (ugt.  bai  nieberb.  jtuf  f.  jtumpf,  ftupfen  u.  bai  lat.  stupere), 
fd^wäb.  f.  ängjllid)  betroffen,  betreten,  verblüfft  (fd^weij.  geftuffelt). 

©tuffd)!!^,  ©tufiverf,  f.  unter  j!ufen  2.     . 

©tui}l,  m.,  -eö,  9)?.  ©tü{)Ie;  Söcrfl.  bag  ©tiif)(d}en,  (gott).  stols,  attb. 
stuol,  oberb.  ©tuet,  nieberb.  ©tool;  angelf.  iSlä'nb.  fc^web.  stol,  engl,  stool, 
|)oll.  stoel;  flow,  stol,  rujf.  stole  jc.;  —  Don  einem  »erlorenen  abtaut,  ^rv. 
stalan,  stuol  n.  f.  Icgcn,  fteUen,  SBurjel  stal;  »gl.  ©taU  u.  ftellen)  1)  ettvaö 
TfufgefleÜteS,  ©tebenbeg,  baljer  ef)em.  f.  ©aule  (gried).  (fTidog),  (anbfd^. 
nod^  ein  fenfred)t  fle^enbeg  ©tü(f  Bimmerljotj;  oberb.  f.  (55runbmauer 
(fteinernc  ©tüf)te  eines  JpaufeS);  J^üttenw.  eine  5^affe,  bie  fid)  gefegt  ^at 
(baS  (5rj  mad^t  einen  ©tufji,  wenn  fid)  im  ©c^metjen  ein  @rj  über  baS  anbere 
fe^t;  in  bcn  .^aUifdjcn  ©aljmerfen  tijeilt  man  bie  ©aljbrunnen  in  ©tüfjle: 
ein  aSrunnen  =  32  ©tüf)te);  uneig.  f.  fiei)enbeö  ©elb,  v^auptgelb,  ^aupt* 
fumme,  ber  Jpauvtjtut)£,  ogl.  ©tod  6)  (fr.  Kapital);  if)em.  aiiä)  f.  3u5 
flanb,  ©tanb  (j.  58.  ber  Sraut--,  SBittwenftut)!);  2)  ein  ©efteU  ob.  ®etup, 
iDoraiuf  etiraö  gefteUt  ob.  gefegt  wirb,  ob.  t\)etd)eö  etmag  ju  tragen  blent, 
j.  S5.  ber  Sac^ftu^l  (f.  2)a^),  @to(!enfTtut)l  (f.  b.);  ber  SßSebeituf)!;  ©trumpf* 
tt>trferflut)l;  im  ©al^tnerfe  ju  .^allc  aud^  f.  ^aSpel;  ©d^iff.  ein  ©tab  ob. 
§uf ,  in  ob.  auf  welchem  etwas  jlei)t  ob.  befeftigt  ijl  (j.  35.  ber  ©tuf)l  eines 
SKafteS);  ^)  in  engerer  SSeb.  ein  (gew.  ^öljerncs)  ©ejleü,  n^eldjeg  baju  ein^ 
gert(^tet  ifl,  barauf  ob.  barin  ju  ft^en,  finno.  ©i^,  SSanf,  j.  S5.  ber  Äir» 
d^cnjtutjt,  S3ets,  S5eid^tftut)l,  ber  fie()rftut)t  (fr.  Äat{)eber),  ^rcbigt=  ob.  ^rebiger* 
ftu^t,  f.  0.  \v.  bk  Äanjel;  inSbef.  ein  ben)e3ltd)e6  ®e|!eU  (bef.  als  ©tuben- 
gerättj)  jum  ©if^en  für  eine  ^erfon,  oerfc^.  oon  SB  an!,  finn».  ©effel  (ein 
gelbjlu^l,  Zxm-,  Cel)n|lu()'  u.;  ein-cm  cintn  ©tut)(  tjinfe^en;  fid^  auf  einen 


ftufcn  1149 

®tuf)l  fc^cn;  oom  Stuf)rc  aufftefjcn,  fallen  jc.  ;  unci^.  fpric^w.  ffnem  bm 
@tul)t  oor  bic  Zi)ixv  fc^cn,  b.  i.  it)n  aii6  bem  «^aufc  weifen,  ben  Umc^an^  mit 
if)m  aufgeben;  fi(^  jwifc^tn  gwri  ©tüJjlc  fcfecn,  b.  i.  Bon  gjcei  I>in9cn,  nad^ 
bcnrn  man  (treOte,  fcincß  erlangen),  gew.  in  beflimmtcrev  Scb.  ein  <2i^  ob. 
(Seffcl  mit  einer  3iii(f(ebne,  oeifc^.  ©c^ämel;  obeib.  ein  ungepolftevtet 
@ie,  oevfcf).  oon  ©clfcl  (f.  b.);  in  oerfc^icbenen  befonbercn  2tn>renbungen:  a) 
f.  |)ervfd)erfit". ,  3!l)ron  (bibl.  bet  ©tul)(  bcö  Jtönige,  bic  ®tüf)(c  ber  ®e»rQt= 
tigcn  ic),  je^t  ingbcf.  ber  pä'pf][icl}e  cb.  bcilicje  Stuhl,  b.  i.  ber  2()ron  beö 
<paptte6  u.  uneig.  bic  päbfllic^e  JKcgierung;  bti  bcn  Freimaurern:  ber  au6ge= 
jeid)nete  ©i^  be6  9}}ciftcrö  (baf)cr:  ber  tWeifier  oom  <£tuf)[);  I')  f.  9iicl)tet; 
fiuhl,  (^ertd)tö|lu()[  (c()cm.  ®ingftul)(;  bafjcr  nocf):  JCönigS^  Äaifer« 
^ui)t,  (59t.  üon  2(nt)ö|)en,  wo  cbemalö  im  greien  öffcntt.  ®eric^t  im  9tamen 
beS  Äönige  u.  gelialtcn  würbe),  uncig.  f.  C^)orid)t,  ü)ertd)t^l)cf  (j.  93.  grei^, 
Canb»,  ©c^öppenftut)!  jc);  <)  f.  Mb-  cb.  9hui)t|Tul)(,  f.  b.  (batjer:  auf  bcn 
©tuijl  ob.  ju  ©tut)(c  gelten),  aurf)  f.  ©tuhfgiing,  ßeibe^öffniing  ob.  '"Uni' 
(eerun^;  —  3fe^.  ba^  @tul)(bcin,  f.  SBcin;  ber  <Ätul)(bruber,  üU.  f. 
©tiftö()err;  auc^  eine  2Crt  5!aienbriibcr,  bit  ben  Ä'iifter  in  feinen  SScrric^tungen 
unterjtü^ten;  bie  ©tublbrüberfc^aft,  f.  bic  fdmmtlic^en  ©tiftöijerrcn  an  ei= 
ner  ©tiftefird^e;  ber  (gtul)(crbc,  Plt.  f.  Sijronerbe;  bie  @tul)lerlebl9Ung, 
erlebigung  eincß  bifdjöfli^en  ob.  beö  pöpPlic^en  ©tutjtcö  (fr.  ©cbieoacanj);  bie 
(Stu()Ifelcv,  in  ber  röm.  Äirc^c:  --petri  ©tutjlfeier,  bic  geicr  ber  Srri^' 
tung  btß  päpfllidjen  0tul)le6;  bie  ®till)(fcllc,  bair.  f.  baö  feierliche  e^eoer- 
löbnifö  (ogl.  ®tul)l  1);  ber  @tul)lflc(^tcr,  wer  ©tüt)lc  oon  ©trot)  2C.  flicht; 
flublfrei,  95w.,  lanbfdj.  f.  frei  oon  einer  (SJcric^töbarfeit  (ftul)lfreie  ®üter); 
ber  ®tul)U^anv^,  bic  Ccibceöffnung  u.  bic  abgef)cnbcn  Unreinig!citcn  fclbfl; 
baö  'Stul)l(}Clb ,  93cial)lung  für  einen  ©tul)l,  inebef.  Äirc^enjlul)!;  nieberb. 
baö  @elb ,  wclc^eö  ber  Jidufcr  cine6  @utc6  bem  ffierfaufer  beim  ^fbjugc  cnt= 
rietet;  ber  StllbK^cnof^,  tanbfdj.  «Witglieb  cinc6  ®cri^t6;  ber  <gtul)ll)eiT, 
eljem.  S5eift(jer  eines  greigeric^tö;  @cric^t6l)crr;  bie  (2tlll)Ifappi',  Überzug 
über  ein  ©tu^lpolfter,  ©tul)lüberjug;  biö  (5tul)lfif]"cn,  4^0lllcr,  f.  JCiffen 
ic;  baö  @tul)Ifnic,  ©djiff.  ber  vipinterfltocn  cincö  Äaljneö.  woran  baö  ©teuer 
befefligt  wirb;  bie  '5tul)Ucl)nc,  f.  ecl)nc;  ber  @tul)(inad^er,  ein  ^anbwcr» 
fcr,  welcljcr  ©tü{)lc  ucrfcrtigt;  ber  (Stul)(pfcnnig,  eine  2Cbgabc  ber  ^Pfarrer 
on  ben  bifc^öflidjen  ©tul)l  (fr.  Jtatt)cbratitum);  ber  ©tii^lric^ter,  lanbfi^. 
ber  Sßorfifecr  eineö  ®erid^tgt)ofe6;  ber  ©tu^lfd^littcn,  ein  f leiner  :&anb« 
fdjlitten  mit  einem  barauf  bcfcftigtcn  JfrmftuMe;  ber  @tul)(fd)Vciber,  et)em. 
f.  ©erid^töfc^reibcr;  anä)  wer  für  9led)t6parteicn  ©c^riften  oirfafft;  tanbfd). 
f.  <Sid)xiib'  u.  Slcc^cnmcijlcr;  bie  (Stul)(ivanb ,  SBau!.  eine  a?erbinbung  oon 
«Wiegeln  u.  SBänbcrn  in  einem  J)a^ftul)[c;  ber  @tul)l5apfen  ob.  baö  'BtühU 
jäpfd^cn,  obcrb.  '^^apflcin,  ein  3äpfi:^en  oon  ©eife  ob.  2alg  jc,  wclc^eö  man 
in  bcn  After  ftccEt,  um  bcn  ©tutjlgang  ju  beförbern;  ber  '5tul)l5aianq,  t)cfti= 
gcr  5Reij  jum  ©tül)lgang  oljnc  gcnügcnben  Srfolg;  —  Äblcit.  flüblcn,  jiel. 
3w.,  rlt.  f.  mit  «StiiHen  oerfehen  ob.  befe^en. 

|!ufcn,  jiel.  3w.,  nieberb.  f.  flauten  (1);  in  v^aufen  fe^en;  fdilcf^t-- 
iveife  ftellen;  ©tufc,  tr.,  5.T?.  -n,  nieberb.  (=  b.  fjod^b.  ©tau^c  2.), 
1)  ein  aufgefegter  v^iuifen,  eine@d)idit,  inöbcf.  dnt  ©^ic^tSEorf  t>on  (i 
©tüctcn,  auc^  bie  aufgefegten  J^aufcn  beö  gemäljcten  SSu^wei^enö;  2)  f. 
SBerjucfun^,  Ärampf;  3)  (in  bicfer  58cb,  wol;l  =  ©toct)  ba6  ^2i3urielenbe, 


1150  ftülpcn  —  ©tummel 

b«r  ©tumpf  ctnee  c\cfällfcn  SSaumcö  ((gid^en  =  ,  Äfenjlu!en  Jc);  bQ()er  ber 
<2tufenföif  er,  [pött.  f.  J^orfifned^t. 

flütpen,  gier.  3».  (ui-fpt.  nicberb. :  flulpcn;  f d^rceb.  stjelpa;  »9I.  ^oU 
|>ern?),  übal).  umiivnben,  iimfe()reu,  fliir^en  {?.  SS.  einen  Sopf  — ,  gern, 
umftälpcn):  bcbccfenb  aufU^cn,  übei-lliir5en  («inen  2)etffl  auf  bcn  Sopf 
— );  ben  Otanb  einet  (Sache  auf;  ob.  umfcblagen  (einen  ^ut,  ©tiefel  Jc— , 
»gl.  aufftülpcn);  bic  ©tülpc  ob.  ©tulpc,  9)?.  -n,  (obcrb.  autf)  bcr 
©tulp;  l)oU.  stülp),  1)  ein  (ofec,  mei]!  bo()leu  Sedfei  auf  ein  @cfä^,  eine 
©türjc,  nieberb.  au^  bcr  ©tiitpcv;  2)  ein  auf>-  ob.  um9efd)(a9encr 
JKanb,  bcf.  eincö  JquM,  f.  ß.  n?.  bie  .Srampe;  ein  frcifec  2(uf|'d)Iag  über 
bie  ©  tiefe!  fd}afti;  Sergw.  bcr  (cberne  9ting  um  ben  Äolbcn  einer  •>))umpc; 
©^Icff.  (ber  ©tu(p)  bcr  umgebogene  Zi)dl  bc6  ©c^toföbtei^cs,  burd)  xvclö^tn 
ber  Stieget  gei)t;  an  ©croef)rfc^(ön'ern  ein  vorfpringcnbeö  inerectigcö  ©tüd  auf 
ber  inneren  glä'(^c  beö  ©c^rofgble^cö;  Itulpi.q  ob.  flülpig,  Sw.,  eine  ©tulpe 
ob.  ©tulpcn  I)abenb;  ber  @tu(pl)antfci^ul),  leberne  «i>anbf(^u^c  mit  fteifcn 
©tulpen;  bec  @tuIp()Ut,  aufgeflulpter  ^üt;  bie  (i:;tü(pUtfc,  ©d^tjT.  bic^t 
fd^ließenbc  Ätappcn,  it)cld)c  bic  grope  £u!c  bcbecten;  bie  ©tulpiiafe,  eine  auf= 
gcftarpte,  b.  i.  mit  bcr  ©pi^e  in  bie  ^'6l)c  |tct)cnbc  5rtafc;  bec  ©tutpfliefel, 
©tiefet  mit  ©tulpcn;  ber  ©tutpjlrumpf,  lange  ©trumpfe,  ireld)C  über  bem 
Änic  umgefdjtagcn  werben. 

jiumm,  SBn).,  6omp.  flummet,  ©up.  frurnrnft,  (altb.  stump,  stum,  @, 

stumbes,    stummes;     der   stumbe,   stamme;     obcrb.    ef)Cm.   auc^   ftummcnb; 

fdjweb.  stum,  t)oU.  stom;  mit  ©ramm,  ©timmc,  ftemmen  n.  auf  bie  SBurjel 
Stab,  flitzen,  Ijemmcn  gurücf,uifüf)ren ,  alfo  cig.  jtoc£cnb,  gc{)emmt;  »gl.  au^ 
flammcln,  u.  ungcftüm,  b.  i.  ungel}cmmt;  —  gotf).  angctf.  engl.  t)ei^t  ftumm: 
dumb,  bän.  dum;  ug(.  bumm)  übcrf).  ber  felbjltf^d'tigen  iJauterjeugung  uns 
fa[)ig,  flimmlog  (bic  gifc^e  ftnb  ftumm),  ingbef.  burd)  5^aturfef)(ec  unfl\i)xQ 
ju  fpved)en,  fprad)[o§  (ein  ftummcr  50icn[c^,  u.  ots  >?)»v.  ein  ©tummer, 
bcr  ©tumme,  eine  ©tummc;  obcrb.  aud):  ein  ©tumm,  eine  ©tumminn, 
wie  altb.  ein  stummo);  uncig.  trenig  vebcnb,  nid)t  gern  rebenb,  fc^n>ejgfam, 
au§  2Sorfa^  ob.  ©d)ü(^tern^eit  (in  ©cfcllfd^aftcn  fiumm  [ein;  fc^cvj^.  ftumm 
wie  ein  gifd^),  nid)t^  fpred)en  bürfcnb  ob.  ju  fpred)cn  babenb  (itumme  ^erfo- 
iien,  im  ©c^aufpicl),  (autlo^,  fid)  nid)t  laut  dupcrnb,  mit  feinem  iaute  ha 
gleitet  (ftummer  ©c^mcrj,  f!ummc  Sf)ranen,  SSlicEc,  eine  fiummc  SBciücgung); 
©pra(^t.  fl  u m  m  c  S  u  d^  fi a  b  c n,  bicjcnigcn  9Kitlautc,  welche  ftimmlcö  f)eroorge» 
fccad^t  werben  u.  batjcr  nur  in  Scrbinbung  mit  einem  ©clbftlaut  ooUfommcn 
Ijörbar  werben,  j.  95.  b,  p,  b,  t,  9,  !;  nieberb.  aui^  f.  matt,  ol)ne  (Seifl  (ju 
^arE  gefdiwefcltcr  SBein  ift  ftumm):  bie  @tumml)cit,  tiati  ©tummfein,  ber 
Buflanb  einer  j^ummcn  ^erfon;  ftummcn,  3w. ,  »lt.  (mittcll).  stnmben, 
stummen),  1)  ^iclioä  f.  f^umm  foerben  ob.  fein,  oerffummen;  au^  f.  ftam; 
mein;  2)  giel.  ftumm  mad)en,  jum  (Sd)n)eigcn  bringen. 

Stummel  ob.  Stummel,  m.,  -^,  9)?.  tv.  (5.;  93cr!i.  t)K\%  ©tüm- 
meld)en,  (altb.  stumbel,  auc^  al6  95w.  f.  abgejlu^t,  ocrjlümmclt;  »on 
llump,  nieberb.  f.  ftumpf,  f.  b.  u.  »gl.  ©tumpel,  ©tumpen),  gem.  ein 
furj  abgej^umpfter  ob.  geftu^ter  .Körper,  ein  abgefd)nittene6,  abgefjaue- 
ne6  K.  (Stücf  ob.  6nbe,  ein  «Stumpf  ob.  Stumpfen,  j.  33.  ^af,  ©tamm» 
enbc  cineö  gefällten  SSaumcö,  ba§  Söurjclftüd  cincä  abgcbrod)cntn  3al)= 
ncö,   bcr  übrig  gebliebene  Z^üi   cincö  ucrftümmcttcn  ©liebet;  ein  £i^t; 


fiummcii  —  jlumpf  Hol 

(Stumm  et,  b.  i.  ein  ütnioi  gebliebenes  furjcß  ©tuet,  ein  (Snbe;  gem.  awi)  f'. 
eine  ganj  furje  Slabactßpfcifc;  ftüninieln,  jici.  3«>-  (a'tb-  Mumpulon,  siiimheJu, 
sturnlen;  »gl.  ftümpcln),  ^uiTi  ©tummel  mad)eii,  fluf5«n,  jliimpfen,  gew. 
verjKtmmeln  (itronö,  einen  «OTeiifcfeen  — ;  einen  Saunt  —  ,  bereifte  öcrau» 
ben);  bie  <5tümmc(un(\ ,  ba^  ©tummeln;  b?c  Stümmler,  -g,  »vcr 
flümmelt. 

ftuiumcn,  (2tiimm()cit,  f.  untet  flumm. 

Stimip,  m.,  (cn^l.  u.  fc^wcb.  stmnp,  t)oU.  Momi))  niebeib.  f.  Stumpf; 
ber  Stumpcl  (mittell).  si.impf.<l)  niebeib.  f.  Stummel,  f.  b.;  ber  Stum- 
pen, -g,  93erEl.  fcaS  Stümpcl,  -^,  obeib.  f.  Stumpf,  ßnbc,  Stummel; 
unci^.  f.  ein  h!rj;cr,  bicfev  IXl^eufd) :  —  flumpcln  ob.  jlumperrt,  jicUof.  ^w., 
nicbei-b.  f.  auf  Stumpen  ob.  Stummeln  gehen,  überl).  langfam,  befd)n)er? 
lid),  holperig  gehen;  ftümpeln,  jiel.  ^\x>.,  obeio.  f.  flümmcln;  bei  ben 
Jtöhlern:  einen  SÄcilcr  — ,  b.  i.  bie  3n'ifd)eniciinne  jnjifdjen  bem  großen 
^oi^e  mit  fleincn  J^otjjiücEcn  (©tiimpetn)  auöfüUen:  aud)  f.  p.  m.  (lümpcn 
ob.  gen?,  [liimpcrn,  jietlof.  u.  jicl.  3it».,  flücfhiift,  unüollfommen  ob.  unge- 
fd)i(ft  lU'beiten,  finno.  pfufd^en;  b(ii)n:  ber  Stümper,  obevb.  ©tümptcr, 
-5,  9)?.  vo.  (5.,  bie  Stümpcvinn,  9}?.  -cn,  irer  auö  Ungcfdiicflid^feit  ob. 
Untviffenheit  unvoUfommen  arbeitet  ob.  etiva^  ociriditet,  finno.  ^fufd)er, 
(ein  i3tiimpev  in  einem  .»panbroei!,  einer  jtunfl  ob.  2Bi(fen)'e^aft  fein);  bie 
Stümperei,  bai  Stümpern  (o.  OT.);  eine  untJoUfommene,  fd)lcd}te  3tr= 
beit  (9J}.  -en);  jlümpcrbaft  ob.  ftümpcrmajjii^,  SBn?. ,  nadj  2üt  eine« 
Stümpevö,  ungefd)icft  u.  unvollkommen;  bie  Stümpcrhaftiöf^if»  ftüm- 
pechafte  S3efdH'iffenheit. 

llumpcn,  5iel.  3n?.  (»gl.  ftampfen ,  ftumpf  u.  ftupfen)  oberb.  f.  flogen  mit 
bem  öllcnbogen,  bem  üiiic  ob.  gii^e;  baljer  ber  Stumpcr,  -«,  5>?.  IV.  (^., 
ein  Stcji  K.  (einem  einen  ©tumpcc  geben). 

Stümper,  llümpern  K.  f  unter  ©tump. 

.flumpf,  .?BiP. ,  (5omp.  ftumpfer,  ©up.  ftumpfff,  (altb.  stumph,  stumpf; 
niebctb.  ftump  u.  ftuf,  Ijoll.  siomp;  dor  einem  cerlorenen  abtaut.  3n>-  stim- 
pan,  siimpfaii,  stampf,  sLiimpfei).  b.  i.  flogen,  SBurjel  stamp,  @rn?eiterung  r>on 
st.ip,  stiip,  i'anäfr.  tup,  tump,  griec^.  tv^i-to>-,  ogi.  ftapftn,  ftupftn  u.  ftampfen 
Jc,  auc^  baS  obevb.  ftimpfm  ob.  ftümpfcn  f.  ftic^etn,  fc^mä'ljen,  f  u.;  alfo  cig. 
abgeflogen),  geftuf^t,  oeiftümmelt,  üerfürjt,  feiner  natürUdien  Sänge  be- 
raubt (j.  93.  ein  ftumpfer  ©c^ttanj  eincS  ^fevbeö;  ein  ftumpfer  SBefen,  b.  t. 
ein  abgcfjauencr  ob.  abgenu^ter);  in  engerer  Scb.  ber  Spi^e  ob.  Sd)ärfe  bi: 
vciiibt^  abgeftumpft,  übcrt).  nid)t  fpi&,  ntd)t  fd)arf  (ber  «Plciftift,  bie  geber 
ijt  ftumpf  geworben;  ein  flumpfeS  gjJcJTcr,  S?eil  ?c.,  ein  ftumpfer  Segen;  eine 
ftumpfe  5Rafe,  bie  glei(!^f.  abgcfiu^t  ifl;  ein  ftumpfer  SSinfcl,  ber  mel)C 
al6  !)(»  @rab  l)at  ob.  gröpcr  ale  ein  rcdjter  ijt;  flumpfe  3äl;ne,  b.  i.  abgc* 
flumpftc;  uneig.  bie  3af)iu'  »Derben  ftumpf,  (anbfd;.  ^d^lei),  rcenn  burc^  f)erbc 
©äuren  bie  unangenehme  Smpfinbung  entftcht,  Ql6  ob  fte  ihre  ©c^arfe  oerlorcn 
hätten):  uneig.  nidit  ben  gehinigen  (Sinbrucf  auf  bie  Sinne,  bef.  ben  &t' 
fd)macf,  mad)enb,  ohne  .^raft,  ftnniv  matt,  fd)al,  entg.  f  charf  (ein  ftumpfer 
©cf^mad;  ber  SBein  ifl  ftumpf,  nicberb.  ftumm);  oon  ber  gä'higfeit  ber  <ShV' 
ne6=  u.  (iK'iftcgfräfte:  ber  burd)bringcnben  Starfe,  (Smpfängltd}feit  u.  ich- 
haftigfeit  ermangelnb,  finno.  fd)a-ad),  entg.  f d) a r  f  (jtumpf e  ©inne  haben, 
jlumpf  an  ©eift,  on  SSerftanbe  u.  fein;  baS  "iilUv  maäjt  ben  SJtenfchcn  ftumpf; 


1152  etunbe 

&te  3fugcn  »erben  {lumpf);  ranbfc^.  au^  f.  fd}ted}t,  übel  (ftumpfeS  SBetter; 
®(^iff.  ein  ftumpfer  Segler,  b.  i.  ein  fc^le^t  fegeinbeö  ©d)iff);  —  3[e^. 
ftumpfecfig,  SSw. ,  iltumpfe  ßctcn  tjabenb;  bßg  (gtumpfgraä,  eine  ©attung 
guttergräfcr  in  "iimmta  jc. ;  ber  <5tumpfbafer,  eine  "Ktt  bc6  ^afcrS,  mit 
furzen,  bieten  u.  flumpfcn  hörnern;  bog  (Stumpf l}Orn,  9?atur!.  abgcflumpfte 
SLrompeteni^nede;  flumpffantig,  ffin?.,  Rumpfe  Äanten  f)abcnb,  cntg.  f^arf= 
fantig;  tcv^Stumpffopf,  ein  flunipferÄopf,  cntg.  ©pt^fopf;  uneig.  f.  ©d)TOa^-, 
Summfopf ;  bie  ©tumpfnuifd)cl,  eine  ©attung  brciediger  50?uf(^eln  mit  »orn 
abgeftumpftcn  ©coolen,  Sreiccfmufc^cl;  auij  eine  2(rt  SBoljrmufc^eln :  baS 
etumpff^to[6;  bie  ©tumpfnafe,  eine  flumpfe  «Ra[c,  u.  eine  ^erfon  mit 
ftumpfcr  9?afe;  baf)er:  llumpfnaftg,  Sßm.;  bie  ©tumpfnafigfeit:  bec 
<2tumpffc^wanj,  ein  gejiu^ter  ©d^wanj,  u.  ein  Zi)in,  bef.  ein  ^fcrb  mit  fo(= 
d^em  ©djnjanje,  entg.  Sangfi^wanj;  |!umpffrf)lt)än3en,  untrb.  jici.  3».,  jum 
©tumpffi^rcanj  mcid^en,  fluten  (ein  ^ferb  — ;  «Reun?.  f.  baS  fr.  Qng(ifiren); 
jlumpffc^tucinjig,  Sn?.,  einen  ©tumpffd^irani  l)ab'enb;  ber  (Stltmpffmn, 
bec  @^ärfe  unb  !rdftigen  l'cbenbtg!eit  crmangelnbcr  ©inn,  bef.  innerer  ©inn 
ob.  @eift,  gü()tlofigfctt  u.  Serj}anbcöf(^irä(^e,  ogL  SSIöbfinn,  cntg.  ©d&arf|Tnn; 
jlunipffinnig,  Sw.,  ©tumpffinn  ijahmb  u.  baoon  jeugcnb,  ftnnü.  f^road^-, 
blöbfinnig  (fr.  jtupibc);  bie  ©tumpfffnnlgf eit,  \>a^  ©tumpfftnnigfein ;  jlumpf- 
winfelig  ob.  ^^winflig,  Sw.,  jtumpfe  SBinftt  ob.  einen  ftumpfen  SBinfel  f)a» 
benb  (ein  i^umpfwinfligcö  Srcicct);  bie  (Stunipfn){nf{igfeit;  —  Äbicit. 
bie  <Stumpfl)cit,  eljcm.  <xud)  bie  (Stümpfe,  ba5  (Stumpffein,  bie  flumpfe 
S5efd)affenheit;  ber  ©tümpfüng,  -eg,  SJ?.  -e,  ein  ab^eilumpfte^  S^ing; 
in§bef.  eine  (Sorte  SSirnen;  fiumpf6,  9^».  (eig.  ®en.  oon  iiumpf)  »U.  f. 
furj  cib^  ganjfid),  fdineU;  —  ber  (Stumpf,  -eg,  5}?.  (Stümpfe,  ob.  bec 
(Stumpfen,  -g,  9}?.  ro.  Q.-,  8Ser!t.  bag  ®tümpfd)en,  (Stümpflein,  (altb. 
stumpf,  stumpfel ;  nicbcrb.  ©tump,  f.  b.),  ein  geflu^te^,  abgefd)nittene5  ob. 
übrig  gebliebene^  (Stücf  eineö  länglichen  Äörperg,  gem.  (Stummel,  f.  b.  (g. 
S3.  ber  ©tumpf  eines  3al}neä,  eines  abgcf(^offencn  ob.  abgenommenen  2(rmcS, 
Seines  jc. ;  ein  ©tumpf  ob.  ©tümpfc^en  fiic^t) ,  bcf.  baö  fte^en  gebliebene 
SBurjelenbe  eineg  gefällten  Saumeö,  ein  SSaumjlumpf,  auc^  (Storf, 
(Stubbe  2C.  (bai)er  fpri^m.  etroaS  mit  ©tumpf  unb  ©tiel  ausrotten, 
»ertilgen,  b.  i.  oöUig,  gdnjlid));  oberb.  f.  ein  ntdjt  ganj  angefüllter  (Sacf 
(ein  ©tümpfel  Äorn,  3Rci)t  jc.);  ou^l  f.  ©trumpf  (f.  b.);  ein  jlumpfeS 
ob.  jhimpf  getvorbeneä  2!)!ng,  j.  SB.  lanbfdj.  ein  flumpfcS,  f^tcc^tcS  SÄelTcr; 
oberb.  eine  2trt  f(^led)tcr  ©ic^ct  jum  ®ätcn  beS  Un!rautS;  3ä'g.  bie  abgetce^ 
tenen  ©pi^cn  an  ben  ©c^alcn  alter  J^irfd^e  u.  bie  gät)rtc  oon  folgen  ©dualen; 
bog  ©tümpfdjen  au^  f.  bie  (Stumpfmufd)el,  f.  o. ;  —  ftumpfen, 
3m.  1)  jiellos,  wenig,  gebr.  f.  jlumpf  tverben;  2)  jict.  ffumpf  mad^en 
Cgew.  ab  ftumpfen),  jlümpfen;  jltümpfen  1.  giel.  3».  (mittcll).  stumpfen, 
stumplte;  nicberb.  jlumpcn)  ftumpf  ob.  jum  (Stumpf  mad)en,  finno.  flüms 
mein,  ftu^en,  fcippen  (j.  SB.  SSdume,  ben  ©d^manj  eines  ^ferbeS  — );  — 
jiümpfen  2.  ob.  r.  ftimpfcn  (f.  o.  ftumpf  u.  ogl.  ftumpen)  giellof.  u.  jict. 
3w.)  alt  u.  oberb.  f.  ftupfen,  |lcd)en;  bcf.  |ltid)eln,  fd)mal)en,  fritteln,  be-- 
f rittein,  fpotten,  ijerfpotten  (gem.  ouc^  ftumpfircn). 

(Stunbe,  TO.,  S)?.  -n,  23crfl.  bai  (Stünbdjen,  oberb.  (Stünbletn,  (altb. 

stunt,  unbiegf.,  U.  stunta,  stunde,  gj?.  stunde;    altfdd^f.  stuuda;  oberb.  ©tunb, 

9Ä.  bie  ©tunb;  angelf.  stund,  stond,  [c^wcb.  stund,  t)oU.  stoudj  —  oon 


etunbc  ,         1153 

rtan,  standall,  |tff)cn,  f.  b.  u.  oQl.  ®tanb)  1)  urfpr.  ein  ^nltpunft  in  ber 
Seit,  3eitt)nU,  3eitpunft,  2(u9enblicf:  bann  aud)  f.  5üei[e,  Beitroum, 
3eitabfcf)nitt,  3<it  (j.  JB.  ei)tm.  lange  ©tunb  f.  lange  3nt,  in  furjec  ©tunb 
f.  in  furjtm  ob.  »oc  furjem,  alle  ©tunb  f.  alle  3fit;  in  ben  ©tunbm,  ju  bie= 
fcn  ©tunben  f.  bamalö,  ju  bicfer  3eit;  in  furzen  ©tunbcn  f.  in  turjcr  3tit; 
unb  noc^  je^t:  oon  ©tunb  an,  b.  i.  ron  biefem  ^(ugenblict  an,  fogleic^;  jur 
©tunbe,  b.  i.  fogleic^  ,  ob.  t)eutigc§  2age6;  b  iö  b  icf  c  ©  t  unb  e,  b.  i.  bie> 
je^t;  baö  Eann  alle  ©tunbcn  gi'fd}cl)cn,  b.  i.  ^u  jcbcr  3cit;  bcc  Jtuantc  i)at 
feine  gute  ©tunbe,  b.  i.  er  ift  für  eine  3eitlang  frei  oon  Ärantl)cit6- anfallen; 
fo  au(^:  Ijellc  ©tunben,  böfe  ©tunben  jc. ;  tgl.  ©c^äfet»,  ©tetbe^  ober  Sobcfi^ 
flunbejc;  obtrb.  ct)cm.  bie  ©tunbe  f.  bie  monatlidje  Steinigung  beim  weibl. 
Ocfc^lec^t;  baf)cr  ffjcm.  f.  "^dl  (f.  «OJal  1.;  j.  58.  dn  stimt,  brcimal;  tüsent 
itiint  m(5r,  (aufenbmat  niet)r;  unter  ©tunben,  ju  ©tunben  f.  niand)mal,  ju« 
rreilcn);  2)  gew.  in  engerer  S3eb.  ein  Seitabfchnift  Don  beftimmtet  X)auer, 
alö  3<itrtia^:  ber  •i4fle  2f)eit  eineg  natürlichen  Sageö,  in  IW»  gjjinuten  ein« 
getljeilt  (bie  Ul)r  jeigt,  fe^ldgt  bie  ©tunben;  e6  ijl  fc^on  eine  ©tunbe  Ijer;  r>oc 
jwei  ©tunben;  oon  ©tunbe  ju  ©tunbe;  einem  3cit  unb  ©tunbe  beflimmen; 
an  feine  ©tunbe  jjebunben  fein;  eine  tjalbc,  eine  S3iertel=©tunbe  Jc;  eine  gute 
ob.  ftarfe  ©tunbe,  f.  ftart;  entg.  eine  fleine  ©tunbe  ob.  ein  ©tünbc^cn);  ba« 
t>er  ."i)  ein  Unteriicl)t,  »reliter  eine  »Stunbe  lang  bauert  ob.  ftunbenroeife 
ertbeilt  wirb,  eine  ^ti}r -  cb.  Unterridu^ffunbe  (j.  58.  eine  ©tunbe  bd  3e» 
manb  l)aben;  ©tunben  geben,  b.  i.  Unterricht  ertl)eilen ;  ©tunben  nehmen,  b. 
i.  Unterricht  empfangen;  ©djreib«,  JRec^en^  SRufiE^  2anjftunben  k.):  4)  ali 
^egemap:  eine  <Strecfe,  bie  ein  gupgä'nger  in  einer  Stunbe  jurücflegt; 
in  ber  Siegel  =  %  beutfc^c  5Keile  (eine  ©tunbe  2Bege6;  j^üci  ©tunben  oon 
^ier;  eine  '»poftftunbc  it.);  5)  uneig.  bei  ben  SRarffc^eibcrn:  ber  •24fre  Sbeil 
eineö  Äreife^,  »oelt^er  in  24  ©tunben  getbcitt  »rirb,  bie  nac^  ber  unoeranbcr» 
lidjen  9)littag6linic  (©  t  un  b  en  linie)  benimmt  »ocrbcn  (bat)fr:  bie  ©tunbe 
eineö  Güangeß,  b.  i.  beffen  ©freieren  in  2(nfel)ung  ber  SQcltgcgcnben):  —  3fc^. 
bie  »5tunbcnb(ume ,  ber  oeränberlic^e  (Sibifc^,  bcjfen  SBlume  ^u  bcftimmtcn 
3e{ten  bie  ^arbe  »oedjfelt;  bii«  v£tunbenbrett,  ©^iff.  eine  böljcrne  ©c^eibe, 
auf  weld^er  bie  SBJinbfiridje  ocrjeic^net  finb  u.  bie  3cibl  ber  ©tunben  bcmerft 
wirb,  wie  lange  ber  3Binb  biefelbe  JRic^tung  bel)alten  bat;  ber  ®tunbcngeber, 
bie  «Stunbengcbcrinn,  gem.  f.  tfel;rer  ic,  wer  Untcrric^töflunben  gicbt:  ba5 
@tunben(^cbct  (oberb.  ©tunbgcbet)  ein  (Siebet,  wel(^e6  ju  gewiffen 
©tunben  gebetet  wirb,  bcf.  in  ber  rem.  Äirdjc  Cbk  fogen.  hnme  ranonicae); 
ba«  Stunbcnqclb,  für  Unterridjtöftunben  gejal)lteg  @clb;  ba^  @tunbcn= 
gtaö,  f.  0.  w.  bie  ©anbut)r,  f.  b.;  bi^t.  auc^  f.  ©tunbe;  ba^  *Stunbcnfraut, 
ber  blaue  ©teintlee;  ber  tStunbcntteiö  ob.  'jirfcl,  ©tern!.  jcber  grögte 
Äreiö  ber  unbeweglichen  .^immelefugel,  welker  burcfe  beibe  ^ote  gcfjt  u.  ben 
Äquator  jweimal  fenfred^t  burc^fc^neibet;  bef.  jwölf  folcije  Äreifc,  burc^  welche 
ber  Äquator  in  24  gleiche  Slljcilc  al<  ©tunben  gett)eilt  wirb  (lat.  ein  uli  horarii); 
baö  ©tunbcnfmij,  eine  2frt  ©onncnuf)ren  in  ©eftalt  eineä  ÄrcujeS;  flunbcUs 
lang,  9?w.  u.  58w.,  eine  ©tunbe  ob.  me^re  ©tunben  bauernb  (ogl.  lang);  ber 
*£tunben(auf,  bag  Serflic^en  ber  ©tunben  ob.  ber  3eit  überf).;  ber  Stunbcn- 
lebrcr,  ein  ßel)rcr,  bejfcn  Unterricht  jlunbcnweife  be^aljlt  wirb;  bie  ^^tunbcillinic, 
an  ©onnenut)rtn  bie  ßinie,  welche  ber  ©chatten  beö  3ciger€  ju  einer  beftimmfen 
©tunbe  crrei^cn  mufö;  bei  ben  5JRarffd) eibern  f.  SJlittagSlinic  (f.  o.  ©tunbe  5); 


1154  ftungen  —  ftunj 

biiS  (5tunbeitma^,  bic  ©tunbenmeffung ,  SK^iTung  beredt  naä)  ©tum 
ben;  baS  (Stunbciuab,  in  U()rcn  bae  9tab,  njcldjeö  bcn  ©tunbenjcigec 
ijcrumfü^ct;  bec  ©tunbenving,  auf  bem  Zifferblatt  cintr  Ufjc  ber  Äreiö,  in 
»cfc^cm  bie  ©tunbcn  ocrjci^ntt  finb:  ber  ©tunbenrufer,  xvit  bte  ©tunbcn 
b^ö  Sa^eg  u.  bef.  ber  9ia(^t  aufruft,  in  It^tcrem  gälte:  ber  5la(^trtja(^ter;  ber 
©tunbcnfvinb,  ©anb  gu  ©tunbengldfcm;  bte  ©tiinbcnfäule,  I)  eine  @on« 
ntnu^r  in  ©cjtatt  einer  ©aule;  2)  eine  ©äulc  an  ber  Canbjlra^c,  meiere  bie 
Sßcgflunben  anjcijt  (oberb.  ©tunbfä'uU);  bic  ©tunbcnfc^cibe,  bd  ben 
2Kai-ffc!t eibern  eine  in  24  Zijdii.  (©tunbcn,  f.  o.  5)  eing£tt)eilte  mefftngene 
©^eibe,  ha^  Streichen  cineg  ©angee  bamit  ju  beflimmcn;  bec  ©tunbenfeigev, 
lanbfc^.  f.  ©tunbcnufir  (f.  ©eiger  unter  feigen  I.);  bec  ©tunbenllab,  ein 
^tahy  auf  weldtiem  eine  ©onncnuljr  »er^eidinct  ijt;  bie  ©tunbenflaffct,  in 
©c^lagul)ren  eine  in  12  Zi)nk  auSgefc^nittenc  ©c^cibc,  burc^  welche  bie  \Xi)t' 
fc^läge  abgemeffcn  rcerben;  bte  ©timbentafcl,  ©tern!.  u.  S^iff.  Sied^nungeta^ 
fein,  auf  rceldjen  man  ouö  ber  beobachteten  ©onnentjolje  bie  jcbc6maligc  Sagest 
jlunbc  finben  fann;  bte  ©timbenubr,  eine  \Xi)v,  rceld^e  nur  bie  ©tunbcn  (niä^t 
auc^  \)ii  SÄinuten)  anjeigt;  |luilbcntveifc,  sRir».,  in  ob.  nac^  ©tunben;  flurt; 
bennjelt,  ?Rw.  u.  SSw.,  eine  ob.  me^re  SBegflunben  fid^  irftcedenb  ob.  entfernt; 
ber  ©tunbenitieifer,  ein  SBertjeug,  trelc^es  bic  ©tunben  anjeigt,  eine  Ul)c: 
auc^  f.  0.  rc.  bec  ©tunbcnjcicjer,  ber  3cigcr  (f.  b.)  einer  Utjr,  weither  bie 
©tunben  jcigt;  aud^  eine  runbe  ©c^eibc,  auf  beren  einer  ©eite  bie  ©tunben, 
auf  ber  anbern  hk  ju  beicn  ©rfenntnifö  nöt{)igcn  3itfel  ber  .^immelöfugel  ocr» 
jei^nct  finb;  bec  ©tunben^cttel,  im  ^ojlnjcfen  ein  ßettcl,  auf  rcetc^cm  icbcS 
^>ojlamt  bic  3cit  beä  iCbgangeS  einer  ^ojl  bemerft;  bec  ©tunbenjirfel,  f. 
©tunbenfceig:  —  3(btcit.  jlünbig,  SSip.,  eine  ©tunbe  bauecnb,  gen?,  nur 
in  3fc§.  wie  cin=,  jwei-,  breiflünbig  jc.,  fo  »icl  ©tunben  baucrnb,  atg  baö 
oorgcfe^te  Sejtimmungöttjort  auöfagt;  flünblic^,  9tm.  u.  Sit).,  in  jeber 
©tiinbe,  ju  allen  ©tunben  gefd)et)enb,  von  ©tunbe  ju  ©tunbe:  |lunben, 
jiet.  3tt).  (fc^njcij.  ftünbcn,  flünbigen),  Kfpr.  eine  ©tunbe  b.  i.  5e; 
ftimmte  ^e'it  ob.  §ci(l  (einen  Sermin)  fe^en:  inebcf.  einen  —  ,  tanbfd^.  f. 
auf  einen  beftimmten  Sag  vor  ö)ecid)t  laben;  et  wag  — ,  auf  ungen?iffe 
3eit  ttecfd)teben,  einer  ©act)e  ^Cuffct^ub  ob.  %üft  geben  (j.  S.  eine  fc^ulbige 
3a^lung  — );  baf)er  bte  ©tunbung  (fc^wei^.  ©tünbe,  ©tünbigung) 
bag  2(uffd)ieben ,  Jciffgeben,  bec  7(uffcintb. 

flungen  1.  jiel.  ^m.  (ogt.  tai  altb.  stungau,  engl,  sting,  ftec^en),  f^wetj. 
f.  jtopfen,  üoll  ffopfen  (batjer:  geflungetuollf.  gi'ftopft  ooUj;  2.  ;\icltof. 
3».  fdjmcij.  f.  plump  unb  fd)a>ecfailig  auftceten:  ftüngcln,  f.  f leine, 
fd)nelle,  abec  plumpe  ©dirttte  mad^en;  ber  ©tungel,  -ö,  f.  -%id)tco(f, 
Unteccocf. 

flunfeln,  siellof.  3>ü.,  niebecb.  im  Jg>annöo£v.  f.  t>.  w.  flumpeln,  (lum^ 
pern:  holperig  ge()en. 

©tunfei  ob.  ©tunjel  L,  m.,  -«,  Sfft.  \v.  e.,  nicberb.  f.  ü.  w.  ©tenfel: 
©ti't^e,  J^uf. 

jlunj,  58n?.  (üon  einem  »ertorenen  abtaut.  3w.  stinzan,  stanz  jc. ;  »gl.  ba§ 
oberb.  jlenjen  f.  jtu|ea,  ©tanje  1.  u.  ©tint),  »lt.  f.  flumpf;  bte 
©tunje,  9J?.  -n,  lanbfc^.  eine  2(rt  fletner  ©efäße,  (nicberb.  ©tünöfen, 
ein  Elciner  3uber;  »gl.  ©tu|);  ber  @tunjer2.  ob.  ©tünjel,  -g,  9)?.  vo. 
6.,  nicberb.  ein  fuc5ec,  bitfer  2)?«nfd;. 


jlupcii  —  ©türm  1155 

flupen,  jkl.  -im.,  niibivb.  f.  fla'up«n;  bi«  (^twpt,  f.  <2taupe. 

flupfen,  gilt.  3»r>.  (mittctl).  stüpfen,  stupfle;  fc^»t>eij.  qu^  ftüpfen;  nie 
birC».  flippen  (f.  b.)  u.  (tuppen,  »crfl.  {luppfcn;  vgl.  tupfen,  tipptn  jc. 
u.  flopfcn)  bef.  oberb.  f.  mit  «iner  ®pt^e,  bcf.  mit  bcn  (^ingerfpi^cn  ob.  »Jtnö« 
^ctn,  bcm  15au:nen,  bcm  eutnbogen  jc.  flehen,  anftopen;  cberflä'chlid) 
fied)«n,  ftachefn,  fponieii  (einen  mit  gtobctn  —  ,  ein  '•pferb  mit  ber  ®pte5' 
gerte  — );  fdjroeij.  ouc^  f.  @tid)e  ob.  Tüpfel  machen:  eintunfen:  fdjtvab. 
u.  fc^wcij.  f.  in  bie  6ibe  fledcii  (Söhnen,  öcbfin  jc);  flid^dn,  reiien,  necfen 
(aui):  ftüpfetn):  ber  ®tupf,  -e^,  5)?.  -«,  oberb.  f.  fur^cr  <^t<.4  mit  einer 
<2pi(jc:  t^icm.  auä)  f.  ©pi^e,  ©tacfjel;  ort  ii.  fc^weig.  f.  Üüpfel,  ^unft 
(bQöer:  auf  ben  ©tupf  f.  fogleic^,  pünftlic^,  »öUij);  ber  *£tupfer ,  -i, 
oberb.  f.  ©tupf,  ©to^,  (eiduer  @tid);  quc^  n?er  flupft,  u.  ein  ^erfjeug 
lum  ©tupfen;  ber  ©tupfel  ob.  ©tüpfcl,  -i,  oU.  f.  ^ti\(i)il,  treibe« 
fiad)c[;  bie  »JStupfcl,  ^:J)?.  -n,  oberb.  f.  ©tpppel;  j^upfdig,  JBn?.,  fc^roüb.  f. 
blatternarbig. 

©tupp,  f.,  -ei,  0.  93?.  (oberb.  auä)  ber  u.  bie  ©tupp:  altb.  stuhbi, 
»tiippi,  stiippe;  rgt.  ©eftübe),  alt  u.  oberb.  9lebcnfcrm  t>cn  ©taub:  flaub» 
ob.  mef)Iä[)nlid)e  ^JD?affe,  "Putüer,  inebef.  a(ö  Ärjneimittet;  ©treupuloer; 
©treufanb;  jluppcn  ob.  jlubben,  ^tel.  3«t>..  f-  n\\t  ^ulwer  beftreuen  (bie 
©peifen  — ,  b.  i.  mit  9Cpii(>jertcm  ©enjürj,  Pfeffer»,  StJägelein^Stupp  jc, 
beflreuen);  bie  ©tuppbüc^ff,  f.  ©treubiic^fc 

©tuppc,  m. ,  -n,  Dlt.  f.  SSufd),  ©traud);  bie  ©tuppe,  (lat.  stuppa, 
itat.  stoppa)  fc^iocij.  f.  ?ö<rcj. 

jluppcn,  litl.  hvo.,  1.  nieberb.  f.  ftupfen;  oud^  f.  fluten  (Sdumc);  2. 
oberb.  f.  unter  ©tupp. 

ftur,  Sn).  (angelf.  u.  ban.  stör,  engl,  sturdy;  ogl.  ©t6r)  nieberb.  1)  f. 
gro^,  fdonjer,  flart;  2)  ftörrig,  mürrifd^,  grob,  j!rtrr  (aud^:  flurr,  jlurrifi, 
jturrff). 

'  ©tür,  m.,  ©türl,  f.,  oberb.  f.  ber  ©tör,  f.  b.;  ber  ©tur  ob.  ©tur* 
borg,  lanbfc^.  f.  JCüulböre. 

flürcn,  3w.,  1.  oberb.  f.  frören  (f.  b.),  fiobern;  2.  nieberb.  f.  fleuern; 
bcf.  l)eftig  nad)  et\va$  »erlangen  (in  biefer  S3eb.  »obl  con  glei^er  SBurjel 
mit  ftören,  ©türm  jc  f.  b.). 

llür^eln,  jieltof.  3ip. ,  fc^weij.  f.  flrauAeln;  ber  ©türd^el,  -6,  f. 
©tür^el,  ÄIo^. 

©türm,  m.,  «eg,  5)?.  ©türme,  (attb.  stürm,  nieberb.  ©torm,  engl.  u. 
fc^iveb.  storm;  poln.  szturm;  »on  ber  SBurjcl  »tur,  aufregen,  Ijeftig  betrcgcn, 
ba^ec:  jlören,  f.  b.  u.  ügl.  flüren,  altb.  ir-sturian,  crfc^üttern,  angelf.  sty- 
ran,  engl,  stir,  erregen;  t)gl.  auc^  b.  lat.  turbo.  turba  mit  tnrbare),  übcrlj. 
f^eftige  SSewegung  ob.  ^fufregung,  geiraftfamer  ^Inbrang  (j.  S.  im 
©türm  ob.  mit  ©türm  gelaufen  fommcn):  insbef.  1)  fclir  I)cftig  beiregte 
8uft,  flarfer,  gewaltfam  anbringenbcr  5Binb,  auij:  ©tuvmn?inb,  (es  cnt' 
tlcl)t  ob.  crl)ebt  fid)  ein  ©türm;  bie  ©türme  toben,  n?ütf)cn,  braufen  jc ;  ber 
bö^fte  ®rab  bc6  ©turmeS  fjcipt:  ein  3Drfan,  f.  b.);  2)  unruhige  SSewe; 
gung,  l^fuflauf,  (iJetiimmel  t>on  5['?enfd)en  (bibl.  eö  trljob  fid). ein  ©türm 
ber  .:^eiben  jc),  auc^  ber  ßa'rm,  burd)  n?eld}en  bie  9??enfLt>en  aufgeregt 
werben,  inöbcf.  geuerlärm  (©türm  läuten,  oberb.  ben  ©türm  anfd^lagen), 
^rfpr.  baö  3«id}en  jum  ©turmlaufen  (©türm  fc^tagcn  ob.  biafen),  lanbf^. 

73* 


1156  ^tutm 

a\xd)  f.  aufgeregter,  (armenber  Raufen,  <Sd)n)arm  (ein  Sturm  «Bufeen-,  et'tt 
©türm  SSögcl,  b.  t.  fo  oiet  berfelbcn  jugJctc^  auffliegen);  3)  et)cm.  bcf.  f. 
Äampf,  ©d){ac^t,  ©efed)t,  Ärieg  (j.  SB.  ju  ©tum  rntin),  je^t  in  engerer 
aSeb.  geivaltfamec  2Cngrtff  auf  einen  befejiigten  u.  üertl)eibigten  £)rt,  S5e- 
rennung  (eine  geftung  mit  ©türm  etnnet)men;  bie  ^Belagerten  f^lagen  ben 
eturm  ab,  b.  t.  treiben  bie  2(ngrcifenben  juriid;  ©türm  laufen,  b.  i.  «inen 
befefttgten  Ort  im  ©türm  angreifen);  4)  uneig.  f.  jebe  flurmaf)nltc{)e  an; 
ob.  voibringenbe  S5eroegung,  geroattfamer  Eingriff,  2(ufregung,  leiben- 
[d)aftlid)f  @emütf)gbejt)egung  (j.  S.  ber  ©turm  ber  3eiten;  einen  ©türm 
auf  Semanb  machen,  b.  t.  iljn  mit  eSewatl  ju  bcmcgen  fuc^en;  bie  ©türme 
beS  fiebenö;  im  ©turm  ber  ßeibenfc^aft  ctira§  ti)un  :c.);  —  3fc$.  jturm; 
bet)rol)et,  ^ beflügelt,  =  bewegt  u.  bgl.  m.,  jßttj.,  bidjt.  f.  »om  ©türme  bc= 
broljet,  beflügelt,  bemcgt;  ber  ©turmborf,  ^balfcn,  ^blocf,  f.  ».  m.  S!Kauer= 
brechet,  f.  b.;  bie  ©turmbrücf e ,  in  ber  alten  Jtrieggfunfl  eine  SSrüde,  bie 
man  üon  einem  bciüeglidjen  ^oljernen  S{)urme  auf  bit  SOlauer  einer  belagerten 
©tabt  fallen  ließ,  um  bitfelbe  mit  ©turm  cin^unefjmen ;  ba^  ©turmbad^, 
ein  beweglii^eö  ®a^,  unter  beffen  ©d^ui^e  fi(^  bie  ©türmenbcn  ben  SÄaucrn 
näl)crten;  bev  ©turmbeicfe,  in  9iieberb.  ein  ?anb=  ob.  Sinnenbeid^ ,  ber  baö 
SSinnenwaffer  bei  einem  cntftel)cnben  ©türme  abju^alten  bient;  bie  ©turm- 
egge,  ein  SSatfengerüjl  tn  ©eflalt  einer  6gge,  mit  cifernen  ©tackeln  üer[c!)en, 
um  bie  jtürmenbc  SÄannfd^aft  babur(^  jurüdjufjalten;  bie  ©turm--  ob.  ©tut* 
meäeile,  fturmat)nli^e ,  rcißenbe  ®cfd^minbig!eit;  bie  ©turmfabne,  el)em.  f. 
Ärieg6fat)nc;  bag  ©turmfafö,  aBafferfälTer ,  in  »ct^en  bei  geuerldrm  baS 
SBalfer  jum  ßöf^en  angefat)ren  wirb,  aui):  bie  ©turmfufe;  fturmfefl, 
Sßm.,  bic^t.  f.  bcm  ©türme  rciberfte^enb  u.  bagegcn  fc^ü^tnb;  ber  ©turm^ 
finf ,  f.  ©turmocgel;  ber  ©turmfifd),  Su^topf  ob.  ««orbiaper;  J&aringö« 
fönig;  bie  ©turmflafd^e ,  ef)cm.  mit  ^uloer  gefüllte  tl)önerne  glafc^en,  bit 
man  oon  ben  SJIauern  u.  SQSällen  unter  bie  ©turmlaufenben  marf,  audj:  ber 
©turm{)afen,  =frug,  -topf  :c.;  bie  ©turmflutb,  burcfe  einen  ©turm 
oufö  ßanb  getriebene  SKcerflut^;  bai  ©turmgatter,  gallgotter  in  ben  Sfjoren, 
n)el(^e  man  jur  2(bwc^r  ber  ©turmlaufenben  nieberläfff;  ba5  ©turmgebcul, 
jgetöfe,  bidjt.  baö  beulen,  Sofen  beö  ©turmeö;  ba^  ©turmgeroölf,  »om 
©turm  gejagtes  &m'6il;  bie  ©turmglocfe,  ©lorte,  mit  welcher  ©turm  ge? 
läutet  wirb  (f.  c),  Särm--,  geuerglocJe;  ber  ©tuvnibafen,  f,  ©turmflaf(^e; 
ber  ©tuvmbafen ,  f.  o.  w.  ^Jeuertjafen ;  ber  ©turmbciöpel,  f.  o.  w.  fpam'* 
fd^e  ob.  frieftfc^e  «Reiter  (f.  unter  «Reiter):  bie  ©turmbaube,  ein  Jg)elm  al8 
Äopfbebedung  im  Äriege;  uneig.  eine  2frt  Stadjtoögel;  au^  einige  UxUn  ber 
fg)ofaunenfd)nc(Je;  ber  ©turmbut,  eine  2(rt  ©turmt)aube  ob.  Jpetm;  uneig. 
eine  ©iftpflanje  mit  bun!elgrünen  lappigen  SBlättern,  auc^  ©ifenl)ütlein,  9Jac= 
renfappe,  SBolfewurjel  2C.  (aconitum  L.),  oon  ttcrf<!^icbenen  2(rten;  inSbef.  ber 
blaue  ob.  gemeine  ©turmljut  (uconjtum  napcllus  L,);  ber  ©turmfolbcn, 
ein  et)cm.  beim  ©turmlaufen  gebrauster  mit  brennbaren  ©ac^en  umwictelter 
.  u.  angejünbetcr  Äolben,  auc^  ©turmprügel;  ba«  ©turmfreuj,  ein  mit 
brennbaren  ©toffen  ummictettiö  Jtreuj,  »elc^eö  unter  iie  ©turmlaufenben  ge» 
»orfen  wirb;  ber  ©turm!rug,  f.  ©turmflafdje;  bie  ©turmtufe,  f.  ©turm» 
faf«;  tili  ©turmlaufen  ob.  ber  ©turmlauf,  f.  o.  ©turm  3);  ber  ©turm^ 
iäufcr,  wer  ©turm  läuft;  bie  ©turmleiter,  ßeitern,  ouf  welchen  man  beim 
®tuvm  auf  eine  ©tabt  it.  bie  ^äUe  u.  fStauern  erftctgt;  au(^  f.  geuetUiter; 


©türm  1157 

©d^fff-  eine  Ceiter,  auf  roeltfeer  man  »on  bcm  ©c^iffc  in  baß  SBoot  fleigt;  (lurtn* 
loö,  83«.,  frei  »on  ©türmen,  bef.  uneig.;  bie  ©turmlücfc,  burd)  bie  JBcla» 
geret  bkwirfte  9)]Quctliicte,  SBrefc^e;  bie  ^turmmeroc,  roci^c  ©eemncc,  welche 
einen  beoorfle^cnben  ®turm  anfünbigt;  audj  f.  f (einer  [d)>parjer  Sturmcoget; 
bie  (gturmnac^t,  ftürmifc^e  '•Radjl;  ber  <Sturmpfal)t,  edjanjpfat)!;  ^te 
©turmpfortc,  «Sdjiff.  blinbc  Cufen,  wtläjt  bei  [djirerem  «Sturm  oor  bit  gen^ 
ftcr  ber  Xa\üU  gefegt  werben;  ber  *2turmprüqc(,  f.  eturmtotbcn;  bec 
©tutmreif  ob.  -ting,  ti}tm.  ein  mit  brennbaren  Stoffen  umrcidelter  SKcif, 
welcher  brennenb  unter  bie  geinbe  gefe^leubert  rourbe;  bec  (Sturmfarf ,  ein 
mit  ^uloer  u.  Äugeln  gefüllter,  mit  ^i(^  überjogener  u.  mit  einem  SSranber 
üerfet)ener  ©act,  ben  man  beim  ©türmen  auf  ben  geinb  roitft;  bie  Sturm; 
fd)necfc,  eine  Xrt  ©djnirfelfc^necten  in  Äfien,  oon  »reichen  man  glaubte,  bafS 
fie  bei  ©türm  u.  «Segen  au6  ber  Cuft  t)erabf:clen,  auc^  SKegen« ,  3ciui'erf(^nerfc 
:e.;  ber  *2turmfc^ritt,  ba6  rafc^c  5ßorfc^reiten  ber  ftürmenben  ©olbaten; 
uneig.  übert).  f.  rafdje»,  Hnauft)altfame6  gortft^reiten  (im  ©turmft^ritt  oor* 
rücfen  le.);  bie  @tiirmfc^rua(be,  f.  ©turmoogel;  baö  ©tumifegcl,  ein 
üiercctige«  ©egel  fleineret  ©c^iffc,  mile^ee  fie  nur  bei  ftürnnfc^cm  SJBetter  fü^' 
ren;  ber  (Sturmfcgler,  eine  Art  ©tranblaufer;  ber  ©turmtopf,  f.  ©türm« 
flafc^e;  ber  (SturmüOC;el,  eine  Gattung  SBaffcroögel,  welche  fidj  auf  offenem 
?Olecre  bef.  bei  einem  beDor(tet)cnben  ©türme  jeigen;  inebef.  ber  gemeine 
©turmoogel,  auc^  ©turmf e^roalbe,  ©turmfinf;  ber  Keine  fe^irarje 
©turmüogel,  eine  Htt  breijef)iger  ^atfc^fü^e;  flurmooU,  S3n).,  ton  oielen 
©türmen  ben^egt,  feljr  flürmifc^,  bef.  uneig.;  bai  Sturmivettcr,  jlürmifc^eö 
SBettec;  ber  *£turmvrinb,  ein  fturmäJjnlic^tr,  jlürmenbcr  S85inb,  ein  ©türm; 
bie  <Sturm;^cit,  Seit  bcS  ©türmet  ob.  ber  ©türme;  uneig.  f.  fe^r  unrui)ige 
^(it-,  iai  @turm;\cu_q,  (iJerätl)  jum  ©türm  auf  geftungen  ze.,  ©turmge« 
tätt);  —  2(bieit.  ftürmifc^,  S5n».,  mit  ©türm,  b.  i.  ©turmirinb,  oerbun- 
ben,  t)on  ©türmen  bewegt  (lanbfc^.  auc^  ftürmic^t;  fiürmii'c^eß  SBetter, 
bie  flürmife^c  ©ee  je.);  überlj.  i)t\UQ  bewegt,  uneig.  f.  fel)r  unrul)ig  (|lürmi» 
fc^e  Seiten),  (eibenfchaftlid)  aufgeregt,  Ijeftig  unb  ungeftüm  (ein  flurmifc^et 
9J?enfc^,  ftürmifc^e  Seibenfc^aften  jc);  ■ —  jlürmcn,  Src-,  (mitteil),  stürmen 
stürmte;  nieberb.  ftormen)  1)  jiellog,  uberb.  in  heftiger,  genjflltfamer,  mit 
®eraufcf)  «erbunbener  S5e»vegung  fein:  a)  m.  ^aben,  inöbef.  nomSBinbc: 
ber  5Binb  ftürmt,  gen?,  unv-  e^  flürmt,  b.  i.  eö  ift  ©türm:  bie  ©c^lac^t 
flürmt,  finn».  tobt,  roütljet;  uneig.  wn  Ijeftiger  '2(ufregung,  (eibenfd)nft' 
lid)er  ®emütl)^ben?egung  (ftürmenbe  Ceibenfc^aften  2c.);  in  engerer  SBebcutung: 
?arm  madien,  ©türm  tauten  (man  ftürmt,  t)at  geflürmr,  bie  ®Iocte  ftürmt); 
©türm  laufen  gegen  eine  geflung  Jt.  (tie  ftürmenben  ©olbaten);  b)  m. 
fein:  ftd)  fcbnell,  l)eftig  u.  mit  lautem  ©erä'ufd)  burd)  einen  9taum  ob. 
nad)  einem  £)üt  htnbewegen  (er  ftürmtc  burd)  bog  J^auö,  ift  in  baö  Simmer, 
bie  SEreppe  l)inunter  :t.  geftürmt;  auf  3cmanb  ^inein=  ob.  einjtürmen,  b.  t. 
tt)m  flürmifc^  ob.  ungeftüm  jufegen;  au^  uneig.  taufenb  ®efül)le  ftürmten  auf 
if)n  ein;  3(Ue6  ftürmt  auf  mic^  ein  jc.;  »gl.  beflürmen);  2)  jiel.  etwad  — , 
b.  i.  flürmenb,  mit  ungeftiimer  ®etvalt  etnjunet)men  ob.  ju  t>ernid)tert 
fud)en  (ein  .f)au6,  eine  gejtung  — ;  Silber  flürmen,  b.  i.  gercaltfam  jerftören); 
auc^  flürmenb  bereirfen  (j.  S5.  ber  SBinb  ftürmt  bie  äBlättec  »on  ben  Sau» 
men);  ber  ©türmcr,  -g,  n>er  flürmt,  in  Sfe^.  wie:  Silber^,  J|)immelftürmcr; 
inöbef.  votx  ©türm  lauft;  uneig.  üb«^.  ein  flürmifdjec,  ungeftümec 


1158  flürjcn 

50?enfrf);  ©tubcntenfpr.  ein  fcf)t  grofgt  brelecf iget  v^ut;  bie  ©turmung, 
fca^  3tiirmen  (nuc  in  jiet.  Scb.),  J-  S5.  einer  ©tabt,  bie  Sercnnung. 

jlürjcn,  3'Om  (nttb.  sturzan,  stürzen,  stürzeu;  oberb.  jlurjcn;  niebcrb.  jlot^ 
ten,  jtöttcn,  f)oU.  störten,  [d^treb.  störta;  —  bcr  ©tamm  stürz  sEti)ält  ft'^  all 
SBcitevbilbung  ju  bec  SBurjcl  star,  aufregen  {09I.  jlören ,  ©türm  jc.)  eben  fo, 
n>tc  starz  JU  ber  oernjanbten  SßJurjel  star,  aufragen;  ogl.  ftarr,  ftarjen,  ©tar?, 
©tcrj,  llor^ien,  (tör^en  jc,  bae  mittel^,  ablaur.  sterzen,  starz,  stürzen,  f.  flüt» 
Jen,  aufrecht  »ncnbcn;  engl,  start  f.  auffahren,  fluten;  —  ©runbbeb.  oon 
flürjcn:  baö  Unterftc  ju  obtrjt  fefjren)  1)  ^iellc6  m.  fein,  plö^(id)  fallen, 
bef.  inbem  man  ftcb  im  fallen  umfc()rt,  bann  aud^  überl).  f.  i)ift\c^  fallen 
(ju  SSobcn  jlürjcn;  Dom  ^fcrbc  — ,  mit  bem  f^Jfcrbe  jtürjen;  baß  ^ferb ,  bcr 
4)irfd)  ftürjt;  auö  bem  genfler  jlürjen;  «in  l)erabflürjenbcr  Sai^;  ber  Siegen 
flürjt  in  ©trömen  Ijerab  u.);  fiel)  mit  groper  ©rfjncUigfeit  unb  »^eftigfeit 
g(eid)f.  ftürjenb  foctbe»t>egen  Cj.  SS.  er  jliirjte  erfc^rocten  in  bai  3immcr; 
2(Ueö  ftüvite  auö  bem  brcnnenben  .:^aufe  ic);  -)  tüdj.  fid)  — ,  b.  i.  fi'd) 
fd)neU  unb  heftig  fortbewegen ,  ftnnt.  ftd)  werfen  (j.  S.  er  fiürjte  fic^  in 
meine  2frmc;  fte  flürgten  fic^  auf  ben  geinb,  b.  i.  fielen  iljn  mit  llngeftüm  on); 
uncig.  Scrgit>.  f.  fenfred)t  nieberget)en  (ein  @ang  jlürjt  fi(^  in  baö  Ciegenbe); 
3)  ?tel.  plöglid)  u.  mit  ^eftigfeit  um;  ob.  niebetwerfcn,  bcf.  t)on  einem 
I)ö'()eren  Dxte  c,u^  getraltfam  ju  Sallc  bringen  (einen  ob.  fid^  int  SBaffer, 
tu  einen  2(bgrunb,  00m  5ll)urme,  auö  bem  genflcr  2c.  — );  uueig.  oon  einet 
I)of)en  ©tufe  ber  (5()rc,  ber  ?0?ad)t  jc.  plö&lid)  in  einen  nieberen  Suftanb 
öecfe^en ,  aii6)  überl).  aui  einer  günfligeren  in  eine  üble  2age  f  erfe^en  (ei» 
nen  Äönig  »om  Sljrone,  einen  ©ünfiling,  einen  SJlinijler  ftürjcn;  einen  ob. 
fid^  felbft  ins  SScrberben,  in§  llnglüct,  in  2(rmut^,  9?ot{)  zc.  ftiirjen);  ferner: 
etwas  — ,  plö^lid)  umfcbren,  umwenben,  fo  bafö  baö  Untcrftc  gu  oberft 
fommt,  in^bef.  ein  ©efäp  — ,  bamit  iai  barin  Sefinbtic^e  l)erauöfaUe,  finn». 
au6fd)ütten  (j.  SS.  eine  Sonne,  einen  Äarren  — ;  auc^  iai  ©rj  auö  ber 
Sonne  in  ben  Äarren  — ;  ik  .Kaffe  flürjen ,  b.  i.  ausflutten  u.  ben  3nf)att 
jaulen;  bic  ©lafcr,  bk  Sedier  Jürgen,  b.  i.  l)aftig  leeren);  auc^  überl).  f.  um; 
lehren ,  Wenben  (j.  S5.  einen  in6  SBajfer  ©efallenen  — ,  b.  i.  auf  ben  Äopf 
flellen;  baö  ©etreibe  — ,  umfc^aufeln;  5anbn).  ben  üdex  jlütjen,  au^ 
blof:  ftürjcn,  b.  i.  ben  a5rad)acter  jum  crften  SOlale  pflügen;  Äü^.  ge» 
flürjt e  @ier,  b.  i.  l)art  gefottcne  u.  umgcirenbete);  inebef.  einen  l)ol)len 
2)ecf el  (eine  ©tür^e)  auf  ein  ®efäp  legen ,  finno.  ftülpen  (ben  SOcdel  auf 
ob.  über  ben  Sopf  flürjen:  bal)er  auc^ :  eine  J^aube,  eine  ^errücEe  auf  ben 
Äopf  — );  —  ber  ©turj,  -e«,  9)?.  ©tiirje,  1)  bai  ©türjen  (jiello(5),  ber 
heftige  t^all  (g.  S.  ein  ©turj  00m  ^fcrbe  ob.  mit  bem  ^ferbc,  auS  bem  gen- 
fler  :c.;  ber  ©turj  eine§  2Baffcr§,  ein  ffiergflurj  u.;  uncig.  bcr  ©turj  eine« 
fOZad^tigcn  ic.);  uncig.  f.  fenfred)ter,  jal)er  2(b{)ang  eines  gelfcnö  ob.  SergcS; 
in  weiterer  S5cb.  f)eftige  SSewegimg,  plö^lid)er,  ungeflümer  linihxixd)  ob. 
Einfall  (ügl.  SSlutfturj;  im  ©turj  ob.  mit  einem  ©turj  auf  Scmanb  loSgel)cn); 
2)  ba^  «Stürzen  (jiel.),  bie  ^anblung  beS  ©türjenS  (j.  «8.  ein  ©las  mit 
einem  ©turje  leeren;  oberb.  ber  Äaffen--,  Äa^enjturj,  b.  i.  bie  2(uS* 
fdjüttung  u.  Serec^nung  beS  SeflanbeS  bcrÄaffe,  beS  ®etreibefajlenS);  3)  ber 
ijrt,  wohin  ttvoai  geflürjt  wirb,  inSbef.  Serg».  ber  Dtt,  wo  bie  (5cbe  u. 
bag  taubi  (Seftein  auggefd)üttet  wirb  (auc^:  bic  ©türje,  ber  ©türj' 
pla^);  bei  ben  ©cifenfiebcrn :  ein  unten  engeö,  ftc^  nac^  oben  crwcitccnbeS  ®e= 


©tufS  1151) 

f5§;  4)  ivftä  3«flurit  trieb  ob.  geflüqt  ifr,  inibef.  ttflg  u6«r  dnanbet  obtt 
auf  ttwcii  (jcftürjt,  b.  i.  gcbecft,  ^<i)ängt  cb.  fcf)tt)ebcnb  bcfefligt  ift;  baf)er: 
dHf  a5(cd)f)ämmfrn  «tu  ^aar  mit  feen  flachen  ©citcn  auf  cinanbet  licgcnber 
S3lcd)e;  ofacrb.  f.  Decfel  dncö  ®cfä5t6  (gem.  bic  €>türj«);  bie  ober«,  »rage 
rechte  ober  gewölbte,  J^lädje  «ineö  5«"1^«r^i  «'"«r  ^^bür  k.,  ©c^icff.  aud}  bie 
(Sifcnflunge,  >dc(c^c  einen  fote^en  gemauerten  ©turj  i)ält;  ber  ©d^urj  cb.  !9?an* 
tel  (f.  b.)  eineö  Jpcrbeö;  alt  u.  noc!^  obcrb.  f.  3;rauerfd)(«ier,  tiefe  Urnuer  beim 
wcibl.  ©efdjlcc^t;  oberb.  f.  ^Beibcrrocf ,  an  baß  SJJicber  angenätjet;  aud^  f. 
@d}ur},  indbef.  bae  ©diürjUin  beß  9Kcf6vnefter6  (©türjel);  ö)  (in  biefec 
SBeb.  »ol)l  nici^t  jundc^fl  mit  ^ürjen  renüanbt,  fcnbern  9Jcbcn[orm  con 
©tarj,  ©tcvj,  @torj;  alfo  tig.  ein  bfvüorragcnber  Äörper,  ©tiel,  ©trunf) 
f.  ü.  m.  ©tunipf,  ©tummel,  Stoc!  ob.  ^üurjetenbe  eincß  gefällten  Saume«; 
überl).  ber  ^urücfgcbliebene  ZbiÜ  eine?  pcrftümmeltcn  Äörperö ,  j.  SR.  ber 
SRumpf  (fr.  aovfo)  einer  gcrtvümmerten  SSilbfäule;  3äg.  ber  tur^e  (Sd)ioan5 
beö  SRotl)n?ilbeö  (ogl.  ®ter^);  —  3fcö-  uon  ©turj:  ber  ^tur^bac^,  ein 
(jerabflürjcnbcr  SBac^,  ©ic^bad);  baö  Sturjbab,  ein  SBab,  rcobci  bem  Saben» 
bcn  SßalTcr  iibergcftürjst  jcirb;  ber  ©turjbaum,  oberb.  f.  Surjelbaum;  fturj- 
brobcnb,  Str.,  bic^t.  ben  einfturj  brotjcnb;  bie  ^tuqlottc,  SOiaur.  bic  Un= 
terlage,  auf  rcclc^er  ber  äußere  ©turj  eineö  genftere  gemauert  wirb;  bie 
©turjfee,  ©c^iff.  eine  bcft'flf  3B«Ue,  bie  jid)  am  Schiffe  bricht  u.  über  ba«« 
felbe  binfc^tägt;  ber  ©turjiveq,  ein  feijr  abfctiüffiger  S3Scg;  —  2f  blcit.  oon 
©turs  5):  ber  Stürjct,  -g,  SD?,  tv.  (5.,  alt  u.  oberb.  f.  «Stengel;  Stumpf 
ob.  ©tummel,  inöbef.  SBeinb.  bic  im  »origen  3at)re  »erfiirjtcn  Sieben:  lanbfd^. 
aud)  f.  «Stoppel:  —  3fco.  oon  Itürjen:  ber  Stürjarfcr,  ein  gcflüriter, 
b.  t.  naii  ber  Srac^c  jum  erjten  3Rale  gepflügter  Jtcler-,  baS  Stür^blccft, 
eine  Art  fc^r  fiarfer  ©ifenblcdie;  bie  <Stür5bÜt)nc ,  Scrgn?.  bic  Sütjnc  am 
®(^a(^t,  mo  bie  Sonnen  au6gtilürgt  werben;  ^n^  Stür5C^Ut,  ©(!^iff.  ©üter, 
welche  nid^t  in  'Sä\\cv  u.  SaUen  gcpacft,  fonbtrn  unmittelbar  in  bcn  ®(^iff6= 
räum  geilürjt  »rerbcn;  ber  Stür^bafcil,  SBergir.  »in  .ipahn  an  einer  Jtctte 
über  bcm  ©djac^te,  womit  bie  Sonnen  gcfongen  werben,  bamit  fie  fic^  umflür= 
jen  tonnen;  ber  Stürjtatrcu,  ein  jwciräbriger  Jtarrcn,  bcjTcn  .Raflcn  leinten 
nicbergelaJTcn  wirb,  bamit  bic  ßabung  ^eraubttürje;  ber  Stürjpla^,  ob. 
iraum,  f.  o.  ©turj  3);  bie  Stürjrinnc,  Saut.  jRinnlcifte  im  guße  ber 
©c^ad)tgetimfc;  bie  ©türjfd)aufel,  ©c^aufcl  jum  ©türjcn  bce  @etriibe6; 
bic  Stürjflatt,  3äg.  ber  Drt,  wo  ein  angef^offcniö  SBilb  geilürjt  \\t;  ber 
<5tür,^troci,  .püttenw.  eine  SJJulbc,  au6  welcher  ber  ©e^tid)  in  bcn  Srcnnofen 
gcftürjt  wirb;  —  Kbieit.  bie  Stürze,  5)?.  -n,  jßerfl.  baS  Stiir^d^en, 
oberb.  Stiirjleiu,  gem.  ©tüvjel,  1)  ein  Decfel,  \teld)ev  über  einen  Sopf, 
Spiegel  k.  gebecft  (geftürjt)  anrb;  bal)er:  ber  ©türjebcc^er,  ein  Sedier 
mit  einer  ©türje;  nieberb.  (® tortebefer)  691.  eincö  berüd^tigtcn  ©cciau- 
berS  im  14.  5at)r(). ,  baber  uneig.  f.  ein  flürmife^er,  ungeftümcr  SJJcnfcfa;  2) 
Sergw.  f.  o.  w.  Stur}  .'i);  ber  Stürmer,  -g,  roer  etn^ag  ftiir^t,  tnebef. 
Scrgw.  ein  2(rbeitcr,  weldjer  baS  bcraufgcjogenc  6rj  au6  ber  Sonne  in  bcn 
Äarren  ftürjt;  lanbfc^.  f.  Stüv,,e,  S^edel:  bie  Stürjunc^,  bvi6  Stürjen 
(jiel.)  j.  S.  be«  3(cter«,  uneig.  cince  ?Käd?tigen  ;c.;  (tür^eln ,  jiellof.  3w.  m. 
fein,  baä  ccrtl.  ftiirnen:  fd)weij.  f.  )lraud;>eln,  ftolpern. 

Stufg,  m-,  -e^,  0.  «m.,  oberb.  1.  (ogl.  ©toß  1.)  f.  äwiff,  ^ant,  Streit, 
S3erbruf^  (fc^wcij.  fluten  f.  tiefen  UnwiUcn  fi^tbar  »erhalten);  —  2.  (uc* 


1160  (Bt\xU  —  ftu|cn 

fpr.  jiib.^  bfutfd).  ©d^tuS;  »er»,  mit  ©d^ote ,  S^art)  f.  Unfinn,  5^acr^elt, 

Stute  1.,  tt).,  9)?.  -n,  imitttli).  stuot,  sjjj.  stüete,  obetb.  bie  ©tuet  u. 
©tuctcn;  fc^rceb.  sto;  baS  altb.  stuot  bebeutet,  »rtc  baö  iölanb.  u.  angclf.  st<Sd 
u.  baö  engl,  stud,  urfpr.  ein  ®ejtüt,  tvai)x\d).  eig.  ben  ^ferbcjlanb,  fo  bafS 
stuot  mit  ©ta tt  ccrroanbt  »röte;  »gl.  ©tub;  baS  »Dcibt.  ^ferb  {)tcf  merihha, 
merche,  SJJäljrc,  f.  b.;  jlatt  stiiot-picrihha ,  angelf.  stodmyie,  gebraudjte  man 
bann  stuot  aud)  Don  bem  einjcinen  »ceibl.  ®e|lütpferb;  »gl.  bie  Seb.  Don 
gcauenjimmer),  ein  ^ferb  treiblid)en  ®efd)(ed)tö,  SO?ntt<rpferb,  entg. 
J^engft;  obcvb.  »crdc^tl.  f.  iynge  SDSdbgpevfon ;  ba6  <StUt*  ob.  ©tutenfÜÜen, 
ein  mtibüdjii  güUcn,  SOluüerfülIen;  ber  ©tutgort,  oberb.  (©tuetgatt) 
ei)im.  f.  ®cjtütgavtcn,  got)lent)of  (baf)er  bcc  ©tabtnamcn  Stuttgart;  »gl. 
©arten);  ber  @tutent)a(ö,  ein  biinner,  langer  ^ferbel)alö;  bet  @tutf)cngjl, 
^u^t^engfl,  SSef^ater;  ber  ©tutenmeifler ,  Äuffe^er  über  eine  ©tuterei,  @c* 
ttütmcifter;  bie  ©tuterei,  Wl.  -en,  "anmalt  jut  ^ferbejucbt,  wo  Suc^t^uten 
u.  =J&engjlc  jur  gortpflanjung  i^reö  ©efd^lee^tö  gelialten  werben ,  f.  ».  w.  ©e^ 
jltüt;  büt)cr  ber  ©tutereif ned^t,  ;oent)a(ter  k. 

<^tutt  2.  n).,  ?!??.,  -n,  ob.  ©tuten,  m.,  -ö,  5!J?.  ro.  6.,  au<%  bag  ©tutem 
brob,  nieberb.  (realjrfc^.  urfpr.  bie  gorm  bejei(^nenb,  »erw.  mit  ftu^tn?)  f. 
SDSeipbrob,  ©emmcl;  in  .i^amburg  inöbef.  eine  2(rt  SSatfnjerf  in  ©eflfllt 
etmi  gefcI}obencn  SSierecfS;  ber  ©tutenbärfer,  f.  SSäei^bäcter;  bie  <BtU' 
tcntUtt)e,  in  Hamburg  eine  Art  alt-  mobiger  genfterfd)ciben  in  ®cftalt  bet 
©tuten;  bie  ©tutenvroc^e,  nieberb.  f^ierj^.  f.  glitterrcoc^e. 

©tu^,  ©tu^cirmel,  ^bart,  ©tu^e  ob.  ©tü^e  1.  f.  unter  [iu^en. 

©tü^bcilfen,  ^banb,  ©tü^e2.,  f.  unter  fluten. 

ftu^en,  3w-  (in  biefem,  icic  e6  fi^eint,  nur  ber  neueren  ©pra^e  angef)5» 
renbcn  SOSorte  u.  feinen  2(bleitungcn  finb  bie  S3egriffe  flogen  (S85urjel  «tut, 
stuz)  unb  ftE^fn  bleiben  (SÖurjcl  «tat,  stud;  »gl.  ©tub,  fluten  jc.)  fo  mit 
cinanber  gemifc^t,  bafß  fie  fic^  nic^t  genau  fe^eiben  lafTen;  »on  fluten  felbfl: 
9cl)örcn  bu  Scb.  1)  u.  2)  bem  erflercn,  bie  brei  übrigen  met)r  bem  le^teren 
©tammc  an)  1)  gteltoS  m.  l)oben  bai  »erft.  jlopen  (f.  b.):  i)ift\$  flogen,  an- 
flofen  (lanbf{^.  bie  Odjfen,  Riegen,  SSörte  2c.  |tu|tn  mit  i^ren  Römern;  mit 
ben  SDSeinglafcrn  frühen,  b.  i.  anflogen  beim  Srinfcn);  nieberb.  uneig.  f.  tflufd}en 
mit  einem  gegen  etrcae  fluijin,  auc^:  froren);  2)  jiel.  etroa^  — ,  b.  t.  eig. 
abftofen:  abfd)netben,  abf)auen,  überl).  fürjer  madjen,  fürten,  fliimmeln, 
jlümpfen  (i^länb.  stytt«  »on  stuttr,  turj;  j.  SB.  einem  ^pfcrbe  ben  ©(%njan;j, 
einem  >&unbc  bie  £)|)ren,  ben  ^ütjnern  bie  glügcl  fluten;  bie  J^aare  — ,  b.  t. 
fürjer  fd^neibtn;  einen  Saum  —  ,  f.  o.  ro.  fappen);  3)  jielloö  m.  traben, 
flel^en  ob.  t)anäen  bleiben,  f!o(feu  (fc^web.  stutsa;  »gi.  baö  \ä)rveii.  flogen 
f.  mü^ig  flcf)en;  Serg»».  bie  Sonnen  ob.  Jtübel  fluten,  b.  i.  fie  bleiben  im 
©d^ad^t  l)üngcn),  inebcf.  betroffen  ob.  beftürjt  plö^lid)  flill  jleijen,  inne  i)aU 
ttn  ob.  fd)n)eigen  (ein  ^ferb  fru^t,  roenn  es  nxva^  Unocrmuttjcteö  erblicEt;  et 
ftu^te,  aig  er  mid)  fal) ,  alö  er  baö  t)örte  JC;  über  ctn?aö  jlu|en  :t.);  4)  (eig. 
"roo^l:  {jeroorfle^en,  l)eroorragen),  »lt.  f.  prnngen,  prunfen,  ©tnat  modjen 
(fd^vreb.  stutsa;  j.  jB.  in  fd)önen  Jtleibern  fluten;  baö  fiu^t!  b.  i.  bo«  prangt, 
fallt  in  bk  2tugen;  je^t  nur  nod)  gebr.  in  bem  abgel.  ©tufeer,  f.  u.);  5)  jtel. 
betttorfteben  mad)en ,  in  bie  »^öb«  rid)ten  (einen  ^ut  — ,  b.  i.  ber  Ärompe 
be^felben  bie  fle^örige  Kitijtung  in  bie  Sg^i  geben),  uneig.  über^.  einer  ©acb« 


jitü^en  1101 

bic  gehörige  $5orni,  bad  tcd)tc  2('nfe()<n  geben,  finno.  pufeen  (btf.  in  brn 
jgtf.  auf=,  juftu^en);  —  bev  ^tü^,  -eö,  50?.  -e,  1)  (mitteJt).  »tuz,  ®, 
stutze;.;  )'(^n>eb.  stuLs)  laiibf(^.  f.  plö^lictjet,  l)efti9et  ©tof  (batjtc  uneig.  auf 
ben  ©tufe,  b.  i.  plö^lidj,  augenbtictlic^,  unocrfebene,  altb.  auc^  siutzelingrD, 
stuzHche);  2)  ttaÄ  abgeflu^t,  getürmt  ift,  überb-  ein  oerbältnifömdfig  für? 
j<8  Ding,  j.  S.  «ine  tuqe  S3üct)fe,  <Stut>biid)fe  (auc^:  bir  ©tu^en,  f.  u.), 
au^  f.  ©tu&p^iriicfe,  @tu^ul)r,  [.  b.;  lanbfdj.  ein  niebrigee  öefdf  (auä) 
®tu^e,  Stufte;  o^'-  ©toften),  inßbef.  ein  fcgelförmigeö  ilobUnma^  ■=  '/g 
gubcr;  ■'^)  obctb.  (cig.  \>ai  ©tuftcn  3),  b.  i.  ©tebenbleiben)  f.  ßigenfinn, 
^lUtnnctigfeit,  SüJiberrpenfligfeit  (ctiraö  quo  ®tu^  t^un;  ©tu^  unb  Sru^; 
ein  ©tufttopf  Jt.);  fernev  f.  abfd}üfffge  ©teile ,  jleiler  2(bl)ang  (fc^trdj. 
©töft;  b.  i.  bec  Ort,  wo  man  jlu^t,  ob.  wo  bcr  öcbbobeii  glcicbf-  ^cftuftt,  ab« 
gcfc^nittcn  i|V?)5  aud)  f.  geronnene  5)?ild}  (aut^  ©toft,  ©toS;  b.  i.  rca« 
ftuftt  ob.  fletjen  bleibt?);  4)  wdi  gejtubt,  b.  i.  in  bie  v^öb«  gend)tet,  ouf; 
geflutt  ijl,  inöbcf.  ein  emporftebenber  Jeberbufd)  (^clni=,  Wittcrfluft);  aud) 
bie  lixt,  mit  Hvoai  gef!u(>t  ift,  (j.  S.  bcr  ©tuft  eines  .^uteö);  —  3f  eft.  bec 
fetu^ärnicl,  futjcirmcl  an  bcn  Jileibungejtüctcn,  bef.  beim  n?eibl.  @ef(^(cc^t; 
ber  ©tu^bart,  ein  über  bcr  £)bnlippe  abgcfluftter  Sart,  u.  rccr  einen  folc^cn 
trägt;  bet  ©tu^bocf,  ein  SSod,  b.  i.  ©efleU,  auf  welchem  man  ttnai  (j.  ©. 
eine  ^crrüclc)  auffluftt;  bie  ©tu^büc^fe,  eine  furje  JCugclbüdjfe,  auc^:  ba« 
©tuftrobr,  bcr  ©tuft  (f.  o.),  ©tu^cn,  ©tu^cr;  baö  (Stu^glaä,  ein  SBein« 
gla6  mit  furjem,  bictem  gu^e,  auc^:  ©tu^cr;  ber  Stui^fäfer,  ©c^ilDfrötcn» 
täfer,  ©aufUr;  bie  ©tu^fiemc,  ein  bcm  ^äring  äbnlicbcr  gifc^  in  ben  ^incf. 
Speeren;  ber  (Stu^fopf,  lanbf^.  f.  ©tarrfopf,  cigcnfinnigev  «Kcnfc^  (f.  o. 
©tuft  3);  ba6  »Stu^^obr,  ein  gctlußteS  SDi)T,  u.  lin  Sbifr  i-  33-  ""  yf«b 
ob.  J^unb  mit  folgen  Dbvcn;  bie  Stu^pcrrücfe,  furjc,  nur  biö  in  ben  9lac!en 
ret(^cnbe  '■pevrücfc;  ber  ©tuhfc^wan,;^ ,  f.  u.  xv.  ©tumpffcbwanj;  bie  'BtU^i 
ul)r,  eine  in  einem  jicrlic^cn  ©cbäufc  aufgeftellte  Ubr,  »oelc^e  f!att  ber  ®cn»idbte 
gcbern  bat  u.  baber  !ürjer  ifl,  aU  eine  Sffianbubr  mit  ®crcicbtcn;  —  2(bUit. 
bie  (StU^e  ob.  <2tü^e,  Vyt.  -n,  oberb.  (bie  ©tüften,  »crfl.  ba€  ©tüftet) 
ein  bötjernce  ob.  ble^erneö  ©efap  in  §orm  eineö  abgefaulten  Äegel^  mit 
einer  J^anbbabe;  ber  ©tui^cl,  -i,  5??.  \v.  @. ,  oberb.  f.  <Stu^fct)roani ; 
fcberjb-  f-  furje,  bicfe  Werfen;  ber  Stufen,  -6,  SD?,  tv.  (5.,  oberb.  iiberb. 
ein  geflu^teö,  b.  i.  t)er{)ä'Itnifgma'§ig  turjeg  2)ing:  inöbcf.  f;  <Stu^g(n« 
(oberb.  aucb  ©tu^englaS);  (ötu^büd)fe;  turjer  5öcrftecf-2i[rmet,  aud) 
ein  ©trumpf  ebne  Süf'ing  im^-  oettl-  baö  ©tüftcl);  bet  ©tu^er,  -ä, 
5)?.  rc.  6.,  1)  wer  ttvoai  abfiu^t  ob.  tierfürjt;  2)  ein  geftußteg  ob.  iibge^ 
fürjte«  Ding,  in^bcf,  f.  ©tu^büd^fe,  ©tu^glaö,  ©tu^perrücfe,  @tu^u()r; 
oberb.  aucb  ein  fleiner,  enger  Ü??uff;  '>)  »er  ftu^t  (f.  ftugcn  4),  b.  i. 
prangt,  ftd)  gern  pu^t  ob.  mit  übertriebener  ©orgfalt  u.  3ierlicbfeit  Ücibet, 
ein  3ierüng,  bartcr:  ein  SKcbcnarr,  ®cct,  (fr.  '»pctitmaitre,  (Jlegant);  baber: 
ber  ©tu^crbart,  =t}ut,  bcii  Stu^crfleib  ic;  ftu^crbatt,  8n>.,  nad)  Zxt 
eine«  ©tu^crg,  übertrieben  jiertid);  bie  ®tui^ert)afti9feit;  flu^ig,  Sw., 
1)  flu^enb  (üon  ftuften  3),  b.  i.  pIö^Hd)  betroffen  ob.  befrembet  innebaU 
tenb  (fhiftig  werben;  baö  machte  mid)  flugig);  2)  oberb.  (au^  findig;  »gt. 
©tuft  3)  f.  wiberfpenflig,  wiberfe^Iidi:  3)  f^rocii-  (aucb  ftoftig)  f.  ab= 
fd)iifftg,  jä'b. 
jfiiöcn,  jiel.  3w.  (mittel^,  stützen,  yrüt.  stutzte;  niebetb.  ftubben,  flut» 


1162  fiuoen  —  fud)cn 

ten;  ietä'nb.  stydja,  [d^web.  stödja;  com  altb.  studan,  altnorb.  stoda;  SBurjel 
stad,  stud;  »gl.  ©tub  u.  ftu^en)  übert).  fletjen  niacl)en,  feftftellert,  inöbef. 
einen  Äorpet  burd)  Unter-  ob.  "änfe^un^  eines  anbecn  fle^enb  erljnlten, 
etroag  mit  (Stufen  t)erfef)en,  bamit  es  nidjt  ftn!e  ob.  bredjc  (j.  S.  ein  ^au§, 
eine  SDSanb,  einen  SSaum  ic);  fid)  ob.  einen  2!f)eil  feineg  .Körpers  auf  ob. 
an  etn?a8  — ,  b.  t.  barauf  ob.  baxan  xüi)cn  laffen,  finn».  ftemmen,  ki)mn 
(j.  a?.  ben  etbogcn  auf  bcn  Zi\ä),  ^id)  auf  bcn  eibogcn  — ,  fic^  an  einen 
Saum,  auf  einen  Qtai>  ic.  --;  Ärfpr.  ber  (tnEe  gliigcl  jlü^te  fi(^  an  ben 
SBalb,  f.  0.  ».  lef)nte  fic^  jc);  uneig.  f.  grünben,  begrünben,  worauf  be* 
ruf}en  laffen  (feine  .^offnung,  feine  (5rK?artung  auf  eine  (Saäie  — ;  fein  SSer^ 
trauen  auf  Semanb  jlü^en);  fid)  auf  ettuaS  ob.  ^emanb  — ,  fid)  barauf 
üertaffcn,  baraufbauen;  —  3fe§.  berStü^balfen,  ^pfoflcn, bas !Stü^t)olj, 
ein  SalEcn  :c.,  njclc^cc  ctwaö  jtü|t;  bai  ©tü^banb,  ©tü^bänber,  3immerl. 
furje  SBanbcr,  in  einen  ©tänber  eingefcfet  gum  ©tü^cn  einer  ©c^rcellc,  Srage* 
banber;  ber  ©tü^t)afen,  ©d^totf.  eine  2frt  3:t)ürl)afen,  unter  ireldiem  eine  eifernc 
©tü^e  angebracht  ift;  ber  ©tül^punft,  ber  ^un!t,  Drt,  ©cgcnftanb  it.,  ouf 
tt)eld)en  fid^  etroaö  flii^t,  Icl^nt  ob.  uncig.  grünbct  (franj.  point  d'appui);  — 
2CbIeit.  bie  ©tü^e,  d7t.  -n,  23erE(.  bai  ®tii^d)en,  (oberb.  bie  Stufen;  nie» 
berb.  ©tubbe,  ©tutte),  ein  fteifer  .Körper,  ir>eld)er  ettvaS  flü^t,  t»on  treiterer 
Scb.  alö  bie  finno.  ©teife,  ©trebe  (j.  S5.  hk  ©tü^cn  an  fd^ief  jlcijenben  Jg)äu= 
fern,  SKaucrn  u.,  unter  Säumen,  hk  mit  griic^tcn  übevtaben  ftnb  u. ;  ik 
©tii^c  eincä  Segengefäjjcö,  b.  i.  ber  3apfcn  be6  SSügelä  an  bem[elbcn;  ^flonj. 
©tü^cn,  bicjcn.  5pf(anjentf)cite ,  »el(^c  gur  2(ufre^tf)attung,  SSebertung  w. 
ber  irefentü'c^cren  biencn,  aU:  Ht  Sitbenblatt ,  bie  S5latt=,  SSlumenf^eibe, 
Änospc  jc.;  ©rö^cnl.  i>k  uom  (Snbpunfte  eineß  Äreigi;albme|yer6  auf  einen 
anbern  gtfäUte  fcnfrtd^te  ßinie:  SBinfcl»,  Sogenftü^c,  fr.  ®inuä);  uncig. 
eine  ^erfon  ob.  ©ad^e,  iveldjc  etivaS  ob.  3«mrtnb  aufred)t  er(}ält,  untere 
flü^t,  beffen  Sejlanb  fid)ert  k.  (j.  SS.  er  i|l  ik  ©tü^e  feiner  gamitie,  beS 
iBtaaUi;  ii)t  ©ol)n  ijt  bie  ©tü^e  ii)u&  2((terö  2C.);  ber  ©tü^er,  -S,  »er  ets 
roaS  ftü^t;  bie  ©tü^un^,  baS  ©tü&en  (j.  SS.  eines  J^aufeä,  eines  «Baume« 
JC.):  ber  ©tü^lcr,  -S,  S)l.  a\  6.,  (W3af)r[d).  »on  anbcrcm  ©tamme;  »iel- 
lei^t  »on  ©tufeen,  ©tü^el,  b.  i.  ©tu§büd)fe)  lanbf4).  f.  2ruffe^er,  2öäd)ter, 
in  3fc§.  wie  gelbjlü^ter,  .^auS=  unb  ©tabtftü^tcr,  b.  i.  ^oliiei»3tuffci)cr. 

fiUüen,  ikl  3nj. ,  niebcrb.  (öon  ftuf  f.  jlumpf)  f.  fiumpfen,  fluten,  be-- 
fd)neiben:  bie  ©tuüe,  5W.  -n,  f.  OJeft  üon  einem  ©tücfe  3«n3,  au(^  con 
anbern  S35aaren;  bie  ©tut)fd)erbe  (ügl.  ©(feerbe  1)  ©d^iffb.  eine  jwifc^cn 
bcn  (Snben  jwcicr  .^öljct,  bie  ftd)  öerlängern  foUen,  gemad)te  guge,  wobei  bk 
Äöpfc  gerabc  abgcfd^nitten  finb. 

fubbeln,  ^iellof.  3«.,  niebcrb.  f.  fubeln,  unreinlid)  fein  (batjer:  ©ubbelfe 
f.  eine  fd^mu^ige  rocibt.  ^erfon). 

fud)en,  ikU  3w.  (gotl).  sökjan,  aUfcic^f.  s6kian;  altt)0C^b.  suohhan,  mittelt). 
auocheu,  obcrb.  fued^en,  niebcrb.  fofen,  fogte,  fogt;  tSlä'nb.  sökia,  fc^web. 
söka,  bä'n.  söge;  angelf.  s^can,  engl,  seek;  abgc(.  üon  bem  got^.  sakan,  ^rat. 
sök,  tSfä'nb.  saka,   angelf.  sacati,   attb.  sahhan,   Sachen,  ^rät.  siioch  =  (ot. 

sequi,  foigcn,  »erfolgen;  »gl.  ©a4)e),  1)  eig.  etwai  ob.  einen  tjerfofgen,  einer 
^erfon  ob.  'Bad)e  nad^geben  (lat.  petere,  adire;  bafjer:  befud^cn,  ()e{m* 
fud^en);  c^cm.  bcf.  f.  feinblidb  anfallen,  angreifen,  befriegen:  2)  fid)  be- 
mühen, ctroag  5U  erlangen,  eine  2(bft*t  5u  erreid)en,  finnn.  nacl)  ettva^ 


eud)t  *  1163 

flreben,  trachten,  fid)  barum  bemühen  (eine  9Bof)nunfl,  ein  Unterfommcn, 
ein  2(mt  u.  fud)fn;  ©tlb,  @4)u6,  ^ülfe ,  5Ratf)  bei  Semanb  fut^cn;  Umgang 
mit  3fmanb  — ,  4>änbel  fud)tn;  bai  SBcite  fuc^cn,  b.  i.  flicfjtn;  bicfe  SBoarc 
»irb  \ti)t  gefacht;  bafjcc  auc^  gcfuc^t  a(6  Sid.  f.  bcgcljrt:  bie  SBaoce  ifl 
fct)t  gcMt,  eine  gcfuc^tc  fffiaare),  in  engerer  Scb.  butd}  S3itten  ju  txlcin^tn 
flreben,  finno.  erbitten,  um  itncii  ant)alten  (öerjeibung,  ®nabc  fuc^en; 
Äanjt.  baß  @ud)en  f.  GJcfuc^,  f.  b.  u.  »gl.  an=,  nad;  i"ud)cn,  erfuc^en); 
häufig  mit  ju  unb  bem  3nf.  einc6  anbctn  ^xo.  übcrt).  f.  ^üht  anroenbcn, 
jTd)  bemühen,  flreben  (j.  S.  ctroaö  ju  erlangen  fu^m;  er  [iid;t  mir  ?u  nü^rn, 
gu  fc^aben,  mein  ©liict  ju  bcförbcrn,  ju  l;inbcrn;  (ie  fuc^t  ju  gefallen,  u.  bgl. 
m.);  .'i)  geio.  in  engerer  S?eb.  ^id)  bemühen,  etreaö  SSerborgeneö,  SSerfiecf- 
teö,  SSerlorene^  2C.  ju  finben,  finno.  forfd)en,  (flieget,  fo  werbet  if;r  finbcn! 
eine  ©aclje  in  allen  SßSinfeln,  wie  eine  ©tecfnabel  fuc^en;  einen  im  ^aufe,  im 
®arten  k.  — ;  auc^:  nac^  Scnianb  [udjen;  bct  8citf)unb  fuc^t,  b.  i.  fpürt 
nac^  bem  SBtlbe;  «neig,  roaö  t)a|t  bu  öicr  ju  fudjcn"!?  ii)  l)abe  ba  nickte  ju 
fu^en  2C.  f.  m  tbun,  ?u  ocrric^ten;  voai  fuc^t  er  barunter?  b.  i.  wc(d)c  tjcim» 
lic^e  2(bfic^t  i)at  er  babei?  ctroae  in  einer  Sadjc  fuc^tn,  b.  i.  eine  2frt 
con  SRubm  ob.  JBorjug  barcin  fe^cn,  g.  35.  er  fuc^t  itmai  barin,  gelel)rt  gu 
fc^einen;  SBorte  fu^en,  um  feine  ömpfinbung  auejubrücfen;  baö  SJiiv.  gefuc^t 
ali  fßw.  f.  bic  ?Kü()e  ber  Srfinbung  uerrat()enb ,  etwa«  gejwungen ,  gefünftelt, 
nid)t  cinfae^  u.  natürlich,  j.  SB.  gefudjte  SBenbunnen,  2(u6briic!c,  Silber,  eine 
gefuc^te  ©ircibart  ic.);  —  3fe^-  ba«  Suc^cifcn  ob.  bie  Sudinabcl,  f.  ». 
w.  ©enfnabcl  (f.  b.)  ber  SBunbarjtc  (fr.  ©onbe);  ber  <Sud)()unb,  ©pür=, 
geitljunb;  ber  ®ud)niann,  olt.  f.  3agcr;  ber  Su^ort,  öcrgw.  ein  »on  ei> 
ncm  @angc  abgeführter  Ort  (f.  Z)xt  1.  2),  um  anbcrc  unbeEanntc  ©ängc  gu 
fuc^en;  ber  ©UC^flüllcn,  Scrgw.  ein  ©toUen  jur  Unterfuc^ung  ber  Scfe^af« 
fcnf)eit  beö  ©ebirgeg;  —  2(bleit.  bie  v5u(^f,  o.  «W. ,  (altb.  suo.he,  obevb. 
(ßuee^)  ült  u.  lanbfc^.  f.  baö  ©udien,  5?ad)fcrfd)en,  bie  Unterfud)un9;  ine« 
bcf.-3ag.  baö  (Sud)en  ob.  (Spüren  beö  ßcitfiunbce,  auc^  ber  ®erud),  bie 
5^afe  beßfelben  (j.  35.  ber  J^unb  f;at  eine  richtige  ©udje),  u.  bic  Seit  beS 
<Sud)en5  auf  ben  ^irfe^  oom  (5nbe  Wlai  biö  gu  @nbe  ber  Srunft;  ber  @UC^er, 
-8,  9)?.  tv.  (5.  1)  wer  fudn  (altb.  suochaere,  f,  2fngreifcr-,  2(uffel)er),  weibl. 
bie  «Suc^erinn,  gew.  nur  in  ben  3fe|.  3i:n  =  ,  2)ur^^,  Unterfuc^er  2C.;  2)  «In 
5Berfjeu9  jum  'Sud)en,  f.  o.  w.  <2ud)etfen,  f.  b. 

©uc^t,  n?.,  9)Z.  -en,  (gotl).  sauhts,  altb.  u.  angelf.  «uht;  nicberb.  gleie^» 
falls  ©uc^t  u.  ef)em.  ©ufte:  ißldnb.  sott,  f^wcb.  sot;  ucn  gleid)er  3(b!unft 
mit  fiedj,  ©eud)e,  [.  b.;  bie  SBurjel  suk,  suh  [c^cint  urfpr.  feufjen,  fd}mac^ten 
jut)ebcuten;  »gl.  ba6  nicberb.  fu(^tcn,  f)oU.  zuchten,  fc^wcb.  sucka,  engl, 
sigh  f.  fcufgen,  f.  b.)  1)  cljem.  iiberf).  f.  Äranff)eit,  inebcf.  eine  langwierige 
Äranfbeit  mit  aUmal)Iid}em  .^lnfd}winben  ber  Äraft;  jc^t  gew.  nur  in 
BU^-  wie:  gaU=  ob.  gem.  fallenbe  ©uc^t,  ©elb--,  ßungen--,  ©c^winb=,  JBJaffcr» 
fucht  u. ;  oberb.  f.  eine  uai  fic^i  greifenbe,  üorüberget)enb  »crbreitete  Äran!= 
Ijeitecrfd^einung  (f,.  S.  Xugcnenrgünbung,  ^alSwel)  ic.:  audj:  bai  ©efüdjt); 
uneig.  f.  ein  um  fid)  greifenbe^  fittlid^e^  Übel,  eine  Äranfbett  ber  (Seele 
(bal)er:  bie  ©ef)nfu(i^ t);  2)  (in  biefcr  Seb.  woljl  urfpr.  niebcrb.,  unmittcl' 
bar  oon  bem  nicberb.  fue^ten,  feufjen,  ©uc^t,  ©eufjcr,  auögebenb)  ein  berr-- 
fd)enbc{{  beftigeg  23er(angen ,  eine  ungeorbnete  letbenfd)aft(id>e  S5egierbe 
(§.  S.  bie  ©u^t  ju  berrfc^en,  gu  gefallen  jc.;  bef.  in  3ftO-  n'if  ®^^  =  »  Sifer'i 


1164  ©udjtel  —  ©iib 

OefaUs  ©elbs  ^errf4)^  «Rad);,  9{uf)m',  ®piel»;,  Srunf^  3anffuc^t  ic);  — 
3fe|.  ba5  ©uc^tbett,  ntcberb.  f.  ©ic^bctt;  iai  ©uc^tfraut,  lonbfc^.  f. 
2Cctec-3(nbocn,  u.  f.  ©eif»  ob.  ^ocEtnraute;  fuc^tenfiec^ ,  S».,  niebtrb.  f. 
langroimg  fran!,  bettlägerig;  —  2(6 Ic it.  füd)tig,  58nj.,  (altb. suhtec)  1)  »U. 
f.  ftanf,  fteci),  au^«  in  3fe|-  »ie  gclb=,  lungen«,  fc^njinbfüc^tig  ic;  in  enge» 
rec  Seb.  ©djrod'ren  ob.  2öunben  uerurfad^enb ,  leid)t  fd)njarenb  u.  fdjroet 
l^eitenb  (bte  5ldgcl  an  bcn  St"9ccn  finb  füc^tig;  eine  [üc^tige  ^aut  t)Qben);  ölt 
u.  oberb.  auä)  f.  anflecfenb;  2)  oon  «iiter  <Sud)t  b.  i.  f)eftt9en  SSegterbc 
erf üUt,  nur  in  3fe|-  »ie  ct)r=,  cifcc-,  ^crrfc^s  rad)fü(^tig  ic;  fud^tcn,  füd^? 
tc(n,  jiellof.  3»-,  oberb.  f.  fted)  fe'm,  franfetn  (nieberb.  fucEcln);  b«r 
<5ü(itling,  -e^,  9}^.  -e,  dlmv.  f.  langwierig  Äranfer,  trö'nflidjer  SD^enfd). 

©ud^tel,  IX).,  5)?.  -n,  lanbfc^.  f.  9)?iitterfd)tT?ein,  ^aix  (f.  b.). 

fucfeln  1.  jiellof.  3».  oberb.  (f^n?eij.  fuggen,  [uggeln;  SerflarfungS^ 
u.  SBieber^olungSformcon  faugen  (f.  b.),  angelf.  «ycan,  engl,  suck),  1)  witi 
berf)o(t  ob.  an()a(tcnb  faugen;  2)  fid)  befubcln  (mit  SBaffer);  unrdnlid), 
fd)mu|ig  fein,  insbef.  beim  ©^reiben  Älerffe  mad)<n;  —  fucf,  fu(f !  oberb. 
2ocfcuf  für  bie  (5d)meine;  bie  @ucfe  ob.  ©urfct,  Ü)?.  -n,  f.  «Sau;  uneig. 
unrein(td)e  SBcib^petfon;  baö  @ucfel,  -6,  9)?.  to.  (5-,  f.  junget  <Sd)tt)ein; 
au^  f.  S3(utegel. 

fucfeln  2.  jiellof.  3tt>.  nieberb.  f.  fdjaufeln  (f.  b.),  fd)ucfeln,  inöbef.  im 
ga{)ren  ob.  SJeiten  gefd^iittelt  njecben ,  auf  einem  ftof enben  SDBagen  langfam 
fa()ren,  auft)üpfenb  u.  o()ne  ©d^lufö  reiten;  uneig.  f.  langfam  fein,  jaubern; 
b«  ®U(feler,  rcer  furfelt,  ein  .Sauberer. 

@ut)  1.  m.,  -eS,  ^.  «Sube  ob.  ©übe,  (mittell).  söt.  nieberb.  ®6be; 
»on  lieben,  f.  b.  u.  ogl.  ®ob,  @utt,  ©ütt)  1)  tai  «Sieben,  ber  Buftanb  beö 
Äodjenö  (j.  S.  baö  SBaffer,  bie  SKilc^  ic.  ijl  im  ©übe;  ctroaß  jum  ®ube  brin* 
gen);  2)  njaö  gefotten  roirb  ob.  ifl  (bat)er:  ber  2Cbfub);  inöbef.  fo  üiel  »on 
einer  ©ac^e  auf  einmal  gefotten  wirb  (ein  ©üb  ^iiö)e;  e.in  @ub  SBier,  b.  i. 
ein  ©ebraube;  örei  ©übe  u.);  futben  ob.  futbem,  jicllof.  3«.  nieberb.  (»gl. 
bae  oberb.  futtern)  f.  mit  leifem  ©eraufd)  fod)cn. 

@ub  2.  m.,  -«8,  0.  gji.,  nieberb.  f.  ©tranbwegerid) ,  @anbl)af<r. 

©üb,  m.,  -e6,  0.  SQl.  (altb.  sund,  suut,  bal)er  ncd)  691.  »ie  ©unbgau, 
@unb{)eim;  olfo  nidjt  »on  ficben;  ctjer  oon  bem  ©tamme  «in,  flart,  Iraftig, 
tjgl.  ftnncn,  ©el)ne,  gcfunb  jc,  wegen  ber  Ätaft  ber  ©onncnjtral)len  im  SKittag; 
ober  unmittelbar  »on  sunno,  ©onne?  —  iSldnb.  suthr  u.  sunnr;  angelf.  «uth, 
engl,  south,  franj.  sud)  1)  bie  vf)immel^gegenb,  in  weld)ec  bie  ©onne  um 
Wxtta^  |ltef)t,  S^ittag,  ©üben,  entg.  9lorb  (ber  SBinb  !ommt  au6  ®öb, 
gen),  aus  ©üben;  ©üb  jum  ©flcn,  ©üb  jum  aSeflcn,  ©d^iff.  ber 
.Rompafeflric^ ,  wcl<^er  11^  @rab  »om  ©übpunfte  nac^  Oflen,  ober  nac^ 
SBeflen  liegt):  2)  ber  auö  ber  9)?ittag^gcgenb  n)et)enbe  2ßinb,  ©übwinb;  ber 

©üben,  -S,   0.  fJJf.  (urfpr.  ein  91».  altb.  suudana,   sundan,   sdden,   »on  ®Ü« 

bcn  f)er)  1)  bie  füblidie  v^immelögegcnb,  f.  ».  ro.  ©üb  1),  unb  je^t  ge- 
bräuchlicher, atö  biefcö  (}.  35.  ber  SGSinb  lommt  au6  ©üben;  nac^  ©üben  rei« 
fen,  gegen  ©üben  fdjiffen  zc);  2)  ber  füblidie  Zi)e'ü  unferer  (Srb^^albfugel, 
u.  übcrt).  ber  »on  (Europa  auö  füblid)  gelegene  Slljeil  ber  (5rbe:  ou^  ber 
füblic^e  Slfieil  irgenb  eines  Sanbeö  (ber  ©üben  »on  (Suropa,  »on  granfrcic^ 
ic);  —  3fefe.  ».  ©üb:  ©übafrifa,  ^3fmerifa,  ;2(fien,  -Europa  «., 
ba^  füblic^e  njvih  ;?.;  ©übbeutfc^lanb ,  ba$  fablicl}«  2)mtf(^lonb;  füb* 


fubetn  1165 

beutfd^,  53m.;  ber  ©übbcutfc^e  ic;  bie  ©übge.qenb:  bie  Süb^rcnie; 
bie  ©übfante,  ©djiff.  bog  [übliche  Ufer  eine«  gluffeß  jc;  bie  (gübtüjtc, 
fflblt(^e  JCiijle  ([.  b.);  baiJ  <Süb(anb,  ein  un«  gegen  ©üben  gelegencß  2anb: 
inSbe[.  bie  auf  ber  [übli^en  J^albtugel  tiegcnben  Cänbcr  u.  3nfeln,  vodijt  ben 
fünften  (Srbtf)cil  btlbcn,  aitc^  bie  <Sü  b  re  el  t,  S  üb  <  3nbie  n,  fr.  Äufiralicn; 
ber  ©üblanbcr,  bie  Süblänbcrinn,  93eroo^ncr  cince  im  ©üben  gelegenen 
ßanbeS,  inebtf.  beä  fünften  erbt|)eil6;  füblänbifc^,  Sn?.;  bsi«  <3üblrc^t, 
ein  gegen  ben  ®übpo(  fidjtbarer  gidjtfc^ein,  Qi)iüi(i)  bem  ^torblic^t  (f.  b.);  ba* 
©Übmecr,  ein  im  ©üben  gelegcniö  9)iecr,  bcf.  bie  ©übfee  (f.  u.);  ber 
©Übofl,  1)  bie  mittlere  J^immelögegenb  jwifc^en  ©üb  unb  Dfl,  meijl  ol)ne 
üxtiUl  u.  nad)  einem  SSro.  gc».  <SÜboflcn  (ber  2Binb  !ommt  au6  ©übofl  ob. 
©übolten:  nad)  ©üboflcn  ju  fd)ifftn);  2)  ein  au6  biefer  ®egenb  wet)cnbet 
2Binb,  f.  u.  m.  ber  öübojlwinb :  füböfllid),  fRm.,  am  ©üboflen  fommcnb 
ob.  t>at)in  gerichtet;  ber  ©übpot,  ber  öuQcrjlc  ^punft  ber  Srbac^fe  gegen  ©ü= 
ben,  entg.  SRorbpoI;  ber  ©übpunft,  ber  '^untt  ber  ©übgegenb,  «ctc^cr  ge= 
nau  in  ber  9)Jitte  jnjifc^e»  bem  i»al)ren  5Worgcn  unb  äbtnb  liegt;  bie  @üb- 
fcc,  t>ai  gro^t  Jöeltmccr  jiDif^cn  2fficn  unb  2(mcrita,  auc^  ba6  flille  9}?eec 
genannt;  bie  ©übfcite,  nac^  ©üben  gerichtete  ©eitc;  ber  ©übfübofl,  bec 
Äompaföffrid) ,  welcher  '22 '/a  ®rat>  »om  ©utpunftc  nac^  Dflen  liegt;  bec 
@übfiibuicll,  ber  Jiümpafeflrid^ ,  mddjtt  22 '/^  («rab  com  ©übpunfte  nad^ 
SSeflen  liegt;  fübvüärtö,  9ln?. ,  nad)  ©üöen  gcrirfjtet,  nac^  ©üben  ju;  bie 
©Übirclt,  f.  ©üblanb;  ber  ®üb»vefl,  I)  bie  mittlere  .^immclggegenb  jroi« 
fdjen  ©üb  unb  SScft,  mcijl  oi)nt  "üxtitel  u.  nad)  einem  25iü.  gem.  *2übix»e|len, 
(ber  95Jinb  fommt  au6  ©übmcfl  ob.  ©übmeften);  2)  ein  aus  biefer  ®egenb 
meljenber  SBinb,  f.  ü.  rv.  ber  ©übiücjliuinb :  fiibn,teftli(^ ,  ißm.,  auö  ©üb« 
»eften  (onimenb  ob.  baljin  gerichtet;  ber  (SÜbtülnb,  aui  ©üben  njef)enbec 
SBinb;  —  Äbte  it.  füMtd),  »ro.  u.  9Zm.,  gegen  <3üben  gelegen  ob.  bvit)ec 
fommenb  (j.  S5.  bie  füblidjen  fianber  ßuro^a'S:  Italien  liegt  fübli^  »on 
©eutfc^lanb ;  ber  2Binb  ifl  füblic^  jc):  —  in  3fe|.  mar  et)em.  u.  ifl  ?um 
Ü^eil,  namentlid)  in  ber  ©c^ifferfpr. ,  noc^  je^t  baö  S3m.  u.  9Jro.  fübcr  üblich 
(alt^.  sMiidar.  sunder,  süder.  nac^  ©Üben,  füblic^O;  bat)er:  bie  ©überbreite 
f.  fublidje  Sreite  (f.  93reite):  füber=  ob.  funbecf)alb,  oberb.  gem.  funnen« 
^alb,  9?m.,  f.  fübmdrtö;  bafi  ©übcrfreuj  f.  baö  füblic^e  JCreuj.  ein  ©tcrn« 
btlb  nafje  am  ©übpol;  ber  ©überpol  f.  ©übpol;  bie  ©überfee  f.  ©üb« 
fee;  auc^  691.  eine«  ©eee  in  .^oUar' ;  bie  ©überfonne,  ©t^iff.  f. 
S3?ittag  n. 

fubetn,  jiellof.  u.  §iel.  3m.  (nicberb.  fubbetn,  föbbetn,  fd^mcb.  sudda, 
suddla;  urfpr.  mot)I  nur  ocrflärfenbe  ©rmeirerung  eon  foljlcn,  futjlen, 
füf)len,  f.  b.  u.  ®of)le  2.;  bann  aber  in  iBe^icl)ung  gefegt  auf  ©üb,  fiebcn), 
mit  flüffigen  ob.  naffen  5)ingen  unreiulid)  umgeben,  unreinlich,  nad)? 
lafftg  unb  fd)(ed)t  arbeiten  ob.  etn)ag  üerrid)ten,  gem.  nur  con  2(rbeiten, 
|u  benen  pffige  ob.  feuchte  ©toffe  gebraucht  merben  (bie  ffiäfc^erinn  fabelt 
mit  ber  aSäf^e;  bec  ©c^reibcr,  5Ralcr  k.  hat  gefabelt;  eine  gefubcltc  Arbeit; 
finno.  fc^mieren);  in  engerer  SBeb.  bcf.  oberb.  f.  i(i)kii}t  u.  unreiulid)  fod)en; 
ber  Oubcl,  -i,  ^.  m.  (5.  («gl.  ©of)te  2.,  ©u^lc  u.  baö  oberb.  ©utte), 
lanbfc^.  f.  >])fü^e,  8ad)e;  nieberb.  (©ubbel)  auc^  f.  fd)mu^ige  >])erfon; 
i'^mäb.  f.  ^D'Jenge,  Raufen:  —  ba«  ©ubelbuc^,  ein  Su^,  in  mclc^eö  man 
flüchtig  u.  nac^ldffig  f^rcibt,  ©^mietbu^;  inöbef.  baö  ©c^mu^buc^  ob,  bie 


1166  (Sübcn  —  fü^ncn 

Ätabbe  (f.  b.  )  bcr  Äciufleute;  ber  ©ubeÜorf),  bte  <Subelföc^tnn,  ungefc^irf; 
ter  Ä0(^,  bergl.  Äö^inn,  welche  bie  ©petfen  unretnli^  bereiten;  bte  ©ubeU 
fod)erei,  fubelf)afteö  Äod^en  ob.  &dö^t  bie  ©ubclmagt»,  unreinli^e  «Kagb; 
bcc  <5ubetmaler,  fc^teitet  sßlater;  bie  ©ubehräfi^e,  unfauber  be{)anbeUe 
SBdf4)e;  bie  ©uteljücifd^erinn;  bag  ©ubehvcrf,  eine  gefubelte  2(rbeit,  ein 
fc^lec^teö  23evf;  —  bie  ©ubelci,  1)  o.  5».  ba«  Rubeln:  2)  SO?,  -en,  ba« 
©efubette,  eine  fubclhafte  lixbe'it,  ein  «Subelroerf ,  bcf.  eine  fd)ied}U  @d)reis 
berei,  @d)miccerei;  ber  ©ubeler  ob.  Sublcr,  -ö,  bie  ©ublerinn,  Ü)?. 
-en,  tvec  fube(t,  unreinlidi  u.  nad)fdfft9  arbeitet,  ein  ©djmierer,  ©ubeU 
maier  zc;  inöbef.  f.  ©ubelfod);  nicbcrb.  auc^  f.  Äüc^eniunge;  fube(t)att  ob. 
fubelig ,  SSw. ,  unreinüd) ,  fd)mu|i9 ,  nacbld'fft'g  u.  flüdjtig ;  bie  Subel^ 
t)aftlc|feit. 

©üben,  füber=,  fübdc^  jc.  —  ©übwinb,  f.  unter  ©üb;  —  fubern, 
f.  futtern. 

©uff,  m.,  -e6,  m.  ©üffe,  (attb.  süf,  souf;  üon  faufen)  obcrb.  1)  f. 
®off,  @d)lu(f ;  2)  f.  (Sdufer,  auc^  ber  ©üfling;  füfeln,  3«.,  f.  fd)Iürfen. 

fugen,  §id.  3w.,  niebcrb.  f.  fnugen  (f.  b.);  ba()er:  ber  (Suger  ob.  ©ü« 
ger,  -ö,  1)  f.  ©dugling,  faugenbeä  St)ier;  2)  eine  Cuftflappe  (SBentil)  an 
einer  ^^umpe  jc;  3)  ©c^iff.  bötjeme  Üiinge  um  ba§  ©tag,  mitteljt  bcren 
bie  ©tagfcgcl  auf=  u.  nicbcrfat^ren  tonnen;  —  fuggen  ob.  fuggeln  1.  3». 
fc^TOcij.  f.  x>.  m.  fucfeln  (f.  b.):  n)ieber[)olt  faugen:  fd)lürfen:  ber  (Suggel, 
f.  <Sd)nuller,  ©auglcippd^en ;  ba$  Suggelflnb,  f.  ©äugling. 

fuggen  ob.  fuggeln  2.  giettof.  3».  (»cn  fägen  obgcl.)  nieberb.  f.  fö'genb 
fd)neiben,  mit  einem  ftumpfen  ob.  fdiartigen  9J?effer  fd)neiben,  inbem  nion 
baßfelbe  tt*iebtrf)cU  i)in  unb  t;er  jicl^t. 

ful)(en  ob.  fulen,  fül)len  ob.  fiilen,  jiellof.  u.  jiet.  3».  (fc^weij.  fulc^en; 

QOti).   saulnon,    altb.  soIoh,   solgeii;    engl,   soil,  franj.   souiller),   (anbfd^.   f. 

fol)len  2.  ob.  föl)len,  fubeln  ([.  b.);  fi*  — ,  fid)  befubeln,  bef.  »on  bcn 
©c^raetnen:  fid)  im  i^otf)e  roäljcn;  bie  ©ul)le  ob.  ®ule,  SO?,  -n,  f.  ».  w. 
<So^le  2.:  ^fü^e,  iad)(,  ^ful}l,  aud):  bie  @ut)ls  ob.  ©ü^Uac^e,  eine 
2ac^e,  in  welcher  ftc^  baä  SBitb  ju  wä'ljen  pflegt  (oltb.  auä):  -sü- lache,  b.  t. 
©anlache,  f.  unter  ©au). 

fÜt)nen,  ikl.  3«).  (alff^odlb.  suonjan.  suaiiian,  suonuan.  mittel^,  süenen, 
^rat.  suonte;  oberb.  fuenen,  füenen,  funen,  fönen;  nieberb.  fönen,  bal)cc  b. 
i}o6)b.  auS=,  üerföljn  en;  iölä'nb.  u.  f^acb.  soua;  wgl.  bte  gotfj.  saun,  Cöfung, 
Üöfcgclb,  sunja,  SBa^r{)f!t,  suujon.  «(^tfcrtigcn;  iSlänb.  sannr.  ft^ireb.  sann, 
xoa^t:  —  tt)üt)rfc^.  urfpr.  feilen,  bcrjlcUcn,  üon  ber  SBurjel  san,  sun,  roeld^e 
bem  tai.  sanus  u.  bcm  beutfc^en  ge-funb  ju  ©runbe  liegt)  alt  u.  iiä^t.  f. 
5etnbf6aft  ob.  «Streit  beilegen,  auögleid)en,  fd)lid)ten,  i5ri«ben  fliften,  ei- 
nen SSergleidi  ju  ©tanbe  bringen,  bcf.  burc^  gutlid^c  53ermtttlung  (etroaä 
— ;  bie  ©trcitcnben  — ,  gen?.  au6föt)nen),  e^em.  aucfa  burdj  ridjterlic^e  @nt« 
fd^eibung,  baljcr  f.  ein  Urtf)eil  fpred^en;  auc^  f.  ©enugtbuung  ob.  SSufe  ge- 
ben, abbitten  (eine  ©c^ulb,  ein  SSerge^cn  — );  bie  @ül)ne,  SO?,  -n,  altb. 
suona,  suone,  süene;  oberb.  bie  ©uen ,  ©uene,  ©un,  ©onc;  nieberb.  ©önc; 
iölänb.  s6n)  bag  «Sühnen  ob.  bie  @ül)nung,  TTuö;  ob.  ^öerfö^nung,  gut? 
lidje  ^(u^gleidiung  ob.  ^öeilegung,  5Sieber()erfleIIung  ber  @intrad)t  ob.  bei 
SriebenS,  SSergleid)  (ik  ©ül)ne  »erfuc^cn,  b.  i.  bie  flreitenbcn  Parteien  }u 
einem  gütlichen  SSerglet^)  ju  bewegen  fu^en);  ef)em.  aud^  f.  Urtl)eil,  ©e* 


fuld)cn  —  Suljc  1107 

ti(i)t;  ®emi9tf)uun3,  ®u^e,  ^(bbitto:  —  3fc^-  l>«r  Sübnaltar,  ein  HU 
tav,  auf  roclc^cm  ein  SÜl)tlOpfcr  gcbrad^t  wirb,  b.  i.  ein  Dpfcr  jur  ©iifjnung 
einer  (Scl)ulb  ob.  gur  ^Beifcljnung  ber  «iottbcit;  ber  (2ü()n;  ob.  Süt)nebrief, 
ölt.  f.  2(u«föt)nung6bticf:  griebenöurfunbc;  ber  ®iil)nta.9  (altb.  suon-tac; 
obctb.  Sucn-,  Suntag),  nlt.  f.  itag  ber  ®üi)nc;  ©cric^tetag,  inöbef.  f.  baS 
iüngflc  «Client,  ber  jün^ftc  2ag;  ber  Sühn-  ob.  Sübncücrfuc^,  SBerfuc^ 
ber  2fu6|öbnun9  (Ircitenber  Parteien ;  —  Hbltit.  fülmbar,  «n?.,  »va5  gc; 
füt)nt  »vcrDcn  fann;  bie  ©übnbarfcit:  ber  Sübncr,  -ö,  bie  v5ü()nerinn, 
(altb.  sucnaere,  saenaerinne),  luer  fübtit,  ber  23erföbner,  2(uä9(eid)er,  2)?itt; 
ler;  fübnüc^,  S>p.  (altb.  suonlkh)  dt.  f.  fübnenb,  auögleicbenb,  friebebrin» 
genb;  bie  Sübnuni^,  bcii  'Süf)nen,  bie  ^diöföbnung  cb.  SSerföhnung; 
©enngtbuung,  S5u^e,  V(bbufung  (j.  ».  einer  ©djulb). 

fulc^cn  ob.  fulcn,  jicl.  u.  jiellof.  3>r.  (pgl.  ©oote  u.  ©alj)  bair.  f.  in 
«Saljtvaffer  beiden  (^^Uifc^)  ob.  gebeizt  iverben  (bae  gtctfdj  fulc^t);  bie 
(Suld)  ob.  Sul,  f.  (Soole,  @aljbrü()e,  Süiifjer  von  eingefalienem  S'^ifd) 
K.:  ba^  Sulfleifd),  in  ©alj  eclegtcö  gUifc^,  baö  geräuchert  (gefeiert)  rccr« 
ben  Uli. 

*2ule  1.  n?.,  9}?.  -n,  nieberb.  (auc^  ©uel;  oberb.  ©eucl,  ©culc,  f.  b.; 
mittclfj.  siule.  sul  öon  siuwen,  ncii)cn,  wie  baö  lat.  «ubula  Bon  suere)  f.  lii)ltf 
@(i?n|lerpfriem. 

vSulc  2.,  fulcn,  fülcn,  f.  fubten  ic. 

fulfern  ob.  füttern,  3>t>.  (ogl.  furfen,  fürfein)  fdjwäb.  f.  fd)lürfen. 

®ult  ob.  '5üUe,  n?.,  9}?.  -en,  nieberb.  f.  *2cbtt)eÜe  (f.  b.),  UntetfcbroeUe; 
uneig.  f.  ein  bummer  9}?enfib,  alberner  '^ropf,  ber  alles  über  fidj  erget)en  läfft. 

fuUen,  jiellof.  Sn?.,  lanbfc^.  f.  gleiten  (auf  bcm  (Jife);  bie  *2uÜC,.C[)?.  -n, 
f.  bie  JKcKe  ber  *5pule,  üter  rocldjc  bie  ©cfenur  be6  ®pinnrabc6  läuft. 

fulpcvn,  3if • .  fc^rodb.  u.  fc^»reij.  f-  fubeln,  fdimieren. 

»Sultan,  m.,  -eg,  9??.  -e,  (ocn  bem  arab.  sultJn,  gürfl),  ber  türfifd)e 
Äatfer,  aue^  öiic^fultan ,  (i)ro§l)eir  genannt;  uneig.  eine  2(rt  fd)oner  2Baf» 
ferbül)ner,  ba^  ^urpurbuhn;  eine  2lrt  gloifenblume:  ber  ivc[)lriedienbe 
©ultan,  bie  root)(ried)cnbe  (üvüfc^c  Äornblume,  au(^  bie  Sultanblume  gc« 
nannt;  bie  SuUanönianbet,  eine  2Crt  füpcr  SJJanbtln  mit  fuiner  grudjt  u. 
weither  (Sd)ale;  —  bie  *5ultaninn,  ©emablinn  beg  ©ultang:  fultanifc^, 
SiD.,  gropf)errlid);  uneig.  jn)ing=  ob.  9eivaUI)errifd). 

^ul,^e  ob.  ©lilje,  n?.,  9}?.  -n,  (altb.  sulza,  sulze,  nieberb.  «Suite;  »on 
(Solj,  f.  b.  u.  ogl.  baö  angcif.  syltan,  fc^rceb.  sylta  f.  faljen)  1)  ©al5brül)e, 
-foole  ob.  =lafe;  ein  gallertartiger  faltiger  '^lueifub  auS  tbierifd)en  2!beilen, 
f.  0.  XD.  öallerte  (ital.  solcio);  eine  in  ©aljbrübe  u.  (^ffig  eingelegte 
^leifdifpeife,  bef.  ein  fo  zubereiteter  geprefftcr  ©^roeinefopf,  audj  ^refjfcpf 
genannt;  obcrb.  auc^ :  bie  jur  JBenitung  §u  ob.  mit  einer  foldjen  ©allcrtbrübe 
befonbcvö  geeigneten  tl)ierifd)tn  Steile ,  olä:  Jtopfflcifd;',  SBanft,  .^er*.  «Kilj, 
©firme  2C.;  2)  lanbfd).  f.  ©aljlecfe,  f.  b. ;  3)  f.  *5aliquolIe,  ©al^iverf;  ^- 
fuljen,  jicl.  u.  jiellof.  3»tJ.,  1)  in  ©aljbrühe  einlegen,  einfallen;  oberb.  auc^ 
j«  ©ulje  ob.  (5)atiert  madien  (baljer:  ein  (Siefuljtcö,  b.  i.  eine  foldje 
Speife);  m  ©aUert  Jverben,  gerinnen;  2)  burd)  Saljlccfen  ob.  gcrrreuetcS 
(£al§  anlocfen  (SBilb.  ®^afe,  Sauben  2c):  ber  vgul^cr  I.  cliem.  in  ^uggburg 
f.  V.  w.  Äuttler  (f.  b.);  ber  Süljer,  lanbfc^.  f.  Arbeiter  in  einem  Oalj- 
werfe;  —  bcii  ©üljfleifc^,  in  ©a(jbrül)c  ob.  (Jffig  eingelegteö  gleif«^;  bie 


1168  (Suljet  —  .Sumpf 

©üljmitd^,  btdc  gcfä'uccte  ©d)afmi((^,  bte  mit  3ucft:r  bejlteut  bef.  fm  SÄf!(cn« 
bürg.  u.  ^olflcin.  gegejTen  wirb;  bte  ©üljflube,  in  ©aljfieberejen  baö  JBe» 
l)5ltnifö,  in  rcclc^eS  baö  fertige  ©alj  geftüvjt  wirb. 

©uljer  2.  m.,  -g,  9)?.  tr.  (5.  in  Jfugeburg  f.  ©efangenwartec,  Äer^ 
fermeijlter. 

©umber,  ©ümber  ob.  ©umper,  m.  u.  f.,  -i,  5)?.  ©ümbet,  (altb. 
sumpir,  sumbir,  sumber;  üon  gleichem  ©tamme  mit  ©aumV)  oberb.  1)  ein 
au«  ©trof)  geflodjtencr  bid)tet  Äorb  (j.  JB.  SacE^  «Brob-,  sm£()Ifumber), 
inebef.  S5ienenforb;  2)  ein  ©ctceibemai,  ge».  ©immer  (f.  b.),  gem.  auc^: 
©ummer,  ©ümmer;  3)  ein  rceitbaudjiger  .^rug  (baljec  meticici^t  baö  bair. 
bet  ©umpcrer  f.  JRaufd));  4)  cf)em.  f.  ^auf'e,  Slrommel  (in  biefer  SBeb. 
»ieireic^t  ein  ©d^alln?.,  »erw.  mit  fummen  2.?);  ba^er  fumbem  ob.  fum« 
pern,  jieUof.  3»^-,  »rt.  f.  paufen,  trommeln  (fd^Mjcij,  fomern);  bair.  u. 
öflr.  f.  einen  bumpfen  3'on  üon  firf)  geben,  mit  einem  foicf)en  ©d)all 
fallen  (nieberfumpcrn). 

©ummc,  W.,  SSJ?.  -n,  aSerfl.  ba$  ©nmmrf^en,  (oon  bem  tat.  summa; 
engl,  sum,  franj.  somme),  bie  burd)  Sufammenjabtung  me^rer  ^aijUn  ent* 
flanbene  3«bf9to0e,  bie  3abl9«fammtbeit  ob.  ©efammtjabt,  baä  ©anje, 
ber  SSetrag  ob.  SSetauf,  (5.  35.  bie  (Summe  »on  brci  unb  uier  ift  fieben;  bie 
«Summe  feiner  ^orberungcn  u.);  inöbef.  eine  unbeflimmte  ^O^enge  ©elbeS 
(eine  ©ummc  ®elbcö;  eine  gro^e,  f leine  ©umme;  ein  f)übfd;eo  @ümmc^cn2t.); 
uneig.  übtxi).  f.  i^nbegriff,  ©efammtbeit  (j.  SB.  bie  Summe  fetner  SJorjügc,  Sei» 
ftungen  :c.);  Q\xi)  f.  baß  -^öcbfTe,  SSoÜfommenfle  feiner  lixt  (bie  ©umme  be« 
©tiide,  ber  SoUfommenbeit  zc);  fummen  1.  3».  ')  jteltoö  ob.  riitfj.,  ju  einer 
©umme  werben,  fln\vad)fen,  ftcb  aufbaufen,  ge«.  auffummen  (ba§  fummt 
ftcb,  ob.  fummt  ft(^  auf);  2)  jiel.  ju  einer  ©umme  mad)en,  bie  ©umme 
auöred)nen,  jufammenred)nen,  -jäblen,  ^jie^en,  oud^  bi"5U"cbn«tt»  Qw- 
mit  frembartiger  ßnbung:  fummiren,  (jwei  Labien  — ,  ein§  jum  anbern  — ). 

fummen  2.  ob.  »erft.  fumfen,  /iicllof.  Sw-  m.  babcn,  (©cbaUw.,  »gl. 
bummen,  entg.  hum),  einen  eintönigen,  bumpfen,  etroaS  jtfd)enben  Sviut 
berüorbringen,  bcf.  oon  bcn  SBienen,  SBeöpen,  fummeln,  Ääfern  u.  u.  jebem 
tbrem  ßaute  äbnlicbcn  bumpf  oermorrenen  ©eräufc^  (bie  SBicne  fummt;  tS 
fummt  mir  »oc  ben  ©b^^"?  ^<^^  fummenbe  ©etöfe  ixt  ©tabt);  baS  ©um; 
men,  alö  ^w. 

©ummer,  ©ümmcr,  ©umper,  m.   u.  f.,  f.  ©umber  u.  ©immer. 

©umpf,  m.  -eg,  ?W.  ©ümpfe;  23er!U  baä  @ümpfd)en,  (altb.  sumft, 
sunft,  njabrfd).  au«  swumft  entfl.  »on  suimman,  fd^wimmen,  f.  b.  u.  »gl. 
©unb;  alfo  cig.  jufammengef^ttjommcneg  SBaffer;  oberb.  ©umft,  ©umpft; 
niebcrb.  ©ump,  fcbroeb.  sump,  i)oU.  somp),  ein  über  einem  tt?eid)en,  morafli- 
gen  Soben  ob.  5!)?oorgrunbe  jtebcnbeg  unreine«  5Baffer  ebne  2(bfluf«, 
»erfcb-  »on  ©et,  welker  größer  ift  u.  flarcS  SBaffer  i)ot,  »on  ^fubt,  Cac^e, 
^fil^e,  »eld^c  !leiner  ftnb  u.  aud^  feften  Sobcn  Ijaben  fönnen,  u.  »on  501  oor, 
SKoraft,  SBrucb,  b.  i.  fumpfigeS  (5rbrtit^,  ©umpfboben,  ©umpfgcgcnb;  in 
weiterer  S3eb.  überb.  eine  ©ammlung  flebenben  SBafferö,  bef.  SBcrgw.  bog 
SQSalfer,  weld^eö  ft(^,in  ber  ©rube  fammclt  (baber:  eine  Q5rube,  ein  SBergwerf 
2U  ©umpfe  geben  laffcn  ob.  ju  ©umpfe  treiben,  b.  i.  burdb  Sfacblaffigfeit  »er* 
fumpfen  laffen);  aucb  ein  SSebaitnifS  mit  ^Baffer,  j.  58.  JBerg».  ber  Srog, 
in  welcben  baö  Gaffer  »on  ben  SBafferEiinjlen  auggegoffen  wirb ;  ein  @raben, 


lia 


©umpf  1169 

burd)  weld}cn  bcr  ©^lamm  biö  in  bic  g(iitf)  geleitet  »rirb;  in  ^ot(afd;fiebe» 
rcien  ein  Untctfc^fafg;  bei  ben  ;äicgc(ftrcic^ern  eine  aiiögcbotjUe  öiiubt,  in 
»»fldjcf  bei-  2|)on  mit  SBaffec  buvdjgeQrbcitct  (eingefümpft)  wirb,  baS 
(Sumpf lod);  —  3fcß.  bcr  ©limpfanbütn,  f.  w.  \v.  SöalTiTanbom,  2ßo(f8= 
fuß:  bic  ©umpfbecre,  VSlooi--  cb.  ?D?üor6cerc;  bic  Sumpfbinfc,  ttcinc  gc« 
meine  Sinfe,  Sinfcngraö,  in  Sümpfen  wadjfcnb,  lünbfd).  aud)  ©umpffemfe 
cb.  ^fenbe;  bic  ©limpfbirFc,  3njergbirfc;  bic  vgumpfbUimc,  in  3ümpfcn 
«ac^l'cnbe  SBUinu;  bcv  ^5linipi"boC>cn ,  fumpfigcc  »oben :  bic  SiimpfC^illel, 
eine  auf  fumpfigen  SfBicfcn  iradjfmbc  2^ifte^:^(rt;  bcr  »2ump[^ütter,  in  ©um» 
pfcn  IC.  »t3a(!^fenbe  ©olterblume,  Butterblume;  bic  ^5umpfciC'erf)fe,  eine  Uxt 
in  ©ümpfcn  lebenbec,  nidjt  giftiger  Gibec^fcn,  aud?  ber  © ump f f a la m an» 
ber:  ba«J  Sumpfcrij,  ©ii'encr?,  roclc^eö  in  fumpfigcn  ©cgcnben  unter  bem 
SSJaffer  gefunben  wirb,  aud)  ©ce^,  2Kobcr  =  ,  gKcrafterj!;  bic  ®umpfeu(e,  in 
fumpfigen  Torfmooren  nijlcnbc  (Julc ,  iWooreulc;  bic  *£umpfflafd)e  ob.  bcc 
ÖumpffIafd)onbauir.,  eine  lixt  bee  glafc^enbaumö  (f.  b.),  aud)  2Ba|Tcrapftl ; 
bic  ^umpfgegcnb,  fumpfige  ©egenb;  baö  Sumpfqciräc^ö,  bie  Sumpf» 
pflanje,  iebcß  in  ©ümpfen  roat^fcnbe  (SJciräd)^;  bcr  vgumpfbafcv,  eine  2£rt 
beö  ®eet)afcrä  (f.  b.)  ob.  roilbui  Äornö  in  Siorbamerifa;  bcr  ^2umpfl)a()nen- 
fu^,  eine  2(rt  bc6  J^aljnenfu^eä  (f.  b.),  in  fumpfigen  ©egcnben  wact^icnb,  auc^ 
langer  9Ba|Terf?al)ncnfup ,  ©peerfraut  3C. ;  bic  ^gumpfbctbe,  f.  x>.  xo.  SOioor» 
^eibe;  9?o6marini)eibe;  bic  ©umpfficfer  ob.  =  ft'c^te ,  eine  2(rt  Äiifern  in 
9torbamcriEa;  bcr  ©unipftict,  Sergip.  bie  untcrftc  9iöl>re  in  einem  Äunflge» 
jeuge  ob.  eimt  '»pumpe,  f.  x>.  m.  ©djlungrcljre;  bcr  @ump[f(ec ,  giebcrflee; 
bcr  öunipffüt)!,  eine  oftinb.  Sumpfpflanze,  weldje  »rie  JCobl  genoffen  roirb; 
bic  »Sumpffolbe,  9{ot)rtolbe;  bcr  ^2linipffürb,  öergm.  ein  Jtorb,  in  welchem 
ber  Sumpftiet  jlcl)t;  bci^  «Sumpftraut,  f.  d.  ro.  ©umpfpflanje;  inßbef.  eine 
juc  (5«iinilic  beS  SBeiberidjö  gcf)örcnbe  fel)r  fleine  ^flanje  (limoiella  aqnatica 
L.);  bcr  ©iimptfrcbö,  in  Itebenbcm  2BafTer  lebenber  Ärebö ;  bag  Sumpfs 
lanb,  fumpfigcS  2anb;  bag  Sunipflciltfofraut,  eine  giftige  Tfrt  beg  Saufe» 
trautcö,  au(^  brauneß  Cäufefraut,  Sumpfrobel  jc.:  bic  Sumpf(erd)e, 
eine  in  bcr  5{äf)e  bcö  SSJaffers  Itbenbe  IHrdjinort;  ba^  Sumpf  (od),  f.  o. 
©umpf;  bic  Sumpfluft,  bie  l'uft  in  ber  9{älie  oon  ©ümpfcn:  al^  beftimmte 
fiuftart:  bie  fi^  auö  ©ümpfcn  jc.  entroictelnbe  fd)n:ere  brennbare  ?uft;  bie 
(Sumpfmauö,  eine2(bart  bcr  SBJaJTermaue,  aui^  ©umpfratte;  bic  Sumpf; 
mcifc,  eine  in  fumpfigen  ©egenben  lebenbe  SJJeifcnart,  aud)  9iiebs  9Jot)r», 
9^önnenmeife,  sDieifenfönig  jc;  bag  Sumpfmoor,  ein  fumpfigee  9)?oor,  j.  U. 
0.  Sorf»,  >!i>od)moor;  bcr  Sumpfnabcl  ob.  ba»  Sumpfnabelfraut,  eine 
!leine  ©umpfpflanje  üon  fd)arfem  ö5ef(^macf  (hydrocotUe  vulgaris  L.);  bie 
Sumpfnabel,  eine '.jrrt  ??lügclfc^necten ;  bic  Sumpfottcr,  tleinc  gifc^ctter, 
oou  fd)n)arjbrauner  garbc  mit  untermifdjtcn  gelblichen  ^Jaoren ,  in  JKufölanb, 
ipolen  2t.;  bic  Sumpfpflanze,  f.  ©umpfgeicödte;  bcr  Sumpfporfd^,  f. 
^orfd);  bic  Sumpfvatte,  f.  ©umpfmauö;  bcr  Sumpfreip,  in  naffen  @e» 
genbcn  wai^fenber  9ieiß,  j.  U.  o.  Sergreiß;  bic  Sumpfriöpe,  in  fumpfigen 
®egenben  rcac^fenbeö  JRiöpengrae;  bcr  SumpflObel,  f.  ©unipfläufifraut; 
baä  Sumpfrül)r,  Sioljrgraö;  bic  Sumpfvollc,  eine  2(rt  oflinb.  ?7JoUenf(^ne» 
rfen,  ©c^lich-oUe;  bic  öumpffc^nepfe,  5Kieb=  ob.  Jpecridjnepfc,  f.  b. ;  ba« 
Sumpffd)wein,  ein  jum  ®ef^led)t  beö  sDicerfc^roeineg  get)örenbe§  fübameri» 
tan.  Zi)iix,  ba«  grof  e  SKecrfi^wein,  omerifan.  SSäaJTerfe^njein  k.  ;  bie  Sumpfs 

•^eyfc'g  J^anbtoörtcvb.  b.  bcutf^en  ©pc.  2.  Zf)ii\.  74 


1170  fumfcn  —  (Sünbe 

femfe,  f.  ©unipfbfnfe;  bi«  ©umpffifge,  eint  2frt  bet  ©tfge  (f.  b.)  an  fmnpfi= 
gen  Drten,  aud}  trilbec  gppic^  jc.  (selimmi  palustre  L.);  bie  ©um^ffpinne, 
eine  an  ©ümpfcn  kbenbe  ®pinne,  »reiche  übet  bie  £)berfläd)e  beö  SBaffere  t)in- 
lä'uft,  auä)  ©aumfpinne;  ber  ©umpftorf,  an  fumpfigcn  Orten  gej!o(i^encc 
Sorf;  basJ  Sumpfüeild^en,  eine  3l'tt  ftanimlofec  SSeilc^en  in  fumpfigen  ©e« 
gcnbcn  bcß  noibt.  (Suropa;  bec  ©umpft^Ögel,  9J?.  @umpfüÖ3<I,  oerfd^icbene 
SJogctgattungcn,  tteldjc  in  fumpfigen  ®cgcnben  leben;  im^  ©umpfiKilffer, 
SDSaJTer  au§  Sümpfen;  ber  <Sumpfn)eiberid^ ,  in  fumpfigen  ©egenbcn  tvad)- 
fcnbec  SBeiberici^  (epilobium  palustre  L.);  bic  *Sumpfn)eit)C ,  1)  eine  in 
©ümpfen  u.  SKooren  lebenbc  lixt  ber  SBci^e.  aud^  9Jloo6meii)e,  roftige  SBei^e 
2C.;  2)  f.  9f{ött)ctoei()e  cb.  SKäufefalt;  ba«  (Sumpfirerf,  Bütten»,  ber  ju  ei- 
nem javten  ®c^lic^  gepod)te  3inn}»itter,  gem.  «Sumpfric^;  bie  @umpf; 
tvicfc,  eine  7(rt  auf  naffen  SBSiefcn  irai^fenbcr  ^lattcrbfcn,  ®umpfp(att= 
erbfe,  SBSaffcnriiJe  u.;  —  2fbleit.  fumpfig,  S3tt.  (obcrb.  fiimftig),  ©um; 
pfe  tjabenb  cb.  entl)altenb  (eine  fumpfige  ©cgcnb);  aui)  f.  fumpfid^t, 
fumpfat)nüd) ,  motaftig,  fd)lammiC|  (fumpftger  SBoben);  fumpfen,  jieU 
tof.  3».,  ju  ©urnpf  irerben,  in  ©urnpf  verffnfen,  goc.  nur  in  »er« 
fumpfen;  al6  9leu».  f.  ftili  pi)tn,  flocfen  u.  faulen,  üom  SBaffcr  (fv. 
ftagniren). 

fumfen,  3n5.,  f.  fummcn  2. 

funt,  SBw.,  alt  u.  nieberb.  f.  gefunb  (f.  b.);  ber  ©unbbom,  f.  ®efunb= 
biunncn;  funbloö,  SBw.,  f.  ungefunb,  in^bef.  einen  SSrud^  l)abcnb;  bie  ©unb^ 
t)eit,  (mittclt).  suntheit),  jge§.  ©unbt,  nieberb.  f.  ®efunbf)eit. 

(£unb,  m.,  -e^,  50'?.  (fetten)  ©unbe,  (entft.  auö  sumd  f.  swumd  oon 
swimman,  fd^wimmen ,  $85urjel  swam;  vgl.  Sumpf;  —  angelf.  iSlänb.  u. 
fd^web.  suud,  b.  i.  baä  ©^wimmen,  u.  bai  5Ö?eer  übcrf).;  ogt.  baS  angelf.  sun- 
dan,  iglänb.  synda,  fc^wimmen;  engl,  sound,  f)oU.  sond),  alt  u.  bi^t.  f.  Wieix- 
enge  (bat)er  ber  Ortsnamen  ©tralfunb);  gem.  in  engerer  Seb.  29?.  ber 
2)?eeren9e  jiinfd}en  @d)fDeben  u.  ber  bantfd}en  2n\d  ©eelanb,  burcö 
welche  bie  £)jt=  unb  S^orbfce  jufammenl)angcn:  ber  @unb  ob.  genauer:  ber 
£)re;<Sunb;  bat)cr:  ber  ©unbjoU,  3oU,  melc^er  im  ©unbe  entrichtet  mirb; 
funbtfd),  S3w.,  ju  einem  ©unbe  ge()crenb  ob.  baljer  fcmmenb  (funbifc^ 
®ut,  b.  i.  ik  aus  bem  ®unbe  fommenben  Jpäringe,  bie  fc^lec^teften). 

©Ünbe,  W. ,  SJ?.  -n,  (altb.  suntia,  sunta,  siinde,  altfdi^f.  sundia,  suodea; 
oberb.  bie  ©ünb,  SOT.  <Sünb  u.  ©ünben;  nieberb.  ©ünne,  ©ünn;  ißtonb.  u. 
fd^racb.  synd,  angelf.  syn.  engl,  »in;  —  n)al)rfdj.  oon  ber  SBurjcI  su,  sun  = 
lat.  se-  (sed,  sine),  fd^ciben,  trennen,  von  welcher  suntar,  fonber  ic.  (f.  b.) 
ftammt  u.  womit  auc^  baö  lat.  sons,  sont-ia  |ufammenf)angen  mag;  alfo  Ur- 
beb.  2tbtrcnnung,  :H"bn?ei(^ung  oom  SRed^ten  ob.  oom  ®efc§;  cgi.  b.  lat.  crimen 
u.  discrimen  mit  b.  gritd^.  y.Qiytiy  u.  lat.  fernere),  tt)em.  jcbe  n5iffent(td)e 
Übertretung  etne§  ®«fel[jeS,  ftnn».  SSerge^en,  SSerbredjen;  jc^t  in  engerer 
SBeb.  bie  Uebertutung  eine«  göttad)en  ©eboteg ;  eine  unftttltd)«,  flrafbnre 
.l^anblung,  oom  religiöfen  ®efic^t§puntt  als  fflerlc^ung  bes  göttlichen  5JBiUen8 
betrautet,  oerfc^.  Serbrccljen,  »eld^eS  bie  Uebertretung  ber  bürgerlid^en  @e= 
fefee,  u.  ßafler,  welches  bie  tjerrf^enbe  Steigung  ju  unfittlid^en  .^anblungen 
bcjeit^net,  (eine  ©ünbe  ttjun,  begeben;  ftd^  einet  ©ünbe  f^ulbig  maö)sn;  fein 
SBrob  mit  ©ünben  »erbienen;  bibl.  wer  ©ünbe  t^ut,  ber  ift  bet  ©ünbc  .Rne^t): 
bibl.  au«^  f.  fünblid;e  23efd)affenl)eit,  <SünbI)aftigfelt,  fittliclje  aS<rberbtt)<it 


funbcr=  —  (Sünbflutt)  1171 

(ogt.  Grbfünbc);  im  gemeinen  Ceben  übcrtreibenb  f.  Unred)t  (j.  S.  eö  i|t  eine 
©ünbc  unb  ©^anbe,  bafd  bu  fo  unorbentdc^  bi|l;  obcib.  C6  ifl  Sünb  unb 
©c^Qb  f.  (6  ifl  fcf)r  fcftabe);  fünb  ob.  fünbc,  (öomv.  fiinbcr)  Ott.  SBit».  f. 
fünblid),  fünb()aft;  —  ,dfe^.  mit  ®ünb  =  :  fünbloö,  Str.,  ctjnc  eiinbc, 
unfc^ulbig;  bie  (5ünt(oflC\fcit:  ba^  Simbopfcr,  bibl.  ein  bliitigeß  ©ü^n« 
opftT  für  eine  begangene  ©ünbe;  ba(J  Sünbiuaffcr,  bibl.  SBafTct  jur  JReini« 
giing  »on  einer  begangenen  ©ünbc;  —  mit  ©ünben=:  bie  (Sünbcnba()n 
ob.  bct  Sünbemvcß:  basJ  ©ünbcnbcfcnntnifö:  bcr  Siinbcnbocf,  eig.  ein 
SSort,  »oel^en  man  al6  ©üijnopfcr  für  feine  ©ünbcn  barbringt;  uneig.  fc^erj^. 
eine  ^erfon,  auf  reelle  2(nbere  bie  ©d)ulb  ifjrec  23ergef)cn  werfen,  ein  ©ün^ 
benbüper  ob.  ^träpcr:  ber  Sünbcnetlafä  ob.  bie  (Sünbcnerlafyunfl,  (fr. 
Tfbfolution);  ber  SÜnbcnfall,  baß  Verfallen  in  «Sünbe,  inßbcf.  bie  58erfünbi» 
gung  bc6  erften  «Dfenfdjenpaareö  u.  beren  folgen  für  baö  gjJcnfc^engcfdjlcc^t, 
nac^  bibl.  erj5()lung;  fünbenfrei,  S»r.;  i)Cii  ©ünbcngclb  (oberb.  ©unb« 
gelb),  auf  unrechtmäßige  SDBeife  erttjcrbeneg  ob.  tcrlangtig  ®clb;  ber  Süll- 
bcnfncc^t  ob.  '\tUw,  ein  Jtnedjt  ber  ©ünbe,  fünbiger  gjJenfc^;  bie  Sünbcn? 
IflfI,  briictcnbe  9)Iengc  ber  ©ünbcn;  baö  <5iinbenleben,  fünbigeö  Ceben;  bec 
@Ünbfn(ol)n,  ber  (5iinbcnpfu()(,  uneig.  f.  ein  fe^r  fünbi)after  ^uflanb;  bai 
@ünbcnrci)i(Ier  ob.  -üctjcic^nifS;  ber  ©unbenfc^laf,  f.  ©c^Iaf  (unter 
fc^lafen);  bie  ©ünbcnfc^ulb ,  bie  ©ünbe,  al6  eine  ©(^ulb,  njelc^e  man  auf 
jld^  labet;  bie  Siinbcnjlrafc,  =  Vergeltung  ic;  ber  ©iinbentilger;  bie 
©ünbentilgung:  bie  SünberiDcrgcbung  jc:  —  libliit.  fünbcn,  jiellof. 
u.  jiel.  3n).  (altb.  suution,  sunton,  siindeu),  alt  u.  oberb.  f.  fünbigen,  fe()(en; 
bal)er:  ber  ©ünbet,  -ö,  bie  t^ünbcrinn,  9)?.  -en,  (altb.  sündaere),  irec 
fünbigt,  «ine  ©ünbe  ob.  <Sünben  begebt  ob.  begangen  hM,  Übertreter  beg 
göttlichen  ©efe^eö  (roir  finb  allzumal  ©ünbcr);  el;em.  f.  S3erbred)er,  üJZifye^ 
tbrtter  (bal}cr  nod):  ein  armer  ©ünber,  b.  i.  ein  jum  Scbe  tierurtl)eilter 
SSerbred^er,  fr.  J?elinquent) ;  [(^erjlj.  übertreibenb  aui):  n>er  ftc^  eine$  f leinen 
83er.gel)enö  fdjulbig  gemalt  i}at;  iai  *Sünberi)emb,  Oberfleib  eines  armen 
©ünberg;  fünbf)aft,  Sto.  (altb.  sündehaft)  mit  (Sünbe  be()aftet,  5ur 
©ünbe  geneigt,  fünbig  (ein  fünb{)after  SKcnfc^);  einer  ©ünbe  af)nltdi  ob. 
gleid),  fünb(id)  (fünbbafte  Jpanblungen) ;  bie  (Sünbl)aftigfeit,  iai  «Sünbs 
f)aftfein  (eines  SKcnfc^cn,  ob.  einer  ^anblung);  fünbig,  SBm.  (altb.  suntig, 
siiiidec)  ©ünbe  I)abenb,  geneigt  ju  fünbigen,  fünbbaft  (bibl.  o  rcet)c  beö 
fünbigen  93üI!c6!  mit  fünbigen  J^änben  ic);  fünbigen,  jiellof.  u.  jiel.  3». 
(waf)rfc^.  nid)t  oon  fünbig  abgel.,  fonbern  unmittelbar  au6  bem  alten  sunticn 
cntft.,  f.  0.  fünben),  eine  ©ünbe  ob.  ©ünben  bege{)en,  (njiber  &oU,  miber 
feinen  9id^flen  — ,  auc^ :  an  ®ott,  an  feinem  8eibe  ic.  — ,  u.  'fid.  ctwaS 
— ,  j.  35.  maß  i)abc  iä)  gefünbigt?);  in  weiterer  Seb.  f.  fef)len,  %il)lix  be; 
ge^en  (j.  S.  gegen  eine  ©prac^regel  — ):  ber  ©ünbiger,  -ö,  bibl.  f.  ©ün- 
ber; fünblicö,  aSm.  (altb.  sündelich)  einer  ©ünbe  gleid)  ob.  d'ljnlid),  bem 
göttltd)en  @e|^e^  jmviberlaufenb  (fünblic^  leben,  Ijanbeln;  fünblit^e  ©eban» 
fcn  jc):  bibl.  aud^  f.  fünbig,  (j.  S.  ein  funblic^tß  23ol!);  bie  @ünblid)!eit, 
baö  ©ünblid)fein,  bie  fünbltd)e  S5efd)affenheit. 

funber;,  Sm.  in  3fc^-  alt  u.  oberb.  f.  füber,  f.  unter  ©üb. 

©ünbflutl),  \v.  (altb.  sinvluot.  sintvluot,  im  älteren  Oberb.  ©inbflut, 
au^  ©inbflufß;  nic^t  von  ©ünbe,  worauf  eö  erfl  in  ber  neueren  ©prac^e 
bur(^  ÜJliföoerflanb  gebeutet  »urbe,  fonbern  »on  bem  alten  ©tamme  sin,  welket 

74* 


1172  funbj)aft  —  Suc 

Ätaft,  (Starfe,  JfuSbclinung  in  «Raum  ob.  3ctt  bc§i'i(^net;  ügt.  Stnau,  ©in; 
grün,  ©efjne  2C.),  urfpr.  iiberfj.  ein«  grcfe,  gewaltige,  lueit  verbreitete  2ßaf= 
ferflutf),  iiberfc^ifcmmung  cineö  ganjen  Sanbeö  (fo  noi^  bei  fiut{)cr);  gcro.  in 
engerer  SBeb.  bte  grofe  Überfd)roemmung,  »veld}e  ju  ^ioa^'g  3eit  bie  ClJZen- 
fd)en  i{)vcr  ©ünbfjaftig!eit  wegen  vertilgt  f)aben  foU;  uneig.  f.  übermäßige 
güUe  ob.  5}tcngc,  »gl.  glutf). 

fünbt)aft,  fünbig,  fünMgen,  fünbtic^  2c.  f.  unter  ©ünbe;  —  fum 
Hfc^,  ©unbjoU,  f.  ©unb. 

@upel,  m.,  -g,  Wl.  tt).  (5.,  lanbfc^.  f.  bie  ^Ttofe  ob.  2C[fc. 

fupfen,  fupfeln,  aud?  [upfejen,  ^ieüof.  u.  jiel.  3w.  (üon  [aufen,  f.  b., 
nieberb.  fupen;  »gl.  füfctn  u.  ©uppc),  obecb.  f.  ein  tvenig  trinken,  fc^lürfen 
bef.  auö  einem  ju  »ollen  @tafc,  bamit  eö  nid^t  überläuft  (gefupft  »oll, 
fd^tt)äb.  f.  ganj  »oU:  lanbf(^.  auä)  (jüpfetn)  f.  tüd)tig  trinken;  ba^ 
©upfei,  ein  wcidbgeBod^teö  @i,  welc^cö  man  auöfdjlürft. 

Suppe,  n?.,  Wl.  -n,  Sötrft.  baö  ®üppd)en,  oberb.  ©iipplein,  (cberb.  bie 
©uppen,  nieberb.  (Seppe,  fd^web.  soppa,  tngt.  soop.  soup,  franj.  soupe,  ital. 
suppa,  zuppa,  fpan.  sopa;  »on  bem  nieberb.  fupen  f.  faufen  (f-  b.),  fc^lür« 
fcn;  bie  nieberb.  gorm  ©uppe,  welker  l)ö(^b.  ©auf  ob.  ©upfe  (»gl.  fus 
pfen)  entfpre(^cn  roüvbe,  ift  fc^on  feit  bem  2(nfangc  bt6  löUn  3ül)tl;.  aud)  ins 
Dberb.  aufgenommen  werben;  bie  alte  l)oc^b.  ©prac^e  i)at  in  bicfem  ©innc 
nur  souf,  suf,  sufili),  eine  gefod)te  flüffige  ©peife,  welche  für  ftd^  allein  mit 
bem  ßöffel  gegcffen  wirb,  ftnn».  SSrü^e,  f.  b.  (eine  SSrob-,  Söatfer-,  Sier«, 
SOtil^«,  SBein^,  9!3ie^l=,  gleifd^brüt)fuppe  :c. ;  ein  Söffel  ©uppe,  b.  i.  ein  wenig 
©uppe;  einen  auf  eine  ©uppe  einleben,  uneig.  f.  jum  offen,  ^u  einer 
warmen  SJfatjljeit,  weisse  in  ber  Stegel  mit  einer  ©uppe  beginnt;  bal)er  oberb. 
bie  SJlorgen«,  3Jlittog--,  Sladjtfuppe  f.  -SOialjljcft;  gem.  uneig.  eine 
©uppe  einbrocten,  b.  i.  etwas  oerübcn,  {ic^  ju  ©c^ulbcn  femmen  laffcn;  bie 
©uppe  auecffcn  muffen,  b.  i.  ba6  SSerübte  büßen);  gem.  f,  jebe  bi(f[td)C  5'öf- 
figfeit,  j.  S.  Slut  {iie  rotlje  ©uppe),  ©traßcnfotl;  (in  bie  ©uppe  fallen;  untig. 
einen  in  ber  ©uppe  fledCcn  laffen,  b.  i.  in  einem  f^limmen  Jpanbel,  einer  SSer* 
legen^eit),  »gl.  aud^  ©runbfuppe;  —  3fe^.  ber  Suppeneffer;  bag  ©up^ 
penfleifd^,  oberb.  ©uppfleifd^,  gteifc^,  wo»on  eine  ©uppe  gefoc^t  iil;  ber 
Ouppcnftcunb,  f.  Safelfreunb ,  ©c^maro^er;  bie  ©itppenfreunbfd^aft, 
greunbf^aft  eineö  feieren;  ba«  »Suppenfiaut,  dJl.  «Suppenfrciuter,  @ür= 
tengewdd^fe,  weld^e  alö  SBürje  in  ©uppen  getl)an  werben;  ber  @Uppen(Öffcf, 
ein  großer,  tiefer  Cöffcl,  mit  welchem  bie  ©uppe  auf  bie  Seiler  gegeben  wirb; 
ber  ©uppennapf,  bie  (Suppenfrf)üf[el  ob.  -'öd)ale,  f.  9Zapf  jc;  ba« 
©uppenfd^nittlein  ob.  ^fc^ni^lein,  oberb.  aSrobltüct^en,  bie  in  bit  ©uppe 
gef^nitten  werben;  ber  ©Uppentanj,  oberb.  bü  ^oc^jeiten  ein  Sanj  cor 
bem  Tfuftragen  ber  ©uppe;  ber  ©Uppentetter,  eine  Hvt  tieferer  Setter,  »on 
welchen  man  bie  ©uppe  ifft;  —  3fbteit.  fuppcn,  ?iellof.  u.  jiel.  3w.,  gem.  f. 
©uppe  effen;  etwai  ali  ©uppe  mit  bem  ßöffel  effen;  fuppig,  Sw.,  gem. 
flüfft'g  u.  bünn  ivie  ©uppe;  oberb.  uneig.  »on  SRenfdjen:  ol)ne  gefligfcit, 
fc^wad^lic^. 

@ur,  tt).,  Ü)Z.  -en,  (wo^l  »on  glci<i^em  Stamme  mit  fauer,  alt»  u.  nie* 
berb.  sür;  ober  burc^  Übergang  »on  l  in  r  aug  bem  oberb.  ©ul,  ©oole,  ©alj« 
brü^e  entft.V),  oberb.  1)  ©alittjaffer,  ©ai^brü^e,  ©alilafe,  inßbef.  bie  glüfltg« 
£ett,   bie  ftc^  über  eingefaljenem  .^o^l,  gleifc^  u.  fammelt  (bal^er:   ^aut, 


eure!)  —  fujl  1173 

Steffel  IC«  «n  btc  ©ur  Ugcn;  ©urflctfc^,  f.  cingefaljcnee  g(fifc^);  in  obcrb. 
©QljTOCcIen  audj  f.  bic  @co(e,  f.  b.;  2)  f.  SWifl--  cb.  Düngivaffer,  3rtud)<, 
jebe  \if)t  unreine  glüfjigfeit;  furcn,  jicl.  3^.,  obcrb.  1)  f.  in  ©aijrüafTcr  le- 
gen (etnfuicn);  2)  SWiflrortfTet  auf  ba«  i'anb  bringen;  fimq,  Str.,  t5om 
(Stbrcic^:  nafö  unb  falt. 

<Sürc^,  m.,  -eö,  oberb.  f.  hci6  ©orggia«,  f.  b. 

©Üre,  n?.,  9)?.  -n,  nicberb.  u.  fd^roeij.  (altb.  siurra,  siuro,  sinre;  obetb. 
bie  ©cur  ob.  ©eure,  geip.  oertl.  ba«  ©cutlein;  alt  u.  lanbfd).  auä)  ©icre, 
®irc,  ©eiet  jc;  mittl.  tat.  »iro,  franj.  <iron),  1)  eine  ^rt  ?0?ilbe,  treidle 
füt  bic  Utfac^c  bfc  eitctblQgdicn  auf  bcr  ^aut  gcljaltcn  irirb,  bie  .Rta^milbc; 
nicbctb.  aud)  f.  9Jeit=  ob.  gililau«;  "2)  gcir.  f.  @iterb(äödien  auf  bcr  J^aut, 
^ifeblatter,  ginne  im  @cfi(^t;  3)  nicberb.  uncig.  f.  etvoai  2Benige(J,  bcii 
®cnng[le  (nic^t  ein  ©ür). 

fürfcn  ob.  fürpfcn,  fürfein  ob.  fürpfcln,  ^xv.  (cgi.  bas  lat.  sorberr), 
obetb.  f.  fitlürfen. 

©üring,  m.,  -ei,  1)  nicberb.  (»on  für,  faucr)  f.  (Sauerampfer  (au^: 
©üttcn);  2)  ein  eigene^  ^flanjengefd)(ed)t  mit  !lcincm,  fünffad)  gct^cil« 
tcm  S3lumcnfc((^ ,  fünf  ausgebreiteten  JBlumcnblättern ,  jcfjn  ©taubfdben  ic, 
roclc^cö  fugclförmigc,  breifäc^crige  Sccren  trägt  (limonia  L.). 

furfeln,  jicKof.  3»-  (ogl-  furfctn  2)  obcrb.  f.  flccffen,  fd)mieten,  fd)Ied)t 
fd)retben. 

furmcn,  ?icUo[.  ^»d.,  oberb.  f.  furren,  fdiroirren;  ber  ©urmer,  -S,  im 
3ittertt)alc  f.  bie  9}?auerfd)roa[be. 

furren,  jicUof.  3n>.  m.  Ijaben,  (f(^n)cb.  surra,  ein  ©c^allm.;  Dgl.  baö  lat. 
susnrrare),  einen  eintönigen,  bumpfen,  jittcrnben  (SdjaÜ  heroorbringen  ob. 
l)6ren  laffen,  finno.  fd)nurren,  fd)trirren,  fummen  (baS  ©pinnrab,  bcr  Ärei' 
fct,  ein  Jidfir,  eint  glirge  2c.  furrt);  obcrb.  auc^  von  bcr  ßmpfinbung  beS 
(3aufen5  cb.  ^röf)neng  im  Äopf  jc.  (j.  85.  ber  Äopf  furrt  mir  »on  bcm 
©^lagc,  Dor  @(^mcrj  ic;  c«  furrt  mir  im  C{)rc);  fc^iräb.  u.  fc^mcij.  f. 
fnurren,  brummen,  mürrtfd)  fein;  u.  f.  umljerfdurarmen  auf  ©clagen  jc 

©ufanne,  \v.,  -n^,  ein  urfpr.  l)cbr.  weibl  SSornamcn,  gem.  abge!. 
<5ufc,  ».,  u.  ücrEi.  ©uörf)en,  f.,  -6;  bie  <£ufannenblumc,  «nc  litt  beö 
Änaben=  ob.  .:^obcnfrautc6  in  JDflinbicn  (orchis  Snsannae  L.);  bai  (Sufan= 
nenfraut,  lanbfe^.  f.  Scrgifßmcinnic^t;  u.  f.  Qftjrenprciö. 

fufcn,  jicllof.  ^m.  m.  ^aben,  nicberb.  u.  f^»r»cij.  f.  faufen,  jifd^en;  fd)tt)eij. 
u.  fd^redb.  auc^  f.  gäl)ren  (bat)er:  ber  ©ufer  f.  neuer,  gdfjrcnber  Söcin); 
nicberb.  inöbcf.  mit  fanft  5ifd)enbem  ob.  faufelnbem  ^ciutt  ein  Äinb  ein- 
fd)[ä'fern,  inbcm  man  c6  in  fc^aufclnbe  ob.  fdjwanfcnbc  SSenjcgung  fcßt,  aud): 
füf^cn,  fuöfcn,  (ba()cr  ©ufenünne,  von  Stünne  f.  flcinee  JCinb,  bie  2tn' 
fangSworte  cincö  Sicbe^en«,  mit  welchem  man  Äinbct  in  ben  ©^taf  bringt; 
f^on  hd  8ut(jcr:  bai  ©ufaninnc  f.  585iegcnlicb). 

fü^,  S8n>.,  6omp.  füper,  ®up.  füpefl,  (alti).  suozi,  9tn».  suozo,  mitttl^. 
siieze,  3l\v.  .siioze,  obcrb.  füe^;  got^.  suti,  altfädjf.  snöti,  nicberb.  föt,  föte, 
^OU.  soct,  fc^rocb.  söt,  bän.  söd;  angclf.  fvete,  engl,  sweet;  »gl.  baö  lat.  sua- 
vi«,  gricc^.  i)d'i;.  fanßfr.  sv.^du  oon  bcr  SBurjcl  svad,  f^mcctcn,  xvai)t^d).  9Ic» 
benform  Bon  sud,  svid  (ogi.  ©(^irci$,  fc^roi^cn),  alfo  urfpr.  ba«  'Scui)tc, 
©(^mcljcnbc  bcjci^ncnb;  tgl.  miib  u.  angelf.  meltan,  fd)mcljcn),  einen  ei^ 
gent()iimlid)en,   bödjfl  angene()men  ßinbrurf  auf  bie  @efd)macföner\?en 


11T4  füg 

mac^enb,  an^cml^m  ob.  IteblidE)  tton  ®efd)marf,  entg.  bitter,  f)cr6e,  fauec, 
farbig,  (^ontg,  3urfet:  ".  tfl  ob.  fd)mccft  füjj;  füßcS  Dbfl,  fü|5c  Ätrfc^cn,  füfjcr 
SBctn;  bcr  t)öc^|te  ®rab  bicfeß  ctgcntt)mnlid^cn  ©efdjmarfeö  !ann  aber  aud^ 
unangenet)m  »ücrbcn,  ba()cr:  ju  füf,  wtbrig  füf  u.);  oft  ouc^  \)on  einem 
geringen  ©rabe  biefeg  ©efdjmadS,  nur  ntd)t-'fauec,  nid}t--faf5i3  (j.  S5.  füpe 
SJiil^,  cntg.  ber  fauercn;  fii^tg  SSrob,  b.  f.  ungcfäuertce,  ^cfcnbrob;  füftö 
SBaffer,  b.  t.  SSrunnen^,  gtufSmaffer  Jc,  entg.  bcm  [aljigfn,  «Oiecrwaffcr  ic); 
in  weiterer  JCnwenbung  einen  af)nlicf)en  an9cnef)men  (Jinbrucf  auf  einen 
(jnbercn  ©inn  madjenb,  (icblid),  tt)of)lgefaUig,  ingbcf.  für  ben  ®erud)  (ein 
föpcr  ®truc^,  fü5  buftenbe  S3Jumcn)  u.  für  bcii  &ei)'6x  (fü^e  Sone,  eine  [ü^e 
©timmc,  fii^cr  ®efang  u.);  uneig.  fiir  baS  ®efammtgefüf)t  ob.  bte  innere 
ßmpftnbung  I)öd)jl  angenef)m,  fanf't,  Heblid),  anniutf)i9  (fü^  [d^tafen,  fü|jer 
©^taf,  fü^e  Sraume,  ein  fvi^eS  ®efiif)(;  fü^e  Siebe,  eine  fü^e  SBct)mutf),  fü^c 
Zi)vätttn;  üuc^  al§  ©d^meic^etmort:  mein  füfieß  Äinb!  füfcS  SDJäbd^cn  jc); 
ferner  für  freunb(td),  mitb,  gütig,  fd)meld)el{)aft,  jartUd)  (fü^e  2Bortc,  Sie' 
ben;  einem  ctroaS  ©üfeö,  taufenb  fü^e  ©a(!^en  fagcn),  aud)  tabelnb  u.  fpöttifdj 
f.  übertrieben  freunblid},  fd)meid}e(nb ,  fd)öntf)uenb  (füf  fein,  füjj  fprcd^en; 
ein  fü^cr  Jperr  2c.);  —  3fe|.  ber  ©üfapfd,  Dcrfc^iebcne  3(rten  fü^er  Jfpfcl; 
ber  «isüpbajl,  lanbfc^.  f.  JtcUcrt)als,  ©eibelbaji;  ba6  @üfbtiefd)cn,  järtli^cg 
ob.  fiiebelbriefdjen  (S^eu».  f.  ba6  fr.  S5iUet-bouj:);  bai  ©iipbrol?,  oberb.  f. 
ungcföuerteß  S3rob;  aud)  f.  3ucterbrob,  fü^c6  Sadmcr!  (fr.  SBiecuit);  bie 
©Üpetbe,  eine  imScn)U  unb  ©maragb  entbcdte  eigentt)üm(i^c  einfache  @vbe, 
Wilä^e  allen  Säuren  einen  füpcn  ©efc^mact  mittijcilt  (fr.  @U)cin-@rbe);  ber 
©Üpfarn,  eine  Tixt  ^iun!tfarn,  bcffen  SBurjel  einen  efcl^aft  füfcn  («ef^macE 
i)at,  au<i)  ©Ü^njurjcl,  »ilbcS  ©Üf()Olj,  ©ngclfü^  JC.  (polypodiiim  vul- 
gare L.);  bie  <5üf flöte,  eine  3(rt  glöten  in  ben  Drgeln;  i>(i§  ©üp{)0(5,  eine 
tm  fübl.  JDcutfc^lanb  u.  wärmeren  (äuropa  wac^fcnbe  ^ülfenpftan^e  mit  fjoljid^- 
ter,  füper  SBurscI  (glycyrrhiza  L,),  au6  »pcld^ec  ber  ©ü^f)o(j^  ob.  Cafri^cn- 
©oft  gcfotten  wirb;  falfd^cS  @üft)otj,  eine  2(rt  S ergerb fen;  «ilbeö 
®ü^t)oIj,  f.  ©ü^farn;  ber  ©üpflee,  eine  bcm  Äfce  äijnüAje  ^flan^e,  aud^ 
©d^i(bf(ee  ob.  'haut  (hedysarum  L.),  bef.  ber  gemeine  ©ü^Hec,  ein  yor= 
2Üglid)cö  gutterfraut,  aud)  türfif^cr  ob.  ©cfcnjcijcr^Älec,  2Birfcn!tee,  S^ai)nin' 
!amm,  J^ciligl)eu  k.  (fr.  e^parfctte);  iai  ©üfjfraut,  unci^te,  wilbc  SBärcn^ 
flau  ob.  SSarennjurj;  ba^  ©üpmaul,  gem.  f.  ein  SUJcnfd),  ber  fü^c  ©peifen 
liebt,  ßedermaul;  bev  ©üptcig,  ungcfauerter  Seig;  bie  Süpwurjcl,  f.  ©ü^* 
farn;  inbtfd^e  ©ü  jjwurjcl,  eine  2(rt  bc6  6"i)pcrngrafc6  mit  fü^cr,  eföbarcr 
SBursel,  (Srbmanbel;  ■ —  3(bleit.  hcii  ©üpi^en,  -g,  lanbfdj.  f.  fleine^  fü^ 
^ci  iDing,  3ucferp(a&d)en  (fr.  Sonbon);  uneig.  f.  fü^c6  5)?abd)cn,  2ieb= 
djen;  bie  ©ü^e,  o.  SÄ.  (altb.  suozi,  süeze,  oberb.  ©üc^e,  @üc^cn),  alt  u. 
bi^t.  f.  ba6  ©itpfein,  bie  füpe  S5efd)affenf)eit,  aud)  tt)ot)l:  bie  ©üf  l}eit,  in 
allen  S3cb.  uon  fu§  (j.  S3.  bie  ©üßc  bcS  JgJonigö,  bc6  ©c^lafcö,  ber  ikbe  u.); 
Qiw.  bie  ©ü^icifeit,  1)  o.  9Ä.  f.  o.  w,  bie  <Süfc,  ba6  (Suffetn;  2)  3)?. 
-en,  etwai  ©üpeg,  ein  füfer  «Stoff  (j.  S.  gern  ©üpigfciten  cffen);  uneig. 
etwas  TTngene^meg,  <Sd)meid)clf)aj^tc6,  eine  ©djmeidjelrebc  (j.  33.  einem 
sOlöbd^en  ©ü^igfeiten  fagcn);  füfcn,  jicl.  3».  (altb.  suozian,  süezen;  nieberb. 
föten)  füp  mad)en,  gem.  uerfüpen  (eine  ©pcife,  2Crjenci  ic);  aud)  oI)ne3ielw- 
feine  ©üfigfeit  mitt{)eilen  (j.  95.  biefer  3udcr  füft  gut  zc);  fü^eln,  jietlof. 
3»p.  rr\.  bab^n  (obevb.  fü^eln,  franf.  fufeln,  fuffeln)  fü§(id),  bef.  TOtberddj 


(Suter  —  %  1175 

fiif  fcf}mecf<n  ob.  riecf}en;  uneig.  auf  «in<  roib<r(icf)  fiipc,  übertrieben 
freunt)rid)e  2c.  Hxt  ftd)  benehmen;  bal)cr  bie  <£iipelct,  ein  folcbe«  25ene[)j 
men;  fclct}e  JKeben  (101.  ©üpelcicn);  ber  OüpUr,  -6,  ein  fii^(id)er  5}?enfd}, 
@d)meid)Ier;  füplic^,  SSio.,  etira«  fiif  (füftic^  fdjmcrfcn,  ein  füglic^cc  ©t« 
fc^mad);  uneig.  ein  ivenig  fü^  in  feinem  SSetragen  ic,  übermäßig  freunb* 
lid)  u.  fd}meid)(erifd)  (j.  S3.  fein  füp(id)c6  Jöcftn  ift  mir  juiriber);  bie  ^ü^-- 
lic^teit,  ba«  ©ii^Iid)fein ;  ber  Sü^ling,  -e3,  5)2.  -e,  1)  ein  fü^(i'i)ec 
3J?enfd),  filier  ^err;  2)  ber  mildjgebenbe  S3lätterfd)iramm,  Jörätling. 

<5utct,  m.,  -g,  SÜft.  n).  (5.  (aud?  ©utter,  ©uttnct  Jc;  altb.  suturi, 
Eutarc,  sulaeie,  com  Qltb.  siiiuan,  siiiwen,  ^xät.  »iimita,  siita,  süte,  neigen;  = 
lat.  sutor  oon  suere;  ogi,  ©tute,  ©uU  1.  u.  ©d^uflcr)  eU.  f.  ®d)uf)mad}er. 

<Sutt,  m.,  -eö,  (üon  fieben,  f.  b.)  oberb.  u.  f^iwetj.  f.  <Sob,  @ub;  bie 
<SiUt,  (gem.  aüd)  ®iib,  ©ieb,  =  altb.  suti,  süte)  oberb.  f.  x>.  \v.  bie  (Ziebc, 
b.  t.  mit  l)ei^em  SQJaffer  abgebrü^eter  Qietreibe^'JIbfaU  ob.  ©preu  al«  2}ief)- 
futter  (auij:  baö  öiefott  ob.  QJefütt);  bie  Sutte  1.  9??.  -n  (ugl.  fieben 
u.  ©ob  3),  rlt.  f.  SSrunnen,  0ueUe;  oberb.  (bie  ©utt  ob.  ©utten)  f.  icid)tt 
^fü^e,  ^ful)l  (ogl.  ©übel);  fc^wcib.  aud)  burd)  5öaffer  roetd)  geroocbe-- 
ner  S3oben. 

@Uttc  2.  ix).,  9)?.  -n  (alt  Mite,  oberb.  bie  ©utten,  auc^  ©üben;  au« 
©uc^t,  Äran!|)ctt,  cntft.?)  oberb.  f.  ÄranfenjTube,  bef.  S5etjlube  in  einem 
Jtrttnfenf)aufe,  aud^:  bie  ©uttcnjlubc;  ber  Suttenpreöiger,  ^rcbiger  für 
bie  Äranf;n  im  ©pital. 

futtern  ob.  füttern,  aue^  fottcrn,  jieltof.  3>o-i  oberb.  1)  (Scrjldrfungö« 
form  con  fieben,  f.  b.)  im  Jtod)en  n^alIen  unb  überfliefen:  uneig.  mit 
fd)led)t  verbiffenem  UnroiKen  reben,  brummen,  feifen;  2)  (in  bicfcr  JBeb. 
Dt<Uei(^t  f.  fudern,  ali  S^ebcnform  »on  ftctern,  f.  b.  u.  »gl.  feigen)  fc^njöb. 
aiii  einem  engljalfigen  ®efä'fe  (angfam  auöfliepen,  tropfenroeife  auälau^ 
fen,  ob.  etwa«!  auslaufen  (äffen  (bat)er:  ber  ©utterirug,  ein  langer, 
cngt)alfigcc  Jteincrner  JCrug);  uneig.  f.  ungern  u.  farglid)  geben;  —  iai 
©Utteric^  ob.  «Süttcric^  (oon  futtern  1)  oberb.  f.  bie  gallertartige  S3rüf)e 
oon  eingefottcnem  ob.  gebratenem  gletfc^;  auc^  ber  SSobenfa^  oon  gefc^mol- 
jener  Sutter. 

fu^en  ob.  gem.  fu^cln,  3».  (ogl.  faugen,  fudcln,  lat.  sugere,  succus  u.) 
oberb.  f.  faugen,  bif.  ben  <Snft  oon  ttwai  aUmäljlid)  einfaugcn;  bie  @u^, 
f.  bai  (Olutterfd)n3ein;  bai  ©u^el,  -^,  fdjwäb.  f.  ba^  @d)weind)en;  ber 
ob.  bie  ©u^el,  ob.  öfh.  ber  ©u^ler,  ein  2!)ing,  reoran  man  faugt:  Saug« 
beutet,  ©(!^uUer;  Jtrduter  ic,  roelc^c  bie  J^inber  auslaugen;  Sabadöpfetfe. 


©t)lbc,  tv.,  f.  ©ilbe  jc. 


X, 


2;,  ber  jnjanjigfle  25ud)fl.  bei  2(33(5,  ein  9)?itl.  u.  jn?ac  bet  f)arte 
Zungenlaut,  entg.  bem  weichen  b,  mit  welkem  er  in  munbartlid5er  Äuöfprac^c 
l^aufig  oerroec^fclt  roirb  (ogl.  Slaube  u.  SDaube,  Seic^  u.  ®eic^,  roaten  u.  SBabcn 
JC);  in  manchen  SBÖrtern  fc^roanft  audj  in  ber  ^oc^b.  ©c^riftfprac^e  bec  @e» 
t>tau(^  jwifc^en  t  unb  b  (g.  95.  tcutf^l  u.  t.  bcutf(^,  Dinte  u.  r.  Sinte, 
fputen  u.  fpuben  k.).  Unferm  nculjoc^b.  t  liegt  im  Allgemeinen  au(^  ein 
oUb.  t  ju  QJrunbe,  biefem  aber  ein  äUercö  (0Ot^ifc^e$,  angclf.  \t.)  d,  n?el4c6 


1176  Zaal  —  Sabac! 

auc^  bie  nie b erb.  SKunbavt  in  bcc  SJc^ct  Uihe^ält  (j.  S.  Zoü)tev,  mitUlh- 
tohter,  a(tf).  tohtar,  gotfj.  dauhtar,  niebecb.  Sogtcc;  tobt,  altb.  tot,  got^. 
dauths,  nicbcvb.  boob:  tief,  Qltb.  tief,  tiof,  gotf).  diups,  ntcbccb.  becp:  gut, 
xnittcli).  gnot.  aiti).  kuot,  gotf).  gods.  nicberb.  goob,  u.  bgl.  m.);  bagcgen  cnt= 
fpvic^t  tab  nicberb.  t  mcijl  bem  tjoc^b.  5  (f.  b.).  5ÖerboppeIt  n)irb  bag 
t  nac^  gc)'djärftcn©clbfl(autcn  (j.  25.  SBfatt,  Sßcttcr,  bitten,  ©pott,  9}Juttcr). 
2m  2(n(autc  ftc^t  c6  mit  feinem  anbcrn  SOlittaut  unmittelbar  t>erbunbcn ,  au^cr 
tjintcr  bem  f  (jt)  unb  vor  bem  r  (tr—  ;  nur  im  )Oberb.  auä)  tfd?  — ,  im  9^{e- 
berb.  au&,  tw  — ).     Über  bt  f.  2);  ti)  f.  u. 

3!aal,  m.,  nicberb.  f.  ber  5öurni  (f.  b.)  am  ginger. 

^aal,  W.  (iefänb.  i'djweb.  bän.  tal.  taal,  engl,  tale)  nicberb.  f.  Bai)l  (f.  b.); 
©i-5cif)Iung,  9?ebc,  ^adjxidjt;  (Sprad)e:  bafjer  taalen  ob.  talen,  nicberb.  u. 
fd)j»cij.  ^w.  f.  [angfam  u.  Inngireilig,  ob.  einfältig  u.  finbifd)  r«ben  (ogl. 
ba()lcn);  bie  Saalfe,  SD?,  -n,  (tgl.  talfen,  engl,  talk)  nitberb.  f.  <Sd)tra^e= 
rinn:  Do'i)le. 

Saafc^  ob.  Saaf!,  m.,  fcfenjeij.  (au^  ^aaid),  2)aaft)  f.  ^uf)flabcn,  Äotf), 
93icbmift;  taafd()cn  ob.  taajlen,  3».,  f.  bcn  Äotb  tjon  ftcf)  irerfcn,  mijlen 
(bcf.  üom  sRinbtiicl)). 

2^aba(f  ob.  Ülabaf,  gem.  auc^  3: 0  b  a  cE,  m.,  -eö,  SQl.  (nur  con  ocrfd^iebe» 
ncn  2Crten)  Sabacfe,  (fpan.  tabaco.  ital.  tabacco,  engl,  tobacco.  fcanj.  tabac; 
nad^  ber  ^rooinj  Sabaco  in  St.  S)omingo  benannt,  xvo  bic6  Äraut  1496 
gucrft  gefunben  würbe;  n.  X  oon  bcr  amcrüan.  Benennung  Sabaco  für  ia^ 
(Scfä^,  lüorauS  bie  ©ingeborenen  bie  ^flanjc  raud^ten,  n>el^e  fie  felbjl  6ol)i- 
ha  nannten),  eine  urfpr.  in  ©übamcrüa  cinljeimifi^c,  ic|t  aud^  in  CSuropa  an« 
gebaute  ^flanje,  bie  Sabarfpflanje  (nlcotiana  L.),  u.  bef.  bcrcn  getrodnete 
u.  jum  Dxaucben  ob.  @d)nupfen  jubeveitete  S3[dtter  u.  Stengel:  dtau&i'y 
©cbnupftabacF ,  (Sabact  bauen,  b.  i.  anpflanzen;  SabacE  fpinncn,  f.  b.;  bcn 
Sabact  reiben,  matten  Jc,  um  ihngum  @(^nupfcn  jujubcrcitcn;  SabacE rauchen, 
f.  b. ,  oberb.  auc^:  —  trinken;  Sabact  f(^nupfen,  f.  b.;  auc^  SabacJ  fauen); 
ber  trilbe  SabacE,  lanbfd}.  f.  fraufer  2£mpfcr,  SSuttcrampfcr;  —  3fe|-  bec 
Sabacfäbau;  bei-  Sabacföbcutel,  bie  Sabacföbüd^fe,  =bofe,  ber  Sabaifg- 
fajlenjc,  ©cfö^c  gur  Jtufbcrcaljrung  be§  SabacEö;  ba^  Sabacf^blatt:  bie 
2!aba(föb(üt()e:  bcc  Sabacf^bampf, -qualm,  n-aud^:  bie  Sabacf kernte: 
ber  Sabacf§t)anbc(,  --fram;  ber  Slaba (f§()änMcr,  --framcr:  bie  Zahadä^ 
I)anbtunC5  JC:  bie  2;aba(fämiil)(c,  SKü^lc  jur  SSereitung  beg  ©(^nupftabadCö; 
ba^  Sabacfsöl,  ein  auö  bem  SabacE  gcjogencS  Öl;  audj  bie  übel  ried^enbe, 
fd^arfc  glüffigEeit,  bie  fic^  beim  «Haui^en  in  ber  pfeife  fammclt,  bec  Sabaifö* 
faft;  bie  Sabacfgpfcife,  f.  pfeife:  uneig.  eine  2rrt  Sflöl)rcn=  ob.  ^fcifcnfifc^c, 
u.  eine  2frt  @tad) elf t^necEen:  bec  Zahad-  ob.  Sabacföpflanjer:  bie  Sa* 
bacf^flanjimc^:  bec  Sabadfraud^cr;  bai  Sabacfgrobr,  Pfeifenrohr;  Mi 
5labad'§rö()rd)en{)o(5,  Jg)oij  be§  JpcrfcnEirfc^baumg;  bie  SabacföroUe,  «Raud^= 
tabad  in  gorm  einer  «Rolle;  iai  SabacfgröIId^en  (fr.  Sigarue);  ber  a^ü- 
bacföfamcn:  ber  2:abüdPfd)nupfer ;  bec  2aba(f'  ob.  2abadfSfpinner, 
'  wer  Sabac?  fpinnt  (f.  fpinncn);  bie  Sabacföfpinncrci;  bec  Sabacföjtcngel: 
bec  Atabacfflopfer,  f.  ».  m.  ^fcifcnflopfer;  bie  SabacfSftubc,  Sdaud^flube 
(fr.  Sabagic);  —  Ttbleit.  tabärf'cin,  jieUof.  3n).,  f(i|tt?cij.  f.  Sabarf  rauchen; 
nad)  Zcibad  vudjm  ob.  fcbmecFen:  bec  Sabäiflev,  f.  2:abacfcauc(}ec;  ta- 
bäcfe(tg,  fSw.,  f.  ncicf)  Sabacf  cted^enb  ob.  fdjmecfenb. 


Zahaxxc  —  Zahd  1177 

Zabavxc,  ro.,  SD?,  -n,  prcu^.  f.  Döbd  1. 

2abbcrt,  m.  -g,  SD?,  -e,  (cljcm.  QUC^  SappCtt;  Ottb.  tapfart,  tapphart; 
t)OU.  taF)baerd,  engl,    tabard;    mittl.  lat.  tabarilium,   ita(.   tabarro;    ocr«.  mit 

tapfer,  b.  t.  urfpr.  fc^roer,  getridjüifl,  anfcl)nlt(^?),  eifern,  ein  (angce,  falten^ 
reid)eg,  jum  fcfllic^cn  ©taote  bicncnbc6  £)berfleib  bcu  gtaucn  u.  gjldnner; 
ntcbcrb.  noc^  f.  5rouenf(eib  ob.  -9)?aiuel;  bei  ben  M.'6t)ltxn  bie  dunere  S3ir; 
fenrinbc,  lücldjc  jut  Jfniünbung  bcv  SWtiUc  cjibraudit  trirb. 

S^abcl,  IV.,  9J?.  -n,  niibctb.  f.  ein  Iä'n3licf)er  Äcrb  ^u  Gf^>t>aarcn. 

3!abcr  ob.  2äbcr,  m.,  -ö,  9J?.  ir.  6.  (üon  bcm  böfjm.  u.  ungar.  tabor, 
SBagcnbutg,  Cogcr,  ©c^anje  JC,  urfpr.  oon  bim  tjcbr.  SBrrg  3:abov  au69ct)cnb; 
Iroatifc^  aui)  f.  Äricg)  1)  cijcm.  f.  J^eflungöiverf,  fejlet  ^la^;  batjcr  noc^  öjtr. 
aScncnnung  ocrf^icbcncr,  mei|l  in  einer  fdincn  Sntfcrnung  oon  einer  ©tabt  ic. 
liegcnben  ©ebdube,  wdi  fic  eljem.  jur  Ccrtfjeibigung  bcr  ©tabt  bicntcn; 
2)  fc^roctj.  (3: aber,  auc^  a:äbet)  f.  fd)ümmcr  ^anbcl,  23er[egenf)eit. 

Äabcrn,  tr.,  f.  3^afern. 

Säbflcin,  m.,  öftr.  ein  fef)r  fcfjrocrer,  lidjfgrauer,  glatter  u.  bic()tet 
(Stein,  ttjctdjcr  fic^  fc^abcn  läfft,  im  Canbc  ob  bcr  6n6. 

Zad)c,  tr. ,  5)?.  -n,  nicberb.  f.  r».  w.  b.  oberb.  3auc()e,  3of)e:  ^ünbinn. 

Zad)td,  IV.,  f.  2)ad)te(. 

2!a(fc,  tt). ,  5)?.  -n,  obcrb.  (aud^  Sacten,  Sorfen,  Saufen;  altb.  tacha) 
eine  Seife,  von  S5aumjit»eigen,  SSaft  ober  «Stroh  geflod^ten,  bef.  übet 
eimn  2Baacn. 

Sacfcl  (ob.  J^adcl),  ^v-,  3^.  -n,  fd)wäb.  f.  einfdltige,  tölpelf)aftc  ^er- 
fon;  ta(fclirf)t,  58»».,  f.  tölpifd),  ungefd)iift,  abgefd)miicft. 

tacfcn,  oberb.  3nj.,  f.  d.  vo.  tafen  (f.  Slafel);  ba6  Sacfcnfraut,  lanbfc^. 
f.  glac^öfraut  ob.  Sraucnflad)6. 

Zait,  m.,  f.  Zait. 

a;abd,  m.,  -g,  SO?,  (feiten)  Slabel,  oberb.  Säbel,  (bdn.  dadel;  feiilt  im 
'Klti)0(i)b.  u.  SZiebcrb.  u.  fd)eint  bie  alte  gotf).  u.  norb.  gorm  für  baö  altb.  za- 
dal,  zadel,  noc^  obcrb.  3a bei,  f.  SOJangel,  ©cbrec^cn,  bie  fic^  munbartlid)  cr- 
Ijalten  u.  sro^l  crft  im  1  •'>.  3al)r().  in  bie  t)oi^b.  ©c^riftfpr.  ßingang  gcfunben 
f)at),  urfpr.  ein  SWangel,  g'e()(er,  eine  Unv<oIIfcmmenl)eit,  inöbef.  aud^  för- 
perl.  @ebred)en,  ©diaben,  glecfen  (batjcr  oberb.  Seibeätabel;  2Cnbcrn  if)re 
Säbel  üorrüdcn,  u.  bgl. ;  einen  Sabcl  an  etmos  finben;  an  iljm  ift  !cin  Säbel; 
oljnc  Sabcl  ic);  gcic.  bie  (Srfidiung,  bafö  ettra^  mangelbaft  fei,  SRüge  bei 
UnvoUfcmmenen,  'Üuficrung  be^  5)?if^fallenä ,  finno.  9}?if(5bi(ligung,  cntg. 
Cob,  (fein  SBetragcn,  feine  2(rbcit  ic.  ücrbicnt  Säbel;  3emanb  bur^  Sabcl 
beffern  rooUcn);  —  tabcln,  jiel.  3n)..  (fc^recb.  tadla)  et  wag  ob.  einen 
— ,  für  feblerbaft,  mangc[()aft  ob.  unüoKfommen  erfldren,  fein  9)?ifä; 
fallen  bariiber  du^ern,  finno.  miföbidigen,  mdfeln,  rügen,  fdiclten,  cntg. 
loben,  (eine  2(rbeit,  ein  SBcrf,  eine  5IBaare  3C.  —  :  einen  SOJcnfc^cn,  fein  95e= 
tragen  k.  — ;  ctjoaö  an  Scmanb  ob.  an  einer  ©a^c  tabcln  k.);  —  3fc|. 
von  tabeln  u.  Sabcl:  baö  Sabclbuc^,  el)cm.  ein  Sud^,  in  trelc^eö  ju  öffcnt» 
lid)er  JRüge  bicjenigen  eingefc^riebcn  »curben,  bie  fid)  oergangen  f)atten;  tabeU 
loö,  Sro.,  ol)ne  Sabcl,  finno.  fefjlcrloö ,  untabelig;  bie  SabcUofigfcit:  bie 
3!abeUuft,  Cujt  ob.  9?eigung  gu  tabcln;  bal^cr  tabcUuftii^,  f8\v.,  gern  tabcinb; 
bie  Sabclrcbc,  tabclnbc  JBorte,  «Rüge;  bie  2abclfud^t,  ©udjt  ?u  tabeln; 
tabdfüc^tig,  Sw.,  in  Ijoljcm  ©rabc  geneigt  ju  tabcln;  bie  2abclfüd)tigfeit, 


1 1 T8  Sdbins  —  Safel 

iai  Sabelfüd^ttgfem;  taM^-  ob.  tabelnäit»ert()  ob.  Jiriirbig,  SB».,  wett^, 
gctabclt  ?u  »erben,  Sabcl  »erbtcnenb;  bic  Sabeläwürbigfeit;  —  Äbtett. 
bie  Sabelei,  gem.  f.  ba6  3;abcat,  ge».  mtfsbiUfgcnb  f.  f(etn(id)eg  Stabein, 
S^afetcl;  bec  Slabeler,  ob.  jgcj.  Sabler,  -ö,  bie  Sat>(erinn,  9)?.  -en,  iret 
tabett,  bef.  mt  gern  u.  t)ie(  tiibclt;  tabelf)aft,  83».,  1)  »lt.  f.  mit  einem 
%ei)let  bef)aftet,  man3elf)aft,  fd)abl)aft  (oberb.  tQbelf)afttg);  2)  tcai 
gefabelt  itecben  fann  ob.  mufö,  tabelngirertf),  el)cm.  ouc^:  tabelbar,  ta* 
betig,  (eine  tabcl^afte  ^anblung);  bie  2;abe(i)afti9f eit ,  hai  2:abelf)aftfein, 
bie  taUihaftc  S5efd)affenf)eit. 

Sabing,  n).,  täbtngen,  tätigen,  3».,  f(^»eij.,  f.  2;f)eibin9  2c. 

Xofel,  tr.,  CO?. -n;  23cr!(.  tat  2;äfeld)en,   ob«b.  2;afeiein,  Saflein, 

(altJjOC^b.  tavala,  tavla;  mittel^,  tavel,  tavele,  tabel,  bef.  f.  SEifC^;  aud)  nie» 
berb.  Slafcl;  tölanb.  tabla,  [(^»tb.  tafla;  engt.  u.  franj.  table,  {tat.  tavola; 
tton  bem  tat.  tabula,  Srett),  1)  übcrt).  ein  ebener,  t)erf)altmfömd^i3  bünner, 
meifl  üierecfiger  .Körper,  ftnno.  ^lattt,  S3latt,  S3rett  (j.  SS.  ©las  in  Safctn, 
eine  Safet  ©ptcgelgtaö,  eine  Stein*,  SKarmor^,  5Die[fingtafct,  eine  Safcl  e^oto- 
lote,  lt.  bgt.  m.);  inSbef.  Sif^l.  bünne,  glatt  gel)obcttc  Srcttec  jur  Selleibung 
ber  SSSänbc  jc.  (»gl.  töfeln);  Sauf.  t>k  leeren  gelber  unter  u.  j»ifd^cn  ben 
^enjlern;  ba§  gropc,  platte  ®licb  am  ©äulenfufe;  lanbfc^.  quo;)  f.  bie  @^ei« 
ben  ob.  fSiaben  in  ben  Sienenflöctcn;  2)  in  engerer  SScb.  ein  folcf}ec  Äorper, 
fofetn  et  baju  bicnt,  barauf  ju  fci)rei6en  ob.  ju  ^i'idjmn  (eine  Safei  »on 
.^otj,  eon  ©c^iefer,  ^ergamenttafeln;  et»a6  an  bie  Safcl  fc^reiben,  auf  ber 
Safcl  jeid^nen;  »gl.  sRed^en=,  ©^rcibtafel);  alt  u.  oberb.  bef.  eine  ^0(5; 
fafel,  auf  tveldjer  ettraS  Qi^ildjmt  ob.  gemalt  ijl,  u.  in  weiterer  Stb.  jebeS 
tingerat)mte  ©emdlbe  (franj.  tableau;  j.  S5.  [djönc  Safein  in  feinem  3immer 
:^aben);  uneig.  jebe6  S5lntt,  auf  ire[d)em  etwag  oer^etcf)net  ob.  überftd)tlid) 
georbnet  bargefleUt  x]i  (fr.  SabeUc;  j.  S.  ©efc^ic^tö tafeln,  fr.  t)iflorifc^e 
Sabetlen;  © ef ^lec^t6tafet,  f.  b.;  ©eetafeln,  jur  ©rlei^terung  ber 
SBerec^nungen  auf  ber  See;  oberb.  ßanbtafet  f.  Sanbfarte);  3)  ein  S^ifd), 
inSbef.  ein  großer,  Diererf iger,  mef)c  langer  alä  breiter  Sifd)  (j.  S.  bie  JBer^ 
fammlung  fa^  um  eine  lange  Safcl;  bie  ®erid^tg=,  fianb-,  Ccfjntafi'l  it.,  au^ 
fd^lc^tt)in  Sa  fei  f.  ©eri^t,  @eri(^t^^of,  j.  S5.  einen  cor  bie  Safcl  forbern 
jc.);  in  engerer  Seb.  f.  ©peifetafel,  gropev  ©petfetifd)  (bie  Safcl  beden;  bie 
©peifen  auf  bie  Safct  fe^en);  bal)cr  uneig.  f.  9J?a{)Iäeit,  bef.  eine  grope,  fejl= 
lid^e  fOlatjljeit,  »ic  aud^  bie  gcrcöljnlic^e  SOialjlgeit  an  fürflli(^en  .^öfen  :c.  (juc 
SEofet  gcl)en,  fi^  jur  Safet  fe^en;  offene  Safel  t)aUen;  einen  jur  Safel  jieljen, 
b.  t.  cinlaben;  bü  .^ofe  ift  f)cute  gro^e  Safel;  bie  SKittagS',  2(benbtafet 
jc);  —  3fei^-  ber  Safelapfcl,  2Cpfcl,  »eld^e  ?um  SRac^tifc^  aufgetragen  »er» 
ben;  ber  Safelauffa^,  f.  2(uffa^;  baö  Safelbier,  Sifc^bicr,  2)ünnbier;  bie 
Safelbirn,  SSimen  jum  Skc^tifc^;  inöbef.  f.  Ferren»  ob.  Äönigöbirn;  ber 
Safe(t>C(fcr,  ber  Sebicnte,  »clever  bie  Safcl  betft  u.  i>ai  leinene  Sifc^gerätf) 
unter  2(uffic^t  i)at;  ber  Safclbicncr,  bciSafel  auf»artcnbcr  Wiener;  tafclfä^ig, 
S5».,  feinem  SJangc  nac^  fä^ig,  an  bie  fiirfll.  Safet  gejogcn  gu  »erben;  bie 
Za\d\äi)iQ,h\t;  bie  Safclfreubc,  greubc  ber  SOla()ljeit;  baö  Safelgelb,  gc». 
3)'?.  S^afelgelber,  einem  gür{ien  ob.  .^errn  jur  Scjtreitung  feiner  Safel  u.  überf). 
jur  pt)rung  feineö  ^ofl^aatcö  angcwiefene  ©eiber;  tai  Safelglaö,  ©laö  in 
»ierecfigen  @d)eiben;  bai  Safelgut,  SD?.  2!afelguter,  ©uter,  beren  ©infünftc 
tem  Jianbf^^errn  jur  SSeJlreitung  ber  Söfel  u.  be$  4>of{la«teS  benimmt  fmb, 


Zafevnc  —  Za^  1170 

Jlammcrgiitcr;  ber  2'afctfranv  f-  ».  w.  (Sd)ü|Telrin9;  ber  ÜJafedacf,  f.  ©c^eU» 
lad  (unter  fdjcUcn  2.);  baö  2afc(lc^en,  ein  Cctjngut,  bcfTcn  (Sinlünftc  jut 
Untctl}a(tun3  ber  Safcl  jc.  bfß  üanbtöfjcrrn  beftimmt  finb;  baS  3!afc(lid)t, 
ob.  bie  3!afe(fcrje,  gro^c,  auf  2afc(n  u.  iibcrb-  in  ben  3tmmern  ju  brcnnenbc 
eidjtc,  s-  U.  ü.  Jtü(^cn-,  9Zad;t(i(^t  jc;  ba«  2!afc(mcfl'in.q,  «OJcffinä  in  flärff» 
rcn  platten,  j.  U.  ».  9loU=  u.  ©tüctmcfring;  ba^  Safclobjl,  fctncrcö  Obfl 
jum  5Rac^(tfc^;  bie  Uafelvunbc,  (bur(^  SJliföoccflanb  bc6  mittcl^oc^b.  «liu  ta- 
vel  runde,  b.  i.  bic  tunbe  Sofcl,  fianj.  1^  table  roiide,  al6  jfgcf.  J^tt).  bctrac^« 
tct),  bcc  lunbc  Zi^i)  u.  bie  um  benfclfcen  oerfammclte,  einen  JRitf ererben  bi(- 
benbc  aifc^gefcllfc^aft  beö  fabctfjaftcn  altbrittifc^en  Äönig«  3(rtu6  im  Gten 
3abrb.;  bie  2!afclfd)cre,  eine  gro^e  ©c^ere  jum  3«rf^nciben  ber  gegolTeneo 
«OTeffingplQtten;  ber  2afelf(^tefer,  Schiefer  ju  JKtc^cntafctn;  ber  SafeU 
fc^tlfitcr,  rocr  a:afcln  (?.  J8.  ®d)icfcrtafetn)  fd)neibct;  S^ncib.  ein  (ScfeU, 
>reld)cc  bic  ©tcUe  beS  SKeipcrS  vertritt,  inbem  er  bie  Äfciber  jc.  auf  ber  SEa« 
fei  jufc^ncibct,  au6)  Safclmciflcr;  bie  Uafclfcibe,  eine  litt  Äetrenfcibc, 
au6  4  bie  5  gäben  be|tcbcnb;  baö  Safclfllber,  filberncS  Sife^geratb;  ber 
2afc(flcin,  ein  bünner,  tafelförmig  flac^  gcfc^ltffener  J)iamant;  ber  Safel; 
tellcv,  2ifiteUcr;  bag  SafcUud^,  ein  gro^eö,  fcineö  a;i|'c^tu(^;  bie  Safelu^r, 
eine  ©tu^ufjr  (f.  b.),  fofern  fie  auf  einen  Sif^  gcjlcUt  trirb;  bag  2!afeljeug, 
fcinee  Sifdjjeug;  ba6  S^afcljinimcr,  ©peifejimmer;  —  2£ble it.  tafeln, 
3n?.  1)  jicUoö  m.  baben,  Safcl  f)a[ten,  fpeifen,  geit».  fc^crjb-  lange  — ,  f. 
lange  am  Slifc^e  fi^cn;  2)  ikl.  gdrb.  bie  übrige  S5rüf)e  »cn  bem  gefärbten 
3cuge  ablaufen  (äffen  (reabrfc^.  treit  ti  auf  einer  Safel  gefcbicbO;  täfeln, 
jieL  3».,  mit  3!afe(n  (f.  o.  1)  ob.  3!äfela'>erf,  b.  t.  bünncn,  glatt  gehobelten 
Srcttern,  jier(id)  bef leiben  (iie  SBdnbe,  be«  gu^boben,  ein  3immer  ic);  bai 
Scifclbrctt,  oberb.  ein  Srett  uon  %  3oU  Dictc;  bic  Säfetung,  ba^  Säfeln; 
bad  Säfeliver!  ob.  ©etafel. 

2afcrnc  ob.  3!afcrn,  ir».,  5)?.  -en,  (alt  u.  lanbfi^.  auc^  Sabcrn,  Za-- 
t> er n,  Säuern,  Gaffer,  S^cffer;  nieberb.  SaDcrnc,  engl,  tavern,  fran^.  ta- 
vernc;  Dpm  tat.  taherna,  SSube,  Äauflaben  JC. ;  »gl.  aud)  bic  ältere  elfaff.  gorm 
3abcrn  a(6  C'rtenamen  oon  b.  tat.  Tabernae)  oberb.  f.  @d)enfe,  S^rinfftube, 
Srinf ()auö  (fr.  3:abcrnc);  indbef.  ein  bevorrcd^tete^  3Birtf)6f}aug,  in  welchem 
au(^  grembe  beherbergt,  u.  ^od)^eiten,  Äinbtaufcn  jc.  gefeiert  werben  bürfen; 
ber  Safcrncr  ob.  Safernwirtl),  f.  Sd}en!irirt^,  ©afnrtrtb:  bie  Siaferngc^ 
rec^tic^fcit,   f.  ba6  SBirtb^rec^t. 

täfffln,  3»ü.  1-  ?ict.  oberb.  u.  fc^roeij.  (auc^  töffcln,  tuffcn,  tüffeln;  ogl. 
tappen,  Sapp  jc.)  f.  prügeln,  bef.  mit  ber  gaufl;  1.  jiclloö,  f^weij.  f. 
fdiita^en,  flatfdien,  plaubern;  ber  ^iäffelcr,  f.  "^laubercr. 

Raffet  ob.  jgej.  Saft,  m.,  -eö,  3)?.  -e,  (gem.  au^  3:affent;  oon  bem 
ital.  tafleta,  franj.  tafletas;  urfpr.  perf.  tafteh)  eine  ?lrt  «Seibenjeug,  tn6bcf. 
ber  Icidjtc  klaffet,  »crf^.  »on  bem  fcbn?eren  Saffet;  ber  Saffet;  ob.  Saft- 
apfel, eine  ©orte  feiner  Äpfel  mit  glatter,  glänjenber  ©c^alc;  ba6  Saffct; 
ob.  Saftbant»,  -flcib,  -tuc^,  ber  Saffct--  ob.  Saftmantel  :c.:  ber  Saffet; 
Weber;  bie  Saffetiveberci ;  tafeten  ob.  taften,  Sn?.,  von  Saffet  (ein  taf« 
teneS  Älcib  jc). 

Sag,  m.,  -eg,  ?}?.  Sage,  oberb.  gem.  2agc,  (altbo^b.  tag,  üR.  taga;  mit^- 
teil),  tac,  @.  tages;  gotf).  dags,  altfäc^f.  dag,  nieberb.  25ag;  altnorb.  dagr, 
f^ttJcb.  u.  bän.  «lag;  angclf.  daeg,  engl,  day,  aufrief,  dei;  wafivfcfe.  urfpr. 


1180  Sag 

Zi(i)t,  J&cßc,  Bon  einer  SBur^ct  dag,  leuchten,  fanöfr.  dah,  brennen;  »3I.  icbod^ 
üuc^  ba^  lat.  dies,  faneEr.  divana,  divasa,  Zaq)  1 )  0. 50?.  bie  bucd)  ba6  <Son* 
nen[icf)t  auf  bec  Stbobcrflacl}«  •oexbxextete  ^eUigfeit,  baö  Sagcölidbt,  entg. 
Sll<x<i)t,  (c6  jrivb  Sag;  e§  ift  nodj  ni(^t  Sag;  bei  2;age;  ber  Sag  fc^cint  bur^ 
hie  3?i|en  ber  genfterlaben;  lanbfd).  einem  im  Sage  ticf)en,  if)m  bcn  Sag  be= 
nefjmen,  f.  baö  ßid^t,  f.  b.;  uncig.  e6  ijt  ob.  liegt  am  Sage  ob.  ju  Sage, 
b.  i.  eö  ifl  offenbar,  beutlic^,  einleuc^tenb;  an  bcn  Sag  Eommen,  b.  i.  be^ 
Bannt  ob.  offenbar  werben;  ttrvaä  an  bcn  Sag  bringen,  b.  i.  cntbecEen,  offene 
baren;  feine  ®efinnung,  feine  Sreube,  feinen  SScifatl  jc.  an  bcn  Sag  legen, 
b.  t.  öu^ern);  Scrgm.  f.  bie  £)bcrfläd)c  ber  (Srbe  (©rj  am  Sage  antreffen, 
JU  Sage  förbern;  funfjig  fiac^iter  unter  Sage  jc);  2)  bie  2)auec  ber  "ilnvoei 
fen()cit  beö  @onnen(td)tg,  bie  3eit  vom  ^lufgang  big  jum  Untergang  bet 
®onne,  ber  naturad)c  Za^,  entg.  ^aäjt,  (ber  längflc  — ,  ber  Eürjeffe  Sag; 
ein  fc^öner,  l)eUer  — ,  ein  trüber,  flürmif^er  jc.  Sag;  ben  ganjcn  Sag  arbei» 
ten;  Sag  unb  Stacht  feine  9Juf)e  t)abcn:  ber  Sag  bricht  an,  f.  anbrechen;  cor 
Sage  aufflel)en;  am  Sage;  eS  ift  fc^on  f)0^  am  Sage;  ber  Sag  neigt  ft^; 
ber  @en.  beö  SageS  ob.  blo^  Sagc6,  Sagö,  aU  9lw.  f.  am  Sage,  j.  S5. 
gwcimol  bcö  Sageß;  Sageß  barauf;  Sagcö  üori)er  ob.  juoor;  morgcnbcö  Sa- 
geö  ob.  am  morgenbcn  Sage,  b.  i.  morgen;  Sog  für  Sag,  b.  i.  jjcben  Sag, 
einen  Sag  «jic  ben  anbern;  r»on  Sagcju  Sage  n>arten  zc. ;  einem  einen 
guten  Sag  »rünfc^cn,  bieten;  guten  Sag!  alö  l)erEömm(id)e  Scgrü^ungö» 
formel;  firf)  einen  guten  Sag  madien,  b.  i.  einen  Sag  bem  Söergnügcn  reib* 
mcn);  3)  bie  ßettbauer  ber  einmaligen  3fd}fenbre()ung  ber  6rbe  üon  einem 
(Sonnenaufgange  bis  jum  anbern,  $£ag  unb  ^^^acbt,  ber  burgeclid)e  Sag 
»on  24  ©tunben,  gew.  ton  SKittcrnac^t  an  gerechnet  (iiai  2cii)\:  \)at  365  Sage; 
üor  brei  Sagen;  in  einigen,  »cnigen  Sagen;  eine  SBod^c  Ijat  fieben  Sage; 
man  bcjcid^nct  jcboc^  biefen  Zeitraum  gen),  burd^:  ac^^t  Sage,  j.  35.  in,  tjor, 
nad^  adjt  Sagen;  üicrjetjn  Sage,  eine  3cit  tjon  j«)ei  2Becl}en,  g.  35.  i)iute 
über  x>iergel)n  Soge  Jc;  in  ben  nä^ften  Sagen,  ob.  nä'cljfter  Sage,  b.  i.  mä)- 
itenl,  cljeffenS;  fo  aud^:  in  biefen  Sagen,  ob.  biefer  Sage);  4)  ein  bcflimmtet 
ob.  ju  einer  ^eier ,  einem  @efd)afte  k.  fef^gefe^ter  2:ag  (5.  35.  f.  ©eburtö« 
tag,  u.  oberb.  bef.  f.  SZamcnötag:  mein  Sag,  b.  i.  mein  S^amengtag;  ben 
Sag  t)aben,  b.  i.  an  bitfcm  Sage  ben  Sienft  tjabcn,  franj.  du  jour  fein,  bef. 
im  Äricggwcfcn);  inßbcf.  SJfpr.  ber  ju  einer  Unterrebung,  3ufammenfunft, 
§Ber{)anblung,  jum  (5rfd)etnen  einer  ^erfon  v>or  ®erid)t  u.  angefe^te 
Sag,  wie  auc^  bie  Unterrebung,  3ufammenfunft  u.  $ßerf)anblung  felbfl, 
Quc^  »cnn  fie  met)re  Sage  bauert  (einen  Sag  anfe^en,  einen  Sag  t)atten,  ei^cm. 
ünä)  —  leijten,  b.  i.  eine  beratljenbe  ffierfammlung;  ju  einem  Sage  fommen 
u.  bgl.  m.;  batjer  bie  3fe|.  «^of',  £anb=,  9ieic^ö  =  ,  Ärei6=,  3Sunbe§'=,  SlBatjltag 
ic;  ogl.  tagen);  etjem.  auc^  f  23ertagung,  grifl  (einem  Sag  geben  ic); 
5)  übert).  f.  3«it,  3«ttpunft  ob.  unbefiimmter  3«ittaum  (j.  35.  in  bcn 
Sag  t)inein  leben,  b.  i.  forgloö,  unbcEümmert  um  bie  ffienu^ung  ber  3cit; 
cinc§  Sageg,  b.  i.  einfl,  einmal;  IjeuttgcS  Sage6  ob.  t)eut  ju  Sage,  f.  l)eute; 
3al)r  unb  Sag,  f.  unter  5al)r;  in  unfern  Sagen,  b.  i.  in  unferm  3cita(tcr; 
bie  Sage  ber  93ergangenf)cit,  ber  3ufunft  jc;  in  fpäten  Sagen  it.);  bie  5!)Iet)r^. 
Sage  in6bcf.  f.  bie  2eben§5eit  einc6  9)?enfd)en,  fo  wit  einzelne  2(bfcbnitte 
berfelben  (j.  35.  feine  Sage  floffen  ruljig  boljin;  gute  — ,  böfe  Sage  ijaben; 
feine  Sage  befd^liepen,  b.  i.  ftcrbcn;  meine  Sage  ob.  gem.  mein  Sage,  als 


ZaQ  1181 

abfotuter  2Ccc.  f,  in  meinen  S^agen ,  b.  i.  in  meinem  Ceben,  g.  S.  fo  ttmaö 
\)ab'  iä)  mein  Zaqt  nid)t  9efc|}en;  baö  (jötte  ic^  mein  Za^e  nidjt  flebac^t,  b.  i. 
nimmermehr;  vc^l  ßebtage;  in  meinen  alten  2agcn  ob.  auf  meine  alten 
Sage,  b.  i.  in  meinem  f)öf)ertn  2(lteu;  alt  u.  oberb.  ju  feinen  3:agen  fom» 
mcn,  b.  i.  münbig  ob.  gro^jäljiig  (mojorenn)  ircrben;  aud)  f.  fein  Cebenöjiel 
u.  bei.  ein  Ijotjee  mttt  erreichen,  ogt.  betagt);  <))  uneig.  9Kimen  einiger 
^flanjen:  li^ter  Sag  f.  Tfugentroft;  Sag  unb  «»at^t  f.  (iJlagfraut  u.  f. 
blauer  Äuljrceijen;  —  ,3fc^.  mit  Sag^  ob.  Sage^:  bic  Safl=  ob.  2agcar« 
bcit,  bei  Sage  »errichtete  2(rbcit:  an  einem  Sage  ucllenbete  2(rbtit  (b.  Sageö» 
arbeit);  tagtüeife  be^atilte  Xrbcit,  j.  U.  ü.  ©türtarbcit;  bec  Sagarbciter, 
3trbciter  um  Sagelol)n;  ber  ÜaqbaU,  oberb.  fo  oiel  2(cter  man  mit  4  «pferben 
an  einem  Sage  bejleUeii  tann,  ein  Selbmafj  üon  40,1)00  ©eoiertfc^ul) ;  baS 
Sag-  ob.  Tageblatt,  ein  täglich  erfcijeinenbeg  ^eitungöblatt;  tagblinb,  SBn?., 
am  Sage  »renig  ob.  gar  nit^t  fel)cn  töiuienb  (wie  bie  @ule);  bul)er  bie  Sog- 
b(inM)cit,  (fr.  9Ii)ttatcpie);  bie  Sagblumc,  aud)  gelbe  Saglilie,  bie  gelb= 
rotlje  ^(ffobiM'itie ;  ber  3!aqbogen,  ©tern!.  ber  iibir  bem  @efid;t6Ereife  liegenbe 
u.  »on  bem  9J?ittag6h-fife  in  ^roei  <^dlften  gcttjeilte  SBogen  beä  Sagefreifeä 
(arcus  (liurmis);  bii^  Siigcbucf),  ein  SSudj  jur  3(ufjtic^nung  ber  Vorfälle  be8 
SageS,  u.  beffen  Snljalt:  ber  Sagebicb,  gem.  f.  SOiüjjigganger,  ber  glcid^lam 
bic  3eit  ftiel;lt;  ber  Sag-  ob.  Sageticnfl,  am  Sage,  ob.  tdglic^  oerric^tetcc 
25ien|l;  lanbfc^.  f.  Jpof=  ob.  gro{)nbitnft;  ins  Sag^  ob.  Sagcting,  (mittclfj. 
tage-,  teyediiK)  ölt.  f.  anberaumter  ©eridjtßtag,  ©eritJ^tßoerl^anblung  ic ,  f. 
Stjeibing;  bie  2!agfrbe,  im  Jßeinbau:  bic  obere  ob.  I>amm=6rbc;  bai  2!ag; 
etj,  Scrgw.  (5rj,  njel(^c6  nalje  an  ber  Oberfläche  ber  (ärbc  bridjt  (ogl.  o.  Sag 
1);  bie  Siigcule,  ©djnceeule;  bie  S^agefabrt,  1)  f.  v.  w.  Sagcrcifc;  2)  alt 
u.  oberb.  (auc^  Sag  =  ,  Sag6fal;rt)  f.  anberaumte  geridjtlic^e  SSerfammlung  u. 
5l>erl)anblung;  geridjtl.  SJortabung  u.  bir  baju  beftimmte  3eitpun!t  (fr.  See» 
min);  ber  Sagfaltcr,  Sagfdjmetterling  (ogl.  galter);  bie  Uagefri)!,  alt  u. 
lanbfc^.  f.  anberaumter  Sag  (Sermin);  bie  2agcfrol)ne,  am  Sage  ju  leiftenbe 
gro^ne;  ber  3!agcgang,  SBergm.  ein  nafjc  unter  ber  Obcrflä^e  ber  Srbe  be= 
finblidjcr  ®ang;  bai?  Uaggam  ob.  ;nt'^,  eine  2(rt  Cerc^ennege,  »Deiche  bei 
Sage  geftcUt  »oerben;  i^iii  Saggebäubc,  Sergro.  auf  ber  iDbcrflüd}e  ber  @rbe 
befinblic^c  Scrggcbäube,  j.  S3.  ^od)--,  5lBäfc^f)äufer,  ©c^mieben  jc,  cntg.  ®ru* 
bengebäubc;  iiiii  2aggd)ängc,  Serg».  @el)ä'ngc  ob.  Äliifte,  roelc^e  fid^  gleich 
unter  ber  Sammerbe  befinben,  auc^  bie  Sage! luft;  baö  ^'^'^Q'  ob.  AS^oge? 
gelb,  au^  Saggel)a[t,  Saggcbiil)rcn,  tagweife  auggejaljtteö  (SJelb  ob.  ©elj^alt 
(fr.  bieten);  tcii  Saggcfc^Öpf,  nur  einen  Sag  IcbenbeS  ®elc^öpf  (fr.  epf)e» 
meron);  uneig.  bic^t.  f.  furj  lebenbeö  Ö5ef4löpf,  ber  5Äenfc^;  bcii  Saggefiitn, 
bic^t.  f.  hie  @onne;  ber  Sagl)alter,  ült.  f.  ©c^iebSridjter;  tagl)eü,  Sn?., 
t)eU  irie  ber  Sag;  bie  Sagctlllft,  f.  Saggel)änge;  bie  Sag;  ob.  Sagefoblc, 
nai)t  unter  ber  J)ammerbe  gefunbene  ©rbfoblen;  ber  Sag;  ob.  Sagefrei^, 
©ternt  alle  mit  bem  ©Icic^cr  (2Cquator)  glcidjlaufenbc  Äreifc  an  ber  fc^einba« 

rtn  ^immelöfugel  (circulus  diurnus);    tagelang,   f&W.  (mittCll).  tagelanc,   ta- 

lanc),  ganje  Sage  Ijinbure^  bauernb;  bie  Sag(ei)lung,  f.  Sagfa^ung;  bie 
Sagler^e,  gemeine  3CcEerlcrd)c;.  bci^  Sagc(id)t,  fc^tccij.  f.  Öffnung,  burc^ 
rcel^e  bae  SageSlic^t  Ijereinfä'Ut,  genflcröffnung,  auc^  baö  Sagf;  ob.  Sag; 
loc^;  baö  Sagclicb  ob.  bie  Sagcroeifc  (mittelf).  tagewtse),  cljem.  baö 
2)?or9enlieb  beö  SBäc^tcrS;  bie  Saglilic,  f.  Sagblume;  bec  u.  ba6  Sageloljn, 


1182  Sag 

(»gl.  2of)n),  obtrb.  Sag(ol)n,  tagweifc  gcjatjttcr  ßof)n  für  ^anbacbeiten;  bec 
Slagelö^ner,  bte  3;ageli)l)nerinn,  roer  um  Sagclo^n  ccbeitet;  bte  3;age(ö{)ners 
arbeit,  hai  Zao^dö^mtUhm ,  u.  bgt.  m.-,  tagciöl)nern,  unti-b.  jietiof.  3rc., 
als  ÄagclÖfjncr  arbeiten;  bte  Slageluft,  SBergw.  bie  fiuft  über  ber  6rbe,  j. 
U.  0.  ©rabenluft;  ba§  3^agmat)b,  obcrb.  fo  »ict  SBicfcngrunb  an  einem  Sage 
9emät)ct  wirb  (ogl.  mafjcn);  bcc  Sagemarfc^,  bte  ®trcc!e  2Begcö,  »elc^e 
man  auf  bem  SKarfd)  in  einem  Sage  jurücttcgcn  fann-,  ba6  Sagne^,  f.  Sag» 
garn;  bcc  Sagepcc^er,  Jpüttcntr.  2frbeiter,  wcldje  bag  ^oc^en  ber  ©rjc  bei 
Sage  bcforgen;  bi«  Sage?  ob.  iJagpoft,  täglich  abget)cnbe  ob.  anfommcnbe 
^o|l  (fr.  Sournalicre);  bie  Sagepumpe,  aSergn?.  eine  »cn  ber  Oberfläche  ber 
©rbe  in  bie  ®rubc  genietete  ^umpe;  bie  Sag-  ob.  Sagerei^nung ,  tä^liö) 
abgefd^toUcnc  Sted^nung;  3cttre(^nung  na^  Sagen;  bie  Sagercifc,  Sln\i  tjon 
einem  Sage;  ik  ©trccfe  SBegeS,  »cl^e  man  an  einem  Sage  bequem  jurüd^ 
legen  fann,  al^  SBcgema^  el)em.  ctrca  5  hii  6  fOleilen;  bie  Sage=  ob.  Sag; 
runbe,  Slunbe  (.f.  b.)  ber  ©olbatcnwa^e  Ui  Sage;  bie  Sagfa^ung  (»gl. 
Sag  4)  fd^rceij.  ber  ju  einer  ijffcntli^en  3ufammenfunft,  inöbef.  §ur  S3er= 
fammlung  bec  2£bgcorbneten  ber  Kantone,  angefe^te  Sag,  u.  biefe  Söecfamm- 
lung  felbjl,  f.  ü.  n>.  Sanb=  ob.  SRei(%ätag;  ber  Sagefd^ai^t,  Sergtü.  ein  oou 
ber  Sammerbe  an  in  i>ic  @ru6c  gef)enbcc  <Siä)aö:)t;  tagfd^eu,  Sm. ,  li^tfd^eu; 
bte  Sagefd^ic^t,  SBergw.  2fcbeit  wäljrenb  beä  Sageö  (f.  <Boiiä)t  2.  unter 
fc^ic^ten);  bec  Sagefd)tc^ter,  S5ergw.  Sagarbeiter;  ber  Sage*  ob.  Sag; 
fd)laf,  ©d^laf  am  Sage;  bec  Sagfc^läfer,  wer  am  Sage  fc^läft;  9laturf. 
bie  Sfiad^tfd^walbe;  t>k  gJcUmauS;  baö  Sagf(^läf  er  d^  en,  lanbfc^.  f.  bie 
Äüd^enfc^eUe;  ber  Sage=  ob.  Sagfd^(äger,  bk  bei  Sage  f<]^(agenbc  9iac^tigaU 
(f.  b.);  bec  Sagfd^metterling,  am  Sage  Ijerumfliegenbe  «Schmetterlinge,  Sag- 
fülter,  Sagt)ögel;  ba^  Sagfel)en  ob.  bie  Sagfid^tlgfeit,  franftjafte  «Be« 
fd^affenlieit  ber  TCugcn,  roenn  fie  nur  beim  l)eUllen  ©onnenlidjt  beutlic^,  in  ber 
2)ammerung  aber  gar  nid^t  fetten  (fr.  J&emeralopic) ;  ber  Sage;  ob.  SagfloU 
len,  aScrgw.  ein  ©tollen  jur  2(blcitung  ber  SagettJaffcr;  tagtäglid^,  9in).  u. 
aSw.,  f.  u.  täglich;  hai  Sagtl)ierc^en ,  bie  gintagäflicgc;  bie  Sag;  unb; 
^lad^tblume,  lanbfc^.  f.  ha^  breifarbige  SSeil^en,  ©tiefmütter^cn;  bie  Sag; 
unt>;  9Zad^tglcicl^e,  f.  9lad^tgteic^e;  bec  Sagüogcl,  jcber'bei  Sage  t)erumflie; 
genbe  SSogel;  auc^  f.  Sagfc^metterling;  bte  Sagiuad^e,  Sßa^e  Ui  Sage; 
SOlorgenwa^e  auf  ©(Riffen;  bec  SageiDäl)ler,  bibl.  rcer  auS  2i:bergtaubcn  gc* 
roiffcn  Sagen  oor  anbcrn  einen  93orjug  juf^reibt;  ic[i  SageiDaffer,  SSergn). 
von  ber  Dberftä^e  ber  @rbe  in  bk  ®ruben  bringenbcS  2ßafTcr;  bie  Sage; 
weite  (nii^t  »weite;  mittell).  tageweide,  oberb.  Sagwaib;  f.  SBcibe)  nlt.  f. 
Sagereife;  tagweifc,  «Rn).,  nac^  Sagen,  Sag  für  Sag,  tägli(^;  ba^  Sage; 
YOCXty  1)  übcrl).  bie  "KtUit,  welche  man  ben  Sag  über  ju  t>errid)ten  i^at  (fein 
Sagewerf  oerri^ten,  ooUenben  k.),  inöbcf.  bie  tcigli^c  >^anborfaeit  beö  Sage« 
löbnerö  (baljer  oberb.  im  Sagwcr!  arbeiten,  b.  i.  al6  Sagelöf)ncr);  2)  ber  in 
einem  Sage  bearbeitete  ob.  gu  bearbeitenbe  ©egenftanb  ob.  ©toff,  inSbcf.  fo 
»iel  "iidit  ob.  SBiefe  in  einem  Sage  bearbeitet  werben  !ann,  alö  gelbma^  f. 
D,  ro.  ein  lidix  ob.  «morgen;  SBergw.  waS  einem  >!päuer  in  einer  <Sii)\<ijt 
^erauSjuf^lagtn  aufgegeben  wirb  (ba(5er:  ba6  Sagewer!  l)erauefd^lagen) ; 
hii  ben  Sorfgrä'bern:  ein  9}Ja^  bcö  abjugrabenben  Sorfgrunbcö  (SagewerE 
im  Okunbe),  vok  anij  beß  gcftoc^cnen  Sorfcö  (Sagewer!  über  ber  ©rbe); 
tagewerfen,  untrb.  jiellof.  ^vo.,  ein  Sagewerf  »ctrid^ten,  um  Sa9elo{)n  arbei* 


ZaQel  —  ta^en  1183 

ten;  ber  Slagcwcrfcc ,  SEagclo^nec;  tagivicriq,  Sw.,  nur  einen  Zag  n)d()* 
renb  («Reuir.  f.  baö  fr.  ept)emcr);  bif  Zap^c-  ob.  Saqtüirfunq,  Sergm.  2(r« 
bcit  über  ber  Srbf ;  bi«  2aC|Cn?ui"je(,  bef.  cm  SJüeinfloct,  bie  SBurjeln,  rodele 
nic^t  weit  unter  ber  DberfIdcJje  ber  (5rbe  gur  (Seite  aueroac^fen ,  auc^  il^au» 
wurjel;  bie  Sage-  cb.  iJagjal)!,  bie  3at)(  ber  Sage  bei  einer  -Jeitrcc^nung; 
aü6)  bec  burt^  bie  ^ai}l  bezeichnete  SÄonatetag  (^ieuw.  f.  bnö  fr.  2)Qtuni) ;  bie 
Sagejcit,  I)  (mittelf).  tagezit)  tljem.  für  a;ageöjcit  (f.  u.);  inebef.  bie  fieben 
ju  beflimmtcn  3fiten  bc6  aiogcS  in  ben  JClöjlern  gehaltenen  gcmcinfdjafttic^en 
©ebete  (lat.  horae  canonicae) ;  2)  angefe|ter  Sag,  Svi|t  (fr.  Termin;  »gl. 
Sag  4);  j.  25.  tin  getauftes  ©ut  auf  iagejeiten  bejat)len);  bie  Siagc;  ob. 
Sa^jeitUllf^ ,  täglict;  erfcfecincnbe  Leitung;  ber  Saqcjtrfcl,  f.  t>.  rc.  3;ageä 
frei«;  —  3fe6-  mit  3;agc6  ob.  Slag  ö,  »vcldje  gorm  überall  bie  S8cb.  bti 
wir!lid)en  CSJcn.  ber  eint).  Ijat:  bec  Saqeeianbruc^ ,  2(nbruc^  (f.  b.)  bc6  Za* 
geö;  bei  Srtgeö^  ob.  Saqgbcfobl,  Scfel;l  bee  Sageö,  b.  i.  für  ben  Siag;  bec 
äaqc^bcric^t  (fr.  SBütletin);  bie  Sagcöfacfct,  -flamme,  bi^t.  f.  bie  ©onne; 
bec  Sageöqlanj,  bie  Saqi'6()cUc;  bie  ^a^cälänge,  Dauer  eines  a;age6; 
ba<J  2agcölic^t;  bie  :Ja9egort>nunc|,  oorgefciriebene  2Cnorbnung  bec@efc^üfte 
u.  SJerridjtungen  eines  SlagcS;  in  toeiterer  S5cb.  f.  ber  3titgebrau^,  baS  Jper« 
fommcn,  bi:  ^errfdjenbe  ©eroo^n^eit  (j.  S5.  baS  ift  je^t  an  ber  SagcSorbnung); 
bie  Slageöflunbc ;  bie  Slageäjeit,  3cit,  bcitimmttr  3citabf^nitt  beS  Sage« 
(bie  oiec  ÄEageSjeiten:  ÜWorgcn,  SKittag,  Dladjmittag,  2(benb);  —  2Cbleit. 
tägiq,  SBjp.,  vocii  einen  Sag  ob.  mebce  Sage  bauect  ob.  gebauect  f)rtt,  gern, 
nur  in  ben  3fi'^-  «in-,  jwei^,  breitä'gig,  mehrtägig  k.;  täqlid),  9t»t).  u.  JBit». 
(mittclb.  tagelich,  te^'elfch)  TOa^  an  jebem  Sage  ift  ob.  gefd)ief)t,  alie  Sage, 
Sag  füc  Sag,  »crflarft:  alltöglic^  u.  gem.  tagtäglich,  (bie  ©onnt  geljt 
täglich  cuf;  er  get)t  täglich  zweimal  fpajieren;  bie  täglictje  2(rbeit,  baS  tag» 
lic^e  SBiob  K.),  fo  aud^  in  ^]t^.  roie  [onn=,  fefltdglic^;  gn^ei-,  breitäglic^  ic.; 
fc^rocij.  f.  betagt,  alt  (dn  täglicher  SJlann) ;  —  tagen,  3»-  (mittelfj.  ta^eu) 
1)  jiellos  m.  ^aben,  Sag  werben,  geiü.  unp.  eö  tagt,  b.  t.  e5  Wieb  Sag, 
ber  Sag  bcictit  an-,  uncig.  f.  f)ell,  ((ac  ivecben  (j.  S8.  es  fängt  in  feinem 
JCopfe  an  ?u  tagen);  2)  jielloS  u.  jiel.  alt  u.  lanbfcfj.  (obcrb.  auci^  tagen) 
f.  einen  Sag  beflimmen,  anberaumen;  einen — ,  il)m  einen  Sag  be= 
flimmen  jum  ©rfci^einen  üor  ©cric^t  k.,  ibn  üorlaben  (au(^:  ii)n  betagen, 
0  er  tagen);  ferner  an  einem  befrimmten  Sage  eine  3»fammenfunft  i)ciU 
ten,  üecf)anbe(n,  unterfjanbeln  (mit  einem  — ,  über  etn?aS  — );  inSbef.  <l; 
nen  9?eci)töjlceit  v>ecl)anbeln ,  einen  9?ed)töhanbel  fühcen  (proceffircn ;  um 
etroaS  — ,  auc^:  etioaS  — ;  fc^wcij.  aud^:  täglichen):  oberb.  auc^  f.  plau» 
bern,  fpre^en,  bef.  inSgci)cim. 

Saqel,  m.,  -ö,  Wl.  w.  6.,  (angelf.  taegl,  engl,  tail,  =  ^od)b.  3agel, 
b.  i.  eig.  ©d^rcanj)  nieberb.  ein  pon  9?iemen  ob.  Stricfen  gefIoct)tenec  ^cü^ 
gel,  ein  ®tiicf  von  einem  ©tcicfe  jum  ©plagen;  bat^er  tag  ein,  jiel.  3«., 
f.  mit  einem  fo(d)en  ^Viigel  fd)lagen,  überlj.  bucd^pcügeln. 

Sägcl  üb.  Dägel,  m.,  -S,  Wt.  xv.  (5.,  (oberb.  3al)en,  3ai^en)  f^weij.  f. 
bcennenbec  2)ocbt,  Sidit,  Campe. 

tagein,  giel.  3».  1.  nieberb.  f.  Sagel;  2.  öjlr.  (nieberb.  tafeln;  engl, 
dngglc;  rgl.  baö  angelf.  deagan,  bene^en,  anfeuchten)  f.  flecfen,  befd}mtecen, 
befubeln,  fd)[ed}t  fd)ceiben  ob.  malen. 

tagen,  3».  1.  f.  unter  Sog;  —  tagen  2.  ob.  r.  bagen,  (got^.  thahan, 


1184  Sagepoft  —  Zatt 

altiädjl  thagian,   oltb.   dagea,    =   (at.  tacere)  »oUtg  t5tt.  f.  f(i)WeiQin,   "OtVi 

2:a.qc))o|!,  *rec^nung,  ^  reife  u.  f.  f.  —  Za^^d-)i,  f.  unter  Sag. 

Säbfd),  f.,  f(^tt3eij.  eine  auö  jungen  Sannen  gema^fe  (Sd)Ieife  jum  ^er* 
abjtef)en  beö  auf  {)of)cn,  bem  2Stef)  unjuganglic^en  @raöplü'|en  gemafjeten  >&tueö 
u.  bcr  auf  ben  2ttpen  bereiteten  Ääfe;  bai)er  tä()fc^nen,  aiel.  3n).  f.  etiraS  auf 
folcf)fn  ©d)Ieifen  ben  SSerg  herunter  jief)en. 

taig,  aSw,,  f.  tcig. 

Saimen,  m.,  -g,  SO?,  w.  g-.,  eine  2Cct  ©alrne  mit  niebergcbrüdtcc 
©djnaujc  u.  runbcm,  mit  fletncn  ©puppen  befcfetem  Äorpcr  (salmo  taimen  L.). 

2!afel,  f.,  -§,  CD?,  w.  (5.  (ein  urfpr.  nicberb.  SSort,  l)oU.  takel,  f^roeb. 
tackel,  engl,  tackle;  tual)vf^.  Don  btr  SQSurjel  tah,  tak,  l)od^b.  zah,  jie()cn;  ogl. 
jof>,  nicberb.  taa,  tadi,  unb  Sau;  got^.  tahjan,  reißen,  jecrcn;  ißlänb.  taka, 
engt,  take,  neijmen;  öjlr.  u.  fd^rccij.  ta!en,  f.  mit  ftc^  fort  jiet)en,  an  [tc^ 
loden,  in  ben  J^änben  ^crumjicf)en;  bair.  einen  ab  t  acte  In,  fc^crji).  f.  t)erab» 
ob.  tregbringen,  wcgfci^affcn),  alle  '^am  ob.  @d)ifffeile  jur  SSebanblung  bec 
(Segel  u.  vf)altung  bet  9J?afIen,  aI6  ©ammel».  getr.  bag  Stafeliverf  (mit 
franj.  ©nbung:  bie  Safelage,  fpr.  —  lal)fc^'),  ^iutH)crf;  nu^  ein  ^ebe* 
jeug  jum  ^ufwinben  üon  Saften,  f.  i?.  m.  Slafd^enjug;  nicberb.  uneig.  f. 
2(ugrüftung;  SJenüicrung,  werwiif elter  v^anbel:  S}olfgl)aufen,  ^öbel,  @e- 
finbel  (auc^  Safclpad ,  SaEcljeug);  bag  Safelgam,  flarfcS  gctt)ccrteö 
©cgclgarn;  bet  2!afeIuiei|l:eT,  wer  bie  ©c^iffe  mit  SafelwerE  üerfiebt;  Dag 
Slafeltau,  nicberb.  f.  ©c^ifffeil,  Sau;  bag  Safelwert,  Safeljeug,  f.  o.; 
tafeln  1.,  jicl.  3^.,  mit  Scifeliverf  t)erfel)en,  bef.  in  ben  3fe§.  an  =  ,  auf' 
tafeln:  nicberb.  uneig.  f.  jurüllen,  ftrf)  ruften,  9}crbereitungen  mad)en: 
uertvicf ein,  üenvirren  (gäben);  bie  Safelei,  baöS^afeln,  2(uftafcln;  ba^ 
Safeliverf;  uneig.  f.  ^öenvicrung,  üerrcicfeltcr  v^anbel;  ber  Safelcr,  f.  ». 
w.  Safelmeifler. 

tafeln  2.  3w.  nicberb.  f.  ».  w.  tagein  2. 

Slaft  ob.  Sact,  m.,  -eö,  S)?.  -e,  (t»on  bem  lat.  tactus,  ia^  $8crül)ren,  Se= 
taften;  bec  Saftfinn,  bag  ®cfül;l;  üon  tangere,  berül)ren;  unfere  3intt)enbung 
beS  SSortcö  i(t  trafjrfrf).  üon  bem  ©reifen  ob.  ©(plagen  bcr  ©aiten  bergenom^ 
men),  1)  gleidiformig  abgetl)eilteg  3«itmaf ,  S^onmaf  in  bcr  SQJufü,  übert). 
gleid}mä^ige  SSeiregung  ob.  gDrtfd}reitung,  j.  83.  im  SKarf(^ircn,  Sanjen 
jc.  (Sa!t  baltcn;  n(x6)  bem  Safte  ob.  im  Safte  fingen,  fpiclcn,  tanjen;  ben 
Saft  fc^lagcn,  treten,  b.  i.  mit  ber  .i^anb  ob.  bem  gu^e  angeben;  einen  auö 
bem  Safte  bringen  2C.):  in  ber  9}Jufif  ani)  jeber  einzelne  3eitabfd)nitt  in 
einer  glcid)mapig  abgetl)eilten  2!cnreil)c,  ein  auf  ber  Stotenlinic  bur^  jroei 
Saf  tftrid)e  cingcfd)lofTencS  SJ^aftglieb  (j.  85.  einen  Saft,  mel)re  Safte  auS« 
lafTcn;  ein  ganjer,  ein  balber  Saft  jc.);  2)  uneig.  f.  fidicre  u.  gctoanbte 
.f)altung,  $5etngefül)l,  ^e'ml)nt  it.  @id)er()eit  be§  SSenelimenö  im  Umgang 
u.  bcr  J^anblunggiDcife  iiberl).  (j.  SS.  Saft  Ijaben;  ein  5Kcnf(^  obne  Saft;  cnt; 
weber  »on  bem  (Sbenmaß  in  ber  SBeiuegung  hergenommen,  ob.  unmittelbar  auf 
bie  SBeb.  ®efül)l  fidj  grünbenb?);  —  taftfeft,  SBn?.,  fi^er  im  «Beobachten 
beö  Saftes ;  uneig.  überl).  f.  fi(^cr,  fcfl  in  einer  ©ac^e  (j.  SB.  er  ift  barin  ni^t 
taftfeft);  taftloä,  Sn;.,  ot)nc  Saft,  bef.  uneig.  obne  ri^tigcö  ©efübl,  obne 
geinbeit  im  S3enet)men,  unbeholfen,  ungebörig  (ein  taftlofcr  9)lenf(^,  ein  taft« 
lofeö  Scneljmcn);  ba^tt  bie  Slaftlofigf dt;  taftmäfig,  SSw.,  bem  Saft  ob. 


ZaU  —  ^ait  1185 

Zonmafß  qemof ;  bie  !Jaftmäfji,qh'it:  ber  3'aftmcffor,  cm  SBcrf^nig  jur  2fn= 
(jabc  i'tncö  gi'iiau  geregelten  3eitma(}Cö  (fr.  t^t^ronomctcv,  g^etronom);  bie 
S^aftnotC,  eine  9totf,  welche  bie  Dauer  eineö  gnnjen  SattcS  t)Qt;  bie  S^att- 
paufe,  ^Viufe  pon  bcr  3>ouer  einc6  Softcö;  bor  IJaf ffcftlaj;^ ,  ®c^lag  jur  58c* 
jcidjniing  beö  Satte«;  ber  Saftfcftlagcr,  oud)  S'af'fn'ibrfr,  wer  (jii  Äußfüf)» 
vung  eintö  Sonjtücts  bcn  3:aft  angitbt;  ber  Sattflrid),  f.  o. 

3:alc,  tu.,  93?.  -n,  (ogl.  at)ai)  fd}ircij.  f.  ba»  nid}t  fel)r  tiefe  Sett  eine« 
^ai)(i  ob.  SBalbflromce. 

Satemüfo,  tv.,  9)?.  -n,  (tvafjrfcf).  trcnb.  ilrfprunge)  in  SKci^cn:  ein«  "üxt 
SSuttergebiicfcne^,  mit  Ääfc  gefüllt,  auö)  S^fuitcrmü^e  genannt. 

taten,  3iD.,  f.  taalen. 

!Jal(5,  m.  u.  f.,  -eg,  o.  ?K.  (ein  urfpr.  nicberb.  SDSort;  f^»reb.  talg,  ban- 
talge,  engl,  tallow;  ber  (Urunbbcgriff  fdjcint:  fc^micrcn;  ogl.  Salf,  talftn  u. 
^aS  angclf.  telgan,  bcfcljmicren,  färben),  ein  thicrifdu'^  ?5^tf  «n  bcn  3cUgctrc« 
bcn,  fcflcr  als  ba6  (Sd}mccv  ob.  ©d)nia(?,  obcrb.  Uiifdilitt,  3nf«-+>Iitt,  gem. 
Snfclt,  (JT?inbcr=",  ©djöpfen^  Jf^irfdjtalg  ;c.);  3cig-  aUeS  J^ett  an  bcm  Stotfj* 
wilb;  —  ^fcts.  bcr  ^^alc^bauiu,  ein  djincf.  Saum,  bellen  ©amen  mit  einem 
[c^necweijjen  talgartigen  ^ett  umgeben  ifl,  baö  ju  Sichten  gebraud^t  werben 
fann  (noton  scbilemm  L);  bie  Siil^bccrc,  bic  gruc^t  bcß  djinef.  S^alq- 
bcerenbiiumcö  (seliifera  glutinosa),  trclc^c  au6gc!od^t  ein  ^u  Cidjtcn  brauc^= 
bareö  Cl  giebt;  bai  Salc^brob,  bei  bcn  Sic^t^iebcrn:  ein  großer  Ähimpcn  cin- 
gefdjmolicnen  Salgeö;  bcr  Sialqbufd),  f.  o.  xv.  bie  fWirtcnljcibe  (f.  b.),  n?ci( 
fic  eine  ^frt  SBadjö  liefert:  bie  Sali^btüfc,  :2inat.  J>rüfcn,  wcld)e  einen  fctti^ 
gen  ©toff  abfonbcrn:  bie  2!aU^(ampc,  eine  Pampe,  bercn  glammc  burc^  Satg 
unterl)alten  wirb,  wie  bie  ®rubcnlid;ter;  ba^  2'il(j:\lid)t,  ein  au6  3!alg  gcgof* 
feneö  ob.  gezogenes  Cic^t,  obcrb.  llnf^litt£crjc;  bic  2!a((^pfannc,  fupferncc 
JiefTel  bcr  Sidjtiiebcc  ^um  ©c^mcljcn  beg  Salgeß;  bie  SalcjpVCjJc,  eine  «p^rcffe 
ber  2icttjiel)er  jium  TTuöpreffcn  bcr  ©rieben  r>on  bcm  gefc^mol^enen  Salgc;  bie 
2ali^fcf)cibc,  eine  ®d)cibc  gcfdjmoljcncn  unb  wiebcr  geronnenen  SalgcS;  ter 
3^a(i|topf,  ein  föefdf-,  au6  rotld^em  bcr  gcfc^moljcne  Äalg  in  bie  Sic^tformcn 
gegojTcn  wirb;  —  '2(blcit.  talj^cn,  ^w.  1)  jiello6  m.  Ijabcn,  3!a(i5  in  fid) 
biiben,  )l(\l^  geben  (bcr  r^fc  talget  gut,  b.  i.  giebt  md  Salg);  nicberb.  aud(| 
f.  2!al3  ob.  ^itt  anfeilen,  fett  madicu  (eine  ©pcife  talget);  '1)  ?icl.  etwaä 
— ,  mit  !Jal3  fdimieren  ob.  fett  mad)cn:  tiil.qid^t,  S3w.,  talQätjnlid),  talg? 
artig:  talqic^,  58w.,  2alg  enthaltenb,  mit  icil^  befdimiert. 

2altnfenbcere,  »v.,  lanbfc^.  f.  bie  SScerc  beö  ^JiJaffert)oIiinberg. 

Salje,  IV.,  dJl.  -n,  (ccrw.  mit  Safcl?)  nicberb.  ©dnff.  eine  5]i3inbe, 
SSlocfroUe,  ein  v:^cbe5eug,  au6  einem  jwcifc^cibigen  u.  einem  cinfc^cibigcn 
astoctc  bcfte()cnb:  taljen,  ;^icl.  3w.,  mit  einer  ^alje  ücrfeben:  mittelft  einer 
foldien  aufwinbcn;  ta^  Saljcrccp  (ügl.  jReep),  ein  ©eil  ob.  Sau  jum  2fuf* 
winben,  aud^  jum  ©pannen  tineö  SBanbtaucö,  ©tage«  k. 

2!alf  1.  m. ,  -cg  Tl.  -Cy  (engl,  talk;  mittl.  lat.  taicum;  vcrw.  mit  Salg 
ih  talfcn  l.i)  eine  auö  Slalf-,  ÄiefeU-,  3;i)cnerbe  u.  ©ifen  beflebenbe  fettige 
*toteinart,  meift  oon  grünlich  wcijjcr  garbe,  aud):  ber  3!alfl1ein:  bie  iJalfs 
erbe,  eine  ©rbart,  wcldjc  bcn  J^auptbc|tanbtl)ci(  bc6  Salfftcincö  augma(^t,  aud^ 
Sitter=,  Sittcrfali=(Srbc  (fr.  SKagnefia);  basJ  ^alfül,  eine  angebltd)  au6  bcm 
2alf  abgezogene  glüffig!cit,  als  ^autocrf(^(Jncrungömittct,  eig.  nichts  anbcc6 

^epfc'S  ^anbwörtcvb.  b.  beutf^cu  ©pr.  2.  S^ttl.  75 


1186  taltcn  —  Sanb 

üH  SBcinfletnöt;  bcc  Salfwürfel,  »üffclförmiae  Satlfieine,  ob.  mit  ZalVolätt' 
d)cn  iibcnya^fcnc  ©djörtüjinct. 

talfcn  1.  (au6)  balfen)  ^kllol  3».  m.  Ixibcn,  (ogl.  Satg)  oberb.  gem. 
eine  ivcid^  ^affc  brücfen,  in  einem  fdimierigen,  fiebrigen  ©toffe  ()ei-um:: 
arbeiten,  fd)mieren,  fte^fen;  aud)  ftd)  bei  einer  3Serrid)tung  un9efd)i(ft  ob. 
plump  benef)men;  ber  Salf  2.  -en,  SW.  -en,  (aud)  ®a(£,  ©al!cn),  gem. 
oberb.  f.  tei.gige,  {'(ebricse  SJiaffe,  inöbef.  unau^gebacfeneg  95arfiverf  (f^tef. 
Sotfö);  5^«<^)  Älecfä;  unciefd)iifter,  plumper,  bummer  SWenfd),  Sölpel: 
talfig  ob.  ta(fid)t,  95ro.  (gem.  talW,  baifct,  baifcnb),  f.  teigig,  fiebrig,  jäf)e; 
unge|'d)icft,  plump,  albern. 

talfen  2.  (aud)  batJen,  boüen,  bu(fcn)  jicllof.  u.  jtct.  3w.  (»gl-  Saat, 
taalcn;  engt,  talk)  gem.  cbcrb.  f.  fe()terl)aft,  unbcutlid),  flammelnb  ob.  rcic 
mit  üoUcm  SKunbe  fpred)en;  üccä(^tl.  übcrt).  f.  fpred)en,  fd)tT)a^en. 

tahncn,  giellof.  3».  (ocnü.  mit  Saal,  taaten)  niebcrb.  f.  tiiel  u.  langfam 
veben;  [el)r  bitten,  betteln;  jaubern  bei  ber  'Kxbnt-,  bie  Salmerei,  f.  ßang; 
famfeit  im  SReben  u.  ^anbctn;  talml)a|tig,  SBm.,  f.  langfam,  5auberl)aft. 

tatpen,  jiellof.  3w.  fc^weij.  (fdiwäb.  batpen,  5iebenform  oon  tatEcn  1.; 
vgl.  Sölpel)  l)  m.  t)abcn,  f.  langfam  u.  ungcfdiicft  arbeiten;  2)  m.  fein, 
fd)n?er  auftreten,  plump  unb  fd)n)erfaüig  gel)en;  ber  2^a(pi',  Salpcr,  anöi 
Salpatfii)  (ob.  Satpejc;  og(.  Sotpatfd))  f.  ein  9}?enfd),  ber  einen 
fd)iverfäUigen  (^ang  i)at;  übixi).  plumper,  ungefd)icfter,  bummer  5)?enfd), 
2:olpel;  talplg,  talpatfd^ig,  Sw.  f.  fd)n)er  aufiretenb,  plump  u.  unge; 
fd)i(ft;  ber  Skalpen,  -g,  fd)meij.  f.  bie  ila^e;  baljer  tätpcln,  3»»-.  f-  mit  ben 
3;a^en  berühren  (bef.  con  fpietenben  Äa^en);  mit  ben  J^ingerfpi^en  betaflen, 
mit  ben  Ringern  fpiclcn;  inSbe^.  mit  einem  SSaUe  fpiclen,  inbcm  man  ibn 
auf  ben  j^up^^oben  wirft  unb  ben  auffpringenben  mit  ber  flai^en  >?>anb  »cieber 
nieberfdjlägt. 

Saltern,  5D?.  o.  e.  (ogl.  ba§  engl,  tatiers  u.  iai  {)0(^b.  3otte)  ntcberb.  f. 
J^c^en,  ßumpen;  taltcrig,  Sm.,  f.  jerfe^t,  jerlumpt,  lumpig. 

S^amgraö,  f.,  lanbfc^.  f.  ^Bicfenfud)^fd)iran5 ;  baö  S^amfraut,  eine 
'5)fIan3C  mit  fcfeiradjem,  fid^  in  otete  3»ö£igc  tfjeilenbem  ©tcngel  u.  fc^malen, 
paarweifc  gcftcUten  95tättein  (zannichellia  palustris  L.). 

Samp,  m.,  -e^,  5!??.  -e,  nieberb.  ©c^iff.  ein  furjeg  (Stiicf  2:au;  tam^ 
:pen,  jiet.  3«?.,  mit  fnotigen  Stauen  fd)lagen,  eine  auf  ©djiffen  übli^e  3üc^- 
ttgung. 

Sanb,  m.,  -cö,  o.  «m,  (im  älteren  JDberb.  ?R.  Sänb;  ein  Sßort  non  bun!= 
ler  J^er!unft;  nieberb.  Sant  u.  fi^crjf).  oevft.  Äanterlantant;  fd)»t)eb. 
dant;  »gl.  ba^  alti).  tantaron,  unfinnig  fein;  fpan.  tonto,  blöbftnnig,  albern, 
tontear,  albern  fein  u.  reben  zc;  franj.  dandin,  einfältiger  ?Oienfd^;  engl, 
daridy,  «mobenarr  :c.)  1)  alt  u.  lanbfd).  f.  alberne^  @efd)iva&,  eitle,  grunb^ 
lofe  9?eben,  %n-renpoffen ,  etjem.  au&)'.  bie  San bmäljv;  2)  gew.  f.  aliii 
5öertl);  u.  ©el)altlofe,  (Sitle,  9^id)tige,  Unnü^se  u.  Äleinlidje  (?Kenfc^en^ 
Starren-,  Äinbertanb  n.);  inSbef.  f.  ©pieljeug,  «SpieUvaaren  (9iürnbcrger 
Sanb);  obcrb.  auc^  f.  alte  .Kleiber  u.  «^auggerät()e,  Slröbelfram  (f.  u.  tan» 
beln,  tanteln);  tanben,  jietlof.  3tt>.  (fd^weij.  tanten,  bantcn;  nieberb.  tan* 
tern),  vlt.  f.  fd)n)a^en,  hoffen  treiben;  bal)er:  ber  Sanber,  f.  <SdnȊ'&er; 
bie  Sanbcrci  (Santcrei;  fpan.  tonteria)  f.  ©efd)t»a^,  2(lbern()eit,  ^offe;  — 
tänbdn,  jieUof.  3».  m.  ^abcn,  (nieberb.  bänbeln;  öflv.  tanbcrn,  bantern; 


A 


Zanhc  —  lanne  IIBT 

f^»cdb.  tänbertcn;    engt,    dandlc;    vgl.   bafi    fcanj.  dandincr,    ital   dondolarr, 

fd)auh'In),  tinbifcf)  fpielcn,  fid>  jum  3citpcrtreib  .mit  tlcin(id)<u  ob.  un= 
lu'if^en  -Dingen  befd)ä'ftigen  (mit  einem  JKinbc  tönbcln;  er  tonbelt  immer  ic); 
aud)  f.  iaubcrn,  \6$cxn;  bie  2äntelfd)ür^e,  eine  nur  jum  ^u^  bicncnbc  jier« 
lid)c,  {(eine  ©cfeürje;  bie  2ünbehi>üd)e,  f.  v.  ro.  gIitttrnjod)e;  bie  iicinbelei, 
ba«J  .Jänbefn,  bie  fpielenbe  S5e|'cl)^Ut>3»n.<5.  o""^  ^'^«'  ©etänbel;  aud)  f.  ba«5 
Baubern;  bei  SänMcr,  -^,  bie  ^änbdTiiin,  9)?.  -en,  »ver  gern  tänbclt; 
tänt>c(l)a|t  ob.  tanbcliq,  SSiv. ,  ^iim  iTänbeln  geneigt  u.  in  biefer  ^Jcigung 
gegvünbet  (ein  tcinbilljaftcr  gjJcnfd),  tänbcltjaftc  SBcfc^äftigungen);  bie  Zän- 
tclbafticifcit. 

Staube,  IV.,  9)?.  -n,  (uerw.  mit  bem  nicbcrb.  San,  fc^trcb.  u.  ()oU.  tand, 
goti).  tiuitluis,  3al)n,  f.  b.)  lanbfc^.  f.  ^iiten  (j.  S.  an  einem  2(nEer);  Älaue. 

tanbeln,  aud)  tcinbcln  1.  ob.  r.  tcintcln,  jicllof.  3«».  (oon  bem  lat.  tanti, 
um  (o  oiei,  um  bicfcn  '»preiö;  ogl.  @ant)  obcrb.  f.  ba^  öefdiä'ff  ^«^  'S^an- 
renfd)ä'feerö  ob.  '))reisibefttmnierg  (Saratorß)  treiben :  Älein  -  ob.  S^aufd); 
hanbef  treiben,  tröbeln,  mit  Äkinigfeiten  taufdicn  (oermifc^t  fic^  in  bcr 
SBeb.  mit  bem  »on  S a n b  jlammenbin  tdnbeln);  ber  Uantler,  2änb(er 
I.,  r.  Säntlcr,  -^,  obcrb.  f.  3(bfd)ä'(jec  von  ©ad)en  (fr.  SJarator),  bcr  iü= 
^Uid)  berec^tijt  ijt,  auf  Serftcigerungcn  ©ad)en  ?u  faufcn,  um  fie  cffenlli^ 
nticber  feil  ju  bieten,  ein  Ijröbler:  baher  bie  Sänbicrei,  bec  Säiibel;  ob. 
3!änti'lfram,  bie  2äntclrüaare,  f.  5ffiaaren  bcr  aöntlcr,  SröbclEram;  bec 
SänbcU  ob.  2äntclmarft,  f.  3;röbelmarEt. 

tänbcln  2.,  Sänblcr  2.,  Scinbclfc^ürjc,  ^tüodic  k.  f.  unter  Sanb. 

tancn,  jicl.  3-t>.  nicbcrb.  (ücrw.  mit  bebncn)  f.  flarf  jie^en,  au^behnen; 
inebef.  Jebec — ,  bereiten,  gerben  (angclf.  taunau,  engl,  tan,  t)oU.  taueo,  tan- 
nen,   fronj.  tanuer). 

3!an,(^,  m.,  -eg,  o.  50i.  (urfpr.  nicbcrb.  ^o^m;  ban.  tang,  fc^rccb.  tang; 
uon  bcr  SBurjel  taug  =z  zang,  zwaug,  binben,  fdttingen,  fafTen,  batjcr:  3ange, 
f..b.;  og(.  bo6  nicbcrb.  tengeii,  anfafTcn,  angreifen;  iölänb.  tengst,  .tenging, 
SBanb,  S3erfniipfung;  engl,  tangle,  Dcrflriden,  cernjitfcln),  auf  bem  dJrunbe  bc6 
9}Jcereö  tt'ad)fcnbe6  5!)?eer;  ob.  ©eegraö,  ©eetang,  Süafferriemen;  aut^  eine 
'•2lrt '2lftermoofe,  9)?eevgraö. 

Atangcl,  W.,  2)?.  -n  (nern).  m.  bem  nicberb.  San,  Zän  f.  3ai)n?  »gl.  aud) 
baS  engl,  tang,  ©tac^el)  in  einigen  nicbcrb.  GJegenben  f.  bie  5fJabe(n  (f.  b.)  b. 
i.  bie  fd^malen,  fpi&en  Slätter  beö  OZabelholjeg,  inöbef.  bcr  Sannen,  gierten 
u.  liefern;  bat)cr:  iai  SaniicU)ol5,  f.  9Jabelt)oli;  bie  Sanc<el)treii,  f.  3la= 
belflrcu;  —  bei  langer,  -5,  fädjf.  f.  Siannen^  ob.  Sid)tenn)a(b. 

tanc^cn,  tangcln,  gem.  auc^  tan f^  ein,  ^m.  fdjweij.  (n)ot)l  oon  tang, 
al6  9tcbenform  von  tcig,  Scig,  f.  b.)  1)  ^iel.  f.  fneten,  JSacfroerf  mad)en; 
■2)  jiclloö  (Dom  SacEnjcr!)  nad)  Steig  ob.  SJiehl,  b.  t.  rob  u.  füplid) 
fd)mecfen,  nid)t  gc{)örig  auögebacfen  fein;  tanqici  ob.  abge!.  täng,  auc^ 
tanf^ig,  Sn».  f.  teigig,  nid)t  ausgebacfen,  ju  tveid)  (aud)  oom  glcifd;). 

tanc^cv,  S5ro.  nicbcrb.,  bcf.  t)amburg.  (IjoU.  tanger,  tenger  =  cberb.  jan^ 
ger,  fdjarf,  bur^bringcnb,  fräftig)  f.  frifrf) ,  berb,  gefunb,  munter. 

Sancifc^narvc,  w.  (ogl.  b.  engl,  tang,  ©tat^cl,  u.  San  gel),  eine  3(rt 
©tadielbövä:  SeeftacbelböciS,  -Dornfifd). 

3!anlafe,  tv.,  lanbf(^.  f.  bie  2(a[mutter. 

Spanne,  tl).,   9J?.  -n,  (altt)0(^b.  tanna,  taune;   t)oU.  denne;   »on  bem  mit« 

75* 


1188  Zank  —  tan^eit 

Ulf),  dcrtan,  t)oU.  dan ,  ^ali) ,  alfo  uvfpr.  übcvf).  Söatbftaum?),  ein  gerabe  u. 
fcf)[anf  road^fenbcr  9labcIt)o[3baum,  bcffcn  flarf)e  oiigäcfc^nittenc  5^abern  in 
fcoppcitcc  9?cif)c  ju  bctbcn  Seiten  bcä  3n3ci9cö  in  einet  gtäc^e  frtfjcn,  mit  gc= 
rabe  in  bie  >^übe  ijeiic^tctcn  Rapfen ,  aui)  bec  Tannenbaum,  bie  gemeine 
Sänne,  2Beip=,  ©über-,  (Jbcitanne  fpinns  abies  L.);  im  gemeinen  geben  oft 
mit  anbcrn  9tabelbdumen  omrcc^fett,  baijer:  JRot^^,  ^cdjtannc  Jc  f.  gierte 
(f.  b.);  —  3f£^-  mit  Sann;  u.  Sannen^:  ber  Sannapfef,  f.  ü.  w.  Sann» 
lapfcn,  f.  lt.;  bie  Sannenblattcv,  fUinc  9?$lattcrn  unter  ber  jungen  5Rinbc  ber 
JXanne,  wdä^e  geriet  baö  weipe  bur(j^ftd;'tige  u.  woijlriec^enbe  Sannenbarj  ob. 
2Beii)f)aci  geben;  ber  2:annenbüif  ob.  Sanncnfäfcv,  ein?  lixt  SccEMfcc  ob. 
«&otjböc!c;  ba^S^annenbvett,  Srctt  auöSanncnhol;^:  bieSannvid^e,  eine^trt 
Steineiche  mit  langen  ©tiekn:  bie  Sanncnelflcr,  -txäbe,  ob.  ber  2'annent)ci? 
i)er,  eine  3(vt  bcs  SQät)iti  (f.  b.),  audj  9tu|'6J)ä()er  (f.  b.),  etcint)äf)er,  Jpoljfc^rcier 
jc;  ber  S^annenftnE,  S5erg=  ob.  @d)nccfinE,  weil  er  üovjiigtic^  in  Sonncmralbern 
Xtbt;  bei-  Sannl)irfc^,  r.  Samljin'd)  (f.  b.);  bcc  S^anncnmarbcr,  eine  2(rt 
SKarbcr  in  Sannen-  u.  gidjtcnirätbern,  gic^tcnmavbcr;  bie  Sanncnmeife,  eine 
3(rt  SO^eifen  mit  fc^tcarjcm  Äopfe,  2BaIb=,  Jpol^=,  ©^trarjmcife,  fteine  Äol;lmeii'c ; 
bai  2annenm00§,  ein  2(ftermooö  auf  Sannen;  bie  Sanncnmotte,  eine  ^(rt 
gjlctten  ob.  9ia(^tfa(tcr  auf  Sannen  u.  gierten;  bie  Sanncnnabct,  f.  9iabet; 
bie  3'anncnpalme.  eine  mit  bem  ©attelbaum  oenvanbte  ^almenört  in  Subtcn; 
ber  Sannpicfcr  ob.  ;VüUcr,  [d^recij.  f.  (£d}TOai-j[pecJ5t:  ber  Sanncnpilj,  rotber 
aStiEenpilj;  ber  Sanuenyoc^el  ob.  ^pac^agct,  lanbfc^.  f.  Jtreujfdjnabel;  ber  San« 
ncnnmib:  ber  S^annenwebcl,  @cl)aftt)a(m;  bag  SanmvKb,  r.  Samwiib  (f. 
2)amt)irfd)):  ber  2ann-'  ob.  S^annenjapfen,  baö  au6  I^oljiigen  ©diuppen  hc- 
■pefjenbe  ^iipfenförmigc©amcngei)dufe  berScnncn,  aud)  berS  annapf  et,  fc^lcf. 
u.  fdjwei^.  bieSannful)  genannt;  —  2£b(eit.  tänneln,  jiellof.  3»t).  f^ireij. 
f.  ben  0)erud)  ob,  @efd}macf  ücn  Siannenbclj  an  ftd)  i)abm:  tannen,  S3id. 
(cijem.  aud)  tdnnen;  alti)od)b.  tannin,  teimin),  au^  3!annenl)0l;,  V>on  2!an? 
nenholj  gcmad)t  (tannenc  Srcttcr  ic);  ba»  Sannic^t,  -eä,  5J?.  -e,  (oberb. 
Sann  ad),  Sannic^),  Sannengcf)ö(j,  £)icfid)t  »cn  jungen  plannen;  Zan- 
jieniDatb:  ber  Scinnting,  -e^,  9)?.  -e,  an  !Jannen  »ttad^fenbe  <Sdnrämme, 
ftu^:  ber  2:'annenfdnvamm:  tnöbef.  ber  epobare  S3(ätterfd)ivamm. 

Santc,  tt>.,  5)?.  -n,  (auö  bem  franj.  taute,  bicfcg  aber  von  bem  lat.  amita, 
bafter  engt,  aunt)  be^  5}aterg  cb.  ber  Butter  @d}iveller,  bie  SOZuljme. 

täntcln,  SänÜer  k.  f.  tanbeln  k. 

Santerlantant,  tantern,  f.  unter  Sanb. 

tanjen,  3n).  (mittel^,  tanzen;  nieberb.  banden,  fdjitieb.  dansa.  engt,  dance; 
jtal.  dauzare.  franj.  danser;  baö  2Bort  fdjcint  junac^l^  au6  bem  3iomanifd)cn 
tnö  •Deutfc^c  übergegangen  ju  fein;  im  2(lti)od)b.  finben  ftd)  nur  tii  »creinjel= 
ten  gormen  tauz,  tauzari,  für  tanjen  aber:  salzou,  angelf.  saltjan  =  lat. 
saltare;    im   ©otf).    pliasjau;   baö  roman.  dansa  K.  flammt  aber  traljrfc^. 

ÜOn  bem   gotb-  thinsan,    aiti).   diusau,   ^rdt.  daus,   u.  a(6  abget.  ^\V.  dansön, 

.  jiet)en,  fo  baf§  dausa  cig.  3iig-  ?icf)enbc  5Reit)c  ob.  Scrccgung  bebcatet) 
1)  jielloe  m.  tjabcn,  nad)  bem  3fitmaf  geregelte,  meift  f)üpfenbe  S5ekve= 
gungen  mad)en,  als  natürlidicr  2fugbruct  Iebl)aftcr  greube,  ober  nac^  tunfl= 
mäßiger  JBeftimmung  (uor  greube  tan.ijcn  unb  fpringen;  gern,  f(^6n,  funftrei^ 
tanken;  mit  3emanb  ranjcn;  auf  bem  ^eite  tanjen;  fpridjm.  uncig.  nac^ 
3tmanb6  ^pfeife  tan3en  niüJTcn,  b.  i.  feinem  SBiUcn  fic^  fügen  muffen);  in 


tapcn  —  %o\^tt  1180 

weiterer  SBcb.  libcrl).  f.  f)upf«n,  büpfenbc  Sctvcgung^n  madf^en  (ein  ^fab 
tatijt;  bie  9}?üctcn  tanjen;  bic  ©onncnflraljleii  tanjcn  in  ben  glutf)cn); 
2)  jift.  etivaö  —  ,  taniieiib  barftcKcn  ob.  aiiöfiiI)ron  (einen  SBal^cr,  eintn 
9Jci()en  jc.  — );  burci)  ^^anjcn  etuniö  bciviifen,  mit  einem  beiirortlic^cn  3"' 
fa^e  (j.  S.  fid)  niübc,  finn!  fanden;  ein  '»paar  ©cbuljc  tnt^ivei  tanjen  u.);  — 
bev  Sati^,  -e^,  ?0■^  Sä'ivi«;  'öcrEl.  \:>K\i  3!äi^cf)en,  oberb.  aänjliin,  (altb. 
tanz,  nicbcvb.  ©anj;  engl.  <lun<c;  franj.  la  clause,  ital.  <Ianza)  1  )  0.  SO?.  ba6 
2;anjen  fjiim  Sanje  c?a;en:  fic^  mit  Sanj  u.  ©pict  bctufliv^cn;  ben  Sanj  lit» 
ben);  "2)  eine  bejlimmt  gevogeltc  '^^xm  beg  Uai^en«  u.  bereu  ^(uäfiibrung 
(f6  tjiebt  oiclcrlet  Sanjc;  einen  2anj,  ein  2änjc^cn  mit  3cmanb  machen;  einen 
%mi  ouffiif)ven;  eine  ^^Jerfon  jum  San^c  auffoibcrn);  Qud)  ba^  begleitenb« 
Wuftfftüct,  nad)  nvld)em  getankt  tvirb  (einen  Zani  fpictcn;  adnje  fe^cn, 
fi-.  componiren);  .'})  gem.  uneic^.  f.  eine  93eriid)tiin9  cb.  ein  ^cr^ang,  a-'Cs 
bei  ti  lebl)aft  hergeht,  heftige  ^Seivegung,  Streit,  Üä'rm,  <Sd)lägerei  (an 
ben  Zawi  getjcn,  obeub.  f.  onö  SBer!,  bef.  an  ben  v^'ampf;  mit  an  ben  2anj 
mülTen;  ber  3!anj  gcfjt  üon  nrium  an,  u.  bgl.  m.);  —  3fc^.  ber  Sanjbdr, 
ein  jum  Sanken  abgcric^^teter  Sa'r;  bie  Sanjbelujligung;  ber  2'an5bo^C^, 
ein  cffcnt[id)tr  ©aal  ob.  gcbicttcr  ^tafj  (ogt.  SBobm)  jum  Sanken,  bef.  auf 
bem  Canbc  in  95auevn[d)eni;cn  2C.:  bag  S'anjfcft,  f-  t?.  vo.  Sntl  2.;  bie  2!anj= 
fIic(\C,  eine  ©attung  S'icSC".  »fd^^c  in  ber  Cuft  t)üpfcnbc  93cn?cgungen  machen, 
(gdjncpfenfliege,  .^üpfcr;  ber  Uan5gcfiil)Vte,  bie  ^anjc^cfnhrrinn,  bic  ^erfon, 
mit  niel^er  man  i'xw  Sanjpaav  oiißmac^t;  ^i^i  !Jan5l)auä,  ein  ?u  öffentlidjcn 
Sänken,  in^bef.  bei  Jpo^jcitcn,  bcflimmtcö  J^aug,  bef.  in  cbcrb.  Örtcrn;  bie 
^anjhmfl,  Äunjt  beö  geregelten  San^eä;  ber  San^fÜllflUT:  \^K\i  Satljllcb, 
?inn  Sanj  gefungencö  Oieb;  bie  San,^(ufl,  Siifl,  Steigung  ju  tanjen;  bal)ec 
fanj(iiflii;i,  S^ro.,  gern  tan^enb;  ber  Sanjnicillcr  (f.  93Jcifler),  Sanjlcf^rer; 
bii^  ^^iinjpaar,  2anjer  nnb  SaneCrinn ,  tt>cldjc  mit  einanber  tanjcn;  ber 
San.^pla^,  ^plan:  ber  3'an;,favi(:  ber  2'an3fd)ritt  (fr.  ^aö):  ber  "Zany 
fd)uli,  W.  :jan3fd)ii{}e,  leichte  ®c^u()c  isitm  Sanken;  bie  Sanjfc^ulc;  bic 
Sanjjlunt'C,  Untcrric^teftMnbc  imSanj;  bie  Sanjfuc^t  u.  ftarJcr:  bie  San,^- 
IX'Utl),  f)cfrigc,  Icibcnfdjafttidjc  9^eigung  ju  tanjen;  aud)  eine  cigent{)ümlic^e 
Jtranf^eit;  ba^  S'anjoctv^iüt.qcn  JC;  —  2tbteit.  bev  Sönjcr,  -Ö,  bic 
Sän5cvinn,  5)?.  -en,  trer  tanjt  ob.  tanjen  fann  (ein  guter  Sdnjer  fein), 
auc^  f.  !Janjgefährte  k.  (ber  Sä'njer  cinee  grouenjimmcrö;  feine  Scnjerinn); 
tngbcf.  »ver  bie  Sanjfunfl  berufsmäßig  übt  (Opern  =  ,  a?al(et  =  3:ä'njtr,  =2:än- 
jcrinn):  58cr6(.  ein  a\x^  brei  !urjen  unb  einer  langen  ©ilbe  bcftct)enber  t)üpfcn' 
ber  aJerßfu^  (-'"«■  ob.  »mi-  k.  ,  fr.  !})äon);  tänjcrifrf),  Sn?.,  nad)  2(rt  eineg 
S^ÄujerS;  tanjahnlid),  tanjavtig:  tanjcrlirf),  Sm.,  lanbi'c^.  f.  tanjluftig; 
tänjcln,  jiellof.  3n).,  l)iipfenbe  S3etvegungen,  irie  im  SJanje,  madjen. 

tapcn,  tapcln,  jicUof.  3^-.  fdjn^eij.  (auc^  täppcln,  täppern;  cgi. 
ba«  oberb.  jappen,  fappen  f.  langfam  gc{)en)  (angfam  im  '2Irbeiten  fein;  ber 
Sv^pfr  (audj  Sappler)  f.  »vcr  langfam  arbeitet;  tapig,  Sn?. ,  f.  (angfam 
arbeltenb,  zauberhaft. 

2^apCt,  f.,  -e6,  9??.  -e,  (üOm  gricd^.  Tc''.ni]g.  tat.  tapes,  tapetum;  franj. 
tapis,  nigl.  tapet)  »u.  f.  ÜTeppid)  (f.  b.),  Sußberfe,  inSbef.  eine  gewtrfte 
Sif6becfe,  j.  JB.  eines  ©i^unggtifc^ee  (babcr  no^  uneig.  etrcaS  auf 6  Sapct 
bringen,  b.  i.  e6  jum  ©egcnflanb  ber  Sfrathfcf)lagung  ob.  be6  tbcfpräc^g 
machen,  e§  jur  ©pra^e  ob.  auf  bic  95at)n  bringen);  bie  ^'apcte,  ^,  -n, 


1190  tapfer  —  Zamntä 

imt  9lcbenform  »on  Söpct),  bet  5BnnbtcpptdE) ,  ^ietüdx  ^anbbcffcibung 
ouö  Qmitlttm  3cu3,  SBaci^etud^  ,  Scbcr,  «Papier  jc;  bie  ^lapejecci,  2J?.  -en, 
(fcanj.  tapisserie)  2cppid}arbcit,  mc{)r€  5ufamnicn9ef)()n9e  ^^apeten;  ta)(>c^ 
jjtten,  jiel.  3w.  (franj.  tapisser)  bcteppid)en,  mit  Sapcten  befleiben-,  bcc 
Äapcjircr,  -ö,  50?.  tr.  (5.,^ob.  gem.  Slapcjicr,  -c^,  9)?.  -e,  (franj.  tapissier), 
2!epplcf) arbeitet-,  3immcrbcfteiber. 

tapfer,  Sm.  (alttiodjb.  ta-phar,  mittc(f).  tapfer,  f.  fd)rt)cr,  gevrid^tig, 
[d)wangci-,  reif;  tapfern  f.  fc^njcr  »erben,  reifen;  alfo  cig.  vooljl  »oUfrä'ftig,  ju 
»öUigcr  3icifc  9cbief)en;  lanbfc^.  auc^  bapfev;  nieberb.  u.  fjoU.  dapper;  engt, 
tlapper  f.  flin!,  geujanbt;  [(^web.  tapper;  —  ein  SÖort  üon  bun6(cc  3(bfunft, 
f^irer(t(^  oenf.  mit  bem  ftaw.  dobre,  gut),  efjem.  f.  fcbroet,  la|lenb,  u.  uncig. 
f.  geividjtig,  irid)ti3,  bebcutenb,  anfct)n[id)  (j.  S.  tapfere  SBortc,  Urfac^cn, 
eine  tapfere  Summe  u.  bgt.);  lanbfdj.  no^  f.  i>exb,  fväftig,  fefl,  ftarf,  tuet); 
tig,  auc^  f.  gut,  trefftid),  brav  (j.  S3.  ein  tapferes  ^ferb,  ein  tapferer  2trbet= 
ter:  tapfer  arbeiten,  geben,  jec^cn;  tapfer  on^aUtw,  fic^  tapfer  bitten;  gem. 
einen  tapfer  auSpriigeln,  u.  bgt.  m.);  o,m.  in  engerer  S5eb.  auöbauernbe 
.^raftanffrengung  u.  anbattenben  ^uti)  bctreifenb,  bef.  im  Äampf,  finny. 
lt)a(fcr,  bra\),  »erfd^.  bcrjbaft,  tüi)n,  mutbig,  f.  bicfe,  (bcr  Äübne  «jagt,  ber 
SKutbige  greift  an,  ber  Sapfcre  b^tt  ©tanb,  meiijbt  unb  crmübct  nit^t;  ein 
tapferer  SKann,  ^clb,  ©olbat;  tapfer  fcd)tcn,  fi^  tapfer  baltcn,  eertbeibigen, 
Mjebrcn;  tapfere  ©egenrocbr,  eine  tapfere  Zt)at  k.);  bic  Sapferfcit,  ebcm.  f. 
^xäfüQf c\t,  SDBirffamfeit,  (Starfe;  ie|t:  ta^  Sapferfcin,  ber  auSbauernbe 
9)?utl),  bic  S5rawf)eit  (5.  SS.  eines  ©olbaten). 

SSapp  1.  m.,  -fit,  ^.  -en,  (ogt.  baS  nieberb.  Dop  f.  runbc  ©diate, 
2)e(fel ,  @efä^)  oberb.  ein  auS  Sßcibcnrutben  gcflocbtener  runber  .Korb. 

tappen,  gieltof.  3».  m.  babcn,  (fc^web.  tappa,  franj.  taper;  ein  Sc^atlw. 
Bon  bem  inxö)  tapp  auSgebrücften  bumpfen  ©ehalte  beim  JCuftreten,  2Cnflo|jcn 
2C.;  ogt.  tippen,  tupfen  u.  flapfcn),  mit  plumpen  ob.  unftc{)cren  Stritten  ge= 
t)en;  mit  ben  .^^anben  plump  berühren  ob.  greifen,  ob.  unftd)er  ()in  unb 
Jjer  greifen  (in  etxoa^  tappen;  nad)  etwas,  j.  S>.  naä)  ber  SOBanb  tappen;  im 
ginjlern  tappen;  »gl.  ertappen,  ju tappen);  oberb.  f.  fid)  plump  ob. 
ungefd)icft  benehmen;  ber  2app  2.  ob.  2app6,  -e6,  CD?,  -e,  tanbfdb-  gem. 
1)  f.  ©djtag,  ©trcid),  (audb  ber  Sappen,  Sapcn);  2)  f.  plumper,  un:= 
gefd)icfter,  einfältiger  5!}?enfd),  Stolpe!  (^anS  SappS  in  bie  ®rü§e;  oberb. 
ein  Sapp  ins  SKuS;  aud^  bcr  Sapper);  bie  Slappe,  Wl.  -n,  ein  breiter, 
plumper  ^uj?,  inSbef.  bk  breiten,  weidben  pfe,  ber  SSäven,  Äa^en  ic,  f.  0. 
w.  Sa^e,  ^fote;  gem.  rerad^tt.  f.  plumper  §up  ob.  plumpe  ^anb  von 
sOlenfd^en  (oberb.  aud^  ber  3;«ppcr,  Sapen);  täpptfd^,  S5w.  (tanbfdj.  au^ 
tapp  ig,  tapp  ig)  plump  u.  ungefd)icft  in  feinen  SSetregungen;  au^  f. 
trcifi  burd)greifenb,  jubringlid)  (bef.  gutäppifd^);  oberb.  aud^  f.  taume- 
lig, fd)n?inblig,  toll;  tappeln  ob.  tappeln,  jiellof.  3tü.,  oberb.  u.  fc^weij.  f. 
mit  ben  v^anben  unb  Süpen  n)teberf)0lt  fleine  SSeivegungen  mad)en  (ogl. 
•gappcln);  mit  f leinen  ©djritten  gef)en,  trippeln;  auc^  mit  ben  2;a|en  ob^ 
^ingcrfpi^en  betajlten;  (vgl.  aud^  tapen). 

Sappcrt,  m. ,  f.  Sabbert. 

2!arante(,  ro.,  9)?.  -n,  (»on  bem  ital  tarantola,  u.  bicfcS  non  bet  ^tabt 
SSaranto  in  Unter=3talien;  mittetf).  der  tarant  f.  ©forpion),  eine  2Crt  gro- 
fer,  giftiger  ©pinnen  in  Stalien  u.  anbern  fäbfid^en  Sänbcrn,  beren  SSifS 


Zaxa\&  —  Safrf)c  1101 

fincn  mit  Zan^wvitt}  öcrbunbcncn  2Ba(jnfinn  »erurfad^cn  fotl;  bfc  'i^axanteU 
bifö  üb.  =flic^. 

Sarafö  ob.  2!arraö,  m.,  oud)  bie  2!araf^büd)fe,  (ogL  boö  Ui)m.  laras, 
»olürcrt)  cf}em.  eine  Hxt  groben  (^3efd)üteö,  au6  irclc^em  man  flcincrnc  cb. 
gciititucjcln  tt)arf. 

Äavbutt,  m.  (f.  Suttc  unter  butt;  i}oli.  larl.oi,  franj.  turbot)  nicbctb. 
eine  Wartung  ber  tvohlfd)mectonbften  Seebutte. 

tarcn,  jici.  3n>-,  fc^»onj.  (—  nicbcrb.  tarvcn,  tcvvcn,  b.  t.  gcircn,  jie= 
(;cn;  gott).  tairan,  engt,  tcar,  franj.  tircr)  ettvag  in  ben  ^ä'nben  I)crunijic; 
\)cn,  barin  reüblen;  tarqen,  3w.  (ogt-  jc^gen)  Ij  jii(.  fc^ireij.  f.  o.  ». 
taren;  aiic^  fciiled)t  unb  obenbin  arbeiten,  bcf.  fdjlec^t  f(^tcibcn,  malen  jc, 
fubeln;  niiberb.  f.  jum  3orn  reiben,  necfen,  plagen,  aui)  einen  ju  tmcii 
rei^ien  cb.  Herleiten;  "i)  ],kUoi  m.  b ab cn,  fcbipfij.  f.  3!eig  zubereiten,  25acfr 
UHuf  macl}en:  'oci^  2ar(^,  fc^wiij.  1)  f.  fd)led}te '^(rbeit,  <2ube(ei  (auc^  &t' 
targ);  2)  f.  S5acfRierf. 

ÜJavI,  m.,  -eg,  W.  -e,  ob.  3!arrel,  -ö,  9)?.  ro.  (5.,  (cbcm.  auc^  Sariing, 
Seetling)  nicbcrb.  f.  ber  Würfel;  ein  mürfelförmigeg  ©tuet  ob.  ein  fol^ 
t^cr  JCörpcr  übcrb-;  taxlm  1.  ^tcllof.  3n?.  f.  njürfeln. 

tariert  2.  jicUof.  3>f.  fc^rccij.  (audj  bar  im)  f.  einfaltig  u.  mürifd)  reben. 

JJnrnicfcl,  »v.,  5)?. -n,  lanbW.  eine  2(rt  f (einer  ^fl*J""i«") -Sricd^en. 

2aVllfap^C,    W.    (mittclb.   t;iiii-k;ii)pp,   tani-hiit;   Bom    aftb.  tarui,    tarno, 

altfädjf.  (lerni,  darno,  angclf.  Jyriie,  ocrborgcn,  beimlic^;  babct  altb.  tarnjau, 
tarnen,  ottfäc^f.  tlerniaii,  f.  oetbcrgcn,  DcrbcbUn;  auc^  hol-kappe;  »gl.  Äappe), 
ein  unfid)tbar  mad)cnber  3aubermante[ ,  quc^  bie  5^ebelfappe. 

3!arraö,  m.,  f.  Ätarafg;  —  Sarrafei,  f.  2raf^. 

tarrcn,  3n>-)  f-  taven. 

2!arrcn,  m.,  -ö,  fc^iucij.  f.  ein  grcper  ^intcnflecf ;  ein  ^^ebler. 

2artfcbc,  tt).,  9)?.  -n,  (in  bicfcr  gorm  junäd)ft  üon  bcm  franj.  tar^c;  altb. 
taV^^a,  lar^e,  tarze,  cig.  nicbcrb.  gorm  bcö  f)Pd)b.  zarga.  3argc  (f.  b.),  b.  i. 
(äinfafTung,  Umzäunung,  ©c^u?ircebr;  ißldnb.  tiarga,  angclf.  targ,  engl,  target; 
mittl.  lat.  targia,  ital.  u.  fpan.  targa,  poln.  tarrza  jc.)  cinc  '^(rt  cbcmalS  übli= 
cficr  langer,  biilbrunber  @d)ilbe,  auclj  noc^  na(^  Srfinbung  beö  gcucrgc»vel)r6 
gebraucht  («Sturmtartfdjcn,  beim  ©türmen  gebraust;  ©efetartf^en, 
bie  an  einer  eiferncn  ©pi^c  in  bie  @rbe  gcftectt  rcurben). 

Sartuffel  ob.  Sartüffcl,  re.,  97?.  -n,  (ital.  tartufo,  tartufolo)  lanbf^. 
1)  f.  Sriiffel:  2)  f.  (Jrbapfel,  Jtartoffel. 

iJarue  ob.  Uanvc,  tv.  (t)oii.  tarw,  terw)  ntebcrb.  f.  93cijcn. 

Särj,  m.,  -eg,  9)?.  -c,  (mittcllj.  terze,  eine  galfenart)  lanbfc^.  f.  bec 
männlidic  ^abid)t. 

Safere  1.  IV.,  Wl.  -n;  9Ser!l.  ba^  3!afrf)cb««,  obcrb.  Safd)!?'"!  Scm-  3:5= 
fdjel,  (altb.  tasca,  tascha,  tasclie;  nicbcrb.  Sa6!e;  iölanb.  U.  l'd)n>cb.  taska; 
{)oll.  tasch;  ital.  tasca;  pon  biinflcr  2(bftammung;  urfpr.  tt?cbl  überb-  Scbcilt^ 
nifS,  vgl.  baö  franj.  tasse),  eine  2Crt  Seutcl  ob.  <2arf,  itjorin  man  allerlei 
©cbiirfniJTc  bei  fid^  fül)rt  (j.  S.  eine  Spirttn^,  3agb  =  ,  9{cife^  Sfieit^,  ^atron«, 
©attfltafdje  2C.),  inöbef.  tleine  an  ben  ÄleibungSftücfen  eingena'bete,  mcift 
»icrerfige  ob.  balbrunbc  üSeutel,  um  ®clb,  ©c^liiffel  u.  bgl.  bei  fic^  ju  tragen, 
oberb.  aud^  «Sacf,  <Sd)ubfacf,  lanbf^.  gem.  '^Idty  (bie  9?cct  =  ,  SBcftcn^,  4>o- 
fentafc^c;  stva^  in  bie  Safere  fietJen;  bie  ^anb  immer  in  ber  Safere  babcn 


1192  tafrf)en 

muffen,  b.  t.  immer  ®db  ausgeben  miiJTcn);  oberb.  u.  ^flanj.  f.  v^ülfc  oon 
Jpüli'cnfrüc^tcn ,  and)  f.  baS  3;afd[)e(fcaut  (f.  u.);  uncig.  gem.  f.  ein  grofeöi 
weitet  ^ciiü  (ogt.  ^(aubcrtafc^e);  obevb.  f.  rocibücl}er  @efd)Urf)t6tbeU,  ju» 
iiad){l  ücn  Si)icrcn,  aui)  f.  tt>cib(id}e6  @d)it)ein;  gjatur!.  Slamen  bcr  Äamm- 
mufd)e(n  mit  [(Riefen  Oijrcn;  bit  franjöftfc^c  Saf^e,  eine  2(rt  ^o[auncn= 
[c^nccfen:  bic  gefaltete  ©tyrmöaube;  ©djitfb.  eine  SSerboppelung  üon  ^Um- 
feiifSangcn,  auij  eine  2Ctt  ()eroortQgenber  Jtammecn  an  bcn  aufieren  ©eiten  beS 
©i^iffcö;  obcrb.  f.  p(atter  S^adjjiegei,  ^(attjteget;  ferner  f.  Saufd),  ^iump 
JC,  inebef.  bei  SöafTevf ünften :  mit  «paaren  auögeftopfte  Icbcrne  SSälte,  mittel^ 
'oeren  ba^  SBalfeu  in  einer  9f{ü()re  gei)oben  rcirb,  and;  SSaufcfie  genannt;  ^üt- 
tenro.  ein  Älump  8ei)m,  wclöijct  beim  ©armai^en  auf  bk  SQab\o^U  gelegt 
wirb;  auc^  bk  ©toUbcute  ber  ^ferbe;  öftr.  eine  2fvt  runbii^cr  blauer  ^flau= 
men;  —  3[e^-  b^^^  Safd^cnblld^,  ein  Sud^,  wel^eö  man  in  bcr  2afd)c  bei 
ficf)  fü^rt,  qH  55ier!bu^  ob.  ©djreibtafel;  auc^  ein  S3u(^  in  fUincr  gorm 
(Safi^en^gormat),  fo  bafö  man  c6  bequem  in  ber  Safere  tragen  Eann,  ineöef. 
bk  in  bicfer  j^'^'^'"  aUjä'brlic^  erfc^einenben  Äalenber  u.  Unterf)altung6bü(^er 
(fr.  'Klmanad));  baö  Safc^mbad^,  f.  c.  tv.  ^uUbad);  ber  2'afd)ent'tcb ,  mt 
2fnbern  etiüag  au§  ben  Saften  {tiel}lt;  ber  S'afd^engiKfcr,  ein  !lcineö  gern= 
glaö ,  roel^eö  man  in  ber  Safd}e  hn  fic^  trägt  (fr.  l'orgnette) ;  bcr  Saferen; 
falenber,  f.  Safdicnbud^;  bie  Safdicnflappc  ob.  bcr  Safrf)cntecfc(,  ein  3eug= 
ftreifen,  rcelci^er  ben  ®^li^  einer  IKocEtafclje  bebedt  (fr.  ^attc);  bcr  Safd^en- 
folbcn,  Äolbcn  an  einem  ^umpenwcrfe,  um  rc eld^en  oben  ein  leberner  3ling  gc= 
legt  irirb;  icii  Safd)en'  ob.  gen?.  Säfd^elEraut,  eine  ^flanje,  bcren  ®amen= 
bcl)ältnifö  einer  >^irtenta[c^e  ä()nelt,  aud^Slafd^e,  Jbirt entaf c^e,  ©äifet» 
fraut  (thlaspi  liursa  pastoris  L.);  bcr  Saf(i)cnfrebö,  runbe  ©ec!rebfe  mit  fur= 
gcm,  unter  bem  Saud)e  fcfl  angelegtem  ©d}wanK,  Krabben,  ©cefpinncn;  in6' 
bef.  eine  in  ber  ?Rürbfee  t)ä'uftg  gefunbene  3Crt  berfclfcen,  auc^  Safere  genannt; 
bic  Safd)cnfun|!  ob.  ha^  Za\d^m\vcxl,  eine  asafferfunft ,  in  welcher  ba6 
SBaffer  m.itttlfi  an  einanbcr  gerei^eter  Saferen  (f.  o.)  in  bie  JQöi^i  gcf)oben 
Wirb,  aud}  Saufet  elf  unft  genannt  (fr.  ^atcrnoflerwcrf);  ta§  Zafd)cmm\\cx, 
ein  ©inlegenuffer,  mclc^eö  man  in  ber  Safere  hd  fid)  tragen  Eann;  bcr  2'afd)crt' 
:pfeffer,  bcr  fpanifdie  ^ftffcr,  beffen  ©amen  in  hülfen  (Safciien)  bcfinblic^ 
ijl;  bcr  Siafd^enpuffcv,  Safdicn^  ob.  ©acfpijlole  (f.  ^iflolc  u.  ^Puffer);  bcr 
2!afd)enfptelcr,  bie  Safd)cnfpiclcvinn,  eig.  wer  aus  bcr  ZaidjC  ((2piel=  ob. 
©auvcltaf^e)  fpielt,  übcrb-  wer  burc^  groüe  ©cfcfjainbigfeit  wnb  tdufdjenbe 
SBlenbwerfe  allerlei  beluftigcnbe  Äunftftitc£e  mad)t;  babcr:  bie  2!afd^cnfpic(er=^ 
!unfl,  3'afd)cnfpielcrei,  auc^  hai  3!afd)enfpiel;  bcr  3;afd)cnfpieler|lveic^, 
ta^  2;afd)cnfpiclerj!ücf  ic;  bcr  2afd)cn|iein,  fleine  taf^cnförmige  ocrj!ei= 
nerte  3Jiu[c^eln,  auc^  Saf  c^  cnmu[(^  el  jtcin;  ta$  Safd)cntud),  ©(^nupf* 
tud^',  oberb.  ©acftud^;  bie  Safc^enut)V,  eine  fleine  Ui)x,  welche  man  in  einer  Sa= 
fd^e  bei  ftc^  trägt,  obcrb.  Sacful;r;  ba6  Saf(i)cmxi6vtcrbud),  SIBörterbuc^  in  ftei= 
ner  gorm  (rgt.  Safc^enbudj);  —  llblcit.  bcr  Scifd^ncr,  -5,  ^.  to.d.,  ein 
»^anbircrf er,  ircld)cr3«9b;  u.  9Jcifctafd)cn  jc.  »on  S()ierbäutcn  verfertigt,  Äof* 
fer  überjief)t,  ©tüljle  polftert  u.  bgt.  m.,  lanbfc^.  au<^  ©ä'cflcr,  üerf(!^.  Scutler. 
tafd)en  ob.  tatfd^en,  ocrfi.  tcifd^rin,  tätfc^cln,  jieilof.  u.  jiei.  a«?.,  obcrb. 
(fd)it)äb.  u.  fd)meij.  .bätfd)en,  bätfd)eln;  nieberb.  baöfen,  fdjlagen, 
bref(i^en;  f^web.  daska,  engl,  dash;  ein  ©d^allwort)  f.  flatfc^cnb  auffallen, 
treffen,  fd^fagen;  :plätfc^crn  (oom  Stegen  öftr.:  eö  tafc^elt);  aud^  f.  plau; 


Safe  —  tajtcn  1193 

betn,  fcl)ttii^en,  ügl.  f(atfc(}en  (ogl.  ^(aubcctafdjc);  ferner  f.  taflcn,  Nriil)- 
ren,  greifen;  inöbef.  mit  bcr  ^^anb  fonft  berühren,  flrcid)eln,  fd)(a9en  au6 
3ärtlir^teit;  bic  3^afcf)C  2.  ob.  2atf(i)c,  9J?.  -n,  SJcrfl.  baö  3:äfd)Iein,  oberb. 
(fd}iväb.  u.  [ct)tiHij.  Däfd),  Datfc^,  Dätfdj)  1)  ein  tlatfd)enber  @ct)(fl9 
bcf.  mit  ber  flachen  J^anb,  tniJbef.  ein  23acfenfrreid},  eine  ilThrfeige  («Siaul^ 
taf.dje,  f.  b.J;  2)  ein  ''lüerl'jeug  511m  (Sd^fagcn,  eine  Älatfdje  (glicgcn^ 
tafdjt);  lanbfct).  auä)  f.  breite,  plumpe  .f)anb,  f.  y.  tp.  3;a(je. 

3:afc  (Qitd)  Sofe),  IV.,  "iD?.  -n,  fc^roei«.  ein  tiefet  t)ö(5erneg  9}?i[d^i|efäp, 
n)etd)c6  mit  jicei  2(rmbQnbcrn  auf  bem  JKiicten  getragen  »rirb;  ber  iJaslinq, 
-esS,  13)?.  -e,  baS  SIraijbanb  an  ber  Safe. 

täfeln  (ob.  bäfeln),  fc^wei;;.  jicUof.  3w-  (»gl.  tafdjen  jc.)  f-  fd)al(enb 
l}crabfal(en  (roie  SZüffe  u.  bgl.);  flreid}cln,  fd)meid)c(n,  liebfofen:  fd)Iei*cn, 
auf  ben  ^cl)in  ge()en;  (eife  reben,  flüftcrn  (fd}it»eb.  tasla);  —  täftg,  ißro. 
oberb.  u.  nicbcrb.  (bair.  u.  fc^n^ctj.  bcifig;  oftr.  tafig)  f.  ruf)i9,  jliÜ,  flein^ 
lernt,  bemiit()i3,  5ahm,  gebulbig. 

Safö  ,  m. ,  f.  unter  taffen. 

SaJTe,  n).,  9)?.  -n,  93trf(.  ba^  3!ä'föd)cn,  oberb.  Saf^t«!")  (pon  bem  franj. 
la  tasse;  ital.  tazza,  fpan.  taza,  au6  bcm  arab.  u.  pcrf.  tis)  eine  ?(rt  f (einer 
<Sd)a(en,  aus  benen  man  bef.  Äaffec,  Zi)n  u.  anbcre  warme  ®eträ'nfe  ju  trtn= 
!en  pflegt  u.  beren  je  ^ivci  jufammen  ge(}öreu:  eine  größere  fta^e  Unter  taffc, 
u.  eine  fleincve,  tiefe  SDbertaffc,  auc^  ber  31affen!opf  genannt,  oberb. 
<2dHi(cn  ob.  @d)ä'(d)en:  auc^  ber  3iif)»ttt  «in»'^  Saffe,  eine  Saffe  \)cil  (j. 
35.  jtüei  3;an'en  S^ee  trintcn;  einen  auf  eine  Saffc  Äaffee  bitten,  b.  i.  gum 
A'affee  einlaben);  taffcnfötmic^,  fSm.,  bie  $^orm  einer  2!affe  babenb. 

taffen,  giet.  ^w.  (mittelt).  lassen;  franj.  tasser)  lanbfc^.  f.  auf()ä'ufen,  auf;; 
fd)id)ten,  in  Raufen  fe^en  (Öetreibe  — ,  f.  ü.  w.  banfcn);  ber  ülaf6,  -eg, 
9)?.  -e,  (franj.  tas;  alt  u.  Ianbf(^.  aud)  Saft)  ein  ^^aufen  bef.  ©trof),  @ar* 
ben  ?c.;  oud^  ber  9iaum  in  ber  ©dieune  gu  beiben  ©citin  bcr  S^cnne,  in 
welchem  bie  ®arben  oufgefdjic^tct  it>erben,  bic  Sßanfe. 

taflcn,  jicllof.  u.  ?icl.  ^m.  (ein  urfpr.  nieberb.  SJort,  auc^  ^oU.  tasten, 
f^web.  tasta;  engt,  taste  f.  foften,  priifenb  fc^mcctcn:  im  2(lt=  u.  SCJitteltjodjb. 
fel)(t  cß,  u.  tft  niellctd^t  auc^  ini  9litberb.  au6  ben  roman.  Sprachen  übergegan- 
gen: franj.  tastei-,  tater;    itat.  tastare,  tt5al)rf^.  ÜOn  bem  lat.  tangere.  tactuni; 

baficr  itat.  tasto  u.  tatto  f.  ©efübl;  rgt.  jebod}  auä)  ta fdjen)  mit  ber  ^anb 
u.  bef.  mit  ben  ?^ingerfpi(}en  bcn'ibien,  fühlen,  finno.  tappen  (an,  auf  ctipaö 
taflen:  rgt.  antaficn,  bctaflcn  jc.);  nadt  ctwa'3  — ,  greifen;  inßbef.  mit  prü= 
fenben  5i"3«tit  berühren,  befühlen,  fühlenb  unterfud;en  (nieberb.  bie  J^üf)- 
ner  taflen,  b.  i.  befüblen,  um  ju  unterfudjen,  ob  fie  @ier  tjaben);  ber  2!all, 
-e8,  d7t.  -e,  nieberb.  f.  C^riff,  '^(ngriff,  ©d^lag;  —  3fe^  ber  Sajlhafcn, 
©d)ip.  ein  an  einer  .fette  befinbli^er  platter  .!pafen  jum  2(nprc1Ten  ber  ^lan= 
fen  IC. ;  ber  2'aftfinn,  ber  (Sinn  beö  (SJefütjlö,  bie  ©rvegbarfcit  bcr  9terfcn 
in  ben  gingerfpi^cn;  —  JCblcit.  taftbar,  ffiw.,  tra§  getaftet  cb.  mit  tcn 
Rauben  gegriffen  n^erben  fann;  bie  Safte,  ^.  -n,  an  £irgcln,  Älaoicrca 
2c.  bie  Sheile,  a''eld)e  man  beim  (Spielen  mit  ben  gingern  berührt,  ginger^ 
üb.  @riffbrettd)en  (fr.  ßlaoes);  ba^cr  ba^  Saftcnbrett,  baö  Srett,  auf  voch 
^cm  bie  Saften  angebracht  finb  u.  bie  fämmtlic^cn  Mafien ,  baS  3.aflcn;  ob. 
©rifftücrf  (fr.  Sajlatur,  6lauiatur);  baö  Sajlenfpiel,  Safleniverf,  a:on»rcrE= 
gcug  mit  Sajlen  (3;aftcn=5nftrument);  ber  Sajlcr,  -^,  »rer  taftet,  ein  3Berf; 


1194  tatein  —  Sau 

jeug  jum  Mafien,  g.  «8.  bie  ^iiblfpi^cn  bcc  Snfcctcn;  inäbef.  «tnc  "üü  $\xhl 
mit  frumm  gebogenen  ©^enietn  jum  Steffen  baiid)i3cr  Äövper,  auä)  Sajier; 
5irM,  »^ot)(^,  SScgenjireet. 

tatein  ob.  tateln,  auc^  tatern,  nicbcrb.,  ob.  tattern,  oberb.  jtellof.  u.  jict. 
3».  (engt,  tattle,  twattle,  {joU.  tateren)  f.  fdjnattem;  9cfct)tDinb  u.  t)iel  rc= 
ben,  plaubern,  fcbma^en:  bic  Sätel,  nicbcrb.  f.  fcf}tva^l)afteg,  a(teg  Sßcib; 
ber  Sätcler,  f.  ©diivafjcr. 

2aterfol)(,  m.,  ntcfccib.  f.  S3raun=  cb.  @rünfof)l  (angcbli^  »crn?.  mit  bcm 
engl,  tatter,  pumpen,  Sappen,  njci(  er  in  Icppcnäijnlic^en  ©tüctcn  gcgeffcn  toitt>). 

Satfd)e,  tatfd)en,  tätfi^eln,  f.  tafd)cn  k. 

ZatU,  m.,  -n,  iO?.  -n,  (obcrb.  auc^  Zatt,  Zatta,  Zättl,  f^wäb.  X)atti, 
25ättc;  nicberb.  Saite  ob.  Ztite-,  engl,  dad,  daddj';  »g(.  baS  gctf).  atta, 
25oter;  grie(^.  tstt«,  tukc,  lat.  tata,  fpan.  taita)  ein  S^aturrcort  ber  Äinbcr« 
fprad^e  f.  SSater,  »gl.  ^aifa',  [pottweife  f.  finbifd)er  alter  9J?ann;  ba^it 
tatteln  ob.  tätteln  (fd)mäb.  bütteln),  jicltof.  3».  obcrb.  f.  ftd)  ünbifcf)  fae- 
net)men;  tangfam  u.  ungefd)tcft  l)anbe(n. 

tattern  1.  f.  tatetn:  —  2.  jicUof.  3«.  (fd)»äb.  battern,  bottern; 
engt,  totter)  oberb.  f.  jitterit  tjor  groji,  ©c^mcrj  k.  ;  auä)  üor  gurci^t,  er- 
fd)re(fen,  aufer  Raffung  geratben,  befrür^t  fein;  frottcrn:  bec  Satter  ob. 
2^attercr,  obcrb.  f.  iai  3ittern,  ber  @d)rec!;  ber  Slattermann,  f.  SSogel^ 
fd^cud^e. 

Sa^  ob.  Saj,  m.,  -e6,  ?!J?.  3!a'|e,  obcrb.  inöbef.  ßjtr.  (aiidj  2>as,  faljb. 
25 ä^,  n.  X  £0  5;  oom  ital.  dazio,  mittl.  lat.  datium,  y.  dare,  geben)  f.  3Cb' 
gäbe,  (Steuer;  inebef.  ik  »on  ben  2Birtf)en  für  ia^  aug3ci'(^en!te  ©ctränE  ju 
entridjtenbc  2(bgabe;  baljer:  baS  Saljamt,  ©tcucramt  jc.  in  SDßien. 

Sa^e  1.,  ro. ,  5)?.  -n,  93crf(.  bai  Sa{jc{)en,  obcrb.  3!a|t€in,  (ücr».  mit 
taf(^en,  tatfc^en  jc.)  bie  breiten,  l)aarigen  SSorberfüfc  mand)cr  Spiere, 
bef.  ber  SSarcn,  (auc^  SSranf  cn  genannt),  in  «citcrer  S3cb.  auc^  ber  Sönjcn, 
Äa^en,  .!&unbe,  finnt».  Mam,  ^fcte  jc. ;  gem.  ücvö'c^tl.  f.  breite,  plumpe 
5}?enfdienf)anb,  u.  übcrf).  f.  v^anb;  obcrb.  auc^  f.  @d)(ag  mit  einem  ©tocfe 
ob.  SSrettc^cn  auf  iie  fladji:  Jpanb  ob.  auf  bic  jufammengcljaltcncn  (5inserfpi|cn 
(al6  ©träfe  ber  Äinbcc  in  ©c^ulcn);  u.  f.  -^anbfraufe  (gjtanf^ette):  .^anb' 
ta^e,  gctt).  »erf(.  ba^  Sä^lcin.  Sä'^el,  Safeel;  ber  Sa^fuf,  ein  plum- 
per, breiter  gu^,  u.  eine  ^erfon  mit  feieren  güpcn;  tai^fü^ig,  S3nj. 

Sa^e  2.  n?.,  Wl.  -n,  obcrb.  (auc^  ^ai^e,  Za^,ba€  Äa^te;  ital.  taccia, 
franj.  tache)  f.  ^Udm  im  ©cfid^t  ob.  auf  ber  .fpaut  übcrf).;  Blatternarbe; 
talgig  (bä^ig,  ta^ct),  S5n?.  f.  blatternarbig. 

Sau,  f.,  -eö,  ?D?.  -e,  (ein  urfpr.  nicbcrb.  SOBort,  per»,  mit  gießen, 
jaf)  JC. ,  nicberb.  tecn,  taa  2C.,  »gl.  Safcl;  l)oU.  touw,  engl,  tow,  iölänb. 
u.  fd^wcb.  tog;  engl,  tow  u.  fd)tücb.  toga  i)d^t  auä)  jic{)en:  —  »gl.  jcboc!^ 
ou^  ia^  altb.  zawön,  zouwen,  jauen,  nieberb.  tauen,  angetf.  tavian, 
engt,  taw  f.  beorbciten,  bereiten,  »erfertigen,  inSbcf.  gerben,  n^eben  :c.;  batjec 
3aucr,  eljcm.  eine  3Crt  3cugmad)cr;  ©cjäu,  nieberb.  Sou,  ©ctou  f.  SBerf' 
gcug,  ©ef^irr,  ©crätf)),  ein  fel)r  bitfeg  ©eil,  ingbcf.  @d)iffgfei(  (2(n!ertau, 
fd^werc  Äaue);  in  weiterer  SSeb.  jebeg  ©c^iffäfcil  (leichte  Saue;  bic 
bünnflen  ^ei^cn  ßienen,  bic  bidcren :  Sr  offen);  nicberb.  f.  ©eil  überl).; 
ouct)  f.  @efct)irr  am  5Bagen  (bat)cr  fprid^ro.  au§  bcm  Saue  fe^lagen  f.  njiber« 
fpenftig,  ungel)orfam  fein,  au6f(tjtt5cifcnb  werben);  —  3fc|-  tauloä,  S«., 


taub  1195 

bet  Saue  bftoutt,  of)iic  Saue;  hai  UnuVDCrf ,  bic  fämnUtid^en  Jloue  eine« 
Sc^ilfcö,  baß  SafeliüccE,  (man  untcrfdjiibtt  ftcl)enbe6  2aun)erf,  »rclc^cö 
an  bcibcn  ©nbcn  bcfclligt  ift,  mib  laufenbcß  Z.,  bcf[cn  bcibc  Gnben  nidjt 
ftftfinb);  ba6  2'au,^cuq,  niebcrb.  f.  öicft^irt  am  SBagcn. 

taub,  33ir.,  6omp.  tauber,  ®up.  taubft,  (gotb.  «lanh,  altb.  laub,  tüu[.,  ®. 
toubes;  aJtfdc^f.  döf,  nicbcrb.  boof;  altnoib.  «lauf,  fd)n)eb.  il"f;  angelf.  u. 
engt.  <Jeaf;  qUc  biefe  SfBörtcr  bcbcutcn  übeit).  flumpf,  fiifjHoß ,  bumm,  (tumm, 
taub;  bic  SBur^ct  fdjeint  dub,  top  —  arie(^.  ti;/j-,  [an6fc.  t"p,  tump, 
fc^lagcn,  jloljcn,  eriücitcrt  in  bem  tat.  stup,  in  stup-ere,  stapor,  stupidus;  ur» 
beb.  atfo:  gcfc^fagcn,  gcjtc|jen,  batjcu  flunipf,  fluijig,  flarc,  betäubt  ic.;  rgl.  b. 
gricc^.  i'^ifog^  iv<p).üi,  b.  gotb.  (luiil)jaii,  [c^rccb.  «lofwa.  fluten  mac|)en,  gctl). 
tlobnaii,  [c^ircb.  «lofiKi,  »erftummeu,  fluten;  pgl.  auc^ :  bumm,  bumpf,  ftamm, 
fliimpf  K.)  1)  ohne  C^mj'finbung,  gefühücg  (^.  25.  ün  ®(icb  iil  taub,  irenn 
man  tcinc  empfinbung  baiin  I;at);  obctb.  f.  matt,  jTill,  niebergefdjlagen 
(eom  S3ic|));  ferner  finn=  u.  bcirujjtlog,  ftarr,  tumpf  (j.  S.  taubed  ^inbrü» 
ten);  oberb.  f.  bumm;  alt  u.  cbeib.  auc^  f.  unfinnig,  rafenb,  tinithenb  (»gl. 
toben);  2)  gc«.  in  engerer  S3eb.  nidit  börenb,  gehörlog  (ber  form  ma^t 
mid)  taub  ob.  betäubt  mic^),  bei",  be^  05cl)örfinng  beraubt,  nid)t  hören  fön- 
nenb  (auf  einem  C*t)re,  auf  bcibcn  Dl)rcn  taub  fein;  ein  tauber  9}ienic^:  auc^ 
al6  ^to.  txn  a;aubcr,  eine  3;aube,  bic  Slauben);  auc^  ni6t  boren  n?c((enb, 
fein  (55ebör  gebenb  (gegen  eincö  2(nbern  SSittcn,  JClagen  ic.  taub  fein;  tauben 
SD^rcn  prcbigen  2C.);  .'i)  in  weiterer  SBcb.  feiner  gebörigen  Äraft  u.  2Bir= 
fung,  feinet  ©ebalteg  beraubt,  fraftloS,  matt,  leer,  nidjtig  (j.  S.  taube 
JCof)len,  b.  t.  ausgebrannte  u.  gcbämpftc:  bic  taube  Steffel,  b.  i.  bie  nid)t  bren^ 
ncnbc;  taube  S3liit(;cn,  b.  i.  bie  feine  gruci^t  anfe^en;  taube  SJüffc,  2(ljrcn, 
(Jicc  u.  b.  i.  leere;  taube  Scrgartcn ,  ©cbirge,  b.  i.  ni(^t  cr^ljaltigc;  nieberb. 
übcrl).  f.  leer,  j.  93.  ein  tauber  ©raben,  f.  ein  auf-gctrcrfncter);  —  3fe§. 
ber  3!aubflfc^,  Arampffifc^  ob.  3tttcrroc^e;  bie  Saubqcrflc,  eine  gcrflenäf)n= 
tidjc "©raeart,  SO?Aufc.icrfle;  b«r  2aubbafer,  glug^  Söinb»,  5Käufcl)afer ,  ein 
f)aferät)nlicbc6  Unfraut;  auc^  f.  taube  Src6pe,  .^afcrgraö;  bag  Saubbol,^,  eljem. 
f.  abgcftorbenc'j,  ncrticcfneteö  »ipclj;  bie  Saubfoblc,  eine  lixi  (Srb!öl)lcn:  .!^otj= 
fcf)te,  cntg.  ©tcinfcble;  bag  ^'aubfoni,  ber  bctäubcnbe  ©ommcrlolc^  (f.  b.); 
auci^  f.  Saubgerfle;  bie  Saitblicffcl,  taube,  ob.  tobte  9ietfel,  cerfc^.  aSrennneffcl 
(rgl.  ?icffcl  u.  0.  taub  .'^);  ber  2aubvD,q,qcn,  lanbfdj.  f.  (Sc^a^tclljalm  ob.  2ßtn= 
tcrtanncnfraut;  ber  3'aiibf(^U'>nmm,  gemeine  Äugclfdjroamm;  taubflumm, 
S?n).,  taub  unb  (tumm  ^uglcid^  (als  Sqxü.  ein  S  a  u  b  ft  u  m  m  e  r,  eine  S  a  u  b  fl  u  m  m  e, 
«Dl.  Saubftitmmc  jc.);  bie  3!aubflummem2ln|lalt:  ber  2'aubtlummcn(ebret: 
jc;  bic  3^aubfud)t,  lanbfdj.  f.  Sobfuc^t;  ber  Sauhüurm,  f.  Solürurm;  — 
3(blett.  bie  Uaubbcit,  o.  51».  (mitttlb.  toupheit)  bag  X.uibfein,  bie  C^cbcr^ 
Icfigfeit;  e()em.  audj  f.  ©innlofigfeit,  ^B^utb,  Siollbeit:  tauben,  jieitof.  3>p., 
fc^nrcij.  f.  toben,  rafen,  nnltben:  täuben,  ^icl.  3»p.  (mittel!),  touben;  nicbcrb. 
boiH^n,  böocn)  taub  madien,  gen?,  betäuben,  f.  b.;  lanbfc^.  bc[.  nicbcrb.  f. 
bv\'mpfen,  unterbrürfen,  crflicfen;  fdjnjcij.  jiclloö  f.  irre  reben,  fafeln;  täu^ 
beln,  fc^weij.  3n).  1)  üiclloö  f.  im  bödijlen  ©rabc  mütbcn,  rafen;  auc^  f. 
irre  reben;  2)  jict.  f.  ^^manb  ju  bctbören  ob.  ju  überliflen  fudien;  ber 
Säubling,  -eg,  ^Tr?.  -e,  l)fc{)tre:i.  f.  jäbjorniger  ?ri?enfd):  2)  (lanbfdj.  auc^ 
Säuberlin g;  oieUci^t  ton  anberem  ©tammc)  tterfd)iebene  S5lätrerfd)n?äm; 
me,  bef.  ber  efebare  blaut  Saubling  (agaricus  cyanoxanthus  L.),  aupeibem: 


1196  Saube 

ber  ^oli'  ob.  Sud^taufcltng ,  bcr  giftige,  it>ilbe  ob.  rot^e  Saubling,  ©au=  ob. 
©pcitäubling,  bcr  bittcic  Säubling  ob.  ^pfcfferfcbiramm,  ber  grüne  Sdubü'ng  2C. 
Saube,  tv.,  ISl.  -n,  $ßcr!l.  baö  !Jaubcl)en,  cbevb.  Sa'ubiein,  (gott).  dübo, 
nltb.  tiiha,  tübe;  obevb.  bic  Saubcn;  attiadjf.  dühha,  düla;  niebecb.  Suoc; 
aftnorb.  düla,  [4)tt)cb.  dufwa,  bä'n.  due;  angelf.  duva,  engt,  dove;  —  bem 
"Kniijdn  naä)  xavxv.  mit  bem  angelf.  deota»,  dyfjan,  engt,  dive,  taud^cn,  »gl.  tau- 
fcn;  alfo  iirfpr.  Saud)cr?  ogt.  baö  lot.  columba,  Kaubc  mit  bem  griec^.  xö).vu- 
ßog,  Zaudin,  con  y.o).vi.ißra'^  tauchen,  f(^tx)immcn),  eine  ©attung  t)on  SSc? 
ge(n  mit  iveicl)em,  gerabem,  an  bec  (Spi^e  (jcfvümmtem  iSd)niibel  unb 
t)alb  offenen  9?afen(ccl)evn,  von  oicten  3liten,  rcetdjc  tf)eilö  trilb,  tfjtilä  jaijm 
ftnb ,  j.  SS.  bie  tt>ilbc  ob.  ^dbtaube,  bic  >^Qubcn-  ob.  ©d)lcicr=,  bic  >ipc(m=, 
Äropf=,  Sac^--,  ^faitcn=,  9?ingct=,  Srommcl^,  Surtcltaubc;  inöbcf.  bie  gemeine 
5al)me  Saube,  ^aug-  ob.  <Sd}(agtaiibc,  (Sauben  tjattcn;  jörttic^  tüic  eine 
Saubc;  mein  Sä'iibdjen!  <x\t  fiicbfofungeroort) ;  in  cngercf  S3cb.  ift  bie  Siaubc 
\><\i  5öetbd)en,  obevb.  auc^:  bie  Säubinn:  bie  mannt.  2!aubc  aber  t)ci9t: 
bei-  Sauber  (obcrb.  au^  Sauberer),  -g,  SO?,  tr.  (S.,  Staubert  (aud)  Sau» 
bert,  nicberb.  Suocrt)  ob.  Saubcrid^,  -^,  9)?.  -c;  uncig.  9latur!.  ^^aube 
f.  @turmDoge(  {\>'m  cap'fc^e  Sa  übe);  eine  lixt  [eltener  .Ke(5elfd)ne(f  en ; 
eine  3(rt  Slügelfdmecf en :  ba^  Saubdien:  eine  ^(rt  ^a[5enfd)necfen:  'tio.i 
bvütenbe  2:ä'ubd)en;  —  3fc^.  ber  Saubcnapfcl,  eine  2(rt  feiner  SJofem 
äpfcl  öon  fd^iUcrnbcr  garbe,  wie  \!k  Srujl  mand^er  Sauben;  \i<x%  SaubeU:; 
augc,  ein  unfc^ulbig,  järtlid^  blictcnbcä  ?iuge;  an  ^fcrben  2iugcn  mit  fprcn!(i' 
gen  2(ugen[icbcrn  unb  SBimpcrn;  bic  Saubcnbccrc,  lanbfc^.  f.  SSrombecre; 
oberb.  (au(^  Saub  beere)' f.  blaue  ^libclbccrc;  'bai  3'aubcnci,  @i  einer 
Saube;  uncig.  eine  lixt  biinncr  Sfafcnfd)nccEcn,  auc^:  \)k  3tt)iebcl:  bie  %a\X' 
bencrbfc,  l)  eine  lütt  @cip!U'C  in  Ollinbicn  K.,  al§  Saubcnfuttcr  biencnb,  aud^ 
Saubcnbol)nc;  2)  bcr  fibir.  @rbfcn=  ob.  »obncnbaum;  bcr  Saubenfalf, 
1)  bic  aseifje;  2)  bcr  ^abid)t,  aud):  Saubengcicr,  4)abid)t;  bie  Sauben; 
färbe  ob.  SaubenI)aBfarbe,  eine  gcmif(^te  gotbc,  in  iveld^er  roth,  blau  unb 
grün  xx\  einanbcr  fpiclcn;  bal)cr  tauben^  ob.  taubcnba(6farbig,  Sio.  (fr.  co* 
lumbin);  ber  Saubcnfup,  uncig.  eine  2frt  bcg  (Stcrd;[d)nabcl6:  ber  weiche 
©tovd)fd)nabcl  (geranium  molleL.);  aud)  bcr  EncUige  .^abnenfup;  'b'^i  SaU- 
beni)auö,  ein  frei  ftet)cnbcö  flcincS  ©cba'ube,  in  n?clct)cm  Sauben  gcfjaltcn  »er= 
ben;  bnö  Saubenbcrj,  uncig.  ein  fanftce,  järtlid^cö  ^crj;  eine  !lcine  t)crjf6r» 
migc  Pflaume;  ücrfc{)icbcne  Jper^!irfd^tn=2(rtcn;  eine  2(rt  wcflinb.  .;^erjmufd;cln; 
ber  Saubcnferbcl,  lanbfdj.  f.  Srbrauc^;  baä  Saubcnfraut,  eine  iSumpf= 
pflanje  (lysimacliia  L.);  aud)  f.  ©ifenfraut;  ber  Saubenfropf,  cig.  ber  Äropf 
(f.  b.)  einer  Saubc;  uncig.  f.  ßvbrauc^;  @ifcn!raut-,  »reifer  S5el)en;  SJapun- 
j.cl;  eine  lixt  cfobarer  '■pitje;  fdiwcijs.  f.  SSrombccre;  ber  Saubenmifl,  SJJift 
»on  Sauben:  boö  Saubennef!;  baä  Saubenpaar:  ber  Saubenruf,  Säg. 
eine  flcinc  pfeife  ^um  CocEen  ber  ȟilben  Sauben;  ber  Saubcnfd^lag ,  (ogl. 
©c^lag  3)  ein  S3ef)«ältnifg  gew.  unter  bem  ®a^c  eines  ©cbä'ubeS,  in  treld^cm 
man  Sauben  f)cilt;  ber  Saubcnfd()nabel,  uneig.  eine  lixt  bc6  etord^f(^nabel6, 
ba§  ©fartenfrüut  (geranium  columhinum  L.) ;  bcr  Saubcnfc^waUj,  uncig. 
eine  Hxt  ©ämmcrungSfaUcr;  bcr  Saubcnfmn,  bie  Saubenunfd)ult>,  Sau^ 
ben5ärtlid)fcit  u.  bgl.  m.;  ber  Saubcnircl3cn,  tanbfdb.  f.  bas  wii^e  maljcn» 
fijrmige  ^außlaub:  —  JTbltit.  täuben  ob.  täubcln,  jtcl.  3».  fc^weij.  ben 
Äopf  bef.  ber  Äinber  mit  ivarmem  QBaffcr  babcn  (com  SSabcn  ber  Sauben 


i 


2;aubftfd)  —  taufen  1 1DT 

tjcrgcnommcn?);  ber  3!aubcr,  Söubcrtcf)  ic.  f.  o.;  bcv  3!äub(cr  ob.  2aiib= 
ncr,  -g,  lanbfc^.  in  flro9cn  Jpauefjaltim^cn,  wer  bie  ?(uffid)t  über  bie  ilaubm 
t)at,  aüdj:  ^anbiwocc^t. 

Saubfifd),  ^b^fcr,  iJaiibbcit,  ÄTäubfincj  ic.  —  3:aubiinirm,  f.  taub. 

taucl)cn,  im.  (alt^.  feiten:  tiuluin,  nHian,  mittclf).  tüchen:  bie  SäJurjet  tuh 
fdjeint  9kbcnform  von  tiil'^u  fein,  pgt.  taufen,  u.  baö  angclf.  ilyfjan  f.  tau« 
c^cn;  i>c)(.  jcbcd)  aud)  bai  Qltb.  diihjan,  didlien,  cbirb.  bauten,  bauchen  f. 
brüctin,  niebcrbiürten,  buctcn;  ba6  niebrrb.  buEen,  fd)n?eb.  <l"ika,  enijl.  «luck 
brbeuten  beibcö :  fid)  büctcn  u.  tauchen;  «runbbcb.  bec  SÜSurjel  «ln'i,  «luk 
fdjeint  bemnac^:  bnicten ,  bücfen ,  Derber^en;  für  bie  engere  S?eb.  tauchen 
aber  fdjeint  fie  bie  giibenform  tuh,  tul' cntipjctelt  ^u  fjabcn;  »gl.  auc^  b.  griec^. 
dum-  u.  i)n'-n,')  I)  jidioe  u.  rüc!j.  bcn  .Sopf  ober  ben  ganjcn  Äörpcr  in 
eine  Jliiffi^fcit  frcrfon  u.  baruntci-  verberijen  (bie  Gnte  taucht,  ob.  tauest 
fidj);  uneig.  bic^t.  oon  ber  Sonne  f.  untin-gehcn :  auc^  f.  fid>  unter  eine 
■lO^cnijc  mifdHMi,  vciberj^cn:  2)  ?iel.  einen  ob.  etroaS  — ,  in  eine  5l"f' 
fiqfcit  fterfen  cb.  thun  (einen  unter  baö  XöalTer  --;  glüijenbeö  (Stfen  inS 
■SJaffer  — ;  SBrob  2C.  in  eine  Sriibe  — ,  f.  o.  w.  tunEen);  ber  2aud),  oberb. 
f.  bie  Sunfe;  —  3fe?i.  ber  Saiid)bävn  (»gl.  SBarn  3)  lanbfc^.  f.  ö.  xü. 
©enE^  ob.  ©actgarn,  ©enfe;  bie  Saud);^!!^',  1)  bie  tStrau6=  ob.  ?D?oerente; 
2)  eine  2(rt  S'audjer:  ®ä'gctaud)er,  ®agefd)nä'b(er;  bie  3^aud)=  ob.  2!aurf)er- 
(jano,  eine  3(it  Sauger  im  ^forben  »oon  Guropa  jc,  wcldjc  jum  gifd)fan9C  ah^ 
gerichtet  nn'rb,  aud) :  ©traufjtaudjer,  Sa  u  d}  ertibi  5,  ©eerabe  ic;  baä  .JaUC^* 
ob.  Saild)erbulin,  eine  ^(rt  JBaffcrbübner  ob.  Sauerer;  aud):  Sauc^cr-- 
mewe;  ber  Saud)tafiT,  SBüffcrfafer;  ber  Sinid)fd)rDan,  3Jol)rbonimeI;  bie 
2aucf))lan9C,  ^nSei^gerb.  bie  ®tangc,  mit  irclc^cr  bie  {^elle  in  bem  ifdjcr  un* 
tergetaudjt  werben;  —  :?(bteit.  ber  Saud)er,  -g,  9J?.  \X).  (S.  übert).  TOec 
t>uidu,  inebef.  1 )  ein  5}?enfd),  )veldiei  bie  (i)efdnrf üdifeit  befiUt,  unter  bag 
'•liJiiffer  jiu  taudicn  u.  eine  Zeitlang  auf  bem  ©runbe  ju  oerroeilen;  2)  eine 
(>)attiui9  "■lÜaffenH^ijel,  we(d;c  unter  bai  Sßaffer  taudjcn,  um  it)re  9tabrung 
beraufjubcten,  unb  aud)  unter  bem  SBaJTtr  fortf(^irimmen  fönnen;  Die  ijiiud)erj 
glOtfc,  ein  gloctcnförmit^eö  öerä'tf),  unter  irelc^cm  iii)  bie  Sauerer  in  baö5Ba(Tec 
^inablaJTen;berSaud)CVfonic^,(5igüoget;bie:2auc^crt'unll,Äunftbe6Sauc^er6; 
bcii  2'au(^cvfrf)iff,  eine  2(rt  unter  bem  SBaffer  gebenber  Schiffe;  bie  :JaU(^er= 
taube,  Seetaube;  baö  Saud)crlcin,  ein  f [einer  Saudier  (baö  cartefifc^e  3;au= 
^erlein);  auc^  ein  oft=  unb  iri^inb.  25aum  mit  blafenartigem  grudbtf'-"(d)c. 

taucln,  iiellof.  3if-  nieberb.  (aud)  tauelfen,  tauten;  ügl.  taalen,  talfen)  f. 
(angfam  u.  gebehnt  fpvcdien:  übert).  Kingfam  fein,  ^aubern:  bie  3eit  tjer? 
tänbeln:  bie  Äauclfe  00.  Saufe,  '»I'?.  -n,  f.  eine  (angfam  fpred)enbe,  bie 
SBorte  bebnenbc,  auc^  übcrt).  5iniber()afte  ircibi.  "Perfcn. 

tauen,  jiel.  3n>-  nieberb.  (angelf.  taviau,  engl,  taw,  i)o\l.  touwen,  =  altb. 
zaweii,  zouweu,  jaucn,  urfpr.  überl).  zubereiten;  »gl.  Za\i)  f.  Sebcr  bereiten, 
gerben;  ber  Sauer,  -^,  f.  (Berber  (Cebertauer). 

taufen,  jiet.  ^\V.  (altboc^b.  tauijan,  mittell).  toufen;  gotb.  daupjan,  alt- 
fäc^f.  di'pjati,  nieberb.  böpcn,  I)oU.  doopen,  fc^jreb.  dnpa;  angelf.  deapjau, 
taufen,  u.  dyl'jan.  taudjen,  engl,  dip  u.  dive  f.  tauchen;  Söur^cl  dup,  tuf; 
ogt.  tief  u.  taud)en)  1)  alt  u.  noe^  oberb.  f.  taudien,  eintaud)en  u.  bene^en 
ob.  überziehen  (j.  95.  eine  Jtugel  in  ©^loefel  unb  ^ci)  — ),  bibl.  auc^  f.  brt? 
ben;  2)  geiv.  in  engerer  SScb.  auf  feier(id)e  ^rt  jufolge  d)riftlid}cn  9ieli= 


1198  taugen 

öionögcbraud)^  in  ffiaffcc  taudjcn  ob.  mit  SöcifTec  beilegen  ?um  Sefd^m 
^ittlidjct  gictntgung,  btc  9icl!g{onöf)anb(ung  (©acramtnt),  buvd)  rodele  bie  2(uf= 
nabme  in  bie  (^tiflttc^c  Äivc^e  ooUjogen  rcirb,  iromit  ^ugteid^  bic  SScitegung 
cineä  9tamenö  iierbunbcn  ift  (ein  Äinb  — ,  einen  Silben  taufen;  taufen  laffcn); 
in  bcr  Siuifc  benennen  (j.  S.  einen  Änaben  2ot)ann  taufen;  fie  i^  Sulie  ge= 
tauft  wovben):  ef)em.  auc^  f.  bie  le^te  £)lung  Qebm;  in  loeiterer  SBcb.  feier; 
Itd)  mit  3Baffei-  einreiben  u.  ge>t).  babei  benennen  (©loctcn,  e{)cm.  gu(^ 
©c^iffe,  Jtanonen  k.);  uncig.  fd)ei-jt).  f.  inä  SB^ffer  taud^n  ob.  mit  Kaffee 
begtepen  (bd  bcn  ©cefafjrern,  f.  Saufe);  mit  5Q5affer  mifd^en  u.  uerbiinnen 
(SBein,  SSier  3C.);  —  3fe^.  bag  Saufbccfcn,  Scrten  mit  bcm  SaufirafTcu; 
baä  Saufbud),  Äirdjtnbud),  in  rotti^cö  bie  ©ctauften  eingetragen  werben; 
ber  -Saufbunb,  ba^  butä)  bic  Saufe  öcfd)(oJTenc  SSünbnifö  mit  @ott;  bie 
ÜSaufformel,  bk  oorgefc^riebenc  govniet  bei  ber  Saufe;  bec  Saufgcfmnte, 
ffft.  bie  Soufgefinnten,  SBcnennung  bec  SBiebertäufcv,  f.  b.;  bie  Saitfl)ant>' 
(ung,  bit  gottcgbicnftlid;c  Jg>anbhing  bt§  Saufen«  (fc.  ber  Sauf=2(ct);  ba^ 
S^auffinb,  ein  J^inb,  wcldjes  getauft  rcirb;  bai  S^auffijjen,  ein  Äiffen,  auf 
welchem  ba^  Äinb  in  ber  Saufe  getragen  ^»irb ;  ber  Saufnamcn ,  ber  S^ia« 
men,  meldten  man  hd  ber  Saufe  erJ)aIten  i)at,  Sßornamcn;  ber  u.  bie  SSauf* 
patl)e,  au^  bie  2!aufpat()inn ,  f.  ^at{}c;  ber  S^aufpfennig ,  ob.  -[«^lUing, 
f.  ».  rc.  bai  ^at[)cngclb;  bie  3!aufrcbe,  hd  ber  Saqfe  gcliaftene  JKebe  bc« 
@eiftlid)en;  ber  Sauffd^cin,  fc^riftt.  3^ugnif6  au§  bcm  Jtirc^cnbut^e,  bafö  3e= 
manb  getauft  ift,  auc^  baS  Saufgcugnifö;  ber  Sautfii)maug,  baö  Sauf- 
mal^l  2C.,  ge».  Ätnbtauffd^maue  ob.  fdjlec^tjreg:  bic  Äinbtaufe;  ber  Äauf; 
|leln,  ein  fteincrneä  SScfjältnifö  in  ben  <$Circ^en,  über  welchem  getauft  wirb, 
aud):  ber  Saufbrunnen;  ber  Sauftag;  ba^  Sauftuc^,  ein  Sud^,  womit 
man  ba^  getaufte  Äinb  bcbcdt;  ba^  Saufwaffcr:  bn^  Saufjeug,  bie  Ä(et* 
bunggfriicte,  in  weldjen  ein  Äinb  jur  Saufe  gebrad;t  wirb;  bec  Saufjeuge, 
SJ?.  itaufjeugen,  bie  gcfclmäfjigen  3cugen  ber  Saufe,  bie  ^atijen  beä  Säuf= 
lingä;  —  3fblcit.  bie  S^aufe,  SDi.  -n,  (altb.  taufa,  toufe,  unb  taufi,  töufe; 
oberb.  bii  Saufe,  Sauf;  attfac^f.  dopi,  nieberb.  S)öpe;  banebcn  auci^  altb. 
der  tauf,  touf,  oberb.  ber  Sauf,  bef.  f.  bic  Saufe  im  aUgem.  (Sinne  ai^  ©a* 
crament)  1)  baS  ^Saufen,  in  allen  S3eb.,  bef.  a(€  retigiöfc  ^anolung;  inöbef. 
bie  einzelne  S^aufbanbdtng  (j.  SS.  bie  Saufe  ocrrid;ten;  ber  ©eiflti^e  i)at 
l)cute  brci  Saufen),  u.  bag  S^aufen  alö  9veligion§f)anblun.5  über^.  (bie  Saufe 
ijt  baS  crftc  ©acramcnt  ber  d;rijl(.  Äird)e;  bie  Saufe  empfangen,  b.  i.  getauft 
werben;  ein  Äinb  jur  Saufe  bringen  jc);  ©c^iff.  fc^crjb-  ber  ®ebrauc^,  bie= 
jenigen,  welche  jum  crftcn  SO^alc  bic  ßinie  befa{)ren,  feierlich  in!  SBaffcr  ^u  tau= 
c^cn;  2)  baöjenige,  ipovin  getauft,  ob.  ivorein  etn)a»  getaud)t  wirb:  bai 
SJauftvaffer  od.  ber  Slaufflein,  bai  Saufbetfen  (bat)cr:  ein  Äinb  über  bit 
Saufe  Ijaitm,  auö  ber  Saufe  Ijcbcn);  hd  ben  geucrwerfern:  jertaffeneS  ^cd^, 
mit  ^arj,  Scinöl  unb  ^utoermef)l  aemifc^t,  worein  bii  §euer!ugeln  getau(^t  wec= 
ben:  ber  Säufev,  -ä,  (altb.  taufari,  toufaere)  vccx  tauft ,  bie  Saufe  t>errld)? 
tet  (3ol)anncg  ber  Säufer;  »gl.  SBiebertäufer);  ber  Säufling,  -cg,  9)?.  -e, 
n)er  getauft  ivirb,  ba^  Sauffinb. 

taugen,  jieUof.  3w.  m.  l;aben,  (attljod^b.  tugan;  3nf.  u.  1.  u.  2.  ^erf. 
!ommen  nidjt  vor;  al6  3.  ^crfon  beS  ^rä'f.  bient  bie  ^räteritalform  taug,  pl. 

tugen;    ^rät.  tohta;    mittclf).  tilgen,    ^räf.  touc,  pl.  tiigeu,  ^rät.  tollte;  an= 

gelf.  u.  altfäd^f.  dugan;  nieberb.  bögen;  i)oU.  deugca;  isiänb.  u.  fc^web.  duga, 


Zaum  —  taumeln  1199 

biin.  «lue;  —  urfpr.  SBcb.  ftaiE  fein,  vaU-re;  SKuvicl  'in«,  tn^;  ocjl.  aiugcnb, 
tüdjh'g;  tittw.  mit  gc-bcit^cn,  gcbkgcn,  biet  ;c.?),  gut,  tüchtig,  niitlict)  cb. 
braiid)bar  fein  (baö  taugt  nid)t;  er  taugt  nic^tö;  bie  gcbcv  taugt  nickte  nuf)c 
K.);  gen),  iju  «tivaö  — ,  b.  i.  ba^u  geeignet,  bienlid),  brauchbar  fein, 
finno.  bienen,  nütjen,  i)Clfen  (j.  S.  er  taugt  nic^t  jum  ©clbatcn;  (¥olb  taugt 
nic^t  ;;u  ©djnciboperfi^iugcn;  n?o?u  taugt  baöV);  bec  3!auqcnid)te> ,  (^en. 
»uic  dlom.  ob.  -e!<,  'l'}^  lu.  (f.  ob.  -e,  gem.  mer  nicijte  taugt,  ju  nickte  brauch- 
bar i|t,  gcirt.  f.  ein  böftr,  fd^(ec^tcr,  ungezogener  sOicnfc^;  tau«^lic^,  SBiD.  (nie« 
berb.  bcgcfif,  jgej.  bolf)  i,u  ctitjag  taugonb,  braud)l\ir,  bienlid),  finnu.  tüd); 
tig  (tauglicbc  SKittcl;  ein  tauglicher  3euge  ic);  bie  ülauqlid)feit,  baS  ZnuQ- 
lid)fein,  bie  i!Öiaud)barfeit  ic. 

Sauin,  m.,  -eö,  'DO?.  Saume,  (altb.  daum,  toum;  obcrb.  2)aum;  gotb- 
dann;  fan^h'.  (llumia),  (anbfc^.  f.  I)unjl,  ■Dampf,  £lua(m;  taumen,  jieUof. 
3»».  (ottb.  daunijaii,  tounicii;  cberb.  b du m c n ,  baumeln)  f.  bünflcn ,  qua(; 
men,  fdnribcn;  bumpf  cb.  feud)t  vied^en. 

taumeln,   jicllof.  3n?-  (altb.  ttlmilon,    ttimcln,  abgel.  oon  tumun,    tiiimon, 

tilnien,  fic^  im  Jtreife  bnbcn,  tanjen,  ba^er  tümoil,  ©djirinbef,  tiimari,  lumaere, 
Sönjer  ic  ;  nieberb.  tümctn;  eine  Snreiterung  ber  SBurjel  tum  \\t  tumb.  ba= 
t)cr  altb.  tiimhelii,  tummeln  (f.  b.),  angelf.  titmbjan,  fpringen,  tanj^cn,  engt, 
tiimble,  taumeln,  fallen,  ftürjen,  fpan.  tnmbar,  franj.  tomber,  ital.  tomare, 
pür/^en,  fallen,  ital.  toml.olarc,  purjcln),  im  0)eben  bin  unb  her  wanfen,  ali 
cb  man  fallen  a^ollte,  »rie  ©c^njinbligc  u.  2>ctrun!cnc  (m.  haben:  er  hat 
getaumelt;  abir  in  äJcrbinbung  mit  einer  Drtebeftimmung  m.  fein,  j.  S3.  er  ift 
in  baö  3iinnier,  au6  bcm  «ipaufe,  jur  ©ibc  getaumelt);  uncig.  t>cn  ßeiben^ 
fdiaften  bebeivfd)t  ebne  5ötMvu|Ttfcin  u.  Überlegung  b^i'ibeln  (j.  95.  ein 
3Kcnfc^,  ber  in  ben  Siiflen  bcrumfaumelt);  ber  Saumcl,  -ö,  5}?.  (feiten)  \v. 
G.  (nieberb.  ilümel),  ber  ^uftanb  be^  Saumeln^,  'Scbtvinbel,  3vaufd)  (etn?a6 
im  Taumel  tl;un);  uneig.  f.  unruhige,  [eibenfd^aftlidie,  bie  flare  S3efcnnen= 
f)eit  raubenbe  SPeivegung  (im  Saumcl  ber  Söergniigungen  (eben;  ber  Säumet 
ber  greubc  jc);  lanbfc^.  f.  Saumellcldi;  —  3fc^.  ber  Uaumcdnc^er  ob. 
-ttld),  ein  SBcc^cr  2C. ,  auö  irelcfjem  man  ^d)  bcraufc^t;  uneig.  bibl.  u.  bidjt. 
etiraö,  beJTcn  Wcnufö  Saumcl  ocrurfadjt,  b.  i.  bie  !larc  Scfinnung  raubt  (ber 
3;aumel!elcb  ber  ?ufl  u.  bgl.);  bec  Saumclfifd),  f.  v>.  w.  Saumler  ob.  Sümm^ 
ler;  ber  Saumclqcilt,  ©d)n?inbelgcift;  ba^  Saumcigctag,  bcii  Saumel^ 
mal)(,  bii^t.;  bci^  Saumclv^laö,  SBtinglaö  obnc  ??u^,  Summier;  ber  Sau* 
mdfäfcr,  ©(^»oimmEafcr,  weil  er  fic^  jletS  im  2Bivbcl  breljt;  bec  SaumcU 
fcrbcl,  Saumel  erregenber  iüitber  Äcrbel,  beraufc^cnbcr  Äalbcr!ropf;  ba^  SaU; 
mclltct,  bidjt.  ein  l'ieb  als  2(uäbrud)  btr  SaumcKufl;  bec  SaumcUoIc^, 
Säumet  erregenber  ©ommcrtolc^;  ber  Saumclpfcffcr,  eine  ^frt  Pfeffer,  bcffen 
@enuföSaumel  erregt;  ber  Saumelfd)vitt,  unfic^erer,  roanfenbcr  ©i^ritt;  bie 
Saunuitaube,  eine  libart  ber  gemeinen  Saube,  welche  febr  ()0c^  fliegt  u.  im 
glugc  taumelnbeSeixjegungen  mac^t,  au(^Summcltaube,  Saumler,  Summler  2c.; 
berSaumchvabn,  bid)t.  ein  bk  JBcfinnung  raubcnber  2Babn;  —  2(blett.  ocn 
taumeln:  bec  Saumlcr,  -^,  »vec  taumelt;  inöbcf.  bie  Saumeltaube;  bec  "Zciu- 
melfifcb  ob.  Summier  (f.  b.);  taumelig  ob.  taum(ic;,  Svd.  (oberb.  täumlig, 
täumifd))  taumelnb,  fdMvinblig;  oberb.  auc^  f.  nidH  bei  (Sinnen,  toU,  un= 
ivrilä'nbig;  taumeln,  jiel.  3».  oberb.  f.  tcU  mad)en,  betäuben;  einen—, 
übetPüctt)cilen,  betcügen;  etivaS  — ,  b«'nilid}  bei  Seite  fd}affen. 


1200  Saupel  —  Saufe 

2:aupcl,  \V).y  SO?,  -n,  gtfdj.  Hi  ©cnf^arn  ob.  2:aud(}6arn. 

A^aurid),  m.,  -^,  Wl.-e,  eine  TTit  ivetnfäuerUd)«  ■^fpfel. 

^au^,  m.,  -e§,  (ogl.  täufdjen)  [d)»oä6.  f.  SSettu^. 

taufd^en,  jicUcf.  u.  ?ict.  3ȟ-  (oou  bunfler  Jfbl^ammun^;  fcf)(t  im  JTItb.; 
ntcbcvb.  tufd^en,  tuöEcn,  [c^rocrlic^  jufammcnlian^cnb  mit  bem  nicberb.  tmug» 
len,  tu6!cn,  t)oU.  tuschen,  f.  j\t)if4)cn)  ein  ^ing  gegen  ein  anbereö,  bef.  eine 
SBaare  gegen  eine  anbere  geben,  finno.  umfe^en,  um; 'ob.  au6tvccf)fe(n, 
ogl.  bte  3H'I-  auö  =  ,  ein*,  ocrtaufc^rn  (mit  tUnai  tau[c^cn,  ob.  ctwag  taufd)en, 
b.  i.  eg  gegen  ein  2(nbereö  augmcc^fcln,  j.  S3.  mit  SBüc^ern,  SSitbern  u.  bgU, 
ob.  SBüd^cr  2c.  — ;  wollen  voiv  taufc^cn?  mit  Semanb  taufd)en,  b.  i.  ii)m  da. 
2)ing  gegen  ein  anbeveS  geben,  auc^  uneig.  f.  bic  eigene  l'agc  gegen  bie  beg 
2(nbern  {jingeben,  j.  S.  irf)  möchte  nic^t  mit  if)m  taufc^en);  bec  StUifd),  -e^, 
5}?.  SaufdK,  bie  ^anbiung  bcg  SaufcbenS,  bef.  in  einem  einzelnen  gaUe, 
Äaufm.  auc^  llmfa^,  llmfd)(iig  (einen  Zau^ä)  mit  3cmanb  eingcljen,  mad)en, 
treffen);  ber  Saufd)l)ante(,  im  SBaarcntaufc^  beflcl)enbcc  J^anbel,  entg.  Äauf^ 
tjanbcl;  taufd^liijüg,  S3m. ,  gern  taufdjenb;  bec  ÄiUifc^ücrtrag ,  übet  cincii 
Zanii)  gcfd)toJTener  fficrtrag;  taufc^weife,  9ht).,  bui-^  3:au[(^;  ber  Zaü- 
fd^er,  -§,  bie  2'aufd)erinn ,  9)?.  -en,  iver  taufd)t  (gem.  auc^:  Sdufd^er, 
j.  35.  Stofötaufdict,  gem.  =täuf(^er,  f.  JRofeJamm). 

täufrf)en,  jiel.  3w.  (e()em.  r.  tcufd^en  gcfc^r.;  mittclf).  tiuschen,  ^rat. 
tuschte;  ba^et  tusch,  ©Reimerei;  ogt.  tus(hen,  b.  i.  erjliiien,  tserbcrgcn,  »er« 
{)cimli^cn,  »crtuf d^en,  e()em.  auc^  f.  täu[c^en;  nieberb.  tufö  f.  jtiU!  fl! 
obevb.  u.  f(^»e{j.  tuS,  buö,  bauö  f.  ftiU,  [c^weigenb,  tjerbfüfft,  »enrirrt;  ig* 
lä'nb.  thus,  bän.  taus,  [d^njeb.  tyst,  (tiU;  bair.  bofen,  buf  en,  fd^weij.  bitf^en 
f.  ftill  fein,  fic^  f!t;micgcn:  fc^treij.  tu^cn  f.  ijdmüä)  nac^jteUcn,  lauern;  fd^wöb. 
tau  fein  f.  betrügen;  »gl.  auc^  ba^  celt.  dus,  fd}warj,  engt,  dusky.  bunfet, 
u.  büflcr;  —  ©runbbeb.  ber  SBur^el  dus,  tus  fdjeint:  bun!tt,  »erborgen, 
jtill,  Ijeimlic^),  einen  — ,  betvirfen,  bafg  er  ben  @d)ein  für  bie  3Ba()rf)eit 
net)me,  fei  cö  in  guter,  ob.  böfer  2(bfid)t,  üon  weiterer  SBeb.  alö  bie  [inno.  bc= 
trügen,  worin  ber  9?ebenbegriff  ber  fetjlgefc^lagenen  ©rwartung  —  ,  mib 
tiintergef)cn,  worin  ber  SBegriff  beö  burd)  Ijinterlifligc  SSerfteUung  gemifö- 
braudjten  Sßertrauenö  liegt,  (er  l;at  mid^  getäufc^t;  bic  «Sinne  täufc^en  un§ 
oft;  bie  ©inbtibung  laufest  bii);  eine  täufi^enbc  5i;f)nltd)!eit:  etwa6  täufd)enb 
nad)al)men,  barj^ellen);  in  engerer  58eb.  erregte  (5rtrartung  iinbefricbigt  lafs 
[en  (er  i)cit  meine  Grwartung  getä'ufd^t;  meine  Hoffnungen  t)aben  mic^  ge* 
taufest  7c.):  rürfj.  fid>~,  ben  ©diein  für  bie  3Bai)rI)eit  nehmen,  feine  Sr^ 
ivavtung  nid)t  befriebigt  fel)en,  finnü.  ftd)  irren,  (id)  tä'ufcb;e  mi(^  ni^t;  er 
^at  fic^  in  ii)t  getüufd)t);  ber  2:äufd)cr,  -ä,  bie  Säufdjcrinn ,  dJl.  -en,  mx 
taufd)t;  bie  2aufd)erei,  5)?.  -en,  ta^  2:aufd)en,  bie  iläufdiung,  immer  ta* 
betnb,  finno.  S3etrug;  bie  Saufd)ung,  9}?.  -en,  i>üi  Säufdien,  ftnn».  2Sor= 
fpiegelung,  23erblenbung  k.,  bef.  in  einem  einzelnen  galle  (eö  war  nur  eine 
Säufd)ung;  bic  Säufd^ung  ber  ©innc  burc^  ein  Äunjtwerf  2C.);  aud^  ba^,  VOQ- 
burdi  man  getäufd)t  irirb. 

Saufe,  lu.,  Wl.  -n,  (ogl.  Sofe)  fc^wäb.  f.  S5üd)fe;  fd^wcij.  ein  SJ^ap  ju 
glüfffgfeiten  (=  '/o  Sitner)  unb  ju  trccfenen  2)ingen  (=  3  SSicrtcl);  auc^ 
f.  0.  w.  Safe,  f.  b.;  ber  Saufel,  -^,  fc^weij.  ein  fleineö  l)ö(jerneg  9}?ild}ge; 
fd^irr,  baö  man  mit  ber  ^anb  trägt. 


taufen  ~  taufenb  1201 

taufen  ob.  baufen,  jicltof.  ^m.  f(i(i»efg.  f.  fid)  mit  Äfeintgfeiten  cibgebcn, 
tanbcfn;  bumm  ob.  einfältig  rebcn. 

taufenb,  1000,  ©runbjatjlnj.,  iii)n  mal  (lunbert  (gotf).  thasundi,  aUnorb. 

tluisnnd,  aiigdf.  thilsend,  engt,  tfiousaod;  altf)OC^b.  düsuiit,  tüsunt,  dusent, 
mitttli).  tüsent,  jd.  tüsende;  niebcrb.  bufcnb;  fc^ttJCb.  tusend;  jrQl)rf(^.  cntfl. 
au6  tlius  f.  Li'ihan  ob.  »tclmef)r  ti{;'>S  jcljn,  unb  huud,  (junbert,  atfc:  ge^nfjun* 
bcrt,  baf)cr  nod>  iölö'nb.  thus-Imnd  ob.  thus-hundrad),  unbtcc^f.  (j.  S.  taufenb 
9}Iann,  cor  taufenb  Saferen,  für  taufenb  Stjalcr,  eine  .i^eerbc  ocn  taufenb  ®tüct; 
ein  taufenb,  irvd  taufenb  jc,  gen),  cintaufcnb,  jn?eitaufcnb  u.  gcfc^r.),  au^ec 
lüenn  eg  of)ne  nac^folgenbc6  ^'w.  fel6fl  bie  Stelle  einc6  fotc^cn  oertritt,  rco  bec 
5)at.  3!aufenben  lautet  (j.  33.  unter  3:aufcnben  faum  Giner);  oft  al6  runbe 
3al)l  jur  Übertreibenben  95e^eict)nung  einer  grcgen  5l?enge,  fehr  ütel  (j.  S.  ic^ 
f)abe  taufenb  ®rünbe  baju;  ic^  l)abe  cä  fd)on  taufenb  9)Jal  gefagt;  »rir  l;aben 
taufenb  ©pa^  gcl;abt;  ba()er  gem.  auä)  als  58crflä'rfung6jufaß  in  3fc|-,  nie: 
bcr  3;  aufenbfdje  Im,  mein  Sauf  enbfd)a|!  u.  bgl.  m.);  ba6  Saufcnb, 
-ö,  9}?.  -e,  ein  Inbegriff  üon  taufenb  Dingen  einer  2(rt  (j.  S.  ein  Sau« 
fenb  6ier,  S^üffe  jc;  ein  ganjcö,  <in  l)albe6  Saufenb;  etma&  bti  Saufenben 
»erfaufcn;  er  Ijat  Saufenbc  im  Vermögen;  eö  blieben  2aufenbe  auf  bem 
©c^lac^tfelbe;  in  manchen  ®egenben  unterf(^eibet  man:  ein  gercöfjnlic^cS  ob. 
fleiueß  Saufcnb,  b.  i.  lOUO  ©tuet,  u.  ein  gro$c6  Saufcnb,  b.  t.  1200 
©tuet):  bcr  Saufenb,  in  ber  23ol!6fpr.  eine  üerbecfte  SSencnniing  iie^  'Xiix> 
feie  in  2(u6ruf6formcln  bcr  SSernjunberung  k.  (ber  Saufenb!  bafö  bic^  bec 
siaufenb!  »gl.  po^  tauf cn ö !);  —  3f e fe.  taufenbatmig,  ^beintg,  =b(äts 
terig,  =  farbig,  ^füpig,  --föpfig,  -flimmig,  ^jünglg,  u.  bgl.  S3nj.,  taufenb, 
ob.  audj  nur  fcljr  »iele  2frme,  93etne,  S?lätter,  garbcn,  gü^c  3C.  ^abenb;  i>ai 
2!aufcnbbein ,  ber  Sßielfu^;  eine  2rrt  glügelfc^neden,  SStelfu^fc^nedc;  ©(^iff. 
ein  langer  SlocE  mit  ac()t  kii  jetjn  ©c^eiben,  ber  SBegnjcifer;  ba5  Saufenb^ 
bldttf  lanbfd).  f.  bic  ©^afgarbe;  eine  "Kxt  ©ta^eüorallen;  taufenbfac^  ob. 
ifnltig,  Sin?,  u.  SBnj. ,  taufcnbmal  genommen,  taufcnbmal  fo  riel;  uneig. 
iiOertreibenb  f.  m'elfac^;  bag  Saufenbfad),  lanbfd).  f.  bcr  britte  «Wagen 
beö  9Jinboicl)6,  SSlattermagen:  bcc  Saufcnbfup,  bie  3(fTel  ob.  ber  Äeller« 
wurm;  ber  »ielfufj;  ba3  Saufenbgiilbcnfraut,  eine  "Kxt  beö  (gnitanö 
(megen  feiner  ^eilfrdfte  fo  genannt),  and)  gicber=  ob.  SSiberEraut  (gentiana 
ceutaureiim  L.);  eine  Utt  ber  gloctenblume  in  Italien:  gro^eö  Saiffenbgül» 
benfraut;  taufenbici^rig,  SSro.,  taufenb  3af)re  bauernb;  ücrf^.  taufenb- 
iäl)rlic^,  93to.  rcaö  nac^  taufenb  3al)i-en  ttjicberfel)rt;  bcr  Saufcnbtnoten, 
(anbfc^.  f.  SBcgetritt;  bn^  Saufenbforn,  eine  fleinc,  fet)r  Eörnerreic^c,  auf 
fleinigem  ob.  fanbtgem  SBoben  wac^fenbc  ^ftanje,  ef)cm.  alä  t)arntreibcnbe§ 
9J2ittcl  JC.  gebraucht,  aud)  Sau fcnb fern,  «^arn-,  S3rud)=,  ©tcinfraut  k.  ge=: 
nannt  (herniaria  glabra  L.);  ber  tleinc  «ilbc  Sein  mit  ctelen  ©ameniörncrn; 
bcr  Saufenbfünjlter,  bie  2aufenbfünft(erinn,  trcr  in  oiclerlei  j?üniten,  b. 
i.  ÄunPfertigfeiten,  Äunftgriffen,  erfafjrtn  unb  gcf(^ictt  ifl;  taufenbmal,  3im., 
ob.  taufenb  9}?al,  in  taufenb  2öiebcr{)olungcn,  ?u  taufenb  SKatcn;  uneig. 
übertrcibenb  f.  fet)r  cielmal,  fel)r  oft;  taufenbnialk},  S5n?.,  njaö  ju  taufenb 
93talen  gefc^ief)t  cb.  gcf^el)en  ifi;  taufenbnialtaufenb,  3at)ln).,  eine  SJiiUicn; 
taufenbpfünbig,  fSw.,  taufenb  ^funb  fd^wer;  ba^  Saufenbfc^ön  ob.  ccrEl. 
2aufenbfc!)ön^cn,  ein  ^flanjengefe^led^t  mit  niannl.  u.  weibl.  SBlumen  auf 
einer  ^flanjc,  einem  brei-  ob.  fünfblättrigen  Äeld^  ofjne  aSlumcnblättet  zc,  wä) 


1202  Zanmtt  —  Zeiö) 

©cimmctfclume,  guc^ö[4li»<inj  «•  (amaranthus  L.) ,  bef.  btc  2Crt  mit  langem, 
nieberftancjcnbem  rotf)cm  SStumenf^tranje  (amar.  caudatus  L.),  unb  bte  mit 
fc^önen  brctfacbigcn  SSlättein,  ^apageifcber  (amar,  tricolor  L.);  bie  SKaf liebe; 
eine  2(rt  Jpaf)ntn!amm  »on  j'c^arlQdjrotl)Et  garbe;  —  2fbleit.  bec  Saufen* 
ber,  -§,  97?.  iv.  (5.,  sieben!,  jebe  Stffer,  treldje  in  einet  3al)l  bie  »ierte 
©teile,  ücn  bei-  regten  jur  linfcn  ^anb  gegäl)lt,  einnimmt  unb  ba6  3!aufenb' 
fact)e  beg  ^er(f)eS  {)at,  bert  if)re  Ji^ur  anjeigt;  taufcnt>er(et,  unbicgf.  S3w., 
t)on  taufenb  ob.  uncig.  t>on  fel)c  Dielen  "ifiten  ob.  S5efd)affenf)etten;  ber, 
bie,  ba6  taufenb jite ,  SDi-bnung§}a{)l  oon  taufenb  (ba§  taufcnbfle  3al)t;  bec 
taufcnbjle  Sl)eil);  auc^  alö  «i^vt».  bec  Saufenbftc  (iai  mei^  bec  Saufenbjle 
nidjt,  b.  i.  unter  SSaufenben  nic^t  einer);  baS  ^lau fenbfte  (ogl.  baS  ^un» 
bcrtjte);  ba^  Saufentflel,  -5,  CO?,  w.  ^.,  ber  taufenbjle  2:i)eil  eine«  ©an- 
jen,  baö  3^aufenbtf)ci[. 

Samverf,  Saujeug,  f.  Sau. 

Zax  1.  ob.  Zad)^,  m.  lanbfc^.  f.  ^acf)6. 

Sajc  2.  m.,  -c§,  S!)i.  -e,  ob.  ber  2!aj:baum  (oom  lat.  taxus,  gciec^. 
T«|o;))  t»te  ©bc  ob.  bec  Sibenbaum. 

SJ^aiCe,  vo.y  ^.  -n,  oberb.  aud^  ber  S.a%  (engl,  tax,  franj.  taxe,  oom  mittl. 
lat.  taxa,  u.  biefcö  \vaf)t\ä}.  oom  gried^.  T«l<f,  Orbnung,  Seftimmung)  bec 
obrigfeitüd)  fejlgefe^tc  ^ceiö  ob.  Sßectl)  einer  ©ac^e,  @d)d|un36prciS, 
5Bert{)anfd)(ag,  ^cciöfa^  (eine  Sare  matten;  dwai  naö:)*i>n  Savc  bejai^ten; 
bie  gleifc^',  S3robta?:e  u.);  an  einigen  Drten  auc^  eine  ^Cufiage  ob.  '^{bgabe; 
bie  2!a)t;ort»nung,  obrig!eitl.  SSerorbnung  jur  ^rciebejlimmung  einer  ®ai)C; 
bie  SSajrprobe,  SSerg».  gur  SScjlimmung  beö  SBectl)cö  angeheilte  ©rjprobe; 
tariren,  jiel.  3w.  (lat.  taxare)  tm  3Bevt()  einer  @ad)c  bejlimmen,  fd)a|en, 
abfd)a^en,  ivürbigen,  anfc^Iagen;  bie  Sajctrung  (fr.  Saration),  2fb= 
fd)a|un3,  ©rfjci^ung  ic. 

Z%,  m.,  f.  Sal. 

Slajette,  ro.,  Wl.  -n,  (oom  ital.  tazzetu,  b.  i.  3;af§4)en,  <Sd^al(|en)  eine 
2(ct  9?arjiffen,  bercn  SBlumen  ein  gto(fenförmige6,  abgejlumpfteS  «:^onigbc= 
i^attnifö  l;aben,  im  füblid)cn  Suropa. 

Seifel,  m.  tt.  f.,  -ö,  ^.  vo.  S.  (S3er!l.  tjon  S)a(^§,  Sar)  lanbfc^.  gem. 
f.  2!)ad)ö^unb. 

Sccfelbol^ne,  iv. ,  laubf^.  f.  ^uff=  ob.  ©aubo^ne. 

S^eff,  f.,  -i$,  0.  ?0i.,  eine  (SJattung  beg  93ief)9rafe6  (poa  abyssinica). 

äcgel,  m.,  -ö,  SÄ.  W.  (5.  1.  (auc^  3:eiel,  Seil;  lat.  tegda,  franj.  tuile, 
engl,  tile)  nicberb.  f.  Riegel;  2.  oberb.  f.  2;ieget,  ©efd)icc;  Sfjon,  3;()onmecgeI, 
5}e^m ;  bai)cr  tegeln,  obcrb.  3w.  f.  mit  2ef)m  Derj!ceid)en  (a  u  ö  ►,  o  e  r  t  e  g  e  l  n) ; 
in  ob.  mit  einem  jähen  (Stoffe  f)ecumfd)mieren,  flerffen  (ogl.  tag  ein.) 

3;el)fe,  n).,  9J?.  -n,  lanbfci^.  in  ®ali!otl)cn,  beren  ^aä)  bi^  jur  (5rbe  cet(^t, 
bec  S3oben,  auf  tt)e(d)em  bie  «Saljftücfe  getcocfnet  \oecben. 

Seianfer,  m.,  (oerra.  mit  teen,  nieberb.  f.  jiebcn?)  nicberb.  ©d^iff.  ein 
Heiner  2fnfer,  weli^en  man  auönjirft,  bamit  baS  ©d^iff  nid^t  oom  ©trome 
fortgetrieben  wirb;  baljer:  ba^  Seianfertau  ob.  Slcitau. 

Setc^,  m.,  -eö,  ?0?.  -e,  (altb.  feiten  dtch  f.  tiefe«  SBaffer,  ©ee,  altfäd^f. 
dik;  ogl.  bae  obcrb.  Seu^,  Seuche  f.  Jßertiefung,  Sfiieberung  im  ©rbboben; 
ban.  dige,  Seic^;  nieberb.  2)ief,  b.  i.  35ci(^  unb  Seic^;  beibc  SBörtcr 
finb  na^  Jl'bpammung  u.  SSilbung  eine  u.  nur  im  S'leul)od)b.  »oiUfürlid(|  ßef(^i«» 


STcictjcl  —  :ie(m  1203 

bcn;  bie  JBeb.  ifl:  ttvoad  ©fflcabencö,  Dom  angclf.  <lican,  diaxin,  engl.  Jig, 
<litch,  graben;  ba!)er  anflelf.  die,  engt.  dit(h;  fc^njcb.  dike,  bet  ®raben;  ügl. 
Quc^  Da^g,  b.  i.  bcr  ©rd'bcr?),  ein  gegrabener  5ßa|yerbef)a(ter,  bcfTcn  JßafTec 
abgdQJTcn  »ocrben  tonn,  oberb.  au(%  2ßeif)cr,  j.  S.  bcr  3}?ü()(cntudj  (f.  b.), 
inSbcf.  aber  ein  5ifci)teid)  (Äarpfen»,  SorcUintcii  jc);  —  3fcO-  t»'«  3;cic^- 
binfc,  ©eebinfe;  bie  2;eid)fcber,  ba6  ©c^itfgrae;  beu  3;ci^fcnd)cl,  ba« 
SSSaffcrtaufcnbblatt;  bcii  Scic^fenjlcr,  (anbft^.  bie  öjfnun»^,  burc^  xcddjt  baß 
JffiaJTci-  cincö  3;eid)cö  abgclaffcn  wirb,  bcr  2(blauf;  bcr  Sctc^flfc^,  in  Scic^cn 
Ötfjaltcncr  gifd),  inßbcf.  bie  Scic^forcUc,  bec  2:cid>tarpfcn  «•;  bie  Ziiä)* 
fifc^crcl;  ber  Scid).qrabcr ,  ein  2(rbcitcr,  welcher  a;cid^c  u.  bgl.  gräbt;  bie 
2;cirf)folbc  ob.  ber  iJcic^folbcn,  f.  Slofjrtolbcn;  bie  Scic^ülie,  bcr  SSafTet. 
fc^TOcrtcl;  berÄalmuö;  bie  2:cirf)linfc,  2Bo|Tcrlinfc,  ©ntcngrün;  ber  Sei^^ 
mcijicr,  2<:uffcf)cr  bcr  gifc^tcii^c  auf  großen  ©ütern ,  Quc^  3;cic^n?art;  bie 
3!eid)mufcf)c(,  eine  litt  ?mie6muf(icl  in  a;cid)cn;  bie  Zä(i)nüß,  aBafTcinufö ; 
bie  Seic^orbnung,  obrigEtitl.  Scrorbnung  in  2(n[c(;ung  bcr  gifd)tcic^e;  ber 
2!eic^red)cn,  ein  groper  JRec^cn  jur  SRcinigung  bcr  3:cid)c  oon  @4)tamm, 
©c^lammfriicfc;  f.  auc^  5{cd)cn;  bag  2!cirf)ro()r  ob.  Scid^fc^ilf,  gcmcined 
aßatTcrrofjr;  bie  Seid^fd)n£(fe,  in  Slcic^cn  Icbcnbe  ©c^nccEc;  inebcf.  eine  Art 
ec^nirfclf^ncctcn,  audj:  baö  Zii<i)i>o\:n;  bie  Selc^wanjc,  eine  Art  SBanje 
auf  ftefjcnbcn  SBafTcrn,  Äotf)»t)anjc,  SBaJTcrmücte. 

Seid^cl,  m.,  -«,  Ü)?.  w.  (5.,  ob.  bie  Scidjcl,  £D?.  -n,  (obcrb.  bk  Seuche, 
SEeuc^el;  mittl.  lat.  doga,  dugalia  ob.  dugaria,  ©raben;  franj,  tuyau,  JHöl)' 
«;  üon  gleichem  ©tamm  mit  Seic^?)  lanbfc^.  f.  SBafTecIeitung,  Ännal,  i)'6l» 
jerne  5Bafferröl)re;  teid)eln,  jiel.  3>ü-.  ®ärtn.  [.  o.  tv.  röl)reln,  pfeifen,  b. 
i.  mittelfl  einer  pfeife  (f.  b.)  pfropfen. 

S^ciblng,  f.  2:t)eibtng. 

teig,  S8nj.  (mittcU;.  teic,  ®.  teiges;  obcrb.  tatg;  bie  SQSurjel  dig,  tig  fdjetnt 
feucht  ju  bcbeutcn;  »gl.  iai  altnorb.  deigr,  naf6,  deigja,  ne^en,  angclf.  deagan, 
nc^cn,  färben)  lanbfc^.  com  Dbjte,  bcf.  üon  Sirnen:  iveicf)  ob.  morfd)  burd^  in» 
nerc  2(uflöfung,  welche  ber  gäulnifs  üorangef)t,  auc^  mclfd);  baf)cv  tetgen,  jict» 
lof.  3n>.,  fci^wcig.  f.  teig  ob.  molfd)  werben;  —  bet  2!etg,  -eg,  SO?,  -c,  (altb. 
teig,  teic;  obcrb. ^oig;  niebcrb.  2)ecg;  gotf).  daig,  i^Iänb.  deig,  f^reeb.  deg, 
angclf.  dah,  engl,  dough),  eine  feud)tc,  ireidje  u.  ja{)c  ClJ?affe,  bucd)  50?i- 
fd)ung  einer  ^liiffigfeit  mit  einem  gepulverten  Körper  gemacht,  j.  35.  ein 
Scig  Bon  3iegctincf)t  unb  Ol,  bcr  ^illcntcig  (f.  b.),  23ilb^.  bie  njci(^e  SOtaJTe 
jum  5KobcUiren,  bcr  «papicrtcig  ob.  bie  ^apicrmalfe  (f.  b.);  in  engerer  Stb. 
bie  aiiö  ^)lil)l  u.  SBaffer  ob.  3)?ild)  bereitete  9J?affe,  auä  tveldjer  S3rob  u. 
anbereö  SSacfwerf  gebaifen  n3irb  (Srob  =  ,  Suttcr=,  Äu^cn  =  ,  Sauerteig  jc.  ; 
ben  3:cig  fäucrn,  fncten  ic.);  —  3fc^.  ber  ^cigabtriKf ,  ein  2CbbrucE  in  ei= 
nen  SEcig  oon  ®ipS,  (S^recfcl  ic.  Oleum,  f.  ba6  fr.  ^aflc);  bie  Seigbim, 
5Koflbirn;  bie  3!cigfra^c,  Sac!.  ein  SBcrfjcug,  bcn  3;eig  im  SacJtrogc  ju» 
fammcnjufra^en;  baö  Seigtnaal,  ein  gctroctnttcm  Sctgc  äl)nlid;cö  5Kaal; 
fianbro.  eine  ^autEran!l)cit  bcrjtdlber;  ba6  Sleigrab  ob.  =  rateten,  ein  !leincö 
jadigcS  JRab  an  einem  ©tieHe  jum  2fbf(^ncibcn  u.  jRänbcln  bcö  JCuc^entcigtö ; 
bie  Scigfpcife,  9Kel)lfpcife;  —  2ibleit.  teigig,  Sm. ,  Seig  entfjaltenb, 
nid)t  auögebacfen  (tetgigeö  Srob);  tcigic^t,  35».,  tetgät)ntic^. 

SIeim,  m.,  -eö,  ^.  -e,  (ctg.  iüot)l  3;äum;  cgi.  baö  obcrb.  bäumen  f. 
jlopfen,  üerjlopfen;  ber  2)aum,  Saum,  f.  ©töpfel,  pfropf,  franj.  tampou) 

76* 


1204  Seifem  —  Sem))ei 

lanbfd;.  bie  fJumpfcn  dfcrnen  ^i^et,  tvetd^e  in  bin  Seimflocf,  b.  i.  iai 
über  bcc  2{«^fc  bcö  ^intcrwagenS  liegenbc  Jg)oIj,  ctngefd^lagen  werben. 

Selfem,  m.,  -g,  o.  SER.  {aud)  Sci§em,  35ct^em;  altb.  deismo,  angelf. 
dhaesma;  altnicberb.  desme;  »ertt).  mit  dfhan,  angelf.  dhean,  gebeifjen,  n)a^= 
Ten?),  alt  u.  (anbfc^.  im  (Slfafs  f.  ©auctteiä,  .^cfen;  tciömen,  jiel.  3».,  f. 
fäuern ,  mit  ^efen  oermifcf)cn. 

Steitau,  f.  unter  Seianfcr. 

Zth  ob.  Safe,  m.,  9J?.  -ii  ({)oU.  teke,  engl,  tick)  niebccb.  f.  ba^  tjo^b. 
^eäiy  <Sd)aflau^. 

Steige,  m.,  -n,  gj?.  -n,  ({)oU.  telg,  ongclf.  telga;  obcrb.  3clg,  3elfe  k.) 
niebcrb.  f.  2f|l,  ßii^eig;  tag  2;elgf)ol5,  f.  9Jei6l)olj. 

Seil,  m.,  9)Z.  -cn,  fc^rccij.  (rcofjl  oon  bem  franj.  taille,  ital.  tagUa  cnt= 
Icfjnt)  f.  ©emcinbejleuer,  treidle  aufgelegt  mirb,  rccnn  bie  (Scmeinbcfaffe 
nidit  jureic^t;  au(%  übcrl).  f.  ©teucc;  teilen,  3».,  [c^roeij.  f.  ©teuer  auf- 
legen, u.  entrtd)ten. 

Seile,  w.,  ^.  -n  (ogl.  t)ötte,  2)ol)le  2.,  ®i(le,  SuUe  jc.  u.  3;f)al),  lanbfc^. 
eine  fteine  SSertiefung,  bif.  auf  ber  Dberflad^e  ber  ©rbe. 

SeÜer,  m.,  -g,  Wl.  m.  (5.,  SBerfl.  tai  SeUerd)cn,  oberb.  ScUerlein, 
(oberb.  iai  Salier,  öflr.  ba^  Seiler,  im  15.  Saljrf).  tälir,  tciUrbret;  entlcljnt 
»om  ital.  tagliere,  fronj.  tailloir,  tjon  tagliare,  tailler,  fd)neiben,  eig.  ©(^ncibe= 
brett,  l)Öljerne  ©d^ufTcl  gum  3erfd)neiben  ber  ©pcifcn;  fc^on  in  ber  altlat. 
aSauernfpraC^e  taleare,    mtttl.  lat.  talierium;    fd)tt)eb.  tallrick,   bä'n.  tallerken: 

poln.  talerz,  rujf.  tarelka  ic.)  ein  flad)e§  ober  bod)  wenig  oertiefteä,  gem. 
freigrunbe§  ©eff^itr,  üon  roeldjem  man  fpeift,  Heiner,  alö  eine  ©d^üffcl, 
f.  b.  (^öljcrne,  irbenc,  porjelloncne,  jinnerne,  ftlbcrne  Seiler  2C. ;  fla^c  ob. 
platte  — ,  unb  tiefe  ob.  ©uppentcller) :  uneig.  etsraä  SeUerförmigeg,  j.  S. 
ein  ©picl=,  ©trol)tcUer  ?c.;  ber  ^anbteller  (f.  b.);  ber  Seiler  einer  3frtif^o(Se, 
b.  i.  ber  SSlumcnboben  bcrfelben;  ^flanj.  ba«  Seil crd^  en,  ein  runbcö,  auf 
beiben  (Seiten  flac^eö  gvuc^tlagtr;  auc^  fltine  fc^ilb=  ob.  tellerförmige  ^Uö:}- 
ten;  —  3[e|.  ber  ScIIcrapfel,  eine  "üvt  platter  2fpfci;  bai  SeÜeretfen, 
ein  gangcifcn,  wett^eö  auf  S?aubtf)ierc  gefteUt  wirb,  be|lel)enb  aus  jwei  SBügcIn, 
gwei  gcbern  u.  einem  tellerförmigen  SSlec^c;  tellcrfürmtg,  Sm.;  ber  Seiler^ 
I)ammer,  <S(^lid^tl)ammcr  ber  J^tempner;  bie  SeIIevl)aube,  ^^mü^e,  J^aube 
ob.  SKü^e  mit  fla(^em,  runbcm  J^intertl)eilc;  ber  SeIIcrl)Uf,  flad)cr  ^ferbe» 
I)uf,  gtadj{;uf;  ber  ScUerIccfer,  gem.  f.  ©c^maro^er;  bie  Sellcrrübe,  eine 
Zxt  großer,  runbcr  weiter  SJiiben,  SCRairübe;  bie  Sellcrfd^nedfe,  »erfc^iebene 
mten  ber  @d)nir!clf^necfe;  ba^  ScUcvtud),  (fr.  bie  ©eroiette);  ber  Seiler« 
wärmer,  ein  Äaften  mit  einem  9iofl,  reeller  ein  Äol)lenfeuer  entfjalt,  bie  Sei» 
ler  barauf  ^u  »armen;  bei  Seüenrirbel,  eine  "Ktt  SBiirmcr  mit  langrunber, 
buri^fic^tiger  «Schale,  in  1lef)enben  SBaffern. 

Sellmufd^cl,  w.  (fr.  StUine,  tellina  L,,  oom  gricc^.  TilUyri)  eine  lixt 
flad^er  jtveifdbaliger  C!}?ufd}eln,  formaler  u.  flad^cr,  atö  bie  ?Kie§mufd^eln. 

Semni^,  tv.,  50?.  -en,  lanbfd^.  bcf.  im  ©aij^f.  (au§  bem  ©law.  cntlel)nt: 
böl)m.  dymnice,  rufi".  temniza,  »on  temny,  pnjter)  f.  ©efdngnifg ,  Äerfer. 

Sempel  1.,  m.,  -Ö,  5D?.  ir.  6.,  (fi^on  altb.  daz  tempal,  tempil.  tempel; 
»on  bem  Ut.  templum,  welc^cö  urfpr.  einen  abgegrenzten  SBejirf  bejeid^net  = 
gricd;.  rf'utyog)^  ein  ber  (liott{)eit  geiveif)teg,  jum  6ffent(id)en  ©otte^bienfJ 
beflimmte^  ©cba'ube,  gew.  mit  2(ulfci^lufö  ber  ^rijllic^en  Äir^e  (ein  Sempel 


tempcln  —  Zmm  1205 

bcß  3upttcr,  bec  58cnuö  3C.;  bcr  Sempcl  ©alomoö  Jc),  in  bcc  tjöfjctcn  (Schreib» 
ort  ieboc^  aud)  f.  Ä'ircfte;  (uneia-  J)dpt  bic  9tatiir,  bcc  geib,  bic  (ftrifllic^c  ©e^ 
meinbt:  ein  a;cmpcl  ©ottcS;  9cm.  fpnc^ir.  einen  jum  a;enipel  ^inauöia^cn,  b. 
i.  übcif).  t|)n  IjinQuöiagcn,  njü()l  mit  Sejug  auf  bic  SJcrttcibung  bcc  Äauflcutc 
au6  bcm  Scmpel  biicc^  6()rillu6,  3of).  2,  15.);  —  3fc5.  ber  ScmpelMc^ 
ncr,  bic  Ucmpclbicnerinn,  ^etfoncn,  roeldjc  gccinge  Dicnftc  in  einem  2cm> 
pel  cerridjtcn;  in  weiterem  (Sinne  aud)  f.  ^rie|lcr  u.  ^cieftcrinnen;  bcr  3!cm« 
pclMcnjl,  (S5ottc6bicnfl  in  Scmpeln;  ber  Tempelherr,  bie  3:empelberrcn, 
auöi  2emp(cr,  (mittl.  lat.  Templurii),  «Kitgliebec  beö  ju  ^(nfang  bco  Titen 
3af)r(j.  gcftifteten  Scinpcll)crrcn=  ob.  2cmpcIort'en§,  einee  gciftlic^en  «Ritter» 
orbenö  jur  Sefreiung  bcö  Scmpe[6  ?u  3erufa(em  aus  ben  Jpänbcn  bcr  3)lufja' 
mcbancr,  aufgefjobcn  gu  Jfnfang  bc6  14tcn  3ai)rl).  mit  Sßerfolgung  u.  "KüixoU 
tung  bec  9iittcc  burc^  ''Pljitipp  ben  ©c^öncn  con  granfrcic^;  bcr  2!cmpell}0f, 
^of  bei  einem  Sempcl;  SBoljnung  eines  93orftct)er6  (Sommanbcurö)  im  2cm= 
pelorben,  baljcr  noc^  9?Qmcn  man^er  ©^IcJTcr  u.  Jpäufer;  ber  Scmpclpfci* 
(er;  bte  S^empelfaule  k.:  ber  Sempelfc^cinter,  rccr  einen  Scmpcl  ft^änbct 
ob.  cntipciljt;  ber  Sempclfd)laf,  im  2atcrt()um  baö  ©ct)lafen  in  einem  Sem» 
pcl,  um  ron  einer  ÄranJljcit  gu  gcncfen,  ober  ein  OroEel  ju  erljatten  (fr.  Sncu-« 
bation);  bie  Sempclftufc ;  bte  Sempeüpei()e,  einwcifiung  eines  Sempclö; 
bie  Sempel^inne,  f.  3innc. 

tcmpeln,  jiel.  3id.,  niebcrb.  f.  bod)  auf()aufen,  auftbürmen;  ber  Zcnii 
pcl  2.,  -g,  9)?.  tu.  a.  1)  nicberb.  f.  eine  in  ber  «Öol)e  bcftnbltd)e  Kammer; 
2)  Su^m.  f.  bie  <Sperrruti)e;  ber  ^^empeljlocf,  2anbnj.  ein  runbeö  ©tiicJ 
©ifcn,  njcl^cß  üor  i>ai  <Sol)lbanb  am  Pfluge  geftecJt  rcicb;  ber  Scmpel^ 
tl)Urm,  nicberb.  (Scmpcltoorn)  f.  ein  fiocl)  aufgctljiirmtcc  Jpaufcn;  fpött.  tin 
fcf)r  l)of)c6  Äopfjeug  bec  grauenjimmec. 

tempern  1.  jicl.  ^\X>.  (fd^on  altliOC^b.  temparc')!),  mittell).  tempern;  angcif. 
temprian,   engl,  tcrnper;    üon  bcm  lat.  temperare),  üU.  u.  lanbfc^.  f.  in  Qei)'6' 

ctgem  SSerba'Itniffe  mifd)ea,  mäßigen,  milbern  (gero.  fr.  tcmpcrircn);  inö» 
bef.  .i^üttenm.  ©uföreaarcn  ic.  burd^  ®liil)cn  weic^cc  unb  ^altbaccc  machen; 
ber  2!emperl)iifen,  in  ©laööüttcn:  grofcSöpfc,  in  reellen  baö  nod^  glüfjcnbe 
®la6  in  bcm  Scmpcrofen,  b.  i.  Jtüljlofcn,  abgcfüf)lt  reirb. 

tempern  2.  jiellof.  3m.  m.  t)ab  cn,  (t»on  bcm  lat.  tempus,  temporis,  bic 
^dt,  atfo  f.  0.  lt.  baö  fc.  tcmpocificcn?  r»gl.  aud)  baS  engl,  tamper)  fad^f.  f. 
jaubern,  jögern,  bie  Seit  t>erfäumen,  ücrtanbeln. 

S^emplcr,  m.,  f.  Slempelberr  unter  Scmpel. 

tengeln,  jiel.  3«t>.  (mittelt).  tengen,  tengeln,  tjdmmecn;  alt()od^b.  tangol, 
bcr  ^^arnmcc;  ogl.  baö  iölanb.  dengia,  angcif.  den.gan,  fdjlagcn),  lanbfc^.  f. 
x>.  xv.  ba6  niebcrb.  bengcln  (f.  b.);  ber  S^engcler,  -6,  (altb.  tangelari,  tenge- 
laere)  f.  Äaltfdjmleb. 

tengen,  giellof.  3tt5.  (t»gl.  bai  angcif.  taengaa,  auf  etmaS  Io6gc{)en,  baS  i6= 
länb.  tcnging,  fficrbinbung,  ba$  altb.  gizango,  angcif.  getenge  f.  anbringenb, 
brängenb,  unb  3angc)  nicberb.  f.  ettraä  angreifen,  anfangen,  beginnen. 

tenf^  Src.  (auc^  bcnf;  mittel^),  tenc,  teuke)  alt  u.  oberb.  f.  linf;  Ur\H 
(ob.  benf6),  9^».,  f.  linf^;  tcnfifc^  (ob.  benfifc^)  Sw.,  f.  linfifd), 
Derfehrt. 

Ileitne,  tr.,  5}?.  -n,  (oberb.  auc^:  bec  u.  baö  Senn,  bcc  Sennen;  alt= 
i)0C^b.  daz  teuQi,  mittcli).  der  tenne;  oon  Sann«:  cig.  ein  mit  Sanncnbtet» 


1206  Zeppi6)  —  ZtK^^k 

tevn  gcbfcltcr  ^ufbobcn,  auf  wcld^em  gcbrofti^en  wirb?  »gl.  35iele;  »gl.  jeboc^ 
Quc^  baö  [anSfc.  dhäni,  Senne,  u.  hai  angelf.  u.  engl,  den,  xtoX.  tana,  ^ö^(e, 
@rubc,  wona^  bte  Urbeb.  Setjältntfs,  bann  inöbcf.  ©d^eune,  ©peic^ec  u.  fein 
fönnte),  «in  geebneter,  fejlgefdjtagenec  Z^txi  beg  ©rbbobenö,  ein  fejlge? 
flampftec  2ef)niboben  ob.  au^i  ein  55retterbüben,  ingbef.  in  einer  ©^eunc, 
auf  welchem  \>ai  ©ctrctbc  auögebrofc^cn  wirb  (©^eun«,  ®refc&tennc, 
niebcrb.  Siele),  auc^  im  greien  (greitenne);  oberb.  au^  f.  »^augflut 
(^  a  u  6 1  c  n  n  e) ,  u.  f.  2Sc3e[f)etb  (58  o  g  e  ( t  e  n  n  e) ;  fd)weij.  ber  gerd'umigflc 
2;i;eit  einer  ©ennf)ütte,  W  Äiid^e;  in  ^od^werEcn:  ber  gupbobcn,  bic  ®of)le; 
bec  Scnnenmeijler,  lanbfc?.  f.  ber  TCuf.ijer  ber  2>refd^er,  Sorbrefc^er  cb. 
®d^eun!ned^t. 

2!ep|>ic^,  m.,  -eg,  9)?.  -e,  (altljod^b.  tepi,  tepih,  tepid,  mittelf).  tepich; 
ÖOn  bem  (at.  tapes,  tapetum,   griec^.  länrjg;   fronj.  tapis;   »gl.  Sapet  2C.), 

eine  äietlid)e,  bef.  ö«n?irfte  2?ecfe  atö  SSefleibung  ber  gupboben,  @i^e, 
Sifdje  jc.  (mit  einer  ^erfon  auf  bm  breiten  Seppid)  treten,  uneig.  f.  ftc^ 
trauen  lajfcn ,  weil  ba^  Bräutpaar  au  mand&en  Orten  auf  einem  Seppid^  ju 
fl:ei()en  pflegt),  ou^  al$  SSefleibuncj  ber  2Sanbe:  2ßanbteppid}e,  wofür 
jebod)  3!apete  gcbröui^li^cr  ijt;  uneig.  ©artn.  ein  grcfes,  mit  SSlumen  be; 
fe^teö  JKafenfiit(f ;  bi^it.  übcrl).  f.  ber  mit  ©caö  unb  SSIumen  befleibete 
©cbboben  (ber  Seppic^  ber  SBiefcn  zc);  —  bie  Sei^pic^arbcit,  baä  Zep- 
plö^wcxf',  ber  Seppid^mad^er,  *\rcbcr,  ^irirfer;  bie  Sepptc&njirferei  k.; 
bie  Seppid^ftttferei,  eine  3lrt  ©ticferei,  weld^e  gcwirften  Scppid^cn  äi)nli(i) 
tjl,  audö  Sepptd^ arbeit  (fr.  SEapifferie) ;  bie  Seppid)btene,  f.  ».  w.  gfJo« 
fenbiene  (f.  b.),  wegen  i{)rtS  teppid^äf)nlic^en  5lcft(^enö;  bie  2!ep:pid)motte, 
eine  3Crt  .^»auömotten;  ber  2:cppid)nage(,  eine  2Crt  !leiner  5«agel  jum  Sefefti« 
gen  ber  Seppid^e. 

Serbutte, ^  tr.,  lanbfd^.  f.  ».  w.  Sarbutte,  f.  b. 

Serltng,  tu.,  -c$,  SO?,  -e,  nicberb.  1.  (oberb.  ©irnlein,  S^irtife,  ©erlcn» 
bäum;  fd)weij.  Äierli ,  Sierlibaum  u.)  f.  Äornelfirfd)e ,  Äornelfirfd)baum 
(SScrlingbaum);  2.  f.  o.  w.  Sari,  Sarling:  Surfet. 

Serpentin,  m.,  -cö,  9)?.  (oon  »erfd^icbenen  2(rten)  -e,  (aus  bem  lat.  tere- 
bintliina  sc.  resina,  üon  terebinlhus,   gr.  T8Q(ßiyO-og ^  Serpentinbaum;   perf. 

terbentln) ,  ein  flufffäeg  ^arj  ob.  {)ar5ige§  bi  üon  bem  Serpentinbaum 
ob.  ber  Serebint{}C  im  fiibl.  (Suropa,  nörbl.  2(frifa  u.  Djlinbien,  inöbef.  auc^ 
öuf  ber  3nfel  Zypern  (cijprij^c^er  ob.  cd^f  er  Serpentin);  in  wetterer  SSeb. 
au4)  "iio^^  au6  anbern  5'labe[f)oljbaumen,  als  ßard^enbäumen,  gid^ten,  San* 
tien,  getvonnenc  flüfftgc  ^arj  (gemeiner  Serpentin);  baf)er:  ber  Ser« 
pentinfirniffi,  mit  Serpentinöl  bereiteter  gimifs ;  ber  Serpentingeij!,  eine 
flüd^tige,  geiftigc  glüffig!cit,  u.  baö  Serpentinöl,  ein  flüd^tiges,  t)i^igeö  Öl, 
öu§  bem  gemeinen  Serpentin  gewonnen. 

Serj,  m.,  -en,  5>?.  -en,  (eon  bem  lat.  tertius,  a,  um,  ber  jc.  britte) 
cberb.  ein  alg  breija^riger  ©tier  verfc^nittener  £)d)6;  auc^  überl).  f.  jun^ 
ger,  ob.  ffeiner  IDdjö. 

Ser^erot,  f.,  -e»,  9)?.  -e,  (»on  bem  (tal.  terzeruolo),  eine  fleine  ^ijlofe, 
Safdienpifloie,  gem.  Buffer,  @acf- ob.  Snfd^enpuffer. 

Serjie,  w.,  Wt.  -n,  (»on  bem  lat.  tertia,  nä'ml.  pars,  alfo  cig.  bie  bxxttt 
Sl)citung,  bas  britte  5Ka^)  ber  60jle  Sf)eil  einet  «Sefunbe  (f.  b.);  Son?.  ber 
britte  Son  nad)  bem  ©runbton;  ged^tf.  bte  britte  Stellung  ob.  ©tofart. 


tefd)cn  —  teuf  1207 

tcfd^en,  jiet.  3»-  (obctb.  au(^:  jef(§cn,  j5f(^cn;  »erw.  mit  jic^en,  nie« 
bcrb.  tccn)  öflv.  f.  fcf)lcppcn. 

Sefc^inc,  n).,  5)?.  -n,  ein«  2(rt  geiogcner  S5üd}fcnro()c«,  welche  in  bcr 
€5tabt  3;efc^en  in  Dbcc»©c^lcficn  iKtfcrtigt  werben. 

SJejl  1.  m.y  -cö,  0.  9)i.,  oberb.  (aucfe  2)eft;  o^l.  baS  ungav.  teszta,  bö()m. 
trsto,  a:et9;  angclf.  tacsan,  jiel)cn)  f.  biete,  jd'()e  3)?afTe,  j.  58.  clngefottener 
£)icffaft  üon  griic^ten  (£luittcn=2)e(t),  5af)c  Unrcintgfeit,  ©eifct  K.;  lanbfc^. 
f.  Söaffev^  i'b.  9?eifblci. 

3:e|i  2.  m.,  -eö,  'ilD?.  -e,  ob.  bie  3;e(lc,  5)?.  -n,  (mittcl().  test;  obecb. 
auc^:  bic  Dcfte;  n^afjrfd).  t>on  bem  lat.  testa,  irbenxö  ©cfc^iri-,  Sopf;  »gl. 
jcboc^  auc^:  35cfc,  Döfe  jc.)  lanbi'dj.  ein  ®ef*iiT  oli.  ©efä^  üon  oerf^icbcnct 
JBcfc^affenljcit,  inßbcf.  cbctb.  (3:el^e)  i'n  f)0(jerncg  ©efä'p  ju  SJBafTcv,  ?OTilc^, 
©c^mati  IC,  ein  Äübel  (j.  S5.  ©dimol^i^cfte),  ein  JÖIedigefap  ^u  ©qIj  (Salj=> 
ecftc);  niebcib.  (Seft)  ein  EIcineS  Slbon  fä'p  ju  gcuer,  eine  gcuerfiefe;  JQüt'- 
tcnvü.  (Ztft)  ein  p;ad)er,  irbcnev  ©d)  ..Jjtiegel,  ^pvobcticgcl  jum  "iibtnibtn 
ob.  ^einbrennen  bc6  ©ilberS,  f.  o.  rc.  ÄapeUe  2.;  au-i)  eine  cifernc  ©djüffel, 
in  welcher  ber  Sefl  gcjlc^en  ob.  oerfertigt  wirb,  auc^  Scflpfanne,  S^eft; 
fc^Üffcl  genannt;  bag  2^c|lforn,  ©ilbcvfcrncr,  lüeld^e  fic^  im  Scfle  anfe^en; 
bie  Scjlfligcl,  eine  meffingcne  Äugel,  mit  rcclc^er  bie  Scfle  gkitt  gerieben 
werben;  ber  Sejlring,  eine  2Crt  eiferner  «Ringe,  weltlje  wie  Seftpfannen  ge- 
braucht werben. 

Seflamcnt,  f.,  -eg,  5)?.  -e,  (oon  bem  lat.  testameatum,  b.  t.  eig.  bezeugte 
Ur!unbc,  oon  testari,  bcjcugen;  er)^  in  ber  neueren  ®prad)e  enttet)nt;  im  2tUb. 
gebrauchte  man  für  bie  Ijle  Seb.  biueimida  ob.  bioeimscrift  oon  bineimjan, 
beflimmen,  ücrfügen,  ober  erbiscrift;  für  bie  2te  gtcic^fallö  bineimida  ob.  gew. 
^wa,  ea,  ^,  b.  i.  Sunb,  ©afeung,  ®efe^,  «gl.  ei)e)  1)  ber  lefete  5Biücn,  bie 
2BiUenäcrf(arunä  ob.  le^twiUi^e  SiJevfügung  einer  ^erfon  für  ben  galt 
ifjreS  2obeg,  bcf.  über  ben  SSermögengnac^tafö,  unb  bie  Urfunbe,  voiidjc  biefe 
SJerfiigung  entf)ä'[t,  bie  @rbfd)rift,  SrbDerfdjrcibung,  ßrbfa|ung,  (fein  Zc 
flamcnt  mad^en;  ein  SEeflament  eröffnen  jc);  2)  uneig.  ber  fegen.  gött(id)e 
©nabenbunb  mit  ben  5)?enfd}en  u.  bie  benfetben  bejeugenben  DteligicnS* 
Urfunben:  bas  alte  Scflament,  ber  alte  Sunb,  bie  mofaifc^c  3?eligion; 
bü6  neue  Seflament,  ber  neue  Sunb,  bie  c^rifili^c  gjcligion,  unb  bie  bat)in 
gct)örenben  ©d^riften  ber  Sibet;  —  ber  Sejlvimentgerbe,  bie  Scflamcntä» 
erbinn,  wer  fraft  eineg  3;efiamentg  oon  Stmanb  erbt;  bie  3;cflamcnt6cr5ffi 
nung;  ber  Stefiamcutmac^r,  wer  ein  Sejlament  ma^t  ob.  gemacht  Ijat, 
bcr  erbfeßcr,  erbfd^reibcr,  cl)em.  auc^  bec  STeflamcnter  (fr.  Seflator);  tej^a* 
mcntl{(^,  Sw.  1)  in  ^^crm  ob.  in  golge  eine6  2eftamentg,  Ie|tiuiUig,  ben 
legten  2Bil(en  betreffenb  (gew.  mit  frembartigcr  ©nbung:  tcftanunta« 
rif(j^);  2)  jimi  alten  ob.  neuen  Sieflament  geberig  ob.  barin  gegcünbet, 
e^em-  au^:  tejlamentifc^,  (alt;,  neuteflamentlic^). 

Sejie,  n).,  STcflforn  ic.  —  3:e|lfd)üffel,  f.  unter  Slcjl  2. 

Zm6),  m.,  -eg,  5)?.  -e,  ob.  bie  SJcu^e,  5)?.  -n,  oberb.  (=  Ztid),  f.  b.; 
ober  oon  tiuh«n,  teuren  f.  tauten?)  f.  SSertiefung,  CRiebcrung  im  ©rbretc^; 
bie  Seu^c  ob.  Scu^el,  9??.  -n,  f.  d.  w.  2;eid}el,  f.  b. 

teuf,  Sw.,  alt  u.  oberb.  f.  tief,  f.  b.  (aUb.  tiuf);  bie  SIeufe,  ^l.  -n, 
lanbfc^.  u.  bef.  Scrgw.  f.  Siefe  (j.  J8.  ©rjteufe,  ©eigerteufe,  f.  b.;  iwi^t 


1208  Zen\d 

Scufc,  b.  t.  eine  unbcjtimmte  Stcfe,  fo  tief  man  will  unb  !ann);  teufen,  3»., 
f.  t».  rc.  tiefen,  f.  b.;  ber  Scufbammcr,  f.  Siefljammcr. 

2;eufcl,  m.,  -ö,  9)?.  0).  e.,  SScrfl.  bag  2:cufeld)en,  (altb.  tiufal,  diufal, 
tiuvel,  tievel;  altfac^f.  diubhal,  ntcberb.  SÜTOcl;  angclf.  deoful,  deofol,  engl, 
devil;  altncrb.  diöfull,  difill,  fc^njcb.  diafwul;  ital.  diavolo,  fpan.  diablo, 
franj.  diable;  »on  b.  tat.  diabolus,  u.  bicfeö  »cm  gricd^.  SiäßoXog,  b.  i.  cig. 
5ßettcumber,  SSctrügcr),  ein  übermcnfd)üd)eg  bcfcS  2Sefen,  böfet  ©eifl, 
gefaUener  ßngel,  naci^  ^rijlltd/er  ©ctteslcfjre  a(6  SScrfüf)rcr  bcr  «Wcnf^en 
gum  S3öfcn,  auä)  wo^l  afg  Urljebcr  aUc6  Übel6  betrautet;  iuöbcf.  ba§  Dber; 
f)aupt  ber  bofen  ©eiflec,  f.  o.  nv  Satan,  auöj  ber  böfe  ^^einb  ob.  fc5)led)t< 
n)cg  bet  S3öfe,  gem.  ber  ©^warje  JC  genannt  (üom  Seufel  befeffen  fein;  ben 
Seufcl  auftreiben,  bannen;  fid)  »om  Seufcl  r>erfiil)ren  ob.  oerblenben  laffen.'b. 
i.  ftd)  lum  SSöfen  oerlcitcn  laffcn;  in  »ielen  uneig.  u.  fpri^nj.  9ieben6arten  bcr 
gem.  83ol!gfprad^e  fommt  bcr  Seufel  oor,  alS:  er  i)at  ben  Seufel  im  geibe, 
ber  Seufel  reitet  if)n,  b.  i.  et  ijl  luie  nom  Seufel  befeffcn,  rafenb  2C.;  fo  auc^: 
beS  Seufelö  fein;  jum  Seufel  fein,  b.  i.  fort,  oerloren  fein;  ba&  müJTte  mit 
bem  SIcufcl  jugel)en,  b.  i.  mit  ^ülfe  t>cä  Scufcl6;  in  bcö  Scufelö  Md;)c  Jorn- 
men,  b.  i.  übel  an!ommcn;  bem  Scufel  ein  Sein  abf^wören,  b.  i.  l)cfrig  unb 
gern  f(j^mören;  man  barf  ben  Scufel  nid)t  an  bic  SBanb  malen,  b.  i.  man 
mufö  bie  23erfud)ung  gum  SSöfen  ucrmeiben ;  bef.  in  niebr.  ©d^trüren  u.  23er= 
wünfd^ungen  u.  bgl.,  j.  SB.  gel)  jum  Seufel!  ^ol'  iljn  ber  Seufcl!  ber  Seufel 
foU  miä)  Ijolen,  ob.  iä)  will  beö  Seufelg  fein,  rcenn  zc.;  maS  Seufel!  bai  märe 
ber  Seufel!  jum  Seufel!  ben  Seufel  auc^!  inö  Seufetg  9?amen!  2(u6rufe  ber 
Sßermunberung  anb  be6  Unwillen^;  ha^  ban!c  bir  ber  Seufel!  u.;  au6  religio' 
fer  ©d^eu  fe§t  man  in  biefen  gürmeln  jl.  Seufel  bic  bur(^  ©ntjieliung  bar« 
üu§  gcbilbetcn:  ber  ® euf  er,  ®ei(^ el,  S)eij:el,  Seutfc^cr,  Seutf^el 
IC,  ober  gcbrau(!^t  bie  SBorte  Saufenb,  >^aget,  ®  eier,  Äudiu!  u.  a.  m. 
ol§  oerbecftc  SScncnnungcn  be6  Scufclö;  auc^  bicnt  Seufel  in  ber  gem. 
SSolföfpr.  l^äufig  jur  SScjtid)nung  eineö  t)ot)en  ©rabeö  u.  über^.  gur  Serjtdr« 
fung  beS  3Cugbruc!6,  j.  SS.  fi^warj  wie  ber  Seufel;  eö  itinft  wie  bcr  Seufel; 
er  üxbtitit  ic.  »ie  ber  Seufel;  ic^  wsi^  ben  Seufel  baöon,  i<i)  frage  ben  Äeufel 
banad),  b.  t.  gar  nid)t;  iai  taugt  ben  Seufel  nid)t,  u.  bgl.  m.);  uneig.  f.  ein 
'i)'6d)\l  bö^atti^er  ob.  bog{)aftec  9)?enfd)  (er  ijt  ein  tt)al)rer  Seufel;  ein  Seu= 
fei  »on  einem  SBeibe;  ein  eingeflcifd)ter  Seufel,  3anf=,  6l)eteufel  k.);  a\xö)  in 
gclinbcrcm  ©inne  u.  met)r  fc^erjf).  f.  ^en\(i)  (ein  armer  Seufel;  ein  närrifc^cr 
Seufel);  Sflatur!.  eine  3(rt  fel)r  l)ä|ölic^er  ^aoiane  im  fiibl.  ^ffrifa:  ba§  furj= 
gefc^ttjä'njte,  fünffingerige  ©d^uppentt)ier;  ein  ^ifc^gefc^lec^t,  bcr  ©pinnenpfc^, 
©^ellfif^teufel;  ber  ^anjcrl)ai^n  (f.  b.):  rotl)er  Scufel;  bie  ©eefröte; 
bie  gangf)eufd!re(Je:  ba6  Seufeld&en;  —  in  mand;cn  3fc^.  brüdt  3-cu= 
felg=  ba6  ®ro^e,  9Jiefenl)afte,  SBunberbare  au6,  waö  für  SÄcnf^cntjanbe  un= 
üu^fübrbar  fc^cint,  baljer  Benennungen  oon  Statur^  u.  Äunftgegenftanben,  rcie: 
bie  SeiifeBbrüdfe,  bie  Seufe(§mauer ,  bie  3!eufel6t)ö{)Ie,  bic  SeufeB-- 
I5d)cr,  »crfc^iebcne  S5erg{)Ö{)len,  u.  bgl.  m.;  in  anbcrn  baö  Jpäfölid^c,  2(bfd^eu^ 
liä)e,  ®ottlofe,  öu^  \>a^  SSefc^wcrlid^e,  u.  in  weiterem  ©inne  al6  SSerfiar- 
fungöwort  bcr  93ol!6fprac^e  übert).  iai  JCuperorbentlid^e,  Ungemeine  k.  ;  3.  S. 
bie  Seufcläarbeit:  bic  Stcufelöbrut,  t)ai  Sieufel^gejüc^t,  obfd^eutid^e  Srut, 
gottiofe  Äinbcr;  bcr  Sicufetggcffanf;  ber  Seufel^junge,  baS  SeufeBfinb, 
bet  SeufeBferl,  ^menfdb  k.  gem.  f.  bo§f)after,  t)öc^ft  burd^triebener,  ober 


Seufel  1209 

audj  f.  aufjerorbcntlid^er,  un^tvo'6i)nüd)  begabter  ^ungc,  «Wcnfc^  jc;  ber  Scü^ 
fc(£i(ärm;  bie  S'cufclsilifl,  ^(ufl,  =mül)c,  -notl)  k.;  ber  Seufclöftreirf);  hai 
^cufcU^Oülf,  -pacf,  abfdjculi^f,  böfc  9)?cni'c^cn;  bcr  S^cufclöireg ;  bie  2cu; 
felöwirtl)fd)aft:  ba«  S'eufcl^jcug  u.  bgl.  m.;  tcufclmätlij^,  »ro.,  cig.  bcm 
Seufel  angcmcfTen;  gem.  f.  abfc^eulic^,  Ijäfelic^,  f)öc^fl  unangcncljm;  aud)  f. 
aujjerorbentlic^,  in  l)o()cm  ®i-abe;  —  anbete  3ffS-  O'nb:  ber  IJcufet^abbifS 
ob.  ScufclöbifS,  eine  ^jlanje  mit  !urj  abgcftumpfter  i)erjn)urjel  (scabiosa  sur- 
dsa  L.);  ba«  2!eufcl6augc,  lanbfc^.  f.  baö  gelb»  ob.  Iderrög^cn  (adonis 
aestivali»  L.);  ouc^  f.  Silfcnfraut ;  baö  2cufcl5banb,  f.  Drant;  ber  ZeU: 
fctöbanncr,  rccr  bcn  Seufcl  bannen  ju  fönncn  »ocgiebt,  2ciltc(öbcfd)Würcr; 
ber  I2eufc(?bart,  bie  ©c^nccblurae;  ber  2'cufclöbauni,  ein  ttcincc  Saum  in 
©übamerifa  mit  bieten,  t)arten,  ft^warjen  SBurjeln,  beven  fic^  bie  SBilben  al§ 
Äeulen  bebienen;  auc^  ber  tjeiligc  geigcnbaum  in  3nbien;  bie  Scufe(6bcerc, 
f.  0.  \v.  ©d)(afbcere  ob.  SoUürf^e;  auc^  f.  bie  Seere  be6  ©ei^blatteö  u.  beS 
Hartriegeln ;  bie  Ucufetöblumc,  f.  ©ternpflanje;  bie  Seufeläbol)ne,  lang= 
[(^otige  Äaper;  ber  Scufelöbratcn,  gem.  f.  ein  in  i)ol)tm  ©rabe  boöfjafter, 
gottlofcr  ^tnii);  ber  Ucufclotarm,  tanbfc^.  f.  bie  2(cter=  ob.  gelbirinbe;  ber 
ScufcISticnjl ,  bie  Seret)rung  bc6  Seufelö;  ber  Scufclötovn,  f.  ü.  m.  Sur- 
jelborn;  ber  Scufcl^brccf,  ber  njiberlic^  riec^cnbe,  aber  fet)r  t)eilfamc  Ijarjige 
©aft  bcö  ftinfenbcn  3(fant6,  einer  litt  beö  ®erten!raut6,  in  ^erfien  (lat.  asa 
foetida),  u.  biefe  ^flanje  felbjl;  baö  ScufcBct,  (anbfdp.  f.  ber  ©ic^tfc^tramm; 
bie  2eufe(6fcigc,  ber  ©tac^cImot;n;  ber  SeufclSftn^cr,  auä)  ScufelSfcgel, 
f.  0.  »t>.  gingerftcin,  J^onnerfeil  (fr.  Sctcmnit);  bie  Seufclöflud)t,  lanbfc^.'f. 
ba6  bur(^ftod^ene  5ol;anni6fvaut  (hypericum  perforatum  L.),  jrelci)eö  man  für 
ein  SKittel  l)iett,  ben  Scufet  ju  vertreiben;  bie  3!eufe(§l)anb,  eine  2trt  bcS 
(SceEor!e6  mit  fingeräJjnlic^en  (Snben;  bie  ScufcBfa^C,  bie  JRaupe  bcö  gi(^= 
tenfpinnerö,  JCienraupe;  bie  2!eufeläfirfd>e,  f.  o.  vo.  Seufelöbecre;  audj  f. 
3aunrübc,  ^unböürfc^e;  bie  Sleufclöflauc,  lanbf^.  f.  Särlapp;  eine  2ttt 
gfügelfe^necten  im  inb.  9}ieere;  (Schiff,  mit  ©pi^en  ycvfef)cnc  eiferne  Jpa!cn  jum 
gortfc^leppen  üon  9iunbt)olj,  a3alEt)afen;  ber  2cufcl5fopf,  lanbfc^.  f.  kleiner, 
f^malbldttriger  SBegeric^;  bie  2cufc(§mi(rf),  eine  jum  @cf(^led)te  ber 
2Bolf6mi[(!^  ge()örenbc  ^flanje,  auc^  ©felämilc^  genannt;  bie  SeufelSnabet, 
lanbfc^.  f.  SBaffcriungfcr;  bcr  Seufclönagcl,  f.  ».  w.  ©d^langenjaijn  (f.  b.); 
btc  Scufclenattcr  ob.  =[d^(ange,  eine  irt  fcijn^arjer  Stottern  an  ber  SBoIga 
jc;  ba5  S'eufeleipctcrlcin,  lanbfd).  f.  ber  grofe  gemeine  ©^ierling;  ber 
S'eufiiäpfcnnig,  Sc^mefeüiefe  oon  ber  gorm  einer  in  ber  SJJittc  ctroaö  oertief» 
ten  Eleinen  SOliinje;  ba$  Seufdäpferb,  lanbf^.  f.  bie  SffiafTcrjungfcr;  bie 
Scufel^unirj,  lanbfd^.  f.  blauer  ©turmbut;  ber  ^^eufelä^linrn,  oerfc^icbene 
fe^nell  n>uci)crnbe  9lanfengett?äcbfe,  inöbef.  bie  brcnnenbe  u.  bit  gemeine  $ffialb= 
rebt;  ik  glac^öfeibc  ob.  bag  ©cibenfraut;  • —  2(bleit.  bie  Seufclei,  9)?. 
-cn,  ^anblung  cb.  ^irfung  beS  3;eiifel6;  uncig.  f.  bc^fjaftc,  gottlofe 
(Streiche,  leichtfertige  ^änbcl;  tcufcl()aft  (oberb.  teuf  eil)  aft  ig)  ob.  gerc. 
teuftifrf),  Sn?.  (altb.  tiuvelhaft,  tiuvellich) ,  bem  Seufel  eigen,  angemeffen, 
t^om  Seufel  herriif)renb;  im  f)öchflen  @rabe  bcfe,  boöhiift,  abfcf)eulich ; 
gem.  oberb.  f.  auperorbent(id),  au^  in  gutem  ©innc;  tcufeln,  3nj.  1)  jieU 
los,  alt  u.  lanbfd).  f.  Teufeleien  oeriiben,  teuflifcf)  h^mbeln;  fc^rcei^.  f.  ra? 
fen,  toben,  fludien;  2)  jiel.  oberb.  f.  fdilagen,  prügeln  (einen  ah^,  fort- 
teufeln  u.  bgl.  m.);  anret3en,  aufwiegeln  (einen  anteufeln). 


1210  teufen  —  Z\)al 

teufen,  gkl.  3».  nicberb.  (aud^  töfen;  »er»,  mit  tufcn  =  jaufen)  f. 
itwai  au6  Unad^tfamfeit  l^ürftretfc  fallen  laffen,  jer|lrcucn,  verlieren  (j.  S. 
l>a§  ^cu  im  Sragcn  ob.  ^ai)vtn  Jc;  aud^  o erteufen). 

Seute,  tv.,  tanbfd).  f.  2)üte  (f.  b.);  nicberb.  (auc^  Sötc;  {)oU.  tuitkan, 
»on  tuit,  ©c^nabel,  9iöl;re  eineö  ©efä'fcfi)  eine  grope  Äanne  jum  2Cufs 
füllen  ber  SOScinfaJTcr ,  auci  gum  Sn'nfen,  i)'6i^m\e  S3ierfanne,  S3auernEanne, 
pumpen. 

teutfd^,  SSnj.  k.  r.  beutfd),  f.  b. 

SSeutfd^el  ob.  Seutfd^er,  m.,  »ccbccEte  SSencnnung  bc6  Seufelö,  f.  b. 

3!en?c,  it?.,  9}?.  -n,  nieberb.  (aud^  Sictre,  Sac^e,  f.  b.;  f;oll.  teef)  f.  ^un^ 
btnn;  gem.  ©d^impfn?.  f.  tneiblidöe  ^erfon,  lieberlicl)e§  SBeibSbilb. 

Sejct,  m.,  -e6,  Wl.  -e,  (oon  bem  lat.  textus,  b.  t.  cig.  ©ewebe,  unctg.  bog 
SßSortgefügc)  bie  jufammenljangenben  5Bortc  eines  @d)riftn?erfe6,  bef.  im 
©egenfal  i^vix  3(u6lcgung  ob.  ber  begleitenbcn  2fnmer!ungen,  bie  ©runb-  ob. 
^auptfd)rift  (j.  S5.  ber  Zext  ber  SBibet,  bc6  ^onur,  SSirgil  jc..);  in6bc[.  bie 
Sibelfleüe,  weli^e  alS  ©runblage  einet  ^rebigt  bient  (über  einen  Seiet  pre« 
bigen;  bit  SBorte  unfereö  ScicteS  jc;  baljer  unctg.  fprid^w.  einem  ben  Sejrt 
Icfen,  b.  {.  ii)m  eine  ernfilid^e  @rmat)nung,  einen  SSecwciö  ertljcilcn);  auc^  bie 
einem  @efang|lü(f  ju  ©ritnbe  liegenben  SBorte,  im  ©egcnfa^  ber  SDfufi! 
(j.  S5.  ber  Sert  einer  Oper  k.);  ba^cr  i)a^  SÜejtrtbud^  (j.  SB.  einer  Oper); 
bie  ZQVtvooxk  k. 

tl),  ein  jufammengefe^teS  (Sd)rift^eid)en  für  ben  einfad^en  Zaixt  t,  »on 
»eitlem  unfer  tf)  in  ber  2Culfprac^e  nid^t  Berfd)ieben  tjl,  bem  f)eutigfn  ©d^reib= 
gebraud^e  gemct^  balb  imJTnlaute,  balb  im  3n=  ob.  linüautc  gebraud)t,  iebod^ 
in  ber  Siegel  nur  ö 0 r  ober  nad^  etilem  gebeljnten  ©elbftlaute,  fo  ba[6 
ba§  f)  meift  als  ein  au§  feiner  getüöl)nlidöen  ©teile  gerüdftcö  Se^nunggjeid^en 
ju  betrad^ten  ifl;  j.  S.  Sl)al,  Sl)or,  tljun,  Sl)ür,  Äftran,  Sl)ron  k.  (ft.  Sa^l, 
a;ol)r,  tu^n,  Zxai)n  k.);  glutl;,  Sot^,  SJ^utl;,  9ioti),  Siutl),  5Hutt)e,  wcrtl;  jc.  (ft. 
glul)t,  8cl)t,  n3et)rt  jc;  ausgenommen:  Stjurm  u.  SBirtl),  in  bcncn  ber  SSocal  ge« 
f(^ärft  ijt);  inSbcf.  aud)  jur  Unterfd^.2ibung  gleid^lautenber  SBorter,  wie:  Z^au 
u.  3:au,St)onu.  Son,  unb  in  ben  SBörtcrn  fßiütije,  ®rot^,  ©lutl),  5«atl) 
(ntd^t  ®ral)t,  Sflaljt),  »ueld^e  fi^on  in  il)ren  ©tammwörtcrn  (blüljcn,  bret)en, 
glühen,  naljen)  ein  t)  l)abcn.  —  3n  allen  fallen  feiner  l)eutigen  3tntt)enbung 
ift  baö  ti)  gcfd^id()tlid)  unbegrünbet.  S)a§  gotl;.  th,  weld^eS  (rcte  hai  engl,  th 
unb  bag  gried^.  ,'/)  ein  reitflic^  gel)aud()ter  3ungenlaut,  »erfd^ieben  »on  t  unb  b, 
war,  get)t  fd^on  im  2ritl;oc^b.  grb^tentljeilö ,  im  'SRittd-  u.  Sleuljod^b.  burd^auS 
in  b  über  (j.  SB.  got^.  thu,  bu,  theins,  bein,  thairh,  burd^,  thulau,  bulben  JC.) 
unb  entfpri^t  mitljin  nid^t  unferm  crfl  im  ^m^oä)\>.  e{ngefiil)rten  tf) ,  wetd^em 
überall  ein  alt=  u.  mittell)od)b.  t  (=  gotl).  unb  nieberb.  d)  ju  ©runbc  liegt 
(j.  SB.  mittelf).  tal,  teil,  tor,  tuon,  tier;  muot,  not,  rat  jc;  nieberb.  25aol, 
2)eel,  jDoor,  boon  jc;  »gl.  S.). 

Zi)Cii,  f.,  -es,  ?Ji.  3;f)aler,  alt  u.  bid^t.  aud^  Sfjale;  SSerfl.  baS  Zi)lil(i)en, 
■  (altb.  tal,  f.  u.  m.;  gotl).  u.  altfäd^f.  dal,  nieberb.  Saal;  altnorb.  dalr, 
fd^web.  dal;  üngelf.  dael,  engl,  dale;  »gl.  baS  gotl).  dalath,  nieberb.  baal  f. 
abwortä,  nieber,  balen,  t)oll.  daelen,  f.  finfcn,  niebergel^en),  bie  jlDifdljen 
SSergen  ob.  7in^'6i)en  liegenbe  5'lieberung  (über  Serg  u.  S^al  jc);  aud^ 
übcrt).  f.  niebrig  gelegene  ©egenb,  in«bef.  in  ^alle  ber  niebrigfie  ©tabtt^cil, 
in  TOcld^em  fi^  bie  ®alifotl)cn  befinben;  oberb.  ju  3:i)al  (altb.  ze  tal),  aud^ 


Sf)atcr  —  Z^at  1211 

gegen  ob.  gen  Sfjat,  f.  abwavtS,  btf.  fli-omabwactß  (ju  Zt)al  faf)ren,  bef. 
auf  bcm  9?f)dn  u.  «OTain);  —  3fc^.  tl)alauö,  tl}alcm,  "Slw.,  gum  2fjote  f)m- 
au«,  t}incin;  ber  St)a(bcwof)ncr,  bie  3!l)albaro()ncvinn:  bie  2l)albuc^e, 
SRot{)bitc^e;  baö  2l)algc{)än.qe  ob.  bie  Äbalbänc^e,  bcr  fficrgabbang  na^  bcm 
Zi)ak  i\i;  tcii  Sba(.qcrirf)t,  ©cric^t  übn  bic  ®aljwcrEc  in  J^qUc  (f.  o.);  baS 
Sljnlqut,  'l9?.  Sbalgiitev,  ©runbjlücte  in  bcr  nicbrigen  ©tabtgcgcnb  in  JpaUe; 
baS  3!()a(fraut,  eine  jum  ©cfd^lci^t  bcr  ffiolfömitc^  gcijörcnbc  ^flangc;  au(^ 
f.  SJJaiblume,  bie  SbaKilic;  bic  2()aUeutc,  .^aUorcn  (f.  b.  u.  o.  Sfjal);  bie 
Sbalorbnung,  obrigSeitl.  SSerorbnung  für  bie  «Saljroerfe  in  ^alle;  tbat- 
vrnrtS,  9in?.,  nad^  bcm  Zi^aU  gu;  ber  2!{)ahvcg,  ein  im  Zi)ak  ^h\  laufcnbct 
SBcg;  obcrb.  f.  bic  S>il)rt  ftromabnjSrtö  (auf  bcr  .©cnau:  bie  9?aufa()rt) ,  auc^ 
f.  ba6  gal^rmaffer;  bec  2!()ahucin,  im.2f)alc  »ua^fenbcr  SPcin;  —  "Khliit. 
ber  Sbälcr,  -ö,  »It.  f.  2:^ii(beroobner. 

Sbalcr,  m.,  -g,  iO?.  \v.  (5.,  ffierfl.  (f^erjf).)  ba§  3;f)ä'Iercf)«n,  (nicbcrb. 
2>aler,  fd^iueb.  u.  bän.  daler,  engt,  dollar,  ital.  talero;  —  unfcr  S l) a ( e r 
ijl  öcifiirjt  axii  Soa^imStljaler,  ootiftänbig:  3oac^imSt|ja{cv  ©ulbcn» 
©ro^f^'pfcnning  (og(.  Pfennig),  uoh  3oacl)imö(^a(  in  SBötjmcn,  »t»o  bie  ©ra» 
fcn  »on  ©c^lict  um  1518  fpt^c  Ijartc  (Silbermüngcn  f^lagcn  liefen,  bic  bat)er 
anfangs  auc^  ©d^lidcntljaler  genannt  »rurben;  ber  Sfjaler  foUtc  urfpr. 
t  ©ulben  v\)dn.  ob.  60  iCreujer  gelten,  fticg  aber  big  auf  7  2  Äreujer;  burt^ 
bcn  9lci^6ta96=3(bfci)icb  »on  1566  »rurbe  bie  ^ragung  oon  SHcid^Stftalcrn 
gu  68  Ärcujern  angcorbnct,  treibe  gU'id)faUö  fortiräljrcnb  im  S!Bertl)e  Riegen, 
hii  feit  1753  ber  fogcnanntc  6ont>entionött)alcr  ju  2  ©utbcn  alS  ©pe- 
cieöttjalcr  für  bic  oberen  gjei^ölanbe  an  bcffcn  Stelle  trat),  eine  grobe  (Silber^ 
münje,  jc^t  in  J3cutf^lanb  bcf.  »on  boppclter  2(rt:  1)  <Specteötba(er,  au^ 
ganjc  ob.  barte  S^bnl^r  genannt,  2  Sotf)  fcljircr,  32  gute  ®rofc^cn  geltcnb; 
2)  Ofeicb^tbaler,  gew.  fc^icc^ttjin  IJbaler  genannt:  =  24  gute  ©rof^cn,  30 
©ilber*  ob.  5tcugrofd)en,  36  tl!Kariengrcfd)cn ,  72  gute  ob.  90  leidste  Äreujer, 
bie  gcTOöfjnlidiJle  Siec^nungömünjc  im  nörblid^cn  2>cutfd)lanb  (ein  t)arter  3;f)a» 
ler,  b.  i.  ein  Sfjalcr  a(6  n?ir!lid^cö  ©clbftiict;  ein  f)alber  a:f)aler,  =  12  gute 
ob.  15  ©ilbcrgrcfc^en);  rgl.  auferbem:  imd',  Äronen»,  Caub-,  Ortö« 
tbalcr;  «neig,  audb  f-  ®e(b  überb.  (j.  S5.  einen  fd)öncn  Sbalcr,  ob.  gem. 
Ziiakx  @clb,  bii  cttraS  gewinnen,  u.  bgl.);  —  ber  2!balerfd)cin ,  Äaffcn^ 
fc^tin  (f.  b.)  iiber  einen  Sf)alcr;  bag  Sb^^lerflücf,  ein  Sfjaler  als  tinjelne« 
©clbftüct,  ein  b^rter  Sfjater. 

S^balgcbcin.qe  2c.  —  ^Ib^il^f  ein ,  f.  unter  zi^al 

Sbilt,  IV.,  2)?.  -cn,  (altb.  tat,  pl.  tati,  taete;  aud^  getät;  üon  tuon,  tbun, 
f.  b.;  altfac^f.  dad,  nicbcrb.  2)aQb ,  fd^tceb.  dad;  angelf.  daed.  engt,  deed) 
überf).  bag  Sbun  ob.  ba6  ©etbane,  baf)cr  in  »eitelter  Seb.  2(Ue§,  tt»a6  ein 
lebcnbigeg  ®efd)öpf  auf  er  ffd)  tvirft  c\).  bernorbringt,  in  »»cl^cm  ©innc 
man  audb  oon  ber  Sljat  cinc6  Sbicrcö  fpredjcn  fann,  pcrf^.  .?)anblung  (f. 
b.);  gew.  in  engcrer'Scb.  tra6  ein  fclbftbewuffreg,  ftttlid)  freie6  2Befen 
tbnt  ob.  getban  b'^t,  icbod)  mc^r  in  3Cnfcbung  bcr  in  bic  ©inne  fallenbcn  an- 
^crcnSBirfung(obiecti»),  ocr[(^.ccn.^anbtung,  »ücldbeö  mcljr  bie  innere (fub» 
jcctiüc)  ©citc  beö  St)unö  ob.  bie  Sbcitigfeit  bcr  freien  SBiUenefraft  an  ficb  — , 
unb  ton  SBerf,  trcl^cS  ein  bcroorgebracbtcö  2>ing  alö  bleibenbcS  Srjeug» 
nifö  ber  Sbatigfeit  bejeid^net,  (eine  gute,  ob.  bcfe  St)cit;  bcn  Co^n  für  feine 
Sbaten  empfangen;  jur  Zf)at  fc^reiten,  b.  i.  jur  2fuefül)rung;  etwas  burd^  bie 


1212  Z^at 

Zi)at  bcwcifen;  eine  &üU,  Sl&oi)l'',  ^elbcntfjat,  Ü&cr-,  ^tmU,  SKiffe^,  gSotb--, 
<S>d)an\)tt)at  :c.);  bef.  im  ©cgenfa^  bcc  SB  orte  (5.  S.  in  SQSortcn  unb  2;t)a= 
tin;  mit  ber  Sijat  unb  nid^t  mit  SSortcn;  einen  mit  9iatl)  unb  Sfjat  untet= 
ftüfeen);  baljcv  auc^  f.  5BirE(id)f eit ,  ani-füd)ei-  ©adjbeflanb  (in  bcr  3:i)at, 
f.  ».  n?.  wirfti^,  ttjaijri^aftig ,  in  SBaljrijeit,  j.  S.  t6  üeci)a(t  ft(^  in  bcr  Zt)at 
fo;  id^  »ei^  e§  in  ber  Sl;at  nid^t  k.);  in  engftcr  SBeb.  eine  lDid)tige,  bebeu; 
tenbe  3:{)at,  [owof)I  eine  ©top:;  ob.  ^elbenti)at  (bibl  bu  Zi)aUn  ©otteS; 
ßeben  unb  Z^attn  eineö  Jpelben,  gclbf)en:n  2c.))  clU  eine  Uebelti)at,  eine  ge- 
traltfame  «^anblung,  ein  S3erbred)en  (eine  Zi)at  bcgcfjtn,  oeruben;  bk  Z^at 
leugnen;  einen  auf  frifd^ec  Z^at  ergreifen,  ertappen);  —  3f e^.  mit  Sf)at*: 
ber  3;()atberid^t,  bie  Zi)aUx^äl)hmQ  ob.  =gcfd^i(^te,  Seric^t  über  eine  be= 
gangcne  Zt)aty  Darlegung  bc6  @efd^cl)cnen  (S^eura.  f.  bai,  fr.  species  facti); 
ber  2;()atbeit)ei6 ,  SScweie  burd^  bk  Zl^at;  bie  2;()atform,  ©prad^t.  biejenige 
gorm  beg  ScitworteS,  M  roeld^cr  ber  ©egenftanb  bc6  ©a|c6  (ba§  ©ubject)  al6 
t()ätigeg  crf^eint,  j.  85.  iä)  fd^tage,  er  lobt  20.  (fr,  2fctiDum);  bie  2!l)att)ant= 
lung,  oberb.  f.  gerealttijätige  >§anblung;  übelgcbilbetcö  dlmm.  f.  S^atfac^e 
(fr.  gactum);  bie  2;t)atEraft,  burd^  Sljatcn  fid^  oupcrnbe  Äraft,  Äraft  ju 
^anbiln;  baf)er:  tt)atf räfttg ,  Sw.;  tl)atfuntig,  SSra.,  oberb.  f.  bur^  bie 
S^at  befannt,  übevi).  befannt,  offcnfunbig  (fr.  notorifd));  fijatto^,  SBn).,  of)ne 
S^at,  unti)ätig;  bie  Z^at\aä)ty  ctwaö  mirlli^  ®efc^ei)eneö,  wirftid^e  S3cge^ 
beni)eit,  gur  SBirllid^feit  geworbene  Z^at  (fr.  gactum);  baf)er  t{)atfä'(^Ud), 
S3».,  auf  S^atfad)en  berul)enb  ob.  barin  bcgrünbct,  jrirElid^  gefdjeljen  (fr.  fac= 
tifd^);  t^afooU,  SStt).,  rcic^  an  Si)atcn,  in  l)oi)cm  ©rabe  tf)citig  (ein  tl}atüoUeö 
Seben);  —  mitStjaten-,  mcift  bid)t.,  alg:  tl)atcnberü{)mt,  Sn?.,  burd^ 
Sf^atcn  berüf)mt;  ber  Sl)Qtenbran9,  ^-burj!  2C.,  lebl;afte  SBegicr  nac^  Saaten; 
bie  Z^atmo^xö^f,  Ü)atmlo$,  entg.  tl)atcnreid^,  Src.;  ber  2:{)aten|!urm, 
f.  (Sturm  4);  —  "Kbitit.  tl)akn,  3m.,  ^U.  f.  ^anbeln,  t{)un,  bef.  im  @e= 
genf.  »on  tatf)en  (rat(;en  unb  traten);  ber  2!{)äter,  -6,  93?.  tv.  (5.,  bie 
S^citerinn,  SD?,  -en,  über^.  wer  etroag  tfjut,  ücübringt,  ob.  QHi)an  ^at  k. 
(j.  85.  bibl.  fcib  Zi)ätet  beS  SBortö;  fo  auc^  in  ben  3fe6.  ®ut=,  SSJofjl^  iibef=, 
SGSunbertf)Qtcr  K.);  gem.  in  engerer  S5cb.  tver  itita^  S5ofe6  get^an  f)at, 
finnö.  Übeltf)ater,  9Serbred)er  (man  l)at  ben  Spter  entbedt);  f^ätig,  SSn). 
1)  burd^  bie  Zi)at  ffd)  dupecnb  ob.  beroeifenb,  in  ber  Zi)at  gegrunbet, 
finn».  tl)atlid),  (j.  S5.  f tätiger  ©lauben,  @el)orfam  :c.;  tl)ä'tigel  6f)riftentl)um 
:c.);  2)  ctlDaö  t^uenb,  in  ben  3fcg.  gut-,  »01)1-,  rnitb^,  gemalt^,  »unbertl)ätig 
jc;  bef.  t)iet  t{)uenb,  geneigt  unb  gcfd}icft  ju  f)anbeln  ob.  ju  arbeiten, 
ftnno.  arbeitfam,  fleipig,  emfig,  betriebfam  k.  (ein  tbatiger  9Xann);  ianbfd^. 
au(%  f.  jut^atig,  f.  b.  (oon  ^ferben);  bie  2;i)citigfeit,  ta^  3;f)atigfein,  ber 
2!neb  ob.  bie  5?eigung  ju  ivirfen  (oicl  Sf)citig!cit  bcfi^cn,  jeigen);  au^  übcrl). 
f.  ha^  2:f)un,  5Birfen,  bie  3BtrffamEeit,  insbef.  amt(id)e  SBirffamfeit  (einen 
SSeamtcn  auper  3;i)a'tig!eit  fe^en);  bie  rcicfenbe  .^vaft  (eine  3;t)ätigfeit  ber 
©ecte,  ©cijtegtljatigfeit  jc.);  ber  3:{)(itlg!cltgfrei6,  -trieb  2C.;  t\)ätt\6),  fSvo. 
u.  5in).,  in  g'orm  einer  "Z^at,  buxä)  bie  Zl)at,  mit  ber  3;f)at,  in  einem 
2;f)un  be|lei)enb  ob.  gegrünbet,  (fr.  actio,  j.  S5.  ©prad^l.  bk  ti)ätti(i)e  gorm 
beö  3fittt)ort6,  f.  ».  ».  bie  3;i)atform,  f.  0.),  gern,  nur  in  üblem  «Sinne  tion 
böfen,  gerealtfamen  «^anblungen  (j.  S5.  fid^  tf)ä'£lid)  an  Semanb  »ergreifen; 
eine  ti)ätü6)e  SSeleibigung);  bie  2()ätlid^feit,  baö  2:f)atlid}fein,  baö  SSefle^ 
t)en  ob.  S5eruf)en  in  einem  Z\)ün  (bie  3;l)ätti^feit  eines  SSerfa^renS) ;  eine 


Z\)a\x  —  t\)amn  1213 

geroaftfame  ob.  gcttatttf)d'tiijf  v^anbUtng,  tf)ät(ic()c  SSclelbigung  («K.  Z^ÜU 
(id)Eeiten;  j.  JB.  oon  SBortcn  tarn  cö  ju  Stjä'tlidjfcitin). 

I2l)aU,  m.,  -CS,  C.  5Ä.  (altb.  daz  tau,  tou,  touwe,  @.  touwcs,  gj?.  toawe; 
obcrb.  baö  u.  bcr  Sau;  m'cbcrb.  ■Dau;  ongctf.  deav,  mgl.  «lew;  altnorb.  d<'gg, 
fdjnjcb.  <^;'ß«;  —  Jüatjrfd).  oon  einer  SDSutgcl  d",  tu,  feucht;  ügt.  ba6  grie^. 
iSfvfiy,  [anefv.  tlliavami,  bcne^cn,  (u'fcuc^tcn),  b^r  9?t«berfd)[ii3  mä'fferigec 
2)ünfle,  we(ct)cr  ftd)  bi(bct,  mtnn  bie  »värmere  5!uft  mit  ciium  Eälteren 
Äörpei-  in  S3etij[)iun9  fomnit,  unb  ft'cf)  be[onbcr6  furj  na(^  Untergang  unb 
öor  2rufgang  bcr  (Sonne  in  (^«flalt  fleiner  Srcpfcn  an  bic  ^flanjcn  anlegt, 
tt>ofür  man  nad)  bcr  gemeinen  ffiorfleUung,  baf6  bcr  Zi)aü  auö  bcr  Cuft  t)crQb= 
falle,  gu  fagcn  pflegt:  bcr  Zi)axi  fällt;  in  ireitcrcr  95cb.  au^  anbcrc  au6 
bcn  ^flanjcn  l)erüorbrin9cnbe,  ob.  burc^  3n[cctcn  (jcrüorgeOra^te  ^Cücbti^UU 
ten,  »gl.  ^onig-,  9}?ehlt()au:  uncig.  bic^t.  f.  2:f)ra'nfn  (bcr  Zi)aü  bcr  3Bcl)» 
mutl)  jc);  —  3fc6-  bic  2^l)aubccvc,  eine  2frt  J^imbceicn,  bie  Ära^becre; 
aud)  bic  a3crg()imbccrc;  u.  bie  JE>cibe(becrc;  tt)aubcfcurf)tet,  ^bcnctjt,  bid^t. 
5Bir.;  bcr  Sl)aubcl)a(t,  bic  :2()aurofc,  olt.  f.  ©inau  (f.  b.);  bic  Si)auerbe, 
Sßcinb.  bic  obere  Srbc,  fo  iccit  fie  t>on  kläffe  unb  ©onnc  burc^brungcn  rcirb, 
Za^'-y  «Koorerbc;  bic  3^()aufol)(c,  lanbfd).  f.  Zaq--  ob.  örbfoljle;  bic  Zi)aU' 
raabc,  lanbfd).  f.  bcr  JRcgcnwurm;  bcr  Sl^aumcffcr,  ein  5B5erEjcug  in  ©eftalt 
einer  SBage  jum  59?cfTcn  bcr  ?OTengc  bcö  entftnnbencn  a;f)aueö  (fr.  Srofometir); 
tt)aunaf3,  S«.,  »on  Zi)a\it  nofö;  bcr  Sbaure.qen,  ein  fanft  u.  in  feinen 
tl)auäbnlid;cn  Sropfcn  fallcnber  9?cgen;  bic  2f)aufaat,  Sanbrr.  ba^  Säen  beß 
©etrcibcö  bei  ©onnenuntergang,  »orauf  man  eö  bic  ^a6:)t  über  im  Zi)aü  üt- 
gen  läfft,  unb  SKorgenö  untcreggct;  bcr  !2;()aiifc^(ag,  Sorjlip.  u.  3ä'g.  bcr  nie= 
bergefc^tagcnc  3;ijau;  auc^  bic  gäfjrte  beö  S5i(be6  im  Zi)au;  bic  Zijaü- 
fd)narr£,  lanbf^.  f.  @ra6=  ob.  SBicfcnlaufer,  Siallc,  f.  b.;  bcr  S^autropfen, 
JU  einem  Kröpfen  jufammcngtfloJTcncr  Sb^u;  bic  3!baun?oIfe,  eine  SBolfe, 
auö  meiner  nac^  ber  gemeinen  «Dicinung  Zt)a\x  nicberfäUt;  bic  3!t)flUWUr5e(, 
f.  0.  •».  Sagcnjur^cl  (f.  i>.  u.  ogl.  Sbauerbe);  —  2(bleit.  t()aui9,  83». 
(mittclf).  touwec),  mit  Sfjau  bcnc^t,  bctf)aut;  tl)auen  1.  ^w.  (altb.  tauen, 

tauon,   taujan;    tonwen;    angclf.   ileavjan,    engt,   dew)    1)  giclloö   m.    t)aben, 

unp.  c^  tbnuct,  b.  t.  cg  bilbct  ftd)  2:f)au,  gem.  c^  fällt  2'bau  (j.  S.  tö 
l)at  bicfc  ^aä:)t  gctbauct);  uneig.  bidjt.  oon  anbcrn  bcrüorbringcnbcn  ^eü<i)i 
tigfcitcn  (bic  Sljrancn  tl)aucn  :c.);  auc^  f.  'ill)a\x  bilbcn  ob.  erzeugen  (bec 
tljaucnbe  gJZorgen);  2)  jicl.  bic^t.  ctJvaö  glcid)  einem  Stbau  fanft  bcr\)or= 
bringen  ob.  faUcn  (äffen;  t()ciue(n,  gtcllof.  3»».,  f^weig.  f.  in  jarten  ^Itopfen 
regnen. 

tl)aucn  2.  3w.  (eig.  bauen;  angclf.  thavjan,  engl,  thaw;  »gl.  iai  altb. 
dawjan,  daujan,  döuwen,  Dcr^baucn,  b.  t.  cig.  er>t)cic^en;  gott).  daujan,  pcr= 
jebren)  1)  jielloö,  m.  fein,  »on  gefrorenen  geu^tig!citen,  burdi  bic  ^Bä'rme 
bcr  «Sonne  unb  bev  Citft  nUmä'^Iid)  jcrgcf)cn,  fid)  in  SöalJcr  auflöfcn, 
finno.  fd}mc(3cn,  obcrb.  lä'uncn,  gem.  leinen,  nieberb.  lünen,  lücn,  (baS 
6iö,  ber  Schnee  tt)aut,  ifl  üon  bcn  Sdd^ern  gettjciut);  unp.  m.  t)abcn:  ei 
thauct  ob.  tf)aut,  b.  i.  bic  Süä'rmc  bcr  üuft  Icft  baö  Q\i  k.  auf,  cö  if! 
2l)aun)cttcr  (c§  i)at  getf)aut,  es  »rirb  balb  tbaucn  jc);  2)  giel.  madicn,  baf^ 
etiva^  (äefrovcncö  fid)  auflcfct,  gem.  auftfjaucn  (bie  ©onnenwärme  trauet 
baS  @i6);  —  baö  Sl)aueifcn,  ein  l)ei^  gcmac^tcö  @ifen,  mcmit  ein  gugefro- 
renev  SSrunnen  oufgelöfet  wirb;  bag  2!l)autvetter,  bie  SBitterung,  bei  welker 


1214  Z\)u  —  Zi)emn^ 

©d^nee  unb  (5iä  jcrgc()t;  bec  2;i)auwinb,  ein  «armer  SSinb,  bei  »eifern 
eö  trauet. 

Sl)ee,  m.,  ©.  'Xi)ee$  (ein»  ob.  jwetfi£big),  C!??.  oon  mef)rcn  2(j:ten:  bie 
2!f)«ee,  (franj.  the,  engl,  tea;  c^inef.  the  ob.  tscha),  bie  getrotfncton  faxten 
SSlvUtec  c\m§  in  (5f)ina  u.  Sapan  einf)eimij'd)en  (Stauben^eiväct^feS,  bec 
Zi)eihaum  ob.  bie  SS^ecflaute  genannt,  oon  »erf^tcbcnen  litten  (j.  S.  brau* 
ner  ob.  fd^trarjer,  grüner,  Äaifcr=  ob.  SIumentf)ce  ic.),  u.  bag  bucd)  einen 
SCufgufg  t>on  i)ü^em  SBaffec  barauä  bereitete  ©etranf  (S{)ee  fod^en,  machen, 
trinJen;  einen  jum  Sf)ee  ob.  auf  eine  SaiTc  Zt)ii  einlaben);  aud^  f.  eine 
Sifjeegefeüfcfjaft  (einen  Zf)ce  geben,  ein  Sanjtfjec,  franj.  thJ  dansant);  in  rcci* 
terer  25eb.  ani)  ein  3(uf9uf6  tjon  t)etfem  ^vtffer  auf  SSlatter,  58tütf)en  ic. 
üon  anberen  ®emäd)fcn,  alö  ©etran!  ob.  2(rjenei  (j.  35.  Äräutcr--,  glieber», 
ÄamiUen-,  ßinbenblütJjent^ee,  SSrufttfiee  zc);  —  3fc§.  bie  2;()Ccb(ume, 
S3lüt()e  beö  Sf)cebaumä;  aud^  bie  erftcn,  jartejlcn  SSlattec,  meldte  ben  Äaifer= 
ti)it  geben;  bc\^  Zljeibtctt:  bie  2:t)ccbüc^fe,  ^fapfel,  baä  ^^^eefäflc^en, 
S3e{)ä'ltnif6  jur  SSertt?a{)run9  bce  troiienen  Zi)ti^;  bie  Sl^eefanne,  f.  Äannc; 
ber  2:i)eefeffcl,  ein  Äeffel,  worin  haä  2BaJTcr  sum3:^ec  !o^enb  ermatten  wirb; 
unctg.  gem.  f.  ein  unwifTenbcr,  ungefc^icfter  SÄcnf^;  ba^  St)eefraut,  eine  2frt 
beä  ®anfe!rautc§  in  fOlcrifo,  trcli^cö  a(ä  Sf)ee  gebraud)t  wirb,  5e[uitertl)ee; 
bec  5ll)eel5ffel;  baö  Sf)eepuber,  gu  ^utoer  gemat;tene  St)ceblatter,  in  (Sf)ina 
mit  {>ei^em  SSafTer  ?u  einem  ©etränf  berettet;  bie  3!()ee[d^a(e  ob.  ^taffe;  ber 
2!t)ectifd^;  bec  S^eetopf;  bec  Slbeefrinfer,  bie  S()eetrtnferinn;  ba$  2'{)ee- 
waffer;  bai  S^ee.^eug,  -gerätl),  ^gefdiirr  jc 

2;f)eer,  m.  u.  f.,  -eö,  S)?.  nur  »on  mcf)ren  2(rtcn:  -e,  (nicberb.  Säe,  f)oU. 
tarre,  teer,  engl,  tar,  fd^meV  tiäi-a,  bön.  tiere;  —  ein  urfpr.  nieberb. ,  im 
Öberb.  feljlenbeö  SSort  =:  oberb.  3at)er,  3ar,  altb.  zahar,  zäher,  meld^jeg 
ni^t  b(o^  3äl)re  ([.  b.),  Zi)xäm,  fonbern  auc^  überl).  Sropfen,  inSbcf.  ou§ 
aSdumen  tropfenbeö  oparj,  ^e(^  k.  bebeutet),  iiberl).  ein  bi(fc6  f^arjigeä  ^l 
(j.  S.  SSergtfjeer,  n?cl(^e§  auö  ber  Srbe  quiUt),  bef.  bagjeniäe,  TOe(d)e5 
öu§  ü^abet^ctjjtöcfen  u.  ;3BucjeIn  ntittelfl  einel  langfamen  geuerä  gejcgen 
u.  »orjüglic^  jum  ©^mieren  bec  ©c^iffc  u.  ber  23agen^2Cc^[en  gebraud^t  wirb, 
(Sljeer  brennen  ob.  nieberb.  [(^welen,  b.  f.  brennenb  gewinnen;  ©c^iffö^,  Sßa= 
gen=  ob.  sRabt^ecr  ic);  —  3[e|.  ber  2!l)eerbrenner;  bie  2:()eerbrennerei, 
nieberb.  '\6^roelmi;  bie  St)eerbüd)fe,  =buttc,  ^mefte,  ein  ©efä^  ^u  S^eer, 
inibef.  bai  fteine  gä'fä(^en,  in  welkem  iii  guf)rleute  ben  Sßagentljeer  hti  [lä) 
fül)rcn;  bie  2!^eertocfe,  in  v^äfen:  eine  Socfc  (f.  b.),  wo  ik  <Bä)i^e  getl)eert 
»erben;  bie  2!l)eergaüe,  ein  bräunliches  SBaffcr,  nei^i^  beim  Sbccrbrennen 
auö  bem  2!{)eerofen  fliegt;  bie  Sbeergrube,  eine  ©rube,  aus  welker  S5erg= 
tt)eer  ob.  üielmel)r  S^ecvfanb,  b.  t.  mit  25ergtt)cer  burc^gogener  ©anb,  gegra^ 
ben  wirb;  bie  2!l)eerf)ütte,  JQütte  (f.  b.),  in  wcld^cr  Sfjeec  gebrannt  wirb; 
iiai  Z^mhaut,  lanbfdj.  f.  bie  ^cd)nelfc,  aud):  bie  Si)cernclfc:  bie  2:i)eer; 
quelle,  ber  Drt,  wo  35crgtf)eer  auS  ber  (Srbc  quiUt;  bie  2:i)ecrf(i)ne(fe,  bie 
gröfte  nadte  ßcbfc^nccte;  bie  2!{)eertonne,  Sonne  ju  Zimt;  baä  2l)cern?af= 
fer,  auf  reinen  Zi)iev  gegcifcneS  SDSafTcr,  ct)cm.  alS  3Crjneimittel  gcbraud^t;  — 
2Cbleit.  t^eeren,  jicl.  ^xv.,  mit  2:f)eer  beftceidbcn  ob.  fd)miecen  (ein  ©d^itf 
— ;  getl)eertes  Sauwer!);  tl)eerld^t,  SSw.,  t()eerabnlid} ;  f^eevig,  SSw., 
$l()eer  entf)attenb,  mit  3;f)eec  befdjmiect. 

S^eitiing,  f.,  -eg,  SJJl.  -e,  jpäterfiin  aud^  w.  bie  Sl^eibing  ob.  2;(;cibun9, 


Sf^eil  1215 

Wl.  -en,  alt  u.  tanbfdj.  (oücrb.  auc^:  baß  Saibing,  Sabing,  bic  Saibung; 
fc^wfij.  btc  Säbing,  Sdbigung;  ent(l.  au6  Sagtbing,  [.  b.,  altb.  tagading, 
tagedinc,  tegcdinc,  uidiiic)  f,  'idiberiiumun^  t'mti  Z(\Qi§  ju  eincc  gcnd)t[i« 
ä)in  SSerl)anblujig,  u.  ber  feftgcfc^tc  ©eruttötag  felbjl,  bic  '^x\\i  (bcc  Set» 
min);  9erid)tlid)e  23cv()anblun9 ,  ö)erid)t,  9tcd)tö|lrcit;  aud^  augerä*- 
tid)tlid)c  23crl)anblun9,  bef.  ciu  SScrtrag,  SSergUid),  giitlidK  SScilcäung 
cinec  ©tidtfac^c  ([^»ücij.  Säbing);  uncig.  f.  unnü(}e  JKcben,  ©e^ 
fd}lt)ä&,  (bibl.  flol^c,  (ofc  Stjcibingc;  aSeibcc»,  9{arrcntf)cibing  ic);  tt)eis 
bingcn  ob.  t{)cit)igcn,  luUoU  u.  jtc(.  3w-  alt  u.  lanbfc^.  (mirtti^.  tcidingen, 
obcrb.  taibtngcn,  tabingcn,  fdjtreii.  täbiiigcn,  töbigcn;  baljcr:  üertfjeibigen) 
f.  einen  @erid)töta9  anberaumen;  (5)erid)t  i)ciltm;  üfrl)anbeln,  unter{)an; 
beln,  ratl)fd)lai)cn;  auömad)en,  befd)[iepcn;  fd}mcti.  ftd)  vergleidjcn,  au^= 
fü()nen;  obcrb.  ftd)  — ,  iibereinfcmmen;  einen  ©diulbigen  — ,  rid)t<n, 
flrafen;  einen  ®eiid)töf)anbe(  ob.  grevel  — ,  abmad^en,  rid)ten,  büfen; 
ber  Sljeibingcr  ob.  Sljcit'igcr,  -3,  f.  bec  23er()anbelnbc,  Unterftä'nbler,  23er; 
mittler  (fc^ipcij.  S  ä  b  i  g  ö  m  a  n  n). 

2!l)cil,  ni.  u.  in  gctriffen  2(nit)cnbungcn  a\i6)  f.,  -eS,  5)?.  -e,  SerEl.  ba6 
3!{)eild)en,  (goti).  dails,  aitb.  tail,  teil,  m.  u.  f.,  oberb.  Zaii;  att[äc^f.  d^l, 

nicbcrb.    25ccl;     angctf.    dael-    engl,    deal;     fd)»t)Cb.    del;     littt).    dalis;     flaiD. 

djel;  —  SBiirjtl  dil,  til,  jert^ennt,  !Uin;  cgi.  altb.  tili,  angctf.  dile,  25in, 
ein  fcingca|tcltc6  Äraut;  attb.  til«3ii,  tilgen)  1)  übert).  wci'S  mit  anbern 
gleid);  ob.  un9(eid}arti9en  XJingen  ein  ©anje^  auSmac()t,  tntg.  bcm  ©an« 
}cn,  finno.  ©tücf,  fei  cS  in  ^ufammcnbang  mit  bcm  ©an^cn,  ober  baoon  ge« 
trennt,  forooi)!  uon  (tetigcn  Äörpcm,  alö  oon  3a^tgrö^cn  u.  unfinnti^cn  ob. 
nur  im  ©cbanfcn  ju  einem  ©anjcn  ücrbunbe<.an  25ifrgen,  (an  einem  doU» 
jlanbigfn  ©anjen  barf  !cin  Zi)til  festen;  einen  Äörpcr  in  Zi)c\k  jcrtcgcn; 
einen  Äuc^en  in  oier  Steile  jer[c^ncibcn;  bcr  SKenfcf)  bcfief)t  auS  jroei 
Sbeilcn:  Mb  unb  ©celc;  bieS  S5u(^  bcftebt  auö  brci  S^ieilcn,  gerfdUt  in 
brci.a^cite;  bev  erfle,  jiteite  2C.  St)cil;  bic  Zi)e\lc  einer  ^rebigt  jc.;  eine 
©elbfiimme,  eine  (Srbfd^aft  u.  bgl.  in  brei  3:()cile  ti)ciUr\;  baf)er  bie  3[e6. 
ber  Sejlanbtbcil;  ber  ob.  ge».  büS  25orbcr  =  ,  .^intertfjcil;  haä  2)ritt» 
t^eil,  SSiertbeil  jc.  gcȟ.  abgef.  in  drittel,  SSiertel  zc.;  Jipiittentt).  baS 
Sbeil,  gem.  Seul,  ein  au§  bem  grifi^ijcrb  gtljobencö  ©tücf  r»on  ber  ®an6, 
f.  ®an6  2.);  anä)  f.  '»U^aJTc,  ^iengc,  2fnja^(,  fofern  fie  aU  Stjcit  einer  grö« 
f  eren  ©cfammt^eit  angcfc^cn  roirb  (j.  S.  ein  großer,  ein  guter  a;t)cil,  gtm.  ein 
gut  Sijeil  f.  eine  betra'c^ttii^c  SOJengc;  —  nebcnwcrtl.  Sßerbinbungcn  jtnb: 
jum  a;t)eil  ob.  tfjeilö,  b.  i.  einem  Zi)dk  naä),  in  etwaö,  nit^t  cöUig;  gro- 
ßen, größten,  meijlen  ZljcHi  ob.  jgrf.  gropen=,  grö^ten^,  mcificntf)cilö); 
2)  inebcf.  (fubjcctio)  ber  3'[)eii,  n)e(d)en  man  von  einem  Q3anjen  befi|t  ob. 
empfangt,  ober  ju  einem  ©anjen  beitragt,  finnt».  ^Cntheil,  Seitrag,  auc^ 
übcrb.  n.HiS  einem  äugetbei(t,  gen)äl)rt,  ob.  jugefügt  tüirb  (j.  25.  feinen  Z^il 
JU  ctrcaö  geben,  beitragen;  feinen  gebüt)tcnbcn  Zi)iH  bcfonimen;  einem  feinen 
Sijcil  ob.  gem.  fein  Zi)iU  geben,  uneig.  f.  ben  üerbitntcn  93enrcig,  bie  gebü^ 
«nbe  ©träfe;  fo  auc^:  bu  ()afl  bein  Sbcil;  e6  ift  mir  ju  Zi)iH  geworben,  b. 
i.  jugetbeilt,  oerlief)en  »rorben;  SSergw.  baS  Stjeil  ob.  S5 erg tbeil,  ber 
32fle  S^eil  einer  3e^e;  bai  ©rbt^cil,  f.  b.;  t)ingcgen:  bcr  aSortf)eil,  ^laö)- 
tbeil;  Zi)iil  an  einer  ©d(^e  l)aben,  neJjmen,  b.  i.  cig.  einen  2(nt(;eil  baoon  ju 
f orbern  ^aben,  empfangen,  ober  baju  beitragen;  uneig.  3:()  Jil  fjaben  f.  mit» 


1216  %^iii 

wxxhn  ob.  mttgettJti-ft  ^aben,  g.  S.  er  ^at  feinen  Z^dl  an  bm  SSerkec^en; 
Sfjcti  ncf)men  f.  mttempfinben ,  j.  SB.  ic^  nct)me  3:f)ei(  an  feinem  ®tiiife, 
llnglütf,  Äummeric);  ef)em.  quc^  f.  gcog,  ®d)tcffa(;  Uct^eil,  rtd)terlic{)cc 
^ugfprud) ;  3)  f.  0.  w.  (Seite  u.  bic  niif  t)erfd)iebencn  ©eitcn  einanber 
gegenüber  flef)enben  S>inge  ob.  ^erfonen,  (j.  93.  eines  Zi)ciU,  anbern 
Sfieilö,  b.  i.  üon  einer  u.  üon  ber  anbern  ^tite,  cincr^  anbrcrfeitS;  td^  für 
meinen  3:f)eil,  ob.  i(i^  meineg  3;i)eiU,  b.  i.  oon  meiner  ©cite,  waö  mi(^ 
betrifft;  baS  ©egcntfjeil,  b.  i.  ba§  einem  Singe  ©ntgegengcfe^te),  inöbef. 
bie  in  einem  9?ed)tg[lreit  begriffenen  ^erfoncn  ob.  Parteien  (j.  SS.  ber 
Slid^ter  mufö  bcibe  Zi)dk  f)ören;  ber  flagenbe,  ber  be!(agte,  ber  untcrliegenbe, 
ber  ftegenbe  Sijeit;  ber  ®egent{)eil,  b.  i.  ber  ©cgncr,  tk  ©cgcnpartei);  — 
3fc ^.  bag  Sl)ei(ganje,  einer  »on  mei)ren  gleichartigen  3;f)ei(cn ,  welker  für 
fic^  »ieber  ein  ©anjcs  auSma^t;  ber  2!t)eilt)abcr,  bie  SI)eiU)aberinn,  wer 
mit  3fnbcrn  gemeinfc^aftlic^  Äljcit  an  einer  ©ad^e  t)aU  aud):  ber  Sf)ei(genof§, 
bie  Sl^cilgenoffin;  ber  2;i)clU)afcn,  ^üttenw.  ein  langer  eiferner  ^a!en,  bai 
5£|eir  (f.  0.  1)  bamit  »on  bcm  Jperbe  gu  gie{)en;  tI)ei(lo§,  SSw.,  feinen  Zi)i\t 
ob.  3(ntf)ci(  f)abenb;  bie  Sl)ci[na^me,  baö  Sijeitneijmcn,  bk  S()eilne^mung  (j. 
S5.  an  einer  2(rbeit,  einem  ®efd)äfte  zc.);  bk  SO?itempfinbung,  ba6  ?mitgcfü^l 
(j.  SB.  an  eines  2£nbern  ®läa,  Ungtücf  n.;  einem  m'el  3;{)eilnaf)me  bcweifen); 
tt)e{(nabm(oö,  Sn?.,  nii^t  ti)eilnel)menb,  feine  Zi)iilmf)mc  ob.  SJZitempfinbung 
jeigcnb;  tt)etlne{)menb,  S3m.,  Sbcil  an  etmag  nei)menb,  bef.  an  eines  2fnbern 
3ujlanb,  «Oiitgefü^l  ?cigenb  (g.  93.  er  t)at  fid^  mir  fel)r  ti)eilne{)mcnb  b^triefen; 
t^eilne{)menbe  greunbe  u.);  ber  SS{)ctlnebmer,  bic  2;i)ei(nel)mertnn,  »er  an 
etwas  Sfjeil  nimmt  (j.  58.  an  einem  ©cfd^aft,  einer  ©efeUfd^aft  jc);  ber 
Slbci(rid)tcr,  lanbfd).  f.  93eifi|cr  eines  SSormunbfd^aftSamteS,  welche  bk  2fuf= 
fiel) t  über  bie  (grbti^cile  ber  Unmünbigen  füi)ren:  ber  2!l)eilfd)il(ing,  lanbfd^. 
eine  an  ben  ©erii^tsijerrn  ju  galjlenbe  2fbgabc  oon  ben  (Srbtf)ei(en;  tbeilweife, 
Sfln?.,  nad^  Sfjcilcn,  in  einjelnen  Sf)ci(cn,  jum  Sbeil  (j.  95.  etwas  tfjeitweife  be= 
2ai)tcn;  gew.,  aber  eig.  unr.,  anäj  als  95w.:  eine  tf)eilweife  95egaf)lung,  ein 
tt)cilweifer  gortf^ritt  u.  bgl.);  —  2(bleit.  tl)et(t)aft  u.  wenn  eS  gebeugt 
wirb  au^  tl)ci(f)aftig,  9Sw.,  2f)cil  an  etiraö  b^^benb,  ju  bem  S5efi|  ob.  @e- 
nuf^  einer  ^Badje  gelangt,  mit  bcm  @en.  ber  ©a^ie  (einer  ©ac^e  t()cilf)aft 
werben;  Scmanb  einer  ®ad;e  ti)Ctlf)aft  mad^en;  fid^  einer  ©iinbe  t^eilf)aft 
mad)en;  ein  einer  <Badit  tljcilfjaftigcr  2Ken[d));  tt)eilig,  93w.,  $Sf)eiIe  {)abenb, 
au6  S^beilen  bejle()enb,  nur  in  ben  3fe§.  iWtUf  brei=,  gteid^tl; eilig  it.;  Ü)dl§, 
9?w.  u.  eintl)eilenbeS  9Sbw.  (eig.  ber  ®en.  »on  Stjeil,  f.  o.),  jum  Zbiiil,  iv- 
nem  %^t\k  nad)  (j.  95.  tl;eilS  in  barem  ©etbe,  tt)ciis  in  SBec^feln  begaljlen; 
t{)eilS  ju  gujj,  tt)eilS  gu  SDBagcn  reifen);  oberb.  auc^  als  unbiegf.  3at)lw.  f. 
einige  (j.  95.  an  t^eilS  Orten  f.  an  einigen  Orten  u.);  —  tt)t'ttcn,  3w.  (gott). 
dailjan,  altb.  tailjau,  tailön,  teilen,  oberb.  tailen;  altfäc^f.  delian,  nieberb. 
belen;  angclf.  daelan,  engl,  «leal;  fc^web.  dela;  — ■  baf)cr  baS  mittl.  lat.  tal- 
Hare,  ital.  tagliare,  franj.  tailler,  jerfc^neibcn),  1)  jicl.  ein  ©anjeö  in  Sf)ci(r 
fonbern,  trennen,  ^erlegen  (jebcr  Äörper  lä'fft  fic^  tljcilen;  ein  95rob  in  »ice 
a{)eite  tl)eilen;  eine  SfJebc,  ©d^nft  ic.  in  brei  Sfjeile  tl)eilen;  Sied)enf.  eine 
3ot)t  — ,  ?.  95.  bie  6  mit  ber  2  tljeilcn,  fr.  bioibircn);  in  engerer  SSeb.  ttW(\i 
in  beftimmte  %^t\U  fonbern  unb  biefe  t»erfd)iebencn  ^erfonen  sutb«i(en, 
ffnnr».  toertbeilen  (j.  95.  eine  ©umme  ©clbeS,  eine  ©rbfd^aft  unter  SDIeljre  t^ci= 
len);  insbef.  ein  ©anjeS  in  jivei  Z^ixit  tijeilen,  in  ^alftcn  trennen  (ein 


Z\)n  —  ti)(\xet  1217 

JBrob  tf)i\Un;  ben  ©cwinn  mit  Scmaub  tfjeiten;  Kxbüt,  "SRüijt  k.  mit  3cmaiib 
tt)citen);  uncig.  mit  einem  etwui  tj:) eilen,  b.  i.  bcrfelbcn  @act)e  mit 
i^m  t()ei(f)aft  fein,  3!f)eil  baran  ne{)men  (bn  t)a|l  mein  Ccibcn,  meinen  ©c^merj 
Qeti)eiU),  ettvcii  mit  \i)m  gemein  i)nben  (iä)  roill  nic^tg  mit  ifjm  ju  t^eilen 
i^aben,  b.  t.  übtti).  —  ju  fc^affen  ob.  ju  tl;un  Jjaben);  2)  rücti-  fid)  —  ,  b. 
i.  in  2:()eile  gefonbert  fein,  fid)  trennen,  nad)  verfd)iebenen  JKiditungen 
nu^  einnnbeu  gefjen  (bcr  ©tamm  ti)eUt  \iä)  in  Äflc;  (jicr  tijcilt  fic^  bcr  SBeg); 
fid)  in  etwas  — ,  b.  i.  eS  unter  ftd)  oertfjeilen  (j.  S.  fic^  in  bcn  ®c= 
njinn,  in  bic  2(cbcit  jc.  t()ei(cn;  ic^  ^abe  mic^  mit  ii)m  barin  getf)cilt);  — 
3feft.  öon  tfjeilen:  b(\i  2l)cilcifcn,  J^üttcnn).  ein  (jalbmonbfötmigeö  (5ifen 
gum  3crfc^totcn  bc6  jum  ^Brennen  beftimmtcn  SOZctaUö;  bai  2l)ci(mcffer, 
Jg>iittenn).  ein  fabetförmigeö  @ifcn  jum  2()cilen  bc6  auf  bem  arcibf)crbc  fein 
gebrannten  ©ilbcr§;  bie  2'hci(fd()(:ibc,  Uf^rm.  eine  ©djcibe  jur  2ibt(jeilung  ber 
3ci^nc  bec  JKaber;  bei  bcn  Sii^fcnmadicrn  ein  SBcrf^cug,  ben  glcic^mo^i^en 
2(bftanb  ber  gcipunbenen  Ctnicn  einer  SBiic^fe  ju  bcftimmen;  baö  St)ciht)ct)r, 
ein  SDUalferabfdjfag  an  Seichen,  Slüffen  jc  jur  2(bleitung  beö  übcrftiifftgen 
SSJafTerö;  ber  2^cil,^irfcl,  ©telljirtel  (f.  b.),  fofern  er  gebraust  wirb,  um 
(ätnt{)£i(ungen  ju  mad^cn;  —  "Kb icit.  tbcÜbar,  Sro.,  \va^  getl^eilt  werben 
fann,  ob.  barf  (bic  5!Äaterie  ifl  tfjeitbar;  tfjcifbarc  ©iiter,  b.  i.  fo((^e,  bic  of)ne 
Unterfc^icb  unter  bic  Srbcn  getf)ei[t  merbcn  bürfen);  bie  2!f)ci(barfeit,  baS 
2;f)ei[barfein,  bie  55ä'f)igfcit,  get^eilt  ju  »rerben;  ber  Sbeilcr,  -6,  wer  ettva^ 
t()eilt;  gjcc^enf.  bie  3ab[,  mit  we(d}er  man  eine  anbere  ti)e\lt  (fr.  ©irifor); 
f^weij.  ein  ©emcinbegenofö:  tl)ci(fam,  SBm.,  gern  t()ei(enb  (gern,  nur  mit« 
t^cilfam);  fc^wcig.  f.  \)ert()ei(enb,  ob.  t^ert()ei(t  (tt\va$  ti)dliam  machen,  b. 
i.  unter  2(nberc  »crtfjeilen);  bie  Sl)eilfamc,  fc^meij.  f.  "ilntfje'ü  an  bem  Sc« 
fife  ob.  ®enuf6  einer  ©ad^e;  bie  Sbcilung,  baä  3;hci[en,  Qhu  cb.  23ertf)et= 
len  (j.  S.  eines  Äörperö,  einer  ©rbfc^aft  jc);  bcii  Sl)eilung59lieb,  in  bcr 
8ogif:  ein  SBegriff,  welker  bie  3(rt  bc6  J^auptbegriffcö  anjeigt,  oon  bem  man 
cinc.@int{)cilung  mac^t;  ber  Sl)ci(ungäpunft,  ber  ^un!t,  in  welchem  ctwai 
gctfjciit  ijt;  bag  Sbeilungörcd)!,  ba*  «Kec^t  jur  Slu'ifung  einer  ©a(^e,  bef. 
cineö  ©runbjlüctcS ;  ber  iÄSbeilunggOcrtrag,  Vertrag  über  eine  Stieilung;  baö 
2^eilung§5cirf)cn,  baö  ©^riftgeic^cn  (--),  bclfcn  man  fic^  bei  Trennung  bcc 
®ilben  cine6  Sffiortcö  am  (änbe  bcc  3eilc  bebtent  (ogt.  Sinbejeic^cn). 

3!l)cr  2C.,  f.  Sbeer. 

tt)cuer,  Str.,  (5omp.  tbeurer,  ©up.  tbeuerft,  (altf)oc^b.  tinr,  tiuri,  u.  al§ 

9^m.  tiuro;  mitttli).  tiure,  tinwer,  tiur,  tür;  obcrb^tcur;  altfddhf.  diuri,  nie« 
bcrb.  bür;  ißlänb.  f(^web.  ban.  dyr;  angclf.  dior,  deor,  engt,  dear;  üon  bunf= 
lec  2(bflammung,  urfpr.  mcUiidjt:  grojj,  t)od))  1)  fcflbar,  f)oben  SBertf)  ba; 
benb,  inöb.  bod)  im  '•preife  ftebenb,  für  beben  ^rei5,  cntg.  iüof)lfcil  (eine 
tt)eure  SBaarc;  ba6  ijl  mir  gu  tf)cucr;  etwaö  t()euer  taufen,  ücrfaufcn;  baö 
wirb  bir  tijeuer  ju  (Icljen  fommcn,  uneig.  f.  bu  wirft  oicl  bafür  ?u  leiben  t)a« 
ben;  fein  Ccbcn  tt)eucr  »erfaufcn,  b.  i.  fic^  tapfer  n?et)ren;  eS  ifl  I)ier  tJ)cuer, 
b.  i.  bie  JSaaren,  Ccbcnömittet  :c.  \ti\)in  Ijoc^  im  greife;  bai)er  auc^:  ein 
tt)curer  Ort,  b.  i.  ein  Drt,  reo  2(Ueg  tt)cucr  ijt,  fd^crji).  ein  t^eureö  ^flaftcr,  f. 
^flaftcr  2.;  t|)eurc  3eit,  b.  i.  eine  3cit,  in  tuelc^cr  bie  SebcnSmittcl,  bef.  baS 
©ctreibe,  in  l)ot)em  greife  ftc^en;  fpri^w.  auöfe^cn,  wie  bic  tljeurc  3cit,  b.  i. 
fetjr  clcnb,  blcidj  unb  (jager;  ein  tf)eurcr  Kaufmann,  b.  i.  bcr  feine  SBaaren  ju 
l^oljcn  greifen  octfauft;  ©ie  finb  mir  ju  tljcuer,  u.  bgl.  m.);  aud^  vom  greife 

•^eipfe'S  ^anbto^ctetb.  b.  bsutf^cn  ©pc.  2. 2:^eiU  77 


1218  S|)i« 

Ü6cc{)aupt  (wie  tt)imt  ifl  ba6?  b.  i.  woö  !ojlet  e§?);  2)  cf)em.  f.  fdtm, 
niangelnb,  fd)ircr  ob.  gat  nic^t  ju  ()aben  (ba^er  nod^  fprid^w.  gutct  Sf?at() 
ifl  tf)cucv);  3)  in  i)oi)ix  7i<i)timQ  fic{)enb,  t)ie(  geltcnb,  in  l)o{)em  ©rabc 
Wexti)  u.  lieb,  je^t  gem.  in  Sejtcf)un9  auf  perfönlic^e  SBcrttjfd^ä^ung  (j.  93.  cv 
ijt  mit  fcf)r  treuer;  mein  t()merjlcr  gceunb  ic;  id^  fd^möre  k6  bii  "Kllcm,  »aS 
mic  tf)eucj;  ijt;  ba{)ec  auc^:  f)oc^  unb  tf)euer  [c^wörcnr  »gt.  bctf)euci-n); 
ef)em.  übn-t).  f.  trefflid),  gut,  inöbcf.  mit  citterlid}cn  Sugcnben  au^gejlattet, 
tapfer,  »vaifec  (ein  ttjcurcr  ?0?ann,  >?)elb  jc);  nod)  obevb.  f.  gut  (Somp.  tf)eu= 
rec  ob.  tf)eurigcr  f.  bejTcr;  j.  33.  c§  wäre  tt)curer,  wenn  ic;  er  »irb  t^curiger, 
b.  t.  beJTer,  er  gcnefet;  batjer:  ha^  3;{)cu erwerben,  f.  bk  SScrbcffcrung  bc6 
3uftanbe6,  bie  Tfufnafjmc);  —  3;i)e,uertanf ,  m.,  -5,  b.  i.  wer  auf  tf)eure 
(»ürbige  u.  eblc)  Singt  ben!t,  bcr  crbid)tete  9tanun  Äatfer  9Äaximitiang  I.  in 
bcm  üon  SOiclc^ior  ^finjing  ecrfafften  aUegorif(^en  ^elbcngcbid^tc,  wcld^eö  un» 
tcr  biefcm  Sitcl  1517  ju  Stiirnbcrg  in  einem  mit  [ci^önen  ^otjfd^nittcn  üer= 
gierten  ^rac^tbruc!e  erfd)icn;  bic  Sheuve  (altb.  tiun)  »u.  f.  SBertb,  3'iu{)m; 
oberb.  f.  t)oI)er  ^reig,  Sheurung;  t()euern,  gicllof.  u.  jiel.  3»».  (altb.  tiur- 
jan,  tiuren)  »u.  f.  ti)tmt  fctn,  t)oi}m  SBertl^  t)aben  ob.  erlangen;  tt)euer 
madjen,  t)errlicl^,  roert^  machen;  l)od)  fdjd'^en,  pretfen;  nod^  oberb.  (tcu* 
rcn,  beteuren)  f.  fd)d^en,  im  SBertf)  anfd)lagen,  tapiren;  bie  Stt)cU' 
tung,  CO^.-en  ungcbr.,  baä  !5{)euerfetn,  ber  f)ot)e^retg  (j.  S.  einer  2Baare); 
gew.  ber  3ujlanb  u.  bie  Bett,  ba  bie  trid)tigftcn  ßebenöbebärfniffe  in  un= 
gett)öf)nUd)  ()o{)em  greife  |lei)en,  t^cure  3«it  (j.  S5.  es  wer  eine  S^eurung 
im  ßanbe). 

2!l)icr,  f.,  -eg,  C!)?.  -e  (oberb.  auc^  -er),  93er!l.  Mi  2f)ierd)en,  oberb. 
S£{)ierlein,  (altb.  tior,  tier,  bcf.  f.  großes,  wilbeS  Zi)kt',  gotl).  diuz;  oltfäc^f. 
dier,  niebcrb.  Seert,  iölcinb.  u.  bän.  ilyr,  fd^web.  djur,  angclf.  deor, 
engl,  deer  f.  gf{cf),  ^irfd);  »gl.  b.  gried^.  S^vq,  (at.  fera),  in  wciteflem 
©innc  jebe§  lebenbige  (^efd)öpf ,  im  @cgcn[a^  ber  ^flanjcn  u.  SiJlincralien, 
gew.  jcbo^  mit  2(u§fd)(ufö  beö  5)Zenfd}en  (bie  unoernünftigcn  St)iere,  jal)me 
unb  wilbe,  »ierfü^ige,  fried)cnbe,  fd)wimmenbe  Sljierc,  2anb=,  3Ban'ert{)iere 
jc);  gem.  oeräc^tl.  ob.  fd^erjl).  au^  f.  2)?enfd)  (fie  ift  ein  alteö,  l)äf6li(^cö 
Zi)iix;  er  ijl  dn  gutcö  Äl)icr;  mein  liebeS  Sl)icr^en!  k.);  in  engerer  S5eb. 
nur  bie  groferen,  metfüpigen,  u.  insbcf.  bie  irtlben  2anbtl)ieve  (bal)cr  3fc^. 
wie:  9}laul',  9ienn  =  ,  (gtcnbö  =  ,  «Kurmeh,  !})antl)ertl)ier  :c.);  in  cngfier  S5eb. 
«injelne  S()ierarten,  in§bef.  bibl.  baS  9)?aultl)ier;  3äg.  bie  ^trfd)fut)  ob. 
.f)inbinn,  u.  bai  m\bU  dlei);  —  3fe^.  tl)icrdf)nli(^,  S5w.;  bie  S()ierart; 
ber  S!l)ierar5t,  Jfrjt  für  3:i)icre,  inöbef.  Jpaugtf)icre,  23ict)arjt  (fr.  Seterinar); 
bie  S^icvarjenei;  bie  2:i)ierarjeneifuntie,  =  fünft,  =fcf)u(e  jc;  t\(Z\)kx' 
b.efd()veibimg  (fr.  3oograp{)ie);  ber  S!l)ierbiener,  Sfjieranbeter  (fr.  3oolater); 
ber  3!l)icrt)ien|t,  bk  Vergötterung  unb  2tnbetung  ber  Zi)ittc  (fr.  3oolatric); 
i>C[i  3:i)icrfeU  ob.  bie  2;()icvl)aut;  baS  3;i)ierfleifrf);  ber  2:i)icrgarten ,  sin 
eingejaunter  ^la§,  ein  ®el)ege  für  SBilb,  ein  ^ar!;  bie  3;i)iergattung;  iai 
5£bicrgcfcd)t,  ein  Äampf  »ierfüpi^cr,  gew.  wilber  Sfjiere  mit  einanber,  ob.  mit 
«Oienfc^cn,  al6  ©d^aufpiel  (ogl.  ©tiergefed^t);  icii  2;t)ievgd)cgc;  bie  St)ier; 
9cfd^id)te,  5?aturgefc^ic^tc  ber  Spiere,  b.  3;i)ierlcl)re;  tai  3:t)icvgcfc^(e(^t; 
ti)ievglcic^,  SSw.,  einem  Zi)uxe  gleich;  hai  3;{)icrt)nug ,  ©ebdube  jur  Unter- 
tjaltung  auölanbifd^cr  Äljiere  (fr,  SRcnagerie);  bie  Sll)icr{)eibc,  bcr  f)aartge 
Qiinfler,  ein  gutes  ©d^affutter;  bie  Zt)kx\)t^if  bci^  ^e^en  wilber  3:i)iere; 


SSfjoma«  —  S()on  1219 

bag  2\)\txfalh,  Sog.  ein  mihi  ^trf(%«alb;  bec  a:f)icrFopf:  ber  Sbierför^ 
:pcr;  ber  3!l)icrfrcl^,  bcr  Streif  ob.  (3ütM  an  bcr  fc^cinbaren  Jpimmclfifugel, 
in  xvildjdn  bic  jjwölf  grßjjtcnt^cilö  mä)  Zl)\extn  benannten  ©tcrnbilbcr  ob. 
J^immclöjeic^en  fic^  bcfinbcn,  nac^  bcncn  bie  j»tölf  2fbtfKi[iinc5cn  bcr  Scheinbaren 
@onncnbaf)n  benannt  finb  (fr.  3obiacu6);  ba«  3;()icrfrciglic^t,  ein  bem  9lorb^ 
lid^t  ät)n(ic(}er  Cie^tfc^immcr,  melc^cr  Don  ber  ©onne  bei  \i)vcm  2(uf--  ob.  Unter» 
gange  nac^  ber  JRic^tung  be6  Slfjierfrcifeö  aufnjdrtö  gcf)t  (fr.  3obiacal  =  ?tc^t); 
bic  2;()icrfunbe,  Acl)xc  (fr.  3ooiogtc);  ba«  Sbiericbcn;  ber  3;t)icrnialcr, 
it5er  3;i)ierc  malt;  ber  Sl)icrmcnfd) ,  ber  SRenfd^  in  rol)em,  tl)ierifc^em  3u^ 
flanbe;  bic  ^bicrpflaiije,  f.  d.  ro.  baö  ^flanjcnt|)ier,  f.  b.;  ber  3;i)ierquä^ 
irr,  bic  3;bievquaierinn,  ircr  Zi)Uvc  quält  ob.  mutljwillig  mifefjanbelt;  bie 
Sbicvquälcrci:  ba«  Shicrreic^,  9taturf.  bcr  3nbcgritT  ber  3:t)iere,  eincg  bec 
3  9?aturrei^e;  ber  3!()icrfanb,  fanbartigc  af)cile  in  Sfjierförpern;  ber  2l)icr= 
fcl)inbcr,  f.  ©c^inber;  uncig.  gem.  f.  S^icrqiiäter;  bie  2l)icrfccle;  bie  ^bicr- 
fpvarf)C,  bic  Cautc  ber  3:f)icrc-,  ber  2bicr|lein,  fteinf^artc  Äörpcr  im  «Wagen 
u.  anbcrcn  Zi)iikn  üon  Spieren;  bie  2^ierf!imine;  baö  Sbicrflürf,  a;btcr9e» 
mälbc,  3:i)icrbilb;  bie  Sl)icrrt)C(t,  bic  SBclt  ber  Sfjicrc,  ba6  3;i)ierrcic^;  — 
libicit.  bic  Sl)ierl)cit,  ba«  Jlbieifein,  bie  9?atur  be«  Sfiiereö;  bie  $lf)ier- 
»reit;  tl)icrifrf),  f8\v.,  (altb.  tiorlih)  bcm  Spiere  ob.  bett  Schieren  eigen,  an; 
gc()öri9,  in  ber  9?atur  be^  JJhiere^  g^grünbet  (baö  ti)im^d)i  geben,  tljierifc^c 
eigcnfc^aften) ;  in  engerer  Seb.  nadi  '^frt  bcr  uni^ernünftigen  Sf)iere  nur 
ftnnlid^cn  3!rieben  folgenb,  u.  barin  geciriinbct,  grcbfinnlid),  cntg.  menf^= 
lid)  (ein  tf)icrif^eS  geben  füljren,  tfjicrifc^e  gu(l  ic). 

3!l)i.>maö,  m.,  ®.  -en«  ob.  n?ie9?om.  (auö  bcm  SQtit.,  etg.  ^tuitttng),  gem. 
abgcf.  3!l}om§,  mannl.  S3crnamen ;  ber  Siboma^baum,  ein  Saum  in  SKa= 
labar  unb  5OTabra6  mit  rot^ge|lreiftcn  Sliitf)en,  bcren  garbung  ber  93ol!6aber= 
glauben  »on  bcm  S5lutc  beß  i)cil.  2()omaS  Ijcrlcitctc,  bcr  auf  5OTalabar  ben 
gKdrtnrcrtüb  erlitten  Ijabcn  foU;  bic  S()Oma^bobne,  eine  3Crt  inbtfd)cr  ©inn» 
pflanjc  mit  cföbarcn  Sof)nen;  ber  2bomaöjU(ler,  weiter  bräunlicher  ob. 
rotl)cr  3uctcr  »on  ber  2nfel  <S>t.  Zhomai. 

3!l)0n,  m.,  -eS,  o.  SR.  (altb.  dah,  daha;  dahe,  tähe,  f.  Zi)On  u.  3;f)0n9e= 
fäp;  obcrb.  35a{)en,  3:af)en,  Safjcl,  aud^  Segel;  baö  i)  gef)6rt  alfo  l)ier  jum 
©tammc  u.  eö  foUte  elg.  3:ol)n  gcfc^ricbcn  njcrben),  eine  fette,  fd^Iüpfrigc 
©rbart,  bie  mitSBaffcr  gcmifc^t  ju  einer  jähen,  formbaren  9J?afTc  u.  im  geucr 
fteinfiart  wirb,  bcf.  ?ur  Serfertigung  »on  allerlei  ©efä^cn  gcbraud^t,  »erfc^iebcn 
an  garbc  unb  ®ütc  (toei^cr,  grauer,  blauer  3:i)on,  ^fcifentbon,  gemeiner  Zö-- 
V>fertl)on  ob.  gelten);  —  3f  c^.  tbonartig,  Sn?.,  bic  S5ef^affcnf)Ctt  beö  SfioneS 
f)abenb;  bag  Sbonbitb,  sgebilb;  ber  Sbonbratb,  bei  ben  Söpfcrn  ein  bünner 
SJJcffingbratl)  jum  2>urd)fc^neiben  beö  SEljoneö;  bic  2bpnerbe,  eine  einfache 
Srbart,  reclAc  ben  Jpauptbcftanbtfjeil  be6  S^oneö  ausmalt;  bag  3!bongc= 
fcip,  ;gefd>irr;  bic  Sbongvube,  @rubc,  au6  rccld^er  Sf)on  gegraben  wirb; 
bcr  2!bonmerqcI,  SJJergcl,  mläav  mcbr  3:f)on,  al6  Äal!  entf)alt;  ber  Äbom 
fd)lcfcr,  au§  a^on  bcftc^enber  ©(^icfer;  bcr  Sbonf^lcigel,  hd  ben  Äcpfcrn 
ein  t?icrecttgcc  Älo§  mit  einem  ©tielc,  ben  Zi)on  bamit  ju  runben  Älumpen  ju 
f^lagen;  bic  2{)0nfd^ncibe,  ein  bogenförmige«  ©ifcn  mit  jwei  ®riffcn  gum 
3erf^neiben  bc6  Sbonflumpenö  in  bünnc  Slätter;  bic  Sbonfcife,  eine  5öer= 
binbung  ber  3;f)onerbe  mit  fettigen  Äörpern;  —  Kblcit.  tböncm,  a?m. 
(oUb.  t5hin)  au8  5lbon  gcmadjt  (tt)6ncrne  ©cfafe,  ^pfeifen  ic);  t^onic^t, 

77* 


1220  %^ot 

Sn?.,  bem  Zi)one  äf)nnc();  t{)om9,  ^"'•t  ^^"^^  entf)attenb,  aui  8!f>on  6<* 

flef)enb  (ein  tfjoniger  SBoben). 

3!()or,  m.,  -en,  CO?,  -en,  bie  3;t)6r{nn,  5}?.  -en,  (mittclf).  tore,  toennne; 
niebcrb.  Soor;  angelf.  dyra;  fd^ireb.  däre,  däse;  —  oon  bec  SBurjel  tur,  er» 
»eitert  tum,  brcfjen,  f.  turnen  u.  ogl.  baö  altljod^b.  bitum  f.  beflürjt?  ob.  üon 
dus,  tns,  trübe,  matt,  jlill,  f^winblig,  ögt.  bu6,  bofcn,  bufeln  f.  fc^tummern, 
fc^minblig  fein;  baf)er  aUf).  tusig,  angelf.  dysi,  dysig  f.  ti)'6nä)t),  eine  be§  ge? 
funben  ^öerftanbeä  betäubte,  blöbfinmge  ob.  alberne  ^erfon,  weniger  {jart, 
otö:  5'^arr,  2Sertüifter,  ^öaljnftnniger;  gc».  in  weiterer  S3cb.  roer  bec  ge? 
funben  23ernunft  ob.  ben  Siegeln  ber  Älu9f)eit  jureibet  l)anbelt,  ein  Un= 
vetflanbtger,  Unf luger,  Unroelfer,  ebler  unb  glimpflid^er,  atö  ^JJart  j.  «8. 
iäj  voäxt  ein  S^or,  trenn  ic^  ba6  tt)atc;  ber  SDScifc  »erachtet  ben  Scifall  ber 
Sf)oren);  alt  u.  obcrb.  (ber  Sor,  Sorl,  gew.  baö  Äörtein)  f.  ein  '^anb- 
rummet-, —  2fbleit.  tl)0ren,  jiellof.  3»-  (altb.  töien)  ott.  f.  tf)örlcl)t, 
tecbu^t  fein,  rafen;  tt)ören,  3«-  1)  iiel  (altb.  toeren,  ^rät.  törte)  o(t.  f. 
jum  S{)oren  rand)en;  jum  9?arren  f)aben,  täufd)en,  betrugen,  je^t:  be= 
tf)6ren;  2)  jieUos,  oberb.  f.  rennen  unb  fpctngen  (oom  Slinboief),  wenn  eg 
toU  wirb);  tl)6reln,  3n).  [(^»eij.  (tl) orten)  f.  tf)oren  u.  froren:  oberb. 
fid)  — ,  f.  narrifd),  luftig  um^erfpringen;  t^orent)aft,  fßm.  u.  Slro.,  t{)0- 
renaf)nlid),  nad)  2(ct  eineg  3'f)oren;  bie  Sl)orl)cit,  (nicberb.  ©oriie)  1)  o. 
9Ä.  bag  3:^otfein,  ber  3ujlanb  ob.  bie  (5igenfd)aft  beg  Sboren,  entg.  Älug« 
ildt,  SD5ei6i)eit;  2)  ^.  -en,  eine  barau^  entfpcingenbe  .^anblung  (S()ort)ei= 
ten  be3et)cn;  fpri^w.  3ttter  fd^ü^t  üor  Sljorbeit  ni^t);  tl)6rid^t,  S3»ü.,  einem 
Sll)ocen  af)nlid)  ob.  gemaf ,  in  ber  $ll)ot^eit  gegcünbet  u.  barauö  entfptin; 
genb  (tl)öric^t  ijanbeln-,  ein  tl)öri(^ter  SJlcnf^;  ein  tl)öri^tcr  ^tan  u.  bgl.); 
t{)5rtfd),  S5n).  (mittel^,  toerisch,  toersch)  »It.  f.  tt)örid)t,  blöbftnnig,  albern; 
oberb.  u.  fc^wci}.  f.  taub,  f)actf)örig,  betäubt;  tt)örn(^,  SSro.  u.  9inj.  (mit= 
teil).  t(5rlich,  nieberb.  börlif)  ott.  f.  tl)orenf)aft,  narrifd),  auf  t{)öcic^te 
SBeife. 

2!^or,  f.,  -eg,  C0?.  2;{)0ce,  gem.  oberb.  Sprer,  (ottb.  tor;  gotl).  daur,  alt^ 
fäc^f.  dor,  nieberb.  Soor,  engl,  door;  fanSEr.  dvlr,  Utti).  durrys;  »gl.  S£t)är, 
grie^.  »vna,  lat.  fores)  übert).  eine  grope  S^üc  (j.  f8.  baß  S^or  einer 
(Streune,  einer  Äird)e  zc);  inSbef.  ein  jum  (Jinfa^cen  tauglidjer  grofec 
Gingang  in  bec  9vingmauec  ob.  SSefciebigung  eine^  eingefd}!offenen  9?au= 
raeö,  u.  jwar  [owoljl  bie  Öffnung  [elbjl:,  alö  bie  jum  SScrfc^lie^en  berfelben 
biencnben  3:{)eile  (a^orflügel),  u.  baS  ganje  SBaurcerf,  beffen  J&Qupttf)etl 
biefer  (Singang  ijl  (j.  S.  baS  ©orten  =  ,  ^ofs  ©(^tofö=,  ®tabt=,  2BaUtl)or  ic; 
fpri^n?.  etwas  anlegen,  wie  bk  Auf)  baö  neue  S()or,  f  Äu^);  in  engerer  Seb. 
f.  .bag  Sl)or  einer  ©tabt,  @tabttf)üc  (burc^  ba^  Sbor  fa()ren,  gcljen;  jum 
Sbore  t)inau6,  üor  baö  Shor  gcf)cn;  bie  Sbore  fc^lie^en,  fperrcn);  uneig.  bcf. 
hm.  bie  Zi}Ou  f.  bie  @tabt  felbft;  aud^  f.  ben  Oct  beS  (55ecid}tö,  weld^eS 
im  SOZorgenlanbe  öffentlich  unter  ben  Sl)orcn  gebalten  würbe;  —  äfe^.  bet 
S^orbaum,  ©c^lagbaum  an  einem  Ä^ore;  bie  2;(}0rfal)rt,  ein  3:i)or  jur  ©in* 
fal)rt,  Zi)ox\mQ;  bec  3!t)0rflügcl,  bie  bewegtici^cn,  »crfd^lie^barcn  Sbet^e  eineS 
Slboreö;  iai  Sl{)Orgelb,  ber  Z\)OX^XO^d)cn  JC,  für  ben  (5inla[6  inS  ©tabt* 
tbor  ju  erlegenbeö  ®elb,  ©perrgelb;  bie  S()Org(ocfe,  ©perrglodc;  bec  Z\)OX^ 
I)üter,  f.  0.  w.  Sborwarter;  bie  Ä^orfctte,  Äette  jur  ©perrung  eines  Zi)otii; 
i»ec  Zi)Oxm^df  lange,  »iecertige  Siegel,  mit  benen  man  bie  Z^oxe  befc^lägtj 


Zi)ot  —  2;f)rdnc  1221 

b«r  3!()0rne.qe(,  gjtegcl  jur  S3crfd)r(efung  eine«  a:f)ore6;  ber  3!()orfrf){ieper, 
ttcc  baö  Sfjor  ju  »crfc^tic^cn  Deq)flic^tct  ifl;  bag  2borfrf)(of§,  ®c^[of8  an 
einem  Zi)ox(;  ber  3!l)0rfd)(ufS ,  bi'e  ©djlicpung  bcr  ©tabttfjorc  am  2{benb, 
unb  bie  3cit  bctfelben  (fpric^w.  uncig.  Eurj  cor  3fiorfc^luf6,  b.  t.  im  Qujjerjlen 
Äugenblict,  faum  jur  rechten  3cit);  bec  2:t)orfc^(ü[fe(:  ber  2;f)orfcf)reibcr, 
ein  obrigfcitl.  S3camter,  njclc^cr  bie  jum  ©tobttljor  fin--  u.  auögcfjenbcn  ^crfo' 
nen,  SBaaren  zc  tjerjeic^net  u.  baö  aifjorgelb  einnimmt;  bie  2{)0rfpcrrc, 
©ptrrung  bc6  ©tabttfjoreö ,  bef.  oot  bcm  oöUigen  a;f)orfc^tuf6;  bie  2()0r? 
wad)e,  baß  SBac^en,  bie  roac^t^abenbe  ^erfon  ob.  2J?annfc^aft  unb  ba6  SBadjt* 
ijüüi  an  einem  ®tabttt)ore;  bcr  2!I)0nräd)tcr  ob.  --rüärtcr,  Pförtner;  a()ot» 
fc^reiber;  baS  3;i)orn)ärtcrfpicI,  «Ramcn  einc6  3Bürfclfpic(6;  ber  Sl)Ortx>eg, 
gafjrweg  bur^  ein  Zi)Ot,  u.  ba6  Zi)ox  fclbft,  fofcrn  e6  jur  2)urd)fafjrt  fiic 
SBSagen  bcflimmt  ifl;  tl)Orn)cit,  Str.,  weit,  wie  ein  Slfjor;  gem.  übettrcibcnb 
f.  ffljr  nieit  (bcn  «OTunb  tt)oimit  aufmad^en);  bai  Sl)or5eid)en,  ber  Zi)Or' 
jcttel,  ein  3ci^en  ob.  ©c^ein  über  bie  Silcgung  beß  a:f)oc«  ob.  ©perrgelbeS; 
ber  2!l)orjoU,  am  3;()ore  entrichteter  3oU. 

3;()0t,  m.,  -eg,  9}?. -e,  [c^treij.  (obcrb.  bie  Satt,  Satten;  oteaeic^t 
eon  tt)un)  f.  hai  ^ai)  eineö  .Kajlen«,  ©darauf eS  k.;  auc^  übevt).  f. 
«Drt,  ^(a^. 

2;f)ran,  m. ,  -eg,  2J?.  (oon  mefjren  2frten)  -c,  (mitteti).  tran,  n.  grutf), 
jäf)e  glüfftgfeit;  nicberb.  Sraan,  fc^roeb.  tran,  engl,  traiu-oil;  —  trafjrfc^. 
uon  gleichem  ©tamme  mit  Zi)xäni,  altb.  trahan,  trahen,  urfpr.  Sropfcn,  SO?, 
trahiii,  träne;  bal)cr  noc^  öflrcic^.  bcr  Sran  f.  .!g)onig'  ob.  SO?cf)(tbau) ,  aui- 
gelaffeneg  i^ett  tjon  ^'\^ä)in  u.  anbern  ©eetfjUren ,  tl^ierifd)eS  £>( ,  i^ifdjs 
tf)ran  (aBaUfifc^%  SRobben^,  ©pecf=,  Scberttjran  ic;  Sfjran  ficben  ob.  brennen, 
b.  i.  ouö  bcm  gett  bec  ©cet()ierc  auöf^mcljen);  ber  2:i)ranbrcnncr  ob.  ;fte* 
ber;  bie  2!l)ranbrcnnerci  ob.  =  fiebere!:  ber  3!t)ranet(j^cr,  ein  ©efd^rcomcr, 
welker  bie  3:{)ranfa|Tcr  eic^t;  bag  Sbranfafö;  bie  Sr()rQni)üttc,  3;f)ranrtebe« 
rei;'  bie  S^ranlampe,  Campe,  in  xvilijn  Sljran  gebrannt  rcirb;  bi«  2t)ran* 
feife,  mit  3;f)ran  bereitete  fd)le^te,  weiche  ©eife;  tf)ran{rf>t,  Sit).,  t{)rand()n' 
Itcb,  nad)  3;()ran  fcf}me(fenb;  tl)rantg,  S».,  3!^ran  entljaitenb. 

Sbränc  1.  w.,  Wl.  -n;  SSer!(.  baö  3;^rand)cn,  obcrb.  2:f)ran[ein,  (altb. 

der  trahan,  trahen;  pl.  trahene,  träne,  altfac^f.  trahni,  altoberb.  Srclicn,  Srcficr, 
a\i&  »eichen  S)ic{)r()eit6fcrmen  unfcr  »eibl.  bie  3;i)rane  entfl.  ju  fein  [^eint; 
nieberb.  Srane,  oer!l.  Srä'nfen;  geit)i[6  nic^t  üerwanbt  mit  bem  griec^.  (^nijvog 
»on  &Q^(o,  fc^reien,  ttjel)!lagcn,  fonbern  «aljrf^.  oon  einer  eigenen  SJBurjcl  dra, 
tra,  nieberrinnen),  urfpr.  überf).  ein  rinnenber  Kröpfen,  baf)er  noc^  bie  im 
%xäf)\ai}t  aui  ben  befci^nittenen  SSScinrcben  rinnenben  Kröpfen;  ein  Siirän^en, 
gem.  bef.  nieberb.  f.  ein  Sröpfc^cn,  uneig.  f.  fef)r  wenig  (j.  95.  ti  ifl  nod)  ein 
Zi)xänditn  SSSein  im  ®lafe  it.;  ogl.  aut^  baS  oberb.  tröncjen,  tccnjen  f. 
tropfenweife  fallen);  gern,  in  engerer  SBeb.  bie  ani  ben  Tfugen  trcpfenn?etfc 
I)en)orbringenbe  mafferige  i^euc^tig^eit  (ber  9laui^,,3>ficbeln  u.  bgl.  bringen 
a()ränen  in  bie  2Cugen),  inöbef.  ali  SSirfung  u.  2(uferung  i)ift\$ix  &tf 
miitf)öberoe3un9en,  j.  S.  bcr  ^xeuU,  bcr  9vüf)run9,  bef.  aber  bcS  «Scbmcrj 
jcö,  oberb.  u.  bic^t.  ^ai)Xi,  (greubentt)ranen,  S^ranen  bcr  sRüfjrung,  ber  SBef)* 
tnutlj  ic;  Stjranen  oergiefen,  bittere  a:i)ränen  »einen;  in  Sbränen  jcrfliefcn, 
fd^ttjimmcn,  übertrcibenb  f.  fe!)r  J)eftig  weinen;  bi6  ju  Stjränen  gerüfjrt  wer^ 
bcn;  bie  Sf^tanen  traten  if)m  in  bie  Äugen;  bie  Äljranen  troctnen,  auä)  uneig. 


1222  %^tane 

f.  btc  Urfa^c  beS  ©^mcr^eö  entfernen);  unefg.  f.  bai,  Wai  3!f)tnnen  auS= 
prefft,  bcc  @d)mer5,  bie  SSettiibnifg  (j.  9J.  bie  Utfa^e  metnec  S^räncn  jc); 
aud^  bie  in  bcn  ^fugenwinfeln  bc6  J^trfc^cö  fti^  fammelnbe  ert)artcnbc  geuc^ttg^ 
Icit;  —  3fe|.  ber  S()ränenbad^ ,  bie  Sl)räncnflutt),  ber  2:i)ränen|lrom 
jc,  übci'treibcnb  f.  in  COltnge  »ergoffcne  5J;()rä'nen;  hai  SI)ränenbcin,  2Cnat. 
jwei  3:()ei(e  ber  ^irnfd)a(e  l)tntcc  bcn  ©tirnfortfä^en  bcc  Obcrüefcr;  t\)xämnf 
bene^t,  --feud^t,  =nafö,  Sw.,  i)i<i}t.  f.  mit  at)räncn  benc^t,  »on  St)ränen  fcu^t 
ic;  bie  Sbvänenbrüfe,  Si-üfen  in  bcn  2(u9cn,  welche  bk  S(;ränen  abfoiibcrn; 
ber  3;t)rcinener9uf6;  bie  2;i)r(inenfi|lcl,  franE{)ofte  a5c[^affent)cit  ber  2Cugen, 
wel^e  in  einem  beflänbigen  3;f;ränen  bcrfclbcn  bcflel)t;  ber  Sljräncnfluf^, 
{)aiifi3eö  S3crgie^en  »onSl)räncn,  auc^  olö  3(ugenEran!f)cit;  ber  Sl^ränen- 
gang,  2(nat.  ein  @ang,  in  iüctd^cn  bie  Si)rä'nenrinne,  u.  ein  anbcrer,  in  weld^cn 
ber  3;t)ränenfa*  ühevQi^t;  ba6  Zijxämn^ia^,  ber  S()ränenfrug  ob.  -topf, 
bei  ben  SobtenJrügcn  in  ber  @rbe  gefunbcnc  ©efä^e,  in  treidle  bie  um  ben 
Sßerjlorbcncn  geweinten  S()räncn  aufgefaJTt  fein  foUen;  hai  2'()vancngra^, 
eine  mit  bem  SiKaiö  »erwanbtc  ©ragpflanje  in  Sftinbien,  auä)  in  Portugal  u. 
Spanien  geJbaut  u.  ju  grobem  Srob  für  bk  Firmen  gebraud^t  (coix  lacrj'mu 
L.);  bie  S^rcinengrube,  eine  Vertiefung  in  ber  2CugcnI)öt)te ,  in  weld^er  bie 
S^ränenbrüfe  liegt;  tbräneni)ell,  Sit».,  bid)t.  f.  üon  S^räncn  glänjenb;  ber 
Sbväncnfamm,  3(not.  ein  Änoc^cnblattc^en,  iretc^eö  bk  Stjrä'nenbeinc  in  jwei 
Zi)tik  f^eibct;  ber  Sbtäncnfrug,  f.  sirä'nengiag;  t^ränenlccr,  SB».,  leer 
Bon  Sf)ränen,  feine  5lt)räncn  ocrgiepenb  (t^ränenleerc  ^(ugen);  tl)räncn(oö, 
Sn?.  oi)ne  Sijräncn,  nic^t  weincnb,  unempfinbtid^ ,  füi)no6  (biÖ^t.  tl;ränenIofe 
©ünber);  ber  S{)rcinenpunft,  2Cnat.  jwci  ßöd^er  am  inneren  2(ugentt>in!el, 
Y0il6)c  einen  Sfjcit  ber  S^ranen  burc^  bie  S^afe  abfiii)ren;  bie  Sl)ränenquelle, 
ob.  ber  2;()räncnqueU,  bic^t.  f.  ba^  Sf)räncn  wergiefenbe  3(ugc;  bie  Zl)xä- 
nenr5l)rc,  3Cnat.  SRöf)rd)en,  welche  t>on  bem  3:()ränenpun!te  au6  in  ben  Sl}räi 
nenfa^,  ein  !(eine6  facfförmigeö  S5et)aUnifö  im  inneren  2(:ugen»infcf,  gei)en; 
ber  3;i)ranenfd)Wömm,  eine^frtSöd^erfd^wammc  inÄellern,  rcelci^egeuc^tigfeit 
an  fic^  iiei^cn;  tt)ränenf(j^wcr,  fSm.  bidjt.  »on  3;i)ränen  befc^wert,  tiefbetrübt; 
ber  Sl()ränenf!roni,  f.  3;t)rQnenbac^;  t^rcinentbauent»,  SSw.  bic^t.  f.  Stjrdnen 
fanft  »ergie^enb,  fid^  inStjranenauflöfenb;  ber2!l)ränentro^fen;  tbtanenöoU, 
fSw.,  öoU  üon  Sf)ränen;  »ietS^ränen  oergiefenb,  ob.  üerur[acl;enb;  bie  Sbtci; 
nenwarje,  2fnat.  eine  Heine  ©rijö^ung  im  inneren  3fugentt)infet,  auf  wüä^et  ber 
S{)ranenpunEt  befinblic^  ifi;  ber  Sbrcinenweg,  2Cnat  f.  ü.  to.  Ä^ränengang; 
bie  Slbtanenireibe,  Srauerweibe;  ber  Slbvcinentvein,  ein  ebter  bun!etrotl)et 
fSBcin,  am  gupe  be6  SBefuoö  »ac^fenb,  6i)riflu6t{)ränen  (ital.  lagrima  Christi); 
tbränenwertb,  ob.  ^ivürbig,  -35».,  wertf),  beweint  ju  werben;  ber  Sbränm- 
Jl^eig,  3fnat.  ein  3»eig  beö  breiäjttgen  Sleroen,  welcher  unter  ber  ^tde  ber 
2Cugcni)ö^(e  jur  S^ränenbrüfe  gcl)t;  ~  lihliit.  t)i)xänm,  jieUof.  ^m.  (altb. 
tranjan,  trahenen;  nicbcrb.  tronen,  u.  ücrfl.  trönfen  f.  ein  wenig  weinen), 
3;brÄ'nen  ob.  Kröpfen  rinnen  laffen  ob.  jeigen  (ber  SBcinftoct  tt)ränt, 
wenn  au§  ben  befc^nittenen  «Reben  ber  überflüffige  ©aft  rinnt);  in  engerer 
S3cb.  »on  ben  2Cugcn:  Sbrd'nen  ücrgiefen;  bic^t.  f.  trcinen;  gew.  nur  tion 
bem  franfbcift«n  ^liefen  ber  üu^tn  (t^ranenbc  TCugen  l)aben);  tbvänig  ob. 
tl;rcini(^t,  95w.,  wenig  gebr.  f.  t^ranenb,  von  Sbranen  nafg. 

Z^xäm2.  tt).,   50?.  -n,  ialtb.  treno/dreno,  dren,   m.;   angclf.  draen) 

lanbfc!^.  f.  2)robne  (f.  b.);  bot)er:  bie  Slljranenbrut,  ber  S;t)ranentt)eifet 


S^|?ranfaf6  —  Zi)üm  1223 

2;()rnnfafö  ic.  —  SOranfietcrci,  f.  untcc  zt)tan. 

2(}ron,  m.,   -««,  Wl.  'Zi)xonc,  rocnigct  gut:  2:[)roncn,  (oorti  Qtitä). 

UqÖvo^,  b.  j.  Überfj.  ®i^,   @tut)t;    lat.  thronus;    fiail^.  tröm;,    engl,    tfiroiie; 

ctfl  in  neiicrcc  3i'it  cntUljnt;  bic  altb.  ©pradje  l)at  bafüc  anasedal,  altfdc^f. 
l,uiun;L;siol),  eilt  ix{)'6^tUx^  nuö9ejcicl)nctcr  ©1(5,  bef.  einc6  gücjlcn,  gücften; 
ftubl,  -f)errfd)crfi&  (bcv  iCönig6  =  ,  JiQtfcrtl;ron  jc;  auf  bcm  3;t)conc  fißcn), 
infcbef.  alg  Unta'fdjeibungöjcid)«!!  ber  l)öd))lcn  ^ctrfd^crrüiirbe,  bafjci  audj 
f.  bic  ^eiifd)citviiibc  u.  -^gciralt  fclbft,  ^errfd^aft,  JJiegicrung  (bfn  3;t)ron 
bi'ftctgcn;  viuf  ben  a()ron  ob.  jum  3:t)ronc  gelangen;  fic^  auf  bcn  a:l)von  fc^rcin-' 
gen;  fcinm  Stiron  bcfcfligcn;  Scmanb  üom  S^ront  flojjin  u.);  bibLS f)ro= 
ncn,  f.  enget  ()öt)cu'r  2(ct;  —  3feß.  bie  2:()ronbcftcij.3un,q;  bcr  Sbron-' 
bewerbet,  Scmciber  um  bic  5Kcgicvung;  bie  Sljronberpcvbung;  bcr  Thron- 
erbe, bic  SOronerbinil,  erbe  cineei  3:i)vünc6,  Ärontrbe;  bie  S^l^ronfotge, 
9tad)fo(gc  auf  bcm  Z\)xoni,  b.  i.  in  bcr  SHcgierung  (fr.  ©ucccffion);  ber  3!t)ron- 
folejer,  bie  3'l)ronfü((}erinn,  Sladjfoigct  auf  bem  a;i)ronc;  ber  3!l)ronl)im' 
me(,  jicrlid)c  Secfe  über  einen  3:^con,  aucö  übert).  f.  ^rad)tt)immc(,  a;rag()im= 
mel  (ogl.  Jg>immcl;  fr.  SBalbac^in);  baö  Sl)ronle()en,  ein  con  einem  Äaifcv 
ob.  itönigc  eitf)ei(teö  Ceijen;  ber  Sl)ronräuber,  voix  bic  ^Regierung  n)iebcr= 
rec^tlid^  u.  gewaltfam  an  fic^  reipt  (fr.  Ufurpator);  ber  3()ronfaal,  ©aal,  in 
»reichem  ber  fiirfllic^c  Zisxoxi  fic^  befinbet;  ber  2;i)ronwerber,  f.  v>.  m.  Z^xon-- 
bcwcrber;  —  3(bleit.  t()ronen,  jiellof.  3».  m.  ^oben,  auf  bem  2;f)rone 
fi^en,  f)errfd)cn,  (@ott  ttjront  im  «Fimmel);  uneig.  bi^t.  überl;.  f.  an  einem 
ci(;abenen  .Drte  fi^en  ob.  fid)  befinben. 

tl)Uni,  Slac^f.  jur  SSilbung  üon  J^auptwörtcrn  (altb.  -töm,  -tuom,  cbcrb. 
-tucm,  etiein.  -tl)umb;  gott).  altfäc^f.  angclf.  altnorb.  -dom,  ntcberb.  -bom;  baö 
alt^OC^b.  ^tt).  der  u.  daz  tum,  tuom,  gotl).  U.  altfäd^f.  dc5m,  bebcutct  urfpr. 
®cri(^t,  Urtfjeil,  bafjcr  tömjaa,  tuomen,  gotl).  u.  altföc^f.  domjan,  nicberb. 
bömen,  ricfjten,  urtt)eilen,  unb  flammt  waljrfc^.  »on  bcr  SBurjel  ta,  b.  i. 
fc^on,  tt)un,  f.  b.;  al6  9Zad^f.  gcbraud^t  bcscit^nct  c6  junäd^ft:  bic  SRid^ter* 
u.  «^crrfd^crgetrult,  9Äac^t,  .^errfdjaft  u.  bercn  ®ebiet,  bann  bie  SBiirbe  u. 
cnbli^  bic  eigenfc^aft  ob.  bcn  3uftanb  einer  ^erfon  übeit).)  1)  an  ^er- 
foncnnomcn  gefügt  jur  SSilbung  »on  «^auptitörtern,  »eldjc  bic  >^crrfd}aft, 
bieSüiirbc,  bcn  ©tanb,  au(i^  übert).  bag  Söefen  ob.  bie  (Sigcnfd^aft  ber 
"5)crfon  bejeic^ncn  (»erfd^.  »on  fc^aft,  f.  b.),  j.  S.  J:ön{gtl)um,  ^rieftertt)um, 
^ap)tt()um,  ef)ri|lcnt(ium,  3ubcntt)um,  .&eibcnt()um,  SRittertljum,  .^clbentt)um  ic. ; 
aud^  ^ai  bc^errfd)te  ©ebiet,  %.  SB.  Äaifertf)um,  gür|tentl)um ,  .^erjoglljum, 
aSiöttjum,  SBittf)um;  2)  an  a3cin>örtcr  ob.  ©tämmc  »on  3citn5örtcrn 
jur  JBilbung  oon  «^auptmörtern,  »reiche  a)  eine  Gigenfdiaft,  einen  3ni^anb 
ob.  eine  Sa^e  bejeic()nen,  j.  S.  JReid)tt)um,  ©icc^tljum,  2i;itcrtf)um,  aBac^ö-- 
tl)um,  Srrtt)um  (b.  i.  ber  3uftanb  bcö  3rrenS),  ober  b)  bie  ^a&ji  fclbfl,  ju 
welcher  \i\i  3;i)ätigfcit  ob.  ber  Suflanb  einer  ^crfon  in  bct  burc^  ba6  ©tamm= 
wort  auögcbrüd'tcn  JBcjieljung  flel)t,  g.  SB.  5rrtl)um  (baö,  worin  man  irrt), 
^eiligtlium,  S5en)ei6tl)um,  eigcntljum,  S5efi^tt)um.  3(Uc  mit  tl)um  gebilbcten 
•Hauptwörter  finb  fö^lid^,  aufgenommen:  becSrrt^um,  ber  9?ei^tl)um,  auc^: 
bcr  (b.  baö)  SBa(1^6tf)um ;  bie  S[«e^rl)eit  lautet  —  tljümcr. 

S^um,  m.,  -eS,  (ctjem.  St)umb;  altb.  tuom)  obcrb.  f.  25om;  bo^et  bec 
2;t)umt)etr,  2;t)umpfaff  ic.  f.  2)omt)err  n. 


1224  2;i)umcrftem  —  t^m 

S!{)umcr(!ein,  m.,  eine  ^fbd'nberung  be§  ®rf)orreg,  bucd^ft^ttg,  mit  obge^ 
ftumpften  Äantcn. 

t()un,  jicl.  u.  jtcUof.  3to-  unregelm.:  ^rcif.  3nb.  id)  tf)uc,  hu  tf)u|!,  et 
jc.  tf)Ut;  tvir  tf)un,  i{)r  tf)ut,  fie  tf)un;  (Sonj.  icf)  tf)ue,  bu  ti)m%  n  thui-, 
wir  thiten,  tf)c  tf)uet,  fte  tl)ucn;  Smper.  t{)ue  ob.  t^u,  tf)uet  ob.  t^ut; 
Smpf.  3nb.  irf)  tf)at,  bu  Ü)at\i  ob.  tf)ate|l  jc;  eonj.  id)  t^ci'te  jc;  SR». 

1.  t()Uenb;  2.  3eti)an,  (alt^oäjb.  tdn,  tuon,  tuan,  aad^  gatön,  gituon;  gjräf. 
tuom  ob.  tuon,  tuos,  tuot  ic.',  (Sonj.  tuoe  ob.  tuo  ic.  5  Smpcr.  tuo;  ^rdt. 
3nb.  teta,  tati,  teta;  tatiimes,  tätut,  tätun;  ^onj.  täti  ic;  ^^axt.  gitan; 
mittelf)od^b.    tuon;    ^tä'f-    '^h  tuon  u.;    (Sonj.    tuo    u.    tueje;    ^rät,    tete, 

2.  ^.  taete,  3.  ^. tete  ob.  tet  (baf)iv  bk  oltfrtpml.  gormen:  td^  tf)ät, 
tv  tf)ät%  tfiat);  ^l.  täten  jc;  ^art.  getan,  tan;  oberb.  tu-cn,  tuen-,  alt'- 
fä4)f.  duan;  nicberb.  boon,  ^raf.  if  bo,  bu  betjl,  Ije  bcit  jc;  ^rät.  iE  bebe, 
gem.  bee;  ^art.  baan;  ongelf.  dön,  engl,  de;  im  ©Ott).  |lei)t  bafür  bai  einem 
anbem  (Stamme  angefjörcnbe  taujan;  —  bie  SBurjet  con  t(}un  ifl  tä  = 
[anöfc  dha,  gried^.  Oe  in  TC-»i]-fxi,  Iitt{).  de-mi;  urbcb.  fe^cn,  legen,  bann 
anorbnen,_^  »emd^tcn,  mad^en;  »gl.  3;t)at),  übert).  ber  allgemetnjle  2Cugbruc! 
für  jebe  ^u^erung  ob.  33ernrf)tun3  (ebenbiger  .Kraft,  bef.  aber  fclbftbetruff' 
tct  freiet  2Btüenöfraft,  abjtracter  unb  üon  ttjeiterem  Umfang  ber  SSebeutung, 
alö  bk  finno.  ma^cn  (f.  b.)  u.  t) an b ein  (f.  b.),  gwifc^cn  benen  tl)un  in 
ber  SOZitte  licgenb  nac^  beibcn  (Seiten  t)in  übergreift;  oft  alö  allgemeiner  (Stell» 
Vertreter  für  irgenb  ein  anbcreö  ^u  lüieberljolenbeö  3».  gebraud^t  (j.  S.  atbei= 
Ut^  Vöh  er  tl)ut;  ertrage  bcin  2eib,  wie  i^  tl)ue,  b.  t.  wie  ic^  mein  Seib  er' 
trage,  u.  bgl.);  entg.  leiben  (j.  35.  bcJTer  Unred^t  leiben,  als  Unrcd^t  tf)un), 
l äffen  (tt)u,  rcaö  bu  nid)t  laffen  fannjl;  fein  Sljun  unb  ßaffen),  aud^  reben 
ob.  fagen  (man  mufs  nidt)t  allein  reben,  fonbern  aud^  tl)un;  tl)ue,  wie  bu  ge^ 
fagt  {)ajt;  gcfagt,  getljan  jc);  inSbef.  1)  nidjt  müfig  fein,  tf)atig,  befct)af- 
tigt  fein,  @efd)aft«  ^aben,  arbeiten,  fcl}affen,  ctivag  verrichten,  «oübtin; 
gen,  madjen  (j.  S.  i^  f)abe  gu  tljun;  »iel,  etwas,  nidjts  ju  tl)un  l)aben;  et* 
nem  it'(oa%  ju  tf)un  geben;  er  tt)ut  ni4)t6,  aU  ejfcn  unb  trin!en;  tt)ue  baS 
•Deinige;  bu  Ijafi  Ijicr  nid^ts  ju  tljun;  er  mai^te  fid)  in  ber  ®tube  it):oai  ju 
tl)un  JC,  b.  i.  er  flcUte  fic^ ,  als  l^abe  er  bafelbjt  ein  (Defd^äft;  bfe  (Sac^c 
mad^t  mir  »iel  gu  t^un,  id^  f)abe  bm\xt  »iel  gu  t;()un,  b.  i.  oiel  Jtrbeit; 
nad^  get^aner  3trbeit  ifl  gut  rut)n;  mit  Semanb  gu  tl)un  l)aben,  b.  i.  @e= 
fd^äfte  mit  i^m  Ijaben,  in  SSerbinbung  mit  il)m  jtel)en;  fid^  mit  Scmanb 
gu  tl)un  mad)en  ,  b.  i.  fid)  mit  if)m  befc^äftigen,  abgeben);  in  vielen  um* 
fd)reibenbcn  JRcbenSarten  brüd^t  bie  SSerbinbung  von  tl)un  mit  einem  S3e r- 
bal  =  J^auptw  orte  ben  einfadf)en  S5egriff  ber  in  biefem  entl)altcnen  St)ätig> 
!e{t  aus,  g.  S3.  einen  (Sd^ritt,  ©prung,  gall  tl)un  (f.  o.  w.  fd^reiten,  fpringen, 
fallen),  fo  aud^:  einen  ®riff,  SRifS,  ©(^ufS,  Srun!,  3ug  t^un,  einen  ®ang, 
eine  SJeife  tl)un,  eine  SSitte,  eine  gragc  an  Semanb,  ein  Serfpred^en  tl)un,  einer 
(Sad)e  SiJielbung  ob.  (g«ral)nung  tt)un,  SBunber  tl)un,  2(bbitte  tt)un  (abbitten), 
füSiberjlanb  tl)un  (wiberfti'l)en) ,  SBirfung  t()un  (wirfen),  ©ünbc  t^un  (fünbi= 
gen),  S5u^e  t^un  (büfen);  lanbfd^.  gem.  wirb  t^un  als  ein  überflüfffgeS 
.^ülfSwort  mit  bem  Infinitiv  anberer  3citwörter  »erbunben  {vok  bai 
engt,  de;  g.  35.  cjTen  tf)un  f.  eJTen;  iij  tl)at  get)en  f.  i^  ging;  fie  t'i)aUn  fingen, 
f.  fie  fangen,  u.  bgl.  m.);  lanbfd^.  gem.  tf)un  f.  feine  CRotf)butft  vertid); 
ten  (»gl.  machen);  2)  in  fittlid^cm  SSerflanbe  l^anbeln,  etwaS  üben,  aul- 


ttjun  1225 

üben,  6egcf)en  (Siedet,  Unredit  tfjun,  ob.  afö  91».  rtd^t,  unrecht,  übet,  n)of)t 
tfjun;  baö  t(t  nic^t  woJjl  9ctl)an;  ®utc6,  SBöfcö  tf)un,  fdnc  ^flic^t  ob.  ©c^ul« 
bigfdt  tt)un,  [ein  ?0?Ö9lid)(lcö,  fein  J8e(te6  (()un;  etraae  au6  ©cij,  auö  eigen» 
nu^  jc.  tfjun;  fie  Jüiffen  nic^t,  woS  (I^  tljun;  einem  etroofi  ju  ©efaUen,  ju 
Ciebe  tt)un;  gut  tl)un,  b.  i.  fic^  pflie^tmä'pig  betragen,  folgfam  fein,  g.  S.  et 
wiU  ni^t  gut  tf)un);  in  engerer  Seb.  f.  unred)t  b«nbdn,  ttvoai  93öfe«  bt- 
geben  (rcas  Jjabe  icfe  get^an?);  jii  einer  <Sad)e  tt)un,  b.  i.  mit  Grnfl 
u.  ^(nflrengung  babei  ^anbeln,  bef.  um  einem  Übel  abjubclfen  (j.  iB.  bie 
«OTiföbraucljc  finb  fo  grop,  bafö  man  nott)n3cnbig  ba^u  ti)ün  mufß);  eö  ifl  um 
«ine  @nd^e  jii  t[)un,  b.  i.  eö  hanbelt  fid)  um  bie  <SadK,  betrifft  bie^ 
felbe,  tommt  biirauf  an,  liegt  baran  (j.  S5.  es  ift  um  bein  ®tüct  gu  t()un;  es 
ifl  mir  um  feine  grcunbfd^aft  ^u  tijun;  eö  ifl  um  eine  ©tunbe  ju  ti)m,  fo  ifl 
es  überflanbcn) ;  c  g  i  ft  u  m  e  i  n  e  ©  a  d)  e  g  e  t  f)  a  n,  b.  i.  eg  ifl  in  Setreff 
berfelben  9efd}ef)en,  abgemacht,  e6  ift  flu6  mit  ihr,  fie  ifl  oerloren  (j.  S. 
e«  ift  um  mein  @lüct  getf)an);  3)  einem  etmag  jufügen,  erroeifen,  crjeigen 
(einem  ®uteS  t!)un,  itjm  rcot)!  tfjun;  er  ijat  mir  Unredjt,  ©d)abcn,  ein  SeibeS 
getf)an;  fidj  ein  CeibcS  tf)un,  f.  fid^  felbfl  umS  febcn  bringen;  einem  einen  ©e* 
foUen,  eine  efjre,  eine  ®nabe  tljun),  in  engerer  Seb.  einem  ettraö  SSöfeg  JU; 
fügen,  if)n  befeibigen  (er  !jat  mir  etrcaS  qtt^an;  iraS  Ijabe  ic^  bir  getljan? 
ic^  ttiiir  bir  ni^ts  tljun,  u.  bgl.  m.);  4)  betrirfen,  f)crt)crbringen,  ferur; 
fad)en  (einem  etn?aS  Eunb  t()un,  ju  »iffen  t()un;  eS  ti)ut  9lot()  ob.  geitj. 
not(),  f.  e6  ifl  nött)ig;  au^erbem  je^t  gen?,  ma^en,  j.  S.  ctroaS  befannt 
mad)en;  oberb.  aud^  f.  lafTen,  oeranlaffen,  j.  S5.  einem  fc^reiben  tf)un  f.  f^rei« 
ben  taffen:  thvai  bereiten  ob.  ma^en  tf)un  f.  mad^en  laffen);  etroa^  auö; 
nd)ten,  (Einflufö  ^aben,  t»on  golgen  fein  (j.  S5.  ic^  fann  ni^tö  in  bec 
©ac^c  tf)un;  bamit  ifl  eS  nic^t  9ett)an;  ber  Spornen  tfjut  nichts  jur  ©a^c; 
ber  58JiUen  allein  tf)ut'6  nic^t;  SBaffec  tf)ut'S  freili(^  nic^t;  eS  tf)ut  nichts, 
gem.  f.  eS  ifl  nid^t  von  S'^'S'^")  f^  fc^abet  nichts);  baljer  nicberb.  auc^  f.  nuö- 
mad)en,  betragen,  gelten,  foflen  (j.  S.  bas  ©ange  tf)ut  12  3;f)aler,  gero. 
mad^t  — ;  tt)aS  tljut  ber  SRoggen?  f.  »aß  foftet  zc);  inSbef.  finn[id)e  (5mpfin; 
bungen  f)ert>orbvingen  ob.  üerurfad)en  (j.  S3.  baS  tf)ut  mir  trol)!,  fanft,  »e^ 
jc. ;  c6  wirb  bir  gut  tl}un,  b.  i.  e6  rcirb  bir  »oljl  bcfommen,  l)eilfam  fein;  bit 
Äopf  tljut  mir  ire^,  b.  i.  fd^merjt  mic^;  c6  tl)ut  mir  leib,  b.  i.  id^  bebauere  ob. 
bereue  eS;  auc^:  er  tljut  mir  leib  f.  id)  bebauere  iljn;  tric  tf)utS?  gem.  f.  »ic 
ge{)t6?);  cf)em.  auc^  f.  fd)affen,  erfc^affen  (bat)er:  getf)an  f.  befc^affcn;  fo 
%(ti)an  ob.  fotljan,  f.  b.,  olt.  f.  fo  befc^affen);  5)  ben  £)rt  cineä  25inge8 
Deranbern,  alö  allgemeiner  TtuSbrucE  f.  fe^en,  fegen,  ftecfen,  bringen  k.  (j.  S. 
©alj  an  bie  ©peifcn,  3ucEer  in  ben  Äaffee,  2Baffer  in  ben  SBein,  Öl  in  bie 
Sampe  tf)un  jc. ;  ®elb  in  ben  Seutcl,  bie  .^änbe  in  bie  Za^djt  tt)un;  ittca§ 
bacon,  baju  tf)un;  ettüoS  oon  fic^  tljun,  b.  i.  legen;  gem.  auc^:  einen  Sebien» 
tcn  t»on  fi(^  — ,  ein  Äinb  in  bie  ©d)ule  jc.  ttiun  f.  f^iicfen;  bef.  anö^  in  ben 
3feö.  itwai  ab',  an-,  auf=,  auS=,  ein=,  l)in',  um«,  reeg^,  l)injut{)un  jc);  alt  u. 
lanbfd).  bef.  nieberb.  f.  geben  (j.  35.  tlju  mir  baS  SBu^,  f.  gieb ,  reid^c  mit 
IC.),  ?a()len,  cntrid^ten  (j.  S5.  eine  ©c^ulb,  einem  feinen  ßoljn  — );  fid^  tf)un 
u.  blo^:  tl)un,  alt  u.  obtrb.  f.  fic^  uerfiigen,  begeben  (ftd^  au6  bem  2anbe,  fid) 
ju  Semanb  tfjun;  tc^  ti)uc  na^  91.  f.  i^  reife  jc);  6)  eine  (Jmpffnbung  ob. 
GJeftnnung  burd)  bag  d'uferlidje  SSenefjmen  an  ben  3!ag  legen,  fid)  fo  ob. 
fo  benel)men,  geberben,  jeigen,  oue^  f.  fidj  ftelien,  etvoai  erfjeudjeln  ob. 


1226  S:t)unpfc^  —  Z1)ü\: 

f<ilf(i)lid)  5ut  @d)au  tragen,  (angltlic^,  f(^eu,  btöbt  tf)an;  fceunbli^i,  fd^ön 
t^un  [•  f^ön;  9roMf)un»^-i-  }>w{)tcn;  gtet^güaig  t()un,  b.  i.  [id^  gkic^* 
gültig  ftcUcn;  cv  t^ut,  aU  ob  ob.  alö  »pcnn  cc  nic^tö  baoon  wüJTte;  ec 
tljut  nuc  [o,  gem.  f.  er  flcUt  |tc^  nur  fo  an);  —  bfiö  3;()un,  -g,  alö  ^w., 
ftnno.  baä  ^^anbeln,  bic  2:()ati3feit,  ble  v^anblunggivcifc,  vn^ä).  bie  Sijat, 
(j.  S.  iaö  a;t)un  unb  ßajlen  cinee  SKcnfdjen;  bie  ©rünbc  fcineö  3;()un6;  bibl. 
in  allem  Sl^un  weiölic^  f)anbeln;  gem.  i>ai  ifl  ein  Sljun  f.  einerlei);  bec 
Sl)uer,  -g,  tvec  emcii  tf)Ut,  nur  in  ben  3fe§.  5«ic^tg=,  ®ro^tf)uer  u.;  t{)un' 
lid^,  S5w.,  (richtiger  wäre:  ttjuiiä)),  tta^Qcthcin  trerbenfcinn  cb.ftd)tf)un 
lä'ftt,  finno.  mb'glid),  rat()fam,  leid)t;  bie  2;()imlid^!cit,  [inno.  9)?Ö9licl}fett. 

2^1)unfifc^,  m.  (oom  gried^.  dvyyos,  lat.  thynnus  ob.  thunnus),  bie  fpa- 
ttifdje  CO^nfrele,  eine  2(rt  2Jla!relen ,  bef.  im  mittellänb.  9Xeerc,  ungcfät)r  7 
gu^  lang,  beren  gleifd)  eingefaljcn  »erU'nbct  roirb. 

Z\)üX  ob.  2;f)üre,  t».,  SD?,  -en,  SSerfl.  baö  Zi)ütd)cn,  obtrb.  S{)ür(ein, 

(altl)0d^b.  turi,  SK.  turi;  aud^  tura;  ücrfl.  turili,  turilin,  turila;  mittell).  tür, 
501.  tiire,  t>cr!l.  turlia;  altfäd^f.  dur;  niebcrb.  Sör,  Sörej  angelf.  dur,  dure; 
grie^.  x^vqu;  fan§!r.  dvar,  dvara;  »ergl.  3;|)or),  jebe  £)ffnung  eineö  um^ 
fd)(c[fenen  Sfiaumeö,  voeldja  bucd;  einen  auf  3(ngeln  fenfiedjt  jle{)enben 
ben)eglld)en  fladjen  Äöcper  t)erfd)liefbac  ijit,  fo  wie  biefer  oerfi^liefenbe 
.töcper  felbjl;  »erfd^.  »on  23ec!el,  Älappe  zc.  (j.  35.  bie  Zi)üt  eineö  ©d^ranfeg 
Ofens,  Äofigö  k.),  insbef.  fofern  bie  £)ffnun3  alö  ©n?  unb  ^ruSgang 
bient,  finno.  2;i)or,  f.  b.  (j.  SS.  bie  Jpauö=,  ©tuben  =  ,  Äammcr  =  ,  Äüt^en-, 
.ÄeUer=,  ^of-,  ©tall=,  @ortcn=,  Äirc^cns  SSSagentljiir  2C.;  bie  S{)üc  aufma(j^en 
ob.  öffnen,  gumac^en,  f^liefen,  juf^lie^en  jc;  bie  Äbür  ift  ob.  ftel)t  offen, 
nidjt  gut:  ouf);  in  engerer  SSeb.  bev  ©ngang  juc  2ßo()nung,  bie  JQaixi- 
ob.  ©tubent^ür  (an  ik  3;i)ür  Klopfen  ob.  pod^en;  an,  »or,  in  bcr  Zi)üt  |le= 
I)en;  oor  ber  St^ür  fein,  unctg.  f.  nafjc  fein,  nal)e  beüorfte^en,  j.  85.  ber 
geinb  ift  öor  ber  S^ür,  Dftern  ijl  »or  ber  Zi)üt;  »on  Sl)ür  gu  3;i)ür  ge{)en, 
b.  i.  tton  .paufc  ju  ^aufe;  einer  ©ad^e  S^ürunb  Sl)or  öffnen,  uneig.  f. 
tl)r  ungeljinberten  ©ingang  »erftatten,  fie  einreiben  laffen;  einem  bie  Zi)üt 
weifen,  b.  i.  il^n  fc|)impflic^  fortgeben  l)eifen;  fprid^w.  mit  ber  Sl)ür  in§  J^auö 
fallen,  b.  i.  ctwa^  plump  u.  unbebac^tfam  t)erausfagen;  jwifd^en  Zt)üt  unb 
2tngel  ftc(f en ,  b.  i.  in  großer  SSerlegenfjcit ,  in  ber  Älemme  fein;  Scber  fege 
üor  feiner  Zi)iit,  b.  t.  befiimmere  ft(^  um  feine  ^(ngelegenljeiten);  uneig.  ein 
Äörper  üon  t()urvä'f)n(id)ec  ^^orm,  j.  f&.  bie  2(u6füllung  ber  gelber  in  ben 
llBinbmüf)lenpgeln ,  bie  ^refStl)ür  (f.  b.)  ber  Sud^mad)er;  • —  3fe^.  bie 
St)ürönget,  f.  2i:ngel;  ba^  3:{)ürbanb,  bie  eifernen  SSanber,  mitteljt  beren  bit 
Z^üx  auf  ber  2(ngel  ijänqt;  ba^  2!I)ürfclb,  bcr  »on  ber  3arge  einge[d)loffene 
Siaum  ber  5ri)ürflä'd^e,  bie  guUung;  bet  2:()ürflüge(,  f.  glügcl;  bag  2!()ürfutj 
tcr,  bie  Sc!leibung  ber  Sf)üröffnung;  ba^  S^ürcjetüfit  ob.  ^gcflell,  ba^  83ier= 
ect  »on  «^olj,  weld^eö  bk  Sljüröffnung  bilbet,  ba^  Si)ürgewänbc  genannt, 
wenn  cö  oon  gel)aucncn  Steinen  ijl;  bvi6  2!l)üvgefim§,  @efim6  (f.  b.)  über 
.einer  Jg)auStf)ür;  bec  2;f)ür^afen,  f.  ü.  w.  bk  Sliiirangcl,  aud^  bie  ^l)ÜX' 
l)a6pe  ob.  4«^pe  (f-  b.);  bei  2:i)ürl)üfcr,  srijurffe^er  ob.  --Wärter  (fr.  g)or= 
tier);  Slaturf.  eine  3irt  ©d^nirfelfd^nedfen,  welche  bei  bcm  geringjlcn  ©eräufd^ 
ben  ©edel  iljrer  ©d^ale  »erfd^liepen;  bie  S()ürflinfc,  f.  Älinie;  bec  Zi)ÜXf 
Kopfer,  f.  .Klopfer;  bie  S()ürleinfap)je,  S5ergw.  ^öljer,  wel(^e  auf  beiben 
S£l)ürftö(len  quer  über  bem  ©toUen  liegen;  bec  2if)ürnagel,  9lägel  mit  großen 


%i)Vivm  122T 

Äöpfcn  jum  SBcfd^fagcn  bec  Sl^ürcn;  .^üttcn».  bic  gjä'gct,  mit  »ocId)cn  bte 
Vuftflappc  a»  bic  ^umpc  genagelt  wirb;  bi«  3;i)üvöffnunc;:  bie  2()ürpto|lc, 
•»pfojlc  (f.  b.)  an  bcm  a;t)ür9Ciüitc;  bcr  Slljürricgcl,  [.  yticgcl;  ber  2l)üriin.q, 
ob.  -'Vinfcn,  ein  ein  bcc  3(u§cnfcitc  bev  Zi)iit  bcftfligtcr  flarEcr  mctallcncv 
9?in0  jum  ÄnElopfen;  baä  2:i}ürfd)lüfö;  bev  3;i)ürfc^lii[[cl:  bic  Stjüv- 
fd)naUc,  lanbfc^.  f.  minU-,  bic  3;i)ürfc^tucUe,  f.  ©c^wcUc;  bcc  S()üvltc()cr, 
ein  an  bcc  Zi)ik  flcljcnbec  Si)üc()üter;  bcc  2!()Ürflocf,  [.  v>.  \x>.  aiijiirpfoftc; 
SBcrgn).  bic  fcntccc^tcn  SBaui)ü(jcc  in  bec  SJccjimmecung  cineö  ©toUcne;  bic 
2:()ürt»cvl-'(eibiin9,  baß  tciftcmpccE,  womit  baö  a;t}iicgccüfl  beficibet  wicb;  — 
2(blcit.  tlnircn,  jict.  ^w.,  bei  ben  SBJinbmüUccn:  tic  glüäcl  — ,  b.  i. 
mit  2!^üccn  (f.  o.)  vccfe^cn. 

2l)Urm,  m.,  -cö,  5)?.  2:f)iicmc,  9Serf(.  ba^  3;()ücmd)cn,  obccb.  a:()ücm= 

lein,  (altl)Oci^b.  turri,  n.,  u.  tuna;  mittcll).  der  turn,  pl.  tünic;  obtcb.  Sucn 
ob.  a;i)ucn;  altnocb.  u.  altfadjf.  turn,  niebcvb.  Sootn,  a;orcn,  [c^web.  tom, 
bän.  tiuini;  angelf.  torr,  engl,  tower;  franj.  la  tour;  [ämmtli^  pon  bcm  lat. 
tiirris,  gcied^.  ri\i(>ic:  ob.  tvooi^),  etti  ()c{)cö  öcbäubc,  bofyen  viF)cl)c  feine 
Sccitc  unb  Säiij^e  roeit  iibertcifft,  ju  occfd)iebencn  3»t»cctcn,  cntioebec  fiic  fic^ 
|tel)enb,  obec  in  5Bccbinbitng  mit  anbecn  ©cbäuben  aufgefiiljct  (ein  runbec, 
Bicccrtigec,  fpi^cc,  t)öt^ecncc,  jlcinccncc  jc.  Slljucm;  cingcpungS-,  ©locJens 
SfU(^t',  ^ulocc  =  ,  2Bacttl)ucm  :c.;  bcc  Äic^  =  ,  5Ratl)t)au6=,  ©d)lü[6tf)urm  ic); 
audö  f.  ©efängnifg,  fofccn  bic  Sljücmc  an  ben  Slatljljäufecn  u.  übet  ben 
5£()otcn  l)äuftg  al6  ®cfä'ngni|Tc  bientcn  (einen  auf  ben  Zi)uxm  fe^en,  in  ben 
3;^ucm  ftccEcn;  [.  auc^  © (!^ulb tl)ucm);  uneig.  eine  'S'iQut  m JZcijad)^ 
fptcle,  f.  ü.  ID.  bec  Oio(l}e  (f.  b.);  ein  tbucmähn(id)cc  ()ol)cc  .^öcpec  ob. 
4)aufcn,  g.  SB.  am  ()ot)en  Dfen  baS  auf  bcc  guttcvmautc  üon  SBadftcinen  auf= 
gcfül)Ctc  üiccecligc@emauev:  bic  tl)ucmföcmigftd)  ecljebcnbcn  ®e^ciufc  bccOcgel 
pfeifen;  9iatucf.  eine  2(ct^oi'iiuncn''  cb. ^ocnfdjnccf en  (aud^:  Zi)ütmi)ov' 
ncr),  u.  iiccfd)iebcne  anbcce  ©djnecfenactcn;  —  3fce.  bec  2;i)urmbau, 
S3au  cineö  S^ucmcö;  bie  Sll)urmcu(c,  auf  3:()ünncn  niflcnbc  ©c^leieceulc; 
bec  2;f)urmfalf,  5mauecfaie;  hai  Sliurmfenfter;  bec  Sburmfifd^ ,  lanbfd^. 
f.  2)öbcl;  tl)Uvmfövniig,  fSxv.-,  bic  2l}Urm(\(ü(fc,  in  einem  St)uvm  Ijangenbc 
©loclc;  uneig.  eine  ^fct  ©loctcnblumcn ,  bic  kßalbglocEc;  bcc  S()urmt)ctr  ob. 
3;t)lirmmci|lcv,  an  einigen  Dctcn  ftäbtifc^c  Scamtc,  welche  bic  liu^iiä^t  übcc 
bic  ©efüngniffc  t)abcn;  tt)urmi)orf>,  S3ro.,  f)o^  wie  ein  Stjucm,  fcl)c  t)0(^;  baö 
Sl)uvm{)0rn,  eine  liü  ^ofauncnf^necfcn;  bcc  2l)Urmfnopf,  f.  Änopf;  bec 
2;i)Urmfol){,  ob.  bai  2!()uvmfraut,  ein  ©d)otcngcwäc^ö  auf  tcotfcncn  2ßci= 
ben,  alten  SJJauccn,  Sl;iicmcn  k.,  aud)  Sl)ucmf aat  ob.  =fcnf  (turritis  L.); 
bec  2;i)urmfrcifc(,  eine  2(it  Ärcifelfc^nedcn;  bie  Sl)urmnüil)(c,  eine  auf  ci^ 
ncm  fcgelföcmigcn  Sliurmc  ftcfjcnbc  tjoUänbifc^e  2ßinbmül)le;  bie  Sburm- 
frf)u>albe,  93iauccf^waibc;  bic  2l)urmfpi^e;  bie  2l)urmtaube,  auf  Sljücmen 
niilenbe  »ilbc  Saube;  bec  Sl)Urmträgcv,  5tatucE.  eine  3i:rtS3cin=  ob.  ^anjcc= 
fif(!^e;  bie  2;()Urmul)r,  auf  einem  a:^ucm  befinbli(^e  gco^e  Ufjc;  bec  S()urm- 
wäd^ter,  -ivärter  ob.  2()urmtr»art,  f. ».  w.  bec  a:t)ücmcr,  f.  u.;  bie  2l)uvmi 
walje,  eine  2fct  SBaljcnf^necEen;  —  HbUit  bec  2:i)ürmcr,  -ö,  9J?.  W. 
(5.  (oltb.  tuniaere,  obctb.  Sucncc,  af)ucncr  ob.  2:t)ücnec),  bcc  5Bad)tec  auf 
einem  2;()ucme,  2!t)ucmtt>ad)tec,  welker  bef.  auf  geuec^brünflc  ju  achten, 
aüä)  ttjoftt  t>ii  ©tunbcn  anjujcigcn  u.  bucc^  SBlafcn  auf  bcm  J^orn  allctlei 
3e«icn  ju  geben  Ijat,  bat)er  au^  Stiucmblafer;  bec  S^ürmerbienjl,  bie 


1228  Z^xmQd  —  tief 

2;()ürmern)0l()nun9  jc;  —  tl)ürmen,  3».  1)  siel.  iiä)t.  f.  mit  2:f)ürmen 
t)erfef)en  (getfjürmte  ©tdbte);  gem.  tf)urmäf)nacf)  er()eben  ob.  auff)aufen, 
auft{)urmen;  2)  rürfi.  u.  btd)t.  aud^  jieUoö,  ftrf)  t^urmd'f)nlld)  erf)ebcn, 
f)od)  aufragen,  (bte  SBorfcn,  btc  SSÄccregtrogcn  tprmen  ftc^;  i)iä)t.  tf)ürmenbe 
gelfen,  SRauern,  ©tä'bte  k.);  bie  S{)iirmung,  baö  S[)ürmen,  2fuff)auf«n; 
btd^t.  aud^  f.  btt6  2(uf9et{)ücmte,  ftc^  tf)urm^od)  ^r^ebenbe. 

2;f)ürna9et  jc.  —  2;f)ürüerf(e{t)un9,  f.  unter  Zi)üt. 

übbeln  ob.  tibeln,  jicl.  3».  (oon  tippen,  f.  b.)  fc^meij.  f.  einen  antreis 
ben,  anceijen,  fpornen  gui- S^ä'tigleit. 

ti6)tm,  giel.  3»-  (altb.  tihtön,  tihten)  attoberb.  f.  bid)ten  (f.  b.),  nod^ 
f.  [innen,  auf  ema^  benfen  ablief  in  ber  ©tabteim^SScrbinbung:  ti d^ten 
unb  trad^ten. 

3;id)ter  ob.  Siechtet,  m.,  -g,  9)?.  w.  6.,  auc^  ».  ble  SSic^tet,  u.  für 
Uibe  ©efd^rcc^ter:  baö  3;irf)ter,  {^(bleitung  »on  Softer?)  oberb.  bef.  ftanf. 
f.  enfei,  (Jnfelinn,  Äinbeöfinb;  baf)er  bec  Slid^terömann,  eijemonn  ber 
(gn!erinn;  bie  SSid^tergfrau ,  (g^cfrau  beö  Snfers. 

ti(f  (aud^  tucE),  ein  gocEwott,  womit  man  bie  •^üi)net  ruft  (baS  Sotfen 
beS  .&af)neö  nod^af)menb). 

tiefen,  gteUof.  u.  jiet.  3»-,  gem.,  bef.  nieberb.  (=  oberb.  jtden;  gotl). 
tekan;  engl,  tickle,  !i|cln;  »gl.  baS  grted^.  3-(ysiy,  &iyy(iytty  u.  ia^  tat. 
tangere,  tetigi  u.),  mit  einet  @pi|e,  bef.  mit  ber  ^ingerfpi^e  gelinb  beruf); 
ren,  ftnnö.  tippen;  einen  — ,  unetg.  f.  nedfen;  ber  Sicf,  -eg,  !U?.  -e, 
gem.  f.  eine  fold)e  S5erü{)rung ;  uncig.  f.  9?e(ferei,  hoffen  (einem  etmaö 
jum  Sic!  tl)un,  b.  f.  jum  ^offen);  nieberb.  aud^  f.  3citpunft,  3tugenbltct; 
ferner  (oon  bcm  franj.  tic  mtU^nt)  f.  ein  feltfamer,  narrifd)er  (Einfall,  eine 
tDunber[id)e  @i9enf)eit,  ©rille,  ßaune;  bie  Sicfe,  Wl.  -n,  nieberb.  f.  3a^e, 
©pi^e,  3ci^n  im  «Redten;  ti(ftacf  u.  al6  Jp».  ba6  Slirftarf,  ein  ©d^aUit)., 
»etd^eö  ein  an{)altenbeg  gelinbe^  ^od)en,  .^(opfen  ob.  Riefen,  bef.  einer 
Safd^ enul;r,  mä)afymt;  ti(lta(fen,  3tt>.,  gem.  f.  tief ta(f  mad[)en;  nieberb.  f. 
oft  anflogen,  reiben;  ^anbgreiftid)  liebfofen. 

SSiber  ob.  jgej.  Sier,  f.,  -g,  2)?.  n?.  (5.,  nieberb.  (au6)  Süber,  a;öbber; 
ifilä'nb.  tiadr,  f)oU.  tudder,  engl,  tedder  ob.  tether)  ein  <Stri(f ,  TOomit  man 
ein  2;{)ier  anbinbet;  tibern  ob.  tieten,  jicl.  3».  (aud^  tubbern,  többern, 
engl,  tether)  mit  einem  fotc^en  @tri(fe  anbinben,  j.  S5.  eine  Äul)  an  einen 
g)fal)t  ob.  Saum. 

2:ieb,  tt).,  nieberb.  f.  3eit;  bal)er  bie  Sliebe,  2!ibe  ob.  Sie,  (engl,  tlde, 
t)oU.  tye)  f.  bie  3«it  ber  QhU  unb  i^iutf);  bef.  bie  glut^jeit  u.  bie  ^lutf) 
fclbft;  tieben  ob.  tiben,  nieberb.  3»-  f.  mit  >^ülfe  ber  glutf)  wo^in  faf)ren; 
überf).  ftd)  auf  ben  5Beg  madjen,  tt)of)in  begeben;  etwas  unterne{)men, 
beginnen;  barauf  recf)nen,  bafg  ctwa§  ju  einer  gejüiffen  3eit  gefd^elien  »erbe. 

tief,  SBw.,  (5omp.  tiefer,  ©up.  tiefft,  (attfioc^b.  tiuf,  tiof,  mm.  tiufo;  mit* 
tel^od^b.  tief;  oberb.  tieff,  aud^  teuf,  f.  b. ;  gotl).  oltnorb.  fd^njeb.  diup;  olt« 
fact)f.  u.  angclf.  diop;  nieberb.  beep,  engl,  deep,  l)oU.  diep;  —  pon  bec 
SBurjel  dup,  tuf,  »gl.  taufen;  olfo  eig.  untergetaud^t,  bann  öberl).  unten 
fcefinblic^  jc)  1)  eig.  unter  ber  6rbobetfIdd)e,  ber  ^lädji  beg  @eficf)tgfreife§ 
ober  irgenb  einer  angenommenen  gladje,  j.  S5.  ber  SGBafferfläd^e,  beftnblirf), 
ober  ficf)  baf)in  erf!recf enb ,  alfo  bem  «Dlittelpunft  ber  (grbe  üert)altnifSma^ig 
na^er,  finno.  niebrig,  entg.  ()od^,  fla^,  feid^t,  f.  b.  (j.  35.  tief  in  bie  Srbe 


tief  1229 

gvabcn;  ein  tiefer  ®rabcn,  ein  tiefet  Zijai,  ein  tiefer  Äbgrunb,  tief  licgenbeS 
8anb;  ein  tiefer  glufö,  ein  ticfcö  SBaffcr;  fpriciiio.  ftitle  2BafTer  finb  tief,  f. 
fliU;  tiefer  ©ct)nee,  Acti);  eine  tiefe  ©puffet,  cntg.  einer  f(a(%cn;  ein  <£d)iff 
gebt  tief,  wenn  eß  rcegen  großer  ©c^irerc  rctit  inö  aBaJTcr  einfinEt;  SBergm. 
tiefp  <Stollen,  bie  50  bis  100  «achter  unter  ber  örbe  finb;  fic^  tief  nei» 
gen,  beugen,  büden;  tief  gebeugt,  uneig.  f.  fcbr  betrübt,  niebergefc^lagen;  \id) 
tief  crnicbrigcn,  uneig.  f.  fic^  rccit  unter  feine  SBürbe  (jerabfe^cn;  uneig.  tief 
in  ©(i^ulben  flecten;  fict)  etrooö  tief  einprägen;  tief  at()nicn,  fcufjen,  b.  i.  auS 
tiefer  SBruft);  in  lüciterer  Scb.  jur  ??)?agberrimmun9  jeber  fid)  in  tiefet 
fenfrecl)ten  Otiduunj}  luid)  unten  erflrerfenben  ^Cuöbe^nung  (j.  58.  ber 
SSrunnen  ift  '20  (SUcn  tief;  wie  tief  ijt  ber  Sc^a^t?  biefer  Crt  liegt  100 
^up  tiefer,  al6  jener);  2)  auö)  t)on  ber  iviigcred)ten  ^u^bebnung  t)cn  ber 
"ilu^tn-  ob.  23orberfcttc  ob.  ber  ©renje  eineä  JKaumeS  in  baS  3»ncre  beö^ 
fe(ben,  finno.  »reit  (j.  83.  tief  in  ben  SBalb,  in  ba6  Canb,  in  hat  ©ebirgc  l)in- 
cin  gct)en;  tief  in  ©ec  fein,  b.  i.  feijr  mcit  oom  Canbe  entfernt;  baö  ^aui  ijl 
24  @llen  tief,  b.  i.  e6  b'it  biefe  3(u6bebnung  uon  ber  SSorbcrfeitc  hü  jur  ^in= 
terjten  «Wauer);  •'»)  uneig.  'oon  3;ön«n:  niebrig  in  ber  2!on(etter  liegenb, 
mit  finfenber  (Stimme  beroorgebrad)!,  entg.  bo^  (ein  tiefer  Son;  einen 
tiefen  SSafö  f)aben  jc);  ing  ^nnerfle  einbringenb,  biß  auf  ben  öitunb  9el)enb, 
jinno.  griinblid),  entg.  f(a(^,  fei^t,  obcrfiäc^Iic^ ,  (.tief  benEen;  tiefe  SrEennt^ 
nifö,  ©eJefjrfamfeit,  tiefeß  SBiffen,  tiefer  ©eift;  ein  tiefer  35enfer;  tiefer 
©c^merj);  üciborgen,  uneigrünb(id),  fd^irer  begreiflid)  (ein  tiefes  @cl)cim« 
nif6;  bie  tiefe  3Bei6l;eit  ©otteS;  ein  tiefer  ©inn);  üon  ^^arben  f.  bunfel  (ein 
tiefeö  SBlau,  u.  jgef.  tiefblau,  tiefbraun,  'fdjroarj  u.);  überf).  ^ut  S3e= 
jeid)nung  eine*  l)of)en  ©rabe^  ber  inneren  ©racfc,  finno.  frarf,  fejl,  fd)iver 
JC.  (ein  tiefer  ©c^laf;  ticfcö  ©efiifjl,  tiefe  Srauer,  SBetriibnifö,  tiefer  ®ram; 
tief  trauern;  tief  bef^ämt  fein;  tiefe  ©tiUe,  tiefeS  S^rceigen;  tiefe  9^ad^t, 
b.  i.  ööUigc;  fo  aud)  in  3feö.  »nie  tiefbewegt,  --gerührt,  ttefgetc^rt 
u.  bgl.  m.);  bei  Seitbeftimmungcn  f.  ireit,  fpät  (j.  SS.  bii  tief  in  bie  ^aijt 
hinein  fpiclen  zc.;  tief  in  btn  SBinter,  in  baö  Satjr  Ijinein  jc.):  —  ba^  Sicf, 
-cä,  9)?.  -e,  ©4)«ff-  bei  tieffle  Zijeil  eineß  SJafferg,  bci^  gabnvaffec;  nie- 
bcrb.  (25eep)  ber  «Öauptivafferjug ,  in  rcele^en  aUe  puggraben  jufammenflie» 
fcn;  —  3fe^.  tiefäugig,  SSro.,  tief  liegenbe  2(ugen  l)abenb;  ber  2iefblicf, 
tief  einbringenber  ©eijieöblict;  ber  2!icft>enfcr;  ber  Slicfflfd^,  ©eefif^e, 
»üelc^e  fi(^  in  ber  Siefe  beö  UReercö  auff)alten;  baS  Sicfgcfül)!,  tiefeö  @efü()l; 
tiefgrubi^,  SBjü.,  tiefe  ®ruben  l)a&enb;  ticfgrünbig,  S».,  tiefen  ®runb  i)a' 
benb;  ticfgrünblid) ,  «8«).,  fel)r  grünblic!^;  ber  Sitltiammcr,  bd  SOZetaUar» 
beitern ,  ein  .l^ammer  mit  baud^iger  SBabn  an  langem  ©ticle ,  um  bis  auf  ben 
S3oben  tiefer  ®efdbirre  bamit  ju  langen;  ber  Sicfbcrr  (oon  bcm  ^n.  baS 
Sief)  in  .^amburg  Sitcl  jwcier  jRatljSljerren,  mcldjc  für  bie  2(uStiefung  beS  .Ha- 
fens u.  gat)nraffcrS  ju  forgen  ^abcn;  bie  Sicf Ordnung,  obrigfeitl.  Sßcrorb= 
nung  in  Setreff  ber  3(uStiefung  beS  galjnrafferS;  ticfrunb,  Sre.,  f.  v.  tu. 
^otjlrunb  (fr.  concao);  ticffc^aftig,  ffiir.,  5S5cb.  eine  «agerec^t  laufenbe  Äette 
u.  eben  fol^e  ©djäfte  babenb,  entg.  I)0(!^fd)äftig,  (tief)c^dftige  Seppic^e;  fr. 
aSafTclifTc) ;  ber  Sieffmn,  1)  baS  Serfunfenfein  beS  ©emütljS  in  tiefe  @eban= 
fen  ob.  bumpfeS  J^inbrütcn,  finno.  ©d^n?ermut{),  SSrübfinn;  2)  bie  Steigung 
unb  §äbig!cit  beS  ©eiilcS ,  tief  in  baS  innerfte  SBefen  ber  Singe  einzubringen 
u.  baö  SScrborgenl'ie  ju  erforfc^en  (Sieffinn  ()aben,  jeigen  ic);  tieffinnig,  23»p. 


1230  Slicgel  —  Stger 

1)  in  tiefen  ©eban!en  [cienb,   finn».  f(|ttjermüt{){g   jc.  (tiefftnntg  werben); 

2)  Sicfftnn  f)abenb  u.  bat>on  geugenb  (ein  ttefftnniger  ©enfec;  tieffinnige  f8e- 
tvad^tungen);  bie  Sttefftnnigfclt,  baS  Sieffinnigfein  in  beibcn  Stb.  —  2Cb< 
leit.  bte  Slicfc,  55?. -n,  (altb.  tiuf;,  riefe;  altfäd^f.  diupi,  aitnorb.  dypi; 
goti).  diupei,  auä)  diupitha,  nieberb.  ©tepte ,  engt,  depth  u.  deep)  1)  ba€ 
2;icffetn,  u.  bec@rab  ob.  ba$  CO?ap  btefcc  ©9enfd)aft,  cig.  (j.  93.  ik  Stefe 
cincg  2(bgrunbe6,  2BafTe«:S  u.;  eine  Siefe  oon  100  gu^;  eine  unergrönbtid^e 
Siefe;  ocrfc^iebcne  Äiefcn  mit  cinanbei-  üergteidien  2c.;  bk  Siefe  eines  »i&aufeö, 
b.  i.  bk  Sänge  beö  JRaumeS  oon  bcc  SSorbev=  6i6  gut  «pinterwanb)  u.  uneig. 
(bte  Siefc  ctne§  SoneS,  ber  @v!cnntnif6,  ber  2Sei6i)cit,  be§  @efiil)tS,  bcS  ©d)la= 
feS  jc);  2)  ein  tiefet  £)rt  ob.  Dtaum,  ein  3(bgninb,  eig.  u.  uneig.  (in  bk 
Siefe  itctgcn;  eine  grunblofe  Siefe;  btbt.  auö  ber  Sicfe  rufe  x6)  gu  bir;  bie 
Siefcn  bec  ©ottfjeit,  b.  i.  bk  unergrünbHiJ^en,  unerforfc^lic^en  Sigenfc^oftcn); 
in  engerer  SSeb.  ein  tiefet  Söaffer  u.  ber  tieffie  ^t)i'ü  e'meS  SBnffecg;  ber 
Stefcnmeffer,  ein  SBer!jeug  jum  3!KeJTen  ber  3:iefcn;  tiefen,  jiel.  3»».,  tief 
ob.  tiefer  niad)en,  gem.  nur  in:  auS  =  ,  »erttcfen;  nieberb.  (bipen)  bie  Siefe 
\}c$  3Baffer6  meffen;  bag  8otf)  werfen,  lotijm. 

Siicgcl  ].,  m.,  -§,  SO?,  tr.  ^.,  SScrft.  bai  2ie3eld)en,  (attb.  tegel,  tegele, 
tigel;  oberb.  Segel,  f.  b.;  aitnorb.  dignll,  fc^roeb.  digel;  oon  bem  lat.  te- 
gula,  alfo  =  3icgel?  ober  oon  bem  gotf).  thaho,  attb.  dAha,  Sljon,  Sc^m, 
©d^crbe?  t>gt.  3:()on),  ein  irbene^  @efd)irr  ju  ücrf(^iebcnem  ©cbraud),  inSbcf. 
ein  ©efä'f  jum  (Sd}me(3en  u.  Sd'utern  »on  «KctaUcn  u.  bgl.  (ein  ©d^mclj^, 
©ie^tiegel);  in  ben  Äüd)en  ein  ritnbeö,  flvu1)t>ertiefte6,  gewöf)nlic^  mit  brei 
SBeincn  oer[et)enc§  ®efap  jum  @d)met3en  »on  ^itt,  SBratcn,  ob.  2(uf5üärmen 
ßon  ©pcifen  Jc;  äf)nlic^e,  aber  tiefere,  eiferne  ob.  fupfeme  ©efapc  hd  bcn 
SSudjfcinbern,  Sifi^lern  k.,  ben  ßeim  barin  ftiifftg  gu  er()altcn ;  oberb.  bai  @c= 
fäf  einer  Sampc  u.  bie  Sampe  felbft;  ^üttentD.  ber  innere  ^crb  im  (Schmelz- 
ofen, in  weldjem  baö  gefd^mÄjene  SJletall  jufammcnflic^t;  —  ber  Siegel? 
brei,  äü^.  ein  im  Siegel  bereiteter  S5rci  oon  S!)le[)l,  ®rieö,  5Reiß  u.  mit  SKilc^ 
unb  SButter,  aud^:  ba§  Siegelmu6;  bie  SSiegelprobe,  Butten  =  u.  9Jlünjw. 
im  ©d^melgtiegel  angcflcUte  ^robe  mit  (Srjen  u.  SÄetallen;  bie  Siegcljange, 
©c^nabelgange,  mit  weld^er  man  bk  ©^mcljtiegel  au§  bem  geuer  ^iit. 

Siegel  2.  m. ,  -§,  d)?.  W.  Q.  (oon  bem  lat.  tigillum,  Salfen)  an  ben 
SBuc^bructerprcfTen  eine  fd)n)ere  mefftngene  ob.  eiferne  ^UUU,  weld)e  mittclfl 
ber  ?prcJTe  auf  ben  Sogen  gcbriictt  «Jirb. 

Sieger,  f.  Sigcr. 

Siene,  tu.,  SO?,  -n,  SScrfl.  i>ai  Siendjen,  (fc^web.  tina;  lat.  tiua;  ital. 
tiua,  tiiio,  gjjeinfufe,  Äübel;  oerw.  mit  Sonne?)  lanbfc^.  bef.  nieberb.  f. 
verfcl}iebene  ^Crtcn  ^öt^erner  ©efape,  ingbef.  ein  f feinet  gd'f^d^en  mit  eU 
nem  T>tdü  jur  fflcrwafjrung  »on  83orrQt{)en;  ein  gröfereö  langrunbe«  @e- 
fap  jum  3ßa[d)cn,  ein  .^übel  (SBafc^tiene);  auc^  f.  <Stanbe  ob.  ©tanber. 

Sicr,  f.,  -6,  (au^  baö  ®etier;  »gl.  baö  engt,  tear,  3ät)re,  Sf)rane;  U- 
lä'nb.  taar)  nicberb.  f.  f[a3(irf)eg  (3}cfcf)rei,  (aute6  5öe()f lagen;  2drm,  Diel 
3l'uf()ebeng. 

Sierlifd&c,  iv.,  CO?,  -n,  (nieberb.  Sicrlicö!en,  b.  i.  eig.  3i«'Cte6c^cn? 
aui)  Siloot  =  3eitlofc?)  tanbfc^.  f.  bie  uned}tc  gelbe  9?ar5iffc. 

Siffe,  »V.,  SO?,  -n,  nieberb.  f.  v.  w.  Seme:  v^ünbinn. 

Siger,  m.,  -g,  SO?,  w.  6.  (oom  lat.  tigris,  griedj.  Tt'y^'?),  ein  gro^el, 


tilgen  —  üUcn  1231 

tfutbürfligcg  9f?nubtf)tcr  ycm  Äo^en3efd)lccf}t,  mit  b^a^tibim,  fci^njarjge' 
jtrciftem  gelle,  im  Ijcifjcn  2(ficn  unb  2(frifa,  alt  u.  93ol!6fpr.  auc^ :  baö  Xx^tx 
tf)ier;  bec  amcvif anifc^c  aii^cr,  f.  u.  Sigetfa^c;  uncig.  f.  ein  gtaufa- 
rnec,  blutbiirfli^ec  !9?cnfd);  aad)  anber«  Sbierc,  g.  SB.  ^fcrbe,  J&unbe, 
Aalen,  \veld)e  wie  ein  J^iger  gejeicftnet  (getigert)  finb;  ber  5)?üllerta= 
fer;  —  3fcfe.  ber  SJi.qcrblicf ,  ba§  a:i,qfrl)cr',,  ber  Sij^crfinn,  bic  Zic^qx- 
Wütl)  JC,  blutgicvii^fv,  giaufamer  SBlicf,  (Sinn  ic;  ba^  Si^crbcin,  iRaturf. 
SJamen  einiger  spofauncnfc^ncctcn;  bie  Sigcrblunic,  eine  c^incf.  fpflanjc  mit 
[cdjßblattriarn  gelben,  bun!clrüt(}  gcflecften  JBlumcn  (ixiu  chinensis  L.);  bie 
Si(}crbo()nc,  eine  2Crt  buntgeflectter  S5ot)ncn;  bcii  2i,qcrcrj,  ©laöcrj  ia 
Sraunfpatlj  jc.  cingcfprtngt;  baö  Slij^ctfcU  cb.  bie  3:i9erl)aut;  ber  Z\c^(X^= 
fup,  g^aturf.  eine  2{rt  oftinb.  Sri^tcrnjinbc,  bercn  Slätter  bie  ®ejtalt  einetJ 
Sigcrfu^cö  Ijabcn  (ipomoca  pes  tigris  L.);  hai  Siqcrl)Olj,  eine  auölänb. 
.^oljart  mit  fe^warjen  glecten  auf  braunem  ©runbe;  ber  3^igerl)Unb,  ein 
tigeräijnli^  gcflectter  J^unb;  ber  Si.qcriltif^,  eine  bunfclbraunc,  gclblic^roei^» 
gcflecttc  3ltif6=3(rt  in  ^olcn,  gjufetanb  k.;  bie  Siperfa^C,  1)  eine  tigcrat)n= 
lid)  gcflecttc  >^au^Ea|c;  2)  f.  ü.  w.  bie  ^nntl)cr!Q^c;  3)  ber  amevifanif^e 
Siger  üon  ber  ©rcjjc  eineö  SSuUcnbei^crg;  bie  S^lgcrmotte,  einu  Tlxt  OTctten 
ob.  9fad)tfalter;  ber  Si.qcrpdj,  tii  gubcreitetc  Sigerfiaut;  baS  Stgerpferb, 
ein  tigcräljnlic^  gejeid^neteö  ^fcrb;  baö  afrifanifc^ c  Sigerpferb,  ber 
geftrcifte  aBalbefel;  bie  2iqcrraupc,  getigerte  Staupe;  ber  Sigi.'rrciljcr,  eine 
"äxt  miit)cx  in  ©übamcrifa;  ber  Äigcrfc^ilb,  eine  2frt  Älipp!lcbe.r;  bie  Siger* 
fpilino,  eine  Ärabbcnfpinne  mit  gciprcn!eltcn  giifien,  ber  SBuntfu^;  bie  Siger* 
taube,  eine  roei^c,  [«^n^argbraun  gcflecttc  wilbe  iüaube;  bie  JÜigertute,  eine 
2Crt  Äcgelfclinectcn;  ber  Sigcrwolf,  1)  ein  jcilbeö  Sljicr  im  fi'ibl.  Mfrifa,  aud> 
5BJolftiger;  2)  bie  geflccttc  }?\)äniy  rötljtic^braun  mit  runbcn  fc'^warjcn  glcctcn, 
in  2(frifa;  bie  Sigerjungc,  9tatuvf.  jtrei  2Crten  linfcnförmigcr  «OTufc^eln  mit 
neuartigen  ©trcifen;  —  2Cblcit.  tigern,  jiel.  3n>M  mit  Itceifigen  $5l«<f«n, 
öt^nli^  benen  beS  SigerS,  t>crfe()en,  bcf.  im  5OTn).  getigert  (ein  getigertes 
^fcrb  JC.). 

tilgen,  jict.  ^w.  (alti^cxijh.  urfpr.  tilon,  tilen,  =  lat.  dckTc;  bann  abgct. 
liligon,  mittell)oc^b.  tilegen;  angclf.  dilgion;  nicberb.  b elg  e n ,  aud^  f.  gcr= 
brechen,  »erberben;  »ertt)un,  »etfc^rccnbcn,  bur^bringen;  n)al)rfc^.  son  bet 
SBurjel  dil,  til,  »on  welcher  Z^iil  (f.  b.)  flammt,  alfo  Urbeb.  gertrennen,  ger= 
bre^cn  ic),  t)ernid)ten,  jerflören,  ausrotten,  einer  <£ad)e  ein  @nbe  mad)en, 
vgl.  wertilgen  (Ungcj^iefcr,  Untcaut — ;  einen  SBranb — ,  c»:|lictcn,  löf^en); 
inebef.  ctwaö  e)cfc^ricbcnc6,  ©ejeii^netcö  2C.  au^jltretd)en ,  auälöfdien  (eticaS 
im  ©^ulbbud^e  jc.);  baber  uncig.  f.  auff)eben,  abtragen,  be5ab[en  (Sd^ul= 
ben  — ),  etivaö  ber  3ured)nung  u.  i>m  '^ol^en  nad)  viufbeben  cb.  ttcrnid); 
ten  (bibl.  tilge  meine  ©ünbe!  bic  Übertretung  tilgen  jc):  ti(c\bar,  Sro.,  xva^ 
getilgt  werben  fann  (eine  tilgbare  ©c^ulb);  bie  Siigbarfcit;  ber  Sitger, 
-ö,  tver  etmag  tilgt;  bie  Tilgung,  ba6  2:ilgen  (g.  S5.  bic  ©c^ulbcntilgung, 
fr.  2Cmortifation);  ba{)er:  bie  SÜlgungöfaffe;  ber  Slilgungöfd^ein,  f4)rift= 
liö)e  9?i(^tigteitöcrflcirung. 

a:iUe,  »v.,  SD?,  -n,  1.  f.  Sülle;  2.  (altf)oc^b.  tila,  tili,  SKutterbrufl) 
fc^tt>eij.  f.  bie  SBarje  an  bem  (Suter  einer  .Auf). 

tillen,  3ro.,  nicberb.  f.  t)eben,  aufbeben,  von  ber  «Stelle  bewegen;  ©c^iffb. 
fin  ©d^iff  tillt,  wenn  cö  fon>ot)l  unten,  al6  aud^  W)rn  unb  tjintcn  fe^r 


1232  S^impc  —  ti)(>p 

f<!^arf  gebaut  ift;  ba-  ZiU  f.  bie  ^ebung;  tiÜbar,  58».,  f.  Uwe^üä),  mai 
fid)  fortfc^affen  lafft  (tiUbarc  ®üter);  bec  SiÜtap,  -eg,  tanbfc^.  f.  3:ö(pcl. 

Stmpe,  m.,  -n,  5J?.  -n,  nieberb.  f.  ßcfe,  «Spi^e,  (jnbe  (etneä  ^Jtngeö, 
bef.  bc6  Srobeö;  3ipfel;  unci'g.  f.  Äopf  (ctmaö  im  Simpcn  f)aben,  b.  t.  be= 
raufd^t  fein);  auc^  eine  "äxt  üietfpi^igct  «Semmeln. 

tlmpcr  ob.  timber,  33«).  oberb.  u.  f^weij.  (aud^  bimper,  bumper,  tumper, 
bimber,  btmmer;  altb.  timbar,  timber,  timmer;  »gl.  bumpf,  bumm,  bammern, 
u.  ba^  angelf.  dim,  engl,  dimish)  f.  bunfel,  biifier,  bdmmeti^;  bumpf, 
bcü(fenb  warm,  fdjtviil;  f)o{)f  fd^aUenb. 

Simpf,  m.,  -e§,  9)?.  -e,  eine  polnifdje  ©ilbermiinje,  =  6  SBö^men  ob. 
©ilbcrgrol'c^cn  ob.  '/g  Zijcikv. 

Simp^u^n,  f.,  3:{mpi)a{)n,  m.,  tanbfc^.  f.  ta^  fd)trar5e  5BafTerf)u{)n. 

Stingel,  m.,  -g,  3??.  w.  (5.,  [c^raeij.  f.  ©ptitter,  «^ol^fafer  ber  glac^g» 
unb  .^anfficngel;  nieberb.  ©(i^iffb.  ein  «^olj,  n3eld)eg  im  @ci[)iffe  jmifdien 
ben  Äiel  unb  ben  Äiclgang  gelegt  tt?irb,  um  biefen  Siaum  an  beiben  ©eiten 
be§  ®(^tffc6  auäjufüUen. 

Sinne,  n?.,  9)?.  -n,  nieberb.  (engt,  tine;  =  f)od)b.  3innc)  f.  3a^n, 
Btnfe,  j.  35.  einer  Sgge;  tinncn,  3»-»  nieberb.  f.  eggen. 

Slinte  (b.  ül§  25 inte),  tt).,  ^.  -n,  (altb.  tincta,  tiucte,  linke;  oberb.  bie 
JSinten  u.  gen).  Sinf  en;  »om  mittl.  lat.  tincta,  ital.  tinta,  oom  lat.  tingere, 
ne^cn,  färben)  1)  eine  farbige  i^lüfftgfett  jum  ®d)reiben  (j.  S5.  rotl)e,  grüne, 
blaue  K.  Sinte),  ingbcf.  f.  fd)n>arje  Sintc  (mit  Sinte  fc^rciben  u.;  uneig. 
fprid^vt).  in  iie  Sinte  !ommen,  b.  i.  übel  anfommen,  in  Sflotl)  ob.  SSerlegcn^eit 
9erat{)en;  fo  auc^:  in  bcr  Sinte  fi^en,  einen  in  bk  Sinte  bringen);  2)  SOffal. 
fünf!(td)e  ob.  jufammengefe^te  färben  (in  biefcr  95eb,  oom  bcm  ital,  tiata 
entleljnt);  —  3fefe.  bie  Sintenbcere,  oerfc^iebcne  fc^irarje  beeren,  inöbef. 
hk  Seere  be§  .i^avtriegelö  u.  beö  ÄreujbornS;  au^  f.  ©teinraeidifel,  f.  b.; 
ber  Sintenbecrjlraud^,  Äreujbom;  hai  Sintenfafä,  ein  @efäf,  in  miii)m 
man  bk  Sinte  jum  Schreiben  üor  fic^  fte{)en  i)at^  aud^  baS  S^intenglaä,  wenn 
es  oon  ®la§,  baS  Sintenl)orn,  wenn  e§  »on  ^orn  ijl;  ber  2!intenfifd^,  ein 
natfter,  geglieberter  ©eewurm,  ber,  wenn  er  oerfolgt  »irb,  einen  fc^ war jcn, 
tintenäl)nli^cn  ©aft  üon  fidb  giebt,  weldber  alö  garbe  gum  3eid^nen  u.  ge= 
braucht  wirb  (fr.  ©epia),  and):  ber  Sinteniüurm;  bie  Stntenflafc^e, 
glafdjc  jum  2(ufbett3al)ren  ber  Sinte;  ber  S^intenflcc!  ob.  gem.  =flecfö,  f.  b.; 
ber  2;intenf{e(ffei:,  uneig.  gem.  f.  93ietfc^rciber;  bcr  SÜntenflein,  eine  ©tcin- 
art,  welche  Gifenttitriol  entf)ält  unb  tintcnci|)nlic^  fd^metft  (fr.  2(tramentflein) ; 
ber  2!intenn)ein,  ein  fc^n)arjrotl)er  SBein  t>on  2(licante  in  ©panien  (fpan.  u. 
ital.  vino  tiuto);  —  Jfb l eit.  tintid^t,  astü.,  bcr  Flinte  a^nlicf);  tintig, 
83».,  2!intc  in  ob.  an  ftd)  f)abenb,  mit  Sintc  beficcft. 

tipfen,  f.  tupfen. 

tipp,  ein  fc^aUnad)al)menber  9laturlaut,  iretc^er  btc  leidite  SScrübrung  mit 
einem  fpi^cn  Äörper,  j.  S5.  mit  ber  gingerfpi^c,  u.  ben  babei  f)orbaren 
<Sd)a[I  auSbvüdft;  baf)er  tippen,  jiellof.  3».  (oberb.  tupfen,  tupfen; 
fd^web.  tippa,  engt,  tip;  ügi,  ftippen,  u.  bie  griecl).  SBuriel  Tvn-  in  rvnTfty, 
fd^lagen),  gem.,  bef.  nieberb.  mit  einer  ©pi^c,  bef.  mit  bcr  J^ingcrfpi^c  letd)t 
berüt)ren,  finno.  tiden,  (mit  bcm  Singer  an  ob.  auf  etvoa^  — );  fünfte 
mad)cn;  ein  gcitiffeö  ®lu(fgfpiel  mit  harten  fpiclcn,  wobei  ber  ©pielcnbe 
burc^  2;ippen  auf  ben  Ziiü)  anbeutet,  bafö  er  fid^  mit  feinen  Äarten  in  ein 


1 

i 


tii-clivcn  —  Zi\d)  1233 

gpii't  fintaffen  wiü;  bct  Uipp,  -eö,  SD?,  -c,  baö  einmalige  2ipp«n,  S5crü()- 
rcn  mit  bcr  J^ingcrfpiljc  k.  ;  niebcrb.  auc^  f.  2!iipfcl,  '•puntt;  u.  f.  ©pi^c, 
®lpfet:  b«r  3!ippe(,  niebcrb.  f.  Siipfcf;  ber  2ippcr,  bic  Sippcrinn,  ivec 
tippt,  bei  ircr  baß  fo  benannte  Jtartcnfpüf  fpicit;  —  bcr  2ippö  cb.  iJipJ*, 
9cm.  f.  0.  w.  llipp:  fc^inctj.  f.  ein  Oiaiifd)  (ba{jir  bctipfl  f.  Ijalbbctaufc^t, 
cn^^t.  tip';y);  tipfcfn,  fcferocij.  3»r.  f.  fid)  einen  5)faufd)  trinfen. 

tirclircn,  jifttof.  3if-  (nicberb.  tierltren),  ein  ^c^aUioort,  ben  ©«fang 
ber  5?cr;lK  nadjafjmcnb. 

tiven  (oitd^  tcrcn),  niebcrb.,  u.  tivqcn,  fdjmcii.  jicl.  3").  fogt.  taren,  tar= 
ijcn;  anoiclf.  tacnm,  cnc^t.  t'Mr,  franj.  tirer,  (joc^b.  jerrcn)  f.  jicfjen,  jerren, 
in  ben  4^^^'nben  ()eiiinijief)en:  fdjmcij.  tirgen  inßbcf.  f.  ffeine^  S3acfn>erf 
miKl)cn  (baffer:  ba6  Slii-geti  f.  3uctcrbrob,  eine  "Kvt  «pfcffcrfuc^cn);  nicberb. 
fiel)  tiren,  f.  ficf)  ungeberbig  ftellen,  rafen,  njütl}en. 

tirmcn,  üicl.  31»'  fdjnjdb.  (aud)  bermen;  00m  lat.  terminus,  determinare) 

f.  beflimmen ,  UMbmen. 

tirrcln,  jsictiof.  3w.,  nicberb.  f.  jittern,  j.ippeln;  baf)cr  ber  Sirrcftanj 
ob.  Sirltan;,,  (anbfdj.  eine  kleine  ©djcibe  mit  einem  2od)  in  bcr  5}?ittc,  büvd) 
\vcld]ti  ein  flcincö  'pf[(?ctci)cn  gcflecft  ift,  trclc^cß  man  auf  einem  Sifd;e  jrci- 
fdjen  bcn  gini;ern  bref)t,  um  baö  ©anje  in  iittcrnbe  unb  tanj^enbc  Bewegung 
ju  fc^cn. 

2ifc^,  m.,  -eö,  ?)?.  -e,  93cr!t.  hai  3!ifc{)*epi,  Sifd)tcin,  (altb.  disc,  tisc; 
altfdd^f.  u.  angelf.  disc;  nicberb.  3>i6f;  en^I.  dish,  ©c^iiiTcl,  ©cric^t,  u.  desk, 
©(^rcibcputt;  altnorb.  diskr.  ©^iiffct,  fd;trcb.  disk;  ftal.  desco;  entfernt 
Don  bem  l<xt.  disdis,  griec^.  ()ia>io;,  b.  t.  2Burfi'd)etbe,  bann  übcrt).  ©treibe, 
©c^iJfTcl,  .IcUer,  ^^(attc;  ba^er  bebeutet  ba6  5Jöort  im  2((tb.,  2Cngelf.,  2f(tnorb. 
:c.  nu^  ©c^üijel,  Qönidjt;  —  bj6  urfpr.  bcur;'(^e  2Bort  f.  Sifc^  war  got^. 

biiids,  altb.  I'iot,  biute,  b.  i.  ©cflcU,  COn  Ijiudan  .  jiiotan,    bieten,  b.  t.  t)in= 

flctlcn,  bar(cgen),  iiberf).  eine  übev  ben  58oben  crl)ö()ete  njogeredite  platte, 
iicr.  berfelben  pcbcnb  ob.  fi^cnb  adertei  23crrid)tungen  oorjuncbmcn  (g.  58. 
Äird)tn  =  ,  (Sottegtifc^  f  JCItar;  ein  ©teintifcf)  in  einem  ©arten  je),  bcf.  ein 
mit  güpcn  verfeheneö  bcivegddK^  ®e|TelI  mit  einer  foldien  ^(attc,  finno. 
3!afet,  (ein  t)ö(5crncr,  runber,  üicrecEiger  3C.  Sifc^,  ein  Älapptifc^,  ein  3(rbcit6=, 
©djrcibe^  ®c^cn!=,  @pic(  =  ,  9tad)t=,  "pu^s  <i\i-  ob.  «Spcifetif^  :c.;  fid;  an 
bcn  Sifc^  fc^cn;  einen  unter  bcn  2.if(^  ItecEcn,  uneig.  gem.  f.  ii)n  übertraltigen 
ob.  jur  Siüi)t  bringen);  in  engerer  Seb.  ber  @fä;  ob.  ©peifetifd)  {ben  Sifc^ 
becten;  fi^  ju  Sifc^e  fc^cn;  nod)  bd  Sifdje  fein  ob.  ji^cn;  non  Ziidji  aufflc= 
l)en;  einen  unter  bcn  3.i[d)  trinfen,  b.  i.  i^m  fo  lange  gutrin!en,  bi§  er  be« 
rauf:^t  ijl;  einem  ben  Sifc^  riicten,  uncig.  f.  fic^  in  einer  ncubejogcncn  5JBcf)= 
nung  jum  crffen  ^Kale  üon  \i)m  bcroirtbcn  lajfen),  baber  auä)  f.  ta^  <Speifen, 
iai  9}?a!)[,  bie  '•^J^ahljeit  felbfl  (ju  3;ifc^c  geljcn;  nid^t  gu  Sif(^c  fommcn; 
einen  gu  Sifc^c  rufen,  laben,  bitten;  über  Sifc^e,  bei  Sifc^c,  b.  f.  roätjrenb 
ber  3Kaf)licit;  bcr  Sifd)  bcö  ^errn,  bibl.  f.  baß  2(bcnbmal)l);  auc^  f.  bie 
v^anblung  u.  bie  3(rt  u.  SSeife  bc^  0peifenS  mit  Inbegriff  ber  (Speifen 
felbft,  bic  .Kofi,  S?eföftigung  (einen  guten  Sifd)  füljren;  t>on  Sif^  unb  SBett 
gef^icben  fein;  bcn  Sifd?  bei  3cmanb  l)aben;  einem  bcn  Sifc^  geben;  bcr 
9}?itta96=,2rbcnb=,  grcitifd)  :c.;  f.  aud)  5tac^tifd});  —  3fc6.  ber  ijifdj; 
bebarf,  2fUe6,  xva^  iwm  S^ccfen  u.  Sefc^en  eineö  ©peifctifdjcS  gehört;  tili 
3:ifd)bcin  ob.  bei  Sifc^fup,  f.  Sein;  ba6  2ifd)bier,  ©ünnbicr,  wclc^cö  man 

^evfc'«  J&anbwörterb.  b.  bcutfc^en  ©pt.  2.  Sfjctl.  7S 


1234  tiffen  —  Sitct 

bei  S:tfd}C  trmft;  idi  Sifd^blatt,  f.  SBlatt;  bec  Sifc^bp()rcr,  eine  TTtt  Ätttn* 
Eü'fcr,  >ce(c^e  bie  Sii'd)e  u.  bur(^bo()rcn;  ber  2ifc^bm'fd)e,  ein  junger  9}?cnfcfa, 
fofern  cc  bei  Scmaub  bcii  Sifd)  l)at,  Sifc^  =  ob.  Jtofrga'nger;  bte  Sifci)bccfe, 
ein  Seppi^  juv  Sebectung  eincö  Sifd}cö;  bev  Uifd)tc(fcr,  f.  Safclbccfer;  bte 
3;tfd)cd'e,  f.  @cte;  ber  Ätfd^freiinti ,  bie  Sifc^frcunbinn,  ^rtunbe,  iie  man 
an  feinen  S}Zat)tjeitcn  St)cil  nehmen  laf[t;  auc^  iccr  nur  um  ber  9Jfaf)(jctt  »il= 
len  3emanb6  ^rcunb  ijl;  ber  Sifc&goingct,  »rcr  bei  Semanb  rcge(mä(itg  ju 
Sifcfce  gct)t,  bef.  gegen  SBe^abtung,  Äoftgängcr;  ber  Sifd^gaft,  f.  ®afl;  baS 
Sifc^gebct,  i>or  ob.  nad^  ber  ?Dtaf)tjttt  gcfprod]cne6  &sbet:  ba^  Sifd)getCif, 
f.  ®cbe(t;  baä  3;tfd)ge{b,  Äofrgelb;  ber  Sifd^qenofö,  f.  ®cno[ö;  bag  Sifd^- 
gerätl),  ;gcfd)irr,  f.  b.;  bte  2;ifd^C5ffellfrf)aft,  i'ämmttid)c  an  einem  Sifc^c  iw- 
fammcn  fpeifcnbe  ^erfonen;  ba^  Sifd^gcfprad),  ©ffpräd)  bei  ber  9}la{)(jfit; 
t)<\^  3;ifd)C}e|iel(,  baö  ©ejlcU,  auf  metdicm  bag  Sifc^bfatt  rul)t;  bte  Sifc^^ 
gtocfe,  ©focfc,  welcl)c  lü  Sifc^e  ruft;  ber  Sifc^füftert,  line  ©c^icblabe  unter 
bcm  Sßtütte  eincö  SifdjcS,  auc^:  bie  Sifd)(abe:  bei  Sifd)forb,  Äorb  jur 
23crwaf)rung  beS  Sifc^gerätfjcö;  ba^  2ifd)Iaf cn,  f.  3:ifc^tud);  bnö  2ifc]^; 
U'l)cn,  f.  0.  lü.  SafcHeljcn,  Safelgut;  hai  Sifrf)neb,  ein  bei  SifdK  ju  ftngen- 
beä  gci{ttid)cs  ober  ©efeUfd^aftS^Sicb;  ia^  Stfd)meffer,  ein  5}?eJTcr,  bejfen 
man  fid)  bei  Sifc^e  bcbient;  ber  Sifc^narf)bar,  bie  2!ifd)nacbbarinn,  »er 
bei  Sifdie  neben  un6  fi|t;  bie  S^ifc^platte,  f.  o.  »ü.  baö  5i;if(^blatt;  bte  2ifd)* 
rebe,  bei  SSif^e  gef)altenc  9?ebe  ob.  Untcrrebung;  bei  Sifd)fc^ranif ,  ein 
©c^ran!,  iteldjer  gugleid^  n(ö  Sifd)  bicnt,  j.  SB.  ein  ©djtnftifdi;  ber  Sifd^- 
fegcn,  f.  o.  ro.  baö  Sifc^gebet;  ber  Sifd)llolIen,  f.  ».  ro.  Sifc^fu^  (f.  <S^toU 
len  1.);  ber  Sifd)tranC  ob.  -trunf,  ©etränf,  SrunE  hd  ber  ?Ka()tjeit;  baS 
2!ifd)tu6,  ein  leineneß  Sud),  roelc^eS  über  ben  ©peifctifd)  gcbec!t  wirb,  nie^ 
berb.  ba§  Stf(^lafen  (altb.  tischladien,  cbcrb.  Äif^ilad));  bie  2;ifc^U">cifd)e, 
baS  leinene  Sifc^gcrati);  ber  Sifd)a''cin,  5Beiu,  ben  man  hii  ber  9}iai)(jcit 
trin!t,  inSbef.  ein  lei(^ter  2Bctn,  entg.  ben  ftärfcren  SBcinen  ?um  S^ac^tif^; 
bte  Sifd^jeit,  Seit  ber  ^ai)liiit;  ba«  Sifc^^CUCi,  3:ifc^geratt) ,  inSbef.  bie 
Sifdjwä'fctje;  bte  Sifd^^lldbt,  bag  anfiä'nbigc  Setragen  bei  Sifd^iCj  —  2Cb- 
icit.  tifd)en,  ^ieltüf.  3».  lanbfi^.  1)  f.  ben  2:ifd)  becfen  u.  mit  *öpeifeit  be= 
fe^en  (ogt.  auftifc^cn);  fi^iüeij.  aud)  f.  aufbäufen;  2)  oberb.  f.  bei  3!ifd)e 
fi^en,  fpeifen,  tafedt  (gut,  lange  tifc^en  u.);  ber  Sifc^er,  -g,  lanbfd^.  f. 
Sifd)ter;  bie  Sifc^cvel,  f.  2;ifd}(eret:  tifc^cvn  ob.  tifc^lern,  jiellof.  3^., 
Sifd}ferarbett,  b.  i.  ;J;ifd>e  u.  anbere  vf)ol3avbetten  niad)eit;  ber  Sifd^ler, 
-g,  5)?.  \v.  (S. ,  ein  v^anbirerfer,  n)e(d)cr  Sifdie,  ©dn'änfe  u.  nnbere« 
^au^gerd'tb  au5  v^olj  üerferttgt,  oberb.  geir.  »Sdjretner,  auc^  3:ifd)mad)er; 
baber:  ba^  3'tfd)Iergewerbe,  ^-getverf,  a)anbtverf;  bie  Sifd)terjunft;  bie 
Sifc^tenrevfjlatt;  ber  2:ifd)lernieijlcv,  ^gcfell,  =buvfd)e  jc;  bte  2;ifd)Ie== 
rei,  tdi  Sitfditergetrerbe;  auc^  eine  3;ifd)lerarbelt;  bie  2:ifd)lcrinn,  Sifdj^ 
(erfrou. 

tiffen,  3».,  mebcrb.  f.  3ifd)en. 

Sif^,  m.,  -es,  niebcrb.  1.  (ogl.  Sitte)  f.  ?D?utterbruf!;  2.  auc^  Zi%  f. 
SSeriDirrung. 

Slitcl  1.  m.,  -§,  3)?.  tv.  (5.,  alt  u.  lanbfc^.  f.  Süttel,  Süpfel  (f.  b.) : 
^unft  cb.  ffeiner  ©trid)  im  ©djreiben. 

3:itel  2.  m.,  -ö,  ^.  w.  @.,  aSevfl.  baß  Siteldjen,  (ef)em.  SituI  gcfc^r.; 

altt)ü^b.  tilul,  titulo,  m.  u.  titula,  f.;    angelf.  titiil,  engl,  title,   franj.  titre; 


ZitiinQcv  —  Sobel  1235 

ital.  titolo;  üon  bcm  lat  titulus),  1)  bie  '.?(uf- ob.  Ufberfd^rift,  cf)cm.  liberf). 
(f,.  S.  bcr  Zitd  einer  «Säule,  ciiuß  ©rabftcinee  jc),  jc^t  in  cngcrtc  Seb.  bic 
'Kuffd)v\ft  u.  bal)er  gcnommciifi  93cncnnung  eines  55ud)eö,  einer  ®d)ciff, 
voil(i)\:  ^ctt).  bcn  ^auptinfjalt  anhiebt  (ein  langet  Sitct,  ber  .^aupt  =  ,  G(^mu6= 
titi't  IC):  aud)  bic  Ubeirdiriften  einzelner  'ilbfriniitte  eines  Sud^tö;  baf)er 
out^  f.  Vrbfdinitt,  2(btf)eilung,  bcf.  in  red)t6n5i(Tenf4afttid)cn  SBetEcn,  ®efe^= 
fammhuiijen;  u.  Wfpr.  f.  yied)ts(9runb,  ßiurto()un5!<,^runb  eineS  iWedue*, 
'^nfpvud),  23orti>anb:  '2)  eine  SScnenniin.i;,  xvcl&ic  bie  ^ÜJürbe  ob.  bcn 
dicin^  einer  ^erfon  in  bcr  bürgert.  Q)efcUfd)aft  b?5eid)net,  '2imtg=  ob. 
(5brenbcnennung,  '»SJiirbenamen  (j.  S8.  einem  einen  2itct  geben,  »crleit)en, 
beilegen;  fid)  einen  Sitel  !aufcn:  einen  Sitel  i)abcn;  3emanb  mit  feinem  2itel 
anveben  JC);  —  3fc(j.  baä  2ito(bilb,  auf  bem  Sifcl  eineö  Suc^eö  abge= 
brudtcS  cb.  bcmfelben  beigegcbcncS  Silb,  fo  auc^:  ba»  Üitelfupfcv,  (f.  JCup- 
fer);  bcii  :Jitclb(att,  baS  erfle  S3fatt  eincö  Sudjcö,  auf  roetc^em  bereutet 
beöfelben  jlefjt;  ber  Sitclbocjon,  bcr  Sogen  einer  2)ruc!fc^rift,  wel(^er  boä 
Sitelblatt  entl)alt;  baö  SitcÜnid),  (fr.  3:itular=93uc^)  ein  Suc^ ,  welc^eö  bie 
ZiUl  ber  öffentl.  SBeamten  k.  cntf)ä(t;  ber  Titelbild) jlabc,  Sudjflaben  oon 
größerer  gorm  auf  JBiic^ertiteln;  bic  Sitelja^b ,  ;  fliegt  jc.  ,  ba6  begierige 
©trcben  nac^  ©brentiteln;  baber  Jitc(füd)tiq,  S;r.:  titt'IlüS,  Sm. ,  !ctnen 
3:itet  babenb;  bic  iSitclloftqfcit;  bcr  Sitclnarr,  ein  in  bobf:n  ©rabc  tttel= 
füdjtiger  ^JJlenfd;;  tai  Sitchl^cfcn,  2(Uco,  >raö  bie  bürgerlichen  Gbrentitcl  bc 
trifft  (fr.  3:itu(atur);  —  Ttbleit.  titeln,  jicl.  3n).  (altb.  litnlon)  mit  einem 
Site!  ocrfef)cn,  mit  bcm  gehörigen  ü'itcl  belegen  (fr.  tituliren),  ungebr., 
aujjcr  in  betiteln. 

Sitlincjer,  m.,  -5,  ob.  S^ictlinc^,  m.,  -c^,  nicberb.  f.  bic  ffeinftc  3(rt  beS 
gctrocfnctcn  S^orfd^cg  cb.  @tccffi|\-hcö. 

titfd)cn  ob.  tiitfd)cn,  3>ü.,  lanbfd?.  gem.  f.  tunfcn,  cintaud)en;  bic 
Z\tf<i)c  ob.  3;iitfd)c,  f.  3:unfc,  23rü()c. 

Sitte,  ID.,  5)?.  -n,  nicberb.  (=  b^i^b.  3t§c;  altboc^b.  aber  aud^  tutta  u. 
tiitto,  mittelt).  mtte;  oberb.  ber  Sutten ,  f^njct^.  baö  Sutte,  Sütti;  ongclf. 
tit,  engl,  teat;  »gl.  ba6  grtec^.  Ttr,7>/.  jirOüi),  bie  <öaugn)ar5C  bcr  rocib- 
ltd)cn  Srufl,  bie  9J?utterbrujl. 

Sobacf ,  m.,  gem.  f.  Siabacf ,  f.  b. 

Sobben,  m.,  -ö,  5)?.  n).  ^.,  niebcrb.  (=  l)0(:^b.  3apfcn;  ogt.  auc^  ^h 
bei  2.,  mittelb-  tiibele)  2Bafferb.  flcinc  bcl^crnc  ^fa'()[c  ob.  '•pflocfc,  n)eld)c 
burd^  ein  in  einem  ^fable  querburc^  gebot)rteö  Coc^  gefdjlagen  ircrben;  tob- 
bcn,  jicl.  3w.,  mit  Üobbcn  fcrfcbcn,  neue  Robben  in  bie  '>])fäl)le  fc^lagcn. 

2;obel  I.  m.  U.  f.,  -§,  9)?.  S^Öbcl,  {Mt:.  tubil,  tobal.  tobe!,  au^  gatu- 
bili;  roabrfd).  Dcni\  mit  tief,  f.  b.)  oberb.  u.  fc^njeij.  eine  flcine  tbnlät)n; 
Itdic  2.^crticfung  im  (sjebirge,  ^IBalbtbiil,  (Sd)Iud)t,  burd)  abftrömenbel  SDBaf» 
fcc  entflanbcncr  ^obdvcg ;  ouc^  f.  fla'd)e  ©egcnb,  9?iebcrung:  inöbef.  ein 
ober  ^pial  neben  einem  2(cter  ob.  einer  5lBicfe,  ein  9?ain  jirifc^cn  ivoii 
gclbcrn. 

Sobcl  2.  m.,  -§  (auc^  bae  ®  etubcl;  ocrtr.  mit  taub,  f.  b.,  tauben; 
ügl.  iebo(^  üud)  bag  fla»o.  tcply,  warm)  oberb.  f.  u\irmcr  2)ampf,  Dualm; 
»crEl.  ba5  Söbclein,  auc^  f.  S5ctrunfcnhcit,  ^aufdn  tobcln,  jicllof.  3n?., 
1)  (au(%  tubeln)  f.  bampfcn,  qualmen:  '1)  (auc^  tob  ein)  f.  nad)  eingc- 
fd)(o(yener  bumpfcr,  fcud)ter  2uft  ried^cn,  u.  baburd)  Dcrbcrben;  töbig 

78* 


1236  toben  —  Zo^Ux 

(aud;  tübig"),  93».,  f.  rd)aMnbfüc^ti3 :  bic  SöbigFeit,  (a\xä)  Z'6he,  25ö6e, 
v^l.  baö  Int.  tabes)  f.  5(^}et)vung. 

toben,  jtcUof.  3»-  'ni.  {jaben,  (altb.  tolx'n,  toben,  uon  g(cid}em  Stamme 
mit  taub,  f.  b.;  nicberb.  batten;  angrtf.  dofuu-,  bog  Siafcn)  cf)cm.  übcrt).  f. 
unfinnicj,  bei-  5öernunft  beraubt,  toll  fdn  (babcr  a(tb.  tobunga,  tobeheit  f. 
Zolü)dt,  sRaferei),  )e^t  nui-,  fofcrn  biefcr  3ujlanb  ftri)  burd)  f)cftigc  Äörper? 
bewccjungert  u.  »Dilben  Ungeflüm  äußert,  ftnny.  tafcn,  unithen:  babcr  ühcti). 
fid)  mit  ärc^em  Ungejliim  u.  lautem  C^eräufd)  beircgen,  finno.  lärmen, 
ftürmen  (bic  Änaben  toben  bei  ibrcm  Spiel;  bai  tobenbe  SJJtcr,  bie  tobcnbcn 
SBinbc  u.  bgf.  m.;  dn  Sorniger  tobt);  uneig.  tion  befttgen  ©eraütböberoe; 
gungcn  (bie  tobenbe  Ceibenfd)aft)  u.  von  beftti;cm  @d}merä  (ein  tobenber 
©dimerj;  cg  tobt  mir  im  Äopfe):  —  3fe^.  ber  Alobbafer,  bec  ©ommer» 
tolc^,  f.  b.;  ba^  Sobfraut,  f.  o.  ».  Sobbafer;  auij  ber  f leine  @artcnf^ier= 
ling;  bie  Sobfurf)t  (attb.  tobesuht),  Sottbcit,  SKaferei,  ungcftüm  rafenbec 
SBabnftnn;  au*  f.  lärmenbct,  Icifcen[d;aftlid)er  Ungeftiim;  tobfüd)tic5,  ffin?., 
rafenb,  wa^nftunig;  —  'KbUit.  ber  3'öberid),  -eö,  lanbi'd).  f.  ©ommer= 
(öld);  gemeine  ^ve^pe:  tobig  ob.  töbig,  S3re.  (mittelf).  tobic,  tobemic,  to- 
belicb)  alt  u.  oberb.  f.  rafenb,  wütbenb,  unfinnig;  febr  (armenb. 

Sobald^  ob.  Ä'obri.q,  f.  -c6,  SO?,  -e,  (audj  Sowrig;  »erberbt  au6  Sa- 
ge» er !)  «Ba-gw.  fc  Diel  TIrbeit  ein  ^viuer  in  einer  <Sd)id)t  »erridnen  fann. 

Sodbter,  a\,  9)?.  Sö'd)ter,  Serft.  ba§  Söditerdien,  oberb.  "^öd)ter[ein, 

(altb.  tohtar,  tohter:  gotl)-  daubtar.  attfäd))'.  dobtar.  dobter,  niebcrb.  ©ogter; 
angclf.  dohter,  engt,  daugbter:  altnorb.  dottir,  ft^njeb.  doter,  bän.  dotier; 
lifti).  dukie,  gried).  .9r)'«r?;o,  fane!r.  dubitri;  —  son  ber  SBurjel  dub,  dug, 
tug,  rcobrr  dugaa,  tugan,  taugcn  (f.  b.)  ftammt,  b.  i.  flav!  fiin,  bier  in  bec 
S8eb.  jeugen;  alfo:  bie  (grjeugte?  »gl.  magus,  mag,  gjjagc  1.,  ®obn,  u. 
5Ragb,  oon  magan,  mögen,  b.  i.  ?eugen),  ein  tveiblidie»  Äinb,  fo  wie  jebe 
n^eiblidie  ^crfon  na*  ibrem  23erbä[tniffe  ju  ben  2i[(tern,  entfpr.  ©o{)n, 
(mit  einer  Sod^tec  nieber!ommcn;  eine  Socbtcr  red)tf^affcncc  titern;  eine 
3:od)ter  auö|latten,  wcrbeiratbcn);  in  weiterer  SBcb.  eine  aieiblidie  ^erfon, 
weld^e  5U  2fnbern  in  einem  tod)teräbn(id)en  i^erba'Uni|Te  ftebt  (j.  95.  ©tief=, 
ecb»iegcr=,  %>fIegetod]tcr,  f.  b.),  aud)  al§  jutraulirfic  2(nrebe  einer  alteren 
^erfon  an  eine  jüngere  lueiblidie '•Perfon  (meine  Sod^tcr,  mein  Söc^tcrc^cn, 
liebe  Socbtcr!  ic.)  u.  überb-  f.  junge  unverbeiratbete  ^erfos,  9)?äbdien, 
bef.  in  J^inftr^t  auf  ©r^icbung  u.  Unterrid)t  (bie  erjicbung  bei  Sö(^ter,  eine 
®d)ule  für  Södbter  ic.)i  uneig.  eine  iveiblidie  ^Vrfon  in  SSejiebung  auf 
c^erfunft,  @d}u^  ob.  2Ibbangigfeit  (bie  Söc^tcr  beS  ßanbc^:  bibl.  bte 
Söd^ter  3eru[alem6;  eine  Sod)ter  ber  Statur);  auc^  jeber  alS  \ve\blxd}t^ 
3Befen  üerftnntid-;te  ©egcnflanb  tveibl.  @efd)lecbt^,  fofern  er  au§ 
einem  anbern  b^rgeleitet  ob.  a(^  barin  gegriinbet  betradnet  wnh  (§. 
aS.^bie  ttalianifd)c  ©pracbe  i(l  eine  Soditer  ber  lateinifdjcn;  bk  «Religion 
tfl  tim  Zod)Uv  beg  JpimmelS,  i)k  .Älug^eit  eine  Softer  bec  Srfabrung, 
u.  bgl.  m.);  —  3fe^.  ha<^  Soc^tcvbcvj:  baä  S^ocbtcrfalb,  lanbfcb-  f. 
Äubfalb;  ha^  Sod^tcrfinb,  ein  Äinb  bec  Zodjtet,  Äinbcäfinb  üon  ©citen  bec 
Socbtcc.  fo  aucb:  ber  Sod^tcrfobn,  Snfel,  bie  2:oc^tertod)tcr,  Snfelinn; 
bie  Sod^terfircbe,  eine  Äircbe,  welche  einer  anbern,  als  ibrec  J^aupt»  ob. 
SJ?utterEircbe,  eingepfarrt  ift  (fr.  piol),  fo  Quc^ :  bie  SToc^tcrpfavre;  ba« 
2;t)d)tev(anb ,  ber  Soc^terilaat,  bie  2'oc^terjlabt,  ein  Canb,  ©taat,  eine 


Zod  —  3:00  1237 

©tabt,  oon  einem  anbern  iloiibc  ob.  eintr  anbeiii  3tab(  bcpölPcrt  ob.  anflcbaui, 
^flanjftaat,  '«pflan^ftabt  (fv.  Cclonic);  bic  2'oc^tctlicbe;  bcr  2oc^ferinann, 
€ct)n)irflcv[ot)n,  eibam;  tai  ,'Joc^tcvrcd)t,  bic  ©cvcd^tfamc  einer  a:od)ttt  alfe 
[otd)cr;  bic  3!öcf)tcrfd)ule,  9}labcljinf(tu(c;  bie  2od)tcrfpracI)r,  eine  abgtUi 
tttc  Sprad)c  in  Sejieljunfl  ouf  ii)ii  ©tamnv  ob.  9Kuttcifprad;e;  —  2Cblcit. 
töcl)terlic^,  SBn?..  einer  2oct)ter  gcmäp,  in  bem  23cr()altntn'e  bec  3:od)tec 
gegiünbet;  bic  2i>d)tcrfc^aft,  bic  Giijcnfd)aft ,  baä  S^crhaltnif^  einet 
2od)tcr. 

i^oef,  m.,   -ei<,   (anbfc^.  f.  ba3  norbifdje  günffingerfraui  (potcutilla 

friitiiosa  L). 

Socfc,  IV.,  (anbfc^.  f.  d.  \v.  Docfe  'i. 

tocfcn,  jiel.  3w.,  nicbcrb.  f.  jucfcn,  iie()cn,  jupfen;  tocfen,  tterlocfen; 
bAi  Socfel,  -^.  ©d)tff.  ein  v^ebeicug,  auö  einer  2n[je  u.  einem  cinfc^cibi^cn 
SBlode  bifte()enb:  bcr  Dörfer  ob.  2ücfc(l)at'cn,  mebcrb.  ein  fpi^iäc»  cifcrncö 
^Bcrfjcu^  mit  einem  ^ibcrf)afen  (jiim  J^eroor^ieljen  bts  in  einer  ©c^tucc 
fejl  auf  einanbcr  c(cpadtcn  ^euce). 

Sot,  m.,  -es,  IW.  (feiten)  2obc,  (altljo^b.  töd,  m.,  aud)  dou',  f.-,  mittel^. 

tot,    @.  tüdes;    gotl).  dauthus;  .  altJQC^f.  dod,    nicbcrb.  iDoob;    angclf.   deadh, 

engt,  death;  altnorb.  daudi,  )'d)trcb.  d<id;  Don  bem  altljocbb.  ^m.  töwjan, 
touwan,  d»5weii,  mhtiü).  töuweu,  altfac^f.  döjan,  ntebctb.  bocn,  altnorb.  deya, 
f^roeb.  dö,  bän.  doe,  engl,  die,  b.  i.  jtecben;  «on  einer  SBurjcl  du,  tu,  root)ct 
aud^  baö  gott).  daujan,  oetjc^ren,  jlammt,  alfo  üerw.  mit  bauen,  »erbauen 
u.  tt)auen  2.'?  ober  =  fan6!r.  dim,  bcrocgcn,  urfpr.  \vo\)[:  »oefjen,  atfjmcn, 
au^att^mcn'^  t>g(.  jcboc^  oiid)  baö  gricd).  -Ucnti',  !)in]nxtty)^  baä  2lufhörcn 
bcö  tbierifdien  5!ebeniS,  ba6  ©terbcn,  förmlicher  u.  milbcrnb:  ba6  2(blcbcn, 
33erfd>cibcn ,  v:^inrcbctben ,  btx.  v:^intritt;  n^ie  audj  baä  öcftorbcnfein,  bei 
bem  Ücbcn  cnt^egcngefe^re  3iifranb,  bic  üeblofi'äfeit  (ben  Sob  fiivc^ten;  mit 
bem  a;obc  ringen,  b.  i.  im  ©tcrben  liegen;  ein  natürlid)cr  Sob,  b.  i.  ©terben 
auö.  natürlichen  Urfad)en,  aud)  überi).  f.  leiblictycr,  jettlic^cr  :3;ob,  entg.  bem 
ercigcn,  f.  u.;  ein  geroaltfamcr  Sob,  b.  i.  ©tcrbcn  turc^  (Srmorbung,  burc^ 
einen  Unglücföfall  ic.;  be6  Äobeö  fterben,  burd^  SSortuberflufß  f.  lierben; 
ctncß  natürlidjcn,  eineö  gcipaltfamen  Sobcö  jteiben  k. ;  bcn  Sob  furo  S3atft= 
lanb,  bcn  Sob  bcö  gelben  fterben  JC.,  [.  jlerbcn;  beö  Sobee  rerbUic^en,  mit 
üobe  abgc()en,  f.  fterben;  beö  3.0  b  eö  fein,  b.  i.  jlerbcn ,  auc^  uneig.  übet' 
treibenb  f.  im  t)ö(^ftcn  öJrabe  erfc^rerten,  fid)  ängfiigen  2c.,  fo  auc^:  ben  Äob 
ron  etiraö  Ijaben;  auf  bcn  3:ob  liegen,  b.  i.  tobttranE  fein;  fic^  ?u  Sobe  cit= 
gern,  lai^cn,  arbeiten,  trin!en  jc,  b.  i.  fic^  fo  ärgern,  fo  ladjcn  jc.,  bafö  man 
ben  aiob  bauon  tjat;  fic^  ben  Sob  antl)un,  geben,  b.  i.  fiel)  felbfl  tobten;  einen 
jum  Sobe  üerurtl;eilen;  if)n  com  Ccben  jum  S^obe  bringen,  b.  i.  tjinrie^tcn; 
baS  i{t  mir  biö  in  ben  Sob,  ober  in  ben  Sob  juan'bcr,  b.  i.  im  l)Ö(^ften  @ra« 
be);  uneig.  übcrl).  f.  Untergang,  5öernid)tun9,  SSerbctbcn  (ber  gcijüic^e, 
bcr  ercigc  Sob,  b.  i.  bie  Beraubung  beß  ewigen  debcnS);  auci^  (objectio)  ba^ 
(5nbc  bc^  tl)ienfd)cn  iJcbeng  im  ".allgemeinen,  als  ©egenfranb  gebad}t, 
<m^  ivct)l  perfcnlid)  vorgcfteUt,  alö  Sobcöengct,  al6  ein  ®crtppe  mit  ®enfe 
u.  ©anbu()t,  ob.  bei  bcn  Xlten  al6  ein  geflügelter  ©eniuö,  nuld^er  bie  l'ebeni- 
factel  au6iüf(^t,  (.blafö  rote  ber  Sob,  f.  d.  vo.  leic^enblafe;  ein  JfCinb  bc6  aiobc^ 
fein,  b.  i.  fterben  muffen;  „ber  Sieb  läuft  mir  überö  ®rab"  fagt  man,  »renn 
man  einen  plöglie^en  e^auec  empflnbct;  bcv  Sob  fiftt  t^m  auf  ber  ^unge, 


1238  Sob 

b.  t.  ci-  i'lt  bem  Sobc  nai)e);  obcvb.  au^  f.  ctamg  SobbüngcnbeS,  bcn  3^ob 
SScirirfcnbcg,  j.  SB.  gliegcns  SJlaiiöto  b  f.  'Jtkgcnfdjiüamm ,  sJXaui'c^ift; 
Qud)  f.  bei-  S3i-anb  im  SDSeijcn;  nicbcrb.  f.  ha^  2(b^e^oxbcm:  bcc  ucrborrtc 
Üücrrcfl  bcc  f8lüti)c  an  bcn  lipfcJn  u.  S5irncn;  —  3[c^.  mit  Zob--:  tob- 
Cil)nlt(^,  SSw.;  tobbange,  S5w.,  jum  Sobe  bange,  fc(;r  bange;  ba^  Sobbctt, 
f.  ».  w.  ©tci-bcbett,  f.  b.;  tobblafö,  =b(etc^,  SBid.,  gen?.  tobtcnbta[6,  f.  u.; 
tobbringmO,  23«).,  bcn  Sob  »cruvfacl}cnb,  töbtli^;  beu  Sobfall,  1)  att  u. 
oberb.  f.  SobcSfaU,  f.  u.;  2)  fR\vt.  tag  Siedet  beö  ®vunbf)crrn,  wonad^  if)m 
beim  Sobe  cincß  XIntcrtfjancn  bcffcn  bcftcS  ©tue!  SSicf) ,  ober  Ä(cibungS|tücf, 
obev  ein  gciüiffev  Sfjeit  btS  9iac^taf|cg  ^ufciUt,  aitd)  bic  S^obtenfjanb,  SSau^ 
lebiaig  genannt:  tübfälttg,  SS»».,  bicfcm  3?cd)tc  unteiworfcn ,  aiid)  tob= 
Vf  tic^tig;  tobfcinb,  S5id.,  hi^  auf  bcn  Sob  feinb,  b.  i.  fo  ba[6  man  bem 
3(nbern  bcn  Sob  ȟnfc^t;  ber  Slobfcinb,  bte  S^obfcinbinrt,  \va  einen  "Kw 
bem  hii  auf  bcn  Sob  I^afft;  bic  Sübfcinbfd^aft;  ber  Sobfaitf,  ebcm.  sRfpr. 
biö  jum  Sobc  ber  ganzen  gamitic  gültig  blcibcnber  Jtauf  unbcn)eg[ici)er  ©iitei; 
tob!ranf,  SSw. ,  auf  bcn  Kob  !rane,  gcfai)rliiii  EvanE;  tobmübc,  Sn?.,  gum 
Sobe  mübe,  fef)v  mübt;  bte  Sobfuc^t,  olt.  f.  tiefe,  tobüt)nlt(^e  £?t)nmad}t; 
bie  Sobfü()nc,  ef)em.  2Cuöföi)nung  jtjcgen  eineö  begangenen  g}?orbe6  gwif(^en 
bem  SOJörbcf  uiib  bcn  SÖetwanbtcn  beö  Srmorbettn;  bte  Siobfünbc,  eine 
©ünbe,  für  «:e(d)e  man  bcn  Sob  »erbient;  in  ber  fatt)Ol.  Äird^e  ©ünben, 
tt)cld)c  ben  en?igen  Sob  ob.  bie  fflerbammnifö  nad)  fi(^  jie^cn ,  entg.  bcn  (är= 
lafsfünbcn;  bic  Sobtl)cl(ung,  ctjem.  9i[pr.  bie  Si)eitung  cincö  fianbeg  unter 
ik  Srben  ob.  ©lieber  eincö  ®efd)lec^t6  mit  üöUiger  3(uft)cbung  ber  ©emein- 
fdjaft,  fo  bafg  jeber  ©tamm  feinen  3£ntl)eil  big  ^u  feinem  2£uögange  tigenttjüm- 
lic^  befi|t;  tobmürbig,  S5w.,  f.  v>.  n).  tobeStüürbig;  —  mit  Sobeö^:  bie 
Sobcöangfi:,  2(ngfi  eineö  ©terbenben,  übat).  ber  {)öd)P:c  @rab  ber  3tngjt;  bic 
^Obcöanjetge,  2fnjcige  eineö  SobeöfalleS;  fo  auct^:  bic  Sobcölunbc, 
»nac^rid)t  ;c.:  bic  SobcSai't,  bic  2trt  unb  SBcifc,  »ic  Semanb  jlirbt;  bic 
Sobi'öbloiffc,  £cid}enbtäfTe;  ber  Sobt'Sbotc,  wer  bic  ^laä^vidjt  »on  einem 
SobeöfaUe  bringt;  ob.  irer  burcp  feine  SSotfc^aft  einem  ben  Sob  bringt  ob. 
on!ünbigt:  baljcr:  bie  2:übcSbotfd)a[t;  bn  Sobcöcngcl,  tobbringenber  dn- 
gel;  ber  Sobcöcrbc,  bidjt.  f.  ber  f^crblid}c  9JJcnld),  beffen  Gxhtijdi  ber  Sob 
ift;  ber  2;obeöfaÜ,  bergall,  bafö  Scmanb  gcftorben  ifr;  ber  2;übeöftfd), 
SJamen  beö  ©eetcufclS  ob.  grof^fifdjcö,  imb  beg  .Krötenfifc^cß;  bie  Sobc§= 
flirtet,  gurd}t  cor  bem  Sobe;  ber  Sobcögebanfcn,  ©ebanEcn  an  ob.  über 
ben  Sob;  bie  S^obc^gefal)!",  ©efaljr,  baö  geben  ju  yerlieren,  gcbcnögefabr; 
ber  2!obeggcfang,  ®efang  »om  Sobc,  ob.  im  ©terben  ju  fingen,  fo  audj:  ba^ 
Söbeölieb;  ber  Sobc^gott,  bic  JSobcSgüttinn,  9J?.  Slobcggotter,  in  ber 
alten  j^abell.  bic  ©ötter  beö  Sobcö,  ob.  bcö  Sobtenreid^eö,  ber  Unterwelt;  ba^ 
ÄobcögviUlcn,  biä^t.  baö  ©rauen  »or  bem  Sobc;  ber  2;übi'öl)ügel ,  bic^t. 
ber  ^ügel,  auf  trel^cm  Scmanb  ben  Sob  erleibet,  oerfc!^.  Sobtcn^ügel;  baö 
Sobcöial)V,  baö  3a^r,  in  tneldjcm  Scmanb  gejtorbcn  i^;  ber  Sobe^fanipf, 
ber  SBiberftanb  ber  gcbcnefraft  eineö  ©terbenben,  bai  JKingen  mit  bem  Sobc; 
auc^  ein  Äampf  auf  Cebcn  unb  Sob;  ba§  Sobe^Iooö,  baö  ©c^idfat  beö  «Olcn^ 
fc^cn,  in  fterben;  bie  2:obcönarf)t,  bi<ijt  ba^  Sunfel  beö  Sobeö,  ber  Sob; 
bie  Sobcönotl),  bringenbe  Sobeögcfal;r  u.  Sobcöangft  (bcf.  50?.  in  Sobeö= 
nötl)en  fein  ic);  bie  Sobcöpein,  squal;  ber  SobcSpfab,  bic  Sobeä^ 
Pforte,  bi^it.  was  3um  Sobc  fül)rt;  bic  Sobeöpofi,  Sobcöna^ri^t;  ber 


Sob  1239 

UoOf?fd)aucr,  f.  ©c^aucc  4.;  ber  2;ot'Cöfd)laf,  tobäf)nlid)cr,  tiefet  ©c^laf; 
aud)  bct^ob  ülbft,  alö  ein  «Schlaf  bctvac^tct,  fo  auä):  bn  2oteeifd)lummcv: 
bcv  Sotci^fdjmer^,  iSd)mcrj  eiiu«  ©tcrbcnbcn;  t>cx  2otcöfd)iecfcn,  ©ctjrc 
cttn  üor  bcm  Slobc;  bcr  2;ot*CC'fd)iricip,  fattcc  ©c^ipcijj  ciiicö  Sterbenben, 
3(nöflfcö>vei(j;  bic  Sütreftillc,  gcro.  SobttnftiUe;  bcr  Xü^cörtofö,  -'jlrcic^, 
ein  ©top,  ©tteid),  rcobiirc^  man  3cmanb  tobtet;  hie  Sobcöjlrafc,  f.  o.  w. 
Ccbenßllrafe;  bic  ^'übcöftunbc,  ber  iJütcätag,  bic  0tunbc,  in  »t»e(c^er— ,  bcc 
Äafl,  an  iveldjtm  Scmanb  jlirbt  ob.  geflorben  i|t;  ber  SoCcStob,  bidjt.  f. 
jmiefa^er  Äob;  ba^  !JobcJilirtl)ci(,  Urttjeil,  burc^  »rclc^eß  Scmanb  bic  3;obee= 
flrafc  juerfannt  irirb;  hai->  3!oteöv>rrbrcc^en ,  ein  Jßerbrcc^en,  rccldjcö  bic 
Sobegjltrafe  üeibient;  baä  2üt>C0ÜCVl)äni^nij'iS  bic^t.  [.  2}er()dn9nil6;  tobc£i= 
VDCltl)  ob.  WÜrMc},  ben  Zob  uccbiencnb  (ein  tobeewürbigeS  SJcrbtcc^cn);  bic 
2!ütcäiuunt>c,  bid)t.  f.  töbtlic^e  2Bunbt;  —  toben,  itedof.  3ir.  m.  fein, 
al(b.  u.  niebcrb.  (bobcn,  bocn)  f.  ftcrben,  noc^  fc^»ücij.  inöbcf.  com  58iif); 
tobeln,  jicKof.  3»D.  m.  ()aben,  fc^itcij.  f.  nad)  einem  bebten,  nact)  bcc 
SScovefung  ricd)cn;  —  tobt,  Sm.,  6omp.  tobtcr,  ®up.  tobtcft,  (altb.  tot, 
@.  totes,  sparticipialfovm  oom  tuwjan,  totiwau,  jlcrbcn,  f.  o.  i£ob;  got^. 
«laiiths,  alt|'ä(^f.  <1'k1,  niebcrb.  boob;  altnorb.  dauclr,  angclf.  u.  engt,  tlcad), 
I)  ciij.  bc^  natur(id)cn  Scbcn^  beraubt,  gcftorben,  cntg.  lebcnb,  Itbcnbig, 
uon  Äijievcn  u.  5Wenfc^cn  (tobt  frin;  i)alb  tobt  fein;  uncig.  'ncljr  tobt,  al6  Ic 
bcnbig  fein;  ein  tobteS  nltjier;  ein  tobtcr  53Zcnf(^,  ob.  alö  ^n?.  ein  Siebter, 
für  beibe  ®efd)le(^ter,  finno.  eine  Scidjc,  9J?.  Sobtc,  bie  lobten;  bibl. 
ßon  ben  Sobtcn  icieber  aufer|ltt)en ,  ft.  üon  bem  Sobe  ic;  tobt  machen,  getn. 
f.  tobten;  einen  tobt  fdjlagen,  fte(^en^  fc^ie^en  jc;  ftc^  tobt  fallen,  arbeiten 
jc.;  fic^  tobt  la(^cn,  argern,  grämen  k.,  f.  d.  vo.  ju  S^obe;  gciftlicl)  tobt,  b. 
i.  beß  geiftlidjen  CcbenS  beraubt,  j.  35.  tobt  in  ©iinben  fein);  in  »reitcrcr  SSeb. 
auc^  Don  »pftanjen  u.  Stjcilen  tljicrifc^cr  Jtörper  f.  abgcftorben,  ausgegangen, 
vcrtrocfnet  (ein  tobtet  S?aum;  tobtcS  gleifc^  in  einer  SBunbc  ic);  in  jociteflcc 
Sib.  übert).  f.  leblcß  (uncrganifd)),  fid)  nid)t  von  Innen  entiricf einb ,  (bie 
©teinc  finb  tobte  JCörpec;  eine  tobte  SBefriebigung,  b.  i.  ein  3aun,  eine  ^lanfe 
K.  cntg.  einer  tebcnbigen  J^ecte;  ein  tobtet  Silb;  gorftro.  tobtcö  ^olj,  b, 
i.  Siabelijolj,  «veil  c6,  einmal  abgetrieben,  nic^t  »riebet  auöfd^lagt,  cntg.  bcm 
Icbenfcigen  ob.  Caubl)otie);  2)  uneig.  f.  feiner  natürlidien  .Kraft  u.  2Birt= 
famfcit,  Srifrf)«  u.  2cbliaftigfett  beraubt  ob.  ermangolnb,  fraftloö,  umvirf:; 
fam,  untbatig,  un^icivegt  cb.  nid)t  bcivegenb,  finno.  matt,  fd)ivad),  taub, 
cntg.  lebhaft,  lebenbig  2C. ,  fo»rol)l  oon  förpcrli(^cn,  alö  unförperlic^cn  Dingen 
(j.  85.  tobte  Äot)lcn,  2(fdje,  b.  i.  nidjt  mel)r  glüljcnbe;  tobte  gatben.  2(ugen2c., 
b.  i.  matte,  glanjlofc;  tobteS  SOietall,  b.  t.  folt^eß,  irclc^cö  butd^  ©djcibcfunfl 
föinc  metaUifc^e  Statut  oöUig  ocrlorcn  ^at;  tobteö  SDBaJTcr,  b.  t.  ftiU  ftel)enbc6 
ob.  fcl)c  langfam  flic^cnbc6,  j.  35.  SSergm.  ba6  SBaJTct  gcl)t  tobt,  b.  i.  fel)r 
lanyfam;  ©ceir.tobteö  2Ba|Tcr,  b.  i.  bic  fd^roäc^ftenglutljen,  cntg.  (Springflut^; 
ben  €Jtrom  tobt  feg  ein,  b.i.  mit  gutem  Sßinbe  gegen  ben  Strom  fegein;  cinan= 
bercö  ©c^iff  tobt  fegeln,  b.i.  im  ©cgeln  übcrljolcn ;  S5erg»r.  eine  3e(^e  tobt  fc^reiben, 
b.  i.  für  Döllig  unbaurcürbig  erflären;  ein  tobtet  ©efidjt,  SSilb  ic,  b.  i.  ipclc^cö 
ot)nc  lebenbigen  Jfuöbrud  ifl;  eine  tobte  Äraft,  tobtet  ®lauben,  tobte  Stfcnnt» 
nif6,  b.  t.  nic^t  n?itfenbe,  unt{)ätige;  eine  tobte  ©ptac^c,  b.  i.  eine  ©pta» 
^e,  Jücld^e  ni^t  me^r  äJolfSfptai^c  cineö  ootl)anbencn  93olE6  ijt,  j.  35.  bic  lattt= 
nifc^c,  cntg.  Icbenbc  ©pta(^e ;  bie  tobte  .^anb,  SRfpr.  eine  füt  immer  bejle^cnbe 


1240  Sob 

(Stiftung  ob.  Jfnjtatt  in  J^inffdjt  auf  'ok  baju  geJjörenbcn,  nie  rcicbcr  ju  pcr- 
ä'u^crnbcn  unbewcglid)ca  ©iitcr,  j.  S.  ctiuaS  an  bic  tobte  J^anb  ccv!aufen,  b. 
t.  an  eine  Äird)e,  ein  Älojlev  u.  bgl.);  auc^  f.  unbelebt,  unbeyolfect,  einfam, 
fltd  (eö  ift  t)ici-  [ct;r  tobt;  ein  tobtet-  Ort,  ©tabttfjtit  u.);  ixi^  XDcii)tc  rot^e 
Siebte,  Scrg».  eine  fötf}lid)e,  üoUig  taube  (Svbai-t,  »ücl^je  bic  ©runblage  bct 
glö^gcbirge  ift;  —  3fe|.  mit  tobt--:  ber  Sot>tfd)Iag,  bai  Sobtfc^lagen, 
tie  Söbtung  burc^  einen  ®(^tag;  in  »neitcvev  SSeb.  ühnt).  gcinaltfame  Söbtung 
cineö  SJlenfc^en,  inöbcf.  unoovfä(;4ic^e,  ocrfd}.  9?iorb,  (einen  Sobtfci)tag  bcget)en); 
bev  Sobtfd^Iäger,  rcci-  einen  Sobtfd)lag  bcget)t  ob.  begangen  fjat,  i^erfc^.  5r'I6r' 
ber;  —  mit  Sobten=:  ber  So^tcnacfcr,  f.  o.  w.  ©ottcSaceer;  hui  Sot»ten= 
ömt,  fati)ol  SOleffe  füc  93er|iovbenc;  bic  Sobtcnbabvc,  f.  SBabre;  ba6  2o= 
ttenbein,  gem.  ber  Sob  tcn!n  o^en,  ©ebeinc  oon  oenrefeten  mcnfc^lid)en 
Äörpern;  uneig.  ein  cilinb.  Saum,  bcffen  grudjtflicle  ©ebcinen  oijnlic^  finb: 
iai  Sobtenbctt,  gew.  Sobbett;  bec  Sobtenbittcr,  tanbfd).  f.  gcidjcnbittcr; 
tobtcnblafS,  4^Ietä),  Sm.,  blafä  it.  mie  ein  Sobtci-:  bie  SobtenbläJTc;  bie 
S^obtcnblume,  Stumcn,  womit  man  iai  @rab  ju  bcjtreuen  pflegt,  lanbfd). 
bef.  bie  JKingcl-  ob.  Dottevbtume;  bie  Sobtcncl)re,  bcm  Sobtcn  errciefene 
et)i-c;  bec  Sobtenerwecfcr,  bi^t.  wer  Sobte  wicber  belebt;  bie  Sobtencule, 
»trfd)icbene  ©ulenarten ,  bercn  ![aglic^c6  ©efc^rei  ber  JCberglauben  für  bie 
23orbebcutung  eineä  ScbcöfaUeö  fjält,  in^bcf.  ber  fltine  .Sauj  ob.  'ok  3wei-g^ 
cule,  auc^  Sobtenoogel  genannt;  u.  bk  ©c^teicreute,  auc^  Sö= 
btenoogel,  Seid)f)u^n;  bie  Sobtcnfarbc,  Sci^enfarbc;  tobtcnfarbig, 
SBw.;  bic  Sobtcnfeier ,  bcii  S^obtenfcjl,  geier  jum  2£nbcn!en  eines  ob. 
mei)rer  Sobten;  bie  Sobtcntlagge,  (S^ifj.  eine  glagge,  wtl^e  aufgejo; 
gen  wirb  jum  3ei^cn  ,  bafö  eine  oorneijmc  idiie  auf  bcm  <B(i)i^c  ift;  ber 
2!obtcnflecf,  glecEe,  weiche  \id)  bd  angcijenber  23erwefung  an  einer  Seiche  jci^ 
gen,  au(^  baS  Slobtenmaal;  afjnlidic  glectc  an  Icbenbcn  ^crfonen,  oon 
©tociung  beö  ®eblütcS  t)erröi)renb;  bie  Sobtcnflicge,  eine  3Crt  gliegen  mit 
gotöfacbcnem  Äopfe;  bie  Sobtenfrau,  £ci(^enfrau,  Sobtenwafc^crinn;  ba^ 
äobtcngelciut,  ©etäut  bd  einem  SobeSfaUc;  bai  Sobtengeldt,  bie  «8eg(ei= 
tung  einer  iciä^i  gur  SSecrbigung,  baä  Seic^engefolge;  axid;)  ba^  ®eltit  einet 
icidje  burd}  ein  frcmbcS  ©ebict,  u.  bk  bafitv  ju  entricptenbe  2lb9abc;  bag 
Sübtcngcrippe,  f.  ©erippc;  baö  2'obtcngerüft,  f.  t.  w.  Scidjcngerüft;  bei 
Sobtengefang,  Ccic^cngefanc(;  ta§  Sobtengefprad^,  ©efprad)  im  steige  ber 
Sobten,  worin  SSerftorbene  rebenb  eingefüt)rt  werben;  bie  Sobtcnglocfe,  bn 
einem  Sobcöfalle  geläutete  ©lode;  ber  Sobtengrabcr,  wer  bie  ©räbcr  für 
bie  Sobten  grabt  u.  biefelben  beerbigen  l;i(ft;  9taturf.  eine  ©attung  Ääfer, 
wel^e  burdj  2(ufwüf)len  ber  ©rbe  tobte  ?Kä'ufe  u.  9}?aulwürfe  begraben ,  um 
il>re  ßier  i)inein  ju  legen,  ®rab  =  ,  SKaulwurfö»,  2(aSfcifer  ic;  hui  Siebten* 
grün,  lanbfc^.  f.  SOßintergiün ;  bie  2!obtcnl)anb,  bk  ^anb  cineö  Sobten; 
uneig.  9IaturE.  eine  Tixt  ©eeforf;  baö  Sobtenbcmb,  iJeidjentjemb ,  ©terbc» 
!lcib,  gem.  ber  a;obten!ittel;  bev  2:obtcnl)ügc(,  ©rabljiigel;  ber  Sobten^ 
Kfcv,  eine  2(rt  ungeftügelter  ?lKef)^  eb.  ©d)lupf!äfer,  au^  Sobt  enpr  op()et, 
©tin!er,  Jpauöf^abe;  bie  ^obtenfij^e,  ber  ©arg;  bie  Sobtcnf läge,  Älagc 
um  einen  Serltorbenen;  hai  Sobtenfteib,  8ci^en=,  ®tcrbe!leib;  bec  Sobten* 
fnod)cn,  f.  Sobtenbein;  bec  Sobtcnfopf,  ber  ©c^äbcl  cine§  »erwefeten  9}lcn= 
fcfetn;  uneig.  eine  Jfrt  fübamctifan.  2Cffcn;  eine  livt  Ärebefrabbcn,  ber  ©dl'af- 
!reb6;  eine  3Crt  ©ccigel;  ein  großer,  frönet  S^ümmetungSfaltec  (©c^mettcr« 


Zo\>  1241 

Ilng)  mit  tobtcnfopfa()nli(^er  3cid)nung,  aud)  ber  Slobtcnf erwärme t; 
lanbfd).  f.  baö  sOTuttctfctn;  bei  gcumrctfcrn  eine  ffiofTertugel,  xtild^i  Quf- 
fat)rcnbc  fedjn'cirmcr  auöirivft;  <£d)cibcf.  ber  SRüctftanb  einer  troctencn  2tb' 
jiet)ung  (lat.  capnt  mortuum);  bie  2übtcnt'0ptniufd)cl ,  eine  2(tt  Sotjtmu' 
[dje(n:  bei-  Sottenframpf,  ba6  hampfljaftc  Grl^arren  beö  ganzen  Äörper«, 
aud)  bic  Sobtcnflari-c  (fr.  2ctanu6);  ta^J  Sottcnt'raut,  lanbfd).  f.  ©in» 
grün,  Söintergiün,  »teil  c6  auf  GJräbcr  gcpflanjt  n?irb;  t>\t  IJottenlate,  eine 
Hvt  ^anjer«  ob.  .Rofferfifc^c,  aue^  3:  ob  t  en  tru  t)  e;  ba<J  ATobtendif^cr,  ©ttr^ 
ttbett;  bag  2'0btcnlicf)t,  am  ©arge  brcnncnbeö  ?id)t;  bic  2ottcnlijle,  93cr-- 
jeic^nifß  ber  öciflorbencn;  baö  3!ottcnnial)(,  Ceidjcn«,  Sraiitrmatjt;  bag  2o= 
tteno^fer,  C'pfcr  für  einen  93erftorbcnen ;  ba«  Sobtenreic^,  gabcU.  bie  Unter-- 
mdt  al6  2(ufent!;altöort  ber  »erjtorbenen;  bfr  Si)t'tenri(^tcv,  ®ott,  ob.  eine 
fabelt),  ^crfon,  alS  JKic^tcr  über  bic  JPerflorbcnfn;  bic  ^ottenfc^au ,  93e= 
fi^tic^ung  einer  «cic^e;  ber  2!o^tenf(^cin ,  »efc^einigung  über  bcn  erfolgten 
3;ob  einer  ^evfon;  ber  3'ottcnfd)iffcr,  ^^abcU.  ber  gät)rmann,  rcclc^er  bic 
©djattcn  ber  23erftorbcnen  über  ben  J^öUenflufö  fä'fjrt;  ber  Sobtcnfc^laf, 
ber  Sob,  alö  ein  ©c^taf  betradjtet;  au^  ein  fcljr  tiefer,  fefttr  Schlaf;  ber 
Slotttcnfonntag,  lanbfdj.  9iainen  be6  britten  ©onntagcß  mä)  Djlern  (Cätare), 
reeil  man  an  bemfclbcn  ben  Sob  l)inauöjutreiben  u.  in  ©cftalt  einet.  t)ä^iüä)cn 
SBilbeö  in6  SBafTcr  ju  rccrfen  pflegte;  tobtcnfÜU,  f8\v.,  jtill  »rie  bie  Sobten; 
bie  Sottcnjüllc,  tieffle  ©tiUe;  ber  Sobtcntanj,  im  gjJittelalter  übliche  finn» 
bilblic^e  25arflcUiing  ber  unoermciblic^en  ©terblic^tcit  aller  SKenfc^cn,  befle* 
l)cnb  in  einer  SJeifje  r»on  SBilbern,  auf  bcnen  ber  3;i>b  al6  Jtnot^enmann  ^erfo« 
nen  jebeö  2iltcrö,  ©cfc^lcc^tö^unb  ©tanbeö  jum  Sanj  aufforbcrnb  mit  ftc^  fort= 
fütjrt;  bec  Süottcntopf,  irbene  ®cfct^e,  in  welchen  man  cl)cmal6  bie  Äfc^e 
ber  verbrannten  Ccic^en  ju  begraben  pflegte,  auc^:  bic  Sobtcnurne;  bie 
Sot'tcntrul)e,  f.  Sobtcnlabe;  bie  3^übtcnul)r,  ber  ^oljwurm,  bie  .&olj=  ob. 
SJüc^crlauö,  fo  genannt,  »peil  if)r  ^piden  im  J^olj  abergläubifdjer  23eife  für 
ctne-23orbebeutung  eine6  nal)cn  Sobeöfallö  gel)alten  n?irb;  ber  Sobtenooget, 
»crfcfeicbenc  ffiögel,  inöbef.  bie  Sobtencule;  ber  ^cftuogcl;  bcv  9}lauerfpcc^t; 
ber  gliegcnfc^ncpper;  auc^  f.  Äcbtcnfopf  ob.  Sobtenfc^njürmer:  ber  Sobten^ 
wagen,  Ocic^emragen;  ber  Sobtcnjcttel,  f.  o.  it>.  bic  Sobtenlifte;  —  "Hb-- 
Icit.  »on  tobt:  tobten,  jicl.  3»t).  (alti).  todjan.  mitteil),  toeten,  ^rä't.  töte; 
nieberb.  bcen;  franj.  tuer),  toht  mad}en ,  beö  Seben^  berauben,  ganj  allgc» 
mein  o^ne  ben  SRebcnbegriff  ber  5Kcd)tmd^igfeit  ob.  Unrec^tmä^igfeit  «., 
»crfi^.  morben,  umbringen  u.  (SJJäufe,  Siaupen,  Ungejiefer  k.  — ;  einen 
«Wcnfi^en— ;  bu  foUfl  nidjt  tobten);  uncig.  ber  Jöetregung,  .^raft  u.  2Birf= 
famfeit  berauben,  finno.  hemmen,  enthaften,  bampfen,  unterbcücfen,  jer-- 
jiören,  vernid)ten  (j.  SB.  Ciuccffilber  tobten,  b.  i.  eS  aus  feinem  flüffigen 
3uftanbc  in  einen  feften  bringen;  bcn  9terocn  eineö  3a()n6  — ,  burc^  SBrcnnen 
füt)llo6  machen;  fein  S'f'f'^i  fi^i"*^  2"1^f  ""b  Segierben  —  ,  gcwaltfam  unter» 
brücten;  bie  3cit  tobten,  b.  i.  unnü^  verbringen,  »erberben);  ber  SÖbter,  bie 
2öbterinn  (mittut),  toeter),  tver  tobtet,  ocrfc^.  con  «Körbcr;  bie  2Ö= 
btung,  bag  bebten;  —  tobtlirf),  Src.  (ctg.  roobl  won  Sob  abgeleitet,  olfo 
r.  töblic^;  altb.  tödlfh,  tötlich)  1)  jum  Sobe  gehörig,  barin  gegrünbet, 
ftd)  barauf  bejie^enb  (ber  töbtlic^c  Eintritt,  f.  bae  2(b|tcrbcn,  ber  Sob;  einen 
töbtli(^  tjaJTen,  f.  p.  w.  auf  ben  Sob;  töbtlid)e  geinbfc^aft  ic);  el)cm.  auc^  f. 
jlerblid);  2)  ben  2;ob  t>eruifad}enb,  tobbringenb,  mit  Sobe^gefaljr  üct? 


1242  Sobbei:  —  toU 

bunben  (eine  töbtlid^e  Ätan!^ctt,  SBiinbc;  töbtltc^e  583a{fcn;  ein  töbtlid^er 
©d^rcden);  bie  Söttlid)feit,  baS  Söbtlicbfein ,  bie  tobbringcnbe  oh.  tobcö- 
gefäf)i:lic^e  23cfd}affenf)cit  (j.  SS.  einer  SBunbe,  eineö  ©ifteö  ic). 

2;öbter,  m.,  tobbcrn,  3i»-,  niebevb.  f.  o.  »t?.  3;iber,  tibern,  f.  b. 

toben,  jicl.  3»-  fc^ttJcij-  f-  fna(fen,  aitffnacfen  (9{üJTe). 

tobt,  tobten,  töbtlic^jc,  f.  unter  Sob. 

Sof,  m.,  Sofilcin,  f.  2;uff. 

toff,  tofftg,  fSm.  (aijc^  tofft,  tiifiiq)  obcrb.  f.  ()cf£iö,  f)imiä ,  flarf. 

Söffet,  m.,  -ä,  9)?.  rc.  (S.  ob.  gerc.  -n,  (fc^rccb.  tofla)  lanb[c^.  gem.  f. 
^antcffcl,  [.  b.  (entft.  au6  2;afel,  lat.  tabula,  fo  nn'c  Pantoffel  au§ 
JBanbtafet,  urfpr.  unter  bie  güjje  gcbunbenc  (Sohlen  con  ^olj);  bat)er 
tojfeln,  jieUof.  3n5.,  f.  in  ^Xmtcffcin  ctnt)cr3et)cn. 

Soffel,  a>.,  5)?.  -n,  lanbi'c^.  gem.  TCbfürjung  o.  Äartoffei. 

töffeln,  jiel.  35t>.,  oberb.  u.  [c^iücij.  [.  täfl^eln. 

Soft,  f.,  -e^^,  SO'?,  -e,  nieberb.  ein  cingefciebigteg  ©tüif  ^^elb  con  niitt= 
lerer  ®rö^e,  nid^t  weit  ocn  einem  ^aufc  gelegen. 

togen  ob.  bogen,  rüdj.  ^vo.,  fc^trcij.  ftc^  — ,  f.  fid)  mit  bcm  Äcpf 
unb  23ütberletb  niebenrdrtö  beugen. 

Sogge,  n?.,  ?[)?,  -n,  (oern?.  mit  2)oc^t,  ob.  '-Zadt,  ÄocEc,  ©cflcdit?) 
f^ipäb.  f.  eine  ©ticfyfacfel. 

Soggel,  f.,  -ö,  5)?.  \v.  (5.,  f^wei?.  (au(j^  Soggcli,  2^03gi,  Socti)  1)  f. 
bec  3{lp  (oon  togen?);  aud)  ein  l)afölid}ec ,  jerlumpter  S)?en[d);  2)  f. 
@d}met£crltng  (aud^ :  ber  25  o  g  e  0- 

Solbe,  tt).,  5J?.  -n,  ob.  ber  Sotten,  -ö,  SO?.  n>.  6.,  (mitte(f).  tolde,  nie= 
berb.  SoUe)  oberb.  f.  S^olbe  (f.  b.);  Sluaft,  S3iifd)cl  atö  3ierat^. 

Sole,  ir>.,  S9^.  -n,  (nieberb.  2)ole,  f.  ®oi)te  2.  u.  t?g(.  3:eUe),  alt  u. 
oberb.  eine  bebecf te  5Baffecleitung ,  ein  2(bjug6graben ,  Äanai. 

Sole,  n).,  SO?,  -n,  lanbfc^.  gem.  f.  Sruft;  ^ünbinn,  u.  ühni).  gropet 
^unb;  ^irfd)fuf). 

Solgat,  f.,  ©c^ip.  f.  0.  tt).  .^clbergo.t,  f.  b. 

tolten,  3tt).  (ielnnb.  tolka;  ogt.  Saal,  taatcn ,  tal!en)  nieberb.  1)  f.  bol- 
ttictfd)en;  2)  ein  2)iebögel)ü[fe  fein;  bcc  Solfe,  -n,  (littl).  tulkas)  f, 
£)olmetfd}er;  ber  Solfer,  -§,  f.  Dieb6ge^ü(fe,  ^e{)lev. 

toll,  S3n).,  6omp.  teilet,  ®up.  toüft,  (altl)od)b.  toi  u.  tuHsc,  mittel^,  toi 
u.  dol,  altfüc^f.  u.  angelf.  <lol,  nieberb.  u.  engl,  dull;  altnorb.  dul,  2)umm- 
]^eit;  gotf).  dvals,  närrifc^;  oon  ber  SBurjel  dval,  twal,  baf)er  alt^odjb.  twe- 
lau,  ^tät.  twal,  betäubt,  f^läfrig  (ein,  twalm,  ©djlaf;  altnorb.  dvaii,  ©d^laf, 
SBetäubung;  miti)xn  flänbe  toi  f.  twol  u.  bebeutet  urfpr.  betäubt,  benjufftloe), 
1)  benjufft*  ob.  beftnnungäioö,  bei  SSccflanbeg  üöUig  beraubt,  l)arter,  al6 
bte  finno.  t)on  binnen,  t>errii(ft,  traljnftnnig  (ein  toUer  SQtcnfc^,  u.  alö  Jqxv. 
ein  So  Her,  eine  Solle;  bifl  bu  toU?  b.  t.  con  ©innen;  eö  ijl,  um  toU  ju 
werben;  man  möchte  toU  »erben;  toU  unb  »oU  fein,  gem.  f.  im  t)ö^jten  ©rabc 
bctrunlen),  inöbef.  fofecn  ftd)  biefer  3uf!anb  burd)  tobenben  Ungeftäm  unb 
geiDalttl^atigc  v^anblungen  d'upert,  [innr>.  rafenb,  n?ütl)enb  (toUe  ^erfoncn 
»erben  eingefperrt  u.  gefeffelt;  ein  toller  .!p unb,  ber  bie  ^unblmutl)  tjat); 
ouc^  f.  toll  niad)enb:  bk  tolle  JBilfe,  ta^  SoUEraut  (f.  u.);  in  »eiteret 
«Beb.  u.  uncig.  2)  f.  nä'crifd),  tl)6'rid)t,  feltfam,  n)unberlid),  ungereimt  (toU 
teben,  t)anbcln,  ftc^  toU  beneljmen;  toUe  Streiche  machen;  ein  toller  Einfall ; 


Sottc  —  Zoipat\d)  1243 

toUcö  3cu9  fd}it)a^en;  bei  toUc  ^öbct,  b.  i.  bcr  unocrflä'nbigc ,  ttjorid^tc; 
lanbfd).  gem.  bic  ©uttct  wirb  toll,  »vcnn  fic  l)act  u.  ungcfdjmeibig  rcirb);  3)  f. 
uncjcftüm  tcbcnb,  lärmcnb,  bcf.  in  Icibcnfdjaftlid^cr  Jiufrcgung,  im  3crn 
jc,  l)cfii3  nufbraufcnb,  (ein  toUct  Sörm;  ein  toUer  Acpf,  b.  i.  ein  jdtjjorni' 
flcr;  gem.  einen  tolt  mad)cn,  f.  ii)n  Ijeftifl  aufbringen);  cberb.  gem.  juc 
Scjetcfenung  be6  l)öd)flen  Oi)iabe^  einer  löblichen  Gigcnfc^aft:  jum  23er»Tun' 
bern  gut,  fd)ön,  flarf,  bror)  jc,  »g[.  raftnb,  graufam,  fc^rectlie^  :c.  {^.  JB. 
ein  toUe«  SKenfc^,  f.  eine  hift  (jiibfe^e  n>eibl.  ^erfon;  eine  tolle  '^rebigt  f.  eine 
vovtrefflid^e,  u.  bgl.  m.);  —  3fefe-  t>«  SoUapfel,  eine  "Kit  be6  Siat^tfdjat^ 
ttn^  (Solanum  mdonj^eua  L.)  laib  beren  apfelä'()nlid)e,  efebare  grud;t,  »reichet 
man  mit  Unrecht  ein  betdubcnbeß  Giift  jufd;ricb,  aud)  ©iervflanie,  ßierbaum; 
aiid)  bie  gleidjfaUö  efebare  rotbgelbc  'Siuijt  einer  anbcrn  'ätt  btß  ^aijt\i)at-' 
lcn6  (.Solanum  lycopersicum  L.),  Cicbeß--  üb.  CKolbopfd;  bie  SolIbCCre,  f.  ZoU- 

firfdje;  bie  Uolltocfc,  eine  ber  ^licßmurj  äfjnlic^e  ^flan^e  im  fübl.  2)eutf(^=: 
lanb  IC.  (isopyrum  thalictroides  L.);  baö  2!oUl)auö,  3rrcnl)au6;  bec  2!oÜ= 
l)äuölcr,  ein  toUtr,  oerrütftcr  SRenfc^;  uncig.  übertreifaenb  f.  ein  ©c^rcarmer; 
bei  S^OÜfcibd,  lanbfd).  f.  ©djicrling;  baö  Soüfculcn,  tanbfc^.  in  ber  «Karf, 
eine  2(rt  bt6  gi)'dlfang6  unter  bcm  ©ifc,  inbcm  man  burc^  Aeulcnfdjlägc  auf 
bü6  eis  bie  gife^c  betäubt;  bie  SoUfir[d)C,  bic  firf(^äl)nlic^e,  ein  betäubenbeS 
@ift  entljaltcnbe  Seere  eines  ©taubcngercüc^feg,  u.  biefcß  ©eiräd^ß  felbfl  (atro- 
pa  belladonna  L.),  aud^  Sollbcete,  =njurj,  »Eraut,  2öolf6firf(^e,  3;eufel6=, 
©d)laf-,  (Sd)n)inbclbcere  it.;  ber  SoUfopf,  gem.  f.  ein  iät)jorniger  5Kenfd); 
tüÜfÖpfig,  S3n).,  f.  jdljjornig,  fef)r  tji^ig;  ba6  Soüforn,  Äörner,  beren  @c= 
nufö  toll  mac^t,  ?•  S.  bic  @amcn!örncr  bcg.©tec^apfct6;  inebcf.  f.  ©ommcr- 
lold^  ob.  iSc^rcinbcltorn;  ba^  2!oUtraut,  ocifdjiebenc  giftige  Qieroäcl^fe,  in6= 
tief,  bcr  ©(^ictling:  bie  SoUfirfc^e;  baS  SSilfcntraut;  bcr  ©tec^apfel;  toU.' 
tüt)n,  93tt>. ,  tüt)n  oljnc  alle  S?cfonncnl)eit  u.  Überlegung,  finno.  rertregen;  bie 
3!oUfÜl)nl)eit,  ba6  SoUEüljnfein,  bie  Jöerircgen^eit;  auc^  eine  toUfüljne  .panb^ 
lung;  bie  ÄOÜÜIic,  wei^e  ©ceblumc;  bie  2oUrÜbe,  Zaunrübe;  ber  Soll- 
untrm,  ein  fabenfcrmiger  SBurm,  aud)  .i^öUenbrac^c  (lat.  furia  infemalis)  ge» 
nannt;  ein  miiötcligeß  SSanb  unter  bcr  3unge  bec  J^unbe,  n)clc^e6  man  el)cm. 
für  einen  2Burm  hielt,  bcr  i>k  ^nnHmutt)  Pirurfadjc;  bic  2o(Ilt>Ut(),  ber 
Ijö^fte  ®rab  bei  SQSutb;  —  2fbleit.  bie  2oÜbeit  (altb.  tolaheiti) ,  1)  bai 
2!cUfetn,  bic  ^ücvrücftbcit,  ©cifrcö^crrüttunä,  2Baf)nftnn,  9?flferet,  ^utb 
(j.  35.  eines  .i^unbcS);  in  weiterer  SBeb.  iibertreibenb  f.  ^^arrljeit,  2!I;crl)cit, 
©eltfamfcit,  Unfinn  (j.  SS.  bie  ÄcUljeit  eines  (äinfaUS,  einer  2Kobe  u.  bgl.); 
üüi)  f.  Ijcfttge  leibcnfd)aftltcl-c  2(ufvcgung,  tcbenber  3orn;  2)  eine  tcüe, 
fcltfame,  ungereimte  ^^anblung  ob.  Qlu^ciung  (501.  3:olll)citin);  tollen  1., 
lanbfd).  aud)  tollern,  giellof.  ^vo.  m.  i) ab cr\,  feiten  f.  toll  fein;  gem.  f. 
ungeftüm  toben,  (armen  (l)  er  umtollen). 

Solle,  ir>.,  ^.  -n,  niebcrb.  f.  Ücibc,  T)olbe  (f.  b.),  inSbef.  ein  in  bie 
^cf)e  rngenber  v^aar=  ob.  S«i^«rbüfd}el  auf  bem  Äopfc;  au^  f.  f leine 
Sluaj^e,  Slrobbel;  bat)cr  tollen  2.  jicl.  3w.,  f.  büfd)e(i9  u.  frau6  mad)en, 
in  röbrenförmige,  runblid)e  galten  legen  (eine  ^aube,  einen  Äragen  u.  bgl.) 

2olll)auö,  Solll)eit  k.  —  SoUivutl),  f.  unter  toU. 

2olpatfd^,  m.,  -en,  9)?.  -en,  (ein  ungar.  SSoit),  1)  eig.  eine  Zn  ungari; 
fdier  Suffclbaten;  2)  (»gl.  JXölpclu.  Slalpatfd^  unter  talpen)  gem.  f.  ein 
plumper  SDienfd);  ein  grofer,  plumper,  unformlid)er,  bcf.  t)acener  ©d}uf). 


1244  Solpcl  —  Zon 

SÖlpel,  m.,  -g,  Wl.  \v.  Q.  (tanbfc^.  au^  ©ölpel,  ti)m.  Sölp;  [(^mtb. 
tölp;  ttöhm.  telpl;  urfpv.  ein  Älo|,  ogl.  iBengct,  gleacl;  alfo  öccfc^.  üon  bcm 
mittel^,  dörper,  dörpel,  b.  i.  cig.  ein  Sörfbeit)0{)nei-,  bann  ein  ungebttbetcr, 
ungefitteter  SJ^enf^)  1)  vU.  f.  Älo^,  35aumjlumpf  (babet  uncig.  iibeu  ben 
Sötpct  fallen,  b.  i.  eine  Ungefe^icElic^feit  be^cfjcn;  einen  über  ben  Tölpel  jlo- 
fen,  it)n  übertölpeln,  b.  i.  cig.  if)n  über  einen  Ä'lo^  ?u  gälte  bringen,  un= 
cig.  :l}n  betrügen,  anführen);  2)  gem.  ein  plumper,  uncjefd)i(fter,  täppifd)cr, 
bummec  9)?enfd);  matüxt  f.  ».  «j.  bie  £)ronte;  auc^  eiu  jum  @efd)lecbt 
bct  Äropfgang  gef)Örenber  SSogcl  im  inbifc^cn,  atlQnti[(^en  jc.  Speere;  baö 
5£6lp eichen,  lanbfc^.  f.  bie  Sraubenfirfdje;  bie  Tölpelei,  baS  S5enet)men 
u.  eine  etnjelne  v^anblung  eine6  3;ölpelö  («m.  2ötpcleien);  t5lpell}att  ob. 
tölpifd),  fSvo.,  einem  2:ö(pel  df)nlirf)  cb.  gemä'f ,  l)öd}j!  plump  u.  unge- 
fcf)icft:  bie  Sölpel^aftigfeit;  tölpcln,  iieltof.  äro. ,  ein  3:ölpe(  fein ,  ffd) 
tolpelf)aft  betragen. 

Sombacf,  m.,  -eS,  M.  (»on  oerfc^iebcnen  2Crten)  Sombaife,  (n.  U.  .Dom= 
bocE,  angeblich  naä)  bem  5tamen  eineö  englanberö,  ber  biefe  5KetaUmtf(§ung 
juerfl  in  ben  .^anbel  gebracht  (jaben  [oll;  rcaljrfc^.  oon  bcm  malaijifc^en  tom- 
bago,  Jtupfer,  ba  fie  oon  ben  ©iamefen  erfunben  fein  fcU),  ©elbfupfer,  ein 
5)?tfd}metaU  aui  @olb  unb  Äupfer,  ober  geir.  auö  Äupfer  unb  3iiif  ober 
3inn,  oon  vöti)U6)  gelber,  golbciljnlic^er  garbe;  ber  Siombadffc^Iäger,  voet 
uned)te  ®olb=  unb  ©ilberbtatter  fc^lagt;  tombacfen,  S3n>.,  au^  Zcmbad  Qt- 
mad[)t  (j.  S5.  eine  tombacJenc  2)ofe,  Ul)r  Jc). 

Sommen,  m.,  -B,  9??.  \v.  S.,  fd^weij.  flciner,  magerer,  im  SOBinter 
gefönter  ^a'fc 

Slon,  m.,  -eg,  9Ä.  2;one,  (mittell;.  dc^n,  gjt,  doene,  nieberb.  2)oon;  engl, 
tone,  tune;  franj.  ton;  oon  bem  iQt.  tonus  u.  biefcö  Don  b.  grie(^.  röyo;, 
b.  i.  eig.  3tu6bel)nung,  ©pannung,  bann  3(njlrcngung  ber  ©timme,  Son,  S8e= 
tonung,  Sla^bruc!,  Äraft,  oon  raVf/r  =  bet)nen;  —  ba  unfer  Son  im 
2(ltl)0(^b.  fef)lt,  fo  mufS  eö  al§  entlel)nt  auö  bem  ßatein.  ob.  ben  roman.  ©pra= 
c^en  betrachtet  njerben,  obgleich  folgenbe  urfpr.  beutfc^e,  tt)af)rfc^.  öon  gemein^ 
famer  SBur^et  mit  nifco  auögel)enbe  SDSörter  fic^  in  gorm  u.  Sebeutung  mit 
Son  nat)e  berüfjren:  altfä^f.  dunian,  bröt)nen;  angelf.  dynan,  fc^web.  dona, 
raufc^en;  angelf.  dyn,  engl,  din,  ©etöfe,  ©^atl;  Sonner),  1)  übert).  ein 
.Älang  ob.  2aut  (ber  Son  ber  ©timme,  einer  ©locfe,  einer  ^ofaune;  einen 
3;on  oon  fic^  geben) ,  in  engerer  Seb.  ein  nad)  fetner  2(rt  u.  ßtgent^ümlid); 
feit,  nad)  feinem  93erf)a(tniffe  ju  anbern,  bef.  in  diüdfidjt  auf  •^'6i)e  unb 
Siefe  beftimmter  .Älang  (ein  tiefer,  ein  Ijo^er  — ,  ein  reiner,  ein  unreiner — , 
ein  ganjer,  ein  falber  Son;  ein  Snjlrument  auf  ben  rechten  Son  jtimmen;  ber 
©runbton  jc);  in  ber  <Spra($e  ber  9^ad)bru(f  ber  ©timme,  mit  ireld)em 
ctnjelne  2{)eile  ber  JKebe  vor  ben  anbern  i)cn)orgehcbfn  rcerben,  cerf^. 
Saut,  (fr.  2(ccent;  ber  ©ilben  =  ,  SBort-,  «Rebeton,  f.  b.;  j.  S.  in  bem 
SDSorte  ©arten  ^at  bie  erfle  — ,  in  bcm  Söorte  genug  tiii  Ic^te  ©ilbe  ben 
Aon,  ijl  betont  ob.  l)od)tonig;  auc^:  ber  Son  ru^t  ob.  liegt  auf  bicfer  ©ilbe, 
tiefem  SBorte  ic);  in  weiterer  Seb.  übert).  f.  ©pannfraft,  ©tarfe  (j.  S. 
bec  9lerDen,  2)iu6feln  u.);  2)  bii  Sonart  (j.  S.  aus  reellem  iJone  gebt  bai 
©tüd);  bie  SOBeife  («Olelobie)  eine«  2;onftü(feö  (ber  Son  eineö  ßiebeS;  baö 
Sieb  gebt  nad^  ob.  in  biefem  ob.  jenem  SEone),  et)cm.  aui)  f.  ©efang,  Sieb; 
im  ©pre^en  bie  7ixt  unb  SBeife  ber  @timml)altunä  unb  -Ünberung,  6t- 


Äon  1245 

()ebun9  ob.  (Scnfitng  (bcn  Son  anbcrn;  in  einem  3:onc  teben;  etwas  in 
nadjläffigem,  in  bffef)tcnbcni ,  btttcnbcm,  Üagenbcm  jc.  Sonc  fagcn),  baf)er  un» 
ctg.  aud)  bie  '^fuöbiucfäiveife  in  Jbinfid)t  auf  gorni  unb  3nf)*"ift  ber  SKebe 
(finnD.  bem  fr.  ®ti(;  j.  58.  in  l}of}em  Sonc  ribcn,  b.  i.  fci)r  anmafcnb,  gebie« 
tcrifdj  u.:  im  lL'(f)rtyn,  im  Sonc  bcr  fflcgciftcrung  jc. ;  in  bcn  ^rcbigcrton 
fallen);  in  weiterer  Änrocnbung  übcrij.  bie  '<'(rt  unb  2öeife  bei  S5en<f)meng, 
ba?  SSctragen,  bie  l)errfd)enbe  @ittc  in  bcr  ®cfcUfd)nft  (j.  23.  ti  fjtrrfd^t 
i)m  ein  guter,  feiner  Son,  ein  i'cl}li'cl^ter  2on;  c6  ift  jc^t  2on,  ge{)ört  jum  gu* 
tcn  SJon  JC. ;  in  einer  ®  cfelll  c^aft  bcnSon  angeben  wcUcn,  b.  i.  bie  3(rt  unb 
SBcifc  beS  Scncfjmene,  roonae^  bie  2(nbcrn  fic^  richten  foUen);  •'{)  auf  «Sichtbares 
übertragen  in  bcr  tSKal.  bii«  23er()v\'[tnif^  ber  färben  5U  cinanbec,  bie  gar; 
bengebung,  unb  bie  einjelnen  J^i^rben  felbll  f)infic^tlit^  iijrcS  23crf)aItni|Te6  ju 
einanbir  (ocrfc^iebcne  färben  töne  in  einem  ®emä(bc);  auc^  bie  {)errfd)en= 
b<  ob.  ^auptfarbe  eines  @emä'(bcS  (j.  i8.  bieg  Silb  t)at  einen  fc^önen,  ^cUen, 
bunfcln,  matten,  bläulidien  jc.  Son);  —  3fc^.  ber  Sonabf^anb,  baS  5ßer- 
t}ültnif6  eines  3;oneS  ju  einem  anbcrn  in  2(nfe^ung  bcr  >&6f)c,  aud)  bie  Son» 
weiti  (fr.  Sntcrüall):  ber  Soiiancjcbcr,  vrcr  (in  einer  ©cfc'Jfc^aft)  ben  Son 
angiebt  (f.  0.);  bie  2^onart,  bie  in  einem  Sonftiict  Oerrfc^enbc  SBcifc  ber  Zorx' 
rerijä'Itniffe,  burd)  bcn  icbeSmaligcn  ©runbton  u.  bie  barauf  fceruijcnbe  eigen» 
tf)üm(id^e  Sonfoli^c  bebingt  (Dur=  unb  ««WoU '3:onarten);  ber  2onbic^ter,  f. 
0.  ro.  Scnfc^cr;  ber  UonfaU,  baS  ©infen  beS  Soneö  cb.  ber  Sßne:  bie  Son; 
jOl^i',  bie  'iCufeinanberfoIge  bcr  3:öne  nac^  bcn  ©tufcn  bcr  Sonicitcr;  ber  Sotl? 
gong,  f.  ü.  w.  bie  Sonmcifc  (fr.  gjfctobic);  bie  2onbebung,  .^ebung  bcS  So- 
neS,  nac^briicElicJje  Betonung  im  ®prcd)cn;  tonfuntig,  J8n?,,  ber  Söne  !un* 
big,  in  ber  3:onfun{l  erfahren;  bie  2onfun|l,  bie  Äunft,  beren  J)arftcUungS* 
mittel  ber  Zon  ift,  ^Kufi!;  ber  3!onfiinfllcr,  gjJufiEcr;  tDnfiinjIlcrifc^,  SB«., 
einem  3;on!iinfllcr  gcrna^;  gur  Sonfunft  giliörenb:  Me  2on[el)re,  i)k  SBiffen« 
fc^aft  üon  bcn  Söncn  (Sljeorie  bcr  ?DIufiE):  bie  3^i>n(citer,  bie  Stufenfolge 
bcr  Sönc  Bon  einem  ®runbton  bis  jum  achten  barauf  folgenben  (ber  £)ctat5e) 
auf=  unb  abirärts  (fr.  ©cata);  tonlüä,  Sic,  feinen  Son  tjabcnb  ob.  t)ören 
laffcnb;  in  bir  ©pra^e  f.  u.  w.  unbetont,  nic^t  bcn  Jon  Ijabcnb:  bie  3!on(0= 
figfcit,  baS  SönloSfcin,  mangctnbe  Betonung;  baö  Sonmaß,  bie  3!onmef= 
jung,  bie  gleichmäßige  3l6tl)cilung  einer  3'om:eit)e  tjinfi^tlic^  ber  2)aucr  bec 
aöne;  35i^tf.  bie  Siegelung  bcr  gcbunbcnen  5Rebe  ob.  bcS  fficrSbaueS  nad^  ber 
SBctonung  (bem  2rcccnt),  cntg.  3  e  i  tma^;  ber  Xonmeffcr,  ein  einfaitige« 
Sonmerfjeug  (fr.  SRonoi^orb)  jur  2?cftimmung  bcr  Sonoerl)älcni|Tc;  ber  Son^ 
mdfler  (9icu»r.  f.  baS  fr.  SJirtuofe);  tonreid),  93rc. ,  rcic^  an  Scnen ;  bie 
Sünreif)C,  eine  fRiii)c  auf  einanber  folgenber  Scne;  bie  Sonfetlfung,  <Sea- 
hing  ob.  ©infcnlaffcn  bcS  ScneS,  fc^wac^e  ob.  mangclnbc  Sctonung  im  ©prc« 
(%cu,  entg.  SSonljcbung;  ber  Sonfcl^cr,  ein  Sonfünfllcr,  welcher  SKuftfUüctc 
fe^t,  b.  i.  erfinbet  u.  ma(^t  (fr.  (Somponiß:);  bie  2onfi'^ung,  ber  Uonfa^, 
(fr.  Sompofition);  bie  2onfc^funjl:  bie  Uonftlbc,  bie  burc^  bcn  a;on  t)er= 
oorgebobcne,  betonte  ®ilbc  eincS  SBortcS;  ber  2onfinn,  Sinn,  (Smpfänglic^« 
feit  für  bie  Söne  u.  bie  einbrücte  ber  Sonfunft;  hcii  3^onfpic(,  tonfünflleri= 
fd)tS  Spiel,  2(uSfuf)rung  non  Sonftücfen,  SOIuftE;  ber  Sonfptc(cr,  »er  ein 
Somoerfiiug  ju  fpiclcn  oerftel)t  (fr.  5DiufifuS);  bci^  2:onjlÜcf ,  ein  2Berf  bec 
Sontunjl,  gjJufiffrücE  (rgt.  Stüct  5);  bie  Sonftufe,  2£bftufung  ber  Söne  in 
einer  Sonreitje;  ber  3:onoevt)alt,  bas  2:oiH)cri)a[tnif§;  bie  Sontveifc,  gen?. 


1246  tonm  —  Sonne 

nur:  bic  SJSetfc  (fr.  «Olerobic);  btc  Sonn^iffenfc^aft,  SBifTcnfd^aft  uon  htn 
»cfentac^cn  @efc|cn  u.  83erf)Q(tniJTen  bcr  Söne;  i>a§  2'onjcirf)en,  3cid^cn  für 
bie  Sone  (j.  58.  5Rotcn  k.);  ©prad^l.  3fi^cn  ^ur  2l'nbeutun9  bcr  aBttoniing 
ber  (Silben  (3(ccente ,  ^(ccentjetdjen:  _:,  1,  1),  auti)  ganjer  SBörtcr  (im 
©d^retbcn  ein  ©trid)  unter  bem  aSortc),  [o  rcic  bc6  in  cintiti  ganzen  @a|e  f)crr= 
fd^enben  3:onc6  (©afttonjefc^cn  :  ?  unb  !);  —  "Kbleit.  tönen,  3n7-  (mit=' 
tel^.  doenen,  ^rat.  d.^nte;  niebccb.  böncn)  1)  jiclloö  in.  t)Qben,  citten  Son 
ob.  $lone  üon  [ich  ^cben^  gem.  ertönen,  finno.  rd}allcn,  flingeit  (ein  tönen- 
bcS  ©rj;  bfe  ©loctc,  bcr  ©cfang  tönt);  alt  u.  btdjt.  au^  f.  Sone  herüor- 
bringen,  fingen,  laut  fpred}en  ob.  fd^reicn,  auf  einem  Scmrerfjeuge  Ua- 
fen  K.;  f(^n?cij.  f.  langweilig  rebcn;  2)  gtel.  bic^t.  f.  etiraä  in  ^tonen  äu- 
fern,  burc^  Söne  ju  erfennen  geben  (j.  S3.  empfinbung,  hi%  SBe^mutf)  ic. 
tönen);  burd)  Söne  ()erüorbringen  ob.  betrirf'en  (j.  S.  einem  9Kutö,  Snt^ 
[«^toJTcn^cit  K.  inö  Jpcrj  tönen);  ber  S5ner,  bie  Söncrinn,  f^^oetj.  wtt 
langweilig  rcbet;  tönig,  83«?.,  einen  S^on  ob.  2!öne  ^abenb,  nur  in  3fc§. 
»ie:  cin  =  ,  öicltöntg;  tonig,  Sw.,  ©prad)l.  ben  Son  (3(ccent)  ()abenb, 
betont,  in  ben  3fe§- l)od)',  neben;,  ttcftontg. 

tonen,  giel.  5to.,  meberb.  (auc^  f)oU.)  f.  jcigen,  jur  'Bö:)au  flellen;  bie 
Soon,  f.  bie  @d)au;  bie  Soon::  ob.  SSöncbanf,  ber  Sifc^,  auf  welkem  bcr 
.Raufmann  feine  SSSaaren  auötcgt. 

tönen,  SonfaU  2c.  —  Sonmeffimg,  f.  unter  Son. 

SSonne,  tv.,  ^,  -n,  SSerfl.  baö  Sönnd)en,  (altf)oc^b.  tunna,  mtttelf).  tnn- 
ne;  nieberb.  Sunne;  angelf.  aUnorb.  u.  f^web.  tnnua,  engl,  tun,  ban.  toude; 

franj.  tonne,    tonneau;    fpan.    tonel;    bÖt)m.    tiina;    og(.    3;  i  c  n  c) ,    1)  Übcrtj. 

ein  gvopeg,  baudiigeS  ^a\i  (f.  b.)  gur  2(ufbcnjnt)run9  unb  93erfenbung  pf- 
figer  u.  fefter  2)inge;  Scrg».  ein  gro§e§,  mit  Sifrn  bcfc^lagencö  gafö,  in  njcl'- 
^cm  ik  @rjc  gu  Sage  geförbert  ttjcrben;  ©^iff.  f.  c.  w.  ©ectonne.  SBafe 
(f.  b.);  2)  insbef.  ein  ^a\^  t)on  beflimmter  (^röpe  alö  Wla^  für  Slüfffg- 
feiten  u.  fefle  Äörper,  oon  oerfc^iebencm  Umfange:  eine  Sonne  SSter,  SQScin, 
Öl,  gew.  =  90  big  100  nuart  ob.  Äanncn;  eine  Sonne  ©atj,  Äal!,  @ipg, 
Äo()len,  3(fc^e  :c.  =  4  SSerlincr  ©c^effel;  eine  Sonne  ^äringe  t)ält  1000 
biö  1200  ©tuet;  in  S^teberb.  auc^  ein  (^etteibemaf  =  2  ©d^effcl;  bafjer 
aud^  ein  §etbmaf  (eine  Sonne  gclbeö,  b.  i.  fo  mi  gelb  man  mit  einer  Sonne 
©etreibeö  befacn  fann);  ©djiff.  ein  9)?ap  jur  25eflimmung  be^  @d)ip= 
Mumeg  (=  42  ©coiertfuf),  unb  ber  @d}ivere  (=  20  3entner  ob.  % 
©c^iffölajt);  eine  Sonne  ©otbeS,  b.  i.  eine  ©umme  oon  100,000  Sf)lrn. 
ob.  öiulbcn;  3)  uneig.  9laturf.  biete,  aufgcblafenc,  bünnfi^alige  2rompcten= 
u.  ^ofaunenfd)nccfen,  SBoud^ljörner;  im  SÄüljtcnbau:  eine  Zxt  5Baffer^ 
räber;  SSaJTerb.  bie  burd)  SBinbflügcl  bewegte  fogen.  ard)imebifd)e  3Baffer=: 
fd)necfe  ob.  5Bafferfd)vaube;  —  3fe§.  ba5  SSonncnbant»,  ein  t)öljernc6  u. 
bef.  ein  ciferneS  SSanb  um  eine  Sonne,  «Reif  (f.  Steif  2.);  bie  Sonnenboje, 
©d)iff.  in  einer  Sonne  bcjlefjcnbc  2fnferboie;  ber  Sonncnbojer,  f.  SBojer;  ber 
Sonnenbüdfting,  in  Sonnen  gepactte  Sütflinge,  »ergl.  ©trot)büctling;  bie 
Sonnenbuttcr,  gaföbutter;  tonnenförmig,  Sw.;  \)a^  Sonnengclb,  abgabt 
son  ben  jur  ©ee  gc^cnben  Äaufmann6gütern ,  SSafengclb;  bag  Sonnenge* 
rcölbc,  SBauf.  ein  ®cwölbe,  beffen  SSogen  einer  ber  Cänge  nad)  burc^fc^niftencn 
Sonne  glcidjt;  ber  Sonncn{)Onig,  in  Sonnen  gejtampfter  ^ontg,  S?aud^l)omg, 
j.  U.  0.  ©cimt)onig;  baS  Slonnenbolj,  ju  Sonnen  braud^bareö  .?)olj,  gaf6l)olj; 


Sonne  —  Sopf  1247 

a\x6)  unr.  f.  t)  on  {)olj,  f.  b.;  hcii  Zonmnma^y  tOiap,  «OZeffung  mä}  Son* 
ncn;  bic  3;onnenmÜI)(e,  ein  tonncnförmigeg  Zxkhxvitt  mit  einer  SBafTcr- 
fdiraube,  bef.  juv  enmälTerung  ber  Sßicfen  in  JpoUanb;  baö  Sonnenpci^, 
in  Sonnen  gcgcffencö  unb  oci-fcnbctcS  ^ed),  ®c^ujtcrpc4);  ber  Sonnenftab, 
©tabt)ori  ju  ga[öbQuben;  ber  Sünnenftein ,  in  Sonnen  ocrfenbetct  93crn' 
jlcin  in  ©tücecn  jroeitei-  ©rö^e-,  tonncmveifc,  91«?.,  in  ob.  nac^  Sonnen  {tU 
woS  tonnenwcife  verfenben,  otrfaufcn  tc). 

2:önne,  tv.,  9??.  -n,  dne  ?fit  ^^(unber  ob.  S3utt  in  •Danemar!. 

3:onncn,  m.,  -ö,  5D?.  w.  6.,  ob.  ber  Sonngraben,  (ogl.  bas  niebcvb. 
bon,  nicbvig)  [(^wcij.  f.  ^(bju^ögrabcn. 

i^onncnbanb  k.  —  tonnemuclfc,  f.  unter  Sonne. 

tonreic^  jc.  —  Sonjctd^cn,  f.  unter  Son. 

ilopaö,  m.,  -eö,  9)?.  -c,  (mittdt).  topaze,  bei  Cutfjcr:  Sopaficr;  gricc^. 
tonaCog,  T07f«i''o?i  lot.  topazius,  fi-onj.  topase,  engl,  topaz;  angcWt^  »on 
einer  im  arab.  «Olcerbufen  litgcnben  3nfel  Sopajsuö ;  n.  li.  fom  fanefr.  topus, 
geucr,  üon  tap,  brennen),  ein  feuergclbcc  ©beljletn:  bec  S^opaöflufö,  topaö* 
äi)nlid^cr  ©pati),  ob.  Üinjlticb   nad)gcma^ter  ®la6ftufö  (f.  gUif6). 

Süpcl,  m.,  -ö,  9}?.  IV.  e.,  (auc^  Sepcl)  lanbfc^.  f.  bec  (i)latttod)e;  bev 
(grüne  Söpcl,  ber  ©tae^etrocbe. 

2;opf  1.,  m.,  -eg,  9)?.  Söpfc,  5öcrE(.  ba«  S;öpfd)en,  (mittctf).  topf;  oon 
bcr  Sffiurjcl  tuf,  ogl.  taufen  u.  tief,  alfo  eig.  itma^  Sicfeö,  ein  tiefet  @efap; 
nicberb.  ©op,  »clcbcS  aud)  runbc  ©djatc,  ©ectcl  :c.  bebeutet,  j.  SB.  (5ibop 
f.  (gicrfc^Qlc,  ^ipenbop  f.  ^feifenbectel;  gern,  ^ott,  f.  b.;  t)oU.  dop,  doppe; 
obcrb.  in  einigen  ©egenben ;  •Dupfe,  Supp,  Suppen,  gen),  ber  >^afen,  f.  b.), 
ein  tiefcö,  runbe^,  oben  tvettere^  irbeneö  ob.  metallenes  ©efap  (j.  SB.  SBtu= 
men=,  SJac^ttopf  jc),  insbcf.  jum  Äod)en  bec  ©peifen,  Äodjtopf  (ein  irbener, 
cifcrncr  Sopf;  bcn  Sopf  ünS  ^cuer  fctjen;  ber  Sopf  ficbet,  läuft  über  jc,  b.  i. 
bas  im  Sopfc  »cfinblic^e);  lanbfct).  au^  ein  9J?ap  für  flüfft'ge  u.  trocfene 
25inge,  in  ©d^leficn  =  4  «Huart  ob.  '/20  ^imw,  in  »eiterer  2(nwenbung  f. 
etwas  2:opfabnlid)eS:  ©efd^c  \)er|'d)iebcnec  2(vt,  j.  SB.  ber  ©lüctö-,  ßooS* 
topf,  f.  b.;  lanbfd).  Sbcetopf  f.  Stjccfannc;  SOSafcbtopf  f.  ©pütgelte; 
•lüertiefungen,  ^öl)lungen,  j.  SS.  ft^rodb.  bie  SüUe  eines  ßeuc^terS  (S)opf); 
bair.  baS  8od)  an  ber  ©runbrinne  eineS  Seic^cS,  auc^  bcr  barein  faUcnbe  3ci« 
pfen  u.  bie  ganje  33orric^tuMg;  bob'«.  wal^enfcrmigc  Ob.  bctlbfugeti^e  ^'6xf 
per,  inSbef.  obcrb.  f.  .^oblf reifet,  SSrummfreifel  (f^on  mittelb-  topf;  engl, 
top,  franj.  toupie;  getjört  üiellcid^t  e^er  ju  Sopf  2.  ob.  Sopp?);  9?aturf. 
eine  ?lrt  9f ollen?  ob.  ^iialjenfdinecfen  in  SBepinbicn;  —  3fe^.  bie  Sopf; 
afd^e,  ge»o.  ^ottafc^c,  f.  b.;  bie  Sopfauftcr,  9iapfmufd|et;  ber  Sopf  bäum, 
1)  ein  Söaum  als  SopfgewäcbS;  2)  jtüei  fübamcrüan.  SBäumc  mit  topfcil)nti= 
Öim  gcu4)tfapfetn:  ber  gro^e  S. ,  au(^  .?>afenbaum,  2ltfentopf  (lecythis  ma- 
jor), u.  bcr  Eleine  S.  Oecythus  minor  L.) ;  to^fcben,  aStt).,  fd^raeij.  f.  wa* 
gerecht;  bie  Sopfform,  .^üttemt).  eine  gorm,  in  wcldjer  ctfernc  Söpfc  gegof« 
fen  merben;  baS  3!opfgen)äc^6,  ein  in  einem  Sopfe  gezogenes  @cn)ä4)ß,  fo 
auii):  bie  Sopfpflanje,  Sopf btume,  Sopf nel!e  u.;  bec  Sopfgucfer, 
»rcr  in  bie  Äocbtöpfe  gudt;  fdjerjt)-  oerä'd)tl.  f.  ein  SJJann,  ber  fid^  um  bie 
A'leinig^citcn  ber  .^^auSwirt^fc^aft  be!ümmert;  bec  Sopffcife,  alter,  in  einem 
Scpfe  aufbcioabcter  ©treid^fdfe;  bec  Sopffuc^en,  f.  ö.  vo.  2(fd)fu^en,  f.  b.; 
ber  Sopflecfer,  ^nafc^er,  -fc^lecfer,  gem.  f.  nafc^t)aftec  SKenfc^;  bec  Sopf* 


1248  Zop\  —  Sopp 

mar!t,  maxlt  u.  «Olarftplo^  jum  23ei!auf  »on  itbcncm  ©efd^tiT;  bag  Sopf; 
papicr,  eine  ©orte  ^aptec  ju  Äartcn,  raetc^cS  cf)cm.  einen  Slumcntopf  gum 
3eic^cn  ^atte;  bec  Sopfjlein,  ein  mit  ©limmec  üermii"4)tei;  ©eifcnflcin,  ber 
fid)  f^nciben  u.  brcl)en  (alTt  unb  ju  Scpfen  u.  anbcrn  ®cfä^cn  ocrorbcitct 
wirb,  mii  ^fannen^  (Sd^neibeftcin  (fr.  üanc^flein),  ocrf^.  t5on  Suffjtcin  ([. 
b.);  bie  2:opffiür5C,  ber  Sopfbectel  (f.  (Stürze);  —  2i:blett.  bec  Söpfev, 
-§,  ^.  w.  (5.,  ein  v^anbiretfer,  trelrf)ec  Slöpfe  unb  anbereS  ®efd)trc  au§ 
S:f)on  üetfertigt,  obtrb.  «^afner,  nicberb.  ^otficr,  ^ottbäcEer;  bat)cr:  bte 
Töpferarbeit;  baö  2;5pferl)anbircrf,  ^gcircrf;  bec  Sopfermeiller,  -gefeU 
K.;  bte  2:5pfcnvcrfjiatt  u.  f.  f.;  bie  Süpfcrerbe,  ju. Töpferarbeit  braut^* 
bare  Srbarten:  baö  Äöpfererj,  SSIeiglanj,  jiim  @(a6überjug  ber  Sicpfe  gc« 
braucht;  bai  Söpfergut,  ^jeug,  irbene§  ®cfi^irr;  ber  Söpfcrofen,  bec 
Ofen  bc6  Äöpferö  jum  ©rennen  be§  tljöncrncn  ©efd^irrS;  bie  Süpfcrfd^etbe, 
bie  bctt)«0lidje  (Scheibe,  auf  »ctd^er  bet  Äöpfer  bie  ®efä'^c  runb  brci)t;  ber 
Söpfert^on,  ber  gemeine,  meijl  blauli^e  3;t)on  (f.  b.);  bie  SSöpfcnvaare, 
Töpferarbeit  aU  asaare;  —  bie  Stöpferci,  1)  Ov50i.  baö  Sopfergemerbe; 
2)  Wl.  -cn,  bie  Stopfenrerfflatt;  töpfern,  3»f.  1)  jicUo§,  gem.  f.  Söpfer* 
nrbeit  macl)en;  2)  jicl.  lanbfd^.  f.  ivbeneS  @efd)iiT  burc^  Unüorfic^tigfeit 
jerbredben;  topfern,  Sw.,  gem.  unr.  f.  irben,  t^onern. 

Sopf  2.  m. ,  f.  Sopp. 

Sopfen,  m.,  -g,  o.  3ä.  [mvw.  mit  tupfen,  b.  i.  jlofen,  fc^Iagen?)  oberb. 
f.  duarf ,  b.  i.  ber  ßerbtcfte  Sfjeit  ber  fauern  9Äil(^  nac^  2fbfonberung  ber 
5}lolfen;  ber  lÜopfenfäfe,  Äafe  oon  gefallenem  Sopfen;  bie  Sopfennubd, 
ber  2:opfen!urf)cn,  =jlrte,^el  2C.,  9?ubel,  Äud)en  k.,  bercn  Scige  Sopfcn  bei- 
gemengt ift;  bai  Sopfenrüaffer,  oberb.  f.  g3Zot!en  »on  faurer  gjfitc^. 

SSöipfer  IC,  Sopfform  2c.  —  Sopfjlürje,  f.  unter  Sopf. 

topp,  ein  urfpr.  fdöaUnac^üf)menber  9tatuvlaut  (ogl.  toppen  1.),  wcld^er 
ben  <Sd)aü  beg  ^anbfchlaäeö  auöbrüdt,  mit  mläjm  man  ein  23er[prec^cn 
be!rdftigt  ob.  feine  ©innjiUigung  in  einen  gcfc^Ioffcnen  S3ertrag  ju  er!ennen 
gfcbt;  baf>cr  überf).  ein  3tu6ruf  jut  ^Inbeutung  ber  ©üttigfeit  eineS  93ertra= 
geg,  einer  5Bette  k.  (franj.  tope;  j.  s.  topp!  es  gilt;  nicberb.  Sopp  ob. 
Sipp  i)alun  f.  SBort  hatten,  bk  SQSette  i)alten) ;  ber  Soppfd^iÜing,  nieberb.  f. 
J^anbgclb  jur  SJerfi^crung  eines  ÄaufeS  ob.  SSertragcS;  toppen,  3ttJ-  nieberb. 
f.  iretten. 

Sopp,  m.,  -eg,  SO?,  -e,  nieberb.  (=  (jod^b.  3opf,  f.  b.)  1)  lanbfc^.  auc^ 
2!opf  (islanb.  toppr,  ftanj.  toupet,  engt,  taft)  f.  ßopf,  ©d)opf,  SSufd),  §8ü; 
fd)el  (j.  58.  ^aarc);  ein  Sopp  (ob.  Sopf)  gta(^  S,  b.  i.  ein  iBitnbel  oon 
40  sReijten;  2)  (t)oU.  topp,  engl,  top)  f.  @pi|e,  ©ipfet,  5Bipfe[  (j.  S.  eines 
SergcS,  SBaumeS  2c.);  bef.  ©d^iff.  bie  <Spi^e,  bai  ohex\ti  6'nbe  eineö  9)?a? 
fleg,  einer  ©tenge  jc. ;  bai  Söppc^cn,  ©cifeuf)m.  ein  f)ö(5erner  Äcil,  wiU 
<i)it  auf  bem  Dbertf)cite  bcS  ^u^cS  über  bcm  Seiften  eingetrieben  wirb;  — 
3fe^.  bag  Soppfeucr  ob.  Soppbrenncn,  entjünbcte  25ünfle,  rcetd^e  fic^  su= 
weilen  an  bcn  ©pi^en  ber  SOlaften  jcigen;  bag  Sloppreep,  ©d^iff.  ein  Sau, 
irelc^eS  oon  bcm  Soppe  beS  ^octmaftcS  ju  bem  beS  großen  SKaflcS  gcl)t;  bec 
Soppfd^litten,  ber  ©(^litten  beS  9?eepI(^lä'gcrS ;  bie  Soppfd)nccfe,  eine  litt 
©djnirfclfd^nerfcn;  ba6  Soppfegel,  auf  Jlctnen  ©djiffen  baS  ©cgcl  oben  am 
Sopp,  f.  0.  w.  SKarSfegcl  auf  großen  ©(^ijfcn;  —  Jfbleit.  bag  Söppcl, 
-0,  ^.  w.  (5.,  lanbfc^.  f.  f (einer  2:opp,  flcinec  SSüfdjcl  ob.  @d;opf,  bef.  auf 


toppen  —  S^ornipet:  1249 

bem  Äopfe  oon  SSögeln;  ba()cc  bie  Söppctentc  f.  ©tcau^cnte;  bie  2!üppe(* 
lerrf)c,  f.  Haubenlerche;  töppcln,  jicf.  3n).  f.  mit  einem  fleinen  ^«berbii; 
fd)e  oerfefjen,  (getöppcttc  >^üt)ner);  toppen,  jiet.  3«-,  ©c^iff.  f.  fenfred)t 
erbeben,  aufcidjten:  ber  Soppenant,  -ö,  50?.  -e,  nicberb.  u.  (}oU.  ©c^itf. 
geiriffe  Saue,  bcren  jebe  diai)  jnjet  ()Qt,  n>e(d)e  oon  ber  Siai)  nadj  bem  @l'clö= 
Raupte  beö  5!Jlajlc§  geben  u.  ba^u  bttnen,  bie  SRafjen  tf)etl6  in  \i)Xiv  roagerec^ten 
Sage  ju  erhalten,  tf)eil6  ftc  ju  toppen. 

toppcn,  3>t5-  !•  obeib.  (aui^  bobben,  bubben,  boppctn;  ogt.  topp;  tu« 
pfcn,  tippen,  tappen  it.  u.  bag  gvicc^.  Tt/rrar)  f.  fd)(a9en,  flopfen  (j.  S.  baö 
J^crj  toppt);  —  2.  f.  unter  topp;  —  3.  f.  unter  Sopp;  —  4.  nieberb. 
(audb  tobbcn,  u.  uerfl.  toppfen)  f.  jupfen,  jte()en  {i.^.Ui  bcn  Jg)aaren). 

Soppenant,  3!oppfeuer  k.  —  Soppfegel,  f.  unter  3;opp. 

Sorf,  m.,  -eö,  CD?,  (feiten)  3!orfe,  (ucfpr.  nieberb.  gorm  f.  baS  alff)o^b. 
aurf,  zurft,  b.  i.  ein  abgeriJTeneS  SRafenftiicE,  oieUeic^t  Don  einem  alten  3«.  zer- 
fen,  alö  üerfl.  Stebenform  Don  jcrren,  reißen;  ogl.  bai  oberb.  j  er  fein  f. 
jan!en;  n.  2£.  eon  bem  alten  zerben  f.  brcbcn,  winben,  alfo:  etmaö  2)i(i)tocr= 
fc^lungeneö,  23cnt)ictcltc6;  cber  con  bem  iötänb.  torfa,  graben?  —  altnorb. 
u.  fc^wcb.  torf,  angclf.  tyrf,  tyrb,  engl,  turf;  mittl.  lat.  turba,  zurba,  tta(. 
torba,  fcanj.  tourbe)  1)  nieberb.  f.  bie  aui  ®ra6it)urje(n  unb  (5cbe  beflc? 
t)enbe  2)ecfc  ber  (5rbflä'd)e,  bec  Oiafen;  2)  gem.  eine  brennbare,  mit  ^flan= 
jennjurjeln  burd)jcgene  u.  üon  einem  ©rb^arj  burd^brungene  fd}ivaräe  ob. 
braune  (5rbe,  bie  bef.  in  SRieberb.  jur  geuerung  gebraucht  wirb  (Sorf  graben, 
flecken;  Sorf  brennen);  auc^  ein  ein^elneö  ©tücE  Üorf,  eine  ©obe,  (SOt. 
Sorfc);  —  3fc^-  bie  Sorfafc^e,  2(f(^e  tjcn  oerbranntem  Sorf;  ber  S^orf* 
bauet,  ein  Sauer,  weldjer  Sorf  in  bie  ©tabt  fäbrt;  bie  Sovfbinfe  ob.  -femfe, 
eine  auf  mcrajligen  ^lä^en  rca^fenbe  SBinfenart,  9?afenbinfc;  ber  Sorfboben, 
bie  2:orfcrt>e,  ta^  Äorflanb,  auö  Sorf  befte^enbeg  ©rbrcic^  ic;  ber  Äorf; 
graber  ob.  -jlec^cr,  luer  3:orf  grabt  u.  in  »iercctige  Stüde  abfliegt;  bie 
Serfgrciberei,  bas  ®raben  beö  a:orfc6,  u.  ber£)rt,  wo  ei  gcfc^ieljt,  bie  Zox\f 
grübe;  taß  Sorfgrö^,  bie  JKoömarinbeibc;  bie  Slorfbeibe,  eine  ^eibegcgcnb 
mit  Sorfbo&en;  aud)  \.  o.  n?.  9Koor=  ob.  9?o6marinbciöc;  bie  2!orffol)lc, 
Jtol)Ie  üon  aufgebranntem  Sorf;  bie  Uorfmirte,  f.  ».  yd.  9Kirten()eibe ;  baö 
Torfmoor,  ein  «Koor,  in  n)el(i^cm  Sorf  geflocfcen  «irb;  ba^  Sorfmooä, 
eine  2frt  SOiooö  in  ocrwa^lfenen  ©eeen;  ba6  SJorffc^tff,  ein  ©^if[,  auf  n>el= 
c^em  Sorf  fortgef(^afft  wirb;  ber  2:or[fd)iffer;  ber  Sorffp^^ten ,  ©paten 
jum  Sorfjlc^cn;  ber  S^orfn? eiber icf),  Sumpfiteiberic^;  —  Tt'bleit.  torfen, 
giel.  3«.,  lanbfc^.  f.  mit  Sorf  unb  2(fd}e  büngen  (einen  SfcEer). 

torfein,  jieltof.  3^.  (lanbfdj.  auc^  borfcln,  borgein,  tar!eln  2C.;  tjerm. 
mit  bem  lat.  torquere,  brc^en;  ogl.  baö  fc^rcctj.  a;crge,  Sorge  f.  Ärtifel), 
gem.  f.  taumeln;  —  bie  Sorfct,  Tl.  -n  (oltb.  torcul,  torcula;  t»om  lat. 
torcular)  oberb.  f.  bie  Sßeinpreffe,  ÄeUer;  ber  2orfelbaum,  f.  ^reföbaum. 

tornen,  jiel.  3n?.  nieberb.  (auc^  törren)  urfpr.  f.  o.  ir.  turnen  (f.  b.): 
breben,  ivenben;  je^t:  im  Saufe  aufbatten,  b«mmen  (j.  S.  ein  ^ferb  — ; 
ti(^  — ,  f.  fid^  bcmeijlern,  mäjjigen);  baö  Sornbol^,  ©^iffb.  ein  glop, 
welches  man  beim  2fbtaufe  cineö  ©c^iffcö  oor  baöfelbe  legt,  um  bcn  fc^nellen 
Cauf  beöfclbcn  ju  btmnien;  iai  Somtau,  ein  Sau  Ijinten  am  ©c^iffe,  mit 
»veldjem  man  bagfelbe  beim  2(blaufen  auff)ält. 

Sorni)ler,  m.,  -g,  2)?.  to.  (S.  (uon  bunElcr  3£b!unft),  ein  Dieifefac!  wn 

.    *evfe'8  ^anbaöctcvb.  b.  beutf^cn^pc.  2.  Sijeil.  79 


1250  törren  —  Zott 

xin^iQtxhun  gellen,  bcn  man  auf  bem  Siüdcn  tcä'gt,  SfJanjcn  bcf.  bcv  ©ol» 
baten  im  gtibe. 

törren,  3«.,  niebcrb.  1)  f.  b.  w.  tocncn,  f.  b.;  2)  trennen,  auftrennen 
(eine  9iatt));  3)  ficf)  [Irä'uben;  ber  Slörrn  ob.  Sorm,  iiiebcvb.  (=  t)cd5b. 
3ovn?  »gl.  ba6  fjoU.  tornen  f.  {)cftt9  anfat)rcn)  f.  Eingriff  einer  Äronf{)eit, 
g'ieberanfiill;  3:oUf)eit,  5Butf);  ^(nwartblung  einer  2ctbenfd)aft,  3orn. 

2'orfd)e,  n?.,  5)?.  -n,  1.  (auc^  t>k  ®otfd)e,  Sorfen,  Dornen,  bcr  2?or» 
fi^,  Sorfc^  IC;  t5on  bem  ita(.  torso,  ©trunf),  oberb.  f.  ef^barer  Äüf)(|lrunf 
ob.  5Jlenge(,  Äof)Irabi;  2.  f4)irei}.  (aud;  Scvtfc^e;  engl,  torch,  franj. 
torche,  itat.  torcia;  uon  bem  lat.  torqiiere,  bret)en)  eine  gebrc^tc  5ffiact)g; 
fKi(fel;  ber  Sorfdienträger,  f.  ^^aitelträgcr. 

Sort,  m.,  -es,  0.  9Ji.  (oon  bem  franj.  tort,  Unrecht,  «Schaben,  u.  btcfeä 
t),  (at.  tortum,  üetbret)t  k. ;  üon  torquere,  biefjen)  gem.  f.  5^acf)t{)eil ,  SSer^ 
brufS,  hoffen  (einem  einen  Zoxt  antt)un;  einem  etwaß  jum  Soit  ttjun). 

Sorte,  IV.,  ^.  -n,  S3crEl.  bag  S:örtcf)en,  (a(tijo(^b.  turtula,  turtella,  »om 
mittt.  Jat.  u.  ital.  torta.  oon  tortus,  a,  um,  gebret)t,'gc»unben,  urfpr.  ein  ring» 
förmige§  JBacfirerE,  eine  "Kxt  Äringel;  fvanj.  tourte.  engl,  tart,  fi^rocb.  torta), 
eine  2Irt  feiner,  platter  Äudien  üon  ^nrferteige,  auf  einem  S3tcd^e  im  Dfen 
gebütfen,  gefüUt  ob.  ungefüUt  (j.  S5.  ^Cpfcl--,  «pflaumen^,  Äirfc^tortc;  SBrob=, 
SOianbet',  ©anb-,  gfiat)mtottc  jc.);  el)cm.  au^  f.  ^Pajlete;  uncig.  9fiaturi  eine 
2rrt  meUenförmig  gewäfferter  2(rd)enmufd)el:  —  3fe^-  ber  S'ortcnbädfer, 
bie  Sortenba(fertnn;  bas  Sortenblec^;  bte  Siortenpfanne;  ber  Sorten* 
teig,  u.  f.  f. 

tofen,  jicllof.  3n).  m.  l)abcn,  (auf  bem  ©runbe  u.  burd^  fficrmifc^ung 
tton  gttjci  oevfe^icbcncn  3citro.  bcr  alten  Sprache  cntftanbcn,  bercn  SBurgetn  fid) 
jeboc^  nal)c  bcriit)ren:  1)  altl)0(^b.  dosjan,  uerbcrben,  doson,  mittell).  dr'sea, 
tofen;  SBurjel  dus,  urfpr.  thus,  ogt.  baö  altnorb.  thys,  ©türm,  thysia,  ftüv= 
mcn,  thausn,  ©ebroufe;  2)  altl)0d)b.  diuzan,  mittcll).  diezen  (g)rä't.  duz,  duz- 
zen)  unbdozeii,  Reuten,  raufd^en,  braul'cn;  altnorb.  thiota.  angelf.  dheotan; 
»gl.  baö  gotf).  thuthaurn,  Srompetc;  Sßurjtl  duz,  urfpr.  thut,  üielleidjt  = 
fanö!r.  tud,  lat.  tnd,  tundere,  alfo  cig.  l)eftig  bewegen,  fto^en;  — ■  oberb. 
bo^cn),  bef.  oberb.  u.  bid)t.  f.  heftig  raufd)en  ob.  braufen,  »on  ©cwittern, 
bid^tcm  ®uf6regen,  jlürjcnben  SGBajTcibai^cn  u.  (fd^iüeij.  eS  tofct,  f.  ein  ®e- 
witter  fommt  braufenb  f)eran):  uncig.  f.  lärmen,  feinen  3orn  anblaffen,  to- 
ben, TOÜtben;  ber  ob.  ba6  Soä  (altb.  der  ddz,  duz;  oberb.  So^),  alt  u. 
f^irccij.  f.  baS  Oiaufd)en,  SSraufen,  ber  (S^ctrittevflitrm,  »gl.  ba§  (Setöfe. 

Soffen  ob.  2)ofyen,  m.,  -6,  2}?.  ro.  6.,  fc^rccij.  f.  ein  ()en3orragenber 
gelfenjaffen. 

Soll:,  m.,  -e^,  5D?.  -e,  nicberb.  (oberb.  bcr  ®  ojlcn,  Sof^  en,  ®ofd}; 
engl,  tassel)  f.  S3ufd},  S5üfd)el,  Äiiafle,  Srobbel;  auc^  ©ipfel,  ©pi^e. 

Sote,  l».,  5J?.  -n,  nicberb.  urfpr.  ^ütUt  (ugl.  Sott);  50^utterpfcrb, 
©tut«. 

tötfd^en,  jicl.  3tt)-  (»gl.  tafc^en,  tütfd)eln;  l)oU.  toetsen,  franj.  toucher), 
f(^n?eij.  f.  betaflen,  mit  ben  j^ingerfpt^en  beriifiren;  ben  ®runb  eines  aöaf- 
ferS  mit  einer  ©tangc  ftupfen,  flogen,  um  iii  gifd^e  ing  9ie^  ju  treiben  :c. 

Sott  ob.  Sott,  m.  -en,  5».  -en,  u.  bie  Sott  ob.  Sötte,  fOT.  -en,  oberb. 
(autlö:  bcr  Sob,  bie  Soba;  ber  Söttel,  u.  ik  Sottel,  Sotten;  altljoc^b.  toto, 
tote,  m.  u.  tota,  tt».;  mittelf).  der  u.  diu  tote  ob.  totte;  urfpr.  SSatcr  u.  9Rut« 
UXy  »9l.  Satte)  f.  ^atlje,  ^atf)inn  (ber,  bie  Sauf*,  girmtott  ;c.). 


tömn  —  ^xa(i)t  1251 

töroeriy  3to.  nfcberb.  (bö'n.  toVen;  ogt,  bai  ongclf.  thafian,  ©ebutb  f)abeti, 
Ictbcn)  1)  ^tclfos  f.  warten,  üerrocilen,  fiel)  ßebulbeit;  2)  jiel.  f.  einen  nn= 
l)a{ten,  aufhatten,  verhaften. 

S^üwer,  m.,  niebcrb.  f.  3ubcr. 

traben,  jicdof.  3»t».  m.  fein,  wenn  dne  DrteDcfiimmung  bannt  »crbunben 
wirb,  m.  i)aben,  wenn  cö  bie  S^cwcgung  an  fic^  bcjci(^nct,  (mittcK;.  traben 
u.  drabe«;  oberb.  gcttJ.  trappen;  ntebcrb.  brareen;  fc^web.  trafwa;  engl, 
trnjje,  {jin  unb  i)tt  laufen;  mittt.  lat.  tripedare,  tripare;  ogt,  au^  baS  oberb. 
trab  ig,  träbig  f.  gefdjaftig  unif)crlaufenb,  nieberb.  bratoatien,  gefdjäftig 
ftin  unb  f)cr  laufen,  oberb.  traOatten,  fit^  abmüf)cn,  engl,  travel,  reifen, 
»anbcrn,  franj.  travailler,  arbeiten  Jc,  mlö^e  »iclleic^t  mit  traben  jufam* 
nienl)angcn,  obiüo()l  man  baö  franj.  travall,  wclc^eö  aud)  bcn  Sf^otljftatl  bcbcu* 
tct,  gern,  auf  baS  mittl.  lat.  trabale,  trabalium  oon  trabs,  Salfen,  jurücfful)rt), 
urfpc.  nbai).  treten,  Qei)eny  marfd)iren  (j.  SS.  bem  .i^cerc  na^trabcn,  b.  i. 
nac^iict)en;  bal)cr:  bcr  5Ö  or-,  9lad^tr ab;  ogl.  auc^  t)OC^  trabe nb);  gew. 
f.  laufen,  bef.  ftarf  auftretenb  u.  mit  furjen  <Sd)ritten  ol)ne  «Sprünge, 
in6bef.  üou  oierfüfigen  St)teren  (Säg.  bie  «^irfd^e,  SBölfe,  güd^fe  traben),  in 
engfler  S5eb.  t)on  ben  ^fcrben:  im  Xxübe  (f.  u.)  ge{)en  ob.  laufen,  ocrft^. 
öon  bem  ©eljen  im  ©djritt  u.  oon  bem  ©alopiren  (ba§  ^ferb  trabt  fc^wer, 
ob.  leicht,  fanft;  ein  ^fcrb  traben  lajfcn;  ba^  ^ferb  i|l  eine  SÄeile  weit  ge* 
trabt;  aber:  eS  l)at  eine  ©tunbe  lang  getrabt);  auc^  im  Srabe  reiten  (bec 
SReiter  trabt,  i^at  lange  getrabt,  ijl:  nac^  9v.  getrabt);  bec  ^xab,  -eg,  ^. 
(fetten)  2;rabe,  1)  (oberb.  Srapp,  nicbtrb.  25raw,  f^web.  traf)  bag  S^raben, 
bie  trabenbe  SSeivegung,  bef  üon  ^ferbcn  ber  (3cf)neU3ang,  wobei  bie  ein« 
anbcr  in6  Äreuj  gegenüber  befinblid^en  gü^c  juglei^  abwc^felnb  oorwärtö  be* 
wegt  werben,  auc^  bec  Srott  (baö  ^ferb  ge^t  im  Srabe  ob.  ben  Srab;  cS 
ge^t  einen  fdjwcren ,  f)arten,  ober  leidsten,  fanften  Srab;  fic^  in  Srab 
fe^en;  Srab  reiten  K.);  2)  (lanbfc^.  auc^  2)rap,  Srap;  oiclleic^t  »on  anbe- 
reni  Stamme)  eine  Äranffjeit  bec  @c{)afe,  wobei  fie  fi^  niebeclegen  u.  an 
ben  Sü^en  beiden  ob.  bk  Änice  reiben;  bec  Sraber,  -Ö,  Wec  tcabt;  inöbcf. 
ein  trabcnbeS  '^fecb,  in  3fe&.  mi  J^art^,  «^oc^<,  ©(^ncUtraber;  aud^  ein 
^ferb,  tveld^eg  ^möhnüci)  im  S^rabe  gel)t,  ein  2!rabgänger. 

S^rabcn,  m.,  -g,  5^?.  iv.  6.,  ianb[(^.  f.  bie  fdjwimmenbc  5Q3affer; 
ob.  @tad)e{nuf6 ,  f.  b. 

Araber  ob.  Srebcr,  aui^  Slräbern,  bie,  o.  ©.  (altb.  treber,  pi.,  u.  f.  sing, 
f.  -püife;  oberb.  bk  Strebern;  niebevb.  ®raf;  fc^web.  draf;  angelf.  drabbe, 
Jg)efcn;  ocrw.  mit  bem  angelf.  drof,  trübe,  f^mu^ig?),  bie  Uberbtcibfel  üon 
au^geprefften  ob.  au69efod)ten  klingen;  j.  «8.  bie  «ipulfen  ber  auögeprefften 
SBeinbecren,  Dlinen  jc. ,  au(^  Srefler,  Slrieflec;  bef.  bie  v^iilfen  üon  bem 
auögebrauetcn  SJJal^e,  lanbfc^.  auc^  bie  (Seif)e  ob.  bec  ©eif);  ba^  Srabcr* 
biev,  SJai^bier;  bie  Si'äbergrubc,  in  Srauercicn  eine  ausgemauerte  @rube, 
in  wctd^er  bk  Sraber  gcfammelt  werben;  baä  2tebra(^,  bair.  ber  fejle  ©toff, 
welker  beim  2(bfieben  bc6  Ääfcwaffere  »on  faurcr  SERitd^  ju  Sobcn  fdUt. 

trocken ,  fc^weij.  u.  oberb.  3w. ,  f.  tccdien. 

Zxa6)t  1.,  n?.,  9}?.  -en.  (mittell).  trabte,  traht;  oberb.  Srae^t  u.  Sradjt; 
nieberb.  S)ragt;  fc^web.  dragt;  ton  tragen,  f.  b.)  1)  VO\Vi  getragen  n?irb; 
in6be[.  fo  t>ie(  auf  einmal  getragen  tvirb  (j.  S.  eine  Sra^t  ^olj ,  SBaffer 
2C.;  uneig.  eine  Zvaö^t  ©(i^lage,  ^rügel,  b.  i.  fo  ml  einem  auf  einmal  gleid^f. 

79* 


1252  trad)ten  —  Uäo^e 

aufgetabcn  njcrben),  bcf.  fot>tel  ©«richte  9(eicl)jeitig  aufgetragen  werben,  f. 
V.  m.  ein  ©ang  (eine  Zxadjt  gpcifcn;  bret  Srad^tcn  n.);  bie  2eibcgfrud)t, 
namcnttid)  »on  Stjicren:  bie  fämnulicf)en  gleichzeitig  geworfenen  3u"g«« 
(eine  Srodjt  >^unbc ,  Äa^en  K.);  lanbfc^.  f.  ber  Ertrag  eine<5  2lcferg:  ferne»: 
bie  Äleibung,  we(d)e  man  tragt,  bie  "iixt  u.  5Seife,  fict)  ju  fteiben,  Äleiber^ 
tract}t,  'lO^obe  (itnc  fc^öne,  {)äi6lid)c,  bequeme,  loflige  k.  Srac^t;  bie  tüiÜfdjc, 
po(nifcl)e  Stacht,  t)ie  fSc^ioei^ertrac^tcn  K.)i  "i)  i)Ci^  Sragenbe,  baöjenige, 
worauf  etwas  ruht:  nitbcrb.  \)([i  »Sdiulterjocb,  njoran  man  ©imcr  u.  b^t. 
trägt:  ©attl.  bie  Krümmung  ber  ©tege  am  ©attelbaumc;  3)  ba^  S^ra^ 
gen  ob.  bie  2!rag!raft:  Sauf,  einem  58at!cn  fjinldnglic^c  Stacht  »erfctajfm, 
b.  i.  i^m  buvd)  Srcigcr  jc.  bie  9ct)öri9e  giftigfeit  geben;  ein  ©tücE  ^olj  juc 
Stacht  bringen,  b.  i.  tg  fo  i)oi)i  legen,  bafii  es  mit  feiner  eigenen  JCvaft  trQ= 
gen  mu[g;  obttb.  f.  ©cbwangerfchaft;  —  2(bleit.  tvcid)tig ,  SSm.,  eine 
3!rad)t  fjabenb,  tragenb,  inebef.  ©c^iff.  eine  geniiffc  Sva4)t  ob.  Cajl  fiit)renb; 
oon  S^iiren:  2eibeöfrud)t  tragenb,  ogt.  fdiwanger  (eine  trächtige  Äut),  ©tufc, 
^iinbinn  2C.);  alt  u.  obcrb.  auc^  oom  ©rbboben:  t^rud}t  tragenb,  frud)tbar, 
ergiebig  (ben  ffloben  tro^tig  madjcn);  bie  Slrüd^tigfeit,  iia^  Srad)tig''ein 
(j.  S.  eincö  ©(^iffeö,  eincö  S^icrcS  jc). 

trai^ten,  3nJ.  (attt)OC^b.  trahtdn,  drallton;  mittel]^,  trabten,  ^rat.  trahte; 
ongclf.  trahtjan;  fcfenjcb.  tragta;  —  tt>tft)rfd).  nic^t  üon  ttqgcn,  fonbcrn  von 
bot  Sßurjicl  trah,  n50t)ir  ba6  tat.  trahere,  obcrb.  treten,  niiberb.  trccf  en, 
b.  i.  sici)en,  flammt;  alfo  urfpr.  flatf  ^ietjen,  fid)  anfpanncn,  anflrcngen;  ober 
aud)  unmittelbar  »on  btm  lot.  tractare  entul)nt,  ba  bie  ältcfte  SBeb.  im  2tltb. 
u.  2fngetf.  ,et>üaö  betreiben,  abl)anbe!n,  iibcrlegen"  ift),  1)  jiel.  üöUig  olt.  f. 
erfinnen,  erwägen,  beobad)ten,  über  etwag  nad)bcn{"en  (nur  nocfe  in  be:= 
tvadjten);  »lt.  f.  etwnö  jU  erlangen  fud)en,  erflreben  {bikl.  tradite  nic^t 
SPöfcg  reibet  betnen  geinb);  2)  giro.  jiiUog  m.  f)aben,  fid)  anfirengen, 
eifrig  bemut)en,  um  etwaä  ju  erlangen  ob.  ju  bewirken,  finno.  flreben,  rin; 
gen  (j.  S8.  bibl.  l'ie  tradjtetcn,  ©djaben  ju  ti}un;  bcf.  nad)  etwaö  trad^  = 
ten,  j.  S.  nad)  (5t)renftcllen ,  nac^  ERcic^t^iimevn  ic. ;  einem  nad)  bcm  Silnn 
tradjtcn,  b.  i.  ibm  baö  ßcbcn  ju  nehmen  fucbcn);  bie  Svac^t  2.  (altb.  tmlita, 
trahte;  auch  truhtunga)  üöUig  ult.  f.  bci^  Sinnen,  bie  Überlegung,  Setradi; 
tung,  baö  Streben,  (bal)cr  noch:  (Sintvacht,  Swietra^t,  f.  b.;  auch 
»ohl:   nirbcrträchtig). 

^^rac^tcr  ob.  Slräc^ter,  m.,  -ö,  Wl.  w.  (5.,  alt  u.  obcvb.  f.  Atrtd);= 
ter,  f.  b. 

träci)tig,  f.  unter  Slrai^t  1. 

Srab  üb.  Srabe,  aud?  2!rate,  w.,  ^.  -en,  (althod^b.  trata,  mittelh-  <!>" 
trat,  auch  der  trat  f.  3:ritt,  ©pur;  altfdchf.  trada;  üon  treten),  alt  u.  obcrb. 
f.  betretener  2Beg  (nieberb.  Srebbe);  5Bagenfpur,  (Sjeleife;  93iet)trift, 
©emeinweibe  (fcbwei^.  Sratte;  baher:  baö  3:rattrecht  f.  baö  Siecht, 
fein  SStch  ouf  bie  ©emeinireibe  ga  treiben;  SEratt»  ob.  Slrabfteinc,  ©renj- 
fteine  einer  Ärift). 

Sragaltar  k.,  tragbcir,  2rage,  f.  unter  tragen. 

trage,  Sir.,  (5omp.  trager,  ©up.  trä'gfl,  (alt^ochb.  tnigi,  traki,  mittellj. 
traege  u.  üli  SRm.  trage;  obevb.  trag:  nieberb.  traag;  altnorb.  tregr,  fd^rotb. 
trog;  —  nid;t  oon  bec  SSSur^el  trag,  tragen,  welche  im  ©otl).  ÄUnorb.  u. 
'KU\ää)l  drag  lautet,  fonbern  »on  einem  urfpr.  trag,  alö  9Ubenform  »on  trah, 


tragen  1253 

ik^in;  ogf.  bJ§  a(tnorb.  trega ,  jaubern;  ottfä^f.  tregan,  öerbricpen,  lang« 
»reifen,  tr.'igi,  Übcrbrufö  ,  CangntcUe;  baö  ntcbcrb.  trerten  f.  jiefjen;  obevb. 
tr  acte  In,  t)criimjie()en,  nidjt  fertig  »r erben,  triictfcn  f.  jögcrn;  franj.  tr;ii- 
ner,  urfpr.  traigneru.;  f.  aud)  trachten),  (atigfiim  unb  fci^leppenb  in  bec 
föeircgung  fbcr  (Sfe(,  bie  (Sc^nectc  finb  trage  Sfifcre);  abgeneigt,  fid)  ju  be* 
wegen  u.  feine  Ärafte  ju  gebrtuirf)en,  2(nflrengung  u.  ?{rbeit  fd)euenb, 
unluftig  jitr  3;[)ä'tigfeit,  finno.  oerbroffen,  läffig,  wcnigcc  ^avt  u.  cbfer,  als 
ffllU,  (trage  fein,  ein  irriger  SJZenfd);  träge  JRaft);  uneig.  bic^t.  oon  bcr  3cit 
f.  (angfam  üerftreid}enb,  jögecnb;  9laturl.  üon  atlcn  leblofen  Äörpern  f.  un^ 
oevmögenb,  fidi  ju  einer  ä)eranberung  ihreS  3itft'inbe3  ju  beflimmen; 
niebcrb.  f.  matt,  fraftlog,  ermübet;  —  3(blcit.  bie  S^räge,  o.  901.  (attb. 
liagi,  traege;  mittell).  auc^  der  tr.^c,  ®.  träges),  gew.  bie  Sräflbett  (altb. 
tnlgheit,  niebcrb.  Slraag^cit),  bci€  Sragefein ,  bie  Undift  juc  2(nflrengung 
feinet  Ävaff«.  ^frbeitfc{)eu ,  finno.  5öerbroffen^eit,  SäffigOeit,  f)ärtcr:  gau(= 
f)eit;  aud^  f.  ßangfamfeit:  nieberb.  f.  ^D^attigfeit;  ?«aturt.  bie  natüvlid)e 
€'?eigung  eine?  Äorperä,  in  feinem  Snftanbe  311  «erharren,  ob.  beffen  Un» 
vermögen,  fid)  jur  SScroegung  ob.  Sf^ufjc,  at»  fficränberung  feines  3uflanbeS,  ju 
beftimmen  (baö  @efe^  bcr  3:ragl)eit):  bie  Srcigl)elt§fraft,  ba§  95cf)arrung6^ 
vermögen  (lot.  vis  inertiae);  trciglic^,  f8ro.  u.  9tnj.  (mittclt).  traeclfch,  nie* 
bcrb.  trä'gtiE)  ait  u.  lanbfd).  f.  trage,  (angfam,  t>erbroffen;  matt,  fraftloö; 
elenb,  jammertidi;  bec  Srcigling,  -e6,  ^.  -e,  9leum.  f.  ein  träger  5D?enfd). 
tragen,   jicl.  3»-  abrüut.  bu   trä'gfl,   eu   tragt;   3mpf.   trug,   (Sonj. 

trüge;  SKm.  getragen,  (altt).  tragan,  ^rät.  truog;  mittel!),  tragen,  tmoc; 
QOti).  attfot^f.  angelf.  «Iragan,  altnorb.  draga;  engt,  drag  u.  draw,  jicljen; 
niebcrb,  b ragen,  ^rat.  broog,  tragen,  »g(.  trectcn  f.  jicf)cn;  —  bie 
SBurjel  trag,   urfpr.  drag,  fd)eint  =  lat.  trah,  WOfjer  trahere,  jitf)en),  übcif). 

etwag  burd)  feine  Äraft  unterflii^en ,  foreohl  im  ©tanbe  ber  9?ut)e  (finno. 
(galten),  ali  aud)  ber  SSeiregung  mit  Ditöoeranberung  (finno.  führen, 
bringen,  fort fi^ äffen),  inöbcf.  1)  jitl.  a)  ctg.  Don  lebenben  5öefen 
(eine  ßaft  auf  bcr  ©c^ulter,  auf  bem  Äopfe,  auf  bcm  3?uctcn  tragen;  bie  ©fei, 
bie  .^ameile  :c.  tragen  fc^were  Saften;  ein  Äinb  auf  bcm  3(rme  tragen;  eine 
£cid)e  ju  ©rabc  tragen;  bafjer  bilblic^:  einen  auf  ben  .^änbcn  tragen,  f.  J^anb; 
öuf  bcibcn  3(c^fcln  tragen,  f.  "Käj^tl),  u.  ocn  unbelebten  Körpern  (bie  ©äulcn 
tragen  ba6  S^ac^;  baö  (S^iff  trägt  1000  Ca|l;  bai  (5iö  trägt  gro^c  fiaftroa« 
gen),  auc^  ot)nc  3tetn).  f.  Sragfraft  ()aben  (baß  ©iö  trägt  f4lon);  in  engerer 
SBeb.  (tmai  bei  ob.  mit  fid)  füt)rcn  (®c(b  in  ber  Za\d)e  — ;  fßjaarcn  oon 
^Qufe  JU  Jpaufe  — ;  SSticfe  f)erum  tragen;  baf)cr  bilbtic^:  SRcuigfcitcn  qu§ 
einem  ^aufe  inä  anbere  tragen;  einen  ©cbanfen  mit  ftc^  t)crum  tragen);  ets 
VDCii  an  feinem  ßeibe  {)aben  u.  führen,  bamit  befleibet,  üetfef)en,  ob.  mi- 
geriijlet  fein  (Ä(cibung6|tücfe,  einen  Übcrroc!,  ©d)u{)e,  Stiefel  zc.  — ;  fein  eig- 
nes .^aar,  eine  ^crrüde  — ;  einen  fRinq  am  ginger,  eine  Äctte  om  ^alfe, 
5Ba|fcn,  einen  2)egen  ic.  tragen;  ein  3eug  trägt  fid)  gut,  b.  i.  läfft  fid^ 
gut  tragen,  i)ält  [lij  gut,  wenn  man  \i)n  trägt);  üon  2;f)ieren:  eine  ßeibeg; 
frud)t  tragen,  trad)tig  fein,  ot)ne  3ielnj.  (bie  Äul)  trägt;  eine  tragcnbe  Auf) 
K.);  t)on  bem  ©vbbobcn  u.  öon  (S^ewadjfen:  Srüd)te  f)ert)orbringcn  (ber 
Äctcr  trägt  Äorn  3C.;  ber  SSaum  trägt  grüc^te;  ouc^  ot)ne  ^klxt>.  j.  SB.  fan* 
bige  gelber  tragen  nic^t  alle  5af)re;  bcr  2tpfelbaum  f)at  bicfcS  3at)r  nt^t  ge= 
tragen;  mani^er  ©amen  trägt  l)unbcrtfä(ti9) ,  bol)er  auc^  f.  ßttcag,  ©eroinn 


1254  tragen 

bringen,  ima€  eintragen,  einbringen,  abwerfen  (j.  S.  bieg  ®iit  trägt  nfc^t 
viel;  bai  ®elb  trogt  ii)m  faum  5  com  .^unbert);  ücm  Körper  u.  einzelnen 
Äörpertljeilen  f.  (galten  (feinen  Äörper  gerabe  tragen;  bcn  Äopf,  bie  9?q[c 
l)od)  tragen,  bef.  bilbltc^  f.  tjo^mütfiig  fein);  b)  untig.  bie  (Stimme  tragen, 
b.  i.  in  g(eicl}er  .^öfje  ob.  ©tä'rfe  ()alten  u.  üon  einem  Sonc  jum  anbern 
fanft  Ijinübergleiten  lajfcn;  emai  2äflige6,  58cfci)»\)crlid}cg,  25rücfenbeS  auf 
ftd)  f)aben,  ertragen,  erbulben  (j.  S.  bcä  3;ageg  Üaft  unb  ^i^e  — ;  einen 
Unfall,  eine  ©c^ulb  — ;  bie  Äoften  tragen;  bas  Sanb  fann  tie  großen  3(uf= 
lagen  ni^t  tragen);  in  weiterer  Scb.  übcrl).  etiraö  i)abenf  füf)ren,  (g.  35. 
ein  llmt  tragen;  gem.  unr.  haft  meineä  tragenben  2(mte6,  r.  fraft  beö 
3fmte6,  tt)cl(^eS  iä)  trage;  einen  5Kamcn  tragen,  b.  i.  fiifjren),  bef.  ücn 
@emüt()6ben)egungen  ob.  (Smpfinbungen  (©ovge  für  eticaö — ,  Siebe,  ^afä 
gegen  Semanb  — ;  ©(^cu  tragen;  2cib  um  etrvai  tragen);  etiva^  baüon 
tragen,  b.  i.  erlangen,  befommen  (j.  35.  ben  ®ieg  — ,  ef)re,  ©djimpf. 
©c^anbe  ic.  — );  ctrcaS  in  ein  S5ud}  jc.  — ,  eintragen  (f.  b.),  einfcl)reiben 
(j.  33.  Semanbö  Flamen  in  eine  ßifle  — );  2)  rücfj.  fid)  —  ,  f.  gcEleibet, 
anget^an  fein  (j.  S.  er  tragt  fic^  cinfa^,  vcinlic^  ic);  ftd)  t)alten ,  fei; 
nen  .Körper  tragen  (j.  35.  fic^  gcrabe,  ob.  !rumm  tragen);  fid)  mit  eU 
tra5  — ,  b.  i.  eine  ©ad)e  g(eid)fam  mit  fid)  herum  tragen,  fte  fortroaf); 
renb  im  ©inne  f)aben ,  fid)  anf)a[tenb  bamit  befd)dftigen  ( j.  33.  er  i)at  fic^ 
f(]^on  lange  mit  bem  ©ebanfen,  mit  bem  ^lane  ic.  getragen;  man  trägt  fi^ 
mit  bem  ©erü^te  ic);  3)  jielloS  m.  t) ab i-n  f.  bie  Äraft  t)aben,  fid)  ob, 
etwai  big  5U  einem  geiviffen  fünfte  ju  beivegen  ob.  ju  erflredfen,  finno. 
reidien  (j.  35.  ia^  ®etüef)r  tragt  Ijunbert  ©d)ritt  n>eit;  mein  ®efi(^t,  meine 
2(ugen  tragen  ntc^t  fo  wcitjc);  —  3fe^.  ber  Svagaltar,  ein  tragbarer 
3(ltar,  bei  öffentlichen  Umjügen  bef.  in  ber  iati)ol.  «Kirche  gebrandet;  bie  ^^rog« 
bai)re,  f.  S5al)re,  Srage;  ber  Sragbaifcn,  jeber  Salfcn,  itjcldjcv  eine  Jajl 
trägt,  Srä'ger;  baö  Sragbanb  ob.  Sragebani),  ein  {lar!e§  Sanb,  mittelft 
beffen  man  eine  Saft  trägt,  Sragriemcn;  auc^  f.  ^ofentroger,  f.  b.;  3im' 
merl.  Bürge  fdjief  flef)cnbc  S3aul)ölger,  lüeld^e  eine  ßajl  tragen  Ijetfcn,  ©tü^=  u. 
©trebebänber;  ber  Siragbaum,  ein  fiarfcö  ^olj,  mittelft  bejfen  man  eine 
fiafl  trägt;  aud)  ber  ©tampfbaitm  in  ^apiermül)len;  baö  Srag;  ob.  Srage* 
hittj  ein  35ett,  in  welchem  2emanb  liegenb  fortgetragen  mirb;  ber  Srag-  ob. 
Stögeborf ,  f.  33o(J  3.;  bie  Sragebud^e,  lanbf4).  f.  ik  gemeine  Siottjbuc^e 
(»eil  fte  S3u^eic^eln  trägt);  ba^  Sragt)auä,  lanbfd^.  f.  bii  33ärmutttr  ber 
Zi)iiU,  h.  ber  Sragfatf;  ber  Sva9t)ebe(,  ein  Jpebel,  mittelft  beffcn  eine  Saft 
öufget)oben  wirb;  ber  2!rögf)tmmel,  eine  an  ©tangen  tragbare  gierlid^eSecfe, 
tücl^e  hd  feierU'd)en  2(ufjügen  u.  bgl.  über  g)erfonen  ob.  ©a(^en  getragen 
Wirb  (fr.  33atbadöin);  bie  Srag-  ob.  Slragefnoöpe,  grud^tfnospe  einee  3Sau= 
fflcö;  ber  Srag*  ob.  S^rageforb,  ein  mit  33änbern  üerfef)ener  .Äorb,  in  »cl= 
^cm  man  Saften  öuf  bem  «Rütfen  trägt;  tat  Srag-  ob.  Sragereff,  f.  Sleff  3.; 
ber  Srag  -  ob.  Sragcring ,  an  Safttagen  ein  großer  cifeincr  S^ing ,  mittelft 
bejfen  ber  £Rungjlort  auf  bie  Jtc^fe  gejtcctt  wirb;  auci^  ein  ©trol)ring,  welchen 
man  unterlegt,  wenn  man  Saften  auf  bem  Äopfe  trägt,  ooi^:  Sragfranj; 
ber  Sragfacf ,  f.  aragf)aug;  bai  Srngefd^af,  Sanbw.  f.  n.  re.  SKutterft^af; 
tag  Slrag*  ob.  2ragefei(,  ein  ©eil,  mittelft  bejfen  man  eine  Saft  trägt;  bet 
Sragfeffel,  Sragftut)!,  ein  ©effel  ob.  ©tul)l,  auf  welchem  figenb  man  fic^ 
forttrogen  lajfen  fann,  »gl.  ©änfte;  bie  2!rögefpni^e,  eine  tragbare  geucr« 


Zvä^i)i\t  —  Si'am  1255 

fpii^e;  bec  3!riig|!cin ,  lanbfc^.  f.  JtiQüJlei»;  bcc  ülragjlempet,  Sccatu. 
«Stempel,  b.  t.  aufred)t  jltljcnbe  Sciumc,  welche  bie  £luert)ütjec  in  bin  £c^äd)= 
ti-n  tragtn;  bU  S^ragflÜljC,  eine  ©tii^c,  welche  eine  Cajt  tragen  t)ilft;  t)Cii 
rSrag--  ob.  gtro.  Srcigwcrf,  Su-^id.  ein  Srettcrgerüft  übet  bcv  SBofTccfeige  in 
einem  ©toltcn,  um  barauf  ein=  unb  auß^ufa^ren  (auc^  3;r  c  et  id  t  r  fj;  —  "üb-- 
Icit.  bic  3;rage,  9)?.  -n,  1)  übct^.  ein  ^üertjeug  jum  Siragcn,  tnebef.  ein 
Qug  jnjei  burd)  SliierfprofTen  üerbunbcncn  ©tangcn  bejtcbcnbte  ©erdt^,  eine 
S3al)ie  (Jpotj=,  ©tein»,  gjtifltragc  k.):  auc^  f.  ba6  2(ct)fc(iocl)  ob.  bie  Siad)! 
(f.  b.);  obcrb.  f.  (Sd)ubf\nTcn;  lanbft^.  f.  bie  ©ebaimuttec  bec  atjicre 
(obtrb.  bic  Srag);  2)  bair.  (bie  2rag)  f.  23orniunbfd)aft,  auc^  bic  2rag= 
nci,  {bat)ei- :  ba»  S  r  q  g  U  n  b ,  bei-  S  r  a  g  f  o  1;  n ,  bie  S  c  a  g  t  o  d)  t  e  r  f.  SKün» 
bei;  Srog  neiget  bcc  f.  3}Jünbetgcibec,  u.  bgi.  m.);  ber  Srcic^cr,  -6,  5)?. 
\v.  (S.  (altb.  tragari;  obeib.  Svagci),  bie  Svä;]crtnn,  5i}?.  -en,  1)  übcd).  reec 
cnna6  trägt,  insbcf.  eig.  roer  eine  ßajlt  trägt  u.  fortfcijafft  (altb.  cudj  tregll, 
tregcl;  obecb.  aud^  Srdgler;  j.  SB.  ein  Ca{l=,  <Za<£' ,  ©änftcn^,  l'eicbentca= 
ger) ,  it»er  emai  in  bcn  ^änben  ()ä(t,  füf)rt,  herumträgt  (j.  33.  ein  gac£el=, 
©d;n?ertträgev;  bcr  SSrieftcager);  uneig.  alt  u.  obcrb.  (Äcagcr)  ein  beauf? 
tragfec  9.^ormunb,  Jiirforger,  SSertreter;  [djtreij.  xviv  ben  ßet)en=  ob.  ®runb= 
jinö  einju^ieljcn  üerpflid}tct  ifl  (baljcr  bie  S^cagecei,  f.  ®runbjin6lel)en); 
2)  ein  tragenbe^  2)ing,  j.  SS.  S5au!.  ein  Pfeiler  ob.  eine  ©äule  2C.,  rcel^c 
ein  ©efime  trägt;  3immerl.  ein  ilragbaüen;  "Unat,  bec  erfte  «^al^ivtrbet, 
auf  welchem  ber  JCopf  rul)t;  ^ftanj.  bie  ©taubfäben;  an  btn  ^pfccben  ber 
S^eil  im  S[«aule,  welcher  bog  SKj^bflüct  am  3aume  trögt;  bec  2;rä9Crlot)n, 
ioi)n  beä  eafttrdgerö;  bie  Sragung,  fcUen  f.  feaö  fragen;  tragbar,  fßm. 
1)  wai  getrogen  loerben  fann  ob.  jum  Srogen  eingerid}tet  i[t  (eine  trag= 
bare  Saft;  ein  tragbarer  2(ltar,  ©cffcl  u.  bgl.  m.);  2)  waS  tragen  fann  ob. 
trägt,  Srud)t  brtngcnb,  frud^tbar  (ein  tragbarer  SSaum,  2trter  k.);  »on 
ai;icren  f.  o.  m.  träd)ttg  (eine  tragbare  Äulj  :c.);  bie  Alragbarfeit,  baS 
Sragbacfein,  bie  tragbare  S5efcl)affenf)eit  in  betbcnScb.;  träglld),  SSra., 
fit.  f.  ertcäg(id),  \va^  fid)  ertragen  (äfft. 

Srägl)f it ,  f.  unter  träge. 

2'-ragl)immel  2C.  —  Slrägn^crf ,  f.  unter  tragen. 

Sraib,  f.  u.  m.,  -eg,  obcrb.  f.  (53etreibe  (f.  b.). 

traf  ein,  3«?-)  niebcrb.  ©c^neib.  f.  ba^  Butter  mit  weitiäuftgen  <Stid)en 
an  baS  £)berjeug  fefl  nä()en,  fo  bafö  c6  ot)ne  galten  glatt  anliegt,  auc^: 
anfd)lagen. 

Sraljc,  n?.,  9J?.  -n,  tanbfcfe.  bef.  niebcrb.  (i)oü.  traali;  »on  bem  franj. 
treille,  treillis)  f.  ©ittec,  (Sittcrwecf ,  ©arten?,  Sßeingelänbec  2C.;  i)ai 
Zxciliiwed  ob.  S^rallwerf ,  f.  ©ittcrmccE,  ©c^iffb.  g{öftern:'erE. 

trall,  Sn?.,  obcrb.  f.  grob,  berb,  plump;  träll,  trat,  SBnj.,  f(^n?cij.  f. 
einfältig,  bumm;  ber  Stalle,  fc^wcij.  Stall,  (ogl.  ScoU)  f.  unsefd)t(fter, 
plumpec  9}?enfd) ,  ßinfaltgpinfcl. 

trauen  u.  gcrc.  ücrjt.  ttalietn,  ttäUetn,  lanbfc^.  gem.  au^i  trallallen, 
jiellof.  u.  jiel.  3n).  (©i^aUnj.  entjlanbcn  au6  ben  bcbcutungelofcn  ©ilbcn  tra 
la,  tca  licum  u.;  »gl.  tciUccn),  eine  ©angiueife  o^ne  SBortc  mit  m^tö= 
bcbeutenbcn  ©ilbcn  fingen,  laUenb  fingen. 

Stam  1.  m.,  -eg,  9)?.  -e,    (mittelf).  der  txam  ob.  trame,  ®.  -eu;    obcrb. 

ou(i^;   Sraum,   fd^wctj.  boö  acömu.  bec  Scömen;  »gl.  baö  altnorb. 


1256  Sram  —  Sran! 

thrimil,  Änorreti,  thremr,  ©d)tt)cUe:  fc^ttjcb.  tram,  trum,  Stiicf  üon  einem 
Saume;  lat.  trabs,  SSalfen;  uern).  mit  Srumm;  SD3ur;fcl  trab,  tram,  ^qx-- 
fc^Iagcn,  ^evflüdcn?),  alt  u.  (anbfc^.  f.  S5a(fen,  jlarfec  SSaum,  j.  S.  öflr. 
ber  jtarfe  Sal!en,  rocfdjcr  iik  ^immerbecEc  trägt;  ntcberb.  bie  beibcn  Srag' 
fiano,cn  an  einem  ©^ubfarren,  and)  bie  ©prcJTcn  ob.  (Staffeln  einer  Seiter; 
bei  Srambaum,  Jpüttenn).  in  ^oct)=  u.  (S(^miebef)ämmern  ein  ftarfer  SSaum, 
welker  bie  Sramfciulen,  b.  i.  bie  ©aulen  beS  ^oc^werfS,  auf  bencn  er  liegt, 
jufammenf)cilt;  ba«  Sramred^t,  obcrb.  f.  Salfenrec^t;  —  bec  Stämet, 
f.  3!reme(. 

2!ram  2.  m. ,  - Cg ,  SO?.  -C ,  (mittelf).  der  tram,  @.  -es;  ital.  trama,  fron?. 
la  trame;  »ertt».  mit  bem  angclf.  trimman,  befefrigcn,  bauen,  engl,  trim,  aui' 
ruften,  pu^en  k.?),  üötlig  ölt.  f.  ber  (Eintrag  cb.  Sinfdilag  be6  ©etvebeö; 
uneig.  ein  angefangene^  ©efd^aft,  ein  ^eim(id)ec  'Knf(i)laQ\  nieberb.  ein 
Raufen  mit  Jpcu  ob.  J^aarcn  burct)gearbeiteten  Ce()mö  ?um  SBcwerfen  ber  auS 
glec^twcrf  bejtefjenben  SBdnbe  ber  Saucrnt)ciufer:  bie  Stamfeibe,  bie  ©eibe, 
welctje  gum  Sinfc^lag  gebraudtjt  wirb  u.  nid)t  fo  fcft  gejiüirnt  ijl,  nie  bie 
©eibe  ber  Äettc. 

trampen,  jicUof.  3»« 'n.  {)aben,  (gotf).  trimpan,  ^rö't.  tramp,  treten; 
öltnorb.  u.  f(^racb.  trampa;  ber  ©tamm  tramp  tjl  eine  Srrpciterung  ber  2Bur« 
jel  trap,  iigl.  traben,  trappen,  u.  j^rampfen)  gem.  bcf.  nieberb.  f.  berb  treten, 
mit  bem  ^u$  auf  bie  @rbe  flogen,  mit  ben  gü^en  ftampfen;  auc^  berb 
nuftretenb  9el)en;  fc^wci^.  aurfj  jiel.  einen  — ,  f.  treten;  ber  Sramp,  -e§, 
fd)n)ei5.  f.  berbec  Stritt  im  ®ef)en,  fd)roerfaüi3er  ©ang;  uneig.  angenom» 
mene  ®en)c^nf)eit,  ©ebraucf);  bie  STrampe,  ?0?.  -n,  lanbf*;.  f.  eine  ©lange 
jum  ©tofen  (bcf.  gifc^ trampe,  f.  b.);  ber  Srampel,  -ö,  9}?.  \v.  6., 
gem.  f.  eine  plumpe,  fcbtfecfaüige,  bef.  voeM.  Werfen;  —  trampeln,  ikU 
lof.  3to.  m.  ^aben,  (l^otl.  trampelen,  engl,  trample),  bai  3Bicberf)olunggrDort 
jjon  trampen:  mef)rma(§  auf  ben  23cben  treten  ob.  mit  ben  güpen  j!ofen, 
bef.  üU  3Cußerung  ber  Ungebulb,  beö  3orne6  :c.,  lanbfd).  aiiä)  flrampein;  ba8 
$Irampeltl)ier,  ba§  Äameel  (f.  b.)  mit  ^nsei  .Ipoctern;  lanbf(^.  gem.  f.  eine 
plumpe,  f(^n?  er  fällige  ^erfon;  bie  Srampeltonne,  Äiirfc^n.  eine  Sonne,  in 
»eiliger  bie  mit  Öl  eingef^miertcn  ^cUe  burd)  Srcten  gefc^meibig  gemad^t  irer* 
ben;  • —  trcimpeln,  ^iellof.  u.  jiel.  3w-,  baä  oerfl.  trampen:  fci^weij.  mit 
Keinen,  abgemeffenen  ©rf^ritten  geben,  trippeln;  einen  —  ,  f.  fanft  mit 
tem  ^n^e  tuUri',  fc^wab.  allerlei  ^auggefd)ä'fte  uerrid)ten ;  ber  Srämp^ 
ler,  -6,  bie  Srcimplerinn,  f^rceij.  trer  trampelt  ob.  trippelt;  f(^»ob.  wer 
niebrige  ^au^bienf!e  \)errid)tet,  ein  Unterfnedjt. 

Sramrec^t,  Sramfäule,  f.  Sram  1.;  Siramfeibe,  f.  Sram  2. 

tränbeln,  3»-,  [•  trenbeln. 

Sranicfel,  m.,  -6,  lanbfc^.  f.  «öamfcl  (f.  b.),  SScudjfraut. 

Sranf,  m.,  -e^,  SO?.  2;ränfe;  8Scr!l.  baö  Sranfdjcn,  oberb.  3!ran!lein, 
(altb.  <3az  tranh,  trank,  traue;  oberb.  ba§  SSranf;  gotl).  draggk,  altfad^f. 
dranc,  nieberb.  35ran!,  angelf.  drenc;  oon  trinfen,  trän!  :c.  f.  b.),  über^.  eine 
glüffigfeit,  tr>eld)e  getrunfen  irirb,  inöbef.  gur  ©tiUung  bc6  Surfteö  (©pcife 
unb  Sranf),  gern,  ©eträ'nf,  oerfd).  Srun!;  eine  fluffige  2(rjenei,  tt>cld^e 
man  trin!t  ob.  löffctweife  einnimmt  (j.  f8.  .Krauters  SBvufl=,  Sß5ermutt)tran! 
IC.;  »erfl.  ein  Sränf^en);  nieberb.  (Sran!)  f.  (SpiiUd}t  ob.  ©pül-- 
ttjaffer  mit  ©peife^TCbgöngen  permifc^t,  ol6  ©etränf  fiir  bie  @d}treine;  oberb. 


Zxant  —  trapp  1257 

(bai  Sranf,  audf  Zxanliij)  ein  mit  grobem  OTct)(  ob.  Mtkn  bexciteM 
(^etränf  für  bag  SSief);  ba«  Sranffafg,  bcr  Sranffübel,  bie  Sranftonne, 
ein  gafß  ::.,  worin  bcr  Sran!  für  baß  S3ic()  gcfammett  rcirb;  baö  Sranfgelb, 
giTO.  Srinfgcrb,  f.  b.;  baö  Sranf Opfer,  QUO  einem  ©eträn!,  bcf.  auö  SBein 
Ocftcljenbeß  Cpfcr;  bk  Srailfftcuer,  oon  bem  ®etränf  ?u  entric^tcnbc  ©teuer, 

S?ier=,  SDScinfteuer;  —  tränfen,  jiet.  3\».  (attf>0(^b.  trankjan,  trenkjan,  ga- 
treiikjan,  trenclian,  ^rä't.  tranclita;  mitteÜ;.  trenken,  ^rüt.  tranhte,  trancte; 
Oturb.  trcnfen;    qoti).  draggkjan,  oltfä'c^f.  drenkjan,  angelf.  drencan,  drenrean; 

nicbcrb.  brän!en:  baS  ^actitioum  »on  trinfen,  trän!  je.)  einen  —  ,  trinfen 
machen,  trinfen  lafTen,  if)m  ju  trinfen  geben  (j.  S.  ein  Äinb,  einen  J5urfti» 
gen-);  bef.  2:f)iere  — ,  [te  jur  Slranfe  fii[)ren;  uneig.  f.  beroafTern,  begießen 
(bic  (Srbc,  bie  SBiefen,  bie  »lumen  :c.  — );  Don  einer  glüffigfeit  burd)5te[)en 
(offen  (j.  S.  Rapier  mit  6(,  Cebet  mit  Sfjran,  ^olj  mit  ücim  tränfen);  bibt. 
uneig.  einen  in  reicl)em  9}?rtfe  mit  etwcii  erfüllen,  fdttigen  (mit  SBoUutt,  mit 
Sfjrcinen,  mit  Sßermut^  jc  — );  obcrb.  (trcnfen)  audj  §ienog  f.  einbringen, 
ftd)  uerbreiten  (j.  S.  baö  2Ba|Ter  tven!t  in  einen  2Cctcr;  baS  Un!raut  tren!t 
auf  einer  SiBiefe,  recnn  eö  baö  aBac^etfjum  beS  @rafc6  ()inbert);  ber  ^xänt- 
l)erb,  ein  93ogcll)erb  mit  einem  f (einen  Srunncn,  in  rceldjcm  bie  Sßögct,  roenn 
fic  trinfen  woUcn,  gefangen  »erben,  aud^  bie  Sränftenne;  bie  Sränfrinne, 
ber  2^ranftro,q,  eine  l}öfjcrnc  «Rinne,  ein  Srog,  roorauS  baö  Sßief)  gctranft 
n>irb;  bie  Sranfe,  3}?.  -n,  (aitb.  trenka,  trenche,  treiike)  ber  £)tt  an  einem 
5Baffer,  iro  \)a^  2Sie()  getranft  trirb;  au^i  f.  Siranftrog;  ber  SSränfcr, 
-g,  iver  trd'nft;  bie  Slränfung,  hai  Jtrd'nfen. 

Srant,  m.,  -eS,  9)?.  -e,  nicbcrb.  u.  f^roeij.  (f)oU.  tränt;  »erw.  mit  treten, 
trat  2c. ;  ober  mit  bem  fran^.  u.  engl,  train,  trainer;  »gl.  trenbe(n)  f.  (5)ang, 
<Sd)ritt;  (Seiroljnfjeit,  ©cblenbrian;  nicbcrb.  inöbef.  f.  ein  [dd)er(id)  feier? 
lidier  ^(ufjug:  au^  f.  cttra^  5?id)tige5,  ©runbiofeg,  Sianb,  3;f)or^eit; 
trantfd)cn  ob.  tranfd^cn,  siellof.  3n).,  gem.  obcrb.  f.  fd)n)erfdUig,  plump 
eihf)ergef)en,  bcf.  bur^  Mott)  ob.  gKoraft;  ber  Srantfd)er  ob.  Sranfd^,  wer 
fo  einl)crget)t,  ein  @d)lamp. 

träntfd)cn,  jiel.  ^xo.,  gem.  obcrb.  1.  (ogl.  trenjen)  f.  verunreinigen, 
beflecffen;  2.  (ijgl.  trdtfc^en,  u.  bag  obcrb.  bic  Srcnf^cn  f.  SDiunb, 
sKaul)  plaubern,  auöplaubern;  ber  Srdntfd),  f.  Älecfg,  Unreinlidifeit;  bie 
Srcintfcf),  f.  plauber^afte,  trage  rooibl.  ^erfon. 

S^rapp  1.  m.,  -en,  ?!J?.  -en,  (altb.  drappo,  drappe,  trappe;  sRebenform 
üon  Sraubc?  ügl.  aud^  bal  franj.  grappe)  alt  u.  obcrb.  f.  ber  Äamm  bet 
5lBeintrauben. 

Stopp  2.  m.,  -e«,  9??,  -e,  t)erfd)iebene  gemengte  ©ejlein^arten:  <Bt\X' 
fenflein,  5Batfe,  v^ornfelö,  au(^  (5)rünf!ein. 

trapp,  ein  fd)atlnad)al)mcnber  5Raturlaut,  welcher  bin  'Bd^aü  beg'berben 
2fuftreteng  beim  ©cljcn  u.  Saufen  außbriidt;  ber  Srapp  3.,  -eö,  Ti.  -e, 
gem.  f.  berber,  börbarer  Sritt;  obcrb.  f.  Srab,  Sirott;  trappen,  3».  1)  jiel= 
loö  (ogl.  traben,  trampen,  trippeln,  Sreppc  :c.;  engl,  trape;  gricc^.  Tncmfh', 
Srauben  treten,  feltern),  gem.  f.  bart  u.  tiörbar  auftreten ;  mit  folgen  Srit^ 
ten  gel)en,  otrft.  auä)  trappfen,  (j.  23.  bie  Sreppc  Ijcrauf  trappen  ob.  trapp* 
fen);  oberb.  f.  traben,  trotten;  2)  jiel.  nicberb.  (fc^weij.  er  trappen;  an? 
gelf.  treppan,   cngL   trap,   entrap;    franj.  attraper)   f.  burc^   Srappcn  ,    b.   t. 

[(^ncUc^  3ufd)reiten  erroifdjcn,  ertappen,  fangen;  ber  Srappe,  -n,  5J?.  -n. 


1258  Srafd)  —  trafen 

eine  2ixt  ©umpfüöget  »on  [(^rcerfdUigem  ©ange:  ber  grofe  Slrappc  ob. 
bie  Srappganö,  größer  a(6  eine  ©ans,  u.  ber  fleine  ob.  3it^«tgtroppe;  ba* 
{)er:  bie  Srappcnbüd)fe,  ein  langes  geueccofjr  auf  einem  SBagen,  l)intec 
»elc^em  fic^  bcc  Sager  ücrfledt,  um  Srappen  ju  f^ie^en;  bie  2!rappe,  SO?, 
-n,  1)  gem.  f.  bie  (Spuc  eineg  guftritteö  (j.  33.  bie  Srappe  eincö  ^fetbe§, 
efetö  2C.;  bie  9{ofStrappe  am  >&arj);  obecb.  auc^  f.  ©tufc,  Zi)üic\d)XüeÜi; 
2)  (engl,  trap,  franj.  trape)  alt  u.  lanbfd}.  f.  %C[üc^  (fi^rccii-  ik  Srappel); 
bie  Srappet,  9)?.  -n,  ^apicrm.  SSrettec  mit  2öd)ern,  in  vodi^m  hk  ®tan= 
gen  ob.  «StiicEe,  auf  mel(^e  iiai  ju  trocJnenbc  Rapier  gelangt  »rieb,  befcftigt  njer= 
ben;  bec  2rappen,  -6,  fc^itreij.  f.  ©dia'mcl,  gupbanf;  trappeln,  littlof. 
3n).,  bie  a3er!leinecung§=  u.  SBieberljolungSfurm  con  trappen:  irteberl)olt 
trappen;  mit  furjen,  f leinen  «Schritten  eilfertig  geben,  finn».  trippeln 
(fc^recij.  trappeln);  oberb.  auä)  f.  einen  fur.jcn  Srab  reiten. 

Srafd^  1.,  m.,  -eä,  (ogl.  trätfd)en)  fc^raeij.  fo  »iel  2üein  auf  einmal  ge; 
f eitert  tvivb;  ber  Zxiifö)  ob.  Sväjl,  fdjraeij.  f.  Srd'bcr,  Srejler  com  SOBeinc; 
träfc^cht  ob.  tfäfleln,  ^iellof.  3».  f.  nad)  Sreflern  ried)en;  übert).  ftarf  u. 
unangenef)m  riedjen  (oc3(.  baö  fc^weij.  u.  [c^icäb.  Srafl  ob.  ®rafl  f.  üb» 
ler,  bumpfiger  &itüd^). 

träfcf)crt  ob.  träfd)en,  jicllof.  3w.,  lanbf^.  bef.  f^lef.  (ogl.  bref^en,  bräu= 
cl;en)  f.  lärmen,  Unfug  mact}en;  ber  Srafi^,  2.  f.  8arm,  lautet  ©erd'ufd). 

Sraäp,  m.,  -e6,  lanbfd^.  f.  Sreöpe,  ©ommerlold). 

Srafö,  m.,  -e^,  o.  931.  (aud^  SLacrafS.ScaJTel),  ©teinftaub,  gepül? 
werter  Sluffftein  ob.  oulcanifdjer  @d)utt,  alö  SSinbemittel  jlatt  bcS  ©anbeö 
mit  bcm  ÄalE  gemengt,  bef.  beim  JDSajTerbau. 

Strat  ob.  2!rate,  w.,  f.  Srab. 

trätfd^en,  gicUof.  u.  giel.  3*»-.  g^ni.  bef.  oberb.  u.  fc^rcctj.  1.  (SSerftor* 
fung€form  üon  treten)  mit  bem  gu^e  treten,  frampfen;  oberb.  bef.  im 
S^laffen  ob.  im  ^oti)i  l)erumtreten  (aucö  trätfdjeln);  f(^it)cij.  fid)  unru? 
l)ig  ob.  unfd)lüfftg  jaubernb  i)'m  u.  l)er  beilegen,  [Inno,  trenbeln;  lang= 
fam  u.  träge  gehen,  fdilenbern;  bälget:  ber  Srätfd)  (ogl.  Srant),  fd)weij. 
f.  (5)en)0^nl)eit,  ©djnjang  (im  Zvät^d)  fein,  f.  im  ©Zwange  fein);  2(nfel)en, 
guter  9?uf  (grebit);  —  trQtfd)cn  2.  (©c^aUm.,  oberb.  aud^  bräfc^en, 
brdfdjcln;  ogl.  brefd)cn)  gem.  f.  Hatfd)en,  plaubern,  breit  u.  langweilig 
fd)n>a|en,  5?euigfeiten  l)erumtragen;  ba^  Srätfc^,  fd^wcij.  f.  (l)eträtfd), 
@efd)wä|,  ©erebe,  @tabtgerüd)t;  bie  Srcitfc^e,  iM.  -n,  f.  eine  plau? 
bernbe,  flatfd^l^afte  ^erfon,  »gl.  Älatfd}e;  trätfd^ig,  f8\v.,  f.  gefdjiüäfeig, 
!latfd)l)aft. 

-  Tratte,  w.,  9J?.  -n,  fd^wcig.  1.  bie  ©emeinmcibe,  f.  2:rab;  2.  (oon  bem 
itat.  tratta,  3ug,  3(u6fut)r  jc.)  eine  bejlimmte  S[^enge  Äorn  jc,  weld^e  ju= 
folge  einer  Übereinfmvft  joUfrei  bejogen  roirb;  i)Ai  ^Irattcgelb ,  3(uflagc  auf 
bie  2(uöful)r. 

trafen  ob.  träfen,  oer!l.  trä^eln,  giel.  3»-,  (ogl.  trogen)  olt,  oberb.  u. 
f^recij.  einen  — ,  f.  necfcn,  jum  3orn  reijen,  bef.  iljn  unmiUig  ma^en, 
tnbcm  man  xi)m  ia^  ©cnjünf^te  t)orentl)ält;  fc^weij.  (trä^eln)  f.  f)ämifd) 
üerfpotten,  burd)  @tid)elreben  aufbringen;  ber  2!ra^  ob.  Srä^,  (mittell). 
traz,  @.  tratzes)  alt  u.  oberb.  f.  ^lufreijung.  9iec!erei,  Siro^,  hoffen;  *er 
Stadler,  fd^wetj.  f.  S^lecfer,  ©pötter  2c.;  tra^elig,  Src.,  f.  necEenb, 
fpöttifdj  K. 


Zxaix  —  Sraube  1259 

Srau,  ID.,  litrQualtar,  f.  unter  träum. 

A^raubc,  iv.,  3)?.  -n,  23erf(.  baö  2:raubd)en,  obcrb.  Sräublein  u,  gtm. 
Slräubel,  Srübtl,  (attboc^b.  tnibo  ob.  drübo,  m.,  u.  driiba,  ».-,  mittelt). 
der  triibe;  obcrb.  bcr  Trauben;  nieberb.  S)ru>t>c,  ücr!t.  2)cuffct;  f)oU.  diuif, 
fd})t)cb.  drufwa,  bull,  drue;  urfpr.  h)a()rfc^.  ^Qufcn,  SRenge,  oenr.  mit  Srupp), 
i\\\  ^AW^tn  ob.  23üfd)ct  bid)t  beifammcn  jiehenber  SSlütben  ob.  SSeeccn, 
j.  S.  bic  3of)anntSbcettraubc;  ^flan^.  bcr  S3lütt)cnftanb,  n>o  auf  einem  einfachen, 
langen  S(umen|lieU  ber  Sänge  nai^  S3lumcn  mit  jtcmlid)  gleich  langen  (Stielen 
gefteUtftnD;  gero.  in  engerer  SScb.  f.  SBeintraubc  (Trauben  Icfcn;  ber  ©aft,  baö 
2Jlut  ber  Srauben,  bic^t.  f.  SBetn);  uncig.  ein  @d)Warm  bicJjt  jufammenge^ 
bra'ngtev  ob.  an  einanber  t)an9enber  S3ienen;  eine  traubenförmige  SSeräie^ 
vung,  j.  33.  an  einer  Äanone;  \i<x^  Si-äubd)en,  ein  fleifd)i9ec  2rugtvud)g 
im  'liw^i^  Slraubenauge,  Srauben9efd)ivu(ft  (fr.  (Stapt)i)loma);  —  3fe^. 
bei  Sraubena^fcl,  eine  2irt  Eleiner,  feiner  Äpfel;  traubenartig,  SSra.,  trau= 
btnüljnlic^,  eine  Sraube  bilbenb;  tti  S^raubcnbaum,  ein  au6(änb.  Saum  mit 
ti-aubenartigcn  griic^tcn  («occoloba  L.);  bie  Sraubenbeere,  in  Srauben  trac^= 
fenbe  Sccren,  bef.  Söcinbeeren;  lanbfcb-  f.  bie  gemeine  SSrombeere;  aucb  ein 
fübamcrifan.  SSaum  mit  rötl)lid)blaucn,  cfgbaren  SBecren  (melastoma  aciuodea- 
droii  L.);  bie  SJräubclbim,  eine  ©orte  Eegelförmiger  Sirnen;  bie  Sirauben- 
birn,  bcr  fanabif(^e  fOitäpelbaum  mit  weisen,  traubenformigen  SBlütljen  u. 
fd}it>ärjlie^  blauen  S5eeren;  'i>ii\i  Sraubcnblut,  bid^t.  f.  2Bein,  bef.  rot{)er 
SBein;  ber  2:raubenbol)rev  (lanbf(i^.  au^Sraud^'.SraufboJjrer;  oiet= 
Icidjt  oon  anberem  ©tamme?)  ein  SBoijrer,  ber  an  einem  geflammten  ^olj 
ob.  6ifen  umgebrel)t  wirb,  inbem  man  bie  Jg)anb  ob.  Vit  SBcujl  gegen  ben 
am  Obern  ©nbe  befinblic^en  Älo^  jlemmt;  bic  Sraubeneid^e,  lanbfc^.  f. 
©teineic^e;  bie  ^Iräubelerbfc,  lanbfc^.  f.  SBüfci^el*  ob.  Äronerbfe;  bie 
2'raubencrbfe,  troUiger  ©ei^flee,  S5ol)nenbaum;  bec  SSraubenfarn,  eine 
©attung  garnJrauter,  beren  S3efrud)tungStl)eile  eine  3:raube  ob.  äftige 
3fijrc  biiben  (osmunda  L.);  bie  Sraubcnform ;  traubenförimg,  95».; 
\>K\i  Sraiibenget)än9e,  f.  @et)änge;  ba§  Sraubengelänber,  f.  ©elänber; 
ber  Srauben^agel,  traubenä'bnlic^c  Äartdtfcfeen ;  bie  Slraubeni}aut ,  2fnat. 
bic  t)intere  gläc^e  ber  «Regenbogenhaut;  ber  3!raubenl)0lber  ob.  =l)oiunt)er, 
rotf)er  >^otber,  .&irjcb=  ob.  ©teinf)olber,  f.  Jpolunber;  bec  Sraubenfäfer, 
sRaubfäfer  (f.  b.);  bec  Sraubenfamm,  W  ©tiele  ber  SOBeintrauben  (f. 
Äamm  2.);  bec  Slraubcnfcrn,  ©amenfern  ber  SScinbeere;  bie  Srauben* 
ob.  Srciubelfirfd^e,  eine  2Crt  in  Srauben  tt)ad)fenber  Äirfc^cn;  (x\x6)  f.  bie 
SBogelEirfd^e;  baö  Sraubcnfraut,  eine  lixt  beS  ©änfefupeö  mit  traubenförmig 
fti.'{)enbcn  SSlumen  (chenopodium  botrys  L.);  eine  2Cct  beä  ©amanberö,  bcr 
Sraubcngamanber;  \ik  ©tabwucj  ob.  bcr  gttbbeifu^;  bie  Srauben^ 
Icfc,  ffiSeinlcfc;  bec  Sraubenlefer,  bie  Sraubenleferinn,  Sraubenfammter 
2C.  (f.  (efen);  ba^  Sraubenmu^,  mit  3uc£er  cingefod)ter  ©aft  oon  unrei-- 
fea  SBeintrauben  (fr.  3(grcjt);  bie  Sraubennuf»,  eine  lixt  füper  .i^afetnüJTe 
oon  bem  baumartigen  .^afelflraud) ;  bie  Sraubenperrücfe,  ef)em.  eine  2Crt 
^ecrücEcn  mit  meieren  eocEenrcif)en  übercinanber;  ber  3!raubenfaft,  ©aft 
ber  SErauben;  SQBein;  bec  Sraubenfc^tmmel,  ber  gemeine  [diirarjgraue 
©djimmel  mit  traubenformigen  ©amengefägen  (mucor  L.);  bec  Srau- 
benjiein,  ein  traubenförmiger  ©tein,  <x\i>  9?aturfpiet;  bec  Sraubem 
jlocf,  SBeinflcc!;  ber  Slraubenjlrauc^,  «in  oftinb.  ©trouc^gcaät^ö,  beffen 


1260  trauen  —  trauern 

cfebavc  SSeercn  in  Srautcn  madjUn  (uvaria  L.);  ber  SJraubentraqer,  9taturf. 
eine  2Ci-t  @d)itbflöl}e  mit  traubcnförmtgcn  ©icrftöcfen-,  bec  Sraubcrt;  ob. 
Srdubelraeijen,  eine  2frt  aBeijen,  bcffen  ti)ti  mit  oicicn  fk-incn  ti)vcn  txaw- 
benfüvmig  umgeben  ijl,  9'{cid)\rciicn;  bie  Sraubenjeit,  3eit  bei-  SRcife  ber 
SBeintrciubcn;  —  "Kbleit  tvaubi(^,  S3>o.,  Stauben  f)abenb,  mit  Strauben 
iH'rfe[)en;  träublic^,  Sn?. ,  einer  2!raubc  ä'()n(tc(). 

tröUen,  3^.  1)  jieKoö  m.  l)aben  (gotf).  trauan;  alt^0(^b.  trüen,  truwen, 
Iriuw^n;  mittc(f).  triuwen,  troinven,  trihven ;  aUfoc^f.  truon,  nicbcrb.  troucn ; 
altnorb.  trüa,  f(^it)cb.  tro<  angelf.  treovjan,  engl,  trow,  trust;  —  üon  ber 
SSJurjel  tru,  fangJr.  dhru,  fc)^,  xooi}et  axiö;)  treu,  traut,  Srojt  jc.  flammen; 
a(fo  etg.  fejl  fein,  fejt  auf  ct»üag  |lei)cn),  einem  — ,  tl)m  ©lauben  beimef; 
fen,  feine  SBorte  für  iraf)r,  feine  -^anbiungen  für  reblid)  bitten,  nicbtg 
58ofeS  tton  i()m  eriwarten,  fiärfev:  vertrauen,  entg.  mif§trauen,  (einem 
®(^c(m  ift  ni^t  ju  trauen;  traue  feinen  SBortcn,  feinen  23erfpre(^ungcn  nic^t; 
auc^  oi)ne  golgeiüort,  j.  S.  wer  (eic^t  traut,  rvixb  idö;)t  betrogen;  fpric^m. 
traue,  fc^aue  wem!  — );  uneig.  in  Scjie^ung  auf  lebtofe  ©inge:  etmaö  für 
ficbcr,  für  juberlafftg  i)alten  (j.  §8.  bieftm  5ffiaffcr,  bem  ©ife,  bem  aBettcr  ifl: 
nid^t  in  trauen);  auf  einen  ob.  etivaö  — ,  fid)  barauf  t)er[a(fen,  barauf 
bauen  (traue  auf  @ott!) ;  f  i  d)  (mir)  trauen  ic,  b.  t.  ba^  Zutrauen  ju  fid) 
felbfl  ob.  ben  Wlut^  b«ben,  etroa^  ju  t^un,  gc».  fid)  getrauen,  unterfte? 
f)en,  (j.  SB.  i(%  traue  mir  nic^t,  bic6  gu  unterncfjmen,  ju  fagen  2C.);  alt  u. 
obcrb.  trauen,  aud^  f.  Dermutben,  3uücrfid)tlid)  boffcn,  glauben,  benfen; 
2)  jict.  (biefe  Scb.  ijl  in  ber  attb.  u.  oberb.  ©pracbe  feiten  unb  fd^eint  aus 
bem  9Zieberb.  inö  -^ocbb.  übergegangen  gu  fein;  ©runbbegrtff:  fejt  mad^en, 
einen  Sunb  jliften;  ogt.  ba6  f<^n)eb.  trolafwa,  b.  i.  eig.  treu--lobcn  f.  ocrloben) 
einen,  ein  ^aar  — ,  ebe(id)  üerbinben,  ben  (5bebunb  üolljieben,  einfeg? 
nen  (fr.  coputiren;  ber  ©eijtli^e  traut  ein  ocrlobteS  ^aar;  ficb  mit  einer  ^tr» 
fon  trauen  lajfen;  getraut  fein  2C.);  nicbcrb.  aucb  f.  i)e\tütl)in  (j.  S5.  eine 
SBittme  — );  —  3fe^'.  ber  S!raualtar,  ber  2i:itar,  »or  welcbcm  ein  «paar 
getraut  wirb;  ber  Sraubrief,  olt.  f.  Scglaubigungöbricf  (fr.  ^rcbitio);  auc^ 
f.  Srauf^ein,  f.  u.;  bie  Sraugebübr,  ba^  Sraugelb,  baä  (Selb,  welches  bem 
©eijllidjen  für  bie  Srauung  gebül)rt;  bie  SIraurebe,  a^ebe  bc6  ©eifllidjen  bei 
einer  Srauung;  ber  Sraiirebner,  wer  eine  Sraurcbe  tjalt;  ber  Srauring, 
bie  Stinge,  weld^e  bie  SSerlobten  in  ber  Srauung  wcc^fcln;  ber  Staufd^a^, 
»lt.  f.  ^ciratt)ggut,  g}?af)lfd)a|;  ber  Slmufcbein,  fc^riftti^e  SBcfc^einigung  ber 
et)eli^en  SSerbinbung  jwcier  ^crfonen,  burc^  ben  ©eijllic^en  ob.  bie  Dbrigfeit 
auggcjteUt;  ber  Srautifd),  Sifc^,  »or  wel(^em  eine  Srauung  im  J^aufe  toll» 
jogcn  wirb;  —  2(ble{t.  «on  trauen  1):  ber  ij!rauen,  -6,  oberb.  et)em.  f. 
ta^  5öertrauen,  beffen  man  geniefit  (fr.  6rebit);  Sreue  unb  ®(auben; 
traulich,  SBw.,  mit  Zutrauen  üerbunben,  finn».  üertraulid),  jutraulid), 
freunbfd)aft(id) ,  i)ixiiid)  2C.  (ein  trauli(^eg  ©efprad));  bie  Sraulicbfeit,  baS 
2;raulid)fetn,  finno  3utraulid)feit  2C.;  eine  trau[id)e  ^(uferung  ob.  v^anb; 
hing  («m.  Sraulic^leiten);  —  con  trauen  2):  bie  Srauung,  9}?.  -en, 
lanbfdj.  auc^  bie  Staue  ob.  Srau,  5)?.  -en,  bai  Stauen,  bie  ä^oUjiebung 
u.  (Jinfegnung  eineö  (Sbebunbeg  burd)  ben  ®ciftlid^cn  (fr.  Kopulation);  ba» 
i}ix:  bie  Srauungörebe,  ber  SrauungSfdbein  ic,  f.  ».  w.  Sraurcbe,  4c^ein. 

trauern,  jiellof.  3w.  m.  l)aben,  (oberb.  r.  trauren;  altb.  truien;  nie» 
berb.  trorcn-,  ber  ©tamm  trur  f^cint  eine  Erweiterung  ber  SBurjel  tru,  fanöfv. 


tuaueni  1261 

diu,  reiben,  ![agcn;  »gl.  aud)  ba§  lat.  tristis)  1)  ®c{)merj  im  ®emüt^,  S5e= 
triibnifö,  £eib,  (^rom  empfinben  u.  an  ben  2;ag  legen,  be[.  über  ben  58er- 
Iu|l  cincö  @utc6,  fintiü.  ftd)  beteüben,  grämen,  bäimen  (um  ob.  über  ettraö 
— ,  j.  33.  um  einen  S3er(lorbcni'n  — :  über  einen  93erlufl,  einen  SobcefaU 
?c.  trauern);  2)  in  engerer  Seb.  feine  SSetrübnifö  um  einen  SSerflorbenen 
bucd)  eine  befonbere,  mcift  fc^ioarjc  .Kleibung  ob.  anberc  ciußcriictje  2(bjci(^cn 
an  ben  2!ag  legen  (j.  SS.  um  feinen  35ater  trauern;  tief  tr-auem,  b.  t.  in  ganj 
fc^icarjer  JVleiDung;  bte  Sßittine  trauert  fd)on  ein  ()albe6  Safjr);  bie  Srauer, 
0.  iW.  (oberb.  Sraur,  niebcrb.  Sroor;  altb.  triirunga,  tnirde),  1)  baä 
Slrauern,  ber  anl)altenbe  ©emutbsSfdjmerj,  finn».  SSetrübnifö,  Äummer, 
©ram,  bef.  um  einen  SSerluft  (Trauer  über  etiraS  empfinben;  in  Srauer  Der= 
fe^t  jterben);  2)  bie  Slrauerfleibimg,  b.  i.  bie  eigcntbumtic^e  ÄIcibung, 
welche  baö  öufjertidje  3iicl)cn  ber  Srauer  um  einen  23ei|torbencn  i\i  (Slraucc 
um  ob.  für  Scnianb  anlegen;  bie  S^raucr  tragen,  ablegen  jc;  in  Srauer  gc» 
l)en;  tiefe,  i)albe  cb.  Jpalbtrauer,  >^oftraucr  jc);  nieberb.  aud)  f.  bilä  2etd)en« 
gefotge;  —  3fe$.  bec  Srauerbiium,  ein  ju  ben  9^ad)tblumcn  ge^örenbec 
oilinb.  S3aum  mit  fc^önen,  n?of)lried)enben  SBlumcn,  auc^:  ber  traurige 
Saum  (nyctanthes  arbor  tristis  L.);  bec  SruuevbefQ^,  SBefa^  an  einem 
Srauerfleibe  (fr.  ^leureufen);  bie  S^tauerbinbe,  eine  SBinbe  um  ben  "ävm, 
Ji^üi  u. ,  ai6  3eid)en  ber  Ärauer,  gcro.  »on  fc^irarjem  glor,  bafjer  aud) :  ber 
Sraucrftor;  bie  Äiauerbirfe,  J^augebirEe;  bie  Srauerbotfc^aft,  =funte, 
*nad^rtc^t,  =pOll,  Sraucr  evrcgenbe  9tad;rid}t  jc,  bef.  oon  einem  Sobeßfalle; 
bie  Srauerbül)ne,  ba^  Srauergcrü|l,  ßcidjcngerüfl  (fr.  JCatafatf,  castnun 
doloris);  ber  Srauerbcgen,  ein  ftdtjlerner  Degen  mit  fd^»rarj  angelaufenem 
@efä9,  bei  .^oftrauer  getragen;  bie 'Trauerente,  fc^ioar^c  Sntc  im  t)ot)en 
sRorbcn;  ber  Srauerfac^er,  fdjjrarjcr  gddjer;  iRaturf.  eine  JTrt  ©tac^clfo- 
rjUen;  bie  Srauerfacfel,  bei  einem  Scidjenbcgängnifle  getragene  gacteln;  bec 
SrauerfaU,  Srauer  erregenber  ffiorfaU,  inSbcf.  Sobeöfalt;  ber  Srauergeban* 
fcn,  baB  Srauercjefüt)!,  ©ebanfen,  @cfut)t  ber  Srauer;  ici^  SrauergeMd)t, 
bei  Srauergefang,  baö  2!rauerlicb,  ein  ©ebic^t  k. ,  reelcfces  Trauer  auö« 
brücJt,  inöbef.  f.  d.  ».  Ceid)cngi-bid)t;  baö  Srauergeläut,  (ätoctengelaut  alä 
3eic^en  ber  .Iraner  um  einen  Sßerjlorbenen;  baä  Srauergelett,  =gefolge, 
Seic^engefütge;  t^ai  2raucrgepränge,  ©eprdnge  bei  einem  Setdjenbegdng« 
nifö;  bie  Sraucrgcfd^tc^te,  iSrauer  erregcnbe  ®efdjtd)te;  ba«  Srauergc^ 
fc^icf,  bic^t.  f.  SJJifegefc^itf,  Ungtütf;  bai  2!rauerl)au§,  ein  ^au6,  in  roeldiem 
fid)  ein  airauerfall  ereignet  t)at;  ba6  2irauerja()r,  ein  3at)r,  trdtjrenb  beffen 
man  um  einen  SScrftorbencn  trauert;  ingbef.  baö  erfte  ^ai)v  einer  2Bittn?e  nac^ 
bem  Zobc  ii)re6  ©atten;  bec  Srauerfaflen,  bie  Srauerfipte,  ber  ©arg;  bcii 
2rauert(ei^,  bie  Srauerfleibung,  ÄUibung,  rcel^c  man  bei  ber  Srauer  um 
einen  SSerftorbencn  tragt;  fo  aud):  ber  Srauerrocf,  iii  3;raueciccftc, 
ber  3;rauerl)ut,  bie  Slrauerfc^u^  c  zc.;  baS  Srauerlanb,  ein  ßanb,  in 
»cldjem  Srauer  l)crtfctt;  bic^t.  f.  bie  Unterwelt;  bie  iJrauerleute,  in  Sraucc 
geücibete  Ceute,  ßeid;cnbcg(eiter;  bcii  2raucrmal)(,  feierliche  SCTcatjljeit  bd  ei-- 
ncm  Segräbniffc,  Ceic^enmaljl;  bec  2!raucrmantcl,  ein  fdiroarjcr  gjJantel, 
ben  man  in  ber  SIrauec  tragt;  uneig.  Dlatur!,  eine  Tixt  fd^rcarjcr  ©c^mctter= 
linge;  auc^  ber  gemeine  Stnau;  bie  Srauermuftf ,  bec  Strauermarfd), 
aJiufi!,  SKarfc^  ju  einem  ßetc^cnbegängniffc;  bie  Ärauematter,  eine  2(rt  un« 
fc^äbU^ec  SRattecn  in  2(fien,  mit  fdjroaracn  SSfnben   über  ben  SRücten;  tici$ 


1262  Sraufe  —  Sraugebül)^ 

2!rauer:jpferb,  cm  fd^warj  U^än^tc^  ^ferb,  wctc^cg  bei  bcr  Seerbigung  einer 
»orn£f)mcn  fieid^e  i)inter  bcr  Sctdje  l)cr  geftit)rt  njirb,  vgl.  Srcubcnpfcro:  bte 
Sraucrrebe,  5ci(^cnrcbc;  bei-  Srnuerretncr,  Ctic^cnrcbnci-;  Ut  Zrauex- 
fd^leler,  ein  ©^tcier  al6  Sfteil  ber  Äraiiecffcibung;  bai  Srauerfptel,  ein 
crnfte6,  Slraucr  crrc^enbcö  ©d;Qufptel  (fr.  Äragöbtc),  entg.  Sufifpicl;  baf)cr 
trauerfpielatttg,  fßw.  (fr.  tragifdj);  bcr  Sraiierrpielt-ic^ter,  (fr.  Srngifer); 
bie  Srauevjlunte,  ber  Srauertog,  bie  Srauermoc^c,  bie  Srauer^ett, 
©tunbe  u. ,  3cit  bcr  Sraucr;  ber  Srauetton,  Sraucr  auöbrücEcnbcr  Son, 
Älageton;  trauerüOÜ,  85«).,  mit  Sraucr  crfüUt,  fct)r  traurig ;  bie  Stauet* 
weibe,  eine  2frt  Sßcibcn  mit  lang  fjerabtxingenbcn  3>oeigen,  Äl)ränenti3eibe; 
bet  Stöuctjug,  Sci^enjug;  —  "Kbiiit.  ber  Stautet,  -g,  biö^t.  n)ec  trau? 
ect;  ttautig,  fBxo.  (altb.  trurag,  trürec,  (5J.  triiriges;  nicbcrb.  trortg;  angelf. 
dreorig,  engt,  drear,  dreary)  1)  Srauer  empfttibenb  u.  an  ben  Sag  legenb 
ob.  auöbrücfcnb,  ftnno.  betrübt,  befümmert,  fummervoü  k.  (traurig  über 
ctwaö  fein;  einen  traurig  mad^en;  ein  trauriger  SJJenfcb,  Son,  ©efang  u. 
bgt.;  uneig.  aud^  »on  leblofcn  S)ingcn,  5.  S.  traurig  l^angen  bie  S8(umen  ii)c 
^aupt);  2)  Siauer  ervegenb  ob.  t)erurfad)enb,  finnu.  bctrübenb  (eine  traurige 
Sla^rid^t,  ©cfc^id^te;  ein  trauriges  (5nbe  ne{)men;  traurige  ^fitcn);  gem. 
auc^  f.  cicnb,  erbdrmtidb,  armfetig,  fd)Ied[)t:  bie  Stauttgfcit  (altJjodjb. 
triiragheit.  ou^  truragi;  mittellj,  trurkeit)  ba§  Staurigfein,  biß  Setrübnifö 
(einer  ^erfon);  feiten  f.  bie  Srauer  erregenbc  S3efct)affen{)eit  einer  @a^c. 

Staufe,  tV.,  ^. -n,  (aat)0(^b.  traf,  trauf,  traufi;  mittdi).  daz  trouf  u.  diu 
troufe-,  oberb.  ba§  u.  iik  Srauf,  gem.  Sraf;  auct)  bie  u.  i>a^  Sraupf  u.  bie 
Srupf;  «on  triufan,  trauf  K.,  triefen,  f.  b.),  ba^  üon  einem  ^adn  f)erab 
tropfenbe  SKegen?  ob.  ®d)neeiuaffer,  ber  Sropfcnfad  (fpric^ro.  au6  bitn 
sRegcn  in  bie  Sraufe  fommcn,  f.  «Regen);  ber  Srt  auf  ber  ©rbe,  auf  iveldjen 
ia^  t»om  2^ad}e  tropfenbe  SBaffer  fallt,  auc^  bcr  9\aum  wn  bet  ®runb:= 
mauer  big  an  biefen  £)rt;  lanbfi^.  aud)  f.  bie  S)ad}rinne;  bai  Staufted&t, 
ha^  3?cd)t,  ücrmöge  beffcn  Eein  9?ad)bar  fo  na^e  an  beö  anbcrn  Sraufe  bauen 
barf,  bafö  baburc^  ber  2(bf[uf6  bcö  SJBaffere  ge^inbcrt  trirb;  aud)  ba€  Siecht, 
feine  Sraufe  auf  bc§  2(nbcrn  Tiaä)  ob.  in  bcffen  SSejir!  ju  leiten,  t>a^  ®ad;= 
rcc^t;  —  ttaufen  (mitttlt).  troufen,  übcvb.  trauffcn)  ob.  gew.  ttäufeit  1. 
(eig.  trcufen,  aU  Siebenform  oon  triefen,  altb.  triufan;  oberb.  träupfcn) 
jieltof.  3».  m.  1)0 ben,  oberb.  u.  bi<i)t  f.  triefen;  tropfen,  in  Sropfen  rin- 
nen, f)erabfaücn;  bag  StauffafS,  ein  gafö,  in  treldjcm  man  bae  Sraufraaf' 
fer  auffängt;  ha^  Zxäü\tvaut,  f.  Sropffraut;  ttaufnafö,  S3w.,  lanbfd).  f. 
tricfcnb  naf6;  bie  Stauffoole,  in  ben  ©alsnjerfen  lu  ■SQaUr.  bie  beim  (5{n= 
japfen  libcrlaufenbe,  oon  ber  3apfenban!  gefammclte  ©oole;  baö  Staufroaf- 
fct,  i)(x&  »om  35a^  tropfenbe  SöafTer;  ber  Staufirein,  f.  0.  w.  ßecfnjein,  2(uS' 
bru(^;  —  ttaufen,  2.  jiel.  3m.  (aUf)o^b.  traufjau,  bn&  gactitioum  »on 
triufan,  trauf,  triefen,  f.  b.)  bi^t.  f.  triefen  ob.  traufen  niad)cn  ob.  laffen, 
tropfenwetfe  rinnen  ob.  fallen  laffen  (j.  35.  SBalfam  in  eine  Sßunbe);  uneig. 
f.  fanft  ergicfen  ob.  Derbreiten  (j.  ©.  ©cgcn,  ©c^lummcr  ic.  — );  ■ — 
träufeln,  3w.  bid)t.  f.  tröpfeln,  1)  jieUoS  m.  l)ab cn  u.  fein  (baö  oerfl. 
ttaufen),  in  f leinen  Sropfen  retd)lid)  ()erabfaüen;  2)  jict.  (bas  ocrfl.  träu= 
fen  2.)  in  Dielen  fleinen  Sropfen  fallen  laffen,  aud^  uneig.  (j.  SS.  Sroft  auf 
Semanb  f)erab  traufein). 

Staugebüt)t,  Staugelb,  ttaulid)  k.  f.  unter  trauen. 


Si-aum  12G3 

Slraum  1.,  m.,  -«g,  VJt.  ^träume,    (attb.  tmum,  troum,  droum,   Qud^ 
troun;    altfö'djf.  drom,  ntcbcrb.  35vooni;    attnorb.  draum,  [c^nJCb.  dröm;    engf. 

dream;  —  Urfprung  u.  Urbcb.  finb  bunfcl;  baß  attfäc^f.  dröm  bebeutet  ntc^t 
blo^:  SIraum,  fonbcrn  QUC^:  ®cfcUfd)aft,  ©c^mauö;  ba6  irbifc^e  Cfben,  bieJBclt; 
bog  t)inim(if(^c  geben,  bicSctigfcit;  baS3>t>-  dromian:  [djmaufen,  jubeln,  fo  aaä} 
bog  angelf.  drymau,  u.  dream,  Subcl,  Jparmontc,  SRufü;  ber  äufammenfjong  blefet 
SBebcutungcn  mit  unfcremSraum  tft  unf(ar:  —  t5g(.  auc^  bnö  fansf c.  dräi,  (at. 
dormire,  fd)(afcn),  ber  3u(lanb  bfö  (3d)[afenbcn,  ba  feiner  beirulJtfofen  ©eele 
ciUerlet  SSilber  unb  ^ßorflellungen  vorfchwebcu,  iia^  Srä'umen  (ctmaö  im 
Sraume  [ct)eiT,  imSraume  rcbcn;  e6  fam  miu  imSraume  üoi*  jc;  tc^  bin  n?ie  im 
Sraumc,  b.  i.  in  einem  \)alb  benjufTtfofcn  ajlittctjuftanbc  jnjif^cn  ©^fafen  unb 
SaSoc^cn;  i>ai  ift  mir  nidjt  im  Sraume  eingefallen,  b.  i.  barun  ijabi  i^  gar 
ni^t  gebadjt);  bie  bem  ^räumenben  \)orfd)tt>ebenben  SSüber  u.  93or(le[(un; 
gen  felbft,  bef.  [ofern  fie  ftc^  ?u  einem  mef)r  ob.  weniger  jjufammenljQngenben 
©an^en  gejlalten,  ein  3!raiimbt[b,  Sraumgcftd)t  (einen  3;raum  i)ahm;  ange* 
nel)mc,  fc^ttcre,  ang(tlid)e  Srä'ume;  auf  Ätäume  ijaltin,  an  Srdume  glauben; 
einen  Sraum  beuten,  auflegen  je.;  fprid;n).  Sröumc  finb  Sd)äumc,  f.  ©djaum); 
uneig.  f.  ein  unn)irf(id)er,  blof  cingebilbetcc  ,3uf^nnb,  eine  (Sinbilbung,  ein 
2üal)n,  (j.  33.  baö  Cebcn  i\l  ein  Sraum;  mein  ©lüct  mar  nur  ein  Sraum; 
feine  Sroume  für  2öat)if)eiten  ausgeben);  —  3fe|-  tmumäbnlic^,  -artig, 
95m.;  i)([i  Sraumbilb,  f.  o.  Sraum;  bag  2raumbud^,  ein  SBuc^,  in  mcldjem 
Sräume  aufgelegt  merbcn;  9er  Sraumbcuter,  bie  Sraumbeutevinn,  mer 
Srüume  beutet  ob.  auflegt;  bie  Sraumbeutevei ,  Svaumbcutung,  Sraum* 
auölegung;  ba^  Äraumgcbilbe,  uneig.  eine  unmirflid^e,  mefenlofe  ©tnbilbung; 
ba5  iSraumgefc^lcd^t,  bic^t.  f.  baö  ?Wcnfd)engcf(^lec^t,  beJTcn  geben  einem 
Sraume  gleicht;  baä  2'vauni^efid)t,  eine  @rfi^einung,  tk  man  im  Sraume 
l)at  (ogl.  ©ific^t  3);  bie  Sraiimgeflalt,  eine  im  Sraume  gefef)cne  Gicftalt; 
uneig.  eine  traumäijnlic^f ,  lüefentofe  ©tl^alt;  ber  Slraumgott,  gabell.  bec 
©Ott,  melc^cr  bie  Sröume  fcnbet,  g)Jorpl;eug;  i)a'o  S^vaumleben,  dn  i)alb  be* 
mufftlofcö  geben,  wie  im  S^raumc;  aud)  baö  SOlcnfc^enlebcn  übcrf).,  mit  einem 
Sraumc  üerglid)cn;  bie  S^raumnad^t,  eine  S^ac^t,  in  mcld^cr  man  träumt; 
traumuoll,  Sm.,  »cu  oon  Sräumcn;  —  2Cblc it.  traum()att,  §8m.,  einem 
Sraume  ä'()n[tcb,  traumartig;  trdumerifd)  (nieberb.  brömerl)aftig) ;  —  trixu- 
men,  ^vo.  (attb.  uaumjan,  troiimen;  oberb.  auc^  tva umen;  nieberb.  brö* 
men  u.  brommen;  engl,  dream;  fd)meb.  drömma)  1)  jielloö  m.  fjaben,  im 
SSraumjuftanbe  fein,  einen  2:raum  ob.  Srdume  b^ben  (iä)  träume  oft, 
t)abe  bie  ganje  Stacht  geträumt;  oon  einer  ^erfon  ob.  ®a(^e  träumen,  j.  95. 
ic^  t)abe  oon  bie  geträumt);  uneig.  feiner  feibfl  nid)t  tooüig  bewufyt  fein,  ftd) 
öenvorrcne  33orfreIUtngcn  mad)en,  eitle,  fcbroärmerifd)«,  übeifpannte  (5in; 
bilbungen  bi'ben  (er  träumt  bcflänbig;  icb  glaube,  bu  träumft;  iä)  träumte 
oon  lautet  @lüc!feltgfcit) ;  2)  in  ber  ^ont\  ctneS  unperf.  3w.  mit  fadjli^em 
©ubject  u.  bem  35 at.  ber  ^erfon:  eö  trdiimt  mir  ob.  mir  träumt, 
f.  0.  m.  id)  trdume,  (j.  95.  mir  träumte,  id)  fdjmcbte  gen  Jpimmet;  bie  Öe» 
fd^id^te  ^at  mir  geträumt;  rcaä  i)at  bie  geträumt?  mir  i)at  ni(^tö  baoon  ge= 
träumt;  aucb  uneig.  ia^  l;ätte  iä)  mir  nidjt  träumen  laffcn,  b.  i.  baS  bätte  id) 
nimmermcljr  tcrmutf)ct;  laf§  bir  ba»  niä)t  träumen!  b.  i.  bilbe  eö  bie  nidjt  ein; 
fo  aucb  altb.  mir  trouraet;  aber  gem.  mir  ist  getroumet  jt.  mir  ^at  geträumt); 
3)  jicl.  etwnö  — ,  eS  im  Sraume  fef)en  ob.  ftd)  toorflellcn  (j.  95.  etmas 


1264  Zmum  —  trcd)^n 

Jfngfne^mcö  träumen;  wag  fjajt  bu  geträumt?);  auÖ}  rüdj.  ficf)  — ,  in  25cr« 
binbung  mit  einem  SBtv.,  fid)  trä'umenb  ob.  bucd)  bie  Sinbilbungäfraft  in 
einen  univir6üd)en  ßujlanb  ttecfe^en  (ic^  toiä  mtc^  frei  u.  glütflic^  trä'u= 
men);  —  'itbuit.  hex  Sräumer,  -ö,  bie  Sräumerinn,  3)?.  -en,  (aitb. 
traiunari,  troiimaere;  nieberb.  25römcr),  tvet  tid'umt,  bef.  Wit  oft  u.  üiel 
träumt,  u.  gcro.  uneig.  trer  unflare,  üenvorrenc  93oiflelIun9«n  l)at  ob.  in 
nicl)ttgen,  ivefenlofen  ßinbilbungen  lebt  (er  ift  ein  Sraumer);  bie  Sraume^ 
rei,  bec  3ujlanb  eine^  S^rä'umerä;  bie  eitlen  23ov|lelIungen  ob.  ßinbilbun; 
gen  eineg  fold}en  (gji.  Träumereien);  trciumerifc^,  SB»r.,  einem  3:räumens 
ben  at)nlicl),  (träumerife^  einbcrgefjen;  ein  traumerifdjer  SO?enf(i');  einem 
Sräumer  eigen  ob.  angemeffen,  b(of  eingebilbet  (träumerifdie  .Hoffnungen 
u.  bgl.). 

Sraum  2.,  f.,  -eä,  fd^njetj.  (auc^  Sromm;  =  Sram  2.  f.  b.)  f.  bec 
2(nfang  eineg  3ti?ttnfaben^ ,  »eichen  man  auf»t)idclt;  unetg.  f.  2(bfid)t, 
^lan;  SOßeb.  f.  ».  ir.  Srumm  (f.  b.);  —  bie  Sraumfc^nede  ob.  ba$ 
Sraum^orn,  eine  2(rt  Sffial^cnfc^ncdlen  in  bctbcn  Snbien. 

traun,  5li».  (nieberb.  troucn;  entjl.  au6  bcm  altb.  mit  triuwon,  en  triuwen, 
triuwen,  b.  i.  mit  Sreucn,  treutit^  :c. ,  oon  triuwa,  triuwe,  tiic  Sreui'))  (lit  u. 
biöit.  ein  83erfic^erHng§=  ob.  SBct^eurungöirort,  f.  ü.  m.  in  5D3al)r()eit,  für* 
n)at)c,  it>at)r[id),  n»af)cf)aftig. 

Sraurebe,  ^rtnä,  *fc^a^,  -fd^cin,  f.  unter  trauen;  —  Sraurer, 
traurig,  Sraurigfeit,  f.  unter  trauern. 

träufchen,  jicUof.  ^m.  (ogl.  baö  itai.  strosdare)  lanbfd^.  f.  0.  w.  braufd)en 
([.  b.),  heftig  regnen. 

Sräufd)ling,  m. ,  -eS,  9)?.  -e,  lanbf^.  f.  ».  ».  S)rüfd)ang  (f.  b.), 
»f)errenfd)n3amm,  «f)errenpi(j. 

traut,  üBn).,  Somp.  trauter,  @up.  trautefi,  (altb.  trut,  drut,  aii  S6xv.  u. 
J^lü.,  n>eibl.  audj  triitln,  trutinna,  triutiaiie  f.  ©clfebtc;  urfpr.  ^arttctpiatbil- 
bung  tton  trüen,  triiwen,  trauen,  f.  b. ;  baf)er  bie  a(tb.  3fc^.  trütkind,  trütsun, 
trütmuoter  jc.  U.  bie  übUit.  trutscaf,  triitschaft  f.  ikbi,  tiuten,  triuten  f. 
gärtlic^  Itcben,  licbfofen  Jc;  nieberb.  trut;  ital  drudo,  druda,  Ciebfter,  ®c- 
liebti),  alt,  nieberb.  u.  bietet,  f.  lieb,  luertf),  jartlid)  geliebt,  bef.  al6  ©djmci^ 
^elnjort  tu  ber  2(nrebc  (mein  trautcß  Äinb,  SJiabe^cn!  trautefrer  greunb!  jc); 
bag  Srautc^en  ob.  Srautel,  -g,  lanbfc^.  f.  trautet  3}?dbd;en,  ©eliebte. 

Srautifc^,  Srauung,  f.  unter  trauen. 

trauen  ob.  trafen,  gtel.  3».)  «Si^fff-  lofc  2Boae,  ^anf  u.  bgt.  als  Zi}nl 
ber  Sabung  im  ©c^iffSraumc  jufammenfd^rauben  ob.  ; rammen;  bie  Sraüe 
ob.  SSratüe,  9??.  -n,  ein  fegelförmigec  SSrettecoerfc^lag,  »romit  man  foli^e 
Stoffe  im  Schiffsräume  jufammcnprefft. 

Svcbcr  ob.  Srcbern,  f.  Srd'ber. 

trecken,  jiel.  3«).,  ablaut.  5mpf.  trad),  ^vo.  getrodien,  (altf)od)b.  trehan, 

pitrehhan  f.  erlöfdjcn;  mittell).  treihen,  trach,  getrochen;  Sßurjct  trah;  »gl, 
tragen  u.  trecten)  oberb.  bef.  fdjwäb.  u.  fc^wcij.  1)  f.  5ief)en,  fd)ieben,  auf= 
laben  (j.  SB.  eine  ©c^ulb  auf  Semanb  — ,  b.  i.  fc^teben;  auf  trecken  f.  auf= 
laben,  aufgtPtngcn);  2)  bebecfen,  jubecfen  (ogl.  Srub  e,  bebectter  Äajten; 
öftr.  Sruäe,  2abc,  ©d)ad)tel),  inSbcf.  bie  ©lut^  auf  bem  «^erbe  mit  2(fd)e 
bebecfen  u.  baburd)  auälöfdjen  (auc^  ju--,  ocrtred)en  f.  gubedcn,  erlöl(^cn, 
»erbergcn,  ocv^cimlici;cn;  ocrtr o^en  f.  Ijcimlic^,  »erborgen;  auftrec^en 


trcdfen  —  treffen  1265 

f.  aufbcrfcn,  baö^eucr  auffc^ürcn);  ba^  Zxed)  ob.  bie2re(^C  (fcfewcij.  Zxiöji) 
f.  bie  mit  2{fdie  bcbecfte  ©(ut()  (cijcm.  audj  Dradjt);  bie  2:recl)e,  auc^ 
bec  ^(a^  nuf  bem  >^erb  für  bie  marme  2([d;c,  u.  ber  ?5euer()erb  übcrf). 

trCCfcn,  jicl.  3fO-  nicbCCb.  (ongclf.  dragan,  engl,  drag  u.  draw;  igldnb. 
draga,  ban.  drage;  SBurjcl  trah,  trak  =  lat.  trahere;    »gl.  tragen  U.  tredjcn) 

f.  jiefjen  in  allen  93cb.,  fcblcppcn;  bcr  Srccf,  -eö,  9)?.  -e,  f.  baö  3ifl)cn.  bec 
3ug;  ba^  öiefcige,  ©cfd)(cppe,  bie  SSegleitung;  bie  SSe^ierbe,  ^'Jeigung, 
berv^ang;  ber '-^Ibgang  einer  SEaare;  —  üfefe.  bie  Srccfbanf,  bie  ^ui)- 
banf  auf  ben  ^ammermünjen;  ber  Srccfjunqe,  Scrgir.  Änaben,  rrtlc^c  6rjc 
auf  btn  (Strerten  unb  ©tcUcn  fortjiil;ei'.;  bie  ^rccffarti',  f.  eine  Äarte,  »rcldje 
einen  barauf  gefegten  ©iroinn  lUbt;  bie  S^recffä^C,  eine  gro^e  ©dge,  rcelc^e 
an  jroei  aufred}ten  ®riffin  l)in  unb  i)tt  gejogen  loirb;  baö  Srecffc^tff,  bie 
2!rc(lfd)ütc,  ein  3ugfcl)i|f,  eine  ©c^iite  (f.  b.),  welche  »on  9}Jenf(^t'n  ob.  ^fer» 
ben  auf  ben  Äannlen  gcjogen  n^irb,  bef.  in  ^oUanb;  baö  Srecffeil,  f.  3u3* 
feil;  ber  2!rc(f ireg ,  Uferweg,  auf  n>t(d)em  bie  ?Kcnfd)en  ob.  ^ferbe  getjcn, 
nidä)i  ein  ©djiff  ätef)en ,  Setnpfab;  ba6  SrccfiDCrf,  f.  S^rdgioerf  unter  tra« 
gen;  —  2tblcit.  ber  S^rccfer,  -p,  wer  etmas  jie()t,  ^ui)ev',  ein  Söerfjeug 
5um  Biegen  (j.  93.  Äorf  trecEcr  f.  ^fropfiief)er),  bef.  eine  <Scf)nur,  vcoxan 
man  jiel)t,  j.  33.  bie  Äiingclfc^nur,  bie  ©cfcnur  jum  2tuf-'  unb  3ujitl)i'n  ton 
Sor^dngcn  k.;  —  trccfeln,  3m.,  baö  oerfl.  trecfen:  ein  wenig  jiefjen 
(baljer:  iiai  Sr  c  cEe  Iban  b,  nicberb.  f.  ©angelbanb  ber  Äinbcr);  obcrb.  u. 
fdjrceig.  (aud?  tr  ort  ein)  f.  ()crumjief)en,  jcgern,  joubern,  ttenbein,  mit 
etroag  nid}t  fertig  werben,  (oertrccEen  ob.  nertredeln,  f.  üerjictjen, 
burc^  -^erumjieljen  »ertragen  ob.  verlieren). 

Sreff  1.  m.,  f.  unter  treffen;  —  Srejf  2.  f.,  -eg,  50?.  -e,  (»erfürgt  aus 
bem  franj.  trefle,  Älce,  oom  lat.  trifoliiim,  b.  i.  ©reiblatt),  im  franjöf.  Aar« 
tenfp.  biejenige  ber  oieu  j^^ir^eti,  ttiild)e  burd)  f(ecb(nttäf)qlid)c  fd)warje 
Äreuje  be5eid)net  ift;  bal)tr:  t>Ai  Sreffbfrttt,  Äartenblatt  con  biefer  garbe, 
inebcf.  bag  SrefftouS  ob.  -afB;  ber  3;reff fönig,  -buhe  u.  f.  f. 

treffen,  jiel.  u.  giellof.  3'ü.,  ablaut.  td)  treffe,  bu  triffft,  er  trifft,  wir 
treffen  k.;  Smper.  triff,  treffet  (trefft):  Smpf.  traf,  Gonj.  träfe:  SKro.  ge^ 

troffen,  (alttjodjb.  trefau,  traf,  trofan  ;  mitteli).  trefFeii,  traf,  troffen;  nieberb. 
brapen  ob.  bra'pcn,  ^rdt.  i!  brecp;  angelf.  u.  altnorb.  drepan,  fdjmeb.  dräpa;  — 
bie  ?Burgcl  traf,  urfpr.  drap  fc^eint,  rcie  bie  ocrnjanbte  trab,  trap,  einen  t)(Jc» 
baren  Schlag  ob.  Sritt  ju  bcjeid)ncn,  »gl.  traben,  trappen)  cig.  einen  ob. 
et  wag  — ,  burd)  einen  @d)lag,  'Stop,  9Burf,  @*ufö  k.  berüf}ren  ob. 
errcidien,  (er  t)at  mii)  nidit  getroffen;  üon  einer  Äugcl,  »on  bem  Sli^flra^l 
2C.  getroffen  werben;  er  traf  feinen  ®egner  in  baö  ^crj:  ba6  3ict  treffen;  auc^ 
ot)ne  3icl>t). ,  j.  93.  in  i>a^  ^id  treffen;  ber  ©d)ii^e  trifft  gut  zc;  bilbti^:  er 
mar  wie  »cm  Sonner  getroffen,  b.  i.  im  Ijödjffen  ®vabe  beftürjt;  fic^  getroffen 
füfjlcn,  b.  i.  burc^  einen  2(u6fpruc^,  bef.  einen  Sabet  berütjrt);  uneig.  ju  einer 
^erfon  ob.  ©adie  fommen,  gelangen,  fte  an  einem  Dtti  gegenwartig  ftn; 
ben,  antreffen  (einen  ju  ^aufe,  auf  ber  ©tra^e  treffen;  mein  25ricf  f)at  if)n 
ni(^t getroffen;  auc^  gielloä:  auf  eine ^ erfon  ob.  ©a^c  rreff  cn,  b.  i.  fte 
unoermutljet  finben,  ibr  begegnen,  barauf  flofcn);  einen  — ,  mit  einer  ©adje 
qU  ©ubject:  an  \i)n  fommen,  if)n  evreid)en,  if)m  ju  ülf)eil  werben  (j.  95. 
iie  3idi)t  trifft  bic^,  b.  i.  !ommt  an  bic^;  baö  gooS  Ijat  mic^  getroffen,  b.  t. 
iä)  habe  eS  erlangt;  Unglüd,  glu^,  ©(^impf  unb  ©^anbe  jc.  wirb  it)n  trefs 

•4>e9fc'ö  ^anbwöttetb.  b.  beutfc^en  <Spt.  2.  Z^viU  80 


1266  treiben 

fcn);  ctiüa^— ,  b.  t.  ba^  &e\üd)U  cb.  93er(an^tc,  u.  ingbef.  bo§  9iccl)te, 
"■^Ingemeffcne ,  ^affenbe  ftnbcn  u.  bavfleUen  (bcn  rechten  SBcg,  btc  rechten 
SJiittel  u.  bg(.  — ;  bu  ()ajt  eS  gctvofftn,  b.  i.  ricf)tig  errntf)en;  au(^  elliptifd^: 
getroffen!  —  bie  9lotcn  ob.  Söne  eineö  ScnftücEeö  treffen,  b.  i.  ridjtig  u. 
rein  fingen  ob.  fpielen;  bcr  SKaler  trifft  eine  ^erfon,  »wenn  er  fic  treu  im 
SBitbe  barflellt;  ba%  S3i(bntf^  ijl  getroffen,  r.  bie  ^erfon  tft  in  bem  SBilbe  ge= 
troffen;  bat)er  nuct)  gicUoä:  bie  ©ängcrinn,  bcr  ?0?ater  trifft  gut  :c. ;  baö  ^Jtm. 
tceffenb  a(ö  9Bip.  f.  ücUfommen  paffenb,  angcmcffen,  fdiicflicb,  j.  S. 
eine  trcffenbe  ©c^ilberung,  3(nttüort,  ein  trcffenber  SBi^;  ba*  ift  nii^t  treffcnb); 
etroag  Scabftdjtigte^  tteranftaltcn,  ücÜ5icl)en,  mad)cn,  nur  in  einzelnen  fRi- 
bcnöarten,  wie:  eine  SBaf)l,  eine  ^eiratt),  einen  25ergtct(^  — ,  Sinrid)tungen, 
3(nffalten  ?u  üwai  treffen  jc;  —  ber  Sreff,  -e6,  dJl.  -e,  (oberb.  Sriff) 
lanbfdj.  gem.  f.  ein  berber  @d>(a3,  ©treid)  (einem  einen  Sreff  geben);  baö 
Steffen,  -6,  1)  o.  ?W.  bie  ^anbdtng,  ba  man  trifft:  2)  5i)?.  \v.  Q.  hai 
Bufiimmentreffen  u.  vf)anbgemcinit>erben  flrettenbct  ^arteten,  bef.  ganjec 
.^eere  ob.  gro^eccr  ^eereStheiie  im  Äctege,  finno.  @efed)t,  @d)(adit,  f.  b. 
(ein  Sreffen  liefern;  ein  I)i|i9e6,  blutigcö  Sreffen;  cö  Um  jum  treffen;  uneig. 
wenn  c§  jum  Srcffen  !ommt,  b.  i.  im  entfc^eibtnbcn  2CiigenbIicl!c) ;  3)  Ärfpr. 
eine  au6  me{)ren  (Solbatenreiben  bejltebenbe,  in  <Sd)(adnorbnung  gefteUtc 
J^eeregabtbciiung  (bai  erffe,  ^mnU  Snffen,  ba§  S3orber=,  Hintertreffen) ;  ber 
Treffer,  -g,  dJl.  w.  6.,  rocc  trifft  ob.  getroffen  b^at:  awS  trifft,  b.  i.  feinen 
3»T)e^  erreid)t,  Srfoig  l^at,  bef.  im  Spiel,  j.  S5.  ein  gtlungmer  ®to^  im  Sit-- 
larb,  ein  Siooö,  eine  Stummer,  aufweiche  ein  @cu?inn  fällt  (entg.  ein  gef)ler, 
eine  Sliete;  uneig.  gem.  einen  guten  Üreff'er  i)ahm,  b.  i.  burc^  bcn  3ufalt  bei 
einem  Unternet)men  begünftigt  merbcn);  trefflid^,  58>r.  u.  5{m.  (oberb.  auc^: 
treffentlic^,  trtffcnlic^:  i.icberb.  brcpcli!)  eig.  l>on  rreffcnber  $öefd)affenhett, 
auf  treffenbe  SScife,  nngemeffen,  geeignet,  entfpred}cnb,  gejiemenb,  jicra- 
lid),  finuü.  triftig  (fo  im  älteren  Oberb.  trcfftidjc  :?(ntn)ort,  SSotfc^aft;  in  treffe 
liqer  2tnjat)l;  eine  treffliche  ©ummc;  trcff(id)  r»on  einer  ©ac^e  reben  u.  bgl. 
m.);  gctt).  f.  Dortreff(td),  t>or5Üg(td),  burc^  äußere  u.  bef.  burc^  innere  S5or= 
güge  au^gejetd)net,  2(nbere  übertrcffenb,  ungemein  (ein  treffii^eö  >!pau6; 
ein  trcffltdjer  «Kann,  Äopf,  Sßerffanb;  ein  trefflic^eö  Sudj;  fi^  trefflich  l)al= 
ten,  benehmen);  aU  mtr>.  iiberl).  f.  febr  gut,  in  {)of)em  ©rabe  (er  fpielt, 
fingt,  malt  trcfflidb;  wir  f)aben  ung  trefflich  untcrf)atten ;  gem.  fc^erjl).  nui^: 
trefflich  effen  u.  trin!en  fönnen;  einen  trefflid)  burdjpriigeln  u.  bgl.  m.);  bic 
Sreffltd^^cit ,  ba^  Srefflidffein,  bie  flu5ge5eid)ncte  ^^efd^affcnbeit,  fmnü. 
5i5ortreffUd)feit,  3Jorjüg(id)f'eit  (j.  S.  eines  9)lanncg,  fcineä  >&crjcn6,  cinc§ 
S5u^e§  IC.);  auc^  eine  einjelnc  Dorjüg(id)e  (Sigenfd)aft  OK.  Srcfflic^feiten). 
treiben,  3«?.  ablaut.  3mpf.  trieb,  6oni.  triebe;  3Äw.  getrieben,  (gotlj. 

dreiban  u.  draibjan;  altl^0c!^b.  triban ,  S^rät.  treib,  ^art.  triban;  aud)  treib- 
jan  u.  tnbdn  :  mittell).  tnben,  treip,  tribeu;  altfädjf.  dribhan,  nieberb.  bri^ 
»cn  ob.  briwen,  bree»,  bremen;  angclf.  u.  altnorb.  dnfan,  engl,  drive,  fdinseb. 
drifwa;  —  bie  SBur^el  drib,  trib  fc^cint  überf).  fdjncUe  SBetregung  anjubeu* 
ten,  »gl.  bai  grtcc^.  Tm'i^fu',  reiben)  1)  jiello§,  übert).  in  ^cu^egung  fein  ob. 
geratl)en,  ingbef.  gleidima^ig  u.  ffd'tig  fortbetvegt  tverben,  ftnno.  jic()en, 
fahren,  öon  Icblofen  Singen  (j.  S5.  ber©^nee,  ber  ©anb  treibt,  »enn  er 
com  SKinbc  maffenmeifc  fortgcf(if)rt  roirb;  bic  Sßolfen  treiben,  b.  t.  jiel)en, 
wä'ljcn  fi^  fort;  Sie,  ^olj,  Srümmer  2C.  treiben  auf  bcm  Sßaffer;  ein  ©djiff 


tmhm  12GT 

tvtibtn  laffen,  b.  t.  c§  ben  SBScUeii  u.  bem  Sffiinbc  iibcrtalTen;  e§  fam  ein  <S^iff 
getrieben,  b.  i.  tvcibcnb;  —  m.  fein,  rccnn  eine  Ortöbeftimmung  (jin^ugcfügt 
njtrb,  aufjcibcm  m.  fjaben;  j.  93.  baö  ©djiff  ifl  »om  Ufer,  ift  an  ba^  Canb 
getrieben;  ober:  c6  tjat  bcn  ganzen  Zac^  getrieben;  —  oberb.  ein  gut)c»retJ 
treibt,  wenn  e6  auf  abi)ängigcm  Soben  in  fdjncUere  SBcmegung  gcvdtf);  nie* 
berb.  uncig.  treibenbe  Jg)abef.  faf)renbc  Jpabe);  ftd) .aqöbe^nen,  9al)ren, 
fdjäumen,  ftd}  blasen  (oberb.  baö  Sicv  treibt:  baf)cr  aud):  bcr  3;ricb  f. 
«Sauerteig;  J^üttcnir.  baö  Silber  tuibt,  b.  i.  eS  fommt  auf  bem  Sreibfjerbe 
in  giufö);  merflid)  jlavf  ivad)fea  (bic  ©cnjd^fe  treiben  in  ber  Söärmc;  bie 
aSäume  b.abtn  frarB  getrieben);  nicbcrb.  f.  plaiibcni,  f(atfd)en;  2)  rüctj. 
fid)  ■ — ,  nur  in  ber  3lc^.  ftd)  ()crum;  ob.  um()cr treiben,  b.  i.  müpig 
um()cr9ebcn,  =jlrctfon;  .'{.)  jtc(.  überb.  in  löcivc^un^  fe^cn,  inöbef.  a)  (cbiofc 
Äcrper  in  SSeivcgunj}  bringen,  fcrtbctvcgen ,  von  ber  (Stelle  fdjaffcn,  bcf. 
burd)  @d)la9cn  cb.  ©topen  (j.  S.  einen  Äreifct  mit  ber  ^citfc^e  — ,  einen 
ipfat)t  in  bie  ©rbe,  einen  5lagcl,  einen  Äcit  ic.  in  baö  .^olj,  einen  9ieif  um  ein 
gafö  treiben) ,  aud)  burd)  ivgcnb  eine  anbcrc  betvegenbe  Äraft  (ber  SOSinb 
treibt  bic  SBinbmiible ,  ba6  ^c^iff  u.;  baä  SBaffcr  treibt  ba^  9Kül)lrab;  ein 
Äeil  treibt  ben  anbern;  SSergtt).  (Srge  treiben,  b.  i.  fie  mittelft  beö  @öpcl6 
aus  bcr  ©rube  förbcrn;  ^iittenw.  treiben,  baö  mit  bem  ©über  ßermi)'d)te 
SBU'i  burd^  ©dimcljjung  bcr  ganzen  SKaJTe  mittelft  be6  Sßinbce  ber  ©ebläfe  jur 
SJerglafung  bringen  u.  eS  auf  fotc^e  SDSeife  vom  ©ilber  fciieiben);  burd)  @d)la; 
gen,  ©topen  ob.  2)iüifen  au^bc^nen  u.  geflalten  (ben  Seig  — ,  inbem  man 
it)n  mit  bem  Sreibljoljc  bünncr  rollt;  SÄetall  — ,  b.  i.  burc^  ©erlagen  ob. 
.!^ä'mmern  ert)abenc  5i9un:n  barauS  bilben;  baf)cr  auc^:  SSilbirer!  in  ©ilber, 
®olb,  Äupfer  2C.  treiben,  b.  i.  auf  folc^e  SDScifc  {)eroorbringcn;  getriebene 
2(rbeit,  b.  i.  SilbwerB  ani  getriebenem  9}tctaU;  oberb.  u.  fc^n?eij.  einen  SBeg 
treiben,  f.  babnen;  getrieben  f.  ausgetreten,  burd)  (Scl;en  gebal)nt),  auc^ 
burd)  anbere  ?D?tttel  auSbehnen  oh.  anfd)wellen  mad}en,  og(.  auftreiben, 
(bie*  ^apicrmac^er  treiben  ben  gcfc^öpften  3eii3i  inbem  fie  ii)n  auf  bcr  gorm 
jf^ütteln,  bamit  bcr  SBogcn  überaU  gtcid)  bitf  ererbe;  bie  Ccljgerber  treiben  bie 
Sfitnb6l)autc,  inbem  jte  biefelbcn  in  bk  SSeiüe  legen,  bamit  fie  auff^iueUcn  u. 
locter  werben);  ettva§  l^erücrbrtngen  madien  ob.  laffen,  {)erau^tretben 
(biefe  "Kv^^nd  treibt  ben  ©d)irci5,  ben  ^arn;  ber  Saum  ttdbt  neue  ©^bfö= 
■linge);  ivvid)fen  madien,  ba^  5Bad)ötf)um  befd)leunigen  (®ewäc^fc  burd) 
Üinftlic^e  SBdrmc  treiben  in  Sreibljdufern  K.);  uneig.  eine  <Sad}e  treiben, 
b.  i.  ihren  Fortgang  beforbern,  bcfchleunigen,  »gl.  betreiben,  (ben  ^rei§- 
einer  ©ac^c  in  bie  .i^öl)c  — ,  b.  i.  fleigcrn;  eine  <S>a6)c,  j.  95.  einen  ©pa^  ic. 
ju  weit  treiben,  b.  i.  barin  ju  weit  gef)en,  nid)t  bci§  rechte  SOJa^  l)alten; 
fo  aud^:  dwa^  ouf  baä  iäu^erfte  treiben);  ferner  fid)  mit  einer  <Scid)i  an; 
f)altenb  befd)aftigen,  bamit  umgel)cn,  fie  betreiben,  üben  ob.  ausüben  (ein 
^anbwer!,  eine  Äunfl,  eine  SBiffenfdjaft,  dn  @efd)äft,  ^anbel  mit  ttwaB  — ; 
Sffiuc^er,  llnjuc^t,  Unfug,  ^offcn,  Äurjwcit  —  ;  ©4ierj,  ©pott  mit  (txvaä  trct« 
ben,  b.  i.  eS  jum  ©cgenflanb  bc6  ©d}erje6  ob.  ©potteö  machen),  aud)  gcrabeju 
f.  mad)en,  auf  eine  geiviffe  '^(it  verfahren  ob.  fid)  betragen  (fpric^n?.  wie 
man'ö  treibt,  fo  geljt'S;  er  treibt  eä  gu  arg,  wirb  cS  ni^t  lange  mel)r  treiben, 
u.  bgl.  m.);  b)  (ebenbc  @efd)öpfc  burd)  ftnnltd)e  COltttel,  j.  95.  ©(^lä'ge, 
©ewalt  jc,  ob.  burd)  geiftigc  CDZittel,  als  Sroljungcn,  (grroecfung  oon  gurc^t, 
fittlidie  SSewcggrünbc  2c.   jur  £)rt6öerdnbcrung  bewegen,  finno.  jagen, 

80* 


1268  treiben 

fd)eud)en  (j.  S3.  bag  9Sicf)  auf  bk  SBeibe,  juv  Sränfc,  fn  bcn  ©taU,  ju 
9}Iai-Etc  — ;  Oc^fen ,  ©c^meine,  Sfct  treiben;  ben  J^unb  auö  bcr  ©tube,  bie 
^üt)nec  auö  bcm  ®arten  — ;  bcn  geinb  in  ik  gluckt  — ;  einen  au€  bem 
J^aufe,  »on  J^au6  unb  Jpof,  au6  feinem  SBefi^  — ;  bilbtid):  einen  in  bie  Snge 
treiben,  b.  i.  in  5Ser[e9en{;eit  ob.  95ebräiignif6  bringen;  ju  paaren  treiben,  f. 
paar;  ."Sag.  ber  fRci^hod  tnibt  ik  @ci^,  b.  i.  oerfotgt  fic  in  ber  Srunft;  trei* 
bcn,  aui^  eine  2Crt  ju  jagen,  f.  u.  Sreibjagb,  u.  eine  2(rt  ju  fifdjen,  f.  Sreib« 
garn);  uneig.  einen  burd)  Zwangsmittel  ob.  bringenbc  23er»eggriinbe  ju 
einet  S^atigfelt,  einem  Unterne()men  ob.  (Sntfd)luffe  bejltmraen,  ugl.  an= 
treiben,  finno.  brangen,  nött)igen,  jiüingen,  (j.  S.  einen  jur  2fvbcit  treiben; 
ber  Slräge  mufS  getrieben  merbcn;  einen  fdumigen  ©d^ulbner  jur  Sejai)= 
lung  — ;  e§  trieb  mic^,  b.  i.  cö  brängte  mic^,  liiv  mir  feine  9?ulje;  bie  5Rotf) 
t)at  ü)n  baju  getrieben  tc);  —  ber  ^reib,  -eö,  a(t  =  oberb.  f.  93tef)trieb; 
fcijweij.  f.  ®d)neebaf)n;  bag  treiben,  -g,  1)  ber  Buftanb,  hci  etmai  treibt 
ob.  in  Seiregung  ift  (j.  S.  baä  Srcibcn  eines  ©c^iiffce);  uneig.  f.  unru{)ige 
SSenjegung,  raftiofe  (^efd)aftigfett  jc.  (j.  S?.  bog  Sreiben  u.  ©rängen 
in  großen  ©tcibten;  id^  bin  bCöSreibcnö  mübc  k.);  2)  bie  Setreibung,  Übung 
ob.  2(uSübung,  anf)altenbc  58efd)dftigung  mit  iüva^  (;;.  25.  baö  treiben 
eines  .^anbn>er!e6 ,  einer  Äunjl  jc);  3)  Sag.  f.  ö.  n).  Sreibjagen,  f.  u.  (ein 
Srciben  i)altcn);  4)  SBcrgw.  ein  treiben:  fo  uiel  Slonnen  auf  einmal 
mit  bem  ©öpel  auS  ber  ©rube  geforbert  tnerben  (ein  ganjeg  Sreiben^^ßO, 
ein  fleineg  St.  =  40  Sonnen)  unb  bai  baburd)  jU  Sage  gebradite  (Jrj;  — 
3fc|.  bec  2reibanfer,  ©d^iff.  eine  Sorrid^tung ,  um  baS  2(btreiben  beS 
@d)iffe6  \väi)xint>  be§  SSeitiegenß  bei  einem  fdjmeren  ©turnic  gu  oer{)inbern; 
ber  Sreibalt,  gegen  einanbcr  wac^fenbe  u.  fid)  in  if)rem  natürlichen  SGJudjfe 
I){nbernbe  2Cjle;  baS  Sretbebeet,  @ärtn.  ein  93cct,  auf  it)el(^em  bii  ©ewädjfe 
but^  füntllic^e  «Oiittel  getrieben  ioerbcn,  ein  SOJi(l=,  ®ta6bcct  2C.;  ber  Zxe'ibe- 
hOQin,  ©olbarb.  ein  2Büf)rer,  wcldjer  mittelfl  eince  SBogenä  in  SSeiregung  gc= 
fc^t  rcirb;  ber  Srcibcbol^en,  ©(^iffb.  »ol^en,  mittelft  bcren  bie  ^lanfcn 
bi(^t  an  einanber  getrieben  werben;  ber  Sreibebricf,  >^anbnj.  SSricfe,  burc^ 
welche  njiberfpenftige  ©efellen  bd  ben  ©ewerfen  befannt  gemadjt  u.  fo  »on  bcr 
2(rbeit  oertriebcn  werben;  bie  3!reibebül)ne,  SBafferb.  eine  S8iii)ne,  b.  i.  ein 
t)om  Ufer  in  ben  ©trom  3efü()rte6  SSerE,  jur  genfuug  ber  ©trombaf)n;  bec 
Slreibebunjen ,  ein  SBunjcn  ju  getriebener  aJJetaUarbeit;  h(i$  Sreibetä,  auf 
bem  SüJafTcr  treibenbe  giefc^oUcn:  tai  S^rciberj,  SSergw.  (grj,  toel^cö  mit 
bem  ®öpel  auS  ber  ©rube  gcfdjafft  wirb;  bie  Sreibfatbe,  Sofjgerb.  bie  »ctge, 
in  welcher  bie  geUc  aufgetrieben  ob.  gefc^weUt  werben;  ba^  Alrcibfafä,  ©erb. 
cin^afö,  worin  bie  gelle  getrieben  ob.  gar  gcmad^t  werben;  ber  Sreibfdujiel, 
SScrgw.  ein  fc^werer  gäujlet  jum  Eintreiben  ber  ©tcmpcJ  bd  ffierjimmcrun» 
gen;  ta^  Sretb-  ob.  SlreibeCjarn,  ein  gifd)erne§,  in  weldje»  iii  gifc^e  getric= 
bcn  werben,  Älebcgarn;  ber  3^reibl)amnu'r,  ein  J^ammer  gum  Sreiben,  b.  i. 
2tu6bet;nen  ob.  Sf^ünben  beö  S)^etaUS;  büi  Srcibl)auä,  ®ärtn.  ein  mit  ®iag= 
fcnllern  ßerfe|)cnc6  ®ewäc^Sf}auö ,  worin  bie  ©cwac^fc  burd^  üinjltidje  SBärme 
getrieben  unb  ben  SBinter  über  erfjalteu  werben;  ^iittenw.  f.  r>.  w.  Srcibt)üttc; 
bie  2;reibl)au§fru(^t,  -pflanje,  baä  2;veibf)auggen:)dc^ä,  bie  3;reibt)auös 
tvdrmc  k.;  bcr  Sreibt^erb,  ^üttenw.  ein  Jperb,  auf  welchem  getrieben,  b.  i. 
bat  ©itber  com  SStei  gcfc^ieben  wirb;  bcr  2;rcibl)crr,  eigentf)ümcr  einer 
Sceib^utte;  bai  Zxc'M)Ol}j,  auf  bcm  Söalfcr  trcibcnbcö  ^oij,  glö|jt)oli;  ^üt* 


trcid)c(n    -  treiten  1269 

knw.  langcö  @c^eitf)olj,  womit  betf  3!rcibf)crb  gcfjeijt  tt5frb;  Äüd&.  eine  ftcinc 
f)öljcrnc  SSalje  jum  Stctbcn  ob.  5HoUcn  be6  iTcigcg;  bec  3;reibl)Ut,  ^üttcnro. 
ein  cifcrncr,  mit  ßifjm  auögcfc^laacncv  Scctcl,  trelc^ec  beim  abreiben  ftatt  einer 
^OTuffet  über  ben  >!pcrb  gefegt  wiib;  bie  2rcibl)lUtc,  baö  ®ebä'ube,  in  roelcfeem 
fid)  ber  Srciüfja-b  btfinbet;  bie  Ureibjagt»  ob.  tai  Sreibjagen ,  eine  3aab, 
»»obci  baö  SBilb  auö  einem  ganzen  95ejir!e  jufammcn  unb  in  ben  3cug  getrie» 
bcn  roivb:  ber  2reibcfitt,  ein  Äitt,  auf  »ueldjem  SJZetaUavbeit  getrieben  trieb; 
\)A'S  Srcibcforn,  Jg)iittentt>.  bie  beim  Sreiben  be§  ©itberS  abfpri^enbcn  Äöc 
ner,  J^crbförnet;  au<i)  f.  bie  ©amcnförnet  be6  ®pring!raute6;  i)ai  Sreib* 
fraiit,  eine  litt  beö  2Bunberbaume6  (n(inus  (ommunis  L.);  bie  Sreibefunfl, 
58ergtp.  oUe  Äünfte,  burc^  rceli^e  ©rj  au6  bcn  ©c^ädjten  getrieben  ob.  geför^ 
bcrt  rcirb;  bie  Sreibf (eilte,  2cig.  [.  ».  w.  Sreiber;  ber  Sreibmugfel,  bense* 
gcnber  SKuöEel;  ber  2rcibü[en,  ^üttenn>.  ber  Ofen,  in  njctc^em  fic^  bev  Sreib« 
t)crb  befinbet;  baß  Sretbeped),  ©olbarb.  "ped),  auf  »reichem  @olb  unb  ©ilbec 
getrieben  jrirb;  bn§  Sreibepfevb,  Sog-  ein  abgcrid)tete6  ^ferb,  f)intcr  mU 
cl)cm  ber  Säger  bem  SBilbc  na^fc^leicfet,  ©c^ieppferb;  baS  Sreibrab,  gen?. 
Sriebrab,  f.  b.;  ber  Sreibfatib ,  f.  Sriebfanb;  ber  Sreibefc^ad^t,  Scrgro. 
ein  ®c^a(^t,  burc^  welchen  baö  ©rj  au§  ber  ®rube  getrieben,  b.  i.  oon  ^fer* 
ben  t;erauggcjogcn  »virb;  bie  2!rcibfd)eibe,  Uljrm.  eine  eiferne  ©d^eibe,  mit 
rretc^er  bie  SreibflöcEe  eines  ©etriebeö  obgett)eiIt  rcerben;  \ia^  Srcibfeget,  f. 
u.  Treiber;  ber  S'retbflocf ,  i>k  Zi)dk  eines  ©etricbeS,  iretc^e  in  bie  3cii)ne 
eineä  Stabes  eingreifen;  ha^  Sreibeirerf,  ^üttenm.  baS  95lei,  tt)eld)eö  burdj 
baS  Sreiben  »on  bcm  ®{(bev  gefc^icbcn  wirb;  i)Cii  Sreibejeug,  3cig.  ein 
©arnfact,  in  metdjen  bk  gelbt)ü{)ner  getrieben  unb  fo  gefangen  werben;  — 
2Cbleit.  ber  Srcibcr,  -ö,  bie  Sreiberinn,  ^.  -en,  (aitb.  tnbari;  mittel^, 
au^  treibel)  1)  wit  (twai  ob.  ^emanb  treibt,  bef.  in  3[e§.  mie:  asiet)=, 
@fet  =  ,  ©d)rceinetreiber  ic.;  au^  iver  einen  511  etira^  antreibt,  brängt  ob. 
jiinngt;  inSbef.  ^ä'j.  biejcnigen,  »reiche  bd  einem  Sreibjagen  baS  SJBilb  in  ben 
3eitg  treiben;  SSergtr.  bie,  wcldje  baS  Srj  mittelft  beS  ®öpelS  ouö  ber  ®rubc 
förbern;  ^ütttnw.  bk,  welche  baS  Sreiben  beö  ©ilberS  »errichten;  2)  ein 
itreibenbeg  £>ing,  inSbef.  gafsb.  ein  feilformigeS  v^olj  jum  2(uftreibcn  bev 
Steife  um  ein  gafS;  ©d^iff.  ein  2cefegel,  n)etd)eS  bd  günjtigem  SOSinbe  an  baS 
obere  ©nbe  ber  Sefanrutl)e  gct)ifTt  wirb,  baöSreibfegel;  aud^  eine  2(rt§ifc^er5 
fat)r5eu3c  in^oUanb,  rcelcfce  iljre  9le^e  nai^fd^leppen;  bie  Treiberei,  ÜJ?. 
-en,  gem.  ncräd^tl.  f.  baö  treiben;  lanbfc^.  f.  ®efd)tva^,  Ä(atfd)crei .(nie- 
bcrb.  ©riroerije) ;  audj  f.  ein  Sreib^au^;  ber  Sreibling,  -e§,  9}?.  -e,  in  ben 
sKüt)(en  f.  0.  n».  SDriUing,  f.  b.  (gem.  Sreiling);  in  ber  SSienen^uc^t  bie 
föienen,  it>e[d)C  man  aiiö  üoüen  Äörben  in  leere  treibt. 

treic^eln,  jicllof.  3tr.,  f^weij.  (gem.  tri 4) ein)  f.  mit  ©(ocfen  tauten, 
bie  ©loifen  ob.  <Sd)elfen  erflingen  laffen  (j.  SB.  bie  Auf)  treii^elt);  bie 
2:rei(^el  (gem.  Sreic^le,  Sridile),  9)?.  -n,  f.  (SJlorfc;  <Sd)eüenf(an9. 

treibeln  ob.  treilcn,  gicl.  3»t).  nieberb.  (au^  treu  ein;  t)cU.  treylen; 
Sern),  mit  trerfen)  ©^iff.  ein  @d)iff  — ,  mit  @ei(cn  fortjiel^en;  ba§  Sreit, 
-eä,  9)?.  -e,  lonbfc^.  f.  3ie()feil;  ber  Steiler,  -6,  reet  ein  @d)iff  am 
©eile  fort5iel)t. 

treiten,  jiet.  3m.,  nieberb.  (oerm.  mit  treten?)  f.  flampfen,  flofenb  5er; 
bred}en  (bie  JQan^  u.  glact)S|lengel);  bie  Sreite  (auc^  Sröte)  f.  ^anfs 
unb  5lrtci)öbrcc^e. 


12T0  Sremel  —  tretincn 

Slvemet,  m.,  -§,  ?!)?.  w.  d.,  aud)  b«  Srcmlinq,  -«§,  ?0?.  -c,  (tanbfc^. 

Srcimct;    Oltb.  tremil,  trembil,  dremel,  drempcl;    üg(.  Sram    1.  U.  Svumm) 

obevb.  ein  floinec  S5a(feii,  dn  furjeS  bicfeg  v^of^,  ein  Änüttcl,  ^rügel; 
ein  alg  ^ebel  J»ienenbe6  ©tangcnftücf;  ebcm.  aud)  f.  Otiegct;  f^wcis. 
(Svämel)  f.  toageblocf;  uncig.  f.  eine  pfumpe  Werfen;  trcmcln,  3nj.  f. 
mit  einem  Sremet  u.  übcvi).  mit  ©eivalt  arbeiten,  fto^en,  fd)ieben,-  fd)fa= 
gen,  (einen  antcemetn,  bair.  f.  barfd)  ob.  grob  angcfjcn,  anreben). 

tremmen,  jfcl.  3w.  (»gl.  b.  engt,  tnm,  pu|en,  auftlu^cn,  [djmüctcn:  nie= 
berb.  trim,  be trimmt  f.  fttn,  gcfd)mudt)  in  ^feifcnbrcnncrcicn:  ben  tibets 
flüfft'gen  ^()cn  oon  bcr  geformten  pfeife  mit  einem  ^J^effer  rtbjlreid)en; 
ber  2!rcmmev,  -g,  iver  bieg  Derrid)tet;  ber  Srcmmfnopf,  ein  üon  ^ovn 
9ebte{)ter  pfropf  jum  gormen  ber  runbcn  SOlünbung  be§  ^fcifcnEopfcg. 

Stempel,  m.,  -6,  S)?.  m.  (5.  (=3;remel,  f.  b.)  bei  bcn  sDh'ncngrabern: 
eine  ©tii^e,  ®tHbe  gegen  ein  SSrett;  trempeln  1.  3m.  einen  ?Olinengang 
finden. 

trempetn  2.  jiet.  3«?-  Öflr.  (urfpr.  iuo£)(  übcrf;.  in  SScmegung  fefecn;  »gl. 
b.  tat.  tremere,  ital.  trembolare,  trcmpellare,  fran?;.  Irembler)  f.  SSuttei*  tüf)s 

ren;  bie  Slrempel,  SD^.  -n,  f.  S5utterfaf6,  9füf)rfaf»;  au^  ein  9}?ap  gu 
©cfematj  =  20  ^funb  ob.  8  aKajj. 

trcmpeln  3.  ob.  trampeln,  jiel.  3^-  fdjroab.  (ücnr.  mit  tröpfein?)  f. 
tropfenireife  Pergiepen;  uneig.  ettvag  a(Imählirf)  perüeren,  burd)bringen, 
(fein  SSermiJgcn ,  i)k  3eit  o  e  r  t  r  c  m  p  e  t  n). 

2'remfc,  id.,  £!)?.  -n,  nicbcrb.  (aud^  Sremö,  SremiJTe;  wai)t]ij.  bon 
trim,  fc^mucf,  f)übfd),  »gl.  tremmen;  wegen  bcr  fd)öncn  gavbe  ii.  ©efralt)  bie 
blaue  Äcrnblume. 

Svenbel,  f.,  -g,  ^.  W.  S.,  m'ebcrb.  (ütriu.  mit  Sront,  trcnbcln  k.; 
alfö  ctwaö  in  bk  Sänge  2fuägcbe{)ntcg)  f.  ein  bünne§  ob.  fdimaleö  abge^ 
fd)nittene6  ®tu(f ,  9?iemen,  ©treif. 

trcnbcln  ob.  tränteln,  jicHof.  3w-  m.  I)abcn,  (ocrm.  mit  Ärant,  f  b., 
u.  b.  franj.  trainer,  gtc{)cn;  '00^1.  trennen,  icbod)  auc^  ta^  altl).  trennila,  ^rci= 
fcl,  treunilon,  biird^roanbcrn,  mtttclt).  trendel,  JCugcf)  gem.  f.  jaubern,  ji?- 
gern,  mit  einer  '.^(rbeit  nid}t  ncrivärt^  kommen,  inbcm  man  biird}  ^in=  u. 
Jg)cr(aufen  ob.  Sefd;aftigi4ng  mit  Älcinigfciten  bk  3cit  ocrliert;  fdjwcij.  aü6) 
f.  langfam  ob.  trage  gel)en :  nieberb.  f.  flolj  ein{)ergel)en. 

trennen,  Jiet.  3n?.  (altil.  trennjau,  trennen,    ^rat.  tranle;    ncd)  im   17ten 

5af)r{).  trannte  f.  trennte;  bie  SOSurjcl  Iran  bilbcte  urfpr.  watjrfc^.  ein  obtaut. 
3»ü.  trennau,  trän,  trunnan  (ogt.  abtrünnig  U.  ba§  mittctf).  triinne,  ©t^aar, 
Raufen)  u.  bebeutete:  gieijcn,  als  9^cbenform  üon  trah;  »gl.  tragen,  trerten,  u. 
fcaöfranj.  trainer,  Srant,  trenbelnu.;  bann:  auöeinanbcrjtcf)en,  jertf)ei(en) 
et  mag  — ,  ben  3ufammenl)ang  ber  2:i)eile  eineö  Äörperg  ob.  bie  Söec- 
btnbung  jiveier  ob.  mel)rer  ^Dingc  ob.  ^erfonen  aufgeben,  »on  allgemeinerer 
S5cb.,  alö  bk  finnü.  fd)etben,  fonbern,  fpalten,  tl)eilen,  (?.  93.  ben  Äopf  »om 
Sflumpfe  trennen;  bk  ©lieber  cinc6  >i^ecrc6,  eine  ®c^lad}torbnung  — ;  ber 
glufö  trennte  bcibe  ^ecre  it.;  Sifdjl.  ein  ©tiic?  «ipolj  ber  Sänge  nad)  burd)- 
fägcn);  in  engerer  SScb.  ©djneib.  etir>a6  ^ufammengenähteä  burd)  3erfd)net; 
bung  ber  dlatt)  abfonbern,  gem.  auftrennen;  uneig.  eine  @emeinfd)aft 
3roifQ)en  '^^erfonen  auff)eben,  fie  üon  einanber  entfernen,  fd^iben  (er  lebt 
getrennt  »on  bcn  ©einigen;  cS  foU  unö  nid^tS  »on  einanber  trennen,  fllS  ber 


."Srenfo  —  Sveppc  1271 

Sob;  iie  Ätnbcc  vcn  t^rcn  gittern,  ein  Gfjcpaar,  eine  6^e  trennen,  gern.  fd)ei= 
bcn);  fücfä.  fid)  — ,  b.  i.  fid)  ciitfeinen,  abfonbein,  aui  einanber  gefjen, 
(er  t;at  ftc^  uün  unö  getrennt;  bte  (*4)c(eute  Ijaben  fid)  getrennt;  wenn  idb 
unb  ®ce(e  fic^  trennen,  b.  i.  im  Sobe);  —  3fe^-  baö  SrcnnmcJTcr,  ein 
g}JefTec  jtitm  2tuftrennen  bcr  ?«citi)e;  bie  2rcnnpunftc,  ©prad)l.  jroci  '■punfte, 
tüeic^e  über  bcn  testen  uon  i^wd  auf  einanbcr  fotgcnben  ©clbfllautern  gefegt 
nurben,  um  an^ubeuten,  baffi  biefelben  nid)t  in  einen  ßaut'^ufammcngcjogen, 
fcnbein  getrennt  auögcfproc^en  werben  foUen,  g.  S.  'ileronautü,  (tat.  puucta 
(liacreseos) ;  h'w  Svcnilfa^C,  Sifd)l.  eine  J^anbfägc,  mit  weniger  ha^  Jpotj  bec 
fiänge  nad)  burdjgcfdgt  wirb;  —  3tblctt.  trennbar,  93m.,  fä'big,  getrennt 
ju  meiben,  ivaö  getrennt  iverb«n  tann  ob.  mufö;  bie  Srennbarfeit,  ba^ 
Srcnnbarfein ,  bie  Sä[)tgfeit,  .getrennt  ju  werben;  ber  2!rentier,  -ö,  bie 
Srcnncrinn,  mer  etivaö  trennt;  bie  Srcnnunc^,  bflg  S'renncn,  bie  3(uff)e- 
Ining  beö  3ufammenl)angcg  ob.  ber  @emetnfd)aft;  auc^  baS  ©ctrenntfein, 
bie  Entfernung  2C. ;  bie  Srcnnimc^gpunfte,  b.  Srennpunftc,  f.  o.;  ber 
^'rcnnunciötag,  3ag  ber  Trennung;  ber  3!rennung6fd)mer;^,  ia^  Zxm- 
nunc^öuH'l),  bcr  ®d)mer5  u.  über  bie  Trennung. 

Srcnfc,  m. ,  9??.  -n,  (ein  urfpc.  nicbcrb.  SBort;  fd)U)eb.  trens,  fjoU. 
treiisse;  üon  g(eid)cm  ©tamme  mit  Srenbet,  trcnbeln,  f.  b.)  nicberb.  eine 
runbe  (Sd)nur,  2i|>e;  gciü.  ein  Ieid)tet  ^fcrbejaum  o()nc  ©tange  (ein  ^ferb 
an  ob.  mit  bcr  Srenfe  reiten);  trenfcn  1.  giel.  3n5.,  mit  einer  $lrenfe 
(©d^nur)  \)erfcf)en:  ®d)iff.  ein  Sau  — ,  b.  i.  bcn  SRaum,  welken  baefetbe 
(äfft,  burc^  Umiüirfctung  cincö  bünncrcn  au^fiiUcn;  mit  ber  Srenfe  (bcm 
3aumc)  t)a[ten,  bafjer  niebcrb.  f.  jaijmen;  bai  Srert^qarn,  ©^iff.  ®arn 
Hum  SSrenfen  ber  Saue;  bie  Srcnfing,  Wl.  -en,  Qä)i^.  ein  bünncreö  Sau 
jum  Srenfcn  eineä  bictercn. 

trenfcn  2.  ob.  trennen,  jicüof.  3w.  m.  t)abcn,  (et)em.  aud^  trcntf(^en; 
ein  ©djalliD. ,  ügt.  baö  griec^.  TQt'Csiy,  lat.  trissare  ob.  trinsare;  mittt.  lat. 
(Ireiisare  oom  ©freien  ber  ©c^iräne),  olt.  f.  ad)5en,  feufjen;  Säg.  üom 
^irf(^:  fd)wad)  u.  in  ein3e(nen,  abgeflogenen  S^önen  fd)reien;  bair.  auc^ 
•com  SJinboicf;:  traurige  Söne  üon  ftc^  geben,  auö  ©efjnfud^t  nac^  bcm 
©tatlc,  bcr  v^eerbc,  bcm  Sungcn  ic. 

S^rcnjc,  a\,  9)?.  -n,  f(^mcis.  (»om  iat  tridens?)  f.  2)reija(f,  breijacfige 
»D^iftgabet. 

trennen,  jicUcf.  3w.  1.  f.  trenfen  2.;  —  2.  (eig.  moi)l  t{)ränjen,  ooa 
S^ränc)  obcrb.  f.  tropfenroeife  fallen,  ob.  etiva^  fallen  laffen,  inSbef.  3:f)ra= 
nen  au6  bcn  2tugen  tröpfeln  lafftn;  ©cifcr,  Zt)dk  ber  ©peifc  ob.  bcö  @e= 
tränfö  ani  bem  SKunbe  falten  lajfcn  (baS  Äinb,  bcr  lilU  trcnjt;  bie  ^ferbe, 
bie  ^unbe  trenjcn,  wenn  ftc  fd;äumcn);  —  3.  (f^irab.  träl)nfen,  öjlr. 
trenfcn;  =  trcnbeln,  f.  b.)  oberb.  f.  im  <Spred)en  unb  «^anbeln  (ang; 
fam  fein,  jcgernb  u.  mit  2(bfaöen  fpred^en,  jaubernb  arbeiten,  ge^en  zc; 
ber  Srenjcv,  -6,  oberb.  1)  wer  geifert,  fdjaumt;  2)  iver  jaubert  ob.  jogert. 

Sreppc,  ID.,  9}?.  -n,  S3erEl.  bai  !Ireppd)en,  obcrb.  ^repplein,  (fc^rceb. 
trappa,  t)oU.  trap;  pon  traben,  trappen,  b.  t.  treten;  cgt.  b.  oberb.  Srappe 
f.  ©tufe;  poln.  drab,  drabina,  Ceitcr) ,  ein  auf;  unb  abwartö  füf)renbec 
(Stufengang,  eine  mit  ©tufen  üerfel)ene  (Steige  ob.  (Stiege,  uerfci^.  oon 
Seit  er,  tt)eld)e  ©proffcn  t)at,  bef.  an  ob.  in  einem  ©cbaubc  (eine  f)ölgernc, 
fteincrnc  ic.  Streppe;  eine  gebrochene,   b.  i.  burc^  9Ju()cplä^c  unterbrochene 


1272  Zve\^at  —  treten 

Sreppc;  hie  ÄeUet»,  SSobcntrcppc  :c.);  unetg.  2(naf.  gctriffe  JJheUe  bcr 
©d)nccfe  im  ^()re;  5taturf.  eine  2(rt  ^urpurfcbnecfen;  —  3fe^.  txcpp^ 
auf,  treppab,  5«m.,  bie  Sreppe  t)inauf  unb  l;tnab  (j.  S5.  laufen,  eilen);  bet 
Srcppcnabfa/J,  3fJuJ)ep(a|  einer  9ebroci)enen  Ärcppe,  auäj:  bie  Srcppen^ 
rut)c:  bec  Srcppcnbocf ,  eine  3frt  Soct!äfer  ob.  ^oljbccEc  in  ©übamcrüa; 
ba6  3;rcppcnc|e(änber,  f.  ©elünbec;  i^ai  2^reppcnt)auö,  brettcrn«  ober  ge^ 
mauerte  (äinfaffung  be§  9?aumeö  einer  Steppe,  bef.  einer  SSSenbettrtppe,  bec 
5Kantel;  bic  Srcppcnlel)ne,  iai  obere  ^olj  bcä  areppcngclänber^;  bec 
Ärcppenfc^ad^t,  SScrgm.  ein  fladjer  •5a()i-[cl)ad)t  mit  ©tufcn;  bie  2vcppei^ 
jiufe,  f.  ©tufe;  bie  2!rcppcntl)ür;  bic  Srcppcntvange  oh.  -bacfe,  3im= 
merl.  bie  ©ettenboljlcn  einer  Srcppe,   in  ireldje  bie  <2tufen  eingelegt  werben. 

Srefd)af,  f.,  -eö,  (aud)  Srifdjo!;  oom  ital.  i  tre  sciacchi),  5^amen  et? 
ne6  Äartenfpieleg  (franj.  brelan  genannt);  trcfd)afcn  ob.  trcfcf)äfcn  (au(^ 
trifd^afen),  3«'.  1)  bicfeg  .tartenfpicl  fpielen;  2)  (mit  2(nfpiciung  auf 
brcfdjen)  ntebcrb.  gem.  f.  prügeln. 

Srcfe,  m.,  -n,  {alrt)0(%b.  treso,  tn'so,  mittc(f).  trese,  trise,  m.  u.  f. ;  aüfäd^f. 
tresii,  tresur;    angelf.  tresor,  franj.  tre'sor;  pom  lat.  theiuuriis.  gviec^.  'itjaav- 

QÖi)  oöuig  Ott.  f.  <Scbn^;  bat}er  nod)  bic  Srefe  ob.  Svefcfammer,  (aitb. 
tri.>kamere),  lanbfd;.  bef.  nicbcrb.  f.  ©diii^fammer;  @erätf)fnnimer  in  einet 
Äicd)c  (fr.  ©acril^ci);  Urfunbcnfammcc  (fr.  2trc^iü);  bec  Srefcfammcrcr, 
ou^  Srcfeler,  f.  @d)a^meifler;  bcr  2^rcfcn,  m.,  ob.  bic  Srefcn,  9)?.  o.  e., 
lanbfc^.  f.  bec  ßabcntifd) ,  in  jcctc^em  tie  tägliche  einnat)me  bc§  Kaufmanns 
gefammelt  wirb. 

Sreöpe,  n).,  o-  so?,  (mitter^.  trefs;  oberb.  bcr  SrepS;  lanbfc^.  auä]  ©rcö= 
pe,  ©reff)  eine  (Gattung  t>on  @xä\exn  mit  äfjrentreife  jlefjenben  ©amtnbät= 
gen,  alö  Unfraut  unter  bem  ©ctrcibc  icac^fcnb  (bromus  L.),  oon  ücrfd)iebenen 
3(rten,  a[6:  hii  2(dertreSpe,  bie  fd^arfe  bunte  Sre^pc,  bie  ircid^e  ob.  gclbtrcgpe, 
bie  taube  ob.  unfruchtbare  Sregpc,  aud)  Saubl)afec  ob.  ^afcrgraS  genannt; 
ferner  f.  ©ommerloid);  Süinb^  cb.  Saubfjafcc:  9?aben;  bcr  S^re^pcn- 
fpinncv,  eine  2(rt  9^a(fctfarter. 

treffe,  m.,  ^.  -n,  S3er!(.  tai  Srcfßd^en,  (»on  bem  franj.  tresse,  ital. 
treccia,  g(ed)te,  trecciare,  franj.  tresser,  fleditcn,  f^tingcn,  fdjracis.  tretfc^en^ 
«jatjrfd^.  üeriü.  mit  bem  nieberb.  Sraffc,  Srogje,  bünner  (gtrid,  Seine; 
»gl.  auc^  Srcnfe),  aitö  @o(b;  cb.  ©tibcrfd'ben,  aud^  »vot)I  mit  ©cibe,  gcs 
trebte  SSanbfIcetfcn,  alö  Sorten  jum  Se[a(^  oon  Älcibungsjlüden  2c.  bienenb, 
©otb;  ob.  ©ilbecboctc;  ba^  S^ccföbanb,  eine  Art  Sanb,  bcJTcn  2(nfc^n)eif 
unb  einfd^tag  SBtumcn  bitbcn;  ba^  SreffcnÜciö,  bec  3!rcffcnl)ut  k.,  mit 
SEreffcn  befe^teß  Äteib  u. 

SrefleV  ob.  Srcjlern,  SO?,  o.  e.  (altb.  trestir,  trester.  m.,  U.  trest,  f.,  SO?, 
trester;  lanbfd).  au^  Sriejler;  cgt.  baö  angelf.  draest,  dresten,  ^cfcn)  bie 
Überblcibfei  eine3  auögeprefftcn  ober  au^gef oditcn  ^flan^enförpecg,  bie 
Scd'bec,  gen),  in  engerer  S5eb.  bic  v^ülfen  unb  Ää'mme  bcr  auögeprefften 
SBeintcauben ,  bie  SBeintccfltec;  ba-o  Sre|!crfern5(,  aus  ben  Äcrncn  bcr 
gBcinbeeren  gewonnenes  Öl;  bec  SteflcrfiK^cn,  gufammenf)Qngenbc  SKaffen 
»on  2ßcintrcjlcrn :  bcr  Sreflevivein ,  Sfadjtrein,  Sauer,  f.  b. 

treten,  3n).,  ablaut.  id}  trete,  bu  tritt jlt,  er  tritt,  roic  treten  jc;  Smpcr. 
tritt;  Smpf.  trat,  6oni.  träte;  9J?n).  getreten,  {auf),  tietan,  mittell).  treten, 
trat,  treten;    alö  jiel.  3w-  aud^  trettiju  u.  tretjan,   g3rät.  trettota,   ^art.  ga- 


I 


treten  1273 

trettot;    mi(tclf).  tretten  ob.  Itcteii,   ^rät.  tratte,  träte,  ^^alt.  getrat,   getret; 

obirb.  treten  u.  tretten  ob.  brcttcn;  ntcbcrb.  treben,  trcen,  bu  trijl,  ^rät.  i! 
ticcb,  «Part,  treben,  treen;  auc^  werft,  trebben;  gott;.  trudan,  iöla'nb.  troda, 

trada;    altfädjf.    U.  angelf.  tredaii,    eng(.    Iread;    fc^rceb.   trada    u.    träda;   

bte  58Sitrjel  tmd,  trat,  tnid,  ju  Welcher  üud)  ba6  tat.  trudere  gel^ört,  fc^cint, 
\vk  bie  »eriüanbte  trab,  trap  (f.  troben,  trappen),  ben  ®d)aU.be6  ®to5en6  ob. 
etampfenö  mit  bem  gu^  auej^ubrüctcn;  ügl.  S^rat,  3:ritt,  trotten  ic.)  1)  jtct= 
ro6  a)  mir  fjabcn,  ben  Suf  P^'»'^  nieberfcf^en,  oerfc^.  oon  [d] reiten,  xvtU 
^e6  baö  2tu.tl)ebcn  unb  gortfe^cn  bcä  gu^eö  bcjcidjnet,  (leifc,  [anft,  bcrb  tre- 
ten; auf  ben  SBoben  treten;  in  ctwai,  treten,  j.  SB.  er  t)at  in  ben  Äott),  in  boS 
SBüffer  getreten  k.);  b)  mit  fein,  nuftretcnb  feine  Svige  Derd'nbern  (auf 
feine  giijje  treten;  er  ift  auf  feine  güpc  getreten,  b.  i.  er  i)at  fic^  auf  feine  gü^c 
gefteUt),  u.  bef.  ben  £)rt  tteranbcrn,  ftnno.  ge()cn,  fd)rctten,  jeboc^  nur,  menn 
bie  gortbewegung  burc^  einen  ob.  wenige  Schritte  gefc^iet)t  u.  bcf.  wenn  bie 
3tbfid)t  auögebrüitt  »uirb,  an  bem  bejei(^ncten  Drtc  jti1)cn  ^u  bleiben,  finno. 
fiel)  jiellen,  (j.  S5.  an  baö  gcnjlcr,  cor  ben  Spiegel,  t)int£r  bie  Sfjür,  in  bie 
©tube,  ans  Sanb  treten;  jum  2t[tare  treten;  einem  unter  bie  3tugen  treten, 
f.  3(ugc;  cor  ©cridjt  treten;  in6  föerce^r  ob.  untcrö  ©cmebr  treten,  b.  t.  baS 
©cwct)r  aufnei)men  u.  fict)  aufpcUen;  bilbli(^:  in  3cmanb6  gu^ftapfcii  treten, 
b.  i.  feinem  SSeifpicle  folgen;  einem  ju  nai)i  treten,  f.  nai);  auf  SemanbS 
©tite  treten,  b.  i.  feine  ^artef  nehmen;  inö  SKittel  treten,  f.  SKittel;  an  Sc« 
manbe  ©teile  treten,  b.  t.  feine  ©teile  einnet)men,  flatt  feiner  etn?a§  tl)un; 
auc^  Don  ©ac^en,  j.  S.  Srauer  trat  an  bie  ©teile  ber  S^fube,  u.  bgt.  m.); 
uncig.  oon  leblofen  Singen:  überf).  an  einen  Ort  fommen,  gelangen,  ftc^ 
irgenbwo  jeigen,  jum  S3orfd)cin  fommen  (j.  33.  bie  3;(}ränen  traten  ifir  in 
bie  2(ugen;  im  §rü()ling  tritt  ber  ©aft  in  bii  Säume;  baö  SBaffer  tritt  in  bie 
9?öl)re;  ber  glufß  ijl  über  feine  Ufer  getreten;  bie  ©onne  tritt  in  baö  3eicijcn 
bcä  SBibbcrö;  ang  Cic^t  treten,  b.  i.  fidjtbar,  offenbar  werben);  ferner  in  eine 
Sagie,  einen  ^ujlanb  iibergel)en,  ftd)  begeben  cb.  geratfjen  (^.  SB.  in  ein 
2(mt,  in  Semanbß  Sienpc  treten;  in  ben  @l)cflanb  treten;  inö  männliche  2(lter, 
in  baä  funfjigjtc  2ebcn6ial)r  treten ,  u.  bgl.  m. ;  2)  jicl.  e  t  iv  a  §  — ,  tretenb 
berühren,  briicfen,  flogen  2C.  (baS  ^flaftcr  treten,  b.  t.  mü^ig  um{)erge()en; 
einen  treten,  if)n  auf  ben  gujj,  einen  .!^unb  auf  ben  ©(^raanj  — ;  einen  mit 
güßcn  treten,  uneig.  f.  ^ödjjt  oeräc^tlid)  bcljanbeln ,  m{fsf)anbeln;  ber 
J&at)n  tritt  bie  J^enne,  wenn  er  fie  befruchtet);  insbef.  etwn^  ju  einem  be* 
jlimmten  3»^ecfe  treten,  tretenb  bearbeiten,  ■5urid)ten  (bie  Sälgc  ber  Dr« 
gel  — ,  auc^:  bie  Orgel  treten,  b.  i.  bie  S5lafebä(ge  berfelben  burd)  treten  in 
SSeircgung  fc^en;  bie  SBcintrauben  — ,  tretenb  auöprcjTen;  bie  Söpfer  treten 
ben  Sljon,  bie  ©erber  bie  gelle);  aud)  mit  einem  hn-  ob.  ncbenwörtlic^en  3u- 
fa^e:  burd}  treten  in  ben  be5eid)neten  ,3»[f*inb,  in  eine  geiriffe  2age  brin? 
gen  (j.  S.  etwai  entzwei  treten;  bie  ©c^uf)c  fc^ief  — ;  fic^  (mir)  einen  2)orn, 
einen  Siegel  in  ben  gut?  treten;  etwas  in  benÄotl),  ip  ben  ©taub,  unter  bicgit^e 
treten,  and)  uneig.  f.  eö  üerä'd}ttic^  bet)anbeln);  —  3U^-  ^(^^  Sreteifcn, 
gem.  Srctteifen,  f^wcij.  ein  eiferneS  SBcrf^eug,  womit  bii  9Beinpfäl)le  in 
bie  (Srbe  getreten  werben;  bie  2;rct{)arfe,  ein  t)ar!enäf)nlic^eö  SBerfgeug,  befTen 
3äf)nc  in  bie  (5rbc  getreten  werben,  um  Söci^er  für  bie  ju  legenben  Grbfcn, 
S5of)nen  :c.  ju  madjen;  ber  2!tctl)aöpel,  SBergw.  ein  mitteljl  eineö  SretrabeS 
in  SSewcgung  gefegter  .?>aSpel;  bie  Sretfufc,  ber  Srettrog,  ^juber  ic,  &(- 


1274  trctfd)en  —  tun 

fä'^e,  in  wcld^en  ctwaä  burd^  Steten  suöctcttct  wirb;  iia§  SSvetrab,  ein  Stab, 
tt)el(^c6  buvd)  Srctcn  in  SBeiüecjiing  gefegt  wk\>;  ber  S^VCtfd^cimel,  bie  v-^öt^ 
gcv,  auf  iüclc^e  b_ci-  aBcbci-  tritt,  um  bic  @d}üftc  bc6  ©tuijlö  in  Seu^egung  gu 
fe^en;  bec  iilvctftocf,  jtüvfc^n.  eine  Sonne,  in  loeJdjcr  bic  ^etje  mit  ©dge^ 
fpö'nen  vcin  getreten  werben;  —  Slbleit.  bie  Srete,  gem.  Srette,  fdiweij. 
f.  bei  bcivegltd)^  Siitt  am  ©pinnrabe;  aud^  ein  ©ittcrwer!,  wcidjes  man 
t»ctm  Srctcn  ber  SBcintrauben  in  bic  Siitte  legt,  bamit  bcr  ©aft  burd^taufe  u. 
bk  Äamme  ^urüdbieiben;  ber  Srctcv,  -g,  bic  Svctevinn,  Tl.  -en,  iver  et;= 
wag  tritt,  gew.  nur  in  3[f§.  wie  SScilgcntretec,  ^ftaflcrtreter  2C. ;  inöbef.  f. 
3öein:=  ob.  Äeltertreter,  oberb.  Srct^  ob.  Srottfner^t;  oberb.  aud)  f. 
bcc  Sritt  am  ©pinnrabc. 

tvctfd^cn,  giet.  3w.  fdjwcij.  (n?a()rfd).  bor  b.  ital.  trecdare  cnttei)nt,  f, 
SreiTe)  f.  fled}ten  (§.  S3.  bic  ^aare);  bie  2;rctfd)e,  9J?.  -n,  f.  glec^te, 
@efled)t. 

treu,  93nj.,  6omp.  treuer,  @up.  treueft,  trcufl,  (aUijodjb.  triu,  tnuwi, 
triwi,  mittcli).  triuwe,  triu;  ntcberb.  trou;  goti).  triggv,  altnorb.  tiygg,  tri, 
ültfä'd)f.  trisvi,  angelf.  treova,  treove,  trive,  engl,  tnie,  fd)tt>eb.  U.  bän.  tro; 
lett.  tniw;  üon  gleicher  Sßurjel  mit  trauen  (f.  b.),  altb.  tnnven,  triuwen) 
übcrf).  fefl,  beffd'ubig,  bcharrlid),  unamnbctbar  auöbaucrnb  (j.  B.  treucc 
g(ei^,  ö5ei)orfam;  u.  bef.  in  bcn  3[c§.  treueifrig,  treuf rcijiig.  treuer^ 
geben  Jc);  in^bef.  umvanbelbnr  ftd)  g!ctrf)b(cibenb  in  bei  ■2(nf)ä'ngitd)feit 
an  eine  *^crfon  unh  ber  (Erfüllung  ber  ^fUdjtcn  gegen  btefelbe,  in  SSer= 
I)ättnif[cn  ber  iitcbe,  ber  greunbfd)aft,  ob.  ber  Untcrwüifigfeit  u.  bcö  ö5e()öc= 
famS,  mit  bem  ^at.  ber  ^crfon  (einem  tun  fein,  bleiben;  feiner  ©cliebten, 
feinem  .König,  feinem  J^errn  treu  fein;  ein  treuer  SSater,  »^reunb;  treue  Sieben-- 
be,  ©atten,  Untertf)anen;  ber  jpunb  ift  feinem  ^errn  treu),  oon  Sicnjlboten  in 
engerer  SSeb.  f.  cf)rlicf),  reblidi,  juücrdifftg,  nid)te^  üeruntreuenb  (treueä  ©e- 
finbe,  ein  treuer  Stcncr  3c.);  ferner  bel)arrltd)  an  einer  <Sad}e,  v^anbfung, 
>^anbrung6n)etfe  cb.  ©eftnnung  fert[)a(tenb  (feinem  SJorfa^,  feiner  2fbfid^t, 
feinen  ©runbfä'^en  treu  fein;  ber  S[öat)rl;eit,  feiner  'Pflidjt,  feinem  Söorte  treu 
bleiben;  fid)  felbj!  treu  bleiben,  b.  i.  immer  in  Überein^immung  mit  feinen 
©runbfä^cn);  ba(;er  aud^  treu  allein  f.  ber  ''Pfltd)t  treu,  pflid)ti}emä'f ,  gc- 
IVtffenhiift  (ein  treuer  2(rbeiter,  treu  in  ieinem  SSerufe  fein),  ber  SBa()t()ett 
treu,  fo  bafe  man  einem  trauen  !ann,  ival)rf)aft,  aufrid)tig,  juüerläfftg ,  (er 
meint  eö  treu  mit  mir;  tin  treuer  S3erid)terpatter,  @efdji(^tfd)rciber;  ein  treueS 
@ebad;tnifs,  b.  i.  melc^eä  2(tlcö  fo  genau  bcl)ält,  bafs  man  fic^  barauf  üerlaffcn 
Jann),  üon  ©ac^en  audj:  ber  ^IBa()r()eit  üoütg  gemä'f,  unüerfä'lfcf)t,  genau 
(ein  treuer  SSerid^t,  eine  treue  ?(5fd;rift,  ©c^ilbcrung,  ein  trcueö  5Bilb  sc.);  — 
3fe^.  ha^  ^XCüblatt,  lanbfd;.  f.  bic  SRonbraute;  tvcul)CV5tc5,  Sw.,  cig.  ein 
treueö  ^erj  f)abcnb;  gew.  üiel  Zutrauen  ju  2Cnbern  fjabenb  unb  beweifenb, 
oline  iKifetrauen  u.  ^uriicf^altung,  finnü.  offenljerjig,  frcimütl)ig,  entg.  mif6= 
trauifc^,  auci^  wol)l  mit  bem  S^ebenbegriff  ber  Sinfalt  u.  Seid)tgläubig!eit  (ein 
trculjcrgiger  50?enfd};  einen  treul)erjig  mad^en  :c.);  bie  Srcul)cr3lgfelt,  ia§ 
Sreulpergigfein;  aucl;  eine  treul^erjigc  vl^anblung  ob.  3Cu|icrung  (SJi.  Sreufjcrjtg- 
feiten);  ber  Sreumutf),  alt  u.  bic^t.  f.  treuer  gKutl),  b.  i.  treue  ©efinnung, 
Sreue;  baf)er  trcumüti){g,  S5w.,  treu  gcfinnt;  ber  Srcuötväger  ob.  Präger 
(ügl.  Sräger),  aud)  ber  3;rcul}ältcr,  Srcut)änbcr  ob.  4)anMcr,  alt  u.  oberb. 
(bon  bec  alten  9icbcn6act  „tttoai  in  ob.  ju  Semanbö  Sceueö  ob.  Sceuenö  ^anb 


treufetn  —  tmtßcit  1275 

gcfeca,  btfc{)(en  k.,  ju  Srcuce  J^anbcii  legen  u.),  wem  ctiuas  auf  bic  ticuc 
^an^  üOergcbcn  i(l:  ein  iBeüoUmäc^ttgter,  3;eftament6ooUitcf)er ,  aSocmunb 
K.;  —  "Kbleit.  tuüliö),  9l»ü.  (altb.  triuliliho)  niif  tveuc  ^lüeife,  inöbef. 
mit  bcbannc()ci-  2(nf)än^Qlic(}tctt  unb  (5rgcb<nt)cit  (einem  treulidj  bicnen, 
l)clfen,  bci|te(;cn);  bor  Siia^rl)«!!  ob.  ^f[«d)t  Qimä^,  nad)  ^'>fltd)t  unb 
-©djulbigfcit  (treu(irf)  SBort  (;aUcn  zc);  —  bie  2rcuc,  o.,93?.  (alt(;.  triwa, 
triinva,  mittelf).  triinve,  oft  in  bcr  2J!c()r(;.,  bef.  in  bcn  SScrbinbungen:  ze  tria- 
wen,  mit  triuwen,  en  triuweii  ic.y  rgt.  tcaun;  obecb.  i>k  Sveu,  niebftb. 
SEroUC;  qcti).  triggva,  ongctf.  treova,  triov,  altfäd^f.  trewa,  attnovb.  trü;  — 
bai)cr  ba^  mittt.  tat.  trenga,  fpan.  trcgna,  franj.  treve,  ^ricbcnöccctvag,  aSSaf^ 
fenftiUflanb) ,  übcrf).  ba6  2;rcufcin  einer  ^erfon  ob.  ©adjc,  in  allen  SSeb.  »on 
treu;  inöbef.  iinUMiibelbnie  2Cn()än^ltd}fcit,  ßrgebcnbcit  unb  ^flid)tlei= 
ftung  (bie  Smic  einer  g)?iitter,  ber  greimbc,  Cicbcnben,  (äljeleute;  bie  Srcuc 
cine6  ■Diencrö,  ber  Untcrti;anen  gegen  ben  Canbe^ijcrvn  Jc;  bcn  Qit  bcr  Äreuc 
leiflcn;  bie  Sreue  brechen,  ocrlcgcn;  »icl  Srcue  an  einem  bcireifen  ic);  9icb; 
Iid)fett,  (5{)vlid)feit  (beß  ©ifinbeö);  ^fltditniä'pigfcit,  (^etvtffcnf)ofti9fcit 
(mit  Srcue  arbeiten ,  Sreuc  im  SBeruf  zc);  2Bat)vt)afti5feit,  ©[aubroürbig; 
feit,  BuvciiafftgCcit  (bic  Sreuc  cineö  33erii^terftattcr6,  föe[^i(1^tf(^reibcr6  2C.), 
üon  ®ad)cn  audj:  voKfommenc  9\id)tig6eit,  ©enaui^fcit  (bic  Sreue  einer 
2lbf(^rift,  eineö  SBilbeö  k.):  in  engerer  S5eb.  ba^  ^?eft()a(ten  an  bem  Qc^ibe^ 
ncn  5Bi.Ht,  baö  juvicrlaffi^e  v!f)altcn  bei  23erfprod)enen  (bef.  in  ber'a5crbin= 
bung  ,,Sreu  unb  ®  lau  ben;"  j.  25.  ctwaä  auf  Sreu  unb  ®(aubcn  anne^= 
mcn),  alt  u.  obcrb.  aud^  f.  baö  gegebene  5Bort  felbft,  bi«  3ufage,  bai  Qhxen: 
tvcrt  (j.  SB.  einem  eincö  il^ingeS  Sreu  geben;  auf  meine  Sreu,  gern,  bei  mci= 
ner  Sreu!  ob.  blop:  meiner  SIreu!  al6  93etl;cuerung6formel,  f.  ö.  xv.  auf 
mein  SSJort,  bd  metner  ßljre  3c);  —  3fe§.  »on  Sreuc:  ber  Sreubrud^, 
ber  SSrud),  b.  i.  bie  grobe  SScrle^ung  ber  Sreuc;  treubrüchig,  f8\v.,  einen 
Sreubrud)  bcgc()enb,  mit  Sreubrud)  i^erbunben,  (ein  Srcubrüdjigcr,  trcubrüct)igc 
^ariblungen);  bic  2'rcubvüdbtgfoit,  baö  Sreubrüdjigfcin;  trculoö,  S3it).  (altb. 
triiiwelds),  bcr  Srcuc  crmangelnb,  u.  in  mangelnber  Srcue  gegrünbct,  inöbef. 
feiner  S3erbinblic^£cit  ober  ^flic^t  forfä^lic^.  unb  mit  ÄrdnEung  bcr  9?cc^te  ti- 
ne6  3(nbern  juwibcr  l)anbe(nb,  ftürfer  alg  baö  finn».  untreu,  ungetreu,  (treu= 
lo6  fein,  werben,  fjanbcln;  ein  treulofcr  6()egattc,  ^^^cunb,  Untcrtöan;  eine 
trculofc  ^anblung);  bie  Aj!rcu(ofl(jfcit,  bci^  Sreutogfeiii;  eine  treulofc  ^anb= 
hing  (9)i.  Srculüftgh'itcn). 

trcufcln,  3w.,  nieberb.  (eig.  mof)t  trcifeln;  l)üU.  tiej feien;  ticrm.  mit 
treiben,  ogl.  ba§  mittl.  lat.  tribulare,  tribuliven;  angctf.  a-ifelan,  reiben, 
jto^en  K.;  engl,  irille,  tänbctn  3c.)  f.  auf  unfd)icfttd)e,  betd'jTigenbe  5Beifif 
bitten,  fle()en,  wie  Äinbcr  t^un. 

treugc,  S5m.,  lanbf^.  gem.  (nieberb.  brög)  f.  trocfen,  f.  b.;  tveugen. 
3w.  f.  trocfnen,  giellos  u.  jiel.;  bcr  Sircugebobcn,  ^pla^  2C.,  f.  SrocJcn^ 
bobcn,  -pla^. 

Srcubältcr,  4)änber,  treuljevjig,  trcutid),  treulog  2c.  f.  unter  treu, 

Slreufd^e,  tv.,  f.  3:rufd)c. 

tveupcn  ob.  treiben,  jicilof.  3w.,  fd^weij.  (au^  tripcn,  trefcn  u.)  1) 
(=  trennen  3.)  fid)  lange  bei  einer  ®ad)e  aufhalten,  faumen,  jaubern; 
2)  (=  trenfen  2.)  fein  Übelbefinben  burd}  an()altenbe§  kui^m  ob.  2(d)jcn 
ou^ecn,  iveincriid)  tf)un,  quengeln. 


1276  SreuS  träger  —  Sricb 

Sreuäträger,  f.  unter  treu. 

trid)ten,  jiellof.  u.  jicl.  3n).,  fdiweij.  föerir.  mit  trauten?)  f.  3«mönb 
für  ein  ^mt,  einen  ^ien]!  u.  bgl.  im  «Sinne  baben  u.  bn^u  t3orfd)[agen 
(wen,  ob.  auf  ȟen  tricfctefi  bu?). 

2;rtd)ter,  m.,  -6,  ^.  \v.  6.,  SSerfl.  ba6  2!rid)terd)en,  (oom  mittl.  lat. 

trajectoriuni,  bann  tractarius,  bo^tr  altb.  tractari,  trihtari,  trihtaere,  trehtaere, 
traehter;  oberb.  Sradjtcr,  Srä'diter;  nicbcrb.  Slre^tcr;  i6länb.  trekt,  fdjrccb. 
tratt),  ein  oben  »reitet,  ftd)  fegetfövmig  üerengenbeg  u.  in  eine  enge  9?ö{)rc 
QUÖlaufcnbeö  ©ercitf),  mittelll  bcffen  man  gtüffigfcitcn  u.  auö  ffctnen  Sfjcilen 
bi'jtc^enbc  feftc  ©toffc  in  ©cfäjje  mit  enger  Cffnung  füllt,  (bcr  Stürnb  erger 
Äric^ter,  fcfjcr^f).  ein  angeblichem  Jpülfömittel,  um  Äinbern  bie  Äenntniffe  ot)ne 
SOiü^e  u.  Jfnjlrengung  beijubringcn  ob.  einiutrid)tern) ;  uneig.  trid)terfoi'mige 
©efdpe  ob.  äJertiefungen,  j.  95.  bei  ben  SKinengvabern:  bic  fegetfcrmigc 
©rube,  wel^e  eine  gefprungene  SJKine  Ijeroorbringt :  bie  fegelförmigc  Cffnung 
eines  feuerfpcienben  SSergeö,  ber  Sri^)  tcrf^  Uinb  (fr.  Äratcr);  3fnat.  ein 
Sbcit  im  Qi)ti;  —  3fc|.  bec  Sric^terftfc^,  bie  9)?ecrgrünbel,  bercn  93au^= 
floffen  met|l  trict^terförmig  üenrac^fm  finb;  tri(i)terf5rmig,  SB».;  \iat:  Zxld)- 
fergraä,  eine  (Gattung  ©rafcr  mit  tridjtcrförmiger  .^üUe  bcr  iBliitben,  ^üVi'- 
f)orngrag;  bcr  Sric^terfc^lXiamm,  eine  2fvt  trichterförmiger  ©augf^mamme; 
bie  Strtd^terwinbe,  eine  3rrt  augtä'nb.  SSinbe  mit  trid^terförmiger  9?lumcn!ronc 
(ipomaea  L.);  —  Ubliit.  trid)tern,  gtel.  3ro-)  burcl)  einen  Stid)ter  gic^ 
^en,  füÜen  (j.  S.  SBcin  in  glaf(^en  — ;  Äaffce  — ,  \).  i.  buri^fci^en),  bef. 
tn  bcm  jgef.  eintricljtern. 

Slncftracf  ob.  2riftraf,  f.,  -^,  (franj.  trictrac),  ein  SStettfptel,  Wild)ii 
mit  SBüifeln  gefpielt  irirb. 

Srieb,  m.,  -e^,  9)?.  -e,  (altb.trip,  @.  tribes;  oberb.  Srib;  nieberb.  ©reree; 
»on  treiben,  f.  b.),  1)  ha^  Sreiben  (^ie(tog)  ob.  ©ctriebenroevben,  bie  SSenje? 
gung,  ber  @ang,  3ng  k.  (in  ben  Srieb  fcmmen;  bcr  3:rieb  einer  abgefcfecffcs 
iien  Äugcl  ic);  2)  bie  .^anblung  beg  Sreibeng,  j.  25.  Sag.  f.  Sreibjiigen 
(ben  Srieb  btafen,  b.  i.  mit  fcem  >i^orne  ba^  3ei^en  ba^u  geben);  in^bef.  i)ai 
treiben  beg  SSieljeö  auf  bie  SJeibe  (ber  SSieb trieb,  alt  u.  oberb.  auc^ 
treip,  Sratb  u.  lanbfd).  bk  triebe);  audj  bas!  9ted)t,  fein  5ßie^  an  einem 
£)rte  auf  bie  9Beibe  ju  treiben,  u.  biefer  £)rt  felbft,  ba6  S^riebrecijt,  5?ßeib; 
red)t,  ber  ^Beibgang,  auct)  bie  Svift,  ^ut  u.  (bai)er  oberb.  ber  Sriebgra» 
fcen,  bk  Sricbfäulc,  ©rcngxeidjen  beö  3Seibred}tö) ;  .3)  »vag  getrieben 
Wirb,  fo  t>iel  fß'ui)  jug(eid)  getrieben  luicb  (ein  Srieb  Ddjfen,  ©c^afe  Jc); 
4)  baä  S^reibenbc  (jietloö),  ma^  treibt,  ob.  getrieben,  b.  i.  iieroorgcroac^fen 
ijl:  bie  jungen  @d)ö^[ingc  einer  ^flanje,  eines  SBaumeö  k.;  5)  tag  Sreis 
benbe  (jiel.),  iraS  etirag  treibt  ob.  in  S3en)egung  fe|t,  fo  mie  bic  treibenbe 
Äraft,  baifix  f.  bag  Sriebrab;  oberb.  f.  ber  «Sauerteig:  bie  2!reibefraft  eU 
neS  ©d;iefgcrt>et)rc6  {ba^  ©emcfjr  bat  einen  guten  Sricb,  b.  i.  eS  fc^ie^t  weit); 
bef.  ())  baöjenige,  trag  bie  Äraft  eineg  lebcnbigcn  Äörperg  treibt  ob.  be- 
nimmt, ftd)  in  einer  gciuiffen  9?id)tung  ju  aufern,  ob.  ha^  nad)  einem  be« 
ilimmten  ßirccf  gcrid)tcte  uniril{fiir[id)c  Streben  einer  ^iturfraft, 
finno.  2!)rang,  wcli^ee  einen  Itärfereu  Srieb  in  feiner  augcnblidii^cn  SBir!« 
famfeit  bejeid^net,  (finnlic^e  Stiebe,  ber  S^aturtrieb,  Äunfttrieb  (f.  b.),  fr.  5n» 
fltnct;  ber  ©efcblec^tstricb;  bcr  Srieb  ber  ©elbjlerijaltung  ic);  ferner  bic 
innerlid)  noirfenbe  Urfac^c ,  iveld)e  bic  (Seele  untDiUfürlid)  jur  2:f)atigfcit 


Sriefauge  —  triefen  1277 

in  einer  bejifimmten  5Ricf)tiin3  betregt,  ftnno.  ^Tntrieb,  TTnreij,  u.  ^ii- 
gung,  »^ang,  rodele  leiteten  bcn  ^iit  &moi)ni)dt  geworbenen  Ztkb  btjeid)» 
nen,  (einen  lcbf)aftcn,  uniriberflrblic^cn  Srieb  ^u  ctroag  cmpfinbcn;  ctnjaö  auS 
eigenem  Stiebe  ob.  2(ntricbe  tt)un;  jartlidje  Sriebc,  ob.  blojj:  Sitcbe,  b.  i.  lei- 
b?nfd)Qfttid]e  3uncigung,  Siebe;  ber  Srieb  ;;um  ©utcn,  ii\t  (SrfenntnifS,  jum 
SBiJTen  !c.);  —  3fc^.  triebcuttq,  -'inäpiq,  9Bn?.,  nadj  :2fvt  eincö  Sricbeg, 
einem  Sriebe  gemä^  ob.  ät)n(id)  (fr.  inflinctmä^ig);  bie  Sviebfeter,  eig.  eine 
trcibenbe  (etajtil'dje)  geber  (f.  b.)  in  einem  ©etriebe;  ge>tj.  uncig.  f.  ber  innere 
»erocggrunb  ob.  Scflimmungggrunb  ju  einet  Stjütigfeit  ob.  .^anblungöiüeife 
(i.  SB.  bie  Jpabfud)t,  ber  ©fjrgcij  i(t  bie  Sriebfeber  feincö  Zi)mt);  ber  Svieb^ 
l)Qmmer,  ein  Jpammer,  äljnliä)  einem  (Sc^rotl)ammer ,  bii  erllen  (ginfdjnitte 
ju  ben  ©täbcn  eine6  metallenen  ®etricbe6  bamit  ?u  madjcn;  bie  3!riebfraft, 
treibenbe,  tt)ir!enbc  Äraft;  ba«  S^ricbmap,  U^rm.  ein  !leincr  Jpaatgit!el  ^um 
2(bmeiTcn  ter  Stärke  einc6  ©ettiebeö;  baö  Srlebrat,  ein  3?ab.  nselc^eö  clxcai 
treibt  ob.  ir  Seiregung  fegt,  bef.  in  einem  Sriebroerfe;  ber  3^riebfanb,  fei* 
ner,  im  SBinbe  treibenber  ©anb,  gtugfanb;  gen).  Iccferir,  unter  bem  dritte 
auSweid^enbet  ©anb ,  iret^cn  ta^  SfBajyet  ron  einem  Dtte  gum  anbern  treibt; 
ber  Srteb|lal)(,  Uf)rm.  ©tafjlbratf)  ju  tm  ©etrieben  ber  Uijren;  iai  Stieb* 
werf,  ein  burd)  eine  trcibenbe  Äraft  bewegtet  5ffierf,  ©ctricbe,  SiJiaf^ine;  — 
2(blctt.  (nidjt  foirotjl  oon  Slrieb,  alö  unmittelbat  ron  treiben,  altb. 
triben,  «jic  auc^  bic  mciftcn  ber  obigen  3[f^-):  ber  Stiebet,  -S,  5)?.  ir.  G., 
ein  ^öerf^eug  jum  treiben,  j.  33.  '^a^^b.  jum  2(uftreiben  ber  Steife;  an  ben 
©puträbern  ber  ftumme  2(im  on  ber  2BiUc  jum  Umbrel)cn  beö  SiabcS,  ber 
2)tel)ling  ob.  bie  Äurbe;  oberb.  (Sribel)  ein  fur5er  ©tccfen,  ber  mit  ei« 
nem  ^tügel  in  bic  8uft  gefc^ncUt  wirb  (ircld)cö  Jtnabenfpicl  tribeln  genannt 
irivb) ;  fc^weij.  bie  v^anbf)abe  an  einem  9?uber;  a\xd)  ein  ©emengfel  jum 
J^utter  für  bk  ©c^weine,  u.  für  bie  ^iii)mt;  ttiebfam,  bic^t.  9ieuro.  f.  ftarf 
treibenb  (ein  triebfamer  SBoben,  b.  i.  ein  frudjtbarer,  bie  ©ercäc^fe  treibenber). 

Sriefnuqc,  ttiefeln  I.  f.  unter  triefen. 

ttiefctn  2.  ob.  ttifeln,  jicl.  u.  rüdj.  3»r.,  oberb.  l)  f.  brefjen,  inöbef. 
gäben  5ufammen?  ob.  aufbreben,  f.  r.  \x>.  briefein  (ein  ®ci(  ah--,  auf=,  jer= 
tricfcln  jc);  f i et)  — ,  fid)  in  $5^^'öen  auflöfen,  fafcin;  itrvaä  auftrie« 
fein,  uncig.  f.  burc^  ^Radifpüren  ob.  SBctta^ten  auffinben;  2)  (ntebcrb.  bri* 
wen;  engl,  drivel)  f.  geifernb  reben ,  ftottern,  auöplaubern. 

triefen,  gicUof.  3»r.  m.  l;aben,  ablaut.  bu  ttiefft,  er  tticft,  Smper.  triefe 
(alt  u.  biit.  trcufft,  tveuft,  treuf);  Smpf.  troff,  ©cnj.  tröffe;  «Wir. 
getroffen;  jeboc^  auc^  blog  umcnb.  Smpf.  triefte,  9Jlvo.  getrieft,  (althoc^b. 

triufan,   trauf,    trufan ;    mittclf).  triefen,    U-Ouf,    trufreii;    oberb.  ttieffen ;    alt* 

fdc^f.  u.  angelf.  driopan,  altnorb.  driupa;  nieberb.  bruppen,  brippen ,  engl, 
drip,  fc^ireb.  drypa;  —  SBurjcl  truf,  urfpr.  driip;  rgl.  StQufc,  traufcn,  tro* 
pfen  Jc),  in  Kröpfen  niebcrrinnen  (baß  SQSaffet  trieft  ron  ben  Sattem;  bai 
SSlut  troff  au§  ber  JJBunbe;  bic  Sl)ränen  troffen  ob.  trieften  au6  feinen  2(ugen); 
eine  §[üffigfcit  tropfentreife  ergießen  ob.  ron  fid)  nbfliepen  laffen  (feine 
3(ugen  triefen,  b.  i.  c6  rinnt  eine  geudjtigEcit  au6  bcnfelben;  bk  X)di^er,  bic 
Ä'leiber  ic.  triefen  ron  bem  JRegen,  finb  ttiefenb  nafö;  er  troff  ob.  triefte  ron 
edjwcip) ;  —  ber  Srief,  oberb.  lonbfd).  f.  bie  Srnufe ;  bai  Stiefau.qe,  ein 
triefenbcg  TTuge;  audj  eine  ^erfon  mit  fotd^cn  JCugen;  ttiefäugig,  fSvo.,  trie* 
fenbeJfugen  ^abenb;  bic  Sriefäugigfeitj  bie  Stiefnafe,  eine  triefenbe  9?afe; 


1278  tm^en  —  SSrift 

tricfnafig,  SSw.;  bie  Sviefnafi'gfeit;  tricfnafg,  9?ro.,  tncfcnb  nafS;  trie* 
fein,  jicUof.  3w.,  ba§  ücvfl.  triefen :  ein  irentg  triefen,  gera.  träufeln. 

trieben  1.  abtaut.  3«. ,  gern,  trügen,  f.  b. 

triegeif  2.  riicEj.  3it>. ,  alt  u.  lanbi'c^.  (niebcrb.  brögen;  =  trauen;  »gt. 
bog  gotf).  triggv,  a(tnorb.  trygg,  treu,  gott).  triggva,  bie  Äreue,  mittl.  lat. 
treuga;  f.  treu  u.  Srcuc)  fid)  auf  eüva^  — ,  f.  ftd)  barauf  inn-Iaffen,  bar; 
auf  vertrauen  (5.  S.  er  tiiegt  (niebcrb.  brugt)  fi^  auf  [ein  ®etb ,  ^at  fid) 
barauf  gctriegt). 

Stiel  1.,  m.,  -es,  5C?.  -e,  aU  u.  oberb.  gem.  f.  Sippe,  bef.  Unterlippe; 
9)?unb,  bcf.  ücräd^tt.  f.  unformüd)  t)erabf)an3enber  SO^unb  (ianbf^.  auc^: 
SroUmaul);  »om  JRtnbotcI):  bie  t>on  ber  unteren  Äinnlabe  jn>ifd)en  ben 
SSorberbeinen  big  i^um  Änie  l)erabbangenbe  vf)aut,  bie  Stamme;  ^c\$ 
Sricltüc^lcin,  l'^wä'b.  f.  ©cifcrtu^  für  Ätnbcr;  trielcn,  ?iel.  3w.  (fdin^eb. 
dnüla)  oberb.,  beim  ^ffen  ettt?aS  uon  ben  ©peifen  fallen  laffen,  Derfd)iit- 
ten,  »erbetteln. 

Stiel  2.  m.,  -eg,  9J?. -e,  ranbfdj.  f.  ber  ©teimvaljet  ob.  Dicffup, 
ein  jum  @cf(^tec^t  ber  9icgcnpfeifcr  gef)örcnber  23ogcl. 

ttielen,  jici.  3«. ,  I.  f.  unter  Sriel  1.  —  2.  (5üo()l  =  triUcn,  briUen) 
oberb.  f.  üerroirren,  baä  @el)icn  angreifen,  auper  Raffung  bringen  (fid) 
abtrielen). 

ttiefcln  ob.  trifeln,  jicllof.  3».  niebcrb.  (alt  u.  tanbfc^.  tvi^en,  brtfen, 
f.  winben),  fid)  im  .Greife  betuegen,  brel)en,  l)erumlaufcn,  taumeln,  fd)irin' 
beln;  ber  Stiefel  ob.  Stifel,  -S,  Wl.  \v.  (S.,  (aui^  Sriefcl)  niebcrb.  f. 
50Birbel;  ©d)tpinbe[,  Saumel;  .^reifet;  bie  Stiefelbccte,  lanbfc^.  f.  3:rau= 
benfirf(^c,  fc^warje  SSogclEirfc^c;  ber  Stiefelflvom,  niebcrb.  f.  SDSaJTcrmirbcl; 
ber  Stiel^elivinb ,  f.  SBtrbclminb;  ttiefelig,  fBm.  f.  fd)minblig,  taumelig. 

ttiefen,  jicllof.  3».  ablaut.  (gotf).  driusan,  attfad)f.  driosan,  angclf.  dreo- 
san;  bal)cr  altt).  trorjan,  giefjcn ,  [«^itttcn)  PöUtg  plt.  f.  fallen,  nieberrinnen 
(baljer:  ©rufe  2.  u.  bu  ©rufen). 

Stieflet ,  f.  Srefter. 

ttiejen,  jicl.  3».  (baö  werft,  trifen,  triefen,  f.  trtcfctn)  lanbfc^.  bef.  nic= 
berb.  f  auftvinben,  Mafien  mittcljt  einer  SfSinbe  in  bie  ^'6i)e  5iet)en;  uncig. 
gem.  f.  einen  quälen,  plagen,  necfen  (ogl.  au^  bai  oberb.  trafen,  träfen); 
bie  Stiege,  SO?,  -n,  lanbfd^.  f.  Stelle,  Sßinbe. 

Stift,  lü.,  9J?. -en,  (mittell).  trift,  nicberb.  £irift;  üon  treiben,  tnban, 
niebcrb.  brinjcn,  n>ic  ©djrtft  Don  fd^reiben  jc.)  1)  ba^  Sreiben  (jtelloö)  ob. 
©etriebentverben,  gew.  Srieb  (bie  Srift  einer  Äugcl);  niebcrb.  uncig.  f. 
@ang,  3ug,  ©ebraud)  (j.  SS.  bie  ©ac^e  i\t  in  ber  Slrift);  2)  b(\€  Sreiben 
(jiet.)  ob.  Sreibenlaffen ,  in6bef.  oberb.  baS  forttreiben ,  @d)tvemmen  ob. 
glö^en  beS  ^oljel  auf  a5äd)en  u.  glüUcn  (ik  J^oljtrtft;  ba^er  in  SRüir» 
c^en:  baS  Srtftamt,  ber  Srif tmeifter,  bie  Srtftarbciter,  SSrtft« 
f  nc^te  H.);  ferner  bai  Sreiben  be§  9LMel)§  auf  bie  ©eibe,  u.  bai  9vcd)t 
baju,  bef.  auf  ben  ©runbftücfen  cinc§  2(nbcrn,  bai  Sriftred)t,  bie  Srift^ 
gered)tigf'eit ,  ber  5Beibgang,  oberb.  gern,  ber  Srieb  (f.  b.);  3)  ber  Drt, 
tt)o  etwas  getrieben  tpirb ,  in^bcf.  ber  2Beg ,  auf  tnclc^cm  ba^  23icf)  auf  bk 
SBeibe  getrieben  rotrb ,  bie  23iel)trift,  ber  ^ie!}uvg;  aud)  ber  9Beibepla& 
felbfl,  bie  SBeibe- (grüne,  fette  Sriften  u.),  in  engerer  Seb.  bci^  95tad)felb 
al§  a3ie{)wcibe;  4)  ba^  23iel),  iveldieS  (jufammen)  ausgetrieben  wirb,  bie 


triftig  —  Sringclbcerc  1279 

J^Hxbt  (eine  SSnft  ©djafe,  ©c^wcinc  zc);  5)  bag  3;reibenbe  (iicl.),  «tWflö 
in  SSeivegitng  ©c^enbe,  j.  «B.  niebei-b.  f.  S^ricbrab;  SBctröw.  ber  @ri)n)ing= 
bäum  im  ®öpc(;  nicbcrb.  aud)  f.  bcc  inneve  Scicb  ob.  3(ntvicb  O(jfcct);  — 
3fc^.  tviftfvci,  S3n>.,  oon  bm  3;nfticdf}tc  frei,  b.  i.  t)on  bcr  ?ajl,  ba[6  ba« 
SJicl)  ctncö  2[nbci-n  übcc  ob.  ouf  iinfcc  ©runbfliict  getrieben  »werben  barf ;  baö 
iJviftl^clb,  @elb,  »elcf)e6  man  für  baö  SßSeiben  feine6  S3tebcS  auf  frembcn 
(iJnmbpürten  be?Qf)tt;  bic  3:rtft,qcrcd)tt,qfcit,  bag  2rif trerf)t,  f.  c;  bcr  3;rifti 
fd)äfcv,  ein  ©djäfer,  bev  feine  eigene  Srift,  b.  i.  J^cerbe  i)at,  ?.  U.  ».  tfot)n* 
fdjdfer;  ber  Sriftjidn,  ©renj^itein  einer  Srift,  b.  i.  eineö  «Bicf^ttjegeö  obec 
einer  Söeibc;  — :2fbleit.  triften,  ?icl.  3m.,  bair.  (f.  o.  Srift  2)  f.  fort= 
'fd)ivemmon,  fiepen  unb  fortftopen  (Jpoti^):  bec  Sriftcv,  -ö,  bamtt  befd}af; 
ti^tc  '.^libctter,  iSviftavbeiter:  —  tiiftic^  1.,  S5m.  (oon  treiben)  nieberb. 
(briftig)  f.  treibenb,  (jieüoS;  j.  SS.  baö  ©cf)iff  ifl  triftig,  b.  i.  e6  treibt,  ben 
SBcUen  überlaffen;  ein  triftiger  2(nfcr,  b.  i.  ein  treibenber,  ber  nid)t  einfjatt, 
fonbcrn  oon  bem  ©d;iffe  nad)gefrfj(eppt  wirb):  treibenb  fjiel.),  triebfam,  eif- 
rig, {)urtig  ausfübrenb  (triftig  arbeiten);  auc^  inner(id)  tceibenb,  M'ftig 
auf  ben  ^Bilien  ivirfenb,  heftig  (eine  triftige  aScgierbeu.);  Die  Siriftigfeit  1. 
ha^  Sriftigfein,  bie  2!reibe;  ob.  Sviebfraft  (j.  95.  bcr  ©ewäc^fe). 

triftig  2.  23ip.  (oon  treffen),  eig.  wai  trifft,  bie  <Bad)i  bcrüt)rt  ob. 
«mid)t,  baf)cr:  feinem  ^widi  »oüfommen  cntfpicdjcnb ,  bcr  ^aö:)i  üöüig 
angcmcffcn,  ogl.  trcffenb,  ticfflid),  fd)(agcnb,  entg.  bem  Unjulängtic^en  ob. 
aSerfet)lcnben,  (triftige  ©rünbe,  Urfac^en,  Sntfdjulbigungen  u.  bgt.);  bic  Srif^ 
tigfcit  2.  bci^  Sriftigfein,  bic  trcffcnbc  $8cfd)affcnf)cit,  üoüfommcnc  2(ngc; 
meffcnl)cit  (j.  S5.  feiner  ©riinbe). 

triUen,  jiel.  ^w.,  (anbfd).,  bef.  oberb.  f.  ».  w.  brillcn  (f.  b.),  im  .Greife 
brcl)cn;  5ur  '^(rbcit  antreiben;  plagen,  bart  bcbanbcln,  nc^cn;  e^em. 
©otbatcn  — ,  f.  üben  (crcrciren);  bcr  Srilt,  nieberb.  f.  ^u^,  Älciberffaat, 
rcorcin  Meö  wk  gebre(^fe(t  ift  (ugl.  brall;  auf  ben  SriU  geben,  b.  i.  im 
beften  ^u^  in  luftige  ©efcUfdjaft  geben);  bie  SriUe  ob.  Sri(c,  nieberb.  f. 
runbc  »8d)eibc,  OfoUc;  ber  3;rillcr  1.  oberb.  f.  bag  £)viU-  o\>.  Dxii:)l)m^' 
d)cn,  eine  mit  Satten  umfdbtoffene  aufrecht  ftebenbe  Srebinafje ,  an  wetcber 
befefligt  Sträflinge  umgetrieben  »üurben;  9KiibU'nb.  ein  auf  ber  SBcUe  beg 
JCammrabeö  flebcnbeS  ©etriebe,  roetdjeö  mittelfl  bcö  ®tirnrabe§  umgetrieben 
'.üirb;  bcr  Sviüing,  oberb.  f.  S!)viÜing  1. 

S^riUcr  2.  m.,  -3,  3??.  \v.  (5.,  (ital.  tnllo,  engl.  triU;  ein  ©cbalhrort, 
»gl.  trallen,  trätlern)  Son!.  bic  mehrmalige  2{bircd)fclung  jwcicr  neben  ein? 
nnber  ::,'gcnben  Sonc  in  fd)ncKcr  2(ufeinanbcrfo[gc  (einen  Sriller  fdblagen, 
niad)en);  bic  2!riUerf ette,  eine  an  cinanbcr  b'ingenbe  «Reibe  non  Srillern; 
bcr  Sriücrfprung ,  San?!.  (S^eum.  f.  ba^  fr.  (gntredjat),  ein  ©prung,  bei 
ntcl^em  man  in  ber  ßuft  fd)webenb  bie  güpe  fcbnell  abiredbfelnb  cor  unb 
binter  einanber  bewegt;  —  trillern,  jicUof.  u.  jiel.  3"?.  (ital.  trillare, 
engl,  trill),  SviKer  fd}(agcn  ob.  mad)en  (gut  trillern  !önnen);  tviUcrnb 
fingen,  trällern. 

Äriüion,  W. ,  Wl.  -cn,  (franj.  u.  engl,  trilllon;  mittl.  lat.  trilHo,  com 
tat.  tres,  tria,  brei)  eine  3af)l  t)on  9)?iUioncn  mal  SSiüioncn  (eine  9ÄiUion 
in  ber  brüten  ^otcnj). 

Sringel;  ob.  Srinfelbeere,  tv.,  lanbfc^.  f.  «Sumpf -  ob.  SWoorbeerc; 
[djwarjc  9taufd)fcccrc. 


1280  trinfcn 

trinken,  jiet.  3w.  oblaut.  Smpf.  ttanf ,  eonj.  tranfe;  5Wm.  getrunfcn, 

(altt)OC^b.  trinchan,  trinkan,  dritikan;  mittclt).  trinken,  tranc,  trunken;  gotf). 
drigkan,  altfä'c^f.  unb  angclf.  drincan,  nicbcrb.  brinJcn,  ^cö't.  brun!,  engl. 

drink;   oUnorb.  drecka,    fcl^nicb.  dricka;    —    bte  SBuvjet  tranh,    trank,    urfpr. 

drank,  f(^ctnt  eine  SBcitcrOilbung  üon  trah,  trak,  gie[jen,  gu  fein;  »gl.  b.  lat. 
trahere,  tred^en  u.  trecten;  ©runbbcb.  in  ftd^  giften),  eine  ^(üfftgfcit 
burd)  ben  (5d)[unb  in  ftd)  jieE)cn,  bcf.  fofcrn  eä  ni(^t  mittcliT:  eineß  üöJTcfö, 
fonbern  unmittelbar  quo  einem  tieferen  ©efä'^e  gefc^iebt,  nicbr.  u.  i?on  St)ie« 
ren:  faufen,  (SBafTcr,  Sier,  SBtin  trinftn;  auö)  otjne  ßicht). ,  j.  ©.  einem 
gu  trinken  geben;  auö  einem  ©lafe,  einem  SBcc^er,  einer  Saffe  trinfen;  auf 
baö  SßSobl  eineö  2(nbern,  auf  feine  @efunbf)eit  trinken,  auäj  blo^:  feine  @e= 
funb{)eit  trinfen,  b.  t.  trinfcnb  ausbringen);  in  be(limmtcrcr  Seb.  etivaä  ali 
geroö[)nlid)cä  ©ctränf  ju  fid)  mtjmm ,  ju  trinken  pflegen  (j.  S5.  er  trintt 
S3ier;  ic^  trinfe  SSSaffcr  unb  23ein;  bcn  Srunnen  trinfcn,  b.  i.  einen  ®efunb* 
brunnen  alö  jpeilmitteQ ;  ferner  flarfe ,  geiftigc  ©etranfe  im  Übermap  ju 
fid)  nc()men,  gem.  faufen  (gern,  ftar!  trin!en;  ftc^  ba6  Srinfcn  ungeiüc>t)nen; 
man  fagt,  er  trinfe);  oberb.  3:aba(f  trinfen,  f.  raud^en;  uneig.  bietet,  f. 
etroaS  einfaugcn,  baüon  befeud)tet  unb  burd)bruncien  iretben,  et\va§  be- 
gierig  ob.  teid)(tc^  in  fid)  aufneljmen  (j.  33.  bie  SBlumen  trinken  ben  Sbau; 
bie  ®efilbe  tranfen  ba§  SStut  bcc  ©efaUenen;  ^rcube,  ßrquictung,  ßeben  :c. 
trinfen);  bai  Srinfen,  -g,  atg  Jpw.  f.  ber  Srunf,  iia^  ©etrd'nf;  alt  u. 
oberb,  ai\^  ein  ©etrdnfmap  (alö  Portion  für  ben  SrinEenben);  —  3fe§. 
bec  Srinfbed^er,  hai  2;rinfgla§,  bie  Srinf fanne,  ?  fd^ale  k.  ,  übcrb-  i>a^ 
Sirinfgefäf,  SrinFgcfc^Irr ,  ©efd^e,  aus  benen  man  trinft;  ber  Srinf* 
bruber,  f.  ©aufbruber;  bag  Stinffefl,  Svtnfgela^q ,  bie  SrlnfgefeÜfc^aft 
2C.;  ber  S^rinfgajl ,  2;rinfgefät)rte,  ^genofg,  ^gcfelUc.;  baö  Srinfgelb, 
eig.  ®elb  jum  Srinfen,  ein  Eleineö  ©elbgcfc^enf,  tt)eld)eö  man  geringen  per» 
fönen  für  einen  geleiteten  Sienft  giebt,  gem.  auc^  SSiergelb;  bai  Svtnfl)au^, 
ein  >!^au6,  in  rcelct)em  ©etränfe  au6gef(^en!t  werben,  eine  ©d^enfe,  ein  5Bier=, 
2öcin=  ob.  S5rannt»reint)auS;  bai  Srinfl)Orn,  cbem.  ein  Jporn  als  3;rin!= 
gefä^;  ba^  Sl'inflteb,  ein  frÖblic^eS  £icb,  beim  Srinfen  ju  fingen,  SBeinlieb; 
bie  SrinfUijI,  -gier,  '\ud;)t;  bat)cr  trin^ullig,  -iüä)tiQ,  S». ;  ber  Srinfs 
fprild^,  ein  ©pruc^,  eine  3?ebe,  burc^  mel^e  man  bei  @a{lmdl)lern  einen 
SÜJunfct)  auSfpric^t,  eine  ©efunbfjeit  ausbringt  2C.  unb  auf  welchen  man  anflögt 
unb  trinft  (fr.  Soatl) ;  bie  ISvinf jlube ,  ber  Srinffaal ,  ba^  Srinf^immer, 
ein  3immer  :c. ,  in  rceli^em  man  ftc^  gum  Srinfen  oerfammctt,  in  ©ajt^äu? 
fern  2C.  (ef)em.  Jüaren  in  größeren  ©tobten  bie  Srinfftubcn,  waS  rcir  je^t 
Sfteffourcen,  dafinoS,  ^armonicen  k.  nennen);  baS  Svtnfuiafycv,  jum  3:rtn= 
fcn  geeignetes  u.  bcftimmteS  ajaffer;  ber  Srmhvcin,  oberb.  f.  Srefter^  ob. 
9tad)wein,  als  ©etrön!  beä  gemeinen  SJlanneS;  —  2Cbleit.  trinfbar,  S3m., 
njaö  getrunfcn  »rcrben  ob.  al$5  (SJctranf  btenen  fann  (j,  S.  trinfbareS  SSSaf« 
fer);  uneig.  au^  f.  flüfftg  (trinfbareS  @olb,  auc^  Srinfgolb,  eine 
©olbauflöfung);  bie  Srinf barfeit,  ba§  2rtnf barfetn ,  bie  trinkbare  SSe? 
fd)affen{)eit ;  ber  Srinfer,  -ä  (altb.  trinkari,  trinkaere),  bie  2!rintcrtnn, 
5J?.  -in,  ixbai).  irer  et\va§  trinft,  bcf.  in  3fefe.  n^ie:  2Baffer=,  SSicr^,  SBein--, 
Äaffeetrinfer  k.  (ein  f(^lec^ter  SrinEer  fein,  b.  i.  luenig  trinfen);  au^  Wit 
ml  tnnity  bcm  SSrunfe  ergeben  ifl,  ein  ©dufer,  ^ed)tx. 


Sripct  —  Zvitt  1281 

3!tipel,  m.,  -6,  o.  501.  (gem.  aurfj  3:rippel;  atigebli'(!&  nac^  bcr  ©tobt 
3;ripoli§,  als  bcm  urfpriingl.  ^unborte,  benannt:  bai)et  auä)  lat.  terru  tri- 
poHtana:  ftanj.  tiipoli,  engt,  tripoly),  eine  graugel&Iiche,  rnagcve  u.  trocfcne 
erbicje  ©teinart,  jum  ®(ättcn  unb  ©länjen  ber  «Wetallc,  ©teinc  n.  gcbvauc^t, 
oudj:  Siripelerbe,  Svipclftein. 

SIripp  1.  m.,  -c«,  ?!)?.  -c,  (anbfc^.  f.  ebfer  ©ttorl,  2ffcf}cnjie()«,  ein 
ffcfetarttgec  Stein  (fr.  Surmatin). 

Stipp  2.  m.,  -eg,  SD?,  -c,  ob.  ber  Srippfammct,  (ital.  uippa,  fi-anj. 
tripe  ob.  tripe  de  velours),  eine  'äxt  gelbel  ob.  ^albfammet  tjon  rofjct  ©eibe 
ob.  oon  SBoUe  auf  leinenem  ob.  t)änfenem  ©runbe,  ^lüfd),  SQioUenfammet. 

trippen  ob.  ge».  trippeln  1.  jicilof.  3n).  (baö  oerfl.  trappen,  f.  b.; 
angelf.  dHpan,  engl,  trip,  fdjroeb.  trippa,  ban.  drippe)  mit  tleineu  ©ct^rits 
ten  fd)neU  Qei)m  ob.  laufen;  aud)  bie  ^üpe  Jt)ed)fc(ön)eife  fd)ncU  auf{)cben 
unb  nieberfe^en,  ol)nc  oon  bcr  ©teile  gu  ge^en;  bie  Srippe  ob.  2!rippel, 
9)?.  -n,  niebccb.  f.  Pantoffel  mit  f)öljcrncn  ©ofjlen,  obcvb.  auc^:  Stripp- 
fd)uf)c;  b«  Srippel,  f^träb.  f.  bie  ÄM'rfd)««!!«:  ber  Srippicr,  bie  Sripp^ 
ierinn,  wer  trippelt. 

trippen  u.  ücrfl.  trippeln  2.  3w.  (nicbcrb.  brippen,  bruppen,  brup- 
peln;  f.  triefen)  lanbfd).  1)  ikUo6  f.  triefen,  tröpfeln,  in  Siropfen  ()crab= 
fallen;  2)  jiel.  etroag— ,  f.  träufen,  träufeln,  tropfempeife  fallen  laffen; 
ber  S^rippfd^wefel,  .^ütteniü.  ber  ©d^wcfel,  welcher  beim  Wejtcn  bc6  fSkU 
crjeg  au6  bem  ©cje  tropft,  Sropff^mefcl;  ber  Srtpper,  -^,  (nieberb.  Drup' 
per)  bag  an{)altenbe  Sircipfeln  be^  ®amenö  ai\^  ber  ^arnröl)re,  ber  @a; 
menfluf^  (fr.  ®onorrt)öe),  eine  burc^  unreine  2(uSfc^n?eifung  entftel;enbe 
Äran!l)eit. 

S^rifc^af ,  trifrf)afcn,  f.  2;refcl)af  k. 

Srifel,  trifeln  k.  f.  triefein. 

Griffe,  n?.,  9)?.  -n,  (ital.  drizza;  Dgl.  triften)  ©d^iff.  bie  Zam  bei  ber 
SSlinbe  unb  @d)iebblinbe  (jwei  ©egetn  am  SSugfpriet),  n>el(^e  bei  ben  übri« 
gen  ©egeln  $8raffen  genannt  rccrben;  triffen,  jiellof.  3tt>. ,  jene  Staue  an^: 
f)Olen.  um  bie  ©cgel  nac^  bem  SBinbe  ju  flcUcn. 

triflen,  giet.  ^w.  oberb.  u.  f^wcij.  (auc^  trijlern,  trijtnen,  trifc^cn;  »gl. 
b.  ital.  dirizzare,  drizzare,  franj.  dresser)  f.  aufricl)ten,  auff)äufen,  inSbef. 
^eu  in  einen  fegclförmigcn  .i^aufen  ob.  ©d)cbcr  auffdjichten,  auffdjobern; 
bie  Slrifte  (au^  Srifd^e),  9)?.  -n,  f.  -Raufen,  @tof  (j.  S.  JTpoljtrifle), 
inöbcf.  v^eubaufen,  ^eufcbober;  f(^weij.  auc!^  ein  SSerg  in  Jorm  eine6  nb^ 
geftu^ten  .Segelt  (bal)er  bie  »ergnamen:  Sviftcnfpife,  Sriflenbecg  2C.); 
ber  Srijlbaum ,  ;  fie(f cn,  bie  Sriflptange,  bk  in  bie  erbe  gejletfte  ©tonge, 
um  welche  baö  .^cu  in  Ärijlen  gefc^lagen  rcirb. 

Sritt,  m.,  -cg,  9)?.  -e,  (mittetf).  irit;  nieberb.  Srit,  Srcbe:  angelf.  tred, 
engl,  tread;  üon  treten,  f.  b.),  1)  bai  Slreten,  inSbef.  ein  einmaliges  Slreten 
cb.  5f?ieberfe^en  be8  gufeS  (einen  Sritt  tl)un-,  iä)  i)'6u  feine  dritte;  ein  gel)l^ 
tritt  ic);  au^  ein  ©tof  mit  bem  ^u^i  (einem  einen  Sritt  geben);  bie  ^frt 
unb  5Beife  ju  treten  (einen  fc^meren  ob.  Ijarten,  einen  leifenzc.  Slritt  l)abcn); 
ber  Dtaum  jnjifd^en  beiben  güpen  beim  2!ceten  ob.  OSorfefsen  etne§  ^upeS 
(oberb.  uneig.  Seinen  Sritt  f.  g^r  nic^t,  wie  bai  franj.  ne-pas);  2)  bie 
jurücfgebliebene  ©pur  eineS  SritteS,  Suffpur,  guf  jiapfe,  Sag.  inSbtf.  »cm 
^irfc^e  (batjer  bie3icö-  -^reuj^,  ©d^lofötritt  jc);  3)  \iaäy  worauf  man  tritt; 

i      ^epfe'S  Jg>anb»jSrtccb.  b.  beutf^en  ©pc.  2.  Sljeil.         81 


12S2  Sriumpb  —  trogen 

tnibff.  eine  tlt'int  ©r^obung  über  bem  gugbcben  in  rintr  gcnftcrocttitfung 
:c-;  tint  niebn;5e  S3anf  cb.  ein  bfJTejIid)*^  bcljcrner  &tniü  mit  ein  paar 
etufrn.  um  barauf  ju  txiUn;  tu  Xbi'ü  an  i'intm  SBägcn,  auf  n?il(^cn  man 
beim  Qin-  uni  Xuijrci^en  bie  güpc  \u\lt;  ta^  JSretr,  auf  ireld'cl  man  tritf, 
um  ein  ©erfjeug  in  S^ciregun^  ju  fe^en,  j.  S.  am  SJcbcfiuble,  an  bcr 
Srebbanf,  bcm  ©(^Irifftrine,  bim  Spinnrabe,  audj:  bag  Srittbrctt  ob. 
^brettföen  atnannt  (cbcrö.  oudj:  bcr  Sretet,  Sritttl,  i>ii  Srctt); 
bag  ^ritreifin,  ein  öangciffn  für  Staubtbitre,  f.  o.  n>.  iXeCcTfiKn;  bie  2ritt; 
harfC)  eine  ^atft  mit  Sü^tn,  nrctc^e  burd)  Sritu  in  Scrocgun^  9£''f^t  cier-' 
bm  (fc.  «f&aü;arfc):  ba?  5rittrat,  f.  5?.  w.  Sritrab,  bei.  am  grrumpf» 
witfiTflubU:  bcr  ^^rirtfc^lüffil,  an  gBinbbüdfftn  eine  ci'fmc  Stande,  auf 
ötlcbe  man  tritt,  um  Suft  in  bic  Sc(^fc  ju  pumpen:  ber  Srirrrc^el,  lanbfcb- 
f.  bie  Cjiatir,ti:  —  tritteln,  jieUof.  3ro-,  obctb.  f.  trippeln:  in  2riniing, 
-£3,  2??.  -e,  f.  ü.  K).  ber  2ritt,  toorauf  man  tritt;  oberb.  au4  f-  abgetre; 
tener  'Scbu.*^,  fd)iecbtet  ^üntcife:. 

3!r'Umpb,  m.,  -e?.  '^.  -e,  (ccm  lat.  triamphus  =r  ^riec^.  öoiaußo;. 
b.  i.  utfcr.  ein  S::c4tfdjcr  gfüsu^i  a.  ein  babd  r«;''an^cntö  geülieb) ,  bei  ben 
alten  jKJmern  ber  feierliche  (Sin^ug  eine»  fie^jreii^cn  gelbherrn  unb  ftint» 
^itxti  in  hie  €tafct  9iom.  ber  Sie^erju^,  ba^  S:eye=5errd'n»e,  bie  Sie; 
geSpracbt  (einen  Sriumpb  erlangen,  baltra.  feiern):  bab«  übcrb-  f.  S^ÜjUg, 
feierliche^  ©eprange  (j .  S.  bas  fcnisticfce  '^aar  trarbe  im  Slriamp^  eingcbott, 
§03  im  .3:riump^  in  iit  Stabt);  Sieg,  u.  bef.  Siege^freube,  lebljafte,  frct)= 
lecfenbe  greube  über  einen  erfo^tencn  Sieg  u.  überb.  bas  ©dingen  einet 
^aä;t  (j.  95.  feine  ßnt^eifunä  »ar  ein  Slriumrb  für  tfcn;  au<%  aU  Xu§nifi* 
wert  bir  Sie^csfreubc:  Sriumpbl):  ber  2riunipbbogen,  eine  Sb'^^Pfo'^'i 
bur<^  wc[ffie  ein  gic^er  cinjiibt,  Sieätsirc^in :  ber  .2riin:i»bri>agen,  ber 
SBagen,  auf  reicbem  bergieger  feinen  2riumtb  bälr:  bal  Sriumpbgepränae: 
fca5  Sriiimpbliei?:  ba^  Sriumpbttjor:  bcr  ^riumpbju^,  u.  bgl.  m.:  — 
triump^irfn,  jieUcf.  3«>-  nt.  baben,  (lat.  triamphare)  einen  iriumpb  cb. 
Siege? jUg  halten,  (legrrangen  (ber  triunujbirenbc  gelbberr):  einen  großen 
Sieg  u.  überb.  glücf liehen  (tzfc[^  erlangen  (über  feine  gefnbe  triumpbtren) ; 
über  einen  errunäcnen  Sieg  cb.  trrcie^tin  ^xtci  feine  0reube  laut  aufem, 
frcbiccfen,  jauchten,  jubeln  (über  etwas  triampbir^n,  als  Sieuir.  au(§ 
triam  p  ben  cb.  triam  fen). 

trocfen  cb.  rrocfeül,  rüUcf.  3tr.,  oberb.  u.  fefcireij.  f.  r.  re.  trucfen,  trucf; 
fen  cb.  brucffen,  f.  b. 

trccfen,  S5n>.,  6emp.  trccfener,  trccfner,  S-ii^.  trccfenfr,  (altbcdrb.  tra- 
chaa,  trukan.  mitteib-  trocken .  cbcrb  tructin,  lanbfcb.  audj  treuge,  nieberb. 
brcg,  brcge:  angelf.  drig.  dryg.  engl.  lirv.  droughir:  —  2Burjtl  tro,  urfpt. 
drn.  baber  angelf.  droTjan.  ttocfnen,  irobin  auc^  bas  aritcb.  'tiofir.  »armen, 
trodnen,  ja  geboren  (e^eint;  pgl-  iebcc^  au^  igi-yfiy.  trccEaen:  §u  unterfe^ei- 
ben  jjcn  bcr  SDS.  tro,  fe|l  (f.  trauen).  unJ>  pcn  ber  SS.  dar  ob.  dars,  gct(>.  thars, 
fonefr.  tarsh,  »ober  Sarrc,  bürr  :c.  unb  baö  lat.  torrere.  gried).  T^oaeiy 
ftammen).  üterb.  ebne  g'U^tigfeit,  gcnaacr  1)  nicht  naf»  ob.  bene|t,  b.  i. 
ber  \>cn  roiFcn  her  mirgerbeilten,  bie  Cberfiache  bebecfenben  ö'n^'rigfeit 
ermangelnb,  rerfc^.  bürr,  b.  i.  c^ne  S;ft,  ber  ir^nerlicb  bare^bringenben 
geuitigfeit  cb.  beä  Sebenifafteö  beraubt  (rgU  j.  S.  trcdene^  ^oli,  oitg.  bem 
naffen,  u.  bürteö  ^clj,  ent(j.  bem  grünen ;  bet  ßtbbobcn ,  ber  SBeg  i^  tscdca ; 


trotfeit  1283 

bte  ©c^vift  tft  nocf)  nid^t  troien;  troctene  Jg)anbe  ^aben;  eine  trocfene  ^aut 
f)abcn;  trocfnc6  ^u^cö,  b.  i.  of)ne  bte  giipe  nafö  ju  ma^en;  uncig.  fpri^m. 
f)intec  ben  Df)ren  nod)  ni(^t  trocEcn  fein,  f.  SDl)v);  2)  in  weiterer  SBcb.  übnt). 
nid)t  feuct)t,  feine  ^^udjtigfeit  entf)a(tenb  ob.  üon  ftcf)  gebenb,  nidjt  mit 
Seud)tigfeit  Derbunben,  ob.  berfefbcn  nid)t  nu^3efe(}t,  (j.  i8.  troctnc  5IBä- 
fd)e;  trocJnce  gtcifc^,  entg.  bcm  faftigcn;  bk  Siift,  bic  Jffiittcrung  ifl  trodcn; 
mit  tccctnen  Jfugcn,  b.  t.  of)nc  Sf)ranen;  ein  trocfcncr  «lauften ,  b.  i.  ein  5>ujtcn 
ü()nf  2fu6njurf;  Canbw.  trortencö  23ie(),  b.  t.  wetc^cS  feine  SJlit^  giebt;  trocf* 
neö  Srob,  b.  i.  blofeß  SBrob  o{)ne  Suttcc  u.  bgt.;  eine  troctne  SJKafjljcit,  b.  i. 
bei  it)c((^er  nicftt  getrunken  wirb;  eine  troctene  SOZcfle,  b.  t.  eine  Eatt^olif^c 
SJJejfe,  bii  rcetd^er  baö  :2{bcnbmai)l  nic^t  geieii^t  mivb;  oberb.  ein  trorfner 
©ajlgcber,  b.  i.  ber  ©cifte  fpcift  unb  bcf)crbcr0t,  entg.  bcm  S^cnfiuirtf);  ci)em. 
JRfpv.  trocEenc  ©erläge  ob.  greücl,  b.  i.  Sörpcrli^e  Weiterungen,  burc^  wetc^e 
fein  S(ut  fliegt;  im  SlrocJnen  fi^cn,  b.  i.  üor  dlä^e  gcf^ü^t,  quc^  uncig. 
ein  ^in(ängli(^eS  Vermögen  in  ©ic^er^eit  gebracht  f)aben;  fo  auö):  fein  ©d^äf=> 
c^en  inä  Srorfnc  gebracht  i)aben.  f.  unter  ©d^af);  3)  f.  fcft,  ftacr,  entg. 
pffig  (boö  3;rocJne  f.  baä  Canb,  entg.  bcm  SÜSafTcr,  j.  S.  aufö  SrocJ nc 
fommen,  etmaö  aufö  SrocEne  bringen;  trocfene  garben;  troctene  SBaaren, 
baljer  oberb.  ber  3;rocten(aber,  wer  fotc^e  5ffiaaren  t5erpacft,  auf=  unb  ah' 
labet;  ©(^eibef.  etvoa^  auf  trocfncm  Sßcge  bcfjanbeln,  gewinnen  jc,  b.  i. 
o{)nc  eine  JWffiäffiti  i-  S3-  baö  ©^eibemaJTcr,  babei  anjumcnben);  4)  uneig. 
in  fittlic^cm  unb  geifligem  23erjlanbe  g(ci^f.  faftioö,  of)ne  2eben§frifcf)e,  finno. 
falt,  tobt,  unlebenbi^,  lan^weid^,  geijlIoS  (ein  troctencr  3Äcnfcl^;  dn  ttodi-- 
neö  Suc^,  ©ebic^tic;  ein  trockener  ©c^erj,  ©pa^;  troc!en  au§fc()en);  hart 
unb  ungefd^mcibig,  ofjne  ^eid)f)eit  unb  2(nmutf),  ungefäliig,  unfr«unb= 
lid)  (j.  S.  eine  troctene  SRanicr  in  ber  SKalerei  u.  SBilbncrei;  einem  trocfen 
begegnen;  ein  troctner  (Smpfang);  bafjcr  au^  obne  Umfcf)it?eif  unb  GinEIei- 
bung,  u.  als  9Iw.  gerabe  f)erau6,  gerabeju,  c^ne  roeitereä  (j.  S5.  einem 
tröcEcn  ob.  mit  troctcnen  Sßortcn  i>k  5Baf)ri)eit,  feine  «Dleinung  u.  fagen; 
Äaufm.  troctene  5Bec^ fei,  f.  o.  w.  eigene  SBed^fcl,  bei  bcncn  ber  2(u6jtel» 
Icr  u.  ber  S3e;;ogene  eine  unb  biefelbe  ^crfon  finb,  franj.  billets  simples);  — 
3feS.  ber  Sro(fenbcern)cin  ob.  S^rocfcnweln,  au6  faft  treten  geworbenen 
Seeven  geprcffter,  fcl)r  fetter  unb  fü^cr  2Bcin,  bef.  in  Ungarn,  ©panicn,  ^ta*^ 
lien  :c.  (ital.  vino  seico,  woraus  burc^  SScrbcrbung  ©ect  cntjl.  ifl);  bn^ 
Srocfengemalbc,  bic  S^rocfenmalerei,  ©cmalbe,  SOlalerei  mit  troctcnen  gar* 
bcn  (fr.  ^afleII--gKalerci);  ba^  3^r0(f  cn(od) ,  SBcrgw.  ein  gcrabc  in  bic  ^öf)e 
gef)cnbe6  SSoljrloc^  jum  ©prcngen  bcS  ©cfleineö;  ba5  3!rocfcnpod^rocrf, 
.^üttenw.  ein  ^od^werf,  in  welchem  rein  brccI)enbeS  Srj  trocten  gepoi^t  wirb; 
—  2(bleit.  bicSrocfene,  o. SK.,  (alt()oc^b.  trukanf.  tnichini,  oberb. Srüctcne) 
alt  u.  lanbfci).  f.  3!rocEen{)elt,  in  eig.  Seb.,  Diirre:  ©c^iff.  f.  Untiefe,  SSanf; 
bie  2!rocfeni)ett,  ba^  S^cocf enfein ,  bte  trocfne  S3efcf}affenf)eit,  in  allen  eig. 
u.  uncig.  Scb.  üon  trocten  (5.  S.  bic  Sroctcn()cit  beS  ^oljcS,  ber  ^aut,  bec 
Suft,  ber  SJBitterung;  u.  uneig.  bk  Srocten^eit  eines  SRenf^en,  einer  (Srjäf)', 
lung;  einem  mit  oiclcr  3:roctcnl}cit  begegnen,  b.  i.  mit  .Kälte  unb  @leic^gül= 
tigf eit);  bte  Srocfnifä,  (nicberb.  2)rögmfS),  f.  ü.  w.  3:rocfenf)Ctt,  im  eig. 
©inne,  inSbef.  f.  tccrfene  SBttterung;  —  trocfncn,  3w.  (/sgej.  auS  trocte^ 
nen;  oberb.  tructenen,  trüctenen,  trücteln;  nieberb.  brögen;  engt.  dr\-)  1)  jiel. 
{aUi)0(i)b.  trukanjan,   tiuchanan,  trukanön;   altfäc^f.  druciiian,  angelf.  drygao) 


1284  Srobbet'—  Srog 

ttwai  — ,  trocPen  mad)en,  bcr  %tn<i)t\^U\t  berauben  (ik  ©onnc  frodnet 
bte  eibc;  bec  SBinb  tfoctnet  bie  5IBäfi^c;  einem  bie  gü^e  troctnen  ob.  abtroct- 
nen);  »eranflatten,  bafg  etroa^  trocfen  iverbe,  e«  trccfen  tvetben  (äffen 
(bie  SBdfii^e  — ,  naffe  Äleibet  am  Ofen,  Äräutec  an  bcc  Cuft  — ;  Seigw. 
eine  ©rube,  ein  ®efenf  — ,  »om  SBaffer  befreien);  2)  jienoö  m.  fein  (an- 
gclf.  di-ugau),  tcoifcn  ttjetben,  bie  ^eüö:)tiO)Uit  butd)  ^(uöbiinflung  üerlie= 
ren  (bie  Söäf^e  roill  bei  feud^tcm  2öettei-  nic^t  trcdnen;  bai  ©efc^tiebene 
trodnen  (äffen);  —  3fe6.  oon  trodnen  (trocfen -en):  bet  Srocfenbo* 
ben,  ba^  Srocf ent)auä ,  bie  Srocfenfammcr,  =:f!ube,  bec  Srotfenfaal, 
bet  ÄroCPenpla^,  ein  S3oben,  >:^auö,  eine  Äammcr  jc. ,  ein  freier  ^lai|,  wo 
ctn)a§  getrocknet  tt)irb,  j.  S5.  bie  SSäfc^e  K.;  baö  SrocPenbrett,  ein  Srett, 
ouf  nseld^eö  ctwaö  jum  Svodnen  gelegt  ob.  gcfteUt  »rirb,  j.  S3.  bie  3iegel  in 
bcn  Ziegeleien;  bie  Srocfenleine  ob.  ^fd^nur,  eine  Seine  jc. ,  auf  roeld^e  et« 
roaö  jum  Srocfnen  gel)ängt  wirb;  ber  SJrocfenfd^ranf ,  bii  ben  3uderbacfern 
ein  S3cl)altni!'6,  worin  bie  überjuctertcn  SEaaren  getrocknet  »erben;  —  2(b  leit. 
bie  Srocfnung,  nur  in  jiel.  S5eb.  f.  bag  gew.  ba6  Sro(fnen. 

3:robbe(,  n>.,  5)?.  -n,  (ogt,  baö  altljo^b.  trado,  nt.,  gafer,  ^ranfc; 
oberb.  ber  Sr  ollen),  ein  S5üfd)e[  {)erab{)an9enber  gaben,  @d[)nure,  0c{)(ei' 
fen  K.,  ein  Sluaft;  aucib  eine  «^canfe,  al6  SSerjierung  an  gewebten  ob.  ge* 
firicEten  ©aci^en;  lanbfc^.  SSSeb.  f.  bag  Stumm;  bet  Srot)bel^anbfd)U^, 
Slrobbelfd^ul) ,  ^jlrumpf  k.,  inwenbig  mit  Srobbeln  cerfeljene  Jpanbf^ul)e, 
©c^ulje,  ©trumpfe;  bie  Srobbelmü^e,  ;penücfe,  eine  mit  Srobbeln  ob. 
t)crabl)angenben  Ciuaften  oetfe^ene  SKü^c,  ^errüife. 

ttöbeln  1.  jiellof.  3w.  m.  l)aben,  (»gl.  bog  oberb.  trotteln  f.  {)auftcen; 
>raf)rf^.  venu,  mit  treten,  niebcrb.  treben,  u.  trotten,  umt)erge^cn;  »gl. 
md)  ba?:  engt,  trade,  t)anbeln),  .^[ein()anbel  mit  alten,  3ebtauct)ten  Q)e- 
tdt^fcJ)aften,  ÄIeibung6f!ü(fen  u.  bgl.  tteiben,  bef.  in  «Riebetb.  gebr.,  oberb. 
tcinteln,  grempeln;  bet  Sröbel,  -ö,  o.  5K.,  ber  .^(einf)anbel  mit  alten 
Äleibetn  u.  ®etd'tf)fc{}aften,  2;r6bel{)anbc(,  Sröbelfram;  auc^  iit  offent? 
licfje  ^la^,  roo  man  betgl.  ©ad^en  feil  l)at,  ber  3]r6belmavft,  -pla^  2C., 
oberb.  So ntcl:^,  ©rempelmarft  k.;  bie  Srobelbube;  bie  SSröbelorb^ 
nung,  obrigMl.  SSerorbnung  über  ben  Sröbellianbel;  bie  StÖDetraaate; 
ber  Sröbelmann,  bte  ^röbelfrau  ob.  baö  Sröbelweib,  9)?.  bie  Sröbet- 
Unte,  auä)  ber  Sröbler,  -6,  bie  S^röblerinn,  ?9?.  -en,  1.  ^erfonen, 
tveldje  alte,  9ebraud)te  @ad)en  auflaufen  u.  feilbieten,  oberb.  Sa nblec 
ob.  Säntler,  ©remplet;  bie  SJröblcrinn  ob.  Sröbelfc^necfe,  uneig. 
9laturf.  eine  2trt  ÄreifelfcfinecJe,  bercn  (Schale  mit  einer  SOJcnge  ©teincijen  u. 
©tücten  »on  anbern  ©(^altl)ieren  biä^t  belegt  ift. 

tröbeln  2.  jiel.  u.  jieltof.  3«?-  (ögl.  treib  ein,  trcnbclnic;  f^wab. 
trotteln,  fd)n)eij.  trollen;  nieberb.  auc^  brötcln  f.  ^aubern,  wag  mit  2)röt, 
SScrbruf,  »erbröten,  »erbric^en,  »erwanbt  fein  fönnte),  lanbfc^.  eig.  jie^ 
t)en,  bal)er  prcu$.  ein  @c{)iff— ,  f.  treibein;  fd^weij.  beim  (Spinnen  bie  %äf 
ben  ju  fefl  bre{)en  u.  baburci^  un9leid)mäfig  madben  u.  in  einanbet  roirten 
(batjer:  ber  Sröbel  f.  SSerwirrung  im  @arn  ob.  ©efpinft);  gem.  f.  jaubern, 
jogern,  f.  ».  w.  trenbeln;  tröbeli)aft,  S3m.  f.  jauber^aft;  ber  Sröbler, 
bie  Sröblerinn  2.  »vet  tröbelt,  eine  jauberi)afte  ^etfon. 

Srog,  m.,  -eS,  SO'?.  Sröge,  93crfl.  bai  S^röglein,  gem.  aud^  Srögel, 
Stogel^en,  (altljo^b.  trog,  troch,  troc,  »erft.  trugili,  trogelin;  mittel^. 


ZvöQd  —  trotten  1285 

tioc,  (5J.  troges;  attnorb.  trog,  fc^wcb.  trag;  ongetf.  trog,  troh,  enfll.  trug, 
trough;  mittl.  lat.  truca;  ital.  triiogo,  truogolo;  —  nai)e  Dcvwanbt  mit 
Ztüi)i;  betbe  otetlctd^t  auggef)cnb  »on  bcm  gotf).  triu,  angctf.  treov,  nigl. 
tree,  fc^wcb.  trä  jc.,  b.  i.  SBaiim,  wii  ba6  gn'ed).  ^qi'h],  3}?ulbc,  Slrog,  oon 
c5"()i~?,  eic^c,  Saum;  f.  jebodj  auä)  trecken);  ein  (a'n9licl)C5,  oertiefteö 
©efd'p  of)ne  25ecfcl,  gemeiniglich  t)albrunb,  aber  crnö)  cteredig,  mcifl  auS 
einem  ©tuet  (JBaunijtamm  ob.  Stein)  gefjauen,  gröfcc  alö  eine  ?Kulbe 
(j.  S.  ein  SacEs  SSafd^  = ,  aßajTcr',  ©tampf--,  23iet)trog  jc.);  Serg».  f. 
bie  5)?u[ben,  in  benen  man  Srj  unb  Äof)Ien  tvägt;  Äupferjt.  ein  ffetneg  S3e; 
bä'ltnifg  mit  einem  5o^  in  btt  S)?itte,  bcii  bd  bem  2i^en  über  bie  Äupferplattc 
gegoffenc  ©dieibewaffer  aufjufangen  u.  in  ein  GJef^iir  laufen  gu  laffen;  et)em. 
II.  noc^  fc^ireij.  au^  f.  2!ruf)e,  Sabe,  Äifie,  Äajien  mit  auf»t)ärtggef)enbem 
35ccfe(,  5.  SB.  jur  2(ufbemat)rung  öon  gebörrtem  Öbft  u.  gelbfrii^ten;  —  bec 
SIrogbaum,  ein  ju  einem  Srogc  geeigneter  Saumflamm;  bie  Sr09fd)virre, 
SSdct.  eine  breite  ciferne  Ätinge  an  einem  gefrümmten  ©tiete  lut  Steinigung 
bc6  SSacttrogeö. 

Ärogcl  ob.  Sre<^e(,  m.  (oon  tragen)  obcrb.  ©nfrtmmlung  tion  ßtern, 
^ei)i  u.  anbern  ßebenämitteln,  ju  »rcld^er  bie  ©c^unef)rer  unb  jum  S()eit 
auä)  bie  ©eijili^cn  burc^  ein  aUc6  «l^cr!ommen  ju  gcwifTen  3citen  berechtigt  finb. 

trögein,  3«?.  ii^wäb.  (9Ser!(einerungsform  üon  trtnEen,  f.  b.)  nad)  unb 
nad)  unb  mit  S5ebn9[irf)feit  oiel  5Bein  ^u  ftd)  nef)men. 

tvolcn  ob.  troblen,  jieUof.  3tü.  f^wäb.  u.  fc^weij.  (=  trollen)  f.  rot* 
len,  fugetn,  fid)  forttvä'tjen :  aud)  f.  bonnern;  trölen  ob.  trö()(en  1.  jiel. 
3»o.,  fc^weij.  f.  rociljen,  ettvaS  JKunbeä  fortfd)ieben ;  auc^  f.  Jt>a(jen,  mit 
einer  5!ßa[5e  bearbeiten  (ben  Seig);  baS  Sr5()l  (gem.  Srö()li)  [c^njeij.  f. 
@d)eibe,  @d)eibd)en  (j.  S5.  2Burft);  ber  SvÖl)lba(^,  f.  ©ic^ba^,  JlBalb» 
firom;  baö  SrÖt)lt)0l5,  eine  bewcgli^e  !(cine  SJSalje  jum  Sßjatjcn  beS  SEeigeS. 

trötcn  ob.  trüf)len  2.  giellof.  3».  (ogl.  tröbetn  2.)  fd)weij.  f.  eine  @adje 
in  bie  Sänge  jiefien  u.  burd)  Umtriebe  t»ern)irren,  bef.  einen  sKed^tgl)anbel 
ouf  biefe  S35cife  ju  gewinnen  fud^en;  gern  9fed)t6hanbel  fü()ren,  flreitfiid^tig 
fein;  ba6  Svüt)l,  ein  9ted)töt)anbe(,  bef.  ein  langwieriger;  ber  2rö(cr  ob. 
^x'6i)Ux,  irer  gern  9?ed)t§()ä'nbe[  führt;  ein  rdn?emad)enber  0?ed)tgan; 
ivatt,  u.  übcrl).  ein  OJd'nfefdimieb;  bie  2!rö(crei,  ©treit;  unb  9?anfefudit; 
trölbaft  ob.  trölig,  S».,  flreitfüditig,  rä'nfeüoU. 

ZxoU  1.  ob.  Sroüen,  m.,  obcrb.  f.  Srcbbel,  Öuafte;  SBeb.  f.  Sirumm; 
' —  bie  Sroübtume,  bie  ©ngelblume,  ÄnoUcnblumc  mit  gelben,  fugeiförmig 
gefe^lDJfenen  SSlütfjen  (troUius  europaeus  L.);  bie  »rei^c  SroUblume,  eine 
3frt  bc§  ^at)nenfu^e6. 

trollen,  3n>.  (lanbf^.  au^  trolen;  nieberb.  trulcn,  trubeln;  f)oU. 
drollen;    engl,   troll,    trowl,   franj.   tröler;   f^njeb.  trilla)  1)  jtetfoä   U.   jicl. 

lanbfc^.  f.  rollen,  trd'ljen;  "2)  jiellog  gem.  f.  fid)  glcidifam  fortwaljen,  fid) 
fd)it)erfäUig  fortbewegen,  plump  einf)erge()en;  aber  aud):  mit  furjen,  fd)nel; 
len  @d)ritten  gel)en,  traben,  laufen  (Säg.  bef.  »om  SBolfe  unb  J^irfc^c); 
rüctj.  fid)  — ,  trabenb  fortlaufen,  fid)  eilig  entfernen  (trolle  bi(^!  f.  o.  w. 
parte  bic^  fort!);  —  bec  Sroli  2.  -eö,  oberb.  f.  ber  geivol)ntc  ®ang,  bie 
ölte  @en?ol)nf)eit,  f.  o.  w.  Srant,  Srott;  ber  SroU  3.  -en,  unb  bie  SroUe, 
50?.  -en,  (nieberb.  SlruUe;  ogl.  trall)  oberb.  f.  eine  bi(fe,  plumpe,  jlarfe 
mä'nnl.  u.  treibl.  ^erfon;  bec  ZxoU,  ii)m.  ou^  ein  gefpenjlifc^eS  Unge^ 


1286  Srommel 

tf)um  (altnorb.  troll);  bec  ZxoUtx  ob.  baß  ZxoUmüül,  oberb.  f.  o.  ».  3;rier 
([.  b.),  lTeifci)igc§  Unterfinn,  5Bamme;  bet  2:roUftfc^,  lanbfd^.  f.  ^ottfifc^. 
Srommel,  tr.,  5)?.  -n,  (obcrb.  Srummel;  c|}cm.  bie  Sr um m,  Srum=! 
mcn,  Sromme;  nicberb.  Srumme;  altnorb.  tramba,  fc^ireb.  trumma,  ban. 
tromme,  engt,  drum;  —  bie  SBurjel  drum,  trum  f^cint  übcrf).  ©d^aU,  Son 
?U  bcjefC^ncn;  »gl.  gott).  drunjus,  ©c^all,  angclf.  dryman,  altfä'^f.  drdmiau, 
jubeln;  angclf.  dream,  SKufÜ,  Subel;  ba§  altfjod^b.  trumba,  mtttelf).  trumbe, 
trutnme  bcseid^nct:  Srompctc,  aui^  Sagbliorn,  u.  Saute;  »gl.  aud^  ?JlauU 
trommel),  ein  3;on=  ob.  »tclmcbr  (SdinUivetfjCug,  beftcf)enb  in  einer 
l)oi)kn  SBalje,  tT)eId)e  an  beiben  offenen  (5nben  mit  einem  ju  Pergament 
jubcreiteten  ÄalbSfeUe  befpattnt  ifr,  auf  n?e[d::eg  mit  {)cl5ernen  .Klöppeln 
gefd^lagen  trieb,  um  einen  ftar!en,  bumpfen,  einförmigen  Äon  tjevoorjubrtn« 
gen,  befonberö  beim  Äricg§tt)cfcn  gebraucht,  nieberb.  auc^:  tie  SSungc  (bie 
SSrommcl  fci^lagen  ob.  rüljren;  ber  Srommcl  folgen  muffen,  b.  t.  @clbat  »er« 
ben  miilfen);  aud)  ein  flad)eg,  nur  mit  einem  Stelle  befpannteä  ^<i)aÜ' 
tverfjeug,  i»el(^e6  mit  ber  Jpanb  gefc^lagen  wirb  (>ipanb=,  ©d)cllcntrom' 
mel);  unctg.  2fnat.  eine  '^'6i)hv\Q  im  £)^re,  rcct^c  mit  einem  bünnen  .^aut= 
c^en  überjogcn  ift  u.  mittelft  bee  baju  geljörenbcn  .^ammcrö  (f.  b.)  iai  .?)ören 
möglich  ma&jt;  ferner  t)erfd)iebene  waljenfcrmige  23ef)a[tniffe ,  bef.  nieberb. 
jebe  grofe  bledierne  d\'6i)xe  ob.  S3üd)fe  (j.  58.  in  Äaffeetrommcl,  f.  b.), 
inßbef.  Äüd).  ein  bled^crnc§  ®cl)ä'ufe  um  ben  Sraten:  Ul)rm.  an  ben  2Banb= 
uf)ren  eine  fleine  Söaije,  über  ivclcfjcr  bk  @c>»i^tfc^nur  auf=  unb  abgef)t;  in 
ben  Safc^enul)ren  bie  f)o{)[e,  flad)e  SBalje,  in  welcher  bie  U^rfebcr  befinblt(^ 
tjl;  ©attl.  ein  leberne^  S5ebaltnif§  in  bem  SJüden  ber  Äutfc^en;  5dg.  ber 
©arnfa^  lum  (fangen  ber  ©taare:  au^  ein  leinener  ©act  mit  einem  Steif  auf 
bem  SBoben,  worin  tk  gefangenen  JQüijnct  naö)  ^ank  getragen,  u.  ba§  ©am, 
tn  welkem  fte  gefüttert  icerben;  —  3fc§.  ia^  Srommelbled^,  eine  litt 
5Keffingbled)  ju  ©olbatentvcmmeln;  bie  Srommctfeber,  gebcr  in  ber  Srom^ 
mel  einer  Uf)r;  baß  SrommelfeU,  baö  über  eine  Srommel  gefpannte  Äalbö- 
feil;  uneig.  baö  bünnc  ^ä'utc^cn  über  ber  3;rommetl)öl)te  im  Ol)re ,  auc^  baß 
Srommc({)äutd)cn:  ber  SIrommelftfd),  eine  lirt  Ä(ippfif(^e;  bie  Srom* 
imli)üi)U,  "Unat,  eine  .?)cblung  im  inneren  D^rc,  f.  o.  Srcmmcl;  ber  Srom* 
meltaficn,  ber  walzenförmige  Äörpcr  einer  Srommel;  ber  Srommelfc^lag, 
1)  ?[)?.  -fd)(age,  ein  ©d)lag  auf  \>k  Srommel;  2)  o.  9D?.  baö  ©i^lagen  ob. 
«Rühren  ber  3;rommc^,  ber  3;rommc(fd){ä3cl,  -flöppcl,  =|!ü(f,  I)6ljcrne 
©^lagel,  mit  welchen  bie  Srommel  gcrül)rt  wirb;  ber  Stommetfd^Ia'ger, 
wer  bk  Srommel  fd^lagt,  bef.  !unft=  u.  bcrufömafig  beim  Äriegöwefen  (fr. 
Sambour);  bie  2'romme(fd)Vaube,  9Zatur!.  eine  2(rt  SJlonbfc^necEen;  bie 
raut)e  Sromm  elfc^vaubc,  eine  "Ktt  ©tad)elfc^necEen;  baß  2!rommel= 
flü(f,  ein  Äonj!üc!  für  bie  Srommel;  uneig.  ein  etntönigcg  ob.  einförmig  gc= 
fpielteö  Sonftüct;  bie  2;rommelfU(i)t,  eine  2a-t  ber  SBinbfudjt,  ob.  aui^  ber 
fSafferfu^t,  wobei  ber  Unterleib  wie  eine  Srommct  gefpannt  ifl;  ber  Srom^ 
mclwirbel,  ein  auf  bcrSrommel  gcfd^lagenerSSirbel;  —  libUit  trommeln, 
giellof.  u.  ?tel.  ^m.  (oberb.  trummein;  nieberb.  trummcn,  trummein;  engl, 
drum),  bie  Slvommel  fd)Iagen  ob.  rüf)ren  (man  trommelt;  aud^  jiel.  tttoa^f 
einStücE  — ;  geuerlärm  trommeln,  b.  i.  burd^  Srommelfdjlag  eine  geuerö= 
brunft  anjeigen;  uneig.  auf  einem  ttommetn,  b.  t.  nac^  SBillfür  mit  t()m  »er= 
fot)ren);  in  weiterer  S5cb.  einen  bem  Strommeln  äf)nlid}en  eintönigen 


Scompetc  1287 

bumpfcn,  jitternben  «Schall  f)eroorbnngen ;  g.  S8.  burc^  ©erlagen  ob.  Ä(o» 
pfcn  mit  bcn  gingern  auf  einen  Sifc^,  an  ein  gcnftcc,  mit  ben  gü^en  auf  ben 
SBoben  ic ;  audj  oon  bcm  ßaute  bcr  Srommcitaube,  oon  bcm  ©c^all  bc6  2Bin- 
bcö  im  ©c^ocnpcin  ob.  beS  ßuftjugcö  in  SBinböftn  jc;  3äg.  ber  J^afc  trom= 
mclt,  wenn  cc  auf  bcn  ()interen  Saufen  ft^enb  bie  üorberen  fc^nelt  auf  unb 
nieber  bcmcgt;  3fc|.  o.  trommeln;  bet  2;rommelbafö,  ein  einförmiger, 
gtcic^f.  trommclnber  95afö,  bef.  im  Älaoierfpiet;  bie  Srommeltaube,  eine 
"üxt  J^auetauben,  melctje  einen  flavJen  trommelnben  Saut  neu  fid)  geben,  au^ 
«Konbtaubc  genannt;  2ibleit.  bie  Frömmelei,  vnäi)tU  f.  bag  ävommeln; 
uncig.  cintöniäeg,  tromme[a{)n(id)cg  ©era'ufcb,  bergt.  5Jiufif  2C.;  bet 
Srommkr,  -g,  tvec  trommelt,  bec  2:rommelfd)[äcjer. 

Svompcte,  tx).,  5??.  -n,  SScr!(.  hai  Sirompetdjen ,  (nieberb.  Srumpette; 
in  biefcr  gorm  junädjjl  »on  bem  fronj.  trompette;  aber  urfpr.  beutfc^,  oon 
glcidjem  Stamme  mitSrommet,  f.  b.;  altf)o^b.  fxamba,  mittel^),  trumbe, 
trumme;  fc^tticb.  trumina;  engl,  trump,  trumpet;  ttal.  tromba)  ein  2^0n; 
tDcrf^eug  jum  Slafcn,  bcftetjcnb  in  einer  langen,  breifac^  jufammengebo» 
gcncn  metallenen  3iöi)tc  mit  runbcm  SRunbftüd:  u.  weiter,  trichterförmiger  Off* 
nung,  tt5el(f)Cö  beim  SBlafen  einen  jtarfen,  fc^mctternben  Son  Ijcroorbringt,  alt 
u.  bi^t.  aud)  2)i"ommete,  (auf  ber  Srompete,  ob.  bie  trompete  blafen;  in 
bie  Srompcte  flogen,  f.  ilo^en;  mit  Raufen  unb  Srompeten,  b.  i.  mit  lautet, 
lärmenbet  SOZuft!  bef.  al6  greuben  »  u.  (Sljrenbejeigung);  aud)  ein  £)r9etre; 
gifter  ob.  <Sd)navnr»erf  üon  trompctenäl)ulid^em  Slone  (baö  Srompeten' 
reerf,  ber  Sr ompeten jug);  uneig.  etiraS  Srompetenförmigeg,  j.  S. 
3lnat.  bie  2Scrbinbung6röl)rc  jroif^en  bcr  £rommelt)Öf)le  bcS  Dljreö  u.  bem 
©cl^lunbe  (eufla(^if4ie  Srompete  ob.  JRöljre);  bie  (Oiuttcrtr ompet c 
(f.  b.);  sRatur!.  f.  ber  9?abe(ftfci) ;  —  3fe§.  bie  Srompctenblume,  eine 
auölä'nb.  ^pflanjcngattung,  oon  n>cld)cr  einige  livttn  trompetenäl)nlic^e  Slu- 
meu  t)abcn  (bignonia  L.);  ber  S^rompetcnfifd^,  eine  2Crt  !Röf)renfifc^e,  auc^ 
Srompetet  gcna<int;  bec  Srompetenmugfcl,  2£nat.  ein  jtoif^en  bem 
SKunbtDinfel  unb  bem  Ijinteren  Zi^dk  ber  Äinnbarfen  liegcnber  9Jlu6Eel,  Sacten= 
mueEel;  ber  Stompetenquafi,  f.  Cuajl;  ber  Srompctcnfc^all,  ©c^aU  ber 
Srompctc;  bie  Srompetenf(i)necfe,  f.  o.  w.  ^ofaunenfc^nccte;  ber  Srom* 
pctcnfc^raamm,  eine  2(rt  ©augfc^roämme ;  bcr  Srompetenjto§,  ein  ®to^ 
(f.  b.)  in  bie  3:rompete;  bag  Srompctenftücf,  ein  SonjlücE  für  bie  trompete; 
bet  Srompetcnton;  bec  SvompctenüOgel,  ein  fübamerifan.,  bem  Äranic^ 
cil)nlic^cr  Sogel,  ber  einen  bem  Srompetenfi^aU  Q'f)nli^en  Saut  l)ören  lä^^t, 
baö  Änarrtjuljn;  aud)  eine  litt  ^ornoöget  in  2{fri!a;  bai  Srompetennjerf, 
ber  Strompetenjug,  f.  o.  Srompcte;  —  2tbteit.  trompeten,  jicliof.  u.  jiel. 
3n>.  (cl)em.  auc^  brommetcn  ob.  trommetcn;  nieberb.  trumpetten;  altb. 
tnimbeii),  auf  bec  S^rompete  blafen,  in  bie  trompete  flogen;  auf  bec 
Jlrompete  vortragen  (ein  ©tiicJ,  einen  «Oiarfd)  jc);  uncig.  einen  trompe; 
tend'^nlid^en  Son  f)etüorbringen;  bec  Ärompeter,  -ö,  9}?.  w.  (5.  (altb. 

trumbari,  trumbaere,  trumbunaere,  trumber),  lüer  bie  Srompcte  bicift,  bef. 
berufömdfig  beim  ÄriegSwefen  jc  (ein  gelb^,  ©tabt=,  «i^oftrompctec  jc.)  ; 
Statur!,  f.  o.  to.  Srompetenfffd);  bec  Srompetergang,  ein  @ang  an  einem 
©ebäube,  um  einen  Sljurm  jc,  oon  too  au6  mit  bec  trompete  geioiffe  3et(^cn 
gegeben  werben;  bec  Trompeter marfc^,  ein  oon  Trompetern  geblafcner 
SK«f^;  baö  Slrompeterflücf,  ob.  ?j^ü(fd)en,  f.  o.  xo.  a:rompetenftu<J. 


1288  trönbeln  —  tcoipfcn 

trönbeln,  jict.  u.  jiellof.  3».  nicbcvb.  (aud)  tcünbetn,  ttünneln;  engl, 
irundle;  t)g(.  trtnbdn)  f.  roUcii,  iraljen;  taumeln. 

Sropf,  m.  1.  f.  unter  tropfen;  —  2.  -cg,  9)?.  3;r6pfc,  oberb.  -en,  SÄ. 
Sropfjn  (oon  bun!(er  ^(bilainmung  ;  ogl.  ba6  niebcvb.  ®  r  ö  0  c  ö ,  ein  einfäU 
tiger  «Wciifd^;  hotjm.  traup,  9Zarr)  gem.  ücräi^tti^  f.  ein  armer,  einfältiger 
CDZenfd),  ber  ftd)  ni(^t  ju  (;elfcn  icci^,  (ein  atmer,  elenber  ic.  Stopf). 

tropfen  u.  verEl.  tröpfeln,  3w.  (obgel.  o.  triefen,  troff  it.  f.  b.  u.  ogl. 
traufcn;  nieberb.  bruppcn,  broppen,  bruppcin;  altb.  trofazjan,  trofazön,  oberb. 
ciuäi  trcpfcjen;  angelf.  dropjan,  engl,  drop)  1)  jidloö  m.  i)ahen  u.  bei  !)in; 
jutrctenbcr  Ortgbcftimmung  m.  fein,  in  Sltopfengeftalt  rinnen  ob.  {)erabs 
fallen  (ba&  Sßaffer  tropft  com  Xta&ie;  tai  Slut  i|t  au§  ber  SBunbe  gcttopft; 
«6  lüirb  regnen,  bcnn  eS  tröpfelt  fctjon);  eine  glüffigfeit  tcopfcnmeife  fallen 
laffen  (bic  Sachet  tropfen;  bie  y?ebcn  tropfen  ob.  tröpfeln);  oberb.  aud)  com 
Cbfl:  einjelnl)ei-a6faüen(2rpfel,  SSirncnu.  tropfen);  2)  jicl.  ettuaö— ,  tro; 
pfenweifc  fallen  laffen  (j.  S5.  2Crjnci  ouf  3ucEer,  in  SBajTcc  ic.  — );  bec 
Sropf,  -en,  d)l.  -en,  1)  lanbfc^.  f.  SSropfen;  2)  oberb.  f.  bie  Slraufc 
(Sad^tropf);  3)  alt  u.  oberb.  (au^  ber  Sropf e,  Sr opf cn)  f.  ©djlag; 
fluf^:  g^upgid}!  (cgi.  ba^  mittl.  lat.  gutta,  ital.  gotta,  ftonj.  goutte);  — 
ber  Sropfen,  -g,  5}?.  u*.  6.,  SerEl.  ba^  2;röpfd)en,  oberb.  STropflein, 

{altl)Od^b.  tropho,  trofb,  tropfo;   mittell).  tropfe,  ®.  tropfen;    nicberb.  ©rup« 

pen,  ©roppen,  Srapcn;  altf.  dropo,  angelf,  dropa,  engl,  drop)  ein  f leinet 
fugel;  ober  Id'nglid^runber  Sl)eil  einet  glüffigfeit  (ein  SÖaffer»,  Stegen  ^ 
Sljait*,  aSlut^tropfcn  2C. ;  cö  regnet  in  grojjcn  Stopfen  k.);  in  engerer  S8eb. 
dne  tropfennjeife  ein3unel)menbe  flüfftge  '^r^nci  (j.  35.  SOJagentrcpfcn,  J^of= 
tnann'f^ie  Sropfcn  2c.);  uneig.  eine  geringe  Wlcno^c  einet  glüfftgfeit  (j.  SB. 
trinEen  ®ic  ben  Stopfen  SBcin  au6;  iä)  l;abe  l)cute  nod)  Eeinen  Sropfcn  ge= 
trunfen);  ctwai  Sropfenfötmigeg,  ein  f leiner  icingli^runbet  Äörper,  j.  S3. 
bergleidjen  £)l)rgcl;änge;  —  3fe^.  d.  Sropfen:  ber  Sropfenfaü,  baö 
gallen  ber  aBajTertropfen  com  ®a(^e,  bie  Staufe;  aii(^  f.  ba^  Sraufrcd^t; 
tropfemvctfe,  9?w.,  in  einzelnen  Sropfen; —  3fe^.  o.  tropf  en:  ba^  Sropf= 
ha'O,  ein  SSab,  wobei  man  SBaffer  in  Sropfen  auf  ben  Äopf  ober  ben  franfen 
Sl)eil  f)erabfallen  lafft;  ba§  3'ropffafä,  ein  ^afö,  in  welc^eg  man  etmai  ab' 
tropfen  Id'fft,  fo  aud):  bei  Sropffükl,  bie  Sropffufc;  bag  Sropf.qlaä, 
f.  0.  tr.  ber  ©tagtropfen,  f.  b.;  ber  Srüpf^al)n,  in  ©aljwetEen  ber  ^abn 
an  einem  Stopftroge;  i)a6  Sropffraut,  ©laöEraut;  tropfn^f^i  S5n).  f.  o.  ». 
tricfnafS;  bet  Sropfrcgen,  in  fpatfamcu  Sropfen  faUenbcr  SKcgen;  bie  S^ropf; 
rinne,  eine  tinnenfötmige  S3ertiefung  in  bem  «i^clme  einer  2lbjiei)flafcfec;  bet 
2;ropffd)n)efet,  f.  ».  m.  Stippfd)tt)cfel;  bet  S^ropffiein,  f.  o.  to.  ©inter, 
(f.  b.)  aud)  f.  ©ci^eftein  u.  iin  batauä  bereitetes  ©cfä^,  burc!^  vadö^i^  man 
baS  SBaffer  jum  SrinEen  tropfen  läfft;  bet  ^^ropftroy,  in  ficcEmerEen,  ein 
Srog,  auö  »celdjem  bie  ©oolc  auf  bie  3?ornn)ä'nbe  tropft,  au(^  SropfEa* 
■pen;  ber  Sropfwein,  auö  bem  ^ai)ne  ob.  Rapfen  eineö  gaffeö  abtropfenber 
»erborbener  SBein,  Ccctwein;  au(^  f.  2luSbru^;  bie  Sropfirurj,  bet  rot|e 
©teinbrcd);  bie  9?ebenbolbe;  ber  aBafferf4)wertcl;  baS  (ängelfü^;  hai  Zxop]- 
ginn,  fel)r  reineö  3inn,  welches  auf  ben  SBrennÖrtern  au6  bem  dinncrje  tropft; 
—  atbleit.  tropfbar,  S3m. ,  fä'l)ig,  ftd)  in  Sropfen  jufammenäU3iet)en  u. 
gu  jettl)eilen  (ttopfbare  §(üffigEeiten;  auc^  tropfbatflüffig);  bie  Sropf^ 
barfeit,  basJ  ^Iropfbarfein. 


Sroö  —  Svofl  1289 

3;roö,  tv.,  9??.  -cn,  (ogl.  Srofc^)  fcbrodj.  f.  bie  SSerg^Sde. 

Srofc^,  n?.,  9)?.  -cn,  (ugt.  Srofe  1.)  obcvb.  ocräd)tf.  1)  f.  2Belb«p«- 
fon  (au(^  2:rof^eO;  2)  ein  S3aum,  bec  feine  grud)t  trägt;  —  bie 
2;rofd)firfd)e,  lanbfd).  eine  2fi-t  Elcinec  ®(aöfirfc^cn. 

2'rofö,  m.,  -eö,  SO?,  (fetten)  -e,  (fe()U  im  2(ltb.  u.  ijt  »af)rf(^.  roman. 
Urfprungö:  portug.  trossa,  fpan.  troxa,  bcr  @d^nappfacB  ob.  Sorniftct  eineö 
©olbQtcn;  fratij.  trousse,  engt,  truss,  SBünbct,  '5)act,  f^iwcb.  u.  tiolt.  tross; 
»gl.  jeboc^  auä)  baö  altb.  irust,  mittl.  tat.  trustis,  J^aufcn,  (Sc^aar,  ©cfotge), 
1)  ba^  fd}roevc  ©epäcf  eine«  Äriegg^eere^  (fr.  SBagaLje)  u.  bie  baju  o,il)'6' 
tenben  ^erfoncn,  ^artEnedjtc,  SDiarEctcnbcr  2c. ;  uneig.  Dcrä(i)tt.  f.  ein  &«- 
folge,  ein  .Raufen  getinger  2eute;  2)  alt  u.  oberb.  f.  ein  2:roföfned}t  (^:3Ä. 
bie  3:v offen);  uneig.  f.  ein  trager,  ungefitteter  9}?enfd)  (ogt.  ba6  nicberb. 
2)roo6,  afö  ^d^impfm.  f.  alberner ,  bummev  5Sicnfd^);  —  ber  Srof^bube, 
^  junge,  =fncc^t,  ^acf!ncd)tc,  @ct)ülfen  beim  Srofö;  tüi  Sroßpfert),  ^ad-- 
pfcrb;  ber  Sroföwagcn,  ^a(Jwagen  (fr.  SBagage  =  SBagen);  —  troffen,  ixd. 
3iü.  (mittl.  lat.  trussare,  franj.  trousser,  engt,  truss)  alt  u.  tanbfc^.  f.  pacfen, 
5ufammenpacfen;  Scrgw.  fid)— ,  f.  fid)  üon  ber  2(rbeit  (jeimlid)  we^- 
fd}(eid)cn  (ügl.  fid^  pactcn);  bec  Sroffer  ob.  Äroföter,  -^,  (au^  Sroffer, 
Srofölcv)  oberb.  ihm.  f.  Srof^fned^t;  troffiren,  jitllof.  3». ,  obecb.  f. 
l)erunijiel)cn,  lieberlid)  um()erftreifen. 

Ärofö,  f.,  -eö,  9)?.  -e,  ©d^iff.  bicfere  Zaue,  xtdä^z  reenigficns  öuö  18 
©arneu  bejletjen;  trofäroeife,  9ltü.,  nad^  2Crt  cincö  SrojfcS  (trofemetfe  gc= 
fc^lagcne§  SaunjerE,  b.  i.  nur  einmal  jufammengcbret)te6). 

Sroföfarn,  m.,  tanbfc^.  f.  baS  SJ^iljfraut. 

Zxo%  m.,  -eg,  o.gjf.  (gotf).  traiisti,  SBunb,  Scrtrag-,  altnotb.  traust,  Ver- 
trauen, ®d)u5;  altb.  trost;  fd^web.  tröst;  engt,  trust,  Vertrauen,  3uöerftc^t; 
üon  tiiuNven,  trauen,  f.  b.  u.  ogl.  treu-,  f.  auc^  getroft),  urfpr.  23ertrauen,  3u= 
t)crfid)t,  Wuti)  (bat)cr  et)em.  Sroft  t)aben  f  Vertrauen  tjaben;  feinen  Srofl  auf 
3emanb  fc^cn  ob.  jtellen),  inöbef.  baS  2}ertrauen,  bie  fefte  <^offnung  auf 
hai  33orubergef)en  einer  @efaf)r;  jc^t  in  engerer  93eb.  bie  2rufrid)tung,  6r; 
inuti)igung  ob.  SSerubigung  be6  niebergefd)(agenen  (^emüti)^  im  geiben, 
fo  njic  baäjenige,  iva^  biefe  SSerubigung  gewä'brt  (Srofl  fudjen,  aug  ctiüaS 
fc^öpfcn;  einem  Ärojl  geben,  einflößen,  jufpred^en  2C.;  bae  ift  ein  f^tec^tec 
2;ro)l;  er  \\\  mein  einziger  Srojt  in  meinem  ßciben;  nirf)t  bei  Srofte  fein, 
bef.  nicberb.  f.  nic^t  re(^t  bii  ©innen  ob.  bei  Verftanbc  fein,  eig.  itso^l:  fid^ 
nic^t  gu  tröflcn  u.  ju  fammeln  wiffen);  eifern.  au(^  f.  v^ülfe  burd)  SKatb  unb 
Zi)at;  fidleres  ©efeit;  —  3fe^.  i>ai  Srojltamt,  c^em.  ba^  Sroftamt  bcö 
l)cil.  ®eifle6,  b.  t.  bie  aufri^tcnbe,  tröftenbc  Äraft  beSfelbcn;  tro|lbet)Ürftig, 
trollbegierig,  S3>».;  ber  SIroftbrtef,  bag  Srof!f(^reiben,  ein  ©d^teiben,  in 
tt>cld)cm  man  3emanb  STrofl  ^ufpric^t;  troftbrtngenb,  58»t>.;  baö  Slroftgelt», 
f.  0.  m.  ©c^mer^engelb;  ber  2^rojIgrunb,  etneSroft  gcroatjrenbe  SSorjlcUung; 
troftloS,  S3».,  ot)ne  Srofl,  beö  Ärojteö  entbet)renb  ob.  beraubt;  au^  f.  un= 
tröftlic^;  bie  Äroftlofigfeit,  baä  Sroftloefein;  bie  Srojlprebigt,  -rebe, 
ber  3:rojlfprud^,  eine  Siebe,  ein  ©prud^ ,  welche  Sroft  geit)äl)rcn  foUen;  bie 
3!rof[queüe,  ctJtaö,  woraus  man  rcii^lic^  Srcft  fc^öpfen  !ann;  trojlreicf), 
troftüoU,  93».,  t5iel  Sroft  gett)äl)renb;  baö  Srollwort,  bef.  SO?,  ^iroftroorte, 
Äroftgeroätjrenbe  «Reben;  —  2(bleit.  trojlen,  iietlof.3n).  (aud)  getrojlen) 
»lt.  f.  fid)  getrauen;  trojllid^,  Sn?.,  oberb.  u.  fd^weij.  f.  mutb^oU,  gutes 


1290  Sroflel  —  trotten 

!5}?utf)6,  freubig,  D^rgnügt,  bef)a3(idj;  ouc^  flarf,  tudjtig  (?.  S.  trojiltc^ 

cffen);  —  tröjlen,  ?ic(.  3tt).  (attf)0(^b.  U.  altfäd)f.  trdstjan,  mittelf).  troesten, 

^tät.  tröste)  einen  —  ,  ihm  SSertnntcn,  3u\)ei-ftd)t,  S)?utf)  einflößen  ob. 
gewaf)cen,  ba(;er  cfjcm.  f.  if)m  ©id^ecbcit  geben,  @eiDaf)r  ob.  S5ürgfd)aft 
reiften,  if)n  einer  @ad)c  üerfidjern  (j.  S.  einen  beg  Scbenö,  bes  Setbeö  trö= 
ften  2C.);  Je^t  in  engerer  Scb.  einem  Sroft  im  geiben  einflößen,  jufprcdjen 
ob.  geird^ren,  ftnno.  6ecuf)i3cn,  aufrtct)ten,  ermutl)i9cn  (er  tröflctc  ben 
Äranfen,  ben  Srauernben  :c.;  baö  tröftct  mtc^  k.;  einen  ütec  eine  ©ac^c, 
über  einen  Jöcrlujt,  ob.  wegen  bcr  ©ac^e  tröpcn;  if)n  mit  etnjaS,  j.  S. 
mit  feiner  Unfd^ulb  troflcn,  al6  bem  Sroflmtttcl  ob.  =grunbe);  ftd)  — ,  e^em. 
f.  »ertrauen,  fi'd)  auf  etmaö  üerlaffen,  fluten,  mit  bem  @en.  ber  <S>a6)i 
(j.  S5.  ftd)  feinet  SJJadit  tröjlcn;  ogt.  getröften);  iefet  f.  Srofl  ftnben  ob. 
geroinnen,  fid)  beruf)igen  (j.  $8.  er  fann  ft^  über  ben  Sob  feineö  gceunbeö 
gar  ni^it  fröjten);  2fblcit.  ».  tröften:  troflbar,  fSxv.  (altb.  trostbari)  fc(i 
ten  f.  \ui)  frojTen  laffenb;  ber  2rüfler,  -ß;  bie  Sröjlerinn,  ^.  -en,  iver 
Semanb  ttö^it-,  uneig.  au(^  oon  unOetcbtcn  Singen :  voa^  Sroft  gen)af)rt 
(fc^erjf).  ein  alter  Ar öjter  f.  ein  aiM  fSnö:),  urfpr.  n?oi)t  ein  @ebet=  ob. 
erbauung6bud^ ,  wetc^ee  Sroftfpvüdie  cnt()ält);  etjcm.  f.  SSiirge,  S5eij!anb 
u.  gurfpred)er,  Sßormunb;  tröflltc^,  Sw.  1)  ei)em.  f.  juüerfic^tli'i),  yer^ 
trauengüoÜ  (ogt.  o.  tropric^);  je^t  2)  Srojl  ctnflofenb  ob.  geiraf)renb  (er 
war  mir  felir  tröftlid^),  gew.  oon  ®ad)en  (ein  tröjtlic^er  ©ebanfen,  eine  tröjl- 
lic^c  2£nttt)ort),  auc^  f.  erfreu(td),  angenef)m  jc.  {ha^  ift  nid^t  fetjr  tröflltc^); 
3)  fid)  trö'ftcn  taffenb,  trojlbac,  gew.  nur  in  untröjltic^;  bie  Sröfllic^s 
feit,  bai  Sröfriidifcin;  bie  Sröfiung,  1)  o.  9Ä.  ba^  Srojlcn,  bie  ^anb^ 
lung  be§  SSroflenö;  alt  u.  fd)n)ei5.  f.  @idKrf}eit,  Sürgfd^aft;  2)  £0?.  -en, 
bai  Sröflenbe,  Sroftmittef,  ber  Sroffgrunb  (j.  58.  bU  Sröftungen  ber  mt-- 
ligion). 

Srofiel,  IV.,  CO?,  -n,  (egt.  SroJTcO  lanbfc^.  f.  bie  gettammer;  ber 
Sröfiter,  -6,  fc^weij.  f.  bie  9?ingbrofTel  ob.  fO^eeramfel. 

Srotfc^d,  n).,  f.  Srutfdjcr. 

trotten,  3w.  (cerjlaiJenbe  Stebenform  con  treten,  f.  b.)  1)  jieltoö  m. 
f)aben  u.  fein  (wie  traben,  f.  b.)»  mit  fd)neUen  u.furjen  (Sd)ritten  lau; 
fen,  f.  ».  w.  traben,  mtt  bem  9iebcnbegciffe  beö  ftäreeren  JüiftretenS  (engl, 
trot,  fc^wcb.  trattu),  auc^  mii  frcmbartiger  gnbung:  trottircn  (ital.  trottare, 
franj.  trotter);  2)  giel.  f.  jlampfen,  prcffen,  inebef.  ben  SBcin  — ,  fettem; 
oberb.  Quc^:  Öl—,  augpreffen,  fd}lagen,  (ogl.  treiten);  oberb.  laiibfd). 
f.  fo  brefc^cn,  bafS  bie  in  einer  Siii^t  ftef)enben  Srefc^er  gteic^jcitig  einen 
©treic^  machen,  abmec^fclnb  mit  ber  gegenübcrjtet)enbeu  Sieilje  (entg.  bengetn); 
ber  Slrott,  -cg,  o.  2Ä.  (engl,  trot,  ital.  irotto,  franj.  trot)  f.  o.  w.  ber 
Srab,  bef.  ber  ^ferbe  (im  Srott  reiten);  —  3fe^.  ber  Slrottbaum,  f.  o. 
w.  Äcltcrbaum;  ber  S^rottfned^t,  ein  2(rbeiter,  wcld^er  tie  Söeintraiiben  mit 
ben  giften  gcrtrttt,  ober  mit  ber  Äelter  aueprcfft;  ber  Svottmcifter,  Äelter- 
meifter;  bie  Srottjianbe,  ber  Srottjuber,  eine  ©tanbe,  ein  3uber,  worin 
SBein  gcfcltert  mti>;  —  2fbleit.  bie  Srotte,  CO?. -n,  oberb.  f.  treffe, 
ingbef.  Sßeinpreffe,  j^elter;  trottig,  Sw.,  oberb.  u.  fcfeweij.,  wai  ju  ptef- 
fen  ijt,  rcag  gejltanipft  ob.  geflopen  tvcrben  mufö  (bef.  oon  bem  {)ärtlic^en 
©(i^nee,  ber  fid^  ni^t  bauen  läjft);  trotteln,  jiellof.  3w.,  oberb.  f.  ()auftren; 
ou^  f.  tröbeln,  taubem. 


trogen  1291 

trogen,  jtcttof.  3«-  (alt  u.  oOerb.  trugen,  f.  b.  u.  ücjl.  trogen;  fc^web. 
trotsa;  fn  unfcrm  Uro^,  trogen  f(^ctncn  ?mci  urfpr.  octj'djicbcnc  (Stämme 
mit  ctnanbcc  t)crmif(!^t  ju  fein:  1)  mittel.'),  traz,  oon  bem  ©tamme  bc6  an- 
gctf.  thrcatjan,  cnal.  threat,  brot)cn;  2)  !£ru(5  öon  bcr  Söurjel  tni,  triuwen, 
trauen,  f.  b.;  ogt.  alti)0<i}b.  truzi,  ©c^u^,  truzigo,  feft,  b(;jtcinbig;  im  f)eu= 
ttgcn  Dbcrb.  rceuben  jcboc^  Sra^,  trafen  unbSrug,  trugen  in  tbren 
Scbcutungcn  bcftimmt  untcrf^icbcn),  ein  fefteö,  gen),  übertriebene^  93cr- 
txMun  auf  etivaö  fe^en  unb  bagfelbe  mit  (5ntfcl)ieben{)eit  a'ufcrn:  auf 
eine  (Sac()c  —  ,  ftnno.  pod)en  (5.  S.  bibl.  auf  feinen  9iet(^tl)um,  auf  feine 
SOfac^t  trogen);  im  fcflen  93ertraucit  auf  feine  .^raft  ob.  fein  iHcd)t  befjarr; 
lid)en  SBiberflanb  (eifien,  fid)  breijl  unb  ungej^iim  wiberfe^cn,  mit  »^er- 
ausforberung  beö  ©egncrö  jum  Söiberf^anbe:  einem  ob.  einer  <Sad)c— , 
finnb.  Slrcl  bieten  (er  tco^t  feinem  geinbe,  bcr  ®efal)r  jc.;  eficm.  aud^  mit 
bcm  Ticc.  einen—,  ogt.  trafen);  auf  fef)[er{)afte  SBeife  eigenftnnig  auf 
etivag  bef[ef)cn  u.  fid)  f)artnacfi3  iKiberfe^en  (baö  Jtinb  tro^t;  mit  Scmanb 
trogen,  lanbf^.  f.  jürncn,  maulen);  —  ber  Sro^,  -e^,  0.  SO?,  (alt  u.  oberb. 
Sru^,  f.  b.;  niittelf).  traz,  ®.  tratzes,  2(ufreijun3;  f)oU.  trots,  bän.  trods) 
ein  f)of)er  @rab  be^  93ertrauen^  auf  eigene  .Äraft  ob.  frembe  v^üife  u. 
beffen  bret)le,  ungeflüme  1(upevung  (Sro^  bereifen,  icigcn,  00U  Sro^eg 
fein;  Semanbö  Sro^  bcmütljigen;  uneig.  bibl.  au^  f.  bcn  ©egcnftanb  beö 
23ertrauenö,  j.  S.  bcr  Jperr  ift  bcin  Svo^f);  bef)acrlid)er,  fü()ner  SSiberftanb, 
auf  ba6  ©efübl  ber  Äraft  ob.  bc6  9?erf)t6  gcgrünbet  unb  mit  (Bering^ 
fd)ä^ung  beg  ©egnerg  üerbunben  (einem  Sro^  bieten,  b.  i.  i^m  offenen 
SBiberHanb  anüinbigen  u.  leijlen;  uneig.  auc^ :  einer  ©efal;r  Srog  bieten,  b. 
i.  U)t  lüi)n  cntgegengef)n;  Sro§  bcmzc.  auölaffungäireife  f.  Sro|  fei  bem 
geboten  jc. ,  j.  35.  Srog  bcm,  bcr'S  bcJTcr  mac^t;  einem  jum  Sro^  etwas 
t^jün,  b.  t.  mit  offenbarem,  abftc^tlic^em  SBiberjtanbe  gegen  beffen  SBillen); 
eigcnfinnigeg  58eflef)en  auf  feinem  SBillen  u.  l)artna(fige  2Biberfpenjlig; 
feit  (bcr  Sro^  eines  ÄinbeS  mufS  gcbrodjcn  werben);  —  tro^,  al5  S3iü.  mit 
bcm  05  e  n.  u.  b.  mit  bcm  T>at.  bejcidjnct  ici^  5öer{)attnifg  beg  SJiberftreiteö 
einer  v^anblung  ober  2f)atfad)e  mit  einer  Äraft  ob.  einem  Umftanbe, 
»eld)e  als  SSemeggvunb  ob.  Urfac^e  bai  @egentf;cil  oon  bcm  bcwirfcn  foUten, 
was  wirflid)  gefd^ie()t,  finnt».  ungead)tet  (j.  ö.  tro^  beS  SRegcnS  ob.  bem  SRe- 
gcn  ging  iä)  auS;  cntg.  wegen  beS  SRegcnS  blieb  ic^  ju  ^aufe;  tro^  beS  S3er= 
boteS  ob.  bem  Verbote  gcfdjaf)  eS  bod^;  tro§  feinem  S?eic^tl)um  ifl  er  ni^t  gu= 
trieben;  trogbcm,  f.  0.  w.  bcffenungeac^tet);  auä)  baS  auS  bcm  Segriffe 
beS  Sro^bictenS  ob.  23ettcifernS  cntfpringcnbe  23er()altnif^  be«  ©leid)-  ob. 
3ur3ortf)ung  (immer  mit  bem  liat.,  g.  SB.  er  läuft  tro^  einem  ^ferbe,  fprtngt 
troö  einem  Sccfc  u.  bgl.);  —  3fcft.  0.  trogen:  ber  Srog!opf,  u.  ücr!l. 
ba^  Slro(^töpfd)en,  gem.  f.  ein  trogenbcr,  wiberfpcnffigcr,  cigenfinniger  Äopf, 
b.  i.  eine  folc^c  ®emutl)Sart  (ogl.  Äopf;  einen  Sro^Eopf  t)aben;  feinen  Zto^- 
lopf  auffegen,  gem.  f.  Sro^  geigen);  eine  ^erfon  mit  folc^ec  ®emütf)Sart  (ein 
Sro^Bopf  fein);  9iaturf.  eine  (Sattung  beinafjc  waljenförmigcr  Sol)rfäfer, 
»clc^c  fid)  ni^lt  rü{)rcn,  fo  fel)r  man  fie  aud^  mifs{)anbefn  mag;  tro^föpfig, 
Sw.,  einen  Srogfopf  l)abenb,  tro^ig;  bie  Sro^rebe,  ba6  Sro^tvovt,  eine 
SRebe,  ein  5Qort,  woburd)  man  feinen  Srog  äußert;  ber  Srol^jlein,  eine  beim 
Äupfcrfc^mcljcn  ent|lel)enbc  rötl)lic^graue,  f)artc  u.  f^wer  gu  f^melgcnbc  50taffe; 
—  UbUit.  0.  tco^cn:  bec  Sro^er,  -6,  bie  Zxo^ixirm,  feiten  f.  eine 


1292  Uühc 

tto^enbe  ^erfon;  ».  Sro^:  tro^ig,  f&n.  (alt  u.  oberb.  tru^tg),  Strol 
f)abenb  unb  äupcrnb,  Src^  nu6brücfenb  ob.  barin  ge^rünbct,  nuc  in  noc^^ 
tt)ctli9em  SSerflanbe,  [tnno.  dgenftnnig,  jltartfinnig,  triberfpenfiig  (ein  txo^U 
gcö  Jtinb;  einem  tcogig  begegnen;  eine  tro^igc  2CntnJort);  bic  Sro^igfeit, 
baö  Sroligfcin. 

trübe,  Src.,  eomp.  trüber,  ©up.  trübjl,  (aUijo^b.  tröbi,  truobi,  mittetf). 
triiebe  u.  al6  5R»),  truobe,  obcrb.  tcücb,  tiüebig;  altfcid^f.  drobi,  niebcrb. 
bruTO,  tvübc  (eig.))  u.  bröwe,  betrübt;  angclf.  drof;  »gl.  baä  got^.  dröb- 
jan,  aufregen,  oerwirrcn,  angelf.  drefan,  burd^einanberrüt)ren,  jlören;  SDSur* 
gel  drub,  trüb,  njQ^rfc^.  burc^  SBcrfe^ung  beg  r  =  tat.  tuib  in  turba,  gr. 
7l'c(^''^  SSerwirrung,  ©ctümmcl,  turbo,  SBirbet,  turbare,  »erwirrcn,  turbidus, 
»erwirrt,  trübe,  au6  »cldjen  lat.  aBörtern  buri^  bicfclbe  Sautocrfe^ung  b. 
frang.  trouble,  troubler,  engl,  trouble  cntjtanben  finb;  ©runbbeb.  burd^ein= 
anbcrgenjirrt,  aufgeregt),  ctg.  üon  gfüfftggciten  u.  buri^ftc^tigen  Äörpern: 
burd)  (aufgeregte)  bichte  3;t)ei(d)en  bcr  2)urd)fid)ti9feit  beraubt,  ntd)t 
V)öÜi3  burd)fid)ti3,  cntg.  f  tar  (ba§  Sßaffcr,  ber  SBein  ifl  trübe;  im  Stuben 
fifc^cn,  b.  i.  im  trüben  SBaffer,  unetg.  f.  ^eimlid)  feinen  93ortt)ei(  fud)cn;  ein 
trübes  @ra§;  iie  ßuft,  bcr  .^immel  ijt  trübe,  wenn  fünfte  ob.  3Bol!en  bie 
83erbreitung  ber  Sid^tflratjrcn  f)inbern;  bat)cr  aud^:  trübe  fiiSitterung,  ein  trü» 
ber  Sag,  cntg.  i)eitcr);  oon  leuc^tenben  ob.  glanjenbcn  Äörpern:  burd) 
iimgcbenbe  biegte  Sfjeile  uerf)inbcrt,  ■ooUei  2id)t  ju  verbreiten,  finno.  büflet, 
bunfel,  cntg.  l)ell[  (j.  SS.  bcr  SÄonb  fc^eint  trübe;  bic  Sampe  brennt  trübe); 
aud^  übcrij.  f.  glanjtoö,  ntd)t  ben  gehörigen  ©lanj  f)abenb ,  matt  (trübe 
3(ugen;  ein  trüber  ©piegcl  u.);  »on  bcr  ®cmütf)6flimmung :  burd)  unan= 
genef)me,  fd^merjIidK  ©mpfmbungen  betregt  ob.  niebergefd)lagen,  finnt). 
betrübt,  traurig,  cntg.  {)citer,  (ein  trübeä  ®müti),  trübe  @cban!en;  trübe 
au6fcf)en;  trübe  ©tunben  f)abcn);  —  3fe|.  frübäugig,  SB«.,  trübe  2(u9en 
i)abcnb;  ber  2!rübftnn,  trüber  ©inn,  trübe  @emüt()6Pimmung,  bcf.  ant)al- 
tenbe  Sraurigfeit ,  finno.  ©t^iücrmutt);  trübftnnig,  f8vo.,  mit  Srübftnn  bc= 
f)aftet  ob.  erfüllt,  finn».  fd5mcrmütl){g  (ein  trubfinnigcr  SKcnfd);  trübfinnige 
©ebanfcn);  bie  Srübfinnigfett,  ha^  Srübfinnigfein ;  • —  3f  b  l ei  t.  bte  Stube, 
0.  SÄ.  1)  (altb.  tröbi,  truobi,  truebe)  ba6  S^rübefein,  bie  trübe  25efd)affens 
I)ett,  aud)  »ot)l:  bie  '£xübi)i\t  (j.  S.  beö  SSScttcrS,  be6  Slictee  ic); 
2)  etwa^  2;rübeg,  j.  35.  trübe  guft;  in  ben  ^od^merfen  tcii  ablaufenbe  trübe 
5D3afTer;  trüben,  3»t).  1)  ^iel.  (altb.  trobjan,  tnvoben,  trüeben,  ^tät 
truobte;  obcrb.  trücbcn;  Qoti).  u.  altfäd^f.  drobjan,  oertrirren;  niebcrb.  brö= 
wen)  überl).  trübe  mad)en,  insbef.  eine  glüffigfeit  burd^  2(ufrül)rung  unburc^« 
fid^tiger  Zi)iik  (baö  SQJaJTcr  trüben;  fprid^re.  uneig.  fein  SBaffcr  trüben,  b.  i. 
»öUig  unfct)ulbig  fein);  au^  beg  (SJianjeg  berauben  ob.  benfelben  fd)ivad)en 
(j.  S3.  baS  eic^t,  ben  ©picgel,  bic  ^(ugcn  jc.  — );  ba§  (^emütl)  üerflttm; 
men,  nieberfct)(agen,  ber  ^elterfeit  berauben,  r>gl.  betrüben  (was  trübt 
beinen  «Sinn?  k.);  2)  rüdj.  ftd)  — ,  trübe  trerben  (ber  Jpitnmel,  bcr  SSlict 
IC  trübt  fic^;  ei)cm.  aud)  bto^  trüben,  mtttcll).  truobeu,  ol6  jiellof.  ^\x>.  f. 
trübe  werben);  trüblid),  SBw.,  ein  ivcnig  trübe;  bie  Srübnifö,  olt.  f.  Se^ 
trübnlfg;  bie  Srübfal,  SO?,  -e,  (ct)cm.  aud^  baS  Srübfal,  @.  -S;  altb. 
der  truobisal;  obcrb.  bic  Ärücbfal)  1)  ber  äufianb  anljaltenben  @emütf)5; 
Ictbeng  ob.  tiefer  SSetrübnifö  (in  Srübfal  leben;  tjor  Srübfal  pergcljen  ic; 
QCm.  fd^crj^.  Slrübfal  blafcn,  b.  i.  feine  SSctrubnifS  iux^  beftänbigcS  ©eufjcn 


Suudjc  —  Srug  1293 

unb  Ätögcn  äußern);  2)  ira«  bie  S3etcübntf«  \)erutfac{)t,  ba«  Übet,  Sei- 
ben, W\f^e\dy\d  (j.  S.  Dicte  Srübfale  erleben);  trübfelig,  Sro.  Sriibfat 
entljaltenb,  empfmbenb  ob.  barin  ^egrünbet,  finnr,  trtuirig  (j.  S5.  ee  9c()t 
if)m  trübselig;  trübfcltge  ©cbanfen;  eine  trübfelige  3eit);  auc^  f.  flaglirf), 
jammerlid) ,  erbarmltd)  (tcübfeüg  au6fe()en);  bie  Srübfeligfeit,  baö  Sirüb? 
feligfein,  bie  3;rauri9feit;  a\i6)  f.  Ä(ä'g[icf)feit,  erbd'rmlic^feit. 

3;ruci)e,  tr.,  SD?. -n,  att  obecb.  f.  3:ru{)e  (fdjroetj.  Srutfe);  Sergw. 
in  a3öf)mcn:  ein  Äo!)lenmai  =  '20  güUfafö;  bag  2;rud)e(,  -«,  öflt.  f. 
ein  Ää'ftc()en. 

S^rUC^fefö,  m.,  -en,  '>M.  -en,  (aUt)OdÖb.  trahsiko,  qu(^  tmhtsazze,  trut- 
saz;  mittelf).  tmhsaeze;  oberb.  Sruc^fäfS;  et)cm.  au^  ©vugfafe,  25rucEfa|CK.; 
oon  iruh,  truha,  Ztü^e  f.  ©^üfTfl  (?),  alfo  Ctg.  njcr  bie  ©c^üfTeln  aufi'e^t, 
m6)  bcr  gem.  (5rE(ärung,  n>eld)e  burc^  bie  mittcKat.  Benennungen  discopho- 
rus,  (lapifer  beftätigt  ju  werben  fi^eint;  itja^rf^einli^er  jeboc^  auö  truht-sazo 
entft.  üon  truht,  Srupp,  .?)aufen,  2)ienerfc^aft,  f.  Scuc^t;  alfo:  ber  2(uf« 
fctjer  über  bie  J^ofbiencrfc^aft,  altnorb.  drüUseti,  major  doraus),  ein  \)ornef)= 
met  ^ofbeamter,  wddjir:  bef.  bie  2(ufftd)t  über  bie  Äüd)e  unb  Slafel  be* 
gürften  f)at  u.  bei  feicrlid^en  ©etegen^citen  bie  ©peifen  auf  bcfTcn  Safel  fe^t, 
et)em.  eine  erblid^e  2Bürbe,  bafjer:  ©rbtrudjfefö,  ©r  jtr  u^fefö  (f.  b,); 
an  einigen  ^öfen  (j.  S.  in  Saiern)  eine  2(rt  Siafelbiener. 

2!rud)t  ob.  2;rüd)t,  f.,  f^roeij.  (o.  b.  altb.  tmht,  gott).  drauht,  altnorb. 
drott,  auf.  druht,  angelf.  diiht,  f.  23olf,  ©d^aar,  ©efolge,  >Dienevfc^aft;  ba« 
i)iv  baö  altb.  truhtfn,  fpdter  Srcc^tein,  STrec^tin,  f.  ^crr,  bef.  @ott) 
f.  ba6  ©eftnbet;  @chmalt>ie(). 

trucfen,  jiellof.  3m.  (oerm.  mit  tverten)  oberb.  1)  f.  5icf)en,  rürfen, 
bef.  oom  Jtriegßoolf;  2)  (lanbfc^.  au(^  trocEen,  fc^mcij.  trocfeln;  ugl. 
brucJfen)  f.  im  Oieben  anftofen:  unfcblüffig  u.  angftlid)  fein,  aUju  U- 
bacfjtig  t»erfaf)ren,  jögern;  fnrg  fein. 

Srub,  Srube,  oberb.  f.  o.  w.  2)rub,  £)rube,  f.  b. 

Strubel,  m. ,  -g,  lanbfc^.  f.  ZxöM:  alte,  abgenu^te  @ecatf)e,  .Ktei^ 
bunggflürfe  ic. 

Svüel,  m.,  -g,  f<^mei}.  (ogl.  trüUen  f.  bre^en)  eine  SBeinpceffe; 
trüeten,  äw-,  f-  f eitern. 

Srüffcl,  W.,  CW.  -n,  (engl,  tiuffle;  franj.  trufre-,  üielleid)t  o.  bem  nteberb. 
2)ruffel,  f.  b.,  meil  fie  mciflenö  in  Jpaufcn  bei  cinanber  gcfunbcn  merben) 
eine  "Ktt  eföbarer  Äuge(fd}»i»dmnie  mit  runjcligcr,  f^mär^lic^er  SQaut,  ik 
unter  ber  (5rbe  modjfcn  u.  [li)  in  bcr  SJeife  ben  «Schweinen  unb  gcmiffen  ^un= 
ben  bur^  ii)vm  ®eru(^  »erratl)en,  lanbf^.  aud):  (5rbmord}el,  (Srbnuf^,  Sorcf), 
oberb.  ®rüb[ing;  bei  2!ruffen)unt>,  eine  3(rt  jur  2(uffpüvung  ber  Srüffeln 
abgerid}tcter  ^ubel;  bie  Srüffeljaqb,  bie  2(uffu^ung  bcr  Srüffcln  burd^ 
Je>unbe  ober  ©(^mcinc;  ber  Srüffeljäger  ob.  r.  3:vüffelfud)er;  bie  Srüffels 
paftcte ,  eine  mit  Srüffcln  jubcreitcte  haftete. 

trüffen  ob.  trüfcn,  jiellof.  3it).  fd^mcij.  f.  langfam  einf)er3e()en :  bet 
Srüffer,  -ö,  wer  langfam  gebt;  trüfftg,  Sm.  f.  langfam. 

trüftern,  jicl.  3».  oberb.  (gem.  trtftern;  altb.  trnfteren,  baö  ©etreibc 
fc^wingen)  f.  mvai  bin  unb  benuerfen,  j.  S.  in  bcr  ^anb,  um  es  s" 
formen. 

2rug  1.  m.,  f.  unter  trügen. 


1294  Srug  —  ttü^m 

Sirug  2.  m.,  -eg,  o.  501.  lanbfd^.  (aud^  Scug;  togt.  baö  engt,  (iregs, 
fc^ttjcb.  dragg,  J^cfen ,  Streiter  jc,  itnb  2)  red)  in  bcr  SBiencnjudjt:  iraS  iu 
ben  SSiencnfiöcFen  ^u  SSoben  faUt,  f.  o.  ».  ba6  ©rieftg  (f.  b.);  and)  wa$ 
von  bcn  aiiö3efd)mel3ten  2Bad}öfd}ciben  nnd)  bem  ^reffen  übrig  bleibt, 
Qüd)  2Bift,  SSiencnbrec!  genannt;  ^äjnäh.  ber  Sücinmofl,  welcher  m6) 
bem  jweiten  ^reffen  »on  bcr  ©iitte  abfliegt. 

Sriigel,  n).,  5)?.,  -n,  [c^rccij.  (gem.  S rügte)  «in  ^ofj,  tromit  «in 
(Seil  ob.  eine  ^ette  fej!  äufammengejcgen  ivirb ;  au6)  ein  gabelförmige^ 
«^ol5,  »ctd)c§  man  ben  3icgen  an  ben  ^al§  {)angt,  bamit  fic  nic^t  bic  3äunc 
bur^brcd/en;  bal)er  trügein,  jiel.  3nt,,  eine  3iege— ,  if)c  eine  fotd)e  ©abel 
nn()dngen. 

trügen,  jiel.  ^m.  ahlant  3mpf.  trog,  ßonj.  trb'gc;  93?ro.  getrogen,  (n. 
Xfriegen  gefcEjc.  gegen  bte  I;err[c^cnbe  3(uefpra^e,  obnjof)!  bcr  2£bflam= 
niung  nad^  tt(^tiger,  r>gl.  lügen;  aUi)o6}b.  triukau,  triugan,  triogan,  ^rcit. 
troiig,  frouc,  ^art.  trogan;  aud)  al6  abgcl.  3».  truganon;  mtttelf).  triegen, 
^räf.  triuge,  spxät.  trouc,  trugen,  ^art.  getrogen;  oberb.  triegen  u.  treu- 
gen,  bat)er  alt  u.  oberb.  bu  trcugjl,  er  treugt  f.  trügft,  trügt;  nteberb. 
brögcn,  bu  brugjt,  t)e  brugt,  ^rat.  broog,  ^art.  bragcn;  »gl.  ba^  altnorb. 
ciraugr,  ©efpenjl,  täuf^enbe  (5rf(^einung;  engt,  trick,  täufd^cn,  betrügen;  — 
bie  SBurjet  drug,  tj-ug  fc^eint  ocrm.  mit  drag,  trag,  tragen  (f.  b.),  jie{)cn; 
(SJrunbbeb.  »ielleid^t:  einen  l)erum5ie^en;  »gl.  trcc!en,  trecken,  u.  iaä  angetf. 
dreogan,  ttjun  u.  ertragen),  ^emanb^  ßriDartung  ju  feinem  9?ad)tl)etl 
unerfüllt  laffen,  xi)n  ^u  falfd)en  93orf!ellungen  i>erleiten,  in  3rtt{)um  brin? 
gen,  finno.  tciufd)en,  milber  alö  betrügen,  t;intcrget)cn  ,  rcorin  ber  'iRe-- 
benbegriff  ber  böUn  3i:bfi(^t  liegt,  (einen  trügen,  gew.  täufd^en,  betrügen; 
meine  »Hoffnung  tjat  miö)  getrogen;  fidj  — ,  b.  i.  fii^  tauften  ob.  irren);  gew. 
o^nc  3ietttJort  u.  bal)cr  ni(^t  teid)t  pa[ftoifc^  gebraucht  (j.  «8.  ber  ©d^ein  trügt; 
bie  ©innc  trügen  oft);  —  ber  Srug,  -e§,  o.  SK.  (altb.  tmgi,  nur  in  3fc6., 
mittetf).  trüge,  f.;   baneben   altf).   trugida,   gatrög,  gitroc,   mittetl).  trügene, 

getroc;  nicbcrb.  25rog  f.  SSetrug  u.  Setrügcr),  bie  ^^anblung  be6  2!rügen5, 
Sdufd)ung,  ^intergef)ung  (8ug  unb  Srug;  hibl  fein  CKunb  ift  ooU  Srugö; 
ein  Ärug  ber  ©innc  it.):  3fe^.  o.  Srug:  bai  S^rugbilb  (altb.  tmgibild) 
ein  trügenbeg,  täufc^enbeö  SSilb;  fo  auc^:  bai  Svuggebilbe,  -gemalte,  bie 
Sruggefialt,  k.;  baö  S^ruggewebe,  ein  ©etrebe  (f.  b.)  oon  Srug;  bie 
Sruglifl,  eine  Sift,  um  2i:nbere  ju  betrügen;  trugloä,  SSiü.,  frei  oon  Srug, 
nid^t  oxif  Srug  benfcnb;  ber  Srugf(i)l lifo,  ein  trügenber,  falf(^er  ©c^tufö, 
be[.  fofern  man  baburc^  ju  läufigen  bcabfic^tigt,  oerfc^.  get)l[(^tuf6,  (fr.  ©o= 
pl)iöma);  ber  Snigfinn,  trügenber  ©inn,  auf  Srug  ftnncnbcr  ©eijt;  ha^ 
Srugfptel,  trügenbeä,  tdufc^enbeß  ©pict;  trugüoll,  hxo.,  mit  Srug  erfüUt, 
fe{)r  trügerif^;  2£btcit.  trug()aft,  SBio.  (attb.  trügehaft,  u-ugenthaft)  Slrug 
entl)altenb,  trüglid);    bie  3;rugl)eit  (altb.  tmgiheit,   trugaheit;    trügeheit, 

trugenheit)  oU.  f.  S^rug,  ?5alfd)l)eit ,  Srüglidjfeit;  —  2(bleit.  ».  trügen: 
ber  Srüger,-  §,  bie  Slrügerinn,  Wl.  -cn,  (altb.  triugari,  triegaere;  aud^ 
truganarj,  trügenaere,  Srüg cn er)  iver  2(nbere  trügt  ober  tä'ufd)t,  gen). 
SSetrüger;  bie  SSrügerei,  olt.  f.  Betrügerei,  SSetrug;  trügerifc^,  S5w. 
einem  Srügcr  nngcmeffen,  Srug  entl)altenb,  täufd)enb  (j.  f8.  trügerifc^c 
Hoffnungen);  trüglid(),  SSm.  (attb.  trugilih,  trügeltch,   trügenlich)  einem 


ttuggcin  —  Srumm  1295 

3:ruö  af)nnd} ,  trü^cnb,  tciufd)eiib  (bcr  ©d)cm  i|l  triiglid^);  bie  S^rüglirf)- 
feit,  baö  2;vu3lid)f€tn;  bie  S^rügntf^  (altb.  trügcnisse)  t>it.  f.  6rbid)tun9. 

truggeln,  jidlof.  3>t?.  nitbcrb.  (f)oU.  troggelen,  bän.  trygle;  engt,  truckle, 
ft^  bcniütl)i9en ,  untmccrfcn)  f.  unablä'ffig  u.  fcf)mcid)e(nb  bitten;  bec 
S^rugc^clcr,  roer  bieö  t()ut. 

Srul)C,  lU.,  dJl.  -n  (attb.  trüb,  Iruha,  truhe;  obcvb.  btC  Srufjcn  ,  Zt\X' 
i)cl,  ücr!I.  hai  Ztüi)kin,  Zvüi^tkin;  aiid)  bie  Sirudje;  bö()m.  tiuhla;  poln. 
truna,  ©arg;  ttcvto.  mit  Srog,  f.  b.)  bei  alt  u.  obcrb.  f.  ein  (a'ncj[id)ec 
Äaften,  mcijl  »on  Sicttern,  mit  obec  ot)ne  S)cctct,  eine  ia^^e,  ein  Äoffer, 
(SSctttrul)c  f.  Scttfabe;  gifc^-,  ®etb=,  @ctveibe=,  @c»anb=,  5met)ltrut)e2c. 
bie  5ffiagcntvul)e  f.  bcv  Söagcnfaflcn;  bie  Sa^r=  ob.  Slobtentrufje 
f.  bcr  ©arg);  ti\§  3^rul)cnbrctt,  obcrb.  f.  ein  SBrctt  von  ^/i  ^oU.  S)icJc  unb 
18  3oU  Srcitc;  bie  Sru^entra^e,  f.  eine  Sruge  mit  einem  Eaflcnförmigen 
g3cf)ä(tnifö. 

triU)cn,   e''^"°f-  3*''-  f'^*^"^  "•  fd)»üä'6.  (aud)  tvüjen;    ugt.  iai  airb. 

triwjau,    troimen,    trac^fcn,    blül;en;    engl,    thrive;    franj.  dru,    öicf)  f.  TOild)' 

fen,  Qebe\l)tn,  fetter  ob.  bicfer  iverben  (inSbef.  »on  fi^wangeren  grauen); 
trül)aft,  S3>».,  f.  gcbei{)cnb,  jiinel)menb ,  fid)  Qut  naf)renb;  aut^  f.  naf)r; 
t)aft  (träl)afte  ©pcifen). 

tl'Ulen,  3>ü.  nicbcrb.  (auä)  trüb  ein;  t)o\l.  drolleu,  engt,  trowl,  trolJ; 
ogl.  triiUen)  f.  roUen,  tKaljen. 

SrüU,  m.,  nicbcrb.  im  Jg>annöo.  f.  fd)(ed)te6  @etran£',  Siropfiuctn,  bie 
^^eige. 

tvüllen,  jiet.  3n>.  ^diwd^.  (ogl.  trittcn,  trollen,  traten)  f.  im  .tceife  bce= 
ben;  roden,  jufammenivi^eln  (j.  S5-  "^Japier,  @arn);  «Solbaten  in  bm 
3Saffen  üben,  [.  o.  w.  brillen  (bal)cr:  bcr  SrüUmciflcr,  bcr  SrüUpla^.  SriiUs 
tag  jc);  ber  SrüU,  f.  eine  SSenvicfelung  im  ©arn;  bie  S^rüüe,  VJt.  -n, 
f.  2)rel)freuj,  2)ret)baum;  2)riUt)äugd}en  (ügl.  Srillcr  1.);  5^ufi?f'nacfcr; 
eine'bicfe,  lunbe  tweibl.  ^ecfon,  au^  eine  gemeine  S)irnc  (lanbfc^.  ou^ 
Stulle,  Srolle). 

Srultc,  w.,  nicbcrb.  f.  ein  bicfer,  plumper,  ob.  ein  franfer  %u^^  auc^ 
ÄruUfup. 

trumein,  trümcln  ob.  trumfefn,  jicllof.  ^m.  (fc^trcij.  brümmeln; 
ugl.  turmcln)  obcrb.  f.  taumeln,  iranfen,  fdnvinbehi;  fdiläfrig  ob.  betruns 
fen  fein;  berSrumfel  (fdjwcij.  ©riimmcl)  f  Taumel,  @d)n)inbel;  @d)lafs 
rigfeit,  Slrunfen^eit;  fdjlä'frige  ^erfon;  tvumlig,  trumfeltg,  tvum^üd), 
Sßw.  (f^meij.  orümmlic^),  f.  iüanfenb,  taumelig,  fdjwinblig,  fd)laftrunfen, 
beraufd)t. 

SSrumm,  f  (nic^t  gut  m.),  -eg,  9)t.  Ucümmer,  SScrft.  bai  Srümmdjen, 
Sirummlein,  gem.  Srümmel,  (aftb.  drum,  utfpr.  ejrcnjc,  ©nbe,  9Janb, 

mittcll).  tier!t.  drümel,  trumsei,  ©tÜcE;  drumön,  drümen,  abfdjnctbcn,  gcr= 
[ci^neiben,  jertrümmcrn;  nicbcrb.  Sroom,  S)rum,  f.  etmai  2£b9cbro^cneg, 
Scrfürjteö;  »gl.  Sram,  Srcmcl;  attnorb.  thröm,  jRanb,  ©aum,  u.  drumbr, 
[^n)eb.  trum,  aSaumflumpf,  ©trun!;  engt,  thrum.  (Snbe,  ©aum;  —  bie 
©runbbeb.  ber  SBurjcl  muf6  ,,ftu|en,  (tiimmctn"  fein;  ügl.  b.  gr.  ^'^ovTjroiy 
gerbrc^cn,  jertrümmcrn,  Ouvf.iuc(,  Srud)|lücE,  Srumm;  aud)  trumpfen  2. 
u.  jlrümpfcn,  ©trumpf),  alt  u.  oberb.  (im  >&oc^b.  ifi  tk  ©inljett  wenig  gebr.) 
1)  f.  baS  (5nbe,  ßubflücf  (j.  S.  eincö  gabenö,  ©tricteö  Jc;  baljer  unetg. 


1296  Srummc  —  Srumpf 

ba§  Srumm  nt^t  finben  fSnnen,  b.  i.  feinen  SSortvag  nic^t  anzufangen  ob. 
r\iä)t  wiebec  anjufnüpfen  njiffen;  ?um  3:rumme  fommen,  b.  t.  ftc^  triebet  faffen, 
u.  bgt.  m.),  insbef.  5Bcb.  bie  übrig  gebliebenen  Snben  ber  '^äben  beS  2(uf; 
jugeg  »on  bem  abgefd^nittcnen  ®emebe;  2)  ein  ©tü^  ob.  2!het(  eincg  jers 
brod)enen  ob.  jerriffenen  ©anjen  (j.  95.  ein  Stumm  oon  einem  gierte,  f.  ». 
w.  ©tumpf;  ein  Stumm  üon  einem  gaben,  (Scibe  zc),  inSbef.  auc^  f.  Älo^, 
@tü(f  ^ofj;  3)  ein  3;()cii  eineS  größeren  ©anjen,  of)ne  ben  9tcbenbegtiff 
beS  3etbtcc^en§  Jc,  inöbef.  ein  3((ferbeet  aU  Sf)eil  eine§  gtö^ctcn;  ein  '}li)t\l 
etne§  3:ud)eg  ob.  ©eivebeö;  ein  3;i)eil  cineg  §8aumjlamme^ ;  ein  2;^eil 
eines  ^^ifcbecne^cS  (in  Saietn  45  Klafter  lang);  auc^  f.  ein  ©tiicE  SiBegeg, 
eine  ©tretfe  (ein  guteg  Stumm,  ein  ganjcä  Stumm;  ügl.  ©nbe);  SBctgw. 
eine  fid)  in  bic  Sänge  erjlretfcnbe  ßr^;  ob.  ©teinavt,  rcelc^c  oon  einem 
Q5ange  abfegt  ob.  gu  bemfelben  jlögt,  glei^f.  ein  2£tm  cine§  ^auptgangeß; 
4)  ein  sufamm«nf)angenbeS@anje6,  ot)nc  SScjug  auf  ein  gtcfetc^,  »gl.  ©tücf 
(j.  S5.  ein  ganjeö  Stumm  Stob,  gieifd^;  uneig.  gem.  ein  Stumm  üon  einem 
SO?enf{^cn,  f.  ein  SJZenfd^  oon  großem  Äötpetumfange) ;  auc^  eine  gemiffe, 
als  ein  ©anjcg  bctrad)tete  9)?enge  ober  ^:ii)l  (j.  «8.  ein  Stumm—,  i»et 
Stummer  ©pi^cn);  —  im  ^o(^b.  ijl  nut  bie  SERct)tI).  bic  Stummer  aUge* 
mein  gebt,  (welche  itriget  SBcife  aud^  »o()l  aU  ein  treibt,  ^vo.  in  iet  (äin= 
l^cit  angcreenbet  irirb  mit  bet  fOl.  bic  Stümraetn)  atö  ©ammerw.  f.  SSrud); 
jlücfe  ob.  Ubeu-efle  cineS  5erbrod)cnen,  äevfd)Iagenen  ob.  übett).  ^erjlörten 
©anjen  (j.  S.  bk  Stummer  eines  ©lafeö,  ®cfä^e6,  eineö  gcfc^eitetten  ®d)if» 
fcö  K.;  bie  Stümmet  eines  retfaUenen  ob.  jetjlötten  Sauwetfcö,  ft.  «Ruinen; 
ju  Stummem  gef)n,  «neig.  f.  ju  ©tunbe  ge^n);  —  3fe§.  mit  Stumm:  ba^ 
Stummer J,  SScrgw.  in  Stummem  bre^enbeö  @rj;  mit  Stümmet:  bit 
Stümmet^aufen,  Jpaufen  »on  Stümmetn;  bec  Stümmettnnj,  bait.  ein 
Äitc^wettjtanj  im  Äteife,  mobet  jebeS  einzelne  Sanjpaat  abgefonbett  I)etum= 
tan§t;  trümmevweife,  9^w.,  in  Stummem,  bef.  im  SSetgro.;  —  2£bteit. 
trümmerl)aft,  SSro.,  trümmecartig,  bie  ©eflalt  oon  Sriimrnecn  ob. 
S5rud){lücfen  l)abenb;  trümmetn,  jtel.  3ro.,  in  Stümmet  ob.  @tii(fe 
bred)en  ob.  fdilngen,  gew.  5crtrümmei:n. 

Stumme,  w.,  Tl.-n,  alt  u.  lanbf^.  f.  Srommei  (f.  b.);  ttümmcn, 
3w.,  fc^meij.  (oud)  tvumpen,  ttümpen)  f.  auf  ber  SWaultrommel 
(Stiimmi,  Stumpc,  Stümpe)  fpiclen;  —  tai  Stummfd^ett,  ein 
Somretfjeug,  aus  bünnen  Stettetn  jufammengefc^t,  oben  mit  einet  ob.  me^^ 
ren  ©aiten  bejogen,  ttjel(^e,  mit  einem  SSogen  gefttiti^en,  einen  ttompetenat)nä 
li^en  Älang  geben. 

ttumpcn,  jiellof.  3».,  fc^weij.  f.  langfam  fein,  jaubern,  trenbeln; 
ttümpeln,  jiellof.  3»t). ,  f.  mit  tleinen  ®d)ritten  langfam  geljen;  trage 
arbeiten;  auc^  ^aubernb  u.  ivenig  auf  einmal  geben  (bat)et:  »ertrüm= 
petn,  f.  in  !leine  ©ummen  üettf)cilen,  oeteinjetn,  tctjetteln). 

Stumpf  1.  m.,  -eS,  50?.  Stümpfe,  SSetfl.  bai  Stümpfd)en,  (ntcbetb. 
Stumf,  f(^n)eb.  trumf;  engt,  trump;  franj.  la  triomphe;  naä)  btt  t)ertfc^en* 
ben  3(nna^mc  oerbetbt  auS  Stiumpt),  f.  b.;  alfo:  bie  fiegenbc  gatbe;  tict=  ■ 
lei^t  aUt  urfpt.  bcutfd^  o.  ttumpfen  2.  b.  t.  abflcc^en?)  im  Äattenfpiel 
bie  Sterbe,  mit  n)eld)er  man  alle  übrigen  jlid)t,  bic  @tid)farbe;  aud^  ein 
cinjelncS  S3latt  üon  biefct  ^arbc,  ein  Srumpfblatt,  (einen  Stumpf  aus» 
fpielen;  mit  einem  Stumpfe  jled^en;  uncig.  einen  Stumpf  auf  etwaS  fe^en, 


trumpfen  —  :5;rup|)  1297 

b.  i.  mit  einem  bnhm  3(u6fpruc^e,  einem  ©d^impfworte,  ^ivi6)i  ic  ttwa^ 
befraftigen  ob.  ju  etroaö  aufforbcrn);  bie  ^Trumpffarbe,  baS  S^rumpfbau^, 
bcr  Ärumpffönig,  --bube,  u.  f.  f.;  trumpfen  I.  jieitof.  u.  jiet.  3tt'-, 
2:rumpf  fpictcn:  mit  ülrumpf  jled)cn;  uncig.  gem.  einen  —  ,  it)n  berb 
abfertigen  («gl.  abtrumpfen). 

trumpfen  2.  jict.  ^w.  (fc^web.  tri.mfa,  f)aucn,  f(^ta9en,  ftec^cn:  ögl. 
JXrumm,  ©trumpf,  ftrümpfcn  jc.)  tanbfrf).  f.  abbauen,  fluten,  abjlumpfen, 
verfriv5en  (Simmcrr.  einen  Salfen--);  bcr  Srumpf  2.  oberb.  f.  ein  Älcb, 
b.  i.  ein  plumper,  grober  9}Zenfd)  (ba()er  aud)  trumpfen,  3nj.  f.  ficb  töI» 
pelbaft  benehmen;  trumpf  enb  ob.  trumpf  et,  58ro.,  f.  unaeft^idt). 

trumfein  jc,  f.  trumein. 

Srunf,  m.,  -e^,  o.  ?0l.  (altb.  trundi,  tmiik;  nieberb.  ■Drun!:  oon  trin; 
fcn,  f.  b.)  1)  baS  3;rinfen,  inebcf.  ein  einmalige^  i^rtnfen,  finno.  ein  3ug, 
mit}t  aU  ein  ©cbluct  (g.  SB.  einen  guten  Srun!  tbun);  in  engerer  95eb.  bag 
Srinfen  geifiiger  ©eträ'nfe  (jum  Äruu!  jufammcnfommen;  bcn  Srun!  lie« 
ben  u.  bgl.),  u.  bic  (%mobnbeit,  fcli^e  ©etrant'e  im  Übermall'  ju  fid)  ju 
ncbmen,  bie  AlrunEfud)t,  SSöUcrei  (ft^  bem  Srun!  ergeben):  nieberb.  au^ 
f.  3;runfenb<tt,  JKaufd)  (etmae  im  Srunf  tbun);  2)  fo  üiel  man  auf  ein; 
ma(  trinft  (ein  SrunE  SffiaJTec,  SBier  jc;  einem  einen  SSrun!  reichen);  3)  aud^ 
f.  Sranf ,  ©etranf  übtti).  (jj.  95.  gutes  S3ier  ifl  ein  gefunber  Srun!;  wgl.  bie 
3fe|.  ^auötrun!,  b.  t.  ©etränf  jum  gewöJjnlicben  ©cbrauc^  im  ^aufe, 
©cbtaftrunE  u.);  —  trunffrei,  »m.,  f.  o.  n.  jcdjfrci;  bie  Srunf; 
fud()t,  beftige,  fran!bafte  9Jeigung  jum  ©enufö  gcifliger  ©etranfc;  —  trun^ 
fen,  Sit»,  (^participialform  »on  trinfen;  attb.  tnmchan,  trunkan;  baljec 
aucb  trunkan^ii,  atö  3m.  f-  trun!en  fein)  in  §o(ge  übermäßigen  2!rinfen6 
feiner  nid)t  beiDufft,  feiner  «Sinne  nid)t  mäd)tig,  meijr  ali  beraufd)t  (ogf. 
SJaufc^  4.),  ebler  al6  betrunken,  (üom  SBeine—,  ebem.  aii6):  be§  SBeincö 
trunfen;  etmai  in  trunfenem  SUfutbc  tbun;  auc^  a(6  Sqw.  ein  Srun!cner  k.); 
uncig.  burd)  @rf)(afrigfcit  ober  b^ff'ö«  ©emiitbäbetregung  in  einen  bec 
Srunfenbeit  dbn[id)en  balb  beroufftlofen  3uftanb  oerfe^t  (ocr  ©cbtaf  trun= 
Een;  oon  ob.  oor  greube  trun!en;  aucb  jgcf.  f(^laf  =  ,  frcubctruntcn);  ber 
Stunfenbolb,  -eö,  ^JD?. -c,  (niitte(b- truukenbolt;  t»gl.  bolb),  ein  bctrun' 
fencr  SOlenfiib;  gem.  ein  bem  Srun!  ergebener  9}Zenf(^,  barter:  ein  ©j'uftr; 
ber  Sruntenwei^en,  lanbfcb-  f.  ©ommertot^;  bie  Srunfenl^eit  (attb.  tnm- 
kani,  trimcheui)  ba6  SSrunfevifetn,  ber  Buftanb  beö  jlrunfenen,  eig.  u.  un= 
cig.,  flä'r!er  ats  ber  9?aufd),  {etwaä  in  ber  3;run!cnbcit  tbun;  bie  SrunEcn^ 
^dt  bcr  grcube,  bes  ®rüd'e6  ic);  audb  f.  9leigung  jum  SSrunf,  SSö'Uerci. 

SSrupp,  m.,  -es,  5J?.  c,  93erff.  baS  3;rüppd)en,  oberb.  Slriippiein,  gem. 

SrÜppcl,    (attbocbb.    drupo,   thrupo?    mittl.  tat.    troppus;     fcbweb.    tropp, 

engl,  troop,  ()oK.  troep;  franj.  la  troupe,  ifat.  tnippa,  ttjomit  aucb  bog  itat. 
troppo,  franj.  trop,  juotel,  jufammenbangt;  —  »icUci^t  crft  im  9feubccbb. 
oud  bem  franjöf.  troupe  enttebnt,  mabi'fcb.  aber  »on  urfpr.  bcutftbcm  Stamme; 
»gl.  51  taube,  u.  anbctetfeitß  S)orf,  got^.  thaurp,  urfpr.  u.  no^  fcbmcij.  f. 
93erfammlung,  3ufammenfunft,  mit  bem  lat.  turba),  ein  biditer  Raufen  tton 
9Äenfd)en  ob.  Zi)'men  (ein  3;rupp  ©olbatcn;  ein  Srupp  «Reiter,  c^cm.  f. 
eine  ©cbmabron;  ein  Äritpp  SBilbbret,  f.  ».  m.  ein  3?ubcl,  eine  ©cbaar); 
trupproeife,  9lnj.  (oberb.  au6)  triippclmetö),  in  Sruppen  ob.  Jpaufen; 
—  bie  Sruppc,  9)?.  -n,  (mittelb.  troppe;  unmittelbar  o.  franj.  troupe) 

^epfc'S  ^anbwSrterb.  b.  bcutf(!^en  ©pr.  2.  Zi)nl  82 


1298  S^rufcf)c  —  tfd)a9m 

eine  ju  einem  Swecfe  üerbunbene  ©efdlfcfiaff,  6cf.  eine  {jerum^ie^ettbe 
Qjefeüfdjaft  <Sd)aufpt«lcr,  ©pieUeutc  k.,  weniger  »ctäc^tt.  als  SSanbe; 
bie  Sruppen,  al6  Sammeln),  o.  @.  (oon  b.  franj.  les  troupes),  ^xU^^'o'öU 
fcr,  ©clbaten,  9J?annfd)aft  in  beträitlid^ec  2(njaf)l,  (3;tuppen  werben;  bie 
Äruppcn  anfüt)ren,  au6rüc!en  laJTcn;  JReic^ö  = ,  JpülfStruppen  ic)- 

3:rufd)e  ob.  SSrüfc^e,  m.,  3)?.  -n,  oberb.  (aud)  Sreufc^c,  SErittte; 
mittelt).  triusche;  miftt.  lat.  trutta;  urfpr.  iuol)l:  ein  gefterfter  gifc^,  cgi.  b. 
franj.  truite,  itat.  trota,  engt,  trout,  gorcUe)  f.  bie  2falraupe,  JKutte; 
Ionb"'d^.  anö)  f.  bie  2ad)^fcrelle. 

Srüfcbling,  m.,  tanbfd).  [.  o.  rc.  3:raufrf)Iin3,  ^Jrufdjling  (f.  b.). 

3:rujjcl,  ro.,  3)?.  -n,  lanbfd).  f.  bie  Äried)entc. 

Srüßcl  ob.  a;rüffel,  m.,  -^,  dJ?.  w.  $.,  fc^weij.  eine  tange,  mit  eifer? 
nen  ßacfen  ttcrfe{)ene  Äeule,  f.  o.  vo.  CDZorgenjIern,  f.  b. 

Srujl,  IV.  (gott).  trausteis,  altb.  trust,  altfäc^f,  trost,  mittl.  tat.  trustis; 
non  ber  SBurjel  tru,  f.  trauen)  »öUig  »lt.  f.  1)  bie  Sirene;  2)  bec  S5unb, 
insbcf.  bie  ße^nötterbinbung;  3)  bie  ©djaar,  ba$  ©efofge. 

S^rut,  m.,  ob.  gew.  bec  2!rutl)at)n,  (9la(^al)mung  beS  &aute6  biefer  236= 
gel,  bie  man  ba^er  auc^  mit  tru t,  trut  ju  locfen  pflegt),  ber  ^af)n  einer 
au6(änbifd}en  '^rt  großer  v^ü{)ner  mit  einem  bläulich  rotf)en  gieif^tappen 
auf  bem  Äopfe  unb  einem  f)autigen  Sappen  an  ber  Äef)le,  ie^t  al§  eini)eimif(^e§ 
.^auögeflügel  get)altcn ,  aud)  ^uter,  ^uterba()n,  roalfdier  üb.  fa(efutifd)ec 
v^ai)n,  lanbfc^.  @*runt:=  ob.  @d)rut{)a{/n  genannt;  bie  ^enne  f)ci^t:  bie 
2;rute  ob.  gew.  Srutt)enne,  auc^  ^ute,  ©dornte;  bie  ganje  ©attung: 
baö  Srutl^ut)n,  wa§  jcboi^  gew.  nur  in  ber  ?i}?ef)rf).  Srut^üf)nec  ge* 
braud^t  wirb,  auc^  ^utf)ufan,  ivalfc^eS,  fa(efutifd}e§,  türfifd)e6,  inbifd^e* 
^uf)n,  lanbfc^.  .^urre,  @d)rute  k. 

Srütcr,  m. ,  -g,  fd^weij.  f.  ®pa(ier,  SSaum^  ob.  9Seingelanber, 

Srütfc^e,  w.y  9}?.  -n,  fd^weij.  (ogl.  tretfd^cn)  f.  eine  i^Ied^te,  ein 
©ebinbe;  ber  Srütfd^fatcn ,  f.  ©d)nur  ?um  ^Icdjten  ber  ^aare. 

Srutfc^et,  rc.,  SO?. -n,  gem.  bef.  oberb.  u.  f^weij.  (auc^  Srotfdjel, 
Srutf  c^  elein,  fc^wäb.  ^rotfd;  zc.)  1)  (oon  trut,  txaut,  f.  b.  u.  »gl.  bag 
mtttcll).  trutschelloht  f.  licbenöwürbig)  järtlicl^e  SSenennung  einer  f)übfd)en, 
etroag  bicfen  iteibt.  Werfen  ob.  cine§  fold^en  Äinbeg;  2)  fd^weij.  f.  eine 
bicfe,  plumpe  iveibl.  ^erfon,  oft  mit  bem  5Rebenbcgriff  ber  8ieberli^!cit; 
trutfd^elig,  SSw.  (aud)  trotfd^elig,  fd^wäb.  broffc^ig)  f.  f)übfd)  unb  runb 
ßb.  birflid):  bi(f leibig  unb  plump. 

Srutte,  n?.,  f.  Srufd)c. 

trugen,  3».,  alt  u.  oberb.  f.  trogen  (f.  b.);  ber  3!ru^,  f.  3!ro^,  im 
Jpoc^b.  no(^  üblich  in  ber  «Heim^Serbinbung:  ju  ©d^u|  unb  Sru^,  b.  t. 
gur  2$crtf)eibi9ung  unb  jum  3fngriff  (j.  SB.  mit  einanbcr  öcrbunben  fein) ;  ein 
®d)U^;  unb  S^ru^bünbnifS  (fr.  Sefenfio  =  unb  Dffenfto  =  3(Uian j) ;  —  bie 
Srugfeter,  bair.  eine  95ir!l)af)nf eber ,  ik  ein  raufluftiger  Surfd^c  als  öffent* 
lic^e  XpcrauSforberung  auf  ben  Jput  ftctft;  bag  Stru^gefänglein,  bair.  eine 
m-t  f)erau6forbernber  ©potttieber;  tru^ig,  9Bw.  oberb.  1)  f.  tro^ig;  fd^wcib. 
auc^  f.  mitrrifd),  unfrcunblid),  unangenef)m  (tru^ig  5!Bctter);  2)  bair. 
auc^  f.  nett,  Jtetlid),  crtig  (in  btefer  Seb.  wol)l  con  trüt,  traut;  ogt.  Srut* 
f^ci):  tru^lirf),  58w.,  oit.  f.  mit  Srol ,  füf)n,  verwegen. 

tfd^agen,  tfd)Qlfen,  tfd^alpen,  tfc^ampen,  jieiiof.  3w.  ^(i)mxi.  f.  lang* 


Äfdjanö  —  tnd)  1209 

fam,  trage,  laffig,  fd)läfri3  fein,  einf)«r3«^en  ob.  arbeiten;  ber  Slfc^ag, 
Slfd^alf,  Sfc^alp  ob.  Sfc^amp,  f.  ein  trager,  fd)(äfrtger,  unaci}tfamer 
SD?enfd);  tfc^agig,  tfc^alfig  jc.  S».  f.  langfam,  fcfjlä'frig,  trage. 

Sfc^ang  ob.  SSfc^anf,  m.,  fc^weij.  (auc^  Sfc^ung,  aifc^un!)  f.  SBei- 
ber- Unterrock. 

tfc^äppen,  jicl.  3tt>.,  fd^weij.  f.  gelinb  fdjlagen,  bcf.  mit  ber  fladjen 
^anb. 

2'fcl^öppcrt,  m.,  -^,  3)?.  -e,  [t^recij.  (aud)  ©c^oppert,  ©cfeabert; 
oberb.  ©^cibcr,  ©c^äpper)  f.  eine  <2d)ürje;  inSbcf.  ber  obere  Zi)e\l  ob.  2a| 
einer  <5cf)ürie;  auc^  ein  ©eifertud)  für  Äinber. 

tfc^argen,  jteUof.  3».,  [c^ttjetj.  f.  mit  ben  J^üfen  fdjarren,  fd)rarfen. 

3!f(^erpcr,  m.,  -g,  5)?.  tv.  (S.  (n>af)rfd).  [lam.  Urfprungg;  »gl.  baS  ruIT- 
serp.  ©idjcl,  poln.  szarparz,  jerfc^neibcn)  cberföc^f.  SRctgw.  ein  furje^ 
5[)?effer  mit  flarfer  Älinge,  bef.  juc  Untetfudjung  btö  (55ejtmmcr§  in  ber 
®cubc  (©rubcntf^etpct). 

tfc^ibeln,  jicllof.  3tt'-  fc^meij.  (nud)  jibcn,  jibe In)  f.  auf  bem  (5ifc 
gleiten. 

tfc^iegen,  tfdiiefen,  3».  fc^weij.  f.  o.  w.  oberb.  fd)iegen,  f.  ft^ieg. 

tfc^irlen  ob.  tfd)irpen,  jicUof.  3».,  lanbfc^.  (aui)  fc^irpcn)  f.  jirpen, 
bcf.  oon  bem  Baut  ber  ©perlinge. 

3:fd^0Cfel,  m.,  -g,  9)?.  \v.  (5.,  furfpr.  «jcnbif^)  obcrfS^f.  SBerg».  ein 
grope^  iWeffer,  bte  ©pä'ne  bamit  jii  reifen,  cniö  roc((^en  bie  SScrgfcrbe 
9eflod)ten  roerben. 

2!fd)0pCn,    m.,    -Ö,    9)?.   n?.   6^.    fcfeweij.    (auö    b.   Hat    giabba,    giap- 

pone)  f.  ö.  w.  3ope  (f.  b.):  S'^icf«)  3Bamm^  mit  Ärmeln  für  «Olänner  u. 
SBeibcr. 

tfd^ubetrt,  3».  fdjvtei}.  f.  ö.  ».  fd)ubeln,  f.  b. 

ijfi^über,  m.,  fc^wcij.  ein  Äof)(fopf  mit  locferen  SSlättern. 

tfc^ümpein,  ^icllof.  ^m.  fc^weij.  (ügl.  tfc^ampen)  f.  ein  n>enig  nad)laffig 
u.  fd)Ieppenb  cin{)erge^cn,  fdjlampen. 

tfc^uten,  3»-  ft^rceij.  1 )  jielloö  f.  einen  jlarfen,  ji|'d)enben  2aut  t>on  ft'cf) 
geben,  braufen  (ber  SBinb  tf(j[)utct);  2)  jicl.  (»gl.  fc^aubern)  in  fd)tpingenbe 
S3ett)egiing  fe^en,  erfd)üttern. 

Subbe,  m.,  -n,  2)?.  -n,  ob.  ber  Subben,  -S,  2)?.  w.  (5.,  (engl,  tub, 
IjoU.  tobbe,  tnbbe)  ntcbcrb.  1)  f.  3uber  (nicberb.  Sötrer  ob.  Söber),  Äiibef, 
SSutte;  2)  (ogl.  Sobben)  ein  3^ipfen,  eine  @rf)öf)ung  am  (Sifenroerf,  j. 
JB.  an  ben  .i^ufeifcn. 

SEübel,  m.,  lanbfc^.  f.  T>'6beU  SBeiffifcb. 

tubeln,  3nj.,  f.  tobein  unter  Sobct  2. 

S^Uberofe,  n).,  fO?.  -n,  (ital.  tuberoso,  m.,  franj.  tubereme;  uom  lat. 
tuberosus,  a,  iim,  fnoUtg,  fnorng,  Don  tuher.  j:nolIc,  SBeule  2C.),  ein  auä 
Öjlinbien  flammcnbes  Enotligeg  3n?iebelgemäd)6  mit  rceifen,  fiarf-  unb 
tt)ob(rted)enben  liiienformigen  S3(fttf)en,   bie  ojiinbifclje  ^erbfl^9acintf)e 

(polyanthes  L.), 

Zu6)^  f.,  ;e§,  50?.  Ziidjit  u.  in  gcwifTcn  Scb.  (f.  u.)  aud;  Stid^e, 
SSerfl.  bai  2;üd)(ein  (oberb.  Zu 6) ei)  u.  gem.  2;üd)eld)en,  (alt^oc^b.  tob, 
tuoh,  duob,  duah,  m.  u.  f.;  mittel^,  tuoch,  sjjj.  diu  tiioch;  obcrb.  baS  Suec^, 
SOI.  Zücä)tt;  altfdc^f.  dok,  nieberb.  Soo!,  IjoU.  doek;  altnorb.  dukr,  fc^tocb. 

82* 


1300  %n6) 

cluk,  bän.  dug;  —  tioti  bcc  SBurjcl  c!ak,  dah,  beden,  alfo  ucfpr.  löcrfe, 
SScbccfung?  ju  rocliScr  2fblcitun9  jebo(^  baö  Sautoerijättnifö  nic^t  uoUEommen 
flimmt,  ba  becten  im  2Cltnorb.  thekja,  2)a(^  thac  (autct;  ogl.  übrigens 
nud)  (ac  toga  u.  tegere),  überJ).  ein  ©eirebe,  ©eroirf,  finno.  2afcn;  ct)em. 
Qu(^  ^cwanb,  Äleib;  inöbef.  1)  a[6  ©toffnamcn:  ein  bid)teg  ©eroebe  üon 
ßcincngvirn  (cgi.  Äammertuc^),  bcf.  eine  2(ct  fe^c  grober,  aber  fefr  ge^ 
fi:i)(r.ßener  SettHüanb  (cg(.  ©tgcltuc^);  gew.  eine  2frt  bid)ten  5öolIens 
^eugc^,  ircfc^eö  gcroal?t,  gcfdjorcn,  gcflric^cn  unb  gepicfft  »rieb,  bef.  juc 
3){ann6E(cibung  gebraudjt  (j.  SB.  Zuij  jum  Sf?oc!e,  ju  S3ein!lcibetn  u. ;  fcineg, 
grobeö  Sud);  —  in  bicfcr  ^nwenbung  bitbct  Suc^  nur  in  ber  S3cb.  Suc^« 
arten  bic  tOZebrf).,  njcldje  bann  gcro.  Sudje  lautet;  j.  SS.  ber  Äaufraann 
jetgte  mir  oftfd}icbenc  Sud^c  jur  2fu§maf)l);  2)  mapejlimmcnb:  fo  "oUl  t)on 
einem  geirebten  Senge  auf  einmal  verfertigt  rcirb,  lanbfc^.  f.  ein  ©tücf 
(j.  S3.  ein  Sudj  Scinmanb  =  50  (gllen;  in  Stürnberg:  dn  Suc^  =  32  QU 
Icn;  'S)!.  Sudjc  ob.  blc^  Suc^);  3)  al6  bcgrcnjteg  (Sinjclbing:  ein  in  eine 
beftimmte  ^orm  gefd)nitteneS,  meifl:  merecftgeS  <Stü(f  3eugeä  con  jebcm 
beliebigen  (Stoffe  jur  SBcbecfung,  SSefleibun':^  u.  oer[d){ebenen  unberen  3't?ecten, 
njeldje  burc^  oorantretenbe  SScjltmmmÖrtcc  bejeidjnet  werben  (j.  93.  ein  2Cltar-, 
Sifdjs  S3ett  =  ,  JqM^,  95rufl  =  ,  Äopftu^,  Saferen  ^  ob.  ©c^nupftuc^,  Seiler* 
tud) ,  Umfcblage-,  5lBtfc^tud)  u  bgl.  m.;  leinene,  wollene,  feibene,  baumwol* 
lene  Siic^ier  :c);  in  engerer  9?eb.  bef.  f.  v^al5=  u.  Umfd)[agetud)  (in  wcl' 
l^et  2ln:t»enbung  in  mandien  niebcrb.  ©egenben  unr.  ber  Sud)  gefagt  wirb); 
Sag-  2;üd)er,  bie  5Bdnbe  Don  fiarfer  ßeinnsanb,  mit  wel&jtn  ein  23ejirf 
umfteUt  rcirb,  ber  3eug;  —  3fc|.  tuc^artig,  9?w.,  bem  wollenen  Su(^c 
öljntic^;  ber  Suc^bereiter,  ein  <;^anbwer!er,  wcld^cr  ba6  gewaütc  wollene 
Sud)  bereitet  (fr.  appretirt),  b.  i.  \i)m  tuvi)  ©eueren  u.  ^reffen  :c.  ein  gutcS 
2fnfel)n  giebt;  ber  Suc^fdtber,  f.  o.  w.  ©djön^  ob.  Ä'unjtfärbcr;  ber  Zu6)f 
Isafen,  gdrb.  ein  breiter  .^^afcn,  baS  Sud)  in  ber  S5(au!üpe  nai^  ber  SSreite 
ju  jiet)cn;  bie  Slu(^t)aUe,  J^aUe  (f.  b.)  ber  Sud)l)änbler;  c^em.  in  Äöln  ein 
@crid)t  iur  ©djlic^tung  ber  im  Äaufljaufe  entflanbenen  ©treitigEeiten;  bet 
SllC^^antler,  ein  .Raufmann,  weld)er  mit  wollenem  Su(^  l)anbelt;  bec 
Sudbbanbcl,  bie  Suc^banblunq:  ba§  Sud)l)au§,  ein  >!pau6,  in  welkem 
wollene  Sud)e  aufbtwal)i-r  u.  ücrEauft  werben,  au(^  ®ewanbl)au6;  bie  Suc^« 
!^ofen,  Jpofen  con  woUencm  Su^;  bie  Su(^fart>e,  Äarbenbiftel,  f.  Äarbc; 
baS  2uc^f(cib,  bie  2!uc^f (eibung ,  Äleibung  oon  wollenem  Su^;  fo  au^: 
ber  3:uc^mQnteI,  ber  Suc^rocf  k.;  ber  Su^fnappe,  tanbfc^.  f.  Suc^= 
mac^ergefeU  (f.  Jtnappe);  ber  Züd)-  ob.  2;üc^erEned)t,  Scig-  2Crbeiter, 
welche  bie  3agbtüd}er  aufflellcn  {)elfcn,  3eugEned)t;  ber  3!ud)(abcn,  Äauf^ 
laben  eineS  Sud)()ünblcr§;  ber  Sud^?  ob.  SÜC^erlappen ,  Säg-  (Streifen 
üon  grober  Ceinwanb,  welche  an  Cetnen  gcnätit  flatt  ber  Südjer  gebraust  wer« 
ben;  ber  3!u(^mad)er  ob.  Streber,  ein  J^anbwerEer,  weldjcr  woUcneö  Su^ 
u.  tud)arttge  3t'ugc  webt;  bafjer:  ba^  Sui^mad^ergcracrbe,.  ^ l^anbwer!, 
»genjerf;  ber  Suc^mad^ermeif^er,  ^gefelljc;  ber  a;uc^mad)erjlu()l,  ber 
SBebfluM  beö  Suc^mac^erö;  bie  Sud^mad^erei ,  baö  ©ewerbe  beö  Suc^ma« 
(^crö,  u.  bec  Ort,  wo  cS  betrieben  wirb;  bie  SSuc^nabel,  flarEe  ©tcdtnabeln 
gum  2(nftecfen  u.  2luSfpannen  beS  jum  Srocfnen  aufgctjängten  wollenen  Su* 
(^e6;  aud)  f.  S3ufennabel  (f.  b.),  fofern  baS  J^alötud)  bamit  jugeftertt  wirb; 
ber  2;ud)nopper,  ein  Jg)anb»erfer,  welker  tuc^artige  3fU9e  noppt  (f.  nop* 


Züä)d  —  %üd  1301 

pen),  auii  Zuä^ltäuUt  (fr.  Sud^friftrcr);  bie  S£ud)pref|"e ,  eine  gvo^»; 
^vcffe  ber  Sud)bcte{ter,  mitteilt  bcrcn  baö  fertige  irollcne  Zud)  jiüifdjcn  jwci 
ert)t^ten  eifernen  platten  gepreJTt  rcirb,  um  ii)m  Steife  unb  ®Ianj  m  giben; 
ber  Suc^raljmen,  ein  ®e(tell,  in  njetc^ee  bie  JSudjberciter  bog  a.uc^  fpan« 
nen,  um  ü  gu  troctnen  u.  ?u  ftrei(^en;  ber  2ud)rafd),  ein  tuc^artigcr  aiaiii 
(f.  b.),  5Öalfrufc^;  bie  2lld)fc^ere,  eine  gvojic  ©d)crc.  mit  »clever  ber  3!uc^' 
fd)crcr  baö  SLurfj  fdjcrt  (f.  fdjeren  1.);  ber  Suc^ivcber,  f.  a:uct;mad)cv;  bie 
Tuchweberei,  (fr.  Suc^fabri!  ob.  =5manufactur);  —  2fb(eit.  tudjen,  Sip., 
von  »vcUenem  Sud)  9emad)t  (ein  tuc^enes  Jileib  :f.);  tiidbcn,  3nj.,  oit.  f. 
Sud)  madjen;  niebcrb.  (bofen,  böEen)  f.  mit  einem  Sud)e  bebecfen, 
Devf)iiUen,  bfenben;  ber  Sucher  ob.  Sudeler,  -ö,  »lt.  f.  2:ud)mad)er; 
Sud)t)anb(er;  tüc^eln  1.  jiel.  3«».  olt.  f.  mit  einem  Sud)e  bebccfen;  bie 
2ud)et,  öftr.  f.  bai  Obexbett,  ^ecfbett. 

2:üd)e(,  m.,  -g,  Wl.  w.  S.  fc^weij.  f.  t5.  w.  2:eud)et,  !£eid)e(,  f.  b.; 
bal)cr  tiirf)elti  2.  3to.  f.  ba§  ^Baffer  tüo^in  (eiten;  unetg.  trd'nfen;  trinfen. 

Suc^jlein,  m.  (=  3: uff  11  ein)  eine  2(rt  COiergel  oon  loctcrem,  fc^mam» 
midjtem  ©efüge,  9)?erge(tuff. 

Zu6)t  1.  ob.  Zü%tf  vo.j  nicberb.  f.  3uc!)t;  tuc^ten,  3ro.  f.  jüdjten, 
jeugen. 

Züd)t2.  tt).,  0.  «Di.  (altf)0C^b.  toht,  tohtf  u.  tohta;  mittctf).  tuht,  G, 
tühte;  nieberb.  Sögt,  Söge;  oon  taugen,  f.  b)  oöUig  olt.  f.  .traft, 
©tärfe;  Saug tid) feit,  (5Jüte,  Sugenb;  batjer:  tiid^tig,  fSm.  (mittell). 
tiihiic,  nieberb.  bugtig,  angclf.  dilitig,  engl,  doughty),  1)  ctg.  förper(id)e 
Äraft  ob.  ©tci'rfe  l)abenb,  finnn.  fraftig  (dn  tüchtiger  SJJenfd;),  baöer  gem. 
f.  gro§  u.  flarf,  u.  aU  ^\v.  jur  $öejeid)nun9  eine^  i)ol)in  (Grabes  ber 
©täcfe,  »gl.  bra»,  wader  :c.  (j.  S.  ein  tüc^tigeö  <Ztü<£  Srob,  b.  t.  ein  gro; 
^e6:  tüdjtig  effcn,  trin!cn,  arbeiten;  einen  tud)tig  burdjprügetn  u.  bgl.);  2) 
bie  ju  einem  ^voede  erforbcrlid)e  .traft,  $5äf)i9feit,  @efd)tc!(ic{)feit  in  üor^ 
5Ü3(id)em  (Brabe  ^abenb  u.  ba»on  jeugenb,  ftarfcr,  alä  iie  (tnno.  tauglid), 
tienüd),  braud)bar,  (g.  25.  ein  tüchtiger  ®d)utmann,  ®clct)rter  k.;  tüdjtig 
ju  etttJaö  fein;  eti»aö  Süd)tige6  gelernt  t)abcn;  eine  tüdjtige  3Crbeit,  8ci|tung3C.); 
bie  Süditigfeit,  ba^  Süd) tigfein,  bie  <Stärfe;  üoüfommene  Saug[id)!ett 
ob.  j^Ä^igfeit  ju  ettraS;  tuc^tloS,  S8n?.,  fctinjcij.  f.  untauglich,  tnäbef.  non 
©peifen:  unfd)mac!t)aft  (cntg.  tüchtig  f.  fd)macEf)aftJ;  »cn  SCRenf^en:  un^ 
bef)aglic^,  unpäfglic^. 

Su(^n?eber  k.,  f.  unter  Zuii. 

Sücf,  m.,  -e6,  CO?,  -e,  (obcrb.  ber  25uct,  »on  bucEen,  f.  b.,  mittet^, 
tiickea,  niebcrbrucfcn,  untertauchen,  fid)  »erflec!en;  bat)er  oberb.  auc^  buctcln 
f.  mit  l)cimlicfeem  Sctrug  umgc()en;  alfo  »erfd)ieben  »on  bem  mittelf).  tue,  G. 
tutkes,  als  urfpr.  nieberb.  9tebenform  »on  zuc,  zuckes,  b.  i.  judlenbc  SSewe^ 
gung,  ©(^lag.  ©tretet,  ©tcf,  »gl.  t>ai  ntebcvb.  tuden  f.  jucEen),  »lt.  f.  eine 
I)interlifti9e  ^anblung,  ein  boshafter,  f)eim[id)er  (Strcid),  liftiger  betrug, 
(bibt.  einem  einen  2ücE  bemeifen;  bk  Züie  «erben  ju  ©c^anben);  bie  Süife, 
1)  0.  ?K.  bie  ()intertiflige,  boel)afte  (^efinnung  cb.  @emüt()öart,  »erflecftc 
U.  fid)  tjerfteUenbe  SSog^eit  (j.  SS.  ic^  fenne  feine  Siicte;  SlücEe  jcigcn,  bc= 
weifen,  üben  ic;  »gl.  Jpeimtücte);  2)  9)?.  -n,  eine  l)inter(iflige  ^anblung, 
ein  bo3f)after  ©treid),  f.  ».  ro.  ber  Siiif,  (einem  eine  3:ücEe  fpiclen;  »oUer 
aücten  fein);  tü(fifd),  S5m.,  Sücfe  t)abenb  unb  übenb,  oon  Sücfe  jeugenb, 


1302  Sübec  —  Sugenb 

finnö.  f)intetli)Ti^,  bamifd),  bog{)aft,  ogl.  f)cimtücfifd},  (ein  tücüWer  sKenfc^; 
ein  tücEifc^er  ©trtic^;  aud):  ein  tücEif^eä  ^fetb,  b.  t.  ein  eiaenftnnigeg, 
f^trer  ju  bebanbe(nbe6);  lanbfcfe.  gem.  aui)  f.  beimlid)  groUenb  ob.  jürnenb, 
{Inno,  bcfc  (nicEif(^  auf  3emanb  fein);  bec  Sucfmäufer,  f.  2)ucfmaufer. 

^üC-er,  m.,  -g,  f.  Siber:  tübern,  3«?-,  [•  v.  xo.  tibetn. 

Zui  1.  m.,  -ii,  ob.  ber  Süffel,  -g,  ein  grober  Seug,  beffen  Äctte  aug 
Ijänfenem  ©am,  ber  ©infc^lag  aus  gefponnenen  jRinbßbaarcn  beilcöt. 

Suf  2.  ob.  Suff,  m.,  -ii,  ^.  -t,  audj  ber  Züü  ob.  Suffjletn,  (n. 
X  Sof,  Sofftein;  lanbfd).  au^)  Suft^,  SugsSudj^  Suifftcin  ic;  a(tb. 
tuh  -  ob.  tupsteia,  tufstein;  rom  lat.  tophus,  tofus;  franj.  le  tuf)  ein  icilt- 
artiger,  fehr  löcheriger  «Stein,  melc^er  fi*  burc^  ben  gtieberfcfelag  ber  im 
SBaffer  bcfinblxdjen  Äalft^eile  erjeugt,  aucfe  .Äatfftnter,  9?inbenftein,  S3abe^ 
j!ein,  ^auchmacfc  genannt;  bie  Suffert'C,  aufgelöfter,  oencitterter  Suff; 
bie  Suffwacfe,  eine  ©teinact  oon  graulii^er,  ing  ©elbli^e  ober  JRot^braunc 
faUenber  garbe. 

tuffen ,  tüf  ein ,  3nj. ,  fc^weij.  [.  o.  n?.  tviffeln ,  f.  b. 

tüfteln,  jieUof.  3w-  lanbfc^.  (gcro.  bif teln  gefpr.;  oerro.  mit  tupfen, 
tüpfeln,  f.  b.)  f.  niid)f;nnen,  nadibenfen,  fiel)  emfig  mit  mül)famen  u. 
bef.  flein[id)en  2)ingen  bef*d'ftigen ,  auf  peinlid)e  5üeife  ing  .kleine  unb 
(Sinjcine  gehen;  tüftlig,  Sm.  f.  emffg  unb  peinlid)  mit  Äleinigfeiten 
befdiaftigt. 

Sugent»,  n>.,  Wl.  -en,  (alt^O(^b.  tagad.  tuged  u.  tagund,  m.  tugundi; 
auc^  tugedheit;  mittelt).  tugeat,  SR.  tugende-,  angelf.  dngeth,  duguth;  alt* 
norb.  dygd;  nieberb.  Sögt,  ogt.  Su^t;  oon  tügan,  taugen,  f.  b.),  urfpr. 
über^.  ba^  Saugen,  bie  SuAtigfeit,  Äraft,  ba^a  efjem.  bef.  f.  Sapferfeit, 
eble ,  ritterlidie  ©efinnung:  inöbef.  1)  bie  berocrbringenbe,  bef.  n>of)ltt)a= 
tig  irirfenbe  Äraft,  gatiigfeit,  6igenfd)aft  (j.  95.  tinec  TTrjnei,  einer  ^flanjt, 
einer  ^£tIc|ueUe,  f.  d.  xo.  iie  >!petl!raft);  2)  bie  feinem  3tvecfe  cb.  feiner  6i; 
gentbumlid)!eit  entfpredienbe  S5efd)affent)eit  eine^  ©egenffanbeS,  finnc. 
Sauglid^feit,  Sraudjbarfeit ,  Sud)tigfeit,  rcie  auc^  jebe  einzelne  ber  S3e; 
^immung  gemcife  Gigenfdiaft,  meifl  ctt.  (§.  S.  i)ii  Sugenb  eines  ^aufe*, 
eines  SBerfjeugeS;  bie  Sugenbcn  eines  ^ferbeS;  bk  Slceue  ift  bie  ootjüg(i(^fte 
Sugenb  beS  .|>unbeS) ;  3)  gen?,  in  engerem  SJcrflanbe;  ftttüdje  Süd)tigfeit, 
SScrtrefflidifeit,  35cIlfommenl)eit,  unb  jroar  a)  überijaupt  bie  mit  bem 
<Sittengefe&  überein|limmenbe  S5efd}affenbeit,  bie  fittlid}e  @üte  ber  ©e- 
ftnnung  unb  «panblung^roeifc,  fo  wie  bie  ©etrobnbeit  unb  gertigfeit,  auä 
innerem  Sriebe  bem  (2ittengefe|e  gemap  jU  b^^^beln  (fic^  ber  Sugenb  be- 
fleißigen; Sugenb  üben;  fpri^n?.  3ugenb  bat  feine  Sugenb);  b)  iebe  ein; 
5elne  ftttUc^^gute  Gigenfd^aft  unb  beren  Übung;  entg.  Untugenb,  gel;» 
ler,  gaflcr  («.  S.  SDläfigfeit,  SBo^lrooUen,  Sreue,  SBef^eibentjeit  jc.  finb 
■  Sugenben;  natürliche,  bürgettii^e,  l)äaSlicbe  Sugenben;  er  bejt^t  neben  feinen 
Sugenben  auc^  mandje  geiler;  fpricbn?.  auS  ber  SRotb  eine  Sugenb  mad^en); 
in  engjicr  Seb.  bef.  t»m  roeibl.  ©eft^lec^te  f.  .Reufd)l)eit,  Unfd}ulb,  «Sitten; 
reinbeit  (einem  SRdb^en  mufS  itjre  Sugenb  l)eilig  fein;  bie  Sugenb  einergrau 
oerbädjtfgm,  antcfien  jc);  —  3 feig,  ber  Sugenbabel,  burd^  Sugenb,  bef. 
bur^  Sapferfeit  erworbener  2(bel;  tugentarm,  Sir.,  arm  an  Sugenben; 
bie  Sugen^babn,  f.  r.  n.  ber  Sugenbraeg;  tugenbbegabt,  SBro.;  icii 
SugenObil^,  <fn  93iujt«bilb  Ut  Suäenb;  bec  Sugent^tiünJelj  bünf«l|)afte 


tuüen  —  :iulpc  1303 

einbilbung  auf  ben  Seft|  »on  2:ugenben;  ber  2!ugen^eifer,  (Siftr  in  brr 
Sugenb;  ba«  jugcnbgefe^,  ©ittinijefc^;  ber  3;u9cntt)elt>,  ein  ^eib  (f.  b.) 
in  ber  Xueübung  bcc  Sugcnb;  bie  iJugenblfbrC)  f.  c.  ro.  ©ittenlct)re,  inebef. 
ber  Stjeil  berftlben,  weldjer  bie  ni4)t  con  äußeren  ©efe^tn  abbängi^en  ^flidj; 
ten  lel)rt;  aud)  ein  einjclner  fcahin  gefjörenbec  8c^rfa|  (eine  Sugenblcfjre,  9». 
augenbie^ren);  ber  2ugcnMel)rer:  bie  Uugenblicbc:  ber  2u9ent>lot)n: 
ber  Sugcntpretigcr,  roer  bie  Sugenb  prtbigt,  b.  i.  letjrt  u.  ancmpfiebU; 
aud)  mit  üblem  9iebenbegriff  l  ».  n>.  ©ittenprebigec;  tugenbrcid),  Sn»., 
ttii)  an  augcnben,  in  ^otjcm  @rabe  tugenbt^aft;  ber  2ugcntruf,  =rubm, 
brt  9iuf  cbct  3(ut)m  btr  S^ugenb,  burc^  ilugenb  erworbener  fKui)m;  ber  2uj 
genbfc^cin,  ber  ed^ein  ber  Xugenb;  bie  Jugcntfc^ule,  uneig.  bie  ?cbcn5= 
»er^ältniiTe,  [ofcm  fie  glei(^fam  eine  Übungefc^ule  ber  Zugenb  ftnb:  ber  2u; 
genbfc^tVCt^er,  mer  cie(  unb  («ingtceilig  con  Hugenben  (c^waet,  obnc  bercn 
felbfl  ju  bellten;  ber  JJugcnbfinn,  einn  für  Sugenb;  ber  Sugcntfpiegct, 
ein  S^orbilb  ob.  SSufler  tii  tugcnbi^aftcn  S^erbalteng,  ein  auegcjctt^net  tw 
genbbafter  ÜRenfc^  (rgl.  eptegel);  tugenbfto^,  Sn?.,  ftolj  auf  feine  Sugenb; 
ber  2ugenb|tol^,  ber  ©totj  ein£6  SKtnfc^en  im  Sewufftfein  feiner  2ugcnb; 
tugenbDoU,  S».,  toU  »on  au^enben,  fe^r  tugenb^aft;  ber  Jugcnbireg, 
aStg  jur  Sugcnb,  tugenb^afte  Jpanb[ung§njeife;  —  Äblcit.  tugentt)aft, 
S5iD.  (alt^odjb.  tagadhaft,  aud)  tugadig,   tugedig;    mittel^,  tugenthaft) ,    Su^ 

genb,  b.  i.  fittlid)e  @üt<,  bcft^enb  unb  bauen  jeugenb,  enfg.  lafter^aft, 
(ein  rugcnb^after  ^inSä);  tugenb^aft  fein,  ^anbeln;  tugenb^sfte  .^onblungen), 
tnöbef.  auc^  f.  fittfam,  feufd)  (ein  tugenb^afteö  SKdbc^en);  bie  2ugenbl)af' 
tigfcit,  ba«  2uäenbbaftfein,  bie  »Sitrenreinheir;  tugenblic^,  Sro.  (mit= 
telt).  tugeuilich)  t)U.  f.  tüd)tiä,  tapfer,  ritterlid)  (ein  tugenblic^cr  ^etb); 
tugenbhaft,  ftttig,  jüditig  (tugenblidje  ©itten);  bo^er  bie  ^ugcnblic^feit; 
tugcnbfam,  S?».  (mittel^,  tugenuam;  nicberb.  bbgbfam)  e^cro.  f.  mit 
Uugenb  cb.  Äraft  begabt,  fräftig;  altert^ümiic^  f-  fleneigt  unb  fähig  jur 
Sugenb,  tugenbbaft  in  bem  engeren  ©inne  rcn  fittfam  (bibl.  ein  tugenbfa= 
mt6  JScib;  eine  tugenbfamc  Sungfrou);  bie  3!ugenbfamfeit. 

tulfen,  3».  nieberb.  (cbcrb.  jullcn)  f.  faugen;  in  fiar!en  ^ufien 
trinfen. 

2ÜU,  f.,  -e*,  ÜJ?.  -e,  (mittelt).  daz  tülle;  pgl.  dill«,  ^lanfe,  dil,  m., 
Diele)  oberb.  f.  ©anb  ober  3aun  ycn  23rettern  um  einen  ^of,  (Darren  ic, 
eljera.  aud^  jur  Sefefligung  con  Sctlcffern  unb  Stäbun,  (ba^tr  eintüllen, 
umtüllenic.  f.  einjäunen  jc);  bie  2üUe,  1.,  ?9?. -n,  cflr.  f.  SSrettets 
beben,  ber  obere  S5oben  b<6  J^aufeS  unter  bim  Datfte. 

ZüUt  2.,  TO.,  2)?. -n,  1)  (altl).  tuolla;  fc^weij.  Süele,  oberb.  Duele, 
2)ule;  »gl.  Dol>le  2.,  DcUe,  Seile)  lanbf(b.  eine  23ertiefung,  bef.  in  einem 
tueidjen  Stoffe,  g.  58.  im  ßrbboben,  in  einem  Sttte  2C.:  2)  gem.  Sille  ob. 
©ille.  f.  b.  (mittel^,  tulle;  frang.  douUle),  eine  furje,  cffene  JKcbre,  tu 
reaS  bineinjuftecten  cb.  burdijulaffen,  bef.  an  2amptn  bie  S'ocbtrc^re;  an 
pumpen  bie  Xuöguferö^re;  bei  ben  Süc^fcnmac^em  eine  ^o^le  eiferne  SBalge 
in  bem  St^bffe  einer  SBinbbüc^fe ;  Schloff.  ba§  über  bem  ©d^lüJTeUotbe  eines 
beutft^en  gc^lcffeö  rutienbe  ^o^le  ©tuet;  e^em.  bef.  bie  SRö^re,  burc^  »reiche 
bie  gdjneibe  eineö  ^feileS  auf  ben  ©c^aft  befeftigt  wirb. 

Sulpe,  n?.,  9??.  -n,  (alt  u.  bidjt.  ouc^  aulipane;  franj.  tulipe.  engl 
tulip;  Qom  türf.  tulbao,  b.  t.  eig.  Suiban,  petf.  tolbead,  tpegen  bcc  Äbnltc^« 


1304  tülpen  -—  tummetn 

itit  mit  bicfcc  ÄopfbcbecEung) ,  ein  Swicbelgeivadjg  mit  grofen,  Uld)f'6xmU 
Qen  fcbonfarbigcn  SSdimcn,  njclc^e  glddjfaUö  stülpen  I)eipeii,  crP  1559 
aüi  Jüovbcc  =  2lften  xiaä)  Sutopa  gebrad^t  u.  fcitbtm  ol6  3ici-pflanje  in  ©arten 
gcjogcn;  aud)  Benennung  ü«rfd}iebenet  anbercn  ®etDad)fe,  j.  S.  btc  afrf< 
Jantf^e  Sulpe,  eine  3(vt  9tarjifTcn  com  8Sorgcbirge  bcr  guten  «Ipoffnung; 
bicroitbe  Sulpe,  btc  grüijtingötüd^cnfdjelle  2C.;  au^  oecfdiiebcnc  <3d)aU 
tt)iere,  j.  «8.  eine  2(rt  Ärontuten;  btc  «Oieerei^el:  ©cetulpe,  u.  m.  a.;  — 
3fc§.  bag  Sulpenbcet;  baS  S^ulpenblatt;  ber  Äulpcntlor;  bec  Sulpen* 
jlengel;  bte  Sulpenjnjiebel  zc.;  —  ber  Sulpenbaum,  ein  noi-bameriEan. 
Söoum  mit  griingclbli^en,  tulpenafjnlidjen  S3ti!ti)cn  (Hriodendion  tulipifera 
L.);  btc  Sulpenbtume,  ein  jum  @efc^(cc^t  ber  Srompetcnblume  get)örenbec 
[übameriEan.  Sautn  (bignonia  leiuoxylon  L.);  bie  2u(peni?roffel ,  ein  gum 
®ef(^lc(j^t  beS  ^fingflüogelö  ge^örcnbec  norbamerüan.  Sjogel,  ber  fein  tafd^en= 
förmtgeö  9?eft  an  bic  Saumjnjcige  t)äng,t  (aitc^:  Baltimore  =  S3ogeO;  bie  ZüU 
penmauä,  bie  ctxvai  über  3  3oU  lange  gefcUige  SOiauö,  ik  im  trodlenen 
©anbe  jtt>ifd)cn  ber  Söofga  u.  bem  Ural  lebt  u.  fic^  oornef)mlid^  oon  Sutpen« 
jVDiebeln  nälirt;  ber  3'u(pen|!cin,  eine  <$>flanjentt)ier=9Serjtcincrung  im  SÄcere 
mit  gen),  fänfcctigem  ©tiet  u.  büf^clförmiger  ob.  lilienä'f)nlid)er  Ärone  (fr. 
5}Zcbufenpalme,  ^entafrinit). 

tülpcn,  jicl.  3tt>.,  f^weij.  f.  fcblagcn,  prügein. 

Suite,  tD. ,  9)t.  -n,  niebcrb.  ein  grope6  ®efaf ,  Äübel,  5öanne. 

tummeln,  ^m.  (mitteli).  tumbeln,  Siebenform  Don  tiimilön,  tümelu, 
taumeln,  f.  b.)  1)  jiclloä  m.  f)aben,  lanbfti^.  f.  taumeln,  im  @ef)en 
mit  fd)tDcrem  .Kopf«  ^tn  unb  l)ec  tvanfen  (engl,  tumble,  f^web.  tumbla; 
nieberb.  bumpeln,  auf  bem  aSSaffer  fd^rcirnmcnb  ob.  fc^iffcnb  utnf)crgen)or» 
feu  werbcti);  t>lt.  f.  lärmen,  toben  (hibl  bic  ©tabt  tummelt;  waS  tummelt 
unb  tt>cinct  it)r?  baf)er:  bai  ©etümmcl);  'i)  jiel.  in  lebl)afte  taumelnbe 
ob.  freiäfövmige  58en)cgung  fe^en,  l)eftlg  u.  lärmenb  l)ecumtreiben  (ein 
^fetb  auf  ber  3ieitbai)n — ,  im  Äreifc  laufen  lafjen  u.  uberl).  jureitcn;  ©o£= 
baten — ;  bcf.  fid)  mit  Semanb— ,  b.  i.  fic^  Icirmenb  u.  (jeftig  mit  iljm 
l;erumbett3egen,  balgen,  ringen  :c.);  fid) — ,  f.  o.  ».  fid)  fd)neUer  beilegen, 
ftd)  fputen,  eilen  (tummle  bid^;  tummelt  eu^,  bamit  it)r  fertig  »erbet!); 
ber  3!unime(,  -g,  o.  9Jf.,  lanbfc^.  f.  Saumel,  @d)»)inbel,  Oxaufd);  ©e^^ 
tümmcl,  2arm;  bai  Sümmeldjen,  ein  Heiner  l)a[bfugelförmigcr  S5ed)ec, 
f.  0.  »».  Summier;  —  3fc§.  bcr  Summclbaum,  Scrgrc.  ein  fenfred^tec 
SSaum  am  J^aSpel,  bec  oben  u.  unten  in  einem  gagcr  benjcgtid)  ijl  u.  einen 
bcmcglid^cn  ^ebcl  ^at;  ber  Summelbeirf)  ob.  bdö  Summelwcr!,  5!Baffcrb. 
ein  2Ber!  auf  bem  ®<i)m  ?ur  ©runblage  ber  2)ci(^c  u.;  t>ai  2!ummeli)au§, 
e'f)em'.  f.  bie  «Rcitfc^ule;  ber  Summclpla^,  ein  «pia^  jum  Summein  ber 
^ferbc,  n)ie  auc^  ein  ^la^,  auf  meld^em  bie  Sugcnb  fic^  fpiclenb,  balgenb  u. 
Ijerumtummclt;  anä)  f.  Äampfpla^,  ©d^aupla^  ob.  ®ihiit  t)eftiger  SSewe- 
gungen,  Unruljen,  SBivrcn  (j.  S3.  ber  Slummelpla^  jweicc  feinblidjen  J^eere; 
uneig.  fein  >?)crj  ijl  ein  S^ummelpla^  rcilbev  SSegierben ,  u.  bgl.);  bie  Sum- 
meltaube,  f.  Saumcltaubc;  —  "KbUit.  ber  Summler,  -g,  ?0?.  \v.  d. 
1)  wer  etwas  (j.  S.  ein  ^ferb)  tummelt;  2)  auc^  Summier,  wer  ob. 
xva^  fid)  taumelnb  beroegt,  inebef.  9iatur!.  einige  ju  ber  Orbnung  bcr  SSatt* 
fifd^e  get)örenbe  @eetl)ieve,  aud^  SO?eerfd)n)eine  (fr.  ®elpf)ine)  genannt,  Saum- 
UXf  ©pringec  K.j  bie  Saumeltaubej  ein  t)albfuäelförmiget:  S5ecJ;ec  o^m 


Sumpf  —  tunfcn  1305 

55u9,  eine  Sed^ertaffe  (engl,  tumbler);  S33cb.  ein  »oie  ein  SSJagebollcn  ge» 
flalteter  ©tab  on  ben  2öebftüf)(cn. 

Sumpf,  m.,  -eg,  9J?.  2:ümpfe,  fc^weij.  f.  ein  ßinbug  an  ein«r  ^iäd)e, 
eine  fleine  üBettiefung  (ba(;cr:  fi^  tümpfen  f.  fidj  beugen,  verneigen); 
tüä  3!üm))f=  ob.  !Jumpl)Olj,  ©ergw.  f.  d.  ro.  a;onncnt)o(j;  —  ber  Zürn- 
p\d  ob.  3;iimpel,  -6,  50?.  »v.  (5.  (oberb.  au^  2)umpf,  2?ünipfel,  [.  b.; 
a[tb.  tumphilo,  tümj.fd)  eine  SSectiefung,  tiefe  ©teile  in  fliepenbem  ob. 
ftcbcnbem  SBaJTev,  ein  Strubel;  Jpütteniu.  ber  SSoben  beö  .^evbeg  ob. 
li'iegelg  im  l)oben  Dfcn,  in  »pcldjcm  fic^  baö  gcf<^nioliene  SKttatl  fammelt; 
ber  SÜmpcl(!ein,  ber  flcincrnc  öobcn  bc6  .^crbeß  im  l)ol)cn  Dfen;  ba« 
;iiümpc(|iücf,  ber  Jperbftcin  auf  bcm  ®(^mcljf)crbc,  in  rcclc^cm  eine  ^oi)- 
luiig  ium  abfluffe  beö  «ÖtetaUeö  ilt. 

tÜnrf)Cn,  i^iel.  3»P-  (altbodjb.  tuniduMi,  üCn  tunicha  =  rat.  tuuica,  mo<i, 
.Hlcib;  alfü  eig.  beüeibcn;  ober  9iebenform  Don  tun!en?—  niebcrb.  bonefcn) 
cuiwi  mit  einem  flüffigen  ©toffe,  bcf.  mit  flüffig  9emad)tem  Äalf,  über- 
frvoid)en,  trcipen,  anftreic()cn  (eine  SScinb,  ein  Jpauö  ic);  uneig.  einer 
©ad)e  einen  glanjenben  ?(nf!rid)  geben;  —  bie  Sünd^farbc,  eine  ^arbe 
isum  Sündjen;  ber  Sünc^fübcl,  =tO))f;  ber  Sünc^pinfcl;  bie  Sünc^- 
fd)cibe,  ba^  mit  einem  ®rijfc  ncrfctjene  S5rctt,  auf  wel^icm  iie  Sünd^er  ben 
Aaie  jum  2}cr[d)miercn  ber  SBänbe  l)aben;  —  bie  Sünd^e,  (altb.  tunicha, 
tuniche;  alt  u.  oberb.  aud^:  b et  Sund))  1)  o.  9».  tag  Sündjen;  2)  9)?. 
(»on  meieren  3frtcn)  -n,  ber  flüffige  «Stoff,  bef.  bie  aiig  Maii  unb  SDSaffec 
bereitete  weife  ^arbe,  ivomit  getünd)t  wirb;  ber  Sünc^er,  -6,  wer 
''???auern,  SBa'nbe  k.  tünd)t,  SiJeifer;  bie  Sünd)erci,  oercic^tl.  f.  ba^  Sün^ 
du-n,  bi?  Siind)erarbeit;  bie  Si'mc^unc^,  ba^  Sünc^en. 

Sünbcl,  m.,  -S,  fc^weij.  (auc^  ©üntcl;  ocrw.  mit  bem  tat.  tundere? 
»gl.  baö  niebcrb.  tunteln)  f.  .Klöppel  ^ufn  ©pi(jenma^tn;  tünbeln,  jict. 
3it).  t  flöppeln. 

Süngel,  m.,  -ö,  lanbf^t.  bef.  nicberb.  f.  bciö  Älebefraut,  ber  Älebetidb; 
bie  fleine  Älette;  u.  f.  t>a^  gelbe  Äreu^fraut. 

Sungflein,  m.  (ü.  mittell;.  tuuge.  fdjrccr,  taugen,  fd)iper  macj^cn,  be= 
fd^toeren),  ber  Sdjroerflein ,  weife  SBolfram  (f.  b.),  wolframfaurer  Äalf: 
bai  Sungfleinmetaü,  SBoiframmctaU;  bie  Sungfteinfciure,  SBoiftamfdure. 

Sunf  ob.  Sunfc  1.  W.,  9)?.  -en,  (altb.  tunc,  tünch;  oberb.  bie  Sun!; 
»gl.  b.  engt,  dungeon,  franj.  donjon,  untcrirbtfd)cr  jtcrfcr;  —  »er«?,  mit 
tunfcn,  taud^en,  ob.  mit  SunEcl'^  alt  u.  oberb.  f.  unterirbifd)eg  ©emad), 
Heller,  befonbcrö  ein  ungewölbter  SSalfenfeÜer;  in  beflimmtercrSSeb.  ein  fol= 
d)eö  (55emad)  als  2Berff}ätte  ber  ^iöeber  ob.  5Beberinnen,  ein  SBeberf eller; 
c^em.  auöi  übttf).  f.  «:^i>hle,  "^(bgrunb,  ^ölle. 

tunfen,  giel.  3tt).  (altbo^b.  thuncon,  (hmkOn,  tunchou,  duuchon;  mit- 
telfj.  tunken;  oerjl.  ^Rebenform  oon  tauchen;  ügl.  anä)  i>a^  lat.  tingcre,  an= 
gell',  deagan,  u.  bas  oberb.  Stn!cn  f.  Äintc)  emai  in  eine  gliiffigfeit  fteden, 
etntaud)en ,  lanbfc^.  gem.  titfd)en  ob.  tiitfd)en ,  flippen  (j.  58.  bie  gebet  in 
bie  Sinte^SSrob  u.  in  eine  Srü^e— );  in  weiterer  Scb.  auc^  etwaö  in  einen 
gepulverten  fejlen  Äörper  t)alten  ob.  ftecfen,  bamit  Sljeile  baran  bangen 
bleiben  (j.  35.  einen  SBiffen  in  ©alj,  Pfeffer,  3ud:erK.— );  bie  Zur\h  2. 
fO?.  -n,  eine  glüffigfeit,  etwaiS  barein  ju  tunfen,  bef.  eine  bidlid)e  25rü()e 
ju  ©peifenCj.  35,  im  ZmU  oon  Pflaumen*  ob.  Äirfd^muö;  fr.  ©auce);  — 


1306  tunteln  —  Surf 

bk  S'unfform,  Ui  bcn  Cic^tjfeljern  bai  ©efä^  mit  gefc^molienem  Satg,  in 
welches  bie  Sod^tc  getunEt  treiben;  ba^  3^un!näpfd^en,  bie  2;unffd)ale, 
ein  Släpfc^cn  k.  ju  Sunfe  ob.  S3rüf)e  (fr.  ©auciere);  —  tün!e(n,  jiel.  3n?., 
fd^tücij.  f.  ein  iDcntg,  in  f leinen  <Sc()nitten  ob.  S3iffen  tunfen. 

tunteln  ob.  tunteln,  3».  nieberb.  1)  jiet.  f.  verroicfeln,  in  einanbet 
fd^üngen,  ßi^en  :c.  madjen  ibal)it  and):  betunteln.oertunteinf.  mt-- 
wictcin,  üecmirren;  betuntcU  f.  öerwtrrt,  »erlegen;  au(^  überjierlic^,  jart 
unb  oornefjm  t()uenb);  2)  gieltoS  (ogt.  tanbcln)  f.  jaubern,  trenbetn,  lang? 
fflm  u.  trage  arbeiten;  bec  Suntel;  ob.  Süntclfiorf ,  Ätöppel  jum  SJerfer? 
tigen  oon  St|en,  ©d^nüren  k.  (f^njetj.  Sünbel);  ber  Sunteler,  f.  tau- 
berer, Saulenjer;  bie  Suntelei,  f.  SSerrcicfelung,  SJenvirrung;  ba«  Zaubern. 

tupfen  ob.  tü^jfen,  jtcl.  3»o.  (altf)0(^b.  tnpfjan;  obcrb.  tupfen  u.  bupfcn, 
f.  b.;  nieberb.  tippen;  ügl.  tappen,  toppcn  u.  baS  gr.  rvnTtn')  mit  einem 
fpi^en  Äörpec  berübren,  jlopen,  j.  35.  mit  ber  pigerfpi^c,  mit  einem  fpi^i- 
gen  SOScrfieuge  jc. ,  oon  einer  fc^ärferen  ober  t)arteren  S3crü()rung ,  aU  bupfen 
(f.  b.);  oberb.  f.  impfen  (ein  Äinb  — ,  b.  i.  if)m  hk  Äu{)pocEen  einimpfen); 
f4)njetj.  f.  eine  Jlanone  mit  ber  ßunte  logbrennen;  aitc^  f.  fd)iepen,  treffen 
(einen  -^afen);  uneig.  f.  tlicl)eln,  auf  etJrag  anfpielen;  ber  S^upf  ob.  Süpf, 
-eg,  5}?.  -e,  tanbfd).  f.  ba^  einmalige  Supfen,  f.  0.  ».  ber  Sipp;  ber 
^unft  (bal)cr  f^aeig.  auf  ben  Supf,  f.  genau,  augenblicftic^;  cerfl.  ba6 
Siipfli,  inö()ef.  f.  bec  SJtittelpunft  einer  ©(^tc^fc^eibe),  Süpfel,  ^itd^ 
SSlattetnarbe ;  ber  Süpfcl,  -ö,  9)J.  tv.  (5.,  SJerfl.  bag  Süpfeld()en,  (gem. 
Äüppet,  3:üppeld^en,  nieberb.  Sippcl),  obcrb.  auc^  ber  Supfen, 
SSerH.  bi\i  Süpfel,  gem.  f.  ein  '^»unft,  ein  f leiner  glecf  (j.  S5.  ein  ^unft 
im  Schreiben  ob.  3fi<%"fn)  bie  ^un!te  in  gemuflcrtcn  ©eibenjeugen  ic);  ber 
Slüpfelfarn,  f.  ».  w.  ^unftfarn  (f.  b.);  tüpfelig,  SSn).,  Tüpfel  l)abenb, 
mit  fünften  ob.  fteinen  g-leefen  nerfeljen;  tüpfeln,  jiel.  3m.,  mit  Sü^ 
pfeln  ob.  gle(fd}en  t)erfel)en  ob.  barjlellen  (bie  SOtiniatur^SKater  tüpfeln  hxt 
S3ilbcr,  bafjer  gem.  auc^:  Siipfelmaler;  getüpfelt,  oberb.  gem.  tu' 
pfett,  tüpflet,  alg  Sm.  f.  tupfeltg,  gcflcdt,  blatternarbig);  uneig.  oberb. 
f.  rechnen  u.  nacbfinnen  (ctmaö  austüpfeln  f.  au§ben!en,  trftnnen;  ogt. 
tüfteln);  ber  Supfcr,  -6,  obcrb.  1)  rcer  tupft,  tnöbef.  ber  3«ipfflvät; 
2)  baS ,  njoran  man  tupft  (ber  Supfer  am  ©(^ie^gcn5et)r) ;  3)  f.  Supf, 
Süpfel,  *Punft. 

Surbe,  rc.,  9)?.  -n,  lanbfc^.  f.  ber  2(lant. 

Stürben,  m.,  -g,  f^iüeij.  f.  Sorf,  f.  b. 

Z\xxl  ob.  gew.  Surfe,  m.,  -en,  CK.  -en,  recibr.  bie  Sürfintt,  50?.  -en, 
$Bolfönamen  eineg  urfpr.  jwifclen  bcm  fc^roarjen  u.  faßpifc^en  SiJleere  ttJo{)nenben 
tatarifcl)en  23olfgjlammcg,  rcelc^er  ftd)  na^malö  X)<x%  ganje  fübn>cflli(^c  li^xtn 
unb  1453  aud)  ba6  ct)emal.  gricc^ifd^e  Äai[ertf)um  in  ©uvopa  untermatf  u. 
ftd)  jur  mu{)amebamTd!en  «Religion  beJennt;  in  engerer  Seb.  gem.  ber  Surf 
üb.  (5)rof  türf  f.  ber  türfifd)e  .S:aifer  ob.  ©ultan;  uneig.  f.  ein  ro()er, 
graufamer  SJ^enfd}  (er  ift  wie  ein  Surfe,  ärger  al6  ein  SürEc  it.);  —  3feö- 
ber  Sürfenbunb,  \>k  Äopfbebedung  ber  3:ür!en  (f.  Sunb  2.,  fr,  Äurban); 
ber  Surf  entlauben,  ber  ©lauben  ber  Surfen,  bie  mul)ameban.  Sfieligion; 
bie  Sürfenfarte,  ©pietfartc  jum  Sürfenfpicl;  ber  Sürfenfopf,  eig.  ber 
Äopf  cine6  Surfen;  uneig.  ein  türfifc^er  ^fcifenfopf  con  gebrannter  ©rbc; 
dne  2(rt  ÄürbifTe,  bie  ein«m  Süvfenbunbe  ö^neln;  boe  Sürfenforn,  f.  ».  v>. 


Siirftö  —  tui'nen  1307 

türüfd^er  5Bctjen  ob.  «KntS;  bcc  Sürfenfrieg,  Ärieg  gfgen  bte  Slürfen:  baS 
SiirfenmuS,  in  Sifrol:  ein  Srei  oon  SBaffec  u.  bem  SJlft)!  Don  türüfc^em 
a^njen;  bie  Siirfenpfclfe,  eine  lange  Sobadöpfeife  mit  einem  3:üc!cn!opfe; 
ba5  Sürtenfpict,  ein  Äartenfpicl  mit  30  »tattern,  bie  mit  türfifc^en  SBil-- 
btin  bemalt  finb;  bie  Sürfenjltcuer,  cbem.  eine  ©teuer  juc  5ül;run9  bc6 
Äiiigeö  gegen  bie  Surfen;  ber  ÜÜrfciljUC;,  ÄriegSjug  gegen  bie  Surfen; 
—  2i"blett.  bie  Siürfei,  iai  ©ebiet  bea  türtifc^en  Äaifer«,  bcii  türfifd)e 
JKeid)  in  eucopa  u.  2Cficn  {bk  europäif  c^e  u.  afiatif  dj  e  Siirfci);  tüx- 
fifd),  SBtt.,  ben  Slitrfen  eigen,  ange^örenb  ob.  gemä'p  (bie  türfi[c^e  ®prad)e, 
Svac^t  K.;  ba6  türfifd)e  iRei(^,  bie  turüfc^cn  Snfeln  u.;  bir  türüfc^e 
Sunb,  f.  0.  w.  Sürfenbunb,  f.  o.:  uncig.  eine  3Crt  Cilie  mit  juvüctgeroUten 
»(umenfronen);  gem.  f.  grnufam  (barbarif^i;  j.  S.  türfifc^  mit  2emanb 
umgef)en);  in  ber  Slürfei  (ob.  überl).  im  SRorgenlanbc)  einbeimlfd) ,  bat)er 
ftammcnb  (j.  58.  türüfc^s  S5ol)^en,  bie  gemeine  @c^minfbof)ne;  i>it 
türEifc^e  ®an6,  ©c^rcancnganö;  türtifcbeäeiarn,  e^t^rott)  gefärbtes ; 
tiirJifc^c6  @raö,  »anb  =  ob.  «WariengraS,  f.  b.;  türüfc^e  >ipüt)ncr, 
Siutt)üt)ncr;  türEif4)er  Älee,  @ü^  =  ob.  SBicEenflce ,  fr.  SSparfette;  eine 
türfifdje  5Ratf),  eine9tati),  bie  auf  beibcn  ©eitcn  re^t  ijt;  türEifd^cS 
Rapier,  eine  2(rt  bunten ,  marmorirten  ^apierS;  berturEif(^e  S\ci()er, 
bcr  gro^c  ©ilberreifjer;  bie  turfifd)e  Saube,  eine  ^bart  ber  gemeinen  Xavbti 
bcr  türEif  ^e  Sßeijen  ob.  bae  türEif  (^  e  Äorn,  f.  ü.  ».  SiÄaiS). 

Sürfiä  ob.  Sürfifä,  m.,  -eS,  9)?.  -e,  (franj.  la  turquoJse,  o.  ital.  tur- 
chese,  oon  Turco ,  SürEe ,  ipcil  man  biefen  ©tein  juerfl  in  türEifc^em  ©ebiete 
gcfunben  Ijat),  ein  9riinlid)b(auer,  flein()arter  Äörper,  ber  ju  ©^mudnjaa' 
rcn  ücrarbcitct  mirb  u.  e^cm.  für  einen  ©bcljtein  gel^alten  würbe,  nja^rfd^. 
über  ein  mit  oitriclifc^em  JCupferwalJer  burc^brungener  oerlleinerter  3at>n  ob. 
Jtnoi^en  i|l. 

2!urmel,  m.,  -g,  (»gl.  baS  lat.  turbo,  franj.  tourbillon)  oberb.  f.  SBir^ 
bei,  ©djrotnbel,  Saumcl;  <Scl}Kiftrunfen()eit;  türmettt,  jiellof.  3w.  (mit* 
tat),  türmein),  f.  im  Äreifc  fjerumroirbeln ;  taumeln;  türmig  ob.  türmifc^, 
Sit».,  1)  (aud^  türmlid^,  tormlidj)  f.  fdjwinblig,  betäubt;  2)  (oiel* 
leitet  oon  anberem  ©tamme)  f.  »Pilb,  ungejiüm,  jornig,  tro^ig,  tcrn^egen. 

turnen,  jiellof.  3^.  m.  l)aben,  (oon  bem  ©tamme  turn  —  ,  roenben,  fid^ 
im  Äreifc  bemcgcn,  altb.  turnjan,  turnen;  angelf.  u.  altfö^f.  turaan,  engl. 
tarn;  »gl.  baö  gr.  rögvog,  Towfvew,  lat.  tomare,  brec^feln;  mittl.  lat.  tor- 
neare,  roenben,  fpan.  tornar,  franj.  tourner;  fd^TOcij.  turnen  f.  flogen,  auf 
einanbcr  liefen,  anfaljren;  nicberb.  tornen  f.  im  Saufe  auffjalten,  j.  35.  ein 
^fcrb;  iSldnb.  turna.  fc^ireb.  törna,  fechten,  Ericgerifc^c  Übungen  anfteUen), 
im  9?eul)oc^b.  (burc^  l'ubm.  3al)n  cingcföl)rt)  f.  ßeibeöübungen  unb  Äampf; 
fpiele  (fr.  gpmnaftif^e  Übungen)  anjlellen,  nsofür  in  jicl.  Seb.  alt  u.  lanbf^). 
briUen  ob.  tciUen  (f.  b.)  gebraust  wirb;  baljcr:  ber  Surner,  -6,  wer  turnt; 
bie  SSurnerei,  baö  Slurnen;  bie  Surnfunfl  (fr.  ©o-mnajlif) ;  bie  Surn^ 
cinjlalt;  ber  Surn(el)rcr  ob.  ^meifler;  ber  Surnpla^;  bie  Surnfc^ute; 
bie  S^urniibung  u.  bgl.  .n.;  —  baS  Surnicr,  -eö,  9)?.  -e,  (el}em.  bas 

Sornei,  Surnat;  mittell).  der  turnei,  engl,  toumey,  fc^wcb.  torney;  ju= 
näc^jl  »on  bem  franj.  touruoi,  ital.  torneo,  mittl.  lat.  tomeamentum ;  Dom 
Umrcenben  in  ber  9icnnbat)n),  ein  ^an^enrennen  r)on  9?ittern  in  ooUer  3?ü= 
fhing  ja  uferte,  urfpr.  fo«of)l  im  ernjle,  alö  juc  ituräweil;  inSbef.  bie  im 


1308  Suvnipfe  —  tufdjen 

Wlittelaltn  üb(id[)en  fefiacl)en  Stitterfpiele,  in  eanjcnbred^en,  gerieten  mit 
bcm  ©c^roert,  S^ingckcnncn  u.  bc|!et)cnb;  3fc^.  tumierfä^ig,  Sw.,  fa* 
Ijig  in  einem  Surnicrc  p  fämpfcn;  bec  3!urnievt)0[,  et)cm.  i>ie  geier  eines 
Suvnicrcö;  ber  Sumicrfünig,  btt  Sorgeft^te  bei  einem  Surniere;  bic  ZüX' 
nierlanje;  bie  Surnicrorbnung,  ge[c^(id)c  «Bejtimmung  über  aüa  bei  einem 
Surniere  ju  Seobad^tenbe,  irorüber  lie  Suvnicrrid^ter  ob.  Jt)ö(\te  ju  tra* 
eben  ijatten;  baS  Siirnicvpferb  ob.  ^vofö;  bic  3;urnienü|'lun9,  =n)affe 
ic. ;  3Cb(eit.  tumieren,  jicUo[.  3«?.,  an  einem  Suvnicre  Sljeil  nef)men, 
im  Surntetc  fampfen;  gem.  f.  umljerrennen,  (armen,  toben;  bec  Sur; 
nierev,  -ö,  ef)em.  ein  '^Tbcligec,  ber  im  Surnier  geritten  t)at,  ob.  babei  ju? 
öelaffen  tt5irb;  gem.  f.  ein  unru{)ig  umljerrennenber,  Pa'rmenber  Wlmfd). 

Suvnipfe,  w.,  9)?.  -n,  (engl,  turnip,  gftübe)  (anb^d).  f.  bie  9?unfelrübe, 
Futterrübe. 

turren  1.  gielloj.  3»».,  nieberb.  f.  braufen,  faufen;  —  bic  Surre,  3)?. 
-n,  f.  ein  alteö  .^u()n;  iiber().  citt  alUi  2:f)ier;  auc^  ein  alte«  mütrifd)c6 
SBcib. 

turren  2.  ob.  turren,  jier.  3w.  unregctm.  («präf.  ic^  tar,  getar;  ^rät. 
torfte,  getorfte;  verw.  mit  bem  gr.  .9«(Jof/>,  &c'(naoi)  üötlig  »lt.  f.  luagcn, 
fiel)  unterließen,  fid)  getrauen  (jc^t  in  baö  urfpr.  ganj  oerf^iebcne  bütfen 
übergegangen);  ba{)cr  turjlig,  fSxv.  (nocß  bei  2utf)et  burflig)  ölt.  f.  ücc; 
ireaen,  fiif)n,  frc»cli)aft. 

2^Ür6  ob.  SSÜrfe,  m.,  -cn,  (altf)0d^b.  duns,  durs,  mittell).  turse;  ült-- 
norb.  thurs,  angclf.  thyrs)  »öUig  »lt.  f.  S^Jicfe;  böfer  ©cijl:;  babcr  noc^ 
fdyTOcij.  ber  Slürfi  (ob.  2)ur|t)  f.  ber  intlbc  ^ci'ä«,  aU  gefpcnfli[c|ec  Un= 

I)Olb. 

Surtel,  n?.,  »erfl.  ba§  2:urtcld)cn,  lanbfd^.,  ge».  bic  Turteltaube, 

(alt(;od3b.  turtulatuba,  mittel().  turteltübe;  engl,  turtle;  tat.  turtur,  »erfl. 
turturilla,  ital.  tortora;  9ta^al)mung  beö  9taturtautce),  bic  flcinflc  Zxt  reiU 
ber  Sauben,  »cli^e  in  SBcilbern  lebt  u.  auf  t)of)cn  Säumen  nifiet,  lanbfdi. 
auä)  ilirtc,  grauentaube  genannt;  turteltaubengrau,  »id.,  gdrb.  »on  ber 
grauen  garbe  ber  Surteltauben;  turteln,  jicllof.  ^xv.,  gem.,  oon  ber  Surtel^ 
taube:  if)rcn  cigentl)ümlid)cn  iaut  l)cr\)orbringcn. 

Sufc^,  m.  1.  l  Sufd}c;  —  2.  f.  unter  tufc^cn  2. 

Sufd^e,  tt).,  9??.  -n,  ob.  ber  Sufd),  -cg,  CD?,  -c,  (öon  bem  franj.  la 
touche,  ber  garbenauftrag,  oon  toucher,  t>ie  garbe  auftragen,  cig.  beruf)ren, 
Ibeftrcic^cn  K. ;  ügl.  iebo(^  aud):  tauchen  u.  tiitfc^en),  ein  au§  bem  feinften 
g«u^  bereiteter  feiner  unb  fcfler  fd)njar5cr  gatbcj^off ,  mlä^et  jum  @cbrau(^ 
beim  SRalcn  JC  in  SBalfcr  aufgclöft  u.  mit  einem  ^infcl  aufgetragen  »irb, 
jucrft  u.  am  beftcn  auö  ei)ina  fommcnb,  bat)cr  auc^:  d)inefifd)C  @d)roarje 
ob.  Sintc;  tufd^en  1.  jictlof.  u.  gicl.  3n>M  niif  2;ufd)c  malen  ob.  jcid)ncn 
(ein  gctufc^teS  S5Iatt  2C.);  in  weiterer  SSeb.  SißafTerfarbcn  flad)  auftragen 
unb  mit  bem  ^infel  vertreiben  (gctufc^te  2frt  ob.  Spanier);  bic  Sufd)fled)te, 
■eine  gledjtcnart,  welche  ju  Äufc^e  benu^t  werben  !ann;  ber  Sufc^plnfel, 
ein  ^infel  ^um  Sufd)en. 

tufdßen  2.,  jicUof.  u.  jiel.  3n>-  (ein  ©^allwort,  ogl.  tofcn)  oberb.  f. 
bumpf  ftatfd)cnb  crfd^aUcn;  fd)lagcn,  flopfen,  jlofen;  barcintappcn  ob. 
splagen,  Ungcfd)icf (id)fcitcn  bcgc()cn ;  ber  Sufd^,  -cö,  ?!)?. -c,  (»gl.  ba« 
aUb.  doz,  duz)  eine  fc|1lid?e  SScgrüfung  mit  Srompctcns  unb  Raufen* 


tufcf)en  —  twaUn  1300 

fcf)aU,  j.  58.  Uim  ®efunb^ettfnn!cn  u.  Cebef)oc^  (einen  IXufc^  Sfafcn  jc); 
obcrb.  auä)  f.  ein  (ecret  ©djaU,  ein  9ti^tö;  bie  2:ufc{)e  ob.  ber  3:ufd)er, 
oberb.  f.  ein  ©c()(ag  (ogl.  bccSufc^,  ©tubcntenfpr.  f.  ScUibigung,  vod-- 
d)cö  jcboc^  oon  bein  franj.  touche,  33ci-üf)ritn9,  ent(c{)nt  ju  fein  fc^eint);  bec 
Sufd^er,  obcrb.  f.  ein  un9cfd)icftec  Wlinfd),  Üöipci. 

tufrf)en  3.  giel.  3m.  (mitfelf).  tuschen,  ■og^i  tnsic,  bumpf,  flumpf;  nicberb. 
tu  [6!  f.  ft!  tliin  tuffen,  tu  feiern  f.  einen  jum  ©c^meigen  bringen,  if)in 
einf)att  tf)un;  fdjraeij.  tuö  ob.  bu6  f.  jlill;  büfc^en,  f.  ftd^  fdjmiegen,  flitl 
fein;  tu^enf.  {jeimiic^  nadjfteUcn,  lauern;  tü^etn  f.  f^ieicfecn;  »gl.  tau« 
fc^cn),  Ott  U-.  oberb.  f.  im  6nt[lef)en  erflicfen,  beimpfen ,  oeif)eim(id)en, 
verbergen  (im  Jpod)b.  nur  noc^  in  »ertufd^en  gebr.);  oberb.  auc^:  im 
Äartenfptel  betrügen. 

tuten  ob.  oberb.  tüten,  jictlof.  3m-  m-  ()abcn,  (ein  ©c^allmort;  J)oU. 
toeten,  engl,  toot,  i6länb.  tauta,  fc^web.  tiiita,  bä'n.  tiide)  gem.  f.  inS  v!^orn 
btafen,  rcie  bie  Wirten,  SJac^tmadjter,  Sljürmcr  jc:  aud)  ikl  ctivag— , 
auf  bem  >f)orne  blafen;  baö  2'utborn,  obcrb.  2;ütl)orn,  f.  Slaö^orn;  — 
bie  Sutc  ob.  Zilte,  9Jl.  -n,  nieberb.  eig.  f.  23iaöhorn;  uneig.  n>aö  eine 
^orns  ob.  fegeiförmige  (^ejlalt  'i:)aty  insbcf.  f.  o.  m.  2!!)üte  (f.  b.),  Rapier? 
büte  (oberb.  Butten);  in  ®(a6^iitten:  bie  au6  einer  großen  ®la6b(afc  ge» 
machte  SBalje,  meldte  ju  S^afclglaö  gcflrecft  trirb;  .i^üttcnm.  eine  2(rt  bau« 
djiger  ^robcfc^erben;  nieberb.  auc^  ein  Ijöl^crner  Stifter;  9iaturE.  eine  ©at= 
tung  etnfd)aliger  fegeiförmiger  <Sd)ne(fen,  auc^:  3:utenfd^nec!e,  ÄegcU, 
®c^nir!clf(^nccte  k.;  ^ftanj.  t>k  matjcnformigc  ®^cibe,  mcli^e  bie  3ifi;e  ber 
S3lumen|liele  bei  einigen  ®räfern  umgicbt;  futenförmtg,  S?m.;  ber  2uter, 
-^,  wer  tutet;  uncig.  SSencnnung  einer  2}ügc(gattung,  ju  mcldjcr  bec 
©tranbldufer,  jtampflja^n ,  S^ibi^  ic.  gcijören,  inöbef.  ber  S5rad>yogeI,  au^ 
^üte  genannt. 

tütfd)en  1.  jicl.  3vo.  Ianbf4l.  gem.  f.  ».  w.  titfdjen,  tunfen;  bie  Sut# 
fc^e,  f.  Slunfe,  SSrüfje. 

tütfd)en  2.  giel.  3>ü.  (»gl.  tufd^en  2.)  fd^weij.  f.  jlofen,  bef.  mit  ben  Sq'öv^ 
ncrn,  mic  fampfenbe  3icgen,  Dcfefen  u.;  quetfd)en  (iKr  =  ,  jertiitfc^en  zc); 
uneig.  etiuag  unterbrücfcn,  verbergen  (ogl.  tufd)en  3.). 

Sutte  ob.  Siitte,  \v.,  Ü)^.  -n,  gem.  »crfl.  baS  Süttel;  au^  bie  'iinti 
td,  9)?.  -n,  (aitt)o(^b.  tutta  u.  tutto;  mittelb.  tutte,  m.  u.  ro.,  ocrEl.  tüttel, 
tüttelin,  »gl.  tuten  f.  faugen;  obcrb.  ber  2)utten;  fdjmeij.  baS  ©utte,  Sütti; 
nieberb. Sitte,  f.  b.)  lanbf(^.  gem.  f.  ©augtvarje  an  ber  iveiblid^en  SSrufl, 
bie  9J?utterbrujl;  tuttcln  (ob.  buttcln),  3«.  fc^meij.  f.  faugen;  —  bie 
Suttclfolbe,  (altb.  tutikholbo,  tüttelkoibe)  lanbfc^.  f.  bic  Oicbrfolbe  ob. 
baä  ÄolbenroI)r. 

Siittel,  f.  ob.  m.  -5,  5)?.  tv.  6.,  S3cr!t.  bci^  3:ütte(d)en,  oberb.  ^ütt^ 
lein,  Olebenform  »on  3:üpfel,  nieberb.  Äippel)  lanbfd).  f.  ein  ^unft:  un« 
cig.  f.  bai  Ci}?inbejle  ob.  ©eringjle  (j.  95.  es  feijlt  fein  Süttclc^en  baran). 

Stralc^,  m. ,  -cS,  o.  9K.,  lanbfd).  bef.  nieberb.  f.  bic  Sftoggentregpe, 
au^  f.  bie  taube  SSregpe;  ber  ©ommertoid);  baö  Sartgra^,  auc^  SBald) 
genannt. 

ttttalen,  itellof.  3«.  1)  »öUig  ült.  (altbo^b.  twaljan,  twalön;  engl,  dwell) 
f.  üenveilcn ,  fdumen,  (mittelf).  twal,  m.,  u.  twale,  xo.,  bie  ©äumnifö); 
2)  nieberb.  f.  tvanbern,  in  bec  3cte  gel)en. 


1310  Zm\m  —  tt 

Zwdm,  m.,  -«§,  ott  u.  obccb.  f.  ^mlm  (f.  b.);  SSctäuSung,  ^djium^ 
mcr,  @c()taf. 

aiwäre,  tt).,  ^.  -n,  (aud^  ;Ewccre,  SBetre)  lanbfc^.  f.  (5rb-'  ob. 
SJ?autn)urfggnUe. 

Swenter,  m.,  -g,  m'cberb.  (oud^  Zwinttt;  entjl.  au«  „troe  SBin-- 
tet",  j»et  SBtntec  alt)  ein  jn)diäf)rt3e«  Zi)m,  bcf.  ein  fotdieß  Stinb  ob. 
^ferb. 

ttrCV  ob.  tit»erd^,    Sto.  (aiti).  twer,  duerah,  dwerh;    fd)tt)ef}.  twävii;   nie« 
berb.  braecr,  bnjacS),  alt  u.  lanbfc^.  f.  qu«r,  jittecch  (f.  b.). 
■■    3!n)tel,  m.,  -cg,  9)?.  -c,  ©d^tff.  ein  ^üifd)  tjon  ^anf  ob.  auödnanber» 
gerupften  Sauen,  um  beim  Äalfatcrn  bm  Zi)cn  in  bic  gugen  ju  jicct^en. 

Slnjifelbeere,  au(^  Svriffelbeere  ob.  ^firfc^e,  n).,  nieberb.  f.  3wtefe^ 
bc«rc  (oon  ämtefel,  b.  i.  ©abet,  gabelförmiger  3»eig),  eine  litt  fd)n5ar; 
jet,  fef)r  fü^er,  aber  »enig  gleif^  t)abenber  Ätrfd)en  mit  langen  ©tengeln, 
bcren  immer  jwei  oon  einem  fünfte  au§gel)en,  ba^er  oud^  Zwillinge  ge« 
nannt;  auc^  f.  bte  w'übi  vf)o[j=  ober  5Balbfirfc()e. 

Sltüiete,  it).,  9Ä.  -n,  nicberb.  (aud^  Äwe te,  Sw etje:  »on  twc,  jwei) 
ein  fd)mnlec  SDSeg,  ein  f leinet  enger  ©ang  jwifc^en  jmei  .i^äufcrn;  insbef. 
in  Hamburg:  eine  Stieben;  ob.  Äuergaffe,  tcetd^e  jroei  gtei^laufenbc  ©tra* 
^cn  »erbinbet. 

twiden,  jiel.  3n).,  nieberb.  (oon  tme,  iwii;  ttoie  boppett,  »gl.  ^»iliing) 
f.  boppett  mad)en,  in  jnjci  lltme  ob.  3;^eile  fpalten;  ber  ZroiU  ob.  2!n)iUe, 
f.  ein  5roeifd)o[figer  Bnjeig  ob.  2(fl,  ein  gvibelförmigeS  Bing  (f.  ».  ro.  oberb. 
3»ie[el);  ©c^iffb.  f.  ^ieEt)olj  (f.  unter  ^ieE  2.);  twilflem,  itcKof.  u. 
ru(!j.  3»,  f.  ffd)  in  »iele  t^e  unb  Zweige  t^eilen,  biifdbelraeife  rcacfjfen; 
trailllrig,  Sßw.  f.  oiele  9Zebenfproffen  f)abenb. 

^,  f.  unter  3. 


U,  ber  ein  unb  jwanjigfle  $8udE)fl.  beö  2(S5(5,  ein  ©elbfltaut;  gefc^arft 
in  !urj,  ©d^ulb,  S5unb,  ©pru(!^,  glufs,  SiÄuttcrK.;  9ebei)nt  in 
SSlut,  gut,  SJruber,  guf ,  Zud),  fuc^en,  ©c^ule  :c.;  bie  2)e^nung 
nuggebrücft  burdj  ui)  in  Ul)r,  @tut)l,  ««utjm,  ^ul)n,  but)len  ic;  — 
Ü  (b.  al6  Ue),  ü,  Umlaut  üon  u  (nid^t  Soppetlaut),  9efd[)acft  in  ©lud, 
wünfd^en,  muffen,  SKöttcr,  Äüd^c  ic;  gebe^nt  in  für,  Zi)üt, 
über,  mübe,  trübe,  frül),  !ül)l,  fül)lcn,  rüljmen  k.  —  ®em  lan« 
gen  u  liegt,  wo  eö  gef(^id^tlid^  bcgrünbet  ift,  ber  attb.  ^Doppellaut  uo  (got^. 
ö)  ju  ®runbe,  roeld^em  im  Ijeutigen  Dberb.  ue  entfpri^t  (j.  85.  gotl).  bloth, 
altb.  pluot,  bluot,  oberb.  Sluct:  SBlut;  gotl).  gods,  altb.  guot,  obcrb.  guet: 
gut;  got^.  bröthar,  altb.  pruodar,  bruoder,  oberb.  SBruebcr:  SBruber);  bcm 
langen  u  glcic^faUö  altb.  uo  (j,  SS.  altö.  gruoni,  mittel^,  grüene:  grün; 
Oltf).  muodi,  mtttell).  muede:  mübe;  altt).  fuora«,  mittell).  vüeren:  füf)ren). 
Sn  einigen  SBörtern  aber  ijt  baö  lange  ü  auö  mitteil),  ie  {alti}.  iu,  io)— , 
baö  lurje  Ü  au6  i  öcrberbt  (j.  35.  altt).  liukan,  mittell).  Hegen:  lügen;  trie- 
gen:  trügen;  wirdi,  \virde:  ffljüjtjc).  —  Tili  S5ejlanbtf)eil  ber  Doppellaute 


öbel  1311 

'rtu ,  «u  ift  hai  u  Höwci'fen  aus  bcm  wwanWen  SÄttl.  tt)  cntjlanben  (j.  S. 

altb.  vröwa,  vrouwe:    gcau;    hewi,  hnii :    Jpeu;    iwar,  iuwer:    cucr,   «t)em. 

ctt)  cc  gef^r. ,  u.  bgl.  m.)- 

übel,  Stü.,  <5omp.  libelcc,  ge».  jgcj.  übUr,  Sup.  übe(fl,  (gotf).  nbils, 
attfucjjf.  nbil;  alt^oijb.  «pil,  nbil,  gfljt».  ubilo;  mittili).  iibel,9in).  ühele; 
ntcbccb.  övrel;  angelf.  «-oiel,  yfd,  engl,  pvil,  oerüirjtül;  attnotb.  illr,  f^jpcb. 
ill,  ban.  iW;  —  nad^  einet  9Scrmutf)ung  geJ)t  nbil  oon  aba,  ab,  auö,  »et« 
^eö  in  3fcfe.  ni^t  nur  un  — ,  fonbern  ani)  mifij—  bebeutet,  unb  bejcic^net  alfo 
urfpr.  „waö  nic^t  ijt,  tric  ti  fein  foU;"  ügl.  baö  fan6!r.  avama,  fd^Iec^t,  oon  ava, 
üb;  —  im  2(ltb.  bilbct  btefcö  Sro.  feine  ©tcigcrungSfotmen;  al6  Somp.  bafür 

bicnt  gotf).  vairsizn,  altl).  wirsiro,  mitteU;.  wirser,  für  ba6  9in).  wirs;  al6  ©up. 
iiott).  vairsists,  alt'l).  wirsist,  mittclt).  wirsest;   »gl.  tt)irf<^  U.  b.  engt,  worse, 

worst),  öberb-  nicht  bie  gehörige  ob.  9eJt)ünfd}tc  S3ei'ct)affenf)cit  f)abenb, 
ftnno.  rcl)lcd)t,  fd)(lmm,  entg.  gut,  root)l,  gem.  in  [ubjcctioer  Seb. ,  b.  i. 
mit  S3cjieJ)ung  auf  bte  .(Smpfinbung  einer  ^erfon  {ogt.  f^limm),  in§bef. 
1 )  bem  «Sinn  ob.  ber  (Smpfinbung  unnngenef)«!,  Untufl  ob.  ©ibeririUen 
cru^ecfenb,  ftnno.  tribrtg  (j.  SB.  übet  rieben,  f^merfen,  tauten  ob.  Hingen; 
Übel  auSfef)en,  b.  i.  bcifetici^,  aud^  Ecan!  ob.  teibenb;  cö  tlet)t  ifjm  übii,  fteibet 
ibn  übely  b.  i.  nid^t  fi^ön;  ein  übtcr  ©ef^mact,  ®eru(^,  Ätang  Jc;  niäjt 
übet,  b.  t.  erträgfi(^,  tcibtic^,  itemlii^  gut,  aud^  f^einbar  »erfteinernb  f. 
febr  gut,  j.  S5.  ba6  i^t  nic^t  übil,  gefäUt  mir  nic^t  übet),  S3efd)tvcvbc  ma- 
*cnb,  bcrd)tver[td),  (ä'fiig,  unbequem  (j.  85.  übteö  Söetter,  ein  übtcr  2Beg, 
titic  übte  9la^t;  übd  fi^en  u.  bgt.);  2)  dne  unangenehme  ßmpftnbung 
ob.  @cmütf)6jiimmung  f)abenb,  unbcf)ag(id),  umrot)t,  nxdjt  nad)  ^öunfd), 
md)t  f)citer  k.  (j.  95.  ftc^  übel  befinbcn;  mir  tjt  übet  ju  5(Äutt)e;  e6  wirb 
ii)m  übet  bctommen;  üble  Saune;  übet  gelaunt  fein  Jc),  in  engerer  S5eb.  9^eis 
gung  jum  (5rbred)en  empftnbenb  (gem.  fd)timm)  in  ber  unperf.  9icben6« 
ort:  eö  ijl  mir  übet,  mit  tfl  ob.  wirb  übel  (»gl.  Übelfeit);  3)  bec 
2lbftc{)t  ob.  S3ejlttmmung  ntd)t  gemä'f ,  bem  3Billen,  bcm  ^xmdi  ob.  bec 
.^tugljeit  juirtbec,  ftnno.  unjroecfma'fig,  unrecl)t,  unflug,  ntd)t  lobltcf)  jc. 
(j.  S5.  bie  ©a^e  ift  übet  geratfjen,  auögefallen  ic;  übel  toäl)ten;  cttt?a§  übel 
anbringen;  fein  ®ctb,  feine  3ett  zc.  übet  anmenben;  eS  geljt  it)m  übel,  b.  i. 
ni^t  nac^  SBunfc^;  e6  flcfjt  übet  mit  ber  <Sadic;  eine  übte  @eiDo()n£)cit),  bef. 
mit  bem  9Zebenbegriff:  in  nad)tf)eiligem  (Sinne  (ctmas  übet  auflegen,  beu- 
ten, eerftef)en;  etn>a6  übel  aufneljmen  ob.  übel  netjmen,  b.  t.  unnjiUig 
barübcr  werben,  ogt.  nehmen  4);  4)  in  ftttlic^cm  SSerjlanbe  nad)tf)etüg, 
fcl)(ecl)t,  böfc,  arg,  nur  al&  9lw.  u.  oon  ©acfecn  (j.  35.  übet  oon  Semanb 
fpred^en,  ii}m  übel  wollen,  entg.  woi)i  wellen;  einen  übel  bet)anbetn;  eine 
üble  aBegegnung ;  in  üblem  Stufe  flct)en;  übet  banbetn  ob.  t()un;  aud^  al6  Jpw. 
Übleö  oon  3cmanb  fpre^en,  it)m  Übte6  gönnen;  ni^tö  ÜbteS  tt)un,  f.  o.  w. 
33öfe6);  5)  etjem.  al6  9lw.  au^  f.  in  f)obem  (^irabc,  gar  fe^r  (j.  S.„bibr. 
SSicl  fc^etten  mi^  übil;  eS  oerbrofö  fte  gar  übet,  u.  bgl.  m.);  —  bag  Übel, 
-g,  9J?.  tt).  ©.  (altboc^b.  ubil.  ubili,  mittelf).  übele),  2llleg,  traö  ben  ^u^ 
ftanb  einer  ^erfon  unüoUfommen  macf)t,  alles  Unern)ünfd)te,  Unange? 
nel)me,  SBIbrtge,  jtnno.  @d)aben,  Unl)dl,  entg.  @ut  (bibt.  ber  ^err  bef)ütc 
bi^  Dor  altem  Übet;  ber  Ärteg  ift  ein  großes  Übet;  unter  jirei  Übeln  mufö 
man  baä  fletnerc  wäf)ten;  einem  Übet  abhelfen  k.);  ingbef.  f.  Seibe^fcbaben, 
®ebced)«n  (ein  übet  am  guf e  jc.  t)aben;  lanbfc^.  baS  foltenbe  Übel  f. 


1312  übfn 

bie  gallfuc^t);  Bibi.  äu*  f.  böS  58of«  („crtöfe  unö  »on  bcm  Ü6cl!");  — 
3fe|.  ßon  übel:  ba^  Übclbeftnben,  Unwofjlfein,  Unpaf6ltd)feit;  übelge* 
kunt,  übel9eratl)cn,  übetgefmnt  jc.  SB». .„bcffci:  geti-ennt  gtfc^r.:  übet 
gelaunt,  gcratfjcn,  gcftnnt;  ber  Ubelflang,  UbeUaut,  ein  unangenef)mcr, 
»üibdgcr  jClang,  imt,  f.  b.  \v.  SKtfsflang,  SDltfölaut;  übcfflingenb,  übel; 
lautenb,  33«?.;  ÜbeUaimIg,  S5ro.,  üble  ßaunc  Ijafccnb  u.  jetgcnb;  btc  Übel= 
Iqunigfdt,  bas  iibeUaumgfcin;  übetrled)enb,  übelfc^mecfenb,  astr.;  bag 
Ubclfein,  f.  o.  w.  itbelbcfinbcn,  tntg.  gBo{)lfetn;  bec  ÜbeljlanC»,  50?.  ÜbeU 
jlä'nbc,  ein  ber  guten  ©cftalt  ob.  oolüommenen  SScfc^affcnöcit  einer  <Sa<i)i 
na^tl)eiliger  3uftanb  ob.  Umftanb,  finrio.  5!)?ifö|tanb ,  getjler,  SOlangel;  bie 
UbeIt{)Qt,  eine  böfc,  gefe^wibrigc  3:f)at,  ftnno.  2RijTctl)at,  ctn)a6  geltnber, 
alö  Serbrec^en,  grcocl:',  ^ö:ianhti)at\  bct  Ubeltl)äter,  bie  Übelt^äterinn, 
wer  eine  Übeltl)at  bC'iit)t  ob.  begangen  {)at,  ftnni>.  gjJiff etf)ater ,  9Serbre(^er; 
Übelt^citig,  S5m.,  »lt.  f.  ItbleS  t^uenb;„iibeln){lli9,  85«.,  böfenSBiUen  i)a' 
benb;  au^  f.  uniridtg,  ungern;  bai  ilbdwoUm,  bie  üble,  unfrcunblid^e 
©cfinnung  gegen  Semanb,  cntg.  5Bof)tn)oUen:  —  "Khleit.  bi«  Übelfeit, 
(gem.  unr.  Üblig!eit),  bflg  Übelfetn,  Übelbefmben,  nur  in  ber  engeren 
SBeb.  ^^eigung  jum  (5ibrßd)cn;  au^  eine  einzelne  ^fmDanblung  biefec  Qm- 
pftnbung  (5K.  iibel!eiten). 

ilhen,   jiel.  3tt>.  {alt{)0(j^b.  uobau,   mittcllj.  üoben  u.  ueben,    ^rdt-  uopte; 
oberb.  üeben,  altfa(^j'.  obian,  nieberb.  6tt)cn;   altnorb.  aefa,  fd^wcb.  öfwa, 

ban.  öbwe,    l)oU.  oefeuen;    »on    ber  SSurjel  ab,    fanöfr.   ap   (pgl.  lat.  ap-tus), 

welche  „Äraft,  Vermögen,  3;i)ätig!cit"  jc.  bebeutet;  bai)it  gotl).  abrs,  jlar!; 
oberb.  ucbcr,  regfam,  lebl)aft,  hei  Äräften);  1)  urfpr.  in  SSetregung  cb. 
"ilijäti^Uit  fe^en,  finn».  treiben,  baf)er  eliem.  f.  plagen  (»gl.  baö  lat.  exer- 
cere),  u.  ftcf)— ,  oberb.  f.  ftd)  förperlich  Uvoe^in^  fid)  umtrcib«n;  2)  ctroa^ 
in6  3ßecf  fe^cn,  ausführen,  »etrtdjten,  begel)en,  tbun,  V)oUjief)en,  »gl. 
flu6s  u.  verüben  (5.  35.  9?ad)c  an  3emanb  üben;  5Kuti)n)iaen  üben;  bibl. 
©cric^t,  ©träfe,  SOlad^t,  ©erealt  :c.  — ;  oberb.  einen  JCrieg,  ©treit  k.  üben); 
et)cm.  aud^  f.  etiua^  üerhanbeln,  bef reiben  (eine  2Cngelcgcnt)eit  bei  Scmanb, 
eine  ©(^ulbfovbcrung,  SSefi^merbe  :c.— );  3)  etwai  jum  ©egenjlanb  einer 
an{)a(tenben  S5efc{)aftiöung  mad)en,  finno.  treiben,  bearbeiten,  l)anbt)aben 
(eine  Äunft,  eine  SBilTcnfc^aft,  ein  .l^anbwerE  jc  — ;  Stecht  unb  ©ere^tigfeit, 
Äreue  unb  9?ebli^Eeit,  Sugenb  — ;  >^oc^mutf),  allerlei  a3o6t)eit  jc.  üben); 
ci)em.  auc^  f.  bauen  (ben  2((fer— ),  u.  »ercbren  (ogl.  ba§  lat.  rolere);  4)  btird) 
anbaltenbe  Sl)atigfeit  ob.  öftere  -EBieberboding  einer  ^anblung  5ur  ^er- 
tigfeit  bringen:  einen  ob.  fidb  in  ettt>aö—  (j.  35.  i)k  ©olbaten  in  ben 
Söoffen  — ;  fid^  im  gleiten,  im  Sanjen,  im  ©prec^en  jc.  — ;  feinen  SSerflanb 
üben;  in  einer  ©ad^e  geübt  fein,  j.  SB:  in  ben  ©prägen;  im  ßciben  geübt; 
geübte  ©olbaten  jc);  auc^  ettvaö—  (j.  33.  ein  SKufÜflüct  üben,  b.  t. 
einüben);  —  2(bleit.  üblid^,  35«.,  wci^  geübt,  b.  i.  l)äuftg  unb  üon 
SSielen  getban  cb.  angetrenbet  it»icb,  finno.  gebraud}nd) ,  geivöbnüd),  i)(Xi 
fömm(id)  (j.  S5.  bie^  SBort,  bicfe  Sra^t  jc  ijt  f)ier  ni^t  üblid^;  ein  fe^r 
ublid^cr  2(u6brucE  jc.;  aud^  ba§  Üb_lid)c,  als  ^».  f.  ber  ©ebraud^,  baS 
4)er!ommcn);   bie   Üblid^feit,  ba^  Üblid}fein,   bie  (55ebrä'ud)lid)feit;   bie 

Übung    (altb.  uobunga;     aud)   uopida,  üebf.de;    u.   der  uop,    ®.   uobes,  f. 

ik  ©itte)  1)  0.  5W.  bag  Üben,  insbef.  bie  2(ugübung,  SSerric^tung ,  SSe* 
tceibung,  ^anbf)abung  (j.  35.  bk  cffentli^e  Übung  ber  «Religion;  bie  Übung 


üben  —   übcu  1313 

finer  Äunft  k.,  bcc  0md)ttg!cit) ;  anhaltenbe  S5cfd)afti9un,(5  mit  einer 
®ad}e  jur  ßvlangung  einer  ^^evtigfeit  barin  (übiinc}  mad)t  bcn  TWriftcr; 
bic  Gruppen  in  Oeflünbioicc  Übung  erbaltcn);  aiid)  f.  erlangte  J^ertigfeit  (Übung 
in  ctiras  haben);  alt  u.  (anbfd).  f.  ©itte,  (^ebraud);  2)  dJl.  -en:  eine  ein- 
jeiiie,  öfter«  iüieberf)c(tc  93errid)tung  jur  (Srirerbung  einer  5?ertigfeit  (f)äu= 
fige  Übungen  in  ftwa§.anfteUcn;  ritterliche,  Ccibcß --Übungen;  $Hcltgionöübun= 
gen  u.  bg(.  m.):,  baö  Übun.qgbauö,  ein -^auö  ?u  Jl:rtcggübun9en  (fr.  (5rer= 
cir{)_au6);  bie  ÜtUing^funli,  ÜbunqgU'brc  (fr.  (55i)mnajlif);  ber  iUning§= 
meijler  (fr.  Srercirmciflcr) ;  ber  Übimi^^pla^,  ^fa^  ?u  Ccibceübungen, 
Surnvlal,  ob.  ju  SBaffenübungen  (fr.  (Srercirptafe);  ber  ÜbungSfa^,  ba§ 
Ulnmg^flücf',  ein  ®a^.  ein  ©tücE  (eine  ^Trbeit),  jur  Übung  gegeben;  bie 
Übung6flunbc,  -^^elt  u.  bgi.  m. 

üben,  9fn?.  beö  Orteö,  a(t  u.  (anb''(^.  (oberb.  gem.  übm,  ibm,  cfjm  K.; 
entfpric^t  bem  93«?.  über,  irie  aupen,  i)inten,  unten  bem  au^cr,  t)intcr,  unter) 
f.  barüber  f)inauö,  auf  einer  ob.  ber  anberen  Seite  eine«  C^egenflanbc«, 
nur  noc^  gebr.  in  (jüben  (b.  i.  t)ie»äbcn),  bieöftitg,  unb  brüben  (b.  i. 
b  a  r  =  ü  b  e  n ;  oberb.  t>a  -  üben ,  b'iiben),  jcnfeits. 

Über,    SSlt).  U.  5R»D.  (got^.  'ifar,  altl)0d)b.  "par,    ubar,  mittclf).  über;    nie= 

berb.  on?er,  öiücr;  angelf.  ofer,  engt,  over;  altnorb.  ofur,  fd)toeb.  öfwer, 
ofar;  fanSfr.  npari,  grie^.  1-77^0,  lat.  super;  —  bog  gotf).  iifar  ijl  au6  uf 
(unter),  wie  boS  gr.  vnio^  lat.  super  au6  i'tto.  sub,  cntjlanben  unb  regtert 
ben  '^<\i.  unb  2(cc.;  baö  a(ti)od}b.  ubar  niirb  mit  wenigen  2fugnat)men,  fca§ 
mittel^,  über  immer  mit  bem  litt,  tcrbunben,  u.  für  ba§  burd)  unfcr  über 
aufigcbrüdte  crtli(^e  93erf}Q(tnil'ö  auf  bic  5^'age  roo?  im  3ritb.  oba,  ob,  obar 
gebraust;  ügl.  ob  1.  unb  ober)  bcjcidjnit  im  2fUgemcinen  ba«  9?erba(tnifö 
be«  £)benbefinblid)cn  ju  bem  Unteren  (cntg.  unter),  ?ugtcid>  aber  bte  (Ent- 
fernung ob.  S^rennung  ber  in  biefem  9vaumüerf)ä[tnifye  fte()enben  ©egen^ 
flcinbf  (»erfd^.  auf;  ogl.  ber  2Sogel  ft^t  auf  bem  Sac^e,  —  fdjwfbt  über 
bem  2)ad)e),  bafjer  aud)  bie  Entfernung  von  bem  Umfange  eine«  (5)egen; 
ftanbe«  in  »vagerediter  ?age  ob.  ba«  Überfdireiten  ber  ©renjcn  eine« 
JKaume«.  (5ö  ftciit  1.  al«  3Sn\  I)  mit  bem  '^^t.  a)  räumlid)  auf  bie 
^rage  wo?  ba«  S3eftnben  ob.  9}erirei(en  eine«  ©egenjianbe«  in  ber  ^öbe 
in  S8ejie()ung  auf  einen  anbern  burd)  einen  3it)ifd)enraum  baoon  getrenn- 
ten (^egenftanb  bejcid)nenb,  ftnno.  ob,  oberf)alb  (j.  S.  baö  ©cmcilbe  {)ängt 
über  ber  3,()ür;  baS  Sffcn  fod^t  über  bem  geuer;  über  ber  ©tabt  fc^webt  ein 
©cwitter;  er  wofjnt  über  mir,  Ijalt  ftcft  über  mir  auf;  er  liegt  immer  über 
ben  SBüci)ern,  naml.  inbem  er  bamit  bcfc^aftigt  ift;  batjer  aud)  btlbtic^  üon 
ber  an{)altenben  93  ef  (^  ä'f  t  igun  g  mit  einer  ©a^e:  fleißig  über  ber  ?£rbeit 
fein;  id)  war  eben  über  bem  ©i^rcibcn,  alö  er  fam):  b)  ba«  Seft'nbcn  jen= 
feit  eine«  9taume«  ob.  ba«  93erl)a(tnif«  be«  S5rüben,  wo  jcbod)  beffer  \t)\' 
feit  jtct)t  (j.  95.  er  n)ot)nt  über  ber  (Slbe,  über  bem  ©ee  k.  ,  b.  jenfeit  ber 
eibe  Jc;  er  ijl  fc^on  über  ber  (SJrenje,  b.  über  bic  ©renjc,  naml.  gelangt); 
c)  jeitli^,  in  9Serbinbung  mit  S^ätigfeitä  =  ob.  3»|lanbgnamen,  ba«  SSer- 
()ä(tnif«  ber  ®(cidijeitigfeit,  finno.  wa'brenb,  bei,  unter  (j.  S.  über  ber 
5J?ai)Ijeit,  über  Sifc^e  oon  it\x><\i,  fprec^en  u.;  über  bem  ?cfcn,  über  ber  3Cr= 
bfit  einfc^lafen;  —  t}<uifig  in  urfdi^lidje  9?eb.  übcrge()cnb,  j.  93.  über  bem 
langen  ©uc^en  ermübcn,  b.  i.  wabrenb  u.  juglcict)  in  golgc  bc6  langen  ®u= 
d)tn6;  über  bem  ©piele  bic  2(rbeit  ücrgejfen  jc);  -)  itiit  bem  ?Ccc.  bejeid)= 

J^epfe'ö  Jg»anbwörtcrb.  b.  beutfci^en  ©pr.  2.  S^cil.        83 


1314  über 

rct  i^  a)  räumlich  auf  bie  gcagc  wo (3 in?  bie  9fiid()fung  in  bie  ^ö^e  im 
S3erhä'(tnifi'e  ju  einem  baruntcr  beftnbnc()«n ,  burrf)  einen  3wifct)enraum 
getrennten  ©egcnftanbe  (j.  23.  ^angc  bai  ©emalbc  ühn  bie  ai)ür;  ber  :j(b= 
In  ivi)ibt  fid)  übet*  bie  SBolEcn;  bcc  S3erg  ragt  über  bie  anbern  f)inau6;  ba= 
f)cr  aui)  bilblid^:  über  3£nbere  i)inau6ragen ,  ftc^  erfjeOcn,  emporf (Zwingen; 
au(^:  über  eine  ^crfon  ob.  ©ad^e  erfjabcn  [ein;  —  in  manchen  gäUen  !ann 
je  r\a(i)  ber  oerfdiiebencn  2(uffaffung  fon>of)l  ber  Sat. ,  a(ö  ber  2tcc.  jletjen; 
j.  SS.  bie  ©onnc  gcf)t  über  mir  (wo?),  ob.  über  mid^  (n)of)in?)  auf;  er  fc^tug 
ik  SQänbe  über  bcn  .Kopf  (rDoljtn?),  ob.  über  bem  Äopfe  (rro?)  ^ufammen; 
ber  SSerg  ragt  über  bie  SBotEen  empor;  aber:  — über  ben  23ol!en  (rco?)  t)er» 
»er);  biibl.  auc^:  bie  Häufung  gleidiartigec  ©egenftanbe  ob.  bie  me^rmci; 
lige  3Bieber{)oIung  einer  ^anblung  (j.  33.  bibl.  „eine  ©ünbc  über  bie  an= 
bere  {)äufen";  id)  t)abc  xi)n  ein  fDlat  über  ba^  anbcre  gcmarnt,  b.  i.  ju  wieber» 
i)oltcn  SKaten;  einem  SBriefe  über  Sricfe  fc^rcibcn;  ©(^utben  über  ©c^utben 
madjen  u.  bgl.  m.);  b)  uneig.  bie  6rl}ebung  ^u  einer  hö()even  Stufe  bem 
Sfiange  ob.  5Bertf)e  nad),  u.  übtxi).  i>m  S^cccang  cb.  5ßov3ug  (j.  93.  ber 
fOlajor  gtf)t  über  ben  Jpauptmann;  3ufriebenf)eit  %et)t  über  3'lcic^ti)um;  bibl. 
„bie  gurdjt  ©ottcö  Qii)ü  über  3£Ue6";  „ber  Sünger  ifi  nid}t  über  feinen  9Kei= 
fter";  „ber  Äcrr  tjat  cud)  crtrcifjU  über  alleSßölfer",  jc^t  gcro.:  »or  alten 
S3öl!crn;  —  wo  \ebod)  ber  9?angunterf(^teb  burc^  ein  ftnnlic^eö  5Raumoer= 
t)ä'itnif6  bargejteUt  wirb,  ftci)t  auf  biegrage  njc?  berSat. ,  j.  23.  er  fi^t 
in  ber  ©c^ulc  über  feinem  SBrubcr;  {)ingcgcn:  er  fe^t  fid^  über  feinen  58ruber); 
c)  SDerbreitung  ob.  ßrftrecfung  la'ngg  ber  £)berfläd)c  eineä  ÄorperS,  fo= 
toit/l  nad)  allen  3?id)tungcn.  alö  in  einer  2inie,  mit  unmittelbarer  SSerüljrung 
ber  i5J<5'^f.  ober  ül)nc  fotc^e  (j.  23.  ein  Su(^  über  ben  Sifc^,  einen  Seppid) 
über  ben  gu^boben  breiten,  becfcn;  bie  ^ladjvidjt  ocrbreitete  fid)  über  ba^ 
gan,^e  Üanb;  auc^  bilbtic^:  fid^  über  eine  ^adjc  oerbveiten,  b.  i.  augfüljrlici) 
barüber  reben;  ber  glufö  crgofö  fid^  über  bie  @bene:  ba^  SSaffer  trat  über  ben 
JBeg;  ber  (Sdjrcci^  flofö  über  fein(äJefi^t;  bie  S^räncn  rannen  über  xi)vc  55San= 
gen;  einen  SJIantet  über  fic^  werfen;  über  einanber  (jer  fallen;  über  bai  gelb, 
ob.  über  gelb,  über  ßanb  gel)cn,  fahren  :c.;  —  auc^  auf  bie  grage  wo? 
flcf;t  bd  biefer  25eb.  ber  ©rjlrerfung  ber  2t  cc;  j.  23.  er  war  über  ben  gan* 
gen  idb  naf6;  ein  Secfel  über  einen  Scpf;  ba^cr:  überall  (f.  b.),  b.  i.  über 
alles  ^in);  bilblie^  aud) :  bie  9tid)tung  nad)  ber  oberen  gläd)C  eineg  ©e? 
gcnftanbeg  u.  \)ci^  v^aftcn  auf  bevfelben,  finno.  auf  (j.  S.  ben  «Segen  über 
eine  Werfen  ob.  «Sa^c  fprec^en;  ben  <S>tab  über  Scmanb  brechen;  etwaö  über 
fid)  neljmen,  f. d.w.  eS  auf  fid^  net)mtn,  fic^  baju  ant)eifc^ig  madjtn;  (tvocii 
über  fid)  ergef)i'n  lajfen;  bibl.  „ber  ©egcn  !am  über  mid^";  Unglüct,  ©träfe 
n.  iarn  über  il)n,  b.  i.  traf  tl)n;  über  eine  ©a(^c  Verfallen,  gcrat()en;  über 
ein  e  ©ac^c  gel)en,  b.  t.  fic  angreifen  unb  gebraud)en,  j.  23.  er  gef)t  über 
mein  föelb  ic);  d)  ha^  Überfd)reiten  bev  ©renjc  eineS  Ofaumcg,  bie  ?5e= 
rcegung  ob.  Srfirecfung  bis  jenfeit  bevfelben  (j.  25.  ber  SSogel  flog  über 
.  ba§  SQaui;  ba&  ^ferb  fpringt  über  ben  ®raben;  eS  gel)t  eine  =Brücte  über  ben 
ghifS;  über  einen  ©todt  fpringen,  über  bie  ©d^wcUc  treten;  über  boö  2öaf= 
fcr  fdjwimmen,  über  ben  SSerg  ftettern,  baS  SSalfer  ging  unö  bi^  über  bk 
Äuiee;  fo  au6)  bilblii^:  baS  get)t  über  meinen  $Bcr|ianb;  über  bie  ©d^nur 
Ijauen;  über  bie  Silinq^i  fpringen;  bei  Dr  tön  amen  f.  0.  w.  bur^,  g.  23. 
über  .^amburg  nad)  ßonbon  reifen);  e)  ba^  Überfd)teitcn  cineg  9)Zap«S,  ein 


üba  1315 

SO?ef)r  bet  ©rofe,  ^Wengc,  3ettbauec,  bem  ©«mid^te  ob.  ber  inneren 
©tarfe  norf},  ftnnü.  mti)v  a(g  — ,  länger  n(g—  zc.  (j.  S.  über  bie  ©cbüljr, 
(ibcr  btc  SiUtgfcit  forbern;  über  oUe  9)ta^cii',  über  alte  SBcfi^reibung  f(^ön; 
über  olU  ©rnjartung  glüctltc^;  e6  waren  über  funfjig  ^crfcncn  ba,  b.  i.  mei)t 
als  funfjig;  bie  JRcci^nung  betrögt  über  t)unbert  Stjaler;  über  eine  eUe  lang, 
über  jet)n  ^funb  fc^ioer;  bie  JRebe  bauertc  über  eine  (gtunbc;  e6  rüäi)tt  [djon 
über  ein  3al)r;  bat)er  auc^:  über  bieg,  über  baS  2CUc6  (()inau6),  nid^t  gut: 
übcrbem  JC;  —  cor  einem  3ai)  In?  er  t  ocrlicrt  über  in  bicfer  2tn»ycnbun9 
feine  9?ection6fraft  unb  nimmt  bie  9{atur  eines  3^1  eb  en  »o  or  teg  an;  g.  SS. 
baö  ift  über  ein  ©cfceffel;  über  ein  (nidjt:  einen)  Zi)aln  fci)lt,  f.  ».  ro.  met)r 
aU  iin  Zi^alit  7C.);  c()em.  auc^  f.  reibet,  gegen  (j.  S.  über  feinen  Sont', 
2öiUcn,  b.  i.  wiber  feinen  SBiUen;  über  feine  iEreue,  b.  i.  gegen  fein  2?crfpre= 
d)en,  treuloö):  f)  jeitltc^:  bie  (Jrflrertung  eine§  SSorgangä  burcb  einen 
Zeitraum,  ob.  bci§  '^ciüm  beöfeiben  in  ben  ,3eitcaum,  finns.  a'>äf)renb  (jc^t 
als  iüirElidjeö  25«).  nur  in  bcr  23evbinbung  ,,über  9tac^t",  j.  SS.  über  S^ac^t 
bleiben,  fommen;  onberen  3citnamen  wirb  über  nad)gefcgt  u.  ift  bann  al§ 
ein  ben  2fcc.  bcr  @r|trecfmig  begteitenbeö  9in).  anjufcljen;  j.  58.  ic^  l)abe  it)n 
ben  ganjen  Sag  über  nidjt  gefeiten;  waö  t)a|l  bu  bie  3cit  über  getljan? 
baö  3a()r  über,  ben  ©ommer  über  jc.);  ferner:  bcif^  ein  in  bie  3uf»nft  fciU 
(enber  Sßorgang  ecfl  mit  2Cb(auf  eineS  benannten  3eitraumc§,  alfo  gleic^f. 
Jen  feit  beöfelben,  eintreten  »rirb  (j.  S5.  über  ad)t  SSSodien,  über  ein  2ü^t 
u.  roirb  er  n)icber!ommen,  b.  i.  nad^  23erlauf  bc§  bemerften  3eitraumc6;  menn 
i^  ü  b  e  r  ö  (b.  i-  über  baö)  3  a  t)  r  nod^  lebe :  über  Eurj  ober  lang,  b.  t. 
nad)  !urjer  ober  langer  3cit;  f)eute  über  adjt  Sage,  über  i?iirjei)n  Sage  jc; 
bal)er  auci):  übermorgen);  in  abilracterer  2(ntttcnbung  g)  ha^  'ißexi)äiU 
nif6  ber  vf)eirfd)aft,  £)bmad)t  ob.  ©eicalt,  ber  '2(uffid)t  ob.  gürforge  (über 
einen  ob.  etwaö  fjerrfdjen,  .^crr  fein,  fiegen,  gebieten,  bcfef)len,  fc^altcn,  ma^ 
(!^cn,  bie  2(uffi^t  Ijaben  ob.  füljren:  ber  <!perr,  ber  Äöntg  über  ba^  fianb;  ber 
S3efel)lSl)aber  über  bie  Sruppen;  ber  2(uffei)er  über  bie  3(rbeiter  ic);  h)  bie 
S5e3iel)ung  auf  ben  (^egenjl-anb  ob.  «Stoff  einer  geiftigen  2;f)ätigt"eit ,  über 
iueld)en  biefelbe  fid)  g[eid)fam  verbreitet  (j.  2?..  über  eine  ©adje  na^benfen, 
urtf)eilen,  fprei^en,  reöen,  ft^reiben,  berat^fc^lagen,  entfdjciben;  etmaö  über 
eine  ®adje  bemer!en,  anmcrfen;  ft(^  über  eine  ®a(^c  jlreiten,  terftönbigen, 
»ereinigen  :c.);  i)  bie  9iid)tung  be§  @emüt()g  auf  inn  ©egenjlanb  einer 
ßmpftnbung  ob.  @efüi)[^ä'u§erung,  bef.  ber  ^reube,  ber  S^rauer,  beö  SSer; 
bruffeg  u.  ber  SSernjunberung  (ftc^  über  eine  ©ac^e  ob.  ^erfon  freuen,  bc= 
trüben,  bc!ümmern,  grämen,  ärgern,  erbarmen,  erzürnen,  entrüjlcn,  rounbern, 
cntfe^en;  über  it^^ici^  ob.  3emanb  trauern,  jürnen,  erftaunen,  erfd^recEcn, 
frof),  entjüctt,  befiürjt,  bofe,  traurig,  unwillig,  »crbric^lic^  :c.  fein  ob.  wer* 
ben;  über  etwaö  ob.  Semanb  Etagen,  weinen,  (ai^en,  murren,  fc^elten,  fpot* 
teu;  fid^  über  einen  beflagcn,  befc^weren,  luftig  madjen  ob,  üufl)alten,  j.  S5. 
er  i)cilt  fic^  über  midj  auf,  b.  t.  ma^t  ftc^  über  mic^  luj^ig;  baljcr  aut^ 
tn  elliptif^en  JtuSrufungcn  ber  ä^erwunberung  ob.  beS  Unwillens,  j. 
58.  über  ben  fingen  SJIann!  pfui  über  bie  ©c^anbe!  u.  bgl.  m.;  —  el)cm. 
fe^te  man  in  ben  le^^eren  beiben  fällen  gew.,  aber  mit  Unrecht,  ben  Satio; 
l-  S5.  Cutl)er:  „bie  ©ebanfcn,  bie  i^  t)attc  über  bcm  ®efid)te  ic;  ba  evt)ub 
fid)  eine  gragc  über  ber  «Reinigung;  fie  werben  \iä)  »erwunbern  unb  entfe^cn 
über  alle  bem  ©utc  u.") ;  k)  ba^  SSeri)altnif5  ber  Urfadje  ob.  SSeranlafs 

83* 


13  IG  über 

fung  eincg  3:hung,  jtnni).  ivegen,  um  (j.  33.  ba  SSafet  !am  in  ««otb  iiScv 
bcn  ungciattienen  ®ct)n;  üernad^läfftge  nid)t  beine  ^flic^tcn  über  betn  58ec= 
gm'iiicn;  —  auc^  in  biefcr  caufötcn  S3cb.  finbct  t:ian  fjQufig  bcn  Satio  ge= 
braucht,  j.  SS.  bei  Cu  tf)  ev:  „bu  !omm)l  nid)t  in  2lngfl  unb  '?Roti)  über  feiner 
S{)ort)eit:  9)Jofc6  flot)  über  bicfer  SRebe";  ber  3)atio  fle{)t  aber  nur  ba  riditig, 
n?o  üuglei^  ber  SBegciff  ber  ®  leic^  jeitigf  cit  ob.  bcr  ant)altenben  SSe= 
fd^äftigung  mit  einer  @aä}e  auSgebrücEt  roerben  foU  (cgi.  o.  1)  c);  g.  SB. 
ba§  @vo^e  über  bem  Ä( einen  ocrfä'umin,  b.  i.  n?af)renb  bcr  Sefcbafti' 
gung  mit  bem  i?leinen;  —  über  b  a§  jt(  ein  e,  b.  i.  roegcn  beö  Äfeinen; 
ic^  er»ad)te  über  bem  8 arme,  b.  i.  trätjrenb  beö  Särmcö:  —  über  bcn 
ßärrn,  h.  i.  in  golgc  ob.  wegen  beöfelbcn).  —  2.  3([§  ^\v.  tlci)t  über 
1)  f.  auf  ber  Oberfläche  f)tn,  über  ob.  burcf)  einanber,  in  ben  93erbinbun« 
gen:  b u n t  ü b e r ,  b.  i.  Denvocren,  unorbentlid)  (j^.  9B.  eö  ging  MeS  bunt 
über),  übet  unb  über,  b.  i.  über  bie  ganje  £)berfIäAc  f)in,  gc.nj  unb 
gar,  üöütg  (j.  «8.  über  unb  über  naf6,  befubcft  fein;  über  unb  über  ooU  2C.; 
obevb.  Quc^  übe'r  unb  über  get)n  f.  burd)  einanber,  ?u@runbe  geijn;  über 
unb  über  fein  f.  jcrrüttet,  t»at)nftnnig  fiin:  baS  Üb  er  unb  üb  er  f.  i>a$ 
©urÄetnanber,  bcr  SOBirrmarr,  bie  3crrüttung):  2)  gem.  f.  Dorüber,  t>orbei 
(eö  ift  fc^on  über);  auc^  f.  übrig:  3)  ^ur  S^ejetcl^nung  einer  äeitbauer  nac^ 
einem  2fcc,  bcr  ©rjlrecEung,  finno.  burcb,  t)inburc:^  (j.  SB.  bcn  Sag  über, 
bcn  ©omrner  über  JC;  f.  o.  f).  —  3.  3n  3uf ammcnf c|ungen  ^ti)t 
über  1)  mit  ber  Äroft  eincö  9Sor>rorte§  ats  erftee  ob.  jJüciteS  ©Heb  in 
Siebenwörtern,  wie:  überall ,  übercin,  überbieä,  übcrt)aupt,  übermor« 
gen  2C.  (oberb.  auc^  übcrfid)  f.  oon  unten  naci^  oben);  barübcr,  worüber, 
fiicrübcr;  2)  mit  bcr  SBeb.  eineg  5Rcbenworte§  in  3ff|-  «)  mit  ünbcru 
91  eben  Wörtern,  aH  crfteS  ©lieb,  j.  58.  überaite,  übert)in,  ob.  gew. 
aU  jweiteS  ®licb,  j.  SB.  ijinübcr,  l)crüber,  gegenüber,  vorüber,  querüber; 
h)  mit  ^aupt=:  u.  SSeiwörtern,  alö  crflcö  ®licb,  welc^cö  immer  ben 
Jpaiiplton  Ijat  u.  tijdli  baö  £)ben,  bie  SSobecfung  k.  bebeutet  (j.  SB.  Übcr= 
bein,  Übcrro(J,  übcrfd)ut}e),  tbcifS  gew.  ein  Überfd)reiten  bc$  9)?afeg,  eine 
«Steigerung  bc6  in  btm  ©runbworte  entbattenen  SBcgiiffcg  (j.  SB.  ii&erma|j, 
Übergewicht,  Übcrmutf),  Übermenfci^;  übcrmenfdjlicfe,  übcrivbifc^,  überlaut, 
übergroß,  überooU,  überüug,  überreif,  überveid)  Jc):  c)  mit  3 cit Wörtern 
u.  bauon  abgclcitefen  J^aupt=  u.  SBciw.  S'^ie  mit  über  ?gef.  ^citicörtcr  finb 
ti)eil6  e6)t  jufammcngefe^t  unb  bat)cr  untrennbar,  in  welchem  gälte  bcr 
.^öuptton  auf  bem  3  cit w  orte  liegt,  ba6  ge  bc6  2ten  5OTw.  wegfällt  u. 
ia^  ju  bcS  Snpnitifö  uorantritt;  bann  ift  ba6  jgef.  ^vo.  immer  jielenb  u. 
über  l)at  in  bcr  «Regel  tk  SBcb.  ber  3Serbreitung  auf  ber  £)berfläd)e,  beg 
Überfd)v?iteng  bcr  ©renje  cb.  beg  9)?a^e^,  ob.  ber  9}erfe^ung  ob.  Über; 
tragung  (j.  SB.  einen  überlaufen:  ee  überläuft  mid^,  t)at  miä)  überlaufen: 
übirfe^rn:  iä)  überfe^e  etwaö,  l;abe  eö  überfc^t);  tl)eil6  finb  fie  une^t 
jufammcngefc^t  u.  bat)er  trennbar,  in  weld}em  galle  ber  Jpauptton  auf 
bem  9Zw.  über  liegt,  u.  bai  ge  bcö  fOiw.,  fo  wk  ba6  ju  bcS  3nf.  gwifd^en 
bie  ©lieber  ber  3ufammenfc|ung  tritt;  bonn  beftimmt  über  al6  5RW.  in  fei» 
nen  ücrfdjiebencn  SBeb.  bcn  SScgriff  be6  einfallen  3w. ,  u.  baS  jgef.  ^\v.  tldbt 
gietcnb  ob.  jiclloö  nact)  SJlapgabe  beö  einfachen  (j.  SB.  überlaufen: 
baß  SÖSaffcr  läuft  über,  ift  übergelaufen,  fd)cint  überzulaufen;  übcrfe|cn: 
bcv  ~^äl)imann  fc^tc  un6  über,  Ijat  un6  übcrgcfc^t,  maci^t  2(nftalt,  unS  üUx- 


überQcfcni  --   Übcibein  l'Ml 

gufci»cn).  ©inigc  mit  übcu  un  trennbar  ggcf.  3citnjörtcr  fiab  »on  Jpaupt^ 
ob.  SBcinjöctern  gcbilbet  u.  erft  in  golgc  unb  fraft  bcr  3itf(immcn[c5ung 
ju  3cttiDörtern  geworben  (§.  S.  übern ad)ten,  überwintern,  über- 
golbcn,  überrafdjcn,  üon  Stacht,  Söintcr,  @o(b,  rofc^).  Sßcn  3eitnjör= 
tern,  bie  mit  über  jgef.  ftnb,  abgeleitete  ^aupttrcrter  auf  -er  unb 
-ung  t)aben  bie  SSctonung  bcö  jii  ®ntnbc  licgenben  ^w.  (g.  35.  überlaufen, 
ber  Überläufer;  überfe^en,  bie  Übcrfeijung,  ?.  SS.  über  einen  ^lü\i; 
übcrfc^tn,  ber  Über  fc  5er,  bie  Übcrf  e  ^ung);  abgel.  Hauptwörter  anbe» 
rer  gorm  (jaben  ben  ^auptton  bur^auö  auf  über  (j.  S8.  überfef)en,  bie 
Überfielt;  übern  el)men,  bie  Ubernafjme;  überf  d^reiben,  bie  Übcr- 
fd)rift  2c.). 

übcracforn,  untrb.  jie(.  3it).,  übet  biß  ganjc  £)bcrf7act)c  f)in  ncfein, 
i'ibecpfliigen  (ein  gelb  nod^maiö  — );  bie  Ubcracferung. 

überall,  Siw.  (mittell;.  ul^er  al,  b.  i.  eig.  über  2(Ueö  ob.  3(Ue  f)in,  con 
einem  ©nbc  bi^  ^um  anbern  ob.  00m  Srften  bii  j;um  Ce^ten),  au  aüeit  Wir- 
ten, a[lent()alben  (j.  S3.  @ott  ijl  überaU;  eö  ifl  überall  beEannt  ic;  ©cbiff- 
überall!  ein  3uriif.  woburc^  atleö  bienftfal)ige  äJolE  auf6  SccE  gerufen  wkb); 
obcrb.  aud)  f.  übeibaupt,  im  ©an.^en;  u.  überall  nic^t  f.  burc^auä  ni(!^t, 
im  gcringfrcn  nic^t. 

Übcran  tJUPltcn,  untrb.  jiel.  ^XV.  (oom  altb.  antwurten,  antwürten 
f.  bavbringen,  übergeben),  einem  etivaS  — ,  »lt.  f.  übergeben,  überliefern, 
au:8ltefeiu,  in  eineö  '2(nbern  23efi^,  @en?aft,  @en)a()rfam  geben  (einem 
ein  ©ef^cnf— ,  einen  ber  Obrigfeit— );  ber  Ubcrantnjortcr;  bie  Uberant- 
ivortung. 

überarbeiten,  untrb.  jiel.  ^ro.,  I)  etroaS— ,  eö  in  allen  feinen 
3!t)cilen  avbcitenb  be()anbeln,  bcf.  nod)  einmal  bearbeiten,  burd)arbeiten 
u.  verbcffern  (eine  Schrift— );  2)  ftd)— ,  fiel)  im  2(rbeiten  über  feine 
Ärä'fte  anflrengen  (j.  SB.  er  l)at  fi^  überarbeitet;  3ag.  einen  Jpunb  — ,  bei 
ber  ,;?t'rDe:t  ju  (larE  angreifen);  bie  Überarbeitung,  iüicbert)oltc  Bearbeitung. 

Überärmel,  m.,  'Ärmel,  ipe(cf)e  man  bd  ber  "Kxbdt  über  bie  Ärmel  Ui 
Äleibe^  jiebt,  Überjiefjavmel. 

überaus,  dbv.  (b.  t.  eigentlid)  barüber  t)inau6,  über  oUeö  ?Ka^)  über; 
mäfig,  in  ungewc()nlid)  ()of)em  ©rabe,  ungemein,  \<i)t  (5.  S.  bibl.  übcr= 
auö  fünbigen;  je^t  gem.  nur  in  S3erbinbung  mit  S5  w.  u.  ^xv.y  j.  35.  über= 
aaö  fc^ön,  gro^,  l)ä[6ti(^,  böfe  u.). 

Überbauen,  untrb.  jiel.  3>»-)  iiuf  ber  ganzen  £)berfläcl)e  barfen ,  mit 
einem  SSacfirerf  über^iefien. 

überbauen,  trb.  jiel.  3«?.,  etwag  in  ber  ^öf)e  übet  einem  anbern 
S3au  aufführen,  j.  35.  ein  ©toctwcrf  über  bem  anbern;  ber  Überbau,  ein 
über  einem  anbern  errtd)teter  58au,  ber  obere  2f)eil  eineö  (5)ebaubeg;  — 
überbauen,  untrb.  jiel.  3w-,  ämi^  burd)  einen  S5au  bebecfen  (j.  S. 
einen  ©c^ac^t,  ein  ®rab)  ob.  iti)'6i)en  (überbauetc  J^aufer);  fid^— ,  über 
Äraft  ob.  23ermögen  bauen,  ftd}  arm  bauen;  bie  Überbauung  (j.  S. 
eineö  JteUer6). 

überbet)alten,  tib.  jiel.  3»-,  gem.  f.  übrig  be{)atten. 

Überbein,  f.  ein  fnodjenartiger,  verf)arteter  3ru^it)ud)S  an  ben  ©eljnen 
ob,  Jtnod^en  ber  Jpänbc  u.  Süfe,  £)berbein,  S5eingeit»a'd}g,  oberb.  Änirjel, 
nicberb.  5!Bcl)nc;  überbeinig,  fBn.,  ein  Überbein  ()abenb. 


1318  übcrbejfcni  —  übcvbreiten 

übcrbcffevn,  untib.  jiet.  3w.,  etwcii  bcffciub  überarbeiten. 

Überbett,  f.,  gew.  £)berbett;  —  üb  er  betten,  trb.  gict.  3«?.,  einen 
ob.  fid)  — ,  von  einem  Srte  nad)  einem  anbcrn  bin  betten;  über  betten, 
iintrb.  jiel.  3iri.,  mit  SSetten  überbecfen. 

über  beugen,  üb  er  biegen,  ub.  jict.  3«?.,  etivag  ob.  ficb— ,  über  eine 
g(äd)c  ob.  einen  Äörpev  ()inüber  ob.  l)inauö  beugen  ob.  biegen;  über; 
biegen,  unti-b.  jict.  3w.,  ju  fe()r  biegen. 

überbieten,  tvb.  jieUof.  3m. ,  über, ein  ©ebot,  mehr  a[$  ein  ^(nberer 
bieten  (er  bot  übci-);  tci$  Überbot  ob.  Übergebot,  ein  böbereg  @ebot;  — 
überbieten,  untib.  jtct.  3».,  einen—,  mel)r  bieten,  nlg  er;  uneig.  f. 
übertvejfen,  eS  einem  jitüort^un  (er  bat  nn',<i)  überboten);  fiel}—,  über= 
md'fig  ob.  nicbr,  a(s  man  njoUte,  bieten;  bie  Überbictung. 

übcrbilben,  untrb.  jfct.  3n).,  übermäßig  u.  nic^t  auf  bie  redete  2Bcife 
bilben  (überbitbctc  grauen  2c.);  bie  Überbilbung. 

überbinben,  trb.  gicl.  310.,  oberhalb  ob.  über  eüvai  binben  (j.  35.  fte 
hatte  ttn  Z\x(i)  übcrgebunbcn);  über  binben,  untrb.  jtcl.  3w.,  binbenb  be^ 
be(fcn,  mit  einer  $5inbe  oberhalb  üerfe()en  (j.  33.  bie  SBunbc  mxi  überbun^ 
bcn);  bie  Überbinbiing. 

überblättern,  untrb.  ?icl.  3>»-,  blatternb  bitrd)fef)en  cb.  überja^Ien, 
gew.  burd)blattern  (ein  fSudj);  im  SSlcittern  überfeben,  überfd)lagen  (eine 
©teUc). 

überbleiben,  trb.  jtcHof.  3nj.,  gem.  f.  übrigbleiben;  bag  Übcrbleib* 
fei,  -6,  gen?.  3J?.  bie  Üb  erb  leibfei,  ba^  Übriggebliebene,  ber  JKell, 
Überrefl  (j.  SS.  oon  ©pcifen);  —  überbleiben,  untrb.  jte(Io[.  3n>.,  un= 
gcbv.  f.  5urüc!=,  am  Seben  bleiben;  aujjcr  im  SKir*.  überblieben  (hibU 
er  ift  aUdn  überblieben),  u.  alöJpw.  bie  Üb  er  blieben  en,  f.  0.  «j.  Hin- 
terbliebenen. 

überblicfen,  untrb.  iiel.  3«?.,  etmaö— ,  über  bie  ganje £)berjTädbe  l)in 
blicfen;  audb  barüber  bi^^veg  blicEen,  u.  uncig.  —  fdjeinen,  hervorragen; 
tpva^  in  allen  feinen  Steilen  im  (Beift  uberfel)en  (j.  S5.  einen  ^lan);  bcr 
Überblicf,  ber  JÖIicf,  n?eld)en  man  über  einen  ©egenjlanb  wirft,  bie 
Überftd)t;  aud)  bie  gäl)'äf^if)  ßt»v*i,?  fd)nell  in  allen  feinen  Spetlen  jii  über; 
fd)auen  (oicl  ÜberblicE  bobcn);  bie  Über b lief ung. 

überblül}en,  untrb.  tüd'akl  3w.,  fid)  — ,  übermäßig,  über  feine 
.Ärafte  blühen  (ber  5Baum  überblübt  ftc^). 

überblümen,  untrb.  jitl.  3>f-,  bi^t.  f.  mit  S3lumen  überbecfen. 

überböfe,  überboöbaft,  S5n).,„ait  f.  übermafig  böfe,  bogl)iift- 

Überbot,  f.  unter  überbieten;  Übcrbrant»,  f.  unter  überbrennen. 

üb  erbraufen,  trb.  jieUof.  3»».  m.  fein,  braufenb  über  einen  9vaum 
ftd)  bewegen,  eine  ©ren^e  überfd)reiten  (j.  S3.  baö  foc^enbe  SSaffcr  braufet 
über;  uneig.  ein  übcrbraufenber  SJienfc^,  b.  i.  ein  aUjuleibenfc^aftltd^er;  ügl. 
aufbraufcn);  ü-berbraufen,  untrb.  jiel.  3n>-,  im  93raufen  übertreffen,  über; 
ivinben ,  braufenb  übertonen  (j.  33.  ber  (Sturm  übcrbraufet  meine  ©timme). 

über  brechen,  untrb.  jiet.  3».,  33erg«).  baö  Selb—,  cS  Hi  an  bie 
S)?arffd)eibe  abbauen  u.  glcid)fam  burd)bred)en  (ein  überbroti^enes  gc(b). 

über  breiten,  trb.  jic(.  3«v.,  etwa«  über  eine  Slä'd)e  ausbreiten  (j.  35. 
eine  2)ecte  — );  Über  breiten,  untrb,  jtet.  3iP- ,  ber  S5reite  ob.  ber  gan* 
jen  3tuöbef)nung  nad;  bebecfen  (j.  33.  ben  Sifc^  mit  einer  Sctfe  — ). 


übcrbrcnncu  —  Übcubi-up  l'JIO 

übctbrenncn,  untrb.  ikl  3».,  Jputtcn».  ba^  «Silber—,  über  ben 
9ett)o()n(id)en  03rab  fein  brennen;  bcr  Übcrbrant»,  bie  übergeiröfjnlicf^c 
%cmi)c\t  beS  ©ilberö. 

überbringen,  trb.  ikl  ^m.,  eüva6— ,  i)\miim,  über  einen  9?aum 
ob.  Körper  bringen  ob.  fd)affcn  (j.  S3.  gem.  fcfe  lann  bie  ^anbfc^ubc  nic^t 
überbringen,  b.  t.  über  bie  .Jpänbe  jicben);  —  überbringen,  untrb.  jitl. 
3ro.,  einem  etinaö  — ,  «on  einem  Orte  ju  einem  anbern,  an  eine  ^er» 
fcn  etroaä  bringen,  finnr».  überliefern,  mittbeilen  k.  (j.  ».  er  bat  mir  bcn 
Srief,  bie  seadjricbt  ic.  überbrac^t);  ber  Überbringer,  bie  Ubcrbringerinn, 
wer  ctwcii  überbringt ;  bie  Überbringung. 

überbrücfen,  untrb.  jiel.  3»-,  mit  einer  S3rücEe  überbauen,  eine 
5örüc!e  über  ctroaö  fd}lagen  (einen  glufg— ). 

überbücfen,  trb.  rüctj.  3<t'-,  ficb  — .  ftrf)  u^«  einen  SKaum  bücfen. 

iiberbürbcn,  untib.  jicl.  3i»-,  mit  einer  ju  fd)tveren  SSürbe  betajien. 

Überbad),  f.,  ein  über  einen  ©egenflanb  cb.  9?aum  binau^ragenbeS, 
benfelben  bebecfenbeö  Dad};  überta(^en,  untrb.  jic(.  3ir>- ,  oberf)a[b  mit 
einem  S)acf)e  üerfel)en  (einen  ^la^);  bie  Überbacf)ung. 

übert>dmniern,  untrb.  jiet.  3to.,  bid)t.  f.  mit  £)dmmerung  ob.  einem 
bämmcrnben  ©c^etne  überjieben. 

überbaö,  Vlw.,  gem.  überbieg,  f.  b. 

Überbauern,  untr-b.  gtcl.  3n5-,  «ine»  <^b.  eta>a6  — ,  an  ^aucr  über* 
treffen,  über  eine  3«it  binauö  baucrn. 

überbecfen,  trb.  jiei.  3».,  a(S -Detf e  über  etivag  ausbreiten  (j.  S. 
ein  3;ifc^tu(^);  bie  Überbecfe,  eine  über  envai  gebreitete  £>ec!e;  —  über* 
becfen,  untrb.  jic(.  3»».,  auf  ber  ganzen  :DberfI,ad)e  bebecfen  (bcn  3;if(^, 
einen  '»pia^  k.);  uneig.  f.  0.  rc.  überbäufen;  bie  Übertecfung. 

überbem,  9tiD.,  r.  überbau  ob.  überbieö,  f.  b. 

Überben fen,  untrb.  jict.  3n5.,  ettvag  — ,  nad)  allen  feinen  Zi)ex[m 
bebenden,  era>agen,  [innü.  burdjbenfen,  überlegen,  (SSÄnj.  überbackt,  g. 
33.  ein  retflid)  übcrbac^ter  (Sntfdjlufö);  cbcm.  aixä):  über  ct»Da6  i)maui  ben= 
tcn,  b.  t.  eö  Dcrgcffcn;  bie  Übertenfung. 

überbleä,  9{ro.  (nic^t:  überbem!  »gt.  über  1.  2)  e),  übet  bicfeg  {)'"- 
au^,,  auf  er  bem  Übrigen  ob.  (55efagten,  ftnno.  auferbem. 

Überbrang,  m.,  übermäßiger,  genjaltfamer  2)rang;  eljem.  f.  &e\valu 
tbätigfeit;  überbrängen,  untrb.  gicl.  är^.,  übermäßig  brängen,  brän* 
genb  übcrbäufcn. 

überbrefc^en, ♦untrb.  jlel.  Sw-,  ba§  ©etreibe  — ,  obenl)in,  leid)t  auf 
ber  £)berfläd)e  brefdjen;  fid)— ,  burd)  S)refd)cn  ftd)  übermäßig  an* 
ftrcngen. 

überbrücfen,  untrb.  jiel.  3w.,  ttwci^  auf  ber  ganzen  gläd}e  bebrüten 
(j.  ,S5.  ein  «Blatt). 

Übcrbrufä,  m.,  -ffeg,  0.  9K.  (ogl.  rerbrtcßcn),  hai  burd)  Überfättigung 
bei  onbaltenbcr  einförmigfeit  eineö  Suflanbeö  ob.  Sbunö  erzeugte  ®efül)l  ber 
Unlufl,  ftnno.  Sangeroeile,  6fel  (überflufö  ma^t  überbrufö);  überbtüfftg, 
SBw.  (obetb.  auä):  überbrü^;  alt  u.  oberb.  urdruz,  urbrü|,  urbru^ig) 
Überbrufg  empftnbenb,  mit  bem  @en.:  einer  ©ac^e  ob.  ^erfon  überbrüffig 
fein  ob.  werben;  c^em.  auc^  f.  nerbrieplid) ,  unwillig. 


1320  übei-büiigeii  —  übcvelJen 

übcrbi'nu^cn,  unti-b.  jict.  3w. ,  cinm  'Miv  — ,  nüt  S^üngci:  über- 
bccfen;  aud)  f.  libcvniapi^  biingcn;  bic  Übcrbünqunq. 

ijbcvb  unfein,  untvb.  jtct.  3«.,  bic^t.  f.  mit  j)iin"fel  übcrbeifen. 

übcrccf,  obcrb.  gcu^  übcvcifg,  9i«j.  V)on  cinev  (5cfc  ju  bev  fd)rä9  ge- 
genüber liegcnben,  von  einem  SBinfel  ju  bem  cntgegengefe^ten  ()inübei- 
(ein  giircä  beutfdjc!-  Söoct  f.  ba^o  fr.  biagonal);  ^em.  iibir^.  f.  fd}icf,  quer, 
brünier  nnb  biüber  (j.  25.  cö  gcl^  Mcö  übcr«it). 

übereignen,,,  iintcb.  jicl.  3>t>.,  9?i>r.  einem  etivag  — ,  jum  ßigentbum 
übergeben;  bie  Übereißnung. 

übereilen,  imtrb.  ^id.  u.  rüctj.  3«.,  1)  einen  —,  an  Silc  über- 
treffen, burd)  größere  (S'd)neÜigfeit  einl)olcn  ob.  überI)olen  (bibl.  eure  8Scr= 
folger  rccrbm  cuc^  übereilen;  unetg.  üom  Sobc  übereilt  merben) ;  2)  et- 
wa^—y  übermäfig  beeilen,  ju  eilig  betreiben  u.  baburd)  verberben  (j. 
5B.  eine  2(rbcit,  bie  SSilbung  ctni6  Äinbcö  u.  bg(.  — ;  übereilt,  q16  9?ro. 
u.  SSrc.,  i-  S3.  übereilt  tjanbcln;  ein  übereiltes  SSerfal)ren);  •i)  fid)— ,  ju 
fel)r  eilen,  burd)  ju  grcfe  (Si(e  unbcfonnen  f)'i"be(n  unb  feb(cn  (übereile 
btd^  nirf)t!  er  i)at  fic^  mit  ber  ©adje,  im  Sieben  ic.  übereilt);  bie  Übereilung, 
bai  übermd'pige  Silen;  eine  an^  übermäßiger  (Sile  en.tjlanbene  unüber; 
legte,  fel)Eerl)afto  v|)anblung  (53J.  Übereilungen);  ber  Übercilungäfel^lcr, 
bie  ÜbeveilungSfünte,  ein  gcl;lcu,  eine  ©ünbe,  quo  Übereilung  begangen. 

Über  ein,  9tw.  (altb.  über  ein,  f.  0.  Jt).  tat.  iii  uuum)  urfpr.  f.  ^ufiim^ 
men,  gemeinfd)aft[id);  jcijt  gem.  jur  S8e^et(f;nung  ber  Sincrleil)eit  ob.  ßinig- 
feit,  f.  0.  \v.  auf  einerlei  5ßeife,  g(eid)förmig ,  cinftimmig  (j.  S.  übertin 
lauten,  [td)  uberein  bleiben  u.);  bef.  in  folgenbcn  trennbar  ^gef.  3^.  (mit 
bem  ^auptton  auf  ein)  u.  berin  2(bteitungen :  übcrctnfomnien,  ^iellof.  3»r>. 
m.  fein,  mit  3<^nianb  über  etivaS  einig  luerben,  fid}  einigen,  werflau; 
bigen;  einerlei  $5eftimmungen  ob.  (5igenfd)aften  haben ^  f.  ü.,.iü.  überein= 
ftiramen  (5.  35.  bdbe  SSegriffe  fommen  bacin  übeiein  jc);  bag  Überetnfouu 
men  ob.  bie  Ubereinfunft,  lanbid).  auö)  bad  Uberein!omnmtf§,  ba^  ßinig; 
iucrben  ob.  bie  ©inigung  über  etivaö;  au^  bie  "»fünfte  ob.  SSebingungen, 
über  tveldje  mau  fid)  geeinigt  bat,  finnü.  2}efgleid),  5L^ertrag  (fr.  S'onotn' 
tion);  überetnfömmlid)  ob.  übeieinfünftlid),  öw.,  einem  Übereinfom; 
men  gema'p  (fr.  conöentionell);  —  überein)limmen,  ?ie(lof.  3«.  m.  t)aben, 
eig.  einerlei  »Stimme  cb.  2on  i)C[hm,  einflimmig  fein,  jufammenjtim- 
men;  gew.  in  roeiterer  SScb.  von  gletd)er  ^Crt  u.  S5efd)affenbeit  fein,  einer= 
Ici  S^b^^lf  biiben,  eineä  ©inned  fein,  ju  einanber  paf[en  ob.  fid)  fd)i(fen, 
(j.  SS.  bic  2(u6fagcn  fiimmcn  nid^t  überein;  feine  >^anb4ungen  jlimmen  mit 
feinen  SBortcn  nic^t  übercin;  übcrc  in  jtimmenb,  alö  S5»r.,  j.  S.  übcv- 
cinftinimenbi'  SStrid^te  jc);  bie  Übcreinfiimnuing,  bci§  Übereinflimmen, 
bie  ßinftimmigEeit  (j.  S3.  jweier  2Cuöfagen,  ber  ©efinnungen  u.  ber  (iJemütljö- 
cirt  jwcicr  5}lenfc^en  u.);  übereinjlimmi.q,  S3tt).,  f.  i\  \r>.  übereinflimmenb, 
cinftimmig  (j.  S3.  mit  Semanb  übereinftimmig  fein,  benfen  2c.);  bie  Über- 
cinftimnügfeit,  ba<?  llbercinfrimmigfein ;  —  übereintreffen,  giellof.  Iw. 
m.  l)aben,  jufammentreffen,  auf  gleidje  ■■Zßeife  auffallen,  übereinftimmen. 
übereifcn,  untrb.gicl.3n5.,  mit  @ig  bebecfen  (ein  übercifeter  gUif&). 
übevevjen,  untrb.  jiet.  3ro.,  mit  Srj  überjieben  (fr.  bronjircn.) 
übcveffen,  untrb.  rücfj.  3»r>.  (mittell).  übcrezzcu)  fid)—,  übermafig 
effen,  mef)r  cjjcn,  alg  man  vertragen  fann. 


übcifat)i'en  —  übcuflicgcn  l.')2l 

übcrfal)mi,  tiO.  ^w.  1)  giclloe  m.  [ein,  fiel)  fal)renb  über  «inen 
JKiium  cb.  ©c^enftanb  behoben  (j.  95.  wk  fuljicn  an  baß  antue  Uftc  bcß 
glufTi'6  über;  v>it  finb  übcvgEfafjiin  u.);  -)  ?icl.  einen  —  ,  in  einem  5al)v- 
jeuge  obei-J5iif)r>verfe  ()iniiber  fdjaffen,  (btr  gci(;rmann  t)at  un6  übtxc^t^af)' 
ven);  bie  Übcrfal)rt,  bai  Übeifii()ren ;  aixö)  bec  £)rt,  tvo  man  überfd'()rt, 
bcf.  über  einen  glufe;  —  Übcrfa()ll'n,  untrb.  jiet.  $\v.y  ttWüi  — ,  b. 
t.  biuüber  bin  fallen  (einen  glufö  — ;  SSergiü.  einen  ©ang — ,  b.  i.  ber 
S3reite  nad^  burc^brtdjcn);  über  bie  Dbeiflä'd)«  etneg  Äörperg^  (eici)t  fym- 
ftreifen,  fte  mit  etwn^  iiberjli-eid)en,  iiberjieben  (baö  ©cftc^t  mit  einem 
noffen  ©c^wamme— ;  ein  S3rctt  mit  CcimiDaUcr  k.  — );  fii()renb,  mittetit 
eincö  gubrn?erEe6  mit  etmag  iiberbecfen  (einen  2fcter  mit  gjJift— );  ein  2bier, 
einen  5['?enfd}en  — ,  über  benfelben  binfa^ren,  ibit  im  J^i^b"»  mittelfl  beö 
gu()cmcr!cö  niebeiiverfen,  um?,  nteberfal)ien,  (j.  S.  er  i)at  ein  Äinb  über» 
faljren;  nid^t:  —  üb  er gef a b cen);  eijem.  uneig.  f.  etwaö  überfd)reitcn, 
übertreten,  »erleben;  einen  beeinträdbtigen,  benad;tbeiligen;  auä)  f.  über= 
weifen,  überfübren. 

übcvtallcii,  trb.  jicUof.  3»o-)  »bct  etivasJ  bi'^f'^Wen  ob.  i)etahi)anQin; 
3cig.  üom  Söilb  f.  über  ben  3eug  [pringcn;  Überfallen,  untib.  lid.  3»t)., 
ettiniiJ  ob.  einen  — ,  ban'iber  beifallen,  plö^lid)  u.  unDermutbet  anfallen, 
feinblid)  a,n3reifen  (ber  'gcinb  überfiel  un6  in  ber  9iac^t;  er  würbe  »on  diä\i^ 
bern  überfallen;  fcberjl;.  oon  einem  SSefui^e  überfallen  werben,  b.  i.  unoer- 
mutbet  ob.  jur  ungelegenen  3eit  überrafcbt);  aiie^  f.  befallen,  ergreifen  (eine 
Äranfbeit,  grofl,  ©d^vecEen  2C.  überfiel  ibn);  ber  Überfall,  1)  hai  Vibet=^ 
fallen,  u.  bas^jenige,  trag  überetiraö  fällt,  g.  EB.  lanbfcb-  bas  3äpfcbcn 
im  Jpalfe;  baö  über  ein  SBe^r  fallenbe  2Baffcr  (baber:  baS  Übcrfallwebr, 
SöatJerb.  ein  2ßebr,  über  wclc^eö  ein  gejtauetee  äBaffer  abfallt);  2)  ba^ 
Überfallen,  ber  plo^lidje  u.  unocrmutbete  3(ngriff  (oor  einem  überfalle 
nic^t  fieser  fein;  eine  gtjtung  burd)  Überfall  einnebmen). 
.   Überfärben,  untrb.  jiel.  3w.,  mit  einer  j^arbe  überkleben. 

überfed^ten,  untrb.  ikl.  3»t>.,  »lt.  f.  im  ^tdjun  übertreffen,  überb. 
übenrinben. 

überfei len,  untrb.  jiel.  3»».)  mit  ber  ^eile  überfahren,  überarbeiten. 

überfein,  S5w.,  übermäßig  fein,  allju  fein  (fr.  fuperfein);  baber  bie 
Überfcinbeit;  überfeinen  ob.  -feinem,  imtrb.  jiel.  3w.,  9Uu»«.  f.  über- 
fein macben. 

überfett,  93w.,  allju  fett  (j.  35.  ein  überfettcr  SBoben). 

überfirniffen,  untrb.  ^iel.  3»t>.)  mit  girnifg  überjieben. 

übcrfled)ten,  untrb.  jief.  3»c. ,  mit  einem  @efled}t  übec^ieben  (eine 
g(af(^e). 

überflei^ig,  S.d.,  in  ju  i)oi)im  (Srabe  fletfig. 

überfliegen,  trb.  jieilof.  3».  m.  fein,  über  etivag  bi"  ob.  wn  einem 
£>rte  jit  einem  anbern  fliegen  (j.  S5.  bie  ^übncr  finb  übergeflogen,  naml. 
über  bie  SOiauer  k.;  baö  geuer  flog  üon  einem  .:^aufe  jum  anbern  über);  über* 
fliegen,  untrb.  jiel.  3w.,  etmaö— ,  barüber  binau^fliegen,  c$  fliegenb 
ob.  gleic^f.  im  S'"3C,  mit  grojier  ©cbnellc  überfd)reiten  ob.  übcrfteigen  (tag 
gelb,  bcn  ®ee  jc. ;  uneig.  bie  menf^ltd)e  fficrnunft  u.  bgl.  überfliegen);  flüd)= 
tig  überjieben  (^isai  3ioti)  btr  ©d^am  überflog  i^r  Jlntli^))  aui  fdjneÜ  über- 


1322  libei'flicpcn  —  übcvfüf)rcn 

blirfen  (eUvai  mit  ben  2(u9cn— );  im  fliegen  übccljolcn,  an  ©d^neltigfcit 
übertreffen,  anä)  überf).  f.  übertreffen  (einen — ). 

überfließen,  ti-b.  jicUof.  3n).  m.  fein,  über  einen  9?aum,  über  eine 
©renje  binaug  fliefen,  ftnnü.  überlaufen,  übertreten  (bcr  (Strom  fliejjt 
im  gvü()(in9  über;  bcr  3Bcin  ifl:  übcrgcfloffen,  näml.  übte  ben  SRanb  be6  ®la= 
feö);  aud}  ßon  bcm  ju  üoUen  ©cfä^e  felbjt  f.  bie  ^füffigfeit  überfliefen 
(äffen  cb.  ergießen  (bcr  Srog,  ba^  QUai  jc.  fliefjt  über;  uneig.  ii)t'iiüii  ftofö 
über,  b.  i.  füllte  ftc^  mit  l)croDrbrittgcnbcn  S^rdnen;  mein  Jg)ei-j  fliegt  wn 
^reubc  unb  ©an!  über);  überfliegen,  untrb.  jiet.  ß,»t>.,  et  mag  —  ,  flie;= 
fenb  ob.  mit  einer  glüffigfeit  übcrbecfen;  —  bet  Überflufä  (öonübev= 
fliegen)  cig.  baö  Überfliepen  (j.  83.  bc§  SBafferö,  beS  ^erjenS  zc);  gcto.  nur 
uncig.  eine  ba^  S3ebürfnifg  überfleigenbe  5??enge  ob.  9J?affe,  ein  groferec 
SJorratb,  a(g  jit  einer  2(bftd)t  erforberlid)  ijl,  finn».  Übermap,  Überfülle 
(j.  S5.  iiberftufö  an  ßebengmittcln,  ein  @elbe  ic;  e§  giebt  t)ier  SBein,  ®e- 
trcibe  u.  im  Übcrftujfc;  2(Ucö  im  Übcrfluffe  ijabcn);  in6bef.  ein  größerer  ^cx^ 
vat^  an  5eitltcl)en  ©ütern,  alg  man  bebarf,  entg.  SKangel,  9iütl)  (im  Übet' 
fluJTc  leben);  auä)  f.  etirag  nid}t  5'^otl)n)enbigeg,  bcf.  in  bcc  ncbenroörtl.  3ie' 
bcnöart:  jumübcvftufö  (j.  S5.  cf.oaS  gum  llberftitfö  bemerken,  erinnern 
u.);  überflüffig,  SSm.,  tig.  überfliepenb  (bibl.  ein  übevflüfftgce  SfKaf);  gc». 
f.  im  Überfluffe,  febr  reid)licb  (übcrpffiger  SSorvott);  überpfftg,  ob.  über* 
pfftg  genug  ^abcn);  unnotbig,  ju  einem  ^mde  nicbt.erfotberlicb  u.  nid)t 
bienlirf)  (überflüfftge  SBovtc,  Umftänbe  u.  bgl.);  bie  Überflüffigfeit,  ta^ 
Überflüffigfein ,  bcf.  bie  Unnötbigfeit. 

überfloren,  untrb.  giel.  3tt).,  mit  einem  j^lore,  ob.  wie  mit  einem 
gtove  (f.  g(or  3.)  überjneben  (ben  >&iit— ;  ben  SSlicE— ). 

überflügeln,  untrb.  jiel.  3n>.,  Äcfpr.  ein  feinblicbeg  ^eer  — ,  bie 
glugel  (f.  b.)  beg  eigenen  ^eereg  über  bie  beg  feinblid)en  binaug  bebnen; 
uneig.  f.  überivältigen;  übertreffen;  bie  Uberflügelung. 

Überflufg,  überflüffig,  f.  unter  überfliegen. 

überflutb^n,  trb.  jieliof.  3ra.  mit  fein,  über  einen  Siaum,  eine 
©renje  flutben  (baö  SDBafTer  ifi  übergeflut{)ct,  näml.  über  ba^  Ufer,  ben 
3^amm  tc.);  bie  Uberflutb,  eine  übertretenbe  glutb ;  aucb  eine  übergroße 
glutb,  u.  uncig.  f.  Übermaf ,  Überfülle;  übcrflutbcn,  untrb.  jitl.  3>t>., 
flutb.enb  überbecfen,  übevfcbtvemmen  (ber  glufg  i)at  bie  ebene  überf(utt)et); 
bie  Überflutbung. 

uberforbern,  untrb.  gier.  3«?-)  etirag— ,  über  beffen  3Bertb  forbern. 

Überfrad)t,  t».,  voai  bie  gebübrenbe  ob.  freigegebene  g^racbt  überfleigt; 
itberfracbten,  untrb.  gii-l.  3n).,  übermäßig  befracbten,  finno.  überlaben 
(einen  SBagen). 

überf reffen,  untrb.  tüdj.  3».,  fid)— ,  won  einem  S'tjiece:  mebr 
freffen ,  aii  eg  t>erbauen  f ann. 

überfrcunbltd) ,  SSw.,  übermafig  ob.  allju  freunblid). 

überfrieren,  untrb.  gicliof.  3».  m.  fein,  auf  ber  £)berfIadK  gefrie- 
ren ,  mit  6ig  überwogen  »Derben  (bcr  glufö  ift  überfroren). 

überfromm,  S3nj.,  übcrmd'pig  fromm,  frömmelnb. 

überfübten,  trb.  gicl.  3»-,  übet  etnjag  binn^eg  fübren  (j.  SB.  ffd^ 
ütjerfüf)ren  lajfcn,  näml.  über  ben  ®teg,  über  baö  SBaffcr  ic;  ©ctreibc  über* 
füfjcen,  näml.  über  bie  ©rcnjc  zc);  überfübten,  untvb.  jicl.  3">.,  einen—, 


Übcffülte  -—  übev9e()cn  1323 

t{)n  buid)  univibcdeölid)«  S3eivctö9riinbe  baf)in  biincjen,  cttvaö,  traget 
QiUu^net  t)at,  jii  9effe{)en,  finno.  übcrwetfcn,  ob.  wai  er  md)t  ge* 
glaubt  l)at,  für  it»af)r  rtnjunehmcn,  ftnno.  übcrjcugcn  (j.  S.  einen  beS 
J)icbfta()l6  iiberfütjrcn;  t^  i)abc  ii)n  feineö  3rrt()umö  ob.  t5on  bec  2Bübrbett 
meiner  S3ct)Quptung  übcrfiif)tt;  ein  übetfüljrter  93erbrcc^cr  Jc);  ber  Uber- 
fübter;  bic  Ubcr[i'tl)rung;  iibcrfübrt,  aie  Sir.,  obcib.  f.  ein9cfat)rcn, 
b.  i.  burd)  öftereö  gabrcn  (eic^tcr  geljenb  gcmad^t  (ein  übcrtuf)rter  SBagcn). 

Übcrfütle,  ro.,  übermäßige  ob.  übni).  grcpe,  reid)c  Sülle,  Überfluf^; 
aud)  f.  ^ortüberflufS,  überlabener  2fu^bru(f  (fr.  "^(conaemue). 

Überfüllen,  trb.  ?iel.  in?.,  au^  einem  ©efä'ße  in  ein  anbereg  füllen 
(?.  83.  Sfficin);  Überfüllen,  untrb.  jiel.  3»t>. ,  übermäßig  anfüllen  Um 
®cfäjj  — ,  fü  bafö  eö  überläuft;  ftc^  mit  ©pciftn  — ;  uncig.  iin  überfülltet 
2(iiSbrucE,  f.  0.  XV.  ein  überlabener,  fr.  plconaflifdjer). 

überfunfetn,  untrb.  iki.  3>r.,  bidjt.  f.  Im  J^unfeln  übertreffen. 

überfüttern,  untrb.  jiel.  ^rv.,  übermäßig  füttern  (ein  Äinb,  ba6 
»ieb— );  bie  Überfüttevung. 

Übergabe,  f.  unter  übergeben. 

Übergäbren,  trb.  gtellof.  3».  m.  ^abcn  u.  fein,  gä'brenb  überfließett 
(ba6  SBier  t)at  ob.  ift  über9egol)ren) ;  Übetgäbren,  untrb.  rüdj.  3iü.»  fid)  — , 
übermäßig,  ju  ftarf  gäl)ren  (ta^  SSiec  i)at  fic^  übergot)ren). 

Übergang,  f.  unter  übergel)en. 

Übergattern  unb  übevgittern,  untrb.  jiel.  Bn?.,  mit  einem  ©atter 
ob.  ©itter  überbecfen;  uneig.  in  ber  3cic^enfunft :  bur^  ftd^  gitterförmig 
frcujcnbc  Cinien  in  Heine  Sierecte  tl)eilen. 

Übergeben,  untrb.  jiet.  ^w.,  einem  etwai—,  eö  in  beffen  ^anb 
geben,  ftnno.  übcrreid)en,  u.  in  weiterer  Scb.  ii  formlid)  in  beffen  65e- 
ttalt  geben,  finno.  überliefern,  abliefern  (einem  einen  SSrief,  ein  yfanb, 
bie  ©d)lüj|el — ;  bie  ©efangenen — ;  bem  Ääufer  JpauS  unb  .i^of,  bem  geinbc 
bie  geftung  — );  el)em.  f.  aufgeben,  oerratf)en;  fid)—,  q(6  anjlänbigerec 
2fu6bruc8  f.  ft'd)  crbred)en  (ogt.  etiüaö  »on  fic^  geben);  bie  Übergabe,  bcii 
Übergeben,  bie  Überlieferung,  b.  i.  bie  J^anblung,  ba  man  etnjaö  oöUig  u. 
förmlich  in  bii  Qötmalt  eineö  2(,nbern  gicbt  (j.  f8.  bie  Übergabe  cineö  @uteö, 
einer  gefJung  ic);  cerfd^.  bie  Übergebung,  rccld^eö  aud)  bfe  blo^c  Überreif 
d)ung  bejei^nen  fann  (j.  S.  bk  Übergebung  einc6  SriefcöJ;  ber  Übergeber, 
»»er,  ettva^  übergiebt. 

Übergebot,  f.  unter  überbieten. 

übergeben,  trb.  giellof.  3»r>.  m.  fein,  über  etivaä  bi"^iu^  g^b^"»  «in^ 
©ren^e  überfd)reiten  u.  fi'd)  verbreiten,  bef.  »on  glüfftgf citen ,  gew.  über^; 
fließen,  überlaufen  (bibl.  ba6  SBaffer,  trenn  c6  übcrget)ct  jc),  auc^,  wie 
biefe,  etiua6  überfließen  ober  ber^orquellen  laffen  (bie  2(ugen  gingen  i^m 
über,  b.  i.  cg  traten  il)m  Sbrcincn  in  bie  2fugen:  bifcl.:  wefö  ba6  ^er^  »oU 
ift,  befö  9el)t  ber  fSlunb  über);  toon  einer  ©eite  eineö  9vaumeö  auf  bie 
entgegengefe^te,  u.  uneig.  t)on  einer  Partei  ob.  ^perfon  ju  einer  anbern 
ft'd)  begeben  ob.  gelangen,  finno.  übertreten  (jum  geinbe— ,  ju  einer  anbern 
«Religion  überget)en;  bie  ©tabt  ift  an  ben  gcinb  übergegangen,  b.  i.  I)at  ftd> 
ii)m  ergeben,  ob.  ijt  in  feine  ©cwalt  geratt)en;  fein  ^aui  ijl  in  fremben  Se* 
ftij,  in  anbere  ^änbe  übergegangen  :c.);  non  einem  ©egenjlanbe  -Jer  S3e« 
f^äftigung,  bei  ©efprac^S  :c.  jU  einem  anbern  fottfdjreiten  (»om  2(Ugemci* 


1324  iibei'^ele{)i't  —  iibcfgicpen 

nen  auf  baö  SScfonbece  ob.  ju  hm  aScfonbcccn  — ,  oon  Diefem  ju  3encm— ); 
in  einen  ^u|!anb  ob.  eine  ^iige  übertreten  cb.  geratfjcn  (üon  bcr  Sraurtg^ 
!cit  jur  grcubc— ;  tu  ein  ntucö  3ai)c— ;  ia^  glcifd)  gc^t  in  gdutnit'ö  ubcc); 
gem.  f.  v»oriiberge()en,  üergel)en  (baö  ©craitter  9ct)t  balb  über);  ber  Übev^ 
gang,  "iO?.  ^gä'nge,  bag  Übergeben,  bie  ^anblung  beö  v^inübergei)eng, 
foiüot)t  ctg.  (j.  SS.  ber  Übergang  über  einen  SScrg,  einen  glufö  Jc),  alö  un» 
cig.  (j.  SS.  ber  Übergang  ju  einer  anbcrn  '»Partei,  fOieinung,  ^u  einem  anbern 
©egenflanbc  bcs  @efprä'd)ö  ic);  ha€  @crati)en  in  einen  anhcm  Suftanb, 
bie  ^Beranberung  beS  3u|TanbeS  (j.  ffi.  ber  Übergang  ber  SBärme  jur  Mite, 
ber  Übergang  Dom  ©ommcr  jum  SBintcr,  üom  ®Iütf  gum  UnglücE  :c.);  bag; 
jenige,  mittelfl  beijen  man  t>on  einem  ©egenftanbe  cb.  Steile  jum  an^ 
becn  Über9et)t,  j.  SS.  in  ber  Siebe  bcr  ocrmitteinbe  «Sag,  baö  SDlittelglieb, 
wctd^cö  jwci  ©ebanfen  Bcrbinbct;  ^ai.  tk  SKittelfarbcn  (unmerftic^e  Über-- 
gange  com  ©Ratten  jum  iiö^t);  Son!.  bie  SiJne,  mittelfl  bercn  man  aiiö 
einer  Sonart  in  cim  anbete  übcrget)t;  bcr  Ubcrgcinger,  irer  (ju  einer  anbern 
Partei)  übevge()t;  —  übergcl)en,  untrb.  jiel.  3«'.  1)  etivaö  — ,  cig. 
über  bie  ganjc  £)berfläd[)c  i)in  gehen  (j.  SS.  oberb,  ein  gelb  —  ,  b.  i.  eö  bc» 
gcf)en  u.  bcfid^tigcn);  uncig.  aitf  bei  £)berflä'c{)e  bearbeiten,  überarbeiten, 
jubcretten  (j.  SS.  SOial.  baö  4)olj,  auf  welcticm  gemalt  tücrbcn  [oU  — ;  Äup^ 
fcrjl.  eine  Äupferplatte— );  überfd}auen,  bucc()fe{)en  i^.  SS.  ein  SSer^eic^ntfis, 
eine  S^edjnung);  einen — ,  eljem.  f.  befallen,  überfallen;  uberfül)ren,  über- 
Jüinbcn,  befiegcn;  il}n  ju  etwaö  gioingen  ob.  vermögen;  2)  über  etivaS  I)tns 
du^  cb.  l)intt)eg  ge^en,  eine  ©renje  übcrfd^reiten  (bibl.  ein  3iet  übet^ 
ge^en;  Sag.  bcr  ßcitl)unb  übcrgcl)t  bie  gal)rte);  bafjcc  uncig.  el)em.  f.  über-- 
treten,  baiviber  l)anbe[n  (einen  S5cfc()l,  ein  ©ebotjc.— );  gern.  f.  etroag 
nid)t  bead)ten  cb.  berücf fid)tigen ,  nidit  anfül)ren  ob.  erit)d'i)ncn  (einen 
Umjtanb  — ,  etraaö  mit  ©tillfc^ioeigcn  übergel;cn;  er  würbe  bei  bcr  S5eför= 
berung  übergangen,  b.  i.  ni<i)t  bcrüctfi^tigt);  ber  Ubevgel)ev,  oberb.  f.  ein 
ituffcljev,  ber  einen  SSejirE  ju  bcgel)cn  u.  gu  bcfic^tigen  i^at  (j.  SS.  ein  SBeg-, 
^olj-,  S!Balbübergfl)ec  k.);  bie  Übergebung,  bai  Übergeben,  bcf.  bie 
9iid)tbead)tung,  5^id)tenväf)nung. 

übevgclcbvt,  asw.,  übermäßig  ob.  aliju  gclebrt. 

über  gelten,  untrb.  jiel.  3w-,  »lt.  f-  (^n  ©eltung  ob.  SBertb  über-- 
treffen. 

übergenug,  91«).,  mebr  a[g  genug,  überflüffi'g. 

Übergeit>alt,  id.,  übermvipige,  fiegcnbe  ©eiralt;  übergeiualtig,  SSn?., 
aUju  geivaltig. 

Übergewi^t,  f.,  wa$  ein  beflimmteä  ©eivid^t  überfreigt,  finno.  Über; 
frad).t;  größeres,  fcbroerercg  @cir»id)t,  wcburd)  ein  anbcreö  aufgewogen  u. 
ia^  @lci(^gcn)ic^t  aufgcl)oben  wirb  (ba6  Übergewicht  befommen,  b.  i. 
baS  ®leid]gcwic^t  ucrlicrcn  u.  auf  bie  fc^wcrere  ©eite  fallen);  uncig.  f.  gros 
fere  Ävaft  u.  ®ir!famfeit,  gröperei  Qf^adjbrucf ,  Übermad)t  (ein  Überge* 
wic^t  über  2(nbcre  fjaben,  gewinnen  u.;  baö  Übergewicht  feiner  ®rünbe  2C.); 
übergejuidbtig,  SSw.,  Übcrgetvid)t  babenb. 

übergießen,  trb.  jiel.  3w.,  etivaö— ,  giepenb  über  eine  ^lä<i)e  ob. 
einen  Äorper  verbreiten  (j.  SS.  bie  Sunfe— ,  nd'ml.  über  hai  glcifc^  k.); 
über  etiDaö  binauö,  über  ben  9tanb,  alfo  baneben  gießen,  ob.  fo,  bafg  ei 
überläuft  (giepe  nid^t  über!  er  l)at  ben  SBcin  übergcgojTcn);  auö  einem  &(- 


übergipfen  —  überljangen  1325 

fafe  in  ein  anb«reg  giefjen  (bcn  SBein  auö  ber  Äonnc  in  glaf^en  — );  bec 
Übergufö,  bag  Übergießen;  bng  Übergoffene  (j.  SB.  ein  Übergufö  »cn 
3uiler  auf  einet  STorte);  —  übergießen,  untrb.  ^iet.  3»d.,  etmaö  auf 
ber  ganjen  £)berfläd)e  begießen  (baö  g(fifc^  mit  ber  3;unfc— ;  ii)  xvav  »on 
©djwciß  wie  ü'ocrgo|Ttn);  inöbef.  fo  begießen,  bafö  baö  ©egoffene  einen  blei« 
benbcn  Übcrjug  bitbet  (ffiactnjcrE  mit  ßiider— ;  übergo|Tcne  grüdjte);  uneig. 
f.  oödig  bebccfen,  uberfd)ütten;  bie  Übevgicßiinq ,  ba«  Übergiefen. 

übcrgipfen,  untrb.  jict.  3n?.,  mit  ©ips$  iiberjie()en  (j.  ».  eine  2ßanb). 

übergittern,  untrb.  jiel.  3w.,  f.  Übergattern. 

überglänjen,  untrb.  jicl.  3w-,  mit  (^lanj  bebecfen  ob.  gleicbfam 
überjiel)en  (?.  93.  ba6  2(ntU^);  an  ©ianj  übertreffen,  finno.  überflra()(en 
(j.  35.  ber  sOTonb  übcrglanjt  bic  Sterne),  uncig.  f.  weit  übertreffen ,  tgt. 
iH'rbunfeln  (^.  SB.  et  überglänzt  an  diui)m  feine  ©cgncr). 

überglafen,  untrb.  jiel.  3w-,  mit  ölag  ob.  einer  glasartigen  Siinbe 
überjiefjen  (f.  ».  \v>.  glafiren);  bie  Überglafung. 

überg leiten,  untrb.  jicl.  3»»-.  mit  einem  gleißcnben,  täufd)enben 
liu^ixn  verfe()en. 

überglücf lic^ ,  SS».,  über  bie  ?!)?afe  ober  überaus  glü(f lieb- 

übergncibig,  93n?.,  überaus  ob,  allju  gnä'big. 

Übergolben,  untrb.  jiet.  3».,  (altb.  übergiilden,  übergürocn),  mit 
biinngcfc^lagencm  ob.  aufgelöf'tcm  ©olb  überjieben,  gen?,  üergolben;  uneig. 
bidjt.  mit  ©Dlbglanj  umgeben:  bie  Übergolbung,  (mittcfb-  überguklt;). 

Übergrafen,  untrb.  jiel.  3».  1)  (oon  @ro6)  mit  @raS  ob.  Oxafen 
überjicben;  2)  (oon  grafcn)  grafcnb  übergeben  ob.  begeben. 

übergreifen,  trb.  jiettof.  3n?-,  über  einen  9?aum,  eine  (^irenje  bin- 
U'eg  greifen;  uneig.  feine  SSefugnifiJ  überfdireitcn  u.  in  ein  frembeö  @e; 
biet  ob.  dxidjt  eingreifen;  in  biefer  (toteren  S3eb.  cl)cm.  auä):  übergreifen 
(mittelf).  iibergrifen)  aU  untrb.,  jiel.  3»».  f.  beeinträd)tigen,  werteren  (j.  93. 
ber  ubergriffcne  Siieil);  ber  Übergriff,  Wi.  Übergriffe,  bag  Übergreifen 
in  frcmbe   JHcdjte,  u.  bie  >^anblungcn,  burd)  wcfdjc  man  fold^c  wertest. 

übergroß,  93n>. ,  übermaßig  groß,  auf erorbent(id)  groß. 

übergürten,  trb.  jiel.  3n>- .  über  ctiva«  gürten;  übergürten,  untrb. 
iiel;,  3w.,  oberhalb  mit  einem  ©urte  oerfeben. 

Ubergufö,   f.  unter  übergießen. 

übergut,  95».,  aüm  gut  ob.  gütig,  außerorbentüd)  gut. 

überbalb,  vlt.  f.  oberhalb,  f.  b. 

Überbalten,  trb.  jiel.  3»ü.,  über  emai  i)altm  (j.  SS.  etnÄinb  — ,  nSmr. 
über  ber  Saufe  ic). 

Überbanb,  w.,  etjem.  f.  ».  w.  £)berbanb  Cf-  b-).  überlegene  ?0'?ad)t  ob. 

©eiralt  (mittcff).  oberhant,  obernthant  gewinneu,  nemen  jc. ;  altobetb.  gtö? 
ßern  Übtt()anb  nel)mcn;  bibl.  roenn  bk  ©cremten  übcri)anb  f)abcn  jc;  ber 
geinb  t)at  Übert)anb  gcErigt  k.);  jc^t  alö  3lxt).  betrad^tct  u.  gew.  Überbanb 
betont,  nur  in  ber  93erbinbung:  überbanb  nebmen,  b.  i.  auf  über- 
legene, übermad}tige  Söeife  an  5}?cnge  ob.  <Stärf'e  junebmen,  um  ffd) 
greifen,  gew.  nur  oon  fdjä'ötic^en  Singen  ob.  Übeln  d.  S5.  baS  UnEraut  nimmt 
in  meinem  ©arten  iiberljanb;  .Kranfljeiten,  2a|lcr,  Unfitttid)feit,  ^rac^tliebc 
net)men  überbanb). 

überb«ngen,  trb.  jiellof.  3».  m.  l;aben,  über  feine  eigene  ©runb- 


1326  überf)avfen  —  uber{)elfen 

flä'd)e  ob.  «in  anbereS  2)tn3  f)inau5  ()angcn  (über^angcnbe  S^^f'^n.  2Cjte 
eincö  S5aume§  2C.;  bai  |)au§  Ijä'ngt  über;  Äriegöb.  übert)angenbe  @dnge, 
b.  i.„  auf  ber  >!&ö^e  ber  «Sdjrectfd^anjcn  gemauerte  f)eroorfpnn9enbe  ©Änge); 
ber  Über()an9,  bai  Überbangen;  bag  Überl)angenbe ,  j.  S.  iiberiiangenbe 
2(jte  u.  grüßte  eine§  SBaumc€;  bcr  l)crrüberra9enbe  St)eil  eineö  ©ebäubeö, 
ein  SrEer;  eine  überf)angenbe  2>ecfe,  ein  aSortjang;  —  Übert)än9en,  trb. 
giel.  3n)-,  über  ctroaö  i)iin$m  (j.  S5.  ein  Su^— ,  naml.  über  fic^,  über  ben 
Äopf  jc);  über()ängen,  untrb.  ikU  3nj.,  oberf)alb,  auf  ber  ganjen 
Sberfläd^e  bebcingcn  (Säume,  mit  grüd^ten  über()ängt). 

über()arfen,  trb.  giei.  3«).,  über  einen  9?aum  f)in  barfen  ob.  mit  bec 
.^arfe  fd}affen;  überwarfen,  untrb.,  gie(.  3ir.,  auf  ber  Dberfladje  mit 
bec  '^axh  bearbeiten  (ein  SScet);  bie  Über^arfung. 

überbarfc^en,  untrb.  jicllof.  3m.  m.  fein,  auf  bec  £)betflä'd}«  bacfd) 
(f.  b.),  b.  i.  mit  einer  ()artcn  9iinbe  überwogen  werben  iik  2Bunbc  ifi  fc^on 
überf)Qrfd5t):  bie  Uberijarfc^ung. 

überl) arten,  untrb.  gicI.  3w-,  in  ju  i)obem  (Srabe  garten  (über^artete§ 
©ifen). 

überl) aud^en,  untrb.  jicr.  3».,  auf  ber  ganjen  £)berfldd)e  bebauten; 
uncig.  irie  mit  einem  v^aud)C  Ieid)t  überüeben. 

überhäufen,  untrb.  jict.  3».,  eig.  mit  einem  v^aufen  ob.  l)aufentreife 
bcbecfen,  überfd)ütten;  gero.  uneig.  f.  im  Überflufö  mit  itma^  oerfeben 
(einen  mit  2Bot)(tf)aten,  mit  93on»ürfen  :c. — ;  mit  ©ef^ciften  überl)äuft 
fein);  überbd'uft,  als  fSvo.  aucb  f-  übermäfig  geb^uft,  febr  oiel  (über« 
I)aufte  ©efi^äfte,  geiertage  u.  bgJ.);  bie  Überbäufung. 

Überbaupt,  91«.  (mittelb.  iiher  houbet,  oberb.  gettJ.  über^auptä;  f^rceb. 
öfver  hufvud;  pon  Jpaupt  f.  ba§  Sornei)mjle,  c^cm.  aucb  baS  GJonje,  bie 
©umme;  alfo  eig.  über  baä  Jpaupt  ob.  bQ6  ©anje  ^in),  im  ©anjen,  in  "äU 
lem,  2ilU$  jufammengcncmmcn  (c6  luarcn  überfjaupt  jet)n  ^crfonen  ba); 
im  2(Ilgemeinen,  insgemein,  in  aüen  ©tücfen  ob.  §dUcn,  cntg.  im  ein* 
jelncn,  ingbcfonbcvc  (er  roci^  überf;aupt  ni^tS;  e6  ifl  überhaupt  fcbn>er  ju  bc= 
flimmen;  icb  mag  überhaupt  inä^t  baoon  reben);  auf  allgemeine  ^SJeife,  obne 
9?ü(fficht  auf  bie  ©njelbeiten  (etmai  überi)aupt  erjablen;  überhaupt  baoon 
gu  reben  :c.). 

Überbeben,  untrb.  j^ict.  u.  rücfj.  3m.,  1)  einen  — ,  ibn  gleid)f.  über 
etivaS  bi^i'i^^S  b«ben,  ibn  baV)on  log  mad)en,  befreien,  mit  bem  ®en.  bcr 
©acbe:  einen  ber  <^ad)e— y  b.  i.  ibn  bamit  oerfcboncn,  fie  ibm  abneb- 
nien  ob.  erlaffen  (j.  «8.  man  bat  mid)  ber  litbtit  überboben;  er  ifl  ieber 
©orge  unb  55Kübe  überboben);  2)  ficb— ,  ftd)  übermäßig  erbeben,  eine 
§U  b^b«  2J?eiming  üon  ftd)  he^en  u.  d'ufecn  {fidb  mcgen  einer  ©ac^c — ; 
aud)  blo^  mit  bem  (i5cn. ,  j.  95.  bibl.  überbebe  bi^  beiner  ©emalt  ni(^t!); 
aud)  f.  5u  fdjtrer  beben  u.  ftd)  baburd)  ©diaben  tbun,  finn».  fid)  t)erbes 
ben  (icb  i)cihe  micb  überhoben);  bie  Uberbebung. 

Überbeilen,  untrb.  3m.  1)  gicUos  mit  fein,  auf  ber  £)berfldd)e  i)e\l 
ir erben  (bie  SBunbc  ift  übcrbeilt);  2)  giel.  oberfldd)nd)  beilen. 

überbelfen,  trb.  giellof.  3m.  mit  bem  ^at.  ber  ^erfon;  einem—, 
austatf.  f.  ibm  belfen,  bafg  er  über  etwa^  gelange  (j.  S.  er  fonnte  nidjt 
über  ben  3aun;  mir  (jalfcn  ibm  über);  uneig.  f.  ib'^i  bebü(flid)  fein,  (lui 
einer  fd)[immen  Sage  ju  fommen,  ibn       Qö:)ü^  nebmen,  entfd)u(bi= 


itbert)e*t  —  überjdijng  1327 

gen  {bibU  wenn  ein  SRei^er  nicl^t  vi6)t  getljan,  fo  ftnb  Sicie,  bie  if)m  über« 
Reifen). 

über()ell,  fSm.,  allju  f)eU;  bie  Uberljeüe,  übermäßige  ^elle. 

über()er,  3im.  über  etivag  l)er;  gem.  barüber,  barüber  ^ev. 

über^imm(ifd),  Sm.  über  bem  «^imme(  befinblicf);  met)r  ali  f)inims 
lifcb. 

überbin,  Sflro.,  über  itwai,  auf  ber  £?berflä'd)e  einer  <Sa(i)e  bin;  un« 
fig.  f.  obenf)in,  oberfIäd)(id) ,  flüd)tig;  oberb.  f.  überbieö;  cfjem.  f.  t>or; 
über,  vorbei,  (btbt.  ein  SBetter,  baä  übcrf)in  gebet). 

uberl)obeln,  untrb.  jicl.  3>t).,  nuf  ber  gongen  Dberfläd}e  bef)cbe[n; 
bie  Übert)obe(unq. 

überl)od^,  Sn?.,  überma'fig  ob.  au^crorbent(id)  bocf). 

überholen,  trb.  jicl.  3n>.,  über  einen  Otaum,  von  einer  Seite  auf 
bie  anbere  bolcn  (j.  93.  einen  im  Äaf)ne — );  ©c^iff.  bie  ©cgel — ,  roenben, 
umlegen;  übcr()o(en,  untrb.  jiet.  3«).,  einen—,  ihm  burd)  größere 
®ej'd}reinbigt'eit  jui^ortommen ,  mcl)r  olö  eini)olcn  (j.  S.  ei*  übcrtjotte  im 
Saufe  2(Ue,  bie  itjm  »oraug  roacen);  uncig.  an  ßJefdjttJinbigfeit  übertreffen, 
u.  übertreffen  überf). 

übcrt)ören,  untib.  jicl.  3n>-  l)etn)aö— ,  9(eid)f.  barüber  weg  ()ö' 
reti,  e6  au^  ?0?angc(  an  2(ufmerffanifeit  nid)t  boren,  tcrfd).  oerijörcn, 
(ic^  bQ&c  cö  übcri)ört);  auc^  t^un,  alö  ob  man  et»vaä  nid)t  bore,  e5  ntd)t 
bead)ten  (bibl.  Untugcnbcn  itbcrijörcn);  eijcm.  auc^  f.  nid)t  hören  troUen, 
nid)t  gebord)cn  (baS)a-  übcrf)örig,  SB«),  f.  iingcijori'am);  2)  etroag  oom 
2(nfang  biö  ju  ©nbe  boren,  DoUftä'nbig  an.bören:  einem  ettr ag  — ,  ob. 
einen—,  b.  i.  il)n  etroa«)  au^wenbig  b«rü^9f»  laffen,  um  gu  Ijörcn,  ob 
er  cö  innc  bat;  bie  Ubcrbörung,  baS  Ubetbörenin  bdbcn  S5eb. 

Uberbofc,  \v.,  9)?.  Überbofen,  ^öofen  jum  Überjteben  über  anbete. 

überbüUcn,  untrb.  jiet.  3n?.,  bic^t.  mit  einer  '^äüi  überbecfen,  ganj 
umbüUen. 

übert)üpfen,  trb.  §ieUof.  3»».  mit  fein,  über  ttwa^  i)\n\vi^y  Don  einer 
(Seite  einc§  Diaumeg  auf  bie  anbere  büpfen:  überl)üpfcn,  untrb.  jiel. 
3w.,  etJvag— ,  ftd}  hüpfenb  barüber  bin  bewegen  (j.  SS.  einen  SSac^— ); 
uniig.  im  Scfcn,  ©rjäblen  :c.  Ieid)t  über  etiras  bin  geben,  eg  au§  SSer= 
feben  ob.  abftd)t(id)  übergeben,  ,  »veglaffen,  cgi.  überfpringen  (j.  SS.  eine 
©teile  in  einem  SBudbc— );  bie  Ubcrt)üpfung. 

i'berig,  f.  übrig. 

überirbifd),  SBn?.  (wgl.  irbifc^)  über  ber  6rbe  beftnbüd),  cntg.  untcrir* 
bil'cb;  über  bag  ^rbifd^e  erbaben,  geiflig,  bimmlifd)  (überirbifc^e  SDSefcn; 
tin  übcrirbif(^c6  ©lücJ). 

überjagbbar,  SSm.,  3ag.  mefjr  at^  jagbbar  (f.  b."),  alter,  a(§  jur  3agb= 
barfeit  nc)tl)ig  ifl  (ein  übecjagböarer  ob.  altjagbbarcr  ^irf^,  ber  über  8  3ai)>: 
alt  ifl). 

Über  ja  gen,  untrb.  jiel.  3»-,  Ju  f)«ftig  jagen,  b.  i.  treiben,  laufen 
laffen  (bie  ^ferbe— );  im  ^^^gen,  b.  i.  Saufen  ob.  Oteiten,  überboten, 
übertreffen. 

übevjäbrig,  SBtr.  (ebcm.  auc^  überjabrt)  mebr  ^c\l)xe  h^tbenb  ob. 
älter,  al^  nötl)ig  ob.  gen)ö{)nlid)  ifl  (ein  übetjäljviger  SSaum);  bie  Überjcil); 
rigfeit. 


1328  vibev}a\id)^en  —  libcrfüngcit 

überjaud^jen,  iiberjukfn,  unttb.  jict.  3».,  jauchjenb,  ju6e(nb  u6er= 
fönen. 

überfallen,  untrb.  jiel.  3«?-,  mit  Äalf  übjrjieben:  ble  Überfalfung. 

überfämmen,  trb.  gict.  3».,  übet  bie  ganje  £)berflad)e  fammen  (bte 
.i^aare— );  ourfj  fämmenb  über  (ma$  legen. 

ijberf  ämpfen,  untrb.  jiet.  3m.,  olt.  f.  im  Kampfe  beftegen. 
~     überfapöen,   trb.  ^icl.  3w.,   alg  Äappe  ob.  gleich  einer  Äappe  über 
ettraö  fe^en  (Äürfc^n.  ein  gcU— ). 

überfarg,  S5m.  aUju  farg. 

Überläufen,  untrb.  rürfj.  3»?.,  fid)  — ,  me{)r  faufen,  a(g  man  woüu 
ob.  foUte;  jii  t()euec  faufen. 

überfel)ren,  trb.  jiel.  3tt5.,  über  einen  9?aum  f)imve9  fe{)ren  ob.  fes 
gen  (f.  !c{)rcn  2.);  überfcl)ren,  untrb.  giel.  3n>.,  etiraä  auf  ber  ganjen 
£)berflad}e  fe{)ven  „(inöbef.  eanbw.  'oa§  gcbrofc^ene  ©etrcibc  mit  einem  ^k- 
bcrwifc^e— );  bte  Uberfcl)r  ob.  baS  Überfcl)rtg,  ßanbro.  bie  gerfc^lagenen 
2(i)ren,  ©rönnen,  ^alme  2c.,  n^etd^e  Don  bcm  gebrofc^enen  ©etrcibe  abgcfebrt 
jDcrben. 

überfippcn,  trb.  3m.  (ogt.  üppcn  1.)  1)  jiclloö  m.  [ein,  fo  ftppen, 
bafg  eg  überfdblagt  (j.  S5.  ber  iJifc^  fippt  über);  2)  jiet.  einen  Äorper  fo 
jieljen  ob.  l)eben,  baf«  er  überfippt  (ben  Stf^— ). 

überfitten,  nntrb.  jiet.  3tt).,  mit  einem  .^itt  überji'e{)en. 

überflaftertg,  Sw.,  ^orftw.  mehr  al«  eine  .^(after  (^olj)  gebenb. 

überfla^pen,  trb.  3n?.  1)  jictfoö  m.  fein,  al»  Älappe  über  ettvaS 
fallen;  2)  jfel.  ftappenb  über  etn>ag  fd)(agcn  cb.  fallen  laffen,  überfd)la= 
gen;  bie  Uberflappe,  eine  über  einem  2!)inge  beftnblid)e  Älappe. 

überfleben,  trb.  jtcl.  3w.,  über  eüvai  f leben  (j.  SS.  einen  ^apierjlret^ 
fen  — ,  nciml.  über  einen  SJife  jc);  Überfleben  ob.  oberb.  =f(eiben,  un= 
trb.  gtcl.  3«?. ,  etwa^ —  ,  mit  einer  fiebrigen  ?n?affe  überziehen  (j.  ^.  eine 
SBanb  mit  Scbm);  mittelf!  einer  fiebrigen  9)?a(fe  mit  etivaö  überbeifen, 
bef leben,  überfleijlern :  bie  Übcrfiebung. 

überflecfen  ob.  -fledffen,  trb.  giel.  3it>-,  ciuf  ber  ganjen  £)berfld'd)e 
beflecfen;  uneig.  fdiled)t  übermalen. 

Ubcrficib,  f.,  ein  Äleib,  tt)eld)eg  man  jum  ©c^u§  gegen  bie  Ää'tte  k. 
über  ein  anbere§  5iei)t,  j.  95.  ein  Uberrod";  —  überf leiten,  untrb.  jiel. 
3w.,  mit  Äleibung  ob.  in  mcttcrcr  aScb.  mit  einer  25e(jfe,  einem  Überjug 
K.  bebe(fen,  überjie{)en,  finno.  bef  leiben  (§.  33.  einen  Wtar,  eine  .Kan= 
jcl— );  unetg.  f.  mit  itma^  umgeben,  reid)licb  üerfeben  (bi^t.  mit  >iperr= 
ii^!c!t  libirf leibet);  bie  Überfleibung. 

überfleiftern,  trb.  giel.  3«.,  etivaö  fleijlernb  über  etma^  befefligen; 
überfU'ljTevn,  untrb.  ?tcl.  3«».,  mit  .Kleij^er,  ob.  »crmittelft.  begfelben 
mit  einer  anbern  ^ad)e  überjiel)en,  finnc.  befleiflern;  bie  Ubei"!lei|les 
rung. 

überflettern,  übcrflimmen,  trb.  jicUof.  3«.  m.  fein,  über  etroaS 
flettern,  flimmen  (er  ift  übcrgeftettcrt,  nämt.  über  Un  3aun  2c.);  über? 
ftcttcrn,  übcrfltmmcn,  untrb.  iki.  3».,  etivag— ,  cö  fletternb  k. 
übeifieigen  (er  f)at  ben  3nun  übcrflettert). 

überflingen,  trb.  ^ieUof.  3tt>.  m.  fein,  flingenb  über  einen  9?aum 
ob.  ju  einem  Cirte  hin  gelangen;  überflingen,  untrb.  jicl.  3>».,  etroag— , 


übextUiQ  —  Übcrfunft  132!) 

im  Älange  übertreffen,  übertönen;  ber  Überflanq,  ba§  Überfdngen  in 
beiben  Seb. 

Überflug,  Sit».,  all^u  ftu^:  fiel)  ftü^er  tünfcnb,  al^  man  ift,  finno. 
uorroi^ig,  nafetveiS:  bte  Ubcvf(ugl)eit. 

überfnicfcn,  trb.  jirl.  äro-,  überbiegenb  cinfnlden  ob.  jcrfnicfen. 

übcrfnod)cn  ober  übcrfnöc^evn,  untrb.  jie'-  unb  jitUof.  ^w.,  mit 
Änocben  ob.  einer  fno^enätjnlic^cn  JRinbc  überi5iet)en  ob.  überwogen  werben: 
bie  Übcrfnöd)crung. 

übert'nöpfen,  trb.  jicl.  3rt>- ,  über  et»uag  tnöpfenb  befejltgen. 

übcrtnüpfcn,  trb.  jict.  3».,  über  etirag  feflfnüpfen. 

übcrfüd^cn,  trb.  jicllof.  3>t>-  m.  fein,  im  Äori)en  überfitefcn  ob.  über^ 
laufen  (bas  SBalfcr  fod)t  über,  ift  übcrgcfoc^t). 

überfommcn,  trb.  jictlof.  3«?.  m.  fein,  über  ctiva^  f)in»vcg,  ()tn= 
über  fommen,  gelangen:  übergeben  ob.  überliefert  werben;  cbcm.  aud}  f. 
übeveinfommcn,  ftc^  üergteic^cn  (baf)t'r  bic  Über f  omm nifä  f.  Übereinkunft, 
SJertrag);  bie  Uberfunft,  baö  ©elangen  über  einen  3wifci}enraum  (j.  35. 
ein  SBaffcr)  t)inn)eg  u.  bie  2lnhtnft  an  einem  Drte:  —  überfommen, 
untrb.  jict.  3»v.  1)  ctvocii—y  übergeben  ob.  überliefert  erbalten ,  cmp= 
fangen,  bekommen  (j.  58.  bibt.  ein  2(mt,  SfKai^t,  «^crrlic^fcit  jc); 
2)  einen—,  il)n  befallen,  überfallen,  treffen,  übernehmen  (j.  33.  bcc 
3orn  übcrfam  itjn);  cl)cm.  auc^  f.  übcnrältigcn,  übcrwinbcn,  übertreffen, 
einem  überlegen  fein;  einen  übtrliflcn,  übcrrtben,  l}intergel)cn;  einen  eincS 
3)inge6 — ,  f.  überfül)ren,  übcnocifcn. 

übcrEöfilic^,  SSm.,  allju  föfllid),  überaus  föftlich. 

Ubcrfraft,  u>.,  übermäßige,  übenviegenbe  Äraft,  Übermad)t;  ef)em. 
aud^  f.  Übermap,  güUe:  übcvfrafttg,  35'.».,  übermäßig  fraftig.  Übertraft 
habenb. 

übcrfräntpcn,  trb.  jicl.  3tr.,  über  etwas  främpen,  al§  Ärampe  über- 
fd)  lagen. 

Ubcrfranä,  m.,  SßalTcrb.  ber  obere  iKcinb  eineä  2)eid)e6  nad^  bem  2Baf= 
fer  ju. 

über! reiben,  untrb.  giel.  3»rJ.,  mit  Äreibe  über|lceid)en. 

übcrtried)en,  trb.  jicUof.  3».  mit  fein,  fricd^enb  über  etivaS  gelan- 
gen: übcrfriedben,  untrb.  giel.  3«'.,  auf  ber  ganjen  £)berflact)e  befrie- 
d)en;  etjem.  aud)  uncig.  f.  langfam  u.  unrermerft  über  etroaä  ob.  Scmanb 
fommen,  gero.  überfdjleic^en. 

überf rupfen,  untrb.  jicl.  3«?.  (mittell).  üherknipfen)  übermäßig  fro^ 
pfen,  li.  i.  mä'ft«",  mit  @peife  überfüllen;  bie  Überfröpfung,  (mittelfj. 

übcrkriipfe). 

überfrümcln,  trb.  jiel.  3m. ,  in  Ärumen  über  ettva^  ftreuen;  über; 
frümeln,  untrb.  giel.  3«).,  mit  Ärumen  beflreiien. 

überfruflcn,  untrb.  giel.  u.  gicllof.  3m.,  mit  einer  Ärujle  überziehen, 
ob.  überwogen  werben. 

überfugeln,  untrb.  rücfgicl.  3m.,  fid)  fugelnb  ob,  tvaljenb  über= 
fd}lagen. 

überf  üblen,  untrb.  giellof.  u.  gict.  3m.,  auf  ber  £>berflad)e  fül)l  wer? 
ben,  ob.  fül)l  mad)en:  bie  Überf üblung. 

Überfunft,  f.  unter  überfommen. 

.   ^eyfe'ö  ^anbmörtcrb.  b.  bcutfd^en  «Spc.  2.Zi)iU.  84 


1330  ühidutUn  —  überlaufen 

über!  ü  n  flefn ,  untvb.  §iel.  3».,  etjva«  — ,  ju  Dief  Äunff  hcibel  an* 
jvenben,  im  Übermnp  baran  fünfieln,  finnt».  verf ünfuln :  bie  Uberfün^ 
ftelung:  —  übertünjltii^,  Sro.,  allju  fünfllid). 

überfutten,  untvb.  jiet.  3»t>.  (».  futten  f.  graben)  SSergtr.  fteUen- 
ivctfe  burd)  bic  Dberfld'dje  graben  u.  unterfudjen  (taube  SScrge  — ). 

überlaben,  untrb.  ikl.  3».,  übermäßig  beloben  ob.  befajlen  (j.  SS. 
ein  ^ferb,  einen  SBagen,  ein  ®^tff— );  uneig.  ftd)  — ,  cb.  ben  SHagen  — , 
b.  t.  mit  ©petfen  überfüllen;  einen  mit  ©efd^ä'ften— ,  überhäufen  (mit 
2frbciten  überlabcn  fein);  übcrt).  etma§  ju  fef)r  anfüllen,  überfüllen  (j. 
S.  tin  3immer  mit  Söerjtcrungcn — ;  ein  überlabeneö  ®emälbe);  bie  Uber^ 
labung. 

Uberlage,  f.  unter  überlegen. 

überlang,  S8w.,  übermäßig  lang,  länger  alö  nöt{)tg  ifl;  bie  Überlänge, 
überflüffige  Sänge. 

überläng  ob.  überleng,  'Sim.  (»a{)rfd^.  au§  überlfng  cntjt.;  »gl.  üOer= 
lei)  Ott.  f.  übrig,  übrigblcibenb,  überflüfftg;  büi  Überlange,  f.  ber  Über- 
rej!,  Überfdiufg. 

überlangen,  trb.  jicllof.  u.  iiel.  ^m.,  über  etwaö  l)intt)eg  langen,  bin= 
über  reid)en;  überlangen,  untrb.  jici.  3».,  »lt.  f.  überreid)en,  über- 
geben; etrcag  — ,  aud)  f.  barüber  l)inaug  reid)en  ob.  fid)  au6be^nen. 

überlaJTen,  trb.  jiel.  3«.,  über  ettvaä  l)inn)eg  gelangen  laffen;  alt 
u.  gem.  f.  übrig  laffen;  bat)cr  ber  ÜberlafS  f.  ba^  ÜbriggelaJTene,  Über? 
blcibfel;  —  überl äffen,  untrb.  jtet.  3n).,  einem  etiva^  — ,  e^  in 
beffen  $8eft^  ob.  (^eivalt  übergeben  laffen,  ftnno.  ablaffen,  abtreten,  cin= 
räumen  (j.  S3.  er  i)at  mir  feinen  ©arten,  fein  ^ferb  jc.  überloffen;  bcm 
geinfcc  bai  Sanb,  bie  «Stabt  k.  ubertaffen);  in  itriterer  SBcb.  etwag  ob.  einen 
ber  Seforgung,  ber  Leitung,  ber  SBlUfür  eineö  2(nbern  unbebingt  über- 
geben, anl)eim11ellen ,  anvertrauen  (j.  35.  überlafß  t>ai  mir,  meiner  ©org^ 
falt  K. ;  er  überlief  ftc^  mir  ganj;  man  überlief  if)n  feinem  ©c^ictfalc);  un= 
dg.  fid)  einer  @ad)e—,  b.  i.  ftd)  il)r  ganj  l)ingeben,  fid)  au6fd)lie^lid) 
bavon  beftimmen  ob.  bel)errfd)en  laffen  (j,  S3.  fi(^  feinen  @cban!cn,  ber 
^reubc,  bem  ®ram,  einer  ßeibenfc^aft  überlaffen);  bie  Überlajjung,  i)i\i 
Uberlaffen ,  bie  3(btretung  2C. 

überl aftcn,  untrb.  jiei.  3»»-,  übermäpig  belaflen  (?.  SB.  ein  ©djijr); 
—  Übcrlafl,  \v.  {ait  u.  oberb.  ber  Überlafl)  ju  fd)ii?ere,  ein  befttmmteS 
^la^  übcritiigenbc  Üaft:  brücfenbe  Caft,  uneig.  unbillige  SSefdnverbe,  SSe? 
fd)tveilidifeit,  SSebrücfung  (einem  Überlafl  madjen,  b.  i.  iljm  ungebüt)rli(j^ 
lä'flig  trerben);  überlallig,  SBn?.,  Überlaft  l)abenb,  ju  febr  belaftet  (ein 
uberlafliges  <Sd)iff);  bie  Übcrlalltgfeit:  überlällig,  S5tr.,  Überlafl  ob.  un= 
gebal)nid)e  SSefdnverbe  iterurf^adienb ,  febr  läftig,  befd)tverlid)  (ein  über= 
löftiger  gjJenfd),  S?efucö  u.  bgl.);  bie  Überläjligfcit:  übcrläfligen,  untrb. 
giel.  3».,  einen—,  i^m  Überlaft  mad)en,  ibn  febr  beläftigen. 

übcrl  au  ben,  untrb.  giel.  3w.,  mit  einem  2aubbad)e  ob.  wie  mit  einem 
fotdjen  überbecfen. 

überlaufen,  trb.  gieUof.  3»-  m.  fein,  1)  con  glüffigEeiten,  über  bie 
©renje,  ben  Dranb  k.  bin^^uS  laufen,  b.  i.  fleigen  u.  ab=  ob.  überfliegen, 
finnü.  überftrömen,  austreten  (ber  ©tvom,  bie  fod^enbe  SJJildj  jc.  lauft 
über;  bie  ©alle  lief  ii;m  über,  b.  i.  eiij.  trat  ou6  ber  ©allenblafe  in  ben  ^a- 


übcttaut  —  überlegen  1331 

gen,  er  warb  jornici);  aud)  f.  eine  J^fiiffigfcit  ii6cr(aufen  ob.  f)erüorque(-- 
[en  [äffen  (baö  ju  coUc  &lai  läuft  über;  bic  2(u^cn  liefen  mir  über,  b.  i.  füU= 
ten  ft»i  mit  3:f)rd>H'n);  2)  über  einen  3taum  l)in>ve9,  von  einer  'Seite  ob. 
gartet  ju  ber  entge,^enc5efc^ten  laufen  ob.  hcölid)  über9e()en  (er  ift  ä""^ 
Reinbe  übergelaufen);  babcr  ber  Übevläiifcr,  wer  ,5ur  enrgegengefe&ten 
Partei  überläuft,  bef.  ein  jum  gcinbc  übergeljenber  "^lu^rcipec ;  —  über= 
laufen,  untrb.  iiet.  3».,  l)etnja<J— ,  über  bie  ganje  Dberfläd)c  eine« 
Äörpevö  f)in  laufen,  gen),  nur  uneig.  f.  fidi  fd)neU  barüber  v>erbreiten(j.  SB. 
ber  (S(^tt)et9,  ein  falter  ©c^aurr  2C.  überlief  mid);  bibl.  auc^  f.  üfacrfc%»rcm= 
nun);  itwwi  mit  ben  liu^iw  — ,  flücf)ti,q  überfe()en  (5.  S3.  einen  Srief  :t.); 
2)  laufenb  umwerfen,  über  ben  «f)aufen  laufen  (j.  S.  ein  Äinb— );  auä) 
einen  ungellüm  anlaufen,  i()n  burd)  öfteres  kommen,  S^^agen,  SBittcn  k. 
belä'ftigen  (einen  mit  Sitten—  ;  «on  Settlern  überlaufen  werben;  ber  '^rjt 
»pirb  Don  >^ülf(fuc^cnben  überlaufen  jc);  ■"{)  im  kaufen  ein  ©efdiiwnbigfeit 
übertreffen  (ber  ^unb  überlief  ben.^afen);  bie  Überlaufung,  ba«  Überlau; 
fen  (bef.  in  ber  2.  SBeb.);  —  ber  Überlauf,  1)  (0.  überlaufen)  olt.  f.  ber 
Überfd)waU,  Überflufö:  2(uflauf;  ©c^iff.  baS  oberlle  23erbecf,  wel(^eö  ft^ 
über  baö  gnnic  ©c^iff  i)in  erfircctt,  auc^:  ^L'berlauf;  2)  (0.  überlaufen) 
baö  llberlaufenwevben,  bie  ^öelafliijung  burd)  oicle  Äommenbc,  Sittenbe  :c. 

überlaut,  S>v.  übermapiij  laut,  yi  laut,  fel)r  laut  (überlaut  fprec^en, 
Iad)en  :c.;  ein  überlauteö  (S5eläct)ter);  cfjem.  (mittelt).  überlüt)  f.  lautbar,  of= 
fenbar,  öffentlich- 

Überleben,  untrb.  jiel.  3it).,  einen  ob.  etiva«— ,  über  bie  2!)auer 
einer  anbern  ''Perfon  ob.  iSadie  ob.  eines  äuftanbe«  2c.  l)inau«  leben;  lan= 
3er  leben,  M  etwa«  bauert  (i^  t)abc  ii)n  überlebt;  er  1)at  alle  feine  Äinbec 
überlebt:  fie  wirb  baö  Unglüct  nidjt  überleben;  ber  JCranfe  fann  bie  9lac^t 
nic^t  überleben;  uneig.  fic^  felbft  überleben,  b.  i.  gleid)f.  länger  leben, 
als  man  wal)rf)aft,  b.  i.  feiner  .Kraft  u.  SBiv!famlEcit  ob.  feinem  5Rul)mc  nad), 
bauert). 

Überlebern,  untrb.  jiet.  3w-,  mit  ßebec  übeijief)cn. 

überlegen,  trb.  jiel.  ^w.,  etwa«  über  ein  anbete«  ^h\^,  über  eine 
glädje  k^cn  (j.  SB.  ein  ^flaflcr  — ,  naml.  über  bic  SQSunbc;  ein  Äinb  — , 
näml.  über  ben  ®tul;t  ob.  über  ba^  Änie,  um  c§  ?u  jüd)tigen);  ©(^iff.  f. 
wenben,  umlegen  (bas  jRubcr  ob.  ©teuer  ;c.);  ber  Überlegcbaum ,  SBeb. 
ber  über  ben  ©tul)l  gelegte  93aum;  bie  Ubcrla,qe,  wa«  über  ein  anbete« 
23in3  gelegt  wirb,  j.  S.  in  ben  ©al^fotben:  gcfdjmiebetc  (Sifen,  wcld^e  über 
bic  3;i)üren  ic.  gelegt  werben;  —  überlegen,  untrb.  jtcl.  3w.,  1)  cig. 
auf  ber  £)berfläd)e  belegen,  befegen  (f^on  mittclf).  iibedegen);  übermäßig, 
jU  flarf  belegen  {dn  Jpauä  mit  Sinquartierung ,  bie  Untertljanen  mit  2l'bga= 
ben-^);  2)  uneig.  etwa«  —  ,  nad)  allen  feinen  3:hcilen  u.  <£eiten  (gleid^f. 
über  eindnbcr  legenb  u.  orbncnb)  im  ©cifte  betvad)ten,  bef.  um  bana(^  einen 
(äntfd^lufS  für  fein  fficrbalten  ju  faffen;  burd)  biefc  Ic^tere  Seftimmung  oirfci^. 
».  ben  finno.  bebenfen,  übevbenfen,  erwägen,  (id)  i)ahi  bic  ^adi^e,  bas 
Unternel)men  ic.  reiflich  überlegt;  überlege  nwljl,  waS  bu  tl)ufl!);  Überlegt, 
als  SBw.  (}.  SS.  ein  überlegter  @ntfd)lufS),  u.  als  9i»ü.  f.  überlegenb,  mit 
Überlegung  (j.  S3.  überlegt  ^anbeln);  bie  Überlegtl)eit,  ba«  Überlegifein, 
bie  58efonnenbett;  überlegfam,  Sw.,  geneigt  u.  gewohnt  ju  überlegen, 
jtnno.  bebadjtfam,  befonnen;  bie  Überlegfamfeit:  bie  Überlegung,  ba« 

84* 


1332  überlegen  —  übermad)ert 

llberrccjen,  Überbenfen,  bie  foigfaltl^«  (Srtvagung:  bie  ÜbcrfegungSfrtf! ; 
bie  Uber(c9iin(5§gabc,  *fra[t  k. 

überlegen,  SBir.,  (5omp.  überlegner,  ©up.  überlegenji,  (eig.  SOJ». 
Don  bem  ungcbc.  übcvitcgcn,  al6  ©cc^cnfa^  »cn  unterliegen,  f.  b.  u.  og(. 
belegen,  gelegen  :c.)  einem  an  ob.  in  etwaö— ,  b.  i.  i()n  überwinbenb, 
übertreffenb,  übetiriegenbe  Äraft,  ^Jladjt,  ^äi)\^Mt  beft^enb  (ev  ift  [ei= 
ncm  ®cgner  überlegen:  er  ijl  bir  an  SJIacfct,  im  SBiffen  2c.  überlegen);  bie 
Ubcrlegen{)eit,  ha^  Überlegenfetn,  [inno.  Übermacht,  Übev()eit3id)t  k. 

Übetlet,  ^w.  (n?al)rfc^.  au6  übcrleicb,  branbenb.  überli^  entjl.)  alt 
u.  knbfc^.  gem.  f.  Übrig;  überflüfftg  (obcvb.  qu6)  alö  S5w.,  §.  S5.  ber  über« 
teie  3at)n,  b.  i.  ber  überfd)ufftge). 

Üb  er  leimen,  trb.  §iet.  3».,  über  ehraö  leimenb  befefligen;  über  l  et; 
inen,  untrb.  jicl.  3«).,  mit  Seim,  ob.  mitteljt  beg  ßeimeö  mit  (tvoai 
über^ie^en. 

über  leiten,  trb.  ikl  3").,  über  einen  9?aum,  eine  ©ren^e  f)in  leiten; 
uneig.  einen  SSegrijf— ,  auf  einen  anbern  bejiel)en  (bal)cr  ©prad)l.  über* 
leitenbe  ^ettrcörter,  3icuvo.  f.  baö  fr.  tranfitioe  SSerba ,  b.  i.  jielenbe 
Zeitwörter,  f.  jielen). 

übcrlernen,  untrb.  ^tel.  3n?.i  oben()in  lernen;  vollflänbig,  von  Ein- 
fang bi6  ju  (5nbe  burcblernen. 

überlefen,  untrb.  jiel.  3iü.,  flücl)tig  burdblefen;  im  2efen  etn^aö  über= 
fe{)en. 

überleurf)ten,  trb.  jicllof.  ^xv.,  über  einen  Dvaum  t)in(eud)ten  (einem), 
überl  e  u  d)  ten ,  untrb.  jicl.  3«?.,  (mittcll).  überliahten)  bi^t.  f.  leud)tenb 
ob.  mit  2id)t  Überbeden;  im  2eud)ten  übertreffen. 

überliefern,  untrb.  ^iel.  $vo.,  einem  etiuaS  — ,  e6  in  beffen  25efi^ 
liefern,  ftnno.  übergeben,  überantn)orten  (j.  95.  einen  ©efangenen  ber 
SQSai^e  — ,  bem  ^einbe  eine  gejlting  Jc  — );  uneig.  etiüa§  burd)  münblid)e 
tD?ittl)eilung  fortpflanzen  (j.  93.  eine  <£.ige,  CcfjrcK.— ;  bie  überlieferte 
®ef(^id)te  k.):  ber  Übcrlieferer,  iver  etivaö  überliefert;  bie  Überlieferung, 
bag  Überliefern;  bcii  Überlieferte,  bef.  uneig.  eine  au6  ber  SSorjcit  oon  SSKunb 
ju  «OTunb  fortgepflanzte  Clhid)rid)t,  2el)re  (fr.  Srabition;  SÄ.  Überlieferung 
gen),:  bafjer:  ber  Überlieferunge^gUuibcn;  bie  Überlicfmtn9^lel)re  k. 

Überling,  m.,  -eS  (ogl.  überlang)  obcrb.  f.  Überfdnif5. 
Überliften,  untrb.  ^iel.  3n).,   einen  —  ,  an  Sift  übertreffen;   burd? 
?ifl  überrafd)en,  l)intei:gel)en ,  taufd)cn,  finno.  belifren,  berücfen  jc.  (er 
t)at  mi^  überliflet);  bie  Übcrlljltung. 

üb  er  lobern,  trb.  jiellof.  3»-)  über  ein  35ing,  eine  ©ren^e  t)inau5 
lobern. 

übcrlütben,  trb.  jiel.  3«.,  über  etwa«  (tnhenb  befejtigen;  überlö: 
tl)en,  untrb.  jiet.  3tü.,  mit  einem  Sotbe  überjiel)en. 

übcrmad^en,  trb.  jiel.  ^m.,  gem.  f  über  etvoa^  becfen ,  augbreiten, 
bcfejligen  2C.  (j.  93.  eine  Sccte  ic):  überm  ad^cn,  untrb.  jicl.  3«. ,  bef. 
Äaufm.  u.  Äanjl.  einem  etivag— ,  b.  t.  machen,  bafg  eg  ju  il)m  über; 
gel)e  ob.  gelange,  finno.  überfenben,  überfd)itfen  (einem  ®elb,  9Baarcn 
K. — );  alt  u.  oberb.  etwas  — ,  f.  übermäßig  mad^cn,  übertreiben  (bibl.  fie 
fcaben'g  Übermacht  jc;  e6  mit  ©ünben  übermalen);  bie  Ubermac^Ung,  bag 
Übermadjen,  bie  Überfenbung. 


Übecmad)t  —  libecmögeu  1333 

Übermacht,  tv.,  übcriDiegenbe,  libeilegciK,  libermäßigc ,  Zubern  nad); 
t()etli3e  5!)?ad)t,  ocrfc^.  Dbecma^t  (j.  58.  bic  übcrmadjt  Snqlanbß  juc 
(See;  bcc  iibcrmad)t  TOcidjen ,,  erlieijcn);  übcrmäc^tic^ ,  SB».,  Übevmacbt 
{)abcnb,  aUjU  mäd)ti9:  bic  Ubcvmäd)tigfcit,  baö  ilbermäd)ti3fein. 

übermalen,  trb.  jicl.  3tt).,  übev  euvai  malen;  übermalen,  untrb. 
jicl.  3ro. ,  envag— ,  auf  bcr  ganzen  £)berfläd)c  bemalen;  an  fc^abljaftcn 
©teilen  üon  neuem  malen  ob.  mit  i^arben  auöbefTctn  (bieö  öJemälbe  ijl 
übermalt);  ber  Übermalcr:  bie  Ubermalung. 

Ubermann,  m.,  9J^  llberleute,  (mittctl).  übcrman,  gfji.  -Hute)  ort.  f. 
£)bmann,  erbetener  @d)iebövid)ter  unb  (Sntfcbcibcr  etncö  ©trcitcö. 

übermannen,  untrb.  jici.  3n). ,  einen—,  eig.  ibn  al*  iO?ann  b.  t. 
an  SJiannbaftigfeit  ob.  .Ävaft  übertreffen;  übcrl).  f.  übenrinben,  üb«r; 
ivaltigen  (audj  uncig.  fic^  i^on  einer  üeibcnfc^aft  übermannen  lajfen);  bie 
Übermannung. 

Übermaß,  f.  (alt  u.  obcrb.  aud)  bie  übcrmajj,  übermale)  1)  baöjenige, 
»üag  ein  befiimmteg  Wla^  überfteigt,  finnr».  llberfd)uf^,  Überflufö;  2)  «in 
allju  gro^eö,  un9e»röl)nlid)eg  ob.  ungebövigeg  9}Zap,  ii.  »neig,  ein  unge^ 
ivöbnlid)  bober  (^rab  (j.  95.  bae  Übermaß  bcr  ßeiben,  feiner  ©ücc  ic;  2etc^t= 
finn,  9eac^fic^t  k.  im  Übermaß  ob.  bii  jum  Übermaß);  übermäßig,  S5tt).,. 
bag  beffimmte,  !3el)öri3e  ob.  geivöbnlid}«  9J?ap  überfdjreitenb ,  in  allju 
bol)em  (^rabe  (j.  93.  eine  übermäßige  ©röße,  ^i^i  zc;  übermäßig  effcn, 
trtn!en,  ftc^  freuen  ic);  bie  Ubemiäpigfelt,  \)(ii  Übermaßigfein. 

übermalten,  untrb.  giei.  3n).,  mit  ju  fdjiveren,  l)ol)en  9}?aj^en  t)erfe= 
ben  (ein  übcrmaflctcö  ©c^iff). 

überm  dflen,  untrb.  giel.  3w.,  übermäßig  maflen. 

übermauern,  trb.  jici.  3»».,  über  etirag  mauern:  überm  au  cm, 
untrb.  jicl.  in?.,  etivaS  oberhalb  mit  9)?auertverf  verfemen,  überbecfen. 

übermeerifi^,  95».,  9{eun?.  f.  über  iai  5??eer  binauö  liegcnb,  jenfeit 
big  9}?eereg  befinblid);  über  bag  *Weer  ^u  ung  fommenb. 

überm  ei^eln,  untrb.  jtcl.  3».,  mit  bem  3)?eifel  überarbeiten. 

überm  eijlern,  untrb.  jiel.  3\v.,  cfg.  einen  alg  SJieifler  übertreffen, 
iibai).  burd)  überlegene  Äraft  übertuinben;  auc^  f.  beberrfd}en,  bemeijlern 
(ftdb„üon  bcr  ßeibenfc^aft  übcrmciftcrn  laffen). 

Ubcrmenfd),  m.,  ein  über  bie  9)?enfd)ennatur  ert)abcneg  SSefen,  ein 
über  bie  gemöf)nlid)en  'JD?enfd}en  erl)abener  ob.  ft'd)  ergaben  bünfenbet 
CD^enfd);  übermenf^lic^,  95».,  bie  menfd)lid)e  ^f^atur,  Äraft,  Säl)i9= 
feit  jc.  übetfieigenb;  gem.  übcrtreibenb  f.  auperorbcntlid),  unglaublid). 

übermeffen,  trb.  jiel.  3»-,  «tn?ag  über  bag  genaue  5[JZaf  mcffen  ob. 
binjutf)un;  überm cffen,  untrb.  jict.  3»-)  obcnI)in  meffen,  ungefaf)r 
augmeffen;  ctjcm.  nudb  (mittcll).  übermezzen)  bcm  üJiaßc  na^  übertreffen; 
bie  Übermeffung. 

überme^en,  untrb.  jiet.  3».,  einen—,  me^enb  (f.  unter  ?Olc|e  1.)  über; 
vort^eilen  (bcr  SRüUer  überme|t  bie  SCRablgäftc,  »cnn  er  oon  bem  ®etreibe 
melbr  nimmt,  aH  ii^m  gcbüf)rt). 

Überm  ijten,  untrb.  jiel.  3».,  n\\t  5J?ift  überbecfen:  ju  ftarf  miflten 
ob.  büngen. 

übermögen,  untrb.  jiel.  3».,  oU.  f.  an  95ermögen  übertreffen,  burd) 


1334  ubcrmoofcn  —  ubcvnel)men 

übertfijcn«  Äraft  übcnvinbcn  (bibt.  fic  i)ah(n  mt(j^  niö^t  üUxmoä^t;  fpric^i». 
trcr  bcn  2(nbcni  übennag,  bcr  jlectt  ii)n  in  bcn  ©acf). 

Überm  oofen,  unttb.  jicl.  3>ü-,  mit  3)ioog  übcrjiefjen  (9?«?.  übct-- 
m  0  of  et,  ol6  S3iü.). 

Übermorgen,  9?ir.,  über  ben  morgenben  Sag,  on  bem  auf  morgen 
folgcnben  Sage. 

übermü^e,  Str.,  übermti'fig  mube,  mcbv  alä  mübe:  überm  üben, 
iinttb.  §tct.  3n>. ,  übermafig  ermüben  (iä)  t)Qbc  mt^  überniübct);  bie  Über? 
mübung. 

übermünbig ,  S3w. ,  ixi^  jur  5[)?ünbigf'elt  erforberlid^e  ^Tlter  überfd)rit; 
ten^biibcnb. 

Ubcrmutb,    m.,    (alti).  ubarmuoti.  \r>.z   mitUli).  iibermüete,  t».,  U.  über- 

muot,  m.;  ogl-  SKutf))  übcrf).  eine  ba^  S)?af  überfchrcitcnbc,  bocf)fabrcnbe 
©emütbSi  cb.  *Stnncöart;  ingbef.  alt  u.  obcrb.  f.  Sötbecfpenfügfeit,  ^^art; 
nacfigfcit;  gen?,  eine  auö  bcm  Icbtjaften  @cfüt)l  bit>  SSc^agcnö  cntfpvingenbe 
übermäßige  S)?unterf eit ,  Sufligfeit  k.  u.  beren  'ifußening,  finno.  ?0?utb' 
IviUcn  (ctiraö  au6  Übermiitf)  tbun;  ÜbertnutJ)  treiben);  üuc^  bie  ai\B  bicfcv 
«Stimmung  t)cvüorgci)cnbe  (Se[bfrcif)ebung  über  ^ünbere  ju  beren  9lad[)tF)ei(, 
[tnnt?.  ^cc{)mutf),  ©tclj  (ScmanbS  übcrmutt)  benuit()igcn;  fpri^ir.  @ut 
maijt  ^uti) y  ßlütl)  mac^t  übermut();  übnmmi)  ttmt  feiten  gut);  Übermü- 
t()ig,  SStt).,  Übermutb  {)abenb,  ^eigenb,  barin  gegrünbet  (ein  übcrmüt^i= 
ger  g}?en[c^;  fi(^  ubermüt()t9  betrage»  ic);  bie  Übcrmütbigfeit,  bag  Über; 
müt{)igfein. 

übern ac!)tcn,  untrb.  3ttJ.  1)  jicUog  m.  ^abcn,  übet  dlad)t  an  einem 
£)rte  bleiben,  bie  dladjt  zubringen  (j.SB.  in  einem  2Birti)g()aufe— );  2)  jict. 
btd^t.  f.  mit  5^ad)t  ob.  2)unfe(l)cit  bebecfen,  umnad)ten;  —  übernädb^ 
tig,  S5w.  (mttteltj.  übemehrec),  eine  9?ac{)t  über  trabrenb  cb.  anf)a(tenb 
(ba^cv  uneig.  f.  !iirj  bauernb,  oergänglid),  j.  S3.  bei-  übernächtige  9}{enfd)); 
insbef.  von  ©pcifen  u.  @etrcin!en:  über  ^a&it  jlehen  geblieben  (überna'c^- 
tigcö  SBier),  u.  üon  2}?enfc^en:  bie  ^ladjt  über  nicbt  ^u  58ette  gefommen 
(libernäd^tig  auö[cf)cn);  aurf)  bei  dlaäjt  gefd)ef)cnb  ob.  ^tatt  ftnbenb. 

üb  er  nageln,  trb.  ^iel.  äw-  über  etwaä  mit  9^  ageln  befefligcn:  über= 
nageln,  untrb.  jicl.  3n?.,  auf  ber  ganjen  £)berflacl)e  mit  9?agcln  be^ 
fd)(agen ,  benageln. 

übernäben,  trb.  jiel.  3w.,  über  etwai  naf)enb  befeftigen;  übernä* 
bcn,  untrb.  siel.  3n).,  auf  ber  £)berflad)e  bena()en. 

Ubcrnal)me,  n).,  f.  unter  übcrnc{)men. 

Übernamen,  m.,  alt  u.  oberb.  f.  3i^namcn;  «Spott ;,  ßfelnamen. 

Übernarben,  untrb.  jiellof.  3tt5.  m.  fein,  auf  bcr  £>berflad)e  ver- 
narben. 

übernatürlid^,  SBio.,  bie  ©renjen  beg  9ZatürIid)en  überfd)reitenb,  auö 
bcn  befannten  SJaturgefc^en  ntd^t  begreifli^,  eerfci^.  unnatürlich  u.  »ibcrna^ 
türlid^;  bie  Übernatürlid)fcit. 

übernebeln,  untrb.  jiel.  3»ü. ,  mit  9^ebe(  überbecfen,  finn».  benebeln, 
umnebeln. 

überncl)nicn,  untrb.  jiel.  3«).,  1)  etiraö— ,  an  ftcb  nebmen,  in 
(Smpfang  nel)men  für  fic^  ob.  für  einen  3tnbcrn  (ein  @ut,  SBaarcn  ,  ©eiber 
2C.— );  freiaMÜtg  auf  fid)  nehmen,  fid)  anbeifd}ig  madien,  etir>a6  ju  tf)un, 


ühmmtm  —  übcrpurpcm  1335 

ju  bcforgen  jc.  (eine  JCrbeit,  ein  2(mt,  eine  Sieferung  zc  — );  2)  einen  —, 
über  bic  @ebüf)c  t»on  if)m  ne()men  ob.  forbevn  (^5.  S8.  bie  Untcrtljanen  mit 
Abgaben  — ;  ber  Kaufmann  ^at  mi^  übernommen) ;  ju  fel)c  angreifen  (ein 
■^ferb  im  Steifen  — );  überwältigen,  be()errfAen  (j.  S.  bcr  ©c^roinbcl  über» 
nabm  mtc^;  fic^  Dom  3orn  übcrneb»nfn  laJTen);  -J)  rüctj.  fid)  —  ,  jU  Oiel 
auf  ftd)  nehmen,  fid)  überlaben  (j.  SB.  \id)  im  effcn— ,  fic^  mit  2frbeit  — ); 
fid)  einer  ©ac^e — ,  obcrb.  f.  überbeben,  ju  jlolj  barauf  fein;  bie  Übernahme, 
bag  Überne()men  einer  ©ac^e  (j  33.  eine«  @utc6,  ®cfcbüfte6  k);  bie  Über; 
nel)mun9 ,  bag  Überne()mcn ,  in  allen  SSeb. ;  ber  Übcvnebmer,  iter  etwa« 
übernimmt. 

übe  mieten,  trb.  jiel.  3». ,  über  etivaä  nietenb  befefligen;  über  nie* 
ten,  untrb.  jicl.  3ro.,  oberhalb  mit  einem  Oliete  \)erfe{)en. 

über  ölen,  untrb.  giel.  3n>.,  ouf  ber  £)berflä'd)e  mit  £>l  belTreid)en. 

überordnen,  trb.  jiel.  3»t).,  ttwai  über  ein  ^(nbereö  orbnen,  if)m  in 
einer  jDrbnung  bie  obere  ®teüe  aniveifen,  entg.  unter  orbnen,  (®prad^(. 
ber  übcrgcorbncte  ©a^  in  einem  ©aßgefüge) ;  bie  Uberorbnung. 

überpo-cfen,  trb.  jicl.3»r.,  über  etwai  2(nbereö  pacfen;  auc^  fo  pacfen, 
bafg  e«  (über  ben  SQSagen  jc)  überragt ;  cini  einem  JKaum  in  ben  anbern 
hinüber  pacfen;  überpacfen,  untrb.  jiel.  ^vo.,  übermapig  bepacfen  (ein 
2a|ltl)ier  :c.). 

überp andern,  untrb.  gict.  3w.,  mit  einem  ^anjer  überbecfen. 

überpappen,  untrb.  jiel.  3iü.,  mit  ^appe  überziehen. 

überpec^cn  ob.  =pic|en,  untrb.  jiel.  3nj.,  mit  ^erf)  über^ie^en. 

überpfeffern,  untrb.  jiet.  3^-,  mit  ^Pfeffer  überffreuen;  ju  flntf 
pfeffern. 

ü  ber  pflanzen ,  trb.  jiet.  3nj.,  wn  einem  Orte  an  einen  anbern  hin- 
überpflanzen;  überpflan5en,  untrb.  jiel.  3w.,  «uf  ber  ganjen  ^^lac^e 
bepflanjen. 

•  überpflaflern,  untrb.  giel.  3w-,  mit  einem  ^flafler  überbecfen;  völlig 
bepflaftern. 

üb  er  pflügen,  trb.  jicUof.  3w-  «n.  i)aben,  über  einen  9?aum,  über 
eine  (^renje  pflügen;  überpf lügen,  untrb.  giel.  3».,  auf  ber  ganjen 
pberfläd)e  bepflügen,  übera(fern;  auch  obenhin,  leicht  bepflügen;  bie 
Über,?flügung. 

überpfropfen,  untrb.  iiel.  3ra.,  etivv;«— ,  5U  Doli  pfropfen. 

übcrpinfeln,  untrb.  jiel.  3«).,  mittelfl  be6  ^infelg  überllreid)en,  über? 
malm. 

überplätten,  untrb.  jiel.  3».,  obent)in,  ob.  auf  ber  ganzen  £)berfldcl)e 
platten. 

überpoljiern,  untrb.  jiel.  3»-,  mit  ^olflern  überbecfen. 

überpreffen,  trb.  jiet.  3>?. ,  mittelfl  ber  treffe  über  etivag  brurf en ; 
überp reffen,  untrb.  jiel.  3>t).)  obenhin  preffen;  ju  fltarf  preffen. 

überpubern,  untrb.  jicl.  3«.,  mit  ^uber  überjlreuen,  bepubern. 

überpumpen,  trb.  jiel.  3».,  burd)  pumpen  Aui  einem  9iaume  in 
einen  anbern  fd)affen. 

überpunf  ten,  untrb.  jiel.  3ro.,  oberl)alb  mit  fünften  üerf'ehen. 

üt)erpurpern,  untrb.  jiel.  3w.,  bi^t.  f.  mit  Purpur  ober  ^urpurrö'tf)e 
überjieljen. 


1336  übevpuv^eln  —  übmcidpen 

übcrpur^cln,  ab.  jicllof.  3»».  m.  fein,  übcv  etvoa^  i)m\veQ  putjeln; 
übcrpitr,^cln,  untcb.  rürfj.  Bw-,  fid)  — ,  fid)  purjelnb  überfcbdigcn. 
übcrpui^cn,  unrrb.  jicl.  3"?-,  mit  ^u^  (b.  i.  Äalfübcnturf)  übcr^iel)«n. 
überqueüen,  tib.  ^tcUof.  3n).  m-  fein,  f)evüorqiieUenb  überfliegen  ob. 
ftd)  erliefen;  auä)  uon  bcm  ®cfdpe  f.  o.  w.  i'ibedaufen ;  überquellen, 
iintib.  jici.  3w-,  etivag— ,  bid)t.  f.  gleic^  einem  £lucU  überflrömen  ob. 
bene^en. 

überquer,  9{it).,  f.  ».  »?,  überjweid),  quer  über,  in  bie  Sluere. 

übcrquitfen,  untrb.  jiel.  ^\v.,  mit  SluicE"  ober  ^uecffüber  überjie^en. 

überragen,  trb.  jicUof.  3id.  m.  (labcn,  über  etivaS  {)inroe9ra9cn; 
überragen,  untrb.  jicl.  3«).,  etn^aä— ,  barüber  ^inniig  ragen ,  eö  an 
vf)öhe  übertreffen :  uncig.  übni).  f.  übertreffen. 

überranfen,  untrb.  jict.  3w.,  mit  9\anfen  überbe(fen. 

Überrappen,  untrb.  §icr.  3»f.,  SKaur.  auf  ber  ganjen  £)6erfldd)c  be- 
rappen (f.  b.). 

überrafd)en,  untrb.  jiel.  3».,  einen—,  rafd)  u.  unvecmut^et  übet; 
fallen,  ftnn».  überrumpeln  (ben  geinb— ,  einen  Sieb—;  uncig.  fid)  con  ei- 
ner Seibenfc^aft  überrafdjen  laffen:  iibcrrafc^t  werben,  b.  i.  übereilt  ju  einem 
(Snt[d)(uf1'c  bewogen  werbm);  plö|tid)  u.  unerJDartet  einem  jufommen  ob. 
il)n  treffen  (er  i)at  mic^  bur^  feinen  Sefuc^  angenel)m  übcrrafc^t;  bag  Un= 
glürf,  t)k  ®efa()v  ?c.  übcrrafc^tc  un6);  bie  Überrafd^ung. 

übcrra6.peln,  untrb.  jicl.  3iv>.,  obenl}in,  ob.  auf  ber  ganjen  IDberfIä'd)e 
beraöpeln. 

übcrred)cn,  untrb.  jiil.  3it).,  auf  ber  ganjen  £)berflad)e  red)en,  über; 
f)arfen. 

überred^nen,  untrb.  jicl.  3w. ,  etivag  — ,  iH^üftänbig  burd)red)nen, 
bered)ncnb  überfel)en,  überlegen  (j.  33.  bie  Äoflen,  feine  ©innat^men,  ©(Bul- 
ben u.) ;  bie  Überrc(i)nung. 

überrctcn,  untrb.  jiel.  3n>.,  einen—,  über^.  ibn  burd)  Sßorte  über-- 
winben  ob.  bctvegen,  finnt».  bereben;  inöbef.  einen  »on  et  mag—,  ob. 
mit  bem  ®en.  einen  einer  ©adjc— ,  b.  i.  il)n  burd)  5Bortc  bewegen,  et- 
iraS  für  \vai)v  ju  l^alten  ob.  ju  glauben,  aud^  fofern  eö  burd^  blofe  Siebc= 
gett3anbtt)cit  unb  (Sc^cingrünbc  gefc^iet;t,  finnu.  einem  ctirad  ein r eben, 
ücrf^.  üb  er  j  engen,  (j.  S.  id)  m\l  tiä)  oon  ber  SKa^rbeit  meiner  S5e= 
l)auptung  nid)t  übcrrebcn,  fonbcrn  überzeugen;  aud^  rürfj.  ic^  fann  mid^  ba= 
üon  ob.  beffcn  nid}t  überrcben);  einen  ju  ettvaö  — ,  b.  i.  il)n  burd) 
Sßorte  ju  einem  6ntfd}luffe  ob.  2^un  bewegen,  v»ermögen  (j.  S5.  er  über» 
rebctc  mic^,  il)n  ju  begleiten);  el)cm.  au^:  einen  cineö  3Mngeö  — ,  f-  überfüf)= 
rcn,  überweifen;  bie  Ubcrretung,  ba6  Überreben,  beffen  ,^raft  u.  SBirfung; 
bie  Überrctungggabe:  ber  Überrebungögrunt;  bie  Überrcbungöfraft, 
-'fun(!  2c. 

überregnen,  untrb.  jiel.  3w.,  auf  ber  ganzen  €)berfläd)e  beregnen. 

überreich,  S5w.,  übermapig  ob.  auperorbentlid)  reid);  allju  reid);  über? 
reid)licl^,  9lw.  u.  JBw.,  mel)r  alö  reid)lid),  ju  reid)lid)  (überrcid^lid^  geben). 

überreichen,  trb.  giellof.  u.  giel.  3>v.,  über  etroaö,  über  einen  9iaum 
f)imveg  reid)en;  überretd)cn,  untrb.  jiet.  3ttJ-,  einem  etroa^— ,  mit 
ber  ^anb  barreid)enb  übergeben,  einl)änbigen,  bcf.  auf  eine  feierliche  ob. 
förmli^e  SBcifc  (einem  ein  ©ebid^t,  rin  S3u^  — ,   bem  gürften  eine  Sitt= 


überi'eif  —  Überrüc!  1337 

fc^rift— );  bct  Ubeneid)cr,  »vec  ttwai  iiberreid)t;  bie  Ubcrrcid^ung,  bai 
Überceic()en. 

überreif,  S3n?.,  m«f)i-  a(^  reif,  aü^u  reif;  bie  Überreife,  baö  Überreif- 
fein; überreifen  1.,  untrb. jtetlof.  3».  m.  fein,  überreif  werben  (baö 
Dbft  ift  üben-cift). 

Überreifen  2.,  untrb,  jicl.  3w.,  auf  ber  £>berflacbe  mit  9Jeif  bebedfen, 
bereifen. 

überrein,  95»t).,  übermäßig  ob.  übertrieben  rein. 

überreifen,  trb.  iicUof.  3ro.  m.  fein,  wn  einem  £)rte  jum  anbern, 
bcf.  über  ein  Söüffet  t)inüber,  reifen. 

üb  er  reiten,  txb.  jicllof.  3»t).  m.  fein,  ftd)  reitenb  über  etwcii  f)in,  ob. 
auf  bie  entgegengefe^tc  «Seite  begeben;  überreiten,  untrb.  jid.  3n>-,  «t* 
roa^  — ,  barüber  i)\n  reiten,  um  eö  ju  bcftc^ttgcn,  bereiten,  (bef.  obcrb.  bie 
gluc,  einen  gor|t'  ob.  Sagbbejirt -— ,  audj  übni).  f.  unter  Jtuffi^t  babcn); 
einen  9)?enfcl)en,  ein  Zi)W  k.  — ,  reitenb  nicbcrwevfen,  über  ben  Raufen 
reiten  (ba6  Äinb  ijl  üb  er  ritten  rcorben,  nidjt  gut:  übergeritten); 
einen—,  im  9teiten  übertreffen,  übcrt)o(en;  ein  ^ferb— ,  im  9?eiten  ju 
fet)r  angreifen;  ber  Uberreiter,  obcrb.  f.  reitenber  '2(uffe()er  eince  SScjirfö 
(j.  35.  aaSegc',  SBalb^,  gorjTiiberreiter). 

Überreij,  m.,  ein  übermäßiger  Sieiy,  überreijbar,  «8w.,  aüju  reijbar; 
—  überreijen,  untrb.  jici.3>t).,  übermafig  ob.  in  ju  i)ol)im  ©rabe  reijen; 
bie  Überreijung. 

überrennen,  trb.  aicKof.  3«.  m.  fein,  auf  bie  entgegengefe^te  <Scite 
rennen,  überlaufen  (jum  geinbe);  überrennen,  untrb.  jiel.  3»r>.,  etwai 
rennenb  überfd)retten  (bie  ©renken,  ba6  3ieO;  über  ben  «Raufen  rennen 
(ein.JCinb);  einen  im  9?ennen  übertreffen,  übcrf)0_(en. 

Überrefl,  m.,  ber  übrig  bteibenbe  9te|l,  bag  Überbfeibfel. 

übcrrl)cintfd^,  Sn?.,  jenfeit  be§  9if)cineg  befinblidi. 
•  üb  er  riefeln,  trb.  gietlof.  3n>.  m.  fein,  riefclnb  über  ittoaS  fliepen  ob. 
überlaufen;  übcrriefeln,  untrb.  gicl.  3»^-,  riefelnb  überfdjtremmen ;  burcb 
barüber  geleitetet  flief enbeö  5Baffer  beroä'ffern  (eine  SDBicfc) ;  bie  Überrie^ 
feiung. 

überrinben,  untrb.  jiel.  3nj. ,  mit  OJinbe  ob.  n)ie  mit  einer  SRinbc 
über5ief)en. 

über  rinnen,  trb.  jiellof.  3m.  m.  fein,  über  einen  SKaum,  einen 
0?anb  K.  rinnen,  überlaufen;  überrinnen,  untrb.  jicl.  3«?.,  rinnenb 
überbecfen. 

Überro(J,  m.,  ein  längerer  fRoi  jum  Überjieben  über  einen  anbern, 
mx^ä).  D  b  c  r  r  0  cE. 

Überrollen,  trb.  jieKof.  3w.  m.  fein,  über  einen  Sfaum,  auf  bie  ent; 
gegengefe^te  ©eite  rollen;  überrollen,  untrb.  jicl.  3n>.,  etwag  — ,  über 
bie  ganje  £)berflad}e  ob.  auf  berfelben  rollen;  fid)  — ,  Säg.  ber  3agb- 
l)unb  überrollt  fid),  wmn  er  tit  ©pur  bc6  Jpaftn,  ber  ptö^tidb  eine  SOBcnbung 
niad)t,  eerlaffcnb  gcrobcauö  fortjagt. 

überrollen,  untrb.  jieUof.  3w.  m.  fein,  mit  9toft  überwogen  werben. 

Übcrrötbc,  it>.,  lanbfc^.  f.  bie  Oxofe  ob.  ber  Siotblauf. 

Überrücf,  f.,  tanbfdb- (r.  »ieUcid^t:  ÜberricJ,  cgi.  JRicE;  f^lef.  Über- 
rüctel)  bag  ^olj  am  JKorfen,  um  weld^eö  ber  "^laö^^  gercicEclt  wirb. 


1338  ühextMcn  —  übei'fd)dumctt 

Überrücfen,  m.,  Sag.  f.  ».  ».  bic  llftetUaue  (ogi.  jRüden);  iiberrücfg, 
SRio.,  lantfc^.  gem.  f.  üb«  ben  dxildm  m^  (j.  S5.  einen  überrüct6  Qnfet)en); 
hinten  über,  rücfrod'rtg  (^.  SB.  überrüctö  faUen);  oberb.  (übcrvucf)  f.  auf 
bcm  JKücfen  (j.  S.  ctwaß  tragen). 

überrutern,  trb.  3«?.  l)  jieKoö  m.  fein,  rubernb  fid)  über  einen 
9?aum  hin  begeben;  2)  gier,  rubernb  ()inüberfd)affen ,  überfe^en  (einen 
ob.  etroag);^^ —  überrubcm,  untcb.  jier.  3»».,  rubernb  überfahren  (j.  S. 
ben  @ee);  über  bcn  »Raufen  rubern  (ein  ©c^ijf);  im  JKubern  übertreffen, 
überholen. 

ijberrufcn,  untrb.  jiel.  3w.,  im  9?ufen  übertreffen,  überfc()reicn. 

überrumpeln,  untrb.gicl.3n3.,  gem.,  unvermut[)et  mit  ©eraufc^  u. 
^eftigfeit  überfallen ,  finno.  überrafctKn ;  burd)  p(o^(ict)en  Überfall  befte^^ 
gen  ob.  einnehmen  (ben  geinb,  eine  geftung  jc.);  bie  Überrumpelung. 

überru|en,  untrb.  giel.  3»d.,  mit  OiuMberbecf en ,  überziehen. 

überrüflen,  trb.  gieltof.  3"?-,  über  einem  anbern  2)inge  rüjlen,  b.  t. 
ein  Saugerüjl  mad)en  (ügl.  rilflen  2.  1 ). 

überfäcn,  untrb.  giel.  3n). ,  auf  ber  ganjen  £)berp[ac^<  befaen,  über= 
ftreuen;  aut^  ju  flarf  befaen  (ben  lidcv). 

überfagen,  untvb.  gicl.  5vo.y  »tt.  einen  — ,  f.  burd)  SBorte  ob.  3eu= 
gen  iriberlegen,  überführen,  übertneifen. 

überfalben,  untrb.  jiet.  3«t>-)  mit  @albe  überftreid)en. 

überfallen,  untrb.  giel.  3m.,  übermäßig  fallen,  yerfaljcn. 

Überfan t>en,  untrb.  jiel.  3iü-,  mit  @anb  übetbecfen. 

überfatt,  S3m.,  übermapig  fatt,  met)r  a(§  fatt;  überfattigcn,  untrb. 
gtel.  3»t>.,  übermäßig  fattigen,  mehr  al6  fatt  machen;  uneig.  Überbruf^ 
erregen;  bie  Überfätttgung. 

Überfa^,  m.,  f.  unter  überfeinen. 

überfäucrn,  untrb.  jiel.  3^-)  in  ju  l)oi)im  @rabe  fä'uern. 

überfd^abcn,  tcb.giel.3w.,  fd)abenb  über  etmaö  \)erbreiten  ob.  jlreucn; 
übcrfc^aben,  untrb.  giel.  3m.,  auf  ber  £)berfläd)e  befd)aben. 

ü  b  e  r  fd)affen ,  trb.  gicl.  3m.,  über  einen  9iaum  hi")  ob.  von  einem 
£)rte  jum  anbern  fd)affen. 

überfc^allen,  trb.  jiellof.  3to.  m.  l;aben,  über  einen  9?aum  hin»v«g 
fdjaUen;  übcrfd) allen,  untrb.  giel.  3»t>.,  fd}al(enb  übertreffen,  übertönen. 

Überfc^ar,  iv.,  f.  ».  m.  £)berfd)ar,  f.  b. 

übcrfc^arf ,  aSm. ,  übermäßig  fd)arf ,  ju  fdjarf. 

Überfrf) atten,  untrb.  giel.  3»t>. ,  mit  <Bd)aum  überbecPen,  t>öllig  be; 
fdjgtten ;  bie  Überfd^attung. 

Übcrfd^a^,  m.,  »it.  f.  C!)?ehnvert() ;  übermäßiger  2Bud)er;  über; 
fd)ä^en,  untrb.  jiel.  3»t>.,  ett»a^,  ob.  einen—,  über  feinen  realeren  Söerth 
ob.  fein  äierbienf}  fd^a^en ;  bie  Überfd)ä^ung. 

ü b  c r  fd^auen,  trb.  giellof.  3».  m.  t)aben,  über  etivag  h'»ti?^3  fdjauen; 
Öberfc^auen,  untrb.  jiel.  3w>-,  etraaö— ,  eon  einem  l)öl)eren  "punfte  ou6 
auf  feiner  ganjen  £)berflä'd)e  befdiauen  (j.  S.  t>k  ©egenb) ;  auä)  uneig.  f. 
».  m.  überblitfen,  überfehen;  bie  Übcrfd^auung;  übcrfd^aubar  ob.  über* 
f^aulirf>,  »m.,  wag  ftd)  überfd}auen  lafft;  bie  Überfd^aubarfeit  ob. 
Überfd^aulid^feit. 

übcrfd^äumen,    trb.  jiellof.  3».,    fd)äumenb  überlaufen  (baö  »iec 


ubevfcl)eincn  —  übevfd)Ia9en  1339 

jc^üumt  üOcv);  übcrfc^aumcn,  untrO.  jicl.  3iü-,  mit  ©cfjaum  übet- 
becf«n. 

übcrfc^eincn,  ttb.  jicUof.  ^w.  m.  (jabcn,  übet  einen  9?aum  l)intt)e9 
fcf)einen;  übcrfc^ einen,  untib.  §icl.  3»-)  etwa«  —  ,  auf  bet  ganzen 
£)bet(Iäd)e  befd}einen;  butd)  feinen  <Sd)ein  übettteffen  u.  »etbunfeln, 
übetg(a'n,^en. 

übcrfd)iifcn,  trb.  jicl.  3>ü-)  übet  einen  Diaum  bin,  nad)  bot  entge^ 
ijengefe^ten  «Seite  fd}i(fen;  ijberfd)icfcn,  untvb.jtfl.3n).,  einem  etirag  — , 
5ufd)icfen,  überfenben;  bie  Überfct)i(fung. 

überfe^ieben,  tib.gicl.3ro.,  über  etma«,  über  einen  JKaum  bin 
fd}iebcn. 

übcrfd)ie(en,  tib.  gietiof.  ^w.y  übet  einen  9iaum  ob.  auf  bie  entge; 
gengefc^te  ©eite  bin  fdiic(en. 

ü b c r fcf)if pen ,  trb.  3n).  1)  jiclloß  m.  fctii:  übet  eüva^  l)'m\xic^  mit 
Jpeftigfeit  fallen  ob.  fid)  bewegen,  (Säg.  ber  Seiti)unb  fc^ ic^t  über,  iücim 
er  in  bcr  ^i^c  über  bie  gcif)rte  weg  lauft):  mit  baben:  über  ein  befiimm; 
teg  9Jiap,  eine  ©ten^e  binaug  geben,  fid)  ctfttccfen,  übrig  fein;  mit  ci= 
ncm  ©c^ic^9cwct)r  ob.  ©cfc^ü^  über  etwa«  weg  fd)iefen:  2)  jiel.  etwa« 
fd}te^enb  über  einen  Dfaum  cb.  ©egenftanb  tteiben  (Äugeln,  ©tcinc  zc); 
etwa«  übet  bie  beftimmte  ■^(njaf)!  äufd)tepen  ob.  btnjut()un  (j.  33.  Sut^br. 
bunbevt  (äremplarc  überfd)ießfn);  bet  Uberfd)ufö,  5}?.  ;  fd)üffe,  wa«  über; 
fd)iept,  b.  i.  bfvüorragt  (g.  $S.  ein  folc^cö  ©tocttvcr!,  ein  Überbau:  SBergtr. 
ein  glöj  »on  »erl)artctfm  Sl)one),  ober  ein  beflimmtes  ^OTaf,  @ewtd)t,  eine 
gewiffe  ^ai)l  k.  übetjleigt  (j.S3.  !(►  Sbalcr  Übcrfc^ufc  in  ber  Äalfe);  über- 
fc^üffig,  S5n).,  überfd)iefenb,  einen  Überfd)ufä  auämad}enb;  —  über; 
fc^icpcn,  untrb.  3tü.  1)  jicl.  etwa«  — ,  barüber  f)inau«  fdiiefen,  t.  i. 
fid)  b«ftig  bewegen  (Sog.  ber  Scit^unb  überf^ie^t  bie  gcibrte),  ob.  mit 
bem  ©c^itpgcrocbr  barüber  weg  fd)iefen  (Sag.  ein  2Biib— );  2)  rücEj. 
fid)—,  gem.  f.  überfd)Iagen ,  überpurjeln;  '•])  jielloö  m.  fein,  cl)em.  f. 
überfrieren ,  jufrieten. 

übcrfcbijfen,  trb.  ^rv.  1)  jielloö  m.  fein,  über  ein  SBaffer  fdjiffen; 
2)  jiel.  etwa«  —  ,  ju  (2d)iffe  ()inübetbringen  ob.  =fd)affen  (»Baarcn, 
Sruppcn  2C.);  überfd^if  fen,  untrb.  jiel.  3ir».,  ein  5ßaffer— ,  ju  <Sd)iffc 
barüber  bin  fahren :  bie  Uberfd)iitun.q. 

Überfrf)  im  mein,  untrb.  jieltof.  3»n.  m.  fein,  mit  @d)imme(  üUv^o- 
gen  werben. 

überfd)inunern,  trb.  jiellof.  3«?.  m.  bab cn,  über  etwa^  i)'m\ve$ 
fd)immern;  übcrfcb immern,  untrb.  jicl.  3».,  etwa«—,  mit  @d)tmmet 
bebecfen ;  burd)  feinen  <Sd)immet  übertreffen  ob.  yetbunfeln. 

übcrf(^irmen,  untrb.  jiel.  3tt).,  mit  einem  @d)irme  überbe(fcn. 

überfd^läc^tig ,  Src.,  f  ».  m.  oberfd)lad)tig ,  f.  b. 

ü b e r frf)lagcn ,  trb.  3n).  1)  jielloö  m.  fein,  mit  bem  oberen  Xt)eik 
plö^lid)  u.  b^ft'd  umfallen  ob.  fid)  auf  eine  Seite  neigen  (ein  auf  bem 
3(rme  getragene^  Äinb ,  ein  SBagcn  ic  fc^lägt  über) :  2)  giel.  über  etwaS 
fd)Iagen,  b.  i.  fallen  laffen,  becfen,  legen  k.  (j.  S3.  ein  Su^,  bie  3frmel  am 
Äleibe  jc.);  burd)  einen  <Sd)lag  hinüber  treiben  (j.  58.  einen  S5aU— ,  naml. 
über  ein  S^an^  u.  bgl.:  SSrau.  ba6  Söier- ,  b.  i.  bcn  SKeifc^  au6  bem  SiÄcif^s 
Uttiä)  in  ben  3apfbüttic^  fc^öpfen);  —  überfd^) lagen,  untrb.  3ttJ.  1)  jiel» 


1340  übevfd)Idmmen  —  übei'fd)min!cn 

lo6  m.  fein,  mit  cttvag  ubei-jogen  ob.  bebecft  tioerben,  gm.  b«fd)Ia9cn 
(j.  S.  mit  ©c^immet— );  oon  faften  gliifftgfeitcn:  cttDaö  Don  bce  Äältc 
verlieren ,  inbem  bic  3Bärme  glcic^f.  barübcr  f^lagt  ob.  [ic^  barüber  r>ahxcu 
Ut,  gew.  Dcrfcfjlagen  (j.  95,  baö  falte  ©ttvanf  ein  »cnig  überf^lagcn  laffen); 
2)  jiel.  auf  ber  ganzen  Sbevflä'd)«  befd)(agen  (einen  Zi^ä)  mit  asadj^tudö): 
Säg.  ju  fe^v  fdilngen  (ein  übcifd^lagcncv  ^unb);  cttvaS  im  5^act)fd)ta9en 
cb.  Umfd)lagcn  bei-  23lattei-  beim  ^efm  über9el)en  (ein  paar  SStätter,  eine 
©teUe  in  einem  S5uc^e  k.— ):  cttvag  fd)neU  u.  obecflad)lid)  übergel)«)!  ob. 
burd)ge()en,  babcr:  bei-SiJJenge,  ©röge  u.  nacö  un3efd{)r  fd)ä^en  ob.  be; 
flimmeu  (j,  S3.  bk  Äoflen,  ben  (Scirinn  zc.) :  el;cm.  aut^  f.  ju  t)od)  anfd)Ia- 
gcn,  übccfd)ä'^en,  überbieten;  :\)  vüd^.  fid)— ,  fopfüber,  rücfliuyg  über 
fallen  {ba^  ^fcrb  überfdjtug  fi(^  mit  feinem  SJetter):  bie  Über fd^ lagung, 
bog  Überfd) lagen,  nur  in  jicl.  Sßcb.  (j.  SS.  bie  Übcifc^Iagung  einee  SSlattce, 
bec  Äojten  ic);  —  bec  Übcrfd^lag,  9)?.  --fdjlage,  1)  (oon  übcrf^tagen) 
bai  Uberfd)la3en  (j.  35.  bec  3unge  einer  SBage);  ba^  Über9cfd)lagene, 
ivaS  über9efd)lagen  tvirb  ob.  ifl,  inöbcf.  üfccr=  ob.  umgef4)(agene  Zt)dk  an 
Ä(cibung6jiüdEcn,  j.  S.  tanbfd^.  f.  Äragen,  inöbcf.  ^^rebigcrfragen ;  ein  umge- 
fc^lagcner  9ianb;  ein  auf  einen  franfcn  Sbcil  gelegtcö  J&cilmittel,  gem.  Um' 
fd^tag;  Sauf,  ein  überfd)tagenbc6 ,  b.  i.  beruorfpringenbeö  gerabeö  ©lieb,  büs 
Dberplättlein;  2)  (oon  iibcrfd) lagen)  bai  Überfd) lagen,  b.  i.  bie  unge- 
fäl)rc  ©djo^ung,  2tuömcfTung,  SSere^mung,  bef.  Äojlenbered^nung,  finno. 
2(nf(i)lag. 

über fd) lammen,  untrb.  jiel.  3iü.,  mit  @d)tamm  überbe^en. 

überfd^leid)cn,  tut.  giellof.  3».  m,  fein,  über  einen  9?aum,  narf) 
ber  entgegengefe^tcn  ©eite  bin  fd)leid)en;  überfd^l eichen,  untrb.  jiel. 
3m.,  einen  —  ,  fdileid)cnb  ob.  unmerflid)  überfallen,  überrafdjen,  ftnnr». 
befd)(eid)en. 

übevfd^ leiern,  untrb.  gicl.  3w.,  mit  einem  ©djleier  ob.  wie  mit  einem 
©d)leier  überbccfen,  t)erl)üllen. 

überfd^leifen,  untrb.  jiel.  3w.,  obenl)iu  ob.  auf  ber  £)berfladie  fd^leifen. 

übcrfd^ leimen,  untrb.  jiel.  3w.,  mit  @d)leim  überjiel)en. 

überfd^leppen,  trb.  ^kl  ^w.,  ettvaö  über  einen  fKaum  bin,  ob.  tjon 
einem  £)rte  ju  einem  anbern  fd)leppen;  überfd^leppen,  untrb.  rücEj. 
3n5.,  fid)  — ,  5U  fd}»ver  fd)leppen  u.  fid)  baburd)  fd}aben. 

ü  b  e  r  fd^leubern ,  trb.  jiel.  3n?.,  über  einen  ©egenfianb  ob.  9?aum  i)'m 
fd)leubern. 

überfd^ lichten,  untrb.  jiel.  3»»-,  auf  ber  ganzen  £)berflac^e  fd)Iid)ten, 
inebef.  Älempn.  mit  bem  (S^lid)tl)ammer  glätten. 

überfd^lopen,  untrb.  iiet.  3«'.,  mit  (Sd)lofen  überbe(fen. 

übevfd^lüpfen,  trb.  ^ieltof.  3m.  m.  fein,  über  etn?ag,  über  einen 
SJaum  bin  fd)lüpfen;  überfc^ lüpfen,  untrb.  jici.  3»-,  ettraS  -—, 
fd)lüpfenb  barüber  l)in  geben. 

überfcbmieben,  trb.  ^kl.  3m-,  fd)miebenb  über  etroaö  befefligen. 

überf(i)mieren,  trb.  jiel.  3m. ,  über  etroag  fd)mieren;  übcrfd^mie- 
ren,  untrb.  jicl.  3m.,  auf  ber  ganzen  Dberflädje  mit  etmaS  fd)mieren,  be* 
fd)mieren. 

übcrfd^minfen,  untrb.  jiel.  3ö)m  mit  ©djminfe  überflreid)en. 


Übevfd)nabe(  —  Übcufd^ufS  1341 

Uberfd^nabct,  m.,  ein  aufwarte  9erlc()tetec  @d)na6e(,  u.  ein  äJogel  mit 
foldiem  ©d^nflbel. 

überfd)naUcn,  tvb.  jtel.  3».,  übn  ettvag  fc^naUenb  befeftigen. 

überf(^nappcn,  trb.  jicltof.  3w.  m,  fein,  fcl)nnppenb  über  it\x>ai 
fahren  ob.  fpringen  (ein  ©d^lofö  fc^nappt  über);  gem.  uneig.  f.  S3erjTanbeö; 
jerrüttung  jeigen,  oerrücft  werben  (er  i(l  übergefc^nappt:  and);  e6  bat  hti 
H)m  übcrgefcbnappt). 

iiberfd)neibcn,  untrb.  jie(.  3»t).,  ctirag  — ,  auf  ber  £)berfläd)e  Gin^ 
fd)nitte  machen  (3immcrl.  ffianb  unb  SRicget  — ). 

überfc^ncien,  untrb.  jicl.  3w.,  mit  ©d)nee  ob.  tvie  mit  <Sd)nee  über; 
becfen,  befd^neien. 

überfd)nclU'n,  trb.  ?tcl.  ^w.y  über  ettvaö  ob.  einen  SRaum  binweg 
fd)neUen:  überfd)n eilen,  untrb.  lid.  3»t>.  1)  einen  — ,  f.  o.  w.  fd)nel; 
(en,  b.  i.  betrügen,  üben)ortl)ei(en;  2)  etivaö  — ,  ii)tm.  f.  übereilen. 

ü  b  e  r  fdjnüren ,  trb.  jict.  3w.,  fd)nürenb  über  etiraö  befefligen:  über- 
fd^nürcn,  untrb.  jict.  3»».,  mit  @d)nüren  überjiel)en;  mit  ber  ©cbnuc 
un9efat)r  meffen  (ein  ^elb). 

überfc^on,  SB».,  auperorbentlid)  fci)on;  bie  Uberfd^öne,  »lt.  f.  aui- 
9eäeid)nete  @d)önl)eit;  —  übcrfd^öncn,  untrb.  jtcJ.  3n?.  >  »lt.  f.  an 
®d)ont)eit  übertreffen. 

ü  b  e  r  fd^öpfen ,  tvb.  jicl.  3w.,  cin^  einem  Svaiim  in  einen  anbern 
fd)öpfen. 

übevfc^ offen,  untvb.  rücti-  3»r.,  fid)  — ,  ,^u  fel)r  in  bie  v^öl)e  fd)üffen. 

übcvf(^ rauben,  untrb.  jicl.  3»?. ,  jii  ftarf'  ob.  ju  fefl  fd)rauben. 

ü  b  e  r  frf)retben ,  trb.  jiel.  3«).,  oben  baiüber  fd^reiben;  an  einen  vtn* 
bern  £)rt  fd)reiben,  fd)riftlid)  melben  (einem  ctwaö— );  fd)reibenb  auf  ein 
anbereg  S5latt  übertragen;  übcvfc^ reiben,  untrb.  jtel.  3».,  auf  ber 
Dberflädie  bcfd)retben;  mit  einer  2{uf^  ob.  Überfd)vift  Derfel)en  (baö  ffiuc^ 
ijl' überfci^riebcn  K.):  bie  Uberfd)retbung,  ba^  llberfd)reiben;  bie  Über* 
fc^rift,  ba^  Ubergefd)riebene,  was  über  cttt5a6,  tnebef.  über  eine  anbete 
©(^rtft,  gcf^ricbtn  ift,  finnü.  2(uffd,>rift,  Sitel  (bie  Überfd)rift  auf  einet 
ajiünie:  bie  Übcrfc^rift  ctnc6  3(uffa^eg,  etnc6  2(b[(^nittcö  in  einem  Su^e  k.). 

überfd^rcien,  untrb.  jict.  3«». ,  einen—,  im  (Sdjreien  übertreffen, 
fd}reienb  übertönen;  fid)—,  übermäßig  fdireien  u.  baburci^  feine  ©timme 
etfc^öpfen. 

ü  b  c  r  fd^reltcn ,  trb.  ^ieitof.  3«?.  m.  fein,  über  etnm^,  über  einen 
9?aum,  von  einer  @eite  ob.  Partei  jur  anbern  fdjreiten,  gem.  übertre- 
ten; übcrfd^ reiten,  untrb.  jicl.  3m-,  etwai—,  barüber  {)inwe9  fd^rei^ 
ten  (einen  ®rabcn,  bie  öJrcnjc  :c.);  bcf.  uncig.  bai  Qti)m^e  ?D?ap  nid)t 
beobad)ten,  fid)  nid)t  in  ben  beftimmten  @d)ranfen  t)a(ten  (j.  «8.  hk 
®renjen  ber  SJJä^igung ,  bie  ©(^ran!cn  bcö  Knflanbö ,  bie  Stegetn  beö  Sffiobt* 
|tanb§  überfc^rciten);  bafjer  audj  f.  baiüiber  l}anbe[n,  «erleben,  übertreten 
(einen  »efcbl,  ein  ©efe^  — );  bie  Uberfc^reitung,  bag  Überfd)reiten  ; 
berJÜberfd^rttt,  basS  Überfd}ieiten,  ber  Übertritt. 

Uberfi^rift,  «.,  f.  unter  übetfd^reibcn. 

Überfd)iil),  m.,  3)?.  ;fd)ul)e,  <3d)ul)e  jum  Überjiet)en  über  anbcre 
©d)ube  ob.  ©tiefet. 

ÜbcrfdöufS,  m.,  f.  unter  überfc^te^en. 


1342  ixha^(i)üttcn  —  übei'fd)n)inc)cit 

überfd)üttcn,  ttb.  jfcl.  3«).,  übet  «nwa^,  übet  bcn  9?anb  etneö  ®efa- 
^cö,  ob.  auö  einem  Otaume  in  einen  anbcin  fd)iitten;  ber  Überfc^utt, 
voai  über  etwai  gefdjüttet  ob.  gegofTen  tvirb;  ingbef.  Sauf,  bec  SKörtcl, 
soeld)cr  über  einen  ©cwölbebogcn  gui^offen  wirb;  —  Übcrfd)Ü  tten,  untib. 
gier.  3tt).,  etirag  auf  bei-  ganjen  £)berflacl)e  fcl)üttenb  bebecfen,  befd)ütten 
(j.  S.  einen  ^la§  mit  Sanb,  mit  (5i-be  u.);  uncig.  f.  einen  fe()r  reid)ad) 
mit  ctirag  oerfe^en,  flär!cc  al6  überl)aufen  (j.  85.  einen  mit  Cob,  mit 
©c^mci^cleicn,  mit  2BobIt{)atcn ,  mit  ©c^maijunijcn  3C.— ;  bibl.  bu  über^ 
fc^iittcjl  m  mit  ©egen);  bie  llbcrfd)üttun9,  bcii  Übecfd)üttcn,  eig.  u.  uneig. 

iiberfc^n^ad^ ,  Sw.,  ad^u  fcf)n)ad) ,  au^erorbentlid)  frf)warf). 

Ubcvf4)irall,  m. ,  f.  unter  übcrfdöwcllen. 

Ubcrfd)lt)ang ,  m.,  -cg,  (ctg.  eine  bie  ®unic  ob.  baö  SERa^  überfc^rei^ 
tenbc  f^n?ingcnbe  Sei»egung;  n.  "K.  Übcrfc^n?anE;  mitUli).  uberswanc, 
@cn.  -swankes;  »gl.  jeboc^  rdjtvingcn),  olt.  f.  ju  o^xo^c  2aj^;  hn^  Übet- 
treffen,  ber  SSorrang;  alt  u.  bidjt.  f.  iiberfivömenbc  gü«c,  Überfluf^, 
Übermap;  übcrfc^iDängüd),  S».  (nic^t  gut:  übcrfdjtrenglic^;  mit- 
Uli),  übersweiiclich),  im  Überfd)iran9 ,  in  i"tbeireid}em  ?0?age  üorbanben, 
aUeö  9)?ap  liberfteigenb ,  finno.  übermäßig,  iiberflüfftg  (übcrfc^mänglic^ 
reid),  gtücflid)  u.;  überfdjwangli^c  ßiebc  jc.);  bie  Überf(i)ivänglid^fcit,  bai 
Überfd)n)cin3lid)fein ,  bie  ^lap  ob.  <Sd)ranfenIofi9feit. 

übcvfd)tt)ängcvn,  untrb.  gicl.  3»-»  übermäßig  fd)irängevn,  nad^  er= 
folgtet  empfdngnifö  noc^matö  [c^tüä'ngcrn ;  bie  Ubcrfd^wängcrunc}. 

überfd^tranfen,  trb.  jiellof.  3w.  m.  l^aben  u.  fein,  fid)  fd)roan!enb 
über  etnjrtg  bewegen,  bcf.  von  glüffigf eiten :  fd)»\)anfenb  überlaufen;  ftd) 
fd^ivanfcnb  I)erüber  neigen. 

übcrfc^wävmtn,  trb.  jicllof.  3ni.  m.  fein,  fd)t\)a'rmenb  iiber3ef)en, 
überfliegen;  übcrfd^warmcn,  untrb.  jicl.  3w. ,  etivaS— ,  fid}  fd}n?dr; 
menb  barüber  t>erbreiten. 

überfd^wa^en,  untrb,  gicl.  3w-,  alt  u.  lanbfc^.  f.  burd}  ©efc^ivci^ 
Überreben,  befd)tvn^en. 

ü b e r fd^iveben ,  trb.  jiellof.  3».  m.  fein;  über  einen  5Kaum  bin  fd)tve; 
ben;  übcrfd)iucbcn,  untrb.  jicl.  3».,  bic^t.  cttvaf.— ,  f.  batüber  fd^tve^ 
ben,,  eg  fditvebenb  überbecEen. 

Überfrf)ircllc,  m.,  b.  £iberfd)weUe,  f.  unter  ©c^weUc. 

überfd)n)cllcn,  trb.  jicliof.  3».  m.  fein,  iiuffd)tve(Ienb  überfliepen 
ob.  übertreten:  ber  Überfd^waU,  alt  u.  bi^t.  f.  überfdiivellenbe  gluth, 
Überfd)ivemmung ;  Überflufö. 

übcrfcbivcmmen,  untrb.  ^iel.  3»». ,  fd)n3emmenb  überberfen,  v>oUig 
imter  Gaffer  fe^en  (ber  übergetretene  glufö  i)at  bie  ®cgenb  überf^wemmt); 
bie  Übcrf^iuicnimung,  ta^  llberfd)a>emmen ;  ber  3ujlanb  beö  Über:= 
fd)»yemmtfeing,  bie  3BafferfIutf)  (93i.  übcrfc^wcmmungcn). 

übcrfd^iücv,  fßw.,  übeimd'fig  ob.  auperorbentlid)  fd)mer. 

überfd^wimmcn,  trb.  jtellof.  3tü.  m.  fein,  über  ein  Süaffer  fd}t»im= 
men  (i^  bin  übcrgef(^n?ommen,  näml.  über  ben  gtufö  ic.);  übevfd^rüim* 
nien ,  untrb.  jiel.  3iü. ,  e  t  jü  a  <5  — ,  fid)  fd)unmmenb  barüber  l)in  bewe- 
gen (ic^  habe  ben  gtuf6  überfd)wcmmcn). 

.,  übcrfd)n)in9cn,  trb.  ?ict.  3».,  fd)anngenb  über  etwaö  betregen;  ber 
Überfettung,  ber  <5d;ivung  über  etiva^;  aud)  f.  Überfd^wang,  Übermaß. 


übci'fecifd)  —  übei-fcf^cn  1343 

überfeeifd^,  SBm.,  jenfeit  b«  @ee  befinb(id)  ob.  ba^er  fommenb. 

überfegeln,  trb.  jieUof.  3n).  m.  fein,  fegelnb  über  ein  ^Baffer  fcf}iffen; 
überfegeln,  untcb.  jiel.  3m.,  etiva^  — ,  fegelnb  baiiibeil)in  fat)ren,  burd); 
fegein  (j.  58.  baß  2Kcer);  über  ben  Raufen  ob.  in  ben  ©rimb  fegein  (ein 
©(^iff);  fegelnb  übertreffen,  übcrl)olen;  bie  Ubcrfcgclung. 

überfeinen,  trb.  jicüof.  3tr.  m.  (ja ben,  über  etivaö  tveg,  f)inüber  fef)en; 
überfeinen,  untrb.jiel.3w.,  1)  etiraö  — ,  über  beffen  gan.isc  £)berfläd)e 
l)infel)en  (j.  SB.  oon  einem  Serge  au6  bicöJcgcnb  — :  bie  »ücitcSbcne  i|l  faum 
SU  überfeinen);  uneig.  etwa^  im  ©eifl  überblicfen,  nadj  allen  feinen  Zi)iüen 
wal)rnet)mcn  ob.  er!cnncn  (j.  33.  einen  ^Icin);  etroaö  cbcrfläd)ltd)  cb.  flüd); 
tig  burd)fehen,  burd)niu|lern  (eine  2(rbeit,  rine  Slec^nung);  2)  über  etroa^ 
weg  fel)en,  weil  man  größer  ift  ob.  i)oi)n  ftel)t  (bcr  ®ro^e  übcrfiel)t  ben  Älei= 
ncn);  bal^cr  uneig.  f.  einem  überlegen  fein,  il)n  <\n  (5infid)t  übertreffen 
(bev  ®elel}rte  ubevfiebt  ben  Ungeklärten);  .'{)  über  etiitaä  »veg  fe{)en,  o()ne 
ei  gemaljr  ^it  werben  cb.  ju  beadjten  (j.  33.  eine  3ctle  im  Scfcn);  baber  im= 
eig.  f.  unbeadntet  laffen,  ungeal)nbet  laffen,  finno.  nad)fel)en  (einem  et» 
aoö  — ,  einen  gebier — );  gering  ad)ten,  i>erad)ten  (ber  fficft^eibenc  wirb 
leicht  iibcrfeben);  überfel)bar,  Sm.,  }vai  überfeinen  iverben  fann,  cntg. 
unüberfebbar ;  bie  Überfelnbarfeit;  bie  Überfelnung,  tni  Überfeinen,  inöbef. 
bie  9iidntbcadntung ,  (i)eringartntung  k.;  bie  Überfielet,  bag  Überfel)en 
eineä  ßiegenjlanbcä  auf  feiner  ganjen  £)berflä'd)c  ob.  nac^  allen  feinen  Zi)iU 
len,  eig.  u.  uneig.  (j.  S.  einem  eine  Übcrftcbt  oon  einem  ^lane,  einem  Sßetfe 
IC.  geben);  auc^  ein  '^lan,  'äbx\\i  ob.  Entwurf,  meldncr  bie  3(norbnung  eincg 
©anjcn  nac^i  allen  feinen  Sbcilcn  überfcl)cn  löfft ;  Übcrfld)tlirf),  SB».,  eine 
Überftdnt  gebenb  cb.  geifälnrenb  (eine  übcrfic'^tüc^e  SarfteUung;  etmaö  über» 
fic^tlic^  orbnen);  bie  Überftd^tüd^fcit;  —  überfid^tig,  33».  (oon  über  = 
febcn)  über  fidn  ob.  in  bie  >|)ölne  fet)cnb,  ein  fclnlerl)aftc6  ob.  fd^madjeö  ®e== 
ftd^t  babcnb,  welc^eö  nur  nab  über  bie  2(ugcn  gcbaltcne  GJcgenjldnbe  beutlic^ 
erfennt;  bie  Überftd)ttgfcit,  hai  Überfidntigfein. 

überfeit^,  «R».,  tanbfdj.  f.  über  «Seite,  auf  bie  «Seite  (vgl.  ©cite). 

übcrfclig,  aSio.,  mebr  alg  feiig,  überauö  feiig;  bie  Überfeltgfctt. 

überfenben,  untrb.  jiel.  ^m.^  einem  etiva6  — ,  eä  nadn  einem  anbern 
Orte  fninüber  an  ilnn  fenben,  it)m  jufenbeu,  überfci)icfen;  bet  Überfenter; 
bie  Übcrfenbung. 

überfc^cn,  trb.  3».  1)  ^id.  über  ob.  auf  etumg  fe^en,  gem.  auffegen 
(einen  3;opf—,  nciml.  über  baö  gcucr);  etaniS  über  einen  (Segenflanb  ob. 
JRaum  l)in— ,  biö  jenfeit  be^felben  fe^en,  bringen,  .fdnaffen,  bcf.  über  ein 
3Baffer  fahren,  finno.  überfahren,  überfdniffen  (g.  33.  struppen  überfc|cn, 
mäml.  über  ben  glufö  jc.;  fid)  übcrfe^cn  laffen):  2)  jiclloö  m.  b^bcn,  über 
etnja«  iveg  feigen,  b.  i.  fpringen,  finnu.  überfpringen  (baö  ^ferb  fe|t  über, 
l)at  übcrgefe^t,  näml.  über  ben  öJraben,  ben  3iJun  jc. ;  uneig.  35ecgit).  ein 
@ang  fe§t  über,  b.  i.  bur(^f(^ncibct  einen  anbern):  m.  fein,  über  ein  2Baf^ 
fer  fe^en,  b.  i.  falnren,  überfdniffen  (tric  wollen  übcrfe^en,  naml.  über  ben 
gtufe  jc.:  er  iil  mä)  ©nglanb  übergcfc^t,  wunfd^t  überjufc^cn  JC.);  bie  Über- 
fe^ung,  baö  Überfe^en,  j.  33.  über  einen  glufö;  —  überfeinen,  untrb. 
giel.  3»p.,  Dctira^— ,  auf  ber  ganjen  £)berflä'dne  befegen ;  2)  übermä; 
fiig  befetjen  (j.  35.  einen  ©arten  mit  SBdumen,  ein  S^aüi  mit  Seuten,  eine 
©tabt  mit  Sruppen— );  einen—,  ilnm  ju  oiel  anfegen  ob.  anrednnen, 


1344  Überfid)t  —  ubcrfpannen 

ju  Diel  von  \i)m  forbern ,  finno.  übmi)mem  (bei-  Kaufmann  i)at  mii)  übev- 
fe^t);  3)  etwas  au^  einer  (Sprac{)e  in  eine  anbere  übertragen  (eme®c^nft, 
ein  SSuc^— ;  dma^  auö  btm  ®rtcd)ifd^en  ins  Scutfdje— :  er  i)at  eö  mir 
überfc^t):  Übcvfe^bar,  .,S5w.,  tvai  ftd}  (aue  einer  Sprache  in  bie  anbere) 
iiberfe^en  rafft;  bie  Uberfe^barfcit:  ber  Übcrfe^cr,  bie  Überfe^erinn, 
wer  etiraS  ühe\:fe^t,  b.t.  in  eine  anbere  ©prac^e  übertragt;  bie  Uberfegung, 
bai  Uberfe^en,  bie  übermäßige  Sefe&ung,  Überti)euerung;  geir.  ba^  Über? 
tragen  au5  einer  @prad)c  in  bie  anbere,  u.  bie  überfefete,9?ebe  ob. «Schrift 
felbfl  m.  überfe^ungcn);  bie  Überfc^unggfunfl;  —  ber  Überfa^,  1)  (oon 
itberfegcn)  wai  übergefe^t  wirb  ob.  i%  j.  33.  ©d)iff.  bie  übereinanber  ge^ 
feilten  ©töcEc  eines  5}tnftbaumcg ,  2tuffä§c:  Sau!,  ein  niebrigcö  ®efc^of§  un= 
mittelbar  unter  bem  Sac^e;  2)  (oon  iiberfe^en)  alt  u.  lanbf^.  f.  Überfe^ung, 
b.  i.  übermäßige  Sefe|ung,  llbertf)euerimg,  unbilliger  Gewinn  (bibl.  ?lBu-- 
ö)iv,  unb  Überfag). 

Überfielet  k.  ,  f.  unter  überfe()en. 

überfi ebenen,  untrb.  gicl.  3»».,  »tt.  SRfpr.  einen—,  burcl)  fi'eben  beu- 
gen überfüt)ren. 

überjietieln,  trb.  jiet.  u.  rücEj.  3».  (ogt.  ©iebcl  :c.),  einen  ob.  ftd)  — 
üon  feinem  gegenwärtigen  5DBo^npla^e  entfernen  u.  an  einem  anbern 
£)rte  anfäfftg  mad^en  ob.  fid)  ()äuöad)  nieberlaffen ;  bie  Überfiebelung. 

überfteben,  trb.  jicnof.  3«?.  m.  fein,  ^kbenh  überlaufen,  überfod)en; 
überfi  eben,  untrb.  giel.  3«.,  ctwag— ,  ju  flarf  fieben. 

überfi  egeln,  untrb.  jiet.  3ro.,  oberl)alb  mit  einem  (Siegel  t)erfel)en  ob. 
befiegeln. 

überfielen,  untrb.  jicl.  3w.,  »it.  f.  überwinben,  bcfiegen. 
„  überfilbcrn,  untrb.  jiei.  3». ,  mit  Silber  überäief)en ,  oerfilbern:  bie 
Uberfilberung. 

überfingen,  untrb.  jict.  3w.,  etwas  —  ,  üon  2(nfang  ^u  (5nbe  fin- 
gen, burd)ftngen,  bef.  bcrübung  rcegcn;  einen  — ,  im  Singen  übertreffen, 
fingenb  übertö'nen;  fid)—,  fid)  burd)  ju  üieleg  ob.  ju  jlarfeS  Singen 
angreifen  u.  fd)aben. 

Überfinnen,  untrb.  jicl.  3«?.,  l  o.  «».  überbenfen. 

überftnnlid^,  Sir.,  bie  ©renken  ber  Sinnlid)feit  ob.  ber  Sinnenwelt 
überfd)reitenb,  burd)  bie  Sinne  nid)t  wabrnel)mbai,  finm.  geiflig  (über= 
finnti^c  Singe,  begriffe  K.);  bie  Überfinnlid)feit,  bag  Überfinnlid)fein. 

überfi  ntern,  untrb.  jict.  3»».,  mit  Sinter  (f.  b.)  überjieben. 

überfi ^en,  untrb.  jicl.  3tt3.,  »lt.  f.  o.  w.  t>erft^en,  bie  redete  ob.  gefe|- 
lid)e  3«it  5U  etwas  ungenu^t  vorübergehen  taffen  ob.  üerfäumen  (eine  grifl, 
ein  3iel  n.  — ). 

„  überfommern,  untrb.  gitl.  3». ,  bcn  «Sommer  über  erbalten;  bie 
Überfommerung. 

überfonnen,  untrb.  jic(.  3w.,  bicbt.  f.  mit  @onnenlid)t  überfd)einen, 
(bef.  baö  gJZw.  übcrfonnt,  f.  ».  \v.  befonnt). 

überfpannen,  trb.  jici.  3».,  fpannenb  über  etwas  ausbreiten  ob.  be- 
fejligen;  überfpannen,  uitrb.  jiel.  3n).,  etwas—,  1)  fpannenb  ob.  mit 
etwas  2{uSgefpanntem  überbecfen;  2)  fpannenb  ob.  mit  ber  Spanne,  b.i. 
mit  auögcfpanntcr  JE)anb,  barüberf)in  rcidjen  (iäi  !ann  ben  tüamn  nidjt  übcr= 
fpannen);  uneig.  libert;.  f.  über  eine  ^Uid)e  i)'m  reid}en  (Jpauptbalfcn,  welche 


überfparcii         iibci'ftavf  1345 

baß  Dfid^  übftfpanncn);  •'})  überma'fiä  fpannen ,  ju  [lavf  anfpannen  (ein 
©eil,  einen  ÜBogcn  it.);  iineig.  etwai  t^u  W(\t  au«bef)nen  ob.  treiben,  ftnno. 
ilbertceiben  (fiine  gorbcrunc^cn,  ©rmartungcn  :c. ;  übcrfpanntc  SPcgriffc);  baö 
gjtn).  liberfpannt  ali  Str.  f.  in  feinen  öefübUn  u.  BüiftcUunatn  nid)t 
9}iaf;  f)altenb ,  übermäßig  aufgeregt,  überfd^vängücl),  fditvärmcrifd)  (ein 
übecfpanntcr  OTenfd);  eine  übetfpannte  einbilbimgötraft):  bio  Uberfpannuny], 
bnö  Überfpannen:  Mi  Überfpanntfein,  bef.  uncig. ,  [inno.  llberrdiroang^ 
üd)fctt. 

überfparcn,  trb.  jicl.  3w.,  ctroa«— ,  burd)  ©parcn  erübrigen.  ^ 

übcrfpinncn,  unti-b.  jic[.  3to.,  fptnncnb  ob.  mit  einem  ©efpinfl  über- 
jiet)en  (überfponnene  Jinöpfe,  ©aiten  :c.);  bie  Ubcrfpinnunq. 

überf preisen,  untrb.  n'irfj.  3»r.,  fid)-,  olt.  f.  ju  viel  fpred)cn,  un^ 
überlegt  fpred)en. 

ü b c r fpvcitcn ,  trb.  ?ict.  3tf.,  über  etiva«  fpreiten:  übcrfp reiten, 
untrb.  ikl  ^\v.,  fpreitenb  überbecfcn. 

übcrfprenqen,  trb.  3»-  D  'aidlc^  m.  fein,  über  einen  9?aum  f)in 
[prengen  (ju  ^ferbe);  '1)  liei.  über  etwai  fprengen,  b.  t.  (treuen  ob.  fpri- 
i5en;  —  übcvfpr engen,  tmtrb.  jtcl.  3>-o.,  auf  bcv  ganjen  jDberfläd)e 
befprcngen. 

überfprinqcn,  trb.  jicnof.  3^.  m.  [ein,  über  etamä  fpringen,  fprin^ 
genb  hinübcrgelangen  (j.  $B.  btr  öiabtn  ifl  fo  fc^nial,  bafö  man  übcrfprin' 
gen  !ann);  ber  Überfprunc^,  baf>  Übe r fpringen;  ein  überfpringenbeg 
2)ing,  inebcf.  Sä^.  f.  ©prenfel;  ber£^rt,  wo  man  überfpringt,  g.  33. 
Saft,  bic  ©tongen ,  iibcv  welche  bo6  SIßilb  fptini^cn  mufö  (9}?.  Überfprüngc) ; 
—  übevfp ringen,  untrb.  jiei.  3«).,  ciivati— ,  barüber  tyn  fpringen 
(einen  ©raben,  eine  ?)?aucr  k.);  uneig.  im  Sagten,  Pcfen,  ©tngen  jc.  etanl^ 
überffben  u.  übergeben  cb.  ou^laffen,  f.  o.  tt).  überbüpfen:  fi  d)  — ,  burd) 
ju  üieleö  ob.  ju  angeftrengtes^  @prijigen  ftd)  fdmben;  bie  Uberfpringung, 
iai  Überfp  ringen  (j.  S8.  cincö  öJrabcnö,  einer  3et{c  beim  Ccfen  jc). 

überfpri^en,  trb.  giellof.  u.  jtet.  3>d-.  über  ctivaö  lüeg  fpri^en;  über-- 
fprij^en,  untrb.  jict.  3»t>.,  etiva»  — ,  auf  ber  ganzen  DberfläM^e  bcfpri^en. 

übcrfpriit>e(n,  trb.  jicltof.  3"'-,  fprubelnb  überlaufen;  überfpru; 
bcln,  untrb.  jicl.  3w.,  etmaä— ,  fprubelnb  übcrbecfcn  ob.  überfd}ütten. 

übcrfprüben,  trb.  jieUof.  3w.)  fpvühenb  über  etiDaö  f)inau^get)en, 
eine  (S^ren^e,  einen  JKanb  überfleigen:  überfp r üben,  untrb.  gict.  3iü., 
ettraS  —  ,  fprü^enb  überbecfen. 

Übcrfprung,  f.  unter  itbeifpringcn. 

überfpülen,  untrb.  jiel.  3w.,  etwaö  -,  fpülenb  bebecfen  cb.  barüber 
weg  ge()en. 

Uberflag,  f.,  @d;iff-  ein  über  einem  anbern  beftnblid^c^  iStag  (f.  b.); 
überftag  »enbcn,  (Schiff,  f.  ß.  \v.  burd)  ben  SBinb  loenbtn,  inbem  man 
baö  93orbertbei(  beö  ©djiffeö  bem  2Binbe  ^ufebrt. 

ijberfläl)  len,  untrb.  jici.  3m.,  mit  otahl  über^ieben,  überpan^ern. 

Uberjiamm,  m.,  ©t^ubm.  ^tvei  2eberfrrcifen ,  bic  an  bem  jRanbc  beö 
Obecleberö  um  ben  gu8  l)erum  gtcic^fam  als  ein  Untcrfutter  gcl'e^t  werben. 

Ubcr)lan^,  überjlänoig,  f.  unter  übcrfiebcn. 

überftarf,  SBm.,  übermäpig  j!arf:  überiiär!cn,  untrb.  jiel.  3«.,  über- 
mäßig flä'rfen;  si)im.  audj  f.  an  ©td'rfe  übertreffen,  übenvinben. 

,S^(i)U'^  .^anbwörtetb.  b.  teutfc^cn  ©pr.  2.  Z^dU        85 


1346  öbecftduben  —  übcrftofen 

überf!äuben,  ttb.  jicl.  3»-,  ftä'ubenb  über  cnva§  verbceiten  ob.  aug= 
ftrcuen;  überfläiiben,  untrb.  ?ict.3nj.,  mit  ©taub  bcbccfcn  ob.  beftrcuen, 
bcftä'ubcn. 

überftcd)en,  untrb.  jici.  3w.,  Äartcnfp.  etttcn— ,  ()ö()cr  fted)en,  alä 
er,  turd}  einen  i()ö()cven  Slvumpf  ii)m  bcn  ©tic^  abgeroinncn ,  aud^  abjied)en. 

überjlegen,  untrb.  jicl.  3w.,  alt  u.  bi<i)t.  mit  einem  ©te^e  belegen. 

überjleben,  trb.  jiettof.  3«.  m.  babcn,  über  etmaö  t)inauö  flefjen  ob. 
I)er\.-»crriigen ;  ungebv.  f.  langer,  a(ä  nctbiig  ob.  gewobnlicb  ift,  j!e()en:  ber 
Ubev|lant,  bas?  v:^ert)orftehcn  cb.  v^erücrragen;  überjiänt'ici ,  Sit).,  tvag 
über  bic  ge{)örige  ob.  befttmmte  Seit  geftanben  l)at,  überreif  (übcrftänbigcs 
©etreibc,  Dbil,  «:&ofj  jc);  —  übcrflcl)cn,  untrb.  jtcl.  3n,\,  etivag— ,  über 
einen  3«itraum  ob.  bie  2)tfiier  eineä  äuflanbeg  ()inauS  befte{)en,  finn». 
Überbauern,  auä()arrcn,  aitgl)a[ten,  übentmben  (j.  SB.  [eine  iii)xiai)u  — ; 
eine  ÄrQnft)cit,  ©cfabr,  UngliicE  jc— );  bie  Über|!ebung. 

über jl:eigen,  trb.  jieHof.  3>f-  m.  fein,  fteigenb  über  etwaä  gelangen 
(er  ifi  übergcfltegcn ,  ncimt.  über  bcn  3aun  2C.);  überfteigen,  untrb.  ?tet. 
3w. ,  etivag— ,  barüberbin  fleigen  (5.  *8.  einen  SScrg— ;  er  Ijat  bic 
5!Küucr  übcrftiegcn) ;  unctg.  ein  ^inbernif^  u.  bgl.  — ,  übertt)inben;  eine 
©renje,  einen  @rab  k\  — ,  fid)  barüber  ev{)eben  (^.  5>.  bag  Cucrtfilber  bat 
ben  ©cfricrpunft  übcrfttcgen);  ba^cr  uncig.  über  ein  gctviffeä  dJia^  ber 
Äraft,  bcm  SBcrtbe  ob.  btc  3a^l  nad)  binauögeben,  finnu.  überfchreiten, 
übertreffen  (j.  fB.  ic^  überjtcigt  meine  Äräfte ,  meinen  Sßevftanb ,  meine  ®i-- 
roartung,  allen  ©tauben  2c.);  fid)  — ,  ju  weit  ob.  ju  viel  freigcn,  über  feine 
Ärafte  fteigen:  übevftdgbar  ob.,.übcv)leio;lid),  93«?.,  wa^  überfliegen  luer^ 
ben  fann,  ttg.  u.  uncig.;  bie  Übcrfteigbarfcit  ob.  Über|leiglid)feit:  bie 
Übcrftcigung,  ba^  Über|!eigen  (j.  S3.  einte  ©ebirgeä,  bcr  J^inbcrniffe  jc). 

überfletgcrn,  untrb.  jiet.  3«?-.  ettraiS— ,  ju  fel)r  fteigern,  ben  ^rciö 
einer  ©adbyc  übermäßig  in  bie  4>öf)e  treiben;  einen  —  ,  überbieten,  bei 
Sicrftcigcrungen;  bie  Überjietgerimg. 

übcrjl einen  ob.  überjl e t nern ,  untrb.  jiel.  3iü-,  mit  Steinen  ob.  einer 
(Steinrinbe  überbecfen. 

überfteUcn,  trb.  gicl.  3»-,  über  etira^  flellen  (j.  S5.  bcn  Sopf— , 
näml.  über  baö  gcucr);  überft eilen,  untrb.  jicl.  3w.,  mit  itma^  ?hifge= 
fleütem  überbetfen  (j.  58.  einen  gtufg  mit  9ic^cn  — );  bie  ÜberfteUung. 

überj^euern,  trb.  ikilol  u.  jicl.  3^-.  über  einen  diaum  bintveg  nad) 
ber  entgegengefe^fen  @eite  fleuern:  übevjteiiern,  untrb.  jicl.  3^0-,  «t; 
wa? — ,  freuernb  l)inüber  gelangen. 

Überftiefel ,  m.,  «Stiefel,  iüeld)e  über  anbere  gejogen  n'^erben. 

übcrftimmen,  trb.  ?icl.  3it>. ,  in  einen  anberen  '^on  frimmen;  über^ 
fünimen,  untrb.  liel.  3»-.  ju  bod)  jlimmen  (ein  Älauicr);  burd)  Stim- 
menmebi^^^'t  übern:)inben  (einen — ;  iä)  würbe  überjlimnit);  bie  Über; 
flimniung. 

überftotj,  SB«?.,  übermcifig  ob.  übertrieben  ftolj. 

.überllopfcn,  trb.  gici.  3n).,  über  etiraö  jlopfen ;  übcrfl 0 p fen,  untrb; 
i^icl.  3to.,  übermä'^ig  flopfen  (g.  S5.  eine  ©anö);  ftd)  — ,  fid)  mit  ©peifen 
überlaben. 

überflogen,  trb.  jiel.  3».,  ftofenb  über  ettva^  bin  bewegen;  über- 
jiüfen,  untrb.  jiel.  3n>.,  auf  ber  ganjen  Sberfläc^e  bejlo^en  (©erb.  ein 
geU— ). 


ubccjli;a(;(en  —  iibcvtäfeln  1347 

übcr(!ral)(en,  tr6.  jicKof.  3n>.  m.  f)aben,  übei  etwaä  ()in  fti-af)(cn; 
überfl  V  a  t)  Icn ,  untrb.  iiel.  3it). ,  etroaö  — ,  auf  bec  ganjen  Dberflact^e 
bef}iat)(cn;  nn  jTi-af)[entiem  ©(aiije  übertreffen;  auä)  iineig.  an  Jperrfic^- 
fett,  an  3'?u()m  ?c.  übertreffen. 

übcrftreic^cn,  trb.  ^ieirof.  it.  gtet.  3>o..  über  emai  hin  ob.  loeg  flrei- 
d)en;  üticrflrci(i)en,  untrb.  jiel.  3>t>-,  auf  ber  ganjen  £)berfläc()e  beflrei- 
d)cn,  befcbmieren,  anjlrcic()en  (j.  SJ.  eine  aSanb  mit  äqiJ  2c.);  bie  Ubcv 
ftrcid^unq. 

überjircifcn,  trb.  3>ö.  D  «ieUoe  m.  fein,  über  einen  Dxaum  f)in 
ftceifen;  2)  giel.  etivag— ,  über  ein  anbereö  iDing  jlreifen,  überiie{)eu; 
—  übcrft  r  c  i  fcn ,  untrb.  i^tel.  3»-i  auf  ber  ganzen  £>berflad)c  beftreifen. 

übcrflreiten,  untrb.  jict.  3»t).  (mittcib.  uiierstnien)  oit.  f  im  «Streit 
übera>inben,  befiegen:  audj  f.  einen  ju  ctani^  tjermögen. 

übcvflvcnq,  58»).,  übermäßig  ob.  ali^u.jlreng:  —  übcifir engen,  un= 
trb.  jicl.  3»».,  überniä'f?ig  anftrengen ;  bie  Ubcvftivn.qung. 

übcrflveucn,  trb.  jicl.  3»-,  ftreuenb  über  etipa^  verbreiten  (g.  SB. 
Surfer — ,  nämt.  über  eine  ©piifc);  über|li'euen,  untrb.  jiel.  3»»m  ctivaö 
auf  ber  ganzen  Ü)bcrflä'd)e  bellrcuen  {um  ®peifc  mit  3uctcr  — );  bie  Uber= 
flrcuunci. 

übcrft  V  i  (!en ,  untrb.  j^iel.  ,i\v.,  mit  einem  ©ejlricf  überjie{)en  (j.  5B. 
einen  SSaU);  unci^.  einen  g(etd)f.  mit  >2d)lingen  ob.  5^e^en  bebecfen,  fan; 
gen,  ogl.  beftricfen. 

übcrflvieqeln,  untrb.  giel.  3n?.,  auf  ber  gan.^en  £)berfld'd)e  ftriegeln. 

überftrömcn,  trb.  jicilof.  3».  m.  [ein,  firömenb  übertreten,  über; 
fliegen  (au(^  »niig-,,  »o»  ttioaö  übcrjlrömen ,  b.  i.  eS  in  güUe  crgii^cn ,  cgi. 
iiberflie^en) ;  ber  Übcrflrüm,  ba^o  Übe rfirömen,  bie  reid)[id)e,  übermal 
^ige  ß'vgief^ung;  ba>5  Uberfirömenbe,  eine  übermäßige  ^I^ienge:  —  übcv= 
flrömen,  untrb.  gicl.  3io.,  etiraö — ,  über  bie  £)berfläc^e  jirömenb  be- 
becf-cn  (ber  gtufö  übcrftrömt  baß  Sanb);  flromenb  überfteigen  (bie  Ufer—); 
bie  „Übcrftromung. 

Übcrjlrumpf,  m. ,  9)?.  .-flrümpfe,  ©trumpfe  jum  Überäie()en  über 
anbete. 

überflubiren,  untrb.  jict.  u.  rüctj.  ^w.,  etiuaö  — ,  gern.  f.  überbenfen, 
enrvigen,  überlernen;  fid)— ,  all^uüiei  ftubiren  u.  fid)  baburd)  fd)aben 
(et  überftubirt  fic^ ,  i)at  fid)  übcrjlubirt). 

überfKilpcn,  trb.  jiel.  3».,  ftüipenb  über  etn)a»  becfen ,  überftürjen. 

übcrflürjen,  trb.  ^xc.  1)  gicUoä  m.  fein,  über  ctivaö  avgftürjen, 
plöfjlid)  unb  l)eftig  überfallen;  2)  jict.  über  ctivaö  ftür^en,  überflülpen 
(einen  ©ccfcl—);  —  übcrflürjen,  untrb.  jicl.  u.  rücfi.  3«?.,  ettvag— , 
barüber  fym  ftür^en  u.  eg  bebecfen;  fid)—,  fid)  im  ©tur^  überfd)lagen 
(ein  '»picrb  überjlürjt  fi^) ;  im  ©türjen,  b.  i.  im  fdjnellen  ßauf  u.  umi^. 
tn  ber  i)efti9cn  Scscegung ,  £cibcnfc^aft  jc.  fein  9)?aß  galten. 

übevfuSeln,  untrb.  jicl.  3«?-.  auf  ber  ganzen  pberfläd)e  befubeln. 

überfü^,  95n).,  überma'fig  füp,  allju  fü^;  bie  Überfüße  ob.  Überfü§i(i= 
feit;  —  überfü^en,  u.itrb.  jiet.  3»d.,  überfüp  mad)en:  mit  etipag  ©ü^ 
fem  überjieben. 

übertäfetn,  untrb.  jiel.  3w. ,  mit  Säfehüerf  überbecfen  (eine  Söanb); 
bie  Übertäfelung. 

85* 


1348  übertafiten  —  übei'ti-a^en 

übcrtailcn,  untrfc.  gict.  3)»-,  auf  bei-  Dbeifladie  beto.jicn. 

übertäuben,  unrrb.  jtcl.  3«.,  burd)  lautet  JKebcn  cb.  flacfcö  (Serd'ufd) 
ö(dcl}fam  taub  mad^en  u.  jum  ©djiveigen  bringen,  \inw.  betäuben  (er 
übertäubt  micb  bur^  [ein  65cfd)rci;  bilbltd):  bii  ©timme  btg  ©cwiJTcnö  über- 
täuben); unefg.  eine  ©mpftnbunq  burd)  einen  flärferen  ^inbrucf  gteid)f. 
taub  miuten ,  b.  i.  abftumpfen,  fdnvd'dien,  unfubtbar  mad)en  (j.  SB.  einen 
fleincrcn  gcbmerj  buvd)  einen  größeren—):  bie  Ubertdubunq. 

Ubertl)at,  »t». ,  utt.  f.  eine  baä  Ovcd)t  überfd^reitenbe,  böfe  Sbat,  @e- 
tralttbat. 

übevt bauen,  imtib.  jtei.  3w. ,  mit  Zh(\\x  überziehen,  bene^en,  ke- 
thauen. 

ijbertbeertn,  untrb.  jiil.  3i^^. .  mit  2.'beer  üb-srlli-eid^en. 

Übertbctl,  1)  m.  ein  überfliifftger  2:hei(,  j.  33.  ein  Überbein,  ein  @e= 
tt)C(*6  n.:  2)  f.  trag  einem  über  bie  ©ebübr  jugetbeitt  roirb;  —  über? 
tb eilen,  unttb.  gitl.  3it).,  x>it.  f.  überoortbeilen. 

iibevtbeuer,  SSm.,  übermäßig  treuer,  aU^u  tbeuer;  —  übertbeuern, 
untrb.  jiet.  3«?. )  etivaö— ,  ju  tbeuer  mad^en  u.  ücrEaufen  (JBaaren); 
einen—,  ßm  ^u  beb«  greife  abfcrbern  u.  abnebmen,  finno.  ibn  über; 
fe^en;  bie  Ubertl)euerung. 

übcrtbören,  untrb.  jicl.  3^- .  einen  jum  Sboren  mad}en,  betboren, 
überfijien. 

übertbun,  trb.  jicl.  3«'-,  gem.,  über  etmaä  tbun,  b.  i.  fefeen,  legen, 
jicben  K.  (ö^r.  tbun  5);  j.  SS.  einen  93iantd  — ,  b.  i.  überjiebcn);  Über- 
tbun, untrb.  gicUof.  3»t?M  alt  u.  fd}Wiij.  einen  — ,  f.  ibm  ju  ine(  tbun, 
JU  oiet  u.  über  feine  .Kraft«  jumutben ;  übertroibenb  bie  Unwnbrbeit  ücn 
ibm  fagen:  ibn  überüortbeilen,  betrügen:  fid)(mir)  — ,  über  feine  .Kräfte 
tljun,  ftd)  felbf!  überbeben. 

Übertbür,  ro. ,  cbcm.  ein  üor  ber  '^i}ik  angebrad)ter,  mit  einer  bcfonbe* 
rcn  Sbür  ücrfeb^'n^f  2Serfd)Iag ,  ein  SSorbäualein  üor  einer  Zi)iit. 

übertoben,  untrb.  jiel.  3».,  im  Soben  übertreffen;  bicbt.  f.  tobenb 
überfd)reiten  (btc  ®(^ranSen— ). 

übertölpeln,  untrb.  ?trt.  3iü.,  einen—,  gteic^f.  über  ben  Z'ölptl  flogen 
(f.  Sifipcl),  b.  i.  einen  Summen  ob.  Unöorfid;ticicn  auf  plumpe  ^eife  betrü* 
gen, cb.  ju  dwa^  Dtad^tbeiligcm  bewegen;  bie  Ubertolpelung. 

Überton,  m.,  überroiegenber,  ftärferer  Slon  (bef.  ber  boibtonigen  ©itbe 
eincö  SBorteö  im  SSerbättnilö  jU  einer  nebentonigen);  —  übertönen,  trb. 
jictlof.  3rt>.  m.  bflben,  über  einen  Diaum  bin  tönen;  übertönen,  untrb. 
jicl.  3m.,  etwas — ,  an  @tärfe  beS  Sonö  übertreffen  u.  baburcb  »oenigec 
i)nrhat  ma<ijcn  (j.  23.  bie  Srompeten  übertönen  bie  gtötcn),  audb  uneig.  wie 
übertäuben. 

übertofen,  untrb.  jia.  3»p. ,  bicbt.  f.  tofenb,  mit  ^etöfe  ubcrbecfcn; 
im  2^ofen  übertreffen,  tofenb  übertönen. 

übertragen,  trb.  jicl.  3»ü.,  etwa6  über  einen  Dtaum  bin,  üon  einem 
£)rte  ^um  anbern  tragen,  inöbef.  oberb.  f.  beimtidb  über  bie  ®renje  bringen 
(baber:  ber  Üb  ertrager  f.  ©d^muggter);  uneig.  bef.  Äaufm.  eine  ©teile, 
3{ed;nung,  ^oi^:c.  auS  einem  S5ud)e  in  ein  anbereS  eintragen:  einen Sffiecb« 
fei  an  Scmanb  — ,  b.  i.  jur  ^lu^iablung  übergeben  laffen  (fr.  girtren);  hie 
SScbeutung  einte  2Bortc6  — ,  auf  etvoai  "iinixxei  amvenben  (in  übcrge» 


übertrejfeu    -  libcrtvetcn  1349 

tragcnet  Scbcutung ,  fr.  mctapf)onfc^) ;  —  übertragen,  untib.  jict.  3»ü-. 
einem  ctivaö.— ,  ei  Ihm  auffegen,  juc  SSeforqung  übergeben,  ftnno. 
auftragen;  ettüaö— ,  <iui  einer  Spradje  in  eine  anbere  umnjanbeln, 
überfe^en ;  alt  u.  (anbfd).  f.  etn\i^  auf  ftd)  nehmen,  ertragen,  aushalten ; 
einen  ©treit  beilegen,  beenbigen,  einen  9}crtrag  ob.  jßergleid)  machen; 
einen—,  an  feiner  *5tatt  etivaö  übernehmen  od.  tragen  (j.  S.  einen  in 
bcn  Steuern  übertrafen,  b.  i.  ftc  für  il^n  bcjatjUn);  einen  eineg  X)in; 
geg— ,  ült. f.  ihn  tt^en  überheben,  ihn  bamit  »erfchonen,  bat>or  fci)ü^en; 
fid)  — ,  ült.  f.  ffd)  überheben,  ftd)  ju  oiel  einbilben;  übertragen,  alg 
©ip.,  obcrb.  ücn  Älcibcin:  fdion  üiel  getragen,  nid)t  me()r  neu;  unetg.  oon 
SDicnfc^cn:  nid)t  mehr  jung;  —  ber  Ubcrtva.q,  1)  (».übertragen)  baS 
Übergetragene  (?.  S3.  bcc  Übirtrag  etiur  jHec^nunq ,  fr.  Sranöport);  2)  (o. 
übertragen)  olt.  f.  Beilegung  einei?  ©treiteä,  9}ertrag,  2)erglcid),  (bal)er: 
Übcrtragöbrtef,  Übertvagömonn  jc);  Übertragbar,  23n).,  wai 
übertragen  werben  fann ,  insbcf.  f.  überfe^bar:  bie  Ubertragbart'eit:  bcr 
Übertrager,  wer  ,etroa6  (j.  S5.  ein  ®ejc^aft  einem  2(nbcrn)  übertragt;  auc^ 
f.  Überfefeer;  bi"  Übertragung,  ba5  Übertragen  in  alten  »cb. 

übertreffen,  untrb.  iki.  ^xv.  (attb.  nbartrefan),  einen  ob.  ctroag— , 
tig.  barüber  hinauf  treffen  ob.  reid^en;  nur  uneig.  gebr.  f.  einer  ^perfon  ob. 
©ac^e  überlegen  fein,  eine  (5igenfd)aft  2C.  in  ()öi)erem  ©rabe  beft^en,  üor^ 
5Üglid)er  fein  (einen  an  ob.  in  ettraö,  j.  35.  an  «ipcrjcnegüte ,  an  ©djöntjeit, 
an  JtenntniJTen ,  im  ©pielen,  JKeitcn  u.  bgl. — :  biefer  Ä^urm  übertrifft  jenen 
anJ^öbe);  übertreffbar,  Sw.,  was  übertroffen  werben  !ann;  übertreffe 
lic^,  SiD.,  1)  olt.  f.  oortrefflid),  überaus,  in  i)ci)(m  ©rabe  (j.  S.  übec- 
trefflic^  grojj);  2)  f.  e.  w.  übertreffbar,  c^iw.  nur  in  bem  entg.  unübet' 
tceffli^. 

übertreiben,  trb.  jici.  3»».,  über  einen  9faum  f)in  treiben  (j.  SS.  baö 
SSie^— ,  nä'ml.  übtr  ben  ^fcEer  3c.);  über  eine  gewiffe  ©renje  in  bie  ^öf)e 
treiben,  bef.  ©djeibtf.  f.  hinaufläutern  (fr.fubiimtvtn);  bie  Übertreibung, 
baS  Übertreiben;  bie  Übertrift,  baS  Übertreiben  beS  93ief)S  über  einen 
2tder  u.  baS  5Red)t  baju ;  auc^  bie  Srift  (f.  b.)  ob.  ber  2}iel)Weg  über  einen 
2C(fcr;  —  übertreiben,  untrb.  jiel.  3».,  eig.  übermdf ig  treiben,  ju  fehr 
treiben,  antreiben,  betreiben,  (baöSßith  — ;  einen  2(rbettcr  —  ;  eine  3ir= 
beit— ,  übereilen;  uneig.  etwaS  ju  weit  treiben,  tai  gehörige  ?!)?a§  barin 
überfd)reiten  (j.  S5.  baS  JCrbciten,  ba^  ©eben,  iiie  Strafe  :c.  — ),  ingbef.  bie 
©renjcn  ber  5öaf)rf)eit  überfdireiten,  inbem  man  eine  ®ac^e  gröper,  miö^tU 
gcr,  gefährlicher  2c.  barpellt,  al6  fte  in  bcr  a:bat  i|!  (j.  SB.  in  einer  ©r^äblung, 
im  fioben  ob.  Säbeln  eticaö  übertreiben);  babcr  ba6  aji».  übertrieben 
al«  S8rv.  f.  baS  3)?af  überfd)reitenb ,  übermdf  ig,  allju  grof  (j.  SS.  übertrie* 
bene^ßobfprüc^e,  Srioartungcn ,  2fnma|jungen  jc.:,,  auf  übertriebene  2trt  :c.); 
ber  Übertreiber,  wer  (etwas)  übertreibt;  bie  Übertreibung,  baS  Über? 
treiben,  bef.  uneig. 

übertreten,  trb.  3n?.  1)  jielloö  m.  fein,  über  ein  £)ing  ob.  einen 
Otaum  treten,  b.  i.  ben  gu^  fe^en;  uneig.  oon  einer  ©eite  ob.  Partei  ju 
einer  anbern  übergef)en  (er  i\t  jur  latbolifchen  Äirdbc  übergetreten);  oom 
SESaffer:  über  ben  9ianb  jleigen,  fid)  über  baS  Ufer  ergießen  (ber  glufs  ifl 
übergetreten);  2)  ^icl.  bie  @d}uf)e  — ,  b.  i.  baS  £?ber(eber  über  bie  <Sof)le 
tretenb  nieberbrücfen ;  ber  Übertreter,  wer  (ju  einer  anbern  Partei)  über- 


1350  Übertdft  —  iibemd'f)i*en 

tritt;  bcr  Übertritt,  bai  Übertreten  ob.  ber  Übergang  auf  eine  mibe« 
(Seite  ob.  gartet;  —  Übertreten,  imtrb.  jiel.  3w-,  et  rang—,  barüber 
binaug  treten  ob.  fd^reiten;  gew.  nur  uneig.  f.  t»er(e{^en,_banjtber  f)anbeln~ 
(ein  ®efe§,  ®cbot,  einen  S3e[ei)I,  eine  9?egel  jc  — );  ber  Übertreter,  ttjec 
ein  ®e[c§,  einen  SBcfcbf  jc  übertritt:  bibt.  f.  ©ünber;  bie  Übertretung, 
ba6  Übertreten  (j.  35.  cini6  ©efe^efO ;  bibi.  f.  ©ünbe,  gcfe^iribrige  ^anb; 
(ung  übert). 

Übertrift,  f.  unter  übertreiben. 

übcrtrinfcn,  untrb.  ritc!j.  3w.,  fidi  — ,  ott.  f.  ju  wl  tcinfen,  ftd^ 
befvinfen;  i>ai)it  übertrunfen  f.  betvunfen. 

Übertritt,  [.  unter  übertreten. 

Übertropfen  ob.  über  tröpfeln,  trb.  giellof.  u.  i^iel.  3»-,  tropfenb  ob. 
trcpfelnb  über  ctwa^  fallen,  ob.  fallen  laffen;  übertropfen  ob.  über- 
tröpfcln,  untrb.  ikl  3»».,  auf  ber  ganjcn  £)berflädic  betröpfeln. 

übertrümmeru,  untrb.  jicl.  3«p.,  bii^t.  f.  mit  Ärümmern  überbecfcn. 

übertrumpfen,  untrb.  jiet.  3w.,  mit  einem  Trumpf  überjledjen. 

übertünd)en,  untrb.  ^icl.  3»-,  mit  2!iind)e  überjiei)en  (eine  SBanb); 
uneig.  burc^  eine  falfdie  Jtu^cnfeite  bic  wabrc  9Jatur  einer  ©ad^c  tcrjlcctcn  (bic 
S5af)r{)cit— );  bie  Übertüncf)ung. 

übertüpfen  ob.  =  tüpfeln,  untrb.  jict.  3».,  auf  ber  ganjen  £)berfldd)€ 
tupfen,  bctüpfeln. 

übertufd^cn,  untrb.  gicl.  3Wm  Jtiit  Sufd)e  über5iel)en,  überj!reid)cn. 

übcröerfeincrn,  untrb.  giel.  3m.,  übermäßig  verfeinern;  bie  Übert)er= 
feincrung. 

über»  öl  fern,  untrb.  gtel.  3tv.,  übermäßig  bevclfern-,  bie  Übert>öl= 
ferung. 

übenioll,  S5n?.,  übermäßig  v>olI,  überaus  t>olI. 

überoortbeilen,  untrb.  jiel.  3it».,  einen  —  ,  ci  il)m  im  ©ud^en  feines 
9Sortl)eilS  3Uüortf)ua,  ben  eigenen  33ortl)eil  jum  5^ad)tl)eile  be6  2(nbcrn 
befcrbern ,  finn».  bePortl)eilen ;  bie  Überuortl)eilung. 

übern? ad()en,  unfrb.  3w-  1)  rücfj.  fid)— ,  burd)  ju  langet  5Sad)en 
ffirl)  entfraften  unb  f*aben,  (anäj  übivtva6:)t  fein,  b.  i.  gu  lange  ge= 
n>ad)t  iiabin  u.  baf)cr  nid)t  eiiiid)Iafen  fönncn);  2)  jiel.  einen  ob.  efiraö— , 
barüber  wadjen,  if)n  ob.  eö  forgfaltig  beobad^ten,  beaufftctytigen,  (ein  bem 
franj.  surveüler  naeljgcbilbcteß  9lcu».);  bie  Übenv)a(i)ung,  bai  Überivadien, 
bie  S5eaufftd}tigung. 

übeni>ad)fen,  trb.  jieUof.  3it).  m.  fein,  fid)  im  3öad)fcn  über  etwai 
ausbreiten,  ob.  barilbev  hervorragen  (j.  S5.  bcr  9?agcl  n?ad)|t  über);  uneig. 
It^t.  f.  überfd)lt>ellen,  übergel)en  (ia^  ffiaterbcrj  wud^g  über);  über\vac^  = 
fen,  untrb.  jiel.  3».,  etiraö  — ,  beffen  £)berfläd)e  n.Hid)fenb  überjief)en  ob. 
bebecfen,  finno.  ben3ad)fen,  (baö  SiJlooö  übeuirä^jl  35üume  k.  ;  ia^  Sleif(^ 
ift  mit  j5ett  überwad^fen) ;  über  etirag  t)tnau^,  bef.  in  bie  «ipöfte  n^ad^fen  (baö 
©ebüi^  I)at  ben  3Qitn  übcrwad^fen) ;  im  ^ad)§tl)um  übertreffen ,  fdineller 
unb  böher  U\id}fen  (bie  ^pappcln  überwac^fen  „anbcre  SBäume);  fid)—,  jU 
feinem  9lad)tl)eile  ^u  fd)neU  ivad)fen:  ber  Übern)ucf)ä,  1)  baS  Über  = 
»Tjad)fen  u.  bat-'  Übergen»ad)fene ;  2)  ber  übermäßige ,  3U  fd)neUe  5Bud)g. 

überip  d  t)  ren ,  untrb.  jiel.  3». ,  ült.  f.  mit  bcr  2Bal)rf)eit  überfül)ren, 
überjeugen. 


ubcmalfen  —  übern^cipen  1351 

iibttroalfen,  untrb.  gut.  3«».,  nuf  bcr  ^an^t^m  £)6erfläd^c  n?rt(f«n;  audj 
f.  jiu  t»iel  ttalfcn. 

überwallen,  tcb.  jiclfof.  3n?.  m.  fein,  über  eine  ©rcnjc,  einen 
JKanb  oufivaUen  unb  überfliegen  (bae  ftcbcnbc  SBafTcr  waltt  über;  auä):  bet 
Siopf  iraUt  über,  üi^l.  übertaufen);  bef.  uncig.  bid^t.  wie  üb  c  rflrcmen,  fi'd) 
in  Sülle  ergießen  (j.  58.  übcripoUcnb  rou  grcubcn  :c. ;  mit  übcriuaUcnbcm 
JTpcrgen);  überumllcn ,  iintrb.  gicf.  3>r. ,  ctwag  — ,  irallenb  überbecfen, 
finnü.  überflrömen,  überflutl)en. 

überivältigcn,  untrb.  gie(.  ^m.  (alt  u.  obcrb.  aui}  übcrgcvüälttgen), 
burd)  ©eivalt  überwinben,  unter  feine  ©croalt  bringen,  ftnno.  UwältU 
gen,  bejttJingen  (bic  gcinbe— ;  ft'c^  con  feinen  ^cibcnfc^aften  überwältigen 
laJTen);  axid)  uncig.  v»öUig  einnef)men  u.  burc^  baö  ®cfüf)l  bc6  übergcwid^te 
bel)errfcl)en  (bie  öemütftcr  ber  «DJcnfc^cn  biirc^  feine  Über(cgcnt)eit  — );  bic 
Ubcnvciltigung. 

übcvtüalsen ,  untrb.  jict.  3»t).,  mit  ber  SBatje  überfaf)rcn  (einen 
SBcg  jc.). 

übenväljcn,  trb.  jict.  3'rr,,  über  ob.  auf  itvoai  ird'ljen;  über  einen 
9iaum  t)in  irä'ljen;  übcrruäljen,  untrb.  jiel.  3«).,  etwaö  mit  einem  bar; 
über  gemälzten  .Körper  übcrbetfen. 

übcrnjanbeln,  übenvanbern,  tr&.  jieaof.  3»- m.  fein,  über  einen 
Svaum  nad)  einem  anbern  Otte  l)in  wanbeln,  iranbern. 

übenuärmen,  untrb.  jict.  ^w.,  auf  ber  ganjen  £'berflad)e  njarmen ; 
ju  fel)r  wärmen. 

überroärtö,  91m.,  »lt.  f.  in  bie  v^öl)C,  aufwärts  (bibl.  ber  SBeg  bcö  Sc« 
bcnß  gc()t  übernjartö);  aud)  f.  obevreartö,  obeibalb. 

überw äffern,  untrb.  jiel.  3w.,  auf  ber  ganjcn  IDberflädie  beiväffern. 

übern) eben,  untrb.  jiel.  3»-)  mit  einem  ©eroebe  ob.  nne  mit  einem 
©emebe  überjiel)en. 

übenveben,  trb.  ^ietlcf.  u.  gici.  3n>. ,  über  einen  Oiaum  ob.  ©egen^ 
flanb  »reg  weben;  überiDcben,  untrb.  gicl.  3;b.)  n?el)enb  beftreidjen  cb. 
überbecfen. 

übenretben,  untrb.  rüct^  3rt>-,  fid}  — ,  »lt.  f.  ein  5Beib  über  feinem 
©tanbe  nehmen;  fiel)  beim  v^^eiratben  übereilen;  ju  niele  Süeiber  nehmen. 

übern? eiben,  untrb.  gict.  3«?.,  »on  ber  ^ecrbe  beweiben  laffen. 

überut einen,  untrb.  gicl.  3»r>- .  bt<^t.  bie  2(ugen  ob.  fid)  — ,  burd)  ju 
»ieleg  SBeinen  angreifen  u.  fd)wäd)en. 

übernjeife,  Sm.,  übermäßig  ob.  überaus  weife;  gew.  fid)  überaus 
weife  bünfenb  u.  feine  cingebilbcte  9Bei6l)eit  gur  ©djau  tragcnb,  ftnno. 
überf'lug. 

Überreifen,  trb.  jicl.  3w-»  etwas—,  an  3«manb  weifen,  b.  t.  ibm 
anweifen ,  übergeben ;  einen—,  an  einen  2(nbern  weifen ,  bef.  gum 
empfange  einer  3a^lung  (fr.  affigniren);  Überrücifcn,  untrb.  gtet.  3»., 
einen  —,  il)n  burd)  Reifen,  b.  t.  bur^  bcn  2(ugcnfc^cin  ob.  ubcrl).  burd^ 
einen  Scrociö,  jum  ©eftd'nbnifS  ob.  jur  Seijlimmung  bewegen,  finno. 
überführen,  überjeugen  (g.  S5.  einen  bcö  3)iebftQhlö  — ;  einen  3wcifclnbcn 
überiDcifcn);  bic  Ubcrroeifung. 

fiberraeifen,  untrb.  giel.  3tt>-,  mit  weif  er  garbc  ob.  Süncbc  über- 
jteben,  weifen;  bie  Überweisung. 


1352  überweltlid)  —  übcvwinbeit 

übenueltürf) ,  SB«?.,  über  bic  ©inncmveft  cvbaben  ,  liberirbifd). 

ü b e r ircntien ,  trb.  gicl.  3m. ,  über  ctwa^  \v(Q  trenben:  überwent'^^ 
lict),  S».,  Sd^ncib.  eine  itbcnvcnbltd)e  9'^ar(),  b.  i.  eine  9^at(} ,  bei  »t)cld)eu 
bev  ©djnitt  btr  gufatr.mcnjunäi}ciibcn  @tücte  auf  linanbcr  fällt  unb  bie  SRobcI 
bcftanbi^  abgc!ct)it  unter  bnn  ©djnitt  burd)t?c)TodKn  rcirb ,  fo  bafö  ber  ^aben 
eine  bei  bem  ©tic^  untcrbvodjcne  ©dilanflcnU'nie  bilbct. 

ü  b  c  r  iverfen ,  trb.  jict.  3».,  etivaö  über  einen  Otaum  ob.  (^egenflanb 
{)tn  iücrfen  (j.  S.  einen  (Stein  --,  naml.  über  bie  5}?aucr,  übet  ben  glufs  jc); 
njerf^enb  cb.  in  (5i(c  über  (twcii  becfen  ob.  ausbreiten  (einen  5UJantct— ); 
ber  Ubcruiuvf,  ha§  Übcnterfen ;  hai  Übergcmorfene ,  g.  95.  ein  Überwurf 
öon  JrCat!;  lanbfc^.  ein  (eid^tcg,  bequemet  £)bcrf(cib;  ®(^iff.  ein  »orfpringen- 
ber  gewölbter  Sl)cil  am  .^intertfjrile  be6  ©(^iffeö  über  bem  ©teucrrubet:  — 
übmverfen,  untrb.  jtel.  u.  rüdj.  3n?.,  etivaö  — ,  auf  ber  ganzen  £)ber^ 
flad)c  bewerfen  (j.  S.  eine  Sffianb  mit  Äal!— );  fid)— ,  nlt.  f.  ftd)  über? 
fd)la9en;  fid)  mit  3«manb— ,  ftd)  mit  if)ni  tjeruneinigsn ,  entzweien 
(urfpr.  u.  eig.  rcobl:  fi^  im  Jpanbgemenge  gegenfettig  ju  S3oben  unb  über  ein' 
anber  werfen). 

Übertrette,  n?.,  (ogl.  3öette)  alt  u.  übcrb.  «in  bei  einem  SSertrage  ob. 
2Sergteid)c  fefigefe^te^^fanb,  wcldjeö  im  gall  ber9iid^tooUgie{)ung  üon  einer 
©eitc  bem  anbern  Zi)dk  ocrfätlt. 

iibcrn}id)tig ,  95w. ,  1)  ba§  beflimtntc  @en5id)t  übcrfteigenb  (j.  35.  ein 
überwic^tiger  bucaten);  2)  überaus  tviditig;  bie  UbcrrDid)tigfcit. 

ü  b  e  nrid ein ,  trb.  jiet.  3w.,  über  ettraS  iricfeln;  übern?  i  cf ein,  untrb. 
jict.  3w,,  tritfetnb  überbecfen,  betrief  ein;  bie  Übenvicfchmg. 

übertrieben,  untrb.  gicl.  3w.  (mittelf).  Überwegen)  eig.  an  ®en)id)t  cit. 
<Sd)trere  übertreffen;  gew.  uneig.  einen  ob.  cttvaS— ,  m  @mid)t,  b. 
t.  an  .Äraft,  23erm6öfn,  9Sid)tigl'eit,  (SinflufS  k.  übertreffen,  »gl.  über- 
gewicht  (j.  95.  feine  gjiat^t,  fein  '^nfei)n,  feine  25crntcgenöumftänbc  ic  übet- 
wiegen  bie  tneinigen;  biefer  95ett>ei6grunb  wirb  burd)  jenen  überwogen);  baß 
sOJav  übertviegenb  al6  23w.  übcrb.  f.  grofeS  @eiind)t  f)abenb,  getvid); 
tig,  flarf,  mäd^tig  (5.95.  überwiegenbc  ©rüribe;  ein  übcrwiegenbeö  23ertrüucn, 
eine  überwiegenbc  Steigung  2c.  i)abm):  bie  Ubertvurf)t,  tü§  Übeririegen  ob. 
Übergeirid)t. 

Überwinb,  m.,  @d)U^  uor  bem  Söinbc;  bie  Übern)int)fcite,  bie  ®tite 
beö  ©c^iffeö,  welche  ber  SBinb  nic^t  trifft,  iic  Seefeite. 

überwinben,  trb.  jicl.  3»». ,  über  etwa^  n)inbcn  ob.  tvicfeln;  über-- 
tt) inten  1.,  untrb.  ^iel.  3w.,  auf  ber  ganzen  £)berflad)e  beirinben,  übet- 
roicfeln. 

Übern)int)en   2.,    untrb.  Jicl.  3tt).   (fcfccn   altb    ubanvintan,    überwinde»; 

urfpr.  jcbod)  ubarwiunan,  iiberwinnen,  u.  fo  noc^  nicberb. ;  oon  bem  gotl).  u. 
öngelf.  vinnaii.  altb.  winnan ,  in  bcfttgcr  9Sewcgung  fein,  arbeiten,  flrcben, 
ftreiten;  v>qI  gewinnen),  einen  ob.  ettvaS— ,  burd)  .Sraftanftren--^ 
gung  ^err  barüber  werben,  bie  £)berf)anb  geivinnen,  ftnnt5.  überwältigen, 
beftegen ,  be^tvingen  (feine  geinbc  —  ;  .i^inbcrniffe  unb  ©djirierigfcitcn  — ; 
bag  SScfc,  feine  Sf^cigungen  k.  — :  fi^  felbfl—  ,  b.  i.  feine  93cgierbcn  u. 
£cibcnfc^aften  untcrbrüc!en  u.  bct)errfd)en) :  etwaö—,  aud^  f.  überfle{)en, 
»criDinbcn,  t)erfd)meräen  (aud)  ebne  3icltt).:  et  'i)at  übcrwunben,  b.  t.  aus^ 
gelitten);  einen—,  ebem.  f.  übetfüf)ren,  ridjten  u.  tierurtl)eilen;  «inett 


überwintern  —  uberjart  1353 

ju  cta\ij5— ,  ült.  f.  baju  oecmögcn,  bcrcbcn;  fiel)  311  ctivnig--,  fid)  mit 
^InjTicngum}  60311  entfd)lie^en,  fid)  baäu  ^»ringen:  bcr  Ubcrwinber,  bic 
Übcnvinberinn ,  iver  ilbemnnbet  ob.  übaivunbcn  f)at;  übern)inblirf), 
33».,  ivnö  übenvunben  werben  fann,.,  gew.  nur  in  bem  cntg.  unübcrs 
irinbltd);  bie  Übcrn)inMid)fcit;  bie  Uberroinbung,  ba^  Übenvinben,  bic 
Sefiegung,  ^Se^tvingung  (j.  95.  bcr  (£4)tüici-ioiEcitcn):  aiic^  f.  <5elbftübec; 
jpinbung  (j.  93.  ce  fofltt  mir  otcl  Übci-n?inbung  k.)- 

übeviü intern,  untrb.  3»f-  1)  iieUoö  m.  l)abcn,  bcn  5öinter  über  au^- 
biUiern,  ben  *ÜL5inter  zubringen  (übcrmintcrnbe  ®£wäc^fc;  an  einem  Drte 
übtnrintern);  2)  jict.  bcn  SBintcc  iibci  ccl)a[tcn,,  bucd)  bcn  Sßintcr  brin? 
gen,  mi-,  burd)ivintci-n  (eine  ^flansc— );  bic  Ubern^intcruncj. 

ü  b  c  V  n»ifrf)en ,  ti-b.  jici.  3»».,  n>ifd)cnb  über  enraö  bin  bcnjcgcn;  übcx- 
wifc^en,  untrb.  iieU  3»t>.,  nwai  auf  ber  ganjen  £)bcvflad)c  ivifd)cn, 
ab\i)ifd}cn ,  bcftreid}cn. 

Ubcnvi^,  m.,  übevfliifftgcc  ob.  ixbd  nngcbrad)tcr,  auä)  fatfd)cc,  uncd)- 
tci-  ^löi^,  mitber  als  "Kbetwi^;  —  übernjigig,  S3n>.,  übermäßig  ob. 
überaus  wif^ig:  bc[.  fid)  aüju  iri^ig  bünfenb,  ogi.  übcrHug. 

übern)ogen,  trb.  jtcJtof.  3».  m.  fein,  ivogcnb  übertreten,  übcrjlro; 
men;  übcnyogen,  untrb.  gicf.  3».)  etxvci^  tvogcnb  überbctfcn,  übcts 
flutten. 

iibevn?5(ben,  trb.  jiei.  3«'.»  über  ctroaä  njölben,  n?o(benb  bauen  ob. 
augbreiten;  übcnrölben,  untrb.  jict.  3n>-,  «tiraö  mit  einem  Qdem'ölbe 
übcrbecfcn  (j.  S3.  eine  ©ruft,  einen  gfufgu.  — );  uneig.  bid^t.  fid)  glcid) 
einem  ©ctvölbc  barüber  ausbreiten  (ber  ^immel  übciwölbt  bie  (5rbe);  bic 
Übern^ölbung. 

iibcrn?  0  ( fen ,  untrb.  jiel.  3^-,  mit  ©eivö'lf  übcrjict)cn,  hewölhn  (ein 
übcnnöütcr  J^immel). 

übenp  II  rf)cvn ,  untrb.  giel.  3w. ,  tvud)ernb  übcrbecfcn  (baS  Unfraut 
überroudicrt  ben  3fcter);  einen—,  im  ©uc^er  übertreffen. 

UbenvU(^§,  f.  unter  iiberroai^fen:  Übenvud^t,  f.  unter  übermegen; 
Ubertruvf,  f.  unter  übcrnjcrfen. 

öbenpürjen,  untrb.  jiel.  3».,  übermäßig  ob.  ^u  fiarf  n)ürjcn. 

Uberjal)!,  tv.,  eine  bic  beftimmtc  "ii^abl  übcrffcigenbc  3af)f  ob. 
?}?cngc;  über^ci^üg,  SStn.,  über  bic  bcflimmtc  ob.  gcbörige  3a{)l  yorban- 
ben  (j.  35.  ein  übcr^ä'bliger  ginger;  ein  überjä't)tiger  fficamter,  auc^  al6  ^m. 
ein  Über jaf)ligcr,  fr.  ©upcrnumerariug);  über  bic  bcftimmtc  2(njabl 
entbaltenb,  mcbr  a(g  DoK^ä'büg  (ein  überjaöligce  ^Regiment);  bic  Überjäb^ 
Itgfcit,  baS  Überjabligfein;  —  übcv5Ql)Icn,  trb.  ?ie(.  3».,  jabfcnb  üon 
einem  .Ort  an  bm  antevn  legen:  ebcm.  einen  aui  ber  3abt  ber  guten 
SSürgcr  auSfd)lie^en,  ä'd)ten  (bai)er  aud):  bie  überj^at)!  f.  lid^t,  Artung); 
iibfrjäl)len,  untrb.  giel.  3»r>. ,  me^re  einjetnc  Singe  oom  erjten  biö  jum 
legten  jablen,  burd)5ablen  (fein  ®elb,  eine  ^eerbe  ©^afe  u.  bgl.);  fid)—, 
ftd)  im  ^äi)lm  üerfef)en,  inbcm  man  ?u  viü  jä^tt;  über^äblbar,  SBw.,  \va$ 
fid),  übcrjablcn  lä'fft;  bic  Über^ä'blbarfeit. 

Ubcrjiibn,  m.,  ein  febterbafter,  über  einen  anberen  gewadbfener  Babn. 
„  übevjart,  überjärtltclb .  Sm.,  übermäßig  ob.  allju  jart,  jartlid);  bic 
Uberjartbeit,  Übersärtlidjfcit,  übergrofc  äartbett,  3ärtlid)feit. 


1354  überjed)en  —  Übct^inS 

übcr5ed()cn,  untrb.  rücfg.  3>t).,  fid)— ,  ftd)  im  3ed)«tt  übecn«f)men, 
bejed)cn. 

überjcid^ncn,  irb.  jie(.  3^.,  libeu  etroag  jdd)nen;  überjeirf>nen, 
untrt).  jtcl.  3»t). ,  ttwa^  mit  einem  3cicf)en  ob.  einer  3eid)nun9  cberfialb 
üerfchen  cb.  überbecfcn. 

überjcitijj,  Sto.,  mefir  alg  seitig,  überreif;  auö)  ju  frühzeitig,  fxüi):= 
reif;  überjeitlgen,  unti-6.  gtcl.  3w.,  ju  [djnell  zeitigen  cb.  reif  madjen, 
ju  febr  treiben  (grud^te  —  ;  uncig.  jCinber— );  bie  Überjcitigung. 

überzeugen,  unti-b.  gier.  3»t).,  eig.  einen  bnrd)  Beugen  5um  ©eftanb- 
niffe  bringen,  überfübren  (einen  einer  ©ad^c,  cineg  fficrbcec^ene  jc— );  gero. 
in  raeiterer  Seb.  einen  burd)  einleuditenbe  ©rünbe  ob.  SSetceife  baijin 
bringen,  ctrcaö  für  tvabr  unb  geroifg  ju  halten,  ocrfc^.  überrcben,  f.  b. 
(einen  bur^  ben  3fU9cnf^ein  — ;  einen  üon  etma^,  r>on  bec  SßSabrbcit  ob. 
SHt^tigEeit  einer  S5ebauptung,  oon  bem  SBertbe  einer  ®adbe  2C.  — ;  ia^  9!Rw. 
überjeugcnb  a(ö  S»r.,  j.  SS.  überjcugcnbc  ©riinbe,  SScweife  Jc;  [i^  oon 
ctwae  itberjeugcn,  b.  i.  jur  ©cwiföbeit  barüber  gelangen;  idb  i)(ibi  midb  über= 
jeugt,  bafö  Jc;  xä)  bin  übevjeugt,  f.  o.  ».  gewifö,  »crft(^,ert,  baföjc.); 
ber  Überzeuget,  trer  Semanb  von  ctanig  überzeugt;  bie  Überzeugung, 
\}a^  Überzeugen;  bai  Überzeugt;  ob.  >öerfid)ertfein ,  bie  ©etrifö^cit  (idg 
babe  bie  überjeugung,  bafs  :c.);  ba6 jenige,  tt>ot)on  man  überzeugt  ijl:,  ber 
©egenjtanb  ob.  Snbait  bc§  @(auben6  (feiner  Überjeugung  folgen ;  naö)  feiner 
Überzeugung  banbeln;  SK.  Überjeugungen). 

überzie()en,  trb.  3«.  1)  jieaoö  m.  fein,  übet  einen  diaum  f^m  ob. 
toon  einem  £)rte  an  einen  anbern  ziehen ,  b.  i.  fi'd)  langfam  bemegen,  rei^ 
fen,  ftd)  begeben  (Sä'g.  ber  -i&irfdb  jtebt  über,  b.  i.  er  gebt  an  einem  Orte 
über  ben  SBeg;  öon  einer  SBobnung  in  dne  anberc  überzicbcn);  2)  jicl.  et- 
wag—,  über  eine  <S>ad}c  bin  ^Ht)tn,  ik1:)mb  barüber  ausbreiten  (einen 
gfJocf  — ;  einen  Überjug— ,  noml.  über  ein  SSett  ic.);  ber  Überjug,  9)?. 
-jüge,  1)  b(i^  3i?f)cn  ob.  ber  3ug  über  einen  Otaum,  ber  Übergang  (j.  ü8. 
cine§  >^eeveg  über  einen  gfufö,  ein  ©ebirge  ic);  2)  wai  übergezogen  wirb, 
eine  überjuziebenbe  SSefleibung  »on  3eug,  gem.  3üge,  3icd)e,  nteberb. 
SSübre  (bk  Überzüge  üon  SSctten,  Äiffcn,  (Stublen  jc);  lanbfdb-  audb  t-  f'" 
Äittct;  —  überzieljen,  untrb.jtel.3w-,  1)  mit  cma^  barüber  ®ezoge= 
nem  überbecfen  (ein  SBett — ,  mit  Überzügen  üerfcben);  in  «eiterer  SSeb. 
überb-  auf  ber  ganzen  £)berflad)c  gleicbmapig  befieiben  ob.  bebecfen  (j.  85. 
einen  ^etj  neu  öbcrsicbcn,  b.  i.  mit  neuem  Dberjeuge  ecrfcbcn;  etn?a§  mit 
@otb,  mit  ©ilbec  — ;  eine  SfBaiib  mit  ©ips — ,  SOJanbetn  mit  3ucEcr — ,  et« 
wa^  mit  garben  — ;  ber  >§immel  übcrjicbt  fidj,  b.  i.  bebed t  fidb  mit  SDBolEen, 
t{l  m.it  SJBolEcn  überjogcn,  u.  bgl.  m.) ;  2)  ^\ii)enb ,  b.  i.  fid)  fortberocgenb, 
bef.  mit  jiebcnbcn  SSruppen  glci^f.  überbe^en  (ein  Sanb  mit  ^ecreöma^t — , 
mit  Ärieg — ,  b.  i.  bcEricgcn);  ji^benb  überfd)reiten  (Säg.,  bie  gäbrte  — ,  b. 
i.  über  biefclbe  weg  geben,  obne  fie  ju  bemcrien);  bie  Uber5iet)ung,  ba6 
Überzie{)cn  in  aacn  SSeb. 

überzimmern,  untrb.  jiel.  3». ,  mit  Simmerwerf  übcrbetfen,  bezim- 
racrn;  ebem.  einen— ,  f.  bur^  Sauen  beeinträchtigen ;  bag  Überzimmer, 
cbem.  f.  ber  Überbau;  SBecinträcbtigung  burcib  SBauen. 

uberzinnen,  untrb.jtcl.3w-.  mit  3inn  überziebcn,  verzinnen. 

Überzinö,  m.,  übermäpiger  3inö. 


I 


über^ucPem  —  Ud)fc  1355 

über^  u  (f cm ,  untrfc.  jict.  ^\x>.,  mit  3ucfor  Ü6erjlcf)cn  ob.  auf  ber  IDber* 
flad[}c  befireuen ;  bie  Überjurferung. 

Uber,^U9 ,  f.  unter  überjttfjcn. 

uberjupfen,  trb.  jici.  3"?.,  über  cttrag  trcg  jupfen;  über^jupfcn, 
iintrb.  jtcl.  3w.,  auf  ber  i^an^en  £)berflad)e  bejupfen. 

überjjwängen,  trb.  jicl.  3ro. ,  jrpdn^cnb  ob.  mit  Stvang  über  rtiraö 
betvegen,  überjicben  (?.  35.  bic  «i^anbfc^ube). 

Übcrjwcrcf) ,  9{»t).  (b.  f.  cig.  über  3»  er d^,  »on  bcm  ^yo.  bie  3n?crc^ 
=  Cuerc;  altb.  in  «luerah.  entwerh;  oberb.  aud)  entjnjcrc^:  ogl.  jwerc^ 
u.  quer)  f.  o.  »o.  liberquer  ob.  querüber,  in  bie  £luere,  b.  i.  in  einer  bic 
Sänge  eines  •Dinget  burc()fd)neibenben  9iid)tung,  bef.  jebod^  fofern  bieg 
in  einem  fd)iefen  -iffiinfel  gefdjtebt,  ücrfc^.  ücn  quer  (j.  S.  gmei  SJBege  gc- 
l)cn  überjrcerc^,  b.  i.  freuten  fi^  fdbieftrinfcltg);  auä)  überf).  f.  fdiief,  in 
fdjrä'ger  9iid)tung,  feitnja'rtS:  oberb.  auc^  aie  aSiP.  mit  bem  ®en. 

übcrj)t)ingcn,  trb.  jicl.  3»».,  f-  »•  w-  überjivangcn:  übcrj^wingcn, 
untvb.  jtel.  3»-)  »rt.  f.  bezwingen,  überträ'ltigen. 

überj Wimen,  untrb.  jicl.  31»-,  mit  3ivirn  überirinben  ob.  über- 
8ief)en. 

üblid^,  Sw.,  Üblid^fcit,  tv.,  f.  unter  üben. 

übrig,  S5».  u.  91»».  (gfgej.  aug  üb  er  ig-,  altb.  iiberic,  überec,  übric.  ©. 
-ges;  lanbf^.  gem.  Überlei;  nieberb.  aocrig  u.  ODcrU))  überf).  wai  borüber 
x%  iai)it  1)  über  bai  50?af  I)inau^gebenb,  übermäßig,  überflüfftg,  über= 
trieben  (j.  S.  übrig  boben,  b.  i.  mi'br  alö  genug;  ein  iibrigc6  tbun;  alt  u, 
oberb.  übrige  2(njabl:  übriger  3orn  u.  bgl.  m.;  alö  Sim.  übrig  u.  oberb. 
übrige,  j.  S5.  übrig  lang,  übrig  genug  ic);  unnotbig,  enfbebr(id)  (gem. 
ba6  ift  übrig);  eifern,  auc^  f.  entübrigt,  überf)oben,  (ebig  (einer  @acbe  übrig 
fein  ob.  tu  erben);  '2)  gew.  v>on  einer  angegebenen  cb.  bcftimmten 
?!)?enge  nod)  v»orbanben  ob.  verblieben  (j.  S5.  üon  bem  ®elbe  ift  nic^t  üiel 
übrig;  ba6  übrige  @elb:  nad)  Jtbjug  biefer  ©umme  bleibt  mcnig  übrig;  bie 
übrigen  Sage  meinet  ßebcnö;  er  i\l  oon  [einer  ^amilie  allein  übrig;  mir  hkibt 
tefne  Hoffnung  übrig;  audb:  ba^  Übrige,  alö  J^to.);  3)  f.  o,  ro.  anber, 
b.  i.  tim«J  aufer  einem  bejcidincten  2;bcilc  eineS  ©anjen  ob.  einer  @es 
fammtbeit  vton  ©njelbingen  ifl  (j.  93.  einige  »on  ber  ®efeUfd)aft  blieben, 
bie  Übrigen  gingen  fort ;  bk  übrige  ®e)'cUfcbaft  ic. ;  er  bcbielt  nur  einen  Sbctt 
[eine6  S3ermögen6;  ba6  Übrige  gab  er  ben  2lrmcn);  babcr:  im  Übrigen 
aU  9t».  f.  in  anbcrer  ^infta)t,  aupcrbem  (j.  SB.  er  ijl  Uici^tfinnig,  im  Übri* 
gen  aber  ein  rcd)tf^affener  9Jfann);  —  übrigen^,  9i».,f.  ».  m.  im  Übrigen, 
wai  basi  Übrige  betrifft,  aufcrbem,  fonft;  oft  al§  fortfe^enbes  fßbm.  gebr.  f. 
um  weiter  bat>on  ju  rcbcn,  ferner,  überbieg:  übrigen,  3».  1)  jielloe  m. 
baben,  ölt.  f.  übrig  fein,  übrig  bleiben;  2)  jiel.  übrig  bebalten,  gew.  nur 
in  erübrigen;  olt.  f.  überbeben,  entübrigen  (einen  einer  ©a^e— ). 

Übung  JC. ,  f.  unter  üben. 

Ud)fc  ob.  Ud^fe,  tV.,  9)?.  -n,  (altb.  uohs-ana.  uocbasa;  mtttelb-  «ohse. 
iiehse;  tair.  u.  öftr.  bie  Üec^fen,  Üecbfcl,  fc^iücij.  bk  UcJ^ö;  angelf.  ohsta, 
oxa;  üon  glei<*^em  ©tammc  mit  Äc^fcl)  oberb.  f.  bie  2(d)felböble,  b.  i.  bie 
v^öblung  unter  bem  2(rmc,  reo  er  fidb  mit  ber  ©cbulter  »erbinbct;  bie 
Üc^fcn,  SÄ.,  bair.  jwei  Öffnungen  an  ben  ©eiten  be6  ©aljofenö;  ü tafeln, 
3».,  boir.  beimÄegelfpiel:  bieÄcgel  »on  berSeite  onfcbieben,  um  ju  fd^neiben. 


1356  n^t  —  Uhv 

Ud^t,  iti. ,  0.  2K.  (gott).  uhtvo;  alti).  uohta.  mittel^,  uoht;  altf.  u.  an-' 
gclf.  lihta;  altncrb.  otta)  nfeberb.  f.  bic  ?D?orgenbammerung,  fcüf)e  5}?or; 
gcnjeit  (bcö  SOiorgcnS  in  bec  Uc^t);  lanbf^.  aud)  f.  Jloenbbämmcrung:  bie 
Uc^tblume,  ranbfc^.  f.  bic  ^erbjljcitloic;  üu^  bte  unechte  S^arjiJTe. 

Ubram,  m.,  -g,  pccuß.  f.  ©unbram,  ©unbelrebe,  ©unbermann,  f.  b. 

uf!  Smpfinbl.  ctnee  uon  ^i^e  Scibenbca  ob.  ^cfc^öpften  (fianj.  ouf). 

Ufer,  f.,  -g,  5}?.  IT).  ©.,  (mittel^,  feltm  «over;  nicberb.  Öwec,  attfn'ef. 
owera;  angelf.  ofor.  ofer;  njafjcfc^.  urfpr.  nicbci-b.  Moxt,  ocrw.  mit  ob, 
über,  ntebcrb.  orccr,  öwer;  alfo:  (Jr^otjung,  Joei-uori-agung;  nctii).  oon 
bcm  mittcif).  urvar.  cbctb.  U r f a t)r,  f..b.),  ber  (5ibvanb  eine§  @cit>äf[erg 
icbec  "Kvt  (j.  SS.  baö  Ufer  einc§  ©cce,  bcö  SRecvcö  ic),  \mbi\.  aber  eine» 
gdiffcg,  S5ad)eS  ob.  ©rabcn?;,  ücr[(^.  oon  JCüftc,  ©tranb,  ©cjlabe;  — 
3fc|.  biig  Ufcröaö,  bic  oon  gifdjccn  alö  ßocEfptife  (09I.  2(a6)  gcbraud^tc 
Saroe  bcr  Ufcraaöflie^qe,  cincö  :3nfect6  mit  ne^föi-migcn  glügetn ,  »reiches  am 
Ufec  I)erumflattcrt  u.  nur  wenigt  ©tunbcn  liht,  aud)  eintcgöflicge,  ^aft  2c. 
genannt;  bcc  Ufcrbau,  2BaJTiTbau  am  Ufer;  bie  Ufcrbaufun|l,  bcr  Zi)<:ii 
bcr  $5?aJTcrbau!unfl ,  raeld^er  bic  Uferbcfcfligung  angc()t:  bcr  Uferbcwo^tter; 
ba$  Ufergebirge;  bic  Ufergrille,  f.  0.  m.  erbgriUc;  ber  Uferfäfer,  eine 
^frt  ®rab!dfer  ob.  Sobtcngrciber;  bcc  Uferfibii^,  eine  2Crt  Äibi^e  on  3}Jccr= 
u.  ©ceufern;  ba§  Uferfraut,  [.  0.  \v.  ©tranbfraut;  bic  Ufcrlerc^e,  bcr 
©tranbpfeifer;  auc^  f.  bk  ©^ncclerd^c;  uferloö,  35»».,  o()ne  Ufer;  bid^t.  f. 
unbegrenzt;  bCl^  UfermOOS',  dm  li-ct  bcö  2Cjlmoofc6  (hypnum  ripariura  L.); 
bte  Uferraufe,  SBafTerrauEc  ob.  loilbe  3JauEc  (f.  b.);  bcc  Uferraumer,  eine 
llxt  Äcabben,  tk  fid^  oon  tobten  ^ifi^cn  unb  am  Ufer  gurücEgcbliebenen  Un^ 
reinig!eiten  nat)ren;  ha^  Uferrcd^t,  f.  0.  w.  ©tranbrec^i;  bic  Uferfd)nepfe, 
f.  0.  w.  «Stranbfdinepfc;  bic  Uferfd^iralbe,  eine  2£rt  joei^  geringelter  @d^tTal= 
ben,  bie  in  ßödjern  an  fteiten  Ufern  tt)ol)nen,  auc^  (5rb=,  ©anb  %.  2Ba|Tcr= 
fc^malbe;  bic  Uforjlabt,  am  Ufer  liegenbe  ©tabt;  bcr  Uferüogel;  bic  Ufer- 
treibe,  am  aBaffer  wadiicnbe  Äorbwcibe;  —  2tbleit.  ufem,  jicUof.  3jd., 
bidjt  ifteutt).  f.  ein  Ufer  biibcn  ob.  [jabcrt. 

ul)!  Smpfinbl.  beö  Sdjvedcn^  u.  2£bf^eucö. 

U()lc  ob.  Ule,  it).,  Wl.  -n,  ntebcrb.  1)  f.  duU  (f.  b.);  2)  uncig.  (we= 
gen  ber  2C^nlid)Ecit  mit  einer  gcbucEt  fif^enben,  bie  gebevn  ftrdubenbcn  Sulc) 
ein  Söanbbcfcn  t>on  @c()ivctnäborftcn,  S5oc|!ivifd),  foroot)(  mit  fuvjem 
^Qnbgriff  (>^ a n b - U M c j ,  alö  auc^  an  einem  langen  ®tie(e  (lange  Uf)le), 
jum  «Reinigen  ber  SBdnbe;  U^Ien,  jicl.  3io.,  mit  bcm  SSorjlroifd)  reints 
gen,  fegen:  u()lig,  f8\v.,  f.  rauf),  ficaubig,  jinipptg. 

U^r,  ID.,  9)Z.  -cn,  SBcrfl.  (nur  in  ber  3ten  «Beb.)  ici^  Ü()rd)en,  (mit= 
te(^.  feiten  or,  ür  f.  ©tunbc;  baneben  orolei,  orlei  auö  b.  lat.  horologium  f. 
©tunben^eiger:  oberb.  t>ic  £)r,  Ur;  attnicbcrb.  ipurc;  fdjwcb.  "r:  engt,  hour: 
franj.  heiire;  fdmmtlic^  oom  lat.  liora,  ©lunbc,  =  griedi.  mocc,  3citabf(^n{tt, 
3al)rc6=,  ;2agcöjeit  ic.)  1)  btc  Otunbc,  icbod^  nur  in  Serbinbung  mit  einem 
3al)lm.  gur  SSeftimmung  ber  Sageejcit  (j.  S,  ef)em.  um  bie  neunte  Ui)x,  in  ber 
jef)nten  U{)r,  ein  Ijalbe  U()r  nad)  achten  u.  bgl.  m.;  je^t  immer  mit  ben 
@runbjal)(fn ,  alfo:  um  neun  Uljr;  er  !ommt  um  jroei  Uf)r;  e6  ijl  batb 
brei  VLi)t;  eß  ift  jioölf  Ut)r  oorbei;  e6  i|t  gcrabe  fc^§  Ul)r,  c6  Ijat  f(^on 
fc^6  Uhr  gefc^lagen;  —  in  allen  biefen  Seifpielen  loirb  bai  6ßxo.  Uf)r 
oft  au4)  njeggclaffen,   j.  35.  um  neun,  eß  ifl  batb  brei  JC;   —    »ie  »tet 


n\)u  —  Ulme  1357 

Vit)t  ifl  cö,  ob.  wicßicl  iil  c6  an  bec  Uf)c?  b.  f.  bic  roüüicltc  ©tunbc  sc): 
2)  obcrb.  f.  bie  'Kvt  bec  .Jiige^mefyung  ob.  @tunbeni(;d)nun9  (btc  flcinc 
Ut)r,  b.i.  btc  je^t  allgemein  üblid}i' ®tunbfntf)ci(un9:  occfd^.  bie  gro^c  Ut)r, 
nac^  welcher  bic  Sacicöftimbcn  ocn  ©onncnaufgang  biß  jum  Untergang  u.  bie 
SZac^tflunben  Dom  Unter--  biü  2Cufgang  befonberö,  im  @iin?icn  jcboc^  24  (Stun= 
bcn  gcjö'blt  rcurbcn;  bic  mäl]i)i  ob.  i  t  a  licinif  d)  c  U  l)c  ;a't)tt  24  ©tun^ 
ben  üon  einem  @onncn  =  Untergang  big  ?um  nädjjlen) :  •"{)  geio.  ba^  ^crf? 
jntg  i,m  ©tunbcum^ffung,  bei'  otunbenmcifcr,  (Stunben^cigcr  (j.  S. 
eine  ®anb-,  S33afTcr=,  ©onncnuljr  vc),  inebef.  eine  JKaberubr,  ein  fünftlid)<S 
Dtciberiücrt  ^ur  SOieffung  u.  (Sintl^eilung  ber  ©tunben  (eine  ®tubcn=, 
58Sanb--,  (gtu^^,  a;i)urm=,  3;afc^cnu()r:  eine  ®^lag=,  ©pielu{)c;  eine  golbene, 
fitberne  Ubr  it.;  bic  Ul)i  aufjtet)en,  ftcUcn  jc.:  bic  Ul)i-  geljt,  [tet)t  flill,  fc^lägt; 
ein  SJIann  nac^  ber  Uljr,  b.  i.  ein  fel)r  pünfflt(^er  '»JKann);  —  3fei&-  bn8 
Ubrbant»,  bi«  Ul)rfcttc,  Sf^anb,  .ii\ttc  an  einer  Snfc^enuljr ;  ber  U()rborb, 
auf  ®ct;ijfen  ein  nmbee  S8rctt ,  auf  »telc^em  bie  32  5Öinbffrid;e  gejeic^net 
ftnb,  u.  auf  welchem  hit  >Ki(J^tung  bcr  "^aijtt  l)a(bttünbttc^  bc^cict)net  »irb,  fo 
bafö  e6  jur  Sercc^nung  bc6  ifficgcö  bicnt:  bie  Ul)rfcbcr ,  ©tal)ifebcr  in  einer 
Ui)v;  baö  Ul)rge()anj^e,  f.  t^el)änge  (fr.  SBreloque);  baö  tll)rgel)nufe,  ba6 
®el)äu[c,  in  tceldjcm  ftd)  baö  Ufjrwer!  befinbct;  baö  Ubvgcn)i^t,  bag  trei= 
benbc  ©eroic^t  an  einer  SBanb^  ob.  St)urmul)i:;  bai  Ul)rglaä,  QJlaö  über 
bcm  3itferblatte  einer  Ut)r;  bcc  U()rEaÜen ,  Äaften,  in  meinem  ba6  2ßerf  ci= 
ncr  Ul)r  fic^  bcfir.bct;  bev  UljriTiadjcr,  S5crftrtiger  con  Uf)rcn,  bcf.  Safdjen; 
ul)ren;  bie  lU)rmad)erfun)t  k.;  hai  Ul)rrat),  Siab  in  einer  Uljr;  bec 
Ul)V|anC>,  hi)t  feiner  ®anb  ju  ©anbutjrcn;  ber  Ul,)vfc^[üffe( ,  ©d)lüfTel  gum 
2(ufjicl)en  einer  Ul)r;  ber  U()vfcf)»ücm]el ,  f.  ©djroengel;  bie  UI)rtafd)e,  eine 
tleine  Safere,  in  we(d)er  man  bie  Äafdjenuljr  bei  fic^  trägt;  bie  U^rtrommcl, 
f.  Srommel;  ha^  Ul)rivcrf,  bae  3:ricbiutr!,  StdberrcerO  einer  Uf)r;  bec  Ut}r- 
jei^^er,  gen),  blo^:  3eiger,  f.  b. 

■  Ul)U,  m. ,  -g,  '0)1.  >ü.  Ü.,  gem.  bcf.  nicberb.  -ä,  Oiac^abmimg  beö  @c< 
f(ftrcie6  biefee  23ogclö;  i'd)ün  attb.  hno,  huwo,  Imwe;  lanbfd).  auc^  S^üi)Uy 
Squxd,  J&au,  .^u^Sule,  3(uf,  -i^auf,  @d)ul)u,  ©c^ufut,  ©djuf»  ob.  ©djauf^Sute, 
bftr.  Sul;u  ob.  *pul)u;  fc^Jreb.  uf;  (at.  bubo;  franj.  Jnhou)  bie  gro^e  £)f)r; 
cule ,  t>k  größte  (SuUn  =  2(rt  oon  gelbbrauner  ob.  feuerrotbec  garbe,  oud^ : 
grope  v^orneule,  rötf)[id)e  (5u[e,  2(b[eccule. 

Ufelct,  tv.,  iÜl.  -en,  (»ral;rfc^.  flan?.  Urfprungö)  lanbfd).  bcf.  branbenb. 
u.  prcujj.  eine  2£rt  'iÖct§fifd)e,  audj:  '^(felei,  ^ölicte,  58(duling,  SSceitüng, 
©trömling  k. 

Ulf,  1.  m.,  -eö,  Wl.  -i,  (aud)  Ül!,  3l!;  attfricf.  ulke)  nicberb.  f. 
bec  3'tifö,  f.  b.;  l)o()lcin.  au^  f.  ©eeffocpion,  Änovr[)al)n,  ein  gifd);  — 
'2.  f.  (angeblich  jgej.  üuö  Unglticf)  nicberb.  f.  UnäU'tcf,  Übel,  ''Plage:  Un^ 
cul)e,  Unfug,  gä'cm  ic. 

Ulm,  m.,  -es,  alt  u.  lantidj.  bef.  nicberb.  (aud)  JDlm,  =  SKulm,  f.  b.) 
f.  ^»■^ulnif^,  9}?obec,  bef.  faulenbeg  ob.  uerfaulteä  ^pol^;  utmen,  jicllof. 
3».,  f.  faulen,  mobecn  (00m  .^olj);  ulmig  ob.  u(mifd),  fRrv.,  oon  gd'ul; 
uifö  angegiiffen ,  mobernb. 

Ulme  1.,  IV.,  3)?.  -n,  ob.  bec  Ulmbaum,  (altb.  elm,  elmboum,  ei-fi  im 
12.  Süljrt).  aud)  ulmboum;  oberb.  auc^  5lm,  Slmc;  altnorb.  almr,  bdn. 
alm,  fdjnjcb.  Ulm;  angclf.  u.  engl,  elm;  lat.  ulmus,  ital.  oimo,  franj.  orme; 


1358  Ulme 


um 


—  baS  bcutfc^e  SBort  \vai)v\ä).  nid)t  entletjnt  ü.  lat.  ulmus ,  fonbern  uw5er= 
wanbt),  ein  in  ganj  ©uropa  wilh  wac^fenbec  f)od)f}ammiger  Laubbaum, 
lanbf(^.  auc^  bic  iKüftev  genannt;  befonbere  "KtUn  finb :  bie  butitbldtt- 
rige  ob.  gemeine  gtlb  =  U Im e  u.  bie  [c^malb tattrige  Ulm c,  aui) 
Spcr,  ©tcinlinbc  3C.  genannt;  tag  Ulmcitblatt,  'l)o(,^  k.  ;  bic  Ulmenlauö, 
eine  :j(rt  SSrattläufe  auf  Ulmen:  ber  Ulmenfauger,  tinc  2a-t  2(fterblattläufe; 
bie  Ulmeniüanje,  eine  Uvt  SBanjen  auf  Ulmen. 

Utme  2.,  IT),  (alt  u.  oberb.  bec  £)lm  =  mol)  lanbfc^.  f.  bev  Wlold),  f.  b. 

Ulüe,  ro.,  ^.  -n,  (».  lat.  ulva)  bie  5Batte,  eine  ©attung  Wccmoofe. 

um,  2Sn).  u.  91».  (fcf)lt  im  ÖJotl). ;  aUi)oä)i>.  «mbi,  umpi ;  mittell).  umbe, 
umb;  obevb.  um,  um;  altfäd)[.  umbi;  niebeib.  um,  ummc;  angclf.  umbe; 
iölanb.  lim.  fdimeb.  bdn.  ()OlI.  om;  =  gc.  rau/A  lat.  ambi,  amb-  in  3fc|. ; 
baS  fanöfc.  ablii,  »cld^cö  bie  Stiftung  nac^  einem  C'rte  bin  be^cidjnet,  unb  ba6 
litt^.  api,  fdjeincn  üi£lmc()t  bem  gr.  i-n',  -unfercm  b  c  i  ju  entfpvcc^en)  bejei^= 
net  übed).  kleieförmige  S3c>regung  ob.  Sage,  6infd)[iefung  eineg  @egen= 
flanbeä  von  allen  Seiten,  finnu.  lingö.  (gö  ftel)t  1.  m  2Jw.  immer  mit 
bem  2rcc.  unb  bejcic^net  bann  1)  räumlich  bci^  5BerI)ä'(tnifö  einer  25ea>e; 
gung  ob.  9iid)tung  ^u  bem  £)rtc  ob.  Ö)egenftanbe,  tveld^er  9)?itte[punft 
berfclben  ift,  ober  bic  langst  be6  auperen  Umfangg  eine«S  (^egenftanbe<J  be- 
fdjriebene  JVrci«=  ob.  Söogenlinie,  tntg.  bur^  (j.  SB.  um  bic  ©tobt  geben, 
entg.  bufd^  bic  ©tabt;  fic^  um  bcn  Sifc^  fc^en;  bie  ®cbc  bewegt  fic^  um  bic 
©onne;  ein  Züd)  um  ben  J^alö,  eine  ©c^iirje  um  ben  ieib  binben;  fic^  3e= 
manb  um  ben  ^alö  werfen,  ifjm  um  bcn  ^alö  falten,  t.i.  ii}n  umarmen),  aucfe 
bie  ruhige  Sage  in  ber  bemerften  9?td)tung,  ba^er  aud)  ben  2(ufentl)alt 
in  tit  dlähc  ob.  Umgebung  bcf.  einer  ^erfon,  (j.  SS.  i>k  ®äfle  [a^en  um 
ben  Sifc^;  ba^  ^ctx  ift  um  bic  ®tai)t  gelagert;  ic^  bin  ben  ganzen  Sag  um 
ii)n;  Semanb  um  fic^  i)abm,  b.  i.  in  feiner  9tä'l)c  ob.  ©cfellfc^aft ;  bilbt. 
x6)  rebe,  mc  cä  mir  umö  ^crj  ijl,  b.  i.  mc  i^  empfinbc  ob.  ben!e);  oft 
tritt  ba§  3hv.  l)cr,  nic^t  gut  Ijerum,  l^in^u  (}•  SS.  fic  fiellten  fic^  ob.  ftanben 
2tlle  um  mic^  l)cr,  ni^t  gut:  um  mic^  bcrum;  bibl.  Seine  SBabrl)eit  ift  um 
®td^  l)er);  oberb.  |l«l)t  eö  aud^  f.  über,  jenfeit  (um  einen  SDrt  f)in,  ft-  über 
benfelben  f)inaug);  '!)  icitlid)  baö  2}erf)altnifg  ber  CRabe  eineä  SSorgan; 
geg  ju  einem  angegebenen  äeitpunfte,  atfo  eine  ungefähre  3eitbeftim; 
mung,  finno.  gegen,  (j.  SS.  c^  will  um  50iittag  fommen;  eö  gcf^al) 
um  5Kitternad)t,  um  Offern,  um  ^fingjlen,  um  bic  3"t  ber  Srnte, 
um  bicfelbe  3tit  jc),  in  Serbinbung  mit  ber  Sagcöflunbe  ieboc^  eine 
genauere  Seitbeftimmung  (j.  as.  um  »icr  Uf)r;  bas  ©(^aufpicl  beginnt 
«m  fe(^ö  Ul)r;  er  gebt  regetmäj}ig  um  jcbn  üi)t  ?u  SSettc);  in  abjtracterer 
^Tnwenbung  3)  ben  SSerluil  einer  <Sad)e,  in  ben  bilblict)en  SRcbenöarten : 
um  ctjraä  fommen,  einen  um  ctwag  bringen  (b.  i.  glcid^f.  um  ben 
©cgcnjfanb  hin  ob.  über  benfclben  binweg),  einen  um  etwa 6  betrügen, 
ftrafen  u.  bgl.  m.,  aud^:  um  etwa 6  fein,  auglaff.  f.  gefommtn  ob.  gc= 
bra^t  fein  (j.  SS.  er  ift  um  fein  @elb,  um  feinen  guten  9iuf  gefommen:  au(^ 
tlo^:  er  ift  um  fein  @elb;  iö)  bin  um  meinen  ®^laf;  umö  Ceben  fom' 
tnen,  b.  i.  e6  auf  gewaltfamc  SBeife  uerlieren,  ogl.  umlommcn;  einen  umS 
fic  ben  bringen,  ogl.  umbringen:  er  l)at  nii^  um  mein  ®elb  betrogen); 
4)  5Bed)fcl,  ©teUDertretung  oi}.  (Jrfe^ung  (j.  93.  ^n  fpra^en  einer  um 
ben  an  bem,  b.  i.  abwec^felnb;  baö  ^Khtt  fommt  einen  Sag  um  ben  an« 


um  1359 

bern ,  ob.  cö  f ommt  um  ben  anbern  Za<\ ,  b.  i.  mit  Um9cf)un9  ob.  ÜbtvQei)mQ 
be§  anbern  SSageö);  SSergeftung,  2:aufdi,  [inno.  füc  (j.  SB.  2£iici'  um  mige, 
:iai)n  um  3a()n;  t)unbert  Stjalcc  um  etraaö  geben:  i<i)  gäbe  »icl  barum  ic), 
inßbef.  in  S5e5ie()uii9  auf  bcn  ^leiö  ob.  l'ofjn  einer  ©adje  ob.  opanblung 
(j.  S3.  um  Co()n,  umö  Stob  arbeiten;  2(rbciter  um  go(;n  bingcn;  um  !cinen 
^rciö  roürbe  i^  ee  t^un;  ctmas  um  geijn  5lt)a(er;  3(llcö  ijl  ihm  feil  um 
®clb  jc);  5)  $öeite{)un9  auf  ben  öegenflanb  beö  (fmpftnbenö,  Segel); 
renS  ob.  5ßüUenö,  um  n)eld)fn  bae  @efüf)t  ob.  bcr  aOSiUcn  be6  ©ubjette  \iö) 
9leid)f.  bewegt,  (um  dxvab  fict)  tümmern  ob.  betümmein,  beforgt  fein,  fid)  be- 
trüben, fid)  grämen,  trauern,  tlagcn,  »ceinen  k. ,  fiunü.  übet;  einen  um  et= 
»aö  beneiben;  ber  ©d^merj,  bic  ©orge,  btr  @ram  um  eine  Werfen  ob. 
©ac^e;  e6  tbut  mir  (cib  um  fie:  ec  ift  ©c^abe  um  il)rt;  um  etwae  fragen, 
j.  33.  einen  um  JRatf)  fragen;  um  etmaö  bitten,  f(ii)en;  fic^  um  etmaS  bcmü= 
t)in,  betrerben,  um  ctioaö  werben,  buijlen,  anl^alten,  ftreiten,  tä'mpfen,  fpielen, 
tooftn,  fic^  um  ctmaö  ganten;  eö  ijl  mir  um  bie  ©adje  ju  tt)un,  b.  i.  C6  liegt 
mir  baran);  baf)et  bebeutet  eö  C»)  f.  ü.  m.  in  S5etieff,  in  2(nfet)un9,  in  .^in- 
f'td)t,  bef.  in  unptrfönlid)en  ©äf^cn  (j.  58-  ro  i  e  ftcl)t  c6  um  ii)n'i  t6  flet)t 
gut,  fd)ted)t  jc.  um  bie  ©a(^c;  ee  ifl  eine  fc^önc  ©ad)c  um  bic  greit)tit;  e6 
()anbe(t  fid)  um  eine  wichtige ®a6:)i;  e 6  ift  um  i f) n  g  c 1 1) a n  ob.  g  c f ^  e t) c n, 
b.  t.  in  aSetreff  feiner  ifl  e6  gefc^eben  ob.  »orbei,  eö  i\\  am  mit  it)m;  c6  fei 
barum,  eä  mag  barum  fein!  u.  bgl.m.),  u.  ^uc  Jöeftimmung  cincä  äJei- 
l)ä'ltniffe^  ber  3al)(,  ber  föröf  c  ob.  beg  ©rabeö,  inöbcfonbere  hd  6omparati= 
oen  u.  bem  grabbeftimmenbcn  9tn).  ju  (j.  33.  er  !am  um  jmei  Sage  ju  fpät, 
—  fpä'ter  0(6  id);  er  ifl  um  einen  Äopf  größer,  a(6  fein  33ruber;  er  t)at  fid) 
um  jmanjig  3:t)aler  t»errcd)net,  geirrt  u.;  um  ein  ^ aar  wäre  id)  gefallen, 
»gl.  Jpaar);  bal)er  auit  bcr  ncbenmörtlid)e  2(u6bru(t  um  fo  ob.  um  fo  ttici, 
f.  bcftü  (nid^t  aber:  um  beflo:  j.  35.  id)  freue  midj  um  fo  mcl)r  barübcr, 
alä  JC;  c6  ijl  um  fo  oiel  bcjfcr  für  ii}n:  ber  SOlenf^  ift  um  fo  glücJlicf)er,  jc 
jufriebener  et  ift);  7)  S5c5ief)ung  auf  ben  ©egenftanb,  n)eld)er  bie  Urfad)e 
ob.  ber  SSetreggrunb  für  bag  2:i)un  beg  ©ubjccteg  ift,  finno.  ivegcn  (j.  35. 
tc^  lobe  bidj  um  beinen  ^ki^;  bef.  in  ber  älteren  ©pradjc,  j.  S3.  bibl.  fie  prei= 
feten  ©Ott  um  aUti,  \>a^  fie  geljöret  unb  gefel)en  t)atten;  bal)er:  warum, 
barum  f.  wef6()alb,  bcfeljalb  ob.  wcföwcgcn,  befewegen);  gewöbnlictjer  ift  in 
bicfem  ©inne  je^t:  um—  »Vitien,  alö  Sßw.  mit  bcm  ®en.  (j.33.  id)  t()uc 
cö  um  bce  griebene  willen;  um  ©otteß  willen;  um  ßcbenß  unb  ©terbenö 
»iUcn;  um  beinetwtücn  u.;  f.  unter  SQi  i  1 1  e  n) ;  au6  bem  35cgriffc  beö  33e- 
weggrunbe6  fließt  8j  bic  ^wecfbcftimmung  (bef.  in  bet  älteten  ©pra^e,  ?. 
35.  (5l)rifluö  litt  um  unö,  flarb  um  unö,  b.  i.  für  unö,  gu  unfcrm  a3eften;  unb 
nod)  cbcrb.  um  bcn  2lrgt  f^icEcn,  um  ein  S3ier  gel)en,  u.  bgl.  fl.  na^l  bem 
2frjte,  nac^  35icr).  —  (gl)em.  ücrbanb  man  um  gur  SSejeic^nung  bcö  ©ruubeö 
ob.  3n>e<Je6  quc^  mit  b  a  f6  unb  einem  abljängigcn  ©a^e ,  gebraui^tc  alfo  u  m 
bafg  f.  iveil  ob.  bamit  (»gl.  auf  bafe  u.;  j.  S8.  ic^  ftrafe  bic^,  um  bafö 
(b.  i.  weil)  bu  gefehlt  baft,  ober  —  um  bafö  (b.  i.  bamit)  bu  eö  nic^t  wieber 
tt)uc(l);  barauö  l)at  fic^  im  5rteul)od)b.  um  ju  alö  iWecfbeflimmcnbeS  S5bw. 
mit  bem  3»ftnittt>  entwicEelt  (ogl.  ju;  j.  35.  ic^  Sommc,  um  bic^  ju  feljcn, 
b.  i.  um  bafö  ob.  auf  bafö  ic^  biet)  fel)e;  wir  effen ,  um  ju  leben;  um  gefunb 
ju  bleiben,  muf6  man  mäßig  leben,  u.  bgl.  m.),  biöweilcn  aud^  f.  al5  bafg 
(j.  35.  et  ijl  JU  mä(^ti3 ,  um  juc  Siec^enf^aft  ßcjogen  ju  werben ,  b.  i.  alö 


1300  «macfein  —  umarbeiten 

liafg  a  gut  9lcd)ciif(^aft  gci^ogcn  mecben  !önnte).  —  2.  Uli  9ht).  \iii)t  um 
1)  gem.  jut  a?ejctc^nun9  (uut  fcummcn  Sinie  ob.  etneä  Umivege^,  entg. 
bcr  gcvabcn  SÜäjtm^  (j.  iS.  biefcc  SBcg  tfl  um:  bir  «Reife  über  9i.  ijl  fet)t 
um;  fo  auö)  in  3i'e|-  »cte:  umfat)cen,  =  geben,  =  reifen  :c.);  -)  f.  JU  (5nbe, 
vorbei  (»gl.  über:  bie  (Stunbc,  bic  SQSod)c,  bci^  3abr  tfl  um:  meine  3eit  ijl 
um);  3)  in  ben  23erbtnbungen :  um  unb  um,  b.  i.  im  ganjen  Umfange, 
auf  allen  Seiten,  ringsum,  überall:  um  unb  an,  alt  u.  oberb.  f.  burd); 
auö,  gä'njlid),  in  allen  Stücfen.  —  4.  3n  3ufammcnfefeungcn  ftet)t 
um  1 )  mit  ber  Äraft  cineß  Sorreortcö  in  9icben»rörtccn,  nsit:  um' 
fonft:  barum,  trarum:  '2)  mit  bcr  S5eb.  cine6  9?ebcnworte6  in  3fci^-  ^) 
mit  anbcrn  5lebenit>  örtern,  alö  crflcö  ®liefc,  j.  S?.  umf)cr,  umt)in,  ob. 
gcit>.  a(&  jineiteä  ®Iieb,  j.  S.  f)crum,  (itnum,  !urjum,  Itnfeum,  re(j^töum, 
»ricberum;  b)  mit  Jpaupf  n.^  ö  r  tern,  nie-  erflcö  ©lieb,  melc^ce  immer 
bcn  J^auptton  t)at,  j.  SS.  Umfreiö,  Umn?eg ,  Umgegenb,  Umlout  Jc;  t)  mit 
3citroörtcrn  u.  baüon  abgeleiteten  S^auipU  u.  Sciirörtern.  2)ic  mit  um 
ggef.  3cit>x>örtcr  ftnb  tf)cit6  cc^t  gufammcngcfc^t  unb  baber  untrennbar, 
in  »eld)tm  ^alle  ber  J^auptto  n  auf  bcm  3fitwortc  liegt,  ba^  ge  be6  'iten 
5Krt>.  tregfallt  u.  ba^  ju  bog  3nfinitioö  üovantrttt;  bann  ift  ba^  ^gef.  3«*-  i"'- 
mer  jielcnb  unb  um  bat  in  bcr  ?Hcgcl  bic  SBeb.  ber  Äreiöbeiregung ,  Um=^ 
faffung  ob.  ßinfcf)!iepung  (j.  S.  ctwag  umgeben,  umfiellcn,  umgeben,  um= 
frdnjen;  i<ij  umgebe,  umging,  umfränjte  ic;  5Rit>.  umgangen,  umftellt,  um- 
geben 3C. ;  3nf.  ju  umgel)en  jc.):  tbtilg  ftnb  fic  uncdjt  gufammcngcfelt  u. 
baf)er  trennbör,  in  iüeldjem  ??aUc  ber  >^auptton  auf  bem  3lxv.  um  liegt, 
unb  bog  ge  beg  SKtu.,  fo  wie  baö  ju  bt§  3nf.  jmifdjcn  bic  ©lieber  ber3ufam= 
ntenfc^ung  tritt:  bann  fugt  um  bem  S^cgriffe  bcö  einfachen  3».  bef.  bie  SSc 
ftimmungcn  \>ei  Umivegc^,  ber  Sßcnbung  ob.  Umfchrung ,  babcr  mdj  bec 
SScrä'nbcrung ,  ber  SSertaufdiung  ob.  ht^  ^JSed)fe[^,  i>ei  SSerlufleä  jc  f)in= 
ju,  unb  baä  ggcf.  3»o.  bleibt  jielenb  ober  jielloö  nat^  «Wa^gabe  bt^  einfa^ 
(^en  (j.  S5.  umgct)cn,  umftellen,  umfe^en,  umbilbcn,  umbringen,  um« 
!ommen  2C.;  ii)  gclje  um,  jlcllc  ob.  ft^e  etwaS  um;  ic^  bin  umgegangen, 
tjabc  bic  ©at^en  umgcftellt,  gcbcnfc  fte  umj(uftcllen  jc.)-  ©inigc  mit  um  un  = 
trennbar  jgef.  3eit>t>örtcr  finb  oon  >&aup  t  ir  ör  t  ern  gcbilbtt  unb  erft  in 
golge  bcr  3ufammenfc^ung  ju  3eitn)örtern  gen^orbtn  (j.  S.  umarmen, 
umringen,  umfloren,  umn achten  jc  »on  2trm,  SKtng,  glor,  ??ad}t).  SSon 
3eitn?örtcrn ,  bie  mit  um  jgef.  finb,  abgeleitete  ^auptmörter  auf  -er  unb 
-ung  bcljaltcn  bic  SSetcnung  beö  ju  ©runbe  licgenbcn  ^vo.  (j.  SJ.  umjl eilen, 
bie  Umjtellung;  umftcUen,  bie  Umfrellung:  umbitben,  bcr  Umbilbner; 
umErän^cn,  ber  Umtränicr):  a(>gcleitetc  ^auptirörtcr  anbcrcr  'Jorm  babcn 
ben  >!pauptt  on  bur^aus  auf  um  (j.  85.  umfangen,  ber  Umfang;  ber  Um  = 
f^lag,  bii  Umfidjt  jc.) 

umaifcrn,  trb.  ?ic(.  3tr».,  acfernb  umwenbcn,  umrcipen,  f.  \>.  \v.  um- 
pflügen  (bai  gelb);  auc^  wn  neuem  ob.  anberS  acfern._ 

umant»ern,  trb.  jicl.  3n5.,  völlig  ä'nbcrn,  burdi  Anbetung  umgej^aU 
ten,  Dcrfc^.  abänbern,  oeranbern:  bie  Umdnterung. 

umarbeiten,  trb.  jiel.  3»-,  arbcitenb  umtvenben,  fo  bafs  ba&  Unterflc 
gu  oberfl  fommt,  alä  aUgemeiner  2tu6bruct  f.  umacfern,  =  graben,  ;bacfen 
:c.  (ein  ©tuet  üanbeS,  einen  Söeinbcrg  jc);  burd)  neue  ^Bearbeitung  völlig 


umarmen  —  umblümen  13G1 

t)eränbern  (eine  ©c^rift,  einen  3(uffa&  u.  bgt.);  b«c  Umarbeitet ;  bie  Um^ 
nrbcitung. 

umarmen,  untrb.  jiti.  3w.,  mit  ben  "kirnen  umfaffen,  um[d)(icpcn, 
bff.  al6  2tujjcnnig  bec  Ciebt  unb  grcunbfc^aft  (et  umarmte  mic^,  i)at  mic^  um« 
ormt);  bic  Umarmung. 

umavtcn,  tri).  jieUof.  3tt).  m.  fei»,  ganj  anber^  arten,  üerfc^.  ab«, 
0 Unarten,  (SKio.  umgeartet). 

umbacfen,  rvb.  jicl.  3»».,  ei^.  anberg  bacfen,  bacfcnb  umänbern; 
fc^erjl).  gteicl)f.  ju  einem  anbern  ©ebäcE  madjen,  fct)nell  umänbern. 

umbauen,  trb.  jie(.  3».,  »on  neuem  u.  gans  anber6  bauen;  ber  Um« 
bau,  umgeanberte  S3au,  9?cubau;  umbauen,  untrb.  jiel.  3»-.  t^^i"«"^ 
cinfd)[iefcn,  mit  ©ebauben  umgeben;  bie  Umbauung. 

u  mbet)alten,  trb.  ^icl.  3>u.,  gem.  f.  ctiuajJ,  »r>a3  man  um  fid),  b.  i. 
um  bfu  Ctib,  l)at,  fo  behalten,  nid)t  ablegen  (j.  58.  bcn  SOlantel  — ). 

um  bellen,  untrb.  jiel.  3w.,  mic  ©ebeU  umgeben. 

Umber,  m. ,  -ö,  o.  «OZ. ,  ob.  bic  Umbcr-d'rbe,  (fr.  Umbra;  com  lat. 
umbra,  ©Chatten,  ob.  oon  terra  üinbria  ü.  bcr  Sanbfdjaft  Umbricn  in  Stauen •?), 
braune  (Srbfarbe,  S3ergbraun,  eine  bunJelbraune,  mürbe  ©rbe,  au6  Sijei« 
len  oon  o\rmobertcm  Jpolj  unb  Sergpec^  beftefjenb;  —  ber  Umberfifd^,  ein 
©ccfifc^,  gem.  ©eeErä'f)e  ob.  (Seerabe  genannt. 

umbeffern,  trb.  jiel.  3n>M  bcffcrnb  umänbern;  bic  Umbefferung. 

umbetten,  trb.  jiei.  3n?.,  anberö  betten;  bic  Umbettung. 

umbiegen,  trb.  3>o.  1)  jiellog  m.  babcn,  fid)  in  einem  Sogen  um 
einen  (^cgcnjlanb  bewegen  (er  bog  um,  näml.  um  bie  (Scfeic.);  "2)  jiel. 
etn)a6— ,  biegenb  nad)  irgcnb  einer  9vid)tung  »vcnbcn,  auc^:  umben- 
gen;  oon  neuem  ob.  anbcrg  biegen;  bie  Umbiegung. 

umbilben,  trb.  ?iet.  3m.,  nod)ma(iJ  u.  anberS  bilbcn,  umgefJaften, 
(j.  fS.  bie  (Sitten  cinc6  SJfenfd^en);  ber  Umbilbner,  iver  etivasJ  umbilbet; 
bic  Umbilbung. 

umbtnben,  trb.  gicl.  3n?.,  binbenb  um  ctivaö  ob.  um  fid)  befcftigen 
(j.  S8.  einSuc^  — ,  nämlic^  um  ben  Jpal6,  um  ben  Äopf;  fic^  (mir)  eine 
©c^ürje  —  2c.);  üon  neuem  u.  anberS  binben  (iie  ©arben  — ;  baö  SSud) 
mufö  umgebunben  werben);  bie  Umbinbung;  —  um  bin  ben,  untrb.  jiet. 
3n).,  mit  ctn?a6  (^ebunbenem  umgeben,  umtrinbcn  (einen  SSaum  mit 
SSerg  — ;   einen  ginger  mit  ßeinmanb— );  bic  Umbinbung. 

umblafen,  trb.  jicU  3iü.,  blafcnb  umwerfen  (j.  SS.  tin  Äartenf)auö). 

umblättern,  trb.  ikl  3m.,  btd'tternb  umn?cnbcn,  umfd)(agcn. 

umblicfen,  trb.  jieUo)'.  3n).,  bcn  S3lic!  irenbcn,  bintcr  fid)  ob.  runb 
um  fid)  l)cc  blicfen,  finno.  fid)  umfel)cn;  bcr  Umblicf,  ba^  Umblicfen, 
bie  Umfid)t. 

umblinfen,  um b tilgen,  untrb.  jiel.  3m.,  blinfenb,  bli^cnb  um« 
geben. 

umblöfen,  untrb.  jicl.  3m.,  mit  ©cblo!  umgeben. 

umblübcn,  untrb.  giel.  3m.,  bic^t.  blu()cnb  umgeben,  mit  S5lutf)cn 
einfd)liefen. 

um bl ihnen,  untrb.  jicl.  3n>-,  mit  S3[umcn  umgeben  ob.  ringsum 
fd)mücfcn;  uncig.  g(cid)f.  mit  Jölumen  uerbecfcn,  bcfd)önigen,  ogl.  t»cr= 
blümen. 

.  ^«9fe'6  ^anbwörtctb.  b.  bcutfd^cn  (Spc  2.  Sl)cü.  80 


1362  umbovben  —  umbrängen 

um  Sorben,  untrb.  jiel.  3tr.,  mit  einem  SSovbe  ob.  Sianbc  einfnffen. 

umbortcn,  untrb.  jier.  3n5.,  mit  einer  S5ovte  einfaffen,  befe^en. 

umbrau fcn,  untrb.  jtel.  3».,  braufenb  ob.  mit  ©ebrau§  umgeben. 

umbrccf)cn,  tvb.  3^.,  1)  gfeUoe  m.  fein,  bred)enb  umj^ürjen  (ber 
SBaum  jft  umgebrochen);  2)  gtel.  etiviig  — ,  umbicgcnb  jerbred)en,  ob.  bre? 
c^enb  ju  Soiicn  nserfen  (einen  Saum):  bi-ed)enb  umivenben,  fc  bafö  ba6 
Untcrftc  gu  oberft  fommt,  bat)cr  f.  umpflügen  (ben  »oben  — ,  inSbef.  f.  ur= 
bar  ni(jd)cn),  umgraben,  umioii{)(en  (3ag.  bie  iritben  ©djirctne  brecbycn  ben 
SBoben  um);  v>cn  neuem  u.  anberg  bred)en:  aufbrednn  u.  umfe^en 
(S3ud)br.  bie  geft|tc  Schrift  —  ,  «lieber  aufnebmcn  unb  anberS  fc^en):  bie 
Umbrcrf)un(^;  ber  Umbrud),  bag  Umbred^en;  Scrgn?.  bie  güf)run9  cincg 
Orteö  in  ©eftalt  etneö  ©tollend  um  einen  S3ruc^. 

um  breiten,  trb.  ^icl.  3n).,  au^breitenb  um  etwag  legen  ob.  f)än9en. 

um  brennen,  trb.  jtel.  3«).,  brennenb  umfallen  madien,  nieberbren- 
nen;  üon  neuem  u.  anberg  brennen. 

umbringen,  trb.  iki  3»ü.,  1)  üwciv  um  etivas?  hin,  binum  bringen; 
S5ergw.  f.  t»cn  neuem  an  einen  £>xt  bringen  u.  umarbeiten  (ein  9ioft  wirb 
umgebracht,  b.  t.  ba6  fdion  einmal  gebrannte  ©rj  trirb  auf  ein  anbereö 
geuer  gebracht);  2)  gern.  f.  umg  geben  bringen  (ogl.  um  1.  3),  beä  2e-- 
ben€  berauben,  geivaltfam  tobten,  bcf.  fofcrn  c5  miberredjttid^  9efc^iff)t, 
»erfc^.  Dom  geben  ^um  Sobe  bringen,  ^inric^fen,  (einen  mit  ®ift  — ;  er  i)at 
grau  unb  Äinber  umgebradbO;  bie  llmbrtngung. 

Umbruch,  f.  unter  umbrechen. 

umbrüHen,  untrb.  jicl.  3«?. ,  bic^t.  mit  föebriid  umgeben. 

umbut)len,  untrb.  giel.  3».,  bic^t.  f.  bubienb  umgeben  ob.  umgeben. 

umbüfd)en,  untrb.  jiel.  3rtJ.,  bii^t.  f.  mit  ©ebüfd)  umgeben  (SKro. 
umbufd^t). 

umbdmmen,  untrb.  jiel.  3».,  mit  einem  I5amm  ob.  mit  2)ammen 
umgeben;  bie  Umbämmung. 

um&cimmern,  untrb.  jiel.  3».,  bid^t.  mit  S5ammerung  umgeben,  in 
»^albbunfef  einbüüen. 

um  b  a  m  p  fcn,  untrb.  ?tel.  3w. ,  biti^t.  mit  15ampf  umgeben. 

umbecfcn,  trb.  jter.  3n).,  bec!enb  um  etma^  breiten  (ein  Sud^);  won 
neuem  u.  anberg  becfen  (ben  Stfd^,  ein  2?ad));  umtecfen,  untrb.  jiet. 
3tt>.,  ringsum  bebecfen. 

um  ben  fcn,  untrb.  jiel.  3»t?.,  et\va§  t»on  allen  (Seiten  bcbcnfen. 

um  beuten,  trb.  jier.  3n).,  beutenb  umä'nbern,  anber6  beuten;  bie 
Umbeutung. 

um  tickten,  trb.  jic(.  3n>.,  t>on  neuem  u.  anber^  bid)ten;  bid)tenb 
umgef!a(ten;  bie  Umbic^tung;  —  umbicl)tcn,  untrb.  jicl.  3n'-)  mit 
2Md)tung  umgeben,  bid)terifd)  einfleiben. 

umbonnern,  untrb.  jicl.  3ro-,  i>i^t.  mit  2)onner  ob.  bonnera^nlid}em 
@et()fe  umgeben. 

um  bor  nen,  untrb.  giet-  3w.,  btd;t.  mit  2)ornen  einfaffen  ob.  um= 
geben. 

umbrcingen,  trb.  jiet.  3»ü. ,  brangenb  umwerfen;  um b rängen,  un? 
trb.  jiel.  3ir. ,  brangenb  ob.  mit  ©ebrange  umgeben  (baö  SSolf  umbrä'ngte 


umbi:cf)eii  —  umfauäcu  13G3 

umbrel)m,  trb.  jtel.  3m.,  itwai  im  Greife  um  feinen  ?!)?itte[punft 
ob.  feine  2(d)fe  breben  (ein  5Rab,  eine  Äugcl;  fic^  — ,  f.  fic^  brcfjcnb  beirc^ 
gen);  nad)  ber  entgegengefegten  @eite  ()iu  bve[)en  (bcn  3apfen  in  einem 
gaffe,  eine  ©d}i-aubc  ic.  —  ;  einer  Saube  bin  Äopf,  bcn  S^alö  — ;  fic^  mä) 
Semünb  umbrcfjcn);  gem.  auä)  f.  umtvenben,  umi:e()ren  (bie  J^anb,  ein 
SBIatt,  einen  ^anbfd)ub  jc);  ber  Umbvcljer,  wet  etiva«  umbve()et;  2£nat. 
»ei-fd)icbene  5Kugfeln  bc6  ©d)cn!clö;  aud)  ba6  jwcite  SBirbelbetn  be6  JgalUi; 
bie  Umbrcl)un9. 

umbvo()en,  untrb.  jiet.  3^-,  ringöum  ob.  toon  allen  ©eiten  bebrof)en. 

umbrucfcn,  trb.  jict.  3n?.,  nochmals  u.  anberS  brucfen  (einen  Sogen); 
ber  Umbrucf,  baö  Umbrncfen  u.  bcii  Umgebrucfte. 

umbuften,  unttb.  jitt.  3w.,  bic^t.  mit  2)uft  ob.  m'w  mit  einem  2)ufte 
umgeben. 

um b unfein,  umbüjlcrn,  untrb.  jici.  3w.,  bicl)t.  mit  .t)unfel  um- 
geben, uml^itUen. 

um  eilen,  untvb.  ikl  3«-,  bic^t.  f.  eilig  umgeben  ob.  umgel)en. 

umeifen,  untrb.  jiet.  ^m.,  bic^tcrifc^  f.  mit  ©g  umgeben. 

umenben,  trb.  jicl.*3w.,  ©prac^l.  am  ßnbe  ob.  burd)  Snbungen  um= 
bilben,  biegen,  obiranbeln  (ein  SBort  — ;  umenbenbe  3e{tnjörter 
l)eipen  bicjenigcn,  bercn  SBiegung  lebigli^  burd}  Snbungcn  bewirft  tt>irb,  j. 
SB.  fage,  [ogte,  gcfagt;  entg.  ablautenbe,  wie  trage,  trug,  getragen); 
bie  Umenbcform,  tuxä)  eine  ©nbung  gcbilbete  SSiegunggform  (fr.  S(erion); 
bie  Umcnbung,  baö  Umenben,  bie  Süortbiegung  burd)  Snbungen. 

umfächeln,  untrb.  jicl.  3«'-,  ringsum  ob.  üon  allen  «Seiten  anfa^ 
c^eln. 

unifat)en,  untrb.  jicl.  3nj.,  alt  u.  bt^t.  f.  umfangen,  umfaffen. 

umfal)ren,  trb.  3«.,  1)  jieUoiS  m.  fein,  im  ^(il)xtn  einen  Umweg 
madien  (»üir  finb  weit  umgefahren);  2)  jicl.  im  g^abren  um|lo§en,  um- 
iv«rfen  (?.  «B.  einen  ''Pfal)l,  ein  Äinb  ic);  bie  Umfahrt,  baä  Umfaßten, 
bie  %ai)\:t  im  Sogen  ob.  im  Greife  l)erum;  —  umfahren,  untrb.  jicl. 
3w. ,  ctamg  — ,  fabvenb  umfreifen  (j.  S5.  bie  ©tabt,  eine  Snfet  jc);  im 
gal)ren  umgeben  ob.  üecmetben  (ben  3oU);  bie  tlmfat)rung. 

umfallen,  trb.  giellof.  3w.  m.  fein,  oon  einem  ftcl)cnbcn  jl:örper:  ju 
.  SSoben  fallen,  niebcrfallen  (ber  S3aum  ift  umgefallen;  fie  würbe  ol)nmäc^ti9 
unb  fiel  um);  ingbef.  oom  83icf)  f.  jlevben,  auc^  blo^:  fallen  (f.  b.);  ber 
Umfall,  bag  Umfallen  (j.  SB.  eincö  SBaumcö);  inöbef.  bec  plöglid)C  Sob 
eines  ©tücEcö  23iel);  lanbfc^.  f.  5öiel)feud)e,  S3iel)flerben  (obcrb.  Unfall, 
»t)of)t  nur  burc^  SScrberbung). 

um  falten,  trb.  jiel.  3w.,  faltenb  um  etwa^  legen;  um  falten,  untrb. 
jiel.  3w.,  faltenb  ob.  mit  etwai  faltigem  umgeben,  umfd)lie^cn  (altb. 
umbevaltcn  f.  umarmen);  bie  Umfaltung. 

umfallen,  trb.  jiel.  3w.,  nod}malg  u.  anbec^  fallen  (einen  Sogen). 

umfangen,   untrb.  jiel.  3w.    (aUb.  umbe-vahen,   -v.^i),   -vangen)  alt  U. 

bid^t.  f.  umfaffen,  umarmen  (bibt.  fie  umfingen  unb  lüffcten  fi(^);  in  »tci-- 
tcrer  SBeb.  überl;.  f.  umfd)liepen ,  einfd)liefen,  umgeben  (bibl.  bcn  23or^of 
mit  einer  3Kauer  — ;  uneig.  e6  f)atten  mid^  umfangen  bie  ®d)merjcn  bc6  310= 
beö;  ber  crquitfenbe  ©c^lummcr  umfangt  if)n,  u.  bgl.  m.);  bie  Umfangung, 
ba5  Umfangen,  bie  Umarmung;  ber  Umfang,  5D?.  (feiten)  -fange,  (altb. 

86* 


13G4  umfärben  —  Umflug 

umbevanc  f.  Umarmung),  b«c9?aum,  iveldicn  ein  Äorp«c  cinfdbdeft  ob. 
tu  a'uperc  ©rcnjiintc  eineä  ©egenftonbcö  nad)  feiner  ganjen  ^u^bcl)? 
nung  (j.  58.  bcc  Umfang  einer  ©tabt,  cincö  ©artmS;  biefer  SBaum  t)at  imti 
Älaftcr  im  Umfang  Jc);  auä)  »on  unünpcrli^en  ©ingcn  f.  bie  2(u§be[)nung, 
ber  Inbegriff  ob.  SScreid)  (j.  58.  bcr  Umfang  einer  SDBiJTenfc^aft,  feiner 
.Kenntniffe  K.;  eine  Stimme  oon  großem  Umfange,  b.  i.  n)rfd;e  üiele  2!öne 
umfaJTt);  ef)em.  auc^  f.  Umfdnvcif;  bie  Umfang^ünie  (fr.  ^rrip^crie);  um? 
fänglid^ ,  Sm.  u.  5Rw. ,  bem  gan jen  Umfange  nadi :  aud^  f.  bebeutenbcn 
Umfang  babenb. 

umfärben,  uh.  ^ieL  3w.,  i^cn  neuem  u.  anberö  färben;  bie  Umfar^ 
bung:  —  umfärben,  untrb.  ?iet.  3n>.,  oU.  bic^'t.  f.  auf  aUen  ©eiten 
färben. 

umfaffcn,  ttb.  ikl.  3nj.,  anberö  faffen  (einen  ©c^mucf  »on  ©beljlcinen); 
um f äffen,  untrb.  jicl.  3«?.,  etwaö  ringsum  faffen,  b.  t.  mit  bcr  J^anb 
ob.  bcn  2(rmen  umfd)[iepen,  finno.  iimfpannen  (j.  58.  einem  ben  2eib,  bie 
Äniee  2C.);  in  weiterer  58cb.  übcrf).  'oon  allen  «Seiten  einfd)(ie^en,  umges 
hcn  (ber  2(Ucö  umfaffenbe  J^immei):  uncig.  ctiva^  feinem  ganjen  Umfange 
nad)  auffaffen,  tva^rncf)men ,  erfennen,  begreifen  (mit  umfaffenbem  58licf; 
fein  ®eift  umfafft  baö  ganjc  ©ebiet  ber  9tatunt>iffeni'c^aften;  umfaffenbe 
.Kienntnrffe  tjabenu.);  bie  Umfaffung,  bcii  Umfaffen,  eig.  u.  uncig.;  bie 
Umfafjungömaucr,  gj^aucr,  n^etc^e  einen  JRaum  umfdjUe^t;  inöbcf.  bie 
QUfjere  SOJaucr  eincö  @ebäubc6. 

umfcbcrn,  umfietcrn,  untrb.  jici.  3nj.,  mit  gebcrn  ob.  ©eftebcr  um? 
geben,  um5ic()en,  runbiim  befiebein. 

umfittigen,  untrb.  jicl.  3>t).,  bi^t.  f.  mit  Sit^'ä«»  umgeben  ob.  um^ 
fliegen. 

umflammcn,  untrb.  giel.  3«?.,  biä)t.  mit  Stammen  umgeben,  um; 
leud)ten. 

umflattern,  untrb.  jici.  3w,,  flatternb  umgeben,  umfliegen  (j.  58. 
SSögef,  Schmetterlinge  jc.  umflatterten  miä);  aud)  uncig.  j.  58.  oon  Sraumen 
umflattert). 

umfle(i)ten,  trb.  jicl.  3».,  fled)tenb  um  etivag  befejligen  (g.  58.  einen 
Äran^);  Oon  neuem  u.  anbeig  flednen;  umflechten,  untrb.  giel.  3"?., 
fleditenb  ob.  mit  einem  C^cfledit  umgeben  (baö  «i^aupt  mit  einem  Äranje, 
mit  3weigen  k.);  bie  Umfled)tung. 

umfliegen,  trb.  jicllofce  3n).  m.  fein,  um  ettva§  Inn  fliegen;  umt>er 
fliegen;  im  fliegen  einen  Umtveg  madicn;  ber  Umflug,  ba^  Um;  ob. 
Umt)erfliegen;  —  umfliegen,  untrb.  jie(.  3».»  fliegenb  ob.  im  glugc 
umgreifen;  bie  Umfliegung. 

umf  liefen,  untrb.  jie(.  3«.,  fliepenb  umgeben  (ber  glufö  umfliejjt  bie 
©tabt;  con  SBaffer  urnftoffencö  Sanb);  uneig.  bi^t.  f.  fi*  g!eid}f.  fliepenb 
u.  in  j^üUe  um  etmag  verbreiten  (j.  58.  ba^  ©ewanb  urnftiejit  ik  ©lieber; 
©lonj,  Tfnmutl)  2C.  umflofg  fte). 

umflimmern,  um  flirren,  untrb.  giel.  3n>.,  flimmernb,  flirrenb 
umgeben. 

umflorcn,  untrb.  jiel.  3>ti.,  mit  glor  ob.  srie  mit  einem  glore  um* 
^tUn,  uml)iiUcn;  bie  Umflorung. 

Umflug,  f.  unter  umfliegen. 


umflügcln  —  umgeljcn  13G5 

umflüqctn,  univb.  ikl  3>ü-,  runbum  mit  t^tugeln  üerfef)cn;  bic^t. 
mit  ben  »^lügedi  umflattan,  umfiicgen. 

umf(ü)lern,  untrb.  ?id.  3>d  ,  flüftcinb,  mit  ©eflüfler  umgeben. 

umfluti)cn,  tfb.  iiti.  3>o-,  flut[)enb  umreipen;  umt(ut()cn,  untrb. 
jicl.  3»o.,  bidjt.  mit  Jlutl)  ob.  unci^.  lüic  mit  einer  glatt)  umgeben;  bie 
Umflutbuuvv 

umfovmcn,  tcb.  jitl.  3>ü-,  neu  u.  anbcrö  formen,  umbilben;  bie 
Umformunc^. 

um fov fielen,  untcb.  jiet.  3».,  bi^t.  von  allen  ©citen  forfcl}enb  be? 
tracf)ten. 

umfragen,  ttb.  ^icllof.  3».  m.  ()abcn,  nad)  bec  9?eif)e  f)erumfragen; 
bie  Umfrage,  eine  c\n  2)?e()rc  im  Äveife  f)erum  ob.  ber  dii\i)e  nad)  gerid)? 
tete  Srage,  bcf.  bei  einte  ©ttmmcnfammluiiä  (Umfragt  fjalttn). 

umfül)ven,  trb.  gic(.  3».,  um  etwa^  ^in,  u.  btf.  auf  einem  Umiüege 
fü()ren. 

umfüllen,  trb.  gict.  3n).,  anberö,  in  anbere  ©efape  füllen  (SSier);  bie 
Umfüüung. 

um f unfein,  untrb.  jiel.  3").,  mit  funfelnbem  ©lanj  umgeben. 

um  furchen,  untrb.  jicl.  3«.'». ,  mit  5urd)en  umiiel)en. 

um  furtein,  trb.  gidtof.  3«'.,  Säg.  bie  gurfcln  ob.  gorteln  (f.  b.)  an= 
berö  ftellen. 

umgacfcvn,  untrb.  gicl.  3n>.,  gacfernb  umgeben  ob.  umgc{)en. 

umgaffen,  trb.  jitUof.  ob.  rüctj.  3»t).,  um  fid)  i)u  gaffen,  fid)  gaffenb 
umfe^en. 

Umgang,  umgang(irf)  k.,  f.  unter  umgcljcn. 

umgarnen,  untrb.  jict.  3w-,  niit  einem  ©arne  ob.  ^^e^e  umgeben, 
umfieUen,  finno.  umftricfen  (ein  SBttb);  uncig.  f.  3f»"'inb  in  feine  (öe? 
tralt  bringen,  fangen;  bie  Umgarnung. 

■um ga utein,  untrb.  gicl.  3w.,  bic^t.  gauEclnb  umgeben,  um{)iipfen, 
umfd)a>eben. 

umgeben,  trb.  jicl.  3».,  einem  et ivaö —,  b.  i.  e^  um  il)n  breiten, 
legen,  Ija'ngen  (einem  bcn  «OTantel  umgeben);  etreag  — ,  üon  neuem  u.  am 
berö  geben  (bie  Äartcn);  umgeben,  untrb.  jtel.  3tr.,  (aitb.  umbigebau) 
runbum  ob.  freiSförmig  einfd}liepen,  con  weiterer  SBeb.  al6  bk  ftnnu.  um; 
fdjliepen,  umringen,  umjingeln  jc.  (eine  ©tobt  mit  einer  SJiaucr,  einen 
©arten  mit  einem  GJraben  umgeben;  mit  einer  ®a^e  — ,  t>on  «perfonen 
ob.  perfönlid)  gebauten  ©egenftänbcn  umgeben  fein ,  j.  S.  bk  geflung  ijl  mit 
Söätlcn  — ,  oon  getnbcn  umgeben;  mit  ob.  »on  ©efatjren  umgeben  fein);  bie 
Umgebung,  1)  0. 50?.  bie  v^anblung  beg  Umgebeng,  bie  Umfdiüefung; 
2)  50?.  -en,  hai  Umgebenbe,  inöbcf.  bie  umliegenbe  ©egenb,  Umgcgenb 
(j.  58.  bie  Umgebung  ob.  bie  Umgebungen  üon  Sßien);  aud^  bk  ^crfonen, 
tt5el(t|e  3emanb  umgeben  ob.  in  beren  SÄitte  er  lebt  (j.  S3.  bie  Umgebung  cincS 
gürflen  it.). 

Umgegenb,  ro.,  bie  umliegenbe  ©egenb,  Umgebung  eines  Ortcl. 

Umget)en,  trb.  3«?-  (idö  gc^«»  ging  um;  umgegangen;  umjuget)cn;  att' 
t)od)b.  umbigangan,  mittelf).  umbegan)  1)  jiciloö  m.  fein  a)  um  feine  2(d)fe 
gel)en  ob.  fid)  beiregen,  fid)  brel)en,  f reifen  (baö  mab  gcljt  um;  J^üttenw. 
bie  Bütten  gef)en  um,  b.  i.  bie  5täber,  welche  bie  SBerEe  treiben,  ftnb  im 


1 366  umgcl)cu 

©angc;  oluTb.  um  ge^  n  laf  fcn,  iiaml.  btc  9?äbci- bcS  SQJa^cnö,  f.  fdf)ncU 
fa()ren  u.  übtrl).  eilen;  c6  Qcijt  2fUcg  mit  mit  um,  b.  t.  im  Ärcifc  Ijcrum,  idj 
bin  [(^»pinblig);  undg.  f.  ju  (5nbe  9ef)cn  (j.  S.  »renn  ba6  3a()r  umgegangen 
i|l,  gero.  —  um  ijl  ob.  ju  ßnbe  ifl);  b)  um{)cc;  ob.  f)crunigcf)cn  (bibl. 
in  bei- iStabt  umgetjen;  obceb.  berUmge^er  f.  SSeftc^tigcr ,  2(uffef)cc;  ein 
©efpenft  gcf)t  irgenbrco  um,  aud)  unp.  e6  ge{)t  {)ier  im  ^aufc  um,  f.  o. 
»r>.  cö  fpu!t),  bef.  im  Ätcifc  ob.  ber  9tei()e  nad)  von  Sinem  jum  2(nbcrn 
gcf)cu  (ein  ©(^reiben,  einen  Umlauf  umgcl)cn  lafTen,  fr.  civculicen;  umgc= 
tjenbc  ÄranE(}eiten) ;  c)  i,mildg,ct)en,  umfef)ren  (bie  umgef}cnbe  ^'»oft,  mit 
umgef)enber  ^cfl  anttüorten);  d)  im  @ef)en  einen  Ummeg  mad^en  (n?ir  finb 
weit ,  eine  SXcilc  ic  umgegangen) ;  e)  mit  einer  ©ad)«  u  m  g  e  f)  e  n ,  ft'd) 
bamit  bc{(iiäft\Qmy  bamit  511  t{)un  ^aben  (mit  SßoUe,  mit  glac^e  ir.,  mit 
einem  ©ewcrbc,  mit  bem  .Ipanbel  — ;  mit  ßug  unb  Svug,  mit  SJanfcn,  mit 
Sßeiefagen  unb  Baubern  —  ;  bibl.  mit  ®otteS  SSort— ;  mit  bei-  Sßafjrljett — , 
f.  bie  SBol)rl/eit  rcbcn),  inebcf.  mit  einem  23or()abcn  iimgcf)cn,  b.  t.  eö  im 
Sinne  t)abm  unb  augjufüljren  fuc!)en  (mit  ^planen,  mit  gvc^cn  Singen  um« 
getjcu;  e^em.  aud^:  auf  eine  <Siad)e  umge()en);  mit  einer  ^crfon 
um3ef)cn,  b.  t.  in  gefcüigcm  9}eifef)v  mit  if)r  fein,  Umgang  mitist 
f)aben,  urfpr.  u.  cig.  Jt)ot)l:  tücdjfclfcitig  ju  einanbec  gefjen,  (iä)  bin  lange 
mit  if)m  umgegangen;  ec  gcfjt  mit  üieim  SSenid)en  um);  in  23eibinbung  mit 
einem  9^m.  f.  eine  ^erfon  bef)anbc(n,  fid)  gegen  fte  benehmen  ob.  Utxa- 
gen,  i()r  begegnen  (gut,  [c^lcdjt,  freunblic^,  gütig,  unfreunblid) ,  t-ait  u. 
mit  Scmanb  umgeljcn;  man  x^  [djänblic^  mit  ifjm  umgegangen);  2)  jie(. 
einen  ob.  ctivaS  — ,  feiten  f.  im  &ci)m  iirnjlc^en,  umwerfen;  gew.  um= 
laufen,  umrennen  n.;  be':  Umgang,  S)?. -gange,  1)  ba6  Um=  ob.  ^cr^ 
umge{)en,  insbef.  bie  frei^formige  SSeivegung  um  bie  ^fd)fe,  Umbref)ung, 
Umfd)aning  (?.  S5.  eines  mbc6);  bie  v^anblung  beg  Umf)erge{)en6,  bef. 
ein  feier(id)cr  &ang  ob.  3ug  met)rer  ^perfonen,  Umjiig,  feierlid^er  ^(ufjug 
(fr.  ^roccffton;  einen  Umgang,  Umgänge  t)aUm  in  ber  Äirc^e  jc),  lanbfc^. 
üui^  f.  bie  feierliche  SSifid)tigung  ber  ©renjcn  unb  9}?arien:  ber  @ang  um 
eine  <^'ad)i  f)in  cb.  auf  einem  Umivcge,  gem.  Umiueg,  ba^cr  unetg.  Um- 
gang  nehmen  ob.  ()aben  f,  au:Siveid}en,  yermeiben  (eö  ob.  beffen  Um» 
gang  nehmen ,  u.  bef.  ntc^.t  Umgang  nefjmcn  ob.  l)aben  !Önnen ,  f.  0.  m.  nid)t 
umf;in  fönncn);  baS  Umgeben,  ber  gefcüige  93crf'e()r  mit^manb,  me()c 
aU  bie  bloüc  23eEanntfd;aft  (0.  9Jt.;  mit  3cmanb  Umgang  l)aben,  l)alten;  ben 
Umgang  mit  i^m  aufljcben);  aud)  f.  bie  ©efammtbeit  ber  ^j)erfonen,  mit 
benen  man  umgeht  (wielcn  Umgang  tjabcn;  fein  Umgang  i\l  fc^led^t  u.); 
2)  etivaö  Umgel)enbe6  ob.  Um(aufenbe5,  j.  fS.  ©attl.  ein  um  bai  .:^inter= 
tljeilbeS  ^fcrbcö  gcf)enber  Stiemen;  SBcb.  ein  um  ben  ®(^enaf)men  geljenbe^, 
5  ii^  Ü  eilen  langes  ®tüc6  bc§  ©ewebeS;  bef.  ein  ©oiig,  tvetd)er  um  ein 
(Sebd'ube  k.  ge{)t  (bibl.  ber  Umgang  am  Sempel  u.);  bie  Umgang6fprad^e, 
bie  ©prac^c  beS  gcfcUigcn  93ei!el)r6  im  gemeinen  Scbcn  (fr.  (5ont)erfationS= 
fpra(^e),  oerfc^.  ©i^rift^,  S3iid)erfprad;e;  bie  Umgang§U)eIt,  ba^  gefeUige 
Ccbcn;  umgcingtid^,  S3ir.,  gern  mit  "^fnbcrn  umgc()enb  unb  (eid)t  mit 
fid)  umgei)en  (affeno,  jur  (?5efeltigf'eit  geneigt  unb  gefd)icft  (ein  umgäng= 
lidjrr  «Wann);  bie  Umgäugltd)fcit;  ber  Umgangcr,  iver  einen  Umgang 
l)a(t,  inSbef.  lanbfc^.  gefc^n?orcnc  Scftd)ttgec  ber  ©renjen  u.  SKarffteine;  — 
umgcl)cn,  untrb.  jicl.  3w.,  (ic^  umgebe,  umging,  i)aU  umgangen),  et* 


Umgelb  —  umgudfen  13GT 

ivaS  — ,  ninb  um  c'inm  ©cgenjlanb  cb.  £)ct  9ef)cn,  \i)n  gcf)enb  um; 
t'rcifcii  (eine  ©tabt,  einen  ©arten  ic.  — ;  tnßbtf.  eine  g(ur  ob.  bie  @ren» 
i^cn  —  ,  bcfidjttgen);  in  eiiut  SogetUinie,  auöbiegenb  um  einen  (^egen; 
flanb  t)'mQci)m  (einen  ©unipf,  einen  SBerg  u.  bgl.  — ),  bafjer  uncig.  eine 
©ad)«  üevmeiben,  inbem  man  i!)r  nuön)eid}t  (j.  SB.  ein  JpinbemifS,  eine 
(Jrageu. — ;  ein  @efe^  uingcl)cn,  b.  i.  c6nid)t  (jeobac^ten,  ot)ne  e6  boc^  gcrabeju 
ju  iibectteten);  audj  f.  f)eimlid)  ()tnterge()en,  täufd)en;  bie  Umgebung,  bng 
Um  gelten  (j.  S3.  eines  ®efc(je6  it.);  umgänglich,  SSn?.,  iraä  umgangen, 
Dermicben,  entbel)rt  iverben  t'ann,  gew.  nur  in  bcm  entg.  unumgcinglid). 

Umgc(t),  f.,  r.  Ungelb,  f.  b.;  bec  Umgclter,  -ö,  (anbfd).  f.  «Steuer^ 
<innel)mer. 

umgcflalten,  trf>.  jiel.  3«.,  \Jon  neuem,  anberg  geftalten,  finnö.  um; 
bilben,  umformen;  bie  Umgcllaltung. 

umgicpcn,  trb.  gier.  3io.,  um  etwag  l)er  giepen ;  »on  neuem,  anbete 
gießen  (^inncrneö  ©efc^irr,  eine  S3Üb[du(e  u.  — );  in  anbete  ©efäpe  gießen 
(bcn  SBein);  bie  Umgiepung,  hai  Umgiepen;  bet  Umgufä,  f.  d.  xo.  bie 
Umgief5ung;  auc^  bag  Umgegoffene ;  —  umgießen,  unttO.  jiel.  3«., 
ettra^  tunbum  begießen,  gie^enb  umjiel)en  ob.  umgeben  (etrcaö  mit  3uc!Eet, 
mit  SGSac^ö  —  ;  bie^t.  uneig.  einen  mit  ®lanj,  mitSunfet  k.  — );  bie  Um* 
giepung. 

um  girren,  untrb.  gici.  3n)>.,  gittenb  umgeben  ob.  umfliegen. 

umgittern,  untvb.  jicl.  3«t>.,  mit  ©ittetivetf  umgeben;  bie  Umgits 
tevung. 

um g längen ,  untib.  jiel.  3«.,  mit  (Slanj  ob.  glanjenb  umgeben. 

um  gleiten,  tib.  iiettof.  3».  m.  fein,  gleitenb  umfallen;  um  gleiten, 
untrb.  iiil  3w- ,  bid)t.  f.  gleitenb  umfat)ten  ob.  umgeben. 

umgletfc^ern,  untrb.  gie(.  3».,  bi^t.  mit  @letfd)ern  umgeben. 

umglül)en,  untrb.  jicl.  3».,  bic^t.  glül^enb  ob.  mit  ®lutf)  umgeben. 

•umgolbcn,  untrb.  jitt.  3w.,  mit  @olb  über3iet)en,  gew.  üetgolben. 

umgraben,  trb.  ^iel.  3tt>. ,  gtabcnb  umtel)ten,  fo  bafs  bag  Untcrfte  ju 
oberfl  Eommt  (ein  (Stii(f  Sanb,  ein  Scet);  aui^  üon  neuem  ob.  anbetg  gta* 
ben;  bie  Umgrabung,  ba^  Umgraben;  —  umgraben,  untrb.  giet. 
3n>.,  etipag  tunbum  graben  ob.  gtabenb  beatbciten  (einen  Saum);  bie 
Um  g  r  a  bung. 

um  grauen,  untrb.  gtel.  3«-,  i>i^t.  1)  (uon  grau)  mit  (^tan  umge? 
ben,  in  S)un!el  l)iillen;  2)  (»on  grau,en  2.  ob.  grcufen)  mit  (Stauen 
ob.  auf  graufenetteg^nbe  3(rt  umgeben,  aud^:  umgraufen. 

umgreifen,  trb.  gicUof.  3».  m.  traben,  gc«.  um  fic^  greifen  (f.  unter 
greifen);  bit  Umgriff,  iici^  Umgreifen,  ©trcben  na^  Vergrößerung  bec 
SKadjt  ob.  be6  (äinf(uJTe6;  ii)im.  aud)  f.  Umfang;  —  umgreifen,  untrb. 
jiel.  3»o.,  etwai  — ,  tunbum  begteifen  ob.  befühlen;  mit  einem  ©tiffe 
bet  ^anb  umfaffen,  umfangen. 

umgrcnjen,  untrb.  jicl.  3»-,  ringsum  begten^en,  mit  ©tenjen  um* 
fcl)liefen;  uneig.  f.  einfd)tanfen ;  bie  Umgrenzung. 

umgrinfen,  untrt.  gie(.  3«.,.  gtinfenb  umgeben. 

um  grünen,  untrb.  jicl.  3».,  bidjt.  gtünenb  ob.  mit  ©tun  umgeben. 

umgu(fen,  trb.  jieUof.  u.  rücfjict.  3». ,  t)\nUi  ftd)  ob.  tunb  um  ftc^ 
gucfen ,  gem.  f.  umfef)en. 


1368  umgüitcn  —  umt^ec 

iinicji'utcn,  tvh.  giei.  3iü.,  enraö  alö  einen  ©uct  ob.  mittcirr  cincg 
&üxtiß  um  etivag  bcfelligen  (j.  ».  bcn  Segen—);  auc^  anbcrg  gürten; 
uni.qüvtcn,  untrb.  jicl.  3iv.,  etiuag  mit  einem  ©uite  ob.  tvie  mit  einem 
©uite  nmgcben,  umfd)[in9cn  2C.  (feinen  Ccib,  fid)— ;  dn  bcfd^äbigtcö 
®<^tff  —  I  i>- i-  ein  ftaiicö  Sau  um  baöftlbe  fdjlagcn,  um  c6  jufammenju- 
l)a(tcn;  bic  ©ttun  mit  einem  Jtran^c  u.);  bie  Umgürtung. 

Unigufä,  m.,  f.  unter  umgicpcn. 

uml)atH'n,  tib.  jiet.  ^w-^  gem.  ocn  JC(eioung6|!ücEen  f.  um  ftcli  Ija; 
ben,  um  hin  Selb  jc.  tragen  (j.  95.  einen  5Kanfcl,  ein  Slu^  it.). 

uml)acfen,  tib.  jiel.  3»».,  burd)  v:?)acfen  umwcnben  (bcn  aSobcn)  ob. 
umwerfen  (einen  Saum);  von  neuem  ^acfen;  unil)a(fcn,  untvb.  jiel.  3»t>., 
ringsum  bebiicten  ob.  b.^cfenb  bearbeiten  (einen  iBaum);  bie  Uml)aäung. 

uml)afcn,  trb.  gier.  3n>.,  mit  einem  S^aicn  um^ieijen,  umreiten;  mit 
bcm  4>afenpflugc  umarbeiten. 

um  Italien,  untrb.  jiel.  3iü-,  bii^t.  t)a{(enb  ob.  mit  S^M  umgeben. 

unii)a(fcn,  untrb.  iiel.  3id.  ,  einen  —  ,  ibm  ben  •|)a[g  umfaffen,  gem. 
f.  umarmen,  alt  mb  lanbfc^.  auc^  Italien;  bie  Uml)alfung. 

uml)angcn,  trb.  jidioi".  3>t>.,  um  etiraö  bangen;  ber  Uml)ang,  97?. 
'^ange,  (mitteli).  umbehanc)  tva6  um  etivag  bangt,  ein  rings  umgeben^ 
beu§ßor()ang  (j.  93.  eines  95etteg);  —  uml)angm,  untrb.  j^iet.  3>r.  {'^xät. 
um{)ing,  Wtw.  uml)angcn)  bidjt.  f.  l)angcnb  ob.  mit  etiva^  .f)angenbem  um; 
geben  (j.  95.  ©raber,  oon  (Sypreffen  umi)angen);  —  um  Illingen,  trb.  jiel. 
35P.  (^prüt.  t)ängte  um,  SKiu.  umge()a'ngt)  um  ctivag  t)ängen,  hängenb  be- 
fefJigen,  umlegen  (einen  9!JJantc(  — ,  näm(.  um  ficb);  nnberö  Rängen  (bic 
Äleibcr  im  ©d)vanftj;  Unil)an9cn,  untib.  jiel.  3it>.  (^lät.  umijängte,  SKir. 
umtjdngt)  ringsum  bei)angen  ob.  mit  etn\iä  2(n;  cb.  2iufge{)ä'ngtem  um= 
geben  (bin  'Kitat  mit  Ära'njcn  —  ;  mit  g(or  umbangt  jc.);  bie  Uml)ängung. 

umljarfcn,  trb.  jicl.  3iü.,  mit  ber  vJparfe  umreijien  ob.  umarbeiten; 
üon  neuem  cb.  anberg  (}arfen:  uml)arft'n,  untrb.  ?icl.  3^»-)  mit  ber 
v^arfe  um3iei)en  ob.  runbum  bearbeiten. 

uml)nuc^cn,  trb.  ?iel.  3»t).,  baud)enb  umiverfen;  uml)au(i)cn,  un= 
trb.  jicl.  3io-,  ringsum  bel)aud)en  ob.  an()aud)cn,  mit  v^aud)  umgeben. 

uml)aucn,  trb.  jiel.  3»-,  burd)  ^auen  nieberwerfen  ob.  fallen  (einen 
S3aum);  um()aucn,  untrb.  jie!.  3io.,  runbum  be{)auen. 

uml)äufcn,  um  Hu  fein,  untrb.  ^iei.  3».,  mit  »Raufen  cb.  «^äuf= 
d)en  umgeben;  uncig.  aüä)  l)aufenireife,  reid)(id)  mit  etwae  umgeben, 
beinfien. 

umf)autcn,  untrb.  jicl.  3».,  mit  einer  ^^aut  um^iel)en. 

uml)cftcn,  trb.  gier.  3ra-,  ()eftenb  um  ettvag  befeftigen;  anberg  i)eften. 

um()cgcn,  untrb.  jiei.  3tr.,  ringsum  cin{)egen;  bie  Umtiegung. 

um l) eilen,  untrb.  jici.  3ro.,  mit  v^elie  umgeben. 

uml)e(nicn,  untrb.  giel.  3«t».,  bid)t.  mit  einem  v^elme  umfd)irmcn. 

uml)er,  9hD.  beö  Drtc§  (ogl.  i)n)  bcgeidjnet  1)  cig.  bie  bcgenfi)rmigc 
S5ea^egung  um  einen  ©egenjlanb  nad)  bem  Orebenben  ju  (ijer),  cntg. 
uml)in  (f.  b.),  in  weld^er  a3cb.  c6  jebo^  nur  getrennt  (um— i)er)  gebrauctit 
»trb  (j.  95.  er  fommt  um  ba6  ^aui  {)cr,  um  bic  @ite  l)cr,  b.  t.  auf  mi^  gu; 
cntg.  er  geJ)t  um  bie  (5cfe  f)in);  2)  bie  frei^formige  SSeiregung  ob.  9iid); 
tung  um  einen  öegenjlanb  nad)  feinem  ganjen  Umfange,  [.  x>,  m.  l)exiim 


uml;eiUeii  —  uml)in  1309 

([.  b.),  wthiiiö  in  bicftc  SBtb.  üüiidjir  ijt,  auc^  rindet  ringöum,  tingS 
umbei,  (j.  S5.  bibt.  um|)ir  mit  ®olbc  cirigefnJTt;  2(Ue,  »reiche  umi)cr  ftan= 
bin;  umt)cr  [i'tjen,  b.  i.  ringö  um  ^iö)  [i't)cn;  fn'bt.  Sefuö  fal;e  ftc  alle  um()cc 
an;  bie  ®id)c  bcfdjattet  baß  Sanb  ireit  umt)cr);  -■{)  gen?,  jcbc  fiel)  irinbcnbe, 
l)in  iinb  hör  gc()cnbe,  nid)r  nad)  chum  bcffimmtcn  3i«Ic  9crid)tctc,  nid)t 
ju  it)icin  '^diö^iing^punfte  ^un'icftchienbc  äjciiicgung,  oljnn  Scjictjung  auf 
btn  ®tanbpuntt  bc6  ÜHcbtnbcn,  in  btefci- Scb.  bcffci-,  al6  tjevum,  »cctc^eö 
bagcgcn  in  bcr  "itcn  Sib.  ridjtigei-  ifl  (ugl.  Un)a6  ()ci-um  rcit^cn,  b.  i.  im 
ÄcciK  fjtiumgebcn:  c6  umb  er  rcii^cn,  b.  i.  balb  t)iec?,  balb  borti)in,  bcm 
(gincn  unb  bcm  2(nbcin  rci(^tn;  Ijcrum  fragen,  b.  i.  in  bcr  iRtit)e  — ;  um» 
f)£r  fragen,  au^er  ber  5Rei^e,  balb  biefen,  balb  jenen;  t)£rum  geljen,  um 
bic  «Stabt;  um b er  giljcn,  in  bcr  ®tabt;  t)erum  f(^iffen,  um  eine  Snfel; 
umtjer  fdjiffcn ,  i)in  unb  t)ct  fd)itftn,  Ercujcn,  u.  bgl.  m.),  bai)n  cud)  baS 
jei ftieute ,  unoibctUlid)«  ÄDui-diciiuinber  mef)rei-  2Mnge  (j.  S3.  e6  liegt  unb 
(tet)t  2(Ucö  bei  il)m  umfjer).  —  Sic  mit  umt;er  trennbar  jufammenä 
gcf.  3>f-  mit  bcm  Jpauptton  auf  f)cr,  in  bcncn  uorjugötrcife  bie  3te  bcr  obi« 
gen  SScbcutungcn  ®tatt  i)at,  erficircn  ftc^  ^iernac^  grü^tentf)ci(6  oon  fclbft; 
j.  S5.  uml)cib[!cfcn,  =gaffcn,  =fd)auen,  ;fd)ic(en,  ;fe()€n,  ;fpdt)en:c., 
b.  i.  um  fi(^  t)cr,  t)icr=  unb  bofjin  bticEen  jc;  umf)erb(infen,  >bli^cn,  ^fun; 
i'eln,  jglä'njen,  -kudjtm,  ;fd)lmmern,  jfrrabien  jc;  um^erbrciten,  b. 
i.  um  cttüaö  l)cr  auebveiten  ob.  oerbrcitcn;  umt)ei-eilcn,  sfa{)ren,  ;  flattern, 
^flicäcn,  -^gchcn,  :=  binden,  =  hüpfen,  ^flettern, -frtcd)cn,  ; laufen,  ^rei; 
fen,  -reiten,  rennen,  sfdiiffen,  =fd)leid)en,  ;fd)lenbern,  ;fpringen, 
jfteicjen, -'fiolpern,  ; tanken, -tappen, -taumeln,  stoben,  -tollen,  -tra; 
ben,  ; trippeln,  ^ivaUen,  ^reanbeln,  ^lüanbern  2C.,  in  ber  bur^  bas  3»t). 
bezeichneten  Sßeifc  ftc^  umljcrbcwegen;  uml)erfiil)ren ,  einen  — ,  b.  i.  ii)n 
in  einem  Orte  fiin  unb  l)cr,  bier=  unb  bortbin  füfjren  (einen  gremben  in  einer 
©tabt— );  umhcrl)ord)en ,  ;horen,  jlaufd)en,  um  fid)  l;cr  nac^  allen  ©ci= 
tcn •l)in  ^orc^en  JC. ;  umherirren;  umherjv^gen,  jiclloe  u.  jicl.  bin  unb  bcr, 
bier=  u.  bortl)in  jagen;  umherlagern,  jerftrcut  um  etroog  lagern;  umhers 
liegen,  -filmen,  =|lel)en,  gerltrcut  um  etiraö  — ,  ob.  übcrb-  b'cr  unb  ba, 
bunt  barc^  einanber  liegen  2c.;  umherranfen;  umhei-raufd)en,  =fchallen, 
; tönen;  umherreidjen  (etiüaö);  umherrinnen,  =rollen;  einen  ob.  ettuaS 
umherfd}eud)en,  ;;fd)icEcn,  ;fd)leppen,  -fdileubern,  -fcnben;  umher? 
fdjiva'rmen,  ;fd)it)cben,  =f«''J^t^«if«0)  ^flreichen,  ^jlrcifen:  umf)erfprengen, 
=  fpri^en,  ^fprubeln,  ^fprühen,  ;|lreuen  k.:  umhcrfud)en,  stallen;  et» 
ttjaö  umhertragen,  -treiben,  ^iraljen,  Muerfen  k.;  umhettreiben,  aud) 
jiclloö:  tieibenb  bin  u.  i)it  geworfen  tücrben;  etwaö  umher5eigcn,  umher? 
sieben,  jiclloä:  bier=  u.  bobin  jieben,  u.  jicl. :  etn?a6  i)in  unb  bec  Sieben i  u- 
bgl.  m. 

um  heilten,  untrb.  jicl.  3ra.,  t)eulenb  ob.  mit  &ii)eül  umgeben. 

uml)tn,  9?m.  beö  Dvteg  (ügt.  i)in)  begctcbnet  bie  bogenförmige  S3eiv^e= 
gung  um  einen  (>)egenftanb ,  yerbimben  mit  (Entfernung  von  bem  Öie* 
benben,  ücrfcb.  biiiui"i  »fobei  bie  Sinie  bcr  Scrcegung  fid^  erft  am  @nbc, 
hd  umbin  bagegcn  im  2(nfange  irümmt,  cntg.  umber  (f-.b.);  in  biefer  eig. 
SScb.  gcro.  nur  getiennt  (um  — bin)  gebraucht  (-j.  S5.  er  gebt  um  ba^  4>auS 
bin;  um  ben  JBcrg  bin  fabrcn,  um  bai  SSorgebirge  bin  fcbiffen);  umhin 
gc».  nur  in  bcr  «neig.  9tcbcn6art  nic{)tum()infönnen,  etrea6  5U  tljun) 


1370  Uml;oIj  ■ —  mnU\)un 

b.  t.  nid)t  oameibeu  ob.  nid}t  untcriaffeu  tönmn  2C.  (j.  33,  i<i)  !ann  mi)t 
umf)in,  bti-  bai  ^ufa^en,  —  mid)  barubi-c  ;;u  bcfc^mcrcn,  u.  bgt.  m.;  obcrb. 
in  gleichem  ©innc:  ntdjt  (jtnum  fönnen  :c.)- 

Uml)ol5,  f.,  gaföb.  ble  fä'mmt(id)cn  ©täbe  ob.  Otanbl^oljec  eineg 
23otttd}ä. 

umt)ören,  um{)ord)en,  trb.  ?ic<lof.  u.  rüdi.  3«-,  nad)  ctroas  ob.  fid) 
nad)cnraö-^,  gem.  f.  um  fid)  f)ec  banad)  ()ord)en,  um  c6  ju  ci-füt)cen, 
fid)  banad)  erfunbigcn. 

umfüllen,  trb.  jte(.  3».,  «tiraö  a(o  .^ülle  umlegen:  umt)ü((en,  un= 
trb.  jiet.  3«?.,  einen  ob.  fid)  mit  einer  ^iilie  ob.  ivie  mit  einer  fo(d)en 
umgeben,  üerfiüUen;  bie  Umt)üUun^. 

um()ü(fcn,  untrb.  jict.  3«?.,  mit  einer  »^^ülfe  umgeben. 

uml)üpfen,  untrb.  jicl.  3tt>.)  t)üpfenb  umgeben. 

um l) Uten,  untrb.  jie(.  3w.,  runbum  6et)üten  ob.  ab()üten. 

um  irren,  trb.  stedof.  3«?.  m.  [ein,  in  ber  ^rre  umt)erge^en  ob.  übtrf). 
fid)  umf)erbeir>egen;  inöbef.  auf  ein^m  Umwege  irre  geben;  um  irren, 
untrb.  jiel.  3».,  etwaö  — ,  irrenb  ob.  mit  unjlatcr  SSewcgung  umfreifen, 
umfd)it)eifen. 

umjagen,  untrb.  jiel.  3iü.,  einen  ©egenftanb  ob.  Bvaum  — ,  fid)  ja? 
genb  um  benfelben  bewegen,  jagenb  umfreifen. 

umiau(i)5en,  umjubeln,  untrb.  giel.  3n).,  jaud)jenb,  jubetnb  um? 
geben. 

umfämpfen,  untrb.  jtel.  3». ,  bid^f.  fd'mpfenb  umgeben,  \)on  allen 
(Seiten  befampfen. 

umfanten,  nieberb.  umFentern,  uh.  giel.  3w.)  um  ob.  über  bie 
Äante  tvd'Iaen. 

umtaufen,  trb.  gicl.  3itJ.,  einen  —  ,  lanbfc^.  f.  if)n  burd)  Äauf  ob. 
S5cfted)ung  umfümmen  ob.  für  eine  anbcre  gartet  gewinnen. 

umfcl)ren,  trb.  3w.  (mituli).  umbekerea)  1)  jiclloö  m.  [ein,  bie  9iid); 
tung  feiner  Bewegung  dnb^rn,  um  fie  nad^  ber  entgegengefe^ten  «Seite, 
oon  wo  fie  ausgegangen  ift,  fortjufe^en,  fid)  umbrei)en  ob.  umwcnben 
unb  juriicffebren  (auf  bem  Sßcgc  umEcf)rcn)-,  uneig.  in  fitttic^em  23er[lanbe 
vom  unred)ten  2ßege  umfe()ren,  fid)  befet)ren  ob.  beffecn  (bibt.  txxi^  tf)r 
umfet)rct-unb  werbet  \vk  bie  Äinber);  2)  jiel.  etwaö  ob.  fid) — ,  fo  Ui)- 
ten  ob.  rocnben,  baf^  bie  Sage  ob.  Diic^tung  ber  frii[)eten  entgegengefe|t 
ifl,  oon  weiterer  S8eb.,  al6  umircnben,  wclc^cö  me{)r  i>ii  SEBenbung  fla- 
uer Äörpcr  auf  eine  anbcre  ©ette—  ,  umbref)en,  wetc^cö  bie  Scwegung 
um  bie  2Cc^[e — ,  unb  üerEcf)ren,  wclc^eö  bie  5ß3enbung  auf  eine  unrechte 
©cite  bejcii^net,  (btc  >^anb  umfcbrcn;  ben  Sföagcn  um!ei)ren;  \id:)  im  SSctte 
umfiijrcn  :c.;  umgcfel)rt  alö  S3w.  u.  9lw.  f.  entgegengefe^t,  im  ©egeu? 
tfjeil,  j.  35.  bk  ©a^c  ift  gerabe  umgcEcf)rt,  oert)dlt  [ic^  umgeEcbrt;  [pric^w. 
umgtlelirt  wirb  ein  <S>d)ui)  barau^,  b.  i.  auf  bie  entgcgcngti'c^te  2(rt  gema(^t 
wkb  C6  rcd)t;  iH'r[d^.  oerfeijrt);  uneig.  f.  etwaö  üöUig  üeränbern,  um; 
wd'tjen,  Decwirren,  je>r(loren  (einen  umEet)rcn,  b.  t.  iijn  anbereö  ©inneS 
machen;  er  ifl  gpnj  umgcEe^rt,  b.  f.  »öUig  oeränbert;  2(UeS  — ,  ein  8anb, 
einen  ^taat  ic.  — ,  öon  ©runb  auö  »erwinen,  in  llnorbnung  bringen,  oer* 
wiiften  sc.);  bie  Umfel)r,  t)Ci^  Umfef)ren  (jicltoS),  bie  3Bieberfef)r;  aud^ 
in  fittlid^em  Scrftanbe:  ^a^  ©id);befe()ren,  bie  S3efferung;  bie  Umfel)- 


unifctten  —  umfi-ampcn  13T1 

i'inic),  baö  Umfe()ieii  dkl)  in  atltn  Scb.  bcö  3iü.,  aud)  uncig.  bic  Um* 
u^d'liiuiij,  yödigc  ^öcvanberung  2C. 

um  fetten,  imtib.  jicl.  3n).,  mit  Äfften  ob.  luie  mit  Metten  fcji  um? 
fcl)(tcficn,  umfd}[tngen. 

um  tippen,  üb.  310.  1)  ?ie(loö  m.  fein,  fippcnb  umfaUen;  2)  jict. 
biivd)  .Rippen  umfallen  mad)en;  bie  Umt'ippung. 

umnaftevn,  unlrb.  jkl.  3>v.  (oql.  Jilaftcr  2.),  mit  auggefpanntcit 
Vtrmcn  umfangen  (einen  SBaiini);  bie  UniElaftcrung. 

umf lammern,  untrb.  jicl.  3rc.,  f(ammernb  ob.  ane  mit  Äfammern 
umfaffen. 

umf(appen,  ttb.  3».  1)  gielloS  m.  fein,  f(appenb  umfd)la9en; 
2)  jicl.  etivaiJ  ?iufgeffv^ppteg  um-  ob.  juriicffd}(a9en. 

umfleben,  trb.  jiel.  3id-.  flcbenb  um  enva^  befefli^en;  um  Heben, 
itntrb.  iicl.  3>p-,  runbum  beffeben. 

umtleibcn,  txb.  jiel.  3«?-,  einen  ob.  fid)  — ,  anberg  fleiben;  uneig. 
anberg  einfleiben,  umgejtaftert  (fr.  traocittccn);  bie  Umfleltung;  — 
um f  leiten,  untvb.  jiel.  3n5.,  ringsum  bef leiben,  bebecfen,  umjieljen, 
bie  Um  fiel  tum]. 

umfletflern,'trb.  |ifl.  3ip.,  mit  .Rleijler  um  etnjaS  befefligen;  um* 
fleiftevn,  untib.  jicl.  3>o- ,  runbum  befleiftern. 

umt'lettern,  umflimmen,  untrb.  jicl,  3»t?. ,  fid}  fletrernb  ob.  f lim= 
menb  ringsum  etivag  belegen  (einen  SBerg  — ). 

um  flirren,  untrb.  jict.  3nj.)  flirrenb  umgeben. 

umflopfen,  t1-b.jitt.3ro.,  flopfenb  umbiegen,  runb  flopfen  (Sud^b. 
ben  SiücEcn  cineö  Sudicö);  umflopfen,  untrb.  jicl.  3w.,  runbum  bc- 
flopfen. 

umfnicfcn,  tib.  3nj-  1)  ?icnü6  m.  fein,  fid)  biegen  unb  einfnitfen; 
'2)jic(.  enyaS  umbiegenb  einfnicfen  ob.  jeifnicFen. 

mn  fnieen,  unti-b.  jicl.  ^m.,  bi^t.  f.  fnicenb  umgeben. 

umfnöpfen,  ti-b.  lid.  3n).)  fnöpfenb  um  envaS  befeftigen. 

umtnüpfen,  trb.  jiel.  3n>.,  um  ettvag  Iniipfen  ob.  mit  einem  o'tnotcn 
befeftigen;  umf  nüpfen,  untrb.  jici.  ^\v.,  mit  etwai  g^efrgefnüpftem  um= 
geben. 

umfommcn,  tvb.  jieUof.  3w.  m,  fein,  eig.  um  mvai  f)erum  fommen 
ob.  gelangen  (ungebr.);  nieberb.  f.  um6et>ren,  jurücFfemmen;  v»lt.  f.  ju 
©nbe  fommen,  vergeben  (bibt.  ba  baö  %ii)v  umfam;  obcrb.  um  unb  um 
Eommcn);  gc«.  f.  umä  JJeben  fommen  (ogl.  um  I.  3)  b.  i.  fein  l*eben  vor 
ber  3eit  auf  iufdllige  ob.  ge»valtfame  SBeife  veiliwen  (j.  95.  in  bcr  ©cfatad^t, 
burc^ö  ©(^>ücrt,  im  gcucr,  nor  «i^unger,  oor  Ädlte  JC  um!ommen);  uneig. 
üvii)  üon  (eblofcn  2)ingcn  f.  verberben,  bef.  ungebraud)t  verberben  (man 
mufe  nid^tö  um!ommcn  faffcn);  ctjcm.  au^  f.  vertilgt  ob.  ausgerottet  wer; 
ben  (btbl.  tl;r  ©ebac^tnilö  '"oU  umfommen);  umf  ommen,  untrb.  gicl.  3n)., 
einen  —  ,  o(t.  f.  tf)n  umgeben,  f)intergehen,  betrügen. 

umfrad^en,  umfrärf)5en,  umf vä ben,  untrb.  jiel.  3»v.,  bic^t.  f. 
frad)enb,  frä'dijenb,  fral)enb  umgeben. 

umf ra Ken,  untrb.  jiet.  3»-,  mit  feinen  Prallen  umfaffen. 

umfvompen,  trb.  jiel.  3«>->  al6  eine  Ärd'mpc  umfc^lagen  ob.  um; 
biegen. 


13T2  umfi'dn^cn  —  umlaufen 

umfränj^cn,  mttb.  ikl  3»t). ,  mit  einem  Äranje  ob.  mit  Äicinjen 
umgeben,  umtriribfn,  lunbum  tiefran3en;  bie  Umfrcinjunc^. 

Umfrciä,  m.,  -c6,  ?J?. -e,  (mitte(t).  umbekreiz)  bie  einen  Suuim  ein^: 
fci)liefenbe  ^rei^Iinie  ob.  iibed;.  gebogene  ©renjiinie,  finnD.  Umfang,  (bec 
Umtrctö  eincö  Sanbeö,  eincc  @tabt  sc);  in  bejltmmtecet  SSeb.  bie  eine  Äieig; 
fläd)e  bcjjvenjenbe,  in  icbcm  fünfte  glctc^TOcit  oon  bem  9)litrc(punfte  enr^ 
fcrntc  iJinte  (fc.  %'>crtpf)cnc);  —  umgreifen,  untrb.  jiel.  3«>-,  etlvaS— , 
fid)  im  Greife  um  ben  ©egenjlanb  beiregen;  mit  einet  Jlieiälinie  umgc; 
ben,  einfd)liepen,  begrenjen:  bie  Umirrctfung. 

umfricd)cn,  untrb.  jicl.  ^m.,  eine  <2ad)e  ob.  ^evfon  — ,  fid)  hie; 
djenb  um  fie  bewegen,  fi'e  fned}enb  umgeben. 

uiufvümmcn,  tvb.  jiel.  3»ti.,  umbiegen  u.  frumm  machen. 

umlad)cn,  unUäd^cln,  untib.  gici.  ^w.,  (ad^enb  ob.  ladjelnb  um= 
geben;  unetg.  ringsum  gleic()f.  anladjen,  b.  i.  einen  (jeiteren  Tiixbüa  gc 
wäi)tm. 

um  laben,  ti-b.  gicl.  3»o.,  von  einem  ^ta^,  Sal)c^euge  k.  auf  ein  an- 
betet laben;  iifcerf).  ücn  neuem,  anbecg  laben:  bie  Umladung. 

Umlage,  iv. ,  f.  unter  umu'cgen. 

umlagern,  Ub.  jiet.  3w.,  anber^  lagern;  umlagern,  untvb.  jiel.  ^m., 
lagernb  umgeben,  ringsum  belagern:  audcj  uncig.  f.  bleibenb  umgeben 
ob.  wn  allen  «Seiten  einfd)licfen;  bie  Umlagerung. 

Umlanb,  f.,  iii\§  umliegenbe  8anb,  bie  Umgegcnb;  obccb.  neuer,  ecft 
urbar  gemalzter  ^Crfer;  ntcberb.  Ijetrtnlofeö,  unbebautem  ßanö  in  einer  @e= 
iTicinbc. 

umlangö,  tRir.  niebcrb.  f-  in  iveitem  Umfange,  n?eit  unb  breit. 

um  lärmen,  untib.  gicl.  3»». ,  larmenb  umgeben. 

um la üben,  untrb.  jicl.  3»»-,  mit  ßaub  umgeben,  umiiMcfeln,  um:= 
frdn5en,  ring^ä  belauben. 

umlauern,  untrb.  jiil.  3»tj. ,  lauernb  umgeben,  üon  allen  (Seiten  be; 
lauern. 

umlaufen,  trb.  3»»-  1)  siciloe  m.  fein,  um  feine  21  d)fe  laufen,  fid) 
biegen  (baö  Siab  lauft  um);  im  itretfc  laufen,  fid)  im  Äreife  beilegen  ob. 
erjlrecfen  (bie  ÄompafönabU  läuft  um;  baljer  auc^  Sdjijf.  bie  SBinbe  laufen 
um,  b.  i.  üiränbcrn  \i)vc  Siidjtung),  bcf.  unctg.  im  Äreife  ob.  in  ber  Oieit)e 
Don  Sinem  ^um  2lnbern  übergeben  (fr.  circuliccn;  ein  ©djreibcn  umlaufen 
laffcn;  ba^  ©clb,  ©erüc^tc  jc.  laufen  um);  auc^  oon  ber  3cit  f.  verlaufen, 
ablaufen,  terfliefen  (baS  umlauftnbe  5al)r;  bie  umgelaufene  3eit  zc);  fer* 
ner  f.  umf)erlaufen,  l)ier-  u.  bortl)in  laufen  (auf  bcn  ©äffen  umtaufen); 
im  ßaufen  einen  Umiveg  mad)en  (wir  finb  weit  umgelaufen);  2)  jiel.  im 
Saufen  umjTofen  ob.  umiverfen  (ein  Äinb,  einen  ©tu"^!  ic);  ber  Umlauf, 
5??.  =  laufe,  1)  bag  Umlaufen  ctg.  u.  uncig.,  ber  Äreiölauf,  bie  Äreiö? 
bcwegung  (?.  SB.  cinc&  Siabeö,  ber  ßrbc  um  bie  @onne,  bcS  S3lute8,  beS 
@clbc6,  ciniö  ©c^rcibenö  it.;  ctnjag  in  Umlauf  bringen  ob.  fc^cn);  2)  ha^ 
Umlaufenbe,  inöbef.  cl)cm.  f.  Umfang,  Umheig  (mittell).  umbelouf);  gew. 
ein  umlaufenbeö  Sd)reiben,  genauer  Umlauffd)reiben,  9iunbfd)reiben 
(fr.  ßircular;  j.  S5.  üwai  burd^  einen  Umlauf  beEannt  mad^cn);  —  um= 
loufen,  untrb.  jicl.  3>p.,  ctivaö  — ,  fid)  laufenb  um  etwai  bewegen 


um(aufd)cn  —  umliefen  1373 

(bif  ©tobt,  bcn  JBSalb  jc).  faufenb  umgaben  (einen);  aud)  übcrf).  f.  um' 
geben,  einfd^liepen  (j.  SB.  eine  aWauer  umläuft  bie  ©tobt). 

umlaufd)cn,  unti-b.  jicl.  3«j.,  ocn  aUeii  Seiten  belaufd^en. 

Umlaut,  m.,  -eö,  ^D?.  flaute,  ©praci)(.  ein  burd)  Um>ranblung  flu6 
«inem  anbcin  Saute  entjlanbcner  Saut,  inöbef.  bie  trüben  ©elbjllaute  a, 
0,  ü,  welche  au6  ben  reinen  SBurjeÜQUtcn  q,  o,  u  urfpr.  burdj  ©inipirfung 
cinc§  i  ob.  e  in  ^cr  nac^fo(c\enben  ©übe  cntfianben  finb  (j.  S.  .^anb ,  gu^, 
©Ott:  .!g>änbe,  ^ü^djen ,  Ööttinn);  umlauten,  trb.  ^m.  1)  jie(lo6  m.  t)a  = 
bcn,  ben  Umlaut  anne{)men  ob.  erleiben;  2)  jici.  mit  bem  Umlaute  mx- 
fef)en  (ein  SBovt);  bie  Umlautuncj. 

um  leben,  untrb.  jiei.  3ic.,  bic^t.  f.  lebenb  ob.  lebenbig  umseben. 

umlecfcn,  untrb.  jie(.  pro.,  runbum  bclecfen. 

umletern,  untrb.  jiel.  3tt».,  mit  2cbev  umhieben. 

umlegen,  trb.  3ir.  1)  jiel.  etiva§  um  einen  Äcrpcr  cb.  um  ftd)  legen, 
finnü.  umtbun,  umbinben  k.  (-?)oIj  umlegen,  nä'mi.  um  ben  Sopf  k.;  einen 
SSerbanb — ,  um  ein  !ranfc6  ©lieb;  ein  Äleibungeflüct,  einen  SKantel,  eine 
.!g)al6binbe  u.  bgl.— );  t»om  <Stel)en  jum  Siegen  bringen,  nieberlegen  (einen 
©tut)l,  ein  S5u(^ — ;  (ic^  umlegen,  gem.  f.  iiij  nicber^  ob.  l)in(«gcn); 
(i\x^  ber  geraben  Sage  in  eine  gebogene,  ftumme,  fd)icfe  ob.  übcrb.  »on 
ber  üorigtn  abwcidjcnbc  t»erfe^en  (einen  Sratf),  eine  ©pi^e  — ,  !rumm  bie- 
gen, umbiegen;  ©^iff.  baS  ©rfjiff  umlegen,  b.  i.  eö  burc!^  Umfc^ung 
ber  ©cgel  auf  bie  anbcrc  ©citc  legen;  bie  ©egel  — ,  f.  r>.  tu.  übcrf)clen,  trcn« 
ben);  fid)  umlegen  f.  ftd)  umbiegen  ob.  auf  bie  ©ette  neigen  (eine  9la= 
bei,  eine  ©pi^e  legt  fic^  um;  ein  ©^iff  legt  ftd)  um,  lüenn  eö  auf  einer  ©cite 
ba^  Übergewicbt  befommt);  t>on  neuem,  anberg  legen  (j.  35.  SSaaren),  an 
einen  anbern  £)rt  legen,  verlegen  (©olbaten  —  ,  umquartieren);  2)  jielloö 
m.  l)aben,  ©c^iff.  f.  eine  anbere  :!)\iditung  nef)men  (bcr  SBinb  legt  um; 
bat,  ©d)iff  Ut  umgelegt);  bie  Umlecjung:  —  umlegen,  untrb.  jicl.  3n?., 
etmd^  ringsum  belegen  (j.  SB.  bcn  iRanb  einer  ©d^üffcl  mit  etroaö  — ;  eine 
©tabt  mit  Sruppcn  — )';  bie  Umlegung. 

um  leiben,  untrb.  jicl.  3n?.,  alt  u.  bid)t.  f.  mit  einem  Seibe  umgeben 
ob.  üerfeben. 

um  leimen,  trb.  gicl.  3w.,  leimenb  um  etwa^  bcfeftigen;  um  leimen, 
untrb.  ^iel.  3w- ,  mit  Seim  ob.  mit  etwa^  2(ngelctmtem  umgeben. 

umleiten,  trb.  jiei.  3ȟ.,  um  etn?a8  f)in  ob.  auf  einem  Umtrege  leiten; 
einen  anbern  Sücg  leiten. 

umlenfen,  trb.  3>ü-  1)  gicl.  um  etiva-S  bin,  von  ber  geraben  9vid}s 
tung  nb—y  ob.  nad)  ber  entgegengefe^ten  Seite  lenfen  (bie  ^ferbc,  bcn 
SQSagen— );  2)  gicltoö  m.  fjaben,  eine  verä'nberte  u.  bef.  bie  entgegenge- 
fe^te  9\id}tung  nel)men,  finnv.  umfebren  (mit  bcm  SDBagcn  umlcnfcn); 
bie  Umlenfung. 

umleud)tcn,  untrb.  ?iel.  3>f.,  ringsum  erleuditen,  mit  Siditglan^ 
umgeben;  bie  Umleuc^tung. 

um  liegen,  trb.  giellof.  3ro.  m.  beben,  ring»  um  einen  £)rt  liegen, 
gen?,  nur  baö  «K».  umliegenb  olö  SBw.  (j.  SS.  bie  umliegcnbe  ®cgenb, 
f.  ö.  tt).  Umgegcnb;  btc  umltegenben  Dörfer  jc.);  gem.  f.  ju  SSeben  ge= 
flrecft  — ,  banieber  liegen;  bie  Umlage,  ungebr.  f.  ba6  Umliegcn;  t)ci$ 
Umtiegenbe,  ein  Sing  Umgebenbe,  inöbcf.  SBuc^br.  Umlagen,  bie  ^app= 


1374  umliöpeln  —  umped)ert 

jlretfcn,  »eld&e  beim  2(bjtft)cn  beg  Svuctbogcng  um  bte  ®(i)riftKitcn  in  bcr 
gorm  gelegt  werben;  —  umbiegen,  untrb.  jiel.  3«-,  ctwaä— ,  feiten  f. 
Uegenb  umgeben  ob.  ctnfd)[ie§en. 

umligpetn,  untrb.  giel.  3». ,  liöpclnb  umgeben. 

umlocfen,  untrb.  jicl.  3«?.,  mit  ßocfen  umgeben,  bef.  baß  ^w.  um? 
(ocft  (j.  85.  baö  umlodte  ^aupt). 

um  locfevn,  untrb.  jiel.  3n5.,  runbum  locfcc  mad)cn. 

um  lobern,  um  li)l)en,' untrb.  jicl.  3»».,  lobernb,  (cf)enb  umgeben. 

um( orbern,  untrb.  lid.  3».,  bii^t.  f.  mit  ßorber  umgeben,  befrdnjen. 

ummad)cn,  trb.  jtel.  3it).,  gem.  f.  um  ctroag  mad)en  ob.  befejligen, 
gcro.  umthun  (j.  SS.  dm  ©c^ürje);  tanbfc^.  au(^  f.  mad)en,  baf^  etroaä 
umfaUt,  fallen  (einen  Saum);  niebcrb.  f.  anberg  mad)en,  umarbeiten  (ein 
.Äleib). 

ummä^en,  trb.  giel.  3»-,  mal)enb  umf)auen  (©etrcibe  u.). 

um  malen,  trb.  jiel.  3iü.,  um  etn)a6  ^er  malen;  üon  neuem,  anberg 
malen,  malenb  umdnbern;  um  malen,  untrb.  ?icl.  3^t>.,  ringäum  be- 
malen, mit  9)?alerei  umgeben. 

ummauern,  untrb.  gtet.  3ȟ-,  mit  CO?auern  umgeben. 

ummcffen,  trb.  ?tel.  3w. ,  ringsum  meffen  ob.  anmeffen;  yon  neuem, 
anber^  mefjen;  bie  Ummeffung. 

um  möbeln,  trb.  ?tct.  3«fM  anberg  mobetn,  umformen. 

ummünzen,  trb.  ?{cl.  3^«.,  uon  neuem,  anberg  münjen. 

ummurmeln,  untrb.  jiel.  3».,  bidjt.  f.  murmelnb  umgeben. 

umnad^ten,  untrb.  jiet.  3«?-,  bic^t.  f.  mit5^ad)t  umgeben,  mit  nad)ts 
üd}em  2)unfel  uml)üllen;  bie  Umnad^tung. 

um  nageln,  untrb.  ikl  3n).,  runbum  mit  %igeln  befd)lagen. 

um  na  gen,  untrb.  jicl.  3«).,  runbum  benagen. 

umnäl)en,  trb.  ?fcl.  3».,  um  ettvaö  nal)en  ob.  nal)enb  befefiigen;  tjon 
neuem,  anberg  nd^en;  umnäl)en,  untrb.  ?ict.  3».,  runbum  benähen. 

mn nebeln,  untrb.  giel.  3w.,  mit  5^ebel  ob.  unetg.  irie  mit  einem  die' 
bei  umgeben,  umfüllen,  Derbunfein  (j.  S5.  bcn  S3HcE—  ;  Sctbenf^aft  um= 
nebelt  bcn  ©cifl);  bie  Umnebetung. 

umnel)men,  trb.  ?fet.  3«?.,  cttvag  um  fid)  nehmen,  b.  t.  legen,  l)dn? 
gen  2C.  (j.  S5.  ein  Su^,  einen  SOiantcl  ic). 

umne^en,  untrb.  jiei.  3». ,  mit  ^e^en  umflellen,  gew.  umgarnen. 

um  nirfen,  untrb.  giet.  3nj.,  bi^t.  f.  nicfenb  umgeben. 

um  nieten,  trb.  jicl.  3ip.,  (ogt.  nieten)  bie  t)erüorragenbe  ©pi^e  eine§ 
sjiagclg  2C.  umfd^lagen;  bie  Umnietung. 

«morbncn,  trb.  jicl.  3w.,  von  neuem,  anber§  orbnen 

um|)a(fen,  trb.  jiel.  3w.,  üon  neuem,  anberg  ob.  an  einen  anbcrn 
£)rt  pacten;  bie  Umpacfung;  umparfen,  untrb.  ?tcl.  3».,  runbum  be* 
pacfen  ob.  Derpacfen;  bie  Umpacfung. 

umipanjern,  untrb.  jtel.  3to.,  runbum  bepanjern,  ob.  uncig.  irie  mit 
einem  ^anjer  umgeben;  bie  Umpanjcrung. 

um  pappen,  trb.  gicl.  3«?.,  f.  o.  w.  umfleij^ern;  umpappen,  un^ 
trb.  jicl.  3n).,  f.  ».  w.  umflciflevn. 

um  paffen,  trb.  ^iel.  3tt5.,  umlegenb  anpaffen  (j.  S5.  ein  Älctb). 

umpe(^en  ob.  ^pid^en,  untrb.  jtcl.  3w.,  runbum  mit  ^edj  beftreidjen. 


umpfd^len  —  umvegnen  1375 

um^fäl)tcn,  untrb.  gicl.  3w.,  niit  ^faf)(en Jumgeben  (einen  OJiabcnK.). 

umpflanjcn,  trb.  jiel.  3».,  anberg  pflanzen;  bic  Umpflanjunc^; 
umpflanzen,  untrb.  jici.  3».,  ringsum  bepPanjen;  bie  UmpfUn- 
5un(i. 

umpflaflcvn,  trb.  jict.  3if.,  «on  neuem,  iiiibev<§  pflaffern:  umpffa; 
ftern,  untrb.  i^ici.  3»t>-,  ringsum  bepflajlern,  ob.  pflajlcrn  (mit  Steinen). 

umpflöd'cn,  untrb.  jic(.  3n?.,  vunbum  mit  ^Pflocten  oerfcbcn. 

umpflügen,  trb.  ^icl.  3>ü.,  pflügcnb  umwenben  ob.  aufani()[cn  (ein 
©türt  ?eib);  im  ''Pflügen  umfallen  mad)en  (eine  ^flanjc);  von  neuem, 
anberg  pflügen;  umpflügen,  untrb.  jiel.  3«).,  mit  bem  Pfluge  um; 
jieben. 

umpilc^evn,  untrb.  jie(.  3w. ,  bic^t.  f.  alö  ^Pilgcc  umwanbern. 

umpinfeln,  untrb.  jiet.  3».,  runbum  bepinfetn. 

um p  l a  t  fd)evn ,  untrb.  ?iel.  3»d.,  plä'tfctiernb  umgeben,  umfpülen. 

umpol|levn,  trb.  jict.  3>v.,  t)on  neuem,  anber^  polflern;  umpoU 
jilern,  untrb.  ^iel.  3ir.,  runbum  bepolftcrn. 

um  poltern,  untrb.  ?ic(.  3».,  polternb  ob.  mit  (^^epolter  umgeben. 

umprägen,  trb.  ^iel.  3n).,  von  neuem,  anberö  prägen;  uneig.  f.  um= 
formen,  umgeftalten  (SBorte,  ©ittcn  u.  bgl.);  bie  Umprägung. 

um  prallen,  untrb.  ^ict.  3w.,  bi^t.  f.  praüenb  umgeben,  ringsum 
anpraücnb  treffen. 

um  p raffeln,  untrb.  ;iict.  3iu.,  mit  pvaffclnbem  ©eiaufd)  umgeben. 

umpurjeln,  trb.  ^icüoi.  3i».  m.  fein,  purjelnb  umfallen. 

umpujien,  trb.  jiet.  3^.,  gem.  bcf.  nicbcrb.  f.  umblafen. 

umqualmen,  untrb.  ^iel.  3«?-,  qualmenb  ob.  mit  £lualm  umgeben. 

umqu eilen,  untrb.  lid.  3n>.,  bid^t.  quellenb  umgeben,  umfliegen. 

umquerlen,  trb.  ^icl.  3ii'm  querlenb  umrül)ren. 

um  ragen,  untrb.  ^icl.  3it).,  bidjt.  emporragenb  umgeben. 

umral}men,  untrb.  ?iel.  3».,  mit  einem  9va()men  umgeben. 

umränt'cvn  ob.  -ränbeln,  trb.  jict.  3ir>.,  anbers5  id'nbern,  mit  einem 
anbern  Oianbe  verfel^en;  umränbern  ob.  ^ränbcln,  untrb.  iki.  3«., 
ringsum  rä'nbern,  mit  einem  9tanbe  umgeben  (Äupferft.  eine  platte— , 
mit  einem  SRanbe  oon  2Bad^6  Der[cf)cn). 

umranten,  trb.  rüctjiel.  3n).,  fid)  — ,  ftd)  ranfenb  um  «twaS  fd^lin* 
gen  ob.  befeftigen;  um  raufen,  untrb.  jfcl.  3it5.,  etivaS  ranfenb  umge? 
ben,  umfd)lingen:  unctg.  fe|l  umfd)nefen. 

umrafcn,  untrb.  jiel.  3n). ,  bic^t.  f.  rafcnb  umlaufen,  umgeben. 

um  raffeln,  untrb.  jicl.  3«).,  raffelnb  umgeben,  umtonen. 

umräud)ern,  untrb.  jicl.  3».,  lingöum  berä'ud)evn,  auä)  untfg.  mit 
2Beil)rauc^,  b.  i.  8ob,  ©(^mci^clci  ic;  bie  Umräuc^crung. 

umräumen,  trb.  giel.  3n).,  an  einen  anbernDct  — ,  aviä)  unter  ob. 
bucd)  einanbec  räumen;  bie  Umräumung. 

um  r  au  fc^en,  untrb.  ?tcl.  3i».,  raufdienb  ob.  mit  (53eräufcl)  umgeben. 

umrcten,  trb.  ^id.  3n>M  »U.  f.  tveitfd)n3eiftg  reben,  mit  SBorten  um^ 
fdjreiben:  einen—,  ilm  burd)  Dieben  anbereä  ®inneg  mad^en,  5U  et; 
tüai  ttcrniögen;  bie  Umrcbe  (mittcit).  umberede)  uit.  f.  umftänblidje,  weit* 
fd)n)eiffge  Oiebe,  Umfd)reibung. 

umvegnen,  untrb.  jicl.  3». ,  runbum  beregnen. 


1376  iimmd)en  —  umnibent 

umreid^en,  trb.  jicKof.  u.  gier.  3«?.,  um  ctwai  im  reid)en,  ^erum 
tctdicn;  um  reichen,  untrb.  lid.  3n?.,  Mtcn  f.  umfaffen. 

um  reifen,  untrb.  jicl.  3»t).,  runbum  mit  Oietfen  \)erfcf)en. 

umreil)en,  untcb.  jicl.  3tt).,  bic^t.  f.  rci^cnrodfe  umgeben. 

u  m  reifen ,  Ub.  gieUof.  3n).  m.  fein,  im  Oteifen  einen  Umiueg  maci)en 
(j.  S5.  wie  finb  eine  SKeÜc  umgereifet);  umreifen,  untrb.  jtcl.  3».»  et* 
n>aö  — ,  um  etiua^  (}ci-  reifen,  c§  feinem  Umfange  nad;  bereifen  (bie 
©rbe— ). 

umreiten,  trb.  ?te(.  3tt).,  ju  S5cben  reiben,  geiraltfam  nieberroerfen, 
nieberreipen  (einen  Saum,  ein  ^qu6  zc);  burd)  Dxeipen  umroenben  ob. 
aufn?ü()Ien  (ein  ©tücf  ganb  mit  bem  Pfluge—);  umreiten,  untrb.  jtct. 
3n>.,  ben  Umfangölinien  nad)  abreißen,  b.  t.  entwerfen,  äeid)nen  (um^ 
riffcne  SiQ"«»);  bec  Umrifö,  93?.  n-iffe,  ein  9?ifg,  mldjn  einen  ©egen? 
f^anb  nur  nad)  feinen  Umfangölinien  barjieüt,  ftnno.  2(brif6  (fr.  eon>- 
touv);  aud)  uneig.  £>aifteUung  einer  ©adje  nad)  ben  ©runbjiigen,  @nt- 
truif  (einUmrife  einer  SBStJTenfc^aft  2C.). 

umreiten,  trb.  3tü.  1)  jieUoö  m.  fein,  um  etivag  reiten,  umf)er  rei=: 
ten;  im  Dteiten  einen  Umiveg  mad)en;  2)  jicl.  im  Dteiten  umfto^en  ob. 
umwerfen,  nieber^,  überreiten  (ein  Äinb);  ber  Umritt,  ba^  Um^  ob. 
Umf)erreiten:  umreiten,  untrb.  gicl.  3«?-,  einen  (^egenflanb  ob.  £)rt  — , 
fid)  reitenb  um  benfelben  beircgen  (einen  Sßdb,  ein  Sager  ic). 

umrennen,  trb.  3n5.  1)  gietios  m.  fein,  um  ctiva§  — ,  um^er  ren; 
^ten;  *2j  gict.  im  Otennen  umjlopen,  nieber-  ob.  ju  SÖoben  rennen. 

umriefcln,  untrb.  jiet.  3nj. ,  riefetnb  umgeben,  umffiefen. 

um r inten,  untrb.  jiet.  3io.,  mit  einer  Ovinbe  um5ie{)en. 

umrinqeln,  trb.  giel.  3».,  in  OJingeln  um  itwaä  fegen,  umiwicfeln; 
umrin(^eln,  untrb.  jiet.  3w-)  bicfit.  f.  ringelnb  umgeben,  umfd)lingen. 

umringen,    untrb.  jicl.  3>f-  (altb.  umbihrinsan,  uinheringen;    ni^t  Oon 

ringen,  rang  jc;  [onbern  oon  9?ing,  batjer  altb.  hiingan,  ringen,  ^rat. 
rincte  f.  umgeben,  umbihring,  iimberinc  f.  Umfrciö ,  Umfang;  olfo  ^rät. 
umringte,  SOim.  umringt,  nii^t  abtaut,  umrang,  umrungcn!  tt?Cid)e 
formen  im  Cbcrb.  u.  auc^  bd  guten  ©c^iiftftcUcrn  mitunter  üor!ommcn), 
ring;  ob.  f teigförmig  umgeben,  wn  allen  «Seiten  einfd)[iefen,  inöbcf.  fo= 
fern  cg  t>on  lebenbigcn  SScfcn  gtfc^icfjt,  fei  eö  in  wct)(tt)oUcnber,  ober  feinb= 
li(^cr  2(bftd)t,  alfo  oon  engerer  Seb.  alö  umgeben,  oon  weiterer  alö  um* 
ging  et  n  (f.  b.;  bie  gceunbc  umringten  \i}n;  eine  Btaht  mit  Siruppen  um* 
ringen;  uneig.  »on  @efa()ren  umringt  [ein,  b.  i.  üon  atten  Seiten  bebroi)tJ: 
bie  Umrinc^ung. 

lim  rinnen,  untrb.  jicl.  3w. ,  vinnenb  umgeben,  umfliegen. 

Umrifö,  m.,  f.  unter  umreiten. 

umroUen,  trb.  3m.  1)  jielloö  m.  fein,  um  feine  2(d)fe  roUen,  um- 
laufen (eine  umroUcnbc  Äuget;  uncig.  ba§  umroUenbe  3at)r);  2)  jiel.  etwaS 
um  feine  ■^d)fe  ob.  um  einen  runben  .Körper  roüen,  umiväljen,  um; 
ivicfeln;  oon  neuem,  anberö  roüen:  umroHcn,  untrb.  jiel.  3tt'-,  et? 
wag  —  ,  fid)  roUenb  um  etiraö  oeiregen;  roUenb  umgeben,  umtonen 
(oom  Bonner  umroUt). 

um  rutern,  trb.  3m.  1)  gicUoö  m.  fein,  um  ettva6  rubern  ob.  rubcrnb 
fai)un;  2)  giet.  vubetnb  umirenben  (ben  Äat)n);  vubevnb  umflogen;  um= 


umntfen  —  umfd)an'm  1377 

tubctn,   unttb.  jiel.  3».,    "ibcrnb  umfafjicii,   unifd)lffen  (eine  Zn-- 

fei). 

um  rufen,  tcb.  siel.  3»-,  «m  Jlreife  t)eium  rufen;  olt.  f.  jurücf rufen; 
ber  Umruf,  tai  Otufcn  im  Greife  ()crum. 

umrul)cn,  untvb.  jicl.  3».,  bic^t.  f.  ruf)cnb  —  ,  mit  9iuf)e  cb.  «StiUe 
umgeben. 

umrül)rcn,  tcb.  jicl.  3w.,  im  Äreife,  burd)  einanbec  tü()cen;  bie 
Umrül)rung. 

umrunjeln,  untrb.  jicl.  3».,  bid)t.  f.  mit  Oiunjeln  umgeben. 

umrupfen,  untrb.  jiel.  3»- .  runbum  berupfen. 

um  rütteln,  ttb.  jicl.  3>f. ,  riittelnb  im  Greife  unb  burd)  einanber  be-- 
wegen ;  bie  Umrüttelung. 

umfaifcn,  ttb.  jicl.  3iü.,  in  anbete  ©ä'cfe  tf)un  (©etretbe);  bie  Um- 
ftufunc^. 

umfäen,  untrb.  jtet.  3».,  ringsum  befäen. 

umfagen,  trb.  jici.  3w.,  im  Greife  ob.  in  ber  Ütei^e  f)erum  fagen; 
bie  Umfage  (mittclt).  umbesage)  t)lt.  f.  Um[lä'nb(id)feit  im  (5rja()(en. 

umfägcn,  ttb.  jtcJ.  3»»..  burd)fagenb  fäUen  (einen  SSaum);  um  fei  gen, 
untrb.  jiel.  3»t>. ,  runbum  mit  ber  ©age  bearbeiten. 

umfaljcn,  trb.  jicl.  3>t).,  von  neuem,  anberg  faljen. 

Umfafö  ob.  Umfaffe,  9)?.  Umfaffen,  (mittclf).  umbesaeze,  obcrb.  Um- 
fefö,  Umfäfö)  a(t  u.  tanbf(^.  f.  in  ber  Umgegenb,  in  ber  'OUi)c  2(nfäffige, 
Umwobnenbe,  5'?ad)barn. 

umfattctn,  trb.  giet.  u.  jictlof.  3»t). ,  üon  neuem,  anber6  fatteln  (ein 
^ferb);  bie  ©a'ttel  umtaufd)en,  inbem  man  ftc  »on  einem  ^ferbe  auf  ba^ 
anbete  legt;  uneig.  gem.  f.  eine  anbere  Seben^iveife,  einen  anbern  58cruf 
ergreifen,  aud^  überl).  feinen  (5ntfd)Iufg  cinbern  (et  i)at  umgefattett) ;  bie 
Umfattclung,  gen?,  nur  jtel.;  basS  Umfattcln,  auc^  jteaoö. 

Ümfaf^ ,  m. ,  f.  unter  umfe^en. 

umfäumcn,  untrb.  ^tel.  3nj.,  runbum  faumen,  b.  i.  mit  einem  ©aumc 
üerfeljen;  bie  Umfäumung. 

umfaufcn,  umfäufeln,  untrb.  jiet.  3nj.,  Don  allen  ©eiten  faufenb 
ob.  faufelnb  bcrül)ren,  umn)ef)en,  umraufc^en. 

um fd) auteln,  untrb.  jiel.  3«.,  1)  mit  einer  <Sd)ad)tel  umgeben, 
einfdnid)te(n;  2)  mit  @d)ad)tctl)a(m  runbum  berciben. 

umfc^affcn,  trb.  ikl  3w.  (aUaut  [d'uf  um,  umgefc^üffen),  anberg  ob. 
neu  fd)afl'en,  fdiaffenb  umgeftalren;  uneig.  überf).  f.  umbilben,  umwan- 
beln,  \)envanbeln;  bie  Umfcfeaffung. 

umfd)alcn,  trb.  jicUof.  3».,  Bütten»,  bie  (3d)alen  (ber  ^robirroage) 
umived)fe(n. 

umfd)allcn,  trb.  jiellof.  3w.,  um^er  fdjaUen;  umfd^aUen,  untrb. 
jiel.  3».,  fdjalienb  ob.  mit  •Sd)aU  umgeben. 

umfc^anjen,  untrb.  iiel.  3ȟ- ,  mit  @d)an5en  umgeben  ob.  cinfd^lies 
fen;  uneig.  \v\i  mit  einer  ©d^anje  umgeben;  bie  Umfd^anjung,  ba5 
Umfd)an3en,  u.  bie  unigebenbe  @d)anje  felbf!;  bie  Umfd)an5ungölinie. 

umfd^arrcn,  trb.  jiei.  3nj.,  burd)  @d}arren  umroenben  ob.  aufsvül)? 
ten;  burd)  <Sd)arren  umtverfen;  umfcf)arren,  untrb.  jiel.  3n>-,  et- 
wag  —  ,  runbum  baran  fdjarren. 

^epfe'ß  Jg>anbW(irtcrb.  b.  beutfdjen  «Spr.  2.  S^eil.        87 


1378  umfcf)attcn  —  um\6)laQen 

umfd^attm,  mxtth.  ikl  3»v. .  mit  ®dE}atten  um^tUn,  auf  aUen 
«Seiten  befdiatten;  uneig.  mit  ©unfel  umgeben,  uerf)üUen;  bie  Umfö^aU 
tung,  tag  Umfchatten  u.  bcig  Umfchattetfein;  bid)t.  qu^  f.  bag  Umfc^at:; 
tenbc;  —  umfdjattig,  S8to.,  feinen  @ci)ntten  runb  um  ftd)  roerfenb 
(um f diattige  93 ölf er,  f.  ü.  ro.  fctiöf^attige,  f.  b.,  fr.  ^erifcü). 

umfd)aucn,  trb.  jieUof.  u.  rürfj.  3».,  um  ftd),  runb  umf)er  fc^auen, 
ftd)  umfef)cn  (nac^  Sctnanb  umfd^aucn,  oberb.  —  fi^  uttifc^aun;  tn§bef. 
^anbn).  auf  bcr  Jpeibcrge  umfdjauen  laffen,  b.  t.  bei  ben  ?Oicijlcrn  be§ 
Drtcö  ftc^  nad)  2(rbeit  crSunbigcn  u.  barum  brmöben);  bie  Umfc^au,  baS 
Umfd)auen  (fnsbef.  .^anbir».);  —  umfd)auen,  untrb.  jiel.  3».,  ringsum 
befd)auen,  fd)auenb  umfaffen;  bie  Umfd)auung. 

umfrf)aucrn,  untrb.  jiet.  3n?.,  fd)auerig  ob.  fd)auer(id^  umgeben. 

umfc^aufeln,  trb.  jicl.  3tt).,  mit  bec  i£d)aufel  umroenben,  umroüb= 
len,  umfted)en  (©etreibe);  tion  neuem,  ctnberS  fc{)aufe(n;  umfd^aufeln, 
untrb.  j^icl.  3«5.,  runbum  fd)ciufe(nb  bearbeiten. 

umfd)dumen,  untrb.  gicl.  3w.,  bidjt.  fd}ä'umenb  ob.  mit  ©djaum 
umgeben. 

um fd^ einen,  untrb.  jicl.  3»-,  rtuf  allen  ©eiten  befd}einen. 

umfcfeeven,  trb.  jtet.  3w.)  anberiS  fd)eren  (ein  ©tüd  Sud));  umf^c^ 
ren,  untrb.  jtcl.  3tT5.,  runbum  befdieren. 

umfrf)er3en,  untrb.  jid.  3». ,  bic^t.  fd)er5enb  umgeben,  umfpielen. 

umfc^euc^en,  trb.  gict.  3w.,  um^ec  — ,  ^in  unb  f)ec  fd)eud^en. 

umfd^td)tcn,  trb.  ^tct.  3«.,  iion  neuem,  anbec^  fd)id^ten. 

umfd^icfen,  trb.  jiet.  3n>.,  um  etvca€  {)in,  im  Äreife  ob.  in  ber  9?eif)e 
{)erum,  auf  einem  Umnvge  fd)icfen. 

umfd)ieben,  trb.  3w.  1)  ikl  fd)iebenb  um  ettwag  bewegen;  fd)iebenb 
5U  §aUe  bringen  (bie  Äcgct);  2)  jicUog,  nad)  ber  9iei()e  t)erum  fdjieben. 

umfrf)ienen,  untrb.  jfer.  3w.,  mit  @d)ienen  umgeben. 

uiufd^iefcn,  trb.  3».  1)  ?ic«o6  m.  [ein,  ptö^(id)  u.  mit  v^eftigfeit 
umfallen;  uncig.  ftd)  plcglid)  umänbern  (©d^tff.  ber  Sßinb  fd^icfjt  um); 
2)  jtet.  burd)  (Sd)iefen  ju  gaüc  bringen,  nieberfd)ief en ;  umfd^te^en, 
untrb.  jicl.  3».,  \)on  allen  (Seiten  befd)iefen. 

umfc!)iffcn,  trb.  3«.  1)  atcUoS  m.  fein,  um  ettvas,  umt)er=:  ob.  f)'m 
unb  ^er  fd)iffen;  im  ©dnffen  einen  Ummeg  mad)en:  2)  jjei.  au§  einem 
@d)iffe  in  ein  anbereS  bringen  (SBaarcn);  umfrf)iffen,  imtrb.  jtel.  3jv., 
5U  @d)iff  umfal)ren  (eine  Snfet,  bk  ©rbe  u.);  bie  Umfd^ifung. 

um frf) immern,  untrb.  jiel,  3».,  fd)immernb  umgeben. 

umfd^tvmen,  untrb.  jtcl.  3»t).,  ringsum  befc^irmen. 

umfc^irren,  trb.  gier.  3».,  anberS  fd)irren,  mit  anberem  ©cfd)irc 
tterfel)en;  umfd^irren,  untrb.  jict.  3». ,  mit  @efd)irr  umgeben  ob.  be- 
legen. 

umfd^lagen,  trb.  3w.  (fdblug  um,  umgcfcblagen;  mittclf).  umbeslahen) 
1)  jicUoö  a)  m.  fein:  plo|lid)  unb  i)eftig  umfallen,  ju  58oben  fdilagen 
(er  [d^lug  um;  ber  SBagcn,  ber  Jtabn  ifl  umgefdbl^St'n);  pli^feli^)  «ine  anbere, 
cntgegengefe^te  9vid)tung  nel)men  (ber  SDStnb  f^lagt  um,  b.  t.  bre^t  fid^ 
plö|U«^;  cbcm.  f.  jurüd'gct)en;  oberb.  »om  SBilbe  f.  f^ncU  umlcbrcn) ;  ftd) 
plö^lid)  tjollig  unb  auf  entfc^eibenbc  Zxt  ctnbern,  fei  eö  jitm  Scfferen  ob. 
jum  ©(flimmeren  (bai  SBettcr  fc^lä'gt  um;  ik  Äranfl)cit  ijl  umgefd^lagen), 


umfd)lancjeln  —  umfd;(eicf)Cit  1379 

inebef.  fic^  jum  (Sd)Iimmeren  »vcnbcn,  üerberb«n,  fti)i\d)lci^m ,  au§ai? 
tcn  (S5tec,  SBcin  ic.  fd^fägt  um,  tuenn  eö  faucc  with;  bic  3Kit^  fc^tä'gt  um, 
wenn  fte  gerinnt;  fein  &IM  i|l  umgefc^tagen;  ein  J^anbel  fdjlä'^t  um,  f.  v. 
n.  jerfe^tä'gt  fid);  lanbfc^.  eine  ©c^wangcrfd^aft  fc^iägt  um,  b.  i.  bie  ®c^>Dan= 
gere  Eommt  ju  ftüt)  nicber);  b)  m.  f) ab cn:  umf)crjjehen  u.  fcbdtgen,  in6= 
bef.  obecb.  f.  auf  ben  ©trafen  um()cc  bie  Svommcl  fd)(a9en,  hei.  bamit 
baö  JCdegöüolf  fiel)  fammclc  (fr.  ©cneralmarfc^  fei^(agen);  2)  jic(.  fdiUigenb 
ju  i^alle  bringen,  nieberfcblagen,  nicberwerfen;  fd)l(igenb  umbiegen,  um- 
wenbcn,  umlegen  (einen  Stagel,  dn  fSki)  jc.  — ;  einen  9?anb  an  ÄfeibungS^ 
jlüdlen,  bie  3Crmet  JC. — ;  eine  Äarte  — ,  b.  i.  umlegen;  ein  Statt  in  einem 
aSud^c  — ,  umwenben);  fd)(a3enb  um  etivag  befeftigen  (einen  Sfeif  um  ein 
gafö— ),  aucb;  überi).  fd)neU  umlegen,  bef.  oon  breiten,  flachen  Äörptrn 
(ein  Züdi) ,  einen  SKantel  — ;  einen  SSerbanb ,  Ärduter  jc  um  ein  franfeg 
®lieb);  von  neuem,  anberg  fd)(agen,  umprägen  (@elb):  a(t  u.  lanbfc^. 
f.  SBaaren  vertaufd)en,  umfe^en,  l)anbeln;  (anbfdj.  aue^  burc^  Srommel» 
fcblag  runbum  befannt  machen,  auötrommefn  (einen  Siebfla^t — );  —  Um= 
f plagen,  untrb.  j^iel.  3w.,  runbum  befd)(agen;  von  allen  ©eiten  an? 
fc^lagenb  berül)ren  (bid^t.  bie  glammc  umfc^Uig  baö  65ef(^irr);  —  bec  Um- 
fc^lag,  dJl.  ;fd)läge,  (oon  umfc^lagen;  mittel^,  «mbeslac)  1)  \)a$  Um- 
fd)lagen,  ingbef.  a)  (iielloß)  bag  plc^lid)e  Umfallen;  bie  plö^lid)e  SBen? 
bung  ob.  33ercinberung  (j.  S5.  beö  2ßettcrö,  beö  JBiercö  ic;  ber  Umf(^lQg 
beö  @lücte§,  fr.  bk  Äataftropbe;  lanbf(^.  Umf^tag  auc^  f.  ?u  früb^eitige 
GJeburt,  gcblgcburt);  b)  (jict.)  baö  Umfdilagen,  Umtverfen;  ba^  UmiDen? 
ben  ob.  Umlegen  (einer  ©pictfartc);  ber  2öaarenumfa|  ob.  5Bieberüer!auf, 
niebcrb.  überb-  f.  «^anbel,  au^  f.  ein  grofer  3i^l)rniarft,  eine  SWeffe  (5. 
S.  ber  Äietcr  Umfd^tag);  lanbfd^.  u.  SSerg'.o.  auäj  f.  3tn^,  ©etvtnn,  2Bu; 
d)er;  2)  \va^  umgefd)lagen  ijl  ober  tvirb,  j.  25.  eine  umgcfd^lagenc  Äarte; 
ein  umgcfd^lagcncr  Sbcil  an  ÄIcibung6ftiiden  (ogt-  2Cuff^(ag);  wai  um  et? 
wcii  gefd)lagen,  gelegt  ob.  lorfer  befefligt  wirb,  inöbcf.  ber  Umfd)lvig  einer 
SBaare,  b.  t.  bic  ^acEbüUe;  ber  Umfd)lag  einer  <Sd}rift,  eine«  58ud)e5  2C., 
bic  spapterbecte;  ber  Umfd)lag  eineg  SSrtefeö  (fr.  ba^  (Jouüert);  ein  Um= 
fdilag  um  einen  hänfen  Slljeil,  b.  i.  ein  Heilmittel,  loelc^cö  jtt>if(^en  Sein- 
ttjanb  gelegt  ob.  womit  bie  Seinwanb  befeudjtet  wirb,  weld^c  man  bann  um 
ben  Eranfen  Zi)iil  legt  (j.  S5.  Umf(^lägc  üon  warmem  SBein,  SSreiumft^lä'ge 
ic);  ''Pflanj.  f.  <Samenl)aut,  ©amenbecfe;  S5[ument)ülle  ber  Solbenpflan= 
Jen;  bünne  -^aüt  einiger  SBauc^pilje;  im  2)eic!^bau:  eine  um  einen  Seici^' 
bruc^  fjerum  gefd;lagene  ob.  gefüf)rte  gro^e  Ärümmung;  —  3fe^.  ba^  Um- 
fd^lagblei,  ®laf.  bog  bie  ©lagfdjeiben  einfaffenbe  genfterblei;  ber  Umfc^lag^ 
bohret,  eine  "Ktt  ©obrer  ber  ©^iffbouer;  ha^  Umfc^lageifen,  Älempn.  ein 
tnefferförmtgeö  ßifen  jum  Umbiegen  beö  SSled^eS;  bag  Umfd^iagetud^,  ein 
grqpeö  .^alStuc^  für  weibli^e  ^erfonen. 

umfc^ldngeln,  trb.  rücEj.  3w.,  fid)  —  ,  fidi  fd}längelnb  um  cttva6 
legen;  um f^l angeln,  untrb.  jiet.  3w.,  fd)langelnb  umgeben,  um- 
tt?inben. 

umfd^letd)cn,  trb.  siellof.  3w.  m.  fein,  fid)  fd)letd)enb  um  etma§  be- 
wegen, umf)erfd)leid)en;  umfd) leidem,  untrb.  jiel.  3».,  ttwai  ob. 
einen  —  ,  fd)leid)enb  umgeben. 

X  87* 


1380  ttmfc^teient  —  umf(f)tteibett 

um fd()( eiern,  unti-fe.  jier.  3».,  mit  einem  <B6)Um  ob.  vok  mit  einem 

@rf)[ciet  umf)uüen,  finno.  \)erfd)Iciccn. 

umfd^leifcn  1.  (oon  f(^(eifcn  1.,  fc^ltjf,  gefc^liffcn)  ttb.  giel.  3")-,  ^on 
neuem,  anberg  fdjletfen. 

umfc^lcifcn  2.  (0011  fcfetcifcn  2.,  f^Ietfte,  gefc^leift)  txb.  jiel.  3tr., 
fd)(eifenb,  auf  eineu  @cf)lcife  um  ettvag  füfjren  ob.  fd)(eppen;  atö  @d)(elfe 
ob.  (Srf)(m9c  um  ettvag  (egen,  umfd)an9en;  umfd^tcifen,  untrb.  jid. 
3».,  runbum  mit  <Sc()[eifen  ob.  <Sd)ün9cn  t»erfcf)en. 

umfd)lenbern,  trb.  jteüof.  3w.  m.  fein,  um  etwag  ob.  umf)er  fd^len? 
becn;  um fcf)l entern,  untrb.  jiel.  3».,  fc^tenbernb  um9e{)en  ob.  um? 
geben. 

umfd)(eppcn,  trb.  ?iel.  3«.,  um  etwas  ob.  umf)er  fd)leppen. 

umfri^IeuCern,  trb.  gier.  3^».,  frfjleubemb  umfd)n3ln3en,  um  etwaö 
werfen;  burd)  (Sd)(eubern  nieberwerfen ;  umfd)leubern,  untrb.  jiet. 
3n).,  fd)lcubernb  runbum  bewerfen. 

umfd^lid^tcn,  trb.  jicl.  3w.,  anber6  fd)(td}ten,  b.  i.  in  onberc  Orbnung 
legen. 

umfcf)  liefen,  untrb.  jici.  3».,  von  allen  «Seiten  einfd)(iepen,  an; 
fd)liepenb  umgeben;  au^  f.  in  bie  ^Trme  fd)lie^en,  umarmen;  uneig. 
überJ).  f.  umfaffen,  in  fid)  fd)aepen;  bie  Umfd)liefung. 

umfd^ltngen,  trb.  gid.  3»».,  etwag  ob.  fid)—,  fd}Iingenb,  al§ 
@d}[in9e  ob.  in  gefd)Iungener  Sinie  um  ctwa§  legen,  fdjmiegen,  befejti; 
gen;  um fd) (in gen,  untrb.  jiel.  3w. ,  mit  einer  (3d)linge  umgeben  (eine 
Statf));  ftd)  fd)lingenb,  winbenb  ob.  fef!  anfd)miegenb,  etwag  umgeben 
ob.  umfaffen,  finno.  umwinben,  umfd)liefen  (bcr  ep()eu  umft^lingt  ik 
Ulme;  er  umfdjlang  fte  mit  bcn  Titmen),  aud)  uneig.  roit  umfdjliepen,  um^ 
faffen,  ju  einem  (^anjen  vereinigen. 

um fd^ lüpfen,  untrb.  jiel.  3w.,  ftd)  fd)lüpfenb  um  üYoa^  bewegen. 

umfdE)meic^eIn,  untrb.  jiel.  3».,  fd)meid)elnb  umgeben. 

umfd^meifen,  trb.  giel.  u.  jicllof.  3».,  gem.  f.  umwerfen  in  oUen  Seb.; 
umfd^meifen,  untrb.  giel.  ^w.,  runbum  befd)meifen  (»on  (Sd)mciß= 
fliegen). 

umfd)mel5en,  trb.  jiel.  3«.,  »on  neuem  fd)mel5en  u.  anberS  formen; 
uneig.  überl).  f.  ößllig  umarbeiten  u.  umgeflalten;  bie  Umfc^mcljung. 

umfd^ mettern,  untrb.  jicl.  3w.,  bic^t.  f.  fd)metternb  umtönen. 

umfd^mieben,  trb.  jiel.  3«).,  von  neuem,  anberS  fd}mieben,  fd)mie= 
benb  umgejlalten:  bie  Umfd)mietung;  —  umfd^miebcn,  untrb.  jiel. 
3».,  runbum  in  Sifen  fdjmieben. 

um  formieren,  trb.  jicl.  3»-,  um  et\vci§  fd)mieren;  anberS  fd)mieren; 
umfc^micren,  untrb.  jiel.  3w.,  runbum  befd)mieren  (93ienenjlö(fe  rc.lt 
£cl;m). 

umfrf)naUen,  trb.  jiel.  3«?.,  um  mvai  fefl  fd)naUen  ob.  mit  einer 
@d)nalle  befejligen  (j.  33.  baö  ®egcngel)cn!);  anberS  fd)naUen;  bie  Um^ 
fd)naUung. 

umfd^nard^en,  umfd^narren,  umfrf)nattcrn,  umfrf)nauben, 
untrb.  jicl.  3ȟ.,  fd)nard)enb,  fd)narrenb,  fd^natternb,  fd)naubenb  um^ 
geben. 

umfd)ne{ben,  untrb.  ?tel.  3».,  ringsum  befd)neiben  ob.  einfd)neiben. 


«mfd)neicn  —  um[d)n)ebm  1381 

umf(i)neien,  untrb.  lid.  3»».,  runbum  bcfd^ncicn. 

umfd^nobcvn,  umfd)nuppern,  umfrf)nüffc(n,  untcb.  jici.  3»., 
gem.,  oon  allen  ©etten  anfd)ncbcrn  ob.  befd)nüffeln. 

umfd)nüren,  ti-b.  jict.  3w-)  um  etwai  fd)nücen  ob.  mit  (Schnüren 
befcjligen;  oon  neuem,  anbec^  fd}niiren;  umfc^nürcn,  untcb.  gtet. 
3».,  mit  (Scl)niicen  ob.  wie  mit  einet  <Sd)nur  umgeben,  umficicfen. 

umfd^nurren,  trb.  jicdof.  3nj.  m.  fein,  fid)  fdjnurrenb  um  ctwaö  U: 
tvegen;  umfc^nurren,  unttb.  ikl  3»-,  fdjnurrcnb  umgeben  ob.  um; 
fd)tt>eben. 

umfrf)obcrn,  tvb.  jicl.  3tf.,  in  anbere  ®d)obcv  fe^en;  umfd)obcrn, 
untrb.  gicl.  3n?.,  mit  (Sd)obern  umgeben. 

umfd)rän!cn,  untrb.  jicl.  3tt>.,  mit  @d)ranfen  umgeben,  in  ®d)ran? 
fen  einfd)[iepen;  uneig.  rote  einfd)ra'nfen ,  befdjränfen  (Scmanbö  greifjcit, 
sQla^it  K.);  bie  Umfc^ränfung. 

umfrf)raubcn,  trb.  jicl.  3>ü.,  bic  <Qö:)xaühi  umbre^eh;  anbecg  fdjrau; 
ben. 

umfrf)reibcn,  trb.  jicl.  3»tj.,  um  etirag  fc^reiben;  einen  5Berf)feI— , 
burd^  eine  3(uff^rift  auf  bcr  9iuct[cite  an  einen  2(nbecn  übertragen  (9?cun). 
f.  baö  fr.  cnboffircn);  etroa6  üon  neuem  u.  anberS  fd^reiben;  bie  Um? 
fd)reibung,  tcii  Umfd)reiben;  bic  Umfcbrift,  baö  Umgcfdjriebene,  bie 
um  etroag  gefegte  @d)rift  (j.  S5.  bie  Umfc^rift  einer  3)iünje);  —  um^ 
frf) reiben,  untrb.  jtel.  3nj. ,  etivag  ringsum  befd}reiben,  mit  einer  Um? 
fd)tift  r>erfe{)en ;  in  wetterer  S3cb.  eine  .^rei6(inic  um  etn?a§  jie{)cn  ob.  in 
feiner  SB cwegung  mad)en,  befd)reiben  (f.  b.)-,  tmai  freiöförmig  umgeben 
ob.  feinem  ganjen  Umfange  nad)  begrenzen;  unctg.  ctwai  mit  um]lanb; 
lid)cren,  befd)reibenben  ob.  crflarenbcn  5Borten  beut[id)er  au^btücfen  (ein 
«BJort,  eine  ©teile  in  einer  ©c^rift  ic);  aud)  mvai  auf  einem  Umroege  ob. 
mit  Umfd)ireif  bejeidjncn,  of)ne  eg  beim  Flamen  ju  nennen  (eine  ©ci(|e, 
einen  SScgriff);  bie  Umfd)rcibung,  M^  Umfd)reiben  etg.  u.  unetg.;  auc^ 
bie  umfd)reibenben  Söorte. 

umfd)reitcn,  untrb.  jtel.  3».,  fcbrcitenb  ob.  fc^rittling^  umgef)en. 

Umfc^rift,  f.  unter  umf^reibcn. 

Umfc^rot,  m.  (og(.  ©c^rot  unter  fd^roten  1.)  lanbfc^.  f.  ein  58retter= 
jaun,  in^bef.  bk  oteredEige  SSretter^Sinfaffung  um  ein  ®rab;  —  umfd^ro* 
ten,  untrb.  jiel.  3»-,  runbum  fd)roten,  befd)neiben,  benagen. 

umfc^üren,  trb.  jicl.  3«?-,  fd)ürenb  um=  ob.  aufreül^ien. 

umfc^ürjen,  untrb.  jiel.  3w-,  ntit  einem  @d)ur5  umgeben. 

umfd^üttcln,  trb.  jicl.  3n>.i  bucc^  (Sd)ütteln  unter  einanber  wirren 
ob.  mifd)en;  bie  Umfd)üttclung. 

umfc^ütten,  trb.  gier.  3n>-,  umftofenb  Derfd^ütten;  auä  einem  ©es 
fäpe  in  ein  anbere^  fd)ütten;  üon  neuem,  anberg  fc^ütten;  bie  Um* 
fd^üttung;  umfd^ütten,  untrb.  stcl.  3».,  runbum  befd)ütten;  bie  Um* 
f^üttung. 

umfc^njanfen,  trb.  jiellof.  3».  m.  fein,  fdjroanfenb  umfallen. 

umfd^ivävmen,  trb.  jiellof.  3n).  m.  fein,  uml)er  ob.  l)in  unb  ber 
fd)n)cirmen;  umfd)n? armen,  untrb.  jiel.  3».,  fdjwä'rmenb,  im  (Sd)njarm 
ob.  uneig.  in  großer  SOüenge  unb  mit  öJeräuf^  umgeben. 

umfd^webW)  untrb.  jiel.  3w.,  fcijtrebenb  «mgeben,  umfliegen;  un« 


1382  wmfd)n?eifen  —  umfegeln 

eig.  ßon  (ctdjtcn,  pci^ttgen,  geiflet{)aftcn  Singen  (j.  33.  Svaumc,  ®eban!en 
2C.  «mi'^webtcn  miä)). 

Umfd^lX>ei|en,  ttb.  3».  (attb.  umbesweifen,   ^tät.  —  swief;    pgl.  fd^irct-- 

fen  2.)  1)  jieüoö  m.  {)aben  u.  fein,  ft'd)  im  töo^m  um  etwai  bmcgen, 
In  SBtnbungcn  rceit  f)erum  ge()en  (>.r{r  finb  treit  umgefc^meift) ,  uneig.  mit 
umfta'nblidben  Söorten  g(«id}f.  um  bie  <Sad)c  herum  geben,  n)eitfct)rüeiftg 
ob.  treirlauftg  rcben  {id)  mü  nidjt  umfdirpcifcn,  fonbern  gerabcju  reben;  um» 
[c^weifcnbc  58ortc  it.);  umf)erfcl)trieifen,  «ftreid)en,  Mtren  (cc  t)at  lange 
umgc[d)n)eift,  ijl  in  bcr  ganjcn  2Be(t  iimgel'c!^tt)cift);  2)  jiel.  cf)em.  f.  um; 
tl)ün,  umtrerfen  (einen  @d)lcier):  umfd)n)in3en  ob.  ^fdiwenfen  (ein  @taS— , 
um  cg  auöjufpiilen);  ber  Umfd)wcif,  -eö,  tD'?.  -e,  (altb.  umLesweif,  um- 
?jeswelft)  c()em.  f.  Umfang,  Umfreiö  (^penpf)eric),  iaijit  noc^  ©c^lojf.  ba§ 
fcfemate  ©citenble(3^  runb  um  bai  ©c^toföbfec^  ob.  bei-  Äaften  beö  ©c^toffcö; 
hii  bin  ©iebmoc^ern  ber  Sfjeil  be§  ©iebranbeö,  auf  wcld^en  ber  SBulfl  gu 
liegen  !ommt;  gen?,  ein  weiter  bcgenfoimiger  ob.  getuunbener  Umtveg,  u. 
uneig.  ein  irettlauftgeö ,  nid)t  gerabeju  ge()enbc6  5öcrfa()ren,  finno.  5üßeit; 
lauftgfeit,  UmfJd'nbe  (einen  Umfd]roeif  nelimcn  ob.  machen;  oielc  Umfc^ioeife 
madjen;  einen  Stcc^tebanbcl  bur(^  Umfc^rceife  in  bic  Sänge  iief)en),  inäbef. 
eine  n)eitfd)ireifige,  bie  ^acfie  g(eid)f.  umgehenbe  Diebe  (mit  Umfd)n?eifen 
ob.  bur^  Umf^mcife  »on  etn?a6  rcbcn);  umfd^n?eiftg,  Src.,  Umfd)n)eife 
mad)enb,  n^eitfdjrceift'g ;  —  umfc^tuctfen,  untrb.  jiel.  3>t>.,  ebem.  f. 
umfd)(ingen,  umfajfen,  umarmen;  fd)ireifenb  umgef)cn  ob.  umgeben: 
bie  Umfc^ weifung. 

umfd)wemmcn,  untrb.  jiel.  3nj.,  runbum  fd)wemmenb  berü{)ren, 
befpülen. 

umfc&wenfen,  trb.  3it).  1)  ?ief.  etmag  ob.  fid)  — ,  fd}n)enfenb  um 
etivag  bewegen;  fdjirenfenb  umbref^en  ob.  umfebren;  2)  ptUo^  m.  i)aben, 
nad)  einer  anbern  ^eite  gemcnbet  werben,  eine  @d)weniung  mad)en. 

umfrf)tt)immen,  trb.  jieUof.  3ir.  m.  fein,  um  etwaä  fd)mtmmen;  um* 
l)er  fdiwimmen  ob.  im  @d}tt)immen  einen  Umweg  madien;  umfc^trim* 
men,  untvb.  jief.  3w.,  fdnviramenb  umfreifen  (eint  Snfel). 

umfc^wingen,  trb.  sici.  3iü.,  f'i)Wingenb  um  etwa^  bewegen  ob.  wcr= 
fen:  im  Greife  t)evum  fd}Wingen  (au6)  rücEj.  fic^  — );  burdi  @d)Wingen 
unter  einanber  wirren;  bie  Umfc^wingunq,  bai  Umfd)wingen;  ber 
Umfd^wung,  bi\^  Umfd^wingen;  bie  Bewegung  eineö  fid)  umfd)wingen; 
ben  .Äorperg  (j.  S.  ber  Umfc^wung  bcr  ®rbe);  uneig.  f.  fd)neUe,  ganjlid)e 
SSerdnberung ,  »gl.  Umfd)lag;  aucb  bie  Äreiglinie,  bie  ein  fic^  umf(^njin- 
genbcr  Äörper  befdireibt;  —  umfij^mingcn,  untrb.  jicl.  3».,  etwai 
fd)Wingenb  cb.  im  (Sd}Wung  umgeben,  mit  einem  @d}wung  umfaffen; 
bie  Umfd)wtn9unc|,  ba^  Umfd)wingen. 

umfc^wirren,  trb.  gieliof.  3».  m.  fein,  ft'd)  fdjwirtenb  um  etwaö— 
ob.  umber  bewegen;  um f^iv irren,  untrb.  jtel.  3».,  fd)Wtrrenb  um* 
fliegen,  umgeben. 

Umfd)wung ,  f.  unter  umf(i^»ingen. 

um  fegein,  trb.  3».  1)  jielloä  m.  (ein,  um  etwaß  fegein;  im  «Segeln 
einen  Umweg  mad}en;  2)  jiel.  im  ^Segeln  umwerfen,  meber=  ob.  gero. 
iiberfegeln  (ein  gabrjeug);  umfegeln,  untrb.  jiel.  3w.,  fegelnb  umfaf)* 
ren,  umfd^iffen  (ein  SBorgebirge,  «ine  Snfel  k.);  bie  Umfegelung. 


umfci)en  —  umfpannen  1383 

umfef)en,  ttb.  üietJof.  u.  gew.  rürfj.  3».,  baS  ©efid^t  ob.  bte  klugen 
umtvenbcn  ob.  rücftrartö  neigten,  f)tntet  ficf)  fet)en  (ber  gtictjenbc  fab  fic^ 
nic^tum;  [ic^  nad^  Semaub  uniK()cn):  runb  um  ftd),  nad)  aUen  «Seiten 
bin  fe()en,  6e[.  um  einen  Drt  genau  in  Jfugcnl^ein  ju  nct)men  (fic^  im  .^aufe, 
in  ber  ®tabt  k.  umfeijen),  ob.  au^  um  eine  ^erfon  ob.  ©ad^e  ?u  erblicfen, 
gu  entbedcn  (fidb  im  3immec  md)  etrcaä  umfcbcn;  i^  ()abe  mic^  tergebenö 
nnd)  ii)m  umgc[ef)en,  b.  i.  ii)n  ocrgcbene  gefud)!);  bie  Umlieft,  1)  baö  Um; 
fid)fel)en;  uneig.  bie  forgfältigc  u.  genaue  25ead)tung  u.  23eritcf|'id)ti3ung 
allcß  a3cad)tcn6jrcft^cn;  ouc^  tai  üorfid)ti9e  23erf)alten,  inbcm  man  alleö 
SScrbcic^tfge  ob.  @efa()r(id)e  bemcrEt  u.  ocrmcibct;  2)  \na^  man  um  fid)  ha 
fieht,  bie  »on  einem  *punEte  auö  tra()rgenommcne  Umgegenb;  um|ic^tig, 
Str.,  Umftd)t  f)abenb,  bef.  uneig.  forgfältig  ob.  vovfiditig  um  fid)  fehenb, 
Mei  genau  bead)tenb,  beri'icf fidjtigenb ;  bie  Umfid^tlgfeit,  ba«  Umfid}; 
ttgfein. 

umfenben,  ttb.  jic(.  3».,  im  .Greife  ob.  in  ber  9f?eif)e  ()erum  fenben. 

umfe^en,  üb.  lUl  3w.,  anbecS,  an  einen  anbecn  £)rt,  in  eine  anbere 
£)rbnung  u.  äJerbinbung  fe|en  (Säume  — ;  bie  SBocte  — );  fid)—  ,  »om 
SBinbc  f.  fid)  breben,  eine  Derä'nbcrtc  u.  bef.  entgegengefe^te  Stiftung  net)= 
mcn  (bec  3Binb  i)at  fti^  umgefe^t);  uneig.  eine  @ad)e  gegen  bie  anbete 
fe^en,  umroed)fe(n,  üevtaufdien  (SGSaavcn,  ®clb  — );  bie  Umfe^ung;  bec 
Umfa^,  bag  Umfefeen,  bc[.  ber  Umtaufd)  (oon  SßJaaven  :c.);  nieberb.  bei 
©iitern:  jebe  SSetänberung  bc6  Sc[i|cS  burd)  83ec!auf2C.;  —  umfe^en, 
untrb.  jiel.  3«?-,  ringsum  befe^en  (g.  S.  einen  ^la^  mit  Säumen—);  bie 
Umfe^ung. 

umfcuf^cn,  untrb.  jiet.  3n?.,  feufjenb  ob.  mit  (Seufjen  umgeben. 

Uniftc^t,  umfic^tig,  f.  unter  um[e()cn. 

umfteben,  trb.  jiel.  3».,  üon  neuem,  anbet6  fieben. 

umfingen,  untrb.  jiel.  3«-,  fingenb  umgeben,  ringsum  anfingen. 

•umftnfen,  trb.  jieUof.  3ro.  m.  fein,  juSSoben  — ,  nieberfinfen. 

umfi^en,  trb.  jieHof.  3«.  m.  öaben,  um  etiraö  fi^en,  qm.  l)erum; 
fi^en;  umft^en,  untrb.  jiel.  3».,  fi^enb  umgeben  (ben  Sifc^). 

Umfonfl,  dlvo.  (mitteli).  umbe-sus,  umbe-sust;  oberb.  umfujl,  umfüit 
nieberb.  umfuS;  oom  altb.  sus,  sust,  nieberb.  fu6,  b.  t.  fo  u.  fonfl,  f.  b. 
ali'o  eig.  ,,um  fo  t>id,  nur  um  bic§",  atö  urfpr.  tt)ot)t  burc^  eine  ©eberbe  er 
ganjter  2(ugbru(J  f.  um  gar  ni^tö)  1)  e()ne  2of)n  ob.  S3ejai)(ung,  ebne 
Entgelt  ob.  6cfa^,  finno.  unentgeltüd)  (etrcaä  umfonjl  tf)un,  geben,  cm= 
pfangen);  2)  in  weiterer  Scb.  oi)ne  ßrfolg,  ol)ni  5öirfung  u.  9lu^en, 
finno.  V)ergebeng,  ijergebüd)  (j.  S.  er  bemüf)t  \i6)  umfonft;  umfonjl  ijt  feine 
"Kxbtit;  eS  war  Mcö  umfonft;  bai,  foU  er  mir  nid^t  umfonft  gefagt  t)aben); 
3)  obne  2(bftd)t,  Jufd'Uig,  ge».  nur  in  Serbinbung  mit  nidjt  (j.  S.  bibl. 
bie  £3brig!dt  tragt  baö  ©djmert  nic^t  umfonft). 

umfpciben,  trb.  gieUof.  3«t>.  m.  t)aben,  fpat)enb  umbetfef)en;  um^ 
fpät)en,  untrb.  jict.  3».,  bid^t.  f.  ringsum  fpal)enb  betcad)ten  ob.  um; 
ge{)en. 

umfpannen,  trb.  jiei.  3n).,  1)  um  ctmci^  fpannen,  fpannenb  6efe= 
fügen;  2)  von  neuem,  anbecö  fpannen  ob.  anfpannen  (bie  «pferbe—); 
au^  jielloe  f.  baö  ©efpann  n)ed)fein,  frifd)e  ^ferbe  einfpannen  (t)ier  rrirb 
um9efpannt)j  bie  Umfpannung;  —  umfpannen,  mtxb.  jiei.  3«., 


1384  umfpenbcn  —  umjited)en 

ctiDciS  ob.  einen—,  fpannenb  umgeben,  umfi^Iingen,  umfaffen  (etnjaö 
mit  ctnsm  ©ei(c  jc. — ),  in  engerer  S3eb.  mit  ber  ©panne,  b.  i.  bei-  auSge= 
fpanntcn  J^anb  umfaffen;  auä)  moi)l  f.  umf(aftccn;  imeig.  mit  bcn  SSlicfen 
ob.  bem  ©eiffe  umfaffen;  bie  Umfpannung. 

umfpenten,  trb.  mU  ^m.,  im  .Greife  cb.  in  bec  9?eif)e  f)etum  fpenben. 

umfpielen,  untrb.  jicl.  3».,  hiäjt.  f.  fpiefenb  ob.  gteidifam  fpie; 
lenb  umgeben  (bie  Äinber  umfpiclen  ben  ©reiö;  ber  3(bcnb\x)inb  umfptcU  tt)t 
^aupt). 

umf:pinnen,  trb.  gici.  3w. ,  um  etn)ag  fpinnen;  uon  neuem,  anbete 
fpinnen  ob.  fpinnenb  umitanbetn;  um  fpinnen,  untrb.  jiel.  3ir. ,  fpin; 
nenb  umgeben,  mit  einem  ©efpinft  umjieben  (bie  «Raupe  umfpinnt  bcn 
3n)cig);  uneig.  TOie  mit  einem  ©efpinjl  umgeben,  um()ü(Ien,  umftricfen. 

umfprengen,  trb.  ?icl.  3n>.,  bucd)  (Sprengen  niebernjerfen  ob.  ju 
SnUe  bringen;  um fpr engen,  untrb.  jiel.  3»p. ,  runbum  befprengen. 

umfpriefen,  untrb.  jiel.  3to.,  fpriepenb  umgeben. 

umfprtngen,  trb.  3"5-  1)  sicUoe  m.  fein,  um  etwa«  fpringen;  ftd) 
fpringenb  ob.  plö^Iid)  cinbern,  ogr.  umfd)Iagen,  fid)  umfe^en  (ber  SSinb 
fpringtum);  fid)  fpringenb  um()erben?egen,  umt)erfpringen,  bai)et  uneig. 
mit  einer  ^erfon  ob.  *Sad)e  — ,  b.  i.  ungeftum  umgeben,  fte  ebne  @d}Oj 
nung  {)anb^aben  ob.  bef)anbe(n,  auc^  überf).  f.  bamit  umgeben  ob.  oerfab- 
ren;  2)  jiel.  fpringenb  umjlopen  ob.  niebenverfen;  um fp ringen,  untrb. 
gitl.  3«>-)  einen  ob.  etn?ag  — ,  fpringenb  umgeben  ob.  umfreifen. 

umfprigen,  trb.  jiel.  3w.,  burd)  ©pri^en  niebent>erfen ;  umfpri  = 
^en,  untrb.  ikl.  3n). ,  runbum  befpri^en. 

umfpr offen,  untrb.  jiel.  3tt».,  fproffenb  umgeben. 

umfprubeln,  trb.  jiellof.  3if.  m.  [ein,  umt)er  fpcubetn,  fid)  fpru; 
belnb  t»ecbreiten;  um fpr utein,  untrb.  jiel.  3»^-.  runbum  befprubeln. 

um fprü^en,  trb.  gieitof  3«).  m.  fein,  umberfprüben,  fprüi)enb  um; 
f)erfliegen;  umfprü^en,  untrb,  jiel.  3»o- 1  fprüf)enb  umgeben. 

umfpülen,  trb.  jiel.  3it).,  fpülenb  umbreben,  umiraljen;  burd)  2(n- 
fpülen  umfaUen  madien:  umfpülen,  untrb.  jiel.  3ro.,  von  allen  @ei; 
ten  befpülen. 

umfpünDen,  untrb.  jiel.  3n>.,  runbum  fpünben  ob.  mit  ©punbroetf 
t)erfel)en. 

umfpüren,  trb.  jieltof.  3».,  überaU  umf)er  fpürcn;  um f puren, 
untrb.  jicl.  3«?.,  fpiirenb  umgeben. 

umjläl)len,  untrb.  jicl.  3n).,  mit  @tal)l  umgeben,  umf leiben. 

umflaltcn,  trb.  jicl.  3n).,  anberg  geftalten,  gew.  u.  b.  umgeftalten. 

Umjianb,  umfläntlic^  JC,  f.  unter  ump:cl)cn. 

um j! arten,  untrb.  jiel.  3».,  bic!^t.  f.  ftarrenb  umgeben. 

umjiäuben,  trb.  jiel.  3«).,  alS  ©taub  umf)et  oetbreiten  ob.  flreuen; 
umjläuben,  untrb.  jicl.  3». ,  mit  ©taub  umgeben,  runbum  befidubcn. 

um|Iaud)cn,  trb.  jiet.  ^m.,  j^auc^enb  umbiegen. 

um  trauen,  trb.  jicl.  3nj.,  anberö  flauen  (bie  ßabung  eineö  ©d^ijfe»). 

umfled^cn,  trb.  jiel.  3«.,  fted)enb  umroenben  (©etrcibe  mit  ber  ©(^au= 
fei);  jled)enb  umwerfen,  gen?.  nieberfted)en;  von  neuem,  anber6  fred)en 
(eine  Äupfcrplottc);  umfled^en,  untrb.  jiel.  3").,  runbum  jled)en  ob.  mit 
<Sttd;en  üerfel)en. 


umjlccfen  —  umfteUcn  1385 

umftccfcn,  tvb.  ikl  3n>.,  um  itroai  flecfm  ob.  flecfenb  befefligen; 
üoit  neiuiTi,  anberg  ftccfen;  umflect'cn,  untvb.  jict.  3«-)  flecfenb  mit 
«nraö  umgeben,  ringsum  bcflecfen. 

umfielen,  ttb.  jfeKof.  3«?.  m.  babcn  u.  oberb.  m.  [ein  (mittel!),  umbe- 
stan,  -st^n),  um  ctiva^  i)ex  fte()cn,  gew.  {)erumflef)en,  auf  et  in  bem 
fßlw.  umfte^enb  (bic  umftebenbcn  ^crfoncn,  ob.  alö  ^w.  bie  Umfle- 
t)enben);  auf  bec  anbern  ©eitc  bc6  uniiurocnbcnbcn  SBlattcö  jltebcn,  gtetc^= 
fallö  nuv  im  führ.  (j.  SB.  bic  umftebenbcn  Sßortc;  bie  urnftcbcnbe  ©ummc); 
obcvb.  (oon  fteben  f.  (t(^  ftellen)  iimfaUen,  um!ommcn  (oon  ^ftrben);  ci  = 
nem— ,  f.  iijm  »cidien,  i^m  ben  ffiotrang  einräumen;  umj^e{)en,  untrb. 
jtel.  3n).,  einen  ob.  eüvcii  ftel)eub  umgeben  (feine  greunbe  umflanbcn  i^n); 
—  ber  Umftanb,  -eg,  SO?.  =flänbe,  (r>on  umjltb«")  1)  «'9-  «bec  ungebr.  f. 
bn^  Um;  ob.  Umf)crjleben;  oberb.  f.  bog  2(bfteben,  3urücttreten  oon  etnjaö, 
bir  giüdtritt  (fr.  (Seffton);  2)  ta^  Um|lef)enbe,  inSbcf.  oberb.  al6  ©am^ 
mc(tt).  f.  umfte()enbe  ^erfonen,  umfle^enbcö  Jöolt,  uerfammefte  "Unwi- 
fenbe  (j.  58.  ber  Umflanb  bd  einem  ©ericbt);  getü.  imeig.  jebe  zufällige  S3e; 
ftimmung  einer  ©adic,  bie  nur  in  äuperti(^er  Sejiet)ung  ju  berfelben  j!et)t, 
ofjne  ibr  SBefen  auöjumad^cn,  beren  Snbegriff  aber  ben  3ujlQnb,  baS  SS er= 
bältnifS,  bie  Sage  berfelben  bilbet  (in  biefer  2(nn)enbung  crfl  in  ber  neue- 
ren ©pra(^e  trabrfcb.  bem  lat.  circumstantia  nadjgebitbet;  j.  S5.  ein  günjtiger, 
ob.  ungünjtiger,  übler  Umftanb;  eine  S5egebent)eit  mit  allen  Umflänben  erjäb= 
Icn:  Umjtänbe  ä'nbcrn  bie  ©a(^e;  bd  fo  bemanbten  Umflänben  fonnte  ic^ 
nid)t6  in  ber  ©acbe  tbun);  in  beflimmterer  95rb.  bie  Umflanbe  (nur  in 
ber  gjlebrb-)  f.  bie  S3er{)altniffe,  bie  Sage,  bec  3uftanb  einer  ^erfon  (in 
glüdli^cn  Umflänben  fein;  in  gefegnctcn  ob.  in  anbern  Umflänben  fein,  b.  i. 
fdjwanger  fein),  inßbef.  in  2l'nfebung  ibre6  SSefi^flanbcg  (fic^  in  guten,  ob. 
fcblcd)tcn  Umflänben  befinbcn;  feine  Umflänbe  finb  nid)t  bk  beflen);  ferner  f. 
nid)t  jum  5üefen  bec  @ac()e  gef)övenbe  Umfdnveife,  SBeitlauftgfeiten, 
i5örmlid}feiten  (oielc  Umflänbe  machen;  machen  ©ie  feine  Umflänbe  mit  mir; 
icb  bin  fein  greunb  oon  Umflänben;  ot)ne  Umflänbe  u.);  bai  Umflanbän^ort, 
©pracbt.  f.  0.  n.  iJlcbenwort  (f.  b.;  fr.  2fbücrln'um);  umfiänbltd),  Sro.  u. 
«Rn).  mit  allen  ob.  bieten  Umflänben,  b.  i.  zufälligen  S3eflimmungen  ob.  9?e= 
bcnfatben,  finno.  treitlauft'g,  weld^eö  jeboc^  mcl)r  auf  überftüffige  Umfc^weife, 
unb  augfii()c(id),  raeli^eS  me^r  auf  bie  gntwidielung  ber  <Qaä)e  felbfl  in  i^re 
einzelnen  Steile  gebt  (ogl.  ein  auöfiibrtidjcc  — ,  umflänblicber—  ,  »üeitläu= 
figcc  S3crid)t;  itvoa^  umflänblicb  erjäblen  ic);  au6)  f.  geneigt,  t)iele  Um- 
flänbe ju  mad)cn,  ob.  mit  Umjlanben,  befd)n?erüd)en  §övmlid}feitcn  k. 
Derbunben  (er  ift  febr  umftänblicb;  ba^  ift  mir  )ikl  j(u  umflänblic^  k.);  bie 
UmftanMic^feit,  ha^  Umflänb(id}fein  einer  @ad)e  (j.  «8.  einer  ©efd}icl)te); 
bic  ®eneigt()eit,  Umflänbe  5U  mad}en,  boö  umflanblidje  SSecfaf)ccit  etnec 
^ecfon, 

.    umjleigen,  trb.  giellof.  3».  m.  fein,  um  etwai  ob.  umfjec  flcigen; 
um  fiel  gen,  untrb.  jiel.  3». .  fleigenb  umgef)en. 

umfieUen,  trb.  giel.  3n).,  um  ctivag,  umher  fleUen;  anbetS  fleUen, 
umocbncn  (j.  S5.  SSüi^er,  SBorte  ic);  bie  Umfleüung:  umfleUen,  untrb. 
jiet.  3».,  einen  ©egenftanb  ob.  Ort  mit  etivag  2(ufgefleUtem  umgeben  (j. 
aS.  einen  Sifd)  mit  ©tüblen—;  bef.  3äg.  bcn  fSSalb  mit  «Re^en— );  bie 

UmjleUung. 


1386  umjtempeln  —  urnjlcicfen 

umj^empetn,  trb.  gier.  3w.,  neu  u.  anbccS  flempeln;  umjlempeln, 
untrb.  jlel.  3«.,  runbum  jlempeln. 

umjleuern,  trb.  ikl  u.  jicUof.  3«'-,  um  etwai  ob.  umf)cc  fteuccn;  im 
@t€U«n  einen  Umircg  mad)cn;  umjieuern,  untrb.  jtel.  3»-,  fleuernb 
umfaf)ren,  iimfd[}iffen. 

umf!i(fen,  trb.  ?tct.  3w-)  um  etwas  ^erum  jlicfen;  umfltrfen,  untrb. 
jifl.  3w- )  mit  @ti(f ecei  umgeben  ob.  cinfaljen. 

umjlimmen,  trb.  3»r>.  1)  jicKoä  m.  fiabcn,  in  ber  9leif)e  f)erum 
flimmen,  b.  i.  bte  ©ttmmen  über  ctrcaS  abgeben  (c6  fotl  über  ben  Sßorfc^lag 
umgcjltmmt  toerbcn);  2)  jtet.  etroaö  — ,  anberä  flimmen  (ein  Sonnjerf-- 
gcugj;  unetg.  einen—,  b,  t.  ii)n  ju  einer  '^fnbccunß  feinet  CDZeinung, 
feinet  (5ntfc^(uffe§  it.  ben^egen;  bie  Umfltmmung. 

iimflöbern,  trb.  gteUof.  3»-,  um()er  jltobecn,  jitöbecnb  umtierge^en ; 
imillobern,  untrb.  ^id.  3w.,  tloberwb  umgeben,  umfliegen,  ob.  umge£)en. 

um  flöl)nen,  untrb,  jtel.  3tt?M  jlot)nenb  umgeben. 

umpto!pern,  trb.  jfeUof,  3w-  m.  [ein,  flolpernb  umfallen;  umftol^ 
^jern ,  untrb.  jtc(.  3». ,  ftd)  ftolpecnb  um  etiva6  beilegen. 

umflopfen,  trb.  jiel.  3w-,  »on  neuem,  anbetS  ffopfen;  umfloi 
:pfen,  untrb.  jiet.  3w- ,  ringsum  ftopfen,  ob.  mit  etwag  ©cjlopftem  um; 
geben. 

um  Igoren,  trb.  jiel.  3«-,  fiovenb  umwenben  ob,  aufregen. 

umjiofen,  trb.  jfel.  3».,  jlo^nb  ob.  huxd)  einen  <Stcf  ju  ^alfe  brin= 
gen,  umiverfen,  ju  S3oben  ob.  nieberftofen;  unetg.  f.  etvoa^  feinet  Ätaft 
unb  ©ültigfeit  berauben,  ungültig  mad[)en,  auft)eben  (ein  Sejtament,  ein 
®cfc^  u.  bgt.);  bie  Um|iopung;  umfiöplic^,  Sn?. ,  roaS  umgeflogen  wet^ 
ben  fann;  gcvr.  nur  ba$  cntg.  unumjlöpltd^;  —  umftofen,  untrb. 
jtel.  3»t).,  runbum  bJftofen. 

umjlra()len,  trb.  jfcKof.  3».  m.  f)abcn,  feine  ®tra{)(<n  «ml^et  uet- 
breiten;  umjlra{)Ien,  untrb.  siel.  3».,  mit  @trai)len  ob.  tvie  mit  ©traf); 
len,  mit  l)eüem  (Sitanj  umgeben  (oon  ob.  mit  SDSonnc,  2Cnmutf)  k.  umftcQ()it); 
bie  Umfira(){ung. 

umfiräuben,  untrb.  ikl  3w.,  bic^t.  f.  jiraubenb  ob.  jlraubig  um? 
geben. 

umjlreid^en,  trb.  3m.  1)  ikUo$  m.  fein,  um  etmai  ob.  umf)ec  ftrei* 
d)m  ob.  jlreifen;  2)  jtet.  etroaS— ,  um  etwai  |lreid)en  ob.  fdjmieren  jc; 
anberS  |lreicf)en;  bet  Umflreid^er,  Um^erftreicl)er;  —  umjlreid^en, 
untrb.  jiel.  3».,  ftteid)enb  üb.  jlreifenb  umgef)en;  runbum  bej!reid)en 
ob.  befd)mieren;  bie  Umjlreic^ung. 

um jlretfen,  trb.  3«'.  1)  jiclloö  m.  fein,  um  etwai  ob.  um^er  jlret? 
fen,  fd)reeifen;  2)  jicl.  etivaö  — ,  um  etroaS  ftte-ifen  ob.  in  Streifen  (e? 
gen;  umftreifen,  untrb.  giet.  3»-)  flreifenb  umget)en;  ringsum  mit 
(Streifen  üerfei)en. 

umfl reiten,  untrb.  §iet.  3«>-,  ftreitenb  umgeben,  uon  allen  Seiten 
beftreiten. 

umjlrcuen,  trb.  jiel.  3»t>.,  um  etwai  ob.  umf)et  ftreuen;  umflreuen, 
xintrb.  jtel.  3tt>-,  runbum  beftreuen. 

umjlrid()eln,  untrb.  jiel.  3»-.  mit  fleinen  Strid)en  umgeben. 

umjlrlc^en,  uh.  gicl.  3».,  runbum  ob.  t)erum  jiricfen;  vm  mu«ni, 


umfluömcn  —  umti^ecren  1387 

anberö  jTricfen;  um fl riefen,  unttb.  jiel.  3».,  tunbum  bejlricfen,  b.  f. 
mit  einem  ©cftricl;  ob.  ©tricfroeif  umgeben  (einen  ©all  — ;  ein  ®efd)irr  mit 
®i-Qt()  — ;  com  Sögerne^  umpvicEt);  uneig.  Wie  mit  einem  Öcftrict  ob. 
9ie^e  umgeben,  umgarnen,  ob.  aud)  tvie  mit  ^aüftricfen  ob.  @d)lin9en 
umfdjliefien,  feffcln,' fangen;  bie  Umftricfung. 

umflrömen,  trb.  gieltof.  3».  m.  fein,  um  etvoa^  friömen;  umfirö- 
men,  untrb.  jiel.  3».,  jlrcmeTib  umgeben,  umfllepen;  bidbt.  auö)  f.  um= 
gießen,  begießen,  u.  uneig.  g(eic()f.  frromweife,  in  ^nUe  umgeben;  bte 
Umjlrömung. 

umjlrutetn,  untrb.  jier.  3»-,  ftrubetnb  umgeben. 

umflülpen,  trb.  ?iet.  3w-,  ftülpenb  umfe^rcn  (einen  Äcpf),  ob.  um= 
fd)lagen  (bm  9?anb  einer  ©oc^c);  bie  Umflülpung. 

umprmcn,  trb.  jicl.  3n).,  ftiirmenb  umirerfen;  umflürmen,  untrb. 
iitl  3n).,  jlürmenb  ob.  jlürmifrf)  umgeben,  x>on  aUen  (Seiten  anjlürmen 
ob.  befltürmen,  eig.  u.  uneig.  (üom  9forb  umjlürmt;  iai  umftüvmte  ^erju.); 
bie  Umffürmunc^. 

umjiürjen,  trb.  3^.  1)  jic"oö  m.  [ein,  ju  23oben  ftürjen,  nteber= 
l^iirjen  (ber  SBagcn  jlürjtc  um;  bie  SOlcucr,  bai  Jg)auS  i^  umgcjtürjt);  auc^ 
uneig.  f.  ptö^(td)  fallen,  jetriittet  ob.  jerflört  roccben;  2)  jiel.  mad)en, 
bafö  etiraS  nieberftürät,  e6  gcwaltfam  um;  ob.  niebecreecfen,  ctg.  u. 
uneig.  (eine  ©äute,  ein  SenJmal  u.  — ;  einen  S()ron,  eine  Stegterung  ic— ; 
bibl.  bie  ©otttofcn  werben  umgcilürjt);  au^  f.  umUi)xcn,  umirenben,  um? 
ftülpen  (ein  ©efä^,  einen  Äarrcn  2C.  — ;  bcn  2(der  — ,  f.  prjen);  bec  Um^ 
(lurj,  baö  UmfKiv5en  (jieUoe),  eig.  (j.  SS.  cineö  ©cbäubcö)  u.  uneig.  bec 
gan3üd)e  J^aü,  SJerfaK,  Untergang  (j.  S.  cineö  ©taatcö  ob.  9ietc^c6);  bie 
Umflüvijun^q ,  baä  Umllürjen  (jiel.) ,  Umirerfen,  Umivenben  2C. 

umfu(i)cn,  trb.  siellof.  u.  jiel.  ^w.  m.  b«ben,  überaU  um^ec  fud^en; 
bie  Umfud)ung. 
■  umfubeln,  untrb.  jiel.  3»^-»  runbum  bcfubeln. 

umfummcn  ob.  umfumfen,  untrb.  jiel.  3»-)  fummenb  ob.  fumi 
fenb  umgeben,  umfliegen  (t}k  ^Uc^in  umfummcn  bte  ©läfer). 

umtanj^cn,  trb.  3rc.  1)  siclloö,  um  etivaS  i)\n  ob.  t)crum  tanjcn; 
2)  giel.  im  Slanjen umflogen  ob.  umwerfen;  umtanjen,  untrb.  jie(.  3»f-, 
(anjenb  umgeben  ob.  umfccifen. 

um  tappen,  umtajlten,  trb.  jicUof.  3».  m.  b^ben,  umf)ei  — ,  ()i<c= 
u.  babin  tappen,  taftcn;  umtaften,  untrb.  jicl.  3».)  v»ün  aUcu  ©ei; 
ten  betaftcn. 

umtaufen,  trb.  jicl.  3ro, ,  t»on  neuem,  anbec^  taufen,  flnno.  iDicber= 
taufen;  uneig.  eine  ®ad)e  —  y  f.  ihr  einen  anbecn  Flamen  geben;  bie 
Umtaufe  ob.  Umtaufung,  bie  ^anblung  beö  Umtaufeng. 

um  taumeln,  trb.  gietlof.  3n?.  m.  f  ein,  taumelnb  umfallen;  nrntaU'- 
mein,  untrb.  jicl.  3"?-)  taumelnb  umgeben,  fid)  taumelnb  um  etwa^ 
beilegen. 

umtaufd^en,  trb.  jici.  3».,  eine  ©ac^e  gegen  bie  anbere  taufdjen, 
finnö.  vertaufd)cn,  ummed)feln  (j.  83.  ein  Älcib  gegen  einanbereö— ,  ob. 
bie  Äleiber,  SBaarenjc— );  ber  Unitaufd)  ob.  bie  Umtaufc^ung,  bai 
Umtaufd)en. 

umtl)eeren,  untrb.  jiel.  3w.,  runbum  mit  Z^m  beftreic^en. 


1388  umt\)dkn  —  umtcip|)eln 

umtl)eiten,  trb.  jicl.  3n>.,  etiuag  bcr  9icif)e  nad)  au§tf)eilen. 

umti)un,  trb.  3n).  1)  jtcL  ctroa^— ,  gem.  f.  umlegen,  umnehmen, 
um  fiel)  bcfejligen,  »on  Äleibungöftüdcn  u.  bgt.  (j.  S3.  einen  ^Kantet,  eine 
Mette  K.  —  ;  »gl.  ti)ün  5);  fd^weij.  f.  umfallen  machen,  fällen,  umljaucn 
(einen  Saum);  ef)em.  aud^  f.  umbringen;  2)  rüc!j.  ftc^  — ,  oberb.  f.  fid^ 
»on  einem  Drte  gum  anbern  begeben;  fi^  beeilen,  fid)  ju  f^affen  mad^en; 
fd)treij.  f.  fid)  einf^meic^eln;  geiti.  fid)  nad)  et  trag  —  ,  b.  i.  fid)  banad) 
umfe()en,  barum  bemüf)en,  bewerben  (j.  33.  fid^  nad)  einer  2Bol)nung  — ; 
fc^weij.  fid)  nad^  einem  2Cmte— );  nieberb.  ]id}  umtl)un  f.  fic^  änbern,  in 
3(nfei)ung  bcr  ©itten. 

umt()ürmen,  untrb.  jiel.  3«).,  mit  Sf)urmen,  ob.  uneig.  tt)ie  mit 
Si)ürmen,  ti)urm{)od)  umgeben. 

umtoben,  trb.  gieUof.  3».  m.  l)aben,  ftd)  tobenb  um{)et  bewegen, 
umf)er  toben;  umtoben,  untrb.  jiel.  3». ,  tobenb  umgeben. 

um  tönen,  untrb.  jiel.  3»-,  fcnenb  umgeben,  ring6  umf)et  tonen. 

umtofen,  untrb.  jiel.  3w.,  tofenb  ob.  mit  ©etöfe  umgeben. 

um  tragen,  trb.  jiel.  3n?.,  f)erumtragen ,  bec  9tetf)e  nad)  Don  (5inem 
5um  2(nbetn,  ob.  au^  f)tet=  unb  bort()in  tragen  (j.  SS.  SSricfe);  3:u(^m. 
eine  Sradit  um  bie  anbere  ȟcd^feleweifc  raui)cn;  um  tragen,  untrb.  gicl. 
3n5.,  t>iö;t.  f.  tragenb  umgel)en. 

um  trampen  ob.  *  trampeln,  um  trappen  ob.  s  trappeln,  trb.  jiel. 
3n).,  ju  SSoben;  ob.  niebectrampen,  ^trappen  k.;  um  trampen  ob. 
'trampeln,  umtrappen  ob.  ^trappeln,  untrb.  jiel.  3>t).,  trampenb, 
trappenb  2C.  umgel)en,  umgeben. 

umträufen  ob.  um  träufeln,  untrb.  jicl.  3ro-,  ringsum  betraufein. 

um  treiben,  trb.  ?ict.  ^\v.,  um  etaviö  u.  bef.  um  feine  2(d)fe  treiben 
(baö  ffiSaffcr  treibt  bie  S?äber  um);  im  Äreife  l)erum  treiben  {i)k  ^ferbe  in 
ber  9}iüi)le— );  um^cr  ob.  I^in  unb  l)er  treiben  (S3Sol!cn,  »om  SBtnbe  um= 
getrieben);  fid}  —  ,  fid)  l)erumtreiben,  umberftreid}en;  bie  Umtrcibung, 
ba§  Umtreiben;  ber  Ümtrteb,  baö  Umgetricbcnfein,  ber  Umlauf,  ^xeii- 
lauf  (j.  S5.  eineö  «Rabcö,  oeö  Sluteö,  beö  ©elbcö  2c.);  uneig.  überf).  f.  SSe- 
iregung,  S3etrieb  ob.  SSertrieb  (j.  58.  ein  Sergioer!  in  Umtricb  fe^en;  eine 
SQSaarc  !ommt  in  Umtrieb);  Umtriebe  in  bcr  SÄ.  f.  geheime  ^{njliftungen, 
Ovanfe;  bef.  oerfledte  aufriil)rifd)e  SSewegungen,  2(ufn)iegelungöoerfud)e 
einjelner  gegen  bie  Siegierung  ic;  Umtrieb,  oberb.  aui^  f.  Umfd^reeif,  3eit= 
»erlujl  (Umtrieb  nel)mcn  f.  fäumcn,  3cit  oerjlreid^en  lajfen). 

um  treten,  trb.  ^xo.  1)  jicl.  ju  SSoben  ob.  niebertreten  (eine  ^flanjc); 
2)  giello§  m.  fein,  feiten  f.  auf  bie  anbere  «Seite  treten,  feine  £0?einung 
ober  feinen  6ntfd)lufg  ä'nbern;  ber  Umtritt,  lanbfd^.  f.  bie  2l?etnunggs 
ob.  SiiUenäd'nbirung;  —  um  treten,  untrb.  giel.  3«?-,  ringg  um  etreag 
l()er  treten. 

Umtrieb,  f.  unter  umtreiben. 

umtrinfen,  trb.  3\v.  1)  jicUoö  m.  t)abcn,  im  Äreife  ob.  in  ber  9?eil)e 
l)erum  tcinfen;  2)  jiel.  einen  —  ,  f.  ü.  ».  niebettrinfen;  ber  Umtrunf, 
iai  Umtrinfen,  u.  ein  im  Greife  l)erumgereid)ter  Situnf. 

um  trippeln,  trb.  jiellof.  3"?.  m.  fein,  uml)ec  trippeln,  tcippelnb 
umber  laufen;  umtrippeln,  untrb.  jiel.  3». ,  trippelnb  umlaufen  ob. 
umgeben. 


Umtntt  —  umn^anbern  1380 

Umtn'tt,  [.  unter  umtreten. 

umtroUcn,  tc6.  jienof.  3w.  m.  fein,  umf)et  ob.  ()in  u.  t)er  ttoüin. 

um  tröpfeln,  untrb.jiel.3w.,  runbum  betröpfeln. 

Umtrunf,  f.  unter  umtrinfen. 

um  tummeln,  trb.  jicl.  u.  rüctj.  3").,  im  Äreife  l)erum  tummeln  (ein 
^ferb,  fi^— );  umtummeln,  untrb.jtet.3w.,  tummelnb  umgeben. 

umtünrf)en,  trb.  jtct.  3w.,  t)on  neuem,  nnberg  tünd)en;  tünd}enb 
umiünnbeln;  umtünrf)cn,  untrb.  jict.  3w.,  runbum  mit  einer  2;ünct}e 
beftreidjen. 

um  tupfen,  um  tüpfeln,  untrb.  jict.  3w-,  runbum  betupfen  ob. 
tüpfeln. 

um  ufern,  untrb.  jici.  3w-,  bid)t.  f.  mit  einem  Ufer  umgeben:  ber 
Umufercr,  bid^t.  SBeinamcn  be§  SOicergottcö;  bie  Umuferung,  ba6  Um-- 
ufern;  ba^  umgebenbc  Ufer. 

umvoad^cn,  untrb.  jiel.  3»-»  ringsum  be»rad}en,  befd)ü^en. 

ununac^fcn,  trb.  jieUof.  3w.  m.  fein,  um  etirag  »radjfen;  umwad^^ 
fen,  untrb.  jiet.  3w.,  ringsum  betvadjfen,  trad)fenb  umgeben  ob.  um- 
f leiben  (bcr  SBetnflod  umtt?äd)jt  bie  Saube;  mit  '^ett  ummad^fcncö  S'cifi^  jc). 

umroalben,  ustrb.  jiel.  3n).,  hi<i)t.  f.  mit  Süalbung  umgeben. 

umwallen,  trb.  jieltof.  3n).  m.  fein,  um  etwa^  ob.  um^er  n?allen 
(roanbetn);  um n) allen  1.  (oon  walten  in  beiben  S3eb.)  untrb.  jiet.  3«., 
roallenb,  b.  i.  tranbelnb,  umgreifen ,  umgef)en  (j.  S5.  bie  (ärbe— );  waU 
lenb,  b.  {.  roogenb,  ob.  uneig.  in  »eUcnfÖrmigcr  ©cjlatt  umgeben  (j.  JB. 
baS  Sgaat  umwallt  bie  «Stirn  j  oon  einem  ©c^teicr  umwallt  ic);  uneig.  f.  in 
SJZcngc,  in  gülle  umgeben;  bie  Umroaüung. 

um vü allen  '2.  (oon  aBatl)  untrb.  gici.  3w.,  mit  einem  SBalfe  um? 
geben  (eine  ©tabt);  bie  Umwallung,  hai  Umwallen;  ber  umgebenbc 
maü. 

"umwaltcn,  untrb.  lid.  3w.,  bic^t.  f.  n)altenb  umfaffen,  ringsum 
ob.  feinem  ganjen  Umfange  nad)  üerroalten,  bel)errfd)en,  befd}ü^en. 

umwaljen,  trb.  3w.  1)  jicttoö  m.  f)aben,  im  Greife  l)erum  iraljen; 
2)  jicl.  etivag  mit  ber  Sßalje  umbred)en,  umbritcfen;  iraljenb  umflofen; 
umnjal^en,  untrb.  jiet.  3w.,  ttjaljenb  (tanjenb),  ob.  mit  ber  5Balje  um? 
Greifen. 

umwäljen,  trb.  jiel.  3w.,  um  ennai  ob.  uml)er  ma'ljen;  im  Äreife 
()erum,  u.  bef.  um  feine  2ld)fe  ob.  um  feinen  @d)it>erpunft  n^äl^cn  (ein 
SfJab,  einen  ©tein  jc;  fi(^— );  fo  iräljen  ob.  brel)en,  bafg  bag  Unterfle 
ju  oberji  fommt,  f.  ».  ro.  umfebren,  umftiirjen,  »on  großen,  fc^mercn 
Körpern,  ba{)er  uneig.  f.  geiraltfam  u.  tjon  @runb  auS  umanbern,  um? 
wanbeln  (einen  ©taat);  bie  Umiräljung,  tai  Umroal^cn  ob.  ®id)  =  Um? 
tväljen  (j.  25.  bcr  @rbc),  u.  uneig.  bie  getimltfame  Umfcl)rung  u.  ganj? 
lid)e  Umiranblung  (bef.  bk  ©taatöumwäljung,  fr.  JKeDolution);  ber 
Umiräljer,  n^er  etivaS  umivaljt,  bef.  uneig.  (©taatöumiocitjer  f.  ia^ 
fr.  SReoolutionar). 

umwanbcln,  trb.  3m.  1)  jieifos  m.  fein,  um  etroaS  ob.  uml)er  trän? 
bcln,  um^erfd)»veifen  (j.  SS.  als  ©efpenft);  2)  jict.  eine  <Ba&ie  ob.  ^er? 
fon  — ,  ju  nwai  liniexcm  madien ,  beren  (^efialt  ob.  S5efd)affenl)eit  üer? 
finbern,  ftnnö.  Denvanbeln,  umgeflalten  2C.;  inöbef.  ©prad^I.  f.  r>.  w.  ah^ 


1390  umiDanbern  —  umwerbeit 

tranbeln,  biegen  (ein  3eitwcrt  — ,  fc.  flecttccn,  conjugtren);  bie  Umtt5ön- 
telung  ob.  agcj.  Umwanblung,  b(\^  IXmwanMn  dkl);  inöbef.  <Spxa6)l. 
f.  c.  ttj.  2(6wanblun9,  SSiegung  (bcf.  bcc  3eitrcörtec,  fv.  eonjugatton);  — 
umwandeln,  untrb.  siel.  3«.,  iranbe(nb  umf reifen,  umgel)en. 

umnjanbern,  ttb.  jieilof.  3iü.  m.  fein,  um  etwa^  ob.  umf)er  ivan^ 
bern;  im  SSanbecn  einen  Umweg  marf^en;  umwanbern,  untrb.  jiel. 
3tr.,  ttjanbernb,  afg  2Banberer  um  g  e  f>en. 

umwanfen,  trb.  jieaof.  3»t>.  m.  fein,  tvanfenb  umfallen;  umwan* 
fen,  untrb.  gicl.  3tr.,  wanfenb  umge()en,  ob.  umgeben. 

um  warten,  trb.  sieltof.  3».,  »lt.  f.  umf)erfd)auen. 

umtr»afd)en,  trb.  jiel.  3».,  tton  neuem,  anbecö  tvafrfjen;  burdj  5Ba- 
fci)en  umdnbern;  umwafc^en,  untrb.  gier.  3w.,  runbum  tvafdien. 

umroatcn,  umwatfd^eln,  untrb.  giet.  3».,  tratenb,  watfdjelnb  um- 
gel)cn. 

umweben,  trb,  jiel.  3>ü.,  um  etmaö  roeben;  t>cn  neuem,  anbecg  roe- 
ben;  umn)eben,  untrb.  ^tcl.  3tü.,  1)  trebenb,  b.  i.  fid)  ben^egenb  ob.  in 
Bewegung,  umgeben;  2)  mit  einem  ©ercebe  ob.  uncig.  trie  mit  einem 
©eivebe  umgeben,  umjie^en  (SKw.  umwebt  u.  umwcben). 

umu)ed)fe(n,  trb.  3tt).  1)  gieltog  m.  t)aben,  einen  2üed)fe(  ob.  Saufd) 
mad}cn  (mit  Semanb  — ,  b.  i.  wec^felöweife  bc6  2tnbern  ®teUe  ob.  SSet- 
rid)tun9  überncf)mcn;  mit  einer  © ac^e,  j.  S8.  mit  bcn  ©(^uf)i'n,  mit  bem 
©pieljeuge — ,  b.  i.  abjcedjfelnb  ba^  eine  u.  ba6  anbcre  gebrauchen);  2)  jiel. 
jwei  ob.  mebte  S)tnge  wedifeläroeife  gebraud)en  (j.  35.  bie  @d)ut)e  — ; 
Sanbit».  bie  gelber—);  aud)  blo^  f.  tr»ed)feln,  üern)edE)feln,  umfc^en  (@elb— ); 
bie  Umft}cd)fe(un(5. 

umnubetn,  untrb.  jiel.  3»-)  cunbum  anwebeln,  webelnb  umgeben 
ob.  umgeben. 

Umnjeg,  m.,  cig.  ein  in  ber  Ärümme  um  einen  ©egenflanb  f)in  law 
fenbec  5öeg;  üheti).  ein  2Beg,  n5e(d)er  im  Sogen  ob.  in  einer  geroun^ 
benen  2inie  jum  3ie(e  füt)rt,  entg.  bem  fürjeften  geraben  Söege  (einen  Um- 
weg maci)en,  neljmen);  auc^  unetg.  f.  ü.  to.  Umfd)i\)eif. 

umn)el)cn,  trb.  jiel.  3»t).,  tr>ef)enb  umirevfen,  5U  SSoben  ix>ef)en  (ber 
SBinb  i)at  bin  SSaum  umqimi)t);  umwei)cn,  untrb.  jiel.  3».,  roef)enb 
umgeben,  auf  allen  ©eiten  an\mi)en  (ber  2Binb  umroel)t  baö  JQaui). 

umn^eipen,  untrb.  jicl.  3».,  runbum  meinen  ob.  »vei^  madjen. 

umwenben,  trb.  3»-  1)  ?iet.  ettvag  — ,  fo  »tenben,  bafg  bie  obere 
©cite  nad)  unten,  ob.  bie  oocbere  nad)  l)inten  geridjtet  ift,  finnt».  um? 
bref)en,  umfel)ren,  f.  b.  (j.  S3.  hk  >!panb,  ein  SSlatt— ;  baS  ©ctreibe  beim 
©refd^en— ;  einen  SSagen  — );  fic^— ,  b.  i.  feinem  .Körper  u.  bef.  fei; 
nem  @eftd)te  eine  ber  üovigen  entgegengefe&te  y\id)tung  geben  (j.  33.  fi(^ 
im  SSette  — ;  er  wanbte  fid^  nai)  mir  um);  uncig.  einen  —,  feiten  f.  ju 
entgegengefeiten  SO^einungen  ob.  6ntfd)lüffen  bewegen  (er  ift  ganj  um» 
•gercanbt);  2)  gtelloö  m.  Ijabcn,  f.  x>.  w.  umlenfen  (j.  35.  mit  bem  S85a= 
gen — :  ber  Äutf^er  rcenbct  um;  ®<^iff.  »or  bem  2Binbe  umwenben,  f.  o. 
».  Ijalfen  2.);  m.  fein,  fetten  f.  umf"el)ren,  5urürffe()ren;  bie  Umwen; 
bung,  baä  Umwenben  (jiel.);  unwentig,  S5w.,  nicberb.  f.  ft'd)  leidjt  um^ 
trenbenb  ob.  umirenben  laffenb. 

um n)  erben,  untrb.  jiel.  3n).,  roetbenb  ob.  mit  Bewerbungen  umgeben. 


itmwevfen  —  umwo\)ncn  1391 

umwerfen,  hb.  3».  1)  ?iei.  etwa^  um  \id)  ob.  um  S«manb  »Dürfen, 
[ct)ncU  umtf)un  ob.  umne()men  (einen  SJJantcl,  ein  Zui)  u.);  ju  Soben 
ob.  nicber»t>erfcn,  gem.  umfc^mci^en,  (ein  ®ta6,  einen  ©tii^l  — ;  ber  Söinb 
i)at  ben  Saum,  bie  glitte  ic.  umgeworfen;  ben  JSJagen  umrocrfenK.);  ficf)— , 
3ä'g.  f.  fid)  plö^lid)  umtrenben  (ber  ^irfc^  wirft  fic^  um,  ob.  wirft  um); 
2)  jielloö  m.  f)aben,  f.  iUvatt  umirerfcii  ob.  ju  galle  bringen  (ber  Äut- 
fdier  wirft  um,  t)at  umgeworfen,  ndml.  ben  SBagcn);  umgeivorfen  iverben, 
JU  5aÜe  kommen  (wir  t)a6en  auf  ber  Steife  umgeworfen,  b.  i.  wir  finb  um= 
geworfen  worbcn),  bat)cr  uneig.  gem.  f.  Ungiücf  Ijabcn,  feinen  glü(ilid}en 
gocrgang  in  einem  Unternei)men  (jaben,  Decunglücfen  (j.  S.  ein  Siebner 
wirft  um,  wenn  er  in  feiner  SRebe  jtecEen  bleibt;  ber  JCaufmann  l)at  nm-- 
geworfen,  b.  i.  ju  ia|)len  Qufgei)ört  ob.  SBantcrott  gemacht;  Ianbf(^.  eine 
fd)wangcre  grau  wirft  um,  b.  i.  fommt  ju  friii)  nieber);  bie  Umroerfung, 
baö  UmiDerfen  (ikl);  ber  Umwurf,  M^  Umwerfen  (sicUog)  ob.  Umge? 
n)orfenirerben;  aud)  wai  umgeirorfen  ob.  umgelegt  irtcb  (j.  SS.  ein  Um-- 
wurf  Don  gellen,  b.  i.  eine  SSc!teibung);  —  umwerfen,  untrb.5iel.3w., 
ringsum  betvecfen. 

ummicfeln,  trb.  jiel.  3»». ,  um  emai  wideln  ob.  reicfetnb  befefttgen, 
umirinben  (einen  gaben  2C.);  üon  neuem,  anber6  tvicfeln  (ein  Änauei); 
um  wi dein,  untrb.  jiel.  3w.,  n?i(felnb  umgeben,  ringsum  beroicfetn,  um; 
»V  in  ben  (j.  58.  einen  ginger  — ;  einen  SBaum  mit  ©trol) — );  bie  Um; 
wirfclung. 

umwicl)ern,  untr6.jiel.3w.,  n)ie{)ecnb  umgeben. 

um n)  im  mein,  untrb.  jiel.  3n).,  wimmelnb,  in  trimmeinbet  9)?enge 
umgeben. 

um  wimmern,  untcb.  jiel.  3»-)  iT)immernb,  mit  (^eirimmer  umgeben. 

umwimpeln,  untrb.  jiel.  3w.,  cunbum  mit  2Bimpe(n  oetfef)en. 

umwinbcln,  trb.  jiel.  3n>-)  üon  neuem,  anbeig  trinbeln  (ein  Äinb); 
um'winbctn,  untrb.  jiel.  3w.,  mit  Süinbeln  umit>tcfe(n. 

umwinbcn,  trb.  jiel.  3w.,  um  etwas  irinben,  finno.  umfc{)[ingen 
(ein  Sanb);  t»on  neuem,  anberg  ivtnben;  umwinden,  untrb.  jiel.  3w., 
annbenb  mit  etwas  umgeben,  ringsum  bewinben  (j.  SS.  etwaö  mit  SBerg, 
mit  ©triefen  u.);  auc^  f.  fefl  umfd)(ingen,  umfangen  (3emanb  mit  ben 
3Crmen  — );  bie  Umwintung. 

umwinfeln,  untrb.  jicl.  3w.,  winfeinb,  mit  ©ewinfel  umgeben. 

umwirbein,  trb.  jiel.  3w.,  wivbelnb  umbrel)en,  ob.  umwerfen;  um* 
wirbeln,  untrb.  jicl.  3w.,  wirbelnb,  in  SBtrbetn  ob.  mit  ©ewirbet  um? 
geben. 

umwirfen,  trb.  jiel.  3w.,  um  etwas,  ob.  anberS  wtcfen;  ©c^mtcb. 
bie  ©pi^en  ber  burc^  etwas  gefc^lagcnen  Stägel  umbiegen  u.  einfc^lagen;  um* 
wirfcn,  untrb.  jiel.  3w.,  mit  einem  ®ewitf  umgeben  ob.  einfaffen. 

um  wispern,  untrb.  jiel.  3w.,  wiSpernb  umgeben. 

umwittern,  untrb.  jiel.  3w.,  l.witternb,  b.  i.  etwa6  auSwittecnb, 
umge()en;  2.  witternb  ob.  gewitterf)aft  umgeben. 

umwogen,  untrb.  jicl.  3w.,  wogenb,  in  503ogen  umgeben. 

umwobnen,  trb.  jiellof.  3w.  m.  l)aben,  um  etwaS  f)cr,  ob.  übcrl;. 
in  ber  Umgegenb  ^ier  unb  ba  jerffreut  wohnen,  gew.  nur  bas  9}Jw.  ums 
tt)ol)nenb  (bie  umwol)ncnben  8eute,  SSölfecjc,  ob.  bie  Um woljnenben, 


1392  itmmö'tben  —  um5ief)cn 

arg  ^w.);  bn  Umit)oI)ner,  bic  llmn)oi)nerinn,  f.  ».  w.  Umm^mnU; 
©rbf.  f.  ü.  vo.  ^ebm\voi)mt  (fc.  ^enöci);  umwo^nen,  untvb.  jicl.  3»-, 
einen  £)rt  — ,  tingg  iim^ec  wohnen. 

um  wölben,  untrb.  jiet.  3tt).,  mit  einer  SBolbung  ob.  etwag  ©ewolbs 
tem  umgeben;  bie  Umnjötbung ,  bag  Umwölben;  bie  umgebenbe  SBöl? 
bung. 

umtt)öl!en,  untcb.  jie(.  3»-,  mit  5Bolfen  umhieben,  umbüllen  (bcc 
^immcl  um«3Öl!t  ftd^,  tft  nmwölU);  in  weiterer  SBeb.  uberf)-  f.  »erbunfetnb 
umbüüen,  u.  unctg.  uevbü|!ei-n,  trüben  (ia^  JCntti^,  bcn  EBlict,  bai  ©e^ 
mütt)  K.);  bie  Umwülfung. 

Um.njort,  f.,  »lt.  f.  bie  Umfrage,  baö  Umllimmen. 

umnjüblen,  trb.  jtcl.  3».,  burd)  5Bübten  ba^  Unterfte  ju  oberjl  brin^ 
gen,  finnt».  aufirüblen;  iviib^enb  burd)  einanber  tvirren;  bie  Umwüt)? 
lung;  umwütiten,  untrb.  giel.  3».,  etirag  — ,  runbum  baran  ivüblen; 
bie  Umwül)lung. 

Umwurf,  m.,  f.  unter  umrocrftn. 

umwütl)en,  untrb.  ikl  3«?.,  bi<i)t.  f.  wütbenb,  mit  SButb  umgeben. 

umjacfen,  untrb.  jiel.  3».,  ringsum  mit  3cicfen  V)erfeben, 

um5äi)(en,  trb.  gtel.  3».,  in  ber  Steige  b«t:um  sd'bten;  nodbmalö,  an? 
bcrä  jd'blen. 

umjaubern,  trb.  jiel.  3». ,  burd)  3rtuber  umwanbeln;  umjaubetn, 
untrb.  jiel.  3».,  mit  Sauber,  ^auberifd)  umgeben. 

umzäunen,  untrb.  gtel.  3n?.,  mit  einem  3aune  ob.  unctg.  wie  mit 
einem  3«une,  mit  abtt)ef)rcnbcn  ©c^ranfen  xc.  umgeben,  einlegen;  bie 
Umjaunung,  ha^  Umjaunen;  ber  umgebenbe  3ciun. 

umjed^ig,  SBm.  (»on  3ed)c,  f.  b.)  alt  u.  lanbfc^.  f.  ber  9?eibe  nad)  um^ 
wed)fe[nb,  tt)cd)felgit)eife. 

umgeid^ncn,  trb.  jtct.  3«).,  V)on  neuem,  anberö  jeidbnen;  jeidbnenb 
umitjanbeln;  bie  Umjetd)nung;  umjetd)ncn,  untrb.  jiet.  3").,  rings- 
um bqnd)mn  ob.  umreipen,  umgrenjen;  mit  einer  3eid)nung  umgeben; 
bie  Um5eid)nung. 

um  jenen,  trb.  gtet.  3«).,  nieber  — ,  ju  Soben  jerren. 

um3ie{)en,  trb.  3».  1)  jicUos  m.  fein,  um  etiva6  jieben,  fid)  jiebenb 
ob.  im  3uge  ben^egen;  umber  jie^en  ob.  iranbern  (bibl.  fie  jtebcn  um  in 
ber  SBüfle);  ge«?.  an  einen  anbern  £)rt,  bcf.  in  eine  anbete  5Bol)nung 
jieben,  feine  ^Bo^nung  »eranbern,  »gl.  auö^  ctnjiet)en  (wir  finb  umge? 
gogen,  b.  i.  t)oben  eine  anbere  S[ßol)nung  belogen);  2)  giel.  um  etlüaö  u. 
bef.  um  ftd)  Rieben,  umt^un  2C.  (ein  Ätcib— );  QU(^  ein  Äleibungejlüc? 
beim  2(njieb«n  umnjed}fe[n  (bie  ©i^ubc,  bk  ©trumpfe  ic.  — ;  fi(^  umpc^ 
i)en,  r.  ftcb  umllcibcn);  einen  — ,  f.  umberjieben  uneig.,  b.  t.  ib«  tlüi- 
fcbenb  i)\ni)alun^  aufhieben;  etn)a6  ob.  einen — ,  ju  S3oben  ob.  nieber- 
sieben;  bie  Umjiebung,  hai  Umjieben,  (bef.  giel.);  ber  Umjug,  50?. 
-jöge,  1)  bag  Umsieben  (gen),  sielloö),  in^bef.  bag  ^erum^  ob.  Umber- 
gieben  (einen  Umjug  Ijalten);  ba^  3ieb«n  auf  einem  Umwege;  bai  Se? 
Rieben  einer  anberen  ^JSobnung;  2)  \va^  umgejcgen  »virb  ob.  ift,  finnt». 
Überjug,  S3orbang  (g.  S5.  eineö  SSetteg);  —  umjieben,  untrb.  siel.  3»-, 
jiebenb  ob.  im  3uge  umgreifen,  umtvanbern  (j.  S5.  ein  ©cbirge);  jiebenb 
umgeben  ob.  ficb  um  etivag  tierbreiten  (ber  9iebel  umjog  un6);  tunbum 


um^immcfn  —  un  1393 

mit  ettDrtS  6ejU()eti  ob.  mit  etivag  ©«jogenem ,  ftd^  in  bie  Cange  ©rftrectcn« 
bcm  umgeben  (j.  S.  einen  SBSafb  mit  ?Wc|fn,  eine  ^lää)t  mit  ßinicn,  eine 
®tabt  mit  ®väbm  — );  auf  bet  ^iinjen  £)betfläcf)e  mit  etiraö  überbecfen, 
überjieljen  (j.  58.  SBläfTe  umjog  ftinc  SIBangcn;  ber  J^immel  i|l  mit  SDJolfcn 
umjogcn);  bie  UmjicOung,  bnäUmiie^en. 

umjinimern,  untcb.  jiel.  3»- >  mit  Bimn^'JtiVfcf  umgeben. 

um  j ingein,  untrb.  jicl.  3».,  (oon  bcm  x>[t.  bei  3  in  gel,  b.  i.  enge 
Umfc^liepung,  3n>tngti-,  ent(ef)nt  oon  b.  tat.  cingulum,  ©ürtel) ,  ringsum 
eng  einfd)lie^en,  bef.  üon  lebenbigen  SBefcn  u.  jroar  in  feinbli^ec  ^(bfic^t, 
öetf4).  üon  umringen,  f.  b.  (j.  S.  ber  geinb  umjingelte  unö,  t)at  bic  ©tabt 
umjingcit);  feiten  überl).  f.  umgeben,  einfd)liepen;  bie  Umzingelung. 

umjirfcn,  untcb.  jiel.  3n>.  (oon  b.  lat.  'inus,  bai)n  altb.  umbicirc, 
umbecirkel .  Umffciö,  Umfang;  vgl.  Se^icf),  in  eine  Äreiälinie  einfd)(iefen, 
freiöfovmig  umfci)lief en ,  umgeben;  ringsum  befd)rd'nfen,  bejirfen  (j.  S. 
ben  SBlict,  bcn  Caiif  bcv  ©tcrbli^en  ic.  — );  —  umjirfeln,  untrb.  jiel. 
3n).,  mit  einem  3iifel  ob.  Äteife  umfd)teiben;  Ereigföimig  umgeben. 

umjivpen,  umjifcl^en,  umjifd^eln,  umgittern,  untrb.  jiel.  3n?., 
bid^t.  f.  jirpenb,  jifd)enb,  5ifd)elnb,  jittecnb  umgeben. 

umjncfern,  untrb.  jiel.  3«?.,  lunbum  mit  3uc!ev  bejiceuen  ob.  übet* 

Umjug,  m.,  f.  unter  umjtef)en. 

umjupfen,  trb.  §iel.  3«.,  üon  neuem,  anberS  jupfen;  umjupfen, 
untrb.  jicl.  3»»-)  ringsum  bejupfen. 

umjraängcn  ob.  umsnjingen,  trb.  jiel.  ^n?.,  mit  3n?ang  umlegen 
üb.  umtl)un. 

um  j  n)  i  t  feiern ,  untrb.  iiel.  3«-,  än)itfd)ernb  umgeben. 

un  — ,  SSocftlbe  ob.  ctg.  untrennbare^  5^tv.  (gotl).  altb.  angelf.  altfä^f. 
un,  altnorb.  o:=on,  fd^njcb.  o-,  bän.  u-;  ogi.  b.  gried^.  ay-,  lat.  «a-; 
rootjrfc^.  oon  gleicher  SBurjel  mit  gotf).  inuh,  altb.  äno,  of)ne;  niö)t 
aber  burd)  SSerMrjung  auö  ol)ne  entjlanbcn,  womit  biefe  ^artüet  erjl  m 
neuerer  3eit  feljlcrljaft  oermifdjt  »orben  ijl  in  ben  je^t  olt.  formen:  o{)ncr« 
achtet,  ol)ntangft,  oljnmögtid)  jc.  jlatt  ber  richtigen:  ungeachtet,  unlcingft  :c.; 
f.  of)nc),  nie  für  ft^  allein,  fonbcrn  oon  jcfjcr  nur  in  Jßcrbinbung  mit 
.I^aupt=  unb  Sei  Wörtern  (nic^t  mit  3citn3Örtcrn)  ftct)cnb,  bewirft 
ni^t  allein  1)  bie  SSctneinung  ob.  2(ufhebung  beg  ©tammbegriffe^ 
(finno.  niijt)  u.  bef.  bie  Umfef)rung  beöfelben  in  fein  pcfttioeS  @egentf)eil 
(j-  JB.  Unflci^,  Unred^t;  unüar,  untreu);  fonbern  bc^cic^net  aud^  2)  bie  2(b* 
»üeidjung  be§  ©egenflanbeö  oon  ber  »»efentlid)en  ob.  ioal)cen  ^iatut  be« 
burd)  tai  ©tammivort  bejeidjneten  ®attung6begriffeg,  baljer  überl).  ba* 
Unnatürlid)e,  256fe,  @d)[imme,  SBibertod'rtige,  <2d)öb(id)e  (finno.  ab-, 
mifö-,  fel)l-;  j.  SB.  Unart,  Unmcnfd),  Unfraut,  Unwetter);  ou§  bd» 
ben  Sebeutungcn  aber  entwtd'elt  fi^  3)  in  manchen  35Jörtern  eine  oecfld'r^ 
fenbe  (intenfioe)  Äraft  beg  un  —  (j.  S.  Unjal)!  f.  fel)r  gropc  3at)l,  Unge» 
Witter,  Unfojlen,  Untiefe;  oberb.  au(^  Seiwörter,  wie:  ungro^,  unlang,  un* 
reic^,  untief  K.  f.  fc^r  gro^,  fel)r  lang  ic).  —  3n6befonbere  flcf)t  un  — 
,  a)  oor  Jg>aupt Wörtern,  in  allen  3  Scbeutungcn  (j.  S.  1)  Unbanf,  Un* 
bing,  Unfrieben,  Unfug,  Ungcbulb,  Unglüdt,  Ungunjl,  Unf)eil,  Unlujl,  Un* 
mut^,  Unruhe,  Unf^ulb,  Unfmn,  Untreue,  Untugenb,  Unoerjtanb,  Unwert^, 

.i&cpfe'ö  .^anbwörtctb.  b.  beutf^/en  (Spr.  2.  Z^iil.  88 


1394  «n 

Unjud^tic-,  2)  Unart,  Unfall,  Ungeftalt,  Ungcjiefcr,  Unt{)at,  Unt^fet:,  Un-- 
»efen,  Unjett;  3)  Ungwitter,  Un^af)!,  lanbf^.  ouc^:  UnmaJTe  f.  fe{)r  gvope 
SKafTe,  u.  bgl.  m.) ;  b)  »or  35  c  i  m  ö  r  t  e  r  n ,  im  Jpoc^b.  nuc  in  ber  1  flen  S3cb., 
in  wddjcv  man  forttt)a{)renb  neue  SScitüörter  mit  un —  bilbcn  !ann,  wenn 
man  bcn  ©igenfi^aftgbcgriff  auf  eine  gelinbe  litt  auffjebcn  will,  of)ne  bai  po= 
fitioe  ©egentljeit  ju  fc^cn  (j.  S.  ungut,  unfc^ön,  unjavt  u.);  übixi).  ftet)t 
baö  mit  un-  cerbunbenc  S3cimort  feinem  Segriffe  nac^  ^wifd)en  bcm  bur^ 
ein  »orgcfe^teS  nid^t  ücrncintcn  unb  bem  felbftanbigcn  ob.  aud^  mit-loö 
gcbilbetcn  SBortc  für  bcn  cntgcgcngefe^ten  S5egviff  mitten  inne,  inbem  eS  ftär= 
!er  al6  jcnce,  fd)n)äd)er  a(ö  bicfeö  ift  {»gl.  j.  S5.  ni^t  fd^ön,  unfc^ön,  tiä\i' 
lic^;  nic^t!lug,  unftug,  bumm:  nid)t  lieb,  unlieb,  »er l)ajTt:  ni^t  nü§,  un» 
nü§,  fd^dblidb;  nid^t  treu,  untreu,  treuloö;  fo  auc^:  unbdnbig,  unban!bar, 
unbcutfc^,  une^t,  unebcl,  unfrei,  ungenau,  unglücflic^,  ungültig,  unred^t, 
unrein,  unfc^ulbig,  unft(i)cr,  unfic^tbar,  unwat)rjf.);  befonbcrg  gern  Derbin= 
bct  fid^  un-  mit  »ielftlbigcn  abgeleiteten  SBcinjörtcrn,  namentlich  fol« 
c^en,  bte  mitteljl  ber  SZac^filben  lidl),  bar,  fam  »on  abgcl.  ob.  ggef.  3eit* 
«Wörtern  gcbilbet  finb  (j.  S3.  unbegreiftid^,  unt)crpänbli(^ ,  unücvänberlid^ ,  un= 
auflöglid^,  unbcjal)lbar,  ungenießbar,  ungenügfam  2C.),  unb  bitbet  felbjl 
mand^t  Sciwörter  fold^er  3(rt,  bic  auf  er  ber  3ufammen[e^ung  mit  un  — 
nid)t  ühüdj  finb  Cj.  JB.  unaufl)örlic^ ,  unau^bleibli^,  unbucd^bringlid^,  uner= 
mefölid),  unüberminblid^ ,  unumgönglit^  ,  unmicbcrbringlicfe ,  unabfct)bar,  un= 
aufi)altfam  ic;  nic^t  aber:  aufljörlid^,  auäbleiblid^,  burd^bringlii^  jc);  c)  »or 
Slebenrcijrtern  in  bcrfclben  S3eb.  (j.  SS.  ungern,  unlängfl,  unweit,  un= 
wof)l);  d)  cor  95iittelw  örter  n  nur,  fofern  fic  bie  Äraft  bc§  3eitworteö 
aufgegeben  u.  mcfjr  ob.  weniger  bic5?atur  oon  Seiwörtern  angenommen  l)aben; 
bat)er  feiten  üor  bem  lebenbigeren  Ijlen  9)iittclwort  ob.  actioen  ^articip 
(formen,  wie  ,,unfül)lenb,  ungcniefcnb,  unfet)cnb,  unaltcrnb"  ic.  f.  nic^t 
fül)lenb  2c.  finb  i^öc^fteng  bem  Dichter  erlaubt;  woljl  aber  fagt  man:  ungcnü= 
genb,  unbefriebigenb,  unjureid^enb,  unoermögenb,  untl)cilnel)menb,  unwif? 
fenb  2C. ,  weil  bicfe  SBcrter  ganj  bie  SSeb.  oon  SBciwörtcrn  t)aben);  hingegen 
»or  icbem  2tcn  SÄittclwort  ob.  paffioen  ^articip  fann  un-|tet)en,  wenn 
fö  beiwörtlid^,  i>.  i.  ni(^t  alö  Seftanbtf)eil  einer  umfd^reibenben  9?cbeform 
beö  3w.  flet)t,  (man  fagt  5.  S5.  nid)t:  ic^  ijahi  hai  Su(^  ungelefcn,  eö  wirb 
ungelefen  jl.  ic^  i)abe  eö  nic^t  gelefen,  c§  wirb  ni^t  gclefen;  wo^l  aber:  baS 
S5ud^  ijl  ungelefcn,  ein  ungelefcncS;  eö  ift  ungelefen  geblieben;  iä)  will  eö  un= 
gelefen  laffen,  i)abi  eS  ungelefcn  gelaffcn;  eö  wirb  ungelefen  bleiben  if..;  fo 
ou^:  ungefe^cn,  ungenofTen,  ungef^rteben,  ungeröc^t,  unbclol)nt,  unbebat^t, 
unert)Ört,  unentfc^ieben ,  unempfunben,  unoerflanben ,  unjerflört,  unabgebrudt, 
unangemclbct,  unaufgcraumt,  unauögebilbet,  uneingef^ranft,  unübcrfe^t,  un= 
umwunbcn,  ununterf(^ieben,  unüorgefeljen  u.  bgl.  m.;  aufgenommen  ftnb  nur 
f^werfäUige  gormen,  wie:  unwiebergebrad)t,  unniebergefommcn,  unwat)rgc= 
nommcn  2c.,  wel^e  man  oermeibct).  93or  bic  mit  un-  ?gcf.  SSei*,  9^e= 
ben«  unb  «Olittelwörter  fe^t  man  ^auftg  nii^t,  um  bur^  bie  boppeltc  Jßer* 
neinung  ben  bcjaf)enbcn  Segriff  cntwcbcr  ju  ermäßigen,  ober  aud^  fraftigcr 
ouö^ubrüden;  j.  S.  eö  ift  mir  niö^t  unlieb,  nic^t  unangcnct)m;  er 
I)at  es  ni(^t  ungern  gctf)an;  etwas  nic^t  unbemcrft,  mäjt  unbcrücE<= 
fi^tigt  lafTen;  cS  !ann  nid^t  ungerügt  bleiben;  er  wirb  nic^t  ungeftraft  blci= 
ben,  u.  bgl.  m.  —  3n  anbern  formen,  auf  er  bem  SKittelworte,  Utben  bic 


unabä'nbev(id)  —  unablcglid)  1395 

3ettWöctcc  hin  un-  üor  fid),  Qud^  ntc^t  in  bcm  a(ö  J^auptreott  9«= 
brauchten  3nftntti»  (man  [agt  ntc^t:  baö  Unwiffcn,  UntroUen,  Untt)un  ic. , 
[onbern:  ba6  iJlt^twifTcn,  9?ic^ttt)oUcn,  3liä)tti)ün  Jc);  alle  3eittt>övtcr,  in 
bcncn  ein  un  —  erfc^cint,  ftnb  oon  ^aupt«  ob.  Sciinöctern  mit  bicfet  93oc« 
filbe  abgeleitet  (j.  SS.  beunruf)t9en ,  »erune^ren,  üerunglimpfen,  oerungtücten, 
ücrunreinigen,  »eruntreuen ,  oerunjieren  u.  oon  Unrufjc,  Unef)re,  Unglimpf, 
Unglüct,  unvein,  untreu,  Unjier).  —  übet  bie  SBctonung  biefer  üßocfitbe 
ift  golgenbeg  gu  bcmec!en:  9Sor  >!g)oupt=  unb  9lebenrcöctern,  wie  auc^ 
oov  allen  SB  eiwöct  er  n,  bie  nit^t  unmittelbar  oon  3citn'örtern  abgeleitet 
finb,  i)at  un-  regelmäßig  bcn  J^auptton;  t50t5JJittclwÖrtcrn  {)inge= 
gen  nur  btn  Stieben  ton,  rcäljrenb  ber  ^auptton  auf  ber  ©tammftlbe  be6 
ScitnjorteS,  ober,  wenn  bicfeö  ein  trennbar  jufammengefe^teö  ift,  auf  bem 
auc^  in  ben  übrigen  gormcn  beöfclbcn  t)o^tonigcn  S5e|limmung6»rorte  ruf)t 
(j.  S.  ungeräc^t,  ungefe()en,  unerl)ört,  unbcflectt,  unverbaut,  un» 
ilbcrfc|t,  ununterbrochen,  unbur^bac^t;  unabgefe^t,  unangemelbet, 
un  a  u  6  gefegt ,  un  e  i  n  gefc^rän!t ,  un  0  0  r  bereitet  k.)  ;  cor  S5  e  i  >ü  ö  r  t  e  r  n  auf 
lic^,  bar,  fam,  bie  junäc^ft  oon  3eit>oörtern  abftammen,  ^at  un —  gleich» 
falls  nur  ben  91  eben  ton,  unb  ber  Jpauptton  fallt  immer  auf  bie  ©tammfilbe 
beö  3>o.,  felbft  bann,  wenn  biefee  mit  einem  fonjl  Ijod^tonigen  S3cftimmungä= 
»orte  jufammengcfe^t  ift  (j.  S3.  unenblic^,  unfletblic^,  unerfd^  opf lic^, 
unoer gtcic^lt^,  unoerm eiblic^,  unbenfbar,  unl)örbar,  unjcifjlbar, 
unbulbfam;  unauf Ijörli^,  unausbleiblich,  unabfcf)bar,  unauffjatt- 
famzc,  obgleich  man  auf l)ören,  ausbleiben,  abfe()en,  aufl)alten  betont; 
—  aber  in  unfic^tbar,  unbrau^bar,  u n oerjldnblic^ ,  unjulänglit^ ,  un  = 
a^tfam  u.  a.  m.  liegt  ber  J^auptton  auf  un  —  ,  »eil  biefe  SBörter  nic^t  ju= 
nä(^ft  oon  bcn  3fitn5örtern  fel)en,  brauchen,  ocrftel)en,  julangen,  achten,  fon- 
bem  oon  bcn  ^Beiwörtern  ftd^tbar,  braud^bar,  ocrjiänblicf) ,  juldnglidj,  ac^t= 
fam  gebilbct  ftnb;  fo  auc^  in  ben  SKittelmörtern  ungcnügenb,  unbefriebigenb, 
uniureic^enb,  unocrmögenb,  unwiJTenb,  uncrfaf)ren,  ungctel)rt  u.  a.  m.y 
»etc^e  ganj  alö  SBeimörtcr  betrac!^tet  werben).  —  3)a  fafl  alle  SBeiwörtec  unb 
SKittclmörter  bie  Serbinbung  mit  un  —  julalTcn,  bie  SBcbeutung  biefet  SBil' 
bungcn  aber  in  ber  Kegel  ouS  bem  ju  ®runbe  liegcnben  S3ei=  ober  3eitwort 
unb  bcm  oerneincnben  SBcgriffe  be§  un  —  t)inldngli(^  crl)eUt:  fo  werben  im 
golgenben  nic^t  alle,  fonbern  oorjugSweife  bieienigcn  mit  un—  jufammcn^ 
gefegten  Sei'  unb  ?Wittclw6rter  einjeln  aufgefüf)rt,  bie  in  it)rer  SBebeutung 
ober  2fnwenbung  etwas  (5igcntl)ümlid^eS  f)aben. 

unabönberlic^,  Sw.,  trag  md)t  abgednbect  irecben  fann;  bie  Unab* 
änberllc^feit. 

unabbrüc^ig,  SBw.,  feinen  Tibbtud)  ob.  9?ad)tbetl  betrirfenb  ob.  ju* 
laffmb,  bef.  oberb.  Äanjl.  als  2Sw.  mit  bem  ®en.  f.  o^nc  2(bbcud)  (5.  33. 
unabbrii(^ig  feines  »iec^teS). 

umib^ängi.q,  S5w. ,  niäjt  abljangiij  (oon  einer  ^crfon  ob.  «Sac^e  unab« 
bangig  fein),  9iiemanb  untenrotfen,  burd)  niditg  bebingt  ob.  bcflimmt, 
finno.  frei,  (Vernunft  unb  SBillcn  finb  unabhängig);  bie  Unabt)cingigfeit. 

unabläffig,  S3w.  u.  2fitv.,  nid}t  ablaJTenb,  ebne  abjutaffen,  finno.  an- 
baltenb,  beflanbig,  unaufböclid);  bie  Unabläfftgfeit. 

unableglid^,  SBw.,  ivas  nic^t  abgelegt  ob.  abgetragen  werben  fann 
(3infen);  bie  Unableglic^feit. 

88* 


1396  unablöSIid)  —  unanftöpig 

unabI56lid^,  SSn?.,  waö  nid)t  abgeloft  trerben  fann  (eine  ©d^u(b). 

unabfe()bar  ob.  unabfe^lid),  SBro.,  trag  fid)  md)t  abfef)en,  b.  i.  big 
ju  @nbc  fcf)en,  Id'fft  (baö  unabfetjbave  9Äeer;  unabfef)bare  ©c^wterigfeiten  u. 
bgi.);  bk  Unabfebbarfeit. 

unabfe^bar  ob.  unabfe^Ud^,  Sw.,  ntdit  abs«f«|t  roetbm  fönnenb 
(fr.  inamooibel);  bte  Unabfe^barfeit  (einc§  Seamten). 

unabtragbav,  S3i».,  roaä  nlcf)t  abgetragen  werben  fnnn  (eine  ©d^ulb). 

unabn^eiölicf) ,  58».,  voa^  nid)t  abgeirtefen  werben  tann  (gorberungen); 
bte  UnabroeiöUd^fett. 

unabwendbar  ob.  unabn)enblid^,  s».,  roaö  fid)  nicfct  abroenben  (dfft; 
bie  Unabraenbbarfeit  ob.  Unab»t)enblid)feit. 

unad)tfam,  35».,  nid)t  ac^tfam,  ber  3(d)t  ob.  2(ufmerffamfelt  erman^ 
gelnb,  finn».  unaufmerffam;  bte  Unacbtfamtelt 

Unabel,  m.,  feUcn  f.  mangelnber  "UM,  uneble  S5ef(i)affenbett;  —  un- 
abclig,  SSra.,  nld)t  abelig,  bürgerlid). 

unäbnüd^,  SB».,  ntd)t  d'fjniid},  üerfd)teben;  bie  UncibnUc^feit. 

unangemeffen,  SSro.,  nid^t  angemeffen  ob.  gemdp,  finno.  unpalJenb, 
unfd)tcflid) ;  bie  Unangemeffenbcit. 

unangcnebm,  SS».,  nid)t  angcnet)m  ob.  roo^Igefä'üig,  u.  in  ftärfetec 
a3eb.  SBiberroiÜen  ertDecfenb,  ftnno.  wibrig,  iriberwdrtig  (ein  unangmef)« 
mev  (55cru^,  ©tfd^maä  Jc;  unangenetime  S^ac^ric^tcn;  iiai  Unangenctime, 
aH  S^vo.). 

unangefeben,  ba§  öcnuinte  OKn?.  angefefjen,  atfo:  nid)t  angefeuert 
(j.  SS.  etwas  unangefefien  taJTcn,  b.  t.  cö  nic^t  anfef)en);  »lt.  Äanjl.  al6  85». 
mit  bem  ®cn.  f.  oi)ne  9lüifftd}t  ju  nei)men  auf  2C.,  finno.  ungead^tet  (j. 
SS.  unangcfeljen  feineö  2C(ter6  K.);  —  unan9efet)en,  S5».,  nid}t  angefe^ 
^en,  b.  i.  nid)t  üornebm  ob.  gead)tet  (j.  JB.  ein  unangefc^ener  SÄann). 

unangreifbar,  33».,  wag  nid)t  angegriffen  werben  fann;  bie  Unan^ 
greifbarfeit. 

unannebmbar,  S5».,  wai  nid)t  angenommen  werben  fann  (j.  S5.  ein 
9Sou[c^iag);  bie  Unannebmbarfeit;  —  unannebmli(^,  33».,  ntd)t  an= 
nef)m(id)  ob.  angene{)m,  unangene{)m;  bie  Unannebmlidbfcit,  bag  Un^ 
annel)m(id}fetn;  aui}  eine  unangenel)me  ®a(i)e,  ftävEec:  SKiberwd'rtigfeit 
(gji.  Unanncf)mli^!eitcn). 

unanfäffig,  33».,  nid)t  anfdfftg  ob.  angefeffen. 

unanfcbaulid[),  SB».,  nid)t  anfd)au(id),  ber  2(nfd)au(id)fett  ermangelnb; 
bie  Unanfc^aulic^Eeit. 

unanfebnlid^,  35».,  nid)t  anfebniid),  but^  fein  äujjeres  2(nfet)en  nid^t 
otel  ücrfpred^enb  (ein  unQnfct)nlic^er  fOicnf^);  au(j^  f.  unbetrddjtlid);  bie  Un- 
anfebnlicbfeit. 

unanjidnbig,  S5».,  ntd)t  anfld'nbig,  bem  2fn|lanbe  nid)t  gemdp;  ge». 
tn  t)artcrem  ©inne:  ben  guten  «Sitten  juwiber,  jtnno.  unfd)icflid),  unefjrs 
bar,  unfitt(id)  (ein  unanjlänbigeö  35ctragen,  unanjicnbigc  Sieben);  bie  Un* 
anjldnbigfeit,  baS  Unanjldnbigfein;  au^  eine  unanfldnbigc  v^anblung, 
2(u^erung  2C.  (3».  Unanjlänbigfeitcn). 

unanfiöpig,  33».,  nid)t  anftö^ig,  feinen  2fn|Iop  gebenb;  bie  Unan- 
|!üpigfeit. 


Mnantaj!bar  —  unaugfpred)(i(^  1397 

unantaf!bar,  fBw.y  roaö  nid)t  angetaflet  merb«n  barf;  bie  Unantöft* 
barfeit. 

unanrocnbbar,  fSvo.,  iraö  nid)t  angeroenbet  »t>ecben  fann;  bie  Unön^ 
tcenhbaxkit. 

Unart,  m.  1)  o.  591.  üon  b«t  guten  litt  abroeic^enbe,  fcf)(erf)afte, 
fd)(ed)te  "äxt,  b.  i.  natürliche  'Knlaqc  u.  SBefdjaffenfieit,  bef.  oon  bet  fttttic^cn 
S5e[c^Qffcnf)cit  (bie  Unart  cincS  JtinbcS);  2)  Wl.  -en,  «ine  einjetne,  bec  gu; 
tcn  fttt(id)en  Sefd)affcn{)eit  juwibeclaufenbe  @i9enf)eit  cb.  @cn)of)nt)eit 
(bie  Stafc^fjaftigfcit  ijt  eine  Unart;  jebcö  Äinb  Ijat  feint  Unarten  ic);  b«c 
Unart,  -g,  lanbfc^.  gem.  f.  ein  unartiger  SJienfd),  ein  unartigeö  Äinb; 
unartig,  Sm.,  nid)t  artig,  eine  Unart  ob.  Unarten  t)abenb  u.  barin  ge- 
grünbet,  tjärter:  ungefittet,  ungejogen  (ein  unartiges  Äinb,  ein  unartiges 
^Betragen);  aud)  f.  unfein,  un()öpid},  nid)t  irot)Ianftanbig  im  gcfcUigen 
Cefccn;  bie  Unartigfeit. 

unaufhaltbar  ob.  gew.  unaufbaltfam,  33».,  roer  ob.  rcag  nid)t  auf-- 
gef)a(ten,  b.  i.  jutücfgefjalten  ob.  gefjemmt  werben  fann;  bie  Unauft)alti 
famfeit. 

unaufbörlid^,  jBto.  u.  9?«.,  nid)t  auff)örenb,  of)ne  2(uff)ö'ren,  ftnne. 
unablaffig,  fortträ^renb,  beftanbig  (ein  unauffjörli^es  ©erä'ufc^;  es  regnet 
unauf()örli(^);  bie  Unauft)örli(^feit. 

unauflösbar  ob.  gem.  unauflöölid^,  SBm.,  wag  md)t  aufgelöf't  n)et= 
ben  fann  (ein  Änoten,  ein  SRcittjfel  jc);  bie  Unauflöäbarfett  ob.  Unauf- 
löölic^feit. 

unaufmerffam,  58».,  nid)t  aufmerffam,  finnt.  unadjtfam,  jerf^teut; 
bie  Unaufmerffamfeit. 

unauffc^iebbar  ob.  h.  unauffc^icblirf),  S».,  reag  nid)t  aufgefd}oben 
werben  fann. 

unausbleiblich,  93».,  nicbt  au^bteibenb,  b.  i.  ftd)er  eintreffenb  ob.  ge^ 
fd)el)enb  (bie  unauSbteiblid^en  gotgen  feines  3;()un6);  bie  UnauSbleiblic^feit. 

unauäforfc^bar  ob.  unauSforf(^(id) ,  33».,  waä  nidjt  auögeforfc^t 
werben  fann,  ge».  unerforfd^Iid):  bie  UnauSforfc^IicI^feit. 

unauSfübrbar,  33».,  wag  nid)t  auSgefül)«  werben  fann;  bie  Un= 
auöfül)rbarfeit:  —  unauSfü^rlid^,  33».,  nid)t  auöfüfjrlid),  furj,  Qe> 
brd'ngt. 

unauSgefe^t,  1)  baS  »emeinte  SÄ».  auSgcfefet,  atfo:  nid)t  augge= 
fe|t;  2)  als  SB»,  u.  91».,  wai  nid)t  auggefe^t,  b.  t.  aufgefd)oben  ob. 
unterbrod)en  wirb,  ununterbrod)en,  unabld'fftg  (i- S5.  unausgefe^t  arbet» 
ten  it.). 

unauSl)altbar,  35».,  wag  fid}  nid)t  augf)alten  tafft,  unertraglid). 

unauSflagbar,  33».,  vca^  ni*t  auggeflagt  werben  fann  (eine  (Sc^ulb). 

unauSIöfd)bar  ob.  ge».  unauSlöfi^tic^,  33».,  r\>cii  nid)t  auggelöfd)t 
werben  fann,  eig.  u.  uneig.  (geucr,  25urjl,  Siu^m  u.  bgl.);  bie  Unauä; 
lijfc^lic^fcit. 

unauSmefSbar,  33».,  voai  ntd)t  auggemeffen  werben  fann. 

unausrottbar,  35».,  wag  nid)t  auggerottet  werben  fann. 

unauSfprec^Uc^,  33».  u.  9t».,  wag  ftd)  nid)t  augfpredjen,  nid)t  mit 
jSBorten  augbrücEen  Idfft,  finn».  unfdglid),  unnennbar  (bibl.  bk  @röpe 
beS  JQtxvn  ijl  unaugfpred^Uci^;  unauSfpre(^U(!&e  gteube,  SBetrübnifS  jc;   ftd^ 


1398  wnau§jlet)lid)  —  unbcbeutenb 

unaugfpced^a'c^  freuen  u.  bgl.,  b.  i.  übcrf).  in  fe^r  f)oI)em  (Stabe);  bie  Un^ 
nuöfprcc^ltd^feit. 

unaug|!el)lid),  Sto.,  roaö  fid)  ntd}t  auöflcf)en  ob.  ertragen  (äfft,  urt= 
nuö{)viltbar  (©d^meri);  auö)  im  f)öd)|lten  ©rabe  unan3«nef)m,  junjiber, 
ftnnö.  unerträglid),  un(etbttd)  (er  i|t  mit  unauöfte^Iid^ ,  ein  unauöftef)H(^cr 
SÄcnfc^) ;  bte  Unau§fle()lic^feit. 

unaustilgbar,  S«?.,  wag  ntcftt  auggetilgt  werben  fann. 

unauäiveirf)li(i,  S».,  fo  bcfdjaffen,  bafö  man  nicf)t  auSwetcfjen  fann, 
ftnnü.  uuüermfiblicf)  (j.  SB.  eine  unaugn)ei^lid)e  ©efa^r);  bie  UnauSiDcic^^ 
lic^felt. 

Unbanb,  m.,  -g,  9)?.  -e,  prcuf.  u.  bronbenb.  gem.  f.  ein  unbd'nbiger, 
auögelaffener  5!)?enfc^;  unbändig,  Sro.,  feine  25anbc  leibcnb,  ftd)  nidjt 
jal)men,  bonbigen  ob.  in  ben  gebörigcn  <Sct)ranfen  batten  laffenb,  ftnn». 
jügeKog,  rtuögelaffen,  wilb  (ein  unbänbigee  ^fecb,  Äinb  u.;  unbänbig  tc 
ben):  aU  91«).  lanbf(^.  gem.  aud^  f.  unmafig,  übermäßig,  in  fe^r  bo^em 
@rabe  (j.  S.  unbänbig  (a^en,  fc^reicn;  jt^  unbänbig  freuen  u.  bgl.);  bie 
Unbänbigfeit,  finno.  äitgellofigfeit,  Söilbbeit  jc. 

unbarmberjig ,  SSro.,  nic^t  barmberjig,  ebne  Sbeilnabme  bei  2fnberer 
Seiben,  ftarEer,  aU:  unempfinblid),  bart;  fc^wä'c^ec,  alö:  graufam;  alö 
^m.  lanbfd^.  gem.  f.  in  febr  bobem  örobe  (j.  35.  unbarmJjcrjig  \(ijvmn  u. 
bgl.);  bie  Unbarmberjigfeit,  finno.  Sübüoftgfeit,  ^arte  ic. 

unbärtlg,  SB».,  feinen  Sart  babenb;  bie  Unbartlgfeit. 

Unbau,  m.,  alt  u.  oberb.  f.  mangeinber  ob.  mangelbafter  2(nbau, 
[cblecbte  SSebauung  (ein  gelb  in  Unbau  liegen  laffen). 

unbeantwortet,  »erneintc§  5JKtt5.,  nicbt  beantwortet;  obne  SSeantwor- 
tung;  unbeantraortlic^,  asw.,  wag  nicbt  beantwortet  werben  fann. 

unbebad^t,  1.  ocmeintee  SJKn).  (»on  bcjbad^en),  nicbt  bebacbt,  b.  i.  mit 
feinem  2)acbe  üerfeben. 

unbebad^t  2.  ocrrieinteö  SW».  (öon  beb en!en),  nicbt  bebacbt  ob.  er= 
wogen  (j.  SB.  itroa^  unbebactit  laffen);  gen).  al6  S».  ob.  91».  f.  nicbt  mit 
^JZacbbenfen  Derbunbcn,  obne  SSebenfen  ob.  Überlegung,  »gl.  unbefon- 
nen,  unüberlegt  (unbebatbt  banbeln;  eine  unbebad^te  Antwort  u.  bgl.);  ber 
Unbcbad^t,  mangeinber  ?8ebacbt,  mangelnbe  Überlegung  ob.  23orficbt, 
ftnnö.  ßeicbtfinn  (mit  Unbebacbt  banbeln;  ettoai  auö  Unbebac^t  tl)un);  un= 
fcebäd^ttg,  unbebad)tfam,  SBw.,  nicbt  bebadjtig  ob.  bebad)tfam,  finno. 
wnüorftd)tig,  leicbtffnnig  (unbebad^tig  ob.  unbeba^tfam  ()anbeln,  reben;  eine 
unbebäcbtige  Siebe;  ein  unbcbac^tfamec  SKenf*);  bie  Unbebäd^tigfeit,  Utl- 
bebacf)tfamfeit;  unbcbenflid^,  95«».,  nicbt  bebenflid)  ob.  jweifelbaft,  fein 
SSebenfen  erforbernb,  u.  al6  91«.,  obne  ftcb  barüber  ju  bebenfen  (j.  «8. 
iä)  xvi\l  beinen  Sfiatb  unbeben!licb  befolgen);  bie  Unbebenflirf)feit. 

unbebedPt,  cemeintcö  sä»,  u.  aBw. ,  nid)t  bebecft,  blof,  entblöft. 

unbebeutcnt»,  i8w.,  eig.  feine  SSebeutung  babenb,  bebcutungöIoS  (j.  SB. 
ein  SBort);  gew.  nid)t  bebeutenb,  b.  i.  nid}t  wid)tig  ob.  betrad)t(id) ,  ftnno. 
unbetracbtlicb ,  unerbeblid),  gering,  geringfügig  k.  (eine  unbebeutenbe 
(Summe;  unbebeutenbe  SJorfalle;  ein  unbebeutenbcc  SKenf^);  bie  Unbebeu* 
fenbeit,  übel  gebilbet  f.  ba6  Unbcbeutenbfein  ob.  ba6  Unbebeutenbe,  bie 
geringe  SSebeutung;  unbebeutfam,  SBw. ,  nicbt  bebeutfam,  b.  i.  nid^t  bk 


unbebingt  —  unbcfannt  1399 

Äraft  ob.  gäf)t9{cft  ()abenb,  itmai  ju  bebeutcn  (ein  unbebeutfomeö  SBort); 
bie  Unbeteutfamfeit. 

unbebingt,  83».  u.  «Rn?.,  n'xdjt  bcbingt,  o^nc  SSebingung  ob.  Gin^- 
fd^ranfung,  finn».  unbefcf)ranft,  unumfd)ränft  (ft.  abfolut;  ein  unbebing^ 
tcö  @ebot,  unbebingtec  @ef)or[am;  unbebingte  ®e>x>aU;  ttvoai  unbebtngt  fot= 
bern  jc);  bie  Unbcbingt()eit. 

unbctürftig,  SBio.,  nic{)t  bebiirftig  ob.  bebürfenb. 

unbeerbt,  3m.,  nid;t  beerbt,  feine  ßeibeöecben  ^nbenb. 

unbefnl)rbar,  fSm.,  rcaö  md)t  befabren  trerben  fann;  unbefahren, 
93iD.,  ntd)t  befabrett  (ein  unbcfat)rcnec  5fficg;  ©djiff.  unbcfaf)rene6  ©(^iff6= 
üol!,  b.  i.  unTOi(TcnbcS,  baS  noc^  feine  5Rei[c  mitgema^t  f)at). 

unbefangen,  SSw.,  ntd)t  befangen,  b.  i.  nid)t  eingenommen  oon  8Sot« 
urtl)cilen,  9?üctfi(^ten  u.  bgl.  (j.  S.  unbefangen  über  etmaö  uctt)ei(en;  ein  un= 
bcfangencö  &müti)  u.);  in  weiterer  95eb.  ntrf)t  »erlegen  ob.  a'ngftlic^,  un:= 
gejwungen,  arg(o5,  offen,  frei  u.  naturiid)  (unbefangen  fprcc^en,  t)an= 
bitn;  ein  unbcfangentö  SBene^men  k.);  bie  Unbefangenbett. 

unbefledPt,  SSju.,  nid)t  befle(ft,  fleifcnloS,  rein,  bef.  uncig.  f.  tabeKoS, 
fd)ulb(oö,  feufd)  (ein  unbeftccttcS  @tit)iJTcn;  eine  unbefCecJtc  Sungfrau);  bie 
Unbcfle(ftl)clt. 

unbefrlcbigcnb,  Sw.,  nid)t  befriebigenb,  finno.  ungenügenb:  unbes 
frtebigt,  93».,  nidjt  befriebigt,  finn».  unjufrieben. 

unbefugt,  SS».,  nicbt  befugt,  finno.  unbere^tigt,  unred)tmafig  (ein 
unbefugter  JRic^ter;  eine  unbefugte  gorbcrung  jc);  bie  Unbefugt^eit,  ba$ 
Unbefugtfein;  bie  Unbcfugnifä,  mangeinbe  SSefugnifg. 

unbegabt,  35».,  nid)t  begabt,  btf.  feine  5^aturgaben  ob.  Tfnlagen 
babenb;  lanbf(%.  inßbcf.  o^ne  S!??itgabe  ob.  9)?itgift;  bie  Unbegabtbeit. 

unbegreiflid^,  S5».,  roaö  fid)  nid)t  begreifen  [äfft,  finno.  unüerftanbig, 
unfiar,  bunfei;  bie  Unbegreiflirf)feit,  ba«  Unbegreiflid)fein;  ctwa6  Un= 
begreiflid)eg  (SD?.  -  en). 

unbegrenzt,  S».,  nid)t  begrenjt,  feine  ©renjen  ()abenb,  finn».  gten^ 
jenlo6,  unbefdird'nft;  bie  Unbegrenjtbeit. 

unbehaart,  33».,  nid)t  bebaart,  nid)t  mit  paaren  tierfe^en. 

Unbe|)agcn,  f.,  mangelnbeö  Sebagen,  9)?ifgbebagen;  unbef)agltd^, 
35».,  nid)t  bebagttd),  Unbebagen  ob.  ftät!er  Unluft  erirecfenb  ob.  emp; 
ftnbenb,  finno.  unangenebm,  (baö  ijl  mir  unbebaglicb;  mir  ifl  unbebaglid^ 
ju  SJiut^c;  ein  unbebaglid)c6  ©cfübt  Jc);  bie  Unbet)agnd^feit. 

unbel)aufet,  33».,  fein  ^au6  b^^benb,  nid)t  anfäfftg. 

unbel)e(fll^,  ge».  unbeholfen  ob.  unbel^ülflic^ ,  SS».,  fid)  ntdbt  ju 
bebelfen  ob.  a"  h^lfin  roiffenb,  bef.  ungeiranbt,  ungefdiicft,  fd)njerfdüig 
in  feinen  a3e»egungen,  finno.  plump  (ein  unbeljiilflicber  ob.  unbebolfencc 
gjienfcb);  unbebülfltd),  aui  f.  nic^t  bebülflicb,  feine  »^ülfe  leiftenb; 
bie  Unbel)olfenbeit,  Unbei)ülfllc^feit. 

unbebütet,  35».,  ntrf)t  bcbütet,  b.  i.  1)  nid)t  als  v^utung  betrieben, 
ob.  2>  nicbt  beirad)t  ob.  befdbü^t,  fd)u^loS  (mittell).  unbehuot). 

unbebutfam,  33».,  nid)t  bebutfam,  finno.  unt)orftd)tig,  forgloS;  bit 
Unbebutfamf eit ,  baS  jUnbebutfamfein;  eine  unbebutfame  .^anblung  ob. 
^iluf  erung  (SOt.  -  en). 

unbefannt,  25».,  nid?t  bjfannt,  mn  ob.  mi  man  nid)t  fennt,  fmno. 


1400  «nbcfümmert  —  unberitten 

f«mb  (ein  mir  unbcfanntec  9Wenf(^;  aud)  alö  ^w.  cinUnbefannter;  eine 
unbcfannte  ©egcnb  ic);  ouc^  »tJaö  man  nid)t  tveif ,  finno.  unberoufft  (tag 
ijl  mir  iinbc!annt;  baö  finb  ü)m  unbefanntc  ®inge):  bie  Unbefanntl)eit,  fei» 
ten  f.  ba^  Unbcfanntfein  (ctncv  ^crfon  ob.  ©ad)e);  bie  Unbefanntfd)aft, 
Ue  mangeinbe  SSefanntfdjaft  mit  einer  ^erfon  ob.  ©ac^e,  ba^  9?ici)tfen:> 
tteit  berfclben. 

unbcfümmert,  Sw.,  ntcbt  befümmert,  ftcf)  um  eftrag  nidjt  befüm* 
mernb,  finn».  unbeforgt  (um  ctrcaö  imbefiimmcrt  fein). 

unbelebt,  Sra.,  nid[)t  belebt  ob.  lebenbtg,  finno.  IebIo6  (unbelebte  Äör^ 
per);  of)ne  Seb^aftigfeit,  unUbenbig  (ein  unbelebter  SÄenfc^;  eine  unbelebte 
©efeUfd^aft);  bie  Unbelebtt)eit. 

unbeteibt,  S5w.,  nicht  beleibt,  nid)t  fliuf  üon  ßeibe:  bie  Unbcleibt^ 
I)eit. 

unbelefen,  Sw.,  nicbt  belefen ,  oi)ne  SSetefenfjeit. 

Unbelicbcn,  f.,  ba§  mangeinbe  SSetieben,  flarfer:  50?if6befieben,  W\{i= 
fallen;  unbeliebig,  Sn?.,  nid)t  beliebig  ob.  beliebenb,  mif^fäUig;  unbe= 
liebt,  fBm.,  ntd)t  beliebt:  bie  Unbeliebtheit. 

unbelobnbar,  83».,  was  nid)t  belel)nt  njerben  fann;  bie  Unbelobn-- 
barfeit;  unbelobnt,  S5».,  nid)t  belol)nt,  of)ne  Selcbnung. 

unbemerfbar,  SBw.,  irag  nic^t  bemerkt  tt>erben  !ann;  bie  Unbemer! 
barFeit;  unbemerkt,  Sw.,  nid)t  bemerft,  b.  i.  nirf)t  wahrgenommen  (et 
ging  unbcmerft  fort),  ob.  nid[)t  erwd'bnt  (t^  fann  nid^t  unbemerft  laffen, 
bafg  u.). 

unbemittelt,  35». ,  nidjt  bemittelt,  ol)ne  SSermögcn,  finno.  unbegu^ 
tert,  »erfd).  arm. 

unbenannt,  SSw.,  nid^t  benannt,  ot)ne  SSencnnung  («Re^cn!.  unbc 
nonn tc  3al)ten,  b.  t.  reine  3al)l9rö^en,  bei  bcnen  feine  @ad^e  genannt  ifl). 

unbenommen,  aSw.,  ntcbt  benommen,  b.  t.  nic^t  cntjogen,  ungei^in- 
bert,  unterboten  (gew.  nur  in  ber  aiebeneart:  cö  i)l  ob.  cö  bleibt  bir  unbe- 
nommen JC). 

unbequem,  85«?.,  nicl)t  bequem,  finno.  unpaffenb,  unangemeffen ,  jlär= 
ler:  befci)reetlid) ,  lafiig  (eine  unbequeme  Älcibung,  2Bol)nung  Jc;  unbequem 
fi^en;  cö  ift  mir  unbequtm  k.);  aud^  f.  ungelegen,  unangenehm  (ju  unbe- 
quemer 3eit  fommen;  ein  unbequemer  SSefud^  u.  bgl.);  bie  Unbequemlid^ 
fett,  bie  mangelnbe  $8equemlid)feit,  ba^  Unbequemfein  (j.  85.  einer  5Bo^= 
nung);  itwaQ  Unbequeme^,  ein  Id'füger  Umflanb  (5K.  Unbcquemlid^feitcn). 

unberatben,  SBrc. ,  nirf)t  beratl)en ,  b.  i.  1)  nid}t  au^geflattet,  unöer? 
t)cnati)et  (bibl  eineSoc^ter,  bie  nod^  unberatljen  ift),  ob.  2)  beS  9latl)e« 
«rmangelnb,  finnt».  ratl)log,  bölflo^i  unt>erforgt. 

unbered^enbar,  85«?.,  traS  nidjt  berechnet  werben  fann  (fr.  irrational); 
bie  Unbered)enbarfeit. 

unbered^tigt,  SSn?.,  nid)t^bered)tigt,  finno.  unbefugt. 

unberebet,  asw.,  nid)t  berebet,  i.  i  1)  nicht  befprodjen,  bef.  o^ne 
mifgfäUig  barüber  ju  reben  (er  fann  ni^tS  unberebet  laffen),  ob.  2)  nicf}t 
uberrebet  (er  t)üt  e«  unberebet  get^an);  —  unberebt,  85».,  nirfjt  berebt, 
cf)ne  0?ebnergabe  ob.  SSerebfamfeit. 

unbereit,  9t».  u.  S». ,  nicht  bereit,  unvorbereitet. 

unberitten,  83».,  nicht  beritten,  b.  t.  nidjt  $u  ^ferbe  fcefucht  (ein  un« 


unberufen  —  Unbejlanb  1401 

bcnttcner  SBJeg),  nid}t  jugevitten  (ein  unbcdttencö  ^ferb),  ob.  nid}t  mit 
^ferbcn  üerfe()en  (unbcrittcnc  3Kannfc^aft). 

unberufen,  SSm. ,  nic^t  berufen ,  b.  t.  i)ur<i)  feinen  9luf  aufgeforbcrt  ob. 
cingetQben;  feinen  (aujicven  ob.  inneren)  Seruf  ju  etrt)n6  l)abenb  (fi^  un^ 
berufen  in  etwaö  menc^en);  lanbfc^.  auc^  f.  feinen  üblen  5Kuf  t)abenb,  nict)t 
berüchtigt;  u.  f.  nidjt  befcl)rieen  ob.  mit  SBorten  bejaubcrt. 

unberül)mt,  Sw.,  nid}t  berüt)mt,  ftärttr:  ruf)m(o6;  bie  Unberüt)mt= 
hdt. 

unberüi)rbar,  Sn?.,  njaS  nidn  berüfjrt  roerben  fann  ob.  barf;  bie  Um 
berül)rbarfeit:  unberü()rt,  S5ro.,  nid)t  berüt)rt,  unangetajlet,  unüer; 
(e^t. 

unbefd)abet,  cig.  »emeinteö  fStm.  oon  bcm  olt.  befd^aben  f.  befc^öbigen, 
alö  93n>.  mit  bcm  ®cn.  gebr.  f.  ohne  @d)aben,  of)ne  9?ad)tf)eit  (j.  SB.  un= 
befciiabct  feiner  et)rc,  ob.  feiner  ef)re  unbefd)abet);  unbefd>äDt9t,  Sm., 
ntcf)t  befc{)cibi3t,  unt)erfe^rt. 

Unbcfc^cib,  f.,  »It.  f.  baö  Sf^idit-SSefcfjeibroifTen,  bie  Unfunbe. 

unbefcfteiben ,  Sw.,  nicl)t  befd)eiben,  jlärfer:  anmafenb,  t)od)mütt)i3, 
oermeffen  (ein  unbefd^eibcner  SRenf^,  unbefc^eibene  SBünf^e  2C.);  bie  Un- 
befc^etbenbett. 

unbcfd)iffbar,  Sro.,  n>as  nicf)t  befd)ifft  »erben  fann. 

unbefc^olten,  Sn?.,  nid)t  befcbcitcn,  b.  t.  frei  wn  öffentlichem,  ent= 
ef)renbem  Slabel,  roem  man  n\(i)ti  ^ofeS  nadbfagen  fann,  ft'nno.  reblid), 
rec{)tfd)affen  (ein  unbefe^oltenev  SCJlann,  Cebenenjanbet  ic);  bie  Unbefd^ol^ 
tent)eit. 

unbefc^ränft,  Sir. ,  nid}t  befc()ranft,  finno.  uneingefci)ranft,  unbc- 
grenjt,  fci)ranfenlo6  (j.  S3.  unbefd^ranft  {jerrf^cn,  unbefi^ränftc  ©ewalt  ic). 

unbefd)reiblicö,  Sro.,  na^  nic{)t  befd)rieben,  b.  t.  nid^t  mit  SBorten 
bargeftetlt  ob.  gcfd^ilbcrt  tterben  fann  (eine  unbcf^reibli^e  grcube,  unbc- 
fd)rclbli4)  fd^ön,  grof  jc):  bie  Unbefd)retblid^feit. 

unbefc^iüert,  Sw.,  nicht  befcf^roert  ob.  belaftct  (ein  unbefd^rcerteö  ®runb» 
fliitf,  b.  t.  »c(d^eS  frei  oon  ©d)ulben,  Jtbgoben  u.  ifl);  au^  al6  ^w.  alt 
u.  lanbfdi.  in  bcr  Umgangöfpr.  f.  o^ne  83efd)n)erbe ,  of)ne  bafeJ  eg  9)?üf)c 
mad^t  (j.  58.  reid^en  ®ic  mir  unbefd^roert  jenen  Seiler). 

unbefiegbar  ob.  unbcfiegltd),  SBir. ,  iver  ob.  roag  nid)t  befiegt  werben 
fann  (ein  unbeftegbarer  geinb:  unbeftcglid^e  ^inberniJTc);  bie  Unbeftegbar^ 
fpit  ob.  Unbefi\q(id)feit. 

unbcfonnen,' Sn?.,  nicfjt  bcfonnen,  unüberlegt,  finn».  unt?orfidjtig, 
leichtftnnig ,  jtcirfer  alö  unbebad)tfam  (ein  unbefonnener  SRcnfd^;  unbefon= 
nen  l)anbeln  jc);  bie  Unbefonnenbeit,  bag  Unbefonnenfein;  eine  unbefon; 
nene  c^anblung  (gfR.  -en). 

unbeforgt,  1)  »erneintes  SERw.  oon  beforgen:  nid)t  beforgtob.au«- 
gertditet  (j.  S.  einen  2tuftrag  unbeforgt  laffcn);  2)  S».,  nid)t  beforgt,  ohne 
SSeforgnifö,  ftnnt».  forglog,  unbefümmert  (fei  unbeforgt!). 

unbejTerlid^,  33».,  ^nxm.  f.  was  nid)t  gebeffert,  nicljt  wn  §et)(ern 
gereinigt  werben  fann,  t»erf^.  un» er beff erlief,  f.  b. 

Unbe|!anb,  m.,  ber  mangelnbe  S5el1anb,  ba^  9?id)tbefltel)en  ob.  ^^^ort- 
brtuern  einer  ©ad^e,  finno.  93erganglid)feit,  2Seranberlid}feit,  5Banbelbar; 
feit  (ber  Unbejtanb  ber  menfd^li^en  Singe,  unferer  greunbfc^aft  jc);  Stfpr. 


1402  unbejled)bat  —  unbewufTt 

f.  Unrcd)tmd'pt3fdt,  Ungültigfeit  (j.  S.  eines  ScrttageS,  cineö  Äaufes  ic); 
unbcjlcinbig,  Sto.,  md)t  bejlrt'nbig,  b.  i.  nic^t  gletdjma^ig  befle{)enb  ob. 
fortbauetnb,  finno.  ücrganglid} ,  t>eranbeclicl)  (unbejlänbige  garben,  b.  t. 
leidet  »erfd^ie^cnbe;  unbcftänbtgeö  SBcttec,  ®iüä  zc);  in  fittlic^em  9Serflanbe: 
von  fd)n)anfenbec  ob.  iredjfelnbet  ©tnnegatt,  nxd)t  bef)art(id),  jinnt».  iran^ 
fe(miitf)t9  (ein  unbepänbigcv  SfKenfc^;  unbejlänbig  in  bec  gceunbfc^aft,  in  ber 
Siebe  2c.  [ein);  ble  Unbejlänbigfeit,  iiai  Unbejianbigfein,  finno.  23etän; 
bcrUd)feit,  Sßanfelmutf). 

iinbelled()bar  ob.  gew.  unbeflec!)licb,  83».,  fid)  nid)t  bejledjen  (affenb; 
bie  Unbefiec^barfeit,  Unbej!edt)ltd^feit. 

unbeflcigbar  ob.  unbejletglid),  aSm.,  was  nid)t  bejltiegen  werben  fann. 

unbejlimmbar,  Str.,  \va^  ntdjt  bejümmt  werben  fann;  bie  Unbe^ 
jümmbarfeit;  unbe|limmt,  fSm.,  nid)t  beftimmt,  b.  i.  nid)t  genau  be; 
3eid)net  ob.  begrertjt,  pnno.  ungenau  (j.  SS.  ftc^  unbcjlimmt  augbrüc!cn;  auf 
unbcpimmtc  3eit  »ecreifen,  u.  bgl.);  ungeivtfö,  unentfdjteben  (c6  ijl  no^i 
unbcftimmt,  ob  et  fommt);  aii^  »on  ^pcrfoucn  f.  unentfd}ieben,  unent- 
fd)(ofyen  (id^  bin  noc^  unbejtimmt,  ob  ic);  bie  Unbejlimmtbeit,  baS  Un^ 
bejlimmtfein,  ftnno.  Ungenauigfcit,  Ungetrif6()ett  k. 

unbefireitbar,  S5n>.,  \m^  md)t  befiritten  werben  fann;  bie  Unbejlreit- 
barfeit. 

unbetiteU,  85».,  nid)t  betitelt,  of)ne  Sitel. 

unbetont,  SS».,  nid}t  betont,  nid^t  ben  Son  b».ibenb,  tonloS. 

unbeträd()tUcf),  S».,  nid)t  betrad)tlid) ,  ftnno.  unbebeutenb,  gering. 

unbetreten,  1)  »ecneintes  SJZ».  oon  betreten:  nid)t  betreten  üon  @e; 
t)enben  (ein  unberretenec  SBcg);  2)  SS».,  nid)t  betreten  ob.  befiürjt. 

unbetrügUd^,  SS».,  I)  ntdit  betrogen  werben  fonnenb;  2)  nic^t  be^ 
trügtid)  ob.  tdufdjenb  (ein  unbetrüglic^eö  @cfüf)l). 

unbeugfam,  SS».,  fid)  nid)t  beugen  (affenb;  bie  Unbeugfamfeit 

unbewaffnet,  SS».,  nid)t  bewaffnet,  waffenlos,  unbivoei)xt. 

unbewanbert,  SS».,  nidjt  bewanbert  (f.  b.),  unerfatjren,  ungeübt. 

unbewegbar  ob.  ge».  unbeweglid^,  SS».,  nid)t  beweglid),  was  nid)t 
bewegt  werben  fann,  ob.  ftd)  nid)t  bewegt  (unbe»egli^e  @ütcr,  fr.  5m= 
mobilien;  unbeweglich  ba  fi^cn);  inebef.  feinen  2ßiUen  ob.  fein  ©emütb 
ntd)t  bewegen  laffenb  (j.  SS.  er  blieb  unbe»eglid^  bei  feinem  entfc^lujfe  :c.); 
bie  Unbeweglid^feit;  unben)egt,  SS».,  nid)t  bewegt,  bef.  uneig.  oom  @e= 
müt{)e  f.  ü.  ».  ungerührt. 

unbewebrt,  SS».,  nid)t  bewe{)rt,  o{)ne  5Bef)r,  finnt».  wef)rloS,  unbe? 
waffnet. 

unbeweibt,  SS».,  nid)t  beweibt,  otjne  ^rau. 

unbeweisbar  ob.  unbe»et6ltd^,  SS».,  ma^  nid)t  bewiefen  werben 
fann. 

unbewohnbar,  SS».,  voa$  nid)t  bewo()nt  werben  fann;  bie  Unbe- 
wobnbarfeit;  unbewohnt,  SS».,  nidjt  bewof)nt,  ol)ne  25ewo{)ner. 

unbcwölft,  SS».,  md)t  bewölft,  wolfenlos,  Reiter. 

unbewujft,  SS».,  nic^t  bewufft,  b.  i.  nid)t  gewufft,  unbefannt  (j.  SS. 
«ö  ifl  mir  unberaufft  k.,  b.  i.  ic^  »ei^  cS  nic^t),  ob.  nid)t  wiffenb,  unfun^ 
big,  ftd)  nid)t  erinnernb  ob.  beftnnenb  (j.  SS.  iä)  bin  mir  bcffen  unberoufft; 
n  war  fic^  feiner  «nbe»ujft,  b.  i.  ol?n«  S5(;»ufftfein  fein«  felbft). 


mU^a\)lbax  —  Und)njl  1403 

unbc3at)lbat,  Sw.,  wai  nidjt  bejaf)lt  werben  fann;  bic  Unbejabl- 
börfeit. 

unbejabrnbar,  Sn?.,  ftd)  ntdjt  bejabmen  taffenb;  unbcjabmt,  Sro., 
nidbt  bejä'bmt,   unctg.   nid)t  gemd'pigt  ob.  beberrfcbt  (unbcjä()mte  e()r= 

fu4t  2C.)' 

unbejeugt,  Sio.,  nid)t  beicugt,  biu-ct)  felii  Seugnifg  bekräftigt. 
.    unbcjiebli«^.  33».,  nidjt  bejieblid).  feinet  SSejiebung  auf  nvoa^  "Kn' 
berce  untenrorfen  (fc.  abi'olut);  bie  Unbejic()(ic^fcit:  unbesü^lic^,  Sra. 
u.  9lnj.,  nid}t  bejüfllid),  o^ne  SSe^ug. 

unbezwingbar  ob.  gem.  unbejrainglid^,  Sra.,  »raö  nid)t  bezwungen 
werben  fann,  [tnno.  unbeftcgbar,  unüberwinbUd):  bie  Unbcjwinglic^feit; 
unbejwungen,  S5ro.,  nid)t  bejivungen,  unbeftegt. 

unbiegfam,  95w.,  nid}t  biegfam,  wag  fid)  gar  nid)t  ob.  fd)wer  biegen 
lafft,  finno.  ungefd}meibig ,  (IcirEcc:  flacr;  audj  uneig.  üom  ©emütbe, 
fmno.  unlenffam,  wiberfpenjiig  2C.;  ©pracbl.  voa^  fid)  nid)t  abanbern 
Ici'iyt  (fi-.  inflejctbel;  unbicgfamc  SBörter);  bie  Unbiegfamfeit. 

Unbilb  1.  f.,  Wl.  -et,  wa^  fein  S5i(b  ifl  ob.  fein  23i(b  i)(it  (Unbit-- 
ber,  bie  ©pteüatten,  auf  »ctd^cn  feine  SSitbcc,  fonbern  nur  Sfugen  ftnb); 
oberb.  f.  ein  bafölicbeö  25ilt),  eine  abfd)eu(id)e  ©ejlatt,  finno.  3errbitb, 
9)?ifggefla(t;  auc^  f.  ein  täufcbenbeS,  falfdjeS  SSilb;  —  unbilbltd^,  35«., 
nid)t  bilblid),  fein  SSilb  entbaltenb,  eigentlich ;  unbilbfam,  S5n?. ,  nid)t 
bUbfam,  ficb  nid}t  bilben  taffenb;  bie  Unbllbfamfeit. 

Unbilb  2.  f.,  ob.  bie  Unbilb,  Unbllbc,  geir.  bic  (feUcner:  ber)  Unbill, 
CO?.  Unbilben,  (mittelt).  daz  unbilde,  eig.  =  Unbilb  1.  oon  daz  bilde,  SSilb, 
b.  i.  urfpr.  baö  ©Ici^e,  ©Uic^cnbe,  3(ngemcJTene;  baf)cr  uubilde,  baä  Unan= 
gemefCene,  UnpofTenbe,  ob.  jdoö  of)ne  SBeifpicl  ift,  auc^  f.  SBunber,  j.  S5. 
ez  nimet  mich   unbilde   f.    eö   nimmt  micb  SBunber,   aud^:   ez  unbildet  mich) 

alt  u.  oberb.  f.  Unredjt,  Unfug,  Untbat,  greoel,  SJ^iföb^nblung  (bie  ju^ 
gefügte  Unbill  ob.  Unbtlbc;  Unbilben  Don  Semanb  erkiben);  unbillig,  SB»., 
nid)t  billig,  ber  SSilligfeit  ob.  bem  fittlid)en  9?ed)tögefiible  juwiberlaufenb 
(eine  unbillige  gorbcrung,  ©träfe  tc),  ob.  juwiberbanbelnb  (ein  unbilliger 
SKann);  bie  Unbilligfeit,  bag  Unbilligfein;  eine  unbillige  »^anblung  (5!Ä. 
Unbilligfeiten,  ftärfer:  Unbilben). 

unblutig,  SBw.,  nid)t  blutig,  blutlog,  fein  SSlut  b^benb  (unblutige 
3;f)iere);  nid)t  mit  SSlutüergiefen  üerbunben  (ein  unblutiger  ©ieg;  unblu- 
tige Dpfer). 

Unbot,  f.  (ogt.  asot)  oberb.  f.  fd)led)te5,  ju  geringe^  ©ebot,  9)?ifg= 
gebot. 

Unbraud),  m.,  oberb.  f.  mangelnbec  ©ebraud),  5'iid)tgebraud)  (in  Un« 
brauch  lommcn,  f.  o.  n?.  aufer  ©ebrau^  fommen);  unbrauchbar,  58t»., 
md)t  bcaudbbar,  tioai  nidjt  gebraucht  ob.  an^cwenbet  werben  fann,  finno. 
untauglid),  unnü|,  »erf^.  ungebräuc^lid^;  bie  Unbraucbbarfeit. 

unbrüberlid^,  S3rc.,  md)t  brüberlid),  einem  Stubet  nicbt  angemeffen; 
bie  Unbrüberlid^feit. 

unbünbig,  33«.,  nid;t  bünbig,  nicbt  nad)brü(flid)  ob.  überjeugenb. 

unbupferttg,  35«.,  nidjt  bußfertig,  nic^t  jur  SSufe  geneigt. 

Unc^rifi,  m.,  wer  fein  (Ibrijl  ifl,  f.  o.  w.  9Zid)td)rifl;  ein  9)Zenfc^ 
von  und)rijllidjec  ©eftnnung;  unc^rijllid^,  S3w.,  nidjt  cbrijilicb  (unt||rift« 


1404  unb 

liä)i  SÖlfec);  bcc  d)riff(irf)cn  SJefigion  ob.  ber  üel)re  (5f)rlflt  tilc{)t  angemcf* 
fen,  bef.  f.  riebtoö,  ^ait,  grrtufam  (unc^iiftlid^  i^anbcln,  mit  Semanb  um» 
9et)cn  2c.);  bie  Und^riflti^f eit. 

unb,  S5brc.  (aUf)0(^b.  anti,  enti,  inti,  unti,  Uüte,  unta  jc. ,  tot  ©Ctbjls 
lauten  anä)  int,  und;  mittel!),  unde,  und,  unt;  altfad^f.  endi,  novb.  enda. 
ongclf.  ant,  engl,  and;  nicbcrb.  un,  t)oU.  en;  Dictleic^t  üevro.  mit  bcm  griec^. 
^ri,  tat.  et?  —  fe{)lt  im  ®ott).,  wo  jah  bafür  aihtauö^t  »rirb  =  altb.  joh, 
joch,  »cli^eg  jcbod^  >t)cni(3ci-  eng  pcrfnüpft  u.  nur  93erbinbung  außbrücft,  anti 
IC.  aber  au^  ®egenfa|)  fle()t  1)  in  ber  «Regel  alg  bei orbnenbeö,  anfu^ 
genbe§  (copulatioeß)  SBbJp.,  weld^cö  bie  blop  dufcrlidje  S3erfnüpfung  ob. 
2(nreif)un3  ber  SScgriffe  ob.  ©ebanfen  bewirft,  ofjne  if)r  innerlid^eö  ©eban- 
!eneert)ciltn{f6  auö^ubrücten ,  unb  »erbinbet  a)  einjclne  ©a^tljeile  ob. 
SBSörter,  bk  in  gleichem  9{ebeoett)aItniJTe  ju  bcm  ®a|ganjen  |tet)cn  (j.  SB.  bie 
©onne  unb  ber  üDtonb  leu^ten:  mir  »erging  (gJTen  unb  Srinfcn;  ein  fluger 
unb  gelcl)rter  SÄann;  2frme  unb  JRcid^e;  id)  unb  bu  ijt,;  ^err  beß  .^immel§ 
unb  ber  @cbe;  »or  unb  l)inter  bem  Sifi^e  k.;  aber  nid^t:  cor  unb  um  ben 
Süfd)  ft^en,  fonbcrn:  Dor  bem  Sifd^e  unb  um  benfelben  2C. ,  weil  beibe  SJor« 
Wörter  »erfi^iebcne  gälle  regieren;  —  bcfonberg  gern  jleljt  unb  bd  Sßieber» 
I)olung  benfelben  SBorteö  in  nebentt)6rtlid)en  Siebenöarten,  wie:  met)r  unb 
met)r,  fort  unb  fort,  nad^  unb  nad^,  um  unb  um,  burc^  unb  burd^  ic. ;  wie 
aud)  jur  SSerbinbung  »on  SBörtern  ä'{)nlid)er,  entfprec^enber,  ob.  entgegenge» 
fester  SSebeutung,  j.  S5.  (Selb  unb  @ut,  J^au§  unb  ^of,  SQSinb  unb  2Better, 
I)tn  unb  ^er,  auf  unb  ab  jc;  —  jwifd)en  3a^(cn  bejeid^net  eö  bereu  Bvl> 
fammenrcd^nung,  j.  S?.  2  unb  3  mad)t  5;  —  werben  mef)r  alS  jwei 
SDBörter  mit  einanber  oerbunben,  fo  ftel)t  unb  gew.  nur  üor  bem  legten,  j.  J8. 
bu  follfl  nic^t  bege{)ren  beineS  9iä'd^{ten  fSieiby  Äne^t,  SKagb,  93ie^  unb  HU 
IcS,  waö  fein  ift;  er  ifl  ein  gefdiiröter,  fleißiger,  treuer  unb  eljrlid^er  Siener); 
b)ganjc  ©ä^e,  fowotjl  gufammengejogene,  mit  SBeglaffung  beö  gemein» 
famen  ©ubjcctö  (j.  S3.  er  liegt  im  Seite  unb  ift  Jranf;  er  !am,  fal)  unb  > 
fiegte),  alö  aud^  »ollftä'nbige  (^.  S.  gel)et  l)in  unb  tl)uet  befggleid^cn!  —  @r 
tf)eilte  mir  bie  9tac^rid)t  mit,  unb  td[)  antwortete  il)m  ic).  25a6  2fneinanber= 
reil)en  einer  gangen  golge  yon  <Sa|cn  bur^  ein  öfter  wicbcrbolteö  unb,  alfo 
cf)ne  2Cngabe  t^rer  inneren  @ebanfenbegicl)ungcn,  gei^ört  ber  23ol!ö=  u.  Äin» 
berfprac^e,  fo  wie  ber  ©nfalt  altertljümlid^cr  jRebeweife  an,  beren  9lad^af)= 
mung  leidet  jur  fel)lerl)aften  SOIanier  werben  fann,  (5.  35.  bibl.  3fm  2(nfang 
fd^uf  ©Ott  Jpimmcl  unb  (Srbe.  Unb  bie  6rbe  war  wüft  unb  leer,  unb  e§  war 
finftcr  auf  ter  Siefc;  unb  ber  ©eiji  ©otteS  fd^webete  auf  bem  Sffiajfcr.  Unb 
©Ott  fprad^:  eö  werbe  Sid^t!  Unb  cö  warb  ßi^t  u.);  bie  gc()aufte  SStebec 
Ijolung  be^  unb  fann  aber  au^  alö  9?cbefigur  (^olt)fi)n beton)  in  ber  !)ö= 
leeren  ©d^retbart  jur  Sßcrftärfung  beö  2(ugbrudtö  bienen  (j.  S5.  ,,®rauf  erhebt 
er  fid^  wieber,  unb  ijt  nod^,  unb  benft  nod^,  unb  fluchet,  bafö  er  nod)  ift  u.*' 
Älopltodt),  fo  wit  anbererfeitö  bie  »öUige  SBeglaffung  beg  unb  (2ffnnbcton) 
gwifc^en  »erbunbenen  @ä^en  ob.  ©a^tl)eilen  bie  Äraft  ber  SRcbe  erl)öl)t  (j.  35. 
er  fam,  fal),  fiegte;  arm,  werad^tet,  oon  allen  greunben  »erlaffen,  alter 
Jg)ülfe  beraubt  «erließ  er  feine  ^dmati)).  ^iä)t  feiten  ftel)t  unb  an  ber  ©pi^se 
cineö  felbjiänbigen  ©a^eö,  ber  ft4)  fortfcfeenb  ob.  erganjcnb  bem  ooran9el)en= 
ben  anfd^ließt  (j.  35.  3d^  l)abe  bir  oiel  gu  fagen.  —  Unb  mai  wäre  benn 
ba^?);  befonberö  gern  oerbinbet  eS  fic^  mit  bod^  ob.  bjnnoc^,  ob.  nimmt 


Unbanf  —  unbenfbar  1405 

auä)  Ui  SBegtaffung  biefer  Sinbewöctec  fclbjl  bcren  entgegenfc^cnbc  SSebcu; 
tung  an  (j.  SB.  bu  l)afl  c6  fclbjl  gcfefjcn,  unb  bo^  jraeifclfl  bu,  ob.  —  unb 
bu  iwctfctft  bcnnod),  ob.  blo$:  —unb  bu  jmetfelft!  —  Sc  fjafft  unb  »er* 
folgt  mic^.  —  Unb  bu  (;aft  if)m  (boc^)  fo  »itl  ®utc6  crmicfen,  u.  bgl.  m.; 
ei)cm.  würbe  tt>  aui)  mit  aber  cerbunben  in  bcr  SScb.  wicwol)!,  j.  SS. 
mittelf).  diu  ist  schoeiie,  und«  aber  kleine);  ferner  ftet)t  t6  ücrjlärfenb 
cor  bcbtngcnbcn  ©ä^en  (j.  35.  ,,Unb  wenn  bic  SBelt  ooU  Sleufel  »rät'"  u. 
2utf)cr;  „Unb  würfft  bu  bte  Ärone  felber  ()inein"  je.  ©c^iUcr);  bienjcifcn  auc^ 
ftatt  fo,  einen  9la(%fa§  eröffnenb,  jcbot^  nur,  wenn  bcr  58orberfa^  nid;t  bie 
gorm  cineö  ab!)angtgen  9?ebenfa§e6  f)at  (j.  S5.  Jpabc  nur  ®ebutb,  unb  bu 
wirft  fel)en,  bafö  ic;  aber;  wenn  bu  nur  ©ebulb  Ijafl,  fo  ic;  Äaum  be* 
inerEte  er  mid^,  unb  fogleicl)  fiel  er  mir  um  ben  JQd^);  unrichtig  aber  fe^t 
man  im  gemeinen  Cebin  ftatt  beö  bnrc^  ju  mit  bem  3nftn.  oerEürjten  9^e« 
bcnfa^eö  tjdufig  unb  mit  ber  «Rebeform  bcö  3n>-  (j-  S5.  fei  fo  gütig  unb  fage 
mir  IC.  ft.  —  mir  ju  fogcn  ic;  Jjaben  Sic  bic  ®üte  unb  getjen  ©ie  oorau6, 
ft.  —  üoraugjugc()en).  SBiöweilen  eröffnet  unb  auc^  eine  ganje  5Rebc,  wenn 
bicfelbe  al6  bie  gortfe^ung  ob.  baö  (Srgebnifö  beö  früher  ©efagten,  ober  auc^ 
blo5  ©eba^ten  ob.  (gmpfunbenen  angefet)cn  werben  foU,  (fo  beginnt  j.  S5. 
®öt(;e'ö  epilog  ?u  @c|)iller'6  ©locfe:  „Unb  fo  gefc^af)'^"  ic).  —  3n  allen 
obigen  2(nwenbungcn  ^at  unb  alg  cd^teö  beiorbncnbe^  S8bw.  feinen  (Jinflufö 
auf  bie  SBortfolge  bc6  ©a^eö,  welken  eö  erijffnet;  fe(;(er()aft  ift  alfo  bis  in 
ber  Äanjtei^  u.  @efcl)aft6fprad)c  übliche  UmfleUung:  er  i)at  mir  bie  ©ac^e  gc= 
melbet,  unb  t)abc  iä)  bcfc^lofTcn  Jc,  r.  —unb  id}  t)abe  bef^loffen  jc.  3n 
ber  älteren  ©prad^c  aber  u.  jum  Zi)iii  noiij  im  Obetb.  wirb  unb  ouc^  2)  alö 
unterorbnenbcö  SBbw.  ob.  gügewort  gebraucht,  inSbef.  a)  f.  aB  ob. 
baf^,  jur  Vermittlung  eineß  nebcnwörtlic^cn  3luöbruc!6  mit  einem  abl)ängigen 
©agc  (j.  S3.  bieweit  unb  fie  unö  'Ijclfen;  nac^ibem  unb  er  gelobtet  war;  alä 
üiel  unb  ecmufö,  b.  t.  fo  üiet,  alö  Jc);  b)  f.  ein  bejtel)enbeö  gür=  ob. 
9'lebenwort  (j.  S3.  diu  gnade  und  er  au  im  begie,  b.  i.  bic  ®nabe,  wetc^e 
er  an  ii)m  übte;  in  der  siecheit  unde  ich  bin,  b.  t.  in  ber  ÄranEl)cit,  wo* 
tin  ob.  in  weld^cr  Jc;  darnach  unt  diu  buoze  stat,  b.  t.  banad^  wie  jc); 
c)  f.  als  nad^  bem  Somparatio  (j.  SS.  r\i<i)t  mc^r  unb  ber  SSrief  fagt,  b.  t. 
—  alö  bie  Urfunbe  befagt);  d)  f.  tci,  al^  im  SSorberfa^e  (§.  S3.  und  er  quam, 
b.  i.  alä  er  fam;  unt  man  irz  verbot,  b.  i.  ba  man  il)r'6  ocrbot);  e)  f.  un= 
3ead)tet,  obgleid)  (j.  33.  »nt  wir  daz  wlzzen  vil  wol  JC. ,  b.  i.  obgleid^  wie 
baö  fe^r  wo^l  wiffen). 

Unbanf,  m.,  mangelnbcr  ^ani^  u.  jtärEcr:Jbic  bem  fdjulbi^en  ^^anf 
entgegengefefete  ©efinnung  unb  ^anblunggroeife,  Seleibigung  beg  ^oi)U 
ti)iitexi,  SSergcltung  beS  ©uten  mit  23öfem  (fpri(^w.  UnbanE  ifl  bcr  SBelt 
Ccljn);  unt>anfbar,  SBw.,  nid[)t  banfbar,  Unbanf  empftnbcnb  unb  er- 
roeifenb,  ftnn».  unerfenntlidf);  uncig.  auc^  f.  nld[)t  belo^nenb,  feinen  be^: 
ftlebigenben  (Srfolg  f)«benb  (eine  unbanf  bare  2frbcit);  bie  Unbanf  barfeit, 
tia^  Unbanfbarfein. 

unbentbar,  S5w.,  nidjt  benfbar,  mag  man  nicht  b^nfen  ob.  wcvm 
man  fid)  feinen  Segriff  madjen  fann;  bie  Unbcnf barfeit;  unbenfltc^, 
aSw.,  eig.  f.  e.  w.  unbcnf  bar,  roaä  fid)  md)t  benfen  (äfft;  gew.  in  engerer 
S5eb.  »on  bcr  ^eit:  nid)t  mebr  gebenfbar  ob.  erlnnetltcf)  (oor  unbenfli^  lan« 


1406  unbeutlicf)  —  unedf)t 

gcr,  ob.  cor  unbcn!(i(f)cr  3ett,  feit  unbcnfltd^cn  3citcn  Jc;  oSerb.  unfür- 
bcnfltd^  ob.  unocrbcnfHd^,  nieberb.  unbec^tig);  bie  UntenÜid^feit. 

unbeutlid^,  SB».,  nid)t  tmüid:),  ftnno.  unoerncfjmlid) ,  unf(at,  un? 
oerftä'nbüd) ,  burtfcl  (unbcutlid^  fprcc^cn,  [d^rcibcn  ic;  unbcutltc^e  SSegriffe); 
btc  Unteut(id)feit,  bai  Unbeutlid)fetn;  cmag  UnbeutlidjeS  (2)1.  Unbeut= 
li(^!citcn. 

unbeutfd^,  SSuj.,  ntd)t  bcutfc^,  gew.  nur  f.  ntc^t  richtig  ob.  tein  b«utfd) 
(unbcutfc^  f^rcibcn  :c.;  ein  unbcut[^cr  2Cu6brucf);  unctg.  f.  unücr j^anbüd) ; 
aud)  i>tn  2>eutfd)cn  nic{)t  angemefTen  bcr  93ol!6Qrt  ob.  ©cfinnung  mä), 
bie  Unt'cutfd)()eit,  bai  Unbeutfd)fetn,  bic  unbeutfd}c  ©efinnung. 

unbid^t,  S3ra.,  nid)t  bid)t,  finn».  locfcc,  Ucf  jc. 

unbic^tcrifd),  Sn?.,  ntd}t  bid)tcnfdj,  bcr  2)icl)tun3  mcf)t  angemeffen. 

unbienlirf),  Sm.,  ntd)t  bienlicf),  finnü.  untauglid),  ungefunb,  fidrfcr: 
f^ablid),  (unbicnli(^e  ©pcifen);  bie  Unbtenlid^leit;  —  ber  Unbienfl, 
lanbfd^.  f.  fd)(ecl}tcr  2!)ienfl,  dnem  linbem  na(i}ti)e'üi^e  ^anbtung  (einem 
einen  Unbienft  leijten);  unbienflferttg,  Sm.,  nidjt  bienfifertig,  jtnn».  un= 
gefällig,  oberb.  auä):  unbienflf)aft,  unbienjllic^;  bie  Ünbienflfer^ 
tigfcit. 

Uitbing,  f.,  9)?.  -e,  (mittel^),  nndinc)  ein  5'Zid)tbing,  b.  i.  etmaS  Un^ 
triiHid)e5  u.  überf).  Unmog[td)eg;  anä)  etmai  Ungeflaltete^,  ^^otmlofeö, 
tnöbcf.  baö  formlofe  ©cmifc^  ber  Uritoffe  (fr.  (Si)aci) ;  alt  u.  cberb.  auc^  f. 
ein  bcfe^  2)ing,  ia^  man  ni^t  beim  Spornen  nennen  rciU;  Ungebuf)r,  Un= 
biibe,  @d)aben;  (55erld)t^ffci-ung. 

unbulbfam,  S5«?.,  iiid}t  bulbfam,  finn».  ungebulbig;  ge».  f.  unnad^s 
fid)tig  u.  unvertraglid)  gegen  2(nber§benfenbe  (fr.  intolerant);  bie  Unbulb« 
famfcit  (fr.  Sntoleranj). 

iinburrf)bringbar  ob.  gen?.  unburrf)brmg{ic^,  asw.,  wai  fic^  nid)t 
burd)bringen  läfft  (ein  unbur^bringlic^er  Äörper),  auc^  uneig.  f.  unerforfc^; 
lid)  (ein  unbur(^bringli^eS  ®ef)eimnifö);  bie  Unbur(^bringbarfeit  ob.  Un* 
burd)bringnd>fcit. 

unbur(^fd)aubar ,  S».,  wa^  n\d)t  bucd)fdwut  iverben  !ami. 

iinburclfid^tig,  Sw.,  nidu  burd)ftd)tig,  bie  ?i*tjlraf)(en  nid)t  burd)= 
(affenb;  bie  Unburd^firf)ti9feit. 

Unburft,  tr.,  alt  u.  oberb.  (au(^  Unbarft)  f.  ba§  9?id)tbebürfen ,  bie 
Unnött)igfeit,  cntg.  5lotf)burft  (ju  Unburft cn,  oberb.  f.  of)ne  9lot^,  jroed' 
roö). 

uneben,  Sro.,  nid)t  eben,  b.  i.  md)t  glatt  ob.  flad),  ftar!er:  t)ocfertg, 
l^ügclig  k.  (ein  unebener  Soben);  ferner  uneig.  f.  nid)t  gleid)  ob.  angemefs 
[en ,  ni'd}t  paffenb  ob.  bienlid) ,  nid)t  miföfciüig ,  gew.  nur  in  aSerbinbung 
mit  einem  cerneinenbcn  SSorte,  um  ben  entgegcngef.  bciaf)enben  Segriff  er- 
mäjjigcnb  auöjubrürfen  (j.  S.  baö  ifl  n  i  c^  t  uneben,  b.  i.  nici^t  unangemef= 
fen,  nic^t  übet;  ber  Sicitij  ifl  nid^t  uneben;  fic  ift  fein  unebeneö  SKcibti^en, 
b.  t.  ein  SKabc^en,  bai  mcf)l  gefallen  fann);  bie  Uncbent)cit,  baS  Uneben- 
fein,  nur  in  eig.  ©inne;  eine  unebene  ©teile,  Srl)ohung  ob.  SSertiefung 
(gjj.  Uncbcntjciten);  bie  Unebene,  »lt.  f.  Unebenl)eit;  unebene  §lad)e;  — 
unebenbürtig,  Sm.,  nic^t  ebenbürtig;  ba^  Unebenma^,  mangelnbes  eben* 
ma^;  unebenmäßig,  Sit?.,  nic^t  ebenmäßig  (fr.  unfpmmetrifd^). 

unecht,  SS».,  nid^t  iö:)t,  b.  i.  ungefe^mäfig,  unredjtma^ig,  une()c? 


uncbel  —  uneinic;  1407 

(id)  (mi6)te  Äinbcv);  nicf)t  bie  Ux  <Sacf)e  irefenttld)  jufomm«nben  (Sigcn- 
fd)aften  ^abenb,  [tnno.  fa(fd),  nad)3emac{)t  2C.  (ebdjleme,  ^edcn,  ©olbzc; 
(Spracht,  uncdjt  jufammcnacfcötc  Zeitwörter,  b.  t.  fol^c,  bcrcn  SBeflanbtljctte 
bei  bev  Jfbreanbdmg  getrennt  »r erben,  ?.  ffi.  abtreten,  aufjtef)en:  ic^  trete  ab, 
^i\)i  auf  K.);  bie  Unec^tl)eit,  ba«  Unedjtfein. 

unebel,  93w.,  ntd)t  ebel,  b.  i.  ctg.  nid)t  Don  ebler  cb.  ücnu^mec  ©e? 
burt,  ()ä'rter:  gemein,  b.  unabtig;  gew.  uneig.  von  (geringerer  (^üte  u. 
geringerem  3Bertf)  (unebtc  SÄetaUe,  f.  50letaU;  uneble  ©teine,  entg.  Gbcl= 
tlcine;  ffiergw.  uneble6  ©rj,  bai  nur  wenig  «Wetalt  entfjätt;  unebtc  ®änge, 
f.  ü.  TO.  taube),  bef.  in  fittlt(^em  23crftanbe  u.  in  33ejict)ung  auf  i>a^  ®cöön= 
t)cit6gcfii()I,  finno.  innviirbig,  gemein,  Ijärter:  niebrig  (uncbel  bcn!en,  ^an- 
bfln;  uneble  ®eftnnung;  ein  unebler  2(uöbrutt  n.). 

Uncbc,  w.,  (mittelf).  unö)  ült.  f.  eine  unred)tma§ige,  gefe^lofe,  irilbe 
ef)e,  Äebgef)e  (fr.  Soncubinat);  aud^  eine  ef)e  o(}nc  2(u§übung  ber  ef)c; 
lid)en  Oied)te;  unel)dicf),  SBw.,  nid}t  el)e(id),  auper  ber  Gf)e  feienb  ob. 
gefd)ebenb,  auper  ber  6f)e  c''5«»gt  (unef)clic^e  Äinber);  bie  Unel)elt(^feit. 

uncl)rbar,  58».,  ntd)t  e()rbar,  bem  fittlidien  ^fnjitanb  juroiber,  [inno. 
unanfldnbig,  t)ärter:  unfitt(idi,  fd}änblid)  (fi^  une{)rbar  betragen;  ein  um 
ti)tbaxix  5DZenfc^);  bie  Uncl)rbarfcit,  [innn.  Unanflanbigfeit. 

Unebte,  n?.,  ?!}?angef  ber  (li)xe  ob.  beg  guten  9^amen§,  libter  9fuf, 
ft5r!er:  (5br(cfigfeit,  (Sd)anbe,  (Sd)mad);  unebten,  ikl  3«.  (mittelt). 
nneren)  ott.  f.  cntebrcn,  S^manbS  (ii)xt  frä'n!en  ob.  fd)mätern. 

uncbrcrbietig,  SStr.,  nic^t  e{)rerbtetig,  bie  gebü()rcnbe  3(^tung  nt(^t  cr= 
TOcifcnb. 

unebvlic^,  SB».,  ntdit  ebr(id),  b.  i.  ber  burger(id)en  (5bre  crmangelnb 
ob.  nid)t  gemap  (einen  für  undjxlidj  er!(arcn;  ein  une{)rtic^c6  ©ewerbeK.; 
e^em.  oud)  f.  unebel,  nid)t  oorncijm);  ber  fttt(id)en  Q:l)xe  ob.  ber  9?einbeit 
u.  9ieb[id)feit  ber  ©eftnnung  juanberlaufenb  ob.  cntgegenbanbelnb ,  finno. 
unrebtid),  ftä'rfer:  ebrfo^  (uriefjdid^  {)anbeln,  ein  uneljrlic^cr  sJJJann);  bie 
Unebtltcbffif)  ^^^^  Unebv(td)fein,  fiarfer:  (5briofigfeit;  aud^  eine  unebc? 
nd)e  >f)anb(ung. 

Uncigennu^,  m.,  fetten  f.  2Cb»efenf)eit  bcS  eigennu^eö,  ben  eigenen 
SBort()eil  ocrgcJTcnbc  ob.  aufopfernbe  ©eftnnung;  uneigcnnü^ig,  SS».,  nti^t 
eigennö^ig,  Eeinen  ©igennu^  ()abenb  ob,  ocrrattjenb,  in  f)öf)erem  ©rabe:  felbjl» 
»ectdugnenb,  aufopfernb;  bie  UnelgcnniW^tgfeit. 

■  unelgcntlid^ ,  33».,  nidjt  eigentüd),  b.  i.  nid)t  ivirf(id)  ob.  irabrbflft 
(j.  85.  ein  uneigcntli^cr  SSortfjeiO;  tnöbef.  einer  @ad)e  ntd)t  urfprünglid) 
u.  roefentlid)  angeborenb  ob.  jufommenb,  ftnn».  angewanbt,  übergetra- 
gen, bi(b(id)  (ein  SBort  in  uneigenttic^er  SScbeutung,  in  uneigentltd|em  ©inne 
gebraudjen;  uneigentlic^  reben). 

uncinfübvbar,  S».,  tvag  nid)t  eingefübrt  tt?e?ben  fann  ob.  barf. 

uncingebcnf,  unbiegf.  S5w.,  nid)t  eingeben?,  öergeffenb  ob.  uergeffen» 
mit  bem  @en.  (empfangener  2Bo{)ltbaten,  feiner  ^fltc^t  k.  unefngebenf  fein). 

uneingenommen,  S5».,  nid)t  eingenommen  (f.  einnefjmen) ,  bef.  unctg. 
im  ©etfte  nid)t  befangen,  üorurtbeilöfret. 

uneingefd^ränft,  S3».,  nid)t  etngefd)ranft,  flnno.  unbefdjranft,  fdjran^ 
fenfo^  (uncingef(^ron!te  23oUma^t,  @c»alt  2c.). 

uneinig,  S3».,  u.  als  unbiegfameö  35».  oud^  unein§,  r\\d)t  «inig  ob. 


1480  unempfäng(id)  —  unentrinnbar: 

«ing,  b.  t.  iicrfd)ieb«ne  ?9?cinun3,  ©eftnnung,  üe»:fd)iebenen  WiUen  l^a* 
benb,  u.  ba()vT  in  üblem  $öerßcl)men  (ebenb,  finno.  mifö^ellig,  untjec* 
trägtid)  (über  etirag  unetntg  fein  ob.  mit  Scmanb  »erben;  in  einer  <Baäjt 
uneinö  fein;  mit  fi(^  fetbfl  uneinß  fein;  uneinige  ef)eleute);  uneig.  f.  nicht 
übcreinjlimmenb,  un3leicf)actig;  bic  Uncinigfeit,  bag  Uneintöfein,  finno. 
3}?dnun3^üerfcf)ieben{)eit,  ^\{§i)cü\Qhity  libleö  SSetne^raen,  jtärfer:  ^vok- 
txadjt  (in  Uneinigfett  mit  3cmanb  geratijen,  leben  zc.)- 

unempfänglich,  S3n).,  nid)t  empfd'ngüd),  feinen  <Sinn  für  etwaö  {)a; 
benb  (j.  S5.  für  bic  ikbc  unempfang(id);  btc^t.  aud)  mit  bem  25  at.:  ber 
eiebe  — );  bie  Unempfängltc^teit. 

uncmpftnbbar,  SBn?.,  nid)t  empftnbbnr,  tvad  nid)t  cmpfunben  werben 
fann,  finno.  unfü^Ibar;  bie  Unempfintbarteit;  —  unempfinbli(^,  83»., 
nic^t  empftnblid),  unfä()ig,  itt)}a^  511  empftnben  (ein  unempftnblic^eö  ©lieb); 
bef.  of)ne  innere  ©mpftnbung ,  unempfanglid)  für  (Sinbrürfe  auf  bag  ©e* 
mütl),  feien  fic  angenef)m  ob.  unangcnefjm,  oerfc^.  f)art,  wdijei  nur  in 
SBcjicl)ung  auf  unangenehme  ©inbriide  gibraud)t  wirb,  jlärEer:  gefü{)UoS  (ein 
unempfinbli(^er  SKenfi^;  für  tt\x>a^  unempfinbli^  fein);  nid^t  gut  f.  unem? 
pfinbbar;  bie  UncmpfinttÜd^feit,  finno.  ^aite,  Sübnofigfeit;  —  un? 
empfunden,  35».,  md)t  empfunben. 

Uncnb,  f.,  @. -ö,  oberb.  (öonSnbe  f.  ßrgebnifö,  ©rfclg,  5«ufeen)  f. 
5^td)tgnu|si9feit,  5'?id)t6mürbi9feit,  2iebevlid)feit  (j.  35.  ber  SBurfd)  ijl  »oU 
Unenb);  bafjcr:  uncnbtg  ob.  unenMid^  1.  33».  imittdi).  uneudelich  0.  en- 
delich,  fd^neU  jum  3ielc  fommenb,  eilfertig)  alt  u.  oberb.  f.  unnü^,  nid)tgi 
nu^ig,  nid)tg  augrid)tenb,  tra^e,  ungefc^irft;  nid^tönjürbi^,  auögelaffen, 
ungefttt'et,  e^tM;  —  unentlid^  2.  33».  (attf)0(^b.  unentlih),  nid)t  en^ 
benb,  f ein  @nbc  f)abenb ,  jtar!er:  cnblog,  fowoljl  na^  ber  räumlichen 
JCuebeljnung ,  finno.  unbegrenzt  (unenblic^c  gerne,  2£uöft^t  jc,  ein  unenb« 
li(^c6  gelb),  u.  uneig.  na^  bem  Umfange  feines  33egriffe6  ob.  SBefenö,  ftnno. 
unbcfd)ränft,  uneingefdjranft  (j.  35.  ©otteö  SKac^t,  ®üu  k.  ijl  uncnblid); 
(Siöfenl.  eine  uncnbli^e  ©rö^e,  b.  t.  eine  unbeftimmbare),  alä  aud^  ber  3eit  = 
bau  er  nac^,  finno.  unauf{)b'rlid),  eivtg  (unenbltc^eö  ßeben  ic);  ()(>ufig  über; 
tvcibcnb  f.  fei)r  grop,  fef)i  flarf ,  in  fe^r  I)o^em  ©rabe  (j.  33.  unenblid^c 
2iebe,  greube,  S)iül)e  n.  bgl. ;  u.  bef.  aU  51».  unenbli(^  oiel,  gro^,  lange  :c. ; 
t(^  bin5f)nen  unenblic^  oerbunben  tc);  bie  UncnMid>f eit,  finno.  Unbegrenjts 
t)eit,  ©renjenloft'gfeit,  Unbefd)rä'nftf)eit;  Unauf{)orlid)feit ,  @n?igfeit. 

unentbel)rlid^,  33».,  nid)t  entbefjrtid),  roaS  man  nic^t  entbet)ren  fann, 
fraifcr  alö:  n6tf)ig,  notbtvenbtg  (er  ob.  bic  ©ac^e  ift  mir  unentbe()rlt(^); 
bie  Unentbe^rttc^feit. 

unentbecft,  SS».,  ntc^t  entbeut,  «erborgen  u.  unbefannt. 

unentflicl)bar,  S».,  bic()t.  tmgut  gcbilbet  f.  bem  man  nid)t  entflief)en 
fann,  unt)ermeib(id). 

unentgeltlich,  91».  u.  33».,  ol)ne  Entgelt  ob.  S5eja^lung,  finno.  um* 
fonfl  (einen  unentgcltlid)  be»irtl)en;  unentgelttid^e  33e!öjligung) ;  bie  Uncnt» 
geltli^feit. 

uncntl)altfam,  33».,  md)t  emf)altfam,  flarfer:  unmä'pig;  bie  Uncnt* 
t)altfamfeit. 

unentrinnbar,  33».,  btt^t.  ungut  gebilbet  f.  bem  man  nid^t  entrinnen 
fann,  ogl.  unent)Tiel)bar. 


unentfd)eibbar  —  uncvf)6rbac  1409 

unentfd^cibbar,  SStr.,  tva^  nid)t  entfcf)ieben  »werben  fann;  bie  Unent; 
fc^etbbarfeit;  unentfc^eibenb,  aSn?.,  bic^t.  f.  nicht  entfd)eibenb;  unent= 
icf)lebcn,  Sit).,  ntdjt  entfd)ieben  I)  oon  Sachen:  nid)t  aufgemacht  ob. 
beftimmt  (bcr  (Streit  ift  nodj  unentfc^iebcn;  ctiüaö  uncntfc^ieben  laJTcn); 
2)  Don  ^erfoncn:  ftcJ)  nicf)t  entfd)ieben  [)abenb,  ob.  ftd)  fd)tt>er  entfd)ei? 
benb,  finno.  unentrc^loffen,  unfd)lüffi9  (iä)  bin  noij  uncntfc^itbcn,  ob  u.; 
ein  unentfc^icbincr  50Zcnfi);  bie  Unentfc^icbcn^cit,  ba^  Unentfd)iebenfein 
einer  (SQd)c,  ob.  einer  ^trfon,  finno.  Unfd)lürfi9feit. 

uncntfd)(o[fcn,  SBw.,  nid)t  entfd)[ofTen,  nod)  fdnvanfenb  ob.  jiueifeinb 
(ic^  bin  noi  unentfc^loffen  jc.);  fid)  ß)\vtx  entfd)(iefenb,  unfaljig,  einen 
ent|'d)[uf^  ju  fafjen,  finno.  unf^iiiffig,  (lärfer:  njiUenloö  (ein  unentfc^lof^ 
fencr  imenfd));  bie  Unentfc^lo|Tenl)eit,  finno.  Unfd)lüfftgfeit. 

unentfe^bar,  35».,  wer  nid^t  entfefet  werben  fann,  unabfe^bar. 

unentn)ic!e(t,  SJro.,  nid)t  entiricEelt,  bef.  uneig.  f.  nid}t  au^gebilbet 
(uncntioicteltc  Jfniagen). 

unentjünbbar  ob.  uncnt^ünbllc^,  »»p.,  voai  nicht  entjünbet  werben 
fann;  bie  Uncntjnnbbavfcit  ob.  Unfnt5Ünb(ic!)!cit. 

unerai^tet,  Sio.,  nid)t  eraduet;  alt  u.  lanbfc^.  alö  aSm.  mit  b.  ®cn. 
f.  un9ead)tet  (f.  b.).  * 

unerbauet  ob.  unerbaut,  S8\v>.,  nid^t  erbaut,  b.  t.  eig.  nidjt  auf^cbautf 
u.  uneig.  nidit  anbadnig  gef^immt,  feine  (Srbauung  füt)(enb;  unerbau* 
lic^,  Sn?.,  nidit  erbauüA,  feine  ©rbauung  9ewa()renb;  ouc^  f^erjb-  f- 
unerfreulid) ,  langweilig  k.;  bie  Unerbaulic^feit. 

unerbittlich),  »lo.,  ftd)  nidjt  erbitten  laffenb,  finno.  unbeweglid),  t)art- 
^erjig;  bie  Unerbittlicf)feit. 

unerbenfbar  ob.  unerbcnftid^,  S»o.,  w^-i^  nid^t  erbad)t  werben  fann. 

unerfahren,  Sio.,  nid)t  erfahren,  feine  Erfahrung  habenb:  bie  Un; 
erfal)rcnl)eit,  ba«  Unerfahrenfein,  bie  mangelnfce  (5rfaf)rung. 

unerfinblicf),  S>o.,  eig.  \V(i$  nidit  erfunben  werben  fann;  oberb.  (o. 
erfinben  f.  bemeifcn)  unerweiälid),  ungegrünbet  (ein  unccfinblic^eg  aSor« 
geben);  au(%  f.  unbegreiflid) ;  bie  Unerfinblic^fcit. 

unerforfc^bar  ob.  unerforfc^lic^,  SSio.,  was  nid)t  crforfd^t  werbett 
fann,  finno.  unergrünblid),  (ein  uncrforfdjli^eö  @ef)e{mnif8) ;  bie  Uner« 
forfd)li^fcit:  uncrforfc^t,  SBn).,  nidit  erfürfd)t. 

unerfreulich,  Sio.,  nid)t  erfreultd),  feine  ^^reube  erregenb;  ficiclec: 
betrübenb;  bie  Unerfrculid)feit. 

unergöljlid),  S»o.,  nid)t  ergö^lid),  feine  ©rgö^ung  gewaf)renb;  bie 
Unergöilic^Peit. 

unergrünblic^,  Sro.,  wai  nid)t  ergrünbet  werben  fann;  bie  Uner* 
grünblic^feit. 

unet^eblicf>,  f8m.,  nid)t  er()eblid),  ftnno.  unwid)tig,  unbebeutenb,  ge? 
cingfügig;  bie  Uncrl)ebli(^feit. 

unerl)örbar,  Sro.,  bii^t.  tva^  nid)t  erhört  werben  fann:  unerbört, 
i)  i>ai  oerneinte  SfKn).  ert)ört:  nid)t  erhört  (j.  S.  eine  Sitte  uncrbört  laf= 
fen);  2)  q16  35».  vonS  tttan  nod)  nid)t  erhört,  b.  i.  burd)  ba^  ®et)ör  tjer^ 
nommcn  ob.  übcrf).  erfaf)ren  l)at,  babcr  f.  ungewöljnlid),  aufetorbenttid), 
bcf.  oon  uncrfrculi^en  ©a^en  ob.  ©reigniffen  (baö  ift  unerhört,  ein  uner^ör= 
tei  23erbve^en;  uncrljört  graufam  fein,  u.  bgl.). 

.i^cpfe'ö  ^anbwörterb,  b.  beutfd)cn  ©pr.  2.  a;f)ei(.        S9 


1410  uncvfannt  —  unerfe^bat 

uner!annt,  SB».,  nid)t  «ifannt,  cf)ne  crfannt  juiverb«n;  uncrfenn^ 
bar,  Sn).,  roet  ob.  mag  n\d)t  erfannt  roerben  fann;  bie  UnerfennbatJ 
feit;  unerfenntlic^,  »».,  nid}t  erfenntlid),  fldc!cr:  unbanfbar;  bie  Um 
erfenntlic^hit,  mangclnbe  (Srfenntlidjfeit,  Unbanf barfeit. 

unerflävbar  ob.  unerftärlic^,  S5m.,  wni  nid)t  erflärt  werben  fann, 
ftimo.  untterj^änbiid),  unbeutlid);  bie  Unerfiärbarfeit  ob.  Unerflärlic^feit. 

unerlaf^lte^  ob.  r.  unerläföUd^ ,  Sw.,  roaö  nid)t  erraffen  ob.  na&i^i: 
laffen  werben  fann,  burd)aug  etforber(id)  (eine  unedafötti^e  ^ftic^t,  Se- 
bingung  u.);  bie  Unertäföltc^feit. 

unerlaubt,  fSm.,  nicbt  erlaubt  ob.  geflattet,  \tatltt:  unterfaßt,  Der? 
boten. 

unetteibUd^,  35«.,  voai  fid)  nid)t  erleiben  lafft,  gew.  unertraglid}, 
»erfc^.  unlctbltc^;  bie  UnerleiMtd^feit. 

unerlöfd^lic^,  S5».,  wai  nid)t  erlöfcbt  werben  ob.  nid)t  erlofdjen  fann, 
ge».  unauS[öfd}lid);  bie  Unerlöfc^l-id^feit. 

unermeffen,  ^w.,  nid}t  ermejyen  ob.  auägemeffen  (ein  uncrmefTenec 
Staum);  unermefälid^,  35».,  wag  nid}t  ermeffen  ob.  auggemeffen  werben 
fann  (eine  uncrmefölid^e  ©cöpe,  SBeitejc. ;  baö  Unermefölt^  e  a(ß  ^n?., 
bcr  uncrmefsttc^e  SBeltraum);  übixi).  u.  uncig.  feiner  ®rofe  nad)  unbejümm* 
bar,  unbegrenzt,  unenb(id),  auperorbentlid)  (uncrmefeli^er  9ict(^tt)um; 
unermeföti^  gto^,  »tel  :c.;  uncrmefsitd^er  Sammer,  u.  bgt.);  bie  Unermef^- 
li^feit,  ba^  Unermefgtid)fein;  bai  Unermefgüdic. 

unermübet,  35».,  nid)t  ermübet  ob.  mübe  geworben,  aud^  f.  nid)f 
ermübenb,  rajlloS  (unecmübetct  S'ei^);  unermüblic^,  35».,  ficb  nidit 
ermüben  lajjenb,  nid)t  ju  ermüben,  jtarfcr  al6:  un ermübet  (unermüb- 
lic^e  Zi)ätiqhit);  bie  UnermüMic^feit. 

unerquicfenb  u.  unerqutcflid^,  SSw.,  nid)t  erquicfenb  ob.  erquiiflid), 
feine  (Jrquicfung  gewä'f)renb;  bie  UnerquicPlicbf eit. 

unerreichbar,  S8to.,  wai  nid)t  erreid)t  werben  fann;  bie  Unerreldj? 
barfett. 

uncrrettbar,  S5w.,  wer  ob.  toa$  md)t  errettet  werben  fann,  gem.  un^ 
rettbar. 

unerfättlid),  35«).  (abge!.  au§  unerf ättigltc^  ü.  crfatttgcn),  wer  ob. 
wai  nid)t  erfdttigt  werben  fann  (ein  unerfattlii^er  «Kcnfc^;  uncrfdttlic^cr 
J^ungcr;  uncrfdttli4ic  SBifebegterbc  u.  bal.);  bie  Unerfättlic^feit. 

unerfc^öp^ic^,  35».,  roai  nid)t  erfd)öpft  werben  fann,  eig.  u.  uneig. 
(S5runnen.  9?dc^t()um,  Si3i|  Jc);  bie  Unerfd^öpflicbfett. 

unerfc^rocf en ,  35».,  nid)t  erfd)rocfen,  b.  t.  feinen  ©c^redcn  empftn= 
benb  u.  jcigcnb,  finno.  unerfdjiittert,  furdjtlog  (unerfi^cocJenec  SKutf));  bie 
Unerfd^roäenl)e{t. 

unerfc^ütterlid^,  35».,  \va^  nid)t  erfdjüttert  ob.  wanfenb  9emad)t 
werben  fann,  eig.  u.  uncig.  (j.  S5.  SKutf),  3;reueu.);  bie  Unerfc^ütterli(^= 
feit;  unerfc^üttert,  35».,  nidjt  erfd)üttert. 

unerfc^winglid),  35».,  was  nid}t  erfd)wungen,  b.  i.  nid)t  aufgebrad)t 
ob.  I)erbei3efc^afft  werben  fann  (unerf^»inglt^eÄojlen);  bie  Uncrfc^roing» 
lid)feit. 

unerfe^bar  ob.  ge».  unerfe^Ud^,  35».,  wa§  nid)t  erfe^t  werben  fann 
(ein  un«fe|lic^er  SJerlujl);  bie  Unerfc^lic^feit. 


unctfpnop(td)  —  unfettig  1411 

unerfpric0(t(^,  SB».,  nidjt  erfpti«f(lc()  ob.  fruchtbtinäenb;  finno.  un; 
fruchtbar,  unnü^,  frucf)tfog;  bie  Unerfprieplic^feit. 

unerj!ci,qbar  ob.  uncrflclglic^,  Sir.,  wai  nic^t  crftie^en  werben  fann. 

unerträglich,  Sjü.,  mag  nid)t  ertragen  »verben  tann  ob.  nldyt  ju  er; 
tragen  ifl,  ftärfet:  unauöjTc()Itd),  unleiblid)  (Jpi^e,  Surft,  ©c^meri,  Can» 
gcroeüe  k.;  ein  imetträglic^ec  3Ken[(^,  er  ift  mir  uncttcä9li(^ ,  b.  i.  im  i)öd)* 
flen  ®cabe  unQn9encf)m);  bie  Uncrträglic^feit. 

unermac^fcn,  S»ü.,  norf)  ntd)t  ern?ad)fen  ob.  auö9ewad)fen  (unec* 
»ac^f  e  nc,  b.  i.  Jtinber). 

unerwartet,  SBro  ,  ntd)t  erwartet,  iviber  Erwarten  9efd)ef)enb,  jtnn». 
unüermut^et,  fidrfec:  iiberrafd)enb  (baö  fommt  mir  uncrroartct;  eine  unec* 
ttjortctc  SRaiftiäit  Jc). 

unernjccfltc^,  ffinj.,  1)  (unecmcctli^)  fid)  ntd)t  erwecfen  taf]"enb,  ntd)t 
aufiuwecfen;  2)  (u  n  cttrccKic^)  ntd)t  enuerfdd),  b.  i.  ntd)t  jum  ®uten 
erivecfenb,  unerbauftd);  bie  Uncrn?ecf(id^fett,  in  beiben  SBeb. 

unentjei^lic^,  Sro.,  ma^  nid)t  erroiefcn  werben  fann  (unerweielic^e  Sc 
fjQuptungen) ;  bie  Unerix>ei§(id()feit;  uncrnjtefen,  S»d.,  ntdjt  erroiefen  ob. 
bar9et()an;  bie  Uneviviefen{)eit. 

unerroogen,  Sm.,  nid)t  erwogen;  alt  u.  oberb.  a(ö  93».  mit  bem  ®en. 
f.  ungead)tet  (j.  S.  alles  btJTen  unerwogen  jc). 

unerjogen,  S».,  nod)  ntd)t  erlogen  ob.  auferjogen,  ecrfc^.  ungejo» 
gen,  [.  b.  (j.  ÜB.  er  l)tnttr(afTt  brei  unerjogene  Äinber). 

unfäl)ig,  Sw.,  nidjt  fä'f)ig,  feine  Saf)igfeit  t)abenb  (ein  unfä{)iger 
gjlinfd});  ju  etwa^  — ,  finno.  untauglid),  ungefd}i(ft;  einer  <Sad)e 
(®en.)  — ,  b.  i.  ju  beren  2fu^fii()rung  nid)t  geeignet  (j.  58.  er  ift  eine« 
9Serbre(^enö  unfaf)ig);  bie  Unfät)i9feit,  mangetnbe  5ä'f)igfett. 

unfal)rbar,  Sn?.,  ntd)t  fa{)rbar,  b.  i.  was  md)t  gefaf)ren,  ob.  befa^; 
ren  werben  fann. 

Unfaü,  m. ,  Wl.  Unfälle,  (mittel!),  ungeval)  ein  unangenef)mer,  un* 
günftiger  ^aUy  b.  i.  SSorfall  ob.  3ufa(t,  ein  wibrigeg  ob.  wiberwä'rtigeö 
SreignifS,  ftärEcr:  UnglücfSfall,  Unglu^  (ein  Unfall  ift  mir  begegnet,  t)at 
midö  betroffen  2C. ;  bie  Unfälle  bc6  CebenS);  e{)cm.  uberl).  f.  Unglü(f;  oberb. 
f.  SSiel)faU,  93ief)feud)e  (waf)rf^.  »erberbt  auö  Umfall,  f.  b.);  unfällig, 
S».,  »lt.  f.  unglücf(id). 

unfarbig,  Sro. ,  nid)t  farbig,  gew.  farb(o8. 

unfaf^lid^,  SSro.,  nid)t  fafälid) ,  finno.  unoerftänblid),  unbeutlid). 

unfel)Ibar,  fBw.,  nid)t  fef)(en  fönnenb,  b.  i.  1)  unfäf)ig  ju  irren  (fein 
ÜJJenf^  ift  unfcl)lbar);  2)  waS  nid)t  ausbleiben  ob.  unterbleiben  fann, 
ftnnü,  unauSbleiblid),  gewifö,  notpwenbig,  bef.  al€  9tw.  (er  fommt  unfef){- 
bar;  eS  wirb  unfeljlbat  gefc^el)en;  eine  unfcf)lbare  golgeic);  bie  Unfet)t* 
barfeit,  baS  Unfef)lbarfein  (j.  85.  beö  ^apflef);  bie  unauSbleiblidje  ©e- 
wifSf)eit. 

unfein,  Sw.,  nid)t  fein,  inöbef.  f.  nid}t  artig,  ntd)t  anflanbig  ob. 
f)öflid),  finno.  unartig,  ftarEec:  grob,  plump  (ein  unfeineö  Sene()men,  eine 
unfeine  JCu^erung). 

unfern,  Sw.  u.  9lw.,  nid)t  fern,  ftnno.  naf)e  (unfern  »on  i)ier);  Qud^ 
alö  93n).  mit  bem  ®en. ,  wie  unweit  (j.  S.  unfern  beS  J^aufeö  ic). 

unfertig,  95».,  1)  md}t  fertig,  finno.  unbereit,  unvoUenbet;  2)  oit 

89* 


1412  MnflaÜ)  —  unfreunb 

u.  oberb.  (mttter^.  unvertic)  f.  ungangtac,  untregfam;  untedEjt  ob.  fd)Ud()t 
üerfaf)rcnb  (cntg.  rc^tfertig) ,  I«tci)tferti3,  böfe,  liebetltd). 

Unflat^,  m.,  -eg,  (mittelt).  unvlat;  »on  vlat,  vlaete,  Sf^einti^idt,  ®d)ön= 
I)fit,  waf)cfd).  jurücfjufüijrcn  auf  bie  SBurjcl  fla,  baf)er  altb.  flawen,  flewjaD, 
flauen,  obcrb.  ftden,  fldjcn  jc  f.  reafc^en;  «gl.  mtttelf).  vlactec,  f^weij.  u. 
oberb.  ftdt,  fldttg,  ftcttg  f.  fauber,  litvüö),  i)üb\(i),  gepult  Jc;  — 
iai  ntcbcrb.  fldtöf  f.  f^mu|tg,  garjlig  id^eint  auS  unfldts!  »crfürjt  ju 
fein;  f.  iebo^i  auc^  glatf))  1)  o.  SK.  urfpc.  Unfauberfcit,  Unfcf)oni)eit; 
jefet  f.  f)af^[ic^cr  (Sd)niu^,  efelf)afte  Unretnigfeit,  fldrfer  alö  Unratt),  fd^wd- 
^er  al6  Äot^;  2)  9)?.  Unflatf)e,  gem.  Unfldtt)er,  eine  l)i5d)ft  unfaubere, 
fdjmu^igc  «JJerfon;  aud^  f.  eine  ä'uperfl  {af}crf)afte  ^erfon;  bec  Unptt)er, 
-ö,  5)?.  IV.  (5.,  gem.  f.  ein  ehli)aft  fcbmu^iger,  u.  bcf.  ftttenlofet,  un- 
teufdjev,  un^üc^tfge  JRcbcn  füi)renber  S)?enfd);  bie  Unptt)erei,  5Ji. -en, 
ehH)aft  fd)mu^i3e  v^anblung;  höd)\i  unanjlänbi^e,  unäüd)ti9e  SRebe  ob. 
^anblung,  Bote;  unptl)!^,  Sm.,  mit  Unflatf)  befubelt;  ()()d)jl  unrein; 
lief),  thli)aft  fc{)mu^i9;  '»"  {)od)|len  ©rabe  unanftanbig,  unjüd^tig,  laftec- 
^aft  (ein  unf[dtf)tgci:  ?Kcnf(§;  unf[dtf)tge  SBortc,  ©^erjc  zc);  bie  Unflä^ 
t{)i(;fett,  bai  Unflatf)i9fein;  auc^  f.  ü.  n».  Unflätf)etei. 

tlnflcip,  m.,  mangeinbet  ^lei^,  gelinbcc  alö:  Sra3f)eit,  5au(t)eit; 
unfleipig,  Sw.,  nidjt  fleißig,  gelinber  alg:  trage,  faul. 

unfoigfam,  Sio.,  md)t  folgfam,  finno.  ungetforfam;  bie  Unfolgfamfeit. 

Unform,  w. ,  eine  feljler^afte,  nic{)t  oer[)ä(tnif«5mä'pige  u.  überf).  un* 
fd)öne,  {)df^lid}e  ^^orm,  finno.  9J?iföform,  Ungeflalt;  obcrb.  auc^  f.  Un= 
ort,  Unanfldnbigfett,  u.  9?fpr.  unrichtige  gorm,  mangclf)aftc  görmlt(!^f eit; 
ber  Unform,  -ä,  lanbfc^.  f.  ein  unformIid)eg  2)ing;  ba()er  ««aturf.  eine 
©attung  2(ufgufött)ter(ien;  u.  ein  auöldnb.  ©trau^geiüdci^ö  (amorpha  fmti- 
cosa  L.);  unförmig  ob.  gew.  unförmlich,  Src.,  nidit  bie  ge{)örige,  u.  bef. 
eine  rcibrige,  t)äfölid)e  g^orm  f)abcnb,  flnno.  ungejialt,  formtoö;  un^ 
formlid)  aud^  f.  nid}t  förm(id),  ct)m  §örmlid)feit;  bie  Unförmlid)feit, 
ba^  Unform(id}fein;  auc^  etwaö  Unformlid)e6,  eine  unf6rmlid)e  ©ejialt, 
Unform. 

unfrei,  S3w.,  nid)t  frei,  jlnn».  abf)dngig,  befi^ranft,  bienflbar,  fowoljl 
bem  bürgevlid^en  SJcri)dltniJTe  nac^  (unfreie  ^erfonen,  SSaucrgüter  u.  bgl.), 
al6  au^  in  ^infid^t  bcc  fittlic^en  ©elbfibejtimmung  (ein  unfreier  «Öienfd^,  un= 
freie  Gicfinnung,  J^anblunggrceife  jc);  bie  Unfreil)cit,  ia^  Unfreifein,  finn». 
2(b{)angigfeit,  Unfelbjlä'nbigfeit  k. 

unfreigebig,  Sn?.,  nid) t  freigebig ,  ftdrfer:  farg,  geijig. 

unfveirüiülg,  SBra.  u.  91^.,  nid)t  freiwillig,  bem  freien  SBillen  ntd)t 
gemdf ,  finno.  ungern,  unern)unfd)t,  ftdrJer:  gejroungen;  bie  Unfrein)i(; 
ligfeit. 

Unfreube,  w.,  ott.  f.  mangelnbe  greube,  Slraurigfeit ,  ßeib. 

unfreunb,  Sn>.,  feiten  f.  nid)t  freunbfdjaftlid)  gcfinnt,  unf)o(b;  ber 
Unfrcunb,  ein  5'iid)tfreunb,  nid)t  SSefreunbeter  ob.  freunbfd)aft(id)  @e; 
finnter,  jtdr!er:  geinb;  unfreunblid^ ,  ^to.,  nid)t  freunbüd) ,  b.  i.  feine 
freunbfd)aftlid)e  ©eftnnung  f)egenb  u.  aupernb,  fldrfer:  feinblic^;  in  WiU 
terer  SBcb.  oI)ne  5Bo{)(troKen  u.  Ü)?enfd)enfreunblid)feit,  ftdrfer:  mürrifd), 
«erbriefiid),  rauf),  barfd)  2C.  (einen  unfreunblid^  bel)anbcln,  abweifen;  un? 
ft€unblid)e  SQäorte  jc);  uncig.  bm  ©innen,  bef.  bem  äußeren  ®efül)l,  unans 


Unfciebcn  —  ung  1413 

Qtmljm,  iDtbrtg  (unfreunbric^cö  SBctter  u.  bgl.);  bie  Unfreunbdc^Feit,  b«6 
Unfmtnb(ic{)fcin  in  oUcn  Scb.;  aiii)  eine  unfreunb(id)e  'Äußerung  ob. 
^anblung;  bie  Unfreunbf(^aft,  feiten  f.  5'?ici}tfreunbfcf)aft,  SJiifgheUig; 
feit,  fiarfct:  7^einbfd}aft;  unfrcunbfd)att(irf),  58w.,  nicl)t  freunbfd)aftiid}, 
ber  ?5r«iinbfci^aft  nic{}t  gemd'p. 

Unfrleben,  m.  (mittclf).  unvride),  mangelnber  ob.  geftorter  ^rieben, 
finnö.  Uneinigfeit,  libleö  33erne()men,  ftarfcr:  3»vietrad)t,  ©treit  (in  Uw 
fricbcn  mit  3emanb  leben;  fpric^ro.  grieben  ernotjut,  Unfrieben  ocrjctjrt); 
el}cm.  auc^  f.  ^ricbenöbvuc^ ,  2Cufruf)r,  Scrbrcc^en;  unfrieblid^,  Sit».,  nic^t 
frieb(id),  uneinig,  im  ©treit:  bie  Unfrieb(id)!eit. 

unfrol),  Sit),  (mittclf).  unvrd),  nid)t  froh,  ftacfer:  betrübt,  traurig; 
cljcm.  f.  in  einer  traurigen  Cage  bcfinbli^. 

unfromm,  S3nj.,  nid)t  fromm;  olt.  f.  unreblid),  gottlob. 

unfruchtbar,  Sm.,  nid)t  frud)tbar,  feine  ^rudjt  bringenb,  jtnno.  un? 
ergiebig  (ein  unfruchtbarer  Saum,  Soben  zc;  ein  unfruc^tbarcö  SBeib;  eine 
unfru^tbare  (5()c);  uneig.  nid)t^  ob.  ivenig  ^eroorbringenb  ob.  fd)affenb 
(ein  unfrudjtbarer  2)id^tcr  u.);  feine  J^olgen  f)abenb,  feinen  Ertrag,  &(- 
tvinn  ob.  S^iu^en  bringenb,  finno.  frud)tIo^,  nu^to^,  üergeb(id)  (j.  S.  un» 
fruchtbare  Semüfjungen,  SReue  u.  bgt. ;  einen  unfruchtbaren  (Segenjtanb  ob. 
etoff  beljanbcln);  bie  Unfrud)tbarfeit,  bag  Unfrud)tbarfein  in  aUen  Scb. 

Unfug,  m.,  -e6,  o.  9}?.  (mittellj.  unvuoc,  m.  u.  unvuoge,  vo.),  cig. 
mangeinber  gug  (f.  b.),  bafjcr  et)cm.  f.  Unbequemlid)feit,  Ungefügigfeit; 
Ungemad),  Unglücf,  Kummer;  aut^  f.  ungeheure  C!)?affe  ob.  SO?enge; 
ferner  f.  Unbefugnifg,  Unred)t,  Ungcunb  (etwas  mit  Unfug  bef)aupten); 
gera.  f.  Unjiem{id)feit,  Unfitte,  Unanflänbigfeit,  unjiemlid}e,  unerlaubte 
^anblungen,  bcf.  fofern  fie  mit  Cärm  u.  rol)em  Ungeftiim  ocrbunben  finb 
(Unfug  treiben);  —  unfügllc^,  Sn?.,  nl&it  füg(id) ,  ftnno.  unpafjenb,  un* 
fd>icftid);  bie  Unfügllrfifett;  unfügfam,  Sm. ,  nicijt  fügfam  ob.  nacf)* 
giebig,  flarter:  triberfpenjlig;  bie  Unfugfamfeit. 

unfüt)lbar,  Sro.,  nid)t  fühlbar,  roaö  nid)t  gefüf)(t  werben  fann. 

imfürfllid),  Sn?.,  nid)t  fürfllid),  einem  gürj^en  nic^t  angemeffcn  ob. 
gejiemenb. 

—  ung,  9lac^f.  }ut  Silbung  »on  Hauptwörtern,  bilbet  1.  mannli^e 
J&aupt Wörter  (altb.  —ung,  unc);  jcbo(^  au^er  ,,bcr  ^ornung'*  (f.  b.) 
nur  Qfigennamcn  ber  älteren  ©pra^e,  in  bcnen  ung  i^=  ing,  f.  b.)  "üb- 
jlammung  ob.  ®efd)(ed)tgöern?anbtfci}aft  bcjeic^net  (j.  S.  2(malung,  3Cbe« 
lung,  Siibelung  Jc);  2.  oielc  weibliche  .i^auptwörtcr  (altb.  — unga, 
unge,  fämmtli^  mit  flarEer  Siegung,  alfo:  handelunge,  wamunge  K.,  SOI. 
handelunge,  wamunge;  je|t  Ijingegen  burd^auS  fc^wac^  bifgenb:  .^anblun* 
gen,  SIBarnungcn  :c.)  1)  t»on  3eitwörtern,  namentlich  jielenbcn,  welche 
a)  als  abflracte  J^auptwörter  bie  reine  2!f)ä'tigfeit  in  if)rem  SBerben  bqrflet= 
(en;  (fic  werben  fowotjl  ton  flar!cn  ob.  ablautenben,  al6  uon  fci^wac^cn  3ro. 
gebilbet,  j.  S.  SReibung,  ©d^tibung,  «Schreibung,  SDScifung,  3iet)ung;  gü^» 
rung,  ptterung,  .^anMung,  Cäbmung,  Slcgung,  ©enbung,  ©c^wdc^ung 
©tärfung,  SBenbung;  am  ticbjlen  aber  oon  jufammengef.  ob.  burc^  SSorjtlben, 
abgeleiteten  3w.  bciber  SiegungSweifen,  j.  S.  Eroberung,  ßrlernung,  (Sr* 
giefung,  Sergie^ung,  JCuSgiefung,  Sergrabung,  Untergrabung,  Serbinbung, 
Unterwerfung;   obwoljl  bie  einfachen  „ßernung,   OJie^ung,   ©rabung,   Sin« 


1414  ungangbar  —  un9ead)tct 

bung,  SKccfung"  wenig  ob.  gar  nic^t  gebrauc^li^  ftnb;  —  in  Jg)inft(^t  bec 
idtrcöxüidjtn  ßcbenbigfeit  i^vcö  Scgriffcö  flehen  bicfe  ffiilbungen  auf  ung 
g»»ifd)cn  bfm  al6  Jpauptm.  gebrauchten  Snfinitio  unb  ben  abtautenbcn  ®tüm= 
mcn  in  bcr  SRittc;  ügl.  g. S5.  ba^  ©c^roingen,  bie  ©^wingung,  bcr  ©c^njung; 
ba6  3ict)cn,  bic  3ief)ung,  bcr  3ug;  bae  Unterfci^ciben,  bie  Unterfc^eibung, 
ber  Untcrfc^ieb,  u.  bgl.  m.);  'jj  in  concreterer  2(nn?enbung  au^  ben  burd) 
bie  Si^atigfeit  {)ertior9ebrad)ten  ob.  in  berfelben  begriffenen  ©egenjlanb, 
wie  auc^  ben  faen^ivften  3uflanb,  in  »eli^cm  gallc  fie  auc^  oon  xiellofen  3«. 
gebilbct  werben  (j,  S.  9)lifd)ung  f.  ba^  ©emifc^tc,  @emif(^:  Sabung  f.  baö 
©elabene,  bie  2aft;  Srfinbung  f.  bai  (5rfunbene;  ©rfc^einung  f.  baß  ©cfc^ei» 
nenbe;  fo  au^:  2(l)nbung,  2)roI)ung,  Hoffnung,  Steigung,  Orbnung,  S?ed^' 
nung,  ©i^ung,  Stellung,  SScmerfung,  ffiebingung,  SSebcutung,  2(b!iirjung 
SSorlleltung  u.  0.  a.);  '-^)  oon  .?>auptn5örtern,  nur  wenige  neuere  2(blci- 
tungcn,  in  bcnen  ung  einen  ©ammeibegriff  auöbrüöt  (j.  S3.  ^oljung,  SBaU 
bung,  >&utung,  SOJaflung). 

ungangbar,  S?w.  (alt  u.  oberb.  aud^  ungänge,  ungängob.  ungan» 
9 ig)  nid)t  gangbar,  b.  i.  cig.  fo  befd)affen,  bafS  man  ntd)t  barauf  gef)en 
fann,  ftnno.  unroegfam,  ob.  aud^  njenig  betreten  (ein  ungangbarer  SBcg); 
uneig.  nid)t  im  (Sänge  feienb,  finnu.  ungebraudjlid)  (j.  35.  ungangbare 
SOJünjen,  SDSorte  jc);  bie  Ungangbarfeit. 

Ungar,  S5w.,  md)t  gar,  nid}t  i»öUig  jubereitet. 

Ungar,  m.,  -n,  SDt. -n,  (gem.  Unger,  SOt.  Ungern  gefpt.),  wtibU 
bieUngarinn,  50?.  -en,  Eingeborene  unb  (5inirot)ner  be§  ßanbeS  Un- 
garn, f.,  -ö  (gem.  Ungern  gcfpr.;  ef)cm.  auc^  Jg>ungarn  gef(ir.,  neulat. 
Hungarin),  voildjii  ju  bcibcn  ©citen  ber  25onau  jwifc^en  35eutf(^Ianb,  ber 
2ür!ci,  £Rufölanb  unb  ©ali^icn  liegt  u.  ju  ben  öftcrrcic^.  ©taaten  gel)6rt;  in 
cngeier  SBeb.  ba^  am  Cnbe  beö  9ten  3af)rl).  cingewanbertc  v^auptoolf  biefeS 
!2anbe§,  auc^  S^iagparen  genannt  u.  id  ben  ©lawcn  Uf)ri,  Ugri,  Ungri 
(bal)cr  bcr  9Zainen  Ungarn);  ungarifd^,  S5w.  (gem.  ungrife^  gefpr.) 
ben  Ungarn  eigen  ob.  angef)crenb,  au5  Ungarn  ftammenb  ob.  bort  ein=^ 
l()Ctmifd)  (bie  ungarif^c  ©prac^e,  b.  i.  bie  magparifd^e;  ungarif^e  ^ferbc; 
ungarif^er  SDBein  ob.  Ungarwein;  ungarif^ee  ©otb,  b.  i.  23 '/2  Äarat 
entbaltenbeö;  ein  ungarif^er  ©ülben,  eine  SKün?e  »on  bem  SScrth 
ctneg  ©ucatenS;  bie  ungarifcfje  Äranfljcit,  eine  2(rt  f)i^igen  gieber«, 
wetd^eS  bef.  bie  ©eutfc^cn  in  Ungarn  befällt;  ungarif^eß  geber,  alaun* 
garee  ßeber;  ein  un  garif  ^  er  ©att  cl,  eine  3rrt  ©attel,  fet)r  einfach  mit 
fc^lcc^temßebcr  überjogen;  ungarifd^e  ©^melgöfen,  .^üttenw.  ©d^mclä» 
Öfen  mit  jwei  2(ugen,  aSrillenöfcn;  ungarifc^efi  SDSaffer,  f.  t>.  w.  ©d^lag» 
walfcr  (f.  b.),  weil  e^  oon  einer  Äöniginn  oon  Ungarn  erfunbcn  fein  foU). 

ungajllid),  »w.,  ntd}t  gaflüd)  ob.  gafrfreunblid);  bie  Ungafllid^fcit. 

ungeachtet,  1)  SSw. ,  nid}t  gead)tet  ob.  gcfdjä'^t,  finno.  gering  gead)tet, 
ftdvfcr:  \)ecad)tct  (er  ijl  ungeai^tct;  eine  ungeac^tete  ©ac^c);  2)  aU  9Jw. 
(ef)em.  unr.  aud)  ot)ngeac^te  t,  ol)nerad^ttt,  unerad^tet)  mit  bem 
®  cn.  (welchem  eö  fowot)l  nad^»,  ol6  »orgcfe|t  werben  fann)  bc^cic^net  eS  urfpr. 
bai  SSerbaltnifö  ber  5fiid)tbead)tung  ob.  ber  unterlaffenen  9?ütffid)t,  bann 
überl).  Un  SSiberflreit  einer  ^anblung  ob.  2;i)atfad)e  mit  einer  Äraft  ob. 
einem  Umftanbe,  wel^e  als  Scweggrunb  ob.  Urfac^e  ba«  ©egentfjeil  »on 
Um  bewirken  foUten,  mai  mtllii)  9efd^iel)t,  ftnn».  tro^  (j.  23.  ungeod^tet 


ungcai)nbet  —  Ungeburt  1415 

beö  9fjegcn6  ging  xö)  aii6;  cntg.  njegen  bc6  5Regenö  Hieb  iö)  ju  JQauU;  un- 
9ca(^tct  feiner  3:ücfatig!ett  i|l  et  übergangen  iporben;  aller  «Olüfje  ungeachtet 
gelang  cg  nic^t;  b cf f e nu ngcac^ t e t-,  —  lanbfcfe.  unr.  mit  bem  )Dat.  bem» 
ungeai^tct,  feinem  gleiße  ungeachtet  ic);  «n  bemfelben  ©innc  ftft)t  3)  un; 
geact)tct  bafö  —  ob.  bfo^  ungead)tet  auc^  a(ö  SBbn?.  u.  gmar  a(6  ein; 
räiimenbcö  gügewott,  finn».  obäleicf),  einen  «Rebenfa^  einleitenb  (j.  S.  un' 
geachtet  (baf6)  cö  oerboten  rcar,  gefc^al)  eö  bod^;  er  !onnte  bcn  ©tein  nidjt 
f)cben,  ungeachtet  cc  fe()c  ftarf  ijt). 

ungcal)nbet,  fSm.  1.  nid)t  9eal)nbet,  fünno.  ungejlraft,  ungerügt  (et= 
tt>a6  nic^t  ungcat)nbet  laffen;  ein  ungea^nbeteS  93erget)en);  2.  auc^  ungeat)- 
net  ob.  un9eal)nt,  nict)t  geat)net  ob.  vorempfiiuben,  ftnno.  unüetmutt)et, 
uncrmartet. 

unc\cbal)nt,  Sro.,  ntc{)t  gebahnt,  cf)ne  S3a{)n,  ba()n(o6. 

ungebcinbigt,  Sro.,  nici)t  gebd'nbtgt,  finno.  un9e5ä()mt,  unbanbig. 

Ungeberte,  ro.,  meijl  »lt.  f.  üble,  f)afö(id)e,  unanflanbige  ©eberbe; 
ffjem.  f.  2Cu6bruct  be6  ®ramö,  bcr  Sevjirciflung;  Utigeberblg,  Src.,  ftd) 
übel  g«berbenb  ob.  gebarenb,  bef.  auö  3orn,  Jßcrbrufö  u.  (ftc^  ungeberbig 
fteUen  ob.  anjtetlen);  au^  überl).  f.  jotnig,  unroilllg,  roibecfpenjltg;  bie 
Ungeberbigfeit. 

ungebeten,  SSro.,  nid)t  gebeten,  bef.  f.  uneingelaben  (ein  ungebetener 
®aft). 

ungebeugt,  Sn>.,  mc()t  gebeugt,  bef.  uneig.  nid}t  niebergefct)Iagen  ob. 
gebemütbigt  (ungebeugter  ®inn.  SRutt)  jc). 

ungebildet,  SBrc.,  md)t  gebUbet,  bef.  o()ne  geiflige  S3Ubung  (ein  unge^ 
bilbctc«;  SDlcnfc^). 

ungebeten,  Sm.,  nodi  nid)t  geboren  (ein  ungeborenefi  Äinb,  ßamm  ic). 

Ungebrauc^,  m.,  feiten  f.  5fiid)tgebcrtud),  Unbvaud);  fd)lec^tec  (^e^ 
brijud),  9)?if6braud};  ungebrciuc^ltd^,  95n?.,  nidjt  gebraud)lid)  ob.  üblid), 
finno.  unge»T)ö{)n[td);  bie  UngebrQudi)(i(^feit;  ungebraud^t,  Sw.,  nod) 
ntd)t  gebroudjt  ob.  angeroenbet. 

Ungebül)r,  ro.,  o.  3)1.,  baö  @egentf)eit  oon  ©ebüljr:  roa6  fid)  md)t 
gebül)it,  nid)t  fd)icft  ob.  gejiemt,  finnt».  UnbiÜ,  Unred)t  jc.  (eine  Unge» 
bübc  begct)cn;  bef.  juc  Ungebühr,  al6  nebenmöctl.  2iu6brutf  f.  auf  unge^ 
bütjrlic^e  SBeife,  j.  33.  einen  jur  Ungebühr  loben,  tabeln,  jlrafcn  :i.);  Ull- 
gcbül)renb  ob.  ungebül)rlid),  aSn?.,  nld)t  gebübrenb  ob.  gebu()rlid),  finno. 
unge()örig,  unjiemlid),  unfd}irf(ic^,  unbillig  k.  (ein  un9ebäf)rliicö  S5e^ 
tragen  jc);  bie  Ungebü()rli(^feit,  bag  Ungebü^rltd)fein;  eine  ungebü()r- 
Itd)c  ^anblung,  oberb.  auc^  bie  ob.  baö  Ungebüt)rnif6. 

ungebunben,  asn».,  ntd)t  gebunben,  eig.  (j.  SB.  ctreae  ungebunbea  laf»" 
fen,  b.  i.  ni^t  binben;  ein  ungebunbcneö  SSud^)  u.  uncig.  nid)t  eingefd)rQnft 
ob.  nadj  beflimmten  ©efeften  geregelt  (i)xt  ungebunbene  Siebe,  fr.  ^rofa, 
cntg.  gebunbcnc  ob.  rl)i)tf)mifc^e  9?ebe),  an  niditö  gebunben,  ju  nid)tS  Met- 
bunben  ob.  genöt{)igt;  bef.  in  ftttlid^cm  SJerftanbe:  fid)  an  bie  Söorfdjriften 
bet  (5iefe^e  u.  guten  «Sitten  nid)t  binbenb,  ftärfer:  auöfd)n?etfenb ,  gügeti 
Io6  (ein  ungebunbeneö  ßeben);  bie  Ungebunben^eit,  bai  Ungebunbenfein, 
nur  uneig.,  flnno.  SügellofigEeit,  2ru6fd)tt)eifung. 

Ungeburt,  ».,  »lt.  f.  niebere  &ebmt  ob.  ^erfunft;  9^eu».  f.  ein  um 
gebotenes  Äinb  (fr.  embrpo). 


1416  Ungcbanfen  —  ungegeffcn 

Ungcbanfcn,  m.  (mittcitj.  imgedanc)  ein  ub(cr,  ob.  untjernünftiger  ®€j 
banfen. 

un9ebci{)nrf),  Sra.,  md)t  gebeif)!!* ,  finnc.  un^utraglicb,  unbeilfam. 

ungctrucft,  ffirc. ,  nicht  gcbrucft  (eine  ungcbructte  ©d^rtft). 

ungcbrungen,  SBn?.,  niciit  gcbrimgen,  ungejTOungen ,  freiroiUig. 

Ungebulb,  t».,  mangelnbe  ©ebulb,  Unfaf)i9fett ,  Seiben  cb.  Unan* 
nef)m!id)feiten  gelaffen  ^u  ertragen:  aud)  Unruf)e  u.  Unbehagen  beim 
SBvUten  auf  etivag  (etiraö  mit  Unflcbutb  triüarten;  einem  mit  Ungcbulb  ent; 
gcgcnfcfjcn) ;  un^^cbulbig,  SSn?.,  nicht  gebulbig,  Ungebuib  empfinbenb  u. 
V>erratl)enb ,  mit  Ungebiilb  werbunben  (ein  ungebutbiger  S}Jfnf(^;  ungcbulbig 
im  Seiben  fein;  ungebulbige  ertravtung  jc);  bie  Ungeblilbigfrlt,  fclren  f. 
baö  Ungebiilbigfein,  gerc.  Ungebulb. 

un9cej)rt,  SSn?.,  nicf)t  geehrt,  ftnno.  ungeaditet. 

Ungeta()r,  9in?.  u.  S5n:>.  (et)cm.  otjngefäJjr;  nidjt  oon  b.  attb.  ungiwaro. 
b.  i.  ungcirafjc,  unoerfef)cnö ,  ba  w  nid)t  in  f  iibcrgefjt:  fonbern  entft.  au« 
Sne  gevaere,  obcrb.  0 1) n  ®cfä()v,  otjn  a\h^  ®cfät)c,  non  bem  attb.  fara, 
vare,  gevaere,  oberb.  bie  gai)r  u.  bie  ob.  baö  ©efaijr  ob.  ®efät)r,  b.  i. 
^intcrlijt,  ^faci^jieUung ,  ©cfafir,  f.  b. ,  oom  altb.  tären.  varen,  beobadjtcn, 
lauern,  nad}fteUen;  babec  urfpr.  „of)ne  ^interlift  ob.  böfe  2rbfi(4t",  bann: 
„of)ne  atle  2(bfid)t,  unoerfebcns"  jc;  bog  un  iji  alfo  hin  auö  o^ne  cntftan= 
ben)  1)  ab|itd)tg(og,  unrorfd'llid) ,  jufaüig,  unDerre{)en6,  aud)  unt>ermu; 
fl)ct,  unenvartet  (bibl.  eö  begab  fi^  obngefä'br,  baf§  2c.:  roenn  er  i^n  oi)n= 
gefdbr  jtö^et  k.,  gen?,  »on  ungefä'br,  f.  u.:  ein  ungefä'brer  gall,  ©top, 
3ufaU  K.);  2)  nid)t  genau  beftimmt,  nur  anna'herung^iveife,  bef.  alö  9?»., 
finnö.  etira,  oberb.  beiläufig,  (eine  ungefä'brc  3eitbeftimmung,  SJlefTung 
2t.;  e6  irartn  ungefähr  jefen  ^crfonen  anwcfenb;  eS  bauerte  ungefä()v  eine 
©tunbc;  »or  ungefähr  üierjebn  Sagen;  ha^  irar  e6  ungefä'br,  trag  er  fagte): 
bag  Ungefähr,  -g,  o.  SK. ,  etroa^  jufaüig  @erd)ehenbeö,  eine  unüermu* 
t()ete  Gegebenheit  (ba6  n?ar  ein  bicfeö  Ungefähr);  ber  blinbe  3ufall,  bai 
@d)icffal  (j.  S5.  e6  auf  ba6  Ungefähr  anlommen  laffcn;  bur^ß  Ungefähr  ju 
et«3a6  gelangen;  bef.  öon  Un g ef äbr  ob.  gem.  tj on  ungefä'br,  atö  5inj. 
f.  ungefäbr  1),  jufäUiger  Söcife,  j.  S.  er  fam  von  ungefäbr  baju;  e6  traf 
ft(^  oon  ungefäbr  jc). 

ungctcit)rbct,  fSiv. ,  nid)t  gefährbet  ob.  in  &(fai)v  gefegt;  ungefäf)rli^, 
Sit).,  nid)t  gefaf)rHd),  finnu.  gefahrlog. 

ungefällig,  23»».,  nidit  gefällig,  b.  t.  1)  feinen  (SefaUen  ertvecfenb, 
flärBer:  unangenehm,  mtfgfä'Uig  (ein  mir  ungefällige^  SSenebmen);  2)  nid)t 
geneigt,  2(nbern  einen  ©efalten  ju  ertreifen,  finno.  unbtenflfertig  (ein  un= 
gefälliger  ?OZenfcb);  bie  UngcfäÜigfcit. 

ungefärbt,  35«?.,  nidit  gefärbt,  o^ne  garbung,  ungefdjminft;  uneig. 
f.  unwerftellt,  ungel)eud)e[t  (bibl.  ungefärbte  Siebe  2c.). 

ungcfingcvt,  83».,  nid)t  gefingert  ob.  mit  Singern  Derfef)en. 

ungefliftcntlid^,  mro.,  nid)t  gefliffentlid) ,  unoorfä^lid). 

ungefüge  ob.  ungefüg,  Str.  (mittelb-  imgevüege;  oberb.  ungefüeg)  alt 
u.  oberb.,  md)t  gefüge,  unfügfam,  ungefd^meibig;  un^iemlid),  unbe- 
quem; ti^im.  aucb  f.  übermäßig  gro^,  plump,  ungefd)(ad)t,  ungejliim, 
fcl)recflid). 

ungcgcffcn,  Str.  1)  nid)t  gegeffen  (ctnjae  ungegelfen  laffcn,  b.  i.  nid^t 


ungcgliebcrt  —  unQi\)öxiQ  1417 

cffcn);  2)  gem.  unr.  f.  nld^t  gcg^fTen  f)abenb,  o^ne  ge^cffen  ju  i)abtn  (un- 
gcgtlTtn  ju  SBcttc  gef)cn). 

un(ieglict»crt,  Sit.,  nicht  gegdebert,  feine  ©(iebec  ob.  ©eUnfc  ()abenb 
(fr.  inarticulitt). 

ungcc^ritnbet,  Sw.,  nid)t  gegvünbet,  bcf.  uncig.  feinen  ficfteten  ©runb 
babenb,  finn».  unbegriinbet,  grunbfo^,  unemiefen,  univaf^r,  unfid}er 
(ein  ungi'grönbcteö  SJorgcbcn,  ungegrünbctc  J^offnung  3C.)- 

ungcbaUcn,  1)  ba6  ücvncinte  «Kto.  gef) alten:  nidjt  gehatten  (j.  S5. 
hai  Äinb  tann  f(^on  ungct}attcn  ftcfjen,  b.  t.  of)ne  gc()altcn  gu  ttcrben;  ein 
iin;ic^altcnc6  9Scrfprfd)cn ,  b.  f.  ein  r\i<i)t  gcbaltcncS  ob.  crfüUtcß);  2)  5Bn>., 
tig.  nid)t  gef)a(ten,  b.  i.  ftd)  nid)t  hnitenb  ob.  nid)t  an  ftd)  {)a(tenb,  bol)cr: 
CO^ifgfaden  ob.  UnJiufriebenbeit  d'u^ernb,  ftnno.  bofe,  unroiüig,  flärfcr: 
joniig  (über  etiraö,  auf  Semanb  ungef)altcn  fein  ob.  »erben;  fcUcn  gebeugt: 
ein  ungcbattener  SJJenfd)). 

ungcbciet  ob.  un9el)cit,  Siv.  (oon  fjeicn,  gel^eien  f.  fd)lagen,  wer= 
fcn,  plagen,  beunruf}tgcn)  alt  u.  oberb.  f.  ungeplagt,  ungefd)oren  (tafs  mic^ 
unge()eit!j;  oberb.  au^  f.  ungemein,  ungcl)euer. 

un9el)el^en,  SSw.,  nid)t  ge^eifen,  b.  i.  nid)t  befohlen  ob.  oetUingt 
(eine  ungcl)ci^cne  ffierrii^tung);  in  ungebeugter  gorm  aud^  f.  unbefe{)ligt, 
o()ne  ©eheip  (er  fam  ungel}ei§en:  er  that  c§  unget)ei5en). 

unge()emmt,  Sir».,  nid)t  gehemmt,  unaufgef)fl(ten,  ungef)inbert. 

imgebeuc^elt,  tßw.,  nid)t  geheud^elt,  finno.  imoerflelit,  aufriditig. 

un(^cl)cuer,  Str.  u.  9t»t).,  6omp.  ungeheurer,  S«p.  «nge()eucrrt,  (attb. 

ungahiuri,    uogehiure;    i)on    bem    altb.    hiuri.    hiure,    gehiure;     cgi.    l)CUer   U. 

get)euev)  eig.  ntd)t  gefjeuer,  b.  i.  nid)t  müb  ob.  jabm,  baber  f.  raul),  roilb, 
fd)recf[id),  entfe^lid),  graufam,  unheimlidi,  »ribenvartig  (bibl.  e6  foU 
eud)  nickte  Ungehcureö  ttiberfa{)ren;  eine  ungef)cure  Sl)at,  b.  i.  eine  fd^rect« 
rid)e.  abfdjeulidbc);  gem.  burd)  ?[)?enge,  (3v'6^i  ob.  ©tävfe  Jnrd^t,  ©duecfen 
ob.  Staunen  erregenb,  ftärfer  alg  übermäßig,  auf^erorbentltd)  grop,  flarf  jc. 
(baS  ungct)curc  5Kter,  bcr  ungeljeure  Jpimmclgraum;  ungetjeure  ©d^merjcn; 
mit  ungeljeurer  ©cipqU  jc.);  bef.  al6  5tn).  oft  übcrtreibenb  f.  auperorbentlid), 
ungemein,  fe()r  (unget)eucr  grojj ,  oielic.;  ungel)eucr  laufen;  fid)  ungetjcuer 
freuen,  u.  bgl.  m.);  bag  Unqehcucr,  -g,  ÜJ?.  \v.  S.,  ein  ©egenjlanb,  bef. 
ein  (cbenbe6  ffiefen,  »veld)eg  burd)  feine  ®röpe,  CWif^gef^att,  23ilb()eit 
ob.  2(bfd}eu[id}fett  ©taunen,  gurd)t  ob.  3(bfd)eu  erregt,  j.  S.  ein  aupcr- 
orbcntlid)  grogcf-  Zhkv,  ein  l)öc^fl  laftcrljafter ,  rcilber,  graufamer  fWenf(^, 
finno.  Ungetl)üm,  Unf)olb;  auc^  f.  ?!)?ifögeburt,  S)?if6geflalt,  Söunber- 
ob.  SaubenvH'fen  (nicbcrb.  Ungeljür  f.  bcr3Ctp),  oberb.  f.  (^efpenft,  <öpuf; 
ef)cm.  auc^  f.  SBibermartigfeit,  Unfall. 

ungel)inbert,  93».,  nidjt  gei)inbert,  ftnno.  ungel)cmmt,  unge)lört; 
oberb.  Äanjl.  als  Sßxv.  mit  bem  ®en.  f.  ungead)tct. 

un9c{)örig,  83».,  nid)t  gehörig,  b.  i.  1)  nid)t  ju  etwas  gc{)6renb, 
nid)t  ange{)örenb  ob.  eigen  (in  SBejlpf)aten:  ein  ungcl)örige6  ®ut,  b.  i. 
iai  nitijt  ju  einem  J^errenbofc  gcl)ört,  entg.  ^ofl)örig);  2)  fid)  nid}t  gehö; 
renb  ob.  ju  ctreag  fd^icfenb,  ftnno.  unangemeffen,  unjtemlid),  ungebü()r; 
lid)  (ein  imgeljörigeö  betragen) ;  bie  Ungcl)5rigfeit,  ba(J  Ungef)örigfein  in 
Beiben  SSeb.;  au^  eine  ungehörige  @ad)e  ob.  ^anblung  (3)1.  Ungehörig' 
feiten). 


1418  «ngel^orfam  —  ungelö'fd)! 

un9el)orfam,  S».,  nic{)t  gc{)ürfam,  ftnno.  unfoigfam,  ftdrfer:  wibec- 
fpenftig;  bcr  Ungd)orfam,  bet  mangefnbe  ®ff)orfnm,  i>a^  5'ltd)tget)ord)en; 
bie  Ungel)orfamfeit,   ba6  llnge()orfamfein,  p'rf er:  SBiberfpcnjligf dt. 

Ungctjl,  m.,  unechter,  falfd^er,  fd)Iec{)tev  ©eijl:  —  ungeifttg,  Sm., 
nicf)t  getflig,  feinen  ©eifi  fjabenb,  blop  forperlid)  ob.  ftnnlid),  »crfd}. 
geiftloä;  bic  Ungeifligfeit;  ungeijllirf),  aSm.,  nid)t  geijilid},  ben  ©eifl 
nid)t  betreffenb,  btbl.  f.  leib(id)  ob.  ftnnitrf);  gew.  f.  nid)t  gotteöbtenfllid) 
ob.  ficdjlid),  ft'nn».  treltüd)  (ungeijlli^e  ©ac^cn;  bcr  ungeijtlic^e  ©tanb  jc); 
bie  Ungeiftlic^feit. 

«ngefränft,  Sw.,  nid)t  gefcänft,  finne.  unbcfd)ablgt,  unuüe^u 

ungcfünjielt,  SSn?.,  nid)t  gefünflelt,  o{)ne  Äünflelei,  finno.  ungefud)!, 
natürüd),  einfad)  (ungcfiinftclt  rcbcn;  ein  ungefünjleltcg  Sentfjmen  u.  bgl.). 

Ungel,  m.,  -g,  nicbcrb.  f.  Salg,  Unfdjlitt. 

ungclauftg,  SBm. ,  nid)t  geläufig,  ftnno.  ungemanbt,  ob.  nid)t  an^ 
geübt;  bie  Ungelaufigfeit. 

Ungelb,  f.,  -eg,  9J?.  (fe(ten)  -er,  (c()cm.  ber  Ungelt  uon  „bcr  ©elt", 
b.  i.  bie  ©c^ulb,  bcr  fc^ulbtge  3tnö,  mit  tjcrneincnber  u.  juglei^  miföbtUigcn' 
ber  S3cb.  bc6  un  — ;  ogl.  ba^  fc^ireij.  SSögpfcnning;  unr.  Umgelb),  eig. 
eine  ungern  gegebene,  lä'flige  2Ibgabe,  jit  vreicfecr  man  nic^t  terpflic^tct  ifl, 
bat)cr  et)em.  eine  auferorbentUd)e  2(uf(age  in  bvingcnben  fallen;  bcnn  ait 
u.  lanbfc^.  ühitt}.  f.  2{bgabe,  3oU,  ©teuer  (fr.  2fccife);  inöbef.  eine  üon 
bem  Äd'ufer  ju  entrid)tenbe  2(bgabe  con  Sßki)  ic,  t>etfd).  »on  bem  3 oll, 
welchen  ber  23crEäufer  la^lt;  ©teuer  V>on  Cebenömitteln,  bcf.  ®eträ'n!cn; 
im  ©ccljanbcl:  bk  fleine  JCbgabc,  welcä^e  ein  Kaufmann,  ber  in  eines  JCnbern 
©d^tff  labet,  bem  ©dbiffer  über  bie  grac^t  bejabtt;  ber  UngelÖer,  -6,  alt 
u.  oberb.  trer  baä  Ungelb  einnimmt,  ber  ©teuer*  ob.  3oUeinne()mer. 

ungelegen,  Sm.,  nid)t  gelegen,  insbef.  1)  e^em.  f.  nid)t  mo^t  gelegen, 
eine  unbequeme  Sage  ()abenb  (bibl.  bie  2(nfurt  njar  ungelegen);  2)  bem 
^voedi  ob.  ber  Ü^eigung  nid)t  o.ngemeffen,  unbequem,  unpctffenb  (er  !am 
mir  fcbr  ungelegen,  ^ur  ungelegenen  ^dt;  c6  ifl  mir  je^t  ungelegen  k.);  bie 
Ungelegenl)e{t,  bai  Ungelegenfein  in  beiben  Seb.  (g.  ®.  cincö  SDrtcS,  fei= 
ncö  aSefuc^eö  :c.);  gew.  eine  ungelegene  ®(id)e  u.  bie  brtburd)  erregte  un- 
iingenel)me  ßmpfmbung,  finno.  Unannel)mlid)feit,  S5efd)n)erbe,  ^ßerbruf^ 
(einem  Ungclcgenbciten  ma^cn  ob.  ücrurfac^en:  Un3clcgcnl)cit  »on  itma^  i)abcn)' 

ungelegt,  Sn?. ,  nid^t  gelegt  (ungelegte  ©ier,  b.  t.  bie  noc^  nid^t 
gelegt  finb,  uncig.  fprid^m.  f.  ungcfcl^el)ene  Singe,  f.  (5i). 

ungelel)rig,  Sn>.,  nid)t  gelet)rig,  nid)t  lernbegierig  u.  (ernfä^ig,  oberb. 
ou(%  ungcleljrfam;  bie  Ungcle^rigfeit;  ungelel)rt,  asro.,  ntd)t  geUtyrt 
1)  atö  üerncinteä  SöJro.  oon  let)ren:  ntd)t  untetrid)tet,  o^nc  2el)re  ob. 
Unterrid)t  (ein  noö:)  ungelel)rtc6  Äinb;  ungelcf)rt  ctrcaö  lernen);  2)  feine 
©ele^rfamfeit  beff^enb  ob.  ent()altenb,  nid)t  auf  ©ele^rfamfeit  gegrün? 
bet  ob.  bejüglid),  (ungelebrte  SJiä'nner;  ein  Ungelel)rter  it.  als  ^».;  ein  un^ 
gelehrtes  S5ud);  bie  ung£lel)rte  (ärfenntnifö,  u.  bgl.  m.). 

ungelenf  ob.  ungelenfig,  SBip.,  nid)t  gelenf ,  finn».  unbiegfam,  unge:= 
wanbt,  jlärfer:  fd^merfallig,  unbef)ülflid),  ocrfd^.  unlenBfam  (ungelente 
©lieber,  ein  ungelenfer  SKenfc^);  bie  Ungelenfl)eit  ob.  gew.  Ungelentigfeit. 

ungelöfc^t,  a3n>.,  nic^t  gelöfd)t,  bef.  ungelöfd^ter  .KalE,  b.  i.  U» 
fcenbig<r  (f.  löf^en  2.). 


,  .  ungemad)  -  -  Ungcnofö  1419 

unqemacö,  Str.  u.  mw.,  m.  f.  nid)t  gemad),  unbequem,  befci}n)ec(td}, 
Kiflig;  bo«  Ungema^,  -e^,  o.  «Dl.  (a(t  u.  obctb.  auc^:  ber  Un^cmac^) 
»It.  f.  mangefnbeö  ©emad),  Störung  bec  Oiuhc,  Unbequem(id)felt;  je^t 
no^  Oef.  \>iä)t.  f.  23efd)»)erbe ,  Sebrangnif^,  l*eibcu,  3Bibcnrcirtigfeit, 
Unglücf  (Ungemaf^  Idben;  einem  ml  Ungemac^  ßcrurfadjen);  ungcmac^üd), 
asw.,  nid)t  9emä'd)lid),  unbequem,  befd)njer(ld);  bie  llnqemäc^lic^feit, 
hai  Ungemadilidjfein,  bie  Unbequem(id}feit,  unbequeme  Sage;  auc^  eine 
unbequeme  @ad)e,  Sefdjirerbe. 

ungcmäp,  Sm.,  nid)t  gcmap,  finnü.  unangemeljen,  unt)ert)ältniföj 
maf ig ;  bie  Ungemäpbcit. 

ungemein,  aSir.,  nid)t  gemein,  bat)er:  cl)em.  f.  nid)t  gemeinfd)aftnd) 
ob.  gemeinfam;  jc^t:  nid)t  allgemein,  nur  ivenigen  £)ingen  einer  2frt 
juBommenb,  baljer  übcrh.  f.  ungeivöbnlid),  feiten,  au^ge^eid)net,  uov^ 
5Üg(id),  vortrefflid)  (ungemeine  Sapferfeit,  ©eclengrö^e  jc;  etnja6  Unge« 
meineö  k.);  bcf.  als  film,  beö  ©rabeß,  ftnno.  auperorbentlid),  auferfl, 
überaus  (j.  SS.  16)  freue  mi^  ungemein;  er  war  ungemein  beftürjt;  ungemein 
groO,  f^ön,  Diel  :c.);  bie  Ungemeintjeit,  feiten  f.  Ungereöf)nlid)feit,  2}or; 
juglid)t'eit. 

ungemeffcn,  S».,  nid)t  gemeffen  (j.  S.  ba6  Äom  liegt  noc^  ungemcf^- 
fen:  eine  ungcmcffenc  gerne  k.);  uncig.  f.  nid)t  genau  beftimmt,  unein? 
gefd)ränft  (ungcmcJTenc  groljnbienjle;  ein  ungemcffcner  2fuftrag  u.  bgl.);  bie 
Un9emeffent)eit. 

ungenabelt,  SB«?.,  Statur!,  feinen  9?abel,  feine  nabeläf)nlid^c  (5r()öf)un9 
I)abenb  (ungcnabelte  ©c^nciJen). 

ungenannt,  Sn?.,  nid)t  genannt,  mer  ob.  trag  nid)t  genannt  ift,  ob. 
ftd)  nid)t  genannt  t)at,  »erf^.  namenlos,  (iä)  rcill  ungenannt  bleiben; 
ein  ungenannter  ©c^riftftcller  n.;  aucfe  alg  ^w.  ein  Ungenannter,  fr. 
2(notit)mu§;  2(n at.  bie  ungenannten  S  eine,  bie  brei  SSeine,  weld^e  ba^ 
aSedlen  bilbcn;  bie  ungenannte  sDrüfe,  bie  a:b'^öncnbriifc ;  baö  Unge» 
nannte,  lanbf^.  f.  bcr  SÖSurm  am  Singer). 

ungenau,  Sn?.,  ni&it  genau,  finnu.  unbejlimmt,  unpiinftlid),  nid)t 
forgfäitig  ob.  jlreng  (etwas  ungenau  anführen;  eine  ungenaue  (5r!lärung, 
S9e(limmung  h.);  bie  Ungenauigf eit,  ba6  Ungenaufein;  mvai  Ungenaue^ 
(?0i.  Ungcnauigfciten). 

ungencigt,  Sre.,  md)t  geneigt,  feine  9leigung  ju  ttnai—,  feine  Zu- 
neigung ^u  2emanb  l)abenb,  jlarfer:  abgeneigt,  (ju  etwas  ungencigt  fein; 
einem  ungeneigt  fein) ;  bie  Ungencigtl)cit. 

ungenießbar,  asw.,  nid)t  genießbar,  njaS  nid)t  gencffen  njcrben  fann, 
ob.  feinen  @enuf6  geit>äf)rt  (ungenießbare  ©peifen;  tin  ungeniejibares  SBu^; 
ein  ungenießbarer  9Äenf^);  bie  Ungenief barfeit. 

UngenofS,  m.,  bie  Ungenoffmn,  alt  u.  oberb.  f.  ein  9iid)tgenofg,  von 
einer  @enofyenfd)aft  2ruggefd)loffener,  roer  nid)t  50?itg(ieb  einer  ©efeU^ 
fdjaft  ijl:  inSbef.  iver  nidjt  gleidjeS  ©tanbeä  mit  einem  3(nbern  ift  ob.  an 
einem  9?cd)t,  23ortt)eU  jc.  feinen  2(ntf)eil  i)at;  ehem.  über^.  f.  Unfreier; 
fd)led)ter  (5)efeU;  bie  Ungenoffame,  »lt.  f.  ba«  2Serl)eiratf)ung§red)t  unter 
Unfreien  »crfd^iebener  .^crrfc^aften;  fc^weij.  u.  fc^wäb.  eine  ©träfe  ber  Un- 
tectljanen ,  wenn  fte  obne  SBiffcn  i^rer  Dbrigfeit  mit  einer  ju  einer  anberen 
(Beric^tSborfeit  ge^örcnben  ^erfon  ein  ©efd^äft  abfd^lief en. 


1420  ttngenojTen  —  unQevoö)en 

ungenoffen,  S5n).,  nid^t  genoffen  (ctwae  ungenotfen  ratfen;  ein  nod^  un* 
genoffcneö  SJergnügen);  gem.  unctg.  f.  un9eaf)nbet,  ungeflrnft  (baö  foU  i^m 
jiic^t  ungcnoffcn  f)ingct)cn);  Sag.  f.  c()ne  genoffen  ju  t)aben,  oi)m  ®enie^, 
f.  b.  (bei-  .^unb  ift  ungenolfcn ,  fo  lange  noc^  fein  23t(b  üüc  iljm  gefc^offen 
njovbcn  ijl). 

ungenüqenb,  33»..  nid)t  genügenb  cb.  f)inretdienb,  finnc.  unjutang^ 
lief),  iinbefriebigenb;  aud)  f.  fid)  ntd)t  genügenb,  unbefdebigt  (ungenü» 
gcnbe  ©elbfifud^t);  ungcnügfam,  S5nj.,  nid^t  geniigfam,  ffnn».  unjufrie- 
ben,  unbefd)etben:  bie  Ungenügfamfcit. 

ungenu^t  ob.  ungcnü^t,  Sw.,  ntd)t  genügt,  md)t  nü^tirf)  angeroenbet. 

ungeorbnct,  Sm.,  nidbt  georbnet,  ftnno.  ungeregctf,  orbmingöloö. 

ungeprüft,  Sro.,  nid)t  geprüft  ob.  erprobt. 

ungerad)t  u.  cf)fm.  ungeroc^en  (f.  ra^en),  SSn?.,  nid)t  geradit,  jinn». 
imt>ergoUen ,  ungefl{)nbet,  ungeflraft. 

ungerabe,  S3tt>.,  nid)t  gerabe  in  aUen  SSeb.,  basier  f.  d.  n?.  frumm, 
fd)ief  (eine  ungcrabe  8inic);  uneig.  ntd)t  aufrtd)tig  u.  ef)rlld)  (ein  ungerabec 
fSKenfc^,  ©inn  k.);  bef.  »on  3at)len:  ntd)t  burd)  2  t{)eilbar  (7  ifl  eine  un- 
gerabe  3al)l;  ogl.  gerabe);  bie  UngeraM)eit. 

ungerat{)en,  93w.  (»on  geiat()en,  f.  b.),  nid)t  geratben,  b.  i.  nid)t  n?of)l 
geratf)en  ob.  gelungen,  nid)t  gut  eingefdilagen,  finno.  mifgratl)en;  bef. 
öon  fd^lei^tcm  (Stfolge  bcr  ©ritetjung,  finno.  ungejogen  (ungeratljene  Ätnbcr). 

ungcrerf)net,  95m.,  nid)t  gered}net,  bcf.  unbiegf.  aU  9ltD.  f.  nid)t  mit; 
gered)net,  nid)t  erwogen  ob.  in  2(nfd}Iag  gebrad)t  (btc§  3(Ue6  ungcre^nct; 
ben  ®d;aben  ungerechnet). 

ungerecht,  SBrn.,  nid)t  gered}t,  b.  i.  bem  9te6te,  ben  ©efe^en  ob. 
ber  58efugnifg  jutDiberlaufenb,  finno.  unred)tmafig,  triberreditlid) ,  gefe^? 
Wibrig,  me^r  alö  unbiliig  (eine  ungerechte  ©ac^e,  gorbetung  u.  bgl.;  tin 
ungered)tc6  Uxti)di;  ungerechter  Säbel);  bem  9?ed)te  juiriber  banbcinb  (ein 
ungerect)ter  9?icf)ter);  bibl.  aud)  f.  feine  ftttlid)en  ^flidjten  nidit  erfüUenb, 
finno.  unreblid),  böfe,  gott(o6  (bie  Ungerechten,  entg.  ben  (geredeten);  bie 
Ungered^tigfeit,  baö  Ungered)tfein  einer  ©ac^e  (j.  S.  eines  Urtfjcilö),  ob. 
einer  ^erfon  (j.  S.  eineö  3?i(^tcrö);  eine  ungerechte  ob.  unred)tmafige 
^anb(ung  (Ungcrcc^tifihiten  begeljcn). 

ungeregelt,  asw.,  nid}t  geregelt,  nid)t  regelmäßig  georbnet. 

ungereimt,  f8\v.,  nid)t  gereimt,  b.  i.  nid)t  mit  Oheimen  verfef)en,  b. 
ceimloö  (j.  95.  ungereimte  93crfe,  b.  rcimlofe);  gew.  (oon  fid^  reimen  f. 
gufammcnflimmen ,  paffen),  in  ftd)  felbfl  nid)t  jufammenflimmenb,  fid) 
felbj!  u.  bahec  ber  SSernunf:  iriberfpred^enb,  finno.  finnlo^,  unftnnig, 
flärfer:  abgefct^mflcft  (eine  ungereimte  SScbauptung;  etma6  Ungereimte^  fagen, 
ti)mn.;  nicbcrb.  unriemS!  f.  iraljnftnnig)-,  bie  Ungereimtl)eit,  baö  Un? 
gereimtfein;  ctwa^  Ungereimte^  (SOI.  Ungcrcimtl)citen). 

ungern,  dlm.  (fetten  gefleigert:  ungcrner,  ungernft),  nidit  gern,  mit 
Unluft  ob.  n)iberf!rebenbem  ©efübl,  |lar!er:  untriüig,  roiber  2öiüen,  oerfc^. 
unfr  eitüitlig,  njorin  ber  SBcgriff  ber  9lött)igung  burc^  3(nbcre  liegt,  (ettroS 
ungern  tf)un,  fefjen  ic);  lanbf^.  au(%  f.  nid)t  üorfd'^lid)  ob.  abfict)tlid)  (ic^ 
I)abe  e§  ungern  getfjan). 

ungerorf)cn,  9B».  1.  (oon  riechen)  nid)t  gerod)en;  2.  (oon  rächen)  »lt. 
f.  ungerä'd)t,  f.  b. 


un9ei'ö()tt  —  un9ef(^ma(i8  1421 

ungerüf)rt,  SB».,  ntcf)t  9«rü()rt,  cig.  u.  bcf.  uncig.  unUwi^t  m  0e- 
mütfje,  t^eilnal)m;  ob.  niit(«ib^Io§  (j.  SB.  et  blieb  ungeriititt  bei  if)cen 
a:f)ränen). 

ungefatjen,  SBtt».,  ntd)t  Qcfaljen,  o^ne  ©alj;  uneig.  f.  getji?  ob.  njl^log. 

ungefäiimt  I.  SB».,  ntci)t  gefaunit,  b.  i.  ntd}t  mit  einem  ©aume  oec- 
fel)en  (f.  unter  ©aum  I.;  ein  ungefäumtcö  Zuä)). 

ungefäumt  2.  fßvo.,  (oon  fdumen  3)  nidu  gefaumt,  b.  t.  nid)t  aufge? 
t)alten  ob.  »er5Ö9ert  (ungefäumte  SBeforgung,  SBefcrberung  k.);  ge«.  alö 
gfito.  f.  nid)t  faumenb,  ol)ne  ©a'umnifg,  unocrjiiglid)  (ungefäumt  fommen, 
antworten  sc). 

ungefcbaffen,  SBn>.  1)  ott  u.  obetb.  f.  mtfggefd^affcn ,  ungeflalt,  f)ofS= 
ad);  Qui  f.  imridjtig,  unüerflanbig;  2)  nid^t  gefdjaffen  ob.  t)erüorgcbrad)t, 
urfprünglid). 

ungefc^e{)cn,  SBw.,  nidjt  gefd^e^en,  nidjt  tvirflid)  geworben  ob.  üoU- 
brad)t  (roaS  gefct)et)en  tfl,  fann  nic^t  ungefc^ctjen  gemacht  werben;  ct»a6  Un« 
gcfd)e()ene6  u). 

ungefc^cit,  SB».,  nid)t  gefd)eit,  ftnno.  unwerfianbig,  unfdig. 

ungefc^eut,  SB».,  nid)t  gefd}eut,  nid)t  gefurd)tet  ob.  t)cimieben;  gen». 
a(«  9iit).  f.  fid)  nid)t  fd)eucnb,  ot)ne  ©c^eu,  finno.  fd}eu(og,  furchtlos 
(j.  SB.  ungefdjeut  bie  SD3al)rt)eit  fagen). 

Ungcfc^tc^te,  \v.,  (mittelt).  ungescMht)  olt.  f.  eine  ubie,  roibentjdrtige 
(^efd)id)te,  ein  unangenel)mer  2}orfaU,  ein  iribrige6  ©reignifg,  Ungtücf; 
Qüöj  f.  Übeltfjat;  (oon  ungef(^id)t,  ült.  f.  jufdUiger  SBeifc,  oon  unge= 
fcit)r);  —  un9efrf)ic&tlicö,  SB».,  nid^t  gefd)id)t[id),  nid)t  juc  @efd)ic^te 
get)örenb  ob.  berfetben  gemäp;  bie  Ungefd)ic^tlid)fcit. 

Ungefc^icf,  f.,  mangelnbe^  @efd)icf ,  b.  t.  Untüd)tigfeit  ju  etroaö,  Un- 
geivanbtbeit  (occfd^.  gjJifsgcfc^iil);  un9efd)id:"(i(^,  SB».,  nid)t  gefd)icf(id>, 
olt.  f.  ungefd)i(ft;  bie  Ungefd)i(fltd^t't'it,  mangelnbc  @efd)i(f[id)feit,  Um 
gen)anbt()eit  bef.  in  förperlic^en  SBcrccgungen,  .&anbgii|fen  zc;  ungcfrf)i(ft, 
ffirc.,  nid)t  gefd)i(ft  in  allen  SBeb.,  ftnno.  ungeeignet,  untauglid),  un= 
braud)bar;  fein  @efd)icf  {)abcnb,  unfähig  ju  etraaö;  bef.  forpeclid)  uns 
geübt,  ungewanbt  (ungefc^idt  fein;  etmaö  ungefd;icEt  mad^cn;  ein  ungcf^icE^ 
ter  5)ienfdj;  ungef^irfte  SBercegungen);  lanbfc^.  gem.  auc^  f.  unförmlid), 
gro^  unb  plump;  alt  u.  oberb.  f.  unfd)icf lid) ,  ungebüt)rlid);  bie  Unge* 
fc^lcftljeit,  bag  Ungefd)icftfein,  gew.  Ungefd)icflid)feit. 

Ungef(^lad)t,  SB»,  (altb.  ungislaht,  ungeslaht;  »gl.  gef(^la(^t  u.  ®e- 
f(i^lc^t),  meijt  ült.,  etg.  nid)t  gefd)lad}t,  b.  i.  von  übler  ^ct,  fd)led)t  ge^ 
artet,  bööartig;  el)em.  f.  rau^,  trilb,  unangebaut  (eine  rauf)e  unb  unge* 
f(^la{^te  fiuft;  ein  ungef(^la^te6  fianbic);  ie^t  nur  won  lebcnben  SBefcn  f. 
rol),  rcilb,  plump,  völlig  ungebilbet  (ein  ungef^la^ter  SBär,  «Olenf^, 
«Riefe  K.);  bie  Ungefd^fad^t^eit,  9iaul)^ett,  9\ol)l}eit. 

ungefc^llffen,  SB».,  nid^t  gefdiliffen,  etg.  (j.  SB.  ein  ungcfd^liffencs  «O^ef^ 
fer,  ungef^ltffcne  ebclfteinc),  u.  uneig.  f.  nid}t  verfeinert,  im  {)öd}ften 
©rabe  unartig  ob.  unl}6flid),  ftuno.  grob,  rof)  (ein  ungefc^ltjfencr  93^cnfc^; 
ein  ungef(i^lijfene6  Setragen);  bie  Ungefd)liffcn^eit,  jinn».  Unl)öflid)feit, 
©robI)eit  k. 

Ungefc^macf,    SB»,  (mittelt).  ungesmach;   0.  altb.  gismah,  gesraach,    gc  = 

fc^mact  f.  fdjmatf^aft)  olt.  f.  unfd)macf^aft,  iribeclid);  bcr  Ungef^madf, 


1422  un9cfrf)mcib{g  —  ungcjfraft 

man^cfnbec  ob.  übUt  ©efrfjmacf;  oberb.  auä)  f.  übtet  dJerud^;  gew.  f. 
f(i)led}Ut  @efd)macf  uneig.,  b.f.  »ölftg  mangedtbe^  ob.  fei)lexi)afM  @d)6n; 
f)e\t^Qefüi)l  y  jtnno.  &e\d)madlo\i^Mt. 

ungefd^meibig,  Str.,  nid)t  gefdjmdbig,  cig.  u.  unetg.,  ftnnt».  unbicg^ 
fam,  ungelenf,  ungcwanbt,  ftarJcv:  |!arc,  fleif;  ble  Ungefc^meibtgfeit. 

ungcf^minft,  ungefc^miicft,  Sn?.,  ntcf)t  gefdjmtnft,  nid)t  gefd)miicft, 
ctg.  u.  uncig. 

ungcfrf)oren,  Str.,  nid)t  gefd)oren,  cfg.  (j.  8.  ein  ungefc^orcncc  Satt, 
Äopf  2c.),  u.  unetg.  ([.  fd^etrcn  1.  2)  gem.  f.  n».d)t  bcunruf)igt,  ungeplagt, 
unbelaftigt  (lafö  mid^  ungefc^oten!). 

ungefrf)uppt,  aSir.,  nidjt  gerd)uppt,  b.  t.  1)  nid)t  mit  ©d)uppen  üec? 
fe{)cn,  fcf)uppenIog  (ungefc^upptc  gifc^c);  2)  ber  @rf)uppen  iticf)t  beraubt, 
nid)t  abgefd^uppt. 

ungefd^tva'd^t,  Str.,  nid)t  gefrf)n)äd)t,  bet  Äraft  nid)t  beraubt,  uii:; 
verringert;  ber  3itngfraufd)aft  n\d)t  beraubt. 

un9efd)it>oren,  Str.,  nid}t  gefrfjtroren,  o^ne  eiblidje  S5etf)euerung 
(eö  ifl  utigefc^irorcn  iral)r). 

ungcfel)en,  Str.,  nic^t  gefef)en,  unbemerkt. 

Ungefell,  m.,  »u.  f.  böfer  ©efeU;  ungefeUig,  Str.,  ntdjt  gefeüig,  b.  t. 
nt^t  in  ©cfellfc^aft  tcbcnb,  ob.  bem  gcfelligen  Umgang  abgeneigt;  bie  Utl* 
gefetligfeit. 

ungefe^Iid^,  Sm.,  nid)t  gefe^lid},  b.  i.  nic^t  im  @e[e|  gegrünbet,  ob. 
bem  ®efe|e  n{(^t  gemäß;  jlä'rfcr:  iribcrgefe^lic^;  bie  Ungefe^lid^feit;  un^ 
gefc^mä^ig,  Sra.,  md)t  gefc^mafig,  finn».  unred)tmä^ig ,  pcEer:  ge^ 
fe^ivibrig. 

ungefittet,  Str.,  ntd)t  gefittet,  feine  guten  ©itten  l)abenb,  ob.  ben« 
felben  nid)t  gemdp,  ftnnt).  ungezogen,  unanjTanbig,  fldrfev:  fittenlo« 
(ein  ungcftttctcr  SKenfd^;  ein  ungeftttetcö  Setragen);  bie  Ungeftttetf)eit. 

ungcfpräd)tg ,  Sm.,  nid)t  gefprad)ig,  ftc^  nidjt  gern  unter^aitenb; 
bie  Ungcfpräc^igfeit. 

ungefltatt,  Str.  (r.  bem  t5lt.  geftalt  f.  bef^ajfcn,  etg.  SOI».  t3on  ^tU 
len,  f.  b.  u.  tjgl.  ©cjlalt)  übet  befd)affen,  übel  gebifbet,  f)afö(id),  tribrig 
{fcf)r  ungeflatt  fein;  ein  ungcftartec  SKenfd^);  bie  Ungcjialt^eit,  hai  Unge; 
flattfein,  bie  9)?if6bilbung ,  .f)äfälid)fcit:  —  bie  Unge(!alt,  eine  üble, 
unregelmäßige,  {)äf6Iid}e  (Geftalt,  finnr.  SÄifggejlatt;  auc^  ein  übelgebif* 
beteS,  ()af6lid)eg  £>ing  ob.  5!Sefen;  —  ungcjlaltet,  Sn?.  (tjon  gcflal» 
tcn)  nid^t  gejlaltet,  ob.  nid)t  ge!)örig  gefialtet,  finno.  mif^geflaltet,  un; 
fövmtid). 

ungejltä'rft,  Str.,  nid)t  gej^ärft,  b.  i.  1)  nid)t  gefrä'ftigt  ob.  jlarfer 
gemad)t:_2)  nid^t  mit  ©td'rEe  fleif  gemad}t  (ungcftacfte  2Bdf(^e). 

ungejittelt,  S».,  nidjt  geftielt,  feinen  «stiel  l)abinb  (eine  ungcjlielte 
Slume). 

ungefüllt,  Sn?.,  nidjt  gefliirt,  ntd)t  gef)emmt  ob.  beruhigt,  unbefrie^ 
ttgt  (ungcftiUte  ©ef)nfuc^t). 

ungeflört,  Str.,  nidjt  geftort  ob,  beunru{)igt,  unge()inbert;  bie  Unge- 
prtl)eit. 

ungejiraft,  Str.,  nid)t  gejlraft,  ftnnt).  ungeabnbet,  jlraf(oS;  bie  Un* 
gejlraft^eit. 


ungeflüm  —  un^mifS  1423 

UngefKim,  SSm.  (aUb.  ungistuomi,  nngestüeme,  üon  stüeme,  gestupmc, 
obcvb.  geflücm,  geftüemig,  b.  i.  fttU,  rit{)i9,  fanft;  ttxn.  mit  jtcm» 
men,  flumm?  f.  b.),  urfpr.  uncul)!^,  unfanft;  gm.  fef)r  jlarf  u.  fd)neU 
ftct)  beroegenb  ob.  anbnngenb,  un9e»vof)n(id)  ^leftig  (ba§  ungeflüme  9}ieer; 
ungcfKimcö  SBctter;  ein  ungejlümci-  55Kcnfd);  ungcflüm  bitten,  ctwaö  »ertan» 
gen  K.);  bei  (fcltner:  bag)  Uncjcftüm,  -e^,  o.  5K.,  (attb.  imgistuomi,  un- 
^estüeme,  n>.,  obcrb.  bic  Ungcjiücmc,  Ungfjtüm),  fcf)r  l)efti3  anbringcnbe 
S3cive3un5,  übermäßige  v|)efti3fcu  (bcc  Uiigeflüm  beS  SJlecreö,  bec  Ctiben« 
fdjaft  jc;  etivQ6  mit  Ungeflöm  forbern). 

un9cfud)t,  2i>r.,  nicl)t  ö«fiirf)t  (ct»raö  ungcfuc^t  ftnbcn,  errangen  u.); 
imeig.  f.  ungejttjun^en,  ungeEünflelt,  einfad)  u.  natürlid)  (f.  fuc^en). 

ungcfunb,  Sro.,  nicf)t  gefunb,  b.  i.  1)  bet  ©efunbtjcit  ermangelnb, 
jtärfcr:  franf  (ein  ungefunber  SOZenfc^,  Saum  k.);  SHanget  bec  ©efunb^ 
l)ett  \)erratf)enb  (eine  ungcfuube  ®efi(^tsfarbe);  2)  nidjt  {)ei(fam,  bec  ©e- 
funb^eit  nad)t()ei(ig  (ungefunbc  ©peifen,  2uft,  2Bof)nung  jc.);  bie  Unge; 
funbi)cit,  bag  Ungefunbfein  in  beiben  S3cb. 

un^eti)an,  S5m.,  nid)t  9et()an ,  ftnno.  imgefd}ef)en  (etwaö  ungetfjan  taf= 
[cn;  eö  bleibt  ungctf)an);  alt  u.  obcrb.  auä)  (oon  gctljan  f.  bt[(^affcn,  f. 
tf)un  4)  f.  übel  befc^affen,  ungejtalt,  t)a[6lic^. 

ungct()eilt,  »ro.,  nid)t  öetf)ei(t,  ganj,  tioUftd'nbig ,  allgemein  (j.  S. 
ungctt)eilfen  Scifall  erlangen). 

Unget()ier,  f.,  tanbfd^.  f.  ».  w.  Unt()iec. 

Ungctl)üm,  f.,  -eiS,  «Dt.  -e,  lanbfd^.  gem.  aucö  -er,  (ein  crft  im  9lcu; 
Ijo^b.  auftritcnbeS  SSBort  oon  bunflcr  3(bfunft;  »gl.  baä  bair.  untüem  f. 
ungewöhnlich,  auffallenb,  un^iemli^;  ii)cm.  au6)  Ungebcm  gef^r.,  öicl* 
leicht  0.  bem  niebcrb.  tä'men  f.  jät)mcn,  banbigcn,  alfo  urfpr.  etxoai  Ungc* 
^ä()mteg,  Unbä'nbigeö?),  ein  bucd)  ©tarfe  unb  2Bilb[)eit  furd)tecregenbeg, 
fd)recflid)e3,  unl)eimlid)eg  5Befen,  finn».  Ungeljeuec,  Unffjiec;  lanbfc^. 
inöbcf.  f.  ©efpenft,  (Spuf. 

ungetrennt,  fSm.y  nid)t  getrennt,  fortivaf)renb  verbunben. 

ungetreu,  S8>ü.,  nid)t  getreu,  [.».».untreu,  jldrEer:  treulo«. 

ungetrübt,  S».,  nid)t  getrübt,  eig.  u.  uneig.  (ungetrübtes  SQSaiTer;  un- 
getrübter SBlicE,  ©inn  Jc). 

ungeübt,  Sm.,  nid)t  geübt,  feine  Übung  {)abenb;  bie  Ungeübti)e{t. 

Ungemalt,  ro.,  olt.  f.  mangelnbe  ©ewalt,  Unmad)t,  £'bnmad)t; 
ungeroaltig,  Sn?.,  f.  feine  ©etratt  f)abenb,  einer  ©ac^e  nirf)t  mcid)tig. 

ungen^antt,  Str.,  ntd^t  gemanbt  1)  als  öerneinteS  SKw.  t>on  mcnben, 
f.  0.  tt>.  ungewenbet;  2)  (»gl,  gewanbt)  fid)  nid)t  leid)t  wenben  fon* 
nenb,  finno.  ungelenf ,  unbiegfam,  ungefdjmeibig. 

ungeraafd^en,  SBro.,  nid)t  geitafd)en;  uneig.  gem.  f.  albecn,  untter? 
ftä'nbig  (ungcwafc^enei  3eug ,  b.  i.  alberne  Sieben). 

ungen)eit)et  ob.  ungeroei^t,  S5ro.,  n'x&it  geroeifjt;  nxdjt  etngett)eif)t,  un? 
eingenjeibt,  (ein  Ungen)cil)tcr). 

Ungettjinn,  m.,  mangelnbet  ©eroinn;  olt.  f.  5'?ad)t{)ei(,  «Sdjabcn, 
Unglücf,  ^f^ieberlagc. 

ungetrifg,  SSn?.,  nid)t  getrifg  in  allen  Scb.,  finno.  unfidjer,  unbe^» 
ftimmt,  unjuDccläfftg ,  ätueifel[)aft,  fd)n)anfenb,  tcügerifd)  k.  (bie  ©adjc 
ijl  no(^  ungercifS;  «ngewiffe  9la(^cic^ten,  Jg)ojfnun9en  it.;    cttca^  aufö  Un= 


1424  un9ewiffent)aft  —  Itngtaubm 

gcttJtfTc  ti)nn  Jc);  auö)  fubjectto:  nid)t  völlig  überjcu^t  ob.  entfcbtoffen, 
finno.  unftd)ec,  im\fili)aft,  uncntfct}lofyen  (iä)  bin  noc^  ungcmifö,  wie  t»i« 
®aä)e^ii)  oerf)att,  ob.  —  tt?a6  id^  tt)un  foU);  bte  Un9en)if6()e{t,  ba6  Un= 
geanf^fein  cinec  ©ac^e  ob.  ^trfon,  finno.  Un|'td)er{)ett,  Unjuoerlaffiöf^it  5 
3»t)eife[{)iifti3feit,  Uncntfd)lüfTen()eit  k.;  an^  eftvnä  UngcJtiffeö,  eine  un? 
Öetvifle  <Bci<i)e  («Ol.  Ungcmiföfjeiten). 

unge^riffentjaft,  SSio.,  nidjt  setriffenfjaft,  ficicfcc:  seivifTenloö. 

Ungenjitter,  f.  (aitb.  ungiwitiri,  ungesvittere)  üUxi).  böfcg,  ttjiberivars 
tigeg,  ungejlümeg,  |itürmtfd)eg  5ücttev,  finno.  Unwetter;  gew.  in  be^ 
jlimmtcrcc  öcb.  dn  f)eftigeö,  t»er{)eecenbeö  &m\tUt  ob.  2)onnertt)ettet 
mit  ©tum  u.  3B  ollen  er  gufö:  bcc  Ungeiritteroogcl,  bcv  gemeine  ©tutm* 
tjogcl,  f.  b. 

iingen?o()nt,  S5w.,  nid)t  9«iro{)nt,  b.  i.  feine  Übung  ob.  gertig!eit  in 
it)xai  t)abenb,  mit  bem  ®cn.  äer  @a^e  (i-SS.  bcr  Jfrbcit  ungen?o()nt);  a«c^ 
»on  ©ac^en,  beten  man  ni^t  qmo^nt  ijl,  finno.  ungereD()nnd),  ungeläufiig 
(j.  58.  ungciüo{)ntc  "Kthdt  oerrii^ten);  bie  Ungen)ol)nl)e{t,  baS  Ungctro{)nt; 
fein,  bie  mangetnbc  ©etro^n^eit,  ©eivöl)nung  ob.  $5ertig!eit  (meine  Un« 
ge»ot)ni)eit  in  bec  ©ac^e  u.;  auö  Ungewo^n^eit  fe{)ten  zc.j;  unge«)Öl)nIlc^, 
Sit).,  nid)t  geirof)nlid),  nidjt  üblid)  ob.  f)evfömmlid),  ftnno.  ungebraudjj 
lid)  (j.  S3.  ein  ungcit)öf)nrt(iöe6  SBort;  ungc)»ü{)nlid)e  Äleibungj;  au^  f.  um 
gemein,  auögejeid)net,  feiten  (j.  S.  ein  ungewö^nliciei-  SOlenfd));  bie  Unge* 
w6t)nlid^feit,  ba^  Ungeivöf)n(id)fein,  finno.  Ungfbraud)(id)feit,  ®eltenf)eit. 

ungejäi)!!,  S5m.,  nid)t  gejaljlt;  auc^  f.  ungered)net,  f.  b. 

ungeädt)int,  as»».,  nid)t  ge^atjmt,  finno.  ungebdnbigt,  unbanbig, 
roilb;  aui)  uneig.  f.  uneingefd^id'nft,  ungemdpigt  (ungejä'tjmte  ßeibenf^aft). 

ungejaljnt,  SBw.,  nid)t  ge5af)nt,  nid)t  mit  3ät)nen  ob.  aat)nförmigen 
2Cuöf^nitten  verfemen. 

Ungeziefer,  f.,  -6,  9J?.  (fertcn>n).  (5.  (ott  u.  obcrb.  aüä)  unziver,  un== 
jifcc;  ogl.  Riefet  u.  ©esiefcr),  ©ammclw.  f.  bofcö,  tvibvigeö  ©ejiefer, 
b.  i.  allerlei  fd}dblid)c  itnb  Idjlige  fleine  3!l)iere,  bef.  Äccbtf)iere  (Snfecten), 
als  Slötje,  Saufe,  SD3anjcn  u.  bgl.  m.;  in  weiterer  S5eb.  auc^  fleine  Spiere 
anberec  2frt,  t>k  in  SOZenge  beifammcn  finb  u.  ben  9J?enf(^cn  bcfc^werlit^  fal-- 
Icn,  aU:  SDldufe,  Statten,  Sröfd)e,  Äröten  u.;  eljem.  aui)  f.  gro^e,  mibe 
?l{)ierc. 

ungcjiemenb,  SS».,  nidjt  gejiemenb  ,  finno.  unjiemlid),  iinfc^icflid;. 

ungezogen,  Sro.,  cig.  nid)t  gelegen;  ge».  ber  3ud)t  ob.  (Srjiel)ung 
ermangelnb,  nid)t  it>o^t  crjogen,  u.  ba^er  ber  guten  ©itte  jutviber  i)an: 
bclnb,  ob.  jmriberlaufenb,  finno.  ungefittet,  ftärfer  at6:  unartig  (ungc= 
jogene  Äinber,  ein  ungejogencr  SOfJcnfd);  Qin  ungezogenes  ^Betragen);  bie  Un* 
ge50genl)cit,  tci^  Ungejogenfein  einer  «pcrfon  eb.  Ba^c,  auä)  eine  unge^ 
jogene  v^anblung  ob.  'Ütupevung  (9!Ä.  Ungejogenljcitcn). 

ungejweifclt,  SSro.,  unr.  f.  nid)t  in  Sireifel  gejcgen,  b.  unbejweifelt, 
«njn)eifelt)aft. 

ungezwungen,  Sw.,  nid)t  gejwungen  ob.  genötf)igt,  fmn».  freiwillig; 
uneig.  feinen  3>vang  «erratbenb,  finno.  in?anglo6,  ungefünjlelt,  unge; 
fud)t,  natürlid)  (j.  S3.  ungegttjungene  Sercegungcn;  ein  ungcjnjungener  2Cn= 
ftanb);  bie  Ungc5ivungenl)eit,  finno.  3n>ang(oft'gfeit,  5f?atürlid)feit. 

Unglauben,    m.,    (altb.   ungiloubo,    m.   U.   ungilouba,   ungeloube,  ».) 


ungldrf)  —  Unc^Iimpf  1425 

mangelnb«  ®(aub«n,  finno.  3»t)eife(,  u.  bcf.  bie  ÜJetgung,  an  beglaubigten 
5iJal)r{)elten  ju  jweifeln;  in  engerer  Seb.  bie  ^(bneigung,  an  ®ott,  gott- 
licf)  verehrte  ®efen  u.  bie  überlieferten  ^eugniJTe  unb  Ucbrcn  bcr  ^Religion  ju 
glauben;  ebcm.  auä)  f.  falfd}er  ©lauben,  .Aberglauben;  ungläubig,  Sto., 
Unglauben  {)abenb,  nid)t  glaubig,  jtvelfelnb,  bef.  in  religiöfcr  SBcjicbung 
(ungläubig  fein;  ein  Ungläubiger);  in  beftimmterer  S3cb.  ftd)  ju  einer  gewif^ 
fen  üieligion  nid)t  befennenb  (»on  bcn  ^bviften  »oerben  bie  Reiben,  Züv 
fen  It.  — ,  oon  biefen  bie  ^brtffcn  Ungläubige  genannt);  bie  Ungläubig- 
feit,  ba?  Unglaubigfein;  ung(aubt)aft  ob.  unglaubwürbig,  Sn?.,  nid)t 
glaub{)aft  ob.  glaubroürbig,  feinen  ©lauben  üerbienenb,  ftnno.  unioa^r^ 
fd)einlid);  bie  Unglaub^aftigfcit  ob.  Unglauhrürbigfcit;  flärfcr  u.  nur 
oon  (Sachen:  unglaublich,  »n?.,  nid)t  glaublid),  wai  nid)t  geglaubt  wex-^ 
ben  fann,  ftnno.  unbenfbar  (unglaubliche  Dinge);  ouc^  alö  9i»o.  bcö  ®ra» 
be6,  ftnno.  ungemein,  auperocbentlid)  (unglaublich  gro^,  oiet  zc.);  bie  Un- 
glaublic^fcit,  bag  llnglaublid)fein;  eine  unglaublid)e  <Bi\(i)e  (9JI.  Ungtaub-- 
lic^  feiten). 

ungleich,  fSm.  u.  9l)o.  (altb.  nngilih.  migeliVh),  nid)t  gleid),  b.  t.  nid)t 
einerlei  ®efen  ob.  S3efd)affen^eit  ^abenb,  ftnno.  Derfd)ieben,  abtveicbenb 
(unglei^e  ©cftalt,  ©röpe  k.;  unglcid)cö  2(lterö,  ©tanbeö,  oon  unglii^em 
SDBertbe  fein;  unglci^  an  2llter,  ©emütböart  u.  fein;  jtrei  ungleiche  ^ev= 
fönen,  SBriibcr  jc.;  ungleidjc  Zi)cil(,  unglci^eö  3Ka|5,  ©enjidjt  jc.);  nid)t 
gleid)mä'pig ,  in  ftd)  felbff  nid)t  übereinftimmenb,  unregelmäßig  (bas  asiut 
pie^t  ungleidb;  bie  U^r  gebt  iinglcid^);  batjcr  gem.  audb  f-  frumm,  uneben 
(eine  unglei^e  Cinic,  bcr  SSobcn  ift  fe^r  ungleich);  au^  üerfdiiebenartigen, 
einanbev  nic^t  angcmeJTcnen  3;i)eilen  beflebenb,  miföffiitimig  (j.  S.  eine  un;- 
gleic^e  &i}e ,  b.  i.  j^oifc^cn  ^crfoncn  oon  ungleichem  ©tanbe,  "Klttv  k.;  ein 
ungleid^er  Äampf,  >oo  bie  fampfcnbcn  Sbeilc  ungleich  nn  Äraft  jc.  ftnb),  bai)it 
gem,  auc^  oon  3al)Ien  f.  ungeiabe  (eine  ungleiche  3abl)  b.  i.  bk  nic^t  bur^ 
2  tbeilbar  ift);  alt  u.  oberb.  überf).  f.  unangemeffen,  unpaffenb,  ungebü^r; 
lid),  unjiemliii),  unbillig,  ungered)t,  ungunjlig,  nad)tl)eilig  (j.  95.  un= 
gleici)  über  ettraö  urtbcilen,  oon  Semanb  benfen;  etnjaö  ungleich  aufncbmen, 
auslegen,  beuten,  b.  i.  übel;  oberb.  einem  ettoaS  Unglci^cö  tl)un,  fagen ,  u. 
bgl.  m.);  —  alö  ocr|tärEenbcö  SRw.  oor  betn  (Somparatio  f.  o.  lo.  tiiel,  iveit, 
bei  weitem  (j.  95.  unglei^  größer, _bol>^>-'.  fc^cner  3c.);  bie  Ung(ei(^t)etr, 
\>ai  Ungleid}fein ,  bie  mangelnbe  ÜbereinjTimmung,  finno.  SSerfd)ieben; 
i)eit;  aud^  etwaö  Ungteidieg,  Unebenes  ob.  nid}t  ÜbeieinfliitimenbeS  (j. 93. 
Unglcicbbciten  bc6  Sobenö,  bev  Schreibart  jc):  —  unglcid)artig,  95to., 
ni^t  gleichartig,  oerfd)iebenartig;  bie  Ungli'ii^artigfcit:  ungleichförmig, 
Sto. ,  nidbt  gleichförmig,  nidbt  einerlei  gorm  ob.  IM  unb  SSSeifc  b^benb,  un= 
»crl)ä'unifSmä^ig;  bie  Unglcid^förmigfcit^  ung(eid)lauft'nt,  95tp.,  nicljt 
gleic^laufenb,  f.  b.  (fr.  unparallel);  ungleic^mäjjtg,  93n). ,  ni^t  glcidbmä« 
fig,  fein  meiä)ma^  b^benb;  bie  Ungleid)mäptgfdt:  ungleic^feitig,  95n?., 
nic^t  gleic^feitig ,  ©eitcn  oon  ungleicher  Cängc  babcnb  (Sro^enl.  ein  ungleidb* 
feitigcS  2)rcicd);  unglcic^>rinf  lig ,  95n). ,  itngleit^c  2Binfel  babenb,  u.  f.  f. 

Unglimpf,  m.  (mittelb.  uugelimpf),  mangelnber  ©limpf  (f.  b.),  b.  i. 
urfpr.  mangelnbe  $8efugnif5,  Unred)t,  Un5iemlid)feit;  93crläjlterung, 
©d)impf  (ogl.  oerunglimpfen);  gew.  f.  mangelnbe  ?*J?äpigung  ob. 
©elinbigfeit,  jlärfev:  «^ärte,  «Strenge;  ungtimpflic^,  SSw.,  nid)t  glimpf= 

^epft'ö  J&anbtt)örtetb.  b.  beutf^cn  ©pr.  2.  Sl^eil.  00 


1426  Un^iM  —  iingveifbar 

lief),  ftnno.  unmitb,  jlatfec:  fdjonungöloj!,  ()ait,  fJreng;  bie  Unglimpf* 

UngUicf,  f.,  -<g,  0.  501.  (mitte»),  ungelücke;  nifberb.  Unlüd),  man« 
gelnbcg  ©liicf  ob.  @enng«n,  uncjünjligcr  Erfolg,  3«fiimmentreffcn  nadj- 
t{)eilt9ec  jufdüiget  Umjlänb«  (j.  S3.  ec  t)at  UngtücE  in  [einen  Untcrneijmungen ; 
UnglücJ  im  ©pict,  in  bec  Siebe  t)abcn  zc);  libUr  3u[lanb,  ungiinfiige, 
iDibenräitige  2age,  finno.  Ungemad),  (larEer:  (5(enb,  5^otf),  ßeiben, 
2)rangfal,  Sriibfal  (im  Ungtüct  fein,  leben-,  fiii  im  Unglüd  befinbcn);  ein 
einjelncc  unftte  ßagc  wefent(i(^  oevf^limmcrnbci-  übler  Umjlanb  ob.  tinbtigec 
3ufaU,  [inno.  ^Btbenva'vtigfeit,  9)?if^gefd)i(f ,  fiarfcr  al6  Unfall,  ((^vrcid^er 
aU  Unl)etl  (ein  UnglücE  t)üt  it)n  getrojfen,  ijl  if)m  begegnet;  e§  fommt  ein 
Unglüc!  übet  bog  anbete;  einen  in  ein  Ungtüd  ob.  inä  Ungliic!  ftürjcn;  ml 
UnglücE  erleben):  böfeg  ©d)icffal  cb.  23erl)angntfö,  alg  felbjtanbige  SKac^t 
oorgejtellt  (baö  Unglütf  ncrfolgt  il)n);  —  3fe§.  unglütfbrtngenb,  un= 
9lÜtfbvol)enb,  u.  bgl.  m.  SBrc.;  ber  Unglücfäbote,  Überbringer  einer  un= 
glütfli^cn  9Za^rid^t;  bec  Unglücfäfall,  unglüc!(i(^cr  3ufaU  ob.  SorfaU-, 
fidrfer  aiö  Unfall;  ber  Unglücf^gefa^rte  ob.  ^genofg;  bag  Unglücföfint», 
58ol!6fpr.  ein  «mcnfd^,  bem  üiel  Unglück  mbcrfä'ljrt;  fo  auc^:  ber  Unglüc!§s 
fül)n;  imglürföfd^wanger,  Sw.,  f.  fdiirangcr;  ber  UngUicfSjlcrn,  ein 
Unglü^  »erüinbenber  ©tcrn ,  ogl.  Unjlern;  ber  Utiglücfötag,  bie  Un- 
glücföjlunbe,  bag  Unglücfgial)r  :c.;  bar  UnglücfSftifter,  itjet  Unglüd  an* 
rietet;  ber  Unglücfööogcl,  ein  für  unglücfoerEünbcnb  gct}altcnet  SBogcl; 
inöbef.  ein  jum  ®ef(|led^t  beö  9?euntöbter6  gcl)örenbcr  93ogel;  unctg.  gem. 
eine  Unglüd  bringenbe  ob.  anfliftenbe  Werfen;  unglürföl^oU,  SBu). ,  üiel  Un* 
glöci  ent^attcnb  ob.  bringenb;  bie  Unglücf^jcit  K.;  —  unglü(ftt(^,  Sit?., 
ntd)t  ölücflid),  b.  i.  Unglüd  ()abenb,  fid)  im  Unglüif  befinbenb,  ftärfer: 
clenb  (unglüctlid^  fein,  merben;  ein  unglüdlic^er  9JJcn[(^);  im  Un^litcf  Qe- 
grunbet,  Unglü^  entljaltenb  ob.  bringenb,  flarfcr  alS:  übel,  nad}tf)eilig, 
ungünjlig  (ein  ungtücElic^er  3ufall,  Umftanb  ic;  e6  reiib  unglürftit!^  ablau- 
fen); unglücf feiig,  Sßxv.,  in  ()ol^em  ®rabe  ungiücElid)  (nur  oon  ^erfoncn), 
in  anl)altenbcm  grofem  Unglücf  lebenb,  ngl.  unfclig;  bie  UngUirffelig- 
feit,  ber  3uftanb  beg  Unglücf feiigen. 

Ungnabc,  »).  (mittetl;.  ungenade),  baö  @egentf)eU  ber  ©nabe:  2Ibnei= 
gung,  ungütige,  übelwolfenbe  (55efinnung  eincö  ^öl)cren  gegen  einen  @e= 
ringeren  u.  bie  baraug  fliefenbe  -^anblung<5iveife,  (in  Ungnabc  bei  3emanb 
fallen,  geratl)en,  fein,  ftcl)cn;  Semanb  in  Ungnabe  bringen;  einem  Ungnabe 
erweifcn;  alt  u.  oberb.  au^  bie  9)i.  Ungnaben  uaä)  einem  23«.  ot)ne  2(r= 
tifel:  in  Ungnaben  fommen,  fein;  einen  mit  Ungnaben  ücr11:opcn);  el)cm.  aud^ 
f.  Verfolgung,  SSebrücfung;  Unglüct,  Unl)cil,  OTifggcfc^ict,  9lotl);  ungnä* 
big,  SBiü.,  Ungnabe  {)egenb  unb  enveifenb,  von  Ungnabe  jeugenb  (dn 
ungnäbiger  v&err,  «8a(i  u.);  Werjl).  aud^  f.  unroiÜig,  unfreunblid),  t?er; 
bcieflid);  bie  Ungnäbigfeit. 

Ungott,  m.,  Sicuro.  f.  ein  3Befcn,  iveld)e6  nid)t  ©Ott  ifl,  ein  falfdiec 
©Ott;  —  ungöttlid^,  Sm.,  nid)t  g'öttlid),  ©Ott  nid)t  eigen,  äljnlid)  ob. 
angemeffen,  bem  5Bcfen  ber  ©ott()eit  n)iberfpred)enb ;  bibl.  f.  ©Ott  mifö= 
fällig,  bem  gi)ttlid)en  ©efe^e  juroiberlaufenb,  fidrfer:  gottloö,  (ein  im« 
göttlicher  ßebenSmanbel). 

ungrcjfbar,  Sro.,  ma$  nid^t  gegriffen  werben  fann;  bie  Ungreifbarfeit. 


Ungrunb  —  unf)eiKg  142T 

Ungrunb,  m.,  o.  «0?.,  mangelnbcr  ©runb,  jeboc^  nur  unetg.  f.  ^an^ 
gel  bei  ©rfenntnlf^  -  ob.  SSeireiögrunbeS  für  baö  ©afnn  etnev  ©ad^c  ob. 
bte  ^ai)vi)dt  einet  58ct)auptun9,  [inno.  (Hriinbtoftgfcit,  Unn)a{)rf)eit  (bec 
Ungrunb  einer  ®a^c,  JBcfjauptunci,  Scrfi^ening  k.);  —  ungrütlMid),  Sit)., 
nid)t  grünb(td),  finno.  unüoüftanbtg,  ungenau,  ftarJer:  o b erflach (icf)  (uir 
grünbtictc  Äenntniffe  Jc);  bte  Ungrüntlic^feit. 

ungültig,  SSn?.,  nidit  gültig,  feine  Geltung,  feinen  anerfannten 
9öertl)  l)abenb  (eine  ungültige  ?Jlunjc,  (Sntfc^ulbigung;  ein  ®efe§  für  un« 
gültig  crflärcn);  bie  Ungültigfeit. 

Ungunji,  »).,  mangelnbe  ©un^,  ber  &ün\t  entgegengefe^te  ©cfm? 
nung,  ftnno.  3(bneigung,  Ungnabe,  ftarScr:  2(bgunjl,  UnroiUen,  3ölber; 
tvillen,  t>erf(^.  SKif^gunjt;  au6)  uneig.  f.  unern)ünfd)te,  nacl}tl)eilige,  ^in^ 
berlicf)e  S3efdmffenl)eit  (j.  95.  bie  Ungunjt  bec  Jöerljältniffe  k.);  ungünftig, 
S5to.,  nid}t  günftig,  finno.  un^olb,  abl)olb,  abgeneigt  (einem  ungünflig 
[ein);  uneig.  bem  ^iJ3unfd)e  nid)t  gemaf,  nid)t  forbeclid),  finno.  unet; 
tt)ünfd)t,  nad)tl)etlig  (ein  ungünjlige6  Urtl)eil;  ungünfligcö  5IBetter;  ungiin= 
jligc  Umjlcinbc  k.). 

ungut,  S3nj. ,  ntd)t  gut,  weniger  aU:  fd)led)t,  fd)ltmm,  übel,  bofe, 
bil  in  getfligcm  u.  ftttlic^em  SScrflanbe,  jinno.  unüoUfommen,  unloblid) 
(j.  93.  ein  unguter  ©c^riftjleUer;  eine  ungute  ©ac^e  ocrtfjeibigen);  im  gem. 
geben  bef.  f.  übel,  in  nad)tf)eingem  @inne,  in  ben  Siebengarten:  etiraö  in 
Ungutem  oermcvfen,  eö  für  ungut  nehmen,  b.  i.  es  übel  aufncf)men  ob. 
übel  nct)men;  bie  Ungute,  olt.  f.  ba^  ?Rid)tgutfein,  bie  (Sd)led)tigfeit; 
Unmilbe,  Unfreunbltd)feit,  ^arte;  ungütig,  SSro.,  md)t  gütig,  finno, 
unmilb,  unfreunblid),  ftär!er:  i)cixt  (einen  ungütig  bet)anbe(n;  eine  ungü- 
tige  2(:ufnal)me);  bte  Ungütigfeit,  bag  Ungütigfetn. 

unl)altbar,  93».,  nid)t  faltbar,  b.  i.  1)  roag  nid)t  l)a'lt,  nid^t  bauer? 
Ijaft  (ein  unhaltbarer  3eug);  nid)t  l)altenb  ob.  cntl)altenb,  feinen  &il)alt 
^abenb  (93ergn).  unl)altbarc  ©rje);  2)  wai  ntd)t  gefjalten,  üertl)eibigt  ob. 
behauptet  werben  fann  (eine  unt)altbare  gejtung;  unt)altbarf  <Sä^e,  95«' 
l)auptungcn  k.);  bie  Unt)altbarfeit. 

unl)auölid),  93w.,  nid)t  {)auölid),  ftd)  nid)t  auf  ba^  v^aug  befc^taii:» 
fenb,  ntd)t  l)auSl)altertfd)  u.  roirtbfdjaftlid)  (eine  un^äuölid^e  grau). 

Unzeit,  f.,  0.  501.  (altl)0{^b.  nnhail,  u.  fHu  unhaili,  unheili;  mittdi).  daz 
Unheil),  baö  @egcntl)eil  beö  ^cilS,  baljec  urfpr.  Ungefunbfetn,  .^ranff)<it 
(noc^  nieberb.  f.  Äopfgrinb  mit  Ungeziefer),  inöbcf.  5öal)nfinn,  Slobfud^t; 
gero.  ein  bie  menfd)lid)c  ^IBol)lfaf)vt  irefentlid)  ftörenbe'3  Übel,  ftärfer  als 
@d)aben,  Unglü(f  (ni^tg  at§  Unzeit  anrichten,  uiel  Unl)cil  jliftcn);  3fe§.: 
unl)cilbringent ,  93«?.;  unl)cilbrütcnb,  95«?.,  bid^t.  f.  auf  Unl)eil  ftnnenb 
(vgl.  brüten);  unl)eilfd)it)anger,  SStü.  (f.  fd^wanger);  ber  Unbcilfiifter  zc; 
un()ei(^ÖO(l,  95».,  üicl  Unlicit  entt)altcnb  ob.  bringenb;  —  unheilbar,  95»., 
nid)t  beilbar,  voai  md)t  ge{)eilt  werben  fann  (eine  untjeitbareÄranf^eitzc); 
Die  Unbeilbarfeit;  unt)eilfam,  95».,  nidit  bfilf^im,  fnino.  ungefunb,  un; 
juträ'glid},  unerfprief lid; ,  ftärfer:  fdjablidi;  bie  Unbeilfamt'eit. 

unlbfiftg,  95».,  ntditbeiltg,  bem  ^eiligen  entgegengefe|t,  inöbef.  fttt- 
lid)  unrein,  unücUfommen ,  oerberbt  (bibl.  bas  unl)cilige  33olEv  ein  mi)iU 
ligeö  öeben;  unljeilige  ©ebanfcn);  ntd)t  ju  gotteöbienftlidien  ^wecfen  be* 
jlimmt,  ungeweibt  (ein  unl)eittgec  Drt);  bie  Unt)eiltgfctt. 

90* 


1428  un()etmifd)  —  un!(ar 

unl)eimifd^,  SB».,  nicf)t  f)einiifcf)  ob.  ctn^dmifdf),  fremb:  unlt)eiml{d^, 
SBm.  (mtttcU;.  imheimelfch) ,  ntd)t  l)eimlid),  b.  i.  md)t  bec  ^eimatt)  atin* 
lief)  ob.  t)cimatf)!tcf) ,  nic^t  baö  bef)a9tt^e,  xui)iQC  ®cfüt)l  bcfi  3u()au[efcin6  er- 
»ücctcnb  ob.  ciut)aitenb,  finno.  unbel)aglid),  unftdieC)  unbequem,  änQp 
lid)  (ein  iinfjcimfi^cv  Drt;  ein  unt)eimlid)c6  ®tfüf)(:  mit  würbe  unbeimlic^ 
ju5Kutf)c);  fetten  f.  nid^t  verborgen  ob.  gef)etm,  öffentüd};  bie  Unt)eim- 
Itc^feit. 

unl)cl3bar,  83it».,  wai  nidjt  öe{)elät  ivecben  fann;  ble  Unt)eiäbavfeit. 

un^emmbar,  iBn?.,  wag  nid)t  gef)emmt  treiben  fann-,  bie  Un^cmm' 
bavfeit. 

unl)6flic^,  Snj.  (mittelt).  unhoVelich,  ungcbilbet),  md)t  f)öfltd),  bec  v^of? 
fttte  u.  übect).  bcm  feineren  3(njlanbe  juiviberbanbeinb  ob.  juroiberlau* 
fenb,  [tnno.  unfein,  ftäi-!cr:  unartig,  ungeftttet,  grob  (ein  unt)öf[i(i^ec 
fKenfc^;  ein  unt)öfti(i^e6  SSetracjcn);  bie  llnl)öfltd^teit,  ba^  lln^oflid)fein, 
u.  eine  un{)6flid)e  .^anbtung,  'ÜCuperung  k.  (SK.  Unpfttd^feiten) ,  fidrfer: 
©rob^eit. 

uni)o(&,  Sm.,  nic^t  l)oIb,  b.  i.  ntd)t  geneigt  ob.  geniogen,  finno.  un; 
giinftig,  unfreunblid),  abf)Olb,  abgeneigt  (einem  unfjotb  fein;  eine  unf)olbe 
2(ntt»oi-t);  fein  2öo{)[gefal{en  enrecfenb,  ber  ?lnmutf)  ermangelnb,  t)äf^' 
lid),  »Dibenvä'rttg;  ber  Un{)olb,  -eö,  9)?. -e,  bie  Unl)olbinn,  SJi.  -en, 
(altb.  der  u.  diu  unholde),  ein  feinb(id)eS,  üerbaffteä,  böäartigeg,  bod) 
geirattigcg  ^efen,  finnc.  Ungetfjüm,  Ungef)euer,  <Sd)eufa(,  ein  grau; 
famer  Unmenf*:  eljcm.  bcf.  f.  Seufet,  ^epc,  bofeg  äaubernsefen;  hai 
Unt)Olbenfraut,  üe£fd)iebene  ©ercä^fc,  bercn  bie  Jpcjren  \id)  jii  if)ven  3(m* 
berEiinften  bebtcntcn,  inöbcf.  bie  Äöniggferje,  aud)  Un  t)olben  Jevj  e  ge« 
nannt;  baö  iüeißc  SBoUEraut  ob.  ^eibcnnjoUfraut;  bie  Corbcrrofc;  bic  SBci- 
beri^;  bie  Un^ulb  (mittete),  unhulde)  oit.  f.  mangelnbe  ^ulb,  Ungnabe, 
ÜbedvcUen;  aud)  f.  «^eicerei. 

unt)örbar,  aSio.,  irag  nid)t  gebort  iverben  fann:  bie  Unfjorbarfeit. 

unjagbbav,  Sm.,  nid}t  jagbbar,  b.  i.  noc^  ni^t  juc  Sagb  geeignet. 

Unfe,  w.,  SSI.  -n,  (attb.  unc,  ®(!^tange,  uche,  grofd^,  angelf.  yce, 
=  lat  unguis,  gr.  f/is,  fan§!r.  ahi,  ©erlange)  alt  u.  lanbfd^.  f.  'Sd)Iange, 
glatter,  in^bef.  eine  2(it  Heiner  unfd)äb(td)er  .|)augfd)langen;  gew.  eine 
litt  an  feuc!^tcn  Drten ,  in  JtcUern  u.  ttbcnbcv  ^t'6\d-)C  (oieUcidjt  oon  it)rcm 
bumpfcn Saute  un!,  unffo  benannt),  aud^^auöunfe,  Äreujfröte,  9t6f)r(ing. 

unfennbar,  S5id.,  »vag  nid)t  gefannt  ob.  fennen  gelernt  tverbcn  fann; 
aud)  f.  0.  w.  unfcnnt(id),  95w.,  nid)t  fenntlid),  tvaö  nid)t  erfannt  ob. 
beutlid)  unterfd)ieben  iwerben  fann;  bie  UnfennbarFcit;  bie  Unfenntüd^' 
feit;  bie  Unfenntnifö,  mangelnbe  .tenntnifö,  finn«.  Unfunbe,  jläcEer: 
Uniriffenbeit. 

unfeufcf),  95».,  nid)tfeufd),  finnn.  ivoUüflig,  augfd)tt)eifenb,  ftacler: 
un5Üd)tig;  bie  Unfeufd^t)eit  (mittet^,  der  unkiiisch  u.  diu  unkiusche;  obecb. 
ber  u.  ik  Unfeufc^),  t>a^  Unfeufd)fein ,  ftärfcc:  Unjüd}tigfeit. 

unfinbltc^,  33».,  nid)t  finbüd),  einem  .^inbc  unangemeffen. 

Unflage,  iv. ,  ■olt.  f.  eine  ungegriuibete,  freüe(t)afte  Ätage,  jöerleum; 
bung;  unf lagbar,  S».,  nid)t  f lagbar  (f.  b.  unter  f tagen). 

unf(Qr,  Sro.,  nid}t  f(ar,  eig.  ftnno.  trübe,  unlauter  (Cuft,  SBaJTer, 
SBein  Jc;  ©c^iff.  »om  3;aun>erE  f.  oetwtcEeft,  ücrfc^lungcn),  u.  uneig.  flnn». 


unÜug  —  unldugbar  1429 

unbeutüd),  unverfld'nbüd) ,  ftar!er:  unbegreiflid^ ,  bunfel  (unflarc  S3orflcl= 
tungen  jc;  bte  ®a^c  ifl  mit  no(^  un!tar);  bie  Unf(arl)eit,  finno.  Stiibe; 
Unbcut(tcf)feit  k. 

itnf(uc\,  Sit».,  ntd)tf[ug,  ftnno.  unüerflcinbig,  unbcfonnen,  tf)önd}t, 
flarter:  bumm,  narnfcb;  bic  Unflugbeit,  baö  Unflugfein,  finno.  2!f)0t= 
j)eit,  fldv!cr:  I)ummheit;  aiiä)  eine  untluge  ^anblung  ob.  'Äußerung 
(SR.  Unflugfjettm). 

unföniglic^,  »w.,  nid)t  föniglid),  einem  Könige  unnngemeffen,  eine« 
.Könige  untrürbig. 

unförperlic^,  »rc.,  nici)t  forpedid),  b.  t.  feinen  Äorper  fjabenb,  för= 
perloö,  (un!crperli(^c  aScfcn;  fr.  immateriell);  bie  Unf6rperlid)feit. 

Untoftcn,  bie,  o.  6.,  bas  oerfl.  Äojlen  (f.  b.):  unnii^e,  befcf}n)erlid)< 
.Sofien,  btf.  fofern  fie  ali  ein  ©cJ^abcn  u.  23erlu|l  angcfeljen  werben  (bic  Un-- 
Eoften  eines  JRec^töljanbclS;  ftc^  in  Unfoften  fe^en;  auf  UnEojten  bec  ©efunb» 
^eit,  b.  t.  gum  9tac^tbeil  bcrfelben). 

Unfraft,  iv.,  oit.  f.  mangeinbe  Äraft,  ©d)trad}e,  £)f)nmac()t,  Un- 
gultigfeit;  unfräftig,  S»).,  nid)t  frdftig,  feine  Äraft  f)abenb  ob.  dupcrnb, 
ftnnü.  fraftlo3,  fdfjtuad):  tnöbrf.  urnuirffam  (imfraftigc  2(rjcnfien);  ungii(= 
tig:  bie  Unfrciftigfeit. 

Unf raut,  f.,  5??.  (feiten)  Unf rauter,  unnii^e^,  unbrnud)bare6  ob. 
fcf)äb[id)e3  Äraut,  bcf.  bie  «pi^anjen,  n)et(^c  jroifc^en  ben  angebauten  nu§' 
baren  (Setuäc^fcn  rotlb  wac^fen  u.  bc«;ifelbcn  i)k  Ü^afjrung  entjicben,  forool)! 
tton  einzelnen  ^flanjcn  bicfcr  2(rt  (ein  böfeß,  fd^ablic^eö  Un!raut,  3Ä.  Un= 
Irautcr),  al»  auc^  bef.  al6  ©ammetiü.  o.  SOJ.  (j.  S.  c§  fte^t  md  UnEraut 
unter  bem  SBeijen;  öaö  UnEraut  außgaten);  in  engerer  S5cb.  f)et6t  ber  <Som? 
merlold):  Unfraat;  uncig.  gem.  ein  ungeratf)ener,  unnü^er  ?[)?enfd) 
(egl.  baö  auf  foldjc  9Kcnfc^en  angerccnbete  ©pric^rc.:  UnEraut  tcrgc()t  nic^t); 
auc^-überf).  emu^  Saftige^,  @ct)äblicbe3,  SSerberblicbe^;  oberb.  f.  bic  gaU» 
fud)t;  unfrautig,  S>».,  oberb.  1)  f.  nid)t  f rautig,  b.  i.  n?enig  Äraut  ob. 
SBldttcr  babenb;  2)  t>oü  Unfraut;  uncig.  f.  nicf)t6nu^ig,  oerborben. 

unfriegcrlfd^,  SB».,  nid)t  friegerifd},  b.  i.  einem  Ärieger  nicht  ange* 
meffen  ob.  gejiemenb;  ben  Ärieg  nid)t  liebenb,  im  .Kriege  ungeübt. 

unfunb,  Sttj.,  ölt.  f.  nidit  funb,  unbefannt,  fremb:  unben?uf[t;  bie 
Unfunbe,  mnngetnbe  .Äunbe,  9?id)tn?if]'en,  Unbefanntfd)aft ,  Unfennt:= 
nifg,  l)drter:  Uniriffen^eit  (feine  UnEunbc  in  einer  ©ac^c  ocrratl)cn);  un- 
funbig,  aSm.,  nicht  funbig,  feine  Äenntnifg  oon  etvoa^  Ijabenb,  mit  bem 
®en.  ber  ©ac^e  (j.  S5.  einer  ©prac^e  unEunbig  fein). 

Unfunfi,  »t).,  »lt.  f.  mangelnbe  Äunjl,  unecJ)tc,  faffc^c  Äunjl;  Un? 
«)iffen()eit;  —  unfünftlid^,  fßw.,  nic^t  fünfttid),  feine  Äunjl  üerratf)enb, 
gern,  ungefünflelt,  funfllog. 

untang,  aSw.,  olt.  f.  ntrf)t  lang,  furj  (unlange  3eit);  untangc,  9lm., 
»lt.  f.  nid)t  lange  (na(^f)er),  in  furjer  3eit;  auc^  f.  o.  «.  unfängjl,  Slir., 
nid)t  langfl,  b.  i.  üor  furjer  3eit,  üor  furjem  (j.  SB.  iö)  Ijobe  tfjn  unlöngfl 
fltfcbcn). 

unlateinif^,  SB».,  ntc^t  loteinifci) ,  ber  latcinifc^cn  ©prac^eigcnljett  ju« 
»iberlaufenb. 

uniäugbar,  SB»,  (tj.  bemoUb.  lougen,  laugen  f.  Idugnen,  f.b.;  mittel^. 
der  u.  diu  unlougen  alö  ^».  f.  n>a6  jt(^  nidjt  oemeinen  lafTt),  roag  nicJ)t  ge* 


1430  unlauter  —  Unmann 

laugnet  werben  fann,  ftnno.  unjlieitl^,  unjn)«ifel{)aft,  au«9emact)t,  ge; 
»tifg  (eine  unlQugbave  ©ad)£,  2Ba{)r()ett  ic):  bte  Unldugbarfeit. 

unlauter,  SB».,  nid}t  lauter,  finno.  unffnr,  unrein,  trübe  (unlauteres 
SBafTer),  u.  bef.  uncig.  in  fittlic^em  SSerftanbe:  md)t  rein,  nicht  roatjrljaft 
u.  flufrtcl)ti3  (eine  unlautere  Siebe;  unlautere  2(bftc^tcn  bei  üma^  l)abcn):  bie 
Unlauterhit. 

unlet-i^q,  SBw.,  »lt.  f.  nicht  lebtg,  ntd)t  frei,  befcf}ä'fti3t. 

unlel)rbar,  SSra.,  ivaö  nicf)t  ge(ef)rt  werben  fann;  bie  Unlef)rbarfcit. 

unleiblicf),  95».,  1)  wai  ftch  nid[)t  leiben,  b.  i.  erleiben  ob.  ertragen 
lä'fft,  ftnnö.  unerträ'glid},  unauöfle^lid)  (ein  unletblic^er  ©eflan!;  ein  un= 
leiblid^cr  SKenfd) ,  @^tt3ct|er  :c.);  2)  lanbfc^.  f.  nid)t  leiben  fünnenb,  un-- 
»ermögenb,  Seiben  ju  ertragen,  r.  unleibfam:  bic  Unleiblid^feit. 

unlenfbar,  JB».,  was  nicht  gelenft  werben  fann;  unlcnffam,  fStc., 
ttidt)t  lenffam,  ftd)  md)t  gern  u.  teid)t  lenfen  laffenb. 

unlernbar,  asw. ,  waß  nic^t  gelernt  werben  fann;  bie  Unlernbarfeit. 

unlcSbar,  S5to.,  md)t  lesbar,  roai  nicht  gelefen  werben  fann,  bef.  in 
^inftcfjt  beö  3nl)olt6,  bcc  Schreibart  ac.  (ein  unleöbareö  Su^);  bie  Unle§= 
barfeit:  unleferlidb,  93».,  nid)t  leferlich,  was  fiel)  gar  nicht  ob.  fd)Wer 
lefen  lä'fft,  wegen  bcr  Unbeutticfefeit  bcr  ©c^riftjügc  (eine  unleferli^c  ^anb- 
fc^rift);  bie  Unleferlic^f eit. 

unlieb,  58».  (gc».  nur  in  ungebeugter  gorm),  nicht  lieb,  jtnne.  unan- 
genebm,  leib  (eö  ijt  mir  unlieb,  ni^t  unlieb  zc);  bie  Unliebe,  oU.  f.  man= 
gelnbe  2iebe,  ^afS;  unlieblic^,  93».,  mcf)t  lieblid)  ob.  anmutbig,  »e^ 
niger  aU  unangenef)m ;  bie  Unlieblic^feit. 

unlöblirf),  95».,  nic^t  löbltd),  fein  Sob  uerbienenb,  jlcir!er:  tabelnS= 
wertb. 

unlösbar  ob.  unlöSlid^,  93».,  vocii  md)t  gelöft  werben  fann;  bie  Un^ 
lösbarfeit  ob.  Unlöölidjfeit. 

unlöfc^bar,  S5».,  was  nidjt  gelöfd)t  werben  fann;  bie  Unlöfc^barfeit. 

Unlujt,  w.  (alt  u.  oberb.  m.),  1)  9)?angel  bec  2uft,  b.  i.  ber  9?eigung 
ob.  beS  SSerlangenS  nach  etwas  (j.  S3.  Unlufl  gum  ©ffcn  fcaben);  alt  u. 
oberb.  bcr  Uni u  11  aud^  f.  SOBibcr»iUen ,  (5Eel;  »a§  S5Bibcr»iUcn  erregt:  Un* 
fauberfeit,  ©^mu^,  Unratf);  2)  baS  (Segentbeil  ber  2ujl  ob.  beS  SSer^ 
^niigenS,  (Jmpftnfcung  beS  Unangenebmen,  finn».  5)?ifSeergnügen,  5)?ifs* 
fallen,  Unmutb,  jlärEer:  SöerbrufS,  Unwillen  (unlujt  cmpfinbcn,  einem 
Unlufl  öerurfacben);  unluftig,  93».,  1)  feine  £uft,  fein  SBerlangen  nacb 
etwas  bflbenb  (unluflig  jur  2(rbcit  fein);  oberb.  aud^  f.  Unlufl  ob.  SÜBibec:» 
willen  .er»e(!enb,  unliebli(^,  unrcinlid^,  efclbaft;  2)  Unlufl  ob.  9)ZifSt)er; 
gniigen  empfinbenb  u.  aufernb,  finne.  mifSüergniigt,  unmutbig,  flärfer: 
tterbrie^lid)  (unluflig  fein,  au6fcl)en  ic). 

Unmad^t,  w.,  mangelnbe  SO?acbt,  50?acbtlofTgfeit,  Unvermögen,  »erfc^. 
DI)nmoc^t  (f.  b.),  »el<%cö  juno(^ft  u.  cig.  förperlic^c  Äraftlofigfcit  bejei^= 
net;  unmäd^tig,  S5».,  nidjt  macbtig,  feine  9J?acbt  babenb,  finno.  macht- 
los, unoermögenb,  \)erfd^.','obnmad)tig. 

unmanierlicf),  93».,  nicbt  manierlicb,  ber  guten  Cebeneort  jumiberlau-- 
fenb  ob.  guwiber  banbelnb,  finno.  unböflich,  unartig. 

Unmann,  m.,  ein  ber  SJZannbeit  SSeraubter,  Entmannter  ob.  33er- 
fcbnittener;  ein  unmannlid}cr  ob.  beS  9?amenS  unwürbiger  SOJann ,  ein 


Unmop         unmtrtf)cllbac  1431 

feiger,  fc^tüoc^er,  trortbrüditgct,  unreb(ic^er  SJfcnfc^  (bei  8utf)ec  u.  feinen 
äcitgcnofycn) ;  utimannbar,  35».,  nod)  nidjt  mannbar;  btc  Unmann; 
barfeit;  unmannlid),  Sn?.,  ntd)t  mannlict),  b.  i.  einem  SRannc  ntd)t 
ät)n(id)  ob.  angemeffen,  cineö  9)Zann<g  mnvürbig  (unniönnli^  Qu^fet)en, 
l)Qnbeln;  ein  unmännlidjee  SSctragcn);  bie  Unmännlic&feit. 

llnmaf ,    f.,    O.  SJi.    (altb.    diu   unmäzc,    SDt.    unmazeii,    aud)    al6  5^tt.    f. 

über  alle  SJlajjen ,  ubcrmä'Oig),  mangelnbcö  9)?ap,  $öerfef)(en  beg  ridjtigen 
gJiapeä,  ftnn».  SO^afloftgfeit,  Unmä^igfeit;  —  unmaßgeblich,  S3to.  u. 
bef.  5^tr.,  oljne  «Ka^gcbung  ob.  «Ola^gabe  (f.  b.),  nic^t  als  Siic^tfc^nur  beö 
JBcrbaltenö  üorgefc^rieben  (etwas  unmaßgeblich  ratben,  »orfc^tagen  5C.;  eine 
unmajjgeblic^e  s^einung);  unmäßig,  tßm.,  nidjt  maptg,  b.  i.  baS  rtd)tt9€ 
9)?ni  ob.  23crl)altnif3  weit  überfd)reitenb,  mel)i-  als  übermäßig  (unmäßig 
tauten;  eine  unmäßige  grcube),  inebef.  in  Sejiebung  auf  ftnn(id)e  ©enüfTe, 
üorncbmlid)  ©(Ten  u.  Slrinfen  (ein  unmäßiger  SKenfd)) ;  gem.  f.  baö  Wla^  be^ 
@c»ri)bn(idKn  weit  übcrfd)reitenb,  bef.  als  ^m.  f.  ungemein,  außeror= 
bentlid)  (unmäßig  ßicl,  groß  k. ;  ein  unmäßiges  Vermögen);  ef)em.  auc^  f. 
uncrmefSlic^  (bibl.  bie  unmäßige  J&öf)c  bcS  ^immelS);  bie  Unmäßigfeit,  baS 
Unmä'ßigfein ,  insbef.  bie  mangclnbe  6nt()a(tfamf'eit,  ba«  Übermaß  im  ef' 
fen  unb  S^rinfen. 

Unmaffe,  iv.,  lanbfc^.  f.  eine  übermaßig  große,  ungcf)euere  SOlaffe  ob. 
«Wenge,  (»gl.  Un ja  1)1). 

Unmenfd^,  m.,  ein  SJZenfd),  weldjer  beg  9)?cnfd}ennameng  unwürbig 
ij!,  ein  ausgearteter,  böfer,  u.  insbef.  ein  lieblofer,  {)rtrtt)er5iger,  graus 
famer  CiJ?enfd);  unmcnfd^lid),  S8ro.,  nid)t  menfd)lid),  einem  SOTenfd)en 
nid)t  ä()n(id)  ob.  angemeffen,  eineg  ^D^enfd^en  umuürbig,  tnsbef.  ber  fttt= 
lid)en  S!}Zenfd)enir>ürbe  juroiber,  bie  ^flid)ten  ber  5Ü?enfd)enIiebe  gröblid) 
»erle^enb,  t)öd)fl  lieblos,  t)art,  graufam  (einen  unmcnfc^lic^  bcf)anbeln; 
ein.unmcnfc^lic^er  SBütljeridb);  gem.  f.  bie  menfd)lid)e  Äraft  überfleigenb, 
übermenfd)lid),  u.  bcf.  alS  oerltärSenbeS  9iiü.  f.  übermäßig,  in  fel)r  ()of)em 
®rabc  (unmenfc^Iic^  laufen,  trinken  fönnen;  unmenf^lli^  »iel,  groß  jc); 
bie  Unmenfd)lid)f cit,  iai  Unmenfd)[id)fein,  insbef.  f.  «^artf)crjigEeit, 
©raufamfeit;  ou^  eine  unmenfd)lid)e  ^^anblung  (Söi.  -en). 

unmerkbar  u.  gem.  unmerflicft,  S5ro. ,  »ras  fid)  nidjt  ob.  nur  fd)iver 
merfen,  b.  i.  bemerfen  ob.  n)al)rne^men  (äfft  (eine  unmerkbare  ob.  unmerE> 
Iid)c  S3en?cgung);  auc^  f.  ganj  allmäl)lid)  (fic^  unmcrflic^  beffern);  bie  Un= 
merfbar!eit  cb.  Unmerfli(^fcit. 

unmefäbar,  SSw.,  was  nid)t  gemeffen  werben  fann;  bie  Unmefäbötfett. 

unmilb,  fßw.,  nid)t  mi(b,  finn».  unfanft,  fiärfer:  i)att;  unfreigebig, 
farg;  bie  Unmilbe,  mangelnbe  9)Zi(be,  ftnno.  .^ärte,  Äargbeit. 

Unminne,  w.,  »lt.  f.  mangelnbe  Wlinm  ob.  Siebe,  .^afs,  geinbf*aft, 
3it)ictrad)t,  ?WifSl)eUigfeit. 

unmittelbar,  SB«.,  nid)t  mittelbar,  burd)  nid)ts  »ermittelt,  ohne  2)a; 
jtrifd)enfunft  eines  Stritten  (unmittelbare  SSerbinbung,  J^ülfe  k.;  ftc^  un- 
mittelbar an  Sfnianb  rccnben;  ber  unmittelbare  ©inn  einer  9?ebe,  b.  t.  ber 
bu^fläbli(^e ,  eigentlid^e;  unmittelbare  Sleic^Sftänbe,  im  ebcmal. 
bcut^en  Stcic^c  folc^e,  bie  nur  bem  Äaifer  unb  bem  Sleit^e  unterworfen  wa> 
«n);  bie  Unmittelbarfeit. 

unmittbeilbar,  85». ,  traS  nid)t  mitget^eilt  werben  fann. 


1432  unmobifd)  —  Unnatur 

unniotifc^,  aSn?.,  nid)t  mobifd),  md)t  nad)  bet  SJ^obe. 

unmöglich,  SSw.,  (attb.  unmügellch)  md)t  rnöglid),  trag  md)t  fein  ob. 
gefcbctien  f ann ,  mU  cg  einen  SBibccfprud^  »n  fi*  fclbjl  entt)att  (baö  i|l  un= 
xnöQüä);  etiraö  UnmÖ9ltd)e6  für  witfüc^  t)a(tcn,  oertangcn  Jc),  ob.  »eil  c6 
bet  Jtraft,  bem  Sßermögcn  zc  einet  ^ecfon  reiberiprit^t,  ftnno.  untf)un[tch 
(es  toav  mir  unmöglid^,  i^m  ju  (jclfen);  alt  u.  obetb.  auc%  als  91».  bes  @ra= 
bes  f.  übermäßig,  fefjr  {unmcc^liöi  oiel,  f4)ön  jc);  bic  Unmöglid^feit,  baS 
Unmögtid)fcm;  eine  unmÖ9lid)e  ©actie  (9».  Unmögtit^fciten). 

unmünbig,  S».,  nid)t  münbi^,  b.  i.  nid)t  im  ©tanbe,  ficf)  felbj!  ju 
bcfd)ü|en,  unter  )iätttüäi(t  ob.  oormunbfe^aftlic^ct  ©eiralt  flel)enb,  ftnno. 
ober  oerfc^.  minberjafjtig,  (unmünbtg  finb  nic^t  bto^  Äinbcr,  naci?  bem 
pteiif.  Canbred^t  Mi  jum  jurüdgelcgten  14ten  3Gf)re,  fonbern  aud^  Slöb' 
finnige  jc;  mtnbcridl^rtg  ^pcrfoncn  betbcrlei  ©ef^tec^ts  bis  jum  ooUcn= 
beten  24f}cn  Sat)");  bie  Unmünbigfeit,  ba3  Unmünbigfetn. 

UnntUpe,  W.,  (altb.  unmuoza,  unmuoze,  »,,  u.  der  unmuoz,  m.,  oberb. 
bcr  u.  bie  Unmuef)  alt  u.  obetb.  f.  mcingclnbe  SD^ufe,  bringenbe  u.  Injlige 
?8efd)äftt9un9,  @efd)äfte;  unmutig,  S».  (mittclf).  unmüezec,  obcrb.  un» 
jnütßig)  f.  feine  SKupe  f)abenb,  befd}ä'ftigt;  ruf)=  ti.  rojllo^,  aufgeregt, 
fic^  unb  2(nbern  oiel  gu  fdjaffen  mad)enb. 

Unmutl),  m.  (altb.  unniuot),  üUet  9)?utf)  (entg.  guter  SOlutf)),  b.  t.  übte, 
trübe,  ftnfiere  ®emüt{)gflimmung,  ftnno.  SJ?if6mutt),  9?ieber3efd)la3enj 
f)eit,  SSctriibnifg,  SJeibrufS,  prfer  aii:  Unlufi,  (feinen  Unmutb  jet' 
ftceuen;  buccb  SRurren  unb  Unmutf)  ocrgrö^ert  man  fein  Übel;  ber  ®cn.  Un* 
tnutbS  ob.  unmutl)S  alt  u.  oberb.  f.  unmutf)ig,  j.  S.  Unmutes  fein;  bibl, 
bein  ®eifl  ift  fo  Unmutl)S;  ogl.  gutes  9Kiitf)S  fein);  unmutt)3t»0Ü,  i8»., 
»oU  Unmutfjs,  l)öc^ft  unmutbtg;  unmutt)ig,  f&n.,  Unmuti)  empftnbenb 
u.  aufernb,  ftnno.  mifömutfjig,  niebergefd)fngen  jc. 

unmüttctlic^,  SS».,  nicf)t  mutterücf),  einer  50?utter  unaf)nlid)  ob.  un^^ 
angemeffen. 

unnacbabmlid) ,  SB».,  was  ntd)t  nad)9eaf)mt  werben  fann;  bie  Un^ 
nad)a{)mitrf)feit. 

unnac^barlid),  S».,  ntd)t  nad)barltd),  einem  (guten)  9iad)battt  un- 
fingemeffen. 

unnad^giebig,  35».,  md)t  nadbgiebig,  finno.  unfugfam,  ungefdüig. 

unnad^fid^tli^ ,  ««». ,  obne  9lnd[)fid)t  ob.  «Sdbonung. 

unnad)rt)ei(ig,  S5».,  nidjt  nad)tf)eili3,  feinen  9^ad)tl)eil  bringenb,  jinno. 
unfd^äblid). 

unnal)bar,  83».,  btd&t.  bem  man  nidjt  na()en  ob.  fid)  nid[)t  naf)<rn 
borf,  ebne  fii  in  ®cfa^r  ju  begeben;  bie  Unnabbarfeit. 

Unnamen,  m.,  olt.  f.  ein  unred}tet,  oerfe^rter  9?amen;  <Sd)impf:: 
ttflmen. 

Unnatur,  «).,  natutttibriget,  tjerfunjlelter  3ujlanb,  bcn  «naturgefeien 
tt.  bcf.  ber  einfalt  unb  Unf^bulb  bcS  9latitraufianbeS  ^uwiberlaufenbc  SSefdjaf' 
fenfjeit  (j.  SB.  bie  Unnatur  unfercr  5ßcrl)altniffe  unb  ©itten);  unnatürlid^, 
SB».,  nid)t  natürtid)  ob.  naturgemäß,  ftnno.  naturraibrig,  tnSbcf.  ben 
9?aturt>erba[tniffen  ob.  ü^aturgefe^en  tviberfpredjenb  ob.  biefelben  über* 
fd^reitenb  (gjlenfd^enfletfd^  ifl  eine  unnatürtid^e  ©pcife  für  ben  2Jlenf(!^en;  eine 
unnatütlid^e  SKuttev,  bie  ibrc  Äinbev  nii^t  liebt;  unnatürli^  eJTen,  laufen  jc, 


unnennbar  —  unpaf§  1433 

b.  t.  nid^t  naturgemäß;  lanbfd).  gem.  auö)  al6  üetflar!enbe6  9?»t).  f.  iibecmä'ßig, 
j.  93.  unnatür(id)  oict,  groß  n.):  ber  nntür(icf)en  (5infad)f)eit  ermangelnb 
ob.  jurotberlaufenb,  finn».  gcfünjTelt,  ^«jTOungen,  gefud^t  {eine  unnatüt= 
li^e  ©tctlung ,  ©^ireibart  jc);  bic  Unnatürli^feit,  bnö  Unniitür(id)fein, 
ftnno.  O^aturroibrigfeit,  @ejroungenf)eit  jc. 

unnennbar,  SB».,  voai  ftd)  nid}t  nennen,  mit  !eincm  ctfc^öpfenben 
«Jlamcn  bejcic^ncn,  ob.  übni).  nid}t  mit  2Borten  nu6fpred)en  lafft,  finno. 
iinaugfprcci)lid)  (unnennbare  @efüf)te,  unnennbarer  Sammer;  ber  Unnenn« 
bavc,  b.  i.  ®ott);  bic  Unnennbatfcit. 

unnote,  ^w.  nicberb.  (auc^  bloß:  nobe,  cig.  »of)l:  unobc,  oom  alt» 
I)oc^b.  odi.  angelf.  eadh,  möglich,  let^t;  nnodi,  [^wer,  unmöglich)  f.  un^ 
gern,  mit  SBibecflreben. 

unnot^,  unbiegf.  93».  (eig.  meibl.  ^m.  altb.  nnnöt),  ott.  f.  nid)t  not^ 
ob.  nötf)ig,  gen?.  unnötl)ig,  SS».,  nid)t  nötbig,  ?uc  Srreic^ung  einer  2fb= 
fidit  ntd)t  erforber(id),  finnc.  überflüfft'g  (eine  unnör()ige  ©ac^c;  unnötfjige 
sajortc  machen);  bie  Unnöt()i9feit. 

unnüg,  95».  (mitfeit),  anautze,  oOtrb.  nnnu|),  ntd)t  nü|,  feinen  ^ü:= 
$en  bringenb,  ftnno.  unbcaud)bar  (ju  etmaö  unnii^  fein;  ein  unnü^er  5D?enf£^; 
unnü^c6  ®ef(^»ä§  zc);  gem.  auc^  [.  o.  ».  nid)tönu^i9,  ntd)t5n)ürbi3, 
fc^[ed)t  (btbl.  unnü^e  Änedjtc;  eine  unnü|e  8ef)re  f.  eine  falfc^e;  niebcrb. 
unnii^  SBctter  f.  f^Iec^teö;  fid^  unnü^  madjen,  gem.  f.  unruf)ig  ob.  beicibigcnb 
»erben,  ftd)  auf(ei)nen  ob.  »ibcrfc|en);  unnu^ll^,  95».,  ntd)t  nü^lic^, 
feinen  5'iu^cn  ob.  S3ortf)eiI  9ert)df)renb;  bie  Unnü^ltc^fcit. 

unorbentlld),  93».  (c^cm.  auc^  unorbig),  nid)t  orbentlid),  obne  ge? 
fjörige  Srbnung,  finno.  ungeorbnet,  ungeregelt,  unregelmäßig,  ftär!er: 
orbnungöiribrig ,  oenvorren  (j.  SS.  feine  ©ac^en  liegen  unorbcntlic^  burc^ 
einanbcr;  et»a6  unorbentli^  erjaf)tcn);  auc^  feine  £)rbnung  i)nltenb  ob. 
befo(genb,  bef.  in  fittlic^ier  ^tnfid)t  ungeregelt,  au6fd)it?eifenb,  ftä'r!er:  (ie: 
bcrlid)  (ein  unorbentltd^cr  üKenfc^:  ein  unorbcntlic^cö  Ceben  fül)rcn);  bie  Un- 
orbentüd^fcit,  baS  Unorbentlid)fein;  bie  Unorbnung,  mangelnbe  Orb; 
nung,  ungeregelte  $5olge  ob.  ßinriditung,  finn».  Unregelmd'figfeit,  jtörfer: 
SSenuitrung  (in  Unorbnung  fein,  ftd^  bcfinben;  ttvoa^  in  Unorbnung  bringen; 
in  Unorbnung  gerat^cn;  bie  Unorbnung  in  einem  9SerfaI)ren ,  in  ber  Ccbenö- 
»cife  :c.);  ein  unorbentlid)er  93organg  ob.  3ujTanb  (9)1.  Unorbnungen; 
%.  93.  eingcriffenc  Unorbnungen  abjtellcn);  aud^  f.  Unorbentlid)feit  (o.  SK. ; 
j.  93.  bie  Unorbnung  bicfeö  SKenfc^en). 

unpaar,  SS».,  nid)t  paar  ob.  gerabe,  ungerabe  (eine  unpaare  2oi% 
f.  ».  ».  eine  ungerabe,  f.  b.;  paar  ober  unpaar,  f.  paar);  nic^t  mit 
einem  anbern  2)inge  ein  ^aar  auömad^enb  (unpaare  Jg>anbfd^uf)e ,  b.  i. 
ni^t  jufammcnget)örcnbe;  Timt.  bie  unpaare  SSlutabet,  eine  einjelne, 
ber  !eine  anbere  entfprid)t). 

unparteiifc^  ob.  unparteiHc^,  95».,  feiner  Partei  jugetb«n,  ftd)  ju 
feiner  Partei  baltenb,  finno.  parteilos  (fr.  neutral);  ge».  überl).  frei  tion 
^arteigeij?,  nld)t  burd)  SSorliebe  ober  5Borurtf)eil  geleitet,  flreng  gered)t 
(unparteiifc^  fein,  urtf)eilen  2c.;  ein  unpartciif^cr  ob.  unparteilidjer  Sli^ter; 
ein  unparteiif^eö  Urtl)eiO;  bie  Unparteilid)feit,  baö  Unpartellidjfein;  oerfd^. 
^arteilofigfeit. 

un^)üf$,  unbiegf.  93».  (etft  feit  bem  ITten  3o^rl).  gebr.,  nid^t  aüi  «n  u. 


1434  un|)ajfenb  —  unred)t 

bafö  =  bcJTecjgcf. ,  [onbctn  oon  pa\^  f.  paffenb,  öngemcffcn  ic,  ^afs  f.  |j 
red^tcS  9)?aß,  bequeme  ®sU%in^iit,  gutec  @efunbf)eit6jufianb;  ba{)cr  lanbfc^,  ' ' 
woijl  ju  ^afö  [ein  f.  gcfunb  fein,  üb«l  gu  ^af6  fein  f.  franE  fein;  »gl, 
paffen),  ftc^  nid)t  ööKig  tvot)l  befmbenb,  o()ne  gecabe  fron!  ju  fein,  oor^ 
überge^cnb  uniroM  (unpafö  fein);  unpäföü(^,  Sw.,  ein  rocnig  unpafg, 
Jiid)t  ganj  roo^l  (unpäfSlid)  fein,  ein  unpcifgtid^eö  Äinb);  bie  Unpcifölic^hit, 
bttS  Unpafö[ici)feitt,  itorübcrgefienbeS  Un»r»of)lfetn  ob.  Übclbeftnb«n;  auä) 
ein  leid)tec  Äranf^eitöanfaU  (5K.  Unpäfölic^fciten;  fic^  eine  Unpäfölid^Scit 
juitef)en). 

unpaffenb  u.  unpafgtid^,  SSn?.,  nid^t  paffenb  ob.  paföltd),  finno.  un.- 
tingemeffen,  unfd)t(f(id),  ungejtemenb;  btc  Unpaf§lid)feit. 

unperfönlic^,  Sn?.,  nicf^t  pciTonU*,  b.  i.  nid)t  als  ^ecfon  für  fid) 
fceflef)enb,  ob.  feine  ^etfon  betreffenb  ob.  ange^enb;  ©prac^t.  unpcr  = 
^Önli6)e  ßcttroörter  (fr.  verba  impersonalia),  fold^e,  bk  nid^t  mit  ben 
perfönlid^en  gürwörtei-n  (id^,  bu,  er  :c.))  fonbcrn  nur  mit  bcm  unbeflimmten 
fä(^tid^cn  gürwort  eg  oerbunbcn  werben,  um  ba§  ©tattfinben  eineö  SSor= 
ganges  ob.  3uftanbcS  oi)ne  SSegeid^nung  eines  bestimmten  wirEenben  @egen= 
ftanbeö  (©ubjects)  auSj^ubrücScn  (j.  35.  eö  regnet,  eS  bonnert,  eö  friert,  eS 
f^ildgt  üier  2C.);  bie  Unperfönlid^feit,  ba§  Unperfönlid)fein. 

Unpflid^t,  n).,  alt  u.  ranbfc^.  f.  gjid)terfüllun3,  23er(e|un3  bet  '^fltd)!, 
Untreue;  un^ebu^rlidje  ob.  ungeipöf)nüd)e,  auferorbentIid)e  Seiftung  ob. 
'KbQahc  ber  Untfrtf)anen ;  fanbfc^.  aud^  alle  2Ib9aben  u.  ©teuecn  (bürgcr* 
liä)i  Unpflid^ten;  nieberb.  Unpligten;  ogt.  Ungelb);  unpflid^tlg ,  SSm. 
1)  lanbfcj).  ju  Unpflid)tett  ijerbunben;  2)  md)t  pflid)ti3,  ju  feiner  ^flid)t; 
leiftung  üerbunben  (unpflic^tige  Untert^anen);  bie  Unpflic^tigf elt ,  ba^ 
Unpflid)ti3fein  in  beiben  Seb. 

Unpreiö,  m.  (mittcltj.  unprls),  ott.  ba^  @egent{)eU  mn^tti^:  ZabiU 
(Schimpf. 

unpünftlld),  Sro.,  nid)t  pünftlid),  ftnno.  ungenau;  bie  Unpün!tlid^!eit. 

Unrafl,  w.,  nieberb.  f.  mangelnbe  9ia|^,  Unruhe,  |lär!er:  Oiaflloftgi 
feit;  ber  Unraj!,  nieberb.  f.  ein  unrul)i9er  9)?enfd). 

Unrat^,  m.,  o.  sot.,  baS  @e9entl)eil  pon  9tatl)  (f.  b.)  u.  ber  50?an3el 
beS  9?atf)e6  in  öerf(%.  SBcb.,  inSbcf.  1)  gew.  bai  nid)t  S5raud)bare,  Un? 
bienlid)e,  Unnüfee,  <Sd)dblid)e,  »as  man  wegwirft,  alö:  ©taub,  Äel); 
rid)t,  ®d)utt,  koti)  u.  Unreinigfeiten  aller  2(rt,  ftär!er:  Unflat^;  ^a« 
pierm.  ber  fc^Ied^tefte  2(uöwurf  unter  ben  ßumpen  gu  Rapier;  alt  u.  lanbfd^. 
aue^  2)  mangelnber  SSorratf),  50?angel  be6  9lotl)wenbigen,  2!)ürftigfeit; 
3)  Sßerlufl,  @d)aben,  5^ad)tf)eil,  Unf)eil  (batjer  nocö  bie  SJebeneart:  Un» 
ratl)  mer!en,  b.  t.  etwas  SSerbä^tigeS,  9ladtitt)eiligeS);  4)  9tatl)loft9feit, 
SSerttirrung ,  Unoibnung,  Uneinigfeit  (bibl.  ber  .^err  wirb  unter  bic^  fen* 
ben  Unfall,  Unratt)  unb  UnglücE  jc);  5)  unnit^er  2(ufipanb,  S3erfd)n)en; 
bung,  ba  man  ba^  (Seinige  nidjt  ju  Statf)e  t)ält  (bibl.  woju  bienet  biefer  Un= 
rat^?);  —  unrätl)lid),  5Sw.,  nid}t  rdtl)lid)  ob.  fparfam  (unrätt)lid^  mit 
ttwai  umgeben);  aufi)  f.  ».  w.  unrat{)fam,  Sw.,  nid)t  ratl)fam,  voai 
«id)t  aniuratl)en  ifl;  bie  Unratl)lid^feit ;  bie  Unrat()famfeit. 

unred^t,  asw.,  über^.  nid)t  red)t,  nid)t  gehörig  ob.  angemeffen,  insbef. 
1)  bem  3it)ecfe  ob.  ber  SScflimmung  nid)t  gemd'f ,  finnw.  unpaffenb,  per? 
fe{)rt,  unrid)tig,  fel)I,  falfc^  (ein  unred^ter  SBea;  unrcd^te  SKittel  ju  etwaö 


Untcbe   —  unvegelmdpig  1435 

itiäf)len;  het  unrechte  ©c^lüfTfl;  cttroö  m  ben  unrechten  Drt  legen;  juc  un= 
rechten  3cit  fommcn;  ön  bcn  mniä^tm  5}iann,  in  unrechte  >!pänbe  fommen; 
bic  unrcdjte  ©citc  be6  3;ud)c6,  b.  t.  bic  oct!ef)i:tc  ob.  Itntc;  btc  unrcdjte  Äc^le, 
gem.  f.  bic  SuftröJjre,  f.  Äetjle;  unreci^t  9et)cn,  b.  i.  fefjl  ffcfjcn;  ic^  foramc 
()iec  wot)l  unrc^t,  b.  i.  an  ben  unrcd^tcn  Ott);  2)  mit  btt  'Ba(i)e  felbfl  nid)t 
iibcreinflimmcnb,  bet  2Babrf)ctt  ntd)t  gemd'f,  ftnno.  uncid)ti9,  unn?a()r, 
itrii5,  faifcf),  in  roelc^cm  legtcrcn  jcbod)  gen?,  bcc  Slcben&egriff  bcr  abfilmt« 
lid5en  Unnja()rf)eit  ob.  bee  Setrugcö  liegt  (ogl.  eine  ©ac^c  unre^t  etjäljlen, 
einen  unrecht  berichten  ic.  unb:  — faifcf  erjä'fjlen,  berichten;  ctnjaö  unre^t 
i^erjteben,  fcl)cn,  Icfen  jc);  al6  S3tt).  gern,  unri^tig,  (j.  SB.  eine  unrechte, 
gciü.  unnd)tigc95ebeutung,  3(nftd)t:c.);  3)  bem  ©ittengcfcfee  ob.  bem  bür^er^ 
(id)en  ©efe^e,  bcm  fHedite  u.  ber  S5iUi$feit  nid)t  gemaf  ob.  juroibec,  finno. 
unicd)tmä'fi9,  un9cred)t,  unerlaubt  (baö  ift  unrecht;  unrecht  f)anbeln  ob. 
tbiin;  eö  gefcfeief)t  il)m  unred^t;  bibl.  unrechte  ©efe^e  u.  bgl.  f.  angeredete, 
unbillige;  fpric^m.  unredjt  ®ut  gebeifjt  nic^t,  b.  i.  auf  unrechtmäßige  SIBeife 
er>rorbenee;  baö  gef)t  mit  unrechten  Singen  ju,  b.  i.  burc^  unerlaubte  üJlittel, 
Zauberei  jc);  —  t>ai  Unrecht,  o.  SK. ,  übirl).  ber  !D?an9el  beS  3ffed)tg  u. 
baS  @«3entt)eU  beöfclben,  inöbef.  1)  bie  5'?id)tiibereinj^immung  mit  bcr 
®ad)e  felbfl  ob.  mit  ber  5Dßahr()eit  (Unre<^t  Ijaben,  b.  t.  nid^t  ber  aBat)rl)ett 
gemäg  urtl)cilen;  einem  Unrecht  geben,  b.  i.  feine  93cl)auptung  ic.  für  unwafjc 
crfldren;  etwaS  mit  Unred^ t  behaupten,  annef)men  jc. ,  b.  t.  ber  aS3at)rl)eit 
jumiber);  2)  bie  mangelnbe  SSefugnifö,  Unred^tmapigfeit  ob.  @efc|nji; 
brigfeit,  ungcredjte  <Bci<i)e  (baö  Unrecht  jum  9?c(^t  machen;  fic^  etwaö  mit 
Unred^t  aneignen,  einen  mit  Unred)t  oerurtt)cilen ,  üerbammen  zc. ,  b.  i.  un= 
gcrcdjter  SBcife;  er  t)at  cor  ®eri^t  Unrcdjt  bcfommen,  b.  i.  feine  ®ad)c  ift 
für  ungercd^t  erflart  »orben);  3)  eine  gefc^ivibrige  ob.  unred)tmQfi9e,  un- 
.Ciered)te,  unbillige  ^anblung  ob.  ^anblung^iueife,  ftnno.  Unbiü,  Unge; 
bül)t,  95eleibigung  (einem  ein  Unrecht  jufügen,  il)m  Unred^t  tljun;  Unrecht 
leiben;  fic^  cor  Unre^t  Ijütcn);  ef)em.  bef.  ein  geringertö  a3ergtl)cn  u.  bie 
bafiir  bejlimmte  ©elbbußc;  —  unredjtfertig ,  Stt».  (ogl.  re^tfertig  unter 
SRed)t)  olt.  f.  ungerecht,  unreblic^;  unrcd^tmäfig,  Sro.,  niö^t  rec^tmä^ig, 
bem  Siechte  ob.  ben  ©efegcn  nic^t  gemd^  ob.  benfelben  junjiberlaufenb;  bie 
Unrcc^tmä^igfeit;  —  unrecf)tlic^ ,  33«?.,  nid}t  red)tlid),  bem  9?ed}te 
nidit  gcmä'f ,  ftnn».  unreditmäpig,  ftdrfcr:  n)iberred)tlid)  (unrec^tlic^  ()an= 
beln);  bem  9?ed)t  ob.  bcm  ©ittengcfe^  nid)t  g^olge  leiflenb,  trtberred)tlid) 
()anbelnb,  finno.  unreblid)  (ein  unrec^tlic^cr  5«enfd));  bie  Unre(^t(id)fcit, 
bag  Unred)tlid)fein  in  beiben  J8cb.;  auc^  eine  unrec^tlid)c  «f)anblung  (SO?. 
Unrec^tlic^feiten). 

Unrebe,  iv.,  »lt.  f.  Unvermögen,  ju  fpred)cn;  fd)led)te,  ungejiemenbe 
JRcbe,  falfd)e8;  3«ugnifg:  ^aber,  3anf;  unrctent),  Sßm.,  »lt.  f.  jlumm: 
—  unretlic^,  SB».,  nid)t  rcblid)  ob.  red)tfd)affcn ,  finno.  une()rlid),  un= 
red)tlid)  (unrebtidö  an  Semanb  Ijanbeln;  ein  unreblic^er  SOZann);  bie  Unreb- 
üc^fcit,  baS  Unreblid)fein;  eine  unreblidic  ^^anblung  (SOI.  Unreblid^feiten). 

unregelmäßig,  S5nj.,  nid&t  regelmäßig,  ber  SRegel  nic^t  gemäf  ob.  tiv- 
felbc  nic^t  bcfolgenb,  oi«f(^.  regellos,  (ein  unregelmäßiger  SBau;  unregel= 
mäßige  5!DBortbiegung;  unregelmäßig  leben  ic);  bie  Unregelmäpigfeit,  ba§ 
Unrcgelmäßigfein;  etwaö  Unregelmäßiges,  eine  unregelmäßige  ©ac^e  ob.  ^anb- 
Jung  (SW.  -  cn). 


1436  unregfam  —  Unrut)c 

unregfrtm,  SB».,  nidjt  regfam,  jldiEer:  unbctrcgücf);  bie  Unregfamfeit. 

unreif,  Src.,  nicht  reif,  nid)t  üoUfommen  entmicfelt  ob.  ouSgebitbet 
(unretfcö  Dbft;  ein  unreifer  SÄcnfd^;  unreife  Urtfjeile,  ©ebanfen  k.);  bie 
Unreife,  ber  3u(lanb  be§  Unreiffeing,  bie  3'^id)trcife. 

unreimbar,  S5n>.,  wai  nid^t  gereimt,  nid^t  in  dinHan^  ob.  ocrnünftigen 
3ufammcnt)ang  gebrad^t  werben  fiinn  (ogl.  ungereimt);  bie  Unreimbar- 
feit;  unreimifi^,  Sto.,  niebei-b.  f.  ungereimt,  albern;  n)af)nn)i^ig. 

unrein,  Sn?.,  nicht  rein,  b.  t.  1)  nicfjt  frei  oon  frembartigen  Sufa^en, 
ftnn».  gemifcf)t,  verfälfcbt,  trübe  k.  (j.  S5.  unreines  SGSaJTer,  ®olb;  eine 
unreine  ©pra^e;  unreine  Sönc;  unrein  fingen  it.),  a\id)  in  gciftigem  u.  fttt» 
Iid)em  93evfianbe  (eine  unreine  8ct)re,  b.  i.  bie  mit  3rrtf)ümern  »crmii'c^t  ijt; 
unreine  Siebe  u.  bgl.);  2)  in  engerer  Seb.  nid)t  frei  t>on  <©c{}mu^,  finn». 
unfnuber,  jldrfer:  fc^mu^ig,  befubelt  jc.  (j.  35.  unreine  J^anbe,  SSafd^ejc.); 
uncig.  mit  tribriger  Äranfheit  behaftet  (unreine  ©djafe,  b.  i.  räubige),  auc^ 
tton  S{)ieren,  welche  nid)t  gegeffen  werben  bürfen  (bas  ©d^raein  gilt  bcn 
Suben  für  ein  unreine^  3;f)ier) ;  in  fittlicf)cm  Serftanbe:  nid}t  frei  üon@d}ulb 
ob.  $öergef)en,  finno.  beflecft,  unfeufd)  (unreineö  Jperjcnö  fein:  unreine  ®e^ 
banfen,  2Bünfc^eK.);  bie  Unreinheit,  ba-i  Unreinfein,  bie  unreine  fSi- 
fd)affen{)eit;  bie  Unreinigfeit,  1)  f.  o.  m.  Unreinf)eit,  bef.  in  fittti^em 
aSerflanbc,  bibt.  f.  ©iinbhaftigfeit,  Unfeufd)!)eit;  2)  \va^  unrein  ift  u. 
unrein  mad)t,  fiarBer:  (Sd}mu^,  Unrath  k.  (501.  Unreinigfeiten);  unrein; 
lid^,  aSJt».,  nid)t  rein(id),  b.  i.  nidjt  rein  au§fef)enb  (ein  unreinric^ee  3im=; 
mer,  SSett  jc);  ber  9teinf)eit  nicfjt  befliffen,  fit^  felbfl  unb  feine  ©a^en  jc. 
nic^t  rein  t)altenb  (ein  unreinli^er  5Wcnf(^,  Äod^  jc);  bie  Unrcinlid^feit. 

unrettbar,  fSvo.,  wer  ob.  wag  nid)t  gerettet  werben  fann,  o{)ne  Olettung. 

unrid^tig,  35».,  nirf}t  rid}tig,  eine  bem  «Redete  ob.  ber  Sieget,  bem 
3wec!e,  ber  ©a^c  felb|l  ob.  ber  äBa{)rt)eit  unangemeffcne  35 efc^ äffen ()eit  t)a» 
bcnb,  ftnno.  unregelmäßig,  unorbentlidi,  unred)t,  flcirfer:  fehlerf)aft,  fatfd), 
irrig,  (unrid^tigeS  SOia^  unb  ©cwid^t;  bie  U()r  gcf)t  unrichtig;  unri^tig 
fpred^en;  eine  unrid^tigc  Sicd^nung,  3eic^nung  :c.;  unrid^tig  urtl)ci(en);  c|)cm. 
auc^  f.  ungered}t;  bie  Unrid^tigfeit,  baä  Unrid)tigfein  (j.  35.  einer  g?edö* 
nung,  eineß  23erfa{)renö);  etwag  Unrid)tigeö,  ein  ^e^ler  (9K.  Unrichtig-- 
leiten,  j.  35.  in  einer  9icd)nung,  im  2(uSbruc?  jc). 

unritterlid),  35«.,  nid)t  rittcrlid),  einem  9?itter  nic^t  ai)nlid)  ob.  ge; 
maf ,  eineg  9^itterg  unwürbig;  bie  Unritterlid^feit. 

unrömifc^,  Sm.,  nid)t  römifd),  ben  9v()mern  nid)t  eigen,  nid)t  tton 
ii)mn  {)errührenb;  einem  JKömcr  nic^t  angemeffen,  eines  9?ömcrS  un- 
ttiirbig. 

Unrul)e,  w.  1)  ber  !D?angel  u.  ber  ®egenfa|  ber  9?uf)e:  lebf)afte,  f)ef' 
tige  Bewegung ,  rafllofe  Sf^atigfeit,  tajlige,  jiörenbe,  geraufd)t)oIle  2(uf; 
rcgung,  fon)ol)(  finnlid^e — ,  alö  geiftige  ob.  ®cmütt)6bett)egung ,  (in  be|lan= 
biger  Unru{)c  fein;  ba^  SKeer  n?ar  in  großer  Unrulje;  bai  ganje  ^avii  xoat 
»oU  Unruf)e;  Unruf)e  jliften,  b.  i.  ©treit,  Unfrieben;  einem  viel  Unrufje 
wa^cn,  finn».  ©crge);  ferner  ein  bie  9?uhe  ob.  ben  ^rieben  fiörenber  93or; 
<;ang,  bef.  in  ber  501.  Unru{)en,  al6  23orfpiel  oon  2(ufjtanb  ob.  Smpörung 
(e6  finb  Unru{)en  au6gebrod^enJc);  2)  ein  in  beflänbiger  S3ewegung  begrif* 
feneS  2)ing,  bef.  ber  @d)wengel  einer  Uf)r  u.  in  3:afc^enuf)ren  bie  <Staf)(' 
feber,   n>c((^e  ben  gtetd^mäpigen  ®ang  ber  Ui)r  bewirft;  a\x6)  9lamen  bec 


unnlfjmlirf)  —  Unfrf)i^  1437 

^ämmitm^i'-  ob.  2fbcnbfa(tev;  b«r  Unni{)jltfter,  wer  Unruf)c  ob.  Unruljm 
anfliftet,  bic  di\ii)i  ob.  ben  gcieben  jtört;  unru()DOlI,  SBn?.,  üotl  Unruf)e, 
bef.  im  ©cmütfjr,  ftnno.  forgenöoU;  —  unrubicj,  Sto.,  ntd)t  ni{)ig,  feine 
9iu()c  l)abenb,  f)efti9  b^roegt  ob.  auf(5ercgt,  laflig  geräufd)t)oU,  auc^  im 
@emiitl)e  (ebl)aft  bewegt,  aufgeregt,  forgenooK  k.  (bas  5Kcer  wirb  na» 
rubig;  unruljtg  fdjlafcn;  lin  unrul)t9c6  Scbcn  fütjrcn ;  cS  tfl  auf  bcr  ©trajjc 
fc()c  unruljig;  ein  utjruljigcr  5l!Kenfd);  einen  unrut)ig  machen,  b.  i.  iljn  auf« 
regen,  ibm  SBcforgnifS  einflößen  :c.). 

unrül)mlid),  Sw.,  nid^t  rii()mlid),  feinen  JKu{)m  bringcnb,  jldrfet: 
fd^impfIid),  fd)ma'{)lirf)  (uni-üf)mlic^e  gluckt,  unriiJ^mli^er  So5  jc);  bte  Un« 
rüt)mltc^felt. 

unö,  £)at.  lt.  Tfcc.  beS  perfönl.  güm.  iec  ccftcn^erfon  in  bec5D?e{)r{).: 
n)ir  ([.  b.;  gotf).  uh.ms;  altl^od^b.  2^at.  uns,  2£cc.  unsih;  mittel^.  2)at.  uns, 
'ücc.  unsich,  fpätcr  uns;  angcff.  engl.  ii.  niebtrb.  "s.  njä'Jjrenb  unö  im  äU 
Uten  9Jicbcrb.  f.  unfer  jlctjt),  j.  58.  er  ^at  e6  unö  gcfagt;  er  ging  mit  unS, 
fam  t^on  unö  (Dat.);  bu  fiet)ft  unö:  er  fircitet  gegen  unö,  für  unö  (2fcc.) 

unfac^t,  Ott).,  nid)t  fad)t  ob.  leife,  bcf.  nieberb.  f.  unfanft. 
•  unfagbar,  Sm.,  maö  nidit  gefagt  werben  fann;  gew.  unfäglld),  58». 
(.aUi)oii)b.  unsa^eluh),  »vflg  fid)  nid)t  fagen,  ntd)t  mit  SBovten  auäbrücfen 
lafft,  flnno.  nnau«fpred)lid),  bef.  jur  58cjetc!^nun9  beö  f)ö'(^flen  ©rabeö  bcc 
inneren  ©tarle  (j.  58.  unfäglic^c  Ctebe,  3(ngft,  9Küi)c,  iS^merjen  :c.;  un* 
[aglicfe  öict  ic);  bic  Unfäg[td)feit. 

unfanft,  58m.,  ntd)t  fanft,  in  allen  5Bcb.  beö  aSortcö,  bef.  milbernb  f. 
fjart,  xaiii),  beftig,  grob  2C.  (j.  58.  unfanft  ft^cn;  einen  unfanft  berüfjren, 
angreifen,  bet)anbeln;  eine  unfanftc  Seivegung;  unfunftc  SBorte  2C.);  et)cm. 
aui)  f.  nid)t  leidet  u.  bequem,  mit  (Sdjivterigfett,  ungern,  fdjmerjlic^. 

unfcittig,  58nj.,  alt  u.  obcrb.  1)  f.  nid)t  fä'ttigenb;  2)  f,  nid)t  ju  fat^ 
tigen,.  unetfa'ttltd);  gem.  oberb.  auo)  alö  ^hv.  f.  fo^r. 

unfaubcr,  58«?.  (mittell).  unsut)er,  unsiiver),  nid)t  fciubec,  ftnnö.  unrein, 
unreinlid),  flä'rfcr:  fdjmugig  (unfaubere  ^änbe;  ein  unfauberer  SKcnfc^); 
auc^  f.  unrein  im  fittlic^en  Jßcrftanbe  (bibl.  ber  unfaubere  ©cijl,  b.  i.  ber  böfe 
(Seift);  bie  Unfaubcrircit,  baö  Unfauberfein,  ftnnu.  Unrein(id)feit;  auc^  f. 
etwai  Unfaubere^,  ftnno.  Unrcinigfeit,  @d)mu^. 

unfd^äblid^,  58»».,  nid)t  fd)ä'blid),  feinen  (Sdjaben  bringenb  ob.  ju- 
fi'igenb  (unfct)dbli(^c  Zi)iitt,  ©pcifen;  baö  ijl  bir  unfc^äblid^);  bie  Unfc^äb- 
lic^feit. 

unfc^flml)aft  u.  »it.  unfd^ämig,  58»».,  nid)t  fdjamhaft  ob.  üerfd)amt, 
ftdrJer:  unt)erfd)ä'mt,  fd^amloö. 

iinfd)attig,  58»».,  nid)t  fd,iattig,  feinen  <Sd}atten  gebcnb  ob.  werfenb. 

unfc^a^bav,  58».,  ira^  nid)t  gefdja^t,  b.  i.  feinem  2Bertf)e  nad)  be* 
frittimt  »Verben  fann,  »»eil  eö  iebc  ©^d^ung  übcrjteigt  (unf(^d|barc  ©üter, 
23ccbien(te  it.);  bic  Unfc^ä^barfeit. 

unfc^clnbar,  58»».,  nid)t  fd)cinbar  ob.  in  bie  'ifugen  fallenb,  fein  g(an= 
jmbeö  äü^\ei)in  {)abenb,  obevb.  auc^  unf^  einlief,  (unfc^cinbar  fein,  auö' 
fe^en;  unfc^cinbarc  ©ejlalt,  Älcibitng  ic);  bie  Unfc^einbarfcit. 

Unfd)ic^t,  »».,  nieberb.  f.  ».  n?.  Ungefd)id)te,  (f.  b.);  ßufaU,  Ungefähr 
(»on  Unfc^ic^t  f.  »on  ungefdljr). 

Jinfd^icf,  m.,  alt  u.  lanbf^;.  f.  mangelnber  ©djicf  (f.  ©c^ict  2.  unter 


1438  «nfcf)ipat;  —  Unfd)ult> 

[^irfcn),  Un5«fd)icfthelt  ob.  Un9efd)i(f:  Unfd)icfüd)!ctt,  Unmanier;  un* 
fd^irflid),  SBw.,  nid)t  fd)icf(irf),  finno.  iinpaf^üd),  ungeeignjt  (ju  etwas 
unf^tctnd)  fein;  unf(i^ictUd^e  9}?lttct,  3eitK.);  bcf.  in  fittlic^em  fflerpanbe, 
ftnno.  unjiemlid),  iinanllänbig  (ein  unfdjiiJlic^eg  «Betragen  ic);  bie  Un-- 
fc^icflirf)felt,  ba6  Unfd)icflid)fein:  eine  unfd)i(fltd)e  ^^anbiung  (5531.  Un^ 
l'(^icEli(^!eiten). 

unf(^ifbar,  S3to.,  nid)t  fdjiffbac,  nid)t  fa^ig,  befd)ifft  ju  werben;  bie 
Unfc^iffbarfcit. 

unfi^lac^tig,  SSn?.,  »(t.  f.  ».  w.  ungefd)(ad)t. 

Unfc^litt,  f.,  -e§,  o.  tJÄ.,  obecb.  {a\iä)  Unfc^Iid^t,  3nf(^lid^t,  3n^ 
fd^litt,  gem.  Unstet,  3nfc^Iet,  Snfelt  2c.;  a(tb.  unsliht,  unslit,  unslet; 
öon  bunller  Jtbftammung,  melleic^t  t>.  a(tb.  slijan,  slijen,  [^micven;  »gl. 
angclf.  slidh,  glatt,  fd)(üpfrtg;  ferner:  fc^lic^t,  bie  «S^lic^te  :c.;  bie  83orf. 
un  i)ätu  bcmnad^  t)ier  öerjlärfenbe  Äraft?  —  ober  cntil.  üu6  bem  altb.  iu- 
slahti,  iiigislahti,  obcrb.  3n g ef  d^  l äd) t ,  ßingefc^lad)  t,  b.  i.  ba§  @c^ 
fc^linge  u.  überf).  Singeireibe  nebft  Äopf  u.  ©liebma^cn,  bef.  üom  ©eftitgcl, 
bann  in  eingefc^vän!tcr  SBcb.  genommen),  f.  Zai^,  f.  b.;  ba^  Unfd^üttamt, 
e^em.  in  Stürnberg  ein  ouö  3  ^erfonen  beftef)enber  2(mtgoerein,  an  rcetc^cn 
bk  gteifd^er  bcn  Salg  liefern  u.  »on  welchem  bie  2id^tjie{)er  u.  ©eifenfieber 
{f)ren  SSebarf  ne{}men  mufften. 

unfd^tüffig,  SBm.,  feinen  @d)Uifg  ob.  6ntfd)(ufg  gefafft  i)(iUnb  ob. 
faffen  fönnenb,  unfäf)i3,  fid)  ju  entfc^liepen,  finno.  unentfd)(offen  (icb  hin 
noc!^  unfdjlüffig,  trag  ic^  t^un  foU;  ein  unf(^(üffiger  SJienfd^;  ein  unf^lüffigcö 
a3cnei)mcn);  bte  Unfd^lüfftg!ett,  finno.  Unentfd)(offenl)ett. 

unf(i)ma(fl)aft,  SBn>.  (ef)em.  ungesmach,  ungcf(^moce),  nid)t  fd)ma(fs 
^aft,  b.  i.  feinen  @efd)mac!  f)abenb,  unfd^mecfbar,  (reincö  SSSaffcr  ifl  un? 
f(^madf)aft),  u.  bef.  feinen  angenel)men  ®efd}ma(f  f)nbenb,  nid)t  reo^f- 
fdimed'enb,  ftar!cr:  übe(fd)mecfenb  (unfd]mad()aftc  ©pcifen);  auc^  unetg. 
fein  finn(i(^c§  ob.  geifligee  2i^of)IgefaIIen  erregenb,  finn».  reijlo^  (j.  SB.  bie 
gefcUigen  Jßcrgnägungen  finb  iijm  unfd)matfl)aft  gcrcorben);  bie  Unfc^lTlödf- 
l^afticitett. 

unfc^metjbar,  SS».,  was  nid)t9efc^mel5t  werben  fann;  bie  Unfd^melj' 
batfeit. 

unfc^merjt)aft,  ittifd^mer^tic^,  S5to.,  nid)t  fd)mer5{)afr,  nidit  fd^merjlid). 

unfc^miebbar,  Sn>. ,  wai  ntd)t  gefdimiebet  werben  fann;  bie  Un^ 
fd)miebbarfeit. 

unfd^miegfam ,  SBw.,  ntd)t  fdjmiegfam,  finno.  ungefd^meibig;  bie  Un^ 
frf)mie9famfeit. 

unfd)6n,  SBw.,  (fdjon  mittc(f).  unschöne  al6  9ltr.)  nid)t  fdion,  forool)l 
in  finnlic^em,  ali  in  fittti^em  fficrflanbe,  mifbev  at6  t)dfÖ[id);  obcrb.  bef.  f. 
ungejiemenb,  unjtem(id)  (ein  unf^öneö  SBort). 

unfd^rc(fbar,  Sw.,  wer  nidit  gefdiredt  werben  fann;  unfd)rerf{)aft, 
SBn?.,  nidit  fd)re(ff)aft,  finno.  unerfd^rocfen. 

Unf(i)U(b,  w.,  0.  501.,  (mittelt).  unschulde,  gew.  in  ber  5fÄtt)r().,  g.  85. 
nmb  Unschulden,   nach  Unschulden  jc),   ber  ©egenfa^   ber  ®d)Utb,    inSbcf. 

1)  bnS  5'ltditfd)ulbi9fein,  ber  3uffanb,  ba  man  nid)t  bie  wirfenbe  Ur= 
fad)e  eine6  Übelö  cb.  -Berge^enS  ifl  (ber  2(nge!lagte  bmki  feine  Unfi^ulb; 
feine  Unfc^ulb  bcf)auptcn;   fi(^  auf  feine  Unfc^ulb  berufen);   2)  in  weiterer 


unfdjwec  —  unfer  1439 

Scb.  ba«  J^rdfein  tion  <Sdm(b,  SSergc^en,  <Sunbc  ii6er().,  bic  mangclnbe 
Örfenntnifg  bcS  S3ofcn  unb  bie  Unfa{)i3Ecit  baju,  mef)r  q16:  (3d)ulb= 
(ofigfeit,  (bic  Unfc^ulb  cine6  Ämbcö,  ber  crflcn  SfJlenfc^cn  »or  bcm  ©iinben» 
falte;  ttrvai  in  aller  Unfdjutb  tf)un,  b.  i.  ol)nc  Scirufftfcin  cincg  23cract}t'n6) ; 
inöbcf.  f.  <StttenteinI)eit,  Unbfflecft()cit,  jleufd)l)ett  (bie  Unfc^ulb  lincö  SKäb^ 
d)cn6;  fte  ifl  bie  Unfd^ulb  [elb|t);  uneig.  aud)  f.  Unfrf)ä'blid)fcit,  SabeKoftg* 
tdt  (bie  Unfd)ulb  einer  «Reizung,  beö  ®pictc6  k.);  u.  f.  iinrd}u(bi9c  ^er- 
[enen  (bie  Unfdjutb  ärgern,  t)erful)ren  zc);  unfc^ulbooU  ob.  unfd^ulbgOoOf, 
SBm.,  t»oU  Unfc^ulb,  ganj  iinfc^ulbig;  oon  Unfd^ulb  jcugenb;  bie  Unf(i>u(t)§j 
weit,  eine  oon  unfd^ulbigen ,  iinüerborbenen  ?OTenfc^cn  bewohnte  fdilt;  — 
unfc^ulbig,  »»ü.,  1)  nid)t  fd)ii(bi3,  feine  ©dnilb  ()abenb,  nid)t 'Sd)utb 
an  ct»caö  feienb  (an  einer  ©ac^c,  an  einem  SSevfcrec^en  unfc^ulbig  fein;  baran 
bin  id)  unfc^ulbig;  für  unfd^ulbig  crElärt  werben;  unfc^ulbigcr  2Bcifc  t)cruc= 
tt)ei(t,  geftrafr  »erben  k.);  2)  Unfd)ii[b  habenb,  frei  üon  $i3er9ef)en  u. 
<Sünbe,  of)ne  (Jrfenntnifä  beg  Söfcn  unb  5at)igfeit  baju,  finnu.  [d)ulb- 
log,  unfd)u(böDoU  (ein  unfd)ulbigc6  Äinb;  unfi^ulbige  ^erjen);  inöbef.  fttt; 
lid)  rein,  feufd),  unbeflecft,  u.  barin  gegrünbet  ob.  baoon  jeugenb  {ein 
unfc^ulbigee  gjidbdicn;  eine  unfc^ulbige  gicbc;  unfdjulbige  9}lienen  zc);  auc^ 
f.  nid)t  in  böfer  '2lbfid)t  gegrünbet  (ein  unf^ulbige6  SBort),  u.  uneig.  feine 
?Oßirfung  babenb,  ircber  nü^enb,  nod)  fdiabenb,  bef.  unfd)ab(td)  (un^ 
f(^ulbige  (Speifen;  ein  unfd)ulbigcg  JCrjneiniittel  :c.). 

unfd)wer,  91».,  nid)t  fd)iver,  ot)ne  9)?üt)e,  leid)t  (j.  S.  cö  i\t  unf^mer 
mgufel)en,  ju  erratt)en  jc);  lanbfd).  auä)  f.  o.  n.  unbefdjmert,  oljne  fic!^ 
Sef(^tt)crbc  ju  mad^en. 

unfc^ipefierlid) ,  95»t».,  nid)t  fd)it»efterltd},  einer  ©djroefter  ntd)t  an? 
gcmeffen. 

Unfecicn,  m.,  mangelnber  ©egen,  aud)  i>ai  &tQentl)e'\l  beS  «Segens, 
ftärfcr;  5(ud)  (ber  Uni'egcn  wirb  übir  bic^  fommen);  inebef.  mangelnbeg  ob. 
geflörteö  föebeiben,  ungünfliger  (Srfolg,  33erminberung  ob.  6ntjtel)ung 
5eltlid)er  ©üter. 

unfclbfläntig,  SSir.,  nid)t  felbflanbtg,  nid^t  für  fic^  [clbfl  ob.  auö  eigener 
Ävaft  beftft)enb,  ftnno.  abt)ängig,  unfrei;  bie  Unfclbllanttigfcit. 

unfeliq,  Sir.  (altb.  unsalig,  unsaelec)  cig.  nid)t  feiig,  ungliicf lid) ,  bef. 
im  l)öd)jiten  ©rabe  ung(ücflid),  ftnno.  unglücf feiig,  elenb  (bibl.  wer  bie 
5lBeigl)tit  üera(^tet,  ber  ift  unfclig);  gen>.  f.  Unglücf  bringenb,  Unheil  |lif; 
tenb,  tterberblid)  (ein  unfeliger  @eban!eu,  '53(an  2C. ;  unfeligc  23erblcKbung!); 
ba!)cr  aud)  f.  böfCy  rud)(cg,  Dertrorfen  {bibU  bu  unfeliger  aJZenfc^!);  bie 
Unfeligteit,  baäUnfcligfein,  ftnnü.Ungliidfeligfeit,  (Slenb;  9\ud)lofigfeit k. 

unfer  (gotlj.  unsura,  alti)odi)b.  unsar,  mittell).  unser),  ber  @en.  beg  per? 
'"önl.  gunr».  ber  erflen  ^erfon  in  ber  SO'?el)r^.  wir  (f.  b.);  j.  SB.  gebenEc 
unfer!  er  bat  fi(^  unfer  angenommen;  man  i)at  unfer  ganj  üergcJTen;  man 
fpottet  unfer;  ®ott  ijl  unfer  3(Uer  .iperr  k.  (ni^t  unfer  er  ob.  unfrer,  wie 
burc^  SScrwe^fctung  mit  bem  nac^fleljcnbcn  jueigncnben  giirra.  f)äufig  fehler* 
baft  gefagt  wirb);  unfer  einer,  t).  i.  cig.  einer  oon  un6,  bann  auö):  einer 
wie  wir,  einer  oon  unfcrem  ©tanbe,  unfrer  S5enfart  (j.  S5.  unfer  einer  foU 
fic^  3(Ueö  gefallen  loffen).  SBct  ber  3fe§.  mit  wegen,  Ijalb,  l)alben, 
» i n e n  wirb  hinter  unfer  ein  t  cingefdjaltet:  unfertwegen ,  unfertl)alb 
ob.  ;l)alben,  um  unfertwiUen,  b.  i.  racgen  unfer  jc. 


1440  unfer  —  Unftnn 

unfev,  unferc  (ob.  ^gc^.  unfrc),  unfcr,  jucigncnbcS  $5Üm.  bet  mel^r:« 
l)eltad)«n  erflen  ^crfon  (entfl.  aus  bem  ®en.  unfer  beö  pcrfönl.  güm. 
wir;  »gl.  SSatcr  unfcc  u.  unfer  SSoter;  got().  unsar;  alti)oä)b.  unsarer,  un- 
serer u.  oerüirjt  unser;  mittdi).  unser),  gebeugt:  ©cn.  unfeteö,  unfecer, 
unfere«!,  jgej.  unfieg  ob.  unferä,  unfrei;  25at.  unfevem,  unferer,  um 
ferem,  ?gcj.  unfrem  ob.  unferm,  unfver;  "Ku.  unfcren,  imfere,  uufet, 
jgej.  unfrcn  ob.  unfern,  unfrc;  SÄcfjrlj.  iRom.  u.  licc.  unfere,  jge§.  unfte; 
®cn.  unfcrer,  jgej.  unfrer:  ^at.  unfercn,  jgej.  unfren  ob.  unfern;  b.  t. 
un^  eigen  cb.  3ef)Drt9,  von  ung  auögef)enb  ob.  i^errübrenb ,  ung  an3ef)enb 
ob.  bctreffenb  (j.  S3.  unfer  ©arten,  unfere  ©tabt,  unfcr  Jg)auS;  unfere  Sü« 
c^er;  unfer  Sefcf)t,  unfere  erma{)nung;  unfer  ©c^ictfal  2C.;  gebenfe  unfercr 
grcuben;  er  i)at  fid^  unfcrer  ob.  unfrer  gamilic  angenommen;  er  ifl  unferc6 
©tanbcS,  unfcr§  glcid^en,  ügl.  gliic^);  in  ber  ©pra^e  ber  Söertraulic^fctt 
aud^  jur  SSejctd^nung  ber  ^erfon  ob.  ©ad)«,  von  \vild)tx  bie  Diebe  ifl 
(unfcr  Jpclb,  unfcr  ?OTann  jc.  fagte  jc.j.  —  3(1^  ^räbtcat  einem  Jpaupt=  ober 
gürw.  beigelegt  bleibt  unfcr  unt>crä'nbcrt  (j.  83.  ber  ©arten,  bie  SBiefe, 
ia^  ^auö  ift  unfer;  biefe  SSüi^cr  ftnb  unfet,  b.  t.  ge{)örcn  unö;  unfer  ifl 
ber  ©ieg,  bie  ©c^uib  2c.);  o{)ne  grammatifd)c  SJerbinbung  mit  einem 
Jqw.i  ioä)  in  23ejief)ung  ouf  ein  genannte^  ob.  gebac^tcß,  lautet  c§:  un; 
fcccr,  unfere,  unfercg,  9)?.  unfere,  ob.  jgcj.  unfrer,  unfrc,  un= 
fre^,  SO*?,  unfrc;  mofiir  auc^  ber,  bie,  hai  unfere  (jgcj.  unfrc)  ob.  un? 
fr  ige,  9J?.  bie  unfercn  (unfern)  ob.  unfrigcn,  gebraucht  wivb  (j.  SS.  bic6 
ijl  nid^t  euer  ©arten,  fonbcrn  unfcrer,  aucl;:  ber  unfere  ob.  unfrige;  wem 
gc{)crt  bicö  ^auö?  eö  ifi  uafcrcö,  ba^  unfere  ob.  unfrige;  waö  für  SSüc^er 
finb  iai'^  cö  ftnb  unferc,  bie  unfcren  ob.  unfrigen;  c§  galt  nic^t  euren  ßcuten, 
fonbern  unfercn  ob.  icn  unfrigen);  ba^  Unferc  (Unfrc)  ob.  Unfrige,  a\i 
felbftänbigcS  Jp».  f.  unfcr  (Sigcntf)um,  SJcrmcgen;  auc^  f.  unferc  <B(i)ul' 
bigfeit  (rcir  l)abcn  baö  Unfrige  geti)an);  bie  Unfercn  (Unfern)  ob.  Un? 
fr  igen  f.  unfere  ^Tnge^örigcn,  9}cmmnbtcn,  (^cnoffen;  unfrerfeit^, 
9ttt?.,  üon  unfrer  (Seite,  iraS  unö  betrifft. 

unfi'd^cr,  SSro.,  nid)t  [td)cr,  b.  t.  nid)t  forgto^  ob.  gefaf)rtog,  nid)t 
f)in(ang[id)  gefd}ü^t,  ftär!cr:  gcfaf)rlid)  (ein  unfi^crcr  SBcg:  ha^  ©elb  flct)t 
iii  if)m  unfid)cr);  nid)t  fcfl,  fdnranfcnb,  (cidit  trrenb  (ein  unfic^crerSi^ritt; 
mit  unfid^ercr  Jpanb  f(^rci6cn,  jeic^nen  ic.)-,  nid)t  unfe()Ibar  ob.  gcivifg, 
finnu.  ungcreifS,  unjuücriaffig  (unfid^erc  Sfac^ridjtcn,  5!)lcr!matc  :c.);  bie 
Unftd)crl)cit,  bci^  Unftd)crfein,  finno.  (^cfä'()rlid)!eit;  Ungcit>ifgbcit  ic. 

unftc^tbav,  Sro. ,  nid)t  ftd)tbar,  b.  i.  iva3  feiner  9?atur  nad)  ntd)t 
gcfe{)cn  werben  fann  (bie  Cuft,  ber  ©cift  ift  unfic^tbar);  um§  ben  Umflan^ 
ben  nad)  ob.  an  gewiffcn  Grtcn  nid)t  gcfe{)cn  werben  fann  (eine  unftc^tborc 
©onncnfinfternifö;  fid^  unfidi)tbar  mad^en  ob.  unfi^tbar  werben,  f.  fic^  fd^ncU 
u.  unbemerft  entfernen,  ocrfd^wtnben ;  bie  unfi^tbare  Äird^e,  f.  unter  ft^t= 
bar);  bie  Unftd)tbavfelt. 

Unfinn,  m.,  o.  «W.,  mangelnbcr  @inn,  b.  t.  1)  (fubiectio)  9)?angcl 
beä  S5cit)ufftfcinS,  SScraubung  bcö  93crjlanbcg,  babcr  c(;cm.  f.  SSeroufft- 
lofigfeit,  £)l)nmad»t,  gc».  f.  ».  m.  «Sinnlofigfeit,  fldrfer  aU  Unt>erfranb, 
2:t)orl)eit  (j.  SS.  weld^  ein  Unfinn  treibt  iiö^'?  c6  i\t  Unfinn,  fo  dwai  ju  be» 
Raupten);  2)  (objectio)  5}?angcl  bcg  gcifügcn  ^n^rtltö,  bct  vernünftigen 
85cbeutung  ob.  bc^  S5cgriffeg  in  einer  jRebc  ob.  .5)anblung ,  finni\  ©inn^ 


Unftttc  —  Unpatt  1441 

lofi'gfelt  (bei-  Unfinn  feiner  UBortc  jc);  auc^  f.  ttwci^  (3inn(ofeö  ob.  Unfi'n^ 
nigeS  (et  fagt,  [c^reibt  Unftnn;  baö  ift  Unfinn  jc);  unfinnig,  93tt>.,  ntcf)t 
ftnnig,  Unfinn  enthaltenb  ob.  barin  gegrunbet,  inöbef.  1)  bti  $öerjlfinbeö 
beraubt,  finnt?.  ftnnioS,  flar!er  alö  tf)öric()t,  fd)it)Qc^cr  0(6  ma  f)n  finnig, 
n?clc^c6  bie  ffierftanblofigftit  al6  einen  bouernben  franfijoften  3uftnnb  bejeic^« 
net  (ein  unfinniger  SJJcnfd);  iinfinnig  ijonbeln;  ein  unfinnigeS  Scne()men); 
eljem.  auij  f.  tra()nfinnig,  r^crrücft,  rafenb  (unfinnig  werben;  bibl.  Saoib 
jlcUtc  fic^  unfinnig);  2)  ebne  gcijligen  i^ntialt  cb.  vernünftige  SSebeutung 
(unftnnige  «Heben);  bie  Unfinntgfcit,  ba^  Unfinnigfein,  finno.  ©innlofig- 
feit;  —  unfinn(id),  Str.,  nidit  ftnn(id),  nid>t  In  ben  ©innen  gegrün- 
bet,  nid)t  burd)  bie  ©inne  >üaf)rnet)mbar,  rein-gel|lig  (eine  unfinnlic^e 
iitU;  unfinnlic^c  Segviffe);  bie  Unftnnlic^feit. 

Unfitte,  tv.,  eine  üble  ob.  fdi(ed)te  ©itte  ob.  (i5en)ohn()ett;  mangetnbe 
<©ttte  ob.  ©ttttgfett:  unft'ttig,  Sm.,  nirtit  fittig,  feine  guten  «Sitten  f)a; 
bcnb  unb  seigenb,  ftarfer:  ungefittet;  bie  Unfittigfcit;  unfitt(irf),  Sw., 
ntd)t  ftttflci)  gut,  fittlid)  böfe,  ftarfer  a(ö  unfittig,  ungefittet,  fc^wäd)fc 
al&  fittenlog,  [afJerf)aft  (ein  unfiltfic^cr  fOlenfd);  unfitt(id)  f^anbctn);  bie 
Unfittlid^fctt,  bag  UnftttHd}fein;  eine  unftttii^e  ^anbiung  ob.  'Üuferung 
(93?. -en);  Unftttfam,  S>r.,  ntdn  fittfam. 

unforqfältig,  unforglid^,  unforgfam,  SS».,  nidit  forgfältig,  forg(td) 
ob.  forgfam,  feine  Sorgfalt  ob.  Sorge  anrccnbenb  ob.  bemelfenb,  ftarfer: 
forgloö;  bie  Unforgltd)fctt,  Unforgfamfctt. 

Unfprad)e,  n?.,  SJeu».  f.  fd^Ied^te,  fei)(erf)afte  ©prad)e. 

unfprcc^bnr,  aSw.,  trag  nid)t  gefprod)en  ob.  au^gefprodjen  werben 
fann. 

unfpurig,  S».  (mtttelf).  mispiiric),  feine  ©pur  fjabenb  ob.  jeigenb; 
ült.  f.  unerforfd}nd). 

unfrig,  ber,  bie,  baö  unfrige  jc,  f.  unter  unfer. 

unjläotifd),  Sn?.,  nid^t  ftabtifd),  nidu  jur  Stabt  ge{)örenb,  einet 
Stabt  nid)t  df)nnd)  ob.  angemejjen  (unftabtifc^e  ©ittcn  2c.). 

unjlanbig,  SBw.,  nid)t  ftd'nbtg  ob.  frefjenb,  unbef^immt,  unregelmäßig 
(©efäUe). 

unjtat,  S3iD.  (mitterf).  imstaete),  nid)t  fld't  ob.  fef!jle()enb,  unruf)ig  be* 
tvegt,  feine  bleibenbe  Statte  f)abenb  (unflät  unb  ftuc^tig  fein;  ein  unflätcr 
«OJenfc^);  unbefldnbig,  unbeharriidi,  fd)»vanfenb,  t>erä'nber(id) :  unftdtig, 
S5n>.,  nidit  jldttg,  b.  t.  nt*t  fejT  ob.  bef)atrenb,  f.  o.  \v.  unfldt,  nnbcf 
fld'nbig;  ©rö^cnl.  nid)t  ununterbrod)en  jufaiTimenf)angenb  (f.  flätig);  bie 
Unflätigfeit  (mittcll).  auc^  unstaete),  tcii  Unjldt--  ob.  Unftdtigfein ,  un; 
ruhige  S5eroeglid}feit,  Unbeftdnbigfeit,  Unbet)arr(id)felt  jc. 

Unftatt,  m.  (mitte(().  unstate;  »on  ©tatt  2.),  alt  u.  oberb.  f.  ungün? 
jTige  Sage,  Unbequemtid)feit,  Unge[egen{)eit,  Sd)aben,  9?ad)theii  (gew. 
nur  in  ber  50?.  Unjtatten,  j.  S.  mit  ob.  jju  Unftattcn;  einem  ju  Unfiattcn 
gerei^en;  mit  großen  Unfoften  unb  Unjtatten):  —  bie  Unflätte  (gem.  Un« 
fl dte;  f.  (Statte),  ein  md)  abergläubifd)er  SorfteUung  gefd()r(td[)et,  un^ 
fid)erer,  unf)etlbringenber  £)rt:  bau  Unftättfraut,  lanbfi^.  f.  bie  grofc 
blafggelbe  SBicfenraute,  auc^:  Jpeifbratt;  —  unl!attt)aft,  ffiw.,  nid)t  ftatt^ 
haft,  b.  t.  cig.  feine  Statt  ob.  fefte  Statte  f)abenb;  gew.  roaS  nid)t  ge* 
ftattet,  eingeräumt  ob.  angenommen  werben  fann  (ein  unjlattfjafteö  83«» 

^C9f('g  •^anbivamrb.  b.  bcutfc^cn  @fr.  2.  Z^iil.  91 


1442  unjlerblid)  —  unten 

langen,  unftattf)afte  Snti'd^ulbtgungen) ;  inebcf.  niri)t  redjtägüUig  ob.  cecf^tö? 
bcflänbig  (ein  unjlattt)Qfteö  23evfaf)ren);  bie  Un|iattl)aitigfeit. 

unllcvblid^,  S5tt).,  nid)t  flecbüd),  beni  Scbe  ntd}t  unterivorfen  (®ott, 
bic  mcnfd)ltd)i"  ©eele  ift  m^ctbliä);  bk  Unflevblii^  en,  alö  -Ipw.  f.  bie 
©Otter);  uncig.  überl).  ntd)t  fäf)!^  aufäu^oren  ob.  unterju9e()en,  ftnnD.  un? 
vergängfid),  immenvdf)renb,  emig  (unftecblic^ct  5Ru!)m;  unterbliebe  2ßer!e 
K.);  bie  Unflerb(id)feit,  baS  Unfterb(id)fein,  u.  uncfg.  f.  Unüer9än9[td)feit. 

Unjlern,  m.,  ein  Unglüif  üerfunbenbcc  ob.  bringeubcr  Stern  (f.  b.), 
entg.  ©liiclöjtern;  imeig.  übert;.  f.  ivibrigeö  <Sd)tcffal,  bofeö  2Serf)dng; 
nifö,  Ung(ücf,  Unf)ei(. 

Unfteuer,  n?.,  lanbfc^.  f.  eine  läfligc  ©teuer  ob.  '^fbgabe,  bef.  oon  2e= 
benemtttetn,  »gl.  Ungelb  (fr.  Jfccife);  cljem.  aiic^  f.  25efd)küerbe;  Unorb; 
nitng,  ^eninrrung,  TTufKuif  (mittclö.  unstiure);  —  unfltcuerbar,  SSm., 
jiid}t  fleuetbar  ob.  fteuerpflid}tig. 

unjliÜbar,  Sw.,  wai  nid)t  gefriUt,  b.  f.  gehemmt,  berul)igt  ob.  be^ 
friebigt  irerben  fann  (junger,  SBcvlangen,  Scgierbe  k.). 

unftrafbar,  SJiü.,  nid}t  jlrafbar,  feine  ©träfe  üevbienenb;  bie  Un* 
llrafbavfctt:  unfträfltd),  Sw.,  nid)t  jlraflid)  ob.  jlrafen^ivertl);  bef.  f. 
feinen  "^abil  rierbicnenb,  untabetbaft,  tabedoö,  möbcf.  in  Jpinfi^t  bcr 
©ittlic^fcit,  tugenbbtift  (unfträflid)  leben;  ein  unftrcifüi^co  2tben;  ein  un= 
flräflic^er  9Jcann);  bie  Unjlräflid^feit. 

unjtvebfam,  SS«.,  nidit  ftrebfam,  ftärJcr:  fc^laff,  träge. 

un)h"ccfbar,  Sin.,  ivaö  nid)t  geftrecft  n)«rben  fann,  unbe^nbar. 

unfireitbar,  f8\r>.,  nid)t  ftreitbar,  b.  i.  nid)t  ^um  Streite  ^c\d)idt  ob. 
geneigt,  unfriegerifd);  feiten  f.  unbeflveitbar,  unflreitig:  unjlreitig,  SBn?., 
(obcrb.  auc^  unflrittig),  nid)t  jlreitig,  b.  i.  feinem  Streit  untenvorfen, 
ni'd}t  bejiritten  werben  fonnenb,  mel;r  al6:  unbejltittcn,  ftnnö.  unbe^ 
flreitbar,  unjroeifeibiift  (eine  unftrcitigc  5ßSal)rl)eit;  er  Ijat  unjireittg  Sted^t). 

unfiibnbar,  aSn?.,  tva6  nid)t  gefüb'^t  iverben  fann;  bie  Unfübnbarfeit. 

unfiinttg,  S5it>.,  nid)t  fünbig,  feiner  Sünbe  fd)ulbig,  finn».  fünblo^, 
unfd}u[big;  unfünblirf),  aSir.,  nid)t  fünb(id),  b.  i.  feine  Sünbe  feicnb 
ob.  entbaltenb  (unfünblic^c  -Jpanblungcn,  ©ebanfen  ic);  auc^  f.  unfün&ig, 
fünbloä  (!cin  SOZenfc^  i]!  uniünblid));  bie  UnfÜnMtcfcFcit. 

Untabcl,  f.,  lanbfd).  (ucrberbt  auö  Un t l)ä t elcin ,  t>on  Unt()at,  f.  b.) 
f.  förperlid)e§  @ebred)en,  gebfec,  i^Iecfcn  2C. 

untabelbaft,  aSw.,  nid)t  tabelbaft,  feirten  Sabcl  üerbicnenb,  jlarEcr: 
tabe[(c6,  alt  u.  btc^t.  auä)  untabclig ;  bie  Untabelbafti^teit. 

untauglich,  fßw.,  mdjt  tauglid),  ju  einer  2(bfid)t  nid)t  geeignet,  ftnno. 
unbi-aud)bar,  unbienlid),  untüd)tig  (ju  ctrcaö  untaugiii^  fein);  a\id)  übni). 
nid)t6  taugenb,  ju  nid)tg  braud)bar  (untaugliche  2(rbctt,  Sßaare  zc);  bie 
Untaugttc^feit,  finno.  Unbraud)barfeit,  Untüd)tigfeit. 

unten,  SSlw.  be§  Orteö  (altt)0C^b.  untenan,  uudeuan,  initttll).  uuden,  unde, 
und-,  im  9iieberb.  wixi)  bafür  unbcr  gebraud^t,  j.  S.  unbcr  un  barccn  f. 
unten  unb  oben;  ogU  unter),  bem  SJiittelpunfte  ober  ber  £)berfläd)e  ber 
@rbe  nät)er,  überf).  in  ber  Siefc,  an  ob.  unter  ber  (55runbflad)e  eine6 
Singet,  entg.  oben  (unten  auf  bcm  ©runbe  bcö  SBafTerg,  unten  am  Serge, 
im  Zf)aU,  im  ÄeUer;  unten  liegen,  gem.  auc^  uncig.  f.  unterliegen,  über:= 
jvunben  fein;  unten  wofjnen;   x>ix\6).  Ijinunter,  f.  b.,    alfo  nic^t:   unten 


unter  1443 

gcfjen  f.  l)inuntcir  ob.  untenljm  ge^en!);  a\iä)  in  SSerbinbung  mit  ben  83ro. 
con,  nac^,  unb  mit  bis  (»on  unten  bU  oben;  etn>Qö  üon  oben  biö  unten 
bcfct)en;  nad^  unten  {)in;  »on  unten  an  ob.  auf  k.);  in  rceitcrcv  SBcb.  an 
einem  tiefer  (iegenben  £)tte,  in  einer  uiebrigeren  ob.  audj  nur  niebriger 
f.ti'incnben,  entfernten  ©egenb  (unten  am  S(ufTe,  unten  am  OTatEtt  jc); 
inebef.  in  bem  unteren  2!{)eile  einer  @d)rift-  ob.  -Drurffeitc,  u  baf)cr  übixi). 
f.  fpater,  roeiterljin,  im  5ol3«nben,  nur  oon  Schriften,  entg.  oben  (j.  S. 
irir  rcerbcn  unten  au§füf)rticl5er  baüon  Ijanbeln;  f.  weiter  unten  ic);  ferner 
M  einem  bem  Oiangc  nad)  niebrigeren ,  untergeorbneten  ^ta^e  (er  fi^t 
trcit  unten  in  ber  ®^ule:  oon  unten  auf  bicnen,  b.  i.  oon  bcr  nicbrigften 
?)^ingflufe  an);  —  3fc|.  untenan,  S^ro. ,  an  ber  unterjlen  ob.  an  bie  un» 
uifte,  für  geringer  geachtete,  (StcUe  (untenan  ft^cn,  gef)en;  einen  untenan 
cn);  untenbin,  9^n).,  nac^  unten  ju. 

unter  1.,  SJw.  U.  9Zm.  (got^.  undar.  altijoc^b.  untar,  undar,  untir, 
HiKÜr.  mittcli).  ander;  attnorb.  undir,  angetf.  engl,  fc^tücb.  ban.  imder;  nie» 
t.rb.  unber,  unner,  n?el^e6  au^  a(ö  51^.  f.  unten  gebraucht  tt^irb;  i)o\l.  on- 
(l.^r:  =  tat.  inter,  fan6!r.  antar;  btcfer  ttpmolog.  3ufammenf)ang  fc^eint  ju  be» 
uHifcn,  baf6  in  un  =  ter  un  =  in  ob.  an,  ter  aber  Snbung  ift;  ogl.  auc^ 
bae!  gritd^.  iyrög  =.  lat  intus,  u.  fvisnov.  baö  Siiwenbtge,  @ingcn)eibe:c.; 
ü(6  Urbebeutung  trärc  bcmnad^  ^<xi  SSefinben  in  ber  SOJitte  an5ufef)en,  woraus 
[ic^  bann  ber  Segriff  bcö  Scbectt--  u.  S3crborgenfcinS  unb  ba{)cr  bc§  SBcfinbcnS 
\\\  ber  2;icfc  entnjictclte;  unferm  gegenwärtigen  ®prad^gcfüt)t  crf(^eint  jeboc^ 
biifc  Ic^tcrc  Scb.  alö  W  eigentliche  u.  urfpriinglic^e,  bal)cr  fte  l)icr  oorangc 
frdlt  wirb)  jlt^t  1.  al5  S3n?.  in  jw  ei  »crfc^iebcnen  Jpauptbebeutungcn, 
i;nb  jwar  in  jeber  fowo{)l  mit  bem  3>at. ,  alö  mit  bem  litt.  5tac^  ber  er* 
fren  «^auptbebeutung  htidijmt  e6  überf).  ta5  23erf)ä'Unif5  eine^  nie* 
unen  ob.  in  bcr  Sliefe  beftnbltd}cn  ju  einem  in  ber  vlF)ö'f)e  bavübec  befinb- 
[ihen;Din3e,  meijl  mit  bem  «Rebenbegriffe  beg  SSeberft-,  ^öerborgen?  ob. 
llmgcbenfeing  (lat.  sub.  cntg.  über);  insbef.  1)  mit  bem  23a tio 
a)  räumlich  auf  bie  S^age  wo?  bag  SSeftnbcn  ob.  93ertt)eilcn  cine^  @e; 
ijonflanbe^  in  bcr  Sicfc  in  SScjichung  auf  einen  barübcr  bcfinb[tc()en ,  be* 
h'cfcnbcn,  oerbcrgcnbcn  (^  S.  bcr  >^unb  liegt  unter  bcr  San!;  er  wof)nt 
unter  mir;  wir  fa^cn  unter  bem  95aume;  unter  einem  2^ac^c  mit  3emanb 
ircljnen;  c6  gcfc^iel)t  ni^ts  9lcueö  unter  bcr  ©onne,  unter  bem  SDZonbc,  b.  i. 
auf  ber  (Srbe;  etwaS  unter  bem  2frme,  unter  bem  SJtantcl  tragen;  ü\\  Äinb 
unter  bem  >^crjen  tragen;  bciö  Canb  |lcf}t  unter  SBaffer,  b.  i.  ift  übcrfc^wemmt; 
btr  9iamen  flel)t  unter  bem  SSricfe;  —  wirb  eine  wagcredjte  Bewegung 
in  Schiebung  auf  ein  barübcr  befinbfi^eS  Sing  auggcbrücJt,  fo  treten  bie  Ste» 
•ocnwörter  t)er,  I)in,  wcgjc.  l)inju,  j.  S5.  unter  bem  Sfegen  \)in  taufen; 
itwaS  unter  bem  2(rme  weg,  unter  ber  San!  {)ert>or  jiefjcn;  —  bilblic^ 
ricl)t  unter  in  ber  obigen  Seb.  in  bcn  JRebcnSarten:  mit  Semanb  unter  einer 
Dccte  liegen,  f.  S)ec!e:  ttwa%  unter  bcr  tOlaS!e  bcr  Srcunbfc^aft  t{)un;  einem 
unter  bem  (Siegel  ber  9Scr[cbwiegent)cit  etwaö  ancertraucn:  unter  ber  .!panb; 
etwas  unter  Jpänben  t)abcn,  f.  .l^anb;  unter  cicr  2fugen  mit  3cmanb  fein,  fprc= 
d)tn,  f.  2tugc;  inSbcf.  aud)  gur  Seiei(^nung  einer  ntcbrigcren  jRang» 
flufc,  §.  S.  er  ft^t  in  ber  ©^ulc  unter  bir;  bu  |lc()fl  weit  unter  iljm,  u.  bgl. 
n',.);  b)  uncig.  '2(bf)angi3feit  ob.  Untcnrürffgfeit,  25cfd}ü^t;  ob.  SSeauf; 
[iditigtfein  (unter  ber  ^errfc^aft  unb  bem  ®^u§e  bcr  ©efe^e,  unter  ber  Aufs 

i,  91* 


1444  untei* 

fidjt,  ßeitung,  ^ud^t  eiiuö  SÄeijlere  flct)en:  unter  einem  »üeifcn  giirften  leben; 
id)  ^abc  Äncc^te,  2frbeiter  jc  unter  mit,  unter  meiner  JCufjtdjt  ic.) ;  c)  «in 
©eringecfcin  in  ^fnfe^uiig  bcS  ©rabeö  bcr  inneren  @tarfe  ob.  be§  9Bcr; 
tf)fg,  Qudj  ber  ^ai)i  ob.  ^J^enge  (j.  95.  bcr  ßrfolg  roar  unter  meiner  (5r»ar> 
tung;  SBaaren  unter  if)rcm  S[Bertf)c,  unter  bem  «preifc  ücrfaufen;  ein  Äinb 
unter  je^n,  ein  SKann  unter  oterjig  Satiren,  b.  i.  üon  »cniger  q(ö  jcl)n  jc. 
3flf)ren;  unter  einem  3a{)re,  unter  aö^t  Sagen  zc  wirb  er  ni^t  fertig,  b.  i. 
in  iTJcniger  aI6  einem  3al)rc  ic;  unter  ge()n  Sfjalern  ift  bk  <Baöii  ntc^t  ju  f)a« 
bcn,  b.  i.  für  »rcnigcr  al6  jef)n  Slbatcr  k.):  <^)  jeitli^,  getr.  in  SSerbin^ 
bung  mit  af)atig?cit6  --  u.  3ujianbgnamcn ,  ba^  SSerf)a(tnifi5  ber  ©(cich^eitig; 
feit,  finno.  iva^renb,  über,  (5.  SS.  unter  ber  ^rebigt  piaubern;  unter  bem 
SiTen  (cfcn,  etiraS  erjäfjfcn;  unter  bcj^änbigem  Siegen  «anbcrn;  unter  bcr 
Sicgicrung  ^riebrid^ö  be§  ®ro^en,  ob.  blo^i  unter  grtcbric^  bem  ©ro^en  gt- 
fd)ab  cg  :c. ,  wo  ik  jeitlic^e  Seb.  mit  bem  95egriffe  ber  2f bf)ängig!eit 
\iiij  oevbinbet;  au^:  unter  ber  3  cit  f.  wäbrenb  ber  ^iit,  untcrbeffen;  bibl. 
unter  ber  ©tunbc  bcg  3(?üuc^.erng:c.,  gefö.  in  ber  ©tunbe  jc):  e)  in  abflrac* 
tejlcr  2(ntt)cnbung  ba§  SSerbattnifg  eincg  mit  bem  2(uögeüi9t«n  üecbun- 
benen  3!{)ung,  3uflanbe6  ob.  5flebenumfianbe<?,  finnc.  mit,  bei,  in,  wo 
bcnn  unter  au^  urfäc^lid^e  unb  bebin  gcnbc  Scb.  annimmt  (j.  SS. 
ber  Äranfe  cerfd^ieb  unter  {jeftigen  ©(^merjcn;  fie  ging  unter  Sergie^ung 
oieter  3;f)ranen,  ob.  unter  Bii(en  Sbräncn;  er  ti)at  eS  unter  bem  ©c^eine  ber 
©ro^muti),  unter  bem  Sorwanbe  be6  Siechte:  unter  frcmben  Flamen  reifen; 
unter  biefcn  Umjtanben  !ann  iä)  \t)m  nidjt  ()elfcn,  b.  i.  wenn  ob.  weil  bie 
Umfiänbe  fo  befc^affcn  finb;  unter  bcr  23ebingung  will  icb  c6  tf)un,  u.  bgl. 
ni.);  2)  mit  bem  2f ccuf.  a)  räumlich  auf  bic  gragc  woMn?  bic  Se« 
it'egung  ob.  9?id)tung  eineg  ©cgenflanbcg  in  bcii  ö'rtiicbe  2}erbaltnif£!  ju 
einem  barüber  beftnb(td;en,  bebecfenben,  üerbergenben  (j.  S5.  ber  «f>unb 
fegt  fi^  unter  bie  95an!:  wir  festen  un6  unter  ben  SBauni ,  traten  unter  baS 
25a(^:  er  nat)m  i>ai  S3u(^  unter  hm  3Crai,  unter  bcn  f^antd;  er  taudbte 
unter  bü6  2BüJTer:  ha^  Janb  unter  SBaffer  fe|en;  feinen  9{amen  unter  ben 
SSricf,  unter  bic  jRcdjnung  f(^rcibcn;  einem  unter  bie  2fugcn  fommcn,  treten; 
unter  (gegel  get)en,  b.  i.  ju  ediiffc  ge^cn;  —  bUbliä):  fein  iiijt  untcc 
bcn  ©c^effcl  flcUen;  i^iclc  Äöpfc  unter  einen  >?)ut  bringen,  f.  *ut;  einen  un= 
tcr  bie  ßrbe  bringen,  b.  i.  feinen  Sob  üeranlaffen;  einem  ctwaö  unter  ben 
gu|j  geben,  f.  gu^;  bef.  aud^  gur  «Bejcid^nung  einer  Srniebrigung  ob. 
Jptrabfe^ung  bem  Stange  nadj.  j-  S-  er  würbe  in  ber  ©^ute  unter  feinen 
SSrubcr  gefegt;  ber  Srunfcnbolb  ernicbrigt  ft(^  unter  bie  Sf)iere);  b)  unetg. 
ba§  SSerfe^en  ob.  ®erat()en  in  ein  93erba(tnif§  ber  31bl)än9igfeit,  hii 
@cf)U|e§  ob.  ber  2fufftd)t  {§.  S5.  unter  bie  ^errfctjaft  ob.  ©ewalt  eine6  2tn* 
bem  gerattjen;  fidj  unter  ben  ©(^u^  bcr  ©efe^e  begeben;  einen  Serbre^er 
unter  bic2rufft(i)t  bcr^otijei  jlcUen:  bibl.  unter  baä  (Sefefj  gcttjansc).  —  9lad» 
ber  jiveitcn  ^auptbebeutung  bejeid^net  unter  iiberl).  bag  SJer* 
f)ä[tnifö  cineg  ©egenftanbeg  in  ber  S^itte  wn  mdjun  Singen  ober  bec 
Skrmengung  begfelben  mit  einer  umgcbenben,  »erbcrgenbcn  S[??affe  (lat. 
ii.ter;  ftnnu.  jwif^cn,  nieberb.  gem.  mang  ob.  man!),  tnöbef.  1)  mit  bem 
.C)at.  a)  in  finnli^cm  »crftanbc  auf  bic  gcagc  wo?  baö  SSeftnben  in 
ber  9)?ittc  ob.  in  einer  9?eif)c  mef)rer  Dinge,  ob.  baö  @emifd)tfein  in 
eine  SJ^affe  (j.  S5.  er  mav  mitten  unter  ifjnen;  unter  ben  3ufd)auecn  fi^en; 


unter  1445 

bie  «Rc^nung  fog  unter  onbern  ^apievcn;  cio  flef)t  vid  Unfraist  unter  bem 
fficijcn;  e6  ijl  SBaffer  unter  bem  5fBeinc:  e6  liegt  bii  i()m  "KUci  unter  ein* 
anbcr,  b.  i.  burc^  einanbcr  cjcmengt,  möijt  gcorbnet;  unter  anbern 
(iidmt.  Singen)  ob.  unter  2(nbcrm,  b- i.  oermifc^t  mit  anbern  ©ingen, 
neben  ob.  auljer  2(nberm;  j.  95.  er  fagte  unter  2(nberm  au<i)  biee  k.);  aui) 
ba^  (»üir!tid)e  ob.  bto9  gcbacl^te)  ^erau5ne()men  cb.  ^uäiväb(en  ctncg 
r^ingeö  au5  einer  ?)?ef)i'^cit,  finno.  an^,  von  (j.  93.  unter  jwei  Übeln  mufs 
man  baö  Ücinfle  rväi)kn;  er  ifr  bcr  9Bcfle  unter  Kllen;  bie  gcfunbcfle  unter 
oKcn  ©peifcn;  einer,  feiner  unter  unö  zc);  '))  in  unftnntidjer  3(nn?enbung 
''cvhältniffe  ber  gegenfeitigen  S5ejtef)ung  .^iveier  ober  me^rer  (^egenflä'nbe 
einanber,  ber  ^öedjfelfeitigfeit  ob.  @emeinfd}vift  (j.  93.  e6  bcfleöt  ein 
rcrfd)ieb  unter  95eiben;  unter  ftreitenbcn  "«Parteien  grieben  fliftcn;  Sinig- 
t,  guteö  SScrnefjmen,  greunbfcl;aft,  UnetnigEdt  Jc  unter  meieren  "perlenen; 
ift  unter  un6  fo  üb(ic^;  bie  ©ae^c  bldbt  unter  unö,  b.  i.  auf  unfcr  ge« 
vainfc^afttic^eö  aBiJTen  befc^rä'nft;  unter  un§  gcfagt  ?c.):  2)  mit  bem  2f  c» 
'"  uf.  n)  auf  bie  ^rage  iüobin?  tci^  @c(angen  ob.  SSerfe^eu  eineä  ©egen» 
iranbcä  in  bie  9J?itte  nnberei,  ob.  baö  23ermifdien  mit  einer  97faffc  (j.  S3. 
or  trat  mitten  unter  fic;  fid^  unter  bie  3ufd;auer  [c^en,  begeben;  unter  baS 
-:-o(!  gerattjen:  unter  bie  ©dbatcn  ge()cn;  Unfraut  unter  ben  SQSeijen  fden; 
:^3a|Ter  unter  ben  SBein  milchen:  2(Ueö  unter  cfnanber  mengen,  trerfcn  2c.); 
Inf.  au^  bie  im  ©eifte  gefd)e()enbe  ^in^ufiigung  ob.  v^injujä^fung  eineä 
■  \'3en}lanbc3  ju  einer  9}?e(nl)cit  anberer,  ftnnr».  51:  (j.  25.  fd)  rechne  ober 
.'(c  \i)n  unter  meine  greunbe;  ba^er  aud)  bd  get)ören,  j^.  95.  er  geljört 
unter  bie  ®clc^iten;  ber  Jtvieg  gei)övt  unter  bie  gröütcn  Übe!  jc);  b)  bic 
?^ittf}eiiunjj  ob.  93ert!)ei(ung  einer  ^ai'je  an  Tlii)vi,  bie  SSerbreitung 
^orfelben  in  einer  @efamm.t[)eit  (j.  95.  bie  Seute  unter  \id)  tf)cilen;  ®elb 
unter  bie  2(rmen  tf)ei(en,  auötf)eilen,  rcrtfjeitcn;  iraö  iR  baö  unter  fo  93ielc? 
naml.  «crtt)eüt;  baö  @crüd)t  ocrbrcitcte  fi'i)  (wofjin?)  unter  ba6  SSolE,  ober 
(iro?)  unter  bem  93o!fe;  dwa^  unter  bie  Seute  bringen,  b.  i.  ju  beren  Äennt? 
nii'ö;  e6  fommt  unter  bk  Seute).  —  3n  einjelncn  ^ätlen  ^<:i)t  unter  in 
jtit  lieber  SSeb.  mit  bem  ®cn.,  j.  95.  lanbfc^.  unter  Sage6,  unter  S^ac^t^, 
Hutcr  effenS,  u.  bcf.  in  ben  jgcf.  unter megc6  (f.  b.)  unb  unter bcffen 
'^b.  unterbef6(f.  b.);  bie  3ufammen^iet)ungcn  unterm,  untern,  un» 
tvrö  f.  unter  bem,  unter  ben,  unter  ba6  (j.  95.  unterm  SiKonbc;  unter« 
T^ad)  treten  ic)  nef)ören  ber  93olföfprad^e  an.  —  2.  a(g  9?TO.  freljt  unter 
in  ber  «Regel  nur  in  3fc^-  (f-  u.  3,),  feiten  unb  nur  auöfalTungöireifc  für  ftc^ 
allein  (j.  35.  bie  ©onne  ijl  fc^on  unter,  näml.  gegangen).  —  3.  3n  3u« 
fammcnfc^ungen  \id)t  unter  1)  mit  ber  Äraft  etneä  58 or werte« 
in  Sieben«)  ort  er  n,  «ie:  baruntcr,  worunter,  i)tcrunter;  2)  mit  ber  95eb. 
eine«  91  eb  enrc er te«  in  3fe|.  a)  mit  anbern  5icbenn)örtern,  alö  erflc« 
63  lieb,  }.  93.  untcrf){n,  unterijer,  unterroartä,  ob.  gero.  alö  jiretteS 
Cinieb,  g.  95.  tjinunter,  t)erunter,  mitunter  (f.b.);  b)  mit  J^auptwört ern, 
»0  unter  immer  ben  ^auptton  unb  in  ber  9?egel  bie  beiwörtlid^e  93eb.  bes 
na^folgcnben  95n?.  berjc.  untere  t)at,  inbem  e«  baö  unten  $8eftnbltd)e, 
Untere  ob.  5?iebere,  fonjo^l  bem  9?aume  ob.  ber  Sage,  al6  ber  @etratt, 
SBürbe  ob.  bem  .«Range  nac^  bejeic^net,  finno.  nieber — ,  entg.  ober—, 
nic^t  über—  (j.  95.  Unterbett,  Untcrt)emb,  UnterElcib,  Unterleib,  Unter« 
tficii  u.,    entg.  Oberbett,  'fjemb,   --flcib  jc;    bcr  Unter«  ob.  Sreteberrf)etn, 


1446  unter 

ber  Untcrfxirj,  Unfcf-  ob.  S^icbcr  =  Öflemid) ,  Unter ^ Italien;  ein  Unterauf- 
fefjer,  Unterbcamtci-,  Untcrfelbfjcrr,  Untcrfönig,  Untcrofficier  2C.;  {)tct)cr  flc= 
Ijört  audj:  unter{)atb,  b.  i.  eig.  an  bcr  unteren  Jpalbi  ob.  ©cite);  c)  mit 
3 et t Wörtern  it.  baoon  abgeleiteten  Jpaupt'  iinb  SSeiir.,  njo  unter  geir. 
in  ber  erften  >^auptbeb.  fteljf,  tntg.  über  —  ,  auf—  (j.  58.  unterbin= 
J)cn,  unterbreiten,  untcrgef)in,  untergraben,  unterfliiijen,  untcrtaudjen,  unter= 
treten  jc),  [cltner  in  ber  jw  eitcn  >^auptbcb.  (j.  S5.  untermifdyen,  unter- 
mengen, untcr()anbeln,  unterfdjcibcn).  ®ie  mit  unter  ggef.  Zeitwörter  ftnb 
t^di^  eö)t  ju[ammengc[c^t  u.  batjer  untrennbar,  in  wddjim  gatic  bcr 
^ouptton  auf  bem  3eitvoortc  liegt,  baö  gc  be6  2ten  3Ära.  racgfäUt  u. 
bag  gu  bei  Snfinitiüg  uorantritt;  bann  ifl  bat  ggef.  3«).  in  bcr  JRcget  jie  = 
(cnb  unb  nieift  cou  unfinnlicl)  er  Seb.  (j.  SS.  unterbrechen,  untere 
br  ü  den,  unter  l)altcn,  unter  l  äffen'  untern  et)  nun,  unter  fa  gen:  er  unter- 
bricht, untcrbriicft,  nnUvt)ält  midj  :c.,  t)at  miij  untcrbrodjen,  unterbrüctt, 
untcr()altcn,  fud)t  mic^  ?u  untcrbrecijen,  ju  untcrf)a(ten  Jc;  er  unterließ,  um 
tcrnaf)m  bic  ©ac^e,  unterfagtc  fie  mir,  i)az  ]k  untcrtaffen,  unternommen,  mir 
unterfagt  :c.;  —  nur  unter  b  (ciben  u.  unterliegen  finb  jiellog,  fic^  untere 
fangen,  unter jictien,  unter r eben,  unter winben  rüdj.);  tf)cilö  finb  fie 
unecht  jufammengefcgt  u.  baf)er  trennbar,  in  ireld^em  gaUe  ber  Jpaupt» 
ton  auf  bem  5in?.  unter  liegt  unb  ba6  ge  beS  SJJiü.,  fo  »oie  bat  ju  beg 
3nf.  jtt)ifd)en  bie  ©lieber  ber  3u[ammenfe^ung  tritt;  bann  bidbt  bat  jgef. 
3w.  jtelenb  ob.  jietloä  nad)  9)Za^gabc  beS  einfad}en  u.  f^at  in  bcr  Sligcl 
ftnnlic^c  9Scb.  (j.  .05.  unterlegen,  unterf(^icbcn,  untcrftreucn;  un- 
ter gef)cn,  unterfinfen,  untcrtaud)cn  u.:  er  legt,  fd;iebt,  ftreut  ctwat 
unter,  I)at  e6  untergelegt,  untcrgefct)oben ,  fudjt  et  unterzulegen,  unter^ufc^ie- 
ben  JC;  bat  Schiff  ging  ob.  fanf  unter,  ijl  untergegangen,  untergefunfen, 
war  na\)i  baran  untergugeljen,  untcrjufinEen  ic).  93on  Zeitwörtern,  bic  mit 
unter  ggef.  finb,  abgeleitete  «Hauptwörter  ouf -er  unb  -ung  unb  Sei' 
Wörter  Ijabcn  bk  S3etonung  bit  ju  ©runbe  liegcnben  3w.  (j.  S3.  Untcr- 
brettung.  Unterlegung,  Untcrfc^iebung  u.  üon  unterbreiten  u.;  Untere 
Ijaltung,  Unter l) an blung,  Unter l)änbler.  Unter laffung,  Unter nel)m£r. 
Unter r c bung  :c.  t?on  untcrfjalten,  unter f)anbetn,  unter l äffen  u.;  untere 
würfig  o.  unterwerfen);  abget.  J^auptwörter  anberer  gorm  t)aben  ben 
^auptton  burd)auä  auf  unter  (j.  S5.  ber  Untergang,  Unterl)alt,  Un» 
terf^ieb,  bie  )j[nterfd;rift  k.  t»on  unter gcl)cn,  unterhatten,  unter fc^ci  = 
ben,  unter fd) reiben). 

unter  2.,  SSw.  in  ber  gorm  eineö  (Somp.,  nur  alö  gebcugteö  Stgw.  gebr.: 
bcr,  bie.,  i>(\§  untere,  ein  unterer  jc.  (oberb.  aud^:  ber  jc.  untrige, 
ein  untriger  u.);  ©up.  unter fi,  bcr  jc.  unter f!c  2C.:  unten  felcnb,  unk- 
ten beftnbUd),  finno.  nieber,  ber  jc.  nicbere,  cntg.  ober,  benc.  obere  (j.  93. 
bte  untere  gid^e  cineö  Äörpcrö;  bat  untere  ©torfwer!,  oon  jweicn;  bat  un- 
terfle  ©tocfwer!,  »on  mel)ren  eineg  >!paufeö;  bk  unteren  3ininier  jc;  oud^  baS 
Untere  ob.  Untcrfte,  al6  ^w.;  ju  unterft,  alt  Stw.  f.  ganj  unten  ob. 
naä)  unten  f)in,  j.  93.  gu  unterft  im  ÄeUer;  ba§  Öberfle  ju  unterjl  fe^ren); 
tngbcf.  eine  tiefere  ©tcUe  ber  (5rbfla'd)e  einnel)menb,  nicbriger  gelegen 
(j.  25.  baö  untere  ©tabttl)or;  baS  untere  iDcutf^lanb,  f.  ß.  w.  Sfiteberbcutfcfe^ 
lanb,  baö  untere  Stalien,  bk  untere  eibe,  f.  ö.  w.  Untere  Stalten,  bic  Unter-- 
eibe);  unei0.  ber  SBürbe,  bem  Sftange,  Uxt  na  ^ad)d)  geringer  ob.  nie- 


Unterabt(;ei(un9  —  unterbleiben  1447 

brigcr,  cntc^.  ober  (bie  unteren  ©tanbe,  JttafTcn :  bfe  unttrfle  @tcUe  tinnti)- 
men;  tie  untere  @cric^t6bar!eit;  btc  unteren  ®ötter  ob.  Untergötter;  bie  Un  = 
tercn  ob.  Untern,  a(6  J^ir.  für  bie  Untergebenen,  cntg.  btc  Obern);  bet 
Unter,  -^,5)?.  \v.  S.  Centft.  aüe:  bev  Untere)  in  ber  bcutfc^cn  Äarte 
baö  bem  Stange  nad)  auf  ben  SDbcx  (bie  Same)  folgcnbc  Äavtcnbilb, 
lanbfd).  au^  Söauer,  Änecfjt,  gew.  S3ub?  (franj.  vulet)  genannt. 

Untcrnbtbeilung,  W.,  untergeorbnetc  ob.  fernere  2(btf)ci(ung. 

Untcrac^t,  m.,  »on  einem  Unterri^ter  oeri^ongte  2(c^t,  entg.  Dberad)t. 

unteracfern,  trb.  jiei.  ^\x>.,  acfccnb  unter  bie  (5rbe  bringen. 

Unteramt,  f.,  untcrgeorbnetce  ob.  unttrgcbcneö  3(mt,  entg.  Dberamt. 

unter  arbeiten,  trb.  jicl.  3n).,  arbeitenb  ob.  mit  2(nfliengung  unter 
etn?aö  bringen. 

Unterarm,  m.,  ber  untere  Zi)iil  bcö  '2Crme§  com  SUbogen  bi^  an  bie 
^anb. 

Unterart,  n?.,  eine  untergeorbncte  ob.  unter  einer  allgcmetnercn  begrif» 
fenc  2Crt. 

Untcrarttfd)ocfe,  n).,  f.  d.  vo.  (Jrbapfcl  (f.  b.)  ob.  Grbbicn. 

Unterarzt ,  m. ,  einem  Oberärzte  iwtergeorbneter  2(rjt. 

Unterauffef)er,  m.,  ein  3Cuffet)cr,  »ücld)er  einem  £)bcrauffe{)cr  unterge'- 
orbnet  ift;  bie  Unterauffic{)t,  entg.  Dberauffid^t. 

Unterbalfen,  m.,  ber  untere  ob.  unten  (iegenbe  SBalfen,  S3auf.  inöbcf. 
ber  unmittelbar  auf  ben  (Säulen  vufjenbe  untcrjte  Ät)ci(  bc6  J^auptgeftmfee  (fr. 
2Crd)itrab). 

unterbauen,  trb.  jiel.  3«?.,  unter  etwci^  bauen  fj.  SS.  Pfeiler  unter 
bie  Xcdi);  ber  Unterbau,  ein  unter  etiraä  aufgefuf}rter  S5au ,  jur  Un* 
terftii^ung;  anä;  ber  ^ciix  unter  ber  Srbe,  entg.  £)bevbau;  —  unter« 
bauen,  untrb.  jicl.  ^m.,  etwcii  unterf)alb  mit  einem  SSauivertc  üer? 
fe^en,  burd)  einen  S3au  unterjlii^en,  ob.  auc^  unux\)'6i)ltn;  bie  Untere 
bauung. 

Unterbaum,  m.,  SBcb.  ber  unterroärtg  liegcnbe  SBaum  »orn  am  SBebftu^t; 
SBafferb.  bie  ®cf)leufc  ob.  baö  SBafTertJjor  am  unteren  Steile  eines  S^ufTf^j 
entg.  Dberbaum. 

Unterbcamtc,  «bebientc,  =  befebt^b^bcr ,  m.,  ein  untergeorbneter  SBe= 
amter  jc. ,  entg.  Oberbcamte  Jc 

Unterbeinf(eib,  f.,  gew.  9)?.  -er,  Seinfleiber  §um  Untcrjictjen ,  gem. 
Untert)ofen. 

Unterbett,  f.,  ber  untere  Zi)di  beS  SSetteö,  auf  »elc^em  man  liegt,  entg. 
£'ber=  ob.  SccEbett;  Unterbetten,  trb.  iitU  3«?- ,  einem  etwaS  — ,  alS 
SSett  unterlegen ;  uneig.  überf).  jur  Unterlage  geben. 

unterbiegen,  trb.  jiet.  3").,  nad)  unten  f)tn  ob.  unter  itwa^  biegen. 

unterbinben,  trb.  jicl.  3»,  binbenb  unter  ettt>a6  befefügen  (ein 
Züä));  bie  Unterbtnbung:  unterbinben,  untrb.  jiet.  3«?.,  unterhalb 
mit  einem  SSanbe  belegen,  befejT«igen,  tierfd)Iiepen  (bie  giabelfd^nur,  eine 
2fber:c.);  bie  Unterb iuDung. 

Unterblatt,  f.,  bai  unten  liegenbc  ob.  unterfte  Statt,  inSbef.  baö  ©tanj- 
blött^en  unter  gefc^Iiffcnen  Steinen  (fr.  gölte);  @laf.  bec  unterjle  SRiegcl  be6 
3iel)n>crfeö. 

unterbleiben,  untrb.  jicttof.  3».  m.  [ein,  gleidjf.  unterroegeS  bleiben 


1448  Untcrblinbc  —  untcrbröd^en 

b.  t.  ungcfchf^cn  bidbcn,  nicftt  9efd)ef)en  (btc  ©oc^e  unterblieb,  tfi  untere 
blieben;  tgl.  untcriaffcn). 

Unterblinbe,  t».,  ©c^iff.  ein  3ia()[c9ct  an  ber  fogen.  bltnben  Kot). 

Untcrbobcn,  m.,  bcr  untere  SBoben,  cntg.  Oberboben. 

unter  b  redten,  untrb.  ?icl.  3W.  (QUf)od)b.  untarprehhan,  mittetf).  under- 
bnchen;  oc^{.  baö  tat.  interriimpere)  etwaS  — ,  eig.  ttt  bcc  9J?itte  abbrc; 
d)cn,  bell  3ufammenl)an9  ob.  ble  goctbaucc  einer  «Sodie  burd)  25ajn)i;= 
fd)entveten  auff)eben,  I)inbern,  jlöcen  (eine  SBciregung,  ein  ©cfc^äft,  ein 
©efprö'c^  2c.  — ;  ^flanj.  eine  unterbroct)enc  3(;()rc,  b.  i.  gwifcben  beren  fSlix- 
mcn  fic^  leere  SJäumc  ?eiijen):  einen  —  ,  if)n  in  einer  3;{)nti3feit  u.  bef.  im 
9?eben  auf  eine  Zeitlang  {jinbern  ob.  flören,  ihm  in  bie  Diebe  fallen  (er 
unterbrach  mic^,  i)at  mi&i  untcrbrod^cn;  ic^  würbe  in  ber  2(rbcit  unterbrocbcn); 
bie  Unterbrcd^ung  (alt  u.  obcrb.  aurf;:  btr  Unterbrucb),  ^ai  Unter- 
bred)en,  finno.  (2:^t6vung;  aui^  ba6  Unterbred)enbe,  ein  untcrbred)enber 
Sßovgang  ob.  Umftnnb  (iOi.  Untcrbrccbunßen). 

unterbreiten,  trb.  jicl.  3»..  au^breitenb  untei  ema^  leije»- 

unterbringen,  trb.  ?tcl.  3nj.,  efg.  unter  etivag,  bef.  unter  ein  Ob:« 
bact)  bringen  (®äflc  —  ,  ein  ^fcrb— );  in  weiterer  95eb.  auf  längere  3«it 
an  einen  fidleren  ^rt  bringen  (eine  ©elbfumme  — ,  auf  3infen  au§(()un), 
bef.  oon  ^erfoncn:  einen  in  eine  paffenbe  Sage  bringen,  i()m  eine  biet- 
benbe  «Stelle  verfd)rtffen,  ftnn».  anbringen,  oerforgen  (j.  S3.  er  Ijat  feine 
Äinber  %ut  untergebra(^t;  einen  ali  Sc^irnren  unterbringen);  bie  Unter- 
bringung; —  unterbringen,  untrb.  gict.  3w.,  »tt.  f.  unter  ftd)  brtn= 
gen,  unterwerfen  (bibl.  baö  fanb  ifl  unterbrai^t);  umbringen. 

Unter&amm,  m.,  im  ©eic^bau:  ber  untere  ®amm,  ijbcc  welchen  t)tn 
ber  2)eic^  gelegt  wirb. 

Unterbecf,  f.,  baS  untere  2)cö  ob.  2Jcrbect;  bie  Unterberfe,  eine  untere 
ob.  untcrjutegcnbc  Sccfc;  —  unterbecfen,  trb.  ^icl.  3w.,  ju  unterft 
ob.  unter  etiva6  becfen. 

unterbefö  ob.  unterbeffen,  jettbefiimmcnbee  ^\r>.  u.  beiorbnenbcs  Sb». 

(tnittell).  under  des,  quc^  ander  diu  u.  under  dan;  f.  unter  U.  ogl.  in  bef» 
fen  u.  cf)ebeffcn  neben  inbcm,  ebebcm)  bejeic^net  g(eid}jeitige  2!)auer 
ob.  einen  3«itraum,  in  beffen  Söerlauf  etaniS  gefd)iebt,  f.  o.  w.  unter  cb. 
H)abrenb  ber  3«it,  ftnni).  inbeffen,  tn^iuifdjen,  mittlerweile  (j.  SB.  ooUenbe 
beine  2trbcit;  unterbeffen  »iU  ic^  fpajteren  get)cn). 

unterticn|llicl^  ob.  unterbienj!it»tllig,  SSra.,  »lt.  f.  auf  unterwürfige 
3(rt  ob.  in  febr  bobeni  ©rabe  bienftwiUtg. 

unterbringen,  trb.  jiel.  3».,  brangenb  unter  etwa^  bewegen  (etwas 
ob.  ftc^  — ). 

unter breben,  trb.  jiel.  3».,  bre^enb  unter  etwa«  bringen. 

unterbrücfen,  trb.  jiet.  3»-.  brücfenb  binunter  ob.  unter  etwai 
bringen;  unterbrücfen,  untrb.  jiel.  3n>.,  gewaltfam  nieberbrücfen,  nur 
uneig.  1)  f  fd}Wcr  bebrücfen,  i)axt  u.  unbillig  bebanbeln  (baö  23olf,  bie 
3£rmen  ic.  — );  2)  bie  (Jrbebung  ob.  gntflebung,  ben  2fu«brud)  ober  bie 
gortbauer  einer  ^ndje  mit  bemalt  binbern  ob.  b«nimen,  bef.  fofcrn  c« 
inögebeim  u.  obne  ©erä'ufdb  Qcfd^ie^t  ob.  bie  ©ad^e  felbfl  babur^  »crbecJt 
wirb  u.  »erborgen  bleibt  (ein  ^iün,  feine  3:i)rä'nen,  feinen  Unwillen  ob.  Set» 
brufs,  einen  ütqvoo^n,  böfe  ®eban!en  ob.  Sffcigungcn  2C.  — );  ber  Unter= 


«nterbucfen         unterfitefjen  1449 

bvücfer,  wer  ^Cnbeie  untecbriirft  (j.  SB.  ein  Untctbcüdec  fetnt§  58o(fe6); 
bte  Unterbrücfung,  i>ai  Unt«rbrücfen,  in  bdben  Seb.  (j.  58.  bec  Armen; 
—  bet  S()rdnen  k.)- 

unter bucfcn,  tvb.  jicllof.  u.  vüctj.  3>t5.,  hinunter  ob.  unter  etnai 
bucfcn  (f.  b.). 

untere,  bcr,  btc,  ba^,  f.  unter  2. 

unter  eggen,  trb.  lid.  ^rv.,  eggcnb  unter  bie  (5rbc  bringen  (ben©amen). 

untereinft,  untcreinjlen,  ^ro.  oberb.  f.  unterbcf^;  einfl,  einmal;  auf 
einmal. 

Untereint()ci(ung,  w.,  untcrgcorbni^tc,  fernere  eintfjetfung. 

Unterenfe,  m.,  lonbfd^.  f.  Unterfned^t,  Jtlcin!ne^t  ([.  (SnEe). 

unterfahren,  trb.  3nj.  1)  jtcUoö  mit  fein,  unter  etwaö,  unter  ein 
^bbad}  fa{)ren  (n:iir  ftnb  mit  bem  SBagen  iinterflcfaljrcn);  2)  jiel.  etwai 
auf  einem  3^u()r»x)erfe  ob.  S'abrjeugc  unter  ein  Sbbact)  fd}affen;  —  un; 
tcrfal)ren,  untib.  giel.  3>d.  ,  etivag  — ,  cig.  barunter  faf)ren,  b.  i.  ftd) 
bewegen  ob.  gefangen  (SScrgw.  bic  Srjc  — ,  b.  i.  mit  ben  ©toUörtcrn 
barunter  gclQnvien;  Sauf,  eine  ®runbmaucr  — ,  jlüdipeifc  untermauern);  alt 
u.  obcrb.  (mittcll).  undervaru)  uneig.  f.  baärcifci)en  fommen,  ver{)inbern, 
unterbrechen  (er  untcrful)r  mid^);  bie  Unterfahrung. 

unterfangen,   untrb.  3ro.  1)   jicl.   (mittel^,   undervahea,   undervangen) 

alt.  f.  unterhalb  faffenb  fangen,  auffangen,  wegnehmen,  yerhinbcrn, 
abhalten,  hintertreiben;  2)  rüct^.  fich  einer  «Sache  (®cu.)  — ,  ob.  ji"^ 
unterfangen,  etioag  ju  thun,  b.  i.  überlj.  etwai  unternehmen,  ei  au6- 
zuführen  anfangen;  gew.  in  engerer  Seb.  etwa^  Schwere^,  2öid)tigeg, 
©ewagteg  unternehmen  (fic^  einer  großen  Sbat  unterfangen),  u.  tabelnb: 
t'tn?aS  mit  anma^lid)er  Überhebung  feiner  felbfi;  Ui  unjureicl^enbcr  Äraft 
unternehmen,  ftnnp.  ftd)  unterftehen,  fich  erbreifien  (j.  S.  er  unterfing  jich, 
gegen  ben  9Befel)t  ju  f)anbeln;  treffen  ob.  gen?,  waö  unterfängft  bu  bid)?); 
ba«  Unterfangen,  finno.  Unternehmen,  beginnen,  bcf.  ein  fühneö  wer; 
»vegene^  ob.  t?erbotene^  2!hun. 

Unterfafö,  f.,  bae  untere  ob.  unten  befinbtic^e  gafS,  inebef.  Jg)üttenn). 
bet  unter(te  Äajten  bd  bem  2Baf(^hf»^^f  >'»  <^"ic"i  ^od)»er!e:  ba^  Unter- 
(d fachen,  gem.  »f äffet. 

unter foffen,  trb.  ?iel.  3«.,  eine  ^erfon  ob.  @ad}e— ,  unterhalb 
faffen,  bef.  um  fic  aufregt  ju  halten  ob.  ju  heben;  inöbef.  unter  bie  2frme 
faffen  (einen  untcrfaffen). 

unter  feilen,  untrb.  ^iel.  3nj. ,  etwaS  — ,  unterhalb  feilen. 

Unterfelbhau^tmann,  Untcrfelb{)err,  m.,  ein  unter  bem  gelbhaupt» 
mann  ob.  Dberfelbhcrrn  fteftenber  Sefeljlöhaber  eine6  iCriegöheereö. 

Unterflärf)e,  ».,  bic  untere  gläc^e,  ©runbfldchc  cinc6  ÄörperS;  entg. 
Oberfläche. 

unter fled)ten,  trb.  giel.  3»-,  unter  ob.  in  etroa«  fled)ten,  finno.  ein- 
r1ed)ten;  unter f l c c^ ten ,  untrb.  jiel.  äst.,  mit  ctwa^  SingefIod)tenem 
t^erbinben  ob.  öermifd)en,  pnno.  t)erfled)ten,  burd)fled)ten;  uncig.  überh- 
f.  untermifdien. 

unterfliehen,  trb.  jicllof.  3».  m.  fein,  unter  etwai,  als  ein  Dbbac^, 
fliehen;  unterflücf)ten,  trb.  3tü.  1)  aiellos  mit  fein  ob.  rürfi-  fid) — , 
f.  ü.  XV.  unterfliehen;  2)  jiei.  flüd)tenb  unter  etiva6  in  ©idjerheit  bringen. 


1450  «nterfliepcn  —  unter^ef^cn 

u n f e r fliegen ,  trh.  jicdof.  3tü.  m.  fein,  unter  itwci^  i)\n  fitepcn. 

Unterfßrfler,  m.,  ein  unter  einem  Dberförflcr  ftc^cnber  görpec. 

unterf reffen,  untrb.  giel.  3«.,  untei-f)nlb  anfceffen  ob.  jerfrcffen, 
fceffenb  unuxi)'6t)kn. 

unter  fügen,  trO.  jiet.  3io.,  unterl)al6  an  =;  ob.  einfügen. 

unterführen,  ttb.  jicl.  3»t>.,  unter  ct\va§,  unter  ein  £)bbad[)K.  fi'itiren. 

Unterfutter,  f.,  ha^  untere,  b.  l  innere-  g^utter  cineö  äcugcs,  bcf. 
cineö  Ätcibungöftiicfeö  ([.  S"«ec  1.);  unter  futtern,  trb.  jtct.  3».,  «IS 
i^utter  unter  etirag,  bef.  unter  ein  Äleibungöjliict,  fe|en  (^eljmer!— ); 
unterfuttern,  untcb.  jiel.  Sif-,  unter()alb,  b.  i.  auf  bcr  inneren  ©eitc 
mit  einem i^utter  befleiben,  gew.  blo^:  futtern  (cinÄlcib  mit^e(in?er!zc.— ). 

Untergang,  f.  unter  untergel)cn. 

Untergattung,  a\,  eine  untergeorbnete  ob.  unter  einer  aUgemeinercn  be» 
griffene  ©attung. 

Untergebäu  ob.  ^ gebaute,  f.,  ber  untere  5Si)eil  eineö  ©ebaubeö. 

untergeben,  trb.  jier.  3»>. ,  unter  etirag  ob.  ^um  Unterlegen  geben; 
untergeben,  untrb.  jiet.  3irt.,  einem  eine  ^erfon  ob.  <SacI}e— ,  fie  un- 
tec  beffen  ©eiralt,  ^errf(.-]^aft,  2fufftd}t,  ^d)n^  ob.  3ud)t  geben  ob.  fid- 
len' (3emanb  ob.  fid^  einem  ^crrn  — ,  [eine  Äinber  einem  ßef)rer  — ;  bef. 
baö  59?w  untergeben,  al6  .^tr».  ein  Untergebener,  bk  Untergebenen, 
cntg.  bem  SSorgcfe^ten  ob.  93or|lct)er);  fid)  einer  ®a(i)e—,  feiten  f.  ftc^ 
berfefben  unterbieten,  untcnr»erfen ,  fid)  barein  ergeben. 

Untergebifg,  f.,  baö  ©ebifs  ber  unteren  Äinnlabe. 

untergeben,  trb.  jieüof.  3»-  m.  fein,  fetten  f.  unter  etwa^,  ai^  ein 
Obbad^,  geben  ob.  fi'd)  beiregen;  auc^  ftd)  unter  etmai  bringen  [äffen, 
barunter  (Spielraum  bab«n;  gen?,  ftd)  nad)  unten  ju  beilegen  u.  unter 
einem  ücrbergenben  ©egenftanbe  bem  ©efid^te  oerfdjivinben,  finno.  ju 
©runbe  geben,  t>erfc^.  nieber geben»  welcbeö  blojj  bk  ahw&vU  ge^enbe 
Bewegung  auöbriicEt,  (ein  ©d^iff  gebt  unter,  ifl  untergegangen ,  b.  i.  oerfun^- 
fen,  untergefunfen),  inöbef.  üon  ben  •^immelöförpern:  unter  bem  ©eficbtö? 
f reife  üerfd)»rinben,  cntg.  aufgef)en  (bic  ©onne,  ber  SÄonb,  ein  ©tern 
gebt  unter);  in  einem  anbern  ©egenfltanbe  unfid)tbar  trerben  ob.  ftd) 
g(eid)fam  t)erneren  (ein  ©rern  gcf)t  in  bcr  Sonne  unter);  uncig.  f.  t)ernid)= 
tet,  serflört  werben,  aufboren  ^u  fein,  finno.  «ergeben  Hat.  iuterire;  UU 
Icö,  rcaö  auf  erben  ijt,  foU  untergeben;  bie  ©tabt  ift  im  geucr,  burcb  ein 
©rbbtben  u.  untergegangen;  untergegangene  ©tobte,  Sleicbe  Jc;  fein  9?a« 
men  wirb  untcrgcijen  ic);  —  untergeben,  untrb.  jiel.  3w.,  ettvaS— , 
ganj  barunter  bingeben  (einen  S3erg— );  alt  u.  oberb.  f.  unter  ctiraS  ge- 
ben ob.  treten,  bcf.  uneig.  fid)  einer  (Sad)e  unterjieben,  ffe  übernebmen, 
auf  fid)  nebmen,  ertragen  (j.  f8.  eine  ®efaf)r,  ben  Sob— );  einen  — , 
f.  ibm  un\)ermerft  entgegengeben  u.  ib"  abfd)neiben,  jurürfbi^tten,  ob. 
fangen,  ergreifen;  oberb.  aucb  f.  begeben,  beftd)tigcn,  unterfud)en  (baö 
gelb,  bk  SKarf— );  —  ber  Untergang,  -eg,  9)i.; gange,  1)  (o.  un» 
tcrgcfjen)  baä  Untergeben,  b.  i.  bie  abroartö  gerid)tete  S5etvegung  big 
jum  93erfd)roinben  anß  bem  @eftd)te  (ber  Untergang  eineö  ©d^iffes,  eineö 
©cbwimmcrö  jc);  inöbef.  baS  SSerfd)n?inben  eine«  v^immel^!örper«  unter 
bem  (55efid)tö!reife,  finn».  9^tiebergang,  cntg.  3(ufgang  (bcr  Untergang 
bcr  ©onnc,  beö  SJionbeö),  mä)  f.  bie  |)immet^gegcnb,  wo  bie  ©onne 


«ntergcf^ong  —  untevl)abctt  1451 

untergeht,  gcro.  2(bcnb,  Si^fllcn;  uncig.  baö  Secftört--  ob.  93ernic()tetroer? 
bcn,  baö '^fufl)6rcn  be^  Dafeing  ctncc  ©ac^e,  finno.  S3ernid}tung,  SSer* 
berben,  (bct  Untergang  einet  ®tabt,  eincö  9?etc^e6;  [einem  Untergange  na{)e 
fein;  einen  »om  Untergange  erretten);  2)  (o.  unter ge()en)  oberb.  f.  bie  ^e- 
gel)un3  II.  S3efict)tt9un9  ber  Se'b^  u.  gdirgren^en  bur^  beeibigte  ^crfonen, 
f.  ».  tt).  Um-,  Übergang;  bat)er:  ber  Untergänger,  f.  becibigtcr  $5(uibe= 
fid)ttg;r,  weldjer  bic  3)Zarffteinc  [e^t  unb  fjebt. 

untergel)örig,  Sm.,  lanbfc^.  f.  unter  etwcii  ob.  ^emanb  gef)örenb;  bie 
Untergetjörigen,  in  ©c^leßirig  eine  "Kvt  Äotf)[üJTen,  bie  if)re  Srunb» 
flücfe  oon  einem  Älojter  jii  Scf)en  net)men  (fejlcn)  müjTen,  auc^  geflbauern 
ob.  ßanflen  (f.  b.)  genannt. 

untergelangen,  trb.  jieUof.  3ix).  m.  fein,  unter  etwa^,  unter  ein 
£)bbac{)  gelangen. 

Untergerid)t,  f.,  niebereö,  untergeorbneteS  ®cri(^t,  entg.  Dbergeri<^t. 

Untergerinne,  f.,  J^üttenn?.  ein  unter  bcm  ©c^ofögerinrie  (f.  b.)  angc= 
legtet  ob.  fortgcfefeteS  ©erinnc;  SJKü^lenb.  hai  ®erinne  eineö  unterfc^ldc^- 
tigen  9?abeö,  in  iüet^cm  baö  3tab  läuft. 

Untergefc{)ofö,  f.,  baö  untere  ©efcfeofö  eine«  ©ebäubeg,  Srbgefd^ofö. 

Untergefiell,  f.,  ber  untere  S^eil  eincS  ©ejteUee,  entg.  £5berge|leU,  (j. S. 
baö  UntergejieU  einer  Äutfc^e);  gem.  fc^erjf).  f.  bie  SSeine. 

Untergen^anb,  f.,  bai  untere,  unter  einem  anbern  getragene  ©etranb. 

Untergen^eljr,  f.,  f.  e.  »r.  ®eitengcn5el;r:  Segen  ob.  ©äbcl,  entg.  Dber= 
geweljr. 

untevgiepen,  trb.  jiel.  3nj.,  unter  etroaS  giepen,  giefenb  baruntec 
mifd}cn  (j.  SS.  SBaffer  — ,  näml.  unter  bcn  2Bcin);  unter  giefen,  untrb. 
jiel.  3n).,  mit  etma§  ©egoffcncm  ob.  ftd)  gletd)f.  (5rgtepenbem  üermifd)en 
ob.  unterhalb  föi'rben  (j.  S.  SBangen,  mit  Siott)  untcrgoffcn). 

•unter gleiten,  trb.  gicUof.  ^m.  m.  fein,  unter  etn?a6  gleiten  ob.  glet-- 
tcnb  gcratl)en. 

Untergott,  m.,  ein  untergeorbncter,  minbcr  mäi^tiger  ©oft,  entg.  Dber-- 
gott;  au(^  ber  ®ott  ber  Unternjclt. 

untergraben,  trb.  jiel.  3«?-,  gcabenb  unter  etwci^y  unter  bie  (5rbc 
bringen  (ben  Sänger);  untergraben,  untrb.  jiel.  3».,  etroag  — ,  un? 
terl)alb  grabenb  bearbeiten,  u.  bcf.  auö^öl)len,  unter()öf)len ,  um  ocn  ein= 
f!urj  ju  bewirfen  (einen  Serg,  eine  SOiauer,  ein  .^au§ — );  uneig.  iu^gc; 
t)eim  u.  allmal)lid)  an  bem  Umflurj  ob.  ber  S3ernid)tung  einer  ^ci<ijt 
arbeiten  (Scmanbe  ®lüct,  ba6  SBoljt  beg  ©taateö  u.  — );  ber  Untergrab 
ber,  iver  ctiva^  untergräbt;  bie  Untergrabung. 

unter  greifen,  trb.  jiellof.  3nj.  m.  f)  ab  en,  unter  ctwaö  greifen,  um 
c6  ju  l)alten  ob.  ju  f)cben  ic.  ' 

Untergurt,  m.,  ber  untere  @urt,  bef.  an  einem  englifc^en  ®attel;  — 
unter  gürten,  trb.  jiel.  3">- ,  unter  etmaö  gürtenb  befefligen. 

Unterl)aar,  f.,  ob.  9)?.  bie  Unterf)aare,  baö  untere  J^aar,  inebef.  ba§ 
^aat  im  9lacEen  hii  gegen  bie  Ot)ren  iiin. 

unterhaben,  trb.  jiel.  3».,  gem.  f.  unter  ftd),  b.  i.  in  feiner  (Sie- 
watt, unter  feinem  S5efe{)l,  ob.  auc^  unter  \>m  ^änben  f)aben,  i)anbi 
f)aben  (j.  SB.  ben  ©egnec,  eine  ©ac^e  ic. — );  iai  «Oln?.  unter()abenb 
wirb  olö  aSw.  unc.  in  paffiüer  Scb.  gebraud^t  f.  trag  man    unterljat 


'   1452  tinter!)acfen  —  imtertjattcn 

(j.  SB.  [eine  unter  ^ab  cnb  e  tO?annf^aft  f.  bie  il)m  unfergebcne  ob.  unter 
[einem  a5e[ef)l  [tef)enbc:  i>k  un tcr{)a()enbe  ©ai^e,  Äanjl.  [.  i)k  ooctie- 
genbe,  gu  beatbeitenbe  ©ad^e). 

unter l)a(fen,  trb.  jiei.  3».,  unter  emai  l}acfen,  l)acfenb  barunter 
mifcf)en;  untert)acfen,  untrb.jiel.3n>.,  unterrod'rtS  bewarfen. 

untert)alb,  (»on  >&albe,  b.  i.  (Seite),  9lir.  u.  2Jit).  mit  bem  (Sen.,  auf 
ber  unteren  «Seite,  an  bem  unteren  ZhilU,  nach  unten  5U,  cntg.  ober» 
^aib  (eine  ©a^e  untcrfjolb  fa[[cnjc.;  unterbalb  bee  Sergej,  bc§  g(uf[cö, 
bcr  ©tabt  jc.). 

unterl)a(ten,  trb.  jiel.  3»-,  unter  etwa^  l)alten,  j.  35.  um  etwai 
ouf^ufangen,  (ein  @e[ö'l3,  bie  >?)änbc,  bie  ©d^ürje— );  —  unter I) a  ( ten, 
untrb.  ikl.  3w.,  1)  etg.  Ut.  etwai  unterhalb  f)a[ten,  fluten,  aufredet 
Ratten,  ba\i  e§  nic^t  foUe;  ba^cr  uneig.  2)  ben  SSeflanb  einer  @act)c  burd) 
SSefovgung  ob.  2!)arreid)un9  beö  baju  @rforber(i*en  beivirfen,  finn».  er- 
f)alten  (iat.  sustinere;  j.  «8.  ein  gcuer  — ;  ein  ®ebäube,  einen  ®avten  2C.  — , 
im  ©tanbe  cxi)aUen;  eine  Ceibcn[c^o[t,  Siebe,  Steigung,  ^a\i,  ic.  —  ,  [innü. 
näijren,  |)egen;  eine  Bewegung,  ein  @e[pväc^— ,  [or(fiii)rcn ,  fort[f|cn); 
in  engerer  «Beb.  bie  gortbauer  beg  gebenS  burd)  @en)af)run5  beä  öebenS- 
bebarf^  beirirfen,  be[.  »on  S!Äenf(!^en,  bk  man  ju  gewiffcn  3tfecten  in  einem 
ab{)ä'ngigcn  9Serf)ättniflfc  erhält,  [innü.  ba(ten,  t)er[c^.  £rnäf)ren,  cr()al  = 
ten  (üicte  Sruppcn,  dn  J^eer,  X)icncr[d)aft  2C. -- ;  man  erbält  ob.  er» 
nai)vt  eine  j^amilit;  man  unterljält  eine  Scifc^(aferinn);  obcrb.  f.  einen  jum 
©olbaten  amtierben  ([id^  unteri)a(ten  laffen,  f.  ©olbat  metbcn);  3)  einen 
ob.  fid)— ,  burd)  angenef)me  Sefd^äftigung ,  3citücrtrcib,  ©piel  :c.  u.  be[. 
burd)  ©efprad)  9(eid)f.  f)in{)altcn  ob.  an()altenb  bcfdjd'ftigen  (einen  mit 
©piel  u.  @e[ang,  mit  (grjäijfungen  zc.  unterl^aUen;  er  [uditc  mic^  ju  unter« 
Jaften;  einen  gut,  angcnef)m  ic.,  ob.  [c^lec^t  Hnterf)aUen;  idj  unter()te(t  miä) 
gut  in  bcr  ®e[eU[d)afr,  {jabc  mii^  gut  unterlE)a(ten ,  fr.  amüfirt);  inöbe[.  fid) 
mit  .3«nianb  t>on  ettva§— ,  b.  i.  ein  ©efpräd)  jur  ^«itöerfurjung 
of)ne  ernjlcn  3'vctf  mit  it)m  füf)ren,  finno.  fid)  untcrreben;  bn6  SOZst).  un# 
tert)a[tenb,  alö  S?».  f.  Unterl)altuncj  9eivdf)rcnb  (j.  S3.  ein  unUxijaU 
tenbeg  ©d^au[picl,  @e[prä(^  ?c.);  an3ene{)m  (jefprad)i3  (j.  S.  eine  Ui)vnn-' 
tevt)attenbe  grau);  —  bcr  Untcrl)alt,  -eg,  o.  9JI.  1)  ia§  Unterhalten, 
b.  i.  bie  2)arrcid)un3  be^  ßebensbebarfg,  finn».  Unterf)a(tung  (ben  Unter« 
i)aü  einer  ^er[on,  einer  gami(ic  übermijmen);  2)  gem.  ba^  jur  ßebenäcri 
t)altung  (5rforberIid)e  an  9tat)rung,  Älcibung,  2Bo{)nung  jc.,  ber  8eben6- 
bebarf  (für  Semanbö  Unterljalt  [orgen,  beffen  Unterhalt  befreiten:  fid^  fei* 
nen  Unterijatt  oerfc^affen;  bcr  täglii^e  Untcrljalt  u.J;  bie  Untcrl)a(töfo|!en, 
s mittel;  ber  Untcrl)a(t6manc\el,  u.  bgt.  m.;  bcr  Unter i) alter,  bie  Um 
tert)alterinn,  von  ctiraS  ob.  3«manö  unterhalt,  b.  i.  crtjdit,  crnai)rt  jc, 
ober  it)n  angcncf)m  bc[dt)ciftigt,  if)m  bie  3eit  oertrcibt:  unterbaltlic^,  SSm., 
•  (obcrb.  au^  untcrf)älttic^)  Icid)t  ju  untcrl)a[ten  (in  ber  S5cb.  3),  fid) 
gern  untcri)artcnb,  finno.  9efpräd)i9;  ouc^  f.  untcrl)altcnb,  Untcr()altun3 
9en)al)rcnb;  bie  Untcrl)altlid)feit;  bie  Unter  l)altun9,  1)  baä  Unter* 
galten  a)  in  ber  2ten  S5eb.  won  unteri) alten,  [innt>.  (5r{)attun3,  9?dl); 
rung,  §ortfiif)run9  (j.  25.  bk  Unterl)altung  eineö  gcuer§,  einer  ßtibenfc^aft, 
cineö  @f[präd)6,  cineS  SSriefwcdjfclS;  bie  Untert)altung  cineö  .!^eere6);  b)  in 
bcr  3tcn  SSeb.:  bie  angcnel)me  55efd)d'fti9un9,  finn».  Scitoertreib  (jur  Un- 


untcrt)anbc(n  —  Untcvi^emb  1453 

tcrl)aUunä  mit  Scmanb  fprcd^en,  fpicltn  ic;  füc  bit  Untcrf)attun9  ctncc  GiC' 
fetlfcfeaft,  einig  grcmbea  fotgcn);  auc^  f.  baS  (Sid^^unterfjalten,  bie  gefeU- 
fcf}aftlid)c  Unterrebung  (bic  Untcrtjaltung  »rar  fel^r  Icbfjaft):  2)  ba^jenige, 
wa^  untei-()a(t,  inebcf.  a)  feiten  f.  bec  Unterhalt  (bibt.  itjm  war  flct§  feine 
Untcr()altung  gegeben);  h)  gew.  tva«  an9cne{)m  'bcfcbaftiät,  jur  3<itüer- 
fitrjung  ob.  ^eiRreuung  bicnt,  finno.  @i-9Ö|lid)feit,  SSergnügen,  3eit* 
üertreib,  nur  in  biefcu  Seb.  aud)  in  bcr  5OT.  Unterhaltungen  gebr.  (j.  83. 
©picl,  Sonj,  ?3Zuftf  finb  beliebte  Unterhaltungen),  in  engerer  58eb.  f.  &(- 
fpraci)  (unferc  Unterlialtung  betraf  ba6  SBettcr;  eine  lange,  angenefjme  ic. 
Unterf)altung,  öftere  Untcrljaltungen  mit  Scmanb  fjaben);  bie  Untert)altun9ä; 
füllen,  itcftcn  jiir  Unterhaltung  ((Srljattung  k  )  ton  ©adjen  ob.  ^erfonen; 
bie  Untcvbaltungögabe,  Untt'r()altunct^funfl,  bie  ®abc  ob.  gät)ig!ett, 
.Äunft  ob.  ®cf(j^icfli^feit ,  gut  u.  angcncl)m  ju  unterf)alten;  ber  Untcrl)als 
tung^ton,  3;on  (f.  b.)  ber  gefelligen  Unterl)altung. 

unter banbeln,  untrb.  jicllof.  u  jiel.  3»-)  cig.  al<5  SSermittler  in  einer 
e>t)ifc^en  ^rcei  '5)erfoncn  ob.  ^arteten  fdjmebenben  2(nge(cgcnl)eit  t^d'tig  fein; 
bann  and)  oon  ben  betljciligten  ^crfonen  ob.  ^Parteien  felbft:  über  eine  Qt- 
meinfcf)aft(td)e  'j(nge[egen(}eit,  ©treitfadje  2C.  »erbanbefn,  um  eine  6ini» 
gang,  2(ueg(eid)ung,  einen  SSertrag  u.  ju  ©tanbe  bringen  (mit  Scmanb  we- 
gen einer  ®nd)e  ob.  über  biefelbe  unterbanbeln,  j.  S.  über  ben  ^rieben,  roe» 
gen  einer  JQdtati)  ic.  —  ;  ob.  jiel.  ben  grieben,  einen  SScrgtetc^  :c.  untcr^an= 
beln);  bei  Untcr()änblcr,  bie  Untcrbänblcrinn,  wer  unterljanbelt,  finno. 
23ermtttlcr,  9}?ittcl3perfon,  Äaufm.  'iD?ä'fler  (bcr  Untcrf)änblcc  bd  einem 
93erfaufc,  23erglci(^c,  einer  Jpeirotl)  :c.);  inßbef.  mcr  Unterljanblungen  in 
©taat6angelcgcnl)eiten  fül)rt;  bie  Untevl)anMung,  lU?.  -en,  \ia^  Unter; 
hanbeln,  wie  auc^  ber  Hergang  u.  3n^a(t  beSfelben  (Unter^onblung  mit 
Scmonb  pflegen;  ftdjinUntir^anblangen  einlaljen;  gricbenguntcrl)anblungcnjc.); 
bie  Unterl)anblun9eihm)l,  bie  Jtunft  ju  unttrljanbcln,  bef.  in  ©taatöange- 
legen()eiten  (fr.  Diplomatie). 

u  n  t  c  r  l^aUvjen ,  trb.  jiel.  3«- ,  unter  etwa«  I)in  Rängen. 

untcvJ^vivfen,  trb.  ^iel.  3m.,  barfenb  hinunter  bringen  (ben  ©amen). 

Untcrljarj,  .m.,  bcr  niebrigere  S^eil  beö  Jg)arjgebtrgeö,  entg.  Dbcrljarj. 

unter t)aucn,  trb.  jiel.  3tr.,  unter  ctmag  ()auen;  {)auenb  barunter 
mifd)en;  unterl)aucn,  untrb.  gicl.  3^.,  unter{)a(b  behauen  (95ergnj.  un- 
terl)auene  SBanbe,   b.  i.  übcr^angcnbc,  beren  @rj  unten  weggehauen  ift). 

Unterl)auptmann,  m. ,  ber  bem  -ipauptmann  untergeorbnete  Sefeljlg^ 
l)aber,  ©teUoertretec  bes  -^^auptmannö  (gem.  fr.  Sieutenant). 

Untcrl)auö,  f.,  bei  untere 'Sl)cil  eines  ^aufeö;  aucK)  ein  tiefer  gelegene^ 
>^au6;  in  @nglanb  bie  58erfammlung  ber  ©emeinen  (ba6  Unterparlament), 
entg.  Obert)auS. 

Unterbaut,  t».,  bic  untere  ob.  innere  J^aut,  entg.  Dbcrljaut. 

Unterliefen,  bie,  o.  e.,  bie  ftc^  gu  S3obcn  fc|enbcn  ^efen  (f.  b.),  aud^: 
©telltjcfen. 

unterf)eften,  trb.  gicl.  3w.,  unter  ettvaS  ^eftenb  befejligen. 

untcrbetfen,  trb.  jiellof.  3m.,  einem -,  gem.  f.  ihm  t)elfen,  baf^ 
er  irgenbivo  unterfomme,  ihn  unterjubringen  helfen. 

Unterl)emD,  f.,  ba§  Jpemb,  meldjeS  gu  unterjt,  unmittelbar  auf  bem 
idbi  getragen  wirb,  j.  U.  o.  Dber^emb. 


1454  unted;er  —  unterfaufeti 

unterl)er,  ^Ixo.  beö  Ortes,  feiten  f.  unter  etivai  f)cr  ob.  nad)  bcm 
©tanbpunftc  beg  JRebenben  ju,  ocrfd^.  f)  er  unter. 

Unter{)erb,  m.,  ber  untere  Zi^di  beö  ^erbcö;  ein  niebrtger  gelegener 
^erb,  ^üttenw.  f.  o.  «?.'•  Sti^{)erb ;  nieberb.  au(^  f.  eine  Sanf  neben  bem 
J^crbe. 

Unterl)crrfd)aft,  W.,  untergeorbncte  ^errfc^aft  ob.  ©ciualt ,  entg.  Ober* 
fierrfc^aft;  ein  CanbeSbcjirf,  ber  unter  einer  folc^en  (lel)t. 

unterl^in,  5Rir.  beö  £)rtc6,  feiten  f.  unter  etwa^  hin,  eine  oon  bem 
©tanbpunfte  beg  Stebenben  ftd)  entfernenbe  »ragered^te  SSetvcgung  unter 
einem  ©egenjianbe  bejetd^nenb,  eerf^.  (hinunter;  oberb.  auc^  f.  f)inunter. 

Unterl)of,  m.,  ber  untere  Sljeil  eines  .^ofeö;  ber  untere  ob.  unten  ge= 
Icgenc  Jg)of. 

unter  |)ö|)(en,  untrb.  siel.  3»- ,  unten  aug^ö'f)fen,  bucd)  »^of)len  uns 
tergraben  (ein  ^au6,  einen  Serg— ;  bcf.  im  Äriege:  ein  ^^eftungöwerf, 
eine  ©tabt  — ,  fr.  unterminiren);  auc^  uneig.  wie  untergraben:  f)eim(id) 
5U  flür^en  ob.  ju  yerberben  fudjen. 

Unter{)0(5,  f.,  1)  gorftu).  nicbrig  «jac^fcnbeS  ®ef)öli,  ©ejlräuc^,  ®e» 
büfi^,  md)  (S^lag^olj  genannt,  entg.  Dbcrl)olj;  2)  ba%  untere  ©tücf  Jg)oli 
ob.  ber  untere  Ztidi  eines  Ijöljcrncn  3ittimernjer!e6,  j.  35.  ©djiffb.  ein  Zt)iH 
beö  unter  SDBaffer  beftnblic^en  ©(^iffeö. 

tlnterl)ofe,  n?.,  gew.  9}?.  ble  Unter{)ofen,  .^ofen  gum  Unterjitijen,  Un» 
terbcinflciber. 

unteii)üpfen,  trb.  jieltof.  3».  m.  fein,  fid)  ()üpfenb  unter  etira6 
t)in  betregen. 

unterlrbifd^,  «Bit».,  unter  ber  £)berfläd)e  ber  (5rbe,  im  Stinern  ber^ 
felbcn  beftnb(id)  (unterirbifc^e  ©ä'nge;  bie  unterirbifc^en  ©ötter,  b.  i.  bie 
unter  ber  (5rbc,  in  ber  Unterwelt  Ijerrfc^enbcn,  auc^  alö  J^w.  bk  Unterir» 
bifc^en). 

Unterjagb,  tr.,  gew.  bie  O^teberjagb  ob.  niebere  ^a^b  (f.  Sagb);  — 
unterlagen,  trb.  giel.  3nj.,  unter  etwai  i)'m  jagen,  jagenb  unter  ctvoai 
treiben;  —  ber  Unterjager,  ein  itntergeorbnetcr,  geringerer  Säger,  entg. 
S^berjägcr. 

unterjochen,  untrb.  jitl.  3w.,  unter  ba§  Sod)  bringen,  gern,  nur 
unci^.  (ügl.  Sifd))  f.  unter  feine  v|)errfd)aft,  ©civalt,  SSotmd'pigfeit  brtn? 
gen,  jtnnt».  unterwerfen  (ein  SSol!,  ein  Sanb— );  ber  Untcrjoc^cr,  roer 
:^(nbere  unterjodit;  bie  Unterjod)ung. 

Unterjunge,  m.,  Jpütten».  Änaben,  welche  bk  planen  im  Unterfajfe 
auötüafc^en. 

UnterJammer,  tv.,  eine  untere,  b.  i.  im  Untert)aufe  bcfinblidje  .Kammer, 
entg.  £)ber!ammcr;  —  ber  Unterfdmmercr,  bcm  Dbeifammercr  unterge; 
orbneter  Äämmerer  (f.  b.);  ber  Unterfammert)err,  ein  Äommerljcrr,  ber" 
unter  einem  Dberfammerljerrn  fiel)t. 

unter tcimpfen,  trb.  jicl.  3m.,  fdmpfenb  unter  fid)  bringen,  b.  nie* 
berfampfen. 

Unterfanjlcr,  m. ,  ber  bcm  ®ro^!anjler  untergeorbnete  Äanjter. 

unter  tauern,  trb.  jieUof.  3w.  m.  fein,  unter  ettva«  fauern  ob.  ftd; 
fauernb  verbergen. 

untcrfaufen,  trb.  jiellof.  3«).  m.  l;aben,  alt  u.  oberb.  1)  f.  W\U 


UntexUl)U  —  unteufötig  1435 

tel^pcrfon  ob.  Unta-()anbrcr  in  Äaufgcfdjaften  fein,  mafeln;  2)  3roifd)en* 
cb.  Äleinbanbcl  treiben;  bec  Unterlauf,  batJ  ©efdiä'ft  be«  faiifmannifd)en 
Unter^anblerg  ob.  9)Iaf(erä;  aud)  bie  ©ebübr  be^felben,  ba«  ?!7?d'eier9e(b ; 
bec  Unterfmifcr,  oberb.  (lanbfc^.  auä)  Untetfäuftcr,  Unter! ä'ufel) 
1)  ein  Unteif)änb(er  in  «^onbcl^fac^cn ,  5)?af(et:  2)  ein  3wifd)enl)änb(er, 
^tlcin^anblei-,  Ära'met. 

Untcrfcl)lc,  tu.,  f.  u.  w.  Unterfinn,  f.  b. 

UntcrfcUner,  m.,  ein  bem  ObcvEcanec  untci^covbnctcc  ÄeUner. 

Untcvtlefer,  m.,  Unterficme,  n?.,  bcc  untere  Äirfcr  (f.  Äiefet  1.),  bte 
untere  Äicme  (f.  b.). 

Unterfinn,  f.,  ber  unten  am  Äinn  bcfinoHc^e  fteifc^ige  Zi)üi,  aui):  bie 
Unterfeble,  tanbfd).  gem.  Äaber,  SBammc,  ®c^no|t(;  —  bie  Untcr^ 
tinnlatc,  bie  untere  Äinntabe. 

Untcrt'iffcn,   f.,   ein  unteres,  unten  Iiet3enbe6  Äiffen. 

itnterfitten,  untergeben,  trb.  jiet.  äw.,  tittenb,  Hebenb  untcc 
cmai  bcfefrigen. 

Unterfleib,  f.,  tin  Äteibungejiüd:,  xodäjii  man  unter  einem  onbern  trä\}r, 
,v  SB.  bie  SBrfte:  ciwä)  ein  Äteibungöftücf  jur  SeÜeibung  bec  unteren  Äörpec= 
tlieile,  babec:  UntcrEleiber  inöbef.  f.  5BeinEteiber;  ©cbiff.  bnS  UnterEleib 
cinee  ®egcl6,  b.  i.  ein  an  baß  ©tucmEtcib  befejligtcr  jraeitec  (Streifen  ©cgeltud^. 

untcrf(ei)lcrn,  trb.  jict.  3n?.,  fieiflecnb  unter  etwai  befejttgen. 

untcrflettcrn,  trb.  jiel.  ^m.,  fletternb  unter  et\v<\i  gelangen. 

Untcrfncd^t,  m.,  f.  o.  ».  ÄleinEnecijt,  entg.  ObecEnedbt. 

unttrfncten,  trb.  jiel.  3»o.,  fnetenb  unter  etirag  mifd)en. 

unter fnöpfcn,  unterfnüpfen,  trb.  jici.  ^m. ,  fnöpfenb,  fnüpfenb 
unter  etivaö  befefligen. 

Unterfod^,  m.,  ein  unter  bem  OberEocge  ftebcnber  Äoc^ ;  an  «ipöfen  ein 
Siodif  ber  füc  hie  geringecen  ^ofbebientcn  foc^t. 

Untcrfol)lrübc,  \v.,  f.  Äoblcübc  untec  Äcb^- 

unternommen,  trb.  gieUof.  3»».  m.  fein,  unter  etma^y  unter  ein 
Cbbad)  fommen;  uneig.  ubccb- 2(ufnat)me,  v^erberge  ftnben  (bie  Steifen^ 
ten  fonntcn  nic^t  unterEommcn);  in  einen  Dienft  fommen,  eine  93erfor; 
.•sung  ftnben  (in  einer  .^anbtung,  bei  einer  Jperrfdjaft  2C.  unterEommen);  tai 
Unterfommen,  aU  ^vo.  f.  £)bbad},  bleibenbec  2{ufenti)a(t,  23ecfocgung 
(lin  UnterEommen  finbcn);  —  unternommen,  untrb.  3iP.,  a\t  u.  oberb. 
I)  jiel.  f.  t)erl)üten,  üerl)inbern,  abfiellen  (j.  33.  Unfug,  9?ä'ubcrei:c.  — ); 
unterbred)en  (einen—);  2)  jielloö  m.  fein,  f.  ücrfommen,  fid)  jutra; 
gen:  unterbleiben,  unterfaffen  iverben;  —  bie  Untcrfunft,  1)  f.  ü.  tu. 
ba^  Unterfommen;  2)  m.  f.  £)aän?ifd)enfunft,  SSermittlung,  Söecf)in= 
berung. 

Unterfönig,  m.,  ©tattbaltec  ob.  Vertreter  cincg  Äönigö  (fr.  SßiceEönig). 

UnterForb,  m.,  SSergn).  ber  untere  Zi)dl  bcö  ÄorbcS  an  einem  ©cpct. 

Unterforn,  f.,  ganbtt».  leichtes,  geringbaUigcß  @e:reiöc. 

Untcrförper,  m.,  ber  untere  Sbcit  beö  Äörpcrö,  ocrf^.  Unterleib. 

UUtatotig,  Sro.  (n.  21.  unterföbig;  fdbrcertidb  »on  Äot{)  1.  f.  ©iter; 
cbcrb.  untcrcettig,  unterüttig,  wü^rfc^.  oon  ^itt  f.  aufjleigenbeö 
CuellmafTer,  al6  9tfbenfürm  ton  ÄccE,  ÄicE,  f.  b.),  lanbf(^.  f.  t>on  innen 
beraub  eiternb,  fd}njdrenb  («in  unterfötigeö  @efd^»ür). 


14ü6  untei*fvic({)cn  —  unterlaufen 

unterfriec^en,  trb.  i^itUof.  3w-  m.  [ein,  unter  etwa«  amdjen,  fid) 
hlcd^cnb  t)crbcrgen  ob.  bemütf)i9cn:  Sei-gw.  mit  bei-  Sevgarbeit  [o  auf- 
fafjren,  bafö  man  über  ft^  eine  girfte  f)at;  anä;  uneig.  oon  einem  ©angc: 
unter  ein  ©ejlein  in  bie  Sicfc  finden;  unterf  rted^en,  untrb.  iiel.  3n)., 
etipaö  — ,  friedjenb  firf)  banutter  fortbewegen,  frtec()€nb  iinterf)öf)Ien. 

unter!riegen,  trb.  jiet.  3>t>.  (oon  friegen  2.)  gem.  einen  ob.  etwaö— , 
f.  unter  feine  v^anbe,  in  feine  ©eivait  befommen;  unteriuerfen,  bejtringen. 

u  n  t  c  r  fri^^e(n,  trb.  iicl.3>t).,  unter  etiraS  Eri^ein  ob.  fri^elnb  fc{)reiben. 

unterfrümmcn,  tib.  jict.  3>t5.,  frümmenb  unter  etiraö  bringen. 

Unterfrump,  m.,  -eg,  5K.  -c,  (0.  oberb.  !ramp  =  frumm;  »gt. 
.Krampe)  bei  bcn  ©tuijtmac^ern:  dn  £iuerricget  beS  ^interjlapfenö  an  einem 
®tuf)(e. 

Unterlabe,  »w.,  bie  untere  2abe;  Su4)m.  ber  untere  S()eil  ber  ßabe  am 
SBebcftut)l. 

Untevlabung,  m.,  bie  unterftc  ©(^iptabung ,  Unterlafl,  SaUaft. 

Unterlage,  it?.,  f.  unter  unterlegen. 

Unterlager,  f.,  ein  untergelegter  Äörper,  tt)etd;er  einem  anbcrn  at6  ßa* 
gcr  bient,  inöbef.  Sauf,  üicrfantig  geljauene  «^öljer,  in  weld^e  ©aulen,  ©tan» 
bcr  u.  eingejapft  werben. 

Unterlanb,  f.,  ber  untere,  b.  i.  tiefer  liegenbe  Zi)di  eineö  8anbe§,  finn». 
sriiebertanb,  entg.  SDberlanb;  ber  Unterlcinbcr,  bie  Unterlänberinn, 
S3e»üoi)ner  bcö  Untevtanbeö:  unterlänbtfd),  Siü.,  jum  Unterlanbe  9ci)örig, 
bort  eint)eimifc^  :c. 

unterlaffen,  trb.  gicl.  3w-.  ausIaJT.  f.  unter  etwaö  gelangen  ob.  fem; 

men  laffen;    unterlaffen,    untrb.  jiel.  3«?.,   {Mi.  uutarlazan,  underlazen; 

»gl.  b.  lat.  intermittere)  cig.  eine  S^d'tigfeit  unterbred)en,  aufl)6ren  (twcii 
ju  tl)un,  baüon  ablaffen,  (ogl.  Unterlafö);  fefet  gew.  ftd)  entf)alten,  itwai 
ju  t^un,  es  nictit  tf)un,  bef.  [ofern  man  eö  ju  tfjun  beabfid^figte  ob.  baju 
oeranlafft  ob.  üerpflid)tct  war,  aud^  bto{j:  (t\Xia$  laffen,  gem.  bleiben  laffen, 
unteriregeS  laffen,  (bai,  ©pieten,  baö  Srinfen,  eine  ©ünbc  k.  — ;  feine 
^flid)t,  eine  @ewot)nI)eit  2c.  unterlaJTen;  er  unterlicp  eS,  mir  9tad^rid^t  ia-- 
üon  ju  geben;  iä)  will  nii^t  unterlaffen,  ii)m  ju  antworten  :c.);  ber  Unter? 
lafä,  -ffeg,  0.  2Ä.,  (mittell).  nnderlaz),  bd^  Unterlaffen,  b.  i.  baö  VLn- 
terbred[)en  einer  Stiatigfcit,  ba^  2(uf^ören  (gew.  nur  in  ber  Serbinbung: 
ol)nc  Unter lafö,  i.  l  ununterbrodien,  unaufhörlich,  j.  SS.  ot)ne  UnterlafS 
arbeiten,  an  itma^  benEen  jc);  bie  Unter laffung,  ba^  Unterlaffen, 
b.  i.  baS  5^icl)ttl)un  (j.  S5.  bie  Unterlaffung  beS  Söfen,  feiner  ^flid^t  :c.); 
ter  Unterlaffunggfebler,  bie  UnterlalJungefünbe,  gebier,  ©ünbe  bur^ 
Unterlaffung  einer  pflicljtmäfigen  ^anblung,  entg.  a?egcbung§fct)lcr  ic. 

Unterlafi,  ro.,  bie  unterfie  8aft  im  ©c^ifföraumc,  SaUaft. 

Unterlauf,  m.,  ©^iffb.  ber  untere  Sauf,  b.  i.  baö  Unternerbed. 

unterlaufen,  trb.  jiellof  3w-  m.  fein,  unter  eüvai  l)tn  laufen,  fic^ 
faufenb  bavunter  begeben;  mit  unterlaufen,  uneig.  gem.  f.  fi^  unbc« 
merft  unter  etwaö  einmifc^en,  unter  anbern  25ingcn  unbemerft  bleiben  (j.  S. 
einzelne  gel)ler  laufen  mit  unter);  ber  Unterläufer,  1)  wer  ob.  waS  unter; 
läuft;  Sludjm.  f  o.  w.  Unterbaum;  lanbfc^.  wer  fid>  unbefugt  in  ^an* 
bel^gefd)afte  mifd}t,  insbef.  ein  @d)leidil)anbler,  @d)leid)l)anbeläfd)iff 
(engl,  iuterloper,  l)oU.  enterlooper);  oberb.  (gem.  Unterläufel)  übert).  f. 


Untevleber  —  unterliegen  1457 

Unterf)anb(et ,  5!)Zittc(6pcrfon,  Äuppler;  2)  (öon  Säufer)  ein  untergc- 
orbneter  ßd'ufer,  inebcf.  in  ben  ©aljwerfcn  ju  Sgalle  gcvritTc  Äncc^te,  bic 
im  9tot()faU  bie  ©oote  in  bic  Äotf)cn  laufen,  b.  t.  tragen;  —  unter  lau« 
fen,  untrb.  giel.  3n).,  etwa^  — ,  baruntcr  f)in[aufen  (3ä'g.  ben  2(ucr» 
bat)n  —  ,  b.  i.  unoermerft  unter  ii)n  laufen,  um  ii)n  ju  fc^icjien,  aud;:  un» 
tcrfpringeh);  baruntec  weg  laufen,  um  au^juroeid^en  (einen  (£to^  — ); 
baruntec  ob.  bttjn)lfd)en  Inufen,  um  ju  t)emmen  ob.  Sinf)a(t  ju  tbun 
(einem  ben  Segen  — ;  ef)em.  einen  (Streit  —  ,  f.  fic^  bartin  legen,  xijn  f(^lid}» 
ten);  fict)  unterljalb  laufenb  verbreiten  (baö  S3lut  unterläuft  bic  J^aut;  bie 
^aut  ift  mit  SSlut  unterlaufen;  au(^  jitlloö  f.  unterlaufen  werben:  t>ii  ^aut 
unterlief  mit  Slut). 

Unterleber,  f.,  baS  untere  geber,  entg.  Dberleber  (f.  b.). 

Unterlefje,  ro.,  oberb.  bie  untere  Sefje  ob.  Sippe,  gen?.  Unterlippe;  an 
flöten  u.  Orgelpfeifen  ba6  !lcine  fc^räge  gelb  unter  ber  ©palte  ob.  bcm  3(uf» 
fc^nitte. 

unterlegen,  trb.  giel.  3nj.,  unter  itwai  legen  (j.  33.  etroaö  —  ,  ba* 
mit  bcr  ©egenjlanb  i)'6t)ct  ob.  auc^  gerabe  u.  fift  ftel)e;  Jpotj  — ,  näml.  unter 
l)cn  Äcffel  ic;  einer  Jpcnne  @ier  —  ,  gum  2(u6brütcn);  uneig.  einer  'Sad)i 
unter  einer  anbern  u.  bef.  an  ber  ©teile  einer  friil)eren  if)ren  ^(a^  geben 
(frifd)e  ^fcrbc  unterlegen,  b.  t.  fiatt  ber  friil)cren  anfpannen;  bal)cr  mit  un» 
tcrgclegtcn ^ferben ob.  Untcrlcgcpferben  (fr. 9{clatöpferben)  reifen ;  einem 
aJlufifftüct  einen  Slert,  anbere  2Sorte  jc.  unterlegen;  einem  2Borte  einen  an-- 
bern  ©inn  — ,  b.  i.  einen  foldjen  hineinlegen);  bie  Unterlage,  baS  Unter* 
gelegte,  n)a§  man  unter  ein  Ding  legt,  bamit  eö  t)bt}(t  ob.  fcjler  jtebe  jc. , 
oerf^.  (SJrunblage,  i.  58.  bic  Unterlage  unter  einem  gaJTe,  unter  bem  JQe-- 
bcbaume  (fr.  J^ijpomo^lium);  SauE.  f.  x>.  xo.  bic  Cagcrböl^er;  auc^  f.  Über« 
fc^utt;  ^üttinvo.  bk  bieten  cifcrnen  platten  auf  bem  S5oben  be6  ^o^trogcö; 
ferner:  bk  Scfleibung  ber  unteren  ob.  inneren  ©eite,  j.  S.  eineö  ®piegcl§, 
öbelfteineö  k.  (fr.  golie);  auc^  bie  innere  ^lanfcnbefleibung  eine§  ©d^iffcS; 
ber  Unterleger,  1)  mtx  etvoai  unterlegt:  2)  re>aö  untergelegt  trirb,  f.  o. 
XV.  Unterlage,  inebef.  ^immerl.  ein  Eurjer  95al!en  ob.  Älo^  al§  Unterlage  bcr 
langen  Segebalfen;  ©c^iff.  platte  ga^r^euge  ob.  ^ra^men,  mittelft  bcrcn  man 
©cbiffc,  bic  Ealfatert  rcerbcn  foUen,  auf  bie  ©eite  «inbet;  bie  Unterlegung, 
\>ai  Unterlegen,  eig.  u.  uneig.;  —  unterlegen,  untrb.  iivi.  ^xd.,  ctreaS  — , 
unterl)alb  belegen,  mit  einer  Unterlage  t>erfe()en  (©c^ncib.  ein  ©tuet 
3eug  — ,  b.  i.  bur^  eine  Unterlage  »crjlar!en;  Su(^br.  bie  ©(^riften— , 
b.  i.  bur^  untergelegte  ©päne  erl)öben). 

unterlegen,  «OTn?.  u.  «Bm.  oon  unterliegen,  f.  b. 

Unterlet)rer,  m.,  ein  untergeorbneter  ßebrer;  auc^  ein  Ctbrer  in  niebcren 
©c^ulen  ob.  ©c^ulElaffen ,  cntg.  Obcrlebrcr. 

Unterleib,  m.,  ber  untere  Zi)dl  bcS  CcibeS  oom  3njcr^fcUe  bü  jum 
©djambeine,  ebler  als  ber  SSaud),  entg.  Oberleib. 

unter  leimen,  trb.  jicl.  3n).,  unter  ettra^  leimenb  befefligen. 

unter  leiten,  unter  lenfen,  trb.  jiei.  3«?. ,  unter  etnai  t)in  leiten, 
lenfen. 

unterliegen,  trb.  jicllof.  3».  m.  babcn,  unter  einem  25inge  liegen 
ob.  bemfelben  untergelegt  fein;  uneig.  f.  einer  <Baö:}e  ju  ©runbe  liegen, 
Die  ©runblage  ob.  ben  3nl)alt  berfclben  auSma^cn  (j.  95.  bic  bcm  5DiufifftiicE 

4;)e9fe'g  .^anbnbrtccb.  b.  bcutfd^cn  ©pr.  2.  Z^til,  92 


1458  Unterlippe  —  Untern 

untccitegenben  SBoctc;  bcc  ben  SBorten  unterluaenbe  ©tnn,  b.  l.  bet  in  iijnin 
cntt)attene);  unterliegen,  untrb.  jiellof.  3».  m.  fein,  $u  S5oben  liegen, 
unterbcücft,  übenvunben,  unteworfen  »erben ,  jtnn».  erliegen  (er  muffte 
unterliegen;  er  unterlag,  t|t  unterlegen;  mit  bem  ^at.  ber  «perfon,  j.  58. 
bcm  ©täcferen  unterliegen,  b.  i.  üon  il)m  befiegt,  bejwungen  werben;  er  un» 
tcrlag  ber  Übermad^t;  ouc^  unetg.  ber  2(n jlrengung ,  einer  Äranfljeit,  ber  Se« 
triibnife,  bem  Ungliict  unterliegen;  bog  «01».  unterlegen,  feiten  alö  SBw. 
f.  fc^wäc^cr,  geringer,  nat^jleljenb  an  Äraft,  9)Ia(^t,  gä't)igfeit  ic ,  entg. 
überlegen);  ferner  uncig.  f.  unterworfen  ob.  auögefefet  fein  (e6  unterliegt 
{einem  3wcifcl,  feinem  S3cben?en  jc). 

Unterlippe,  W.,  bk  untere  Sippe  (f.  b.),  entg.  Oberlippe. 

u  n  t  c  r  mal)len ,  ttb.  jiel.  3m,,  unter  etreaS  mal)len,  ma^lenb  (auf 
ber  SKüfjle)  barunter  mifcl)en. 

untermalen,  ttb.  fjUi.  3w.,  unter  itvocii  malen  (mit  garben);  unter« 
malen,  untrb.  jiel.  3«.,  unterhalb  bemalen;  bie  untere  ob.  ©runbfarbe 
auftragen. 

Untermann,  m. ,  ber  untergeorbnete,  geringere  ob.  na^flef)enbe  SKann, 
entg.  Obermann;  inöbef.  et>em.  f.  ßci)nemann,  ©^ü^Iing;  bei  ben  ©olbaten: 
wer  einem  anbern  in  Steifje  unb  ®lieb  jur  linfen  ^anb  ftei)t;  oberb.  au^  f. 
ü.  w.  ber  Unter  (f.  b.)  ob.  Sube  im  Äartenfpiel. 

Untermap,  f.,  lanbf^.  »ae  pom  ©etreibe  u.  onberen  5Baaren  burc^  ©in' 
ti-odnen  an  bem  öorigen  SOiaße  oerloren  wirb,  f.  o.  ».  (Sinmaf,  ^rudjt? 
fci}rumpf:  —  bie  Untermaße,  n).,  SSergw.  bie  sDiafie  (f.  b.)  unterhalb 
einer  gunbgrube,  28  8a(^ter  lang,  S'/a  fiac^tcv  breit. 

Untermajl,  ra.,  bie  unter  ber  erbe  befinblidje  ©^weinemafl,  aU  2Bur» 
jeln,  Sriiffetn,  SSSurmer  :c.;  in  engerer  ffieb.  f.  ixt  J^irfc^trüffel. 

untermauern,  trb.  ikl  3w-)  unter  etiraö  mauern;  untermauern, 
untrb.  jiel.  3«).,  unterl)alb  mit  9)?auetn)erf  üerfel)en  (eine  SBanb). 

Untermeij!er,  m.,  ein  bem  Obermeiflcr  (f.  b.)  untergeorbneter  SReifter, 
gew.  fc^tec^tljin:  SOleifter. 

untermengen,  trb.  jicl.  3»-,  unter  etwa«  mengen  (j.  SB.  J^afer  — , 
naml.  unter  baö  Äorn);  Untermengen,  untrb.  jiel.  3m.,  mit  etirag  Sin? 
gemengtem  üerbinben  oi).  üermifdjen,  finnt».  vermengen  (j.  S.  bai  Äorn 
mit  ^afer  — ;  mit  ^ärtfel  untermengtet  gutter):  bie  Untermengung. 

unterminiren,  untrb.  jiel.  3m.,  f.  miniren  unter  SJlinc. 

untevmifd^cn,  trb.  jiel.  3m-,  unter  ctroaä  mifd)en  (j.  35.  SBaffer— , 
nämt.  unter  ben  SBein);  unter  m  i  fd^en,  untrb.  jiel.  3».,  mit  etttjaö  d'nu 
gemifcf)tem  jufammenbringen  ob.  vereinigen,  finnü,  vermifdien  (ben  SBein 
mit5Saffcr— ;  ^rofa,  mit 5ßerfen  untermif^t,  u.bgl.m.);  bie Untermifd^ung. 

Untern,  m.,  -6,  (oUljoc^b.  uutam.  untorn,  bie  2Rittag6jeit,  mat)rfc^. 
B.  untar.  jn)if(^en,  mitten  inne;  mittel^,  undcrn;  f(^Ȋb.  berUnber;  rgl. 
baö  got^.  undaureiraats,  angclf.  undemmcte  f.  praudium,  entg.  gotl^.  nahta- 
mats  f.  coena;  fc^meb.  under,  lanbfd).  f.  grül)fKi(J  u.  f.  2Cbenbbrob)  alt  u. 
oberb.  ein  jn)ifcf)en  ben  gen)ö{)nlicl)en  »^auptmal^ljeiten  eingenommene^ 
(Sffen,  j.  58.  um  9  Uf)r  SJormittog«  u.  bef.  um  3  ob.  4  Ul)r  «Ra^mittagö, 
f.  0.  n.  %id}mittag«;  ob.  SSegperbrob,  lanbfc^.  auc^:  Unterje^,  Un» 
tcrbrob  (efwaö  jum  Untern  geben;  fd^wab.  j'  Unber  effen);  aud^  bie  3eit 
biefeg  änJir^cnelfen^,  5'?ad)mittag65eit;  untern,  3».  oberb.  (nieberr^ein. 


tintcrnageln  —  Unterpfanb  1439 

onbei'n)f.  ^itta^itut)«  f)alten;  bef.  »om  Stinbcfet):  flc^  (li  ben  SJlUtaga» 
jlunben  auf  bcr  SBSdbe  niebcrlegen  unb  rul)en. 

unter  nageln,  trb.  jiel.  3«>-,  unter  etwai  mit  ^^dgcfn  bcfefligcn. 

unter na^en,  untrb.  gfet.  3».,  untcrf)a(b  benagen,  nageub  untcr()o()len. 

unternät)en,  trb.  jicl.  3».,  unter  etwa«  näf)en,  unten  annafjen; 
untern ciljen,  untrb.  jiel.  3»- ,  unter()nlb  bcna()en  ob.  mit  etn?ag  ^ngc# 
ndf)etem  t)erfe()en. 

unternehmen,  unttb.  gkt.  3w.,  eig.  üon  unten  f)er  ob.  nud)  in  bet 
SD?itte  ne{)men,  faffen  (batjer  altb.  nntameman,  undememen  f.  unterbrechen, 
abbred^en,  oerljinbern,  »gl.  b.  lat.  intercipere;  sich  undememeQ  f.  fi^  gc» 
gcnffittg  fa|Ten);  je^t  nur  unetg.  etvoa^  —  ,  ftd)  entfd}(ie^en,  e3  ju  be* 
TOerfjlelligen  u.  mit  ber  2(u3fuf)rung  ben  2(nfang  mac{)en,  ogl.  ctrcaö  auf 

jtC^  nc()mcn,  übcrncbmcn  (b.  lat.  suscipere,  franj.  entreprendre),  bef.  con 
wichtigen  u.  fc^mimgen  ©ingen ,  ftnno.  fid)  einer  •^ad:)e  unterfangen ,  un» 
terroinben,  (ein  »tc^tigeö  ©cfc^äft,  einen  SSau,  eine  grojje  JReifctc.  — ); 
ba§  ?0lnj.  unterne{)menb  als  S»ü.,  f.  geneigt,  fd)n)ere  unb  n)tcf)tige 
25inge  ju  unterne[)men  (ein  unterncljmenber  Söiann,  ®ctft  u.);  bai  Unter« 
nef)men  u.  bie  Unternehmung,  1)  o.  SÄ.  bie  ^anblung,  ha  man  etivaS 
unternimmt  (j.  S3.  ba6  Unterncljmen  ob.  bie  Unterneljmung  eineö  S3aue§  k.); 
2)  baöjenige,  wcii  man  unternimmt,  eine  ju  betrerffteUigenbe  nttc^tigc  ob. 
f^toiertge  ©a^e  (ein  fc^njereö  Unternetjmcn;  eine  gro^e  Untcrnef)mung,  fc. 
entrepvife;  e6  gelingen  nic^t  aUe  Unterneljmen  ob.  Unternel)mungcn);  bec 
Unternet)mun9ägei|l,  bie  Steigung  ju  Untcrncf)mungen;  ber  Unternct)mer, 
wer  etwas  unternimmt,  ftc^  einem  »richtigen  ®cfcJ)äfte,  j.  58.  ber  (Sinrid)» 
tung  u.  Ceitung  einer  öjfentlic^en  2Cn|talt  k.,  unteriief)t  (fr.  Sntrepreneur). 

Unteroberftc  ob.  Unter  j^bcrfl,  m.,  et)em.  f.  ber  jundc^ft  unter  bcm 
jDberften  ftel)enbe  Sefc^l6f)aber  bei  einem  SRegimente,  ©teUoertrcter  be6  Ober* 
(len  (ie^t  gen?.  {)albfranj.  Dberft«8ieutenant). 

Unterobrigfelt,  w.,  bcr  tjöcfeflcn  eanbcSobn'gfeit  untcrgeorbnete  Dbrigfeit. 

unterordnen,  trb.  jiel.  3n>-.  «ine  Werfen  ob.  ©ac^e  einer  anbern 
(•Dat.)—,  b.  i.  unter  biefelbe  orbnen,  i^r  in  einer  £)rbnung  bie  untere 
©teile  aniveifen,  in  2(nfcljung  ber  'Sna(i)t,  beö  «Kangeö  ob.  2(nfel)en«  (fr.  fub:» 
orbinircn;  j.  83.  einen  Seamten,  eine  Set)örbe  einer  anbern—;  einem  2(n« 
bern  untergeorbnet  fein;  baS  SOtn?.  untergcorbnet  aud^  atö  93w.  f.  ab* 
gängig,  gering,  niebrtg,  bem  bürgcrli^en  Stange,  ob.  auc^  bem  gcifligen 
u.  fittlic^en  aBertli)e  na^ ,  j.  SB.  ein  fe{)r  untergeorbneter  5Kenfc%);  etwa6 
bem  S5egriffSumfange  ob.  ber  ©ebanfenform  nad)  unter  ein  2(nbere5  ob. 
in  2(b^d'ngigfeit  bat>on  flelfen  (baö  SBcfonbcre  bem  2CUgemeincn— ;  (Spracht, 
ein  9B  ort  einem  anbern—;  bcr  untcrgeorbnete  ©a^  in  einem  ©a^ge« 
füge,  b.  i.  ber  abl)dngige  5tcbenfai|5);  bie  Untcrorbnung,  baö  Unterorbncn; 
bag  93erl)altnif«  be6  UntergeorbnetfeinS  (fr.  ©uborbination);  oud^  bie  un* 
tergeoibneten  Dinge  felbft. 

Unterpacht,  m.  u.  ro.,  ein  »on  bcm  ^ac^tcr  »iebcr  »crpa^tcter,  b.  f. 
einem  2(nbern  übertragener  ^a(^t,  aud^:  2(ftcrpa^t;  ber  Unterpac^ter 
ob.  *  päc^ter,  wer  ttma^  »on  bem  urfprünglidben  ^adjtcr  i»icber  gepachtet  f)at. 

unter pQcfen,  trb,  jiel.  3».,  pacfenb  unter  etwaö  bringen. 

unter  pfählen,  untrb.  giel.  3n'-,  unterf)alb  mit  ^fäf)lcn  »erfe^cn. 

Unterpfanb,  f.,  -eg,  9J?.  *pfanber,  ein  ^fanb,  fofern  ti  3«manb 

92* 


14C0  UnterpfaiTcr  —    untemd)ten 

nI6  ®td)crf)eitö9runb  füc  eine  SerbinbUd^fett  ob.  ©c^ulb  gegeben  (gletd^f. 
untergegeben)  iricb  (ogl.  baö  gr.  4)i)potl)cf,  b.  t.  ctg.  Unterfa^,  Unter» 
läge),  ingbc)'.  oon  unbeweglichen  ©ütcrn,  OrunbftücEen  ;c.  (oerfd^.  ^fanb, 
[.  b.),  u.  in  uneig.  ©inne  (@e(b  auf  ob.  gegen  ein  Unterpfanb  Ieif)en;  ein 
@ut  al6  Unterpfanb  geben,  jum  Untirpfanbe  oerf einreiben;  iä)  fe^e  meine 
(g£)ve  jum  Unterpfanbe);  bec  Unterpfanb.qlciubiger  (fr.  tjtjpotbefarifc^er 
©laubiger);  bie  Unterpfanbfc^ulb  (l)i)potl)c!artfdöe  ®4)ulb);  unterpfanb^ 
lic^  ob.  ::pfänblid),  f8m.  u.  9iiö.,  in  ©eflalt  eineö  Unterpfanbeg,  a(g 
Unterpfanb,  butd)  ein  Unterpfanb  (fr.  (ji^pot^eEarifc^;  j.  S.  unterpfanb= 
lid^e  «Sid^crbeit;  etioaö  unterpfanblic^  bcfi^en). 

Unterpfarrcr,  m. ,  ein  bcm  Oberpfarra-  untcrgeorbnetcr  Pfarrer, 
unter pflanjcn,  trb.  jiel.  3ro.,  unter  ob,  jivifdien  etwaö  pflanzen, 
unterpflügen,  trb.  jicl.  3«?-,  pflügenb  unter  bie  @rbe  bringen  (ben 
Jünger);   unterpflügen,  untrb.  jici.  ^rv.,  unterhalb  mit  bcm  Pfluge 
burd}fd)neiben  ob.  lotfern. 

unter  prägen,  trb.  jiel.  3rc.,  nnter  ettva^  prägen  ob.  prägenb  bar» 
fleUen. 

Unterprebigcr,  m.,  ein  unter  bem  C'berprebiger  flebenber  ^rebiger. 
unterquerlen,  trb.  jiel.  3>t>. ,  querlenb  unter  itKia^  mtfd)en, 
unterred)en,  trb.  jiet.  3tD.)  mit  bem9led)en  f)inunter  bringen,  f.D. to. 
untevbarfen. 

unter r eben,  untrb.  ^w.  1)  jiel.  alt  u.  oberb.  f.  barein  ob.  ba5irifd)cn 
teben,  unterbredjen,  in  bie  ÖJebe  fallen  (bai)ec:  ein  unterrebenbeö 
Urtl)eil,  f.  t).  w.  3n)ifc^enurtl)eit,  fr.  Snterlocutorium);  2)  rücti.  fid)  — , 
mit  S^nuinb  ob.  unter  einanber  rcben,  finno.  fid)  befpred)en,  fid)  unter» 
halten  (iä)  unterrebctc  miä)  mit  i^m  von  einer  'S>aä)C  ob.  über  biefelbe;  mv 
unterrebeten  un§  lange);  bcr  Unterrebner,  9ieum.  f.  roer  ftd)  mit  ^emanb 
unterrebet,  ber  (5)efpvcid)fii^rer;  bie  Unterrebung,  ba^  @id)  =  Unterreben, 
bie  gü()rung  eineä  ©efprä'd)^,  (unfere  Unterrebung  roar  lebljaft;  bie  Unter» 
rebung  abbrc^cn);  aud^  ba^  geführte  ©efprad)  felbjl. 

unterreiben,  trb.  jiel.  3«.,  unter  ob.  jn)ifd)en  emci^  reiben. 
Unterreid^,  f.,  ia^  untere  SRdä);  inebef.  f.  bie  Unterwelt, 
unterreiten,  unterrennen,  trb.  jieliof.  ^w.  m.  fein,  unter  etwa^, 
unter  ein  £)bbad)  reiten,  rennen. 

unter  r  i  d^  ten ,  untrb.  jiel.  3«?-  iUW  im  2Clt=  u.  ?Kittel{)cd)b.  u.  wirb 
crft  feit  bcm  1(5.  3af)rf).  gebr.;  fd^wcb.  uuderatta;  oon  rieten,  i).  i.  bie 
SRic^tung  einer  SfjätigBeit  ob.  Äraft  bcftimmcn,  SKid^tung  geben,  ftnnt>.  leiten, 
lcn!cn,  unb  unter  in  bem  ©innc  ber  gegenfcitigcn  Sejiet)ung,  ber  ©emein» 
f^aft  ob.  9JJittl)cilung ,  in  welchen  fi(^  aber  aud^  bcr  Segriff  ber  unterftü^cn' 
ben  a3eil)ülfe  ju  mifd^cn  fc^cint;  vgl.  berichten  u.  baö  lat.  instruere) 
einen—,  überb.  i^m  ilenntniffe  beibringen  ob.  mittl)eilen,  inöbef. 
1)  it)m  Äenntnifg  ob.  9^ad)rid)t  t>on  ema$  geben  ob.  ertl)eilen,  finno. 
it)m  et»va6  berid)ten,  mittf)eilcn,  melben,  ihn  baüon  benad)rid)tigen 
(einen  üon  einer  ©acbe  — ;  iä)  bin  baoon  no^  nic^t  unterridjtct);  2)  ii)m 
Einleitung  geben,  ixne  er  fein  SSerbalten  ein5Uiid)ten  b^ibe,  finno.  unters 
weifen  (man  unterrichtete  if)n,  waö  er  ju  tbun,  wie  er  fidb  ju  Dcrbalten  babe); 
3)  ibm  burd)  fortgefe&te,  oerftanbige  S3elebvung  .^enntniffc  beibringen, 
»erfc^.  abrichten,  wel(^e6  \>ii  Sinübung  einer  me^anif^cn  gcrtigfeit  bur^ 


Unternd)ter  —  iintevfd)e{bcn  1461 

auf  erliefe  SJJittcl  auöbrüctt  (ein  Ätnb  wirb  unterri^ttt,  ein  Zi)kt  ab' 
gerichtet),  Don  engerer  Seb.  al6  lefjren,  reeldjeö  aüä)  o!)ne  Sejietjung 
auf  eine  ^erfon  fle{)en  fann,  nja(;renb  unterrichten  immer  eine  burc^  Se= 
Icf)rung  geiflig  gu  entwicEetnbe  u.  ju  leitcnbe  ^crfon  gum  ®egenftanbe  Ijat 
(beim  Ce()ren  ift  bie  SBiffenfc^aft,  beim  Unter  ric^  ten  ber  Cerncnbe  baS 
Object;  ber  Unioerfttdtöleljrer  let)rt  eine  SBifTenf^aft;  bec  93ol!6fc^ullcf)rer 
unterrichtet  bie  JCinbcr;  einen  in  einer  SBiJTcnfc^Qft,  in  einer  Äunfl  un= 
terric^ten;  einen  über  ctwaö  unterrichten,  b.  i.  it)n  barüber  belet)ren);  bec 
Untcrrid^t,  -eö,  o.  SK.,  baö  Unterrid)ten  u.  bei  5n{)a[t  ob.  <Stcff  teg= 
felbcn;  inöbef.  et)em.  f.  9iad)ricl)t,  9J?ittl)et(un9,  ^dijeigc  (im  älteren  iDberb. 
bie  Untertid^t  f.  SlJlelbung  ob.  2(ngeige  an  eine  Set)örbc,  fr.  Sflotification); 
gem.  f.  fortgefe^te  S3c(ef)run9,  2e[)ie  u.  bcr  2et)cflcff  felbfl  (einem  Unter» 
vic^t  in  einer  SBiffenfc^aft,  Äunjl  2C.  geben,  ertfjeilen;  Unterricht  bii  Semanb 
l)aben,  beffen  Unterricht  genießen;  bcr  (Scferei6=,  Sfiec^en»,  ©pra^unterrid^t  Jc); 
bec  Unter  rief)  tcr,  wenig  gebr.,  ircc  2(nbcre  untcrric{}tet,  gem.  2e()rer; 
bie  Untcrricf)tung,  ta$  Unterrid^ten ,  geix>.  bec  Untcrcic^t. 

Unterrid)tcr,  m. ,  ein  einem  t)öf)eren  untcrgeocbneter  SJic^ter,  entg. 
Dberrid)ter. 

Untcrro(f ,  m.,  ein  9tocE,  irelc^cn  man  unter  einem  anbcrn  tragt,  entg. 
Obcrroct;  gew.  in  engerer  9Bcb.  ber  unterjte  S^ocE,  melden  weibliche  ^erfonen 
5unä(^{t  über  bem  J^embe  tragen. 

Untcrroc^gcn,  m. ,  ganbm.  bie  im  ?Oiai  nac^wac^fcnben  unteren  Sgalmt 
bc6  jRcggenä,  audj  9Kaipflanjen  genannt. 

unter  rollen,  trb.  gieUof.  u.  jiel.  3w.,  unter  etwai  coUen. 

unterrü(fcn,  trb.  gie(.  3m.,  rücfenb  unter  ctroa6  bme^en  ob.  jleUen. 

Untcrrücfcn,  m.,  bcr  untere  Sijeil  beö  9lüc!en6. 

unterrubern,  trb.  jieilof.  u.  jiel.  ^vo.,  unter  etroa^  f)in  rubfrn. 

unter rü()rcn,  trb.  jiel.  S>m.,  riitjrenb  unter  etiraS  OTifd)en  (f.  tüi)' 
ren  2)  a). 

unter  feien,  trb.  jiel.  3m.,  unt«c  ctvoai  fden  ob.  fdenb  niifd)en. 

unter  fa  gen,   untrb.  jiel.  3w.,    eljem.   (a(tb.  untarsegjan,   uudersagen)   f. 

unterceben,  einem  im (?3efpcäd)  etn^aö  mitt^eilen;  jc^t:  einem  etroag— , 
b.  t.  eig.  i()m  ba5»t)ifd}en  od.  bacein  reben,  mit  SBortcn  ()inbetnb  h%\vu 
fd}en  tceten,  etirag  bi6f)er  eclaubt  ©eirefeneö  oecbieten  (ogl.  baö  lat.  iu- 
terdicere);  bie  Unterfagung,  bai  Unterfagen,  93ecbieten. 

Unterfafä,  m.,  -ffen,  (mittell).  undersaeze,  nieberb.  Unberfate)  alt  u. 
lanbfc^.  f.  Untergebenec,  Untectl)an;  in^bcf.  2e(}nömann,  ^intetfafö. 

Unterfa^,  m.,  f.  unter  unterfe^en. 

Untcrfaum,  m.,  SSau!.  baö  glatte  ©lieb  unterl)alb  an  einer  ©aulc. 

unterfd^affen,  trb.  jiel.  3m.,  unter  etn?a5,  untet  ein  £)bbad)  fdjaffen. 

Unterfc^alc,  tr.,  bie  untere  ©c^atc,  gem.  Untertaffc;  glcifc^.  ba« 
untere  ©tücE  3iem  oon  ber  «Keule  bc6  SRinbc6,  entg.  Dberl'(^ale. 

unterfd^arren,  trb.  giel.  310-,  fd}acrenb  unter  etwa6  bringen  ob. 
oecbecgen,  finno.  t»erfd)accen :  unterf(^arrcn,  untrb.  jiei.  3m.,  fd)ar= 
renb  untec{)öt)len. 

unterfc^aufeln,  trb.  giel.  3tt>.,  mit  ber  ©djaufel  unter  etwai  brin= 
gen,  roecfen. 

unter f (Reiben,   untrb.  jiel.  3».  (altljoc^b.  untarsceidan  u.  UDtarsceidön, 


1462  unterfdjciben 

nntars'-id(<n;  mittel^,  underscheiden ;  cgi,  f(^eibcn)  1)  eig.  OU.  jiDCl  ob.  mef)U 

©egcnflanbc  burd)  einen  3it)ifc^enraum  ob.  ein  ba5n)ifd)entretenbeg2)ntteg 
t)on  cinanber  trennen,  abfonbern,  ^cxv.  blop:  fd?eiben  (j.  S5.  bie flauer  unter» 
((Reibet  bdiit  ©runbflücEe);  2)  gm.  unetg.  mci)xe  ©egenjidnbe  ali  werfdiie» 
b«ne  üon  einanbcr  fonbern,  tn^bcf.  a)  burd)  eigentf)ümnd)e  SSefltmmungen 
u.  SD?erf"maIe  bie  Dinge  ju  befonberen ,  für  fid)  bejle^enben  mad^en  (bibl. 
bte  2!Bctg{)cit  beS  .i^errn  t>at  bis  SSage  unterft^tcbcn;  @ott  ijat  bie  50ienj'(^cn 
unterfc^icben;  bie  garbe  untcrfc^ctbct  ®otb  unb  ®t(ber);  baö  SJZm.  unter» 
fd)ieben  (ef)em.  untcrfc^cibcn ,  mittclf).  underscheiden)  alö  Stt>.  f.  Derfdjic« 
ben  (§.  2J.  jtret  Dinge  finb  untcr[(^icbcn;  bieg  ©clbjtücE  ifl  ton  jenem  nic^t 
unterfcfeiebcn  zc;  eljcm.  auc^:  unter[(^ieb  ene  f.  einige,  mcfjre,  j.  S5.  un« 
terfdiitbcne  ^crfcnen,  SSricfc  Jc);  fid)—,  aU  rürfj.  ^w- f.  unterfd)ieben 
ob.  t3erfd)ieben  fein  (ein  £iing  untcrf^eibet  fic^  »on  bem  anbcrn,  ob.  girei 
2)inge  untcrfc^eiben  ft^  »on  einanber;  bcibe  S5rübec  untcrfc^ciben  fic^  burc^ 
bie  ®rö^e  :t.);  b)  bie  23erfd)ieben()eit  ber  ^in^e  burd)  bie  (Sinne  vt>ai}Xi 
rtef)iTien  ob.  geiflig  erfennen,  u.  übcrt).  einen  ©egenftanb  nad)  feiner  S3e* 
fonberbeit  erfennen  u.  aI6  baS,  trag  er  ifl,  »on  anbern  fonbern  (j.  S.  t^ 
!onnte  in  ber3)unfelf)cit  bie25inge  nt^t  unterfd)etb£n:  idj  tonnte  feine  ©timme 
nidjt  unterfd^eiben;  ein  25ing  oon  bem  anbern,  ob.  me^re  2)inge  oon  tinanbec 
unterfc^cibcn;  baS  SQSafjrc  oom  galfc^en,  ben  greunb  com  gtinbe  ii.  —  ;  üud^ 
|{el(o«:  gn?ifc^en  ob.  untev  metjcen  Singen  unterfd)eiben,  b.  i.  einen  Unter ^ 
fdjieb  machen  ob.  ge»a{)c  werben);  unterfct)eibbar ,  S?w.,  trag  unterfd)iej 
ben  rcerben  fann;  bie  Unterfc^eibbarfcit;  bie  Unterf(i)eitung ,  ba§  Un; 
terfd)ciben,  in  aUen  SBeb.,  bef.  bie  2Ba{)rnef)niun9 ,  ßrfennung  unb  S5e^ 
flimmung  ber  Q3erfd)ieben{)eit  {bk  Unter[^cibung  nict)rer  Dinge  ob.  eine« 
2)tnge«  ron  bem  anbern);  bie  Unterf(^eit>ungg!raft,  bie  Äraft  ber  Seele, 
bie  untcrfc^cibenben  SKerfmalc  an  ben  Dingen  njaftrjuneijmen;  bie  Unter* 
fd)eibun9^funfJ,  ilel)re,  bie  ßel)rc  »on  ben  untcrfd)eibenben  Äcnnjcict)fn 
ber  unter  einen  allgemeinen  SSegnff  gct)örenben  Dinge  (fr.  Diagnoflif,  §.  S5. 
ber  Äianft)eiten);  baö  Unter fd^eitungäjeid^cn,  übcti).  ein  unterf^eibenbeä 
3et(^£n,  2Cb»,  Ä'cnnieic^cn;  Spra^it.  bie  ©c^riftgeic^en  jur  Unterfd^eibung 
ob.  2fbfonbcrung  ber  ©Heber  ber  SRebe,  auc^  ®a$iei(!^en,  ©a^tt)eifjeic^en  ge« 
tiannt  (fr.  Sntcrpunctiongjeid^en);  —  ber  Unterfc^ieb,  -e§,  fSl.-e,  alt 
U.   oberb.   auc^   ber   Unterfc^eib,   (altfjocfeb.   untarsceid;   mittell).   underscheit 

u.  underschit)  1)  eig.  bti^  «Sdieibeube,  2fbfonbernbe  jwifcl^cn  mehren  Dingen 
ob.  9{aumt()cilen,  finno.  @d)etbe,  (SJrenje  (bibt.  bk  gc|tc  fei  ein  Unterfd^ieb 
jraifdjen  ben  SBaffern;  ber  Sovt)ang  ein  Unterft^icb  j»t>ifd^en  bem  ^eiligen  unb 
2ftlerl)cit.ig|ten);  et)em.  auc^  ber  abgefonberte  9?aum  ob.  Zi)exl  felbft,  f.  o.  w. 
%citi).  2(btbeilung,  3rbfd)nttt,  2fbfa^ic.;  2)  gew.  unetg.  ba^jenige,  wa 
burd)  ob.  roorin  mebre  ^^inge  won  einanber  t)erfd)ieben  finb,  u.  bcii  23er; 
fd)iebenfein  berfelben  überf).,  finno-  S3erfd)iebenf)eit  (j.  S.  ber  Untertrieb 
ob.  bie  Untcrfd)iebe  jroif^en  einem  Zt)kve  unb  einer  ^ftanje:  eg  ijl  fein  Un» 
terfd^icb  jwif(^en  ob.  unter  i()nen;  bie  Unterfc^iebc  be«  ©tanbc«,  beS  Tilttxi, 
ber  gäf)ig!citen ,  ber  SOleinungcn  jc;  Sied^enf.  bie  3af)l,  Yoclä)i  anjeigt,  um 
toie  öicl  (5in{;citen  eine  äai)l  größer  i|l,  aU  eine  anbere,  fr.  Differenj,  j.  S5. 
ber  Unterfc^icb  jmifdjcn  5  unb  8  ifl  3);  3)  bie  njabrgenommene  u.  vor* 
gefleUte  23erfd)iebenbeit  nief)rer  £)in9e,  bie  SSemerfung  ibteS  Unterfc^ie* 
Ui,  pnno.  Unterfdjeibung,   bef.  mit  ^inftd^jt  auf  bo«  ba\>üx6t  beftimmtt 


Unter[d)enE  —  unterfdjlagcn  1463 

eigene  2?crl)attcn  (einen  Untctfd^icb  madjcn;  feinen  Unterfc^icb  untcc  nicfjren 
•^Jerfoncn  machen;  ofjne  Unterfc^icb  bcr  ^etfon  uctijeitcn,  richten;  2(Ucg  ct)nc 
Unterfc^ieb  tabctn,  ocrreerfcn  ic);  et)cm.  aud)  f.  genauer  SBcfc^eib,  JRec^en« 
fc^aft;  unter fd^ieblirf),  Sro. ,  (mittelt).  underscheitlich;  obcrb.  untcp 
fc^iblid^),  einen  Unterfd^ieb  ob.  Unterfd}iebe  entl^altenb  u.  jcigenb,  meijl 
olt.  f.  unterfd)ieben,  oerfd)ieben,  auc^  f.  einige,  etlid^e,  manche  k.  (unter« 
fd)ieblid)e  'Kvten,  ©timmcn  K.;  er  t)atte  mir  Unterfdjiebli^eS  ju  fagen). 

Untcrfc^cnt,  m.,  ber  jroeite,  bem  DberfdjcnJcn  untergeorbnete  iSc^cnf. 

Unterfc^cnfel ,  m.,  ber  untere  Stjeil  bcs  ©(^entelö,  jroifc^en  Jtnie  u.  gujj. 

untcrfd)icben,  trb.  jiel.  3n?. ,  unter  ct»t»aö  fdiicben,  fdnebenb  unter* 
fleUen  (j.  S.  bcn  SBageii  — ,  ndml.  unter  bcn  ©poppen  ic);  uncig.  ctvoai 
Unedjteg,  J^alfd^e«  unoermerft  an  bie  ©teUe  beö  6d)ten  ob.  2öa{)ren 
fe^en  ob.  übcri).  für  edjt  ausgeben  (j.  )S.  ein  falfc^cö  acjtament  — ;  ein 
untergeschobenem  Äinb;  untergeschobene  ©teilen  in  einer  ©d^rift;  einem  eine 
irrige  SOteinung  — ,  einem  SBorte  einen  falfc^cn  ©inn  untcrf^ieben;  —  bii 
einjctnen  ©c^riftflellern  unr.:  unter  [trieben,  olS  untrb.  3«.);  bcr  Unter^ 
fc^ieber,  wer  etiraö  unterfd}lebt;  bie  Untevfc^iebung. 

Unterfcöieb ,  m.,  [.  unter  unterfc^eiben. 

untcrfd)icpen,  trb.  ^xv.  1)  jielloe  m.  fein,  unter  etwai  fd)ie^en, 
b.  i.  fic^  mit  großer  ©c^netligEcit  ()inuntcr  beiregen;  2)  jict.  fd}tef<nb,  b.  i. 
bur^  ein  ®efd)o(j,  unter  etroaS  i)'m  treiben  (eine  Äugel). 

unter fc^iffen,  trb.  jiellof.  u.  jiel.  ^n>.,  unter  etwai  bin  fd)iffen. 

Unterfc^llb ,  m.,  ber  untere  ©d^ilb,  Sauc^fc^ilb  ber  ©(^ilbJröten. 

unterfc^läc^tig,  fSw.  (ogl.  fctjläc^tig  unter  fc^lac^ten  2.),  eig.  unterhalb 
gefd)(aäen,  SJiütjlenb.  burd^  ben  ©to^  beS  baruntcr  fticfenben  2Baffcr6  ge» 
trieben,  auc^  unterfdjlä'gig,  entg.  obcrfd^läc^tig,  (ein  unter[(^läc^tige6 
2Ba|fcrrab). 

u  n  t  e  r  fc^Iagen ,  trb.  giel.  3w.,  unter  etivaS  fdjlagen,  b.  i.  fd)la9enb 
hinunter  beilegen  ob.  treiben;  in  »weiterer  35tb.  überl).  unterliegen  ob.  un? 
terfe^en,  etreaö  einem  25inge  jur  Unterlage  ob.  ©runblage  geben  (j.  S. 
©c^neib.  Ceinroanb  unter  bie  Änöpfe  n.—),  insbef.  einem  ein  S5ein  — , 
f.  0.  »0.  ein  SSein  ^Teilen,  b.  i.  cö  i^m  unter  hk  gü5«  jlrecten,  um  il)n  ju 
gälte  ju  bringen,  bilbl.  überl).  il)n  ()interlijlig  überyortl)eilen  (ogt.  Sein); 
uneig.  etwag  — ,  b.  t.  gteic^f.  unter  ettra^  oerftecfen,  baf)er:  fiembeä 
(Sigentbum  b^in^^d)  u.  roiberrecbtlid)  jurütfbebalten  ob.  ftd)  aneignen 
(einen  Srief,  ein  ^fanb,  ®elber  — ;  in  biefer  SScb.  aucb ,  \tboä)  njcniger 
ridjtig:  unter  f  cb  l  a  gen ,  alö  untrb.  3«.,  j.  95.  er  unterf^tug  ba6  ®etb,  t)at 
ce  unterfc^tagen ,  r.  er  fc^lug  e6  unter,  tjat  eS  untergefcblagen);  bie  Untere 
fc^tagung,  baö  Unterfcblagen  (j.  S.  »on  ©eibern);  —  unter fd^ lagen, 
untrb.  jicl.  3».  (mittelb-  underslahen)  »lt.  f.  nieberfdilageu,  unterbriicfen; 
unterbalb  befd)lagen,  au6fd)lagen,  befe^en  (j.  S.  ein  Äleib  mit  9taucb» 
werf);  burc^  ttwcii  25ain)ifd)en ; (Siefd)lageneg  ob.  3Iufgefd)lagene6  treu; 
nen  (mittelb-  bcn  2(uff(blag  beS  @e»ebcö  — ,  mit  CLuerfäben  burcbjicbcn; 
(anbfcb-  ein  3immct  — ,  burcb  eine  aufgefdblagcnc  ©cbeibcrcanb  in  befonbere 
SRdume  abt^eilen);  —  ber  Unterfd^lag,  1)  (d.  untcrfc^jtagen)  bai  Untere 
fd)lagen,  lanbf^.  f.  Unterfd)lagung,  Unterfd)(eif;  wai  untergefd)lagen 
trirb  (®^iff.  Unterf^lägc,  .Kolben,  »eltbe  jn>if(^en  bie  a5al!en  eines 
SKajIee  ßeleat  werben);  2)  (o.  unter fcb lagen)  lanbfcib.  ein  bur^  eine  SDSanb, 


1464  itnterfrf)(eid)en        untcrfd)reiben 

cmcn  3aun  :c.  abget^cilter  Oiaum,  ogl.  TTbfdilrtg,  SSerfdjIag;  unterfrf)Iä' 
gic^,  Sn?.,  f.  unterfd)Iadbtig. 

unterfd^leid)cn,  trb.  jicliof.  u.  rüdf,.  3«).,  fid)  fd)fdd)cnb  unter  etvoai 
begeben,  unt>ermerf't  unter  etiuag  Q,ixati)cn;  alt  u.  obcrb.  auc^  jiel.  f.  f)eim* 
Hd)  \vci)\n  bringen,  unterfd)ieben  (ogl.  fc^letc^cn  2.). 

U Ute rfd>leifen,  trb.  jkl.  3tt».  (oon  fc^Idfen  2.,  oberb.  fc^tatfen,  fi^tai'- 
pfen,  f.  V.  tt).  fc^Iaufcn,  b.  t.  fd^lttfcn  ob.  gleiten  machen;  SOZm.  unterge« 
fc^leift)  ttwai  unterfd)(tefen  mad)en,  b.  i.  eö  unter  ctrca^  fd)(üpfen  ob. 
gleiten  (äffen,  ^eimlid)  unter  etwa^  ob.  in  emci^^  an  einen  tierfterften 
£)rt  bringen  (»erbetene  SBooren  —  ,  gerc.  einfc^lcifcn ,  ctnfc^»t?ärjen);  oberb. 
Qüä}  f.  bet)erbergen;  ber  Unterfc^U'if,  -cg,  o.  9)?.,  (oberb.  unterfc^taif, 
sf^laipf)  bag  Unterfd)Ieifen ,  {)eim[id)e  (5infiif)ren  oon  SBaarcn,  <Sd)Ieid); 
I)anbel;  aud)  ba^  n)iberred)t(id)e ,  ()eim[id}e  3urücfbei)aUen  ob.  2(neignen 
fremben  eigent^um^,  finno.  Unterfd)rngung  (Untcrf^lcif  machen);  oberb. 
(getp.  Untcvfd^lauf)  auct)  f.  @d)lupfn)infel ,  ^ufluditöort,  Verberge, 
S5ef)erbergung  (Unterf4)lcif  ob.  Unterf^lauf  fu^en;  einem  Unterf^lauf  geben). 

unter fd^Ieppcn,  unter fc^(eut»ern,  trb.  jiei.  3iü. ,  unt^r  etwaö  l)in 
fd)teppen,  fd}(eubern. 

unter  [einliefen  ob.  ge».  u  n  t  e  r  [d^tüpfen ,  trb.  jtcllof.  3».  m.  fein, 
unter  etira6  fd^liefen  ob.  fd^Uipfen,  fid)  fd)Iüpfenb  unter  etroaö  verbergen. 

unterfcf)lürfen,  trb.  jiel.  3«?.,  fd)lürfenb  {)inunter*  ob.  in  fid)  jie- 
f)«n,  geto.  ^inunterfd)liirfcn. 

unterfrf)mteben,  trb.  jiel.  3»ü-,  unter{)alb  fd)mtebenb  befefügen. 

unterfdbmiegen,  trb.  rücBi.  3«).,  fid)—,  unter  etwas  fd)miegen  (f.b.). 

unter  furnieren,  trb.  gicl.  3n).,  unter  etwa^  formieren,  ali  <Sd)miere 
flreid)en;  fd)miercnb  ob.  fd)(cd)t  unterfd)reiben. 

unterfd)na(len,  trb.  jiei.  3«>.,  fd)naUenb  unter  etwas  befeftigen. 

unterfc^neiben,  trb.  giel.  3»».,  jerfdineibenb  unter  ettraS  mengen: 
unter fc^neiben,  untrb.  ?tct.  3w.,  unterf)a(b  befd)neiben  ob.  mit  einem 
@d)neibeix)erfjeuge  bearbeiten;  ef)em.  (mittclt).  undersniden)  f.  gleid)fam 
fd)neibenb  abfonbern,  fd)arf  unterfd)eiben ,  ab|^ed)enb,  bunt  madjen 
(j.  .S.  bai  ®ra6  ift  mit  S3Iumen  undersniten);  baljer  ber  Unterfd^nitt  (mittel^, 
nndersüit),  dt.  f.  llnferfd}ieb,  3(bjlid),  S3untl)eit. 

unterfdE)nüren,  trb.  giet.  3«.,  unter  (tn>a§  fd)nürenb  befejligen; 
unter fci^nüren,  untrb.  jiel.  3».,  unterfjalb  fd)nurcn,  mit  ©djnüren 
unterbinben. 

unter  fd)Opfen,  untrb.  jiet.  3»-.  ©c^iff-  ben  ©inb  — ,  b.  i.  auffan- 
gen,  ent5ie()en  (ein  ©cgel  unterfd^öpft  bem  anbern  bcn  2Btnb). 

unterfd^rrtuben,  trb.  jicl.  3»).,  fd)raubenb  unter  et\va§  befcjltigen. 

u  n  t  e  r  fd^retbcn ,  trb.  ^kl  3^.,  unter  etwai  fd)reiben,  fd)rlftlid)  bar* 
unter  fe^en  (j.  95.  eine  (grflä'rung ,  eine  3at)rc6ia^l  u.  — ,  unter  ein  SSilb 
u.  bgt.;  ic^  ^abc  meinen  S^amen  untergcfc^riebcn ,  näml.  unter  ben  SSrief, 
bie  5ßer()anblungK.);  unter fd^ reiben,  untrb.  giel.  3»-  (Smpecf.  untcr= 
f^rtcb,  SOlrt).  unterfc^ricbcn)  1)  itwai  unter()aib  mit  ®d)rift,  bef.  mit 
feiner  5^amenöunterfcl^rift  t)erfeF)en,  jum  SSerceife  ber  2(nerEennung  ob.  Qie^ 
ne{)migung  Jc ,  finno.  unter jeid)nen  (einen  SSricf,  ein  Slejtament,  einen  93erj 
trag  ic.  — );  uncig.  f.  anerfcnnen,  gutt)eifen,  bej^ä'tigen  (ic^  möchte  feine 
Se{)aiiptung  nid^t  unterfd^rciben) ;  2)  gen>.  auÖ^  f.  baö  v.  u  n  t  e  r  fdjreiben, 


Unterfd)ule  —  unterfc^en  1465 

b.  t.  fd}rlft(tcf)  baruntcr  fe^en  (feinen  9kmen  unter  [einreiben,  auö^:  \iö) 
unrcrf(^rciben ,  ob.  b(oß:  untcrfc^reibcn;  j.  33.  er  i)at  ftc^  unterf^rieben,  ob. 
er  f)at  unterft^ricbcn);  t>er  Unter fc^ reibet ,  wn  etwai  unterfd)reibt  ob. 
untecfdirieben  f)at;  bie  Unter fd)r ei bung,  bag  Unterfct)reibcn;  bie  Un  = 
tcrfc^rift,  baö  Unter9efd[)riebene  (j.  S3.  bie  Unterschrift  eine6  SBübel,  einer 
SKunje  K.);  inöbef.  ber  unter  eine  (Sd)rift  gefegte  5^amen. 

Unterfrf)Ute,  n?. ,  eine  untere  ob.  niebere  (S^ule  (fr.  elementar»  ob.  a;ri= 
inalfd^ule);  ber  Untcrfrf)ülcr;  ber  Unterf(^u((el)rer  k. 

unterfd^üren,  trb.  jiel.  3n).»  ^emx  — ,  unter  etwa^  anlegen  ob. 
anmad)cn  (f.  fc^üren);  ^üttcntxi.  bie  ©rje  in  bcn  ^o^faflen  jlürjen,  fie 
ßtei^f.  unter  bie  ^o^ftempel  fc^üren;  bat)er  ber  Unterf(i)ürer,  ber  2Crbeiter, 
»ve((^er  bieö  »errid)tet. 

unterfd^urren,  trb.  jieKof.  3».  m.  fein,  (itm.  unter  etwai  fd[)urren, 
gleiten.      ' 

u  n  t  c  r  fd)iittcn ,  trb.  jiel.  3».,  unter  etn?a6  fdjütten  ob.  fd)üttenb 
mifc(}en. 

Unterfc^ireUe,  ro.,  btc  untere  ©d^reelte  (f.  b.),  entg.  Oberfd^weUe;  — 
unter frf) IV eilen,  untrb.  jiel.  3»-  (SKw-  unterf^iceUt),  unten  mit(Sd)weU 
[en  \)erfe{)en  (ein  .i^auS  neu  unterfd^wellcn). 

unter fd)weinmen,  trb.  gict.  Sro-,  fd)n)emmenb  unter  etroag  treiben; 
unter  fc^roemmcn,  untrb.  jiet.  3w.,  nntexi)alb  anfd[)n3emmenb  berühren 
ob.  befpüien. 

unter frf)«iimmen,  trb.  jicllof.  3w.  m.  fein,  fd^irimmenb  unter  et; 
iraS  gelangen. 

u  n  t  e  r  frf)uiin9en ,  trb.  giel.  3n'-,  fdiroingenb  unter  etma^  bewegen. 

Unterfe(^el,  f.,  ©d^iff.  baß  untere,  gro^e  ©egel  am  SOtaflbaum ,  god- 
fegel;  auc^  bie  untcrflcn  ©tagfcgcl;  —  unterfegcln,  trb.  äieKof.  3w.  m. 
fciri,  fegelnb  unter  etroag  gelangen;  unter  fegein,  untrb.  jiel.  3^-.  U- 
gelnb  unter  faf)ren,  b.  i.  abfd)neibcn. 

Unterfeite,  ir.,  bk  untere  ©cite,  @runbfla(|c. 

unterfenfen,  trb.  ^iel.  3».,  etwaö  unter  bie  £)berflad)e,  in  bie  2!icfe 
fenfen,  unterftnfen  niad)en,  gem.  oerfenfen,  einfenfen;  bie  Unterfenfung. 

unferfc^cn,  trb.  jicl.  3m.,  unter  ema§  fe^en,  {)in;,  nufjleUen  2C. 
(j.  S5.  ein  ®cfaß  — ,  unter  bie  Traufe;  eine  @tü§e— );  inöbef.  unterl)alb 
anfe^en,  befejiigen,  annaf)cn  (j.  SS.  Ccinmanb  — ,  alö  gutter  ic);  auc^ 
f.  unterfcbreiben  (feinen  Slamcn—):  —  ber  Unterfai^,  1)  n>a8  untcrgc; 
fe^t  wirb  ob.  ift,  cntg.  2(uf',  Überfa^;  j.  S8.  eine  ©tü^e  (mittcll).  der  un- 
dersez);  bie  teuer  =  ob.  fdialenförmigen  Unterfä^c  für  gtaf(^en,  ©lä'fer,  a3lu= 
mcntöpfeu. ;  SSauf.  jebe  t5ierec!ige  (5r()ö{)ung,  ouf  welcher  eine  ©ä'ule,  ein 
Pfeiler  ic.  ruf)t,  inöbcf.  bie  üiercctige  (5rf)öf)ung  jmifc^cn  bem  Säulenfüße 
unb  ©äu[cn|luf)le;  ©c^lcff.  ©tüdc  geftäf)lten  @ifen6,  meldte  in  bie  ®^raub= 
ftöcEe  gefpannt  merben,  um  allerlei  3ifrat{)c  aufjuticfcn;  2)  in  ber  fiogif: 
ber  untere  @a|  (cntg.  Oberfafe),  b.  t.  bagjenige  ©lieb  cineö  ©d)tufTc€,  in 
meld^em  baö  SSorberglieb  mit  bem  üJiittelgliebe  tjcrglic^en  roirb);  bie  Untere 
fe^ung,  bag  Unterfe^en ;  —  unterfe^en,  untrb.  jicl.  3re-.  0  »tiit  «t= 
wag  Untergefe^tem  r»erfel)en,  fluten,  befe^en  {itxva^  mit  ©tü^en  — ,  3eiig 
mit  Ceinmanb  — );  ba{)er  baö  SKm.  unterfe|t  alö  SSm.  (nicbcrb.  unber= 
fctteb)  com  menfd^lidjen  SBu^6  f.  bicf ,  flarf ,  rrnhx  breit  u.  frd'ftig,  alö 


1466  unterftegeln  —  untct(!cl)en 

grop  unb  fd)Ianf  (eine  untcrfe^te  ^crfon,  ein  Keiner,  unterfefetct  SKonn); 
2)  mit  etwai  S^rt^rotfc^engefefetem  untermengen  (bic  Äof)Ienbrenncr  unter' 
fe^en  baö  gro^e  ^o(j  mit  f(cincm). 

unterfiegeln,  trb.  ikl  3»f.,  unter  etvoai  ffegeln  ob.  [u^tlnt  befe» 
ftigen;  unter ftegeln,  untrb.  ?iel.  3«.,  unterf)a(b  beftegeln,  mit  unter? 
gebrücftem  «Siegel  oerfefjen  (einen  Scrtrag,  eine  ©^ulbeerf^reibung  u. 
bgl.);  uneig.  f.  bejlatigen,  befräft«3«n;  bie  Unterfiegelung. 

unter ffnfen,  trb.  jicltof.  3nj.  m.  fein,  unter  bie  £>berflad)e,  bef. 
einer  glüfftgf eit,  bcö  SaSaffcrö  u.  finfen,  in  einer  gliifftgfeit  ju  Soeben  ftn* 
f«n,  finno.  unterge{)en,  »erf^.  niebcrfinEen,  (bQ6®i^iff  i|t  untcrgcfun!en). 

Unterfi^,  m.,  ber  untere  ob.  niebere  ®i§,  entg.  Oberfift. 

unterfpannen,  trb.  jicl.  3». ,  unter  etn?a6  fpannenb  ausbreiten. 

unter  fpicfen,  untrb.  ikl  3»-,  unterljalb  befpiden;  au6)  mit  «Specf 
untermengen,  finnö.  burcbfpicfen. 

untcrfpred^en,  untrb.  jicl.  3n>.,  einen  —  ,  olt.  f.  mit  5Borten  unter* 
brechen,  if)m  in  bie  Ovebe  fallen;  etwaS  —  ,  f.  »erabtebcn. 

unterfpreiten,  trb.  ikl  3».,  unter  etiraS  fpreiten,  ausbreiten. 

unterf))reijen,  trb.  jiet.  3»t>M  unter  etwas  fpreijen,  inebcf.  alS  <Sprei; 
jen  ob.  ©tilgen  unter  etroaS  fe^en  (jpörjcr  — );  unter fpreljcn,  untib. 
jiel.  3». ,  unterf)alb  mit  ©preisen  perfef)en ,  fiü^en  (j.  S3.  eine  ^öt)k). 

unterfprenQen,  trb.  jiel.  3tt'-,  unter  itwci^  fprengcn,  b.  i.  fptingen 
macl)en,  ob.  fpri^en;  unter fpr engen,  untrb.  jiet.  3«?-,  unterhalb,  ob. 
bufd)  unb  burd)  befprengen,  fprenfeln. 

unterfpringcn,  trb.  jiellof.  3w-  m.  [ein,  unter  etwaS  fpringen  ob. 
burd)  einen  «Sprung  gelangen;  unter  fpringen,  untrb.  jiel.  3».)  Säg. 
f.  0.  ».  unterlaufen,  f.  b. 

unterfpriljen,  trb.  siel.  3>t>.)  unter  etroaS  t)tn  fpri|en;  unterfpti* 
l^en,  untrb.  jicl.  3».,  untetl)alb,  ob.  jTOifdjenburd)  befprii^en. 

unterfpülen,  trb.  jicl.  3w-,  fpülenb  unter  etwas  treiben;  untere 
fpülen,  untrb.  giel.  3w.,  unterl)alb  befpülen,  fpülenb  unterl)öt)len. 

Unterfiabt,  w. ,  bie  untere  (Stabt,  ber  tiefer  licgenbe  Zl)iU  einer  ©tabt, 
«ntg.  Dberflabt. 

Untcrflaller,  m.,  f.  ©toller  unter  ©toll. 

UnterjlaUmeijler,  m.,  ber  bem  Dberflallmeijter  untcrgeorbnete  ©taUmeifler. 

unterfiampfen,  trb.  jicl.  3»-,  jiampfenb  unter  ema^  bringen  ob. 
befeftigen. 

Unterftanb,  m.,  ber  «Stanb,  baS  SSeftnben  unter  etivaS;  nicberb.  f. 
Untentürfigfeit,  <Sd)H^  (einen  in  Untcrjlanb  ncl)men). 

unter|ted)en,  trb.  jiel.  3^.,  unter  etwas  flehen,  etwas  unterf)alb 
f)ineinjited)en;  baS  Unterfled^eifen,  ein  meifelförmigcg  ©tec^eifen  ber  <Zkh* 
madjer. 

unterjlecfen,  trb.  jtel.  3tt5.,  unter  etwas  jlecfen,  b.  i.  1)  etwaS  un* 
terbalb  Ijinein-  ob.  fcflfle^en;  2)  unter  ob.  jwifcben  anbere  Dinge  ftecfen, 
barunter  mengen  (gem.  ©olboten  unterfteden,  b.  t.  unter  anbere  4)aufen 
mtf)dlen);  unter  jlecfen,  untrb.  jiel.  3».,  unterhalb  mit  etwas  beftecfen. 

unterfiel)en,  trb.  jiellof.  3n).  m.  t)aben  u.  obcrb.  m.  fein,  unter 
etwas,  unter  einem  £)bbad)  fleljen;  oberb.  f.  ftd)  unterflellen ,  untertre- 
ten (»it  (lanben  unter,  fmb  untergefianben,  beim  Siegen  ic);  unter jle^)en, 


Untevjleiger  —  unter  jtrcuen  1467 

unttb.  3»-  (aUt)0(J^b.  untarstandau  f.  n)ibcr(lcf)cn,  u.  f.  ftill  jlel)en;  mittel^, 
understan)  1)  jielloS ,  tötlig  Vit.  f.  fluf  «inc  äeitlang  fliU  flef)en,  ru()en, 
flblaffen;  2)  jiet.  ctroaö  — ,  alt  u.  obetb.  f.  bajroifdjentrctenb  ücrl)inbern, 
obreenben,  tt)ni  juüorfommen  (j.  S.  ba§  Serberben,  ein  Unredfet,  ben 
Ädcg— );  3)  tüdtj.  fid)  — ,  b.  t.  ent»ag  auf  ob.  über  fid)  ne{)m«n,  un* 
tern<f)inen,  alt  u.  uberb.  mit  bfm  ®en.  bcr  ©a^c  (j.  S5.  fid)  einet  2(rbeit, 
einer  «OTiffctbat  — );  gew.  in  engerer  Seb.  ctivaö  <5ct)irkri9eg,  SiSiduige« 
u.  bef.  itwai  SSerboteneg,  Unted)te^  mit  3ut>erftd)t  ob.  Q3ern)e9en{)ett  un» 
terneF)men,  finno.  fid)  unterfangen,  untenoinben,  erbreiflcn,  roagen, 
mit  nad)folgcnbcm  ju  mit  bem  3nf.  (j.  S.  bibl.  bu  untcrpcbjl  bidb,  ju  bc« 
greifen  ben  Sffieg  bc6  Merljöc^ften!  er  untcrftanb  fic^,  i)at  fic^  untcrflanben, 
bem  Sefeljle  jumiber  ju  l)anbcln;  untcrflcbe  bic^  nic^t,  eö  ju  tt)un!  gem. 
a\id)  mit  bem  2(cc. :  traß  unterfli'bft  bu  bic^?  r.  njejfen  jc). 

Unterflciger,  m.,  Scrgm.  ein  bem  Dbcrjteigcr  untergeorbncter  Steiger  (f.  b.). 

UnterflcÜe,  n?. ,  bie  untere,  geringere  ob.  untcrgcorbnetc  ©tcUe,  entg. 
CberjleUe. 

unter ffeüen,  trb.  jicl.  ^rc-,  unter  emai  pUen  (einScfa^  — ,  um 
ctnjafi  aufzufangen;  ftc^ — ,  unter  ein  ßbbac^);  unter fl eilen,  untrb.  jiel. 
3«.,  ettvaö— ,  mit  etira^  2)aruntergejleUtem  t)erfef)en,  fluten  (ein  un- 
terftellteß  ^ad));  lanbfc^.  uncig.  f.  JU  ©runbe  Ugen,  t)orauöfe|en,  annef)s 
men  (fr.  fupponiren). 

unterfiemmen,  trb.  jtct.  3»-»  unter  «tvoai  ftemmen,  ftemmenb  ob 
ali  <Stu|e  unterfe^en  (bie  "Kxmt  — ,  nämt.  unter  ben  Äcpf  jc). 

unterjlempcln,  trb.  jicl.  3w. ,  aI5  ©tempel  unter  etn?aö  btudPen; 
unter  ftempetn,  untrb.  jict.  ^m.,  unterljalb  bejicmpeln  ob.  mit  einem 
©tempet  oerfeben. 

Unterfteucrmann,  m.,  ber  jroeite  ©teuermann,  au^:  ©teuermann«» 
m  a  a  t. 

untcrflicfen,  trb.  jiel.  3».,  unter  ttwai  |Ticfen,  flicfenb  barflellen 
(j.  S3.  einen  9iamcn);  unterjlicfen,  untrb.  jiel.  3«?.,  unter{)Q(b  mit 
©tieferei  t)erfef)en. 

unter  |l  ö  cfen ,  untrb.  jiel.  3».,  olt.  burd)  <Stocfe  ob.  (jötjerne  SKarl» 
leidbcn  unterfd)eiben,  begrenzen. 

unterflopfen,  trb.  jiet.  3w.,  unter  ob.  jtt3ifd)en  etwa«  ftopfen;  un* 
terflopfen,  untrb.  jict.  3n).,  unterf)a(b  bejlopfen  ob.  oerflopfen. 

unt erftopen,  trb.  jici.  ^xt>.,  unter  etwai  t)inab  flofen;  »lt.  uncig.  f. 
nieberJTo^en ,  unterbrüdfen;  unter,  b.  i.  jirifdjen  anbere  2)inge  flofen, 
ftopenb  barunter  mengen,  »gt.  untcrflecEcn;  unterfto^en,  untrb.  jiel. 
3».,  unterhalb  beftofen  ob.  burd)f!ofen. 

unterftrecfen,  trb.  jiel.  3»».,  unter  etnjaö  jrrecfen,  auöftrecfen. 

unterftreid^en,  trb.  jict.  3n). ,  unter  etvoai  ffreid)en,  fd)mieren  (j. S. 
garbe);  unter ftr eitlen,  untrb.  jiel.  3».)  unterhalb  mit  einem  <Strid)e 
toetfel)en  (ein  SBort  in  einer  ©c^rift  — ,  b.  t.  mit  einem  barunter  gezogenen 
©tri^e  bejfi^nen,  um  c6  babur^  (jeroorjubcben);  bie  Unterftreirf)ung. 

Unter jlreifen ,  m.,  Sau!,  eine  ber  Cange  nad^  gemachte  Jfbtbcilung  beö 
Unterbalfen«  einet  ©äule. 

unter jlreuen,  trb.  jiei.  3nj.,  unter  etwa«  flreuen  (©anb  — ,  ben 
f)ferben  ©tto^— );  jwifdjen  ttwai  ftreuen,  flreuenb  baruntet  mengen. 


1468  Unterj^rid)  —  untertf)an 

Unterf!ric^,  m.,  bet  untere  ©tcit^;  ©prac^l.  f.  o.  w.  Seiflcid^,  bag 

®a^t{)ct(jcid^cn  (,),  fr.  Äomma. 

unterfirömcn,  trb.  jtcUof.  3«).  m.  fein,  unter  etwas  t)in  ftromen; 
unter  jlrömcn,  untrb.  jicl.  ^m.,  unterl^alb  flromenb  berü{)ren,  (itromenb 
unterf)ö()len. 

Unterflube,  tr.,  btc  untere  Stube  in  einem  .ig)aufe,  entg.  £)bcr|tube. 

Untcrjiücf ,  f.,  ia^  untere  ©tuet,  inöbef.  Scrgir.  bcr  untcrjte  Zi)dl  eineö 
S5ergbof)rer6,  ba§  SotjrjtücE,  ber  ^ttJicEer. 

Untcrflufe,  \v.,  eine  untere  ob.  bic  unterfte  ©tufe;  ingbef.  ©pra^t.  bte 
untcrflc  ©tufe  ob.  bir  unterjle  ®rab  biä  gcfleigerten  Seinjorteö  (fr.  ^ofittö; 
tgl.  ©teigerung). 

Unterjlul)!,  m. ,  bcr  untere  ©tutjt,  in  bcm  ©aljwerfe  gu  ^aUe:  ber  me= 
brtgcr  ftcbenbe  .^agpcl;  bcr  untere  Sf)ei(  eineg  ©tubtcg,  ba6  UntergcjleU. 

u  n  t  e  V  flürjert ,  trb.  jie(.  3»^.,  unter  etiüaS  ftürjen. 

it  n  t  e  r  fluten ,  trb.  jicl.  3».,  a(g  @tü^e  unter  etwas  fe^en  (j.  SB. 
einen  ^fa^)l  — ;  ben  2Crm  — ,  näml.  unter  ben  Äopf);  unter  fluten, 
untrb.  jicl.  3».,  eig.  unterf)alb  fluten  ob.  mit  ©tü^en  üerfe{)en,  anö) 
fclo^:  fluten  (ein  ^au^,  eine  Scctc  k.);  gcio.  uncig.  einer  ^erfon  ob. 
'Sa(i)e  äu  ^ü(fe  fommen,  v^iitfe  leiflen,  jur  (5rreid)un9  einer  2(bfid)t 
t{)ati9  mttwirfen  cb.  beitragen  (einen  mit  Siati)  mbZ\)at  —  ;  einen  2Cr? 
tncn — ,  bef.  mit  Selb;  er  untcrftü^tc  meine  SSitte,  mein  ®efud)  bei  bcm 
^urjten  jc. ;  tk  ©(Ratten  in  einem  ®cmälbe  untcrjtii^cn  bie  Ci(^ter,  b.  i.  t)cU 
fen  beren  SBirfung  bcfcrbern);  ber  Unterfiü|er,  bte  Unterflü^erinn,  Wer 
etwas  ob.  .^emanb  unter|iü|t,  eig.  u.  bef.  uncig. ,  finno.  Reifer,  ^ülfe^ 
leijler,  Seforberer;  bie  Untcrftü^img,  1)  o.  SK.  ba$  Unter jlü^en,  ctg.  u. 
bef.  unctg.,  finuü,  vf)ülf(eifiun3,  SSeijlanb,  SSeforbcrung-,  2)  Wl.  -en,  baS? 
jenige,  woburd)  ob.  womit  man  3«nianb  unterjlii^t,  bie  3ewäf)rte  «^ülfe, 
bcf.  ^ülfSgetb  (einem  2trmen  eine  Unterftii^ung  geben,  rti(^cn;  oon  Unter* 
jlü^ungcn  2(nbcrcr  leben). 

unter  fud^en,  untrb.  jicl.  3w-,  etwas  —  ,  gtcidjf.  baS  Untere  ob.  3n; 
nere  einer  <Baö:)ef  if)te  verborgene  25efd)affenf)eit,  i{)re  innere  5öa()r^eit 
fud)en  ob.  ju  erfennen  flreben,  finno.  erforfd^en,  auSforfd)en,  prüfen 
(eine  9tcd)nung  — ,  ein  Scrbrc(^cn  —  ;  bie  ©ac^e  foU  ftrcng  unterfu^t  »er» 
ben);  ber  Untcrfud)er,  wer  etwas  unterfud)t;  bie  Unterfud^ung,  baS 
Unterfud}en  (j.  S.  etncö  9Jcct)töflreiteö;  bic  peinliche  Unterfuctjung,  fr.  3n» 
quifition).;  aui^  bie  ju  biefem  $8et)uf  9etf)anen  @d)rttte  ob.  angewenbeten 
5Witte(  (ajf.  Untcrfu^ungen,  j.  S.  Unterfuc^ungcn  über  ctwaö  anftcUcn;  feine 
Untcrfud^ungcn  befannt  mad^cn  ic.). 

Untertajje,  w.,  He  untere  Saffc  (f.  b.),  Unterfd^ale. 

untcrtaud^en,  trb.  3«?.  1)  gicUoö  m.  fein  u.  t)aben,  unter  eine 
^lad)e ,  bef.  unter  baS  Söaffcr  taud)en  (ber  ©cfewimmer  tft  ob.  i)at  unter* 
getauft):  uneig.  bid^t.  f.  unter3e{)en;  2)  jicl.  einen  ob.  etWaS  — ,  unter 
baS  SiJaffer  taud)en  (er  taud^te  baö  .Rinb  unter;  anä)  fic^— ,  f.  unter- 
tauchen, äieilog);  bie  UntertQud^ung,  baS  Untertaudjen  (jiel.). 

unter tban,  Sw.  gc».  nur  ungebeugt,  eig.  9Äw.  f.  unter get^an 
(altf)oci^b.  untartan  oon  uiitarton,  untartuan,  b.  i.  untertl^un  f.  unterwer» 
fen,  untergeben;  mittclf).  undertan)  alt  u.  bic^t.  f.  unter  ^«nianbS  ©ewalt 
ob.  »^errfd)aft  9etf)an,   unterworfen,   untergeben,   abf)an3ig,   mit  bem 


Untertfjeil    -  untertufd)cn  1469 

J)at.  bet  ^crfon  (einem  untcrtf)an  fein;  bibl.  machet  eu^  bie  Qrbe  untet« 
tt)an);  ber  Untert()an,  -e«  (alt  u.  oberb.  r.  -en),  ?U?.  -en,  mibl  bie 
Untertl)aninn,  übnt).  mx  unter  eineä  2(nbern  ^errfd)aft  ob.  S5cfe()l  ftef)t, 
finno.  ein  Untergebener,  bcf.  ber  einem  (55runb-  ob.  ©erid)töf)errn  xi(i)U 
lict)  Unterworfene,  2)ienfl-  ob.  3in6pflict)ti9e,  qI§  allgemeiner  2(uöbrucE  für 
alle  ®iabe  bet  ^flic^tigfeit  üom  ©tanbc  ber  Cetbeigcnfc^aft  bie  jur  blopen 
@eri(^t6bar!cit  (@eric^ töu n t er t l)an en);  in  beftimmtcrcr  S5cb.  jeber  2(n? 
9e()ori9c  eine«  Staate«  nad)  feinem  5ßerl)a[tniffe  ja  ber  f)od)ften  (Staat6= 
gemalt,  inßbef.  in  einer  unbtfc^rän!t  aüeinl)crrifc^en  (monarc^ifc^en)  ©taatö' 
form  (bie  Untcrtl)ancn  cinc6  ÄönigS,  cineö  gürftcn  jc,  oerfi^.  non  bcn 
SBiirgcrn  eincö  grciftaateß);  fc^erjf).  gem.  t)eiien  bie  Seine:  bie  Unter; 
t{)anen;  unter  1 1)  ä  nig ,  SBvo.  (mitteif).  imdertaenec) ,  Untertf)an  feicnb, 
untert()an,  untergeben,  u.  in  bem  Suflanbe  ber  Unterroürftgfeit  gegrün; 
bet  ob.  bemfelben  gemäf,  (untertljdnigc  Sauern,  ®täbte  k. ,  b.  i.  ju  grof)n» 
bicnften,  3inö  ic.  üerpftic^tete;  einem  untertfjänig  fein;  einen  fic^  ob.  dnem 
2(nbern  untertt)änig  machen,  b.  i.  untern?erfen,  untergeben);  in  ireiterer  Seb. 
uncig.  ^fu^bruc!  ber  ^()rerbietung  gegen  oorneljmc  ^erfonen  ober  auc^  blo^ 
ber  gefeUfdiaftüdien  >|)ofIid)fcit,  unterwürfiger  al6  bie  finno.  ergeben,  ge; 
t)orfam,  (3t)runtertf)ä'niger  Siener  ic:  mein  untert^ä'nigeö  GJefuc^  ic;  auc^ 
im  ©up.:  untertljänigfter  2)icner;  u.  aU  91«?.,  j.  S.  iä)  bitte  unters 
tljdnig  ob.  untertf)änigfi);  bie  Untert()änigfeit,  bcii  Untertf)anigfein, 
bef.  bai  2Serl)ältnif6  ber  Untcriüürfigfcit  gegen  einen  ©runbl)crrn,  u.  at6  ^'cp 
lic^fcitömort  ber  et)rerbietung  (iä)  bitte,  ic^  cerl)arre  2C.  in  tiefjler  ob.  gröltet 
Untertt)ä'nig!eit  k.). 

Untertl)ei(,  m.  u.  f.  (ogl.  Zi)dl)^  ber  untere  Sljeil  eincö  Singeö,  tntg. 
Öbertl)ei(. 

unter tl)eilen,  trb.  jiet.  3w.,  etwa«  (^etl)ei(teS  nod}mal6  in  fleinere 
ilbetie  t()ei(en;  bie  Untert()ei(ung  (fr.  (SubbiüijTon). 

Untertl)Or,  f.,  baS  untere,  nicbiiger  liegenbe  Sljor  einer  ©tabt. 

untertl)un,  trb.  i^iel.  3w-,  gem.  f.  unter,  ob.  jn?ifd)en  etroaö  tl)un, 
b.  t.  bringen,  ob.  mifcben  (ein  Äleib— ,  f.  unterjiel)en;  ©enjürj  — ,  b.  t. 
untcrmifc^en);  el)em.  f.  untergeben,  untetrcerfen  (ba()er:  untertf)an  k., 
f.  b.);  oberb.  f.  3U  ©runbc  rid)ten;  t)erfd)wenben. 

untertragen,  trb.  jiel.  3iü.,  unter  etwai  f)in  tragen;  —  ber  Un^ 
tertroger,  3inimcrl.  ein  jlarfeö  wagerecfetcö  S5aul)olj  in  einem  .^ange«  ob. 
©prengn)crfe,  roelc^cö  unter  alle  Sa'.fcn  eines  Sa^eö  gcjogen  rcirb. 

untertreiben,  trb.  jicl.  3to.,  unter  emai,  unter  ein  £)bbad)  treiben. 

untertreten,  trb.  3n\  1)  jieaog  m.  fein,  unter  ein  Dbbad)  treten, 
fi*  unterjlellen  (iö)  trat  unter,  rceil  c6  regnete);  2)  jiet.  etwai — ,  unter 
ein  anbete«  2)ing,  unter  bie  Dberfladie,  in  bie  2!iefe  treten,  oerfi^.  nte  = 
bcrtreten;  —  untertreten,  untvb.  jiet.  3».  (mittclt).  undertreten), 
meiftolt. ,  eig.  unter  bie  '^ü^i  treten;  bal)cr  f.  geivaltfam  u.  fdiimpflid) 
unterbrücfen,  unterwerfen  (bibl.  lafs  mic^  nic^t  untertreten  rccrbcn  oon  ben 
©toijcn);  auc^  f.  oer()inbern,  jurücfbrangen,  laugnen;  ber  Untertreter; 
bie  Untertretung. 

Untertuc^,  f.,  baS  untere,  unter  einem  anbern  getragene  Sud^. 

unter  t  u  fc^en,  untrb.  jiei.  3ro.,  lanbfc^.  f.  c.  m.  \)ertufd}en  (f.  b.  u.  ogl. 
tufd>en  3.). 


1470  Untcroerbed  —  untemeffen 

UnferücrbcdP ,  f.,  baS  untere  SSecbcct  eines  ©d^tffe«,  ber  Unterlauf. 

Unteroogt,  m.,  ber  untere,  einem  Dberoogt  untergeorbnete  SSogt  (f.  b.); 
bie  Unteroogtel,  beffcn  "Kmt  u.  SBofinung. 

Unteroormunb,  m.,  ber  untere  58ormunb,  bem  «Range  na^,  j.  U.  o. 
Oberoormunb;  bie  Unteröormunbfc^aft,  bcffen  ©tellung  ob.  2Cmt. 

unterittad^fen,  ttb.  jiellof.  3».  m.  [ein,  unter  ttnai  !)m  n)ad)fen, 
fic^  tuad)fenb  taruntcc  verbreiten;  ber  Untern)U(^ä,  baö  unter{)alb  SBadj« 
fenbe,  gorftn).  f.  ntebrige^  ©efjötj,  Untcr{)olj;  unter  tv  a  c^  fett ,  untrb. 
3».  1)  jtel.  etttjag  — ,  barunter  ob.  bajroifdjen  road)fen  (baö  gtdfd^  unter» 
tt)äd)(l  bie  SBunbe;  iai  gett  ijat  bat  ^iii\6)  unterrcac^fen) ;  2)  jicllo«  m. 
fein  f.  üon  etiraS  untetread)fen  ob.  burc{)ix)aci)fen  njcrben  (hit  SBunbe  un« 
terrcäi^jl,  ifl  unterttjac^fen  mit  »ilbcm  S^cifc^),  bef.  ba6  2Jlnj.  untern? ad)* 
fen ,  alö  ÜBro.  (mit  ^ät  unterwac^feneö  gletfi^). 

Unterraagen,  m.,  ber  untere  a;f)etl,  bog  Untergeflell  cineö  SBagcnS. 

UnternjaU,  m.,  ber  untere  3BaU;  geflungSb,  ber  nicbrige  SBaU  »or  bem 
.i^auptinaUe  einer  S^ftung. 

untern)ä(jen,  trb.  jiel.  ^w.,  wafjenb  unter  etwai  {)ln  bewegen. 

Unterraanb,  W. ,  bie  untere  SBanb;  ©c^iff.  bie  SBänbe  (SBanten)  be« 
grofcn  S!Jla|le§,  beS  god*  unb  Sefanmafteö. 

unterwärts,  Slm.,  nad)  unten  geridjtet,  nad)  unten  ju,  ftnno.  nie* 
bern)art6,  entg.  obctwärts. 

unter  wafc^en,  untrb.  jiel.  3ro. ,  unterf)alb  wafc^enb  befpüUn,  unter* 
l)6t)len. 

Unterwaffer,  f.,  ba§  untere,  unterhalb  eines  OrteS  befinbli^e  SBaffer. 

untertt>ege6  ob.  jgej.  unterwegs,  lanbf^.  gem.  unterwegcne,  ^w. 
(ei)em.  r.  untcrwegen,  mitUli).  ander  wegen,  reorauö  bur^  2(nt)angung 
beS  ncbenttJÖrtl.  6  unterroegenS  u.  bann  unterreegeS  cntflanb;  mittjin 
regiert  unter  ijtcr  ni^t  urfpr.  bcn  ®en.),  eig.  unter  ob.  auf  bem  ^DBege, 
n?ä^renb  beS  SBegeg  ob.  ber  Steife  (j.  S.  unterwcgeS  fein,  b.  t.  auf  bet 
SRcife;  untermegeö  bei  Semanb  cin!cf)rcn,  Semanb  treffen  ic);  uneig.  gem. 
itwai  unterroegcg  t äffen  f.  unterlaffen,  nid)t  t()un  (mittelt).  au^ 
einen  ander  wegen  lau  f.  if)n  feinem  ©(^icEfal  überlaffen,  tf)n  »ernac^läffigen); 
(t)tm.  auö^:  unterwegen  bleiben  f.  jurüd*,  ausbleiben,  unterbleiben. 

unternje^'en,  trb.  siellof.  u.  jiel.  3w-,  unter  etroa«  n)et)en,  mi)ir\b 
treiben. 

unternjeilen ,  91».  ber  3cit  (oon  SB  eile,  b.  i.  3eit;  mittelf).  uuder  wllen) 
alt  u.  obcrb.  f.  jun?ei(en,  biSroeilen,  von  3ett  ju  Seit,  mand^mal;  auc^ 
f.  unterbcffen,  inbeffen. 

unter  weifen,  untrb.  jicl.  3».  (mittel^,  underwfsen),  eig.  einen  burd^ 
SlBeifen  ob.  feigen  ju  etrea^  anleiten,  bal)er  junä^jl  con  ber  JCmreifung 
ju  einer  praftifd)en  2:f)ati3Eeit,  SertigEdt  ob.  S3cr{)altun9ö»veife  (einen 
in  etwas  —  ,  j.  S5.  ein  Äinb  im  Schreiben,  3emanb  im  Sanjen,  im  gcc^« 
tenu.  — ;  e{)em.  auc^:  einen  ctwaS  — ,  j.  58.  bibt.  er  wirb  itjn  unter* 
weifen  bcn  be|ten  2Beg;  unterwcife  mi^  ben  2Beg  beiner  Sefet)le,  u.  bgl.  m.); 
bann  auc^  einen  ju  geiftiger  ^fuffaffung  roiffenfd)aftrid)er  Äcnntniffe  cirn 
leiten,  finno.  unterrid)ten,  lel)ven  (einen  in  einer  ©prad^e  ob.  5aJi|Tenf(^aft, 
im  Ctjriftcntljum  ic.  — );  ber  Unterwcifer,  feiten  f.  roer  2tnbere  unterweifet, 
ber  2el)rer;  bie  Unterweifung,  baS  Unterrocifen,  fmnt).  Unterridjt,  S5e* 
Ui)rung. 


Unterwelt  —  untecwirfcti  1471 

Unterwelt,  w.  1)  ble  untere,  untetirbifdje  5B<(t,  b.  f.  b(e  Oefammt« 
f)eit  ber  unter  ber  Srbe  bcfinblic^tn  ob.  gebac^ten  SDinge  u.  SBcfen,  infibef. 
gaben,  ber  '2(ufentf)altgcrt  ber  83erflorbenen ,  baö  Sobten*  ob.  ©cfjatten» 
reid)  (fr.  <^abcö,  Ortu«  jc),  entg.  Oberwelt;  2)  bie  niebere  SBelt,  b.  t. 
bie  (Srbe,  cntg.  bem  >^iinmel  u.  ben  >^immel6Eörpern. 

untcrirerfen,  trb.  jiel.  3». ,  unter  etivaö  werfen,  roerfenb  t)inunter 
bringen,  ob.  barunter  mtfd)en;  unterwerfen,  untrb.  jiel.  3n>.  (attf)oc^b. 
untarwerfau;  ogi.  boö  lat.  subjiccre)  über^.  unter  3emanb6  ©eiioalt  brin? 
gen,  abl)än9i9  mad^en,  inßbef.  1)  ctroag  ob.  einen  fic^  iT)at.)  ob.  einem 
2(nbetn  — ,  (j.  S.  fic^  ein  8anb,  ein  SSol!  unterwerfen,  b.  i.  untcrtfjan  ma« 
(^en;  auä)  blo§:  ein  Canb  unterwerfen;  bai  Söolf  ifl  unterworfen  werben; 
ber  gclb()crr  i)at  feinem  Äönige  ba6  8anb  unterworfen);  2)  ficf)  (2(cc.)  einem 
^Tnbern — ,  b.  i.  ftd)  ücn  beffen  ©etralt  abi)än^\^  mad)en,  fid)  if)m  un* 
tergeben,  feine  «^errfd)cift  anerkennen  (baö  SSol!  unterwarf  fid;  bem  Sr« 
oberer);  uneig.  fid)  oon  einer  alö  überlegen  anerfannten.?[Rad)t  ob.  9?öti)i' 
gung  be^errfd)en  ob.  bcflimmen  laffen,  finno.  fid)  fügen,  ergeben,  eerfdj. 
fic^  unterjitt)en  (f.  b.:  j.  S.  fi(^  ®otteö  2Billen,  bem  ©djidfal,  einet 
©träfe,  einem  SSefeljte  ic.  unterwerfen);  baS  55)?w.  unterworfen  alö  Sw. 
f.  untertf)an,  untergeben,  ab()angig  (bibl.  bcin  SBiUe  foU  beinem  SOlanne 
unterworfen  fein);  uneig.  burd)  etwa^  bejltlmmt  ob.  bebingt,  einer  (Sac^e 
ausgefegt  (j.  S5.  ber  ©ünbe  unterworfen  fein;  alleö  Srbifc^e  ift  ber  23eran* 
betung,  ber  3erftörung  unterworfen;  ber  SSenf^  ijl  Dielen  Unfällen  unter« 
worfen;  bem  3oU  unterworfene  5IBaaren  jc);  bie  Unterwerfung,  ba^  Un« 
terwerfen  (j.  85.  etneö  Sanbee);  and)  baö  @id)r  Unterwerfen  (j.  S5.  bie  Un* 
tcrwcrfung  unter  ®ütt  jc);  ber  Untcrwurf,  oft.  f.  ba^  Unterwerfen;  ba* 
Unterworfene;  unterwürfig,  SBw.,  fid)  unterwerfenb,  eine«  2(nbern  ®e; 
walt  u.  ^errfd)aft  anerfennenb  u.  fid)  berfelben  fügenb,  mef)r  al6  be» 
miitf)ig,  (ein  unterwürfiger  ©flaue);  bie  Unterwürfigfeit,  hai  Unter? 
würfigfein. 

Unterweflc,   W. ,  eine  «DScjle  jum  ltnterjicf)en. 

unterwicfeln,  trb.  jict.  3w.,  unter  etwai  wtcfein;  unter w i (fein, 
untrb.  jiel.  ^w.,  unferf)alb  bewicfeln. 

Unterwinb,  m.,  ein  im  unteren  ßuftraume  we^enberSBinb,  entg.  Oberwtnb. 

unterwinben,  trb.  jicl.  3w.,  unter  etwaö  winben,  b.  i.  wtnbenb  be» 
fejligen,  ob.  mitteifl  ber  2Binbe  barunter  fd)affen. 

unterwinben,  untrb.  rürfj.  ^m.  (f(^on  alt^o^b.  untarwintan  f.  unter» 
,  werfen,  fic^  aneignen  ob.  anmaßen;  mittel^,  und^rwinden:  wal)rf^.  jebo^ 
urfpr.  oon  winnan,  fireben,  arbeiten,  egl.  iibcrwinben,  »erwinben  u.  ge» 
winnen;  fd^web.  underrinna)  fid)  eineg25inge^ — ,  et)em.  f.  e^  an  ob. 
auf  fid)  net)men,  fid)  barauf  einlaffen,  fid)  beffen  annet)men  ob.  it)m 
unteriief)en  (j.  S5.  Äaufee  - ,  eines  Äinbe§— Jc.);  auc^  itWdi  in  ©es 
waf)rfam  ob.  in  S3efi§  nef)men,  ei  fid)  aneignen  (eines  ®ute6— );  je^st 
aftertl)ümlid)  u.  bic^t.  f.  etwag  ©diwierigeö  u.  (55efä'f)rlid)eg  unternef)men, 
finno.  fid)  unterfangen,  untcrflei)en,  einen  l)Öl)cren  ®rab  oon  Äraftanjlrcn« 
gung  u.  ®efaf)r  auSbrüctcnb,  jeboc^  oljne  bcn  9?ebtnbegriff  bc6  Verbotenen 
(i4)  Ijabe  mi^  beffen  unterwunben,  ob.  gew.  ic^  Ijabe  mi^  unterwunben,  e6 
?u  tl)un). 

unterwirfen,  trb.  jiel.  3»- ,  unter  ob.  jwifd)en  itvoai  »irfen,  b. «. 


1472  untemölben  —  unU^\(i)m 

tveben;  unterwirfen,  untrb.  jiel.  3». ,  mit  ctroaS  2)atunter9eiDir!tem 
t)erfef)en,  jtnno.  burc{)roirfm  (j.  95.  @cibc,  mit  SBaumwottc  untccroti-ft). 

unter  VDÖlben,  untcb.  jtei.  3«-,  untert)alb  rcö(ben  ob.  mit  ©eroötben 
t)erfcl)en  (untcwölbte  geflunggnjä'Ue). 

Unterrauc^ä,  m.,  gorjln).  niebrigeg  @ef)ötj,  ©ebüfc^,  Unter^ols,  entg. 
Obeinüud^ö. 

untcrrüüf)len,  tcb.  jicUof.  3«.  m.  baben,  unter  etmaS  it>ü{)l«n,  wii^s 
tenb  hinunter  bringen;  untenr ü ^ len ,  untvb.  jid.  3»».,  ctiraö— ,  un= 
ter^a(b  cine^  S)in3e6  wü{)(en,  eö  n)ü()(enb  unter^öf)[en  (bte  ©cbwetne  un» 
terrciibten  einen  SSaum,  eine  ajZauer;  baö  SBaffer  b^t  baö  Ufer  unterroübtt); 
bie  Untern?üt)(ung. 

Unterwurf,  m.  1.,  Sag.  bec  untere  Äinnbatfen  cineö  ttJilben  ©cbmeineS, 
entg.  Dberraurf-,  —  Unterrourf  2.,  unterwürfig  2C.,  f.  unter  unterwerfen. 

Unter5al)n,  m.,  ein  unterer  $a'i)n,  ^al)n  im  unteren  Äinnbactcn. 

Unter jel)nter,  m.,  ein  bem  Dbcrjcbnter  untergeorbneter  3cbnter  (f.  b.). 

unterjeidinen,  trb.  jiel.  3^.,  unter  etwas  jeidbnen,  jeidjnenb  unter 
ettt?a6  fe^en;  unterjeii^nen,  untrb.  ?iel.  3n).,  unter()alb  mit  einem 
3eid}en,  bef.  mit  einem  9'lamenS3uge,  bem  3Cnfang§6uc^jlabcn  be§  9iamen6, 
ob.  auc^  mit  bem  auägefdbricbcnen  9?amen  t)erfeb«n,  ftnno.  unterfd)reiben 
(eine  ©cbrift,  einen  SSrief,  einen  Sefebl  2C.  — ):  aud)  feinen  9iamen  ob. 
fid)— ,  ob.  blo^:  unteräeid)nen,  b.  i.  feinen  D^lamen  unter  ctrca^ 
fdjreiben ,  jum  3eic^en  bec  3fnei-!cnnung ,  3uftimmung  ic.  ob.  9Serpf(i(^tung 
jur  Sbeitnabme  an  einer  ©acbe  (icb  ^cibe  unterzeichnet;  ba6  50?tt).  unter- 
jeic^net  aU  fSvo.  f.  mer  ficb,  b.  i.  feinen  S^amcn,  unterjeicbnet  bat;  aud)  al6 
^«5.  ber  Unter j eignete,  bie  Unter jeidbncten  K.;  auf  eine  «Sa c^e, 
j.  S5.  auf  ein  SBuc^  —  ,  b.  i.  ficb  burcb  feine  9iamcn§unterfd)rift  jur  2(bna^me 
bcöfelben  oerbinbli^  machen,  fr.  fubfcribiren);  ber  Unter5eid)ner,  irer  et=^ 
n)a§  unterjeid)net;  rcec  auf  ctirag,  ?.  S.  auf  eine  berauögugebenbe  ©c^vift 
unterjeid)net  (fr.  ©ubfcribent);  bie  Unterjetd^nung,  ba6  Unterjeid)nen. 

Unterseiten,  9lir.,  alt  u.  oberb.  f.  ju  Seiten,  juroeilen,  ogl.  unterteilen. 

unter5iel)en,  trb.  jiel.  3w- ,  unter  etroaS  jieben ,  cig.  u.  uneig.,  jie? 
f)enb  l)inimter  beilegen,  fiibren  2C.,  ob.  unter  etvoa^  anbringen  (ben  2Ba= 
gen — ,  nä'ml.  unter  ben  ©d^oppcn;  bk  ^fcrbc  — ,  unter  ein  £)bba^;  ein 
untergezogener  ©tri^;  eine  @db""'llft  eine  SOiauer  — ,  b.  i.  unter  cmao 
legen  ob.  auffübren);  ein  ÄteibungSftücf  — ,  unter  ein  anbereö  jic^en, 
barunt^c  an5iei)en  (j.  S5.  wollene  ©trumpfe—);  babcr:  bie  Untersiel)^ofe, 
ber  Unterjtel^rocf ,  -  jltrumpf  zc. ,  gew.  blo^:  Untcrbofe,  ^rodE,  -flrumpf; 
—  unter jte()en,  untrb.  3w.  1)  jicl.  ctwaS  — ,  mit  etmag  Untergejo^^ 
genem  üerfcben,  unterhalb  bejieben  (ein  SBettgej^ell  mit  ©urten  — ;  eine 
Söanb  mit  tiner  neuen  ©c^welle  — );  cbem.  f.  unterfuttern;  au^  f.  trennen, 
unterbrechen;  einem  etroaö —,  f.  cntjieben;  einen  eineö  2>ingc6  — , 
f.  ibn  baoon  abrieben,  baran  b«nbern;  2)  rüdj.  fid)  einer  <Baö;)e  (S)at.)— , 
b.  i.  beren  2(uöfüf)rung  ob.  93üllbringung  freiwillig  ijbernet)men,  fie  auf 
ftd)  nehmen  (icb  i)abe  mic^  bem  ®ef(^äftc,  ber  2Crbeit  k.  unterjogcn);  alt  u. 
oberb.  audb  mit  bem  ®en.  ber  ©acbc  f.  fid)  einer  @ad)e  bemdd)tigen,  fie 
in  SSefi^  nebmen  (fi^  feines  (5rbe6,  bf6  2anbe6  -);  —  ber  Unterjug, 
1)  0.  SR.  ici^  Unterjief)en  (i.  35.  SScrgw.  baS  Untergieben  neuen  Jpotgeö  in 
ben  ©ruben);  ebem.  cmci)  f.  baö  Unter jicbcn,  b.  i.  Unterbrccben,  bie  Unter= 


iintcr^wangen  —  untrennbar  1473 

brec^ung;  2)  Wl.  =^iÜ9e,  toa^  untergqogcn  mirb,  inöbcf.  3inimcrl.  ein 
jlar!ev  SaÜcn,  treibet  unter  einen  anbern  gejogen  roirb;  SBcrgw.  Unter« 
jüge,  flarEc  ^ol^it,  welche  unter  bie  Stempel  gcjogen  »erben;  el)cm.  auä) 
f.  Unterfutter  (mittdi).  underzoch). 

untcrjwängen,  unterbringen,  trb.  lid.  3>f.,  jwä'ngenb  ob.  jwin* 
genb ,  mit  .Bivnng  ob.  (Gewalt  unter  etn?a^  bringen. 

untev5unfrf)cn ,  ^m.  (mittelf).  underzwisihen;  ogl.  jtt)ii'd;cn)  \jU.  f.  in; 
5tvifd)en,  unterbeffen,  inbeffen. 

Untl)at,  \v.  (Qitb.  unt.U),  1)  eine  böfe,  (afler{)afte,  abfd)euad)e  2;f)Qt, 
ein  5i)erbred}en,  finno.  ^wod-,  <Sd)anbt()at,  ftörfer  al6  Übel;,  ^\^c> 
tt)at;  2)  el)em.  f.  glecfen,  9}?afel  ob.  ^c^ler  am  2eibe,  forperlid)e5  ®e; 
bred)en;  bal)er  nod)  lanbfd).  ba^  Untl)ätd^en  (oberb.  Untl)ätelein,  gem. 
Untabel)  f.  f (einer  j^lecfen  ob.  ^ibler  am  ?eibe. 

unt(}ätig,  93n).,  nid)t  tf)ätig,  nid)t^  ob.  irenig  t()uenb,  finno.  mü^ig; 
bie  Untl)ättgfeit,  tai  Unt[)cingfetn,  baä  9?id)tgt^un. 

unt()eilbav,  Sn?.,  nid)t  tl)eilbar,  ma^  nid)t  gett)eilt  werben  fann  ob. 
barf  (ein  gcifligeS  SOBefen  ifl  untfjeilbar;  untljcitbare  ©iiter  u.);  bie  Untl)eil; 
barfeit;  —  untl)cill)aft  u.  (gebeugt)  aud^  untt)ei(t)atti3,  SBn). ,  nid)t  tijeil; 
()aft,  feinen  Uf)etl  an  etivaS  ()abenb,  mit  bem  ®cn.  (einer  ®ac^c  untl)eit= 
l)aft  fein):  bie  Unt{)etU)afti9feit:  —  bie  Untl)eilnabme,  mangelnbe  Sf)eiU 
na{)me,  3;f)eilnabm[offg6eit,  finnü.(5)(eidiijültigfeit;  unt^ei(nel)mcnb,  Sw., 
nid)t  t()eilnel)menb,  t(}eilna^m(o3. 

Unt^icr,  f.  (altb.  untier),  eiii  ungefialteg,  ()af^ltd)e^,  u.  bef.  ein  bo; 
feg,  n)i(beS,  gefa'f)rlidie3,  fd)äblid)eg  2!l)ier:  lanbft^.  inöbef.  ber  5ßolf; 
oberb.  au^:  ber  3ud)tf{ier,  ^^engfr,  =(5ber,  ob.  ^SBibber:  uncig.  gem.  f. 
eintPilber,  abfd)eu(id)er,  lafievljafter  ?J?enfd}. 

untbunlid)  (r.  aber  ungebr.  untbulic^),  Sßrv.,  ni&it  tl)un[id),  wai 
nid)t  getf)an  ob.  aufgeführt  werben  tann,  wai  ftd)  nidit  leidit  tl)un  (äfft, 
flärfer:  unmcglid);  bie  Untl)unlid)fcit. 

untief,  Str.,  1)  nid)t  tief,  ftärfer:  flad),  feid)t;  2)  oberb.  f.  fef}r  tief; 
bie  Untiefe,  1)  mangelnbe  ob.  nid)t  gel)örige  Siefe,  finno.  ©etditigfcit 
(bie  Untiefe  beö  Slu|Te6);  eine  untiefe  ob.  feid)te  ©teile  im  SJaffer  (Untie= 
fen  u.  ©QnbbdnEe);  2)  oberb.  f.  grofe,  ungeirot)nlidie  Zwfc. 

untilgbar,  Src.,  trae!  nid^t  getilgt  werben  fann  (§.58.  eine  untilgbare 
©c^uib);  bie  Untilgbart'eit. 

unti)d)terlic^,  Sn?.,  nid)t  t6cl)terlid),  einer  3:od}ter  unat)n(id)  ob.  un? 
angemeffen. 

untübtbar,  Sw.,  nid)t  getobtet  werben  fönnenb;  bie  UntöbtbarFeit; 
—  untöbtlic^,  S3n).,  nid)i  töbtlid),  b.  i.  ben  Zoh  nidjt  uerurfadjenb 
(eine  untöbtli^e  SBSunbe,  untöbttic^eö  @ift);  alt  (mittel^,  untoetlich)  u.  oberb. 
f.  unflerb(id);  bie  Untüi?tlid)feit.    ■ 

untrad)ttg,  S3m.,  »lt.  f.  nidit  ttci'ditig,  unfrud)tbar. 

untragbar,  Sm.,  nid)t  tragbar,  b.  i.  l)  wag  nid)t  getragen  werben 
fann;  2)  wai  nid)t  tragt,  nid)t  trad}tig,  unergiebig,  unfrud}tbar  {dn 
untragbarer  Saum,  eine  untragbare  Äul));  bie  Untragbarfeit;  —  unträg« 
lirf),  tßxv.,  Dlt.  f.  unerträglid)  (bibt.  unträglic^c  Sürbcn  jc). 

untrennbar  u  feltncr  untrenntic^,  Sir.,  nid)t  trennbar,  \vci€  mdjt 
getrennt  werben  fann  ob.  barf;  bie  Untrennbarfeit,  Untrennlic^feit. 

^epfe'ö  ^anbwötterb,  b.  bcutfc^en  ©pr.  2.  Z^dU        93 


1474  untteu  —  unüberlegt 

untreu,  SBn).  (attb.  nntriuwe),  nid)t  treu,  in  bcn  imiftcn  Scb.  Bon  ttcit 
(f.  b.),  tnsbcf.  nid)t  bcbarr(id)  in  bcr  2rnf)an3[id}fdt  an  eine  ^crfon,  üi 
bicfcm  Sinne  aud):  ungetreu,  pi-fcr:  treulog,  (feinem  -^crrn,  [eimm 
grcunbe  :c.  untreu  [ein;  ein  untreuer  grcunb,  giebljabcr):  ni*t  juüerläffig 
u.  getuifTenhaft,  finnu.  unet)r[id),  unrebtid)  (untreues  ©cfinbe);  nid)t  be= 
f)in-r(id)  in  feiner  ©eft'nnung  u.  vf)anbIunggtT)eife  (feinem  SJorfa^e,  feinen 
©runbfä^cn  jc.  untreu  ftin  ob,  werben):  ber  2Babri)eit  nidu  toöUig  genial, 
Qud^:  ungetreu,  ftnn«.  ungenau,  ftärfer:  unn)a{)r,  unridnig,  falfd)  (ein 
untreuer  »Bericht:  untreu  übcrfe^cn;  eine  untreue  2Cbfc^rift;  ein  untreues 
S3i(b);  untrcultd^,  iBw.  u.  bcf.  9?n?.,  wtt.  f.  untreu:  —  bic  Untreue 
(altb.  imtiinwe),  biiS  Untreufeiu,  bic  mangcinbc  ob.  nidn  vodfommenc 
Sreue,  ftä'r!cr:  Slreulcftgfeit,  (j.  S3.  bie  Untreue  rincg  grcunbcg,  einer 
©cliebten;  bic  Untreue  bc6  (iJcfinbcö;  bie  Untreue  eines  Grjaljlcrö,  SJlalcrSac.; 
Qui^  —  einer  (Sr^cit)Utn9 ,  eines  ©ematbeS  jc);  Quc^  eine  Don  Untreue  jeu; 
genbe  v|)anbiung  (eine  Untreue  gegen  Scmanb  bc9e{}cn). 

untriftig,  Sn?.  (o.  triftig  2.),  nid)t  triftig  cb.  treffenb,  finno.  un^u^ 
lä'nglid). 

untrtnfbar,  iBro.,  nid}t  trinfbar:  bie  UntrinFbarfeit. 

Untrojl,  m.  (mitte(i).  untrost)  t)[t.,  baö  ®egentl)ei[  beg  SSrofleö:  wai 
bie  Hoffnung  u.  ben  ?T?utf)  nieberfd)ldgt,  Seforgnifg,  <Sd)merj,  v^cff; 
nungsiofigfeit,  ^öerjweiflung;  —  untröflbar  cb.  gcn\  unrr5|l(id^,  35«)., 
fid)  nid)t  tröffen  (affenb,  be«  Srofreä  unfrtf)ig,  unempfanglid)  für  Sroft, 
ftnnn  froftfog  (untröfttid^  über  einen  SSerluft  k.  ob.  nn-gen  brSfclbcn  fein): 
bie  Untrötl(id)feit. 

untrüglich,  »n>.,  nidit  trüglid),  b.  i.  nidit  trügenb  ob.  taufdienb, 
unfähig  ju  trugen  ob.  ju  irren,  [inno.  juDerlaffig ,  unfehlbar  (untrviglid) 
[ein;  eine  untrügliche  ©ad^e,  SDBa^rt)cit  jc );  bie  Untrüglid)feit  (j.  S.  ber 
I)ei(igen  ©^rift). 

untiid)ttg,  SBw.,  nid)t  tüd}tig,  b.  i.  bic  ju  einem  Stvecfe  crforberlicben 
6igenfd)aften  nid)t  brtbenb,    [innr».  untauglid),   unbraudibdr  (ju  einem 
(S5e[(^ä'fte,  einem  2tmte  jc.  untü^tig  [ein:  ein  untüchtiger  iCrbciter  ic);  bie, 
Untüc^tigfelt. 

Untugcnb,  ix>. ,  überi;.  ber  5D?angel  u.  (5)egenfa^  ber  Sugcnb,  inSbe[. 
1)  0.  gji.  mangcinbc  Sücbtigfeit  u.  bef.  fittlidie  9}cllfommenl)eit;  ci)cm. 
bef.  f.  mangcinbc  Silbung,  Unartigfeit,  @robt)eit;  2)  ^.  -en,  eine  ein- 
jelnc  fd)led)tc  (5igenfd)aft,  u.  bc[.  üble,  unfittlid^c  föeivohnbeit  ob.  ^Uu 
gung,  [inuo.  Sel)lcr,  Unart,  gelinbcr  als  ßafler,  (j.  83.  bae  Socten,  ffici^ 
[Jen,  ©dalagen  [inb  Untugenben  eines  ^[erbc6;  Unmo^igfeit,  emp[inblidt!fit, 
Säf)^orn  u.  [inb  Untugenben  mand}cr  ?CRcn[^cn;  9Jafd)bnftigEeit,  ffionri^, 
©efdjTOä^igfeit  u.  [inb  ünbifc^e  Untugenben);  eljem.  aud;  in  t)artcrem  ©inne 
f.  2aflcr,  -iüerbrcdicn,  <Sünbe  (bibl.  Untugcnb  fommt  com  ©otttofcn;  ^ie 
©ünbc  ift  Untugcnb  2c.);  —  untugcnbl)aft,  «Bto.,  n!d)t  tugenbl)aft,  fta'r« 
fer:  lafterbaft;  untugcn^fam ,  9Bn?.,  nidu  tugenbfam,  unftttfam. 

umiberfül)rbar,  Sw.,  irer  nicht  überfiil)rt  tvcrben  fann. 

unüberbörbar,  SBiü.,  iva^  nid}t  überl)ört  irerben  fann  ob.  barf. 

unüberlegt,  SBw.,  nidit  überlegt,  b.  i.  nid)t  gel)orig  überbadjt  ob.  «r; 
n.'^ogen,  [innü.  unbebad}t,  (ein  unüberlegter  @in[aU,  ^lan  2c.):  al6  9^ü.  f. 
nicl)t  überlegenb ,  ol)nc  Überlegung  (unüberlegt  tjanbeln);  bic  Unüberlegt* 
i)dt,  ba§  Unüberlegtfein,  bie  mangelnbe  Überlegung. 


unüberf(I)aubar  —  ummtemoifen  1475 

unüberfc^aubar  u.  gcrc.  unüberfe^bar  ob.  unübcrfcblid),  SBw. ,  voai 
nicht  überfc()aut  ob.  übcrfeben  roerben  fann  (dnc  unüber|'cf)barc  ebene); 
bic  Uniibcrfcl)barfeit  ob.  Unübcrfel)(id)fcit. 

unübcrfd^bar  ob.  unüberrefilid),  fflir.,  a>a6  nidn  jiberfef^t,  b.  t.  in 
eine  anbcre  @pvacl)c  libcrtmgen  tverbeit  fann;  bie  Unüberfcljbarfeit  ob. 
Unübcrfc(5(i^feit;  unübi'rfeljt,  Sm.,  nid)t  übeife^t. 

unübcrileigbar  ob.  unübcrjltcicilid^,  83«.,  wci^  nid)t  ixbex^HQm  mx^ 
benEiinn,  d^.  u.  mutg.  (j.  58.  umibcrftciglic^c -^inbevmJTc);  btc  Unüber^ 
ftctgbarfcit  ob.  Uni'tbevllcii^lic^feit;  unübevfiieqen,  «8w.,  nid)t  übecfticgen. 

imübevtrii(^bar,  Sm.,  wa^  ni&tt  übcrtmgen  rocvbcn  fann. 

unübcrtvcffbav  ob.  gew.  unübertrefflich,  Sir.,  roer  ob.  mai  nidn  über.- 
troffcn  rocvben  fann,  bödjfl  uoitrcfflid);  a(6  'Dirr.  aud)  f.  im  bod)ftcn 
©rabc  (?.  S.  umibcrtriftic^  fc^öii);  bic  Uniibertrcftiirf)fcit;  unübertroffen, 
S3rc.,  nidit  übertroffen.  , 

unüberrainblirf),  Str.,  tva§  nid)t  überiDunben  werben  fann,  finnw. 
unbcfiegbai,  iinbe^tDinglid)  (bie  unüOenrinbltc^e  gfotte;  eine  unüberwtnb' 
itd^c  9ieigitng,  2(bneigung  k.);  bie  Unübcnxnnblid^feit;  unüberwunben, 
93n).,  nid}t  iibcnvunben,  unbefiegt. 

unüber5ä()lbar,  SSrc.,  ivaS  nid)t  übei'5ät)(t  iverben  fann. 

unübürf),  SBro.,  nid)t  üblidi,  gew.  ungebra'ud}[id). 

unumgänglirf),  Sn>.  1)  (o.  umgängli^),  nid}t  umgangtid),  ben  Um- 
gang mit  2(nbern  nid)t  liebenb,  finno.  ungefeüig  (ein  unumgönglic^cc 
SJlenfc^);  2)  (o.  umgefjen)  wai  nid)t  umgangen,  b.  i.  üermieben  ob.  ent= 
bebet  tverben  fann,  finno.  unauöweid^Iid),  fcb(cd)tcrbing§  notbwenbig 
(unumgang(id)e  SBebürfntJTe,  gorbecungcn  2C. ;  eö  ift  unumgänglich  crforbev? 
lictj  lt.):  bie  UnunK]äncj(id)feit. 

unumcirenjt,  Siu.,  nid}t  umgrenzt,  gew.  unbegrenjt,  unumfdircinft. 

unumfc^räntt,  «Bm. ,  nidit  u.  burd)  nid)tg  umfd^ra'nft,  Oef.  in  lln-- 
fef)ung  bec  SOTad)t,  finno.  unbefdjcanft,  uncingefd)ränft;  bie  Unum= 
fd)rdnf'tl)eit. 

unumfc{)ricben,  Sn>.,  nidjt  umfdirteben,  i.i.  1)  unumgrenjt;  2)  nidjt 
mit  umfd)i-eibenben  ^lüovten  au^gebvücft  (ügl.  umf^rciben). 

unumftöpltc^,  SB«).,  wag  nid)t  umgeff ofen  werben  fann,  ctg.  u.  bcf. 
unctg.  was  nid)t  wibcrtegt,  entfraftet  ob.  ungültig  gemad)t  werben  fann 
(ein  unumftö^ltct)er  Sewcis);  bie  Unumrtüplid)feit. 

ununnvötft,  SSn?.,  nid}t  umwölft,  beiter,  eig.  u.  uneig. 

unumraunben,  Sw. ,  eig.  nidit  umwunben,  umwicfelt  ob.  umbüUt, 
gem.  unctg.  f.  nid)t  üerbüllt  ob.  Derflecft,  offen,  frei  u.  gcrabc  berauä, 
(unumrounben  fprc(^en,  feine  fOieinung  fagen  k.). 

ununtcrbrorf)cn,  aSw.,  nid)t  unterbrodjen,  finno.  fortwd'brenb,  un; 
oufbörlidi. 

ununterii)d)t,  Sw.,  nidit  unteriod)t,  finno  frei,  unabhängig. 

ununterricbtet,  aSro.,  nid)t  unterrid)tet,  b.  i.  nid)t  berid)tet  ob.  be- 
nad)rid)tigt;  feinen  Unterrid)t  genoffen  babenb,  unbeiebrt. 

ununterfd)eibbar,  Str.,  »va6  nicbt  unterfd)ieben  werben  fann;  un^ 
imterfc^ieben ,  SBtü.,  nid)t  unterfcbieben,  nidn  »erfdiieben,  gleidi. 

ununtcrwLirfcn,  aSn?.,  nid)t  untenvorfen,  unabtiangig;  ununterwür= 
fi'g,  fSm.y  nid)t  unterwürfig. 

93* 


1476  Mni)atei:(änbifd)  —  unüci'bvoffen 

unüaierlänbifd^,  S5».,  mdjt  ^aterlanbifd),  6c[.  ba^  S}at«rtanb  nidit 
gehörig  aö:)U\\h  n.  Ikbent  C^mm.  f.  baä  {)a(bfr.  unpatctotifc^) ;  —  unt>ä; 
tcrlicf),  aSrc.,  nvdjt  «aterlid),  einem  33atei'  unä()n(td)  ob.  unangemeffen. 

iinyerad)tct,  SBw.,  ntd)t  üerad)tet  (bcf.  aU  uccncintcg  «Olro.,  j.  33.  lafs 
Jinbcrc  unoa-ac^tet);  unt>eräd)t(id),  SBro.,  ntd)t  üerad)t[id),  feine  Söerad)- 
tung  uerbienenb  (ein  unwerödjtltdjet  ©^nftftetler,  ®erocif)rgniann  jc). 

unüeränberlid) ,  «Bw.,  nid)t  t>eränberlid},  ftd)  md)t  iieranbernb  ob. 
verd'nbern  (aifenb,  ftnno.  untvanbelbar;  bie  Unücränbcrlid)f eit;  unüer- 
cinbcrt,  Sw.,  ntdit  ücränbert, 

unycrantivortüc^  ,  «Bro. ,  \va6  fid)  ntd)t  öerannrorten  ob.  red)tfertigen 
lä'iJt;  bie  Un):»evantivortltrf)!eit. 

urtüeräu^crlid^,  Str».,  \va^  nid)t  tieräufert  irerben  fann  ob.  bacf. 

unyevbcfyerltd^ ,  fßm.,  wa^  ntd)t  yerbeffeit  »vetben  fann,  entnjcbcr  njcil 
C6  üoUEcmmcn  tft,  ober  weil  c6  all^u  fc^lc^t  ift,  in  Ic^tcvcr  SBeb.  b.  unbef« 
[erlief;  bie  llnücrbeJTerltc^f eit;  imücvbcfferf,  S3rc.,  nid)t  fterbefyect. 

unoerbilbct,  «Bn?.,  ntd)t  »erbilbet,  nid}t  burd)  (falf^e)  SSitbung  üecberbt. 

unoerbinblid^,  »Bw.,  nid)t  werbinbüd),  b.  i.  nid)t  t>ei'binbenb,  feine 
Dcrbinbenbc  ob.  vei-pflid)tenbe  Äraft  f)abenb  (eine  unoerbinblic^e  Jöorf^rift), 
ob.  nid)t  geeignet,  ?{nbere  ju  tserbinben,  b.  i.  iinö  geneigt  ?u  ma(^en  (ein 
unoerbinb(i(^c6  95cni't)nien);  bie  UniH'rbinbltcbfcit. 

imoerblümt,  SSn?.,  nid)t  üevblümt,  b.  i.  gcrabcju,  mit  beutü'(^en,  bür- 
rcn  SBortcn. 

itnyevborgcn,  Sw.,  nid}t  »erborgen,  offenbar;  bie  Unüerborgen^eit. 

unterboten,  $8m.,  md)t  verboten,  finno.  unt»ern?et)rt,  erlaubt. 

unyerbrennbar  u.  gew.  unüerbvennltd^,  fBw.,  \va^  nid)t  verbrannt 
tperben  fann;  bie  Unocrbrcnnlicöfett. 

unöerbrürf)licl^,  S3ra.  (von  o  erbre^cn  f.  brechen,  »erleben),  irag  ntd)t 
gebrod}en,  b.  i.  aufgeloft,  aufget)oben  cb.  verlebt  werben  fann  ob.  barf 
(ein  unocrbriic^lic^cS  ©titl[d)tt?eigen:  fein  SBort,  [einen  @ib  unocrbrü^li^ 
i)aUen  ic);  bie  Unüerbrüc^üd^feit. 

itnocvbürgt,  Sm.,  nid)t  verbürgt  cb.  beglaubigt,  unjuverlaffig ,  un* 
geivif^  (g.  5B.  ein  unnerbürgtcö  @evüd)t). 

unüerbäc^tig ,  fSxv.y  nid)t  verbä'd)tig,  feinen  SSerbad)t  erregenb,  ftnno. 
[id}er,  juverläffi'g  (ein  unt?erbä'^tigcr  äfuge);  bie  Unt)erbärf)tigfeit. 

unüerbaulid^,  95ir>.,  iiniö  gar  nid}t  ob.  nur  \d)\vct  verbaut  werben 
fann  (unvcrbaulictie  ©pcifen);  bie  Unvcrbanlic^fctt,  1)  bai  Unverbauüd)? 
fein  (einer  «Spcife);  2)  bie  Unfät)igfeit  beg  5}?agen5,  bie  ©peifen  ju  ver? 
bauen,  r.  23erbauung6Ioftgfett,  93erbauungäfd)iväd)e  (fr.  3nbtgc|lion;  an 
llniH'rbaulid)feit  leiben). 

unvcvbcrblic^,  SStü.,  ntd)t  vcrberb(id),  b.  i.  ber  93erberbung  nlc^t  un* 
tcnvorfen. 

unvcrbient,  aSw.,  ntd)t  verbient,  nid)t  burd)  entfpredjenbe  Stljatigfeit 
erworben,  finn».  nid}t  gebaljrenb,  auc^:  unverfc^ufbet  (unverbienteö  8obJC.; 
unverbiente  ©träfe). 

unuevborbcn,  SBir.,  nid)t  verborben,  nid)t  nad)t{)eiüg  verä'nbert,  in 
finnlidjer  ob.  fittlidjerJ^inftc^t  (unoerbotbene  SBaave;  ein  unocrborbenevSRcnf^); 
bie  Unüevborben^eit. 

unoerbroffcn,  25>v.  (ogt.  verbriefen),   nld}t  verbroffen,   b.  i.  feinen 


unt?eve()elid)t  —  unü  cd;  eiraff)  et  1477 

SUerbvufg  ob.  Überbruf^  cmpfinbenb  u.  jeigenb,  mit  23ef)arr!td)feit  ti)ät\^, 
of)ne  ftc^  buvc^  bie  S3cfc^it>crbcn  einer  (angwicrigcu  2frbeit  abfc^cecEcn  ju  (äffen, 
finno.  uncrmiiblid},  raflfoö,  emfig,  mct)r  olö:  Qrbett[am,  flcif-ig;  bie  Ul^ 
ücr^vüjyenl)cit,  ftnn».  Un«rmüb[id}feit,  (Jmftgfdt  k. 

iinverel)c(i4t,  SSni.,  nict)t  ü«rehc[id)t,  l  o.  »r.  unDerf)eirat^et,  lebig. 

unocreinbar,  S3».,  ivaö  nid)t  vereint  cb.  tjereinigt  iverben  fann;  bie 
Uiiüevcinbavfcit;  unwercint  ob.  unuereinigt,  S3n).,  nid)t  vereinigt,  ge^ 
trennt. 

unoercrblid^,  93m,,  »va^  ntd)t  vererbt  mecben  fann;  bie  Unt>crerb= 
lid)fcit  (j.  S3.  ber  geiftigen  SSorjüge);  unüercrbt,  SBn?. ,  nidjt  \)ererbt. 

unücrfäbrt  ob.  unoerfeert,  SSro.,  alt  u.  niebevb.  (mitteif).  unverv^ret, 
nicbccb.  unvorverd.  unDcroäret,  öon  vorv^ren,  ücroärcn  f.  erfd^rcdcn, 
won  bem  altb.  f;ireii,  vaeren,  niebcrb.  oarcn,  f.  (auern,  na^ficUen,  gc= 
fdf)cbcn;  ogt.  (Ucfabr)  f.  unerfd)rotfen,  fucdjtloö. 

unücrfätfd^t,  33«?.,  nid)t  t»erfa(fd)t,  ed)t,  rein;  bie  Unoerfcilfd)tl)elt. 

unuevfänglirf),  aSiü.,  nid)t  Derfa'nglid) ,  b.  i.  mit  feiner  ©efabr  eine6 
5'Zad)tl)ei(eg  ob.  ^interlijliger  2rb[id)t  verbunben  (eine  unoevfängtidje  ©ü(^e, 
gtage  zc);  ct)eni.  au6)  f.  nidit  üerfangenb,  b.  i.  nid)t  treffcnb,  unpaffenb, 
unmirffam;  bie  Unücrfänglic^feit. 

unüerfül)rbar,  S3>d.,  mag  nid)t  »erfüljrt,  b.  i.  fort9cfd)afft  ob.  in  an» 
bere  ©cgenben  iibergefüfii-t  n)erben  fann;  wer  fid)  nid)t  üerfübren,  b.  i. 
jum  asöfen  cevteitcn  (äfft;  bie  Unoerfü^rbarfcit;  unoevfül)rt,  SSn?.,  ntd)t 
üerfübrt. 

unoergänglid),  93»t).,  nid)t  uerganglid),  nie  aufbörenb  ob.  untergebenb, 
finno.  unenblid),  eiDig  ((Scrtt  ifl  unoergänglid^);  in  weiterer  S3eb.  aud^  f. 
febr -lange  bauernb,  b^ftbar,  bauerbaft  (3cu9,  garbe);  bie  Unoergäng- 
lid)feit. 

unvcrgeltbar  ob.  unoergdtlid),  58».,  wag  nid)t  tjergoften  werben  fann. 

luu^ergcffen ,  S»p.,  nid}t  oergeffen,  crinnerlid)  (bie  ®ad)c  ift  mir  un= 
Dergeffen);  unocrgi'f^Iid),  SSn?.,  waiJ  nid)t  üergeffen  iverben  fann  ob.  barf 
(ein  unoergeföticiber  Söorfall;  mein  unoecgefött(i^cr  greunb);  bie  Unöeraefö; 
lic^feit. 

unüivrgtcid^bar  ob.  gcro.  unöergleid^üd^,  S5».,  waS  md)t  tiergUdjen 
werben  fann;  inöbef.  »vag  mit  nid)tg  üer9(id)en  irerben  fann,  meil  cg 
allee  3(nbere  übertrifft,  ba^cr  überb-  f-  üoUfommen,  \)ortreff(id) ,  böd}f^ 
auggejeid)net,  auferorbent(id)  (ein  unocrgteicblicber  SKann,  SinfaU  ic;  un» 
«crglcid)licb  fc^ön  k.);  bie  Unüergleid)lic^Eelt. 

unüergnüglid^  ob.  unoergnügfam,  S3io.,  ult.  f.  fid)  nid}t  begnügenb 
ob.  genügen  laffenb,  gcra.  ungenügfam;  unöcrgnügt,  SBn?.,  nid)t  t»er; 
gnügt,  »(t.  f.  nid)t  befriebigt ,  unjufrieben,  mifövergnügt. 

unoergolten,  95id.,  nid)t  vergolten,  finno.  unbelobnt  u.  unbeftraft. 

unücvbalten,  S3n).,  md)t  verbalten,  b.  t.  jurücfgebalten  ob.  unter- 
briicft,  inöbcf.  nid)t  verfdjiviegen,  u.  als  SR»,  obne  Burücfbaltung  ob. 
5ßerfd)n)eigung. 

unverl)ci(tnifömä'plfli,  S3ro.,  nid)t  verbaltnifgmafig,  niAt  in  geborigem 
SSerbaltniffe  ftebenb  (j.  ©.  ein  unücrbaltnifömä^iger  ^rciö);  bie  Unoerbält; 
nifSmä^igfeit. 

unüed)eiratt)et,  83«?.,  nidit  ver{)eiratt)et,  unüerebeUd}t,  tebig. 


1478  ttnt?crf)inbcdid)  —  unt>erncf)mbar 

unüerl)inbcr(id),  Str.,  trag  ntdjt  mt^^'mbm  trcrben  fnnn;  unt.erl^im 
tcxt,  SBif.,  nidit  üerf)lnbert. 

unt>cvl)offt,  SSn?.,  nid)t  tierfiofft  ob.  9ef)offt,  finno.  unecirartet,  un^ 
vvrmutbet  (ein  unDcittofftcc  SSefurf);  fpric^n).  unoci1;offt  fommt  off). 

um.H'vbol)Icn,  Siü.  (»on  üal)ct)lcn,  »gl.  l)it)kn)y  nid)t  ücrhd)(r  ob.  X>etf 
borgen,  finn».  offen,  aufrti.ttig,  bet.  al6  dhv.  (j.  33.  einem  unoct{)o^rcn 
feine  SJfcinung  fagcn). 

uni)erl)ü(lbar,  fBm.,  \i\\^  n'xdjt  uer^üüt  iverbcn  fann;  unDer^üIIt, 
35».,  nid)t  t)er{)üüt,  ohne  >^üUe. 

imücrjäbrbar,  SS».,  ivaö  nicl)t  \m\ähun  fann:  unücrjä'brt,  S5tr., 
nicht  \)crjd'f)i't,  nid)t  burd)  23erjäf)ning  ungiittig  geirorbcn. 

unüerf auflief,  33«.,  nid}t  uetfauflid),  nidn  j^eil. 

unwerfcnnbar,  33».,  tva6  nid)t  uerfannt  tverben  6ann,  nid)t  ju  Der? 
fennen. 

imüevfümmert,  35».,  nid)tüeifitmmei-t,  b.  i.yerfletnertob.üerfdiled^tcrt. 

unoerfünflclt,  33».,  nid)t  t>crfünllelt,  etnfad)  u.  ungejivungen. 

unzerlegbar  ob.  gc».  unocrld^tid),  35».,  wtt  ob.  waä  nidit  »erlebt 
loerben  fann,  finn».  unüenvunbbar;  auch  ^^^"^  t^idit  «erlebt,  b.  i.  ang«s 
tajiter  ob.  gefranft  merben  bavf,  finno.  unantajlbac  u.  in  Roherem  ©rabe: 
heilig  (j.  SB.  bic  gicihcit  i]t  ein  unüccle|li(^e6  aRcnfchenrc(^t);  bie  UnV>er= 
If^barfcit  ob.  Unoerlei^ltdbfeit;  unücrle|t,  33».,  nid)t  verlebt,  finn». 
unt)ecfet)rt,  unangetaflet,  ungefränft. 

unücrlierbar,  35».,  »rag  nid)t  rertoven  irerben  fann  (ein  unoerlierbarcr 
®d^a|;  unoerltcrbai-c  3tcci)tc);  bic  Unt>er(icrbar!ctt;  unocriorcn,  SB»., 
nid)t  i>ei1orcn,  aufbehalten  ob.  crf^alten  (cö  ij!  bic  unoerlcrcn,  b.  i.  eö  blüht 
bir;  tag  @d)te  bleibt  bcr  9tach»clt  unoerlorcn). 

unt>crli)f(j^bar  ob.  unt»cr(6fd)ltd),  33».,  tra6nid}tt>erIofd)tn3ecbenfQnn. 

unwermäblt,  33».,  nidit  i3ei-maf)lt,  i.müerel)elidit,  lebig. 

unoennciMid^,  33».,  \va§  nid)t  üermieben  irecben  fann,  finno.  um 
au6roeid)lid) ,  ununiganglid)  (eine  unocrmeiblid^e  ®efal)i-);  bie  Unücrmeitis 


imücrmcrft,  SB».,  nid)t  rermerft  ob.  ira()rgenomnien,  finn«.  unbc* 
nierft,  unmctflid),  bc[.  aU  9?».  f.  ol)ne  baf^  e6  bemerft  ivirb. 

unoermifcf)t,  35».,  nid)t  vermifdjt,  rein. 

Unüermögen,  f.,  o.  sk. ,  mangelnbcg  93ermögen,  b.  i.  9J^ingel  an 
förperltd)ec  ob.  geiffigcr  Äraft,  finno.  Äraftloftgfeit,  @d)rei\'d)c,  Unfft's 
f)igfeit  2C.  (ba§  Unvermögen  bc6  2(ltcv^:  ba&  gciftigc  Uncermögen  einc6  SKcn» 
f^en);  oudh  SWangcl  an  5eitlid)en  (Gütern  ob.  ©elbmitteln,  finno.  9)?tts 
telloffgfeit;  unücrmögcnb,  35».  (obccb.  audö  unocrmöglid)),  fein  SSer? 
mögen,  feine  Ärafte  babenb,  fim».  fraftloß,  fd)irad)  [ba^  "KUcv  mac^t  , 
unocrmögcnb) ,  inöbcf.  feine  Äraft  ob.  gal)igfeit  ju  eüvci^  f)ahenb,  finnü. 
unfal)ig,  inuiu1)tig,  aufer  Stanbc  (j.  SJ.  er  ift  unoermcgenb,  fid)  aufju* 
vierten,  ?u  »iberftehcn,  ju  bejahten  k.);  awä)  f.  nid)t  vermögenb  ob.  \voi)U 
l)abenb,  finno.  unbemittelt  (ein  unöcrmögcnbcr  9Kann);  bie  Unüermögeit- 
't)nt,  mcift  üU.  f.  ba^  Unrcrmögenbfein. 

unyermutl)et,  33».,  nid)tt»crmutf)et,  finno.  unerwartet,  unt)or^ergefef)en. 

unt>erncl)mbar  ob.  unucrncbmlirf),  S».,  nid}t  t>ernel)mlid) ,  iraö  nid)t 
vernommen,   b.  i.  beutlid}  gel)6rt  rocrben  fann  (ein  unocinchmbarer  fiaut; 


Unt?erminft  —  unt)ci'fid)crt  1479 

uiuHincijmii^  fpicdjtn);  bic  Unocrne()mbarfcit  ob.  UmH'tncl)m(id)fcit ; 
unternommen,  58»».,  nid)t  üecnommcn,  ftnno.  ungebort,  un\.>n-[lanbea. 

Unuernunft,  »v. ,  mangdnbe  SScrnunft,  jtcirEer:  U)ei-nunft(cfii}fctt; 
t)cf.  nid)t  9ct)öci3ei  ©cbcaud)  bec  SSevnunft,  flärEcr  alö  Uufluä()cit,  äf)cr; 
f)cU  (iUvai  auö  Unvernunft  tt)un);  fetten  f.  eine  unDetnünftige  «^anblung 
(eö  ift  eine  Unvernunft  K.);  unyerni'mftig,  S»t>.,  nid)t  oernünftig,  feine 
Q3ernunft  f)abenb,  finno.  DevnunftloS  (bie  unoernünftigcn  S|)icre  jc);  nid)t 
bec  5ßernunft  gomä'p,  bec  SSernunft  5iiroibecl)anbc(nb  ob.  unberfprcd)enb, 
finnö.  iH'cnunftRMbcig  (unoernünftic^  (janbeln;  ein  unuevnünftiger  SJicnfc^; 
ein  unocrnünftigee  SSetragen);  bie  Ünvemünftl^t'cit,  bcii  Unüecnünftigfein. 

unücrpflid)tct,  ffiro.,  nidjt  oecpfIid)tet  ob.  in  ^flid)t  genommen. 

unücrric^tet,  S3n).,  nid)t  veccid[}tet,  b.  i.  nid)t  au«gecid)tet  ob.  in6 
SBecf  9e|'e(3t  (ein  ®efc^äft  unvecric^tet  laffcn;  bcf.  unocrvidjtc tev  ®a(^c, 
al6  abfoluter  @cn.  tu  ncbenrcörtt.  S3eb.  f.  oljnc  btc  (Sad;c  verrichtet  ju  f)abcn, 
j.  SB.  unoerridjtetcr  (Sac^-e  fortgeljcn). 

unücrrücfbar ,  SSn?.,  iraS  nid)t  üerciicft,  b.  i.  von  bec  (Stelle  gerücft 
werben  fann;  unüerriicft,  Sßw.,  md}t  oecciicft,  nid)t  v»on  bec  ©teile  ge; 
cücft,  unbeivegt,  unüenranbt  (einen  mit  unoerrü(Jten  2{ugcn  ob.  uncertüc£t 
anfcljcn);  aud)  uneig.  f.  unoecdnbect,  ununtecbrod)en  (j.  S.  ein  unoer* 
riidter  ®e()orfain). 

unuecfagt,  SBro.,  nid)t  oecfiigt  ob.  abgefd)lagen,  finnv.  erlaubt. 

unücrfäumbar,  23tü.,  iraö  nidit  ttevfäumt  focrbcn  fann  ob.  barf  (un- 
vcrfaunibare  grift,  fr.  pcvemtorifd)cr  Sermin). 

unuevfcbamt,  Sßw.  (obcrb.  unucrfdjamt;  lanbfc^.  gem.  Quöücrf<^amt), 
nid}t  üerfd)ämt,  fid)  nid)t  fd)amenb,  qm.  in  tjdrtcrem  ©innc:  baä  (Sd}am; 
gefübl  völlig  bei  ©eite  feljenb  ob.  gröMid)  uerletwnb,  bcf.  burc^  ein  mians 
pnfcigcö,  unftttltc^cö  Sencljmen,  finnv.  unanflanbig,  unfeufd),  fldr!cr: 
fd)amloä,  frcd)  (ein  unverfc^ämter  9)lenf^;  unverfc^dmt  fprec^en,  fid)  be= 
ncljmen;  unvcrfc^ämtc  Sieben;  unveifc^ämt  lügen  2c.);  auc^  auf  l)öd)[l  mu 
fd)idlid)e  SBeife  unbillig  ob.  ungenügfam  (unverfd)ämt  forbern;  eine  unvcc' 
f^ü'mte  gorbcrung,  Sitte  ic:  ein  unverf(^ämter  ^rtiö  k.);  bie  Unücr= 
f]^ämtl)eit,  baä  Unoecfdjämtfein;  auc^  eine  unvecfc^amte  >^anblung  ob. 
'ituperung  («Ol.  Unverfc^ämtl)eitcn). 

unoerfc^ltepbar,  SSrv.,  ivaö  nid)t  Decrd}lof]'cn  ivecben  fann. 

unüerfc^ulbet,  f8m.  (mitte(l).  unveisduütj,  nid)tüerfd)ulbet,  b.t.  1)  nid)t 
bucd)  eigene  @d)ulb  ticcurfad}t,  finnv.  unDerbient  (j.  S.  unvcrf(^ulbcte6 
Unglüct);  2)  f'eine  @d)u(ben  l)abenb,  nid)t  mit  @d)ulben  belaftet  (unvec* 
fc^ulbet  fein;  unvccfc^ulbcte  ©ütcc  2C.). 

unücrfel)en,  aSro.,  nidjt  oecfe{)en,  b.  t.  1)  nid)t  üerfocgt  (j.  JB.  mit 
ßebcnömittcln  unverfef)en);  2)  (v.  verfct)en  f.  öorl;erfcl)en,  fid)  einer  ©ac^c 
verfet)en,  f.  fic  cnvarten)  ntd}t  üoct)ergefet)en,  unenuactet,  unvermut{)et 
(ein  unoerfe()enev  3ufall);  gen?.  al6  5lro.  unDerfcl)en§ ,  unverfebenec  Sßeife, 
unoermutl)et;  m6)  unüocfidjtigec  5Bctfe,  o{)ne  2(bftd)t  (j.  SB.  einen  uuvev= 
fet)enö  anflogen). 

unoevfel)rbar  ob.  unöerfel^rltd^ ,  S8»ü.  ,  loag  nidit  t)ecfe()rt  irecbcn  fann 
ob.  bacf,  finnv.  unoerle^lid);  unt»erfet)rt,  B\v.,  nid)t  tiecfel)ct,  finnv.  un= 
üecle^t,  unbefd)äbigt,  ^eil  ob.  ganj;  bie  Unücrfcl)rtl)eit. 

unocrfid^ert,  Sn?.,  nid;t  t^ecfid^ect,  bef.  bur^  einen  eJüteroetfi^cter, 
fr.  ni^t  aJTecurirt). 


1480  uttt)etftcgbar  —  unt?fi*wetflic() 

unücrftcgbar  ob.  unüerfieglid),  Sw.,  voa^  nidbt  verfielen  fann,  etg. 
u.  uncig.  (?.  SB.  eine  unocrftegbare  CucUc;  unoerfiegbarc  greuicn);  btc  Un^ 
»erfiegbarfeit. 

unt»crftege(t,  S8w.,  nidn  üevftegelt  ob.  jugeftegelt,  offen. 

unücrf5l)nbar  u.  unoerfö()nlid),  SSro.,  1)  trnä  nid)t  ücrföt)nt,  b.  i. 
gefi'ihnt  ob.  gebüßt  werben  fann  (in  bicfcm  ©iiinc  gew.  unocv[ö t)nbar, 
i-  S>.  ein  unüccföljnbaree  SScibrc^cn);  2)  nid^t  t)erfcl)nlid),  fid)  nid)t  Der- 
[öf)ncn  laffenb,  ntd)t  juc  ^^crfc^nung  geneigt  (unoerföfentic^  ftin;  ein  un= 
oevföf)nitd)e6  J^crj  f)aben);  bie  Unt)crfü()nbarfeit;  bie  Uni^erfö^nlid^fcit; 
unt)erföl)nt ,  S3nj.,  ntdjt  werföbnt. 

unoerforgf,  S>i\,  ntd)t  vierforgt,  of)ne  SSerforgung  (unoerforgtc  Äinber). 

Unycrflanb,  m.,  mange(nbcr  SSerftanb,  bn»  Uni^ermögen,  ftd)  rid); 
tige  Segriffe  ju  btlben,  rid)tig  ju  urt{)eilen  unb  ^u  fd)[iefen,  »ie  au^ 
ber  nid)t  gef)örige  ©ebraud)  be§  9Serf!nnbeg  (mit  Unoerflcinb  rcbcn;  aug 
Unücrflonb  fcf)(cn);  unüeiftäubig ,  95».,  nid)t  üerfranbig ,  beg  SScrflianbcg 
ermangelnb,  fiävfer:  üerflanbloä,  bumm  (ein  unocrftanbigcr  SKenfc^;  un« 
ocvjiänbig  vcbcn,  f)Qnbctn  u.;  unücvftanbigcg  ©efd^wci^);  bie  Unoerftan-- 
btqfcit,  bn6  Unöerjlä'nbigfein;  —  uni>crf!anten,  f8xv.  (»on  ocifcl)cn), 
ntdit  verfltanben,  b.  t.  nidit  beut(td)  üernemmen,  ob.  nid)t  begriffen;  un= 
Oerj^cinblid),  SSw.,  nid)t  verfranb(id) ,  tva5  nidit  nerftanben  trerben  fann, 
ficirfcr  a(g:  unbeiitlid),  finno.  bunfel,  unbegreifltd}  (unocrjlanblic^  rcben; 
bog  ifr  mit  unccrflcinb(id));  bie  Uncerftanbnrf)f^it. 

unocrfleUt,  S3».,  nid)t  verjleUt,  bc[.  uncig.,  [inno.  ungebeud}elt,  auf- 
rid)tig. 

unöerfud)t,  SB».,  nid)t  i»erfud)t  (nid^tö  unoerfuc^t  laffcn,  b.  f.  MeS 
ecrfudjcn;   ein  noc^  unocrfu^tc§  SKittel)- 

unycrtiK^bar  ob.  unoertilg(id),  95m.,  \va§  nid)t  vertilgt  tverben  fann. 

unocvtraglid^,  SBit>.,  nidit  »ertrag(id),  b.  i.  fid)  nid)t  gut  mit  2(nbern 
öertragenb,  finno.  unfriebtid},  jtdrfcr;  flreitfiiditig  (ein  unocrtraglid^er 
SÄenfd)):  uncig.  au6)  t>on  Sachen  f.  unvereinbar,  iuiberfpred)enb;  bie  Un- 
verträgdc^feit. 

unoenüanbt,  95».  1.  (oon  bem  5Kiü.  oevwanbt  oon  ocrraenbcn)  nidjt 
tterivanbt  ob.  ncrnjenbet,  b.  i.  ntd)t  abgeivenbet,  unbewegt,  unverrücft 
(einen  unocrraanbt  ob.  mit  unoerwanbtem  SStirt  anfei)en);  2.  (oon  bem  95». 
öec»anbt)  ntd)t  venimnbt,  b.  i.  nid)t  burd)  bie  Sanbe  be§  S3luteg  ob. 
in  »citerer  95eb.  burd)  abnlid}e  S3ofd)affcnt)eit  ic.  t>erbunben  (et  ift  mir  un= 
»er»anbt;  j»ei  fei)r  unocr»anbte  ©cgcnjtänbc). 

unöcnt)d)rt,  95».,  ntd)t  verroefirt,  ftnno.  ungc^inbert,  unterboten. 

unücnreigcrüi^,  95».,  wag  nid}t  üertreigert  werben  fann. 

unoenDeilt,  95».,  nid)t  verweilt  ob.  verzögert  (uni^Er»ei(tc95cforgun9  2c.); 
qU  dhv.  auäi  f.  nid)t  verweilenb,  o{)ne  ju  jögern  (unDer»ei(t  Qti^cn  ic). 

unvcvirelflid^,  95».,  \va^  xndjt  verwelfen  fann  u.  uncig.  mai  feine 
S3(iitbe  nid)t  verliert  (j.  95.  uniKr»clf[i^e  ®^önt)cit);  cf)em.  mä)  übcvi).  f. 
unvergäng(id),  ewig  {bibl  ba6  unocr»elflic^e  Srbe  im  ^immcl);  bie  Un- 
üenvc(f(icl^f'eit. 

unvcrwerflld^,  95».,  wai  n'iäjt  verworfen  werben  fann,  wogegen  ftd) 
nid)tg  einwenben  Id'fft  (ein  imocr»erfli(]^ev  Scuge,  @runb  zc);  bie  Unvcr« 
wcrflid^feit. 


«nt)ertt)c§(id)  —  unt)or(;cvgefcf)en  1481 

imüerwc6(id^,  SSto.,  nid)t  i^aivcfen  fönn«nb,  b«t  SSerroefung  md)t 
untenuoifcn;  bic  Unüerweältc^fett. 

iinoerwinbltc^,  S8>o.,  wai  nic^t  Dertrunbcn  iveiben  fann,  nic^t  ju 
üerfcf)mer5en. 

unüeriüirrt  u.  unoertDorren,  S».,  nidjt  »erttirct  ob.  üernjonvn  (ef)cm. 
mit  t'twaö  ob.  Scmanb  unocrmorren  fein,  f.  ftd^  ni(i)t  barein  mengen,  fic^ 
nic^t  mit  i^m  cintaffen). 

uriücnuuntbar,  95«).,  trer  ntd)t  üerwunbet  mcrben  fann;  bte  Unücr* 
n^untbarffit. 

unöcnt>ülllic^,  Sro.,  ivaS  nia)t  \)Cttt>iijTet  iverben  fann,  bef.  uneig.  f. 
UHicrftovbar  (eine  unoent)ü|lli(^c  ®cfunbt)ett);  bic  Unüerraüpc^teit. 

UUDcr^agt,  SBm.,  nic()t  verengt,  finno.  mutf)i3,  (jerj^aft,  fübn;  bie 
Unt)cr5agti)eit. 

unt>cri5ei()(irf),  85».,  nld^t  verjeif)(id),  ivaö  nid)t  üerjtetjcn  ob.  «ergeben 
werben  fann,  \\\\i  feine  5f?acbftd)t  üerbtent  (ein  unöergeil)lic^cr  gc{)ler);  bie 
Unücr^ciblidbfeit. 

inu>er,5tn£>lirf),  95n?.,  iva6  ntd)t  tterjinfet  iverben  fann. 

unüer.^ogcn,  SSro. ,  »(t.,  ntd}t  üer^ogen,  b.  i.  üerjögert,  unoerfd)üben ; 
jc^t  gcip.  unycrjiigtic^,  i5w.  (mittclf).  unverzogenUch;  j.  S5.  bie  unüerjüg* 
lic^c  aScfiJrbcrung,  2iubfüi)rung  einer  ©a^e  u.;  iai  unoer jöglid^e  ditäjt, 
lanbfd).  f.  [c^ncUereg  9icc^t60crfaf)rcn  oljne  ben  Qtwchnüditn  Serjug,  fr.  fum» 
marifd)er  %H-ocefö);  bef.  alg  dlxv.  o[)ne  SSerjug  ob.  2(uffd)itb,  finno.  äugen« 
bücfltd),  ffracfg,  fcgietd)  zc.  (unöcrjiiglic^  get)orc^cn  k.). 

Unüolf,  f.,  ölt.  f.  ein  robec,  anlber  9}?enfd)enbaufen. 

unüoüenfct,  S5w.,  nid)t  üoUenbet,  finno.  unfertig,  unttoüftanbig. 

unüüdfommen,  SBio.,  nid)t  üollfommen,  b.  i.  ntd)t  alle  jum  ©anjen 
crforberlid)cn  2:b«il«  b^benb,  finno.  unvcllflanbig  (j.  S3.  eine  unooUfoms 
mcne  Sammlung),  ob.  gem.  nid)t  ben  bod)flen  (^rab  ber  (^.üte  b^'^benb, 
finno.  mangelbaft  (eine  unooUfommtne  ©cbönbeit;  bcr  SOlenfc^  ift  ein  unooU» 
!ommencö  SBefcn);  bie  UnDo(lfommenl)cit,  1)  o.  «W. ,  bag  UnooUfom; 
mcnfein,  finno.  bie  ÜJ?angeIbaftigfeit;  2)  9J?.  -en,  trag  unüoüfommen 
mad)t,  ein  CWangef,  §ebler,  (^ebred}en  (Unoolüommenbciten  an  itmai  bc- 
merfen). 

uiiüotlflcinbig,  a5>o.,  nid)t  rcUftänbig  ob.  ganj,  eines  ob.  mebrec  jum 
©anjcn  gef)örenben  ZiidU  crmangctnb  (ein  unooUjianbigcö  2BerE;  ein  unooU= 
ftänbiger  Seirciö  jc.):  bie  UnüoUflfl'nbigfcit,  iiai  Unüoüftd'nbigfetn. 

unüollflrcrft,  unt>oU3ogen,  SS».,  nid^t  üoUflrecft  ob.  üolljogen. 

unüonnötbcn,  S5io.,  lanbf^.  f.  nid)t  Donnötben,  unnötbig. 

unvorbereitet,  -SS».,  nid)t  vorbereitet  (ju  einer  ©aciie  ob.  auf  biefelbe). 

unvorbcnflid),  93ro.,  tanbfdj.  f.  unbcnflid),  nid}t  mebr  gebenfbar. 

unyorgcfel)cn,  a5io.,  nid)t  oorgefeben,  b.  i.  nid)t  worbergefeljen,  u. 
bef.  nicht  im  vorauf  beadotet  unb  erwogen  (j.  35.  ein  im  ©efe^bud^e  unoor= 
gefebener  gall). 

unoorgreiflid^,  25«.,  nid)t  vorgretfenb,  obnc  ^Tnbern  üorjugreifen, 
b.  i.  of)ne  if)r  Urtl)eil  auf  entfc^eibenbe  SBeife  bejlimmen  ju  »oUen  (feine  un- 
ocrgreiflicbc  SÄeinung  fagcn). 

unoorl)ergefe()cn,  35».,  nidjt  vorbergefeben,  ftnno.  ungeabnbet,  uner= 
wartet. 


1482  unt?ovfd'^(id)  —  unwevtl) 

unt>orfä^(id),  Sw.,  nid)t  »otfa^Uc^,  ol)ne  3Sor[a^,  abftcf)tglog  (einen 
unv)or[ü'^tt(^  beicibigen  jc.)- 

Unyorfid^t,  it).,  feiten  f.  mangclnbc  93orftcf)t;  unoorfid^tig ,  fSw., 
\nd)t  t>orftd)tig ,  bei-  3Scrftd)t  crmangclnb,  finnü.  unbcfonnen,  leid)tftn; 
nig;  bic  Unoorftd^rigfeit,  ia§  Unüorfict)näfcin;  eine  unyorfidjtige  ^cinb^ 
linig  (SJK.  -  en). 

uiU'>ortl)ctI^aft,  S5w.,  nic{)t  t>ort^eilf)aft,  feinen  23oct{)cit  gett>a()rcnb, 
jtärfev:  nad)tl)ei[ig,   fd)ab[td):  bie  Unüort()ci(l)aftigfcit. 

unwägbar,  S3rc.,  iva6  nid)t  getua'gt  iverben  fann  (fr.  imponbevobel); 
bie  Unmägbattett. 

lunpä^ibar,  SBro.,  ivec  ob.  was  md)t  getvaf)^  irecben  fann;  bie  Un* 
waljlbaxMt. 

un\va\)X,  fSw.y  nid}t  ivat)r,  ber  3Babrf)eit  nid)t  gemap,  ftä'rfcr:  falfd), 
erlogen;  bie  Unn)af)rl)ctt,  1)  o.  a».  baö  Una->a()rfein ,  bie  5lid}tüberein; 
l^immung  mit  bec  2öivf(td}feit  (j.  S.  bic  Unaiaf)r{)cit  einer  erjdt)iung); 
2)  CD?,  -en,  etiwaS  Untüiil)reg,  ein  lunvabrer  Umjlanb,  eine  umvai)re 
^(uöfage,  |läv!er:  2üge,  f.  b.  (einem  Untüatjrijcitcn  berichten);  —  unnja^t; 
]()a|t,  aSw.,  nid)t  ix»at)r{)aft,  b.  t.  bet  5öa()v{)eit  nid}t  gemdp  (eine  untt)at)v= 
t}afte  @cfc!^id)tc),  u.  facj".  bie  5üat)rf)eit  üerle^enb,  jiäifcr:  lügenhaft  (ein 
umt)at)il;aftci-  dtiä^kv);  bie  Unwal)vl)afti9feit;  —  untuatjrfd^cinlid^, 
58».,  nid}t  n)abrfd)ein[id) ,  ftäcEcr:  unglaublid);  bie  Unix»a{)rfc^cinUc^feit, 
ta^  Unn)abcfd)einiidifein;  eine  unn)abvfd)einlid}e  @ad)e  (2}t.  -en). 

unwanbeibar,  SS».,  nid)t  iranbelbat,  n)a§  ft'd)  nid)t  üeränbecn  Idfft 
ob.  ftd)  nid)t  veranbert,  fid)  immer  g(eid)  bleibenb,  ftnnü.  unt)eranber(id), 
bei)arrlid),  bejldnbig;  bie  Umvanbelbarfeit. 

Unnjcg,  m.,  ein  ungebahnter,  fd}led)ter  3Beg,  auc^:  ein  falfd)er  5Beg, 
Srr;  ob.  ^(biveg  (btb(.  er  mac^t  fic  irre  auf  einem  Unraege);  unwegfam, 
35».,  nid)t  tüegfam,  b.  i.  mit  feinem  gebahnten  SBege  üerfeljen  (eine  uns 
»cgfarne  ©egenb) ;  bie  Untvcgfamfeit. 

Umueib,  f.  (f(^on  altb.  unwip),  ein  unTOeiblid)cS  SBeib,  ein  5Beib  o^ne 
grauenJDÜrbe;  unweibltdb,  SS».,  nid)t  treibüd},  b.  t.  einem  ^eibe  nidit 
ä()nüd}  ob.  angemeffen,  ber  eblen  SBcibli^feit  »ibcrjlrcitcnb  (uniDeiblid^e 
©itte,  unn?ciblic^eö  SBefen);  bie  UmvcibUd^fcit,  ti)im.  and)  UnjDCtb^cit 
(mittel^?,  unwiplieit). 

unnH'ibmännifd^,,  JBw.,  nid)t  ireibmdnnifd} ,  bcn  Siegeln  u.  ©cwo^n* 
I;eiten  beä  SBeibmannö  junDtbcr. 

unwcigerlirf),  SB».,  mit  feiner  5ö3eigerung  t)erbunben,  o()ne  5Beige= 
rung  (un»cigcrli^  geljorc^cn). 

unrceifc,  f8\x>.  (mittell;.  unwise),  nid)t  treife,  ber  SBet^^eit  ermangelnb 
ob.  n:iiberjlreitcnb ,  finnu.  unüerftänbig,  mtlber  aU:  unflug,  tf)orid)t;  bic 
UmDciölKit)  bie  mangelnbe  ^eiö^eit,  bai  Univeifefein,  ftärfcr:  Zhat- 
l>eit;  unrüeiölid^,  9t».,  bem  Unreifen  di)nlid},  auf  univeife  litt  (un»ci6= 
liö^  veben). 

unweit,  9t».,  nid}t  treit,  nid)t  entfernt  (un»ett  cou  ber  ©tabtu.); 
aud)  aU  83».  mit  bem  ©en.,  »ic  unfern,  in  ber  ^ciljt  (un»eit  ber  Qtabt, 
bc6  JpauU'6  2c.;  ni^t  gut  mit  bem  Dat.:  u«»eit  bem  J^aufe,  bem  gluffe  u.). 

univcrtl),  as».,  nidjt  irertf))  finn».  unirürbig,  bef.  mit  bem  @cn.  bei; 
iSaijc  (j.  35.  bcö  Sobce  un»crtt;  fein);  alt  u.  oberb.  übexi).  f.  nic^t  gef(j^ä^t, 


Unwcfen  —  Unwille  1483 

gcad^tct  ob.  geliebt,  gering  gefct)dt>t,  »erachtet,  gemein;  bor  Umvertt),  bcr 
man^edibc  ^Bcrtf),  finno.  ©ertt)(oft9Eeit,  Unirürbigfeit;  cljcm.  anä)  f. 
(i}cringfd)ä^ung,  Serac^tung. 

Untuefen,  f.,  -Ö,  o.  5K.  (oon  2BcTcn  f.  3u1tanb,  Zt)un  unb  Ätcibcn), 
tig.  €in  übler  ob.  ungef)öri3ct:  3u)tanb ,  bef.  unruf)i9c6,  flötmbeS,  roiber^ 
tvartige«  Slreiben,  geräufd)üol(e  Störung  bei-  gefellfdiQftlidjen  u.  bürgere 
lid)cn  5Rui)e  u.  Dibnung,  ftäcfeu  atö  ba6  finnu.  Unfug  (bem  Umtjcfen  flcuern). 

umucfcntlic^,  Sm.  (mittelli.  unsvesenlidi),  nicl)t  trefentlid),  b.  i.  1)  fein 
SBefen,  feine  5lßiveiid)feit  l)abenb,  nid)t  iDtrflid}  bafeienb:  2)  nid)t  jum 
SiJefen  einer  @ad)e  geljörenb,  nid)t  ju  i()rem  25egriffe  ob.  SScftanbe  mti): 
ivenbig  (umücfcntlic^c  2)ingc,  SScflimmungen,  ©igcnfc^aften  jc);  bie  Un- 
jvcfcntlid)fctt. 

Uniucttcr,  f.,  -g,  9J?.  (feiten)  iv.  6.,  ^6d)f!  unangene^meö,  iinge; 
fliime!?,  rauf)eö  h.  flürmifd)e6  3Better  mit  9?egen,  ©c^nce  ic. 

untüid^ttg,  Sic,  ind)t  and)tig,  b.  i.  cig.  nid)t  ba5  gef)örige  @eit)id)t 
I)abenb  (ein  unwi^tigeö  ©olbftücl:,  b.  i.  lüelc^cß  ?u  lei^t  ifl);  u.  bcf.  uncig. 
fein  ®c»üid)t,  feine  Söid)tigfeit  ob.  S5ebeutung  habenb,  finno.  unerf)eb; 
lid),  unbebeutenb,  geringfügig  (eine  umric^tigc  ©ac^e,  9la^ric^t  k.) ;  bie 
Umvid^ttgfeit,  ta^  llnn)id)tigfein,  finno.  Unerf)eb[id)fett,  (äeringfügigi 
feit;  au(^  eine  unir>id}tige,  unerf)ebüd)e  <Baä)c  (3)1.  -cn). 

ununberlcgbar  ob.  gew.  umvitierlcglic^,  S5it.,  it)a6  nidjt  wtbetlegt 
iverben  fann;  bie  Unant)crlcgltd)feit. 

unimbcrruflid^,  83«?.,  wai  nid)t  »iberrufen ,  b.  i.  burc^  5JBtberruf  ju= 
rücfgenommcn  ob.  aufget)oben ,  trerben  fann;  bie  Unwitcrritflirf)fcit. 

unanbcrfii^licf),  33».,  ungut  gcbitbct  f.  bem  man  fid)  nid)t  iriberfefeen 
fann. 

unn)ibcrfprcd)lid^,  95».  (nad^  obcrb.  gügung)  tvag  nid)t  triberfprod)en 
iverben  fann,  b.  i.  bem  man  nid)t  anberfpred^en  fann,  feinen  2Biber= 
fprud)ju[affenb(eincunwibecfV'red}lic^e9Bat)rt)cit);  bieUnoiibcvfprec^lid^fcit. 

unanber)lcl)lid),  SÖid.,  bem  man  nid)t  triberftetjen,  feinen  SBiberftanb 
leijlen  fann,  bcf.  f.  f)öd)ft  anjiehenb  ob.  retjenb  (unnjibcrj}ct)lid)e  ©ewalt; 
ftc  ifl  untrtberf!e{;(id^  u.);  bie  Unjuibevftcl)(id)fctt. 

unrüieberbringdrf) ,  33». ,  toai  nid)t  iviebergebradjt  u.  bcf.  uncig.  nid)t 
erflattet  ob.  erfe^t  iverben  fann,  finno.  unerfe^(id)  (ctiraö  univiebecbringlic^ 
93cctorencö);  bie  Untuieberbringltc^feit. 

unn)ictcrvufli(^,  23».,  tvaS  nid)t  wieber ;  b.  i.  jurücfgerufen  werben 
fann  (bie  SJergangcn^cit  ifl:  un»icbcrruf(ici^  bai)in). 

Umviüe  ob.  b.  Unwillen,  m.,  @.  Umvilien^,  o.  g».  (attb.  unwillo, 
lunviiie),  cig.  SWangel  be5  SLÖiüenö,  5öiberftreben  beä  ©emütljsJ,  ba^cr 
alt  u.  obcrb.  f.  2(bneigung,  SBibcr»iUen,  Übelwollen,  Jpafö,  geinbfc^aft,  "Kb- 
fi^eu,  inöbcf.  auc^  f.  (5!cl;  jc^t  gc».  bai  empfunbenc  ob.  geduferte  5)?if6; 
vergnügen  über  ein  tva{)rgenommeneg  Unred)t,  jlärfcc  alö:  SJJifsfaUen, 
SJerbrufö,  fd)»Qd)er  alö  3orn  (Un»iUen  übit  et»aö  empfinbcn;  feinen  Un= 
»iUcn  äußern,  iner!cn  laJTen);  unwillig,  33».,  1)  Univiüen  cmpfinbenb 
u.  d'upernb  ob.  verratl)enb,  finno.  böfe,  ungel)alten,  jornig  (einen  unwillig 
ina(ien;  über  et»aö  unwillig  fein  ob.  »erben);  2)  (oon  »illig)  nid)t  ivil; 
Hg,  tviber  2öiUen,  nur  alö  9i».,  finno.  ungern  (j.  35.  er  mag  cS  »iUig  ob. 
un»iilig  tl)un);  bie  Unwilligfeit,  bcii  UnnjiÜigfein  (in  bcr  Iftcn  93eb.). 


1484  unnjitlfdl^ng  —  Uniriffen 

umDilIfä()ri(|,  S»r.,  nicht  tviüfät)ri9,  nt6t  folgfam  ob.  nac{)9iebig; 
bie  Unix»iUfä^vi.q!eit. 

univiUfommen,  Str.,  nid)t  triUfommcn,  b.  f.  ntd)t  erroünfd)!  fojTi:= 
menb,  nid)t  ^eni  gefebn  (ein  uniüitüommcnct  ©afl  :c.). 

ununllfüriic^,  S3m.,  nid)!  iviüfür(id),  b.  t.  ber  ^illfiit  nid)t  unter;; 
irorfen,  of)nc  freie  Söillenäbeftimmung  (j.  S.  ber  SBtutumlauf  ijl  eine  un= 
»oillfürlidje  Senjcgung;  un>t>iüfür(i(^  lachen,  vpcincn,  fc^rcicn  K.);  bie  Un< 
n)iüfürli(i)feit. 

iiiwirflic^,  Str.,  nid)t  ivirflid},  blo^  t>crge|!ellt,  eingebilbet  ob.  er; 
bid)tet;  bie  tlmx>irf(trf)feit;  —  uniüirffam,  SSto.,  nid)t  irirffam,  feine  ob. 
nid)t  bie  verlangte  ^irfung  t)ert?orbrin9enb,  finnr.  irirfungölo^  (ein  un= 
wirEfames  SKittcl);  bie  Unwirtfamfeit. 

Itnfüirfd^,  25«).,  alt  u.  oberb.  (au(^  untuürfi^,  efjcni.  untt>irS;  \vai)x\ä). 
ail§  bcm  älteren  unir  irbifc^  ,  mittcll).  uuwirdesch,  unwirdeusch  (ron  wirde 
=  SBürbe)  cntfl. ,  b.  t.  eig.  untrürbig,  bann  untritlig,  jornig,  lat.  indig- 
nans,  iudigiiabundus:  ober  tjevmengt  mit  bctn  alten  wirs,  wirser,  engl,  worse, 
al6  (Sompar.  f.  übel,  [c^littim;  bai)it  im  Dberb.  auä)  trirg,  tDirf(^  f.  un* 
wiffd^  gebrau(!^t  loivb)  f.  umvillig ,  nuf3ebrad}t,  böfe,  jornig;  übetlaui 
nig,  mürrifd),  unfreunblidi;  bie  Unwirfrf)  ob.  UniDirfrf)e,  alt  u.  oberb. 
(aud)  Unit)irid)gcit)  f.  Unanllen,  3orn;  üble  Saune,  Unfreunb!id)feit; 
unvüirfd^en  ob.  fid)  — ,  iicllcf.  ob.  rüifj.  3ip.  f-  sornig  werben,  ftd)  er? 
gütnen,  5anfen. 

umt>irtl)bar,  f8vc.,  nid)t  tt»irtf)bar,  b.  i.  nidjt  bewohnbar,  bic^t.  f. 
unbewohnbar  wegen  Unfrud}tbarfett,  ftnno.  unfruditbar,  öbe,  wüjl  (eine 
untt)irtt)bare  ®egenb,  Äüfte  2C.:  ba^  unwirtl)bare  SiJieer);  bie  Un«>irt{)bars 
feit;  unit)ivtf)ltd),  SSir.,  ntdit  wirt{)[id},  b.  i.  1)  einem  (guten)  SBirtbe 
nid)t  a()n[id)  cb.  angemejjen,  ftnno.  unwirt{)fd)aft[id) ;  2)  2(nbere  md)t 
gaflfreunblid)  aufne{)menb  u.  bewirtbenb ,  finni).  ungaftfr^unbüd),  un? 
gaftlid),  bül)er  aiicb  uneig.  f.  unfrud)tbar,  Wiif!  (^ol)e,  untüirtl)lic^c  SSergc); 
bie  Umviftl)lic^feit  in  bdben  SScb.;  unwirtl)fd)aftlid() ,  SSn?.,  nid)t  wirtl); 
fd}aft(td},  einer  guten  5ßirtt)fd)aft  nid)t  gemcif. 

Ununffen,  f. ,  -ö  (altb.  unwizzen)  t>tt.  f.  baS  S^^ic^twiffen,  bie  Unfunbe; 
unnjtffcnb,  SBtu.  1.  (cntjtcllt  auö  bem  alten  unwizzen,  unmiffen  tjon  bem 
g?it>.  wizzeo,  bciruJTt,  befannt)  lanbfc^.  f.  unbewufft,  unbefannt  (g.  SB. 
hai  i)!  mir  untriiTenb,  o.  i.  ic^  trei^  c6  nic^t;  eö  lüar  biv  nidjt  umüijyenb, 
ta\^  jc);  2.  (üon  bcm  50Jir>.  triffenb)  übert).  nid)t  wiffenb,  in§be[.  1)  fein 
SSeiDufftfein  von  etiraö  babenb,  o^ne  eg  ju  wiffen,  [innr.  unbeirufft,  als 
^m.  a\x6i  unwiffentlid)  (ettraö  untriJTenb  tf)un,  unwiffenb  fünbigen);  oberb. 
aud)  f.  bewu|ft(o6,  ol)ne  ^Sewufftfein;  2)  feine  .Kenntnifg,  Clf?ad)rid)t  ob. 
5tunbe  yon  etira6  biibenb,  [inno.  unfunbig  (einer  ©a^e  unwiffcnb  fein); 
3)  feine  n3iffenfd)aftlidie  Srfenntnifg  einer  <Bü(i)c^  feine  (Sinfid}t  in  bie; 
felbe  beft^enb ,  ftnno.  unerfa^ten  (in  einer  SBifTenfd^aft  ober  Äunjl  ic.  un= 
wijfenb  fein);  in  weiterer  SSeb.  übcrt).  nid}t6  ob,  febr  tpenig  triffenb,  feine 
ob.  fet)r  geringe  Ä'enntnifö  t?on  bcm  l)abenb,  »aö  man  triJTen  foUte  ob.  fcnnte, 
finno.  ungebilbet,  rob  (febr  unicijfcnb  fein;  ein  unttjiffcnbcr  ?£fienfdb,  ob.  als 
Jptp.  ein  Untriffenber);  bie  Unwiffenbeit,  bag  Unwiffenbfein,  b.  i. 
1)  baö  5^id)twiffen ,  bie  mangctnbe  Äenntnifg  t)on  einer  <Bad)i,  ftnnt). 
Unfunbe  (aus  Umviffenbcit  fehlen,  fünbigen  ic);   2)  bcr  9)?angel  wiffen^ 


Umi^  —  Un5c  1485 

fd)aft(id)ec  Sr6enntnifg  einer  @achc,  u.  in  »ettcccr  Scb.  ber  ^Äangel  hii 
SöilJenö  ob.  ber  iT)ifi'«nfd)aftlid)en  SKbung  überb.  (Jcine  Unwiffcnf^ctt  tjl 
9ro9;  cg  t)crrfd3t  l)tet  nod^  große  UnttiJTent)eit);  unroil)entlic^,  9{m.,  ntd)t 
wiffentlicf) ,  unitifyenb,  b.  t.  oI)ne  c6  ju  wi(Tcn  ob.  fic^  bcffen  bcwuJTt  ju 
fein  {unioiJTcntlic^  fünbiaen);  —  iitnpifft'nfd^aftlic^,  SBro.,  nid)t  tviffen- 
fd)aft(id),  ber  23ii1Tenfd)aft  nid)t  gemap,  ob.  ntc^t  in  ber  gorm  u.  SBeife 
einer  SBilfcnfdjaft  (eine  unwiJTenf^Qfttic^c  S5ct)anblun9  cinc6  öiegcnftanbcö); 
ble  Umviffen[(i)aft(irf)fett. 

Uniri/^,  m.  (mittelt).  unwitze),  manijelnber  2i3lfe  (f.  b.),  SBtfelofigfeit; 
alt  u.  obcrb.  f.  Untjer jlanb ,  ^üiaf)nftnn;  unwi^ig,  Siü.,  ntc^t  rotzig, 
of)ne  2Bi^,  finno.  >vi|toö;  alt  u.  obcrb.  f.  unüetftanbig,  unbefonnen;  aber* 
ivi^ig,  n)a[)nwi^t9. 

unn)ol)I,  9ltü.,  nid)t  rr>o()I,  b.  i.  nid)t  gut  cb.  rcdu,  ftnno.  ungut,  un; 
red)t,  übet  (j.  S.  er  i)at  unroofjl  gettjan  k.;  eö  ifl  ibm  unitobl  betommcn); 
bef.  bem  förper[id)en  S3eftnben  nad)  nid)t  n)of)l,  b.  i.  nidn  t»öUig  gefunb, 
finno.  unpaf^  ((i^  unpcf){  befinbcn,  unwotj!  fein;  mir  ift  fef)r  unrocijl);  ba§ 
Unuiol)lfcin,  finno.  Übeibeftnben,  Unpäfönd)Eett. 

unn)ol)nbar,  SBro.,  r.  unbe»rof)nbar,  f.  b.;  umvo{)nIic^,  Sro.,  nid)t 
trobnlid),  b.  i.  nic^t  bequem  u.  an^eneljm  jum833o()ncn-,  bte  Unn)Obn(i(i)feit. 

Unraovt,  f.,  ein  übelgebilbetee,  ob.  finnlofeS  2öort. 

umvürMg,  Sßw.  (mittelf).  uuwlrdec),  nid)t  njürbig,  inöbef.  1)  mit  bem 
®cn.,  bem  SBerti)e  einer  '^ad^c  nidn  angemeffen,  biefelbc  nid)t  verbie? 
nenb,  finno.  untoertJ)  (beö  Scbeö,  beö  SSertraucnS,  bec  (5()re  k.  unwürbig 
fein;  er  ijt  .©einer  umrürbig;  er  tjanbett  feiner  fclbft  untrürbig):  2)  übext). 
feine  2öürbe,  feinen  fitt[id)en  SiJertl)  ()abenb,  ber  fitt[id)en  2öürbe  un? 
angtmeffen  ob.  jutviberlaufenb,  ftnno.  unebel,  unanjlä'nbig,  (tärfer:  nie- 
brig,  niebertra'd)tig,  nid)tön)ürbig  (ftc^  imwürbig  bcncf)men;  ein  unmürbigcg 
SSctragen;  ein  unwürbigcr  2(ulbrucE);  bie  Unwürbigfcit,  ba6  Univürbigfein 
in  beiDcn  S3eb. 

Unj,  9iir).  u.  SSbw.  (gotf).  unte,  alt()0(!^b.  unzi,  mitteli).  unze,  unz)  oöls 
lig  ült.  f.  big,  fo  lange  a(S  (im  Cberb.  noi^  bie  unb  ba  gebr.;  auä):  unj« 
I;cr  f.  big()er,  cinftmeilen,  inbeffcn). 

Unjal)!,  tv.,  eine  übermäßig  gtofe  3rtf)I  ob.  2(njaf)(,  bie  man  ni^t 
cugfprcc^cn  ob.  jä{)lcn  Eann;  äbertreibcnb  f.  eine  fef)r  grofe  5}?enge;  — 
unjablbar,  »n?.,  nid)t  5a{)[bar,  b.  i.  amö  nid)t  geja()(t  (au6ge^af)lt)  n?er? 
ben  fann  (eine  unjQt)[barc  ©ummc),  u.  bcf.  nod)  nid)t  jabibar  cb.  fällig 
(ber  SScc^fcl  ijl  unjal)ibar);  bie  Unjablbarfcit;  —  unjQl)lbar  u.  unjäl)* 
lig,  SBiü.  (cig.  r.  unjal)(li(^,  ni^t  oon  Unjaf)t,  fonbcrn  unmittelbar  üon 
idl)len  abgcl.;  mitteil),  unzallich  u.  unzalhaft),  wcii  nid)t  gejault,  bucd? 
feine  3at)l  beftimmt  ob.  au^gebrücft  werben  fann:  oft  übertreibenb  f.  ref)c 
ja{)lreid},  fe{)r  oiel  (eine  unjä'f)lbQrc  ob.  un^ä'l)ligc  SKcngc:  ici^  Ijabe  eö  il)m 
unjaljlige  «Kaie  gcfagt);  bie  Unjäblbarfeit  u.  (fcltncr)  bie  Uni^äl)(igfelt. 

unjart ,  Src. ,  nid)t  jart,  bcf.  ba«  3iirtgefitl)l  wevle^enb  (fr.  inbelicat), 
finno.  unfein,  flä'rEcr:  grob,  plump  (ein  unjarter  2(u6bruct;  einen  unjart 
bef)anbeln);  bie  Unjartl)eit  (fr.  3nbelicatc|Te);  unjärtlid),  S3id.,  nidjt 
jrt'rtlid)  ob.  liebeüoU;  bie  Unjärtlic^feit. 

Unje  1.,  ro. ,  9J?.  -n  (altb.  unza.  luize,  oom  lat.  uncia,  übet^.  bcc 
jwölfte  Sl)eil  cincg  ©anjcn;  angclf.  ynca,  ynce,  baljcr  engl,  inch,  ein  3olI, 


1486  Unje  —  Unaurf)t 

u.  baneben  ounce,  fcanj.  once,  atö  &mici)t)  1)  ein  @eit)jd)t,  bef.  in  beti 
3(pot()e!cn,  =  2  ioti)  ob.  '/jo  eines  2fpotI;t!er;^funbeö,  b.  i.  '/jo  eines 
gen)ö()nli(^en  ^pfunbcö;  cf;em.  aui^  eine  ?D?ün5e  in  bcm  SBertf)c  tion  20  !J)fen= 
nigen,  u.  f.  o.  w.  Pfennig;  2)  aI6  Sängcma^  el;em.  f.  ein  3oU;  aB  Äöv- 
permo^  im  aBiittcmO.  '/jo  ®cl)cffe(  ob.  %  (Stmri;  bie  Unjenperle,  [.  ü,  ». 
2ot()perle,  [.  b.;  unjenroeife,  s«n?.,  in  ob.  mdj  Unjen;  bec  Un;^encr,  -ei, 
niebccb.  f.  eine  ©tangenwage,  @d)neUit)a9«  (lanbfdj.  aud^:  Sni'ert). 

Unje  2.,  i».,  SD?,  -n,  (auc^  Önjc,  OnEc;  neutat.  felis  uncia,  franj. 
ouce),  bag  fleine  ^antf)erthtet  ob.  bev  fieine  ßeoparb,  ein  bcm  ^antt)cr 
äl)n{id^cä  sRaubtf)ici-  in  ©iib^^Cmevüa,  aud»  ^antf)ec=  ob.  Sigerfn^e,  ^unbg- 
ob.  5Bo(fgparb. 

Unjcit,  IV.,  eine  un3et)öri9e,  unfd)icf[idbe  ob.  ungelegene  3«it,  entg. 
bcc  rechten  3cit',  gew.  nur  in  bcv  SSerbtnbung:  jur  Unseit  (j.  SS.  ctwaö 
juc  Unjcit  tt)mv,  juc  Unjeit  lommen  u.);  unjeitig,  S3io.,  1)  jur  Unjett 
b.  i.  nidjt  jur  recf)ten  3eit  feienb  ob.  gefdjeljcnb,  nid)t  rec{)t5eittg,  auä) 
übext).  f.  übet  angebrad^t,  unpajjenb,  unfdiicflid)  (ein  unjcitiger  ©^erj; 
unjeitige  ©vo^mutö  üben);  2)  ntd)t  jeltig  ob.  reif,  unreif  (unjeitige  Stau; 
bcn:  eine  unjeitige  ©eburt);  bie  Unjeittgfctt,  ba^  Unjcitigfein  in  bcibcnSeb. 

Unjcncr,  Unjenperlc,  unjenrceife,  f.  unter  Unje  1. 

unjcvbrei^lirf),  SSto.,  nid)t  jerbred^iic^,  voai  nid)t  jerbrodjen  werben 
fann;  bie  UnserbredöHd^fett. 

unjcrgänqltcö,  93».,  am§gar  nid)t  ob.  nur  f&twct  jergei)!,  b.  i.  fid^  im 
SßaJTcr  aufrufet;  feiten  f.  unvergängUd);  bie  Unjergänglic^fi'it. 

unjerlegbar  ob.  unjerleglid^ ,  S3n).,  wcii  nx&it  ^erlegt  werben  fann. 

unjerreiblid),  S5».,  wa^  nid)t  jerrieben  werben  fann. 

unjcrrci^bar,  fßxo.,  voa^  nid)t  ^erriffen  werben  fann. 

unjevfe^bar,  Sw.,  nid)t  jerfe|bar,  wa6  nid)t  jerfe^t  werben  fann. 

unjerflövbar  u.  unserflörtirf),  asro.,  wai  nid)t  jerjlört  werben  fann; 
bie  Unjerjitörbarfeit. 

unjerflreut,  SSm.,  nid)t  jerjlreut,  eig.  u.  uncig.,  finntj.  gefammelt,  auf? 
merffam. 

unjertl)ei(bav,  «8w.,  \va^  nid)t  jertf)eiit  werben  fann. 

unjcrtrcnnbar  ob.  gem.  unjertrcnnüd),  fSw.,  \Vi\§  gar  nid)t  ob.  nur 
fd)Wer  jertrennt  ob.  getrennt  werben  fann  (unjertrcnnlic^  oerbunbene  Singe, 
S{)ei(e  Jc),  bef.  t)on  ^er[oncn:  ftd}  fdiwer  unb  ungern  üon  einanber  tren? 
uenb,  innigft  verbunben  (unjcrtrcnnlic^c  grcunbe);  bie  Unjertrennlid^feit. 

Unjiefcr,  f.,  alt  u.  obccb.  f.  Ungeziefer,  f.  b. 

un.^iemlid),  S3w.,  nid)t  jiemlid)  ob.  jiemenb,  fidi  nid)t  gejiemenb, 
fitnw.  ungej^iemenb,  unfdn^lid),  unanftanbig  (ftd^  ungiemlid^  betragen;  un= 
giemlic^e  Sieben  jc):  bie  Un5icnUtd)fcit. 

Untier  ob.  Unjierfee,  w.,  alt  u.  bid^t.  f.  mnngelnbe  3ier  ob.  3««vbe, 
u.  i)Hi  @egent()eil  berfelben,  finno.  Unfd)on^eit,  prEer:  .^afölid)feit,  (Snt? 
flcUung,  SJerunftaltung;  unjierlid),  SSw.,  nic^t  jierüd) ,  oljnc  2(nmutt) ; 
bie  Un5icr(id)fcit. 

unjinöbar,  fSvo.,  ntd)t  jinöbar  ob.  jin6pfltd)tig;  bie  Unjin^barfcit. 

Un^uc^t,  w.,  0.  m.  (mittcU).  unzuht)  cig.  übcrl).  mangelnbe  3ud)t, 
3uditlofigfeit,  u.  eine  barin  gegriinbcte  -^anbiung;  bat)cr  ei)cm.  f.  Ungc« 
gogent)eit,  UngefdjlifTcnfjeit,  dioi)i)dt,  Unortigfeit,  Unjiemlic^fcit,  Unanitä'n« 


L  un^ufneben  —  öppiö  1487 

bi'gidt,  fc^Icd^te  ©ittc  fnodj  lanbfc^.  gem.  bcv  Unjuc^t  f.  ein  ungezogener, 
unartiger  SOicnfd) ,  bef.  ein  folc^ce  JCinb);  ftiä'flic^cr  ajiutbtinltcn ,  Unfug,  gre= 
uet,  grobe  iBclcibtgung,  ®d)mad);  je^t  in  engerer  u.  t)ärterer  Seb.  grobe 
"2(uöfct)«)cifung  in  Söcfviebisung  i)i€  föefd)led)t6triebe8  (Unjuc^t  treiben: 
ftc^  ber  Un?u*/t  ergeben);  ber  lln5Üd)ter,  bie  Unjüc^rerinn,  Dtt.  f.  mx 
Unjuct)t  treibt;  unjüd^tig,  S5i».,  cbem.  f.  ungejogen,  unartig,  unhoflid), 
iingeftttct;  jc^t  f.  Un^udit  übenb  u.  barin  gegrünbet,  {)öct)ft  auäfdnuei; 
fcnb  u.  ftttenloä,  ftdrter  ali:  unfeuf*,  unanftanbig  (ein  un^ü^tiger 
«Kcnf^;  un^ü^tig  leben;  unjüdjttge  aSorfc,  ©cberben  zc);  btc  UnjÜC^^ 
tigfctt,  baä  Un.^üci)tigfcin,  ftorJer  ale:  Unfeufd){)cit,  Unfittlidifeit  k. 

unjufricbcn,  fSw.,  nid)t  jufrieben  ([.  b.),  finn».  unbefrtcbigt  (mit 
einer  ©ac^e  ob.  ^crfon,  ob.  über  biefelbc  un^ufrieben  fein;  ein  mit  feinem 
©djidfal  unjufriebener  9)lcnfc^);  mic^  überl).  ftd)  fd}n)er  befricbigen  ob.  ge- 
nügen (rtffenb,  nid)t  wergniigt,  ftnno.  ungenügfam,  mif^ocrgnügt  (ein 
unjufriebcncr  9Kenfd);  ein  unjufricbcnc6 ©emüit)  ^abcn):  bie  Un,;^ufriet>enbeit, 
bai  Unjufriebenfein,  bie  mangelnbe  3ufrieben()eit,  finno.  Ungenügfam^: 
fett,  Unlufl,  SDitf^üergnügen. 

iinjugangbar  Ob.  gem.  unzugänglich,  fSro.,  nid)t  ^ugangliA,  feinen 
3ugang  l)ai?enb,  ben  Zugang  nid)t  geftattenb  ob.  benfeiben  erfd)VDerenb 
(ein  unjugangli^er  Drt;  er  ifr  feljr  unjugä'ngtid)) ;  bie  Un5UgängÜd)feit. 

unjulänglic^,  üBw.,  nid)t  jula'nglid)  ob.  ()tn(änglid) ,  nid)t  auöreid)enb, 
finnu.  iingenügenb  (eine  unjulä'nglic^e  Summe;  unjulängtic^e  ÄenntniJTe); 
bie  Unjuldngttc^teit. 

unjuläffig,  35«).,  nid)t  äulä'ffig,  b.  i.  ivag  nidjt  jugelaffen  ob.  gefiattet 
»verbcn  fann;  bie  Unjuläffigfcit. 

unjünftig,  a3ro.,  nidit  jünftig,  ju  feiner  ßunft  ge()örenb,  feine  3unft 
bilbcnb. 

unjureirf>enb,  Sm.,  nld)t3uteid}enb  ob.  ^tnreid)enb,  ftnnt).  unjulanglid). 

Unjufammen^ang,  m.,  mangelnber  ^ufamtnenbang;  unjufammen- 
{)angcnb,  JBir.,  nidit  jufammenhangenb,  ohne  3ufammen(}ang,  finno. 
unterbrodien,   jcrftilcfelt  ic. 

ujijuträglid^,  Sio. ,  nid)t  jutraglid),  finno.  unüort^eilf)aft,  unbtcn* 
lid),  unt)ei[fam. 

unjuüerläffig,  aSm.,  ntdit  juüerläffig,  finno.  unfidjcr,  ungeivtfS,  un- 
glaiibiDÜrbig;  bie  Unjuiu'rläffigfcit. 

un5ivecfmäpig,  Sir.,  nid)t  jivecf mapig;  bem  3roe(fe  ntd)t  angemef- 
fen,  finno.  unpaffenb,  ungeeignet,  jtdrfec:  jreecfivibrig;  bie  Unjirecfmä; 
^igfelt. 

unjweibeutig,  S3m.,  nid)t  ^iveibeuttg,  oljneSoppelfinn,  etnfad)  unb  f(ar. 

unjiucifeU)aft,  asio.,  ntd)t  5n)eifea)aft,  b.  i.  feinem  3w)eife(  unterroor; 
fen,  nid)t  ju  bejtfeifeln ,  finno.  jireifeüoö,  unftreitig,  unla'ugbar  (eine  itn= 
j»Deifei(;aftc  3Bafjrt)eit) :  hw  Unj\DeifeU)aftigtcit. 

üppig,  aSio.  (alt()odjb.  »pp'ö-  mittcli).  uppec,  oom  attb.  uppi,  uppa,  xo. 
b.  i.  geere,  SitelEcit;  oiellei^t  oon  glei^er  SJßurjel  mit  ob,  ubar,  gott;.  ufar, 
über,  monad^  bie  Urbeb.  ,,überf(iiffig,  miipig,  übermäßig"  rcacc;  ogl.  b.  gotf>. 
»>fj<>,  ital.  ufFo,  übcrftufe,  fpan.  ulano,  eitel,  ftotj;  fi^iucb.  yppa,  etijeben, 
ypP'S?  ftolj,  prächtig;  tat.  super  u.  superbus,  gr.  vn^fj  u.  vß^'?) ,  etjem. 
f.  (ecr,  eitel,  nid)tig,   oergänglid),  müfig,  überflüfffg,  unnü|;  eitel, 


1488  uc  —  uralt 

cingebilbet,  übermiiff)ig,  jlolj;  (eid)tferttg,  flu^gcfaffen,  njcüüjlig;  je^t 
übtvi).  Überflufg  an  Seben^fraft,  Scbcnögefül)!  u.  Srieb  fjabenb  unb  jei- 
genb,  überfraftig,  inöbcf.  »on  ocganif^cn  5Ratur!örpecn:  übermäßig  \)oU; 
faftig,  fiarf  trcibenb,  finno.  geil,  flcogenb  (iippigcä  SBac^gtfjum  ber  ^flan= 
jcn;  anä)  oon  «Kenfi^cn:  ein  üppiger  SBud^S,  Sufen  2C.);  in  fitttic^cm  93et= 
jlanbc:  unmcipig  in  ftnnlicbcn  ©enüffen,  finno.  au6fd)»veifenb ,  fd)n)el- 
gccifd),  mit  bcm  Stebenbcgriffc  bc6  ii()crmutf)c6  (üppig  leben;  üppig  im  Sffen 
unb  Srinfen  fein;  ein  üppiger  SOlcnfi^;  ein  üppigeö  &a\tma\)i);  in  engerer 
aSeb.  juc  5[BoUu|it  geeignet  u.  geneigt  u.  biefe  5fleigung  üerrat()enb,  finno. 
irolliiftig,  Ijarter:  geil  (ein  üppigeß  SBeib;  üppige  ©eberben,  (Stellungen ic); 
bie  Üppigkeit  (alt^oi^b.  uppigheit,  a\li)  "ppigi  U.  uppeheit;  mitteil),  üppe- 
keit)  bag  ilppigfein  in  allen  Seb.,  inöbcf.  cl)em.  f.  (Sitelfeit,  9^id)tigfeit, 
Übecflufä;  Übecmutl),  übecmafige  Sinbilbung;  5J?üfiggang:  ie|t  f.  Uber^ 
fraft,  flro^enbe  Sülle  (bcs  SBad^ö.tbum^  ob.  SBuc^feö  jc);  unmäßige,  über? 
müt^ige  (^enufgfud)t  u.  beten  'iCuperung,  finno.  ©d)n)elgerei;  inßbef.  f. 
2öoUuftl)ang,  ftärger:  ®eill)eit;  quc^  eine  einzelne 'Äuperiing  ber  Üppig? 
feit,  u.  eine  ju  beren  S3efciebigung  bienenbe  <Bad)e  (SK.  üppigfeiten). 

ur— ,  23orfilbe  (urfpr.  juglei^  fetbjlanbigcgSBorttJort:  qoti).  us,  aUf)od)b. 
ur,  ar,  ir,  b.  t.  auS,  aber  ber  2(bflammung  nad^  oon  unferm  auö  =  got^. 
üt,  altb.  uz  ganj  oerf^ieben;  feit  bem  SJJittell).  auöf(^lie^li(^  23orfilbe,  einer= 
Ici  mit  er-,  toeld^e  fc^toac^ere,  tonlofe  gorm  für  ur-  oort)errf(^enb  u.  na= 
mentlit^  jur  Silbung  oon  3citiüörtern  auöfc^lic^lic^  angemenbet  würbe,  voäi)' 
rcnb  ur-  nur  für  rcenige  9lominalbilbungen  übli^  blich  u.  eine  beflimmtere 
S3ebeutung  annaf)m;  angelf.  or,  altnorb.  ur,  or,  gen?,  ör,  fd^ttjcb.  ur,  or), 
bient  jur  Silbung  oon  «i^aupt^  u.  95ei»oörtcrn,  wirb  nie  tonlos,  fon= 
bcm  in  ber  9tegct  ^oc^tonig  u.  mit  gebctjntem  u  gcfproc^cn  (nur  in  ur- 
fprünglid^u.  urplö^lid)  nebentonig;  in  Urtfietl,  urtf) eilen  I)ot^' 
tonig,  aber  mit  gcfdjärftem  u),  unb  bejci(^net  1)  SSeivegung  auö  bem  Sa? 
necn,  ein  »f)eruorge^en  ob.  ^croorbringen,  ba(}cr  auc^  tia^  urfdd)lid)e  SSer? 
()dttnif3,  finno.  au^  u.  bie  SSorf.  er-  (j.  S3.  Urfprung,  Url)eber,  Urfad^c,  Ur» 
fi^rift,  urbar;  Urfunbe,  ogl.  erfenncn;  Urlaub,  ogl.  erlauben;  Urf^eil,  ogl. 
crt.'jeilen);  2)  SSeginn,  2(nfanglid[)feit,  Urfprüng(irf)feit,  finno.  Dor  (j.  S5. 
Urabn,  Uraltem,  Urquell,  Urfpra^e,  Urwelt,  Urjeit);  baf)er  3)  überf).  S3er; 
fidrfung  ob.  «Steigerung  be^  S5egriffe6  (j.  25.  Urbeginn,  Urcnfel,  uralt, 
urplö^lic^);  4)  in  ber  alteren  ©prac^c  au^:  SSoüenbiing,  9Secnid)tung  ob. 
^ruf()ebung,  f.  o.  w.  au^,  oer-,  un-  (j.  S3.  Urfeljbc,  f.  b.;  etjem.  aud^  Ur* 
luft  f.  Unluft,  Urredbt  f.  Unred^t  u.  bgl.  m.). 

Ur,  m.,  -Sj,  2J?.  -e,  ob.  ber  Urod)§,  (mittcll).  ur,  üre,  urohse;  nic^t 
oon  ber  SSorf.  ur,  fonbern  oon  bem  lat.  »ms)  alt  u.  btdbt.  f.  2(ucrod)g. 

Ur,  f.,  0.  9Ä.,  nieberb.  eine  braune,  ()atte,  unfrud^tbace  Srbe. 

Ural)n,  m.,  -en,  5W.  -en,  (ogl.  'Ki)n)  alt  u.  bi^t.  f.  Urgroßvater,  tU 
teroater,  aud):  ber  Ural)nl)err;  bie  Ura^n  ob.  Urahne,  9)?.  -en,  oberb. 
f.  Urgcopmutter,  '2([termutter,  auc^:  bie  Ural)ntrau:  bie  ?Sl.  Ura{)nen 
auä)  übni).  f.  33orfal)ren,  2}orältern;  ural)nlic^,  S3>d. ,  bi^t.  f.  benUt? 
fll}nen  gemaf ,  eigen,  uralt. 

urnlt,  JBiD.  (altb.  uralt  f.  oerattet,  t)oc^beial)rt,  alteröf^wad^) ,  fef)r  alt 
ob.  beia()rt  (ein  uralter  SKann);  gew.  bem  neu  cntg.  einer  fe()r  früf)en  5Bor; 
jeit,  bem  i)oi)en  ^(Itertl^um  ange()ocenb  ob.  bal^er  flammenb  (uralte  2)en^ 


Uranfang  —  Uvbeftanbtl^cil  1489 

malet;  eine  uralte  ©praci)e  k.);  ba^  Uralter,  -ö,  bag  früf)ef!e  Sntaftec 
(bef.  ber  @en.  Uralte  v  6  in  bcr  ncbenwörtl.  SRebenöart  ,,  uralt  er  6  l)ev," 
ob.  „ton  uralterg  t)cr,"  b.  i.  feit  uralter  3eit);  \>ai  UrviUert()um,  ba^  friU 
f)ejle,.f)6d)|le  2ritertf)um;  —  bie  Uraltem,  o.  e.,  f.  o.  w.  93ovaltern, 
alle  58orfüf)ren  übet  bie  ®ro^ältcrn  l)inau6;  in  bc|timmtcret  Seb.  5ßatec  unb 
9)?utter  bcö  Urgropüateiö  unb  bec  Urgrofmuttei:,  etnjeln  ber  Urciltcroa^ 
tcr  u.  bie  Urältermutter  genannt. 

Uranfang,  m.,  ber  erjle,  frü{)efte  ^(nfang;  ou^  f.  Urbeftanbtf)ei(, 
Urj^off  (iiit  Uranfange,  fr.  Elemente);  uranfcingttc^,  ^Iw.  u,  SSiü.,  im 
Uranfange,  in  bcr  friibefteii  3cit,  urfpiünglid}. 

Uranlagc,  \o.,  biecrfte,  frü()e[te,  urfpiün9Ud}c  Einlage. 

urä^,  uräpig  ob.  ura^ig,  aSrc.  (auc^  ute^ig:  mittelt).  metzec,  ocn 
urin  bet  S8eb.  4)  u.  effcn)  alt  u.  oberb.  f.  überfatt,  Q.hl  cmpftnbenb, 
uberbiiifftg,  übet  (mir  ijl  uräpig);  urdpen  ob.  urd^en,  Sw. ,  auö  Über- 
fd'ttigung  ob.  Übevbnif^  verwerfen,  übert).  etroag  alö  unbraud)bar  u.  un* 
nii^  befjanbeln  (audj:  etivoö  oer ureigen;  angclf.  orettan;  nicbcrb.  orten, 
oerorten,  tvoi)l  «ou  anberm  ©tammc,  f.  Drt  2.);  bie  Urdp  ob.  Urd^, 
f.  baS  93ern?erfen ,  8Sernaci)(dfft9en ,  u.  baö  SSenDorfcnc. 

urbar,  f8m.  (alt  u.  oberb.  auc^  urbor;  oon  uc  :=  er-,  Ijeroor,  u.  be- 
ran,  bern,  bö'rcn,  tragen,  bringen;  baf)er  mittclf).  baö  3«'- "fborn  u.  ur- 
baeren  f.  f)eroorbringen ,  t)erüortl)un,  jetgen,  offenbaren)  urfpr.  Ertrag  ob. 
©eirinn  bringenb,  eintrd'glid) ,  insbef.  üom  ®runb  unb  SSoben:  jin^ge; 
benb,  ßcfjnöabgabcn  cntric^tcnb;  ic(jt  gen),  f.  tragbar,  frudubar,  angebaut, 
bef.  neu  angebaut  ob.  tragbar  gemad)t,  entg.  rciifl,  öbe  jc.  (ein  @tü(f 
Canb  urbar  machen);  baö  Urbar,  -5,  5)?.  -e,  (mittel^,  auc^  urbor,  urbur, 
TO.  u.'f.)  »lt.  f.  ber  ©rtrag,  ©ennnn,  bie  2l'uäbeute  oon  einem  ©runbjlücte, 
Scrgircrfe  ic;  aud)  ein  Ertrag  gebcnbeö  ©runbftücf,  oÖUig  cigencß,  jtnö« 
tragenbeö  @ut,  8anb  =  ,  SSaucrgut;  ferner  f.  u.  w.  t}Ai  Uvbarbud^  (mittl. 
lat.  urbarium),  SSerjeid}ntfS  ber  jin^tragenben  ©runbfliiife  eincä  Orte« 
na^  it)ren  SSefifiern  u.  2(bgaben,  (Srunb-,  ?agcrbuc^,  <Satbu(^:  ber  Urbar? 
mann,  gem.  9??.  Urbarleutc,  «ipäc^ter  u.  a5emirtt)f(j^after  jinötragenber,  bef. 
lanbeöt)errli(^cr  ©üter;  ber  Urbarric^tcr,  iRid^tcr  bcr  Urbarleute,  3)orfri^« 
ter;  bie  Urbar|lcucr  ob.  -gülte,  ©teuer  oon  jinSpflic^tigen  ©tunbjtüctcn. 

urbau,  Sm.  (oon  ur  in  bcr  Scb.  4),  olt.  oom®runb  unb  SSoben:  fd)(ed)t 
angebaut,  in  fd}(ed)tem  3ujlanbc;  ber  Urbau,  alt  u.  oberb.  f.  t)crnad)s 
(affigier  Buftanb  eines  gelbcö,  5SerfalI  ber®runbfluc!e  unbSebaubc;  @d)utt 
oon  abgcbto^enen  (äJebduben. 

Urbe,  IV.,  CO?,  -n,  lanbfd).  f.  Drfe,  Örf,  f.  b. 

Urbctie  ob.  Urbete,  it).,  ?D?. -n,  (lanbfd^.  oud^  Orbebe;  oon  ur  = 
er- unb  SBcbc,  niebetb.  f.  Sitte;  ogl.  Sete)  niebcib.  eig.  eine  (Jrbittung, 
etvocii  (Erbetenes,  bal)cr:  eine  erbetene  ob.  freiividige  ©teuer,  inibcf.  bie 
allgemeine  ®runb(leuer  jur  ^Cnerfennung  ber  Dberf)errfc^aft  u.  be6  Sigen- 
t^umg;  ®runbfteuer  oon  ben  .^Sufern  in  bcn  ©tabten  bcr  9J?atf  JBranbenburg. 

Urbedeutung,  ro.,  bie  erfTe,  urfprüngtidie  SSebeutung  (eineö  ?Bortc«). 

Urbcginn,  m.,  ber  erjle,  früt)e)ie  S3eginn,  f.  o.  m.  Uranfang. 

Urbegriff,  m.,  ber  erilc,  urfpn'tnglid^e  S3egriff. 

Urbeflanbtl)eil,  m.,  urfprünglid}cr,  einfadier,  wefentlid^er  S3eftanbs 
tbeil,  finno.  ©runbbeftanbtbeif,  ®runb?  ob.  Urfloff  (fr.  ®femcnt). 

•^rpfe'i  ^anbtvomrb.  b.  bcutf^cn  ®pr.  2.  Zi)ül.  0-1 


1490  Uvbcn?oj)nec  —  Utfovm 

Urbewobner,  m.,  bie  ccflcn,  ucfpiüngftdKu  S5en)of)nev  cineö  Sanbeözc. 

Urbitb,  f.,  5)?.  -er,  bai  crjle,  urfprüngliche  SSUb,  finnü.  SSorbUb, 
£[J?it(lerbi(b,  entg.  2fb  =  ,  9Ud^biIb,  inebcf.  1)  n(S  mirf(icf)  t)ocf)anbene 
<Bad)e  ob.  Werfen,  bcf.  alg  fmnltd)eg  ÖUb,  Silbtrerf  ob.  Äunfimerf 
iibcri).  (fv.  OnginaO;  2)  a(g  b(ep  im  (^ctft  ange|'d)aiUeg  ob.  9ea()nt«g  @e? 
banf^nwefen  (fv.  Sbcat);  urbilblic^,  asw.,  bem  Urbilbe  a()n(ld)  ob.  ge? 
map,  luvi)  ^Crt  euu6  Urbi(b«s;  (fr.  ibca(ifd)). 

Urborn,  m.,  bi^t.  f.  «.  to.  Urquell. 

Urbür  (ob.  Urbüf)r),  nieberb.  Urbör,  iv.,  SW.  -en,  ratibft^.  9lcben= 
form  üon  Urbar  (f.  b.),  tnöbcf.  im  fdd)f.  Srjgcbirgc:  bcr  bef.  tm  lehnten 
bcilcbcnbe  ©rtrag,  welken  ber  ßanbcöberr  oon  bem  Sergwerfe  (jat  (baf)ev.- 
bcr  UrbüfKcv  f.  3c{)iitncr;  bcr  Urbuf)rf(^reib  er  f.  ©egcnfd^cetbcr);  im 
S)?e!(cnb.  Urbör,  bic  ^(bgabc  r»on  Stiftungen  an  bcn  ®tiftimg6i)errn. 

UVbcutfd),  Sit?.,  urfprüngltd)  beutfd)  (ein  urbeutfc^cö  SBort,  baö  nic^t 
ouö  einer  ficmben  ©pradge  entref)nt  ifl);  uralt  beutfd)  (bic  Urbcutf(!^en, 
i)ie  alten  Seittfc^cn  bcr  frü^ej!en  3eit). 

Urtic^tcr,  m.,  ein  mit  urfpriinijlid}er,  ei5ent^um[id}er  ®d)öpferfraft 
begabter  2)td)ter  {^Imm.  f.  t)a^  fr.  Driginalbi^ter);  bie  Urbid^tung  (fr. 
Driginatbi^tung). 

UrbvufiJ,  m.  (mittell).  urdruz,  urdriez;  ügl.  ur  u.  oerbrtejjcn)  ßlt.  f.  5öer; 
brufö,  Überbruf^,  Unluft;  urbrüffi'g  ob.  urbruljig,  fflra.,  alt  u.  oberb, 
(auc^  urbru^,  urbrit|))  f.  i'iberbriiffig,  verbrief lid),  pcinlid). 

ureigen  u.  uveigentl)ümlid),  S8m.,  urfprünglid)  ob.  v»om  ^(nfang  nn 
eigen  ob.  eigcntbiimlicb,  au3  unb  burd)  ftd)  felbfl  entflanben  u.  beftebenb 
OJeiiTO.  f.  baö  fr.  original,  originell);  bie  Uretgenl)eit  ob.  Ureigentljüm- 
lidjfeit,  bn^  Ureigenfein,  bie  urfprünglicbe  ei3entbümlid)e  '2Irt  ob.  S5e- 
fd)affen()eit  (fr.  Originalität);  aii^  eine  einzelne  uvfprünglid)  eigentbüm^ 
lid)e  6i3enfd)aft  (iik  Ureigenl)ettcn  einer  ©prad^c,  eineö  >Di^ter6  ic). 

Urenfef,  m.,  -g,  9)?."  w.  d.,  bie  Uren!elinn,  CO?,  -en,  baS  (5nfeU 
ünb,  b.  i.  be6  (Snfelö  ob.  ber  (5nfelinn  ©o^n  ob.  3;od)ter. 

Urcnt,  w.,  oberb.  ba^  äußlod)  unter  ber  ©algpfanne,  bem  Dfenlo^  ge-- 
genüber;  auc^  eine  3al)l  oon  24  guber. 

Urerbe,  m.,  -n,  ?D?.  -n,  bie  Urerbinn,  9)?.  -en,  stfpc.  ber  erjle 
ob.  •^aupterbe,  cntg.  5)tac^  =  ,  Jfftcrerbe. 

Urfa^r,  f.,  -5,  9)?.  -e  (mittcll).  nrvar,  »on  ur  ~  auö  u.  fahren)  alt 
u.  oberb.  eig.  ber  Ort  ber  2(110-  ob.  2(bfabrt,  ber  Überfabrt-  unb  Sans 
bepla^  am  Ufer  eineg  S'"ITcö;  bie  Überfahrt;  oberb.  auc^  f.  b([i  Ufer;  ber 
Urfal)rer,  oberb.  f.  gä'brmann. 

Urfe,  w.,  lanbfc^.  f.  £>rfe,  f.  b. 

Uvfe^te,  tV.,  9)^  -n  (mittcll).  nrv^ch,  urv^he,  urv^hede,  oon  ur  = 
aus,  b.  j.  üoUenbet  (f.  ur  4),  u.  v^he,  v^hede,  get)be,  b.  i.  crflarte  geinb» 
fd^aft;  mittl.  lat.  urpheda),  eig.  baS  2(ugfein  ob.  2(ufbören  ber  geinbfd)aft; 
bie  ©übne;  gew.  ber  ©iibneib,  bic  eiblic^e  Serfid^crung,  fi^  wegen  et-- 
littencr  ®cwalttf)at  ober  ©träfe  nic^t  rad)cn  ju  wollen  (Urfe^be  f^wören;  bie, 
Urfcljbc  breiten). 

Urfcucr,  f.,  ba^  erfle,  ur[prunölid)e  ?5euer;  ber  Urjloff  beS  ^iuev^, 
SG3armefioff  (fr.  (Slemcntarfcucr). 

Urform,  n?.,  bie  erfle,  urfprünglid}«  Socm,  SÄujlerform,  finn».  Ur- 
bllb  (fr.  Sbeal). 


Urgaut  —  Urin  1491 

Urgaul,  m.  (mitMi).  gui,  »rgul,  Qbtx)  üU.  f.  (f6«r;  ein  worjiiglicfj 
fd)öner  unb  gropcc  ®aul  (^ferb). 

Urgebitbe,  f.,  ui-fprün9ttd)e«  ?[)?ujler9e6ilbe;  bi(^t.  f.  Urbitb. 

Urgebirgc,  f.,  ufanfang[td)eS  ©ebirge,  ©riinbgcbirge,  btc  urfprüna' 
lid^fte  ältf|te  ®cbtrg6=  ob.  ©tctnart,  isclc^e  ben  feilen  JVern  bec  Srbe  bilbet 
(fr.  prtmäreö  ©ebirge). 

Urqeifl,  m.,  ber  crfte,  urfpcün9(id)e  ©etfl,  ©Ott;  baö  geiflige  ©runbs 
ob.  Unt)ef«n,  bie  urfpciingftdje  gciftige  (5igentf)üm(id)feit  einer  ®ad^e;  ein 
ucetgcnet:  (origineller)  ©eijl. 

Urgefcbic^te,  \v.,  bie  frü()efte  (^efd)id)te ,  ®efd}id)te  ber  Urjeit. 

Urgcjlalt,  ID.,  bie  erjle,  urfpriingtidje  (55e[la(t. 

Urgid^t,  it).,  9)?.  -en,  (a(tb.  urgiht,  oon  ur  =  er-,  auö  ob.  tec-, 
unb  jehan,  fagcn,  bc!ennen;  alt  u.  oberb.  au6)  ^  ergießt;  ogt.  ®i^t  1. 
u.  aSeic^tc),  Ott.  Sifpr.  bai>  freiivillige  ob.  gem.  burc^  bie  Wolter  eciwungenc 
©effanbnif^  eineö  3(ngcflagten  oor  öcrtc^t. 

Urglanj,  m. ,  bec  ev)le,  urfprünglid)«  (55lanj. 

Urgropüater,  m.,  Urgroßmutter,  iv.,  §ufammengefaJTt:  bie  Urgrop« 
altern,  5öatec  unb  ^utux  be^  ö5ropüateug  unb  bev  (^jropmutter,  f.  d. 
\v.  Ucal)n,  5(lter\3atec  k. 

Urgrunb,  m. ,  bei-  ec(!e,  urfprünglid)«  ©vunb,  eig.  u.  uncig.  (j.  93. 
©Ott  ift  ber  Urgrunb  aller  2)inge). 

Ur()ab  (mittclf).  urhap;  üon  ur  =  er-  u.  (jeben;  got^.  ushafjan,  er» 
tjcben)  1.  m.,  -e3,  o.  SOi.,  üöUig  olt.  f.  ba^  @id)s (Streben,  bec  ^uf? 
fianb,  2(uflauf;  3(nfang,  Urfpcung;  auc^  f.  Urf)ebec,  2rnfttftec;  2.  f.  u. 
IV.  (lanbf(^.  auc^  Urljeb)  alt  u.  obcrb.  f.  «Sauerteig,  >^efen  (f.  b.);  — 
uvl)eblic^,  S3nj.,  alt  u.  oberb.  f.  anfd'nglid),  ucfpcüngtid). 

Url)al)n,  m.  (nidbt  oon  ber  Sorfitbe  ur,  fonbern  oon  bem  mittl.  lat.  uro- 
gallus;  »gl.  Ur),  alt  u.  lanbf^.  f.  7iiml)ai)n. 

Url)eber,  m.,  -g,  9}?.  w.  (5.,  bie  Ur^eberinn,  9)Z.  -en,  (oon  ur  = 
er-  u.  l)ebcn;  alfo  eig.  Srfjeber,  2(uff)eber,  (Jrreger;  eljem.  Urljab,  f.  b.), 
wer  etvccii  (®uteö  ob.  bef.  23öfe6)  angefangen,  eccegt  ob.  gefliftet  l)([t, 
ftnnü.  S3eginnec,  ©tifter,  2(nfliftec,  oerf^.  2(nfangec,  (j.  S3.  ber  Url)ebec 
eine«  ©treiteS,  Äriegeä,  2(ufrul)r6  k.);  in  »oeiterer  S3eb.  ein  pecfönlid)eS 
Söefen  a(5  n?irfenbe  Urfadje  irgenb  eines  SingeS  ob.  einer  Serönberung, 
ftnno.  «^etüorbringec,  (3d)öpfcc  (ber  Url)eber  einer  (Schrift  zc.,  gem.  bec 
SSerfaffer,  fr.  2(utoc;  er  ijl  ber  Urf)eber  meines  ©lüdeS;  ®ott  ijl  ber  Urheber 
aller  Singe);  url)eblic^,  f.  unter  Ur^ab. 

Urian,  m.,  -g,  (oon  bunfler  2lb|lammung)  gem.  bef.  nieberb.  f^jer^t). 
Qyt.  juc  S5ejeid)nung  eineä  2J?anne^,  ben  man  nic^t  nennen  u.  bem  man 
jvenig  2(^tung  bejcigen  will,  gew.  ^itt  Urian;  au^  eine  oerjledte  SSe* 
nennung  beS  Seufelö. 

Urin,  m.,  -ti,  o.  9Ä.  (o.  lat.  urina,  ».)  f.  d.  m.  «^arn,  f.  b.  (ben 
Urin  laffen,  aud):  fein  aBaffer  taffen  ob.  abfc^lagen);  i>ai  Urinbab,  Su^m. 
baS  aus  Urin,  SBaffcr  unb  ©alj  ob.  ^otta\ä)i  betlel)enbe  SBab,  worin  bie 
fpanifcfce  SBoUc  gercafc^en  wirb;  bie  Urtnblafe,  Jfpavnblafe;  bie  Urinblume, 
lanbfc^.  f.  Sergneüe;  bec  Uringeijl,  f.  .g)arngeift;  ta^  Uringfaä,  ein  ©las, 
worin  man  ben  Urin  jur  arjtlic^en  Seftc^tigung  aufbctjält;  bci$  Urinfatj,  f. 
.^arnfatj;  bec  Urinj^ein,  f.  ».  w.  SSiafenjlein;  urintreibcnb,  asw.,  f.  ijarn- 
tveibenb.  c^^ig. 


1492  Urfdmpe  —  Urlaub 

Ur!ampe,  m.,  -n,  (ogl.  ur  u.  Ädmpe  2.)  ntfbctb.  ein  großer,  oorjiig^ 
lidjer  Äampe  ob.  6ber. 

Urfinb,  f.,  altb.  f.  .Sroerg. 

Urtird^c,  iv.,  bi«  erjl«,  urfpriinglid)«  Äird)c  ob.  fu-d}lid)e  ®ifelif*aft. 

Urfraft,  w.,  urfprünglidie,  ureigene  Ämft  (bie  Urfraft  (Uotteö;  bie 
UvEtafre  bcr  9{atur);  urfröftig,  S3ttj. ,  mit  Urfraft  begabt,  barin  gegrün* 
bet  u.  bavon  jeugenb. 

Urfunbe,  m.,  -n,  50?.  -n,  (altb.  urchundo,  urkomle;  oon  ur  =  et- 
u.  fcnnen,  funb)  clt.,  trcr  ctwag  roeif  (erfannt  t)at)  u.  bejeugen  fann, 
ein  3fugc  (j.  35.  UrSunbcn  ©ottcä,  b.  i.  beugen,  Soten  u.  2)tener  ©otteö); 
—  bie  Urhmbe,  9)?.  -n,  {alti)0i)b.  urchundi,  urkundi,  [.  u.  rc.,  unb  ur- 
kunda,  «j.,  3eugnifö,  SBcjeugung;  niittelf).  urkünde,  f.;  obetb.  bte  u.  ef)em. 
baöUrfunb;  ogl.  uc,  etfenncn,  erfunben),  ctg.  boöjenige,  trorauö  man 
ctmo«  ernennt  ob.  erfunbet,  ba^ct  uvfpr.  1)  übevJ).  3eugnifä,  SSetreiS, 
Äennjeicben,  5Ba^rjei_*en  (SRfpr.  ju  Urfunbe  bcffi-n  jc);  geroiije  SSecffdie? 
fung,  SSejlatigung ;  Übercinfunft,  23unb  (j.  33.  cl)em.  bae  alte  Ur!unb, 
f.  bog  oltc  aeftomcnt);  2)  ge».  in  engerer  SSeb.  ein  fcf^riftnci)«^  3«ugnifg, 
bcf.  eine  95er^anb(unggfc{)rift  (ein  2(cten11uct) ,  fcfern  ft'e  fiinftig  nt^  58e? 
weii  bienen  fann,  eine  25ercei6fd)rift  (fr.  Socument),  u.  übn^.  jebeS 
fcf)riftnd)e  25eHfmaI  a(g  SSeivei^t^uelle  für  gefd>id)tlicf)e  Shatfad)en,  (alte 
Urfunben  fammcln,  Ijerauögcbcn  u.;  bie  5ltejte  Urfunbe  beö  5D?cnf^engc« 
fc^led^tö  2c.):  au^  f.  Urfd)rift,  ®riinbfd)rift  (fr.  original),  entg.  2Cbf^rift 
u.  Überfe^ung;  —  3fc^.  ber  Urfunbenbenjabrer,  ein  SBcamtcr,  roelc^ec 
bie  ©toatö '  Urfunben  bcrcabrt  (fr.  TCri^ioonug) ;  baö  Urfunfccnbud),  ein 
SBud^,  in  iücl(^eö  bie  Urfunben  eingetragen  >t»erben;  aud)  eine  gebrucfte  Samm- 
lung alter  Urfunben,  Urfunbenfamuilung,  Urfunbcmverf;  ba^  Uvfun* 
tengewölbc,  bie  Urfunbenfammcr,  ber  Urhmbenfaal,  ^fc^a^ic,  bet 
3(ufbenjaf)rungöort  u.  bie  ©ammUtng  ber  offcnttiei^en  Urfunben  eines  ©taoteS 
(fr.  3(r(^iü);  —  2f6leit.  urfunMic^,  Sro. ,  bie  ©cjlaft  ob.  S5efd)affen- 
i)ixt  einer  Urfunbe  ^obenb ,  bei.  «IS  fRw.  in  ?5orni  einer  Urfunbe  Utmai 
urfunblid^  untcrf^rcibcn  u.  btfiegeln);  auf  Urfunben  gegriinbet  ob,  bataui 
gejogen,  mitteljl:  Urfunben  (ein  urfunbti^er  SSeweiö;  eine  urfunbli^e  ®e* 
f^ic^te;  ttwd^  urfunblic^  enreifcn);  bie  Urfunblic^fcit,  ba5  Urfunblid)? 
fein,  bie  urfunblid)e  S5efd)affenbeit;  urfunben,  gicl.  3nj.,  alt  u.  Äanjl. 
f.  bejeugen,  fc^tifttid)  u.  fö'rmfict)  befiatigen  ob.  befenncn  (ogl.  beut* 
f  unbcn). 

Urlng  ob.  Urlage,  m.  u.  f.,  -e«,  (auc^  Urlog,  Uriug;  altb.  der  u. 

daz  urlac,  urlage;  aut^  nrlouc.  urliuge,  iirhic;  »on  U  r  U.  ligau.  liegen, 
legall,  legen,  fejlfe^cn;  t?gl.  Orlog),  »öUig  »lt.,  urfpr.  j^eflfe^ung,  (inU 
fdjeibung,  @efd)icf;  bann  bef.  .Krieg. 

Urlaub,  m.,  -eg,  Wl.  (feiten)  -e,  (alt{)0c^b.  urlaub.  f.,  u.  urlaubi, 
w. ,  neben  arlaubjan,  gotf).  »slanbjan.  erlauben;  mittcli).  urloiip,  m.;  norb. 
orlof,  oltfddjf.  orlobh;  nicberb.  95erlöo;  —  »on  uc  =  er-  u.  bem  gotlj. 
u.  altb.  laiUijati.  louben.  angelf.  leafan  u.  lyfaii,  engl,  leavc.  laffen;  »gl. 
glauben  u.  erlauben),  urfpr.  über^.  f.  (5rlaubnif^,  bewilligte  greil}eit  ob. 
ett{)eilte  S5efugnifö,  etwaö  ju  tt)un  (j.  35.  mit  Urlaub,  mit  Urlaub  ju  mel« 
bin  Jc);  ge>r.  bie  üon  einem  v^öfjeren  ob.  23orgefe|ten  ert^eilte  Urlaub- 
nif«,  n)egjugef)en  u.  feine  pflid)tmnf  igen  93errid)tungen  eine  ßeitlang  aui^ 


Ude  —  Urfad)(!  1493 

jufeeen,  m^  bte  gefdjaftfofe  9?uf)e  r«f6(l  u.  beten  Dauer,  (einem  ©ol- 
baten,  einem  Seamtcn  jc.  Urlaub  geben,  ettf)ct(en  je.;  Urlaub  nehmen,  b.  t. 
ftc^  Urlaub  geben  laffen;  Urlaub  tjahtn,  auf  Urtaub  fein;  mein  Urloub  ge^t 
ju  Snbe  le.);  eljem.  au^i  f.  ©ntfafTung;  Entfernung,  ba«  «Stcf^sSinpfe^:- 
len,  ber  2(bfd)ieb  (Urlaub  ne|)men  f.  Jfbfc^ieb  net)mcn,  bef.  oon  einem  Sor> 
net)mcreh,  je^t  gcro.  fic§  beurlauben);  Urlauben,  jiel.  3^.,  (mittelf). 
arlouben)  oöUig  olt.  f.  erlauben;  meggefjen  laffen,  beurlauben;  audj  üol» 
(ig  entlaffen,  üerabfd)ieben:  tvegnebmen  laffen  (ein  @ut);  ber  Urlauber, 
oberb.  f.  ber  beurlaubte  ©olbat. 

Urlc,  w.,  9)?.  -n,  lanbf^.  1)  f.  2(t)orn,  aud^:  bei-  Utlenbaum; 
2)  f.  ene;  3)  f.  Ulme. 

Urlic^t,  f.,  hai  erjie,  urfprünglid)e ,  reine  ?icf)t;  ber  Urquell  be6  2id)* 
te«,  ®ott. 

Urlog,  Urlug,  f.  Urlog. 

Urmann,  m.,  lanbfc^.  f.  Urbarmann,  f.  b. 

Urmap,  f.,  bai  urfprünglicbe  ob.  SD?ufter*5J?af ,  fc^wcij.  f.  ßicbmaf. 

Urmenfd^,  m.,  ber  erfle  5)?enfd);  Urmenfd^en,  bie  frul)eflen  ?D?en» 
fci)en,  (O^enfdjen  ber  Urjeit. 

Urmutter,  w.,  bie  erjlte,  urfprünglidje  @tammmutter;  aud)  f.  Ut. 
ahne,  Urabnfrau. 

Urnac^t,  n». ,  bie  uranfdnglicbe  9iac^t  ob.  Jinilernif». 

Urnamen,  m. ,  ber  erfle,  urfprünglidje  ?^amen. 

Urnatur,  n>.,  bie  urfprünglici)e ,  ungebilDctc  u.  uncerberbte  ^^latur. 

Urne,  n?.,  53?.  -n,  (v>.  b.  lat.  uma.  Sopf,  SBafTcrJrug),  ein  runbe«, 
trbene^  ©efaf  von  gefalliger  ^orm,  icbo(^  gciü.  nur  oon  fold^cn  QJcfdgen 
(Äfd^nfrügen  u.  bgl.))  bie  fic^  auö  bem  2ritcrt()um  erljatten  i)abtn,  ober  ju 
üinftlciifcben  ^xviden,  j.  95.  gut  S3eriierung  oon  ©ebäuben,  GSrabmä'lern  ic. 
gebilbet  finb:  ^liv^efiif:  oberb.  (bie  Ürn,  3vn,  5ren)  aud)  ein  S'uffiS' 
feitömap  ju  SBein  k.  ,  im  Salzburg.  ==  40  58iertel,  in  Snrol  ungcfaijr  3 
SBicncr  Simer  tjaltcnb;  '»pflanj.  audj:  ber  ©toubbeutel  ber  9Jloofe,  bie 
95üd)fe;  umenförmig,  93».,  bie  ©cjlatt  einer  Urne  babcnb;  bie  Urnen* 
miöpel,  eine  "üxt  2Siöpcln  in  iRorbamctÜa. 

Uroc^,  m.,  f.  Ur. 

Urpflanje,  tu.,  urfprungliclje  ^flanje,  ^flanje  in  il)rer  Urgeflatt. 

urplö^lic^,  9Jn).  u.  tßm.  (ogl.  uc  3)  u.  plöfeli^),  {)cd}fl  plö|lid),  im 
l)6d)jlen  &xciU  fd)nell  unb  unerwartet. 

Urquell,  m.,  -e^,  o.  Wt.,  ber  urfprunglidje  Q.uell,  eig.  u.  gew. 
unetg.  ber  urfprün9lid)e  SDafein^grunb  (®ott  ifl  ber  UrqueU  aUe«  ®uten). 

urrein,  Sn>.,  bic^t.  f.  feine  utfpriinglidje  9Jeinl)eit  beit)al)renb;  bi« 
Urrein^cit. 

Urrtnl»,  f.,  1)  (mittelb-  »rnat)  olt.  f.  roilbe«9?inb,  SBalbflier;  2)  lanbfd^. 
f.  9?ol)rbommel,  (f.  b.;  in  biefer  Seb.  njat)rfd|.  perbcrbt  au6  .^or«9?inb; 
b.  i.  ^ot\)--  ob.  @cl)lamm>9iinb;  ba^tx  au^  2)leerrinb,  SOBaffec-  ob.  9){oo8' 
od^ö  K.  genannt). 

Urfac^e,  n?.,  5)'?.  -n,  (oon  ur  =  auö  unb  ©a^je,  f.  b.;  im  2(lt^od)b. 
noc^  nic^t  übli^,  auc^  mittel^,  feiten:  Ursache;  ge».  jlebt  in  ber  alteren 
€5prac^e  \>ai  einfa^e  ®  o  (^  e  in  ber  Seb.  U  r  f  a  d^  e ;  oberb-  bie  Urfadj,  nieberb. 
Otfafe;  fc^reeb.  orsak),  über^.  bie  ©adje,  an$  roetdjer  iWai  ^erworge^t 


1494  Urfagc  —  nt\d)iaäc 

ob.  burrf)  mlci)e  ttwa$  U\mlt  tüirb,  entg.  SBtrfung,  oon  altgemctncrct 
aSeb.  bci§  finno.  ©runb,  b.  i-  ba6,  irorauf  et»a6  bmt()t,  cntg.  ^olQi;  ini- 
be[.  1)  bcv  <Scin§grunb,  ber  (reale)  ©runb  bcc  9BtrfIid[)feit  einti  ^'in^ti 
ob.  Bujlanbcö,  genauer:  bie  ivirfcnbe  Ui-fad[)e,  ftnnü.  Urf)eber,  wenn  e6 
ein  pcrfonlidjeß  SDSefen  tft,  ©c^ulb,  tef.  »venn  baS  Setrivfte  ein  Übel  tjl, 
(g.  SB.  bte  Sonne  ijl:  bie  Urfac^e  be6  ßid)teö  unb  ber  5IBärme;  ik  Unma^tgfeit 
war  bte  Urfoc^e  fcincö  Sobeß ;  id)  betrad;te  it}n  alö  bic  Urfad^e  ob.  ben  Ur« 
{)eber  nicincö  ©lürtcö;  er  ob.  btcö  ifl  bic  Urfad^e  meinet  Unglüdß,  finn». 
—  ®d)ulb  an  meinem  Ungliid);  2)  ber  Setrcg^  ob.  ^anbeln^grunb,  bei 
(moralifdK)  ©runb  cincS  freien  S^^nö  (jf.  S.  xä)  Ijabe  Urfac^c,  mclc  Ur= 
[ad^en,  fo  ju  fjanbeln,  i()m  nid^t  gu  trauen,  if)n  anju!(agen  JC;  er  l)at  !einc 
Urfa^e,  p  {[agcn,  unjufricbcn  gu  fein;  bic  Urfac^e,  irarum  er  nic^t  fam  it.; 
bie  Uifadjc  [einer  Unjufrtebenfjcit,  S3ctrii6nil'ö  u.;  einem  Urfac^c  ju  etmaß 
geben;  au6  biefer  Urfac^e  ob.  um  bicfer  Urfad)e  »illen  ti)uc  iä)  c6;  ot)ne  Ur* 
fad^e  auf  Scmanb  jürncn  Jc;  oberb.  nebenrcörtlid;:  Urfad)  ob.  Urfadt)en, 

bafS ,  Urfad^  bcffcn,  »eil ,  f.  beföwcgen,  »teil  ic);  ef)cm. 

inöbcf.  f.  eilte  Dorgeirenbetc  Urfac^c,  ein  SJcrtranb  (bibl.  ®im[on  fud^tc 
Urfac^  an  iik  ^l)iliftcr);  —  2fbleit.  urfad)cn,  jiel.  3>t>.,  alt  u.  oberb.  f. 
Urfad}e  üon  eütai  fein,  eö  beiüirfcn,  üeranlaffen,  gc».  üerurfadien;  ber 
Urfad^ev,  f.  mt  enrag  beirirft  ob.  i^erurfad)t,  gciü.  Ur{)eber;  urfat^lic^, 
S5it).  (elicm.  oudö:  urfcdjig),  einer  Urfad)e  ä'{)nlid),  eine  Urfndje  cntl^fl[= 
tenb;  ba^  SSerf)a(tnifg  ber  Urfad^e  u.  SBirfung  barj^ellenb,  betreffenb  ob. 
barin  gegrünbet  (fr.  caufat);  bie  Urfäd^nrf)feit  (fr.  öaufalitdt). 

Urfage,  tt).,  1)  oöUig  »lt.  f.  93erfagun3,  ^fbläugnimg,  Sntfd)u[bigung; 
Äriegöcrfid'rung;  2)  eine  uralte  @age. 

Urfa^,  m.,  1)  (mittcll).  ursaz,  m. ,  U.  ursaeze,  f.,  =  (gcfa^)  alt  u. 
fc^Süeij.  f.  bie  (5ntfd)dbigung6fumme,  weld^e  bei  2(uff)ebung  cinee  Äaufoer= 
traget  bcm  nid^t  reuigen  Zi)dk  jufdllt;  aud)  f.  Unterpfanb  (>!g)£)potf)c!); 
2)  ein  erfter,  uifprüngitd)er,  nic^t  au6  anbern  ^crguleitenbec  ob.  erjt  ju  bi-- 
weifenber  @a^,  @i'iinbfa|  («Reuw.  f.  ba^  fr.  2friom). 

Urfau,  IX).  (ügl.  ur  3)  lanbfd^.  f.  eine  grope,  ttorjugüdje  ^au,  ein 
«^auptfd)n)ein. 

Urfd),  m.,  -eg,  9)?.  -e,  üpr.  (aud^  9lurfd^,  i>er!l.  bai  Ürfc^el, 
Stücf^el;  ».  lat.  nrceus,  JCrug;  »gl.  jebod^  aud^  baö  altb.  nuosca.  nuo- 
sche,  ba'ir.  ber  Slucfdt)  f.  JRinne,  ©erinne,  Srog)  ein  f)o{)tcS  (55efdp,  bcf. 
jum  guttcr  für  Zi)iite,  ein  ülrog  (j.  33.  ©auurfc^  ob.  ©aunurfc^,  bair.  ®au= 
nucf(^  f.  ©c^reeinctrog;  ia^  Ürf^el,  Sogclnürf^et,  bair.  ber  Sßogctnucfd^  f. 
Srögtcin  jum  Vogelfutter). 

urfd^cn,  jiellof.  3m.,  f^lcf.  (fd)tt>eij.  urfcn;  »gl.  nufd^en,  oberb. 
nucfc^en,  unb  ureigen)  f.  in  etwa§  l)erumit)ül)ten,  eg  f)in  unb  ^er  wer- 
fen  ob.  ücrivirren,  eg  ungenu^t  Der(?reuen,  unratf)[icl^  bamit  umgef)en 
(baö  $ßict)  urfc^et  im  "^utUt  ob.  mit  bem  gutter). 

Urfd^lactit  ob.  Urfd^läd^t,  iv.,  gem.  nur  9)?.  bie  Urfd) ladeten,  (mit* 
teil),  iirslaht,  931.  urslehte;  aii6)  «^er  urslac;  jjon  ur  =  au6  u.  fc^lagcn; 
fd^meij.  ®  urd^fd^ldcfjt,  Surd^fd^lac^te)  alt  u.  oberb.  f.  if)autau6fd)lag, 
3(uöfd)lnggfranfl)eit  jeber  3frt,  bef.  bei  Äinbern;  inöbef.  f.  SWafern,  9?ö< 
tf)e(n;  ^ücfen,  Äinberblattern. 

Urfd()(adfc,  ir.,  gew.  nur  5J?.  bie  Urfd) la (fen,  b.  t.  bic  erflen  ob. 


Ut\6)ö\\\)dt  —  nvt\)at  1495 

SBor;<3d)lacfcn,  im  fad^f.  ec^gcbträc:  bicjenigcn  ©d^tacfen,  wetdjc  auö 
bcm  Jßorljcrbc  in  bic  ©c^tartengrube  laufen  u.  bem  ©igcnt^ümcr  bcr  .^iitte  ge» 
()ören. 

Urf(^ün{)eit,  iv.,  lufpcünglid)«,   ureigene,  mufler6i(bltd)e  (Sc()ön^eU. 

Urfc^rift,  tv.,  bic  erjle,  urfprüiigliche  <Scf)nft,  @iunbfrf)rirt  (fr.  Dri« 
ginal),  cntg.  bcr  TCbfdjrift  (©opic)  u.  ber  Überfc^ung;  urfrf)rittlit^, 
JBiD.  u.  $«»t).,  ber  Urfcl)rift  gemäp,  in  ob.  nad)  ber  Urfd)rift,  a[5  Urfcl)rift. 

Urfclbfl,  f.,  9tcum.  f.  ».  »ü.  Urei3en()eit,  ureigene  S3efd)affenf)eit  (fr. 
Originalität);  ein  ureigene^  Sßefen,  Unvefen  (fr.  DriginalJ. 

Urfil^,  m.,  ber  erfle,  urfpriinglid^e  <Si|  ob.  9Bo()nfi^. 

Urfprad)c,  \v.,  bie  erfie,  urfprün9[id)e  <Sprad)e  beß  «Kenf^cngcf^lcd^* 
feg;  bie  urfprünc;(id)e  ob.  ©runbfpradje  einee  ganzen  ©prac^enftamme^; 
ouc^  jebc  einjelnc,  felbjltanbig  ennvicfcitc,  mi^t  abgeleitete  u.  gemengte 
©tammfprac^c  (j.  SS.  bie  beutfc^e). 

Urfprung,  m.,  -eö,  3)?.  ^fprünge,  (attb.  nrspring,  ursprinc;  von 
Ut  =  er-  unb  fp  ringen;  »gl.  ba6  altb.  arspringan,  erspnngea  f.  ent* 
fpringen)  eig.  bal  ^erüorfpringen,  Sntfpringen,  •f)erv>orquel{en  (j.  SB. 
eineö  Sßac^eS,  gluffcS  Jc),  alt  u.  oberb.  au^  f.  SlueUe,  ^ad);  gew.  in 
weiterer  Seb.  bai  (5ntflef)en,  ber  erfle  SSeginn  ob.  Qfnfang  einer  <Baö:)e 
(^.58.  ber  Urfprung  einer  ©tabt,  cine§®taate6;  ber  Urfprung  ber©pra(!^eK.); 
feiten  u.  ungut  f.  bie  irirfenb«  Urfad)e  (j.  S5.  ®ott  ifl  ber  Urfprung  alle« 
(sjutcnj;  urfpvüngüc^,  Sw.  u.  91».,  ben  Urfprung  einer  <Sad)e  eötf)aU 
tenb  ob.  barin  gegrünbet,  beim  Urfprung  ob.  bem  Urfprunge  nac^,  finno. 
uranfang(id)  (bie  urfprünglic^c  S5cf(^affcnl)eit  eineö  ©ingeg;  ber  urfprung* 
lid^t  3u)lanb);  aues  fid)  felbjl  entfprungen,  ben  ®runb  feine>3  DafeinS 
in  ftd)  felbjl  {jabenb  (@ott  ijl  ein  urfprüngli^c§  SÖSefen;  eine  urfprüngli^e 
©prad^c,  f.  D.  nj.  Urfprac^e);  bie  Urfprünglic^fcit,  ba«  Urfprünglidifein. 

Urfiamm,  m.,  bcr  erfle,  urfpriing(id)C  «Stamm  (j.  S.  eines  2Solfe6). 

Urflanb,  m.,  ber  urfprünglidje,  uranfang(id)e  ®tanb  ob.  Sufianb; 
—  urlläntig,  aSw.,  obcrb.  f.  übcrjlä'nbig,  abgefJanben,  Dcrborben;  — 

bie  Ur|lent)e  ob.  Urf!ent>  (altf)OC!^b.  urstendi,  urstendida,  mittelf).  ursteade; 
üon  ur  =  er-  U.  standan,  jlel;cn;  »gl.  b.  gotf).  usstandan,  alti).  arstaudan, 
er|lef)en),  alt  u.  oberb.  f.  2(uferfte{)ung;  oberb.  au^  ein  SSilb  beö  erjians 
benen  ,:^eilanbö  mit  bem  ©iege§fal;nlein. 

Urfioff,  m.,  ber  erjle,  urfprünglid)e  (Stoff,  bie  Urbeftanbtf)ei(e  cine6 
35inge§,  finno.  (Srunbftoff  (bic  Urftoffc,  fr.  etcmente). 

Urfiüc!,  f.,  1)  ein  uraltes  Stüif  ob.  25ruc^ffücE;  2)  ein  urfprüng= 
lidjcg,  nidt|t  nadjgebilbetes  @tücf  ob.  9Öerf  (^leu».  f.  baS  fr.  Original). 

Ürte,  ro.,  9W.  -n,  (mittelt).  ürte;  oberb.  aud)  Orte,  Srte,  3rtc, 
f.  b. ;  wafjrfd^.  »er»,  mit  Ort,  b.  i.  urfpr.  ©renje,  ©pifee,  genaue  SBeftim- 
mung;  »gl.  örtern,  olerb.  örtcln,  unter  Ort  1.,  erörtern  2C. ;  baljer  auc^: 
bic  Urt  ob.  Ürt,  in  Strasburg  f.  baS  SBat)rjeic^en) ,  alt,  obcrb.  u.  bef. 
f(]^njeij.  f.  bie  Bcd)e,  b.  i.  bie  9?ed)nung  bc6  2i3irt{)6  über  baß  5ßerjct)rte; 
ber  Äoflenantf)eil  iebeS  (Sinjclncn  hd  einer  gemtinfc^aftlid^en  3Jlat)ljeit;  aud^ 
f.  bie  3)?a()(jeit,  ba6  @aflmaf)t,  ber  @d)mnuö. 

Urtet,  f.,  urteln,  ^vo.,  f.  unter  Urtfjeil,  mti)i'üm. 

Urtext,  m.,  ber  urfprüng(id)e  Sejrt  (f.  b.),  jinno.  ©runbtert,  Urfdjrift. 

Urtl)at,  vo.  (mittel^,  urtät;  oon  ur  =  er-),  ölt.  f.  bie  üoüenbete  Stf)at, 


1496  Uxt^eü 

ble  5öcüjtef)un9,  bcr  SScUju^;  mti)ätliä),  SS»,  u.  «ßtt.  f.  auf  bem  SBeg« 
bec  SSoÜ^le^ifng. 

Urtt)eit,  m.  (mit  gebcfjntem  u),  ein  tirfprungltcljet  3;f)eil,  Urbeflanb^ 
ti)i\l  (fc.  Clement:  bic  Urtt)etle  cincö  ©tofffö). 

Urtf)eil,  f.,  -eg,  5)?-e,  (mit  gef^citftem  u;  alt^o(i^b.  urtail,  artaili. 
f.,  u.  urtail,  urtaili.  urtaila.  urtailida.  tt5.:  mitttlt).  urteil,  f.,  u.  urteile, 
ortcilde,  w.;  oberb.  et)cm.  b i c  Ur tai t,  Urtt;  alt[ä(tf.  urd^li.  nieberb.  Or» 
bcel;  ongclf.  ordal,  bat)Cr  mittl.  lat.  ordalium,  ®ottcgurtI)eil,  engl,  ordeal; 
—  »on  UV  =  er-  u.  tf) eilen;  alfo  eig.  baö  ©rtljetltc,  bic  (Stt^citung;  »gl. 
bae  a(tb.  artailjan.  irteilen,  erteilen,  b.  i.  ettt)eiten  u.  ent[(^eiben,  urtt)cilen, 
ju  9?cd)t  ernennen)  1)  bic  red)tltd)e  (5ntfd)eibung,  ber  entfcf}eibenbe  2(u6» 
fprud)  bcg  9?id)terg,  inöbcf.  eincö  bcflaUtcn  9?id^tcrö  ob.  einer  ©eri^töbe» 
l)övbe,  ftnno.  ßrfenntnifg,  ©prud),  »etc^eö  leitete  \tioij  aud^  bec  ?(ul' 
fpruc^  eincö  ©c^iebönc^terS  fein  !ann,  (ein  Urtf)eil  fällen,  f.  b. ,  ef)em.  aud^: 
ein  Urtl)eil  finbcn;  baS  Urtl)eit  über  einen  5Serbtec^ec  fprec^cn,  an  bcmfelben 
öoU^ietjen;  nc»^  Urtljeil  unb  5Rc^t  jc;  in  ber  SRfpv.  Ijäufig  Urtljel,  Urtel 
gcfpt.  u.  gci^v.);  2)  in  weiterer  Seb.  übcvl).  f.  2ruöfprud),  auö9«fprcd)ener 
©cbanfen,  ituferung  bec  5J?einun3  über  eine  ^etfon  ob.  ©a(^c,  u.  biefc 
?9?etnun3  felbjl,  bcf.  fofem  fie  als  (ärfenntnifö  ber  roaf)ren  SSef^affcn^tit 
bcrfclbcn  u.  ba{)cr  al6  entfc^eibcnb  gilt,  t>erf^.  üon  ber  blo^  fubjcctiüen  50let= 
nung,  (ein  Urli^etl  über  etwoö  ob.  Scmanb  fallen,  abgeben  ic;  fein  Urtfieil 
bariibcr  äußern;  cgi.  beurtt;ei(en;  3emanb  um  fein  Urtijeil  fragen;  fein  Ur= 
t^cil  jurüctl)a!ten,  untcrbrüctcn);  in  beftimmterem  ©inne  in  ber  8ogi!:  bic 
burc^  baö  Scnfüermögcn  oclljogcnc  SScrfnüpfimg  5Weier  SSegriffe,  burc^ 
»retd;e  ber  eine  bem  anbcrn  beigelegt,  ober  abgefproc^cn  wirb,  voai  in  ber 
fpro(^(id)cn  gorm  beö  ©a|c6  gefi^ieljt  (j.  S5.  baS  ©ifcn  ijl  fc^mcr;  ba§ 
gcuer  brennt);  3)  ba^  Qlermo^cn  beö  benfenbcn  (5Jeifle5,  Urtbeile  ju  biU 
bett  ob.  jU  uxti)(\lin,  bie  Urtf)eiISf reift,  u.  bef.  ber  @rab  bcvfclben  bei  ein- 
zelnen (oicl  ob.  wenig  Urtljeil  ^aben  zc);  —  3fe6-  urtl)eilgfci^{g ,  Sn>., 
eines  Urtfjeilö  fäbig,  befugt  ob.  geeignet,  über  etwaö  ju  urt^eilen,  jtnne. 
fprudtfä()ig  (fr.  competent:  ein  urtl)eil€fäf)iger  3f{id)ter,  .Kcitücr  jc.);  bie  Ut- 
tt)eil6fQ'l)igfeit:  bie  Urtj)eif§fraft  ob.  ba^  Urtbeiläöermögcn,  baö  5Ber> 
mögen  beö  ©eij!eg,  ju  urtl)eilen,  b.  i.  bic  Segriffe  richtig  mit  cinanber  ju 
»erfnupfcn,  u.  in  weiterer  Seb.  überf).  bie  Dinge  ju  bturtficitcn,  finn».  Scur« 
tl)eilung§fraft;  ber  Uvt{)cilfpred)cr,  ;j!c(Icr,  ;ücrfaf[cr,  wer  ein  (vierter« 
lic^eS)  Uirtljcil  fprid^t,  fäUt  ob.  abfafft;  bet  Urtljeilfprucf)  ob.  Urt{)eilä= 
fprud^,  bas  (geric^itlic^)  auggefprocfecne  Urtl)eil;  ber  Urtt)eilgta9,  ber  Sag, 
on  welchem  ein  Urtljcil  gefällt  wirb;  el)cm.  inöbcf.  ber  Sag  beö  jüngjlen  ®e* 
richte,  ber  jüngjte  Sag  (mittclf).  urteiles  tac);  —  "KbUit.  urtl)eilen,  jiel« 
lof.  u.  jiel.  3w.  (mittcll).  urteilen;  nieberb.  orbclen)  1)  ein  gerid^tlidje^  Ur* 
tt)ei(  fpredien,  red)ttid)  entfd)eiben  ob.  erfennen  (in  einer  ©ac^e  —  ,  über 
eine  ©a^e  ob.  ^erfon  — ;  gem.  urteln  gefpr.);  eljem.  aüi)  jiel.  einen — , 
f.  ein  Urtljeil  über  if)n  fällen,  it\n  oerurtl)eilen;  2)  in  weiterer  Seb.  feine 
9)?cinun^^,  fein  Urtfjeil  über  eine  ^erfon  ob.  @ad)e  bilben  unb  aufern, 
finnü.  ff«  beurtf)eilen  (über  einen,  über  ein  Äunftwer!,  ein  f8u6)  u.  bgl. 
urt^eilen;  vicljtig  ob.  unrichtig  — ;  oud)  üon  einer  ^crfon  ob.  ©ad)e  et; 
wag  —  ,  b.  i.  eS  als  Urtfjeil  auSfpre<^en) ;  in  ber  Cogif:  jroei  S3egriffe  in 
bem  gef)örigcn  9Serl)ältniffc  mit   einanber  Derfnüpfen,   in  ber  gorm  einer 


Ururdftern  —  SS  149T 

3fu«fagc  ob.  eine«  ©afiCS;  bet  Urtt)ei(er,  -ö,  (alt^oc^b.  urteilo,  artailari, 
jrteilare,  mittelt).  urtcilaere.  f.  ^idjttt),  feiten  f.  Wix  urt{)ei(t,  gem.  Ut- 
tf)cUfpred)er;  S3curtl)eifer. 

Ururättcrn,  bie,  o.  @.,  bie  Altern  ber  Uraltem;  ber  Ururentel,  bu 
Uurrcnfelinn,  (Sof)n  u.  3:oc{)ter  beS  Urenfelö  ob.  ber  UrenEelinn;  ber 
UrurgropDatcr,  bie  Ururgropmutter,  jufammtn:  bie  Ururgropältctn, 
bie  Altern  ber  Urgrofd'ltern. 

Urüater,  m. ,  ber  urfpriin9licl)e,  erfle  ©tammoater  cincö  ®cfc^tcc^tt« 
(fr.  "patriard)) ;  Urvater,  audi  übcrf).  f.  Ural)nen,  d'ltefle  QSorfahren. 

Urocrmoc^en,  f.,  ein  urfprün9licl)e6,  ureigene^  SSermcgen. 

Uroolf ,  f.,  ein  urfprün9lid)eä  23olE,  SSolf  ber  Urjeit. 

Urn)ci6l)eit,  tt».,  urfprünglidje,  früf)efle  3Bei^i)eit. 

unoellen,  jict.  ^m.  (t»on  ur  =  er-  u.  bem  otten  wellen  f.  »aljen,  bo* 
genförmig  auffc^lagen?)  J^ütten».  auf  ei9entl)ümlid)e  SBeife  fd)miebenb 
bearbeiten;  (bie  unter  bcm  Sreit^ammer  gef^micbeten  Sifenjtabe  »rcrben  in 
Älöb^cn  gcl)auen,  u.  bicfe  werben  g cur» eilt,  b.  i.  mit  bem  Urrocll» 
f)ammer  ju  platten  gcfd^miebet,  welche  bann  gebreitet,  b.  i.  ooticnbs  ju 
SSled)  gcfd^lagen  werben). 

Urtrelt,  w.,  bie  urfprun5li(f)e,  erfl  crfd)affene  SBelt. 

Unrefen,  f.,  bnS  erfle,  urfprünglidje  SBefen,  @ott:  auc^  f.  Urffoff; 
ureigene«  5Befen,  UrfelbjT. 

Urrüort,  f.,  ein  urfpriinglidje«,  oon  feinem  anbern  abgeleitete«  5Bort, 
finnt).  ©tammwort;  au^  ein  uralte«  2Bort,  ein  uralter  ^hiSfprud). 

Urzeit,  »v.,  bie  aüerfriibeile,  uralte  3eit,  früf)ejle  SSor^eit,  ber  Ur^ 
beginn  (bie  Urjcit  ber  S83clt,  be«  g)tcnf(^engcfd)Ied^tc«  k.)- 

Urju|!anb,  m. ,  ber  urfprün9lid)e,  fruf)efJe  3uflanb,  Urjlanb. 

Urjnjecfi.m.,  ber  urfprünglidje,  erjle,  f)ö'cf)|le  3>ve(f. 

Ufel  ob.  Uf|"el,  n?.  u.  m.  (el)em.  üsele,  unsel,  w.;  oltnorb.  usH,  angclf. 
ysla)  alt  u.  oberb.  f.  glitl)enbe  2([cl)e  (ba{)er  oberb.  iifelfar,  altf)o(^b.  asil- 
var  f.  afc^farbig,  »on  gelber,  ungefunbcr  ®efi^t6farbe). 

Ü^e,  n).,  Tl.  -n,  (auc^  Uje,  Uffe,  Üffc,  SSüic)  nieberb.  f.  bie  Artete. 

u^en  ob.  ujen,  iitl  3">-.  oberb,  u.  fc^weij.  gem.  f.  üerfpotten,  jum 
SSeflen  f)aben,  necfen,  foppen;  ber  u.  bie  U^,  ouc^  ber  Ujer,  bie  U^e- 
rinn,  f.  roer  gern  neift,  Ö^erfer,  ^idex'mn. 


SS. 

SS  (genannt  oau),  ber  ein  unb  jmanjigfte  5Sud)ft.  be«  2(S36,  ein 
50?ttl.,  weiter  in  bcutf^en  aSörtern  im  3Cllgemcinen  ganj  wie  ber  Sippen* 
I)aud)laut  f  lautet  (ögl.  »ier  u.  für,  ccr-  unb  fern,  oor  u.  fort),  nur  alö 
Snlout  fiel)  bcm  vo  naf)crt  (5.  S.  in  Jrcöcl,  Caroc,  ^ulücr  Jc),  in  aUcn  au« 
bem  Sotein.,  ^ranjöf.  u.  anbern  romanifdjcn  Sprachen  cnttcl)nten,  ni^t  »öUig 
eingebürgerten  grembrcörtern  ganj  wie  vo  auögcfproc^cn  wirb  (j.  S.  5ßcnu«, 
Äbeocat,  ©laüicr,  5lo»cmbcr  :c.).  X)cii  t)  roirb  nie  Derboppelt,  flebt  nie 
üor  einem  5)?itlaute,  aud)  nicf)t  tjor  u  unb  ü,  unb  fein  ©cbrauc^  ip  in  ber 
Ijcutigen  ®c^nftfpra(^c  übcrf).  auf  folgcnbe  wenige  beutf^c  ob.  oötlig  einge- 


1498  Mtcn  —  ^attt 

bürgerte  2Bi5rter  ti.  bcrcn  Jtblcitungcn  eingcfc^rä'nft:  Sofall,  Soter, 
SScild^en,  93cr6,  23te{),  oict,  öier,  93ogcl,  Sogt,  9Sol!,  »oH, 
oon,  ttor  u.  bic  SJorftlbc  »er;  ferner  als  3n=  u.  2(uglaut:  bra»,  grc- 
»cl,  ßaroe,  SKaloe,  Stcrwe,  iDtioe,  ^utöcr,  ©Blatte.  2Cußcrbem 
jtet)t  cg  nur  in  oeralteten  ob.  munbartlic^cn ,  bcf.  nteberb.  JlBörtcrn.  —  3m 
2i\i''  u.  sKtttel^o(^b.  tritt  v  al^lin--  u.  Sniaut,  ni^t  blo^  cor  allen 
©elbfllautcn ,  fonbern  auc^  üor  bcn  SÄitl,  l  unb  r,  regelmäßig  in  bie  ©teile 
bcS  gotf).  f,  jtcbt  alfo  t)a,  tro  ber  S^mi)--  ob.  SSlafelaut  urfprüngli^  ijt, 
wä()rcnb  baS  altb.  f  (ph.  pf)  in  j^o'ö«  ^f»^  Cautücrfd^iebung  baS  gotf).  u.  nie= 
bcrb.  p  ücrtritt;  nur  im  3(u6laut  bleibt  jtatt  beö  v  baS  gotl).  f  auc^  im.  2fltb. 
1lcl)en  (j.  S.  varan,  gotl).  farjan;  vilo,  gotl).  filu;  vingar,  gott).  figgrs;  rin- 
den, viure,  vuoz,  haven,  vUezen,  vri,  vr«ge  jc.,  je^t:  faf)ren,  üiet,  gtn* 
gcr,  finben,  gcuer,  gu^,  Jpafen,  fliegen,  frei,  grage;  aber  wolf,  hof, 
®cn.  wolves,  hoves  jc.).  ®oc^  wirb  im  2(ttl)ocljb.  pufig  aud^  im  3fnlaut  f 
für  V  gefegt.  Sie  jei^tgc  SBefd^rä'nfung  beö  o  auf  W  obigen  wenigen  SBörter 
ifl  eine  SOSilllür  beS  neueren  ©c^reibgebrauc^eö. 

oafen,  SRw.,  nieberb.  f.  oft. 

SSalanb,  m.,  -6,  9)?.  -e  (mittelf).  välant,  ®.  -des,  cig.  ?Oltt>.  oon  va- 
len,  vaelen  =  lat.  fallere,  rom.  falhar.  franj.  failHr,  tä'ufd^en,  betrügen,  u.  irren, 
fet)len,  f.  b.)  alt  u.  lanbfc^.  f.  üüeufel,  taufd)enber  u.  t>crfüt)rcnber  böfer 
@etfl;  bct  §8alanbämann,  f.  ein  bem  Scufel  »erfallener  SKann,  SeufelS^ 
ferl;  bic  SSdantinn,  f.  Seufdinn,  SSerrat^erinn;  t>om  Seufcl  SScfeffene. 

SSalentin,  m. ,  -6  (»om  lat.  Valentimis,  oon  valere,  fiar!,  gefunb,  mdc^= 
tig  fein),  ein  mannt.  3Sotnamcn:  ber  ©tarfe,  Äraftige,  ?i)?äd)ti3e,  gem. 
ggej.  S3e(ten,  -ö,  (po^SSelten!  gem.  2(ugruf  ber  SSerrounberung,  wobei 
SScltcn  oielleii^t  nid^t  ben  ijt\\.  SSalentin  bcjeic^net,  fonbern  auö  SSalanb 
ücrberbt  ift?);  bie  §8a(entin5 * ^rnnf l)eit,  alt  u.  lanbf(i^.  aud^  SSeltenS 
©ie^tag,  SSelteng  Sanj,  f.  bic  gallfud^t,  weil  Bon  Äatf)olifen  ber  l)ei(. 
aSalentin  alö  Reifer  ^ahü  angerufen  wirb. 

SSampir,  m.,  -ö,  Wl.  -t  ob.  -cn,  (gew.,  aber  o{)ne  {){nlangli(l^en 
©runb  8Sampi)r  gefc^r.;  ital.  vampiro,  franj.  vampire;  wat)rf(%.  ferbifd^en 
UrfprungS;  SBort  unb  ©ac^e  ftnb  erft  um  1732  »jon  ©eroien  au6  in  25eutfd^'- 
lanb  be!annt  geworben),  ^Slutfauger,  5)?en[d)enfau9cr,  na^  einent  bef. 
unter  bcn  3£nt)angcrn  ber  griec^.  Äirc^e  t)errfc^enben  93olf§glauben:  ßei^name, 
wcld^e  hd  9la^t  au6  il)ren  ©rabern  fteigen  u.  lebenben  5Kenf(^en  hai  SSlut 
augfaugcn;  aud)  eine  lixt  groper  glebcrmdufe  in  ©übomerifa,  welche  fd^la^« 
fenben  S!Jlenf(^en  u.  3:t)ieren  SSlut  auöfaugen. 

SSafall,  m.,  -en,  9)?.  -cn,  (franj.  u.  engl,  vassal,  au6  bem  mittl.  lat. 
vasallus,  vassallus,  vassus;  wat)rfd^.  bcutfd^en  Urfprungö ,  tjon  bem  gotf). 
vasjan,  be!(eiben  u.  in  einen  SBefi^  einweifen,  ober  üon  bem  celt.  gvas,  ber 
sDicner?),  übcrf).  ein  ?ef)ngmann  ob.  2cf)ntrager,  entg.  bem  ßef)nöf)errn ; 
in  engerer  Seb.  nur  bie  ju  .Krieg^bienflen  \)erpflid}teten  ?el)ngleute,  j.  U.  »3. 
ben  J)ienfHcutcn  (lat.  ministeriales);  in  weiterer  S3eb.  überf).  f.  Untertfjan. 

SSater,  m.,  -g,  ^.  33ater;  SSerfl.  SSaterdien,  f.,  (altfioc^b.  fatar, 
£ater,  @cn.  fateres,  boc^  gcw.  in  ber  einf).  ungebeugt,  SOi.  fatara;  mittelf). 
vater,  ungebeugt;  oberb.  ber  Satter,  beS,  bem,  ben  Sattern;  gotf).  fadar, 
sjjt.  fadrein ,  bie  Altern;  altnorb.  fadir;  altfa^f. ,  fd^web.,  bän.  fader,  f)0U. 
vader,  nieberb.  93aber,  SSaar;  angelf.  faeder,  engl,  father;  gried^.  nainq^ 


SSatcc  1499 

tat.  patpr,  [anö!v.  pitri,  9?C111.  pata,  pcrf.  parier;  —  trQijlf^,  üon  bcc  SQSur« 
jcl  fa,  [an6!c.  lat.  gc.  pa,  crjeu^cn  u.  crnätjren,  baf)ci-  baö  gr.  rrca'a»,  ;t«- 
tioiiai ^  cJTen  u. ,  lat.  pasco,  \oeibcn,  altb.  fotjan.  vuoien,  nicberb.  oobcn, 
»oben,  crna()ren,  füttern  k.),  1)  ctg.  ein  niann[id)eg  Q)cfd)c>f  (SMec 
cb.  bef.  9)?enfd)),  fofern  cö  mit  einem  n?cib(td)cn  ein  @ef(i)öpf  feinet  2(rt 
gejeugt  bat,  bcr  ^rjcuger,  cntfpr.  50Zuttcr,  (Satcrfcin,  SSatev  werben), 
bef.  in  SSejiehung  <x\x\  baö  Äinb  ob.  bie  Äinbec  (j.SS.  er  tfl  SSatcr  »on  fec^ö 
Äinbcrn;  \6)  fenne  bcn  SSater  bicfcö  Äinbcö;  tc^  tjabc  feinen  Sater  mcljr, 
b.  t.  mein  SSater  ift  tobt;  atö  2£nrcbe  ber  Äinber:  S3ater!  liebet  23atcr!  järt- 
li(^  ccrfl.  23ätet(^en!j;  in  tt?citerer  Seb.  f.  23orfnf)r,  ©tammoater,  S3or- 
a'ltecn  (bibl.  Ti.hxai)<xm  voax  ein  Sater  oieler  23öl!cr;  gu  unfrer  Sä'ter  Seiten; 
gu  ben  93ätcrn  gelten  ob.  üerfammelt  merben,  M  ii.  bidjt.  f.  fterbcn);  2)  un= 
eig.  eine  mä'nnlid}c  ^erfon,  »reldie  2}atcrjle(Ie  üertcitt,  bic  ©eiralt,  ?^ür; 
forße,  \iai  2{nfet)en  eincö  9}aterö  ):jat  (j.  S3.  ©ticf=,  ©c^roicgetcatcr,  ^f(e= 
gcoatcr,  ^außoater,  SBaifenoater ,  Seid^toatcr  3C.;  2anbe6oater,  Jßater  beS 
SSolfe,  b.  i.  natcrlic^  gefinnter  ganbc6f)crr;  SSä'ter  ber  ©tabt,  b.  i.  V\i  SDbe« 
ren  bcrfelben);  iiberl).  ein  beiaf)rtec  £!}?ann,  bef.  in  »erttaulic^cr  3fnrebc 
(25ater!  Jöaterd&en!);  %(>it  aii  @ct)öpfer  unb  (5rf)altct  aller  SDingc  (ber 
Satcr  ber  ?Oicnfc^cn,  ber  SBelt  2C. ;  „Satcr  unfer"  Jc;  in  beftimmterem 
©innc:  „®ott  ber  SSater  ob.  ®ott95oter,"  \>k  crftc  ^erfon  in  ber 
breieinigen  ©oft^cit,  j.  U.  B.  bem  ©of)ne  u.  bem  ^i'xL  ©eijle);  in  weiterer 
imeig.  ^(nwenbung:  irer  ttwa?>  {)ert?or3ebcad)t  ob.  bcn  @runb  jum  2!)afein 
dner  ©arfje  gelegt  \)at  (j.  S8.  ber  SSater  ber  2)i^t!unft,  ber  @ef^id^tf(!^rei= 
bung;  bibl.  ber  SEeufct  ift  ein  SSater  ber  Sögen);  SBergra.  ber  erjle  ©c^ad^t, 
wclc^'er  auf  einem  gemut{)eten  ©nngc  gefunfen  u.  worüber  Äübel  unb  ©eil 
cinget)angt  werben  ift:  SSa  ter  ob.  SSa  tcrf  d^  a(^  t:  —  3f  e^.  ber  SJatet- 
arm,  ber  Arm  eincö  SSaterg,  hiiit  f.  oäterlid)er  ©d^u^;  ba6  SSaterauge, 
ber  SBaterblicf ,  ba§  Zfuge,  ber  Slirf  eine«  SSaterö,  bic^t.  f.  ndtcrli^e  gür- 
forge;  ber  SBaterbruber,  ber  Sruber  be6  SSatcrö,  D^eim  »on  väterlicher 
^i\ti;  bic  SSaterbrufl,  bic  (liebenbe,  beforgte)  S3ruft  eincg  SSaterö;  baö 
SJatererbc  ob.  5ßatergut,  com  SSater  ererbtes  @ut,  »aterlic^eö  SSermögen; 
bic  SSatcrfrcubc,  greube  cinee  SSatcrö  über  feine  Äinber;  üatett)alb,  5«w. 
(mittelt).  vaterhalp)  alt  u.  lanbfc^.  f.  oon  ©eiten  be§  SSater§;  bic  SSater=^ 
l)ant>,  bic  .i^anb  u.  uneig.  ber  ©ci^u§  unb  \i\t  >^ülfe  eines  SSaterS;  h<xi  SSa« 
tert)au§,  ba«  ^auS  beS  SSoterS,  \}a%  oäterlidje  .^aue;  fo  auc^:  ber  S3ater- 
f)erb:  bae;  SSaterljerj,  iai  (liebenbe)  .^er^ ,  bie  gartlic^e  Smpfinbung  eineö 
SSaterö  für  feine  Äinber;  bic  5ßater()U(b,  >:^ulb  eines  SSaterS,  »aterlic^c 
^ulb;  bic  SSaterfraft,  oaterlic^e,  com  SSater  angeftammte  Äraft;  baS  SSa; 
terlonb,  eig.  baS  8anb  beS  SSaterS,  baö  oaterlic^e  2anb,  baS  8anb,  in  wü-- 
d^em  man  geboren  unb  erlogen  ift,  ®eburtS-,  4Jeimat^6lanb  Qia^  SSaterlanb 
lieben;  fein  SSaterlanb  ceriajten):  in  weiterer  SBeb.  übcr^.  baS  ßanb,  in  wcl= 
c^em  man  al6  ©inwo^ncr  u.  ©taatsbürger  anfdffig  ifl;  ber  SSaterlanb^; 
freunb,  wer  fein  SSaterlanb  liebt  (fr.  «Patriot);  bie  S3atcrIanbSlicbe,  ber 
SSaterlanbSeifer,  bie  Cicbe  jum  SSaterlanbe,  ber  (Sifer  für  baSfelbe  (fr.  ^a-- 
triotismus);  oatertanbäliebenb,  95 w.  (S^euw.  f.  U%  fr.  patriotifc^);  oater- 
länbifd),  SBw. ,  bem  SSaterlanbe  eigen,  ange{)örenb,  ob.  bal)cr  !ommcnb) 
finno.  l)eimatt)lt^  (oatcrlänbif^e  ©prac^e,  ^\tu^  ©efc^ic^te  :c.);  au^  f.  t)a= 
terlanböliebenb  (oaterlänbife^  gefinnt  fein;    »aterlänbifc^c  SBcftrebungen  ic); 


1500  x>ci)  —  aSdt 

bte  fßaUxlkhty  Siebe  eine«  JBaterS  gegen  feine  Ätnbet;  t)ater(o6,  »».,  b« 
93otec«  beraubt,  !cincn  SBatcr  mel)«;  t)abenb;  bct  SSatermorb,  an  bcm  SSa» 
tcr  begangener  «Korb;  ber  SSatermörber,  fWörbcr  beß  eigenen  Safer«;  b«r 
Sßaternamen,  1)  ber  S«amen  „Sßater",  fofcrn  er  3emanb  öon  Äinbern, 
^fiegbefo()renen  k.  beigelegt  wirb;  2)  ber  (gigennamen  be6  SaterS,  u.  bet 
üon  bcmfclben  auggef)enbe  Slamen  bcö  ®of)ne6  (fr.  ^atronijmifon);  bie  SSa* 
ferpflic^t,  ^.  -en;  bte  SSaterf^wejler,  bie  ©^roejlcr  bes  »aterö,  3Jiu^mc 
ob.  Slante  »on  uätertic^er  ®titt;  ber  SSaterfegcn,  ber  com  SSatcr  erttjcüte 
©egen;  bie  SSaterforgc,  ©orge  einc§  Saterö,  oatertic^e  ©orge;  bie  SJater* 
jlabt,  aOBofjnftabt  be§  58aterö,  in  reetci^ec  man  geboren  u,  erjogen  ijl,  @e» 
burtg^abt;  üaterfiäbtlfd^ ,  S3w.,  jur  aSaterftabt  gef)örig  ob.  berfetben  eigen; 
btc  S3ater(!elle,  ®U]li  be4  Sßatcrö  (SatcrfieUe  bei  Semanb  üertrcten);  baö 
SSatert{)ei(,  ber  oom  SSater  ijerrii^renbe  Zi^dl  be§  ererbten  SScrmogene;  bie 
SSatertreue,  Ȋteriic^e  Sveue;  bai  SSatcrunfer,  -S,  3??.  ro.  S.,  bas  mit 
ben  SBorten  „9Satcr  unfer"  anfangenbe  @ebct  Scfu  (ein  93aterunfer  beten; 
gem.  ein  Sßoternnfer  lang,  b.  i.  fo  lange  3eit,  al6  gum  Seten  eineg  SJatet* 
unfern  erforbert  wirb);  bie  SSater:tt)ol)nun9;  bag  ^aterwort;  bie  SSater* 
würbe;  bie  SSaterjurfit,  u.  bgi.  m.;  —  iCblcit.  Mtcxlid),  fBw.  (mit» 
Uli),  vaterlich),  1)  beit  ^iUit  betceffenb,  i^m  ^e^orig,  Don  i()m  ^errül^* 
renb  ob.  aug3el)enb,  (oon  oä'tertid&cr  ©eite  »erwanbt;  iai  väUvUäje  23er^ 
mögen,  ®ut,  (5rbt()eil;  ber  oäterlic^e  9tamen) ,  in  weiterer  SScb.  ben  235- 
tern,  b.  i.  93orfaf)ren  9e{)6rig,  üon  it)nen  ()errii()renb  (bibl.  üäterlic^c 
©a^ungcn,  ©efe^c  jc);  2)  bem  5ßater  Qf)nlic^,  eigen  ob.  angcmeffen,  in 
bem  9}er{)altniffe  u.  ber  (Jmpfi'nbung  eineö  23aterö  gegrünbet  (»aterlic^e 
^fiic^tcn,  8icbe,  ©orge  JC.;  einen  öätcrli^  lieben,  trmaljncn  Jc);  bie  5öä; 
terlic^feit,  bag  SSaterlidjfein,  bie  t)aferlict)e  ©ejTnnung;  bie  SSaterfd()aft, 
bag  5Baterfein ,  bie  (Jigenfcfjaft,  ber  ©tanb  beg  SSaterö;  oatern,  jiellof. 
3».  m.  f)abe  n,  olt.  f.  nac^  bem  ^atet  arten,  bem  SSater  ä.^neln. 

Oel),  aSiP.  (au^  fei)  gefc^r.;  gotf).  faihu,  aUl)0(^b.  f'^h,  mittell).  v^ch, 
®.  v^hes,  angelf.  fah,  fag)  alt  u.  oberb.  f.  farbig,  bef.  mef)rfarbig,  bunt, 
geflecft,  inebef.  com  "3)eljwcr!;  bal)cr:  bie  SSe^,  SScl)e  ob.  gel)e  (f.  b.; 
mittel^,  daz  v^ch)  f.  bunteg  ^eljtverf ,  Sunt-  ob.  ©rauroerf  oerf^iebener 
2frt,  u.  bie  St)iere,  »tielci}e  eö  liefern,  in$Ul  bai  im  SBintcr  grau  wcrbenbe 
norbifd^e  (5id){)örnd)en;  —  3 feg.  (»on  oel;,  bunt):  ber  23el)benbunf, 
lanbfc^.  f.  ber  gefledfte  ©d^ierling;  bie  S3ct)ti|lel,  f.  SKarien»  ob.  grauen» 
biftcl;  .Karben--  ob.  SBalferbiftcl;  —  (oon  SJet)):  ba6  SJeMutter,  gutter 
»on  GJrauwerf;  ber  SSe^l)änt)ler,  lanbfd^.  f.  ^eljl)änbler,  Äurf^ner;  bi< 
SSe^^aube,  mit  (Srauwerf  »crbramte  .?)aube;  ber  S5el)i:ücfen,  bai  fcfewarj' 
graue  SRüctcnfell  beß  fibir.  @ic^()örn(!^cnS ,  aud^  f^warjeSSe^e  genannt; 
bie  SSc()n?ammc  ob.  bag  23cl)n)amm  (egl.  9Bamme),  baö  mi^t  SSoud^feC 
beßfelbcn ,  üu4)  bloji  SScl;c,  wei^eSel)e  genannt. 

SSe^m,  »V.,  f.  %(l)m. 

58eil,  m.  ob.  f.,  -e^,  Wl.  -e,  gero.  nur  oerfl.  t>ai  SSeil(^en,  -6,  ÜDI. 
tr.  6.,  (mittell;.  Jer  viol;  fpdter:  veial,  veicl;  oberb.  bag  JBeielcin,  Sei« 
gettin,  SSeiel,  SSeigcl;  uom  lat.  viola  =  gric^.  to»';  ba^cr  audj  franj^.  vio- 
lette, engl,  violet),  eine  bekannte  roilb  tradbfenbe  ^flanje  u.  bef.  beten 
fünfbtättrigc,  bunEelblaue,  feljr  tt)of)lric^enbe  SSUime,  welche  meijl  im  Ver- 
borgenen hlüi)t  u.  bai)er  alö  ©innbilb  ber    cf(i^eiben^cit  u.  iDemutf)  gilt,  ge- 


S5cit  —  tjer  1501 

nauer  SWarjödtd^cn ,  wof)Iriecf)enbcg  ob.  blauet  9ScHc()en  genannt  (viola 
odonita  L.);  in  weitctcv  SBcb.  baö  ganje  ^jTanjen(jefd)Ied)t,  aud)  S3io(e  ge« 
nannt  (viola  L.),  woju  auperbem  gct)öttn:  baö  »ilbe  rauf)c  SJcilc^cn  (v.  hirta 
l:),  ba§  blQföbtaue,  gciuc^lofc  J^unböocild^cn  (v.  cauina  L.),  baö  bleifarbige 
SSeilc^cn  ob.  ©ticfmütter^en  (f.  b.)  u.  met)xc  anbm  3£i-tcn;  rcegcn  ti)ni\6)'- 
feit  bc6  ©ecitc^ö  Ijci^cn  lanb[c^.  auä)  üa-fd).  anberc  SSlumen:  5ßet(  ob. 
S3eild)en,  j.  S.  bie  Scüfojc  (f.  b.):  lücif  er  93ctt;  bcc  ©olblarf  (f.  Zadt): 
gf  tbeö  aSeilc^cn  ob.  gelbe  ffiiolc;  bog  9la(^  toeilc^  cn  ob.  gcir.  5^ac^t= 
oiotc,  f.  b.;  —  3fe^.  baö  JücKc^cnblatt;  ocil-  ob.  gctr.  üei(d)enblau, 
üeitc^cnfavb  ob.  -farbig,  SSto.,  oon  bir  bun!elblaucn,  inö  «Rötl^ric^c  fpie* 
(cnben  garbc  beö  5öeild)cnö;  bag  5öei(d)enb(au ,  bie  oeildicnbtaue  gacbe;  bec 
SSeilc^enbvannt^vein,  auf  Sßeilc^cn  abgezogener  «Branntwein;  ber  SSeilc^cn* 
efftg,  ein  au6  »eueren  bereiteter  effig;  ba^  S3eild)i'nl)0(j,  ein  au6länbif<^c6, 
td^njereS,  »eil^enblaueS  u.  »üotjlriec^enbeg  ^'Qoly,  bev  SSci(rf)fnfran5:  bai 
S3eild()enmooä,  ein  auf  ©teinen  roa^fcnbeö  blutrotfjeg  ©taubmoos,  welches 
naci^  SJeil^cn  riecht,  auc^  «Steinblüt^  e  genannt;  bie  Sieilvebe,  lanbf^. 
f.  3a6min;  bag  5öcilrüö(j^en,  lanbfd^.  f.  Ärcnraben  ob.  @ted;nelfe;  u.  f. 
bae  Sid^t'  ob.  SiJJaricnrögc^cn:  njilbeö  S5  cilr  Ö6  c^  en;  bec  SSei((^en|lein, 
ein  mit  ®teinblüti)e  ben)a(^fener  u.  bat)er  nad^  SSeil^en  rie^cnbcr  ©tcin;  bec 
SScIld^enlliMup;  bie  S3eil;  ob.  Scilc^enwurj  ob.  =\purje(,  1)  bie  2Buc= 
jel  beö  SSeilc^enö;  2)  uneig.  jroei  2(rtcn  ber  ©c^wertlilie ,  beren  SBurjel  einen 
^eilc^engtruc^  l)at:  bie  weifjc  florentinifd)c,  u.  bie  gemeine  blaue  ©c^wert« 
lilic;  ber  Jöcilc^ensucfiT,  mit  3uder  »crbidter  S3eilt^en[aft. 

SJeit,  m.,  -g,  (mittl.  lat.  Vitus  =  b.  roman.  Guido,  com  mittl.  lat. 
u.  ital.  giiida.  ber  gül)rcr?  ober  non  bcm  altb.  witu,  wito,  2Bib,  b.  t. 
Jpolj,  2Balb,  alfo:  SBalbmann);  ein  mannl.  23ontamen;  inöbef.  b«c  wid- 
men eine^  ^eiligen;  bie  SSciti^bohnc,  (nicbcrb.  25iet6bof)ne;  angeblich, 
wtU  fie  noc^  fpöt  im  griit)iaf)r  bii  jum  ®t.  aSeitötagc  gepflanjt  rcerbcn  fann) 
lanbfd^.  f.  (S^mtnfboljne,  f.  b. ;  bec  23eit§tag,  ber  bem  i)iiU  ^dt  gewib« 
mete  Jfalenbertag ,  bev  30jle  SKarji;  ber  SSeit^tnn^,  eine  Äranff)cit,  wtlöji 
\i<i)  buvd;  fc^ncU  wed)fclnbe  Jträmpfc  in  btn  SRuöfetn  ber  äußeren  ©lieber  u. 
babure^  entjlcl)enbc  Ijefttge  u.  mannigfaltige  Sctpegungen  bcS  vJCörperö  du^ert, 
bie  bem  ^Rranfen  baö  2tnfe^en  eine§  Sanjenbcn  geben,  (fo  benannt,  »eil  man 
el)em.  ben  fjeil.  93cit  alg  Reifer  baOei  anrief). 

SJelten,  m.,  [.  SSalcntin. 

Oer—  (gotf).  fair-  u.  fra-.  al(f)od^b.  far-.  fer-,  fir-,  ibr-,  mittell).  ver- ; 
altfSc^f.  far-,  nicberb.  ver-;  altnorb.  angelf.  u.  engl,  for-,  fd^web.  för-; 
uerw.  mit  oor,  für,  fort  u.  fern,  f.  b.,  u.  b.  tat.  per,  prae,  griec^. 
:tuQK,  fanöfr.  pra;  • —  bie  SBuriel  far  brüctt  Bewegung  auö,  ogl.  faf)ren), 
tonlofe  untvennbace  93orfilbe  ütclcc  3«tttvöctec  u.  bacon  abgeleiteter  ^aupt« 
u.  Seiroörter,  nicf)t  aber  unmittelbar  gur  Silbung  uon  J^aupt'  unb  SBeireör« 
tern  bienenb,  mit  2(u6na()mc  einiger  in  ber  gorm  beö  2ten  3Jlitteln)orte§  »on 
^w.  gcbilbeter  SSeimörter  (wie:  oer()afTt,  oerfc^ämt,  oerwegen  2C.),  be« 
beutet  urfpr.  fort,  meg,  anberSirof)in  u.  briidt  bal^er  im  2(Ugemeinen  eine 
von  bem  perfonl.  (Subjectc  cb.  beffen  ©tanbcctc  abgetvenbete  SSetttegunj 
ob.  9?td)tun9  öu^.  ©ie  bilbct  abgeleitete  Bcitwcrter  1)  con  3citwörtern, 
im't  folgmben  befonberen  Scbcutungen:  u)  ortlid^e  Entfernung  oon  bem 
'3tanbpunftc be« ©ubjectg  ob.  über]^.£>ct^üeranbetung,  finn».  fort-,  »cg-, 


1502  üec 

j.  SS.  verbannen,  oerbrängcn,  üerjagcn,  oerpflanjen,  »errctfcn,  uecfd)td:en,  bcu^' 
fcnben,  ocrttcibcn,  üevmeifen,  »er!aufvn,  »erUifien,  üer[d^enf£n  jc;  b)  SSer? 
Infi,  SSeiberben,  SSerfe{)(en,  3i"ctf)um,  auc^  übetf).  baä  bem  einfachen  3». 
(Entgegen jlcf}enbc,  ftnno.  cnt-,  fcijl-,  mife-,  ^.  SB.  üeräcfTcn,  ocrlec= 
ncn,  einen  üecfüt)rcn,  uerUitcn,  ft^  »ergreifen,  oectc^ncn,  oetfci^reiben,  »ec 
fct)en,  »erfpccci^cn,  »ctjicigcn,  einen  oecac^ten,  einem  etwaö  cerfagen,  etraaS 
üerfatjen  2c.;  c)  vollige  5öent)enbung  ob.  $Ö2rjef)nin9  u.  öbert).  SJoUbrins' 
gung,  (5nbe,  ^Tuägang,  finno.  auf-,  burd)-,  auä-,  ah-,  j.  S5.  etwas 
»trbraud^en  (»gl.  aufbrauchen),  cerbcingen  (burd^bringen),  oerf^wenben,  oei:* 
fpielen,  ocrgeijten  (aufjef)ren),  bie  3eit  »ertveiben,  »erf^lafen;  öerblü{)en  (ab? 
blü{)en).  oerbUiten  (aueblufen),  öcrfiießfn,  »erbrcnncn,  oerfaulcn,  oerwefen, 
vieri)ungern,  üerburftcn,  Dcrl)arren  (aueijaccen),  üetbleibcn  jc;  (in  bcn  obigen 
SBeb.  ijl  oer=  bem  ex-  cntgegcngefe^t;  »gl.  erfaufen  u.  öerfaufen,  etwün« 
f(^en  u.  üemtJünfi^en,  erlernen  u.  oerlernen,  er!ennen  u.  »erfennen,  crjief)en 
u.  »erjieljen,  erblühen  u.  üerb(uf)en);  d)  ein  SSebecfen,  SSerbauen,  SSets 
fd)[ie^en,  v^inbern  burc^  bic  in  bem  ©tammworte  ent{)altene  S^ätig^eit, 
finno.  ju-,  j.  58.  oerbinbcn  (»gl.  jubinben),  «ergraben,  oert)alten,  »er!(eben, 
»erfnüpfen,  oermauern  Cjumauern),  oernageln,  oerriegeln,  »erftegeln  (jufie» 
geln),  oerflopfen,  »erf^neien,  oernjai^fen,  oermcben  zc;  e)  ba^  OSetfc^en- 
ob.  @ecatf)en  in  einen  Suftanb,  n)o  oec-  ennvebec  nur  üerllcitfenbec  3u* 
fa^  ifl,  inbcm  jener  SSegriff  im  SBefentlic^en  fc^cn  in  bem  einfadjen  3w.  liegt 
(j.  SB.  üeränbcrn,  cerbergcn,  »erbcfTern,  fic^  verbeugen,  »erncigen,  mtifit)- 
len,  ücrfünben,  yerlaJTen,  üermef)ten,  öerfet)ren,  »erraanbeln,  üern)e{^feln k.), 
ober  bie  SJorfilbe  jenen  S3egciff  bem  etnfadjen  ^m.  erjl  ()injufÜ9t  (j.  83. 
»erjagen;  üergnügen,  auö  ocr- genügen  entjl.,  fic^  verlieben;  t)ict)er  gel)ören 
au^  bie  nur  in  ber  gorm  beö  2tcn  SOZittelmorteö  alö  SSeiraörter  gebraut* 
lid^cn:  öerbul)tt,  üerf)a|Tt,  ücrfd)ä'mt,  verf(^migt,  ocrmegcn  u.  e.  a.),  bi^; 
iveilen  nud)  ein  jieüofe^  3n).  in  ein  jieicnbe^  venvanbelt  (j.  S.  la(^en: 
einen  »erlad^en;  fluchen,  üerflu(^en;  fpotten,  vcrfpotten;  fi^wcigen,  etroaS 
üerfc^jveigen;  fef)len,  verfef)len);  f)  in  mannen  2Börtern  fd^eint  ver-  aui 
vor  ob.  für  entjlanben  ju  fein,  j.  S3.  ocrfcc^ten  (oorfec^ten  ob.  für  etwas 
fechten),  üerfef)en  (für  etwas  fef)en  ob.  forgen),  vertreten  (glei(^f.  vor  it\va$ 
treten  jur  95ef^ü^ung),  venvefen  (b.  i.  für=  ob.  vorwefen,  =ftin,  ocrtvalten), 
vergelten  (für  etwas  ©ntgelt  geben),  oerjleuern,  octjinfen,  vert)ören,  ver= 
nel;men  u.  a.  m.;  —  2)  von  J&aupt=  unb  Seiwörtern  (nur  in  Sitbun» 
gen  ber  neueren  ©prad^e),  wo  ver-,  übereinftimmenb  mit  ber  Seb.  unter 
e)  überf).  bie  SSerfe^ung,  feltncr  bai  (Serat^en  in  ben  burd)  ba^  ©tamm- 
tvort  bejeidjneten  Bujianb  auSbrüctt;  j.  SS.  verbauern,  vergöttern,  verfeuern, 
vcvfiüppcln,  oerwüifen,  verwittwen,  oerabfc^ieben,  veranftalten,  oerunglim- 
pfm,  verunglücken;  veralten,  verarmen,  verbittern;  verbeutfc^en,  verbit^ten, 
verbünncn,  vcrbunfeln,  verebeln,  vereiteln,  vcrfteinern,  verlängern,  verfaucrn, 
veif(^önern,  verfti)limmern,  »erfüjjen,  verwüften  u.;  inSbefonbcre  bie  SSer^ 
ivanblung  in  ben  ©toff  ob.  auc^  nur  bie  Überziehung  mit  bem  (Stoffe, 
tve[d)en  bci^  «Stammwort  bejeid^net,  j.  tß.  verglafen,  verfal!cn;  verEoljlen, 
verjlcinern,  vergolben,  vcrfilOern,  verjinnen,  verjuc!crn  ic.  >—  3n  ber  Seb. 
biS  83erfe§enS  ob.  ®cratl)enS  in  einen  ^uftanb  ifl  ver-  bem  er-  finno.; 
bod)  bcjeidjnct  btcfeS  mct)r  baS  ©cratljcn,  jcncS  baß  SSerfe^en  in  einen  3u» 
ftanb  (ogl.  ctblinben,   erEranfen,  erf alten,  erwachen  unb:  vcrblenben,  ver»  • 


vcraafeii  —  t3ei:ad)ten  1503 

jungen,  oerlürjcn,  üctlSngern).  ®tefec  Unterf^ieb  ftci)t  jebo^  nic^t  ftfl,  ba 
er-  aud^  jicicnbe  3n?.  bilbct  (wie:  erfältcn,  etrcarmcn,  crroecten),  oer- 
aud)  jicHofc  {mir.  ocraltcn,  octarmen,  oecflummen),  unb  Ic^terc^  im 
munbartlid^en  ©practjgcbvaudj  (jä'ufig  flütt  btö  et-  bcc  eblcrcn  ©(^tiftfpraci^e 
ftcl)t  (i-  S.  ücrblinben,  uedöfc^cn,  ucrfncren,  ftc^  oerfätten,  ccttcinfen  fl. 
ccbltnben,  edöfc^en,  eifvteten,  ftc^  ciEöttcn,  crtrinEcn).  5n  mclen  neut)o<^b- 
3».  i)ax  ücr-  baö  er-  bcr  älteren  ©pca^c  ocrbrängt  (j.  S.  ücrattcn,  uer» 
bieten,  üerborren,  oereiteln,  uerfteinern,  ücrflummen,  ocrwilbern  =  altb. 
aralten,  irdicchen ,  aidorreii,  aritalen,  ersteineii,  erstummen,  erwilden).  — 
SBei  ben  »erfc^iebenen,  ctnonber  jum  Zi)iÜ  »iberfpredienben  SSebeutungen  bec 
SSorf.  »er-  ocreinigen  fidj  in  inant^en  mit  berfelbcn  gebilbctcn  3n>.  ganj  oer* 
fd^iebenc  Sebeutungen;  f.  j.  85.  oerbinbcn,  »ergeben,  üerfd^reiben ,  »erfetjen, 
üerfe^en,  oerfprec^cn ,  ocrwefen  u.  ü.  m. 

pcraafcn,  jiel.  3iü.  (ogl.  aafen  3)  niebeib.  f.  burd)  unorbentlidjen  u. 
unrätf)(ici)en  ©ebraud)  ocrberbcn  (ba^  23iel)  »eraafet  baö  gutter). 

ocrabfolgcn,  jict.  3").  (üon2(b folge  f.  Überlieferung),  bef.  Äanjl.  f. 
übergeben,  überfd)icfen,  überliefern,  auödefern  (einem  etiraö  uerabfotgen, 
cb.  oerabfolgen  lafTen);  bie  5üerabfolgung. 

ücrabreben,  jiel.  3^-1  burd)  gcmeinfd)aftlld}e  ^Ibrebe  ob.  S5efpred)ung 
befttmmen  cb.  befd^Itepen,  uerf^.  abrcbcn,  JRürtfpra^e  nel),men, 
worin  nur  bie  SScfprcd^ung,  nid)t  notf)wenbtg  bie  a5efc^luföna()me  liegt,  (iUva^ 
mit  Semanb  —  ,  audj:  fic^  mit  itjm  über  etwaö  — ;  oerabrebeter  SOlafen, 
b.  i.  ber  Scrabreb'ung  gemä^);  bie  löerabrebung,  bie  SSefpredjung  u.  bec 
gefafftc  Söefd)Iufä. 

ü^rabrcic^cn,  jicl.  3w.  (oberb.  auc^:  obreic^en;  Jtbrei^  f.  Entrich- 
tung) Äanjl.  f.  bQcretd)cn,  iiberreidien,  inebef.  baS  @d)ulbige  ob.  ®ebüb' 
vcnbe  }utt)ei(en,  entrid)ten;  bie  S3erabveicf)ung. 

üerabfäumcn,  jiel.  3w.,  unnötf)ig  breit  f.  üerfäumen,  unterlaiyen. 

t)erabfd)cuen ,  giel.  3w.  (glei(^f.  in  3Cbfc^eu  bringen)  einen  ob.  ctn?aS  — , 
3rbfd}eu  bagegcn  hegen  u.  aupecn;  bie  S3erabf(^euung:  ocrabfd^euung^? 
ob.  oerabfc^euen^jüertl)  ob.  -irürbig,  S3w. 

t)erabfd)ieben,  jiel.  3").,  einen  —  ,  t(}m  ben  2(bfd)ieb  geben,  ibn  mit 
bem  2rbfd)iebe  entlaffen,  finnt».  abbanfen  (Sruppen,  einen  Sebienten  — ; 
ein  Bcrabf^iebeter  a^eamter);  oberb.  9lfpr.  auc^:  etiraö  — ,  burd)  9ved)tg- 
fprud)  ob.  Urtf)etl  entfd)etben  (einen  3f?e^tsl)anbel);  bie  SSerabfd)iebung. 

oerad^ten,  1.  jiel.  3w.,  einen  ob.  ctroag  — ,  burd^auS  nid)t  ad)ten, 
aller  3rd)tung  unreertb  bitten,  ftdrEer  alö:  gering  ad)tcn  ob.  fd)ä^en, 
mif6ad)ten,  (iä)  »erachte  ben  SSertdumbcr;  oerad^te  nic^t  guten  diati)  jc.); 
oberb.  auc^:  wegen  fel)lert)after  SSefdjaffenljeit  ocrroerfen,  üerfdjmd'ben;  ber 
S3eräd)ter,  -g,  bieSSeräd^terinn,  ^.  -en  (r.  aber  ungcbr.  23er  ac^terzc), 
ttjec  etroag  ob.  ^cnianb  üeradjtet  (j.  S.  ein  SJeröc^ter  ber  ©cfe^e);  üer? 
(ic^tlic^,  aSw.,  1)  93erad)tung  oerbienenb,  ber  23erad)tung  tt?ertb  Uin 
ücräc^tli^er  5OTenf(^ ;  oerä<%tli(l)e  SÖlittel;  fid^  ocräc^tlt^  betragen);  2)  5öer-- 
nd)tung  beg«nb  u.  aupernb,  mit  95erad)tung  (einen  ocrödjtli^  beljanbeln; 
ceräctitltd^e  gjlienen  ic);  oberb.  auä)  f.  nt(^t  in  2ic^t  ncl)m£nb  ob.  befolgenb; 
bie  SScräditlic^feit,  bcii  S5ervid)tlid)fein,  in  beiben  Seb.:  bie  SSerac^tung, 
0.  SR.,  1)  bcii  93erad)tcn,  bie  völlige  9Jidnad)tung,  mef)r  aU  ©ering? 
fc^d^ung  (bie  SJera^tung  bec  OJefatjr,  be6  geinbcö  ic);  2)  ber  3ujitanb  be^ 


1504  üerad)ten  —  ücrdnbcrn 

SSmidjtetfeinS,  ble  Unef)re  (in  SSeradjtung  geratticn  :c.);  üerac^tunggooü, 
Str.,  üerarf)tung§^  ob.  oerad)ten§n)ertt)  ob.  ^irürtig,  Sw. 

perad)ten  2.  ob.  üerä'c^tcn,  au^i  üeradbtigen,  ?tcl.  3».  (mittclf).  ver- 
:.hten;  üon  2r^t  2.)  einen  — ,  ■olt.  f.  in  bie  2{ct)t  erflaren. 

oeraffcn,  3»t».  tslt.  l),jtcü:o6  m.  fein,  9[etd)fam  jum  2fffen  werben; 
2)  gtel.  bie  3«it — ,  mit  ^(ffereien  üerbringen;  t>eraffen,  jiel.  3n?.  (mittelt). 
veretlen),  olt.  f.  jum  2(ffen  macl)en,  jum  S5e|tcn  {)aben,  äffen;  inßbef. 
biird)  Siebe  betreten. 

yeräl)n(id^en,  jiel.  ^m.,  ähnüd)  macf)en  (fc.  afftmilircn) :  bie  25eicäf)n? 
Heilung. 

üevaügcmeinen  ob.  gew.  oevaUgemeinern,  iki.  3n>.,  allgemein  ob.  aÜ- 
gemeiner  ma*en,  anß  3((Igemeine  anirenben  ob.  augbef)nen  (fr.  gencra* 
lijtven);  bie  SSeraügemeinevung. 

üeraltcn,  3^-  (feiten:  »er altern)  1)  jielloS  m.  fein  (attb.  firaltcD, 
veralten ,  u.  iralten)  alt  u.  baburd)  iinbraud}bar  ob.  ungangbar  werben, 
oerfc^.  altern  (ßibl  il)re  Älciber  unb  ©^ut)e  üeralteten  nid^t),  bcf.  iai 
«JKw.  veraltet  otö  Sre.  (ocraltcte  ©itten,  Srai^ten,  fJBörter  zc);  2)  jicl. 
(mittclf).  verelten)  feiten  f.  alt  unb  unbraud^bar  madjen;  bie  JBeraltung 
(SS  e  r  a  ( t  c  r  u  n  g) ,  gern,  ba^  SScralten. 

oerdnfcern,  jiel.  m.  rüdj.  3«?.,  et  wag  — ,  ganjlid)  anberg  mad}en 
ob.  mit  etn.\i3  2(nbevem  vertaiifd}en,  üetn)ed)fe[n,  finnü.  umdnbern,  an- 
bern,  wel^cö  icbod^  au^  auf  bag  @eiftigc  u.  Sittliche  belogen  wirb,  oer? 
Snbern  hingegen  mft)c  auf  jtnnlic^e  ©cgenflänbe  (man  änbert  feine  ®eftn= 
nung,  feinen  (Sntf^lufö;  man  ü  er  änbert  feine  5Bot)nung,  feine  Äleibung, 
feinen  Stamcn,  feine  Sage  jc;  \>ic  (Stimme  ücränbern);  t^eilweife  anber^ 
mad}en,  anbevS  beflimmen  ob.  etnriditen,  finn».  aba'nbern  (ein  Jpau^,  ein 
2eflament,  einen  2fuffa|  jc);  fidi  — ,  feine  äupere  Sage  anbern,  b.  i.  mit 
einer  anbern  nertaufd)cn,  ob.  anberg  einriditen  (insbef.  fi^  cljelic^  — , 
ob.  b(of:  fid^  veränbern  f.  ^iä)  oerl)eiratf)en);  oeranbert  werben,  an* 
berö  werben  (er  i)at  fic^  fcf)r  »eränbcrt,  b.  i.  feiner  äufcren  Sef^affen^cit, 
©cjlalt,  ©cfid)t6bilbung  K.  nciä);  cerfd).  et  Ijat  fid^  geänbert,  in  «^infic^t 
feiner  ©efinnung,  feiner  ©ittcn  :c. ;  eine  garbc,  ber  SBinb,  bie  SÖitterung 
üeränbert  fi^;  bie  3eiten  »evänbcrn  ob.  anbern  ftc^);  üevänberbar,  Sw., 
feiten  f.  wai  veranbert  werben  fann;  t)eränterli(^ ,  Sn?.,  fähig  t>eranbert 
ju  werben  ob.  ftd)  ju  üeranbern,  bcr  9}eranberung  unterworfen,  ftnn». 
wanbelbar  (alle  irbif(^en  Singe  ftnb  ücrdnberlid});  bef.  fid)  gern  u.  leid)t 
verd'nbernb,  geneigt  jur  SSerdnfcerung,  finnü.  unftd't,  unbefldnbig,  wan? 
felmütf)ig  (ein  fel)r  ocranbcrlic^er  SKcnfc^;  baö  SBettcr,  bie  SKobe  jc.  ijl  »er* 
änberli^);  bie  58crdnbevli(^feit,  baS  33erä'nberlid)fein ,  fimw.  SßanbeU 
barfeit,  Unbeflanbigfeit  jc;  bie  SSerdntcrung,  9)?.  -en,  I)  ba^  SSer« 
anbern,  finnü./Änberung,  23ertaufd)itng,  verdnberte  (5inrid)tung  (j.  SB. 
bie  fflerdnberung  ttr  Äteibung,  ber  SBol)nung,  beö  9?amcn6;  eineö  .l^aufe«, 
bcr  StaatöocrfalTung:  eine  SScrö'nberung  ma^cn,  üornet)men;  bie  S3eranberung 
lieben);  2)  baö  (Std)=SSerd'nbern  ob.  95erdnbertwerben  u.  bag  93erdnbertc 
cb.  burd)  SSerdnbern  ^ernorgebradjte  (JCUcö  ifl  ber  SSerdnbcrung  unteriroc« 
fen;  feine  ffieranbcrung  ift  auffatlenb,  b.  i.  fein  neränbcrteö  2Cu6fcf)cn:  23ct» 
önberungcn  bcr  tOfagnctnabcl,  b.  i.  2fbtt)cic^un9cn;  nidjt  alle  SSerdnbcrungcn 
finb  SBerbcfferungen);  .bie  SSerdntcrung&fratt;  bie  SScranterung^lufl, 
*fuci)t  IC. 


»a'anfein  —  ücravgcn  1505 

ücranfcrn,  jk(.  3\ü.,  mit  ^(nfcrn,  b.  i.  cifcvncn  Älammern,  Derbinben 
u.  bef«ftti|en  (eine  SKaucr):  bie  SSeranfcrung. 

üeranlaffen,  jicl.  3»-  (t>on  2( n l a fö ;  ba{)et  umenb.:  3mpf.  ocranlafftc, 
SQht».  ocran(a|Tt;  n!d)t  abJout.  xvk  laffcn)  ctwaö  — ,  2(n(afö  ba^u  geben, 
G5c(e3enf)ctt  biijU  geben,  »ccfdb-  bcwirBcn,  reruvfac^en  (eineSbat);  einen 
ju  etwag  — ,  ibm  ^Inlafg  baju  geben,  ibn  ba^u  beivegen,  flävEer:  an? 
treiben;  biero.  al6  milbercu  2(u6bruct  f.  i^m  cnvaS  auftragen,  befe()(en; 
bec  2ieran(rt)Jcr,  iver  tuva^  \)eranlaf[t;  bie  ä5eran(a|Jimg,  I)  o.  SDt. 
tini  $ßeran(aften  (eß  i^  auf  meine  SScranlaffun^  gcfc^cbrn);  -)  '3)?.  -en,  ba^ 
■ißeranlaffenbc,  bec  V(n(af^,  bie  @elegen^eitgurfnd)e  (oerf4)iebcne  93eran= 
laJTungcn  ^u  einet  ®a^e). 

ücranfd)aulicf)en,  jiel.  310.,  anfdiautidi  mad)en,  für  bie  2(nfd)auung 
barfleUen  (einen  Segviff);  bie  58cranfd)au(icf)ung,  ba^  ^eranfd}au(id}en, 
bie  anfd)aulid)e  •DarfleUung. 

t»cranfct)(agcn,  gic(.  3«.  (oon  ^infc^lag;  ba^er  umenb.  üeranfdbfagte, 
ücranfdb^agt;  nic^t  abtaut,  »ric  [(plagen)  etwag  — ,  einen  ■^(nfd)lag  baoon 
ob.  bariibec  mad)en,  ben 'iöertb  cb.  bie  Äojlen  bered)nen,  fd)ci^en;  bie 
Sßcranfc^lagung. 

öcranfialtcn ,  jict.  31».,  etwas  —  ,  2(nfra(t  baju  madKn,  eS  anjleU 
len,  anorbnen,  einrid)ten  (ein  ^cjl  u.  bgl.);  bec  S3cran)la(ter:  bie  23er? 
anjlaltung. 

ücranttrovtcn ,  3tü.  (mitteib.  verautwurtni)  I)  gte(.  etwas  —  ,  eö 
burd)  feine  '^Cntwort  fdnt^en  ob.  vertreten,  bie  ^i(i:)t^  u.  ^|Tid)tmäpig' 
teit  feinet  2!bunsS  mit  Sücrten  bartbun,  finno.  9?ed)enfd)aft  oon  itmai 
geben,  ei  red)tfertigen ,  vertbeibigen,  tc^tercö  oon  trciterem  Umfange  btc 
Scb.,  ba  e6  nidbt  allein  mit  Söorten  gcfdjicbt  unb  aud)  ba6  3!bu»  *-'i"fö  2rn= 
bcrn  jum  ®egcnjtanbe  b^bcn  !ann,  (baö  !ann  idi  tterantroorten;  feine  Jpanb« 
lungömeifc  läfft  ficfe  nic^t  ttevantiüovtcn;  ei)tm.  baöJRcdjt — ,  f.  oor  ®e- 
ric^t  erroicbcrn  ob.  eintrcnbin,  fr.  icpliciren) ;  c^fm.  auä):  einen — ,  f. 
mit  SBovtcn  üertbeibigcn;  2)  rüct^.  fid)  — ,  b.  i.  fein  S^f)»»  9^3«"  fi"ß 
'2fnflage  red)tfertigen  ob.  mit  ^Borten  Dcrtbcibigen  (fid)  iior  3emanb,  üor 
©evic^t  JC — ;  fid)  gegen  einen  2tn!ldgcr  —  ;  e^cm.  auc^  mit  b.  @  cn.:  fi(^ 
bec  2(n!lage  — );  ücrantnjortlid^,  SSio.,  1)  wai  ftd)  üerantmorten  (äfft, 
cntg.  unöerantwortlic^:  2)  ber  $öerantivortung  untenrcrfen  ob.  baju  ver? 
pflid)tct  (einen  für  etiDaö  verantwortlich  machen;  fcrantttortlidbe  SBeamte, 
gJZiniftcr  2c.):  bie  ä3erantivort(tct)fctt,  bag  93erantii)ort(id)fein,  in  beiben 
5Reb.;  bie  Jücrantroortung,  baS  jßerantivorten  ob.  <Sid) ;  verantworten, 
finn».  iKed)tfertigung,  iKed)enfd)aft,  SScrtbeibigung  (einen  jur  23crant» 
lüortung  jieben-,  t^ue  ee  auf  meine  Seranttrortung);  bie  S5erantn)Ortung6= 
rebe ,  -  fc^rlft  2c. 

üevnrbeitcn,  jiel.  3».,  etwag'—,  jiir  2(ibeit  verwenben,  vecbrau(^en, 
burd)  2{rbeit  erfd)öpfen,  aufarbeiten  (bec  .:?>anbwer!er  i)at  alleg  J^olj,  ic- 
bec  K.  »erarbeitet);  burd)  "Ktbtit  ju  etwag  mad)en,  geflaften,  arbeitenb 
verebeln  (robc  9^aturfloffc  — ;  J^olj,  ©ilbcr,  @olb  ju  @eratl)en— );  bie 
SJerarbcitung. 

üerargen,  ^iv.,  1)  giclloö  u.  rücf?. ,  olt.  f.  arg,  b.  i.  fd)ümm  ob.  fdjlim? 
met  werben,  fid)  oecfd)Iimmcrn;  2)  jiet.  einem  etwaS  — ,  arg  aufneb- 

^cpfe'ö  J&anbwörtcrb.  b.  bcutf^cn  ©pr.  2.  Zijcil.  .         95 


1506  rammen  —  tjevbanncn 

nicn,  5um  ?Crgm  beuten,  übtl  auflegen,  fiarfcr  aU:  üetbenfcn,  'on> 
iibetn;  bie  23cvargimg. 

üerarmen,  gicUof.  3«.  m.  fein,  arm  iverben;  unetg.  f.  abnel^men, 
einer  @ad)e  beraubt  ob.  üertujlig  »rerben  (j.  S.  an  greuben  — );  bie  8Ser= 
armung. 

ücvarten,  jicUof.  3».  m.  [ein,  »lt.  f.  anberö  arten,  ausarten,  ent? 
arten. 

üeravjen  ob.  ücrarjeneien,  ikt.  3t».,  obevb.  gem.  f.  c\n  ob.  ju  3(rje» 
neien  oerivenben  (aicl  ®cib  — ). 

üerafd^cn,  3tt).,  1)  jteKoä  m.  fein,  ju  ^{fdje  werben;  2)  gier,  aud^ 
üeväfd^cvn,  ju  2tfd)e  mad)en,  in  3(fd)e  tiernjanbeln,  einäfd)ern. 

üeräj!en  u.  »evft.  ücräfletn,  jtel.  3w-,  in  'Äji^e  t()ei[en  ob.  trennen; 
aud)  vü(!j.  fid)  — ,  in  "i'fle  getrennt  werben,  ^id)  afiförmig  ausbreiten; 
bie  S>era)lung  ob.  S3era)ielung. 

Dcrat^men,  ?iei.  u.  jieUof.  3»»-)  bid}t.  f.  auSatf^men,  ien  2Ct{)em  auS- 
]^aud}en. 

oerauggaben,  jiel.  3».,  Äanjl.  al6  2(ug3abe  nermenben  u.  t)erred)nen. 

ücräußcrn,  jicl.  3»o-,  cig.  ju  ü\va§  "iiupxcm  mad)en,  in  fremben 
S5eft|  übergeben  laffen,  einem  3(nbern  übertragen,  iiberlaffen,  insbef. 
f.  \)erfaufen  (ein  @ut,  f«incn  Jpau6ratf)  — );  »eräu^erlid^ ,  fSw.,  iva§  wer; 
aupert  »»erben  fann  ob.  barf;  bie  Sicväu^crlid^fcit;  bie  ^Veräußerung, 
tag  3}erau^ern,  bcf.  ber  $ßerfauf. 

üerbarfen,  jict.  3>t>-i  1)  bacfenb  venvenben,  üerbraud)en  (SÄc()i); 
2)  im  SSacfen  ^jerberben,  fd}led}t  bacfen  {bai  Srcb  ift  »ecbatfen);  bie  SSer? 
bacfung. 

Derbaben,  jiet.  3».,  babenb  tierroenben,  tjerbringen  (@clb,  3cit). 

»crbaint,  Sw,,  oberb.  (tt>af)rfd^.  ni^t  »on  58ain  =  SScin,  Änoc^cn,  fon=^ 
bcvn  ».  »evbaincn  f.  eerbannen,  b.  i.  »evtretbcn,  »ent»ün[d^cn;  »gl. 
iai  hak.  baincn  f.  fdjeUen,  »erbieten,  fd;wrb.  bauna)  f.  tteri»ünfd)t,  »er? 
flud)t,  »erbammt;  unempfi'nblid),  »erjlotft;  auf  etti»a§  erpid)t,  »erfeffen. 

fierbalfen,  gfei.  3tt>.,  mit  SSalfen  »erfe^en,  oerbinben;  bie  SSerbal* 
fung,  ba6  SierbalEen;  ba§  ©ebalf. 

üerballafien,  jicl.  3«.,  1)  mit  SSaWafl  »erfe{)en;  2)  mit  SSaUafi  über? 
laben. 

üerbaüen,  ?ic(.  3w.,  in  SSaUen  patfen  (aBaaren);  bie  SSerbaUung. 

t>erbaÜl)Orncn,  ?icl.  3i»-  (oonSof).  Sartl)orn,  einem  aBud^brudec  in 
fiitbcd  um  1550,  wctdier  man^c  bei  if}m  gcbvudte  unb  angeblid)  oon  if)m 
»crbcfTertc  a3üd}er  bur^  ciUcrlei  ungereimte  SScvänbcrungen  entflcllte),  fd)crj{). 
f.  etwa^  »erfd)(ed)tern,  »erberben,  inbem  man  eg  ju  »erbeffern  meint 
ob.  »orgiebt,  auc^:  burd^  3of)ann  SSaUi)orn  oerbejfecn,  u.  f^erjt).  »crfc^limm* 
bejTern. 

$ßcrbanb,  m.,  f.  unter  »erbinben. 

t)erbannen,  jicl.  3w.)  ef)em.  f.  »erbieten,  mit  einem  5Berbote  befegen  (j.18. 
ein  gelb,  eine  SBiefe),  bQt)cr  bibt.  f.  etivaS  bem  gemeinen  ®ebraud)e  ent; 
Riehen  unb  ©oft  ivibmen  (bem  >!perrn  »crbannt  fein;  dn  »crbanntcr  2(dcrjc.); 
au^  f.  in  im  58ann  t()un,  »envünfd)«»,  »erflud)en,  (fid)  »er bannen, 
bibl.  f.  \iä)  »erfd}»»örcn);  gew.  einen  —  ,  über  bie  (SJrenje  eineg  (5ierid)tS' 
bejirfeö  ob.  2anbeg  burd^  23efef)I  ob.  ■öerurt()ei(ung  entfernen,  i^n  ßan? 


üfibamn  —  tjcibei-gen  1507 

bc6  V«vit»<if<n,  i'()cm.  auäj:  au^banrnn,  (ein  SScrbannfcc);  in  trcttercr 
St'b.  ühiti).  f.  iv?3\v«ifen,  lu'rtreibctt,  verjagen  (einen  au6  feinem  ^aufe— ; 
aui)  uneig.  Qivatn  unb  ©orgc—);  ber  äievbanner,  wer  3«»itinb  cb.  et; 
ivag  tieibaniu  ob.  vertreibt;  bie  Söcrbannimg ,  hai  SSerbannen,  bie  QSer^ 
tveifung,  SSertreibung:  ber  äJerbannun.q^ort;  b^i^  2Serbannun9'ouvtf)cihc. 

ücrbarrcn,  jici.  3»-,  M  f.  mit  Söarreii  veran-i()ren,  verfperren. 

verbaflen,  giellof.  3»v.  m.  fjaben,  Säg.  oom  Jpirfdj:  ben  SSaft  (f.  b.) 
von  feinem  @cf)örn  abfd)ta(}en,  aüä;:  verfd)(iigen. 

ücrbaucn,  jic(.  3iv.,  1)  bouenb  ob.  burd)  einen  S5au  verfd)ltepen,  ver? 
fperren,  einfd}Iiepen  (einen  eingang,  ein  gcnfter  — ;  einem  bai  Sic^t  — ; 
ik  SCivijc  ifl  mit  SD3ol)nt)äufcrn  verbaut);  2)  bauenb  venvenben,  (jebrau? 
dien,  verbraiid)en  (>^oli;,  (Steine  —  ;  fein  ®elb  — ;  95erg>v.  eine  3et^e  vet' 
baut  fid),  b.  ;.  fie  giebt  btc  bcn  Äoftcn  entfpre^enbe  2(u6beute);  -i)  fa(fd), 
fd)[ed)t  bauen  (baö  J^auö  tft  ganj  verbaut);  bie  äJerbauung,  ba6  23er= 
bauen  in  alten  SSeb. 

uerbrtucrn,  jieKof.  3i»-  m.  Uin,  jum  Sauern,  b.  i.  bä'urifd)  gefinnt 
unb  geftttet  tverben;  bie  äicrbaucvung. 

ücrbcincn,  3w.  l)  jfcUoö  m.  fein,  ju  SSein  ob.  Änod)en  iverben,  ver? 
fnöd)ern;  2)  jiet.  mit  $8ein  ob.  au^  mit  Jporn  belegen,  auflegen,  [haf- 
ten; bie  äierbcinung,  ha^  2}erbctnen  in  beiben  SBeb.:  —  üetbcint,  Sn?., 
f.  verbatnt. 

ücrbcipcn  1.,  jict.  u.  rücfj.  3io-  abfaut.  (f.  beiden;  mittcli).  verbizeu  f. 
tobt  bcifjen),  1)  vorn  abbeizen  unb  baburd)  befc^abigen,  vgl.  verfc^neiben, 
(verbiffene  SSciumc ,  b.  i.  bur^  bcn  58if6  bee  2Ste^6  befd^ä'bigtc;  3ag.  ver  = 
bci'jen,  j.  S3.  baö  23iet)  verbeißt  bcn  jungen  SQSuc^g);  unetg.  beim  @pre; 
d)en  einzelne  Saute  ob.  ©üben  ntd)t  hören  laffen;  2)  betfenb  f^emmen, 
burd)  Sufammcnbei^en  ber  3äl)ne  ben  2fuöbrud^  einer  ©mpftnbung  unter? 
brücfen  (bcn  ©dimcrj,  bag  Cac^en,  ba^  Söcincn  2C.  — :  mit  verbifTenem 
(sjrimm  :c);  '^)  bie  3a()ne  ob.  fid)  — ,  burd)  ju  jlarfeS  25ei§en  bie  ^<ii:)xu 
verberben;  auc^  fo  fefl  beiden,  ba^  bie  ^(\i)ne  nur  mit  G^ewalt  reieber 
ani  einanber  gebrad)t  tverben  fönnen  (ber  «ipunb  ijat  fic^  verbiffen);  bie 
äscrbeißung,  baö  93erbeipen  (j.  S.  bei-  2Butt)  u.). 

ücrbeipen  2.,  giellof.  3n).  m.  f)aben,  35g.  vom  2Cucrt)af)n:  auf{)ören 
5U  baijcn  (ber  2tucr{)af)n  f)at  verbifTen). 

öerbcipcn  ^i. ,  viictjS.  3iv.  (\vai)t\dj.  =  altb.  arbeizeu.  erbeizeu.  niebcr*, 
abftcigcn)  3äg.  von  angefd)0JTenen  (Sntcn:  fid)  — ,  f.  untertaucfien,  ob. 
ftd)  inö  ®ra6  ober  9f{cf)i-  verftecfen,  fo  bafö  ftc  ni^t  aufgefunbcn  rcerben 
fönnen. 

üerbcijen,  3n).,  f.  unter  verbeißen  1. 

üerbeUen  1.,  jiel.  3«.  (gem.  vcrbeilen)  3ag.  burd)  SSeUen  anfün? 
bigen  (ber  <Saufinbcr  ob.  ©c^»vci^()unb  verbellt  eine  ©au). 

verbellen  2. ,  jiel.  3«.  (n.  2C.  v  er  ballen  ob.  v  erb  ö  Ken;  vgl.  SSat= 
Ten,  baö  fc^ott.  bell,  fd^»t)eb.  bulna,  fd}n)eUcn,  engt,  bollen.  gefc^wollen, 
mittel:^,  erbelgeu,  auff(^weUen)  lanbfd).  ben  §up,  bie  ^anb  — ,  burd)  einen 
%(i)ltx\tt  c\).  ©tof  ob.  burd)  vielem  @cf)en  taub  u.  unempftnblid)  mad)en, 
[o  baf6  fie  ftcif  tverben  unb  anfc^weUcn ,  (unbefd^lagene  ^ferbc  verbellen  fic^; 
ber  SB  eil fu^,  oberb.  f.  ein  fo  befd^äbigtcr  gu^). 

üevberi^cn,  jiel.  3w.  ablaut.  (f.  bergen),  völlig  bergen,  b.  i.  ber  2Baf)r= 

95* 


1508  tjerbeffevn  —  \jevbicten 

«et)muttg  ob.  Äenwtnifg  enfjicf)en,  inäbtf.  1)  htt  \innüd)m  2ßa()cnef); 
mung,  ben  S5(ic!en  2(nbecec  entjiefjen,  bef.  iiintcc  ob.  unter  einer  fcften 
®ectc,  »erfcfc.  ßcrflctfen,  b.  t.  ctg.  in  eine  J&cfjlung  ob.  Sßectiefung  flerten, 
i\ii)  t)intcr  ben  Dfcn,  unter  bie  Srcppe  oerbergen;  etn^aö  ob.  fic^  öor  3emanb 
»crbergcn;  ein  »crborgener  ©c^ar^,  «Drt;  fic^  an  einem  Orte  verborgen  I)Qt* 
ten;  @c^ncib.  eine  »er  borgen  e  91  atl) ,  b.  i.  bie  auf  ber  rechten  (Seite  nic^t 
ju  fetjen  ifl);  2)  bcr  Äimbe  ob.  bem  Wi^tn  Znheu-c  entjie^cn,  ftnnt).  »er- 
i)ei)lett,  ner^eimlidKn,  geheim  f)aften  (j.S5.  feinen  Äummcr,  feine  ©c^mäc^e, 
feine  Seibenfd^aft  ic.  — ;  oerborgcne  Sf^'*-'»^!  Singe  ic.;  eö  ijl:  mir  nicl^t  ücr= 
borgen,  i.  i.  nicfet  unbefannt  jc. ;  im  9Serborgenen  ©uteS  t{)un),  inSbef.  f. 
Detfcl)ivei9en  (oerbivg  mir  nic^t  bcine  ©cbanfen");  bcr  S3cvbcrger,  tretet; 
tvas  iteibirgt;  bie  ä5crbcr(^unq,  ba^  9}erbev3en:  bic  Sjcrborgcn^ett,  baö 
SSerborgenfein,  ber  ^uflanb  t>e§  Unbemerkt  -  ob.  Unbefanntfeinö. 

öcvbeffcrn,  jie(.  3w. ,  überb.  beffer  mac()en,  in  beffern  ©taitb  fe|en, 
finn».  befferit,  n?c((^e6  iebod)  bef.  »on  fittlid)er  SBcroolÜömmnung  gebraud^t 
wirb  (ein  ®ut,  feine  Umftänbe  ic.  üerbeffern),  auc^  rücEj.  fid)  — ,  f.  beffer 
ivecbcn  (feine  Urnftonbe  t)aben  fid)  oerbefTert);  in  bcpimmterer  fficb.  burd) 
v^ecfleilung  beg  @d)abf)aften  beffer  mad)en  (ein  ^aui ,  ein  Äieib  — ,  gew. 
augbcffern),  u.  bcf.  burd)  ^Kegfd^affung  ob.  S3erid)tigung  beg  ^djlet- 
t)aften  oollfomtnener  madien,  V)on  %il)kxn  reinigen  (eine  3etd}nung,  einen 
3fuffag,  eine  ©c^rift  üerbcffern;  »erfd).  baran  beffern,  b.  i.  Sinjelncö 
baran  beffer  machen);  bcr  SJcrbclJever,  wer  etivaS  ucrbeffert;  ücrbefferlid^, 
föw.,  wai  fid)  üerbeffern  lä'fft,  bef.  gebr.  in  bem  entg.  unuerbcffcrtid^; 
bte  SJevbcjJcrung,  1)  bag  SSerbeffern,  bie  SSerüoUfommnung  (j.  S5.  eines 
@utc6,  einer  ©d^rift  jc);  2)  ba^  burd)  Ü5erbcffern  Seirirfte,  bie  ücrbef- 
ferte  S3efd)affen()eit  (j.  SB.  ffierbcffcrungen  ber  ©taatguerfaffung);  öerbeffes 
run9§fdi)tg,  aSm.,  bic  ^öerbcjjerungj^fojten,  --mittel  jc. 

üerbcten,  jiel.  3m.,  burd)  Seteu  iriegfd)affen  ob.  tilgen  (feine  ©ün= 
ben—);  betenb  verbringen  (bie  3cit,  fein  ^eben  — ). 

üerbeugen,  rürfj.  3»-,  fid)  — ,  f.  n.  w.  ftd)  beugen,  jcbod)  nur  in  ber 
engeren  iBeb.  fid)  jum  3eid)en  ber  2(d)tung  ob.  (Ehrerbietung  üor  Sem^nb 
nieberbeugcn,  finn».  fid)  üevneigcn,  gem.  fid)  bücfen;  bie  ^Berbeuqung, 
9)?.  -en,  ba^  (©id); verbeugen,  bie  mit  9ticberbcugung  bcg  SCop^^  u.  Dber= 
Jörperö  »crbunbcne  f)ofIid)e  ^^cgn'ifung,  gem.  S3ücfting  (fr.  Kompliment, 
SReüerenj;  eine  SSerbeugung  ma^en;  Scmanb  mit  »ielcn  SScrbeugungcn  cm= 
pfangcn). 

üerbiegen,  jict.  3w.  ablaut.  (f.  biegen),  falfd)  ob.  unred)t  biegen,  burd) 
SSiegen  in  eine  ungcbi)rige  Sage  bringen,  biegenb  üerunfrnlten  ob.  tjer^ 
betben;  auc^  rüctj.  fid)—,  burd)  35iegung  entftellt  cb.  unbraud)bar  roer? 
ben  (berCöffel,  ber  ©dilüffcl  jc.  i)at  fic^  oerbogen);  bie  SJevbiegung,  bai 
S3erbiegen. 

ücvbiejltern ,  jieltof.  u.  rüdj.  3»t>.,  nieberb.  (o.  biefler,  f.  b.)  f.  fi'd)  »et? 
irren,  wom  rediten  3öcgc  abfommcn;  vcnrivrt  tveiben:  tterbieftevt, 
o(ö  JBn».  f.  »erivirrt,  in  öebanfen  oertieft,  njitb  ob.  finfler  nuöfef)enb. 

verbieten,  jiel.  3>ü.  abtaut,  (f.  bieten)  1)  (wer-  »erftärfenb  ob.  ou6  üor- 
cntjt.)  ti)m.  f.  gebieten,  entbieten,  bcfnnnt  mad)en,  anfiinbigen;  inSbef. 
voviaben  vor  ©triebt;  2)  (mit  ocrneinenbcr  Seb.  beö  ocr-)  gew.  burd)  ein 
©ebot  v>cil)inbern  ob.  t)crtt?ef)ccn,  bcfef)(en,   bafg  etiral  nidit  gefc^e()c, 


»crbilben  —  \)crbinben  1509 

finm?.  unt«rfagen,  cntg.  gebieten,  (einem  cttraö  — ;  einem  »erbieten,  ctwaS 
gu  t^un,  nid)t:  — c6  nic^t  ju  tf)un!  ba  bie  SSerneinung  fc^on  in  ücrbic» 
ten  liegt;  ©piel  unb  Üan^  i\t  i)kv  »erboten);  in  beflimmterer  Seb.  einem 
bie  SSetrctung  eine5  Drte6,  ben  ©cbraud)  einer  <Sact)c  k.  burd)  ein  @e* 
bot  ücnvebren  (j.  S3.  einem  baö  Jpauö,  bie  ©tobt  jc.  — ;  ber  2fr^t  i)at  bem 
Äran!en  ben  SBctn  »erboten;  bQ6  SSerbotcnc  rei^t),  bn()et  efjcm.  mit  gerid^t- 
[td)er  v£)«ft  ob.  mit  Söefd^tag  belegen,  in  S3efd)(a9  nehmen  (einem  einen 
Äncdjt  — ;  ein  @iit— );  ber  iücrbtctcr,  ircr  ctwaS  »erbietet;  bie  ä5crbtei 
tung,  baö  93erbieten,  bie  Unterfacjung;  ba6  58crbot,  -eö,  5J?. -e,  ber 
SSefe^l  ob.  bie  SSevcrbnung,  burd)  tt>e(d)e  etwag  »erboten  roirb,  baö  Un= 
terfagung^gebot  cincö  ^ötjeren  (ein  SJcrbot  erlafTen,  ergci)en  lafftn;  ein  !23er= 
bot  aufijcbcn  ob.  jurücJnebmcn):  ei)em.  inebef.  f.  23efd)(agnaf)me,  S5efd)(ag; 
ber  äicrbot^  ob.  S^evbotobrief,  biv3  S>crbotfcf)reibcn,  ein  (gerid^tl.)  ©(^rei= 
ben,  wc(d)e§  ein  ffierbot  entbält  (fr.  3n()ibitorium). 

üerbi(^e^,  jitl.  3»».,  faifd)  ob.  auf  unred)te  ^frt  bilben,  burd)  (un; 
cd)te)  S3i!bung  entfteUen  ob.  »erberben:  bie  Jöcrbilbunci. 

oevbilMid^cn,  jiel.  3»-,  bilbüd)  bvU'ftellen;  bie  5BerbiIbIirf)unö[. 

üerbtnbcn,  jiet.  3nj.  abtaut,  (f.  binbcn;  attb.  farblntau,  verbinden  f.  Ber- 
einigen, »erpftic^ten)  1)  baö  »erjt.  binben :  a)  übert).  an  einanbec  ob.  ju^ 
fammen  binben,  auf  irgenb  eine  2(rt  befeftigen,  »erfnüpfen,  jufammeui 
fügen,  in  äufammenbang  fe^en,  vereinigen,  fowo()i  in  finntic^er,  atö  in 
iinfinnlic^cr  SBcb.  (ein  ^afß  — ,  mit  SPanbern  ob.  Steifen  tcrfeiien,  get».  bto^: 
binben;  eine  «OJaucr  — ;  i>k  2:t)eile  einer  Siebe,  Sßorte,  ®eban!en  mit  ein= 
anber  — ;  Söaffer  läfft  fic^  mit  Del  nidjt  »erbinben;  ®eut(ic^feit  be6  2tuö= 
bviict'6  mit  @rünblid)feit  — ,  bas  9lü^lid)c  mit  bem  3(ngenet)mcn  »erbinben); 
h)  inöbcf.  in  (^emeinfd)aft  bringen,  ju  einem  engeren  SSert)ättni|ye  ber 
(^emeinfamfeit  be6  ?eben^  ob.  v^anbelnä  »eveinigcn  (jwei  sperfonen  et)elid^ 
»erbinben);  fid)  mit.3«manb  — ,  übcr^.  einen  $8unb  ob.  ein  S3ünb; 
nif^  mit  ihm  fd^liepen,  ja  irgenb  einem  gemcinfamen  3«>cde  ob.  Unternt£)= 
men,  in  engflec  SSeb.  f.  fid)  ebe(id)  »erbinben,  b^ivatben;  c)  einen  ju 
ot»»ag — ,  b.  t.  e6  il)m  jui  ^Pflidu  mad)en,  al5  ^flid)t  ob.  Dbliegens 
beit  auflegen,  finn».  »erpflid)ten,  fei  c6  but^  ein  @efe|,  ein  abgenommenes 
Sßerfpred^en,  ob.  burcb  innere,  fittlic^e  3Bet»eggrünbe  (ic^  bin  baju  nid^t  oer^ 
bunbcn;  meine '^ftic^t  »erbinbet  mid^  baja;  ic^  fiif)(e  mid)  burc^  mein  {S}c= 
miifen  oerbuuben,  fo  fju  l)anbc(n);  baber:  fid)-  (mir)  einen  —  ,  b.  i.  ibn 
burd)  geleijlete  £)ienftc,  ©efaUigfeiten  k.  jur  6rfennt[id)!eit,  ju  ®egen- 
bienftenjc.  »erpf[id)ten,  übcrl).  ibn  fid)  geneigt  ob.  jugetban  macben  (j.  93. 
id^  wiinfc^te,  ibn  mir  »erbinben  ja  fönnen:  @ie  werben  mid)  öaburc^  fcf)c 
»erbinben;  bQl)er  aucb  :  einem  »erbanben  fein  f.  jam  2)anf  ocrv>ftid)tet, 
banfbar,  erfenntlid),  j.  S.  icb  bin  3^nen  für  bicfe  9iad)ric^t,  für  2brcn 
JRatb  2C.  fct)r  »erbanben);  fid)  ju  eti»aä  — ,  onbeifd)ig  ob.  »erbinblid) 
mad)cn,  »erpflid)ten,  feier(id)  »erfpred)en,  ettva»  ju  tbun  ob.  ju  leifien 
(j.  SB.  fic^  mit  einem  Sibc  — ;  fid)  für  Semanb,  ^ur  25ejal)lang  einer  ©am-- 
me  IC.  — );  2)  binbenb  »erfdiliepen  ob.  »erbecfen,  finn».  jubinben,  um= 
binben  (bem  Oc^fen  bnS  SJlaut  — ;  einem  bie'2£agcn— :  mit  »erbanbenm 
2(agen;  fid)  ben  .Ropf  — ,  b.  i.  ein  Xud)  um  benfelben  binben;  eine  SÖanbe, 
ein  franfeei  Ci)[icb — ,  b.  i.  einen  SSerbanb  barum  legen;  aad}:  einen  S^cr- 
tt?unbeten  — ,  b.  i.  beffen  SBunbcn);  3)  binbenb  »erbraud)eH,  in  »erfd)ie; 


1510  »erbitten 

bene  Sf)ei(c  binben  (ben  ^(ad^ö  in  Älotcn;  ben  SSinbfabcn  k.— );  4)  faffd), 
b.  i.  nid)t  in  bcc  gehörigen  SBeifc  ob.  £)rbnun3  binbcn  (bcf.  S8u(^b.  ein 
S3u4i— );  —  üerbinblirf) ,  a3tt). ,  1)  yecbinbcnb,  b.  i.  eine  93erpflid)tun3 
auflccjenb  ob.  einen  ftarEcn  [ittlic^cn  SSesüeagrunb  beS  Sf)ung  ob.  S3crl)altenö 
gebenb  (j.  33.  ein  für  llüe  t»erbinblid)eö  @cfc|;  bcc  S3efcf)l  ifl  füc  mid)  ni^t 
öerbinbli(^;  ein  üevbinbtic^ce  58crfprfd)en) ,  inßbcf.  burd)  geleiftctc  S5ienjltc 
ob.  ©efaUigfeiten  511c  @vfennt[id)tctt  t)erpflid}tcnb ,  and)  übcrf).  f.  geirin? 
nenb,  SefciUig,  artig,  f)ofItd)  (einen  fcf)c  »crbinblid^  bctjanbctn;  ein  oerbinb» 
lid^cö  SSetragen;  ocrbinblid;c  2(ufcrungen;  einem  üiel  S3crbinb(ic^eö  fagenic); 
2)  üecbunben,  üecpflid)tct,  fitt(id)  genotbigt  (einem  »erbinblic^  werben; 
ii)m  fiic  ctirag  uerbinblid^  fein;  iä)  b^^be  ibn  mir  tcrbinblic^  gemalt;  fic^  gu 
ettraö  oerbinbticl)  machen ,  ftnnu.  cmbeifdjig  machen);  aiicb  alö  blo^ce  ^öfltcb= 
feitSiDort,  finnü.  ergeben  (id)  banfe  ocrbinb(ic^  ob.  ocrbinb(id)jt,  ic^  fagc  3b' 
nen  meinen  üerbinblicbflen  2)anf);  bie  S5erbtnblid)feit,  ba^  SSerbinblid)fetn, 
b.  t.  1)  bie  üerbtnbenbe  ob.  t)erpflid)tenbe  Mxcift  ob.  Stgenfd)flff  Cj.  S. 
eine§  @c[c^c6,  eines  fflerfprccbeng),  aud)  f.  üerbinblid)eg  S5cnebmen,  @c= 
faUtgfeit,    2(rtigfeit  (bie   SSerbinblidjfeit   eines  50ianneä,    einer  Jfufietung); 

2)  tai  SJerbunbenfein,  ber  3uflanb  i>c§  23erpflid)tetfeing  ob.  ber  fitt(td)en 
S^lotbigung  (einem  ob.  fic^  eine  23crbtnbli(^!eit  auflegen;  i>k  8Serbinb(ic^!eit, 
fein  SßJovt  ju  i)altm};  aud)  ba6jenige,  iroburd)  man  öerbunbcn  ijl,  ber 
fitrüd)c  SSeireggrunb  5iir  6rfenntüd)fett  u.  (Srgebenlieit  (50t.  25erbinb  = 
liebfeiten;  5.  S.  icb  babc  ibm  m'ele  93erbinblid)feiten);  bie  SScrbinbung, 
9)?.  -en,  1)  bie  ^anbtung  be^  SScrbinbenö  ob.  ©id);\)erbtnbenS,  in 
oUen  S5eb.  beS3«>. ,  bef.  bie  Sufammenfiigung,  SScrtniipfung,  5ßcreinis 
gung  (j.  S3.  ber  Z^die  ju  einem  Sanken,  ber  SBorte,  ber@ebanfcn;  inSbef.  f. 
ef)i;li^e  Sßerbinbung,  v^ciratb);  fcUcn  f.  ^ßerbinblidjmadning,  33crpfltd)tung; 
ferner:  9Scrfd)üff ung  ob.  SSerbecfung  burd)  SStnben,  3nbtnbung  (bic93crbtn= 
bungber3fugcn,  einer  SBunbcK.);  2)ba^23erbunbenfein,  ber3ufammenbang 
(j.  S.  bie  SSerbinbung  »on  Urfacbe  unb  SBirfung,  ber  Sßorte  eines  ©a^eSK.); 
insbef.  ba§  burd)  ßiniqung  9}?ebver  ju  einem  gemeinfamcnSwecB  entflanbene 
SSerbaltnifö,  u.  bie  @efammt()eit  ber  auf  folcbe  Sßeife  SSerbunbenen,  finn». 
SSunb,  S5ünbnifg,  @cfeUfd)aft,  SSerein  (in  iBerbinbung  mitSemanb  fteben;  in 
eine  SSerbinbung  treten,  dne  Serbinbung  mit  3emanb  eingeben:  eine  Serbin^ 
bung  aufbeben,  auflöfcn  k.;  eine  J^anbelSocrbinbung  u.);  ber  S^erbinbungö- 
begriff;  ber  SScrbinbungeigang,  .Rriegsb.  untcrirbif^er  '@ang  ju  ben  Äu« 
^emüer!cn  einer  ge|tung;  bie  ä^erbinbungöiinic,  (fr.  SommunicationSlinie); 
bai  SJerbinbung^mittci;  bie  SSerbint'unggröl)re:  ba§  äierbinbimg^- 
wort,  jebeS  Sßort,  «elcbeS  jur  SSerbinbung  ber  Sbeite  ber  S^ebc  bient,  »on 
weiterer  Scb.  alö:  Siubewovt  (f.  b.);  baö  SJerbinbiinggjeid^en,  u.  bgl. 
m.;  —  ber  ä^erbanb,  -es,  5??.  ^banbe,  1)  0.  9Ä.,  bai  SSerbtnben  u. 
bie  Zxt  IX.  ?Oßetfe  ber  SSerbtnbung  ob.  3ufammcnfiigung  (j.  S.  ber  SBer-- 
banb  ber  Sadjgieget,  ber  ©teine  einer  SKaueru.);  2)  bag  SSerbinbenbe, 
bag  SSanb  ob.  bie  SSinbe,  womit  etwas  jugebunben  ob.  umbunben  wirb  (ber 
SSerbanb   einer  5!Bunbe;    ben   Sßerbanb   auf-   ob.    umlegen,   abncbmen  tc.)i 

3)  baö  SSerbunbcnfetn,  u.  bie  Derbunbenen  3!f)et[e  felbjl,  finn».  33erbin^ 
bung,  SJerein,  $8unb  (j.  S5.  ein  ^:^anbe(S',  3oUocrbanb  ic). 

üerbitten,  gicl.  3».,  ablaut.  (f.  bitten),  ettüaS  — ,  eig.  btttenb  von 
ftc^  entfernen,  abroebren,  burd)  SSitten  abjuwenben  ob.  ju  veri)inbern 


t)erbittern  —  t>ei-b(cic^en  1511 

fudbcn,  bitten,  bafö  etiuag  ntc()t  ecfofgc,  cntg.  erbitten,  ouöbitten,  ftnn». 
ablel)ncn,  (einen  SScfu^,  Seileibßbejeigungcn  ic.  — );  bcf.  ficf)  (mir)  et' 
it»aö  — ,  ironifc^  milbcmb  f.  erwarten  u.  cntfcf)iebcn  forbern,  bafö  cS  nid)t 
gefd)ef)e  (baS  mufe  ic^  mir  »erbitten;  i<i)  »erbitte  mir  ailc  2fnjüälic^£citen); 
bic  SScrbittung,  ba5  SSerbittcn  (unter  aScrbittung  bcr  Seileibebcjcigungcn). 

verbittern,  jict.  3n).,  bitter  niad)en,  geir.  nur  uneig.  f.  unangcnebm 
ob.  »ribenrärtig  mad)en,  finno.  vierberben,  triiben,  ftarfcr:  uergällcn 
(einem  baß  ßeben  — ;  uufere  greube  trurbc  »erbittert);  aud)  mit  bleibenber 
58ttterfeit  ob.  (Erbitterung,  mit  anljalteubem  ^^a^i  ob.  ©roU  erfiiUen, 
jtärJcr  al6:  erbittern,  (ein  »crbittertee  ©cmütt;);  bic  äJerbitterung,  ha^ 
SJerbittern  u.  S3erbittertfein,  in  bciben  Scb. 

üerblafen,  3».  oblaut.  ([.  blafcn),  1)  ^iedos  m.  tjaben,  f.  o.  w.  toer^ 
fcbnaufcn,  niebcrb.  werpuflen  (bie  ^ferbe  »erbtafen  loJTcn);  2)  giel.  bUifenb 
vertreiben,  bef.  Jpüttenrc.  beim  @olb*  unb  ©ilberfd)eiben  ba^  jum  ®uf6  ge- 
braud^te  ©pie^glaö  mit  einem  SBlafebalge  »ertrciben:  unciq.  ^al  bie  ^avt 
ben  — ,  fo  [d)»üad)  auftragen,  bafö  fic  ivie  wcggcbtafen  ob.  gctjauc^t  crfd)ci= 
nen;  aud)  f.  blafcnb  verbraudien  (bie  ganjc  ©loömaJTc  iji  fc^on  uerblafen); 
bie  äicrblafunc^ ,  tni  S^crbiafen  (jiet.);  bic  S3erbta!'cnl)Lnt,  baö  a3erb(a= 
fenfein  ber  garben  auf  einem  ©cmdlbc,  bünncr  u.  raeic^er,  gleic^f.  nebtic^tec 
garbenauftrag  mit  mangclnbcr  ©d)ärfc  ber  Umriffe. 

üerblaffcn,  ?ieUof.  3ro.  m.  fein,  V)ölti3  u.  bleibenb  blaf^  werben,  finn». 
perb(eid)en,  ocrfc^.  er  blaffen,  tüctdjeö  nur  ein  oorubcrgebcnbc6  Slafö= 
^oerbcn  u.  bef.  ben  SBeginn  bcäfclbcn  bcjcic^nct  (ein  ocrblaffter  3"i9);  lanbfci^. 
gem.  aud)  f.  erbiaffen. 

bcrblatten,  jiel.  3w.  (gem.  »erb taten,  nitberb.  »er bla ben)  SBcinb. 
ben  ^}öein  — ,  b.  i.  bie  ^ölätter  hei  SBeinflodeö  abbred)cn,  wctdje  bie 
Srauben  befc^atten. 

verblättern,  jiet.  3t».,  blattcrnb  verlieren  ob.  verwirren  (j.  58.  eine 
©teile  in  einem  SSuc^e). 

verblauen,  jiellof.  3w.  m.  fein,  völlig  u.  bleibenb  blau  werben;  nie^ 
bevb.  (üon  blau  f.  trübe)  auc!b  f.  verberben,  verwittern. 

verbled)en,  jiel,  3n>-,  mit  S3led}  überjieben,  befd^lagen. 

verbleffen,  3«.  1.  (wabrfc^.  oen».  mit  blaffen  ob.  bleffen  f.  bellen) 
giclloö  m.  t)aben,  3ä'g.  »on  bem  SSirfgeflügel:  aufboren  ju  fd)lagen  ob. 
fid)  ju  locfen,  aud):  verfd)la3en;  "2.  jiel.  lanbfd).  f.  verblüffen  (f.  b.);  Säg. 
fid)  — ,  f.  fid)  verfeben,  einen  §el)ler  madjen,  gegen  bie  Siegeln  ber 
Äunft  verflogen. 

verbleiben,  jiellof.  3w-  m.  fein,  ablaut.  (f.  bleiben),  anbaltenb,  fefl 
u.  unabä'nbevlid)  bleiben  ob.  bebarren,  finn».  verbarren  (»gl.  b.  lat.  per- 
manere;  g.  S5.  hd  feiner  SKeinung  »erbleibcn;  iä)  »erblcibe  23cin  treuer 
greunb  ic;  JCanjl.  eö  l)<it  babet  fein  33erbleiben .  finn».  S3et»enben,  b.  i.  c6 
bleibt  un»eranbert  iabci);  lanbfc^.  au^:  mit  ^emanb  verbleiben  ic.  f. 
mit  ibm  übereinkommen,  bei  einem  gefalften  aSefcblufTc  fteben  bleiben  (iä) 
bin  mit  il)m  »erbliebcn,  bafö  2C.);  ferner  f.  übrig  ob.  jurüc!bleiben  (i^m  ift 
»on  feinem  SSermögcn  wenig  »crblicben);  elicm.  aud)  f.  unterbleiben,  aus- 
bleiben. 

vcrbleid)cn,  jiellof.  3t».  m.  fein,  ablaut.  (f.  bleicben;  9Jli».  »erbli» 
i^cn,  nidöt  gut:  »erbleicht),  vi)llig  «nb  bleibenb  bleicb  werben,  »erfi^.  er» 


1512  xxxhUien  —   i?erblumen 

b(eirf)en,  luctdjcö  nur  ein  t>oj;iiber9cl)cnbcö  SSfei^trevbcn  bcjcfc^nct,  (btc 
Sintc,  btc  garbc,  btc  ©c^rift  occblctc^t,  i|l  tjctblic^cn;  »erblichene  SBangen; 
ber  oerblic^enc  IH'tc^nam;  Sob  e6  »erbleichen,  f.  freibcn;  ber  9Scrbli  = 
djene  f.  ber  SSaf^orbcnc). 

yerbicicn,  jtcl.  3w-,  nhtxi).  mit  23let  werfeben,  t)cvfd}(iepen ,  ob.  ver; 
fe|>eu:  inebet".  SBaarcn  — ,  mit  SSleifiegeln  »erfe()en  (fr.  plombircn);  mit 
S5lei  ausjfiiücu  ((;üI;Ic  3al;nc);  J^üttcnt».  ha^  ijr^-,  b.  i.  if)m  ^im  @c()meU 
Jen  S5(ei  ju|'e(5cn;  bie  SSevblctung. 

üerblenbcn,  jicl.  3w.,  bas  oerft.  Mcnben,  b.  i.  da,,  blinb  cb.  cvbiinben 
madjen,  nur  unct^.  vjcbr.  1)  buid)  ju  helfet  8id}t  bie  @ef)fraft  aiigenbli^; 
Üd)  bemmen  ob.  fd}n)ad)en  {bai  jtavfe  ©onmnlidbt  bat  meine  "iCu^en  oer« 
blenbet);  gew.  imctg  buvd)  blenbenben  (^lanj,  a'uferfidien  @d)ein,  fal; 
fd)e  2)avjleUun3  ob.  SSovfpiegelung  bie  geifliäc  @ehfraft  b^mmen  ob.  »er; 
bunfeln,  td'ufd}en,  irre  leiten  (it;re  (Sdjönbitt  bat  t'bn  »erblenbet;  bibl.  &(-- 
f(^cn!e  »erblcnben  ben  SBetfen;  ^idj  burd)  ©dieiiigrünbe  »evblcnben  lajfcn); 
2)  alö  Jtunfti».  f.  unf:d)tbiU  (blinb)  mad)en,  bem  ©efid)t  ent^icbcn,  »er; 
bergen  ob.  »erfrechen,  ingbcf.  Sag.  ben  3eii9  — ,  mit  grünen  aicifcrn  bc= 
fle(Jcn,  bamtt  er  bcm  ^irf^  nic^t  fcglcidb  in  bie  Jfugen  falle;  ffiauE.  ba§  vf>o(js 
trerf  — ,  mit  SSIcnbfieintn  bcflctben;  Scrgt».  einen  <ötoUen  — ,  mit  Sret- 
tern  »erfcblagcn;  bie  Srjc  — ,  »crfcbmicrcn,  »crjimmcrn  ob.  ucrbcuen,  ba- 
mit  [tc  3tnbcre  nid^t  gctraljr  trcrbcn;  bie  SSerblenbiing,  1)  bag  2}erblenben, 
in  beibcn  Scb.;  2)  bag  $ßerb(enbetfcin,  ber  3ujlanb  be§  (5)etä'ufcbten  ob. 
SSftbörten  (feine  SJcrblcnbung  ift  gvop);  .'^)  feiten  f.  hai  SSerblenbenbe, 
SSlenbirerf. 

üerblicfen,  jietlof.  3i».  m.  (;oben,  .^iittcnw.  aufboren  ju  blicfen,  f.  b. 
iba^  ©ilber  i)at  »crblirtt,  b.  i.  cö  i)<xt  bitrrf)  fein  S8li(?en  bk  ffiollenbung  beö 
Sreiben^  angcjetgt;   »gl.  ©ilberbltii). 

ücvbüntcn,  jicdof.  3t».  m.  fein,  woKig  blinb  iverben,  b.  erblinben. 

»erbitten,  jtcllof.  3»^.  m.  b«öen,  aüen  S5li&ftoff  erfd)opfen;  aufboren 
JU  bli^en,  finn».  abbüßen. 

Devblüffcn,  jict.  3>ü.  gem.  (iirfpr.  niebcrb.  bluffen,  »erbluffen; 
oberb.  Qudö  bleffcn,  »erblcffen,  f.  b.;  »gl.  bag  engl,  bliitle  f.  bie  2Cu= 
gen  »erbinben;  »icllcid^t  9?ebenform  »on  bem  altboc^b.  blügo,  mittclb-  bliuc, 
blüege,  oberb.  blaug  f.  fcbüd^tern,  fdjeu;  babf^ '''"'§^"<  bläugen,  »er« 
blaugcfl,  fcb>»ctj.  blügen,  bliggcn  f.  erf(^recEen,  in  gurc^t  fc^en;  ott» 
bo(bb.  bluchiso»,  gtücifclbaft  fein)  einen  —  ,  ibn  erfdirecfen  u.  baburdb 
fd)eu  u.  »erivirrt  mad)en ,  ibn  burd)  etwaö  Uncn»ürtetc§  betauben  u.  au- 
^er  J^affung  bringen ,  ftnn».  »erfd)ud}tern,  einfdn"td)tern,  (lafö  hiü)  riebt 
»erblüjfen!);  bcf.  ba6  9K».  »er blufft  aU  fBw.  f.  fd}eu  unb  »crivirrt, 
finno.  beftüi-jt,  »erbubt. 

Oerblüben,  jjiellof.  3i».  1)  m.  fein,  aufl)ören  ju  blüben,  finn».  i»el= 
fen  (bie  Slumcn  »erblüt)cn,  ftnb  »crblübt);  uneig.  aui  bem  3u(lanbe  blü; 
benber  ©dionbeit  unb  Äraft  in  einen  entgegengefe^ten  übergeben,  »et; 
geben  (bie  <£^önl)ett,  bk  Sugenb  k.  »crblübt;  »erbU'itjcte  SBangen,  SRctjezc); 
2)  m.  t)abcn,  »on  ©eträ^fcn:  bie  S3lütben  tvelfen  laffen  u.  verlieren, 
ftnn».  abbiüben  (ber  SBaum ,  ber  9?ofenftort  h.  i)at  »crblübt). 

ücrblümen  u.  oberb.  vcrblümeln,  jiel.  3it>M  efg.  mit  S3luiTten  »er^ 
feben,  »erbecfen,    unter  Slumen  verbergen:   uncig.  etroag  unter  einem 


verbluten  —  verbraten  1513 

angenehmen  ©d)einc  Deibergen,  einev  fd)Ied)tcn  <2ad)e  einen  guten  2(n; 
jlrid)  geben,  ettva^  befd^onigen,  uerJlteUen;  ba6  9Kn?.  necblümt  al§ 
S».  f.  in  eine  ytebeblume,  b.  i.  einen  unctgcntlic^cn,  anc<cnel)m  ücr()ü(Icn' 
bcn  2(u6bruct  eingefleibet,  burd)  bie  23lume,  bi(blid)  ob.  burd)  '2(nfpielung 
(einem  ettraö  ücibtümt  fagcn,  ju  ueiite{)cn  geben);  bie  SScrblümung,  3l(\m. 
f.  oerblumte  JKebe,  9iebebi(b  (fr.  2(llcgortc). 

verbluten,  3«).,  1)  jiciloö  m.  tjabcn  u.  vüct^.,  alle^  SSiut  sedieren, 
bi§  juc  DüKigen  (5rfd)opfung  bcS  Siuteö  bluten,  [inno.  ausbluten  (eine 
SBunbe  ocvblutcn  lafTcn ;  cu  l)at  ocrblutct  ob.  fic^  ferb(utet);  uneig.  f.  fid)  er; 
fd)öpfen,  in  ©tillftanb  cb.  in  S^ergeffenijeit  getatf)en  (fid)  oerbtutct  Ijaben, 
f.  [eine  Äiaftc  ob.  SOJittcl  cvfc^öpft  tjaben;  bie  ©ac^e  ijat  fid)  octblutet); 
2)  jicl.  bic^t.  f.  blutenb  »evfieren  ob.  aufopfern  (fein  Cebcn);  bie  äJerblU; 
tung,  bai  Sßetblutcn,  ber  üöUige  SSlutoerlufi  (an  9Seib(utung  fterben). 

üerbübmen,  giel.  3nj.,  burd)  S3obmerei  (f.  b.)  t)erftd}ern  (ein  ©c^iff, 
@üter). 

ücrbi)l)lcn,  jicl.  3"?.,  mit  25o{)len  üerfefjen,  auöfd)(agen  (einen  ©tall). 

r>evbol)rcn,  jicl.  u.  rücfj.  3»»)-)  I)  f^^tfct)  bohren  (gödjcv);  fid)  —  ,  ftrf) 
im  58o()ren  \)erfel)en;  2)  3inimevl.  mittelfl  gcboi)rtcr  ßödjcr  unb  oarcin  gc= 
fc^lagcnet  ()ölierncc  5tägel  gef)örig  Derbinben  (3tmmernjerf,  ein  ©ebäube); 
bie  SJerbobvung. 

ÜCVbolgcn,  Sm.,  alt  U.  nicberb.  (ö.  bem  attb.  belgan,  balc,  bolgea; 
erhellten,  b.  i.  auffd^wctlen,  ft^  erzürnen)  f.  erjitrnt,  jornig,  aufgebracht. 

ücvbolüvcrfen,  jicl.  3iü.,  mit  einem  SoUirerEe  ob.  uncig.  \x>ii  mit  einem 
fol(^cn  Derfelicn,  umgeben,  uerwal)ren,  fd)üt'.en. 

oerboljcn,  jicl.  3it>.,  burd)  Sollen  verbinben  (ein  ©^iff). 

üevbören,  jiellof.  u.  jtcl.  ^m.  nicberb.  (mittclt).  verhorn,  »on  büm,  bom, 
nicberb.  boren  f.  gcbiiJjrcn)  in  bie  ©ebü^r  ob.  ©träfe  'oetfaÜen,  Der; 
ivirBen  (j.  S.  feinen  ^al€). 

üerborgen,  jict.  3>t>.,  ettvaä  -  ,  auf  SSorg  geben,  finno.  üerlei{)en,  bie 
SSerborgung. 

»erborgen,  S»».,  bie  58erborgenl)cit,  f.  unter  »crbergen. 

oerbortcn,  jtel.  3».,  mit  55orten  üerfei)en,  befe^en,  finno.  verbrämen. 

vcrböfcn  u.  oerböfern,  jiel.  3w.  (mittcltj.  verbosen)  »it.  f.  böfe  ob. 
fd)led)t,  böfer  cb.  fd)[immer  madjen,  gem.  t>erfd)(immern,  ftnnü.  üerbcr; 
ben;  fid)—  ,  f.  böfe,  fd)limm  ob.  fd)limmer  tuerben. 

Dcrbopen,  jici.  u.  riidj.  3>v-,  lanbf^.  gem.  f.  erbosen,  f.  b. 

Jöcrbüt,  f.,  verboten,  S3iü.,  f.  unter  oerbicten. 

»erboten,  jicl.  3tr.-,  vtt.  f.  »orlaben  (ügl.  verbieten). 

ücrbotfc^aftcn,  gicl.  3w.,  »lt.  f.  burd}  SSotfdnift  anzeigen,  ücrfiinben. 

öerbrämen,  jiel.  3m.  (obcrb.  ou^  blo^:  brämen),  mit  einer  23rd'me 
(f.  Sram  2.),  b.  t.  einem  Ovanbc,  @aumc,  fd)malen  «Streifen  con  ^clj= 
»er!,  ©ammet,  Srcffrn  u.  bgl.  einfaffen  ob.  befe^en  (eine  «Diü^e,  ein 
Äleib  :c.);  überf).  mit  einer  ßinfaffung  »erfeben  (btc  Äupfcrflec^er  ücrbra^ 
mcn  eine  Äupfcrplatte  mit  einem  JKanbe  Don  SßSat^ö);  uneig.  mit  unnötf)igen 
3ierathen  »erfeljen;  bie  S5erbrämung. 

SSerbrant»,  m.,  f.  unter  ocrbrenncn. 

verbraten,  jicl.  3n).,  abtaut,  (f.  braten)  1)  bratenb  ob.  jum  SSraten 
verivenben,  oerbraud)en;  2)  fe()ler()aft ,  fd)led)t,  bef.  ju  jlarf  braten. 


1514  Xicx:hta\xd)en  —  tjerbmtm 

yerbraurf)cn,  jiet.  3».,  1)  bai  Bcrfl.  9ebraud)en:  nB  «Stoff  ju  einet 
2{rbett  anwenbcn,  »emenben,  füinö.  verarbeiten  (^o(j,  ©teine,  Sebei-ic); 
2)  burd)  ben  ©ebraitcf)  erfdjöpfcn,  DcKig  aufbrau(i)en  ob.  üermenbcn 
(aUc6  ^otj  IC,  bcr  ganjc  23orratb  ifl  »erbvauc^t;  otcl  ^aptev,  oiel  @clb  jc. 
ücrbraudjen;  uncig.  meine  ©cbiilb  rcar  halb  ocvbrauc^t);  auä)  burirf)  ben  ®C; 
braitd)  abnu^cn,  ticriU(cdbtcrn,  fcf)n?äctjcn  (aitb.  veiBrüchen) ;  ber  Sßer^ 
braud),  -e6,  o,  sä.,  baö  23erbraucben  u.  2Sevbraud)tn)erben,  füino.  33er^ 
wenbung,  SSer^efjrung ,  2(ufn)anb  (fi-.  (Sonfumtion,  ber  SSerbvciuj^  einer 
SBaare,  >?)oljweibraucl)  it.);  bie  S3erbraud)öfad^e,  SScrbrnucböfteuer  k.; 
oevbrauc^bar,  asn?.,  wa6  t)erbraud)t  werben  fann;  bie  Scrbraud^ung, 
ba§  5öerbraud)en. 

oerbraum,  jiel.  3».,  brauenb  ob.  jum  SSrauen  uerwenben;  burd^ 
S3rauen  erfd}öpfen  ob.  üöliig  ücrbraud)en  (atieö  SÄalj  ift  ocrbraut). 

öerbrciunen,  jiet.  3«?.,  ba§  »erfl.  braunen:  völlig  braun  madjen. 

verbraufen,  jitUof.  3w.  m.  l)aben,  big  5ur  Grfd)opfung  ob.  Serubi^ 
gung  ber  Äraft  braufen,  aufboren  ju  braufen,  ftnno.  auöbraufen,  ver^ 
gd'bren  (ber  ©türm  1:)at  »ccbraufet;  ben  SOBetn,  ia§  SStev  »erbvaufen  lajfen; 
uneig.  bie  Seibcnfc^aft  üerbraufet). 

verbrechen,  giel.  3W.,  ablaut.  f.  brechen  (altb.  farbrechan,  verbrechen, 
f.  gcrbred^en,  burcb-,  einbvc(^en,  u.  uneig.  bre^en,  übertreten)  1)  eig.  bai 
üerfl.  bred)en,  bai)tt  alt  u.  lanbfc^.  f.  5erbred)en,  entjivci  brechen,  auf; 
bredjen  (Sergw.  ein  »crbrod^cneö  gelb,  b.  t.  ein  gelb,  »wclc^tö  jum  Serg« 
bau  bereits  geöffnet  worben);  au(^  f.  abbred)en,  vorn  abbred)en  (eine 
©erte  — ;  verbrochene  253orte  f.  abgebrochene),  Sag.  burd^  abgebrochene 
3n)eige  bejei^nen  (bie  gäljrte— ):  cl)cm.  au^  jielloö  f.  völlig  bre^en,  oer= 
bcrben,  ju  ©runbe  gel)en;  2)  uneig.  el;em.  ein  @ebot,  ©efe^,  5öerfpre= 
d)en  K.  — ,  f.  bred)cn,  verleben,  übertreten  (j.  35.  ben  (gib  — ;  bibl.  ibr 
f)abt  ben  aSunb,  ben  erftcn  ©laubcn  3C.  vcrbrodben;  baf)er:  unvcrbrü^» 
1x6),  f.  b.);  je^t:  etrt»ag  — ,  b.  i.  etivrt€  ©cfe^ivibrigeö  begeben,  mit 
SSeivufftfein  u.  QSorfa^  Unredn  t):)nn  (nur  im  Smperf.  u.  in  ben  mit  bem  2ten 
5Km.  gebilbctcn3eitformcn  üblid^:  iraö  verbrach  ic^?  er  'i)at  viel  verbrochen  jc; 
nt(!^t  aber:  id)  verbreche,  bu  verbri(^jl:  ctrva^  u.  f.  tt>.);  ebem.  auc^:  burcb 
gefe^ivibrige  ^anblung  einer  <Ba&je  verlujTig  geben ,  gem.  etroa^  venvirs 
fen  (eine  ©elbftrafe,  ben  Äopf— ;  ein  8el)cn  — :  oberb.  bk  J^anb  —  ,  f. 
fic^  wicber  verf)eiratbcn,  von  Söittwen  ob.  aBittmcrn);  bag  Sjerbrerf)en, 
-ö,  9)?.  tv.  ©.,  eine  n)iffentüd)e  u.  abftd)t(id>e  fd^ivcre  9.^crle^uttg  beg 
(bürgerlidjen)  ©efe|eg,  ein  fd}tvereg  23ergeben,  ftnnv.  Untbat,  greveU, 
Übet;,  SHiffetbat,  verfcb-  «Sänbc,  roel^eö  je^t  nur  in  religiöfcm  ©innc  ge-- 
brauet  eine  SSerle^ung  bc6  SteligionS»  u.  ©ittengefe^eS  bejeid^net,  (ein  5Ber= 
brechen ,  mebrc  83crbre(^en  begeben,  ft(^  eine6  83erbre^en6  fc^ulbig  madben; 
einem  ctwaö  jum  93erbred)en  niadjcn,  b.  i.  fein  Sbun  als  ein  Scrbrccben  an= 
fef)en  u.  bafur  crf(ären);  ber  äscrbred^er,  -§,  bie  5Berbred)evinn,  ^.  -en, 
jver  etivag  verbrod)en,  ein  5öerbred)en  begangen  bat,  finnv.  23öfeivid)t, 
ÜbeU,  ^Wiffetbater;  vevbred)erifc^,  ffijv.,  einem  23erbred)er  eigen,  an^ 
gemeffen  ob.  von  ibm  auggebenb  (eine  verbred^erifcbc  Sbat);  iBerbred)en 
bcgebcnb  ob.  begangen  b^ibenb,  finnv.  frevelb^ft,  laflerbaft  (ein  verbred^e= 
ttfdjer  ?D?enf<b;  ein  ücrbrcd^erifd^eS  ©cf^lec^t). 

oerbreiten,  jiel.  3w.,  eig.  fort;  ob.  weiter  breiten,  b.  i.  von  einem 


^  »erbrcitern     -   tjerbfingen  1515 

fünfte  ob.  £)rtc  an^  hux&i  einen  gvcferen  D^aum  nad)  aUen  «Seiten  i)ui 
au^bef)nen,  crjrrecfen,  5ertf)et(en,  finno.  ausbreiten,  irclc^cö  niet)c  cigcnt* 
(id)e,  finiiHc^c  Scb.  Ijat  (man  breitet  eine  2)c(tc,  cinSuc^,  bic  2ttme  ic. 
au6;  man  cerbrettct  ein  ©crü^t,  eine  9iact)rt(^t;  ein  »reit  üerbreitctet 
Wlauben,  3rrt:^um  u.  bgt.;  ft^  über  einen  ©egcnj^anb  — ,  b.  i.  auefüljrtid^ 
bavüber  icbcn);  rüctj.  f  i  d)  — ,  f.  Derbrettet  werben,  an  ^(ugbebnung  gc? 
nnnnen  (bec  ©cruc^  ocrbrcitet  fid;  im  ganjcn  3immcr;  bie  Äranf(;cit,  boS 
©erü^t  ()at  fid)  ocrbveitet);  ber  SScrbrcitcr,  tver  etifaö  verbreitet;  bic 
95evln'ciiung,  ba«  Sßerbreiten,  u.  baö  33crbreitei|'ein,  finnt».  2(u6bet)nun3, 
Grflrecfung. 

ücrbreitevn,  jiel.  3»?.,  breiter  madjen,  »gl.  verlängern;  bie  SSerbrct- 
tcrunc|. 

ÜCVbrcnncn,  3^.,  umenb.  u.  gugteid)  abtaut.,  mit  brennen,  1)  gieltog 
m.  fein  (altb.  farbrinnan,  verbrinnen,  -  bran ,  -brunnen)  brennenb  üer^ 
je^rt  irerben,  in  i^euer  nufge()en  (J^otj  verbrennt;  ©tcint  verbrennen  nic^t; 
baö  «Papier  ift  verbrannt);    2)  jicl.    (attb.   farbrennan,   verbrenneu,    -braute, 

-braut)  brennenb  vernid)ten,  jerfloren,  vom  ^euer  verjef)ren  laffen  (etivaö 
^u  liidji—  ,  einen  SSrief  — ;  Äc^cr  mürben  eljemalö  verbrannt);  atä  S5renn= 
floff  verbraud)en  (viel  «^olj— ,  Ölu.  — );  in  iveitercr  SBeb.  burd)  geuec 
ob.  einen  l)o(}en  &xa\>  von  ^i^e  ver(e(jen,  befd)abigen  (fic^  ik  J^anb,  bcn 
SSunb  2C.  — ;  fprtd)tt).  ein  verbranntet  Äinb  fürchtet  bai  gcuer;  uncig.  ftt^ 
bie  ^mqit  verbrennen,  b.  i.  fid)  burd)  Unbefonncnl)eit  fc^aben;  ftd)  bcn  9}?unb 
cb.  gem.  ba6  SOiaut  —  ,  iüxd)  unbefonncne  JRebcn  fi^  fclbft  ob.  2(nberii  Un» 
anncf)m(id)!citen  ;(itjfc!)en);  burd)  pt  grcfe  ^i|e  ob.  (Jinwirfung  fd^arfer 
(Stoffe  an  Sefc^affcn^cit,  ©eftalt,  garbe  K.  nad)tf)ei(i5  vera'nbern  ob,  ver- 
berben (bie  ©onncntjt^e  verbrennt  tia^  @raö,  b.  t.  mad)t  eö  ivelf  u.  bürt; 
von  ber  ®onne  verbrannt,  b.  i.  braun  eb.  f^ivcirjltcö  geworben;  ber  gärbet 
verbrennt  einen  3eug  in  bcrj^arbcjc.,  ber  SBäcfcr  verbrennt  tag  SSrob  2c. ; 
ba§  ©^eibewaffcr  verbrennt  bai  Suc^;  uneig.  auc^:  ber  groft  i)at  baö  @e=' 
treibe  verbrannt);  —  t?erbrennbar  ob.  getv.  üerbrcnnltd),  95tv.,  wag  ver- 
brannt b.  t.  burc^  gcucr  ver?ef)rt  iverben  fann;  bie  SJcvbrennltd^fcit;  bie 
Jöcrbvcnnung,  t>(\$  S^erbrenncn,  gte{.;  ber  S3evbrnnb,  -eö,  o.  SQl.,  lanbfc^. 
f.  wai  verbrannt  ivirb,  ber  93erbraud)  an  55rennjlfoff,  bie  S^ticru^S' 

oerbvcttcrn ,  jie(.  3n). ,  mit  SSrettern  verfel)en ,  verfd)üef en. 

verbriefen,  jiel.  3>v.,  alt  u.  oberb.  (aud)  blo^  b riefen)  f.  förmlid), 
bcf.  gerid)tlidi  nieberfdireiben  ob.  verfd}reiben,  fd^riftlid)  voUjief)en,  eine 
Urfunbe  über  ettvag  aufnehmen  (ein  @ut  — ;  eine  geric^tli(^e  .^anblung  — , 
fr.  protoEoUiren;  ein  verbriefter  Übelttjätcr,  b.  i.  ein  mit  ©tedbricfcn  vcr= 
folgter);  gew.  burd)  SSriefc,  b.  i.  fd)rift(id)c  Urfunben  ,  bejl:dti9en,  be; 
fräff'Ö^'^  o^-  yerfpred)en  (verbriefte  ®d)ulbcn;  fid)  für  Scmanb  verbriefen, 
b.  t.  f^rifttic^  verbürgen);  bie  S3erbricfung ,  hai  Verbriefen;  aud>  bie 
fd)riftlid)e  Urfunbc  felbfr. 

«erbringen,  gicl.  3»v.,  abtaut,  (f.  bringen)  1)  alt  u.  oberb.  f.  ju  @tanbe 
bringen,  vollbringen;  au^^  ob.  auffüf)ren,  haften  (?.  93.  Carm  — ;  feine 
3tnbac^t— );  2)  gew.  f.  ju  Snbe  bringen,  völlig  verwenben  cb.  erfd)i>pfen, 
burd)bringen,  verfd)»venben  (fein  ©elb  —  ,  feine  3eit  mit  9J!C^tötl)un  — ); 
lanbfc^.  aud)  f.  vertieren,  verlegen;  ber  S3etbrtnger,  -§,  tver  etivaö  vcr* 
bringt  ob.  burdjbringt. 


1516  »evbrocfeln  —  verbürgen 

oerbrüifeln,  jicl.  3»».,  in  S5co(fd)cn  3crtf)ci(cn  ob.  Dertranbctn ;  ficf)— , 
in  S5rö(fd)cn  ob.  uneig.  überf).  in  fleinc  St)ei(c  jecfaUen  u.  ficf)  jerjiceuen 
ob.  »cflicren ,  finno.  ücrfrümeln ;  bie  §ßcrbrü(f eUing. 

ocrbrobcin,  jtcUof.  3«.  m.  [ein,   brobelnb  t^erflicgen,  üccbampfen. 

Derbroben,  3».  1)  ^ieUog  m.  fein,  ju  S3rob  werben;  2)  jicl.  ju  SScob 
mad)en,  in  23rob  uenrnnbeln;  bie  Serbrobung,  SJetiranbduig  in  SSrob. 

üerbrÖfeln,  gtcl.  ^m.,  obcrb.  in  SSrofet  ob.  Srofiimen  t)emiinbeln  ob. 
jerbrorfeüi,  f.  ».  jtj.  oerfvümeln;  bie  SScrbrofeiung. 

ücrbrübern,  gfcl.  3nj.,  jum  S3ruber  ob.  ju  S3cübei*n  machen,  in  ein 
bcitber(icbeg  25erba(tnifä  bringen;  gcre.  ficb  mit  S^iii^inb  — ,  in  brüber= 
liebe  ^erbinbung  mit  ibm  treten,  eine  S5rüberfd}aft  eingeben  ob.  fd)Iie; 
fen;  uncig.  übcvi).  f.  ft\1)  genau  u.  innig  üerbinben  {tk  .^crjcn  »crbrübern 
fic^);  bie  S3erbrüberun9,  ta^  SSerbrübern  ob.  @icbs23erbrubern,  bie 
eingegangene  brüberlicbc  93erbinbung;  aud)  eine  ©efammtbcit  üerbrü; 
berter  ^erfonen,  S5ruberfd)aft. 

Dcrbrüben,  giel.  3»».,  brübenb  üerberben,  ju  b^tf  ob.  51t  ftarf  britben 
(ein  .?)u{)n);  brübenb,  b.  t.  burcb  fiebenbcö  SBaJTer  ic.  verleben,  befcbabigen 
(iä)  ^abi  mit  bie  J^anb  ßcrbvübt;  unctg.  bie  SSfcnen  trcvbcn  ocrbrübet) 
winn  ii)ncn  beim  fficvfabvcn  bie  grof c  «^t^c  untcnpegce  töbtli^  jptrb);  bie 
SScrbrübung. 

üerbrüUcn,  jfcllof.  3iü.  m.  fein  ob.  v.  baten,  bicbt.  f.  aufboren  jU 
briiUen,  au^brüUen. 

üerbrunften,  jicHof  3«».  m.  baben,  Säg.  aufboren  ju  brunften. 

üerbrütcn,  ate(.  3»-,  H  »oüig  auöbn'iten;  2)  gew.  feblerbaft  ob.  nid)t 
geborig  brüten,  nicbt  üoUfommen  auöbrüten;  itnrig.  mc^t  gm- Steife  ob. 
2SoU!ommcnbctt  bringen;  bie  ä^evbrütung. 

Dcrbubcn,  jiel.  35f.,  alt  u.  lonbf^.  gem.,  bubenb,  b.  i.  auf  biibifd)c, 
loftcvbaftc  SBcife,  bcf.  biiri^  Ungud;t  burd)bringen  ob.  oerHcren  (fein  83crs 
m«gen,  feine  <it)xe  — ). 

oerbügeln,  jtci.  3»».,  fiilfd)  bügeln,  bügelnb  verberben. 

t)crbiiC|cn,  gier.  3w.,  1)  fid)  — ,  ben  23ug  yerrenfen  (ein  ^ferb  oec= 
bögt  ficb);  2)  gleifcb.  ein  ©d)roein  —  ,  i^  fcblcvbafter  SBeifc  nabe  über 
bem  5?nge  abfledjen. 

üerbul^len,  j^fcl.  3«).,  bublenb,  burd)  S3ubterei  vcrtbun  ob.  verlieren 
(fein  SJermögcn,  feinen  guten  .9iuf  — );  —  bci6  9}?n).  Vcrbub^t  in  anbcrcm 
©innc  alö  SBtt».  f.  ber  SSublerei  ergeben,  baran  gemöbnt  u.  baburd)  ver? 
borben,  jlävBei-  alö  bub(erifd). 

verbünben,  jfcl.  3»^-,  5»  einem  S3unbe  ob.  Sünbniffe  vereinigen, 
gctt).  nur:  ficb—,  u.  baö  SWw.  verbünbet  atö  Sic.  (bie  oerbünbetcn 
(Staaten;  aud)  aU  ^w.  bie  93  cvbünb  cten,  fr.  Mürten);  ba§  äJcrbÜnb* 
nifö,  -JT^ö,  Wl.  -ffe,  obcrb.  f.  Sünbnifg,  SJerbinbung;  hihi  f.  (SJelübbe, 
übernommene  SSerpflicbtung. 

verbürgen,  3»».  I)  ?tel.  etivaö  — ,  burd)  übernommene  S3ürgfd)aft 
ftd)ern,  finno.  bafür  bürgen,  l)üften,  jleben;  uncig.  für  bie  5öabrbeit 
einer  (Sad)c  (5)civäbr  leiften ,  finno.  beglaubigen ,  beflatigen  (baö  ieann  ic^ 
i^crbücgen;  eine  ncrbürgte,  ob.  unücvbürgtc  9Zad)ricbt  u.  bgl.);  2)  rüctj. 
fid)  für  3omanb  ob.  etwai  — ,  ficb  jum  S3ürgen  mad)en,  58ürgfd)aft 
übernebmen  u.  leiflen  (er  bat  fid)  für  [einen  greunb  verbürgt;  icb  verbürge 


^»erbiicgem  —  t>cvbammcn  1517 

mid^  füc  bcn  (Scfotg  btcfcö  Untcrnef)mcnö);  bei  S3erbürger,  trer  ctiüag  wer* 
bürgt;  bie  SScrbürgun^,  baö  23erbiirg«n  (j.  S5.  bct  2BQf)rf)ctt  einet  ®c= 
fc^tc^te);  baiJ  (Sid);ücvbur9Ctt  (j.  S.  füi-  einen  gceunb). 

oerbürcjern,  3»t».  1)  jicl.  (obevb.  burgern,  ücrburgcrn)  jum  S3ürs 
ger  machen,  aufnef)mcn,  bcr  58ürgcrfcl)aft  einücrlciben,  gen?,  einbürgern 
(ocrbürgcrtc  ^anbircrJcr  jc);  2)  jiclloö  m.  fein,  jum  S^iirger  werben, 
bürgerlid^e  ©ttten  anncl)men  (er  ift  ganj  oerbflrgctf);  bie  SSerbiirgerung, 
in  beiben  Seb. 

ücrbitpen,  jiel.  3n>.  (mittetb-  verbüezen)  alt  u.  oberb.  f.  burd)  S5ufe, 
b.  i.  ®etb'  ob.  Ceibeöjtrafe  tilgen  ob.  gut  mad)en,  gero.  abbiif en,  oberb. 
einem  etwa^— ,  b.  i.  bafiit  ©träfe  oon  ibm  leiben;  bie  S5erbüpung, 
ber  S3crbiip,  oberb.  f.  S5uf e ,  ©träfe,  ©elbftrafc. 

Oerbuttcn,  sieUof.  3>ü.  m.  fein,  gem.  nicberb.  u.  oberb.  (f.  hiitt)  f.  Hein 
unb  unanfel)nlid)  werben  unb  bleiben,  im  3J3ad}5t[)um  jurücfbleiben,  Der? 
friippeln  (©ewöcljfe,  .Kinber  2c.  ocrbutten;  baS  SJtro.  üerbuttet,  oberb. 
oucb  blo^  buttet,  alg  Str.)- 

»crbuttevn,  siel.  3«. ,  butternb,  ^um  Suttcrmad)en  üerbraud)en. 

Oerbu^cn,  jicl.  3«.,  alt  u.  oberb.  (o.  SSug  f.  Caroc)  üerlaröen,  oer^ 
mummen. 

yert'ad)en,  jicl.  3w.,  mit  einem  2)ad)e  verfcl)en,  \)ertraf)ren ;  Sifc^l. 
einni  in  ber  Serfe  gettölbten  ©c^ranB  ücrf^alen;  bie  SSerbad^ung. 

Sierbac^t,  m.,  -eS,  o.  SOi.,  (ogl.  ocrbenfcn)  cig.  bag  S3erbenfen,  b.  f. 
Übelbenfen,  ob.  23erbad)tiverben,  bie  ungiinjiige  9)?einung,  tveld)e  man 
Don  3cmanb  f)egt  ob.  in  n)eU1)er  ^«tnanb  ftebt;  genauer:  bie  nid)t  ecwie- 
fene  5J?uti)ma^ung  ber  @d)ulb  eineg  3(nberen,  bef.  fofern  fie  auf  äußeren 
Umjlanbcn  beruht,  oerf*^.  '2(rgivohn,  »eldjer  in  ber  Stimmung  ob.  ®emütbö= 
art  beö  Urtbeilenbcn  gcgvünbet  ift,  u.  5}iifötrauen ,  wttc^eö  fid)  auf  fünftige 
^anblungen  beiki)t,  (einen  SSerbadjt  b^bcn,  f)cgcn,  auf  Semanb  werfen; 
SJerbac^t  fc^öpfen;  3cmanb  in  93erba(^t  baben;  er  jtebt  in  bem  23cröad)tc 
beö  ©icbftablö;  in  fficrbac^t  fommen,  geratl)en;  einen  in  SSerbac^t  bringen); 
Devbac^tloe»,  SSit).,  1)  leinen  SJerba^t  bcgcnb;  2)  feinen  93erba(^t  crregenb, 
in  feinem  Söerba^t  ftcbenb,  finnu.  unucrbäcbtig;  bie  S5eri:'ad[)tlofigf dt,  in 
beiben  S5eb.;  üertä'(i)tig,  Sw.  (oberb.  audb  ocrbdt^tli^),  1)  in  5öerbad)t 
|lef)enb,  23erbad)t  crregenb,  ob.  ®runb  baju  gebenb  (ein  oerbd(^tiger?OTenf(^; 
»erbacbtige  2fu^erungen ,  J^anblungen;  bie  ©adbe  fc^eint  mir  oerbcic^tig;  and) 
mit  bem  @en.  bcr  <B>ad)e:  er  ijl  beö  Sicbftablß  oerbädötig);  2)  oberb.  anö) 
f.  9Serbad)t  fjegenb,  avgroö[)nifd):  bie  S3crbäd^tigfett,  t)a§  S3erbäd}tig= 
fein,  b.  i.  bcr  3uftanb  bcffen,  ber  in  S3erbad)t  ftc^t,  bie  oerbad)terregenbe 
S3efd)affenbeit;  üerbäd^ttgcn,  jicl.  3w.,  verbad)tig  mad)en,  in  $öerbad)t 
bringen,  eine  nai^tbeiligc  SOicinung  oon  einer  ^crfon  ob.  ®acbe  erregen  u. 
verbreiten  (einen  ob.  fein  i^bun  — ;  aucb  mit  bem  ®en.  ber  @adbe:  einen 
cincö  aJerbtecbenS— );  bie  Sicrbäc^tigung. 

t>crbal)len,  jtel.  3».,  lanbfcb-  bal)leni)  (f.  b.)  »erbringen,  üertd'nbeln. 

ücrbammen,  giel.  3w.  (entjt.  auö  oerbamnen,  wie  c§  nod)  gu  Sutbet'ö 
3cit  lautete;    altbbdjb.  finlamuon;   oom  lat.  damnare;  engl.  damn.  franj.  con- 

damner)  uefpr.  übcrf).  einen  —  ,  f.  i()m  burd)  rid)terlid)eö  Urttjeil  eine 
Strafe  juerfennen,  f.  e.  m.  üerurtbeilen  (j.  S.  einen  in  i>ic  Unfojlcn  — ; 
t>a^ix  üieUei^t  bk  JWebcnöart:   baö  i|l  beinc  oerbammte  ©c^utbigfeit,  b.  i. 


1518  t)ei:bcimmcn  —  üei'baum 

eine  btr  »on  SRcd^tgracgcn  aufcrtcatc  ^Pfüc^t),  gc».  in  «ngevec  SBcb.  nur  "oon 
fd[)ivccen  Cdbeg;  u.  Scbenöftcafcn,  u.  in  fird)Iidicm  u.  rctigiöfcm  (Sinne 
(j.  S.  einen  jum  Sobe  — ,  einen  Äefecc  jum  ©(^etterf)aufcn  — ;  bibt.  f.  bec 
cttjigcu  ©träfe  fc^ulbig  erfenncn,  j.  SS.  wer  ni^t  glaubt,  bcr  wirb  »crbammt; 
bie 93erbammtcn  in  bcrJpöUe);  uneig.  einen  ob.  ettra^  auf  f)arte,  fd)Dnunggs 
lofe  5Beife  für  gefe^wibrig ,  fcl)u[big  u.  jtrafbac  erfKiren ,  ocmerfcn  (oer- 
bamme  ntc^t  bcincn  9?ac^{len,  feine  SOZcinungen  k.!);  einen  ob.  ficf)  ju  et- 
tt)a§  — ,  f.  i()m  ob.  ftrf)  etivaS  ÜbleS,  Unan3enc{)meg  unabanbev(id)  auf; 
legen  (j.  S8.  fid^  ^u  einem  ef)clofen  geben—);  baö  SSJln?.  verbammt,  gem. 
q(6  S5to.  f.  verbnmmenöroerti),  {)öcl)fl  abfdjeulid),  verworfen  (j.  S.  ber 
tterbammte  ®eij;  ein  üerbammtcr  SJöfewid^t):  aud^  überf).  als  gem.  '2(uÖs 
bru(f  bcr  83erTOÜnfd)un9  ob.  be6  Iebf)aften  Univillen«,  mitber:  t>erroünfd)t, 
jtärfer:  verflud)t,  (eine  oerbammtc  ®efc^i(^te!  ein  öcrbammter  ©treid):  ei 
»evbammt!  jc.),  u.  alö  ^Iw.  f.  in  t)ol)em  ©rabe,  bef.  »on  einer  unangenet)» 
wen  ©ac^e  (j.  S3.  er  ifl  berbammt  grob,  !urj  k.);  t)tTtammen§lt»ertl)  ob. 
jVDÜrbig,  f8v>.,  raert^,  »erbammt  ju  werben,  i)öä)\t  jtrafbar;  —  ber  50er* 
Kammer,  -g,  trer  einen  ob.  ema§  yetbnmmt;  üerbammüd^,  Sw.,  wn 
ober  mag  »erbammt  trerben  fann  ob.  mufei,  i)ödifl  gefc^mibrig,  fliaf? 
ivürbig,  t)crn)erf(id);  bic  S3cricammlid^f eit;  bie  föcrt>amnintf§,  o.  50i. 
(ei)em.  au(^:  baS  S3erbammnif6),  bag  SJerbammtfetn,  ber  Bufi^^nb 
be6  23erbammten,  bie  @tvaffäUigfeit  u.  bai  ©rieiben  ber  «Strafe  (in  glei= 
c^er  Serbammnifö  mit  Scmonb  fein,  b.  i.  glci^  firafwürbig;  jeittic^cr  Sob 
unb  ewige  SScrtammnifö);  bie  SScrbamniung,  bai  SSerbammen,  finno. 
9Serurt()ei(ung,  {)arte,  fd)onungg[ofe  S^ertüeifung ;  bie  SSertiammungä* 
fud^t;  ha^  a^ertammungSuvtfjeil  k,;  ücröammungöwertl),  S5w.,  f.ü.w. 
verbammenSwcrti). 

üerbämmen  1.,  jiet.  3w.,  mit  einem  ■Damme  werfd)tie§en,  üerfpers 
ten,  finn».  jubammen  (ein  SBaffcr,  einen  2ßeg);  Ärfpr.  burd)  Stampfen 
u.  ©tofen  verfperren  (bie  Äuget  in  bcm  ©efc^ü^e);  bie  S^crtämmung. 

yerbcimmen  2.,  jicl.  3w.  (f.  bämmcn)  obcrb.  f.  verpraffen,  üerfd)iv«i9en. 

üevtiänimeru,  3».,  bi^t.  1)  ^iellog  m.  fein,  ftd)  bd'mmernb  ob.  in 
2)ä'mmerung  t)er(ieren;  2)  jicl.  in  -Dämmerung  t>erfe^en,  ner()u(ten. 

öerbammlid^,  äscrtämmnifä,  Jöerbammung,  f.  oerbammcn. 

üerbampfcn,  ^w.  1)  jicUoö  m.  fein,  bampfenb  vcrfd}\vinben,  ftd)  in 
S)amp-f  venvanbeln  u.  verfliegen  (cincg(üffig!eit  nerbampfen  (äffen);  2)  jiel. 
in  2)ampf  aufge{)en  laffen;  bampfenb  ob.  raud)enb  t>crbraud>en  (oiel  Za-- 
iMct— );  bie  JÖcvbampfung:  —  üerbämpfcn,  ikl  3n>-  0  fetten  f.  wer* 
bampfen  laffen;  2)  bampfenb  ob.  fd)morenb  uerbraud)en  (g(eifc^);  3)  üöl- 
(ig  bampfen  ob.  crfticfcn  Cok  jungen  gierten  »erbämpfen  ba^  Saubfjolj). 

ücrbanhn,  jiel.  3w.  (cer-  ifl  t)icr  üerftär!enb,  ob.  au6  für  entfl:.), 
einem  etivaö  — ,  i()m  für  etivas  banfbar  ob.  ju  2)anf  uerpflid)tet  fein, 
finnt».  eg  it)m  Danf  iviffen;  mit  Danfgefüi)!  'ii)n  aii  ben  ©eber  ob.  Ur? 
i)eber  eineö  ©uteS  anerkennen,  aucl)  übcr^.  uon  ihm  etwas  empfangen 
l^aben  (cc  ücrbanft  bir  fein  ®lücE;  bk  Äinber  i)abcn  ben  3Cltcrn  Piet  ju  öct^ 
bangen):  uneig.  aud}:  einer  (Bud^c  etivaS  — ,  b.  i.  fie  a(g  ivirfenbe  Ur* 
fad)e  bctrad}ten,  burd)  fte  etwas  erlangt  {jaben  (j.  S.  93?an(^er  »erbanft 
niebrigen  SJiittetn  eine  t)ot)e  ©teUung). 

ÜCrbaUCn,     Jtel.   3«.   (aUt)04|b.   furdawjan,    mittel^,   verdouwen;    dt  U. 


\)ecbec£en  —  t)erbevbeii  1519 

obirb.  aüö)  blo^  tlaujan,  döuwen,  bauen,  bauen,  f.  b.  u.  egl.  ti)a\itn 
2.),  genojjcnc  @peifen  auflöfcn  u.  i>cracbeiten,  fo  baf6  bcc  «Rot)vunggfloff 
baraue  abgcfc^ieben  wirb  (bet  «Oiagen  ocrbaut  bic  ©peifen;  ©peifen,  bie 
fc^wcr,  ob.  leicht  ju  oecbaucn  ftnb;  au<i)  üon  bcc  cffenben  ^peifon,  j.  SB.  iä) 
!ann  mandbe  ®pci[cn  niä)t  wccbauenr  u.  ebne  ^üUr).  j.  S.  bec  Sixanh  oec* 
bauet  f^lcc^t);  unetg.  gem.  f.  emai  tjertragen,  üerfd)merjen,  leiben  fön? 
nen;  u.  f.  üodig  begreifen,  öeifltg  oeiarbeitcn  u.  auf  fruchtbare  JlBcife  fic^ 
aneignen  (bcn  Scbrflcff  ;c.);  ücrbiuilid^,  25iu.,  »rag  (Ieid)t)  uerbaut  »Ver- 
ben fann;  bie  äSert)aulid)fcit;  bie  Sjcrbauung,  bie  3;f)ati3feit  ob.  bec 
SSorgang  beö  9Serbaiten6  (bic  SJcrbauung  bcr  ©pcifcn;  eine  gcfunbe,  gute  jc. 
fflcrbauung  b^bcn;  an  fc^lccbter  fficrbauung  leiben);  bag  Söcrbauungäge- 
fc^äft,  jnjevf,  bic  üöerbauunqgt^atigfeit;  bie  Sßerbauungäfrnft;  baä 
SicrbauungölTlittcl ,  ^ytittd  ?ur  Seförbcrung  bec  SScrbauung:  ber  SSer^ 
bauungSfaft,  cwagcnfaft;  bie  SJevtauung6fd^»üäd^e;  bie  S^crbauungö^ 
tverfjeuqe  ic. 

t>crbe(fen,  ^id.  3»t).i  berfenb  ob.  mittelfl  einer  S)e(fe  bem  SSlicf  ent^ 
3iet)en,  finno.  jubecfen,  bebecfcn  (ba6  ^(ngeficbt  mit  einem  ©c^kter  u.  bgl.— ; 
ein  t)ecbccttes  effen);  mit  einer  2^ecfe  ob.  einem  •Decfcl  i>erfd)liepen  (eine 
Öffnung);  unetg.  übcrb.  f.  »verbergen,  »jerfleden  (ein  »jcrbecftcc  SQScg;  ucc= 
bcdte  sasortcu.);  haß  ä>erbe(f,  -eö,  Wt.  -e,  baß  93erbc(fenbe  ob.  S3e; 
becfenbc,  finnw.  £)e(fc;  gctü.  in  engerer  Seb.  bcr  ben  ©d^ifforaum  VoaQt- 
red)t  abt()ei(enbc  unb  becfcnbe  SSoben,  nicberb.  bag  2)e(f,  (bag  -untere, 
mittlre,  obere  93crbccE,  SqM-,  ^intcrücrbecE  u.);  au^  ber  @d)iff6raum 
5»Difd)en  jwei  2Serbe(fen;  Dcrt'cd'bar,  SB».,  toaß  üerbecft  iverben  fann; 
bie  S3crbe(fung,  baß  ä^erbecfen. 

üert)chncn,  jier.  3»r>.,  1)  fa(fd)  be^nen,  burd)  ■De()nen  cntfteKen  ob. 
werunflalten;  2)  hiöit.  f.  bef)nenb,  b.  t.  in  trager  9tuf)e  »erbringen. 

ücrbenfen,  jfel.  ^m.,  unrcgelm.  vok  bcnfen:  Smpf.  t)<irbad}te,  SOlro.  wer? 
bad)t,  (alt^oc^b.  fardenkjan,  Dcrad^ten,  sih  — ,  ungct)örig  bcnfen,  mit  ben 
©cbanEcn  ab[d)  jpcifcn ;  mittclf)-  verflenken)  cbem.  1)  et  »rag  — ,  ju  (5nbe 
benfen,  benfcnb  erreidjen,  auäbenfen;  benfenb  entfernen,  »regbenfen; 
2)  fid)  — ,  f.  ftd)  bebcnfen,  beftnnen,  V)orfe()en  (baber:  »jccbae^t  als 
58>D.  alt  u.  oberb.  f.  üorbcbac^t,  überlegt,  bcbä^tig);  ftd)  an  etroaS  — ,  ob. 
an  etwaß  üerbad^t  fein,  f.  anf)altenb  baran  benfen,  mit  feinen  @eban!cn 
barin  »ectieft  ob,  itcrroren  fein;  3)  einen  —  ,  f.  übel  von  ihm  benfen, 
i()m  et»»aS  übel  nef)mcn,  if)n  in  $öerbad}t  i)aben,  i^n  bearg»»ohnen,  mit 
bem  @cn.  bcc  @ad^e  (no^  obcrb.  man  fann  mic^  nii^t  »erbcnfen  ob.  tc^  bin 
nic^t  JU  oerbcnfcn,  »ücnn  iä)  ic;  einer  SJJiffetbat,  bcä  griebenöbrui^ö  k.  t)cr= 
bac^t  »rcrbcn  ob.  feinj;  jc^t  gcro.  4)  einem  ct»va§— ,  b.  i.  eß  ihm  übel 
auflegen,  übel  nehmen,  |täcfcr:  verargen  (j.  fP>.  i<i}  oerbcnfe  cö  ibm  febr, 
bafö  ;c.;  rccr  fann  mir  baS  tjccbenfen?);  baß  Sßer^cnfen,  obcrb.  f.  ber  93er; 
brtd^t,  2(rg»i)of)n. 

öerberben,  jicllof.  u.  jicl.  3>ü-,  ablaut.  id)  »jerbcrbe,  bu  »erbirbft,  er 
verbirbt,  »vir  ucrbecben  k.  ;  3mpcr.  verbirb;  Smpf.  üerbarb  (obcrb.  aut!^ 
»>erbucb),  Sonj.  »jcrbürbe;  g)?ro.  werborben;  in  jtcl.  S5eb.  auc^  blop  um= 
Cnb,  Oerberbte,  t)erberbt,  f.  u.  (mittclb-  verderben,  -darp,  -dorben,  u.  jici. 
blop  umcnb.:  nicberb.  ücrbarfcn;  »gl.  baS  altfdc^f.  farderbhan,  umfommcn; 
—  bie  SBucjet  darb  fd^cint  eine  aSeiterbilbung  con  dar,  darr,  burr;  baber: 


1520  üci'berben 

altb.  derap,  deip,  obcrb.  bcrb  f.  büiT,  tvccfen ,  inebcf.  ungefduert;  otcrb. 
berben,  abbcrbcn  (barb,  gcborben)  f.  bürr  rccrbcn,  abitct)cn  »on  ^flan= 
gen;  bte  Ucbeb.  oon  oerb erben  tüä're  bcmnod^ :  ocrbörrcn,  oertrodnen;  — 
Dgl.  jeboc!^  OUC^  bciö  altb.  bidarbi,  btberb  f.  nü^ltd^,  tüchtig;  bidarbjan, 
bib erben  f.  gcbraud^en,  nü^cn,  attf)oc^b.  tarbiderbjan,  terbcrben  (jiet.), 
wonad^  eö  auf  bic  felbftänbige  SBurjcl  darb,  darf  jurüitgefü^rt  njcrben  fönnte, 
öon  tücli^ec  bürfcn,  bebürfcn,  barbcn  ic.  abjtammcn-,  oer-  t)ätte 
bann  negatioc  SScb.  u.  bte  Urbcb.  itä'rc:  unnä§  ob.  iinbraud^bar  rcerben, 
—  mad^en)  1.  jteUoö  m.  fein  (immer  ab  taut.)  untauglid)  ob.  unbvaud}* 
bar  werben,  in  fd}(ed)ten  3u|T:anb  9eratt)en,  bte  feiner  CRatur  unb  S5e; 
flimmung  angemeffeneS3efd)nffeni)eit  verlieren  1)  in  finn[id}em  SSerftanbe, 
bef.  burc^  einen  inneren  3er|lörungöoorgang  (baö  SSicr  »erbirbt,  b.  t.  wirb 
fc^al  u.  faucr;  ber  SBcin,  baö  C>bft,  baö  gteif^,  bie  SBaaren  ic.  ftnb  oerbor« 
ben;  ein  ©crätf)  ocrbirbt,  ift  öerborben,  burc^  ben  ®ebrouc^  u.);  2)  in  geis 
ftigem  it.  ftttl.  Söerjlanbe:  feine  urfpriincitid}e  ©üte  unb  SSoÜfommen^ett 
t)erlicren,  finnü.  entarten,  ausarten,  fid)  »erfd)Icd}tei-n  (bte  mtnfc^lit^e 
9?atur  iil  oerborben;  ein  tjerborbener  SOJenfd^,  b.  i.  ein  böfer,  lafterf)aftcr; 
ju  etwas  ocrborben  fein,  gem.  f.  nic^t  bie  erforberlidjen  ®igcnfd)aften 
baju  f)aben,  nid^t  baju  taugen,  j.  S5.  i<i)  bin  jum  ©(^aufpieler  »erborbcn; 
»erfd^.  an  ii)m  ijt  ein  guter  ©d^aufpieler  o  erborbcn,  b.  i.  er  tjatte  fid^ 
baju  gcft^icEt,  wenn  er  feine  gdötgfciten  baju  ni^t  i^dtte  »erberben  lafTcn, 
wenn  er  fie  auögcbitbct  ijä'tte);  •'})  in  '^Cnfebung  ber  viuferen  Umflänbe,  ber 
Scbenölage  ic.  in  fd)(ed)te  Umjiänbe  ob.  in  S^erfali  gerati)en,  ftnno.  ber; 
iintevfommen  (ein  üerborbencr  Kaufmann  u.  bgl.);  5U  ©ninbc  geben,  um; 
fommen,  flerben  (bibt.  oor  >^unger  oerbcrben;  wer  ficb  in  ®efQf)r  begiebt, 
»erbirbt  barin);  —  2.  jiel.,  i'iberlj.  in  fd)(ed)ten,  unbraud}baren  3uftanb 
verfemen,  untauglid)  mad)en,  ftdrfer:  jerftören  1)  in  2(nfebung  ber  finn^ 
Iid)en  SSefdiaffenbett  einer  (^adje  u.  in  SSe^iebung  auf  bie  ßmpftnbung 
ob.  ®emiitf)§ftimmung  einer  Reifen  (in  ber  JKeget  abtaut.,  alt  u.  oberb. 
aucb  umenb. ;  g.  S5.  eine  ©a^c  mutbirtUig  »erberben;  bu  »erbirbft  bir  bic 
3di)nc,  bie  2tugen  k.;  er  i)at  feine  ©efunb^tit  bur^  Jfuöf^weifungen  »crbor* 
ben;  er  »erbirbt  mir  baö  (gpie(,  bie  greubc,  ben  3(benb,  bie  ©efcUfdjaft  k.; 
t^  i)abt  eö  mit  iijm  »erborbcn,  b.  t.  mein  guteö  93erbältnif§  ju  i^m  jerftört): 
2)  in  geifriger  u.  fitt[id)cr  v^infidjt  \3erfd){ed)tcrn  (in  biefcr  SScb.  r.  um» 
enb.;  j.  S.  böfe  Seifpiele  »erberben  gute  ©ttten;  »erfc^rte  erjicbung  »er* 
bcrbt  mant^en  SCfJenfcbcn;  bef.  bai  9Ki».  »erb  erbt  a(6  S3iü.,  j.  33.  ein  »er- 
berbter  ^Oienfd),  oerberbte  ©itten,  ein  »erberbtcö  ©emütf);  eine  oerberbte 
<S,U\ie  in  einem  ©cbriftftcUcr,  b.  i.  bic  burcb  2(bfd^rcibcr  vc.  ^ii)lexi)aft  ocrdn» 
bcrt  ob.  cntfteUr  ift);  o)  böcbft  unglitd'üd)  mad)en,  ing  Ung(üc£  cb.  8}er; 
tabm  flürjcn,  ju  (5}runbe  rid)ten,  üernidjten,  ebem.  aucb  f.  umbringen, 
tobten,  (immer  umenb.,  g.  S5.  bibl.  .^err,  »erberbe  bein  93öl!  nid^t!  — 
ebe  ber  ^err  ©oboma  unb  ©omorra  »erberbte  k.;  ber  ffierratb  i)at  unö  »er» 
bcrbt  Jc);  —  ber  SBcr^crb ,  -eg,  o.  SR.,  1)  bvi5  SScrbcrben  (jiel.),  üec^ 
berbenbeS,  jerflörenbeö,  ju  ©runbe  rid)tenbeg  ^ibun  (ber  Serberb  ber 
©ittcn.  3eit»erbcrb  tc);  2)  (aud^:  baö  SSerberb)  alt  u.  bi^t.  f.  ba^  3}er; 
berben  (gicllos)  ob.  ©ccbcrbenfein,  bie  QSerberbnifg,  ber  Untergang;  ba^ 
SÖerberben,  -^,  o.  SR.,  1)  ber  Sufianb,  ba  cttwaö  werbirbt  ob.  oerbor^ 
ben  ifl  (j.  S5.  baö  gleifc^ ,  baö  Obft  k.  »or  bem  Serbcrbcn  bcraobrcn),  aucb 


»erbeuten  —  vcrbienen  1521 

in  fitt(icf)«m  93«r|tanbf,  ftnne.  Söerb^rbnifg,  -öcibcrbtf^cit  (ba6  Scrbcrbcn 
bcc  menfdjltc^tn  9latur,  bf6  Jpcrjene  k.;  bae  «SittcnDerbcrbcn);  bef.  ber  3u; 
jianb  beö  größten  UnglücES,  vöKigcc  SSevfaU,  äercüttung,  Untergang, 
Unt)ei(  (in  fein  aSccberben  rennen;  einen  in6  äJerberben  ftürjen,  oom  93cr= 
berben  retten  it.);  2)  btc  v&anblang  t>t6  25erberbenö  (baö  Sccbcrben  ift 
leid)tev,  olö  bae  SeJTcrmac^cn);  -i)  ma«{  einem  ^um  93erberben  geretd)t, 
i()n  Derberbt  ob.  ju  @runbe  rtditct  (j.  S5.  baö  ©piel  i|l  fein  93ecbecben;  bibl. 
bie  ©iinbc  ifl  bev  iH'ute  9?erbctben);  ber  $üevt)erber,  -6,  bie  S3erbevbcrinn, 
Wt.  -in,  iver  ettuaß  üerbirbt  ob.  .jemanb  verberbt,  finno.  äerftorer,  Un? 
()ei(j}ifter,  (bibl.  bcr  93crbeiber  f.  ber  SBiirgcngct;  gen),  in  3fc^.,  n?ic:  ®its 
ten^  ©picl;,  ©prac^',  3ein)erbetber);  oer^crblid),  SSro.,  1)  bem  SSer^ 
berben  unterworfen,  (eid)t  »erberbenb  (oerberbtic^c  äöaaren);  2)  5öerber= 
ben  bringenb,  ^um  5ßerberben  geteid)enb,  un^eilbringenb,  in  ()o()em 
(^rabc  fd)ab(id)  (bcc  oerbcrblic^c  Ärieg;  bae  »erbcrblic^c  ®pict;  »erbcrblidjc 
Ceibenfc^aften  ic);  bie  äierborblidjfeit,  ixii  2Serberblid)fein  in  beibcn  SBeb.; 
bie  SJcrbcrbnifö,  ob.  baö  äier^erbnifS,  -ffcg,  I)  o.  SO?,  ber  Buf^anb  beg 
5Berborben=  ob.  25erberbtfeinö  (j.  95.  ber  @rab  beö  ajerberbniffeß  einer  gtuf= 
fiftfeit,  ber  ©pra^c  u.;  u.  bef.  in  fittlic^cr  .pinftd)t:  bie  ob.  baö  S3erbcrb» 
nifö  beö  SJlenfc^cn,  ©ittenperberbnif6  2c.);  2)  baö  93erberbnif§,  3}?. 
-ffe,  etiDitg  33erbeibteö;  aud)  etwnö  23erberbenbringenbeö  ob.  93erberb= 
(id)eS;  bie  2[Serberbt()cit  ob.  2Serborben()eit,  bn^  5ßerberbt=  ob.  25erbor^ 
benfein,  bcibe  nur  in  geifiiger  u.  fittlid^ec  Seb. ,  finno.  93erberbnif'o  (j.  SB. 
bie  5!3crborbcn|jcit  ob.  5Jerbevbti)cit  ber  Sitten;  bie  SJerbctbtf)cit  cineö  ©(^rift= 
jteUer^);  bie  äierberbuiiq,  baö  23erberben  (jiel.),  bie  üerberbenbe  Jli)a= 
tigfdt.  finno.  5öerfd)Ied)terung,  ^ntftellung,  iSerflörung. 

üerbcuten,  jict.  ^m.,  falfd),  imrid}ttg  beuten  ob.  auflegen,  jlar!cr: 
mifsbcuten:  oerü.  l■»er^cltteln ,  b.  i.  auf  gefud)te,  fleinlidie  9Bcife  un; 
rtdnig  beuten. 

vevbeutlidjen,  ^ici.  3».,  beutlid)  mad)en;  bie  2}erbeut(trf)ung. 

oerbi'Utfc^en,  jiet.  3»^. ,  inö  2)eutfd)e  überfe^en;  aud)  iiberf).  beutfd) 
mad)en,  beutfd)  umbilben;  ber  SSer^tutfc&er,  bie  SSerbeutfc^ertnn,  n?ec 
etivaö  t)erbeutfd)t,  ob.  iH'rbeutfd)t  i)at;  bie  5Bcrbeutfcl^un(^ ,  1)  u.  3)1.  ba« 
S5erbeutfd)en,  Überfeinen  mi  2)cutf*e;  2)  'OJl.  -en,  ein  üerbeutfd)tc8 
5ßerf,  eine  Überfe^ung  inö  3!)eutfd)e. 

üeri^ic^tcn,  aiel.  3». ,  bid)t  ob.  btd)ter  madjen  bucd^  3ufammenprciTen 
ber  Steile  (eine  gliiffic^h'it ,  bie  8uft  ic,  fr.  conbenfiren);  fid)— ,  bid)ter 
»werben;  üerbic^tbav,  f&m.,  wag  vierbid^tet  werben  fann  (fr.  conbenfabcl) ; 
bie  58crMd^tbartVit:  bie  58crt)id)tunq,  baö  23erbid^ten. 

l•>cr^t^.fen,  jiel.  ^m.  ((anbfc^.  audj  oerb  ictcrn) ,  bicf  ob.  oicfer  madjcn, 
cntrceber  bem  äußeren  Umfange,  ob.  bef.  bcm  inneren  3ufammenf)angc  ber 
Zifdk  nadj,  finno.  t>erbiditen;  incbcf.  eine  i^lüfftgteit  burc^  ^(bbampfung 
ber  flüchtigen  Zi)dk  in  einen  ^ühm  <Stoff  verwanbcln,  finno.  einbicfen 
(einen  ©aft);  fid}  —  ,  f.  bicf  ob.  bietet  werben;  bie  SScrbicfunq. 

üerbiclcn,  jici.  3»-,  mit  5>ielcn  werwa^ren,  verfd)lagen;  aui)  blof- : 
mit  Stielen  yerfel)cn,  belegen,  gero.  bieten;  bie  S5crbiclung. 

üerbienen,  jiet.  3»-  (altljoc^b.  fardionon.  b.  i.  mereri,  u.  in  gleichem 
Sinne:    ardiouon,     gadionon;     mitteil),    verdienen)    1)    burd)    dienen    ob. 

£)ienflc  u.  überl).  burd)  2(rbeit  erlangen  ob.  ftd)  »crfd)affen  (=  crbiencn), 
.^ci)fc'ö  Jg)anb»Örtevb.  b.  beutfd^cn  @pr.  2,  Zi)i\U        96 


1522  tycrbingert 

jinno.  ertverben,  Bcrfd^.  gewinnen,  f.  b.  (@ctb,  ßot)n  — ;  »iel  ücrbicnrn; 
ber  ücrbicnte  Sot)n  jc);  in  weiterer  Seb.  burcf)  feine  «^anbiungen  ein  9?ed)t 
ob.  einen  ^Tnfprucf)  auf  etmaä  erlangen,  fid)  eine^  ßo^ne^  ob.  einer  ©träfe 
tuertf)  mad)cn,  ftnn».  einer  ®acf)e  roertf)  ob.  triirbig  fein,  fid)  itwai  ju? 
jie()cn  (Sf)re,  ßob,  2?anf,  Aufmunterung  jc.  —  ;  Sabel,  ©träfe,  ©d^onbejc  — ; 
ic^  be^anblc  if)n,  xvk  er  cö  »trbicnt;  ba§  ücrbicnte  Sob;  bie  »erbicntc  ©träfe 
leibtn;  etwas  um  3cmanb  »crbicncn,  b.  t.  in  Sejiei)ung  auf  it)n,  burc^  baö 
it)m  ©eleijtete,  j.  S5.  baS  t)abe  ic^  nic^t  um  bid^  oerbicnt);  baö  fOiw.  "oev 
bient  al^  SBw.  in  tljättidjcr  ffieb.  f.  rcer  etn?a6  \)erbient  l)at,  tt?er  fid)  SSer* 
btenfte,  b.  i.  2(nfprüd)e  auf  2)anf  u.  ^(nerfennung,  erworben  f)at  (ein  oer= 
bicntcr  SOlann;  bie  ocrbienteftcn  9}?ä'nner  werben  oft  ocrfonnt;  fic^  um  Sc 
manb  »erbicnt  mad^cn,  b.  i.  fic^  2(nfpru^  auf  bt'f[cn  (gr!cnntlic^feit  erwerben); 
2)  (»er-  =  für)  alt  u.  lanbfd^.  f.  burd)  2)ienfrc  ticigeltcn  ob.  erroiebern 
(etwas  um  einen  — ,  e(}em.  f.  iijm  bur(^  ©egenbicnfte  bafür  erfenntlid^  fein, 
es  \i)m  abbicnen);  inSbef.  ein  2ef)en,  ein  Qont  — ,  f.  »erjinfen,  bem  2e{)nä; 
l^errn  '-abgaben  baüon  cntrid^ten;  au^:  bie  2(bgaben,  Sinfen  ic.  — ,  b.  i. 
abtragen,  entrid^ten;  ein  2fmt  — ,  f.  üertt?alten:  —  ber  SSerbienft,  -e^, 
0.  SR.,  ber  burd)  ^ienjlc  ob.  3(rbeiten  ern^orbene  ob.  ju  enrerbenbe  2ol)n 
an  @elb  ob.  Sebenömitteln,  ber  Ertrag  ber  2{rbeit,  finn».  (5rn)erb,  &if 
unnn  (guten,  rii^li(^cn,  ober  f^lcd^ten,  geringen  jc.  SSerbicnft  I)abcn;  idb 
l)abc  iijm  biefen  Sßerbienfl  oerfc^afft);  U^  SJerMcnft,  -c^,  1)  c.  50?.,  ba^ 
itn^  für  unfere  freien  fittlidien^anblungen  3nfommenbe  ob.  (5)ebübtenbe, 
ob.  i)a^  nott)n)enbige  unb  gered)te  2Sert)ältnif^  ber  ^^olgen  unferer  .^anb; 
lungen  ju  beren  fittüd)em  5Bertl)  (nac^  23erbicn|l  »ergelten,  bclof)nen,  ob. 
firafen;  einen  nac^  Serbienft  beförbcrn;  bibl.  auS  SScrbienfl  ber  SBerfe); 
2)  9)?.  -e,  ta^  erworbene  9ied)t  auf  2(nerfennung.  SJanf,  S3elot)nung, 
fo  Kit  bie  »l^anblung,  burd)  ireld)e  man  fid)  fold)e  2(nfprüd)C  erirorben, 
lt.  bie  Sigenfd)aft  be^  S5cfi|eg  berfelben  (ScmanbS  ffierbicnjl  ob.  SScrbicnPe 
anerfennen,  belol)ncn  k.  ;  er  {)at  bas  Sßerbienfl,  bafS  er  bie  fSatin  gebrod^cn 
\)at;  grope,  »ielc  5ßerbienfle  um  Semanb  ob.  um  üwai  fcaben;  {idj  gro^e 
SJerbienfte  um  3cmanb  erwerben;  feine  SBerbicnjle  gcUcnb  ma^en;  ein  sJÄann 
öon  aSerbicnft,  »on  »ielcn  9Scrbicnjlcn;  baS  ffierbienjl  {)croorjic^en,  auSjei^' 
nen  :c.,  b.  t.  »erbiente  ^erfoncn  k.);  ferbicnflloö,  SBw.,  1)  feinen  Ser= 
bienfl  t)abenb,  ni^tS  »erbienenb  ob.  erwerbenb;  feinen  SSerbienfl  gcwcifjrenb 
(»erbienfilofe  Reiten);  2)  fein  Serbienfl  ob.  feine  SSerbicnjte  ^abcnb  (ein  »er= 
bicnjtlofcr  SKenf^);  bie  5ßcrbien|llofl,qfcit,  baS  SerbicnjiroSfcin ,  in  beiben 
SScb.;  üerbienflooU,  SSw.,  »olt  »on  SSerbienflen ,  »iele  ob.  gro^e  25crbienfte 
Ijabenb,  in  t)ol)em  ®rabe  »crbient  (ein  »erbienftooUer  9}?ann);  t)erbien(l[lid>, 
SBw.  1)  feiten  f.  SSerbienf!  ob.  ©ewinn  bringenb,  einträ'glid) :  2)  ein 
©erbienft  entf)altenb,  3(nfpriidie  auf  2(nerfennung,  iDanf,  SSelobnung 
gebenb  (ein  »erbienftlid^eS  Unternetjmen,  SSScrf  2C.;  »erbienftlic^e  .ig)anblungen, 
f.  0.  w.  gute  SBcrfe);  bie  S3erbienf]H{d)fcit,  baS  93erbien1^lid)fein,  bie  »er; 
bienftlid)e  S3cfd)affenf)eit. 

üerbingcn,  giel.  3n).,  ablaut.  (f  bingcn),  gegen  einen  b«bungen«n  2of)n 
I)ingeben,  übergeben  (ein  Äinb  in  bie  Äojl  — ;  einem  eine  Jfrfccit— ); 
fid)  — ,  gegen  einen  bebungenen  2obn  fid)  ju  einer  ?eiftung  »erpflid)ten, 
in  ein  2)ien[i»erl)ältnifg  treten;  ber  S3etbing,  tanbfd^.  ou^  SSerbung, 
-es,  50?.  -e,  1)  f.  ü.  w.  bie  S3erbingung;  2)  ber  SSertrag,  burd)  \\)tU 
d)en  man  etreaö  vctbingt;  bie  SSerbingung,  baö  S3«bingen. 


t)erboImetf(t)cu  —  Dcibricpon  I52.'{ 

\3crbo(mctfcf)cn ,  jtc(.  3w.,  bofmetfAenb  (f.  b.)  überfragen,  üerjld'nb; 
lid)  mad^en ,  erffärcn ;  bie  S^erbolmetfc^ung. 

üerbonncrn,  ^m.,  I)  jicltoS  m.  Ijabcn  u.  fein,  bid)t.  f.  ftd)  boti; 
nernb  verlieren ,  aitf()ören  jit  bonnern;  2)  ba6  üKit.  tterbon  ert  al6 
f8\v.  gem.  f.  angebonnerf  (f.  anbonncrn),  \vk  wm  2)onner  gen'if)  t;  audb 
als  SSerroiinfc^ungewort ,  ftnnp.  verfludx,  werbammt  (ein  terbonncrtic  Äcrl, 
»gl.  fRü^Uti;  ein  rerbonnertcr  ©treic^I  Jc). 

üevboppcln  I.,  iid.  3tr.,  boppelt  ob.  ^uiefad)  mad)en,  net)men,  fe^en 
(eine  3öl)l ,  einen  taut  ob.  SBuc^ftabcn  jc;  ein  Schiff  —  ,  mit  einer  jmcitcn 
Scrfleibung  oecfebcn);  in  weiterer  »eb.  iiberb.  f.  vermehren,  oerjlä'rfen, 
ixi)öi)tn  (feine  'Jfnflrengiingcn  — ;  mit  oerboppelten  Äroftcn  ic);  bie  SSer^ 
boppelun(}  ob.  Jücrbopplunj^,  ba^  23erbüppe(n;  au6)  ber  S5efa^  ob.  bie 
9}erfleibun9,  wobiirc^  etrooö  oerboppett  wirb. 

ocrboppcln  2.,  jtet.  3«.  (oon  boppein  2.))  »lt.,  burd)  25oppe(n,  b.  i. 
5öiirfe[--  u.  übeti).  @(ücf«fpie(e,  verlieren  ob.  burdjbringen. 

S3crborbcnt)cit,  iv.,  f.  unter  rerbcrbcn. 

Üerborrcn,    3>t>.    I)   jiedoe    m.    fein  (altb.    fanlonen    u.    gew.  anlorr^n, 

erdorroii),  borrenb  Verteilen  ob.  fd^trinben,  völlig  biirr  werben,  finno. 
vertrorfnen,  verhelfen  (@raö  iinb  Sliimen  finb  otrborrt);  2)  jiel.  borren 
ob.  biirr  mad)en  (bibl.  bie  glamme  »rirb  feine  3tt'ei9e  oerbortcn);  bie  S3er; 
borrung,  bn«  9}erborren,  jiel.  u.  jiet(o§. 

ücrbränoif n ,  jiel.  ,3w.,  fort=  ob.  roegbrnngen,  burd)  Drängen  von 
einem  Orte  »vegfttiaffen;  bef.  uneig.  einen  eine«  ^liitse«,  einer  ©telUing, 
eincö  93ort()eil«  k.  berauben,  inbem  man  ftc^  an  befTen  ©teile  brangt  (einen 
von  einem  limte,  atiö  ber  ©itnjl  be6  ^ürflen  ?c.  —  ;  er  ift  von  [einen  geinben 
»erbrängt  morben);  bie  $8erbränquncj. 

üerbrcc^feht,  jiel.  3m.,  1)  bred)fclnb  ob.  .^u  3)red)felarbeit  verbraudjen; 
2)  fel)lerf)aft  bred)feln ,  im  ÄDredifeln  ob.  burd)  25red)feln  verberben  ob. 
entfleUen,  (oberb.  vcr bvec^felt  f.  verbrcbt,  »unberli^,  bögartig). 

ücrbrcl)en,  ^icl.  3»-»  fiilfd)  bref)en,  burd)  2)ref)en  verberben,  ent^ 
jlellen,  ob.  mi  feiner  gef)örigen  l'age  bringen  (einen  ®c^lü|Tcl,  einem  ein 
®lieb — ;  bie  Äugen  vcrbreben);  uneig.  f.  vorfä^lid)  u.  in  böölid)er  3rbftd)t 
falfd)  beuten  u.  anwenben  (baö  mtijt—  ;  ein  SBort,  ben  ©inn  einer 
9lebe  u.);  oberb.  einem  etmae  ~  ,  f.  entmenben;  baö  9JJtv.  Verbrebt  atS 
58n>.  f.  verfel)rt,  falfd),  fd)ief  (tanbf^.  ctmaö  oerbrcbt  galten ,  angreifen  jc); 
bcf.  f.  nid)t  gcrabe  u.  rid)tig  benfenb,  nid)t  red)t  gefd)eit,  verworren  im 
©cift,  finno.  verfdiroben  (ein  verbnbter  Äopf);  oberb.  auc^  f.  bögarfig;  ber 
S5erbrcl)er,  «er  etwa«  verbrel)t  (j.  SB.  .«Rcit^ocrbreber);  bie  SSerbre()un9, 
baS  S3evbref)en,  eig.  u.  uneig.;   auä)  ba«  33erbref)tfein  (fr.  ©ontorfton). 

tcrbrcifa(^en,  jiel.  3iv-i  breifad)  mad)en,  nehmen:  uneig.  fe^c  ver* 
met)ren,  verjlärten;  bie  Jöerbreifac^ung. 

»crbrefc^en.  jiel.  3».,  abiaut.  (f.  brcf4)en),  völlig  au«brefd)en. 

t?erbvie^en,  gtel.  3tt>.,  ablaut.  f.  baö  gem.  oerbrießejl,  verbrieft  alt  u. 
bi^t.  oerbrcu^eft,  oerbreugt;  3mpf.  verbrof«  (oberb.  verbrufS),  (Jonj. 
Verbröffe;  SKm.  Verbroffen,  (altboc^b.  ardrinzan,  irdriczen,  audb  bidriuzan; 
mittell).  verdriezen,  bedriezen  u.  feltcner  erdriezen,  ^röt.  -droz,  ÜRm.  -dro- 
zan,  -drozzen;  baS  einfalle  diiuzan.  driezen,  b riefen  ijl  fc^on  im  2(ltb. 
nt(^t  übli^;  nieberb.  verbröten;  gotl).  thrintjan  u.  nsthriutjan.  b.  t.  f(^merj= 

96* 


1524  verbringen 

\\ij,  befd)tt>erltd^  fein;  angelf.  dhreadjan,  bröngcn;  engt,  threaten,  brof)cn; 
altnorb.  thriota,  tcrfagcn,  mangeln,  thraut,  SOlüf)e;  fc^njcb.  tryta,  unmu^ 
tijigfdn,  eEeln  K.;    —    bie  SJBuvjel  thrut,  druz  :=  lat.  trud  in  trudere, 

[c^eint  iitfprüngt.  brä'ngcn,  jtopen,  forttreiben  ju  bcbeuten;  ba()er  aud)  baS 
att().  druzan,  in  bie  Sänge  jie|)cn;  btc  Urbcb.  öon  cerbrie^en  träre  bcm? 
nad):  bcbrä'ngcn,  unfanft  berüt)ren,  ob.  bejlimmter:  burdj  ant)altenben  2)ru(J 
bc(üjligen),  iiberf).  einen  ^o^en  @rab  von  Unluft  ecroecfen,  fct)r  befctin^er; 
lid)  ob.  empfmbltd)  fein,  c{)em.  unp.  c6  üerbrtept  mid)  ob.  mid)  Derbrieft 
einet  @ac^e  (®en.),  jcßt:  bie  @ad)c  t>ecbricft  mid),  ob.  c^  verbrieft  mid), 

bafg ,  b.  t.  id)  empftnbe  Unlufl  bar  über,  ftnno.  eö  baiiert,  fd)merjt, 

ärgert,  frcinft  mid)  (j.  SB.  c6  oerbrofe  ifjn,  bafö  man  feinen  9{att)  nic^t  be* 
folgte;  feine  SBcfdjutbigung  oerbrofö  mi^;  ocrbrie^t  bid)  ta^'^  —  nie  mit 
perfönlii^em  ©ubjecte  gebraudjt);  in  bcilimmterer  S3eb.  f.  gereuen  (j.  S.  er 
Idfft  ftc^  bie  Äoftcn  nic^t  ocrbriegen;  (afö  bic^  betne  gct)abte  5lKü^e  nidjt  »er« 
bricpcn);  burd)  an()altenben  S^rucf ,  bitrd)  lange  S)auer  belä'ffigen  u.  er^ 
mübcn,  einem  befd)reer[id)  ob.  jnr  £afl  fallen,  it)m  Überbruf^  cb.  (5!el 
erregen  (bibl.  miäj  »crbrcugt  gu  leben:  lafö  bic^  feine  ^üi)i  unb  2(rbcit  »er» 
brie^in);  bal)er  ba€  55Kiü.  Verb r  offen  aIö  SSn>.  in  tljätlic^er  Seb.  gebraucht 
f.  tToer  fid)  etittaä  verbriefen  lafft,  auS  innerem  Überbruffe  ob.  SSerbruffe 
unt{)citig  ob.  träge.  f'""°-  '»^'("fiS,  nad)lafftg,  entg.  unwcrbroffen,  (jur 
2(rbcit,  jum  63utcn  K.  cerbroffcn  fein;  obcrb.  antij:  ctne§  S)inge§  »crbrcffen, 
f.  übcvbrüffig);  bie  S5cvt)rüffcnl)eit,  bag  §öerbroffenfein,  fmn».  Sträg()eit, 

Hfftgfeit  K.;  —  ber  5öcrbricp,  -e^,  o.  «JA.  (mitttll).  verdriez,  urdriez; 
niebcrb.  2Serbreet  ob.  Serbröt,  aud)  blo^:  ®röt;  i)oU.  verdriet)  »u.  f.  SSec^ 
bruf6  (bibl.  einem  9Serbrie9  tt)un);  ber  S5erbrufg,  -ffe^,  o.  ÜK.  (altl).  ur- 
drazi,  tu.,  mittclb.  urdruz,  bef.  f.  Übcrbrufs)  1)  übevl).  ein  l)o{)er  ©rab  bet 
Unluff,  be^  Unbe{)agenS  ob.  9)?if2;vcrc^nugen§,  bef.  »regen  un6  jugcfiigter 
Übel,  Sclcibigungen  K.,  finno.  Unirillen,  2Crger  (üoU  ffierbrufö  fein;  einem 
SSevbrufö  ma(^cn,  »erurfac^en;  »iel  SSccbrufö  »on  ettüaö  baben;  2(nbern  jum 
SSerbrufö  ctiraö  tliun,  leben  sc);  alt  u.  obcrb.  inßbff.  f.  Überbrufg,  SBiber? 
WiUen,  6fel  Utrtai  mit  Serbrufs  tljun);  2)  ber  ©egenflanb  beS  23erbruf= 
fe3,  TOfl6  SSerbruf^  erregt,  bef.  ein  unangenehmer,  üerbrief[id)er  ^anbel, 
©treit  2C.  (einen  SöerbrufS  mit  Stmanb  l)aben;  eS  wirb  einen  58erbruf§  ge» 
ben);  lanbfd).  fdjcril).  f.  ein  .^öcfer,  SSucfet;  üerbrie^li^,  SSt».  (sunö'djfl 
öon  SJcrbrtcf  abgel.,  alfo  nic^t:  »erbrüflic^;  obrt5ol)t  mittellj.  bofüc 
urdrüzzic,  «rdriitze  (tel)t;  ntebtrb.  ücrbröttg,  »crbrötlif)  1)  33erbrufg  emp- 
finbenb  u.  äufernb,  in  l)ohem  ©rabe  unluflig  ob.  mifövergnügt,  ftnn». 
unmutbig,  argerlid)  (oerbrtejjlic^  über  ctma^  fein,  werben;  einen  »erbiic^lic^ 
madien:  eine  »crbric^li^ic  SKicneu.);  aud)  f.  leid)t  23erbrufg  empftnbenb, 
geneigt  ju  mifövcrgnügter  ®emüt{)öjlimmung,  finno.  miirrifd),  grä'mlid), 
übellaunig  (ein  üerbrtefltd)er  SJZenfd));  2)  «ßerbruf^  ertvecfcnb,  unange» 
ne^m,  läflig  (baS  ift  mir  feljr  ocrbrießlicft;  eine  »erbrief lid^e  <Sia<ije^  ein  »er= 
brie§lid)c6  ©cfc^äft);  bie  SJerbrleplicbtcit,  1)  o.  5K.,  ba«  2}erbrieflid)fein 
einer  ^erfon,  bie  verbrief lid)e  ©timmung  ob.  @emütl)gart:  bag  SSer; 
brieflid)fein  einer  ©adie,  ftnno.  Unannef)mlid)feit,  Säj^igfeit;  2)  eine 
f  erbrief lid)e  <Sad)c,  ein  verbrief lid)cr  v^anbel,  ftnn».  SSerbrufä  (93t.  SSer» 
brieflic^feitcn). 

oeröringen,  jicl.  3».,  ablaut.  (f.  bringen),  bef.  oberb.  ungut  f.  verbräns 
gen,  f.  b.  (er  I)at  i^n  oetbtungcn,  t.  »crbtdngt). 


üerbroffcn  —  tjevbu|en  1525 

Derbroffen,  SB».,  5öerbro[fent)cit,  n?.,  f.  unter  »etbric^cn. 

Derbrücfcn,  lid.  3w.  (oberb.  b  erb  rüden),  lanbfc^.  f.  ivegbrücfen,  t>«r; 
brangen;  unterbrürfen;  gm.  f.  burd)  Drücfen  cntfleUen  ob.  verberben;  — 
üerbrucfen,  jiel.  3».,  1)  brucfenb  ob.  jum  Drucfcn  gebraudien,  ver; 
braud}cn,  oerivenben  (Rapier,  ©c^wärjc  k.  — );  2)  falfd)  ob.  unriditig 
brucfen,  burd)  2)rucf fehler  entjlcUen  (ein  SBort,  eine  ©eite  k.);  bie  SSer* 
trucfung. 

SSerbrufä,  m.,  f.  unter  cerbric^en. 

tjerbuften ,  gicKof.  3ir.  m.  fein,  buftenb  ob.  n(g  Duft  fid)  verlieren, 
verfliegen  (bcr  ©ccuc^,  ber  ©eift  u.  ijl  ocrbuftet);  üerbüften,  jiel.  d>«>; 
ctroag— ,  verbuften  (äffen,  buftenb  verbreiten  (bic  Stume  t)at  ben  2Bot)l<= 
gcru^  ocrbüftet). 

ücrbultten,  jict.  3n).,  ott.  f.  erbulben,  bulben. 

üerbummen,  3tv-  1)  sttUoö  m.  fein  (altb.  ertumben),  bumm  werben; 
2)  jid.  einen  —  ,  bumm  mad}en;  bie  SSerbummung. 

ücrbumpfen,  3».  1)  liMoi  m.  fein,  bumpf  ob.  bumpftg  werben; 
2)  jic(.  bumpf  mad}en,  eig.  u.  uneig.,  ftnn».  bd'mpfen,  betauben;  bie 
SSerbumpfung,  ta§  SSerbumpfen,  jiel.  u.  jieUo6. 

SScrbung,  ra.,  f.  unter  »erbingen. 

oevbunfcln,  Mel-  3n).,  bunfel  mad^en,  beg  2td)teg  berauben,  ftnno. 
verbüflern ,  verfinflern  (ba6  3immcr);  burd^  SScrminberung  ob.  ©(^roac^ung 
bcö  Sic^tcö  ob.  ©tanjeö  trüben,  unfenntlid)  ob.  unfd)einbar  mad)en,  eig. 
u.  uneig.  (bic  äöoüen  »erbunfcln  ben  Sag,  ben  SJionb  u.;  feine  SScrbienftc 
»erbunfein  bie  ber  Übrigen,  f.  ü.  xv.  flcUcn  fie  in  ©Ratten);  fid)  — ,  f.  bun* 
fei  ob.  trübe  werben  (ber  .5)immel  »erbunfelt  fic^);  ber  83erbun!lcr,  -6, 
voex  etWd^  verbunfelt;  wer  X>ünUH)i\t  verbreitet  (uneig.  f.  ba§  fr.  Dbfcu« 
rant);  bie  äJerbUHiclung,  baö  SSerbunfeln,  eig.  u.  uneig. 

vcriJÜnnen,  jict.  3>t).,  bünn  ob.  bünner  madben,  foiro()l  in  J^infidjt  beS 
üuferen  Umfangö,  a(ö  bcf.  be6  inneren  3ufamment)angc6  bcr  Sf)ei(e,  cntg. 
verbieten,  verbieten  (ein  ©tüd  J^olj  — ;  eine  glüfftgfeit,  j.  S5.  bic  SDZitc^, 
baö  ju  biete  S3lut,  bic  (5arbe  Jc.  — ,  biinnfluffigtr  machen;  bie  ®cnncn(^rat)s 
Icn  vcrbünncn  bic  Cuft);  fid)  — ,  f.  bünner  werben;  bie  50erbünnung. 

oerbunflcn,  jicUof.  3n>.  m.  fein,  bunfrenb  ob.  a(ö  £)unjlt  verfd)wins 
ben,  in  I5unflform  verfliegen  (baS  SBaffer  ift  verbunftct):  bie  S5erbun* 
ftung,  bag  SSerbunflen;  —  ücrbünjien,  jiei.  3»v. ,  etwag  — ,  mad)en, 
baf(J  eg  verbunjlet,  gew.  nbbünflen;  verbunflen  (äffen,  finnv.  auöbünflen 
(bie  ^aut  verbünftet  bie  gcud)tig{eit);  bie  SSerbünflung ,  bn§  9}erbünfien. 

ücrburflcn,  jiellof.  3w.  m.  fein,  (mittellj.  erdürsten),  burflenb  ver; 
ge()en,  vor  2)urfl  umfommcn,  (übertreibenb:  ganj  Dcrbur|lct  fein  f.  fc^c 
burflig). 

t>erbüj!ern,  jiel.  3«).,  büjler  (f.  b.)  mad)en,  ftnnv.  verbunte(n,  vet- 
finflern,  bcf.  mit  bem  gtebenbegriffc  beS  Unl)cimlic^cn  ob.  gurc^terregcnben; 
uneig.  oud^  f.  unflar  mad)en,  trüben  (bie  (Sinne,  ben  ®cifl);  ber  S3ev* 
büjlercr,  -ö,  wer  ctwag  verbüftcrt,  bef.  uneig.  wer  §inflernif6  (bcö  @ei* 
flcö,  bes  SBijTcne  ic.)  ju  verbreiten  fud)t;  bie  ä^erbüj^erung,  t^\i  23ecs 
büflern. 

verbuken,  jicl.  3n).  (woljrfc!^.  von  bem  oberb.  bu^en  f.  fluten,  b.  i.  mit 
bem  Äopf  fd)ncU  an  tinanbcr  ftojjcn;  von  bcr  SBurjcl  duz  =  lat.  tud,  tun- 


1526  üevecfen  —  »ereignen 

deie;  f.  tüfen;  09I.  jcbodö  auc^  baö  attf)ocl^b.  tutison,  gufammcnfa()ten  u.  cx- 
fc^rcctcn,  mittcltj.  betützen  f.  betäuben,  bctfjötcn)  ^em.  f.  dnen  bur^  plö^- 
Uäjt  l}efti9c  ®cmütt)6crre9unq  in  23erwhrun9  ob.  au^cr  Raffung  bringen, 
ftnno.  verblüffen;  gew.  nur  baö  SKip.  l>evbu$t  (lanbfd).  auc^  bebu^t)  aU 
Sn?.  f.  vni^er  J^affung  gebrad)t,  erfdjrocfen,  verblüfft,  cbUr:  betreten, 
befiür^t. 

Derecfcn,  jiclloj.  ^w.  m.  l;abni,  Sag.  (Jcfeu  ob.  Snben  betoramen, 
auffegen  (ber  .i^ivfcl)  l;at  uevecft,  b.  i.  fttii  neucö  @el)öra  mit  alten  (Snben 
njieber  aufgefegt). 

\)eret>cln,  jiel.  3w.,  ebel  ob.  ebler  mad}en,  ivertlivoUer  ob.  volifomm- 
ner  mad)cn,  [imio.  verbeffern,  oerüoUfomnmen ,  verfeinern,  fowobl  in 
[tnnlic^cm  Jßtrflanbe  üon  ^taturerjeugnilTcn  2C.  (.Obfrartcn,  *ipflanjcn  u.  — ; 
ia^  atinboitbi  bic  ©c^afjuc^t,  bie  SiSoUe  ic.  — ),  a(6  auö^  in  fittlic^cm  Set» 
tlanbe  (baö  4>£vj,  bie  ©cfinnung— );  fid)— ,  eblec  iverben,  an  @üte, 
9teid)J)valtigfeit  ic.  junel)men  (SSergjü.  ein  ©ang,  bie  (5rjc  oerebcln  fic^); 
bec  Sicrcbeler  ob.  SJcrcMev,  -ö,  iver  etivoS  verebelt;  bie  äSerebelung  ob. 
SScretlung. 

verct)e(ic^en  ob.  üitE.  verel)lic^cn ,  jiel.  3w. ,  e()elid)  niad;en,  verf)ei; 
ratl)en  (feine  Soi^ter  mitSemanb— );  f i  d)  mit  S^niiinö  —  ,  i()n  ob.  fte 
I)eirat()en;  baö  2Kro.  veref)elid)t  ali  SJro.  f.  u.  »p.  uer^eiratl)et,  entg.  le= 
big;  bie  83cvel)dic^uuq. 

v»evel)rcn,  jicl.  3».,  1)  in  ()o()em  ®rabe  et)ren,  (S()rerbietung  gegen 
3«manb  l)egen  u.  ibm  bezeigen,  mef)r  ül6:  ^o^fd)ä'§tn,  ^ot^ad^ten 
(i^  Deret)ve  il)n,  wie  einen  äJatev;  (SJott  oerebren;  Semanbö  SSerbienfle  Der» 
ct)ren;  nereljrtec  grciinb!  zc);  nicbcrb.  f.  ju  ß^ren  bringen  (eine  gefd^wäd^te 
^erfon  — ,  inbcm  man  fic  Ijeivatbet);  2)  einem  etwai  jum  @efd}cnf  ma- 
d)en,  alg  öei^tn  ber  Sertbrung  (cbeni.  einen  mit  et»üa§,  ?.  S.  mit  einem 
©cbic^te,  üeref)tcn;  jc^t  gew.  einem  ctivaß,  g.  S.  ein  Sucfe  v)crei)ren,  b.  i. 
cl)ccvbiettg  f(^enfen;  obttb.  audj  blo^:  einem  ctmoö  cbrcn);  ber  SSerc^rer, 
-g,  bie  SScvel)verlnn,  5J?.  -en,  tver  3ciniinb  ob.  etivaö  verehrt  (ein  83er== 
ei)tit  einc6  au§gegeid^nctcn  ?0iannc6  fein;  ein  SJere^cec  alk^  Schönen  unb 
©Uten);  in  engerer  SSeb.  f.  ßicb()aber  einer  ivetbl.  ''Perfon,  ftä'rfer:  ün- 
beter,  (fie  i)at  viele  aScrebver);  aud):  ivcr  einem  etivaei  vere()rt  ob.  jum 
©efc^enf  ma^t;  vt'rd)vlid) ,  SBtü.,  iver  verehrt  5U  iverben  verbient,  ver= 
ef)reng»vert() ,  bef.  ole  3;itdJöort,  finno.  geel)rt,  ad)tbar  k.  (j.  58.  bie  ver= 
el)did}en  «Witgliebcr  ber  ©efetlfc^aft  ic);  bie  58cvfl)Viin9,  1)  ba§  3Seref)ren, 
ein  t)ot)er  ©rab  ber  Öl)rerbietung,  ftnno.  (5l)rfurd)t  (einem  SSerebrung  bejei-- 
gen  ob.  erraeifen;  SSerebrung  verbienen;  ©otteöverebrung  7C.);  2)  baö  ei)rer; 
bietige  ©d)enfen;  ain^  baö  gemad)te  (S5efd)enf  felbfi,  meifl  vlt.;  vercl)- 
tungeituertl)  ob.  ^iviirbig,  au^i  vcrf()venäwevll)  ob.  »ivürbicj,  S».,  bec 
SJercbrung  wertb  ob.  rcürbig,  in  l)obem  ©rabe  adjtungöJücrtb  (ein  oerel)* 
rungönjürbigec  SKann);  bie  aicrcl)rungö::  ob.  äJerc^reuöivürbigfcit. 

vcrcibcn  ob.  vercibigen ,  jiel.  3w. ,  burd)  einen  ßib  verbinben  ob.  ver= 
pfliditen  (einen  beugen,  Seomten  zc.  —  ;  ein  uereibeter  ob.  vereibigter  2(b= 
iiäfecr);  bie  XJcrcibung  ob.  S^ereibigung. 

vereignen,  jiel.  3»d.  (ebem.  o  er  ei  gen),  olt.  einem  etivaö  —  ,  ju  eigen 
mad)en,  iilö  6igentl)um  übergeben  (ein  ®ut,  ein  Cel)en  — );  bie  äJercigi 
nung. 


üei-cincn  —  oevein^eln  1527 

vereinen,  jicl.  3w-  imituii).  vereinen)  1)  übevt).  5U  einem  ob.  einig  ma= 
d)en,  ältcc  u.  tbUT  alö  ba6  ftnno.  vereinigen;  inöbef.  ju  einem  ©anjen 
»erbinben  (jttci  Dincje  mit  cinonbec— );  fid)  mit  3«niiinb  — ,  in  enge 
Jßeibinbung  ob.  @emeinfd)aft  bei  ßebcne  ob.  >^anbe(n6  mit  i()m  treten 
(mit  cinanbcr  oercint  leben,  Witten);  fetntc  einig  ob.  ein|]immig  madien, 
in  ©nflang  bringen,  Derfol)nen,  uergleidjen  (et)tm.  oerctn  t  id  erben  f. 
ÜbercinEommcn);    2)   olt.   (altl;öd)b.  arein^n  u.   lUreinjan.    mitUli).    vereinen) 

f.  einfssm  mad)en,  oereinfamen,  allein  lajjen;  ber  SJcrein,  -cg,  ?}?.  -e, 
bag  ä5erl)altnifä  beö  23ercintfein^,  ber  engen  5Berbinbung  ob.  @emein= 
fd)aft;  bie  ©efammtbeit  ber  in  fold)em  33erl)a'(tniffe  fref)enben  ©lieber, 
finno.  S3erbinbung,  SSunb,  ©efeUfd)aft  ju  einem  gemcinfamcn  3it;cde  (j.  S. 
ein  @clcl)rteu  =  ,  Jtiinl1(cv=,  ©ingcocrein  K.);  UCVcinbar,  Sic,  (oberb.  auc^ 
oerctnbactic^),  itiiö  uereint  ob.  in  ßintlang  gebrad)t  roerben  fanii 
dvod  Singe,  bie  mit  cinanber  nic^t  oeveinbav  finb);  bie  SJereinbarfcit,  icii 
^ereinbarfein;  ücvcinbarcn,  gtel.  3i».,  eig.  vereinbar  madien;  go».  f. 
vereinen,  vereinigen,  bcf.  in  bcm  ©inne:  einig  madien,  in  ßinflang  brin- 
gen (fid)  mit  Stmanb  — ;  bicfe  Jpanblung  löfTt  [id)  mit  feiner  '»Pflicht  nic^t 
vereinbaren;  in  biefcr  SBeb.  von  bem  mtttell).  einbaere,  überein|1immenb);  bie 
iüerciubarun^,  bag  SSereinbaren,  finno.  SSereinigung ,  Einigung;  aitc^ 
f.  Übereintunft ,  äJergleid);  —  ücrcinigcn,  giel.  3n>-,  ühni)-  ju  einem 
ob.  einig  mad)en,  met)t  ali  verbinben;  inöbcf.  jii  einem  ©an^en  mad^en 
(j»rei  ®ärten  mit  cinanbcv  — ;  bk  beiben  ^eeve,  'Parteien  jc.  vereinigten 
fid);  Öl  unb  SBnffer  laffcn  fi^  nic^t  Bereinigen;  bie  ocrcinigteH  9iieberlanbe:c.); 
einig  ob.  einflimmig  mad)en,  b.  i.  511  einem  gemeinfamen  3ivec!e  vers 
binben  (fid)  mit  Scmanb— ;  alle  Prüfte —),  einigen,  vergleid^en,  ver; 
föl)nen  (jlreitcnbe  Parteien  —  ;  [i^  mit  3cmanb  über  eine  ®ad)c  —  ;  fic^ 
mit  feinen  ©laubigem—),  in  llbereinftimmung  ob.  Sinflang  bringen,  ver= 
einbaren  (wiberfpredjcnbe  Dinge,  gÄeinungcn:c.);  ber  ^Bevetnlgcr,  -g,  iver 
etivasJ  vereinigt;  bie  Sjcreinty^unq,  1)  bie  »^anblung  bei  ^Bereinigend, 
bef.  f.  V.  TO.  Einigung,  ^Vereinbarung,  Ü3ergleid)ung;  2)  bcii  93erl)ä'ltnifö 
beö  23ereinigtfeinö,  [innv.  23erein,  SSerbinbimg  (in  Bereinigung  mit  "Kw 
bern  roirten;  bk  Bereinigung  mit  ®ott);  bie  äJeieinij^ung^^inie,  Äriegßb. 
bei:  von  einem  Caufgraben  jum  anbern  gezogene  GJraben  (fr.  ßcmmunication6= 
linie);  tai  äicrciniguugSmittel;  ber  äJereiniguu.qöOvt,  iDrt  einet  3u= 
fammcnfunft;  ber  äJcveinigungöpunft,  punft,  in  inldjcm  fid)  meljte  J)inge 
ob.  Zf)dk  cincö  ®toffc6  n.  vereinigen;  ber  Sjevcilltgungöruf;  bcii  ^ixd- 
nigung^woit  zc. 

t>ereinfa(^en ,  ;siel.  3>»-.  einfad)  ob.  einfadier  mad)en,  auö  einet  jufam= 
mengefc^ten,  fiinftlidjtn  ^orni  ob.  93efd)a{fenf)cit  in  eine  einfai^ere  umbilbcn; 
bie  a5ercinfad)ung. 

ücreinigcn  k.  ,  f.  unter  ueteincn. 

ocreinfamen,  jiei.  ^rx>.,  einfam  ob.  jum  (5infamen  mad)cn,  in  (5in-- 
famfeit  verfeljen,  oon  alten  ®egenflänbcn  feiner  2£rt  trennen,  entfernen; 
gen),  nur  baö  SIRro.  vereinfamt  al6  58».  f.  einfam  ob.  allein  gelaffen, 
verlalJen:  bie  SSeveinfamung. 

ücrcinjcln,  jiel.  3n).,  5U  etivaö  Sinjelnem  mad)en,  ali  ßinjelneö  bin; 
ftellen:  in  einjelne  Übeile  ob.  ©tücfe  fonbern;  in  einjelnen  ©tücfen  ob. 
2:i)«il«»  verä'ufern  (eine  Süd)er  =  ,  (Semälbefammlung  ic.  — );  bie  äJerein^ 
jelung. 


1528  t?ereifen  —  verfadjen 

ucreifen,  ^iellof.  3tt5.  m.  fein,  5U  6i6  n?«vben,  gefrieren,  erflarrcn. 

ücrcitetn,  gicl.  3m.,  eitel  mad^en,  b.  i.  I)  leer,  umtirflicb,  frud)t; 
log,  nid)ti9  ob.  5unid)te  machen,  bie  SSerirtrElic^ung  einer  ©ac^c,  bie  2(u6'- 
fü()run3  cinc6  Unterncljmcnö  ic.  hinbern,  ftnno.  hintertreiben,  reelchcS  im; 
mcr  i)ii  bcwutlte  unb  Qbftd)t(i^e  S3crf)inberung  eines  Unternehmend  begcit^net, 
(ba§  ungiinfiige  SBetter  i)c\t  unfern  .9?ci[eplan  vereitelt;  meine  greitbe,  meine 
Hoffnung  ift  oereitelt;  vereitelte  SBünfc^e,  3fueftdjten  2c.):  2)  eitel,  b.  i. 
ber  Sitelfeit  ergeben ,  eingebilbet ,  felbftgefä'Uig  machen  (ein  bur^  SJergnü* 
gunggfuc^t  vereitelter  9Äcnfdj);  bie  23evcitclung,  ba^  S3ereiteln  ob.  Q3etei= 
teltfein,  bcf.  in  ber  SSeb.  1). 

üerettern,  3«».,  jielloö  m.  fein  ob.  rücfj.,  f,u  (*iter  rocrben,  ftch  in 
@iter  t?envanbeln  cb.  mit  (Siter  füllen  [ik  SßJunbc  ocrcitcrt,  ob.  oereitert 
fic^,  ifl  vereitert) ;  bie  S5ereiterung. 

Derefeln,  giel.  3io-,  einem  etivag  — ,  eö  ihm  efelliaft  madjen,  iljm 
(5fel  baüor  erregen;  bie  ä>evetelung. 

üerelenben,  3«.,  1)  jiel.  u.  rüctj.  (mitteih.  verellenden)  Vit.  f.  inö 
(Slenb,  b.  t.  in  bie  SJerbannung  fchi(fen,  »ermeifen;  fid)  — ,  f.  in  bie 
SSerbannung  ob.  in  bie  S^rembe  gehen;  2)  jielloö  m.  fein,  lanbfd^.  f.  elenb 
trerben,  verfümmern. 

oerenben,  3w.  1)  jiei.,  vit.  f.  5U  6nbe  bringen,  üollenben,  erfüllen: 
2)  jielloö  m.  fein,  f.  ju  (5nbe  gehen,  fierben,  (je^t  nur  Sog.  ber  ^irfd^ 
oerenbet). 

üerengen  u.  üercngeni,  giel.  3»v.,  eng  ob.  enger  mad)en,  entg.  erweis 
tern,  (einen  Staum,  einen  Söeg  :c.);  verengen  auä)  f.  beengen,  in  bie 
(5nge  bringen  (J^ütteniv.  baö  @rj—  ,  in  einen  kleineren  Staum  jufammcn= 
bringen):  uneig.  f.  beangjligen,  bekommen  madien  (baö  Jg>erg);  fid)—, 
eng  ob.  enget  werben  {ba^  Zt)aL,  bie  9tÖ(jre  k.  verengt  ob.  verengert  fid)); 
bie  äJercngung  ob.  äJerengcrung. 

»ererben,  jiel.  3io.,  «lö  (Srbe  (}interlaffen  ob.  Dermad}en  (einem  et- 
»aö —  ob.  ctivaö  üuf  einen  — :  ein  auf  mich  vererbtet  @ut);  al6  erblid)e(^ 
©genthum  übertragen,  bcf.  gegen  einen  gerciffen  ®r0^in6  (ein  Celien  k.); 
ber  SSerevber,  -6,  iver  etivaö  vererbt;  bie  äJererbunc;. 

vererben ,  3».,  I)  jiel.  ju  (5rbe  mad)en,  in  6rbe  »enranbcln:  2)  jicl» 
lc§  m.  fein,  ju  (5ibe  n?erben;'bie  S^crerbung. 

0ererj4?n,  3».,  1)  jiel.  in  (5rj  venvanbcln,  einen  mctallifc^en  Jtörpec 
bur^  3ufa^  von  ©chwefet  ob.  2(rfeniJ  bem  natürlid)en  @rje  gleid)  mad)en ; 
2)  jieUoei  m.  f  e  i  n ,  ju  (Srj  iverben ;  bie  ä5crcv;jun9. 

üerefeln,  3n>.,  1)  jiel.,  fc^er^h-  f-  ^um  öf«:l  mad)en,  in  einen  (5fel 
vertDanbeln;  2)  jielloö  m.  fein,  jum  (5fel  ob.  efelhaft  tverben;  bie  SJer- 
cfclung. 

üereffen,  jiel.  3»v.  ablaut.  Sm^f.  verap,  «Kro.  vereffen  (f.  ifen),  vlt.  f. 
nufeffen,  verje^ren,  freffen;  effenb  ob.  5um  (Sffen  uerbraudjen,  vcrthun, 
gem.  verfreffen  (er  l)at  fein  SSermögen  vereffcn). 

oereipigen,  jiei.  3n5.,  eirig  ob.  ju  etivaö  (Stvigem  mad)en,  für  immer 
bauernb  madien  (fid),  feinen  Siamen  k.  burc^  grogc  Saaten—);  vere* 
wigt  al6  SSiv.  f.  in  bie  6n>igfeit  übergegangen,  verftcrben  (mein  verewig« 
ter  aSater);  bie  Sücrcwlgung,  bag  23ereivigon. 

t)<;rfad^cn,   jicl.  :3»v.,   ju  einem  5ad)n?erfc  mad)en,   in  gäd)er  ver= 


vevfacfeln  —  »erfaüen  1529 

tf)eilen;  aßaffcvb.  mit  einem  3fld)tDertc  terfefjen,  einfd)[ief«n  (einen  glufe); 
fid)  mit  Semanb  — ,  oft.  f.  fid)  mit  i()m  abtbeifen,  iibftnben,  aui  ein? 
anbei  fe^en;  bie  SSerfad^ung. 

Vcrfatfeln,  jiellof.  u.  jicl.  3»t>- ,  facfelnb  ob.  fincfevnb  fdnieU  oerbren? 
nen  (bae  Stc^t  ifl  »erfactelt:  oiel  ßic^t  ocrfadeln). 

OcrfQl)cn ,  3n). ,  plt.  f.  verfangen ,  f.  b. 

werfabrcn,  3«).,  ablaut.  (f.  fQi)rcn)  1)  jiclloe  (altt)o4ib.  larfaruu  f.  uec= 
gctjen,  üoriibergcl^cn;  intttell).  vervam)  n'g.  fortfahren,  fid)  fortbewegen; 
batjer  a)  m.  fein,  uit.  f.  vergehen,  verfliegen,  i)'m$il)en,  fortgeben:  ver? 
loren  ob.  ju  ©runbe  gehen,  untergeben,  flerben  (obcvb.  SobcS  r)crfat)ren 
f.  mit  Sobe  abgcl^n);  auc^  f.  irre  fahren,  vom  redeten  Siiege  abgeben,  fid) 
irren  (jc^t  noch  rücfi-  fi(^  — ,  f.  u.):  ^j)  m.  fein  ob.  tjabcn,  mit  einer 
<Bci<i)e  ob.  ^erfon  auf  eine  getviffe  ^öeife  umgehen,  fie  behanbeln,  fid) 
gegen  fie  benehmen  (gut,  [d)lccbt,  gelinb,  ftreng  k.  mit  Scmanb  Decfahuen; 
cljcm.  bto^ :  faf)ren;  er  t|l  ob.  bat  in  bicfer  ®a^c  nicht  recht  oerfcihrcn); 
ehem.  auch.  f.  h^inbeln  iibcrh-  (njiber  Semanb  »erfahren);  2)  jiel.  ettvaö — , 
fahrenb  fortfdiaffen ,  iveg  =  ,  auefahren,  verführen  (SBaaren);  burd)  ^ah? 
rcn  verberben,  auShoh^«"»  J«theilen  ob.  öffnen  (einen  2öeg  — ,  bur^  vie* 
Icö  führen  aushöhlen,  ausfahren;  SSergiv.  ein  gelb  — ,  mit  «Schachten  cb. 
©trecEen  öffnen:  Säg.  bcr  .i^irfch  »erfahrt  i)k  2(mcifcnhaufen,  b.  t.  er  fcharrt 
fie  mit  feinem  ©ciücib  u.  feinen  l'äuftcn  aus  einanber);  fahrenb  vermeiben, 
an  etreaä  vorbei  fahren  (bcn  3oU  — ,  b.  i.  bk  3cUjtatte  auf  einem  5Rcbcn= 
njcge  umfahren;  Sergw.  einen  (*Jang  — ,  b.  i.  neben  bemfelbcn  hin  arbeiten, 
inbem  man  ihn  flehen  läffc);  im  fahren  verfehlen  (ben  regten  SBeg);  rüctj. 
fid)  —  ,  irre  fahren,  insbcf.  Scrgn?.  mit  bcm  S3au  in  bie  3rre  gerathen; 
audj:  fid)  fahrenb  verwicfeln,  fid)  feft  fahren  (j.  35.  fi^  in6  ©cflräuch  — ; 
bie  beiben  gubrmcrfe  haben  fid)  in  einanber  cecfahrenj;  fahrenb  verbringen 
ob.  voüenben  (bcn  ganjen  Sag  — ;  Sergro.  feine  ©chicht— );  baä  ä^erfah- 
ren,  -ö,  o.  5D?.,  bie2(rt  unb  5öeife,  ivie  man  in  einer  <Ba(i}e  verfahrt 
ob.  biefelbe  bcbi'Jibelt,  finnv.  ^anbiung^ivcife,  SSenehmen,  aui^:  bie  SSer* 
fahrunggart  ob.  -xvexU  (fr.  ^rocebur). 

oerfdhrcn  ob.  verfeeren,  jiel.  u.  rücti.  ^w.,  alt  u.  niebcrb.  (attoberb. 
ervaren  f.  etfdjrecten,  jielloö;  ervaeren,  altnieberb.  vorveren,  giel.;  oon  bcm 
attb.  faren,  nicberb.  varcn  f.  lauern,  nachileUen  Jc;  vgl.  ®efahr  u.  ba6 
franj.  effarer),  einen — ,  f.  fd)recten:  fid)  —  ,  f.  erfd)recfen,  \id)  ent; 
fe^en:  verföhrtic^,  Sm.,  nicberb.  (vcrodrliE)  f.  erfd)recf(id),  fürd)terlid). 

verfalben,  jicllof.  <Sn?.  m.  f  c i n ,  falb  werben,  »velfen. 

verfallen,  jicJtof.  ^m.  m.  fein,  abtaut,  (f.  faUcn;  althochb.  farfallau  f. 
iucidere;  mittcU).  vervallen)  1)  ba6  ocrfi.  fallen,  nur  uneig.:  in  etiva6  — 
in  ein  Übel  gerathen  (in  Sünbc,  in  ßafler  — ,  in  ©träfe  »erfüllen,  ftnno. 
jtraffäUig  werben);  aufetiva6  (Jfcc.)— ,  jufallig  mit  feinen  ©ebanfen 
barauf  gerathen,  finno.  barauf  tommen,  einen  (Einfall  haben;  2)  fd)ab; 
haft  »Verben  u.  alimdblid)  ju  58oben  falten,  finno.  einfallen,  jerfaUen  (ein 
fllteö  .^au6  »crfölit;  eine  ucrfallcnc  SSurg,  SOiaucr  Jc);  uneig.  in  einen 
fd)led)teren  Sufianb  gerathen,  an  Äraft  u.  gc|lig!eit,  an  SSohlfranb,  @e- 
funbheit,  gutem  ifusfchen  ic.  abnehmen,  finnv.  in  SSerfaU  gerathen,  ab^ 
faUen  (bie  guttn  ©ittcn  oirfallcn;  er  verfällt  immer  mehr,  foreohl  in  2tnfe« 
l^ung  beö  SiSohlflanbeö  u.  Scrmögcnö,  a'6  au^  bcr  förpcrlichen  ®cfunbheit 


1530  üerfälfc^en  —  verfangen 

unb  Äcaft;  bibl.  meine  ®cftalt  ifl  ganj  üerfaUen);  e^em.  au^  f.  t)ertoren  ob. 
ju  ©runbe  9el)en,  umfommen,  jlecben  (Sobeö  oerfaUen;  bibt.  eure  Zeibit 
foUen  in  ber  SBBüfte  uerfallcn);  3)  eljem.  burd)  etiraö  5^iebetfaUenbeä  üer? 
fpcrrt  ob.  tievfd)üttet  tverben ;  obecb.  burd)  5^tebecfaüen  befd)dbt9t  noerbcn  » 
(baö  Dbjl  ifl  otrfaUcn);  4)  f,  verfliegen,  t)crftretd}en,  oerge^en,  fein  3ie( 
crreidien  (lanbfc^.  bic  ^cit  tjl  oei-falten),  gcir.  nur  uon  3cit)lung6fnftcn  (ber 
2i5ed)fcl  ift  »erfallen,  vqU  fällig);  o)  (jimveg-  ober  nebenbei  fallen  ob. 
geratt)en,  abfallen,  inöbef.  ©c^iff.  uon  feinem  Saufe  abtreiben  (baö  ©(^iff 
»erfällt  trgenb  tco^in);  uncig.  einem  2{nbern  an^eim  fallen  ob.  jufaKen, 
bur^  SSerfäumnifö  ber  fc^ulbigen  '»Pflicht  (ein  ^fanb  otrfäUt,  »pcnn  eö  bcc 
6igentl)ümcr  nii^t  ^ur  rechten  3fit  i'inlöfct;  ein  £ct)en  ocrfciUt,  in  golge  un= 
terlaJTener  l'eljcnöpflic^t;  bie  SBaare  ift  ücrfallcn,  tt5enn  ber  gehörige  3oll  ba= 
oon  nic^t  entrichtet  ip;  baS  >!pau6  ifl  bcm  öerit^t  oerfaUen;  feine  ®üter  [inb 
bem  ©taute  oerfaUtn  Jc;  oberb.  aud;:  einem  ct»raö  ocrfallcn  Ijaben  ob.  fein, 
b.  t.  eö  ii)m  jur  ©träfe  ju  entrichten  Ijabtn);  ö)  alt  u.  oberb.  riidj.  fid)  — , 
f.  9et)emmt  ob.  bel)inbert  tverben,  tmirfunjjglog  bleiben  (oberb.  ber  ©efang, 
bie  ©timmc  o erfäll t  fic^,  b.  i.  ocrljaUt  ot)nc  SBirfung);  —  ber  SSerfaÜ, 
-eg,  0.  53i.  1)  ber  äuf^anb  be§  23erfaUenS  (j.  35.  eines  .^aufcö),  u.  bef. 
uneia.  bie  9ä'njtid)e  23crfd)limmerun9  ber  S3efd}affenl)eit  ob.  be^  3uftan* 
beö,  finno.  Zerrüttung,  flärfer  ale:  2(bnal)me  (in  Sücrfalt  geratijen;  ber 
SSerfaU  ber  ©itten,  btr  Äünfle,  eine!  ©taatcö  2c.);  2)  ixii  93evfaUenfein, 
b.  i.  ber  2(blauf  ber  3a{)lungöfri|l,  bai  j^äUigfein  (tineö  äBec^fel6);  baö 
2(nl)eimfaüen  (eines  ^fanbeS  k.);  H)  nieberb.  f.  ©infommen,  ßinfünfte; 
u.  f.  ein  (5infaU;  ba^  S^erfaÜbud^,  Äaufm.  baö  SJJonatbuc^,  in  rocld^eö  bk  ' 
\\x  einer  gercifTen  3fit  fälligen  ^oflcn  eingetragen  werben;  b<\i  5öerfaUgut, 
fcle  äJevfaUfad^c,  =  »paare,  oerfatlcneS  ®ut  ic,  bef.  roegen  ^^{(^teniiic^tung 
beö  geft^lic^en  äoUeS;  ber  ScrfaÜtaci,  bic  ä^erfalljeit,  ber  Sag,  "üxi.  3cit, 
ba  iivac,%  verfallen  ob.  fällig  ifl  (bie  SSerfaUjtit  eineS  S33ed)fei§  u.);  —  üer^ 
fällen,  jicl.  3«.  (mittell).  vervellen)  alt  u.  lanbf^.  1)  f.  oerfaUen  mad)en, 
jerflören;  ju  SaUe  bringen,  fd}ivdd)en,  fdjanben  (eine  Sungfrau);  etjem. 
aud):  einen  in  eine  6Jrube  fallen  laffen  ob.  flürjcn,  al6  S^obeöflrofe ;  2)  f. 
üerurtt)eilen  (einen  in  eine  ©träfe  — );  3)  mad)en,  bafö  etamö  einem  2(n; 
bem  anheim  fallt  (ein  Selben  — ,  bur^  einen  2el)enöfel;(cr);  bie  S3erfäüung. 

yerfälfc^en,  jiel.  3«. ,  falfd)  mad)en,  b.  i.  burcfe  bctrügerifc^en  3ufa^ 
ob.  Unterfc^icbuug  unei^ter  Singe  geringl)aitiger  ob.  fd)led)ter  mad)en ,  t)er= 
berben,  entflellen  (©ilber,  (Selb,  SBein  u.  — ;  eine  ©djrift  ob.  eine  ©teile 
in  berfclben,  ein  Seflament  k.  — );  ber  äJevfdlfd^er,  -6,  tver  etivaö  ver-- 
falfd)t;  bie  SSerfälfc^ung. 

üerfaljen,  jicl.  3ix>m  unrid)tig  faljen,  im  Salden  in  Unorbnung  bringen. 

verfangen,  3"?.,  ablaut.  (f.  fangen);  eljem.  aud^  o  er  fallen;  altl)0(%b. 
farfahau   bef.  f.  etwaö  aueirid)ten,    be>oir!en;    mittell).  vervahen  u.  vervangen) 

1)  Jiel.  u.  rüdi. ,  etn?aö  — ,  cl;em.  f.  in  (Empfang  ob.  S5efi^  net)men 
(oerfangcne  ®üter;  ©c-^jiff.  bic  Söa^c  — ,  übernct)men,  ablöfcn);  uneig.  auf- 
nehmen (etwas  n3ot)l,  übeUc— );  gerid)tlid)  aufnet)men  ob.  nieberfd)rci- 
ben  (ju  ^rotoJolt  nehmen;  bal)cr  et)em.  baö  SScrfaljbuc^  f.  ^roto6oU); 
auffangen,  feftl)aUen  ob.  fefTfteUen  (j.  95.  bie  Äette  beim  2(ufiiM'nben  — , 
eint  Safl  mit  einem  J^ebebaume— ;  ©c^iff.  ein  Sau  —  ,  f.  o.  to.  floppen), 
et)em.  uncig.  mit  S5efd)(ag  belegen  (etwas  ©cflo^lencS);  ferner  ncnvicfeln, 


verfärben  —  oerfaffen  1531 

V>«r[lricf «n ,  befangen  (JHfpi-.  in  ©trttt  t-erfangenc  ©ütct),  btf.  fid)— , 
fich  irie  in  einem  9?e|e  ob.  einer  <Sd)(in9e  fangen,  9e()emmt  ob.  befangen 
loerben  (j.  58.  ji^  im  «Reben  oerfangcii);  uuei9.  oon  .ipunbtn  f.  fid)  üerbei* 
^en;  oom  Säiinbc  f.  in  einen  engen  Oiaum  gleid)fam  eingefpent  njerben 
(bcr  SQinb  üirfängt  fi^,  i;)at  fic^  verfangen  in  ber  Siöljtc,  im  (Sc^ornflcin  n.); 
oon  ?Kcnit^en  u.  Stjiercn:  bei  l)eftigev  Söeivegung  ju  Diel  üitft  einatl)men, 
fo  bafö  bei  'Ätt)em  gleidjf.  gefangen  u.  geljcmmt  wixh;  eijem.  auc^  f.  fi6  an; 
terfangen,  ftd)  an  ctmag  vergreifen;  obcvb.  f.  fid)  \)erpflid)ten,  fid)  an; 
l)eifd)ig  niad)en,  cnuaö  ju  leiftcn;  2)  jielloe  m.  l)abtii,  ^Ißirfung  ti)un, 
Erfolg  ^aben ,  finnü.  anfd)lagen ,  l)e[fen ,  nü^en  (j.  SB.  bie  Jtvjnei  m\i  nid)t 
mel)i-  öcrfangen;  c6  »etfangt  ni(^t6  bei  ii)m;  uiipr.  jiel.  cz  vervaet  mich,  b.  i. 
eö  fafft  ob.  ergreift  mic^,  moc^t  ©inbrucJ  auf  niiii^,  Bommt  mir  ju  ©taiten); 
—  ber  SJerfang,  -e^,  o.  «Oi.,  1)  oberb.  f.  (!:rfolg,  5!Birhmg:  2)  nieberb. 
Eingriff  in  eineö  2tnbern  iHed)te,  23eeintrad)tigung,  3^ad)tl)«il;  i>a6 
^exian^xe(i)t ,  (anbfc^.  ia^  SRcdjt,  ocrmöge  bcffen  bie  ©iiter  eincö  Detftor^ 
benen  (Sijcgatten  ben  Äinbern  jufatlen,  auc^:  bie  SJerfangenfc^aft;  Der* 
fänglic^,  SSw.,  1)  geeignet,  fid)  barin  ju  verfangen  ob.  ju  venvicfeln, 
einen  in  93er(egenl^eit  ob.  in  5'?ad)ti)eil  ju  bringen  (eine  »erfanglic^c  grage, 
©ac^cjc. ;  »erfänglic^e  SBorte);  2)  oberb.  f.  verfangenb,  b.  i.  njirffam, 
©rfolg  l)abenb;  bie  SSerfänvjlid)feit,  bai  23erfcinglid)fein ;  eine  oerfd'ngs 
lid)e  @ad)e. 

t>evfarbcn,  3»».,  1)  jiei.  anberö  färben,  in  2(nfet)ung  ber  garbe  vcrs 
anbern,  verfdj.  entfärben  (j.  SB.  ber  ©erriet  oerfärbtc  fein  @efi(^t;  oer» 
färbte  aSangen);  falfd)  färben,  im  färben  verberben  (einen  3eug);  2)  rütfj. 
fid)  — ,  bie  (S5eftd)töfarbe  veränbern,  eine  anbere  garbe  bekommen  (fte 
verfärbte  ftc^  vor  ©c^am);  5äg.  auc^  jielloö  m.  i^aben:  hai  Söilb  Vcrfär; 
bet,  b.i.  Co  l)äret  fidj  u.  befommt  baß  bunflerc  ®ommer()aar;  bie  jßerfärbung. 

üerfalJen,  ^iel.  3>v.,  cig.  faffenb  verbinben,  ^ufammen-faffen  (3immerl. 
bie  Jg)auptl)öljcr  über  ben  ©tanbccn — ),  ei)em.  auc^  uneig.  f.  befaffen,  be^ 
greifen,  einfd)lie§en  (bibl.  aUe  Singe  unter  ein  >paupt  — ;  etwaö  in  einem 
aSSorte— );  ferner  f.  bie  Xi)e'üe  eine^  (^anjen  in  gel)örige  £)rbnung  u. 
93erbinbung  bringen,  einrid)ten  (ba|)er:  SSerfaf fung),  oberb.  übcrlj.  f. 
bereiten,  auörüften,  verfel)en  (mit  etwas  vecfafft,  b.  t.  verftf)cn  fein); 
tnöbef.  cbcm.  etwaö  in  @d)rift  — ,  t>.  i.  fd)riftlid)  auffegen,  nieber; 
fd)reiben,  jeftt  bio^:  etivaö  verf äffen,  b.  i.  ein  fprad)lid)e6  ©eijlegs 
er^cugnifg  nac^  2n(;alt  unb  gorm  l)ervorbringen  u.  fd)riftüd)  barfleUen, 
verfc^.  abf äffen,  b.  i.  einen  gegebinen  3nt)ait  in  bie  gei)örige  f^riftlic^e 
gorm  bringen  (j.  S5.  eine  SBittfdjrift ,  ein  Scfiamcnt  abfaffcn;  ein  Suc^, 
ein  ®ebic^t  verfaffen);  ber  Sicvfaffcr,  -ö,  bie  äierfaffcrinn ,  9)?. -en, 
wer  etivaö  (eine  ©c^rift,  ein  SBud)  2c.)  verfafft,  ob.  verfafTt  hat  (fr.  2l'utor); 
bie  58crfaffunQ,  1)  o.  9K.,  feiten  f.  bie  ^anblung  beg  S3erfaffen6,  finno. 
2(bfafyung;  2)  SO?,  -en,  bie  2{rt  unb  ^iJeife  ber  äufammenfügung  ob. 
QSerbinbung  ber  3;i)ei(e  gu  einem  ©anjen ,  finnv.  Sinridiiung  (j.  58.  einer 
©ei'eUfc^aft):  audj  bie  (5iefammtl)eit  ber  Umftänbe  unb  S3eri)ältniffe  eineg 
9)?enfd)en,  finnv.  üage,  ©tanb,  2eben^;  ob.  @emütf)öfleUung  (er  ifl  in 
feiner  guten  SJcrfaffung,  in  einer  traurigen  SöerfaJTung  bc6  @emütt)6;  ftc^i  in 
eine  gute  Serfaffung  ie^en  k.);  in  beftimmterer  SBeb.  bie  @taatöeinrid)tung, 
©taatöform,   bie  Svegierunggform  u.  23envaltungöiveife  eineö  (Staate* 


1532  »eifaulen  —  üci-fejlcn 

(ßanbe6',  ©taatöocrfaffung);  in  engjiem  ©inner  bie  gefclMd)  feflgefleUte 
2(notbnuncj  bcv  $öerf)a(tnif[c  unb  ditdjtt  ber  Untci-tf)nnen  ober  «Staat«; 
bi'trgcr  bcr  ©taatögcivalt  gegenüber  (fr.  gonftitutton) ;  baijfr:  üerfajjungg; 
maftg,  Sm.,  ber  SJci-faffung  gcmäfj;  bie  Sierfaffungömä^tgf eit;  üerfaf* 
fungöUHDvig,  fSto.,  bec  SSerfafTung  gurcrberlaufcnb ;  bie  äJerfaffungstrü 
brigfett. 

verfaulen,  3«».,  1)  jicKoö  m.  fein  (oberb.  auc^  crfaulcn,  altb.  irfii- 
len,  ervülen),  'oölixQ  fauI  »Verben,  burd)  ^äulnifg  t)erjef)rt  trerben  ob. 
verberben,  ftnnr».  vermobern,  oecmefen;  2)  jiel.,  att  u.  Ianb[4).  (obcrb. 
«er faulen)  f.  faul  ob.  Verfaulen  mad}en. 

Verfaulenden,  jic(.  3«).,  gem.  f.  faulenjenb  verbringen,  verlieren. 

Verfechten,  gict.  3w.  abtaut,  (f.  fechten),  cnvaö  — ,  bafür  fecf)ten,  eS 
fed)tenb  vert^cibigen;  gew.  uncig.  mit  SBorten  für  cttvaö  flreiten,  e« 
eifrig  vertl)eibi3en  (eine  ®aä)c  —  ,  SOSat)rl)eit  unb  3ieä)i—);  obcrb.  a\x6)  f. 
befireiten;  in  3Cbrebe  jleUen;  nicbcrb.  f.  burd)bringen,  verfd)tvenben;  ber 
SSerfec^ter,  -ö,  wer  etivaö  verficht,  für  eine  (Badje  jlreitet,  finno.  2Ser= 
tfjeibiger;  bie  SJerfcd^tung. 

Verfebern,  jiellof.  3»-  m.  i)aben,  Säg.  f.  bie  g^ebern  veränbern,  fid) 
maufen. 

verfehlen,  jiei.  310.,  ctrcas  — ,  burd)  3i"rtf)um  ob.  3ufaÜ  gegen 
feine  2ibftd)t  nid)t  treffen  ob.  erreid)cn,  ogt.  fehlen  (bcn  redeten  2Bcg,  bai 
3iel — ;  obcrb.  u.  bici^t.  auc^  mit  bcm  @en.  bc6  SQJcgcö,  bc6  3ieleS — ; 
einen  B er fet)lcn,  b.  i.  if)n  ba  nidit  antreffen,  »0  man  iljn  fud^tc,  inöbcf. 
i^n  nic^t  ju  ^aufe  treffen);  auc^  o^nc  3ieltt>.  f.  ermangeln,  unterlaffen  (ic^ 
verfel)le  ntc^t,  Sinnen  angujeigen  ic). 

Verfel)nien,  ikl  3«'-  (aud)  verf  eimen;  mituii).  vervemen,  »gl.  ^c^m), 
Vit.  f.  burd)  baö  ge{)mgerid)t  verurtl)eilen ,  verbannen,  ad)ten;  bie  58er* 
fe^mung. 

verfeilcn,  jiel.  3».,  feilenb  verberben  ob.  verniditen. 

verfeinden ,  ?icl.  u.  rürfj,  3w.,  jum  ^einbe  ob.  ju^^einben  mad)en  (jwei 
^crfoncn  mit  cinanbev— ;  fid)  mit  Scmanb — ,  i^n  fid)  jum  geinbc  ma= 
^cn,  ii)m  feinb  werben);  el)cm.  au^  f.  einen  anfeinben,  feinblid)  bebam 
beln,  Raffen;,  bie  äJerfeinbung. 

verfeinen  u.  ge».  verfeinern,  jicl.  3«?.,  fein  ob.  feiner  mad)en,  bef. 
uneig.  (ügl.  fein;  bie  ©itten,  bie  SebenSwcifc,  bii  ©prad^e  jc.  — );  ficb — , 
f.  feiner  roerben;  ber  äJerfeiner  ob.  gem.  S5erfeinerer,  tver  (tmai  verfei- 
nert; bie  SSerfeinerung. 

verfertigen,  jiel.  3tt>.,  cig.  vöUig  fertig  mad)en,  gem.  ein  Äunfler^eug; 
nifg  l)ervorbringen  ob.  mad)en,  inöbef.  burd^  tjanbmerBmd^igc  ob.  gcmerb* 
lic^e  SljätigJcit,  u.  von  Heineren  ©cgenffänben,  finno.  anfertigen  (j.  S.  ein 
Älcib,  ©^u{)c,  einen  Sifd),  (Spielzeug  2c.  — ;  nict)t  aber:  ein  Jpauö,  eine 
S}iauer  u.  bgl.),  rion  l)öl)ercn  @ciftc6er^eugniffen  nur,  fcfcrn  man  fic  oon  ®ci' 
tcn  bcc  äußerlichen  mcc^anifc^cn  3(rbcit  anficf)t  (ein  Oüemälbc,  eine  SSilbfäule, 
ein  @ebid)t  ic.);  oberb.  aud)  f.  abfertigen,  verfenben  (©iitcr,  SBaarcn); 
ber  Sicrferttger,  -ö,  bie  S5crfertigertnn,  9)?.  -en,  tver  etm\^  verfer- 
tigt, ob.  verfertigt  bat;  bie  5öerfcrtigung. 

verfeften  ob.  verfefligcn,  jiel.  3»-,  meiff  olt.  (mittcll).  vervesten)  f.  fejl 
mad)en;  in^bef.  et»va&  — ,  fejlfegen,  bejlimmen,  geloben  (bur^  Unter' 


verfeuern  —  »erfliepen  1533 

fd;n'ft  unb  ©tegel);  einen    -,  fefl  nehmen,  fefl;  ob.  gefangen  fe^en,  üec; 
baften;    acl)ten,  oerbannen;   bie  SJerfefiung  ob.  SSerfefttgung  (mittel^. 

vervestenunge). 

»erfeuetn,  jict.  3^-,  juni  ^^euern  ob.  jur  Neuerung  Dcrbraud)en  (mc( 
^o(j  — ;  ^u(Der,  Äugeln  H.  — ,  oeif^ie^cn);  Sag.  mit  angejünbeten 
Seucvn  umgeben  (ben  ^ta^,  wo  fidj  baö  Söilb  bcfinbtt). 

yerftljcn,  jiel.  3ro.,  ju  einem  gilj  in  einanbec  rcirren  ob.  Decarbeiten 
(Jg>aarc);  fid)  — ,  ju  einem  gil^e  werben:  bie  SJcrfÜjung. 

ücrftnjlcrn,  iiü.  3n?.,  finftec  ma*en,  jlärEcr  a(6:  yerbunfeln  (f.  b.; 
ein  3i'iinicc  »crfinftcrn;  ©onnc  unb  SOicnb  werben  cevfinflcct),  audj  unctg.  f. 
unflar,  trübe  2C.  mad)eit,  entg.  aufflärcn  0>ii  Äöpfe,  ben  @cift  jc.  oer« 
finflern;  bibt.  ii)t  ^erj  ijt  ocrfinflcrt);  fid)  — ,  f.  ftnfter  werben,  cig.  u. 
uneig.  (ber  «Konb  »erfinflcvt  fic^:  fein  @cfid)t  ocrfinjlrrtc  ftdj);  ber  äJcrftns 
leerer,  -^,  wer  etivaö  verftnflert,  be[.  unctg.  n?er  ben  föeift  ber  £0?enfd)en 
JU  t»erftnf}ern  fudit  (fr.  Dbfcurant);  bie  SJerfinfterunq ,  bag  SSetftnftern, 
bef.  uncig. ;  baf)cr:  ber  S^erfmftcrungöeifer ,  -gci|l:  bie  SierftnjlerungS* 
fuc^t  2C.  (fr.  Dbfcurantiömuö). 

ücrfirften,  jiel.  3n).,  mit  einer  girfte  (f.  b.)  verfemen  (dn  2)a^). 

ücrft'ljen,  jiel.  3w.  (ogt.  ^i^c),  gem.  f.  t>eriri(feln,  uerroirren;  bie  SSer- 
fi^ung. 

üerflad)en,  jiet.  3«-,  fifld)  mad)en,  etg.  u.  unctg.  (bie  SDBett— J;  fid)  —  , 
fl[ad)  ob.  flad)er  trerben;  bie  SSerflac^ung:  üerfläc^en,  jid.  3w.,  jur 
$^(ä'd)e  miid)en,  ebenen;  fid)  — ,  jur  gladje  roevben,  in  eine  ?5lad)e  aus- 
laufen. 

öetflacEern,  3»t>.  0  jictloö  m.  fein,  flaifernb  verbrennen,  ftd)  t^er^ 
}e{)ren  ob.  verlieren;  2)  jiel.  etroag  — ,  verflacfern  mad)en  ob.  laffen. 

Oevfiattcrn,  jicilof.  3n).  m.  fein,  flatternb  fid)  verlieren  ob.  verbreiten, 
verfliegen;  unetg.  fd)neU  u.  (eid)t  vergc()en;  au(^  jiel.  flatternb  ob.  flat? 
ter()aft  verbringen  (bie  ^dt). 

ücrflcd)tcn,  jict.  3»v-.  abtaut,  (f.  fCcc^tcn),  1)  fled)tenb  verbinben  ob. 
verfd)[ingen,  in  cinanber  fled)ten  (oerfloi^tcne  3n)eige);  uncig.  in  ctiva§ 
veiiviifeln,  t)inein5if[)cn  (in  eine  ©ac^c  üerf[od)tcn  feii!);  2)  flcd}tenb  ob. 
jum  ?5(ed)ten  verbraud)en:  3)  fa(fd)  fled)ten;  bie  SJcrflccfttun.q. 

Oerfleifc^en,  jicüof.  3»t>.  m.  fein,  vlt.  f.  ju  S^eifd)  ob.  mit  einem  geibe 
verfet)en  werben;  bie  Serfleifc^ung  f.  Sinfleifc^ung,  9)?enfd)njerbung  (fr. 
Sncarnation). 

vcrflicfen,  jiel.  3n).,  flicfenb  ob.  jum  ^^licfen  verbraud)en. 

verfliegen,  3n>-.  obtaut.  (f.  fliegen)  1)  jielloö  m.  fein,  cig.  fort;  ob. 
bavon  fliegen,  auffliegenb  ob.  fd)nc[l  auffteigenb  verfd)ivinben  (bie  flü(^= 
tigcn  S()cile  eineö  iStoffeS,  35ün(tc,  Sdmpfe  u.  verfliegen:  bie  Äraft  beß 
5l[i3einc6  ifl  verflogen  ic);  uncig.  f.  fd)neU  u.  unmerflid)  vergef)en  (bie^igc, 
ben  3orn  uerfliegcn  lojTcn;  bie  3cit  verfliegt);  2)  rücfj.  fid)  — ,  jU  weit 
fliegen,  fid)  im  S^nge  verirren  (ber  galf,  bie  Saubc  hat  fid)  verflogen). 

Oerfliepcn,  jietlof.  3nj.  m.  fein,  ablaut.  (f.  fliegen),  cig.  forts  ob.  cib^ 
fliegen,  fid)  flie^cnb  entfernen  u.  erfd)öpfen  (bibl.  baö  aBaffer  na^m  ab 
unb  ocvflofö);  gem.  uneig.  von  ber  3cit,  finnv.  vergelten,  verlaufen  (bk 
3cit  verfliegt;  fe^S  3al)re  finb  fcitbcin  ocrfloJTcn  jc;  baS  vcrfloffene  3al)r, 
ber  oerflofTene  SÖlonat  jc.  f.  v.  ».  ber  na^jtvergangene);  anä)  f.  ftd)  fliepenb 


1534  «crflöfen  —  ücrfolöett 

werbreiten  ob.  v«rmifd)en,  in  einanber  (liefen,  clg.  u.  unctg.;  bie  SSer* 
fitepung  ».  gc».  ber  S3erfluf§,  o.  5JJI.,  ba^  SSerfliefen,  be[.  uneig.  bai  SSer* 
gef)en,   ber  23erlauf  (nad)  SScrflie^uiig  ob.  83erfluf§  eincö  Sa^reö  ic). 

»erflöfen,  jicl.  u.  rürtj.  3n>-.  1)  üerfliefen  machen,  in  einanber  flie> 
fen  ob.  unmerEli(^  in  einanber  über9et)en  laffen,  innig  oerbinben,  jtnno.  tjer? 
fd)me[jen  (bic  garbcn  beim  graten,  Zone  beim  ©efanci,  ©pradjlnute  k.  — ); 
ficf)  —  ,  in  einanber  fliepenb  ftd)  innig  üerbinben;  2)  weiter  flögen,  burd) 
glöfen  auf  bcm  2BalTec  fortfdiaffen  cb.  üerfii{)ren  (Jg)oli);  bie  SSerflö^ung, 
baö  SSerflofen,  in  beiben  Seb. 

öerfluc^en,  jiei.  3».  (mtttetf).  vervlaochen)  1)  einen  ob.  etroaS— , 
mit  einem  ^In&ie  belegen,  if)m  mit  einem  Slud)e  aüeö  Übel  antt)ünfd)en, 
flörfec  atö:  tjenrünfd^en  (.i^iob  t>evfluc^te  ben  Sag  feiner  ®eburt;  er  »er» 
flutte  feinen  23erfü{)rer;  »erftuc^t  fei  bicfer  (Schmeichler!  ic);  bibt.  auöbriicf; 
lid)  oon  ber  gottlid)en  ©nabc  auSfdiliefen  (j.  35.  t>crf[uc^t  fei,  wer  feinem 
SSater  flucht;  fic^  ücrflu  ^  en,  f.  fti^  fclbft  für  Berftud^t  ob.  »cvbammt  er« 
flaren,  j.  S.  ^ctriiö  i)i\b  an,  fict)  ju  oerfCuc^en  u.  ju  fc^mören  zc);  baf)cc 
bag  SK».  Derf(ud)t  f.  etrig  verbammt  (fc^  will  oerflud)t  fein  :c.,  alö  gem. 
©d^tt)ur=  ob.  93ctf)ciierung6formcl),  u.  al€  58».  f.  t>erbammungän)ertf),  f)öd){l 
nbfd)eu(id),  bef.  al6  :j(u6brucl  t)eftigen  UnwiUcn6  (ein  »erfluc^ter  SiKcnfc^;  eine 
verfluchte  Z^at;  baö  üerflu^te  ©piel!),  gem.  au^  al§  9?ro.  f.  in  f)ohem 
©rabe,  fef)r  ic.  »on  unangencl)men  Singen  (j.  S.  »erfluc^t  grob,  fc^ttcr, 
tt)euec  !c.),  u.  atö  2£u§ruf  beö  UnroiUeng  ob.  ber  5öent?unberimg  (et  »er» 
fXu^t!);  2)  etwa«  — ,  lanbfc^.  f.  verfd)tt)oren,  b.  i.  bte  Untcrtaffung  einer 
©ad^e  mit  einem  gtud^e  angeloben  (baö  (Spielen,  baö  Srinfen  jc. — );  — 
ücrflu(j^en§n)ert^  ob.  ? würbig,  35».;  bie  SSerfluc^enöwürbigf eit;  ber 
SSerfluc^er  -ö,  mt  einen  ob.  etwa«  werflud)t;  bie  Söerflud^ung ,  \iai 
S3erflud)en. 

üerflücl)tigen ,  giel.  3»»-,  ctg.  flüd)tig  mad)en,  (Scheibe«,  einen  Äör* 
per  —  jibn  ^üd)tig  ns-rben,  b.  t.  verfliegen  ob.  üerbunften  laffen;  fid)— , 
in  2)ampfe  aufgelöf't  verfliegen;  bie  SSerp^tigung. 

SSerfliif^,  m.,  f.  unter  nerflie^cn. 

öerflüflern,  jicl.  3w-,  flitffernb  verbringen  (ben  2tbenb). 

üerflutl)en,  3».,  1)  jieUog  m.  fein,  bidjt.  f.  fid)  flutl)enb  verlieren; 
2)  jiel. ,  »lt.  f.  überfd)n»emmen,  flutf)enb  ivegfpülen. 

»erfolgen,  3^».,  1)  jiel.,  baö  t)erft.  u.  ?um  8161.3«?-  fortgebtlbetc  fol; 
gen,  überl).  etivaä  burd)  nad)fo[genbe  SSeivegung  ju  erreid)en  fud)en; 
insbef.  a)  eine  S5ei-vegung  ob.  3;i)dtigfeit  in  bejlimmter  9\id)tung  nad) 
einem  3iele  beliarrlid)  fortfe^en ,  mit  2(  c  c.  beö  SBcgeö  ob.  3iele6  (feinen 
SJCeg,  feine  «Reife,  ben  ßauf  eineö  gliiJTcö— ;  unetg.  einen  ^lan  —  ,  fein 
SUc^t  — ,  b.  t.  bel)arr(i(^  ju  erlangen  fuc^en);  eljem.  aucl)  f.  j^olge  leiften, 
beijlimmen,  u.  überl).  ber  dit\t)i  nad)  abftimmen  (oon  ben  gcfci)worencn 
@ericl)t6beifi|ern);  Ij)  einen  5[)?enfd)en  ob.  ein  Zi)m  — ,  ihm  in  feinbs 
nd)er  2(bfid)t  nad)etlen,  finnv.  il)m  nad)re^en  (ein  Zi)iit  auf  ber  3agb  — ; 
bie  «Reiterei  verfolgte  ben  flüchtigen  geinb;  einen  SSerbrec^er  — );  in  trciterev 
SBcb.  einem  ettvag  @d)ablid)eS  ob.  Unangenel)meä  nad)fenben  (j.  35.  einen 
mit  (S^ma^ungcn,  mit  ©tcdEbricfcn  2C.  verfolgen),  u.  überl).  einem  auf  ir- 
genb  eine  5Beife  ju  fd)aben  fud)en,  i()m  Übel  jufügen,  il)n  feinblid)  be- 
l)anbeln,  finnv.  nad)ftellen,  anfeinben,  bt^brücfen  (j.  35.  einen  Xnberöben« 


t)crfovmen  —  verfügen  1535 

Jenben  feine«  ©taubcnS  wegen  — );  2)  jtelloö,  et)em.  f.  fortfa()r«n,  \)«rfe^en 
(in  bei-  JRebe);  oberb.  audj  f.  üerabfcfgt  ob.  übergeben  irerben;  —  bec 
SSerfolg,  -c§,  o.  SR.,  bai  J^olgenbe  ob.  5öeitere,  bie  J^ortfe^ung,  bec 
^^ortgang  (j.  S.  einet  ©a^e,  einer  SrjQ^lung  k.);  Oerfotglic^,  5Rn).,  oberb. 
f.  folglid):  ber  SSerfoIger,  -^,  bie  SJerfoIgerinn,  9)?. -en,  wer  2(nbere 
tjerfolgt,  b.  i.  iljnen  nac^fteüt,  if)nen  ?u  fdjabcn  fu^t  ob.  fic  anfeinbet;  bie 
Jöcrfofgung,  1)  o.  SR.  bag  93erfc[9en,  bebarrtid)«  gortfe^en  fj.  18.  be« 
SBcgee,  eincö  ^(ane6  ic);  2)  50?.  -en,  ba^  SSerfoIgen  in  feinbücber  2fb= 
fid)t,  ftnn».  5f?ad)fleUung,  ^(nfetnbung,  u.  einjctne  feinbfelige  J^anblungen 
ob.  Angriffe  (bie  Jöcrfolgung  2fnbct6bcnEenber;  üictc  93erfolgungcn  leiben  mü[= 
fen  K.);  bcr  SSerfoIgungSgeifl;  bie  SSerfolgungöfuc^t;  ocrfolgung§fü(^= 
ttg,  S5n). 

ocrformcn,  jict.  3w-,  mcijl  »lt.  f.  anber6  formen,  ber  gorm  ob.  bem 
2(u6fel)en  nad)  oeränbern  ob.  entflellen;  falfd},  unrid)tig  formen,  ücrbil* 
ben;  bie  23erformung. 

üerforflcn,  jiel.  3»ü-.  tanbfc^.  (oberb.  »crförjlen)  einen  Söalb— , 
jum  ^^orfl  mad)en,  b.  i.  bas  gorftrec^t  barüber  in  2Cnfpru(^  nel)men,  ben 
Sann  barauf  legen;  einen  SSaum  — ,  bie  i5or|l9ebüt)ren  baüon  erlegen; 
bie  23erforjlung. 

oerfrac^ten,  jict.  ,3w-,  «t^  ^va&)t  ocrbingen  u.  üerfenben  («SSaaren— ; 
einem  ein  ©djiff  — ,  jur  gortfdbaffung  ocn  ©ütern  Bermiett)en);  etroag — , 
tag  ?5ri»*tge(b  bafür  ja()len;  ber  SSerfrac^ter,  -^,  mer  etroag  üecfrac^s 
tet;  bcf.  ©djiff.  ber  93ermieti)i'r  cine6  gra^tfc^iffeö;  bie  SSerfrac^tung. 

Oerfremben,  jiel.  3»-,  fremb  ob.  ju  etwas  gcembem  mad^en,  oetfc^. 
cntfremben;  in  bie  Jrembe  ob.  in  frembe  J^ä'nbe  bringen,  oeräufern; 
bie  SSerfvembung. 

üerfreffcn ,  jicl.  3»t».,  ablaut.  (f.  frcffen),  gem.  freffenb  t>er5et)ren,  burd) 
unmä^igc^  ©(Jen  burd)bringen  (®clb,  fein  SSermögen  k.);  baö  SRib.  t»ec; 
f reffen  als  Src.  f.  burd)  ^^reffen  t>erborben,  im  f)öd)jlen  (^rabe  fref^bes 
gierig  (oerfreffcn  fein;  ein  ocrfceffener  gjZcnfc^);  bie  23erfrefj"cul)eit,  ba^  95er? 
freffenfein. 

Dcrfreunben,  jiel.  3w.,  tanbfc^.  f.  jum  ^5«""^«  *"^cf)en,  bcfreunben; 
öecfreunbet  als  Sw.  oberb.  f.  oerroanbt. 

üerfricbcn,  jiel.  3»ü.i  ait  u.  lanbf^.  f.  befriebigen,  b.  t.  einjd'unen,  ein; 
fd)Iie^en. 

»erfrieren,  jieltof.  3«?.  m.  fein,  ablaut.  (f.  frieren),  gem.  f.  erfrieren 
(f.  b.);  bas  ?Ktt).  Der  froren  als  S)t>.  gem.  f.  leid)t  frierenb,  froftig  (ein 
»erfrorener  gjienfc^). 

üerfröl)nen,  jiel.  3w.,  1)  mit  $5fo{)nbien|len  belegen;  2)  etroaS— , 
Stoi)nbienffe  baüon  ob.  bamit  leiflen;  bie  SSerfrö^nung. 

ücrfrübcn,  jiel.  3w. ,  ctn?aS— ,  ju  früf)  mad)en  ob.  fjerüorbringen, 
bewirf  en,  baf«  etroag  früf)er  gefd)iet)t  ob.  eintritt,  al^  ei  orbnung^;  ob. 
naturgemäß  ift,  entg.  üerfpäten  (§.  S.  bie  entwidelung,  bie  SBilbung 
eines  ÄinbeS  zc.  — ;  eine  ocrfriiijetc  «Reife  :c.) ;  bie  23erfrüt)Ung. 

t>erfuc^§fd)n)Qn3en,  jicl.  3w-,  lanbf(^.  gern  einen  —  ,  ibm  burd)  ^ixd)ß' 
fd)jvanjen  (f.  b.)  ob.  niebrige  (Schmeichelei  bei  einem  2(nbern  fdiaben. 

oerfugcn,  jiel.  3w. ,  1)  in  einanber  fugenb  tterbinben;  2)  falfd)  fugen. 

verfügen,  3».,  1)  jiel-  ettoai—,  üeranfialten ,  anorbnen,  oerocb* 


1536  »evfuljren  —  tj^rfuttern 

nen,  »ermöge  amtti(^iT  ©etuaft  u.  SSefugntfe  JCnflalt  treffen,  bafö  itncii 
gefdie^e  (ogl.  fügen);  2)  gteUoö,  über  ct.taS  (2(cc.)  — ,  befugtet  5öeife 
2fnorbnungen  ob.  $8eftimmungen  barüber  machen;  ftnno.  bamtt  fd)alten 
ffr.  bigpomren);  3)  rürfj.  fid)  — ,  ftd)  an  einen  £)rt  begeben,  al6  förm= 
lieber  2(uöbruc!  u.  bef.  [ofrrn  eö  ju  einem  bcjlimmten  (»Je[c^dfte  ob.  in  golge 
genommener  2fbrebe  gefcfticbt  (eijem.  auc^  blo^:  ftc^  fügen);  bie  SSerfü; 
gung,  1)  baö  23eifügen,  7(norbnen  ob.  ^ecorbnen;  bie  freie  SSeflim^ 
mung,  ba^  @d)alten  über  etwci^  (eine  ©adje  ju  3emanbg  Verfügung  tlel= 
Icn,  fr.  Sigpofition) ;  2)  ba^  ^^erfügtc,  bie  ^(norbnung,  bet  ertf)eiltc 
S3efef)I  (SÄ.  Serfügungen,  j.  S3.  einer  Se^Örbe;  eine  Verfügung  treffen,  er= 
lafTen  k.)- 

t>crfül)rcn,  jiel.  3«?.  (altboc^b.  farf<5rjan,  firfuoren,  b.  i.  fortfüf)ren,  übertrat 
gen;  mittelb-  venüeren),  1)  roegs  ob.  fortführen,  an  einen  anbern  Sirt,  in 
bie  '^itne  führen  ob.  fchaffen  (Sßaarcn,  ®ütcr  zc);  gem.  anä^  f.  füt)ren, 
in  58en?cgung  fe^en,  er{)eben  u.  fottfe^en  (einen  Särm,  ein  großes  ©e- 
fc^rci— );  2)  fatfct)  ob.  irre  führen,  gcir.  nur  uncig.  einen  abftcl)t(id)  ju 
etwas  Unred^tem  beilegen ,  ob.  baf)in  bringen,  etroaS  ju  tf)un,  njaS  er 
nid)t  ()ätte  tf)un  fcüen,  bef.  in  fittlicbem  SSerftanbe:  einen  ju  einer  böfen 
v^anblung  bewegen,  ftär!er  de:  t»erleiten,  »erlocfen  (einen  ju  '2C\i€i(ij\mi'' 
fangen,  jum  Srun!,  jum  ©tet)lcn  u.  — );  auc^  überb-  f.  ftttlid}  üetbetben, 
feiner  Unfd)u[b  berauben  (einen  jungen  SÄcnf^en  —  ;  ein  51!Ääb^cn  — ;  eine 
Sßerfüt)rtc);  uneig.  aud)  ton  ©adben  (j  SS.  bae  bcfe  Sci|piel  b<it  ibn  cerfübct-, 
W  23Jai^t  üerfübrte  mic^  jc);  in  \üeitcrer  Seb.  fc^erjb-  «in«'^  ju  «tivag  'i(n; 
gene()mem  bewegen,  übcrrcben  (j.  95.  gu  einer  «ujlreife  jc);  oberb.  ef)em. 
benSoü  — ,  umgeben,  betrügen  (fr.  befraubiren);  —  oerfül)rbar,  SBw., 
1)  waö  tterfüt)rt  ob.  verfahren  werben  fann  (SfBaarcn);  2)  wer  ftd)  t^er* 
führen,  b.  t.  jum  S5öfcn  »ertcitcn  läfft:  bie  Sierfüt)rbarfeit:  ber  Jöerfü^; 
rer,  -ä,  bie  Jöerfülirerinn,  ^.  -en,  wer  ^em^nb  verfü{)rt,  b.  i.  jum 
Söfen,  bef.  jut  Unftttü^feit  verleitet;  t)erfübrerifd> ,  95ir.  (e^em.  and)  »er- 
füt)rifc^),  einem  SSerfü^rer  gemäf  ob.  von  if)m  au^ge^cnb,  überb-  ^«f- 
füf)renbe  .Kraft  ob.  5\iirfung  babenb,  burc^  Säufcj^ung  bce  SScrftanbeö  u. 
©innenreij  jum  Unvcd^ten  bercegenb,  ftnnt».  veijenb,  tierlocEcnb  (eine  »er* 
fübrerifc^e  ©^öne;  uerfübrerifc^c  ©i^meidjcrei;  fdberjb-  »crfübrerifc^cö  Sß3et= 
ter  u.  bgl.);  bie  SSerfübrung,  bie  vöanblung  beS  ^ßerfübrenS,  bef.  in  ber 
2ten  S3eb.:  bie  SSerleitung  ^um  S5fen  (ber  9Serfüi)tung  reiberftebcn);  audj: 
\>a^  2}erfaf)renbe,  ta^  3)iitte[  ob.  bie  (SJelegenheit  jum  23erfül)ren  («K. 
ffiirfübrungen);  bie  a5erfüf)rungöfunfi ,  3)?.  ^  fünfte. 

Ocrfumfelen,  ?ie(.  ^w.,  gem.  bef.  nicbeib.  (oon  fum feien,  Ijamburg. 
fumfumfeien,  oönabrütf.  funfein  f.  luftig  fiebeln,  j;um  Sans  geigen;  gibeU 
fumfei,  bfinnöo.  gunfcl,  f.  ©eige;  wa^rfc^.  ift  fum  fei  (Sdt^aümäjah' 
mung  beS  ®eigenfpiel6)  eig.  bei  3;an<i  u.  ^J^ufif  burd)brtngen,  üertä'nbeln, 
t)erfd)erjen:  burd)  2eid)tfinn  ob.  Unbebad)t  vertieren:  Ieid)tfinnig  ob. 
mutf)wiliig  verberben,  ftnn».  ver^unjcn,  verpfufdien. 

oerfuttcrn,  jiei.  3tt>.,  a[6  gutter  (1)  ob.  ^um  guttern  vcrbraudjen 
(3cug). 

verfüttern,  ?iiet.  3m.,  1)  alS  ^utter  (2)  ob.  9iat)r«ng  fürg  «Biet)  ge= 
braud)en,  verbraudjen,  erfd)öpfen  (ben  .?)Qfcr,  baß  Jqcu  k.);  2)  burd) 
übermci'figeg  güttern  ob.  fdiäblid^cg  ^utter  verberben  (ein  ^ferb);  bieSier^ 
fütterung. 


»ergaben  —  »ctgaufcln  15iiT 

vergaben,  jiet.  3».,  etvoai  ali  eine  &(ibe  verleihen;  ju  @aben  xki-- 
braud)en:  ef)cm.  quc^  f.  »ergeben,  einem  TTnbcrn  übergeben;  bie  SScr- 
gabung. 

oergaffcn,  rüctj.  3w-,  ftd)~,  ftd)  im  öaffen  g[eid)f.  verlieren  ob. 
tergeffen,  burd}  anf)a[renbcn  "änblid  wcrblcnbet  unb  üon  Segierbe  ergriff 
fcn  iverbcn  (ftd)  an  einer  ©ac^c  ob.  in  eine  ©ac^e  — ;  in  ctrrag  oer^afft  fein), 
inöbef.  fid)  in  eine  ^erfon  — ,  ö.  i.  fid)  in  fte  t>er(ieben,  nur  burc^  !f)r  2Cu= 
^evee  gcblenbct  unb  geretjt. 

üer9äl)ncn,  jiel.  3vo. ,  gaf)nenb  verbringen  (feine  3ett). 

Dergä()ren,  jidtof.  3»f.  m.  fjaben,  ablaut.  (f.  gä't)ren)  ju  @nbe  gcii)ren, 
viuägä'bren;  ju  viel  ga'bren,  ftd)  übergä[)ren. 

üevgaUcn,  jietlof.  3n>.  m.  fein,  feiten  f.  5U  QoaÜi  ob.  uneig.  gaUeii= 
bitter  werben  (ocvgaltt  f.  oecbittcrt);  vergällen,  jict.  ^vo.  (mittetb-  ver- 
gcllen.  ^rdt.  ver^'alte)  JU  C^aÜe  mad)en,  ob.  burd)  SÖeimifdiung  »on 
^nÜe  bitter  mad)en  (Äücft.  einen  gifd)  — ,  burc^  unoorftc^tigc  3errei§ung 
ber  ©aUenbtafe  bei  ber  3ubeveitung):  uneig.  f.  einem  etiraö  gallenbitter, 
b.  i.  l)öd)fl  unangenet)m  ob.  luiberiüärtig  mad)en,  in  f)cl)em  (Srabe 
\>erbittern  (einem  einen  ®enuf6,  eine  grcube,  ba6  ßebcnjc.  — );  bie  SSer; 
gallung. 

Dergaiopiren,  rüdj.  3w.,  fid)  — ,  fc^crjf).  f.  fid)  iibereiien,  fid)  in 
ber  Site  inen  ob.  üerfel)en. 

SSergang,  äJcrgangenbcit,  t>ergänc\(id>  k.,  f.  unter  oerge^cn. 

Oergantcn,  jiil.  3>t).,  oberb.,  auf  ber  C^ant  (f.  b.)  b.  i.  in  öffentiidjer 
aScrfteigerung  an  ben  SÄci^bietenben  üerhiufen ,  t>er(Ieigern  (l)albfr.  ueraur= 
tioniren);  ber  SJergantcr,  f.  23erf}eigerer;  bie  S5ergantung,  f.  öffent- 
iid)e  33er|Teigerung  (fr.  2Cuction). 

ücrgarnen.  jiel.  3)».,  burd)  ein  @arn  ob.  5lefj  f}emmen,  cinfd)Iie§en 
ob.  barin  »envirfeln,  finno.  vcrflri(fen:  bie  ä^ergarnun^^. 

ücrgaftcn,  üiei.  3ir.  m.  l)abcn,  gleid)f.  jum  @ajl  werben,  a(§  (5)afl 
Derweilen:  ©c^iff.  ,,bie  3eit  oergajlet",  raenn  bei  ber  Qbhe  ob.  gtutt;  baö 
JffiafTcr  im  ©tillflanbc  ift. 

ücvgattcn,  jiel.  3n>-  (»gl-  gattcn)  1)  olt.  f.  eng  \)erbinben  ob.  jufam^ 
menfügen;  bai)et  ber  25ergattl)obel,  Sifd)l.  ein  fleiner  >^obet  ?um  Sejlo' 
^en  ber  ©etjrung  an  Singen,  »cli^e  oer!röpft  werben  [ollen;  ücrgatten 
2)  (oon  ünberem  Stamme?)  lanbf(^.  ßanbro.  f.  baä  Jeib  beftelfen;  bie  SScr- 
gattung:  —  IHTgattern  1.,  jict.  3»f.  (nieberb.  »ergab  em,  oergabbcrn: 
f.  gattern  2.),  alt  u.  lanbfd^.  f.  »erfammeln,  inebef.  bie  ©olbaten  burd) 
Srcmmelfc^lag  jufammen  berufen:  bie  S3crgatterung  (nieberb.  Secga- 
bcrung:  oberb.  Qud):  23ergattung,  SSirgattung  :c.)  f.  23erfammiung, 
(Sammlung,  3fiottirung;  inöbcf.  bie  ^erfammlung  ber  'iO?annfd)aft  (53er= 
gatterung  fc^lagen  ob.  btafcn,  b.  i.  mit  ber  Srommel  ob.  Srompete  bai  3ei- 
C^en  baju  geben;  franj.  battre  l'assemblce);  bair.  (SJcrgattung,  »erberbt: 
SSirgatum,  58a!atum?)  ein  gcjl,  ju  »reichem  bie  ©c^ulftnbct  iä't)rli<^ 
am  (5nbe  ii)rer  Prüfung  oerfammelt  mürben. 

licrgattcrn  2.,  jicl.  ^tß.  (nieberb.  »ergabbem;  oberb.  vergattern),  mit 
einem  ©atter  (f.  b.)  t>erfeben,  venrabren,  r»erfd}[ie§en:  bie  SJcrgatte^ 
vung,  bag  23ergattern;  baS  ücrfd)Iie^enbe  (5)atter  felbfl. 

üergaiifeln,  jiel.  3«-,  gaufelnb  v>erbraud)en  ob.  »erbringen. 

4>cpfe'6  .i^anbnjörtcrb.  b.  beutf(^en  ©pr.  2.  Zi)dl.  1)7 


1538  vergöumen  —  üei'gc()en 

oergaumcn,  lid.  ^m.  (egl.  gaumtn)  o&erb.  «It.  f.  üerf)iJtcn,  aiwti)' 
ren;  oevgaumlofen,  jtet.  3».  (üon  gaumfos  f.  adjtioi)  f.  t)errcnf)r(ofen. 
ücrqauncrn,  f^kl  3«).,  gaunernb  ob.  mit  ©auncret  »erbringen. 

»ergeben,  jiel.  3»».  ablaut.  (f.  geben;  a(tf)0(^b.  fargcban;  mittdt).  ver- 
geben) 1)  ettraä  lüeggeben,  einem  2(nbern  l)ingeben,  öer(cif)en  (feine  Äodjs 
tcr  —  ,  b.  ;.  einem  jur  Si)C  geben;  i^cc  Jpanb  ifi  [c^on  oergcben;  ein  limt, 
eine  ©teile—);  gebenb  erfd)öpfen,  t)önig  ausgeben  (baö  ®elb— :  aud) 
rüiEj.  fidj — ,  b.  i.  3Clh'ö  rceggeben,  »qS  man  t)Qt):  unctg.  einem  ob. 
ficf)  et roaä  —,  b.  i.  eö  ju  feinem  5'?ad)t{)ei(e  iveg-  ob.  aufgeben,  faf)? 
ren  Inffen,  finno.  if)m  ob.  ffd)  (Sintrag  ob.  2(bbrud)  tfjun,  ju  na[)e  treten 
(i&i  fanr.  mir  ob.  mtinem  Sichte,  meinet  SBiirbe  u.  nicfcte  Bcrgcben;  er  t)at 
feinem  Stadifotgcr  awa^  oergeben);  2)  ei)em.  bef.  f.  umfonjl  geben,  frei* 
tvtüig  geirdhren  ob.  gejlatten;  bal)ev:  einem  etivaS  — ,  if)m  bie  (Strafe 
Ob.  Öiad)e  für  ein  Unred)t,  eine  SSeleibigung  k.  erlaffen,  fdbcnfen,  finno. 
üer^eiben,  perfd).  begn  obigen,  (ic^ '^ergebe  bir  bcineSäjuIb,  bcine  58e= 
U'ibigung  2C.;  ocrgiib  un6  unferc  ®d)ulben  K.;  oudj  ct)ne3ie(w-:  feinen  gein= 
ben  unb  S5ch'ibigcrn  üergcbtn;  ba§  fann  i<i)  mir  ni(^t  »ergeben,  b.  t.  ic^  mufS 
mir  bef6f)ülb  btftcnbig  SSouriirft  mad^en);  in  bcr  ^öflt(^!eit6fpr.  auä)  f.  ents 
fdnilbigen,  nid)t  übel  aufnel)men  (oergeben  ©ie  mir  miine  grage?  u.  bgl.); 
3)  lünbfd).  etroaö— ,  f.  t)errreuern,  üerjcKen,  bie  beflimmte  2(bgabe 
für  etiüa^  geben  (SBaoren,  fein  SSermogcn  u.);  4)  filfd),  unrid)tig  geben 
(bie  Aorten);  ciudj  rüctj.  fid)  — ,  f.  ftd)  im  ©eben  verfeben:  5)  einem 
ettxiag  ®d;äb[id)e§,  SSerberblidicö  geben,  ifjn  burd]  beigebrad)tcö  ®ift 
tobten,  finno.  t)ergiften,  f.  b.  (et)cm.  r.  mit  bcm  ^at.  ber  ^erfon,  j.  35. 
einem  im  Sffen  vergeben:  i^m  tt»arb  »jergeben,  b.  i.  er  warb  oergiftct;  jffet 
gew.  mit  bem  "Kcc:  einen  mit  @ift  cergebm:  JRatlen  unb  5}Zäufe  vergeben, 
gen?,  »ergiften);  0)  cljem.  f.  o()ne  3Sirfung  ob.  6rfo(g  geben,  etvoa^  üt)ne 
^^u^en  anavnben  ob.  t^un;  bai;ec  bai  ?OTm.  vergeben,  ali  Sto.  lanbf^. 
f.  unnü^  angeit>enbet  ob.  get()an,  erfolglog,  gew.  üergeb(id)  (einem  »er« 
gebene  ?Kiif)c  machen;  eine  »ergebene  JRctfe  u.  bgl.);  oberb.  aui)  f.  nic^tö= 
nii|ig,  nic^törcürbtg  (ücrgebene  ßeute);  üCV^ebcn^,  9iit),  (altb.  fergebeno. 
vergebene)  1)  alt  u.  lonbfc^.  f.  umfonjl,  ohne  (Entgelt,  frein^illig;  2)  ol)ne 
(5rveid)ung  feiner  ^(bftd)t,  of)ne  (5rfo(g  (er  bemül)t  fic^  »ctgebeng;  allcö 
SBitten  war  »ergeben«);  ber  Siergeber,  -S,  tver  ctwai  oergiebt,  b.  i.  »er« 
jeiht;  mxo^ihüä),  33».,  1)  tva5  vergeben,  b.  i.  v<r3ie()en  iverben  fann, 
gew.  ver3ei()(id),  erlaf^Iid)  (eine  oevgebiidje  ©iinbe);  2)  feinen  (Jrfolg  ha^ 
benb,  finno.  erfoigioiJ,  frud)t(og,  unnü^  (oergcblidje  93?iit)c,  J^offnung  k.; 
vergeblid)  arbeiten  K.);  bie  äJcvgcblid^feit,  b<\i  23ergeb(id)fein,  bie  ^vn(i)t' 
lofigfcit;  vcrgebfam,  S5»r.,  feiten  f.  geneigt  ju  vergeben,  gern  verjeil^enb, 
finnt).  nadifiduig,  cerfö()n[id>;  bie  SSergebfamf eit:  bie  Sjergebung,  i>ai 
SSergeben,  inöbef.  et)em.  f.  SSergiftung;  gew.  f.  (5r(affung  ber  <5d)ulb, 
S3erjeihitng  (j.  SS.  ber  ©ünben);  in  ber  ^öflic^fettöfpr.  aud^  f.  @ntfd}uls 
bigung,  5^ad)fid)t  (ic^  bitte  um  Vergebung,  ob.  bloß:  um  Vergebung I  jc). 

vergegenwärtigen,  jiel.  3».,  gegenwärtig  mad^en  ob.  barflellen,  bef. 
im  ®ei)l  burc^  tik  einbiibunggftaft,  (ebf)aft  vorflellen  ( fid)  ob.  einem  et= 
wai  — );  bie  SScrgegenwärtigung. 

t>crgcl)en  ob.  vergeljn,  3w.  uuregelm.  abtaut,  wie  gc{)cn:  3nipf.  verging, 

2Jilt).   vergangen,    (alt^od^b.    fargangan,    fergän;    mitteil),    vergan,    verg^n) 


t)crget?rcn  —  üevgcijlen  1539 

1)  jifUoö  m.  fein,  ctg.  fort;  ob.  »rcggc^en,  nur  uneig.  gebr.  f.  nad)  unb 
nacl)  fid)  Kerlieven,  allma'{)(td)  abne{)men  unb  werfdjminben  (bcr  9tebf(,  ber 
9?auc^,  ein  glccE  auf  bcr  ^aut,  bcr  ©c^tnerj  u.  »ergcl^t;  baS  ©efic^t  »er= 
gebt,  b.  i.  nimmt  ob,  trirb  fc^wädjcr;  mir  »erging  >^örcn  unb  ©eben;  bie 
?uft  i(l  tbm  vergangen);  auff)ören  jii  [ein,  finno.  unter3et)en,  ju  ©runbe 
ge^en,  cbcm.  quc^  f.  jlerben,  (bibl.  allcö  ^leifcb  ^«»vb  »ergeben;  Jg)immcl 
unb  ©rbe  rcerbcn  »ergeben;  man  möchte  »or  3Crger  »ergeben);  bef.  »cn  ber 
3cit,  ftnno.  üon'ibergefjen,  ^jerfliefen  (bie  3eit  »ergebt;  baö  3abr  ijt  »er« 
gangen;  ber  Sag  »erging  mir  fcbncU);  baS  SÄro.  vergangen  al6  fSxv. 
ubcrb.  f.  öoröbergegangen,  ücrfloffen  (bie  »ergangene  3eit,  ©prac^l. 
bie  gorm  beS  3eitt»ortcö,  \vdii)i  bie  SScrgangcnbeit  auöbrüctt,  lat.  tempus 
praeteritum) ,  ingbef.  f.  le^t;  ob.  jüngjloergnngen,  f.  ».  rv.  oorig,  verroi; 
cl)en  (in  »ergangener  SBocbe  ob.  »ergangene  SBocbc  »»ar  er  bd  mir;  »ergan- 
gencö  Sabr  jc);    tanbf^.  auc^    al6  3lm.  f.  jüngfi:,    neulicf),  t>or  fiir^em; 

2)  riiif}.  ftd)  — ,  ebem.  f.  fe{)(  ob.  irre  gehen,  fid)  im  @ef)en  üertrren; 
iefet  nur  uneig.  f.  einen  ^il)ltv  begef)en,  fe()ien,  »orfd^licb  ob.  au6  Über= 
ci(ung  v>om  9Bege  beg  9ied)t5  abit)eid)en  ob.  ein  ©tttengefe^  übertreten, 
gelinbcr,  aI6:  etrortö  »erbred)en,  (er  i)at  ftd)  im  3orn,  im  Srun!  2C.  »cr= 
gangen;  ftc^  gegen  ob.  wiber  3cmanb  »ergeben;  ft(^  tbatlic^  an  einem  »er= 
gef)en,  finn».  fic^  an  t'bm  »ergreifen);  ftdi  mit  einem  —  ,  tanbfdb-  f-  ti<^  i"^ 
Umgänge  mit  ibm  »ertragen;  3)  jiel.  etivag—  ,  Qci)enb  üertrciben  (j.  S5. 
fic^  bie  ©teifbeit— ),  ob.  «erbringen  (bie  3cit);  cbcm.  auc^  f.  oertreten,  »er» 
fpcrren;  übergeben,  »ermeiben,  »ertaffen,  einem  cntgef)cn  (mittctb-  ^^*^  ^ft, 
diu  wunne  u-  vcrgat  mich);  —  bie  ^(X^d^e,  Wl.  -n,  lanbfc^.  f.  ein 
fdinell  t>erge()enber ,  aber  balb  wieber  jum  Sorfdjcin  fommcnbcr  J^autau^- 
fd)lag,  §(ed)te,  @c()tvinbe;  baö  5öer3cl)cn,  -g,  1)  o.  ?K.  baö  23erfd)n?in- 
ben,  SSorübergef)en,  23erfliepen;  2)  9??.  \v.  Q.,  eine  ^anblung,  mit 
rceld^er  man  fid)  vergebt,  ein  begangene^  Unred)t,  ft'nno.  ^ii)kt,  33er- 
jlof ,  mitber  a(§:  5öerbred)en  (ein  leic^tcö,  ob.  fc^rocreg,  grebeS  ic.  SScrge« 
ben);  in  bicfem  «Sinne  audb:  bie  5öergcl)ung,  5)?.  -en;  ber  S5ergang,  -e6, 
0.  SK.,  fetten  f.  baö  33ergef)en  (1):  bcii  ^(bne^men,  3u-'(5nbe;gef)en, 
ber  Untergong:  bie  5öer(5angen(}eit,  baä  SSergangenfein;  baS  SSergan; 
gene,  bie  »ergangene  ^iit,  j.  U.  o.  ©egennjart  ob.  3uEunft;  üercjängltc^, 
85»».,  bem  93ergef)en,  b.  i.  bem  2(bnebmen  u.  Untergange  unterworfen 
ob.  rtuögefe^t,  bcf.  leidet  unb  fdineU  üergehenb,  finn».  unbeftä'nbig  (aUc6 
Srbif^c  ijl  »ergänglici);  »crgönglic^e  färben,  j^rmben  jc.);  bie  SJeri^äng^ 
lic^fcit,  bog  3}ergongIid)fein,  finn».  ber  Unbeflonb;  auc^  bie  &ifammu 
l)eit  ber  üerga'nglid)en  25inge,  bie  irbifd^e  SBeit. 

ücrgel)reit,  jiel.  3w-)  >?>anl>n).  mit  einer  @el)re  ob.  ©errang  t)erfef)en; 
bie  SSergcl^rung. 

octgetgen,  jict.  3w.,  getgenb  »erbringen  (tk  3cit),  ob.  vertreiben  (jtd) 
bie  ©riUcn). 

ücrgeifeln,  jiet.  3»».  (mittelb- vergJseln)  ort.  f.  (\l$  (35eifei,  ofg  ®efan; 
genen  geben,  t)Uif[oö  loffen:  ettvoS— ,  burd)  (Stellung  von  ©eifeln  be= 
fraftigen;  ftd)  — ,  fid)  ber  93erbinb(id)feit  ali  ©eifel  ent5ief)en. 

ücrgdj^en  u.  t^ergeijlern ,  jicl.  3«».,  alt  u.  bic^t. ,  ju  @t'x\i  madjen,  in 
«inen  ®eift  wertronbetn;  ücrgeiliigen,  jiel.  3ro-,  geiftig  ob.  ju  itwai 
©eijiigem  mod)en  (j.  85.  SBcin  — ,  ju  ©eingeift  btnouflautcvn,  fr.  alfobo= 

97* 


1540  ^ercjelbcn  —  tjeuöcffen 

liftrcn);  cntfinnficben,  jum  getfriycn  So^riffe  madbcn,  cntg.  «erfinnri^cn, 
(eine  Jfnfdiniiun,^  ob.  S3ori"tcUiing);  bie  SSergetfligung. 

ycrqclben,  jieUof.  ^m.  m.  [ein  (lanb[d^.  aud)  o  er  gilben),  Qdb  werben. 

öcrgelcitcn,  jtet.  3w. ,  ou.  f.  geleiten,  bev  <3id}ecf)eit  wegen  begleiten 
(JRcifcnbe,   ®ütcr  ic). 

ücr.qelten,  jiel.  3».  aHant.  (f.  gelten;  gotl).  fragiidan,  altf)od^b.  fargel- 
tau,  mittelf).  vergelten)  etwaä— ,  übcrl).  (Entgelt  ob.  Qxfa^  bafüv  geben, 
baf)cr  cl)em.  etmaö  feinem  SGBcrtbe  gemäjj  be5al)len  ob.  erfe^en  (j.  58.  ein 
^au§  — :  ntcberb.  man  !ann  es  nfdjt  oergelbcn,  f.  mit  @ctb  beja{)tcu; 
obcrb.  aucfj  umgcEeljrt:  einem  fein  ®elb,  feinen  Pfennig — ,  b.  i.  it)m  bcn 
cntfpredjenöcn  2Sertl)  an  ^aav(  geben):  e^em.  auc^  f.  etivaS  al^  ®ct)u(btge^ 
begabten,  cntrid)ten  (bic  2(bgabe,  bcn  3ef)ntcn— ),  u.  f.  5urücBbe5at)len, 
wiebeicijTaften;  jc^t  gcrc.  einem  etwaö  — ,  it)m  für  fein  ^Ibun  ben 
angemeffenen  ßo()n  geben,  H  burdi  ^l)nlid)e§  erjlatten  ob.  enviebern, 
finno.  eincrfeitö  lo{)nen,  belüf)nen,  anbrerfeitö  ract)en,  ftrafen  (®leid)cS 
mit  @lei(^cm  uergetten;  bibl.  üev3c[tct  nidjt  Söfe6  mit  S^öfcm;  icb  !ann  il)m 
feine  5ffiol)ltf;aten  nic^t  oergelten;  ®ott  oergelt'  e6  Sljnen!  eine  ®anf formet 
für  eine  empfangene  SBol)Ul)at;  bie  oergeltcnbe  ©ercditig^eit  ©otteö);  ber 
ä^evgclt,  feiten  f.  bie  SSergeltung:  ber  $8erge[tcr,  -6,  bie  ä5crge(terinn, 
Wl.  -en,  wer  etam^  vergilt,  ein  oergettcnbeö,  loljnenbeö  u.  rö'djenbeg,  2öe= 
fcn;  bie  ä>crj.]e[tun.q,  1)  o.  'SJt.  bie  v^anblung  beg  SSergeltenS:  2)  ?}?. 
-en,  bng  23ergeltenbe,  ta€y  womit  etwag  vergolten  wirb,  finno.  Söelot)? 
nung  u.  «Strafe  (j.  S5.  bie  SBergeltung  bleibt  nic^t  aug);  lanbfc^.  inSbef.  f. 
Srinfgelb;  bai  S3ergeltun9övcd)t,  baö  «Redjt,  @ici(^e6  mit  ©icidjem  ju 
i^crgelten  (lat.  jus  talionis);  ber  SJergeltimgötag  k. 

ycrgclüb^en ,  jiel.  3it). ,  oberb.  (gem.  «crglübben,  ücrglüben,  aiid?:  ycr= 
l)anbglübben)  einen  —  ,  burdi  ein  (S^elitbbe  vcrpflid}ten,  «erciben;  et; 
wa^  — ,  biird)  ein  (^elübbe  üerfpred)en;  geloben. 

oeroieringern,  ;^{et.  3»^-,  lonbfc^.  f.  geringer  mad^en,  gem.  verringern. 

öergcfellm,  jiel.  3«.,  feiten  f.  ju  (^efeUen  ob.  C^encffen  mad^en,  eng 
vereinigen;  ücrgeft'Ufd^aften,  jiel.  u.  rüctj.  3\v.,  in  @efcUfd)aft,  Um? 
gang  u.  uncig.  iiberl).  tn  engere  23erbinbung  bringen;  fidi  — ,  in  ©efell-- 
fd)flft  ob.  genaue  SSerbinbung  treten  (fidj  mit  3emanb  —  ;  uneig.  3;ugenb 
ijl:  bei  ii)v  mit  JReijcn  oergefellfc^aftet);  bic  jücrgefcllfc^attiing. 

ücrgcffcn,  jiel.  3>o- «blaut,  id)  vergeffe,  bii  vergiffeft,  er  vorgifft,  wir 
vergeben  k.;   Smper.  vergifg,   vergeffet  (tjergef^'t);   3mpf.  vergap,   Scnj. 

vergäbe;  fOlrc.  Vergeffen,  (altbo^b.  fargezan,  firgezan  u.  gen»,  argezan,  ir- 
gezzan;  mittelt).  vergezzen ,  -gizze,  -gaz,  -gezzen;  nicbcrb.  üergcten,  fd)meb. 
forgata,  engt,  forget;  oon  bem  attb.  gezun,  angetf.  getan,  norb.  geta,  engt. 
get,  erreid^en,  erlangen;  jeugen;  mit  bem  @eift  erreidjen,  foffen,  cmpfin« 
ben,  erfennen;  bal)er  gotl;.  bigitan,  aUl)od}b.  bigezan,  finben,  erlangen;  — 
Urbeb.  ber  SSurjel  gat,  gaz,  fc^eint  ,, treffen,  erreidjen"  iinb  üer-  ift  auf= 
{)cbenb  ob.  cerneincnb)  et  wag  ob.  einen  —  ,  nui  bem  (53eba'd)tnifg  ver? 
Heren,  bie  SSorjleÜung  ob.  Erinnerung  einer  @ad)e  verlieren,  fo  bafö 
man  bcrfetben  nic^t  met)r  bewuJTt  ob.  eingeben!  ijl  (ein  SBort,  ein  SSerfpre» 
djcn  IC.  oergeffen;  baS  l)abe  ic^  vergefTen;  ii)  l)abe  üergeffen,  e6  iljm  ju  fa= 
gen:  man  bat  mid)  oergeffen,  b.  t.  man  benft  nid}t  meljr  an  midj;  eine  fSe- 
leibigung  vergeben  unb  vergeffen;  ba6  roerbe  x(1q  bir  nie  vergefTen,  f.  o.  w.  iä) 


üci-gcuben  —  23ei-c)id)t  1541 

»erbe  cö  btc  (let6  gcbctiBcn  u.  ju  ocrgcUcn  fuc^cn);  aU  u.  bid)t.  mit  b.  @en. : 
einer  <Bad:)C  ob.  ^erfon  —  (oerc^ifö  mein  nid)t!  [einer  ^flidjt  oergeffcn; 
feiner  fclbfl  ücr^cffen,  b.  i.  feiner  nic^t  betnufft  fein  ob.  ftd)  nidjt  beachten; 
©otteö  üergefyen  ic);  oberb.  unr.  auf  ob.  an  eine  ©ac^e  ücr^cffen;  bai 
SOiitj.  Dcrgeffen  al6  95w.  aud)  in  ttjdtlic^cm  ©inne  f.  t>ergcffcn  t)iibenb, 
üerj^effenb ,  uncingebenf ,  mit  bem  öJcn.  (j.  35.  feiner  '«Pflicht  DcrgcJTcn  fein; 
IT  ifl  aller  ©c^am  oer^eJTen;  u.  in  3fcö-  tt)ie:  aotteeuergejyen,  pflic^toergef« 
fcn  2C.);  auä)  f.  leid)t  öirgcffenb,  üergefgltd)  (er  ijl  fcljr  otrgeffen):  et* 
wa^— ,  auc^  f.  cö  mitjune^men  ob.  abjul)Olcn  vergeffen,  eä  au6  3crftfcu' 
ung  liegen  laffcn  (id)  tjabe  baö  SSucfe  bei  3()nen  ocrijclTen);  einen—,  f. 
nid}t  an  baö  benfcn,  roaS  man  in  ifnfefjung  feiner  tf)un  trollte  ob.  foüte, 
ihn  nid)t  berücffidnigen;  fid)— ,  au^  mangclnber  S5efonnen()eit  ob. 
'^difmerffamfeit  auf  fid)  felbfl  einen  ^eijUt  begeben,  auä  Übereilung  fe{)= 
len  ob.  fid)  oergef)en  (er  oer^a^  fid^  im  3ocn;  fid)  gegen  Scmanb  oeigtlTen); 
— ■  ücrgeföbav,  S»».,  tva^  oergeffen  irerben  fann;  bie  5ßerflt'f)"enl)eit, 
hc[^  23ergeffenfein ,  b.  i.  1)  ber  3u|lanb,  i>a  etwcii  üergeffen  tüirb  ob.  ift 
{in  SSergcffenljtit  fommen,  geratljen,  b.  i.  oergelfen  werben);  2)  ber  Suflanb 
be^  iijefgeffeng  ob.  beS  (leicht)  Sßergeffenben,  finno.  23ergef6lid)feit  (feine 
Sergeffenl)cit  ifl  gro^;  bef.  in  3fc^.  wie  «Pfli^t^,  (äl)roergcfTcnl)cit  ic,  f.  o. 
ocrgcffcn  ai6  23».);  ber  S^crgcffcr,  -6,  feiten  f.  »ver  cmai  »«rgifTt» 
iver  Ieiri)t  t)ergi|Jt;  üergefftg,  Sn>.,  lanbfd).  f.  leid)t  ttergeffenb,  oergefö- 
lid);  ücrgeföüd),  fSxv.,  1)  »v»aö  üergeffen  werben  fann  ob.  ftd)  »ergefTen 
(a'lJt,  f.  0.  \v.  »ergeföbar,  gew.  nur  in  bem  entg.  unocrg  ef6  lic^;  2)  [eid)t 
vergeffenb,  auf  fe()(erf)afte  2B?ife  geneigt  u.  gewohnt  ju  wergeljen,  was 
man*bet)alten  foltte  (ein  fet)r  ocrgefeiidjer  SJU-nfdj);  bie  SJergcfölic^feit,  tai 
23ergef61id)fein,  bef.  in  ber  2ten  üBcb.;  bie  SSergclJung,  feiten  f.  l)ai  23ec; 
geffen,  u.  f.  bie  33ergef[enf)eit. 

öergcuticn,  jiel.  3»-  (oon  mittel^,  giuden,  göuden.  obcrb.  geuben, 
geubnen,  b.  i.  prat)len,  ritt)men;  l)oc^  leben,  praffen;  gro^  tt)ucnb  ob. 
pralTenb  ocrfc^irenben;  ieneö  aber  üon  b.  attljoc^b.  g^won,  glwen,  mittcli). 
geweu,  göuwen,  oberb.  geuen,  geuben,  geumen  2C>  =  lat.  hiare,  ben 
SRunb  auffperren,  ga'l)nen;  gierig  ob.  liifiern  fein;  prat)len),  alt  u.  bid)t.  f. 
i>erfd}ivenben,  auf  (eid)tfinnige  5Beife  oertl)un  ob.  burd)bringen,  bef. 
burd)  @ro^tl)un  u.  ©djwelgerci  (fein  SScrmögen— );  bal)er:  ber  SJergeuber, 
bie  ä^ergcubertnn;  ln'rgeu^c'rifd),  SBn>.,  f.  t»erfd)iuenberifd) ;  bie  äier- 
gcut^ung. 

ücrgciualtigen,  jicl.  3».,  obcrb.  bef.  Äanjt.  (aud^:  ocrgemöltigen, 
»ergciüatten)  f.  gewaltt[)ätig  bet)anbeln,  einem  ©eivalt  anthun;  bie 
Öcrgciualtipiung,  f.  geiualtfame  S3el)anbUing;  @en)altt()ätigfeit. 

ücrgcroerfen  ob.  oergciverffd)aftcn,  giel.  ^m.,  aSergro.  an  ©eincrfen 
bringen  ob.  V)ertl)eiten  (ein  SSerggcbäube  — ;  ogl.  ©eroer!,  m.). 

ücrgnviffcrn,  jici.  3».  (alt  u.  oberb.  r.  »ergeroiffcn),  übcrl).  gereift, 
fid)cr  mad)cn,  \)erftd)ern;  inßbcf.  eine  ©ad)e  — ,  fefl  mad)en,  beftatigen 
ob.  bekräftigen  (einen  SJeitrag  jc);  einen  einer  ®(\ä:)e  (&tn.),  ob. 
einem  etamö  — ,  ihn  beffen  fid)er  mad)en,  ei  i()m  t)erfid)ern,  üer? 
bürgen,  S5iirgfd)aft  bafür  fleUen;  fid)  einer  @ad)e  — ,  fid)  baoon  über= 
jeugen;  bie  a5crgc«)ifferung. 

SSergii^t,  w.,  ?!)?.  -en,  (mittclt).  vergibt  »on  verjehen,  befennen)  alt  u. 
oberb.  f.  ©eftanbnife,  S5efenntnif6  eincö  Jtngellagten ,  »gl.  Urgid)t. 


1542  SSei-9id)t  -     ücrglafen 

SBergic^t,  f.,  obcrb.  1)  f.  bie  @id)t  (3);  2)  f.  Ärampfe  (auc^;  bic 
Sßcrgi^t;  gem.  i^gcj.  baö  ob.  btc  gri^t). 

oerglepen,  jict.  3n).,  abtaut,  (f.  gießen-,  altt)od)b.  fargluzan,  mittclt). 
vergiezen)  1)  übcrt).  tvtQ-  ob.  ciu^^ief en ,  bcf.  immtUfürltd)  ob.  an^  Söec; 
fe^cn,  ftnntj.  üerfct)üttcn  (etjraß  au6  einem  ju  coUcn  ®efä^c  — ,  SSein— , 
aSier  2c.  — );  eine  i^'üfftgfeit  t)en)orbctn9en  unb  (liefen  Uiffen  ob.  mad)en 
(S()iancn  Dcrgic^en,  b.  i.  weinen;  [ein  Slut  ocrgie^en;  2fnberet  S5lut —  ob. 
übni).  aSlut  ücrgiefen,  b.  i.  2fnberc  geivaltfamct  SBeifc  ocrrounben  u.  tobten, 
j.  SS.  in  biefet  ®d)lQä)t  würbe  »iel  S5lut  oergotTen;  bibl.  roec  Slut  Dcrgeu^t, 
bcfö  SBlut  foU  wieber  ücrgofTcn  trcrben;  »gl.  Slutoergie^cn);  'i)  fe^t  giefen, 
unrerf)t  giepen;  burd)  ju  oielesi  SSegiefen  oerberben  (^flanjcn);  3)  gie^ 
^enb  t3erbraud)en  ob.  erfd)öpfen  (3inn,  SBtet  jc):  4)  bur^  ©tefen  üec* 
binbcn  ob.  befefligen  {§.25.  bie  gugen  mit  Äalf,  bk  Älammccn  mit  S(ci— ); 
bie  SSergief  ung ,  bai  93ergief en  in  allen  SStb. ,  bef.  in  ber  1  jlcn  (j.  S.  un-- 
ter  93ergie§ung  oitlec  3;|)ränen). 

SJergift,  f.,  -e6,  («Nebenform  oon  SSecgi^t,  ®i4)t?)  obevb.  eine  ^tanh 
f)eit,  wobei  t>k  Säfte  fid)  oerjcbren,  bie  SRccoen  fic^  einjief)en  u.  allerlei  Zäi)' 
mungcn  unb  S3er!rümmungen  ent|let)en  (inöbef.  ba6  25arm',  @all  =  ,  Äält- 
»ergtft  ic). 

vergiften,  giel.  3w.  (w.  baß  @ift)  1)  übni).  mit  ®ift  \.ierfef)en,  wec- 
mifd)en,  befJreid)en  u.  baburd)  fdiablid)  ob.  üerbcrblid)  madien  (Speifen, 
®cträn!e,  SBrunnen,  Pfeile  vergiften);  aneig.  trie  mit  einem  ©ifte  mifd)en, 
in  {)of)em  ©rabe  fdjablid),  ob.  aud)  roibrig  mad)en,  verbecben,  verbittern 
(foule  fünfte  oergiften  bk  2uft;  einem  alle  greubcn  vergiften;  ber  ®ram  ocr* 
giftet  fein  Sebcn;  lanbfc^.  fi^  üevgiften,  f.  fic^  ärgern,  erjiirnen);  2)  mit 
@ift  tobten,  vergeben  (einen  —  ,  fic^  fclbjl— );  uneig.  gleid)f.  fitttid) 
tobten,  verberben  ob.  v»ernid)ten  (bie  Unfc^utb— );  bie  58ergift,  »lt.  f. 
93ergiftung;  u.  f.  iai  @ift;  batjer  aud)  t>  er  giftig,  IBxv.  f.  giftig;  ber 
JÖergifter,  -ö,  bie  SSergiftertnn,  9)?.  -en,  roer  etwaä  ob.  Semanb  üer= 
giftet,  ctg.  u.  uneig.;  bie  Sßergiftung,  bag  SSergiften. 

oergttben,  jiellof.  3»o.,  f.  vergelb-en. 

oergtffen,  rüctj.  3»-,  fid)— ,  niebcrb,  bef.  ©d^iff.  (ogl.  giffen)  f.  ftd) 
irren,  irrig  mutf)mnicn. 

SSevgifSmcinnid^t,  f.,  -ö,  3)?.  -e  ob.  ir.  Q.  (auö  „»ergifö  mein 
nic^t!"  entfl;.  üon  »ergeffen)  eine  f leine  ^flanje  mit  lieblidien  J^ellblauen 
S5lümd)en,  an  feud^ten  Orten  tra^fenb,  eine  2frt  bcö  5}fau5ot)rd)enö  (myo- 
sotis  palustris),  alö  ein  ©innbilb  ber  S3eflänbig!eit  unb  Streue  in  ber  ikht 
unb  greunbf^aft  betrachtet,  au^  blauer  2(ugentrojl  genannt;  lanbfc^.  auc^ 
f.  ber  (SJamanber,  f.  b. 

vergittern,  jicl.  ätf.)  niit  einem  ©ittertver!  verfeben,  vern)af)ren,  ver; 
fd)Iiepen;  bie  Sßergitterung ,  ba6  SSergittcrn;  ba6  verfdiliepenbe  (55itter; 
roerf. 

öergldnjen,  giellof.  3»».  m.  fein,  auff)ören  jii  glänzen,  glanjenb  ver^- 
fdjwinben. 

verglafcn,  3«'.,  1)  jicl.  ju  &la^  mad)en,  in  ®Iag  ob.  eine  gla^a^n= 
lid)e  5)?affe  vcrnjanbeln,  bef.  burc^  ©^melgbifi^  (Äicfel  mit  ^ottafc^c— ); 
mit  (Slaö  ob.  einer  g(a6artigen  9xinbe  liber^ieben,  xibcrglafen  (irbene  @e= 
fdiirrc  —  ,  gew.  g  tafiren  ob.  glafurcn,  gem.  au(^:  oergla  f  ir  cn);  mit 


üevgleidjen  1543 

&U\i  üerfc{)«n,  üerfd)tiefen  (ein  Si-'^lif"^»  c'"^  Äfjüi-  — ;  obetb.  iii)—, 
[c^tv^t).  f.  [ic^  auf  fein  J^auö  bcfc^ranfcn ,  wcnifl  au^9ct)en;  oon  ©c^necfcn: 
fi<:^  in  baö  J^äuödjcn  ^urüctj^ictii'n  unb  btc  Öffnung  bc^ftlbcn  mit  einem  Jpäut' 
c^cn  ü6trjict)en);  2)  jiclloö  m.  fein,  ju  &lai  ob.  g[a3a()n(ii.1)  werben 
(oberb.  bic  2(uäen  eincS  ©terbcnbcn  oetglafcn,  b.  i.  brechen);  bic  23er(^(a= 
fiing,  baö  SSev^difen,  fo\rot)l  jicl.  bci^  ßu;®(a5«mad)en,  als  jieilos:  hai 
3uj  ©lag  =  werben;  au^  ber  glasartige  Überzug,  bie  ©(aörinbe  (fc.  ®(aiur). 
ücrglcic^m,  jiel.  3».  abtaut,  roie  baö  jitllofe  gleichen:  3mpf.  t)erg(id), 
«K»D.  üerglict)en  (cfjem.  r.  umenb.  oerglei^te,  occgleic^t)  I)  überf>. 
gletd)  üb.  übereinfümmenb  mad)en,  in^bcf.  a)  j£)anbw.  f.  eben  ob.  gerabc 
mad^en,  finno.  abgleid)en,  ebenen,  glatten  (j.  S.  Sifcnftangcn  — ,  flcrabe 
lichten;  bie  Uncbcnf)citcn  einer  glädje,  bcn  »oben  ic.  — ;  ©c^ncib.  ben  Sflanb 
eincö  9iortc6  — .  runb  f)crum  gerabc  fdjncibcn);  b)  bem  2öerthc  nad)  gleid) 
madjen,  tng®leid)gen)id)t  bringen,  auögleidjen  (^(uegabe  unb(5innal)mc— ; 
lanbf4).  einen  SScrtujl,  eine  (SJcfaUigfeit  u.  bgl.  — ,  b.  erfe|en,  gut  madjcn); 
<)  ber  ?0?einung  ob.  bem  5BiUcn  nad)  gUid)  mad)en,  in  Ubereinflimmung 
ob.  in  (Sinflang  bringen,  finno.  einigen  (jlreitige  ^crfoncn,  Parteien  ic.  — ; 
fic^  mit3emanb  über  eine  ©ac^e,  wegen  bc6  ^rcifeö  ic  — ,  b.  i.  einig  mit 
iljm  werben ,  übereinEommen;  aü<i):  ©trcitigfettcn  — ,  f.  ausgleichen, 
f^lic^tcn,  beilegen;  tt)cm.  einen—,  f.  gufrtebcn  ftcUen);  2)  bie  ®(eid)s 
()eit  ober  Ung[cid)l)eit,  bie  Übereinflimmung  ob.  33erfd)iebcn()eit  jweier 
ob.  mel)rer  2)inge  unterfud}en  ii.  beren  9Scrf)a(tnifS  in  biefer  v^infid)t  an; 
geben  (jwei  ^erfoncn  mit  einanber  — :  ba§  5iüc^bilb  mit  bem  Urbtlbc,  bie 
iibecfe^ung  mit  bcv  Urfc^rift  — ;  bie  «i^anbtungen  eincß  SJJenfc^en  mit  feinen 
©runbfdgen  — ;  alt  u.  bic^t.  auc^  mit  bem  3)at. :  eine  ®ac^e  ob.  ^erfon 
einer  anbern  — ,  j.  S.  bibl.  wem  foU  ic^  bi(^  oergteic^cn?  rocm  vroUen  wie 
baö  9ieic^  Giottcö  uerglcicfaen?);  in  bcjtimmtcret  S3eb.  ein  bi[b(id)eä  ©leid); 
nifg  für  eine  (2ad}e  aufjleUen  (j.  $i.  bic  Sugenb  mit  bem  grüt)ling~);  auc^ 
f.  g(etd)  fteUen,  für  gteid)  fjalten  unb  ausgeben  (id)  £ann  mic^  mit  il)m 
ni^t  ücrglcic^en;  in  biefer  JCunfl  ijl  iljm  9liemanb  ju  vergleichen);  rücfj. 
ftd)— ,  f.  i>erg(eid)bar,  g(eid)  ob.  a()nlid)  fein;  —  ber  SSergletc^,  -e5, 
5)?.  -e,  1)  bai  23erg(eid)en ,  bie  2SergIeid)ung  (einen  SSergleic^  jwifc^ien 
jwei  Dingen  machen);  bcf.  baS  23erf)d[tnif3  jiDeter  2)inge,  n?onad)  fte  mit 
einanber  üerg[id)en  werben  Keinen ,  bie  üergleid)bare  $8efd)affen{)eit  (j.  S. 
£ö  fiubet  jwifc^tn  ben  bciben  Srübern  fein  93erglcic^  Statt;  ot)ne  SSerglcic^ 
ba6  bcftc,^  fc^önfte  ic;  über  allen  SSergleic^  fc^ön  ;c.;  »gl.  unoerglcic^lic^); 
2)  baö  Übereinkommen ,  ber  95ertrag  jur  2(u6gleic^ung  ober  ©c^iidjtung 
einet  ftreitigcn  ©ac^e  (einen  23ergleic^  jwifc^en  ben  ftreitenben  '»Parteien  ein» 
leiten,  ju  ©tanbc  bringen,  machen;  einen  9Jerg(ei(^  mit  Scmanb  cinget)enK.); 
ba{)cr:  ber  SSerglcic^öpunft,  9)?.  ^punfte,  bic  fünfte  (f.  b.)  eines  5ßer* 
gleiche;  ücrgleid^älDeife ,.  Stw.,  in  ber  SBeifc  ob.  gorm  eineö  23crgUicö6, 
burd)  23erglcic^  ob.  Übireinfommcn;  auif  f.  t>.  w.  oergleicitungeweife;  'OCX- 
gleid^bar  u.  fcltnct  oergtcic^lic^,  Sw.,  m\^  üerg[id)en  werben  fann,  we* 
gen  ät)nlic^cr  a5efc^affcnf)eit,  finno.  gleiAenb,  ä^nltd):  bie  SScrgleic^bar; 
feit  ob.  SSergleic^lic^feit;  ber  S3cr9lci(^er,  -6,  wer  ftrettige  ^Parteien 
t»ergleid)t,  einen  S3erg(eid)  ju  «Staube  bringt;  wer  mel)re  Dinge  mit 
einanber  t)ergteid)t;  bie  äJergleid^ung,  bic  .^anblung^  beS  23ergleid)en5, 
bcf.  in  ber  'iten  Seb.:  bie  2(uffud)ung  u.  2(ngabc  ber  'iCbnlid)fe;t  ob.  33erj 


1544  tecöleiten  —  tjevgnügen 

fd)ict»cn()eit  (eine  SScrgteic^ung  anjlcUen,  machen);  aüö^  bec  an^e^eüte  SSer* 
3[fid)  felbft,  bn^  @(ctct)nifg;  bcr  S3cr9lei(^ung§9rab  ob.  bic  SScrgtei- 
d^ungöjlufe;  baä  9Scv()dttntf6  jnjcier  ob.  mc()rer  ncrgUc^cnen  ©tgenjlänbe  in 
2(nfct)un9  leö  ©vabee,  in  racit^em  eine  Sigcnfc^aft  iljnen  juEommt,  ®prad)l. 
f.  ».  tt).    ©tcigiTUngögrub    (f.    b.;    lat.   ^radus    compaiationis) ;    bet   S>erglei= 

d)ungfipunft,  bet  ^unEt,  in  3Cnfci)un9  btiTtn  man  jicei  ©egenftanbc  oet' 
g(cid)t,  2(t)nlid^EcitöpunEt  (Icit.  bu6  tertium  <  omparatiunis);  t»er9(eid)ung§: 
rocifc,  5Zro.,  in  bei-  JSSeifc  ob.  öiejlatt  einev  23erg(eic^ung. 

oci-glcitcn ,  gitUof.  3».  abtaut,  (f.  gleiten),  foctglettcn,  ftd)  ^leitenb  ob. 
unmectiid)  vcvüeren. 

oergltcbcrn,  jict.  3«).,  mit  ©ücbeni  üevfet)en,  bmä:)  ©lieber  \)erbtnben. 

ücrgümmcn,  ijieUof.  3»^.  m.  fein,  afalaut.  u.  umcnb.  loie  glimmen  ([.  b.), 
auff)ören  ju  gürnmen,  glimmenb  aUmäi)[\d)  erlöfci)cn,  au^  uneig.  (baö 
2id^t  oerglimmt;  bcr  ®lanj  bes  2Cugtg  ijl  ocrglommen);  mir  glimmenbcm 
j^eucr  cljnc  glammc  verbrennen. 

ttergltmpfen,  giel.  3«.  (auc^  blo^:  glimpfen)  dt.  f.  al^  ®(tmpf,  b.  i. 
a(ä  red}t  u.  gejiemcnb,  barfteUen  u.  bei)attbeln,  befd)öniäen. 

üerglü^cn,  jieltof.  3iu-  m.  fein,  9(ül)enb  allmaf)(id)  erlöfd)«n  u.  er= 
falten,  aufhören  ju  9tül)en,  finno.  au^gtüb^n ,  (gcfc^moljeneS  5Dletall  eei= 
gU'if)cn  laffen);  uneig.  üon  feuriger  Äraft,  t)cftiger  geibenf4)aft  ic.  aUmatiltd) 
fd)n?dd)er  i»erben,  obneI)men,  ftd)  abEül)len. 

öcrgniigcn,  jiel.  3w-  ih'm-  aus  0 er  =  genügen,  r>on  genug,  f.  b.  u. 
cgi.  begnügen)  1)  einen  —,  eig.  it)m  genug  tt)un  ob.  ©enüge  leiften,  i()n 
jufrtcbcn  jlellen  ob.  befriebtgen  (Jtaufm.  feine  ©laubiger — ,  i^nen  baS 
©c^ulbigc  bcjal)tcn;  nieberb.  uernögen;  fic^  — ,  ct)em.  f.  fi^i  begnügen); 
eijcm.  au^:  einem  ctiraS — ,  f.  e6  i^m  jur  ©enüge  geben  ob.  gewahren, 
bef.  bcn  2tbgang  ob.  bag  gel)lenbe  an  enoaö  erfc^cn,  oergüten;  2)  einen  —  , 
ibm  angencl)mc  (^mpftnbungen  cnrecfen,  finnu.  ibn  erfreuen,  ergoßen 
(baö  oergnügt  mic^  fet)r);  f i  d)  —  ,  ftd)  angenet)me  (Jmpfinbungen  oer- 
fd)affen  u.  btefelben  baben,  finno.  ftd)  erfreuen,  ergöi,^en,  unter[)-'t[ten, 
belujitgen  (fii^  an  ob.  mit  einer  ©adje,  j^.  fS.  bcm  ©piele,  ber  9}?ufiE  :c.— ); 
ba6  «Oiw.  üergni'igt  atö  SSre.  I)  befriebigt,  jufriebengefleUt,  jufrieben 
(fein  ©laubiger  ifl  oötlig  »trgnügt;  mit  feinem  @tanbe  »crgnügt  fein);  2)  gew. 
angenc{)me  ©tTipfinbungen  l)abinh,  SSergnügen  empftnbenb  unb  jetgenb, 
finno.  frob,  freubig,  better  (rcir  waren  febr  m-rgnügt;  ein  otrgnügtet  SJlenfc^; 
eine  rergnügtc  9}Jiene  k.);  audj  f.  mit  SScrgnügen  erfüUt,  5ßergnügen  ge- 
tvabrenb  («crgnügte  Stunben;  eine  ocrgnügtc  SJacbvic^t,  r.  eine  »ergnügenbe, 
frobc);  ba«  a^crgnügcn,  -g,  1)  0.5)1.  bas(  SSergniigtfetn,  b.  i.  bag  an^ 
genebme  ©efiibt  ber  SSefriebigung  ob.  be6  inneren  S3ebagenS,  jebeg  Dor; 
übergeb^iibe  ^^robgefübli  bc\.  fofern  eö  au6  einem  befriebigten  Verlangen 
entfpringt,  finno.  greube,  (Jrgö^en,  lebljafter,  aber  oerganglictjer  alö :  3"^ 
fricbcnljdt,  fc^wä^er  alö:  8ufl,  SBonne,  entjücten  (Vergnügen  cmpftnben; 
eg  madjt,  get»ä't)rt,  mvtdit  mit  Vergnügen;  e6  gereicht  mir  jum  Vergnügen; 
SStrgnügen  an  ctioag  finben);  2)  "-Ül.  m.  (5.,  bcr  ©egenf^anb,  bte  S3e^ 
fd)aftiguiig,  ber  ©enufö,  burd)  treld)e  jene  angcnebme  Smpfinbung  er- 
regt wirb,  finno.  SSergnügung,  Srgo^Itd)fett  (einem  ob.  fic^  ein  SSergnügen 
mad)cn:  feinem  SSergnügen  nac^gcljen;  er  nimmt  an  allen  meinen  jßcrgnü^ 
gen  ob.  gcro.  Söcrgnü^ungen  S'bcil);  öevgnügltd),  25»v. ,   I)  lUt.  f.  u.  \v. 


üergolbeii  —  t>oi*cjvcimeu  1545 

tjcrgnügfam ,  ft'cf)  (eid)t  begnügenb;  '2)  ©cnüge  t()ucnb,  befrtcbigcnb,  u. 
al6  9tn).  auf  genügenbe  "Kxt  (ucrgnügltdic  ^aijluna,  Iciften;  einen  oergnüg» 
rid)  bei(a()len)5  gem.  SSergnügen  ertvecfenb,  mit  23ergnii9cn  oerbunben, 
finno.  ergö^lid),  l)eitec  (ocrgniiglic^  (eben;  oergnügltc^ic  Sage  jc);  bie  SSer- 
gnüglic^fcit,  bav5  SScrgm'iglid^fcin;  üergnüqfam ,  SBro.,  mcijt  oit  f.  lcicl)t 
ju  öergnügcn,  fiel)  leid)t  bcgniigenb,  gen»,  gcnügfam,  jufcicben;  bie 
SScrgnüc^famfeit ;  bie  äserc^nügunfl,  1)  o.  9Jt.  bie  v^anblung,  ba  man 
einen  '2l'nbcrn  ob.  ficf}  fclbfl  «ergniigt,  b.  i.  befriebigt,  ober  erfreut,  um 
tcxi)äu  K.);  '!)  50?.  -en,  ba^  93ergnügenbe ,  bie  Söefdiaftigung  ob.  ber 
©enufS,  woburd)  man  fid)  oergniigt,  finno.  @rgö^[id)feit,  Selujligung, 
8uf!barfeit  K.  (bcn  SScrgnügungen  nad)f)angcn;  in  bcftänbigen  Vergnügungen 
leben);  bie  Sjergnügungöfuc^t,  ©uc^t  nac^  SJergnügungen;  oergnügungös 
fiid^ticj,  fßw. 

üercjolten,  giel.  3»-  (olt  u.  oberb.  ocrgulben,  oergülben)  mit  ©olb 
bünniiberjiebcn,  übergolben,  (©ilber,  einen  Scc^erjc;  ocrgoibete  Ceijien,  fRai)' 
mcn,  ein  SBuc^  mit  oeigolbetcm  ©c^nitt);  uneig.  mit  ©olbgtanj  umjieben  ob. 
umgeben  (^flanj.  ocrgolbcte  SBldtter:  bie  einen  gelben  SJanb  l)aben);  b(i$ 
üücrgolbcmcffcr,  ein  SEüeJTcr  jum  ©^neibtn  bc6  SBlattgolbeg;  ber  SSergolÖe- 
pinfel,  ein  '»pinfel  jum  2fuftragcn  bcö  oerquidten  ©olbeg;  bec  ^Öcrgolber, 
-g,  wer  »ergolbet;  bie  5öergülbung,  1)  o.  9Ä.  bie  ^anblung  beö  3Set:= 
golbens;  2)  Wl.  -en,  ber  bünne  (^olbüberjug  felbft  (ec^te  ober  unechte, 
baucrljafte,  flarfe,  ober  f^wacfee  SSergolbung  ic);  uneig.  J^utm.  ein  feiner 
Überzug  oon  93ibcvl)aaren  über  bem  %ili. 

ÜCrgüimcn,  jicl.  3n>.  (mittellj.  verdünnen,  ^pi-cif.  veryan,  ^tät.  vergunde; 

niebert».  »crgunnen;  ogl.  gönnen)  1)  eljem.  f.  nid)t  gönnen,  mif^gönnen, 
neiben;  t:)ecbenfen,  übel  nef)men;  2)  jcijt  baä  nerft.  gönnen :  auä  ®unft 
gefd)el)en  laffen  ob.  jugeflet)en,  finno.  geflatten,  oerftatten,  erlauben 
(einem  etn>a6  — ;  c6  [oU  bir  ocrgönnt  fein);  bie  SJergönnung,  bag  2Ser= 
gönnen:  bie  S5etgunfi',  (obeib.  ber  SScrgunjl,  äJcrgonfl)  »lt.  f.  baö  23ers 
gönntfein,  u.  i)Ci$  Vergönnte,  bie  ectbeilte  (Srlaubnifö  (mit  93ergunft  f. 
mit  eclaiibniföj ;  ücrgünftigcn,  ^iel.  3».,  meifl  olt.  etn?a6  —  ,  aug  (^unjl 
gen)al)ren  ob.  gelTatten;  bie  äScrgünftigung,  aug  ©unft  ertbeilte,  be- 
günftigenbe  (Srlaubnifö  ob.  SeroiUigung. 

ücrgöttcrn,  jici.  3itt.,  ju  einem  @otte  madien,  unter  bie  (Softer  auf* 
nef)men  ob.  l">erfe^en  (ein  oergöttertcr  Jpclb):  uneig.  einen  — ,  ihn  g(eid)f. 
jU  einem  ©otte  erl)eben ,  ob.  i()m  göttlid)e  @^re  ern)cifen,  \i)n  übermäßig 
bis  jur  2fnbetung  oere^ren  u.  preifcn;  bie  SSergöttcrung;  —  t»ergött= 
lid^cn,  jici.  3m.,  göttlid),  ju  etwas  ®üttlid)em  ob.  ©ottä'EMilid)em  ma= 
djen:  bie  2Scrgöttlirf)ung. 

vergraben,  jicl.  3».,  ablaut.  (f.  graben)  1)  grabenb  verbergen  u.  auf- 
beit)al)ren  (einen  ©c^a^):  uneig.  f.  i^erbergen  u.  unbcnu^t  laffen  (fein 
■»Pfunb— );  vertiefen  (fid)  in  Jfrbeiten  — );  2)  burd)  ©raben  abfonbetn 
ob.  einfd^lie^en,  fperren,  finno.  abgraben  (einen  SBeg,  einen  2ictcr  k.  — ); 
ber  äJergrabcr,  -S,  wer  etwas  »ergrabt;  bie  35crgrabung. 

Dcrgramen,  jiel.  3».,  1)  mit  ©ram  verbringen  ob.  jubringen  (fein 
Ceben);  2)  einen  — ,  obcrb.  (oergrcmen,  ergtemen)  f.  in  @ram  ver« 
fe^en,  unmutl)ig,  mifSmutbig  ob.  fdieu  mad}en;  fid)  —  ,  fid)  in  ©ram 
üerjel)ten;  —  oergrämcln,  jiel.  3w-,  gem.  f.  grämlid)  mad)en;  gra= 
metnb  »ecbcingen  (bte  ^dt). 


1546  üergrafen  —  üeugriibelit 

oergrafen,  3w.  1)  gtcllos  m.  fein,  mit  @ca§  t»ent)ad)fen,  mit  JKafeit 
überwogen  werben  (bec  ^(a|  tjt  Dctgrafet);  2)  jtcl.  (anbfc^.  al6  ®rag  oec= 
fdjnciben  unb  t)erbraud)en  (baö  ©etceibe,  rccnn  c6  ju  fel)c  inö  @raS  ge» 
reac^fen  ijl,  —  f.  ».  «3.  fc^röpfen);  bie  SJergtafung. 

oergräßlid^cn,  jici.  3n>.,  grä'föltcl)  ob.  graf6.aci)ec  macfien. 

»ergrauen,  jieUof.  3».  m.  fein,  grau  roerben  (ooc  2(lter),  6.  ergrauen. 

»ergreifen,  jieL  u.  rücEj.  3to.  abtaut,  (f.  greifen)  1)  eig.  weggreifen, 
üödig  l)inn)egne{)men,  burd)  (Ergreifung  ob.  2(neignung  erfd)opfen,  nut 
Don  ücrfauften  SBaoren  gebr.  (bie  Sßaarc,  bie  ganje  JCuflage  beä  58uc^S  k.  ijl 
bereite  oergriffen);  2)  falfd)  ob.  fel)l  greifen:  fid)  — ,  ftd)  im  ©reifen 
oerfe()en,  an  einen  unred;ten  S'rt  ob.  nad)  einer  unrediten  (Sad)e  greifen; 
bef.  uneig.  fid)  an  einer  @ad)e  — ,  fie  unbefugter  SBeife  antaften  ob. 
fid)  berfelben  bemcid)tigen  (et  t)at  fic^  an  frembcm  @igentt)um  Dergriffen); 
fid)  an  einer  ^erfon  —  ,  gewaltfam  v^anb  an  biefeibe  legen,  fie  mU 
berred)t(id)  angreifen,  befeibigen  ob.  if)r  ju  nahe  treten  (fic^  mit  SBorten 
an  einem—);  fid)—  ob.  fid)  (mir)  etroaö  — ,  anij  f.  burd)  $^e[)(greifen 
befd)ä'bigen,  üerrenfen  {id)  i)ahe  mit  bie  Jpanb  —  ob.  iä)  t)abe  mid)  oergrif^ 
fen);  3)  etirag  — ,  ct)em.  f.  faffen,  »erfaffen;  begreifen,  entt)alten:  — 
bie  SScrgretfung,  Dag  93ergreifen;  tai  @td); »ergreifen,  finno.  2(ngriff, 
S5e(eibigung;  nit.  f.  2Serfünbigung;  ber  Slergriff,  -eö,  9J?.  -e,  oit.  f. 
fa(fd)er  ob.  unred)tmäpiger  ©riff ,  (Singriff;  Inbegriff,  Umfang. 

»ergrcÜen,  giet.  3«».  (o-  obcrb.  grellen,  oor  3srn  fd^reien  ob.  brüllen; 
»gl.  grollen)  lanbfc^.  f.  jornig  mad)en,  reiben,  aufbringen. 

»ergriec^en,  jiel.  3».,  Slcmo.  jum  ®ried)en  mad)en,  gried)ifd)  ums 
bilben;  ing  ®ried2ifd)e  überfegen;  bie  ä5crgriec^ung. 

»ergröbern,  jiel.  3tp.,  gröber  mad)en  (in  allen  ffieb.  oon  grob);  bie 
SSergröberung. 

»ergröpern,  ^iel.  3>t>.,  1)  größer  mad)en,  ber  2(ugbel)nung,  bem  Um; 
fange  ob.  ber  S)?affe  nad)  (ein  J£)auS,  einen  ©arten  —  ;  fein  Sidäi  — ,  finno. 
erireitern,  auebcfjncn;  auö);  fi(^ —  f.  fein  ®cbiet  erweitern;  fein  SBermö; 
gen—),  ber  3^1)1  nad),  f.  0.  \v.  »ermet)ren  (eine  3af)l,  (Summe  jc— ). 
bem  ©rabe  ber  <Stärfe  nad),  ftnno.  »erftd'rfen  (ben  ©^merj,  i>k  greube— , 
feine  2)lac^t,  feinen  3tul)m—  ;  fi(^ —  f.  jlar!et  rccrbtn,  june^men,  }.  S5. 
bie  (S^merjcn  necgrö^ern  fid^);  2)  größer  cvfd)einen  laffen  ob.  barftellen 
(ein  ex^ahm  gefc^iifeneö  &la^  ucrgröpert  bie  ®egenflänbe) ,  etroaö  gröfer 
ob.  n?id)tiger  oorftcüen,  als  eä  ift,  finno.  übertreiben  (j.  25.  Semanbö 
3id<ijti)um ,  bie  @cfaf)r  jc  — );  ber  S^ergröperer,  -g,  wer  etwag  »ergro; 
^ert;  bie  SSergrößerung ,  baö  SSergröfern  in  beibcn  23eb.;  bag  25ergr5= 
^erungäglaö,  ein  gcfd^liffencö  @laö  ob.  aug  mctjrcn  ©Idfern  jufammenge^ 
fe^tcö  SBcr!^cug  jur  Vergrößerung  fleincc  ©cgcnfldnbe  (fr.  5Dii!rof!op);  bie 
SScrgrößcrungslinfe,  f.  Sinfc;  ber  S3crgröperung6fpiegel,  ein  erliaben 
gefc^liffencr  ©picgcl,  rceli^er  bk  ©cgcnflcinbe  Dcrgröpert  barjtellt;  bie  SSer* 
gröperungöfuc^t,  bie  ©uc^t,  ft^  felbjl,  b.  i.  fein  ©cbiet,  feine  «JKac^t  jc. 
ju  ücrgtößern;  bie  SBergröfcrungöjal)!,  bie3af)l,  »reiche  angicbt,  um  wie 
»ielmal  bcv  ®cf)»t;in!el  buri^  bk  ©läfer  eincö  93ergrö^erungöglafeö  ob.  gern» 
toljreß  größer  erfc^eint. 

»ergrübein,  jier.  3»p.,  grübelnb,  mit  ©rübelei  »erbringen  ob.  »erlie; 
ren  (bie  ^dt  ic.);  burd)  ©rübeln  »erberben  ob.  entfteUen. 


üergrünben  —  üerl^agcln  1547 

Dcrgrünticn,  jkl.  3ip.,  niad)en,  bafö  etwui  auf  bcn  @runb  ob.  ju 
S3obcn  fällt,  nuv  9JJün^»r.  bie  vRtä^e  — ,  b.  t.  fit  in  einer  ©c^ale  ob.  et» 
ncm  Äcffd  mit  SBaffcc  bcätcfjen  u.  bie  3;tübe  baoon  fc^njemmen,  btö  ber  reine 
fc^meljbarc  ©c^Iic^  erf(^eint. 

öergrüncn,  giellof.  3ro.  m.  fein,  1)  grün  tüerbcn  (gärb.  ber  ^cug  r»ef 
(grünet,  b.  i.  erfc^eint  grün,  wenn  er  au6  ber  S5lau!üpe  gejogcn:  wirb); 
•1)  ült.  btcfet.  f.  aufboren  jU  grünen  ob.  grün  ju  fein,  roclfen. 

oergucfcn,  rürtj.  3«?.,  fid)  -,  lanbfc^.  gem.  f.  ftd)  üecfeben;  fid)  \)er= 
gaffen. 

üergülben,  jicl.  3nj.,  olt.  f.  \)ergolben,  f.  b. 

SScr(\un|l,  n).,  üergünlligen,  3n>.,  f.  unter  ücrgönncn. 

vergüten,  jicl.  ^m.,  gut  niad)en  (in  ®aliwcr!fn:  arme  ®ootc  — ,  burc^ 
3ufQ6  »on  unreinem  ©tcinfaljc  bereichern);  gen?,  »vieber  gut  mad)en,  er=: 
fe^en,  erflatten  (einem  etnjoö  — ,  ben  ©c^abcn,  bie  Soften  jc;  lanbfc^.  un= 
gut:  0  er  gilt  igen);  ber  äJcrgüter,  -eS,  wcx  itwai  vergütet;  bie  SSer; 
gütun.q,  bag  23ergüten;  ber  (^tfa^,  bie  (Sntfdjd'bigung. 

üerl)aarcn,  jieUof.  3w.  m.  t)aben,  1)  bie  ^aare  n)ed)feln,  gew.  fid) 
baaren,  (3cig.  nur  com  SJaubipübe:  e§  uerijaart);  2)  aufboren  fid)  ju  f)aa; 
ren;  ■ —  ber  23er()aaver,  -^,  9iatur!.  ein  ©eetljier:  ber  ®eel)afe  ob.  bie 
©celunge  (weil  t6  bie  ^aarc  ausfallen  maxien  foU). 

oerl)aben,  jiel.  3»t>.  (3mpf.  regelm.  oerljabte)  »lt.  u.  oberb.  f.  suf)al; 
ten,  \)erfd)loffen  brtlten;  v>ert)alten,  5urücft)alten,  unterbrücfen;  »«»rfäumen. 

üer()a(fen,  jiel.  3n). ,  I)  völlig  in  Zl}e'üe  bncfen  u.  t>erbraud)sn  (gleifc^ 
juSöuift— );  2)  fef)l  bacfen;  rüctj.  fid)  —  ,  ftd)  im  ^acfen  t>erfef)en; 
3)  brtct'«nb  ob.  mit  etivaö  ^txtjadtem  verfperren,  »ernjabten:  bof)er :  bec 
SSerbadf,  -eö,  ^Jl.  -c,  ein  »Raufen  ob.  eine  ßinie  üon  gefällten  23äumen 
jur  23enDa()rung  cineö  C^rtcö  oor  fcinblicbem  Überfall,  aui^:  ber  SScrbau. 

ücrbabern,  jiei.  ^m.,  burd)  :^abern,  b.  i.  ©treiten  bef.  cor  ©eric^t 
verlieren. 

t)erl)aften ,  jiel.  3».,  einen  —  ,  in  »^aft  nel)men,  ber  perfönlid)en 
5teif)eit  berauben  u.  feft  nebmen,  jebocb  nur  fofcrn  eö  oon  Sledbtöwcgen 
gef^tebt,  inöbef.  um  fic^  wö^renb  ber  gcricbtl.  Unterfudjung  feiner  ^erfon  ju 
üejfi^ern,  t5on  engerer  Seb.  al6 :  gefangen  nebmen,  gefangen  fegen,  (fr. 
arretircn;  ein  S3erbaftetcr ,  ü<:rfc^.  ein  befangener);  alt  u.  lanbfcb-  aucb : 
et  »vag—,  f.  a!g  Unterpfanb  in  eineö  2(nbern  (Gewalt  geben,  gen?.  t»er* 
pfänben  (bibl.  »erbeften);  baö  Said,  üerbiif  t  e  t  al6  S8jp.  (ebem.  auc^ 
ücrbüft)  f.  ju  geiviffen  £>bliegenbeiten  wevbunben,  i>erpflid)tet,  oerbinb= 
lid)  (ber  ©cbulbner  ifl  feinem  ©laubiger  nerbaftet;  einem  ju  ctroaS  uerbaftet 
fein;  einem  mit  ®clb  k.  oerbaftet  fein;  ebem.  aucb  einer  <3  a  d)  e  (2)at.) 
»erbaftct,  f.  baju  oerbunben);  ber  SSeri)aft,  -eö,  o.  9DZ.,  (lanbfcb-  auc^: 
bie  Öerbaft)  ba5  ^er()afietfein ,  bie  gerid)tlid)e  35errt>abrung  einer  'perfon 
(fr.  2(rrejl;  in  SJerbaft  fein;  einen  in  S3erbaft  nebmen);  feiten  non  ©adjen, 
f.  ü.  w.  S3efd)lag  (Serbaft  auf  SBaaren  legen);  ber  ä5erl)aft'  ob.  S$ctl)aftg^ 
bcfel)(,  ber  ä5erl)aftbrief,  Sefebl,  fcbtiftl.  Urfunbc  gur  aSerbaftung  einer 
^crfon;  bag  ä5ert)Qftgc(b  ob.  ber  Scrbaftpfennig,  lonbfcb- f.  baß  2(:ngeib 
ob.  J^anbgeib;  bie  S5crbaftncbmung,  f.  o.  w.  bie  S5crbaftung,  i)ai  23er; 
baften ,  bie  Jef^nebmung. 

wcrbageln,  jicl.  3w.,  burd)  ^agelfd)lag  jerflöten  cb.  oetnid)ten,  gew. 


1548  v>ex\)aQm  —  »evtjaltcn 

nuc  pafffüifd):  verhagelt  fein  (bte  gtlbfrüc^te  ftnb  oertjageU);  fc^wüb. 
unefg.  f.  jcrbrcdjcn,  ocvbcrbcn. 

ücrl)flCicn,  liii.  äto.)  alt  u.  obcrb.  f.  mit  einem  ^agc  üerwatjrcn  ob. 
einfdiliefen,  gen?.  ein()egen,  cinjd'unen,  auc^:  iter{)egen. 

üer{)a.qcrn,  gicUof.  3it>.  m.  fein,  l)agenveiben,  abmagern. 

ecr^afcn  u.  »crH.  oerI)ah'ln,  jie(.  3«.,  mit  ^afen  ob.  ^a1d)en  ücrs 
binben,  ob.  \)erfd)(iepen;  fid)— ,  mit  feinen  4)afen  ob.  «|)dfcben  "oex- 
ttjideln  u.  (jangen  bleiben;  et  wag  üer()dfetn,  aud):  ju  «f)citelarbeit 
t»erbraud}en;  bie  aicrl)afun9,  S5evl)äfelunc\. 

t)er()aUen,  jicUof.  3m.  m.  fein,  aümdt)[id)  aufl)oren  ju  galten,  fid) 
baUenb  »erlieren  (btr  Son,  bic  ©timme,  bai  Sßort  ccri}aUt,  ift  ocri)atIt). 

ücr()altcn,  jicl.  u.  riictj.  3w.  oblaut.  (f.  halten)  1)  burd)  Jpatten  oer; 
fd)nepen,  fperren,  finno.  jubatten  (einem  ben  SOZunb  —  ;  et)em.  einem —, 
näml.  ben  SBSeg,  f.  it)m  einen  Jpintcrt)alt  (egcn  u.  ii)n  auf  bem  SQUege  anfallen); 
{)altenb  {)cmmen  ob.  unterbracf'en,  ftnno.  an*,  auf;,  jurücf galten  u. 
blo^:  i)alten  (ben  2(tf)cm,  bie  Sl)rüncn,  bcn^orn  — ;  ben  gjJojl  — ,  beffen 
@äl)rung  aufljaltcn,  Ijinbevn);  cljcm.  auc^  f.  l)inhaiten,  t)erfd)ieben;  oberb. 
fidÖ  — ,  f.  fic^  aufl)altcn,  oevtr eilen,  jurüctbleiben;  5urii(f{)a(ten  lt.  »erbers 
gen,  »erborgen  l)a[ten  (gcucv  in  ber  3tf4)e  — ;  Scig.  Coctoögel  — ,  im  ^üt)= 
lingc  an  einem  finftcrcn  Orte  öufbeiraljcen;  ia^  ?Rel)n)ilb  oetl^ä'lt  fid),  b.  i. 
tjdlt  fi^  im  ©icfi^t  »erborgen;  obcrb.  auc^  »ergel)alten  f.  oerjlccfen); 
imterbrücfen  u.  v»erf)ef)Ien  ob.  verbergen  (feinen  (Sdjmcrj,  3orn,  ©rctlK.  — , 
nid)t  au6bred)cn  laffcn  ob.  ciu{jern;  oerljaltener  ®rimm  it.);  öerheimiid)en, 
t»erfd)iveigcn  (bibl.  i^  will  bid)  etiraß  fragen;  oerfjalte  mir'ö  nic^t!  Jtanjl. 
wir  Ijabcn  @uc^  foldjeö  ni^t  oerfjaltcn  wollen);  tbcm.  aud)  f.  vorenthalten 
(einem  ein  anoertrauteg  @ut);  2)  el)t'm.  f.  »or  ob.  von  fid)  iveg  l)alten  (ben 
3ügel  —  ,  fd^ieiicn  laffen;  mit  ocrljaltencm  3ugcl,  gen?,  mit  oert)angtem  ic); 
3)  fid)  —  ,  eine  geiviffe  58efd)affenl)eit  l)aben,  in  einem  geiviffen  Suflanbc 
fein,  ftnno.  befd)affen  ob.  beivanbt  fein,  ftd)  befmben  (bic  Sadjc  üerl)ält 
ftc^  fo,  anbcrö  2c.:  mit  ocrljält  fid)  bie  @ac^c,  ob.  vok  oerbalt  e6  fi^  mit 
ber  ®ac^e,  mit  ibm'?  zc.,  finno.  roie  fteljt  c6  bamit?);  tnöbef.  fid)  ju  et^ 
wag  —  ,  in  23ejug  ob.  in  9}ergleid)  mit  einem  (5)egenftanbe  eine  gewiffe 
S5efd)affenbeit  l)aben  (wie  »erhalten  fid)  bcibc  ju  cinanber?  35u  Dcrl)ältfl 
•Did)  5u  i:^m,  wie  ein  3tt>crg  ju  einem  Siicfcn;  bie  Sänge  ocrt)ä(t  fic^  jur 
Srcite,  mk  3  gu  2);  ferner:  unter  gciviffen  Umflä'nben,  in  einer  geivif; 
fen  2age  biefen  ob.  jenen  Bitftanb  ^leigen,  biefe  ob.  jene  SSeranberung  er^ 
leiben  (vok  oert)ält  ftc^  baö  SSlei  im  geuerV  @laö  oerl)ält  fic^  unter  bem 
J^ammtr  anberö,  als  (sjolb),  bef.  oon  "perfonen  al6  allgemeinerer  2(ugbrucE  f. 
ftd)  benef)men,  betragen,  auffül)ren,  fein  (ocrf)aüc  bid)  rul)ig!  er  l)at  fi^i 
gut,  fd)lcd)t  K.  üerl)alten;  id)  wci^  nic^t,  wie  ic^  mid)  babei,  gegen  ii)n  ic 
oerl)alten  foU);  fid)  mit  .^cmanb  — ,  lanbf^.  f.  bai  gute  93ernel)men  mit 
il)m  ^u  er()alten  fud)en,  fid)  mit  il)m  »ertragen;  —  ber  53i'rl)alt,  -e^, 
baS  S3erl)alten  etneö  Singet  ju  einem  anbcrn,  gew.  bag  5ßerbdltnifö; 
baö  ^crl)aUcn,  -g,  o.  SK.,  1)  bie  ^üublung,  ba  man  etivag  vergalt,  bie 
S3erl)altung,  bi\$  3uvücfl)alten,  Unterbrücfen,  SSerbergen  (j.  S.  ba^  aSer« 
l)altcn  ber  2:t)räncn,  bc6  3orn6  2C.);  2)  ba^  @id)j »erbalten,  bie  2l'rt  unb 
3]ßeife,  ivie  ein  (^egenftanb  fid)  »erbält,  bie  S3efd)affenl)eit  ob.  ber  3u|lanb 
beöfelben,  bcf.  in  Scjug  auf  einen  anbcrn,  finno.  $öerl)dltnif6;  inöbef.  bie 


\)cvt)anbeln  1549 

3fct  u.  ^eif«,  itie  ein«  ^crfon  ftd)  üerf)ä'(t,  bie  >|)anb[ung5weire  berf«!? 
ben  in  Scjug  auf  onbcfc  ^crfcncii,  auf  bcfonbere  Umjlänbc  cb.  auf  if)ce  ße- 
benöftellung  über^.,  aagcmciiicr ,  a(6  bie  ftnno.  S5cncl)men,  SSetvagen,  2(uf; 
füf)rung  (baö  innere  u.  äußere,  ein  tt)dttgcg  ob.  (eibenbeö  23cr{)alten;  baö 
SSev()aUcn  ber  SOitnfdien  gegen  cinanbcr:  fein  ffierbalten  pflicl)tmü^ig  cinrid)= 
tcn);  —  bag  !!Öcrl)ältnifei,  -fff^,  'lO?.  -ff«,  übert).  bie  2(rt  unb  ^löetfe, 
UMC  ein  ©cgenffanb  burd)  feinen  SSejug  auf  anbcre  beftimmt  ifr,  btc  S5c- 
fd}affen()ett ,  ber  Suftanb  cb.  bie  S^age  beöfelben  in  ffiejug  auf  bic  Singe 
oufjet  ii)my  bie  ,^u  bleibenbcn  Suftanben  geworbenen  S5ejie()ungen  unb 
Umftänbe  (bie  S3ert)d'ltnifTe  ber  SRenfdjen  ju  cinanber;  ba6  SSerbättnifS  bcc 
Äinber  ^u  ben  jtttern,  ber  Untcrtijancn  ju  btr  9icgierung;  in  freunbfd^aft' 
liebem  5Ber{)ä(tnifTe  j^u  3cmanb  fteijen,  mit  ii)m  leben;  in  gtüdlidjen ,  ange« 
nct)men  a.scri)äItniJTen  leben  ic.)-,  in  engerer  SBeb.  bie  oergteicbenbe  ©röfen; 
bel^immung  (baö  fflertjältnifö  ber  gange  ?u  ber  9?reite;  ba&  a3cvf)ältnifö 
jttjcier  3at)(en  2c.),  inßbef.  b<i§  gfelci);  ob.  ebenmäßige,  rtd^tige  (Größen- 
t)er()ältnifä  (fr.  >prppcrtion;  bie  93erf;ä(tniffe  ber  St)eile  eines  ©ebdubcß,  beö 
menfc^licijen  ÄörperS  jc  ;  bie  ^öf)e  fteljf  mit  ber  ©runbfldc^c  in  feinem  23ec= 
^dltniffe,  b.  i.  in  feinem  ric!)tigen:  n  a  d)  S3  er  t)  d  It  n  ifö,  b.  i.  ucrl)dltnifös 
mdfjig);  ber  S5erl)altnifäantl)eit  ob.  äierl)ä(tnifötl)eil,  ber  öerl)Qttnif6mct» 
^ig,c  2(nt()ei(,  j.  93.  on  einem  ©etrinn  (fr.  Cluotc);  ücrt)Ci(tnifgIoö,- 93ir., 
in  feinem  (richtigen)  SJerl)dltniffe  i4ef)cnb,  fldrfer  ali:  unoerljdltnifömdfig; 
bie  ä^cdjältnifglüfiqtcit;  ücvt)a(tntft^mätuo; ,  Sw.,  bcm  S3erl)dltnifTe  ge= 
md^,  nac^  DJfa^gabe  beö  SSerljdknifTcö;  inöbef.  bcm  gei)()rigen  9?eri)dltnif|'e 
gemäß,  in  richtigem  9?eri)dltniffe  j^ct)enb  (fr.  propcrtionirt) ;  bie  SSert)ä(t= 
nif^.mäpigtett:  bie  2Jcrl)ciltntf§regcl,  eine  Siegel,  nac^  rcelc^er  ein  gereift 
feg  9Scrl)dltnifö  beitimmt  wirb;  9tcd)enf.  bie  ^Rechnungsart,  trelc^e  ju  bret  gc= 
gebencn  ®röpen  eine  oierte  finbcn  tebrt,  bie  ju  ber  britten  in  bemfelben  SScr- 
l)dltniJTe  ftctjt,  irie  bie  beiben  erften  ?u  einanber,  auc^:  ber  ®reifa|  (fr.  9Jc= 
gel  bc  Sri);  bai  ä5erl)altnifs5wort ,  ©prac^l.  biejentgcn  §ormtt>örter,  welche 
bie  S3crl)d(tniffe  auöbriicfen,  in  bie  ein  ©egenjlanb  burdj  feinen  3u|tiinb  ob. 
fein  2^un  ju  anbern  ®egenftdnbcn  tritt,  auc^:  S5orn?ort  (fr.  ^rdpofition; 
j.  58.  bei,  mit,  auf,  in,  nac^  ;c.);  bie  äicrbälllitfö^al)!  ob.  ber  ^exi)dlt' 
m\^äi)Ux,  3ai)lcn,  »üeld)c  bk  ©rö^c  beö  SScrbdltniffeö  anbercr  3af)lcn  in 
Scjiel)ung  auf  ein  ®runbüert)ültnif6  auäbrücfen  (fr.  gogaritf)mcn);  —  bie 
58erl)a(tung,  1)  bie  v^anbtung,  iia  man  et\va^$  t)ert)ä'(t,  3uriicff)a(tun3, 
Unterbrücfung  2C.;  2)  bie  2(vt  unb  ^}\ieife,  \vU  man  ftd)  Derba'lt,  bci^  SSer^ 
l)alten,  nur  gebr.  in  ben  3fc^-:  ber  S5crI)attunggbcfel)I,  S3efel)l,  »etd^ec 
fcag  9Scr{)aitcn  üorfdjreibt;  bie  23erl)a(tun9älet)re,  ^regel;  bie  S[Jerl)a(-- 
tungSweife  k. 

üctl)anbeln,  jicl.  u.  jieüof.  3>r.,  1)  etivaS  burd)  «Öanbiung  ob.  Se= 
Ijanblung  forbern,  eine  gcmeinfc^aftlidje  ©a(^e  ob.  iCngelegen^cit  münblid) 
ob.  fdirtft(id)  bearbeiten,  be^anbeln,  abt)anbe(n,  t^on  roeitcccc  SBcb.  als 
untevt)anbeln,  (ttroaS  ob.  über  ctmcS  mit  Semanb — ;  eine  ©treitfac^e  ge= 
ric^tlic^  — ;  über  einen  »üifTcnfc^aftli(^en  ©egenflanb  münbtic^  tierbanbcln); 
au^:  auf  fold)e  3öeife  ju  (5nbe  fü()ren,  ju  ©tanbe  bringen,  abmad)cn 
(einen  gricben,  einen  Scrgleic^  ic);  '1)  burd)  »^anbel,  na^  »orangcgan^ 
gener  Unterljanblung  über  ben  ^rcie,  r»erciufern,  uerfaufen  (Söaaren);  bie 
58erl;antUing,   I)  o.  «K  ,  baö  SScr()anbeln,  in  beiben  Seb.;  2)  CT»?,  -en, 


1550  t)erI)anbto()ncn  —  üer{)acten 

iai  8Scrfaf)rcn  beim  $Bcrf)anbeln  ehicc  TIngelegenftcit,  u.  jeb«  einjefne 
^anbdmg  in  bemfelbcn  (SSeiftanblungcn  anfnüpfen,  pflegen;  geric^tlii^c 
SSer()anblungcn  k.);  quc^  f.  bie  fcf}riftlid)e  llcfunbe  über  eine  SSer^anblung, 
f.  ö.  m.  bie  SSer^anblunggfdirift,  SO?,  quc^  5öert)ant(ung§papiere  (fr. 
3fctcn,  mtenttücte). 

yertjanblo^nen,  jiet.  3"?-,  etroag  — ,  alt  u.  lanbfc^.  ben  v^anb(of)n 
b.  i.  bfig  2el)n9e(b  bation  cntnd)ten  (ein  @ut  — ). 

V)erl)ängen,  jicl.  Sw.  (att^oc^b.  farhangjan,  farhengan  f.  julaJTen:  mit' 
tettj.  verhengen.  ^rät.  verhancte),  1)  ctg.  Don  fi'd)  TOeg  {)an3en  (äffen,  lofe 
Ijangen  laffen  (bcm  ^ferbc  bcn  3ügcl  — ,  f.  o.  ».  fdjicfcn  (äffen;  mit  »er» 
i^dngtem  3ügel);  uncig.  ct)em.  f.  9efrf)ef)en  (offen,  ju(affen,  geftatten,  ge; 
traf)ren  (altb.  au(^  b(o§  hengan;  einem  cineö  ®tnge§— ,  fpäter  getr. 
einem  etiuag— );  jcfet  in  engerer  ©eb.  etwag  Übie^,  S5efcbit)er(id)eg, 
«in  Ung(ücf  2C.  ju(affen,  über  S^m^nb  erge(^en  (äffen,  if)m  nuf(egen  ob. 
jufd}tcfen  (btbt.  ber  Jperr  {)at  fo((^c6  ocrf)angt;  gen?,  ctrcaß  üb  er  cf  ncn — , 
j.  S3.  ttoaS  ®ott  aber  unö  rerljängt,  muffen  wir  ertragen;  eine  ftrcnge  Unter« 
fud)unc5,  bie  SobeSflrafe  über  3emanb  oerf)ä'ngen;  bi^t.  auc^:  einem  et» 
ma§ — );  2)  burd)  itwa^  SSor;  ob.  Übergebangteg  verbergen,  üerbeden, 
t»ern)al)ren,  finno.  jut)ängen  (ein  gcnflfc,  Sett  ic);  .'3)  unredit,  fa(fdi, 
ntd)t  inber  gehörigen  £)rbnung  ()ä'ngen;  4)  ebcm.  au^  f.  ^tn()n(ten,  auf; 
fd)teben,  verbinbern;  bie  SSerl}än9nif§ ,  o.  ?0i,,  cljem.  f.  baö  9}erbängen 
ob.  bie  SSerbdngung,  b.  i.  bie  SuiafTung,  (55eftattung ,  (Jvdnibnifg,  (Sjunfl, 
©nabe  (j.  fB.  qu6  ob.  oon  ©otteS  9Jcr()dngnif6,  f.  ».  w.  oon  @ottee  ®na« 
ben);  bag  S3ert)öngnif§,  -ffe^,  S)?.  -ffe,  ba§  Sßert)dngte,  b.  i.  ba6  bem 
sO?cnf(^en  von  einem  Ijöberen  SBefcn  ?(ufge{egte  ob.  Sugefdiicfte,  ftnn».  @e; 
fditcf,  @d}icffa(,  ©d^icfung,  2oo^,  inöbcf.  einübet  uni  üccbangteS  Übel 
(ein  trauriges,  f^wereS  93ert)ängn{fö;  bie  SSerbangniffe  ©otteS);  and)  bie 
l)6bcce  '^adjt  feibfJ,  »veid^e  o(ö  bie  Ucfad)e  bec  menfd)(id)en  ®d)i(ffa(e 
angefe^en  wirb,  ftnno.  @d)icf fa(,  (fr.  gatum;  ba§  unoermeibiic^e  aScrbäng« 
nif6:  mein  S3cr{)ängnif6  bat  e6  fo  gercoUt);  ber  SSer^angnifäglauben,  bie 
58crt)dngnifSlel)re,  bcr  ©rauben  u.  bie  Scbrc,  bafä  2fUeg,  wai  gef(!biet)t, 
burc^  ein  uni)t'rmeibli(^eS  blinbcö  23crbängnifö  ttorf)erbefttmmt  ifl  (fr.  gataüe* 
muß);  ber  ä5crl)dngnif^g(äubige,  ein  3Cnbdnger  biefer  Se^re  (fr.  gatalift); 
öcrbängnifäüoU,  ffin?.,  ein  SSerbangnife  ob.  me^rfat^e  5ßerl)dngm(Te  ent^al* 
tcnb  ob.  berbeifübrenb,  (ein  oerbängntföooKer  Sag  ic). 

üerl)ärmen,  jiel.  3».,  b^rmenb  ob.  in  ^fQaxm  ^»erbringen  (fein  Ceben); 
burd)  ^nrmen  üerjebren  ob.  entfleden  (ficb  — ;  fein  »erbarmtet  ©efic^t  2C.). 

ücrl)arren,  3i».  1)  jicUoS  m.  b oben  (n.  3(.  m.  fein),  ba6  oerjt.  bar; 
ten:  ant)altenb  fortfahren,  an  einem  £)rte  ob.  in  einem  ^uftanbe  ju  fein, 
finno.  bet)arren,  au^liarren,  augbauern,  jtä'rfcr  <xU:  \)erb(eiben  (in  ber 
©ünbc,  auf  feiner  ?0?einung  Jc.  — ;  in  Srief  =  Unterf^riften:  ic^  oerbarre 
3^r  ergcbcnfter  Wiener  2c.);  2)  jtel.  f)arrenb  «erbringen  ob.  verlieren  (bie 
3cit— );  oberb.  aucb  f-  ocrjögern,  oer[(^ieben  (itma% — );  t)erl)arrlic^,  S3n5., 
lanbfd).  f.  f<br  bebarrlid);  bie  ä5crl)arr(id)felt. 

iH'rl)arfd)en,  jiellof.  3"?-  m.  fein,  oöUig  b^tfd)  n?erben,  burd)  Qti)av' 
fdien  jubeilen  (eine  ocvbarfcbte  SBunbe);  bie  23er^arfd)ung. 

vert)ortcn,  ^ieUof.  3«3.  m.  fein,  bavt  tverben,  gen?,  erbarten;  'oertjär- 
ten,  jicl.  3».,  völlig  bart  mad)en,  mcbr  alö:  f)ä'rten,  in  etroag  ^^arteö 


tjcrf)ar3cn  —  t)erf)aucn  1551 

umwanbefn  (tai  ^cucr  »crfjartct  ben  Zi)cr\;  SBergw.  ein  üctfjartctcr  ©ang: 
ber  [o  i)axt  ift,  büfg  er  ficfc  locbcr  mit  bcm  S5ot)rcr,  nod)  mit  bcm  Giftn  bear» 
bcircn  (äfft);  uncig.  iinempfmblich  ob.  fü[)I(og  mad)en  (fein  .^crg— ,  fi(^  — ; 
ein  Dcr()ättctc6  ©cmiitt));  bie  Syevbärtung ,  1)  ba«  3!^crf)drten;  2)  ba« 
?Ber()flrtctrein ,  bie  Uncmpftnblicbfcit  (bte  SScrtjartung  fetneö  @cmütf)e6); 
3)  etroag  9Ser()artcte(5,  bef.  ein  !ran!baft  ocrfjartetec  Stfjcil  am  mtnfdjl.  ob. 
t{)icr.  Jtörpcr,  eine  verl)artete  @efd)wu[fl:. 

öcrt)arjen',  ?iei.  3«.,  1)  mit  ^arj  oeibtnbcn,  üerfcbmiecen ;  2)  in 
v^arj  üenvanbeln;  bie  SJerf)arjung. 

oerba^pcln  1.,  jict.  3».,  1)  ^aSpetnb  »erbrnucben,  vöUig  um  ben 
^a^pe(  roinben;  2)  unred)t,  fa(fd)  baSpeln,  im  v^n^peln  tjenuicfeln; 
unetg.  übeif).  f.  Verwirren  (ettraö  — ;  fic^  im  Sieben  — ;  ngt.  tjagpeln);  bie 
äJerba^pelung. 

ücrl)a6pen  ob.  t»ert)agpe(n  2.,  ^fel.  3w.,  mit  >^aöpen  »crfcbliefen,  t>ers 
n)al)ren  (bie  Zt)üt—). 

ücrl)afTcn,  jiel.  3w. ,  olt.  f.  i^eftig  t)affcn,  anfeinben;  gero.  nur  ba6 
?0?tt>.  ocrbafft  a{6  ffitp.,  in  l)ol)em  (5irabe  9e{)afj't,  aiic^  f.  f)öct)ft  itnange? 
ne{)m,  n>ibrig,  miberiuartig  (er  ift  mir  »ert)QlTt;  bei  2(tlen  ob.  allgemein 
»ert)afTt  fein;  fid)  bei  Semanb  nert)afTt  machen;  ein  ocrt)aJTter  SD?cnfc^,  eine 
perijaffte  <S)aö:)i  jc). 

ocrl)afgIid)en,  jiei.  3tt).,  f)af6nd)  madjen  ob.  bnrfJeUen;  bU  SSer{)äf§i 
Iid)ung. 

ücrl)njlen,  jicl.  3»-,  nicbtrb.  f.  iiberetfen. 

üer^ätfc^eln ,  jier.  3«?.,  lanbfc^.  gem.  f.  burrf)  ^ätfd^eln  (f.  b.)  Derber^ 
ben,  ftnno.  tterjartefn,  t»erjiel)en;  bie  $öert)Qtf4)e(ung. 

S3er()au,  m.,  f.  unter  ser()auen. 

oerl)aubcn,  ^icl.  3«.,  mit  einer  ^aube  bebecfen,  vertappen  (ben  gaüen). 

öcvl^auc^en,  jiel.  3»?.,  von  fid)  baud)en,  f)rtitd/«nb  von  ftd)  geben  ob. 
erfd)öpfen,  ffnnü.  au6f)inidKn  (ben  'Kti)cm  — ;  bag  Sebcn  —  ,  bic^t.  f.  jlcr» 
ben);  gleid)  »inem  -^aud^e  verbreiten,  verbuften  {bi(  SBIumen  t)cit)auc^en 
5JBoJ)(gcrudie);  bie  äicrljaudöung. 

Oert)auen,  jici.  3>t).  abtaut,  njie  i)aucn  (im  Smpf-  jcboc^  qu^  üerfjaute 
neben  üer{)ieb;  alt^odjb.  farhauwan,  mittclfj.  verhouwen) ,  1)  vöUig  in 
SF)ei(e  fj^uen,  bef.  ju  einem  bcjümmtcn  3n)ecte,  ftnno.  jerbiiuen  (einen  ge= 
fc^tac^tetcn  O^fen):  et)cm.  auc^  f.  nieber()auen  (einen  JBaum  — ;  einen  tßi- 
ftegten— );  2)  bauenb  verflümmeln,  verfürjen,  jlu^cn  (bibl.  ben  2>au« 
men  — ;  ben  9Bein|loc£  — ,  f.  bef(^neiben);  etjem.  übvvt).  burd)  ^auen  be; 
fd^cibigcn,  verleben,  verrounben;  li)  baucnb  zubereiten,  finnv.  be^nuen 
(j.  SB.  Suc^m.  bas  Zuä)  auf  bcr  lin!en  «Seite  —  ,  b.  i.  feieren,  oi)m  e6  »oc« 
t)er  ju  raufjen);  4)  b^uenb  ob.  mit  ettvaö  ^'Ziebcrgebauenem,  mit  gefällten 
SSäumen  u. ,  verfperren,  auc^:  verwarfen  (einem  ben  3Bcg  — );  überl).  f. 
ben  3öe3  verfperren,  unjuga'nglid)  madjen;  5)  falfd)  ob.  fef)(  bauen, 
feblerbaft  jerbauen  ob.  bebauen  (bcr  5letfd)er  üevbauet  ia^  gleif^,  tt?enn  er 
eö  nidjt  in  bie  get)örigen  ©tiirfe  jer()aut);  fid)  — ,  ftd)  im  ^auen  verfeben, 
febt  bauen,  in6h^\.  '^idjti.  fo  bauen,  baf6  man  nacb  gcfübrtem  Jpiebc  nicbt 
fogU'icb  tt?ieber  in  bk  reifte,  fiebere  (Stellung  !ommt;  oberb.  uneig.  f.  ficb 
irren  ob.  verfeben,  bai  3ict  »erfeblen,  \ii)  burcb  Unbefonncnbett  im  JReben 
blo5  geben;  bec  S^erbau,  -eg,  5)?.  -e,  f.  v.  m.  23erba(f  (f.  b.);  bie  Sßer- 
I)auung. 


1552  »er!)aufen  —  üei-f)eimnd)m 

üer()aufcn,  3ir.,  1)  jietloö  m.  fein,  obcrb.  f.  f«tn  ^au8  ob.  f«tn«n 
9Bo{)nort  üerdrtb«rn;  2)  jicl.  f.  buvcb  übfeg  v^auf«n  cb.  ^au5f)a(t«n, 
burcl}  fd)(ed)k  2iBirtf)fd}aft  t)ev(ieren,  burd^bringen;  uneig.  f.  oergeblid) 
anwenben,  t>ei-fd)it)enbcn. 

üerl)äuten ,  jici.  3». ,  mit  einer  ^aut  ob.  ciuf eren  SSefleibung  \)erfe; 
I)en  (ein  ©diiffj;  bie  SSerl^QUtunq ,  bag  23ecf)auten;  bic  ^aut  ob.  dunere 
SScfteibung. 

üevl)ebcn,  jifl.  3n?.,  ablaut.  (f.  l)cben),  1)  falfd)  {)cben, -ingbef.  fatfd) 
abrieben  (bie  Äartcn  — ;  95u^bc.  bic  Sagen  ctncö  SBuc^eß  zc.  — );  ju  ^üxi 
heben;  2)  burd)  v^eben  befdiabigen,  oerle^en,  »etrenfen  (ftc^  (mir)  ben 
2(rm  — ,  u.  bcf.  rüdj.  fi^  ü£rt)ebcn:  iä)  habe  miä)  üerf)oben):  ei)em.  aud): 
fid)  — ,  f.  überf)eben;  3)  alt  u.  oberb.  f.  yerbatten,  ^uxüdi)alun ,  ju; 
I)alten,  V)erfd)(iefen,  Derbinbern  (einem  ben  «Wunb  —  ;  i>a^  SBcincn,  hai 
Sad^cn  JC  — );  4)  f.  üorl)a(ten,  ^orcücten,  üent»eifen  (einem  ctwaö— ); 
bie  SJer^ebung. 

t>erl)eci:cn,  jic(.  ^m.  (altf)Odab.  farherioD,  ani)  arherii5u,  biheriou,  u. 
blo^  harion,    herion,    herron;  mittelt).  verhern,    verherjen  u.  blojj  herjen;   oon 

hari,  heri,  .i^cer,  f.  b.;  oberb.  f)crgcn,  oerbcrgcn  f.  »erfjeeren;  f)eren 
f.  übet  iDirtf)[c^aften ,  [c^onungöloö  oerfaf)i:en;  ogl.  baö  iat.  populari,  depo- 
piilari  ton  populus)  ctg.  mit  einem  Jgeexc  überfallen  u.  i^erberben,  bann 
überi).  in  weiter  ^Tuöbefjnung  geröaltfam  üenrüjlen  ob.  jerfiören,  (bct 
Äricg  ueri)eert  baö  ßanb;  bie  gluti)cn,  bic  J^eufc^rccten  2c.  i)abin  bie  j^flber 
»erbeert;  cerbeerte  ©täbtc  jc»);  aneig.  bic^t.  f.  jerflören,  t)ernid}ten  (^off= 
nungen  u.  bgt.);  ci)em.  einen  eine^  2)ingeg  — ,  f.  it)n  bcffen  berauben,  eö 
it)m  entjicbcn,  ii)n  arm  baran  mai^en;  ber  SSerl)eercr,  -6,  (altb- heriari), 
n>er  t)er()eert,  ftnno.  23erwüjler;  bie  äicrljcerung,  SO?,  -en,  {alti).  heri- 
uDga,  faiheriiinga) ,  ba6  $Berf)eeren,  u.  \ia^  $ßer()eertfein  (einee  l'anbeö  jc). 

ücrl)eften,  jid.  3ir.,  1)  ^eftenb  «ereinigen,  5ufammenf)eften  (eine 
SBunbe  — ;  bcr  )!8orten^t)it!cr  ocrbeftet  bcn  (äinfcbtag  ber  Sreffe);  2)  falfd) 
{)eften,  beim  ^eften  in  Unorbnung  bringen  (einen  Sogen,  ein  SSud^— ); 
bie  SSerI)cftung. 

yert)e,qcn,  ^kl.  3io.,  {}egenb  «enünbven,  mit  einem  -^ag  ob.  @el)ege 
>)erfd)liepen,  einhegen,  üik^:  t)erl)agen;  bie  SScr^cgung. 

VCrl)el)(en,  jiel.  3«'-  (attl)0d)b.  farhelan,  mitteil),  verheln,  ablout.  \vk 
helan,  f,  l)cl)tcn;  jc^t  umcnb. :  ö  er  l)  el)  tt  c,  Xiexi)  ei)U;  'ba^  alte  SOiro. 
ü  e  r  b  0  l)  l  e  n  ift  jebod)  no(^  üblid)  in  bcm  a(ö  S».  gebraudjten  :  u  n  o  e  r  l)  o  l)  = 
ien),  \>a^  t»erjt.  f)el)len,  bül)er  ucfpr.  übcrt).  «öUig  Herbergen,  bem  2(nbli(f 
cb.  ber  ilunbe  3{nberer  entjie^cn  (bibl.  bic  SBeiSljeit  ift  ücrl)ol)ten  oor  ben 
2(ugen  aller  ßcbenbigen);  ic|t  in  engerer  Seb.  etlvaS  »erbergen  ob.  verfd)»vet= 
gen,  beffen  £)ffenbarung  2(nbere  ivünfdien  ob.  511  forbern  bered)tigt  finb, 
finno.  «er()eimlid)en,  (bibl.  ic^  üert)ef)lc  meine  SKiffctbat  nidjt;  bic  2Bal)rbeit 
ocrbc^lcn;  er  bat  mir  mand^e  Umjlanbe  ücrl;ct)lt);  bcr  2}crt)cl)kr;  bie  S5cr= 
l)el)(ung. 

WcrbcKcn,  jicllof.  u.  giel.  3w.,  «ollig  feilen,  3ut)eilen  (bic  Söunbc  ift 
»crbeilt;  bcr  2Bunbar;t  bat  fie  ücrbeilt);  bie  SSerbcilung. 

«erbcimlic^cn,  ?iel.  3ttj.,  I^eim(id)  ob.  gel)cim  {)alten,  i(t  SS^al}nul)- 
mung  ob.  Äenntnifö  '^(nberer  «öüig  cntsieben,  bcf.  n>a6  man  ju  entbecten 
»crpflicbtct  rcö're,  finnr».  «crbeMen  (feine  ^(bfiditen  unb  ^länc  —  ;  einem  ob. 
»or  einem  etroaö  — );  bie  25crl}cimlic^ung. 


\)crt)c{rat()cn  —  Dcrfjcutigcn  1553 

öcrl)elr(it]^fn,  jlcr.  u.  rürf^.  3w-.  burch  ^«irath  mit  einer  ^erfon  tjer* 
binben,  ehclid)  ocibinben,  ftnno.  ferehelidien,  »orncljmci-:  t)cnna()(en  feine 
Sodjtct  öcr{)firatf)ni:  feine  S^odjtev  nn  einen  an9cfct)enen  9}?ann  ob.  mit  einem 
SKanne  üevt)cirüti)en:  ücr^ciratf)et  fein;  ocrtieii-atbetc  Ainber  haben);  [16 — , 
f.  0.  xc.  beiratl}en,  in  bcn  @tanb  ber  (St)c  treten;  bie  Ssyer^cirattiung. 

Ocrl)eipen,  jicl.  3w-  ablout.  wie  f)ei^en  (3mpf.  oerf)ie^;  3)?it>.  oev^ 

l)eifen;  gotl).  fairhaitan,  bcfennen ,  eingcfietien ;  altt)0(^b.  foragahaizan  u. 
gett».   b(o5    gahaizan.    mittetil.    verheizen.     gcTO.    geheizen;    aud)    ct>crb.    gCTO. 

geljai^en,  a(6  » er  t)  ai^  en),  urfpi'.  überl).  f.  jufagen ,  üerfpred)en,  fid) 
ju  etwas  anbeifd)i9  madien,  geloben,  fid)  tjerbürgen:  jcfjt  eb(ei-,  ai6  ücr-- 
fpvedjen,  u.  bef.  oon  irid^tit^cn  ®ingen  u.  t)o^en  ©ütern:  feierlid^  aufün^ 
bigenb  5ufid)ern  (bibl.  fte  ocrijicjjen  ii)nen  'grcii)eit:  wa6  ber  Jperr  üevöcifen 
hat;  baö  oerf)ei^ene  8anb,  f.  \>.  ir.  baö  gelobte:  ber  ccrbeif-ene  Segen; 
einem  ein  gro^ee  müd —);  uneig.  f.  fidierc  '^dtöfidit  cb.  v^offnung  ju 
etwci^  geben  (;;.  95.  bie  .5^aumb(iit()e  mtf)d^t  ein  veid^eS  £)b|^ia{)r);  ber  äJer^ 
beifjcr,  -S,  bie  Sievl)eipcrinn,  iver  etirag  verf)ei§t  (a(tb.  fm-heizo,  «Bürge); 
bie  v!Öerl)eipunq,  'i"'?.  -en,  baS  ?l^ert)ei§en,  u.  baS  S3erf)eifene:  baS  fei? 
crlidie  QSerfpredjen ,  bie  Buftcberung  cinetS  fünftigen  ©uteS  (feine  9Sctl)ei- 
fjung  ift  in  ßrfüllung  gegangen;  t*ide  25eri)ei§ungen  matten). 

yevbeijen,  iiel  3».,  1)  jum  vf)eijen  gebraudien  ob.  oevbraud^cn  i^o% 
jtoi)len);  '2)  fe{)lerbaft,  ju  frarf  beiden,  überbeijen. 

ücrl)clfcn,  ?ieUof.  ^m.  abtaut,  (f.  t)clfen),  gleii^f.  fort?  cb.  worwärtg 
beifen:  einem  511  ctrcaö  — ,  ihm  helfen,  jum  S5efi^  ob.  ©enufö  einer 
(Sad)?  ju  gelanqen  (j.  Ü8.  er  t)at  mir  ju  meinem  Tlmte  t>er()clfcn);  cö':m. 
aud):  einem  SU edjtö  — ,  b.  i.  ju  feinem  .^ed}te:  oberb.  ikl.  einem  ben 
SBüllen — ,  f.  if)m  roitifabren ;  einem  ju  ettraö  t>crbolfen  fein,  f.  bei)ülf' 
lic^,  bicntic^:  bie  ^crhelfunq. 

üert)cnfert,  S8itj.,  cig.  bem  genfer  i^erfallen,  henfermafig,  niebr.  f. 
in  t)of)em  ®iabe  böfe,  arg,  fdilimm,  t)artcr:  Dcrteufett  (ein  oerijcnfertcr 
SOJenfd),  Streid)  jc);  au6)  alö  oerjlä'rfenbeg  ^Jrc.  mit  bem  5(u5bruct  bcS  Un  = 
wiUenö  (Derf)enEert  böfe,  fc^lcc^t  jc). 

iH'rl)erqcn,  jiel.  3«?-)  01t  u.  oberb.  f.  verheeren,  f.  b. 

vcrhevren,  ^iel.  3ir.,  r>it.  f.  einem  J^errn  untergeben. 

ücrt)crrlid)cn,  j^iel.  3w-,  hcrrlid>  mad)en,  jur  ^crrlid^feit  erheben 
(6t)rifniö  ift  ocrberrlic^t  morben:  bie  ücrbtrrlidjtcn  ©erec^ren  im  Jptmmel): 
alä  fjerrlid)  barjlellen  ob.  verfünbigen,  finno.  rühmen,  preifen,  feiern 
(3emanbö  9iamen;  ©ott--);  bie  äicrhctrlic^ung. 

ocvbc^cn,  giel.  3if.,  1)  fort  he^en,  burd>  Jpe^en  vertreiben  (5.  SB.  hie 
(Sd)wcine):  2)  butd)  wieberhoItcS  'irnrci^en  ^u  etwaö  ÜBöfem  u.  inebef.  jur 
geinbfeligfeit  gegen  3<^manb  benvgen,  ftnno.  aufheben  (einen  gegen  bcn 
anbcrn,  ob.  ?irci  ^erfoncn  mit  cinanber — ;  fi^  r>ert)c^en  laffen);  ber  SSer- 
l)cf\cr,  bie  ä^erhe^erinn:  bie  5!yerl)el^un9. 

üevl)cucrn,  jiel.  3>i>.  (mittel^,  verhimcn;  vgf.  Jpeucr)  nicberb.  f.  permie; 
t^cn,  verpad)ten:  ber  SScrl)eucrer;  bie  Sievhcuerunc^. 

i.>crl)euten,  jici.  3w. .  h^ulenb  perbringen  cb.  zubringen. 

üerheutiqcn,  jicl.  3tr.,  ju  ctiva^  »l^eutigem  mad)en,  in  bie  heutige, 
b.  i.  je^t  üb(id)e  ^orm  bringen,  nad>  bem  neueften  (Befdimacf  einri^ren 
(Stfuir.  f.  baS  fr.  mobernifiren). 

^ei)fc'§  J^anbirertcrb.  b.  bcutfdjen  ©pr.  2.  S^eil.  \)6 


1554  t)crt)cj:en  —  »crtjo'ren 

üfrhercn,  gict.  ^\x>.,  burd)  -^iXixi'i  i^eränbern,  vcmtanbetn,  cblcr:  t>er= 
jaiibern. 

üerl)immctn,  3»t>.  1)  jicl.  i1)cm.  f.  in  bcn  ^immel  ocrfijgen,  gem. 
[djcr^I).  f.  im  bcd}fren  ©labe  entjücfon  (gen?,  nur  baö  9)ira.  Bcr|)immcttJ; 
2)  jiiKog  m.  fein,  fdierjt).  f.  jl^crben  (cc  lüpUtc  pcrijtmmcln,  auc^blcfj: 
f) im  mein,  f.  b.):  bie  SSerljimmi'Iung. 

ocrbinbern,  jid.  310.,  bog  werft.  i)inbcrn:  ganjltd)  htnbern,  foipoi)! 
etwaö — ,  b.  t  madicn,  bafä  c§  nid)t  gefdiet)«!!  !ann,  ai6:  «inen—, 
ftärftr  alä:  i{)n  abbalrcn,  ibm  trel^ren  ob.  oenve^rcn  (man  ^at  midj  an  bcr 
©ac^c  ßci{)inbeit,  ü&.  man  hat  nucb  r»eri)inbert,  cö  ;u  ttiiin;  i(^  bin  ccibin» 
btrt,  ju  fönimen  jc):  t>frl)tnberltc^,  ffiw.,  voai  t)crl)inbert  ob.  ein -fJin- 
bernifg  entf)alt,  gew.  biuberlich:  bie  S5eri)tnberung ,  1)  0.  «OT.,  ba^  23er' 
binbern  fj.  ^.  cincg  Unhrnebmcnö):  2)  Sffl.  -en,  ba^  S3ert)inbernbc,  »^in- 
bernifö,  fiimiv  2(bf)a(tung,   obcrb.  auc^:  tas  ob.  btc  23ert)tnbcrni(6. 

öcrl)i^en,  j^icl.  3ro-,  lanbfdj.  gem.  1)  f.  er()i|cn  (l'ic^  — ;  bcf.  »on  Zi)iv- 
rei:):  2)  f.  üevfjeijen,  über()ei5en. 

ücrl)Dbe(n,  ?ifi.  31».,  fel)[er^nft  f)obe(n,  burd)  »Rebeln  öerberbea. 

Oi'rt)0C^beut|"d)en,  jid.  3»x>.,  1)  l)od)beutfd)  geftalten,  umbilben,  in^ 
»f)od}beutfdH'  überfe^en;  2)  fef}(erf)nft  ing  ^odibi-utfdic  übertragen,  burc^ 
^o(^biutfct;e  Umgcila(tung  ucrberben;  bie  S5evl)Od^beutfc^un9. 

ücrboffcn,  3>ü.  1)  jicHog  m.  b  ab  cn,  3ag.  f.  fru^ig  ii?erben,  üevicei- 
len  u.  ftd)  umfc{)en;  oberb.  über  eine  <So.d)c  — ,  f.  baüon  überrard)t  wer- 
ben, biirüber  aiiffabven,  erfd)recfen  (aud)  aufboffen:  »gl.  boffen);  2)  jici. 
fllt  lt.  Äanjfl.  f.  l)offcn,  i)offenb  ern^arten  (ogl.  unucrbof ft);  gew.  nur: 
baS  SSerf)  offen  ali  ^w.  in  ben  Stcbenöarten:  iriber  93crboffen,  über  93cr= 
t)ojTtn  jc:  t>crt)offcntlict),  91».,  »lt.  f.  ()cffent[id). 

t>cr()übcn,  jicl.  3»».,  lanbfdj.  f.  er()()t)en,  ^öt)er  madien  (einen  2>etd)). 

yerl)öl)nen,  jiel.  3«.  (mittclb-  verhocne:)),  bag  »aft.  böl)ncn:  böbnifd) 
verfpottcn,  finnü.  auSböf)ncn,  bcfd)impfcn:  ber  ä^crl)ül)ner:  bie  SScr; 
l)ol)nunjj;. 

üirl)5fin  ob.  ücrböfcrn,  giel.  3»..  bofenb,  b.  i.  im  Äleinbanbel,  oer; 
faufen;  »tradjtl.  f.  gteid)  einem  »^ofen  ob.  einer  J^öEertnn  einzeln  tser; 
l)anbiln. 

üerl)0'cn,  jie(.  3«.,  1)  etg.  V>cn  einem  Dvte  weg  l)o(en,  nur  ©d)iff. : 
ein  ®d)itf  — ,  mittelfl  cinc6  Zaaci  fort^ieben,  jreldjcS  au^erbalb  beö  ®d)if» 
feg  an  JRingcn  befefligt  ift  unb  auf  bem  ©d)itfe  angejiogcn  ob.  aufgc»»unbcn 
tt)ii-b;  2)  glcid)f.  erf)0(en  laffen:  Sudjm.  bie  ^rcffc,  in  iveldje  baö  Sudj 
gefilmt  tfl,  ciKe3i'iili''n9  lubig  jlcbcu  laffcn,  e^cman  fic?um  jrocitenSßale  anjtcbt. 

üi'rbü(;,en,  gicUof.  3»».  m.  fein,  ju  v^olj  ob.  holjidit  werben;  uneig. 
glcid^f.  boIjid)t  ob.  f)ö(jern,  b.  i.  ungehörig  flcif  u.  trocfen  treiben;  bie 
Sievboljung. 

üevl)ören,  jicl.  3»».,  1)  burd)  ba^  ®ef)or  wa()rnel)men  ob.  ernennen 
(Säg.  ein  Sßilb  ob.  ©efliiget  —  ,  beffen  2(ufentbalt  auö  feiner  gtimme  auöftn" 
big  mad)cn):  2)  einen  —,  beffen  "2i"uöfiige  üeranflaiten  u.  anböten,  bef. 
016  JJiidjter  u.  »ot  ©eridjt  (einen  SBeflagten,  einen  93erbrecbir  —  ,  »on  3eu= 
gen  geir».  abbörcn,  f.  b.);  feiten  in  weiterer  ©cb.  f.  I)«rfii3«n  laffen,  über; 
l)öten;  oberb.  aud)  f.  abfcfen  laffen,  »orlcfen  h'^ren  (ffiriefe);  u.  f.  erbören; 
3}  e  t  »V  a  ö  —  ,  aui  Unnd)tfamlfeit  gar  nid)t  hören  (finno.  ü  b  e  r  b  ö  r  c  n) 


»eri)ubeln   -     ocrivrcn  1555 

cb.  fa(fd)  f)6rcn  (baö  i)abe  td)  ücvljörO;  aüö)  rücfs-  fid)  —  ,  f.  fid)  im  .^6; 
ten  irren,  falfd)  {)ören;  ba^  SJert)ör,  -eg,  5J?. -e,  (oberb.  bfe  SSettjör) 
bie  ^Seranftaltung  u.  ^(nliörung  ber  2(ii3fa5e  einer  ^erfon ,  bef.  oor  ®e= 
rid)t,  bie  gerid)tlict)e  93ernet)mung  (ein  8Sci-f)ör  anflcUcn:  einen  jum  S3ct= 
t;ÖL- äiei)cn;  baö  aeugenücr^öi:);  ber  S^cr^orcr,  -ö,  ivec  ^«ni'inb  Oetl)ört; 
ctjem.  f.  9\!d)ter,  fofan  cv  bcn  SSeflagten  rcrbört;  bie  S3crt)örung,  bai 
83eri)ören,  gm.  93erl)ör. 

üerl)ut'eln,  jici.  3w.  (obcrb.  aud)  ocrljubcrn),  gem.  burd)  .|)ubeln 
(f.  b.).  i)-  i-  burdi  5[ud)tigf"eit  ob.  Übereilung  uerberben  (eine  livbdt). 

DevbüUen,  jic(.  3«). ,  mitte([t  einer  vÖüKe  uerbevgen,  vcrbecfen,  finnt). 
«int)ü(Ien,  umhüllen  (bag  ©c)'tct)t  mit  einem  ©c^tefeu  —  ,  fid?  mit  bem  ?Kan 
tct— );  uneig.  iiOcrt).  f.  verbergen,  nerjlecten,  ber  5iJai)rnehmung  entjie-- 
^en  (bie  Sßatjrfjcit  2c.);  oerl)üUbar,  58«.,  iva§  DerbüUt  werben  fann: 
bie  S?erl)üUung,  baö  3.^ert)ül{en;  baö  5ßer()iiUenbe,  bie -^adc  (SÄ. -eu). 

ücrl)unt)evtfad)en,  ?icl.  3«?.,  i)unbertfad)  mad^cn  ob.  »ecme^ren;  in 
unittrev  95eb.  fehr  üerDie(fad}en. 

üerl)un.qern,  jieUof.  ^w.  m.  fein,  (aft  u.  oberb.  crf)itngern),  toon 
.i^unger  oerje^rt  werben,  wov  v^unger  umfommcn,  jlerben:  bas  SOtir. 
üeri)ungert  aud)  f.  fe()r  fjungrig,  von -junger  gequält,  ausgehungert 
(ii)  bin  ganj  oeri)ungert:  üert)ungcrt  auöfctjen  jc.)- 

verijunjen,  jicl.  ^m.  (f.  l^un^en  u.  ogi.  baö  obcrb.  t)un§ig  f.  fdjtcc^t, 
cvbätm(ici^)  gem.  f.  öerunftalten,  ocrberben,  werpfufdien  (eine  2(rbcit;  bie 
©ac^e  ijl  gleich  anfangs  ucri)unjt  rcovbtn);  bie  23cr()un5Ung. 

ycrl)urt'n ,  jiel.  3«>. ,  nicbr.  burd)  Spuren  ob.  grobe  ^(u6fd)iveifung  ver? 
lieretr,  burd)bringen  (fein  Vermögen),  ob.  iterberben,  fd)Wvi\ten  (feine  @e= 
funbi)cit,  feine  Äraftc;  üerf)utt  alö  SBiD.  f.  iuvä)  «Zitieret  crfdjöpft  ob.  bec 
fclben  ergeben);  fid)  —  ,  bibl.  uneig.  f.  ftd)  burd)  'jlbgötterti  oerfünbigen. 

t)erl)ütcn,  jiei.  ^xv.,  1)  et  wag  —  ,  burd)  Ritten,  b.  i.  '2(d)t()aben  ob. 
2Cufmerfen,  abwenben  ob.  oerhinbern,  ftnno.  üorbeugcn  (ein  Übel,  einen 
©djaben— ;  baö  Berf)äte  ®ott!);  et)em.  auc^  f.  hüten,  be()üten,  bciradien 
(SSie^— ,  einen  ©efangenen  zc.);  2)  nid)t  gehörig,  fdi(ed)t  ob.  na'd)[affig 
Ritten  u.  baburc^  üeiberben  ob.  verlieren  (bie  öc^afe);  bie  ä5erl)ütun.q,  bai 
S8ert)üten,  finno.  23orbeugung;  ba^  S5cri)iitungömitte(,  gsorbcugungö -- 
ob.  ©d)u|mittel  (fc.  ^'»cöferoatio). 

uerinnigen,  jiel.  iw.,  9temr.  f.  inniger  mad)en,  ber  inneren  Äraft 
nad)  üerlld'rfen  (fr.  intcnfto  oerparfen ,  concentrircn);  bie  35crtnni(^ung. 

üerinfedi,  jiel.  3«>-,  3lcüm.  f.  gkic^f.  jur  ^n\il  madien,  abfonbcrn 
u.  Dereinjeln,  uercinfamen  (fr.  ifoliren). 

öetirrcn,  3>o.  1)  jiel.  einen—,  irre  fi\i)un,  irre  mad)en  (bibt.  fie 
finb  »erirret  worben;  bie  oertrrte  ©inbilbunggfraft  ic);  ii)em.  aui}  f.  t)in; 
bern,  befd)Weren;  töiufd)en;  •>)  rücEj.  fid)  —  ,  irre  gehen,  in  bie  3rre 
gerat^en,  ttom  red)tcn  ^iüege  abirren  (wir  ^aben  unä  im  SBalbc  ocrirrt; 
aud)  uneig.  bef.  im  ftttlic^en  23erftanbe:  ftd)  vom  SBcge  bct  Sugcno  »crirrcn; 
ein  Jgjcrj,  ba^  fic^  oerirrt  ijat);  ba6  SKro.  öerirrt  alö  fflio.  f.  wer  fid^  ))er* 
irrt  i)at,  eig.  u.  uneig.  (bibl.  ftc  finb  uerirrt  im  iicnbc;  ein  »crirrteö  «Si^af; 
einen  Serirrten  auf  bcn  teerten  SBeg  führen  jc.);  bie  Jüerirrunv?,  bag  (5id)- 
üerirren;  uneig.  bie  2{bweid)ung  r>om  Oved)ten,  u.  ein  au^  S^rthum  ob. 
©d)wad)e  begangener  ^ei)lix,  gei)[tritt,  S>ergef)en  (5Ä.  Sevivrungen). 

98^ 


1556  ^eviagen  —  »erfalben 

t^CTJnqen,  nd.  3ir.,  fort;  ob,  uicgjagcn,  ^Mcv  aU:  wci'trdbcn,  xxt- 
fdieuriicn  (SSogct,  Siebe);  nlcberb.  f.  erfd}red'en  (einen —  u.  jTc^— ;  bal)ei- 
6ie  33  erjacj  n  ifö  f.  bec  ©dirccf;  oeriagfom  f.  fd^rcctfjaft,  furdjtfam); 
fid)  — ,  cfjem   f.  ffd}  auf  bcv  '^ag^ii  t»enri-en;  bie  §öeriai.-^iinq, 

yerjäbren,  jicüof.  ^w.  m.  fein,  (mirtclij.  verjiren  f,  oft  werben)  cig. 
burd)  jahrelange  Sauer  ju  einer  getriffeti  23efltmmung  ju  alt  werben, 
ftmü.  »eraften:  gew.  in  bcjümmterer  Sßrb.  burd}  ununtcrbrod^enc  2)auer 
ird'hrenb  einer  geiviffen  9?eihe  oon  3fi{)i'en  1 )  unabanber(id)  werben,  fe:; 
ffen  SSeflanb  gewinnen  (öcrjdi;rtcr  Scfi^,  b.  i.  burd)  lange  S)aucr  rc^t§= 
gütttg  gcicorbcncv:  oerjaf;rtc  9JJcinungcn,  S?orurttit'ilc  :c. ,  ücrfrfj.  veraltete), 
ober  im  ©cgcntfjeil  2)  ungültig  werben,  feine  9?ednsfrcifttgfeit  verlieren 
(Ianbcä£irrr(ic^c  5Red;te  ocridtiren  nii^t;  bie  ©d)ulbforbrvung  ift  oerjatirt): 
Ocrjabrlicfe,  Sir.,  bem  SSerjd'bren  au^gefe^t;  bie  23orjä'brl!d)fcit;  bie 
Söcrjährunji ,  baä  53evjä't)icn  ob.  SSerjäfjrtfein ;  bie  23cr|dt)rung§frifl, 
sjctt;  bai  2Jerjn^runp,ärocbt,  ba§  5«ed)t,  weldjeg  bie  25cvjä^rung  gtcbt. 

üevjammcrn,  liel  3)».,  jammcrnb  verbringen  (fein  Seben). 

Vcvjauftljcn,  jiet.  3«-,  jaurf)jcnb  »erbringen  (bcn  TCbenb). 

ycrjcben,  jiel.  3tr.  (ablaut.  Smpf.  »erjad^,  gjJm.  rcrjft)en;  üon  bem  a(tb. 
jehan.  jehen ,  fagen,  auöfagcn)  ööUtg  olr.  f  auöbrücffid)  fagen,  au^fagen, 
bef)aupten;  befennen  (ogl.  Siergidjt,  Urgii^t  k.). 

l>evjod)cn,  jici.  3».,  unter  bag  ^c^rf^  t^i'i'tö^i^i  gew.  unterjodien. 

ücrjubeln,  ?tet.  3ro.,  jubelnb,  in  3ube[  »erbringen,  jubringen  (bcn 
clagl,  ob.  burd)bringen,  verHeren,  »erberben  {fein  ©ctb  — ,  feine  ®efunbf)eit). 

ücrjurfm  ob.  Derjucfcrn,  jiel.  3w.  (»gt.  b.  fd)wäb.  jurfcn  f.  fpvingen, 
u.  3ucEg  f.  ©(^erj)  oberb.  gem.  f.  in  [ujligem  2eben  t)crt{)un  ob.  burd); 
bringen. 

oerjüngcn,  jid.  u.  vMff.  Sn.-«.,  1)  wieber  jung,  &.  i.  (ebenöfrifd)  unb 
fraftig  mad^en  (ber  §rüf)[!ng  cevjüngt  bie  9tati:r;  bie  ^rcubc  {)at  xi}n  t)eu= 
jungt):  fid)  —  ,  wieber  jung  werben  (bie  9Jatur  ocrjüngt  fidj  im  grii^ting; 
er  bat  fid)  ocrjüngt):  2)  uneig.  f  »erf'Ieinern,  ingbef.  »erbiinnen,  fdimd; 
ler  julaufen  laffen:  fid)  —  ,  fd)nia(er  werben  (eine  Saule  ocrjüngt  fid)  na<% 
oben  ju;  bie  ©djiffc  wcrjünge«  ftcö  »on  ber  ?Wittc  nadj  ben  (änbcn  ?u);  »er- 
^attnifjmäßig  »erfieinern,  etwas  in  fleincrem  9)?a^ftabe  mit  a3cibcf)altung 
bc§  SSetl;dltniffe6  alter  Kl^eile  nad)bi(ben  (einen  ?Rii^^  eine  3eic^nung  —  ;  ber 
»crjüngte  55Äa^|iab,  b.  i.  ba^  i>er!teinertc  SÄajj,  nac^  ire(d;.em  man  ct= 
trag  revjüngt;  95ergw.  eine  oerjiingte  ^"»robe,  b.  i.  eine  mit  einer  fleinen 
sOJaffe  ungifleüte  (ärjjprobe  jur  Serc(^nung  bcö  ®i'l)aUe6  größerer  ^O^iffcn): 
bie  S^crjüngung,  baö  SSerjüngen  ob.  @id); verjüngen,  in  bcibcn  SSeb.;  — 
ücYJüngern,  jitl.  3».,  jünger  mad)en,  jünger  erfdieinen  laffen;  —  üer* 
Jungfern,  jiei.  3w.,  gem.  wieber  jur  Jungfer  mad)en,  bie  Sungfraufd^aft 
itjiebcrljcrfletlcn. 

Vcrjunfcrn,  jiel.  3»v.  (auc^  «erjunfcrir  cn;  ineUeid)t  aii6  ocrjudern 
(f  b.)  oecberbt?)  gem.  gteid)  einem  luftigen  Sunfer  verbringen  ob.  verthun 
(feine  3eit,  fein  ®e(b  — ). 

IHTfabcIn,  jicl.  3>y.  (»on  Äabcl  2.)  ronbfi^.  f.  nadi  bem  Soofe  ob.  U- 
flimmten  2tnthei(e  vertbeilen. 

ücrfalbcn,  jieHof  3>ü.  m.  l)aben,  t»on  bcn  Mbcn:  jur  unrediten  Seit 
ob.  auf  unred}te  2(rt  f'alben,  mifögcbaren,  verwerfen:  bie  SJcrfalbung. 


mttaiten  —  t>ei:!et)rcn  1557 

ücrfaifcn,  jicl.  3«?.,  1)  in  Äcilf  ob.  einen  falfaitigen  jerrctblidben  ob. 
gepüiocrtcii  Äörper  t»enranbeln  (Steine,  ?WttalIe  —  ,  fr.  CQlcintrcn,  cxt- 
biren;  ftd)— ,  ju  ^alt  :c.  werben),  in>ofaif.  ju  Än[f  brennen;  2)  mit 
Äalf  iiber5iet)en,  iH'rftreicljen ;  oevfiilfbar,  9?n?.,  aniö  verfolft  \pcrben 
fann;  bic  ä^erfalfbarfeit:  bie  SScvfalfunq ,  baä  23crta(fcn  ob.  SSert^iIft- 
»Derben  (fr.  DrDbation). 

Oerfältcn,  ^icl.  u.  rürt^.  3»?-,  (anbfc^.  gem.  f-  erfd'lten;  bie  SSerfüttung, 
f.  ©rfviltung. 

ücrfcinipfcn,  rücfj.  3«).,  fict)  — ,  ftcb  im  .Kampfe  verfemen  ob.  »er; 
»vicfeln  (Zäa,.  »on  .^irfdjcn,  bie  ftc^  im  Äompfc  mir  bcm  @cf)örn  oerrricfc(n). 

ocvtappcn,  jiti.  3»©.,  mit  einer  Äoppe  bebecfen,  ocrl)üUen  {bai  ®cs 
fiiit  —  ;  ben  gciittn— );  uncig.  f.  »erjlecfen,  unter  einem  faip.ten  Schein 
ob.  9^lmen  verbergen  u.  unfenntlicb  mad)en,  bef.  in  böfer  JCüfic^t,  ftai!er 
al6:  \)erlar»en  (un  oerEapptir  SSöfeiric^t);   bie  SScrfap'pung. 

ücrfarien,  jiel.  3«?.,  auf  einer  .Karre  ob.  einem  .Karren  üerfa{)ren. 

ücrfaftcn,  liel.  3».,  SBcv^tf.  mit  .Kaflen  t)erfel)en,  in  einem  SSerggc« 
bäiibe  Äaflen  fc^laaen  u.  S3erge  barauf  friirjcn. 

Dcrta^en,  jiel.  3it>.  (nieberb.  oerfatten),  ©c^iff.  mit  einer  .Ka^e  (3), 
b.  i.  einem  ^iveitcn,  kleineren  "Kntcx,  ücrfe^en. 

ücrfaui'cn,  3«.  1)  ?iel.  burd)  Äauf  cb.  fduflid)  übeilaffcn,  für  einen 
bebuncjenen  ^reiö  cd^  Sigentbum  übergeben,  'iüaare  gegen  ©elb  geben 
(einem  ctn?a6 —  ob.  etiraö  an  einen  — ;  ttiraö  tt)iuer,  rcot^lfeil  ic. — ;  auS 
freier  .^anb  otrfaufcn,  f.  .Jpanb;  uncig.  für  irgenb  einen  ^reiä  ob.  2ot)n 
Eingeben,  aufopfern,  ju  eigen  geben  (fein  üeben  tt)euer  »erfaufcn;  feine 
gieibcit,  fic^  felbjt  —  ,  i).  i.  für  Colin ,  S3ertcd)un9en  jc  aufgeben  u.  einem 
frembcn  SBiUen  untermerfen) ;  oud) :  für  etivaö  ausgeben  u.  an  ben  ^I'iann 
bringen  (Scäumeceiin  für  S[Bai)ri)eit  — );  2)  rüc!^.  fid)  — ,  obevb.  f.  ftd) 
im  Äauf  ob.  SSettauf  irren  u.  .^u  ®d)aben  bringen;  —  ber  S^crfauf, 
-eö,  SO?,  sfdufe,  bie  vf)anblung  hei  SSerfaufenä,  u.  ia^  23erfauftix>crben 
einer  ©adje  (ein  Dortl^eilijafter  Sßertauf;  ber  SBerfauf  einiS  Jpaui'eö  ic);  bai 
äierfaut&bud.),  JCaufm.  Jpanbtungebuc^ ,  in  toeldjeö  bcv  tägliche  'Ji^aarenocr» 
!auf  eingetragen  reirb;  hai  S3erfauf6(ager,  ?ager  perfduflidycr  SGBaaren  (fr. 
«Sortiment6lager);  ber  ä>erfauf^prci6,  ^rtiö,  um  lüeldien  etroai  »erfauft 
»oirb;  üerfauförocife,  3hv.,  in  gorm  eines  5ßer!ouf6,  buvc^  SSeifauf;  — 
ber  ä>erfdufcr,  -»,  bie  äicrtciuferinn ,  3??.  -en,  iver  etwaä  oerfauft; 
üerfduflirf),  SiD.,  ivaä  »erfauft  »werben  fann  ob.  fid)  ieidn  t^erfaufen 
idfft;  in  »weiterer  SBeb.  übni).  jum  93erfaufe  bcftimmr,  feil,  cig.  u.  uncig. 
(oerfauflic^e  SSaarcn;  feine  ©Ijre  ift  üerfauftict);  ü16  9tiü.  auc^  f.  üerfaufä* 
weife,  burd)  SSerBauf;  bie  Jöerfauflit^feit,  tni  SSerhiufIid)fein,  bie  ^c'ü> 
^eit;  bie  SJerfaufung,  tci^  23erfaufen. 

öerfaupeln,  jiel.  3».,  lanbfdj.  faupelnb  (f.  b.)  oerbanbeln,  oertaufd)en. 

ÜCrfcbfcn,    jicl.    3«.    (mittclt).   kebesen,    verkebesen)    üU.    f.    JUm    Äebg; 

roeibe  madjen,  al^  ein  Äeböiveib  bebanbeln,  fd^elten;  uneig.  für  uned}t 

ob.  unred)tmäfig  erflaren,  üeritJerfen ,  öerffo^en. 

ücvtcgcln,  jitl.  3».,  fegelnb,  b.  i.  im  Äcgelfpiet.  t>erlieren,  ferfpielen. 
Ofrfel:)Un,  jict.  3».,  mit  einer  Äeble  ob.  Äet)lleifle  üerfeben.' 
üerEfl)ten,  3iü.  1)  jiel.  (mitteit).  verkerec)  a)  anberö  febren  ob.  »venben, 

nac^  einer  anbern  u.  bcf.  nad)  ber  cntgegengefe|ten  Seite  bin  febren, 


1558  üerEeilcu  —  i^ei-fcnnen 

flnniv  nrnfchi-^n,  umwcnben  (Sdjtffb.  üerEc{)ftf  Äniee ,  b.  i.  auf.  unb  nie- 
berftctjcnbct  eine  ucrEcörtc  ^umpc,  bcren  Stiefel  imitic!it)rt  im  JBaJTcr  (tf{)t) ; 
in^btf.  auf  bic  unred)te  ®cttc  tvenbcn  cb.  fc[)i'en,  in  eine  falfdie  ob.  un- 
3en)öt)n[i*e  Sage  bringen,  finni).  ücrbret)cn  (bic  3fuc(m  —  ;  bcf.  bog  SO?«, 
»evfe^rt  a(6  Sit»,  u.  9iiT>.,  f.  u.):  b)  uncig.  ju  etivaö  ganj  ?(nbcrcm 
mad^cn,  uöllig  üerci'nbcrn,  In  bai  öntgeaengefe^te  femanbeln  (bibl.  Sroa^ 
rtg!eit  in  gccube  —  ,  ba€  Scib  in  gute  Sage  —  :  f  i  d)  — ,  ftd)  ocUig  oeror.- 
bcvn,  inö  (äntgegcngefe^tc  ceiiranbclt  »reiben,  ^.  SS.  bibl.  eutr  ?ac^en  vtv 
fet)re  fic^  in  SBcinen  2c.);  tnebif.  jum  Sd}[ed}tevon  umtvanbeln,  i>ei-jTellen, 
cntfrellen  (bic  Oibnung  bcr  9tatur,  baö  3?cc^t  ?c.  — ),  batjer  c^cm.  f.  ver; 
bevben,  jum  25ö'fen  verleiten,  verführen  (libi.  bic  ?ujl  i?cr!c{)rt  unfc^ulbige 
J^ctjen:  bcn  ©laubtn  — );  falfd)  auflegen,  übel  beuten,  miföbeuten,  geit). 
werbve^en  (einem  bic  SSSovte — ):  alt  u.  obcrb.  einen  —  ,  f.  oenricrfcn,  ab- 
fdjaffen,  aufgeben,  abfegen  ob.  »crabfi^icbcn  u.  mit  einem  JCnbetn  fcrtüu= 
f(^cn  (einen  J^anbirevfcr,  einen  SScamten  jc.);  2)  jicllcc'  m.  fjabcn,  eig. 
ftd)  ()in  unb  lieber  fef)ren,  hin  unb  fier  jrenben,  ftd)  umtreiben,  tatjcr: 
.^anbel  unb  ^OBanbel  treiben,  ^iictren  umfe^en,  ©efdiafte  mad)en  (tid 
an  einem  C>rte  üfr!ct)ven);  in  jijeiterer  SBib.  Umgang,  (^emeinfdiaft  ()abcn, 
ftnno.  umgcl)en  {ii)  i^abt  »iel  mit  ii)m  ma-Eeljrt;  mit  foldjcn  itutcn  ocrfefcvc 
id;  nic^t);  —  ber  S3erfchr,  -es,  o.  50^.,  ^Baaienumfa^,  ^^anbel  u. 
SBanbet,  (bewerbe  (eö  ift  (jicv  tid  S3tr!et)r);  Umgang,  ®emeinfd)aft, 
jred)fe(feitige  S)?itt^ei(ung,  ©ebanEenau^taufd)  (9Serfcl)i-  mit  3emonb  lja= 
bcn):  üerfel)rt,  gSm.  V.  oer!el)rcn,  al6  S5w.  u.  5R»d.,  cig.  unredit  gc- 
»venbet,  überl).  ber  rid^tigen  ob.  getvöhnlidKn  5Betfe  entgegengefc^t,  un- 
rici)tig,  fa(fd)  (einen  ©trumpf  i'>crfei)rt  anfiel)en;  etivaö  nerfefirt  anfangen, 
angreifen,  madieri:  oevfcfjrte  9Sor|lelUingen,  (ärüarungcn  ;c.):  cu&i  i^on  ^er= 
fönen  f.  nid)t  rid)ttg  u.  ge()örig  benfenb  u.  f)anbe(nb  (ein  oer!ef)rter  SKcnfi^); 
bib(.  au^  f.  bofe,  (afu'rt)aft  (ein  t>crftl)rtcr  ©inn  7t.) :  ber  SScrf'c()rtf(i)na- 
bcl,  Sflatur!.  jivei  fflögtl,  beren  ©^nabcl  üon  ber  gciröl)nlic^cn  goim  gn^j 
abtreic^cnb  gebilbtt  ijl:  1)  ber  ©dbetfdjnablti-,  SSafferfeibler,  »ei^fditrarje 
Ärummfc^nabel,  btffen  ©d^nabet  aufiüörte  gebogen  ifl;  2)  ber  fdiwai-^e  5Sev; 
fe^rtfd^nabel,  ein  nmcrif  ffiogel ,  bd  bem  bic  obere  Äinnlabe  beg  ©d)nabe(g 
fürjcr  ijt,  al^  bic  untere,  aud):  SBalTcrbeiper,  =fi^neibcr:  bie  23crfe^rthcit, 
bag  $ßerfef)rtfein ,  bic  verfe{)rte  S5efdiaffenl)eit  (einer  ^anblung,  eincä 
SKcnfc^cn  2c.);  aud)  eine  oerfe{)rte  .^anblung  (?K.  2.H'r!el)rtf)eitcn) ;  bie 
SSerf ebrung ,  ba6  23erfe()ren  (giel.),  finnc.  Umfehrung,  Umwanblung, 
3Serbre()ung  k. 

üerfcilcn  1.,  giel.  3»».,  mit  teilen  befefiigen,  verbinben,  ob.  »er? 
fd)lie^en:  bie  Sicrfeilurt.q :  oerff ilfpl^en ,  jiel.  3tD.,  gcflungsb.  mit  Äcil= 
fpi^en  (f.  b.)  be^eic^nen. 

lierfeilcn  2.,  jiel.  3n).  (ogl.  feilen  2.)  lanbfd^.  gem.  f.  üerfaufen. 

l)crt'enncn,  ^icl.  3».,  unrcgelm.  »rie  fennen  (Smpf.  nerfannte,  SKw. 
BcvEannt),  einen  ob.  etrong  — ,  nid)t  ob.  nid)t  rid)tig  ernennen, 
nid)t  cili  tai  erfennen  ob.  anerkennen ,  trag  eS  ifl;  eine  ^crfon  ob.  ©ac^c 
nid)t  nad)  ihrem  tva()ren  2öertf)e  erfennen,  u.  fd)a|en,  bcf.  ju  beren 
9tad)tl)eil,  finmj.  miföfennen  (mand^ec  au^gcgeid^nete  SKann  trirb  pcrfannt); 
üeticnnbar,  ffi-.r. ,  n)er  ob.  uiaö  t>erfannt  trerben  fann;  gew.  nur:  un- 
ücrfcnnbar;  bie  SSerf cnnung. 


»erfetten  —  t>ci*f(di*en  15o9 

üerfctten,  jicr.  3».,  mit  Ä«ttcn  oerbinben,  oerfcf^fiefen;  uncig.  f.  fefl 
unb  innig  üerbinben;  bie  äicrffftung:  —  »erfetteln ,  jt'cl.  3n).,  mit 
Jtettcln  ttcrbinbcn,  bcfcfrigen  (bic  2i)ür);  bie  23crfette(un,q. 

üerfi'^cvn,  jicl  3'i^-  (fcl?on  mirtclf).  veiketaerfen,  ;(ur  Äc^nfi  madifn), 
5um  5le^ec  machen,  für  einen  Äe^cr  ob.  für  fe^crifd)  erflä'rea  u.  nuJge- 
bcn  (einen,  ob.  eine  Cebic);  unitg.  überi).  a(ö  (ebnvibrig  u.  ueröevb(i.l)  Ob. 
gefahrlich  t>enrerfen  u.  »erfolgen  (lincn  ®elct)rten  ob.  bcfTm  2lnftcljti.'n  — ); 
bec  SSerfe^ccr:  bic  SJerfe^erung. 

Oerfielcn,  jie(.  u.  lücf;^.  3if.,  mit  ilielen  üerfeben;  fid)— ,  tanbfc^. 
f.  Äiele  ob.  §ebern  jum  S'i^ö^tt  befommen. 

Oerfiefcn,  ^iel.  u.  ftcUof.  3».  (mittclt).  verkie'^en,  3nipf.  -koM,  iO?iD. 
-koni,  mit  b.  Ticc.  u.  @cn  bcr  Sadje,  u.  mit  üf.  auf;  cntg.  erüifen:  f. 
üffcn)  i^öllig  clt.  f.  über  iuva$  f)in>t>eg  fe()en,  eä  unbeadnot  (äffen,  »er» 
nadilä'fftgen,  \3erge|Jen;  »eraditen,  ttcrnjerfen,  üermetbcn:  aufgeben,  fah- 
ren laffen,  barnuf  oer3id)ten. 

üerfinten,  b.  al6  ücrfinbern,  3n).  1)  itc'.ios  m.  fein,  jum  itinbe, 
finblid)  ob.  Einbifd)  rcerben;  2)  ^tc(.  ^um  JTinbe  ob.  finbifd)  mad)cn;  oetJ 
ftnbern  auc^:  finbernb,  mit  itinbereien  »erbringen  (bic  3atj;  ücrfinb* 
liefen,  ^id.  3't>.,  bic^t.  f.  finb(id)  ma.-hen. 

Oerfitten',  ^ici.  310.,  mit  .Kitt  üerbinben,  t)erflrei'd}cn,  t?erfd)lie^«n;  bie 
SSerfittunq. 

ücrf (äffen,  jici.  3ro.,  nicbcrb.  f.  0.  m.  t)erf(atfd)en ,  ferratben,  an^ 
fdiirarjen. 

oerHaqcn,  jict.  3».,  1)  «inen—,  gegen  ihn  f(agen,  Äfagc  ixbtt 
ihn  führen,  bcf  bei  einem  J^e()i'rcn,  oor  (SJcrtrtjt  jc,  ftdrtcr  aI6:  fid)  über 
ihn  besagen,  fctjipädjer  aii:  ihn  anfingen,  «eldjcS  bef.  oon  pcinU(l)cn  Jftla^ 
gen  gebraucht  trirb ,  (einen  bei  Semar.b  ücrElagcn;  ev  bat  feinen  Schulöncc 
aerflagt  K.:  bir  5ßev!lQgtc ,  Slipr.  getü.:  bec  ffiiflagtc);  ebcm.  anö)  '2)  et- 
it)a§—  ,  fehr  barüber  6(agen,  biö  511  @nte  flagen  ob.  beflagen;  bie  JT[,'>ge 
über  etn?a^  aufgeben,  cä  üerfAmcrjen;  3)  firi)— ,  f.  fid)  flagenb  »er» 
jehren,  aufreiben,  entj^eUen;  ber  $8erf(a9fr  u.  el}im.  ä.^erf(iiger,  -g, 
wer  Scmi^ub  t)erf(agt,  gero.  Älager,  (bibt.  SBiib,  wo  finb  beinc  SJerfta» 
gev?);  bie  ^öcrt'tagunq,  ba$  Söerflagen. 

üerflammcn,  j^tcl(of.  3»r».  m.  fein  (mittclb.  verldamben.  ntebevb.  wer* 
Üamcn),  gem.  f(amm  njerben,  ftd)  frampfhaft  ,5ufammenjieben,  ftcif  ob. 
fJarr  werben,  bi).  oor  Mite  erftarren  (bie  <&änbe  fiab  mir  ocrfiammt). 

ocrt'fammern,  ?|tel  3«).,  mit  Äiammern  »erbinben,  befefligcn,  ticr? 
wahren;  bic  SSerf(ammfrung. 

t»crf(arcn,  ^icl.  3«.,  1)  ctg  f(ar  mad}en,  bid)t.  f.  erhellen,  erheitern 
(bcr  J^immcl  lächelt  üev!täct;  ein  ocrftarttö  2fntli5>  ?c.);  gci».  uneig.  in  crho; 
hetem  Q)(anjc,  in  »oUer  Klarheit  u.  v^err(i*fcit  barflcUen,  }u  hoh««c 
23o(Ifcmmenhcit  (autern  u.  umgeftaltcn,  finno.  ücrherrlid)cn  (bibi.  bec 
oerflärtc  Scib;  nun  tfl  beg  9}lcnfchen  ©obn  »erüarct  JC;  5Batcr,  ocrücirc  bci= 
ncn  Sffamcn!  —  oer!lcirt,  al6  Sn?.  bef.  f.  burd)  bcn  Sob  geläutert  u.  xttv- 
ooUfommnet,  fclig,  j.  SB.  mein  m-rflärter  grcunb;  bie  33 er tl arten);  2)  ehem. 
f.  feicr(id)  crflarcn,  cib(id)  auöfagcn,  nodj  ©chiff.:  eine  cibiidjc  ©rfldrung 
über  ©eifdjaben  u.  Unfofltn  ablegen;  bic  äJcrfloirung,  t>Cii  S3crfldrcn  ob. 
SScrf [artwerben,  bic  (dutcrnbc  Umgcjladung,  35crhcrr(id)ung,  (bic  SScr» 
flärung  6b"l^i)  fr-  Stanßfigucation). 


15G0  t)erfiat[d)cn  —  üeifUngen 

t)er!(atfd)cn ,  gttl.  3w-,  gem.  1)  ettvaö  — ,  flatfd)enb  ob.  buvd)  Älcit^ 
fcbcrci  tjcrbueitcn ,  auöfd}am&cn;  2)  ctn«n  —  ,  biti-cf)  Ä[atfd)crct  in  Übeln 
9iuf  bringen,  fKufdienb  occieumben:  bie  25cr!latfd^ung. 

iH'rfleben,  ob.  obetb.  oerf leiben,  jici.  3«).,  1)  flebenb  ob.  mit  einet 
fiebrigen  SJZaffe  üccbinben,  yerfd)lie§en ,  oevfiopfen ,  ftnno.  jufleben  (eine 
Sii^e  mit  ititm  ic);  2)  flebenb  erfd)öpfen,  jum  Äleben  tteibcaud)en ;  bie 
SJcrtlebung. 

ücrfU'd'en,  ^tei  ^iw.,  fletfenb  üecfd)ütten,  ttergiefen:  oerfledffen,  jtel. 
3w.,  clecffenb  üerbraudien,  üerfdimierin  (oicl  garbt). 

ücrfIci^cn,  j^ici.  3n).,  I)  mit  einem  bleibe  (f.  b.)  nb.  einer  SSefUtbung 
\)erfet)en,  bebecfen,  überziehen  (bie  Sparren  cine§  2üac^c6,  eine  3;f)üv,  ein 
gcnjtcu  !c.  mit  Srettivn  —  :  tk  Schiffe  mit  planten  —  ;  eine  i)öljerne  SBanb 
mit  einer  ?Olauev  — );  2)  burd)  Umfleibung  b.  i.  Scränbcrung  bcr  Äteibung 
Werftellen  o\}.  unfenntü*  mad)en  (dnen  ob.  [t^  —  ;  er  fjat  ftdj  als  SBaucr, 
(Solbat  K.  ob.  in  einen  Sauern,  ©olbatcn  jc.  üerfleibet) ;  bie  SScrfleitung, 
SO?,  -en,  1)  iia^  23erf leiben,  in  beibcn  Seb.;  2)  ba^jenige,  womit  ettr»a§ 
werf  leibet  ijl,  flnnw.  S3efleibung. 

oevf leinen,  jiel.  ^\x>.,  S8er9»i\  f.  r».  a\  f leinen,  fleinmadien,  in  f leine 
'^l)eile  jerfcbUigen  (bag  ©tflübc);  bie  23erf leinung;  —  üerflcinern,  jiel. 
3«.,  f leiner  mad)en,  entg.  »trgrö^ern;  bef.  f leiner  barjteüen,  bem  2(ugc 
fleiner  er[d)einen  laffen  (gcfd)liffme  ®iäfi'r,  rcelc^e  bie  ©egenjlcinbe  »crElci» 
ncrn);  etiraö  fleiner  ob.  geringer,  unbebeutenber  worftcUen,  alö  e^  ift, 
tnöbcf.  ben  5öertf)  einer  @ad)c  ob.  ^erfon  abftd)tlid)  u.  böölidi  berab^ 
fe^en  (Scmanbö  fficrbicnjte  — ;  auc^:  einen—);  ber  ä^crfU'incrcr ,  -^, 
voit  etivaö  ob.  ^emanb  werfleinert  (ein  ncibifc^cr  S3crficincrcr  frember  33cr= 
bicnjlc);  wcvfleinerlid),  aSro.  u.  ^hv.,  \)lt.  f.  »erfleinernb,  bem  2üertbe 
nad)  benibfe^enb,  geringfd}a'|ig;  bie  S5erflcinerung,  baä  23erf leinern  in 
allen  Sib.;  ba§  Sicrfleincvungscilag,  ein  gijc^liffcneö  ma^^  burc^  lüclc^tö 
bie  ©tgenfiänbe  kleiner  erfc^einen;  bai  SSerfleincrungöirort,  ©pcac^l.  2Bör^ 
ter,  ifclc^e  tnvmöge  ei9entl)üm(id}cr  ßnbungcn  ben  m  &mn\>e  licgenbcn  S3c= 
griff  bim  Umfang  ob.  (brabe  nad)  oerfleincrt  ob.  cerminbevt  barlHellcn  (j.  35. 
^äuöc^cn,  aSüdjletn,  ocn  >^au6,  SBuc^;  lad^eln  ».  lachen;  rötl)ltct),  frdnJlic^ 
c.  votl),  fran!  ic;   fr.  Seminuttua. 

t>evflcirtcrn,  jitl.  3n).,  fleiflernb  ob.  mit  Äleifler  nerbinben,  t>erfd)lies 
fen,  werfleben,  fmnu.  jufleiflern  (unetg.  gem.  einem  bicTlugen  — ,  f.  il)n 
am  ©el)cn  t)inbcrn,  cerbJcnbcn,  beflecken);  bie  S5crtlciflerung. 

ücvf Icmmcn .  jiel.  3w.,  flamm  mad)en;  einengen,  einflemmen. 

ücrtU'ttern,  rüctj.  3w.,  fid}  -  ,  ju  ireit  flettern,  ftd)  fletternb  wer? 
fleigen. 

Werfliefen,  3«?.  nieberb.  I.  jielloö  m.  t)aben  (won  Elcden  2.)  f.  binlang* 
lid)  (erflccElidj)  fein;  2.  jiel.  (wern).  mit  b.  obevb.  ! liefen  f.  !naUen,  ber= 
flen;  engl,  dick,  flappern;  l;oU.  klicken,  ücrf lagen)  f.  angeben,  werratben, 
wcrleumben,  werflatfd}en;  ber  5Bcvflicfer,  f.  2fngeber,  23erratbcr,  2(n* 
flä'ger;  uneig.  ©d^iff.  eine  Vorrichtung  in  55orm  cineö  glügelö  jut  genauen 
2(njcigung  jebcr  9lic^tung  bee  SBinbe6. 

Wertungen,  ?ieUof.  3«?.  m.  fein,  abtaut,  (f.  Üingen),  allmablid)  auf? 
boren  ju  flingen,  fid)  flingenb  werlieren,  finno.  werballen;  bid;t.  uneig. 
f.  wergeben,  werfd)iwinben  («Warnen  werütngen;  werflungenc  grcube  it.). 


üeitltn!cn  —  »erfommon  1561 

oerftinfen,  jici.  ^»o.,  flinteno,  b.  i.  inbim  man  bic  Guben  ctngcttitbencc 
Sollen  umfdjldgt,  bcfcftigcn  ob.  oerbinbeu;  bie  SScrflinfunc). 

ücrflöppcln,  jtcl.  3n>-,  flöppclnb,  511  Älöppelarbcit  iierbrau*en. 

ocrflüftcn,  fiiü.  3».,  iVie  in  einer  Äluft  uerbergen,  oevftecfen  (Säg. 
bec  J)(3d)S  ücrf  lüftet  fi^,  b.  i.  grabt  fid^  [0  ein,  bof6  man  it)n  niC^t  fin^ 
ben  fann). 

ücrfnallen,  ^w.  l)  jitüoö  m.  fein,  fnallenb  fid)  verlieren  ob.  t>erf)aU 
len;  2)  jiel.  juni  ÄnaKen  t)erbraud)en ,  uerfd)ie^en  {uiel  g)uloer). 

verf nebeln,  jiel.  3it».,  fnebelnb  Derbinben  ob.  befeftigen. 

ücrfncipcn,  giel.  3>».,  ©tubentenfpr.  f.  in  Äneipen,  b.  t.  ©ci^enfen,  ob. 
übert).  auf  luftigen  ©elngen  burd)brin9en,  üertbun. 

üerfnetm,  giel.  3».,  fnetenb  mit  etwai  uerbinben  ob.  mengen,  unt« 
einauber  fneten;  fnetenb  »erbraudjen  ob.  erfcl)opfen  (ütel  ?Olct)0. 

ücrfnicfcn,  jtcl.  3ip. ,  fnirfenb,  burd)  (^intnicten  oerberben,  fidi-fer: 
^erfnicfen;  fid)  —  ,  einen  Änict  befommen;  uncig.  f.  befd)äbi9t,  jerftoct 
irevben. 

Ocrfni|lcvn,  jteUof.  3>t).  m.  (ja ben,  fniflernb  ftd)  verlieren  ob.  üerf)a(; 
len,  bef.  ©d^cibcf.  einen  aUmät)ltct)  fdjiräc^ei  rcecbenben  !nifternbcn  ©c^all 
\)'6un  laffcn,  aud)  abf niflern,  vcrpraffcln  (fr.  becrepiticen;  baö  ©alj  tjat 
DcrEniftcrt). 

ocrf'nittcrn,  gtet.  3».,  fnitternb  oerberbcn  ob.  jerbrücfen,  ftärtec:  5er; 
fnittern,  (ocvfnittcrtcö  Rapier);  bie  äJerfnitterung. 

t>crinod^cn  ob.  ocrfnöd)crn,  jitUof.  u.  tiicfj.  3«)-,  ju  Änod)en  ob.  fno- 
d)enartig  werben,  ftd)  in  Änodienmaffe  venvanbeln;  unetg.  überf).  f.  ftd) 
Kerbarten,  fiarr  ob.  jleif  tverben;  bic  äJcrfnoc^ung  ob.  gero.  SSerfnöd^e; 
rung. 

ücrfnöpfcn,  jtel.  3».,  1)  mit  Änopfcn  oerfd)liepen ,  t)ern)at)ren,  ju; 
fnöpfen;  2)  nidit  Qii)m^  fnöpfcn,  unred}t  jufnopfen;  bie  SSerfnöpfung. 

oerfnotcn,  ^Icl.  3«».  (lanbfdj.  audj  oer!notigen),  mittel)^  9efd)lun= 
gener  .Knoten  Derbinben  ob.  befeftigen:  unttg.  f.  eng  u.  fcfi  »erbinben; 
ÄBetnb.  bie  Änotcn  ob.  triebe  an  ben  Sßcinjlörten  btö  auf  3  ob.  5  2(ugen  ab* 
fdjneiben;  bie  ä3crfnütunc|. 

ücrfnüpfcn,  j^iel.  3id.,  1)  fnüpfenb,  burd)  gefnüpfte  .Knoten  verbind 
ben;  l)äufig  uncig.  f.  eng  u.  feft  üerbinben,  bauernb  jufammenfügen  (Sinö 
ijl  mit  bcm  2fnbttn  uiijertcennlic^  otrfnüpft;  3äg.  uom  SBolf  unb  ßudje:  ftc^ 
ücvEuüpfcn  f.  begatten);  2)  fel)lert)aft  fnüpfen,  gegen  bie  2fbfic^t  fo 
ünüpfcn,  bafe  e6  fid?  nidjt  lüiebcr  auflöfen  lä'fft  (baö  S3anb  ifl  ocr!nüpft);  bie 
SScrfnüpfung,  baa  !i3ertnüpfen  ob.  SSerf'niipftfein,  bie  fefie,  fd)iver  ju 
lÖfenbe  ^erbinbung. 

ücrfüc^cn,  3n?.  1)  jicUoä  m.  fein,  fod)cnb  verjel)rt  iverben,  Verloren 
gel)en,  fid)  erfd)cpfcn  (bic  .ivraft  ocrJodjt,  ijl  nerEoc^t;  auc^  uneig.  ben  3orn 
oerEodjcn  (äffen);  2)  jte(.  fod)enb  üerbraud)en  ob.  erfd)öpfen  (»icl  gleifc^, 
ben  ganjen  23orrat()  jc);  im  .Kod)en  verfliegen  ob.  verloren  gel)en  laffen 
(Äraft  u.  <Saft  aus  bemgleifc^e  — );  burd)  unge()örigeg,  bef.  ju  flarEc6  Äo- 
d)en  verberben  (ben  Äajfee  jc);  bie  ä5erfod)ung. 

ücvfotllcn,  3nj.  1)  jic((ö6  m.  fein  ob.  rücfj.  ju  ÄoI)le  werben;  2)  jiel. 
etivaö  —  ,  in  Äoblen  venvanbeln;  bie  S^crfo()lung. 

üerfommen,  3ip.  ablaut.  (f.  Jommen)  1)  jicKoö  m.  fein,  (anbfc^.  f.  fort-, 


1562  \jec!o|)peIn  —  üerfröpfeit 

r>ortrartgtcmmm,  g£b«if)en  (er  !ann  bei  feinem  ®c[d)cifte  tiic^t  örrfornmen); 
mit  3«tTi'ittö  —  1  übercinfomnien,  ftd)  einoerflel)cn:  obcrb.  f.  rccgfoms 
men,  abf)anben  fcmmett,  tierlorcn  Qii)cn^  oerfd}it>inbcn;  gcro.  f.  in  Söcr? 
fall  gerattert,  aUmä()[id)  üerbcrbcn,  ücr^eb^n,  umfcmmen  (j.  58.  t»oc 
@ram— );  2)  jiel.  tt)em.  (mittdi).  verkomen)  f.  überfcmmcn ,  beccmmen; 
eine  «Sache—,  f.  iljr  juvorfonimen,  vorbeugen,  fie  oerbüten,  üe_r{)ins 
bern;  bai  SSerfommnifä,  -ffe^,  5J?.  -fTe,  lanbfc^.  f.  SSertcag,  Über; 
einfunft. 

oerfoppeln,  jtet.  3»t)-)  mittelf}  einer  Goppel  tjerbinben,  foppeln. 

öcrforfcn,  ?ü1.  3«.,  mit  Jtorf  verfemen,  penr>o[)ren,  bef.  mit  Äorfj 
jlöpfeln  t)erfci}(iefen,  juforfen  (giafc^cn);  bie  Sierbrfung. 

ocrfornen,  nicfi^.  3»ü-,  ftd)—,  lanbfc^.  f.  fid)  in  Äorn  üermanbeln, 
Ä'örner  bekommen  (ganb».  baö  ©etrctbc  ocr!ornt  fidj). 

üerförpern,  jiet.  3«.,  ju  einem  Äorper  ob.  förperlid)en  Dinge  ma^ 
d)en  ob.  geffalten,  forpertid)  barflellen,  mit  einem  Körper  üerfeben,  be- 
ffeiben  (bcn  ©cift,  einen  Segtiff  jc;  bic  alten  @ott{)eiten  finb  cer!öi-perte 
3been);  bie  SScrforperung,  ta^  S3erfcrpern;  bai  burd)  23erforpcrn  @nt* 
flanbene,  bie  ft)rper[id)e  ©eflalt. 

Derfofcn,  jiel.  3it).,  fofenb  Derbringen,  ftnnr».  üerplaubern,  tjertd'nbeln 
(bte  3ett). 

ücrföflcn  u.  gen),  üerfüflicien,  lid.  3»-)  niit  ber  nöttjigen  Äofl  Der; 
fef)en,  f.  c.  w.  faef öftigen:  bie  ^öerföjligung. 

"oexhad^m,  jieltof.  3*».  m.  fein,  auft)'6un  ju  frad)en,  frad)enb  Der; 
^aücn. 

üer!ramen,  giel.  3«.,  framenb  Dertegen  ob.  verwerfen. 

ücrfvcimpeln,  jiel.  3«».,  frä'mpelnb  Derbraud)en  ob.  crfd}öpfen  (SBoUe). 

öerfrämpfcn,  jicl.  3»-  (niittett).  verkrempfen).  frampft)aft  jufammen; 
jief)en,  Derbret)en;  bie  ^crfrämpfung. 

üerfranfen  u.  oerft.  oerfranfcln,  3)f.  1)  gtelios  m.  fein,  burd)  Äranf= 
fein  ob.  Ärrt'nfeln  »erjebrt  ob.  aufgerieben  ircrben,  Derfommcn;  2)  i^iel. 
franfenb  ob.  fra'nfelnb  jubringen  (bie  3cit,  fein  Sebcn— );  ücrfränfm, 
jici.  3w.  (mitteiJ).  verkrenken)  ütt.  f.  frdnfcn,  b.  t.  fdnrad)en,  fd)ma(ern, 
'•eeinfrad)tigen  (einem  fein  Siecht—). 

üerfra^en,  gicl.  3tt>.,  1)  fraf^enb  Derberben,  ent|te((en,  ftarfer:  jer; 
fragen;' 2)  fra^cnb  iDegfd)affen,  Derbergen,  gern.  Derfd^arren. 

V-erf reiben,  jiel.  3n?.,  mit  .treibe  überziehen,  Derberen. 

Oerfriec^en,  rüctj.  3«.  abtaut,  (f.  fviec^en),  ftd)  —  ,  ftd)  fried)enb,  in 
©c^lupfminEel  2c. ,  Derbergen,  Derftecfen  (bic  Ää'fet  oevEried^en  jt^  in  bie 
6rbe  ob.  in  ber  @rbe;  bie  ?f}?QUö  t)Qt  fic^  in  ii)c  8oc^  Derfro(^t'ii);  unei^.  Der; 
adjtl.  ftd)  aus  Sur,^}t  ob.  im  @efül)f  ber  <Sd)iDadie  Derbergen ,  bemiitl)igen 
(jtc^  oot  einem  üerfried)en). 

üerfriegen,  jiei.  3«.,  bic^t.  f.  friegenb,  b.  i.  jum  Äriege  Derroenben, 
Derbraud)en;  im  Kriege  Derticren. 

yerfrittcln,  jicl.  3nj.,  fritteinb  ob.  burd)  Äritteiei  Derberben. 

Dcvfri^eln,  jiel.  ^m.,  burd)  Äri^etn  Derberben,  entfleUen;  fri^elnb 
Derbraud)en  (oiel  Sinte  — );  bie  äJei'frt^cIung. 

ocrfröpfcn,  gicl.  3».,  mit  einem  Äropfe  Derfehen,  fropfförmig  ma; 
d}en,    inebcf.  Slifdjt.  ein  Sim6it»eiE  nac^  octfc^icbencn  2BinEeln   jufammcn= 


mvtvümm      -  tjcrfönben  1563 

fc^cn  (ogt.  !iöpfen);  Sc^micb.  em  »crfröpftcr  klaget,  btt  au«  Sct^ 
Ui)cn  in  bir  SJZittc  bicfcr  gcratfjcn  tfl;  bic  SJcrfröipfunq,  bnö  QSerfröpfen; 
('m  t)erfröpfteg  Söerf ,  tnöbcf.  girci  jufammcnftofcnbc  Sim^flurfc,  bte  tinen 
SBin!el  bttbcn. 

i>erfrümen  u.  gm.  t>erfrümeln,  gtel.  3«?-,  in  Ärumcn  ob.  Krümel  t)«r; 
wnnbeln  u.  t^erflrfuen  (baö  SSrob  — ):  Dcrfriimeln  auc^  uncig.  3cm.  f. 
vcreinjeln,  in  fleinen  5lt)eilen  nad)  unb  nach  ü«rbraud)cn,  üert^un  {fein 
Scrmögrn— ):  f i  d)  — ,  f.  fid)  üercinjeln  u.  jerftreucn  (eine  ®ffcUfct)aft 
wcvfrümctt  ftc^);  in  fleincn  Slbeilen  unücrmcrft  verloren  gel)en;  bie  SJers 
frümclunc^. 

ücrfrummcn ,  gicllof.  3».  m.  fein,  völlig  u.  bauernb  fcumm  roerben, 
roibecnatürlid)  jufammengejcgcn  (fr.  contract)  werben;  oerfrümmcn,  jicl. 
3tt>.,  tjöllig  u.  bauernb,  bef.  fehlerhaft  frumm  mad)en,  iribernatürtid)  ju^ 
fammenjte()en  (ein  üeifrummtcö  ob.  ücr!rummtc6  (blieb);  bie  SSerfrÜms 
mung,  bag  SSerhümmen  u.  Sßerfrümmtfein. 

Wcrfrii^pcln,  3tt).  1)  giclloö  m.  fein,  jum  Äruppel  ob.  früppelf)aft 
werben,  finno.  üerroad)fen  (ein  üerfcüppcltcr  SJJenfc^,  33aum  it.;  auä)  un* 
itg.  in  fc^lcc^tcr  (Stik^unq  t>er!rüppclt  bcr  ®cift);  2)  jiel  3n).,  jum  Jtrüp* 
pel  madien,  t)erflümnieln,  früppelhaft  bilben  (im  Äriege  oerfrüppelt  wer= 
bin;  uniiij.  SBcrg».  einen  S5au  —  ,  übel  anlegen;  ben  SSerflanb  —  ,  Dccbilben); 
bie  S3erfriippclung. 

t»crfüt)lcn,  3»t>.,  jieilo^  m.  fein  u.  gew.  rüctj.,  füf)(  werben,  finn». 
ftd)  abfübten;  bie  SSevfül)lunq,  2(bfül)lun3. 

vcvfümmcln,  ^icl.  3^. ,  lanbfc^.  gem.,  cig.  in  Äümmelbranntwein  oer- 
trinten:  uncig.  übttt).  burd)  3'rinfcn  u.  ßujiigleben  burd^bringen;  ou^: 
für  Äleinigfeifen  ob.  burc^  ungefdjicttcn  SScrfctjr  nad)  unb  nad)  wert^un  ob. 
verlieren  (fein  ®elb,  fein  Vermögen  —  ;  in  biefec  lei^tcren  Seb.  oiclleic^t  ani 
tcrfümmern  cerbcrbt);  bie  SSerfümmclunoi. 

öcrfümmern,  3>t>.  1)  jicl.  alt  (verkumbem.  üerfummcrn)  u.  oberb.  f. 
veraufern,  in  eines  ?{nbern  @e»ralt  ob.  vi^aft  $cben  tüxä)  SBerfauf,  $8cr* 
fa|:c.;  mit  gerid^tlidKm  Sefdilag  (Äummer,  f.  b.)  belegen,  bef.  con 
btwcgli^cn  Singen  (g.  S5.  einem  feine  Scfolbung,  fein  ©eljalt—  ;  bie  58  er» 
Eümmernifö,  gem.  SSevfummernufö,  oberb.  f.  Sefd)lagnal)me  ob.  Übecs 
gäbe  eines  ®ute6  in  eineö  2fnbcrn  ©crcalt);  geiü.  einem  ctwa^  — ,  if)m 
ben  ©enufe  einer  <Sc\d)t  fdimalern,  jloren,  trüben,  verberben;  2)  jicl» 
loö  m.  fein,  Von  .Kummer  ver5e{)rt  werben,  vor  Äummer  vergel)en;  in 
weiterer  S3cb.  in  einen  fümmerlid)en,  fdiled)ten  3uftanb  g<ratf)en,  finno. 
verfommcn  (ber  SJicnfc^  oerüimmert  im  grieben;  ocrfümmerte  ^flanjcn  Jc); 
bie  SScrfümmerung,  baö  9}erfümmern,  jiel.  u.  jteliog. 

verfünben,  alt  u.  bic^t.,  gern.  öerHinMgen,  jiel.  3w-)  funb  ob.  öffcnt* 
lid)  befannt  mad)en,  bef.  auf  feierliche  SDSeife  u.  oon  wichtigen  Singen,  eb? 
Icr  alö  bie  ftnnv.  anfünbigcn,  anfagen,  anzeigen  (bibl.  oerfilnbigt  meinem 
SSüter  alle  meine  ^crrlidifcit:  (SotteS  2Bort  »erfünbigcn  2C.);  inßbef.  etwaS 
3ufünftigeg  vorl^erfagen  (Unglütf— );  oberb.  aui^  übcrt).  f.  befannt  ma= 
dien,  anfagen,  bef.  von  ber  Äonjcl  abfünbigen,  au/bieten;  uneig.  f.  of; 
fenbaren,  anzeigen,  }u  erfennen  geben,  auc^  pon  leblofen  Singen  (bibl. 
bie  ®onnc  oerfiinbigt  ben  Sag;  bte  ganje  9latur  »crEünbigt  ©otteß  ©rö^e; 
aUe  Umfiänbc  ocrüinbigen  feinen  naf)cn  Sob);  ber  SSerfÜnbcr  ob.  gen?.  SSer? 


1564  öcrfunbfdjaften  —  üerlammcn 

fünbigtr,  -6,  bie  Sjerfünbigcrtnn,  2)?.  -cn,  tvec  ctroaä  t)er!ünbigt,  ctg. 
u.  uiicig.;  bie  äJcrEiinbung ,  gctr.  äierfünDigung,  S)?.  -en,  1)  ha^  23er; 
fiinbigen,  bie  Sefanntmad^ung,  ^rnfünbiijung  („bie  SScrfünbtgung  9}?a- 
riä",  bie  ^l'nfiinbigung  tt;.rcv  (Impföingntfö  biirdj  bcn  @ngel  ®abnel,  u.  fcec 
gctcrtag  jum  ©ebäcfetnife  bci-filbcnj;  2)  baä  33erfünbi9te,  bie  5'?ad)ric()t, 
2(njetge,  inebtf.  ^Bei^fagung. 

ücrfunt)f(^aften,  jtci.  3:0.,  ott.  f.  auöfunbfd)aften. 

oerf ünfleln ,  jiet.  3tt>.,  burd)  Äünfleln  Derberben,  entffeUen,  toerbiU 
ben  (j.  S.  bcn  ©cfang,  bie  Siebe;  ocrfünfleitc  9Kcnfc^en  k.);  bie  SScrEün- 
jlelung. 

öerfupfern,  jiet.  3»o-,  mit  Äupfer  üerfe^en  ob.  überstehen,  (uneig.  ein 
Bcr!upfertc6  ©cftc^t,  b.  i.  ein  fupfcrtotfjeö) ;  bie  äierfupferung. 

üerfuppeln,  jici.  3w.,  1)  mittelfi  einer  Äuppel  ob.  Äcppcl  üetbinbcn, 
gew.  ücrfoppeln,  2)  ücrä(^t(.  fuppelnb  ob.  ali  Untert)ä'nb[er  verbinbcn, 
fon?of)l  ^ur  (5i)e,  alö  bef.  ju  ougcrcticiic^cm  gcfcblcc^tlic^cn  Umgang  (^roci  g)ei-= 
fcncn  mit  cinanbcr — ;  ein  SKabd^en  an  einen  SJJann  — );  bie  Sitrfuppelung. 

oerfürjen,  jict.  3»».,  fur^  ob.  für^er  mad)en,  finno.  fürten,  abfürjen 
1)  tion  ber  2(u5be{)nun3  im  Ovaume  (line  8inie,  ein  Sßort  ic  — ;  ane  gi= 
gur,  ein  ©Heb  jc. — ,  c6  in  einer  ^tic^nung  ob.  einem  ®cmalbe  nac^  ben 
Siegeln  ber  gernf^cinlef)re  ob.  ^erfpectiue  üir^ec  barjiteUcn,  tai)it:  ein  »er= 
fürjtec  "Htm  ic) ;  2)  üon  ber  3«it  (fein  cigcneö  ob.  eines  2(nbern  Ceben  »er« 
furjen);  aaä):  fd)einbar  ob.  für  bie  (Smpftnbung  fürser  mad}en,  fd-mell 
u.  unoermerft  t)ergel)en  mad}en  (fic^  ob.  2(nbern  bie  ^dt,  bie  langen  2öin» 
terabenbe  3C.  uerEüräcn  burc^  SBefdiäftigung,  Unterijaltung  u.);  3)  uneig.  t>on 
ber  9D?enge,  9}?af[e,  ob.  inneren  Stärfe  f.  fd)malern,  oerminbern,  oer? 
ringcrn,  fd)ix>äd)en  (einem  feinen  8ct)ri  —  ,  ii)n  an  feinen  ©cbiifjren  — ;  S£= 
manbs  9iui)m  — );  ber  S^erfürjer,  -g,  iver  etwag  oerfürjt;  bie  Slerfür- 
jung,  1)  0.  mi.  b,-i6  23erfür3en,  in  aUcn  iSet.;  2)  Wl.  -en,  tai  Sßers 
fürjtc,  bie  öerfür^te  (^eflait,  j.  58.  eines  Söortcö  (gero.  2f  bf  ürjung),  u. 
bef.  eineö  (SJliebeö  ob.  3;i)eiteS  einer  gigur  in  bct  3eic^nung. 

üerfutten,  jiel.  3nj.,  mit  einer  Äutte  üerl)üUen,  üerfieiben. 

üerlad^en,  giet.  3»ü-.  einen  ob.  etwas  —  ,  mit  ©pott  ob.  SSerad)? 
tung  barüber  lad)en,  fpöttifd)  belact}en  ob.  lad)enb  Derfpotten,  rcenigcr 
ebcl  u.  nur  auf '5)irfoncn  be^iiglidj :  auSIadjen,  (man  ücrlac^t  ben  Starren, 
ben  ^rai)Icr  ic.  u.  i>ic  9iarrf;cit,  iic  '5)rat)terei);  bie  ä>erlad)ung. 

ücrUicfen,  ^id.  ^m.,  mit  iad  ob.  Sacfftrnifg  überjief)en  (gew.  mit  fremb= 
artiger  ©nbung:  lacJiren);  mit  2acE  verllreid)en,  t)erfd}mieren  (eine 
Öffnung). 

ücrlabcn,  jiel.  3w.  ablnut.  (f.  laben  1.)  1)  ^um  $Berfenben  auf-  ob.  ein-- 
laben  (äßaaren);  2)  fa(fd)  ob.  ungehörig  laben,  überlaben;  bie  SSerla^ 
fcung,  t>di  2}erlaben;  ber  äicvlabungöfd^ein,  ©d^n'n,  welchen  ber  (£c^if= 
fer  über  bie  in  fein  ©d^iff  oerlabenen  Sßaaren  auSftcUt,  auc^  (Seefrachtbrief 
(fr.  Gonnaifftment). 

SSerlag,  m.,  zc.  f.  unter  oerlegen. 

öevlal)men,  jiellof.  ^m.  m.  fein,  la^m  werben,  h.  erlahmen;  üer== 
Icit)nion,  jiel.  3»ü-,  tal)m  mad^en,  gen),  lähmen;  bie  SSerlähmung. 

»crlammen,  jieUof.  3m.  m.  Ijaben,  oon  ben  ©Isafen  f.  verwerfen,  mifß- 
gebären,  ein  un^eitigeö  ob.  tobteg  ßamm  gebaren. 


vcrtanben  —  iwlappent  1565 

oerlanbcn,  3».  1)  ?ic!(og  m.  fein,  ju  feftem  ?anbe  werben,  burc^ 
2(uötvoctncn  cb.  ^iiriicttrcten  beö  SBafftrö,  ober  burc^  Vnfci^iremmunc?  i?cn 
<5i-brdd)  (dn  Zi)tH  bcg  ©ccg,  bt6  ^(ufTeö  h.  i|t  ocr(anbct);  2)  xicl.  ju  ?anbe 
madien  buvcb  2fblcitfn  ob.  2fu6troctnen  bc6  SBafftr^  (einen  Seid}—):  bie 
23cr(antun(^,  bo<5  23er(anben,  i(id.  u.  jicttoe. 

»erlangen,  3w-  1)  jicilog  m.  t)abcn  (altb.  b(o5 'ungßn.  ob.  bllangen, 
belangen,  quc^  erlangen,  rürfj  mit  bem  @en.  bcr  @ac{)C  ob.  mit  zi  U-  bem 
3nf.:  mich  langet,  belanget,  noc^  obcrb.  eö  belangt  mi(^,  b  i.  cig.  tö 
baucrt  mir  ^u  lange,  cS  betäfligt  mi^  burcf)  lange  Sauer:  bann:  cS  ocrlongt 
mi^  banad);  03I.  baö  franj.  jl  me  tarde),  ein  lebhofteö  SSe^ehren  nnd) 
itwa^  empftnben,  ftnno.  begierig  fein,  flävfcr:  ficb  febnen,  mitnad^  u. 
bem  Dat.  brr  ©ad^c  ob.  mit  ju  u.  bem  3nf. ,  fon?ot)t  pirfönlic^  (j.  SB.  idj 
«erlange  nad)  meinem  grcunbc:  bcr  Äran!c  »erlangt  nac^  Sabung;  bibl.  mein 
glcifc^  »erlanget  nad)  Dir;  man  «erlangt  fet)r,  Did)  ju  fcljen),  alg  bef.  in 
unperf.  gorm:  e$J  »erlangt  mid)  ob.  mi*  »erlangt  (j.  33.  bibl.  na^ 
Dir,  v^crr,  »erlanget  mid^:  mic^  ^at  f)er^lici^  »erlangt,  bas  Dfterlamm  mit 
euc^  JU  efTen;  it)n,  bcn  Äran!en  :c.  »erlangt  nad)  Dir,  nac^  bem  2Crjte;  gem. 
mic^  foU  »erlangen,  tüic  bag  ablaufen  wirb  ic.  fl.  mid)  »erlangt,  ju  erfahren, 
«?ic  3C.;  e^em.  aud)  mit  bem  ®en.:  cö  »erlangt  mi^  feiner,  beffen  2C.); 
2)  jiel.  feig,  moljl:  nac^  cttoa^  langen;  »er-  f.  »or  ob.  für;  »gt.  tai  engl. 
to  long  for  K.)  etroa^— ,  e^  i),\ben  vooUtn  u.  bieg  S5egef>ren  aufern, 
finn».  begehren,  forbern,  f)eifd)en  (j.  9B.  @clb  ju  ob.  für  etroa§  »erlangen; 
n?a6  »erlangfl  Du  »on  mir?  ic!^  »erlange  nid)tg  Unbitligcö:  ein  SJiä'bdjen  juc 
grau  .»erlangen,  b.  i.  um  fie  ant)atten;  eine  SBaare  wirb  »erlangt;  f)ter  ftnb 
ik  »erlangten  ©a(^en;  auc^  mit  bafg,  j.  SB.  ic^  »erlange,  baf€  er  gef)ord3t, 
ob.  JU  mit  bem  3nf. :  ici^  »erlange,  e§  ju  »»iffen  ic);  uncig.  f.  crforbem, 
erl)etfd)en,  nötf)ig  mad)cn  (j.  93.  jebc  ^luc^t  verlangt  il)rcn  eigenen  SBoben; 
feine  Siteücit  »erlangt  »ielcn  2(uf>»anb);  hai  23ertan(\en,  -g,  c.  S3f. ,  1)  bie 
©emütbö;  cb.  ®iUcn<$regung ,  ba  man  nach  etira^  «erfangt,  allgemeiner 
als  bie  finno.  S3cgierbe,  2uft,  'Sef)nfiid>t  (ein  'Verlangen  nad^  etmag  em? 
pfinbcn,  f)aben,  tragen:  3cmanbö  Verlangen  flillen,  bcfiicbigcn);  "2)  ber 
(^egenfranb  be»  5öer[angeng,  ba^  ißerlangte  ob.  ©eivollte,  finn».  S8e= 
gef)ven,  ^^orberung  (»ya§  ift  Dein  SSerlangen?  fein  SScrlangen  ift  unbillig; 
Semanbg  23crlangen  erfitUenl;  vcrlangenSroertl)  ob.  ^un'irbig,  S3m. 

ocvlänqcn,  ^id.  3m.  (mittelf).  erlengen),  feiten  f.  lang  mai}en,  in  bie 
Sänge  auöbebnen:  oberb.  f.  «erfdiiebcn:  jiur  Sänge  m^id^en  (eine  furjc 
©itbe);  fid)  — ,  lang  ob.  jur  Sänge  ««erben:  bie  $Öcr(änc|ung;  —  Der? 
längern,  jiel.  3m.,  langer  mad)en,  fomoljl  ber  cäumli^en  2Cu6bcf)nung,  al§ 
bcr  3eitbauer  nac^  (eine  Cmie,  einen  JBeg  jc. — ;  eine  grift,  feinen  3(ufent' 
:^alt,  feine  JRetfe,  baö  »eben  n.  — );  fidi  — ,  länger  werben;  bie  S^crlän- 
gerung. 

ocrlappcn,  jiel.  3m.,  mit  Sappen  «erfeben  cb.  «ern)af)ren,  tn^bef. 
Sanbm.  bie  ©c^afc  — ,  unter  bem  Seijmanje  mit  einem  Jappcn  »erfe^cn, 
bamit  fie  nic^t  ju  früf)  befprungen  werben:  .^ag.  einen  2Balb  jc.  — ,  mit 
Sappen  (f   b.)  einfc^lic^cn,  umfteUen,  aud):  bclappen;  bie  SSerlappung. 

«erluppcrn,  ^icl.  3m.  (auii:  »er.'eppem:  »gl.  läppern)  gcm  etg.  (äp= 
pernb,  b.  i.  in  f [einen  3ngen  trinfenb,  «erirenben:  ba^cr  übcrl).  einzeln, 
für  Äleinigfeiten,  bef.  5?äfcl^ercien  u.  bgl. ,  nad)  unb  nad)  «erwenbcn  ob. 
burd}bringen  (fein  Selb);  bie  SScrläpperung. 


1566  »evlävm^n  —  üevlajfen 

üer (armen,  lid.  3».,  Kümenb  verbvingen  (ben  2Cbenb). 

ocrtaroen,  jfel.  3n). ,  mit  einer  ßvutje  bebecfen,  unter  einer  ?aroe  üer= 
bergen  u.  unfenntüd)  mact)en  (bag  ©cfic^t  —  ,  fK^— ;  gem.  maöEircn); 
unei'g.  unter  einem  falfdien  @cf)ein  verbergen,  üerjtecfen,  üer|!eUen,  jinn». 
Verfappen,  t>ermummen  (ein  ücriarütcr  geinb,  ©cijriftfleUcr  3C.;  gebtcgenc 
SJfctalle,  bte  unter  anbern  SScrgartcn  in  fleinen  ZfyeiUn  »erltecEt  finb,  nennt 
man  üerlorot);  ungut  f.  erf)eud)e[n,  vorgeben  (ocrlarote  greunbf(^aft) ; 
bie  äJerlaröung. 

üerlaffen,  3«5.  ablaut.  (f.  laJTen;  altt)odjb.  failazan,  firlazan;  mittel^, 
verl.^zea,    verlati;    oberb.  DCrlafen;    gotf).  fraletan.   alcfäc^f.  farlatan;    ntebetb. 

tjcrlatcn)  1)  jtcl.  a)  ctg.  fort;,  »veglaffen,  baljer  cbem.  f.  9ef)cn  laffcn,  cnt^ 
laffen;  abUiufen  UifTen  (SBaffcr);  unterlaffcn;  einem  etroa^  — ,  alt  u. 
obcrb.  f.  eä  an  if)n  übergcfjen  hiffcn,  ibm  iibetlaffen,  ablaffcn,  fnsbcf.  f. 
vermiet^en,  üerpad)ten;  ff)cm.  au^  f.  er(a(Ten,  naci)5  ob.  julaffen,  er= 
Inuben,  t>er5ei{)en;  b)  t)inter  fid)  laffen,  jurüc!(affen,  inebef.  altu.  oberb. 
f.  hinterUiffen  (etmaä  aI6  Scfcfjl  ob.  2(brebe  — ,  bn  einer  Entfernung;  ein 
gro^eg  Vermögen,  brei  Äinber  ic.  —  ,  b.  i.  bei  feinem  Sobe  ^uvücEIaffcn;  »gl. 
SScrlaJTcnfc^aft);  gcir.  fid)  t)on  einem  Orte  ob.  ©egenf^anbe  entfernen,  \><\i 
t)on  ireg9ef)en,  fd)eiben  (ein  ^auä,  bic  ®tabt,  eine  @cfcUf(^aft,  eine  ^a-- 
fon  ic;  bie  SBcit  — ,  b.  i.  fterben;  uneig.  btn  23eg  bcr  Stugenb  cerlaffen  u. 
bgt.);  in  bcflimmtircr  JBeb.  burd)  feine  Entfernung  ben  SSefi^  einer  @cid)e 
aufgeben,  fie  in  3(nberer  ©etvalt  laffen  (^au6  unb  >^of  — ;  ein  ccn  feinen 
einioobnetn  oerlaffcnee  ^orf);  einer  <Bnd)e  ob.  ^erfon  feine  ©egemvart 
u.  ©emeinfd)aft,  feinen  Sinfluf^  2C.  ent5ie{)en,  bie  3)erbinbung  mit  ihr 
aufheben  (23atei  unb  5Kutter,  grau  unb  Jtinber  k.,  feine  ©eliebte— ),  auc^ 
uncig.  üon  ©ac^cn  f.  üon  3«manb  it5eic{)en,  fAroinben,  fid}  yerlieren  ob. 
fd)ir>ä*er  werben  (bie  Äranfbeit  bat  ifjn  oerlafTen;  bai  ©efic^t,  ©ebör,  @c- 
bcid;tnif6  ic.  ocrlaffr  micb;  ^^'^  ©inne  ücrlic^cn  fic);  ebne  S3eiftanb,  h^'f^'^^ 
Iftffen  (einen  in  ber  9totI}  — ;  üon  @ott  unb  9Jlcnfc^en  oerloffen  fein;  (aJott  Der= 
läfft  bie  ©einen  nic^t;  bef.  baö  SJito.  oerlaffen  a(6  Sit).,  f.  u.);  '2)  tiicE^. 
fid)  auf  eine  ^erfon  ob.  ^ad)e  ~  (e^em.  fid)  ju  einem  ob.  an  einen—), 
b.  i.  dg.  fid)  ihr  überlaffen  ob.  hingeben,  ihr  mit  Suoerfidit  tiertrauen, 
S3eifianb  v»on  ihr  ertrarten,  finno.  fid)  auf  fie  ftü^en,  auf  fie  bauen  (j.  ffi. 
ftd)  auf  ©Ott,  auf  ffinc  gute  ©ad)e,  auf  feine  eigene  Ätaft  — ;  man  fann 
fid)  nict)t  auf  i^n  oerlaffen;  vertafö  biä)  auf  mt(^);  fid)  auf  etiraö  — ,  b.  i. 
e5  3Uüerfid)tlid)  glauben  ob.  erwarten  (ucrlafä  bic^  bavauf,  bafö  c6  fic^  fo 

t)crt)dtt,  bafe  c6  gcfc^c^en  rcirb  ic);  alt  u.  obcrb.  fid)  eineg  JDingeö 

5U  einem—,  f.  fid)  bef^hi^lb  auf  ihn  oeriaffen,  fid)  beffen  ju  ihm  ver^ 
feh«n  (ogt.  gucerlaffig);  —  ber  SSerlafö,  -ffe^,  o.  SÄ.,  1)  bag  33er; 
laffcne,  ba^er  lanbfch-  f.  i)^ad)laf5,  5Ber(affenfd)aft;  ber  hintcrlaffenc  $5e= 
fehi,  @rlaf<5,  bic  getroffene  :?(brebe:  au^  f.  5Bertrag,  SSefdiluf^  (j.  85. 
bec  iRatbSoertafö);  2)  baö  <2id)  =  nerlaffcn,  bie  Buücriaffigfeit  (c6  ift  !ein 
iÖerlafö  auf  i^n  ob.  barauf,  b.  i  man  fann  fi(^  barauf  ni^t  ücrlaffen); 
3)  nicbcvb.  (5>crtat)  f.  ©clafö,  JHaum;  aSaffcrb.  ein  2Bet!  gum  2iufbaltcn 
itnb  itbialTcn  bc6  SBaffcrß:  ücvlaifcn,  SOhr.  a(S  tSw.  gebt.  1)  cbem.  f.  (00= 
gelaffen,  au^gelaffen,  fred),  gort(o^  (ncilaffcnc  Scanner,  SBcrte  :c.); 
2)  lanbfd).  f  hinterlaffen,  nad:gela|Jen  (baö  ocrtaffcnc  SBermögen):  3)  getr. 
ohne  ^eifranb  gelaffen,  hii!f(o^  (eine  arme  rcrtaffenc  SBaifc;  fich  bcr  S3er; 


vcrldjlcrn  —  »erlaufen  1567 

lolTcncn  annc{)nifn);  4)  oberb.  f.  üon  b<n  ©eifreöfräften  »cr(af[en,  gsiflcö^ 
ab>üc[«nb,  unbefcnnc n  (pciiaffcn  fjanbtin) ;  bic  Si5cvlaffcnt)cit,  1)  rtjim.  f. 
3(uS9clan'cnt)cit,  äügedoftgfcit;  2)  gci».  bag  SSerlaffenfein,  bic  «^ülflo- 
ftgfeit;  bie  Sierlaffcnfcbaft,  ba6  SSerlafTcnc  ob.  5^ad)9elafj'cne,  ber  5RacD; 
lafi^,  obei-b.  auc^:  baö  25erlafötl)um;  bcr  ä>er(afyer,  -6,  irer  etwa«  ob. 
Semanb  verlä'lTt;  obtcb.  f.  (5cb(affer;  üerläfftg  ob.  üerläföli^,J8ro.,  fo 
befd)affcn,  baf^  man  fid)  bacouf  tjcilafffn  fann,  gem.  iuoerlafftg:  bi? 
ajevlaffigfcit  ob.  äJcr(afglid)fcit,  gew.  äuüeclaffigBcit:  ücrlaffigcn,  gic(. 
3itJ-,  tanbfct).  f.  üerldfftg  cb.  juoerläff'3  mad)cn:  fid)  — ,  f.  fid)  vef"; 
ftd)ern,  iiberjeucjen;  bic  SSertaffuncj,  iai  23nlaffcn,  bcf.  burc^  (5ntfer= 
nung  ob.  Ävennung  (bic  StrlaJTung  eineö  Drte«;  bie  bööli^c  ffievlaffung  fci= 
mi  ®t)cgatttn  zc). 

tjcr(ii|]crn,  jicl.  3«t).,  bae  oerfl.  lä'flern:  läftetnb  fdiniät)en,  befdiim^ 
pfen,  üevleumben:  bic  35er(äflerun,q. 

ücrlateincn,.  jic(.  ^m.  (nic^t  gut:  ucr latcincni)  9tcun).  f.  lateintfd) 
umbilben,  mit  lateinifd)cr  gorm  cb.  (Si9ent()üm(id)fcit  oerfcijen  (fr.  laü- 
nifirtn);  inö  2ateinifd)e  übcvfeften. 

t>erUUten,  jict.  ^m.,  mit  gattm  oerfe^cn,  befleiben,  ob.  i>er»tiat)ren, 
cinfd)liep«n;  bie  liüerlattung. 

»erlauben  I.,  jiel.  ^n?-,  alt  ii.  tanb\i).  (nieberb.  ocrlöiücn)  f.  itlaw 
bcn;  bec  äicrlaub,  -eS,  o.  SK.  (nicbccb.  Sßcrtöo)  f.  ßclaubnif«  (mit 
SSertaub);  nicbcvb.  aud)  f.  Urlaub  (f.  b.). 

»erlauben  2.,  jiti.  3w-  (»on  Saub;  mittd^.  verlouben)  mit  taub  »er- 
tvad)fen,  ocrbecfen,  verbergen;  et)cni.  auc^  jicUol:  roie  2aub  in  einanber 
ix)ad)fen. 

ücriauern,  jiel.  3tt>.,  laucrnb  jubringen  ob.  »erlicren  (bie  3cit). 

»erlaufen,    3id.  Oblaut.  (f.  raufm:    attb.  farhliuifan,    firloufeu;    verloufen) 

1)  jicUoö  m.  fein,  cig.  fortlaufen,  ftd)  laufenb  ob.  fliepenb  entfernen  ob. 
verlieren  (ba6  SBafftc  ccriicf,  i|l  »erlaufen) ;  uncig.  con  ber  3cit:  fd)ncU  »er; 
get)en,  »crfliefen  (eine  ©tunbe  uerlä'uft  balb):  2)  riidj.  fid)  —  ,  a)  fid) 
laufenb  ob.  fliepenb  entfernen  ob.  nad)  u.  nad)  »erlieren  (ba6  ©enjälfcc 
»erlief  fid),  Ijat  fic^  ccdaufcn);  SOtat.  unmerflid)  in  einanber  fliegen  ob. 
über3el)en  (bie  garben  »erlaufen  fi^);  ftd)  nad)  »erfd}tebenen  «Seiten  lau- 
fenb jerflreuen  u.  »erlieren ,  nu^  einanber  laufen  (bie  ©efellf^aft,  ber 
5ßolf0l)aufen  2C.  »erlief  fic^);  el)cm.  auc^  f.  fid)  im  Caufe  ber  3eit  nac^  eins 
anbcr  jutragen,  ereignen,  gefd)e{)en  (njaö  f)at  fi^  »erlaufen?);  b)  fid)  im 
Saufen  »erirren,  »om  red)ten  ^ege  abfommen  (fic^  im  SBatbe  — ;  im 
Sillarb:  ber  Salt  »erlduft  fic^,  ob.  gem.  ber  ©pielcr  felbft  »erlauft  fi(^,  trenn 
er  feinen  eigenen  ©ptelbatl  in  ein  toä)  treibt);  cl)cm.  uneig.  f.  fid)  »ergel)en, 
»crfünbigcn;  3)  gtel.  laufenb  »crfperren,  ge»».  »errenncn  (einem  ben 
SBeg— );  laufenb  »ertrciben,  »ergel)en  mad)en  (fid)  tk  ©c^mer^en  — ), 
ob.  »erbringen  (bte  3eit);  ebcm.  aud)  f.  überlaufen,  übcrftrömcn;  ber  Jöer- 
lauf,  -e^,  0.  9)?.,  1)  baö  SÖerlaufen  ob.  SSerflicfen  ber  3eit  (noc^  aScrlauf 
einiger  3af)rc;  ber  3cit»frlauf  ic);  2)  bie  2(rt  unb  SBeife,  tvie  etwaS  ge? 
fd)iel)t  ob.  ftd)  jugetiagen  l)at,  finn».  vpergang  (ber  SSerlauf  einer  Äranf« 
l)eit,  einer  ©treitfad)c);  aud)  f.  bie  Gegebenheit  felbft  ob.  eine  jufammen- 
t)angenbe  Sclge  »on  SSegebenbeiten  (j.  S.  ben  ganjcn  Söcriauf  erjül)len); 
bie  Süerlaufung,  i)a§  23erlaufen  ob.  'Sid);  »erlaufen  (j.  S.  beß  SSallß  im 
SSitlacb;  au(^  reot)l:  bcc  Serläufer). 


15G8  »eddiigncn  —  \)er(eöen 

Oerlaugncn  ob.  Werleugncn,    ikl  3».  (altb.  farlaugnjan,   -laugnen,  lou- 

ginon;  verloiigen)  1)  olt.  ba6  ocrft.  lä'ugnen:  gd'njltd)  (augnen  cb.  ver? 
ncincn;  2)  [äii^nenb  verbergen,  verf)ef)(cn  (einen—,  f.  lagen,  bofö  er 
ntc^t  an  bem  Drtc  fei,  xvo  ev  roirflidj  ift;  fid^  oevtäugncn  (äffen,  b.  t. 
fagen  (äffen,  man  fei  nic^t  ju  Jpaufe:  .^artenfp.  eine  Äartc  —  ,  ntc^t  befen= 
ncn);  3)  laugnenb  t)on  jTd}  entfernen,  fid}  lä'ugnmb  öon  ^^n^flnb  ob. 
ttwai  losfagen,  bie  ®emeinfd)aft  mit  ihm  laugnen  (^petruö  oerlciugncte 
ben  >^ei(anb);  bcc  2)crbinbung  ob.  @emeinfd)aft  mit  einer  ^erfon  ob. 
<S><\d)e  auäbrü(f(id)  unb  fcrmlid)  cntfagen  (@ott,  feinen  ®(auben  jc.  — ; 
o(tb.  aitc^  mit  b.  ®en.  ©otteö  ?c.  — );  ftdi  felbfl  — ,  üon  fid)  felbfl  ah^ 
fnUen,  fid)  felbjl  untreu  werben  (®ott  fann  fidi  nidjt  oertäugnen);  fid) 
felbjl  bef)errfd)en,  feine  ()errfd)enben  ^^^cigungen  unterbrücEen,  feinen 
S3ürt()ei[  i)tntanfegen  u.  aufopfern  {üg(.  ©etbjtoer(dugnung);  ber  S5cr- 
läugner,  -ö,  trcr  etwa^  ob.  S^^ianb  t>erlaugnet;  bie  SSerlciugnung. 

öerläumben,  3>t).,  r.  verlcumben,  f.  b. 

»erlaufen,  jieHof.  3rt3.  m.  fein,  gem.  ctg.  burd)  Saufe  öerjefyrt  tverben 
ob.  Derberben;  uncig.  niebr.  f.  laufig,  b.  i.  fd)mu^i9  u.  ttera^tltd)  tcerben. 

oerlauten,  jieUof.  3n>-  ni.  l)aben  (tbem.  aitc^ :  er(auten),  lautob. 
liorbar  roerben:  fid)  verlauten  t äffen,  b.  t.  fid)  Dernebmen  laffen, 
burd)  5i5orte  aufern:  etnoa^  vcrlautctt  laffen,  cö  aufern  ob.  be^ 
fannt  rcerbcn  (äffen;  eine  ©ad)e  verlautet,  b.  i.  »nirb  befannt;  u. 
bcf.  cö  verlautet,  bafg  k.,  b.  i.  man  fagt,  man  crjät)lt,  man  fprid)t 
baüon,  bafg  k.  (cö  i)at  üec(autet,  eö  will  öer(auten,  bafö  k.);  ber  S5er* 
laut,  -eö,  0.  2K.,  ba§  SSerlauten,  bie  @age,  baö  @erüd)t  (gen?,  nur 
in  bec  giiebcnöart:  bem  SBerlautc  nac^);  —  ücrtautbaten,  jie(.  3n).,  et« 
tva§-  ,  (autbar,  befannt  mad)en,  ftnnt».  t>errat()en,  offenbaren;  Ut  S3er* 
lautbarung. 

»erleben,  3»r.  1)  jic(.  lebenb  jubringen  ob.  ^urütf legen,  finno.  burd); 
leben,  »crfc^.  erleben  (feine  3eit  :c. — ,  gtücflidje  Sage  — ;  eine  gliic£li(^ 
»erlebte  Sugenb);  2)  jiclloö  m.  fein,  burdi  langes  ob.  auSfdnreifenbeg 
fieben  verje^rt,  erfd)öpft,  fd)ivad)  u.  flumpf  tverben,  finno.  abieben,  gem. 
nur  baö  ?OJnj.  Deriebt  (ein  armer  »cvtcbter  SÄann;  eine  fcbr  »erlebte  ^er= 
fon,  b.  i.  burd)  2{u6fcl^wcifungen  cntfräftete);  obccb.  f.  aufboren  ju  leben, 
fterben  (ber  aScrlebtc  f.  bei- 9Scr|lorbene);  —  üerlebenMc|en,  jiel.  3tt>M 
gleid)farn  (ebcnbtg  mad)en,  al6  lebenb  mn-fteden  ob.  barftellen;  fet)r  Üb- 
Ijaft  barffellen ,  beleben. 

üerlec^jen,  jiellof.  3».  m.  fein,  (obctb.  aud^  oer(c(^cn,  ocrlcc^jgen) 
völlig  led)jenb  ob.  letf  werben,  auö  einanbcr  led)3en  (von  (jöljernen  ®c= 
fä^cn);  led-yjenb  Derfommen  ob.  umfommen,  ftnnt?.  verburftcn,  t)erfd)mad)* 
ten  (in  ber  ^i^e). 

uerlecfern,  jtel.  3«'-,  I)  als  ßeder  ob.  mit  ßecferei  burd)bringen  (fein 
(S5eib);  2)  jum  2ecfer  oh.  lecfer()aft  madien,  (einen  cb.  fii^— );  bef.  baS 
sßht).  Dcrlecfcrt  al6  Sw.  f.  in  l)o()em  (^rabe  lecferbaft. 

Uerlebevn,  jiel.  ^xv.  (lanbfd).  u.  SScrgn?.  tjcrliebern  ob.  r.  oerlibcrn) 
mit  bem  nöt()igen  ßcber  ob.  2ebern?erf  werfehen  (spumpcn  ic). 

yerlefjen,  jict.  3n?.,  mit  ßefjen  t>erfel)en  (Orgelpfeifen  —  ,  fr.  (abiiren). 

»erlegen,  jiel.  3w.,  1)  ivcg^,  fort;,  an  einen  anbern  Ott  legen 
(SöaJTcrb.    ein  ©iel,    eine   ^umpc  — ;    ©olbatcn  — ,   in   anbcve   Cluartierc 


oei'legen  1509 

UOiCn;  bic  9JicJTe,  eine  3(nflaU  u.  bgl.  an  tincn  anbern  Cct— );  aucf)  auf 
eine  anbete  3««t  anfe^en  ob.  befllmmen  (einen  3at)cmacft,  einen  gifttag, 
eine  grift  — );  fiel)  auf  eine  ©ad)e  — ,  lanbf(^.  f.  ftd)  bacauf  lc,5en,  fti) 
bcvfelben  befleißigen,  tüibmen;  2)  an  bie  äel)örigen  £)ite  lecjen,  au»  ein* 
anbec  legen,  anoibnen  (bei  ben  Seibenioirfecn:  bie  Äettc  — );  'i)  falfd), 
unrid)tig  (egen  (bie  JCarten  —  ;  auc^:  fic^  —  ,  f.  fidj  im  Cegen  »erfe^en), 
bef.  et»vaö  an  hcn  unred)ten  ob.  übni).  an  einen  unbekannten  £)i-t  legen, 
fo  bafö  man  e6  nic^t  finben  fann  (id)  i)abi  meinen  .^ut,  ben  (Sc^liiUtl  zc.  oev= 
le^t;  bie  ©qc^c  muf6  Beilegt  »torben  fein);  fi(^  —  ,  alt  u.  oberb.  f.  eine 
SOtifiStjeivatt)  tt)un;  4)  einen  mit  etnjaä  — ,  alt  u.  lanbfd).  f.  ilin  ba^ 
mit  belegen,  'oerfef)en,  üerforgen  (einen  Kaufmann,  einen  Saben,  ein  2anb  ?c. 
mit  SBaaren  — ;  ber  Kaufmann  oerlcgt  fid)  mit  SBaaren;  einen  .^anbinerter 
mit  Arbeit—,  Semanb  mit  ©elbe,  mit  ben  Äoften  — );  auc^  blop:  einen  — , 
f.  bie  nöt^igen  ©elbauögaben  für  ii)n  mad)en ,  bie  Äoften  für  xi)n  tragen 
(oberb.  bie  beugen— ,  f.  üecföftigcn);  etttjaö  — ,  bie  hoffen  baju  f)erges 
ben,  bejlreiten,  eö  auf  eigene  Soften  unternc[)men  (j.  S.  efjcm.  bie  «Oiiinie 
fclbft— ,  b.i.  auf  eigene  iRec^nung  Selb  münjen),  jeftt  gen?,  nur:  S5ud)er  — 
(ber  Suc^l)ä'nblec  »erlegt  ein  Suc^,  b.  i.  er  erwirbt  bic  >^anb[(^rift  bc6= 
felbcn  »on  bem  SJerfalTer  u.  unternimmt  ben  S)ru(t  u.  Sertrieb  beSfclbcn  für 
eigene  Stec^nung;  ogl.  u.  äierlag);  5)  burd)  ein  gelegte^  vf)inbernif^  oer* 
fpevren,tterfd)Iiefen,  hemmen  (einem  benSBeg  — ;  oberb.  einem  bic®pra(^e — , 
lät)men);  burd)  ein  ^inbernifö  aufhalten,  fefthalten,  abfperren  (Säg- bie 
gelbl)ül)ner  —  ,  mit  bem  ^rcibcjcug  umiletlen;  einen  —  ,  el)em.  f.  anf)aften, 
»ertjaften;  aucfe  mit  SSefdjlag  belegen);  e^em.  auc^  f.  iüiberlegen,  umflopen, 
r)er»t»e'rfen ,  ungültig  mad)en  (ein  ^eugnife);  —  ber  ä^erlcgcr,  -g,  roec 
etreaö  »erlegt,  b.  i.  n?er  bie  Äofrcn  bei  einem  ©efdjj'ftc  ob.  Unternef)mcn 
trägt  ob.  üorfd)iept  (f.  verlegen  4),  inöbef.  SBerga.  bie  ©cwerEen,  welche  bie 
Äollen  jum  Scvgbau  oerfc^iepen;  gew.  berjenige,  n)eld)er  ein  S5ud)  u.  bgl. 
verlegt  (ber  aSerlegcr  ctneö  SSudjeö,  9Jiufitftiicte6,  JCupfcrn3er!cö  ic),  ber 
23erlag6hanbler;  bie  S5erlcv;un9,  haä  S3erlegen,  in  allen  SSeb.  (j.  SB.  eineä 
gcjltagcö,  cincö  ©c^lüffelö,  eineö  iBuc^eö  jc);  —  ber  5öerlag,  -e^,  c  9Ji., 
1)  bie  93erlegung  ob.  baö  23crlegen  (4),  b.  i.  baS  ^rudcnlaffen,  ^exaui^ 
geben  unb  ber  S3ertricb  etneS  Sud)e5  k.  auf  eigene  .Äoflen  u.  für  eigene 
SRedjnung  (ben  SSerlag  einer  @c^rift  übernehmen,  fie  in  SSerlag  nel)men);  2) 
meifl  olt.  f.  bie  ju  einem  Unternehmen,  (5)eirerbe,  (yefd)äft  2C.  ncthigen 
Ö3elbmittel,  baö  ju  einem  ®efc^aft  crforberlidje  ob.  barm  flecJenbc  Setriebg- 
gelb  ober  Sßermogen  (einem  JpanbwcrEer  ic  ben  SSerlag  l)ergebcn;  bieö 
Jg)anbel6gefc^äft  crforbert  einen  jlar!en  SSerlag);  3)  baöjcnige,  wai  Verlegt 
»virb,  bic  ©efammtheit  ber  verlegten  SSüdier  ober  Sßerfe  einer  .^anblung 
(j.  35.  ber  SSerlag  ber  ßotta'fc^en  a5ud)l)anblung;  feinen  ganjcn  SJetlag  oer= 
laufen;  ctnjaö  in  feinem  ä>erlagc  t)aben;  ein  Sud),  JCupferftid)  :t  fommt  in 
Scmanbö  SJerlag  l)erauö);  3fe&.  ber  äJerlagöartttel,  2t"rtiEel,  b.  i.  ©egen« 
ft(Snbe  ob.  95e|tanbtl)eile  eineß  S3erlag6,  inebcf.  ba^  S5erlac|ähuc^ ,  ^iferf, 
S)?.  -  biid)er,  ;  iverte  2C. ;  ber  SSfrlagölntc^hänblcr  ob.  SJerlag^hänbler, 
ein  aSucfcljänbler,  welcher  mit  S8ü(fcern  eigenen  53crlag6  t)anbclt  (entg.  ®crti= 
tnentöbcinbter);  ber  äJerlag^h^^nbct,  bie  SSerlagelnic^hanMung  ob.  25er- 
laj^öhanMung,  ^panbel  ob.  vipanblung  mit  felbjloerlegten  SSüc^ern  (entg.  ©oc= 
timent6t)anblung)«  bie  äierlagöfüllen,  Äoilcn  beö  S3erlag6  eines  SSu^edJC; 
baö  äJcrlagSlagcr,  Sagec  oonSSüc^ern  eigenen  SSerlag*,  j.  U.  ü.  äJerfoufölag« 


1570  »erlegen  —  »erieii)en 

(fr.  (SoitimcntSlagcr);  baS  SSer(a9äred)t,  bü§  btm  SScifüffc»;  jufominfnbe 
ob.  üon  bcm  Scrtcgcr  erttjorbcne  Stecht,  eine  ©c^rift  u.  bgl.  ju  oerlegcn;  auc^ 
bei-  3n&i'3viff  bcc  JRec^tebcttimmungcn  ob.  ®cfe^e  über  ben  SBerlag  oon  Sü= 
c^crn,  Äunfiwerfcn  jc. 

verlegen,  Str.,  eig.  SOlttJ.  oon  üerltcgcn,  f.  b.  (oUb.  farlegan,  verlegen 
f.  ei)ebi-ec^crii'd),  beflcctt;  u.  f.  fd^impflic^  nnttjäti^,  trage)  1)  burd)  JU  lan- 
geö  Siegen  \>erborben  falte,  »erlegcne  SBSaarc);  2)  (»a^rfc^.  oon  bera  oberb. 
ü  er  ligen  =  altb.  arligan,  erligen,  f.  mancjetn,  obge^en,  deficere;  oberb. 
bie  «Sprache,  bie  ©timme  erlig  t  ob.  otrltgt  mir,  b.  f.  rerfagt  mir ,  »rirb 
mir  ge(ät)mt;  njonad)  verlegen  urfpr.  oicllcii^t  nur  auf  hk  ©prac^e  gc^t; 
»gl.  i)(xä  franj.  interdit)  burd)  ®dmm  ob.  'Bdjm  in  feiner  ^(ii^erung,  u. 
übcrt).  [einem  2;f)un  u.  S3enehmen  gef)emmt,  ftnnü.  befangen,  ängjllid), 
peinüd),  ftärfer:  beflürjt,  betteten,  verblüfft  (er  war  Ui)v  oerlegen ;  im 
Umgang,  in  bcr  ©efellfc^aft  »erlegen  fein);  in  tt?eitercr  Seb.  au§  25eforgnif^ 
ob.  Uni-u{)e  ungewifä,  roie  man  fid)  \)ert}a[ten  u.  bef.  einer  @d}rcierigfeit 
ab()elfen  foÜ,  finno.  zweifelhaft,  unfd)Iüffig,  unentfd}[offen  (iö)  rcar  perle» 
gen,  triic  ii)  bie  ®ac^e  einleiten  foUtc;  um  etroag ,  um  ©efb,  >&ülfe  k.,  um 
eine  ^intwort  oertegcn  fein);  bie  S3evlegen()eit,  1)  o.  3K.  baS  SSerlegenfein: 
cftem.  f.  fd)impf(id)e  Unt()atigfeit;  get».  ber  3uf^anb  ber  S3efangen()eit  ob. 
Unfd)lüfftgfeit  (feine  SSerIcgenfieit  oerbergen ;  in  SSerlegenljcit  fein  ,  fommen, 
gcratt)en;  einen  in  S3erlegenl)cit  fe^en);  2)  9??. -en,  ein  einjelnet  ^^all,  ba 
man  verlegen  ifl,  ein  pertegen  mad)enber  Umfianb  (i^  bin  oft  in  folc^en 
83erlegenf)eiten  gereefen,  u.  bgl.). 

SScrleger,  m.,  SScrlcgung,  tv.,  f.  unter  »erlegen,  3»»- 

üerlet)ncn,  jiet.  3«.,  1)  lanbfc^.  f.  verleiben,  ait^Iei()en;  2)  al^  ein 
l*e()en  t>ergeben  ob.  einem  2(nbern  übertragen;  bie  SSerlelinung. 

üerlcibbingcn,  ?iel.  3«.,  9{fpr. ,  mit  einem  Seibgebinge  (oberb.  oudj 
Seibbing)  üerfet)en  (einen);  in  2eibgebingc  geben  (etwaö):  bie  SJer; 
leibbingung. 

oerleiben,  jiel.  3»».,  alt  u.  oberb.  f.  ».  w.  einverleiben  (f.  b.);  au^:  auf 
Sebenöjcit  \)erlei{)cn. 

Derlciben,  ^iel,  3tf.  (nid^t  ablaut.  wie  leiben,  fonbern  umenb. :  ocrlei« 
bete,  0  er  leibet,  P.  bem  altb.  leiden,  einem  leiden,  b.  i.  if)m  n3el)e  tf)un, 
ficib  pcrurfad^cn;  alt  u.  oberb.  auc^ :  erleiben)  einem  etipa^  — ,  ma? 
dien,  baf^  eö  ibm  (eibet,  eä  il)m  leib,  unangenehm,  ju»pibcr  madien  (er 
^at  mir  meine  greubc  oerleibct;  einem  baö  ©ptel,  ben  Zann  jc.  — );  alt  u. 
oberb.  auc^  jiclloö  f.  einem  leib  ob.  jumibec  werben;  bie  5ßcrteibung;  — 
ocrieibi.qen,  ?icl.  3»-,  »it.  (fdjroeij.  oerleiben)  f.  angeben,  auflagen. 

ocrleiern,  jiel.  3m.,  mit  ßeierfpiet  ob.  uneig.  mit  eintönigem  ®efang  ob. 
Sonfpiel  Perbringen  (bie  3cit) ;  gem.  leiernb,  b.  t.  mit  langfamem  ob.  unnö^em 
3:t)un  perbringen  (»gl.  leiern). 

Dcrlcit)en,  j^iel.  3m.  ablaut.  mie  teilten,  (altb.  furlihan.  Terllhen)  1)  et< 
tvüg  —  ,  eö  fort;,  b.  i.  an  einen  '^(nbein  leihen,  eö  einem  leiten,  finno. 
auöleif)en,  perborgen  (id)  t)abe  baö  93uc^  »erliet)en;  ®elb  auf  3infcn;  ^ferbe 
JC.  — );  2)  ct}em.  f.  ju  2e()en  geben,  als!  ein  Se^en  an  ^««iiitib  übertragen, 
perlebnen,  (einem  ob.  an  einen  ein  ®ut— );  aucb  f.  üerpaditen;  .3)  einem 
«ttpa^  -,  e*;  ihm  freiiviüig  geben,  gewahren,  ertheilen,  ani'  ©unjl  ju; 
tbeilen  (einem  ein  "Kmt,  eine  Unterflü^ung,  .^ülfe;  ®ott  »erlicl)  unö  grieben, 
®nobe  nO;  —  b^ß  S5er(ci{)buc^,  S^rgm.  JOerjeic^nifß  be«:  »on  btm  SJtrg« 


üerleimeri  —  tjetleugneii  15?  1 

mfijlei;  oerlitf)enen  ec()nf(^Qftcn ;  bix  ä>er(ei()tag,  SiTfl».  bcc  Za<i,  an  mb 
6)im  bie  gunbgruben  k.  octlicf)en  roccben;  —  ber  23erlci()cr,  -^,  bie  S5er= 
leiljerinn,  'i5?. -en,  wex  awcii  oecleibt  (bei-  äSerlnf)tc  eincö  2(mtc6),  tnöbef. 
wet  etwa^  für  Qöelb  auö[ci()t  (j.  i8.  Südjei---,  ^pfccbcDcrtci^ec  jcj;  bie 
SJi'rlcil)unvl,  ba^  $ö<r(cibin,  in  allen  Stb. 

Dcrlcimcii,  jid.  ^ro.,  mit  £eim  oerbinben,  veiflebni;  bie  5ßer(etmung. 

üerleiflcn,  1.  jiel.  3»-  (oon  Seifte)  mit  iJeiflen  üerfefjen,  tjenvabren 
(einen  Äajtcn  u.);  2.  rüctj.  3».  (ü.  Icijlen)  fid;-,  utt.  f.  bec  l'eifrung, 
b.  t.  bec  S3ür3fd)aft  al6  öeifet,  nid)t  genügen. 

oerteiten,  jfel.  3w-  (altb.  farleitjan,  verleiten),  eig.  fa(fd),  irre,  auf  einen 
^(bmeg  leiten,  finno.  miföleiten;  geir.  nur  uneig.  einen  ju  etiua^  — , 
i()n  burd)  locfenbe,  irrige  33or|lel(ungen  ju  unerlaubten  ob.  nad)tbeiligen 
^anblungen  bewegen,  ftmio.  Otrlocfen,  milber  aU:  \)erfii()ren,  (einen  jii  un« 
nöt()igen  Äuögabin,  jum  ©piei  jc.  — );  bec  äJerlelter,  bie  Sierlcitevinn, 
roer  3emanb  verleitet:  bie  3Jcr(eitung. 

öerleitcjcben,  jtel.  ?\v.  oOerb.  (oerbcrbt:  oecleutgeben;  ogl.  Ceitgeb 
unter  Seit)  f.  auöfdienfen  (SSicr,  SBein  k.)  ;  auäj  im  kleinen  üecfaufen 
(ü)ief)[,  gleifc^). 

üevlcnfcn,  jiel.  3n).,  ult.  btd)t.  f.  lenfenb  yermeiben,  au6TOeid}en. 

ocrlcrncn,  jtel.  3>t).,  etwati  ßrlerntee  auö  aKangel  an  Übung  »viebec 
»ergcffen  (eine  ®pra(^e,  baö  Sanken  3C.  — );  uncig.  etiva^  fcü(}ec  (äen)o()n:- 
tti  unteclaffen,  ftd)  beffen  entn3i)()nen  (j.  S.  boö  (5ccötl)cn  — );  bie  äicv- 
lernunc}. 

v>erlefen  1.,  ?iel.  3».  ablaut.  ([.  tcfen)  1)  forgfä'lttg  auölefen,  rtu6fud)eu 
u.  üön  bem  Untauglid)en  reinigen  (©ofjntn.  ^infen  ic.  — ;  Äud^m.  bie 
SJBoUe  — );  2)  laut  u.  öffentlid)  ab-  u.  I)eclefen,  btf.  oon  einem  f^lt^ten, 
ouöbructölofcn  2lblcfen,  üerf<t).  oovlefen,  (einen  örief,  eine  SBefanntmac^ung 
oon  ber  Äanjet— );  3)  falfd),  unriditig  (efen:  ge>r.  rilcfj.  fid)  -,  fi'd)  im 
Sefen  irren,  t>erfel)en:  ber  S>cr[efer,  -^,  iver  etivaö  Derüeft,  bcf.  in  ber 
2ten  S8eb.;  lanbfc^.  ein  Canb|'c^uUe()rer,  ber  flatt  be$  ^'»rebigerö  eine  ^rebigt 
»erlieft  (bal)er:  baö  9Serl efcram t ,  ber  SSerlef erbicnft  jc.);  bie  SSer- 
lefung. 

üerlefen  2.  jiel.  3iii.,  niibecb.  f.  verlieren;  boljer  baö  DKw.  vcrlefen 
at6  SBn).  lanbl'd).  f.  uecloren  (ber  ift  oeriefen,  wer  in  feine  .^änbc  fällt). 

OCrlci^en,  jiel.  ^w.  (mittelf).  letzen,  geletzeii.  3mpf.  lazte;  »gl.  le^cn  2). 
1)  förperli(^  fo  befct)abigen,  hafi  bie  35o(lfommenf)eit  ob.  ©efunbljeit  beS 
©anjen  barunter  leibet,  finnü.  oerfeljren  (einen  SSaum  — ;  einen  ob.  fic^  am 
Ä'opfe,  an  ber  J^anb  :c. ;  ftc^  (mir)  etrpaS  im  idbe  — ) ;  2)  üon  unjinnlic^en 
gjingen:  in  9?ad)tt)eil  bringen,  @d)ab<n  jufiigen,  beeinträ'd)tigen,  jlär!er: 
Iranfen,  beleibigen  (einen  an  feiner  6()re,  an  feinem  guten  5Ramen — ,  ob.3e- 
manbß  Sljre,  fein  jRei^t  k.  — ;  obcvb.  einen  hd  Semanb  — ,  bur^  üble  ?flaö)' 
rcbc  benad)tl)ci(igcn);  ein  (^efe^  ob.  eine  ^flid)t  — ,  nidu  befolgen,  batriber 
Ijanbeln,  finno.  libertretcn  (baö  ©atlrec^t,  bie  cl^elic^e  Srcuc  — );  Oerlc^- 
bar  ob.  verU'^lid),  SBit>.,  »vcr  ob.  ivaö  verlebt  irerben  fann;  bie  58crle^= 
batfdt  ob.  äicrU'^lic^fclt;  ber  ä^eilci^cv,  -g,  bie  ^23crlc/?crinn,  5)?.-en, 
roer  etmaö  wertest;  bie  SJevlc^ung,  1)  o.  901.  bag  23erle^cn;  2)  SD?. -en, 
ber  burd)  äJerle^en  jugefiigte  i3d)aben,  finnu.  Sefdjabigung ,  5Bunbe; 
itränfung,  S3eleibigung ;  Übertretung. 

oevleugncn,  3>o-,  f-  üeclaugnen 

99* 


15T2  tjerleumben  —  \)erliercn 

Uevleumben,  jiel.  3iri.,  (»on  Seumbc  =  ileumunb,  f.  b.;  alt  ü.  oberb. 
and):  öcrleumen,  »eilcumigen ,  bcleumcn,  untcumcn)  einen  —,  feinen 
^cumun!)  oevbecben,  if)n  in  üblen  9iuf  bringen,  ci)cm.  foiDof)t  mit,  al§ 
ot)ne  ©runb  (bat)cr:  ocvleumbet,  3cm.  t>  crt  eumt  ob.  or rleimt,  mit' 
tel{).  verliumet,  verliunt,  f.  übet  berüc^rtgt,  üerrufcn,  cf)rloö;  unüerUumt 
f.  unbcf^oltcn);  jc^t  nur  in  cncicfcr  Scb.  burd)  ungegrünbete  S5efd)ulbi; 
giingcn  einen  in  böfen  diuf  bringen,  feinen  guten  5^amen  beflecfen; 
finnu.  afterreben,  anfd)tt»ä'rjen,  mitber:  \)erung(impfcn,  ftd'rfer:  üerldftecn; 
ber  SScrleumber,  -  ä,  bte  ä5erlcumberinn,  9J?.  -  en,  »ver  ^fnbere  »erieum- 
bet;  üevleumbcrifd),  »Bra.,  geneigt  unb  geivolint  ^u  uerleumben  (ein  tnx- 
U'umbcrif^cr  9)?enfd));  SSerleumbung  entf)altenb  (üerleumberifc^e  ©erüc^te); 
bie  Sericumt'ung ,  1)  0.  9}?.  ba5  SSerleumbcn;  2)  5)?.-en,  eine  ungc; 
grünbete  Sefdiulbigung. 

ücrliebcn,  rücfj.  3m.,  fid)  —  ,  in  Siebe  gerat{)en,  leibenfd)aft(id)e 
(finnltdjc)  Siebe  ^u  einer  ^erfon  faffen  (ftd)  in  ein  g3Jäbd)cn  —  ;  fte  t)at  fi^ 
in  it)n  öer(tebt);  werliebt  fein  in  eine  ^erfon,  b.  i.  wen  Siebe  ju  if)r  er^ 
griffen,  bel)errfdit ;  unctg.  übcrf).  f.  lebhafte  Zuneigung,  ä^orliebe  für  ettva«, 
grof  eö  2!ßof)(gefa(ien  baran  faffen,  ()aben  (ftc^  in  eine  ©i'genb,  ein  Äteib  u. 
rcriteben;  in  ein  Sud),  einen  ©djvtftflcUcv,  einen  2(uöbrucE  u.  bgl.  »cclicbt 
fein);  baö  ?l3ttr.  t)erliebt  q(ö  SBre.,  »on  Siebe  ergriffen,  entferannt  (ein 
iHTlicbtcr  ©d^äfcr  u. ;  ein  üevlicbtcö  "^aat;  aud)  a(6  J^w.  ein  SJcth'tbtev, 
eine  S3  er  liebte);  ftd)  (eid)t  nerliebenb,  für  ftnn(id)e  Siebe  fei)r  empfang; 
lid)  (ein  fcf}r  cerlicbter  snu'nfd));  finnlidie  Siebe  au^brücf enb  ob.  verrati)enb 
(oerliebtc  Slirfc,  ©cufjer,  ®ebtd)te  k.):  bie  5öerltebt()eit,  hci^  33er(iebtfein; 
bte  ä3erltebung,  gem.  ba5  SSerlieben;  —  oerliebein,  jiet.  3m.,  liebelnb 
jubringen  (bic  3cit),  ob.  burd)bringen,  oeriieren;  —  ücrlicblid^en,  jiel. 
3tü.,  (ieblid)  ob.  IiebUd)er  niad)en. 

uerlicbcvn,  jiel.  3n).,  lanbfc^.  gem.  f.  lieberlid)er  ob.  leid)tfinniger  SBeife 
u.  bef.  buvcb  licbertidjce,  auöfc^mcifcnbcö  8cbcn  burd)bringen,  vert{)un. 

öerliegcn,  3».  abtaut,  mtc  liegen,  (mittcll).  verüben)  1)  jicUoe  m.  ftin 
ob.  riidi-  burd)  ju  langet  Siegen  yerberben,  fd)led)t  ob.  unbraud)bar  irer; 
bcn  (eine  S3aare ,  bai  Cbfl,  bcr  SBein  jc.  »erliegt,  ob.  »erliegt  fic^,  ijl  ocr« 
legen;  »gl.  »erlegen,  Sm.);  fid)— ,  ftd)  mübe  ob.  ivunb  liegen  (bcc 
.franfe.  i)cit  iiä)  ganj  Verlegen);  el)cm.  q\x6):  5U  feinem  ®d)aben  untt)ätig 
fein,  in  fdjimpflidjcr  Slragljctt  leben;  2)  oberb.  (altb.  ailigan,  erligeii)  f.  ge* 
bemmt  ob.  gelähmt  werben,  mangeln,  abgeben  (bte  Sprache,  hk  Stimme 
»erliegt  mir,  b.  i.  oerfagt  mir;  »gl.  »erlegen,  SBiu.;  SSevgm.  auf  ber  3cd)e 
»erliegen,  b.  i.  mit  ®4)abcn  bauen;  fii^  an  bem  ©ejleine  »erliegen,  b.  t.  Wi- 
gen  befl'en  J^ärte  mcnig  bauoa  gewinnen);  -i)  jiel.  etmaö — ,  burd)  Siegen 
ob.  Untbätigfeit  verfa'umen ,  oerüeren  (bic  3cit  — ;  bic  «Schiffe  »erliegen 
ten  günftigin  Söinb). 

ücrlicren,  jicl.  31».  ablaut.  3mpf.  verlor,  ßoni-  verlöre,  SOlm.  verloren, 

(gott).  fraliusan;  aUl)OCtb.  farliusan ,  Stnpf.  *  •'^•^1  •  Imun.  sJKm.  -loran; 
alt!'äd)f.  farlio.saii,  farleosai»;    mittcll).  Verliesen,    ;^gcj.   vlieseu  ,  ^räf.   -  liiise, 

3mpf.  -  If's,  -  luin,  gjtiD.  .  lorn;  oberb.  »erliefen  u.  »erlieren,  aud)  »erleu» 
fen,  nerleuren;  l)oß.  u.  nieberb.  Verliesen,  »erlefen;  —  ba^  einfache  üu&an  ift 
^rt}on  im  (S3otl).  u.  2((tl)oc^b.  nidjt  gebrüud)lid),  \vot)l  aber  angelf.  leosan.  engl, 
lose;  öic  SBur^el  lu.s  (baljer:  loö,  f.  b.)  fc^eint  eineSBeiterbübung  »on  lu — , 
grie^.  ?.v-tiy;   in  ^infid^t  beö  Überganges  »on  s  in  r  091.  ftiitm,  altt) 


»eilicven  1573 

fritisan)  1)  etwa^  — ,  übixt).  einer  ^adn  fo5  ircrbcn,  auf  ir^enb  «ne 
50Beife,  burdi  Zufall,  ^üi^ung  bcr  Uinftdnbc,  ober  burd)  eigene  ©c^iilb,  Un' 
adjtfamEcit  ic,  um  i[)rcn  S5eft^  fommen,  forootjl  »on  !örpiilic^tii ,  al6  oon 
iinftnnlidjcn  fingen,  ücn  föütcrn,  ol6  oon  Übeln,  ocr[ci).  einbüßen,  um 
ctrcaö  fommen,  welche  nur  »on  eticag  ©utem  gebraucht  werben,  (feine 
U{)v,  feine  SBörfe,  fein  fflermögcn  cediercn;  dn  2Ciige,  einen  3at)n,  ba6  ©e- 
ftc^t,  bcn  föcfcljmacE,  feine  (i}cfunbl)eit,  fein  2eben  — ;  ben  SSeiftanb ,  ben 
5Ölutt),  bie  ©ebulb,  bie  Jpoffnung  —  ;  bie  Äcan!t)eit,  ba6  giebcr,  t>a^  ,Rcpf» 
n>et)  — ;  ben  Jtopf  oevlieren,  uneig.  f.  bie  S3efonninf)ett  unb  jiilugbeit;  einen 
grciinb,  einen  ©ctjn  üerlieren,  burd)  ben  Scb,  ob.  burc^  ©ntferninig  ob.  an- 
bcre  Umjldnbc;  bev  ocrlorene  ®of)n;  bie  ©onne  oerlor  ibren  ©lanj);  an 
einem  et>rag  — ,  b.  i.  c6  in  feiner  ^erfon  ob.  burd)  feinen  SSerluft 
verlieren  (id)  f)abe  an  it)m  einen  greunb,  eine  ©tiige,  .pülfc  2C.  verloren); 
an  einen  etivag  — ,  eö  verlieren,  inbem  er  eiS  oon  mir  gewinnt  (id) 
l)abe  oicl  ®elb  an  i()n  cerloren);  etiraö  verloren  geben,  b.  i.  e^  alg 
verloren  betrad)ten,  im  vcrauö  für  verloren  f)alten,  finnv.  aufgeben;  ver- 
loren gel)en  f.  verloren  werben,  finno.  aM)anben  fommen  (ba6  S3ud)  ift 
»evlorcn  gegangen);  in  engerer  ob.  uneig.  S5eb.  ()ii^t  verlieren  a)  SSerlufl 
ob.  ®d)aben  erlciben,  ben  Äiirjeren  äie{)en,  übenvunben  werben,  unter:; 
liegen,  entg.  gewinnen,  ficgen,  o^nc  3ieliüort  (j.  3^.  im  Spiele  verlieren; 
wer  ^at  verloren?),  ob.  mit  bem  2fcc.  ber  ®ad)c,  bei  welct)cr  man  unterliegt 
(ein  ®piel,  bie  Partie  jc.  verlieren;  eine  9?edif6fac^e,  einen  ^rocefö  —  ;  eine 
©(^lac^t  —  ;  eine  verlorene  ®d)la(^t  zc) ;  b)  OtUper  '2(d)t  laffen,  nid)t  mc{)t 
wa{)rnel)men  ob.  ernennen  (etroaö  aug  ben  2(ugen,  au6  bem  ©eftd^te  —  ; 
ben  redjtcn  Sßeg,  bie  (Spur,  bie  S^^j^te  —  ;  Sifdjl.  ein  verlorener  3apfen, 
b.  i.  ein  jwifc^en  jufammengefügtc  Sntter  eingelaffencr,  nic^t  fii^tbarcr  ^a> 
pfen;  ®d)iff.  verlieren  ob.  »erliefen,  jiellog,  f.  üom  rechten  SBcge  ab- 
lommen,  abtreiben);  i)  erfolglos^  ob.  Vergeblid)  anwenben  ob.  verwenbcn, 
nu^loö  verfdiwcnben  (g)?ül)e  unb  2(rbeit,  bie  3cit  3C.  — ;  man  muf^  feinen 
2(ugcnblicE  verlieren,  b.  i.  ungenü(}t  ver|lreic^cn  (offen;  93orftcUungen  u.  (5r» 
jnal)nungen  finb  bd  ob.  an  iijm  verloren;  fpric^w.  an  ibm  ift  .:&opfen  unb 
?Dialj  verloren,  f.  Jpcpfen;  id)  mag  fein  SBort  metjr  barum  verlieren,  b.  t. 
vcrgeblid)  fagcn;  verlorene  SBünfdic,  b.  i.  eitele,  nic^t  erfüllte);  2)  fid)— , 
f.  verloren  werben,  verloren  gcl)cn  (fUine  ©ac^en  verlieren  fid)  ltid)t;  ber 
©d^lüJTcl  t)at  ftc^  verloren) ;  uneig.  fid)  nad)  unb  nad)  ber  5iiaf)rnel)mung 
ob.  Smpftnbung  entjiel)en.  allmäl)lid)  ftd)  entfernen,  verfd)winben,  vet* 
geben,  aufboren  (bie  3tifc^auer  verloren  ftc^,  b.  t.  rntferntcn  fic^  nac^  unb 
nac^;  fid)  au6  ben  2(ugen,  auö  bem  ®eftc^te,  unter  ber  SKenge,  im  SSalbe  ob. 
in  oen  SBalb  —  :  ein  Son,  ber  Donner  k.  verliert  ftd)  in  ber  gerne,  b.  t. 
vcrl)aUt;  biefe  (ärftnbung  verliert  fic^  in  baö  l)ödjftc  3t(tertl)um,  b.  i.  intjie()t 
fid)  ber  gorfc^ung;  bie  garbe  ocrliert  fid),  b.  i.  gebt  auö;  bie  glecEen  auf 
ber  .^aut  verlieren  fic^ ;  bk  ©rfimerjen  t)abin  fie^  iMvloven,  b.  i.  aufgehört; 
fi(^  in  ^tad^benfin,  in  ©cbanfin  ic.  — ,  b.  i.  fid)  barin  biö  jur  ©elbftuergef» 
fent)eit  vertiefen,  barin  gieidjf.  untergeben);  fid)  allmahlid)  vertt)eilen,  ver? 
niifd)en,  unmerfli*  überget)en  (bie  9?cgtnbogenfarben  rcrlieren  fid)  in  ein* 
anber;  bie  Umriffc  einer  ^cic^nimg  verlieren  fic^;  ber  SBaurnftamm  oerliert 
fic^  in  Äftc  unb  3ir>eige) :  .'i)  etroa5  ob.  einen  verlieren,  ti)em.  audj  in 
tl)ätlid)er  93eb.  f.  verberben,  jerjloren,  ju  (iJrunbc  riduen,  tobten:  jer« 
flr«uen,  auflÖfen,  jevtljeilen  (obetb.  Stet  in  bie  ©uppe  verlieren,  b.  i.  toi) 


1574  »ertinbern  —  \)ovlobfn 

in  bic  ftci^c  (Suppe  fdjiagcn ;  ttcvlövcne  6icr,  b.  t.  in  bte  «Suppe  gffdjlfl' 
gcnt);  —  bnß  ^w.  üerlorcn  alä  95».  u.  9hp.,  insbef.  1)  f.  ju  ©nmfcc 
gerichtet,  vettung^Ioö  unglucflid)  (tc^  bin  »edorcn;  wer  in  feine  Jg)anbe  fällt, 
ift  Dcrlorcn ;  etH  ücrlorcncr  SÄenfd? :  bi'ol.  ücrlorcn  (^e^en,  f.  »erbammt 
iücrben),  bem  Untergange  preiö  gegeben,  ber  größten  ©efahr  nu^gefe^t 
(Ärfpv.  ücriotcnev  ^oftcn,  ocriorene  (Sdjilbmadje,  b.  i.  bie  duperilc,  bem 
^cinbc  am  nädjftcn  flcbcnbc):  alt  oud)  f.  tobt:  obcvb.  f.  bcr  ßJcijtegErcifte 
beraubt,  gcifteeabrocfcnb;  2)  erfolglos,  Dergebtirii  (ncrlorcncSJJübc  jc.);  bal}cr: 
nur  oben()in  u.  ungefähr,  flüdjtig  ob.  Dcrläuftg  (ttxta^  ocrlorcn  madjcn. 
einen  UmrtfS  'oerlorcn  j^eic^nen;  Scrgw.  eine  »crlovene  SSerjimmcrung,  b.  i. 
eine  üortäufig  angebrad)te:  Säg.  ein  cerlcrencg  Sreiben,  b.  i.  ein  SIreiben  aufg 
©eratfjeroot)!  ohne  Um|tcUung  beö  Sagbbejirfeg);  3)  ftcb  rtllmahlid)  verlier 
renb,  abnebmenb,  fci}rag  julaufenb  (Sc^iffb.  ocrtorcn  gearbeitet,  b.  i.  fpi^ 
jutaufcnb:  eine  ncrlercnc  ?ippc:  mit  einem  fdiräg  abgcfcfcnittcnen  Snbc);  — 
»erlierbar,  S>p.,  lücig  verloren  werben  fann;  ber  Verlierer,  -g,  wer 
ctivrt^  i>erltert  ob.  verloren  {)nt;  bte  Sicrltcrung,  feiten  (ebtrb.  ffievliefung) 
f.  bnö  2}er[ieren;  bag  S^crlic^  (gew.  aber  unr.  93er(ie^),  -  e^,  9)?.  -e, 
1)  ntcberb.  f.  93er(ufl;  2)  übcrl).  ein  £'rt,  n^o  man  ftd)  verliert,  b.  i.  un^ 
fichtbar  ttJtrb,  t>erfd)trinbet  ob.  ju  ©runbe  gcf)t  (nieberb.  ine  a3erlie6  fom- 
men  f.  unfic^tbar  n>erbcn ,  i^erfcfcwinbcn) :  eine  tiefe  ©ruhe ,  ein  ^fbgrunb 
(j.  S5.  ein  © t  einocr  l  ie 6 ) ,  ein  tiefer  ÄeKer  (SBeinoerlieö);  inöbef. 
ein  tief  unter  ber  (5rbe  beftnblidier  jlerfer  (in  ben  alten  SBurgcn,  ^um  le» 
bcnelängtid^cn  (üefängnifö  bicncnb  (Sur  goerlicg) ;  ber  S5crluft,  -  eg,  CD?. 

-e,    (gotf).  fralusts.  attfädjf.  farlust.  tr.;    altb.   forlust,    Verlust,    vlu.st;    obftb. 

SSftturft;  au^:  ber  2>erUir,  9ScrIor;  nieberb.  SScrlüg,  JöcrU'e^)  1)  i>i:\^  SSer? 
lieren  o^.  (Sinbü^en  eineg  @ute6  d-  S.  ber  Sertuft  fcineg  Scrmögeng,  fei» 
ncr  ®c[unbt)eit  :c. ;  bcr  SSertuft  eincg  grcunbeö,  eine»?  ßjuictcei  jc):  2)  bai 
S3er(orene,  bie  Einbuße,  ber  burdi  ^^erlieren  eine^  03uteä  erlittene  9^od>; 
tf)ei[  ob.  @d)aben  (einen  Serluft,  bebrutcnbc  SSevlujlc  crlciben:  fein  Sob  ift 
für  mic^  ein  unetfcftlidicc  Sßcrtujl) :  l^erUtfttc^ ,  Sb.,  verlierenb  cb.  verloren 
habenb,  einen '^erlufr  erleibenb  (alt:  bie  oerluflige  ^nrtfi);  jc^t  nur  mit 
bem  (55en.  bcr  ©ac^c,  finnv.  beraubt:  eineg  ^tngc§  verlujlig  irerben 
ob.  gelten,  b.  i.  eö  verlieren,  barum  fommen :  —  verluflig  fein,  eö 
verloren  haben:  fid:  einer  (Sad)e  verluflig  mad^en,  b.  i.  madicn,  bafß  man 
fic  ocrJiert;  (ni^t  leicht  gebeugt:  ein  fcincö  3(mteö  jc.  rerlujltgcr  SKann  Jc); 
ocrlujilaen,  jicl.  315?-,  cberb.  f.  verlufrig  madien,  in  9}erlufl  ob.  9?ad); 
ti)i\l  bringen  (bc6  2anbc6  verluftig  mcrbcn ;  bcr  vcrlultigtc  Sbeil);  verlieren 
(ba§  verluftigtc  ^parabieö). 

iH'tlinbcrn,  lid.  ^vc.,  burd)  Sinberung  ob.  gelinbere  £)arrtel(ung  cnt; 
flellen. 

ücrliöpctn,  jiellof. 3w. m.fein,  bici^t. (i^pelnb  verhauen  ob. fid) verlieren. 

Verlillcn,  ^id.  3tt».,  dt.  f.  burd)  Jift  i'lbertvinben,  iiberliflen. 

Oerloben ,  j^iel.  ä\x>.  (vgl.  loben)  1)  ef^cm.  überli.  f.  geloben,  feier(id) 
verfpred'en,  jufagen:  inebef.  burd)  ein  CMeU'ibbc  ob.  feierliches  ffierfpvedjen 
verbinblid)  madien  (obcrb.  fid}  mit  einer  9}?ctTe,  einer  SBollfatirt  jc.  — ,  b.i. 
ftch  burd)  ein  ®cUibbe  baju  verbinblid?  madjen:  bibl.  verlobt,  ein  S3er' 
lobter  JC.  f.  nnr  etn^aö  gelobt  ijdt  ob.  burcb  ein  ®cUibbe  ^u  thvai.  benimmt 
ci).  gcweil)t  ijl);  jc^t  in  engerer  S3cb.  feierlid)  unb  vor  Beugen  ^ur  Qt)e 
verfpred;en  (einem  ob.  mit  einem  SJtannc  feine  Zt(i)Uv  — ;  fic^  mit  einer 


t)tTlorf)en  —  üerlofcn  1575 

^crfon  — ;  eine  ecrtobfc  Sraut;  ouc^  q(6  Jpm.  bcr,  bie  aScrtobtc,  SJl., 
btc  SScrlobten,  b.  i.  JBraiit  u.  Srciuttgam);  2)  ait  aüij  (mit  ücrneincnbct 
Seb.  bc6  oec-)  et  »rag — ,  gelobcnb  abroeifen,  ju  unterlaffen  »er^ 
fprecl)en;  einen  —  für  »ogelfrei  erflären;  bie  5öcr(obun,C|,  biig  23er(cben 
ob.  <Sid)  j  verloben,  txii  feierfid^e  (Jbct)erfpred)cn ;  baö  SSerlöbnifg, 
-|ye6,  9)?.  -fTe  (o&erb.  bie  Söerlöbnifö,  gem.  93cr[obnuf6),  alt  u.  obtvb.  übcr^. 
f.  ©elübbe,  23er|'pred)en;  auc^  f.  t>ci^  ■Denfmal  ob.  3«id)«n  «ine3  ®es 
lübbeö,  baä  &iiühi)C'  ob.  5Beih3efd)cnf  (fr.  öruoto);  gcro.  in  engerer  23eb. 
bag  (5[)eüerlöbnif«,  feiedid^e  (5l)eoeifpred)en ,  bie  SSeilcbung;  ba^er:  bie 
58cr(öbnifi'=  ob.  SJcrlobungöfeier:  bev  $ücrlübniß=  ob.  ^öerlobungSring, 
*  U-iQ  u.  f.  f. 

ocrloc^cn,  ?iel.  3>d.,  1)  J?)anbw.  mit  einem  ^od^e  cb.  mit  Sodiern  wer* 
fel)en,  biird}bül)ren,  audj:  Icdjen  (Sifin,  ^ol^);  '2)  tanbfdj.  in  ein  £od) 
\)erfd)aiTen  (gefallenes  23ic|)). 

ocrlod)|'icincn,  lid.  ^w.,  SBergn?.  mit  2od);  ob.  r.  Sadifteincn,  b.  i. 
(5)reiijfleinen,  i^erfeben  (eine  Srubc). 

üerlocfen,  jicl.  3n).,  auf  einen  'Kbme^  lodcn,  Iccfcnb  irre  fiif)ren,  bef. 
uncig.  burd)  Oieijmittel  jum  Unred)t  bovegen,  finnü.  rerleiten,  t)ecfül)ren; 
ber  äJcrlocfcv,  -ö,  bie  Söerlocferinn,  9??. -en,  wer  2(nbere  oerlocft;  bie 
SScrlocfuiifl. 

ücrlocfcrn,  jicl.  3».,  locfer  madien;  lanbfc^.  gem.  bucd)  locfereö,  Ieid}t* 
ffnnigeö  Seben  \)ertl}un,  üerfd}irenben  (fein  jßcrmögen). 

ücrlobern,  jiellof.  3n).  mit  fein,  bii^t.  auf()oren  5U  (obern;  lobernb 
ob.  ^fon  lobernben  ?5(ammen  üerjef)rt  irerben. 

ücrlogcn,  Sro.,  f.  unter  ocrlügen. 

ücrlobncn,  3it>.,  1)  jiel.  oberb.  f.  Io()nen,  bejaf)(en,  ben  2o()n  für  im([$ 
geben  (einem  eine  2(rbett— );  tmai — ,  für  2cbn  oerrid)ten  laffen:  uneig. 
»on  ©a^en  f.  vergelten,  erfe^en,  vergüten  (j.  S.  bie  ©ac^e  cb.  eö  cetlofjnt 
bie  9}iiJt)e);  geiu.  2)  jicUoö  ob.  rüctj.  mit  bem  ®cn.  ber  ©ac^t,  in  unpcrf. 
gorm:  eö  werlol)nt  ber  9)?ül)e,  ob.  cö  verlohnt  fid)  ber  5)?üt)f,  f.  o. 
«5.  eg  be(o[)nt  ob.  vergilt  bie  9)?ü()c,  eö  \\l  ber  ^I'?üf)c  roertb  (j.  S.  es  ticr- 
Iol)nt  fi^  nid)t  ber  5}Jiibe.  if)n  belebten  gu  moUen ;  bicfer  ©trcit  »erlof)nt  ftt!^ 
!aum  bcr  3Jiiil;c;  ogl.  lot)ncn). 

tterloofen,  giel.  ^w.,  burd;  Soofen  veraiipern  ob.  in  3«m^inb§  S8eft^ 
bringen,  mittelfr  einer  !2cofung  auöfpielen,  auStcofen  (ein  ^au6,  ein  @ut 
:c.);  bie  Scrloofung;  ber  äJcrloofung^plan  k. 

OCrloren,  Sro.,  f.  unter  verlieren. 

ücrlüfl^cn,  3iD.  (alt  u.  oberb.  vcclefc^en)  1)  jiclloö  m.  fein,  ablaut.: 
verlifd)cft,  verlifd)t  (bod)  auc^:  verlöfc^eft,  vetlöfc^t);  3mpcr.  ver(ifd) 
(üuc^  üerlöf^e);  5mpf.  verlof*,  ^onj.  verlöfd}e;  mx>.  vcrlofd)en:  f. 
V.  «5.  bog  cblcre  erlöfdien  (f.  b.)  in  allen  SBcb.,  finn».  auölöfdten,  ausgeben, 
uncig.  fdjminben,  vergeben  fbaö  fiic^t,  bie  2cibcnfd)aft,  ba«  Sebcn  jc.  vcrliic^t 
ob.  verlöfdjt,  verlofc^,  ijl  vcrlofc^en ;  Sugenbeinbriidc  verlcfc^en  nidjt);  2) 
jtel.  (umenb.  oerlöfc^te,  oerlöfd^t)  et>va3  — ,  madien,  bafg  cg  er; 
lifd)t,  eg  auölöfdien,  uncig.  vertilgen  (tai  2id)t,  bie  ©djvift  jc.  — ):  vcr- 
I5f(^bar  ob.  ocrlüfcblic^,  SSm*. ,  \va^  verlöfdu  werben  fann:  btc  S>crj 
löfdbbarfcit  cb.  Sicvlofc^lic^fcit:  bie  ä5erlöfd)un(},  baS  S3erlcfdien  (jicl ). 
Vcrlofcn,  ?icl.  3w.  (vgl.  lofen,  fiofung  unter  loö)  lanbi'c^.  f.  verfaufen; 
—  üctlöfcn,  jiel.  3».,  lanbfi^.  f.  «riefen,  befreien;  niebcrb.  in  engerer 
Seb.  von  Ut  CeibeSfruc^t  entbinben;  bie  SSerlöfung,  f.  Sntbinbung. 


1576  "oexlöt^en  —  vermdt)Im 

ttcrI6t'()en ,  jtcK.  3^.,  l'ötljenh  wcrbinben,  ob.  \)erfcftnef«n;  ble  SSer^ 
lötbung. 

lievlubevn,  jiet.  3»t).  nicbr.  lubernb,  b.  i.  burd^  grobe  TCuöfd^meifungen 
t»€ctf)un  ob.  »erbringen  (fein  Vermögen,  feine  3ett). 

»erlügen,  jitl.  3»».  abtaut,  irie  lügen  (alt  u.  obetb.  ütrtiegen),  ei- 
nen— ,  lanbf(^.  f.  Ii'igenbafter  5Beife  anfingen,  anfcl)tt)arjen,  ver'eum; 
ben;  ctroaS  — ,  f.  erlügen  (fc^träb.  »erlogen  f.  erlogen);  —  baß  'Slrt. 
»erlogen  als  »tu.  (f^on  altf}oc^b.  firiogan)  gicic^f.  in  2ügen  »erfunfen  ob. 
burd)  Uügen  ßerborben:  gern  u.  leidjtfinnig  lügenD,  Iügenf)aff  (ein  üer« 
logcncr  Sßcnfd)) ;  bic  25crlügcnl)eit,  baö  SSerlogcnfein,  bic  2ügenl)aftigfpit. 

ücrlumpcn,  3tr.  1)  gicl.,  ju  l'umpen  madien,  in  ßumpen  Denvanbcln; 
2)  jieltoö  m.  fein,  gem.  lumpig  ob.  jiim  ?ump  n?crben  (ein  verlumpter 
sDlcnfct)). 

üerluppcn,  jicl.  ^w.  (auc^  oerlüpfcn;  mittelf).  verlüppen;  ccrgt.  tup» 
pen),  alt  u.  obcrb.  f.  vergiften ;  Derjnubern;  bef.  »erluppt  aU  Str.  f. 
bejiiubert,  burd)  3inibermittel  geftd)crt,  fd)ufgfejl. 

üerlufen,  jiel.  ^w.  (t>gl.  lufcn  u.  lofen  4.)  3ä'g.  f.  verboren. 

$8crlll|l  1.,  »erlujiig,  SBro.,  »erlujitgen  1.  3>t>.,  f.  unter  ocrlieren. 

üerlujien,  unp.  3").  mit  bem  2(cc.  vU.  f.  2ujl  ob.  SSerlangen  f)aben, 
belieben,  (mic^  o  er  lullet);  ba5  SJcrluflen  ob.  ber  SSerlujl  2.  f.  bai 
belieben;  —  oerlufligen  '2.  jiel.  u.  rürtj.  3^ri.,  lanbfc^.  f.  erlujligen,  ba 
lulligen. 

üermadbcn,  jicl.  3^v.,  1)  gem.  f.  jumad)en,  woKig  oerfd^liefen  ob.  »er- 
fperren  (alle  3ugänge,  ein  gcnftcr  :c.):  2)  alt  f.  verberben;  oberb.  f.  ver= 
tl)un,  burd)bringen;  3)  urfpr.  übcrl).  etma^  auömad)en,  abrcben,  formlirf) 
feftfe^en  ob.  bcfiimmen;  batjcr  gen?,  in  engerer  S3cb.  einem  ctrcag  — , 
burd)  (Srbfa^ung  juerfennen,  jutl)eilen,  iljn  burdj  Icottnilligc  Verfügung 
in  ben  Scfife  einer  Sadje  fe^cn  (rinem  fein  JBcrmögrn,  ein  ^an^  ic.  — ; 
oberb.  aud)  bloß:  einem  ettüaä  mad^en);  4)  nieberb.  fid)  —  (t»erma' 
!en)  f.  ftd)  eine  SSerci'nberung  mad)en,  ftd)  vergnügen,  ergeben  (bal)er: 
baö  SSermad),  nieberb.  Scrma!,  f.  SSergniigcn,  93elu)ligung) ;  ber  5öer: 
madber,  -ö,  wer  einem  etrcaö  vermad)t,  ^rblaffer;  bic  SJermad)ung, 
baö  23ermad)en,  in  allen  Seb.;  bag  SSermäd)tnifö,  -ffe6,  9?^  -ffe,  (oberb. 
aud5:  ba6  SScrmddjt,  Odemädji ,  Ttuögemadjt)  1)  ber  te^te  ^IBiUen,  bie 
^rbverfügung ,  bag  Sleflament;  2)  getr.  \)a^  93ermad)te,  b.  t.  baö  burd^ 
©rbüerfiigung  Semanb  jum  ©igcntfjum  Sßeflimmte  (fr.  Segat;  ein  S3ermä'c^t= 
nifg  ?u  frommen  3njcrten,  b.  i.  eine  milbe  «Stiftung  ic);  bic  $ßenncic^tnifS= 
nal)mc,  iibcrnat)me  cincß  25crmäd)tnitTc6;  ber  35crmäcl)tnif^net)mcr  (fr. 
gegatariuß). 

üermagern,  gicttof.  3n?.  m.  fein,  mager  tverben,  gero.  abmagern. 

Ocrmal)len,  jiel.  3«.  (?K»t).  rermablen;  i?gl.  mal)len),  jum  ?0?ablen 
(auf  ber  5}?übte)  vcrbraudicn ,  ju  ^Ithl  mad)cn  (»ermafelenee  (betreibe); 
mablenb  erfdiöpfen  (alleß  Äorn  — );  bie  Siermablung. 

iH'rnicihlcn,  ?;{el.  3w-  (altboc^b.  mahalJHU.  i^amahaljan,  mahelen ;  mittet^, 
mehelen.  ^emehelen;  oberb.  gcmabetn,  oermcit)eln;  t>on  mahal.  mahel,  5Kabl, 
b.  i.  SSercinigung,  »ertrag,  eijebunb;  f.  SKaljl  1)  u.  @emat)l),  ebelid)  vciv 
binben,  cbicr  n.  oorneljmcr  a(^ :  Verbeiratl)en,  verebelid)en  (feine  3:od;tcr 
einem  SKarnc,  an  rinin  SKann  ob.  mit  einem  5)?anne  —  ;  ftd)  mit  n'ncr  ^cr= 
fon— ,  i>i6)t.  auäj:  jid)  i^r  ob.  iljm  — );  et)em.  auc^  f.  occlobcn,  juc  (5l)e 


tjerma^ncn  —  vcrmcl^ren  1577 

iieifpred)cn ;  unetg.  biäjt.  f.  enjj  i>erbinbm,  ^jereini^en,  ücrmird)en  („bu 
liccjit  bem  ©taube  oermQ()U");  bie  Scrmäblung,  bae$  23ermd()(en  ob.  i3icl)= 
iicrmal)(en,  gcre.  bie  v^eiratl)  (bie  5ßcimQ[)(ung  oe((;tcf)en);  aud)  f.  o.  ro. 
bie  S^crmöiblunge'feier,  baS  SJcrniciblunCiöfcft,  gctr.  bie  >pod;jcit;  bec 
$8evmät)lun.qöta9 ,  J^od^i^eitötag. 

Oermal)ncn,    jiel.   3*0.    (ocrfc^.   Uon    bcm    a(tb.   farman^n,    vermanen,  b.  i. 

ccra^ten,  ocrfdjniä'tjcn)  alt  u.  bef.  nicberb.  f.  ermflhnen,  in6bcf.  evnftlid)  u. 
feierlid)  ermat)ncn;  nicberb.  auc^  f.  matjncnb  jun'icEforbcrn :  u.  f.  gcmat)ncn; 
bie  S5crmal)nun9,  1)  0.  5K.  iai  9}ermahnen;  2)  Wl.  -en,  bie  ©orte 
u.  ®rünbc,  mit  n?eld)en  man  ücimabnt. 

üermäl)ren,  jiel.  ^n.  (mitteUj.  vermaeren;  oberb.  au(^  üermet)ren;  f. 
gjJat)r)  alt  u.  oberb.  f.  inS  ©crebe  bringen ,  in  üblen  9iuf  bringen,  au«; 
pfaubcrn,  verratbcn:  Derma[)rt  als  S?n>.  f.  berühmt,  u.  bcrüct)tigt. 

Ocrmailcn  ob.  ocrmailic^en,  jiel.  3>»-  (^uc^  oecmeiligen,  ocrmalgcn; 
f.  53Jail),  alt  u.  oberb.  f.  beflecten,  bemafeln,  befd)ä'bi9en ;  bie  Sjcrmailigung. 

»crmcifcln,  jiet.  3w.  (»•  mäfcln  2.),  md'felnb  ob.  al6  '^JläUev  »erfaufen. 

ÜCrma(cbcicn,    jiel.  3»V.  (mittcll).  vermaladten;    tom  lat.  maleditere;  ogl. 

bcncbcicn)  gem.  f.  verfludjcn,  Dern?ünfd)en  (ein  oevnialcbcitcr  5Jlenf(^). 

dermalen,  jiel.  3ir.  (5D?ir.  ocrmalt;  f.  malen  unter  SJtal  2.),  mafenb 
Verbraud^en,  erfdjopfen  (bie  garben);  jum  2)?aten  vertnenben  (@elb,  3eit); 
lanbfc^.  f.  ausmalen,  mit  j^^^rben  anflreid}en;  abbilben;  au(^  f.  mit 
©renj5eid)en  t>erfef)en,  bcjeidmen  (ein  gelb);  bie  äiermalung. 

Oermallen,  jiel.  ^\v.  (f.  mall)  nieberb.  f.  t()orid)t  u.  (eid)tfinni3  oettf)un. 

wrmaljen,  jiel.  ^w.,  ju  5!)?alj  t)erbraud)en  (@er|te). 

»ermannen,  jici.  3»t?.,  t>lt.  1)  einen — ,  if)n  jum  9}?ann  (b.  i.  2}afaU) 
mad)en,  ibm  ein  geben  crtbeilen  u.  it)n  aH  eeljnörnann  in  *})fli<^t  nefjmen; 
tai  Seben  — ,  bie  ^fliditen  eine^  JJebnömanng  erfüllen;  2)  einen  — , 
beg  gebend  berauben  (oermannet  rcerben) ;  ein  &nt  — ,  bem  ßebngtraget 
cntjieben  (ein  oermonnteö  ®ut). 

t>crmannigfa(tigen ,  ?iei.  3>t>.,  mannigfaltig  mad)en;  fid} — ,  man« 
nigfaltig  werben ;  bie  äJcrmannigfalticiung. 

üermcinnlicf)en,  jiel.  3»p.,  mä'nnlid)  ob.  jum  9)?anne  mad)en. 

üetmanfc^cn,  jiel.  3ttj.,  gem.  manfd^enb  verbraudien,  ob.  üerberben. 

yevmcinteln,  jiel.  3n'.,  mit  einem  9)Zantel  oerbülicn,  verbergen;  uneig. 
ju  r»erjle(fen  fudjen,  befd)önigen,  gen?,  bemänteln. 

vcrmart'en  I.  jiel.  3w.  (oon  gjiarf  2.)  mit  (55renj5eid}en  nerfeben,  ein* 
fcblie^en  (ein  gelb);  bie  SJcrmarfung:  — oermarfen  2.  ob.  üermavften, 
giel.  3n).,  oberb.  (auc^  oermcürteln;  f.  marfen  2.  u.  30?arft)  f.  üerban; 
bc(n,  üerfaufen. 

oermaöfcn,  jiel.  3>».,  [elten  f.  tjcrlaroen ,  gern,  ma^firen. 

vermauern,  jiei.  3«.,  1 )  (mtttelb-  vermüren)  mauemb  ob.  mit  ^amv 
tverf  »erfd}(iepen ,  jumauern  (eine  3;t)ür,  ein  genfter  u.);  in  (0?auertt>erf 
€infd)liepen,  nertrabrcn,  einmauern  (einen  ®c^af^  in  bie  SBanb);  2)  mauernb 
ob.  jum  ^"'J^auern  oenrenben,  i>erbraud)en,  crfd)öpfcn  (Äalf,  ©tcine  k.); 
bie  ä^ermaucrung. 

üermautben,  jiel.  3n).  (ogL  SÄautb)  oberb.  f.  tierjoUen. 

ücrmebren,  jiel.  3».,  mad)en,  bafö  ctiraö  mebr  njirb,  junehmen  ma* 
d)en,  ber  3abl  ob.  9}iengc  nad)  öcrgrö^ern  (feinen  Sßicbltanb.  eine  öeleU» 
f(^aft,  [eine  ßinlünfte  — );   Sle^enf.  f.  üerüielfältigen  (fr.  muUipliciren); 


1578  Dcrmeibcn  —  üevmci-fen 

a\x6)  bec  9)?affe  u.  bem  ©rabc  ber  innern  ^tarfe  nad)  tocr^röpern,  «r()c= 
hen,  fl«igern  (Scmanbe  3icic^tf)um,  ©liict,  3?uf)m,  2(nfef)en  ic.  —  ;  ctn?a6 
mit  üermci)rtem  glci9 ,  Sifcc  :c.  betreiben);  fid)— ,  uci-rne()Ct  trcrbett,  ju= 
nel)men,  tradifen,  [owoljl  an  3at)t,  bif.  burc^  gortpflan^ung,  aU  au^  ün 
innercv  ©tärEe,  (eine  55amitie,  bii  SBcnblEetung  einer  ©tabt  :c.  oermebrt  (id^; 
iai  Ungejiefer,  ba6  UnJraiit  nerinet)rt  fic^  fdjnell;  bie  ^i^e,  bie  ©c^mcrjcnic 
»crmetjren  fic^);  bec  S>cvmcl)rer,  -ö,  bie  S5erme^rerinn,  ÜJ?. -cn,  trec 
ctroaS  üevme^rt:  bie  äicrnicbrung ,  i'ai  S3ermel)ren,  [inno.  ^ßcrgrcfes 
rung,  Söcrüielfdltigung. 

ücrmci^cn,  fiel.  ^m.  ablaut.  (f.  meiben  1 . :  att^odib.  farmiMan,  mittel^), 
vermiden),  ba5  üeift.  iTietben  (9e»t)öbnnci)er,  ate  biefeS):  eine  Werfen  ob. 
<Ba&iC  — ,  eig.  il)r  auöireid)cn,  ba6  ;3ufiimmentreffen  mit  i{)r  ju  Dert)üt€n 
fud)cn  (feinen  ©cgncv  —  ;  bie  @cfal;r— );  in  weiterer  Seb.  iibcrl).  fid)  ücc 
ctiraö  t)ütcn,  fid)  beffen  enthalten,  finno.  fliegen  (Scmanbö  Umgang,  [djlcc^tc 
(SefeUfd^aft,  bie  ©ünbcn.  — ):  ef)cm.  auc^  f.  einer  <Sad)e  entbehren,  er? 
mangeln;  oermeibbar  ob.  oermeiblid) ,  Sir.,  ira§  r>ermieben  sterben 
fann:  bie  JÖermeitbarfeit  ob.  ä5crnieiblid)fcit:  bie  ^crmcibung. 

üermctern,  jiel.  3ip.,  einem  9}?eier  in  ^<[(i)t  geben  (ein  ®ut). 

Oermeincn  1.,  ?tel.  3n?.,  taS  üer(l.  meinen:  beharrlid)  bafür  ()alten, 
glauben  (er  ocrmeint,  2(nfprüc^e,  Stecht  3c.  ju  t)aben) ;  oberb.  auc^  f.  ftd)  un= 
terjiel)en,  ftd)  uermeffen:  einem  etn?a§  —  ,  jubcnfen,  jumeffen;  ct)em. 
aui)  f.  »erachten:  bae  SKrc.  t»  er  meint  g(6  Sn?.,  quc^  üevmeintll(^,  wex 
ob.  n)a6  gemeint,  bnfüvgebalten  ob.  angenommen  ivirb,  mit  bem  SReben= 
begriff  beS  3>t>eifel{)Qften  ob.  btojj  ®e)r5l)nten  (ber  oenneintc  ob.  »ermeintlic^c 
SSater  beg  Äinbeß;  feine  »crmeintlic^en  SJerbienfie  Jc);  bie  SScrmetnung, 
bag  93crmeinen;  oberb.  f.  bns^  3ubenfen,  bie  S5eftimmung. 

yermcincn  2.  ^icl.  3>p.  alt  u.  cberb.  (oerm  einen;  Don  mein,  oberb. 
SRatn  f.  ©c^aben,  greocl  jc. ;  f.  9Jftin)  beflecfen,  verunreinigen;  bezau- 
bern, werteren,  iienrünfd}en;  bie  S>ermeinung,  f.  25ejauberung:  — 
üermcinen  3.  ^iel.  3m.  (o.  mein  f.  gemein)  tUt.  f.  gemein  mad)en. 

üermeipcin,  giei.  3tt).,  meipelnb  t>crbraud)en ,  ob.  uerberben. 

ücrmelten,  jiel.  3«?-,  attertl)ümlid)  u.  Äanj(.  f.  meiben,  förmlid)  u. 
feierlid)  anfagen  (einem  einen  ®rup  —  ;  bie  Jpciratl)  :c.  — );  Sü'g.  üon  ben 
Jpunben:  trieberbolt  anfd)lagen  ob.  bellen;  el)em.  aui):  einen  eineS 
übingS  --,  f.  auflagen,  angeben,  anzeigen,  bafs  er  fi^  beffen  fdjulbig  ge» 
mac^t,  if)n  uerratt)en  (fr.  benuntüren);  ber  äJcrmclber;  bie  äJcrmelbung. 

ocrmcngcn,  giel.  3».,  unter  einanber  mengen,  jinno.  «ermifd^en  (ogl. 
mengen  u.  mtfc^en;  ©crfle  unb  ^cfer  ob.  mit  ^afcr  — );  uncig.  f.  üern)ir= 
ren,  i'>ern)ed}feln,  ein  £)ing  fiir  hn^  anbere  halten  (ccrfi^iebenc  ©egcnftänbc 
ob.  begriffe  —  ;  fr.  confunbiren);  fid)  mit  etroaS — ,  fid)  ungehörig  barein 
mengen  ob.  bamit  befaffen ,  auc^:  bemengen;  ber  5Bermcnger,  -6,  wer 
etvoat-  vermengt ;  bie  $8crmcngung. 

vcrmenfc^cn.  ?iel.  3w-,  jum  9J?enfd)en  mad)en:  bie  SSermcnfrf)un9, 
bie  (^eftaltung  ^um  5??enfd)en,  bie  SJZenfdiirerbung  (@otte6);  —  t>er= 
mcnf(i)Iicbcn,  i^icl.  3it>.,  menfdilid)  mad)cn,  bilben  ob.  barftellen  (Sbierc); 
mit  menfd)[idiem  Sinn,  cbler  SKenfc^li^Eeit  u.  menfd^lid)er  ©itte  begaben 
ob.  baju  heranbilben  (fr.  {)umanifiren);  bie  S3ermcnf(^lic^ung. 

vcrmcrfcn,  ?iel.  3w.,  attertl)iim(i(^  u.  Äanjl.  f.  merfen,  bemerfen,  ver? 
fpüren;  inßbef.  f.  aufnehmen,  ouölegen  (ctroaö  in  ©naben  — ,  übet  — ); 


t»crmcffen  —  t»frminbern  1579 

35(5-  oom  5ffltlbc  f.  ftufeis,  aufmcrffam  trcrbcn:  a\xi)  f.  anmetfcn,  auf= 
vichncn,  nitffd)reiben  (fr.  notiren);  ber  Jücrmcrt,  -eö,  9)Z. -e,  tii  Zup 
^ütdimmg  cüiffi  Um(tanbc6  ic.  in  ©cfc^äfte«  cb.  ©cric^tefoci^cn  (ft.  9lotij); 
bie  S^ermerfunc^. 

üernu'ffcn,  giel.  u.  rüctj.  3>t>.  ablaut.  reie  mcjTcn,  (allb.  farmezan,  ver- 
mezzen,  nur  in  bfr  2(cn  uncig.  ffieb.)  1)  ab-  ob.  aui^meffen,  bem  ?!}?afe 
nacl)  beftimmen  u.  cinthcilcn  (inebcf.  lin  gelb  —  ;  Sagio.  bie  gunbgru» 
lun  — ;  baö  23erm«[fcn  alö  Jpro.,  j.  S5.  ein  23etmcJTcn  oornctjmcn) ;  auc^ 
bem  5)?ape  nact)  oert()ci(en,  jutbcUen,  finno.  jumcfTcn  (rincm  baö  gelb  — ; 
bog  Canb  an  bic  ^(nbauer  — );  2)  faifcl),  unrtd)tig  meffen  (etrcaö  — ); 
fid)  — ,  fid)  im  5)?en"en  t»eifef)en,  irren  (bec  .Krämer,  bcr  ©c^nciber  u.  l)at 
ftc^  »ermin'cn) ;  bcf.  uneig.  ftd)  in  bem  9}?af e  feiner  eigenen  Ärä'fte  irren, 
ob.  übcrJ).  bag  9J?ap  überfdireiten:  bal)er  ehem.  f.  fid)  etwa^  (inmapen, 
ein  9iedit  barauf  oorgeben ;  qm.  feine  Äraft  ju  l)cd)  anfd)Iagen  ob.  iiber= 
fd)afeen,  fid)  ju  t>iel  zutrauen,  mel)r  unternehmen  unb  uerbeipen,  ali 
man  ju  (eiflen  oermag  (btbl.  fic^  oiel  Bcrmeffcn;  er  werma^  fic^  QUjuf)oc^), 
gen:»,  mit  ju  u.  bem  3nf.,  ftä'rfcr  aU  bte  [inno.  ftdi  bemuSnebmen,  untere 
fangen,  iinterfief^en,  lüogen  (bibl.  bu  oermiffcil  bic^,  ?u  fein  ein  2citer  ber 
SBlinben;  fie  ocrma^en  fid),  ben  J^tmmel  anjutajlcn) ;  ba^er  ctjem.  aui)  f.  fejl 
befd)liefen;  feierlid)  tterftd}ern  ob.  t)erfpred)en ,  bod)  bct{)euern  (fi^  oer= 
meffen  unb  »erfc^rcören ;  er  oermaf?  fid)  boc^  unb  treuer);  • —  bat  ^xv.  t>er* 
mcffen  a(g  Sm.,  feine  Ärä'ftc_  iiberfd)ä'^enb  u.  au6  ?u  großem  ©elbftocr* 
trauen  u.  tjoc^faljrenbem  ®inn  Übermafigeö  u.  bef.  ^flid)ttvibrigeg  untcr= 
nel)menb,  wie  aud):  in  biefer  ©eftnnung  gegritnbet,  finno.  venregen, 
toUfü()n,  frevel()aft  (er  ijl  febr  Dermeffen;  üermeffen  banbeln;  ein  üermeffe= 
nrö  Unterncbmcn);  ebem.  aud)  in  gutem  ©innc  f.  fübir,  mutf)üoU  (ein  oer» 
meffcner  SQdb) \  u.  f.  abgercbet,  beftimmt  (ein  »crmeJTener  Sag);  ocrmefs 
fentlic^,  9?tt».,  (miftelb.  vermezzenlii  heu)  jtieift  ült.  f.  auf  vermeffcne  2(rt; 
entfd)[offen,  fiibn:  aud)  aU  Src.f.  vermeffen;  bie  S5crmef|'enbcit  (altbocbb. 
farmezanheit) ,  tc\^  23ermeffenfein ,  finnt».  S3ern?cgenbeit,  2:oUtübnf)eit; 
QUO)  eine  üermeffene  »f)anb[ung,  finno.  ^tcoil  (SOi.  SBermeffenbeitcn) ;  — 
Dermcf^bar,  S»?.,  trag  nermefTen  (auggemcJTen)  n^crben  fann;  bic  fßn- 
mcfSbarfcit:  ber  23ermeffer,  -5,  iver  etivaS  vevmifft,  b.  i.  auömifft  ob. 
meffenb  cintbeilt;  bie  S^crmeffuncj ,  ba6  SJermeffen,  bic  3(u6meffung 
(j.  S.  eincö  gelbcg). 

ücrmc^cn,  jici.  3n?.,  »on  bem  ?u  mablenbcn  ©etretbc  bie  üorgefd)ricbcnc 
5)?e^e  abgeben ;  bie  55ermc(^^ung. 

ücrmict()cn,  jiel.  3»r.,  ctroa^  — ,  bcn  ©cbraud)  einer  <Sad)e  auf  eine 
gctriffe  3eit  gegen  eine  bcbungcnc  9)?ietbe  (f.  b.)  einem  ^fnbcrn  überlaffcn 
(einem  eine  $!Bcbnung,  ein  .^auö  — :  ^fcrbc  — ,  verleiben);  fid)  — ,  fid) 
gegen  einen  bebungenen  Sobn  ju  perfönlid)cn  2)ienfren  t>erpflid)ten  (fi<^ 
bei  Semanb  a(ä  Äntdjt,  al6  Sebientcn  n.  ob.  lum  Äne(^t  jc. — );  ber  5ßcrs 
mietl)cr,  -g,  bic  ä^ermictbcrinn,  CW. -cn,  tt»er  etivag  vermietbet,  entg. 
SCRictber:  bie  S3ermictl)unp,  bnä  95ermietben. 

ucrminbcrn,  j^iel.  ^xt>.,  minber,  b.  t.  tveniger  ob.  geringer  madien,  bet 
3ab(  u.  g^cnge,  ob.  bem  @rabc  bcr  inneren  ©tdrfc  na^ ,  finn».  üerringcrn, 
fdnt)ad)en,  aud)  blo^:  minbern,  entg.  »ermetjren,  (bic  M¥  l>fc  2(rbciter, 
bie  Tfuffagcn  — ;  9ie^enf.  eine  3<3bl  »erminbern,  b.  i.  burc^  2(bjteben  einer 
Qnbern  fuincr  machen,    fr.  fubti:at)iren ;  Scmanbö   (Si)xi,   2(nfel)cn  ic;   bie 


1580  t)crmifd)cn  —  \?erm6cjen 

^ceubc,  ben  ®(!^merj  ic.  — );  fid)— ,  minbcr,  b.  i.  ireniger  ob.  fc()tt)acf)er 
irerben,  abnc{)mcn  {bk3at)(  bcrSinitct)ncr  i)at  ftc^  cermtnbert;  btc  ©(^imcr- 
?en  tjcrminbcrn  fic^);  ber  SScrminbcrcr:  bte  SJerminberung ,  baö  23er= 
minbern;  baS  @td);oerniinbcvn,  bte  3(bna()me  (j.  J8.  bcr  SBeDÖÜerung). 

üermifd^en,  jic(.  3n?.,  unter  etnanber  mifd)en,  niifd)enb  uerbinben, 
finnü.  t)crmengen  (ogl.  mifd^in;  SBcin  uiib  SBufTcr  ob.  mit  SDSaJTct — :  ©anb 
mit  &c()m  Dcrmtf(^t:  \idj  flct[d)(t(^  ocrmifc^en ,  b.  f.  begatten,  etjeltd^  bcinjü^» 
nen):  auc^  f.  untevmtfd)en,  untevmengen  i&vai  mit  SBlumcn  ücrmtf(^t); 
£)in9c  t)er)'ct)tebener  ^Irt  ebne  beflimmte  £)rbnitng  unter  einanber  tf)un, 
auf  einanbcr  folgen  laffen  ob.  mit  etnanber  oerbinbcn,  bef.  bae  SR«?,  t^en 
mtfd)t  a(ö  ffliü.  f.  iierfd)iebenartig,  niiinnigfalttg  (tsermifc^te  ©c^iiften, 
aStmcrEungen  ii.  bgf.;  (iiröjjml.  eine  ucrmifc^tt  ßinie,  gigur,  b.  i.  eine  auS 
gcrübcn  u.  Erummen  Sinten  jufammcngefegte :  Slcdjcn!.  eine  »erittifi^te  M% 
b.  t.  bte  ai\^  ganjen  ^ai)Un  imb  S5rüd)cn  befielt);  bte  SSermifc^ung,  iai 
SScrmifdbfn;  bic  äJcrmifc^ung^rcc^nunvj  ob.  -rcgel,  eine  SKet^nunggart, 
biixö)  rveldje  ber  Sfficttt)  einer  gtmifditcn  SJZaffe  gcfunbtn  roirb  (fr.  Migattonö« 
sRed^nung). 

Ocrmiffen,  ^iel.  ^m.  (altb.  fiirmissan,  vermissen  mit  b.  ®en.  f.  entbct)ren, 
ermangeln;  ngt.  miffcn)  einen  ob.  etirvi^  -— ,  bcffen  ■^{bn)efent)eit  ob. 
5D?anget  gctrabr  tverben  (man  i)at  bi^  in  ber  @cfeUf(i^aft  »ermifTt;  bcr  95er= 
unglüctte  würbe  erfl  Ijeute  üermiJTt;  iöij  oermiffe  ctrcae  Bon  meinen  Sachen; 
bicfe  ob.  jene  ©genfi^aft,  gQ'f)i9feit  3C.  an  Scmanb  ocrmifTcn);  in  beftimmterer 
SSeb.  ben  SO^nngel,  bie  (Sntbefjrung,  ben  SSerlujl:  einer  (gad)c  ungern 
rüaf)rncl^mcn ,  fd)merj(id)  empftnben  {16)  tjcrmifle  meinen  ocrftorb-cncn 
grcunb,  feine  .^ütfe  k.  gar  ftf)r) ;  alt  u.  bid^t.  aud)  mit  bem  ®  c  n. :  einer 
^erfon  ob.  ©a(^e  — . 

üermlttcln,  aiel.  3ro.,  übcrt).  alg  !D?ttie(  ob.  9J?itte[9[ieb  jivei  £iinge 
üeuctnigen  u.  baburdi  etivaö  beirirfen ;  ingbc[.  als  9)?ittelSperfon  girif^cn 
jnjet  ^Vrfonen  ob.  "fiorteien  etwai  bcroirfen  ob.  ju  ©tanbc  bringen  (einen 
JßergU'i^,  gricbcn,  hk  2(u6fö{)nung);  auc^  f.  auSg[etd)en,  beifegen  (einen 
©trcit,  einen  SRed^tgfianber  jc.  — );  ber  Sßcrmtttlcr,  -S,  bie  5Bermitt(e= 
rinn,  ^J?.  -  en,  trer  ettraS  vermittelt,  ftnno.  ?Ü?itte[6pcrfon :  bie  SJcrmit^ 
tclung  cb.  ä^crniitttung:  —  uermittelfi,  23nj.  mit  b.  @en.  bag  SUer- 
l)ci(tnifg  be6  5)?itte(^  ob.  5öcrfjeuge6  bejeic^ncnb,  f.  x>.  w.  mittelfl:  burd) 
bag  ?[)?i'tte(,  buvd)  SSermittlung,  mit  >f)ülfe. 

Dcrmobeln,  j^tcl.  3«*-,  fa(fd)  mobein,  burd)  9)?obeln  oerberben. 

Dcrmobern,  gicKof.  3».  m.  fein,  mcbernb  üerberben,  t»erjel)rt  ob.  auf; 
getöf't  werben,  ftnno.  \)ertt>cfen,  verfaulen,  (nermobertc  ©ebcine);  bie  SSer-- 
mobcrung. 

ücrniogcn,  gicl.  ^vo.  unrcgeim.  (lüic  mögen);  td)  vermag  jc,  tvir  t>er; 
mögen:  ijoni.  id»  vermöge;   Smpf.  vermod)te,   ^onj.  vermöd)te;   SKw. 

Vermodlt,    (altb.    farmagai),    vermageii ,    nur  rilrfj.    sich  eines  diiigs — ,    b.  t. 

bcffen  mact)tig  fein ,  eß  bcft^en ;  bagcgcn  bot  bae  einfa^e  ma^an,  gamagen, 
mittell).  miigen,  niegeii  bie  Seb.  ttnfereö  per  mögen;  rgl-  mögen)  1)  überl). 
bie  Äraft  ob.  ga()igfeit  l)aben,  etivaö  ju  t()un,  finnv.  fönnen ,  mit  b.  2(cc. 
ber  ©od^c  ob.  mit  ju  u.  bem  3nf.  (baö  oermag  id)  nii^t;  ®ott  oermag  2(Uc6; 
ii)  vcrmod)te  ii)n  nid)t  ?u  retten,  il}m  nid)t  ju  triberfli'l)cn ;  —  au^  umfdjrci= 
bcnb  mit  bim  Ificn  'SSlw.:  oermögenb  fein,  entg.  unDcrmögcnb ;  j.  S. 
iö)  bin  ni^t  oermögenb,  metjr  ju  «jfen ;  er  voax  nit^t  »etmögenb ,  mir  ju  1)cIj 


tjecmoofen  1581 

Un  Jc):  inebt'f.  bie  Äraft  ob.  bte  Mittel  haben,  etwa«  ju  bewirten,  etitja« 
auöcid)ten  ob.  bcwerfjTelligen  tonnen  (an  gjfa^t,  an  25ccflanb,  an  einflufö 
uict  ocrmöc^en;  bn  einem  ob.  übev  itin  mel,  njcnig,  nic^tö  ücrmöt^cn;  fie  «er? 
mag  öicl  übet  ii)n ,  b.  i.  ^at  «vc^cu  (Sinftufö  auf  if)n;  ein  üicl  üermögcnbcc 
Sceunb;  auc^  oon  (Sachen:  @e(b  ocrmag  oiel,  u.  bgl.);  obcrb.  fidj  (mic) 
ctn>a6— ,  auölad-  f.  t6  an^ufc^affen  ob.  gu  beftreiten  ücimögen;  auc^  f.  cö 
Icfigcn,  in  feinem  Jßecmögen  t)aben  (j.  SB.  ftc^  deinen  ®rofd}en  —  ;  fi(^  nic^t 
nuijr  »ermögen  f.  ganj  entkräftet  fein);  in  engerer  33eb.  an  jeitltrf)en  ©ütern 
bcfifeen,  iD^ittel  haben,  bemittelt  fein  (traö  ob.  itie  md  Vermag  er?  f.  u. 
basaler  mögen),  baf)er  bef.  baö  5SRiD.  üermögenb  atö  93m.,  fo  üiel  ®elb 
u.  @ut  befi^enb,  a[6  man  jum  bequemen  2Iuöfommen  bebarf,  finno.  be^ 
mittclt,  rocnigcr  a(6:  m  ot)lbabenb,  reic^,  b  c  guter t  (er  ijt  oermögenb, 
ein  ocrmögtnber  5D^ann);  2)  oberb.  etkvag — ,  f.  mögtid)  mad)en,  geftat;* 
ten,  julaffen;  Äangl.  f.  bartbun,  auSivetfcn,  befagcn  (j.  S3.  wa^  ber  SBrief, 
b.  i.  bie  Urfunbe,  oermag;  bic  S3erfd)reibung  üermag ,  bafe  :c.;  ba^er:  oer^- 
möge  at6  33m.,  f.  u);  ."0  einen  jii  etwa« — ,  if)n  burd)  feinen  (5in=: 
flufö,  feine  (Sinroivhmg,  bef.  burc^  SJorjleUungen  ic,  ju  etwa^  betregen;  — 
üermögc,  23m.  mit  bem  @en.,  bejeidjnet  1)  bie  itirfenbe  Urfad)e  u.  bef.. 
ben  (realen)  ©runb  einc^  @ein£S,  f.  o.  m.  burd)  tcii  SSermögen,  ftnn». 
fcaft,  mtlcl)e6  jeboch  met)r  ben  (moraltfc^en)  ©runb  eineö  Zi)ün6  auebrücEit 
(»gl.  ber  ©tein  fallt  oermöge  feiner  ©d)mere  jur  (5rbc;  er  (janbclt  fo  !raf  t 
feincö  2(mteö);  2)  hm  Sen)eiö>  oh.  (^rt'euntnifögrunb,  f.  o.  m.  nad)  2IuSs 
iveiö,  nad)  SO^apgabe,  ftnno.  jufolge,  laut  (j.  ÜB.  oermögc  feines  ffierfpre  -- 
^enö,  unfereö  93ertrage6;  »ermögc  be6  SBefeblö,  ber  Ur!unbe  u. ;  »gl.  C'. 
vermögen  2);  baö  äictmogcn,  -«,  dJl.  HJ.  6.,  1)  o.  SK.  bag  Äraftiö»' 
ob.  Säbigfein  ju  etivaö,  ha^  können,  cntg.  Unncrmögen;  2)  Die  Ära) 't 
ob.  gäbi^teit,  etmaS  ju  tbun  ob.  s"  bewirten;  jebe  (5igenfd)aft  eine« 
3)ingcö,  auf  iveld)ec  eine  'liüiitung  beöfelben  beruht,  allgemeiner  ale  : 
Äraft  u.  Sä't)igteit,  >Dcld)e  mcf)r  auf  bie  mirElic^e  2iuÖübung  gcl)en,  mäljrenb 
a3ermögen  auc^  bie  blo|je  2tnlage  ob.  SKöglichfeit  eineö  3;i)un6,  felhfl  b<t 
augenbUdlicher  Unfdl)igfeit,  auöbrücEt  (j.  SS.  ein  Äranfer  i)at  mo^l  baö  S3ers 
mögen,  aber  nic^c  bie  Äraft,  aufiufict)en ;  baß  S3ermögen  jh  benfen  ijl  alTen 
S3ienf(^en  eigen,  aber  nic^t  bie  gleidje  gät)ig!eit  baj^u;  na^  Vermögen,  über 
fein  S3ermögen  arbeiten,  laufen  2C. ;  e6  jlel)t  nic^t  in  meinem  SSermcgen;  bie 
SSermögen  ber  Seele,  j.  23.  baö  23egel)rung6ücrmögen ,  Denfoermögen  zc); 
3)  ber  Inbegriff  beffen,  wag  man  an  5eitlid)en  (i)ütein  eigenthümtid) 
befi^t,  finno.  -^abe  unb  &üt  (ein  gro^eö  93ermögen,  oiel  SSermögen  ^abrn; 
nad^  feinem  93ermögen  geben;  fic^  über  fein  Vermögen  angreifen;  au^:  oiel, 
ob.  wenig  im  93ermögcn  t)aben) ;  inßbef.  ein  anfet)nlid)ei-  äJorrat^  an  ö)e(b 
ob.  (Gütern,  menigtr  alS:  JKeic^tbum  (ein  ÜKann  non  SSermögen ;  &t)ne 
aSermögen  fein);  bei  Sicvmögcnöbcftan^,  bie  5BevmüC^cn§maf|"c,  ba6  fdmmt= 
lic^e  oorbanbene  SSermögen  einer  ^erfon;  bie  ä)crniöc|enö|leuer,  t>on  bem 
baren  SSermögen  JU  entridjtenbc  2tbgabe ;  bie  S^cvmöv^enöumftänbe,  o.  @., 
bie  Umflänbe  einer  ^eifon  in  2(nfel)ung  i^reö  SSeimögenö;  bie  äiermÖgcnf)cit, 
feiten  f.  ba'5  58eimögenDfein ;  ocvmö^ig,  S3m.,  lanbf(^.  f.  ä^ermögen:  i)a= 
benb,  oermögenb;  ücvmügltd^,  Sro.,  oberb.  1)  törperlid)eg  iöermogen, 
gefunbe  ßeibeotraft  biibenb  (aud):  oermögfam);  2)  f.  vermogenb,  be= 
mittelt,  wol)li)abenb ;  bie  Sievmögtic^tcit. 

oermoofen,  jieUof.  3».  m.  fein,  mit  SD^ooö  oecbecft  roerben,  mtf 
wadjfcn. 


1582  t)a'morfd)en  —  »ecnageln 

üermorfc^en,  iiellof.  3tü.  m.  fein,  voUig  mcrfd)  u.  babucc^  jecfiört 
»Verben. 

vermummen,  jfer.  3».  (f.  mummen)  bucd)  2}erl)üÜung  bcf.  bcö  ©cftc^tö 
unfenntlid)  mad)en,  lanbf^.  ^cm.  au(^  »ermummcln,  oon  aUgcmcinecec 
SBeb.  als  Die  finno.  Derfappen,  uecKiroen ,  (einen  u.  bef.  fi^  — ;  vermummt 
fein;  »ermummte  ^crfonen);  uneig.  über^.  f.  einfüllen,  verbergen;  un= 
fenntlid)  mad)en,  cntf!ellen ;  bie  Siermummung,  ba5  93ecmummen ;  bie 
vermummenbe  ob.  unfenntlid)  madjenbc  >f)üUe. 

üermünjen,  jic{.  3^v.,  jum  ^un^m  gebtaud)en,  ju  9J?ünie  mad)en 
(@olb,  ©ilbcr,  ®erät{)e  jc);  itiiinjenb  oerbrciud^en ,  erfdjcpfen  (alles 
©oibit.  — );  bie  ^öermünjung. 

üermürbcn,  jiellof.  3m.  m.  fein,  \>'6ll\^  mürbe  u.  uneig.  un^flUbar 
!  tverben. 

üermutl)cn,  giet.  3tt'- (niebccb.  üetmoben ;  üon  mutfjen,  altb.  muoton, 
1  nuoten,  b.  i.  eig.  fein  ®emüt^  ob.  feinen  @inn  auf  eirvai  richten;  f.  SKutl)  1.) 
rtwaS  — ,  auä  2öaf)rfd:einlid}feit^grünben  fdUte^en,  für  n)af)rfd)einlid) 
^  «alten,  finno.  meinen,  muthmapen ,  welche  einen  l)öl)eren  ©rab  bec  ^at)X' 
f  i^tinlic^feit  anjeigen ,  »crfcf).  at)nben,  »celdicö  nur  ein  bunJleS  Sßorgefalil 
0  l)ne  ScwuJTtfcin  bcr  ©vunbc  bcjcic^net;  in  engerer  Seb.  bie  Xnfunft  einer 
'•}  )erfon  ob.  baS  (Eintreten  eineg  Umftanbeg  k.  auö  5Bai)rfd)einlid)feitä: 
Q  rünben  erwarten,  (baö  i^abc  iä)  ni^t  üermutl)et;  wer  i^ätte  bai  oon  i^m 
0  ermutl)ef?  iä)  oermutlje  it)n  l)eute;  ein  oermutt)eter  Sefac^,  SSorfall  jc.  ; 
0  berb.  gctt).  fic^  (mir)  ctiraö  ocrmutf)en,  }.  SS.  ic^  t)abe  mir  ba6  ni^t 
ti  Tmut()ct;  au^  umfdjveibcnb:  oermutl)enb  ob.  geir.  oermutf)en  fein, 
j.  S5.  baö  irar  idj  ni^t  oermutbcn,  baß  bin  xij  mir  ntc^t  oermutl)enb  ob.  oer- 
m  utften  gercefcn,  f.  ba6  \)abe  ii)  nic^t  oermutl)et):  cljem.  auc^  f.  tragen,  fid) 
ui  itcrflel)en;  bag  23crmittl)tn,  -g,  als  Jpro.  bef.  in  ben  S?ebenSarten:  miber 
SS  ermutigen,  über  »ermutigen:  üermutl}bar,  Sic,  feiten  f.  roaö 
vrvmutf)et  tverben  fann;  ü.vmutl)lic^,  Sro.,  »vaS  fid)  t)ermutl)en  lafft 
ot  ■.  ^n  yermutf)en  i)!,  auf  5ßermutbcn  ob.  5Babrfd)einlid)feit69rünben  be- 
tu  f)enb,  finno.  mutf)mag(id}  (j.  S.  ber  Ofrmutf)(ic^c  3nt)alt  eines  ffiriefeS); 
bc)  .  als  9lit>.  finno.  ival)cfd)einlid}  (er  wirb  oirmutl)lid)  t)mte  fommen);  bie 
äJi 'rmut^lidbfcit;  bie  ä^ermutbung,  I)  0.  ?0Z.  bag  23ermuti)en;  2)9)?. 
-en,  ba^  23ermutl)ete,  bie  auf  2Babrfd)ein(id)feit^grünben  beruf)enbe 
CO]  einung  (einem feine  2Scrmutl)«ngcn  mitt{)eitcn) ;  ber  äiermutbung^grunb  ic. 
ocrmutbwiUigen,  ^iel.  3»o.,  olt.  f.  mutt)wiUig  ob.  geroalttbatig  be? 
t)aj  ibeln. 

yermui^cn,  jiel.  3n>.  (»•  mitten  1.)  alt  u.  lanbfci^.  f.  oerrtürameln,  tier^ 
fd)j  ictben. 

I  .'crnac^Iäfficucn ,  jici.  3^«.,  eine  ^erfon  ob.  ©ad)e  — ,  fie  nadildffig 
beb-anbeln,  nacbla'ffig  mit  i^r  »crfabren,  ii)t  ni^t  bie  gel)örtge  2(ufmer!= 
fam  feit  u.  ©orgfalt  toibmen,  u.  fie  baburc^  in  einen  fc^led)tcren  3uftanb  gera= 
tt)en  laffen,  ftä'ifer:  vernjabrlofen,  (feine  ©efc^äftc,  ein  Äinb  ic.  — ;  fic^ 
felt'ft— ,  b.  i.  auf  fein  JCu^crcS  ob.  2nnereS  ni^t  bie  get)örige  ©orgfalt 
»en  ben) ;  bie  S5erna(^Iäfffqunp;. 

II  ctnapeln,  giel.  3»o.,  1)  mit  Nägeln  üvU-fcben,  befeftigen  (ein  ©djiff); 
2)  i  lagelnb  ob.  niittelft  ■'D'Jä'gel  oerfd)liopcn,  fimio.  junageln  (eine  Zi)nr, 
ein  3  cni^it;  uneig.  gern,  einen  oernageltcn  Äopf  i)nba\  ob.  ocrnagelt  fein, 
b.  t.  {feinm  offenen  Äopf  t)abcn,  fet)r  einfältig  fein);  3)  falfd),  «ntidjtig  na- 


ttcrndt)en  —  t)evne()men  1583 

Qdn;  buvc^  ^i^an  unbraud)bar  macf)en  ob.  t>erberbcn  (ein  ^fcrb— ,  it)m 
beim  9Befc^lai}cn  bic  iRdgel  ju  tief  in  bcn  J^uf  treiben;  Äanoncn  — ,  unbrauc^« 
bar  madjcn,  inbtm  man  cifcrne  Sotjen  in  baS  3ünblo(^  treibt);  bie  ä^ema-- 
gelung. 

Oernä[)en,  ikl  3w.,  1)  nä'()enb  verbrauchen,  crfd)6pfen  (3irirn,  <Scibc); 
2)  burd)  9?dh«n  üert»cil)ren  ob.  verbergen,  finno.  junäl)en,  einnaben  (et* 
voai  fefl  -;  Selb  in  bie  Äieiber  — );  3)  faifd)  na()en;  fid)  — ,  fid)  im 
9^a^en  verfet)en ;  bie  S3ernal)ung. 

oernarbcn,  ^m.  1)  jicllo^  m.  fein,  jur  9lnrbe  werben,  fid)  ju  einer 
9?nrbe  [d)[ie^en,  (eine  23unbc  ccrnarbt,  ifl  »crnarbt);  2)  jiel.  in  eine  9?arbe 
venvanbeln,  mit  ^urücfiaffung  einer  Ü^ube  heilen;  bie  Scrnarbung. 

Oernarren,  im.  gem.   1)  jieüoe  m.  [ein  (alt  U.  oberb.  irnarr^n,  ernaneu) 

lanbfd).  f.  ^iim  9?arren  werben,  bef.  por  SJcvwunberung  ob.  erflaunen  aufer 
fid)  tommen  ob.  gleidif.  erjlarren  (er  ocrnarrtc,  fianb  oernavrt  ba);  2) 
rücti.  fid)—,  gem.  f.  fid)  auf  tl)()ridite  2üeife  ob.  biä  jur  %urf)eit  verlie; 
ben,  vergaffen  (in  eine  ^erfon  ob.  ©ac^e);  vernarrt  fein,  f.  v.  tv.  fid) 
vernarrt  f)nben,  narrifd)  verliebt  fein  (er  ifl  ganj  üernarrt  in  fie) ;  3)  auf 
ti)örid)te  2öcife,  burd)  9?arri)eit  ob.  mit  ^^arrenöpoffen  verbringen,  vers 
t^un  (feine  3eit,  fein  (S5clb  jc);  bie  S^evnarvung. 

Ocrnafc^en,  jiel.  3>t».i  nafd^enb,  ^u  9^ä'fd)ereien  vertvenben,  vertf)un 
(fein  Saficngclb);  baö  «mro.  vernafd)t  aud)  f.  burd)  %-if*en  verborben, 
bem  ^Jiafd)en  ergeben,  in  f)o{)em  (iirabe  nafd)haft  ob.  näfd)ig  (ein  ücr» 
naf(^tcr  gjjenfd));  bie  S3ernafd)unq,  baö  2}crnafd}en. 

Oernafen,  jicl.  3»-,  mit  einer  Olafe  verfeben,  nur  >?)üttcn».  ben  Sla- 
fcbalg—  ,  b.  i.  Sctilacten  über  bic  gorm  cor  bem  9Ro|lc  fc^en,  bamit  fid^ 
baö  ©cbtdfe  nidjt  veifiopfc  (cgi.  9iafc);  bie  S^ernafunq. 

t>crntl)men,  jiel.  3"?-  obiaut.  wie  ncbmen:  id)  vernehme,  bu  vernimmft 
JC;  3mpcr.  vernimm,  ^l.  vernehmet;  3mpf.  vernahm;  SOJrc.  vernom= 
men,  (a(tb.  farneman,  verueraeii) ,  cig.  u.  utfpr.  iveg?,  bahin;,  aufnehmen, 
faffen,  ergreifen;  bober  1)  überl).  burd)  bie  «Sinne  empftnben ,  ftnno. 
wahrnehmen,  bemerfen  (Sag.  baö  Sbier  vernimmt  bcn  3ägcr);  in  engerer 
ffieb.  burd)  ba^  @ef)or  wahrnehmen,  finnü.  i)'6'cm  (icb  fonntc  feinen  8aut 
vernehmen;  ein  Sauber  ocrnimmt  nicbtö);  bcfiimmter:  burd)  baö  ®ehör 
unterfd)eiben,  erfennen  (Scmanbö  ©timmc);  2)  mit  SSewnfftfein  u.  SSer- 
flänbnif«  be^  (ginneö  hören ,  burd)  baö  ©ehör  in  ben  @eifl  aufnehmen 
U.  verftehen  (bibl.  .:^err,  vernimm  mein  (Schreien,  mein  ©cbet  Jc;  Äciner 
»ernabm  beö  2(nbcrn  «Sprache,  b.  i.  ocrflanb);  in  weiterer  SBeb.  ehem.  überf). 
f.  geifüg  erfennen,  einfehen,  merfen,  verftef)en  (bibt.  bie  SBunber  ©ottes, 
ein  ®ebeimnif6  jc.  — ;  5cfu6  vernahm  ihre  ®eban!en);  in  beftimmterer  2(n= 
»cnbung:  burd)  bie  Diebe  2(nbercr,  burd)  baä  ©erüd)t  erfahren  (ich  h^be 
ni(%t6  baoon  vernommen;  bog  Sücrnehmen  clö  .^ro.,  g.  SB.  bem  Scrncb= 
men  nat^  foU  er  tobt  fein,  b.  t.  >rie  man  vernimmt,  bem  ©etü^te  nadj);  ei; 
nem  ju  vernehmen  geben,  bafg  k.,  Äanjt.  f.  ihm  bcfannt  mad)en, 
eröffnen,  mittheilen;  fid)  vernehmen  laffen,  f.  v.  iv.  fid)  verlauten 
laffen,  fid)  aufern,  ctwaö  fagen;  einen  vernehmen,  f.  v.  m.  vcrf)ös 
ten,  bef.  amä)tiii)  (bcr  Seftagte  muf§  vernommen  »erben;  ihn  über  eine 
&aii)i  vernehmen);  3)  fid)  mit  ^emanb  — ,  lanbfd).  f.  fid)  mit  ihm  be? 
nehmen,  berathen  u.  verfiä'nbigen  ob.  einigen;  —  bai  S5crnel)men,  -ö, 
0.  3Ä.   1)  ba^  ^ören,  tag  Sßaf)rne{)men  u.  (Srfat)ren  burd)«  @ef)6c 


1584  mxmiQin  —  »ei*md)ten 

(f.  0.  2.);  2)  bie  'äxt  unb  5üetfe,  tüie  man  firf)  mit  3«nianb  vernimmt, 
b.  t.  benimmt,  verträgt  ob.  verftänbigt,  finno.  2}erl)altnifg,  SSerflä'nbnifö 
(in  c^utcm,  ob.  ^i^käjtem  ffierncljmen  mit  Semanb  fein  ob.  |icf)cn;  ba6  gute 
Scrneljmcn  gmifc^cn  jtrci  ^etfoncn  llören,  wiebev  I)crflcUcn  ic);  Ocrnel)m; 
bar,  SBm.,  iva6  vernommen  luerben  fann ,  ftnnö.  l)örbar;  bie  SSernet)ni; 
batfett;  üerncl)m(ic^ ,  SSn?.,  (eid)t  u.  voUfommcn  ju  üernef)men,  b.  t. 
bur(^6  ®cf)ÖL-  ju  unterfd^cibcn,  ju  erfcnncn  u.  ju  ccrftetjcn,  ftnno.  bcutlid), 
verflänblid)  (laut  u.  r)CTnet)mlic!ö  fprec^cn;  ^crnctjmli^c  SBcttc);  bie  SSer= 
ne^mltd)fcit:  bie  SSernel)mung,  bie  ^anbtung  be^  93erne^meng,  gero. 
nur  bag  9erid)tl.  5öernet)men  ob.  SSer^ören  (f.  o.) ,  jtnno.  ba§  S3eri)or  (j. 
35.  bie  S3crnet)mung  bct  3cuöen);  bat)et:  ber  SSetnel)mung^beri(^t,  bie 
S>crnel)mun95)d^rtft  (f.  ba6  fr.  ^roto!oU). 

ücrneigcn,  gici.  3ro.,  baö  vcrjl:.  neigen;  gen?,  nur  rüc!j.  fiel)—,  fid; 
ehrerbietic;  ob.  i)'6f[\d)  begviifenb  vor  ^«nianb  neigen,  bcf.  von  rocibt.  ^cr» 
fönen,  bae  ftnnu.  verbeugen  i)ingegcn  üon  männlichen;  bie  SSemcigimg,  9)?. 
-en,  t)ci^  ©id) -verneigen,  bie  bamit  ocrbunbene  ^öfüd)e  SSegrüpung. 

verneinen,  jicl.  3».  (aU()0(^b.  intneinen)  mit  5^ein  beantworten,  entg. 
beiaf)cn,  (cinegrage  — ;  eine  vcrncincnbe  TfntJvort,  Stimme  ic);  in  »ei« 
tcrcr  aScb.  einem  ©egenftanbe  ettvag  abfpredien,  et\va$  alä  nid)tfeienb 
auöfagen  (fr.  ncgiren),  ftnno.  laugnen,  »el^ee  beflimmtec  ba6  Söerneincn 
von  ctwaö  für  tt)Qt)r  @cf)altcnem  ob.  S3ct)auptetem  bejei^net  (ber  ffierbredjec 
verneint  eine  an  ii)n  gtri(^tete  grage;  er  läugnct  ba6  it)m  fc^ulb  gegebene 
23erbrc4)en;  ein  verneincnbcr  ®a^,  fr.  ein  negativer,  j.  S.  ber  5I!Äenf4l  ift 
nidjt  ewig;  ein  Zf)kt  ift  fein  SKenfc^  jc);  ber  ä^emciner,  -6,  n?er  etroa^ 
verneint;  bie  S3ernetnung,  1)  o.  9Ji.  baS  SSerneinen;  2)  S)?.  -en,  ein 
verneinenber  2(u^brucf,  <Sa|j,  inöbcf.  ein  verneinenbeg  äBort,  f.  v.  w.  bai 
SöcrnetnungSwort  (fr.  Stegation;  j.  SB.  nid)t,  nein,  fein  k.). 

verneuen,  jiel.  3w.  (mittcü).  vemiuwen)  meift  Vit.  vöUig  neu  ob.  ju  et; 
ivaö  9?euem  mad)en  (bibl.  bie  SBci«t)cit  oerneuet  Me6);  aud)  f.  ivieber  neu 
mad)en,  irieber  l)erjlte(Ien ,  gen?,  erneuen  (bibl.  vensüftetc  ©tobte  — ); 
fid)  — ,  f.  ganj  neu,  ivieber  neu  tverben;  bie  Jßerneuung;  —  ver^ 
neuern,  jiel.  3».,  mcifl  olt.  f.  erneuern,  neuer  mad)en,  neu  geflalten  ob. 
f)er(leUen  (bibU  bu  oerneuerft  bie  ßjejlalt  ber  (Srbe):  bie  Siemcuerung;  — 
verneucierncn  ob.  verneugeren,  jieilof.  u.  rüdi.  3n).  (mittell).  vemiugernen, 
verniiigerii ,  oon  niugeru,  iiiiiger,  ncugem  f.  neugierig)  alt  u.  oberb.  f. 
burd)  ben  SSefife  ob.  ©enufg  bie  23egierbe  ob.  ^uft  verlieren. 

vernid^ten,  jiel.  3»-,  ju  nid)tei  ob.  ju  nid)te  mad)en,  bci^  2)afein  et; 
Jify  £)inge^  auff}eben,  ei  in«  5^id)tfein  verfemen,  finno.  )(ermd)ten  (3c= 
manbg  greubc,  Hoffnung,  JCnfc^lcigc  ic.  — ,  jldrfer  al6:  vereiteln);  in  tueite» 
vcr  'Beb.  etivaö  nH  Mi,  »vaö  eö  ift,  völlig  ^erflt^ren,  fo  bafs  e6  aufhört, 
ivüljrneljmbar  ju  fein,  finno.  Vertilgen  (ein  Äunftmerf ,  eine  ©c^rift,  2Scr; 
lättje  — ,  inbcm  man  fic  verbrennt  ob.  in6  SBajTer  wirft);  uneig.  einen  — , 
il)n  gleid)f.  feines  2)afcing;  ob.  'Selbftgcfu{)(S  berauben,  (bef.  baö  SWw. 
»ernt d)tet;  j.  SS.  er  jlanb  oerniditet  ba);  oberb.  f.  einen  verad)ten,  t)er5 
itntcrmad)en,  auöfd)impfen  (aui^:  oer nidbtigcn,  auönid^ten);  ber 
Söernic^ter,  -«,  wer  etivaS  vernid)tet;  bie  a^crnid^tung,  baS  SScrnid^ten 
u.  vernid)tet  werben;  vcrntd)tigen,  jiet.  3to.,  feiten  f.  nid)tig  mad^en, 
in  ben  3uflanb  ber  9ii^tigfcit  oerfc(jen  ob.  biefen  3ufianb  fül)lcn  laffen;  bie 
Säernic^tigung. 


üernteblid)cn  —  5Sernunft  1585 

wcrnicblid^cn,  jiel.  ^vs.,  nubM)  machen,  bcrnuöpufjen. 

ücrnictcn,  jicL  3«.,  1)  ju  einem  9?ict  (f.  b.)  maclicn  (ein  ©tücf  25ratf)); 
2)  mittetf!  cineö  9?icteg  befeftigen  ob.  oevbinben;  bie  5öcrnictung. 

üevniid)tern,  jicl.  3».,  lanbfcl}.  einen  ob.  fict)  — ,  f.  ».  ro.  entnud>; 
tern,  b.  i.  burc^  ©pcifc  u.  Sran!  bei-  5iüc^tcrnl;cit  cntjie(;cn;  bie  2iernü(^; 
terunc^. 

S3ernunft,  IV.,  O.  9Ä.,  (attt)OC^b.  famumft,  farnumst,  fernumist;  mittel^, 
vernuiist,  fpdttv  veiiitnift,  veniuft;  oberb.  b  t  c  u.  bcr  93ernunft;  üoii  oci- 
net)mcn,  f.  b.,  wie  Äitnft  ocn  fommcn;  baö  Jpw.  nnmft,  nunst  f.  9flct)= 
munci,  —  nat)mc  war  im  2C(tb.  fotrof)!  für  fid),  a(6  tu'lVin  _3fi'^  üMid),  mie: 
bi-,  n.'t-,  sign-,  teilmimft  u.  a.  m.)  cig.  übcvf).  bie  Sl^ä'ti^feit  u.  5«1)'9- 
feit  beg  ä.^ei-nel)menS,  bo()cr  1)  uvfpi-.  g"mpfän9[icl)feit,  J^affungäfmft  be§ 
®eifleö  (lat.  caiKnitas.  perceptio);  tAv  S^efmögen,  ba6  ftnnlid)  ^ahrge; 
nommene  im  ©ei]!  aufjunel)men  unb  ju  ^üorfleUiingen  ju  gejlalten,  bie 
23üv[le(Iung?triift  (lat.  iiiLelle(-tus);  2)  in  aUäcnicintccm  u.  t)ö()ertm  ©inne 
bag  ^ilIgemeinonenfd)[idK  fttt(id)'9ei[}iäe  "iBefen,  bag  fieie  ^üillcnS--  unb 
2)en!»ermöc}en  beö  'i0ienfd)en  iiluitjaupt,  a(ö  Unticft^cibun^ömcrEniot  bcr 
mcnfdjlic^cn  oon  beu  tt){cii)'^cn  ««atuv,  inebcf.  bas5  felbjithä'tige  £)ene-'  unb 
ßifenntnifövermögen  beö  ©eifteö:  bie  reine  (t()coretii'(^e)' ^cinunft  (lat. 
ratio;  aitb.  wizzi,  \vitze,  f.  SBi^ ;  biv  tf)eovttifd)e  ©cijl,  untevfc^teben  oon 
bcm  pta!tt[i^cn  @cijt  ob.  bcc  pra!t.  SSeinunft,  b.  i.  bem  oecnünftigen  3Billtn ; 
bie  gefunbe  üßimunft,  b.  i.  bie  bcm  SJlcnfc^eu  ucn  9Iatuc  eigene  iimjetriibtc 
©enüraft;  bcr  'iJcrnunft  gcmä^,  ober  ^m^iöcr  f)anbc£n;  feine  Jßcrnunft  gc= 
braud)cn;  mit  <ßcvnunft  ?u  5ffiev!e  9C()cn  JC.);  im  ()öc^(len  p{)ilo)op().  ©innc: 
i(\i  iöermogen  ber  ^becu  ob.  ber  (Svfenntnifö  beö  Unbebingten  Qibiohi-- 
tcn),  TOclc^cö  bie  (ätntjcic  bcr  cnti^ecjcnacfcltcn  cnb(id)en  Scj^immungcn  bc6 
SJcrftanbcö  in  itjrcm  Icbenbtc^cn  Übergänge  unb  i(}rcr  ^(ufbcbung  in  tii  3bee 
barjtcUt,  yevfd).  93erftanb;  -"i)  (objcctiü)  ber  ^n^^'fli'iff  ber  burd)  bie  Üßer^ 
mmft  felbfrtf)a'ti9  ertannten  iiberfinnlid)en  Üßiibrheiten,  intg.  Offenba- 
rung; —  3fc5.  ucrnuiiftäl)nltc^,  «Bm.;  bie  ä5crtuinftcil)n(id)fcit:  bcv 
SSernunfttH\]riff,  ein  burdj  bie  5öcrnunft  crf.inntci  fficgviff  (fr.  3bce) ;  Der; 
nunftfiibtg,  SB».,  tierniinftigcr  'iPcgrtffc  u.  @infid)tcn  fät):g;  bie  ä3evnunfti 
fal)tgfcit;  ber  ä5i'rnunftfov|"d)ev,  @rforid)cr  bc»  2Bcfcn6  bcr  Singe  mitteilt 
ber  S3crnimft  (fr.  ''Pf)i(ofopf});  bie  äJcmunftforfc^un.q  (fr.  «pf)ilofopl)ic) ; 
hai  äicrnunftc^cbot,  »rciö  bie  Vernunft  gebietet,  ali  >Rid;tfd;nur  bc6  S^an= 
belnö  (.baö  unbcbingte  jöcrnunftgcbot,  fr.  bcr  fatcgorifd)c  3"ipcratiü) ;  ber 
S5i'niun[tgcbraud),  bie  2finttcnbung  bcr  9kvnunft;  \>crnunftc\niiäß,  «Rio. 
u.  Sw.,  bcr  SScrnunft  gcmä^ ,  ucrnimftmä^ig;  baii  Sicmunitgcfe^,  ein  in 
bcr  SJcvnunft  bcgriinbetcg  ob.  burc^  biefelbc  gegebenes  öefc(j:  ber  23cvnunit' 
gKlUbcn,  auf  ücmünftigcr  ©rtcnntnifö  bcruljaiber  ®laubcn  (entg.  £iffdiba= 
rungeglauben);  ber  23crniinftc}Ia'ubtc^c  (fr.  >}?ationalift);  bie  Sicrnunfti 
fraft,  bie  JCraft  ber  93ernunft;  bie  SScrnunft  ali  uncntroicEclteS  Vermögen 
betradjtet;  bie  Jöernunfthinjl  ob.  b.  $Ücrnunft(cl)re,  f.  o.  w.  ©cnfle^rc 
(fr.  fiogü);  ycrnunftlo^,  ÜBiü.,  bcr  2?cniunft  crmangtlnb  ob.  beraubt,  o^ne 
SSernunft,  jlcirfcr  al6:  unucrniin  ftig  (bie  iHrniinfttofen  Spiere;  ein  Dcr= 
nunftlofer  SOienfd));  bie  ä>crnunftloftO|fcit:  ücvnuMftmapt,q ,  iBiP.,  bcr 
SJcrnunft  angemefTcn,  ucrnunftgema(j :  bie  23cv!Uinirmä^iv]fcit;  baä  33cr- 
nunitvcd)t,  tai  auf  bcr  SSernunft  bcrut)cnbe  9?ed)t ,  bcr  3nbcgriff  bcr  93cr« 
nunftgcfe^c,  auö)  Slaturrei^t  (entg.  bcm  ^jofitiuen  ob.  biivgevlic^en  SRe(^te)j 

.^epfc'S  J&anb>x)ort«b.  b.  beutf^m  ©pi;.  2.  3;f)«il.      100 


1586  tjernü|cn  —  t>a*oi'bnert 

bie  Siernunftvellgion ,  au^  bcr  Sßernunft  gefc^öpftc,  auf  Bcrnunftma^fger 
evfcnntni[ö  bcnit)enbe  Sfcltgion  (entg.  geoffenbarte  «Religion);  ber  SSemunfts 
fd.)lufä,  ein  burc^  bie  benfenbe  5öeinunft  gemaditec  ®^fuf6  (f.  b.);  bec 
SSernunftftaat,  ein  xxad)  ®runbfä^en  ber  SScvnunft  eingerit^tetcr  «Staat; 
üernunftODlI,  Sw.,  »oU  95ernunft,  in  i)oi)m  ©rabc  vernünftig;  bie  S[)*er= 
nunftiua()rl)eit,  in  bcr  Vernunft  gegrünbetc  SBaf)vl)eit;  ba§  SiemunftrDe* 
fcn,  1)  ein  mit  93evnunft  begabteö  2Befcn;  "2)  ein  allein  in  bcr  Sßernunft  \>a' 
feienbeS  u.  burc^  biefelbe  bcftel)enbcg  SBtfcn ,  oiidj:  Sernun  ftbing;  ÖCr« 
nunfttDibric^,  5?«?.,  ber  a^emunfl  juwiberlaufenb ,  finno.  unoernunftig;  bie 
äicrnunftirit'vigfeit:  bie  §Bevnunftia)iJTenfd^aft,  asiffenfc^aft  ber  »er' 
nunftmö^igcn  (Sr!cnntntf6  ber  S^inge  (fr.  ^f)ilofopl)ie);  —  2Cbteit.  »et; 
nünftcln,  jiellof.  3w.  m.  Ijaben,  auf  unvid)tigc ,  un5eiti9e,  f[ein[icf)e  ob. 
nur  fct)etnbare  2Betfe  feine  SSernunft  jur  (5rforfd)ung  ber  £)inae  aniven* 
ben  ob.  mif^bviiucben,  finnü.  fli'tgeln;  bie  23ernünfteU'i,  baö  2}erni'mfteln; 
ber  S3t'tnünft(er,  -S,  iver  vernünftelt:  ücvniinfttg,  S8w.  (altf)od^b.  lar- 
numftig,  farDumstig;  mittelt).  vernunstluh)  1)  23cvnunft  f)abenb  u.  an* 
wenbenb  ob.  jeigenb,  »erfi^.  oerfiänbtg,  entg.  unüernünftig,  ücrnunftloö, 
(ber  SJZcnfc^  ift  ein  ocrnünftigce  SBefen;  »ernünftig  fprcd^en,  l)anbeln  ^c.); 
in  engerer  SBeb.  X>\tl  3}ernunft  t)abenb  u.  beiüeifenb,  finno.  befonnen,  ftug, 
einficlitig  (er  ifl  ein  vernünftiger  SJJann);  2)  (objectio)  in  ber  SSernunft  ge? 
grünbet  ob.  barauf  berubenb,  finno.  »ernunftgemä'ft  (ein  vernünftiger  @in« 
fall,  @cban?cn  2C.;  eine  vernünftige  ©inrid^tung;  bie  vernünftige  (Jrlenntnifö, 
entg.  ber  ftnnlidjcn  3öat)rnef)mung);  bie  S5evnünfti)^feit  (niittelf).  vernunste- 
keit),  ia^  äJernünftigfcin  einer  ^crfon  ob.  ©a(^e;  Dcrnünftlii^,  S3».,  fc(= 
ten  f.  bie  3}ernunft  an9et)enb  ob.  betteffenb,  im  S5creid)e  ber  äJernunft 
liegenb. 

oernü^en,  jiel.  3tv. ,  alt  u.  lanbf^.  f.  t>cüig  abnu^en;  aud^  f.  verroen- 
ben,  Derbraud)cn  (bie  Ärö'fte,  bie  3i'tt):  bie  S>crnü§un(^;  —  ücvnü^lid^en, 
jiel.  3nj.,  nü^Iid)  mad)en;  bie  S^ernü^lic^ung. 

öcröben,  3tv.  1)  gielloö  m.  fein,  obe  trecben  (bie  ©egcnb  veröbet;  ba6 
gelb,  bcr  ©arten  ijl  veröbet);  2)  jiel.  (oberb.  auö}  veröbigcn)  obe  ma? 
d)en,  finnv.  i>ertv>üf!en  (ber  Äricg  l)at  baö  Canb  veröbet);  oberb.  f.  leer 
mad)en,  t)erbraud)en,  venninbern  (j.  S.  i>ai  22ilb  veröbigen);  ber  ^ex 
ober,  -e,  iver  etroag  \>eröbet;  bie  SScröbung,  ba^  93eröben  u.  baö  SSer- 
obetfein. 

Veroffenbarcn,  ^iel.  3^v-,  alt  u.  lanbfc^.  f.  offenbaren,  funb  tf)un. 

üevoltcrn ,  jicl.  3w.,  SReuiv.  f.  ctwaä  öfter  tl}un ,  mehrmals  tvieberf)0' 
len;  bie  ä5erö[tcrung :  ba«  S3crüftcrung6n)ort,  Sprad^l.  ein  SBort,  bef. 
3eitrcort,  rcelc^eö  burc^  feine  eigcntljümlic^e  gorm  ein  >vieberl)olte6  Zi)\m 
üuSbrücEt  (lat.  verbum  iterativiim  ob.  frequentativum;  j.  JB.  flappem,  jlrei= 
djetn  :c.  von  floppen,  jlrcid^cn). 

ocröten,  jici.  3>v.,  mit  tl  werfeljen,  öerfd)mieren;  bie  SSeri^Iung. 

Vcrohncn,  jietlof.  3^-  m.  fein  (vgl.  «Dlm  2.)  nieberb.  f.  uermobern, 
tjeranttern. 

fcrorbncn,  jiel.  3»v.,  1)  etn^iS—  ob.  einem  et  »vag—,  bie  vfjanb- 
hingen  ?(nberer  burd)  eine  Siegel  ob.  93crfd)rift  beffimmen,  fei  e6  atö 
SSorgefcßter,  ob.  vermöge  ber  in  einem  befonberen  a^erl)ä'UniJTe  einem  2iiilef)en' 
bin  a5efugni'"6,  e{)em.  auc^  blop :  orbnen  (f.  b.),  finnv.  anorbnen,  vorfdjrei- 
ben,  befef)(en,  in  ml^m  (enteren  ber  (fubiectivej  Scariff  einer  bur(i>  bm 


üci'Oiten   --  t?ci-perfön(irf)en  1587 

SBiUen  cincö  ^öt)cccn  auferlegten  3wang6pf(t(()t  üoi'f)crcf(ltt,  in  oerocbncti 
t)tnge9en  bcc  (objccttoc)  einer  rcgelmäfjtgcn  Einrichtung  ob.  Jtnorbnung,  (bie 
DbrigEeit  t)at  »eroibnct,  ba[6  ?c.;  ber  ©rbtalTer  ücroibnct  etira«  in  feinem 
Seflamentc;  ber  3Cr^t  üerorbnet  bem  Äranücn  eine  2(r?nci  jc.);  -)  einen  ju 
etiüaö  — ,  if)m  >)ied)t  u.  Öefugnif^  ju  einem  "kirnte  ob.  föefd)äft«  cithei^ 
(en,  ftnnu.  ernennen,  einfel^en,  (bibl.  atlc  Obrigteit  ifl  oon  Q5ott  oerorbnet; 
üerorbnete  Se^rer  unb  Siener  ber  Äird)e;  bie  ju  biefem  ®cf(4äfte  Jöcrovbneten, 
b.  i.  bie  bamit  Beauftragten,  fr.  bie  6ommi|Tarien);  bibt.  au^  f.  beftimmen, 
auöerfet)en  (j  ©.  jum  ewigen  üeben  oerorbnet);  ber  äJcrorbner,  -g,  tvet 
iüvi\^  vevorbnet;  bie  SJevorbnunci,  1)  o.  «K.  ba«  ^erorbnen;  2)  9)?. 
-en,  bci^  93erorbnete,  bie  gegebene  23ürfd)vift,  ber  erlo.ffene  S?efet)l  (eine 
iöerorbnung  bcfannt  machen,  crlaJTen ;  obrigfeitlic^e  23crorbnungen ;  bie  8Ser» 
orbnungen  beö  JCr^teö  jc.);  -5)  f.  (Ernennung  (bie  <Bcrorbnung  ju  einem 
iCmte);  üevovtnungämcipig ,  95«).,  ber  58erorbnung  gemä'f,  finnü.  »or« 
fc^riftömcipig. 

ücvorten,  äiel.3itJ.  m'eberb.  f.  0.  nj.  baö  einfac()c  orten  (f.  b  unter  Ort  2.), 
obcrb.  urapen  (f,  unter  urdß),  veruräpen,  gem.  urfd)en,  ocrurfc^en, 
uerur  jen  ic. 

verpachten,  jiel.  3w.)  in  ^adit  geben ,  einem  ben  9?iefbrauc()  einer 
'Ba(i)e  gegen  ein  bejltimmte^  *'Pad)tge(ö  überlaffen  (einen  2Ccter,  ein  ®utu.); 
ber  Söerpac^ter,  -6,  wer  etivaö  oecpad)tet,  entg.  "-pae^ter;  bie  S5evpac^; 
tung,  bci^  3}erpad)ten. 

verpacfen,  jicl.  3ro. ,  1)  baö  vcv%  pacfen:  DÖÜig  ein-  ob.  jufammen* 
pa(f.en,  bcf.  jum  SScrfenben  (SBaaren);  2)  pacfenb  üeiwabren,  verbergen, 
üerf)üUen  (etwas  forgfdltig  —  ,  fi(^  —  ,  b.  i.  fic^  ganj  in  Äleibungäfliide 
eini)iiUen);  ;{)  falfd),  unrid)tig ,  an  ben  unied)ten  £)rt  padfen;  ber  58er; 
pacfer,  -g;  bie  SJerpacfung. 

üerpanfc^en,  jiel.  3«).,  gem.  panfdienb  üerbraud)en  ob.  üerberben. 

oerpanjcrn,  jiel.  3»r>..  mit  einem  ^anjer  tierwa^ren. 

üerpappen,  jiel.  3w.  1)  pappenb,  b.  i.  !(ei|lcrnb  ob.  ju  ^apparbeit,  Dei- 
braud)en;  "2)  mit  ^appe  ob.  .^leijler  oerjlreid)en,  üerfd^iiepen,  ferf leben, 
f.  u.  w.  üerfleiflern ;  bie  SSerpappung. 

oerpafc^cn,  jiel.  3«).  1.  (»on  pnfc^en  1.)  lanbfc^.  gem.  f.  im  5Bürfe(fpieI 
verlieren;  ivürfelnb  verbringen;  2.  (üon  paf(^en  2.)  lanbf(^.  f.  etivaä 
l)eimlid)  bei  @eite  fdiaffen,  um  es  ju  cntwenben. 

verpaffen,  jiel.  3m.  (oon  pafTcn  2.),  1)  paffenb,  b.  i.  roartenb  vorüber? 
geben  lafTen,  finno.  abwarten  (j.  S5.  ein  öJewttter  — ;  im  Äartenfpielc :  ein 
©picl — ,  b.  i.  nic^t  untcrnel)mcn);  obcrb.  f.  auf  etnjaö  warten,  lauern  (bcn 
gu(^6  —  ,  b.  i.  auf  bclfen  Jpcroorfommen  warten) ;  2)  gew.  burd)  ^])a(yen, 
b.  i.  unt^atige^  ^IBarten  ob.  äögern  ttwcii  verlieren,  verfaumen  (3tit  unb 
6Jelcgenl)cit) ;  aud^  f.  nid}t  bead)ten  u.  bemerfen ,  überfeben. 

verpcc^en,  jiel.  3>t>.,  gew.  verpid)en,  f.  b. 

verpeilen,  jiel.  3n).  (vgl.  ^eii),  aöajTcrb.  bie  SBaffertiefe  meffen. 

verpeljen,  jiel.  3»».,  mit  einem  ^elj  ob.  mit  ^eljen  verivaf)ren,  ver- 
l?üUen. 

verperf5nlid)en ,  jiel.  3».,  perfönlid)  mad)en  ob.  barflellen,  in  eine 
^erfon  vertvanbeln,  al5  ^erfon  vorfteüen  u.  einfiil)ren  (einen  Segrijf  — ; 
fcfeleppenbcs  S^euw.  f.  iai  fr.  pcrfonificiren) ;  bie  SSerperfonlid^ung  (fr. 
^erfonification). 

100* 


1588  üei'pefien  —  t^erpfuiinben 

üerpeflen,  siel.  3n'-,  mit  ^e\i  ob.  ^eflbunft,  anfrecf^nbcm  Äranfbeitg- 
ftcff  erfüllen  u.  babucd)  verbeiben  {tai  ©c^ladjtfelb  ocvpcfletc  ringe  umt)ci- 
bic  üuft);  uiutg.  f.  mit  ivrbcrblidicn  (^igenf.taften  anftecfcn  (unfittltc^e 
^Jlen^djtn  ocrpcften  bic  Unfdjulb);  bic  SJerpefrung. 

ücrpctfc^aften  ob.  t)crpctfd)tcrcn,  jiel.  3».  »it.  f.  ivrfiegei'n. 

ücrpfätilen,  jitl.  3n?.,  mit  ''])fä[)[en  t?erfc[)cn,  ocnra^ren ,  befejii^en 
(einen  aöalt— ,  fr.  ocrpaUifabircn);  burdi  ^fdblc  vcrfpevren  ob.  einfd)lie^en 
(einen  SDSet;,  einen  ©artm  2C.);  bic  S^crpfäbding,  1)  0.  5K.  bai  23crpfdV 
(en;  2)  5)?.  -cn,  ein  ^pfa[)[ii;crf,  bef.  olä  ©dju^mittet  ob.  2öc()r. 

yevpfäntcn,  ?icL  3n)-,  jum  ^fanbc  geben,  n(6  ''Pfanb  cb.  Untcrpf^inb 
einfe^en,  von  allgemeinerer  Seb.  u.  cbler,  a(6  bog  finnt».  t>erfe^en  ([ein  9Ser= 
mögen,  ein  @ut  jc.  — ;  einem  feine  @t)re  — )-,  ei)em.  auc^:  bucd)  ein  ^fanb 
fid}ern;  bev  S^erpfänber,  -^;  bie  äJevpfänbung. 

verpfeffern ,  jie(.  3tt). ,  pfeffernb  üerbcrben ,  ju  ftarf  pfeffern  (eine 
©pcife);  undo,.  gem.  f.  burd)  Übermaß  ob.  unanyenebmc  3iitf)at  etwai 
t?erberben  ob.  einem  i^erleiben;  bef.  f.  fcbr  \.iertf)euern;  bic  Sjerpfeffcrung. 

oerpflanjen,  jiel.  3n.\,  an  einen  anbern  £)rt  pflanzen,  pflanjenb  loev? 
fe^en:  uneig.  f.  bieibenb  an  einen  anbern  £^rt  ücrfe^ien  ob.  übertragen 
(niete  gamilien  finb  aug  (Suropa  nach  ■Jfmerifa  tcrpftanjt  worbcn;  ®prQd)e, 
a^ilbung,  ©itten  k.  irgcnb  n>ot)in  oerpflanjen) ;  ber  S^erpflanjcr,  -i:  bic 
Sierpflanjung. 

t)erpfla)lcrn ,  ?ic(.  3»5.  1.  jum  ^flafter  (auf  SBunben)  i>erbraud)en; 
pflaflernb  ob.  mit  ^flaftern  ocrbccfcn,  ttcrir»a()ren ;  2.  pflaflcrnb  ob.  al^ 
©tcinpflafter  anioenben,  ycrbraud^cn. 

verpflegen,  jiel.  3^.,  baö  ocrft.  pflegen:  einen  \)0Ü|lä'nbig  u.  biä  ju 
(Snbc  pflegen  u.  ücrforgcn,  b.  i.  marren  u.  .^ugleid)  mit  ben  nötbigen  2e- 
bcnämitteln  i^erfe^cn,  (einen  Äranfen  —  ;  bic  2(rmcn,  bie  ©olbatcn  :c.—  ); 
cl;cm.  Qud):  eincS  35 ingcg  — ,  f.  nic^t  me()r  pflegen,  baö  (SJereoi^nte  nidjt 
met)r  tt)un,  bai^on  ablaifcn;  ber  SJerpfleger,  -^,  bic  S^crpflegcrinn,  9)?. 
-en,  wer  3«manb  verpflegt;  bie  ä>erpf1cgiing,  baä  93erpflcgen  (j.  S.  bec 
3lrmen  u.  Äranfcn);  baber:  baä  Sierpflegungä-'  ob.  23crpflcgamt :  bic 
Sierpflcgimgöanfralt,  ba^  25erpflegiing£ibauä:  bcii  SSerpflegung^gcli?, 
bic  23evpfle.qungäfo)len;  baö  ä^erpflogung^^  ob.  S^crpflegetrefen  k. 

üevpflid^tcn,  ^iel.  31t).,  pfliduig  ob.  oerbinblid)  mad)en,  burdi  ^flid)t 
verbinben,  einem  ettva^  al^  ^flid)t  auflegen,  ftär!er  al6:  ticrbinben  (einen 
JU  etiraö  —  ;  ic^  bin  baju  nic^t  oerpflic^tct) ;  fid)  ju  etwag — ,  ftd)  an{)cis 
fdiig  cb.  verbinblid)  ba^u  mad^cn,  eS  alö  eine  '•pflidit  übcrnebmcn;  fic^ 
(mir)  einen  —  ,  uneig.  f.  burd)  gelcijlctc  £)ien)le '^(nfprudi  auf  bcffcn 
6rfennt[id)feit  ob.  ßrgebenbeit  enverbcn  (babec  audj:  einem  »crpflidj- 
tet  fein,  f.  0.  m.  ocrbunbcn);  in  beflimmtcrer  Seb.  einen  —  ,  it)n  in 
''PflidH  nehmen,  burd)  einen  (5ib  «erbinben,  uerciben  (einen  Seamten  u.); 
bic  5öerpflicl^tung ,  1)  0.  Söi.  ba^  2}crpfltd)ten ;  2)  5)?,  -cn,  \)ai  ali 
^flid)t  aufgelegte,  bic  übernommene  ^flid)t  (eine  äJerpfiic^tung  einem  auf' 
legen;  oerfc^iebene  5ßerpfli(^tungen  babcn  ic). 

»erpflöcfon,  jiel.  3»-,  mit  ^flöcfen  verbinben,  befeftigen  (gafeb.  bic 
gafgbaubtn  ob.  SBobenflücte),  ob.  vcrfpcrren;  bie  23erpfI5(fung. 

verpfropfen,  jicl.  3n).,  1)  mit  einem  ^'»fropfc  vcnva()rcn,  vcrfd)(ic= 
^en,   gero.  zupfropfen  (glafd;en);   2)  falfd)  pfropfen. 

verpfrünt'en,  jiel.  3«).,  obctb.  einen—,  burd)  eine  ^ftünbe  vcr- 


tjcrpfunbcn     -   t?ev;3ubcrn  15-^9 

foig^n,  biird)  ocrtra^ömäpü}  9cicidf)tcti  UiUerf)a(t  tvnafiren:    ficb  —  ,  ftcf) 
eine  ^'•frünbe  hiufeii;  bie  äJcvpfriinbun.q. 

üerpfunben,  ^id.  -Jir.,  etiva»  — ,  hen  '^funbjoU  (f.  b.)  baocn  cnt:- 

ücrpfufrf)en,  jtcl.  3it).,  pfufdienb,  burdi  7)fufdKvd  iierberben. 

vicrpic^cn,  iid.  3^.,  mit  ^ed)  uerflreidien,  i)aira[)i-en ,  öecfd)[ie^en, 
fiiino.  flu^;  u.  jiipid)«!!,  (ein  gafe,  ein  ©c^iff,  eine  ^(afc^e  jc.  — );  bie 
§yfVpi(^uih^;  —  ücrpirf)t,  »«>.,  lanbfd).  cjem.  f.  erpid)t,  l  b. 

ucrptnfcln,  fict.  3ip.,  mit  bcm  ^itifcl  ocrftrcid)en :  pinfelnb  werbetbeit 
(tin  SSilbj;  pinfelnb  uevbviiud^en  (gattu). 

ocrp(appern,  jiel.  3>ü.,  gem.  plappccnb  oeibvtnaen  (bie  3cit);  fifi)— » 
ftd)  im  "plappern  üerfof)en  ob.  i^ergehen ,  etuMö  auöpiaubevn. 

Ocrplätfd)ern,  jic(.  3:r.,  burd)  ^[ätfd^ern  unnü^  yei-bvaud)en,  nicbcrb. 
gem.  ocrptabbcrn,  (oicl  SSSofTcc  — ). 

ocrplaf^cn,  jicl.  3»».,  (anbfi.  burd)  ^(a^en,  b.  i.  unnü^eg  <Sd}ie§erx 
öerbraudien,  f.  ti.  \v.  üerfnallen  (oief  '^uluer);  —  ycvplal^cn ,  jicl.  3n)., 
goi-jtn?.  einen  Saum  — ,  f.  ü.  m.  anplä|en,  bejeidinen  (f.  planen  1.  unter 
pla^). 

ücrp(aut)crn,  jici.  3«.,  1)  plaubernb  verbringen,  ob.  wertreiben  {i>k 
3cit  — ;  einem  bie  ßangcnjcitc —);  2)  plaubernb  befannt  mad}en  u.  ver^ 
breiten,  [inno.  aueiplaubern,  icbc(^  bcf.  fofcrn  c6  umriUfurlic^  burc^  ©e- 
fdjiüa^igfcit  Qi:iä)ici)t ;  fid)  — ,  fid)  im  *$»[aubcrn  verfemen  ob.  unmiUfür- 
lid)  etwas  \)erratl)en. 

Oevplcfcn,  jiiel.  3»o.  (=  ücrbleffcn,  ücrblüfffn,  f.  b.)  Säg.  ben  vl^unb  — , 
burd)  ju  fd)arfe  25ef)anb[un9  fdicu  u.  fard}tfam  mad)en. 

Ocrptcmpcrn  ob.  ücrplämpcvn,  ^ict.  3ir'.  (f.  plamptn  k)  gem.  1 )  burd> 
ungcfd)irftc  ^anbl)abun9  ob.  5Rad)läffi3f'eit  unnü§  r>erbraud)en;  2) 
lanbfc^.  f.  ©erplaubern,  V)erfdnva|en ;  baf)er  gen?,  fid)  mit  S'^ni«"^  —» 
b.  t.  fid)  unbefennener  ©eife  mit  if)m  in  ein  SSer^ciltnifö  einiaJTen ;  bcf. 
t?ertrautcn  Umgang  mit  einer  ^erfon  pflegen  u.  ihr  voreilig  bie  @t)c  tier-- 
fprcd)en :  bie  $Öerplcmpcrun(\. 

IH'rpöbcIn,  jteltof.  3ir-  m/fcin,  it.  rücfj.  fid)  — ,  pöbelt)aft  iDcrben. 

Dcrpöfcln,  jiet.  3"?.,  pofeinb  oerberben,  ju  fe()r  pöfeln. 

uerpöncn,  giel.  ^w.  (oon  ,,hxi  ^ön"  =  lat.  poena.  (Strafe,  SBufe), 
Äanjl.  mit  einer  ©träfe  belegen;  bei  ©träfe  Perbieten:  audj  uneig.  für 
flrafiriirbig  ob.  oentjerflid)  erflaren  (j.  S.  ein  SBott,  eine  tujjcrung  ic); 
bie  SScrpönung. 

ücvprd(\cn,  jiel.  ^w.,  jum  ©elbpragen  ücrivenben,  b.  t>ermünjen. 

ücrprajtcln,  jiedof.  3ro.  m.  fein,  praffeinb  ftdi  üerjel)ren,  verfliegen. 

ücrpvaffcn,  jict.  3it).,  praffenb,  b.  i.  burc^  gecäufc^i^oUe,  üppige  eebcnS'- 
weife  burciibringen  (fein  Söcrmöijen). 

ücrprcücn,  jiet.  ßw.,  cig.  fort=  ob.  tregprellen,  nur  Säg.  ein  iRaub^ 
thier— ,  eö  fd)üd)tern  madien,  fo  bafS  c6  nic^t  in  bie  gelegten  ©ifen  gct)en  mag. 

öcrprcffcn,  jiel.  3«.,  im  ^reffen  oerberben,  ju  ftarf  preffen. 

■^erproben,  ;;iel.  3>t).,  prcbenb  ob.  mit  groben  verbraudien. 

öevproütantircn,  jicl.  3id.,  mit  ^roniant  ob.  ?D?unboorratb  verfemen, 
obcrb.  fpeifen,  befpeifen,  (eine  gcftung  :c.);  bie  SScrproinantirunq. 

ycrpubcrn,  jiel.  ^w.,  1)  mit  ^uber  verbecten,  verbergen:  2)  pubernb 
»erbraud)en. 


1590  verpuffen  —    »eiToiten 

verpuffen,  ^w.  1)  jfellog  m.  fein  u.  Ijabcn,  ftd)  puffenb  üerjefiren, 
puffenb  t>erballfn ;  bef.  ©cfect'bc!.  mit  einem  bumpfen  <Sd)alI  ftcb  cntjün^ 
ben  u.  auöbcbncn,  ft'nn».  turfniftcrn,  (fr.  bctonircn);  2)  jiel.  etivag 
verpuffen  mact^en  ob.  (äffen;  burdi  itnnii^eö  ©ditepen  üerbraudien  (^uU 
ccr);  lanbft^.  gem.  f.  burd)  CRaditafftgfeit  ob.  Unbefonnen^eit  'verlieren; 
fid)-,  f.  aui  Unbefonnenbeir  ob.  Übeveidmg  5«f)t«r  begef^en  (bef.  im  dit-- 
bcn);  bie  S>crpuffung,  ba^  S?erpuffen  (jicl.  u.  jielloö). 

üevpüloern,  jict.  3»t>.,  ganj  in  ^utoer  oenuanbeln. 

ücrpumpen,  jiel.  3w.  (f.  pumpen  l.  unter  pump)  gem.  f.  vterbctgen, 
x>nUxi)tn. 

üerpunfc^en,  jiel.  3n).,  punfc^ienb  ob.  ^unfdi  trinfenb  ocrt^un. 

»verpuppen,  rüctj.  ^xo.,  fid)  — ,  fid)  in  eine  flippe  (b.  i.  ein  Carccn-- 
gcfjäufe)  üerttnnbcln,  jur  flippe  trcrben  (bie  9laupe  »erpuppt  fid) ;  ein  t)er= 
pupptet  Snfett) ;  bic  SBcrpuppung. 

üerpujien,  jiedof.  u.  rüctj.  3«-)  nieberb.  gem.  f.  üevfd)nauben ,  «er; 
fdinaufcn,  ju  2(tt)em  fcmmen,  fid)  erbclen,  (ie^  muf6  mi^  ein  »enig  »er; 
pnficn). 

'     i>erpuljcn,  gicl.  3n'-i  1)  burd)  übermäßigen  ob.  9efd)ma(ffof«n  ^u^ 
ücrberben,  entfteUen ;  2)  pugenb  ob.  ju  ^u^  t)ertl)un. 

oerquacf ein ,  ^iel.  u.  rürfj.  3»».  (ngl.  quacteln)  nieberb.  f.  Ieid)tftnni9 
ö«rt{)un,  oertänbeln;  fid)—,  f.  fid)  vevplaubern,  üerfd)it)a6en ,  üer^ 
plempern. 

yerquarffalbern,  jicl.  3n).,  quacffalbernb  ob.  für  £luacf falbereien  t»ertl)un. 

üerqiialmcn,  3».  1)  jicllo^  m.  fein,  qunlmenb  ob.  alö  Cuaim  fic^ 
werbreiten  u.  t?er(icrcn:  2)  ^iel.  etivaö— ,  ^.'erqualmen  laffen,  alg  £lualm 
t)erflüd)ti3en. 

ücvquflntcn,  ?iel.  3tü.  (ngt.  Ciuant)  fd^wcij.  f.  yerf)el)len,  verbergen, 
f)eimlid)  t>erfaufen;  ucrqucintcln,  jtcl.  3»r>.,  nieberb.  f.  üerfdileubern. 

oerquafcn,  jiel.  3w-  (»gf.  Cuas)  nieberb.  f.  r)er5e{)ren ,  verfdilemmen. 

v>crquc(fcn,  jiellof.  3>r.  m.  fein,  mit  £luccfen  t?cnvad)fen. 

ücrqucllcn,  jicUof.  3ra.  m.  fein,  abtaut,  (f.  quellen),  1)  quellenb,  b.  i. 
burd)  au8bel)nenbe  i^euditigfeit  verberben  ob.  unbrinid)bar  tverben  (bic 
3;i)ür,  bic  genjtev  :c.  finb  üerquotlcn);  2)  burd)  Sluellen  fid)  fej!  anfd)liefen 
ob.  t>erfd)liefen;  3)  auff)cren  ju  quellen. 

ücrqucvcn,  jict.  3tr».,  quer  mad)en,  in  bie  Äuere  bringen:  uncig.  f. 
üerfel)rt  madjen:  bai^  SJlic.  uerqucrt,  Innbfc^.  aud)  oerqucr,  Sw.  f. 
ücrfeljrt,  iriberfinnig. 

ücrquicfcn,  jicl.  3ir>.  (tgl.  quicE)  1)  altniebcrb.  f.  ivieber  quicf  ob.  le- 
bcnbig  madien,  beleben,  ogl.  erquicfcn;  2)  burd)  SSerbinbung  mit 
£luedPfi(ber  (£iuict)  auflöfen  u.  babur(^  glci(^f.  quicE,  b.  t.  flüfftg  matten 
(@olb,  ©ilber— ,  fr.  amatgamiren);  uneig.  f.  innig  iKrbinben,  \)ermifd)en, 
t)erfd)me(5en;  baS  S3crquicfn)crf,  eine  Jlnjfalt  jur  ©djeibung  bet  eblcn  5JRe» 
tolle  burc^  93erquictung  (fr.  3(malgamiri»erf);  bie  SJcvquicfung  (fr.  Umal- 
gamaticn). 

t)evqui|1en,  jiel.  3tr'-  (f-  quiflcn)  nieberb.  f.  unnü|  üerbraud)en,  t?er; 
tt)un,  verberben ;  üerquifli.q,  fBm.  f.  verfd)tvenberifd). 

verriiincn,  ^icl.  3iw-  (f-  Siain)  mit  (^reujraincn  verf€f)en,  obgrenjen, 
vermarfen  (ein  gelb);  bie  S5crrainung. 

üevraiten,  jiel.  3».  (»gl.  raiten)  obcrb.  f.  t>erred)nen,  in  Oied)nun9 
fteUm,  9?erf)nung  fül)ren ;  b«  SJerraiter,  -«,  f.  9i«d)tiung6füf)r«r. 


tjcrrammcn  —  t)eiTaud)en  1591 

ücrrammcn  ob.  gem.  Dcrrammeln,  ?icr.  3>ö-,  bucd:  Slammen  ob.  JRam^ 
mein,  b.  i.  bmd}  einrammen  ücn  ^fäfjlcn  ob.  gcftfdjlagcn  auf>}cf)äuftcc9ÄQi'= 
fin,  uerfperren  (eine  Stjuc  —  ;  SBcvöto.  baö  iPo^rtoc^  — ,  mit  bccfc  cicfc^Kv 
gcncm  2cf)m  auefüUcn);  bic  ^crramnutnc^  ob.  S^crrammedmg. 

ocrranfcn,  rüctj.  3>t).,  fid)  — ,  ftd)  vanfont»  üerfd)lin3cii:  obcrb.  audj 
f.  üerrentcn- 

IH'rranjcn,  jicl.  ^w.  (ü.  vonjcn  l.)  gem.  1)  butd»  ?)tati5en,  b.  i.  fjcfttgc 
SU'TOcguniTicn  ob.  unanflänbigeö  25c()ncn  u.  ©trcrtin  verberben,  in  llnorb^ 
nung  bringen  (baö  Sc«);  2)  mit  9{anjcn,  b.  i.  (iebcrlic^cm  Jpa-umtreiben 
»erbringen  (bie  ^tit). 

»crrafcn  1.,  jieltof.  3»».  m.  fein,  mit  Ouifen  vern)ad)fen,  uberroad); 
fen,  finnö.  berafen  (Deuafctc  Äcfcv). 

Ocrrafcn  2.,  3»t».  1)  ^ii'Koe  m.  ijabin,  \.  ■0.  w.  antrafen  (bcr  ©turm 
»errufet);  2)  jtcl.  riifenb  andern  u.  erfd)öpfen  (feine  ficibenfc^aft,  feinen 
3orn  :c.). 

Oerraö^dn,  giel.  3tr.,  ra^peinb  »erbnnid)en,  »erarbeiten. 

ücrrafTcln,  jieaof.  3»».  m.  fci.i ,  bic^t.  f.  rafTetnb  fid)  »erlieren,  »erbauen. 

öcriatbcn,  jiel.  3»t>.  abtaut.  n?ic  ratbcn  (3mpf.  oerrictf),  5OTnj.  ocr^ 

ratljen;     altljOC^b.    farratau.    mittcll).    verraten;      angelf.   fnrrätlan,    iglänb. 

forr.ida)  1)  einen  — ,  eig.  burdi  Ovat^en  »erberben,  baljcr  efjem.  f.  einem 
übel,  treuloö,  ju  feinem  9^ad)t()ci[  ratzen;  ic^t  in  beltimmtevec  Scb.  einen 
burd)  böfen  .Ovatl),  b.  t.  ücrberbliifyen  iRatt)fd)hifs  ob.  9lat()fc^lag,  in  bie  @c- 
walt  eineg  Dritten  geben,  ihn  treulofer  ^Äcifc  »cr(affcn  u.  bem  geinbe 
überliefern,  (3itbal  t5ervietf)  bcn  .i^eiHonb;  fein  93atcrlanb,  eine  geftungjc  — ; 
fpric^w.  irie  oerrat(;en  unb  oerfauft  fein);  bal}er  2)  einen  ob.  etroaö — , 
et\»a«  @el)eimgef)a(teneg  ju  eine^  '^{nbern  9?ad)tf)ci(  begannt  mad)en,  cnt- 
becfen,  offenbaren  (ein  ®ef)eimntfö ,  eine  St)at  k.  —  ,  ob.  bcn  a;t)Qtcr  —  ; 
terrott)e  midj  nic^t!  b.  t.  cntbecfe  nic^t,  waä  bu  oon  mir  wd^t;  fic^  felbjl— . 
b.  i.  unoorftdjtigcr  2Bcife  etiraö  rntb^den  ob.  mcrfcn  laffen,  n)cä  mnn  ucrber= 
gen  rcoUtc);  uneig.  au^  uon  Sachen  f.  et>»a6  93erborgeneö  ju  erfenncn  ge^ 
ben,  offenbar  oh.  bemerkbar  mad^en,  »on  eti»a6  äeiigcn  (j.  S.  feine  Un= 
ii\i)i  »crvätfj  ii)n:  beinc  Sprache  oerratf)  bid) ;  feine  Slictc  oerrattjcn  feine 
Ü:kbe\  fein  SBctragcn  cerräti;  SJJangcl  an  SPifbung);  oberb.  aitc^  überf).  f. 
anzeigen,  mittt)ei[en,  funb  t()un  (j.  S.  ii)  fann  bie  ntc^t  iiervatt)cn ,  reo  er 
roe|)nt,  b.  i.  ic^  mi^  cö  nic^t);  —  ber  ä5crratl),  -eg,  o.  «öf.,  bie  v^anb; 
lung  be^  S5crratbeng  im  bdrtcftcn  23erjlanbc,  treulofe  Überlieferung  ob. 
^rufopferung,  ^^reubrud)  (einen  S^erratti  an  3cmanb,  am  23aterlanbc,  an  bcr 
greiinbfdöaft  3c.  begeben);  ber  ä?crrätl)cr,  -  §,  bie  aicrrdthcrtnn,  9)?.-en, 
l»er  3«nianb  ob.  itmcii  »erratf)  (ber  58crrä'tt)er  cine§  ©e^eimniffeö;  baö 
3(ugc  ifl  oft  bcr  S3erratf)er  bce  .?)erjen6),  bcf.  in  ber  Ijärteften  58eb.  ber  ab; 
trünnige,  treubriidnge  Überlieferer  (SubaS  ber  aScvrdtbcr:  ein  2Serrcit|)cr 
beö  23aterlanbe6);  bie  SJcrräthcrci,  W.  -en,  bie  ^anbiungSweife,  ob.  bie 
.^anblung,  bie  Sbat  beä  $ßerrät()er5,  ber  23errath  (eine  '«Berrä'ttjerei  anftif- 
ten,  begeben;  fc^änblic^e  fflerrätljercicn  :c.);  »crrätl)CvifcÖ,  fSm.,  einem 
SSerrä'tber  angemcffen,  na6  ?(rt  eine»  SSerratberö  (ocrrätbcrifd)  banbcin; 
eine  oervdtbcvifd:.e  Zijat);  93errat()  entbaltcnb  ob.  beunrfenb  (verrätt)crifrt-c 
JlBortc,  ®Iictc  K.);  »ctrcitblic^ ,  S?n>. ,  nieberb.  f.  unffd^er,  gefabritd', 
mif^licb  (ein  ©piel,  baS  ©ig  k.  ift  oerrätf)lid)). 
\?erraud)cn,  3ro.    1)   iielloö   m.   fein,  fid)   i-aud)enb   »erlieren   ob. 


1592  tjerräiimeu  — •  'ücri'oic()cn 

«rfd)öpffn,  auff)ccfn  ju  raudjcn  {eine  I;ci^e  ©pctfc  Bcrcai4'cn  laffen;  unetg. 
bte  ^iijc,  bie  Cabctiicfeaft  ift  ocrrauc^t;  eine  Sadjc  »crrauc^cn  lafftn,  b.  i.  fü 
ftd)  üon  fcibft  legen  ob.  in  SSccciefTcnt)eit  fomnun  lafTen);  burd)  ^(usbünflung 
Äraft  iinb  ©erud)  üerüercn,  in  biefcr  Scb.  aucfe  rüc!§.  ft*  — ,  r.  vertun; 
flen,  t)erriccl)en,  (bcc  2Bcin  tfl  oerrau^t  ob.  t)at  fic^  occvau^r) :  2)  jiel.  in 
9?nud)  aufgel)en  lajjcn,  riu;d)cnb  i'envenben  cb.  Dcctf)un  (SabacE  — ;  oict 
©clb— ,  b.  i.  jum  Sabacfraudjtn  pcnrenbtn):  bic  23erraud)ung;  —  t>er? 
rciuc^crn,  jic(.  3^.,  rä'udicrnb  luTberben,  ju  fc()r  raudKrn ,  rd'ud^erig 
mad)en,  ctnraud}frn  (ocrräurtjcvtc  Söanbe,  Rapiere  zc);  rä'ud)crnb  Der- 
bi-aud)cn;  ©c^cibci  bind)  iKd'udiern  oerjebrcn,  jcrfrefTcn  Kiffen;  bie  SSer« 
räud^erung. 

ticrväumcn,  giet.  3w.,  beim  OJdumcn  tjeclegen,  ^nv.  verframen. 

yervaufct)en,  jieUof.  3w.  m.  fein,  ftd)  raufd)enb  entfernen  ob.  verlier 
ren,  raufd)enb  verballen ,  aufboren  ju  raufd)en ,  (ba6  Sßajjcr  oervaufc^t : 
btr  Siegen  i{l  cervaufcbt);  b:d}t.  uncig.  gleich  einem  raufc^cnben  SQaiTix  fd)nel( 
üerfliefen,  vergelten  (oerrau[cbtc  3at)re;  93öl!ei-  oervaufc^en  ic). 

Derrec^ncn,  jiet.  3w.  1)  in  !iKed}nuny  bringen,  finno.  an;,  bered)nen 
(einem  cüroJ— );  2)falfd^,  unrid)ti3  redmen  (bae  ift  »errechnet);  gcit?. 
rüc!g.  ftd)  — ,  f.  fid)  im  5)ved)nen  verfeben,  einen  Oiedinunggfebler  be^e- 
ben  (id)  babc  mid)  um  einen  Zi)alev  pcrvccbnet) ;  uncig.  f.  ftd)  in  feinen  (It^ 
trartungen  taufdien  (ba  \)at  er  ft(^  fcbr  uerrei^nct) ;  bie  SBerrec^nung. 

ücnc(^ten,  jiet.  3w-)  1)  (fon  SRecbt)  lanbicb-  etivaö  — ,  f.  bie  ge^- 
bübrenbc  2(bgabe  bavcn  entrid)ten,  f.  ».  tp.  verjollen,  öerfleuecn;  2)  (oon 
redeten)  obcrb.  f.  red)tenb,  b.  i.  t)cr  ©eridu  bebanbcln,  »erbanbetn; 
red)tenb  b.  t.  burd)  9?ed)täbd'nbe[  verlieren,  vertf)un  (cid  @elb  —  ,  fr. 
»erprocefftrcn). 

t)crrc(fcn,  3").  1)  jicltoe  m.  fein,  gem.  com  23ieb:  fierben,  fallen,  rtg. 
vrobl:  fi^  r)ntl{g  ouSfirvcEen,  im  Sobe  flaic  geftrcrft  n?crbcn  (og(.  boö  oberb. 
?iieUüfe  reden  f.  ft(^  erflrecfen;  baß  ^ferb,  baö  ©diaf  jc.  ift  ücvvectt);  alt 
u.  lanbfc^.  ireniger  uncbel  äberb-  f-  abfierben,  üer3ef)en,  untergef)en;  2) 
ikl.  burd)  9?eifen  auä  ber  geborigen  Sage  bringen:  oberb.  f.  »errichten, 
tcUjtrertcn,  »oUjicbcn  (aud) :  üotrecJcn). 

üerreben,  gicl.  3»-,  1)  etwas  —,  e^  rcbcnb,  b.  i.  burd)  fein  SBort, 
©elübbe  IC.  gleid)f.  von  ftd)  entfernen  ob.  abn^eifen ,  finno.  einer  @ad)e 
abfagcn,  cntfagen,  ftd)  bavon  loSfagen  (j.  S5.  id;  babc  bas  ©piedn  oerie« 
ber);  2) 'j(t.  für  etiiHtg  reben ,  eö  rcbenb  vertreten ,  vertbeibigen;  3)  nie= 
bcrb.  f.  veifpredien,  verbeif?en,  fid)  burd)  fein  5fiort  ^u  ettraö  verbinben; 
fi^  — ,  f.  ficb  oerfprcc^cn,  b.  i.  verlobrn;  4)  {anbfdb-  f-  Verabreben,  befiel; 
len;  ficb — ,  f.  2(brcbe  nebmen;  a)  fid)—,  fid)  im  9ieben  verfei)en, 
falfd)  ob.  gegen  bie  '.J{bfid)t  reben,  gew.  ftd)  verfpred)en. 

t>crregncn,  3iv,  1)  jienoö  m.  b^bcn,  imp.  aufboren  ju  regnen  (c6  (jat 
feircgnet);  2)  jie(.  burd)  9iegen  Verberben,  vcrntd)ten,  vertilgen,  gc». 
nur  paffioifcbj :  verregnet  fein  (bciö  ©ctrcibe,  bie  ©pur  im  <Sanbe  k.  tfl 
»verregnet):  aud)  regnenb  ob.  gleidi  einem  Siegen  bervorbringen  u.  fallen 
raffen;  regnenb  erfd)cpfen. 

Ocvrcibcn,  jici.  3^f.  abtaut,  (f.  reiben)  1)  reibenb  verbreiten  u.  geborig 
verarbeiten  (^aiben):  2)  burdi  Oieiben  erfdiöpfen,  reibenb  verbraud)en ; 
.3)  reibenb  tilgen  (einen  ©cbnuiiflecT);  bie  SScrrcibung. 

oerrei^en,  jiel.  3n?.,  vlt.  f.  barreid)en,  iiberreid)en,  verabreid)en,  (nod^ 
fdjerjf).  gem.  einem  einö  »ctrfid)cn ,  f.  il)m  einen  ©^(ag  geben). 


»ciTctfen  —  t>ernd)tcn  1593 

t»errcifcn,  ^w.  1)  jicUoe  m.  [ein,  wc^-,  foitreifen,  fiel)  idfenb  uon 
feinem  5Bof)novte  cntfcnKn  (bit  ganjc  gamilic  ijl  ücrteirt;  cc  ocrrtif't  auf 
einen  SJJonat  nadj  J^amburg) ;  '2)  jicl.  jum  JTicifen  oenvcnben,  reifenb  ücr- 
braueben,  t>erbiingen  (®cib,  3eit,  j.  95.  ein  gnnjcö  3al)v — )• 

üerreifern ,  ?iel.  3»»-,  Säg.  mit  Oieifern  nevfpciren ,  umfleUen  (bic  S«e* 
t'inrötjren  bcr  guc^^griiben  — ;  bie  ©e^nepfen  — ,  b.i.  bag®d)nipfcngcfd)nctbe). 

Dcrvctücn,  jiel.  3«>-  ciblaut.  (f.  reiben)  (anbf^.  1)  f.  biii-d)  Öict^en  üev; 
beeben  ob.  jeiftören;  fc^redb.  f.  jerbredien  (j.  SS-  ein  @la6);  2)  biivd)  5Rcl= 
fen  ob.  3lbrcipeu  verbvaucl)en  (uitle  Ätciber). 

Oerri'ircn,  3w.  abtaut,  (f.  reiten)  1)  jielloö  m.  fein,  oU.  f.  fort;,  dü^- 
reiten,  ju  ^feibc  üerreifen;  2)  rüctj.  fiel)  — ,  (mittelf).  sich  verriten),  ftd) 
im  9?eiteu  verirren,  irre  reiten;  e()i'm.  ouc^  f.  ju  fc^arf  reiten;  3)  jict. 
reitenb  »erbringen  (bic  3eit) ;  mit  Dieiten  burdibrincjen  ob.  üertf)un  (oicl 
®c(b);   burd)  Dutten  oertretben  (fic^  eine  Jtranffjcit  u.  — ). 

oerrcijcn,  jict.  3«'-i  tnt.  f.  rcijenb  oerfü()ren ,  jum  S3cfen  reiben. 

oervfnfen,  jicl.  3«?.,  auö  ber  gel}öri9en  Sage  renfen  ([.  b.),  iiuö  bem 
©elenfe  bringen,  »on  bcn  ©licbma^en,  Dccfc^.  üctflaudjen,  (einem  ben 
2trm,  fi(^  bcn  gu5  zc.  — );  cf)cm.  au^  übert).  f.  f)in  unb  ^er  äie{}cn,  ^erren, 
üerbrei)en ;  bie  äJerrenhinil ,  \>ai  SScrrenfen ;  bag  üßerrenf tfein ,  u.  bec 
tterrenfte  Zh^ll  felbfl. 

oervcnncn,  3ȟ-  unregetm.  (f.  rennen)  1)  jicI.  rennenb  t>erfperren,  gew. 
nur:  einem  hm  ffieg  — ,  b.  i.  ihm  in  bin  5ßeg  rennen,  i()m  ben  2öeg 
vertreten,  quc^  uneig.  i()n  an  ber  2(uörüf)rung  einer  ©acbe  f)inbern :  cbevb. 
(con  rennen  f.  rinnen  machen,  fdjmctjcn;  [.  rennen  1)  f.  fovtf^wemmen, 
flöjjen  (Jpotj);  mit  etn)a6  ®efc^moljenem  oerfd;tie5en.  gufc^meljen  (eine  guge 
mit  ^ect),  SStei  jc.  — ,  pffer— );  2)  rücfj.  fid)  — ,  ftd)  rennenb  verirren, 
ftdi  verlaufen. 

yerreffcn,  jiel.  3>v.,  Sergir.  f.  reffen. 

ücrrict)tcn,  jiet.  3it>.  (mitteil;.  verrihten),  bog  verft.  rid)ten,  in  bie  9?id)te 
bringen,  batjcr:  1)  alt  u.  oberb.  einen  — ,  f.  it)n  leiten,  ihm  eine  Olid)- 
tung  geben  (tat  dirigere);  fid)  — ,  f.  ftd)  nad)  etreag  rtditen,  babei  be^ 
ne!)men;  etivaS— ,  orbnen,  anorbnen,  einr!d)ten,  vcrrid)ten  (no^  3ä'g. 
bcn  3fii3  — (  b.  i.  auffttltcn;  ein  Sagen—,  ben  ^(a|  ba^u  umftellcn),  einen 
ÄvanEcn  ob.  ©tcrbcnbcn  — ,  itjm  t>a&  2(benbmaf)l  ob.  bic  tc^te  Ölung  gc= 
bcn;  fi<^ — ,  feine  2(ngelcgcnl)citcn  orbnen,  in  Drbnung  !cmmen;  <Sad)en 
ob.  ^erfonen — ,  f.  auögletd^en,  fdiliditen,  beilegen,  verfebnen  (aud) 
blo^:  ric^iten,  berichten);  einem  etivaö — ,  förm(id)  übertragen,  über* 
laffen,  verkaufen  (j.  SB.  ©aljgütcr);  einen  eineö  2)inge<>— ,  ibn  beföf)a[b 
jufrieben  fleüen,  ei5  ihm  berid)tigen ,  entrid)ten,  bejahten  (oberb.  auä)-. 
it)m  etwaö  — );  if)n  br.von  in  Äcnntnifö  feijen,  benad)rtditigen,  e§  il)m 
berid)ten;  2)  gc».  etiva^— ,  geborig  ob.  crbent(id)  t()un,  auöfübren, 
vollbringen  (ein  ©cfc^dft,  eine  3trbcit—  :  feine  9fotl)burft  — ,  f.  b.);  oberb. 
in  beftimmtcrcr  SScb.  f.  voKenben  (j.  S.  einen  S3au,  ein  Sud)  — ;  er  {)at'ö 
eervidjtet  f.  er  Ijat  üoUenbet,  b.  i.  er  ifr  gcflorben);  ct)em.  auc^  einen  — , 
f.  t)inri^ten;  3)  alt  u.  oberb.  eine  ^Perfon  ob.  ^(i<i}C  — ,  f.  über  fie  rid); 
ten,  fpred)en  u.  urtbeilcn:  einen  vcrurtl)cilen;  4)  falfd)  riditen,  einet 
<S>cid)e  eine  falfdie  9iid)tung  geben  (bicÄanonen,  baö  ®pvtt;cnrol)r  — ); 
ber  äJcrvid^f,  -eö,  oberb.  f.  bie  ^l'uffüllung  ber  ©aljfufen;  ber  Söcrric^^ 
Ux,  -g,   oberb.   f.  braud)barer,  tiid}tiget  2(rbeiter;    bie  SScrric^tung, 


1594  »evriedjen  —  »errucfen 

1)  0.  9}?.,  baö  3Scrrtd)ten,  bcf.  in  ber  2tcn  SScb.,  ftnnt».  Slf)un,  ^itnbedi, 
5ötvfen;  2)  5)?.  -en,  hcii  3Serrid}tcte  ob.  ju  S3ernd)tenbe,  ftnno.  @c- 
fd}aft  (oiele  Verrichtungen  traten). 

l>crrtcd)en,  jicltof.  3«.  m.'  fein  ob.  rüc!?.,  obraut.  (f.  ricd^tn)  ben  ®erud) 
ob.  25uft  feriieren  (bic  Shimen  üevricc^en,  finb  üerroc^en);  gew.  burd) 
^(uöbünjiung  mit  bem  ©erud)c  jugldd)  bic  .Kraft  t>er(icreu,  ftnno.  v»er- 
bunflen,  »erraudicn  (ber  SBein  oerriec^t,  ob.  oerricc^t  jid^;  ocrroc^cncr 
SBcin,  b.  i.  abgepanbener,  uerborbcner). 

üerricgcln ,  ?iel.  3w. ,  mittelfl  eine^  Oiicgelg  t)crbinbcn  (jwci  3immcr= 
I)öl^cr),  ob.  t>erfd)liepcn,  üerfperren,  finnü.  jitriegcln  (bie  Z^üx,  ba&  .^auö; 
uneig.  gem.  »erriegelt  ob.  im  Äopfc  uerriegcU  fein,  f.  D.  ir.  pcvncgclt 
[ein,  feinen  offenen  Äopf  f)Qben,  fe^r  fc^roer  begreifen) :  bie  5i5crriege(ung. 

üerriefeln,  jieltof.  ^m.  m.  fein,  riefelnb  ftd)  verlieren  ob.  leerlaufen. 

ücvrinbcn,  jictlof.  3ro.  m.  fein,  5U  Ötinbe  werben. 

t>crringern,  ikl.  3>o.  (»gl-  ving)  serin^er  mrtd)en,  bcf.  bcm  Umfange  ob. 
ber  3cit)t  mö),  finno.  yerfleinern,  yerminbern  (eine  3a{)l,  einen  23orrat() 
IC.  — ;  fi(^ — ,  f.  geringer  n^erben ,  abncf)men),  auc^  bem  SBert^e  na^: 
gerincjbaltiger  mad)en  (bie  ?}Jiin^cn) ;  bie  ^Verringerung. 

ücrrinnen,  jieltof.  ^m.  m.  fein,  abtaut,  (f.  rinnen),  fortrinnen,  ftd) 
rinnenb  verlieren  ob.  crfd)öpfen  (ba6  SBaffer  »errinnt,  ift  verronnen);  uneig. 
tjon  ber  3eit:  Derfliefen,  »ergeben  (bie  3tit,  bie  ©funbc  u.  »errann). 

ücrri^cn,  giet.  3w.,  mit  Otiten  verfeijen,  öffnen,  nur  Scrgw.  ein  »ct^ 
ri^teß  '^iii,  f.  ß.  tt?.  ein  üerfat)reneS,  f.  b. 

t»err5d)c(n,  3».  1)  jicHoö  m.  i)aben,  aufhören  ju  rörf)efn,  au6rod}e[n 
(er  m  üerröc^clt,  b.  i.  ifl  gcjiorben);  2)  jiel.  r6d)e(nb  von  fid}  geben,  auf^ 
geben  (bcn  testen  ©euf^er — ,  fein  ßcben — ). 

oerroUen,  jie'Jof.  ^w.  m.  fein,  fort*  ob.  l^tmregroUen ,  ftd)  rollenb 
tterlteren  ob.  erfd)6pfen  (ber  Sonntr  oerroUt);  uneig.  f  V>erl)aIIen,  fd)neU 
verlaufen,  in  fd)neüem  Umfd}it?unge  verfd}n)inben  (mein  5Jlamcn  »crroUt; 
3at)rc,  3at)rt)unbcrte  ocrrotlen). 

üerroften,  jicUof.  3>v.  m.  fein,  burd)  9ioj!  (1)  verjef)vt  werben,  rc* 
flenb  verberben  {ia^  ©c^tofs  ift  wcrrcftet;  ein  ücrroflcter  X^egen);  bie  23er; 
roftung,  gew.  baö  93erroflen. 

verrotten,  ^iettof.  3«.  m.  fein,  (f.  rotten  4.)  lanbfd^.  gem.,  rottenb 
vermehrt  werben  ob.  verberben,  b.  verfaulen,  vermobern. 

ocrruc^en,  jiellof.  u.  jiel.  3tt)-  (mittett).  venuochen .  obcrb.  ücrrued^en; 
tton  mohhan,  riiochen,  forgen ;  f.  tuijin  2.)  cöllig  dt.  aufl)ören  ju  forgen ; 
«twag— ,  gering  ad)ten;  aii^  bem  Sinne  fd)lagen;  bat)er  nod^  ba6  3Kw. 
verrud)t  al6  fBiv.  (oberb.  t)erruc(I)t)  in  tfeättidicr  Seb.  (»rie:  vcrgeffen, 
»erlogen  u.  a.  m.),  eig.  wn  um  nid^ts  bcforgt  ift,  nid)t6  achtet  ob.  fürd^tet: 
im  höd)ften  ©rabe  frevelf)aft,  go-ttvergeffen ,  gottlo»,  völlig  verberbt,  u. 
in  btefcr  C^efinnung  gegrünbct,  bavon  jeugenb,  »gl.  rud)lo^,  (ein  oerruc^» 
ter  OJZenfi^;  eine  verrud)te  Zi)at);  bie  S3erru(^tl)eit,  baö  33crrud)tfein, 
finno.  9tud)lofigfeit;  audj  eine  verrud)te  »f)anblung,  ftnnv».  i^revel,  ^x«f 
velt(}at. 

vcrrucfcn,  jiellof.  3»».  m.  fein,  oberb.  »It.  f.  fortriicfen,  b.  i.  ftd)  l)\n- 
tveg ,  irgenb  woliin  begeben  (Sobeö  verructcn  f.  jterben) :  oon  ber  3cit  f. 
vergehen  (j.  93.  in  !urj  ocrructten  Sagen);  —  verrücfen,  iitl.  3io.  (alt. 
I)0(^b.  larrukjan,   mittcll).  verrücken)    ettva^  —  ,   fott?,    VOn   ber   ©tellC 


»eiTufcn  —  5ßcr§  1595 

rücfen,  bcf.  rjon  ber  rcd)ten  (Stelle  ob.  au§  bec  äef)öri3cu  2a^e  rücfen, 
finno.  \)erfd)ieben  (einen  Sifc^ ,  einen  ©tiif)l — ,  ben  3ci9ev  einet  Ut)c  —  ; 
bie  ©renje  — ,  einem  baö  3ict  — );  uneig.  einer  <Sad)e  eine  falfd^c  9iid); 
tung  geben ,  etivaS  in  Unoibnung  bringen ,  verwirren ,  jerrütten  (einem 
feinen  ^lan  ob.  ft.  fein  ßoncept  — ;  einem  ben  Äopf,  ben  Sevftanb  — ); 
ebcm.  auc^  f.  in  eine  imgiinftige,  fc^limme  Sage  oerfe^cn  (inßbef.  eine  Sung» 
frau  — ,  f.  entcfjrcn,  fc^roäe^en);  boö  ■'Mm.  »errücft  ale  23tv.,  geflcrten 
ob.  jerrütteten  S3er|tanbes5,  be^  get)örigen  ©ebraudieg  feinet  23er(}anbeS 
beraubt,  alö  anb<iltenber  ©ciftcßjuftanb,  finno.  ft'nnlo^,  unfinnig,  irre,  n?et= 
c^eö  jpcniger  t)att  ift,  u.  iViibnfinnig ,  ipelc^ce  einen  böb^rt"  &xa\>  ber  ®ei= 
fleöjevrüttung  au6briictt  (ein  ücrrüctter  9Kenf^ ;  audj  alö  Jqxü.  ein  SerrücJ? 
ter,  eine  35  er  tuet  te),  Quä):  in  biefem  3uflanbe  gegrünbet  ob.  barau6 
f)eruorget)enb  (üervüctte  .^anblungen,  Sieben  k.);  gem.  übcrtreibenb  u.  be= 
fc^impfenb  f.  l)ödift  unoerfla'nbig  ob.  verfe^rt  (fic^  terrüctt  benef)men-,  ein 
wetriictter  SinfaU  zc);  bie  5ücrrücftt)eit,  1)  o.  «K.  ba5  23erriirftfein,  finno. 
©innlofigfeit,  |latJer:  9Ba^nfinn;  2)  Wl.  -en,  eine  üerrücfte,  unfinnige 
v^anbtung  ob.  '/(uperung;  bie  Sierrüifung,  bag  SSerrücfen  (j.  S.  beö 
3iclc6,  eincg  ^lancö  k.);  aui)  f.  bai  93errü(ftit>erben  ob.  33erriic6tfein, 
bie  93erriic!t()eit. 

ücrrufcn,  jiel.  3ro.  ablaut.  (f.  rufen)  1)  obcrb.  f.  rufenb ,  burd)  9?uf 
ob.  2(uöruf  verbreiten,  offentlid)  befannt  mad)en,  geriditlid)  aufrufen; 
2)  burd)  obrigfeit(id)e  ^Tugrufung  ob.  öffcnt[id)e  SSefanntmad^ung  wer; 
»verfen  ob.  verbieten  (®clb  —  ;  verrufene  ^Kiin^en ,  b.  i.  öffentlich  abgetviir=' 
bigrc  u.  jum  ©ebraudj  verbotene);  .'5)  in  üblen  9?uf  bringen;  bcf.  bae 
5WTO.  verrufen  als  Siv.  f.  in  üblem  JKufe  flebenb,  finnv.  berüd)tigt,  (et 
ifl  wegen  feiner  Betrügereien  verrufen;  ein  verrufener  Sieb  2C.);  ber  SScrruf, 
-e3,  0.  SOI.,  1)  oberb.  f.  pbrigfeitlid)e  '^Cuörufung,  S3efanntmad}ung, 
SBerorbnung:  2)  erflärter  übler  Oiuf,  S3eriverfung  burd)  bie  offentlid)« 
9}?einung  (er  ift  ob.  ftet)t  im  25erruf;  ein  3Bort,  eine  ©uc^c  2C.  ifl  im  83cr= 
ruf);  bie  SScrrufung,  bag  23errufen,  in  allen  S5eb. 

üerrül)men,  rücfj.  3n?.,  fid)  eineg  3)ingg— ,  lanbfc^.  f.  rü{)men,  be* 
rühmen:  v>crrül)mt  al6  83«?.,  obcrb.  f.  berü()mt. 

üerrül)ren,  jicl.  3«v.,  rülirenb  ob.  burd)  9vül)ren  verbraud)en. 

Oerrun^cln,  jiellof.  3».,  gan^  runjelig  u.  baburc^  unbrauchbar  ob.  cnt» 
ftellt  iverben  (bie  SBirnen  finb  vcrrunjclt;  eine  vertunjcUe  Jpaut);  bie  S3er; 
runj^cUmg. 

äierö,  m.,  -e6,  9)?. -c,  S5cr!l.  bag  SScrgdien ,  oberb.  23er(?lein ,  (fc^on 

aUl)0d)b.  fers  ob.  vers.    m.  U.  f. ;    ongelf.  faers,    engl,  verse,    franj.  vers  ;    con 

bcm  lat.  versus  ü.  vertere,  wenbcn,  alfo  cig.  SBcnbung:  gurc^e,  bleibe, 
©^riftjeile) ,  1)  eine  (55ebid)tjeilc,  eine  nad)  Sl^a^.  u.  ^Icnverbaltniffen 
geregelte  (rbvtbmifdjc)  u.  ju  einem  ©anjen  verbunbcne  2!Bortreif)e ,  uie 
S3cjlanbtbeil  eineö  ®ebic^te6  (gereimte,  ob.  rcimlofc  SJetfe;  in  SJerfen  fdjrti; 
ben;  SJcrfe  niad^en,  f.  bid^ten,  jcbod)  nur  in  .^^infic^t  auf  bie  dupere  Sorm; 
gem.  auc^  in  ber  ©inl).  g.  S.  einen  guten ,  flie§cnben  fflerö  f^reiben ,  f.  gute 
jc.  23erfe);  2)  gem.  f.  ein  53ergverein,  2}ergfa|  ob.  ^gcfalj,  ein  aus  mel); 
ren  3rilen  jufammengefiigte6  ®anjc6,  »telc^eö  in  einem  ©ebicbte  metjrmalö 
gleichmäßig  n)icbert)olt  »rirb  (ft.  eine  ©troplje),  bef.  in  Ciebern,  lumal  Üit- 
t^cnlicbcrn  (Sieb erv et fc);  '»)  ein  ®a|  ob.  furjer  3(bfa^  einer  0d)rift 
in  ungcbunbener  «Rebe,  ge».  nur  in  bcc  SSibel,  beten  2(bfc^nitte  ob.  Gapitel 


1596  »ei-fa(fcu  —  i^ei-fagcn 

in  Serie  9etf)cilt  ftnb;  —  3fc^.  btc  S^cr^^art,  2)?. -cn,  bte  ocrfc^tcbencn 
2frtcn  bcr  SSerfc  in  Jfnfctiung  bec  golge  ob.  Jfnovbnung  ber  langen  u.  turjcn, 
l)od)=  u.  tteftonigen  3eittt)ei[c  ob.  ©Üben  (j.  S.  blc  jambifc^c,  troc^aifdje  jc. 
SScföart);  bcr  äJcröbaii,  ber  Sau,  b.  i.  bie  pgung  u.  du^erltc^e  einrieb' 
tung  eines  SSerfcö  ob.  ber  2Serfe  eincö  @cbid;tt6;  biv  SSeräfup,  f.  gu^  4) 
c);  bic  23crg£unll,  bk  Äunll,  2Serfc  ^u  macfcen;  oud)  (cbjectio)  bic  Äunf: 
beS  Srrsbaucö,  bie  ?e^vc  üom  SBcrSbau,  b.  bic  ä^crälcl)rc,  b.  i.  bcr  SnbegritT 
bcr  ®cfe|e,  nac^  retK^cn  bic  ©prac^e  in  ber  gebunbenen,  ücremoliigen  «Hebe 
äuücrlicf)  geregelt  jriib  (fr.  SKctrif);  hn  S^cröfünjKer ,  wer  bie  SOergfunll 
üerflcf)t  u.  übt;  bef.  rocr  gro^e  Ö5c»ranb:l)cit  im  fficrsbau  ftat;  auc^  \vot)l  ta« 
bclnb:  «er  im  SSerfemac^en  Jünjlclt;  ber  S3cr§ma(^cr,  wer  S3ei[e  mac^t; 
gew.  ocra^tl.  f.  ein  fc^iec^tcr  Sit^ter,  ber  l)anb>t>erfömä^ig  23crfc  ot)nc  bii)- 
terifc^en  (I5et)alt  mad^t,  auc^  wotjl:  bcr  SScrgf(i)micb  (ogl.  [c^mitbcn);  bai 
SSerämap,  bk  naä)  einer  beflimmten  ^ai)i  unb  geregelten  golge  werfd^ieben- 
artiger  ^dtti}dk  ob.  ©ilben  abgemefTcnc  gorm  bc6  33crft6  (fr.  SJKctrum;  ber 
fünffüßige  jambifc^e  Scrg ,  ber  ^eramcter,  ber  2(Uranbriner  2C.  [tnb  oerfc^ic' 
benc  ffieremaße);  bic  SJergmeffuiig ,  SÄcffung  ber  SJcrfe,  ffieflimmung  bcr 
S3er6ma6e;  au^  bk  Sehe  üon  ben  23er6ma^cn;  ha^  ä^crapaar,  ein  ^aar 
jufammenge()öriger,  ein  ©an^cö  bilbenber  SSerfe,  auc^:  ber  Soppclüerö  (fr. 
bü6  Siflid^on);  bcr  S^i'Vöfa^,  SSereoerein,  SSerbinbung  mel)rer  9Serfe  ^u  einem 
©anjen  (fr.  ©troplje,  f.  o.  9Ser6  2);  bcr  S^evötaft,  baö  cbcnmä|5ig  abge^ 
tt)ciltc  3citmaß  im  Serfe  (fr.  3?l)i)t()mu6;  ügl.  Saft);  üeröiüeifc,  5ltü.,  nac^ 
2(rt  oon  SSerfen ,  in  Werfen;  —  2fbleit.  yerfcin,  eietlof.  u.  jiel.  3»t)., 
i?erdd)tl.  f.  SScrfc  mad)cn,  fdilcclitc  ob.  boe^  imbcbcutenbc  93crfe  mad)cn, 
fd)[cd)t  bid)tcn;  bafjer  bic  23crfdei,  baS  23crfc[n,  bic  2}crömad)crci:  auc^ 
f.  fd)Icd)te  SScrfc  (931.  SSerfeieien) ;  bcr  Sßerfcler  ob.  SJevSler,  ein  25cr3; 
mad}cv,  fd)fcd)tcr  2)id)tcr. 

oevfacfcn  giel.  3«'.,  in  @dife  fd)üttcnb  t)crtf)cilcn  u.  »crmeffen  (Äorn); 
fid)— ,  lanbfc^.  f.  fid)  burd)  feine  @d)n?crc  fcnfcn  u.  auö  ber  geljörigcn 
Cage  fommcn. 

ücrfäen,  jicl.  3»t).,  fäcnb,  5ur  @aat  ocrbraud)cn,  au^facn  (©ctrcibe); 
burd)  S3cfacn  ücrbc(fcn  ob.  iicrfpcrrcn  (einen  SBcg);  falfdi,  unrcd}t  fä'cn. 

Oevfagcn,  3»t>-  (altb.  farsagen,  farsegjao,  versageu,  nur  in  ben  ncgatioen 
SBeb.)  1)  giel.  a)  cttT)a5  ob.  einen,  auc^  fid)  —  ,  gleic^f.  fort-fagcn, 
burd)  fein  2i5ort  ob.  feine  3ufage  einem  2(nbcrn  übertragen  ob.  verbinb^ 
lid)  mad)en,  finno.  ücrfpredjcn,  (bie  SBaare  ijl  fcljon  oertagt;  finb  ®ic  fc^on 
ju  bicfcm  Sanje  cerfagt?  b.  i.  tjabtn  ©ie  ft^on  3cmanb  jugcfagt,  bcnfelben 
mit  il)m  gu  tanjen?  3c^  bin  auf  morgen  SKittag  cerfagt  u.  Eann  bat)er  3|)re 
einlabung  nic^t  annei)men.  ©eine  Soc^ttr  ob.  bie  Jpanb  berfelben  ift  fc^on 
berfagt,  b.  i.  jur  Sije  oerfprodjen);  h)  et\va$  — ,  ct)em.  übcrb.  f.  idugncn, 
verneinen,  ablaugncn,  vcrla'ugncn;  je^t  gew.  einem  ctnui^  — ,  fagcn 
cb.  ctflä'ren,  bafä  man  e6  ihm  nid)t  gewahren  »volle,  finn».  oenrcigern, 
cibfdilagcn  (man  fdjtägt  einem  fein  SSerlangen,  feine  SBittc  aii;  man  rer- 
fagt  iljm  baö  SSerlangte,  Srbettne;  bibl.  btm  hungrigen  Srob  oerfagen; 
einem  bie  Sriaubniiö  ju  etwaß  — ),  oud)  uncig.  f.  nid)t  ju  ^he'ü  werten 
laffen,  nid)t  9oivä()ren  (einem  ben  Seifall,  [eine  Sewunbcrung  :c.  werfagen, 
ob.  nic{)t  ueifagcn  Bonnen;  einem  ben  Sienft  Dcrfagen,  b.  i.  nic^t  ben 
gel)örigen  25ienfl  Uijten  ,  j.  93.  meine  güjje  uerfagten  mir  ben  25ienjl;  fic^ 
felbjl  etwa 6,  j.  S3.  einen  ©enufö,   ein  Söergnügen  zc.  pccfagcn;  bec 


ücrfdgen  —  'oerfdubem  1597 

^tanic  mufö  fid^  ffiielcS  ectfagcn);  cl)em.  aud)  f.  t)erbieten,  unteifngen;  c) 
einen—,  alt  u.  cbcrb.  f.  angeben,  t>ei-f lagen,  i)erfc()reien,  oerleumben; 
aud)  f.  mit  ^^crtcn  ocrjaubecn;  "1)  jicKoö  ni.  t)ot>cn,  einem—,  ef)cm.  f. 
tt)m  abfagen  ob.  entfagen,  fid)  von  i^m  Ic^fagen;  jc^t  umig.  f.  einem 
ermangeln,  i()n  vcrlaffen  u.  ihm  fcl)[en,  ba^  Snvartete  ob.  Wi.'»viinfd)te, 
ben  gc^öiigen  ■Dienfi  nidit  (eiflen  (bic  Äväftc,  bae;  Cidjt  bei-  JCugen,  baS 
SBort  im  9)Ju)ibe  jc  ücrfagtc  ii)m;  ®d)iff.  baä  (Schiff  ocrfagt,  mcnn  c6  bei 
einer  SBcnbung  ben  Söinb  nic^t  gcljörig  fa|Tt;  ügt.  baö  cbcib.  fic^  außfa* 
acn,  oom  3ugoie()  f-  nic^t  inctjr  9et)tn  u.  jfc{)cn  fönnen  ob.  wollen;  u.  baS 
griec^.  larfiTTti'v),  inöbef.  com  (^cuergeiüeljr  f.  nid)t  Ioögef)en  (btc  ffiiic^fe, 
bQö  @cfc^ii^  K.  uevfagte,  i)at  üevfagt;  obcrb.  entg.  c6  fagt  ju  f.  e6  gel)t 
Io6);  bie  Sicrfav^unc^ ,  bafi  äierfagen,  nur  in  jtcl.  2Jeb. ,  finno.  SSerfpre^ 
d)ung,  3ufagung,  ober  93ern)eigei-ung. 

Wrfäqen,  jitl.  3n>-,  fagenb  DeibraudKn  (^o(j  ju  Srcttcrn  — );  falfc^ 
fä'gen  u.  baburd)  üevbevben. 

öerfalbcn,  jiel.  3»t>.,  falbenb  iieibraud)en  ob.  eifd)opfen. 

ücrfaljen,  jicl.  än\  (?Oht).  verfallen;  f.  fallen),  burd)  (überinagigcö) 
©afjen  üevbcvben  u.  ungeniefibai-  madien  (bk  ©pciün  — ;  eine  terfalj^cne 
©uppc);  uncig.  gem.  f.  einen  ge()cfften  @eniif5  verfümmern,  ftören,  \)er- 
berben,  finn«.  aber  cblcr:  verbittern,  (einem  ein  Sßergniigen,  [eine  grcube 
K.  — ),  oberb.  aud)  f.  einem  etiraö  fd)n)er  ob.  fauer  mad)en. 

ücrfammcin,  ^iei.  3»».,  bog  ocrjt.  fammetn  (f.  b.):  mehre  ©egenjlänbe 
an  einem  £)rte  jii  einem  gemeinfamen  ^voede  vereinigen,  jufammen- 
bringen,  gew.  nur  oon  lebcnbigen  2Bcfen,  bef-  9)ienfc^en,  {bibi.  bii  »beerbe 
ocrfammeln ;  ba^  S3olf,  bic  ^Cltejlcn,  bie  ®emeinbe ,  ben  Siatij  k.  — ;  ju  fei' 
ncn  SSätcrn  ocrfammctt  lücrbcn,  bibl.  f.  frcrbcn),  feiten  u.  bef.  tid)t.  auc^  tjon 
leb(o|cn  Singen  (j.  SB.  bie  Statur  i)Cit  t)kv  allcö  (Sd}öne  oerfammclt);  riidj. 
fid)  — ,  in  9)Zenge  an  einem  Drte  ^nfammenfommen,  fofcrn  c6  ju  einem 
gewiJTcn  3n)ccfe  u.  bif.  in  golge  beflimmtcr  SJcranftaltung  ob.  rcgelmd^igcc 
Einrichtung  gcfdjicijt,  ocrfc^.  fic^fammeln,  (bie  ©emcinbe  ocrfammelt  fi^ 
in  btr  Äirdji-,  bcv  ©tabtratl)  auf  bcm  3ftatt)f)aufc  2C.);  bie  ä>erfamm(ung, 
1)  bai  S3erfammeln  (o.  3K.);  bai  @id)-üerfamme(n,  bie  3ufammen* 
fünft  (eine  S3crfamm(ung  oeranftaltcn ;  öftere  Söcrfammtungcn);  '!)  bie  (^i- 
fammtf)eit  ber  m  einem  Drte  ju  einem  bcjlimmtcn  ^irede  ä^erfammetten 
(bie  93erfammlung  anrebcn,  ermofjncn  zc.,  entlaffen ;  bie  ganjc  93crfammlung 
l)at  befc^tofTin ,  baföjc.;  bie93olf6=,  9Jcid)6- ,  9Jatt)6ücrfamnUung  2C.);  ba6 
58erfammlung5l)au§:  ber  Sjcvfammiunqeort,  ^plaJ^,  -faal  jc;  ber 
SBcrfaninilungStag:  bie  äJcvfammlunggjcit  u.  f.  f. 

ücvfantcn,  3»d-  1)  aielloö  m.  fein,  mit  @anb  verbecft,  angefüllt,  «er? 
flopft  werben  (ber  gtufö  oerfanbct,  i|t  üerfanbct;  »crfanbetc  SBiefcn  :c.);  1) 
jiel.  mit  ©anb  uerbed'en ,  verftcpfen  (bic  Überf^iremmung  Ijat  bie  Söicfen 
öcrfanbet);  bie  58crfanbung,  ha^  33erfanben,  jicl.  u.  jicüoö;  aud)  ^'^^ 
^^erfanbetfein,  u.  eine  perfanbctc  ©telie. 

SJeröart,  iv.,  f.  unter  SSeiö. 

5üerfa^,  m.,  f.  unter  ocrfc|en;  oevfa^en,  3>i>m  v>ö[ii^  »lt.  f.  verfemen; 
bie  Sjcrfal^img ,  3immcrm.  biejcnigc  25erbinbung  in  einem  .^angcivcrfc ,  iro 
bie  SBalfcn  auf  ffiatJcn  gefegt  u.  ju  bciben  Seiten  liegcnbe  Sanbec  ale  ©trc» 
ben  angebradjt  locrben. 

oerfäubern,  jiel.  3^-)  tJÖUig  faubern,  gew.  nur  b.  ben  3inngie^ern  f. 
glatten  u.  UmUn  (poliren). 


1598  t)crfauen  —  t>ei:fd)a|fcn 

verfallen,  jici.  3tt».,  ntebr.  etwas—,  burcf)  ©auerei  ob.  fauifd)«,  b.  t. 
()öd)jl  unictnli^e  S3el)rtnb(un9  üerberben,  oerunflalten. 

oerfauern,  jüllof.  3nj.  m.  fein,  butcf)  ©auenrerben  tjerberben;  obcrb. 
QU(^  üon  Qhai ,  dJctveibc  k.  :  burd)  ^^ajjc  leiben  (ogl.  fauer) ;  uiieig.  gem. 
ßon  JWcnfd^cn:  bind)  (angeS  ^ruäbarrau  in  einer  ungünjügen  Üage,  welche 
bef.  bie  geijligcn  JCcaftc  ni(^t  i)tnläng[ic^  anregt  u.  in  angcmcfTcnc  Ätjätigfeit 
fe^t,  geifti^  verkommen,  t^ecf ümmein ,  flumpf  werben,  (mancher  SKann 
üon  bebeutfnbcn  ^üt)ig!eiten  »erfauert  iw  einem  "Kmtc  an  einem  fleinen  Dcte); 
uerfäuern,  jiel.  ^w.,  ju  flarf  fä'uern,  ju  fauer  mad)en  (ba§  SBrob);  uneig. 
buvd)  S5eimifd)ung  oon  cttvaö  Saurem,  b.  i.  Unangenet)mem,  SSecbrief^ 
lid)em  k.,  üerberben  ob.  ungenießbar  madicn,  finno.  »erbittern  (einem  ei» 
nen  ®cnufö  — ),  unfreunbUd)  u.  un5ufrieben  mad)en  (Semanbö  diemüti)); 
bie  SSerfäuerung. 

oerfaufen,  3it).  ahlmt.  (f.  faufen)  1)  jiet.  gem.  faufenb  \)ertt)un  ob. 
burd)brin9en,  b.  Oertrinfen  (fein  Vermögen);  2)  jieao6  m.  fein,  tanbfd). 
f.  erfaufen,  b.  ertrinfen;  baö  SR»,  ücrfoffen  alö  93».  f.  im  (Saufen 
9leid)f.  untergegangen  ob.  baburdi  werborben,  im  t)öd)ften  ©rabe  bem 
Slrunfe  ergeben  (ein  ncrfoffenec  SKenfc^). 

Oerfäumcn,   jiel.  3m.  (altb.  farstimjan,   versumen)  burd)  «Sä'umen,   b.  i. 

3ögern  ob.  Untl)ätigfein ,  verlieren,  ungenü^t  (äffen  (bie  ^dt,  eine  ®eU« 
gent)citK.);  aud)  übevt).  aufer  2(d)t  laffen,  unterlaffen,  oernad)[afrtgen, 
(feine  ©ef^äfte— ;  eine  ßefjrflunbe,  bie  «Schute  ic—,  ni^t  befugen;  ei- 
nen— ,  ii)n  fäumig  ob.  nai^läffig  bebanbeln);  alt  u.  oberb.  fic^  — ,  f.  fic^ 
Derfpaten,  ju  fpat  fommen;  oerfäumig,  S5n?.,  tonbfd^.  f.  fäumig,  unad^t; 
fam,  nad)(afffg;  bie  S5erfäumnif§,  1)  o.  ^.  bai  SSerfaumen,  S5er: 
lujligge()en  burd)  ©aumnif^;  2)  'tfl.  -e,  qü6)  bai  23erfaumnif6, 
-ffeö,  ha^  SSerfaumte,  ber  burd)  ©aumnif^  erlittene  SSerlufi;  bie  SSev- 
fäumung,  baS  SSerfaumen. 

Oerfaufen,  üerfä'ufeln,  jicllof.  3»-  m.  fein,  bi^t.  faufenb  ob.  faufelnb 
fid)  verlieren  ob.  erfd)öpfen,  »erfjaUen. 

S5er6bau,  m.,  f.  unter  33er6. 

Derfd^aben,  jiel.  3»^.,  fd)abenb  oerbraud}en  ob.  erfd)öpfen;  burd)  <Bd-)({- 
bin  tjerberben  ob.  abnu^en,  abfd)aben. 

üerfi^aJ^etn,  jiel.  3».  »erac^tl.  fd)ad)ernb  ferauf ern,  t)erbanbeln  ;  bie 
3iJerfd)ac^erun(\. 

öerfc^affen  I.  jic(.  3»-  abtaut,  wie  f^affen  1.  (»evfc^uf,  oerfc^af' 
f  en)  alt  u.  oberb.  1)  f.  miföfd)affen,  oerjaubern  (bie  2tffcn  finb  oerfc^affene 
SDZenf^en);  bic^t.  auc^  f.  jU  etwa«  @d)Ied)terem  umfd)affen:  2)  oberb. 
mit  einem  itmai  — ,  f.  ein  (53efd)aft  mad)en,  abmad)en,  ii)m  einen  2(uf; 
trag  ob.  S5efe{)I  geben;  cttva^  — ,  f.  anorbnen,  befe()(en;  einem  etroag  — , 
f.  jutljcilcn,  beflimmen,  bcf.  al6  ecbtt)eil;  einen—,  f.  t)or  (5)erid)t  laben 
ob.  f orbern,  (einen  SSerbredjcr  — ,  an  bie  gc{)örige  ©eric^t^fleUe  außliefcrn); 
ber  23crfd)affer,  oberb.  f.  !ßermad)er,  93ermäd)tnifögeber;  bie  S5erfcl^Qf= 
fung  I.  obcib.  f.  Stellung  nor  @erid)t,  2{u^licferung ;  —  üerfc^affen  2. 
}iel.  ^vo.  blojj  umcnb.  wie  fc^affen  2.  (oerf^affte,  oerfc^afft)  1)  ci^em. 
iibert).  f.  an^  ob.  !)crbeifd)affen ,  (bibl.  einen  grojjcn  gifc^;  taufcnb  3entnei: 
@olbc6  u.  bgt.) ;  tjeranftalten ,  beforgen,  bewirten  (bibf.  bie  Seidjnamc  ber 
Gttöbtctcn  t»frfd)afftc  Sobtae  ju  begraben);  nod)  nieöecb.  f.  WoUbringen, 
VüUfül)ren;  2)ie6t  nur:  einem  etttaö — ,  it)m  ju  bejfenSSeft^  oerljelfen, 


tjerfc^dfern  —  'oerfd)a^en  1599 

vminflalten  ob.  b<»t>irfen ,  bafi  ii  \i)m  jii  3:f)eil  werbe  feinem  ®elb,  bie 
mittel  ju  ettraö  — ,  it)m  @c(jör,  5Red)t  jc.  — );  bie  a3erfd)affimg  2.,  ba« 
S3ecfd)affen. 

t>erfd)äf crn ,  jieL  3n).,  fd)cifernb  beibringen  (bcn  2(benb  ic). 

ücrfc^alcn,  jict  3»t>.,  mit  einer  ©dvite  \)erfc()en ,  befd^nlen  («OTcffer); 
mit  einer  @d)a(un9  ob.  SSretterbefleibung  oerreJ)en  (eine  SBanb  k.  ;  ogl. 
fdjatcn);  bie  Sjlcrfc^alung,  bag  23erfd)alen ;  bie  S3retter;^  ob.  ^ol^be- 
tieibung. 

Ucrfrf>aUcn,  i;ielIof.  3w.  m.  [ein,  ablaut.  (üen'^otf,  »crfc^ollen;  [. 
fc^aUen)  1)  lanbfc^.  u.  olt.  f.  feinen  <5d)aU  verbreiten,  überaU  bin  erfd)al* 
len;  uneig.  auf  nad^tbeilige  5öeife  überall  befannt  \t>erben  (ein  oerfdjoUenet 
Sieb  f.  ein  bcvüc^ticiter);  2)  aufboren  ju  fd)aUen,  fd)aUenb  fid)  verlieren, 
verijallen  (bie  Stimme  oerf^allt);  baß  «Wir.  oerfdi ollen  alö  SBro.  uncii?. 
f.  beffen  9^amen  gfeidjf.  verljaUt  ifl,  von  beljen  £)afein  5'^iemanb  ctivaS 
tveip,  (et  ift  oerfdjoUen,  ein  93 crf (Rollen er;  bie  ©erlebte  crJlären  einen 
aufgerufenen,  bcr  ftc^  innerhalb  einet  beftimmten  grift  ni^t  mclbet,  für  öev? 
fdjoUen,  b.  i.  feinet  «Rechte  oetluflig  u.  ol6  tobt  ju  betrachten);  bal)cr  bie 
8[Jerfd)olIenl)cit,  tai  9Serfd)ollenfein. 

oerfd)ämen,  rüct^  3nj.,  fid)—  1)  in  (Sd)am  geratben  ob.  verfe&t 
werben,  ungebr.  außer  in  bem  ?B?nj.  verfd)amt  al6  S^»».  f.  in  ©diam  Vers 
fe^t,  augenblirflid)  @d)am  empftnbenb  u.  jeigenb  (fle  l^anb  oerfc^dmt  ba; 
Derfdjdmt  t()un) ;  aud)  at§  bleibenbe  ©igenfc^aft :  jarte^  <Sd)am3efül)l  l)a= 
benb,  finno.  fd)amf)aft,  entg.  unücrfd}ümt  (ein  oerfc^ü'mtee  ?9Iäb(^en;  »ec^ 
fdjämte  2Crme);  bie  S3erfd)amtl)t'it,  bag  S3erfd)ämtftin;  2)  vöUig  »lt. 
(mittclf).  sich  VC  uhenien)  f.  bie  ®d)am  ablegen  ob.  verlieren ,  fd)amlo8 
fein  (ba^er  cf)em.  ocrfc^ämt,  mittcll).  verschämt,  f.  «et  jTd)  nidjt  met)r 
fc^ämt,  fdiamloe,  unoerfc^dmt). 

Dcrfd^oinben,  jiel.  ^rv.  (obcrb.  auc^  verf^anbcln),  fd)anbenb  verber^ 
ben,  verunftalten,  entweihen;  in  @d)impf  unb  @d)anbe  bringen;  bie 
S5erfd)änbung. 

Vcrfd)anjen,  iitl  3w.,  mit  ©dianjwerfen,  SBällen  u.  ©reiben  jc,  ver; 
fel)en  u.  baburdi  verwahren  ob.  befeftigen  (ein  Cager  —  ;  p^  — );  l>'« 
SScrfc^anjuncj.  1)  o.  9«.  ba^  33erfd)anjen ;  2)  ?J?.  -en,  bie  aufgeworf«; 
nen  @d)anjwerfe  felbft. 

Vi'rfd)ärfcn ,  ^ict.  3tv. ,  bas  oerft.  fd)arfen:  fd)arfer  mad)en,  gcrc.  nur 
in  uneig.  S3eb.  f.  burd)brtngenbcr,  fühlbarer,  jlrenger,  b^rter  mad)en  (eine 
©träfe  — );  fid)  — ,  fdjarfer  werben,  an  ©djärfe  j^unebmen;  bie  SScr- 
fc^drfung. 

oerfd^arrcn,  jici.  ^w.,  fdiarrenb  verbergen,  finno.  einfd)arren  (ber  Jpunb 
»ctfd^arrt  einen  Jtnodjen) ;  nid)t  tief  vergraben,  ocrac^tl.  f.  begraben  (eine 
gctc^e);  bie  S5erfd()airun9. 

t)evfd)Qtten ,  jiet.  3i»-,  l)  mit  bem  gehörigen  <Sd)attcn  verfemen,  gew. 
fd)attiren  (eine  3cic^nung);  inSbcf.  bie  «Sdiatten  verfd)meljen  u.  grabweife 
abftufen,  b.  abfd^atten  (fr.  nüanciren);  2)  im  '£d)atten  verbergen,  mit 
@d)atten  verbecfen ,  verbunfein;  bie  S5erfd)attung,  baS  S3erfd)atten  in 
beibcn  93cb. 

verfdja^cn,  jici.  3»».,  oberb.  f.  verfreuetn,  2(bgaben  von  etwa^  ent= 
rid)ten  (fdn  ©ntjerbe  — ;  ogl.  iScba^);  —  ücrf(^d^en,  jiet.  3^f •  >  cbctb. 
etwaö—,  ii  für  nid)t<J  fd)a|en,  verloren  geben  (fein  ßeben). 


1600  t)erfd)aufeln  —  \)erfd)icbcit 

öcrfc^aufedi,  jic(.  3w. ,  fd)aufelnb  üectf)eiUn,  ^«cflrmen;  fdjaufelnb 
verbergen,  vergraben. 

ücrfc^äumen,  3»ü.  I)  jicllog  a)  m.  f)aben,  auff)oren  ju  fchä'umen  (bcr 
^onig  l)at  ocrfc^aumt) ;  h)  m.  fein,  fcf}aumenb ,  mc  ein  >3ci)aum,  ob. 
mit  bem  <Sd)aumc  fid)  verlieren  (bic  Xva^t  bei  ßfjampagncre  ifl  oecfi^aumt; 
uneig.  bic  bvaufenbc  Sugcnb  oerf(^üiimt) ;  2)  jiet.  obcvb.  (ücrfc^aimen)  f. 
abfd)aumen  {\>ai  g(cifc^). 

Ocrfc^citcn,  3'v.  ablaut.  wie  fc^cibcn  (oerfc^icb,  oerfd)tcben)  1)  jieU 
Io6  m.  fein,  eig.  f)tntreg  =  fct)eiben,  fid)  trennen  u.  entfernen,  gem.  nur  f. 
jlerben,  alg  mifbcrnbei-  u.  a^tungövoUcr  2(ugbruct ,  finno.  ab;,  binfd)eiben, 
(bei  Äronfe  ücrfc^eibet,  ift  ocrfc^icbcn;  f^on  altbo(^b.  yersceidea  f.  tobt;  bQ§ 
93ctf(^eiben,  al6  ^tr.  f.  baS  (Sterben,  .^infdbeibcn) ;  2)  jicl.  ungebr.  f. 
von  einanber  fd}eiben,  trennen,  unterfd^eiben  {bat)n  baö  9)?«).  oerfc^ie  = 
ben,  a(6  9?n).,  f.  b.);  oberb.  f.  entfd}eibcn  (einen  Jpanbcl). 

öcrfd)cincn,  jietlof.  ^w.  m.  fein,  ablaut.  »ric  fcbeincn,  (mittelb-  ^'^r- 
schioen,  -schein.  - schinen)  alt  u.  obcrb.  f.  auff)oren  ju  fd)einen,  b.  i.  fld)t' 
bar  ju  fein  (bae  ßic^t  ift  ücrfc^iencn;  lanbfcb-  ba6  (betreibe  üerfc^n'nt,  b.  t. 
cö  fe^t  !lcine,  unfc^cinbare  Äoincr  an);  babcr  f.  vcrfdwinben,  untergeben, 
Vergel)en,  »on  ber  3eit  (betSag,  baö  3at)r  ift  ucrf«:^icnen) ;  bcf.  ba6  SJin?. 
verfd)ienen  alöSBw.  f.  vergangen, venvid^n,  (oberb. ocrf^tencner Sage  ic; 
vei-fctjicncnc  SEoc^c);  auc^  al6  SZsn.  f.  neu(td),  vor  furjem. 

vcrfd^clcn,  jiellof.  ^\v.  m.  bab cn  (ogl.  finden)  nieberb.  f.  unterfd)ieben 
ob.  ung(eid)  fein :  einen  Unterfd)ieb  mad)en,  einem  etiva»  verfd)[agen  (eö 
verfdbelt  mir  nidjt,  f.  c6  ift  mir  einerlei);  uneinig  fein,  janfen  (auc^:  oer  = 
fc^illen):  ber  a3crfd)cl  ob.  23crfc^ecl  (auc^  58crfiill)  f.  Untetfd)ieb; 
Uneinigfeit,  9}?ifä{)eUigfeit. 

vcrfc^cUcn,  jiel.  3n).  (u.  fdbcUen  1.)  obcrb.  f.  burd)  eine  (2d)eUung,  b.  i. 
einen  ftarf  crf^iitternbcn  ®(^lag,  Verleben,  prellen  (ein  Sein);  ebem.  auc^ 
f.  jerfdieüen. 

vci-fd)cnfen ,  jicl.  3it).,  übcrl).  fort^,  ivegfdienfen,  babcr  l)  &itxmh 
im  kleinen  verkaufen,  finno.  auöfd)enfen  (3Bcin,  33icr  :t.  — );  2)  at§  ein 
@efd)enf  in  eineg  '2lnbern  S5eft^  übergeben  laljen  [id)  i^abc  baö  Sud^  i^er« 
fc^cnft);  uneig.  öon  unförperlic^en  23ingcn :  freitüillig  bingeben,  einem  ^fn? 
bern  ju  eigen  mad)en  (j.  23.  fein  Jpcrj,  feine  Siebe  — );  bie  S3erfd)cnfung, 
bi\^  SJerfdienfen,  in  bcibcn  S8eb. 

ücrfc&ercn,  jicl.  3^-)  abtaut,  (ipic  feieren  1.)  l)fd)erenb,  mittelft  ber 
<Sd}ere  verfärben,  verrd)neiben,  ein  »renig  befdieren  (bic  Jpaare,  ben  Äcpf); 
2)  falfdi  fdieren,  im  @d}eren  verberben  ob.  verunftalten:  babcv  iaä  «Kit). 
verfd)oren  atö  SSw.  lanbfc^.  f.  verunftaltet,  läd)eilid),  poffierlid)  (baS 
ftf()t  öcrfdboren  au§). 

üerfüjerjen,  jicl.  3»r.,  fdierjenb  verbringen  ob.  vertreiben  (bie  ^dt;  bie 
Cangcweile— );  burd)  Seiditfinn  ob.  Unbefonnenbeit  verlieren  ob.  um  ben 
S?efi^  eines  (iiuteg  fommen  (fein  müd,  ScmanbS  GJunft  :c.  — );  bie  SSer* 
fc^erjung. 

vcrlc^cuc^en,  jiet.  3»».,  ivegfd)eud)en ,  fd)eud)enb  entfernen,  finno. 
verjagen  f93ögcl  —  ;  uneig.  bic  IHift  3c.  — );  bie  S>erfd)eud)un9. 

verfd)tc!cn,  jicl.  3«.,  fort-,  in  bie  ^erne  fd)iLfen ,  eblcr:  verfenben, 
CSSaavin,  ÖJiitcr  —  ;  einen—,  gem.  aii6fd)iA"cn);  bie  ä^cvfdyicfung. 

vcrfc^icbcn,  jiel.  3».  ablaut.  (f.  f^icbcn)  1)  cttva6— ,  fort;,  von  b« 


«ccfdjiebcn  —  üei-fd)iepcn  1601 

(©teile  fchieben,  bcf.  tion  bet  recl)tcn  <^teUt  ob.  ani  ber  9el)on3en  Sage 
fd)ieben,  finnü.  üerriicfen,  (ben  Sif^  3c.  —  ;  bcn  J^ut  — ;  auc^  undg.  einen 
^lan  —  ;  eine  üecfc^obcne  iCnfic^t;  eine  oetf^obene  (i5ejla(t,  b.  i.  eine  übeU 
gebilbetc,  fc^iefe,  uenradji'enc;  nicbctb.  ein  Äinb  oerfdjiebtn  f.  e6  ben  übrigen 
Äinbein  nac^ft^en);  fid)  — ,  f.  üerfdioben  ir»erben,  aui  ber  3e()ört9en  Sage 
fümmen  (baö  ZüÖ)  i)at  ^iö:j  oerf^obcn);  2)  uncig.  oon  ber  3cit:  ctiüa^— , 
ein  3!()un  von  ber  gegemrä'rtigen  3eit  gteid^f.  in  eine  fpatete  fd)icben,  auf 
eine  anbere  3eit  uerfparen  ob.  auöfe^en,  finno.  auffdjieben,  üerjietjen  (eine 
Steife  hii  jum  ©ommer  —  ;  maß  bu  t)eute  ti)\xn  fannjt,  ocrfc^iebe  nic^t  auf 
morgen);  3)  alt  u.  oberb.  f.  bitrd)  ©djieben  ob.  23orfd)teben  t)erfd)liefen, 
3iifd)icben;  uerjlopfen  (bie  Öftren);  audj  f.  i>ecflecfen,  verbergen;  bie  5öcr- 
fc^iebung,  1)  ba6  25erfd)iebcn ,  in  allen  58eb.;  2)  \va^  fid)  verrd}ieben 
(äfft,  bie  Vorrichtung  juni  S>er|'d)iebeu  ber  SBal^e  an  einer  Spieluf)r ;  bec 
SJcrfd)ub,  -eö,  o.  9J?.,  ba^  33erfd)ieben  einer  vf)anblun9  in  ber  3cit;  bie 
3eit,  um  n)eld)e  etivaö  oerfd)oben  »tirb,  gero.  '.21uffd)ub,  SJerjug. 

V)erfd)iet)t'n ,  SB»»,  (cig.  93?«?.  uon  oerfc^ciben,  f.  b.;  bal)er  oberb. 
auc^:  oerfet)eiben),  burd)  ungleidie  S3efd)affenf)eit,  ni'ijt  übevcinflim- 
menbe  SOTerfmale  ob.  öigenfdniften  k.  von  einanber  gefc^ieben  ob.  untec> 
fd)ieben  (ogt.  unterfdjeibcn) ,  Unterfd)iebe  l}abenb,  ftnne.  ungleid),  nid)t 
einerlei,  (bie  ?OJen[d)tn  finb  an  öieifl  unb  Äörper  Ut)t  uerfcljiebcn ;  üerf(^icbe= 
ner  SÄeinung  fein;  einen  ocrfrfjiebcncn  Sinn  i)aben);  in  »»ciferer  SBeb.  alö  un« 
beflimmteö  ^ai)Uv.  f.  me^re,  einige,  etliche  (g.  S.  eö  famen  oerfdjiebcne 
^crfonen  baju;  ocrf(t)icbine  ©ad)en ,  Umftänbe  jc. ;  tc^  l)attc  iljm  SSerfdjiebS' 
ne6  mitjutf)eilen);  —  3fc?-  ocrfc^ictciiarttg ,  Str.,  »on  uerfc^iebcner  2(rt 
feienb;  bie  äJerfc^tcbcnartigfcit:  OfV|"d)ict)cnfarblg ,  9Btr.,  1)  oon  anbern 
®ingcn  uerft^iebene  garbe  fjabeub,  anöcrgfarbig;  2)  an  fid)  fclbft  oerf4)iebene 
'garbcn  babenb,  met)rfavbig ,  ftnnt?.  bunt;  verfd)iebi'nfovmi.q  ob.  =  förmig, 
SBjt).,  ücrfc^iebcne  gorni  b«(Jcnb;  ■ —  5ib(eit.  bie  $yerfc^tcbcn()eit,  1)  o, 
9K.  iai  23erfd)iebenfein ,  bie  5'Zid)tübereinflimmung,  fiiin».  Ungleid)f)eit 
(j.  SS.  bie  SSerfct)icbenljcit  gi»eier  üfRenfc^en,  beö  Sljicreö  oon  ber  'pflanje  jc); 
2)  9)?.  -en,  ba^jenige,  worin  ob.  iroburd)  ein  ÄDing  t>on  bom  anbern 
\)erfd}iebcn  ift,  ba^  unterfd}eibenbe  'iO?crfma[  an  ben  Singen  felbft,  finno. 
Unterfd)ieb ,  »elc^eö  mel)r  bie  pon  bem  2Babrnel)menben  gefegte  SSerfc^ieben» 
t}iit  bejeic^net  (ber  93Jenf^  entbectt  eine  23crf  c^i  ebcnljeit  an  girei  Dingen, 
unb  mad)t  einen  Unter fc^ieb  jicifc^en  iljnen);  t»crfd)iet»enttict).  Sin?.,  öer; 
fd)iebener  ^eife,  auf  ücifd)icbcne  ^(rt:  lonöfc^.  f.  ^u  iierfd)iebenen  Wlai 
len,  mebrmalö;  nic^t  gut  a(6  Sm.  f.  verfd)icben;  üerfrf)iebli(^,  ®»., 
lanbfd).  f.  werfd)iebcn  (oerfc^ieblic^e  $JBaaicn  u.  bgt.). 

Uerfc^lenen,  fSm.,  f.  unter  »erfc^einen. 

yerfc^iencn,  jiel.  3»-)  niit  ©diienen  uerfeben  ob.  oern)al)ren. 

üerfc^iepcn ,  3«.  abtaut,  »»ie  fctyicfen  (ycrf(^of6,  oer fcfeoff en;  altb. 
larsciozan,  verscliiezen)  1)  gielloö  a)  m.  fein,  Ott.  f.  fortfd)iepen ,  fid) 
fd)nell  fortbewegen  ob.  entfernen ;  uneig.  ron  garben:  fcbivinben,  ©td'rfe, 
Sebbaftigfeit  u.  ©lan^  verlieren ,  finnr».  verbleid)en  (bie  garbe  oerfc^ießt,  ift 
oa-fc^cffen:  oerf^offene  3eiige,  b.  i.  bercn  garbe  Derfc^ojfen  ifl);  oberb.  ouc^ 
f. . »erriechen;  im  <3d)uf^  ob.  Der  fd)nellen  Seivegung  an  einen  unred)ten 
Drt  gerat^en  (in  ber  fflicncnjuc^t:  ber  SßSeifec  oerfe^ie^t,  trenn  er  in 
einen  unrechten  ©toct  fliegt);  h)  m.  l)aben,  lanbfd).  f.  fet)l  fd)iefen,  fel)len, 

•^e^fc'ä  ^anbwöctcrb.  b.  bcutft^en  <Spc.  2.  2:i)eil.  101 


1602  »cvfd)iffen  —  t)ei-fd)(afen 

fid)  irren;  auf{)or«n  ju  fd)ief«n;  2)  riidj.  fid)  — ,  obecb.  f.  auö  Über« 
«tlung  oom  red)ten  SBege  nbfommen,  fi6  verirren  ob.  irren,  eig.  u.  uneig. 
(3ä'9.  bet  J^unb  t)at  fi^  »crf^offen,  b.  i.  »erlaufen) ;  ftd)  in  eine  ^erfon  — , 
f.  ftc^  fd)neü  u.  i)eft\^  in  fte  üerlieben  (auc^:  oerfd^offen  fein  f.  »er» 
liebt);  fid)  eineö  Si^ingei  — ,  f.  barauf  üerjid)ten;  fid)  — ,  ftd)  fd)ie^enb 
erfd}()pfen,  allen  @d)iefüorratf)  t)erbraud)en;  3)  jiel.  et  wag  — ,  a)  fort-, 
Qbfd)ie^en,  fortfd}leubern ;  eljcm.  uncig.  f.  ben  Scfife  einer  <Sad)e  auf^e* 
ben,  frt()ren  laffen  (fombolifdb  burc^  baö  gortfc^lcubern  eincg  .:^almcö  it.  be- 
jeic^net);  einem  etit)a§  — ,  f.  cntjief)en;  b)  tterfd)iefen  machen,  allmaf)* 
lig  abnehmen  ob.  fich  üerlicren  laffen  (bie  5D?aIec  oerf^tepen  bie  garbcn, 
b.  f.  fc^njflit^en  fte  ab  nadb  ben  ©rabcn  ber  Entfernung);  c)  fet)l  fc^iefen, 
unctg.  unridjti^  orbnen  (bcr  Suc^bructer  b^t  bie  ©c^viftfeiten  »erfc^offen): 

d)  fd)iepenb  erfd)öpfen,  jum  ®d)tefen  mit  @d)ief9en)el)ren  üerbraud)en, 
»ernjenben  (^uloer  u.  Ski  — ;  »tele  Äugeln  —  ;  eine  «Summe  ©ctbeö  — ); 

e)  lQnbf(i^.  u.  .ig>anbw.  f.  tierfperren.  befefügen  (nieberb.  »erfc^otten;  ogl. 
fc^uttcn;  SSergnj.  baö  ©ejimmct  — ,  mit  Stangen,  Srcttetn  2C.  oerroabrcn); 
ber  SSerf^iep,  -eS,  gjlal.  baö  2Serfd)iepen,  b.  i.  bie  aUmä'ba'die  3(bf(^ira« 
d^ung  bet  garben  nac^  ben  ©raben  ber  entfcrnung ;  bie  SSerfc^iepung ,  baS 
23erfd)iepen,  nur  in  jtet.  JBeb. 

Oerfc^iffen,  jiel.  3ȟ.,  ju  @d)iffe  tterfcnben  ob.  verfai)ren  (2Baavcn);  bie 
aJerfd^iffung. 

oerfc^ilfen,  3».  1)  jieHoö  m.  fein,  mit  Sd)i[f  uent>ad)fen  (ber  gluf§ 
ijl  ttetfc^ilft);  2)  jiel.  mit  ©c^ilf  üerfei)cn,  tient)af)ren  (@laf.  bae  @la6  in 
bet  9lut^  be6  gcnjlerral)menö  — );  bie  S5erf(^i(fung. 

üerfc^immeln ,  jiellof.  3«).  m.  fein,  fd)imme[nb  ob.  burd)  <Sd)imme( 
oerberben  (ücrf<i^immclteg  SBrob);  bie  S5erfc^immelung,  gew.  baö  23er= 
fd)imme[n. 

tierfc^immern,  jicUof.  3m.  m.  fein,  bi^t.  f.  ftd)  fd)immernb  »erüeren; 
auf()ören  ju  fd)immern,  ben  <5d)immer  ob.  ©lanj  verlieren. 

üerfc^impfen,  jiel.  3n>.,  obctb.  f.  befd)impfen,  fd)impfüd)  bef)anbc(n; 
in6bcf.  f.  fd)impftid)  entfiteüen  ob.  förperlid)  tjerunjlalten  (gem.  »er« 
fc^imp  fiten). 

üerfc^inbetn,  jiet.  3».,  mit  <Sd)inbeIn  öerfef)en,  üern?af)ren. 

oerfc^Iac^ten,  jiet.  3».,  fd)lad)tenb  oerbraud)en  ob.  erfd'tijpfen  (9Sief)). 

»erfc^lacfen,  3«.  1)  jieaoö  m.  fein  u.  riicEi.,  ju  <Sd?lacfe  (2)  irerben, 
ftd)  in  @d)(a(fen  üeritanbeln  (bas  Sifen  üerfc^Iac!t,  ob.  »etfc^lartt  fi^ 
lei^t);  2)  ju  <Sd)farfe  machen,  in  <Sd)(acfen  venranbein;  bie  SSer; 
f^lacfung,  giel.  u.  sielloö. 

oerfc^lafen ,  3tt>.  aHaut.  (f.  f^tafen)  I)  jiel.  fd)lafenb  »erbringen  ob. 
jubringen  (bie  ganje  5Rad^t,  fein  {)albc6  Beben  — );  fd)(afenb  oerfdumen 
ob.  oeriieren  {bk  redete  3eit,  fein  ®ludt  — ) ;  burd)  @d)lafen  ob.  im  <Sd)Iaf 
oergeffen,  'otxQii)in  mad)en  (feinen  Äummet  — );  2)  rüctj.  fid) — ,  lanbfdb. 
f.  ju  »ie(,  ju  lange  fd)lafen,  bie  rechte  Seit  oerfd)lafen;  —  baä  ^to.  Der; 
fd)lafen,  als  Sn).  f.  burd)  ju  langes!  <Sd)tafen  ermattet  u.  uerbumpft 
(et  war  ganj  oetf^lafen);  übermäßig  jum  <Sd)lafcn  geneigt,  in  hohem 
&tabi  fd)lä'frig  (ein  Betf(^lafencr  SKenfc^);  alt  u.  lanbf(^.  aud^  f.  entfc^lafen 
(bie  S3erf(ilafenen  f.  SBerftorbenen) ;  bie  S3erfc^lafenl)eit,  bai  23erfd)lafen=: 
fein,  bie  ©c^Iä'ftigfeit. 


t»ej:f(^Iaffni  ■ —  »erfdjiagen  1C03 

V>ctfd^(affen ,  3».  1)  jietlos  m.  fein,  üöUlg  u.  bleibenb  fd)(aff  «»erben, 
t)erf(%.  crfc^laffcn;  2)  gtcl.  r)öUi9  fd)(aff  mad)en. 

üerfc^lagen,  3tt).  abtaut,  vok  [cblagen  (oerfc^lug,  oerfc^lagcn;  attb. 
farslahari,  versiahen,  nur  in  jitl.  SBi'b.)  J)  jiel.  a)  fcblagenb  entfernen, 
forti,  weg-',  in  bie  gerne  fd)(a3en  ob.  treiben,  btf.  auf  unern5Ünfd)te  '^rt, 
gegen  bie  2fbfid)t,  in  bie  ^xve  2C.  (einen  58all  — ;  bet  ©tucm  oetfc^lug  baS 
©cfeiff  ob.  bie  gteifenben  an  eine  wüfle  3iifcf ;  ein  oom  2Binbc  ocrfc^lagcncö 
®d)iff;  lanbfc^.  auc^ :  ben  rechten  SBci}  cerfc^tagen  f.  ocrfebUn,  oci(iecen; 
Sag.  einen  ^unb  —  ,  burtfe  ju  oietcö  ©erlagen  entfernen  u.  5erfd)üd)tern) ; 
fid)  — ,  an  einen  unred)ten  ob.  unbekannten  £)rt  9eratf)en  (3ag.  bcc 
©c^ufö  »erfc^Jä'gt  ftd);  baö  angefd^ojfene  SBitb  bat  ftdj  oerfc^tagen,  b.  i.  eö  i(l 
flüchtig  gercorbcn  u.  nic^t  auf^^ufinbcn) ;  uneig.  fid)  (mir)  etwa 5  — ,  f.  e($ 
üon  fid)  entfernen ,  fid;  beffen  toer(u|lig  mad)en  (bcr  Kaufmann  oerf^ldgt 
ftc^  bie  Jtunben,  wenn  er  fie  nic^t  gut  bcbanbelt;  fic^  eine  gute  ^drati),  ein 
&iü(t  IC.  oerfc^Iagcn) ;  b)  unred)t,  fa(fd)  fd)la9en,  burd)  (3d)lagen  üerberben 
(58ergn).  bie  @ifen  — ,  auf  bem  ©cftein  ftumpf  fc^lagen;  ein  ^ferb  — ,  fe^« 
Icrbaft  befc^lagen);  e^em.  auc^  f.  unred)t  prägen,  fa(fd)  münjen;  u.  f.  ab? 
fid)tlid)  anberS  prägen,  umprägen;  c)  burd)  @d)Iagen  ob.  etwaö  ßin;  ob. 
2(ufgefd)lagene5  werfd)lie§en,  »erwa^ren,  oerfperren,  abfonbern ,  finno. 
jU;,  abfd){agen  (Jtaflcn,  Raffer  jc.  — ,  junagetn;  bie  (Salzpfannen  — ,  burc^ 
baraufgcfdb^agene  Slcc^ftücfc  flirten;  einen  9?aum,  eine  itammer  k.  — ,  buic^ 
eine  aufgef^lagene  Srcttcrtranb  abfonbern;  ba^er:  bcr  58erf c^ lag,  f.  u.); 
uneig.  alt  u.  oberb.  f.  vcrfperren,  fperren  (einem  bie  3fuSfi(^t  — );  irel)ren, 
üerfagen,  unterfagen,  verbieten,  bannen,  ber  allgemeinen  S3enu^ung  ent« 
^Hi)in;  ber  5Ba[)rne^mung  entjief)en,  oerflecfen,  verbergen,  t)erl)eim* 
lid)en  (fi^  — ,  f.  oerftccten;  bal)cr  ba6  9K>t).  oerfc^lagcn  alö  Sm.,  b.  t. 
cig.  »icrjtccft,  f.  u.);  fl)  alt  u.  oberb.  f.  jerfd}(agen,  verblauen;  erfd)(agen, 
tobten;  e)  lanbfc^.  f.  iiberfd)(agen,  b.  i.  ber  3a()t  ob.  ©rope  nad)  unges 
fal)r  beftimmcn  (bie  ©aljfoole  — ,  ben  ®ebalt  berfelben  untcrfuc^en;  niebcrb. 
rierflaen  f.  auf  ber  SBage  unferfuc^en) ;  2)  jielloS  a)  m.  baben,  aufl)ö= 
ren  ju  fd)lagen  (35g.  ber  J^irfcb  i)at  cerf^lagen,  f.  D.  vo.  ücrbaflet,  f.  b.; 
baö  SBicfgeflügel  oerfdjlägt,  b.  i.  \)'6tt  auf  ju  f(ilagen  ob.  ju  loden);  b) 
g(eid)f.  anberg  fd)lagen  ob.  arten ,  eine  anbete  S5efd)affenf)eit  anne{)men, 
feinen  Buftanb  veränbern  (ein  ^ferb  Derf(^lägt,  i^at  oerfdjlagen,  rocnn  eä 
wegen  untcrbrüctter  2(u6biin|!ung  flcif  u.  fran!  roirb);  inöbef.  m.  fein,  oon 
Halten  glüffigteitcn :  etwag  tion  ber  Ää'lte  verlieren,  laulid)  tverben,  auc^: 
itberfd)lagen,  (baß  fflier  ein  wenig  »erfdjlagen  laffcn;  »erf erlagen,  alS 
fSxv.  f.  nicbt  ganj  falt,  taulic^);  ')  eine  58eränbcrung  l)erworbringen,  einen 
Unterfd)ieb  mad)en,  finno.  auftragen,  augmad)en,  barauf  ankommen, 
bavan  gelegen  fein,  mit  einer  ©ac^c  ali  ©ubject  u.  einem  maf-  ob.  grabbe» 
flimmenben  3ablw.  ob.  gürn).  im  3£cc.  (bie  ©ac^c  ob.  eg  oerfc^lagt  Diel,  wc« 
nig,  ctwae,  ni^t6;  ba«  tjerf^lägt  mir  (ni^t:  mi6))  nicbtS,  b.  t.  e6  ift  mit 
glei^gültig;  e6  »erf^lug  ibm  wenig;  mai  würbe  eö  3b"en  »erfc^ilagcn,  wenn 
jc);  lanbfcb-  bef.  nieberb.  f.  bie  \?erlangte  Söirfung  berüorbringen,  sutrdg^ 
lidi  fein,  helfen,  gew.  anfd)lagen,  finno.  verfangen  (bie  Xrjenei  ocrfdblagt 
nichts  mebr;  eö  will  !ein  SKittel  otrf^lagcn) ;  —  ber  äJerfc^lag,  -e*,  9)?.* 
fd)lä'ge,  1)  ba^  5öerfd)lagen,  nur  in  bcr  SBcb.  bag  Überfd)lagen,  ber  Über- 
fd)lag,  bie  ^robe,  bcf.  bie  mit  ber  ©aljfoole  angejlelltc;  lanbfc^.  auö)  bec 

101* 


1604  üerfd)lammen  —  t>ci-fd)teimen 

2}erfauf  einet  SBaare;  2)  baö  23crfcf)(a3ene:  ein  uet|'c()[a3ener,  b.  t.  burd) 
23rcttec  »erfperrteu  cb.  afegefonbcctec  Sfiaum;  axiä)  bie  aufgcfd}lagene 
SSrettentianb;  oberb.  eine  Srettcrüfte  c()ne  ©djtofö;  3)  lanbfc^.  bef.  nieberb. 
f.  bai  $ßerfd}lagcnbe  ob.  2(nfd}(a3enbc ,  bec  D^u^en,  2}ort^eil;  baö  SSer? 
[(^(agcffen,  lanbfc^.  eine  bei  ©clegcntjdt  bcg  SJerfc^tagcö  bcc  ©algfoole  gcqe« 
bcnc  SKaf)(jeit;  bec  SSevfd^(ag{)ammer,  ein  ftarfec  opammer  bei-  Äupfer* 
fdjmiebe  jum  ©iiunfd^lagcn  ber  SBledje;  bic  S3evfd)tagfoole ,  ©atjjfootc,  mit 
v>ili)et  ber  fficrfdjlag  ob.  bie  @et)a(tpcobc  angejlcUt  n?itb :  bec  SSerfc^lä'ger, 
-3,  lonbf^.  ein  Seamtec,  roeld)ec  bcn  ©e^alt  bec  ©aljfoole  pcüft:  oer? 
fd)(agfam,  95».,  nieberb.  f.  njtrffam,  9ebeif)lid),  üoct^eil^aft;  bie  SSer* 
fc^lagung  (nur  jiel.),  gem.  bag  5öecfd)lagen;  —  öerfd^Iagcn,  SBro.,  ctg. 
SJfnj.  üon  oerfc^lagen  ,  wa^cfd^.  in  ber  SScb.  oerfc^Iie^cn,  oecftecten,  oer« 
I)cimli(^en  (f.  o.  1)  0)  alfo  urfpr.  üerftecft,  l)intecha[tig,  nid)t  offen  u. 
öufrid)tig;  9efd)ic!t  u.  geiüanbt  in  bec  (Srftnbung  u.  '■2Iu6fLif)cung  flugec 
2{nfd)K\'3c,  mit  bem  5tebenbcgriffc  bcä  SSerftcdten  u.  .ipcimlic^cn ,  [oroot)l  in 
gutem,  alö  bef.  in  böfem  ©inne  jum  Stat^tfjeil  2£nberer,  ftnno.  liftig,  fc^lau, 
Oerfd)mi^t  (ein  tjerfc^  tagen  er  S)Zen[(^ ,  Äopf  ;c.;  bibl.  meine  geinbc  finb  oer? 
f^Iagen  jc);  auc^  in  biefec  @igcnfd)aft  gegcünbet  ob.  bat»on  jeugenb  (ein 
öcrf(^(agener  ^lan;  eine  ocrfc^lagenc  2{ntn?ort);  bie  S>erfd)Iagen^eit,  ba^ 
SSei|^d)K-igenfein,  finno.  @d)(auf)eit,  25erfd>mi^tf)eit. 

üerfd^lammen,  jicüof.  3n?.  m.  fein,  mit  <£d)[vimm  bebecft,  angefüUt, 
vecflopft  irerben  (bic  S3runnenröf)re  ift  ocrfi^tammt) ;  ücrfc^lämmen,  jiel. 
3tr.,  mit  <Sd)[amm  übec3tef)en,  anfüllen,  oerffopfen  (ber  gluf§  ver» 
fc^ldmmt  bie  SSiefen;  oerfc^.  oerf  d)  Icmmcn,  f.  b.);  bie  SJerfc^lämmung. 

öcrfc^lampen  ob.  Derfd^lampampcn ,  jic(.  3iv.,  lanbfc^.  gem.,  fd)lamj 
penb  (f.  b.)  öertl)un,  üerfd)ivenben ,  burd)bringcn,  f.  ».  m.  üecfd)lemmen. 

oerfc^led^tern,  §icl.  3n?.,  fd)led)tec  madien,  con  »reiterer  93eb.  al6  X)iu 
fd)ltmmern  (ogt.  fd)lec|t):  fid)  — ,  fd}led)tec  n)ecben  (baö  SBetter,  i>ii  3ft* 
ten  JC.  üerfc^lec^tecn  fic^);  bie  S3crfc^Ied)terung ,  bag  23erfd}led)tccn  ob. 
(Sd)lednecmad)en:  auäi}  baä  <Sd}[ed)tectvecben. 

ücrfc^lecfcn,  jiel.  3».,  oberb.  fd)Iecfenb  \)ecjehren,  tjectljun,  vecnafd^en. 

ücrf4)lctc^cn,  jiellof.  3».  m.  fein  u.  rütfi.,  ablaut.  (f.  fc^lcic^cn)  ftd) 
fd)leid)enb  entfernen  ob.  üecbecgen;  fd)(eid)enb,  b.  t.  langfnm  t)ec9cl)en 
(bic  3eit  üerfi^teic^t). 

ücrfc^leiern ,  jici.  3w. ,  mit  einem  <Sd)leiec  tiecf)iiUen;  unetg.  bid^t.  f. 
üecbergen,  üerl)eim[id)en;  bie  S5erf(^(cterung. 

i^crfc^leifen  1.  3w-  ablaut.  (f.  f^lcifen  1.)  1)  jteUo6  m.  fein,  alt  u. 
oberb.  f.  ftd)  fd)leifenb,  b.  i.  gleitenb  u.  unüecmecft  i^erliecen  ob.  »erbec; 
gen,  ftd)  üerfciedien,  ogl.  t)erfd)liefen;  2)  jiel.  fel)[erl)aft  fd)letfen,  bucd) 
@d)leifen  Derberben  (bie  35egen!linge  ift  oerfc^liffen) ;  —  ücrfc^leifen  2. 
gtel.  3tv.  (blo^  umcnb.  rcie  fd^leifen  2.),  lanbfc^.  f.  f)eimlid)  Decfd)leppen  u. 
entroenben;  ungebü()tlid)  in  bie  ßä'nge  jiefjen  (einen  3ie(^tejlreit);  glcid)f. 
fd)leppenb,  in  trägem  ^^lubern  üerbcingen  (fein  Ceben);  bie  SSerfc^leis 
fung,  bai  2}ecfd)leifen,  in  allen  Öeb. 

üerfc^leimen,  jicl.  3».,  mit  ©d)leim  übecjie{)en,  anfüllen,  »ecflcpfen 
(btcfe  ©peife  oerfi^leimt  bcn  «Kagen;  oerfc^lcimte  (Singetüeibe  ic);  bie  58er; 
fc^leimung,  ba6  S3erfd)leimen;  bag  Sßerfd)leimtfein  (an  SSerfd^leimung 
leiben). 


tjerfd)leipen  —  »crfd)(iepen  1605 

ücrfd^teipcn,  3».  aUaxit.  (wie  f^leißcn;  mittelt).  verslizen)  bcf.  obcrb. 
1)  jitUoö  m.  fein  f.  reifen,  »erberben,  fid)  abnu^en  (Ä(ciber,  Suchet  u- 
»cvfc^tci^en,  finb  ocrfc^liJTen) ;  uncig.  f.  ftd)  aufreiben,  \)ix^ei)tn  (bibl.  alid 
glcifi  ocrfc^Ui^t,  roic  ein  Älcib),  u.  Don  bcc  3cit  f.  tjergefjen,  üerfdnvinben 
(bie  3eit  oerfc^lci^t  gcfc^winb);  2)  jict.  etwo«— ,  jerreifen,  burd)  ben  @e- 
braud)  abnu^en  ob.  aufreiben  (oiele  Äteiber);  uncig.  bie  3eit— ,  verbring 
gen,  jubringen  (et)em.  aixi)  unr.  oerfc^lieMn,  ?Wn>.  »ctf^  lol'lcn); 
lanbfc^.  auc^:  al^  5ßaare  »erfaufen,  abfaffen;  baljer:  ber  5ösrfd)leip,  -e«, 
0.  SJZ.  (lanbfc^.  axid):  SSerfdjlie^)  oberb.  f.  SSerfauf,  QSertrieb,  'iib\a^ 
PonSBaaren,  bef.  (^injelverfauf,  ÄUinljanbel;  ber  $üerfd>lei0cr ,  f.  23er- 
fäufer,  Äleinf)anb(er;  bie  5öerfd)leipun9 ,  ba«  23erfd)leif en ,  in  aUcn 
jiel.  S>cb. 

Derfcfetcmmcn,  giel.  3w.,  fdilemmenb,  burd)  <S*(emmerci  t>ertt)un, 
burdibringen,  ftnno.  oerpraffen  (fein  SSermcgen);  mit  @d)(emmen  ver? 
bringen  (bie  3eit);  bie  SSerfc^lemmung. 

öcrfd)(cnbcrn,  jicl.  3nj.,  fd)(enbernb  »erbringen,  t>er(ieren  (btc  3cit). 

Dcrfc^lenfern,  jicl.  ^xv.,  fd)[enfcrnb  uerrocrfen,  wevftreuen,  finno.  wer; 
fd)leubern;  obccb.  auc^  f.  Derrenfen  (ftc^— ). 

Dcrf(^Icppcn,  jict.  3».,  1)  etiva^  an  ben  unr€d)ten  ob.  ungehörigen 
Ort  fd)[eppen ,  fo  bafe  man  eö  nid^t  finbcn  !ann  (Äinbec  rcrfc^leppen  oft 
Sachen);  ^eimlid)  bei  Seite  fdjaffen  u.  entipenben;  '2)  gem.  f.  burd) 
<Sd)(eppen,  b.  i.  fdjmere  ?(rbcit  ob.  auc^  9{ad; läffigfcit  abnu^en,  abtragen 
(Älcibec);  'i)  ungebiil)rlid)  in  bie  Üange  jief)en,  ogl.  t)erfd)(eifen,  (eintn 
5Re^töf)anbeO ;  bie  SScrfc^leppung. 

üerfc^leubcvn,  jicl.  3»-  (obcrb.  auc^  uerf^ taubem;  ogl.  fc^taiibern), 

1)  eig.  ^inivegfd)leubern,  mit  ber  <Sd)leuber  ob.  mit  fdileubernber  S5etDe= 
gung  entfernen,  wegwerfen;  auc^  fdileubernb  Derbraud)en  (üicte  Steine—); 

2)  unnü^  ob.  erfo[glo«o  f)inn)egfd)[eubern  ob.  ;iverfen;  bai)et  untig.  unnü^ 
u.  leid)tfinnig  oerbraud^en ,  verlieren ,  fid)  einer  ^adje  unt>orfid)tig  ent^ 
aufern  (fein  @elb  — ;  bie  3eit  — );  inöbef.  SJaaren  — ,  unter  bem  greife 
üerfaufen;  bie  S5erfrf)tcubcrun9. 

t)crfrf)lid)tcn,  jiel.  3>o-)  »lt.  f.  fd)(td}t  mad)en,  ebenen;  fd}lid)ten,  ciui- 
g(eid)en. 

ocrf(f)lic!cn  1.  3»-  1)  iietlos  m.  fein,  mit  (3d)Ii(f  (@d)(amm)  an- 
gefüllt u.  baburd)  üerftopft  werben  (ber  .Isafen  i(l  ücrfd)l:cft);  2)  jict.  mit 
@d)ticf  anfüllen,  oerfd)lammen;  ocrfd)li(fcrn  1.  gte(.  3«'-)  gem.  eine 
fd)ticferige  ^lüffigf^it  \)ergiefen,  üerfpri^en. 

X)erfc^(i(f cn  ob.  ücrfc^ücfern  2.  jiei.  3w- ,  (mittelf).  versiickeo)  alt  u. 
lanbf^.  f.  \)erfd)lingen ,  t»erfd)lucfen ;  fd)lingenb  üer}ei)ren  ob.  burd)brin; 
gen,  vernafd)en,  \)erfd}lemmen;  fid)  iierfd)licf ern,  f.  fi'd)  oerfd)lucfen. 

t>erfc^liefen ,  3»ü.  jielleö  m.  fein  u.  rücfj.,  ablant.  (f.  f(^tiefen),  alt  u. 
oberb.  f.  fd)liefenb  ob.  fd)lupfenb  üerfd)Winben,  fid)  üerfried)en,  oerbergen. 

SSa-frf)lic^,  m.,  oberb.  r.  23erfd)leip,  f.  b. 

Derfct)licpcn,  jiet.  3»-  ablaut.  (f.  filieren)  1)  baS  ocrft.  fd)liefen:  fd)lte5 
fenb,  mittelfl  eines  ©diloffeä  ic.  5umad)en,  finno.  jufdiliepen  (bie  Sbüv, 
ba6  a:{)ot  :c.);  2)  burd)  3ufd)liefen  verfperren,  t?ern)at)rcn ,  jinn».  ah- 
fd)liefen  (ein  3immcr,  baß  «i^auö,  ben  ®(|ran!  u.);  uneig.  übixi).  ben  ^lu^; 
unb  Eingang   l)inbern,    ben   3ugang   ju   etwas   üerwe^ren   (bibl.  ben 


100(5  »crfd)(immcrn  —  t)erfd)Iuc!en 

Jg)immcl  — ,  {)inbcrn,  bafö  tS  regne;  einem  [ein  .^evj  — ,  b.  i.  ii)m  feine  6m« 
pfinbungen  Derbergen,  ob.  qu^  feine  a:ijfitna()me  für  it)n  jeigen);  ftd)  — , 
f.  Dcrfc{}lcffcn,  oecfperct,  fefi  ncvtraljtt  trerben  (uneig.  btr  @d)o9  ber  ©rbe 
üerfc^lie^t  fic^  im  SBinter;  baö  ^erj  »erf^lic^t  fic^  jc);  baß  SKnj.  Der^ 
fd)  (offen  al6  Sßir.  f.  feine  ©ebanfen  unb  @efü|)[e  TTnbein  Derbergenb, 
nid)t  }uc  9J?ittl)eUun9  geneigt,  ouö  «OTangel  an  SSertrauen,  ob.  qu6  SKin» 
fc^enf(^eu  ob.  =oera^tung,  »crf^.  oerjlec! t;  bat)er:  bie  SSerfc^loffen^eif, 
baö  •!Öerfcl)lon'enfetn ,  cntg.  Dtfeni)cit,  Dffcnt)erjigfeit:  3)  etiuag  an  einem 
\)crfd)(offenen  €irte  venva^cen,  finno.  <tnfd)lie^en  (fein  Selb);  uneig.  f. 
im  Innern  venDaljrcn ,  verbergen  (feine  ©ebanfcn  unb  ©efüfjle  — ) ;  x>ex- 
f(^lie^bar,  »ro.,  wag  ü<rfd)loffen  irerben  fann:  bie  SSerfd^lief barfeit; 
bie  S3crfrf)licpun9 ,  ba«  Sßerfct} fiepen;  ©^loff.  auc^:  ber  fd)Ii<fenbe  9iie- 
gel  eines  ©c^loJTeö;  baö  SScrfc^lofö,  -ffeö,  o.  SOI.,  bic^t.  f.  ein  t)erfd)Ioffes 
ner,  n?obl  tjerwa^rtec  9?aum,-  bec  SSerfd)luf^,  -(feg,  o.  gjf.,  baä  3Ser; 
fd)[iefen,  bie  23ern)a{)rung ,  u.  ber  SSecroa^runggort  (ttrva^  in  SSerfd^lufö 
i^abcn). 

üerf(^limmern,  giet.  3nj.,  fd)limmer  mad)en;  ftd)—,  fd)(immer  wer; 
ben  (feine  ÄrQn!t)cit,  fein  ^Betragen  ic  oerfc^limmert  fic^);  bie  93erfc^lim- 
merung,  bag  SScrfd^Iimmern;  bag  (5d)(immertt)erben;  —  oerfc^limmj 
beffern,  |iel.  ^m.,  fdjerji).  9leutt).  f.  ».  \v.  v>erbaÜ()ornen,  f.  b. 

tH'rf(^lint»en,   ?ier.  3tt).   Oblaut.   (f.  fc^linben;   mittelf).  verslinden)   alt  U. 

oberb.  f.  vccfdjiingen,  t>erfd}lu(fen,  ^inunterfd}lingen. 

yerfc^lingen,  jicl.  3m.  abtaut,  wie  fc^lingen,  1.  (oon  fd^lingen  1.)  fd)lin:J 
genb  »erbinben  ob.  befefiigen,  in  einanber  fd)lin9en  (ein  Sanb,  einen 
gaben  — ;  ein  oerfdjtungcner  .S^noten;  iie  Änopftöc^er  — ,  mit  »erfc^tungcncn 
©tidjen  bcnäf*en);  fid) — ,  f.  in  einanber  gefdilungen  ob.  gewunbcn  wer; 
ben;  uneig.  f.  eng  mit  einanber  «erbinben,  vereinigen:  2.  (oon  fc^tingcn 
2.,  altb.  vcrslinden,  f.  ücrfc^linben)  fd)(ingenb ,  burd}  ben  @d)(unb,  üer^ 
bergen  ob.  vertiigcn,  l)inab;,  binunterfdjlingen,  mit  größerer  ®iet  u.  ^ajf, 
al6:  üerfd)lucfen,  (bie  ©pcifen  — ,  b.  i.  gierig  u.  in  großen  ©tücten  l)inun« 
terfd^tucten;  »on  einem  3laubtt)ierc  oerfe^lungcn  »erben);  uneig.  ein  5Bort, 
«tnc@ilbe  — ,  f.  nid)t  augfpred)cn,  genj.  t)erfd)lucfen;  in  weiterer  JBtb. 
gleid)f.  gierig  in  fid)  aufne()mcn,  wie  in  einen  ®d)iunb  verbergen,  begras 
ben  (hibl.  bie  ©rbc  »crfc^lang  bie  Spotte  Jforo^;  com  ?Diccrc,  ton  ben  5S3eUen 
»frfd;tungcn  jrcrbcn;  bic^t.  bie  Stacht  »crfc^Iingt  ben  Sag);  burd)  Unmafig:" 
feit  u.  23erfd)tt»enbHng  «erjeljren,  burd)bringen ,  vernid)ten  (fein  @ut  — , 
bibl.  bcr  @ctt(ofe  üerf(^ringt  ben  grommen);  uneig.  etwa«  mit  grofer  SSe^ 
flierbe  burd;  bie  2fugcn  ob.  Dtjren  aufnff)men ,  mit  I«bf)after  3;f)eitna()me 
vernebmen  (etwag  mit  ben  2(ugen— ,  SemanbS  5ÖSorte,  ben  3nl)Qlt  eines 
©riefet  ic.  — );  bie  SSerfi^lingung,  1)  o.  SK.  bai  SBerfd)lingen  (in  bciben 
J^auptbcb.):  2)  2)?.  -en,  bie  gefd)Iungcnc  fiinic  ob.  ajerbinbung,  3Bin; 
biing. 

SL^erfcblofg,  f.,  verfd^IofTen,  SS».,  SScrfc^loffenkit,  f.  unter  »crfc^liefen. 

toerfc^topcn,  3».  1)  jieUoß  m.  tjaben,  aufhören  ju  fd)lofen;  2)  jiel. 
burd)  ©d)Iopen  jerfiören  ob.  t>ernid)ten,  üerf)ageln. 

üerfc^lucfcn,  3m.  1)  giel.  vöUig  ()inab?,  I)inimterfd)furf<n  (einen  SBif^ 
fcn);  uneig.  gem.  f.  fd)(ucfenb  Verbalten,  unterbriiden  (baö  SBeinen,  ben 
®^merj);  b<xt)iv  au(^ :  «ine  ©Übe,  ein  5Bcrt— ,  beim  flüd^tigcn  ob.  fehler- 


Derfd)(ummci*n  —  t?ei-fd)metjcn  1607 

f)aftcn  S5pre(f)en  nidjt  f)6ren  (äffen;  un«rtt)iebert  aufn<f)m«n  (fflowiicff, 
©^tmpfvcben  —  ,  ftnno.  dnflicten);  "i)  rüctj.  fld)  — ,  fff)l  fd)(ucf<n,  fid) 
im  <Sd)(ucf en  »«rfeljen ;  bie  Sierfdilucfung. 

ücrfrf)lummcrn,  jiet.  3Jt>.,  fd)(umm<rnb  »erbringen,  jubringen  (bie 
3eit);  burd)  ©d)lummern  Derfaumen  ob.  verlieren,  ftnno.  t)erfd)lafen. 

oerfc^lü^fen ,  3».  jicUoS  m.  fein  u.  tüctj.,  feiten  f.  fortfd)tüpfen, 
fd)lüpfenb  Perfd)n?inben  ob.  jTd)  verbergen. 

SScrfd^lufö,  m.,  f.  unter  »erfc^ließen. 

t»crfc^mad)tcn,  3ro.  1)  jiclloö  m.  fein,  fc^mad)tenb  vergei)en  ob.  um- 
fommen  (oot  .^i^c,  oot  Surft,  ooc  .?)unc5ec— ,  finnt».  ocrburjten,  oert)un« 
gern);  auc^  übcvtrcibenb  f.  in  i)ci)tm  ®rabe  fd)mad}ten,  b.  i.  matt  u.  er; 
fdjöpft  werben  (voit  »roten  »or  ^i^e,  üov  2)ur|t  ganj  oerfc^mac^tet);  ferner 
wn  fd)merj(id)er  <Sel)nfud)t,  a'ngjl(id)em  ^arren  jc.  biö  jur  Srfd)öpfung 
angegriffen  rcerben;  2)  gicl.  fd)mad}tenb  »erbringen,  jubringen  (fein  2e= 
ben  in  Slraucr  — ). 

üei"f(^mal)cn,  jtcllof.  u.  jiel.  3w-  (mittell).  versmahen;  oberb.  auc^  oer» 
fc^ma(i^en;  altnieberb.  »erfmabcn  üon  bem  altb.  smäh,  smahi,  smaehe, 
gering,  »erä^tlic^  :c. ;  ogl.  fc^mä'ljcn  u.  ©c^mat^)  alt  u.  oberb.  einem  ob. 
einen  — ,  f.  i{)m  geringfügig,  »eradjtlid)  erfd)einen,  ii)n  ju  gering  ob. 
geringfd)ä|ig  bünfen;  oberb.  gen),  eö  oerfd^mac^t  mir,  b.  i.  i^  nel)mc 
e6  aU  eine  ©eringfc^ä^ung  übel  auf,  eS  »erbricht  mid^;  ber  S3erfc^mac^, 
oberb.  f.  (Smpfinblid}feit  wegen  erfaljrencr  SZic^tac^tung,  3utudfe^ung  ob. 
Jßeleibigung ;  auc^  f.  förperlidje  23erunftaltung ,  bcf.  «^öcfer,  »gl.  58er» 
brufS;  ocrfd^ma^crifrf) ,  SSro.  oberb.  f.  empftnblid),  geneigt,  fic^  für  ju= 
ructgefe^t  ob.  bcleiöigt  ju  I)alten;  —  Oerfd^mäl)en ,  giel.  3n).  (cilti)oi)b. 
fai'smahjau ,  mittell).  versmaehen ,  ^rät.  -  smahte ;  nieberb.  »erfmaben, 
aud^  blo^:  fmaben;  l)oU.  versmaeden),  urfpr.  über^.  gering  ad)ten,  ftnno. 
perad)tcn;  geringfdjä^ig  ob.  ücradjtlid)  bef)anbe(n,  mit  (Sd)mad)  befegen, 
finno.  fd)ma()cn  (einen  »erfpotten  unb  t>erfc^mät)«n);  gcro.  mit  ©ering^ 
fd)d^ung  ob.  23erfld)tung  oerroerfcn,  oon  ftd)  weifen,  auöfd)Iagen,  ablci)* 
nen  (ein  ©cfc^enf,  ein  2(nerbicten  jc);  aue^:  «twa^  aui  ©eringfdjd'^ung 
unterlaffen,  nid^t  b(ciö:)ten  ob.  benu^en;  bie  S3erfc^mät)ung ,  iai  9S.<t- 
fd)mcii)en. 

oerfc^mcitern,  jiel.  3»-,  fd}mdter  machen. 

Derfc^mauc^en,  3».  1)  jtellos  m.  fein,  ftd)  fd)maud}enb  »erfieren  ob. 
erfd)öpfen,  finn».  Perrauc^en;  2)  jtel.  fc^maud)enb  t>erbraud)en  (oiel  Za* 
bacf  — ). 

oerfd^maufen,  jiel.  3».,  fdimaufenb  perje{)ren,  erfd)6pfen,  burd); 
bringen  (bie9Sorrat^e,ba6®elb);  fd)maufenb  jubringen  (Sag  unbSla^t— ). 

ücrfc^mcipcn,  jiel.  3").  oblaut.  (f.  fc^meißen)  gem.  f.  öerwerfen,  b.  i. 
an  ben  unred)ten  £)ct  werfen. 

Oerfrfimeljen ,  3».  1.  jielloe  m.  fein,  ablout.  (trie  fi^meljen  1.:  »er» 
fdömolj,  »erf^moljen)  1)  alt  u.  (anbfc^.  baö  »erft.  fd)meljen:  PÖÜig 
fd)meljen  ob.  jerget)en,  gen>.  5erfd)me{jen;  2)  fid)  fd)meljcnb  pereinigen, 
tn  einanbet  fd)mcljen  ob.  fliegen,  unmerf(id)  in  einanbet  überge[)en  u. 
fid)  innig  Derbinben  (in  einanber  tjerf^moljene  Slöne,  garben;  oUe  a:|)eilc 
ber  ©eftalt  t?crfc^mcljen  ju  einem  ®anjen);  —  2.  jtel.  f(^n>a^  umenb. 
(eerfc^meljtc,  ocrf^meljt)  l)fd)meljenb  erfd)6pfen,  jum <Sd)meljen 


1608  »evfd)mov5eii  —  üevfd;nappfen 

oerBraudicn  (oici  ?0?etaU):  2)  fcbrne(jenb  mit  cinanbcr  verbinben,  jufam- 
mcnfdimeljen  (®olb  mit  Tupfer);  iincig.  innig  oerbinben,  in  ein»inbct 
üccticiben,  unmcrf(id)  in  cinanber  über9i?f)en  laffen  (garben,  Söncjc); 
bie  ^ßrrfc^mcl^ung. 

üerfcbmerjcn,  jier.  3». ,  ettvng  — ,  aufhören,  <Sd)merj  ob.  Unfujl 
barüber  ju  cmpftnbcn ,  bic  ^^olgen  eineg  Übelä  nid)t  mei)x  fü()[en  (einen 
SSerluft  — ;  tc^  t)Qbc  ben  ®^aben  ücrfi^meijt) ;  auc^  bie  "Üufemrx^  ber  Un* 
luji  über  etwui  unterbriicfen,  fiiino.  tjerivinbcn ,  übernnnben. 

t^crfd^mieben,  jiel.  3»-,  aiim  @d}micben  üevtvcnbcn,  fd^miebenb  ver- 
arbeiten (j.  S.  ©tangcncifcn) :  fdimiebenb  üerbraud)en  ob.  erfd)öpfen  (aKe6 
»orratbige  ©ifen);  fd)miebenb  verbinben,  jufatnmenfd)mieben  (bic  ©liebet 
tiner  Äctte) ;  bie  5ßerfc^miebung. 

yerjC^miegcn,   jiet.  u.  rÜCfj.  3>r>.  (mittcli).  versmiegeu,  -smouc,  -smogen; 

[.  fc^micgcn)  ütt.  f.  fd}miegenb  i^erbergen,  oerflecfen,  t)erfried)en. 

iicrfcfemicrcn,  gicl.  3nj.,  1)  fd)micrenb,  mit  einem  fd}miericjen  «Stoffe 
\5erfd)(ie^en,  oerjlopfen,  finno.  oerflreid)en  (Stilen  mit  ÄalE,  «pc^i  jc.  —  ; 
einen  Ofen — ,  b.  t.  bie  SJi^cn  bcefctbcn  mit  get)m  —  ;  uneig.  Secgji).  bie 
©(Sngc  — ,  b.  i.  fte  oerfe^en  ob.  auf  onbere  Zvt  oerbecgcn) ;  lanbfd}.  gem.  auc^ 
f.  bcfd)raieren,  befubeln  (mitteii).  versmirwen,  obcrb.  Derf(^mirben);  2) 
fd)mierenb  t)erbraud)en  ob.  erfdiöpfen  (bm  8cf)m,  bic  JButtev  ?c.  — ),  tnöbcf. 
gu  fd)[ed)ter  @d)reiberei  oerbraudien  (oicl  3;intc  unb  Rapier—);  ber  SSer* 
fc^mierer;  bie  2Serfd)mterung. 

ferfd)minfen,  jicl.  3nj.,  1)  fd)minfenb  ob.  ju  @d)minfe  verbrauchen: 
2)  fd}(ed)t  fd)minfen,  burd)  @d)minfen  t>erberben,  cntfieüen. 

t>crfd)mi^t,  Sk).  (cvfl  im  5^eu{)oc^b.  cntjl.,  oon  bunfler  Äbftammung: 
»ieneid)t  üon  oerfc^mt^en,  niebcib.  d  er f mitten,  f.  oevfc^micren,  ücr= 
färben,  ogl.  [c^mieen;  alfo  ctg.  bnxdj  eine  Äündje  uerbcrgcn  ob.  ccrbedt), 
auf  feine  u.  »erjlecfte  SBeife  lijüg,  mit  bcm  ««cbenbegriff  beö  mangelnben 
9Rurt)6,  ber  geigtjcit  ob.  ©c^njä'^c,  bat)cr  ccrad^tli^cr,  al6  bic  finnö.  fd)lau, 
üerfd)lagen,  (ein  ecrfc^tni^ter  SJJcnfc^ ,  ^lan  jc);  bie  S3erfc^mi^tl)eit,  bai 
93erfdtmi^tfein,  ftnnt».  @d}(au{)eit,  23erfd)(agenf)eit. 

v>erfd)ttioren,  3>v.  l)  jicüoö  m.  fein,  fd^morenb  ob.  burd)  v^t|e  wer= 
berben,  üerget)cn,  »erfommen;  2)  jiet.  fc^morenb  ob.  jum  «Sdimoren 
»erbraud)en  (gleifc^). 

üerf(i)mücfcn,  ?tcl.  3tr.,  1)  burd)  übermafigeö  ob.  3efd)ma(f(ofeS 
@d)miitfen  oerberben,  cntjieüen:  2)  als  <Sd)mucf  ob.  jum  @d)mucf 
v>erbraud)en. 

t>crfrf)mu|en,  jie(.  3«'-,  burd)  (Sd)muö  t>erun|lalten,  in  f)of)em  (Srabe 
befd)mu|cn. 

vcrfc^nallen,  jiet.  3».,  mit  @d)naüen  t?erfdi(iefen,  jufd)nanen. 

vcvfd)nappen,  3».  1)  jieUoe  m.  fein,  falfd),  auf  ungehörige  SBeife 
fdinappen,  abfdinappen;  oberb.  f.  ccrrcnfen;  2)  rüdj.  fid)— ,  gem.  f. 
fe()l  fd)nappen,  baSjenige,  ironad)  man  fd)nappt  ob.  ^afd)t,  t»erfe{)Ien, 
nid)t  erfd)nappen;  uneig.  f.  fid)  im  9\eben  \>erfeben,  biire^  übercittcö,  um 
überlegtet  JKcbcn  ftd)  üerrat()en  ob.  blof  geben  (id)  i)abe  mie^  ücrfci^nappt ; 
»gl.  fcfcnappcn). 

t>erfd)nappfcn,  jicl.  3n?-,  gem.  burd)  <Sd)nnppfen,  b.  t.  S?ranntivein; 
trinfen,  vertbun. 


üerfc^nard)en  —  \)ei'fd)nu))fen  1600 

oerfrf)narrf)cn,  jic{.  3w.,  fcfinavd)enb  beibringen,  t>ev(ier<n  (bic  3ciO- 

Ocrfc^naubcn  u.  gen?.  t>cvfrf)naufcn,  3»t>.  (3nipf.  t»erf(^nQubte,  ütrft^noufte, 
9}?ro.  ücrfi^naubt,  ocifc^nauft;  ogl.  fd)naubcn ,  fc^naiifcn;  obcrb.  qu^  occ» 
fdjnicbcn,  oerfdjnob  2C.;  nicbtrb.  cafnuircn) ,  1)  jtelloö  u.  rüdj.  auf; 
t)ören  ju  fitnauben  ob.  511  fd)naufen ,  nai)  fjcftigcr  Jtnfltenganoi  ber  Sungc 
roieber  ju  ^(tf)cm  fommen,  fid)  cvbolen ,  gem.  oerpiiflen  (bie  ^ferbe  Dfr= 
fdjnaubcn  laffcn;  tc^  mufe  miä)  ein  reenig  ücrf(4naufcn);  '2)  jijicl.  etira^ 
fd)naufenb  oon  fid)  geben ,  burd)  (Sd)naufen  aupecn  u.  erfd)öpfen ,  an^- 
fdinaufcn  (feinen  3orn). 

Ocvfc^nciben,  jiet.  3>u.  ablaut.  wie  fc^ucibcn  (oerfdjnitt,  lurf^nit» 
tcn;  altb.  farsnidan,  versnideii),  1)  burd)  (Sd)neiben  tjerfiirjen,  fluten, 
finno.  befd)netben,  (bie  Stägtl,  bie  Jpaare,  einem  ^ogel  bic  glügel,  einen 
JJBcinilocE  jc.  — ;  bei  SJJctaUQrbeitern:  einer  gegofTenen  ob.  getriebenen  2frbeit 
mit  bem  ©rabflidjel  nac^fjelfen ,  inbem  man  bie  fel)lert)aft  I)crDorragcnben 
Söcile  wegnimmt);  baijer  in  engerer  25cb.  ber  @efd}Ied}tÖt{)ei[e  berauben, 
entmannen  (fr.  cajtriren;  ein  ^ferb,  ein  monnlic^eö  SJinb,  ©^of  k.  — ; 
eine  mä'nnlidje  ^erfon  — ;  baf)cr:  ein  ffierf  c^  nittcn  er ,  al6  ^ro. ,  b.  i. 
ein  entmannter,  fr.  ßaflrat);  2)  in  ^i)e\k  — ,  entjirei  fd)neibcn,  ftnno. 
gerfd)neiben  (in6bef.  etjem.  bie  Ober!(eiber,  Jg)ofen  ic  — ,  mit  jierttc^en 
©^li(5en  uecfel^en),  gew.  jur  SSertfjeilung  ob.  jum  (finjelüerfauf,  finno. 
auöfd)neiben  (ßcinwanb,  Zuö^  ic.  — ,  ellcnwcife  uom  ©tücE  abfc^nciben  unb 
»erlaufen) ;  uncig.  ben  5Bein  — ,  f.  t)erfd)iebene  SBeine  rait  einanber  mx- 
fd}en  (franj.  couper  le  vin);  ei)em.  aud)  f.  äer()auen,  töbtiid)  i>crwunben; 
üerntd)tcn,  fd)\vad)en:  'i)  fd^ncibenb  t)erbraud)en  ob.  evfd)öpfcn  (alleö 
Sud^  —  ;  ba6  ©trob  ju  ^äcEfcl  — );  4)  falfd) ,  unred)t  fd)neiben,  burd) 
©c^neiben  verberben  ob.  oerunjlalten  (ber  ©c^neiber  bat  ben  9?o(f  öerf^nit= 
tcn,  b.  i.  im  3ufi^nciben  oerborbcn);  bie  S3erfrf)ncibung,  bag  QSerfdinei^ 
ben,  in  allen  Scb. ;  ber  SScrfcftnitt,  -c^,  0.  331.  i>a^  $Berfd)neiben,  inöbcf. 
bai  2(ugfd)neiben  ob.  ber  Ginjel\?erfauf. 

ücrf(^ncicn,  jict.  3n?.  (mitterf).  versnten)  mit  faUenbem  <Sd)nee  be; 
becfen ,  barunter  Derbergen  ob.  baburd)  oerbecfen ,  ftnno.  einfdjneien  (bie 
SBegc  finb  oerfc^neict). 

öcrfc^ncUen,  giel.  3«-,  alt  u.  obcrb.  f.  fortfd}neUen ,  fd)neUenb  in  bie 
i^erne  treiben;  burd)  Übereilung  t>erneren;  fid)  — ,  f.  ftd)  burd)  Über- 
eilung oerfeljen,  bef.  im  iRcben. 

Ocrfd^nicbcn,  jicliof.  3w.,  f.  oerfdjnauben. 

üerfc^nippeln  ob.  ücrfd^nippern,  gem.,  b.  oerfc^nii^eln,  jict.  3w-, 
fd)nippe(nb  ob,  fd)ni|e[nb  tierbraud)en  (i5)apier) ,  ob.  oerberben,  falfc^ 
fd)nii^efn. 

t>crfc^norcn ,  jicl.  3w. ,  niebcrb.  f.  t>etfd)narc^en ,  werfd^lafen;  burd) 
gaulbeit  burdjbringen, 

i^erfc^nörfctn,  jicl.  3w.,  1)  mit  @d)nörfeln  vterfel)en;  2)  burd)  über» 
mäßige  ob.  gcfc^mactlofe  «Sdinorfel  ücrberben ,  üerunftaften ;  bie  fßcx^ 
fd^nörfclung. 

l>erfd)nupfcn,  jici.  3w. ,  1)  burd)  <Sd)nupfen  (9Jafcn  =  Äatarrl))  \3er; 
flopfen  ob.  bamit  befallen,  nur  im  !Olw.  t)crf6nupft  {iä)  bin  ücrfd^nupft, 
b.  i.  tc^  I)abe  ben  ©c^nupfcn) ,  u.  uncig.  gem.  f.  verbriefen ,  beleibigen,  d'r; 
gern  (cö  ob.  bie  ©ac^c  »crfc^nupft  il)n;  rgl.  baö  engl.  s-uniT  f.  Unwillen,  Ar» 
ger) ;  2)  fd)nupfenb  ob.  jum  (Sd)nupfen  t>etbraud)en  (oicl  Sabacf). 


1610  weifcf)nürcn  —  »erfd)  rauben 

oerfd)nürcn,  jtcr.  3tö-.  1)  mit  ©d^nüren  üerfe^en,  befe^cn,  einfaffen 
(bie  Änopf(öc^cc);  mit  ^Si^nüren  werira^cen,  üetfdi)ltef en ,  gew.  jufcf)nü; 
ren;  2)  mit  einer  (2d)nur  nu^meffen,  »ermeffen,  be[.  Scrg».  (ein  gelb—); 
bie  SSerfcfenürung,  in  beibcn  SScb. 

ücrfd)Ocfen,  jiel.  ^m.  lanbf^.  ben  (Sd)Ocf  (f.  b.)  ob.  bie  ©runbfleuer 
üon  cttDii^  entrid)ten  (feine  gelber  — ). 

Oerfc^oücn,  93».,  8Serf(^oUen(>eif »  f-  unter  t»erf<i^aUen. 

üerfdioncn,  gicllof.  u.  ?iet.  3n>. .  ia^  ßerjl.  fdjonen:  eine  ^erfon  ob. 
<Sache  unt»erfef)rt  ob.  unangetnjlet  (äffen ,  i()c  fein  Übel  jufügen,  obglei^ 
man  bie  S[ßad)t  baju  l)at,  alt  u.  in  ber  cbleren  ©prad;e  mit  b.  @cn.  (bibl. 
er  »crfc^oncte  nic^t  feincö  eigenen  ©of)ne6;  e6  warb  ber  ©tabt  »erfc^ont), 
je|t  geti).  mit  b.  2tcc.  (man  »erfc^onte  ben  ©efangencn;  ba&  geucr  ^at  mein 
^au6  »crf^ont;  ba^  Canb  blieb  im  Äriege  »erfc^ont;  obcrb.  unr.  mit  b.  25 at.: 
»erfc^one  iljm  jc);  einen  mit  etreaS  — ,  b.  i.  etwai  Üblc§  üon  il)m 
fern  ()nlten ,  eS  il)m  nid)t  zufügen  ob.  ant{)un,  fid)  beffen  gegen  ifjn  ent- 
I)a(ten,  (einen  mit  ber  2Crbeit  —  ;  oerfd^onen  ©ie  mid)  mit  folt^cm  a3erba(^te, 
folgen  Sieben,  3umiitf)ungen  :c.);  obcrb.  auä)  f.  [ebenen,  b.  i.  forgfam  bes 
n)af)rcn,  ni^t  angreifen  (j.  S.  bie  «^cinbe  bei  ber  Arbeit  :c.),  u.  f.  fd)euen, 
f^onenb  berüdfic^tigcn ;  bie  Slerfd^onung. 

ücrfc^önen,  jiel.  3«?.,  fd)ön  mad)en;  befd)önigen;  lanbf^.  (nicberb. 
berfd^onen)  f.  reinigen,  pu|en;  meift  bid^t.  f.  bai  gem.  Oerfd^önem,  jicl. 
3».,  fd)öner  madien,  ob.  erfdjeinen  loffen,  barjleüen;  fid)  ~,  f.  fd)Oj 
ner  roerben ;  ber  SSerfd^öner  ob.  gem.  SSerfc^onerer,  -  3 ,  bie  ^exiä)'6i 
ticrinn,  SO?. -en,  roer  ettras  t)erfd)onert;  bie  SJetfd^onerung ,  ba^  9Ser* 
fd)önern;  aud)  baöjenige,  iroburd)  etiraS  üerfdjönert  wirb  (?0i.  2Jerf(^ö» 
nerungcn). 

t>erfd)öpfen,  jicl.  3».,  falfd),  unr«d)t  fd)öpfen;  fid)  — ,  ftd)  im 
<Sd)öpfen  t>erfef)en. 

ücrf^op^en ,  jiel.  ^m.  (f.  fd^oppen)  oberb.  f.  üerflopfen ,  juftopfen. 

t)erfd)of["cn,  jiel,  3».  (niebcrb.  »crfd^otten)  etwai  — ,  ©c^of^  ob. 
5(bgabe  bat»on  entrid)ten,  c»  üerjleuern. 

üerfc^olfen,  S3m.,  f  unter  ocrfd^ic^cn. 

üerfi^ragen,  jiel.  3».  (lanbfdj.  aud)  »erfd^ragcn)  alt  u.  oberb. ,  mit 
@d)rflgen  (f  b.),  einem  (5^efd)rägc  ob.  9}erfd)lage,  einer  ^lanfe  t)erfef)en, 
«tnfd)ne^en,  umjä'unen. 

ücrfi^rämen,  jiel.  3»-»  SSerg».  burd)  einen  <Sd)ram  (f  b.)  ob.  butd) 
@d)ra'me,  b.  i.  neben  einen  ®ang  gei)auenc  ßöc^er,  öffnen  (ein  »erf^rämteö 
gelb). 

üerfd)rQmmcn,  jiel.  3».,  fdirammenb  ob.  burd^  ©d)tammen  »ecbers 
ben,  entfleUen. 

t>Crfrf)ränfcn,   jiel.  ^W.  (mittel^,  verschrenken,   3mpf.  vcrschrancte),   baS 

werft.  fd)ranfen  (f  b.):  1)  freujTOeife  über  einanber  legen,  üecbinben  (bie 
Arme,  bie  gü^c  ic);  et)em.  au^  f.  umarmen,  um!lammern;  oerfd^lingcn, 
»erttjicteln;  2)  burdi  ettva«  S3erfd)ränfte«,  burd)  @d)ranfen  t)enra{)ren, 
öerfperren,  einfd)(iepen,  finno.  befd)ranfen,  einfd)ranfen 5  aüä)  fibert).  f. 
einfdbliefen,  »erfdiliepen;  bie  SSerfd^ränfung. 

ücrfd^raubcn,  jicl.  3«).,  wie  fd^rauben  fomol)l  ablaut.  (oerf^rob, 
»crfd^robcn),    al6  f^mad)    umenb.    (eerf^raubte,    ocrfc^raubt) 


»etfcl)iecfen  —  t)erfd)rotcn  1611 

1)  fdjrnubenb,  mit  einer  <S&>\:mke  verfcbliefen,  gc».  ,5itfcf)rauben;  2) 
ffllfd),  oerfet)rt  fc^rauben,  burcf)  fef)(erf)(ifteg  ob.  ungefc()icfte6  <Scf}rauben 
»erberben,  finno.  t>erbre()en ;  bne  501«.  oerfd)coben  atö  Sn>.  unetg.  f. 
burd)  tt)ibcrnatürnd)c  SKid}tung  cb.  SJerbilbung  beg  ©eijleg  oecbocben, 
ftnno.  ücrbre^t,  Derfe()rt  (ein  ütrf^tobcncr  iCopf,  SJltnfc^);  ba()et  bie  S3er* 
fd>robent)eit,  baö  S3erfd)robenfetn. 

oerfc^rctfen,  jicl.  3».,  alt  u.  lanbfc^.  f.  etfd}re(fen,  in  «Sdjrecfen  fe|en. 

ücrfc^reiben ,  ^iel.  3n3.  ablaut.  (f.  fdjrciben;  mittüi).  verschriben)  1)  alt 
u.  cberb.  etwa 5—,  übert).  f.  auf;  ob.  niebcrfd}reiben,  fd)riftlid)  auffegen 
cb.  rtufnebmen  (eine  Jtlüge,  eine  Änttrort  u);  ba^cr  noc^:  einem  et; 
weiß  — ,  f.  eö  für  if)n,  5U  feinem  SSefien  auffd^reiben,  ei  i()m  fdjriftlid) 
üecorbnen  (bct  2(ijt  »erfc^reibt  bcm  ÄranEen  ein  SRetcpt,  ob.  gen?,  eine  2(r* 
genei);  einen  —  ,  ebcm.  f.  feinen  ^Jiamen  in  bie  SSerbanbIunggfd)riften 
eintragen,  fd)riftltd)  für  ibn  einfommen  ob.  fid)  »erirenben ;  nieberb.  f. 
i()n  fd)riftüd)  üerflagen;  äd)ten  (fr.  profcribircn) ;  2)  in  bie  Jerne  fd)reibcn, 
baber  ebcm.  f.  fd)rift[id)  ob.  brieflich  melben:  je^t:  et  mag  — ,  f*rifttid) 
ob.  burd)  23riefe  oon  einem  entfernten  £)rte  i)ex  »erlangen,  befleüen,  fom; 
men  (äffen  (SBaaren,  »üdjer  jc):  3)  einem  etreaS  — ,  it)m  ben  SSeft^ 
einer  ^adbe  ob.  baö  9?cd)t  barauf  fc^rtftlid)  übertragen  ob.  jufid)etn  (eine 
©umme  ®elbcö ,  ein  ^auö  u) ,  bcf.  al3  Unterpfanb  (j.  S3.  einem  ein  @ut, 
ein  JpauS  für  eine  geltebene  ©elbfumme  — );  fid)  einem  —,  ftd)  if)m 
fd)riftfid) ,  burd)  eine  Urfunbe  ju  eigen  ob.  in  feine  ©eroalt  geben  (fi^ 
bem  aeujel  — );  fid)  für  einen  — ,  fd)riftlid)  verbürgen;  4)  falfd) 
fd)reiben  (einen  Spornen,  eine  3ab0;  fid)  — ,  ftd)  im  (Sd)rcibcn  »erfeben 
ob.  irren,  einen  ©d)reibfe()ler  mad)en  (icb  b^be  micb  cerf^rteben) ;  o) 
fd)reibenb  ob.  jum  <Sd)reiben  »crbraud)en  (Rapier,  Sinte  :c.);  —  ber 
SSerfc^reibetag,  Serg».,  ber  2:09,  an  welchem  ben  ®eroerfcn  ii)t  ©tgentbum 
»ecfc^rieben  ob.  fc^riftltc^  beflöttgt  wirb;  ber  SSerfdjreibejettcl ,  ber  3ettel, 
auf  tt)eld)em  bte§  gefc^iebt;  —  ber  2Serfd)rcibcr,  -g,  bie  SSerfd)reiberinn, 
9J?.  -en,  »ner  etir a6  t)erfd)reibt;  bie  25erf(^retbung,  1)  0.  5K.  iai  SSer; 
fd)reiben,  in  allen  Seb.;  bcf.  bii  fc^riftlicbc  Übertragung  eineö  (Jigcntbumö 
ob.  «pfanbeö;  2)  9??.  -en,  bie  v^anbfd)rift  cb.  Urfunbe,  burd)  roelc^e  man 
einem  ^Tnbern  etroa^  t)erfd)reibt  (^fanb=,  ®^ulbDerf(^teibung  zc). 

Oerfd^teicn,  jiel.  3^0.  ablaut.  tpic  f^reicn  (oerf^ric,  oerfdbrieen: 
oberb.  auc^  »crfdbraien,  ?OJnj.  ocrfc^rait),  fdireienb  »erbreiten,  befannt  ma= 
d)en,  auöfd)reien  (cbem.  einen  (Srmorbeten  — ,  tnbem  man  hd  bejfen  geöff' 
nctcm  ©arge  brctmal  3eter  über  ben  unbcfanntcn  SÄötber  rief);  gen?,  in  übleS 
®efd)rei,  in  üblen  Sruf  bringen ,  finno.  »errufen;  bef.  baß  SKro.  »ers 
fd)ricen  ob.  jgej.  »erfd)rien,  f.  übel  berufen,  »errufen,  milber  alö: 
berüd)tigt;  oberb.  aucb  f.  befd)reien,  b.  i.  bezaubern  (ein  Äinbic);  ber 
SSerfc^reier;  bie  S3crfd>rciun9. 

t?crfc^ren5en,  jicl.  3»t).  (f.  fcbrenjen)  alt  u.  oberb.  f.  jerreifen,  fpalten. 

uerfc^roben,  58».,  S3crf(^robenl)eit,  f.  unter  oerf^raubcn. 

Ocrfc^roten ,  giet.  3»-  (oon  fclbroten  1.;  Smpf.  oerf(^rotete ,  5Kit?.  oer» 
fcbroten;  mtttelb-  verschroten,  Smpf.  verschriet),  1)  du.  f.  burd)fc^neiben, 
jer{)auen,  jerfe^en,  »errounben  (nodb  95erg».  ein  ocrfcbr 0 tencö  gelb, 
f.  0.  rc.  ein  oirfobrcncg,  ccrri^teS,  b.  i.  burcb  SBerggcbdube  geiJjfnetrS);  auc^ 
uncig.  f.  bred)en  (ben  Sib);  2)  fd)rotenb  »erbraud)en,  erfd)i>pfen  (ew« 
treibe,  üRaiju.);  bi«  SSerfc^rotung. 


1012  »crfdjrumpfen  —  \)cvfd)tx>ar5ett 

Oerfrf)rum^fcn ,  gicttof.  3«'-  w.  fein,  (gem.  auä)  »erfd^rumpcfn), 
fd)rumpft3  tt?erben,  burd)  @d)cumpfen  cntjleUt  trerben  ob.  »«rberben; 
Qüöi  f.  ein  =  ,  5ufanimcnfd)rumpfen. 

oerfc^iid)tern ,  jiel.  3if-,  fcl;ȟcf)tern ,  b.  i.  fcftcu  u.  angjllid)  mad)en, 
ftnno.  einj'd}üd}tern,  (ba6  Äinb  tp  burc^  t)actc  Scfjanblung  ocrfc^üc^tert); 
nfcbcrb.  auc^  f.  t)erfd)cuct)en :  bic  23crf(^ü(^terung. 

JjerfC^UlC't'n,  jiel.  3m.  (Qltljodib.  farsculdou.  oerbicnen,  u.  farsculdan, 
burd)  ®<^ulb  Dcrlieren,  _eiiibü|jcn;  mittclt).  verschulden)  1)  et  tun  5  — , 
@d}ulb  öaran  fein,  ein  Übet  burd)  eigene  (Sd)ulb  f)erbeifüf)ren  ob.  auf  fid) 
laben  (ba6  tjabe  tc^  ntd)t  ucrfd^ulbct:  ocrf^ulbetcS  Unglüd;  ba6  5Berfd)ut« 
ben  aU  ^tr.,  j.  S.  c§  i|t  ol)ne  mein  SBcrfc^ulben  gc[(^ef)cn);  2)  ctjem.  aud^ 
f.  üerbienen  (San!,  Sctjn),  u.  xvk  biefcS  f.  vergelten,  für  etn)a6  erfennt^ 
lid)  fein ,  b.  i.  [eine  ©c^utb  gegen  Semanb  crfcnnen  u.  abtragen  (j.  S.  baö 
rcoUcn  mit  gegen  euc^  t>erfd;ulben);  3)  fid)  — ,  meifl  ßlt.  f.  eine  @d)ulb 
auf  ft'd)  laben,  ffd)  fd)ulbig  ob.  ftrafwürbig  mad)en,  fid)  r»ergel)en,  ner* 
[ünbigen,  el)cm.  aud) :  fidi  octfc^ulbigen,  (bibl.  fi(^  an  einem  ocrfc^ulben 
ob.  ocrff^ulbigcn);  4)  mit 'Sd)ulben,  b.  i.  fd)ulbi9en  ©clbfummen,  bela= 
fien  (feine  ©iitcv— );  bef.  baö  ^w.  üer fd)ulbet  alö  S«).  f.  mit  @d)ul; 
ben  belaftet,  oiele  @d)ulben  I)abenb  (ec  ijl  fef)c  oerfd^ulbet;  »erf^ulbetc 
©üter);  bie  23erfd)ult'Ung,  1)  baä  33erfd)ulben ,  bic  auf  fid)  gelabenc 
@d)ulb,  finno.  ba§  SSerge^en,  bie  5öerfiinbigung;  2)  ba6  93erfd)ulbetfcin. 

ücrfd^üren,  §iet.  3«?.,  fd)ürenb  in  Uncrbnung  bringen  ob.  üerberben. 

ücrfc^ürjen,  jiel.  3iü.,  1)  fd)ür3enb  nerbinben,  nerf nüpfen ;  2)  falfd) 
ob.  äu  fe|t  fd)ür5en,  fo  bafg  man  cö  nid^t  hiebet  auflöfen  fann. 

öerfc^uflern,  3»-  gem.  I)  jiet.  burd)  @d)uftern  (f.  b.)  b.  i.  ungefd)icf(e 
"üxbeit  yerberben,  ob.  oert^un;  2)  riicEj.  fid)  —  u.  jteüoö  m.  ^aben , 
burd)  ungefd)icfte  ob.  nad)läfft9e  ^^batigfeit  in  fd)led)te  Umfrcinbe  gera= 
t()en,  ogl.  einfc^ujtern;  fi(^  an  einer  Sac^e— ,  lanbfc^.  f.  ungefc^icft 
büran  arbeiten,  fltden  :c. 

Dcrfd^üttcn,  jiel.  3n>.,  1)  treg=  augfd)ütten,  bcf.  unnjiUfürlie^  ob.  au« 
SJecfehen,  finno.  »ergiepen  (ogt.  fd)ütten;  bie  ©peife,  ben  5!Bein  ic.  —  ;  un« 
cig.  baö  Äinb  mit  bem  SSabe  — ,  f.  SBab;  cö  ob.  bie  ©uppe,  ben  Srei  Ui 
Scmanb  »crf^iittcn,  gem.  f.  beffen  @un(l  ob.  3utrauen  oerfd^erjen;  lanbfc^. 
öcrfc^üttcn,  jielloö- f.  un^eitig  gebaren,  ^u  friil)  nieberfommcn);  2)  fdiüt; 
tcnb,  burd)  ttmai  *f)ingefd)ütteteg  t?erfperren,  t)erfd)tiefen  (einen  SScg, 
einen  SBrunnen  u.),  ob.  Derbecfen,  finno.  überfd)ittten  (t>on  einem  ®^nee* 
ob.  gelfenfturj  u.  oerfi^üttet  »r erben);  bie  SSerfc^üttung. 

ücrfcbraägern,  jicl.  3«?-,  i^n\  «Sdiirager  ob.  jur  <Sd)rcagerinn  mad)en, 
burd)  @d)n)ä'gcrfc^aft  ©erbinben  (fic^  mit  Semanb — ;  mit  einem  ücrf^n)5= 
gcrt  fein) ;  bie  SScrfd^wägerung. 

ttcrfc^n:aren,  ^ieilof.  3n>-  m.  fein,  abtaut,  (f.  f(^mären),  fd)trarenb  fid) 
fd)lie^en,  jufd)»paren,  (bic  2(ugen  finb  it)m  oerfc^icorcn). 

ücrfd)n}ärmcn ,  3«3.  1)  jielloö  m.  feabcn,  aufl)6ren  ju  fd)n)armen, 
nu^fdiwarmen  (bie  SSiencn  ^aten  oerfc^niärmt);  2)  tüct^  fid)  — ,  fid) 
fdsreärmenb  verlieren,  verirren;  ju  t)iel  fdMvä'rmen  u.  fid)  baburd)  ents 
frd'ften  (bie  S?ienen  oerfd)n? armen  ft^);  3)  jicl.  fd)ivarmenb  Herbringen, 
jubringen  (Sag  unb  9tad)t— ,  feine  Sugenb  — ). 

t>crfd)rtiar5cn ,   jicllof.  3ro-  m.  fein,   gem.  f.  tjcllig  fd)trarj  werben; 


tjerfdjnja^en  ~  terfdjmenbcn  1613 

i?etfd>n)ärjen ,  jie(.  3w-  0  «ig-  frf^^viirj  mnd^en;  qm.  unefg.  cin«n  — , 
f.  üerleumben ,  anfd)ivar5en ;  2)  obcrb.  audj  f.  etnfd)it)ä'r5en ,  SBaatcn  mit 
Umgcfiung  bc6  3oUö  cinfüljren  (ogl.  fc^wävjen);  ber  58ctf(i)raärjer :  bie 
SSerfc^ivärjung. 

uerfc^tval^cn,  ^id.  3»i>.  gem.  1)  cttvaS  — ,  fd)tx)a&enb  tjecbreiten,  be# 
fannt  madien,  üerratbcit,  gm.  auöfrf)tra^}en ;  2)  einen  — ,  gu  beffen 
dlcid)ti)iH  fd)n)a^cn,  i()n  fd)»va^enb  in  Übeln  9vuf  bringen ,  gm.  »ertiat; 
fd)en;  3)  fidi  — ,  fid)  im  ©d)n)a^jen  veife[)en  ob.  übereilen,  ftd)  oers 
fpred)en;  4)  fdjtvo^enb  »erbringen,  verlieren  (bic3eit);  bie  Sierfdiwai^ung. 

oerfc^weben ,  jicKof.  3n>-  m.  fein,  bii^t.  f.  fortfd)it)eben ,  ftrf)  f*tve= 
benb  entfernen  ob.  verlieren;  uneig.  f.  unmcrflid)  u.  fanft  öer9et)en,  wer? 
fd)it)inben. 

Ucrfd)it)Ctgcn ,  jicl.  3«'-  ablaut.  rcic  fc^rceigcn  (»crfc^roicg,  »er* 
fc^ wiegen;  mittcK;.  verswigen,  verswcio  jc.)  1)  etivaö  burd)  @d)n)eigen 
Derbergen  ob.  gcf)cim  f)aUen ,  bauen  ob.  barüber  fd)iveigen  (ein  ©cbeim« 
nifö  — ;  einem  ctmaö  —  ;  octfc^roeige  mir  nidjtö!  bie  ©ac^e  tvitb  nidjt  Der* 
fdfjwiegen  bleiben);  2)  olt.  «Hfpc.  etroaö  auö  5Rad)lä'fftgfeit  nid)t  forbern  u. 
baburd)  fein  iRed)t  baran  uerlieren  (fic^  an  einet  ©ac^e  — ,  ob.  fcinJKcc^t— ); 
bie  ä5erfd)n3ci.qung ,  baö  93erfd)iveigen;  —  baö  SOtro.  ücrfd)n?ic9en  ols 
aSn).  in  tljatlic^cr  2Scb.,  geivof)nt  u.  geneigt  ctivag  @ebeimiuf)olt«nbe^  ju 
»erfd)n)eigen,  oerfc^.  fc^roeigfam,  cntg.  fc^tralfiaft,  (ec  ifl  fcljc  uerfc^srie« 
gen;  ein  oecfd^  wiegen  er  gteunb);  bie  äicrf(j^ivie9enl)cit,  tcii  S3crfd)n?ie; 
genfein. 

oerfc^rocimen  ob.  üevfd)wciineüi,  nieberb.  ücrfc^tincmcln,  iicüof.  3m. 
m.  fein  (mittcll).  verswimen)  (anbfc^.  gem.  f.  fd)n)inblig  ob.  ot)nmäd)tig 
»Verben. 

Üerfc^lüetgen,  jict.  3»-  (mittcll).  verswelgen,  versweihen,  ablaut.  verswalh, 

verswolgen;  vgl.  fc^melgtn)  eljem.  f.  verfd^lingen,  t)inunterfd)lu(fen  (fo  no4> 
nieberb.  oevfmclgen) ;  jcgt:  fd)tvelgenb  ob.  burd)  @d)tvelgerei  üerlf)un, 
burd)bringen  ([ein  ffietmögcn);  mit  @d)tt)elgen  verbringen,  jubringen 
(bie  3cit). 

üerfc^wellen  1.  jiellof.  3>v.  m.  fein,  ablaut.  (mic  fc^m eilen  1.), 
fd)iveüenb ,  burd)  @efd)ivulfl  verbecf t  ob.  verfd)[ofyen  werben  (baö  Äuge 
»ecfdjmiUt;  bet  .^alö  ijl  ocrfc^moUen) ;  bie  Sicrfc^ivcUung  1. 

verfc^iveUen  2.  jiel.  3m.  (oon  ©c^mclle)  mit  *Sd)»vcüert  verfe{)en 
(ein  ^awi  neu  oerfc^meUen;  ein  üerfd^meUter  Sac^ftu^l  jc);  bie  SSerfc^wefs 
lung  2. 

verfd)n)emmcn,  jicl.  3m.,  1)  fortfd)tvemmen ,  fd)tvemmenb  mit  ftd) 
fortfübren;  2)  fdiivemmenb  ob.  mit  ettvaä  ^erbeigefd)ivemmtem  bebecfen 
ob.  anfüllen  u.  baburd)  verberben,  venvüflen  (bie  SQBieffn  finb  mit  ®ant> 
oecfc^memmt;  oerf(^.  übcrfc^memmen),  ober  verfiopfen,  verfd)liefen  (bec 
glufö  ocrf^memmt  ben  JQaUn  mit  ©c^lamm);  .3)  fd)tvemmenb  vermifdien, 
finnv.  verflögen,  ob.  burd)  ^Baffer  verbannen  (bie  garbcn);  uneig.  auc^: 
»vie  in  einer  flüfftgen  ^la^t  verfd)ivimmen  ob.  ftd)  verlieren  laf^en,  finno. 
verivafjern  (j.  S.  bie  ©cbanEcn  in  einer  glutl)  von  585orten  verfc^memmcn) ; 
bie  äJerfc^iuemmunc^. 

Verfc^lUCnben,  jicl.  3m.  (mittel^,  versweuden,   '^rät.  -swante;  »gt.fc^men» 

ben),  eig.  übevl).  verfd)tvinben  mad)en,  bat)er  ii)tm.  f.  vernichten  (j.  35.  bie 


1614  Decfd)wejitevn  —  t)erfd)n)i§en 

SBcU);  jeftt:  in  ju  reid)em  9J?afe  auf  unnü^e  u.  Ieicf)tftnni3c  ^B«lfe  Der< 
roenben,  üertbun,  burcfjbringen  (mel  ®elb,  fein  SSecmcgen;  feine  Äcäfte, 
feine  3cit— );  uneig.  f.  o^ne  (Srfolg,  üergcblid)  anirenben  (S35oi)ltf)aten  an 
Scmanb  ocrfc^njenbcn;  alle  (grmaljnungen  ftnb  bei  ii)m  oerfc^njenbet):  bec 
S3erfd)njenbcr,  -s,  bie  S3erfd)iDenbcrinn ,  9J?.  -en,  mec  mvai  oetJ 
fdjtrenbct;  bef.  tuet  fein  SSermögcn  leichtfinnig  burd)btin9t,  entg,  ®etj* 
fy^ti^i^äx  einen  SSerfc^irenber  erflärt  »erben,  lat.  pro  prodigo);  üerfd^iven* 
lDerif(^,  Src.,  nach  '^frt  cineö  9}erfd)n)enbcrg,  jum  Sßerfchtttcnben  geneigt, 
ob.  bacitt  gcgrünbet,  {r>crf(^Äenberif^  mit  etroaS  umgeben;  cerfc^njcnbedf^ 
leben;  ein  »erfc^wenberifc^cr  SKcnfc^  Jc);  uneig.  iibcrf).  bag  gen)öhn[icf)e  ob. 
ge{)önge  9??a^  übei:fd)reitenb,  übcrrdd)  (bic  Statut  i)at  ftc  üccfc^roenberif^ 
auögcftattet ;  einen  üerfc^menbetifc^  loben  u.  bgl.):  bie  23erfd)rDenbung, 
bai  S3erfd)n)enben  (j.  S.  ber  3ctt) ;  insbef.  bic  übermäßige ,  leid)tfinnige 
SSemenbung  beä  SSermögeng  u.  bie  ^ieigung  b^u,  entg,  ®eij  (welche 
a5erf(^njcnbung !  feine  SBerfc^roenbung  ift  gro^);  bie  S3crfd)rocnbung§fucl^t. 

V>erfd)n}eflern,  jiel.  3w.,  ^uc  @d)it)e^et  mad^en;  fid)  — ,  jur  ©d)n)e* 
ftec  cb.  5U  @d}tt)ejtecn  trecben,  gctc.  üetf^wiflern. 

t?erfc^wic9en,  S8w.,  SSerfd^wiegenljeit,  f.  unter  oerfc^weigen. 

üerfc^wimmcn,  ^ietlof.  3«-  m.  fein,  ablaut.  (f.  fc^n5immen)  1)  fort* 
fdjirimmen,  fid)  fd)aMmmenb  entfernen  ob.  verlieren,  gem.  nur  uneig.  f. 
in  etroaS  gleidif.  fd)anmmcnb  fid)  werlicren ,  auflöfen ,  vergelten  (in  ba^ 
Stid^tg  — ;  fie  t>erfd)n3ammen  in  ©lücffeligteit;  nic^t  gut  rücfj.  fi^  — ); 
2)  in  einanber  fdiirimmenb  ob.  fliepenb  fid)  innig  vereinigen ,  finno.  ver* 
fd)mel5cn  (»erf(^tt)immcnbe  garben). 

öcvfc^njinben,  jiellof.  3»v.  m.  fein,  ablaut.  (f.  fc^winben;  ott^.  farsuia- 
dau;  mituit).  verswiiidcii  u.  verswineu),  baS  tterft.  fd)tvinben:  VÖUig  fd)roins 
ben,  plo^lid)  unfid)tbar  ob.  übert).  unbemerfbar  werben  (bibl.  ber  gngel 
beS  ^erni  ßerf(^manb;  ber  5^ebel  oerf^winbet  oor  ber  ©onne;  uneig.  bec 
2)ieb  ijl  cerfc^rounbcn,  b.  i.  bur^  bie  ^lu^t  entfommen);  in  weiterer  93eb. 
fd)nell  aufi)oren  ju  fein ,  fd)ncU  vergel)en  ob.  untergef)en  (fein  ©lud  öec« 
fdjwanb  K.;  alle  Jpoffnung  ift  ücrfc^wunfcen;  ein  oerfc^reinbenber  ®ef(^ma(f, 
b.  i.  ber  fi(^  fc^nell  »erliert);  ct)em.  au^  f.  fi^)  verje^ren,  baf)infd)tt)inben 
(j.  SB.  in  Seibc  — ). 

V>erfd)Wtngen,  j^iel.  u.  riictj.  ^w.,  ablaut.  (f.  fd^njingen;  mittel^,  ver- 
swiiigen),  alt  u.  bi(^t.  f.  fort;,  tt)egfd)reingen;  falfd),  an  ben  Hnred)ten 
Ort  ob.  aui  ber  ge[)örigen  ßagc  fd)tx)ingen ;  jum  SSerberben  fd)roingen ; 
fid)  verfliegen. 

üerfd^raiflern ,  jiet.  ^w.  (oberb.  ocrgcf^wiftem;  ogt.  ®d)meiler  u, 
©cfc^tüijlcr),  ju  @d)iveftcrn  u.  in  weiterer  Scb.  jii  ö)efd)niiflern  mad)en, 
fd)n:>e|lerlid)  ob.  gefd)tvifterlid)  verbinben,  uneig.  genau  u.  innig  verbinben, 
bef.  in  gotge  oerroanbter  ob.  &i)nlid)n  SBefd^affenl)eit,  finnv.  »erbrübern, 
»el^eä  jeboc^  nur  von  männl.  ^erfoncn  u.  ©cgcnftänben  männl.  ob.  fäc^l. 
©efdjlec^ts ,  ücrf(^roiftern  l)ingegen  ron  ®egen|länben  »reibt,  ob.  »erfc^ie« 
bencn  ®ef(^led)t6  gebraust  wirb;  bef.  fid)  —  ,  in  eine  gefd)nnfterlid)e  ob. 
übexi).  innige  25erbinbung  treten;  u.  ba§  SÄw.  verfd)rt>iflert  f.  eng 
vernvmbt  u.  innig  verbunben  (ocrft^roiftcrtc  2Befen,  ©eelen,  3:ugcnben  2C.); 
bie  SSerfd>un|lcrun9. 

t>erf(^n)i^cn,  3tv.  1)  jielloig  m.  fein,  fd)tvi^enb  ob.  in  @d)tt)eif  fid) 


t)crfd)w6ren  —  »crfcfjcn  1615 

werlUren  ob.  t»erjel)r«n  (oUe  Äraft  oerf(!^n)i^t,  ifi  oetfcfemt^t);  m.  (jaben, 
ouf{)oren  ju  fd)n)l^en  (bie  Äpfel  f)aben  »erfc^wi^t) ;  2)  jiel.  a)  fd)mi&enb 
t>on  fid)  geben  ob.  »edieren ,  au^fcbroi^en  (cbU  ®äfte  — );  uneii}.  gem.  f. 
(Mai  üergeffen  (baö  babe  id)  üccfc^roiftt);  b)  burcf-)  @d)TOi^en  \)crberben, 
üerunreinigen  (btc  SBäf^c). 

ücrfc^mören,  ^xv.  ablaut.  wie  fc^wörcn  (ücrf(^»ot:  eb.  ocrf^irur; 

öei"fd)n)Oren;    oUbOCbb.   farsueran,     f.  o.   tv.    tat.   pcrjmare;    mittClb-    ver- 

swern)  1)  jiclloö  u.  rürtj.  üöUig  ült.  f.  falfd)  fcfimören;  2)  jiel.  etwag  — , 
9letd)f.  üon  fid)  weg  fd)tr>ören,  einer  @ad)e  eib(id)  entfagen  ob.  fie  ju  un? 
terlaffen  angeloben,  ftnn».  abfdiwören  (ba6  ©piclen,  bcn  Ztmt  u.  — );  3) 
rücfj.  fid)—,  fid)  eiblid)  ju  etwaeS  \)erpflid)ten ;  bef.  fid)  mit  3«m'^nb— , 
fid)  burd)  @ib  ju  einem  gemeinfnmen ,  bef.  böfcn,  gefc^wibttgen ,  Unter? 
ne()men  werbinben  (ftc^  gegen  ob.  rciber  Scmanb ,  gu  bcffen  Untergang,  ©r* 
morbung  jc.  üetf^»r>ören);  baö  ?Oin).  oerfd)n)oren  alö  S8:d.  f.  roer  fid) 
t)erfd)n)oren  l)nt,  u.  bef.  als  ^»r.  ein  2Scrfd)iüo rener  k.,  bie  23er * 
fd)njürenen;  uncig.  fid)  uerfd)n)ören  f.  fid)  in  feinblid)er  2(bfid)t, 
ju  ;5«nianb3  93etberben  vereinigen  (i)at  fic^  benn  2tUeö  gegen  mid) ,  ob.  ju 
meinem  Ungliitf  ocrfc^iroren?);  ber  S3erfc^n)ürer,  -i,  »rer  fid)  mit  '^nbern 
ju  etivaS  t)erfd)n)ört;  bie  ä^erfd^wörung,  1)  o.  SÄ.  ba6  23erfd)a>ören; 
2)  50?.  -  en ,  eine  SSevbinbung  wn  23erfd)it)orenen  jum  ©traben  cb.  5öcr» 
berben  einer  ^erfon,  einer  Partei,  ob.  bef.  einer  i)i:vvi<iiinbm  ©crcalt  im 
©taate  (eine  Jöerfc^wörung  anftiften ,  entbcrten  zc). 

oerfegeln,  jiellof.  3«.  m.  fein,  1)  ©(^iff.  f.  fid)  fegelnb  au^  bem  ©es 
ftd)t  entfernen  (bai  ©(^iff  ift  oerfegelt);  2)  falfc^  ob.  irre  fegein,  wer; 
fd)lagen  werben. 

üerfe()en  ob.  ?gcj.  t>erfe()n,  jici.  u.  rürfj.  3n'-  ablaut.  wie  fc()en  (üer= 
fal),   t»erfet)Cn;    altb.  farsehan,    versehen)    1)  öbecb-  f^h^'i   fil^fd)  ob.  gar 

nid)t  fel)en;  baber  a)  ebcm.  f.  iiberfe^en,  nid)t  bead)ten;  gering  ad)ten, 
»erad)ten;  b)  unred)t  fehen,  au6  gjZangel  an  2iufmer!fam!eit  ein  2!)ing  für 
ein  anbereg  anfe^en  ob.  überb-  nef)men,  u.  in  §o(ge  fcld)er  Unad)tfamfeit 
itwai  tf)un,  \t>ag  man  nid)t  wollte  ob.  follte,  fowobl  rüdj.  fid)  — ,  finno. 
irren ,  fef)len  (ic^  b^bc  mtd)  Derfef)en ;  ber  Kaufmann  t)at  fic^  beim  SWeJTen 
»etfeben),  al6  audb  jiel.  etvoai  — ,  finno.  üerfebfen,  unred)t  mad)en,  ftär# 
fec:  fid)  nergehen,  (er  Ijat  in  feinem  2tmtc  ctiraö  »erfcben;  fprt^in).  »erfeben 
i|l:  auc^  »erfpielt;  e6  bei  einem  ocrfeben,  b.  i.  eö  ibm  ni(^t  rec^t  machen  ,  et= 
mag  oerfeblcn  u.  fid)  babur(^  um  feine  @unft  bringen);  c)  fid)  an  einer 
@ad)e  — ,  burc^  3(nfe[)en  berfelben  fid)  <Sd)aben  jujieben  (gem.  nur  oon 
f^n?angeren  ^crfonen ,  menn  ein  unoermutbetcr  3inb(icf  einen  nad)tf)eiligcn 
SinbrucE  auf  ibre  8eibc6frud^t  mac^t);  2)  überi).  f.  n.  m.  vor?  ob.  fürfef)en, 
inSbcf.  a)  oft  u.  obcrb.  f.  vorangfel)en  u.  in  golge  ber  23orau6fid)t  beflim* 
men,  au6erfel)en,  verfügen,  (bibl.  ein  8anb,  baö  idj  ii)ncn  »erfcf)en  battc; 
mir  ijl  oerfc()en ,  b.  i.  üorbcr  beftimmt  ic;  ju  grojjen  Singen  »crfeben  fein; 
e6  ift  in  ben  9?C(^ten,  bur(^  ein  ©efe^  jc.  ocrfeben ,  baf^  2C. ,  b.  i.  üerfügt, 
oerorbnct);  b)  et  wag  — ,  bafür  fovgen,  eg  beforgen,  verwalten  (ein 
^mt  — ;  ©(^iff.  bae  SafctmcrE  — ,  b.  i.  beforgen,  inbem  man  c6  unterfudjt, 
auöbeffert  jc);  c)  einen  ob.  fid)  mit  etwag  — ,  ibn  ob,  fid)  bamit 
verforgen,  ba^  jur  (5trcid)ung  einer  2r6fid)t  9?6t()ige,  bie  crforberlic^en 
2Rittcl,   aSorrät^e  zc  barreic^en  ob.  verfd)affen  (vgl.  baS  tat.  providere; 


1616  Derfe()rcn  —  tjerfengen 

einen  mit  SReifegclb,  mit  IHfaenemittcln  —  ;  ft^  mit  Jpotj  jur  Scufnmg  — ; 
bct  Kaufmann  ücrftcl)t  fic^  mit  SBaaccn;  einen  Äian!cn  ob.  ©tcrbenben — , 
obcrb.  f.  ii)m  ba6  2(benbma^l  ob.  bie  ©tcrbefacramentc  rcid^cn);  mit  eUvcii 
üci-fel)en  fein,  übcvi).  f.  bamit  begabt  fein,  e^  ^aben,  befi^en  (id)  bin 
jc^t  nic^t  mit  @clb  oei-fe{)en;  bec  SKcnfd)  ift  mit  £)f)rtn  jum  J^ötcn  »erfcl)en); 
d)ftd)ctneö25in3ö— ,  cä  t)Oi-f)erfe^enb  emarten,  nermutt)cn,  ()offen 
(beffcn  üerfal;  iä)  miij  nid)t;  id)  f)at(e  mic^  feiner  »ic^t  »crfeticn;  et  \3crfa^ 
fic^  feinet  Untreue;  ygl.  unoetf  et)  cn6;  Gud):  c^e  ic^  mtc^'ö  cetfat),  ctje  er 
fic^'e  oerfal)  it.,  rco  e§  (es)  utfpt.  ©enitio  ijl,  Denn  abet  fätfd^Iic^  für  ben 
2(ccuf.  (ez)  genommen  warb,  bai)er  man  bcnn  auc^  in  anbern  gälten  bcn  2Ccc. 
bcr  Baüji  neben  bem  "äcc  ob.  gcrc.  Ttat.  ber  ^erfon  ju  fe^en  pflegt,  j. 
SS.  baö  oerfal)  iö)  mic^  ob.  mir  ni(^t;  baö  i)ätti  i(^  mir  nic^t  oon  xi)m  t>erfe* 
t)en;  ici^  l)ättc  mir  et)er  beö  Jpimmelö  ©injturj  oerfct)en ,  u.  bgl.  m.);  ftd) 
cineö  Dingo  ju  einem  (e^em.  auc^  —  an  einen)  — ,  b.  i.  eg  ba 
flimmt  ( juüerfi(^tli^)  üon  ibm  emarten,  fid)  bef^()alb  auf  t()n  üer* 
iQJfen  (bal)er:  bie  3ubcrfid^  t  :c. ;  bibl.  ic^  oerfefje  mie^  bcfö  gu  tuä)  "KU 
len;  wir  t)er[ef)en  un6  ju  euc^,  bafö  3C. ;  jc^t  aiic^  ungut  mit  bem  ^at  bec 
^erfon  u.  '2(cc.  ber  ®  ac^e:  i^  »erfef)e  mir  ni(^tö  ®ute6  ju  il)m)]  —  ba§ 
SSerfebcn,  -g,  9}?.  m.  @. ,  1)  o.  SK.  bie  ^anblung  ob.  ber  Bujlanb,  ba 
man  fi'd)  üevfiebt,  finno.  5vctf)um,  (eö  i|l  qu6  9Serfel)cn  gefd)e()cn);  2)  ein 
aug  Unad)tfamfeit  begangener  gehler;  'J)  ef)em.  au^  f.  bag  ©nvarten, 
bie  3uverfid)t;  t!erfcl)cnt(i(^,  S5m.  u.  ?R\o.,  »lt.  f.  5ut>erftd)tlid) ,  äuuer; 
läffi'ä)  üermut()[ld),  allem '^lnfd)ein  nad);  bie  SScrffl)ung,  bie  »f)anblun3 
beg  23erfebeng  (2),  ingbef.  bie  SSeforgung,  23ern?altung  (eine6  Ämteö  it.), 
u.  bie  SSerforgung  (bie  58eriel)ung  mit  ßebenömitteln  jc). 

üerfel)rcn,  jiel.  3^.  (mittcllj.  verstreu;  »gl.  fcl;r,  fel)rcn),  förpetlic^  r)er= 
rounben,  verleben,  befd)ä'btgen,  bef.  von  geringen  JBefc^dbigungen  äußeret 
St)eilc,  »gl.  beilegen,  (fi(^  bie  <^anb,  bcn  gu§  —  ;  ba^  geuer  f)at  tljm  fein 
^aar  üerfel)rt);  cl)em.  au(^  f.  betrüben,  üvä'nfen,  beletbigen;  üerfet)rbar, 
S5».,  roaö  oerfet)tt  treiben  fann ;  bie  äicifel)rbarfeit.:  bie  S3erfet)rung. 

ocrfetgen  1.  ob.  t)cvfeil)cn,  jiettof.  3».  m.  fein,  alt  u.  obcrb.  f.  »er* 
fiegen ;  oerfeigcn  2.  jiel.  3nj.  (mittell).  verseigeu ;  oberb.  erfatgen) ,  alt  u. 
lanblc^.  f.  auöfett)en,  oerfiegen  mad)en,  auötrodnen. 

oerfeifen,  jiel.  3)^.,  ©(^iff.  feifenb  (f.  b.)  verbinben,  ^ciue  an  einanbet 
nät)en. 

üerfeüen,  jiel.  3n5.  (f.  feilen)  nicbcrb.  f.  verkaufen;  verlieren;  ttert()un. 

vcrfeln,  3«).,  bie  S3erfelei,  ber  äicvfclcv  ic.,  f.  unter  S3er6. 

üetfcnben,  jiel.  ^w.  unregclm.  {xcic  fenben),  fort;,  in  bie  gerne  fenben, 
trrfi^.  ab^f  auSfenben,  ebler  als  ba§  finn».  yerfd)tcfen ,  jebodj  gera.  nur 
t^on  «Sadyeh  gebr.  (Sffiaaren,  ©üterjc.  — );  uneig.  bidjt.  f.  in  bie  gerne 
tuerfen,  fd)(eubetn,  fd)ie^en;  ber  5öcrfcnber,  -ö,  bie  S3crfcnbcrinn,  Wl. 
-en,  n)cr  etroaö  Derfenbet;  bie  SSerfenbung  (obcrb.  aud):  ber  93crfanb), 
baä  23erfcnben,  bcf.  t3on  SSäaarcn  (fr.  ©pebition);  bal)cr:  bie  5ßerfenbunggs 
gcbüt)r;  bie  SierfenbungSfoften;  ba^  äJerfenbungggefd^äft  (fr.  ©pcbt* 
ticnSgrfdjdft)  jc 

ocvfengcn,  jiel.  3ra.,  fengenb  befd)ä'bigen  ob.  üerberben,  «uf  bet  £>ber* 
iläd)e  verbrennen  (fic^  bie  ^aarc  — ,  ben  üRod!  am  Ofen—);  bie  SSer* 
fengung. 


»evfenfcn  —  t)erfe^en  IG  17 

üerfm!en,  jiel.  3«.,  f«nfenb  verbergen  ob.  bcc  SDi3a()rnef)mun9  entjie* 
f)en,  üerfinfen  maäjen  (einrn  ©arg  — ,  ein  ®^ijf  — );  uncig.  in  einer 
SSertiefung  »eibergen,  tief  f)inein  jlecfen  (bie  ^(taüaxbdtet  »er[en?en 
ben  Äopf  einer  ©(^raubc ,  n?enn  fie  ifjn  in  eine  23ertitfung  einloffen  ,  fo  baf6 
cc  nic^t  f)eroorra9t) ;  in  einen  3ujlanb  ganjlid)  oerfe^en  u.  barin  9leid)f. 
unterge{)en  mad)en  (einen  ob.  fid)  in  Sammcr,  in  ©c^merj  k.  —  ;  in  ®c^ 
banfen,  in  Sctradjtungtn  oerfenft) ;  cbem.  auö)  f.  inö  SSerberben  fturjen, 
uernidjten ;  ber  äJerfenfbol)rer,  ein  SSotjrer  ber  gKefallarbtiter,  bic  SSertic- 
fungcn  für  bie  ©d^roubcnföpfe  bamit  ju  machen;  ber  SSerfenfer,  eljem.  unetg. 
f.  93erbcrber;  bie  Söerfenf'unq ,  1)  o.  SW.  baS  QSerfcnfen;  2)  ^.  -en, 
eine  SJertiefung,  in  »rel^c  etn^aö  oerfenft  roirb. 

ücrfeffen,  S>p.,  f.  unter  »erft^en. 

Öerfcl^Cn,    ^rv.    {Qltt)0d}b.  farsazjan,    mitldi).  versetzen,    ^rat.  -sazte)    1) 

jiel.  a)  fort«:,  f)in>üeg',  an  einen  anbern  £)rt  fe&en,  anberö  fe^en,  um- 
fe^en  (j.  S.  bic  ®tüt)le,  Sucher  ic. ;  bie  Sud)|tQben  einc6  5Borte6,  bie  SBorte 
cincö  ®a^e6  — ;  einen  Saum — ,  b.  i.  »erpfianjen ;  bihl.  Serge — ;  SBcrgro. 
ein  t)crfe(jtcr  Serg,  b.  i.  ba&  auf  alte  ©trccten  ob.  Äaf!en  geflür^te  (Sejlein, 
n)el(^eö  nic^t  auggeförbert  ifl;  ©c^iff.  ben  2£n!er  — ,  b.  i.  ifjn  roieber  lichten, 
um  it)m  eine  belfere  ©teile  ju  geben);  fid)  — ,  fid)  an  einen  anbern  Ort 
begeben,  eine  anbere  9iid)tung  nct)men  (fid^  in  ®ebanfen  an  einen  Ort 
»erfc^en;  ein  ©trorn  oerfe^t  fic^,  njenn  er  feinen  Cauf  öerdnbert;  dn 
Äranf^titgjtoff  werfest  fid),  rcenn  er  fic^  auf  einen  anbern  Äörpertt)ei(  loirft); 
in  weiterer  u.  uncig.  SBeb.  einen  — ,  if)m  eine  anbere  ©teile  anweifen, 
\i)n  in  eine  anbere  ßage  bringen  (einen  Seamten  — ,  einen  ©c^üler  au6  einer 
ÄlaJTe  in  eine  anbere—);  in  einen  geroiffen  3ufirtnb  bringen  (einen  in 
85Jot)lftanb,  in  fc^lctfete  Umitänbe  — ;  in  grcubc,  in  ©c^redcn,  in  (^m'C^t  k.  — ); 
b)  falfd)  ob.  an  einen  unred)ten  Drt  fe^en,  finno.  uerrücfen  (bie  ©tüfjlc, 
bie®renjfleine  —  ;  ber©e|er  ocrfe^t  bi6mei(en  ein  583 ort,  einen  95ud)|laben2c.; 
ein  oerfe|te6  ©lieb,  b.  i.  ein  aui  feiner  gcljörigen  Sage  gerüdtcö);  c)  mit 
etwag  befe^en ,  biird)  etiraS  ba\)or  ©efe^teö  \)erbergen,  tierfperren,  Der- 
fd)liefen  (bie  S^ür  mit  einem  ©^ranfe,  ben  ©ingang  mit  ©teincn  —  ;  bie 
^i^i,  ber  Stauc^  :c.  werfest  mir  ben  2(tl)em,  b.  i.  benimmt  ii)n  mir,  t)in- 
bert  mic^  am  3(tl)emt)olcn;  orrfe^te  S3läl)ungcn,  b.  i.  in  ben  ©ebärmen  einge* 
fd)lo|fene  ob.  ocrfperrte;  Säg.  ber  J)ac^6  »crfe^tfi^,  f.  o.  m.  er  ocrflüftet 
ftd);  bie  ©c^rocrtfegcr  ücrfc^cn  ®olb=  ob.  ©ilberblütter ,  b.  i.  fie  fe^cn  fie 
in  bie  Segengefäße  jc.  ein);  d)  bagegen  fe^en,  inöbef.  einem  einen  ^^ieb, 
<5tid)  ?c.  — ,  e()cm.  S'^^f-  «i"^n  abtt)el)renben  ^ieb  gegen  ihn  fut)ren, 
je^t  übert).  i()m  einen  <Sd)lag  jc.  beibringen,  geben  (gem.  aud)  blo^:  einem 
eine  oerfe^cn);  mit  ^Aorten  entgegnen,  enviebern,  anm>orten  (gero.  oljne 
3ic(n3ort,  in  2Serbinbung  mit  ganjen  ©ä^en,  j.  S.  auf  meine  grage  oerfe^te 
er,  bafö  er  nickte  baoon  wiffc;  ic^  oerfe^te,  ii)  fönne  mic^  barouf  nic^t  ein« 
laffen  jc);  al^  (Sid)erbeit  gegen  ein  £)ar[el)n  geben,  5um  ^fanbe  fe^en, 
tierpfänben,  bef  oon  fleineren  beweglichen  ©ac^rn  (feine  Ufjr,  feine  .Kleiber  jc. 
»erfe^en;  bie  oerfe^ten  ©a(^rn  einlöfen;  cf)cm.  üuc^:  fic^ — ,  f.  fid^  olö 
JBürgen  jlellen ,  ücrbürgen) ;  e)  jufammenfe^en,  mit  etira^  üerbinben  ob. 
we,rmifd)en  (baö  Äupfer  mit  3inn,  ben  SBcin  mit  JGJaffer  — ;  bie  tDZaler  »er» 
fe^en  bie  ^S'Srbcn;  obcrb.  auä):  eine  Äronc  mit  perlen—,  gew.  bcfe^en ; 
»erfegte  ©belfteine  f.  gcfaffte);  f)  fe^enb  ob.  burd)  (Sc^en  t»crbraud)en,  et.« 

J^eyfe'S  ^anb»ötterb.  b.  beutfd^en  ©pt.  2.  a()d(.      102 


1618  »erfeufjen  —  i)erfid)ern 

fd)öpfen  (bcc  ©e^cr  ^at  aUe  ©Triften  »crfc^O;  2)  gicUoS  m.  t)abtn,  ScTgi. 
f.  unjeitig  ob.  unt»olIfommen  fe^en,  b.  i.  fel)(  geboren,  oerrcerfen  (bie 
^äfinn  l)at  ocrfc^t);  —  üerfe^bar,  Sw.,  »rer  ob.  roag  oerfe^t  irerbeit 
hmn;  bie  S3erfe6barfeit :  ber  SSerfe^er,  -i,  wn  Hwai  ^erfe^t;  bie 
S3erfe§erinn ,  oberb.  eine  Untcrijä'nblcrinn  in  SeiljljQuegci'djQftcn ;  bie  SSer* 
fefeung,  bng  33erfe|en  in  allen  58eb.,  tnöbef.  f.  d.  re.  Umfe^ung,  UmfleU 
lung  (j.  S.  ffiud^flaben  = ,  SÜBortoetfe^ung);  ba^  ©e^ett  an  eine  onbece 
Stelle  (bie  Scrfc^ung  cineS  Scamten,  —  bet  ©^üler  in  onbere  Älaffen  ic); 
bec  S5erfa|,  -eg,  o.  «K.  1)  baö  S3erfe^en,  inebcf.  J^anbro.  bag  Umfe^en 
ob.  2(nbergfe|en  (5,  58.  ®erb.  baö  abermalige  ©e§cn  ber  .foäute  in  bie  Soti« 
grübe);  bag  SSerpfanben  ob.  SSorgen  auf  Unterpfanb  (bot)er:  bog  S3cr« 
fa|amt  ob.  ^  l)au§,  f.  ».  ro.  ZtH)i)aui)\  baö  23ermifd)en  (bef.  con  SRe« 
tallen) ;  2)  baö  S3erfe|te,  inöbcf.  bie  üerpfanbete  @acf)e,  bai  ^fanb ;  ba^ 
(Sin-,  3ufammens  ob.  «f>injugefe^te  (^immerl.  bie  aSerbinbung  bei  einem 
(Sparrenrcerfe,  »0  i>ai  Sanb  in  einen  Sinfc^nitt  bcr  ®tu()(fäule  »erfcnft 
»irb;  ©c^roJT.  ein  Sied)  über  bcn  galten,  auf  welchem  ber  SBirbct  »ernietet 
wirb;  hii  ben  3tnngiefern:  ba§  frembe  SDJetall,  mit  ircl^em  iai  3inn  ccr» 
fc^t  wirb). 

üerfeufjen,  ?iel.  3»-,  feufjenb  »erbringen  (fein  Seben);  butd)  ©eufjen 
vertreiben  ob.  erleid)tern,  auäifeufjen  (feine  ©djmerjen). 

SSeröfuf,  m.,  f.  unter  SSerS  u.  »gl.  gu$. 

oerftc^ern,  jiel.  3tt?.,  übert).  fid)er  mad)en,  insbcf.  1)  etwag— ,  in 
@id)erf)eit,  aufer  ®efaf)r  fe^en,  finno.  fidlem,  ftd)er  ffeUen,  inibef.  für 
bie  (Sid)er|leUung  einer  (Sa*e  ob.  beren  (Srfa^  im  gaUe  i{)reö  SScrlujtcö 
gegen  eine  im  ijorauö  geleijlete  t>erl)aitnifömä§ige  3iif)lung  fid)  verbürgen, 
wie  auc^  anbrcrfeitö:  burd)  eine  fold)e  3iil)[ung  bie  @id)erffeUung  feinet 
(5igent{)um6  fid)  t»erfd)affen  (fc.  affcturiren,  oeraffecuriren ;  ©c^iffe  u.  beren 
Sabung,  SBaaren,  ®üter  k.  ßerfi(%ern  laffen  ob.  oerfidjcrn;  id)  i)ahe  mein 
^au6,  mein  Jpauiqnati)  jc.  in  ber  S3ranb!affe  »erfic^ert);  in  weiterer  SBeb. 
Qu(% :  ©elb  jum  Unterpfanbe  fe^en,  um  3«nianb  baburd)  fid)er  ju  fteUen 
(ff.  S5.  ein  Sat^rgeljalt  auf  ein  Äammergut  oerftc^crn);  2)  genjifg,  juverld'f- 
ftg,  unjroeifel^aft  mad^en:  einen  einer  @ad)e  (©en.)  — ,  b.  i.  ihn 
beren  gereift  mad)en,  ihm  auf  trgenb  eine  SQUcife  &m\\ii)iit  barübcr  geben 
(j.  58.  er  hat  mid)  feiner  greunbf^aft,  feiner  Sreue  oerfic^ert) ,  bcf.  einer 
<Bad)e  (weniger  gut:  »on  einer  ©a^e)  t>erfid)crt  fein,  b.  i.  berfelben 
gewifg,  bauen  überjeugt  fein,  fte  ali  juverlafftg  anfii)en;  in  bejltmmterer 
5Seb.  einen  mit  SBorten  jTdjer  ju  mad)en  ob.  ju  überjeugen  fud)en,  bie 
(S5ewifg{)eit  einer  iSadic  be()aupten,  gteid)falI6:  einen  einer  <^a(i)ey 
ob.  b.  einem  etreaS  — ,  ftdrfer:  betf)euern,  (j.  58.  er  l)at  mi^  beffen, 
ob.  er  hat  eö  mir  oerftdjert;  er  cerfic^crte  miii)  feiner  greunbf^aft,  ob.  — 
mir  feine  greunbf^aft;  — ■  bcfonberg  wenn  bie  ®a(^c  niijt  unmittelbar  l)inju« 
gefügt  wirb,  ficf)t  bie  ^erfon  am  bcften  im  X>at.,  j.  58.  er  »erfid^ertc  miru., 
x6}  fann  3l}ncn  oerftdöern,  bafö  Jc;  fo  and)  im  ^affto:  mir  ift  cerfic^ert  wor« 
bcn  jc;  ganj  unridjtig  ift  ber  boppelte  2Ccc.:  baö  oerftdjcre  ic^  ©ie  jc.,  jl. 
Sbnen);  3)  fid)  einer  ©ad)e  ob.  ^erfon  — ,  ftd)  in  fid)ercn  25efi^  ber? 
felben  fe^en,  ftd)  berfelben  bemaditigen,  ffe  in  S3er{)aft  ob.  S5efd)(ag  neb? 
men  (fic^  eines  ©^ulbncrö  ob.  feines  5ßerm8genö  — ;  \id)  bes  58cifaU6  ber 
SSRenge  — }  fici^  einet  ^crfon  — ,  auci^  f.  fie  ganj  für  ft^j  gewinnen);  ftd) 


t)ei-fid)tbaccn  —  üerfingen  1019 

einet  <Bad:)e  -,  ftd)  @<tt)if«^elt  barübec  üerfd)aff<n,  ftc()ere  StJadjrtd)! 
barüber  einjiel)en ;  —  ber  $üerfid)erer,  -  ö,  tver  etwa«  üerftd)ert,  bcf.  in 
ber  Iften  fflcb.  (fc.  XfTecurateut  ob.  2(|Tccurant) ;  bie  SJerftc^crung,  9)Z.-en, 
ba«  SSerftd)crn  in  aUen  Seb.,  inßbef.  1)  bie  (SidjerfreUung  einet  ®ad)e  ob. 
bie  Säetbiitgung  betftlben  (ft.  2(n'ecuf anj) ;  2)  bie  jutjetläffTge  S3ef)aup' 
tung  bet  ©eiviföbeit  einet  @ad)e  (9)1.  Bctfic^ctungcn) ;  bie  58crfic^crung§* 
onflalt,  =  gcfellfiaft  Jc. ,  Änjlalt,  ©efeUfc^aft  jut  «Berftc^ctung  oon  ®ü^ 
tetn  jc.  (fr."'2(|Tfcurani  =  2Cnftalt,  =  Kompagnie);  ba«  SSerfic^erunc^ggelD,  baö 
juf  aSetridjetung  eine«  ©utts  gcjabite  &tlb;  bet  SSerftc^etunggpreiS  ob. 
^njertl),  ber  ^tciö  ob.  SBittfj,  ju  n>eld?em  eine  ©ac^e  »effi(^m  i|t;  bet 
Söerfidjerunge^fc^ein ,  ber  übet  bie  gefc^cfjcne  Serfitljetung  einer  ©ac^e  aus» 
geflcUte  (Schein  (fr.  Police). 

oerftcötbaren ,  jiel.  3».,  fid)tbat  machen,  jeifien,  offenbaten. 

üerft'cfcrn,  jicllof.  3».  m.  fein,  aufhören  ju  ficfetn;  fid)  ftcf^tnb  tjet^ 
(ieten. 

oerftebenen,  ikl  3«.,  olt.  jRfpt.,  butdj  fieben  Beugen  oetfid)etn;  einen 
mit  fed}«  (Jibeöhelfetn  anflagcn. 

ocrfi'ec^en,  jicllof.  3«ü.  m.  fein,  fied)enb,  »on  Äranfheit  perjehtt,  auf- 
getieben  roetben. 

oerfiebcn,  3n>.  oblaut.  (wie  ftebcn)  1)  giellos  m.  fein,  fiebenb  oerjehtt 
a>etben,  »etfliegen  (baS  2Ba|Tct  »erfiebet);  2)  jum  hieben  gebtaudien 
(Soole);  fiebenb  t>etbtaud)en  ob.  etfd)öpfen;  cbcm.  aud>  ba6  ocrft.  ft'eben: 
in  ftebenbem  5Baffet  wetbtennen,  tobten  (einen  Sctbtcd^cr);  bie  äJer= 
ftebung. 

oerfiegeln,  jicl.  3«'.  (mittel^,  versigelen)  1)  fiegelnb,  mit  einem  ©ie^ 
gel  t)etfd)(ieien,  üetroabten,  finno.  juftegetn  (einen  »rief—,  3emanb6  ^a» 
piere,  3immer  — );  uncig.  ©djeibcf.  f.  butd)  <Sd)meIjen  Detfd)liefen,  ju; 
fd)meljen  (eine  ®la6rö|)re);  et)em.  aud)  f.  in  jich  fchlicßen,  cinfc^lie^cn,  ein» 
f(%rdnfen,  ocrnjaljrcn ;  tetbcrgen ;  2)  mit  einem  aufgebturf ten  (Siegel  t>et» 
feben  u.  babutd)  bef td'ftigen ,  bejld'tigen ,  b.  befiegeln  (einen  Sßcrtrag ,  ein 
Scftament  jc.);  uneig.  übetl).  f.  beftäftifi^",  fefl,  ftd)et  mad)en  Utxvai  mit 
feinem  Slute,  mit  feinem  Geben  jc.  — );  bie  SJetfiegelung. 

öerfiegen,  jicllof.  3«.  m.  fein,  (lanbfc^.  auch:  oerfeigcn;  »on  bem 
oltb.  sfgen,  ftn!en,  tröpfeln;  f.  jlegen  1.  u.  feigen)  oon  glüfftgfciten,  allmäb* 
lid)  in  bie  @tbe  einjief)en,  einttocfnen  ii.  »erfdjtrinben  {hk  Cuelle,  ber 
@trom  JC.  ocrftcgt,  ifl  tjerfiegt);  überl).  aufböten  ju  quellen  ob.  ju  fliefen, 
vetttocfnen  (bie  SKilch  in  ber  Srufl,  bie  a:btdncn  finb  octficgt);  uncig.  f. 
ftd)  etfd)öpfen,  üetgehen;  feiten  gtel.  f.  üerftegen  madien,  au^ttocfnen. 

üerftlbern,  jiel.  3w.,  mit  @ilbet  bünn  übctjieben,  überfilbetn  (oerfiU 
bertc  .Knöpfe,  ©cfd^c  Jc);  uncig.  mit  «Silberglanj  t>erfc!)en  ob.  umgeben 
(^flanj.  üerfilbertc  Slättec:  bie  einen  meinen  JRanb  ob.  dm  »reige  ®ette  b^' 
ben;  ber  SKonb  ocrftlbert  bie  9tai^t);  gem.  bef.  fcberjb-  f-  etivaS  oetfaufen, 
gleid)f.  in  ©ilbet  üctroanbeln ,  inbem  man  ti  für  ®elb  bingicbt;  bet  Sjcr^ 
fitberer,  -«,  roet  etwci^  üetftlbert,  ob.  uneig.  »etfauft;  (öftr.  ein  mit  bem 
Jßccfauf  gewiffcr  Jöingc  beauftragter  Scamter,  j.  35.  >^oljöcrfiIbcrer) ; 
bie  Söerfilbcrung. 

verfingen,  jiel.  3».  oblaut.  (f.  fingen)  fingenb  oetbringen ,  anbringen 
(bie  3eit),  ob.  ttettteibcn  (bie  ©orgcn). 

102* 


1620  »erftnfen  —  »etfo^nen 

üerftnfcn,  ^fettof.  3w.  m.  fein,  abtaut,  (f.  ftnfcn)  ft'nfenb  b«»:  2ßat)r^ 
nehmung  entzogen  werben,  ftnno.  unterfinfen  (im  ©dilanime,  in  einen  "Kb' 
grunb  —  ;  ba6  @c^iff  ijl  Dcrfunfcn):  uneig.  tief  in  einen  3ujlanb  getatben, 
bvuin  gleid)fam  untergel)en  ob.  fid)  verlieren  (in  ®cl)[af,  in  ©cbonfen  — ), 
in6bef.  üon  einem  brücfenben  3u|lanb,  einer  ungünftigen  Cagc  nieberge* 
beugt  a^erben  (in  Unglüd,  etenb  :c.  oevfinfen) ;  üudj  in  tiefen,  ftttlic{)en 
93erfaII  gerat{)en;  iai)it:  bie  S3erfunfenl)eit,  ba§  33erfun!enfein ,  ber 
tiefe  [ttt(id)e  SSerfall. 

oerfinnbilben,  jiel.  3"?.,  ^t\m.  f.  burd)  ©innbilber  ob.  jTnnbilblid) 
barfteden. 

öcrfinnen,  3»-  oblaut.  (f.  finncn)  ott.  1)  jici.  f.  bemerfen,  gewafjr  roer? 
ben;  2)  rücEj.  ftd)  — ,  f.  ftci)  beftnnen,  feine  «Sinne  ob.  feinen  23er= 
ftanb  gebrnud)en ,  empftnben,  ttja{)rnef)men,  bebenfen;  jTd)  in  ©innen, 
in  ©ebnnfen  verlieren,  vertiefen. 

oerfinn(id)en,  jid.  3w..  ftnnlid)  mad)en,  b.  i.  1)  ben  ©innen  roabr? 
nel)mbat  mad)en,  für  bie  @inne  ob.  unter  einem  finntid}cn  93i(be  barflelien 
(einen  aSf griff  2C.);  2)  am  <Sinn(id)en  f)angenb,  bem  ©innengenuffe  er? 
geben  madjen  (einen  SKenfci^cn,  [ein  .^erj— )-,  bie  Söerftnnltc^ung. 

oerftttlic^en,  jiei.  3»^-,  ftttlid)  mnd)en,  finno.  fittigen. 

oerfl'len,  3>u-  abtaut,  (f.  fi^cn)  1)  jietloö  m.  fein,  bai  oerjl.  fi|en:  fej^ 
fi^en,  fi^en  bleiben,  nur  Canbm.  com  (betreibe  f.  nidit  aufgehen,  nid)t 
tDad)fen  u.  gebeiljen  (bie  ®cvjle  oer|t|t,  ijl  »crfeffen),  u.  uneig.  gem.  auf 
etreaö  verfeffen  (alt  u.  obcrb.  erfeffen)  fein,  f.  feft  babei  bel)arrcn 
ob.  barauf  befteben,  fef)r  begierig  banad)  fein,  finno.  barauf  erpid)t  fein; 
2)  rüd^  fid)  — ,  burd)  ju  üieleö  ob.  ju  langet  ©i^en  ftd)  fd)aben,  fid) 
burd)  ©i^en  Iran!  ob.  trage  u.  jTumpf  mad)en  (i^  b^bc  mi^  ganj  t>crfef= 
fen);  3)  giel.  obcrb.  f.  befe^en,  fifeenb  einnehmen  (einen  ^la^);  ft^enb 
»erbringen,  jubringen  (bk  3cit);  untfiatig  verftreid)en  laffen,  oerfaumen, 
t)ernad)lä'ffigen  (ein  @picl  — ,  ben  ®ed*tgtag,  bie  grifit— );  obcrb.  inSbcf. 
ctwaö  ju  be3a{)len  unterlaffen,  nic^t  jur  get)örigcn  3eit  abtragen ,  bamit  im 
SRüdjlanb  bleiben  (einen  3in6  k.;  bat)er:  ber  SJcrfefö  f.  "iin^-  ob.  9{üct= 
flanb);  ferner  burd)  langet  ©i^en  ob.  Untl)ätigfeit  üerliercn,  um  etvoni 
fommen. 

üerfflaoen,  3"'-  1)  jicllos  m.  fein,  jum  ©flauen  ob.  fflavifd)  geftnnt 
iverben;  2)  jiel.  jum  ©flauen  mad)en;  bie  S3crff(aüung. 

S3cr§hm(!  jc,  SScrömac^cr,  ä^crömap,  S^ergmfjfung,  f.  asere. 

t)crfot)len,  jici.  3«).,  mit  ©ol)len  verfemen ,  gew.  befot)len;  bie  S3er? 
foljlung. 

üerföt)nen,  jiet.  3w.  (etjem.  auii)  oerfubncn;  altbo^b.  farscinjan  u. 

gew.    bisonjari    ob.   gasonjan;    mittctlj.   versüenen ;    t>gt.    fü^ncn)     1)    fÖ'hnenb 

ob.  fübnenb  einigen  ob.  verbinben,  ta^  geftörte  gute  S3ernebmen  jtrifdjen 
^erfonen  roieber  ^erfteUen,  inbem  man  gcinbfc^aft  unb  &xoü  aufbebt,  finnr». 
auSfD[)nen,  Jiertragen,  (gwet  ftreitcnbe  ^erfonen ,  uneinige  ©bc'^utf 'c-  —  ? 
fid)  mit3cmanb— );  einen  —,  ihn  burd)  @ü()ne,  2(u6glcic^ung  ber  ©d^ulb 
ob.  Sefänftigung  it.  lieber  mit  fid)  einigen ,  il)n  fid)  »vieber  geneigt  ma* 
dien  (einen  S5etcibigtcn  ,  einen  3ornigcn,  feinen  geinb  — ;  auA:  3cmanb§ 
3orn  —  ;  biH.  ei)riftu6  t)at  ®ott  ocrfö!)nt);  2)  etwa«  — ,  alt  u.  bidjt.  f. 
turrf)  ©iil)ne  tilgen,  auög(eid)en  ob.  gut  mad)en  (eine  ©d^ulb,  ein  23«r- 


t>erforen  —  üerfpai'cn  1621 

breiten,  feine  iSünbcn  — );  aui)  burd)  (3üf)ne  t>on  @d)ulb  ob.  (Strafe  be- 
freien (ftc^,  fein  «!pau6  u.  — );  ücrfübnbar,  Sto.,  iva<5  uerfof)nt  ob.  gefübnt 
Werben  fann ;  wer  ficf)  Derföhnen  [äfft,  gcro.  ücrfö()n[id),  S3id.,  wer  ftd) 
(eid)t  üerfö()nen  (äfft,  jur  2}erfö()nun3  geneigt  (occföfjnlic^  fein;  ein  ocr- 
föf)n(id)c6  ^erg) ;  bie  S3crf5()nltrf)fcit,  baö  23erfö()n[td)fein;  ber  23erföl)' 
ner,  -«,  bie  äJerföbncrinn,  9J^  -en,  wer  2(nbere  üerföf)nt;  inebef.  ()eiOt 
6(jn(tii6:  ber  aSerfö^ner,  ugl.  (Sdöfcr,  >^ci[anb;  bie  $öerf5()nun9 ,  bao 
83erföf)nen  ob.  ®id) ;  t)erfb'f)nen ;  baö  SSerföljnungäfcll,  gejl  ber  5ßcrföf)= 
nung;  baS  S3erföl)nung6;  ob.  23evf5l)nopfcr,  f.  r>.  »ü.  ©üfjnopfer;  bet 
SScvföbnuiigS'  ob.  SScrföbntag,  Sag  bei-  S3erfÖt)nung  ob.  bec  ©ii|)ne;  bec 
5öcvfül)nung6tob ,  bec  oerfij^nenbe  ob.  füfjncnbe  Xob ,  bcf.  Sijriflt  al6  bcö 
ertöfcrö;  ia^  SSerföl)nun9äiverf ,  baS  Sßerg  ber  93erfö|)nung,  b.  i.  2fUcS, 
wobur^  bieft(bc  beroicEt  roivb  u.  bie  93erföt)nung  felbfl  (ba6  SSerfö()nun3ßtDct! 
e^cilti). 

Oerforen,  jiedof.  3»t).  m.  fein  («gl.  foren)  (anbfc^.  f.  üertrocfnen,  biirc 
werben,  bef.  t>on  bem  bepellten  2(ctcc:  auf  ber  £)berflä'd)e  er()arten,  fo  bafe 
bie  Äeime  nic^t  bucc^bringen  fönncn. 

üerforgcn,  jicl.  3».  (r'er=  =  für)  einen  — ,  für  i^n  forden,  (Sorge 
für  il)n  tragen,  inöbef.  einem  auf  bie  35auer  baö  ju  feinem  Unter()a[t 
6rforberIid)e  barretd}en  (bibl.  @ott  ocrforgetc  bk  Jtinber  Sirael;  ev  i)at  üictc 
2(nget)öuige  ju  oerforgen) ,  ober  öerfd)affen  burd)  33erfe^ung  in  eine  fid)eri 
fleüenbe  2age,  j.  S.  burc^  2(njlcUung,  93er(;eiiatf)ung  u.  (eine  Sod^tet  — ; 
er  ):)at  alle  feine  Äinber  üerforgt;  einen  ncvforgcn,  b.  i.  ii)m  dn  "Umt  geben); 
einen  ob.  fid)  mit  et  wag  — ,  e^  if)m  ob.  fid)  aui  Soor«  ob.  gürforge 
t)erfd)affen,  ihn  ob.  fid)  bamit  V)erfel)en ,  bef.  oon  CebenöbebiiifnifTtn  u.  an= 
bem  Sorrät(;cn,  (ein  ^eer  mit  2eben§mitttln — ,  fic^  mit  J^olj  auf  ben  2Bin» 
tcr  — ;  ber  Kaufmann  occforgt  ben  Ädufer  mit  SBaaren);  SBcrg».  auc^  f. 
beforgen  (eine  3ecl^e— ,  ftatt  beö  ©c^ic^tmciflerS  befolgen);  ber  $8crfi)rger, 
-g,  bie  Söerforgerinn,  27?.  -en,  wer  ^emanb  tterforgt,  (ein  23erforgcc  bei- 
2frmen  fein);  SSergm.  ber  SSeforger  einer  3et^e  anjlart  bc6  ©djic^tmeifteig; 
bie  äJerforgung,  1)  o.  gjJ.  b(\&  SSerforgen  (g.  S.  ber  Äinbtr,  ber  JCimen; 
bie  Sßerforgung  eineö  >pecieö  mit  ßcbengmittetn  ic);  2)  SO?,  -en,  eine  »er^ 
fotgenbe  b.  i.  ben  nöti)iq(n  üntai)ait  üeifc^affenbe  2age,  bef.  ein  ^icnjT, 
2(mt  K.  (er  i)at  no(^  Eeine  fflerforgung  gefunben). 

ücrfortcn,  jiei.  3tt>.  1)  in  Sorten  üert{)eilen;  2)  gem.  auc^  oerforttrcn, 
mit  ben  nöt()igen  (Sorten  ob.  Söaarengattungen  üerfef)en  (fr.  affortiren). 

SScröpaar,  f.  unter  SSerg. 

üerfpafen,  jietlof.  3»t).  m.  fein  (»gl.  fpafen) ,  nieberb.  fpafenb  üerber^ 
ben,  burd)  8uft  unb  vi^i^e  jufammentrocfnen  u.  berjlen  ob.  unbid)t  wer^ 
ben,  Don  t)öljernen  ©efä^en  unb  ®erät^en. 

oerfpaltett,  jiel.  3n).  (ogt.  fpalten),  üöüig  fpalten,  fpaftenb  «rfd)6pfen 
(oUeS  Jg)o(s);  falfd)  fpalten,  fpaltenb  oerbcrben  ob.  Perunflalten. 

oerfpäncn,  jicl.  3«. ,  mit  ©panen  t»erfe()en,  bef  leiben  (einen  Jtutfc^- 
faflen). 

oerfpanneu,  jiet.  3». ,  fa(fd)  ob.  ju  fe()r  fpannen,  burd)  ju  flnrfe^ 
Spannen  »erleben,  ftnnw.  überfpannen. 

üerfparen ,  jiel.  3n).,  b\i  auf  eine  anbere  3«it  fparen  ob.  öerfd)ieben, 
ftnnn.  auffparen,  üecf^.  erfparen,  (etioaö  bid  bal)in,  auf  morgen  u.  — ); 
bie  SSerfparung. 


1622  tjerfpopcn  —  üevfplittem 

Oerfpafen,  jte(.  Sw- ,  fpapenb  üerbtingen,  jubrlngen  (bic  3cit),  ob. 
««treiben  (bte  übte  Saune). 

ücrfpätcrt,  3nj.  (lanbfc^.  aucb  ocrlpattgen)  1)  jtet.  etroaS  — ,  miv 
c{)en,  bafS  e6  fpd't  ob.  fpäfer  fommt  ob.  0efd)iel)t  (bic  «Reife,  ben  Sob  jc— ); 
bef.  bci6  93JVD.  ücrfpa tet  als  33».,  f.  fpä'ter  alö  geivö^nüd)  ob.  ju  fpd't 
9efdief)cn  ob.  erfolgenb  (oevfpätcte  SSlütben.  gcüdjte  ic;  eine  oerfpätcte  2fn» 
jeigcjc.):  2)  rücEj.  fid)  — ,  ^u  fpä't,  fpä'ter,  alö  man  trollte  ob.  foUte, 
fommen,  etnja^  tl)un  ob.  »oUcnben  (tc^  f^aU  mic^  oerfpä'tet);  au(^  üon 
©ac^en  f.  ju  fpd't  ob.  fpdter  oleS  biütg  erfolgen,  fertig  werben  jc.  (feine 
3Cn!unft,  bic  "Krhait  u.  ^at  fi(^  uerfpätet) ;  bie  SJcrfpdtung,  bn6  SSerfpd'ten 
u.  ©id) ;  üerfpdten. 

üctfpcien,  jitL  3«?.  (oon  fpcien  1.  09I.  fpäf);  Smpf.  üctfpcicte,  Wim. 
»erfpetr)  Dlt.  f.  üerfpotten ,  \)erl)öl)nen  (bibl.  fic  »erben  i1:)n  »erfpottcn  unb 
»erfpeicn;  er  wirb  »crfpeict  werben) ;  bie  SSerfpelung. 

oerfpeilern,  jiet.  3«Im  mit  ©peitern  verfel^en  ob.  Derfdjüefen  (SBurft). 

v>crfpeifcn,  jict.  3n).,  fpeifenb  ob.  ali  @peife  gebraud)en;  fpeifenb  ob. 
effenb  üerje^ren,  erfd)opfen,  ftnno.  öuffpeif«n,  aufeffen  (aUe6  S5rob,  gleifc^ 
:c.);  bie  SSerfpeifung. 

Pcrfpcllcn,  iicl  3«?.,  lanbfc^.  f.  t».  n.  tjerfpalten;  verfpißen,  f.  b. 

oerfpcnt'cn,  jici.  3«>-i  fort^fpenben,  fpenbenb  »ergeben,  t)ertf)eU<n 
((53elb,  TCtmofcn  u.);  burd)  <Spenben  verbraudjcn  ob.  erfd)öpfen  (feinen 
SSorrotb  jc). 

Perfpcrrcn,  jiel.  3w.,  bas  oerft.  fperren:  burd)  ein  fperrenbeö  «^inber^ 
tiifö  t>erfd)[iepen,  ben  Bu-  ob.  S^urd^gang  n)ef)ren,  ftnno.  ju?,  abfperren 
(hai  Zl)ot,  einem  ben  SBeg— );  hiim.  auij:  fperrenb  einfdjüepen,  ein? 
fperren  (einen  — ,  ttwa^  »or  einem  — );  bie  SSerfpcrrung. 

Perfpiden,  jic(.  3»^-,  fpiffcnb,  jum  ©picfen  nerbraud)cn. 

perfpiefern ,  jicl.  3».,  mit  ©piefern  verfef)en ,  tjerbinben  (ein  ©d^ijf). 

ttcrfpiclcn,  3n>.  (mittelb-  verspiln)  1)  jicnoö  m.  tjaben,  im  «Spiel  im; 
tcrliegen,  baS  ©piel  verlieren  iid)  t)ai>i  tjerfpiclt);  lanbf(^.  uncig.  bd  Unter; 
ncf)mun3cn  con  ungciriffcm  ^(uögange  unterliegen,  ben  Äürjeren  jie^en, 
inSbef.  eine  SBettc,  einen  gjed^tSftrcit,  eine  ©c^Iac^t  \)erlicren  (g.  S.  9?apolcon 
\)at  bei  ßcipjig  cirfpielt) ;  2)  giet.  ctttaS  — ,  fpiefenb  ob.  im  <Spiet  'oex> 
Heren  (fein  ®clb,  ^abe  unb  ©ut— ),  ob.  »erbringen,  jubringen  (feine 
3cit — );  burd)  (Spielen  vertreiben  (fic^  bie  Sangeroeile — );  ct)em.  auc^: 
bur^  ©pict  tdufd^en,  oerberben. 

ücrfpillcn  ob.  ücrfpilben,  jiel.  3»o.  (lanbfc^.  au^  cerfpellen,  oer» 
fpitlern  2c.;  egl.  fpiUen  2.)  alt  u.  lanbfe^.  f.  nerfplittern ,  in  fleinen 
3!t)eilen  unnü^  »erwenben,  burd)  unnü^e  f leine  ^Tuögaben  t)ertf)un,  »er; 
fd)irenben  (fein  @clb,  bie  3cit  jc.). 

ücrfpinncn,  giel.  3»-  ablaut.  (f.  fpinnen)  1)  fpinnenb  verbinben,  ob. 
«infd)[iefen,  verbergen,  finno.  einfpinnen  (etwa«  ob.  fi(^  in  ein  ©cwebe— ); 
2)  fpinnenb  ob.  jum  Spinnen  verbrrtud)en  (gla^ö,  SBoUe— );  bie  SStr^ 
fpinnun(5. 

ücrfp(ci0«n,  jiel.  3».  abtaut,  (f.  fpteißen)  f.  0.  re.  verfpnlten;  in  wetterer 
S5cb.  f.  t)erfd)[eifen,  ^erreifen;  in  fteine  Sbeile  ttjeilen. 

öctfpltttcrn,  jiici.  3». ,  ju  Splittern  mod)en,  fplitternb  verjlreuen; 
uneig.  in  fleinen  Sb^ifen  ob.  vereinzelt  unnü^  verwenben,  verlieren  (@tlb 
unb  3fit  — )  feine  Jtröfte  — ) ;  bi«  Serfplitterung. 


»crfpotteii  —  ücrfprec^en  1623 

öerfpotten,  licl.  3m.,  eine  ^erfort  ob.  ®acf)e  — ,  übet  biefelbe  fpotten, 
fie  jum  ©egenjlanb  beä  ©potteg  mad)en,  finn».  t)er(a*en,  flärfcr:  wer- 
bö^nen;  b<r  SJcrfpottcr,  -«,  rcer  3«manb  öcrfpottet;  bie  SSerfpottung. 

üerfprec^en,  lid.  u.  rüdj.  3n>-  ablaut.  >tte  fprcc^en:  3mpct.  Dcrfpric^, 
Smpf.  Dcvfprac^,  ^w.  tccfproc^cn ,  (a(tt)oc^b.  farsprchhao,  nur  in  bcn 
jcftt  nidbt  mct)c  übtit^cn  S5cb.  läu^nen ,  abfprecben,  »crnjerfen;  fürfpredjcn, 
ocrtJjcibigcn;  fo  aud)  ba6  mittclt).  versprechen)  1)  etroaS  — ,  fpred)enb, 
burd)  fein  5Bort  fid)  baju  t»erbinben,  bef.  einem  et>x)a5  — ,  fid)  üet;« 
binb(id)  mad)en,  il)m  etiva^  ju  leijlen  ob.  ju  genjabren,  finno.  oer[)eifen, 
jufogen,  jafid^ern,  geloben  (et  »crfpradj ,  ju  fommen;  einem  feine  .^ülfe, 
eine  aSilobnung  jc.  oerfptet^tn ;  einec  sperfon  bie  Sbe — );  in  beftimmtcrec 
SJcb.  einem  ben  SSefi^  einer  <Sad)e  ^ufagen  ob.  3uftd)ern,  finno.  üerfagen 
il-  58.  bie  SDBaare  ifl  fc^on  ocifptodjen;  einem  feine  Sodjtet  oerfprertjen, 
ndml.  juc  (5t)e) ;  lanbfc^.  auij  f.  V)erftd)ern  (ba6  ocrfprec^c  i(i  2i)nen  f.  bad 
ocrfid)ere  id)  3bnen);  f i  d}  — ,  fid)  burd)  feine  Sufvige  einem  ju  eigen 
geben,  übergeben,  tnöbef.  f.  fid)  oerloben,  jum  ©bebünbnifä  förm(id)  üer^ 
pflid)ten  (fie  (jat  fic^  mit  ii)m  oerfprodjtn;  voix  f)Qben  une  oerfproc^en;  aui): 
mit  fiub  ocrfprodjen  f.  ocrlobt);  alt  u.  obetb.  überl).  f.  jTd)  ju  €tn?a6  oer; 
pflid)ten,  ein  ©elübbe  tf)un;  uneig.  etnjaö— ,  f.  »Hoffnung  baju  geben, 
eine  ©rroartiing  erregen  (bie  SBitterung  oerfpric^t  eine  reidjc  ©rnte;  fein 
2£u^crcö,  feine  gabigfeiten  ocrfprec^cn  oiel,  ob.  »oenig,  nic^tö  ®utc6  JC. ;  ein 
oiel  oeifprec^enber  junger  SKenfcft,  b.  i.  bcffcn  ßi^cnfc^aftcn  gro^e  (5nt>artuns 
gen  erregen);  fid)  (mir)  etivaS  l>on  einer  '•^erfon  cb.  <Sci&)e  — ,  b.  i.  eä 
üon  berfelben  erwarten,  boffen,  (ic^  oerfprcc^e  mit  üon  ibm  »renig  Jpülfc; 
et  .ocrfprac^  fid)  großen  ©croinn  oon  bem  Unternet)men);  2)  feiten  f.  fpre* 
d)enb  Derbringen  ob.  jubringen,  gen?.  t>erplaubern  (bie  3cit);  3)  fid)  — , 
fid)  im  '5pred)en  irren  ob.  oerfe^en,  ciui  Unad)tfamEeit  falfc^  fprcd)en, 
ein  iinrid)tige(J  2ßort  flatt  beg  rid)tigen  fpred)en  (ic^  ocrfproc^  mid),  i)abt 
mic^  Dcrfproc^en);  4)  ebem.  etroaS  — ,  f.  gleic^f.  non  (ic^  rceg  i'prec^en,  mit 
JBorten  oon  fic^  abroenben  ob.  ablcljnen,  (i*^  baoon  loöfagen,  e6  läugnen,  ab' 
ioeifen  ,  oetroeigern ,  ocrrcbcn  ,  uetlAigncn ,  einem  ab»  ob.  auffagen  (tibi,  bie 
SKänner  oetfptac^en  2Cbimeled),  b.  i.  fagten  il)m  bcn  ©ebotfam  auf);  auc^: 
butc^  einen  ©ptuc^ ,  eine  gefptoc^ene  gormel  bannen,  nertreiben  ob.  begau' 
bern,  gen?,  befp teeren  (eine  Ärantbeit  Jc);  einen  ob.  etroaö — ,  bagegen 
fptcc^cn ,  ibn  ob.  eö  tabeln,  miföbitligcn,  Dern?erfen,  ocvrufen,  »etlcumben, 
befdjimpfcn  (ba^ct  nerfptoc^en  e^em.  f.  oettufen,  übelbetüc^tigt,  geachtet); 
o)  t\)tm.  einen  —,  für  it)n  fptec^en,  baS  SBort  für  ibn  fübren,  iljn  oertbei' 
bigen ,  entfc^ulöigen ,  octantn?otten,  bef.  ibn  al6  ©c^ü^ling  ob.  Untetgebenen 
»crttcten;  —  \>ni  SSetfprec^en ,  -«,  ob.  bie  äJerfprec^ung ,  1)  o,  ÜR. 
bie  v^anblung,  ba  man  etmaä  üerfprid)t;  2)  2)?.  bie  2}erfpred)en  ob.  gen). 
SSerfpred)ungen,  bie  2Borte,  mit  benen  man  etn?a5  oerfprid)t  ob.  ftd)  ju 
etiraS  oerbinbet,  u.  bag  SSerfprod)ene  felbfl,  jtnno.  3ufage,  3uftd)erung, 
SJert)eifung  (einem  ein  ffletfpree^en  geben;  fein  SBetfprec^cn  battcn,  erfüllen  2C.; 
gro^c  5ßerfpre(^ungen  machen  :c.);  bis  9J  eifptec^ung,  ebem.  auc^  f.  gut» 
fptec^ung,  SSettbeibigung ,  «Sc^u^;  ber  Jöerfprec^er ,  bie  23erfpred)erinn, 
wer  tttiwi  t)erfprid)t;  ber  SSerfprud),  -eö,  o.  SJi.,  olt.  f.  baä  23erfpred)en, 
inibef.  (5l)et)erfpred)en ;  u.  f.  SJettretung,  ©^u^,  gürforge  (in  Scmanb« 
2Jerfpru(^  fein ;  einen  in  SSerfprudj  nehmen  it.). 


1624  »eifpreiten  —  t?crjla{tcn 

üerfpreitt'Ji,  jicl.  3».,  toon  ftd)  tveg,  au§  einanber  fpreiten,  gctr.  rtu^^ 
fprdtcn. 

üerfpreijcn,  jül.  3ro.,  1)  f.  0.  ».  ocrfpreifen,  au^fpcci^en;  2)  mit 
©prcijcn  ob.  (Stufen  «erfi{)en  (Scrgra.  bag  ©cftcin  — ). 

ücrfprengen,  jiel.  3n3.,  1)  fort-,  {)inwe9;,  in  bie  ^exm  fprengen,  b.  i. 
fpringcn  machen  (einen  S5all  im  SSillnrb) ,  ob.  fd)eud)en,  treiben,  au^  tin- 
anber  fprengen  (einen  .Raufen  feinMidja- «Reiterei);  2)  [prengenb  Kerbrau; 
d}en  ob.  erfd)öpfen  {aili&  3Ba|Ter);  bie  S^crfpvcngunq. 

Perfpreuen,  iid.  ^m.  (og(.  fprcutn)  alt  u.  lanbf^.  f.  oerflreuen  iric 
©preu. 

oerfpricgeln,  jicJ.  3tü.,  mit  «Spriegeln  (f.  b.)  üetfe{)en;  Sergw.  (gem. 
üerfprügeln)  bie  SÜ^m  jivifc^en  ben  ^faf)len  mit  Bürgen  .^oljflücEen  ücr= 
n»at)ren ;  bie  Sßerfpricgelung. 

Dcrfpringen,  3^^-  oblaut.  (f.  fpringen)  1)  jieUoö  m.  fein,  [pringenb 
ftd)  entfernen,  verbreiten  ob.  verlieren,  auö  einanber  fpringen;  auff)6ren 
ju  fpringen,  fid)  fpringenb  crfd)öpfen;  2)  jiel.  burd)  «Springen  oertenfen 
ob.  aus  bem  ©elenfe  bringen  (iä;  i:)abi  mit  ben  gu^  ocrfprungen;  ou^  tt>ot)l: 
i(^  t)abe  mic^  oerfpvungcn) ;  fpringenb  ijerbringen  ob.  vertreiben  (bie  3"t) 
bie  ©rillen  2c.  — ). 

üerfprt^en,  jiel.  3w.,  1)  fort;  ob.  aug  einanber  fpri^en,  fpri^enb  'oex- 
breiten;  2)  vöüig  auöfpri^en,  fpri^enb  erfc^öpfen  (allcg  SBaiTec—  ;  uncig. 
fein  SSlut— ,  f.  0.  m.  »ergießen,  fein  ßcben  aufopfern);  bie  SSerfptl^ung. 

$8evfpru(^,  m.,  f.  unter  oerfprcci^en. 

üerfprubeln,  3w.  1)  jieHoS  m.  Ijabcn  u.  fein,  aufboren  ^u  fprubeln, 
fid)  fprubeinb  erfdjopfen;  2)  licl.  etwai  — ,  von  fid)  fprubeln,  au^- 
fprubeln,  fprubelnb  verbreiten;  fprubelnb  erfd)opfcn. 

üerfpriU)en,  jiel.  3nj.,  von  ftd)  fprü{)en,  auSfprüf)en ,  fpriit)enb  ver- 
breiten; fprüf)enb  erfd)öpfen. 

oerfpulcn,  jiel.  3n). ,  fpulenb  verbraud)en,  vöUig  auf  ©pulen  (aufm 
laffen  (olle^  ®arn). 

oerfpülcn,  ^iel.  3»-,  fort-  ob.  »vegfpulen;  fpulenb  verbecfen. 

Oerfpüntien,  jiel.  3w.,  mitteljl  eineö  ©punbeö  (f.  ©punb  2.)  ob.  ein- 
gefpünbeten  JJecfel^  verfd)liefen,  finno.  jufpünben  (ei.n  gafe);  mit  «Spunb? 
trerf  verfehen,  verrDaf)ren,  mit  ©punbbrettern  befleiben  (eine  SBanb); 
bie  ä^erfpünbung. 

lu'rfpüven,  jicl.  3^.,  ba§  pcrft.  fpüren:  aui  ©puren  ob.  5)?erfmalen 
erfennen,  finno.  merfen  (ic^  cerfpüre  nic^tß;  2Bir?ung  con  einer  2(vjnei— ); 
in  weiterer  JBeb.  übert).  f.  n?al)rnef)men ,  empftnben ,  füt)Ien  (Cicbc,  ^afö 
u.  bgl. -). 

5öeröfag,  m.,  f.  unter  SSerö. 

t>erflälH'n,  jiel.  3n?.,  mit  «Stäben  verfef)en;  bcf.  SBauf.  bie  Säulen—, 
mit  bem  unter  bem  9?amen  ®tab  (f.  b.)  befannten  ©liebe  r>etfet)en;  bie 
5öerfläbung,  1)  0.  ?0I.  bag  SSerj^äben;  2)  9J?.  -en,  bie  «Stabe  felbfl, 
mit  benen  etwa«  oerjlabt  ifl  (j.  S3.  bie  SSerjtäbungen  in  ben  Äanoncn). 

verjlal)(cn,  jiel.  3w.,  iai  oerfl.  fld'blen:  mit  @ta{)l  verfef)en,  über- 
jtel)en,  bcf.  an  bcr  igpi^c  ob.  ©c^neibc  (eine  2frt,  ein  SKejfcr  :c.);  feiten 
uneig.  f.  verl)ä'rten ;  bie  23er|läl)lung. 

vcrfialtcn,  jicl.  3w.,  alt  u.  obcvb.  (aud^  orvgeftalten)  f.  cntjlelien, 
verunjlalten. 


tjerjlammen  —  SSevftanb  1025 

ücrjlammcn,  jfel.  ^m.,  burd;  ©tammfotge  fortpflatiicn  ob.  übertragen, 
finno.  anflammcn  (bog  2ct)cn  »rieb  »om  5ßatcc  auf  bcn  <S>oi)n  oertlammt). 

oerflampfcn ,  jict.  3w-,  1)  llampfenb  verarbeiten,  ob.  Derbraudjen, 
erfd)6pfen  (Äattoffctn  für  baö  SJict)  — ;  oUen  g)fi'ffct  ic.  — );  2)  ftampfenb 
oerberben  ob.  venvüflen  (bie  SBcctc,  baö  ®cttcibcK.  — );  bie  $öer)lampfung. 

Sierflanb,  m.,  -eö,  o.  ^.  (oon  oerftc()cn;  alt()o^b.  feiten:  firstmcl, 
farstandida ;  im  9}?tttc(t)oc^b.  fc^ctiit  CO  ganj  ju  fcb(cn)  1)  (fubjectio)  bag 
SScrmögen  ju  üerfte()en  (f.  b.)  unb  riditig,  b.  i.  übcrcinjltmmcnb  mit  bct 
9iatur  bcr  Singe,  ^u  benfen,  SSegripoermögen  unb  Urtf)ei(öh-aft,  ocrfd). 
üon  Vernunft  (f.  b.),  wtld^c  baö  allgcmein^menfc^lic^c  2)cn!^  unb  2BiUen6» 
»ermögen  u.  in  t)nt)erem  ©inne  ba6  Vermögen  bcr  3bcen  bejcidjnet,  33er  = 
ftanb  ijingcgcn  nur  bie  gäfjigEcit,  bie  9Sorfti'Uungcn  atS  bcuttic^c  SBegriffc  ju 
unterfc^eibcn  u.  fcftiul)altcn  unb  ridjtigc  Urtljcite  unb  ©djlüiTe  ju  bitbcn,  (bie 
Zt)iac  i)abcn  feinen  SJerftanb;  [einen  gcfunbcn  93crftanb  bcrcafjrcn;  bcn  S3cr« 
ftanb  ocrtitrcn,  non  S3erflanbe  !ommen ,  b.  i.  oerrüctt,  rcat)nfinnig  wetbcn; 
bcn  vidjtigcn  SSerflanb  oon  einer  ©ac^e  f)aben ,  b.  i.  fie  richtig  Dctftc|)en) ;  in 
bejiimmtcrer  SScb.  ber  i)'6i)eve  ob.  geringere  ^rab,  in  tve[d)em  ber  ßinjelne 
biefee  Ißermogen  beft^t  u.  d'ufert  ob.  anwenbet  (ein  SKann  »on  großem 
aScrftanbe;  »)iel  ob.  wenig  SScrftanb  (jaben ,  geigen;  ctwaö  mit  ob.  of)ne  93ec'« 
flanb  madjcn,  einrichten  jc.),  inebcf.  ein  l)ol)et  ®rab  beS  33erjlanbeg,  finno. 
Ä(ugl)eit,  @*arffinn,  2Bi^  (er  t)at  SScrftanb);  2)  (objcctio)  ba^  $üer(laiv 
benc  ob.  ju  $öerjle{)enbe,  ber  geiftige  3n()a(t  ob.  «Sinn  be6  ®efprod)enen, 
bcf.  einer  2(u6[agc  ob.  ganjen  @ebQnfenreif)c,  wäbrcnb  SBegriff  u.  SBcbeu« 
tung  bcn  (Sinn  cineö  einzelnen  Söorteö  bcjcid^nen  (e6  ifl  in  feinen  Sieben  fein 
@imi  unb  23crflanb;  bn  rvai)ti,  richtige,  unrid)tige,  bcr  eigentli^e,  ob.  un« 
cigcntli^c  SScrftanb  einer  JRcbc) ,  bo(^  and)  oon  cinjctnen  SBörtern  (ein  Söort 
in  einem  anbern,  in  weitcrem,  in  engerem  Jßerftanbc  gebrauten,  ncfjmen  jcj; 
—  3fc^.  ber  SöcrflanbcSbegriff,  ein  tjcn  bem  Sßcrftanbe  gebilbetcr  .Segriff, 
»erf(^.  SScrnunftbegriff  ob.  Sbec;  ber  SicrflanbcSfaflcn,  gem.  fcfecrj^.  f.  bec 
Äopf;  ücrjlanbegmäpig,  S»r.,  bem  fflerjlanbc  gemä^  ob.  angcmefTcn,  oerfc^. 
»ernunftmä^ig ;  bie  5ycrflant'eöfd)dvfc,  -  fc^u-»äct)e  u.  f.  f.;  t^a^  S5erllan= 
tcöircfen,  l)  lin  mit  33crftanb  bcgabtcö  SBcfcn  (ber  SD^enfd));  2)  ein  nur 
burc^  bcn  23erflanb  erfanntcö  2Befcn ;  üi'rjlanMoS,  Sw.,  be6  SBcrftanbeS  er; 
mangetnb,  of)nc  SScrftanb,  ftarfcr  als:  unocifänbig;  bie  SSerjliinbloftgfeit; 
iKtjianbreic^  ob.  --üoll,  Sw. ,  vkl  SSerflanb  t)abenb,  in  t)obcm  ®rabc  r>er= 
flä'nbig;  —  2Cblcit.  Ot'vficinbig,  SSro.,  23erflanb  f)abenb  unb  seigenb,  im 
allgcmcinflcn  ©innc  (bcr  SKcnfct)  ift  ein  oerftä'nbigeß  255cjen ;  auc^  n)of)(  oon 
3;i)iercn,  in  bercn  Äljun  fid^  bcfonncne  Überlegung  gu  jcigcn  f^eint,  j.  S.  ein 
ocrftänbigcr  .^unb);  in  engerer  Scb.  oiel  93erf!anb  f)abenb  u.  bef.  im  Üreben 
u.  ^anbeln  an  ben  2!ag  legenb,  finno.  f(ug,  gefd)eit  (ein  oerfläntigcr 
SKcnfc^;  ocrflänbig  urtl)cilcn,  t)anbeln  :c.),  auc^  in  biefer  (5igenfd)aft  ge; 
griinbet  ob.  bat)on  jeugenb  (ein  oerftänbiger  SRatl),  ^tan  Jc);  in  cngfler 
Seb.  6infid)t  in  eine  <Z([d)e  f)abenb,  biefelbe  ocrflet)enb  ob.  berfelben  fun- 
big  (feiten  mit  bem  @en.:  einer  ©ac^e  ocrftänbig  fein;  gew.  nur  in  bem  jgef. 
fac^oerflänbig,  f.  b.);  bie  S3er)Iänbigfclt ,  bag  i^erftänbigfcin,  finno. 
S3efonnent)eit ,  Ä(ugf)eit;  üerflänbigcn,  jiel.  3n5.,  einen  — ,  b.  i.  eig. 
t»erfldnbig  madjen,  mad)en,  bof^  er  etiraö  i>erflef)e,  i()n  über  eine  (Sad)e 
auffld'ren  (man  mufö  i1)n  über  bk  ©a^c  ocrflänbigcn);  Äonjl.  olt.  f.  benad^* 


1626  üerjlcirfen  —  üei'{laud)en 

nötigen,  »on  ctwaö  untem'^ten;  fic^  mit  ^^manb— ,  b.  t.  fidt)  mit  i^m 
iibix  etmai  erflaren  unb  einigen,  jum  (Jinverflä'nbnifä  barübec  fommcn 
(fie  ^aten  ftc^  über  btc  flrcttige  ©acfee  octjlanbigt) ;  bie  Jöcrftünbigung, 
iai  SSerflänbigen  u.  ©ict^itjerftänbigen;  oerjlänbltc^,  58n).  (cig.  nic^t  r>on 
Scrflanb,  fonbcrn  unmittelbar  üon  octjlcljcn,  alt  verstanden,  abgeleitet), 
jra6  tterflanben  luerben  fann,  bef.  Ieid)t  ju  tjecjleben ,  [inno.  üernebmlid), 
begteifiid),  beutlid},  Hat  (oerftönblid)  fpre(^cn;  eine  octilanblic^e  2(u6fprac^e, 
Siebe  Jc;  boö  i\\  mir  nic^t  ücritanblid));  alt  u.  obcrb.  auc^  f.  uerfid'nbig; 
bie  SSerjIcinblic^feit,  \>a^  SßerRänbiidifein,  finno.  2)eutlid)feit  ic;  üep 
ftänblld)fn,  .3nj.,  iierfianblid)  mad)en,  finno.  t>erbeutlid)en,  erflaren;  bie 
5öcrf}anblid)ung ;  oai  SSerllänbnifg .  -  ffeS,  CO?.  -  ffe,  (aitb.  firstantnissi, 
verstentnissc)  1)  bü^  ä^erfle^en  ob.  SSegreifen,  bie  gäi)igfeit,  (uxiai  ju 
t)ecjlei)en  (bibl.  einem  baö  Söeijtänbnifß  öffnen;  erlcuä)tete  "Ku^ixi  beö  2Jer« 
ftä'nbniJTeö ;  mit  JBerfiä'nbnifö  auf  etroaö  merJen) ;  eijcm.  uber^.  f.  23erftanb 
ob.  SSegrijfötiermogen ;  2)  ta^  (Sid);  «erflehen  ob.  (Sinoerftanbenfein  mit 
Semanb,  finno.  (Sinüerfid'nbnifö,  bef.  \iai  5)?itrciffen  um  eine  geljcimc  ©a^e 
ob.  Unternel)mung  u.  bie  3!f)ei[na()me  baran  (ein  geljeimcö  SSerftänbnife  mit 
Semanb  t)abcn,  mit  im  SScrjtänbniJTe  fein  jc.);  in  weiterem  (Sinne  bie  3Crt 
iinb  SBeife,  wie  mau  fid)  mit  Semanb  oerjIef)t  ob.  üerjlanbigt,  finno. 
SSernel)men,  S3erf)dltnifö  (in  gutem,  ober  übelem  Setftanbnif6  mit  Semanb 
leben). 

üerflärfen,  giel.  3».,  flÄrfer  mad)en,  einer  <^a<i)e  gropere  ©tarfe, 
Äraft,  gefligfeit  geben,  bef.  burd)  SSergröferung  beö  Umfange«  ob.  SSer* 
met)rung  ber  3af)l,  oerfd^.  jld'ricn  (eine  ©äule,  einen  SBall,  bie  gejlungS« 
»oerSe  — ;  tk  Sefagung,  iai  Jg)cer  jc.  — ),  boc^  auc^  bem  &xabi  ber  inne* 
reu  ©tdrfe  nad)  (eine  garbc,  einen  Son,  bcn  2fu6brucE  einer  SSorftellung  ob. 
eineö  ®eban{enö  K.);  bie  SSerjlärf ung ,  1)  ta^  S3erlltcirfen  (j.  83.  eines 
^^ecreei;  einc6  2(uöbru(fe6  ob.  föortcö  :c.);  "2)  i>a^  33er|ld'rfenbe  ob.  SSer* 
jiatfung^mittel  (9)i.  23eifiär!ungcn ;  j.  S5.  baä  ^ccr  gog  oon  allen  ©eiten 
aJeri^ärfungen  an  fic^) ;  iai  SSerflärfungöirort,  ein  föJort,  bef.  3eitn)ort, 
»elc^cS  bur^  feine  3Cblcitungöform  bcn  ju  ®runbc  liegenben  SSegriff  ocr)tär!t, 
b.  i.  in  cr{)öi)etem  öJrabe  ber  inneren  ©tärSe  barftellt  (fr.  verbum  iatensivum, 
j.  S.  l)orc^en  o.  t)ürcn,  ptactcn  o.  plagen  Jc.). 

»erjlarren,  gi^Hof.  3to.  m.  fein,  alt  u.  lanbfdi.  f.  völlig  jlart  werben, 
flar!er.  al6:  erflarrcn;  uneig.  f.  t»erfrocteu,  fid)  »erljdrten  (bibl.  it)r  JE)erj 
»ar  ocr|larrct). 

ücrflatten,  jict.  3to.  (oon  <S:tatt  2.),  einem  etraaS  — ,  if)m  (Statt 
baju  geben,  b.  i.  ti)m  auöbrücflid)  bie  5reif)eit  ob.  S3efugnifö  baju  ertl)ci* 
len,  finno.  erlauben,  vergönnen,  mci)v  aiö  geflatten,  »oelc^eß  auc^  ein  blo^eö 
@ef^cf)cnlafftn  ob.  5«ic^tt)inbern  bejeic^net,  (j.  83.  man  oerjlattete  it)m ,  ju 
reben,  fic^  ju  ocrtljeibigcn  k.;  bie  @rt)olung6reife  ift  ii}m  oerflattet  worben); 
bie  ä3erllattung. 

Dcrflauben,  jietlof.  3n^.  m.  fein,  ali  ©taub  ob.  in  ©eflalt  eineg  <Stau- 
beg  verfliegen,  ftd)  verlieren,  b.  verftieben;  öerjlciubcn,  giel.  3re-.  madjen 
baf«  etivaö  verjlaubt  ob.  verfliebt ,  in  ©taub  ob.  wie  ©taub  jerjlreuen 
(bibl.  ic^  »oill  fie  oerflauben);  fid}-  ,  fid)  in  ©taub  vertl)eiten  unb  ver^ 
fliegen;  vcrflaubern,  jitl.  3io.,  f.  verflöbern. 

Ocrftaud)cn,  jicl.  3n?.  (nicberb.  ocrftufen;  oon  jtau^cn  1.),  tlaud)<nb) 


t>crfte(l)en  —  ücfftetjcn  1G27 

b.  i.  burc^  einen  fjcftfgcn  ©to^,  befd)a'bt9en  ob.  ücrfe^en,  gcro.  nur  oon  bcn 
®tiebcrn  be6  JCöipcrö,  rocnn  bt'e  ©elcnfbanbet  getpaltfam  auögcbc^nt  »erben, 
jcboc^  of)ne  ba[ö  baS  ®clen!  au6  feiner  Oq^c  toinmt,  ütrfc^.  »errenfcn, 
(ftc^  bie  Jpanb,  ben  gu^  Jc  — );  bie  23er|laud)un9. 

oerfiec^en,  jiel.  3«?.  abiaut.  (f.  jteci^cn)  1)  fort*  ob.  f)inn?e9Jled)en,  nur 
in  einigen  uncig.  2(niui'nbun9en:  oberb.  einen  — ,  f.  au5f}ed)cn,  b.  i.  it)n 
uon  feinem  ''Pla|c,  feinem  2(mte  jc.  ob.  quo  3fmc»nbö  @unft  üerbrängen; 
5[Baaren  — ,  f.  t>ertaufd)en ,  aud):  umfrcd)en;  in  0lieberb.  gem.  f.  uer» 
flecten,  öcrbergen ;  2)  falfd)  ob.  an  einen  unred)ten  £)rt  |led)en  (baö  Uni 
fcrtau  — ,  f.  0.  m.  ücrfQt)ren);  3)  fied)enb  üerbraud)en  ob.  erfd)opfen  (Aar« 
tcnfp.  QÜe  feine  Slriimpfc  — ,  Qü<i)  wot)l:  fid^  — );  el)em.  auc^ :  fled)enb 
t)crberben  ob.  jerbrcd)en  (feinen  (gpcer  im  Äampfe);  4)  fted}enb  ob.  mit 
(Stid)en  »erfdjlie^en,  bef.  im  ^ä^in  mit  frcujwcife  gcfütjrten  ©ticken  juma« 
t^en,  gem.  flopfen  (f.  b. ;  ein  ioä)  in  einem  ©trumpfe,  ^cmbc  k.  — );  bie 
23er|lcd)un9. 

üerflccfcn,  jiel.  3«>.  (uon  ftecten  1.)  1)  fort*  ob.  »regflecfen,  etn5a5  in 
eine  »!^öf)Iun9  ob.  SSertiefung,  Ijinter  ob.  unter  einen  »erbecEenbcn  ©egenitanb 
jlecfen  ob.  tl)un,  um  e«  ju  verbergen  (fein  ®elb  »crflecfen;  etroaS  tjintec 
ben  Dfen,  unter  bie  iSreppe — ;  fic^  Ijintcr  einen  ©trauet,  t)inter  eine 
SSJanb — ,  b.  i.  bat)in  treten,  um  fic^  gu  üerbcrgcn;  (jingcgen :  fic^  Ijintcc 
einer  SBanb  — ,  wenn  man  bcreirö  ba  (leijt;  foauc^:  etwaö  in  bcn  ÄeU 
ler,  ober  im  JCelter —  jc;  SSerficcJen  ob.  gem.  SSerftcctenö  fpielen, 
ein  bcfcinnteö  Äinbcrfpiel,  wobei  fic^  alle  bi6  auf  einen  ob.  jrcei  ©u^enbe 
ocrflecten);  in  weiterer  SSeb.  übert).  bev  5Bat)rnet)mung  ob.  Äunbe  ^nbcrec 
entjle()en,  im  Mgem.  rccniger  ebel,  olS  iik  finno.  verbergen,  üert)e()lcn, 
üerl)eim(id}en  (ctroaö  ob.  fic^  oor  einem  Änbern  oevjlccEen,  auö  gur^t,  ©c^am 
ob.  ©d^cu  Jc;  ber  SOZonb  oerftectt  fid^,  ifl  ocrflectt  l)inter  bcn  SBolEen;  nic^t 
fetten  ift  unter  einem  fc^lee^tcn  SCldti  ein  großer  ©eifl  ocrflectt);  bcf.  ba6 
«Kro.  Derjlecf  t  als  SSw.  u.  3tm.  finno.  tjerborgen,  t)etmltd),  üerfd}[o|yen, 
entg.  offen  (ocrftectt  f)anbc(n;  ein  oerftetftee  ©cmüt^  ,  SBeftn  jc.  ;  einher» 
ftcctter  SOlenfd) ,  b.  i.  ber  feine  ©cfinnung  unb  fOJcinung  ge()cim  ju  ijalteii 
pflegt);  oberb.  ouc^  f.  üerftopft  (im  idbi);  2)  ftecfenb  b.  i.  bucd)  emcii 
^in;  ob.  93orgcflccftc3  verfperren  (eineSljür  — ,  burc^  einen  oorgeflccftcn 
^floct;  einen  SBeg  — ,  buri^  eine  aufgerichtete  ©tongc  mit  einem  ©trof)it)ifc^, 
ali  3ci(%cn  ber  ©perrung) ;  3)  burd)  @tc(fen  Uerbcaud^en  ob.  crfd)6pfen 
(©amenboi)nen  JC. ,  Slabeln— );  lanbfd^.  baö  @e!b  —  ,  f.  üenpenben,  in» 
bem  man  e6  in  allcdei  gcfauftc  ■Dinge  ftecEt,  b.  i.  bafür  ou6giebt;  aud) 
ftc^  — ,  f.  fein  ®elb  auf  fol^c  SBeife  oerOraud^en ;  —  ber  (ob.  bag)  SSer* 
fterf,  -e6,  0.  ÜR.  1)  iai  23erftecfen  ob.  ©td) ;  ücr jlecf en  (SerfttcE  fpielen, 
f.  ».  w.  SSerftccEcn  fpielen;  JCrfpr.  einen  SSerflecE  madjen  f.  fid)  in  ^intert)alt 
legen);  2)  ber  Ort,  n?o  man  ftd)  verjlecft;  i>a^  S3erflecffpiel ;  ber  S3er* 
jtccfrcinfel;  —  bie  S3er|!ecft^eit,  \)ai  aSerfterftfein,  bef.  uncig.  f.  ^eim* 
lid)fett,  SSerfd}(of[enf)eit,  entg.  £)ffcn(jcit  (f.  o.  uerfiectt);  bie  SSerflcdung, 
baö  2Serflc(fen. 

üerj^e^en  ob.  jgeg.  t)erfle()n,  3it).  unregelm.  abtaut,  wie  flehen:  3mpf. 
tjerjlanb  (et)em.  öcrftunb),  ?Oiw.  verjlanben,  (altijod^b.  firsten  u.  farstan- 
dan,  forootjl  f.  ocrtreten,  b.  i.  oerfperren,  wcljren,  ob.  befc^ü^en,  verbergen, 
aU  gcro.  njat)rnc^mcn,  erfcnnen,  einfel)cn,  begreifen  jc;  mittelt).  Ter>tan  u. 


1628  t)erf!el)en 

verstell;  nicbcrb.  üciftaan),  1)  jiellcS  m.  fein,  a)  ait  u.  oberb.  ia^  öerft. 
^ei)en:  ouft)ören  ftd)  511  beroegen  ob.  ju  fliefcn,  Qe\)emmt  mecben,  flocfen 
(bQö  auö  einet  SBunbc  flic^cnbe  S8lut  ücrrtcf)t;  bie  ©pra^e  ocrjtct)t  ii)m); 
b)  burd)  511  langes  ©teilen  verberben  (bcr  SBcin  ift  ob.  n.  X  f)at  Derjtan* 
ben),  ob.  üerioren  9ef)cn,  verfallen  (bae  ^fonb  ift  ocrftanbcn;  ein  oerftan= 
bencö  ^fanb,  f.  0.  xv.  ein  ocrfaUcncö;  SBerätv.  ein  Äur  ücrfte{)t,  wenn 
beffcn  3u6ußc  nic^t  ab9cfiit)rt  trirb);  2)  jicl.  a)  etirag  — ,  feiten  f.  flebenb 
«erbringen,  5ubringen  (bie^eit);  nicbcvb.  f.  jle()enb  au5f)alten,  u.  übetf). 
f.  auöj^ef)en,  überjltet)en  (©ci^läge,  eine  Ävant^citK.);  b)  etivaö  ob.  einen—, 
»lt.  f.  fid)  i()m  entgegen;  ob.  vorfleüen,  finno.  vertreten,  ^emmen,  vets 
fperren,  tve^ren,  f)inbern  (einem  ben  Süeg  — ;  ii)m  !>pfanb  oeifteM. 
b.  i.  iijn  f)inbern,  ein  ^fanb  ju  neijmen;  ocrftanben  dicäjt  f.  oerfagteö); 
auä)  f.  vertreten,  b.  i.  befd)ü|en,  vertf)eibigen,  verantivcrten,  bcf.  vor  @e= 
ric^t  (eine  ^erfon  ob.  ©ac^c  mit  bem  Sterten  — );  c)  gew.  uneig.  et  mag 
ob.  einen  — ,  fid)  einem  ©egenjianbc  gleid)f.  geiftig  entgegen ;  ob.  gc^ 
geniibcrjIeUen  u.  i{)n  vcrmitteljl  ber  2(ufmerffamfeit  feftbalten  (fijriren), 
mit  ben  ©innen  unb  bem  ©eifte  faffen,  auffalJen,  tval)rne{)men,  erfennen 
(bat)cr-.  bcr  SJerftanb,  f.  b. ;  ogt.  fidb  ctwaö  vorftcllen,  u.  büä  gr. 
l7iiarcc/u(u);  ingbef.  burd)  ba§  &il)'6v  beutlid)  »vabrnebmen,  mit  ©rfennt- 
nifö  beg  «Sinnes  vernef)men  (3cmanbä  SiBorte,  ob.  ii)n— ;  er  fprac^  fo 
Icifc,  bafe  man  if)n  nid^t  verftcf)en  fonnte) ;  in  rceitercr  S3eb.  bie  23cbeutitng, 
ben  (Sinn  einer  Sad)e,  bie  ?)?einung  eh.  ?(bftd)t  einer  ^erfon  erfennen, 
tid)tig  ttuffaffen  ob.  beuten  (ein  3cid)en,  einen  Söint,  eins  S)?ienc,  ein  SBort 
2C. — ;  i)a6  veifte^e  id)  nic^t;  er  verftanb  mic^  ic;  ©c^crj  ob.  ©pa^  oci|lc= 
l)en,  b.  i.  Q\€  folc^en  aufnehmen,  of)ne  ifjn  übel  ju  beuten  u.  empfinblic^  bar- 
fibcr  ^u  nn'ibcn,  j.  f&.  er  ücrftcfjt  Eeinen  ®pa^;  einem  etiraS  ju  iKrftet)cn 
geben,  b.  i.  es  ifjn  merfcn  laffcn,  e6  it)m  anbcuten ,  of)ne  cö  gcrabeju  ju 
fagcn);  ferner  itbert).  fid)  eine  (rid)tigc  cb.  unrid)tige)  23orfte[iung  mad)en, 
irgenb  einen  SSegriff  mit  etivaS  verbinbcn,  fid)  etivaS  benfen,  meinen, 
glauben  (iö)  t)abe  cö  [0  oerftanben;  er  oerjlanb  midj  unrecht,  falfd)  ic;  ic^ 
verftanb,  bafe  er  ju  mir  Sommcn  tcürbe;  unter  einer  ©ad^e,  einem  SBorte  jc. 
(twa^  üerftcl)cn ,  b.  i.  einen  gcn^iffcn  SSegriff  baniit  oerbinbcn ;  wai>  »erpcijH 
bu  barunter?  b.  t.  waö  »viUft  bu  bamit  fagcn,  ob.  njaö  nieinft  bu  bamit?); 
in  beflimmtcrer  SSeb.  cttvaö  — ,  ben  rid)tigen  begriff  ob.  haß  SSerflanb- 
nifS  einer  @ad)e,  beutlid)e  u.  voüftanbige  ÄcnntnifS  berfelben  t)aben,  fie 
inne  {)aben,  finnv.  begreifen,  einfef)en,  tviffen,  fönncn,  (üerflet)ft  bu,  rca6 
bu  liefcjl?  ic^  vcr|lct)c  nict)t6  üon  bcr  ©aci^c;  eine  ©pradjc,  Äunft,  2Biffen= 
fc^aft  2C.  vcrfic{)en);  3)  rüdj.  fid)  — ,  a)  lanbfc^.  f.  ju  lange  ftei)en,  ftd) 
fteif  u.  miibe  jlel)en;  b)  fid)  ju  etivaS  ■—,  eS  ju  leijlcn  übernel)men, 
fid)  baju  entfd)liefen  ob.  bereit  ftnben  laffen  (er  i)at  fid^  ju  ber  2(btretung 
»crftanbcn;  er  ivoUte  ficfe  nic^t  baju  vcrflctjcn;  el)cm.  aud^ :  etwa  6  vecjte» 
I)en  f.  baju  bereit  fein);  c)  fid)  auf  eine  Sad)e  — ,  33erfiänbnifg  ob. 
Äenntnif6  bavon  ^aben,  ber  Sad)e  funbig  u.  barin  geübt  fein,  bamit 
58efd)eib  »viffen  (er  oer)let)t  fict)  auf  üielerlci,  auf  baö  SSeitcn,  gedjtcn  3t.; 
barauf  ucr|tel)e  ic^  mid^  nic^t;  cl)em.  fic^  um  etivaö— );  alt  aud^:  \iö) 
«inee  jDingö  — ,  f.  fic^  beffen  üerfet)en,  eS  bemerfen,  üermutl)en;  eiiifef)en, 
»crftcf)cn;  u.  fd^led)t»veg :  fic^  verfleljen  f.  SScrflanb  i}aba\,  einft^tig  fein, 
viel  iviffen;  <l)  fid)  mit  einem  — ,  mit  if)m  eineS  SinneS,  einverjlanben 


Derftel)(cn  —  üevfieinen  1629 

fein,  gemeinfcf^aftüd)  ^urerrci^ung  einer  Abfielt  W'nien  (ogl.  93erjtanbni[«); 
e)  eS  (bie  @acf}e)  »ccflef)  t  fid),  b.  i.  roirb  oerflanben,  lafTt  fid)  leid)t 
öecf!e()en  ob.  ben  Umjlanben  nad)  benfen,  erfennen  ob.  etnfe()en,  ifl  «in- 
Ifudjtenb,  ol)ne  auSbrurtli^  gefagt  ju  werben  (baö  ücr)tcl;t  ftc^  oon  felbjl; 
eö  ocrjlie^t  ftc^ ,  ba|6  k.  ;  gem.  e6  oerftef)t  fic^  am  Slanbe,  f.  SRanb);  —  baö 
?Oln).  ocrjlanbcn,  alt  u.  oberb.  alS  93it>.  in  ti)ätiid)(t  Seb.  f.  oerflänbig, 
oernünftig;  yt'rfiel)bar ,  93rc.,  am^  Derflanben  werben  fann,  gew.  \)er; 
l^änblid)  (f.  unter  93erftanb) ;  bie  ä5erftel)barfctt,  gew.  93erflänb(id}feit. 

t)er|le()len,  jic(.  3n).  ablaut.  wie  ftcfjlen  (f.  b. ;  oltt)o^b.  farstelan,  mittetl). 
versteln)  oit.  f.  baö  einfache:  jle()[en  (cfjem.  üblid^er,  a(ö  biefeö),  b.  f.  fiel)? 
lenb  entfernen,  ree3ne()men,  entroenben;  einem  etirag— ,  ciüd)  f.  e«  üoc 
i{)m  3el)eim  halten,  t)erf)et)Ien,  verbergen;  fid)—,  f.  ftd)  tt>e3flcf)I«n, 
b.  i.  t)eim:id)  fortfd)(cid)en  (bibl.  ba6  9Sor!  oerfla^l  fid));  auc^  fid)  f)einilid) 
»vol)in  begeben,  fid)  irgenbwo  einfd)(cid)en;  —  je^t  nur  gebr.  baS  SKw. 
oerftol)len  ai6  9^w.  u.  9lw.  f.  fid)  gteidif.  ))er|let)(enb,  f)cim[id),  inöge; 
heim  (oerflo()lene  S3ltc!e,  SOSinEe,  eine  öcrfto{)lene  3ufammenEunft;  oer^o^fener 
aSeife,  oberb.  ocri^o ()lcn6,  als  9iw.) ;  oberb.  au^  f.  bem  ®tel)Ien  erge^ 
ben,  biebifd). 

üeifrelfen,  3»p.  1)  jiclloö  m.  fein,  fe()[erhaft  freif  werben  (ber  ginger 
ifl  oerftcift) ;  2)  jicl.  jTeif  ma'd)en ,  cig.  u.  uneig.  (j.  S.  ben  2(uöbrucE,  bie 
gormcn  jc);  bie  SScrfleifung ,  baS  25erfteifen,  b.  t.  (3teifmad)en ,  ob. 
©teifwerben  (j.  S.  eine  Söerftcifung  beS  Slüctgratö). 

üer|leigcn  1.  rürtj.  3w.  abtaut,  (wie  jleigen  1.)  fid)—,  ju  weit  fteigen, 
fid)  fieigenb  verirren  ob.  fo  weit  fteigen,  bafs  man  ol)ne  @cfat)r  nic^t  wiebec 
jurüd!  fann  (er  i)at  fic^  im  ©ebirge ,  auf  einem  fteilen  gelfen  ocrjliegen) ;  un= 
cig.  f.  bai  get)örige  SJiaf  iiberfd)reiten,  über  feine  Ära'ft«  ob.  über  bie 
9?atur  ber  <Bci(i)e  i)\naui  ftreben  (fii^  im  2(u6brucf ,  in  ber  JRcbe  xc.  eerftet« 
gen,  b.  i.  übertriebene,  [(^wüljlige  .WuSbrücte  gebrauchen:  fic^  in  Untenief)» 
mungcn  oerjlcigcn;  oerjtcige  bic^  nidjt  ju  i)0(^,  ju  wdt  jc.);  bie  SSerjlet- 
(^ung,  gew.  baS  SSerjleigen;  —  ocr|leigen  2.  jiet.  3iü-  (blo^  umenb.  mk 
jleigcn  2.)  oberb.  (üerjlaigen)  f.  üerffeigern;  —  t>er|Teigcrn,  jiel.  ^rr>., 
etwa^  — ,  burd)  «Steigerung  beg  "»PreifeS  veraupern,  an  ben  9)?eifihie; 
tcnben  üerfaufen,  (anbfc^.  Derganten  (l^albfr.  ocrauctioniren;  j.  95.  Sucher, 
.ipauggerätl) ,  ein  .^auö  jc.  — );  ber  SSerfleigcrcr ,  -6,  wer  etwag  oerfteia 
gert;  bie  58crflei(;evung ,  1)  o.  501.  bag  23erjteigern ;  2)  3??.  -cn,  bec 
t)ecanf^a(tete  6ffent(id)e  ä^erfauf  üerfd)iebener  S^inge  an  bie  SWeijlbieten; 
ben  (fr.  Jfuction);  bie  S.^cr|leigerungöfact)e,  '^\iübc  u.  bgl.  m. 

yerjlcinen,  ^m.  1)  jiellos  m.  fein,  ju  ©tein  werben,  ftd)  in  «Stein 
iierwanbefn,  gew.  üerfteinern,  (»erfteinte  Äorper,  ®^altl)iere  ic);  uneig. 
flein{)art,  j^arr  u.  fühHoö  werben  (oerfteint  eljem.  f.  oerpocEt);  2)  jiel. 
5U  «Stein  mad)cn,  u.  uneig.  h'irt,  unempfinblid),  ob.  jlarr  u.  unbeweglid) 
mad)en,  erflarren  mad)en,  gew.  Derfleinern;  alt  u.  oberb.  m6)  f.  mit 
SWtttffteinen  befefeen  (ein  gelb);  mit  «Steinwürfen  tobten,  fleinigen  (oberb. 
auc^:  ocrfteinigen);  bie  ä5er|leinung ;  —  ücrfteincrn,  3n3.  1)  jicUoS 
m.  fein,  ju  «Stein  werben,  f.  r>.  w.  üerjleinen  (oerfleinerteS  ^olj  jc); 
uneig.  fid)  i^erhacten,  unempfinblid),  oerflccft  werben  (ein  rcrfteincrter 
©ünbcr);  unbeweglid)  werben,  erjlarren  »or  ©c^rccE,  (Srjlaunen  jc.  (er  war 
»crfteinert  jc);  2)  jiel.  ju  «Stein  machen,  in  Stein  perwanbeln,  au(I> 


1630  »erfreuen  —  tjerflicben 

Uo^:  mit  einer  «Steiniinbe  überziehen  (fr.  intrujtiren);  uncig.  f!einf)art, 
unempftnblid),  ob.  jlarr,  unbenjeglid)  mad)en  (bcr  ©^recE  ijat  ifjn  »erjtei= 
ncrt);  bie  SSerjieinerung,  1)  o.  5K.  bag  58erfietnern,  jiel.  u.  jiellog;  2) 
Wl.  -en,  ba^  SSerjleinerte,  ein  tjerjleinerter  Äörper  (fr.  i5)etrefact). 
-  üerflellen,  jict.  3").,  1)  alt  u.  oberb.  baß  ocrft.  jleUen  (f.  b.):  jum  (Ste^ 
f)en  bringen,  ftiUen  (baö  SBIut,  ben  Surc^faU);  2)  obcrb.  f.  fort^  ob.  irgenb 
tvof)in  fleUen,  flellenb  x>exti)i'üm  (bic  ^o^en  — ;  rfrjtcllt  fein  f.  fc^oit 
»ergeben  ob.  Scmanb  angetotcfcn  fein,  atö  5pia|  jc);  3)  anberö  jleUen,  gcro. 
unifleUen,  tterruden;  4)  falfd),  an  ben  unred)ten  £)rt  fteUen  (bie  fßü- 
^cc  — ;  bie  ©äuten  finb  oerftellt;  oberb.  bie  2(ugen — ,  f.  frampfi)aft  oer= 
bret)en);  5)  burd)  etwaö  v^^in;  ob.  SJaoorgefleÜte-J  t)erbe(fen,  tjcrbergen, 
ob.  tjerfperren  (eine  Zi)üv,  einen  SBeg  jc. — );  6)  uncig.  etroag  — ,  einer 
@ad)e  eine  »ecnnberte,  frembartige,  u.  bef.  nac^tbeiligc  ©eflatt  geben, 
jcbod^  nur  oorübergeljenb  u.  meift  abfi(i^Ui(^  u.  jum  ©c^ein,  cerf^.  entfiel« 
len,  »erunflalten,  (feinen  Äörper,  feine  ©cberbe  jc.  — ;  bie  l)Qfölic^e 
Ätcibung  oerllellt  fic  ganj;  fic^  in  ctwaö — ,  b.  i.  fic^  in  eine  onbere  ®eftalt 
oernjanbeln,  j.  S.  bibl.  ©atan  oerpcUt  fic^  in  einen  ©ngel  beS  gi^tS);  ferner: 
tmcii  burd)  duper(id)e  SSerdnberung  ob.  falfd)en  ©cbein  oerbergen,  Der? 
jlecfen,  unfenntüd)  madien  (fein  ®e|i^t  burc^  ©^minfe,  bur^  eine  SJiaöfe 
JC.  —  ;  feinen  SSerbrufö  Ijintcr  fd^cinbarcr  Gleichgültigkeit—);  bef.  fid) — , 
b.  i.  fid)  anberö  ftellen  ob.  anfieüen  (f.  b.),  ali  man  roirflid)  ifl,  feine 
tt?af)re  ©eftnnung  cb.  @mpftnbung  unter  einem  falfd)en  (Sd)ein  verber? 
gen,  cö  gcfc^ctje  qu§  welcher  2fbftc^t  e6  wolle,  oerfd).  tjtu^eln  (f.  b.;  er 
wci5  fi^  trefflich  ju  »erfteUcn);  bai  Wim.  üerjlellt  olS  SB«?,  f.  erl)cud)e[t, 
jum  ©d^ein  vorgegeben  (j.  25.  ücrflcUte  3;f)eilnal)me,  greunbfc^aft  :t.;  »er« 
ftellter  SBeife  freunbti^  tt)un) ;  bic  äJerflellung,  ba§  93erfleUen,  bef.  uneig. 
baS  (Sid);üerfleUen,  bie  SSerbergung  feiner  n?af)ren  ©eftnnung  bur^  An« 
naljme  eines  falfcfeen  ®(^einS,  ftarfer:  J^euc^elei,  (fein  SBetrogen  ift  lauter 
SSerflcUung);  bie  SSerjleUungäfunjl  k. 

oerftep^en,  jiel.  3>t>.,  jum  «Steppen  t)erbraud)en  (©eibe,  ^mitn  :c.). 

üerjlerben,  jiellof.  ^n.  m.  fein,  ablaut.  (f.  flerben),  glei^f.  t)inn>e9 
jlerben,  flerbenb  abfd^eiben,  \)erfd)eiben,  ccrfd^.  etftcrben,  nur  ton  5Jlen« 
fc^cn  gebr.  u.  gem.  nur  im  «prater.  oerjlarb  u.  ben  mit  bcm  SK».  »erflor» 
ben  gebilbeten  3eitformen  (er  ijl  longfl  üetftorben);  bai  SKn?.  tierflorben 
als  SBn).  (unfer  terjlorbencr  greunb;  aud^  alS  Jg)m.  ber,  bic  aSerftovbene, 
SR.  bie  SSerftorbcncn  jc). 

üerfleucm  1.  jiel.  3».,  1)  nieberb.  (oerjlürcn)  f.  fort-,  irgenb  wotfin 
jTeuern,  b.  i.  lenfen,  ffeuernb  fortfd)affen,  tjerfenben;  uncig.  oerjleu er t 
(öcrftüret)  fein  auf  eine  ©a^e,  f.  lebl)aft  banac^  »erlangen,  barauf  erpid^t 
fein;  2)  fatfd)  jleuern,  im  «Steuern  auf  einen  unred)ten  5Beg  bringen' 
(baö  ©döiff  ift  »erjleuert);  —  »crf^euem  2.  giel.  3w.  «tnjaö  — ,  ©teuer 
ob.  2(bgabe  bat»on  entrid)ten  (ein  ®ut,  SBaoren  jc— );  bie  SSerjleuerung. 

ücrfticfen,  jiel.  3«.,  jum  ©tiefen  (1)  anroenben,  üerbraud)cn  (©eibejc). 

ücrjlicben,  3ro.  aUaut.  (f.  ftieben)  1)  jietloö  m.  fein,  in  ©taub,  ali 
©taub,  ob.  »rie  ©taub  verfliegen,  jerflreut  «erben  u.  ftd)  werlieren,  »gl. 
jerftieben,  (baö  «Dicfjl  »erftiebt;  »a«  com  ©taube  flammt,  mufö  oerjlieben); 
2)  jiel.  etroag  — ,  üerjlieben  madjen,  wie  ©taub  jerjlreuen,  b.  verfldu- 
ben  ob.  verflöbern. 


t»erfticlen  —  üerjlören  1631 

oerflielen,  jfcl.  3«.,  mit  «inem  ©ticle  t)erfef)«n  (eine  2(ict). 

üerjliftcn,  jicl.  3w.  (o.  jtiften  2.),  alt  u.  obcrb.  f.  flift<nb,  burd)  Stif- 
tung «ergeben,  übergeben,  \)ermaci)en  (ein  ®ut,  ein  Sfiec^t  ic.  — );  qüö)  f. 
üerpad)ten,  t>ermietf)en. 

oerjlimmen ,  jiel.  3n).,  faifd)  ob.  übel  fltmmen,  bie  gehörige  ob.  gute 
©timmung  üerberben  ob.  ficren,  eig.  »on  Äonroerficugen  (ein  Älaoier,  fine 
®cige  2c.  — ),  uncig.  Don  bcc  ©cmütbgDcrfafTung :  in  eine  üble  (Stimmung 
Derfe^en,  finno.  mif^ftimmen  (bicfcr  SotfaU  t)at  mic^  ocrjtimmt) ;  fid)  — , 
f.  i^erfiimmt  werben,  bie  gef)örige  (Stimmung  verlieren  (bie  ®eigc  t)at  fic^ 
oerftimmt);  üetflimmt  als  Sro.  f.  mifägeflimmt ,  finno.  übler  Saune, 
miföliiunig  (er  »pai- feljr  öerftimmt);  bie  SSerftimmung,  baö  93erjlimmen; 
baö  SSerftimmtfein,  eig.  u.  uneig. 

t>ecf!öbern,  gicl,  3tf.,  1)  fiöbernb  t)erbecfen  u.  üerberben  (bct  ©c^nee 
^at  bie  SBegc  »erflöbevt) ;  2)  aufflöbernb  vertreiben,  verjagen  (ba§  2Bitb). 

Oer)locfen  1.  3»».  (oon  ©tod)  1)  jiclloS  m.  fein  ob.  riictj.  fid)  — , 
glcic^f.  ju  einem  (Stocfe,  b.  i.  ftarr,  unempftnblid)  u.  unbemeglid)  wer» 
ben;  gcro.  nur  in  fittlid^cm  Jßcrflanbe:  ftd)  vert)drten,  unempfänglich  für  alle 
aBcle()rung  u.  SScJTerung  im  S3()fen  ver()arren  (bec  SRenfd^  »crflodt  fic^,  ifl 
oerftodt;  ein  tjcrjlod'tcö  J^crj  l)aben:  ein  ücrflocfter  ©ünbcr);  2)  gicl.  un^ 
empfinbüd},  f)art  unb  jur  SSefferung  unfäl)ig  mad}en  ob.  werben  laffen 
(bibt.  vcrjtodct  eure  -^crjcn  nic^t!);  bie  S5er)ltorfung,  ba§  SSerftccfen;  ba$ 
SSerflocftfein,  auc^:  bie  SScrfiocft^eit. 

ttcrjlocfen  2.  jiellof.  3tr.  m.  fein  (o.  flocten  2.),  ftocfenb  ob.  burd) 
(StO(figwerben  verberben  (bie  SBÖfc^e,  ba^  ßeber  jc.  öcr|locft  in  bet  geuc^» 
tigfeit). 

üerfloI)len,  Sw.,  f.  unter  oerjle^len. 

üerjloüen,  jiel.  3».,  SScrgro.  mit  (Stollen  (2)  vcrfef)en  (ein  oerfloUteS 
®ebirge). 

oerflolpern,  rüdj.  3»p-,  ftd) — ,  flolpernb  ftd)  verfemen  ob.  gegen 
etwas  verflofen. 

oerflopfen,  jiel.  3>v.,  fiopfenb,  mit  itwai  25avor;  ob.  ^ineingeflopftem 
verfd)liepen,  vcrfperrcn,  [inno.  jujlopfen  (ein  2oc^,  eine  gloft^e  — ;  fic^  bie 
Ol)rcn,  einem  bcn  gjJunb  — );  in  »eiterer  Seb.  burd)  ein  vi^inbernifS  ver; 
fd)(iepen ,  bie  £'ffnung  einer  (Sad}e  u.  ben  freien  2(uSgang  ob.  2)urd)5 
gang  burd)  biefelbe  hemmen  ob.  verwehren  (eine  Cuelle,  eine  JRö^rc  jc. 
ocrftopfcn);  fid)  — ,  f.  verflopft  werben;  verjlopft  f.  beg  freien  SüJurd)* 
gangg  ermangelnb,  (bie  «Röt)rc,  ba§  ^feifenroljc  jc.  Ijat  fid)  oerftopft,  ift 
verflopft;  meine  9iafe  ift  verflopft;  ouc^ :  in  ber  9?afe  oerftopft  fein);  in  eng« 
ftcr  Scb.  von  gehemmter  cb.  mangelnber  2eibeöauäleerung  (l)arte  ©pcifen 
ücrjlopfen  bcn  ücib;  oerftopft  fein,  b.  i.  nid^t  bie  gcl)örigcn  2fu6lecrungen 
babcn);  bie  SSerflopfung,  1)  o.  SK.  bass  33erftopfen  ob.  3uftopfen:  2) 
5}?.  -en,  bai  23erf!opftfein,  bcf.  ber  3uilanb  ber  mangelnbcn  8cibcs5ffnung 
(fr.  Objlipatton,  Dbjlrucrion;  an  SSerftopfung  leiben;  öftere  93cr|lopfungen  2C.). 

toerflöpfeln,  jicl.  3n>.  (obcrb.  auc^  verftöpffeln),  mit  einem  Stöpfel 
verfd)[iegen,  juftöpfeln,  jupfropfen;  bie  SSerfiöpfelung.- 

t>er|lörcn,  jiel.  3».,  glcid^f.  fort  flören,  flörenb  ob.  burd)  (Störung 
vertreiben,  verfd)eud)en ,  jerftreuen  (baö  SSilb,  bie  2)iebe  jc.);  in  Unorb; 
nung  ob.  23erwirrung  bringen,  bcf.  burd)  tnnerlid)e  2{ufregung,  f)eftige 


1C32  t)erj!opcn  —  t)cv|lreid)en 

®emütf)äb«wcpng  on-mirren,  jer)lreuen,  gm.  nur  baö  tOiir.  tterflort 
f.  bmd)  fein  lÄufercg  innere  2(ufregung  iinb  SSentirrung  t>erratt)enb  (:d) 
fanb  ii)n  ganj  ocijlört;  oerftört  auöfc()cn);  cljcm.  auc^  f.  jerflöccn,  umbrin» 
gen,  auörotten;  bec  SSerprer,  btbl.  f.  ^crjlörer;  bie  SSerjlörung,  iai 
SSerj^ören. 

Derfiopcn,  3nj.  abtaut,  (f.  flogen;  mituli).  verstozen)  1)  jicUoö  m.  t)a« 
bcn,  a)  cfg.  fe^(  jlofen,  un9e{)ön3  u.  of)ne  2(bfid)t  gegen  etroa^  an|lo^en 
(f.  b.) ,  nur  unctg.  f.  einen  j^et)Iec ,  ein  SSerfef)en  gegen  eine  SRcgel  n.  ob. 
g-jgen  eine  ^erfon  begef)en  (j.  S.  gegen  bie  gute  Sebenöart,  gegen  eine 
©prad^regcl  —  ;  in  einet  (Sad)c,  »ibec  eine  "pcrfon  —  ;  ogl.  93cr|lo5); 
b)  auff)ören  ^u  jlof en ,  b.  t.  aufjujlof en  ob.  ju  gä'f)ren  (baö  SBier  \)at  oet» 
jlo|icn,  b.  i.  oergof)ren) ;  2)  jtct.  a)  ^inTOeg*  ob.  t)on  fi'd)  |lofen,  inSbcf. 
eine  ^erfon— ,  geroattfam  üon  firf)  entfernen  ob.  wermeifen,  bie  biö^crige 
(5iemeinfd)aft  mit  ii)r  plö^tid)  aufgeben,  if)r  feinen  @d)it^,  feine  Siebe  2C. 
entjie{)en  (einen  au6  einer  @efeUfd)aft—  ;  btbl.  einen  in  ein  bürre§  2anb— , 
jur  J^'6\k  —  ;  feine  ^^»^au,  fein  Äinb  k-,  einen  Jfrnien— );  in  weiterer  SBeb. 
übert).  etroaö  ()art  V)on  fid)  roeifen,  gerc.  venrerfen  (alle  SDlittel— );  lanbfc^. 
f.  etroaS  au^  9Zotf)  Derfaufcn  (feine  Äleiber ,  Sucher  :r..);  oberb.  auö)  f. 
f)eim[id)  bei  ©eite  fd^affen,  tierbergen  (bcf.  fic^— ,  j.  33.  er  tcr|lie^  jid^ 
im  sasalb);  b)  fto^enb  aug  ber  gehörigen  2age  bringen,  t^errücfen  (baS 
^ferb  t)at  eine  2fbcr  ücrjto^en,  b.  i.  burd)  einen  gel)ltritt  oervüctt) ;  c)  jlof enb 
t)erbraud)en  ob.  erfd)6pfen  (Pfeffer,  3ucEcr  jc— );  —  ber  SSerjlop,  -cS, 
9J?,  SSerflöfe,  baS  SSerffofen  (siellog),  eine  ^anblung,  burd)  reelci^e  man 
gegen  etiraS  t>erftöpt,  ein  Sef)ler  ob.  5ßcrfel^en  (einen  Söcrjto^  bcgeljen, 
machen;  ein  Serftc^  gegen  bie  gute  ScbenSart  jc;  einige  9Ser(lö(}e  gegen  bk 
©prac^vic^tigfeit  k.);  lonbf^.  auc^  f.  ein  2(njlop  gebenbet  3uf^rtnb  (ein 
^fcrb  i)at  ben  93  er  flog,  wenn  c6  ntdjt  frcJTcn  wiU);  Uneinigfeit,  ©treit 
(93crflo^  mit  3cmanb  bekommen);  öftr.  f.  SSerlufl:  in  S3erftoß  gerat{)en 
f.  abfjanben  !ommen,  otrloren  gef)en;  bie  äJcrjlo^ung,  bai  SSerftopen  (jiel,, 
j.  S3.  ik  SScrjlofung  ctncö  2Crmcn);  feiten  f.  ber  33erftof  (grobe  SJcrjlc^un' 
gen  f.  SSerftö^e). 

üerftrafen,  jict.  3».  gem.  bcf;  Jpanbw.  einen  begangenen  gef)Ur  — , 
b.  i.  «Strafe  bafür  erlegen;  bie  SSerfirafung. 

üer(Iral)[en,  3w.  1)  ^iellos  m.  {)aben  u.  fein,  aufi)ören  ju  ftrahlen, 
fid)  |!ra()[enb  verlieren  ob.  crfd)o'pfen ;  2)  jid.  fort-  ob.  auöftraf)len,  ftraf)* 
lenb  iierbreiten  ob.  Derfenben;  jlral^lenb  erfdiöpfen;  bie  SScrftrat)(ung. 

ücrftrampfcn,  üerfirampcn  ob.  öcrftvampein,  jiel.  3w-,  gem.  ftram? 
pfenb  ob.  fframpeinb  verberben  ob.  in  Unorbnung  bringen. 

V»cr|ireijen,  jiellof.  3>ü-  m.  t)aben,  2äg-  »on  Jpirfc^en  u.  S?e()böden: 
neueg  @ef)örn  befommen ,  auffegen. 

ücrflrcid)cn ,  3w.  abtaut,  (f.  Ihei^en)  1)  jicltoö  m.  fein,  fort-,  baf)in 
jtreidien,  b.  i.  ftd)  unüermerft  fortbewegen  u.  verlieren,  nur  oon  ber  3eit, 
finno.  vergeben,  üerfliepen,  verlaufen  (meine  Scbenöjeit  ocrfttcic^t;  ber  "Kbcnb 
»evftttc^  un6  angenct)m  3c.);  2)  jict.  tlreid)enb  ob.  jum  ©treiben  üerbrau? 
d)en  (.Rat!,  ^flafter  jc.);  flreid)enb  ob.  burd)  etwa«  ^uf;  ob.  gingef!rid)es 
neg  werfd)liefen,  üerf^opfen,  ftnno.  üerfd)mieren  (bie  ^uqtn  mit  2e^m  ic— ; 
bcn  Ofen—,  b.  i.  bie  SRi^cn  beßfetbcn);  bie  a^crflreic^ung,  ba«  Söerflrei* 
d)en,  jiel.,  feiten  jtcltoö  f.  ber  SSerlauf  ber  3cit  :c. 


üev|!i'citeu  —  i»ci-f!rivmett  1G.']3 

üevjltrciten ,  jkt.  ^m.  ahlaüt.  (f.  breiten)  [cltm  f.  fircitcnb  vcrtht'tbigen 
ob.  bcljnupten,  gew.  ücrfed)ten;  flrdteiib,  buvd)  9icd} töffrcite  verlieren. 

üerfirciien,  ^icl.  3ir.,  fort;  ii.  aus  cinanbci  flreuen;  fireuenb  üerbrei^ 
teil,  uereiii^cdi,  cig.  u.  uncig.  (tibi,  wie  ©prcii,  bic  ber  '^i^inb  ucrflrcuct; 
eint  gamid'c,  ein  ffloif  icivb  ücii^ccur  jc);  aus5  33erfcf)i'ii  f)ic  unb  ba  fallen 
(aljen  u.  i^erliercn  (©amcnföincr);  ^um  ©treuen  cb.  alö  ©treu  ycrbrau= 
d)en  (®trot));  bie  SJcrftrcuuna- 

oer|lvid)c(n,  lid.  3w.,  tTridjelnb,  mit  tieinen  ©trid^en  werbecfen. 

ücvjlrtcf en ,  jicl.  3».,  1)  in  ©triefe  (^^aUfln'cte)  ob.  @d)lin3en  üer^ 
micfeln  u.  baburd)  feffeln  (oijt.  jlrictcn  u.  bcftiirtcn) ;  uiicig.  ühni).  in  etwaä 
vertvicFeln ,  t>erfled)ten,  fangen  u.  feffefn  (in  gcfcifu-lidjc  Untfnuijniungcn 
ücrftrictt  fein;  fic^  in  Siebe  ociftrictcn ,  burc^  Siebe  ucvitriiien  (afftn);  alt  u. 
obetb.  f  gefangen  nehmen,  ociijaften;  ju  etwas  ocrbinben,  ocrpftic^tcn;  wer« 
pfänbcn;  ftd)  — ,  f.  fid)  ocrfdjiüörcn ;  "2)  5um  ©triefen  gebraudjen;  flrirfcnb 
üerbraud)en  (@arn  :c.);  •'?)  falfdi  ob.  unred)t  flricfen  (ctwaö);  fidi  — , 
fid)  im  ©triefen  uerfebon;  bie  ä^cr(lvi(f un.q ,  baS  23er)lricfen  in  atteit 
S3eb.;   e£)cm.  auä)  f  S^crpflti^tung,   SSunbnifS;  <^aft,   ©efä'ngnifö. 

üciflvümcn,  3w.  1)  jicltoS  m.  fein,  fortffrömen,  fid)  |1römenb  ent^ 
fernen,  üeriieren,  erfdiopfen  (bei-  Siegen  ift  öevflvömt);  uncig.  bic^t.  f.  »er; 
fliepen,  gleid^f.  flromenb  yerj5e{)en  (3af)r()unbi'rtc  >ocrftiömcn  jc);  2)  jid, 
flrömenb  ob.  im  ©trcme  fcrtbeivegcn  (bk  glutt),  ein  ®d)iff  jc.  — );  aui^ 
frrömcn,  ftromiueife  ob.  im  ©trcm  vergießen  (Ibva'nen) ,  ob.  erfd)o'pfen, 
verlieren  (mit  bem  Stute  baS  Sibcn  — );  bie  S>cvjlvömung. 

Dcrjlvoiycn,  jict.  ^w.,  SScvgw.  mit  ©tro||en  (f.  b.)  üerfet)en  (einen 
©c^ac^t). 

l>cr|lrubcln,  jicitof.  3iy.  m.  fein,  ftrubelnb  oerfliepen,  ftd;  verlieren. 

ücrftrupfcn,  jiellof.  3io.  m.  fein  (og(.  ftnipfcn)  obcrb.  f.  verfd)rumpfen; 
verivelfen. 

ocrjlubircn,  jict.  3«.,  gem.  f.  burcf)  ©tubiren  t>ertf)un,  verbrauchen, 
verlieren  (fein  ®cib  — ,  feinen  Scvftanb  — ). 

üerflufen,  jicl.  3>v.,  mit  ©tufen  verfeben;  ine-bcf.  Scrgw.  mit  in  baä 
(SJcflciu  gcl)aui'nen  3i'td)cn  ocrfel)en ;  bie  äJevltufung. 

vcvflümnu'ln,  jiel.  3m.  (oberb.  o erftümpeln),  bo6  vcift.  flümmeln, 
jum  (cr^tumpf  ob.  ^istummel  mad)en  (einen  ginger  jc);  flümmelnb  be^ 
fd)abi9en,  verberben,  verunffalten  (einen  2>auin,  eine  üBirbfd'ule,  einen  2JJen* 
fd)cn,  }.  95.  an  J^änbcn  u.  giijjcn);  uncig.  burd)  Unterbrüefung  notl)tvenbU 
ger  Steile  entfleüen  u.  unfenntlid)  mad^en,  fe[)ler()aft  verfürjen  (ein 
aSort,  eine  JRebe  k.)  ;  bie  S5cr|lihnmclunv]. 

üci|lumnicn,  ^m.  1)  gieltoö  m.  fein  (altb.  erstummen)  jlumm  werben; 
uneig.  plo^lid)  fd)iveigen,  nid)t  reben,  bcf.  cot  9Sc|lurjung,  Scftaunen  jc; 
bic^t.  aud)  f.  aufhören,  ein  @eraufd)  ju  madjen  (bibi.  fc^ivcig,  gjJeer,  unl> 
verjtumme!);  2)  jicl.  alt  u.  bidjt.  f  jltumm  mad)en,  jum  ©d)»veiäen 
bringen. 

verflümpcrn,  jicl.  35v.,  burd)  ©tümperei  verberben,  finnu.  verpfufdien. 

vcr|lumpfcn,  ^itUof  3>v.m.  fein,  ganj  ftumpf  »verben,  \id)  ab)1umpfen. 

•  vev|lun^e^,  jiet.  3«.,  auf  eine  anbere  ©tunbe  u.  überl).  auf  eine  an? 
bere  3ett  verfct)ieben,  gero.  bloj;:  fJunben. 

vcrjlürmcn,  3«j.  Ojicttoöm.  fein  u.  f)aben,  ftd)  flürmenb  erfd)öpfcn, 

Jgiepfe'ö  J&anbwöctcrb.  >i.  bcutfc^cn  ®pc.  2.  Z^iiU  103 


1634  »ei-jlüi'^en  —  t?erfud)en 

iiufl)orcn  5U  jltiitmcn  (bog  SDScttcr  ift  ob.  i^at  üttftüvmf);  2)  jtcl.  jliirmnib 
ob.  im  (Sturm  forttreiben,  n)c3fül)ren,  bef.  t»cm  rechten  SBege  Qbfüf)ren 
(bie  ®d;tffe  [i'nb  ücrftürmt  werben;  ein  ffierfiürmtcr,  b.  f.  ßcm  Sturm  S3ers 
fc^lQgencr);  Qleichf.  im  ©türm,  in  jlürmifd)er  SSeivegung  »erbringen 
(feine  Sugenb). 

üevjlür.^cn,  jiel.  3tü.,  1)  f^ürjenb,  mit  etirag  .^ingeflürjtem  üerbec!en, 
verbergen,  \)erfchutten  (SBcrgro.  einen  ®(^ac^t  —  ,  burch  f)incin3tfliirjtcn 
®^utt  auöfüUen);  2)  cf)cm.  aiid)  uneig.  f.  bef^iirjen,  beftürjt  mad}en  (bibl. 
Dcrflürjt  f.  bcftiirjt). 

i^erlluf^en,  ^iei.  3^-1  i>ci^  »cr(l.  finden  (2) :  flubenb  uerfürjen,  abfluten 
(bie  ^aarc— ,  einem  ^ferbc  ben  ®^n?cif  -):  bie  SSer|!u^ung. 

ücrfu^cn,  giel.  3w.  (mittel^,  versuochen:  obcrb.  ücr[«cd)en;  nteberb. 
ßcrföfen;  —  oer-  ift  f){er  au6  ur-,  er-  entftanbcn;  altb.  i)d^t  ursoch,  or- 
suoch:  bcr  SBerfuct),  bie  Untcrfudiung,  SScrfudiung,  u.  arsochjan,  ersuochen: 
ocrfuc^cn,  prüfen  :c.;  bie  Urbeb.  i\l  atfo:  f)crau6=,  l}crüovrit^cn,  auöforfi^en) 
1)  eticaä — ,  bci^  innere,  bie  55efitaffenf)eit  eineg  SDingeS  ju  erfiit)rcn 
fud)en,  finno.  unterfud)cn,  erforfd)en,  prüfen,  probiren  (bie  SRünjen—; 
©pcifcn,  Sßcin  :c. — ,  !oftcn);  einen — ,  auf  bie  ^rcbe  flellen,  erproben, 
inbem  man  i^n  in  eine  ßage  «erfe^t,  in  iccti^er  feine  n3af)re  ^atut  fii^  offen* 
baren  mufg  (bibl.  ®ott  ücrfudjen,  b.  i.  feine  SJladjt,  @üte  jc.  auf  ungejie* 
menbe  Söeife  auf  bie  ^robe  flcltcn) ;  fid)  (midt)  an  einer  i^adjc—^  b.  f. 
feine  Äraft  ob.  5at)igfeit  baran  prüfen  cb.  erproben  (j.  S.  c6  f)abcn  fid^ 
SSiele  an  ber  2tufgabe,  an  bcr  3frbcit  jc.  cerfud^t) ;  baS  SOIm.  oerfud)t  al§ 
95tt>.  f.  erprobt,  beroährt  (ein  »erfuc^ter  SKann;  »crfuc^te  Sruppen);  in  be? 
fiinimterer  S3eb.  S^nianbs^  S^ujjenb  u.  ^rommigir'eit  burc^  ©c^ictfale  ob. 
SHeijung  ^um  SBöfen  auf  bie  ^robc  f!eUen,  i^n  in  2>erfud)ung  fübren  (@ott 
t3erfu(^t  bcn  SJJcnf^cn  burc^  @liic!  unb  Unglüd;  3efuö  würbe  00m  Scufel 
wecfudit);  ba()ec  auä)  f.  5U  efftia^  reijcn,  fotfen  (fid?  gu  ttwa^  oerfud^t  fül)» 
Icn,  b.  i.  SReij  ob.  Steigung  baju  empfinbcn);  2)  ettvaö  — ,  einen  SSer* 
fud)  bamit  mad^en,  burd)  fein  Slbun  ob.  S3emüben  bie  ?0?6g[id)feit, 
.Äraft,  2Birffamfeit  einer  'Baäji  ju  erfa()ren  fudien,  gem.  probiren,  ftnno. 
unternel)men,  amgen  (i6:j  will  oerfu^en,  ob  ic^  c6  Ijebcn,  auöfüijren  jc. 
!ann;  man  mufs  sjcrfud^en ,  ii)m  gu  l;clfcn;  id)  i)ahi  cö  oergebenß  ocrfuc^t; 
fein  ©lud,  fein  >!peit  ocrfucfcen);  fid)  (mir)  etn)a<^  »erfud^en,  b.  t.  etwa« 
unternef)men,  n^agen  u.  baburd)  Grfaf)rungen  mad)en  (er  Ijat  fic^  ümaS, 
üiel  in  ber  SBelt  »erfuci^t);  cS  mit  einem  — ,  einen  23erfud)  mit  ii)m 
anf!e((en,  ob  man  ii)n  gebrauchen  ob.  fti^  mit  ii)m  einigen  fönne  jc;  quÖ)  f. 
fid)  im  Äampfc  mit  \i)n\  meffen;  .3)  ult.  f  erfudien,  bitten  (nicberb.  ücr* 
föfcn);  befud/cn,  beimfud)en:  —  ber  Sevfuct),  -e^,  Wl.-e,  1)  eine 
•^^anblung ,  ein  23erfai)ren  jur  Unterfud)ung  ber  2?efd)affenf)cit  ob.  beS 
^^erba[ten5  einer  ©ad)e,  finno.  ^robe  (einen  SScrfuc^  mit  ctwa6,  mit  3e* 
manb  madjcn;  einen  8Serfu(^  anfleUcn ;  S3crfuc^e  in  bcr  9fatur(ef)re  ic,  fr. 
©rpcrtmcnte):  2)  baö  Unternef)men  einer  ®ad)e  mit  ungetviffer  2(u^ftd)t 
auf  (Srfoig  ob.  auf  bie  5)?og(id)feit  be^  (^elingeng  (iA)  m\i  ben  SScrfuc^ 
mad)cu  f-  id)  will  ocrfuc^en  jc);  '))  nicberb.  (SJerfö!)  f.  (^cfud),  (5rfud)en, 
S3itre;  ber  S3crfud)ort,  SBergw.  f.  t>.  w.  ©u^ort;  üerfuc^Sweife,  «Rtc, 
nad^  2lrt  cine6  Süerfuc^ce,  jum  SSerfud),  blo^  um  gu  oerfuc^cn;  ber  23crfu(^cr, 
-ö,  bie  S5ei"fud)crinn,  tt>er  etrea^  perfud;t,  b.  ;.  unterfud}t,  prüft,  inöbef. 


»ecfubeln  —  »ertaufenbfadjen  lö'-^<5 

tanbfd;.  f.  9)?iinjwarbcin ;  Jvcr  "änbtu  \)erfucf)t,  in  93evfud)itn9  füf)rt,  jum 
93()ffn  reist;  bibl.  inöbcf.  bcr  Scuftt;  bie  a5erfud)iin.q ,  ba§  33ccfucb«n, 
ba«  3(nftel(en  eincä  'öa-fud}^,  ftnno.  Untei-fucl)unä,  ^Prüfung;  900.  bie 
9?eijun9  ob.  23cr[ocfung  jum  S3ofcn ,  unb  bcr  3ul^anb  bilTtn ,  roclc^cr  in 
bieftm  ©innc  ücrfitct)t  wkb,  (bec  9Sci-fu(^ung,  allen  SBerfui^unjcn  ^üibccftetjm; 
in  SJcrfucijung  fommcn ,  gcratficn,  ctroae  ?u  tt^un;   ,,fiit)ce  unö  ni^t  in  23cr= 

fut^ung!"). 

oevfiibcln,  jicl.  3w.  1)  fiibclnb,  burd)  oubclei  oerberben  ob.  entjle(= 
Un;  'D  fubclnb  \)ecbcaud)en  (Sarbt,  lintc  ic). 

ücrfiU)nen,  3to.,  üU.  f.  oerföfjnen,  f.  b. 

»crfummen,  jtellof.  3w-  ni.  [ein,  auff)orcn  ju  fummen  (2),  fummcnb 
üerball^n. 

üerfumpfcn,  jicüof.  3n).  m.  fein,  jum  «Sumpf  »rerben,  im  ©umpf 
üerfinfcn  (bie  ganje  ©egcnb  ift  ecrfumpft) ;  bie  SJerfiimpiun^. 

oerfünbtgcn,  vüccj.  3n:'.  (alt  u.  bi'i^t.  aud)  ocrfünbcn)  fid)  — ,  ftd) 
einer  ©iinbe  fd)u[bi9  mad)en ,  eine  ®unbe  begeben;  gcir».  fid)  an  ei; 
nem  — ,  b.  i.  burd)  eine  ©ünbe  ftd)  gegen  i()n  vergeben,  i{)n  fünblid) 
beieibigcn,  verleben  (cc  i)at  ftd)  an  ÖJott  unb  5Kenfc^en  üerfüiibigt) ;  bie 
föevfünbigung,  ba5  ©id)  *  tjerfünbigen ;  bie  fünblid)e  vöanblung,  @ünt>e. 

ä5crfunfcnl)eit,  t».,  f.  unter  ocrfinfcn. 

ücrfüßcn,  jicl.  3»^-.  D  fü^  mad)en,  cig.  (ein  C55ctranE,  eine  (gpcii'c  k.) 
u.  uncig.  angene[)m,  lieblid)  mad)en,  entg.  ocrbittern,  (einem  baö  ße« 
bcn  — );  aud)  blof :  mitbern ,  erträ'g(id)er  mad)en  (ben  ©djmerj  u.); 
©c^eibe!.  bie  ©d^ärfe  mincralifc^cr  ©äurcn  bure^  3uf'3fe  eincö  flüffigen  (Stof- 
fes nlilbcrn,  f.  0.  \v.  nbfüpen;  2)  fel}[erl)aft  ob.  alljU  fii?  mad)en  u.  ita^ 
burd)  t»erberbcn  (bcn  Äajfee  jc) ;  bie  äJafüßung. 

ücriiiücifc,  SliD.,  f.  unter  23cr§. 

ticrtäfcln,  jicl.  3tt).,  mit  SJafedrerf  üerfef)en,  gew.  tafein. 

i>crtac\en,  jiel.  3iü.  1)  ettraö  — ,  auf  einen  beflimmten  Sag  anfeuert 
ob.  »erlegen;  gcit».  bis5  auf  einen  bcflimmten  Sag  auöfe^cn,  auffd)teben, 
oerfd)ieben  (bie  ©i^ungcn  einer  SScrfammlung  jc.j;  2)  einen  — ,  ct)ein.  f. 
it)m  einen  Sag  beftimmen  jum  (5cfd}cincn  cor  ®erid)t,  if)n  üorlaben;  3) 
f.  tjerfaumen  ob.  burd)  SSerfäumnifg  verlieren  (nertagte  3infcn  f.  oerfaUcne) ; 
bie  äJertagung,  baö  9Sertagen,  bcf.  in  bcr  Iften  Seb. 

Oertänbeln,  jiel.  3«'.,  tä'nbelnb  oerbriijgen  ob.  verlieren  (iik  3cit); 
burct)  Sänbeln  ob.  für  Sanb  vertbun  (oiel  ®elb):  fid)  — ,  ianbf(^.  f. 
ftd)  leid)tftnniger  5üeife  bur(^  ein  ef)cpcrfprcc^en  binben,  f.  0.  ».  oerplems 
pern;  bie  S3ertänbelun^. 

oevtanjen,  jiel.  3m.,  tanjenb  verbringen  (bk  ^a^t),  verlieren  ob.  vers 
tl)un  (fein  @elb),  vertreiben  (bie  übte  Caunc). 

vertaumeln ,  jiel.  3n>. ,  taumelnb  ob.  im  Saumel  verbringen  (fein  Sc» 
ben),  vertf)un  (fein  ®clb). 

oertaufc^cn,  i^icl.  3nj.,  taufd)enb  weggeben,  burd)  Saufd)  in  eine§ 
2(nbern  SSefi^  bringen  (SBaaren,  @ütcrK.,  cincSBaarc  gegen  eine  anbere— ); 
in  wetteret  Scb.  f.  vertved)fe(n,  eine  @ad)e  ftatt  einer  anbern  fegen,  neh- 
men K.  (j.  93.  ein  SBort  mit  einem  ünbecn  — );  bie  23crtaufc^ung. 

vertaufcnbfacf)cn  ob.  vcrtaufenbfciltigcn,  jiel.3n).,  taufenbfad)  mad)en, 
ti>ieber{)olen  ob.  vermef)ren. 

103* 


1636  \jevtep|)id)eii  —  \)ei't()eUen 

yertcppid)en,  jict.  3>t).,  SfJcuiü.  f.  mit  3:cppid)en  üei-fcf)en,  tapejircn. 

verteufeln,  3vt».  nicbr.  1)  jiettog  m.  fein,  jum  Slcufcl  ob.  beS  Seufelg 
ivcrben,  tcuf(ifd)  an-rben,  nur  gebr.  im  5}?n).  verteufelt  q(ö  S5n).  f.  bem 
Ztüfei  Devfallen,  teuftifd)  (ein  ocrteufcttcr  SDicnf^;  ucrtcufcltc  iiügen);  gtm. 
f.  in  ()o()cm  ©rabe  arg,  böfe,  fd)[imm,  u.  als  ocrjtarfcnbcö  9ht).  mit  bcm 
3fugbruct  bcg  Unwillcnö,  »gl.  yer^enfert,  (eine  »erteufcttc  öiefc^icine ;  oec* 
tiufitt  fdjwcr  2C.);  2)  jic(.  ettvag  — ,  fi^racij.  f.  burd)  \d)k(i)U  @treid)e, 
iiuf  fd)(ed)te  lixt  t»ert{)un,  burd)brin9en  ([ein  ®clb):  verberben,  5u  ©runbe 
rid)ten;  nicbcrb.  (ücrbüweln)  f.  etroaö  verfd)tvören,  flud)enb  verneinen 
ob.  bejirciten. 

üertcunen,  ?ie(.  ^\v.  nicbcrb.  ©^Üffö.  (»rof)l  f.  »ertüncn  =■  ücrjduncn?) 
bie  ^öii^n  u.  ^pianfen  jur  33erteunung  eineg  ©diiffeS  befejligen:  bie 
23cvteununß  ob.  gew.  S3erteuntng,  9J?.  -  en,  bie  58acf,  @d}an3e  u.  glitte 
einc§  (Sd)iffe^o  ob.  ber  Sfteil  bcöfetben  »orn  itnb  i)inten  über  bem  Sf{a{)t)oIjc. 

Oerteutfd^en,  ^icl.  3«?.,  f.  verbeutfd)en. 

üert()ecven,  ?iie(.  3w.,  mit  S^^eer  vcrfireid)en,  verfd)mieren. 

Oevtl)eit{9en,  jiet.  3«-  (mittelf).  verteidingea ;  oberb.  yertvubingen,  oevta« 
bigen,  ücrtf)ätigcn ;  nieberb.  oerbcgebingen ,  oerbegen,  begcn;  »on  teidinc, 
Siieibing,  urfpr.  Sagebing,  b.  i.  dJerichtetag,  gcric^il.  93ert)anb(ung,  9f?edjtSs 
jlrett;  vgl.  Sticibing);  1)  e()em.  9erid)tlid)  abmad)en  (einen  9?e(^tSi)anbeO; 
rid)ten,  ftrafcn,  büfjen  (einen  grencl);  übereinfcmmenb  fcfifefjen;  fid)— , 
ffd}  vcr9[eid)en ;  2)  vor  (Serid)t  vertreten,  verfed)ten,  bie  5}ied)tmaf igfeit 
einer  @ad}e  ob.  bie  Unfd)u(b  einer  ^erfon  behaupten  u.  ju  beroeifen  fud)en 
(ber  ?Cnwa(t  ocrtf)eibtgt  ben  SBc!(agtcn :  fic^  feibjt ,  feine  ©at^c  jc.  ccrttjeibi« 
gen);  in  weiterer  Seb.  iibcvt).  bie  5iial)r()eit  einer  «Sadie,  hcii  9fed)t  ob. 
bie  ®d)u[b[ofig£'eit  einer  ^crfon  gegen  'Eingriffe  be!)aupten  u.  ju  beiveifen 
fudien,  finno.  red)tfertigen ,  entfd)u[bigcn,  (einen  ®a^,  eine  2el)re,  eine 
Seljauptung — ;  einen  ob.  ftdj  gegen  33el'd}ulbigungen,  23erleumbungcn  JC  — ; 
Semanbö  guten  9?uf  jc— );  3)  etivaS,  einen  cb.  fid)—,  gegen  einen 
'i[ngriff  burd)  !orperüd)e  (Begenivei)r  ju  fd)üfecn,  benfelben  abjuivel)rett 
fud)en  (eine  ©tabt,  eine  ^eftung,  fein  ffiatcrlanb  — ;  ben  ©d^wac^en  — ;  bie 
S?efci§ung  t)cit  \id)  tapfer  üert()eibigt");  ber  S3ertl)eibi(icr,  -^,  bie  SJertbei* 
Mgerinn,  9)?.  -en,  ivcr  eine  '•perfon  ob.  @vu1)e  vertbeibigt;  bie  SSertl)Ctb{- 
gung,  1)  0.  9JI.  ba6  SSert^eibigen  in  allen  Seb.  (j.  93.  einer '^erfon  üoc 
@erid)t,  einer  gejiung  2c.);  2)  ^t.-ii\,  bagjenige,  »vag  man  fagt  ob. 
t()ut,  um  eine  Werfen  ob.  'Zadjc  ju  vert()eibigen,  inöbef.  f.  o.  ro.  bie  S3ec* 
tl)etbigung§rcbe  ob.  $ßevt()ettt9ung'5fc^rift:  ber  23ertt)eibtgung£igrunt); 
ber  5öertt)Ctbt(]Un9ähic9,  ein  nur  jur  2(bwel)r  feinblic^er  3l"ngrifc  9efii()rtec 
Ärieg  (fr.  35.fenfionäfricg) ;  bie  58ertl)eibi9Un9Ölinie,  Ärfpc.  bk  auö  ben^ 
aöin!eln  ber  ©freic^linic  gegen  bie  SBolhuerBpunfte  gelegene  Cinie;  ber  5I5er* 
tl)eib{gungöflanb,  ber  jur  23ertf;tibigung  gegen  feinbli(^c  2{ngriffe  geeignete 
3uf}anb  (fid),  eine  geftung  u.  in  ffiertfjeibigungöftanb  fe^en);  bie  SScrtt)ett>i* 
gung^ivaffe,  ©diu^waffc-,  ycrtl)eiMgun9^tiH'tfe,  gjw.,  in  ber  SBeife  ob. 
im  3uftanb  ber  SSertljcibigung,  oertljeibigcnb  (fr.  befcnfio),  cntg.  angrijföweife. 

üevtl)ei(en,  jiel.  3».,  1)  bae  ocrjt.  treuen:  ein  (^Jan^eS  in  2:i)ei[e  fon* 
bem,  ein;,  abt{)eilen,  u.  gctv.  in  bejlimmtcrer  S5cb.  bie  $lf)ei[e  verfd)iebe* 
nen  ^"»erfonen  übergeben,  5utf)eilen,  fo  bafö  baö  ®anje  erfdjöpft  roirb, 
»erfd;.  au^t()eilen,  welches  nur  überlj.  baS  Übergeben  an  9Kel)re  bejci^net 


tjcvtf)cuci-n  —  »evtilQcn  IC'i? 

(ogf.  ®clb  an  hk  3fvmcn  au6tf) eilen;  eine  ©umme  (S^e(be6,  einen  SSorra({) 
oon  J^olj  2C.  unter  btc  ^rmcn  oerti; eilen;  eine  "Kxbcit  unter  SJJeijrc  oert^ei» 
len;  uneig.  ?Oial.  Cidjt  unb  ©chatten  — ,  bic  Siebter  — ,  t.  i.  ge^ötiij  anocb» 
ncn) ;  2)  ei)em.  einem  ctwai  —  ,  f.  burd)  riditerlidjeß  Urtheil  abfprcd)en, 
aberkennen,  if)n  verurtf)ei(en ,  eö  511  »erlieren  (einem  ben  Ccib,  baö  Seben 
3c.  — );  einen  in  et»ra6  — ,  f.  i{)n  baju  üccurti)et(en,  vcvbammcn;  ."}) 
fid^  — ,  lanbfd).  f.  fid)  im  3;()ei(en  •oetfei)m  ob.  beeintrad}tigen,  beim 
a?ertf)eiJcn  einer  ©a^e  felbft  ^u  furj  !ommen;  ber  SScvt()ct(cr,  bie  ä5crtt}ei- 
Icrinn;  bie  S^ertbeilung. 

ocrt()cucvn,  jiel.  3»).,  tlieucr  ob.  t^eurer  mad)en,  bcn  ^retö  einer 
@ad)e  flei^ern  (gjJiföiPac^ö  eertfieuert  baö  betreibe);  bie  ä5crt()citcrun9; 
rcrtl)cucrlid),  Sn?.,  obcrb.  f.  luaö  uertfieitert  ob.  S^eurung  beivirft. 

üci-tl}ievcn ,  3n3.  1)  aiellos  m.  [ein,  jum  2;t)iere  ob.  t()ter!fd)  tverben ; 
2)  gier,  jum  2![)ierc  mad)en,  in  ^'fiiergeflalt  barfleUen;  bie  23crtt)icvung. 

t>ertl)örcn,  jieL  3n?.  (mittelf).  vertoeren)  »lt.  f.  1)  311m  2!()cren  mad}en, 
geir.  bet()ören ;  2)  tf)örid)ter  ^üieife  ttertfiun,  »ergeuben ;  t)ertl)ore(n,  jiel. 
3«.  f4lir>efj.  (oert^örren;  ogf.  t(iörc(n  unter  Zi^ov)  f.  1)  «"f  thörid)tc 
Söeife  für  Ä(einig!eiten  oert()un,  i^crtanbeln;  2)  einen  — ,  i()m  burd} 
^of[en,  ©pieiroerf  2c.  bie  Seit  t>ortreiben;  i()n  burd)  Äunjlgriffc  l)int)a(ten. 

Ocrtl)Un,  3>t?.  unregcfm.  wie  tf)un  (Smpf.  oertfjat,  9}tit).  üertf)an; 
altf)od)b.  sih  fertuon  f.  übettljun,  [ic^  r)er9ci)on;  mitte(f).  v.  rtuon ;  nicbcrb. 
oirboon)  1)  jicr.  eljem.  f.  f)ina^e9-  ob.  »on  fid)  t^un,  tregfdmffen,  au^  bem 
SBege  räumen,  in^bcf.  f.  umbringen,  verberben;  lanbfd^.  f.  üerbraud)en, 
völlig  erfd)öpfen  (j.  S.  bic  9Kaurer  t)aben  allen  Äa(!  ücrttjan),  abfegen 
(SBoaren);  gew.  unnü^  u.  [eid)tftnnig  oemn'nben,  finno.  burd)bringen, 
jlä'rfer:  verfd)n)enben,  vergeuben  2c.  (fein  Vermögen,  üiel  öJclb  u. — );  2) 
rüctj.  fid)  —  ,  öU.  f.  ftd)  vertieren ,  verloren  ob.  ju  ®runbc  gcl)en,  fid) 
verfd)(immern,  herunterfommen :  lanb[d^.  f.  fid)  verfefjen,  irren,  täufc^cn; 
fd^mci^.  f.  fic^  breit  niadjcn,  grcf)  t()un;  nieberb.  f.  fic^  occgnügen,  beluftigen; 
fic^  in  einer  ®ac^c  — ,  f.  fi^  barin  umtf)un,  umfef)en,  fic^  barauf  legen; 
.3)  gielloS  m.  t) ab cn,  lanbfcl).  f.  genug  tf)un,  vollenben  (id)  babc  üertl)an); 
—  bog  9Kw.  vertf)an  atö  SBm.,  alt  u.  lanbf^.  f.  übel  befd)offen:  verlor 
ren;  verberbt,  böfe,  verbred)erifd) ;  —  ber  23cvtl)iier,  -S,  btc  ä3crtl)UC' 
rinn,  W.  -en,  gem.  f.  tver  ha^  ©einige  vertl)ut,  finno.  3Serfd)ivenber; 
l)crtl)uig,  Vcrt^ulirf),  vertl)ucrtfd^,  Sro.  gem.  (oberb.  certuenlii:^  ,  oertuc^ 
nifd^)  f.  jum  2}ert^un  geneigt,  unn?irthfd)aft[id),  ilarfcr:  verfd)ircnberifri). 

vertiefen,  gicl.  3n?.  1)  tief  ob.  tiefer  mad}en  (einen  ©raben,  .&afen  :c.); 
tief  ob.  in  bie  S^iefe  arbeiten,  barj^ellen  (ein  SBilbrecr!  — ;  ocrticftc  2Cr» 
beit,  giguren  ic,  cntg.  ben  ert)abenen,  f.  b.);  2)  in  bie  2!iefe  fenfen,  gen?, 
nur  unetg.  fid)  in  eine  <Sa*e  — ,  gleid)f.  barin  verfingen  ob.  untergehen, 
feine  geiflige  Äraft  u.  3!{)atigfeit  völlig  barin  aufgel)en  laffen  (fic^  in  9?a(^= 
bcnfen ,  in  eine  7Crbcit ,  eine  SBilfenfi^aft  2C.  vertiefen ;  in  (SJcbanfen  oertieft 
fein);  ber  SSerticfjlempcl,  ein  Stempel,  mit  rcelc^cm  bie  Giürtler  He  au^ge^ 
^auencn  ©djeiben  ju  Änöpfcn  vertiefen;  bie  SScrticfunc; ,  1)  0.  SK.  hai 
SSertiefen;  baö  ©id):- vertiefen;  2)  50?.  -en,  eine  vertiefte  u.  fiberl).  eil« 
tiefe  ©teÜe,  entg.  ©rt)öl)ung;  SKal.  bic  bunfeln  ©tetten  oljnc  SBibcrfc^ein. 

vertilgen,  jiet.  3».  (altljod^b.  fartiHgon),  bog  veril.  tilgen:  völlig  jer? 
ftören,  ausrotten,  vernid)ten,  c^em.  auc^  austilgen  (Ungcjiefer,Unfrautic.  — ; 


1638  »ertoben  —  »ertragen 

bit'l.  aUc  ©ottlofcii  — ;  baö  2(nben!cn  cincc  ©ad^c  ic.  — );  bec  S3erti(^er, 
-6;  bie  Jöcrttlgunq ;  bec  Jöcrtilgungafricg,  Äricg,  bei  rcetc^em  cg  auf 
bic  Sevtil^ung  bee  gcinbcg  ab9cfcf)cn  ifl. 

üeytoben,  3»r.  1)  jicrioö  m.  t)abtn,  ouffjörcn  ju  toben,  ftd)  tobenb 
eifd)opfen,  ftnno.  austoben;  2)  gicl.  tobenb  äußern  ob.  iUiöhiffen  (ben 
3orn,  bicSßuif)— );  tobenb  herbringen,  jubringen. 

ücrtoücn,  31».  1)  gieUog  m.  fein,  (anbf^.  f.  tcK  n)crben :  baö  SOlro. 
vertotlt,  ntcberb.  (»crbuHt)  aU  Sro.  f.  toK,  l)ö*fl  narrifd)  ob.  feit* 
fam:  fefjr  arg,  Derjtveifelt,  verteufelt  (auc^  olg  ücrfrärfcnbeS  S«a\);  2)  jtcl. 
gem.  f.  tüüenb,  auf  toUe  5üeife  (nrmenb  2C.  Derbringen,  3ubringen  (ben 
Ttbcr.b). 

»ertönen,  jicdof.  3ip.  m.  fein,  auff)oren  ju  tonen,  ftd)  toncnb  üer^ 
lieren. 

ucrtofen,  jicllof.  3iv.  m.  .^abcn,  ftd)  tofcnb  erfd;öpfen,  auff)ocen  ju 
tofcn. 

t)ertva(ft,  SSro.  (waijrf^.  uvfpv.  Wim.  o.  bcm  nicbcrb.  »cctrecfen,  b.  i. 
»cvjie{)cn;  a(fo  eig.  »erjogtn,  ücrjerrt)  gem.  f.  i)o<A)\i  rerivorren,  feltfam, 
gew.  mit  bem  3(U6bvucf  be€  Unwillen^,  finr.o.  arg,  üerbrieflid},  verjireifelt, 
liertx>iinfd)t  (eine  ucrtvactte  ©cfc^idjte;  ein  Dcvtracttcc  3Kciifd^ ;  bai^  ijl  bod^ 
»crtractt!). 

»ertragen,  jict.  u.  nlctj.  3w.  abtaut,  iric  tragen  (ocrtvug,  oevtragen; 
attb.  fartragan,  vertragen)  1)  »(t.  f.  fort^,  bini^egtragcn ,  iregfiibi'en;  bef. 
an  einen  ungehörigen  ob.  verborgenen  Srt  tragen,  finno.  verfdifeppen ; 
ibem.  f.  auf  fa[fd)en  5Beg  leiten,  verleiten;  obevb.  einen—,  f.  in  übten 
9üif  bringen;  einen  eine^  2!)ingö  — ,  alt  f.  ibn  beffen  überf)eben,  bamit 
verfriionen;  2)  tragenb  verbraud)en  ob.  abnu^en,  gew.  auf=,  abtragen 
(ein  Äd'ib  — ;  hibl.  m-rtvagcne  Cumpcn);  '*)  mit  51'uöbauer  u.  @ebu(b  tra= 
gen,  einem  bef.  unangenef)men  ob.  fd}aMid^cn  ©inbrurfe  o^ne  S5efd)tverbc 
ob.  9^ad)f()eit  iviberfrc^en,  finno.  au6f)a[ten,  auofteben,  eblev:  ertragen 
(tat.  perferre;  ^i^e ,  ScäUi ,  ©c^mwjcii  ;c.  — ;  audj:  einen  »ertragen 
f.  i^n  leiben  fönncn),  gtn?.  in  bcPimmtcrtv  5Bcb.  ivcgen  eigentbümlidjer  Äör^ 
pcr--^  ob.  03emütb^befd5uffenbcit  eine  finnlidie  ob.  geiftige  (Jinivirtung  of)ne 
nad)tt)ei[ige  folgen  empfangen  (j.  58.  eine  ©peife  vertragen,  ob.  ni^t  r>cr= 
tragen  fönnen;  fd;wadjc  2(ugen  fönncn  baö  2id:t  nidjt  otrtragen ;  gem. 
fpridirc.  einen  guten  ^uff  nertragen  fönnen,  f.  ^Htff;  eine  ffieicibigung,  einen 
(£pa^  u.  »ertragen;  ein  empftnblidter  ob.  {ji^igcr  SCIenfc^  fann  nidjt  nict  uer^ 
tragen);  alt  u.  oberb.  einem  etivaö  — ,  f.  eö  von  Wjm  ertragen,  e6  if)m 
{)inget)en  laffen,  nad)feben,  gcffatten,  ver5eif)en;  4)  (oer-  in  bcrSScb.  d), 
ein  gc^liepen  ob.  Jßcrbinben  bejeid^ncnb)  g(eid}f.  jufammentragen  ob.  rbrins 
gen,  einigen,  eintrcid)tig  madien,  meijl  olt.  (jrcei  ftreitenbe  '»perfonen,  ^at- 
tcicn,  einen  mit  bim  3(nbern —);  Qüd}:  ettva^— ,  f.  auög[eid)en,  gut; 
lid)  beilegen,  einen  S3ertrag  bariibec  fd^liepen  (eine  ©treitfad^e,  ben  ^a» 
ber  jc. — ),  u.  jitlioe:  Vertragen  f.  einen  2}ertrag  mad)en  (mit  bcm 
geinbc— );  gcir.  viitfj.  fid)  mit^fmiinb— ,  b.  i.  ftd)  mit  if)m  einigen, 
verföl)nen,  verj^anbigen  (entg.  ba6  vlt.  fi^l  getragen  f.  uneinS  werben); 
in  weiterer  SScb.  im  ^ufammenleben,  im  Umgänge  fid)  frieblid)  u.  ein* 
trad)tig  ju  il)m  verf)a[ten  (fie  fönnen  fi^  mit  einanber  nid^t  vertragen),  u. 
ühtxt).  fidi  auf  eine  ob.  bic  anbere  SBeifc  gegen  einanber  betragen,  in 


vectfdnfcn  — •  'Dcvtrauen  IG-iO 

SSernef)mcn  jii  einanbeu  jlef)en  (ftd^  gut,  obct  \ä)Uä)t  mit  einanbcc  »crtva^ 
gen);  iinetg.  aui)  »oit  (Sachen  f.  ücrcinbar  fein,  jufammcii  jlimmcn  ob. 
paffen  (baö  Sine  ucvtragt  fic^  nic^t  mit  bem  3fnbcrii);  -— ber  23crtrag,  -e6, 
Wl.  SSertrage,  i>ci^  @id)-t)ei-tra3en,  bie  Sini,^un3  ob.  Übeccinfunft  jiDcicc 
^crfoncn  ob.  Parteien  übet  eine  Baäjc,  bie  föi-m(id)c  3Scrbinb[td)mad)un3 
ju  gc^enfeiti^en  T^flii^ten;  auc^  bcc  Inbegriff  ber  58ebin.gungen  einer 
Itbereinfunft,  bic  Wcfammtf)cit  bcr  iHibcii  Zi)dUn  juci-Eanntcn  3tcd)tc  u. 
^flii^ten,  u.  bie  barüber  aufgenommene  Urfunbe,  oon  aUacmcincrcr  SBcb. 
at6:  S3erg[eid),  f.  b.  (fr.  Sontract;  einen  SScvtrag  mit  3cmanb  fcfelicijcn, 
cingcf)cn;  bcn  SScvtvag  fjattcn,  bred^cn  k. ;  baä  ift  raibcr  unfern  Sertrag; 
ein  (5f)C',  gricbenS--,  Äauf=,  SOZieti)-,  SSerlagöcertrag  ;c.);  ba(;cr:  bie  Sßcr? 
tia^äbctingung ,  ber  SJcrtrag^punf t ,  ^.  bic  SSertragspunfte  (ugt. 
^un!t);  ücrtracjämäpk] ,  Sm.  u.  9£n?.,  bcm  Verträge  gema^,  angcmeJTen; 
ouc^  üccmöge  ob.  üecmittctjl  eincö  SSertragcö;  Oertrag^iDi'ifc ,  'Sl'X.,  nad) 
2frt  ob.  in  gorm  eines  SSertragö;  ücrtragi-Dibrig,  95».,  bcm  Sßcrtrage  gu» 
»iberlaufenb;  —  ücrträglid),  93«».,  1)  feiten  f.  n?a<5  tjcrtragen  tcerben 
fann  ob.  ftd)  ivrtra^en  läfft,  gem.  ertragtief};  2)  fdf)i3  unb  geneigt,  fi'c^ 
mit  ?{nbern  311  Dcrtragen,  b.  i.  ju  einigen,  ju  r)ccfi){)ncn,  finno.  v>erfö^n(icf), 
u.  gc>».  ufacvi).  in  9vu()e  u.  (Sinigfcit  5U  leben,  ftnnu.  friebiict),  (ocrträglic^ 
fein,  (eben;  ein  »ertcägtic^cc  9)lenfd)) ;  uneig.  nurf)  f.  vereinbar,  ^ufammen- 
ftimmenb  (j.  18.  waijvt  greifjeit  ift  mit  @efe|tüftgfcit  nic^t  oerträgfid));  bie 
S3evträ9lirf)fcit,  bag  $öertrag[id}fein:  ücrtvagfam ,  95n).,  feiten  f.  fef)r 
Vertraglid) ;  bie  SSertragfamfctt. 

üertränfcn,  jicl.  3w-)  1)  ^^öUig  tranfen  (in  ©aljnjcrfen:  arme  ©oole— , 
f.  ü.  \v.  ücrgütcn);  2)  ju  flarf  tranfen  u.  babur*  \3erberben,  üerfc{)Wem= 
meii  (eine  SBicfc). 

vertrauen,  3«.  (altljo^b.  sih  fartnieu  mit  b.  @en.  f.  ft(^  etiraö  getrauen 
ob.  jutraucn;  mittell).  verb-iuwea  mit  b.  2fcc.  f.  fid}  gu  ctnjoö  ücrbinbltc^  ma? 
^en)  1)  jictlos  m.  fjaben,  i>ai  t5erft.  trauen:  einem  ob.  auf  einen  — , 
mit  3u\)erftcf}t  nur  (55ute»  i^on  if)m  enrarten,  feine  »Hoffnung  auf  i^n 
fe^cn ,  ftd)  auf  \i)n  ücrlaffen  (@ott,  einem  grcunbe  u.  — ;  oertrauc  auf 
©Ott!  —  aüij:  einer  *Sa(^e  ob.  auf  eine  ©ac^c  ücrtraucn,  j.  3.  bibl.  aufö 
(Sitlc  ücrtvaucn);  2)  jicl.  a)  einem  etiva6  — ,  e§  feiner  ^^reue  überge= 
ben,  eg  \l)m  mit  Überjcugung  t»on  feiner  3uuer[d'fftgEeit  übertragen,  gew. 
anvertrauen  (3emanb  fein  SScrmögcn  —  ;  bcr  Äranfc  ocrtrauct  fic^  bem 
2(rjte;  uneig.  bibl.  bie  SKcnfc^en  oertrauen  ii)t  ßebcn  geringem  ^olje,  b.  t. 
bem  ©d^iffe;  bcr  @rbe  bcn  ©amen  — ,  b.  f.  mit  geirifftr  J^offnung  auf  Er- 
trag übergeben);  in  engerer  93cb.  einem  in  3uverftd)tlid}er  Srivartung  fei; 
ner  S3erfd)n)iegen{)eit  ob.  Unfähigkeit  jum  ^if^braudten  etitaä  mittt)eilen 
(einem  ein  ®ct)eimnifö ,  eine  ©efc^ic^te  zc.  —  ;  au»^:  fic^  einem — ,  b.  i. 
feine  innerftcn  ©mpfinbungen,  @eban!en,  3(bfid^tcn  jc.  iljm  cntbcden):  b)  alt 
u.  oberb.  etivag  ob.  eines  2)ing§  — ,  f.  Dermutl)en,  enüarten,  befcrgen; 
einem  etwas —,  f.  cS  von  beffeu  «Seite  v>crmutf}en,  entarten,  beforgen, 
eS  tf)m  jutrauen;  c)  alt  u.  niebcrb.  f.  antrauen,  verloben,  jur  @^e  ver^ 
fpredicn  (bibl.  eine  9Jlagb  feinem  ©oljne  —  ;  eine  Jungfrau,  bie  noc^  nid)t 
»ertrauet  ift) ;  —  i>cii  SSertrauen,  -  S,  0.  2R.,  ber  3u1^^ittt>i  t>a  man  oec- 
traut,  etwcii  &nUi  mit  @id)erf)eit  erwartet,  ftd)  auf  3^'nianb  ob.  etwn^ 
verläfft,  bie  auf  bem  SSenjulftfein  ber  ®rünbc  bcru{)enbc  3uoerfic^t  ob.  Übtv= 


1C40  vertrauern  --   ücrtreiben 

^cugung  t^on  ber  Srcuc  unb  SuDcdafftgfcit  einer  «pcrfon  ob.  ©ad}c,  nick-  ülf : 
•|)offnun9,  Sutrauen  :c.  (ic^  ijabe  ob.  f^cgc  bog  fficrivaucn,  bafg  jc;  2:mi-= 
trciurn  ju  Smianb  foffcn,  f^abcn,  fein  Jßcrtraucn  auf  tf)n  fc^cn;  er  befi^t  mein 
fficrtvcincn) ;  in  engerer  a?cb.  bic  ftd)crc  (f rivttrtung  ber  23erfdnviegcnf)dt 
(einem  ciwag  im  Sßcrtrauen  fagen):  Ocrtraucn^ttoU ,  S3». .  oollfommeneg 
SScrtraucn  l)abcnb);  ocvtrctulid^ ,  SSro.,  23frtrauen  ju  ^^rnanb  äeigenb, 
ihm  frcunbüd)  u.  cf)nc  Ovücfbalt  5U9ctl)an  mit  bcm  fcften  ©(aubcn  an  bic 
cntfpvc(^cnbc  ©efinnung  bcg  2(nbcrn,  u.  in  biefer  ©eftnmtng  gegrünbct, 
mct)rat&:  traulid) ,  jutraulid)  (ocrtroulic^  mit  Scmanb  umgctjen,  fprcc^cn; 
ein  »crtraiilic^cö  ©cfprä'dj);  in  engerer  SScb.  u.  biiw.  tabcinb  f.  in  I)o[)cm 
©rabe  f)in3i'benb,  ju  irenig  jurüe-f[)a(tenb  im  Umgänge,  mit  aScrtc^ung 
bcg  3lnftiinbe6  (fr.  familiär:  ein  oertrouli^'cr  Umgang  jirtier  ^^crfcncn);  bic 
5Öcttrauli(i)fcit,  1)  ba^  $8ertv^ni(icbfein ,  ba§  \)ertrau[i*c  23ert)ä(tnifö : 
2)  eine  i^rtraulid^e  «f)anb[ung,  ;'(ufcrung,  ^tttf)eiliing  (2)2.  SSertraulic^^ 
feiten);  ücrtrilUt,  S3to.  (nur  ber  gorm  nac^  COJm.  con  r>crtrauen) ,  einem 
mit  95ertcauen  juget^an  u.  befjen  SSertrnucn  befi^enb,  im  cngffen,  in; 
nigflen,  rücfbalticfcftcn  S3erl}altnif]e  ^u  S^nianb  fief)enb,  u.  boi^on  jeu= 
genb  cb.  barin  gegrünbet  (fr.  intim ;  fetjr  rcrtraut  mit  2cmanb  fein ;  oer-^ 
traute  grcunbe;  eine  nertraute  ^crfcn;  oertrautc  greunbfdjaft:  i^rtrautc 
?JKittf;ci(ungcn,  Sßriefe  jc.);  uncig.  f.  mit  einer  ^a&ie  genau  unb  grünbüd^ 
bcEannt,  berfe[(^en  ^^ollfcmmen  funbig  (j.  S3.  mit  bcm  ©cifl  einer  ©prac^e 
wertraut  fein):  bie  23crtraut^eit,  baö  5Bertraut|'ein,  innige  greunbfdjaft, 
genaue  Sefanntfdiafi. 

vertrauern,  ^m.  1)  ^iel.  trauernb,  in  ülrauer  i^eibrtngen  (fein  feben); 
2)  riidj.  fid)  — ,  fid)  trauernb  ver3ef)ren,  aufreiben. 

ücrtrüufen,  üerträufcln,  ikl.  3»t>. ,  bidjt.  f.  traufelnb,  tropfenroeife 
\)ergif|ien;  traufelnb  erfd}öpfen. 

licrlrau(id),  S?a\,  bie  a$crtraund)fcit,  f.  unter  vertrauen. 

oertrnunifn,  jici.  3it).,  träumenb,  mit  Slraumen  u.  uncig.  mit  S^rau^ 
merei  cb.  träumerifd)er  Unt{)atigfeit  verbringen,  zubringen  (ben  ganjcn 
Sag,  fein  geben  — ) ;  burd)  A^raumerei  verlieren,  verfd^erjen  (fein  ©liict). 

vertraut,  S5w.,  bie  S3crtraut^eit,  f.  unter  ncrtrauen. 

VCrtrcibtn,    j^iel.  3rr.  oblaut.    (f.  treiben;    altf>OCi)b.  fartriban   u.  artiiban; 

mittell).  vertriben)  1)  fcrt^,  {)intvegtrciben,  mit  ©eivalt  cb.  burd)  eine 
beivcgenbe  .^rnft  üon  einem  £)rtc  cb.  aus  einem  Sejir!c  entfernen,  finnr. 
verjagen,  verfc^eud}en,  verbannen  k.  (einen  geinb,  T>ki>  jc  — ;  einen  von 
^ai\^  unb  ^of,  aui  bcm  ?anbe  — ;  ber  SBinb  iH'rtreibt  bcn  SJ?cbcI) ;  uncig. 
burd}  ivirffvime  Wittd  entfernen,  f)in»vegfdiaffen,  vergelten  mad)en  (bic 
Äranfljcit,  bie  ©djmcr^cn,  ft'd)  bic  ©riücn ,  einem  bic  Cangewcile  —  ;  bcf. 
einem  cb.  fid)  bic  3eit  mit  ctiraS — ,  b.  i.  bcwirfen ,  baf6  fie  angcnet)m 
unb  unmcrf(i(^  mtQci)t,  j.  SB.  ic^  {)abe  mir  bic  3cit  mit  Cefen  rertricben;  rgl. 
3eitücrtreib;  ef)em.  auc^  überfi.  bit  3fit)  ben  Sag  2 c. — ,  f.  inrbringcn, 
l)inbringen);  2)  mi^  einanber  treiben,  verbreiten  (9)Ia(.  bic  garben  — ,  mit 
bcm  (»pinfci  »erbretten  u.  vcrbünnen);  baljcr:  im  (Sinjelnen  verfaufen,  ab; 
fe|en,  unter  bie  imte  bringen  (^ffiaarcn  — );  3)  frtlfd},  vom  red)fcn  5Bege 
ob;,  in  bie  3rre  treiben  (bag  ©d^iff  ifl  r>cm  ©türme  »crtritben  »orbcn,  gew. 
veri'djlagen);  ber  23crtreiber ,  -3,  bie  23crtrcibcrinn,  ^. -en,  iver  3«= 
manb  cb.  ettvaS  vertreibt;   bie  SSertreibung,    ba^  Söertreiben,  in  allen 


vevti'enbctn  —  ücvtrc|lcn  1641 

Seb. ;   hix  SSafvicb,  -cö,  o.  9)?.,   i(xi  23n-trcibcn  bcr  ^Sanicn,   finno. 
2(bfo^,  SS^ifaiif  (bcc  Jtoufmann  fjat  ml  ob.  roenig  23ectvieb). 

üertrcntcln,  gicl.  3io.  gem.,  trcnbefnb  (f.  b.)  verbringen,  t»erlieren 
(bie  3cit). 

üertvctcn,  jici.  ^w.  abtaut,  (f.  tvctcn;  attf)oct(b.  fartretan,  nur  f.  jcrtrc= 
tcn,  nicbci  =  ,  ju  Sobcn  trftcii;  mittclt).  vertreten)  1)  fort--,  von  fid)  meg 
treten,  tretcnb  fortbeiveöen,  nur  (anbfc^.  bef.  nicberb.:  fId)  (mid))  — ,  ob. 
gcrc.  fidi  (mir)  bie  gü{5e  — ,  f.  einen  ©prtjiergong  madKn,  fid)  eine 
S5e»vegung  mad)en;  2)  alt  u.  lanbfd^.  f.  burd)  2;reten  verberben,  jerflören, 
gcir.  .vertreten,  niebertreten  (ein  SBtutncnbcct) :  3)  buvd)  einen  get^ltiitt 
verleben,  verrcnfen  (fid)  (mir)  bm  gu^,  auc^  vürfj.  iö:)  f)Qbc  mic^  vertreten); 
4)  burd)  .^'iii'  ob.  &ugegentreten  verfperren,  vertvef)ren  (einem  bcnSBcg— , 
[.  V.  rc.  ilim  in  bcn  ?!Beg  treten);  5)  (oer-  =  für  u.  vor)  einen  ob.  3'e» 
manbg  ©teile—,  f.  v.  n?.  an  feine  ®tel(e  treten,  für  i^n  eintreten,  an 
feiner  ®tatt  et»t>aS  t()un  ob.  leiftcn  (mein  2Cmt69eno|Tc  »ertrat  mic^  ob. 
meine  Stelle  irüljrcnb  meiner  Äranfljeit) ;  einen  ob.  ettraö— ,  gleidif. 
vor  eine  ^erfon  ob.  @ad}c  Eintreten,  fie  in  @d)ii^  nehmen,  vertf)eibigen, 
verfed}ten,  verantworten  (ic^  fann  iljn,  feine  .^anblungerocifc  u.  ni^t  vcr« 
treten;  3cmanb  bd  einem  3Cnbern  —  ,  bcffen  ©ac^e  bii  il;m  füfjrcn) ;  ber 
SScrf veter,  -i5,  bie  S5ertrctcrinn,  TD?. -en,  wer  ^emanb  vertritt,  b.  t. 
an  beffen  Stelle  tritt,  eincö  2[6ivefenben  ^erfon  vorftcUt  u.  beffen  S?crri(^; 
tungen  übernimmt  ((Stellvertreter),  u.  bcf.  wer  cineä  2(nbern  ®a<a)e 
fü{)rt,  beffen  9'ied)te  >vaf)rnimmt  u.  vert{)eibigt  (j.  33.  2Jol!6vertretec, 
fr.  3(jcprafentant);  bie  äJcvtrrtUiig,  baö  5öertreten  einer  ^erfon,  bie  S5e:= 
fd)ü-^ung  ob.  9}ert()eibi9ung  einer  ©adjc. 

S^crtvieb,  m.,  f.  unter  vertreiben. 

vertrinfen,  ^iel.  3tv.  ablmt.  (f.  trinfen)  1)  ?iel.  a)  trinfenb  ttcrjef)cen 
ob.  vert{)un,  jiim  ÜJrinfen  vevbraud)en  (baß  @elb;  obcrb.  einen—,  f. 
auf  beffiu  Äüften  trinfen;  einen  5ßerftorbcnen —,  von  feinem  Slac^lafä  ein 
2etd)cnmat)l  tjatten);  b)  trinfenb  jubringen  (bie  ^lad^t);  c)  burd)  2!rinfen 
vertreiben,  verlieren  (feint  ©rillen  — ;  ben  SScrftanb  — );  2)  jietioö  m. 
fein,  nicberb.  f.  ertrinfen- 

ücvtrocfncn,  3»v.  1)  iielloö  m.  fein,  völlig  trocfen,  b.  t.  ber  gcuc^tig^ 
!tit  beraubt  iverben  u.  baburd)  vevberbeu  ob.  vergel)en,  finnv.  verborren 
(buö  ©ras  ift  certrocfnet) ;  burd)  ^In^ie^en  ob.  SSevbunflen  Verfd)ivinben 
ob.  fid)  erfd)öpfen,  ftnnu.  auötrocfnen,  vcrfiegcn  (baö  SBaffcr,  ber  S3ac^, 
ber  S3runnen  ic.  ift  vertrortnet);  2)  giel.  völlig  trocfen  mad)en,  ge».  an§= 
trocfnen. 

ücrtrobcln,  jicl.  3iv.  1.  (v,  tröbcln  1.)  tröbelnb,  al§  2;röbfer  ob.  mi) 
"üü  eines  fotc^en  Verfaufen ;  aud) :  an  ^iröblcr  ob.  überl).  auf  leid)tfinnige 
u.  unvortl)eil()afte  ?Q3eif?  verfaufen  (feine  Jlleiber,  S3üd)er  u.  bgl.);  2.  (o. 
tröbeln  2.)  gem.  f.  mit  2'rägl)eit  u.  Saubern  verbringen,  verlieren,  f.  v.  w. 
vertrenbeln  (feine  3eit);  bie  S3ertröbclun9  in  beiben  S5eb. 

ücrtvopfcn  u.  »erfl.  üertvüpfdn,  ^iellof.  3^-  m.  fein,  fid)  tropfenb 
ob.  tröpfelnb  verlieren  ob.  erfci)öpfen  (ba6  SBaffor  ifl  vertropft;  fein  S5lut 
vertropfcn  lajfen). 

wertvollen,  jicl.  u.  rüiij.  3».  (altl)od^b.  sih  fartrostjan  f.  ver^ictten,  ent' 
fagen;  mittell).  vertroesten)  1)  alt  u.  oberb.  f.  QSertrauen  u.  @id)erf)eit 


1G42  »ertrumpfen  —  »erunglücfen 

öciva'ovcn,  t)erftd)ern  (einen—,  f.  it>m  öffcntlid^c  (Std)cr{)ett  ^ufagen;  einem 
eine  ©ummc  — ,  jum  Untcrpfanbc  geben);  2)  einen — ,  ü(t.  f.  if)m  Srofl 
ob.  d^uü)  einfpred[}en,  gew.  trcjicn;  3)  gew.  einen  ob.  fid)  eine6  2Ding6 
ob.  auf  enraö  — ,  b.  f.  if)n  ob.  ftc()  buccf)  eine  erregte  vf)offnun3  ob.  (ii- 
Wartung  beruhigen  ob.  jufriebcn  jleüen,  ftnno.  \i)m  ob.  fid)  v^offnung  auf 
iüvai  mad)en  (bibl.  mefg  i-ertröftct  tf)i*  cu^?  —  einen  auf  ben  fotgcnben 
Sag,  auf  eine  üinftigc  SSctoijnung  zc.  oertröjten);  4)  fid)  — ,  cl)cm.  f.  yer? 
jid)ten,  auf  ctirag  !Ber3td)t  (elften  (j.  S.  ftc^  eines  cerlorenen  ®uti'6  — ); 
bte  Siertröf^ung. 

üertrumpfcn,  jicf.  u.  rüctj.  3>».,  trumpfenb  V)erbraud}en,  bie  Strümpfe 
crfd}opfen;  fic^  — ,  alle  feine  Sriimpfe  verbraudjen. 

öcrtunfcn,  jiel.  3«?.,  tunfenb  oerbraudien  ob.  erfd)6pfen. 

yevtufd)en  1.  jtct.  3».  (f.  Sufc^e  ic.)  1)  tufdjenb  t>cnvenben  ob.  ucr-- 
kaud)en ;  2)  fatfd)  ob.  fd)led)t  tufd)en,  tnfd)(nb  ücrberben. 

ücrtufci)cn  2.  jtct.  3».  (mittcli).  vertuschen;  o.  tufd)cn  3.)  gem.  f.  un; 
gebü^rlid}er  SBeife  t»ert)e()(en,  verbergen,  V)erl)eim[idien ,  unterbrücfen 
(eine  böfe  Z^at,  einen  SScrfaU  ?c.  — );  bic  S5ertufrf)ung. 

l>evübe(n,  jiel.  3».,  für  ilhü  l)alten,  übel  auflegen,  [,  ».  :t).  übel  nef)- 
men  ob.  aufnehmen,  finno.  öerbenfen  (einem  ctrcas— ). 

ücruben,  jiel.  3».,  bcg  cerft.  üben,  ftnnü.  ausüben,  jeboi^  nur  üon  h'6  = 
fcn  .^anblungcn,  lüie  bcgef)en  (oiet  jBöfcg,  a}iutf)tt)illen,  ©(^anbtf)atcnic.  — ); 
bie  ^erübung. 

ücrulmcn,  jicUof.  3w.  m.  fein  (cgr.  Ulm),  niebcrb.  f.  t?crfaulen,  oer- 
mobern. 

ycrumjlä'nblic^en,  jier.  3»-,  5lcu».  f.  umf^änblic^  mad}cn ,  barftcllcn, 
crjdi^len. 

yerunbeutfc^en,  gie(.3tü.,  unbeutfd)  madien,  ber  S)eutfd){)eit  berauben. 

üerunebeln,  ikl  3«?.,  unebet  mad)en,  ftnnt».  cntabcin,  entg.  »crebeln; 
fid)  — ,  f.  unebel  werben  (Sergm.  bcr  ©ang  nerunebelt  fic^);  bic  Söerun* 
ebclung. 

ücruncl)r£n,  ^tct.  3m.,  mit  Unel)re  belegen,  in  Unef)rc  bringen,  milber 
a(6 :  ente()ren,  fd)anben,  befdiimpfen  2C.  (einen,  feine  gamilic  :c.  —  ;  einen 
f)ciligcn  £)rt  — ,  cnttt3ci(;cn);  bie  23crunel)rung. 

ücrunctnigen,  jic(.  3w.,  uneinig  madien,  flar!cr:  entzweien  (jtret 
grcunbe— );  fid?  mit  ^em^nb,  mit  einanber— ,  uneinig  werben;  bie 
S5erun-c:ni,qung. 

üerunfricbcn,  jiel.  3n?.,  feiten  f  in  Unfrieben  oh.  «Streit  bringen:  fid^ 
mit  3«nianb — ,  in  Unfrieben  ob.  ©treit  geratf)en. 
.  ücrunqclben  ob.  oerungeltcn,  jiel.  3»r».,  oberb.  etn)a6— ,  ba6  Ungelb 
([.  b.)  bafür  beja()len,  cS  perjoKen  ob.  oerjleuern  (eine  SBaarc). 

verunglimpfen,  jiel.  3ix>-,  cig.  in  Unglimpf  bringen,  b.  i.  alg  im  Un; 
recht  beftnb(id)  barftellen,  einem  Unfug  ob.  Unjiem[id)feit  @d)ulb  geben 
(oberb.  3tnbcrc  ungltmpfen);  gem.  3emanbä  (5l)re  ob.  guten  %imen 
mit  SBorten  angreifen ,  beleibigen,  ftd'cEcr:  befd)impfen,  fd}maf)cn:  au^ 
übct^.  f.  unglimpflic^ ,  b.  t.  unbillig,  ^art  u.  fd)onunggloö  be^anbcln  ob. 
beurtl)eilen;  ber  SSerunglt'mpfer;  bie  SSerungltmpfung. 

Dcrunglüifcn,  aieflof.  3m.  m.  fein,  übai).  ins  Unglücf  geratf)en,  un; 
g(ücFlid)  n^erben ,  bef.  burdi  einen  Ungliirföfali  in  bol)em  ©rabe  <Sd()aben 


venin^nabcn   —  t)erüief)en  1043 

leiben  ob.  ooüig  tocrbev^en,  311  ©runbe  geben,  umfommen  (,,cx  ift  üciun« 
gliictt"  fagt  man  oon  einem,  bcv  j.  SP.  buvc^  einen  galt  einen  iBcinbcud)  eilit» 
ten  t)at,  ob.  ouc^  umgefommen  ift;  con  einem,  bcc  burc^  eine  geuerebrunjl 
u.  bgt.  um  baö  ©einige  gefommcn  ifl  k. ;  aiic^  q[8  ^tr.  ein  25crunglücl  = 
tcr;  ein  Schiff  d  crunglilcEt,  wenn  e§  fdjeitert  ob.  unterge()t) ;  in  rceitercc 
S5eb.  Qiic^  f.  ungiücflirfi  auffallen,  nid^t  glücfen,  jtnno.  miföglücfen,  inifä? 
lingen  (ein  üciimglLicttcö  Untecnetjmcn;  ein  iictungtüctter  ©d;ccj  2C.);  bie 
SJcrunglücfung,  ba$  SSerunglücfen. 

ucruiignatcn,  ?iei.  3>t).,  einen  — ,  ihm  bie  ©nnbe  cnt3ic()en,  if)n  in 
Uiiijnabe  fallen  (ajyen;  bie  SJcrungnabung. 

ücrunbeidgcn,  gici.  3iü.,  imbeilig  machen,  a(ö  unbeilig  bef)anbeln, 
finno.  entiveiben,  ftörfer:  entf)ei(igen;  bie  5öcrunl)ciücjung. 

ücrunrcc^tcn,  jiel.  3to-i  vir.  f.  unred)t  bebanbeln,  be(eibigen. 

ücrunrctncn,  alt  u.  bid^t.,  gen;,  ücrunrctnie^cn,  lid.  3w-)  ü6ei{).  unrein 
machen,  get».  nur  in  finnlid^ci- S?eb.  [innü.  trüben,  befd}mu^en,  befubeln 
itai  SÖafTei-,  feine  Jg>dnbe,  ein  J&üU6  — );  in  bepimmterec  SBcb.  mit  Unflatf) 
ob.  Äotf)  befubeln  (baö  SSett  —  ;  fid)  — ,  gem.  auc^:  fid^  unrein  mad^cn  cb. 
auifiil)ren);  ber  Söcrunreinigcv;  bie  äierunreinicjung. 

ücrunrubißcn,  jiel.  3»-,  lanbf(^.  f.  unruhig  machen,  beunruf)igen. 

üerunfi'cbcrn,  jicl.  3».,  feiten  f.  unftdjer  mad)en. 

üerunjiii)tbaren,  jiel.  3w.,  feiten  f.  unftd)tbar  mad)en. 

üevun|lültcn,  jiet.  3t).  (»erfüllt  au6:  »erungcftaltcn;  oberb.  au(^: 
ücrgcftaltcn,  »crftalten),  ungeflalt  madien,  in  ()of)cm  ©rabe  ent; 
ffellen,  ücrbd'fs^Iidjen ;  bie  ä5erun|la(tung. 

iHTunticfcn ,  jiel.  3it». ,  untief  mad)en,  ber  ä«iE)öriäen  Siefc  berauben 
(ber  >^afen  wivh  burt^  ®anb  oerunticft). 

t)cvuntrcucn,  jicl.  3n?.,  untreuer  2Beife,  burd)  Unreb(id)f'eit  bei  «Seite 
fcbaffen,  entavnben  (bie  Äne4)tc  feilen  il)rem  ^crrn  nid()t6  üeruntreucn);  bie 
Sßeruntreuung. 

ücruminüigcn ,  riicEj.  3nj.  lanb[d^.  fid)  mit  S^m^inb — ,  f.  untriUig 
auf  il)n  trerbcn,  ftdi  mit  if)m  iJeruneinigen. 

t^erunjicrcn,  jiel.  3ir.,  unjierlid)  ob.  unfd)ön  mad}en,  ber  3i«t  berau^ 
ben,  ftü'rfer:  entftellcn;  bie  2>crun,5terung. 

ücruvfadf)cn ,  gier.  3w.  (cl;em.  aud)  blc^:  urfac^cn)  ct\vaß  —  y  alg 
Urfad)e  eg  hervorbringen  cb.  beivirfen  (feine  Scbenön?eife  l)at  feine  Äcan!l)cit 
ücruvfadt;t:  einem  ®d;mcrjcn,  Sßcrbcufö,  grcube  K.  oerurfac^cn);  einen  ju 
etivaö  — ,  olt.  f.  betvegen,  reijen,  antreiben:  .JCanjl.  f.  tieranlaffen ,  ^fn- 
laf§  5U  etn?aö  geben  (ju  ctwa6  oerurfac^t  ircrbcn,  fein):  ber  SScrurfac^cr, 
-ö,  irer  ettrag  r)erurfad)t;  bie  S^erurfad^ung. 

ücvurtbcilcn,  giel.  3i?.  (aitii.  blo^:  verteilen)  einen  — ,  burd)  Urtf)ei( 
ob.  rid)teilid)eg  GrfenntnifsJ  eine5  3?ergef)enö  fcbulbig  u.  ber  barauf  gefeg- 
ten ©träfe  irertl^  erflaren,  allgemeiner  u.  milber,  als  üerbammen,  f.  b. 
(ber  2(nge!iagte  ift  ßcnu-tf)cilt  »orbcn;  einen  ju  einer  ©elbjlrafc,  jur  ©efan» 
Qcnfd^aft,  ?um  Sobc  verurtljeilen) ;  bie  5öerurtl)eilung. 

üerüettcrn,  jiel.  3n).,  feiten  f.  jum  23etter  ob.  ju  SSettern  mad)en,  in 
oetterfd)aftlid)e6  93erbä[tnifg  bringen ;  bie  SSerüctterung. 

Pcrüieben,  3«.  feiten  1)  aiclioe  m.  fein,  5um  2}ie^  ob.  t>ief)ifd)  irer= 
ben;  2)  jtcl,  jum  Söief)  machen;  bie  SScrüiebung. 


1644  t>ev\?{clert  —  t?crwäf)nen 

bcrt)ie(cn,  jtcl.  3».,  1)  fetten  f.  ttiet  mad^cn,  bcttirfcn,  baf^  etvoai  ber 
^a\)l  nac!)  fefir  juncftme,  mefiv  clg:  t»ermef)ren;  fid)  — ,  f.  üiel  irer- 
ben,  ju  eineu  grefen  9}?eii3e  amrad)fcn:  2)  eg  ob.  bie  ©ache  ncrvicU 

mid)  ob.  mir,    alt   (niittelt).  mich  vervilt,    gen?,  bevilt  eines  dinges)  u.  nie= 

berb.  (oeroclcn)  f.  c6  reirb  mir  ju  üiel  ob.  jum  Ucbcrbruf^,  id)  roerbe 
ber  «Sadie  überbriiffig :  —  r>erinc[farf)en  ob.  gm.  üeriMelfältigcn,  jiel. 
3tt).,  üielfad)  ob.  ttielfö'Itig  madicn,  bcirirfen,  beiß  etvoai  t»ie[fadi  fei  {mt- 
ä)inf.  eine  ^ai)l — ,  fr.  muttiplictrcn),  aud)  übexi).  f.  febr  tiermcbrcn; 
fid)  — ,  f.  t>ielfad)  trerben,  fid}  fef)r  t>ermef)ren;  bie  S3croielfac^ung  ob. 
Söerüielfcilttgurtä. 

ücrüicrfad)cn ,  gfcl.  3n5.,  üierfadi  madien,  \3iermal  nehmen  (fr.  qua= 
bruplivcn). 

VcrüPÜfommncn,  jict.  3«t>.  (nidjt  gut:  ücrDonfommen),  tJCÜfom; 
men  ob.  f cüfommner  mad)en,  ber  9?cüfcmmen{)eit  nä'ber  bringen,  bef. 
in  ftttlic^cm  Seri^anbe,  ft'nnt».  bcffern,  üerebeln  (dncn  ob.  ft«^  ju  mxxiolU 
fommnm  fu(^cn);  Der  SScvooUfommner:  bie  S3evi?o(IEommniing,  finne. 
SSerbefferung,  S3erebe(ung;  oeroollfommlid),  Sit.,  5lir.  f.  t»er\)cllfcmm; 
mtng^fv\'t)i5  (fr.  pcrfectibcO. 

ücryoüjlänbigen,  jicl.  3»f-.  ^»cüflanbig  mad)en,  ftnne.  ergangen  (fr. 
ronip(etivcn);  ber  SScrooIIflänbigcr;  bie  ^en^oUjTänbigung. 

ücröorrbcitcn,  jiei.  3!t?.  oberb.  einen  — ,  xijn  beö  9ebü{)renbcn  9Sor= 
tf)ei[5  berauben,  in  5'?ad)t()eil  fe^en,  gm.  bet)ort()ci(en,  iiberüortf)eiIen ; 
bie  2Serüortl)ei(ung. 

oent)arf)en,  pd.  3«?.  1)  ttad)cnb  »erbringen  ob.  anbringen,  gew. 
burd)n)ad)en  (bie  ^aö^t);  2)  burd)  nn{)0.ttenbeg  SBac^en  üerje{)ren,  jer? 
frören  (fid^  — ,  feine  @cfunbl)eit  — );  3)  ii)m.  einen  —,  f.  für  ob.  über 
tt)n  n)ad)en,  ibn  beiradien,  bebüten  (babcr  uno erwägt  f.  uniurmutbet); 
bie  SSern?acf)ung. 

üeraiac^fen,  3iu.,  abiaut.  wie  »ad^fcn,  (mitteli).  verwahsen)  1)  jicUo§ 
m.  fein,  a)  burd}  3Bad)fen  gcfd^Icffen,  au6geg[id)en  u.  unfcnntlid)  wer; 
ben,  juwadjfen  (eine  SQJunbc,  9?aibc,  ein  (Sinfd^nitt  in  einen  Saum  Dcrtt)äd)ft, 
til  »erread^fcn) ;  fid)  im  3Bad)fen  »erbinben  ob.  verfd)[ingen,  jufammen^ 
ob.  in  cinanber  roadifen  (»cnracbfcne  S(;ci(c  einer  ^fianje;  bic^t  ecrrcac^fc-- 
ne§  ©ebüfc^);  mit  etiimS  ^öadifenbem,  mit  ®etvnd}fen  t>erbecft  ob.  uer; 
fperrt  irerben  (ein  unbetretener  SBcg  ccrTOä(^ft;  ber  glufö  ifl  mit  «Rofjr  ■oit- 
ira^fen):  b)  fef)Ierf)aft,  ungeftalt  »nadifen ;  bef.  hai  ^\v.  ücrnjadifen 
(er  ijl  oernrac^fen,  b.  i.  fi^icf  geirad^fcn,  buc!e(ig  zc. ;  ein  »eiwad^fener  ?Dlcnfc^) ; 
2)  jiel.  etn)a6  — ,  im  5öad)fen  verlieren  (tim  9^arbe,  eine  förperlic^e 
SRifebitbung  — );  burd)  2Bad)fen  ju  grof  für  tUva^  »verbcn,  fjerauöroadi- 
fcn,  nur  im  eig.  finnlid^cn  ffierflanbe,  oevfc^.  cntwad^fcn,  (ein  Äleibung6= 
ftiicf  — );  3)  rüdj.  fid)  —  ,  ju  feinem  5'^ad)tbei[c  ju  fe{)r  n?ad)fen,  gen», 
ftdi  übcrtrnd)fen ;  bie  23enrad)fung,  ba^  5Benrad)fen,  jiel.  u.  jieUoß. 

üevirägen,  jiel.  3».,  1)  mit  ber  5üage  flücf  ^  ob.  tf)cilir»eife  abwägen; 
nad)  bem  (^eaMd)t  Derfaufen  (SBaarcn  an  bie  Ädufcr— );  2)  unrid)tig  cb. 
fa(fd)  trägen  (ctrcas);  fid)  — ,  ftd)  im  2Bägen  verfemen;  bie  23ernjcigung. 

Öfrrcä()nen,  jicl.  u.  rüdj.  3».  nlt.  (mittell).  verwaenen,  ^rat.  Tcrwanle 
f.  wäbncn,  gfiutben,  nermutf)en,  üermeinen;  fid)  eine6  2?ing5— ,  f.  e^ 

erwarten,  barauf  boffen. 


ttewatpven  —  üei-ivalten  1G45 

oerTOa{)rcn,  lid.  3».,  bai  ocrft.  it)at)ren:  an  cinnti  fi'diercn  £)cte  ber- 
genb  aufbehalten  u.  ooc  SSerlujl  u.  S3efd)ä'bi9un3  fidjern,  mcf)r,  q16:  be  = 
iriat)reii,  bef)ütcn,  b.  i.  übcr^.  [orqen,  bafs  ctroae  feinen  Stäben  nef)me, 
(fein  @clb,  bic  JClcibcc  2C.  —  ,  tnbcm  man  fic  einfc^ltc^t;  einem  etmaS  ju 
üern?at)ren  geben;  einen  befangenen  rvoijl  oerttjotjvcn ;  tanbfc^.  unc.  »er«) ar- 
ten); in  tt5eitei-ec  S3eb.  burd}  ä'upere  SJJtttet  fid)ern,  fdjütsen,  vor  2(n3rtff 
ob.  25efd)dbi9un3  bcn3af)ren  (eine  ©tabt  mit  geltungswerfcn ,  einen  öarJen 
mit  einet  SOiautc  —  ;  eine  Zl)üt  mit  einem  ©c^loJTc  — ;  bü6  gleifc^  vor  gäul= 
nifö,  baö  (Sifcn  ooi"  bem  3?o(te  — ;  ftc^  cor  bcc  jtdlte  —  ;  einen  ^u  üerfen= 
tenbcn  (Uegenftonb  tvoi)l  oerrt)at)ren,  b.  i.  forgfdltig  oerpacten);  uneig.  firf) 
ob.  fein  9ted)t— ,  gegen  '-Jlngviff  ob.  SSeftceitung  fid)er  freuen,  bef.  bucc^ 
eine  eingelegte  förmltd)e  ßrflärung  ob.  (Sinvebe;  lanbfc^.  aud)  übcrl).  f. 
ftd)  i)üten  ob.  üDrfel)en:  bet  S5cvu'>at)r,  -ee,  lanbfc^.  f.  Sßeriüa^rung, 
3}er»vafirfam;  ber  58cnual)rer,  bie  $Üenual)rcnnn,  iver  ettva^  tieviDabct; 
ücvival)rlirf),  1)  »i».,  xxw^  'oexwaljxt  tvevben  fann ;  "2)  9li».  jum  23ers 
n)al)ren ,  in  93enrahrung  (ctroaö  oci»ral)tlic^  bei  3emanb  nieberlegen) ;  ber 
S5eni»al)vfam ,  -^,  o.  9)1.,  obcrb.  f.  bie  3}enta()rung,  @eroal)rfam;  bie 
SSerwatjrung ,  bcii  $öcnval}ren;  bei  3uftanb  be»  SienvabrtfeinS  (einem 
ettraö  in  ä5erroaf)rung  geben,  cS  in  SJerrealjriing  nehmen);  auc^  bie  föcnilid)e 
©id)er|tellung  fcineg  9ved)tö,  u.  bie  9tebe  ob.  @d)vift,  buvd)  tt)eld)e  man 
ffd)  üerir»af)rt  (fc.  *piottj^atiön;  eine  SScrn?al)rung  einlegen);  ba^  SSerraal)« 
lUngS-  ob.  SScnval)rmttte(,  SRittet,  irobur^  man  ftci)  ob.  eine  ®ac^e  öor 
itwai  oevwa^rt,  (Sidjerungö=,  ©(^u^mittel  (fu.  ^rä'fcroatio). 

ücviväl)ven ,  gieUof.  3w.  m.  fein,  ült.  5Rfpr.  f.  auf[)cren  ju  irä^cen  ob. 
jU  bauecn,  bnxd)  üange  ber  3«it  iKvloren  gel)en,  oerfallen,  finno.  oerjal)? 
ren:  gew.  nur  baö  Said.  vern)al)rt  (eine  9?ec^tö  üerwöl)rte  3t'it). 

t>cnval)r(ofi:n ,  giel.  3n>-  (»on  bem  allen:  »aljrtog,  mittel!),  warldö,  f. 
oc^tlog,  auffic^töloS ;  »gl.  ioal;ren ;  ntcbcrb.  uerröflofen,  b.  t.  üerrud^lofen,  o. 
vud)lc6,  f.  b.),  burd)  mangelnbe  2(ufftd)t  oh.  Sorgfalt  üerberben  ob.  ^u 
@d)aben  fommen  laffen,  mel)r  atö:  vernad)lafftgen  (einÄinb— ;  er  ijl 
in  feiner  3ugcnb  oenral)rlort  irorfcen;  feine  (i5efunbl)eit ,  fein  Jperj  K.  — ); 
aud)  f.  unadnfam,  unüorftdittg  mit  etwa^  umget)en,  fo  ba[ä  baburc^  ®c^a= 
ben  entflel)t  (?.  95.  baö  gcuer  — ) ;  bie  äient)aI)r(ofung. 

S5cnual)rfam,  S5cr»ral)rung  k.  f.  unter  ocrmafjrcn. 

üerraaifen,  3«.  (mittell).  verweisen)  1)  jiclloe  m.  fein,  jur  2öaife  Wit- 
ben  (ein  Äinb  ueiicaifet,  wenn  feine  3(ltern  jlerben);  bef.  boö  SOZw.  üer? 
matfet  al6  Sro.  {dn  üerwaifteS  Äinb);  uneig.  bid)t.  f.  beä  S3efd)ü§erö, 
g^reunbeö  ic.  beraubt,  üerlaffen,  einfam  (ber  ücrwaifte  St)ron;  ein  oer- 
waiftcö  ßanb  u.  bgl.);  c^cm.  aud)  üon  2Cltern  f.  ber  iCinber  beraubt  werben; 
2)  jici.  alt  u.  bidjt.  f.  5ur  5ßaife  madien,  cig.  u.  uneig.;  bie  äJenvaifung, 
baö  93ern)aifen ;  bcii  SSerreaifetfein. 

ocrwalfen,  jitl.  3iü.,  1)  tvalfenb  ob.  jum  5Balfen  verbrauchen  (Seife); 
2)  fe()ler{)aft  walfen,  ivalt'cnb  Derberben;  3)  ef)em.  f.  jufammenroalfen, 
bid)t  in  einanber  »virren,  f.  x>.  xv.  v»erftljen. 

üerwaücn,  jiellof.  3w.  m.  fein,  bi^t.,  fid)  roaUenb  entfernen  ob.  ücr- 
Iteren. 

verwalten,  gicl.  3«).  (ugl.  walten)  übcrf).  roaltenb  füt)ren,  t}erfet)en,  be= 
fotgen,  ancibnenb  ausüben,  finno.  über  etmaS  walten,  ^errfdjen,  regiereit 


1646  tjevwdlttgen  —  oemanbt 

(baö  ^fluewcfen ,  bie  Sfegtecuncj ,  dn  SJetci^ ,  ein  ©ut— );  in  engerer  Scb. 
ein  mit  einer  geiriffen  ©eivaft  iierbunbene§  ®efd)aft  Derrid}ten  ob.  füh- 
ren (fein  ?Cmt— ),  inöbcf.  im  ^luftrage  ob.  an  bec  ©teile  eine5  Tlnbevn, 
finno.  üenrefen  (cincö  2(nbern  StcUe  ob.  3fmt— );  ber  S3cnualter,  -i,  bie 
S^enualtcrinn,  dJt.  -en,  irer  etwas  Derivaltet,  bei  als  Seamtcc  u.  im 
^fuftroge  ob.  an  ber  ©teUc  cineö  2Cnbcrn  (in  3fe.^-  rvk:  3i:mt§  =  ,  ©eci^tS;, 
SKünj;,  ^oflüenralter  jc);  in  engerer  Scb.  f.  (SJut^Dertraiter,  b.  i.  wer  für 
ben  ®igent{)ümcr  bie  SBivt^jc^oft  dmi  Sanbguteö  beforgt  u.  bemfeiben  tfiid)' 
nung  bariibcr  ablegt;  lanbfi^.  aud)  f.  ^ad)ter  cintS  ganbguteö;  bie  SSev- 
waltung,  bag  SSernjuIten,  b.  i.  übcii).  bie  Leitung  ob.  ^ilhmno,  eineg  ®e- 
fctafteö,  bef.  für  einen  2fnbcrn;  in  engerer  Seb.  f.  «Staatgüenvaitung  u. 
cinjelne  3weigc  berfelben  (j.  «8.  bie  Scrwaltung  ber  gtnanjen  k.)  ,  Siegie- 
rung  eineg  9vetd)eg  ob.  Sanbeä  burc^  bie  baju  angefi;eHtcn  Seamten  (93 er* 
waltunggbcamtcn,  »erf^.  oon  ben  @cri^t6=  ob.  fr.  Sufiij'Seamten); 
bat)cr:  bie  S>en-oaItung£ibe{)ürt'e ;  ba5  SSerwaltungSfad) :  ber  SScrnjals 
tuncj^freig;  ber  S5envaltung6ratl);  bag  SSerwaltungäiTefen ;  ber  SSer* 
tvaltunggjwcig  k. 

öenrältigen,  ^ki.  3m.  (mitUii).  verwaldigen ;  nicberb.  »crwclbigen)  lanbfc^. 
f.  x>.  rv.  üergetvalttgen  (f.  b.),  über»ra(tigen,  bejroingen. 

t>era">al3cn,  j^ici.  3tf.,  nirf)t  3ef)örig  n?a(jcn,  ivaijenb  ob.  mit  bet  Süalje 
Derberben;  —  ycmnil^en,  ?iel.  3n3-,  1)  burd)  ctroctS  Darauf-  ob.  2)a; 
»orgeiraijteg  üerfd}(tcfen,  »erfperren;  2)  an  einen  unget)ori9en  Ort 
wä'ljcn. 

yenranbcln,   giel.  3tt).  (alttjo^b.  farwantcilon ,   mittelf).  verwandeln;    »gl. 

jtjanbcln),  1)  iirfpr.  übcrf).  f.  abanbern,  oera'nbern,  b.  i.  anber6  madjen 
ob.  mit  etira6  ^Tnberem  oertaufd)en,  ivedifeln  (lanbfdb.  fic^  im  ©eftc^t— , 
f.  bie  garbe  Beranbcrn;  eljem.  bie  ©tatt  — ,  f.  bie  ©teile  rced^fefn);  ba{)cr 
eijem.  inSbef.  f.  überfc^cn;  oergiitcn,  ausgleichen  (ben  (Sd}aben);  ocrliercn, 
einbüßen  (ben  Seib— ,  b.  i.  baS  geben  verlieren);  2)  gew.  ju  üma^  'oöül^ 
2(nberem  ob.  S3er("d)iebenem  mad)en,  bor  C3efta(t  ob.  S?efd}affenf)eit  nad) 
umfd)ajfen,  finno.  umgejiaften,  umwanbeln,  fid)  — ,  f.  üenvanbeit  wer- 
ben,  (bie  9?aiipe  wirb  oerwaiibelt  ob.  »enüanbclt  fi^  in  einen  ©c^mctterling ; 
©peifc  iinb  SranE  rcirb  in  gleift^  unb  93lut  ocrmanbclt;  hai  SSier,  ber  3Bcin 
ucrrcanbelt  fid)  in  Sffig;  einen  2(c!er  in  einen  ©arten  uerwanbeln;  euer  2cib 
»irb  in.greube  »erwanbclt  werben),  bef.  plöl^tid)  u.  auf  trunberbare  5Beife 
(^^riftuS  ücrwanbelte  SBaffer  in  SScin;  Supitev  oerwanbeltc  ftc^  in  einen 
©tier) ;  ber  äJemiauMcr,  iver  etivaö  »erwanbelt :  bie  S^envanöetung  ob. 
gew.  jgej.  SSenvanblunc^,  5)?.  -en,  baS  9.^envanbeln  ob.  ©icb^tjerroan^ 
bein,  u.  bie  baburd)  entftanbene  neue  @ejla(t  felbjl  (9)i.  H?erwanbtungcn). 

l^crrüanbern ,  jicl.  3w. ,  ivanbernb  verbringen,  anbringen  (ein  3at)c); 
ivanbernb,  auf  ber  SBanberfdiaft  i-»erbraud)ert  (oiel  @elb). 

üenvanbvutl)en,  jicl.  3«>-)  SSergw.  mit  3öanbrutf)en  i^erfel^en  (einen 

Ücrvoant>t,  ^£m.  (mittel^,  verwant;  oberb.  nuei^  wcrwont;  eig.  SJtw. 
»on  »erwcnben  in  ber  alten  Seb.  {)in  =  ,  ^uwenbcn;  »gl.  aud^  baS  oberb. 
wen  ben  f.  grenzen,  anfielen,  u.  baö  tat.  affmis)  1)  burd)  gemeinfdiaft(id)e 
^bfJammung  ober  burd)  -^eirat^  u.  23erfd)tvägerung  oerbunben  (mit 
Semanb  »ecwanbt  fein,  ob.  it)m  »erwanbt  fein;  na^e,  ob.  weitlöufis  »erwanbt 


»erwarnen  —  ücrmeben  1641 

fein;  oon  oatcrlic^cr,  »on  mütterlicher  <Siiti  oevwanbt);  t)aufi9  alö  ^\v.  ein 
SSevroanbter,  eine  93er»t>ant)tc,  50?.  93ent>iinbte;  ber,  bie  S3er- 
wanbte  (nic^t  gut:  bie  SSerwanbtinn),  dJl.  bie  93eviüanbten ,  (er  ift 
mein  93ertrQnbtcr;  naf)e,  ob.  entfernte  SSenranbte;  SBlutSüerwanbte;  Seiten« 
uermanbte  k.  f.  b.);  2)  in  »weiterer  S5cb.  efjem.  übert).  f.  in  SSerübiung  jle- 
!)enb,  betheiligt  (oberb.  einem  oerroanbt  mit  ^flic^t  ic;  in  einer  ©ad^e,  ob. 
einer  ^adje  uenvanbt  ob.  unoennanbt  fein) ;  bef.  biird)  ®emeinfct)aft  ber 
ßebenötveife,  beg  Söerufg  ob.  ©emevbeS,  bec  9ieligion  k.  oerbunben  ob. 
an3ef)öi-ig  (in  3[e|.  wie  Äunft=,  ^anbeH-- ,  ^anbwerEe-,  ©(aubenöoerwanbte 
zc;  lanbfc^.  aud)  ^fmtö^  giatl;6s  Äanjteioerroanbte  k.  f.  =  ©lieber);  auc^  f. 
aJjnlicf),  ber  SSefdiaffenbeit  ob.  SSejlimnuing  nad)  ftd)  nai)e  bevü()cenb 
(t)ern?anbte  Jperjtcn;  tjcnranbten  ©eijteö  fein;  eine  »erwanbte  SSebeutung  l)a- 
ben;  finnüerwanbt,  f.  b.):  —  bie  ä^cnvanbtfc^aft,  ???.  -en,  1)  ba^  SQexf 
roanbtfein  in  allen  JBcb.,  olfo:  ba^  93eibunbenfein  burd;  2(bfiammung  ob. 
95erfd)a\i'gcrung  (eine  naöc,  ob.  entfernte,  weitläufige  SScrwanbtf^aft;  bie 
^flid)ten  ber  SScrmanbtfdjaft);  nat)e  Secübcung  bucd)  (^emeinfd)aft  bec 
SSev()ä(tniffe  ob.  a^nlid)«  Öefdiaffcn^eit  (bie  jöerujanbtff^aft  ber  Söne,  bec 
aSörter,  ber  Segriffe  k.  ;  bie  natiirli^c  SSerwanbtfd^aft  ber  ^ftanjen; 
©(^eibe!.  bie  3Jeigung  gcwiJTcr  ©toffe,  ftc^  mit  einanbcr  ^u  einem  gleicfaartigcn 
Stoffe  lü  oerbinbcn;  »gl.  SKaljloerwanbtfd^aft) :  2)  bie  (53efammt()eit  bec 
SSevaninbten  (eine  ^crfon  von  meiner  SSerwanbtfc^aft;  bie  ganje  25ermanbt« 
f(^aft  würbe  jur  >^od)^eit  einaelaben);  bie  SSertyaiibtft^aftötafcl,  ©c^eibef. 
Slafeln,  welche  t>k  £)rbnungen  ber  S[Baf)locrtt)anbifd;aftcn  barj^ellen;  baS 
SSevn)ant)tf(^aft6üevl)ältnifö  k.;  ycnt»anbtfcl)aftlid),  Sw.,  einet  33er^ 
n)anttfd)aft  a^nlid);  ber  S3enx)anbtfd)aft  gemä'p  ob.  barin  gegrünbet;  bie 
5ßent)anbtfcl^aft(td^fcit. 

üevwarncn,  ^iel.  3w. ,  ha^  scrft.  nmcnen:  uadibrücfüd)  u.  förmtid) 
tvarnen;  el)cm.  auc^  f.  im  üorauo  irarnen,  üorf)crfeloen  u.  üerf)iiten;  bie 
33crn?arnunq,  ba5  Sjenuarnen,  it.  bie  SBorte,  mit  ivekben  c5  gcfdne^t. 

Dcnpavtcn,  jicl.  u.  iiellof.  3ro.  alt  u.  oberb.  1)  einen—,  f.  ibn  ec? 
warten,  it)m  auflauern;  2)  eineä  SJing^  — ,  f.  ei  f)üten,  beaufffd)tt? 
gen,  (lanbfd^.  gem.  etmaö  — ,  f.  ücrwai)ren);  3)  etnjaS  — ,  bucd)  5öars 
ten  Derfäumen,  vernad)lä'ff'9en. 

ycrwafcften,  ?icl.  3n?.  ablaut.  (f.  waf^en),  1)  l)intt)eg;n)afd)en,  n?a; 
fd)enb  \)ertilgen  (einen  j^lcden),  ob.  reinigen  (Jpiittenn).  bcn  ©(^larnm  auf 
bem  ^lancnl)crbe);  2)  in  cinanbec  roafd)en,  irafd)enb  vertreiben  ob.  »er; 
flögen  («JXal.  hk  garben  — ) ;  3)  burd)  ju  oieleS  ob.  ungel)origeg  SBafd^cn 
tierberben  (bie  garte  eine«  3eugeö  ob.  ben  3eug  felbft  — );  4)  wafd^enb  ob. 
5um  2Bafd)en  oerivenben,  üerbvaud^en  (Seife,  Stcgenwaffcr  2c. — );  5) 
mit  ^IBafd)en  jubringen  {^k  3eit);  <))  (oon  wafdjen  f.  fd)»a^cn)  f.  ».  ro. 
t»erfd)rt)a^£n ,  »erplaubetn  in  aUen  Seb. ;  bie  ä^evn^afc^umv 

ücnvaljcrn,  iki.  3w.,  ju  fe^r  trajl'ern,  mit  ju  viel  SBaffec  verbünnen 
u.  baburd)  verberben  ob.  unfraftig  mad}en  (baöSBier,  bcn  SBeinzc.);  uneig. 
übert).  f.  verberben,  bec  .Äraft  u.  5Jiit!famfeit  berauben  (einem  bie  grcubc — , 
f.  ü.  w.  ju  SBaffer  madjen),  in6bef.  burd)  6in£leibung  in  viele  nid)t3  fa* 
genbe  5iJorte  fd)TOäd)en,  matt  u.  geifÜDg  mad)cn  (einen  ®eban!en— ); 
bie  äJcnt>äf[crung. 

oernjebcn,  jici.  3»v.  (gew.  regelm.  umenb.:  verwebte,  verwebt;  icbod^  in 


1648  »emed)[e(n  —  üecjüciben 

bcr  3tcn  Scb.  iid^t.  au(^  aMaut.:  ucvwob,  Dcrraoben ;  f.  »eben)  1)  c'()cm.  f. 
fcbiU'Ü  fcrtbeiücgen  u.  jerflreuen ,  ücrtrcf)cii  (bibl.  wie  Stoppcdi ,  bie  woc 
bcm  SBt'nbc  »errcibct  werben);  2)  ircbenb  ob.  jum  2Sebcn  üerwenbcn,  üets 
brnud)en  ((Uavn  ic);  3)  ivcbcnb  üerbinbcn ,  jufammen;  ob.  in  einanbec 
ivebcn;  uncfg.  libccf).  eng,  innig  mit  einanbcr  Dcrbinben,  ftniio.  üerflcd)* 
ten  {^iflanj.  cevmebtc  3>»cige;  feine  geiler  finb  mit  feinen  Sugenben  oertuebt 
ob.  ücnvobcn);  4)  falfcb  ircben,  im  5Bcben  t)evberben:  bic  25erwebung, 
hai  SScnneben,  in  allen  Scb. 

ücnrecöfeln,  giet.  3>ü-,  1)  ived}fc[nb  ob.  im  Saufrf)  gegen  ctwag  ^Cn* 
bcveS  Eingeben,  ftnno.  üertviufdien,  {@cib  — ,  @olb  gegen  ©i(becge(b  — , 
gew.  bIo$:  wcd)[e(n);  2)  gew.  an^  Unfunbe  ob.  SSerfe^en  ein  Sing  irri? 
gec  Söeife  für  ein  anb«r«§  nel)mcn  (eine  ^erfon  mit  einer  anbern  — ;  occ= 
f(^iebenc  Singe,  SBörter,  SSegriffc  mit  einanbcr— );  bie  SJerwec^felung, 
bvi?  Söenredifeln, 

ÜCVtVegen,    3W.  CÖUig  Ult.  (mittelf).  verwegen,   ich  verwige,  ^rd't.  venvac, 

SKw.  verwegen;  fpüter  obcrb.  üerwog,  ßcrrcogen;  ücn  bem  alten  wegen,  b.  i. 
bewegen  u.  wiegen;  ogl.  erwägen  u.  bewegen)  1)  jict.  ettuag  — ,  f.  libec? 
tviegen,  aufiriegen ;  2)  rüctj.  fic{)  eines?  DingS  -- ,  b.  i.  a)  eg  auf  ftrf) 
nehmen,  untcrnef)men,  firf)  unterflefien ,  unterfangen;  b)  firf)  bcffen  be? 
geben,  c^  aufgeben,  faf)ren  taffen,  barauf  \)erjirf)ten  (j.  S3.  fid)  fcinrS  3Cm= 
teg,  feiner  greunbe,  feincö  Scbcnö— );  —  bog  9Äw.  ücnrcijcn,  lanbf(^. 
öu^  ociwogen,  in  tl)ätlidKr  95tb.  je^t  alö  53w.  f.  wer  ftd)  viel  unterfle()t, 
ob.  wer  2{l(eö  auf»  ®pie(  fel^t  ob.  in  bie  @rf}an5e  fd}Iagt,  ot)ne  5^otf)  u. 
93erpflid)tung  ftd)  in  ©efa()r  begebenb  u.  biefelbe  iierad)tenb,  me  aui^ : 
in  biefer  ©eftnnung  gegrünbet,  finn».  tül{fül)n,  üermeffen  (ein  »erwegcnec 
9]flenfd};  ein  ocrwegeneö  Unternel)nien);  nieberb.  f.  überiviegenb,  ungemein, 
u.  al6  9lw.  f.  fe^r,  in  f)o(}cm  ©rabe  (ocrwegcn  gro^,  fiar!  k.);  bie  S3er? 
wegenl)eit,  ba>5  jöenvegenfein:  eine  verwegene  ^panblung,  ein  SBageflücf. 

üenr>el)en,  3w.  1)  jiellog  m.  fein,  ftdi  ivehenb  erfd)6pfen,  aufboren 
5U  weben  (SßSinbc  Deiweljen);  fid)  webenb,  in  ber  ßuft  oevlieren,  uncig. 
iiber;^.  f.  fid)  t^erlieren,  i^erfd^winbcn  (ber  ©cfang,  ber  9taufd^  ic.  oerweljt); 
2)  jiel.  (altf)od^b.  farwahan,  fenvahen)  ivel)enb  fortbewegen  u.  jerftreuen 
(ber  3Btnb  t>eiwci)t  baö  Saub,  bie  ©prcu  jc);  wef)enb  üon  bem  red)ten 
5Bege  abtreiben,  yerfd}(agen  (bcr  ©tiirm  »erwcf)t  dn  ©djiff);  burrf)  2Be? 
i)m  üecbetfen  ob.  unfenntlid)  mad)en  (bcr  SBinb  i)at  ben  SBcg  mit  ©c^nec 
verwebet;  hk  ©pur,  b:e  gal)rtc  ift  üerwcl)t). 

Dcrn)el)ven ,  jicl.  3i».  (altl)od)b.  farwcrjan) ,  baö  ücrft.  wef)ren:  einem 
otwaö— ,  ibn  mit  (Gewalt  ob.  auöbrüdlirf)  üevbinbcrn  ob.  abgalten,  e^ 
ju  tbun  (j.  SB.  bem  geinbc  ben  Übergang  über  einen  glufß  — ) ;  in  weiterer 
58eb.  auc^  f.  »erbieten,  uerfagen;  bie  5yern)cl)rung,  gew.  baS  93erwebren; 
vern)e!()rbar,  SBw.,  \va§  üerwef)rt  werben  fann. 

DeniH-ibcn,  3w.  1)  jiellog  m.  fein,  alt  u.  b\6.)t.  f.  jum  5Beibe  ob.  wei- 
bifd)  werben;  2)  jiel.  einen  — ,  jum  3öeibe  ob.  weibifd)  mad)en; 
fid)  — ,  il)cm.  f.  fid)  mit  einem  ©eibe  oerbinben  ob.  v>erfef)en,  {)eirat^en; 
verweibt  f.  ba^  gew.  beweibt;  bie  a^em^ctbuiig;  —  ücnveiblid^cn, 
3w.  1)  jielloö  m.  fein,  weiblicb  werben,  weib[id)e  &i\talt  ob.  ©igen-' 
fd)aft  annehmen;  2)  jict.  weiblicf)  mad)cn;  (Spracht,  ein  SBert— ,  il;m 
bic  weibliche  ©efdjlci^töform  geben  (j.  S5.  burc^  bie  ©nbung  -inn:  ÄiJnig, 
Äöniäinn  w.) ;  bie  SSevraeiblid^ung. 


t)ent>eid)en  —  üecweifen  1049 

l^emH'irf)cn  1.  3jc.  1)  jklloö  m.  fein,  ?u  tveidi  ivcrton,  6cf.  biirc^  §u 
lanqcö  l'tfgcn  in  einer  gtiifftgEeit  (bae  ÜBvob  i|l  ptKteidjt);  '2)  jie(.  JU  roeld) 
macl)en,  511  fe()r  envciclien;  bie  ä5eniH'id)ung:  —  l>crnHMct)e(n  ob.  getr. 
üenreidblic^cn,  fiel.  3^.,  fcb(ev()afr  u^cid)  ob.  »oeKhddi  mivrbcn ,  finno. 
oeriäitoln  (ein  jiinb) :  bie  23enuetd)lid)inioi. 

üeniH'tC^en  2.  jiellof.  3>t>.  m.  fein,  abtaut.  (\vk  »reichen,  iridj  jc),  cifl. 
fort»,  bimvc3tt>eid)en ,  nuc  »on  ber  ^dt  gebr.  f.  l>er3ef)en,  r)erflieid)en  k. 
u.  iwut  qm.  nur  baß  «OJit>.  t>er»vid)en  al6  SBin.  f.  vergangen,  t>erf7o|Ten, 
ooi'ig  (j.  23.  oern)id)enc6  3Qt)c,  b.  i.  tjorigcß  3af)r;  in  ocnrid)enir  ©odjeu.); 
lanbfc^.  aüä)  aI6  ^i-.r.  f.  neu(td),  IHU  furjcm  fj.  SB.  oeviüi^en  !am  er  ju 
mir  Je). 

t»envcifen,  jiel.^iu.,  1)  weifcnb  veibraudunt  ob.  crfd^öpfen  [alliö  ®arn); 
2)  fef)[erf)aft  >vcifea,  fid)  im  5ücifen  i^ifcl)«!!. 

üevanüqcvn ,  jtel.  3w.,  einem  etivaö  — ,  fid}  ivcigeni,  e5  ju  tbun 
ob.  äu  getrativen,  e^  if)m  nid)t  beiviUigen,  ftnno.  tjerfagen ,  üerfc^.  ab^ 
f^lagen  (man  fc^lä'gt  3emanb6  Sitte  ab;  man  oentjeigert  i£)m  ben 
erbetenen  ®egenftanb,  j.  58.  feinen  Seifianb,  feine  ^ülfe:  bie  SBeja^fung  eineö 
SBei^felö  — ) :  bie  S>cvuH'i.qevuiuv 

yera>et(cn,  3ir.  1)  jieitog  m.  t)aben  ob.  riidi-,  bas  vht|1.  iveiten :  eine 
Bettiang  an  einem  ^tte  ob.  bei  einer  Sadie  ijegennnütig  bleiben,  uer- 
!)ari"en,  fid)  aufT)a[ten  {ii;  lann  l)ier  nic^t  langer  oerrt^eiten;  mein  ?5lid!  ucr» 
roeiltc  auf  bem  @emä(be  u. ;  fid)  hei  9Ubenbingen  rerroeifen ,  girc.  ftc^  ouf= 
l)atten);  2)  jie(.  alt  u.  bid)r.  ttevireüen  mad)en,  finnü.  auf()a(ten,  oerjo; 
gern;  oberb.  einen  ob.  ftd)  — ,  f.  liinhalten,  juriicf halten,  oerfpaten  (ci\.\(i): 
eö ,  j.  95.  baö  Wefd^a'ft,  cenueilt  fi(^  ,  b.  i.  bauert  lange  ob.  oer^ögert  fic^); 
lanbfc^.  einen  — .  f.  i()m  bie  '^dk,   b.  i.  bie  ?,cit^  ocrtreiben. 

ücvwcincn,  jicl.  3ir.  1)  bnrd)  ^IBeinen  erfdiopfen,  finno.  au^ireincn 
Calle  St)ränen  — ;  fid) — ),  ob.  vertreiben ,  er(eid)tern  (feinen  ©c^merj^ --); 

2)  »veinenb  jubringen,  ftnno.  burd)u>einen  (fein  SJeben  — ;  oernseinte  Slage) ; 

3)  buccb  5üeinen  t?erberben,  ent|TeUen  (cenreintc  ^ugcn);  fid)  —  ,  ftd) 
burd)  ^Beinen  aufreiben  ob.  nerjebren. 

OeraH'ifcn  I.  giel.  3if.,  ablaut.  oenoieö,  oerreiefen  ftrie  voeifen,  f.  b., 
in  ^otge  einer  2Sermingung  mit  bem  folgenben;  urfpr.  blo^  umenb  ,  mittcli). 
vetwiseu,  oon  wiseii ,  altftoc^b.  wisiaii ,  ^rdt.  wiste.  führen,  leiten),  iibert). 
fort-,  anbet'givobin  a^eifen ,  in^bif.  1)  einen  an  einen  anbern  ^irt  ob.  (in 
eine  anbere  ^Perfon  iveifen  (man  oenoieö  mid)  an  ben  9?ic^ter,  an  ein  anbcreS 
®ert(^t,  oon  @{nem  jum  3fnbcrn  jc);  einen  auf  ctroaS — ,  f.  0.  ir.  i()n 
barauf  ()in»ueifen  (j.  SB.  auf  baS  friil)er  ©efagtc,  auf  eine  anbete  ©teUc  eincö 
SBuc^eS);  oberb.  auc^  f.  if)n  barauf  anireifen,  b.  i.  ihn  jum  (äigentbiimer  ob. 
9lu§nic6er  baoon  ttJlären;  efiem.  auc^  einen  eine-5  Dtng-^  — ,  f.  i()n  beffen 
funbig  mad)en,  befdieiben  (ogl.  baS  ital.  awisare.  franj.  aviser);  2)  einen 
!)imvegj,  t)inaug,  in  bie  j^erne,  in  bie  ä3erbannung  ireifen,  bef.  burd) 
obrigfeitlid)en  SBefcl)!  ob.  ric^ter(i(^en  Äuci'pruc^,  finno.  vertreiben,  üerbanneu 
(fr.  erilircn;  einen  auö  ber  ©tabt,  auö  bem  Canbe  — ,  auc^  mit  bem  @in. : 
einen  bcS  CanbeS  ocrroeifen:  t()n  auf  eine  wüfte  Snfel,  nac^  Sibirien  jc  — ; 
ein  93  et  triefen  er,  aiö  Jqw.):  ber  SJcrani^  1.  -e^,  SW.  -e,  oberb.  f.  bie 
2(nn?eifung,  baS  JÖermaditnifj!,  bie  2?erfd^reibung :  bie  SSemicifung,  iai 
^errceifen,  bie  gortivcifung,  25erbannung. 

^e9fe'ö  .^anbwötterb.  b.  beutfc^en  ®pc.  2.  Z^iiU      10-4 


1650  »cmeifcn  —  »emerfen 

Vcnrcifcn  2.  jiel,  3».  ablaut.  üenuicö,  »cvwtcfen,  (obcvb.  v.  dci-« 
»ocipcn;  aItt)od)b.  farwizan.  mitttll).  verwizen .  -weiz.  -wizzen;  gct!).  fra- 
veitaD.  vadjcn;  üom  altb.  wfzan,  wizen,  altoberb.  weisen,  tetanb.  vita,  ta' 
beln,  ®^ulb  c?cben,  jlrafcn)  einem  etira^  — ,  jirafcnb  ob.  tabelnb  Dor* 
werfen ,  ^um  SSortrutf  mad)cn ,  eö  ihm  alö  ^^^f^^c  ob.  SSergeben  oorbaU 
ten,  üorri'tcfen ;  jc^t  bef.  einen  mit  nacbbrüctücb  tabeinben  5Bocten  füc 
ettrag  beftrnfen  (einem  [ein  Unred}t,  [eine  9tacl)Iäf[ic|!ett  u.  Svägtjcit  k.  — ); 
ber  S5cvn)ct§  2.  -eö,  5)?.  -e  (r.  ©crroei^),  bviö  SSemeifen  u.  bie  ^orte, 
mit  benen  e3  gefd}iebt,  ber  ernftlid)  u.  nad)brücflid)  auögefprod^ene  3;a« 
be(,  ftnnü.  9lüge  (einem  einen  berben  Söenreiö  geben;  einen  58ernjci6  bes 
5ommcn). 

ttcriret^en,  i^tcl.  3m.,  j^itm  SBeifen  tierbvaud^en  (Äalf);  ntd^t  gof)ori3 
iveifen,  im  5Bei§en  oerbeiben  (eine  2Banb). 

oent>cIfcn,  3».  1)  j^iiUos  m.  [ein,  ttöUig  n?e[f  werben,  wclfenb  üer? 
geben  ob.  abflevben  (bie  93(umcn  t>cnt)elfcn,  [tnb  oertuelft;  cenüelfte  fSläU 
ter  Jc);  uneig.  f.  bie  ßcbcns^fraft  unb  grifdie  verlieren,  matt  u.  hinfällig 
werben,  aUmaf)[id)  vergeben  (bie  SJBangen  oenreücn;  bit  Slütt)c  ber  ®es 
funbbcit,  ba&  ?eben  ic.  üerrocüt);  2)  j^iel.  völlig  weif  mad)en,  gew.  blo^: 
weifen  (Obft  im  Cfen  — );  welfenb  ob.  jum  3öelfen  verbraudien  (aUe 
•»Pflaumen—);  ücrwelflid),  S8n).,  wa«  vcrwelfen  fann  u.  be[.  vcciti  leid)t 
verwelft  ob.  uneig.  vergebt,  [inno.  vcrgä'nglid^  (gew.  nur  baö  entg.  unoec* 
»elflii^). 

üerroellen,  '^ul.  ^w.  (ocn  ir  eilen  f.  njallen  mad^cn,  jieben)  ober=  u.  nie« 
becb.  f.  aufwallen  ob.  auffteben  laffen:  in  fodienbem  5öaffer  jubereiten 
(erbap[cl,  SBüvfte  ic.  — ). 

vcrrocltlic^cn,  jiet.  3w.,  weltltd)  ob.  511  etwa^  2iBeltlid)cm  marf}en  (et< 
waö  @6ttlid)c6  ob.  .^eiliges  — ,  fr.  profaniren;  gcifttidjc  ©üter  — ,  jum  roclt« 
Iid)cn  ®cbrau(^  einrieben,  fv.  [äcutcivifircti):  bie  SScrweltlid^imfl. 

Verwcnben,  jiel.  3tt'M  unregclm.  u.  rigcim.  roie  trenber  (3mpf.  nciwanbte 
u,  tjcrwcnbete;  9}ivr.  oerrcanbt  u.  Dcrroenbct)  1)  l}inwegj,  anber6wol)in-, 
abwenben  (bcn  Äopf,  baö  ®i:^i<i)t,  ben  SBlicE  — ;  !ein  Jluge  oon  Scmanb  »er» 
menbcn;  cgi.  unoerwanbt):  cbem.  oudj  f.  entwenben,  jlehlen ;  2)  iim- 
wenben,  anberS,  auf  bie  onbere  (Seite  wenben,  vermehren  (Zuä^,  Scinroanb 
im  S^läbfn  — ;  (anbfd).  oevwanbtc  ©dinitte,  nieberb.  ocvtrenbt  ffivob,  b.  t. 
©emmelfdinitte,  bie  in  gcfdjtagenen  @icrn  umgcmnnbt  u.  mit  Sutter  in  ber 
Pfanne  gebacten  merben ;  nicbceb.  oevroenbt  f.  ücrfcbrt,  lin!o);  bol)cr  cuc^ 
uneig.  f.  umgellalten,  vcrwanbeln;  fidi  — ,  olt.  f.  anbercn  @inne^  wer; 
ben,  ftd)  betef)ren;  3)  auf  etwa^  hinwcnben,  cl)cm.  f.  juwenbcn,  hinge? 
bcn,  ergeben  (vgl.  baö  5Bitj.  »ermanbt);  jc^t:  ju  etwaö  anwenben,  ver* 
braud)en  (oiel  Selb  §u  ob.  auf  etiraö  ocrmenben;  9)tül}e,  glei^,  .Kunjt  jc. 
auf  ctmaö— ):  bal)cr  4)  riictj.  fid)  für  3emanb — ,  b.  i.  feine  Gräfte 
unb  ^Il'Jtttel  ^u  beffen  Seflem  gebraudien,  bur^  [eine  i8emül)ung,  gür» 
[pradje  zc.  etwag  für  ihn  ju  erlangen  fud)en  ([id)  für  einen  greunb,  [ür  einen 
S3erurtl)cilten  jc.  bei  Semanb  oerwenbcn);  bie  S^erwenbung ,  ba^  93erwen« 
ben  in  aUcn  SBeb.;  baö  @id);Verwenben,  bie  Bemühung  jU  3«»tianb3 
©unflen,  ^nxfjpxadji  k. 

verwerfen,  3»-  ablaut.  wie  »etfcn  (altljoc^b.  farwerfan,  mitUif).  verwer- 
fen) l)  jtci.  a)  fort»  ob.  wegwerfen,  bef.  etwa^  alö  untauglid)  von  ftd) 


t)ern)ertl;en  —  öermefcn  1651 

««rfen  (bibl.  bec  ®tiin,  bcn  bic  Sauteutc  oemorfcn  l)a(jen  it.);  bai)n  uneig. 
f.  ctroaS  al^  untaugltd),  ungültiij  oö.  fd)Ucl)t  t)on  fict)  m\]m,  nid)t  an- 
nct)men,  ftnnD.  t)eifd)mv\[)eu  (bic  aKcinun^,  ben  Siatf)  cincö  2(nbcrn  — ;  einen 
3eu9cn,  eine»  5Kid)tn:  u.  — );  aud)  f.  werftopen  (Inbl.  («ott  oevrairft  bie 
Jjcommen  nidjt);  bae  iWw.  Der  werfen  oie  2)«).  f.  in  ()of)em  (5rabe  böfe, 
md)töivutbi9 ,  lafterliaft  (ein  ocnrotfcnec  ■'JJhnfc^ ,  JÖöU'ittid)!;  bie  oetreoc» 
fenflcn  ©c^anbtbarcn);  I))  burd)  "iöievfen  erfd)opfen ,  ivrbvaudien  doit  t)a' 
ben  [c^on  aUc  ©teine  ueviDoifen);  ')  an  einen  unrednen  ob.  unbetannteu 
Dvt  werfen  ob.  aue  giadjläifigtcit  u.  Unoibnun^  legen ,  fmnü.  tjctlegen  {iö) 
t)abe  ei  in  btt  (5tlc  üencorfen);  audj  burd)  einanbec  wecfen,  au6  bec  gehös 
ligen  £)ibnun.i5  bringen  (^.  «8.  bie  SBoctc  einet  jHebe— ):  d)  falfd)  ob.  fef^t 
werfen,  im  Reifen  üerfebUn,  auä)  rüd^  fid)  — ,  f.  ftd)  im  ^iüerfen  ücr; 
fe()en  (j,  33.  biim  Labien  beö  ©ciöeö  nad)  iißiitfen) ;  aud)  oom  .^oljc  f.  fid) 
auf  feb[erf)afte  'äxt  weifen  u.  ucrbicgen  ob.  trumm  werben;  burd)  SQJerfen 
befd^äbigen,  t»errenfen  (fd}  l)abe  mir  bcn  2(rm  rerirorfen);  e)  burd)  etwaö 
£)arauf5  ob.  ^aooigeaHufeneö  verbergen,  üerrd)iitten:  obcrb.  aucfe  f.  be^ 
werfen  (eine  aRauet  mit  9J?örti>i —) ;  li)  ;ici:o6  m.  l)abcn,  ju  früf)5eiti3 
ob.  uuttodfomniene  3i'"3f  werfen,  fehl  gebaren,  oon  3:()icren  (bie  .pün= 
binn,  bie  Äa^e  IC.  i)at  oernjorfen);  bie  SSenücrfunfl,  hAi  2}erwerfen,  in 
allen  aSeb.,  bef.  bie  5Bcgwerfung ,  '^Cbweifung  ob.  23erfd)mä'l)ung  (j.  S. 
eineö  SSotfc^l.igeö,  eincö  jRcdjttrö  u.);  ürnvctfltc^,  Sir.,  mcii  aiö  untauglich 
ob.  f^lcd)t  oenoorfen  ju  werben  verbient  (eine  oenrcrflidjc  «Dicinung,  ®c» 
jtnnung  jc);  bie  äiCVivcrflicftEcit,  baei  33erwerflid)fein,  bie  t)erwerf(id)e 
U5efdiaffen!)eit;  bie  äicnvorfcnbcit  (f.  o.  ocrroocfcn),  b.i5  2}erworfenfein, 
bie  ä'uperfte  53öt>artigfeit,  5'?id)t6wilrbig!ett. 

ücnuertl)en,  jicl.  3iü- (oberb.  audj:  Dcrrccrbcn)  etwaS— ,  gleid)f. 
in  feinen  ÜJertl)  üerwanbeln,  b.  i.  feinem  ^iöerthc  na>^  in  (^elb  umfe^en, 
ju  &elt>i  mad)en,  üertaufen ;  bie  SScnvertbung. 

ücrwcfen  I.,  ^m.  (alt^cdjb.  arwesanan,  fiirwesaneu .  angclf.  forvesnian, 
t)inf(fewinben ,  altern,  oon  bim  einfachen  wesaueu.  angtlf.  veosnian,  altnorb. 
visna.  borten,  iccl^en ,  oon  bcm  23:r.  wesau.  jucl!,  morfd),  4»cl(^eS  oiiUeid?t 
JU  bec  Söurjcl  was,  wesan,  fein,  9tt)ört;  ogt.  i^toi)  audi  bai  fc^ivsab.  rocfer, 
f^rotij.  weö,  srefem  f.  pcljig,  oon  jHübcn,  iRettigcn  ic;  mitUlt).  verwese- 
neu u.  gew.  verwesen,  -was,  -wesen,  alfo  fc^cn  t)ict  unmittelbar  oon  wesen, 
fein,  abgcl.;  oberb.  ueripcfncn  u.  ocrtcefcn,  3Äic.  noc^  üenocfen  neben 
oetinef't;  im  .poc^b.  jcfet  nur  regelm.  umenb. :  ocrwcfu,  oernjcrt)  1)  jicl« 
loö  m.  fein,  burd'.  Jaulnif^J  jerftcrt  werben,  finno.  fcrmcbern,  cbicr  aU: 
verfaulen  (unjer  Peib  jüirb  ccrtrcfcn;  ocnctfte  ©cbci'ncj;  «mig.  el)im.  libtrl). 
f.  umkommen,  unteigelien  (bibi.  bec  ®ottlofen  9Jame  wirb  ocnpci'en);  "2) 
jiel.  alt  u.  oberb.  f.  verbraud)en,  vecfd)wenben,  vermehren,  hinbringen 
(j.  S.  bie  3titj;  bie  Sienvcfung  1.,  t)H^  2}erwefen,  bie  Jäutnif^:  b:d;t. 
aud^  f.  verwefenbe  ob.  verwefte  Äörper  (SR.  Jücrrocfungcn) ;  üerrocölid), 
Ott).,  ber  33erwefung  unterworfen,  fo  befd)affen,  baf^  e^  verwefcn  mufö; 
bie  5öenx)C5lic^teit. 

t^enrefcn  *2.  jiel.3w.  (ocn  oer-  =  füt  ob.  oot  u.  trcfen,  b.  i.  fein; 

altl)OC^b.  farwesaii,    fprweseii  ;    mittel^,  verwesen,    -was,    -wesei«;    jcgt  nut  te» 

gelm.  umuib.  oetmefete,  üenpeüt)  etwa5 — ,  einer  ©adje  t)or|tel)en,  ffe 
verwalten,  bcf.  an  eineö  2(nbern  (5t<Ue  (ein  2Cmt,  bae  iHcic^  — );  alt  u. 

104* 


1652  »emetten  —  verwitligen 

oberb.  Qurf)  übcrtj.  ein  2(mt  ob.  ©cfduifi  — »  f.  treiben ,  tterfe^en ,  befor* 
gen:  eine  ^erfon  ob.  f@cn.)  einer  ^erfon  ob.  'Sacf}e  — ,  f.  beren  ©teile 
»ertreten:  ber  SSerni^efcr,  -^,  bie  S^ern^eferinn,  9)?. -en,  roer  etn?a3 
t>enrefet  ob.  nenrattet,  einem  ?fmte  k.  üorfte^t  (3(mtgocnüefer) ;  ct)em. 
inebcf.  f.  SScrmunb;  jc^t  f.  ©tellDertreter,  frelluertretenber  S^ermalter 
(jRcic^öüerracfcr,  f.  b.) ;  bie  SBevroefunfl  2.,  baä  SSerroefen,  bie  SSerroaltung 
(acin.  nur  in  3Kfe-  tt^ie:  'Kmü-,  SHetc^öDcrnjcfung). 

oenretten,  jicl.  3»t).,  burd)  5öetten  ob.  in  j^olge  einer  5Betie  oertieren 
(grogc  Summen—);  efjem.  f.  üerpfd'nben,  al^  ^fanb  einfe^en  (f.  wetten); 
bie  SSerrpcttung. 

t»cvu-«ettert,  Str.  (oon  SBctter  f.  (Scnjttter,  ©onnrrnsettcr)  eig.  üom  5Set; 
ter  getroffen  u.  t»erberbt,  gem.  a(6  2Smrän[c^ung6iüort  f.  üerfludit,  »er- 
n)ünfd)t,  üerbammt,  ügt.  yerbonnert  (ein  öevrocttctter  Äevl);  au^  alö  vtt> 
|ldr!cnbc6  5Rn>.  f.  in  f)of)em  ©rabe,  mit  bem  :2(uBbvuct  bcS  UnrotUenß,  »gl. 
üerl)cn!crt,  »erteufelt. 

üenvidöen,  S».,  f.  unter  \jer»cid;en  2. 

öerroict)fen,  jiel.  ^w.,  burd)  5Bid)fen  t)erbraud)en ,  erfdiopfen;  w'id): 
fenb  ob.  mit  5öcid)^  üerfd^mieren,  »erfleben,  üerivicfetn,  üerberben. 

t>ern)icfcln,  jici.  3n>. ,  etiva«  fo  jufammen;  ob.  in  einvinber  n)i(fe(n, 
ha\i  eg  fid)  fd)iDer  cb.  gar  nidit  enttvidcln  (äfft,  finnü.  uerfdilingen,  ocr? 
tvirren  (oerrctctelter  ^mkn ;  fi(^  in  ©tricten ,  in  einem  ^i^c  ocrwiiJfln) ; 
uncig.  einen  cb.  ftd)  in  eine  ®ad)e  unaufloölid)  f)ineinjieben  ob.  üerfled); 
ten ,  b.  t.  babci  beti)ei(igen ,  (einen  in  feine  ^(ngclcgenticitcn ,  piö'ne  k.  —  ; 
in  eine  (Sadje  tief  »ertridelt  fein);  baä  SSyiw.  HernJicfelt  qIö  Sw.  f.  in 
bobem  ©rabe  i^envorren ,  fd)iver  auf5ul(>fen,  ju  crbnen  cb.  au^jugleidien 
(ein  cerwidcltcr  ^anbe(;  eine  ucrwidclte  ®e[(^t(fytc,  5IBortfügung  u.  bgt.); 
bie  93evnncfe(ung  ob.  ^gcj.  ä>evu-»irf[unA,  ba«  S3envicfe[n:  u.  bag  93er:= 
roicfeltfcin,  ber  i^ern)icfelte3urranb,  finno.  SSenr irrung,  (SOi.  93crrcictlungen). 

öcrnntern,  jiel.  Bw.  (mittcit).  verwideren)  Vit.  einen  — ,  f.  fid)  il)m 
njibcrfe^en,  iljm  n^iberflreben,  i)inber[id)  fein;  etroag— ,  f.  verweigern. 

oern.nbmen,  §tel.  ^m.  (mitteif).  verwidemen;  ögl.  wibmen)  olt.  einem 
etroaö  — ,  eö  il)m  für  bm  SobeöfüU  5um  2Bitt()um  au^fe^en,  jum  g^iep; 
brnud)  übergeben  (t?ern>tbracteg  @ut);  einen  auf  etrcag  — ,  es  ihm 
jum  Dlie^braud)  antveifen. 

üernnlbcn,  3«?-  1)  jieUoe  m.  fein,  »tilb  werben,  qm.  v^erivilbern:  2) 
?iel.  cl)cm.  f.  fremb  mad)en ,  entfremben:  —  ocranlbcrn,  ^\v.  1)  jicllos 
ra.  [ein,  n)i(b  werben,  in  ben  Buflanb  ber  5öilbl)eit  gcratben  ob.  jurücf; 
fallen  (ein  jal)me6  Zi)iex  tarn  ücrnjübevn  jc),  tnöbef.  burdi  mangelnben 
2(nbau,  mangelnbe  ©crgfalt,  Pflege  ic.  (einen  2(i.tcr,  einen  ©arten  :c.  öer= 
wilbern  laffen ,  b.  i.  jur  SBilbnifö  roerben  lajfen) ,  u.  in  fittlic^em  SSerftanbe: 
au^  5)?angel  an  (|rjiel)ung  u.  S3ilbung  rol),  ungefittet  werben  (einen  iun* 
gcr  57Jcnf(^en  »evwilbcrn  lotfen;  ein  Dirn>übette6  ©emütt));  2)  jicl.  wilb 
mad)cn,  bewivfen,  bafä  etwaö  ob.  ^emanb  wilb,  rol)  k.  wirb  (Safter  uer« 
rcilbern  ben  9)?en[c^en);  3ag.  einen  S^xt  —^b.i.  H)m  ein  retlbcS,  natürlid^eö 
Ttnfeben  geben  (j.  SB.  eine  3Botf6grubc,  einen  SSärenfong);  bie  S.JenrilC'ei 
rung,  baö  93erwilbern,  gtel.  u.  gtedog. 

ücriVtUigen,  3»»-  (nieberb.  auc^  oetwillen)  1)  jicKoö  m.  Ijaben,  »U. 
f.  einwilligen;  2)  jiel.  einem  etwasf  —,  f.  p.  n?.  bewilligen,  geflatten, 


I 


ücrwimmcrn   —   ücrvoicren  1653 

geiraf)rcn;  bie  SSenriüigung,  c^im.  einroilTigung;  SemtUigung ;  —  eer- 
tütüEürcn,  tüdi.  3tr.  (mittel^.  verwillekUrn)  alt  u.  lanbfd^.  fid)  — ,  f.  ftcf) 
frehriUig  ju  etiraä  cntfd)[iefcn,  v>erpflid}ten,  übercinfommen. 

ycrrüimmcrn  1.,  jtcHof.  3^^-  m.  fein  (»gl.  bcc  SB  immer  f.  f  nötiget 
2(uäTOud)6,  «Wafcr,  Änoncn)  obetb.  f.  fefl  in  etnanber  \)er>t)ad)fen,  ein  fefteg 
gafergeroebe  bilbcn  (üctroimmcrteö  ^olg),  uncig.  9(eid)f.  jufammcnn)ad)ren, 
fid^  innig  verbinben;  auä)  f.  flacr,  ftetf  werben,  fid)  t)erl)ärten  (>^äiibc, 
gü^c  jc.  ücrwimmcrn);  bQ^er  oentimmert  uncig.  f.  cibgcfjdrtet,  unem= 
pfinblic^. 

üenutmmern  "2.  jiel.3>p.,  irimmernb  zubringen  (bieSflac^t,  feinScben— ). 

ocnpintcn  1.  jicl.  3n>.  abtaut,  (f.  roinbcn)  1)  iufammen;  ob.  in  einan^ 
betroinben,  finno.  üerfled)ten,  üerfd^üngen;  umwinben,  «inmicfeln;  2) 
trinbenb  verbcaud^en  (bcn  3n)irn). 

Oenvinben  2.  jicl.  3».  abtaut,  wie  oetroinbcn  1.:  ttcrmanb,  »et« 
»runbcn,  (mittdi).  verwinden  u.  urfpr.  verwinuen,  -  wan.  -  wunnen ;  nicberb. 
ücr »rinnen;  ton  bcm  a(tb.  winnan,  arbeiten,  ftveben  u. ;  »gl.  geroinncn, 
übei-»t)inbcn ,  untcvn>inben),  biird)  Äraftanfitrengung  \)on  ft'd)  entfernen  ob. 
ben)ä'(tigfn ,  finno.  iiberwinben,  überftehen,  «erfd^merjen  (ein  Übel,  ben 
©d)abcn,  bcn  SSerlujl  2C.  — ;  er  t)at  ben  SSerbiufe,  bcn  Ärger  nod)  nic^t  »er? 
»iinben);  alt  u.  niebcrb.  (oerroinnen)  auc^  f.  iiberjeugen,  liberfüfjcen; 
bie  SSerrainbun^. 

üerroinfcln,  jicl.  3»».,  roinfetnb  jubringcn  (bie  9?a(^t). 

venrirbcln,  jiel.  3».,  1)  »rirbelnb  ob.  im  5Birbe(  vertreiben,  jer* 
jtreuen;  2)  fa[fd)  wirbeln,  bie  5öirbe(  t)erbref)en. 

Ü'erroirfen,  jiel.  3»».  (gotl).  fravaui-kjan ,  [ünbigen;  a(t(>od)b.  firwurchen. 
mittcll).  verwürken,   3mpf.  verworhte.    fStw.  verworht ;    obcrb.  DervoiirSen, 

SJZiü.  oenrürft  u.  »crrt'or(^t;  »gl.  irirfen)  1)  wirfenb  u.  in  engerer  Seb. 
iuebenb  üerbraud)en,  verarbeiten  (bas  @arn  — ;  bo6  SJicl)!— ,  ju  Seige 
»erarbeiten);  2)  ef)cm.  f.  verweben,  t)ineinweben;  3)  c^em.  f.  mit  einem 
2Berfe  verfd)(ie^cn,  ^umadien;  4)  el)cm.  f.  ju  ©ntnbe  ridjtcn,  jerfloren; 
5)  etwa^  S3öfeS  ivirfen  ob.  tf)un,  f.  o.  i».  begef)en ,  verbred)en  (roaö  f)abe 
ii)  »erwirft?  bibl.  ein  ßaftcr  »crroirfen);  fid)  — ,  ef)em.  f.  ftd)  vergef)en, 
«ine  (2d)u(b  auf  fid)  laben;  ())  gew.  et  wag  — ,  burd)  fein  5öirfen  ob. 
S^UH  ftd)  einer  <Sad)e  verliiflig  mad)en  (bur^  ein  SSerbrci^cn  fein  geben, 
feine  grci^cit  — ;  3emanb§  dJunft  —  ,  ftnn».  »crfc^erjen) ;  biörocilen  a\xä) : 
burd)  gefe^wibrigeg  3!f)un  ftd)  etivag  juiief)en  ob.  ci  verbienen  (eine 
©träfe  — );  bie  äJenrirfung. 

venüir!lid)en,  jiel.  3)».,  wirflid)  mad)en,  mad)en  bafg  etwaö  wtrflid) 
wirb  cb.  gefd)ie^t  (fr.  rcalifiren;  einen  ©ebanfcn,  <plan  :c.  — );  fid)  — , 
f.  wirflid)  iverben,  eintreffen  (fein  Slraum,  feine  2(t)nbun3  f)at  \iS)  verroirf» 
lic^t);  bie  S3orn)irflid)UiK3. 

Veranrrcn,  jicl.  3ro.  (umenb.  »crroirrte,  »erwirrt,  baö  SSÜtro.  als  Sw. 
QUC^:  ocrmorren;  mittel^,  verwerreu,  spraf.  verwirre,  "Pvät.  verwar,  vp.r- 
wurren.  90?».  verworren  u.  verwarren;  oberb.  »criTtrcen  U.  DerWftren,  3Rn3. 
eertvirrt  «.  verworren)  1)  eig.  in  ob.  unter  etnanber  wirren,  jinno.  ver^ 
Wicfeln  (ben  3>»irn>  bie  gäben;  bie  J^aarc  finb  »cnvirrt  ob.  verworren);  in 
weiterer  SBcb.  u.  uneig.  in  grc§e  Unovbnung  bringen  (eine  Sac^c,  einen 
gie(^t6[)anbel,  ben  ©taot;  eine  »erwirrte  ob.  verworrene  (äcfc^ic^te,  Streit^ 


1654  \)emirtt)fd)aften  —  v>omct)nen 

fadie  K.;  hibl.  taffet  ung  ibcc  ©pvaclbc  verwirren  ic):  einen  wertttrten  ob. 
vjerwim  machen,  b.  i.  ibn  irre,  zweifelhaft  cb.  unftd)er  machen,  ihn  im 
JDenfcn  u.  >^anbeln  in  Unorbnung  ob.  au^er  j^affung  bringen;  üernjor; 
ren  f.  in  hohem  ®rabe  uncrbcntlich  ob.  ungecrbner,  unflar,  unbeutlich 
(ccrworrcn  bcn!cn ,  rebcn;  eine  tmrorrcnc  ©chvcibavt;  ocnrorrcnc  SBcgrtffc 
Jc);  ticrtvirrt  alg  fSrv.  tnsbef.  f.  irre  ob.  gcflort  im  ©eifte,  flärfcr:  «er^ 
xndt  (er  i\t  oeriuirrf,  ob.  ocrroirvt  im  Aopfc;  tcnrirrt  rebcn  jc);  2)  alt  u. 
oberb.  f.  beunruhigen ,  belafligen ,  einem  Unruhe  ob.  ©ctiaben  bringen 
(einen  unoerreorrcn  lofTen  f.  ungeilört,  in  9üi^e  laffen);  ent5njeien,  uneinig 
machen  (bibl.  ber  ©ottlofc  oern^irrt  gute  i^reunbc);  -i)  f i  d)  mit  ob.  in  et= 
wai  — ,  alt  u.  laubfd).  f.  ftch  barin  verflricfen,  bamit  bemengen,  befaffen, 
einlaffen;  fid) — ,  auc^  f.  verwirrt  werben,  in  SSerwirrung  gerathen; 
cf)cm.  f.  ftd)  veruneinigen ;  ber  SimiMrver,  -ö,  wer  etwa«  verwirrt:  bie 
SSerrüirrung ,  1)  o.  sä.  bag  SSerwirren;  2)  W.  -en,  i>ai  33erwirrtfein, 
ber  verwirrte  ob.  verworrene  ^uffanb,  finno.  Zerrüttung,  (tavfer  a(ö:  Un* 
orbnung  (ctroos  ob.  einen  in  58cr»rtrcung  bvintjen  cb.  fc^cn;  in  Sßernjtrcung 
9cratl)en;  bic  Scrnjirtung  bc6  ©taateg,  ber  Söcgritfe  jc;  nad^  üictcn  93cnvtr= 
ninflcn  würbe  bic  Drbnung  wicbev  t)cr3cfteUt);  bie  S5enuirrthcit,  feiten  f. 
baö  3}erwirrtfein  (bcf.  im  Aopfc,  b.  i.  im  (Seifte);  bie  S3enporrenheit, 
ba§  QSerworrenfein ,  bie  verwicfette  ob.  ungeorbnete  S3efd)affenheit  (g.  S. 
einer  ®efct'ict)te) ;  grof e  UnHarheit,  Unbeutlid^feit  (ber  Segriffe  jc). 

verwirthfc^aftcn ,  ;(ie(.  3a\.  Jiur  5Birthfd)aft  verwenben ;  burd)  liblc« 
SBtrthfchaften  verbringen  (fein  9Scrmcgen). 

V'?nt)ifchen,  jiel.  3^».,  1)  au^  einanber  wifdien,  wifd)enb  vertreiben 
(tD?a[.  bie  garben);  2)  burd)  2üifd)en  wegfd)affen,  vertilgen  ob.  bod)  un^ 
fenntlid)  mad^en,  ftnnv.  weg;,  au?'wifd}en,  verlöfd^en  (iik  ©djrift  ift  ver« 
wifdit),  aitd)  uneig.  gleichf.  wegwifd)en,  tilgen  (ctiras  au6  bem  ©cbäc^t; 
niffc):  -i)  et)em.  einen  — ,  f.  bei  ihm  vorbeiwifdien  ob.  'i)u{<^en,  ihn  nid^t 
erwtfd}cn  (ogl.  bicfcö  u.  ent»rifd)en):  a\xä)  f.  entbehren;  bie  SSerraifd^un^. 

venDtfjen,  riictj.  3»t>.  unrcgclm.  n?ie  wiffen  (mittcff)-  verwizzen),  fich  — > 
ölt  u.  cbcrb.  f.  feiner  felhjl  bcwufft,  bei  93erjlanbe  fein;  einer  ©adje  fun- 
big  u.  fid)er  fein  (fich  um  ctroae  — );  —  Vcnftffigcn,  i'ul  3>t>- 1  vlt-  f- 
wiffenb  madien,  benachrid)tigen. 

üeruMttcrn,  3«?.  1)  jicKoe  m.  fein  (»gl.  ba6  oberb.  wittern  f.  ber  3Bit; 
tcrung  a-iegcfc^t  fein)  burd)  Sinwirfung  ber  ^Bitterung,  ber  2uft,  5*ud)? 
tigfeit  jc.  aufgeiöft  werben  u  verfallen,  bef.  ocn  ©ttincn,  Srjen  jc,  terf(^. 
»ei-mobcrn;  2)  jiel.  3ag.  mit  ber  gehörigen  Witterung,  b.  i.  burd)  iJjrcn 
©cruch  anioctenbin  ©peifr  jc  Verfehen  (bic  galle,  baß  @ifcn);  oberb.  auch 
burd>  bic  gelegte  IJocffpeife  anlocfen  (einen  guch^)- 

vcnvittiven,  giet.  3w.  (mitteil).  verwite>.ven)  M.  f.  jur  3Bittwe  mad)cn; 
je^t  nur  gebr.  baö  "SSlm.  verwittwet  (ehem.  ocrwittibt)  al6  35».,  jur 
5Bittwe  geworben,  im  ^Stttwenftanbe  lebenb. 

ücnvißfln,  ^iet.  3»-,  1)  wi^elnb  verbringen;  2)  burch  2Bi|elei  ver= 
berben,  verfalfdien,  verbrehen. 

ücniiogen,  5Bip.,  (anbfd).  f.  verwegen,  f.  b. 

oertt)ogen,  jiiaof.  3»-  m.  fein,  bic^t.  f.  aufhören  ju  wogen,  ftdb  wc.- 
genb  verlieren. 

üerjvohncn,  jict.  ?n>.  (ogl.  wol;nen  u.  gewofjncn)  1)  oberb.  etwa  3  — 


t»cmo(ben  —  t)cvtt)ünfd)cn  1655 

bcfTcn  ungeivofint  werben ,  jTcf)  beffen  cntnjöf)ncn ,  ani  bcc  ®en?of)n{)ett 
fommen  (baö  CiJcgcntijeit  üon  (5cn)ot)ncn);  2)  jur  ^ot)nun9  oerroenben, 
für  bie  5Bo[)nung  werbrauchen  (oiel  öJclb— );  —  v>cni?üt)nen,  jict.  äw-, 
übe(  (jeirof)nen,  burd)  fdiledjte  @ew6[)nun3  u.  bcf.  bucc^  biflänbijc  @c= 
ttjdhfung  btö  ©Uten  ob.  2(n3cnk()mcn  u.  2(bnjcf)rung  aller  Übel  unb  S8efd}n)cr= 
bcn  einen  verberben,  iinm.  oer5ief)en,  verjärteln,  t>era'>«id'-Iid}en  (Äinbec 
mui'e  man  nic^t  ücrtüöt)iu'n;  vom  (^iliicfe  vi'rrt>ct)nt  fein);  bie  SSerroö^nung, 
baä  SSenvöt)nen;  bie  äicrii^i)l}ntt)eit,  hai  SJenvöbnifein. 

Oeni^ölbcn,  jicl.  ,3iv.,  mit  einem  öeivölbe  verfehcn,  »völbenb  fd^liefen; 
in  ein  @ejvö(bc  einfd)(iefjen,  überwölbenb  verfd)lie^en,  ftnnv.  umwölben. 

OcriDÖIfcn,  jitllof.  3»v.  m.  tjaben,  303.  f-  verwerfen,  fef)(3ebdren, 
von  fo(d;i'n  Sl)tercn ,  oon  bencn  »völfen  f.  njerfen  gcbröuc^Uc?  tfl  (bte 
^i'inbtnn  i)at  ocrrcölft). 

ucnpovfcn,  Siu.,  bie  iücnvorfcnbeit,  f.  unter  Dcrn?erfen. 

üertüorrcn,  Siv.,  bie  iöcmiorrcnl^eit,  f.  unter  verwirren. 

ümvud)crn,  jici.  3n). ,  1)  jum  2Bud)er  3ebraud)en,  au6lei()en  (ff in 
©clb);  2)  im  ^iBurt)cr  verlieren. 

ncnüüt)Icn,  jie(.  3iv.,  burd)  2ßüb(en  in  Unorbnung  bringen  ob.  vcr^» 
werfen ;  wublenb  verberben  (bie  ?Kau(n)iirfc  oenvüt)lcn  ben  ©arten). 

t?enT)unben,  jict.  3:d.,  einen  — ,  ibn  wunb  mad^en,  ihm  eine  SBunbe 
beibringen,  finnt;.  verleben,  verfebren,  f.  b.  (einen  im  3*vci£ampfc,  am  Äopfe, 
an  bcr  Jpanb,  mit  einem  Degen  :c.  — ;  in  bec  S'dilaö^t  vcrtvunbct  rcerben; 
ein  23crivunbeter  u. ;  bie  Sjcrnjunbcten  verbinbcn;  fi(^  — .  auö  SScrfcbcn, 
ob.  mit  "Kbiiäit  fid)  eine  SJBunbc  beibringen):  uncig.  f.  [d)mer3lid)  ergreifen 
U. 'bewegen  (Scmanbs  «perj  — ,  bef.  von  bem  f(^merjlic^-[üj3cn  @efüb(  bcr 
Siebe),  beilümmern,  franfen,  beleibigen;  feiten  von  empfinbungölofcn  Singen 
f.  befdiä'bigen  (einen  Saum,  ein  ©civäd^ö);  Sergn?.  ein  verwunbetcö 
gelb  f.  ein  ücrfdirorcncö,  vcrfabrcneä;  bie  ä5erirunt>ung ,  bag  SSerwun- 
ben;  rcninint'bar  u.  feiten  ocrwuniDlic^ ,  S5iv.,  wer  ob.  ma^  verwunbet 
werben  fann;  leidet  lu  vetwunbcn  ob.  ju  verleben,  eig.  u.  uneig.;  bie 
S^evwunt'bavfeit. 

t>eranm!?crn,  3>v.  1)  ikl.  einen  — ,  i^n  in  ben  Suflvinb  beä  2Bun-- 
berng  verfemen,  if)m  at6  wunberfam  auffallen,  fmnv.  einen  in  (Jrfiaunen 
fe^en,  ibn  ^löunber  nehmen  (baö  vcirounbert  mic^);  2)  gcre».  rücf^.  fid) — , 
in  ben  3uflanb  be6  ^Ißunbern?  gerathen,  finno.  aber  ftcrfcr:  erftaunen, 
vcrfc^.  fic^  wunbern,  ivcld)cä  baö  Stfinbcn  u.  SScrbarrcn  in  jenem  3uflanbc 
bejeic^nct,  u.  bcivunbetn,  f.  b.  (fic^  über  eine  Sac^e  vein>unbern;  eljem. 
aud)  mit  bem  ®cn.  ber  Sac^e,  j.  >S.  bibl.  SSiele,  bie  eö  borten,  vcrn?unberten 
fidb  feiner  8i'l)re);  baö  ?Kn).  verwunbcrt  al«  58iv.  f.  fi'd}  wunbernb,  er- 
ftaunt  (er  ivar  feljr  vcnvunbcrt  über  2(llc6,  wa6  er  fab);  üerwunberlic^  u. 
öern)unberfam,  Siv.,  SSerwunberung  erregenb,  ju  verwunbern,  finno. 
auffallenb,  ftcirfer:  erftaunli*;  bie  S^crwunbcrung,  bag  23erwunbern 
ob.  @id)  =  verwunbern,  finno.  Grffaunen ,  (einen  in  SSertvunberung  fe^en); 
üerwunbcrungöooü,  Siv. 

verwünfd^cn,  jicl.  3<ü-)  1)  «tneu  cb.  etwas—,  fort^,  von  ftd>  ob. 
öberb-  nuä  ber  5Bclt  hinweg  wiinfd)en ,  ihm  Untergang  ob.  übexi).  23ofe6 
<inwünfd)cn,  ftärfer:  verflu*en,  (ic^  vtuviinfcbe  ben  Ärieg,  bal  ©piel  k.;; 
ba6  2Km.  v  e  r  w  u  n  f  d}  t  alö  Siv.  f.  verwünfdienöwertb,  ticrfjafft,  abfdjeulidi, 


1656  vemurfeln  —  verjablcn 

ftcivfcr:  werbammt,  \ici-flucf)t,  (bai  »evttJÜnfdjte  Spi'ct;  ein  ocnoiinfd^tcr 
93tcn[d}),  aud)  als  bloßer  ?tu6ruf  bc6  UnroiUcnS  (omritnf(^t !  fcU  id)  bcnn 
feine  dlüi)c  t)abcn?j;  2)  nad)  cbci-aläubifdjir  JPoifltUung :  burd)  jaiiberhafte 
3(nit>ünfdiung  ,  buvd)  B^iubeifoimeln  t>«r>tiinbeln  ob.  bannen  ,  mit  einem 
3aubei  belegen,  vevjiiubern,  (ein  ücrroitiifd}tcr  (obcrb.  ocvrcunfdjcnci-)  '^H-inj; 
ein  ocnviin[d)tcg  ©diloi'e  jc):  fcie  5öeni»iinfcf)iinq,  1 )  o.  93t.  bai  23envün= 
fcben;  "2)  5)?.  -en,  bie  ^Äiorte,  womir  man  ctiva5  i>eitx)iinfd)t  (ajermün  = 
(jungen  eichen  Semanb  auSfloBcn). 

üenrürfcln,  jicl.  3»f.,  tvüvfelnb,  im  ^Biirfelfpieie  t^evlieven. 

oeranirjcfn,  ?iicUof.  ^m.  m.  fein,  in  einanber  unir^eln,  ffd)  mit  hm 
^iJurjeln  ^jeiptünäen;  uncig.  bic^t.  f.  ftdi  tief  unb  innig  i>erbtnben,  finniv 
»erirad)fen. 

ücrwürjen,  j^iet.  3av,  burdi  511  jlarfeö  2Büqen  oerberben  (bic  ®pcifcn). 

ÖeVUn'lltcn,  ^tel.  3»T-  (a(tf)0d)b-  arwostiun,  arwMostan  ;  mitUit).  verwuesteo ; 

oberb.  iHTwucften),  anifl,  i^n  einer  5öüftc  mad)en,  u.  übcrl).  in  f)ohem 
©rabe  oci-berben,  jevjlören ,  ju  ©vunbe  rid)ten,  gnp.  nur  »on  ©ticcten 
Sanbcö  u.  bi'TOofjnten  Öi'tern ,  »on  tpciterer  SBeb.  al§  bic  ft'nno.  Dercben,  tter; 
l^eeren,  f.  b.  (bag  SBaffei  bat  bic  gelber  unb  ©arten  ncnrü)tet;  t>ie  ©tabt  ift 
burd)  eine  j^cucrglrunft  ücnr>üftet  woiben;  ein  2anb  mit  (^euer  unb  ©d,nt>ert 
»crnjiiften);  lanbfd).  gem.  auc^ :  burd^  fdionimgfWcfcn  ©ebraudi ,  fd)!ed)te 
S5el)vinb[ung  2c.  etivag  uetbeiben,  vevunfralten  u.  unbraudibar  mad)cn 
(ein  Äleib,  ein  Sud)  2c.);  burd)  nu^^  ob.  it»ertf)[ofe  7frbeit  verbraud)en, 
üerfd}ivenben  {viel  «popier  u.  bgl.  — );  oberb.  auöi)  jielloö:  ocrrcüflcn  f. 
»cririlbern  (oon  ^(cfern,  ©cirten  2C.);  VcnrÜfrbiU',  ücmniftlid^,  Sm.,  ttaS 
Deriüüflet  trcrbcn  fann,  (gcro.  nur  baß  entg.  unnerroüftlid) ,  f.  b.);  ber 
SScranijIev,  -5,  bie  Jöcv-vullcvinn,  '>!'?. -en,  iver  ettraö  t>eriv)üftet;  bie 
SSeriiuiftUiig,  Wl.  -en,  ba^  Serwüften,  u.  ber  Suflanb  befi  SScrnjüftet- 
feinö  (irelcfee  SStnpüftung !   grofje  SBevnjüftungen  anridjten). 

üenvütl)cn,  *icno[.  ^w.  1)  m.  fein  (mittelb.  verwüeteu) ,  cSUig  olt.  f. 
in  2Butf)  9crat()en,  rafenb  werben ;  2)  m.  Ijaben,  [ich  im  51Büt^en  er* 
fd)opfen,  auft)6ven  511  ivut{)en,  gcit).  au6ir>iithcn,  austoben  2C. 

ücrja.qen,  jienof.  j?m.  m.  [ein,  (mitMi).  verzagen),  jag  (f.  b.),  b.  t. 
mutblcö  werben,  ben  50?iub  u.  baS  ©elbf^i^ertrauen  ju  einem  3;f)un  ob. 
UHtcrnef)mcn  xuxl'mm  (an  einer  ©ai^c  —  ;  ti)cm.  Qud)  ctnc6  Singet  — , 
f.  bamtt  jaubern,  eö  aufgeben) ;  alle  ^^cffnung  fa()ren  (äffen,  boffnung^loö 
werben,  fläcfer:  verzweifeln  (j.  55.  im  UnglücE  verjagen;  Derjage  nidjt!  — 
el)em.  »on  einer  ©ac^e  —  ,  b.  i.  baburd)  in  ffierjweiffung  gcratl)en);  bog 
SKiü.  »erjagt  ai6  2^m-  f.  niut{)lo5,  unentfdilcffen  jaubernb,  nidn^  wa^ 
genb,  ftnn».  fei3t)erjig,  ftärEcr  al6:  jaghaft:  ^offnung^le^  (»erjagt  fein; 
ein  ucrjagter  SKcnfd));  bie  äjcr^aj^tbcit,  ba6  ä)erjagtfein,  finno.  5)?utl):; 
Icffgfeit,  jlärEcralS:  3iig^aftigfeit. 

üer^at)(cn,  jicl.  3a\,  1)  fa(fd)  ob.  unrid)tig  jahlen  {ba^  ©clb  ift  »er« 
jcit)lt);  geir.  rüctj.  fid)  —  ,  fidi  im  Säften  irren,  v>erfeben  (iö:)  i)abe  mid^ 
cerjäfjtt);  2)  niebcrb.  f.  erjablen  (einem  ctwoö  — );  •})  rbem.  (mittel^, 
verzeln,  verzelleu ;  ogl.  ^atj\,  jät)len)  au6  ber  oberen  in  bic  niebcre  ^ai)l  oer-- 
vceifen,  ücrttscrfen;  einen  — ,  ein  geric^tlidje^  Urtbcil,  bef  ba6  ber  2fc^t  ob. 
beg  SBanncS,  über  i^n  augfprc(^en,  i()n  üerurtl)eilen ,  ücrbanimen;  bie  ^ex- 
jäblung. 


»uf^aljncn  —  ütTjcI^ven  1G57 

ücrjabncn,  3\r.  1)  ^fellce  m.  f)Qbcn,  auff)cren  ju  ^i^iK^".  b.  t.  ?täi)nt 
f,ü  bitommcn  (bas  Jfttnb  t)at  nocSj  nidjt  ücr^a^nt);  2)  jiet.  mit  ben  9el)6ri9en 
3ä'()nen,  b.  i.  jjafjnaitigcn  eiii=  u.  2(UBfc^nittcn  V)«rfc()cn ,  bei  Jpanbw.  j.  S. 
©c^iffb.  bic  aufrecht  flit)cnbcn  lixim  bcr  jtnicc  ob.  Snudjflücte  in  3acten  au6= 
{)aiicn-,  Sc^mirb.  j\pci  j^ulammcn^ufdjwcißenbc  ©tüctc  mit  incinanbcrgreifen: 
bin  3äi)ncn  ocrfttjcn;   bic  ä3ei-,^al)nung. 

ücrjanfcn,  jiel.  3w.,  sanfenb  oerbnngcn  (bic  3cit). 

üerjapfcn,  lid.  5\v.  1)  mit  3*ipfcn  üer|'d)lie^en ,  ücijlopfen;  2)  ttom 
3iipfeii  »reg,  b.  i.  im  kleinen  viu^fd^cnfcnb  ocrfaufcn,  f.  ».  vo.  nuSjapfm 
(2Bdn,  «iev  jc.  —  ;  cbccb.  ocrjäpf cn );  biird)  [okinn  @inje(t>er!auf  er* 
fdiöpfcn  (bQö  gonje  ©ebrciubc  ijt  [(^on  ocrjapft);  bie  23evjapfung. 

i>cr,^appcln,  jiel.'of.  ^w.,  gem.  f.  bi«!  juc  @r[d)cpfiin3  jiippeln,  ^cippefrib 
umfommen  (uneig.  er  möchte  oerjappiln  ,  b.  i.  cot  Ungcbulb  umfommcn; 
einen  in  bei*  9iot^  ücrjapptln  laf[cn). 

ücrjjärteln ,  giel.  3>t>.,  burd)  ßä'rtetn  ob.  übertriebene  3art(id)feit  u. 
»rcid}lid)e  SSe^anbiung  \)erberben,  ftnno.  t)ent)cid)lid)en ,  üer()atfd}eln,  oU- 
gemcincr:  \)envcl)nen,  verjiehen  (ein  jtinb  — );  in  weiterer  Seb.  burd)  be= 
ftaiibigen  ®enufg  beö  Tl'ngenehmcn  u.  Entfernung  bei  $8efd)iver[id)en 
unfähig  jur  (Srtragung  von  Übeln  mad)en,  üeripcid)lid)cn  (ftc^,  feinen  Äör* 
per  —  ;  ein  Dcr^ärtelter  ©iinftting  bcö  ©lucteö  ic);  ber  25crjartlcr,  mcx 
Scmanb  vcrjartelt;  bic  Sier^ärtelung ,  ba>3  23erja'rte[n  u.  ^ßerjärtdtfein. 

ocrjaubcrn ,  jicl.  3»-,  1 )  mit  .B^iuber  belegen,  burd)  ß^uiber  einne[^= 
men  ob.  fcffcln,  geio.  bezaubern  (Semanbö  >^eij— );  2)  fort* jaubern, 
buvd)  Zauberei  entfernen  ob.  an  einen  £)rt  verfemen,  gern,  hinzaubern ;  3) 
burd)  3>iuberei  iierwanbeln ,  finno.  umjaubern;  bie  Sjcrjauberung. 

ücrJau^crn,  jicl.  3w. ,  jaubernb  »erbringen  ob.  rjcrlieren  (bie  3cit). 

üeijaunen,  jict.  3«).,  mit  einem  3^iune  uerfohen  u.  baburd)  oerfperren, 
ftnno.  rtbjäunen  (einen  5lBeg —),  ob.  einrd)[iepen,  finno.  einzäunen,  um- 
zäunen (ein  ®tücf  Canb,  einen  SSSeinberg  k.);  bic  ^Scr^äunung,  1)  o.  iW. 
baö  23crjäunen;  2)  50?.  -cn,  ber  »erfpcrrcnbc  cb.  einfd)liepcnbc  3^iun. 

oerjaufen,  lid.  3nj.,  burd)  Raufen  üerberbcn,  ücrn?irrcn  (baö  ^aor). 

öerjed)en,  jief.  3io.,  1)  5cd)cnb  burd)bringen  cb.  oertbun,  finno.  oer* 
trinfen,  gem.  ücrfaufen  (fein  ®e(b);  2)  mit  3cd)cn  jubringen  (bie  9iac^t); 
3)  über  bcm  3cd)en  üerfäumcn  (bic  rechte  3cit);  bie  SScvjec^ung. 

ücr3cl)nfact)cn  u.  fcltcner  üerjchnfälttqcn,  jiet.  3w.,  je^nfad)  mad}cn 
cb.  vermehren;  uncig.  übcrf).  fe^r  vermehren;  fid)  — ,  f.  imi  ba5  Seh"' 
fiid)c  vermehrt  tvcrbcn ,  u.  uteri),  fchr  junehmen ;  bie  SBerjchnfvic^ung : 
—  DeYjchntcn  ob.  uer^ehcnten,  jiei.  3>o.,  et  »vag—,  1)  ben  3chnten 
bavon  entrid)ten  (einen  2(dcr,  fein  SSiet)  Jc);  2)  ben  3«h»it«"  barauf  legen 
u.  bavon  einjiehen;  bic  S3er5ehntun9. 

Vcv3chren,  jict.  3w.  (mittc(f).  verzero)  1)  überl;.  jehcenb  crfd)6pfcn  ob. 
Verbraudicn,  finno.  aufkehren,  insbcf.  a)  dg.  cffenb  uab  trinfcnb  crfdiopfcn, 
finno.  nufeffen  ob.  (oon  Sfjiercn)  auffreffen  (alle  Speifcn — ;  bie  >^cufc^rcdcn 
t)Qbcn  baö  ©ctrcibe  oerjchrt:  bib(.  bie  SSiirmcr  »rerbcn'6  oerjehren) :  bann 
oud):  für  ©peifc  unb  Sranf  verbraud)cn  (oici  ®clb,  fein  <Bcrmögcn;  ich 
1:)ahi  im  ©aflhofe  jc^n  Zi)akx  oerjchrt):  b)  uncig.  burdi  allmählid^c  TTuflö^ 
fung  ob.  2(uftcibung  bcr  2hci(c,  ob.  burd)  ßrfd)opfung  bcr  Äräftc  jcrflös 
rcn  (oom  geuer  oerjct)rt  werben;  ber  «Roft  oerjehrt  baS  6ifcn;  bie  SBarrac 


1658  t)er3eid)ncn  —  \?ev3ei{)cn 

»crjcf)rt:  ben  <£'d;ncc;  ba6  gtcbeu  ocr^cljrt  bcn  Äranfcn;  oom  ®ram ,  oon 
©oi-gcn  ücrji'tji't  werben;  bib(.  bog  v^cri^eteib  it?irb  [te  ücrjcfjrcn) ;  fid)  — , 
f.  t»erjebrt ,  aufgevicben ,  aUmaf)[icf)  crfcböpft  ob.  jerflört  luerben ,  |tnni\ 
ani',  ahQt^(f)Xt  werben,  abnehmen,  fd)wtnben,  ver(}e()en  (bcr  SScin  ner^ 
ii^xt  fidj  im  SaiTt;  [ic^  in  föram  ccr^tl)cen;  ii)v  ^erj  ücr^c{)rt  fii^  in  Äum= 
mcr);  2)  att  u.  obevb.  fid)  ob.  einen  —,  f.  in  Äoften  fe^en,  auf  feine 
^ojlen  u.  ju  feinem  9iacl,Hhei(  ,^cl)ren:  3)  begjl.  f.  mit  3el)vwn9  ob.  .Soft 
üerfefjen,  i^erfclli^en  (|ld)  fctbil  — ,  feinen  .Knecht  k. —);  ber  S5erjcl)rer, 
-5,  bie  ä^crjclirerinn,  5)?.  -en,  tvev  i^ev^ebrt,  cntg.  bcm  (grnjerber  ([pvic^i». 
ein  ©parcr  mU.  einen  S3crje(}vcr  i)aben) ;  bie  $8cr5Cl)run9 ,  1)  i^a^  ?ßerjeb= 
ten:  2)  baö  al(mva(}[id)e  33er5cf)rttvevben  atö  Äi-anJ^eitgjujtanb,  ^m. 'üb- 
ob.  2(ii65e[)rung. 

t)eräeid)nen ,  jiel.  3vp.,  1)  burd)  @d)rift5etd)en  barj^eUen,  fd)rifr(id) 
fluf3eid)ncn,  niebecfdireiben  (eine  @efc^td}te  n.  in  mcf)ren  SSüd^crn  — :  bibl. 
bicfe  ©d)rift ,  bie  ba  »erjeic^net  ftefjet  ic) ;  in  en^ercv  5Bcb.  mef)re  2!)in^e 
f^iicfa^eifc  u.  in  einer  Öieil)enfül9e  aiif^atilenb  nteberfd}reiben  (ffiüc^er, 
SßSoaren  :c.  — ;  bie  »cvjcictineten  ©tücEc);  2)  falfd)  ob.  imriditig  jeid)ncn 
b.  i.  jcidjncnb  abbilbcn  (eine  gigur,  ein  SBilbnife  k.  — ;  bev  2Crm,  bie  JQanb 
IC.  ifl  t)erjcid)net) ;  fid)  — ,  f.  fid)  im  3eirf)nc»  '«en  ob.  verfc()en;  ber 
5Bcr;je{c^ni'V ,  -ö,  n)er  etwai  verjeid)net,  in  beiben  S3eb. ;  bie  SScr^^eic^- 
nung,  \iA^  9Serjeid)nen ,  in  beiben  SSeb.;  iiai  S5cvjcid)n{fö ,  5)?.  -  ffe, 
(oberb.  bie  SSergeic^nufg),  eine  @d)rift,  in  tx)eld)er  mehre  etnjelne  Dinge 
üerjeid)net,  b.  t.  ber  9iei()e  nacfe  aufgejätjlt  finb,  finnö.  iJijle,  (fr.  Specifica-- 
tion,  Äatalog,  S^egifter  jc. ;  j.  S.  SSoaren' ,  S5üd)etüerjeid)nifö  Jc). 

üer5cil)en,  giel.  ^vo.,  abtaut,  wie  jcif)cn  ([.  b.):  üev^iet),  öcvjief)en, 
(alt^.  arzihan,  irzihan,  farzihan,  b.  i.  »erfagcn,  abfd)lagen,  ÜOn  zihan,  jeif)cn, 
b.  t.  urfpr.  anzeigen,  fagcn,  melben;  mitteli).  verzihen,  -zech,  -zigeu;  nicberb. 
»crtigen)  1)  cfjem.  a)  einem  eineg  £)tnäe§  ob.  ein  S^tng  — ,  f.  eS  if)m 
toerfagen,  venveiäern,  abfd}[a9cn:  b)  fid)  eineö  25ingS  ~,  f.  fid)  bai^on 
logfagen,  it)m  cntfagen,  ftd)  beffen  begeben,  e^  aufgeben,  je^t  gem.  bar* 
duf  uer^iditen,  (j.  5B.  fic^  eincö  @ute6,  feines  Cebcnö  :c.  — ;  mir  i.st  eines 
dings  verzigen .  f.  c6  ijl  mir  ucrfagt ,  id)  bin  beffen  ufccrf)oben,  xä)  i)abi  eS 
niAt);  auc^:  auf  eine  'Sad)e  —  f.  ver5id)ten;  baS  a)i»tJ.  üevjict)cn  f. 
Aufgegeben,  oertoren  gegeben:  2)  jer^t:  einem  etnjag  —,  ftd)  ber  9\ad)e, 
©träfe,  @enugtf)uung  iregen  etnei  von  il)m  begangenen  Unred)tg  begeben 
(urfpr.  fic^  ber  @cnugtf)uitng  gegen  itjn  i>erjeil)cn) ,  u.  in  weiterer  33cb. 
iibevi).  ben  Umvillen  über  eine  erlittene  SSeleibigung  fa()ren  (äffen ,  finno. 
«ergeben  (er  l)at  mir  mein  Unred)t  iH"vjiel)cn ;  tai  iann  id)  ii)m  nic^t  wcrjei= 
I)en;  ®ott  nerjeitjc  mir  meine  ©iinbenl  —  u.  ofjne  3iehrort:  ic^  »erjeii)e' 
JDir);  aui^  blo^  f.  entfd)u[bigen,  nid)t  übel  aufnet)men ,  nad)fchen  (»cr= 
jei^en  ©ic  meine  S'^age,  meine  Sitte  :c.);  in  ber  i)t)bcren  ©e^reibart  auc^ 
mit  bcm  25at.  ber  ©ac^c  u.  mit  "iSerfc^wcigung  ber  ^eifou  (üerjcifjen  ©ic 
meinem  ©i^mcrje,  fetner  8cibenfd}aft  k.J:  ücrjcibbar  ob.  gew.  ycr,^dl)lic^, 
«Bro.,  wai  (feid)t)  ver5ie()en  werben  fann  (ein  ücr3cit)lid)cv  getjler);  bie 
SScr5Ctl)lid)feit;  bev  23cr-iei()ev,  -s,  feiten  f.  wer  etwa-^  ^^cr^eiht  ob.  vcr* 
gicbt;  bie  SSei7)Cil)ur.(5,  1)  cl}cm.  f.  (5ntfagung;  2)  jcijr:  ba5  :'öerjeif)en 
ob.  95ergeben,  bie  (5r(affung  ber  ©träfe  k.  ;  audj  f.  5'Zad)fid)t,  Sntfd)ut= 
bigung,  (einem  Söerseifjung  gewähren  ob.  wibevfaljrfn  (offen ;  einen  um  23ct« 


verwerfen  —  'oex^k^cn  1650 

jc«t)unc(  hitUn  k."):  —  bie  (»friicjer  qut:  ber)  9JeV5td)t,  p.  gjZ.,  1)  utfpr. 
bie  93erfa9ung,  IVnveigenuiä :  2)  cim.  bie  (^ntfiigung,  bie  förmliche 
^(ufgebung  feinet  9?ed)te^  ob.  feiner  '^Infprüche  (gciv.  nur  in  bcr  5Rtbcn6= 
art:  Scrjidjt  auf  eine  ©adje  t()un  ob.  lci(lcn,  fr.  renunciircn  ob.  rcnon= 
ciren;  ct)em.  aiii):  bie  Scriidjr  bcf^ivören:  bie  qtti)am  23i'r?id}t  brc*cn  u.); 
oud?  eine  Urhinbe,  in  nte[d)er  man  -i^erjii^t  Icijlct,  f.  ».  xo.  ber  S^crjic^ts 
bviof  (oberb.  auc^  :  53  er  jei  t)bricf),  gntfagun^gurfunbc;  ber  ä^crjid^U'it»; 
bie  äJer^ic^tU'illunq ;  —  V»tryc^tcn,  jicUof.  5>v.  (crfl  in  bcr  neueren  ©pradjc 
ron  SSetjidjt  gcbilbct  u.  in  bie  Stelle  beö  alten  ücrjeiljen  getreten)  auf 
eine  @ad)e  — ,  [.  o.  n.  S-kr^iclu  leiften  cb.  cbcm.  fi.-b  berfelben  ferjei{)en, 
b.  i.  begeben,  ihr  entfagen;  bie  äievätd^timg ,  SSer^i^tleiflung,  (Sntfa^ 
Qung. 

tjcrjcrrcn,  jici.  ^iw.,  burcb  3«ri-en  nerberben ,  ent|leUen,  üeninflaUen, 
jur  9)?ifggeftalt  üer^iel)en  (ben  «Oiunb,  baö  @cfid)t  ?c.  — );  bie  Jöerjer^ 
rung,  bag  ^öer^errcn,  u.  bie  baburd}  ent|^el)enbe  SJ^ifggejIatt  (üJt.  SSerjev» 
rungcn;  fr.  ©rimaffe). 

üerjetteln,  jicl.  3«?.  (alt  u.  oberb.  audj:  oerjetten,  »on  jetten,  jet? 
teln,  b.i.  {treuen,  eingeln  fallen  lalfcn),  in  einzelnen  Steilen  hier  unb 
bort  fallen  (äffen  u.  baburd)  verlieren,  ftnnr».  Derftreuen  (®ctrcibc,  J^eu  3C. 
beim  (5infal;ren  —  ;  oberb.  aud)  ©peife  au6  bem  Cijffet  jc.  — );  unei^.  leid}ti 
finnig  u.  unnit^  in  fleinen  Sl)eilen  Dert^un,  f.  o.  w.  bie  lanbfd).  verfpil; 
len,  i>erquiflen  (fein  @elb  ~);  aud)  f.  auS  9^ad)laffigf«it  an  einen  unge; 
l)örigen  u.  unbefannten  Ort  bringen,  verlegen,  verwerfen  (er  t)at  e6  irgcnb^ 
tt)ol)in  verzettelt);  bie  äJcrjfttclung. 

"äievjidit,  IV.,  ucvjidjten,  3>v.  u.  f.  unter  vcrieil)cn. 

Ver5icl)cn,  3it).  abtaut.  \vk  iiet)cn,  verjog,  cerjogcn,  (alti)odj\>. 
frfrziiihau  f.  tjinweg«,  abrieben;  mittclf).  verziehen,  -zuch,  zugen)  1)  jiel. 
a)  ti)sm.  fort»,  l)iniveg;,  abziehen,  tvcgnel)mcn;  b)  ber  3cit  na^  9f«ict)f. 
in  bie  §erne  jiet)en,  in  bie  icin^c  5ie[)en,  jeijt  geiv.  verfd)iebcn,  verjögcrn 
(bibl.  vtrjeuc^  nic^t  beinen  3orn!  2C.;  verlogene  ©trafen,  gen?,  verzögerte); 

c)  nuö  ber  gehörigen  ob.  gcwöhnlidien  ?agc  jtef)en  (ben  93tunb  fpöttifc^  ob. 
jum  Sachen  ~),  u.  baburd)  entfteüen,  jlarfcr:  verjcrrcn  (baö  ©efid^t  — ; 
bie  &ii)t  t)at  ii)m  bie  ©lieber  verlogen;  baö  Srctt  l)at  fic^  verlogen,  f.  v.  w. 
gcnsorfen);  burd)  Stehen  vertvicf ein,  vern^irren  (ginien,  eine  gigur  ic. —); 

d)  falfd)  jiehen,  einen  unrid)tigen  3ug  t()un  (einen  ©tein  im  SBrett« 
fpiii  — );  au(^  fid)  — ,  f.  fidi  im  iJiehen  verfel)en,  falfd)  jief)en;  e)  fef)- 
ler[)aft  jiehen,  b.  i.  erstehen,  burd)  mattgclf)aftc  3ud)t  ob.  fdiled)te  u.  bef. 
fc^wachf,  allju  nac^fic^tige  u.  nachgiebige  ^rjiehung  verberben  (ein  Äinb— ; 
ein  ücrjogcnce  93tutttrfbt)ncfecn);  2)  rüctj.  fid)  —  ,  jtehenb,  b.  t.  Kingfam 
u.  nad)  unb  nad)  ftd)  fortbewegen,  entfernen  u.  verlieren  (bie  SBolEen  oer= 
Zicl)cn  fic^ ;  ber  9lcbcl,  baS  ©dritter  t)at  fid)  vcrjegen) ;  unetg.  iibcrl).  f.  fid) 
nUmci'hlid)  verlieren ,  vergehen  (bk  ©efdjwulft  oerjicljt  ftd) ;  bk  ©djmer^en 
I)aben  ft<^  vcrgogen);  ouc^  von  bcr  Seit  f.  fid)  in  bie  ßänge  jiehen,  fid)  ver= 
fpd'ten  ob.  Verjögern  (bie  ©ad)c,  bie  ©ntfc^eibung  jc.  verjog  jtc^);  3)  jicKog 
m.  l)aben,  an  einem  Dvtc,  ben  man  oerlaffcn  wollte  ob.  foUte,  nod)  eine 
Seitlang  bleiben,  finnv.  venveilen,  fid)  aufhalten,  ivarten  (Dcrgief)cn  ©ie  nur 
einen  TCugcnblicf!  —  ic^  barf  nid)t  langer  ver5ie{)cn):  biiw.  audj  f.  jcgern, 
jaubern  (er  vcrjog,  ju  fommcn) ;  ber  äJerjicbcr,  -?,  bie  ä>cr5icherinn, 


Kit  etwai  D«i^ie{)t,  c^cir.  nui-:  wet  ^emcinb  (ein  Äinb)  t)erjief)t,  entg. 
erjte()cr;  Me  a5erjiel)lin.q,  bag  3Ser5ie()en ,  in  a\im  jtel.  Scb.,  bef.  f. 
fel)kxl)afte,  fd)tvad)c  gr^icbung:  ber  äserjiig,  -c5,  o.  SÄ.,  1)  ba^  3Ser- 
jiet)en  (jicUoö),  finn».  ^Cufent^alr,  äc'öerung,  2(uffd)ub  (cö  mu[6  ot)ne  Sott» 
jug  gcfd^iijcn);  2)  (aiibfc^.  aui)  f.  bic  2Serjie()un9,  u.  iver  uerjogcn  roirb, 
bei-  ©egcnflanb  aU^ujäi-tricfecr  SSovlicbe  (bieg  Äinb  ifl  mein  fficrjug  2C.);  üets 
jügtid),  95jd.,  g^fpu.  mit  SSerjug  oeibunben,  eine»  SSerjug  beivirfenb  (fr. 
bitatorifc^;  oer^üglidje  Sinvcbcn  ob.  2(u6fläd)tc;  gem.  baö  entg.  unoer? 
gügli^). 

üer^iclen,  jieUof.  3i»m  i)  fatfd)  ob.  fef)l  fielen;  2)  e()cm.  (mitMi).  ver- 
ziln)  f.  inuedaffcn  ju  Jtelen,  b.  i.  ju  jlreben  ob.  ju  eilen,  unbemiif)t  fein. 

öerjtcrcn,  jicl.  3n).,  1)  mit  3ter  ob.  3"iei'iitf)en  \)eife()en,  finno.  au§* 
gieren,  nur  t5on  Icblofen  Dingen,  »ccfc^.  fc^mü tf  en,  auefc^miicten,  (ein 
Ätcib,  ein  3immec  zt.  — ):  2)  biiccf)  gefd}macflofe  ob.  überlabene  ^\n  vet; 
berben,  cntfleüen;  ber  33cr3ierer,  -3,  iver  etiraä  oer^iect  ob.  aua^iert, 
bef.  rccr  Sauwerfc,  Zimmer,  <Sd)aubüt)nen  jc.  mit  3ierattjcn  k.  üerftet)t  (fr. 
Sccoratcur) ;  bic  SJev^imtiici,  1)  o.  9K.  baS  93er3ieren:  2)  5D?.  -en,  waS 
cinec  <Sad)e  jitr  ^'m  Qmidjt,  ob.  jum  23erjieren,  ^uc  Serfdjönerung  bec» 
feibcn  an3ebrad)t  tviib ,  finno.  3terat()  (bic  ajcr^ientngen  in  ber  ffiautunjl, 
fr.  Ornamente);  aui)  bie  ®efammtf)eit  tei  jur  ^(ugjierung  2)icnenben 
(j.  58.  bie  Süfjnfnocr^ierung ,  fr.  Secoration);  —  üer^ierüt^en ,  jiet.  3if., 
burd)  übertriebene  3ietltd)fett  üerberben  ob.  entfieücn:  bie  5öerjler(id^ung. 

oerjtfcvn,  ?iel.  3i».  1)  mit  ^\^i\-n  ücrfeben,  gew.  beziffern  (bic  5)lo- 
ten);  2)  in  3iffci"n,  b.  i.  gei)eime  3eid)cn,  übertragen,  unter  3tff«rn  t>er= 
bergen  (fr.  d;iffrircn);  bic  äJcvjiferung. 

oerjimmevn,  jict.  ^w.,  1)  jimmernb,  ju  SimmeriDcrf  ücrroenbcn,  ■otx- 
braud)en  (^o(j) ;  2)  mit  bem  nöti)igen  3intmen-oerfc  üerfe{)cn  u.  baburd) 
\3Crivai)ren  (Scrgw.  einen  ©d)od}t  ob.  ©toUen  — ,  mit  J^olj  ausbauen);  3) 
oberb.  einen—,  f.  ihn  burd)  S3auen  beeintrad}tigen,  aud^:  vibcr§tm  = 
mern;  bie  SSerjimmerung,  1)  hcii  93erjimmern;  2)  baS  ^um  2Cugbau 
bienenbe  3immern)erf  felbjl 

üerjinfen  1.  jiet.  3ra.,  mit  3inf  Derfe^cn  ob.  überjief)en. 

oerjinfcn  2.  jiet.  310.,  burd)  Binfcn  ob.  3apf?n  öerbinben  (Sifc^I.  jicet 
aSrcttcr  — ). 

ücrjinnen,  jicl.  3»-,  mit  3tnn  öerfc^cn,  u.  bef.  mit  flüffig  9emnd)tem 
3tnne  überjicf)en,  f.  0.  to.  übcrjinnen  (fupfeme  ©efä^c,  Slabeln  ic);  ber 
5ßerjinncr,  -Ö,  it?er  etivn^  \)er5innt,  bef.  .^»ütteniü.  ein  3(rbeiter,  welc^ur 
bie  eifenbtcd^c  »ersinnt;  bie  SJcrjiunung,  baö  33er;5inncn,  u.  ber  3inn; 
«bcrjug  fclbfl. 

ücr^infen,  jict.  3m.,  ctwaö— ,  c{)cm.  c6  bem  ^orbcrnben  I)ingcben; 
bcn  Änufpreig  bafiir  geben;  je^t:  ben  .3tng  ob.  bie  3tnfcn  baüon  entrid)ten 
(eine  ©clbfummc,  ein  "änkijcn  k.  — );  fid)  — ,  3infen  bringen  ob.  tragen 
(baS  (äji'lb  ocr^infet  fic^  gut,  mit  5  oom  ^unbert  k.);  bie  SJcrjinfung: 
oer;^inölid^,  Sro.  u.  %ü.,  mag  oerjinfet  iverben  muf§,  ob.  fo  bafö  eg  oer; 
jinfft  iDirb,  3infen  bringcnb   (ein  uerjinölidjcä  'Knld)tn;  ®clb  üerj^ingüd^ 

iH'rjirfcfn,  jict.  3iü.,  falfd)  ob.  unrid}tig  jirfeln,  im  3itWn  uerbcrben, 
t)erj<id)nen. 


üer5ifd)en  —  üerjweifcln  1661 

oerjifd^en,  jicUof.  3n>- m.  fein,  ficf)  ji|'d)cnb  crfct)öpfen  ob.  \)er[ieren, 
aufboren  ^u  jifd)en,  jifd)cnb  verfliegen. 

öerjittern,  ifellof.  ^n?.  m.  fein,  (iümä'f)lid)  auffjoren  511  gittern,  ficf) 
jitternt)  verlieren. 

öerjöqern ,  jül.  3»». ,  burd)  3Ö9^vn  über  einen  bejlimmten  3«itpuiift 
l)tnauöriicfen,  [inno.  üerfcbieben ,  \)evfpaten,  nid^t  jur  rcdjten  ob.  bcflimm« 
ten  3cit  tljun  ob.  enbigin  (ein  ®t'fd)äft,  einen  3{ed)t6f)anbcl,  3emanb6  ®tü(l 
K.  — );  fiel)  — ,  f.  vetjögcrt  ivecben ,  ftd)  üerfpäten  (bie  ®ac^e  t)at  fid^ 
ücrjögcvt);  fcUen :  einen—,  f.  auf()a(ten,  f)in()a(ten:  bie  äSerjögcrung, 
baä  SSerjogern;  üerjögcrlid^,  SBn).,  äJerjÖgerung  bewirf enb ,  üer^ogernb 
(fr.  bilatorifc^;  j.  S.  üevjögcrlidic  ©inreben). 

Dcrjoüen,  jiel.  ivo.,  ettraö— ,  ben  3o(I  bdüon  entrid)ten  (5BJaa» 
rcn  — );  bie  ä>crjoüun,q. 

üerjüttcln,  ji^t.  3iü.  gem.  1)  jottelig  mnd)en,  in  3otfe(n  uerroirten 
(ein  Dcrjottetter  SBart);  2)  jöttelnb  ucriieven  ob.  üerflrcuen. 

Ofrjucfen,  jiellof.  3n>.  m.  (ja ben,  1)  ftd)  jucfenb  erfd)opfen,  auf()5cert 
ju  jurfen;  2)  aui  feiner  gei)örigen  ^age  jucfen,  ftd)  jucfenb  verbrehen 
ob.  üerjerven;  bal)cr:  bie  Sicvjucfunq,  5)?.  -en,  univiUfürIid)ee;,  ^evoalu 
fame^  93erjucfen,  b.  f.  frampfbafteg  23er3iehen  ob.  S3erbref)en  ber  (^(iebec 
(aSerjiidungcn  bcfoinmcn;  fr.  (Sonnulfionen);  —  ocr^iicfen ,  jicl.  3>t5.  (mit« 
Uli),  verzückeu,  ^rät.  -zucte;  obcib.  üerjucEen)  cig.  fort-  ob.  binweg* 
jiicfen ,  b.  i.  fdmeü  iinb  gciraltfam  jief)en  ob.  reifen  (obcrb.  einem  ctroaä 
QUO  bei-  Jpanb— );  bal)cr  e()em.  f.  rauben,  t)inn>e9raffen ,  jlc|)Icn,  entfüfjren, 
l)eimtid}  entiici)cn  u.  ücrbcrgcn;  jc^t  nur  uncig.  einen  — ,  if)n  i">öUig  beS 
SSeiBufftfeinS  berauben  u.  au6  feinem  9c»vct)ntcn  ©eifrcg--  u.  @cmütt)ö^uflanbe 
in  ben  böd}flen  ®rab  ber  ^öegcifrerung  ob.  be?  unmittelbaren  @d)auen^ 
üerfe^en,  fläifcr  alt:  entlüden  {vg,L  b. ;  Perjiictt  voctben  ob.  fein;  ücc- 
jüdt  big  in  ben  britten  J^immcl);  bie  iiiicr^ücfunc) ,  1)  baö  SSer^ücfen;  2) 
baä  SSerjücftfein,  ber  böd) fte  (^rab  ber  (Sntjücfung  ob.  SSegcijlerung  (fr. 
(SEIlafc). 

oerjU(fcrn,  ?ier.  3«).,  1)  mit  3u(fer  überjie()en  (üer^utfccte  SKanbcln 
K.);  2)  ju  febr  ^ucfern  u.  baburd)  werberben  (eine  ©pcifc):  bie  SSer^ 
jucferung. 

üerjuftcn,  jieUof.  3w.  nieberb.  (oon  iuftcn  f.  feufaen),  üor  ^fn^ft  üer* 
flummen,  «erjagen. 

SSerjug,  m.,  tterjügltrf),  SBw.,  f.  unter  »criietjcn. 

oerjupfcn,  jieJ.  3ir).  1)  fort*  ob.  aui  feiner  gebörigen  ^age  jupfen; 
2)  jupfenb  t)erbraud)en  {®d^e  — ;  alte  ßeinwanb  ju  SBunbfdbcn  ob.  Qim' 
pie  -). 

Ocrjürncn,  jicl.  3».,  lanbfd).  gem.  f.  erzürnen;  fidi  — ,  f.  in  3orn 
gegen  ^emanb  geratt)en ,  mit  ibm  uneins  werben :  üerjürnen,  el)cm. 
Qud)  jiellog  f.  aufl)ören  j^u  jiivncn,  auöjürnen. 

oerja\ufen,  jict.  3n3.,  jwacfenb  ocrjKirameln  ob.  entfieüen,  oerfc^. 
Qbjrraitcn;  ücrjivacft,  al6  Sro.  gem.  f.  feltfam ,  trunber(id),  gcro.  »er« 
jtvicft;  u.  als  2(u6ruf  bcö  Unn?iUen6  f.  verbrief üd),  f)af^lid),  ogl.  oertradt 
(baS  ift  otvjirüdt!). 

oerjwängen,  jiel.  3«)-,  jroangenb  vcrfperren  ob.  einfd)liefen. 

öerjraeifeln ,  jicllof.  3».  m.  ^oben,  (f^on  altf)oc!^b.  verzwivelt,  b.  i. 


1662  »ergmeigen  —  tjer^voiflen 

tlesperalus;   mittclf).   eines  dings  verzwiveln),    baS  ticrfl.  ^tveifcltl :    an   Ct-« 

ivaä  — ,  voUig  bnvan  jivcifelu,  b.  i.  aüeit  ©[auben  baran,  alleö  93et^ 
tvauen  ba^u,  alle  «öoffnung  barauf  verlieren  ob.  aufgeben  (an  3cmanbö 
SifTeiung,  an  feinem  Ccbcn ,  an  [einem  (45lü(Se ,  an  ©otteS  GJnabe,  an  fic^ 
fclbfl  üerjwcifcln);  iiberf).  alle  vpoffnung  fct)annben  laijcn,  ftdrfet  ale:  üer? 
jagen,  »üorin  bcr  SBcgviff  bcc  oöUigen  Untf)ätig!eit  au6  SKutf)--  u.  Äraftlofigfeit 
liegt,  roä^venb  ber  83  er  ji»  e if  ein  be  jugleic^  au^er  fic^  fommt  u.  in  biefec 
(Stimmung  bae  2tu9cr|i£  ju  «jagen  fä()tg  ijl,  (ic^  fange  an  ?u  ocrgweifeln; 
oerj\reifere  ni(^t!);  bae  SOiw.  t) erjiveifelt  alö  Sit?.  1)  in  ttjäuii^at  SBeb. 
tveu  oerjweifeit  ()at,  jebe  vi^offnung  »erlocen  bat,  ftnnö.  ^;i)ffnun8ö(og  [et 
xvat  ganj  oerjnjeifelt) ;  auc^  wai  in  biefet  ©emiitb^ftimmung  gegcünbet 
ob.  bavauö  entfprungcn  i)i,  baf)cc  f.  ()od)fr  geivagt,  oenvegen  din  üerjrcei* 
feltec  6ntfc^(uf6,  b.  i.  ein  in  bec  53eviTOtiflung  gefaffter;  ein  üeriweifcltt« 
Unternet)men  u.  bgl.);  2)  woran  man  yerjivetfelt  oo.  »erjiDeifeln  möd)te, 
ba^ec  f.  unrettbar,  t)oct)|lt  bebenf(id)  u.  fd)trterig,  fd^ümm,  arg,  b'öfe  (eine 
oeritüeifelte  Cage,  ®ad)e  n.);  gem.  au^  al6  übcrtceibenbec  Jl'uebruct  beS  Un* 
TOiUcnö  f.  {)öd)|l  unangenehm,  unbenvärtig,  verbriepiid)  (baö  ift  ein  üec* 
jnjeifcltcc  ©treid);  oecjweifeUeö  SBetter;  ein  ocrjnjeifelter  ®(^irä|ec  u.  bgl.), 
u,  alö  oerftärEenbeä  9li».  f.  in  {)ot)em  ©rabc,  oon  üblen  Singen  {bibl  ein 
ceriroeifelt  böfci;  ©c^abe;  eö  ift  oer^roeifelt  !att  u.j;  bie  SScrjweifelun.q  ob. 
gen?,  ggej.  ä^erjtueifluncj,  ber  Bujlanb  be^  SSerjweifelng ,  bie  @emüt^§« 
frimmuiig  beö  Jßerjiveifelnben ,  finno.  4^'>fF"iingö'tiftgfeit  (in  23etjn)eiflung 
getatt)en,  fallen;  einen  ber  SSccjroeiflung  entreißen);  ber  ä^erjWciftungS* 
mutl),  ber  SKutf)  beö  ffierswcifelten;  bie  ä^er^iDeiflun^ätbat ;  ber  äJer* 
jweiflungätob ;  ber  a>er5tüeiflun!:|öii)al)n:  bie  ä^cr^jveiflung^wutl)  ic; 
üerjireiflungSüoU,  ffin?.,  ooll  aSerjroeiflung,  l)i>d)ft  ßerjmeifelt. 

uerjnjetßen,  jitt.  3io,,  in  3iveige  üorbreiteu  ob.  jertbeilen;  gen),  rüc!}. 
fid)  — ,  in  Biüeige  auö  einauber  ge()en  (eine  ^flanje  öevjweigt  fic^);  au^ 
uncig.  f.  fid)  in  jivieigabt^iid)e  2;i)eile  fpalten  u.  nac^  uerft^iebtnen  3^id)tun» 
gen  t)in  üerbreiten  (ein  ©ttom  oer^joeigt  ftdj;  eine  xodt  öerjjüeigte  Söerbin* 
Dung,  SSeifi^wnrung  u.  bgl.) ;  bie  äsevjifci^ung. 

oerjtüergen,  jieilo)'.  ^w.  m.  fein,  jum  3n>erge  u.  unetg.  3irerg{)aft  fleln 
u.  unüoUtommen  merbeti  {bie  SSdume  oir^\r>crgen  im  i)oi)en  9locben). 

üerjivicfen,  jiel.  ^ro.  1)  (oon  jmirten  f.  abbrechen,  abJneipen)  burd) 
Switfen  ob.  ■^IbJjivid'en  werfürjen  (bie  .©einfiöcle  — ,  f.  o.  n>.  geijen,  b.  i. 
Die  du^erftcn  ©c^üffe  bcr  anzeige  ab^wicten) ;  2)  (o.  jjcicJen  f.  3wccte,  b.  i. 
jii'iie  ob.  ^pcEe  einfe^en)  alt  u.  obevb.  mit  teilen ,  ^f(öcfen  ob.  O'idgcln 
verfemen,  befefiigen,  üerbinbcn;  mit  eingefügten  «Stücfen  auöbeffern  (eine 
^3Jcauer);  bie  5^ä'gel  — ,  burd)  Umbiegen  ber  burc^gef^Iageiien  ©pißcn  im 
.fpolje  befefligen:  baö  ?Oin).  verjivictt  al6  SBio.  gem.  f.  gleid)f.  t)erfei[t, 
üeriüicfelt,  nid)t  leid)t  ju  lofen,  ju  faifen  ob.  ju  be^anbeln,  fd)n)ierig, 
mif^lid) ,  fuiiimm  (eine  oec^wicfte  Sadje;  ein  oei-^midter  ?02enf(^,  b.  i.  bec 
fdjroer  ju  be^anbeln  ifl);  au(^  f.  feltfam,  ivunberlid)  auÄfet)enb;  bie  S3ev* 
äiuicfung. 

üerj^V'icfarfien,  jiel.  3w.,  jtüiefad)  mad)en,  gew.  oerboppeln. 

oevj^uiUinc^cn,  jiel.  ,3iü.,  bid)t.  f.  g[eid)f.  ju  ;'»roiüingen  mad)en  burd^ 
•Cerdbnlidjimg  ob.  enge  23trbinbung. 

oeväivi|lcn,  jicl.  ^w.,  in  3»vijl  bringen,  gew.  veruneinigen,  entjweien. 


SSefc  —  \)enrcn  16G3 

SSefe,  tt».,  SO?. -n,  (ob.  ^e[c,  obcrb.  bic  gc[cn ;  a(tb.  Tesa.  vese;  alt" 
norb.  Tis;  »crro.  mit  gafe,  ^afcn  k.'?)  alt  u.  obtrb.  ber  S^ofg,  bie  v^ülfe  be« 
©etreibefocnö,  ®preu:  bec  Siefcii,  -5,  o.  9)J,,  (cfjcm.  aud)  vese,  n?.)  cberb. 
f.  £)inte[,  (2pe[t,  fo  lanc^c  bie  Äörn-r  in  ber  JpüiU  ftectcii. 

SScöpcr,  »D.,    SO?,  -n,  (altijOC^b.  vespera,  mitttli).  vfsper;    o.  tat.  vespeia, 

bie  2(bcnbi(nt)  1)  tirfpr.  ber  '^Ibenbciotteöbienf},  baö  ^Ibcnb^ebet  u.  ba 
2(benbgefang ,  inebtf.  in  bcv  iati)ol.  Äird)c  bie  üorfe^tc  bev  ftefacn  ioc^nx.  Za- 
gciciten  ([.  b.);  im  nod)  lanbfd).  f.  5l^ld)mittagögottegbtenf!  (jui-  Sscepei: 
läuten;  in  bie  53cgpcr  gctjcn);  2)  bie  ßeit  (\eQin  ilbenb  itwa  oon  4  bifi  5 
Ut)r,  u.  in  meitcrer  9Beb.  bie  c;anje  Ohicbmittaggjeit  (ttwaö  juv  93e6pev  cffcn); 

—  3[e$.  bag  ä^cöperbilb,  oberb.  ein  «Bitb  bev  Suncifiau  «Olaria ,  rcie  fie 
ben  com  Äreitj  genommenen  ßeidjnam  Sf)rifli  auf  bem  @c^c|jc  l)dlt,  (rccil  ber 
?cib  (5t)rifti  um  bie  SJc^pcr^eit  oom  Jtrtuj  genommen  mürbe);  baä  Jücäpcr- 
brob,  9tad)mittag6brob,  ^albabcnbbrob,  lanbfd).  SSierufjrbrob,  bef.  2ivbcitcrn 
unb  Ätnbern  gereidjt,  fo  au&)  bie  58c6pcrfoft,  bcii  $öc6pcniiat)l:  bie  Sieö? 
perglOffe,  ©locte,  roomit  jur  53e6per  geläutet  wirb;  bair.  l'(^erjt).  f.  ein  na« 
femeifeS  «Oiäbdjen;  ber  ^H'5pcrprcbt(^er,  9{ac^mittageprcbiger;  bie  25e6pcrs 
prebigt:  bie  ä>cfipcr|lunbe,  ä>e^^perjeif  jc;  —  Sfbieit.  oe^pcrn,  jicUe)'. 
3m.  m.  baben,  I )  oberb.  f.  bie  ä^eöper  balten:  \d:,xväb.  uneig.  jiil.  f.  einen 
außfdjeltcn,  il)m  tinni  i)cftigen  ^errocis  geben  (gleidjf.  eine  SJeeperprcbigt  t)aU 
ten);  2)  ba^  ^iJeäpeibrcb  effen. 

oeft,  S8rc.,  plt.  f.  fc)"}  (f.  b.),  bef.  in  ber  S5eb.  mannhaft,  tapfer,  als 
a;itel=  ob.  e^renmort  für  ritterlie^e  «pcrfoncn;  bie  SUcfte,  ä^ellung,  olt.  f. 
gefle  2c. 

äJfttel,  w.,  SOZ,  -n,  (o.  b.  lat.  vetnla)  gem.  »eräc^tlic^  f.  ein  otte^ 
5Beib:  eine  untüchtige '^lüeibsperfon,  lieberücne  £)irne;  Dettelbaft,  «Bm., 
einer  33ettel  ä'l)nlidi  ob.  ongemeiJen,  lieberlid),  unjüAtig. 

SJetter,  m.,  -n  u.  gem.  (aber  menigec  rid)tig) -S,  Wi.-n,  (alt^odjb. 

fataro,  fatureo,  faterro,  feliio.  fetere,    (ijen.  faterin,   fetereii ;    mittelf).  vetcre; 

angelf.  faedera;  oon  SSatet  abgcl.  mie  iia^  lat.  patruus  o.  pater)  1)  urfpr. 
beg  SSaterö  S3ruber,  ber  £)f)eim  oon  va'terltd)er  (Seite  (lat.  patruus);  nodj 
(anbfc^.  übert).  f.  £)i)eim,  ^i^ater-  ob.  SO^utterbruber;  2)  gem.  f.  beg  £)t)eimS 
ob.  ber  2!ante  <Sol)n,  (i5e("d)lPij|erfinb,  (ültho^b.  fetirin-sun;  lat.  patmelis; 
fcanj.  (Soufin),  entfpc.  bem  meibl.  9Jlubme,  SBafe:  .3)  in  weiterer  Seb. 
jeber  männ[id)e  Öeiteuperivanbte  oom  jmeiten  ®rabc  an  (ein  naber,  ein 
entfernter  ob.  weitläufiger  5Setter);  —  bie  Jüctter*  ob.  ^üctternguilfr,  un« 
billige  SSegünftigung  btr  äsermanbten,  auc^ :  9ieffcngun|t  (fr.  3itpoti6mu6); 

—  üctterlic^,  iBm.,  in  bem  33erbaUniiJe  von  äJettern  gegrünbet,  einem 
SSetter  gemäp  ob.  gejiemenb :  au^  übert).  f.  t>ertpanbtfd)aftlid) ;  bie  Siet; 
terfdjaft,  baö  SSeitialtnifö,  ber  *2tanb  eine^  Sjettevn;  bie  (^cfammtbeit 
ber  S[iettern  ob.  SSertpanbten;  üettcrn,  jiel.  3».,  jum  23etter  mad)en, 
nur  in  ben  sgef.  ein  =  ,  oeröettcrn;  fid)  — ,  lanbfc^.  f.  einiinber  SSetter 
nennen. 

üextten,  jiet.  ^m.  (o.  lat.  vexare) ,  gem.  einen  — ,  urfpr.  f.  ibn  beun= 
rul)igen,  bebrä'ngen,  plagen,  quälen :  gem.  f-  nedtn,  jum  S3eften  l)aben, 
taüfd)en;  babcr:  23erirbcc^et,  Süerirgläfcr  (©pringglöfer) ,  SSerir« 
fpiegel,  SSerirmürf el  u.  bgl.  m.  jut  Säufc^ung  ob.  Sitdlcrei  fünftlic^ 
eingerichtete  Singe,  ©pielmerfe;  bie  SJejrirerei,  gem.  f.  Oledcrci. 


1664  aSief) 

S3ie{),  f.,  -eg,  50?.  (im  Jpod^b.  fe(tcn)  -e,  oberb.  gem.  -er;  SJerft.  (fei- 
ten)  baS  SStef)dicn,  oberb.  SSifael,  SSt^l,  (aUfjoi^b.  fihu.  yeho.  gjj.  leho, 
f.  23;ef)  u.  aScfi^tinim,  Selb:  mitteU).  vihe,  vehe;  oberb.  93i()  u.  gem.  9Sic^; 
iiicberb.  See;  gotf).  taihu,  JBcvmogfn,  .^abe;  altnorb.  fe;  angelf.  feo,  Jßit^ 
u.  ^Qbc,  engt,  fee,  j^abe,  2ci)cn ;  fanöSr.  p;»?«;  tat.  pecus,  ogl.  pecunia, 
®elb;  —  »t)af)rf(i^.  »on  bev  Sßui-jel  fah,  fanSft.  pag,  fat)en,  fangen,  beftlen; 
alfo  urfpr.  überf).  J^abc,  S3cft^tf)um,  ingbef.  bte  ctngcfangcncn  u.  a(g  Scfi|; 
ttjum  bct)altcncn  jabmcn  «^au6tt)terc)  1)  allgemeine  SSencnnung  für  alle  ja(); 
nien  iil)tere,  wddjt  tex  SJJenfd)  jii  feinem  @ebraud)e  ()ä'(t,  ars:  ^fcrbe, 
9itnbcv,  ®^afe,  ®d)weine,  aud)  Jpunbe  unb  Äaijai,  @änfe,  @uten,  J^üljncr, 
Sauben  2C.  u.  [ctbft  «Bienen  (ogl.  «i^aug-,  JKinb-,  Si-'bcr-,  2a|l=,  «OJaft-,  ®c^lac^t=, 
3ug=,  3iJ^toict)  Jc);  gcJü.  fjeifen  in  engerer  S8eb.  nur  bie  größeren  '^äüQif 
tt)tere,  beren  gleifd),  SKil^i  'C.  bcn  iüienfd^en  jur  ?«ai)rung  bient  (bcf.  9?inber, 
®^Qfe  u.  (Scbiüeine),  f^fec^troeg:  Sl^tef),  mctfl  ali  ©ammelw.  o.  9)?.  (Sßtef) 
t)altcn;  baö  S3ie{)  auötrcibcn,  i)üU'n,  füttern;  oicl  SSieii,  [d^öneö  SSicf)  u.),  wo 
mau  bcnn  hei  ber  3ä'^Utng  einzelner  S()iere  „ein,  jant,  brei  u.  ®  tücE  93ie()'* 
[ogt;  [eltner  alö  Sinj  ein  amen  (ein  SStel);  bit  armcä  Sßiii)\  mein  J^unb 
ift  ein  giiteö  SSiet}) :  2)  in  weiterer  Scb.  alle  wcriiiinftlofen  3!f)tere,  qIö 
©ammelw.  (j.  S?.  bibl.  bie  (irbe  bringe  l)crüor  83ief);  bu  Solange  foUß  oer' 
flucht  fein  üor  oUcm  SSiel)) ,  u.  al6  ßin^clnamcn  (bibl.  ©ottlofe  fal)ren  bal}in, 
wie  ein  5Btel):  gem.  fo  bumm,  wk  ein  SSiel);  ein  SKcnf^,  tok  ein  S5scl);  gum 
SSiefj  werben,  fic^  jum  S3iel)  erniebrigen  k.);  gem.  quc^  qIö  ©d^tmpfw.  für  einen 
l)öd)[r  bummen  ob.  vc^-ftnnlidjen  5iJ?cnfd;en  (er  ift  ein  wal)re6  Sßief);  ein 
S5tel;  üon  einem  ?Otenf(^en;  ?0t.  23icf)e,  oberb.  S^icljcr);  —  3fc^.  ber  äJiel)« 
arjt,  f.  ü.  w.  Sbierarjt;  bie  ä5tcl)av,^enei:  bie  SiJiebarjencifunbe,  ;fun|i, 
==f^ule  K.;  bie  $8icl)brenife  ob.  ^■»rcmc,  SSremfe  (f.  b.),  welche  bef.  bie 
•»pftrbe  u.  ba§  Siinbniel)  plagt;  ber  23td)bicb:  ber  ä5iel)Mi'bf}abl;  bie  S3ie^» 
tijltel,  f.  9Scl;bitlel,  f.  b.;  yicl)bumm,  Sw.,  gem.  bumm  mi  ein  Jßief); 
bie  a5ie()bumml)eit:  ber  5ött1)fatl,  f.  c.  w.  baS  5ßiel))lcrbcn;  bie  $ytet)fliege, 
S5«mfe;  ha^  SStcl)f littet,  f.  gutter  2.;  bai  23iel)C5ra6,  eine  ©attung  üon 
©räfern,  wetdie  mcift  ein  guteö  SSicljfuttcr  abgeben  (poa  L.);  ber  SSiel)l)an* 
bei,  J^anbel  mit  asiil) ,  bef.  9{inbm'cb;  ber  S5icl)f)änblei':  ber  a5lcl)t)irt,  f. 
Jptrt;  ber  S3iel){)of,  ^of  für  baö  SSicb;  bie  ä5iclil)Ut,  f.  i>u  ^ut;  ber  S3ict)= 
fncd^t,  Änci^t  ?ur  Scforgung  beg  2Sie{)cg ;  bie  äJii't)franfl)ett:  bas  5üte^j 
t'vaut,  jcbeö  alö  5Bie{;futter  biencnbc  ©ewäi^ö;  in  engerer  S?eb.  eine  3(rt  Qt)- 
renpreiö,  ©runbtjeit  (veionica  ofGcinalis  L.);  bie  5öict)magb,  SJJagb  jac 
«Bartung  bcS  Siefjee;  ber  S3icl)nun-ft,  5Karft  ?um  93erfauf  oon  Sieb;  bie 
?3!d)ma(l,  bie  SKnjt.bag  SJ^äfren  biö  23icb6,  u.  baö  gutter,  womit  e6  ge» 
fdiicl)t;  ber  ä>tel)niäflev,  wer  ©(^la^tnicl)  mäftct;  ber  S5icbmel)lcr,  2Cuf«' 
fit)cr  über  bte  SSieljjuc^t  auf  großen  Canbgütern ;  bie  ä^icbmubmc,  f.  SKubme; 
bei-  ob.  bie  S3iel);pac^t,  spad)tung  beö  SSie(}eö,  ii.  ba6  ^ad)tgclb  bafür;  bet 
S^icbpad)tcv,  ^adjter  beö  23iel)e,  bcf.  bcr^Külje,  auf  einem  Sanbgute;  bie 
■iiicbporte,  gew.  Wl  33iel)pocten,  f.  ^octe;  ber  SSiebfd^a^,  lanbfc^.  f. 
X5ict)!leucr;  bie  ä5icl)fd)it)cmmc,  f.  (Schwemme:  bie  S3iel)feuc^e,  ©cu(^e 
(f.  b.),  wcldje  baö  23ieb,  bef.  icii  ««inbricb,  bcfäUt,  audj:  S3tel)pefl;  bet 
S3icl)|laU,  ©tall  (f.  b.)  bcf.  für  baö  9{inb»icb;  ber  S[>tel)llant),  ber  SBcjtanb 
an  83iel) ,  baö  fcimmtlic^e  25icl)  auf  einem  Canbgute  jc.  ;  i>ai  SSicbjrcrbcn, 
baö  i)äufi9e  ©terben  beö  aSiel)ö ,  bef.  an  bec  93ief>fcuc^c ;  auc^  bie  Sici)feuc^e 


md  lG6ü 

fetbfl;  tu  58lc{)fteuer,  ^(bgabe  oon  bcm  Ste(j:  biig  Sie^flücf,  ein  ®cmü(be, 
auf  wetdjm  SBitf?  ob^tbilbet  ifl  (f.  ©tuet  5);  bie  SSIebtränfe,  f.  ZtanU; 
bei-  23tel)trciber,  wer  aStet)  tvcibt,  bcf.  jum  23cv!auf  auf  ben  SRaift;  bev 
SSie()tricb,  f.  Sdcb;  bic  S3ie()trift,  f.  Sn'ft;  ber  S3iel)we(.),  bcc  SiScg,  auf 
itclc^em  t)a&  SSict)  auf  bie  SBcibe  aetttcbfn  rotrb,  bcf.  übte  cineä  2(nbi'rn  ®runb 
unb  Sobcn;  hu  58ic^iücite,  SBcibcplaö  für  baö  ffifef);  bec  $8iel)icl)nte, 
;jtn5,  'joU,  öom  Sßkt)  ju  enU-idjtenbcr  ^cfente,  3tn6,  3oU;  bie  2Stel)jurf)t, 
bie  xJud^t  b.  i.  bie  ^(ufjieljung  unb  Söartung  bcö  -^auöoiei)cö ;  bet  S5ict)JU(^' 
ter  ob.  ;j^ÜC^tcr,  fanbfd).  wct  Siefjjucfet  treibt:  —  :j(blett.  oicl)I)aft,  25»r., 
feiten  f.  wte()ifd);  bie  S3icl)l)eit,  bie  5'^atur  ii.  (5i3entf)üm[tc{)feit  bei  $Bie- 
^eö,  t»tel)a^n(idie  ■Dummheit  u.  3ioi)heit  (fr.  SScjlialität,  Brutalität);  oie? 
blfd^,  Sir.,  bem  33ie^  eigen,  an^emeffen  ob.  äl)nlidi,  nad)  2(rt  beö  23ie; 
t)e5,  im  f)od)flen  @rabe  bumm,  roh  xinh  giobfiniilicb,  llärEcr  als:  tf)ievifd) 
(ein  oie^ifc^eö  ^iben-,  oic(;ifc^e  SBoUufr;  ein  oieljifc^cr  93Jcnfd)). 

ine(,  9t».  u.  S3n).  ber  3iil)l  u-  beö  OTa^eß  ob.  unbcjltmmtcö  3al)htJ.  (gotlj. 
filii',  al6  S3»t).  früf)  auöjjeftorben  u.  öur(^  munags  erfc^t,  9ht).  filu;  attl)od)b. 
filn,  villi,  9?n).  au(^  in  beiwörtl.  Xiipenbung  immer  ungebeugt;  mittell).  vil, 
feiten  alö  Str.;  oberb.  oit:  attfdc^f.  Hlo;  niebcrb.  u.  t)oU.  veel ;  altnorb.  fiöl; 
ani^clf.  feala,  fela,  nur  alg  9lit».;  üon  glcid;cr  SSBurjet  mit  bem  gried).  ttoäv^ 
u.  b.  lat.  6omp.  plus)  bejeidjnet  überl).  eine  verbäUnifemaftg  große,  bai 
geiüö()nlid)e  'lOJap  iibevjfeigenbe  'iDJenge  ob.  9)?iiffe,  entg.  wenig,  u.  ift 
ol)nc  eigene  ©teigcrunggformcn,  rodele  t>\iti)  mef)t  (f.  b.)  als  6omp.  unb 
mcift  als  ©up.  erfe^t  werben;  inSbefonbere  fieöt  eö  1)  alö  91  w.  f.  in  gro= 
^er  'iWenge,  t>ielfadi,  l)a'uftg  ob.  anf)a(tcnb  (j.  S.  oiel  gef)en:  x>iel  fi^en  jc. ; 
öicl  mit  3finanb  umgcljcn;  oicl  gereifet  fein);  in  großem  Wla^i  ob.  in  f)0= 
l)em  (^rabc  (fld^  oiel  um  3emanb  ob.  um  efwaö  bekümmern;  eö  ijl  mir  Diel 
barum  ju  tl)un;  ic^  frage  nid^t  in'et  banadj);  bef.  als  iHrftärfenbeS  9ii».  tor 
Somparatioen  unb  oor  ju,  finnn.  tveit,  bei  tveitem  (viel  größer,  oiel  fd^öner, 
oiel  lieber,  md  meljr,  t>iel  weniger,  oiel  geringer  k.:  viel  ju  grofj,  »iel  ju 
flcin  Jc),  alt  u.  oberb.  auc^  t>or  SBei=  u.  9iebenw.  im  ^ojitio  f.  o.  w.  fe^c 
(j.  SB.  Diel  fc^ön,  oiel  warm,  »rcl  falt  jc;  bal)er  no(^:  oiel  leitet,  f.  u.; 
mittell).  vil  nach  f,  feljr  na^e,  na^e  baran ,  beinal;e);  '2)  Ijauptwörtlic^ 
ob.  alö  ©adöwort  in  ungebeugter  gorm ,  eine  grofje  'äJJenge  ob.  ^a{]c  be- 
jeidfenenb  a)  für  fic^  allein  ftcljenb,  wo  e6  gew.  alö  9Zw.  betrachtet  wirb  (j.S5. 
baö  ift  oiel;  md  effen  unb  trinfen;  er  braucht  oiel;  ic^  i)Cibe  bir  oiel  jju  fa= 
gen,  ju  erjäljlen;  iä)  i)ahi  oiel  ju  tljun ;  (t  fefjlt  oiel  baran;  baö  will  oiel 
fagen;  oiel  oerfpredjen  unb  wenig  balten:  c6  i)at  mir  oiel  gcfo(tet  jc. ;  fo 
aud):  fcfjr  oiel,  ju  oiel,  wie  oiel,  fo  oiel,  eben  fo  oiel;  gleich 
oiel,  jur  Bezeichnung  ber  gleichen  SJtcnge  ob.  oud^  be6  gleichen  aBertl)cö, 
j.  S-  eö  i|l  ob.  gilt  mir  gleich  oiel,  f.  o.  w.  eS  ift  mir  gleichgültig ;  audj  au6« 
laJT.  gleich  oiel,  ob  er  !ommt,  ober  ni^t,  u.  bgl.  m.);  h)  mit  bem  ®en. 
eines  anbern  Jpauptworteö  ob.  gürworteS  in  ber  SJiebrl).,  ob.  auc^  in  ber  @int)., 
wenn  eö  ein  ©ammeU,  ©toff=  ob.  SSegriffSnamcn  ijl  (wobei  oiel  in  ber  alte- 
ren 'Sprache  aud)  neben  einem  @cn.  ber  9Äel)rf)cit  gew.  al6  ©inljeit  be^Qn= 
bclt  würbe,  j.  S5.  bibl.  wie  ift  meiner  gcinbc  fo  oiel!  —  ber  ÖJeredjten  wirb 
»ifl;  boc^  auc^:  ber  Siinger  würben  oiel;  wie  je^t:  c6  finb  ber  grcunfcc  oiel, 
Diel  gelel)rter  SJldnner  ic;  u.  bef.  mit  gürw.  unfer  finb  oiel;  voit  oiel  ftnb 
euer?  eS  finb  (ni^t  gut:  wir  finb)  unfer  ni^t  oiel;  eö  waren  ihrer  oielj  — : 

J&<9f8'8  ^anbwörterb.  b.  beutf^en  ©pt.  2.  Z^iil.  105 


1666  t»iet 

fo  üuc^  mit  btm  ®en.  bcr  (Sint).:  üic!  5Bol!ö;  bibl.  ötel  a3tef)e6;  bafß  feincö 
®utcg  üict  werbe;  man  mufö  bc6  ®uten  nid^t  ju  üiel  tl)un;  »tc(  2Cuff)cbcnö, 
»iel  SßSefcnö  üon  einer  ©aei^c  machen;  üiet  bt6  ©utcn,  be6  ©c^önen  ic,  ob. 
öiel  @ute§,  üicl  ©c^öncö  Jc,  in  welcher  Sßcrbinbung  wir  oiel  je^t  qB  un= 
biegf.  58 n?.  betrachten);  3)  alg  93».  u.  jtrar  a)  ungebeugt:  tttel,  rcenn 
eg  einen  SJ^ipbegriff  bcjei^net,  b.  i.  «tne  t>ert)d(tnifSmäfig  grc^e  3}?a([e 
eincö  @toffeg  ob.  eine  in  ftd)  ungetbeiit  gebadbte  9}?enge  (j.  58.  ticl  ®elb; 
»tel  SBein  friuEen;  oict  UnglücE  ^abcn;  einem  oict  grcube  madicn;  fid^  Biet 
2JZüi)e  geben;  »iel  Zi)dl  an  ctiraS  l)aben;  ic^  i)abe  ni^t  »iel  3eit  übrig;  »iel 
©cfd^rei  machen;  u.  mit  J^auptw.  in  ber  SJlc()rl). :  »iel  Äinber  i)abeu;  öicl 
SDSortc  ma^en;  üiel  ©c^mcrjen  leiben;  [pric^w.  »iet  J^unbe  finb  bcö  Jpafen 
Slob;  Dic(  Jtöc^e  ocrberben  ben  SSrei);  b)  gebeugt:  Dieler,  üiele,  üte^ 
leg,  £0?.  ütele  Jc,  menn  eö  einen  3n{)lbe9riff  bcjeic^net,  b.  i.  eine  in  fid) 
untei"fd)iebenc,  nad)  begrenzten  (5in3etf)citen  ob.  (Stnjelnjefen  gefonbecte 
SJ^enge  (j.  SB.  »ielcr  SBein,  b.  i.  üerfc^iiebene  Söcinartcn;  »ieleö  Selb,  b.  i. 
oiele  ©elbfortcn;  »gl.  er  trinit  üiel  SBein,  aber  nic^t  wiclen  (vielerlei) 
SBein;  er  iJTt  nic^t  ütcl  ©emüfe,  unb  »ieleö  (b.  f.  oiete  2(rten)  ©emüfc  gar 
nid)t;  fo  aud^  in  ber  5(Jie()rt).:  tjiele  SKenfc^en,  inele  greunbe  zc. ;  t>gl.  j.  S. 
öiel  S}?cn[(^en  effen  meljr,  alö  mcnig  SKcnfd)cn;  oiele  5OTenf^en  tonnen  !eine 
fOiilc^  effen;  t>icl  grcunbc  m  f)aben,  wäre  miinf^enöipertf),  wenn  nic^t  »tele 
^rcunbc  falfc^  wären;  er  t)at  niel  ®e[d)äfte,  b.  x.  eine  gvo^c  53iengc:  — 
öiclc  ®c[d}äfte,  b.  i.  vielerlei;  iä)  fennc  üiele  brauen  ob.  gew.  bra»e  SKen* 
fc^en;  »ielcn  [d^led^ten  9}Jenfd)en  gel)t  e6  gut;  man  finbet  e§  an  oielcn  Or* 
ten;  i^  ^abi  meU  ©vünbe  baju  zc);  fo  au^  ol)ne  J^w.:  in  ber  SO'iel)r]^. 
^iele,  b.  i.  üiele  9)?enfd)cn,  ^erfcnen  (j.  SB.  e^  waren  93iete  oerfammelt; 
er  tjat  25ielen  gegeben;  bibl.  23icle  finb  berufen,  aber  SBenige  finb  au6erwät)tt), 
u.  in  ber  (äinl).  beg  fä(^l.  ©cfc^I.:  SSieteg  ob.  üicleä,  üerf^.  »on  oiel 
(j.  S3.  lerne  nic^t  oieleS  auf  einmal,  fonbern  uiel!  lat.  non  multa,  s.ed 
multum;  SS i e l c 6  Bon  bem ,  wa^  er  fagt,  ift  nic^t  \va\)t;  oerf^.  eß  ijl  nid^t 
Biel  \vai}x  Bon  bem,  xva^  er  fagt;  iö)  l^ahi  ®ir  93ielcg  ju  fagcn;  um  Bielc§ 
flei)t  jebod^  alö  Berjtärfenbcö  Stw.  f.  Biel,  j.  S3.  um  Bicleö  gröjjer,  beffer  ic); 
in  SSerbinbung  mit  bem  "Kvtifd  ob.  einem  gärw.  wirb  Oiel  in  jeber  S5eb.  ge« 
beugt,  wie  jebeö  anbcre  Sw.:  ber,  bie,  hAi  ütele  :c.,  9)?.  bic  fielen 
2C.;  mein,  bctn,  fein  ic.  tjteier,  meine  2C.  öiclc,  mein  k.  vielem;  5)?. 
meine  k.  üietcn  (j.  S.  bcr  Bielc  SBein;  bai  Bicle  @elb;  bk  Biclen  SSü* 
c^er;  biefe  Biclen  9}ienfc^en;  bein  Bieleö  ®clb,  b.  i.  bie  gro^e  93ienge  bcincS 
®elbe6;  meine  Bicle  'Arbeit;  wegen  feiner  Bieten  ®efd^äftc;  mit  unfern  oielcn 
SSerwanbten  k.);  —  in  3fc§.  t)at  Biel  tljcilS  bie  SScb.  eine6  S5eiwortc6, 
tl)eil6  bie  cineö  oerftärJenben  9iebenw.;  bie  3fe§.  bcr  crftcren  "iCtt  crflarcn 
fi^  gröpcntf)cil6  t)inlängli^  burc^  fid^  fclbft,  j.  S.  i>k  Sw.  üielarmig, 
'dftig,  ==  äugig,  ^  blattig  ob.  gew.  *  blätterig,  *  blumig,  ;fäd>crig,  =far* 
big,  sflügclig,  *  förmig,  --füpig,  -geflaltig,  ^gliebrig,  ^l}änbig,  *l)äu^ 
tig,  ^föpftg,  =förnig,  ^  löcherig,  =lo(fig,  ^namig,  ^räbcrig,  -  famig, 
*fc|alig,  ^c^otig,  ^paltig,  /fptljig,  ^flämmig,  ^tonig,  --ivinWig, 
s  jät)nig  K.,  b.  i.  Bicle  2frme,  t\te,  2fugcn,  SSlätter,  Sßlumen,  gä(^cr,  garbcn, 
glügel,  gii^e  :c.  t)abcnb;  Bon  weld^en  S3w.  bann  auc^  J^auptwiJrter  gebilbet 
werben,  mn  bie  äiietarmigfeit,  Siielblätterigfeit,  SSielfarbigfeit,  SSicl^ 
füjjig^eit  u.  f.  f. ;  nur  fclgenbe  ^fcfe.  bebürfen  einer  näheren  ©rElörung :  bec 


mi  1667 

SSictorm,  eine  ®attung  ^fl(3njentt)t£rc ,  beren  gallcrtarticjcr  Äörper  mit  m- 
Icn  3trmtn  ob.  pt)lfdben  befc^t  ijt  (fr.  ^oa)p);  üielartiq,  SBw.,  »iere  2(rten 
enttjaltenb  ob.  in  [ic^  fccgrctfcnb,  ftnno.  mannigfaltig;  bie  Siielarticjfcit; 
üielbänbig,  Sm. ,  au6  oielen  Sanben  bcftcljcnb  (ein  oiclbänbiäcg  SBer!); 
üiclbegabt,  S3n?. ,  f.  ü.  n>.  fc()t  ob.  rcic^  begabt;  üielbcvül)mt,  85».,  fct)c 
berüt)mt;  üiclbcfacjt,  SBiü.,  ült.  f.  (läufig  bcfcgt  ob.  ent>al;nt;  üiclbcfungcn, 
Sip.,  bic^t.  l?aiifig  ob.  üiclfad)  bcfungen;  üiclbeiltlg,  Siv.,  üielc  Deutungen 
julaffenb,  oieleg  bebeutcnb,  mc^calö:  ^mcibeutig;  bie  ä5ic(beuti(^fcit:  hai 
SBielccf,  ©rö^cnl.  eine  gigur,  »reiche  oiele,  b.  i.  meftr  atö  oier  (Sctcn  l)at  (fr. 
^olDgon);  olelcctig,  SBm.,  me()c  a(ä  iner  Sctcn  ijabenb;  »iclenbig,  33»ü., 
oiclc  (Snbcn  fjabenb  (ein  üielenbigcr  ^irfc^) ;  oiclcrfabrcn,  S3iü.,  fe^r  erfat)^ 
ren;  inclcrlei,  unbiegf.  93id.  (ogl.  Ici)  von  üieUc  "Un  ob.  oon  vielen  2(r- 
teil  u.  55efci)affenbetten  (j.  95.  oieicrtci  Singe,  Äcnntniffe;  mit  oielcdei 
SBaaren  tjanbeln;  aud)  für  fidj  allein  alö^ro.:  vielerlei  Juiffen,  erjäl)U'n 
jc,  b.  i.  aJieleg  Don  cerf^icbener  litt;  DtcleniHirtS,  SRm.  («gl.  rcdrtS)  lanbfc^. 
f.  nad^  üielen  9?ic^tungen  t)in,  an  rieten  Orren;  IMc(fad)  ob.  vielfältig,  Siü., 
cielmnl  getl)cilt  ob.  in  fii^  unterfc^icben,  oielmal  genommen,  finno.  mannig' 
fad)  IC,  entg.  einfach  (oiclfadjen  9iu^en  üon  etn?aö  (jaben;  einem  ctmaö  Diet= 
fad)  crfe^en;  öiclfdltige  grudjt  bringen);  auc^  f.  oft  njieberl}olt,  Ijäufig,  oft^ 
malig,  u.  ali  3lrv.  oftmalö  (auf  üielfältigeg  SSitten;  t^  i)abi  eö  it)m  oielfac^ 
gefagt);  bie  5ßielfa(^l)eit  u.  gern.  S3ielfälticifcit;  üielfelbig,  iBn?.,  2Bap= 
pcn!.  me()c  alö  oier  gelber  l)abenb  (ein  »ielfelbiger  ©c^ilb);  bec  58ie(fraf, 
-eg,  9J?.  -e,  1)  ein  »ielfrcffenber,  gefräßiger  SJJenfd),  ober  ein  fol(^e6  St)ter, 
insbef.  bie  Äropfganö:  SBafferüielfraß  (fr.  '5)elifan) ;  ber  ©pect!äfer;  ber 
fc^roarjbraune  SBarjcnSafer;  2)  ein  bärenartigeö,  aber  rcenig  über  graei  gup 
langet  Äljier  im  curopäifdjen  9torben  (nic^t  wegen  feiner  @efrä^ig!eit  fo  ge= 
nannt,  fonbern  ocrberbt  auö  bcm  norb.  fial-fras,  b.  i.  gelfenbenJol)ner);  üieU 
frä^ig,  SSn). ,  oiel  freffenb ,  feljr  gefräßig;  bie  35iclfvä$icjfeit;  bec  SSiet; 
fup,  ein  Zi)kt  mit  oielcn  güfjcn,  bef.  eine  ©attung  ungeftügeltec  Snfecten 
mit  Ijalbmali^införmigem  Äörper,  auc^:  Saufenbfuß,  3(ffel  3C.;  aucp  f.  r>.  w. 
93ielarm,  f.  b.;  oielgclcfcn,  S5n?.,  Don  Söielen  ob.  t)äufig  gelefcn  (ein  r>ielge= 
lefeneö  Sud));  üietgelicbt,  Sßw.,  U^t  geliebt,  bef.  in  ber  2(nrebe  (vielgeliebte 
grcunbe!  u.  bgl.);  üiclqcrcifc't,  Sra.,  wer  üiet  gereift  ttai  (ogl.  reifen); 
oicl_qcfd)älttg,  S5m.,  bic^t.  f.  fe()r  gcfc^äftig,  [ic^  »iel  ju  fe^afftu  madjenb; 
bie  ä^ielgcfc^äftigfeit:  iMclgetrcu,  Sm.,  alt  u.  bie^t.  f.  fef)r  getreu:  üieU 
geübt,  üielgeivanbt,  SBm.,  bic^t.  f.  fcljr  geübt,  genjanbt;  bie  äJielgötterei, 
ber  ®lauben  an  oiele  ®ötter  u.  bk  9Screl)rung  berfelben  (fr.  ^oli)tl;eiämuö); 
üicigültig,  aSw.,  oiet  geltenb,  in  t)ol)em  2Cnfet)en  fteljenb:  ba§  S5ielgut, 
lanbfc^.  f.  ber  SBergeppidi  (megen  feiner  «§cil!räfte) ;  ber  33ielt)err,  5teum., 
wer  mit  ffiielen  gemeinf^aftlic^  l)errfc^t;  bie  aiiclt)errfc^art ,  ä5iell)errf(^e= 
rci  (fr.  ^olDfratie);  üieljäbrig,  SSro.,  ma^  üiele  3al)rc  baucrt  ob.  gebauert 
i)at,  finnü.  langjährig ,  (ein  meliät)riger  Ärieg;  eine  rielia^rige  greunbfc^aft; 
aud) :  mein  oieliäf)rigcr  greunb,  b.  i.  ber  feit  üielen  Sauren  mein  greunb  ijt); 
üiclfräftig,  35«?.,  bid^t.  f.  fetjr  fräftig ;  üiclfuntig,  Sn?.,  bic^t.  f.  fet)r  tun« 
big,  Diel  ÄenntnifS  l)abenb;  üicllcid)t,  9tnj.  (mitteil),  vil  lihte;  auc^  bloß 
Ithte  u.  oberb.  leicht,  »gl.  b.)  eig.  febv  letd)t,  fiet)t  auölaff.  f.  eö  fann  ob. 
ma^  fel)v  letd)t  fein,  x^  leid)t  mcglid}  (j.  S.  »ielleic^t,  bafö  er  noc^  fommt, 
u.  bgl. ;  »gl.  baö  franj.  peut-^tre) ,  u.  ge».  in  unmittelbarer  aScvbinbung  mit 

105* 


1GG8  ml 

bcm  3«).  atg  2Cu€bvuc!  bec  W6^l\(!t)hit  ob.  SSermut^un^,  finn».  ettua,  mog^ 
lieber  SBdfe,  rjcrmutblirf),  |lärfcr:  n)al)i"fci)ein(id),  (j.  95.  Dtelleic^t  !ommt 
cv  noc^;  er  i)at  c6  oieUcic^t  nid^t  9cf)ört;  i|i  er  oteUeic^t  franE?  btbt.  3(Ue 
bauten ,  ob  er  pieUetc^t  gt)rtftu6  wäre) ;  ba6  23  i  e  ( U  i  cb  t  a(ö  ^w.  f.  bie 
Äiijierung  einer  2Scrmutt)ung;  ein  möglicher  gall;  oielmal  ob.  üielmalö, 
Stit).,  Btclc  SJZale,  ^u  »sielen  ?Diatcn,  ftnnü.  oft,  oftmalö,  met)r  alö:  mci)rmQl6 
(j.  S.  er  f)at  eö  mir  oictn-.al  ob.  oiclma(6  erj5()lt);  »iedtiaU  aud)  uncig.  f. 
öiilfad),  in  {)o^cm  ®rabe,  re(^t  fc^r  (j.  33.  iä)  banfe  3f)nen  ßielmatS,  grü^e 
<Sie  oiclmatg  Jc);  vielmalig,  SSw.,  oielmal  feienb  ob.  gef(^ef)en  (meine  Diel» 
maligen  SSefuc^c,  Srmafjnungcn  zc);  bie  23iclmcinnerci,  bcr  3ullc»nb  ob.  iie 
eitte,  ba  eine  grau  mcljre  SKctnncr  juglci^  Ijat  (fr.  ^oti)anbrie) ;  Otelmän« 
nevig,  S3«>.,  ^flanj.  »iclmunnevigc  ^flanjen,  mit  20  biö  100  freien  ©taub= 
fäben  in  bcm  SBoben  einer  3»üittcrblume  (fr.  ^olijanbria):  Dielmcbr,  9in)., 
?gef.  aug  viel  me{)i",  alfo  eig.  ici^  ocrfi:.  mel)r ,  finno.  weit  mel)r,  nimmt  bie 
SBeb.  Don  ei)et,  b.  i.  rid)tiger,  mit  gröferem  9ied)te,  ber  5Ba{)rt)eit  gc? 
md'fer  k.  (lat.  potius;  »gl.  baö  franj.  plutdt  auS  plus -tot  entfl.),  an  u. 
wirb  aU  beiorbnenbcö  Sbm.  »on  entgegenfe^enber  u.  befcbranfenber  S3eb. 
gebraucht,  um  cttwaS  einer  anbern  2fu6fage  2Siberjtreitenbcö  ob.  biefelbe  (5in- 
f^rän!cnbcö  u.  S3eri(^tigcnbeö  einj^uleiten  (j.  35.  er  ift  öiclmeljr  plump ,  alä 
blöbe;  id)  Ijabe  babci  nid)tö  »crfäumt ,  »ielmefjr  allcö  93löglic^e  gtt^an  2C.); 
■tnäbcf.  ftcljt  nac^  einer  SJerncinung:  fonbcrn  oielmef)r,  als  SßeiflärEung 
be§  einfa($en  fonbern  (f.  b.),  ftnnü.  fonbern  im  ©egentljeil  (er  ift  ni(^t  reic^, 
fonbcrn  tiiclmel)r  arm;  bibl.  ba^  bienct  nid)t  ®nabc  ju  crmerben,  fonbern 
r)iclmcl)r  3orn  unbUngnabe),  u.  nadj:  nid^t  fowoljl  —  aU  »ielmeljr  in 
berid)tigcnber  SSeb.  (j.  S3.  er  ift  nic^t  fcwol)l  einfältig,  aU  oielmel)r  ocrlcgen); 
üielfagcnt',  S5n).,  oielc  22ortc  madjcnb;  ge«j.  etmaö  bcm  Sn^alte  nacl^  fBid}' 
tigeö,  SSebcutfameS  fagcnb,  »icl  auöbrüdcnb  ob.  bebeutcnb  (ein  oielfagenbet 
2Cuöbrit(£,  surf  K.);  ber  S3icl[d)vetber,  irer  ml  fc^reibt,  bef.  ein  cid  fc^rei^ 
bcnbcr  ©cbriftfteller  (fc.  ^oli)grapl));  bio  S^lelfd)rciberei  (fr.  ^otygrapljie); 
oiclfeitig,  S5iü.,  oicle  ©eitcn  t)abcnb ,  in6bef.  ©röfjenl.  meljr  als  »icr  ©eiten 
l)abcnb  (eine  üiclfcitige  gigur;  ^flanj.  ein  üielfeitigtr  ©tengct);  uncig.  na^ 
oerfc^iebcncn  9iid)tungcn  l)in  genjenbet,  mcljr.e  ©citen  eincö  ©cgenjlanbeö  ob. 
üerfdjiebene  ©ebicte  umfaffcnb,  entg.  etnfetttg,  bcfdjränft  (oiclfeitig  gcbil« 
bet  fein;  üielfcitige  SSilbung,  Äenntniffc  u.) ;  bie  S^ielfcitigfeit;  öielfilbig, 
S5nJ.)^u^  »ielen  ©üben,  bcftel)enb ,  meljc  uB:  mel)vfi(big,  (ein  oielfilbigcö 
SßSort);  bie  äiielfttbigfcii;  yielftnnig,  SS».,  1)  sjiel  ©inn  ob.  SJerftanb  l;a- 
benb;  2)  vielerlei  ©inn,  üicle  S5cbcutungen  t)abenb,  finno.  »ielbeutig;  bie 
S3ielfinnig!eit;  üiclflimniig,  SSm.,  viele  ©timmcn  fjabenb,  cntbaltcnb,  auö 
üiclcn  ©timmen  befteljenb  (ein  oielftimmigeö  Sonflürf);  bie  23tcl(ltmmtgtcit; 
bet  SSielftra^t,  SiaturE.  eine  2tvt  ©eeflerne  mit  oielen  ©traljlen;  oicUl)tittg, 
aSnj.,  fcljr  tljätig,  üiel  ocrrid)tenb ;  üieltt)Ct(ig,  S3n).,  au6  üieten  Sljeilcn  bc« 
jtct)enb  (in  ber  ^a^lenleljre:  eine  üicltljeiligc  SBurjel,  b.  i.  bie  mcl)r  alö  iwii 
3iffcrn  Ijat,  fr.  polDnomifd^) ;  oielfac^  get^eilt  ('»pflanj.  eine  oieltljeilige  SSlii» 
tljenbcdc,  b,  i.  bie  oicle  ginfc^nitte  ^at);  ber  SJieltbuer,  wer  oiel  ob.  oie- 
Icrlci  tl}ut,  fi^  oiel  ju  fd)affen  mac^t;  bie  S5ieltl)uerei,  ba6  »ielfa^c  Z\)ün 
ob.  treiben,  bie  ffiielgcfdjä'ftigfeit  cineö  unftdten  SWenfd^en,  anfc^einenbc  grcfc 
3;i)ätigfeit  ol)ne  bebeutcnbe  ©rgebnifTe  (fr.  ^olppragmofi)ne);  ülelüermögenb, 
^rv.,  mit  »iel  ecrmag  ob.  bewirEcn  fann;  bie  23iehvelberei,  ber  3ujtanb  u. 


SSiem  —  oicr  1CG9 

btc  (Sitte,  fca  ctn  ?0?ann  mctjre  2Bcibcr  pgleid)  ^-it  (fr.  ^ofngDnie,  ^oId^o? 
mit) ;  üielwcniger,  «Rm.  quo  öie(  roeniger  jgcf.  u.  OcfTcc  getrennt  gcfc^ricbcn, 
Ijat  nad)  einer  SSerncinung  fletgernbe  Scbeutung,  finno.  gefd)njei9e  fj.  S. 
t(^  f)abe  ii)n  niijt  gefcf)cn,  t>te(  weniger  gefprocbcn;  ba6  ()Qttc  fdn  ^rembcr, 
tticl  weniger  ein  j^reunb  tljun  foUen);  oieljrilifommcn,  Sit».,  bic^t.  f.  fe()c 
»iUfommen;  Ötchviffent»,  fSvo.,  23te(eö  wifTenb,  oiele  ÄcnntniJTe  {)abenb;  bec 
SÖiclrüiffer,  rcer  oie(  »uci^,  Ptele  gelehrte  ÄenntnifTe  f)cit  (fr.  ^"*c(i)f;i|lor); 
auä)  ücräcfetl.  »rcc  oicl  ju  roiffen  fic^  bünft  u.  »orgiebt;  bie  SSieliinfferei,  i>ai 
ffiielroifTen,  gen>.  nur  tabelnb;  bcr  S^icljopf,  9tatur6.  eine  "Ktt  ®ee)tcrne  mit 
mci^r  alö  breije^n  3öpfen:  üiel^üngtg,  Siu. ,  »icle  3ungen  ()Qbenb;  burc^ 
ütete  jungen,  b.  i.  rebcnbc~^crfonen,  üerbreitet  (baö  oieljiingige  ©eriid^t  u.); 
au6  »ic(er(ei  Bungen  cb.  ©prad^cn  beftetjenb  ob.  borin  abgefafft,  üiclfprac^ig 
(eine  üicl^ungige  SBibet,  fr.  ^oh)g(cttc);  —  2(bteit.  ö.  ind:  bie  Stiele,  o. 
9)1.  (mitte(t).  vile,  oberb.  Si(en)  alt,  obevb.  u.  [(^trcij.  f.  S3tc(f)eit,  ?D?en3e; 
bie  SSiel^eit,  1)  bag  93tel;  ob.  SStelfacfjfein  eineö  ©egenflanbcg,  ob.  bec 
(obflracte)  SSegriff  beg  9Sie(,  entg.  @in()eit;  2)  lanbfi^.  f.  eine  gro^e  "ärx: 
iai)l  ob.  9)?enge  üon  ©egenftcinben;  ülelen,  jiel.  3«>m  »ötiig  olt.  f.  5U  einer 
23ie(f)eit  mad)en,  üeroieifaitigen. 

SSiem,  n?.,  9)?.  -cn,  niebcrb.  f.  Riemen. 

Oier,  4,  ©runbjabto.  (gotf).  fidvor,  fidor-;  aftljoci^b.  fior  ob.  vior,  gebeugt 
m.  U.  n>.  fiori,  fiari,  f.  fioru;  mittetf).  vier,  gtbeugt:  viere,  vieriu ;  aUldd)f. 
fiwar,  fior;  nieberb.  oeer;  oltfricf.  fiuver;  oUnorb.  fiorir,  fiogur,  fior-,  fd;tDcb. 
fyra,  bän.  fire-,  angcif.  feover,  engt,  foiir;  lii'i).  keturi,  altpreup.  ketwirts; 
Jat.  quatuor;  celt.  petor;  griei^.  itiavotg^  Tiiaavoa.  fpater  gem.  r^nanofg, 
T^TTcaieg,  -  ((;  fan6!r.  cutur,  catvciras,  fpr.  tfii^at  — )  unbiegfam  (j.  S.  ciec 
gjlännec,  oier  Käufer  ic,  c6  !oflet  oier  St;ater;  iij  ermarte  ii)n  in  oier  2So' 
d)en;  r6  ijl  oier  Uf)r;  eö  ^at  oier  (ni^t  oiere)  gefdjlagen;  ftc  famen  alle 
oier;  bk  oier  3^age,  oberb.  f.  bk  oier  erflen  Äage  bcr  gajlenjcit  oom  2(fd)erä 
mittmod^  an),  au^er  menn  eS  oljnc  ^m.  f}el)t  in  Se^ief)ung  auf  ^crfonen  ob. 
anbere  ©egenftänbe,  mo  e6  im  9t om.  u.  2Ccc.  gem.  5ßierc,  im  Bat.  notf)» 
menbig  25ieren  lautet  (j.  S.  bibl.  if)rcr  oiere  trugen  einen  ßiidjtbrüdjigen ; 
e6  maren  unfer  oier  ob.  oiere;  e6  mürbe  einer  oon  SJtcren  auSgcmdljtt;  mit 
SSicren  faljren,  b.  i.  mit  oier  ^ferbcn;  alle  SSiere  oon  [tc^  jlrecfen,  b.  i.  alle 
oier  Seine,  ob.  (oon  SOlenfdjen)  Jpdnbe  unb  Sü§c;  auf  allen  SSieren  friedjen 
jc);  bie  23ier,  CO?,  -en,  bte  ^ai)l  ob.  ba§  S^i^Ijeid^en  4;  — ■  3fe^.  'out- 
armig,  -  äugig,  -beinig,  ^ blätterig,  ^ blumig,  ; fächerig,  sftngerig, 
*  flügelig,  ^giiebcrig,  -hornig,  -buftg,  =f5rnig,  -räbcrig,  ^f^i'^'g» 
^fpeljig,  -'fpi^ig,  ^|lral)lig,  orinf  elig,^  ^  ^acf  ig,  --jäbnig,  ^5e()ig,  u.a. 
Sm.  m.,  b.  i.  oier  2trme,  2(ugen,  Seine,  Sla'tter,  Slumen,  gdc^er,  ö'"3'^1 
IC.  tiabenb;  üierären  ob.  üierarten,  untrb.  jiel.  3»t>.  (ogl.  arcn)  lanbfc^. 
Canbm.  gum  britten  (eig.  jum  oierten)  gjlale  umpflügen  jur  SBinterfaat;  bai 
ä^ieräugelcin,  lanbf^.  f.  bie  Cua!ente  (meil  jtc  an  beibcn  SBinEeln  beg  Sc^na« 
belS  augcnäf)nlid)e  treibe  gledies  I;at);  üierbänbig,  Sm.,  au»  oier  Sanbm 
beftet)enb  (ein  oicrbdnbtge^  SßerE);  ber  23ietbäl^ncr ,  eine  Silbcrmunjc  oon 
4,  Saften  (f.  b.);  baS  SSierblatt,  lanbfc^.  f.  bie  2Bolf6^  ob.  ©inbeere;  üier* 
bobrig,  Sm.,  oicrmal  gebohrt  u.  gem.  41  3oU  redt  (eine  oierbohrige  SüBaf* 
ferröl)re);  bet  äJierbratb,  S».,  efjem.  ein  grober  SSoUenjeug  auö  oicrbrätl)i« 
gen  gäben;  Oierbrätl^ig,  S».,  auö  oier  gäben  jufammengebreljtCoterbccIt^jigeS 


1070 


XtUV 


dJarti;  t» c^f.  Svatf)) ;  b(i$  SSievecf,  eine  »on  üier  gerabcn  Cim'en  cingeWiofTcne 
grä(^c  mit  4  ectcn  (ein  unglcic^fcitigcS,  [c^ief^  ob.  vec^twinfligcö  2C.  SStercrt ; 
ein  glci^fcitigtS ,  rec^twtnfligcg  SSierect  (fv.  Cluabrat) ;  üierecf ig,  S5n).  (alt 
u.  obcrb.  aud):  oieredet,  oicvectt),  Bier  ddcn  t)abcnb;  untig.  gem.  f. 
plump,  fc^raetfaUig,  grob,  ogl.  »icci'^rötig ;  üierfac^  ob.  Dierfältig,  SBi»., 
«icrma(  genommen,  t>icrmal  fo  oiel  (etwaö  üierfadj  erfe^cn;  ita^  ffiierfa^e, 
a(ö  ^w.);  bag  äJtcrfaf^,  lanbfc^.  ber  üiectc  Zt)iU  ctne6  J^imteng;  bag  SJIev- 
flac^,  ein  üon  üier  glädjen  cingefc^toiTcncr  Äörper  (fr.  Setraebron);  ha 
SSterfürjl,  ein  güifl,  weld^er  ben  »tertcn  Söeit  eine6  Sanbcö  bel)ert[c^t  ob. 
mit  brei  anbevn  gcmeinfc^aftticiÖ  barübct  {)ei-rfd^t  (fr.  Äctrarc^);  Der  SJier* 
fuß,  S^ierfüfcr  ob.  -  füßler,  ein  ®ing,  Zi)kv  jt.  mit  merppcn;  öiep 
fü^tg,  SB».,  ricr  gü^e  Ijabenb  (Dierfü^ige  3;i)iei-e);  uecfc^.  üierfußig,  SBm., 
ütet  gujj  lang;  ber  SJIevgefang ,  mcrjlim.miger  ©efang  (fr.  Sluarrett);  bo5 
SSiergcfpann ,  ©efpann  oon  üter  3ugtt)teren ,  bcf.  ^ferbcn ;  ba§  SStergro- 
fd^en|iü(f ,  eine  ©ilbermiinje  oon  4  guten  ©rofcbcn  ob.  ö  Stjaler;  Oierl^älli 
big,  SBw. ,  öter  «Jpcinbe  babenb  (bic  2(ffen  ftnb  Dicrl;ünbige  Si)iere,  fr.  £lua« 
brumancn);  anä):  ^u  üier  ^dnben,  für  oier  ^ä'nbe  eingerichtet  ob.  gefegt  (ein 
oierljonbtgeg  Älaoierftiid!,  bog  oon  jwei  ^erfonen  auf  einem  Älaoicr  gefpielt 
wirb) ;  incrböngig ,  fSw. ,  nai)  oier  (Seiten  ^in  abhängig  (ein  üierljängigeö 
2)ac^);  ber  SSier{)cbcr,  ein  otcrfadjer  Jpeber  ob.  3(ipfen  an  ber  SBelle  in  einer 
SBal!mül}le,  einem  ^oc^vterfc  :c.;  ber  $ßierl)err,  ein  «OJitglieb  einer  au§  »ier 
^crfonen  be|ltt)enben  SSeftöcbe,  auc^ :  SSicrmann  (im  alten  SÄom:  Cuatuor= 
ttir);  ber  S3icrl)errfd^er,  einer  Don  »ier  gemcinfc^aftltd^  regierenben  .^crr= 
feiern;  bic  8Sicrl)eirfrf)aft:  t)icria()rig ,  H^önbig,  -tägig,  -JDÖc^ig  u. 
[cltcn  ;  monntig ,  S3ro-,  mag  oicr  3al)re,  ©tunben,  Sage  jc.  alt  ifl  ober 
bauert;  üievjäbrltc^,  ;jlünblid),  ^tägltcf),  ;irüd)cntlicö,  ^monatlid), 
fBro.,  alle  vier  Saljre,  ©tunbcn,  Sage  2C.  iüirber!ef)tenb ;  oierfantig,  Sm., 
cier  Äanten  (jabcnb;  ber  SJicrIäufcr,  ©d)ijf.  eine  "üxt  Satje,  au6  jmeif^ei^ 
bigen  S3löc!en  bejie()cnb;  incrmal,  ?Rm.,  ob.  üier  5)?al,  ju  mer  gjlatcn,  in 
üier  aSteberbotungen;  üiermalig,  SB».,  viermal  gef^eljenb;  ber  58iermann, 
f.  5ßiert)err;  üicrmännerig ,  SB».,  ^flanj.  »on  ©emad^fen,  beren  3mitter= 
blumen  4  glcid)  lange  Staubföben  t)abcn  (fr.  Setranbria) ;  bie  SStcrmarl:, 
kii  ben  SQJarffi^cibern :  eine  SCTiarf,  mo  viererlei  (Srenjen  gufammen|Tofen,  u. 
ein  biefelbe  bejeid^nenber  üicrecEiger  ©renjflein;  baS  SSicmia^  ob.  ^nui^lein, 
obcrb.  f.  23iertelmap,  Cuart,  @(^oppen:  vicrmonatig ,  ^monatlid^,  Sk»., 
[.  mcviäf)rig;  üicvortig,  $Bjd.,  oberb.  f.  oicrecfig  (ogl.  Crt  1.);  ber  ^kx- 
paf§,  >^anb».  ein  abgemeffeneg ,  auf  ob.  in  einen  anbern  Äörper  paffenbes 
93icred,  j.  35.  Sifc^l.  t>a^  geniterfutter ;  S^loff.  ein  (Sifenbanb,  melc^eg  um 
einen  ©djomjtein  gelegt  ifirb;  SSergw.  bei  einem  JCunflgeilcnge:  ein  SKaljmen 
mit  üicr  eingefd^nittenen  ^ät^mn  auf  jebcr  Seite;  ber  SJierpfÜnber,  ein  ©c» 
fc^ü^,  mi&ie^  eine  üierpfünbige  Äugcl  fc^icft;  üicrpfünbig,  9S>r>.,  oier  ^funb 
fc^wer;  Dievrubcrig,  25m.,  oiec  JRubevbänfe  über  einanber  tjabenb;  ein  üicr- 
ruberigcg  ©d^iff,  auc^ :  ein  SSierruberer;  üierfc^äftig ,  35».,  f.  unter 
©d^aft  1.;  ber  ^öictfd^aufler ,  f.  ©djaufler;  t»icrf(^rötig ,  35».,  eig.  in 
üier  ©tücEe  ob.  »ierecfig  ge[(^roten  (j.  95.  dn  oierfc^rötiger  Jtlo|,  f.  fc^roten 
1.);  gem.  uneig.  »ie  üierecEig  f.  jlar!  u.  plump  oon  Äörperbau  (lanbfi^. 
aud^:  »ierfi^üijig,  ü i erf d^of f en);  aud)  plump,  grob  oon  ©itten;  bie 
Syicrfd^rötigfcit:  üicrfcitig,  35».,  »ier  ©eitcn  tjabenb  (eine  nierfcitige  gigur) ; 


mt  1671 

üierftfbi^,  SB».,  au§  »kr  ©üben  bejtef)cnb;  üicrft^ig,  SBro.,  mit  oiev  ©i^cn 
öcrfef)cn,  ©t^ptä^e  für  mit  ^erfonen  fjabcnb  (cm  oierfi^tgcc  SBagcn) ;  oiiT; 
fpaltig,  Sit).,  in  oiiT  3;t)ci(e  gefpaltcn;  üicrfpannig,  S8ra.,  oicr  Spannen 
weit;  üierfpännig,  S5t».,  mit  oia-  ^fcrbcn  bcfpannt;  bcr  $8ierfpänner, 
iücr  tiiccfpännig  faf)rt;  oicrfiiinmtC|,  SSn?.,  auö  »icr  Stimmen  bcftc^enb,  füc 
üier  Stimmen  gefegt  (ein  uierftimmigec  ®cfang  Jc);  oierflocfig,  SBir.,  oier 
Stocttrccfe  {)abcnb  (ein  uierfloctigeö  ^aue);  üicrjlünblg,  ;f!ünMic^,  itQ^ig, 
itäglid),  5B>ö. ,  f.  üicrjafjrig  jc;  ba^  5öiertl)eil ,  gem.  tag  93ierte(,  f.  u.; 
oiertl)ciIcn,  untrb.^icl.  310.,  in  oiec  2I)eile  t()cilen,  bef.  einen  9}ii|Tett)Qter— , 
Ql6  graufamc  Sobe^iti-afe;  üu^evbcm  gm.  ütcrteln,  f.  u.;  bic  ä>iertl)eilunq; 
üicrt^ciltg,  S5iü.,  auä  oicr  3;i)cilen  bcflcijcnb;  oienüöd^lg,  ^ wöd^iWÜid)^ 
S3n).,  f.  üicriäbrig  ic. ;  üier;^cilig,  Sro.,  au6  oier  3citcn  bcjlcfienb,  oier  3ei= 
len  ob.  fReit)in  i)abtnb  (oierjeüigc  ®erjle,  >rc((^e  »icc  Sidi)in  Äörnit 
fjat);  bie  SSierjciten,  lanbfc^.  f.  bic  S3iertclia{)rötagc  (fr.  £iuatembcv) ;  oier^ 
§oüig  (r.  alö  =jönig),  S5n).,  mec  30II  lang,  bicf  2c.;  —  oierjebn  (gtro. 
gcfpi*.  Dtrjct)n,  mit  gcfc^ä'rftem  i),  14,  unbiegf.  ®tunbja()(H?.,  öier  unb  5e(}n, 
(oicrjetjn  Sage,  gew.  f.  j^wci  2Bo(J()en);  ba()cr:  merjc^nfad),  ^iäl)rig,  'tä^ 
gig  2C.,  =iä()r(tcf),  =täglid)2C.,  ^mal,  ^malig,  ^pfüntigzc,  wie  üier- 
fac^,  =iaf)vig  2C.  f.  b.;  bcr  äj'ierjel^ner,  ein  au6  14  ßin^citcn  be(te(;enbeö 
©anjcS;  einer  oon  einer  ©efammtJjcit  üon  14  ^])cr)'onen;  bcr,  bie,  baS  üler* 
5cl)nte,  £>rbnung6jat)ln). ;  t)ter5el)ntel)alb,  unbiegf.  ^aijixo.,  breijeijn  unb 
eini)Qlb;  ba6  2Sier5ct)ntcl,  -5,  ber  merie{)ntc  Sljeit;  üier5ct)ntenö ,  9ln>., 
jum  »ierjei)nten;  —  ^(bleit.  oon  »ier:  bcc  SSierbtng,  -cg,  9)?. -e, 
(ehem.  Sßicrbung;  alt()od)b.  fiordung,  mittclf).  vierdunc,  nicbcrb.  Söeerbing; 
norb.  fiordung,  fc^wcb.  fiarding;  angelf.  feordiug;  engt,  farthiiig,  i  ^enni); 
urfpr.  übiti).  ein  SJiertcl),  1)  e(jem.  ein  SStertelpfunb ;  bann  übni).  ein  ge^ 
tviffer  2f)eil  eineg  ^'»funbeg,  j.  S.  i  ^funb;  "2)  lanbfd).  eine  9}?ünje, 
luetdK  bec  üiertc  ^i)i\l  einer  größeren  ifl,  j.  S5.  f^lcf.  l  ®ulbcn;  nicbcrb. 
l  gJlarE  ob.  8  ©rote;  t)ieren,  jieI.3Jü-  (mtttc(t).  vieren)  olt.  f.  in  üler  2:()et(e 
thetlen  (»gl.  geoiert,  baö  ®  eoterte);  tJtcceifig  ob.  roiirfelformig  ma= 
dien,  baljer  ct)em.  aud^ :  qu6  Cluabern  auffüf)rcn,  gef^icft  gimmcrn,  paffcnb 
machen;  eine  3ahl  — ,  tnö  ©eoiecte  bringen,  ju  einer  ® toter rjat)l  (f. b.) 
machen;  bie  ä5ierung,  1)  baö  23ieren,  bie  23ern)anb[ung  in  ein  gleid)fei= 
tigeä  ^^ierecf  ob.  ©enterte  (fr.  Ciuabratur);  2)  lanbfc^.  f.  ein  9}ierecf ; 
bef.  SBergtr.  ein  gcoierter  jRaum,  rDcIcf)er  bic  gefc^mä^ige  SSreitc  einer  3cc^e 
unb  31  8ad)ter  in  ba6  ^angenbc  u.  in  baö  gicgcnbe  t)at;  oberb.  audj  bie  oicr 
v^auptwänbe  cinc6  ©cbaubcö;  ber  S5ierer,  -g,  CO?,  iu.  6.,  1)  üier  @ini)et= 
ten,  ju  einem  (^anjen  vereinigt,  inöbef.  ein  ffiicrpfcnnigßütf ,  gew.  $8icr=> 
ling;  2)  lanbfc^.  ein  50?itgtteb  eine^  ^Imt^oerein»  t»cn  vier  *))erfonen, 
inöbef.  oberb.  bei  .^anbwer!ä=3nnungen  einer  ber  gewafjUcn  (urfpr.  oicr)  23or= 
ftcl)cr;  bei  3)orfgemeinben  einer  ber  gur  Unterflü^ung  beö  ®emcinbeoorftci)erö 
ob.  Obmatvnö  gcwä()(ten  ®cmcinbcbeocUmäc^tigten  ((jauftg  mit  ,,gü()rer"  oer- 
wcc^fctt);  ütcrerlei,  unbiegf.  S3w.,  \)cn  vier  \)erfd)iebenen  2frten  ob.  $8e; 
[d)affenf>eiten ;  berSSiering,  -eg,  5D?. -e,  lanbf(^.  f.  ein  S}iertet,  inöbef. 
ein  a^iertelpfunb;  bcr  SJierling,  -eg,  5)?.  -e,  1)  ein  cin^  oier  6int)eiten 
beftebenbe^  ®an5eg,  inöbef.  ein  SSierpfennigftücf ;  2)  Kmbfd).  (oberb.  au^ 
Sicrtling)  f.  t.  w.  ein  SSiertel:  ber  vierte  Sbcit  eineö  größeren  T!}?afe& 
ob.  @en)id)teg,  inöbef.  al6  ®etrcibema^:  im  SGStirtemberg.  i  ©immer,  in 


1672 


))\n 


^JCugäbuvg  u.  SKünc^m  1  gJJe^c,  in  «Rcgengburä  i  ?Kutt  ob.  «OJub:  a(§  ®cs 
iöic^t:  i  ^funb;  ber,  biß,  tai  vierte,  (alti)0d)t».  fiordo,  -a,  mittetf).  vierde), 
£>rbnunggjaf)lw.  üon  »iec  (j.  18.  ber  oiiTtc  tOiann ,  Zi)sÜ  k.  ;  jum  oiertcn 
SOJale  K.);  Dtcrte^alb,  unbicgf.  3ai)tnj. ,  ba6  üicvte  f)alh,  b.  i.  bni  unb  ein 
^alb;  —  ba§  äJicrtet,  -g,  9J?.  id.  ^.  (gcro.  gcfpr.  23fctel,  mit  gefc^ärftcm 
t;  entft.  qu§  9Sicvt()cil;  nitbcrb.  Scernbecl,  SJavnbcel,  23ecrt,  23ccrtjcn), 
33crB(.  baä  95iertelct)en ,  I;  übcd).  ccv  x>'mu  '^i)t\l  e'uu^  ©anjen ,  j.  S. 
ctncö  ©difaditttiicree,  j^albcö,  ^ubnc6  2c.  (ogt.  SSovbcr=,  Jpintcvoiertel),  eineö 
3l'pfel6  (übcrb.  93 ie itcin  übertj.  f.  getroctnetc  2(pfel=  u.  SBirnenl'c^ni^c)  :c., 
bef.  aud)  in  oic(cn  3fcö-  rcie:  SSicrtcIbogen,  'cdc,  ^meitejc,  f.  u.; 
in  oer[(^icbencn  bcfcnbcrcn  Jfnwenbungen,  metil  ot)nc  auöbrüctlicfee  ^Benennung 
bc§  gct^eiltcn  ©cgenjlanbel :  f.  SSiecteljIunbe  (j.  95.  e6  ifl  tin  SSiertel  auf 
brei,  [.  ü.  tt».  ein  SSiettcI  über  jtrei  Ui)r;  eö  t)at  f(^on  brci  Giertet  auf  fe(^ö 
gefc^tagcn);  Sonf.  f.  ^öiertclnotc  ([.  b.  u.  ffliertelta^);  f.  9)?onbt)ierte[,  f.  b. 
(ber  fOtonb  ift  im  crften  23icrte(;  morgen  ijabm  mir  büö  ixvdu  Viertel,  baS 
britte  SSiertcl  u.);  f-  ©tabtüiertel,  f.  b.  (er  »ofint  in  einem  anbcrn  SSiertel, 
alöic^);  2)  S5enennung  ocvfd)iebeiu'v  ^a^Cy  inebef.  a)  ein  Äörpcrmaf 
jU  trotfnen  ^Mngcn,  gem.  =  t  ®cl)cffet  ob.  4  sriJe^en;  lanbfc^.  in  S^iürin^ 
gen:  1  SKattcr  ob.  3  (Steffel:  in  Öpeirci^ :  i  SEße^e;  in  S3aiern  t  SÄe^c 
ob.  iV  ©c^cffel  :c.;  b)  ein  glüfftgfettömaf :  1  giafd^e  ob.  £iuart  (ein  SBiers 
teld^en);  in  SOSeinränbevn  gew.  r  (äimer,  f.  d.w.  1  «Dtjm;  lanbf^.  auc^ 
f.  ».  w.  1  ©tübd]en  ob.  4  ?OZa^;  in  Saiern  4  ©eibel  ob.  2  ?OJa^ ;  in  ^van^ 
fürt  u.  Jpamburg  Vit  S)i)m  ob.  2  ®tübd?en  jc. ;  c)  cljem.  auc^  ein  3(cferni>ip 
(ein  93tertct  2Cc!cr6) ;  3fe|.  wie  bic  SSicvtelede  (brei  SicrtdcUen  k.),  hit 
SStcrtclfuf ,  bie  5öicrtcU)ufe,  bag  ä^icrtcllotb,  bie  S3icrte(mei(e,  SSiertel- 
nie^c,  \)a^  S^icrtelpfunt ,  ber  Sjtertelfd^cffct  2C.  er!lären  fi^  burd)  fid) 
felbfl;  bie  Sßicrtetnbev,  eine  2fber  innerf)a(b  ber  ®<^cnfet  ber  Siliere;  ber 
23icrtel=^  ob.  S3icrtclgbaucr,  S3icvtcll)iifner,  ein  Sauer,  ber  nur  ein  »ier* 
telgut  ob.  eine  93icrt  clf)ufe  befi^t;  ber  SJtcrtcIbogen ,  ber  üierte  3;()cit 
dneö  ^av>ierbcgcn§,  f.  t».  ro.  ein  Cluartbratt;  bie  SStertelform  ob.  -gröpe, 
bie  gorm  ob.  ©rö^e  eineö  S3iertelbogcn6  (f.  baö  fr.  £luart,  Cuarto ;  j.  S. 
ein  SBu(^  in  «öiertelgrö^e,  fr.  ein  Ciuartant);  ber  25icrtel=  ob.  SierteB^eri: 
ob.  ^mcijler,  lanbfd).  ein  Qmäi)lUv  SSorftcher  ob.  3Cuf[ef)er  eincö  ®tabtt5icr= 
te(6;  bag  23tcrtelial)r,  ber  oicrte  Zl)di  eineg  3a()re6,  eine  3eit  »on  brei  ?0io= 
naten  (ta&  Äinb  ift  brei  SJiertcijaljre  ob.  gew.  brei_23icrtcliü()r  alt);  üicrtel* 
|äl)rig,  93w.,  ein  SSiertcljal)r  bauernb  ob.  alt:  merte(jal)rlid) ,  SB».,  alle 
Sieitelial)re  gcfci^eljenb  ob.  toieber!el)rcnb;  ber  S^iertelfrci^,  ber  eierte  Stjeil 
eines  Äreifcs,  u.  ein  matl)cmat.  aßeitjcug  »on  btcfcr  gorm  (fr.  £iuabrant); 
bie  S5icrtclnotc,  Son!.  ber  vierte  Sl^etl  einer  ganjcn  9iote  (f.  b.) ;  bie  SSiet^ 
tclpaufc,  ^aufe  oon  ber  Sauer  einer  ajiertelnote;  ber  S3icrtcljlab,  ffiau!. 
ein  er{)abcnc6  runbcö  ®lieb  in  ber  ©öutenorbnung,  auc^:  ber  SBuljt;  bie 
58irrtdj^unbe,  au^  oerfl.  baS  Siertelftünbdjen,  ber  oicrte  Zi)tH  einer 
©tunbe;  t»icrtclflünbig,  S3«?.,  eine  ajicrteljtunbe  bauernb;  üicrteljlünblic^, 
S3ro.,  fid^  alle  aJiertelftunben  rcieberl)olcnb;  ber  SSicrtcBtag,  e{)em.  bit  93cr= 
fammlung  ber  9?itterfd;aft  lineS  S5fifirfe6  ob.  Örtcß,  }.  U.  ».  «Rittertag;  ber 
a^ierteltaf t ,  Scn!.  ber  nad^  Viertelnoten  gemelTcne  u.  benannte  Saft  (f.  b.), 
bef.  in  3fet  trie  3ivei=,  ®rei  =  ,  9Sier oiertcltaf t  it.;  ber  ^bMertel^ 
thCiUx,  ber  üierte  Sl)cil  eineö  SI)a(er€,  niebcrb.  Drtettjaler;  3Cbleit.  vierteln, 


SSietSbotjne  —  SSitriol  1G73 

3».  1)  ikl  In  tiiei  I5!f)et(e  ob.  in  23terte(  tbeilen  (einen  ^pfct,  Jtud)cn  u.), 
»g(.  0.  t)iertl)fi(en ;  2)  jtelloö  m.  Ijabcn,  Canbn).  oom  ©ctvcibe:  baö  93iec; 
tel  (®cta'tbema^)  füüen,  ergiebig  fein  (baö  ©ctrcibe  üicrtctt  c^ut;  vgf.  fdjef» 
fc(n);  —  üievtcnö,  91».,  jum  vierten;  oicrjig  (ijm.  gefpr.  mi-jig  mit  ge» 
[(^arftcm  t ;  gotJ).  fidv()rtigun3,  aUf)0(i^b.  fiorzug,  nieberb.  üecrtig) ,  40,  un* 
biegf.  @ninbia()tn:;. ,  5ef)n  ma(  t>ier  (j.  S.  ßicrjig  SUann;  cg  iraren  unfer 
eierjig;  nur  im  'Dat.  gebeugt,  »renn  eä  cl)nc  J^w.  fclbjt  als  ein  l'o(a)e6  jlcijt, 
j.  S.  einer  uon  SSierjigeu;  in  ben  SJierjigen  fein,  b.  t.  jwifc^cn  40 
unb  r)0  3ai)re  alt);  aie^.  oier^igfac^,  =iol)ri9,  --tägig  K.,_  =iöl)r(ic^  2C., 
*mal,  Jinalig  K.  ivie  üierfadj,  üicrjä^rig  u.,  f.  b.;  ber  Söicr^igpfünber, 
ein  ®efd)ü^,  nel&jti  üicrjigpfünbige  Äugeln  fc^ie^t;  "KbUit.  ber  SJicvjiger, 
-g,  ein  auiJ  40  Gin^eiten  beftcf)enbeg  ©anjcö;  einer  von  S^ierjigen,  bie 
ju  einer  ®cfaninit()eit,  einem  3(mt6ocrcin  jc  ücrbunben  ftnb;  eine  ^evfon 
von  vterjig  Sichren,  wcibt.  bie  ^Bterygcrinn:  otcrjtgerlei,  isnbiegf.  Sßit?., 
von  vierjig  verfd)iebenen  5{rten  ob.  S5cfd)affenheiten;  ber,  bie,  ha^  oter? 
jigfic,  Dcbnung6iai)(n>.  von  vierjig;  bag  Siicrjigftel,  -s$,  ber  vier^igjle 
S^eii;  oicrjigftenö,  91«?.,  jum  vierjigften. 

5öiet§*  ob.  Siitöbol)ne,  ro.,  9)?.  -n,  (b.  f.  25c it ob oijne,  fo  genannt, 
ireii  jic  noc^  fpat  im  grü{)ial}r  bü  ®t.  93eits  =  3;ag  gepftanjt  werben  fön« 
nen)  nieberb.  f.  bie  gemeine  ©artenbohne,  <Sd)minfbof)ne. 

S^lofc,  IV.,  2J?.  -n,  (mitte(f).  der  viol;  0.  lat.  viola)  lanbfd^.  bef.  nieberb. 
f.  baS  SSeildien,  f.  b.  (blaue  <8iolcn  ob.  ?OJorjviolcn);  ge»t>.  verfcbie* 
bene  onbere  Slumen  von  veildjenäl^nltc^cm  ®cruc^,  insbef.  ber  ©ofblacf : 
gelbe  35  iolc;  bie  2evfoje:  wälfd)  e  ob.  9lcl!en oio  Ic;  bie  9?ad)tvioie, 
f.  b.;  lanbfd}.  i)d^t  bk  ^^eigboljnc:  türfifi^e  ÜBiolc;  uneig.  Säg.  eine 
2)rüfe  am  ©diroanje  be^  i5"(tfe^,  welche  eine  geuc^tigfeit  von  veild)cnä'l)n' 
liebem  @cruc^  entljalten  [oU;  —  3('c^.  ber  SSiülcnapfel,  ein  fef)r  n>ol)l= 
fdjmecEcnbcr  v&crbftapfcl ,  ju  ben  9?o[enäpfeln  gct)crenb ,  von  oiolenäonlic^cm 
®cruii);  üiolenfarbig ,  Sw. ,  f.  v.  w.  vcilc^enfarbig ,  veilchenblau,  geto.  fr. 
Diotctt:  bag  äiiolcnmooä,  f.  v.  w.  35cild)cnmoo6,  f.  b.;  bie  S^tolen-  ob. 
$Biolett;''Pfirftd),  eine  ciolenfarbige  u.  grünliche,  rotl)--geftectte  «pfirfid)=2(rt; 
ber  S5ioIcnrcit)cr,  ein  blauer  amcrifan.  3idi)ct,  aud):  Ärabbenfreffcr;  ber 
SStolenfd)»Viamm,  ein  »cilc^enblauer  Slätterfc^wamm ,  auc^:  ©pinmoeben^ 
fdjtDamm  (agaricus  violaeeus  L.);  ber  Sitolcnftcin ,  f.  0.  tt).  SScildjenjlein, 
f.  b.;  ber  5ÖiolcnüOge(,  ein  Sagfalter  von  veilchenblauer  garbe;  bie  SSio« 
lenwurjel ,  f.  v.  w.  25citd;enn?urjc(,  f.  b. 

5ötper,  tV. ,  9)?.  -n,  (mittclf).  vipper;  »om  lat.  vipera,  jgej.  au6  vivi- 
para,  b.  i.  Icbcnbigc  ^unge  gcbarenb),  eig.  eine  '^(rt  giftiger  (2d)Iangcn, 
>rcld)e  lebenbige  3unge  gebären,  ingbef.  bie  agvptifd^e  93ipcr;  in  weiterer 
SScb.  alle  fieinen  giftigen  ©dilangen,  f.  v.  w.  %uter,  £)tter;  bai  83U 
))ergift;  baö  äJipcrgrag,  f.  o.  w.  Slattcrfraut,  Sci)langenwurj  =  ob.  ^morb 
(scorzonera  L.);  bie  $8ipcrnattcr,  giftige  fd)n)arje  SRatter;  baö  SSiperfalj, 
ein  ct)em.  aus  ber  agopt.  üöipcr  bereitetet  ©alj,  al6  .ipcilmittcl;  bie  SSipers 
WUr^  ob.  ^ivurjel,  1)  f.  v.  w.  bö§  25tpergra6,  inöbcf.  bie  fpanifc^c  S3:per= 
wurjcl,  f.  c.  tu.  ©d)warjwurjcl  (srorzonera  hispanica  L.);  2)  bic  Blatter' 
JVUrj  (pol3'goniim  bistorta  L.). 

äJttriöl,  m.,  -e5,  5)?.  (nur  von  verfd)icbencn  livttn)  -e,  (gem.  verberbt: 
35iftriol;   mittl.  lat.  vitriolura  ,  vitreolum,   com  lat.  vitreolus,  vitreus,  a,  um, 


1674  SSiabum  —  SSoget 

gtäfcrn,  gtagartfg,  ü.  vitrum,  @iaö),  ein  mctaUifcfjeä  <Sat5,  auS  bcr  SSers 
binbung  von  ©d^wefelfdure  mit  3)?etaUfalfen  cntjlanbcn,  inebef.  mit 
Äupftr,  (Stfen,  3in!,  sRobalt  zc;  ba^cr:  Äupferöitriot  ob.  blauer 
Söttriol,  in  ©c^wefclfäure  aufgctöf'teö  Äiipfcr;  Sifcnoitriol  ob.  gru* 
ner  8Sitvio(,  fdjrcefdfaurcS  (Sifen ;  3in!oitrio(  ob.  ir  ei^  er  SSitriol, 
fd^mefclfaurei- 3in!;  Äobaltoitriol;  aiic^ :  95(ci=,  Sraunflein=,  Seidel',  SluedEs 
ft(ber=,  ©ilbetüitrtol;  gebiegcner  SStttiol,  natüxüd)  erzeugtet ,  bot  fidj 
in  Äri)|laUen  ftnbet,  j.  U.  o,  bcm  fiinftlid^en  ob.  gefottencn;  —  3fe|.  bte 
S>itriolcr^e,  SSitriol  ent^altcnbc  erbe-,  ba^  S^itvtotevj,  ©rj,  auö  welchem 
SSitrioI  gcroonacn  lüevben  fann;  bcr  S3itrioIgei)l,  bic  beim  Sc-eitcn  beö  83i« 
triofö  jucrft  erfc^eincnbe  fduedi(^c  glün'igfeit;  t>itripll)a(tic|,  Sm.,  Sitriot 
entljattenb;  bic  S3ttnolt)ütte,  SSitnolfteberci;  ber  SSitriolfern,  ber  gröbjle 
Zt)iil  bei-  SSitriolerje ;  entg.  bai  23itrto(f(ein,  baS  flaifte  SSitvioIerj ;  bet 
Sittriolfieg,  ©djjrefetEieg;  ber  S>itriolmet|ler,  ^fufi'e^er  bcr  2(rbeiter  in  einer 
asitriolijütte ;  ba^  S3itrioI5l  ob.  bie  S3itrtolfäure,  f.  ».  vo.  piTtge  ©c^roe« 
felfauve  (f.  b.);  ba^  S3itriolpulüer,  rctfier  Sifenfalf,  (5nglifc^roti) ,  ein 
braunrotf)e6  ^uloer,  tt»eldic§  man  buvd)  ani)altenbe6  @lü()en  bcö  SifenoitriolS 
Ki)ält  (fr.  (5o(cctf)ar) ;  ba^  SJitrtoIfalj,  bcr  frDftaUifc^e,  feljr  flü^tige,  rau» 
^enbe  «Stoff  ber  au§  SSitrioI  getüonncncn  ©d^iücfelfäure;  bec  23itriolfteber, 
tver  SSitcioi  ftcbet,  b.  i.  auö  Sr^en  bereitet;  bic  SSttriolfiebetet ,  aucfe:  ba6 
ä^itrtolwerf;  bei-  S^itVtOljapfen,  gcbicgener  Söitriol  in  3apfenform,  Sergro. 
auä):  3öfel(f.  b.);  —  2( bleit.  yitvioltfcf),  ffiir.,  vitriolä^nlid) ,  üitrioU 
artig  (j.  35.  ein  oitciolifc^er  ©cf^macE) ;  t)itrioll)a(ti9  (oitriotifc^e  @rbe). 

fßtäbum  ob.  $8ijtt)um,  m.,  -e§,  CO?. -e,  (anä)  Si^bom,  Bice* 
b  0  ra ;  Derberbt  au6  bcm  lat.  vice-dominus ,  oon  "«'ice,  an|iatt,  U.  dominns, 
^err),  alt  u.  lanbfd^.  f.  0tattf)a[tcr,  ©tcllücrtcctcr  iie^  Sanbcäfürflcn  in 
einem  Sanbeebejiife;  in6bcf.  au6)  ein  SSctroefcr  geifl[icl)cr  ©ütcr,  (Stifte* 
l)auptmann;  bcr  S3i,^buml)anbel,  ci)cm.  f.  peinliche  5Red)t6fac^e ,  bie  oor 
bem  Obergericiit  (93ijbum  =  3(mt)  öcrfjanbclt  loerben  raufö:  üijbumifc^, 
aSn?.,  f.  pcinlid)  (criminell). 

S5lle^,  f.  glic^  1. 

^ogel,  m. ,  -ö,  ?D?.  SSögcl;  Scrfl.  baS  23ö'gclrf)cn,  2}ogc[cin,  j^gej. 

^Öglein,  (got^.  fugls;  altf)o^b.  fogal,  5K.  fogala,  2Scr!l.  fugili;  mittel^, 
vogel,  23er!l.  vogellin,  vögelin;  nicberb.  ffiagel;  angelf.  fugul,  fugol,  fugl, 
engl,  fowl;  fd)njeb.  fogel;  —  \vai)t\öj.  oon  ber  SBurjcl  flug,  fliegen,  mit 
3(u6fto$ung  bcö  1  aui  SBofiUautögriinben;  »gl.  icboc^  aui)  baß  norb.  fok, 
g(ug,  fika,  eilen)  allgemeine  SSencnnung  bcr  jivcifüfigcn,  warmblütigen, 
gefi'cbcrtcn  u.  mit  klügeln  i>crfcl)cncn  S()icrc,  ivc[d)c  bic  Stift  burd}flicgcn 
unb  ßicc  legen,  bic  ftc  ausbrüten  (ganb--,  SBaffei-s,  (See--,  (Sumpfe,  SZBalbs 
3ug',  sRoub--,  ©aKgpögel  3C.);  bcf.  bic  tvilb  Icbcnbcn,  j.  U.  d.  bem  jal)men 
©eflügel  ob.  geberoicl)  (93ögel  fangen,  f^iefcn;  SSögcl  Ijalten,  b.  i.  gefangene 
rcilbe  23ögcl;  nacl^  bcm  58ogel  fd)ic^cn,  b.  i.  nad)  bcm  l)öljcrnen  JBilbc  eineö 
JBogelö,  jur  Übung  u.  gum  93crgnügen ;  fprid]i-«\  ic^  Ijabc  ein  SJögclc&cn  baoon 
fingen  ^ören,  b.  i.  unter  bcr  >.f)anb  etiraö  baoon  ocrnommen;  frife,  SSogct, 
ober  flirb!  b.  i.  füge  bic^  in  bie  9totl)njcnbig!cit,  tücnn  bn  nic^t  umfommcn 
roillft;  man  fcnnt  ben  23ogcl  an  bcn  gebern;  n^ic  ber  5ßogel,  fo  baö  @i,  ob. 
böfer  9Sogcl,  böfe§  @i  u.  bgl.  m.);  in  engerer  S3cb.  oberb.  i)üi  ?!)?annd}en 
ber  (5nten  u.  ©anfc;  in  weiterer  SSeb.  in  bcr  Solföfpr.  jcbeg  geflügelte  u. 


SBogcl  1GT5 

tlie^enbe  U^ier,  3nf«ct  2C.  j.  SB.  eine  SBicnc,  ein  ©c^mettctlincj  (üc^l.  S5ut< 
teroogct;  S)laö:)t'y  Äogüoqctf.  '©(J^metterling);  uneig.  fc^crjl).  f.  ein 
(eicl)tfei-ti3er ,  biircf)ti-iebenec  CÖ^enfci),  ein  0d)alf  (ein  loftc  S3o9cl;  »gl. 
©algcnoogcl);  fi'rncr  ba6  in  einem  befruchteten  Qi  auf  bem  >:f)ä'utd}en  be$ 
ßibotterg  beftnblidK  <Samcnfliimpd)en,  i>a^  .^opfd)cn,  ber  ^a()nentntt; 
oberb.  f.  f(eine  bef.  titernbe  ©rijöbung  auf  ber  .^QUt ,  ginne,  gcigblattcr; 
Sfiaturf.  baö  JBögcId^en  ob.  SJögelein,  eine  2(tt  SJJieömufc^cln,  auc^ 
©^itjalbc  genannt;  —  3[e^.  ba^  äJogcIauc^c,  uneig.  f.  bic  g)?ei)(blume; 
b«r  ob.  b.  ba§  Siogclbauer,  f.  SBauer;  bie  äJogclbccre,  Sßeeren,  meiere 
»erfc^iebcne  SScgclarten  freffcn,  inebcf.  1)  bic  rotbcn  Seecen  ber  ©berefc^e 
(f.  b.)  ob.  beö  5ßogc(bcerbaumö,  welche  bef.  bie  Droffcin,  Ärammctg= 
üögel  2C.  lieben;  2)  f.  eifebeere;  3)  f.  Jpectenticfc^e;  bie  S^ogelbeije,  f. 
SScije  unter  beijen ;  bcr  äJogcIbarm,  uneig.  eine  l(rt  9iüi)renfc^nccEcn ;  bec 
SJOCielbeuter,  rcer  bcn  g(ug,  bag  greifen  k.  ber  Söget  beutet,  barauä  wei6= 
fagtjc;  bie  äJof^clÖcuterei,  SJogelbeutiinq ;  bec  SJogelbunfl,  ber  feinfle 
©^rot  jum  ©(^ie^en  flcinec  Söget;  bic  SSogelerbfe,  f.  SogctwicEe;  bec 
äJogelfölf,  ©perbcr;  ber  2?ogclfn^l;^,  i>a^  gangen  fieiner  SScgel;  auc^  ber 
baju  eingerichtete  £»rt;  bec  S3ogelfcinger,  »er  SÖÖgcl  fangt,  u.  bef.  wer  auS 
bem  SSogelfang  ein  ©crcerbc  ma^t,  aud) :  SS  ogeljteller;  bie  SSogelflinte, 
f leine  Sagbflintc  jum  ©(fiepen  !(einer  Söget;  bec  SSoi^elflug,  btr  glug  ber 
Söget  (au6  bem  Sogclfiuge  rceiöfagcn);  ÜOgelfrei,  JBir. ,  eig.  ben  Sögetn 
frei  gegeben  (nac^  einer  alten  9?ec^t6formel,  \vil&,c  ben  2cib  be6  Serurtl)eilten 
ben  Sögein  in  ben  Üüftcn  preis  giebt):  be6  JRed^tef^u^eS  beraubt,  geächtet 
(einen  für  »ogelfrei  erflärcn);  bec  $8ogcIfllp,  uneig.  1)  eine  ©attung  SqüU 
fenpflanjen,  bercn  me^rfac^  jufammenfi^cnbc  Jpiilfen  einem  Sogclfu^e  äbnetn, 
aud):  SügelElaue,  .pfote  (ornithopus  L.) ;  2)  eine  2Cct  gtiigelfc^necEen, 
auc^:  Cüänfefujj,  g(ebermau6f(iigct;  baö  äJogelfutter,  f.  gutter  2.;  hci^ 
a^ogelgarn  ob.  ;nc|,  Sie?»  jum  Sogelfang;  bec  SJo.qelgefang ;  baö  SSo# 
gelgraS,  SBegctritt;  bec  SSo9elt)Qnbler,  rcer  mit  Sögein  Ijanbett;  ba^ 
580(5eü)auä,  ein  gew.  auS  Sratt)  geftoc^teneö  größeres  S3ebältnif6  für  mebre 
Sögel;  baö  oerft.  Sogetl)äu6c^en,  oberb.  f.  Sogclbauer;  bie  ^O^tU 
t)erfe,  f.  ^cde  unter  bieten;  bec  23o^en)erb,  f.  «&erb  (mittelt).  vogelhurt, 
@en.  -hürde);  bie  5ßoge(bivfe,  f.  o.  ».  ©teinbirfe;  bic  5!Öogelt)ütte,  grüne 
.^üttc  neben  einem  Sogclberbe,  in  »cl(^cr  ftc^  ber  Sogelfteller  aufbält;  bec 
SSogelflen,  ber  Äien  in  bcn  ©ipfeln  ber  Säume:  aud^  jeber  mit  öielem  .^arg 
bur^jogene  Äicn;  bic  !Ü0,9e(firfd)e,  1)  eine  2(rt  fteincr,  fü^er,  rotijer  ober 
fdbwar^er  Äirfcben  »on  bem  milb  wacbfenben  Sogetftrf c^baum,  auc^ 
S35alb=,  Srauben»,  2fblfirfd)e,  Swifel^,  (Sifebeere  2C.  genannt;  2)  bie  J^eden= 
ob.3aunfirf^e;  bic  Sjogelflaiie,  f.Sogclfu^;  bic  23ogclflippe,  f.  Ätippe  1.; 
ber  SjDgdfopf,  uneig.  ein  afrifan.  ©eroädbö,  bf|Tcn  grui^t  einem  So= 
gelfopfe  äbnli(^  ifl,  au^:  ©perlingrours  (passerina  L,);  t)aö  S^ogelfraut, 
»erfd}ieb£ne  ^flanjen,  roet^e  bef.  bie  !leineren  Sögel  gern  frcffen,  inßbef.  iia€ 
gemeine  Sogetfraut,  üu^:  .^übnerbifö  ob.  =barm  (alsine  media  L,); 
baö  gre^c  Sogetfraut  ob.  aBatTertjornfraut  (cerastium  aquaticam  L.); 
ba6  fleine  Sogetfraut,  aud):  fleineö  @änfc!raut  (arenaiia  serpyllifolia 
L.) ;  ba^  Äreujfraut  (senecio  vulgaris  L.) ;  bie  gelbe  Sogelmit^  (f.  b.) ,  u. 
m.  0. ;  bie  SSogelfunbe  ob.  -  lebre,  bie  tt>iJTenfd^aftlid)e  Äunbe  ob.  Cebre  ocn 
bcn  Sögetn   (fr.  Drnittjologie) ;   bec  SSogelfunMge  (fr.  Drnittiolog) ;    bie 


1676  SSogel 

SJogeUau^,  auf  SSögcIn  tcbenbc  Saug :  bie  SSogellauSflicgc,  eine  litt  ?aus* 
fliege  (f.  t>.)  auf  ffiöoeln:  bcc  S^ogeUcim,  ein  8eim  jum  Scftrci^en  bcr 
Scimrutt)en,  mit  bcncn  man  23ögel  fängt;  aud)  f.  bk  8inbenmi)le(,  au6  bercn 
SScevcn  bcr  SogcUcim  geit».  gefottcn  »irb:  bec  23oge(meler  (f.  SKeicr),  oer* 
fc^icbcnt  ^ftanjcn,  inöbef.  baö  gemeine  SSogcÜraut  (f.  b.);  großer  SSogcl« 
mcier,  eine  3(ct  ©ternbUime,  auc^:  3(ugcntrcft  ob.  Slumengrag  (stellaria 
holcKstea  L.);  blauer  Sogelmcter,  ber  2icEei'-'@hrenpret6  (veronica  agre- 
stis  L.);  bie  Sogednilc^,  eine  ©attung  3njiebelgcirä'c^[e  mit  fe(^6  ©taub« 
fä'bcn  (oniithogalutn  L.)  oon  ücrfd).  2(rten,  inSbef.  bie  gctbe  Sßogctmilc^, 
cuc^  gclb  =  ,  2£(ferjwicbel,  ©rbnufg  genannt;  ber  SSogelmift;  ini  SSogel* 
rieft,  f.  «Rcil  (inbifc^e  5ßogelncfter,  bie  eföbaren  Stifter  ber  oflinbifc^en 
©djwalben);  uneig.  oerfd)tebene  ©ewcid^fe,  inöbef.  bie  >?)irfd)njur5  (f.  b.) 
mit  neftdbnlic^er  SBurjcl;  ein  auf  bofjcn  SSaumcn  ncftförmig  n>a^[enbcö  9}ZiIj= 
fraut  (asplenium  nidus  L.);  eine  2frt  bc6  3i^tiblattö  mit  äfligen  ^n^icbeln, 
aud)  SSogehüurj,  »rilbcö  Änabenfraut  zc.  genannt  (opluys  nidus  L.);  hai 
Sogelne^,  f.  S3cgc(garn;  ber  S:5ogc(pfcffer,  einige  JCrten  bcä  fpanif^ien 
^fcjferö  (f. Pfeffer);  bie  SSogelpfetfe,  Socfpfcife.  mit  »cfcpcr  man  i)ü  ©timme 
ber  23öget  na^afjmt;  bie  S3ogclpfote,  f.  S3ügclfu^;  ber  ä5ogeIriemen,  eine 
3Crt  ©ingeweibenjürmer  bd  ocrfd;iebenen  SSögeln;  bie  S3ogelfc|au,  bie  ®i^au 
ob.  Seoba^tung  bc§  glugeö  ic.  ber  Söget,  um  ffiorbcbeutungen  barauö  ju 
entnef)men  (lat.  2(ufpicium);  ber  SSogetfd^auer,  ber  bie  9Sogelfd)au  anfiet- 
Icnbe  ^ricfier  bei  ben  aftcn  9f{ömcrn  (lat,  2(ufper);  bie  SSogelfd^eitd^e,  ein 
©d^recfbilb  u.  bgl. ,  jum  SScrfc^euc^en  ber  Söget  in  ©arten  ob.  gelbern  auf» 
geftellt;  uneig.  fdjcr^l).  f.  eine  abfdjrcdenb  Ijäföli^e  *perfon;  bag  SSogeU 
[(gießen,  ba^  ©d^ie^cn  nad^  einem  auf  einer  i)ol)en  Stange  (Sßogclftange) 
befcjligten  hölzernen  SSogel,  bef.  aU  öjfcntlidjeö  SSolföfefl;  bcr  SSogelfd^lag, 
ein  ©d)lag,  b.  t.  ein  Äafltcn  mit  leicht  nicberfallenbem  Älappbeifel  (ogl. 
(S^lag  3),  um  S5ögcl  barin  ?u  fangen,  SKeifenfcblag,  23  ogelElippc;  ÜO^ 
gelfd^lcd)t,  «B».,  @cid)it|e.  f.  !crnred)t,  »agcrec^t;  VOgclfd^neU,  SSro., 
f^nelt,  wk  ein  ffiogel  fliegt;  bie  ä5o9elfd)ncüe  ob.  *  fd^neÜigfeit;  bie  SSo? 
ge(fd)recfe,  lanbfd).  f.  Scgclfc^eu^e;  hai  Sogelfd^rot,  ©c^rot  jum  ©c^ie» 
^cn  ber  Sßögcl;  bie  Sogelfeibe,  f.  o.  w.  baS  gla^Sfraut;  \)Ci^  SÖOgelfpiel, 
ein  ©piel,  tteld^eö  barin  befielt,  bafö  man  einen  an  einer  ©c^nur  ob.  ^ettt 
t)angenben  bleiernen  Sogcl  mit  fpi^em  ©t^nabel  an  ftc^  ?icl)t  u.  nac^  einer 
gegenüber  befinblid)cn  ©c^eibe  fo  fdjrcingen  läfTt,  baf6  er  mit  bem  ©djnabcl 
barin  jlectcn  bleibt;  bec  S3ogeIfpic^,  dn  biinncr  ©pie^,  an  rceli^cm  man 
Sögel  brät,  pgl.  2er(^enfpie§ ;  bie  S>Ogclfpinne,  bie  grögte  3Crt  ©pinnen  in 
©üb^2fmcvifa,  rcelc^e  kleine  SSögel  tobten  u.  auSfaugen,  aud):  Sufc^fptnne; 
bie  SSogelflangc,  l)  eine  mit  Seimrutl)en  bcftectte  ©tange  jum  Sogelfang; 
2)  f,  8Sogclfd)ie9cn;  ba§  23ogellleIIen,  -6,  o.  ÜS.,  baö  ©teUen  nacb  Sögein 
(»gl.  jtetlcn),  baö  ©efdjäft  ob.  ©ewerbe,  tt)eld)cö  ber  äJoge(fleller  ob.  So-- 
gelfänger  treibt,  ber  ben  Segeln  mit  Stehen,  2)of)nen,  ©(^Idgcn,  8cimrutlt)cn 
jc.  na^fteUt;  bie  SJogeljlimme;  ber  äJogcIj^rid^,  baö  ©treic^cn  ber  Söge! 
u.  bie  3cit,  in  n>eld;er  e6  gei'<^icl)t  (ogl.  ©trid^,  ©trie^Dogel);  ber  Siogcl^ 
tob,  lanbfd).  f.  bcr  geflecttc  ©c^ierling ;  ber  ^09ehr>al)vfa9cr,  f.  t>.  \v.  So* 
gclbeutcr;  bie  ä5ogchval)rfagung;  bie  S^ogehvanb,  bie  9ic^c  auf  bem 
Sogelt)erbe;  bie  Siogdivcibe,  olt.  f.  Sogeljagb;  2(ufentl)altöort  bcr  Sögel, 
Sogell)au6 ;  bie  Sb'ogehvicf e,  1 )  eine  2(rt  SJicten  mit  raul)en  ©c^oten,  »el(^c 


moQt  lOTT 

unter  bcm  ©ctrcibe  voüb  ttad^fcn,  aui):  JöogctccOfe  (vicia  cracca  L.);  2) 

bie  äciunwide  (vicia  sepium  L,) ;  3)  bte  gelbe  3Bicte  (lathjrus  pratensis  L.); 
4)  bie  bunte  Söget;  ob.  Ärontricfe  (coronilla  varia  L.);  5)  bie  fUinc  SJogct' 
xoidi,  jottige  ßinfe  ob.  vaul;c  ßinfcniridc  (ervum  hirsutum  L.) ;  0)  bec  gc= 
()6rntc  ©c^otciifkc  (lotus  corniculatus  L.) ;  brtö  $üo^eln?iIb  ob.  « trilbbret, 
efebare  »ilfcc  SBögct;  bie  äJogelwurj ,  f.  SBogetncjt;  ber  SJogcIjug,  bcc 
3ug,  baö  3ici)en  ber  ffiögcl  (»gl.  ^ug,  ^ugoogel);  bie  SiOgcIjungc,  uncig. 
1)  ber  ©amen  beS  (Sfdjenbaumeö;  2)  bie  Äornnjinbc  ob.  ®c^wQrjrt>inbe,  ein 
©ewäd^S;  3)  pfrtcmcnförmtgc  ucrftcintc  gifiiijQbne:  4)  eine  fpi$  jutaufcnbe 
geile  ber  SKetatlaibeitev;  —  2(blcit.  OOCjeln,  jieUof.  ^vo.  m.  tjobcn,  (oltb. 
fogalon,  vogeleii)  1)  alt  u.  obcrb.  f.  ben  SScgeltt  nact)fteUen,  S3ögel  fan; 
gen;  2)  obcrb.  auc^  vom  .^aljne:  bie  ^enne  treten;  bat)ix  niebr.  f.  fic^ 
begatten,  flcifdjtid)  uermii'c^cn;  bec  SSogelev  ob.  ?gej.  SJogler,  -^,  SD?,  w. 
Q.  (altb.  fogaluri,  vogelaere;  oberb.  aiui)  SSögler)  Dlt.  f.  3}oge([ieUer, 
SSc^elfanger ;  bnber :  bie  93o9lcrl)ütte,  «pfeife,  i)Qi  Soglerjeug 
3c. ;  bie  Sioglevinn,  eine  2lrt  .Kanonen  im  15.  Sa^rl). 

SSogt,  m.,  -e5,  iO?.  33ögte,  (oberb.  biert».  ouc^:  beö  zc  SSogtcn ,  2Ji. 
bie  23ogten;  et)cm.  SSoigt  gefc^r.;  attl)0(^b.  fogat,  mitmi).  voget,  voit; 
niebcrb.  fflagb;  Dom  lat.  advocatus)  1)  urfpr.  eig.  ein  red)tlid)ec  SSeijlanb, 
23ertretet  t»or  @cri*t,  ®ad)\vc.[ter  ob.  '.^(ntrait;  25efd)ü^er  eine^  Un= 
miinbigen,  23oimunb  (Äinbcroogt);  <Sd)trmt)ecc  ii.  33ertreter  cineg 
ÄloflerS  ob.  3et)1(.  ©tifte^  (Äloftcr=,  ©ttftöDogt);  fobann  2)  über^. 
ein  Siorgefe^ter,  ^Tuffeber,  S3eamtec,  bur^  alle  ©robe,  oom  Scttct» 
»ogt  (2frmenauffct)er),  gelboogt  (gturlc^ü^),  ö)eri(^töoogt  (@ertc^t6=> 
bienei:)  k.  bü  jum  {)Ö(^llen  güvfien  (mittcll).  des  riches  voget,  b.  i.  ber  Äat= 
fcr;  der  werlte  voget,  b.  t.  ber  33elt  -ipetr,  ©Ott);  inöbef.  a)  bec  <Statt{)aIs 
ter  einer  Sanbfdiaft  (üanboogt);  33envaltec  eineg  Sejirfeö  ob.  Dcteö, 
f.  D.  ro.  2(mtmann,  ©diulttieif,  '®d)ulje;  fleUüectcetenbec  2(uffe^ec  etne6 
^aufe«,  'Sd}(of|'eg  ic.  i^au^--,  ©djlofSoog t);  b)  el)em,  f.  @end)tös 
ttorfi^ei-,  £)berrid)ter,  (Steic^öDogt,  f.  SJeic^6f(^ult^ci(j) ;  c)  lanbfc^.  f. 
SSenvalter  ob.  ^ofmcifter  auf  Sanbgütern :  2luffel)ec  über  bie  §elbn?iit()5 
fd)aft  u.  bci^  ©efinbe:  —  3fc§.  ber  ä^ogrbauer,  S3o9tl)olb  ob.  s^olbe 
(f.  ^olb),  äJogtmann,  9J?.  ä>0.^t(cuti.',  alt  u.  oberb.  einem  93ögt  cb.  Sogt» 
^errn,  b.  i.  @(^irml)eirn,  untcnöorfcne  Seute,  welche  bcmftlben  2tbgabcn  ju 
entrid)ten  u.  grol;nbicnfie  ju  tiifien  baben;  baiS  SogtDing  ob.  ;  gerieft,  un» 
Ut  einem  SSogt  ob.  ©c^irnilicrcn  fte^enbeä  ob.  oon  bemftlben  getjalteneö  ©c 
tid)t;  biiö  SJogtgelb,  Sc^u^»  ob.  ©c^irmgelb,  3(bgabe  bei.  geiftli^icr  Stifter 
IC.  an  ben  ©^u^tjerrn,  aui):  ber  Siogtfc^aB,  --fd^illing,  =jin§,  bie  S^ogt; 
fteuer:  baS5öogtgut,  flehen,  ein  einem  '2c^u|f)crrn  unteriüc.fencä  ®ut, 
»on  bcmfetben  oerlieljeneS  geben ;  ber  S5ogtl)afev ,  lanbfc^.  bcm  ©c^ugtjcrra 
2U  cntri^tcnber  Jpafcr;  iai  SSogtrcd)t,  ©crcc^tfamc  eineö  S3ogteä,  ©c^u§= 
gcrec^tighit;  —  2i'bleit.  üogtbar,  SSn?.,  alt  u.  obcrb.  1)  einem  2^ogt  un; 
tecroorfen,  jinöbar;  2)  fähig,  fein  eigener  93ogt  oh.  $8efd)ü^er  ju  fein,  ftc^ 
felbft  JU  t)ertreten,  iio{liä'l)rtg ;  mannbar,  l)eirat^äfa'[)ig ;  bie  SJogtbar^ 
feit;  bie  äiogtei,  ^.  -en,  (mittetl;.  vogetie)  1)  ha^  2l'mt,  bie  ^ürbe 
eines  33ogte6,  Sd^ug^,  9vtd)ter;,  23enralter-2(mt,  bef.  bei  geiiliic^cn  ©tif» 
tern;  bie  ©eriditäbarfeit  eine«  23ogte§,  baö  5i5ogtgerid)t :  2)  ber  Sejirf, 
baS  (SJebiet  eineö  ä5ogte6,  b.  i.  eine6  ©tatt^alterö,  2fmrmann6  ic;  3)  bie 


1678  S5olf 

SBobnung  eincö  S^ogtcg ;  aui}  bag  unter  feiner  3f ufftd)t  jle^enbe  ©cfang; 
nifg  (©tabtoogtci);  üogtcilid^,  S5ro.,  jur  5Bürbe  u.  C^ewatt,  ob.  jum 
©ebtcte  «ineö  SSogteS  gef)crenb ;  ü.ogten,  jicl.  3w.  (mittctt).  vogeten)  oit. 
einen  — ,  ii)m  einen  SSegt  ob.  <3d)irmt)errn  geben  (au^:  einen  an-  ob. 
bct»ogten  f.  bic  ®d)trmi)cvi:fd)aft  über  it)n  ausüben);  fict)  — ,  fid)  einem 
<öd)irm{)errn  untenverfen  (auc^:  fic^  ocröogten);  üogtüd^,  SSw.,  einem 
S3ogt  at)nlid),  gc^orenb  ob.  gcbiibrenb. 

a^olf,  f.,  -eg,  9)?.  23ö[ter;  23cr!t.  bag  93ölfd)en,  93ölf[ein,  (alttjoc^b. 
folc,  folk,  folch,  f.  lt.  biivo.  m.,  SÄ.  folc,  tric  c6  fc^etnt,  immer  auf  SOicn« 
fdien  bejogen;  mittclf).  volc,  @.  volkes;  altnorb.  fc^web.  bdn.  folk;  angelf. 
iblc,  engl,  folk,  u,  baneben  flock  f.  ,:g>cerbe;  ütti).  pulkas,  ftaio.  pulk,  polk, 
®d)aar,  Srupp;  altgriec^.  7i6).xo5;  —  wa^rfd^.  oon  glei^er  fÖSurjet  mit 
«oll,  oiel,  grie^.  nolvg,  »gl.  ol  ttoD.oi,  nXij&os;  ttjofjer  aud^  b.  (at.  po- 
pului,  plebs  flammen;  alfo  nic^t  ücrto.  mit  vulgus,  o^).og)  1)  überf).  eine 
©diaar,  ein  Srupp,  eine  5[)?enge  ob.  ein  vf)aufen  lebenbet  ?OBefen,  meifr 
0.  SK. ;  inöbcf.  Sag.  ein  SSolf  dich-  ob.  «:^afe[l)üf}ner,  b.  t.  me()re  beifam= 
mcn  bcfinblt(^e,  bcf.  eine  S5rut,  b.  i.  bie  2tlten  mit  t^ren  Sungen;  gero.  ein 
9)?enfd)eni)aufen ,  eine  53ienge  beifammen  beffnblic^er  5[)?enfd}en  (j.  S. 
cS  xoat  met  $8ol!  ob.  S3ot!§  auf  bem  SKarftc,  in  ber  Äirc^e  2C.;  bibl.  eine 
®tubr  toU  lüolU) ;  insbef.  a)  c:^cm.  ein  ^eereßhaufen,  eine  (Sd)aar  ob.  ein 
Svupp  ©oibaten,  ie^t  über^.  f.  S)'?v'innfd}aft,  Siruppen  (baS  ÄricgöDoll; 
»icl  S3ol!  auf  bcn  Seinen  Ijaben;  auc^ :  ba€  ©c^iffgool!);  in  bicfer  SScb. 
üwi)  SW.  ÄriegöoölEcr  u.  obcrb.  blo^  93  ö  IE  er  f.  Sruppen  (j.  SB.  bie 
preuijii'^cn  SSö(fcr);  b)  mebre  in  irgenb  einem  -Ser^altniffe  jufammenge; 
t)orige  9}ienfd)en,  finn».  ^mU,  tnsbef.  ^erfonen  einer  2(rt  (bal)er  3fe§. 
«jte  53lannS',  grouen^,  Settelöol!  u.);  jU  einer  (5in^eit  oerbuni 
bene  ^erfonen,  bafcer  niebccb.  f.  ^^amilie,  @efd)lcd)t  (f^crjl).  mein  93 öl!» 
<^en  f.  meine  Äinber),  oberb.  .^auöüol!  f.  ©cfinbe  (batjcr  lanbfc^.  9Jolfö  = 
brob,  9Sol!g!ofr  Je),  ^farroüIH- ^HarrgcnofTcnf^aft;  e()e',  58raut= 
oolf  u.  bgr.  f.  (5(;e-',  Srautleutc;  c)  bie  ^cif\c  ber  ungebilbeten  2)?enfd)en 
aus  ben  fogcn.  ntebcren  ©tdnben  ber  mcnfc^'idjen  ©efeUfc^aft,  ber  gvofe 
Raufen,  Ijart  u.  üerdi^tL  ^obel,  (baö  gemeine  93ol!;  Sucher  für  baS  23otE; 
bai)cr  3fc|.  wie:  93ol!ölicber ,  23ol!sfc^u(en  u.  bgl.);  2)  bie  fammtlidien 
6inivot)ner  eineö  !2anbeg,  bie  @efammri)eit  ber  9)?enfd)en,  \V(ld)e  ju  ei; 
nem<Staate  gehören  ob.  unter  einer  Otegierung  jlefjen,  im  @egenfa|  gu 
bim  gürjlen  ob.  ber  ^Regierung  (altb.  auc^  Hut;  j.  $8.  baö  prcufifc^e  93ol!; 
fca6  '£oli  t)ulbtgt  feinem  gürpen;  ber  gürfl  bei;errfc^t  fein  2So[!,  foll  eö  aber 
i\iii,t  untcrbrüden ;  btbl.  ein  S>ol!  tcirb  ftc^  empören  über  bai  anbcre);  et)cm. 
inebcf.  Üc  gemeinen  greien,  mit  3fu6fc^(uf6  ber  Änec^te  u.  ßeibeigencn;  3) 
bie  Ö)efammtl)eit  ber  burd)  gemeinfd)aft[id)e  2(bflammung  unb  gteid)e 
(2prad}c  ücrbunbenen  5)?enfd)en,  fr.  Starion  (altb.  «Hot,  diet;  j.  S.  baS 
beutfdjc  SJol!;  ia^  franjöfifdje,  fpanifc^e  k.  9Sol'E;  bie  95ö(fer  ©uropa'ö;  alle 
SSelhi-  ber  (grbe  ic.)-,  —  3fe|.  mit  93 ol!^:  üolfgefalltg,  '.qünlltg,  4ic* 
bcnb,  SSro.,  bem  9Solfc  geneigt  u.  gefallenb,  beim  9SolEe  beliebt  (Sleum.  f. 
bai  fr.  populär);  üolfiecv,  S3»ü.,  leer  an  23olg,  ftnnc.  menfc^enlcer,  unbe= 
»öltert  (ein  üolfteereö  2anb  Jc);  Dolfmcipig  (b.  alö  Dolfömäfig),  SSm., 
btm  (ungebilbeten)  SJolfe  gcmä'9,  gcmeinoer(lanblid)  (fr.  populär) ;  einem  93olfe 
angemeffen  ob.  eigcntliümlic^  (fr.  national);  bie  SSolfmäpigfeit;  üo(frcid), 


SSolf  1679 

fSro.;  tt\6)  an  SSolf,  b.  i.  an  ©nwoftncrn,  fef^r  bcoölfert  (ein  »ol!reic^c6 
Canb);  —  mit  a5ol!6=:  bev  Sjclfe^abcrglaubcn,  unter  bcm  SJol!  t)eitfdjcn= 
bcr  ^(bcrglaubcn ;  bec  S3DlBaufrul)r ,  ^aufflanb,  bic  ä5ü[f6bcra^gllnc^, 
2(ufruf)r,  unruJjtgc  SBcrccgung  ctncS  23ol!c6  ob.  im  SSülfe;  bi«  ä>ü(f6bciraffj 
nung,  SScnjaffnung  biö  S3c-(fe6,  bic  ©taatetinri^tung ,  njoiiad)  jeber  njaffcn» 
fäf){gc  Siirgcc  xvti)rt}aH  gemalt  u.  ^ur  9Scrt()ciDtgung  bc6  ©cmcinmefeng  ocr» 
pflichtet  wirb;  bie  äiolföbilbunpi,  fittiid)c  u.  gcifligc  SBilbung  bc6  5Bol!6,  b.  i. 
bcr  niebcrcn  ©tänbc  bcr  ©efcUf^aft;  ba6  äJolBblatt,  ein  Slatt,  b.  i.  eine 
3cit»  ob.  gdigfc^rift  für  baö  93ol!;  bcr  SSoIf^^braiirf)  ob.  =.qcbraud),  bei 
einem  SSolte  t)crrfd^cnber  ®ebrauc^;  bci^  Solföbuc^,  übni).  ein  für  baö  ffict! 
3c[(^ricbcncö  u.  oom  93oIfe  gelefeneö  Sii(^;  inebef.  nennt  man  5ßo(f^bü(^er 
bte  meijt  alte  Sol66fagtn,  in  ^rofa  aufgcföftc  <^clben=  ti.  Siitterbi^tungen, 
abentciicrli^e  SRomanc,  9?cifebcft^rcibungcn  ic  entf)a[tcnbcn  S3üd^er,  welche, 
feit  bem  1 5.  3af)r|).  im  SSolfe  verbreitet,  oorjugSioeife  ju  beffcn  Untert)altun9 
bicncn;  ber  Siolföbtc^tcr,  1)  ein  ©id^ter  auö  bem  2Sol!e,  ftnno.  9taturbic^= 
tcc  (cntg.  bcm  gclcfjrtcn  Äunjtbidjter) ;  aud^  wer  für  ba6  SSolE,  in  gcmeinoer= 
jtänblic^er  SBcifc  biegtet;  2)  ein  -^auptbid^ter  eineö  23ot!cS,  tücl^cr  ben  eigen« 
ti)ümü6)cn  2Solf6geift  oorjugSrccife  barfteUt  {f)atbfr.  5>latio  nal=©i(^ter); 
bie  S5olf^bi(^tung  ((jalbfr.  93ol!öpoefie)  1)  aus  bcm  23ol!e  tjeroorge« 
gangene  cb.  für  baefclbc  bercd^nctc  Sidjtung  (entg.  Äunfibic^tung) ;  2)  einem 
Solle  eigcntf)ümtic^c,  bcffen  ©cijl  u.  S)en!n?cii'e  bcfunbcnbe  ®i(^tung  (fc.  ^a* 
tionalpcefic);  bec  58oIfgfetnb,  wer  baS  23ol!  Ijafft  u.  anfeinbct;  ÜOlfös 
felnblic^,  aStr. ;  baS  S5olBfc(i,  ein  einem  23olfc  eigcnt{}ümli(^e§  öffentlich 
gefeiertes  gefl  (9lationalfcft) ;  auc^  ein  gcjl  für  tsa^  23olE  ob.  bcn  großen  S^au- 
ten;  "bic  a5o(f^frei()eit,  greif)ett  beS  SSolEä  ob.  bcr  bürgerlichen  ©cfcUft^aft; 
50i.  S3ol!Sfreil)eitcn,  b.  i.  oerfafTungSmä^igc  Stcctjte  beS  SSolfS,  bcr  SRe« 
gicrung  gegenüber;  ber  S3olfäfreimb,  rocr  bcm  ä5olfe  tüof)l  nsill;  ÜOlfö- 
freunblid),  SBro.;  bcr  SJolBfü{)rer,  ^tenfer,  ;leiter,  3(nfüf)rer  bes  83ol!s 
ob.  einer  S3olfSpartei ;  bec  SSolfögetjl,  bcr  ®ti^y  b.  t.  bie  cigcntf^ümlic^e 
2)enf=  unb  ©inncSart  eincS  SSolfS;  bcr  SSolBgefang,  ein  einem  SSolfe  eige« 
ncr  ©efang,  als  fteljcnbcr  ^uSbruct  beS  eigenttjümlid^en  93ol?Sgcfüf)lS  (fjalbfr. 
Stationalgef ang;  j.  SB.  baS  God  save  the  king  ber  ©ngtdnbcr;  ücrfc^. 
SBolfSlieb);  ber  $öolf5g(auben,  hei  einem  SSolEc,  ob.  unter  bcm  gemeinen 
SSolfe  t)errfc^enbcr  ©tauben;  bic  ^ßolfögutlll,  bie  @unft  bcS  SSolfS  cb.  beS 
großen  JpaufcnS;  bec  ä)0(B()aufen,  ein -Raufen,  eine  SOlenge  5BolES;  au^ 
f.  baS  gemeine  93ol!,  ber  grope  .^oufcn;  bie  S5ü(f§l)errfcf)vilt,  »om  ffiolfe 
ausgeübte  «^errf^aft  (fr.  35cmo!ratic) ;  bec  S3olfö^errfc^er ,  ein  Jpcrrfi^er 
über  baS  93olE;  bic  S3olf§f (äffe,  Älaffe  ob.  2ibt^eilung  beS  2Sol!cS,  finno. 
©tanb  (bk  nieberen  u.  bie  {)öl)cren  SSolfSJtaffen  ob.  ©tanbe):  bcr  S3olfS= 
frieg,  JCrieg  eines  58olEcS  gegen  ein  anbercS;  bcr  S>0[f6lebver,  ein  2ff)rer 
beS  SSolfS,  b.  i.  bef.  ber  unteren  ©tdnbe  ber  ©cfellfc^aft;  baä  SSolfältcb, 
9J?.  93ol!gItcbcr,  für  baS  SBol!  gebic^tete  u.  bef.  auS  bem  2Sol!e  felbjl  ent« 
fprungcnc,  oon  ungclcf)rten  u.  meijl  unbe!anntcn  Urhebern  auSgefjcnbc  u.  burd^ 
Überlieferung  oerbrcitcte  Ciebcr;  bai  ^olfäniäl)rd)cn,  einem  9Sol!  eigen= 
tl)ümlic^  angeljörcnbe,  im  S5ol£Sglauben  gcgrünbctc  9}idf)rd)en;  ÜOlfSmcipig, 
Sk).,  f.  0.  üolfmapig;  bic  ^ßolBmenge,  bie  SJKenge  bcS  SßolES,  gjlcnfd)cn« 
ob.  ©celcnjat)l  (j.  S.  eines  CanbeS);  auc^  f.  t>.  »t».  ein  S?olESf)aufen ;  bcr 
SSolfönamen,  ber  S'iamcu  eines  SSolfeS,  u.bie  baeon  Ijergenommene  SSenennung 


1680        .  58ol! 

ctnec^crfon;  ba§  SSoIBred^t,  3??.  9So(fSred)te,  f.D.  w.  2Sorf6freif)etten, 
f.  0.:  bie  SSoIfärebe,  eine  an  ba§  S3o(E  gedeutete  öffentlid^e  JRcbe;  bec 
SSolförebnev,  ein  öffentUc^ei-  9?cbncr,  weld^er  ju  bcm  ffiolfe  [pvic^t;  bie 
5BoIföfarf)e,  eine  baö  ^anje  23olE  betreffenbe  ©ac^c  ob.  Tfngelegen^eit;  bie 
SSolfSfage,  eine  untcv  einem  9Solfe  iietbreitctc  ®age  (f.  b.);  ber  SSo(E^; 
fc^lufi?  ob.  ;bcf(^Iuf§,  ein  burc^  baö  cctfammelte  23üIE  ob.  beffen  Vertreter 
gefa|Ttej:  95e[d)(u[S;  bie  SSoltöfc^tift,  eine  ©^rift  fiic  baö  SBolE;  bec  S^olB^ 
fd)rtftfiteUer ,  «jcc  Süc^cc  jur  SSilbung  ob.  Untevfjaltung  be§  2SoIfö  [c^reibt; 
bie  S^olföfd^ule ,  eine  ©c^ute  für  baß  SSol!,  b.  i.  jur  Sitbung  ber  unteren 
©tä'nbe  bcr  ©cfeUfd^aft,  »erf^).  ».  t)öf)eren  SBücger-  unb  ©elet)rtenf(^ulen;  ber 
5öi)lföfd^uUcl}rcr,  2ct)rer  on  einer  S5olE6[c^ulc;  bie  SBolföfitte,  bei  einem 
SSolfe  {)errfd)enbe  ©itte;  ba§  58olf6fpiel,  ein  »om  SSotEc  gefpieltcg,  ob.  gu 
bcjTen  Untcr()altung  angeftellteä  ©piet;  bie  SSoIföfprad^C,  1)  bie  cigentf)um= 
lic^e  ©prac^e  eines  ganjcn  8Sot!cö  (j.  S5.  tk  bcutfc^e  25olfgfpra^e) ;  2)  btc 
©prac^e  b«r  unteren  93olBf(aiye,  entg.  ber  gcbitbetcn  Umgange  =  u.  ©(ferift= 
fprac^e;  ber  SolBjlamni,  eine  Süenfc^enmengc,  bk  ocrmöge  gemeinfd^aft* 
tiefer  2fb(lammung  ein  SSol!  ausmacht ;  auö)  bie  »erfdiicbencn  Sf)cile,  in  welche 
ein  großes  SSolf  fic^  »erjireigt,  fjei^en:  2Sol!gjlämmc  (j.  S.  bie  beutfc^en 
SSolföjiämme:  ogl.  ©tamm);  ber  SSolfSton ,  ber  Son  (f.  b.)  be6  93olfe6, 
bie  bem  23olEe  eigcnt{)ümlic^e  u.  »erftä'nblid^e  TCuSbrucE^weife  (im  SJolEötone 
((^reiben,  bidjten  k.);  bie  S5oltätvad)t,  einem  23olEc  etgentl)ümlid3e  Srad^t, 
b.  i.  m-t  u.  SSSeife,  ftd)  ju  Eteiben  (t)albfr.  9ftationartrad)t) ;  bie  SSolt^üeV- 
[ammtunq,  SSerfammlung  beö  SSolEeS  in  offentli^en  3£ngelegent)eiten;  ber 
Siolf^üertreter,  ein  oom  aSolEe  goüäijlter  u.  ju  jlanbifc^en  5ßerfamm(ungen, 
£anb=  ob.  9ict(^6tagen  2C.  abgeorbneter  ©teUucrtreter  jur  5Baf)rung  u.  3Cuö' 
Übung  ber  üerfajyungömäpigcn  JKec^te  beö  SBotEcö  (fr.  Siepräfentant,  2)eputirs 
ter);  ber  S3c(Bn)iücn,  ber  auöbrütflid^  erflä'rte  SBiUen  beö  93olEe6;  bie 
SJolföjeitung,  eine  3eitung  für  ba^  SSolE;  —  3f e^.  mit  SJötEcr?  (nur 
wo  eine  2Ket)rf)cit  ücn  83öl!ern  be^ei(^nct  werben  foU):  bev  S3ölferbcl)errs 
fc^cr,  sbcft'cger,  ^bcswinger,  ;fül)rcv,  ^cjebicter  u.  bgi.  m. :  bie  ^'öihx- 
befd^reibung  (fr.  (StJ)nogvap^ie);  ber  SSölfcrbcfd^rcibcr  (fr.  ett)nograpö) ; 
bie  S3ölf ergcfdlidjte ,  ©efc^ic^te  ber  33öiEcr,  g.  U.  o.  ©taaten^  Äirci^enge« 
fd)id)tcu. ;  ber  >Bölfcr{)trt,  bidit.  f.  ber  2(nfü^rer,  CenEer,  a5c{)crrf(^er  üon 
SSöltern  ob.  aud)  nur  eineö  S3elEe6;  ber  S5ö(ferfrteg,  ein  Jirieg  unter  ganzen 
SSÖlEern;  bic  ä>üli:erhinbe,  bie  SBiffcnfdjaft  üon  bcn  gcf^id^tlidjen,  bürger« 
I;d)cn,  fittltdjcn  ic.  25er()ältnifTen  u.  eii3entf)ümtic^feitcn  ber  SSötEer  (fr.  @ft)= 
noU\3ie):  hai  SSölfevrcc^t,  ber  Inbegriff  ber  Steckte  unb  ;ObIiegent)citen  ber 
'^ulfer  in  it)ren  gegenfeitigen  SSerfialtniffen  ju  einanber  (lat.  jus  gentium); 
ÖÖlferred^tlid^,  S3n?.,  iai  aSölEerrec^t  bctrcffcnb  ob.  barin  gegrünbet;  bie 
ä^olferfd)lad^t,  eine  grope,  entfc^cibenbe  ©c]^(a(^t ,  »on  ben  .!&aupt  =  ©treit= 
trdften  ütrfdjicbener  936lEer  geliefert;  bie  5öölfemianbcrung ,  bie  SBanbe- 
rung  ganzer  SSötEerfd^aften  auS  ii)ttn  biöfjcrtgcn  S5Sot)nft^en  in  anberc  fiänber; 
inöbif.  »cm  4ten  bi^  Oten  Sat)r{).  n.  (Si)t.  baö  Einbringen  ber  germanifc^en 
SSolteilämmc  in  bie  römifcben  ßänber,  raelc^ce  bic  2Cuf(öfung  be6  römifdjcn 
SfJeidjee  u  eine  oöUige  83crdnberung  ber  5ßü(Ecr=  u.  ©taatenüerl)ä'ltniJTe  (5u» 
ropa'ö  gut  golgc  l)atte;  Dolfcnviltimelnb,  9Sw.,  bid)t.  f.  »on  SÄenfc^en  au6 
oerff^iebenen  SSölEern  gleid)f.  wimmelnb ,  fcf)r  üolEreid^ ;  ber  S55lferjug ,  ein 
3u9,  .^eercgjug  ganjcr  SSölEer;  —  libUit.  üolflic^,  »w.  (f^on  altl)o^b. 


\)oü  1681 

folcliVh;  Qtigclf.  folcli'c)  ba6  9So(f  an(5c()enb,  b«mfc(6«n  e'i^en  ob.  an^e: 
mcffcn  (ungcOv. ,  aber  ju  cmpfc()Icn  f.  baö  fv.  national);  bie  äJölfcr? 
fd)oft,  ?W.  -cn,  1)  bic  (^efammtbcit  mcln-cr  ftammücnüanbtcn  SSöltcr 
ob.  'öolffillämme  (?.  SB.  bie  ^crmanifdie,  bic  floiüifc^c  S351ferfc^aft) ;  2)  ein 
cinjclnev  3>üdg  ob.  ©Uimm  cinc3  ^JSolfeg  (in  tüc(d}cr  SBeb.  c6  cig.  93otf; 
fdöaft  {)ctpen  foUte:  j.  93.  bic  griec^ifc^cn,  bic  bcutfc^en  jc  S3öIEcrfd)Qftcn)» 
bng  äJolfgtlnim  (r.  23oinf)um),  -eö,  o.  OT.,  9teuTO.  f.  bie  burc^  2(bi1am» 
munj,  (Sprache,  ©ittc  7C.  begrünbete  u.  fidj  bartn  fiinb  gcbinbe  innere  (^iits 
^eit  u.  n)cfentlid)e  Sigenthumiidifeit  eine6  S3olf'^,  finno.  23c(Biirt,  93o[f3s 
geif!  (fr.  SJationalität);  baijct:  WO[f^tl)üm[id),  '^m.  (fr.  nationaO;  bie 
SSoIBtl)itmlici^tcit,  (5igent()iimlichfeit  eine^  2So(f^og  (fr.  9lattonnfc^aratter). 
DoU,  SBn).,  6omp.  voller,  ©up.  t>oÜff,  (altt)oc^b.  Fol,  folla-;  9Jir.  follo; 
mittetfj.  vol,  öJ.  volles;  goti).  falls,  nttnorb.  fc^mcb.  angc(f.  engl,  füll;  nie» 
berb.  Piill,  \vd6ii$  auct)  f.  oicl  gcbiaud^t  wirb;  grictl^.  nUog,  tat.  plenus; 
Ittti).  pilnas;  fanöfr.  püma;  —  bic  SBurjel  ift  lul,  pul  =^  fanöfr.  pur,  an» 
füllen;  feitenoeriranbt  ifl  altb.  filu,  gric(^.  nnki',^  tn'cO  1)  gan^  an^  ob.  au'?= 
gefüllt,  fo  viel  in  fict)  entf)a(tenb,  a(g  bec  9untm  faffeii  fann,  entg.  leer, 
t)  0  f)  l ,  forooljl  ol)nc  2Cngabc  bt6  anfiiUcnbcn  ©foffiö ,  <xU  auc^  mit  J^tn^ufu= 
gung  beSfetbcn  im  @cn.  ob.  mittcljl  bcS  SSm.  uon  (j.  SR.  ein  potleö  ®ffäp, 
@laö,  ein  PoUer  JBeutel,  SRagen  2C. ;  mit  oollem  SJZunbe  fprec^en ;  üolle  3Cl)= 
vcn,  b.  t.  in  benen  feine  >ipülfe  leer  ift;  uoUe  ©egel,  b.  i.  »om  SBinbe  aufgc= 
bläf)te;  etira^  uoll  machen,  gießen,  fc^iittcn  jc;  ben  ?)J?unb  doII  ncfjmen, 
uneig.  f.  laut  u.  übertrieben  oon  ctir>a6  fprcj^cn,  prablen,  loben  jc.  ;  bev  2Bt= 
ä)tv  ifl  »oll  fü^en  SöeincS;  bibt.  bie  (Srbe  ijl  üoll  beiner  ®üte;  ba6  Jpauö  wav 
üoU  Von  g3ienfd)en.  —  3fuc^  hd  unmittelbarer  attributioer  93crbtnbung  mit 
bem  JQw.  fitl)t  ooU  gew.  in  ungebeugter  gorm  Ijinter  bcmfelbcn,  wenn 
ber  anfüllenbc  ©toff  babd  bcmerft  wirb,  j.  95.  ein  95ed)er  doU  fü^cn  SQSctncg, 
ein  Äorb  poU  reifer  3Cpfcl;  ein  .^auS  ooU  Äinbcr;  eine  >^anb  öoU  9iüflfe,  ein 
SWunb  üoU  ©peifc  jc,  »rorauö  bie  3fcfe-  >!panboon,  ^Kunbooll  cntfl.  ftnb, 
f.  unter  >^anb  u.  SKunb;  feiten  wirb  ber  @en.  ob.  üon  mit  bem  '^at  btm 
gebeugten  ooU  oorangefe^t ,  j.  55.  ein  fon  SBeine  ooUer  93e^ir;  mein  beincS 
fiobcö  DoUcr  greunb:  öfter  bem  ungebeugten,  j.  93.  oon  SBein  unb  2.id^e  ooU, 
beö  @ifte6  ijctl  JC.  —  S)a  üiele  SBörter,  namentlid)  bii  weiblichen  u.  alle 
in  ber  9}ict)rl;cit  o^nc  2(rtifel  |lel)enben,  ben  ®cnitio  nic^t  burc^  eine  eigcn- 
tljümlic^e  Snbung  bcjeic^nen,  j.  95.  ooll  ©peifc,  ooU  SiÄcnfc^en  Jc :  fo 
werfen  gemeiniglid}  auc^  männl.  u.  fädjl.  fflSörter,  wenn  fte  ol)ne  "Kvtitd 
ob.  fonftigeg  93cjlimmwort  bei  ooU  j}el)en,  bie  ©enitio^CJnbung  ab,  j.  95. 
ein  ©lQ6  ooU  2Bein  ft.  SBcineö;  ein  95cutel  ooU  ß3etb  jl.  G5elbe6;  eine 
©i^euer  ooU  öietrcibe:  ein  2£rm  doU  -^pol^;  aber:  ein  @la6  ooU  be6  bcflen 
SBein eö,  ein  Seutel  »oll  beö  gewonnenen  ©elbeö  jc:  bagegen  ifl  in  ber 
neueren  ©pra^e  bie  Soi'm  yollec  ft.  ooll  üblic^  geworben,  bic  im  gemeinen 
Ceben  befonberö  ba  gern  gebraucht  wirb,  wo  man  bem  Jpw.  feiner  9iatur  nac^ 
ob.  bem  ©pra^gebraui^e  gemäf  feine  ©enitio^Snbung  geben  fann;  j.  8.  ein 
^^auö  ooller  gjJenfd^en;  er  war  oollcr  gveube;  grüdjtc  ooUec  ©aft;  er  ift 
»oUcr  ©djlaf,  PoUer  ®ift  ;c.,  jl.  woU  SÄenfdjcn,  üoU  greube  jc;  ber  gcwol)n= 
liefen  ■2(nnal)me  na«^  i\t  bicfeö  u  oller  auö  »oll  ber  ent|tanbcn,  u.  wäre 
bemnad)  eigentlich  nur  v>or  weibli(^en  u.  mel)rf)eitlid)en  J^auptw.  ali  Srfa^  für 
beten  mangetnbe  ®enitio  =  Snbuiig  anwenbbar;  rid)t{ger  aber  betrachtet  man 

^epfe'ö  .^»anbwöctecb.  b.  beutfdien  ©p?.  2.  Stjcil.      lOG 


1682  »Ott 

c§  q(6  bte  erftorrte  mannJ.  gorm  be§  gebeugten  poll,  wcld^e^  ef)em.  au(!^ 
in  Qnbtten  gormen  mit  bem  t»ovange{)enbcn  ^m.  congruirfe;  j.  S3.  niJes  was 
er  voller,  b.  i.  ev  War  DoU  ob.  t?  oller  SteibS;  daz  wUe  velt  was  vollez 
frouwen;  einen  napli  vollen  mets  k.  ;  cin  gafö  üoUeÖ  ®elb[ce]);  —  uneig. 
ftcl)t  D  0 1 1  gem.  f.  betrunfen  (eotl  fein ,  ein  »oUec  Scuber) ;  in  unftnnli^icm 
SSerftanbe:  »on  ©mpfinbungcn,  ®ebanfen,  »on  einer  fittltc^en  Sigenft^aft, 
©cftnnung  jc.  ganj  erfüllt,  eingenommen,  burd^brungen  (j.  S3.  bcn  Äopf 
«üU  oon  etwaö  Ijabcn;  er  ijl  ganj  »oU  »on  bcr  ©ac^e,  b.  i.  fie  erfüllt  u.  be= 
fdjäftigt  feine  ganjc  @cele;  ein  t>oUcö  ^erj;  mein  .iperj  ifl  ju  ooU,  atö  bafe 
i(^  reben  !önnte;  btbl.  wefs  baö  ^crj  »oU  ijl,  befö  ge()t  ber  SKunb  über;  einen 
öuö  üoUcm  -^crjen  lieben,  t)affen  jc,  »gl.  eon  ganzem  «^er^en;  »oll  ob.  gem. 
ttoUcr  S«"be,  Scgeifterung ,  ©i^merj,  Äummer  ic,  ooU  fto()er  SrttJartung, 
üoU  banger  ©cf)nfuc^t  fein;  bibl.  »oUer  @nabe  unb  3Ba()r{)eit;  »oll  Streue 
unb  5Reblic^!cit  u.  bgl.  m.);  tjon  garben  u.  Sönen  f.  jlarf,  fräftig,  Qc 
fdttigt,  entg.  matt,  bumpf,  t)o()l;  iri  weiterer  2fnn)cnbung  2)  auä)  d'u^etüc^ 
auf  ber  ganjen  £)berfldd)e  mit  (tvoai  iiberbe(ft,  befe^t,  belegt  k.  (j.  S. 
bie  Säume  finb  üoU  cb.  öoUer  93lütf)en,  f)angen  ooUer  grüßte  ob.  b.  ooU  öon 
gröd^ten;  iai  gelb  war  ooU  Seid^en;  ein  Stfd^  ooll  ©peifen,  b.  i.  mit  ®pe{= 
[en  bcfc^t;  fprid^w.  uneig.  bcr  Fimmel  t)angt  ooU  ©eigen,  f.  ©eigc;  gaföb. 
ein  gaf6  »oll  binben,  b.i.  bergejtalt  mit  SBanbern  ob.  Steifen  ßerfef)en,  bafö 
!ein  g?aum  jwifd.)en  ii)mn  leer  bleibt);  inöbef,  gem.  f.  mit  ©d^mu^  ob.  Un; 
fla({)  bebecEt,  befd)mu|t,  befubelt  (ooU  fein;  itwai  ob.  ftc^  doU  maij^en  f. 
befdjmu^en,  befubeln);  .3)  baudjig,  gewölbt,  nmblid),  entg.  t)ol)t,  flac^ 
(öoUe  SBangen;  cin  »oUct  SBufen;  fein  2(ngcftd^t  ijl  »oU  unb  runb;  ©d)iffb. 
cin  üoUtr  S5ug ,  b.  i.  ein  runber  u.  baudiiger;  cin  üoUgebauteS  ©d^iff  zc); 
4)  ben  5lt)ei(en,  bem  9J?afe  ob.  ber  3flf)l  nad)  DoUflanbig ,  t)ollfommen, 
ganj  (fein  oolleS  SKaß  ob.  ©cmic^t  l)aben;  in  eoUem  SOtafe,  f.  9Kaß;  bie 
©umme  ijt  noc^  nic^t  ooU;  bii  M^i,  bie  ©umme  »oU  machen;  ber  »olle 
5Wonb;  bcr  50Jonb  ijl  woä)  nidjt  t5oU;  Sanbw.  bie  »oUe  SüJiafl,  entg.  ber  i)aU 
ben;  SSau!.  ein  »oller  Sogen,  b.  i.  ber  einen  .^albfreiö  ausmacht;  in  »oUet 
SBlüt^e  ttcf)cn;  in  »oUcm  Saufe,  b.  i.  im  ftär!jlen;  ctmaS  in  ooUcm  @rnfle 
bet)aupten,  b.  i.  in  ganjcm,  »öUigem  Srnjte;  einem  ein  ooUeö  3a()r  3eit  laf- 
fcn;  ein  noUer  SDionat;  üotle  ac^t  Sage  u.);  alt  u.  oberb.  au^  olß  Stro.  f. 
VÖ'Uig,  ganjlid),  üoUenbg  (j.  SB.  ooU  cin  3al)r;  trin!  baS  @laö  üoU  au6).  — 
Sn  3fc^.  jltet)t  üoll  1)  al6  jweite6  ®licb  »icler  mit  «Hauptwörtern  gcbil= 
beten  Seiwörtcr,  fic^  bem  ef)ara!ter  einer  blopen  Silbungöfilbe  nö^ernb,  entg. 
5 leer,  =lo§  (f.  b.),  j.  95.  mutf)-,  !rnft  =  ,  frcube--,  liebe »,  !ummer=,  I)off« 
nungö  =  ,  bcbcutungö^,  fct)nfuc^töüoll  zc. ;  2)  olö  crfteö  ®lieb,  wo  coli 
in  Söerbinbung  mit  SQaiDpt-  u.  fSiim.  ben  J?)auptton  feftbalt  (j.  S.  2Joll  = 
mac^t,  Sollmonb;  »ollj|af)rig,  » o 1 1 jlanbig) ,  mit  3eitwörtern  jgcf. 
aber  bie  ^iatur  einer  tonlofcn  SSorfilbc  annimmt  u.  bal)cr  e(^tc,  untrenn- 
bare 3ufammcnfc^ungcn  bilbct,  in  bcncn  iai  ge  be6  2ten  9)Jw.  wegfällt  unb 
baö  ju  beß  3nf.  oorantritt  (j.  33.  »oUbringen,  ic^  ooUbringc,  Dollbrac^t, 
ju  ttoUbringcn;  ooUcnben,  coUenbet,  ju  ooUcnben  jc;  bk  einjelnen  3fc(j» 
f.  w.  u.);  wo  ooll  oor  einem  3w.  feinen  STon  bet)auptet,  ba  finbet  feine 
wirflidjc  3ufammcnfcgung  ©tatt  (j.  SB.  etwas  »oll  gießen,  Oolt  mad()en, 
»oll  flopfcn  jc);  —  2(bleit.  oon  »oll:  bie  SSoIle  ob.  S3öUe,  o.  9iÄ. 
(alttjoc^b.  folla;   mittel^,  diu  u.  der  volle,  bal)Cr:  den  vollen  ob.  blo^  vollen 


t)oU  1683 

aU  9ltt).  f.  oöllig,  ooUenbö,  f.  b.;  oOcrb.  ber  Soll,  beö  3C.  9}oUcn  f.  bie 
DoUc  Cabung)  alt  u.  lanbf^.  f.  baö  SSoUfein ;  bic  Sülk,  bev  Übeifluf6 ;  bic 
@«nu9tf)uun3;  wollen,  i^iellof.  3»»-  (attl)oc^b.  ibllou,  ^fci.  f.  fä'ttigcn;  mit- 
teil)-  vollen),  oöllts^  »(t.  f.  t)eli  rocrben,  ftd)  füllen;  bic  S5üÜung,  cl)em.  f. 
bie  gcvit^tli^e  TfnerEennung  be6  3fnfpi-uct)e6  auf  ein  ©ut;  üüUcilbö,  9{ro. 
(gem.  mä):  »oncnS;  bei  2utf)er:  oollenb;  cntft.  qu6  bcm  mittcll).  alS 
^vo.  gebrausten  "Kcc.  vollen,  f.  o.  Solle;  fi^on  altljoc^b.  follon,  follüu  a(6 
5?ro.),  )'•  ü.  m.  üöUig,  gänjücf),  ganj  u.  gar,  tjoUTtänbig ,  bei.  niit  bcm 
SRebenbegciff  ber  23ollenbung  ob.  Srganjung  oon  ctraaö  bereite  Jfngcfangencm 
(j.  95.  bibl.  auf  bafö  fte  üoUenb  bic  ©träfe  überfamcn;  man  fi^lug  bcn  «!palb= 
tobten  ooUenbö  tobt;  id)  wiH  baö  SBu(^  ooUenbö  außtefen;  üma^  tjoUcnbd 
fertig  mad^en);  auc^  alg  oerftä'rfenbee  9iir>.  f.  nod)  iiberbieS,  nod)  baju,  gar 
(j.  35.  wa^  fotlte  barauö  werben,  wenn  er  üoUenbS  Eran!  würbe;  nun  !ann 
eö  »otlenbö  nid^t  gefc^el)en,  f.  o.  \v.  gar  nic^t,  crft  rcc()t  nidjt  k.);  bie  S3öl= 
lerei,  o.  50?.,  (bibl.  güllerei)  bai  Übermap,  ber  b'6d)\ii  &rab  ber  Un- 
mäpigfelt  im  (Jffen  u.  bef.  im  2^rinfen,  al6  la|lcrl)aftc  @en)ot)nl)eit  (fid^  ber 
SJöUcrei  ergeben);  bic  S3oÜl)cit,  M.  f.  baö  23üüfein;  in6bef.  f.  Srunten; 
t)eit,  SSölIerei;  üüüig,  S8w.  u.  9t<».  (altt)od)b.  ibllih,  follig,  nur  in  bem 

9Jnj.  follicho,    u.    bem    abgel.   SSra.   folliglih,    folliclih;    mitteli).    voUeclich; 

obcrb.  üöUic^),  eig.  Doli  feienb,  %ÜU(,  vollem  50?a§,  ge()örige  5{uöbe{)ming 
l)abcnb,  bai)it  lanbfc^.  f.  fleifd)ig,  biet,  beleibt  (ein  uölligeö  ®cfic^t;  ein 
üöUigcr  gSann  2r.);  bell  2;i)dlen  ob.  bem  ^'ÜZafe,  aud)  bem  &xabt  ob.  ber 
inneren  SSefdiaffenheit  nad)  voüjlänbig,  üollforamen,  ganj,  fo  bafö  nickte 
baran  fefjlt  (bibl.  ein  »öHigcr  ©(^effel,  ein  völlige^  ©ewic^t;  ein  oöUigeö 
3abr,  gem.  ein  t>oUc6;  id)  i)abe  meine  ^'6lli%c  2(rbf{t;  einem  üoUige  öcnüge 
leiftcn;  üöUige  Gileidjljeit  ber  Siechte;  einem  oöUige  greil)cit  laJTenX;  bcf.  al6 
Sltt).  f.  ganj(id),  ganj  unb  gnr,  DoUBommen  (i^  bin  nodj  nic^t  uöUig  fer= 
ttg;  eö  ijl  mir  üöUig  einerlei;  eö  würbe  if)m  »öUig  abgcf(^lagen;  ic^  bin  oöl= 
lig  beiner  SKeinung  k.);  oberb.  auc^  f.  immer,  jletö;  —  3fc^.  mit  ooll: 
Ü0Uäl)vig,  S3w.,  üoUe  3tl)ren  t)abenb;  OOllauf,  9li».,  in  ootlcm  93la9e,  in 
güUe  ob.  Übevfluf6  (j,  95.  ©pcifc  »ollauf;  vollauf  ju  t()un  t)ab(n);  bag  ob. 
ber  Siolfauf,  bid)t.  f.  plle,  Überflufö;  üollbcerig,  S8w.,  ooll  oon  23eeren, 
oiele  ÜBeeren  l)abenb;  OOÜbercd)tiqt,  <8ro.,  uoUEonimcn  berechtigt;  üoUblü; 
l^cnb,  Sw.,  in  üoUer  Slüt()e  ftebenb;  bic  ä3i)({bIÜtl)C,  gew.  »olle  Stiitlje 
(f.  0.  üolt  4);  üOÜblÜtiq,  SBw.,  ooll  öon  Stut,  rcic^Iic^cg  ob.  übcrflüffigeö 
Slut  t)abenb;  bie  Ssoliblütigt'clt;  voÜborten,  jiel.  3w.,  alt  u.  bef.  nieberb. 
(oullborben;  waljrfc^.  üon  S5orb,  95ort,  b.  i.  «Ranb,  ßJrcnje;  ogl.  baS 
fc^web.  fullborda  f.  DoUbringen ,  üollenben)  f.  feine  3uftimmung  ju  etwa6  ge= 
ben,  bciftimmen,  bejtätigen;  bie  5ßoÜborte  ob.  SioUbort  (nieberb.  Süll  = 
borb;  fpäter  in  Sollwort  umgebeutet)  olt.  f.  ^ufliwmung,  ®enef)migung; 
OoUb ringen,  untrb.  giel.  3w.  unregelm.  n>k  bringen    (üoUbrac^te,  üoll= 

bra(i^t;    altboc^b.  fülla-bringan,    mittell).  volle-  ob.  volbringen),    üüllig    jur 

^(uäführiing  ob.  ju  (fnbe  bringen ,  mit  bem  9tebenbegriff  ber  ©d^wierigfeit 
ob.  $Bic^tig!eit  ber  ®a(fee,  finno.  au6fül)ren,  \)ollfiif)ren,  üoUenben  (ein 
@efd)äft,  ein  Sffierf  — ;  bibl.  c§  ift  ooUbradöt!);  ba6  äiüllbringen  ob.  bie 
5BoUbringung;  ber  35oÜbringer,  bie  SSoÜbringcrinn;  ooUbürttg,  Sw. 
(ügl.  bürtig),  oon  ööUig  gleicher  ©eburt  ob.  2tbjlammung ,  oon  bcnfelben  liU 
Uxn  erjeugt,  ftnno.  leiblich,  entg.  Ijalb  bärtig  (ucrfc^.  ebenbürtig):  oolh 

106* 


1684  t)oa 

bürtigc  ®cfd)ttjiftcr,  i,  i.  Ictfali^c,  aud^ :  Sßoltg  cf  d^  to  tftf  r,  cntg. 
^alti^cfc^rotTtcr;  fo  audj:  ein  9SoUbrubcr,  eine  23  ollf  djn)  cftcr;  bte 
ä^oübürtigfeit:  üoübuffg,  S8n?.,  einen  ücUen  SBuffn  t)abenb:  üoUenben, 
untrb.  litl  3».,  üoUig  enben  ob.  beenbigen,  bag  Gnbc  ob.  3tcl  einet  Sf)a- 
ttgfeit  ob.  cineö  3u<lanbe6  erreichen  (eine  2(rbeit,  eine  Sieife,  ben  Cauf  —  ; 
aixäj  con  einem  Zeiträume,  j.  SS.  ein  3af)r,  fei^jef)n  SQt)re  — :  fein  ßeben 
»oUtnbcn,  b.  i.  bcfd)liefen;  u.  ot)nc  3iclnj.  er  t)at  »ollcnbet,  ndml.  fein 
fiiben ,  er  ifl  gcflorben;  ehem.  auc^ :.  feinen  ®rimm ,  3orn  jc.  »otlenben,  f. 
"ooUiq  au6(afTen);  in  bcfiimmterer  S5eb.  etwa^  üoUf^änbig  üenDirftid^en  ob. 
in  ßrfüUung  bringen  (bibl.  cö  wirb  »oUcnbet  werben,  \va^  ba  gefagt  ift); 
burd)  bic  (e^tc  2frbeit  in  allen  feinen  S^hetleu  üollfommen  machen,  jur 
9SoUforamcn[)eit  bringen  (manc^eg  SBer!  ifl  beenbigt,  oijne  üollcnbet 
ju  fein);  bQt)cr  ha^  93tm.  voUenbet  ai6  SBir.  f.  voUirommen  (ein  ootleube« 
tel  Äunjlipcrf:  ein  ooUenbcter  Äünftler,  ©taatömann  :c.;  and)  in  üblem  Set« 
jtanbe:  ein  »oUcnbeter  SBofewit^t  jc);  rüctj.  fid)  voUenben,  f.  ttoücnbet 
werben;  ber  23oUenbcr,  bie  ä>ol(cnbertnn,  wer  et\va§  üoKenbet,  ob.  \)oK* 
cnbet  i)at:  bte  S>oUcnbun(5,  ba§  SSoUenben  (j.  S.  einer  2frbeit);  bai 
SSoUenbenverbcn  ob.  SSoUenbetfetn,  bie  33oüfomment)ett  (ba^  SBerE  ifl  fei« 
ner  SSoUenbung  naije;  ein  Äunfrroer!  »on  bemunbernewiirbiger  SSoUcnbung); 
üotlfa^ren,  untrb.  jieUof.  u.  ^iel.  3n?.  abtaut,  trie  faf)ren  (altt)o^b.  foUa- 
faran,  mittel!^,  volvarn) ,  ü(t.  bef.  9{fpr.  f.  mit  ctwaö  jum  3icf<-'  Eommcn ,  c§ 
augfüt)ren,  burd)füf)ren  »or  ©eridit;  ö0llfül)ren,  untrb.  jiet.  3<t5.  (mitteil), 
volvüeren),  wöüig  ju  Snbe  fü()ren,  burd)  f)anban(e9enbe  ob.  leitenbe  St^a? 
tigfeit  au6fül)ren  unb  DoUenben  (eine  3frbeif,  einen  SSau  2C.  —  ;  bibl.  ber 
in  sni)  angefangen  i)at  l)ai  gute  Sßer!,  ber  wirb'ö  auc^  «oUfiit)ren;  man 
fütjrt  ein  S3ort)aben  auä,  fobalb  man  c§  in6  Sßerf  ju  fe^cn  ob.  ju  ocrnjir!= 
liefen  beginnt;  man  oonfüt}rt  eö  aber  nur,  wenn  man  es  oöUig  oerroir!» 
lid)t);  cl)em.  aud)  f.  erfüllen;  ber  S3oIlfül)rer;  bie  SJoUfübrung;  ba« 
S3oUgefÜl}l,  ccUigcö,  noUfornmcneg  @efat)l  (j.  95.  ber  ®efunbf)eit);  ber 
ä5oligct)alt,  ber  äioügmufö,  ooUcr,  reidjer  @e[)alt,  ©enufö;  ba6  SSoU; 
gefld)t,  9teura.  1)  f.  i^oUcg,  flcifdjigcg  ©ific^t;  2)  baö  gan^e  oon  oom  ge= 
fel)ene  ®eftd)t,  entg.  .!palbgcfid}t  (ein  .Kopf  im  SSoUgcfidjt,  fr.  en  face);  bie 
ä^oUqewalt,  oöUigc,  unbcfdjränite  ©crcaJt  (fr.  pleiu  pouvoir);  ber  SSoU- 
gcwinn,  bcrooUe,  gan^e,  ob.  ein  reicher  ©croinn;  ber  SSoüglanj,  ooKer, 
jlarEcr  (Slanj:  t^oUgültig,  SSm.,  ganj  ob.  ooUfommen  geitenb,  n?a6  eö  gt(= 
ten  foU,  üollen  SBertl)  tjabcnb  (eine  »oUgültige  SKünje,  ©ntf^utbigung  :c.); 
bie  SJoUgültigfeit;  OoU[)aarig,  SB«?.,  »oU  oon  Jpaaren,  jtarf  beöaart; 
ÜOUbaltig,  »m.,  feinen  ooUcn  ©cljalt  ob.  SBcrtt)  t)abenb;  auc^  überl;.  f. 
reid)^altig;  bie  ä^OÜ^altigfeit;  ber  S30Ul)äring ,  J^äringe,  bercn  Ceib  »oU 
59iild)  ob.  Siogcn  ül,  entg.  Jpo^ttjä'ring;  üOÜberjig,  S5ic. ,  ein  ooUeö  .i^erj 
b.  i.  ein  .!perj  ooU  @cfüt)l  tjabenb,  u.  baoon  jeugenb  (ocrfd^.  o.  bem  nieberb. 
üultl)arbig,  b.  i.  bejldnbig,  aueljarrenb ,  o.  oullbarbcn,  mittel)^,  vol- 
harten,  auöbaucrn,  ü.  {) ar t ) ;  bie  S3oÜl)cr^igfeit;  ber  S3üÜi)uf,  ein  ooUcr, 
ungefpa'tener,  nb.  unten  ganj  jugcwadjfencr  .^uf;  auc^  ein  fetjlerljaftcr  .^uf, 
ein  otrfd)(immcrtcr  "^lattfjuf;  OOÜl)ufig,  35n>. ,  einen  93oUl)uf  ob.  S3oUl)ufe 
^abenb;  f> i) (1  ja l)r ig,  ^m.,  bie  p  einem  3"M-'d  erforbcrlidje  oiJUige  2Cnja^l 
oon  3abrcn  t)abenb;  in  bejltmmterem  ©inne:  baö  gefe^lic^e  "Kita  jur  eigenen 
Jöfrnialtung  fcincS  SScrmögmö   u.   feiner  2(ngclegfn{)eiten  t)abenb ,   f.  ö   w. 


DoH  1G85 

Qto^\äi)tiq  (fr.  majorenn),  cntg.  minbcrja^rlg;  bie  SSoIIjä'brigfeit:  öoÜf; 
fnntig,  SSro.,  gorft^ü.  u.  3immert. ,  feine  oÖUigen  Äantcn  tjabenb,  auf  allen 
©ettcn  fc^aif  betjaucn  (oolüantigcö  «&oIj,  j.  lt.  o.  bem  baum!anti  = 
gen,  an  welchem  noc^  bie  Siunbung  bc6  Saumeö  fi(^tbar  ijl);  bet  ^OÜ- 
flan^,  ein  ooUcr,  nic^t  i)ot)Ut  ob.  bumpfer  Ätaug;  aiic^  S^eutn.  f.  3ufamnun= 
ob.  (ginÜang  jufammengcfjörcnbcr  SSönc  (fr.  2fccorb);  ÜOÜfomJTlcn,  untrb. 
3ro.  ablaut.  »Die  fommen ,  (a(ti)oc^b.  folla  quemau,  foUe-chomen;  mitttlt). 
volkomen,  volle-  ob.  volleiikomeii)  je^t  oöUig  Ott.  I)  jieUog  m.  fein,  oöllig 
rooijin  Eommcn  ob.  gelangen,  jum  3ielc  ob.  ju  (Snbe  fommcn;  in  drfüUung 
getjen;  2)  jicl.  ju  (5nbc  ob.  ^u  ©tanbe  bringen,  vollbringen,  r>oU^icl)en;  »öl- 
lig  bartöun  ob.  bcmcifen ;  batjer  ba6  9Kn).  öüllfommen  alö  58». ,  (5omp. 
voüfommner,  ®up.  Doüfommenll,  1)  ucfpr.  u.  eig.  jum  ^kk  gefommen 
ob.  9ebrad)t,  üollenbet,  DoUfüf)rt,  erfüllt;  je|t  nur  unctg.  2)  alle  ^um 
(^anjen  9el)6renben  ob.  jum  3>t>ecfe  nötl)igen  ilbeile,  roie  auc^  bie  baju 
erforberltd)e  S5efd)affenl)eit  (}abenb ,  finno.  »öUig ,  ooUftanbig,  gaiij,  un- 
\)etfurjt  (eine  M^l  ijl  ooUfommcn,  rcenn  nid^tö  baran  ki)k>  i""  ift  mt-in 
UnglücE  üoUfommen;  bcf.  alö  9lw.,  j.  S.  id)  r»crjlcl)e  bid)  ooUEommcn;  ftd) 
DoUfommen  beutli(^  machen  k.);  gem.  auc^  f.  gehörigen  Umfang,  ^äüe  ob. 
9Beitc  t)abenb,  finno.  ocliig,  bicf,  weit  k.  (im  ©efic^te  üollfommcu  fein; 
ein  Älcibungöjliict  etmaS  ooll!ommen,  ein  wenig  üoUEommmr  machen);  3)  in 
beftimmteret  ^ih.  feinem  S$cgriffe  iinb  BttJecfe  üöUig  angemeijen,  alle  voi- 
fentlid)en  S5eflanbtl)etle  unb  (^igenfdjaften  in  ber  get)örtgen  Jorm  unb 
bem  l)öd)jlen  (^rabc  ber  ©iite  in  ftd)  üereinigcnb  (lat.  perfectus;  altl)od)b. 
durutao,  b.  i.  burd}getf)an,  foHetau),  mcl)r  al6:  fef)[er(o»,  mu|lerl)aft,  (in 
ber  ganjcn  ©trenge  bee  SSegriffeS  ijl  nur  @ott  (abfolut)  ooUEommen;  fein 
SRenfc^  ifl  »oUfommen;  in  ber  SBett  ift  nic^tö  ootlfommcn;  e6  giebt  !cin  ooU= 
fornmeneö  @lüct  auf  (grben  u. ;  —  in  ber  geroöl)nlic^cn  (relatiocn)  3£nn)en= 
bung  beö  9Borte6  lafft  man  oon  ber  firengjlen  SStbeutung  etiraö  nac^;  j.  S3. 
üoUfommene  ©d^önljeit,  S5Jciöl)eit,  Sugenb ;  ein  Doüfommener  Jtünjtler,  3?eb» 
ner  ic;  üoll!ommcn  gut,  gerecht  zc  fein;  man  fann  eine  oollfidnbigc 
Äenntnifä  einer  3Biffcnfc^aft  Ijaben,  ol)ne  eine  o  ollEomm  ene  ^u  btjteen ; 
ber  ÜRenfc^  mufö  ftrebcn ,  immer  DoUJommner  ju  »erben ,  b.  i.  ber  S3oll?om= 
menl)eit  naljer  ju  tommen);  üoUfommenltc^  ob.  OOÜfommltrf) ,  olt.  9iro. 
Don  t)oU!ommen  (§.  SS.  bibl.  alleö  ücUEommenli^  treffen);  bie  JüoUfom' 
menl)eit,  1)  ha^  SßoUfommenfein,  bie  (abfolut  ob.  relatio)  ooüenbete  S5e; 
fd)affen{)eit,  l)öd)fte  ©lite  ob.  2refflid)fctt  (bie  BoUEommenl;cit  ©otteS; 
nac^  23oUEommenf)eit  ftrebcn;  cö  in  einer  ^adje,  einer  Äunjt  jc.  jur  23oll= 
fommenl)eit  bringen);  2)  eine  einzelne  511  ber  wefentlidien ,  wcllfommenen 
?Ratut  eineg  I)ingeS  gehörenbe  (5igenfd)aft  {^.  93oUEommenl)ettcn);  bie 
löollfraft,  ooUe,  ungef(4tpä(^te  Äraft;  üoUfräfttg,  S5»d.,  93cll!raft  t)abenb 
u.  äu&ernb  ob.  baoon  jeugcnb  (fr.  energifdj);  ber  u.  bie  23oUlei|i  (mittel^, 
volleist)  t»lt.  f.  nöUige  Stiftung;  rcirfrnbe  Äraft;  2(u6fiil)rung,  SJoUjiefjung; 
J&älfe,  SSeiftanb;  üoUlelllig,  Siu.,  olt.  f.  bel)iilfli>^,  Seiflanb  leiftcnb;  ÜOU; 
lütbig,  ÜBn).,  ooUee  Sotl)  ob.  ®eiüic^t  t)abenb.  uncig.  f.  gercic^tig,  get)a!t» 
reic^;  bie  S3oUmact)t,  9}?.  -cn,  1)  »oUe,  unbefc^ranftc  «OJac^t;  inöbef.  bie 
einem  2(nbcrn  übertragene  SJiac^t  ob.  Sefugnifö,  ein  öJefc^äft  im  9tamen  beg 
Übertragenben  ju  oerric^ten  (einem  S3oUma(^t  geben ,  ertt)eilcn);  2)  bie  Ur« 
!anbe,  burc^  xvil<i)i  Semanb  23oUmac^t  ju  etwas  ertt)eilt  wirb,  f.  o.  w.  bcc 


1G86  »Ott 

^0Umciä)t'  ob.  a3oÜmarf)t5brief,  (eine  SoUmad&t  auöfcctigcn  ob.  am^\icU 
Ich;  mcljue  aJoUmad;tcn  auftfcifcn);  bcc  SSütImcier,  laiibfd^.  ein  SSKcicu,  ire(* 
d)cr  dn  voUeö  ob.  ganjce  tOicievgut  bcft(^t,  j.  U.  o.  Jpalbmeict;  bec  S^üll; 
monb ,  bei-  DoUc  931onb ,  b.  i.  bic  unö  jugefeljvte  oöUtg  cvlcudjtetc  gjJonb- 
fc^eibe,  cntg.  Sleumcnb,  ogl.  Jpalbmonb;  aud)  bie  3cit  be6  SJoUrnonbcö  (j. 
SS.  im  SSoUmonb  [den  ic);  ba^  58üUmonbo,efii^t,  f^crj^.  f.  ein  oolleö,  nins 
b£6  u.  votl)e$  ©cftc^t;  bie  $8oUmonbnaci^t;  bec  SoUmonbfc^ein ;  bie 
SSoünionbäcit;  öoUpfünbig,  Sir-,  ein  ooUeS  ^pfunb  ob.  über^.  »oUeß  @e* 
loid^t  i)ab(nt;  üoUrunb,  fBxr>.,  »bUig  ob.  ganj  vunb;  üollfaftig,  Sra.,  ooU 
»on  ©aft,  tict  ®aft  ob.  üie(c  ©äfte  ent()Q(tenb,  bef.  coa  tf)ievif^cn  u.  menfdjl. 
Äörpern,  oerfc^.  faftüoll,  rvtHjcä  tne^r  üon  ©eiräs^fen ,  gvüd)ten  jc.  gc- 
braudjt  »civb,  (ein  eoUfaftiger  Äörpet,  SiJfcnfd)  k.;  eine  faftcoUc  grud)t); 
bic  S3oUfafttgfcit;  ber  S3oüfd)ütter,  in  ©aijiDccEen :  xva  ta&  ©alj  aus 
bec  Pfanne  in  bie  Äörbe  ((glittet;  bec  ^OÜfpänner,  ein  2fnfpänner  ob.  fcoljn' 
Pflichtiger  SBauer,  rcelc^cr  ein  gangcö  Saueigut  befi^t,  ^.  U.  o.  Jg)Q[bfpanner; 
öoUjlänbig,  S3nj. ,  feineu  "oollen  <Stanb  ob.  23e|lanb  l)abenb,  alle  jum 
©anjen  feiner  Jt»cfcntlic^en  5Ratuc  u.  Sejtimmung  nac^  crforbci-lid)en  S^e« 
ftanbtl)cile  {)abenb,  nicl;r  alg:  ganj,  toetc^eS  nur  baö  UngetljciUfein  ob. 
S3or^anbcn[ein  aller  3;t)ci(c  einc6  •T^ingeß  be^etc^net,  weniger  üt6:  oollBom- 
men  (f.  o.))  cntg-  uno  cllllanbig,  mangeltjaft,  (ein  ganjeöSBör» 
tecbuc^  ijl:  bariim  noi^  fein  ooüjld'nbigcö,  ein  ooUflä'nbigcö  nod)  Bein  ooll» 
lommcuee;  ein  üoUftäiibigcr  2(n^ug;  ein  ooU)ldnbiger  Seroeis  ic);  bie 
SSoUjlänbigfeit,  bag  23cUfranbi9fctn;  üoll|limmtg,  SSw.,  bic  oolTcn,  b.  i. 
alle  Stimmen  enti)altenb  ob.  baiauö  bcftefjcnb ,  mit  allen  jum  ©anjen  gel)ö* 
vcnben  ©timmen  (ein  t?olljiimmigeö  Sonjliict;  oollftimmig  fingen);  bie  23oUs 
jlimmigfcit;  üoIIftrc(fcn,  untvb.  ^iel.  3iü-  (mittelf).  in  glet^er  S3cb.  vol- 
recken)  öcUtg  Ictflen  cb.  uecrid)ten,  au6fü()ren,  wecivirfltd)cn,  ftnno.  üoU? 
5iet)cn ,  aber  ocn  engerer  Scb.  gcra.  nur  oon  obrigftitl.  SBefei)ien  u.  ric^ter' 
lid)en  Urtl)cilcn  (j.  93.  baö  Äobeeurttjcil  würbe  an  bem  5ßerbrec^er  tJoUftreiJt); 
bei-  58oüftvc(f£r,  trec  cnr>a6  üoUf!rccft;  bie  SSoUftrccfung;  bcr  ^oll^ 
l^redunggbefet)!  k.;  üolitönenb  ob.  üOÜtönig,  58».,  einen  »oUen,  ftarfen 
Son,  ob.  ücUe  Söne  l)abcnb ;  bie  ä^üUtönigfeit;  üollirac^fen ,  SSw.,  »ic. 
f.  ücUig  er»a(^[en;  üolhrangig,  Sw.,  ooUe  SBangen  ijabenb;  DoUivic^tlg, 
93>ü. ,  fein  cotleg,  gcbörigcö  (^ewtcbt  Ijabenb  (uoUroic^tige  ©olbjlücte);  bie 
SiOUlüic^tigfeit;  ba^  S^olhvort,  alt  u.  lanbfc^.  (n?al)rfd).  eerberbt  au§ 
23  0  IIb  ort,  f.  0.)  f.  3ujlimmung,  SimriUigung ;  ffioUmac^t;  ber  SSoKs 
wiiä^Bf  üoUcr,  früftigcr  2Bud)6;  üüUivüc^fig,  SSm.,  üoUen  Si3uc^6  f)abenb; 
ÜoU^ä^lIg,  Ißtü.,  feine  »oUe  M¥  babenb,  bcr  ^ai)i  na(^  üoUftdnbig  (j.  S5. 
baö  ^^it  ooUiäl)lig  machen);  bie  Söelljä'ljligfcit;  ber  äJoIIjapf»  lanbfi^. 
wer  fit^  glcic^f.  ooU  ^lOpft,  b.  i.  betrinü,  ein  ©aufer;  oolljcitig,  S5».,  feine 
»oUe  3eit  l;abenb,  CüUig  zeitig  (eine  »oUjeitige  Scibeßfrud^t) ;  bie  ^öoUjeitig; 
feit;  UOÜ^ief)cn,  untrb.  giel.  3n?.  ablaut.  ")ic  jieljen:  ooUjog,  noUjogen, 
(altf)od)b.   füUaziiihaii ,   mittcli}.    vol-    ob.    volleziehen;    »gl,   jic()en) ,    urfpr. 

oöUt(5  leiften,  ©enüge  leiflen,  genügen  (einem  — );  jjc^t:  etwcii  töllig 
auöfül)i-en,  oercid^ten,  finno.  vollbringen,  t)oUfüf)ren,  voüfirecfen  (f.  b.); 
gew.  in  bcftimmtcrcr  Seb.  ctiüaö  S5efd)loffeneg  ob.  S5efof)leneg  burd)  «ine 
^anblung  vcitviiElid^en  (ein  Urtt)cil,  einen  Sefefjl  — ;  einen  gdeben,  ein 
Sefiament  —  ;  iim  ^mati)  —  ;  bic  oonjic|)cnbc  (fc.  cjcecutioc)  ©cwalt 


t)on  1G8T 

im  ©taate:  weld^e  bie  95ef(!^tü|Te  bcr  gffc^aebcnbcn  u.  richterlichen  au6füt)rt); 
bec  $8oüjtet)er ,  rcet  etmai  ooll3le()t;  bie  5üoÜ5iel)ung  u.  bec  SSoUjug, 
baö  3SoUjie()en  (j.  S.  eineö  Sefct)[ö,  einer  J^eirot^  ic). 

OOn,  33».  (bem  J^oc^^  u.  5Rieberb.  eigenti)ümli(^ ;  fef)tt  im  ®otf).  Slorb.  u. 
Jfngelfdc^f. ,  rcetdje  ©prad^en  bafür  af,  engl,  of  (=:=  oltb.  aba,  ab  al6  Sro. 
neben  oon)  unb  fram,  engl,  from,  i)ahin;  altl)oc^b.  fona,  föne,  fon,  mittelf). 
vone,  von;  altfäc^f.  fana,  fan;  l)oUanb.  u.  nieberb.  »an;  tt)at)rfc^.  entfl.  au6 
af-ana,  oon  af,  ab,  unb  ana ,  an  (ogl.  unfer  oon  —  an,  j.  5B.  »on  l)iec 
an,  oon  ()eute  an  jc),  ober  auc^  af  mit  ber  Silbungöfilbe  -ana,  roeldjc  fic^ 
in  inuana,  obana,  b.  i.  innen,  oben  JC  finbet;  —  al§  Sinj.  jleljt  »on  im 
S'?eul)oct)b.  nie,  im  2(ltb.  u.  ben  SKunbartcn  [elten  f.  fern,  Ijinrocg,  baoon; 
boc^  finben  fic^  im  Oberb.  bie  Silbungen:  Don't,  l)inoon't  f.  bort,  in  ber 
Entfernung  oon  t)ier;  ber  ic.  oontere  f.  entferntere;  conti g  f.  bort  be' 
finblic^,  bortig)  flet)t  immer  mit  bem  X>at.  unb  ifl  ber  aUgemeinjie  2(u6bruct 
für  bte  9ttd)tung  tt)o()cr,  entg.  ju,  na^,  »ie  auc^  an,  auf,  rcenn  fic 
bie  SRi(^tung  roo^in  auöbrüden;  e6  fommt  baljer  mit  bem  ®runbbegriffe  beß 
©enitiöö  überein  unb  bient  im  Jpoc^b.  l)äufig ,  im  Siieberb.  burc^auö  al6 
umfc^reibenber  «Stelloertrcter  für  ben  einfadjen  ©enitio.  3n6befonbere  bc- 
jei^net  e6  1)  räumlich  ben  2(nfangSpunft  einer  S5en>egung  ob.  2(u<5bet)= 
nung  (j.  58.  »on  J^aufe,  oon  bem  ob.  jgej.  »om  gelbe,  oon  ^aris  k.  tom^ 
men;  oon  ^ari6  nac^  Conbon  reifen;  oon  bem  Saume,  oom  ^fcrbe  flcigen; 
er  ifl  oom  Sac^e  gefallen ;  oon  Semanb  weggeben ,  fic^  entfernen;  nid)t  oon 
ber  ©teile  gel)en;  ben  JQat  oom  JCopfe,  baQ  SSilb  oon  ber  SBanb  ncl)men;  bie 
2(ugen  oon  einer  ^aäji  roegmenben;  oon  £>rt  ju  Ort,  oon  >:^auS  ju  J^qu6, 
oon'SOtunb  ju  5Dlunb  2C. ;  ber  SBalb  erftrecJt  fic^  oon  S^orbcn  nac^  ©üben;  — 
fo  auc^  in  bilblic^en  SRebenöarten,  wie:  bie  ^anb  oon  3emanb  abjiefjen; 
ctioaö  oon  fi^)  geben,  feinen  Caut  oon  fic^  geben;  fi(^  etrcaS  oom  «^alfe 
fc^affen;  eS  gel)t  ii)m  gut  oon  ber  J^anb;  bie  ©ac^e  gel)t  oon  ©tatten  :c. ; 
unb  in  Sßerbinbung  mit  Slebenrc örtern  bes  Drte§:  oon  t)ier,  oon  ba,  oon 
fern,  oon  oben,  oon  unten,  oon  oorn,  oon  hinten,  oon  aujien,  oon  innen; 
alt  u.  bic^t.  oon  bannen  (altt).  föna  danaa),  üon  t)innen  (altf).  fona 
hina,  fou  hinan),  ügl.  bannen,  t)innen);  2)  jeitlic^  ben  ßeitpunft,  in 
n)elcl)em  ein  ^i)\xn  ob.  ein  3uft^inb  beginnt,  entg.  biö,  ju,  (j.  S3.  oon 
Oftern  biö  ^fingflen;  oon  SSage  ju  Sage,  oon  ©tunbc  ju  ©tunbe;  oom 
SKorgen  bie  an  ben  3(benb ;  oon  neuem,  al6  9ln).,  f.  neu;  oon  2flter6 
l)er,  b.  i.  oon  alter  ^iit  f)ec,  reo  ber  @en.  2£l£er6  nebenn? örtlich  fle^t,  ogl. 
oor  2tlter6;  oon  {)eute  bü  übermorgen  ic ;  —  in  ber  älteren  ©prac^e  u.  bef. 
im  Slieberö.  brüctt  oon  au(^  ben  3«ttpun!t  aus,  in  »oeld^en  ein  Zi)Vin  ob.  ün 
3uftanb  fällt,  jteljt  alfo  f.  ju;  j.  95.  o  on  el)  f.  juoor,  ootljer;  oon  erft  f. 
juerft;  nieberb.  oan  2)age  f.  ju  Sage,  f)eute;  oan  SOiorgen  f.  l)eutc  SDtorgcn; 
oan  ber  2Be!e  f.  in  biefer  SBoc^e);  —  fotoo^l  id  ber  räuml.,  alö  bei  ber 
jeitl.  ^Cntoenbung  fügt  man  bem  burd^  oon  regierten  SBorte  tjäufig  noc^  eineg 
ber  Slcbenrcijrter  an,  auf,  auö,  {)er,  l)erab,  Ijerein  jc.  hd,  um  ben  lin- 
fangöpunft  ob.  bie  Siic^tung  genauer  ju  bcjeid^nen  (j.  93.  oon  ber  Cuelle  an, 
oon  Äinbt)eit  an,  oon  ©tunbc  an,  oon  t)ier  an,  oon  je^^t  an,  oon  Ijeute  an; 
oon  3ugenb  auf;  oon  unten  auf;  oon  biefem  ©tanbpunfte  au6,  oon  @runb 
ou6,  oon  l)ier  au§;  oon  oben  t)er  ob.  t)erab,  oon  Djlen  t)er,  oon  gcjlcrn  ()cr; 
»0«  oorn  Ijetein  zc);  —  in  abftcacterec  SSeb.  bejei(^net  oon  3)  ben  2(n* 


1688 


t)on 


fang^punft  chm  Ä()ä'ttöfeit  ob.  eincö  ^uffi'dibeS  (j.  SB.  wn  üwai  beginn 
ncn,  anfangen;  uon  Sffiortcn  !am'6  ju  @d)la'gcn;  einen  vom  gcten  jum  Sobe 
bringen);  4)  S^rennung,  3(bfonbeninä,  S3craiibung  ob.  SScfrfiung  (j.  95. 
§e^n  üon  f)unbcrt  ab^ictjcn;  oon  Scmanb  (äffen,  abfaffen,  abfallen;  oon  einem 
SSoil)abcn  abftetjen;  üon  allei-  Jpiilfe  cntblöjjt  fein;  üon  ©innen  fominen;  ei« 
nen  Don  ctwaö  befreien,  crtöfen ,  erretten,  tjeilen;  öon  einer  ÄranEtjett  gcne= 
ftn,  ficft  erl)o(cn;  frei  »on  etwag,  oon  ©ctjulb,  von  ^uvä^t  ic.)i  bai)cr:  aui) 
«inen  Sl)eilbe9riff,  alg  ©telbertretcr  bc^  (partitiocn)  ®cnitiü6  (bef.  nac^ 
3a5t»rörtern,  ©uperlatiren  unb  günüörtcrn,  j.  99.  jirei  »on  meinen  ^rcun= 
ben;  3cber,  Äeiner,  SWandjcr  üon  cu^;  bec  Sleid^fte  »on  "Klicn;  »er  con 
ung  Zt.;  weli^eS  öon  meinen  SBüc^crn;  td^  »rei^  nidjtö  oon  bec  (2ad;e;  er  ^at 
mir  »iel  t>on  feiner  «Reife  erfrä't)tt;  unb  in  SSerbinbimgen  lüie:  iä)  i;)cibi  noc^ 
von  bem  3fuge:  er  giebt  ben  2Crmen  oon  feinem  93robe;  ba6  ijl  iBein  oon 
meinen  Seinen  unb  gleifd^  oon  meinem  gteifdj;  ein  ^ivnig  \>on  einem  93ainr.e, 
SBoUc  oom  (Sdjafe  k.  ,  rceld^e  ffieifpicle  ben  Übergang  gu  ber  folgenbcn  SBeb. 
mad^en);  5)  ^evfunft,  Tlbframmimg  ob.  Urfprimg,  finno.  au6  (er  (lammt 
»on  redjtlic^en  2i;itcrn  ab;  idj  ^abc  eg  oon  ii)m;  idi  mei^  e6  »on  guter  .i^anb; 
ein  »Kaufmann  oon  Kmfterbam;  m\  Srief  oon  meinem  SSruoec;  etiroä  »on 
Scmanb  erl)aUen,  empfangen,  lei{)en,  borgen,  !aufen,  f)ören,  lernen,  erfra= 
gen,  bitten,  forbern  ic ;  ctVDOö  oon  .^er?en  gern  tbun;  einen  oon  ganjem 
jQixiin  lieben);  t))  <Stoff  ob.  Sii()*"itt  U-  (5i3cnfd)nft  (bcrSifc^  ijt  oon  .fpolj; 
ein  Siing  oon  @olb;  ein  ^au»  oon  Stein;  ba^  ®ebi(^t  oon  ben  Slibelungt'n; 
©(^iller'ö  Sieb  oon  ber  ©loctc;  bic  gabel  oom  giid)fe;  bic  ßeljre  oon  ber 
SBü^c;  ein  SÜann  oon  (äl)re,  oon  ©tanbe,  oon  ©efc^mac!;  oon  fc^it>äd)li(^er 
@efunbl)eit  fein;  ein  ©belftein  oon  grojiem  SBerttje;  eine  ©peife  oon  gutem 
©efd^macf ;  ein  S?erg  »on  bctrcic^llid^cr  ^öi)i;  eine  Saci^e  »on  JSJi^tigüeit; 
ein  ®rciö  oon  adjtjig  3a()ren;  eine  «Summe  oo-n  Ijunbert  Sbalern  ic);  7) 
atö  umfj^reibenber  2Cuöbruc£  für  bin  ©enitio  bejeid]net  uon  auc^  S5efiö 
ob.  ?rngef)Pvi9fctt  (j.  S5.  ber  Jtönig  oon  ^H-cußen:  bic  Umgebungen  oon 
grantfurt;  bit  (5inmcl)ner  oon  ^pariö;  bie  grau  oom  ^aufe;  ba§  Snbe  oom 
8iebe;  hai  ©djidfal  oon  Saufenben;  gem.  u.  bef.  niebcrb.  auc^ :  ta6  ^aui 
üon  meinem  9lac^barn,  ber  S3ater  oon  b  em  Äinbe  zc  f.  ba6  ^auö 
meineö  9tad)bavn,  ber  33ater  bc6  Äinbeö;  unb  mit  giinoörtern,  j.  S5. 
er  ift  ein  grcunb  oon  mir,  b,  er  ifl  mein  greunb;  lanbfc^.  geborfamer  Sic* 
ner  ooir  3i}ncn  ft.  S()r  get)orfamer  Siener)  unb  neben  J^auptwcrtern,  bic  oon 
3eitmörtern  gebilbet  finb,  felbfl  S3e5ief)un3  auf  ben  föecjcnflanb  {bat.  Object) 
bec  5ll)attgfeit  (j.  33.  er  ift  S3erfaft'ec  oon  ©ebic^tm,  ©ammter  oon  S3üd}ern; 
bie  a3eurtl)eitung  oon  .KunftwerScn;  bie  SSelagerung  oon  SBicn;  baö  Üefen  oon 
3ettfd)riften  jc);  —  auf  bic  SBeb.  ber  «l^  er!unft  u.  bes  JBefi^eö  grünbet 
fic^  bie  2lnmenbung  bcö  »ort  alö  Unterfdicibunö55eid)en  beg  "iihcl^  (j.  S. 
bic  J^errcn  oon  galfenjltin;  ein  @raf  oon  ©(i^aumburg;  bie  gürjten  oon  Jpo« 
i)en^oUern  H. ;  al6  3 eichen  bt6  2(be(ftanbeö  oor  ben  biirgerli^en  gamilicnnamen 
gefegt,  ocrliert  ba6  oon  jebe  oerniinftige  SSebeutung,  j.  SB.  oon  ®ött)e,  oon 
©d}iUer,  ocn  ©d)!egd  K.):  —  S)  ju  23eiaHn'tern  fügt  von  ein«  bcfdnäns 
t'enbe  ßrgänjung  beö  S5egriffc6,  finno.  luMt  (Seiten,  in  ^infid)t  (j.  SS.  er 
ifl  !(etn  oon  '■perfon ;  fie  ifi  fdjön  oon  öiefid}t;  ein  Jüo^cl,  bunt  oon  ©efieber; 
•m^t  t)äf6lid)  oon  föeftalt  it.);  fo  aud)  bißm.  bei  3citn'örtcrn  (id)  fenne 
it)n  oon  '$i«fon,  oon  2(nfcf)tn;  bibl.  i^  l;abe  @ott  oon  3lngefid;t  öcfel)cn),  u. 


t)oc  1089 

in  cigcntt^ümlic^cn  SBcnbungcn  ber  SSolEgfpr.  Qud)  bei  .^(iupt»röctt:rn  (j. 
58.  fic  i|1  tin  (^iigct  oon  einem  SBeiOe;  cv  ift  ein  ©c^eufal  oon  einem  «Dien^ 
f(^tn;  ein  Un9e()euer  oon  einem  3;t)iere;  ein  ©d^ucfe  oon  SBebicnten  u.  bgl. 
m.);  *0  t>ic  Sbätigfeit  »uirb  biirch  von  auf  ben  C^ecjcnftanb  bejogen^ 
it)e(d}ec  t()ren  "^(u^gang^punEt  ob.  ©toff  au^mact}t,  bef.  bti  3eitro.  bc6  Sc= 
tenneng ,  Uvtf)ciUn6  ob.  ©agcnö  (j.  SB.  oon  eincc  ®Qc^e  etwaS  bcnfen ,  Q^lau- 
ben,  ioi(Tcn,  crfa()ren,  boren;  oon  ctrcaö  übcrj^euat,  üci-fic^tvt  fein;  oon  et»»aö 
ob.  Scnianb  fpvcc^en,  reben,  erjät)len,  fingen ;  oon  einer  ®ac^e  fjanbcln,  23c? 
ric^t  crftattcn  ic);  10)  i)at  Oon  urfäct)lidic  (caufale)  Seb.,  inbem  e6  ba5 
33er[)alrnifö  bcg  (rea(en)  ©vunbes  ob.  bcc  »rirfencen  Uvfad)e  u.  beg  Uxi)«- 
berg  e'UMx  (5ifd)cinung  ob.  2!l)ättgfeit  auöbrücft,  finno.  bucc^  (5-  S5.  oon 
ber  2uft  Bann  mun  nidjt  (eben;  oon  bem  großen  Siegen  finb  bie  SBaffcr  ouö= 
getreten;  oon  Semanb  ob.  ttmat  Uibcn;  oon  etmoö  fatt,  miibc,  tranE  roce^ 
ben;  er  i\t  oon  9Jatur  [o;  ba6  oerfteljt  fic^  oon  [clb|l;  ein  ©emälbc  oon  dia- 
pf)ael;  ein  ©cbic^t  oon  @öt()e  2C. ;  oon  ©otteö  (iJnaben,  b.  i.  bure^ 
(SJottee  ®nabe;  e()em.  aiidj:  oon  2((tcr,  oon  UnglücJ  k.  f.  burc^  2((ter  ob. 
»oegen  bcö  2f[tfrö  zc;  oon  gicuben  loeinen  f.  oor  greube  Jc);  baber  ftei)t  e6 
bef.,  um  b«c  ÜJelbcform  beg  3iv.  (bem  ^afficum)  ^a^  ti)äüa^e  ©ubject  ob. 
tcn  Urheber  ber  ^anblung  anzufügen  (j.  SS.  ber  «i^unb  wirb  oon  bem  Jperrn 
gefct)lagen;  ic^  bin  oon  if)m  erlogen,  unterrichtet,  bcleijrt,  ermaf)nt,  bejlraft 
it.  loorben;  ber  SBcum  wuibe  oom  Sßinbe  umgeriffen  jc ;  fo  aud)  hn  laffen: 
ftc^  oon  3emanb  maicn,  bef)anbc(n,  ()ei£en  (aJTen;  ii^  laffe  mir  oon  t()m  nid)tö 
be|ef)(en  u. ;  unb  wo  ein  paffioee  3to.  ^u  ergäiijen  ift:  eö  war  ein  gti)(er 
oon  mit  (begangen);  bag  iit  nid)t  rcc^t  oon  üjm  (gebanbc(t)  u.  bgl.  m.).  — 
?OJit'bem  2lrlifet  bem  wirb  oon  t)äufig  ju  oom  (mittell;.  vome)  jgcj.  (g.SS. 
ben  Sqxü  oom  JfCopfe  neijmen;  wir  fpradjen  oom  SQctter;  oem  ^ferbe  fteigen 
K.);  mit  ben  bauptwcrtli^  gebrauchten  SBeiw.  neu,  fcifd),  ivcit  (f.  b.)  ocr= 
bunbcn,  bilbetuon  bie  nebcnwortl.  2luöbrücte:  oon  neuem,  t)on  fei; 
fd)em,  von  weitem  (nic^t  gut:  oon  neuen,  oon  weiten  :c.);  toon 
«Seiten,  f.  unter  ©eifc;  oon  liegen  ift  olt.  f.  wegen  (f.  b.;  au^er  in 
SHebenSarten ,  wie:  oon  jRect)tö  wegen,  oon  Tlmtö  wegen);  oon  9?ött)cn 
ob.  gew.  j^gef.  Oonnötl)cn  wirb  al6  9fw.  u.  unbiegf.  S5w.  gebraucht  f.  nott)ig, 
nott)n)cnbig  (ogt.  Siotl);  j.  33.  ic^  l)abc  (Selb  oonnötbm;  ©ebutb  ijl  i)iit 
oonnotljen  k.).  JCu^erbem  ftef)t  oon  nie  als  crfteö  ®lieb  in  3fe^.,  unb  al§ 
jwcitcö  ®lieb  nur  mit  ber  Äraft  cineö  93orwortc§  in  ben  jgef.  9lebenwörtern: 
baoon,  l)ieroon,  wooon. 

vor,  35w.  u.  dlw.  (burc^aug  mit  9ebel)ritcm  o  gcfpr.,  au^er  in  ben  2fbleit. 
oom,  oorber,  u.  ber  3ft'^.  23ortf)cil,  wo  ber  2aut  gcfdjdrft  ifl;  bem 
©tamme  nac^  SJibenfovm  oon  für  (=  angclf.  fora,  fore ,  engt,  for;  alU 
norb.  bän.  for;  üui).  pro,  grtcc^.  ^rno,  lat.  pro  u.  prae;  fansfr.  pra-  u. 
puras) ,  von  welchem  e6  jtboct)  ]<i)on  feit  ben  älte|ten  Otiten  burc^  ^ctm  unb 
SBeb.  unterfdjieben  wirb;  oor  t)ei^t  gotl).  faura,  altijodjb.  fora,  fore,jmittelf). 
vor,  vore,  niebcrb.  oor,  u.  jlebt  in  ber  älteren  Sprache,  bi^  auf  wenige  alt= 
t)üd)b.  2tu6not)men,  nur  mit  bem  S)at.  auf  bic  grage  wo;  für  ^ei^t  gotf). 
faur,  altljochb.  furi,  mittell).  Mir,  niebcrb.  oor,  u.  ftel)t,  wie  ie^t,  nur  mit 
bem  2(cc.,  aber  nidjt  blo&  in  ben  abjlracten  SBeb.  unfereS  für,  fonbern  auc^ 
in  rdumlid)er  SSeb.  auf  bte  grage  wol;in,  wo  wir  jefjt  oor  mit  bem  2f  cc. 
fc|en;  —  in  ber  fpatcrcn  «Spraye  tritt  Süerwirrung  im  @ebrauc^c  bcibcc 


1690  t)oc 

JßotJüörtec  ein;  im  16.  3al)vf).  Ijerrfd^t  für  u.  ttJtrb  Don  8utl)ct  auä)  mit 
bem  ^at  in  allen  SSeb.  unfctcö  »or,  mit  2(u6nat)me  bcc  jeitlic^en,  gebraucht; 
im  17.  Sat)rl).  wirb  cor  ^crrf^enb  unb  oerbcängt  baö  für  fajl  gänjlic^;  evfl 
feit  bem  18tcn  3ai)rf).  ftnb  bie  ©ebicte  beiber  SSornjörter  beftimmt  gefc^ieben; 
für  ijl,  wie  im  2(ltb,,  auf  bcn  3£cc.  eingefc^ränft,  t)at  aber  feine  räumlid^e 
SScb.  ganj  ücrloren,  tvilö^c  o  or  mit  bem  3f  cc.  übernommen  i)at;  nur  lanbfc^., 
namentlich)  in  9Jiebcrb.,  »irb  üor  in  ber  23ol!6fpr.  noc^  fel)£ert)aft  ftatt  füt 
gebraucht,  }.  S3.  cor  mic^,  cor  einen  Zi)aki,  etraaö  cor  ©c^erj  (galten,  waß 
tor  8cute  fl.  tva^  für  Ceute,  u.  bgl.)  bejei^net  urfpr.  u.  eig.  bai  räum(id)e 
9Serf)altmfö  eineö  ©ecjcnflanbeö  ju  einem  anbecn ,  iDe[d)ec  jenem  mit  ber 
5ßocbecfeite  ju^efe^ct  ifl  (entg.  Ijinter),  jebocf)  üt)ne  unmittelbare  SSe* 
rül)cun9  ob.  SSetbinbung  (oerfc^.  »orn  an;  »gl.  §.  S5.  ber  SBaum  flcl)t  oor 
bem  ^aufe;  ba6  ©(^ilb  ill  üorn  an  bem  ^aufc).  @6  jtef)t  1.  alö  23«).  1) 
mit  bem  2^at.  a)  räumlich  auf  bie  grage  wo?  ba6  S3eftnben  ob.  5ßer* 
treilen  in  bem  bemecften  örtlichen  23ccl)a(tnif[c  ju  einem  ©egenjlanbe  be* 
jetd)nenb,  entg.  f)  int  er,  (j.  58.  baö  S5uc^  liegt  cor  bir,  »or  beinen  2(ugen; 
ber  ^unb  liegt  üor  ber  .^austl)ür;  er  moi)nt  »or  bem  3;f)ore;  eor  bem  Sl)ore 
fpajieren  gel)n;  er  fiel  cor  bem  Äönige  nieber;  ber  ^irt  treibt  t)ii  J^eerbe  oot 
fic^  t)er;  ©(^iff.  cor  bem  SBinbe  fegein,  b.  t.  inbem  man  ben  SIBinb  genau 
im  5RücEen  (jat;  t)ai  ©d^iff  liegt  üor  Änfcr;  e6  fc^webt  mir  tjor  ben  2(ugcn  zc; 
fo  auc^  in  bilblid^en  StcbenSarten ,  wie:  ©Ott  üor  2fugen  t)abcn ;  »or  bec 
Sl)ür  fein  f.  nal)e  beüorjlef)en,  ogl.  Zf)üv',  eor  ber  ^anb,  nebenwörtl.  f. 
für  i-e^t,  für  ben  2(ugenblicE,  wgl.  J^anb),  in  Scgiel)ung  auf  ^crfonen  abit 
in  beliimmtercr  5Beb.  f.  o.  rc.  in  ©egentrart,  angeftdjt^  (lat.  coram;  j,  S. 
»or  bem  Sii^ter  ob.  »or  ©eric^t  erfc^ctnen ;  cor  einer  grof  en  SSerfammlung 
reben;  fid^  oor  Semanb  bcmütl)igcn;  cor  it)m  oerftummen;  oor  Semanb  Ua 
SQixt  abncl)men  ic;  bafjer  aud)  uncig.  er  ift  cor  ®ott  unb  ber  aSSclt  fc^ulbig, 
ftrafbar  zc,  b.  i.  eig.  im  2(ngefii^t ,  bann  nac^  bem  Urtt)eile  @otte6  unb  ber 
SDBelt);  b)  jeittic^  ein  Srii{)erfetn  ob.  f®cfö:)el)m,  entg.  nac^,  fowo^l  in 
aSejiefjung  auf  3eitbcnennungen,  al6  auf  ein  Zi)\xn  ob.  einen  SJorgang  (j.  S5. 
er  !am  oor  Sonnenaufgang,  cor  5  üi)t,  »or  SUittog  Jc;  »or  Sage  oufflclKn; 
öor  10  VLi)X  gu  SBcttc  gel)n;  eö  gef^ial)  cor  einigen  3cil)rcn,  cor  jtt5ci  SKona* 
ten;  oor  ber  3eit»  b. f.  oor  ber  beftimmten  ob.  gel)örigen  3eit;  e6  gef^a() 
oor  beiner  ©eburt;  wir  waren  nod)  »or  bem  Sfegen  ju  >&aufe;  er  fam  bret 
Sage  bor  ber  ^oc^geit;  fo  aud)  in  ben  ncbcnwörtl.  2tu6brürfen:  »or  bie» 
fem  ob.  oorbem,  b.  i.  uor  bicfer  3eit,  cf)cbem;  rorfurgem,  b.  i.  »ot 
furjer  3eit,  unlangfl,  »gl.  furg;  ferner  in  SSerbinbung  mit  Siebenwörtern 
ber  3cit,  j.  35.  oor  Ijeute,  oor  morgen  fann  er  nic^t  fommen,  b.  i.  frül)er  als 
l)cute  ob.  morgen  zc,  unb  mit  ber  nebenwörtli^  fletjenbcn  ©enitioform  oon 
.Hauptwörtern:  ßor2flter6,  b.  i.  oor  alter  3eit>  eljemalö;  alt  u.  lonbf^. 
auä) :  oor  3Korgen6,  oor  3(benb6,  oor  Sllac^tö  zc. ;  mittell).  vor  des  f.  oorbem, 
oorl)tr;  —  boc^  neigt  oor  auc^  in  anbern  S5eb.  jur  SSerbinbung  mit  bem 
@en.;  in  ber  öltercn  ©pr.  finbct  fid^  aud^:  oor  ©crid^teö  ft.  oor  ©eric^t, 
unb  bie  oberb.  SOiunbart  oerbinbet  mit  oor  bie  perfönlic|icn  gürwörter  fowo^l 
im  @cn.,  als  im  >Dat. :  oor  meiner,  bcincr  zc.  |l.  oor  mir,  bir  zc);  ouc^  in 
S3ejitt)ung  auf  ^erfoncnnamen,  wobei  ein  3uftanb  ob.  a;f)un  ber  ^erfon 
ergänjt  wirb  (j.  S5.  iö)  war  oor  ii)m  ba,  b.  i.  früher,  al6  er  ba  war;  er  ift 
oor  [einem  9Sater  gel^orben,  b.  i.  frütjer,  al6  fein  SSater  jtarb);  c)  ein  äJor* 


\)or  1691 

anflcf)eii  ob.  Übertreffen  in  2(nfe{)ung  be^  ©rabeö,  3BertF)eg  ob.  JKangeö, 
einen  SSor^ug  ob.  23orrang,  cntg.  nac^  (j.  S.  er  tjat  mid)  doc  2fUcn  belei= 
bigt,  b.  t.  in  l;ö()cicm  @vabe,  a(6  qUc  2(nbeni;  öoc  allen  S^ingcn  ob.  üoc  liU 
lern  mufö  ic^  bir  foi^cn  JC ;  bet  Äönig  jtid)nct  ii)n  »oc  allen  2(nbern  auö;  et 
t)at  SSor^iiijc  cor  feinem  Sßuubcc,  auc^ :  ec  l)at  Sßieleö  »oc  tl)m  woraus);  d) 
bie  S3e3ief)ung  eineg  2!()un5  ob.  3uflanbcS  auf  einen  ©egenffanb,  gegen 
ben  man  ftd)  ju  fd^ü^en  fuc{}t,  ben  man  üermeibet  ob.  ab.re{)rt,  furd)tet 
ob.  Derabfd^eur,  jpeld^cc  SSeb.  bie  ftnnlic^e  JCnfc^auung  bc6  „im  2ln9£ftd^t  ob. 
gegcnübev"  (f.  o.  a)  gu  ©vunbe  liegt  (uor  einem  flittjen,  rceic^en,  baoon  lau= 
fcn;  ft^  ob.  etrcaS  ooc  cincc  ^cvfon  ob.  ©ac^e  Dcrbecgen ,  »erftedfen,  üer= 
f^lte^en,  ticrtt>al)ren ,  birvat)nn,  fc^ü|£n,  I)üten,  fi(^ern;  einen  oor  ümai 
»atncn;  cor  einer  ^crfon  ob.  ©ac^e  fieser,  geborgen,  gebcctt  fein;  fi(^  tcc 
einem  ob.  ettvai  für^ltcn,  freuen,  fc^ämcn ;  oor  einer  ^erfon  ob.  ©ac^e  cr= 
fd^redEen,  ftd^  entfe^en,  grauen,  gittern,  beben;  mir  ift  bange,  mir  efelt  »oc 
ber  ©ac^c;  ii)  empftnbc  Qtd,  Uh^ö^m  Jc.  Dor  berfelben;  feine  Df)ren  oor  Sc^ 
manb  ocrftopfen,  fein  ^erj  »or  it)m  »erfd^lie^en  u.  bgl.  m.);  I)ierau6  entwicEclt 
fic^  e)  bie  mfä'd)(td)e  (caufale)  Seb.,  bie  S3ejiet)ung  auf  ben  (realen)  örunb 
ob.  bie  mirfenbe  Urfad)e  etneö  SSorgangeö,  auc^  wenn  jene  Urfad)e  ein  Äör» 
per=  ob.  @emütl)6ju|lanb  bc6  ©ubjecteö  felbfi;  ifl  (ogl.  er  litUvt  cor  feinem 
geinbe,  u.  er  gittert  ücr  grofl,  »or  3(ngft;  ftc  errötl)ctc  cor  bem  Slic^ter,  u. 
fie  errötf)ete  oor  ©d)am),  ftnno.  au 6,  welches  jeboc^  meljr  auf  ben  Semeg» 
grunb  einer  freien  Sf)ätigfett  bcgogen  rcirb,  oor  tjingegen  auf  bie  Urfac^e  ei= 
ne6  untt)iU!ürlid)en  SEljunö  ob.  geibenö  u.  bcf.  einer  Jpemmung  ob.  Übertodltt* 
gung  ber  freien  ©elbftt^ätig!cit  bc6  ©ubjccteö  (ogl.  g.  S3.  er  ergriff  au 6 
gurd^'t  bie  gludjt;  er  gittert  oor  gurdjt;  er  ocrfolgt  mid)  au6  Stcib;  er  tfl 
blafö  oor  9ieib;  er  {)at  ftc^  au6  ßicbc  für  fte  aufgeopfert;  er  ifl  oor  iiiht 
itanl  geworben;  fo  auc^:  oor  greube  fpringen;  oor  2)urll  oerfd^mac^ten,  ooc 
Jg)unger  fterben;  oor  ©d)mcrg  fc^reien,  oor  9iüf)rung  meinen;  oor  3orn  außer 
fi^,  oor  SBegierbe  blinb  fein;  oor  bem  8ärm  nic^t  f4)lafen,  oor  bem  Slcbel 
niijH  fel)en  fönnen,  b.  t.  burd^  ben  Cärm ,  ben  Stebcl  get)inbert;  bilbl.  ben 
SBalb  oor  lauter  SSä'umen  nic^t  fi'l)en;  oor  ©Eel  nic^t  elfen,  oor  2(ngft  fic^ 
nid^t  faffen,  oor  SJetriibnifö  nid^t  reben  Bonnen  ic);  2)  mit  bem  ^Tcc.  ftcfjt 
t)or  nur  in  rciumlidjcr  Scb.  auf  bie  grage  jool)in?  eine  23e»oegung  ob. 
5Kid)tung  nad)  bem  oben  bemerkten  ©tanborte  ju  ber  23orberfette  eine6 
©egenjlanbeg  u.  bef.  inö  3(ngcfid}t  ob.  in  bie  ©egcnioart  einer  ^erfon 
außbrüdenb  (g.  SS.  oor  baö  Jpauö,  oor  bk  Zi^üt  treten;  oor  hai  Zi)ot  t)in« 
au6gie{)en;  fic^  oor  ben  Spiegel  jleUen;  bie  ^ferbe  oor  ben  äßagen  fpannen; 
bie  .^anb  oor  bag  ©cfidjt  Ijaltcn;  einem  oor  bie  2(ugen  fommcn;  er  trat  oor 
mic^,  oor  feinen  SHid^ter;  eine  ©ad^e  oor  ben  «Richter  bringen;  einen  oor  ©c* 
ric^t  forbern;  ©c^iff.  fic^  ob.  ein  iS>ä)ii^  oor  2(nfer  legen,  b.  i.  ben  2(nEer  au6- 
toerfen;  fo  au^  in  bilblid^en  SRebenöartcn,  wie:  einen  oor  ben  Äopf  fto- 
Sen,  ogl.  Äopf;  bie  perlen  oor  bie  ©äue  werfen;  oor  ben  9?if6  treten,  f. 
SRifß;  etwaö  oor  ftd^  bringen,  b.  i.  «ine  2frbeit  f(?rbern,  mit  einer  ®a6)e 
»orwärtg  Eommcn;  eine  ®a<i)i  gc^toorfi^,  b.  t.  fommt  gur  2(u6füt)rung, 
Qt\ä)kt)t).  2)ic  ggej.  gormen  oorm  f.  oor  bem,  oorS  f.  oor  bai  (g.  S. 
oorm  Jpaufc  jlel)en,  oor6  S^or  gcljen)  gel)örcn  nur  ber  23olf6[pr.  an.  • — • 
2.  "KU  ^vo.  jle()t  voringcitlic^er  SBeb.  f.juoor,  t>otl)er  je^t  nur  in  ben 
SSerbinbungen :  ooc  w  ie  nad^  ob.  nad^  wie  ooc  (ogl.  na (^);  oorget^an 


1092  »orab  —  »oran 

unb  nac^  btbac^t;  alt  u.  obcrb.  aud)  au^crbcm  (j.  S.  6tbt.  (crnc  wer  fclbfl, 
c()£  bii  2(nbcre  {cf)rcft;  obcrb.  tcfe  f)abc  bir'6  »or  fc^on  gefagt).  —  '3.  5n 
3f£|.  jlct)t  t)Or,  io\vci)l  in  rdumltc^ei:,  q16  in  jettlic^cr  95cb.  u.  in  bec 
bf§  SSovjugg  ob.  Jßorrangcö  1)  mit  bcr  Äraft  eineö  SSovroovteö  in  bcn 
9'ie^en»x)örte^;n:  corbem;  baoor,  wcoot;  2)  mit  bcc  Seb.  cineö  9lebcn» 
»octeö  in  3ff^-  a)  mit  anbern  9lebentt)öctern,  a(6  er(le6  ©lieb,  j. 
S5.  oovab,  »oran ,  üocauf,  oovaug,  torbei,  tjorübcr,  oorf)cr,  Dor^in,  oocireg 
(fömmtlic^  mit  bcm  v!^auptton  auf  bem  ^weiten  ©liebe) ;  oocmale ,  oornjürts 
(mit  bem  2on  auf  oor);  alg  jm  ei  t  c6  ®  lieb  in :  juüov,  ()ci-»or  (mit  bem 
3.on  auf  cor);  b)  mit  ^aupt'-  u.  Seinjörtern,  tro  »or  immer  bcn 
>^auptton  l)at,  j.  35.  Sorabenb ,  Sordltern ,  23orbilb ,  2JorgefiJl)l,  2?orl)anb, 
93ovljof,  SSormittag,  SSorrat^,  S3orredjt,  Sorfaal,  S3orurtl)ci(,  aSorroi^,  83ou» 
lüort,  SSor^eit;  oorlaut,  oorröttjig ,  »ormi^ig  2C.,  u.  bef.  in  neueren  SSilbun» 
gen  mit  Seilt».,  bic  oon  J^auptir.,  jumal  ©igcnnamcn,  abgcl.  ftnb,  in  bec 
geitltct}en  SBeb.  bc6  grüfjerfcing,  j.  S.  oorabamifc^  (roaö  occ  2fbam  xvat 
ob.  gefcftal)),  üor)'ünbflutf)li(^ ,  üormofaifc^,  riorl)omerifc^ ,  oorc^rifitic^  zc); 
c)  mit  Zeitwörtern  u.  baoon  abgcl.  ^aupt=  u.  SSeiroörtern,  reo  bcr.^aupt* 
ton  immer  auf  oor  liegt;  bk  mit  oor  gebilbeten  ^dtvo.  ftnb  bat)cr  fdmmts 
liä}  unecht  jgef.  u.  trennbar,  j.  35.  oorarbeiten ,  oorbauen,  Dorbereiten, 
öoibringen,  oorfallcn,  norgcben,  »orljalten,  »orEommen,  uorrücEen,  oorfagen, 
üorf^tagcn,  üovfc^reibcn ,  corftcl)en,  »orflcHen,  ooiwenben,  üornjcrfen,  doc= 
jicljcn  (id^  arbeite  oor,  fage,  fd^loge,  f(^reibc  u.  etioaä  oor;  id)  i)abe  ocr* 
gearbeitet,  oorgcfagt,  oorgcfc^lagen,  üorgefdjriebcn;  ic^  gebenfe  oorjuarbeiten, 
»orjuf^lagcn  K.);  ba^er  bk  >:^auptiü.  Söorfall,  aSorf(^lag,  SJorfc^rift,  Soc* 
flanb,  a3orftcUung,  SSormanb,  ä^orwurf,  SSorjug  u.  f.  f. 

öorab,  9^nj,,  lanbfc^.  f.  Dorl)er,  juüor:  Äanjil.  f.  t»ornchmlid),  jumal. 

SSorabenb,  m.,  bcr  2(benb  t>or  einem  geiriffen  Sage,  bef.  oor  einem 
gejttage:  ber  ^eilige  2(benb. 

yoraditbar,  33«?.,  oit.  aütetw.  f.  oorjüglid)  ad)tbar,  ^od)ad)tbac. 

üoräc^jcn,  trb.  jiel.  Ztf- ,  einem  etroaä  — ,  gem.  f.  in  feinet  (Segen* 
trart  ä'dijen,  if)m  d'd^jenb  etira^  üorflagen. 

SSoraifer,  m.,  Sanbio.  ber  a'ufeie,  am  SBcge  ob.  an  ber  ©renje  Itegcnbe 
2IcEertbeil;  ■ —  üoracfern,  trb.  jieUo).  u.  ?itt.  3»-,  einem  —,  in  beffen 
(^öegentratt,  \i)m  jum  ?ij?uftev  acfern;  i^m  acfcrnb  äutorfommen;  et; 
was  — ,  im  Doraug  arfecn,  arfernb  verarbeiten. 

üoraffcn,  trb.  jicl.  3n5.,  einem  etirag  — ,  d'ffenb  cb.  afftfd)  üormad}en. 

S3otat)n,  m.,  geir.  9)?.  2}oral)n«tt)  f-  »•  ^-  Ura{)nen,  äJccältern. 

Üoral)nfccn  ob.  Ooral)ncn,  trb.  gicl.  ^m.,  baö  oerft.  at)nben :  uorcmpftn* 
ben,  ein  bunfle^  SSorgefüt)!  üon  etn^aä  ^aben ;  bie  S3oral)nbun9  ob.  S3or* 
al)nunci,  baS  23oro.()nben,  bie  S^orcmpfinbung,  baS  23cr3efü{)l. 

S3oral)),  to.,  gem.  5f)?.  SSoralpen,  bie  t»oc  ben  »^odialpen  (iegenben 
minber  l)oi)en  (Sjebirge;  üoralpifc^),  Sio.,  1)  ju  ben  23ora(pen  9el)orenb; 
2)  üor  ben  2(lpcn  ob.  bieefeit  berfelben  liegenb  (fr.  ciöalpinifd)). 

S3orä(tern,  bie,  o.  @. ,  alle  ©tammdUecn  eineö  (Sefd)led)t5  über  bie 
2i;itern  ob.  ©ro^altern  hinauf,  ftnno.  SSorahnen ,  Uraltem. 

üOran,  3l\v.  (aui  oor  u.  an  jgef.)  bcjeic^net  im  Mgemeinen  baö  örtlid)« 
S3cftnben  an  ber  SSerberfeite  eines  (5)egenfranbcS  u.  bef.  an  ber  ©pige 
einet  Oveifje  oon  (äegenftdnben,  ob.  bie  b<\i)\n  gerid^tete  S3e»regung,  finn». 


SSor  =  anfialt  —  Sßovarbeit  1093 

ttoraug,  oerfd^.  oorwärte,  f.  b.  (ogf.  j.  93.  et  ging  bcn  üOn'gen  oocan, 
u.  er  ging  Donräctö;  einen  oor  an  jagen,  u.  itjn  o  orm  drt6  jagen;  au6- 
lafy.  nur  üoran !  immec  üotan!  näml.  gcf)  ob.  gefjctK.);  auc^  uncig.  ein 
2{)un  cor  2(nbern,  foivohl  ber  3ett  nad),  alö  511  beren  5f?ad)al:imung, 
finnu.  oor  —  (g.  S3.  einem  mit  gutem  SSeifpiete  üorangc()n  cb.  forget)n); 
einen  äJorjug,  ein  Übertreffen  (einem  in  etmaö  öovan  fein,  öoran(tei)en,  oot^ 
an9et)en  it.);  alt  u.  obeib.  \iti)t  e6  aud)  jeittic^  f.  üor()er,  juoor.  —  ®en). 
jüirb  woran  mit  ben  ^eittoört  ern,  ju  benen  e6  tritt,  ju  trennbaren 
3ufamm  enf  e§.  üerbunben,  in  benen  ber  .^auptton  auf  anfallt;  bcrglei' 
c^en  3ft^i  welche  fic^  nac^  btm  Obigen  l)in(änglic^  burd)  fic^  felbft  erüären, 
finb  j.  85.:  ftd)  ooranbc^eben ,  Dcranbeiregen  (ctroaö  ob.  fic^  ~),  voran? 
bleiben,  porn,  an  ber  ®pi^e  bleiben;  üoranbrän^en  (ettraö,  einen,  ob. 
fic!^  — ),  voranbringen  (^idloö  m.  fein),  voraneilen,  voranfat)ren  diu.  u. 
jitUoS),  voranfliegen,  'fliet)en,  voranfübren ,  vorangefjen ,  voran^cften, 
voran^elfen  (einem  — ,  b.  i.  ii)m  Ijelfen  poranju!ummen),  voran^e^en, 
st)infen,  ; jagen  (jiel.  u.  jielloö),  ;f(cttern,  sflimmen,  sfommen,  rfrte? 
d)en,  ^laufen,  ;leud)ten,  (eud^tenb  vorangctjen,  eig.  u.  uneig. ;  voranlocfen, 
«reifen,  «reiten,  «rennen,  «rollen,  voranrücfen  (üerfd)- nonrarte«  ob. 
vorrücJen),  vorantubern,  votanfd)icfen,  vor  2(nbcrn  ob.  ftül^er  alö  2Cn= 
beree  fc^idcn;  uneig.  aud)  f.  ooiangeljcn  laffcn,  ooranfe^en  (j.  S5.  eine  Se= 
mcvfung  — );  voranfd)tffen,  «fd)leid)en,  «fd)lenbern,  «fd)leppen,  «fd)rei3 
ten,  mit  gemeffenen  ©djritten  oorangel)en  (oerfc^.  vorfi^rciten) ,  voranfdjrve« 
ben,  « f.1)ivimmen,  «fd)>vtngen,  «fegein,  «fenben,  «fe^en,  oor  2Cnbere6  ob. 
2(nbcve  fe^en;  voranfi^en,  jiclloß  m.  l)abcn,  feinen  ®i^  vor  2£nbcrn  l)aben; 
voranfprengen  (jiel.  u.  jiellos) ,  voranfpringen,  voran|lcl)en,  oor  ilnberen, 
an  beren  ©pi^e  fleljen,  uneig.  f.  übertreffen;  voranfleigen,  «lleüen,  ^flo« 
fen,  «f}ral)len,  «f^rebcn,  «flürmen,  <=  fiürjen  (jicUoä  u.  jiel.) ,  vorantan« 
Jen,  «taumeln,  «toben,  «traben,  «tragen,  =  treiben,  «treten,  fid)  voran« 
»vagen,  b.  i.  roagen  vorani5ugel)en ;  voramvanbeln,  «wanDern,  «reanfen, 
«werfen,  voranjiet)en ,  jielloe:  ft^  oor  2(nbern  ob.  vor  linbcn  i)in  im  3uge 
bewegen;  jiel. :  jttf)enb  voranbemegcn ,  von  2(nbern  fovtgiel)en ;  —  auölalf. 
fügt  man:  voranbürfen,  «fönnen,  «mögen,  «muffen,  «foUen,  «rooUen  ft. 
»orongft)en,  fic^  »oranbeivegen  bürfen,  fönnen  ic;  einen  voranlaffen  f.  vor« 
angeljen  laffcn  ic. 

Sior-'anflalt,  ro.,  eine  vorf)er  gemad)te,  vorläufige  Tfnftalt. 

äJorantirort,  iv.,  vorläufige,  ob.  vor  beenbigter  grage  gegebene  2(nt« 
Jvort. 

S3or«anjeigc,  ro.,  eine  vorder  ob.  vorläufig  gemad)te  ^injeige;  auc^ 
eine  vorbebeutenbe  ^(njeige  ob.  ein  2(nieid)en  oon  etwaö  3ufünftigcm. 

SSorarbcit,  n?.,  9)?.  -en,  eine  ber  .f)auptarbeit  vorherge^enbe,  biefelbe 
vorbereitenbe  3(rbeit;  —  vorarbeiten,  trb.  giel.  u.  giellof.  3».,  einem  — , 
vor  ibm,  in  feiner  ©egemvart,  it)m  jum  5)?ufler  ob.  äiorbilb  arbeiten; 
il^m  im  "ifrbeiten  juvorfommen,  \i)n  barin  übertreffen;  etroag— ,  bie 
«Hauptarbeit  vorbereitenb  arbeiten  (ic^  i)ahi  fc^on  viel  vorgearbeitet;  au(^ 
einem  ^nbern  ob.  fic^  (mir)  vorarbeiten,  b.  t.  bur(^  93orarbeit  bie  ^auptat« 
beit  crlcidjtern);  ftd)  (mic^)  — ,  burd)  2(rbeit  voranütö  gelangen;  ber 
SJorarbeitcr,  iver  vorarbeitet;  ein  SSorgänger  in  einer  2(rbeit;  bie  33or« 
arbeitung. 


1694  SSorarm  —  t?oi'au§ 

SSorarm,  m.,  gew.  23orberarm,  f.  b.;  bei  ^pferbcn  ber  üorbere  <Sd[)m; 
fei;  —  bec  Söorärmel,  ein  v&albärmel,  oorn  über  bcn  eigentlichen  Ärmel 
jur  St^onung  bcöfelben  gcjogen. 

üorauf ,  S^im. ,  biön).  f.  fcran  gebr. ,  bef.  bd  aufttjartö  gcri(!^tcter  Seroe» 
gung,  in  trb.  3fcfe.  nk:  üorauf3el)en,  =fal)rert,  ; reiten,  -fteigen  jc. 

OOrauä,  5ln5.  (auö  oor  u.  au§  jgcf.)  bejei^net  etg.  u.  im  Mgemeinen 
iia§  örtliche  ob.  jettlid)e  ©ein  ob.  ki)ün  oor  einem  ob.  mef)ren  anbern 
©egenflänben,  inSbcf.  1)  bem  £)ttc  nac^:  baS  Seftnben  üor  2(nbern  ob. 
bie  SeHJegung  baf)in,  finnw.  t»oran,  t>on  welchem  t>orau^  ftc^  baburd)  un« 
terfc^eibet,  bafä  e6  eine  größere ,  rccirer  l)inau5  ge^enbe  (Entfernung  »on 
bem  na(^folgcnben  ©egenftanbc  anjcigt  (j.  95.  cimm  tctit  v)orauö  fein,  »orauö 
eilen,  bringen  jc.);  2)  bcr  3cit  nai}  üor  ^Tnberen,  früher  alg  2(nberc,  t>or 
ber  gen3Öf)nlid)en  ob.  gel)örigen  ^iit  (j.  S.  feinen  3;i)cil  »orauä  fjaben,  ßor-- 
auö  empfangen;  gern,  im  öorouö  ob.  jumt)orauö,  j.  S5.  einem  etxoa^ 
im  «orauö  bcjal)lcn,  jum  üorauö  x)ermad)en,  etwaö  im  »orauö  cmpfinben  k.  ; 
Jt)ät)renb  »orauö  gem.  mit  bem  3tt>.  jgcf.  wirb,  f.  u.);  lanbft^.  u.  in  3fc^- 
Qui)  übcr^.  f.  t)or{)er,  juüot  (j.  S.  eS  ifl  rorauä  ni^t  fo  gen?efen;  ettraö 
»orau8fel)en,  ^njiffen  zc.  f.  u.);  3)  einen  SSorjug  ob.  SSortf)eil  vor  ^Tnbern, 
in  bcr  sRebcnlart:  etwaS,  »iel,  nid)t^  2C.  t'or  3«mnnb  porauä  l)aben,  b.  i. 
S3ortl)eile  ob.  Sorjüge  cor  iljm  Ijabcn,  finn».  e6  il)m  ?uioortl)un,  iljm  über« 
legen  fein  jc. ;  alt  u.  lanbf^.  auc^  f.  t)crnel)m[ic{) ,  befonber^,  jumal;  ber 
ob.  bag  S3orau3,  aie  unbiegf-  J^».,  lanbfc^.  wai  einem  im  PorauS  ob. 
tjorjug^tveife  vor  ^Tnbern  gegeben  n^irb,  bef.  alö  @L-btf)cil;  auc^  f.  93or? 
fprung,  SSorjug,  23orred)t  (fic^  cor  2tnbern  ein  23orauS  geben  ob.  nelimen). 
—  @ew.  rcirb  \)0t au 6,  foitoljl  in  örtlicher,  al6  seitlicher  Sßcb.,  mit  3eit5 
ttjörtevn  ju  trennbaren  3uf<3mmenf efe.  »crbunben,  in  bcncn  itt 
Jpauptton  auf  au6  füllt,  u.  rccl^c  fici)  mcijtenS  liinlängltd^  bur(^  fic^  felbft  er- 
flären;  j.  S.  üorau^bebenfen  Utrvai,  ob.  einen,  f.  beben!en),  üornuSbebin« 
gen,  ftd)  üorau^begeben ,  oorauäbefjalten,  etwas—,  im  woraus,  ob.  alS 
einen  93orjug  bel)alten;  üornu^beflellen ,  Porauöbcftimmen  (fr.  präbeftini- 
ren),  bie  2}orauSbejltimmung ;  tiorauöbejablen  (fr.  pranumerircn) ,  bic 
SSorau^bejablung;  üorau^blicfen,  porau^benfen  (b.  i.  in  bie  3ufunft); 
pornuöbrängen  (einen  ob.  fi(^),  Pomuöbringen  (jielloS),  POvauSeilen  (jielloS 
m.  fein),  PorauSempfnngen,  ;empftnben,  ;erl)alten,  ^erfennen;  üorauS? 
fahren,  ^ flattern,  ; fliegen,  ;flie{)«n  (fö'mmtlid^  jielloS  m.  fein);  Porau6* 
fühlen,  Porauöfiil)ren,  Porau^geben,  im  oorauö  gtben;  aadi  f.  einem  etma^ 
»ovgL'bcn  (f.  b.);  Porauögeben ,  »or  3(nbern,  ob.  frül)er  atö  ifnbere  beöfelben 
S\U\ice  gcl)cn;  Porau6geniepen,  ctraaö  Porau^h^iben,  einen  Sorfprung  ob. 
j^üijug  üor  ifnbern  l)aben;  Porauöbinfen,  =()üpfen,  ^ jagen  (jiet.  u.  jieUog), , 
=  !oramen,  shied)en,  >  laufen,  porau^merfen,  Porau^nef)men,  ba^er: 
bie  93orauänaf)me;  porau^reifen,  »reiten,  ; rennen,  :=rücfen,  trübem, 
etiraö  porau^fagen,  f.  ».  vo.  »orl)erfagen ;  bie  SSorau^fage  ob.  23orauäfa* 
gung,  b.  i.  ba6  93orauSfagen,  u.  ba^  93orauggcfagte:  Porauöfd)icf en ,  »or 
2(nbcrn  beSfelben  SBegeö  fd^iden;  uneig.  »orangeljcn  lafTen,  »or  anbern  35in« 
gen  fagcn  ob.  bcmcrEen,  (ogl.  r)ornnfctyic!en);  Porauöfcl}ief en ,  ©c^iff.  jicUoS 
m.  fein  f.  fc^ntU  ßoraugfegcln ;  porauöfdiiffen ,  'fdileid)cn,  ^fdilenbern, 
5fd)leppen,  Porau§fd)liefen,  im  oorauö  burc^  <S(^lü|fc  bcrausbringcn;  Pors 
auöfdjreiten,  sfc^wätmen,  ^fc^rceben,  ?fd}roimmen,  *  fegein,  Pocau^fe()en, 


t>ovba{)nen  —  torbef)aUen  1G95 

3u!ilnftfgcö  im  »ocouß  fef)en,  b.  i.  im  (Seifte  tüaf)tne^mcn  ob.  erEennen,  finn». 
»orf)erfcf)en ,  Qf)nbcn;  ba^ec:  bie  SSorau^fe^ung  u.  bie  93orauäfid)t,  baS 
83orau6fcf)cn ;  \?oraugfenben  (f.  ».  \v.  »orauöfc^ictcn),  oorau^fc^cn,  cig.  »or 
JtnbercS  {)infe^cn;  unctg.  ctwaö  — ,  e6  im  »orauö  als  mxtliö)  ob.  wa^v  an« 
neljmen,  al6  notfjwenbigc  SBebingung  verlangen  u.  ju  ®runbc  legen,  (j.  18. 
»oraußgefefet,  bafö  e6  fid)  wirfli^  fo  »crt)ält);  ble  SÖorauäfe^ung,  ba6  SSor- 
auöfe^en,  u.  baö  93orau6gefe|te,  finno.  2(nnat)me  (9!Ä.  SSorauöfe^ungen) ; 
tjorauöfprengen  (jiel.  u.  gieUoö),  oocauöfpringen,  sjlelgen,  ;fiopen,  sflce^ 
ben,  ^fiürmen,  ^flürjen,  ^tanjcn,  staumein,  ^tragen,  ^treiben,  ;tre; 
ten,  üocnu^tterfünben  ob.  soerfiinbigen,  ficf)  Doraugivagen,  üorauäreaUen, 
stvanbeln,  üorauöttjifyen,  3ufünftigeS  » ort) er» iffen;  t»orauön)ittecn  (f.  n?it« 
tern),  oocau^jaf)[en,  üorauSjtefjen  (itelloö  u.  jiel.);  —  ouglafT.  fagt  man: 
worauäbürfen,  ^formen,  smögen,  ^müfl'en,  ^rooUen  |t.  üorauögetjen,  fic^ 
»orauSbcgeben  bütfen,  fönnen  Jc;  einen  üotauölaffen  jt.  »orauögcfjen  laf* 
[en  K. 

üorbat)nen,  trb.  jiel.  u.  jicUof.  3».,  vor  einem  S5af)n  machen,  S5af)n 
bced)en  (jtc^  ob.  einem  — ,  ob.  etioaö — ). 

oorbauen,  trb.  3»?.  1)  jiel.  etnjaö  üor  einen  ©egenjlanb  f)tn  bauen, 
ob.  fo  bauen,  ta\%  cö  »or  benfelben  ()crauötritt  (j.  SS.  baö  obere  ©toctnjerE — , 
fo  bafö  eS  über  baS  untere  öorragt);  2)  jielloS  m.  fjaben,  uneig.  einer 
@acl)e  — ,  b.  i.  fie  burd)  ()inbecnbe  SD'iittel  ju  üerfjüten  fudjen ,  ftnn». 
vorbeugen  (einer  Äranf^eit,  ®efo^r  ic);  bie  SSorbauung;  baö  S5or= 
bauungSmittel  (fr.  ^räferöatiö). 

öorbebenfen,  trb.  jiel.  3n).,  t»ocf)er  bebenfen,  ebe  man  b^nbelt  (SUfro. 
»orbebat^t);  ber  äJorbeba(i)t,  -eS,  o.  SOI.  baö  23orbebenfen,  bie  bcr 
.^anblung  »orangeljenbe  Überlegung  (mit  ob.  of)ne  SSorbebac^t  itrvai 
t^un);  üorbebäc^tig,  S8\v.,  23ocbebacbt  anroenbenb,  jeigenb  ob.  barin  ge? 
griinbet  (ein  Dorbcbac^ttger  9Äenf^;  ein  »orbebä'c^tigeö  93erfaf)ren) ;  bie 
Jöorbebäd^tlgfeit,  bag  3Sotbebäd)ttgfein. 

oorbebeuten,  trb.  jiel.  3».,  etroag  — ,  im  üocauS  bebeuten,  anbeuten 
ob.  onjeigen,  3eid)en  eines  jufünftigen  ©reigniffeS  fein  (bef.  ba^  ^m. 
»orbebeutenb);  bie  SSorbebeutung,  ta^  5öotbebeutcn,  bie  ^(njeige  eines 
juEiinftigen  ^reigniffeS;  gem.  baS  ijorbebeutenbe  Seichen  felbfl,  ftnn». 
SSorjeidjen  (fr.  Omen;  eine  gute  ob.  böfe  SSorbebeutung;  ÜÄ.  25orbebeu» 
tungen). 

oorbebingen,  trb.  jiel.  ^vo.  (abtaut.  SSJi».  corbebungen)  im  üorauS 
bebingen  ob.  jur  S5ebingung  mad)en;  ber  SSorbebing  ob.  bie  SSorbebin« 
gung,  im  t>orauS  gemad)te  SSebingung. 

SJorbegrtff,  m.,  -  eS ,  SW.  -  e,  ein  tjorgangiger  ob.  vorläufiger,  einlej* 
tenber  ob.  ju  ©runbe  liegenber  SSegriff. 

vorbehalten,  trb.  jiel.  3n>-  einem  iUvai  — ,  efjem.  f.  vorentbalten, 
f.  b.;  gettj.  fic^  (mir)  etivaS  — ,  eS  für  eine  anbete  3ett  aufbehalten, 
auf  eine  anbere  3eit  verfpaten,  verfd}ieben;  bei  einem  eingegangenen  S3cr» 
trage,  einer  übernommenen  Verpflichtung  ic.  fid)  bie  §rett)eit  ob.  bai  9ied)t 
JU  etwas  als  einfd)ranfenbe  2(uSna^me  auSbebtngen;  auc^  überlj.  baS 
dit&it  ju  ctroaS  in  2(nfprud)  nehmen;  ber  SSorbcl)alt,  -eS,  1)  o.  fOi.  baS 
SSorbe^atten,  2(uSbebingcn  eineS  9{ed)tS  2C.  (fr.  9icfer»ation ;  etna^  oljnc 
SSorbeljalt  »erfpreci^en;    mit  83orbe|)alt  aller  Siechte;    ber  JQorbe^alt  im 


169G  t)oi-bd 

@eban!cn,  b.  i.  eine  {)eimlic!)e  ©infc^rä'nfung  be§  dbiiä)  ffierfic^ertcn  »on 
©citcn  bc6  ©c^Jüörcnben,  »ciniöge  bcren  cv  ftd)  an  bcn  <iib  nid^t  feinem  gan^ 
Jen  Umfange  nadj  gebunbcn  wät)nt,  lat.  reservatio  mentalis);  2)  5)?.  -e, 
ba^jenige,  nai  man  fid)  iHM-be()ä'[t ,  finn».  2(u6nal)me,  Sebingung  (fr. 
SRefcroatum ;  einen  Scrtrag  mit  rcrfc^icbcnen  3>oi-bci)atten  einge(>en);  DOtbc^ 
l)ältlid^,  gjnj.,  Äanjl.  f.  mit  ob.  unter  bem  a^ccbel)nlt  (j.  93.  »orbe(}a(t(i(^ 
meiner  Steckte) ;  bie  S3orbel)a(tung,  bai  23ocbe^a[ten,  f.  d.  \ö.  bec  S3or; 
befialt  1). 

üorbei,  9lw.  (au6  »or  u.  bei  jgef.))  b.  i.  da.  t)ortt?äct5  ob.  fort  bei  ob. 
ein  einem  ©egenj^iinbe  ^in,  bejeidönct  1)  räumlich  bie  an  einem  @egen= 
fianbe  ob.  jut  @eite  beäfelben  {)inge{)enbe  u.  fiel)  wn  bemfelben  entfer= 
nenbe  9'?id)tun3  einer  SSeivegung,  finn».  vorüber,  in  fficrbinbung  mit  allen 
3eitirörtern,  welche  eine  SSeiregung  ob.  nai^  einem  örtlichen  ^icU  geri(^tetc 
Stjätigfeit  augbriicten  Cj.  S5.  üocbei  gefien,  fahren,  laufen  2C.);  |u  bem  ®e- 
genftanbe,  an  beffcn  ©eite  bie  SSeioegung  bingcbt,  witi)  noc^  cinma(  i>ei  ob. 
»or,  ob.  b.  an,  bev  ®cgenftanb  felbjl:  ahn  neben  biefen  S3orn?örtcrn  in  bcn 
^at.  gefegt  (j.  58.  er  ging  bei  ob.  »ov  ob.  an  mir  »orbei);  bi6>t>ei(en,  jeboc^ 
gew.  nur  in  uneig.  3(n»t)enbungcn,  wirb  bcr  @egcn|tanb  auöj  im  Ute.  unmil« 
telbar  mit  »orbei  »erbunben  (j.  93.  einen  »orbeigcben,  f.  u-):  oft  n>irb  ber? 
felbe  ganj  »crfi^miegen  u.  in  ©ebcinfcn  ergänzt  (j.  S3.  er  ging  «orbei;  »otbei! 
»orbeif(^ieöen,  namt.  an  bem  3iete,  alfo  f.  ü.  m.  febO;  2)  in  uneig. 
3(nn)enbung  auf  bie  3eit:  hci^  23erfTie^en  ob.  Söerfloffenfein  eineä  ßeitrau- 
me6  ob.  ber  S)auer  cineg  Sf)un5  ob.  3iJ|^rt«beg,  cbler:  vorüber,  ju  @nbe, 
baf)tn  (j.  95.  bcr  9)Jonat,  bas  Saijv  3C.  ijl  üorbei;  bie  ©^merjen  gcfjcn  üor« 
bei,  b.  »ergeben,  —  finb  »orbei,  b.  »orübcr  ob.  »ergangen;  üvoa^  »orbei  (af* 
fen,  b.  i.  öorübergel)e;i  laffen,  j.  95.  eine  ©efegenbeit;  ia^  ifl  »orbei,  ob.  mit 
bcr  ©ud^e  ifl  c§  »orbei,  f.  ».  ».  eö  ijl:  auö,  bie  ®ad}e  ifl  abget^an).  —  &m. 
wirb  t> orbei  mit 3eittt)örtcrn  ju  trennbaren  3ufammcnfc|.  »erbun= 
ben,  in  benen  ber  .^oiiptton  auf  bei  fallt,  u.  »reiche  fi^  na^  bem  Dbigen 
meijl  btnläng[i(^  burd)  fi^  felb)t  crftären;  j.  93.  ftd)  oorbeibegeben ,  üorbei= 
bcnjegen,  uorbeiblirfen,  ^braufen,  ettiM^  üorbcibringcn,  yorbetbrä'ngen 
(jiet.),  «orbeibrin^en  (^tcüog  m.  fein),  tiovbeieilen  (jicUoß  m.  fein),  üorbei^ 
fat)ren,  jielloö  m.  fein,  u.  jict.  et»t)a§  —  ,  b.  i.  im  SBogcn  ob.  ©d)iffc  »or= 
beifdjaffcn:  t»crbetflattern  ,=  fliegen  (aud):  ber  SSorbeiflug),  -fliet)cn, 
;  fliegen  (fümmtli^  ^icUog  m.  fein),  üorbeiflö^cn,  vorbeiführen,  t>orbeiäei)en, 
1)  eig.  jietloö  m.  fein:  an  ob.  hei  einer  ^aö:)e  ob.  ^erfon  »orbei  geben,  audj 
f  fic  »erfeblen,  fei)!  geben;  u.  »on  un!örperlicben  Singen  (j.  93.  mand)erlet 
JTitber  gingen  an  meiner  ©eele  »crbei,  bic^t.  aud)  blo^:  meine  ©eele  ic); 
giii;;\^  f.  »ergeben,  »crflicjjcn,  »orübecgcben;  2)  ^icl.  einen  — ,  f.  ibn  un= 
bcfud:t  laffen  (j.  95.  auf  einer  9?eife);  geju.  uneig  f.  ibn  übergeben,  unbcrücf; 
fid)tigt  latfen  (j.  93.  bei  einer  SBabD;  eticae  — ,  f.  mit  ©tillfcbracigen  über= 
geben  ob.  umgeben;  baä  93orbei9ef)cn ,  alö  .&».,  bef.  in  ber  ncbenwörtt. 
SScrbinbung:  im  93  orbei  geben  {?.  93.  im  93orbeigeben  bei  Semanb  einfpre= 
eben;  uneig.  im  SSorbetgeben  etxva^  bemerken  u.  bgl.,  b.  t.  gelegentlich,  neben= 
bei,  ai6  eine  9tebtnfac^e,  lat.  obiier,  franj.  «'n  passant);  üorbeigeleitcn  (ei» 
nen),  »orbeigieiten  (jieUoö),  r^ovbei.greifcn,  »orbeibad en ,  -i)min  (auc^  f. 
feblgriifcn,  =  b^uen  jc):  einem  vorbeibelfen ,  ö.  i.  ibm  i)dUx\  »oibcijufom= 
men;  oorbeil}infen,  =l)üpfen,  ;()ufd}en,  -jagen  (jiel.  u.  jieUoö),  ^fiettetn, 


t)orbc!ommcn  —  üoi-bcreiten  160T 

jflimmen,  vorfecifommen,  auf  fdnem  Sfßcgc  an  einem  Orte  oorübcc  !ommen, 
o^ne  if)n  }u  berüf)ren ;  üorbcifried)en,  =(aufcn;  einen  cb.  etreae  torbeilei- 
un,  -lenfen,  ;(ocfcn,  vorbeipmfffln ,  trafen,  ^raffefn,  -raufctjen,  vors 
betreifen,  jielloö  m.  fein,  an  ob.  oof  einem  Orte  —  ,  bißw.  audj  mit  bcm 
"Kcc:  eine  ©tobt,  einen  — ,  b.  i.  auf  bcc  Steife  unbefuc^t  (ajfen  (ogl.  Dorbet« 
gelten);  bie  ^öorbeireife  f.  baö  öovbeiveifen;  i>cibcireiten,  ^reniun,  -nt' 
fein,  -rinnen,  ^rollen,  ^rüifen  (jieUoö  u.  gier.),  =rubcin,  ^rutfcl^en,  ;fau= 
fen,  etwaö  vorbeifd)affen ;  ocrbeifdHUien,  =fd)cinen,  ücrbeifcbicfen,  =fd)ies 
ben,  Oorbeifd)iepcn ,  1)  ^ic(.  u.  jieUo«  m.  babcn,  ein  ßJcfc^of*,  eine  Augel 
ob.  mit  einem  ©efcbcffc  2c.  an  etitaS  oorbtifi^ic^en,  of)nc  eg  ju  treffen:  au(^ 
cor  beifdjicßf  n  fc^Icc^tioeg  f.  fc^l  fc^iepni,  bae  ^M  »erfe^len ;  2)  jieUoö 
m.  fein,  mit  ipcftigfcit  üorbeici(cn  (j.  SB.  er  fc^of^  wie  ein  ^fcil  porbei) ; 
vovbetfdjtffen,  iHnbeifd)(aijen,  1 )  ^siellos  m.  bcibcn ,  baneben  fc^fagen,  nic^t 
treffen:  2)  jiel.  fdjlai^enb  oorbeitreiben:  iicrbeifd)[etd)en,  -- fdilenbern,  ctwaö 
voibetfd}(eppen,  ;  fdileuborn,  t^orbeifdiliipfen,  ^fcbnappen,  ;fd)neibcn, 
jfd)nellen  (jiel.  u.  iieUo6),  vorbelfd)reiten,  etmai  tiorbetfdjiitren,  Doibei- 
fd)ivanten,  ;fd)iveben,  ;fd)mimmcn,  ;fd)trii;ben,  cticaö  ob.  fic!^  üorbei= 
fditvingen,  üürbeifd)aMrren,  ^fe.^eln,  =feben,  norbeifenben  (jiel.),  -fpren- 
gen  (jiel.  u.  jiiUog),  DPtbeifpiingen  (jielloö  m.  fein),  üorbeifprifsen  (jieUoS 
u.  jici.),  r)crbetfled)en,  jielloö  m.  ()aben,  f.  baneben^  fc^t  pc^cn;  fic^  'oßK- 
beiftef)len,  ocrbeijTei^en,  -jleitern,  ;f{o[pcrn,  ttorbeiftoj^cn,  jieUoö  m.  babcn 
f.  bancben^  feiil  fielen;  vorbeiftrobfen ,  =flvcid)en,  -ftreifen,  ^firömen, 
-ftürmen,  ^fliir^en  (jiellcö  u.  ^te(.).  ocrbeifan^en ,  ;  taumeln ,  -traben, 
itxoa^  «orbeltraj^en ,  =  treiben,  iH>rbeitreten,  giellcö  m.  b<ibcn  f.  baneben«, 
febl 'treten;  ocrbeitropfeln,  etwaö  -  ,  tröpfcrnb  oorbei  ob.  nebenhin  fallen 
laffen;  ftd)  üorbeiwagen,  b.  i.  »ragen  norbeijugebcn;  i>orbetn?aUen,  etrcaS 
vorbcitvaljen,  oorbeiivanbeln,  ^iranbern,  ^ wehen,  i?orbetri?erfcn ,  jiet. 
etipaö  — ,  u.  jieUcö  m.  hoben  f.  banebcn-,  fcl^l  werfen;  worbetjerren,  ;jic* 
f)en  (jtelloö  m.  fein,  u.  jiel.),  Dcrbei^ielen,  neben  tt\va&  f)in  jielcn,  fe£)I  jic= 
Icn,  u.  bgl.  m.;  —  außlaff.  fagt  man:  vorbeifcnnen,  -muffen,  =folIen, 
^ivollen  fl.  üorbeigel)en,  fidy  oorbeibegeben  !önnen,  mülfen  :c.;  einen  ob. 
etivaS  i'crbeilaffen  f.  öorbei^  ob.  oon'ibergtbcn  laffen  (j.  SB.  teinc  (ä5elegcnf)eit 
worbeilaffcn,  b.  i.  ungenu|t  laffen). 

üorbetommen,  trb.  jicl.  ,3«?. ,  etwas  - ,  gem.  f.  wer  ftdj,  i>or  bie 
2iugen,  i^cr  ben  S!etb  jc,  befommen,  i^crgefegt  ob.  norgebunben  erhalten 
(j.  SB.  eine  ©(fcürje  -  );  im  vorauf  befommen,  voraii^gegeben  erhalten 
(im  ©pielc  oon  bcm  gefc^irfterfn  Spieler  efroa^  porbefornmen);  au(^  f.  t).  n>. 
ttorfriegen. 

üorbcmclbct,  üorbmannt,  SBw.,  Äan^l.  f.  vorher  ob.  im  S3orl)ergef)ens 
ben  genannt  ob.  erwähnt;  foaud;:  »or beregt,  ^beriibrt,  =befagt, 
»orer»r>äl)nt,  üorgebac^tjc. 

ttorberatbcn ,  trb.  jicl.  3ir. ,  vorher  cb.  jitvor  berathen ;  bie  SSorbe* 
tatl)iing. 

vorbereiten,  trb.  ^kU  3».,  etwas  -,  vorher  ob.  im  voraus  bereiten, 
}um  ®ebraudK  gefdiicft  madicn,  gu  einer  J^anblung  ob.  einem  erwarteten 
JBorgangc  Sel)öri3  einriditen  (Jpilttenro.  bie  Srjc  — ,  burc^  JRöflen,  SBaf^en 
ic.  jum  @d)meljen  gefc^ictt  matten;  e6  ift  itllcS  gum  empfange  bcä  ®afte6 
»orbereitet);  auc^  ju  einer  <ead)e  bie  n'6ti)x^tn  2inftalten,  @inrid)tun9en, 

J^epfe'ö  J&anbtt)örtcrb.  b.  beutfc^en  ©pr.  2.  at)eil.  10? 


1698  SSovberg  —  »ovbicten 

93orfef)rungen  mad)cn  (eine  2ftbett,  ein  Unternc{)men  jc.  tiotbivdttn) -,  einen 
ob.  fic^  ju  ob.  auf  cttüaS  — ,  einricl)ten,  gefc^itft  ob.  fal)ig  madjm,  xü-- 
fien  (g.  35.  ft^  gu  einer  Steife  —  ;  ftd^  auf  eine  Unterric^töftunbe ,  auf  eine 
Prüfung  ic.  — ,  fr.  prä'partren;  einen  jum  Sobe  — ;  einen  auf  eine  Sraucr« 
nad^vid)t  — ;  barauf  war  ii)  nid^t  »orbcrcitet,  finnt).  gefalft);  bec  SSorbe^ 
teiter,  wn  etwai  t>orbereitet;  bte  Vorbereitung,  1)  o.  501.  bag  SSorbe^ 
retten,  bte  ttorbereitenbc  Zi)ät\Qh\t',  2)  S)?.  -en,  baSjentge,  moburd? 
man  ettraS  ob.  3emanb  t)orbereitet,  ftnno.  2(nft(ilt,  ßinrid^tung,  SSors 
fef)rung  (bie  nött)igen  SSorbcreitungen  gu  it»>a^  matten);  baS  SSorberei? 
tunggjnittcl;  bie  SSorbereitunggfc^ule,  eine  »orbercitcnbe  ©d^ule,  jura 
ascfu^  einer  t)öf)cren  jc;  bte  SSorbereitungöflunbe;  bie  SSorbereitungä* 
wiffenfd)aft. 

SSorberq,  m.,  ein  t)or  anbeten,  bef.  f)ö{)cren,  üe^enber  SSerg. 

S3orbertd)t,  m.,  -eö,  SO?. -e,  ein  einer  «Sdjrift  tiorangef)enber  SSe^ 
rid)t  be§  SSerfajfcrö  ob.  >^erau6geberö  an  bcn  Sefer,  f.  ö.  ».  5ßorrebe. 

oorbcrü()rt,  oorbefagt,  S5w.,  f.  unter  »orbemelbet. 

üorbcfcbetben,  trb.  jiel.  3».,  1)  einen  —,  \)or  ftd)  befdbeiben,  b.  i. 
burc^  ri(^tcrnc^en  ob.  obrigleitlic^en  SBefc^eib  oorforbern,  \)oriaben  (bie  ^ar= 
teicn,  tie  3eugen  zc.  — );  2)  einen  vorläufigen  S3efd)eib  geben;  bie  S3or; 
befd)eibun9,  hai  !Corbefd)eiben ;  ber  S3orbcfcf)eib  ob.  lanbf^i.  S^orbefc^iet» 
(obcrb.  gurbef^aib),  1)  ber  S8efd)eib  ob.  S3efef)I  eineö  9vid)ter^  k., 
\)ör  i{)m  ju  erfd}einen,  bie  33orlabun3  (fr.  ßitation);  2)  ein  tjortduftger 
S3efd}eib. 

oorbcfd)ne^cn,  trb.  jiet.  3». ,  Dörfer  ob.  im  yorauS  befd)nefen;  ber 
58orbef(^tuf6,  ein  im  uorauö  gefaffter  S5efd)Iufg. 

oorbejiimrnen ,  trb.  jtcl.  3nj.,  im  üorauö  beflimmen,  gem.  rjorberbe- 
ftimmen ;  bie  SSorbeflimmung,  ha^  SSorbejTimmen,  u.  ha$  SSorbejltimmt? 
fein,  gew.  23or()erbejlimmung. 

üorbetagcn,  trb.  giei.  3»-,  t»ornu§  betagen,  mit  einem  erfl  fommenben 
Sage  be5eid)nen  (9^eutü.  f.  i)a^  fr.  antebatircn). 

üorbeten,  trb.  gict.  3tt'-,  einem  ettttaS  —  ,  i^m  ein  ®ibet  üorfagen, 
bef.  atg  SWufler  ob.  bamit  er  eS  na^fprec^e  (»gl.  na^ beten);  uneig.  gem.  f. 
ctvoai  trteb_ert)olt  u.  eintönig  üotfpredjcn  ob.  norfagen. 

üorbetrac^ten,  trb.  ?ic(.  3«?.,  im  t>orau§  betrad)ten;  bie  SSorbetra(^« 
tung ,  i>ai  SSorbetrad^ten ;  eine  im  uorauö  angejlelite  ob.  üorlduftge  S5e; 
trad}tung. 

üorbeugen,  trb.  3w.  1)  jiel.  ettraS  — ,  uonttartg  ob.  nad)  öorn  beu- 
gen (ben  2eib,  ben  Äopf  k.);  2)  jicUoö  mit  bcm  2) at.  einer  ©ad^e  —, 
b.  i.  eig.  burd)  58eugung  ob  5öenbung  i{)r  augitteid)en,  gew.  uneig.  ilberl). 
fte  burd)  abmebrenbe  SO^ittel  ob.  ^fnflatten  ju  t»erf)üten  ob.  5U  t>ermeiben 
fud)en,  ftnnü.  vorbauen  (einem  Übet,  einer  Äran!t)cit  2c.  — );  bie  SSorbeu* 
gung;  ba6  23orbeugung§mittel. 

Siorbcwujjt,  m.,  alt  u.  oberb.  f.  ia^  SSonviffen,  f.  b.  (es  ijl  mit  mei^ 
nem  SBorbcwufft,  o()ne  meinen  SSorbeirufft  gef(i^c{)cn). 

oorbicgen,  trb.  jiel.  3w.,  t>onvärt6  ob.  nad)  vorn  biegen  (mit  »orgcbo? 
gencm  Jpalfe  ic);  obcrb.  aud^  jieUoS  f.  vorbeugen  2)  (j.  83.  bcn  SSefd^njet» 
ben,  ber  ®efa{)r  JC.  mufö  t> or gebogen  werben,  |l.  eorg ebeugt). 

Oorbieten,   trb.  3>».  aicl.  einen  —,   ob.  jieUoö  mit  b.  ^at.  (oberb.  - 


58oi-bi(b  —  SSorbotc  1699 

einem  fürbicten),  att  u.  lanbfc^.  f.  einen  üor  ®crid)t  entbieten,  üorfa^ 
ben,  t)orbefd)eiben ,  aud):  oocfjcbietcn;  tag  S3orbüt,  -esS,  (oberb. 
gilt  bot)  a(t  lt.  lanbfrf).  f.  bie  SSorlabung. 

S15orbi(^,  f.,  -e^,  9.)?.  -er,  1)  ein  juc  9?ad)abmiin9  ob,  OZadbbilbung 
oorgefleKteg  S5i(b,  eine  nacf),^ubi(benbe  finnlid)e  ©eftiilt,  finno.  Urbilb, 
entcj.  ^a<i)--y  2Cbbilb;  in  weiterer  »cb.  nliesi  5ur  ^Jadiabmunij '^(ufge^ 
fleUte,  finno.  tOZufler,  S3eifpiet  (fidi  tt\va&  jum  23orbitbe  ncfimcn  ob.  ma^ 
d^cn;  bib(.  (ffjrijliiö  i)at  unö  ein  5öorbilb  nclalTm);  c^cm.  aud)  f.  SSorfdirift, 
Jöaniungebcifpiel ;  '!)  baöjeni.ge,  moburd)  ttwwi  (Spätere^  t>crgebilbet,  b.  i. 
im  worauf  9l«id)f.  abgebilbet  ob.  im  5SiIbe  bargefteUt  tuirb  (im  alten  Se|ta= 
ment  finbet  man  2J  orbit  b  et  bcr  SSegebcn^citcn  bcö  neuen  S^eft.,  welche  in 
Sejieljung  auf  jene  alg  befldtigcnbe  ©egenbilbet  angefeijen  werben);  t)OV« 
bilMic^,  SBw. ,  einem  S^orbilbe  ä'bnlid),  in  ©eiLilt  eineö  SSorbilbeS,  al6 
SJorbilb;  bie  SL^orbilMtc^feit ;  —  oorbilbcn,  trb.  j^ier.  3»»-  1)  einem 
etivag— ,  e^  wt  beffen  'ilu^m  u.  bef.  5U  feiner  9?adia{)mung  biiben, 
finnlic^  ob.  bitbfii^  barflcllcn ;  oberb.  uneig.  f.  riorjleden ,  bcf.  einem  etwas 
Srrtgeö,  Saitfc^enbtö  i?orftfUcn,  finno.  vcrfpiegeln,  einbifben;  2)  etma6— , 
im  voraus  in  einem  S3ilbe  barfleUen  (ein  jufiinftigeS  Sreignifs);  bie  S5or- 
bilbun(^,  bn3  ^öorbilben  in  bciben  »eb.;  etwai  ^BorgebilbeteS,  ein  SSovbilb 
(?0i.  SJorbitbungen). 

öorbinben,  trb.  jiet.  3»-,  ctroaS  — ,  doc  ftd)  binben,  fo  bafg  <i  ben 
iiorberen  Jtörper  cb.  einen  Zi)cil  begfclben  bebecft  (eine  ©c^üv^cjc);  »ornan 
binben  (in  einem  ffiuc^c,  ob.  einem  S8u(^e  et>ra§  — );  einem  etivaS  — , 
in  feiner  ©egemvart  u.  i()m  jum  ®uf!er  binben;  einem  — ,  "anbw. 
\i}\n  im  SSinben  bec  (Sorben  bd  bcr  ©rnte  Viorangeben  ob.  juüorfommen; 
ber  äiorbinber,  wer  üorbinbet,  j.  «8.  bd  bcr  Srnte;  Icnbfc^.  auc^:  n?aS 
vorgebunben  wirb,  j.  S.  in  3(ug6burg  ein  ?cinwanbftrcif,  welcher  ben  ?ei' 
^cn  über  .Kinn  ».  SKunb  gebogen  wirb ;  bie  äJorbinbunc^. 

SSorbitte,  W.,  lanbfc^.  »nr.  f.  Fürbitte  (f.  b.) ;  —  rid^tig  gebraucht,  fann 
cö  nur  bebeutcn:  eine  oor  ^emanb  tjetbane,  i()m  vorgetragene  — ,  ob.  eine 
vorläufige,  im  vorauf  erge^enbe  Sitte;  ber  Syovbittcr,  r.  J^ürbitter. 

üorblafen,  trb.  ?icl.  3w.,  einem  et  wag  — ,  vor  ibm,  in  feiner  &i^ 
genwart  blafen,  ihm  auf  einem  Sonwert^cuge  bfafenb  vorfpielen;  aut^  i^m 
jum  'ü}?ufler,  jur  5^adnibmung  blafen. 

üorbliifen,  trb.  jiellof.  3n).  m.  l)aben,  eig.  vorwärt»  blicfen;  mit  fei; 
nem  ©eifleSblicfe  in  bie  3nfunft  vorbringen:  uneig.  vor  anbern  •Dingen 
fiditbar  werben  cb.  ftd)  geigen  (j.  SB.  feine  gitelEeit  blirtt  überall  vor);  ber 
fßorblicf ,  ein  vorwärts  gcrid)teter  ob.  in  bie  3ufunft  bringenber  S5(icf, 
cntg.  JRücf blicE. 

oorblinfcn,  oovMt^cn,  trb.  jiellof.  3«'.  m.  ^abcn,  blinfenb ,  bli^enb 
t^ervorragen  ob.  jum  58orfd)ein  fommen. 

t>orbol)rcn,  trb.  gicl.  u.  ^ieUof.  3w.,  ein  icd)  — ,  juvor  mit  einem  flei- 
neren  S3ol)rer  bol)ren ,  um  bem  größeren  »orjuarbeiren ;  einem  — ,  vor 
tbm,  it)m  j;um  Ü)?ufler  bohren;  iljm  im  S3obren  iuvorfommen. 

SSovbot,   f.,  f.  unter  üorbtctcn. 

SJorbote,  m.,  -n,  9)?. -n,  eig.  ein  bem  wirfUd^en  Soten  vorangc 
^enber,  vorläufige  9?ad)rid)t  bringenber  25ote:  gew.  uneig.  tver  ob.  wai 
ttvoai  im  oocauS  oet!ünbigt   ob.  anjeigt,  ftniw.  93orieid)en  (j.  S.  bie 

107  * 


1700  SSorbrammt;  --  SSoi-banf 

©c^walben  ftnb  SSotbotcn  be§  griifjlmgö;  ixe  Sorbeten  beS  "älteti^  be§ 
Sobcö  jc). 

$8orbranira^,  m.,  2)?.  -en  (ogt.  SBram  k.)  ©c^iff-  eine  THai),  voilijz  fv 
oon  bcr  Sänge  bcg  mittelflen  Scctbaifene  i)äit',  hai  SSürbramfegel,  ein  ©e» 
gel,  mläjcS  am  Sop  ber  Sßorbramilengc  t)än9t;  bie  S3orbram(lenge,  eine 
©tenge  (f.  b.)i  welche  1  oon  ber  ßänge  bcS  ©egelbalfenS  i)ält. 

üorbre(^en,  trb.  jieUof.  3»-,  mit  ©eiralt  u.  vf)efti9fett  plo^Ud)  jum 
S3orfd[)ein  fommcn,  geitj.  {)ert)orbc«d)en;  auc^  f.  Ijeftig  oorbtingen;  ber 
S>c>rbru(^,  -e^,  9J?.  ;brüd)e,  feiten  f.  boS  SSocj  ob.  ^ertjorbrccbcn ;  bai 
SSorbrecbenbe  ob.  5lJorgebrod)ene;  ©laf.  ber  crflc  3ug,  welcher  mit  bcm 
genflerblei  in  bem  ^k^mexh  üorgcnommcn  »irb:  auöi  bk  ©c^eiben,  bur^ 
\vtlii)i  baöfclbe  juerfr  gejogcn  wirb. 

»oibreiten,  trb.  jiet.  3n).,  üor  etwa^  ()in;  ob.  ausbreiten. 

oorbringert,  trb.  jiel.  3»ü.,  eig.  cor  ^«»tianbg  Tfn^eftcbt,  jum  $ßor= 
fd}ein  bringen  (j.  S.  bog  @elb  auö  bcm  .Äaflen);  ebem.  au^  f.  jur  5Btrf; 
üd)feit  bringen,  f)erüorbrin9en;  ge»».  uneig.  cttttaS  ^nncrlid^eg  üernebm^ 
bar  mad)en,  dufern  (er  fonnte  fein  3[Bort  corbringen,  finno.  betauöbringen); 
etivaä  burd)  SBorte  oor  3«nianb  dupern,  finno.  e6  ibm  vortragen  (j.  93. 
eine  SKetnung,  Sitte,  Älage,  ©ntfc^ulbigung  —  ,  ob.  etraaS  gu  feiner  6nts 
fdiutbigung  — );  bie  Sßorbrtngung- 

oorbröcfeln,  trb.  gict.  3n).,  einem  (Sbtcrc)  etwai  — ,  bröcfelnb  »or? 
flreuen. 

S5orbrurf),  m.,  f.  unter  oorbred)cn. 

t>orbrüUcn,  üorbrummen,  trb.  jiet.  3»-,  «tnem  ema^  — ,  t»or  ibm, 
in  feiner  ©egenirart,  ob.  ju  feiner  9?ad)abmung  brüUen,  brummen. 

Siorbrujl,  n).,  gleifi^.  ber  tjorbere  S^beit  ber  9linb6bru|^,  entg.  9la^« 
bruft. 

t>orbud)(!abircn,  trb.  jict.  3». ,  einem  etwag— ,  bud)j^abirenb  oor; 
fpred)en,  itoc  ibm  in  $5ud)f^aben  u.  ©üben  jerlegen ,  insbcf.  bomit  er  cö 
nQdjbudjflabice  (einem  .Kinbe  ein  SBort  — ). 

öorbücfcn,  trb.  rüdj.  3»-,  fid)  — ,  nad)  üorn  ob.  üorirdrtä  bücfen. 

äJorbug,  m.,  1)  f.  o.  w.  Söorberbug,  f.  b.;  2)  (oberb.  ber  gürbueg; 
altb.  <laz  furipuoki,  vürbüege,  vürgebüege)  c^em.  ber  »om  ©attel  i)et  torn 
übtr  bcn  58ug  bcö  ^ferbcS  reid^enbe  «Riemen,  S3ruflricmen,  ein  Z'i)cü  ber  ef)e= 
matigen^pfcrberüflung. 

Siorbübne,  re.,  ber  r»orber(ie  Zi^ül  ob.  23orp(a|  ber  @d)aubü()ne  (fr. 
^rofcenium);  ocrfi^.  23orbcrbübne. 

SJorburg,  n). ,  9)?. -en,  eine  oor  einer  größeren  liegenbe  fieinere 
S5iirg ;  aucb  eine  t)or  Eingriffen  ffd)ernbe,  fd)i{^enbe  S3urg ;  etjem.  (mittclt). 
vorburc)  ein  ©cböube  auier^alb  ber  SBurgmauer. 

Moorbad),  f ,  ein  DorfpringenbeS  £)ad),  ob.  ber  über  ein  ®ebaube  weiter 
al6  gett)öbnli(^  üorragenbe  51^«''  «in«^  £)ad)eS. 

Siorbamm  ,  m.,  ein  üor  einem  anbern  b<ftnblid)er  ^amm;  SSSaffcrb. 
eine  uor  einer  ©iel^iCrbeit  ic.  gemalte  Ttbbdmmung. 

üorbdmmcrn,  trb.  jicltof.  3w-  ni.  b^ben,  bdmmernb  b^oorfreten, 
einem  im  Ddmmcr[id)te  fid)tbar  werben ,  unbeutlid)  erfd)einen  (eö  bam- 
mert  mir  oor). 

äJoibanf,  m.,  im  Dorau«  abgejiatteter,  ob.  üorlduftgec  2)anf. 


üocbccfen  —  uorbec  1701 

üorbcden,  üb.  jtel.  3ro.,  öor  etivag  bec!en  ob.  becfenb  augbreiten:  bie 
SSorterfc,  eine  üoc  etivaö  ausgebreitete  2)ecEe. 

äiOl'^eid),  m.,  ber  worbere  ^Dcid)  unttc  mcljren. 

üorbem,  9Jtv.  bei- 3i'it,  eine  unbeftimmte,  meif!  entferntere  SSergan; 
genl)eit  bejcid)uenb,  cig.  t>or  biefem  (gegcnipävtigcn)  3eitpunüte,  in  frühe; 
rec  3«it)  aud) :  vor  biefem,  finno.  ebebem,  ef)emal«f,  Dormalö,  alt  u.  lanbfc^. 
auö):  Dorbeffen  (altt)üc^b.  fora  des;  Dgl.  ct)cbcfl'cn,  inbcffcn  jc). 

üorbenfen,  trb.  jietlof.  u.  fkl.  3nj. ,  1)  einem  — ,  uor  if)m  benfen, 
ihm  im  2)ent'en  t)orange[)en  unb  a(6  Rubrer  bienen,  cntg.  nac^bcnfin; 
2)  etn)aö  — ,  t>ori)er,  im  vorauö  benfen  ob.  in  ©nvd'gung  jie()en;  ba^ 
SRn?.  uorgebacl)t  aU  SStr.  f.  unter  öorbemelbet. 

yorber,  Sw.  in  ber  gorm  cineö  Somp.  (uonoot;  fort  gebilbct,  »gl. 
förbcc,  fürbcr) ,  nur  alö  gebeugte!  (Sign?,  gebr.:  ber,  bie,  bai  ocrbcre, 

ein  torberer  K.  (altfiodjb.  I'ordoro,   fordero,   a  JC.  ,    U.  forderoro;    mittiii). 

der  2c.  vorder;  obtrb.  »örberc  u.  fürbcre),  ©up.  tjorberjt,  berK.  r»or? 
berjre  (altt)Oi)b.  fordorost,  mittet^,  vorderost,  vorderst,  obcrb.  oörberfl, 
fürbi-ril,  ügt.  nuuörberft) ,  vorn  feienb,  vorn  befinblid),  untg.  hinter,  bec 
IC.  Wintere,  t)tnterfle,  (j.  58.  ber  ocrberc  3;f)cil  be6  .^aufcö,  bie  rorberen 
3tmmcr,  bie  »orbcren  güK)  3äf)ne  :c. ;  fccr  ic  norberftc  bc^eid^nct  bcit 
äujjcrften  Zi)cil  bce  üorn  SBefinblic^en,  j.  S5.  baö  öorberfle  p  {jinttrfl  EeJjrcn, 
ob.  bcn  oorn  an  ber  ®pi^e  einer  JRettjc  »on  mct)r  atö  jn?ei  ©egcnftdnbcn  bc= 
finblic^en,  j.  SB.  ber  Dcrbcrjle  50iann,  bie  oorbcrflc  ©äule  jc);  ber  93orbere 
atö  ^n>.  u.  bcf.  ?0i.  bie  SSorbern,  Calt(;odjb.  der  iordoro,  mittcll).  der  vorder) 
»lt.  f.  5Ö0';fal)ren,  baf)er  no^:  bie  2tltDorbcrn  (f.  b.);  — Dorbet- 
ftet)t  in  ungebeugter  gorm  ale  crjteö  ©lieb  in  Dielen  3fe^.  mit  Jg)auptjü.,  u. 
bejcic^nct  bann  balb  ben  oorberen  ob.  üorberflen  unter  meieren  ®cgen(tänben, 
balb  au^  ben  oorbcrcn  Zi)dl  bc6  benannten  ©egcnpanbcö,  al6:  bie  S3orbcr- 
ad^fe,  bie  eorbere  2(c^fe  eincö  SBagenö,  entg.  ^interac^fe;  ber  SSorbcratm, 
ber  oorbere  Zi)iU  beS  2Crme6  com  ©Uenbogen  biö  jur  opanbtDurjel ;  ber  SBor* 
berbaufd) ,  ©attl.  bie  beiben  fcnfrej^t  flel)enben  ^öljer  auf  bem  Äopfe  eines 
bcutfc^en  ©attclö;  iicii  S3orberbein,  einc6  ber  oorberen  Seine  oier=  ob.  mt1)r= 
filziger  Zi)mi;  i)ai  SSorberblatt,  baä  ©(^ulterblatt  ber  oicrfü^igcn  Sljiere, 
ber  93orbcrbug;  aucfe  baß  üorbere  breite  ©tuet  an  einem  gen?ebten  ©trumpfe; 
ba6  SSorberblcd^ ,  baö  corbere,  üorn  bcftnblicfee  Slcc^;  auf  25le^l)ä'mmern 
eine  2(rt  Slcc^,  rceld^cß  fdjinäc^er,  alö  baö  Äreujblec^  i(l;  bie  S3orbctbrufl, 
ber  corbcre  Zi)iil  ber  53ru{l,  j.  U.  o.  ben  ©eiten;  ber  SSorberbug,  f.  »ug 
u.  SSorberblatt;  bie  SSorbcrbÜl)ne,  ber  norbcre  Zt)tii  ber  ©c^aubü^ne,  oerfdj. 
aSorbiiljnc;  ba^  äJorberbedf  ob.  -üerbccf,  f.  SJerberf;  bie  Sorbevflac^ge, 
bie  oorberc,  uorn  auf  bem  ©c^iffe  aufgt|lecEte  glagge;  ber  SJorberflecf, 
©d^u^m.  eine  unter  ben  $8orbertl)til  eines  ©i^ufjel  neu  untergelegte  l)albe 
©ot)te;  ber  SSorberflü^el,  einer  ber  corberen  glügel  an  oierflügeligen  Sn- 
fecten;  ber  SSorberfuß,  1)  einer  ber  Derberen  gü^e  eineö  Dier=  ob.  mel)rfüftä 
gen  2;t)iercö;  2)  ber  Dorbere  Z\)tH  beö  gu^eö  über  ben  3et)cn;  t}<:ii  äiorber; 
gebäubc,  baö  Dorbere  ob.  J^auptgebä'ube,  ob.  ber  oorbere  a.t)eil  cincö  ©cbau^ 
be^,  entg.  Jg)intergebäube;  ba§  Sorbc^cbirge,  SBcrgw.  (gem.  görberge« 
birge)  ber  Dorbere  St)eil  eine!  ©ebirgcö,  entg.  .^intergcbirge;  baä  fQor- 
bcvgcfd^irr,  ber  oorbere  3;i)eil  beg  spferbegefc^irrc!;  baS  SJorbercjclIelt, 
ber  Dorberc  Stjeil  eine!  ©cficUe!;   bag  äJotberglieb,  baö  ootbere  ©lieb, 


1702  üovbev 

j.  S.  beS  gtngerö;  SDcn!«  u.  ®a^(ef)rt:  bec  üoibeve  ob.  erjie  3;()ei(  eincö  Ur= 
ti)iHi  ob.  jKebcfa^fg;  bev  SJorbergrunb ,  bcv  üorbere  Sf)cil  cincö  9?aumc6, 
j.  95.  cinci-  ©egcnb;  bef.  bcv  nat)  evfd^eincnbc  Sfjcit  eintS  ©emälbcö  giinäc^ft 
an  beu  ©ninblinic,  auc^:  ffiorgvunb,  ciitfl.  Jpintcrgtunb ;  bas  SJorbcr^ 
()aQr  ob.  bte  SSoibevl)aave ,  baS  ^aac  auf  bcm  UJorbevFopfc;  bie  SSorber; 
t)antt,  ber  oorbcve  Zi)dl  btv  ^anb  jiptfc^cn  bcu  .|)aiibtt)ur3ct  unb  bi'n  gingccn; 
uncig.  lanbfd).  f.  bie  rc^tc-i^anb,  bic  ®l)vcnf)anb ,  bcv  iöovtvitt,  cgt.  SSor- 
{)anb;  ta^  Siüvbcvljau^t,  bev  üovbccc  Sl;cil  bcä  ^auptcß,  gen?.  Söovbcvfopf; 
biig  25ort>crl)aU'3,  bae  »ovbcrc  ^au6,  ob.  bcv  uorbcve  Zi^dl  cinc6  ^aufcS, 
entg.  ^intcvtjauö;  bcv  SSorterl)üf,  bcvuovbcre,  oovn  bcfinblid^c  J^of,  entg. 
«^intevtiof;  bie  Siortcrfeule,  bie  uovbcvc  Äcule,  b.  i.  bev  oovberc  ®(^cn!e( 
eineö  üievfiijjitjcn  3:()ievcö ,  auc^  :  SJovbevfd^Icigcl ,  SJovbctoievtel;  bec 
23orbcrfopf,  bcv  uovbeve  Z\)dl  bee  ÄopfeS,  ciitg.  ^intevfopf;  het  S^orbers 
lauf,  Tt.  '  laufe,  Sag.  bie  SSovbevfu^c  ciiieg  5Bilbe6  (ügl.  £auf) ;  brtö  S3or; 
berleber,  ba6  oovbeve  ob.  am  äJovbevtl)eil  tineö  3)ingc6  beftnbltdl)c  2cbcv;  ber 
Ißovbcvlcib,  bcv  üocbcve  Sf)cil  bce  geibeö;  bei  ä>orbcrmann,  bev  oovbcvfle 
SJlann  oon  iTic|)ven  f)intcv  cinanbev  flcl;cnbcn;  auc^  bcv  oov  einem  anbcvn  jl:c= 
it)enbe,  il)m  üovangeljcnbc  SKann,  entg.  Jpintcvmann;  bec  äjürbermaj^,  ber 
üorbeve  9Kaji  eineö  @d^iffe6  (goctma(l);  h^i  äJorbcrpferb,  ein  bei  einem 
3uge  con  mct)v  alö  jidci  ^fevben  üovnan  gefpannteö  ^fevb;  "^o.?)  SJorberrab, 
eines  bev  oorbevn  ^Tiäbcv  cinee  üicvväbevigen  SBageng;  bie  SSorberrajt,  f. 
9?ajl;  ber  S^orberrücfen,  bev  uovbcre  Sbcil  beö  Stüifcnö  übev  bcv  aSvujt,  bef. 
bei  SJÖgeln  u.  Snfecten;  bev  SSorbei'fag ,  2)en!(.  ber  .Obev=  unb  Untevfa^  in 
einem  ©i^luffe:  bie  SJovbcvfci^c  (fr.  '»pvämiffen),  auf  welche  bcv  Jg)intcr«  ob. 
S^tufSfa^  folgt;  ©pvac^l.  bev  feinem  .i^auptfa^e  üorangcjlcUtc  5tebenfaß  in 
einem  untevorbnenben  ©a^oevein,  entg.  9tac^fa^;  ber  SSorberfd^aft ,  an 
©(^ie^gewel)ren  bev  untere,  biete  Sijeit  btö  ©djaftes,  bie  2(nlagc,  Äolbe; 
5ßeb.  bev  bem  ©i|e  bc6  SBebcve  junac^jl  l)angcnbe  ©c^aft;  bie  Sürbcr* 
fd^anje,  bie  oorbeve  ©djanjc  unter  meieren ;  ber  U^orberfd^enfel,  einer  ber 
r>orbcrcn  ©d)en!el  cineö  üitrfü^igen  Sf)icreg;  ber  SSüVbcrfc^infen ,  ©d^infen 
(f.  b.)  üom  aJorbevfc^enEct;  ber  SSorbcrfc^lägcl,  f.  unter  S3ovbev!eute ;  ber 
S3orberfc^ul),  ber  üoibere  S()ei(  bcö  ©»^uf)e6,  t(xi  Obcrteber;  bag  SSor^ 
berfegel,  eines  ber  üorberen  ©egel  eines  ©d^iffeS;  bie  5ßorbevfcite,  ttxt  oor= 
bere  BdXi  eines  SJingcS,  entg.  Jpinter=,  Siucffeite;  ber  SJorbcrft^,  ber  öor= 
bere  @i^,  bef.  in  einem  meijrfi^igen  Söagen ,  welcher  mcljre  ©i^e  Ijintcr  cin= 
anbcr  t)at;  ba«  S3ürberfpann,  ©c^iffb.,  f.  ©pann;  ber  SSorberj^ab,  ber 
üovbevc  ©tab  ob.  fjalbvunbe  ^ievatt;  am  9Jlunbftiict  einer  jtanone;  ber  SSov* 
berflänbcv  ob.  bie  S3orberjlaube,  in  ^papiermüljlcn  gwet  ©tä'nber  ob.  ^fo= 
ften,  i^irif^en  bcnen  ber  oorbere  3;i;cil  ber  ©c^ioinge  ouf=  unb  nieberftcigt; 
bie  ä^orbcrjlelle,  bie  uorbcre  u.  uneig.  bie  (jöfjere,  üornctjnure  ©teile;  ber 
SSorberjlcüen,  f.  ©teoen;  ber  SSorbrvjlic^ ,  ©d^neib.  ^Wi^iz^  wobei  ber 
gaben  immer  in  geraber  ifinie  fortgel)ct,  otjne  mit  ber  ^\o.\>i\  »ieber  jurüet 
gefüf)rt  gu  »erben;  bie  SJorbevflube ,  oorbere,  im  93orberl)aufe  bcfinblic^c 
©tube,  entg.  Jgiintcrjtube ;  bn^  Jöovbcvftücf ,  ©tiicE  oom  8SorbertI)eile:  bec 
ob.  bie  SSorberflubet,  ©d^lotf.,  f.  ©tubel;  ber  ob.  gc».  "^(Ki  §öovbertl)eit 
(oergl.  3:t)eil),  bev  oorbcre  Sl)eil  eincS  S^ingeS  (j.  S5.  eines  ©d^iffeS,  bcö 
Äörpers  ic),  entg.  .^intcrtljeil ;  baö  S3orbertl)or,  bie  83orbertl)ür,  baS 
»orberc  Sl)or,  bie  vorn  befinblic^e  3:^ür  cineS  Jg)aufeS  jc,  entg.  S$\\\XixX%vx\ 


»orbeffcn  —  üoteilen  1703 

baS  SSorbertrcjfen ,  bit  oorbcre  Zi)iii  eines  in  ©c^lacfatorbnung  gefleUten 
^eereö,  aud;  SJoctrab,  SSocfjut  (fr.  2(oantgarbe),  entg.  .^intertvcffin  (o>^I. 
Steffen);  ba6  ä5ort»crüicrtcl,  baö  oorbcre  SSiertcl,  bef.  etneö  gcfc^tac^tetcn 
3;t)icreö ;  bie  äJorbcriDöge,  bie  oorbcre  SBage  (f.  6.)  an  einem  oicrfpännigen 
aSagen,  lanbfdj.  gem.  äJ  or  bcnoa  c^  t;  bec  Sorbcnvaqen,  ber  oorbcre 
Zi)iU  eincö  Söagcnß;  ber  SJorbevjal)n ,  9)?.  ■Borberja()ne ,  bie  oorn  im 
ajJunbe  bcfinblic^en  ©cfeneibcidijne,  cntg.  ^iuter^,  SBadenjaljn ;  bie  äJorber- 
jange,  Sifc^l.  bie  erjle  gro^e  (jölserne  Schraube  an  einer  .^obctbanf;  bai 
SSovberjeug,  \)Q^  oorbcre  3eug  ob.  ©efc^irr,  f.  o.  w.  SSorbergefc^irr;  baS 
SSorberjimmer,  ein  oorbcrcö,  im  S3orbcrt)au[e  befinblic^cß  Zimmer,  entg. 
J&interjimmer. 

üorbcffcn,  9lio.,  alt  u.  lanbf^.  f.  oocbcm,  f.  b. 

üorteiiten,  ttb.  jicl.  3n).,  im  worauf  beuten,  anbeuten,  bebeuten,  ge». 
toorbebeuten;  bie  SSorbeutung,  gem.  SSorbebeutung. 

oort>i(^ten,  trb.  jicUof.  u.  jicl.  3»-,  einem  —,  if)m  im  Didbten  ooc; 
an9e()n,  bef.  al6  SKuftcr  ob.  SSorbilb;  einem  etroag  — ,  if)m  3)id)tun3 
ob.  Srbid)teteg  öortcagen. 

üorbrängen,  trb.  3n).,  jiel.  einen  ob.  etroaS  — ,  votwact«,  nacf) 
üorn  brangen;  rüdj.  fiel)  — ,  fid)  nad)  üocn  l)in  bucdjbrdngen ,  eig.  u. 
uneig.;  bie  Sorbrängung. 

oorbret)en,  trb.  gicl.  3»t>.,  bce()enb  üoc  etn?a6  bringen  (j.  83.  bie  SBirbet 
an  einem  genfter  — ,  ogt.  oorft^ieben) ;  nacf)  üocn  i)\n  bcet)en,  gen?,  wu 
ob.  {)ert)orfet)ten. 

üorbrefc^en ,  trb.  jieUof.  3w-,  einem  —  ,  yoc  if)m  brefd)en,  \i)m  im 
2)cefct)en  üotan3ef)en  ob.  juvorfommen. 

vorbringen,  trb.  jiellof.  3».  m.  [ein,  vorwärts,  nacf)  t)orn  f)in  brin=: 
gen  (f.  b.;  j.  35.  ber  geinb  brang  bi^  gur  .^auptjtabt  oor);  au^  f.  {)ert)or- 
bringen ,  mit  GJewalt  jum  9Sorfd)ein  fommen ;  uneig.  bie  £)berf)anb  be? 
fommen,  f)etrfd[)enb  tvetbcn;  bie  SSorbringung ,  gem.  bag  SSotbiingen; 
oorbringlic^,  S5m.,  oorbringenb,  fid)  t>orbrä'ngenb. 

»orbrücfen,  trb.  jiet.  3».,  ooriDartä  ob.  oorn()in  brücfen ;  üorbru(f m, 
trb.  jicl.  3m.,  uor  etwai  brucfen  (j.  58.  [einen  Siamen  einem  fBü6)t  — ); 
einem  (ctwa^)  — ,  iftm  im  25tu(fen  t)orvinge()en  ob.  juüorfommen; 
etmcii  oor  il)m  brucfen;  ber  SJorbruif ,  ber  tjorgdngige,  erfle  ob.  ut- 
fprünglidbe  SrucE  (cincö  Sud^cö,  gew.  Original =2?ruct,  entg.  9lac^bruc£); 
in  Söcinlänbern:  9)iojl  »on  bem  crjlen  2)ruc£e,  aud^:  $Bor[^u[6,  entg. 
Slad^brud. 

üorbubeln,  trb.  jicl.  3it). ,  gem.  einem  ettt»aö  — ,  bubelnb  oorfpielen 
ob.  t>octragen. 

üorbuften,  trb.  jieUo[.  3»t)-  m.  Ijaben,  üor  anbern,  jliufer  buften. 

SSoreib,  m.,  lanb[(!^.  ber  6ib  für  bie  ®efdf)rbe  ([.  b.). 

üoreilcn,  trb.  jieUo[.  3rc.  m.  [ein,  1)  t)or»vä'rtö  eilen;  2)  einem—, 
worauöeilen,  juüoreilen,  itim  burd)  @ilen  5uüorfommen;  uneig.  if)n  burc^ 
fd)neUereS  görtfd)reiten  übertreffen,  eS  i()m  juüort[)un;  3)  auf  fel)ler; 
^afte  ^eife  ju  fe^r  eilen,  fid)  übereilen;  bie  äJoreile,  feiten  f.  äu^or? 
fommenbe  (Sile;  übermäßige  6i(e ;  üoreilig,  S3m. ,  übermaßig,  auf  un* 
ge{)orige  u.  unüberlegte  2frt  u.  jur  Unzeit  eilig,  finn».  Dovfd)neü,  übereilt, 
nonvi^ig  (ein  »oreitigeö  Urt^eil  ic.) ;  bie  SJoveiligfeit,  iaü  23oceiligfein. 


n04  SSofeifcn  —  oorfabetn 

SSoveifcn,  f.,  SBergto.  baö  mitten  im  Sobm  bcg  J^uiibeS  (f.  J^unb  3.)  bc- 
fcftigte  u.  mit  tincm  JQaim  Dcrfctjcne  Sifcn,  an  nrcldjcn  i)ai  ©eil  jum  3t«f)cn 
beö  Jpunbfö  gctjan^t  n^irb. 

\)ürcmpfintcn,  tvb.  jici.  aiv. ,  etivag  -  ,  im  t)0iau6  mipftnben,  du 
3}orgefiit)l  bavon  ()abcn,  finno.  a()nbcn;  bie  ä5orcmpfinbun_q ,  1 )  o.  SK. 
i>n^  23ürcmpfinbcn :  2)  5D?.  -en,  eine  im  üorauei  Cje{)abtc  ßmpftnbung 
»on  etwas  itünftigcm,  finno.  93ov9?füf)(,  '^(()nbung. 

5üorcnbc,  f.,  Sanb».  ba?  junad)]!  an  eine  93ichtrift  flofenbe  @tii(f 
(ob.  ©nbu)  S^lbeö,  »rcl^cö  gtwöljnlid)  unbebaut  bleibt. 

öorcntl)aIten ,  trb.  jiel.  3«.  (»on  entf)alten,  alt  u.  cberb.  f.  au^,  ju= 
rüctljaltcn)  einem  etn^aö  — ,  ha<i  ihm  ©ebül)venbe  tviberred)t(id)cc  ob. 
unbiUiäec  Uiieife  ^uvücfbebalten ,  nid)t  gemähven  ob.  ertl)ci{en  (j. -95.  er 
i)at  mir  mein  öigcntbum,  ben  üetbienfen  ßoljn  k.  »oventlialten ;  —  in  qc= 
trenntet:  govm  [elten  gibraui^t,  5.  S8.  ni^t  leidit:  er  entl)dlt  mir  mein  QU 
gentljum  cor);  bie  S5oientl)altung. 

ä>orentit)urf,  m.,  vorläufiger,  erfler  (Snttrurf  (fr.  ®!ig}e). 

üorerbcn,  trb.  jiei.  3«.,  etnjaö  — ,  jum  üorauö  erben;  ber  Sßotcrbe, 
-n,  tvet  ein  (5ibtl)eil  jum  vornuä  befommt;  ha^  äJorcrbc,  -S,  ein  ^i- 
itianb  5um  voraus  vermad)teö  (Srbtt)ei[. 

vorcrinncrn,  trb.  jiei.  3»».,  ettvaö  — ,  vorl)er,  im  vorauf  erinnern  ob. 
bemerfen;  bie  ä^orerinncrunq,  baä  23orerinnern:  roaö  man  vor()er  er^ 
innert,  eine  vorauggefd)i(f(e  Sßemerfung,  bcf.  »or  einem  SSudje  eine  tur^e 
^aö^viäjt  on  ben  Cefer,  finn».  3}orberid)t. 

üorertlävcn ,  trb.  jicl.  3n).,  vor  '-^Cnbern  ettraö  erflaren  ob.  auslegen 
(j.  «8.  einen  ©d)riftjieUer  in  ber  ®d)ule);  bie  SSorerflärung,  1)  ta^  23or' 
erflaren ;  2)  eine  im  vorauö  gegebene  ßvfld'rung. 

58orcrnte,  tv.,  vorjeitige  (Srnte;  2(nfang  ber  Srnte;  üorernten,  trb. 
^tel.  3w.,  vorzeitig  ob.  im  voraus  ernten. 

Dorerjl,  Stro.  (cntfl.  au6  fiic-er(l)  lanbfd^.  jl.  fürS  erfte,  juerft,  ju^ 
vorbcrjl;  auc^  f.  vorläufig,  für  je(5t. 

oorenrägcn ,  trb.  jiel.  3»».,  vorder  ob.  juvor  envd'gen:  bie  §ßorcr- 
ivägung. 

üorern)äl)len,  trb.  jici.  3^.,  t)orl)er,  ob.  vor  2(nbern  eri»ät)(cn  (bibl. 
vorcrttjat)lte  3"i9c»  üon  ®ott);  bie  ä>orenuäl)lun]5. 

uorcnrnl)ncn,  trb.  jiel.  3»v- -  juvor,  frül)er  ern?d'l)nen;  bef.  baö  SKw. 
vorern)ät)nt  aiö  S3m.,  b.  i.  im  23orbergcI)enben  enva'^nt,  f.  v.  m.  vor? 
benannt,  vorgebad)t  k. 

vorcrjä^len,  trb.  jiel.  3»v.,  einem  etivaS  — )  «^  ^"^^  «^»"  er^ablen,  ba= 
mit  er  ee  l)öre,  ob.  audj  nadjtrgäljle;  bie  a5üvcrjä(}lun(). 

üovcffcn,  trb.  giellof.  u.  iiet.  3»v.,  1)  einem  —,  vor  ihm,  it)m  jum 
?Ü^ufler  efjen;  \i)m  im  effen  juvorfommen;  2)  etwa«  -,  vorf)er  effen, 
vor  ber  3eit  verjeljren  (vorgcgeffeneS  93rob,  uneig.  f.  »oö  man  »on 
feinem  tünftigcn  SSerbienfle  vormeg  nimmt  unb  verbraucht,  j.  95.  ein  SSorf^ufö 
von  bcm  ® ehalte  k.):  baS  23orcffcn,  -ö,  ein  (5ffen  ob.  @erid)t,  roeld)eS 
bcm  v^aupteffai  vorangel)t;  inöbef.  obcrb.  (au^ :  gürcffcn)  ein  ©erid^t 
(meijt  in  gerfc^nf'.tenem  SBürifleifc^  JC.  bejtcl)enb),  »vclc^eö  nac^  bev  @uppc 
unb  vor  bem  SSinbflcifd)  aufgetragen  mirb. 

üorfabeln,  trb.  jiet.  3jv.,  einem  etJvaS  — ,  gab?II;afteS  vortragen  ob. 
vorerjd()len. 


\)orfal;i-en  —  oorfeilen  1705 

üorfaI)ren,  tib.  jitUof. 3iü.  1)  m.  fein  u.  i) ab en,  üoc  einen  ©egenftanb 
ob.  £>rt  ()tn  fal)rcn,  bcf.  oor  bic  J^auöt(;ür  jum  (5i»=  ob.  Jfuöfteigen  (btc 
SBagen,  bev  .:^eir  3C.  i|l  ooi-9cfat)i-cn;  bcr  .Kutfc^er  l;at  üorgcfatjrcn);  2)  m. 
[ein,  vor  einem  2(nbeni  beSfclben  ©egeä  fa()ren;  einem  — ,  ihm  üor* 
au6fa()cen,  im  fahren  juvovfommen,  i()n  faf)renb  Überholen;  3)  ct)em. 
übeit).  f.  vorangehen,  nac^  SRaum  u.  3eit  (altt)oc^b.  torafaran,  oon  l'aran  in 
ber  aUqtmeincren  SSeb.  ftdj  fortbcipcgcn ,  0cf)cn);  Datjcr  bec  S3orfat)r  (ocr= 
fürjit  au6  2Jörfat)cer:  ogl.  9lQC^faf)rev),  -ö,  üblicher  in  bev  9JJ.  bie  SSor* 
fal)vcn,  übivi).  f.  ä^organcjcr ,  ivec  vor  ung  gewefen  ob.  un^  tjorange* 
gangen  ift,  in  irgenb  einem  JBert)ättni|Te,  entg.  9t  a  erfolget  (j.  SB.  mein 
23orfai)t  im  2Cmti');  bie  'SU.  33ücfaf)ven  f.  alle  ^yZenfcl)en,  iveld)C  üoc 
unö  in  bcmfelben  ßanbe  u.  ^öolte  gelebt  haben,  entg.  9i  ad)  kommen,  »on 
rocitcier  SBeb.,  alö  33ora(tern,  '^(bnen,  b.  i.  biejcnigen  äJöi-fo^tcn,  »on  bema 
n?ic  abjlammcn. 

üorfaUcn,  trb.  j^icl.  3»p-  m.  fein,  1)  nad)  vorn  ju,  üomartö  fallen, 
ftnfen  (x'-orfallenbc  ©i^ultevn;  »gl.  SSorfaU);  2)  ooc  etroag  bin  ob.  niebec 
fallen  (eine  gaUttjüv  novfaücn  laffcn);  baljer  3)  uncig.  einem  gleid}f.  in  bcn 
5lJeg  fallen  ob.  plöfe(id)  entgegentceten;  unvei-mut^et  gefd)e()en,  fid)  er* 
eignen,  begeben,  jutragen,  cfi  mit  bcm  Siebenbegriff  bcö  Jpinbcrnben  ob. 
©tövenben  (\üaö  ift  oorgefaUcnV  c6  ijt  m<i)t^  Steuee  üorgcfallen;  »lt.  bd  öors 
faUcnber  ©eicgenljcit  :c.) ;  ber  S3orfaU,  Wl.  SSorfä'üe,  1)  ba^  QSorfallen, 
ber  Suflanb,  ha  ettüaö  üorfa'Ut  ob.  vorgefallen  ifl,  inebif.  ^dit  verfd^ic- 
bene  franfl)afte  ^ufäüCy  ba  ein  Äürpertl)ei(  oorroartö  ftn!t  u.  l)crooutritt, 
ob.  ooc  einen  anbern  fällt  (j.  S.  ber  SSorfaU  ber  Sarmutter,  beö  'i(ugentic= 
bc6, -ber  J^ornt)aut  7c.);  2)  iraä  vorfällt  ob.  vorgefallen  ifl,  ein  unver? 
mutbeteg  ©reignifsj  oon  geringerer  SBidjtigfeit,  aH  eine  S3egebenbeit ,  oft 
mit  bem  9icbenbegriffc  beö  .^inöcrnben  ob.  Störenbtn  (ein  unangenebmer 
Jßorfall;  oerfcbicbenc  SScrfäUe  l)aben  mid)  belogen,  meinen  >pian  aufjugeben); 
bie  äiorfQÜcnbeit,  meijt  m.  f.  23orfaÜ ,  S3egcbenheit. 

SSorfang,  m.  (mittelt).  vdrranc,  oberb.  giirfang),  vlt.  f.  bie  SSefcbKi^' 
nabme  entwcnbcter  ©ütcr;  ber  bem  SJicbter  baoon  gcbübrcnbe  Zijdi. 

vorfaffcn,  trb.  ^w.^  feiten  1)  jielloö,  vorauf  f»ifT«n,  voreilig  fein,  gem. 
vorgreifen;  2)  jiil.  im  vorauf  faffen  (eine  SJIeinung):  gem.  nur  bab  SKro. 
vorgefafft  alö  Sip. :  eine  vorgefaffte  'ä)?einung,  b.  i.  eine  obne  ^inrci= 
tbcnbcn  Qjrunb  u.  gebörigc  Untcrfud^ung  im  voraus  gcfaffte ,  finnv.  ein  2Jor= 
urtbcil. 

5I>orfa[lcn,  bie,  o.  (i.,  bie  3t'it  vor  ben  gaflcn  (f.  b.);  ber  Sorfaflett; 
fonntag,  ber  «Sonntag  por  ben  gaflcn  (fr.  SjlomibO. 

vorfe(^ten,  trb.  jitUof.  3'.v.  m.  i)abiny  einem—,  1)  vor  tbm,  in 
feiner  ©egemvart,  ibm  jum  5}?uflcr  fed)ten;  2)  ibm  im  ^edjtcn  voran* 
geben,  ibn  feditenb  anfübren;  ber  S>orfcd)tev  (mittclb-  voiTehtaere  u.  vor- 
vehte)  1)  tver  '^(nbern  vorftd)t,  b.  i.  iljncn  jum  SJtufter  ficbt,  fie  jum  ge(^= 
ten  anleitet;  2)  2lnfübrer  im  C^efedU  u.  uneig.  überb.  im  (Streit;  aucb  iver 
vor  2(nbern,  b.  i.  ju  ibrem  ®cbu^  u.  ibrer  Jßertbeibigung  fä'mpft. 

SJorfctcr,  a\,  vorkiufige,  ber  »l^aiiptfeier  vorangebenbe  Seier. 

vorfcilen,  trb. jiel. 3iü.,  mit  bergeile  vorarbeiten;  bie  SJorfcile,  ©cbloff. 
eine  2(rt  5«i'«n,  rcelcbe  na^  ben  gröberen  Armfeilen  u.  vor  ben  feineren 
©cblic^tfcilcn  gebraucbt  werben. 


1706    ,  IBorfej^  —  »oifufjleu 

SSorfef!,  f.,  ein  fleineresS,  bem  «^auptfeflc  voran9ef)enbcS  gefl;  lonbfd^. 
f.  bec  Sßorabenb  eineö  ^^efleS. 

oorftebcin,  txh.  jtct.  3jü.,  einem  etivag  — ,  auf  bet  giebel  oocfpielen, 
üorgeigen. 

üorfinten,  txh.  jiel.  3>ü-)  einen  ob.  itwai  — ,  t»oc  ftd)  ftnben,  bei  fci= 
net  2(nfunft  gegenwartig  ob.  oorliegenb  ftnben  (id^  fanb  i^n  fd^on  »oc; 
eorgcfunbene  ®e)'c^äfte  jc);  bec  SSorfunb,  baö  3Sorgefunbene,  bec  oorgc* 
funbene  SSovratt)  an  (Sa(j^en,  QJcvätljen  2C.  in  einer  SJevlalfenfc^oft ,  bei  Übte 
na()mc  einet  Sßiiti)[d)aft  jc.  (9teun).  f.  baö  fr.  Snoentatium). 

oorflattern,  tcb.  jieUof.  3Jt>.,  einem  — ,  ftd}  flatternb  »oc  i^m  f)er  bf 
roegen;  if)m  flatternb  jutjorfommen. 

öovfled^ten,  trb.  jicl.  3^-)  ettvag  — ,  fled)fenb  t)or  ettvaö  befefltgett 
(ein  ©ratt)9itter  JC.)- 

SSorflecf,  m.  (oberb.  aud)  gürflect;  tjgl.  glect  3)  lanbfc^.  f.  eine  2ttt 
fd)maler  SBeiberfdjiirje ;  ber  ©djurj  ber  «|)anbir>erfer. 

üorflicgen,  trb.  jieUof.  3n>-  m.  fein,  einem  — ,  ooc  if)m  i)ec  fliegen, 
i()n  fliegenb  anfü()ren ;  if)m  fliegenb  juüorfommen. 

oorflie^en,  trb.  jiellof.  3tf.  m.  fein,  fliefenb  jum  S3ocfdiein  fommen, 
{)ert)orfIiefen,  üonvdrtö  fliegen. 

oorflimmern,  ^flittcrn,  tvb.  gietlof.  3».  m.  f)aben,  einem—,  ooc 
ben  3(ugen  flimmern,  flittern;  jTimmernb  k.  fid)tbar  werben. 

SSorflöpe,  tv.,  ba3  9icc^t,  fein  ^0(5  auf  einem  j^Iuffe  früfjer  al6  2fn; 
bere  fortjuflöpen. 

üorflüjiern,  trb.  jicl.  3»-,  einem  etwai  — ,  flüfternb  oorfagen. 

SSorflutl),  tv.,  (nieberb.  Sörfloob)  1)  ba6  erjie  mit  ber  glut()  fom* 
menbe  5Baffec,  j.  U.  ».  bec  fjatben  u.  JpinterfCuti) ;  2)  lanbfd^.  aud^  bie  2(bs 
(eitung  einer  Slut{)  ob.  eines  anfc^meUcnben  SBaiferö. 

oorforbern ,  trb.  jiel.  3it). ,  einen  — ,  uor  ftd)  ob.  einen  2(nbern  foc; 
bem,  b.  i.  SU  erfd)einen  aufforbern,  bef.  t)or  ©eridjt  forbern,  finn».  oor« 
laben  (einen  SSeftaöten,  bie  gjacteien);  bie  SSorforberung,  SSorlabung 
(fr.  eitation). 

SSorform,  w.,  bei  ÄattunbrudEern  bie  juerjl  aufgebrucf te  ^orm ,  welche 
nur  bie  Umriffe  ber  giguren  abbrudt;  —  OOrformen,  trb.  gtel.  3»-,  ntS 
sOZujler  (SOlobcU)  für  etwaö  SRac^jubilbenbcö  formen  (fr.  mobeUiren);  bec 
23orformer  (fr.  fOiobeUircr). 

üorfragen,  tvb.  jieUof.3iv-,  1)  im  »orau^  ob.  i>orlauftg  fragen;  2)  gem. 
f.  im  93orbeige()en  an  einem  Drte  nad)  etirag  fragen,  üorgef)en  unb  fra^ 
gen  (09t.  üorfprcc^en);  bie  SSorfrage,  1)  eine  Dorlä'uftge  grage;  2)  eine 
2(nfrage  im  Sßorbeigel^en. 

Sßorfreubc,  \v.,  üorlaufige ,  im  t^oraug  empfunbene  ^^reube. 

S3orfrleten,  m.,  vorläufiger  §riebenSvertrag  cor  bem  »öUigen  grieben6= 
fd)luJTc  (fr.  präliminar =grieben). 

SSorfröt)ncr,  m.  (»on  fröf)ncn  f.  mit  geri^tlic^em  Sefd^tag  belegen) 
lanbfciö.  ber  üorne^mfle  ©laubiger  bei  einer  ©djulbflagc,  »eldier  im  Sla» 
men  ber  übrigen  um  gcric^tli^ie  Jpülfe  anfud)t. 

a5ovfrüt)ling ,  m.,  bie  bem  Srü()ling  junadjj^  t)orl)erge()enbe  3eit,  bef. 
njenn  bie  SBitterung  f^on  früljlingSmafig  wirb. 

oorfü()len,  trb.  jiel.  3w.,  etwai  üorl;er,  im  Dorauö  fu()Un,  gew.  »or* 
empftnben. 


t?orfiif)ven  —  tjorgef^cn  1707 

»orfül)ven,  txb.  ikl  3").,  vonvd'rtg  ob.  üornl)in  fü()ren;  vor  3«nianb, 
tf)m  t)or  ^(ugen  fiif)rm  (einen  Serbtec^cv  bcm  5Rtd)ter  —  ;  fid^  ein  ^fcrb 
ooifiit)rcn  lafTen);  audj  ber  inneren  2(nf(^üuung,  bem  @ci(ie  oergcgenroärtigcn 
ob.  barfleUcn  (btc  @eetc  ein  SBi(b  — );  bie  äJorfüljrung. 

Söorfunb,  m.,  f.  unter  oorfinben. 

äJorgabc,  \v.,  f.  unter  oorgcbcn. 

äJorgang,  Jöorgängcr,  oorgönglg,  f.  unter  ücrge{)cn. 

üorgauMn,  trb.  jiel.  3»d-.  einem  etmaö  — ,  tt)m  ©aHfeleien  oormac^en. 

SJorgcbäube,  f.,  ein  vor  einem  anbern  beftnblidjeg  ©eba'ube ,  ?erfd^. 
Sorbcrgcbdubc. 

Dorgcbcn,  trb.  jicl.  3n}.,  (oberb.  fürgeben)  1)  einem  etivag— ,  eä 
«or  it)n  f)in9«bcn,  b.  i.  legen,  thun  (oberb.  bcm  SSict)  gutter  — );  uneig. 
cg  if)m  ju  tf)un  vorlegen ,  gcro.  aufgeben ,  vorfdjreiben  (bibt.  iai  ®efei:-, 
ba6  ic^  i^ncn  ocrgegcbcn  tjabe  jc);  2)  etiva«  — ,  eig.  auö  ficb  i)ex'ooxQc^ 
ben  ob.  hervorbringen ,  bat)er  eljcm.  übcrl).  f.  d'upern ,  vorbringen ,  fagen 
(bibl.  n)Q6  gilt'ö,  ob  mein  SKunb  SöfcS  vorgebe?);  je^t  in  engerer  S5eb.  et^ 
ivag  Ungegrünbcteö ,  ßrbidueteö ,  ob.  bo(^  Ungetviffeg  auöfagen  ob.  be* 
l)aupten  (er  gicbt  oor,  mi^  nic^t  ju  Eennen  it.),  bef.  a(6  üKittcl  um  etrcaS 
üon  fic^  abjulcf)ncn,  ale  Sntfc^ulbigungeigrunb  zc. ,  finnv.  vortvenben,  vor* 
fcl)ü^en  (j.  S.  eine  Äran!t)eit  vorgeben);  3)  einem  etn^ag  — ,  vorauf* 
geben,  im  vorauf  geivcnnen  geben,  bd  mannen  (Spielen  als  eine  S5cgün= 
ftigung  be6  fc^njäc^tren  ©piclerö  von  Seiten  beö  flärfercn  (einem  jct)n  ^ointS 
im  S5iUarb,  bic  Äcniginn  im  ©^ac^fpicl  jc  vorgeben);  ba^  S3orgeben,  -S, 
1)  bie  v^anblung  bcö  5ßorgeben^  in  allen  Seb.;  2)  ba6  SSorgegebene  (in 
ber  SBcb.  2),  eine  ungegritnbete  SSe^auptung,  bef.  fofern  fie  aU  Sßorreanb 
bient  (cö  »var  ein  blo^cö  93orgeben;  2)i.  feiten:  bie  SSorgcben);  üorgebllc^, 
SiD.,  bcm  JÖorgeben  gemap,  in  einem  blopen  SSorgeben  gegrünbet,  ftnnv. 
angeblid)  (bic  vorgebliche  Urfacfee,  Äranfljeit  u.);  bie  23orgabe,  1)  bag 
SSorgeben  (2)  im  @piel;  2)  bas  SJorgegcbene  ob.  33orgeIegtc,  gew. 
2(ufgabe. 

üorgebicten,  trb.  iul.  3»-.  einen  — ,  oberb.  f.  v.  tv.  vorbi«ten,  vor* 
forbcrn;  t)C[^  Sjorgcbot,  f.  bie  23orforberung. 

SSorgebirge,  f.,  1)  ber  vorbere  2;i)eil  eines  (5)ebirgeg,  j.  u.  v.  SiÄitteU 
u.  .:poc^gcbirge ;  2)  ein  inö  5}?ecr  vorragenber  2:f)eil  eineö  ©ebirgeg,  ob. 
eine  l)0^e  i!anbfpi^e,  bie  fic^  inö  2}iccr  b«ncin  erflrecft  (nicberb.  ^öfb,  b.  t. 
.i^aupt,  fr.  (Jap;  j.  95.  baä  Jßorgcbirge  ber  guten  .;g>o|fnung) ;  uncig.  2Cnat. 
bie  ®rl)abent)cit  im  SSoben  ber  3;rommelf)öl)tc. 

5ßorget»anfen,  m.,  ein  vorläufiger  ©ebanfen  über  ettvaS. 

öorgefafft,  SBiv.,  f.  unter  vorfaffen. 

SSorgefc^t,  f.,  ein  bem  vi^aupttreffen  vorangefjenbeö ,  rccniger  bcbeu* 
tenbcö  @efed)t. 

SSorgcfü^l,  f.,  ein  (5)efül)l,  tveldieS  man  im  vorauf  von  etwai  3u!ünf» 
tigem  l)at,  ftnnv.  SSorempftnbung,  ?(f)nbung. 

tiorget)cn  ob.  oorgel)n,  trb.  jieUof.  3»v.  m.  fein,  (gotl).  faurgaggan ; 

altl)0C^b.  foragan,    foragangan  u.  furigan,   furigaiigan,    oor»,    V0ranget)en,  VOt« 

treten)  1)  vortvd'rtS  ge()en  (gel)  vor!);  nad)  vorn  ob.  vornl)tn  gel)en  (aus 
bem  .!^intert)auf€  vorgel)en) ;  2)  fjervor  gef)en  (au6  feiner  SSSotjnung),  untec 
bie  ?eute  get)en,  öffentlidj  erfdjeinen  (oberb.  eine  Jtinbbetterinn  get»t  vor, 


1T08  üorgeigen  —  SSovgelege 

wenn  fic  if)cen  Äird)qan3  1:)ciit);  qü6^  f.  oorvagen,  f)ect)Ottceten  (bog  guttec 
bcö  Ätetbeö,  ber  Unta-tod  2c.  gcfjt  oov);  3)  einem  —  ,  t)or  ihm  {)ec  ge* 
l)en;  fici)  voc  feinen  ^(ugen  u.  obcrb.  uncfg.  vor  feiner  «Seele  gleid^f.  be? 
treten,  \i)m  üoifd)Jtieben,  (it)nben  (obecb.  eö  gcf)t  mit  etroae  ®ute6  ob.  S3ö» 
fc6  DOC  f.  eS  afjnbet  mir);  auc^  t>or  ^emnnb ,  in  feiner  ©egenwart  u.  ju  fei» 
ner  9lac^ai)mung  9cf)en:  4)  einem  — ,  ibm  vorangehen,  um  it)m  ben  SBeg 
ju  jcigen,  u.  bcf.  uncig.  buccf)  feine  ^anbliingäjveife  i[)m  ein  9)?ufter  juc 
€'Zad)fo(ge  geben  (einem  mit  gutem  SBcifpielc  uorgcfjen);  ferner:  it)m  bec 
3eit  nad)  vorausgehen,  u.  bef.  ber  £)rbnung  ob.  bem  O^mgc  nad)  ben 
SSortritt  ob.  Vorrang  vor  ihm  i:)abm,  ihm  übergeorbnet  fein,  ihn  übers 
treffen  (er  gel)t  allen  Übrigen  oor);  uneig.  aui)  von  ©adjen  f.  ben  23orjU3 
haben,  an  5Bid)tigfeit  übertreffen  (tat,  9iii^li(^c  gefjt  bem  2(ngcnc^men  vor; 
@ef(^äfte  muffen  bem  33ergnügcn  üorgcf;en);  5)  einem  — ,  ihm  im  ©ehen 
juvorfommen,  i()n  gehenb  überholen;  <))  uncig.  vor  ftd)  gehen  (f.get)cn  3), 
auf  eine  bie  2(ufmerffamt'eit  erregenbe  ^eife  gefd)ehen ,  bcf.  fofern  boS 
©cfc^eijenbe  aUmät;ltd)  eintritt  u.  fic^  bur^  einen  längeren  Zeitraum  crfirectt, 
alfo  verfi^.  o.  ben  finnv.  vorfallen,  f'id)  ereignen,  fid)  jutragen  (voa&  ge^t 
^kx  vor?  e6  ftnb  in  biefcm  3al)re  wicijtige  ®inge  üorgegangcn;  id)  t^abi  eö 
x\)xn  lä'ngft  angefct)en,  t»aö  in  feinem  3nnern  norgel)!);  ber  S5or(^el)er,  roec 
'2(nbern  vorgeht,  oberb.  f.  SSorfteher,  33orgefeljter ;  —  ber  SSüigang,  -eg, 
1)  0.  SÄ.  bie  ^anblung  ob.  ta^  SSerhaltnifö  be6  SSorgehen^,  tnäbef.  oberb. 
f.  baS  hervorgehen,  ber  Äirc^ gang  einer  Äinbbettcrinn;  bai  93orangef)en, 
SSeifpiel  ob.  9)?uf!er ,  njeld)eö  man  befolgt  {(txva^  naä}  cineö  2(nbern  23oc» 
gange  tljun);  ber  SSortrttt,  25orrang,  ^orjug  (ben  2Sorgang  por  Semanb 
I)aben;  ftch  um  bin  23organg  flreitcn);  2)  9)?.  SSorgdnge,  ba^  SSorgehenbe, 
inöbcf.  tvaö  vor  3(nberem  hin  geht  ob.  ftd)  l)injieht  (lanofd^.  Vorgänge  f. 
SBalbgrenjen);  ivaö  juerfl  hervorgeht  ob.  vorlauft,  beim  ffiranntrceinbren* 
nen  f.  v.  to.  ber  SSorlauf;  n)a§  vor  ftd)  gel)t  ob.  vorgegangen,  b.  t.  gefd)e? 
hen  ift,  verfch-  von  33  or  fall,  inbem  Sßorgang  mc^c  ein  allmählich  ©ef^e* 
henbcö  be^ci^inet,  ohne  3?üctfic^t  auf  beffen  SOßichtigEeit  ob.  Unwit^tigfeit,  wc 
burd)  eö  ftch  oon  SScgebent)  eit  u.  (äreignifg  unterf(^eibct  (ben  ganjen 
SJorgang  mit  anfc(}cn;  einem  ben  Vorgang  erjdl)lcn;  ucrfdjiebene  SSorgä'ngc 
jc);  bag  SJorgangSved^t,  ba^  iRc^t  beö  S3organg6,  23ortritt6  ob.  SöorjugS 
(fr.  ^racebenj  =  9ic^fj;  ber  Jöorgänger,  bie  ä^orgän.qcrinn,  1)  eig.  »vec 
vor  Semrtiit)  her  ob.  ihm  voran  geht,  ber  '.^{nführer  (bibl.  Subaö  rcac  ein 
Vorgänger  berer,  bie  3efum  fingen) :  gen?,  uneig.  tver  einem  ali  25eifpiel 
ob.  SWufrer  ber  9lad)ahmung  bient;  2)  iver  einem  in  gleid)ec  ©teüung, 
in  bemfelben  SSerhältniffe,  ^fmtc  ic.  ber  3<it  nad)  vorangegangen  ifi,  finnv. 
SSorfahr,  entg.  9la(h folger  (mein  SSorgänger  im  2(mte);  öorgängig, 
S5n?.,  ber  3eit  ob.  Drbnung  na^  vorher;  ob.  vorangehenb,  finno.  vorläufig 
(ein  üorgängiger  SBeric^t  ic). 

vor  geigen,  trb.  3«?.  1)  gieUoö  m.  t)abeny  auf  ber  ®eige  vorfpieten, 
b.  i.  anbcrc  ©pieler  leiten  ob.  anführen;  2)  jiel.  einem  etivaö  — ,  auf 
ber  ©eige  vorfpielen,  vor  il)m,  in  feiner  ©egenivart  geigen;  ber  S)orgei= 
ger,  iver  vorgeigt,  b.  i.  mit  feinem  ©cigenfpicl  2£nberc  anleitet. 

SSorgelb,  f.,  -eg,  o.  501.  (eig.  23 orgelt,  v.  gelten)  lanbfc^.  f.  bai  6tn; 
jlanb^^;  ob.  9'?äherred)t,  bie  9?ahergeltung. 

SSorgelcge,  f.,  -ö,  50?.  w.  Q.  (eig.  ttwuö  SSorgelegteö)  SKü^lenb.  eine 


S5orcjemad)  —  ttori^rcifcn  1700 

folcdc  SSetbinbung  öon  JKabcrn,  bafg  ein  ©tirnrab,  Wilijii  an  bct  SBeUe  cincö 
SBaJTetfabcö  Ijan^t,  in  einen  .Drilling  greift  u.  ocrmtttcljt  biefeö  Srillingö  u. 
feiner  5lBcUe  bcn  5S?üi)(ftein  in  ffiemegung  fe^t. 

Siorgemac^,  f.,  ein  fleinereö  ©emacf)  t>cr  «inem  @aa(e,  9Bof)njimi 
mec  ob.  (Jmpfangjimmer,  f.  ».  ro.  SSorjimmer  (fr.  2(ntic^ambre). 

^)orgcme(^ct,  üor^^enannt,  Sn?.,  fcrher  ob.  im  2;^oc{)cr9e()enben  g«^ 
melbet,  genannt,  f.  n.  n>.  üorccira'f)nt. 

oorcjcnie^en ,  trb.  j^iel.  3»».,  im  »orauei,  oor  ber  3eit  gcnicfen;  bet 
S5orgenufö,  ein  ^enufS,  ben  man  im  üorauiJ  l)at. 

äJor(\crtc^t,  f.,  1.  ein  t)or  einem  ^auptgend)t  aufgetvageneg  @erid)t, 
f.  ü.  ».'SSoieffen;  2.  ein  nürläuftgeö  ob.  uoc  bem  ^auptäerict)te  get)a(te# 
neö  @evicf)t  (2). 

üorgefcöeben ,  trb.  ?ieUof.  3«. ,  oft.  f.  wcr{)er  ob.  fcüf)er(Mn  9efcf)«l)en 
(bef.  baö  9)ltr.  al§  S3it?.,  j.  S.  oovgcf^ci^enc  ©inge);  bie  23orgefc^t(^te, 
baö  t>or{)er  (S)efd)e()ene;  bie  einem  gewiffcn  3ettpunftc  ob.  Zeiträume  üoran; 
gegangene  @efdMd)tc. 

ä^orgcfc^macf,  m.,  gew.  5i)otfd)macf,  f.  b. 

yorgefc^t,  S>r.,  ber  Siorgefel^te,  f.  unter  ßorfe^cn. 

äJorgefperr,  f.,  -eö,  SD?,  -e,  an  beutfc^en  Äaffcnf^löfTcrn  ber  Decfel, 
ive(d)ev  h'.y^  ©d^lüffeüod)  tierbirgt  u.  auf  eine  gcf)eimc  3(rt  geöffnet  wirb. 

üorgellalten,  trb.  jiet.  3»v-,  bic^t.  einem  etirag  — ,  eg  vor  feinen  'Hu- 
gen  gejlalten,  eö  if)m  üorbilben. 

üorgcjicrn,  ««w.,  am  Slage  tior  bem  gejlrtgen,  f.  ß.  n?.  e()egeftcrn  (tc^ 
t)abe  it)n  oorgcflern  gefcfjen)*;  üorgeflrig ,  Sw. ,  irag  üorgeflcrn  mar  ob. 
gefd}dt)  (ber  oorgcjtiigc  Sag;  fein  oorgeflriger  S^cfuc^  jc). 

Siorgefümpf,  f.,  SBerg».  bie  erjle  '2(rbeit  in  ber  ebenen  ®of)[e,  \vir\n 
abgeteufct  irirb. 

äJorgetDÖc^g,  f.  (o.  Sßac^e)  lanbf4).  in  ber  Siencnjud^t  f.  o.  ».  SSovftop, 
93orn?ad)ö. 

ä5orgnricf)t,  f.,  bag  üortuiegenbe,  fc^werere  &mx<i)t,  gero.Übergeivid)t. 

üorgeit)üt)ncn,  trb.  ?ici.  3»t)- >  im  üoraug  ,^u  etirag  geivöt)nen:  bie 
S3orgeivöl)nung. 

SSorgiebcl,  m.,  ein  ©iebel  am  ■!ßorbert()eil  e'imi  ©ebaube^,  j.  u.  x>. 
©citcn^  u.  Jptntergiebet. 

yorgicpen,  trb.  iicl.  3to.,  üor  etwci^y  tiorn  ^tn  gießen;  ^ervor  giefen; 
ber  äJorgufS,  ba^  SSorgiefen:  hä  55Ja(^gti(fetiict)crn :  ba^  SBegie^cn  mit 
Söa^g,  u.  bae  jur  balben  SicEc  gegoffene  SJBadjSlic^t. 

üorglan^en,  trb.  jicUof.  3»t>.  m.  öaben,  beröorglanjen,  g[än5enbjum 
S3orfd)ein  fommen :  vor  anbern  £)ingen  gla'njen  ob.  fie  an  @(anj  über> 
treffen,  itberglä'njen;  einem  — ,  üor  feinen  'klugen  u.  i()m  jur  ^ad)- 
eiferung  gtanjen,  iijm  ein  glänjenbeö  SSeifpicl  geben,  mit  ©lang  vor[eud)ten. 

oorgleiten,  trb.  jicüof.  3»-  m.  fein,  oorroärt^,  nad)  vorn  gleiten. 

yorgraben,  trb.  itel.3n?.,  nor  etwa«  ob.  vor  3«m^^"i5  hin  graben  (einem 
bie  Sat)n  ~);  einem  —,  t»or  feinen  2{ugen,  i()m  jum  ''dufter  graben; 
aud)  ihm  grabenb  etivag  vor^eidincn  ob.  beJieid)nen;  —  ber  Siorgrabcn, 
ein  vor  einem  ©egenftanb  ob.  £)rte  gezogener  (Kraben;  gejtungeb.  ber 
vorberfle  ob.  au^evfle  (^iJraben. 

oorgreifen,  trb.  gieUof.  3n).  m.  Ijaben,  1)  ßortvärtS  ob.  nad)  vorn 


1710  SSorgrunb  —  üorf)a(tcn 

greifen;  2)  einem  — ,  eig.  doc  if)m  md)  etwa«  greifen,  i{)m  gceifenb 
juDorfommen;  gew.  nur  uneig.  burd)  unbefugte^  v|>anbeln  einem  2(nbecn, 
baju  S5ei:ed)tigten,  juDorfornmen,  eigcnmäcl)tig  etivaS  tl)un,  wag  einem 
2Inbern  gebü()rte,  ogl,  eingreifen  ic.  (einem  in  feinem  2Cmte,  im  UvtijeiCen  jc. 
üorgrcifcn) ;  <xud)  übcrf).  vcr  ber  3«it  «tmag  t^un  (her  3cit ,  bcr  ©ntf^ci^ 
bung  ?c.  vorgreifen) ;  3)  3äg.  f.  ftd)  iibereüen  (ber  >!pirf^  f)at  vorgegriffen) ; 
ein  (55ef)ö[j  Dorlauftg  burci^fucben;  ben  JJeitf)unb  vorgreifen  laffen ,  b.  i. 
tl)n  bie  ocrtorene  gcif)rtc  «iebcr  fud)cn  laffcn:  vorgreif lid^,  Sw.,  V)orgreij 
fenb,  auf  oorgreifenbe  SBeife  (gctr.  nur  baS  entg.  unoorgreifHc^);  ber 
SJorgriff,  93?. -e,  baS  SSorgreifen ,  bec  juoorfommenbe  (Singriff  in  einee 
2(nbern  Sffec^te. 

SSorgrunt,  m.,  f.  y.  m.  23orbcrgrunb,  f.  b. 

üorguiJen,  trb.  jiellof.  3».  m.  f)aben,  gem.  f.  t>or;,  f)erüorfe{)en ;  tjor-- 
ragenb  fid)tbar  «erben. 

SSorgunjl,  w.,  einem  i^orjug^ireife ,  Dor  2(nbern  enriefene  ©unft, 
ftnnt».  SSorliebe. 

23orgufg,  m.,  f.  unter  oorgte^en. 

ÜOrl)aben,  trb.  |iel.  3w.  (unregelm.  wie  f)aben)  1)  gem.,  etwa$  üor  fid) 
ob.  üorn  an  ftd),  an  feinem  ßeibe  befeftigt  haben  (einen  ®^urj  ob.  eine 
©c^ürje  — );  einen  — ,  i[)n  üor  fid)  ob.  fid)  gegenüber  b,aim ,  um  ibm 
einen  93erirei6  ?u  geben,  ober  i^n  au6;(uforf^en,  gu  prüfen  u.  (ogf.  oorne()  = 
men);  2)  etreaö  — ,  eig.  e^  al^  ein  ju  erreid)enbeg  3iet  beö  Strebend, 
alg  einen  ju  üerwirEIid^enben  3njecf  üor  3(ugen  f)aben,  finno.  fid)  ettrag 
Dorne()men  ob.  üorfe^en,  eg  im  ©inne  ()aben,  bamit  umgef)en,  bcf.  fofern 
man  f^on  mit  ben  3(nftalten  ?uc  2l"u6fübrung  beö  SBefdjloffcnen  bcfc^äftigt  ijl, 
(gro^e  Singe,  SBöfeö,  eine  «Reife  jc.  oorf)aben;  ic^  ^atte  oor,  i^m  ju  f^rci- 
ben  Jc;  —  unr.  fagt  man:  baö  cort)abcnbe  ®efd]äft,  bic  oorljabenbe 
9ieife  u.  bgl.  fl.  boö  ®cfdbäft ,  welAeS  man  öor()at ,  bie  beabficbtigte  Steife 
ic);  gem.  mi t  3«»^i«nb  etsv aö  — ,  f.  mit  ii)m  ^,u  fdiaffen  ob.  ju  tbun 
{)aben,  ein  gcmeinfc^aftlid^eg  ©efd^äft  u.  bgt.  mit  it)m  b^ben;  lanbfc^.  auc^ 
f.  in  ©treit  ob.  SKtfebcUtgfcit  mit  i^m  gcratbcn  fein;  baö  S3orbabcn,  -^, 
5)?.  vo.  6.,  baöjenige,  wai  man  t»or()at  cb.  51:  tbun  befdiloffen  bat,  mit 
beffen  ^Tu^fübrung  man  umgebt,  finnt).  Unternebmen,  ^lan  (fein  9Sorba= 
ben  auöfübren,  ob.  aufgeben,  baoon  abfleben;  obevb.  SSorbabcnö  fein  f.  2Bil« 
len§  fein). 

üorbacfcn,  trb.  jiel.  3w-,  »orlauftg,  im  i^orauö  ob.  worbereitenb  bacfen. 

üorbafcn,  -b^^^f'"»  trb.  jiel.  3n). ,  mit  v^afen  ob.  ^dfeln  vor  etvoai 
bv'feftigen. 

S3orbalIc,  «.,  eine  '^aUe  vor  einem  (55ebaube;  aucb  ber  vorbere  Sbeil 
einer  v^^alle. 

üorbalten,  trb.  3w.  1)  jicl.  cuvai  — ,  vonrä'rtä  ob.  nad)  vorn  ju 
balten  (3ag.  bai  <S^ie^ge»ebr  im  3ietcn  — ,  b.  i.  beim  2Cnf^Iagen  auf  ein 
im  Saufe  ob.  ^ütge  begrijfeneö  Sbier  vor  ben  ^unft  bin  fielen)  wo  eS  fi(!b  im 
2aigenblicE  bcfinbct);  or  einen  (55egenfJanb  bin  ob.  bem  5Borbertbeile  be^s 
fclben  entgegen  halten  (bie  Jpanb  — ,  nä'ml.  vor  hai  ©eft^t;  einem  einen 
©pieget,  ein  S3ud)  ic.  — );  in  engerer  Seb.  f.  barreid)en,  barbieten;  uneig. 
gieid)f.  vor  bie  '^ugen  be§  ©eiffeö  b'ilten ,  jur  2(nfd)auung  bringen,  iax- 
fleUen,  vorfteüen,  erfennbar  madjen  (bibl.  einem  bie  SBabrbeit  — ),  gew. 


SSort^anb  —  »orfjangen  1711 

in  engerer  9Beb.  einem  ttwa^  rügenb  ob.  tabelnb  üot  Tfiigen  fteUett  ob.  ju 
©emütf)e  füf^ren,  mitber  aU  bie  finno.  üorcücfen,  vorwerfen  (einem  t\n 
25ev9et)en,  einen  geljtei-  — );  e()em.  auc^  einem  etwae  — ,  f.  Dorcnt{)Qlten, 
f.  b.;  2)  jtcUoö  m.  Ijaben,  bcr  3cit  nac^  3(«ici)r.  üonvart^  ob.  auf  längere 
3eit  f)maug  Ratten,  b.  i.  bauecn,  aixi^  ob.  (jinreidjen  (biefei-  Sßorratt)  roirb 
nic^t  lange  öorf)attcn);  ber  5yorl)aIt,  -eg,  feiten  f.  ba«  33or()aUen,  ob.  tcii 
S3or3e()altene,  in^bef.  waö  man  aie  ©djufemittct  ob.  ©tü^e  glci(^f.  oov  fic^ 
t)alt;  SonE.  dne  9?ote,  tt)cl(^e  cor  einer  anbcrn  auögcl^ülten  rcicb;  bie  23or; 
l^altung,  baä  SSorl)alten ,  eig.  u.  uneig.,  tnsbcf.  bie  »^anblung,  ba  man 
einem  etwaö  tiorfleUt  ob.  tabelnb  ,511  @emütf)e  fü()ct,  u.  bai  auf  fold)e 
SBeifc  2}or9et)altene  felbfl ,  finnt».  Sßorfleüung,  f)ärter:  23ont)urf,  (einem 
83orf)attungcn  ma^en). 

S3orl)anb,  «.,  1)  f.  0.  n.  bie  SSorberbanb ;  2)  bie  redite  ^anb,  als 
bie  »orjüglid^eve,  u.  bie  redete  <Seite,  fofern  man  btefelbe  »ornef)meren  u. 
übcrf).  folgen  'pcrfonen,  benen  man  "Köjtunq  berceifen  «ilt,  einräumt,  bai)it 
a\x6)  f.  SSoriang,  SJor^ug  (einem  bie  2Sorf)anb  taffen,  abgeroinncn  k.);  Aar* 
tenfp.  ber  23orjug  beJTen,  welcher  juerjl  ob.  öor  einem  2(nbern  Äartcn  befommt 
(man  fagt  oon  it)m:  er  ^at  bie  SSorhanb,  ob.  fi^t  an  bcr  9Sorf)anb;  entg. 
^intertjanb);  3)  ber  tiotbere  2!f)eil  beg  ^ferbeg  biä  an  bie  ©ruppe, 
traljrfc^.  weit  if)n  bcr  Slciter  öor  ber  ^anb  i)at,  entg.  5iac^t)anb. 

üorl;anben,  9ltr.  u.  S3n).  (urfpr.  nur  ?Rro.  »om  oberb.  öor  ^anben  |t. 
J^anbcn;  »gl.  abljanbcn;  alt  u.  oberb.  ücrbcrbt  in:  t>ert)anbcn),  1)  eig. 
öor  ben  .fjdnben  ob.  oor  ber  vi^anb  beftnblid} ,  b.  i.  oorliegenb ,  jum  &i: 
braucf)e  bereit,  üorratf)ig  (e6  ijl  !cin  <i&olj  mc{)r  oorljanbcn;  e6  ifl  noctj  @clb 
»orljanbcn;  al6  SB». :  ber  »orl)anbene  25orratf) ,  baö  üor^anbene  @clb  Jc); 
alt  u.  oberb.  au^:  jiic  2(u6füf)run9  bereit  (j.  S3.  einen  SRitt  oorljanben  l)a; 
ben,  f.  ö.  ro,  corl)abcn),  u.  iiberf).  f.  nahe  betiorflef)enb  (bibl.  eö  ifl  gen?ifs 
ein  Unglüd  oorl)anbcn;  ba6  SBetter,  fo  oorf)anbcn  ifl,  mer!ct  fein  9}?en[d}); 
2)  genj.  in  allgemeinerer  Scb.  f.  gegenwärtig,  anirefenb,  ba  (e§  »raren  tre* 
nig  Ää'ufer,  ßicbljabcr  :c.  oorl;anben;  bie  3eit  bc6  Unglücfö  ift  oorf)cnben; 
üorljanben  fein  f.  «jirHi^  fein,  bafein,  fr.  erijliren,  j.  S.  eö  fragt  fid), 
oü  ©innjo^ner  auf  bem  iOJonbe  »orljanben  finb);  bibl.  and)  f.  augenfd)ein* 
lid),  offenbar  (eö  ift  oorl)anben,  bafS  .i^erobcS  fud^e  ha&  Äinblein  umju» 
bringen). 

üor^angen,  trb.  jicUof.  3w.  m.  l)  a  b  c  n  (ablaut.  »te  f)angen)  1)  oor* 
tt)ä'rtö,  tjornüber  f)angen  (ein  üor^angcnber  gelö;  baS  ©ad^  {jdngt  »or);  auc^ 
im  fangen  unter  etroag  3(nbcvem  vorragen ;  2)  vor  einem  ©egenflanbe 
f)angen,  fo  bafs  berfelbc  »erljängt  ob.  bebertt  ijl;  ber  S3ort)ang,  -eg,  CO?. 
?t)ange,  wai  oor  einem  ©egenfianbe  h^ngt,  bef.  ein  ®tüc!  3eug,  roel; 
dies  cor  einen  (55egenflanb  ob.  9?aum  gef)angt  ivirb,  um  benfelbcn  ju  »er* 
bctfcn  (ein  gcnfters  Settoorljang;  bie  SSorf)dnge  ju^,  aufjiel)en),  inSbef.  ber 
23orf)ang  Dor  ber  <Sd)aubüi)ne  (bcr  SSorljang  rrirb  aufgejogen,  ber 
8Sorl)ang  fällt,  auc^  uneig.  »on  ber  (änttjüUung  ob.  bem  Djfenbarroerben, 
u.  ber  Sßer^üUung  ob.  ber  »öUigcn  SBcenbigung  einer  ©ac^e  ob.  eineö  9Sorgan= 
geg);  —  üorl)dngen,  trb.  jiei.  3»».  (oimenb.),  wt  etwa«  f)ä'ngen,  bä'ngenb 
Dor  cttva4  befefligen  (eine  35ec!e  ~,  oor  ba6  "^en^ttt  jc.);  iai  SSorljänge^ 
fd)(ofö,  ein  ©c^lofö,  »relci^eg  ni^t  in  bcr  Zb,üt  ob.  bem  ju  »erfc^lie^cnben 
©erätl)  ftftft  t>ffeP«9fi  fonbern  bemfclben  »orgef)ängt  »irb,  aud) :  S3orlege* 
f^lofs;  bie  S3orl)än9ung,  baS  S3orf)ang<n. 


1712  SJorl^änng  —  ocrtjer 

S3or{)ärin9,  m. ,  nor  ber  Seit  ob.  ,511  ftüfi  gefangener  v^arlng,  aud} 

i)orl)arfen,  trö.  jteUof.  3"?.  m.  {;aben,  einem  —,  üor  il)m,  in  fei- 
ner ©egentrarf  u.  if)m  jum  ÜJ?ufter  i)athn ;  if)ni  im  Warfen  t>oran9e^en 
ob.  juücrfommen. 

S5orl)äfe  ob.  58ürt)ä^,  f.  (obcrb.  gört) äs)  (anbfd^.  f.  SSorberget)dfe, 
(f.  ©efjäfe). 

oorl)auen,  trb.  jtcUof.  u.  ^tcl.  3»p.,  1)  üonvärtö,  nad)  vorn  f)auen; 
2)  einem — ,  üor  i()m,  in  feiner  ©egemvart  u.  tf)m  jum  9)?ufter  ()auen; 
ouc^  im  v^^auen  oorange()en,  et)er  {)auen  (ber  SSormä{)cr  f)aut  bcn  Übrigen 
öor) ;  irn  ^^vuien  juüorfommen ;  gem.  itneig.  f.  üoreilen,  bef.  ju  früt)  ein- 
fe^en  ob.  einfallen  (im  ©efang  ob.  Sonfptel);  •^)  etroaö— ,  vorläufig, 
jur  treiteren  Bearbeitung  \)orbercitenb  ^auen  (j.  S.  ein  ?oc^  mit  bcm 
«Olci^el  — );  ber  23orl)aucr,  tver  t>orf)aut,  ber  93orma't)er  k.;  ber  S^or* 
l)icb ,  baö  93orgef)auene ,  insbcf.  ®c^io|T.  bic  mit  bcm  tiHtd^d  Dorgcf)aucne 
Sßcftiefung  ?u  einem  ?ii  bct)rcnben  ßoc^c;  bei  ben  ^oljftö^crn:  gefällte  u.  über 
baö  2Ba(Tct  gelegte  SSäume,  bcimit  bic  glöjjfdieite  ntc^r  roeggefc^wemmt  wer« 
ben;  gleif^.  lanbfd).  ein  gcitiffcö  Äoc^ftüd  com  «Rinbe. 

S5orl)aupt,  f.,  1)  f.  ü.  tt).  iüorber^aupt,  95orberfcpf:  2)  (oon  Jpaupt 
f.  ba6  obere  ©nbe,  bte  ®pt^c)  iianbw.  bie  jule^t  gepflügten  £luerbeete  an 
bcn  @nben  cineö  ^(ctcrö;  aui^  ba§  vor  einem  2fcfer  unbebaut  liegenbe  ©ti'icf 
Sanbeö  (obcrb.  aud) :  güvl)aupt);  lanbfc^.  anäj  ein  oor  bcn  ^äuUnx  lie= 
gcnber  gemctnfc^aftltdjcr  ^la^;  Sfüaffcrb.  bie  5ßorfe|>ung  ob.  bag  beflcibete 
Ufer  an  beibcn  Seiten  einer  SSriitfc. 

SSorl)au6,  f.,  ber  oorbere  Zi)e\i  eineg^aufe^,  bag93orberf)au^;  lanbf^. 
f.  »^auöflur,  2)ie(e ;  SSergtü.  baö  aber  bcm  Sreibf^ac^t  bei  einem  @öpel  er= 
ricijtete  ©cbäubc. 

SSorl^aut,  n?.,  eine  üor  einem  £)inge  ob.  Äörpert()ei[e  beftnblicfje  ^aut, 
ingbcf.  bie  v:^aut,  üon  ii?eld)er  bie  (Sid)el  beö  mdnn(id)en  ©liebet  umgeben 
ijl  (fr.  Präputium). 

üorl)eben,  trb.  ^iel.  ^to.,  «onrä'rtö,  vernein  i)ebcn :  f)ert)orbeben. 

üor^eftcn,  trb.  jict.  3tt>.,  i'orn  an=  ob.  ein{)eften,  vor  cttüag  ^eftenb 
befeftigen  (einem  S3uc^e  ein  SSlatt  — );  bie  5üorl)eftung. 

üorl)eIfen,  trb.  jieUof  3n).,  einem—,  vornjdrtö,  Dorn()in,  ob.  f)etüor 
l)elfen.  ■ 

S3orl)emt,  f.,  9Ser!l.  baö  3}orhembd)en,  ein  halbem,  nur  ben  2}or; 
b:ct{)eil  beö  Äörperö  bebccEenbcö  ^emb,  wcld^cö  man  über  bcm  gröberen 
untci()embc  trägt,  auc^ :  £)berl)emb. 

lior^CV,  ^Ivo.  (ütt.  oort)cro;  gci»  mit  bcm  Sonc  auf  l)er,  au^cr  wenn 
e6  bcm  nadjlicr  auöbriictlidj  cntgcgcngcfc|t  »uirb,  j.  SB.  oor^cr,  wie  na^« 
l)cr;  im  2tltb.  nod)  nic^t  üblich,  wo  ber  jcitlic^e  SSegriff  unfercö  0 ort) er  burc^ 
iai  blo^c  nebcnwörtli(]^  gebrauchte  »or  (f.  b.),  ob.  bur^  hie  vor,  bifora, 
altt)0(^b.  auci)  biirdj  fonia,  fomi  auegcbrütft  wirb)  1)  bcg  Orteg,  fetten, 
bie  nad>  bcm  Ovebenben  gerid)tete  SSen^egung  eineö  ©egenffanbe^  vor 
einem  ob.  an  ber  ©pi^e  niedrer  anbeten  bcjci^incnb,  entg.  tjinterljec 
(gew.  nur  getrennt:  oor —  fjer,  j.  33.  t»or  3cmanb  t)er  get)cn ,  taufen  :c.; 
au^erbem  fefet  man  in  SJerbinbung  mit  3eitw.  gew.  ooran  ob.  oorauö  jl. 
»ort) er,  j.  S.  üorl)ergct)en,   =  laufen,  =fat)ren,  »reiten  ic.,  gew.  ooran»  ob. 


a5ort)cvbjit  —  t>orf)iu  IT  DJ 

»oiau^gc^cn,  ^laufen  u.;  o6cvb.  für^er,  auc^  b(c9  f.  f)erücc),  2)  bcr  ^eit: 
üci-  einem  geiriffen  3«ttpuntte,  fei  eö  bcr  gcgeniod'rtfge,  ob.  ein  in  hie  Scr* 
9an9cni)eit  ober  3uEunft  fallenbec,  finnt».  jUüor,  üerfrf;.  oor()in  (f.  b.)i  fntg. 
nadjf)cr,  (j.  S3.  jcfet  ifr  er  gcfunb,  öovf)er  aber  war  er  gefo()rItd)  Ecan!;  ic^ 
fa(;  ii)n  ein  3ai)r  ooiijcr,  etje  e6  gefdja^;  furj  üorljer,  lange  oorfjcr,  et)e  bu 
Jamjl;  i(^  werbe  Eommcn,  »ovfjcr  aber  meine  ©efc^ciffe  abniadjcn).  SCRit 
3 ei t Wörtern  wirb  vorher  in  biifcr  Scb.  ju  trennbaren  3ufams 
menfc^.  oevbunben ,  in  bcnen,  fo  wie  in  baöon  abgeleiteten  J^auptw.,  bcr 
^auptton  auf  (;er  fällt,  j.  S5.  vor(}crbebenfen  (etwaä);  üOif)crbcftimmcn, 
etwas  Äünftigeö  im  »orauö  beflimmcn,  ef)e  e§  gcf(^ie^t;  baf)er  bte  25or()erbe* 
tlimmung  (fr.  ^'»rabctlinafton) ,  bcr  SSov^erbeflimmungöäUiuben  zc.;  üoc= 
l)eicmpfinben,  serfenncn;  üoi()ergcf)en ,  jieUoö  1)  bem  Orte  ob.  ber  £)rb» 
nung  na^  nor  etwaö  t)cr  ge{)en ;  2)  gew.  jeitlid)  u.  uneig.  üor  etwag  ^(p.bercm 
fein,  gefc^eljen,  eintreten  (5.  35.  hk  bem  Kriege  üorf)ergel)enben  ob.  toil)erge* 
gangenen  Umftänbe,  ßrcigniHe;  bic  üorl)evge{)enben  SDBorte;  c§  war  im  25cr= 
^erge&enben  fc^on  hie  3U'bc  bai^on);  Dorberfagen,  jiel.  etwaö  — ,  fagcn  ob. 
anJünbigen,  bafö  c6  Eünftig  gcfd)e^cn  ob.  wie  eö  bef(^affen  fein  werbe,  finn». 
oorauöfagen,  weiöfagcn  (einen  Äiteg ,  bcn  2(u6gang  einer  ©adyC,  bie  SBitte? 
rung  ic.  — );  bie  Sßorlierfage  ob.  SJorljecfagung ,  ba6  Söorljerfagen,  u.  bai 
a3orl)ergefagte;  t)orf)evfel)en,  ^iel.,  ctioaä  — ,  3ufünftigeö  im  (Seift  er!en« 
nen,  im  »orauö  cinfef)cn,  voai  gefd;cl)en  wirb,  finno.  Borauofef;en  (es  war 
»orfierjufeljcn,  baf6  e6  fo  Jommcn  würbe;  bi^i  UnglücJ  fonntc  S^tcmanb  t>or= 
f)erfcl)en);  bte  2Sorf)eifcf)un3:  üoilierüercünben  ob.  ;t)crfünbigcn,  feierlich 
lt.  öffentlid)  t)orl)erfagen;  üccfjenviffen,  liil^  ctwa^  — ,  im  üovauS  wiffcn, 
wifTen,  bafe  e6  gefdjeljen  wirb;  —  SCblett.  00rt)ertg,  S8w.,  'ooxi)n  feienb, 
9efd)ef)enb,  ftnnü.  yoi-f)crgef)enb,  oorig  (ber  »or^ertge  3uf!anb;  meine  vor* 
Ijerige  93ermutl)ung). 

ä5orl)crbll,  in.,  btc  bem  «öerbfl  ^umä)^  \)oranQei)enbe  3clt. 

S[>ovl)erb,  m.,  ba  üovbere  S()eil  be5  JQixbe^i  ^üttenw.  bai  t?or  bem 
©c^meljofen  angelegte  S5el)ältnifö. 

üorl)ergel)en,  3».,  üovt)crig,  S5w.,  f.  unter  »ov^er. 

üür()errfd)en,  trb.  gieUof.  3tü.  m.  I;aOen,  cor  2fnbei-ti  t)errfa')en,  bur'cb 
^ecifd)ermad)t  cb.  übetrtyicgenbc  ©eivaft  {)crüorra3en  ob.  fid)  auöjetd); 
nen;  uneig.  ein  ÜberijetDid^t  an  Ärnft,  5ßirffamfeit  ob.  (Jinfluf»  i)aben, 
an  innerer  ©färfe  übertreffen,  übenviegen  (fr.  prabominiren;  j.  S5.  biefe 
garbe  l)errfd)t  in  bem  ©cmalbe  »or;  ber  »orljerrfd^enbe  ®ef(^mact;  bie  »ov- 
|)crrfc^enbe  SKcinung  u). 

t)orl)erfagcn,  ^^äjm,  ;öevHinl\n,  ^wiffen,  3»-,  f.  unter  üor{)er. 

oor^cuc^cln,  trb.  jiel.  3w. ,  einem  etivaS  — ,  e5  beud^elnb  vor  ihm 
tf)un  ob.  fagen,  um  ii)n  ju  täufc^en. 

üorl)eu(cn,  trb.  jicl.  3ra-,  einem  eltraö  — ,  oor  i{)m  t)eulcn,  ihm  mit 
i)culenber  Stimme  »ertragen,  verfingen. 

S3orl)ieb,  m.,  f.  unter  i)ort)auen. 

SiOvl)immc(,  m.,  ber  vorbeie  Svaum  beS  v^imme[6,  ale  3Cufertf)artö  ber 
©eligen,  in  welchen  nac^  btr  SOicinung  einiger  Äirc^enlebrer  bie  Seelen  bcc 
xtngetauft  geflorbencn  jtinber  kommen  foUcn;  uneig.  ein  geringerer,  ber  fiinf« 
tigen  volifommenen  ©eligEcit  vorangebenber  ©tücfS^.Buftanb. 

»orl>in,  9?w.  (mit  bem  Sone  auf  t)in)   1)  bcö  Orte6  (cberb.  füi^in) 

|)eDfe'6  .?)anbwörtcrb.  b.  beutfd;en  ®pr.  2.  S^eit.      108 


IT  14  SSovl)of  —  üorig 

bic  fort  bcm  Dvebenbcn  ft'd)  entfcrnenbe  Scivcgnng  Dor  einem  ©egen* 
flanbc  ob.  übcrf).  nad)  ücni  ()in  bc^eidjncnb,  cntg.  »ort; er,  nuv  alt  u. 
lanbfd).  (j.  S.  btbl.  öc(;e  »odjin  cor  bem  S3olEe;  ha  lief  bcv  ^unb  oortjin; 
Säg.  öovl)tn!  olö  3iiruf  an  bcn  £eitt)iinb,  wenn  er  üorauö  laufen  foU);  2) 
ber  3e{t:  Dor  bem  gegeiurä'vtigen  Bettpunfte,  bef.  »on  einer  no^  nid)t 
lange  üerfloJTcncn  3cit,  ftnno.  fn'ilier,  frii{)er(}tn,  üor  furjcm,  «evf^.  »on 
v>orbcm,  wcvmalö,  wc^e  eine  entferntere  SSergangcnljeit  bejeidjncn,  itnb 
Kon  t>orl)er  (f.  b.)  baburct,  bcfä  oorf)in  immer  auf  ben  gegenwärtigen 
3eitpunEt  belogen  nn'vb  (j.  SS.  ic^  fal)  if)n  Kort)in  auf  ber  ©tra^e;  id)  Ijabc  c§ 
fd^on  üorljin  gcfagt,  b.  i.  tcr  bem  if|igen  2(ugenblicf;  »erfd;.  id^  l^abc  cg 
»orljergefagt,  b.  i.  c{)e  f§  gefc^al));  obcrb.  aud^  f.  o()nef)in,  ol)ncbie6;  — 
yotl)inau§,  9hi>.,  oberb.  f.  Dorf)in;  o()nef)in;  vorl)incln,  Stw.,  öftrcid^.  f. 
voraus,  im  vovciuS;  V)or()innig,  SBa>. ,  lonbf^.  »rag  üor()in  umu  ob.  gc-- 
fd)at),  b.  frü()er,  voimalig. 

8Sovl)of,  m.,  1)  bev  t>orbcre  ob.  crjTe  ^of,  gew.  S5orbcrl)of,  entg.  <!^in= 
ter{)of;  2)  ein  >^of,  b.  i.  ein  eingefafftcr,  aber  unbcbecEter  SJaum  vor  einem 
©cbnube,  burd;  iüeld)en  man  ju  biefcm  gelangt  (ber  SSorfjof  cinc6  Sempelg, 
^olajlcSK.);  batjer  uneig.  f.  bai  S5oiberettenbc ,  bic  ßinieitung  ^u  bem 
J^auptgegcnjtanbe  (?.  S.  ber  S?orl)of  einer  Äunfl  cb.  SQSitfcnfd)aft);  i'nat.  bec 
vor  geiviffen  Äovpcrf{)ei(cn  befinbtid)«  9inum,  j.  S.  bie  S5or^öfe  bes 
Jper^enS,  ^wci  am  oberen  Zi)dk  beßfelben  licgcnbe  i^autige  ©acte. 

SSorl)ü^lc,  IV.,  eine  vor  cttvaö  Üegenbc  ^ö()(c,  ob.  bie  vorberc  .^öfjle 
von  me!bren. 

üorl)olcn,  trb.  gicl.  3w.,  gem.  f.  vorn  ^in,  nad)  vorn,  ob.  l)ei-vor  ho# 
len;  ©^iff.  bie  2i)Jarö=  unb  S3ram[(^oten  — ,  fo  weit  anbolen,  ix^  i^tc  ©d^ot* 
tjörncr  gegen  tai  ©c^eibengat  iljver  Sia'i)a\  ftcpen;  ber  S5orl)olcv,  ©c^iff. 
tai  Zaii,  mit  n">cld;cm  bog  am  gropcn  iWaft  f^ahgcnbe  ßabetafel  weiter  nad^ 
bem  gocfmaft  gebolct  wirb. 

SSorl)5IIc,  tv.,  bei  vorbeve  ob.  andere  2f)eil  ber  vf)oUe,  in  welkem  nad^ 
ber  SRetnung  einiger  vÄtrd;enlcf)rer  ftd;  bie  ©eclen  ber  S3crbammten  befinben 
feilen,  cl)c  fie  in  bie  ^oUe  fommen;  uneig.  ein  3uftanb  geringerer  Slual, 
ive(d)er  g(eid}f.  alß  ä>orfd}mad  ber  l^od}jlen  vcrangcf)t. 

83orl)Ol3,  f.,  ber  vorbere,  gew.  au^  ©cbüfd^  ob.  Untcrljolg  be|!ef)enbe, 
Zi)i'ü  eineö  &ci)'6^c^',  auö^  ein  vor  einem  gropcn  3Salbc  (iegenbeS  ^olj, 
bef.  wenn  eö  burd)  eine  Ärift  k.  »on  biefem  getrennt  ijl. 

üorl)6rcn,  trb.  3w.  1)  jiel.  vor  anbern  l^ei-vortönen  f)oren  (eine  ©tim= 
me  — );  2)  jicUoö ,  lanbfdj.  gem.  f.  vorge[)en  cb.  Vürfpred)en,  um  et»va§ 
ju  ()ören  ob.  ju  erfa{)ren. 

S3orl)Ü9cl,  m.,  ein  vor  anbern  liegenber  »?)ugcl,  niebriger  5ßorberg. 

5ßorl)Ut,  IV.  (vgl.  .^ut),  1)  ta§  9ied)t,  ba§  33ief)  auf  einem  ©runbfiüdfe 
juerjl  ob.  vor  2(nbcren  ju  iveiben,  ber  -«Bortrieb,  bic  SJoitrift,  cntg.  9tad^^ 
^ut;  2)  f.  V.  w.  ber  Sßortrab  cineö  Ärieggl)cereö  (fr.  2(üant;@arbe);  — 
Vort)üten,  trb.  jiel.  3w.,  etivaö— ,  feiten  f.  bie  ^ut  bavor  i)alun,  e6 
fd)ü{pcn. 

vorig,  S3w.  (erp  im  9'leuf)od^b.  von  bem  9Jw.  vor  f.  voriger  gebilbct,  wk: 
bortig,  l)icft3  jc.  von  bort,  l)ier),  Vor()er  ob.  frü()er  geivefcn,  finno.  vor; 
malig,  <()ema[ig,  entg.  gegenwärtig  (j.  S3.  bie  vorigen  Reiten,  ber  vorige 
3uftanb;  bibl.  euer  voriger  SßJanbel;  bic  Vorigen  f.  25orfa|)ren);  gew.  in 


»oviagcn  —  \)or!ef;veii  1715 

bejlimmtcrcc  SScb.  iraS  bcm  ©cij^niva'cttijeu  fdnci-  ^Trt  uinäcljfl  «orange; 
öangen,  fmno.  nad}jl=  ob.  jmigjlüergangen,  Ie|t  (j.  2J.  bas  oon^c  3a^r, 
bcc  uorigc  ©onimcr;  im  oongcti  Safere  ob.  üorigcs  Sa()r  fjabc  id)  i(;ii  bcfui^t; 
üoi-ige  3Bod|)c ,  üorigcn  SOlonat  jc.  ;  bcc  öovtgc  Pfarrer  k.  ,  b.  i.  bcv  junacftfl 
üoi-  bem  ie^tgcn  im  3(mte  war;  uiifccc  oon'gc  2Bo();uiii3  ic). 

üorjagcn,  no.  3»».  I)  jicUoe  m.  fcfn,  einem  — ,  jagcnb,  b.  i.  fcfenelt 
(aiifcnb,  vcitenb  2c.  i^m  5UV)orfomnicn ;  oud)  voc  einem  ()cc  jagen;  m.  f)a  = 
bcn:  V)Oi-  tl)m  jagen,  baö  3agbred)t  friif)ei-  ausüben;  2)  jkf.  üomärtS, 
nad)  yom,  ob.  voi  etn3ag  ()in  jagen  (bic  .fpirfdjc,  ©aucn  2c.):  ba^  2Jor= 
jagen  ob.  bie  SJorjagb ,  eine  yor  einem  2(nbecn ,  b.  f.  fvüi)cr ,  gc()a(tene 
3agb,  u.  baö  9;ed)t  baju. 

^ürial)r,  f.,  lanbfdj.  f.  gdi{)ja()i: ,  gruf)!ing;  —  üorjäljrig,  S5n. 
(lanbi'd).  gem.  oorniä'f)i-tg),  Im  vorigen  ^a^re  gemefen  ob.  gefd)ef)en  (bie 
üorjätjrige  9}lcJTc,  meine  üorjüfjrige  SJcife  ic). 

üorinmmcvn,  oorjaud;,^cn ,  tvh.  aicUof.  u.  gier.  3>o.,  einem—,  üoc 
i{)m  jammern,  jaud^jen;  einem  etival  — ,  jammernb,  jauc^jenb  »or- 
bringen. 

'OOxiü^t,  mm.y  ranbfc^.  unr.  jl.  für  jef^t  (f.  jc^t). 

üorfämmen,  trb.  jie(.  ^m.,  vonvd'rts,  nad)  yorn  ^u  fammm  (bie 
^aare). 

3?orfammer,  w. ,  eine  vor  einem  anbern  C^iemad)  fiegenbe  .S'ammer ; 
"Unat,  bie  ooc  bcn  -^cr^Eammcra  bcfinbüdjcn  «^er^o^ren  (f.  b.)- 

Ssorfampf,  m.,  1)  ein  bem  v^auptfampf  i'>orange()enbfr,  tjorbereiten? 
bec  Äampf ;  2)  ber  ilampf  ob.  iiai  kämpfen  yor  '^(nbern;  oorfämpfcn, 
Üb'.  gtcUof.  3>v.  m.  ^abcn,  Dor  3(nbern,  i^nen  jum  2}orbi(be,  ob.  in  ben 
vorberen  9ieif)en  fvi'mpfen,  ftnno.  vorfedjten;  ber  äJor Kämpfer,  trer  oor^ 
fampfc,  b.  i.  2(nbere  im  Äampfe  anfuf)rt  ob.  fampfcnb  \d)ü^t. 

5Borfajlcn,  m.,  SOlüU.  ein  oicredigec  Äajlen  cor  bec  runbcn  Öffnung  übet 
bem  aSobcn  bcö  SOid;lEa(lcnö. 

üorfauen,  trb.  jiel.  3>o.,  eig.  itwa^  Dor^ec  fauen,  ef)e  man  e5  einem 
2{nbern  311  genießen  giebt  (einem  Äinbe  bie  ©pcife  — );  uncig.  gem.  eis 
nem  etivaS  — ,  if)m  tüa^  er  fagen  ob.  triffen  foll  fe()r  umtlanb(id)  u. 
mit  flein(id;er  (55enauigfeit  uorfagen  u.  beut(id)  mad)en. 

üorfaufen,  tcb.  ^ieUof.  u.  jicl.  3w.  (ait  u.  oberb.  vürkoufeu,  furfau* 
f  en),  früher  afö  2Cnbere  faufen,  i^nen  im  Äaufe  juüorfommen,  bcf.  um 
ba^  etfaufte  mit  Soctfjcit  »riebcc  ju  ücrBaufen;  ber  äj'ori-'auf  (alt  vürkouf) 
1)  baö  2}orfaufen,  bef.  bec  Jpöfec  ob.  2(ufEaufer;  2)  f.  0.  ro.  ba§  23or- 
fauf^red)t,  ber  9^a'f)erfauf,  hai  Üid'^erredjt  (f.  b.  unter  mi));  ber  2Jor= 
fäufer  (obcrb.  gür!ciufef,  gürEäuf(cr),  tver  2(nbern  im  Äaufe  3Uüorfommt, 
bef.  irer  eine  SBaare  (5.  S.  GJctccibe)  in  SWenge  aufkauft,  um  fie  im  Äfcincn 
tJjeurer  ju  ücrEaufcn. 

\>orfcl)rcn,  trb.  jiel.  3Wm  eig.  üorroä'rtS  ob.  f;croor  fe^ren,  b.  i.  »cnben, 
finno.  f)erau6fef)ren  (j.  35.  bie  rauf)e  Seife  — );  uncig.  etira^  anirenben 
ob.  ueranflatten,  um  eine  ©ad;e  abjuivenben  ob.  berfelben  Dorjubeugen; 
au6)  etir>ag  im  üorauS  amuenben  ob.  oeranjlalten  (jrocctmä^ige  SKittct, 
aUe6  9lött)ige  k.  — );  lanbf^.  übcrl;.  f.  antuenben,  gebraudjen  (5.  23.  allen 
Sleif  üorEef)cen  ob.  obcrb.  füt6c()ren;  üg(.  g(ei^  an  eticaS  Ei'brcn  ob.  an» 
fc()rcn  f.  anwen6cn);   bie  ä5orl:cl;run3 ,  1)  0.  9Ä.  bie  jpanblung  be$ 

108* 


IT  IG  SSorfenntnifö  —  üovfommen 

33ovfef)c«n6 ;  2)  50?.  -en,  ba^  S>orijcf"ef)cte,  bk  angctranbtcn  Tlxttel,  bie 
gemad)ten  v^rnjlnlten ,  bcf.  um  etwas  Qbjmvcnbcn ;  auö^  ühsvi).  f.  SJeran? 
jtaltung,  23orbercltunc},  ii>k  nöti)fgen  93oi-fc{)rungen  machen  ob.  treffen). 

SJorfcnntntfä ,  u\,  vovläuftge  ^^cnntnif»  wn  einer  ©nctjc;  tte  SCff. 
2Sov!cnntniffc,  tef.  f.  üorbercitcnbe  ob.  einteitcnbc,  ben  SSc^  ju  einer 
S[Biffcn[d}aft  :c.  bafjncnbe  .Kenntniffe. 

S^orfinb,  f.,  lanbfd^.  Oc[.  nicberb.  f.  ein  Äinb  erjler  (|{)e. 

5üorfitd)c,  tv.,  eine  bebi?(ftc  Jr^alk  wx  ber  Sf)ur  einet  Äird)c;  au^ 
ber  ücvbeve  diaum  einer  .Kircl)e. 

»ovflageu,  trb.  §tet.  3». ,  1)  üot  einem  fingen,  if)m  ettraä  Hagenb 
üorfragen  (einem  etwas  —):  2)  im  t)oraii6  flauen;  bie  SSorHnge,  eine 
im  üorauö  3i;fii()rtc,  V)or(auftge  Älage;  aui^  bie  Äiage  üba  etwas  SSer* 
fc^ulbeteS,  einen  begangenen  Si-'^'c^"»  f()c  '"in  noc^  barübcr  befragt  ob.  jur 
9?ebe  gefegt  wirb  (mit  ber  SJortlagc  kommen);  Stfpr.  bie  erjle  Ädige  bcS 
Älägerg  (fr.  eonoentionSf(agc) ,  entg.  ber  @egen=  ob,  SBibcrffage  beS  Sc- 
ftagten. 

t)orE(appen,  trb.  giel.  3«. ,  flappenb  ob.  aI6  Älnppe  Dor  etn>a^  fallen 
laffen. 

üor!(atfcl^cn,  trb.  3w.  1)  jiellos,  einem  — ,  ttor  if)m  f(atfd)en, 
bamit  er  bem  Seifpiel  folge;  2)  jiet.  einem  etwag— ,  gem.  f.  ».  w. 
t»orfd)n3a&en ,  'oorplaubern. 

»orf leben,  yorfleijiern,  trb.  jiel.  3w. ,  flebenb,  fleiflevnb  »or  eta>a6 
befefrigen. 

üorflettcvn,  ^ftlmmen,  ttb.  jietlof.  3tr.  m.  fein,  einem  — ,  ilim  flet; 
ternb  ob.  fUmmenb  üorange^en;  i^m  im  Älettern  juüorfommen. 

öorflimpern,  trb.  jicllof.  u.  jief.  3w.,  einem  —,  uor  ihm  flimpern, 
ibn  jum  Älimpern  anleiten;  einem  ettva§  — ,  flimpernb  üorfpielen. 

üorflingcn,  trb.  jieUof.  3^-  m.  Ij ab cn,  heroor;  ob.  oorjitgoroeife  flin* 
gen,  i^ct  anbevn  Äld'ngcn  gel)ort  irerben,  finnc.  überflingen. 

»orflug,  S3w.,  wx  2l'nbcrn  fing  ob.  ftd)  flug  bünfenb,  gew.  üOf= 
wi^ig;  —  üovflügeln,  trb.  gicl.  3w.,  einem  eta\i6  — ,  auf  flügelnbe 
SBeife  Dorceben. 

»orfniecn,  trb.  jicUof.  3».,  einem  — ,  in  feiner  ©egenirart  fnieen, 
bamit  er  eS  nac^tl)ue. 

öovEnöpfen,  üorFniipfen,  trb.  jiel.  3w.,  fnopfenb,  fniipfenb  uor  ftd> 
ob.  am  23ürbertörpet  befejligen. 

üovfommen,  trb.  gieUof.  3w.  m.  fein  (a(tf)od;b.  fmi  queman  f.  fieroor- 
fcnimen,  juoori'ommen,  übertreffen;  oberb.  für!ommcn)  1)  ycrnjvütS  ob. 
votnl^in  fommen  (j.  S3.  er  ift  im  .^tntcrijaufc,  wirb  aber  g(eid)'eorEommen), 
nieberb.  uneig.  f.  empovfommcn,  ju  größerem  2rnfel)en  jc.  gelangen;  2)  gem. 
f.  l)ert*cr;  ob.  jum  SSorfd)ein  fommen  (fomm  boc^  oor  aus  beinern  SBinfcl); 
.3)  "OCX  ^emanb ,  x>cx  fein  3l'ngefid)t  fommen ,  »on  i^m  i»orgelaffen  wcx- 
ben  iiä)  fi^nnte  bii  bem  SJJinijler  nid)t  üorfommen;  wir  ftnb  geftern  'ocrgc= 
fommen),  aud)  i3on  ©adjen  f.  an  bie  9veil)e  fommen,  t)orgcnommen  wer- 
ben (3t)re  (Sac^e  ift  noc^  nicht  üorgcfcmmen);  4)  gem.  f.  im  33orbeigel)en 
jU  S«!^*"'"^  fommen,  ftnn«.  V>oegc^en,  üorfpvedien  (er  ift  bd  mir  oorge= 
fommen);  5)  uneig.  einem  vor  2fiigen,  ^u  ©efidue  fommen,  fid)  if)m  jei:= 
gen  ob.  barftcKen,  tbni  begegnen  it>a&  ift  mir  nodj  nid)t,   ob.  fd)on  oft 


»orfonncn  —  SSorlanb  1117 

»otöcEommcn;  er  ifft  2(Ue6,  reaö  t(;m  üoi-foitimt);  baljcv  aucf)  ütcr^.  f.  iu  bie 
(Srfcl)etnun9  treten,  geäenmartiä  ob.  anvf(id)  iverben ,  [inno.  ft'd)  ereignen, 
üorfaUen,  fid)  finbcn  (folc^c  gätle  fommcn  ojt  oor;  cö  ift  crft  gcjlcrn  ocrgc^ 
f ommcn  k.  ;  bicfeö  SBovt  lommt  feiten  cor,  b.  i.  finbet  ftc^  fetten,  wirb  fetten 
gebraucht;  eine  ^ftanje,  bie  nur  auf  t)of)en  ©ebirgen  tor!ommt,  b.  i.  angc* 
troffen  ttjirb);  ferner  einem — ,  f.  if)m  auf  gewiffe  ^eifc  erfd)einen  ob. 
fd)einen,  ^)cn  if)m  fo  empfunben  ob.  njahcgcnommen  mevben  (j.  S.  er 
!ommt  mir  beE-annt  uor,  ob.  e6  !ommt  mir  üor,  al6  müjTtc  ic^  ii)n  fennen : 
cö  tarn  mir  fo  cor,  alö  t)örtc  idi  fprec^en;  baö  fam  i(;m  läd;erti(^  t»or;  i^ 
roei^  nidit,  iric  bu  mir  Ijeute  oorEommft);  <))  einem  — ,  att  u.  (anbfd).  f. 
juoorfommen,  einen  iibert)olen  u.  uneig.  übertreffen;  einer  ^adji  —^ 
f.  vorbeugen,  fie  abivenben  (oberb.  giel.  eine  ©adjc — ,  f.  öcr()inbern, 
abtreljren);  bie  ä5orfomment)eit,  2)?.  -en,  obcrb.  f.  ctn)a6  33otfomnien= 
beS,  ein  SSorfall,  (Sreignif^. 

oortönncn,  trb.  jiellof.  3>t>-,  auölaff.  f.  üorirartä  ob.  ttoni^in  fommen 
fönnen. 

äJorfopf,  m.,  f.  0.  w.  3}orbcrfopf;  uneig.  3immerl.  ber  S^eit  cinee 
.|)otjftü(fe6  t)om  ©nbe  bi§  ju  einem  äcipfentod^c. 

äJovfoll,  IV.,  0.  m.  (ogt.  Äoft  unter  Eo|ten  2.),  j^oft,  b,  i.  ©peife, 
»veld}e  nad)  ber  ©uppe  vor  bem  Sicifd}  ob.  $8raten  gegeffen  ivirb,  gew. 
©emüfe. 

DOrfojlcn,  trb.  jiel.  3tv.  (»gl.  Eoficn  1.),  im  vorauf  foften;  vor  3(nbern 
u.  für  biefelben  foften,  b.  i.  burd^  bcn  ®cfc^macE  prüfen;  ber  S3orco|!cr, 
tvec  vorEojltet. 

vorfricgen,  trb.  giel.  3w.  gem.  (ugt.  fricgen  2.)  ettvaö  — ,  f.  ()eiVor; 
{)olen,  snef)men;  einen—,  f.  i()n  vor  ftd) ,  unter  feine  v^anbe  befom; 
men  ob.  net)men ,  finn».  vornef)mea. 

V>or!ri^eln,  trb.  jiel.  3w.,  einem  etivaS  — ,  fri^elnb  vorjcid^nen  ob. 
vorfd)veib£n. 

üorfrümeln,  trb.jicl.3w.)  ftümelnb  vorftreuen  (ben  .^üfjnern  93rob— ). 

üortunttg,  2Sw.,  bidjt.  f.  im  vorauf  hinbig  (einer  guBünftigen  ©ad^e). 

oorcün|leln,  trb.  jiel.  3w.,  einem  etivaS  — ,  fünftcinb  ob.  fünftiidi 
vor  mad)en,  i(}m  gegenüber  etvoa^  erfünfteln. 

äJovEü|lung,  \v.,  5)?.  -en,  (d.  äüj^c  l.,  gleid^f.  eine  vor  ettvaö  gemalte 
Äiljlc)  im  Seict)bau:  ün  S3Ser!  von  >ipolj,  mit  @rbe,  50li(l,  ©trof)  ic.  auögc= 
futtert,  jur  ä5erftar£ung  ber  Söfc^ung  einc6  Seic^eö. 

vovladE)en,  trb.  ?ieUof.  3».,  einem  — ,  im  ici&,m  vorange{)en. 

vovlabcn,  trb.  jiel.  3nj.  (v.  laben  2.  u.  abtaut,  wie  biei'cö),  einen  — , 
vor  3«manb ,  bcf.  vor  föerid)t  ob.  eine  obrigfeitüAe  S5e(}örbe  laben,  b.  i. 
auffoibevn  ju  etfdjeinen,  finnö.  vorforbern,  obcrb.  verbieten,  oorgcbieten  u. 
(fr.  citircn;  einen  SSeElagtcn,  iie  ©laubiger  ic. —);  ber  S>orlaber:  bie 
SJovlatung ,  9}?.  -  en ,  bie  ^anblung  beg  SSorlabenä ;  auc^  f.  o.  w.  ba^ 
SJorlabunggfc^reibcn. 

SJorlage,  tv.,  f.  unter  vorlegen. 

üorlaUeii,  trb.  gicl.  ^K\y  einem  etwas!—,  lallenb  vorbringen,  vcr= 
fingen  k. 

S^ovlant",  f.,  1)  bag  vorn  (icgenbe,  vorberc,  nu^crfte  Sanb,  inc'bcf. 
obcrb.  ein  vor  anbcrn  liegcnbcr,  gctv.  erjt  [pater  urbar  gemachter  lidiv,  nicberb. 


ni8  Dovlangcu  —  oortaut 

taö  cor  bciu  {)o(;cicn  Sanbe  Itegcnbc  itüfrcnlanb;  in  SJZarfd^lanbcrn :  baS 
trocEcnc  Sanb  gnjif^cn  einem  Sei(^c  unb  bcm  SBaffcr;  2)  oberb.  ein  2(dcr, 
auf  n)cld;ci;  bcc  Scboucr  cincö  Scijnguteö  bcfonbcre  Siedete  {)at. 

oorlangcn,  ttb.  3st).  1)  jicUoä,  v>ornf)ln  ob.  nad)  oorn  langen;  2)  jiei. 
ettvaö  — ,  gem.  f.  f)crüorlangcn,  sf)Olcn,  jnel)men. 

oorlängfi,  Slrc.  (ögr.  längfl)  üoc  fc{)c  (an^er  3cit,  obcrb.  üor  langem, 
cntg.  üoc  furjem,  unlä'ngll. 

oorlaffen,  txb.  jiel.  3n5-,  1)  üovmartg,  t>ornl)m,  cb.  woran  (äffen  (einen 
9lad)!ommcnbcn  niä^t  tortaffen);  2)  gem.  f.  I)eruorfommen  taffen  (einen  auS 
feinem  fBinM  — ) ;  3)  ocr  ^«niflnb ,  »or  fein  2{ngefid}t  treten ,  in  feine 
(äegenanu't  fcmmen  [äffen  (ev  würbe  bei  i>cm  j^ürjlcn  nic^t  uorgelaffcn ;  bk 
Parteien  r>or(af[tn,  näml.  cor  ben  gjid;ter  ob.  ba^  @erid)t);  bie  5Öorlaffung, 
baS  93orIa|ycn  (bcf.  in  ber  3tcn  S5eb.);  bcr  S3orIaf§,  -ffeg,  1)  Mi  2Sor= 
(äffen,  nur  3dg.:  bem  ^üf)ner()unbe  ben  $ßor(af§  geben,  b.  i,  if)n  mit  et« 
nem  Icbenbigcn  gelbf)u{)ne  an  einer  Seine  abrii^ten;  2)  wai  tiocgefaffen 
trtrb,  inebef.  Sag.  ber  SSüfd^el  gebern,  mit  njclc^em  ber  galfc  jurüctgeloctt 
wirb;  beim  SBcinfeltern  u.  SSranntweinbrcnncn  f.  ü.  rc>.  ber  5ßor(auf,  f.  b. 

üorlajlig ,  S». ,  ©d)i|f.  tjcrn  ju  fd)rcet  belafiet  ob.  fdjroerer  gebaut, 
a(g  bai  (^leid)gen)id}t  e6  suiafft,  entg.  l)inter(a|lig. 

Vorläufen,  trb.  3^.  {althod^b.  fora-  u.  furihlaufan),  1)  gieHoö  m.  fein, 
\joni>aitg,  nad)  wm  laufen;  gem.  f.  l)ert)erlaufen,  baf)erolt.  f.  vorfallen, 
ftd)  ereignen:  einem  — ,  \)or  ibm  ()er  laufen;  if)m  im  Sauf  äUi-»orfcm= 
men,  it)n  laufenb  überholen:  2)  jicl.  SScrgro.  (ü.  laufen  f.  im  Äarren 
fortft^affcn)  et  wag  — ,  auf  bem  ßauffarvon  i^or  etsraö  f)in  fd)affen  (j.SB. 
erj,  Äol)len  jc.  — ,  nor  ben  (Se^mclgofen);  ber  55orlauf,  -eg,  o.  5K.  1) 
bai  S3orlaufen;  2)  iraS  üorlduft,  inSbef.  SScinb.  ber  oon  fclbjl  au6  ben 
ungcprcjften  Srauben  rinncnbe  SJJofl,  and}  2(u6brud)  genannt,  ßerfd).  93 or* 
fd^ufö  (f.  b.);  beim  2(bjicl)en  beS  Sranntw einö  ber  juerft  uberge{)enbc  flärlftc 
SBranntwein ,  auc^  Scrtafö  genannt;  efjcm.  aud)  uneig.  f.  vorläufige  Sr» 
flürung,  SSorrebe;  3)  eine  23orlage,  in  wddjc  etwai  lauft;  ber  äJorläu* 
fer,  -6,  bie  SSorläuferinn,  1)  tr er  t)or  einem  2(nbcrn  I)er  lauft;  uneig. 
wer  einem  3(nbern  anfünbigenb  u.  üorbereitenb  t)crangef)t  (So^anneS  ijl 
ber  SSortäufcr  (Si)rij^i),  in  weiterer  2Cnwenbung  and)  öon  ©ac^en,  finno. 
SBorbotc;  2)  hex  ben  SogelileUcrn  ber  oor  ob.  auf  bem  ^erbe  ()en!mlaufenbe 
ongefcffvitc  2oif\)ogel;  3)  J^üttenw.  wer  bag  5um  (Sd)mcl5en  9Zötl)ige  vor? 
läuft,  b.  i.  cor  ben  ©djmcljofcn  fc&afft;  Oorläuftg,  «8w.  u.  9lw.,  eig.  oor? 
laufenb,  einet  <Ba6.-)e  Dorange()enb  u.  fte  verfünbigenb  (eöem.  bog  corlciu^ 
ftgc  ©crüc^t);  gew.  ber  Jpauptfad)e,  -Hauptarbeit  k.,  Kcidje  nadifolgcn  foU, 
Vorl)ergel)enb  ob.  Vorangefd)icft  (ein  oorläufiger  Sicrfucp,  Serid;t;  eine  oor- 
läufige  SSefpre^ung;  fid)  vorläufig  nad)  ctwaö  crSunbigcn ;  üwaö  vorläufig 
mclben);  als  5iw.  auc^  f.  ».  w.  für  jcßt.  für  tm  '^ugenblicf,  vor  ber 
^anb  (§.  S5.  »orläufig  läfft  ftc^  in  bcr  ^aäjt  ni^ts  weiter  tfjun). 

üOTlaut,  S5w.,  Dor  3(nbern  laut,  feine  «Stimme  vor  allen  3(nbern  er- 
f)ebenb,  finnw.  überlaut;  vor  ber  ge()Ocigen  3eit  laut  werbenb  ob.  jTd)  ver- 
ne()n;en  laffeub  (Sag.  ein  Jpunb  i{t  vorlaut,  wenn  er  frül;cr  an)'d)lägt, 
alß  er  baö  SBilb  fict)t);  ftd)  voreilig  au|lernb,  ungefragt  unb  unbefugter 
^iicifc  fpvedienb,  burd)  vorfd)nellc6  Urtl)ei[en  '^(ubern  vorgreifenb  (ein 
vorlautii.  Äinb;  fein  »orlautcß  Sßcfcn  :c.);  —  üOVlautcil,  trb.  5iellof.  ^w. 


üovleben  —  uoi-lcfcn  1719 

m.  f)a()en,  yoi{)er,  ob.  md)  [üixht  <.\li  'Unheu^  (auten;  —  ber  23oiIaut, 
ein  iJaut,  ivdcl)ec  cin«m  anbccn  ücrangef^t  cb.  üor  bemfelbcn  9e()ört  lüirb. 

oorleben,  ttt.  jicUof.  3»t>.  m.  I;  a  0  c  n ,  voc  ^fnbevn,  fi-ül)cv  (eben,  gpic. 
nuc  baö  2Knj.  uocUbeiib  0(6  ^\x>.:  bic  SSoilebniben,  cnfg.  5Rac^lcbfnbi'n. 

üorlcgcn,  tcb.  jie(.  3»t).,  1)  uoc  cüvaö  (cgcn,  x>oxn  an  einer  (2ad)c  ans 
bringen,  befeftigen,  (einen  ©teiti  — ,  j.  S.  »ot  ein  gafö,  bamit  c6  nici^t 
coUe;  ein  ©djlofö  — ,  »oc  eine  S(jiic  ()an3tnb  bcfefli^cn;  fii|'d}e  ^fccbe  — , 
»or  ben  SJBayen  fpanncn);  2)  einem  etivaö  — ,  eg  ju  feinem  @ebraucl)e 
üor  if)n  t)in  legen  (ben  ^fecben  ^cu  — ;  bcn  ©ö'flen  bk  ©peifcn  — ,  b.  t. 
fie  jciU'gcn  u.  auötbeilcn,  ücrfd).  »orfe^en;  einem  ein  (£tüc£  Sratcn  zc. 
öoriccjcn;  aud)  oi)\\i  ^idm.:  bei  .lifc^c  üorlcijen;  Jocr  legt  cor?  3C.);  uncig. 
einem  etwai  jur  ÄenntnifiJnabme,  5ur  23eurt()ei(un3,  SSeanttrortung  k. 
barbieten  ob.  mitfreuen  (j.  S.  eine  'Schrift,  einen  2iuf[a^,  eine  3cid)nun g  u.), 
ixuii)  eürag  münblid)  »erbringen  jur  S3eantivortung,  »crfc^.  »ortcagen 
(einem  eine  grage,  einen  3wcifet  zc.  — );  alt  u.  obevb.  (für legen)  f.  bei 
©eri^t  »erbringen;  —  bcr  2>üv(egc(oife(,  bas?  23or(egcme[fer,  Söffet,  SÄef» 
fer  jum  SSorlegen  bec  ©pcifin;  bai  ä:5orlcgcfd)(ofä ,  f.  x).  w.  SSorbange» 
[(i^lofö;  ba6  ä^ovlecjerocrf,  in  bcn  U^rcn  ein  3öer!  gwifc^cn  ber  Utjrfi^cibe 
unb  bem  Siabergcbaufe,  iücl4)cö  baö  ©eb-  unb  ©c^tagwcrf  jur  3etgung  ber 
©tunben  u.  a)?inuten  bellimmt;  —  ber  SJovlcgcr,  -ö,  irer  üoriegt,  bef.  bie 
®peifen  hti  Äifc^c;  alt  u.  oberb.  (gürleger)  f.  2Bortfu()rer  cor  @cri(^t; 
bie  SSorlecjung,  ha^  Vorlegen  in  aüin  Scb.;  bie  JÖorlage,  Wl.  -n,  mai 
t)orge(egt,  b.i.  üor  einem  2)inge  (lingeiegt  ob.  angebradjt  ivirb,  j.  S.  ein  ooc 
ein  gafö,  ein  SBagenrab  k.  gelegter  ©tein;  SBafferb.  ein  ©cnfircrt;  ©d;cibef. 
ia^'  &i\ä^ ,  »elc^eö  jur  2fiiffammlinig  bcr  abgezogenen  i^tüffigfcit  üor  bcn 
2(bjieb£ölben  gelegt  rcirb  (fr.  SRecipient) ;  (anbfc^.  auc^  ein  öefpann  frifd)  »or^ 
gelegter  9)fcrbc  (fr.  Sfclaiö). 

üorlc^ncn,  trb.  ^iel.  3>o-,  ctivaö  ob.  fid)  — ,  nad)  vorn  ob.  vor  etiva5 
f)in  lef)nen. 

OorIe{)ren,  trb.  jiet.  3«.,  feiten  f.  lef^renb  vertragen;  vor  2fnbern,  if)nen 
jum  93?ufter  lei)ren;  —  bie  ä5or(d)rc,  vorläufige,  vorbeveitenbe  2c{)re. 

vorleiern,  tib.  jicl.  3vo.,  einem  etivaö  — ,  cig.  vor  i()m  leiern,  if)m 
auf  ber  ßeier  etivaö  vorfpieien;  gcsv.  uucig.  (»gl.  leiern)  f.  einem  eintönig 
u.  langweilig  ivieber(}olt  baöfelbe  vorfpielen,  votfingen  ob.  vortragen. 

vor(cil)en,  trb.  jicl.  3w.,  ült.  f.  barleil)en,  vorjliecfen. 

äjorleif ,  f.,  ©djiff.  baejenige  tat  ([.  b.)  am  ©tagfegcl,  an  rccl^cö  bie 
Äantc  bcö  ©egelö  gcnäbet  ijl,  ik  unter  bem  ©tage  bä'ngt. 

üorleimen,  trb.  jiel.  3»v.,  vor  etiva^  ob.  vorn  anleimen. 

yorlcfen,  tib.  gicl.  3»».,  1)  (u.  lefen  f.  fammtln)  einem  —,  vor  i()m 
b.  i.  eher  aly  er  lefen  (j.  93.  bcn  SBcin);  2)  vor  einem  2(nbern,  b.  i.  in 
feiner  ©egenivart  u.  bamit  er  e5  l)öre,  laut  lefen,  lefenb  vortragen  (einem 
einen  Sricf,  ein  SBud)  :c.  — );  Vorlcöbar,  «Bit».,  »va5  (ebne  3(',iflc|5)  vorge- 
lefen  iverben  fann;  bie  SJoricfe,  vorga'ngige  2efe,  2(nfang  ber  SBeinlefe, 
entg.  Sladjlcfe;  and)  baö  3iccbt,  [einen  SBcin  frübcr  alä  "ünbrn  ju  lefen; 
ber  5üor(efcr ,  bie  äJürleferinn,  tver  etivaä  vorlieft;  bef.  wer  baju  angc? 
ftellt  ijl:,  einem  2fnbcrn  Siicbcr,  ©cbriftcn  k.  oorjulcfcn;  bie  äSorlefuiig, 
1)  0.  SOi.  ba6  a)orlefen  (j.  S.  cincö  23ricfcö  ?c.);  2)  5)?.  -cn,  ber  öffent- 
lid}e  münbltd)e  2ef)rvortrag  auf  i)ol)in  0d)ulen,   nic^t  allein,   wenn  er 


1T20  »otte|t  —  S^ovmagen 

abgelcfen,  fonbcvii  auc^,  menn  er  ffct  getjaltcii  triib,  unb  bct  auf  foldjf  SBctfc 
üorgetraßcnc  tvifycnfcf)aftad)e  gef)rftoff  fdbft  (fc.  eoUegium;  SSovlifunacn 
i^alten,  l;öi-cn,  bcfudöetiK. ;  eine  23orlc[ung  bi-udcn  laffcn,  fjerauegcbcn). 

üorle^t,  bei-,  bie,  bai  üorle/^te  jc,  SBw.  (»gl.  lefet),  bcc  jc.  nad)ftc  üoc 
bem  (e|ten  (5.  fS.  ber  »orlc^te  Sag  beö  SJJonate;  mein  »crle^tci:  Srief;  bie 
»Oriente  ©ilbe  cinc6  SlBortcS  zc). 

oortcuc^ten,  trb.iitctlof.3ir.,  1)  einem — ,  if)m  Ieuc(}tenb  »orange; 
{)en,  ben  Söeg  x>ox  if)m  erleud}ten,  etg.  (j.  S.  einem  mit  btm  2td)te,  ber 
gaternc  üovleu^ten) ,  u.  unetg.  f.  ifjm  ein  glänjenbeö  SSeifpiel  ob.  !Ü?uf!ec 
juc  Ü^adja^mung  geben  (j.  S5.  2inbern  mit  feinin  Siigcnben,  feinen  SJja^ 
ten  2c.  oovleiic^tcn);  2)  üor  2(nbern  [eud)ten,  ffe  an  Stdugianj  übevtreffv'n 
(ber  9}Jonb  kuäjUt  om  ncid)tli(^en  <:^immil  \>ov);  ber  äJorleiid^ter ,  njer 
einem  üoc[eud)tct,  gew.  nur  eig. 

öorlicb,  9lttj.,  r.  fürlieb,  f.  b. 

SSorltcbe,  tv.,  ücr^üglid)«  ob.  uberwiegenbc  2iebc  ju  einer  ^erfon  ob. 
©ac^c,  burc^  »el^e  man  biefclbc  Por  anbern  begünfligt  ob.  beoorjugt  (aJor= 
liebe  für  Semanb  ob.  ctrcaö  'i)ahcn ;  etiraä  mit  23orh'cbe  treiben,  &et;anbcln  jc), 

Oorüegen,  trb.  gieltof.  3ro.  m.  I)abcn,  1)  Dorn  ob.  nad)  üorn  ju  lie- 
gen (ÄriegSb.  bk  üorliegcnben  SBcrfe ,  b.  j.  bk  auper  bcm  bebcdtcn  Sßege 
weiter  inö  ge(b  i)inau§  Itcgenben;  cf)cm.  bk  »orlicgcnben  3?cid!6!ieife ,  h.  i. 
bk  öorn  an  ber  ©renje  junad}ft  an  granfrei^l  iiegenbcn);  2)  üor  einem  ©e^ 
genjltanbe  liegen  (5.  f8.  es  liegt  ein  Stein ,  dn  ©djlofö  jc.  »er,  namtic^  uor 
ber  S^ür  ic. ;  Sä'g.  „ber  ®a^6lmnb  liegt  »or",  naml.  oor  bem  inncrften  Sau 
beg  3)a^fc§);  insbcf.  wt  einer  ^evfou  liegen,  il)i-  vorgelegt  fein,  bef.  gur 
3Cnfi(^t,  jur  S3ei;rtl;eilung  ob.  Bearbeitung  ibk  mir  oorltcgcnbe  ©djrift, 
©ac^e  2C.;  eS  Ikqt  jr^t  nichts  ror,  b.  t.  leine  ©cfc^ä'ftSfad^e;  ber  »ocliegenbc 
galt);  auc^  übcrl).  f.  üor  2(ugen  liegen,  gegenwärtig  ob.  üotfjanben  fein 
(ba§  öorliegenbe  Söeltall). 

SSorlippe,  n?.,  ber  i'iorbere  rotf)e  ©treif  an  jeber  ßippe. 

üorliSpeln,  trb.  jiel.  3».,  einem  etira^  — ,  liöpelnb  oorfagen  ob.  ooc- 
fingen. 

üorlocfen,  trb.  giel.  3«.,  üonrd'rtg,  ob.  ^eröor  locfen. 

üorI5tl)en,  trb.  gtel.  3w.,  lötl)cnb  t)Or  etiüa^  befefiigen. 

üorlügen,  trb.  gicl.  3».,  einem  etwaö  — ,  lügenb  ob.  liigenljafter 
5Beife  üovbringen,  vortragen,  if)m  etiva^  Unam^re^  berid)ten ,  finno.  ibn 
belügen;  —  bie  SSorlüge,  eine  im  vorauf  gefagte  ßüge  in  SSejug  auf  eine 
®a^e,  voeläji  erp  gef(^cl;en  fotl. 

S^orhifl,  iv.,  üoigä'ngige  2ufl,  SSotfd^macE  ber  2ujl. 

yormad)en,  trb.  jiet.  3w.,  1)  ettvaö  — ;  gem.  f.  üor  ettwaS  madjen, 
b.  u  bat)or  anbringen  ob.  befefligen,  »crfdj.  üortljun,  (j.  S.  ein  Siett, 
einen  3aun  :c.  — ,  naml.  »or  bk  Öffnung  jc);  2)  einem  etwaö  — ,  eö 
vor  ibm,  in  feiner  ©egemrart  mad)en,  bamit  er  eg  fel)e  u.  bef.  bamit  er 
getä'ufd)t  roerbe  (einem  ^offcn,  ein  JCunftjiücfi  zc.  —  ;  einem  einen  blauen 
Sunjt  Dcrmac^en,  f.  Sunjl;  gem.  auc^  gerabcju  f.  yorliigen,  »orl)eu  = 
döeln,  g.  58.  er  mad)t  bir  nur  ttwaö  üor) ,  ob,  jum  S!)?ufier  ber  ^i\d)i\i)f 
mung,  entg.  na(^mac^en  (waß  er  mir  uoimac^te,  fonnte  iä)  nidjt  nac^s 
machen). 

SJorniaj^i'U ,  m.;  ein  magenaf)nlld)er  Zi^äl  «or  bem  eigentlid}en  SO?a> 
gen,  bei  ben  aSögeln,  wel^e  »on  Snfcctcn  u-  SBürniern  leben. 


t>oi-ma()en  —  S^oumittacj  1721 

\)OVmal)cn,  trb.  jicllcf.  3ir.,  v>0]:  '^uibein,  a(ö  bcr  iCcvberfito  niä(}«n,  im 
^r!)?ä'()eit  ucrancjeljn;  einem  — ,  in  feiner  (^egenanut  u.  if)m  jum  ^u^ 
flec  mä'()en;  au^  il)m  im  ü)?ä[)en  juworfommen;  bev  ä>ormäl)cr  ob. 
ianbfd).  =mä'f)bci-,  bei"  üocberfte  unter  bm  5}?äf}ern,  pgt.  S3oiTcl;neiber, 
SSorfc^nittcv. 

Dormalon,  tvb.  jia.  3»ü.,  einem  etmaö —,  egt>ori[)m,  wx  feinen 
'^(uQen  malen,  bamit  er  eS  fe!)e  u.  erfenne,  ob.  au  et)  nadimale  (einem 
Äinbe  bic  23ud;ftabcn  — );  uiutg.  f.  bem  ©eifle,  ber  Ginbifbun^gfraft  ma- 
Icrifcti  ücrftcüen,  lebhaft  fd)i(bern  (einem  ctrcoö  fc^ön  ocrmalen),  tnSbef.  et- 
»rag  llnival^rcg,  (Srbic()teteg,  um  ibn  ju  taufd)en,  finno.  t^orfpiegetn. 

ÜOrmatei,  alt  u.  obcrb.  aud;  üocmalen  (t>gl.  9Kal  1.),  9in>.  bcr  3ett, 
in  einer  früheren,  ge^enroartig  t)eiyangenen  3«it,  ftnno.  üovbem,  ei)cmal^, 
eine  näl;erc  SScrgongenljcit  bcjcii^ncnb,  al6üor3ettcn,  üoc2(ltcrö,  eine 
entferntere,  aU  oorf)in,  aber,  \x>k  bicfeg,  immer  in  S5c?tcf)ung  auf  ben  gc= 
genwörtigcn  3ettpunEt,  icoburc^  c6  fti^  uon  üorf)er  (f.b.)  untcrf(^etbet,  cntg. 
nac^malö,  (oormatö  wat  c6  anbtrö;  er  war  normale  mein  greunb  ;c.): 
oormalig,  Sra.,  ivag  vermalt  a\n-  cb.  gefd^a^  (bic  oormaltgcn  S8cwot)ner 
ticfeö  8anbc6;  fein  oormaltgcö  23crfprc^cn). 

S5ormann,  m.,  9)Z.  ^ma'nner,  1)  ber  in  einer  9?etl)c  üor  einem  an^ 
bem  ftet)enbe  9J?ann,  f.  o.  n>.  23orbcrniann ,  cntg.  J^intcrmann,  (oec 
im  erpen  GHicbe  ftc^cnbe  ©olbat  tfl  bcr  Sßormann  beö  im  ^ircitcn  ©liebe  i)in= 
tcr  il)m  jtcljenbcn  u.  f.  f.);  im  J^artcnfpicl :  ber  vcr  ber  v^anb  ft|enbe  ©pie^ 
ler  (ügl.  9Sorl)anb);  uneig.  ©c^iff.  baö  üor  einem  anbern  fegttnbc  Schiff; 
■2)  wer  in  einer  93errid}tung  3(nbern  t>orangef)t,  fie  anführt  cb.  anleitet 
(j.  SS.  bcr  üorberftc  SHubcrcr  in  einem  Sootc);  •>)  feiten  f.  5ßcrfal)r,  SJor- 
ganger;  4)  eljcm.  auc^  f.  SSertreter,  SJcrmunb. 

Siormar§,  m.,  ©diilf.  ber  9J?arg  (f.  b.)  am  S3orbermafle,  gocfmarg; 
iicii  äiOrmarSfegci,  ein  SRaljfcgcl  an  bcr  23or|lengc  über  bem  goc!i'ege(. 

S3ormap,  f.,  ein  ben  übrigen  ü)?afen  jum  ?}?ufter  biencnbeS  cbdgfeit; 
lid)eg  5}?a^,  inööef.  auf  Slcdjljämmcrn  i)ci^  SKa^,  nac^  n:>el<^cm  bic  ?Blcc^e 
befdinittcn  locrbcn  muffen. 

S5orma|l,  \v.,  iicrgangige  9}?aft  cb.  9}?e\')mng,  sor  bcr  cigcntlitf)cn  cb. 
fc![}lie5lid:cn. 

äiovmauer,  w.,  eine  jum  @d}u^,  jur  ©id^er^ett  t>or  einem  (Sjegen- 
franbe  ob.  £)rte  aufgefüljrtc  COZauer;  unetg.  iiberl).f.  @d)U^mitte(,  <2d)u^' 
a>e^r;  —  üormaucrn,  trb.  gicl.  3iü.,  wt  etwag  mauern  ob.  von  Steinen 
auffüi)rcn  (eine  2Bar.b  — ,  näml.  cor  eine  Öffnung  2c.). 

üormcifjeln ,  trb.  jicl.  3"?. ,  1)  mcifelnb  verarbeiten;  2)  vor  einem, 
it)m  jum  5)iufter  meißeln,  cntg.  na d; meißeln. 

^Bormcifler,  m.,  lanbfi.  ^anbro.  f.  ».  n?.  3(lt-,  £)bermeifter. 

oovnievEcn,  trb.  jicl.  3n?. ,  feiten  f.  verber  ob.  im  vorauo  mcrfen  ob. 
bemerfen. 

oormeffcn,  trb.  ijtel.  3». ,  einem  etwaö— ,  eg  vor  feinen  2l'ugen 
meffen,  um  ii)\\  von  bcr  richtigen  SKcfTung  gu  überzeugen;  aui^  it)m  3um 
9)?.ufter  meffen,  bamit  er  eö  lerne. 

5üüvmtttag,  m.,  bie  Sage6j;eit  big  jum  ??iittag,  u.  in  engerer  S8eb.  bie 
bem  "iO^ittag  junädifl  verangei)enben  ©tunben,  »erfc^.  tOlcrgen,  cntg- 
Slad^mittag,  (t)cute  SJcrmittag  ob.  am  l)cuttgen  SJcrmitfagc;  bicien  Sßor- 


1722  SSoi'mittmuid)t  —  oom 

mittag  ficjbe  iä)  iijw  9cfc()cn;  bvei  ganje  SSormittage  ?c.);  bcr  @cn.  93  oc* 
mittags  alö  9liü.  f.  am  9.>ormitrage,  wt  ?OlittaQ  (j.  35.  SJoimittagä  ar* 
beitcn  k.);  bcr  SJonrtittag^gotteöMenjl,  h'ii  SJorn]itta9öftrrf)e,  ^pre« 
bigt,  -f^ulf) -l^unbe,  ^jctl;  b«t  SSormittag^prebiger  jc;  üormittögig, 
S3».,  2}ormittagg  fcienb  ob.  gefd}el)enb  (meine  cormittägigen  ©efc^äftc); 
oormittäglid^,  S».  u.  5Rid.,  jebcn  23ormtttag  9efd)el)enb,  alle  SJocmit; 
tage  (er  fommt  »ovmittä'gtidj  jii  mir). 

SSormitternac^t,  tv.,  bcr  Sf)eil  ber  5^ad)t  t»ot  5[)?itterrtad}t;  üormit; 
Uxnä<i)tl[d),  fSvo.,  in  biefe  3eit  falienb,  berfdben  angc{)örenb  ob.  af)nltd). 
SJormunb,  m.,  -cö,  9)?.  93ormünber,  (altfjoc^b.  foramundo,  mittclt). 
vormunt,  b.  i.  cig.  SJorf^U^  ob.  =f(^ü§ec;  C.  bem  oUb.  mund,  muat,  «)., 
<S^u§;  raunt,  m.,  Scf^ü^cr;  [.  5Kunb  2.),  urfpr.  üfacr^.  S3cfd)ü^er,  gür* 
forger,  >öectretei-j  23enva(tec  bcr  3ingelcgenf)eitcn  cine§  2(nbcrn,  bal)cr  no^ 
lanbfd^.  f.  93ogt,  @d)tcmf)err,  93orf!cbec  einer  Äird)c  ob.  milbcn  (Stiftung; 
je^t  gew.  mec  für  itnmünbige  ^erfonen,  bef.  d(tern(cfe  minberjaf)rtge  Äin? 
ber,  alö  feine  CO'iitnbet  (f.  b.)»  foi'gt,  i()r  23ermögcn  ocrnjattct,  ii)ve  ßrjie» 
t)ung,  Unterbringung  zc.  beforgt;  üon  einer  wcibl.  '^perfon:  bie  löormünbes 
rinn,  5)?.  -en,  übclgebitbct  %  2>ormünbinn,  (einen  jum  Söormunb  feiner 
Ätnbec  ernennen;  ber  SSermunb  einer  ^erfon  fein);  üormunblid),  S5n?.,  ei* 
nem  SSormunbc  eigen  u.  gemäf ,  in  feinem  SDßefen  gegrünbet;  bie  S3or; 
munt>fd)aft  (aUf)0(^b.  foramuntscaf),  baö  3}erf)d'(tnifg  u.  2imt  eineg  ^ot- 
munbeö,  fowo^l  im  2(l(gemeinen ,  aU  in  einem  befonbercn  galle,  5J?.  -en, 
(eine  SSormunbfc^aft  übcrnef)men;  meijre  ffiormunbf^aftcn  gu  »ernsalten  i^a« 
ben;  unter  Semanbg  aSormunbfc^aft  <ie{)en);  i>a^  S^ormunbfc^aftäamt, 
*geri(i)t  ic;  bie  S3ormunbf^aft6angelegenI)ett,  ^fad^e  2C.5  iini  äJor* 
munbfrf)aft6n?efen;  üormunbfd^aftli(J,  Sn?.,  jur  3}ormunbfd)aft  ge{)os 
rig,  bicfelbe  betreffenb  ob.  batin  gegrünbet. 

üormüffen,  trb.  jietlof.  3».  m.  f) ab cn,  gem.  auölafT.  f.  ^erüor?  ob.  üot* 
wd'rtg  gef)en  muffen ;  yot  Semanb  treten  ob.  erfd)cinen  muffen. 

SSormutter,  tv>. ,  2)?.  23ocmiittet,  feiten  f.  ©tammmutter,  cntfpc. 
Soroatcr. 

ÜOrn,  alt  u.  lanbfc^.  aud^  ücrne,  »ornen,  91».  bcö  Drtcä,  (altl)OC^b. 
forn,  forni,  forna,  nid)t  bloß  räumlid),  |.  SB.  hiar  forua,  tharforaa,  fon» 
bem  bef.  jeitlic^  f.  oorl)er,  üormalS,  oorldngft,  angelf.  forne,  früber,  altnorb. 
Ibrn,  att;  mittili).  vorn,  vorn,  vornan  f.  yon  üorn),  cin  bec  äJorberfcite, 
an  ob.  in  bem  23orbevtf)ei(e  eineö  ©egenftanbeä,  ob.  vor  bemfelben,  nur 
oon  bem  Scfinben  ob.  23cnrcilen  an  tiefem  Dcte,  nic^t  uon  ber  9{i(^tung  M-- 
l)ia  (ogl.  Bor),  entg.  l)intcn  (j.  35.  vorn  am  ^auk  Ijcingt  ein  <Sd}ilb;  bie 
3immer  yorn  im  .§aufe,  b.  i.  vn  93orberbaufc;  Dorn  ift  ein  ^of  unb  l;inten 
ein  ©arten;  com  t)inciu  unb  l)inten  »ieber  Ijinauö  gc^cn;  ctiuaö  Dorn  abbre* 
ö)in,  abf(^neiben  jc;  ein  ^pfcrb  oorn  unb  i)inUn  beft^lagen;  üorn  flcf)en, 
fi|en  :c. ,  b.  i.  i^or  ben  2fnbern;  —  au;^  nad)  Serljcittnifö». ,  j.  33.  »on 
Dorn,  Don  Dorn  t)er,  b.  i.  öon  ber  fflorberfcitc  l)er;  Don  Dorn  anfangen,  b.  i. 
com  3(nfange;  Dou  Dorn  l)erein,  uneig.  f.  auö  äJernunftgritnben ,  unab» 
t)dngig  Don  bcr  ©rfafjrung,  lat.  a  ju-iori;  nac^  Dorn,  nadj  uorn  i)in  ob. 
ju,  b.  i.  nad)  bcr  Sorberfeite  {)in);  üornan,  9i»D.  (c^crn.  Dornen  an),  an 
ber  uocberflen  ©teile,  an  ber  @pil;se,  immer  im  ©taube  ber  Siuljc,  Dcrf^. 
Doran,  (j.  S.  Dornan  fif^en ,  fttljen);  yoviuuif,  3lxo.,  auf  ben  vorberen 


t»orndd)tig  —  t)ovnet)mcu  172){ 

S{)dt  (j.  SB.  öcrnauf  jlctgen;  oerfc^.  oorn  aufftci^cn) ;  O0rn(}tn,  5ttu.,  f.  o. 
xo.  nad)  üorn,  an  bcn  Mrberen  £)rt  f)nx  (j.  f8.  oornfiin  gefjcn,  treten,  ctn?a6 
üoriif)in  legen;  uecf^.  t>orn  tjingctjcn  ic. ,  b.  t.  tnbem  man  ftc^  bereitö  oocn 
bcftnbet). 

oornäd^tig,  SS»..  1)  in  bcc  oocigcn  9Zarf)t  gefcbcljen  ob.  baüon  ^«cs- 
tüf)rcnb  (Säg.  eine  oornäd)ttgc  gjfjrte,  b.  i.  bic  fdjon  24  ©tunben  alt  t)t); 
2)  bec  5'?ac()t  t»orf)er9cf)enb ,  in  biefcr  SBeb.  anä)  Oornäc^tlirf)  (j.  S3.  bie 
üornäd)tigen  ob.  voinäc^tlic^en  ©tunben). 

SSornagd,  m.,  bec  üorn  an  bcc  •Detd^fel  beftnbltd)«  S^aget,  an  welchen 
bie  ffiorbemage  gcfjängt  »irb;  —  üornageln,  trb.  jicf.  3tP.,  nagelnb,  mit 
üiageln  üov  cttioaö  befefligcn  (ein  Srett  — ,  r»ot  eine  Öffnung). 

t}ornäl)cn,  trb.  giet.  .3».,  ^or  ctivaö  annä'()en  ob.  na^enb  befeftigen. 

S5ornrt()me,  W.,  f.  unter  üornc()mcn. 

S3ornamcn,  m.,  bec  bitn  (^efdj(ed)tgnamen  uorangelxnbe  Eigennamen 
einer  Werfen,  auc^:  Saufnamen,  fofcrn  er  in  ber  Saufe  ertfjeilt  toicb. 

oornan,  üornauf ,  ssim.,  f.  unter  oom. 

üorncl)m,  Sn?.,  Somp.  t)crnef)mer,  ©up.  ücrnel)mft,  (mittet^,  viir- 
naeme,  oberb.  fümäm,  furnef)m;  oon  net)men  gebilbet,  mr.  gcnet)m,  altb. 
nami,  gaoami,  genaeme,  angenet)m  K.;  ogt.  bai  lat.  praecipnus;  alfo  »erfc^. 
oon  bcm  mittclf).  vürnamens,  viirnames,  b.  i.  im  ooUen  ©inne  bc§  SBorteö, 
ü.  5«amen),  1)  glfid)f.  üoc  anbcrn  ncbmbar  ob.  genef)m,  au^ge3eid)net  ob. 
oortrcff(td)  in  feiner  Tltt,  ftnnw.  Dor^iiglid),  in  biefem  ©innc  gew.  nur  im 
©upcil.  gcbrauc^'t  (btbl.  er  i)iM  U)n  für  [einen  »orncijmflcn  greunb;  baS  üoc= 
nc()mftc  ®c6ot;  i)k  üörncr;mfte  ^ta'^t  im  Sanbe;  ba^  2Sornet)mfte,  b.  i. 
baö  SBid^tigile  ic.) ;  2)  in  engerer  ©eb.  bem  ©tanbe  ob.  Diange  nad)  in 
bcr  bürgcrlid)en  (äefeUf^aft  ^odigefteUt  ob.  {)ecüorragenb,  u.  einer  fold}en 
©tellung  angemcffcn  ob.  barin  gegcünbet,  entg.  gemein,  gering,  (ein  Bor» 
nct)mer  SfRann;  öorneijme  unb  geringe  Stute;  bic  83orne()m|len  ber  ©tabt; 
(in  oorncljmeg  2Befen,  Scncijmcn,  eine  woruebme  SJJiene  k. ;  x)orne{)m 
ttjun,  b.  i.  fic§  an{leUcn  ob.  gcberben,  a(ö  üb  man  oorneJjm  wäre,  bal}er 
aue^:  baä  2Sornef)mtf)«n;  bic  So  meiern  t(;uerei);  bie  S5ornc^mt)eit 
(gem.  auc^  ffiornc^migfeit),  bd^  S3orncf)mfein,  bic  üornef)me  S8efd)afs 
fenf)eit  ob.  Steife;  'ooxndjmlid),  1)  m\v.  o.  oornefjm  in  ber  Ijlcn  Scb., 
1".  ü.  w.  ücrjiiglid),  t)or5U96n,vife ,  ^auptfad}[id) ,  am  mciften;  2)  e^em. 
ciwd)  a(ö  Sra.  f.  yornef)m,  angefcfjen  (bibt.  öorne()mlid;c  9Jlänncr). 

üornd)men,  tr6.  jiel.  3».,  1)  ettrag  vor  fi'rf),  b.  i.  an  ben  yocbcren 
3;()eil  be6  ßeibe^,  nef)mcn,  bvingcn,  befeftigen,  finnu.  üortf)un  (ein  Zuä), 
eine  ©cijürjc  — );  2)  etwa^  0)k\&,\.  uor  fid)  mi)mm,  eg  ftd)  vorlegen  ob. 
yorfe^en  alg  (^egcnjianb  ber  ?5cfc^aftigung ,  <panb  anlegen  (eine  Zthdt, 
etwaö  9?ü^lic^eö,  eine  Unrerfuc^ung  Jc— );  gem.  einen  — ,  f.  i^n  t>or  ftd) 
fommen  laffen,  um  ihn  jU  prüfen,  au^5uforfd)en,  ob.  ibm  einen  ^er^ 
ir>ei§  ju  geben;  3)  fid)  (mir)  etiuaS  — ,  eg  a(ä  ettra»  5u  23ernjirtlid)en; 
be6  fid)  im  ©eifte  vorfleUen,  bm  (Sntfdifufä  bciiin  faffen,  finno.  ftd)  itwci^ 
uorfef^en,  c§  vor{)aben,  ocrfc^.  es  untcrncbmen  (ii)  babi  mir  eine  Steife  cor- 
genommen ;  er  i)cit  fic^  üorgcnommm ,  miö^  ^u  befuc^en ;  xd)  ncfimc  mit  ftjl 
uor,  il)n  nid)t  ujicber  ^u  fib^n):  ba5  ä5ovncl)mcn,  -§,  ?}?.  (feiten)  iv.  Q-, 
bic  Jpanblung  beö  SSornel)meng;  ineOff.  bie  ^anblung,  ba  man  fid) 
etwaö  vornimmt  u.  bai  äJorgenommcne  fclbff,  finnr».  äJorfa^,  S5oi1)aben, 


1724  SSoi*nel)mi)cit  —  üorqueUen 

(Sntfd)Iufg  (bei  [einem  $Borncl;meii  tcl)arrcn;  ton  feinem  Sßornel^mcn  abjte- 
l)en;  fein  S3ornef)mcn  au6füi)ren  ic). 

S3ornd)ml)eit,  «5.,  üorne()mIlc^,  9itü.,  f.  unter  oorneljm. 

üornetgen,  ti-6.jiel.3itt.,  üovtt>ärtS,  nacf)  üorn  ju  neigen  (ctjvae  ob. 
fi(i^  — ):  bie  SSorneigung,  I)  bai  SSorncigcn,  bie  Steigung  nad)  oorn; 
2)  tJorf)errfd)enbe,  üoi-jüg[id)e  S^ietgung  ob.  Buneigung,  finno.  SSorliebe. 

Vonil}in,  9l>t5.,  f,  untec  oocn. 

üorür^ncn,  trb.  gicl.  3»t». ,  in  ber  Scbnung  ucranfrellen,  finno.  übet; 
ovbnen,  cntci.  nac^oi-bnen  (eine  ^erfon  ob.  ©ad^c  cinev  onbern  — );  bie 
SJororbnung. 

tjororgcin,  trb.  giel.  3w.,  einem  ema^  — ,  auf  bei  £}i-gel  üorfpielen. 

SSorort,  m.,  9)?.  mottet,  ücigcfe^teu  £iit,  ^aiiptort  eine6  SSejirB, 
bef.  in  ber  ©^mcij. 

S5orpfa{)(,  m.,  1)  wx  bem  ^u^e  eine»  SSoIlweifcg,  Sammcg  ob.  ®et« 
^e§  eingefd)lagcne  ^fa[)Ic;  2)  ein  fpi^  jiUaufenbeg  fd^ivcreg  ^ifen,  mit 
welchem  man  Söc^ei-  in  bk  (gtbc  niac^;t,  um  SaumP:an3cn  einjufe^en  (nieberb. 
SSörpaO. 

üor^ft'tfcn,  trb.  jiet.  3».,  einem  — ,  in  feiner  Gegenwart  pfeifen,  ba= 
mit  er  cg  i)'6ve  u.  lerne  (einem  Söogel  ctwa^  — );  einem  itma^  — ,  pfeifenb 
vortragen. 

üorpflanjcn,  trb.^ier.S»-,  t)ornt)in  ob.  öor  et\r>a5  pflanjen,  aufpflanzen. 

SSorpflic^t,  tu.,  f.  ^flid^t  2. 

öorpflügcn,  trb.  gicUcf.  3n5. ,  einem—,  vor  if)m,  if)m  jum  VJlupx 
pflügen;  ibm  im  ^pi'igen  juüorfommen. 

üorplappcvn,  trb.  jiel.  3w.,  einem  etirag  — ,  eg  üor  \i)m  plappern, 
\\)m  plappernb  vorfagen. 

S3orp(a|,  m.,  ber  ^la^  üor  einem  (SJebdube  ob.  ©emad^e. 

üorplaubern,  trb.  gier,  ^vo.,  einem  etivaS  — ,  in  feiner  ©egemvatt 
plaubern ;  i()m  ptaubernb  e-tiva6  vorbringen,  tngbcf.  ctwaö  UnR)at)ceö,  (St- 
bic^tctcö  (er  i)at  bir  eUvaä  üorgep(aubcrt). 

SSorpofCefcl,  m.  (f.  ^offefet),  ©djmicb.  ein  30  big  40  ^funb  fdjirerer 
»f)ammer  gum  ©trcd^cn  ber  Itärfjlcn  Sifenfiangen. 

SSovpollcn,  m.  (f.  ^cften2.),  bie  üorberen  ob.  auferen  ^of^en  »or  einem 
ßager,  einer  geftung  jc.  mö}  bem  geinbc  gu,  au^ :  gelbpoften. 

üorpval)len,  trb.  jicr.  3«?. ,  prat)[enb  ob.  prablerifd)  vorbringen ,  vor^ 
tragen. 

vorprangen,  trb.  jietlof.  3«?.,  bid^t.  vor  Unbctn  prangen,  prangenb  vor^ 
angef)en. 

vovprcbigcn,  trb.  jicl.  3»».,  einem — ,  vor  il)m,  in  feiner  ©egen- 
n)art  prebigen;  einem  etivag  — ,  prebigenb,  ob.  im  ^rcbigerton  nat^» 
brütflic^  Iif)rcnb  jc.  Vortragen. 

ä^orpreiö,  m.,  mt.  (aber  cmpfe^lcnSwcrtt))  f.  ber  erfle,  vorjügIid)|te 
^reig. 

vorprcffen,  trb.  jic(.  3»v.,  nad)  vorn,  vcnvd'rtg  preffen;  f)ervorpreffen. 

vorprüfcn,  trb.  jict.  3iü.,  vorf)er  ob.  vorläufig  prüfen;  bie  SSorprü^ 
fung,  vorläufige  Prüfung  (fr.  Scntamcn)  vor  ber  ^auptprüfung  (Gramen). 

vorquellen,  tib.  jicUof.  3».  m.  fein,  f.  0.  w.  l)ecvorqueKen ,  reid^ttd) 
me  ein  üQueli  l)ervorbringen. 


üOiTogen  —  'oocvebcn  1725 

vorragen,  txh.  jirllof.  3w.  m.  (jabcn,  nari^  t^cvu  511  berüorrrcf)en  ob. 
-:e\-  cttViiij  htnauöreidicn;  auä)  ü6cr().  f.  beröcr?  ob.  cmpcrragcn,  uneig. 
fid)  auöjctcprten ;  bic  S^orrogung,  baS  SSotragen;  etnai  SBorragenbeS 
(SJl.  -cn). 

SSorrang,  m.,  0.  5».,  bcc  3?ang  (f.  b.)  t)or  2(nbern,  ber  f)öf)crc  «Stnnb 
in  bev  bürgerlicficn  ©cfeUfc^aft  (ben  5Sorrong  {)abcn;  ftd)  um  ben  SSorvang 
ftm'tfn);  aiic^  iibcv^.  f.  ^öoijug,  gvopere  2Btd)tii5fdt  cb.  SSfbeurung  cinei- 
©aci;e. 

'SiOVrati),  m.,  -e6,  ?}?.  jratf)e,  (in  bcr  aftcccn  (gprad^e  Oto^  rat,  f, 
SRatO  1)  untec  rotfien)  ba6  5um  SSebaif  ob.  fiinftigen  (^cbraud)  23orhan; 
bcnc  ob.  SSci'fttlicgenbc ,  jiindrf}|l:  \)on  ßtbcnemtttcfn  u.  onbern  8ebenäbebürf= 
niJTtn  (SSorratf)  ijon  ©peti'e,  Öf,  Jpoljic. ;  atlcu  ffioruatl;  ticibvau(^en,  auf? 
jcl;ven;  ein  ©ct)iff  Rimrnt  SJovrati;  an);  bic  fSJt.  23orrat()e  nur  üon  gefon» 
betten  SOJafTcn  ob.  ücridjicbtnQrtigfn  S)in3en  (j.  23.  gro^e  23orrat()e  »on  J^otj, 
»on  CcbcnSmittcIn  Je;  fid)  mit  23orrä£ijen  fiit  beu  SGBintcr  cerforgen);  — 
bnö  Siorrat^^bvUlö ,  ein  ^aui  jur  2lufbettja()rung  uon  Sßorrä't^en,  bcf.  an 
©etreibc,  >§cu  zc.  (fr.  fKagajin);  bie  l8orratl)5fammer,  Äammer  jur  2Cuf= 
benjafjrung  »on  SBirtf)''d)aftö;93ovrat{)en  an  gcbensmittcln  u.  bgt.,  gew.  ©pei^ 
fefammer,  aui^:  i>ai  23orratf)ägcn5ölbe;  bec  S3orratl)öfal!en,  ein  Äa* 
ften  jur  3l"ufbewQi)rung  eineä  S3crrat()§,  j.  Sß.  »on  Obft  :c.;  in  ^opiermüf)' 
(en :  bebccttc  ileincrne  Sröge ,  in  bcnen  ber  geftampfte  ob.  gefc^nittene  3eug 
fo  (ange  bleibt,  fciS  ir  ju  ^papier  auögefd^öpft  wirb,  .?)albjcugfarren;  bcc 
S5ori-atl)ömd|ler  ob.  ^ücrwaltcr,  2fuffehcr  über  bk  2Sovräti)e  (fr.  g}iaga< 
finier;  9)roüiantmeiftev) ;  ber  ä5ürratl}gfd^ranf ,  ©peifef(^vanf;  —  üorrä'i 
ti)%  aSir.,  aU  93oi-vat()  forbanben,  ^um  ©ebvaud^e  bereit  (aUcö  Dlötijige 
coivätl)ig  i)aben;  ba6  üorrä't()igc  ©etrcibc,  @etb  Jc). 

V>orraitd)en,  trb.  jiel.  3«.,  einem  — ,  üor  it)m  (Sabacf)  taudien,  ba-- 
mtt  er  eö  nac^t(}uc. 

23orvainn,  m.,  bei-  üoc  einem  ©egenfranbc  ob.  £)rtc  beftnbiidie  Üfaum. 

üorraufc^en,  trb.  jicUcf.  3ro.,  bic^t.  focwartä  ob.  b^roor  raufd^en. 

yorredbncn,  trb.  giei.  Bw.,  einem  et iraS  —,  cä  üor  ibm,  in  feiner 
©egennjart  red)nen,  bamit  bcr  2tnbcrc  cg  lerne  u.  nac^rcd;:ie,  ob.  fiel)  von 
bcr  9li(^tig!cit  bcr  9leci)nung  überjcuge;  uncig.  f.  for^  ob.  auf3af)Ien  (j.  S. 
einem  feine  23crgci)cn  — ) ;  bic  58orrerf)nung. 

SSorrcrf)t,  f.,  S!)?.  -e,  1)  ba§  9vcd)t,  bic  Sefugnifö,  etiraö  v>ok  linbem 
b.  i.  ftüb«v  al6  fic  5U  tbun  (j.  S.  baö  S3orred)t  im  Sagen  ob.  ha^  93oria= 
gen),  inäbef.  a\xä)  f.  9^dbcrrcd)t,  SSorfciuf;  2)  ein  0\cd}t,  tt)c[d)c§  man 
»or  3(nbcin  vorauf  bat,  ein  S^orjuggredit,  2(u§naf)m6rc:^t  (fr.  ^rciroga* 
tiüc,  ^riüilcgium;  j.  S8.  bie  9Sorrec^te  bc6  2(bclö). 

oorvccfen,  trb.  jicl.  3»».,  ücrwa'rtg  ob.  bftt>or  reden  (j.  S5.  ben  >?)alä). 

\)Ol•rc^e^,  trb.  3».  1)  jiellos  m.  f)aben,  einem — ,  i^or  ibm,  ibm 
jum  5)?ufrer  reben;  \i)m  im  Sieben  üorangeb^ni  ob.  juüorfommen;  2) 
jiel.  einem  et iv>aS  —,  cS  üoc  i()m  reben,  if)m  rcbenb  oortragen,  bamit 
er  eg  f)orc  unb  glaube,  gew.  »on  erbicbteten  ob.  crvcu^eltm  ©ac^en,  »gl. 
einem  ctWQ§  cinrcbcn,  (tafS  bir  üon  ii)m  nic^tö  oorrcben) ;  etiraS — , 
feiten  f.  vebenb  ob.  al§  ä^oir-ebc  yoranfd)i(fen:  bic  23orrcbe,  9??.  -n,  1) 
gem.  ba§  dicbcn  über  eine  <Ba(i)ey  ebc  \ii  gefd)iebt  (fpri(^m.  23orrcbc  ncr- 
t)iitet  Stac^rcbc);  obcrb.  f.  üorlö'ufigc  SJerabrcbung;  2)  eine  bcr  ^aupt\C[ii)e 


1726  üoiTcibeu  —  uorvenneii 

üoran9ef)cnbe,  blefclbc  tjocbmltcnbc  ob.  cmlettcnbc  Otcbc  (eine  lange  9Soc- 
vebc  mad^cn,  b.  i.  ml  SBorte  madjcn,  cf)c  man  ^ut  ©acbc  !ommt);  bcf.  ein 
einem  (3d)i-iftiretfe  iiorangefleütec  "üuffai}  ob.  S5ertrf)t  nn  bcn  2cfer,  [inno. 
9Sorbevid)t,  ^öoreiinncrung ,  a.^onrort  f.  eine  Jurje  SSorrcbc;  3)  alt  u. 
lanbfc^.  f.  i5iirfpcad)e;  bec  S3orreter,  gem.  f.  wex  einem  etivaS  üorrebet; 
cf)em.  auö)  f.  o.  tt».  ber  SSoru'bncr,  SSerfaffer  einet  23orrebe,  bcr  in  bcr 
Sßovrcbe  gum  ßefcr  f;''ric^t. 

üorreiben,  txh.  jicl.  3^-,  einem  etamg  — ,  t>oc  i^m  reiben,  bamit  ci 
cg  fe^e  unb  lerne ;  2)  im  üorauS  reiben,  rcibenb  5um  f ünffigen  ©cbrviud) 
vorbereiten  (fid)  bic  garbcn  — );  bcr  äJovrdbcr,  1)  iver  ctmaö  i>orreibt; 
2)  (üon  bcm  obevb.  reiben  f.  bi-ct)cn)  ivaS  yorgobre()t  inirb:  lanbfc^.  bcr 
bre{)bare  ^^iirbel  gum  SSerfc^liei5cn  bcr  gcnficrflügel  (aiiä)  blo]}:  «Reib er, 

r.  b.). 

üorrcid)cn,  tth.  3».  1)  stellos  m.  l)aben,  über  etroaö  l)inau6  retd)enb 
jum  2Sorfd)cin  fommen,  finno.  vorragen;  2)  jiel.  ctvoa^—,  f)ert>oc;, 
ob.  vor  3enitinb  ^in  reid)en. 

üorreif,  f8m.,  vor  ber  3eit  reif,  gew.  früf)reif ;  bie  SJorreife,  ^mi)uife. 

8Sorreit)en,  m.,  alt  u.  lanbfd^.  f.  S3crtan5 ;  aui^  bie  vorbere  Oiei^e  ber 
San^enben. 

vorreifen,  trb.  jtellof.  3».  m.  fein,  einem  —,  xt)n  im  Dieifen  vor^ 
an9e{)en,  vor  if)m  biefelbe  Dieifc  mad)en;  2)  \i)m  im  Oreifen  juvorfom- 
men ,  i^n  auf  bemfelben  ^ißege  übert)o(en. 

vorreifen,  trb.  giet.  3«). ,  1)  vorrocirtö,  vornf)in,  ob.  {)crvor  reifen; 
2)  vorf)er  ob.  vorläufig  reifen,  ein  tvenig  einreiben,  um  eö  nad^l^cc  weitet 
ju  reiben  (3cu9);  3)  (üon  rcifjcn  f.  jd^ncn,  entmetfcn)  einem  et- 
iva6  — ,  eö  vor  it)m  reifen,  b.  t.  seidenen,  mit  ßinien  entiverfen,  bamit 
et  eine  2fnfd)auunä  büuon  btfcmme,  ob.  aud)  cö  nad)gci^nen  lerne;  4)  et; 
wa6  — ,  vorgängig  u.  jum  23crbilb  ob.  2i?ujler  reifen,  ben  Umrifg  ob. 
©nttvurf  JU  etivaS  mfid)en  (j.  S.  ein  ^auö  — );  ber  S^orreißer,  1)  tver 
etivaS  vorreift  (in  aUcn  Scb.);  2)  ein  Söerfjcug  5um  3}orreifen:  3!Jlaut. 
ein  ^tn[el  mit  langem  ©tielc  jum  SJorrcigen  bcj:  Sinien;  ber  SSorrifö,  ein 
vorläufig  gemad)ter  9vifg  (f.  b.),  ^lan,  ßntivurf;  SWaur.  ber  auf  bem 
JSobcn  gemachte  Umrifö  für  ben  ©runbbau  ciiu'6  ©ebä'ubeö. 

vorreiten,  ttb.  3»-  I)  giellog  a)  m.  fein,  vonvärt6,  nad)  vorn  ju  rei; 
ten;  einem  —,  vor  if)m  l)er  retten;  if)m  im  Dveiten  juvorfommen,  if)n 
reitenb  überl)olen  (er  ift  unö  vorgeritten);  b)  m.  l)aben,  einem  — ,  vor 
tt)m  reiten,  jum  9}?ufter  bcr  9'?ad)al)mung  (bcr  Scrcitcr  f;at  unö  vorgerit= 
ten);  2)  jiel.  einem  ein  ^ferb  — ,  c§  vor  il)n  {)in  reiten,  ob.  vor  feinen 
3(ugen  auf  bemfelben  |)in  unb  Iju  reiten,  gut  2(nfi(^t  u.  SBcurtbcilung; 
uneig.  gem.  einem  etwas  — ,  f.  gut  ?(nfii^t  u.  S5eurt^eilung  barjleUcn,  vor» 
jlellcn,  vortragen  IC. ;  ber  SSorretter,  iver  vorreitet;  inSbef.  ein  9?citfncci^t, 
weichet  vot  einem  SBagcn  ob.  ©(^litten  f)cr  reitet;  auc^  bei  einem  ©ec^öge» 
fpann  bct  auf  einem  bet  votberftcii  ^fcrbc  fi^cnbc  SReitfne^t;  ber  S^ovritt, 
-eg,  0.  SOI.,  baö  25orreiten;  ha&  stecht  ob.  iic  SSerbinblic^f eit ,  einem  23or* 
ncl)men  »orgurcitcn. 

SSorreij,  m.,  feiten  f.  im  vorauf  cmpfunbener,  ob.  vorjüglid^er  9ietj. 

vorrennen,  trb.  gicllof.  3w.  m.  fein,  vonvärts,  vornl)in  rennen;  ei* 
nem  — ,  vorauf  rennen,  rennenb  guvotfommen. 


üOiTt)eim[d)  —  üorfagcn  1727 

üord)cinifd),  S3»d.,  voi  bem  9i()einc  b.  t.  bicäfcit  begfclben  tiegenb. 

üorvid^tcn,  trb.2id.3w-,  1)  oonvä'rt^  ob.  md)  i>oni  511  lidjtcn;  2) 
vcii)cr  ob.  im  voiauß  iid)tcn,  b.  i.  jitrcd}t  mad)en,  aiu,  auf;  ob.  cinrid); 
tcn,  finno.  V)orb«ieitcn,  5(nflalt  ob.  6iniid)tun9  511  «tivaö  mad)en  (Scrgm. 
bcn  S5au — ;  Jg)üttcnnJ.  öocric^tcn  f.  ben  ©c^mcfjoftn  aufö  neue  jud^» 
tcn;  obcrb.  füri-id)tcn  f.  Qnri(]^tcn,  nämt.  bic  ©peifcn);  bie  SSorric^; 
tung,  1)  0.  gjJ.  ba§  5öca-td)teu;  2)  5}?.  -cn,  baö  2}or9cnd)tcte ,  bie  ju 
einer  "Kxbdt  jc.  9cmad)te  ßinridjtung ,  3(nf!alt  fammt  btn  baju  gctiörcnbcn 
(55crä'tt)cn,  SBerijCugcn  u. 

üorricd^cn,  trb.  jicU'of.  3>u.  m.  l;abcii,  wx  nnbern  Dingen,  flarfer 
vicd)cn. 

üorrinncn,  tcb.  jicUof.  3w.  m.  fein,  uonvartg,  ob.  fjcroorrinnen. 

SSorrif^,  f.  unter  üorrei^en ;  SSorrltt,  f.  üorreiten. 

üorroUen ,  trb.  jicUof.  u.  giel.  3nj.,  norroartg  ob.  f)«cüor  roUen. 

yovrücfcn,  trb.  3iü-  1)  jicUoö  m.  f  ein,  t)orn)ä'rt6  riicfen  (f.  b.),  (Td) 
VOVliHUtg  beivegcn  (bae  ^cer  riirtt  vor;  ber  '^dnb  ifl  oor^crürtt);  aud) 
unei^.  f.  üonx)ai-t6  ob.  tveitev  fommcn,  finn».  fovtcücfcn,  fortfdjreiten  (mit 
einer  SCrbeit — ;  auf  feiner  fiaufbaljn  — );  iOial.  f.  bem  Jfugc  ncii)cr  treten 
ob.  bie  dJegcnftänbe  ncif)er  bringen  (biefe  ob.  jene  garbe  vüc!t  oor);  2)  giel. 
ctivaö  — ,  vtcnrartö  rücfen,  bitrd)  einen  dlnd  wwcävt^  betregen;  vor 
etiva^  i)'m  rü^en  fj.  SS.  ben  ©tui^l  — ,  näml.  cor  ben  Sifc^  ic);  uncig. 
einem  etivag  —  (obcrb.  öor rüden,  au(^  oor rupfen),  eä  if)m  gletc^f. 
vor  'äuQtn  rücfen,  b.  t.  \i)n  an  etivaö  fvüf)ec  (5)ct()nne6  ob.  (Smpfangcneg 
auf  fd)onung6(ofe,  franfenbc  5öeife  erinnern,  ftnno.  t>or{)alten,  süctc^cg 
weniger  t)art  ijl,  u.  vorwerfen,  worin  gröpcrc  ^eftigfcit,  aber  geringere  S5it> 
terfeit  liegt,  (einem  enricfcne  5Boi)ltl)aten ,  begangene  gebier  u.  öorräcEen); 
bie  a>üvvücfun9. 

üovrufcn,  trb.  jiel.  3»ü.,  einen  — ,  (;eit>or?,  ob.  vor  3emanb  rufen, 
fc.  i.  ücr  if)m  gu  crfi^cinen  aufforbern. 

üovrüijmen,  trb.  jiet.  3nj.,  einem  etivag  —  ,  eS  vor  i{)m,  in  feiner 
(S)egenn)art  riif)men. 

üonupfen,  trb.  giel.  3».,  einem  ctwa^  — ,  eig.  rupfenb  vor  3(ugen 
bringen,  oberb.  f.  vorrücfen,  vortverfen;  ber  SSorrupf  (ob.  gürrupf)  f. 
SSonvurf,  S5efd)ulbigung. 

yorvüflcn,  trb.  jicl.  3».,  etivag  voriger  rüjlen,  bic  nöt()igen  93oran- 
ftalten  baju  mad}en,  finno.  vorbereiten,  vorriditen;  bie  ^BoiTÜfuing,  vor- 
gangige  Otüjlung,  Söorbereitung,  33orrid}tung. 

vornitfc^cn,  trb.  jicUcf.  ^w.  m.  fein,  vonvartö  ob.  vorn()in  rutfd)en. 

ä^ovfaal,  m.)  ein  fUincrer  @aat  vor  einem  größeren,  r>gl.  SSorjimmer; 
lanbfd).  auc^  ber  ^la|  in  einem  ^aufe  ob.  ©todroerfe  vor  ben  Zimmern, 
f,  0.  ȟ.  ^au^flur,  SMele. 

Jüorfabbatl),  m.,  ber  bem  ©abbatf)  (f.  b.)  üorangef)enbe  Sag,  ber 
greitag,  au(^  Oiüfttag  genannt. 

öovfagcn,  trb.  giet.  3tt).,  einem  etiva6— ,  e§  vor  i()m,  in  feiner 
(Gegenwart  fagen,  bcf.  bamit  er  eS  nad)fage,  ob.  lerne  (ftnno.  vorfpre» 
djen),  ob.  au^  bamit  er  eg  nad)fd}reibe  (fr.  bictiren);  biixv.  Qud)  f.  vor; 
reben  (f.  b.),  b.  i.  ii)m  burc^  Sieben  eine  53icinung,  Überzeugung  oon  ctmai 
bcijubringen  fuc^en  (g.  33.  einem  uicl  oon  einer  ©ac^e  vorfagen);  ber  S3ov; 
fagcr,  tver  einem  ?(nbern  eta^ag  vorfagt. 


1?28  S^oifanß  —  »orfd)ieben 

35orfang,  SJovfängcr,  f.  unter  oorfingen. 

83orfa^,  f.  unter  ooife^en. 

S5orfaum,  m.,  ber  vorbevc  ©aiim  ob.  dlanb,  3.  «8.  c{nc§  SBalbeä. 

yovfd^affcn,  uh.  jicl.  3sv.  (con  fdjaffm  2.))  yotiract^,  üorn^in,  ob.  {)«rs 
Dou  [d}affcri. 

üürf4)allen,  trb.  jicltof.  3»-  ni.  {)aOen,  t)or  anber«u'@d)a({en  toer- 
nehmbar  fein,  jlavfci  rdiaücii. 

v»orfd)an5cn ,  txh.  jia.  3iü.,  ctivaS  — ,  al6  @ri}anäc  ob.  (Sc{)ii^ivet)i- 
t)Oi*  einem  ©egcnjlanbe  ob.  vor  [ich  fe(6l1  aufnditen;  lanb[c^.  uncig.  f. 
vorbauen,  t)orfd}ü^en. 

üorfd)aucn,  trb.  3n).  1)  suüoä  m.  fjaben,  üonrvirtg,  t»or  ftd)  bin 
fd)auen;  uncig.  f.  vorragen,  fid)  uad)  vorn  {)in  eujlrecEen;  2)  jtcUoe  u. 
jiel.,  in  bie  3uhmft  fd)auen ,  im  oorau6  fc^aucn,  oot:f)erfe^en;  lanbf(^. 
bef.  niebcrb.  f.  vorläufig  befd)anen  ob.  bei'td)ti3en;  bie  SSorfd)au,  iai 
^orfchnuen,  bie  t}orfä'uftgc  S3eftd}ti(jung. 

oorfc^einen,  tth.  »kUof.  3tt>.  m.  fjabcn,  1)  'i)et'oox]ö:)iinm ^  glanjenb 
ftd)tbar  it)erben,  mä)  ühni).  ftd)tbar  werben,  gew.  jum  93orfd)ein  foms 
men,  finnt».  erfd)einen;  2)  üor  anbern  iStn^en  fd}einen,  fte  an  @d)ein 
ob.  ©lanj  übertreffen,  ftnno.  t)or3(anjen ;  3)  einem  —,  ihm  fd)einenb 
ob.  glanjenb  üorangcf)en,  bef.  unctg.,  gcro.  t)orIeud)ten;  bcr  S30rfd)ein, 
ba§  ^cryorfd)cincn,  b.  i.  ©iditbanverbcn ,  bie  (Srfd^cinuncj ,  nur  gebr.  in 
ben  3ficben6arten:  jum  SSorfd)ein  fommen,  b.  i.  fid)tbar  irerben, 
erfd)cinen,  ftd)  jeigen  (5.  35.  bcr  50Zcnb  foramt  t)intcr  im  2Boi!in  jum  58or« 
f(^etn;  ein  @ntfiof)encr ,  SSerfd^oUcncr  2C. ,  eine  yerlorcne  ®ac^c  JC.  fommt 
Vüiebcr  jum  Sßcrfdjein),  u.  etwa^  5  um  S3orfd)ein  bringen,  b.  t.  fict)t- 
bar  mad)en,  ^Cnbern  t»or  "Un^en  bringen,  jeigen,  vorbringen  (j.  S5.  üwa^ 
9^euc6,  SÄcrJttJvirbtgeö  jc.  — ). 

üorfd^eud)cn,  trb.  jiel.  3».,  vorlvd'rtö,  üornf)in,  ob.  l)«v\)or  fd^eu'dien. 

oorf(^tu)tcn ,  tib.  liü.  3w, ,  vor  etiva6  fd}id)ten,  auffd)id)ten ;  bie 
SSorfc^ic^t,  bie  vorbere  @d)id}t;  >!püttcnw.  bie  Ofenbröc^e,  gerttigf)aitigen 
ßrje  2C.,  wefdje  vor  ben  befci)ic!tcn  (ärjcn  im  ©(^meljofen  gefdjmctjt  roerbm. 

üorfd)icfen,  trb.  jicl.  3tt).,  vonvart«»,  ob.  vornbin  fd)icfen;  gem.  audi 
f.  einen  im  SJorbcigeb'^n  ju  3t'nianb,  in  beffen  5öo()nung  fd)iifen,  bef. 
um  tUva&  abjugeben  ob.  abjuf)olen  (j.  58.  iä)  will  meinen  58ebienten  bei  btr 
üorfi^tcBen;  »gl.  vorgefien). 

oorfcöicbcn,  trb.  jiet.  3^.,  1)  vorivart^  ob.  vornhin  fd)ieben  (?•  SS.  hcn 
Zi^i)  weiter  «cvfdiitben);  uncig.  einen — ,  im  älteren  S^bevb.  (fürf^te  = 
ben,  ciud)  b(o{;:  fdjiebcn,  f.  b.)  f.  il)m  forthelfen,  i()n  forbern,  if)n 
beimtid)  begünftigen  {einen  Söcrbrcc^er  k. — ;  bat)cr  93orfcI)ub,  f.  u.); 
2)  vor  etivaS  l)in  fdneben  (ben  Söagcn  — ,  nä'mt.  vor  bie  Zijüv),  bef.  jur 
SSerfpcrrung  ob.  S3erfd)(iepung  (einen  Jtaftcn  — ,  naml.  oor  bie  Zt)iit',  ben 
Siicgel  vorfdjicben) ;  uneig.  einen  —,  f.  ifin  glcid)fam  vor  ftd)  ()infd)ie= 
ben,  äum  ©d)U^,  jur  "^fbive^r,  ob.  ali  ©tcllvertreter  (er  f^iob  einen  3{n# 
bcni  ror);  ber  2iorf'i)itiH'V,  1)  mer  ob.  »vaä  vorfd^iebt,  insbef.  bie  vice 
3Qf)ne  beö  ^Hci'beS  je  jwifdöen  bcm  (5cfjaf)nc  u.  bem  crjten  23orbcrja()nc;  2) 
tvaö  Vorgefd}oben  ivirb,  in^bef.  ein  95rctt,  wetdjeö  vor  einer  Öffnung  auf« 
unb  jugefc^oben  werben  Eann  (rgl.  ®d)teber);  S5auf.  eine  2t'rt  Sauan!er 
in  ©eflalt  cince^  T;  bie  ä5ovfd)tcbling,  b>i^  2Sorfd}iebcn ,  in  allen  Seb.; 


t)orf(f)iepen  —  \jorfd)Ia9cn  1729 

Ut  83orfcl()ub,  o.  501.  1)  baö  23orfrf}ieben ,  btf.  uncig.  f.  Sö'rl)«tunä,  Un:» 
tcrftü^ung,  l}cim(id;c  Scgiinftigun^  (obcrb.  aui)  blo^-.  Sc^ub),  bcf.  in 
bit  Sicbcnöait :  einem  95orfcl)ub  t()un  (j.  S.  einem  a.nrbrecljer  :c.  — ), 
in  »cttcrcr  Scb.  übui).  f.  iljm  bcfcrbcrlid)  fein,  vP)ü(fe  ob.  25eiflanb  fei* 
ften  juc  SiTtic^ung  einer  2Cb[i(it  jc,  i()n  unrer)^ii^en  burc^  Darreichung  oon 
^iitfgmittctn,  ©elbüorWüfTen  ic ;  au<i)  bog  'Scbieben  occ  ^Tnbcrn,  j.  S3.  im 
Äe^clfpiele  (bcn  SJorfc^ub  fjaben;  entg.  5^a4)fc^ub);  2)  baß  23oräefcf)0=' 
benfein :  ©c^ijfb.  bic  uornucirtö  (jti)enbc  JRidjtung  ob.  ber  2fuöfcuf  bt6  S3or» 
bcvftcoeng;  3)  wai  Dor^cfdjoben  wirb  ob.  ift:  alt  u.  ianbfc^.  f.  O^icgel; 
©c^ncib.  f.  0.  vo.  5öorflop. 

ÜOrfdlicßcn,  trb.  3^.  (aU^odjb.  forasdozan)  1)  jietloö  m.  fein,  a)  üOts 
»va'vtS  fd}iepen ,  fid)  fd)ne{i:  unb  geivaltfam  \)0ca>ärt6  beiregen  (j.  S5.  ba« 
flBaiTer,  ber  ©trom  fc^ie^t  üor):  uneig.  f.  »reit  vorragen,  fid)  nad)  üorn 
erfirecfen  (j.  S3.  baö  $Dacb  fdjic^t  eine  @üc  üor;  rg(.  SJorfc^ufö);  h)  vot 
ctlViiä  ^in  fdjie^en ,  b.  i.  plö^(id)  fallen  ob.  flürjen  (SBergrc.  ba§  ©cbirge, 
b. i.  bic  Srbe,  fv^ießt  üor);  c)  (con  fd)ic§cn  f.  tin  ©djic^geiüefji-  abbriicfeit, 
abfeuern)  einem  — ,  Dor  it)m,  i()m  jum  2}?ufler  fd)ie§en;  i{)m  im  @d)i«* 
pcn  vocan3ef)en,  5u\)ocfomnien,  ob.  eä  ihm  barin  juvcrtbun;  2)  jiel.  a) 
etivaS  —  ,  oberb.  f.  fdjnell  t>orfd)ieben  (bcn  Stieget  — ):  b)  oor  envai 
fe|en,  vorn  anfe^en  (©djncib.  einen  ©aum,  einen  SBefa|  — ,  an  ein  Äld» 
bung»(lücE  2c.);  c)  (oon  fc^ie^cn  f.  @clb  »rcrfenb  gäljlen)  einem  et* 
wai  —,  it)m  ©elb  fd}uf5iveife  vor;  ob.  ()inja()Ien;  gew.  f.  e6  iljm  leihen, 
barleif)en,  finno.  vorfliecfen  (einem  bie  Äoflen  gu  etnjaö — ;  eine  oorgc* 
fc^offene  ©elbfumme);  in  engerer  9Scb.  etnjaS  fpa'ter  3af)(bareS  t)OC  bet 
95erfalljeit  ganj  ob.  tbciltreife  voraU'Jja^Icn,  in  le|tercm  gaUc  audj:  auf 
'•2lbfd)la3  ob.  abfd)Iag[idT  i,at)lcn  (j.  58.  einem  bcn  2trbeitörof)n,  einen  S^cit 
bcö  @ef)artö  3c.  Dorfc^ic^en);  ber  ä?orfc^uf§,  5R.  -fd)üffe,  1)  baö  Soor» 
fdjie^en ,  bef.  ba^  "Sdjicpen  vor  einem  2(nbern  u.  bci5  9ted)t  ba^u  (ben 
SSorf^ufö  Ijabcn,  j.  S.  bei  einem  S^eibenfdjiepen),  lanbfdj.  aucfc  f.  2}ot* 
fd)Ub,  b.  i.  baö  ©trieben  oor  einem  3(nbcrn;  ferner:  ber  3u)U^5it'  (?effen, 
ber  einem  2(nbein  ®elb  i'>or9efd)offen  i)at  (bei  Scmanb  im  SSorfc^ufg  [lii)in); 
2)  ba^  2.^orfd)iefenb€,  in^bef.  ber  juerfl  ciuß  ben  getretenen  ob.  geprcffteit 
3!rauben  flie^enbe  5}?ofl;  aud)  ber  ^Sorlauf  (f.  b.)  beß  SSrannttocinö;  oberb. 
(gürf^ufe)  f.  er!er  an  einem  ©ebäubc;  3)  taß  23orgcf* offene,  j.  S. 
Äuc^m.  f.  0.  \v.  i>ni  5}iante[enbe  ob.  ber  3)?antel  (f.  b.)  bi6  SudieS;  obcrb- 
f.  SSorffop  am  Ä(eibc;  bef.  vorgefd)offene§  ob.  bar9eliel)ene5  ©elb  (einem 
SSorfc^ufö  geben;  einen  Sorf^ufe  oon  bcm  ®c^alt  empfangen;  bcn  23or!"ct;uf« 
abarbeitende);  oorfdbuförocifc,  9^n>. ,  al3  23orfd)uf6  (oorfc^uföTOiife  ®elb 
empfangen). 

SSovfd)iff,  f.,  f.  ».  m.  93orberfd)iff;  —  worfd^iffen,  trb.  gieUof.  3»., 
vorwärts  fcbiffen;  fdjiffenb  juvorBommen. 

oorfd)immcrn,  trb.  jieilof.  3n?.  m.  l)aben,  fd)immernb  jum  23orfd)«tt 
fommcn,  bfrvorfd)immern ;  vor  anbern  fingen,  flvüfer  fdnmmern. 

OOrfd^Uigcn,  trb.  3n>-  (alti)oc^b.  fiinslcihan  f.  üorauentl)men)  1)  jicflo« 
m.  tjaben  a)  vorivactS,  nad)  vorn  511  fd)(agen  ob.  fid)  neigen  (bic  2S3age 
f^lcigt  oor,  b.  i.  ik  3unge  bcrfclbcn  neigt  fic^  nad^  oorn);  b)  vor  einem 
Singe  fd)lagen  ob.  einfdilagen  (Säg.  beim  Sac^ögraben  t)inter  bem  ©djaUc 
hii  J&unbeS  cinfc^lagen  ob.  graben,  um  auf  bic  9?ö^rcn  bcö  35ac^fi6  gu  fom« 

Jg»er)fc'ö  Jg)anbwörtcvb.  b.  beutfc^en  ©pc  2.  Siieii.  109 


1730  t)orfrf)tcppcn  —  üorfcf)medfeti 

mcn);  öudd  f.  tjorgreifcn  (Sag.);  ')  ^oc  3fnbern  fdjdigen,  bnf^  fie  c8  f)os 
ten  u.  firf)  banaci)  rtd}tcn  (StTgtt).  beii  ©rubtnai&dtcni  burc^  JTnf^laijen 
ein  3etc^cn  ber  Qäjiä;t  geben) ;  <1)  ücu  b«c  9e{)öri3en  3eit  fcbtagcn  ob.  an; 
fd)[a9en,  b.  t.  laut  weihen  (3ä'g.  ein  gu  Iji^igec  3agbf)unb  fc^lagt  oot); 
•)  unetg.  com  greife  cincc  SBaarc:  3(eid)f.  übec  ben  ^rciö  f)inaug  fd)fagen, 
b.  i.  bie  gorberung  barübcc  ^tnau6  treiben,  einen  ^oberen  ^veig  forbcrn, 
a(6  raofüc  man  bie  3Saarc  abjulajycn  gebenft  (ogl.  ab-  auf f erlagen, 
ßom  greife;  j.  S3.  bcr  Kaufmann  f^lagt  ooc;  auc^  gici.  oicl,  rcenig ,  nid^t§ 
tiorfc^logen) ;  2)  jiel.  a)  et  Iva  5—,  tjocredrts,  nach  ücrn  t)\n  \d)laQen, 
b.  t.  fdjfagenb  bewegen  ob.  treiben  (j.  «B.  ben  fSali) ;  b)  vor  etiraS  fcl)la- 
gcn,  b.  t.  ans  ob.  einfdjlagen ,  fd)(agenb  befejiigen  (j.  S5.  ein  Scett  — , 
naml.  »or  eine  Öffnung  jc;  einen  ^fa()f,  einen  «pfiocJ  jc. — ;  in  »eiterej: 
Öeb.  Ärfpr.  .^eu,  SRafen  jc.  üoifc^Iagcn ,  b.  i.  in  bem  groben  ©cfc^ü^c  fcft 
Quf  ba^  ^ulwer  {lampfen,  c^e  man  bie  Äuget  barauf  fegt):  c)  einem  et- 
roaS  — ,  V)or  if)m  [dalagen,  bamit  er  e^  fe{)c  ob.  (}öre  u.  nad}tf)ue  ob.  ft'd) 
banad)  rid)te  (einem  ben  Saft  — );  d)  etiraö  vorder  anfdjfagen,  angeben, 
;()6ren  laffen  (einen  Son,  eine  5Jotc  — );  e)  vcriMftg  fd)Iagen  (bie  ®ar= 
ben  — ,  b.  i.  leicht  an  ben  3f()rcn  fc^logen,  bamit  bie  bejlcn  itövner  gur  ©aat 
It.  {)erauöfaUen ,  obcrfddjf.  lurberbt:  forfc^cln;  ein  8od^  — ,  b.  i.  eine 
oorläufige  Vertiefung  bciju  f(%tagen);  f)  uneig.  einem,  et iva6  —,  ei  if)m 
als  ettra^  2ru^jnfüf)renbeg,  al^  an5uirenbenbeg  2)?tttel  juc  6rretd)ung 
«iner  2rbftd)t  2C.  vorjlelien  ob.  uorlcgcn  u.  anratl)en  (einem  ein  «Kittet  ge- 
gen eine  Äranfl)eit;  einer  ^erfon  eine  ^drati)  — ;  ein  ®picl,  einen  Scr= 
gUi^  K.  —  ;  au^ :  einen  §  u  e  t  w  a  S ,  j^.  S.  ju  einem  2(mte  u.  — ,  f.  ». 
».  in  2}orfd;(ag  bringen);  —  ber  ä5orfd)(ag,  -e6,  9)?.  ;fd)l^^'3«)  1)  <>•  ?^' 
iai  SSorfdiIagen  (beim  Srefc^en  t)at  ob.  füfjrt  einer  ben  Sßorfd^lag);  2)  wai 
oorgefd)lagen  tDtrb  ob.  ift  a)  cig.  ali  Äunfnrort  bei  \)crfd)iebenen  SSer? 
rid)tungen,  j.  SS.  ffiergtp.  ein  »or  bie  ©tempcl  u.  ©prcijen  gcf(^lagene§  ©i= 
fen;  SBQJTerb.  oor  ben  ©tcinbä'nftn  eingefc^lagene  ^fcif)le;  obcrb.  f.  ba^  QxU 
[d^eit  am  SBagen;  Ärfpr.  baö  J^eu  k.  ,  wctc^cS  man  beim  Caben  bc6  groben 
®ef(^ü6cg  auf  büö  ^ulöer  fcblcigt:  ^üttcmt).  f.  x>.  \v.  ber  ^ufc^tag,  b.  i.  ber 
3ufa|  jur  SScförberung  bcä  ©(^mctjen6,  in6bef.  bie  bei  ber  SStciarbeit  ^ugc^ 
fe|tc  ®(citte;  Son!.  eine  ror  einer  gröperen  angcfd)(agcne  Keine  9?ote;  b)  uix- 
eig.  iDäS  man  a(6  ?!J?ittcl  jur  (Srreid)ung  einer  2(bficbt  üorfd)lagt  ob.  an* 
tatl) ,  finno.  dxati) ,  ^(ntrag  (einem  einen  SSorfi^lag  madjen  ob.  tf)un ;  ben 
SSorfc^lag  anncl;mcn,  ob.  renverfen;  ein  23orfdjlag  jur  ©iite,  b.  i.  jur  güt= 
liefen  S8ci(egung  einer  ©ac^e:  »trfc^iebene  SSorfc^lägc;  gricben6üorfd;lä'gc  jc; 
cttraö  ob.  einen  in  SSorfd&lag  bringen,  f.  r>.  xv.  corfcfetagen);  ber  SSürfcfylci* 
ger,  roet  \)orfd)lagt,  inöbef.  ©c^mieb.  ber  2frbeiter,  »reld^er  mit  bem  fleinen 
4)ammer  ob.  SSorfc^lagt)ammcr  bie  ©teilen  bcjeiei^net,  «Dot)in  bie  anbcrn 
[plagen  foUen;  feiten  uneig.  f.  \vei  einen  SScrfd}(ag  m.ad)t. 

t>orfcf)leppcn ,  trb.  jiel.  3^.,  nonvartg,  nad)  vorn  l)in  fd)leppen. 

Dorfc^lcubcrn,  trb.  giel.3n?.,  üorivärtig,  üornbin  fd)lcubern:  einem—, 
»or  it)m ,  i^  jur  D^ad^abmung  fd)lciibern. 

üorfc^mecfcn,  trb.  3>».  1)  ?ieUo6  m.  Ijabcn,  üorjugöroeife,  Dor  anbern 
£)ingen  ob.  SSeftanbtl^eilen  fd)me(fen,  b.  i.  burd)  ben  @efd;macf  empfun= 
ben  werben  (j.  fS.  biefeS  ©cmürj  fc^mcdt  in  ber  ©peife  oor);  2)  gicl.  et- 
wa^  — ,  im  vorauf  fd;mecfen,  b.  i.  burc^  ben  ©efdimad^finn  tt)at)rne{)mcn, 


X)Ot\Ö:)md(i)dr\  —  üorf(!f)reibcn  1T31 

u.  uncig.  ühetf).  tm  tooröu«  empfünben  ob.  gentepen;  b«r  SSorfc^marf,  o. 
gn.  (09t.  ©d^macf)  1)  feiten  f.  ein  woif)errfd)€nbct ,  vor  anb«rn  empfun* 
bener  ©ef^ijmacf;  2)  gerc.  f.  SSorcmpfinbung ,  23orgefuf)(,  SSorgenuf^, 
gleid^f.  aH  ^lobc  bce  fünftigen  polXcn  @cfüf)(6  ob.  ©enuffcö  (einem  einen 
SSorfc^mart  »on  ctiraö  geben;  ein  Sorfc^mact  ber  ©cligfeit  u.)- 

öorfc^meic^eln,  trb.  jicl.  3ro.,  einem  etwa«  — ,  fcf)metct)elnb  öocfteflen 
pb.  Dorfpicgeln. 

t>orf(i)mcißen,  tib.  jici.  3ip.,  gem.  f.  üomecfen  (in  cig.  Scb.). 

5öüif(^mieb,  m.,  ^iittenro.  bec  erjle  v^ammerburfd)e,  weichet  bic  (Si* 
fcnftäbe  fc^miebct. 

üorfrf)micren,  tvb.  giel.  3«?.,  1)  vou  cmcii  fd)mieren  ob.  ftrcicf)en;  2) 
einem  etiraS  fdjmiercnb  üorfdjreibcn  ob.  üocmaien. 

t>ovfrf)nalien,  trb.  jief.  3»-)  ^or  etira^  mit  ©d^nallen  befeftigen. 

öorfc^nattern,  trb.  giel.  3»tJ. ,  einem  ettva^  — ,  fcfjnatternb  «orfagett 
ob.  erja()(en. 

üorfc^nciben ,  trb.  jicI.  3w.,  1)  uor  einem  anbern,  b.  t.  in  feiner  (5je* 
gemvart  u.  i{)m  jum  ^"Rufler  fd}neiben  (einem  — ,  ob.  einem  itrvai  — ); 
2)  2(nbern  im  @d)neiben  oorangeben,  ber  3cit  u.  Orbnung  nac^,  cntg. 
noc^fc^nciben,  oi)m  3ieln).  (ber  crfte  ©c^nittcr  in  ber  Sieilje  fc^nctbet  ben 
übrigen  cor);  3)  etit>ag  jur  93or(fgung  jerfcbncibcn,  für  2{nbere  jerfcbnei^ 
ben  (ogl.  »ortegen;  baö  gleifc^,  ben  Sratcn  — ;  bei  Slifd^e  »orfc^neibcn) ; 
ber  2Sürfd)ncitier ,  irer  v>orfd)neibet,  inöbef.  ben  ©knittern  in  ber  (ärnte, 
<Mi):  SSorfd^nitter;  ob.  Wer  bie  ©peifen  bei  2:ifd)e  jerfegt,  n?eibt.  bie 
58orfd)neiberinn;  bie  SJorfd^neibuni^,  gew.  bnä  58crfct)neiben:  ber  SSor- 
fcf)nltt,  feiten  f.  bag  S3orfd)neiben;  lanbfc^.  baö  Siecht,  2(nbcrn  in  ber  ernte 
t>oranjugcf)cn  u.  ftc^  ber  ©c^nittcr  »or  il)nen  §u  bebienen. 

üorfrf)ncII,  Sw.  (obcrb.  fiirfd)n ellig)  vor  '2(nbern  ob.  vor  ber  Seit 
fd)neU,  au6  ^i|e  ob.  Unbefonncnf)eit  5ur  Unzeit  eilenb  im  Urtf)eilen  unb 
Jg)anbeln,  finno.  übereilt,  ftärfcr  al^  voreiftg  (ocrfc^neU  antirorten ,  reben; 
ein  üorfd^nelles  Urt()eil,  Seneljmen  u.);  bie  SJorfc^nelle  ob.  SSorfdbnellig; 
feit,  ba^  2Scrfd}neÜfein. 

11  orfc^n eilen ,  trb.  jiet.  3tü.,  fc^neUenb,  burd)  einen  ©dineUer  t)cr* 
roärt^  treiben. 

S5orfc^nitt,  Sorfc^nitter,  f.  unter  oorf^neiben. 

S5orfc^of6,  m.,  lanbfc^.  ber  @d)of6  (f.  b.),  b.  t.  bie  ^Jlbgabe,  ntld^e. 
bie  ©tabtbewoljner  eon  ii)vtm  SSermögcn  ju  entrid}tcn  f)(iben,  Söermögen«- 
fleuer,  j.  u.  0.  gunbf^ofö  (f.  b.). 

öorfrf)raubcn,  ttb.  jiel.  3nj.,  fdjraubenb  t>or  ettvag  befefiigen. 

üorfdirciben,  trb.  gicl.  3n).,  1)  etn?ae>  — ,  t>or  etwai  fdireiben,  fd)rift^ 
Ud)  voranffelien  (g.  S.  einem  S5u(!^e  feinen  S^amen):  2)  einem  etlvaS— , 
cig.  e6  vor  ihm,  i^m  jwm  ?!J?ufler  fd)reiben,  bamit  er  eS  nad)fd)reibe 
(einem  Äinbe  ctwaö  — );  uncig.  einem  verbinbcnbc  SierbaltungSregeln  er; 
t{)ei(en,  il)n  fd)rift(id)  cb.  aud)  munb(i-d)  anwcifen,  »pa«  er  tbun  u.  (äffen 
foU,  finno.  befehlen,  üerorbncn  (i^  (äffe  mir  ntcfctä  »orfc^reiben :  fein  SScr* 
fat)ren  {{l  if)m  ocrgefd)rieben);  bie  5Sorfrf)vift,  ^l.  -en,  ba^  2Sorgef*riei 
bene  1)  eig.  ein  gefdiriebene^  u.  in  weiterer  93eb.  auö)  9el>rucfteä  ic.  2}or* 
legeblatt  jum  CRvidifdireiben ,  um  i>k  .!g)anbfd)r{ft  m  btlbcn  u.  ju  üben; 
2)  eine  oerbinbenbe  SSerhaltungäregel,  llnn».  S3efe{)l,  ®ebot,  SJerorbnung 

109» 


1732  »orfd^men  —  t>ovfrf)tt)emmett 

(einem  2Jorfd)riftcn  geben,  ttt1)citen  Jc;  \i6)  na^  feiner  SSotfddnft  ricljten; 
bte  iöorfc^rift  überf^ceitcn  2c.);  üorfd^rifttid^ ,  S»o. ,  in  gorm  einer  Sl^oc* 
fd)rift,  alg  23orfct)cift ;  t)orfd)vift^  ob.  gcir.  üorfd)rittgmä^l9,  Sn>,,  ber 
5B(>il"d;nft  gemä'^. 

üorfd)reten,  tr&.  3id,  1)  jieUoe  m.  tja&en,  einem  —,  öoc  i^m 
fc^teien,  \i)n  im  <Sd)rcten  übertreffen,  finno.  ii)n  iiberfdjreien;  2)  jiel. 
«inem  etivag  -~,  eö  in  feiner  ©egentvart  fd)reien,  ii)m  fd)reienb  uoc* 
tm^en. 

oorfdirdten,  trb.  jieUof.  3tt>-  m.  fein,  üonwd'rtö  fc{)reiten,  auc^  uncig. 
wie  fortfd}reiten,  ju  einem  iveiteren  C^egenftanbe  fort=  ob.  iiber3eF)en; 
eine,«!  — ,  Dor  \i)m  l)er  fcf)reiten,  ob.  if)m  oorau6  fdjreiten,  im  ©cbrei^ 
len  juDorfommen;  ber  SSorfc^ritt,  baö  Söorfuueiten,  ein(Sd)ritt,  roeU 
d)en  man  Donrartö  tf)iit,  ctg.  u.  uncig. ,  finno.  Sortfc()ritt ,  entg.  Siüd' 
f  (^  r  1 1 1 ,  (j.  95.  ein  SSorfc^vitt  juc  SBo^rijcft). 

S3orfii)rtft  2C.  f.  untcv  üorfc^retOen. 

§Borfd)iib,  f.  unter  oorfc^iebcn. 

üovfc^u^en,  tvt?.  jtc(.  ^'.b-,  i>orn  mit  (Sd)u()en  iier|'e{)en,  neue  @d)uf)e 
üorn  nnfe^en  (©tiefet  — ,  b.  i.  an  bie  ©djäfte  neue  ®c^ut)c  fc|en). 

S5orf4)u(e,  n>.,  eine  für  eine  l)o^ere  Dorbereitenbe  (Sd}ule. 

üorfc^üreii;  tr6.  pü.  3jo.,  fd)ürenb  ycrnl)in  ob.  ()ert»or  fd)affen. 

üorfd^ür^en,  trb.  jier.  3w-,  al6  ©djurj  ob.  @d)ürje  oovbinben. 

Söovfd^ufä,  f.  unter  uorf^te^en. 

oorfc^ütten,  trb.  giel.  3n5.,  einem  (3:f}iere)  emai  —  ,  üor  if)m  {)in 
fd)ütten,  fd)üttenb  vorwerfen  (bem  5öiti)  gutter,  ben  Ererben  .i&afer  k.  — ); 
ber  ^J)rfd)litt,  n)a^  üorgefd^üttet  triro,  fnöbef.  Sag.  baö  ben  »itbcn 
®d)n?iincn  juv  Sötntcrjcit  oorgef^iittctc  gutter. 

i^orfc^ü^cn,  u-b.  jiet.  3ir. ,  etivaö  — ,  aB  eine  ©d)u^n)ef)r  uor  ^e? 
manb  u.  bcf.  Dor  fid)  felbft  fiuffüf)ren  ob.  \)or{)alten ;  gerc.  unetg.  etiral 
ju  feiner  Sntfdjuibigung  ob.  Ovedjtfertigung  anfuhren ,  fei  cö  mit  ©runb 
ober  Ungvunb,  uerft^.  uorroenben,  (j.  S.  er  fc^ü^t  feine  Äranffjeit,  feine 
UmjlQ'nbc  »or):  bie  5ßoifd)Ü^Ung. 

Dorfc^ipanfen,  trb.  gteUof.  ävo-  m.  fein,  nad)  Dorn  511  fdjiioanNn,  ft'd) 
fdjrcanfenb  üoiiDartg  beioe^cn. 

Siorfd)ivarm,  m.,  ber  erfte  ©c^iüarm  Don  einem  23ienenftode  in  einem 
3o^ve,  intg.  SRadjf^raarm;  —  üürfrf)n)ärmen,  txb.  gieüof.  3n».  1)  m. 
fein,  fid)  fc^wä'rmenb  t>qrivd'rt^  beilegen;  2)\m.  f)aben,  vor  2(nbern 
fd)>rärmen,  Ujmn  im  ©d)irdrmen  iiorange{)en. 

öorfc^nja^en,  trb.  jiel.  3»».,  «inem  euiwH  —  ,  vor  i(im  fd}iraöeu,  it)m 
3efd)red^i9  ooireben,  finno.  üorplaubern. 

Oovfc^jDeben,  trb.  jitUof.  3m.  m.  (;aben,  einem—,  ttor  if)m,  üot 
feinen  Zu^m  fd}tveben;  uncig.  9(eiu)f.  vor  ben  ^Tugen  he^  ©eifteg  fdiroe; 
ben,  ber  innern  2(nfdiauun9  in  fdjtpantenbcn,  nic^t  »öUig  bcutlic^en  Um« 
tiffen  gegemr-ärti^  fein  (j.  SS.  fein  fBilb  fc^webt  mir  cor;  eö  fd)U)cbt  mir  oor 
:c.  f.  idj  erinnere  mic^  bunfel). 

üorfd)ivcmmcn,  trb.  gicl.  3m.,  nortvdrta,  Domain  fdjivemmen;  üov* 
fc^iDimmen,  trb.  jfcUcf.  3«?.  1)  m.  fein,  vormd'rtg,  vornl)in  fd}»v>immen; 
einem  — ,  i()m  im  ©d^iuimmen  üüran3e{)en  ob.  juoorfcmmcn;  '2)  m. 
i)ab cn,  einem  —  ,  üor  ibm,  i{)m  t>or  'üu^eu  fd^wimmen,  bamit  er  eö 
reine. 


üorfd)n)tngcn  —  vorfenben  1733 

öorfd)»Din,c\en,  trb.  gkt.  3«?.,  etmai  ob.  fid)  — ,  uormart^,  t)ornl)ln 
fcfjiDingen;  fid)  einem—,  if)m  fd)n)in3cnb  ob.  im  £d)tvun9  juoor- 
fommen. 

rorfrf)tvört'n,  hü.  jicl.  u.  jicUof.  3>ü-.  einem  otirag  —,  eä  ncr  il)m 
fd)wören,  in  feiner  ®egenit)art  fd)ivörenb  bett)euern;  auc^:  Dor  einem, 
i()m  jum  SDlufter  fdiworen,  bamit  ec  nad^fc^wotc,  (r.tc^t  aber  »om  bloßen 
SJorfagen  bcr  (Sibigformcl). 

Söorfc^el,  f.,  ©c^tiT.  aüe  (Segel  »or  bem  gropen  SJJafre;  —  oorfegeln, 
trb.  jicUof.  35t).  m.  fein,  tjcrwä'rtä  f«9etn;  einem  — ,  ihm  fegelnb  ju» 
tjorfommen. 

UOrfel)en,  trb.  3w.  (altfjodjb.  l'orasehan,  foragasehan,  D.  i.  praevidere  u. 
providere,  prospiccre ;  alt  u.  obcib.  fürfc(jcn,  Qüi}:  DCrfctjcn,  f.  b. } 
in  unferm  Dorfct)en  ftnb  btc  Seb.  oon  Bor  u.  für  gcmtf^t)  1)  lid.  et» 
»vag  — ,  obcrb.  f.  vorf)erfef)en :  bcf.  im  t?orauä  beaditen,  enrägen  unb 
beforgen  (j.  S.  ein  in  bem  dJefeftc  ni^t  üori}eftf)cncr  gall);  2)  ?,tiUo6  m. 
bcm  Dat.:  einer  <Sad}e  —,  ölt.  f.  im  uoraul  bie  nötf)i9en  Tfnfialten 
für  biefelbe  treffen;  qu^  übevl;.  @orgc  bafür  tragen  (j.  f8.  bem  gemeinen 
Sflufeen  — );  3)  riirfj.  fid)  —  (irabrfd).  iirfpr.  ber  liat..,  ßgl.  baä  (at.  sün 
prospicere,  u.  ftc^  fürt^tcn,  urfpr.  ic^  fürchte  mir  it.),  for  u.  für  fid)  fe()en, 
3(d)t  ^aben  cb.  (Sorge  tragen,  bafS  man  (junäcj^ft  im  ®d)cn,  bann  übcv^. 
im  8cben  u.  J^anbc(n)  feinen  @d)aben  nef)me,  feinen  S3er[ujt  erleibe,  finno. 
fid)  in  '}i(i)t  nef)men,  fid)  biiun  (ficf)  bi^  cor,  bafö  bu  auf  bem  Sffiege  nidjt 
fdUjl;  Dor9efc()cn!  rufen  bic  gafttrd'gec  K.  auf  bcr  Strafe;  bibl.  febct 
eu^.oor  cor  bin  fa()(j^en  ^ropf)etcn!);  bie  S3orfet)ung,  o.  ?CT.,  1)  ba^ 
SSor;  ob.  S3orl)erfe()en  einer  >3ad)e  u.  bie  SSorforge  für  biefelbe  (Äanjl. 
wegen  einer  ®a^e  5öovfef)un9  ti)un);  '!)  (obcrb.  auä)  gürfct)ung  u.  5öcr» 
fe^ung;  lat.  Providentia)  bie  93oifcbung  @otte§  ob.  bie  göttü^e  93orfe* 
I)ung,  b.  i.  bie  3(ufftd)t  unb  j^ürfcrge  ©otteS  u.  beffen  SSeftimmung  unb 
Seitung  aller  2)inge;  aud^  bcii  fürfcrgenbc  ii-  anorbncnbe  gottlidje  Gefeit 
felbft  (ber  ©lauben  an  eine  S3orfcl)ung  ic. ;  bic  S3orfcf)ung  I)at  c6  fo  gcfiigt, 
befc^loJTcn  !C.);  bie  IBorfid)t,  o.  5W.,  I)  ba§  23orfeben,  bie  5Borj  cb.  gur» 
forge  für  "^fnbere,  bafjcr  auc^  f.  bie  göttlid)e  jßorfebung  (bcr  göttlichen  23or* 
fid^t  »crtraucn);  2)  ba^  *Sid)jvorfel)en ,  bie  auf  fid)  felbft  gerid)tete  ^Tuf* 
raerffamfett  it.  Sorge  jur  2Serbütung  moglid)en  @c^aben5,  finnc.  S5e» 
i)aö;)tf  (mit  SSorfidjt  ju  S83er!c  gcl)cn;  oicie  2Jorfici)t  bei  itxvai  anwenben); 
batjcr:  bie  SSürftct>tämaßrcgeI ,  baö  SSorfic^tSmittel ,  bie  SSorfic^tsre:^ 
gel  K.;  uorftd^tig,  Sro.,  93orfid)t  amvenbenb,  seigenb,  u.  in  biefem  Q3er* 
halten  gegrünbet,  bauen  jeugenb ,  finno.  bcbad)tfam,  be{)utfam,  (ein  »or* 
|xd)tiger  9Xann;  oorftcfetig  f)anbc(n;  ein  oorficI)t{gcg  Scncbmen;  cf)em.  al8 
Sitelwort  für  «Ratl)6perforcn  K. ,  oberb.  f  iirfid^  tig);  bie  SSorflC^tigfeit, 
ia^  2Sorftd)tigfein,  bic  @igenfd)rtft  unb  ^onblung^iveife  beS  SBotfid)tigen, 
jinn».  23el)utfamfeit  2c. 

üorfein,  trb.  jieUof.  3«?.,  gem.  I)  f.  vor  etnw^  fein,  einer  ^cidjt  im 
5B3ege  flelien,  fie  hinbern  (ba  fei  (Sott  r>or!  b.  t.  baö  motte  @ott  l)inbcni  ob. 
üert)ätcn)  -,  2)  f.  bei>orftel)en ,  im  ^erfe  fein ,  »gl.  etwaS^  üorf)abcn  (j.  35. 
eS  mitfö  trgenb  etmae  oorfcin;  obcrb.  iie  oorfeicnbe  Äaifcrfrönung  u.  bgt.). 
SSorfeite,  iv.,  gem.  23orbcrfeite ;  au(^  f.  bie  t>crjüglid)ere  Seite. 
Dorfcnben,  trb.  jiet.  3». ,  1)  uortvartg,  tiorn{)in  fenben;  2)  tjorau* 
fenben. 


1734  öorfenfen  —  t?orfe|en 

uovfenfen,  uh.  jicl.  u.  xüä^.  3».,  itwai  ob.  fid)  — ,  Dortvartg,  nad} 
t>orn  fenfcn. 

OOrfc^Cn,   ttb.  jicl.  3w.  (alt{)OC^b.  Airi-  u.  forasazjan  f.  proponere,   prae- 
ponere,    praeficere,   praeferre;   mittclf).  vorsetzen,    ^xal.   -sazte;    obetb.  fflv» 

u.  »orfe|cn)  1)  Dontjartö,  nad)  oorn  ju,  üornf)in  fe^en  (j.  SS.  ben  ©tuf)l 
weiter  corfc^cn;  ßd^  uocfe^en);  2)  vor  etwai  f«&en,  fo»of)l  in  cngcrcc  u. 
cig.  33eb.  (j.  S.  einen  (Stein,  ein  S3vett  — ,  nciml.  öor  eine  Öjfnung  JC ;  ben 
Zi^d)  — ,  Dor  bk  Zi)ün  jc),  alö  ou;^  in  weiterer  Scb.  einer  ^([<i)i  "oox 
etwas  i{)cen  ^la^  äeben,  ftnn».  yoranfe^en,  -ficUen  (j.  S5.  feinen  ««amen 
einem  S3uc^c  — ;  ein  SSort  bem  anbern  — ,  einem  SBorte  eine  ©ilbe  —  jc.)i 
inöbef.  bawor  ob.  oorn  baran  befefltgen  (j.  S5.  ein  SSle^ ,  einen  gtect  ob. 
gticEen  — ;  oberb.  f.  ^ferbe  öoufpannen  ob.  ßorlejen);  ferner  in  ücrf^.  be* 
jlimmteren  u.  uneig.  SBcb.  3)  einem  etwa 6  —  ,  eS  jum  ©enuffe  t)oc 
i{)n  i)\n  fe^en  ob.  flcüen ,  i()m  barbieten  (©peifen ,  ©eträ'nfe  — ;  einem 
eine  SKafjIjeit,  ein  ©las  SBein  — ;  if)m  ju  cffen,  ju  IrinEen  — );  4)  einen 
einem  ^fnbern— ,  i^n  bemfelben  bem  Stange  u.  ber  ^i\<i)t  nad) 
»ütnn  fe^en,  iljn  über  benfeiben  fe^en,  iljm  bie  5üiffid)t  unb  ben  S5efe()l 
über  benfelben  übergeben  (einen  bem  ^ecre,  ber  gtottc  jc.  — );  ba|)er:  ber, 
bie  SSorgefe^te,  ein  33 orge fester  k.  (fc^on  att^o^b.  foragisaater), 
rcer  anbern  üorgefe^t  ift,  finn».  2ruffef)er,  2}örjltcf)er  (er  ifl  mein  5ßorge« 
fester);  au(^:  einen  einer  @ad)e  ■— ,  b.  i.  if)m  bie  S5eaufftd)tigung, 
Leitung ,  SScnvaltung  berfelben  übergeben  (j.  SB.  er  ijl  bem  ©eriditswefen 
corgefe^t;  3emanb  einem  TCmtc  worfe^en);  e{)em.  auö;)  f.  norjiehen  (einö  bem 
anbern  — );  5)  fid)  (mir)  etirag— ,  e§  aI5  ettva^  2(uS5ufül)renbe6, 
als  3wecf  g(ei(^f.  im  ®eifte  »er  fid)  ^tn  fegen,  eS  511  ti)un  befdjiiepen  ob. 
fid)  fejl  Dörnel)men,  »gl.  b.  (fic^  ein  aßet!  — ;  bibU  id)  fe|te  mir  »er,  na^ 
ber  SBciS^cit  gu  tt)un);  —  3feö.  baS  SSorfc^blcd^ ,  «glitten«,  ein  hutä^' 
löd^ertcS  SSlcc^,  wel(^cö  üor  baö  ^oc^gerinne  gefegt  wirb;  bai  23ovfe^pa« 
pier,  aSuc^b.  wd^c^  ^^apicr,  welci)c6  einem  fSud^c  üorgef;eftet  wirb,  fo  au^: 
bog  S8orfe|blatt,  SK.  =btä'tter;  bie  Sßorfcl^filbe,  f.  ü.  w.  Sßorfilbe;  bie 
SSorfc^tranb,  eine  bewegliche  SBanb,  welci^c  man  a(ö  ©e^irm  u.  uor  etwaS 
fe^t,  f.  ».  w.  fpanifdje  Sßanb;  >^uttcnw.  bie  SBanb  unten  am  Jperbe  im 
©cfemelgofen;  —  "Khltit.  üorfd^bar,  S5w.,  ivaS  üorgefegt  irerben  fann; 
bie  SSorfc^e,  nicberb.  ( 23 ör fetten)  ein  ^fabl-  unb  58cl)leniverf  am  SBaf= 
fer;  oberb.  (9Sorfe|)  f.  23orfpann;  ber  SSorfd^ct,  1)  trer  etivaS  \Jor; 
fe^t;  2)  ivaS  üorgefe^t  irirb,  g.  SB.  ein  inncrljalb  »er  ba&  genj^er  gefettet 
©d)irm  (^enfteroorfe^er,  ogl.  ^cnfterfd^irm);  Jputm.  ^wn  .|)orben  oon 
gcflo^tenen  SJBeiben,  wel^e  auf  ben  SDScrÜif^  gcflcllt  werben,  bamit  baö  mit 
bem  ga^bogcn  gefachte  3e"9  iii<^t  oerfliegcn  fann;  bie  SJorfci^ung,  I)  0. 
50i.  tai  $öorfegen;  2)  9)?.  -en,  baSjenige,  iraS  man  üorfegt:  SÖSafferb. 
iebe  SSefleibung  ber  (5rbe  üon  ^olj  ob.  ©tcinen;  berSßorfa^,  -eS,  9)?. 
»fa^e,  1)  feiten  f.  baS  SSorfegen,  bie  93orfcgiing  (j.  SB.  einer  ©iibe  »oc 
ein  SSSort) ;  2)  ba^  SSorgefegte,  tvaS  vor  itvocii  gefe^jt  irirb  ob.  ift,  inöbef. 
ffiergw.  eine  crl)öl)ctc  ©teile  über  ber  wagerec^tcn  Cinic  in  einem  ©toUen; 
ein  tiorgefe^teS  (Jiefä'p  in  äufterfiebcrcicn,  im  ^robeofen  jc;  ein  üor  bie  un» 
teren  genftcrflügel  gefegter  genflerfdjirm ,  f.  ü,  w.  S3orfe^cr;  3)  baSjenige, 
njaS  man  fid)  üorfegt  ob.  vornimmt,  ivag  man  ju  tl)un  befd)liept,  finnu. 
(5ntfd)(uf6  (einen  SJorfanaJTc» )  auöfül;ren,  ä'nbern;  gute,  weife  SJovfä^e); 


üorfeuf^cn  —  vorfpcnmen  1T35 

büljcr:  üorfn^Iid^  (ntc^t  oorfe^li^),  9lnj.  u.  Str.,  mit  93orfa^ ,  in  ei- 
tlem SSovfa^e  gcgrünbet  ob.  baüon  au69ef)enb,  ftnni).  abficbtlid),  gefliffent-- 
lid)  (fi-  i)at  c6  nic^t  üorfa|lic^  gctljan;  einen  oorfä^tic^  bcleibigcn;  x>cv\ä^Üi)z 
©ünbcn  :c.);  bie  Siorfä^Itc^fctt,  ba^  SSorfä'ljlicbfcin  ob.  -3cfd)c!)en  cincc 
Jpanblung  n. 

uorfcufjcn,  ttb.  jicr.  3««.,  ciium  etivaö— ,  oot  if)m  fcufaen,  \i)m 
cttimtJ  fciif5cnb  vorbringen. 

58orfid)t,  ro.,  üorftc^ticj  jc.  f.  uutec  Bor[c()cn. 

SSorfid,  f.  (pgl.  ©iel)  SBaffcrb.  bcr  nicht  im  Deid)e  liegcnbe  'Xbt'ü  be« 
®ieleS,  welcher  bte  @rbe  junäc^fl  cor  bcm  ©iele  ju  bcfcjligcn  bient. 

SJorfilbc,  a\,  eine  '^Cbleitungg;  ob.  S3ilbungöfilbe,  iveld)«  bem  Stamm* 
tvorte  uorgcfe^t  »virb  (j.  85.  bc-,  gc-,  cnt-,  er-,  t»cc-  ic),  cntg.  Stac^- 
[ilbc. 

oorftngcn,  iib.  jicl.  3>ü-  (alt()oc|b.  forasingau)  einem  etwaä— ,  ti 
vor  i()m,  in  feiner  ©egenn-art  fingen,  cg  ihm  ftngenb  vortragen  (einem 
ein  iiei  jc.  — );  auä)  ihm  et\va6  jum  ?0?ufier  fingen,  bamit  ev  eg  na^' 
finge  u.  lerne;  ber  S5oifan(^,  biä;t.  f.  ba5  ^i^orfingen;  ber  S^orfingcr,  tvet 
2(nbern  etivaö  vorfingt,  bef.  jum  Siac^ftngen ,  ölg  ®in3let)rcr;  ber  SSor- 
fänger,  tver  2(nbern  ftngenb  vorangeht,  ihren  ©efang  leitet,  inbcm  er  ben 
Son  unb  3:aft  angicbt  k.  (j.  S.  bcr  Söovfängcr  cincä  ©ing^org). 

oorfinfcn,  trb.  gicUof.  3nj.  m.  fein,  nad)  vorn  ju  ob.  vornüber  finfen. 

üorfi^cn,  trb.  jieUof.  3>v.  m.  {) ab cn,  vor  3(nbern  fi|en,  im  <Si|en 
ben  9\ang  vor  ihnen  haben;  tnSbef.  in  einer  ©t^ung  ob.  SScrfammlung  eine« 
SSereinö  ic.  bie  £)berf}el(e  unb  Seitung  ber  ^Angelegenheiten  haben  (fr.prä' 
fibiren;  gew.  nur  im  SJ?».,  j.  SB.  bcr  »orfi|cnbe  9?ic^ter,  it.  a(6  ^ir.  ber 
8Sor[i|cnbe);  bcr  SSovfil^,  bag  Söorfi^en,  ber  QSorrang  im  (Si|en; 
bef.  bie  S'berftelle  unb  ©efduiftöleitung  in  einer  ©cfeüfchaft,  einem  2tmtö» 
oerein  K.  (fr.  ^rdfibtum;  ben  fflorfi^  haben);  ber  SSorfi^cr,  tver  im  Soor? 
fi>  hrtt,  ber  SSorftVnbe ,  finno.  ^^orfleher  (fr.  ^räfibent);  \)Hi  SSorff^er- 
amt,  bie  S3orft^ci:)lclIc ,  -  würt>e  ic. 

S3orfommcr,  tv. ,  bie  bem  «Sommer  sunadjft  vorangehenbc  3<it)  ba« 
Snbe  beö  Sriif)ling§,  wenn  bie  SBtttcrung  fchon  fommcriid)  ;ft. 

Sorfovgc,  iv.,  bie  «Sorge,  iveld^e  man  im  vorauf  für  eine  ^erfon  ob. 
Sad)e  empfinbet  ob.  auf  biefelbe  venvenbet,  entg.  9?a^forge,  verf^. 
güvforgc,  (Sßorforge  für  3emanb  tragen,  b.  t.  für  fein  Sefleö  im  vorauö 
fcrgcn);  lanbfch-  f.  gürforge  (j.SS.  bie  SJorforge  ©ottee  für  feine  ©ef^öpfe); 
yorfovgen,  trb.  jicUof.  3»v.  (althod^b.  forasorgen),  ^JSorforge  tragen,  im 
voraus  für  etivaS  forgen  (gew.  nur  im  ^\v.,  j.  93.  ber  vorforgenbe 
3Crit  3c.);  vorfovcjlich,  S3tc.  u.  9i«).,  vorforgenb,  mit  ob.  auS  23orforge. 

äJovfpangc,  iv.  (alt:  gürfpan,  gürfpange)  eine  Spange  jur  S5e* 
fejTigung  unb  5ur  3ierbe  beS  ©ewanbeg  vor  ber  Srufl. 

vovfpanncn ,  trb.  ^iel.  3tv. ,  vor  etivag  fpannen ,  b.  i.  au6fpannen, 
fpannenb  ausbreiten  (j.  S5.  ein  Such  — ),  ob.  gew.  vorn  anfpannen  (3h3' 
Vieh,  ^fcrbe  k.  — ,  naml.  vor  ben  SBagen);  in  engerer  Scb.  feine  ^ferbe 
vor  eines  3(nbern  SBagen  fpannen,  fei  eö  aul  Pflicht,  ober  au6  ©efdUig» 
liit,  ober  für  SSejahlung  (einem  vorfpannen ,  f.  ».  w.  ihm  93orfpann  lei|lcn); 
ber  (ni^t  ba6)  iöovfpann,  -eS,  ^t.  -e,  ob.  oberb.  bie  SSorfpann  (gür« 
fpann),  baS  SSorfpannen  ob.  bie  SSorfpannung,  u.  baS  SSorgefpannte, 


1736  »orfpaven  — -  tjovfprengeti 

inöbcf.  ble  e'uum  frembeu  SBagen  üor^efpanntcn  ^fetbe  (SSocfpann  mtj'- 
mcn;  mit  S3ov[pann  fafjren);  ba()cr:  bec  SJorfpanntienJl' ,  pftt(^tmaptg  ju 
Icijtcnbec  äsoifpann;  bag  Jöorfpannpfcvb ,  9)?. -e,  als  SSoifpann  btcnenbe 
^feibe;  baö  SSorf^Jiinnwcfen ,  bic  ©cfammtfjcit  bcr  ©tnnc^tungcn  in  S5c= 
tccff  bcö  Sorfpaunö,  bcf.  juc  ^'.cförbetung  »on  Seamtcn,  treibe  in  S)tenjl« 
fa^cn  reifen;  bec  Siorfpanner,  wex  etwati  ijorfpnnnt;  bef.  Wix  93orfpann 
giebt  ob.  leiffet,  gew.  SSocfpänner;  bte  S5orfpannuiKi|,  ba^  SSorfpannen. 

üorrparen,  tcb.  jie(.  3w.,  im  forait^,  fik  bic  3ufimft  fparcn. 

SSorfpeife,  »v.,  gem.  ba6  95orcJTen,  bie  SSoffoj^ ,  f.  b. 

üorfpiegeln,  tib.  jici.  3w.,  einem  et  wag  — ,  eig.  eä  i^m  in  einem 
©piegel  ob.  aH  ©piegelbitb  üor  bie  ^fugen  bringen,  bal)ei-  uneig.  f.  ibm 
ein  58!enbiverf,  einen  taufd)enben  @d[)ein  «oc{)a[ten  ob.  jeigen,  il)n  burd) 
eitle,  nichtige  SSorj^eUungen  taufd)en  (j.  S5.  einem  gro^cö  ©tiicf,  Hoffnun- 
gen ic.  öcrfpicgcin):  bie  S^orfpiegeUmg ,  i^a^  S3orfpiege(n;  ba^  SSorge- 
fpiegelte,  ftnno.  S5(enbroecf,  3!aufcl}un9  (einen  bnic^  aUcclci  Sßorfpicgelungen 
füc  ctiraö  gewinnen). 

üorfpielen,  trb.  lid.  3».,  1)  einem  ettva^  -  ,  eg  üor  i{)m,  in  fei^ 
net  ©egentvact  fpielen ,  eö  if)m  auf  einem  ^^onmerfjeuge  vortragen ,  ba« 
mit  er  e§  {)öre ,  ob.  auö)  bannt  er  cö  nad)fpiele  unb  lerne  (einem  etwas  auf 
ber  S'öte,  auf  ber  ©eigc  k.  — );  uneig.  anä)  einem  etiuaS  alö  ein  Spiel, 
ein  SSlenbroerf  ic.  normadben,  finn».  üocfpiegeln;  2)  einem—,  im 
(Spielen  üorange^en,  it)n  anfüf)ven  ob.  leiten;  3)  ettvag— ,  im  vor; 
aui  9leic()f.  fpielenb  barjTellen  ob.  anbeuten;  bag  SSorfpicl,  ein  bem 
.^auptfpiel  yovangef)enbe^  Spiel,  fnöbef.  einleitenbe^  Stonfpiel  (fr.  ^rölu= 
bium);  fiir^cg  @cf)aufpiel ,  tvelc[)eg  üoi  bem  «^auptftürfe  gejjeben  wirb, 
entg.  Slac^fpiet;  uneig.  eine  ein  gröpeieä  ßceignif!?  einleitenbe  u.  an* 
funbigenbe  Segebcnfjeit  (j.  SS.  biefc  geinbfeltgfciten  waren  ba6  SSorfpiet  beS 
JtricgeS) ;  bet  5öorfpiclcr,  wer  '^(nberen  vorfpielt,  b.  i.  fte  im  Sonfpiel  an= 
fü()rt  ob.  leitet. 

oorfpinnen,  trb.  jiel.  ^m.,  l)  fpinnenb  f)etttocjiel)en  ob.  f)evt)orbvin; 
gen;  2)  fpinnenb  ob.  alg  ©efpinnjl  vor  etmn^  ausbreiten. 

oorfpi^cn,  trb.  jiel.  3w.,  t^orn  fpi|sen  ob.  fpi^ig  mad)en  (bic  ©d^öfte 
|u  bcn  S^abeln). 

ÜOrfprec^en,  trb.  3w.  (altf)o^b.  forasprehhan ,  f.  in  ber  3lebc  »orau6= 
fd){cten,  pniemiitere)  l)giel.  einem  etwaS  — ,  eS  öoc  i()m,  in  feiner 
©egenwart  fptedjen,  bamit  er  ii  f)öi-e  u.  glaube,  finno.  vorreben  (einem 
cid  üon  einer  <Sa<i}c  oorfpre^en),  u.  bef.  bamit  er  e3  nac(}fprecl)e  (einem 
ein  SSort,  ein  &ih(:t  jc.  — );  2)  jielloö  m.  Ijabcn,  a)  bei  einem  —,  it)n 
im  SSorbeige{)en  befud)en,  bei  il)m  t)orgel)en  (f.  b.),  um  ihn  ju  fpred^en; 
b)  (Don  fp redten  f.  einen  Caut  oon  fid)  geben,  vgl.  anfpret^cn)  vor  nnbern 
t>ernef)mbar  fein,  [mv.ii.  nortönen,  üorflingen  (eine  Orgelpfeife  ob.  ein  Son 
fpric^t  cor);  uneig.  au^  ocn  garben:  \)ot  anbern  f)ert)ürjled)en;  ber  fSoxt 
fprec^cr,  1)  n?er  ?fnbern  etivaS  uorfprid^t:  2)  lanbfc^.  f.  Sürfpred^er  (alt 
auä):  vorspreche,  93orfpre(]^  f.  Vertreter  Dor  ®eric^t,  Jtnwalt);  bie  SSor- 
fprad)e,  1)  (attfjo^b.  forasprahha)  olt.  f.  Söotrcbe ,  (jingang  einet  9iebe; 
2)  lanbfcfe.  f.  gürfpradje. 

oovfprengen,   trb.  3w. ,    1)  jiel.  itwai  —  ,  vorwärts  ob.  worn^in 


t)orfpriepcn  —  üocjic(t)en  IT37 

fpr«nä«n  ob.  fpringen  machen;  2)  jiedoö  m.  fcin,°fprengenb,  b.  t.  auf 
fpiingcnbcm  ^ferbc,  üoreilen. 

üorfpviepcn ,  trb.  jicUof. -J^p.  m.  fein,  fpric^enb  ,^um  SScrfdjein  fom* 
men,  gew.  {)cn)orfprif§tMi. 

üorfpvinqcn,  trb.  afeUof.  3w-  l)ni.  fein,  üonvärts!,  i^ornI)in  fpcin- 
^en;  {j^rooifpringen,  fprin^^nb  t)ct:\)Orfommcn  (bcr  oorfpringenbc  CiueU), 
uneig.  f.  üoivagen,  lucit  I)cr\Jortrcten  (ein  »ovfpvingenbcr  ^c(6;  "bcc  »oi- 
fpvingenbe  SQ5in!il  eincö  Scfiungewcrteö,  b.  i.  be|Tcn  ©pi^e  f)ert>orra9t) ;  ei- 
nem —,  im  ©princscn  juücrlfommen ,  i[)n  fpringenb  überf)o(en:  \i)m 
fprincjenb  i^ovangcf)!!,  ben  ©piiing  vor  i()m  tragen  (er  ifi  mit  üorgefprun^ 
gen);  2)  m.  i)abc\\,  einem  —  ,  vor  if)m,  in  feiner  ©egemrart  fprin- 
gen,  bamit  ev  nacl)fprincjcn  (evne  (ber  ZuvnUi^xtt  t)at  feinen  ©c^iilern  »or= 
gefpvungen);  ber  33orfprtnc\cv,  >r»er  'ifnbevn  vorfpringt,  b.i.  if)nen  ©prünge 
»ermaßt;  ber  Siorfprimg,  9)?.  -fpriinge,  1)  bag  25crfpringen  ob.  SSor? 
gefprungenfein,  inebef.  baö  3ut>crfommen  cb.  23orei(en  burcl)  einen  ©prung 
u.  übcvö.  burd)  fc^ncUccc  »t\r»cgung ;  uneig.  ber  einem  ?(nbern  ij6geiron= 
nene  33or^ug  ob.  93orrang  (einen  üöorrpning  üor  Semanb  l)aben,  b.  t.  tf)m 
öorauö  fein,  \i)n  übix^oU  ()abcn,  fo»Do()l  eig.  bem  JRaunie  naä),  ali  uncig.  in 
geijTtgen  SBeftrebungen  u.  S^otigfeiten,  ob.  in  ber  bürgerlichen  ©tcUung,  bem 
Siangc  it.) ;  2)  roaä  vorfpringt ,  tnSbef.  Canbni.  ba^  beim  SBorfcIn  am  »eis 
tejlen  naö)  oorn  fpringenbc  (.^ietrcibe,  tceld^eö  baö  fd^njerjtc  unb  befle  ijl; 
beim  aSrannttreinbrtnnen  f.  ü.  »r.  ber  5ßor[auf;  ein  üorfpringenber  ob.  l>or* 
ragenber  Sf)eit  (;;.  55.  an  einem  ^aufe). 

üprfpri^cn,  trb.  jiellof.  u.  jiel.  3«t>. ,  vorrcärtg  ob.  üotnf)in  fpri^en; 
f)civoirprigen. 

Oürfprojjen,  ttb.  jieUof.  ^w.  m.  fein,  gew.  ^erworfproffen. 

S^ovfpriing,  f.  unter  torfprtngen. 

üorfpitfen,  trb.  gietlof.  3it>-  m.  {jabcn,  gem.  f.  alS  geiflert)afte  ob.  ge- 
fpenjltifclK  (Srfd)einung  (®pu8,  f.  b.)  etmci^  Bufunftigeö  üorbebeuten, 
übcvi).  2}orjeid)en  einer  fiinftigen  S5egebenbeit  fein;  ber  SSorfpuF,  ein 
itWiVS  üorbebeutenber  ^piif,  ein  33or5eicl)en. 

üorflabcn ,  trb.  jicl.  3it>.  (»gl-  ftaben)  \>U.  f.  burf)|läb(id)  üorfpred)<n 
(einem  eine  (äibeöformel)- 

S5or|labt,  w.,  Wl.  ^jlä'bte,  ein  t?or  ben  !Jf)cren  u.  ü)?auern  einer 
<Stabt  liegenber  <Stabttf)ci[,  fowof)!:  bie  SSerjTabt  f.  bic  ©efammtfjeit  bcc 
ouferfjalb  ber  ©tabtmauern  liegenbcn  ©ebaubc  (in  ber  25crj^abt  trol;ncn),  Qt§. 
aui):  eine  9Sor|Mt,  TD?.  $Borfltabte  f.  bie  oot  ben  oerfd^iebenen  Sfjoren  lie= 
genben  ©tabttfjeile  (SSSien  i)at  mef)re  SSorfräbte);  ber  SSorfläbter,  SSeivoI)- 
ner  einer  93orfiabt;  t>or|läbtifc| ,  Sn?.,  bic  5öor|Iabt  betreffenb  ob.  ju 
berfelben  gel)orig. 

üorflammcln,  trb.  jiel.  3».,  einem  etivaö  — ,  ftammelnb  «erbrin- 
gen ob.  vortragen. 

SJorllant',  SSorflönber,  f.  unter  oorfle^cn. 

üorflarren,  trb.  jicKof.  3ir.  m.  ftaben,  flarr  ob.  ftarrenb  üortagen. 

oorflec^cn,  trb.  3».  1)  ?ieUog  m.  f)abcn,  eig.  jfedjenb  ob.  mit  feiner 
©pi^e  vorragen,  f)erüor-  ob.  burd)bringen;  in  weiterer  SScb.  übcr^.  fdiatf 
vorragen  (ia^tt  Sauf,  bie  SSorftec^ung  f.  baS  932ap,  um  »clc^eö  ein 
Jrummeö  ©lieb  in  bec  ©autenocbnung  an  einem  @nbe  weitet  t)crcortntt) ; 


1738  tjorjlecfen  —  üorjlcf^cn 

uneig.  t>or  anbcrit  -Dingen,  üorjugöJtJeife  [}ed)en,  b.  i.  ßinbuucf  auf  einen 
<Sinn,  bcf.  bai  ®cfic^t,  ob.  auf  bie  innere  (Jmpftnbung  ma6en,  in  üor* 
jügticbem  ©vabe  empfunben  ob.  tvaf)r3cncmmen  ererben  (ogl.  jle^en  u. 
l^ecüovflcdjen;  eine  "^avbc,  g.  S.  btc  ©runbfavbc  jlt(^t  vor;  ber  @t9en= 
nu^  fti(^t  bei  feinen  ^anblungcn  mcrfltdtj  cor);  2)  jiel.  etaniS— ,  vorf)er 
|^ed)cn,  fted)enb  vorbereiten  (ein  Coc^  — ,  um  mit  ber  Slabel,  bem  gaben  u. 
leichter  biird^jufommen);  ber  $öorflec^ort  (ogl.  Ort  1)  ©c^uljm.  ein  Drt 
ob.  eine  10)10  gum  2Sorjlec^en  ber  Cöc^er;  ber  SSorjlic^,  ein  vorder  gemad)- 
tcr  ©tief);  Jpüttennj.  ber  mit  bem  ©tid^cifen  gemad)te  erjtc  ®ti^  nac^  ber 
SBo(^en[döi(^t. 

Ü0vf!c(fcn,  trb.  üiel.  3»o.,  1)  et  mag  —,  V)or  etwa«  |Ie(fen  (einen  5Ra^ 
gel  —  ,  j.  S.  öor  ein  9?ab);  inäbef.  etam^  an  ben  oerberen  3!f)etl  beg  2ei= 
be§  ob.  ber  .SUibung  frecfen,  ficcfenb  befefligen  (fid)  eine  9label,  eine 
S3lume  ic.  — ,  b.  i.  üor  ber  SSrujI:  befcjiigcn);  2)  üornbin  flterfen,  in  eini; 
ger  Entfernung  uor  3«nianb  aufflecfen  ob.  errid)ten  (einem  ob.  fid)  ein 
3icl  — ,  bef.  uncig.  oon  bem  3iel  einer  gcifttgcn  SBeflrebung;  baö  üorgcftedte 
3iel  crrcid^cn  2c.);  ber  58Drftc(färmcl,  Ärmel  mit -J^onbEraufen ,  wtltijt  »or 
ben  ^cmbgärmeln  angeftcdt  Jüerbcn;  bie  $öor|lccfbluuie,  -xofc  u.  bgt. ;  ber 
SSorjltecfla^,  ein  fteifer  2a^,  ber  »or  bem  5)Ziebcr  mit  ©d^niirriemen  befeftigt 
wirb;  ber  S3orjIccfnac\cl,  ^pflüct  2C.;  ber  S^orjiccfcr,  l)  irer  etivaS  vor; 
l^edt;  2)  ivag  üorgcflecft  ivirb,  j.  S.  ein  S^orflcdnagcf  jc;  oberb.  (gür^ 
jlcctcr)  f.  SSorftecfraö;  bie  $Sotflcc!ung ,  ha^  SSorflecfen. 

üOvfld)cn,  trb.  jieUcf.  3m.  m.  (}aben,  (aUt)0(^b.  forasie'n)  1)  md)  vorn 
ju  ob.  f)en)or  |!ef)en,  vorragen  (j.  95.  baö  >&au§  |ict)t  weiter  vor,  aI6  bie 
übrigen);  feiten  uneig.  f.  fid)  aug,5eid)nen,  »or^üglid^er  fein  (lat.  praestare), 
cntg.  nac^  liefen;  2)  vor  einem  ©egenftanbe  ffef)en,  bavor  ob.  vorn 
ftet)en  (3ä'g.  ber  v^unb  jtef)t  vor,  b.  i.  er  bleibt  vor  bem  aufgcfpürten  ^afen 
ob.  gcberjuilb  fo  lange  pelzen,  big  fie  gc[c{joffcn  werben),  bcf.  baS  SOI«?.  Vor- 
ftefjenb  (j.  «8.  ba^  vorjtcf)cnbc  STitclfupfer,  b.i.  wel^cö  vor  bem  Sitelbtatte 
ilef)t),  aud)  f.  in  einer  ©d^rift  vorangci^en,  vorf)er  genannt  ob.  angeführt 
(j.  33.  bie  vorftcf)enben  ffiemerhingcn,  ©rünbe  jc.);  alt  u.  lanbfd).  f.  fid) 
perfontid)  vor  3«ntanb  j^cllen,  bcf.  vor  @erid)t  erfdieinen  (oberb.  für ^ 
ftef)n;  m.  fein,  j.  $8.  i>k  ^arteten  finb  {)cute  vorgeftanbcn);  uneig.  f.  bem 
©eijle  vorfd)n)eben,  al)nben  (eö  flel)t  mir  vor  jc.);  3)  einer  (Sadje  ob.  eis 
nem  93erein  von  ^Pcrfoncn  — ,  vorgefe^t  fein,  bie  3l'iifftd)t  barüber  fiil)^ 
ren,  fic  leiten  ob.  vcrtvalten  (einer  Tfnflalt,  einem  3(mte  —  ;  feinen  @efc^ä'f= 
ten  treu  unb  fleißig  — ;  einer  GJefcllfd)aft,  einem  ®cri(!^töl)ofc  K.  — );  ber 
SSovftc()cr,  bie  SSorllc{)cnnn,  tver  einer  @ad)e,  einer  ^(nflalt  k.  vorftef)t, 
finnv.  SSorgcfc^ter,  i(uf\il)ev,  SSenvalter  (j.  93.  Äird)cn=,  @(^uloorflel)er  ic); 
SSor1ite{)cr  aud)  f.  ein  vorfI'e()enbe§,  b.  i.  vorragenbeg  2^ing,  inebef.  f.  bie 
S3or(Icl)evtrÜfe,  3(nQt.  iwci  runbc  S)rüfen  unter  bem  Jpalfe  ber  .^arnblafe 
(lat.  prostatae);  bai  ä5üificl)cvamt:  bie  Sior|lci)crfd)aft,  1)  bie  (Sigen^ 
fd)aft,  ba€  iimt  eineö  $yor)lef)er& ;  2)  bie  @efammt()eit  ber  93orfle()er 
einer  3Cnftalt  ?c.;  —  ber  23or|lanb,  -eä,  '?}?.  ^fld'nbe,  1)  baS  9}orflel)en: 
feiten  f.  Söorjug,  X5orred)t;  alt  u.  lanbfd^.  f.  ba6  (5rfd)einen  vor  ®erid)t 
(einen  SScrftanb  l)aben  f.  ftd^  perfönli^  vor  ©cric^t  fteUen  müjfen);  2)  baS 
3Sorjle()enbe ,  inöbef.  lanbfd^.  »vag  jur  @id)erbeit  für  eine  (B(id)e  ffc^t  ob. 
niebergclegt  ijT,  Unterpfanb,  S3ürgfd)aft  für  ein  anoertrautcö  @ut  (cig. 


vocftcigen  —  üorfleUen  1739 

^ürflanb);  bie  ©efitmmt^eit  ber  S.^or)lc()ec  etncc  "iin^aU  ob.  @efeU= 
[c^aft;  übccb.  aini)  ber  einjeln«  SSorjle()ec  cincc  S5f()örbe,  ©cmcinbe  ic. ;  bec 
SSorllönber,  1)  oU.  f.  23ovj!el)ec,  üoifle()cnbc  ^ecfon ;  2)  govftiü.  junge 
2aub()0l^bä'umc,  welche  man  bei  2(btrctbuii9  beö  Sc^Uigfiofjce  jum  üinftigcn 
^(nivuc^fc  flcljcn  (afTt,  anij :  £>bevjltä'nber. 

üorfleigcn,  u-b.  jiellof.  3w.  m.  fein,  1)  üonva'rtg,  \)oi-nf)in  [leigen; 
•2)  \)or  einem  '2(nbern  fleigcn,  bamit  et  nad^fteigc;  bcc  Sßorllciger,  »rev 
2(nbecn  üorfleigt. 

üorjieücn  ,  ttb.  ikl  ^\v.  (in  bct  älteren  ©pra(!^e  nid^t  übtid^)  1)  ettva^ 
üonvavtö  ob.  vovn()in  fidlen;  2)  etwcii  üor  einen  ©egenftanb  ()in  fleüen, 
baüor  fleden  (einen  ®tiii)(,  einen  Sift^  k.  — ,  näml.  ooc  bie  Si)ür,  oor  baö 
S5ett  jc);  -i)  i^ov  3«'Tianbi?  '^(ngeftd)t,  i()m  vor  2fugcn  [teilen,  finno.  bav? 
ftellen,  inöbef.  eine  ^erfon  einer  ob.  niel)ren  anbern  —  ,  b.  i.  t)orfüf)fen, 
etnfüf)ren,  um  fic  perfönlid)  befannt  jii  machen,  ju  empfefjtcn  ic.  (einen 
gcemben  feiner  gamiü'e,  einer  ©eftUfi^aft  3C.  —  ;  einen  bcm  Äönigc  — ;  fi^ 
bei  Jg)ofe  öorflellen  (aJTen ;  fic^  einem  3(nbern  in  einer  ©efellfc^aft  uorfteUen 
laffen;  einen  ^rebi^er,  Seamten  2C.  bcr  ©cmcinbc  ob.  ben  Untergebenen  — ; 
einen  jur  2Ba()(  für  dn  2fmt  jc.  — ,  fr.  präfcntiren);  bal;er  in  meitcrec  u. 
unei^.  Seb.  4)  bie  (^eftalt  ob.  55efd)affenf)eit  einer  <Bad)c  ob.  ^erfon 
waf)rnef)mbar  niad)en  a)  fi'tr  bie  ffnnlid)e  '^Cnfdiauung ,  ba(;er  f.  flbbilben, 
jeid)nen ;  bii  aber  eine  '5)evfon ,  einen  ßharafter  nad)al)menb  barjtellen, 
eine  9?olIe  fpielen,  gem.  mad)en  (j.  25.  bcr  ©d^aiifpider  fleUt  einen  Äönig, 
einen  ©eijigen,  einen  3?äuber  jc.  üor);  auä)  übevf).  etivaö  — ,  f.  ben  (Sd)ein 
einer  <Sad)e  ob.  (5i9cnfd)iift  annehmen,  fid)  ein  gennffeg  2(nfef)en  geben, 
fid)  hilf  getviffe  "iUeife  benehmen  (j.  35.  etitjaö  ©rcpcö,  ajorneijmcö  jc.  üor< 
fteUcn  wollen);  bal)cr  aud):  af5  anbeiitenbeg  3fid)en  bie  ©teile  be6  ivirf; 
iidjen  öiegenftanbe:?  vortreten,  etivaS  bebeuten  (j.  S3.  biefe  ßinien  [teilen 
gtüfTe,  biefe  ^"»unftc  ftcUen  ©tcibte  oor,  ii.  bgl.  m.);  h)  für  bie  geiflige  3(n; 
fd)auung  ettva^  anihrne()mbar  ob.  erfennbar  mad)en:  einem  et  wag  — , 
if)m  eine  an[d)au[id}c  ßrfenntnif^  bavon  ju  geben  fudjen  (j.  33.  i^  [teilte 
\i)m  ben  9lii|cn,  bie  ©djablidjfcit,  bie  Unmöglic^feit  ber  ©a^c  cor),  inöbef. 
f.  i()m  eciva^  f^n  ®enuitl)e  fiil)ven,  jU  envagen  u.  jii  fce^erjigen  geben 
(einem  fein  Süergeljcn,  bie  {^olgen  feinc6  Ccic^tfinng  jc.  — );  fid)  (mir)  et- 
wai  — ,  e6  gleid)f.  vor  feine  <SeeU  hinftellen ,  e6  ftd)  im  ©eifre  üerge; 
gemva'rtigen ,  finno.  ficf)  envai  benfen  t^.  35.  ftellc  bir  meinen  Bäjtcd  cor; 
iil  iann  mir  feine  grcubc  barübcr  üorflcUen;  baö  l)attc  xäj  mir  nii^t  oorge^ 
ftcUt);  übctt).  eine  2üal)rnehmang  ob.  ßmpfinbung  jii  einem  von  bem 
unmittelbaren  finnlid^en  (5inbrucf  unabhängigen  ©ebanfenbilbe  ücrgeifli; 
gen  u.  baöfelbe  alö  ©gcnthum  beg  beanifften  (^ieifteö  fefl^alten  (ji  35.  ficö 
einen  35aum,  eine  SBlumc  jc.  »orflcUen;  man  mufä  fid)  bie  Singe  [o  üorftel* 
Icn,  wie  [ie  wirüi^  [inb); —  2f&leit.  yortlcllbar,  3Sto.,  Wdi  üorgeftellt 
»erben  f'ann,  in  [innl.  u.  geift.  33eb.;  bie  SSorflellbarfcit;  bcr  SSorfrellcr, 
tret  etipaö  vor[lellt,  b.  i.  für  bie  [innl.  2(nfc^aiiung  barfteUt  (j.  SS.  auf  bec 
a5üf>nc);  OorfieUicj,  .35iv. ,  üorftellenb,  eine  Sßorftellung  gebenb  ob.  t)er? 
Dorbringenb,  nur  in  ber  SJebenöart:  einem  etiraS  ^)or ftellig  mad)en, 
f.  e6  il)m  Dorflellen,  il)m  eine  ^ßorfleUung  bai>on  mad)cn:  bie  Sorflel- 
(ung,  Wl.  -en,  1)  bag  Sßorf^ellen,  bie  ^anblung,  ba  man  etiva»  ob.  3«- 
manb  voiftelit,  in  allen  33eb.  (j.  S.  hk  SSotftellung  eineö  gremben,  eines 


n40  üorjiemmen  —  t)or|!open 

aScamtcn  k.);  tnßbef.  bie  SSorfJeUung  ctn«S  ©djaufpicle^ ,  bie  anfitautidje 
2)ar)leaun5  menfcf)[iclKr  v^anblungcn  auf  bec  (S(iaubiif)nc  (ber  SSorpel= 
lun^  ctiKö  ©d)üufpierc§  benrofjnen;  tn  bie  23or|leUun9  9et)en;  »iebcr^otte 
ÜBovftcUungen  cineö  ©tuctcö);  ciii^  bie  ^anblitn,^,  ha  man  einem  ober  ftd) 
«nvag  üOifleUt  (meine  Jßorflellung  war  bei  i()m  oeräcblidf) ;  bie  SSorjteUung 
fetne§  ©lücfeö  mcidjt  miö)  fe(b|t  flliictric^);  2)  bag  ?D?ittel,  bie  9iebe  ob. 
@d)nft,  tvobui-di  man  einem  etirag  t^orjTeUt,  b.  i.  erfennbar  mad)t,  ju 
ertragen  ob.  ^u  bei)er5i3cn  §iebt,  u.  bn^  auf  fold}e  SBeife  23or3ejlteüte 
felbft  (einem  nad^brüctiic^e  Scrflellungen  mad)cn;  eine  SSotfrcUuna  bei  ber 
^Regierung  einreid^en ;  meine  SßöcfteUung  ijl  unbeantiroutet,  unberüctfic^tigt  2c. 
geblieben);  3)  b(i^  im  &ci\te  23oige[leUte,  bie  innere  ^(nfd^auung  (fid^ 
eine  23orfteUimg  von  etwaö  mad)en) ;  ba?^  im  beiüufften  C^ciji  feftgefjaltene 
®ebanfenbt[b  einer  ä'uferen  ob.  inneren  ^Bahrnehmung,  jnniü.  S5e griff, 
wetdjes  eine  jit  ber  55orm  ber  5£Ugemcin{)cit  er{)obinc  ffiovficUimg  be^ei^net, 
{bk  SSorjleltung  ijl:  ba6  ,15en!bi(b  bc§  ©egenftanbeS;  bev  Segriff  ik 
©cbanfenfovm  ber  ©attimg;  eine  SSorfteUung  üon  einer  ©at^e  (jaben;  ri^tige, 
beutlt^c ,  ob.  unrii^tige ,  unffare  ffiorffeüungen  ^aben ,  fic^  machen  ob.  hiU 
benn.);  bie  S^OVllcUungäntt  ob.  -ipcifc,  bie  JCrt  ob.  SBeifc,  \vk  man  etwa« 
»orjlellt,  ob.  cg  fidi  üorfleUt;  bie  ä^orficKungöfraft  ob.  baö  5ßor)leüun3§# 
vermögen,  bk  Äraft,  baS  Vermögen  beg  ©ciflc^,  fic^  ettt5aS  voraufieUen  ob. 
SSorfteUungen  ju  bilben,  b.  i.  bie  finnlic^en  9Baf)rne()mungcn  S"  ©cbanEenbil-- 
bern  ju  »crgeiffigen. 

üorfiemmen ,  trb.  ^iel.  3m. ,  vonvart^ ,  ob.  vor  etwa^  jlemmen  (bog 
Sein  — ,  eine  ©tii^e  — ). 

SSorjtenge,  tv.,  ©c^iff.  bie  ©tenge  beg  Sccfmajleg,  au^-.  «ßormar«- 
jlenge. 

öOV)leuern,  trb.  jicUof.  3w.  m.  fein  (o.  lieuern  1.)  »JoriDartö  jleuern; 
fleuernb  juworfommen. 

Söorj^eüen,  m.,  f.  ».  ».  23orberflcv>en,  f.  ©teocn. 

aSorjlId^,  m.,  f.  unter  »orjlei^cn. 

üorj^immcn,  trb.  jiellof.  3n?.  m.  {)aben,  vor  2(nbern  fEimmen,  b.  i. 
feine  ©ttmme  früfjcr  abgeben. 

J)orllö()ncn,  trb.  jieUof.  3w.,  einem  --,  vor  t()m  jlöijnen,  if)m  etma^ 
flö()nenb  vorbringen. 

yorfiöpfen,  trb.  jief.  3w.,  vor  ctnai  fiopfen  (j.  S.  SBerg  —  ,  uor  eine 
Öffnung). 

üorpren,  trb.  jiel.  3w-  >  fiörcnb  vonvä'rt«  ob.  f)ervor  fd)affen. 

üorft'opcn,  trb.  3».  (olt{)oc^b.  furistuzan)  1)  jiel.  vonvartS,  nad}  vorn 
5U  ffopcn  (einen  —  ;  etioaö  mit  bem  guße  jc.  — );  jlofcnb,  burd)  einen 
<Sto^  vor  etwai  l)in  betvegen  ob.  fcl}affen ;  uncig.  f.  vor  etiva«  fe^en  ob. 
befefligen  (leere  SSlotter  — ,  »er  einem  Sud^e);  f)ervorra3cn  mad)en,  etvoci^ 
fo  anfe^en,  bafä  eö  vorragt  (©^ncib.  einen  ©aum— );  2)  jieUog  m.  fein, 
vor;  ob.  i)crvürragen :  alt  u.  lanbf^.  f.  unüermutliet  begegnen,  ftc^  ereignen 
(ogl.  aiif=  u.  jufto^en);  ber  58ürftop,  1)  ein  <Stop,  burd)  »vcldien  ettva^ 
vorivärtg  beivcgt  n)irb;  2)  ettvag  SSorgejTopeneg  ob.  SSorjTopenbeg,  inßbef. 
.^anbttj.  eirt  vor j!ef)enber  ob.  {)ervorra3enber  Zi)iU ,  j.  S3.  (©c^neib.)  beö 
guttcrß  ob.  ©aumcö;  in  ber  SBienenjud^t  f.  v.  tt5.  hai  S3ünvad)S  ob.  <Stopf- 
voad)^  (f.  b.). 


ttorjlottfrn  —  SSorjiufc  1741 

öorjlottern ,  trb.  jtel.  3». ,  einem  et»üaä— ,  ftotternb  wocbringett 
ob.  ooctra^en. 

üorjlrabtcn,  trb.  jteUcf.  3n?.  m.  tiaben,  l)ervorflraf)[en ;  t>ov  2(nb<rn 
f!riif)(en,  ci^.  u.  uncig.,  finno.  fte  uber(lraF)ten. 

SSorjirant',  m.,  bec  Doibev»',  nupcrfl^e  '^i)i\l  beg  «Stranbeö. 

yovflväubcn ,  tth.  jicl.  3»f.,  nad}  v^ovn  ju  jirauben,  flraubcnb  ocr^ 
ixnü-tS  rid}tcn. 

oorflicben,  ti-6.  jicUof.  3u\  m.  Ijabeii,  Dovwärtg  fJceben;  7(nbern  ju^ 
wocjufommen  jlvcben. 

ÜOrftVCCfcn,  tlb.  gid.  3>t).  (a(t()Ocfeb.  furistrecchau)  1)  f)erüor  ob.  )JOt- 
wavtS  ftvcrfen,  nad)  t>crn  ju  »uiöflrecfen  (j.  58.  bic  äungc,  bie  3Ctmc  — ); 
2).üoi  etiva6  frvecfcn  ob.  auöbveiten;  ."])  (o.  jltc et cn  f.  reichen,  barrci= 
(^cn)  einem  edvaö  -  ,  (cilien,  alö  £)arlel)n  geben ,  finno.  t>ocfd)iefen, 
jcbod)  nur  von  ©adjiu  u.  btf.  ooii  flcincrcn  ®elbfu;iimcn,  fofcin  bcibcö  in  bcr- 
fctbcn  Äi't  u.  ijlcic^em  Söcj:f()c  in  fiirjem  iPtebcr  ciflattct  »pcrbcn  foU  (einem 
i(i)nZi)Cikv,  bic  ^'oftcn  2C.  —  ;  oberb.  fiifftvcd'cn,  aud)  bor jlverten); 
obcrb.  aui)  f.  baran  ft|cn  ob.  »vcnben  (®elb  iinb  ®ut);  ber  SSorfirecfer ; 
bie  23ürllvc(func|. 

Dovflrcid^cn,  trb.  jicl.  3»».)  1 )  Donud'rt^,  nad)  vorn  ju  ftreid)cn  (bic 
.:g)aarc);  2)  vorn  an|lteid)en,  b.  i.  mit  einem  ©tridje  bejeidjncn  (ein 
SJBort,  eine  ©teile  in  einem  95ud)e  — );  3)  vor  einem  2Cnbern,  in  feiner 
©egenivart  ftreid^en  (einem  itwaö  auf  ba-  (Sjdgc  — );  ber  Söorflric^,  ein 
vor  ctwa^y  ob.  am  vorberen  Zi)i\U  einer  ^<id}c  gemad)ter  ®trid);  ©c^loiy. 
bic  nic^t  tiefen  ©infi^nittc  an  bcc  uorbcrcn  gfac^c  bcS  Sc^liiffclbartcö. 

vorflrcifcn,  trb.  gieUof.  3>i>.  m.  fein,  flreifenb  (auf  einem  ©trcifjugc) 
vorbringen. 

oorflvciten,  trb.  jiellof.  3w.  m.  l)aben,  im  ©treit  ^l'nbern  vorangehen 
ob.  ein  ^['^ufter  ^ur  5^ad)a^mun5  geben ,  [innv.  vorfampfen ;  ber  SSor* 
jlrcitcr. 

oorftreuen,  trb.  giel.  3»d.  ,  vor  etivaS  ob.  3«nianb  {)in|!reuen  (bcm  ge= 
becüief)  ^iittcr  — ):  bie  S>orjlreuun3 ,  1)  ba^  93or|^reuen;  2)  im  35et(fe= 
bau:  iai  ©trol)  ob.  3ici6f)olj,  womit  bic  @rbc  beflreut  ob.  bebcctt  »rirb. 

58orjlvid),  m.,  f.  unter  oorjtrcidicn. 

üovjlricfcn,  trb.  gieUof.  u.  jiel.  3>v. ,  1)  einem  — ,  vor  ibm  ffricfen, 
bamit  et  cö  fe^c  u.  lerne;  2)  etn^aö  — ,  am  vorberen  Zi)t\le  neu  flricfen, 
vorn  anjrri(fen  (einen  ©trumpf  — ). 

'    vorjirömen,  vorftrubdn,  trb.  jicUof.  3>o.  m.  fein,  f)ervor  jlrömcn, 
jltrubeln;  vonvärt^  ftrömen,  ftrubeln,  flromenb  2C.  vorbringen. 

SSorftubc,  re.,  vorbere,  vor  einem  anbern  ©emad)  beftnbiidje  <Stube, 
getv.  33orjimmer. 

SSorflürf,  f.,  ein  vorbere^,  vor  anbern  befinb[id)eö  ®tücf,  ingbef.  ©c^iff. 
bie  beiben  oorberjlen  .Äanonen  gunad^fl  am  SSorbcrflevcn ;  in  SSiid^crn:  3CUe§ 
voai  bem  Jpaupt=Sert  eineö  SBu^cö  vorangeljt,  al6  SSorrcbe  ob.  SBibmung, 
3nl)alt6angabe  jc. 

S3orftufc,  IV.,  1)  eine  vor  etivag  beftnbnd)e  ©tufe;  bef.  bic  erfte  ob. 
eine  ber  erjlen  @tufen,  auf  «»eichen  man  gu  cttraö  gelangt,  cig.  u.  uneig.; 
2.  (-0.  ©tufe  2.)  Sergiv.  iai  mit  bem  ©tufeifen  gehauene  ?od),  in  roelc^eö 
bann  ein  Äeit  jur  Söfung  bcö  ®cftcin6  getrieben  wirb. 


1742  ttcrftiSrnpern  —  l8ortf)ett 

toorflüm^ern,  trb.  lid.  3».,  einem  etwas  — ,  ftumperFjaft  t)ormarf)en, 

öortragen,  yorfpielen  jc. 

oorjlüvmrn,  trb.  glellof.  3»-  m.  [ein,  f)ervoc  ob.  i^crroa'rtS  llürmen, 
ftücmcnb  ob.  fliirmtfd)  verbringen. 

üorllür^cn,  1)  jitUcö  m.  fein  ob.  liictj. ,  f}en^cr  ob.  t>orwart6  jiurjen, 
fiürjenb  ob.  im  (Stiir5  vorbringen;  vor  etiraS  {)in  flurjcn;  2)  jict.  et; 
roaö  — ,  vor  etiva6  ftür^en,  b.  i.  mit  .&cftig!eit  niebcrrccrfcn. 

vorfudbcn,  trb.  3it>.  1)  fni.  cttoa^  — ,  gem.  f.  f)crvorfucf)en  (j.  S. 
etrco^  unter  bcm  Sifdie  — );  2)  jicUoö  m.  f)abcn,  Sag.  f.  mit  b^m  Seit- 
!)unbe  vor  einem  »^ol5e  (linjie^en ,  um  ^u  fefjen ,  wag  für  SDBtlb  im  getbe 
gcwcfen  tft;  baf;er:  ba§  S3ürfurf)cn  ob.  bie  S^orfud^c. 

25ovfut>,  m.,  1)  ber  erfle,  vorläufige  ©üb,  ba^  er|!e  (Sieben;  2)  tvaö 
vorläufig  ob.  juerft  gefotten  tvirb,  inebef.  in  SSitriolfiebereien :  bie  biö  ju 
einem  gciüiffcn  ®tt)alu  angcfottcne  wUbc  ffiitrioUauge. 

23ovfumpf ,  m. ,  ?Bergn?.  eine  23ertiefung  in  einer  ®rube ,  in  welker 
fiel)  ia^  bur(^  sRcI^ren  ab^uleitcnbc  SBalTer  [amnielt:  vorfümpfen,  trb.  jiel. 
3»t». ,  SSergw.  einen  ©nbruci)  in  bet  5}?itte  ber  @ol}le  eineg  abzuteufen; 
ben  @d)ad)teö  mactcn. 

üortänbdn,  trb.  jieUof.  u.  jiel.  3tv. ,  einem  — ,  vor  i^m,  in  feinet 
©egenirart  tänbeln ;  i()m  ettvag  tänbelnb  ob.  fpielenb  vormad)en. 

üovtan^cn,  trb.  giellof.  u.  liel.  3it».,  1)  voran  tanjen,  2(nbern  im 
2!ßn5e  vorangel)en  ob.  fie  anleiten,  ben  S^anj  an^  ob.  auffüf)ren,  (er  tanjt 
vor;  einen  Sanj  oortanjen);  2)  einem  — ,  vor  if)m,  in  feiner  ®egen- 
ivavt  tanjen,  bamit  er  cö  fel;e  u.  lerne  (einem  allerlei  San  je  — );  3)  ei; 
nem  — ,  il)m  tanjenb  juvorfommen;  ber  SSortanj,  1)  bat''  SSortanjen 
(1);  2)  ein  vorgängiger,  einleitenber  Sanj:  uneig.  gem.  ein  einem  6r; 
eigniffe  vorangef)enbcr,  baöfelbe  vorbcreitenbcr  ob.  anfünbigenber  S3orfall, 
vgl.  58orfpicl :  ber  S3üvtän5cr,  bie  $yortän5cvinn ,  jver  7(nbern  vortanjt 
ob.  einen  iJanj  anfüf)rt. 

25ortl)cil,  m.,  -eg,  5!)?.  -c,  (mit  gefdjärftcm  o  gcfpr-,  vgl.  vor;  im 
7iÜi)oä)\>.  ncd)  nidjt  übli^;  feit  bcm  14.  3al)rl).  bai  ffiortcil;  oberb.  ber 
SSortail,  gem.  vcrE.  23ortcl,  S3crtl,  9K.  23örtl;  niebcrb.  SSorbeel;  fc^ireb. 
fö'rdel)  1)  eig.  ber  vor5Üglicl}fre  2;i)cil  ob.  3fntl)eil,  bci^  bi\ie  ©ti'irf,  »va^ 
man  v,or  ^Tnbevn  vorauf  f)at  ob.  3ugetl)eilt  erbält,  bef.  bei  @rbtf)etlimgcn 
(j.  S5.  obcrb.  bir  SKanr.öü ortet,  reaö  bie  ©ebne  ber  ©betleute  oor  ben 
Softem  uoraus  befamen);  bal;cr  2)  ber  23or5ug,  ben  man  in  3(nfel)ung 
feineg  Suftanbeg  ob.  feiner  23efd)affenlH'it  vor  ?Cnbern  f)at,  bie  giinlligere 
Sage,  vgl.  baö  belfere  S{)etl,  cntg.  5tac^tf)ci(,  (gegen  Semanb  im  Sort^eile 
fein;  fid)  im  9Sortl)eil  befinbcn;  feinem  ^einbc  ben  5Sortl)cil  abgewinnen;  ftc^ 
ju  feinem  23ürtl;eile  vcränbern ,  cor  Semanb  aufijcic^ncn);  3)  in  »eiteftcr 
S3eb.  alles,  ivaS  un6  gut,  nii^licl),  forberlid}  ift,  5U  unferm  ^o{)l  ob. 
S5eflen  gereid}t,  von  ivcitcrer  S5eb.  alö  bk  finnü.  (55eunnn,  5^u^en,  entg. 
?Ha6)Xi)iH,  ©c^aben,  fo>Po()l  (fubicctiü) :  ber  (Selvinn  ob.  ^'iu^en,  »veld)en 
man  ()at,  ineOef.  ber  (Ertrag  ob.  llberfd}ufS  beim  ^anbel  u.  (55eiverbe 
(feinen  SSorttjcil  bei  ob.  von  feinem  ®efd;äfte  l)aben;  itwut  mit  93ort()eit  oer? 
laufen;  auf  feinen  93 ort^eil  fet)en;  etwaö  beS  SJ-ortljeilö  wegen  tl;un;  tttva€ 
jum  93crtl)eilc  bcö  ©taateS  tb«n,  f.  v.  w.  gum  fficften  :c.;  eine  ©ac^e  bringt 
ob.  gew(ät)tt  uns  93ortf)ci(  ob.  25ortl)eile  zc);  alö  aud^  (obicctio):  b(i$  ®e* 


S5ortl)ici;  —  tjortragcn  1743 

»tnnbringenb«,  bie  förberlldje,  nü^lirfje  ob.  giinffige  S3efcf)affenheit  ob. 
©iäcn|'d)aft  «incv  <^a(i)e  falle  S)ortf)ci(c  ctncc  Sac^c  in  "dd)!  nclimcn,  bc 
nu^cn  IC. ;  bte  S3oct(jcf(c  feiner  ©tellung ;  btcfeS  Sonbgut  fjat  oiele  S3ort()et(c); 
ingbcf.  ein  hk  "Ktbdt  ob.  baö  Unterncf)men  2C.  föcbernber  u.  crleic^tcrnbcc 
«^anbgciff,  Äunfl^griff  (j.  58.  ein  .!^anb»r  er!öoort  ()ctl;  bcn  Sortf)et( 
irifTen,  tennen  ;c.;  alle  83ortf)cilc  gelten  cb.  finb  erlaubt  ic);  —  2fbUit. 
O0rt{)ci(cn,  untvb.jtcaof.3ra.m.  f) ab cn  (gem.  üerE.  oort^ctn)  alt  u.lanbfc^. 
l)  f.  93octf)cif  bringen,  nii^cn  (c6  oortf)ct(t  tl;m  jc);  2)  auf  feinen  93or= 
tt)i'ü  bebadu  fein,  eigennii^ig  f)anbe(n ;  3)$8crtbci!  üon  ctwaS  5if()en  (fr. 
profitiien;  einen  uon  ctwaö  uoit^etleu  laffen);  lHn'tl)cin)aft ,  Siü.,  1)  2Sor^ 
ti)c\l  gcivabrenb,  gcivinnbringcnb,  finno.  nü^Üd),  einträgiic^  k.  (ein  ttor= 
tl)ci(^afte6  ®efd^äft;  ctrcae  vort(;ei(()aft  üei!.iufen);  in  ireitercr  Seb.  5U 
einem  ^wcdi  »orjuglid)  geeignet,  günfiig,  angemeffen  (j.  58.  bte  x>otti)üU 
t)aftc  Sage  eine6  Ditc6;  ia^  oortfjeil^aftcfte  Sic^t  für  einen  SKafer);  JU  ^e- 
manbg  Soften  ob.  ®unjlten  geveid)enb,  gunftig  (ein  üört(;eil()aftcs  Äußeres 
l)aben;  tjort(ici(l)aft  ton  3cmanb  fprc^eu;  eine  üortf)cil()afte  SQJcinung  ton 
it)m  Ijaben;  in  einem  üorttjeilfjaften  Sichte  crfe^cinen);  2)  ü(t.  f.  feinen  93or- 
tbeil  fud)enb  ob.  barauf  bebad}t,  eigennii^ig,  fe[bftfiid)tig  (fr.  intereffirt), 
in  icelcl^cr  i8eb.  obcib.  Ü0rt()ciltg  (oortailig,  ouc^  f.  unbillig),  c()em. 
au(^:  üortl)cinfd);  bie  SSortl)eil^aftl9fcit,  baS  9?ort^ei[^aftfein,  bie  vor- 
tt)eilbaftc  S3efd)affcnl)eit. 

93ortt)icr,  f.,  Sag.  ein  2'()icr,  ix)c(d}e5  anbern  feiner  ?(rt  üorangef)t  ob. 
ftc  anführt,  bef.  tint  fotc^e  öemfe. 

i>crtl)un,  trb.  jici.  3>t>.,  gem.  1)  üor  etroaS  tf)un,  b.  i.  legen,  anbrin^ 
gen,  befefligen,  bef.  vor  ben  eigenen  ßeib,  oerfdEj.  »ormac^en  (eine 
©djiirjc  —  ,  b.  tcrbinben) ;  2)  'ocxbtx ,  früf)er  tf)un  (fpric^w.  oovgett)an 
unb  nac^bebac^t  l)at  SOfaiic^en  in  grojj  2eib  gcbra^lt) ;  3)  fid}  — ,  gcnj.  ftd) 
I)ert)ort^un,  b.  i.  fid)  dii^jeidjnen. 

v8ovtl)ür,  \v.,  bie  vorberc  ob.  aupevc  Shuc  oon  2)oppeItf)ürcn. 

SSorticgel,  m.,  in  ©eigerljütten :  ber  ^^iegol,  in  ire(d)en  fid)  tn^  5ßerE 
fammelt  u.  auö  ^reldiem  ee  in  fupfernc  Pfannen  gcgojfen  iniib. 

♦üortöncii,  trb.  jieUof.  ^\r>.  m.  (;aben,  vor  anbercm  tönen,  einen  jTar^ 
feren  2!on  haben,  finnu.  übertönen :  auc^:  lun-an;  cb.  ocrau'otönen ,  tc- 
nenb  vorangehen. 

»ortrabcn,  trb.  jieUof.  ^\v.  m.  fein,  einem  — ,  vor  i()m  ^er  traben; 
in  feiner  ©egenroart,  i()m  5um  2)?u|lcr  traben;  i^m  im  '^tabe  juvor; 
fommen,  vorreiten;  ber  Sortvab,  ein  vorantrabenber  ob.  -jietjenber 
C9?enfd)cn()aiifcn,  bef.  ber  vorbere  Zi)c\i  eine^  im  3uge  begriffenen  ^riegö- 
f)cereö,  33or()ut,  S3ovtriippen  (fr.  2Ccant'®avbe) ,  entg.  9la^trab;  ber 
5öortraber,  iver  vertrabt;  e^em.  bie  58  or  trab  er  f.  ber  23ortrab. 

vortragen,  tvb.  jiel.  ^xv.  (altb.  ruritragen,  viirtragen,  obcrb.  fürtragcn) 
1)  etivaä  —, 'vorwärts  ob.  vornhin  tragen;  baljer  c^em.  einen — ,  un= 
ctg.  f.  i^n  förbern,  i()m  nü^en,  f)elfen,  bien(id)  fein;  oberb.  etwas — 
(fürtragen),  aud) :  für  bie  3u!unft  l)erbeif^affen  (baljer:  fürtrad^tig  f. 
für  bie  3uEunft  forgenb,  oorfici^tig,  üorfaglidj);  2)  einem  e tnm 6  — ,  e6 
vor  ihm  ber  tragen  (j.  S8.  einem  ^cere  bie  Sal;ne  — ;  fid^  eine  Caterne  vor» 
tragen  laJTcn);  aud^  vor  ilim,  in  feiner  ©egenivart  ctivaS  tragen,  bamit  er 
ii  fef)e  unb  nad)trage;  3)  einem  etiva6  — ,  e5  vor  i^n  f)'"  tragen  ob. 


1744  yjortrd'umen  —  Dortreffcn 

bringeit,  ei  if)m  barbringen,  c^tm.  eig.  f.  üorfe^en  (biU.  man  trug  i^ncn 
(5|Ten  Dor):  gew.  uncig.  einem  etivaä  in  infamtnenhanäenber  9?ebe  üor» 
bringen,  eä  feinem  SSerjlanbnijyc,  [einer  58eurrl)ci(un9  ob.  S3e{)er5igung 
K.  miinbüdi  cb.  fd}riftlid)  bavfreüen,  bailegen,  mitrf)ci(en  (j.  «8,  bcm  S}an= 
bcö^tmi  dm  Sitte,  bcin  Siic^tcv  eine  Äioge,  bcm  <Hatbe  eine  ©ae^e  — ,  bcr 
©emeinbe  bie  (^rifilidjen  2BaI)rt)e»ttn  —  ;  ber  üt^rer  trä^t  feinen  3ui;örevn 
eine  SBilfcnfc^aft  nov;  ftc^  Uivai  uortvagcn  (äffen);  auä)  oline  S5ejief)ung  auf 
bie  ^erfon;  etivaS  — ,  b.i.  in  ,3ufammenf}iingenber9?ebe  münblid)  barfleU 
len  ob.  barlegen  (g.  S.  er  ^at  bie  ®abc,  ct»pa6  gut,  beutlic^  ;c.  öorjutra= 
gen;  ein  ®ebid)t  vortragen,  fr.  bccfamiren;  bicfcr  ilcijrer  tragt  ©efc^ic^te, 
9?cd)t6njifTenfc^aft  ?c.  cor,  f.  ü.  w.  Ui)vt  ©cfc^ic^te  u.);  in  weiterer  2(n>.r>en= 
bung  au^  vom  Q3efang  u.  !Jonfpief:  ein  Wlu]ii\iM  fingen  ob.  fpieien, 
über^.  au^fü{)ren  (fr.  i);ccutircn),  mit  ^infidit  auf  bie  2(ct  unb  2(uebrud6- 
»eifc  bc6  ©efangeß  ob.  ®ptcl6  (j.  SB.  er  trug  bai  fSJufiffrüct  fc^ön,  auöbruetö^ 
coU  JC.  oor;  au^  ofjne  3iel»D.  biefcr  ©änger  k.  tragt  gut  tor,  f.  o.  vo.  t)at 
einen  guten  SBortrag);  —  ber  23ovtrager,  iver  etwcii  «ortragt,  ge».  nur 
in  eig.  Scb.;  bie  S^ovtrae^ung ,  ba6  2>ürtragen ,  in  eig.  Scb.;  ber  85or# 
trag,  -eg,  Wl.  ; trage,  1)  o.  3K.  ba6  2}ortragen,  in  uncig.  Scb.  (f.  o.  3); 
%.  5B.  ber  SSortrag  ber  9icligionöle()rcn ,  einer  SBiffcnf^aft  k.  ;  ben  SSortrag 
bti  einer  S8el;örbe,  beim  gürften  :c.  (;oben ;  eine  @ad)c  ^um  SJortrag,  in  SSor= 
trag  bringen);  2)  bie  '^irt  unb  SBeife,  wie  man  etivaS  »erträgt,  bie  SSot= 
tragöart  ob.  streife,  fowotjl  in  2tnfc^ung  ber  2Baf)l  ber  SBorre  u.  ber  Sieben 
form,  al6  au^  ber  3Cuöfprad}e,  beö  2(u6brud6,  ber  Eöruerlic^en  «Haltung  unb 
©eberbung  ic.  (ber  miinblic^e,  ber  fc^riftlt(^c  83 ortrag ,  in  engerer  Seb.  bef. 
ber  münblic^e:  einen  guten,  fd^öncn,  beutlic^cn  2C.,  einen  fd^tid;'tcn  zc.  SScr= 
trag  i) oben;  ber  SJortrag  eines  jKcbnerö ,  iieljrerS,  u.  in  weiterer  35eb.  aud^ 
eineö  ©angerö,  Sonfünjllerö  :c.);  3)  ba5  23orgetragene,  ber  vorgetragene 
©toff  ob.  ©egenjlanb  felbjl,  fowoijl  im  ©anjen  (j.  S.  einen  SSortrag  ()at= 
ten;  fan  93örtrag  itber  neuere  ©ef^ic^te) ,  aU  cuit  ein  einzelner  Si;eÜ  ob. 
2(bfc^nitt  beöfelben  (9Ji.  5Ü  ertrage;  feine  SSortrdge  über  eine  SBiffenfd^aft 
bruden  lalfcn;  ber  ijeutige  23ortrag  zc;  ogt.  25or(e[ung);  bie  SSortragä- 
^unfl,  bk  Äunfl  beö  münblid^en  u.  bef.  öffcntlii^cn  SSortragö;  üürtroglj^). 
aSw.,  oberb.  (audj  fürträgiic^;  f.  o.  oortragcn  1)  f.  forberlid),  nii^lid), 
bienlid).,  jutrag(id). 

üovtväumcn,  trb.  aiel.  3w.,  fid)  (mir)  efiva^  — ,  im  Sraum  ob.  irie 
im  Sraum  vorftelien. 

üOVtVcffcn,  trb.  ^icUof.  3iD.  m.  ^aOen,  (altt;ü^b.  furitrefan;  oberb. 
für  treffen;  ogl.  b.  lat.  pruecellere)  alt  u.  oberb.  eig.  t>or  etivag  ob.  3«- 
manb  I)in  treffen,  barüber  binauö  treffen  ob.  reid)cn;  uncig.  einem  — , 
ttürjüg(id)er  fein,  a(§  berfeibe,  gew.  if)n  übertreffen;  baber:  üortreffHcf), 
f&w.  (alt  u.  oberb.  für  trefflich),  anheu  2>inge  feiner  "iixt  weit  iibettref- 
fenb,  i)od)ft  vorjüglid)  ob.  auijgeieid)net  in  feiner  üvt,  bef.  ber  inneren  2SoU= 
!ommen()eit  na^,  oerf(^.  berr(id),  welc^eö  met)r  auf  baö  äußere  2tnfel)en  gct;t, 
flü'rEcr  al6  treff(id),  (ein  oortreffiidjcr  SKann,  Dichter,  (Sd^riftfleUcr  :c.;  ein 
üortreffli^er  23erftünb;  uortrefTlii^  l)anbeln ,  fd^rciben ,  fingen  :c.);  f^erjf>. 
ouc^  übert).  f.  fe()r  gut,  in  t)o()cm  ©rabe  (oortrefflid^  effcn  unb  trinfen;  e6 
fid^  oortrefflic^  f^meden  laffcn);  bie  S^OVtvcfflid^fcit,  1)  o.  ?W.  hcii  SBor- 
treff(id)fein ,  bie  v>crjuglid)c,  au6gejeid)nete  S3efd}affen()eit;  2)  9R. -en, 
eine  einzelne  »oi^üglidje  (5igenfd}aft  (alle  feine  2Sortrejfli^feitcn  zc). 


üortreibcn  —  »oräbec  1745 

üortreibcn,  Wo.  jici.  3».,  1)  oonvärtö,  nad)  üocn  ju,  ob.  ^«löoc  trei- 
ben; 2)  oor  3«nianb  i)\n  treiben  (ftc^  baö  a3ie()  oovtrcibcn  laffcn,  um  e6  fn 
llü^en^ijän  jii  ncf;mcn);  bio  5l>ovtrcibiin.q:  —  bcr  5Üortrieb  ob.  bie  23ors 
trilt,  f.  0.  ȟ.  bie  ^^OiI)Ut  1);   cnt^.  9tat^ trieb. 

^ortrcppc,  w.y  ein  ©tufen-^fuf^ang  vor  bcr  eigentlid^en  ob.  ^aupt; 
treppe;  9JatuiE.  eine  Vivt '»Pofaunenfdjnecfc:  bie  cc^te  2>ortrcppe;  eine 
2(rt  @tad)elfd)necfe,  aud;:  bie  ©ticflc. 

DOrtrctcn,  trb.  gicUof.  3")-  m.  fein,  1)  üorivartg,  üorni)in  ob.  tjetttot 
treten  (tritt  ooc!);  uncig.  f.  oor-  ob.  {)eruorra3cn  (bicS  .^au6  tritt  um  einige 
guß  oor;  ein  oortrctcnber  ©ötlcr  u.  bgf.);  2)  v>or  etwa6  ob.  3«»tianb  l)in 
treten;  3)  einem  — ,  i^or  ibm  her  treten,  b.  i.  fd)reiten,  ihm  (ancjfam 
vorangehen,  cnt^.  nac^trctcn;  bec  SSortreter,  iver  einem  ^nbern  vor; 
tritt,  b.  i.  vor  ihm  f)er  geht;  unti^.  ein  ben  SBeg  bahnenber  SSorgcinger, 
enta-  9^a(^trctcr;  ber  Sioitritt,  1)  baö  35ortreten,  23oran9ei)en  bef. 
bem  gcan^e  wad)  (bcu  SBortritt  vor  Stmanb  {)Qben);  2)  ctivaS  SSortretenbeg, 
ein  vortretenber,  b.  i.  vorrogenber  Sheil  an  einem  ©cbäube,  bef.  f.  o.  n>. 
2(uötritt  (fr.  Salcon). 

SSortricb,  m.,  SJovtiift,  iv.,  f.  unter  oortreiben. 

üortviücrn,  trb.  ^icl.  3»v.,  vor  einem  tviUern,  ihm  ettvag  triUernb  vor« 
fingen,  aui^ :  o  o  r  t  r  ä  ( l  e  r  n. 

yortvinft'n,  trb.  jitUof.  u.  jiet.  3rt).,  vor  einem,  in  feiner  dJegenwart 
trinfen,  ob.  i()m  im  2:rinfen  vorangef)en,  bamit  er  nac^trinEe;  ber  äJor^ 
trinfer;  ber  SJortvunf,  1)  bag  SJortrinfen;  2)  ein  vor  anbern  (Betran- 
fen  ob.  vor  bem  (£|Jen  genommener  Srunf. 

SSortrttt,  m.,  f.  unter  oortretcn. 

vovtvonimeln,  vortrompctm,  trb.  jiet.  3iv.,  vor  einem,  in  feiner  @e? 
gemvvut  trommeln,  trompeten;  ihm  auf  ber  Trommel  ob.  S^rompete 
etivaö  vorfpielen. 

58ortrunf,  m.,  f.  unter  oortrin^cn. 

SSortrupp,  m.,  ber  vorberfte  Srupp;  bie  SSottruppcn,  ber  voranjie; 
henbe  S()eit  eines  .Kriegöi)eereö,  ber  SSortrab. 

SSortuc^,  f.,  9??.  ;titd)er,  ein  vor  einem  2)inge  beftnblidieg ,  vorges 
{)dngte§  ob.  vorgebunbeneö  Zudj;  obcrb.  (gürtu(^)  f.  bie  <Sd)ürje. 

üortummeln,  trb.  ikl.  u.  rüdj.  3nj.,  vor  einem  2(nbern  tummeln; 
ftd)  — ,  vonvärtS  tummeln,  fid)  tummelnb  vonvart-J  beivegen. 

üovturncn,  trb.  jicUof.  3»v.  m.  i)aben,  vor  TTnbern  turnen,  b.  i.  ihnen 
im  IJurnen  vorangehen  u.  fie  baju  anleiten ;  ber  S5orturner ,  tver  vor« 
turnt. 

üortuten,  trb.  jiet.  3». ,  gem.  einem  ctivaS— ,  tutcnb  vorfpielen, 
auf  bem  ^orne  vorblafen. 

vorüben,  trb.  jiet.  3«>m  etivag — ,  vorläufig  üben ,  eine  SJcrrid^tung, 
eine  Äunft  IC.  vor  ber  eigentlidien  2(uSübung  ob.  ^oUfiif)rung  einüben; 
einen  ob.  fid)  — ,  burd)  Übung  ju  envaS  vorbereiten  u.  gefd}idt  ma- 
chen;  bie  SJüvübung,  1)  o.  m.  ba^  SSorüben;  2)  ^.  -en,  baS  50?ittel, 
bie  93errid)tung  cb.  ilh^^itigf^iti  burd)  roeld^e  man  fich  ju  etnjaö  vorübt 
(Sßorübungen  in  ber  SBcrebfamfeit). 

worüber,  91«?.  (oberb.  fürüber,  qu^  f.  gegenüber;  aa6  vor  u.  über 
jgef.),  b.  i.  eig.  vor  einem  ©egenftanbe  t)in  von  einer  ©eite  beöfelben  ju 

J^(i)U'i  J&anbn?i?rterb.  b.  beutfc^ui  ©pr,  2.  S^ei(.     HO 


1746  Doröbet 

bet  anbetn  hinüber,  bcjd^nct  1)  cdumnc^  bi«  an  bcc  SSorberfctte  eine6 

®?genflanbeg  l)tn3e{)enbc  u.  ftc^  t>on  bcmfefbcn  cntfernenbe  9?icl)tun9 

einet  S3eiD;guncj,  finnu.  'ootbe'i,  in  Sccbinbunsi  mit  aUtn  .atit'-i'örtern ,  bie 

eine  aSetregutig  au^brücEcn  (j.  SB.  öocübcc  Qctjcn ,  fahren,  laufen;   auölaff. 

au^:  oorübcr  fein  f.  uoriibtrgcgangcn  fein);  ju  bcm  ©egenftanbe,  an  voiU 

t^em  bie  Seroegung  fjtn  gc^f,  irirb  no(^  einmal  »ov  ob.  b.  an,  »»entgcr  gut 

bei  gefegt  (j.  S.  er  ging  «oc  oö.  an  mit  ocrübcr);  bic^t.  wirb  berfetbe  auc^ 

im  ^at.,  weniger  gut  u.  nur  bd  unetg.  SBeb.  im  2(cc.,  unmittelbar  mit  eoc- 

liber  uerbunbcn  (j.  SS.  er  ging  mir  üorüber;  bcr  ©djtaf  mirb  mic^  oorübcr 

geijen);  a(t  u.  (anbfdj.  wirb  audj  uor  —  über  getrennt  u.  bann  bec  2)atio 

nadj  t»or  gefegt  (j.  S3.  bibl.  ha  bcr  ^err  cor  feinem  ?Cngtfic^t  über  ging  u.; 

meine  Srüber  gcijen  ocräc^tHd)  vor  mir  über  :c.);  "2)  uneig.  in  jcitlic^er 

2(nn)cnbung :  bag  SSerfItegen  ob.  üöerfloffcnfcin  eine!  äcitcaume^  ob.  bev 

©auec  etncg  Sf)ung  cb.  ,3uft>inbeg,  ebler  al§:  üovbet  (j.  58.  ba§  5at)r,  bie 

SBo<^e,  bie  ©tunbc  iji  nun  vorüber :  bae  ©emittcr  ijl  vorüber,  b.  i.  tjat  auf= 

ge{)ört;  bie  ©(^merjcn  finö  nod)  nic^t  vorüber ,  ndml.  gegangen;  ia^  lln» 

glücf,  ber  3oru  :c.  geijt  vorüber,  gem.  aud)  blo^:  über).  —  ®en».  wirb 

00  r  üb  er  (wie  vorbei)  mit  Seitwörtern  ju  trennbaren  3  ufam  = 

menfe^.  verbunben,  in  bencn  ber  .^auptton  auf  über  fdUt,  al6:  ftd)  'oov- 

überbegeben,   i^crüberbeivegan ,   oovüberbraufen,    etiva^   vorübevbringen, 

ibrangen,  üovüberbringen  fjielloö  m.  fein),  ijorübereilen  (gielloö  m.  fein), 

üorüberfflbren  (jicUoö  u.  gicl.),  bie  23orüberfaf)rt;  veriibevflattern,  ^-fliegen 

(a«(^:  bcr  SSorüberf.'ug),  -fiieben,  ^ fliegen,  :fluti)in  (fämmtli^  jietloS 

m.  fein);  Don'tberfübren;    liorübergeljen,  jicUoö  m.  fein  1)  räumlid):  i>or 

einer  ^trfon  oö.  ©ad;e  t)in,  vorbei  geijen  [dn  SSorübcr  g  ef>enber;  bie 

Sorübergc^enbcn  mufltrn;  aud)  uneig.  „mein  ganjcö  Cebm  ging  —  an 

meinem  inneren  @cfid)t  vorüber"  ©djiUtr;  feiten  jiel.  einen  — ,  f.  über- 

0ct)fn,  unbeachtet  laffen,  gew.  vorbcigcl;cn);  "2)  jcitli(^  f.  f)ingef)en,  vcr= 

0et)en,  verfliegen  (ber  ©d^merj  gc{)t  vorüber;  vorübergef)enb,  al6  Sw. 

f.  in  furjem  vergei)enb,  vergängti<^,    g.  SS.  ein  »orübergetjenbcr  Sinbruct; 

vorübergcl)eiibe  greubcn,  ©tnüfTeu.);  üoriibergeleiten  (einen),  üorübergtei^ 

ten  (jictloö  m.  fein);  einem  voruber^clfen ;  yoviiberhinfen,  ^hiipfen, -1)11- 

fd)en,  vorüberjagen  (jict.  u.  jielloö),  voriiberfcmmen  (f.  vorbiifommen), 

votüberfviecben,  jfiiufen:  einen  ob.  itwci^  vovüberleiren,  =(eiifen,  ^lorfen; 

tjocüberpilgevn,  =  raffeln,  n-aufdjen,  voiiibcrreifen,  =  reiten,  =  rennen,  =rie; 

fein,  ;  rollen,  -rücfen  (jiellog  u.  jiel.),  =rubern,  ^faufen;  etivag  tjcriiber- 

fd)affen,  ;fd)icFen,  :?fd)icben;  vorübevfd)iefen,  jicUoä  m.  fein,  fic^  p'^l^i^ 

öorüberbewegen;  t)orüberfd)iffen,  :» fd)leid)en,  -fdUenbern;  ettva^  vorüber^ 

fd)leppen;  votuberfd:,lüpfen,  ^fdireiten,  :=  fd)»vianfen,  ;fdn\nümen,  -fd)ive; 

ben,  =fd)ivimmen;   imai  ob.  fid)  vorüberfd)Wingcn;   vorüberfd)if irren, 

? fegein;  vorüberfenben  (jitl.),  inniiberfprengen  (^icUoö),  rfpringen,  -f^ei- 

gen,  ^fieuern,  ?f^o(pern,  =fireid)en  (jitüoö),  --ff reifen,  --ftromen,  ^ftür- 

men,  -  jlürjen  (jiclloö),  ^tanjen,  ;=  taumeln,  ;  traben,  etwas  vcrübertra^ 

gen,  ^treiben;  fid)  vovüberwagen ,  i.  i.  vorüber^ugcljen  wagen;  yorüber- 

tvalien  (bidjt.  f.  vorübergeben ,  =jief)en),  =wanbeln,  ^wanbern,  ^roanfen, 

;we()en,  =  wegen;  voriiberjiel}en,  jicUoö  m.  fein  (j.  S8.  iai  ^eer  jog  vor» 

über;  bal  (JJewitter  ift  vorübergejcgen) ,  u.  jicl.  (einen  ob.  dwa^  — )•  t>or; 

uberjittern,  bieljt.  f.  gitternb  voröbergcljen;  —  aueioff.  fagt  mon:  vovüber= 


SJorflbung  —  t)ovnjatten  1T47 

fcnnen,  ^nn'iffen,  -fcücn,  ^iroltcn  \l.  öorübcrgcf)cn  ob.  ftd)  oovübcrtcgcOcn 
!önnen,  mixten  jc. ;  einen  ob.  etiraS  üoriiberlafj'en  f.  üoruber9ct)cn  laffcn. 

S^oriibunc^,  \v.,  f.  untei-  vorüben. 

SJorurtl)ctl,  f.,  -eS,  ^.  -c,  1)  ein  wvlaufig  exüje'ütc^  Uct()ei[,  b.  t. 
9end)tlici)eg  (Jrfenntnif^,  j.  U.  t».  Snburtfjctl,  imitteii).  diu  Vorurteile); 
2)  gciö.  ein  über  eine  <Sadie  ob.  "^crfon  im  ooraug  gefä'Uteg  Urtbeil,  eine 
oorgcfafytc,  ohne  gcböiitje  ""Pdifung  u.  f)in[ang[id)e  ©rünbe  angenommene 
3)?einiing  (ein  iBorurtfjcil  für  ob.  gesell  Scmanb  (jabcii ,  b.  t.  im  üorauö  für 
ob.  gegen  t()n  eingenommen  fein;  oie(c  2SorurtI;ciIc  t)egcn;  ftd)  üon  S3ovurtt)ct« 
Icn  frei  machen;  l)errfc^cnbe  9Sorurtt)cile ,  b.  i.  fcf)r  oerbreitcte  uncrmicfene 
2Cnnaf)mcn  u.  SRcinungcn);  in  engerer  S?eb.  bef.  e.ine  üor^cfaffte  imäünftige 
^Weinung  oon  einer  ^crfon  ob.  ®ac^e;  üüViivt^elBfret  ob.  rlo§,  SBro., 
frei  oon  2Sorurt(jci(en,  oi)nt  S3orurti)eile;  bie  25orurtt)et(ölDflj^feit;  üorur-- 
tl)et(§ÜOÜ,  Sd.  .,  üiele  9Sorurtl)ci(e  i)cginb;  —  üOVUrrl)Ct(en,  t\'o.  jicUof. 
3».,  fetten  f.  im  üonnt^,  ohne  gel)öi-ige  ^Prüfung  uvt{)ei[en;  ber  23or= 
urtbcilcr. 

SJoroatcr,  m.,  mä'nn(id)er  ®efd)Ied)t6t)0-cfabr ,  finni>.  ©tammoatcr, 
gew.  nur  in  ber  t)R.  bie  SSorinitcr,  »ig(.  $ßorß(tern. 

Worüermad)cn,  trb.  jicr.  3nj.,  einem  ettva^  — ,  im  oorauö,  bei  fieb« 
jetten  üecmad^en;  'ca^  SSovücrmäi^tntfg,  im  oorau^  gemadjte^  vöer» 
madunifg  (fr.  ^ra(egat). 

üorücniHinbt,  jBto.,  ber,  bie  2Joroevn?anbte  jc.  9iea>r.  f.  SSetwattbt« 
in  auffleigenber  ?inie  (fr.  Wccnbenten;  cntg.  5«ad)ocnranbte  f.  Sefcen» 
bentcn);  bie  äiovücnranttfc^aft  f.  SSerreanbtfdi^ift  in  vuiffteigenber  Cinie 
(fr.  2(fcenbciij). 

SL^oroiel),  f.,  Saubre,  biejenigen  @d}afe,  roekte  bem  ©d^d'fer  oon  ber 
.!^enfd)aft  frei  gehalten  tvevben. 

ä>orüorbcrn,  bie,  o.  (5.,  f.  r».  m.  93ora[tern,  5öorfabven,  2fttootbecn 
(ogl.  öorber). 

üotüorig,  Sw.,  bem  IBorigen,  b.  i.  giäc^ftnergangcncn  iiorangegangen 
(bQ§  uoroorigc  3af)r;  in  ber  üoroorigen  SBoi^c  2c.). 

äJonuacbc,  tt).,  bie  üorberjlte  ob.  äu^crfre  5Bad)e,  gew.  ber  93orpoflen. 

58pvtva4^)  f-i  •'»  öer  SSienenjud^t  f.  o.  \v.  ©topfivad)^  (f.  b  ),  5Öor|ltof. 

üovwacbfcn ,  trb.  jiellof.  ä\v.  m.  fein,  1)  f)eruür  ob.  nnd)  tiom  ju 
ix)ad)fen ;  2)  vor  ettra^  tvadifen ,  fid)  im  SBac^fen  üor  ttxoa^  i}inwi)(n  ob. 
oetbreiten  (bic^reö  ©ebüfc^  ift  üorgeirac^fcn);  3)  einem  —,  im  2Bad)reit 
ju\)orfommen,  ibn  übenrad)fcn. 

oonvagcn,  trb.  rüctj.  3it>.,  fid)  —  ,  üonvarts?  ob.  vornhin  ju  gel)«« 
roogen. 

uomicigen,  trb.  jicl.  3ir>.,  einem  etirn^  — ,  eöüorihm,  in  feinet 
©egenwart  iva'gen,  um  ii)n  »on  bem  ©ctrtdite  ^u  iiLn'rjcugcn ,  ob.  aaö),  ba* 
mit  er  eö  nac^ftjue  u.  (erne,  gem.  aud):  oorrDtcgcn;  bie  SKoriDflgunc;. 

SSonva{)(,  i».,  uorgängige  ob.  wcriä'uftge  SÖal)(;  bie  2Baf)l  üor  2fnbern 
u.  ba:J  9?ed)t  bajU;  oorroäblcn,  trb.  gie(.  3«.,  V'or  3fnbern,  ob.  tjoc^ug^* 
treife  iväl)(cn. 

üorniaüen,  trb.  jieUof.  3n?.  m.  fein,  i)erüor=,  ob.  ponvart^,  nad)  oorit 
}u  tvalien. 

OOnpaWea,  txt>.  iieUof.  3n>.  m.  ()aben,  cig.  »or  2(nbern  walten,  b.  t. 

110* 


1748  üomaljcn  —  ?8orwelf)c 

l)errfd)eii ,  an  Önvalt  überlegen  fein;  q,m.  uneig.  ein  Übei-^eivicht  an 
Äraft,  SJtrffamfeit  ob.  ßinflufö  haben  u.  aufern,  finno.  t)orf)errfd}en, 
übermtcgen,  bie  £)berf)anb  haben  (j.  5B.  bic  @nabe  üontQltm  laffen;  ber 
(ät^cnnu^  jualtct  bei  i!)m  cor;  cormaücnbe  ©rünbc,  JpinberuiiTe  zc);  biln?. 
unr.  f.  cbroalten  gebr.,  iücl(^cs  übixi).  hc\tii)m,  vortjanben  fein  bejcic^nct 
(j.  58.  i)icv  irnltct  ein  3weifd  o  b  ,  nic^t  ü  c  i ;  bic  o  b  w  a  1 1  e  n  b  c  n  Umftanbe, 
liiert:  i)k  oorira(tcnben). 

üonraljcn,  tth.  jicUof.  3»ü.  m.  paben,  vor  3(nbern,  it)nen  jum  9)?U; 
fter  ira[3en;  einen  Sßal^ev  oortanjen  ob.  anführen;  italjenb  juoor; 
kommen. 

üorrcnläcn,  ttb.  gici.  3«).,  1)  \iormartg,  nad)  üorn  ju  tvoitjen;  2)  not 
etiraö  hin  iva'ljen  (j.  S.  einen  ©tein  — ,  noml.  »or  bie  Cffnung  2c.)- 

SSonvanti,  m.,  f.  untci-  üonrmbcn. 

Söorirant,  iv. ,  eine  vor  etrca^  beftnb(td)e  5Banb:  au^  f.  bic  »otbere 
5Banb  ob.  5ßorberTOanb  eines  ©cbaubeö  jc.  ,  inäbcf.  «pütteniü.  bie  »orn  am 
©^nicljofen  über  bcm  ^ipcrbe  befinblicfee  SBanb;  gorfltu,  ik  >^oI^ung  v)orn  an 
ben  Sergen;  aucb  bcr  Siar.b  »on  ©ctjöfj,  tt5clc^en  man  oor  einem  ^üü  flef)cn 
lajTt;  öorwäntcn,  untrb.  jici.  3w. ,  ^üttcnw.  ben  i)cl)m  £)fen  mit  einer 
SSorn^anb  üerfehen. 

oonranteln,  ^wanbcrn,  =wanfcn,  trb.  jicUof.  3^.  m.  fein,  ticr- 
njartö,  vernein—,  ob.  2(nbern  v>cranj,  »crau^iranbeln,  ^reanbern, 
^wanfen. 

üorwarncn,  trb.  giel.  3«?-,  bic^t.  f.  vorher,  im  worauf  warnen. 

oonvartcn,  trb.  jieUof.  3nj.  m.  Ijaben  (oberb.  fürnjartcn;  09t.  öct'; 
»arten)  einem  — ,  olt.  SJipr.  f.  ihm  auflauern  auf  bem  Sßege,  um  i()n 
ju  überfallen. 

üortDärtö,  5^::?.  (aiti.  furiweit,  viirwert),  iiornhiu  geweubet  ob.  gerid}; 
tet,  nad)  üorn  ju,  entg.  I)interrüart6,  rüctrcartö,  oerfc^.  »oran,  f.  b. 
(oüvtt>«'rte  bticfcn ,  geben ,  ficg  üonuartö  neigen) ;  baf)cc  auc^  f.  treiter  (nic^t 
»orträrtö  EÖnnen,  feinen  ©djritt  uonrärtö  fommcn  ic);  ungut  f.  t)orn,  \)on 
üorn  (j.  tß.  ben  ^einb  Kor^rärtg  angreifen,  r.  üon  üorn);  ber  S3ürtvärt§- 
brehev,  Siünrärtgjiehcv,  "ümt  Benennung  üccfd^icbener  gjJuöfcln. 

öonrafcben,  t-:h.  jiel.  3it).,  tioc  einem,  in  feiner  ©egenroart  tvafd)en; 
uncig.  gem.  f.  üorfd}wa^en,  üorplaubern  (pgt.  wafc^en). 

üonrcben,  trb.  gicl.  3it3. ,  vor  etiva§  nvben,  irebenb  ob.  alö  ®ctvebe 
bat>or  ausbreiten. 

üorweg,  9hü.,  cig.  nad)  Dorn  ju  hinireg,  ob.  t>cr  einem  ^Cnbern  tveg, 
gem.  f.  oorauä,  forcobt  bem  Qvtt  naä)  (üonrcg  geben,  einen  oormcg 
f^icten  2C.),  als  aud)  jeitti(!b:  im  l^oraug,  vor  2{nbern  (ctraoö  »oriücg 
nehmen,  bifommen,  genießen  :c.). 

SSonuch,  f.)  9)Z.  bie  SSontiehcn,  im  worauf  empfunbene  5öehen,  entg. 
91  a  c^  »0  c  b  c  n. 

oonrchtcn,  trb.  jicUof.  3«.  m.  b<iben,  feiten,  einer  ^adi:)e  — ,  33or- 
fehi^u^ä^'J^  bagegen  treffen,  fie  abzuwehren  fud)en;  bie  SSonvchr,  eine 
r)or  etaniS  ob.  iibivb.  jur  2(b»vehvung  feinb[id)er  ^fngriffe  gemad)te  SBehr, 
@d)u^atehr;  ba6  S5onv>chv,  ein  mn-  et»va(j  gemaduep,  ob.  au^  bci^  «or; 
bere  ^ehr. 

ä5orweil)e,  w.,  bie  v^orlauftge,  crfte  SBeihe. 


»omeincn  —  yjomeifcn  1749 

üorVDcincn,  tth.  jiVr.  3»t).,  einem  ctwflg  — ,  Der  i^m,  in  feiner  @cs 
^enmart  tveinen ;  i()m  eftvaö  iveinenb  »erbringen,  mufdigen. 

üonvetfcn,  trb.  gic(.  3)d.  ,  et  »rag  ob.  einem  etwaö  — ,  ei  wer  if)m 
»veifen,  eg  if)m  \)or  3Cugen  jlellcn,  (egen  cb.  haften,  finno.  verj^ci^en,  auf- 
weifen ([einen  ^afö  — ,  SSvief  unb  ©ictjct  über  ctwai  — );  ct)tin.  einen 
fürnjcifeu,  f.  ju  einem  2tmte  2C.  ooiilcUen  (fr.  v^rä'[cntirfn ;  einen  ®cijl= 
liefen  ju  einer  ^friinbc  — );  ber  JBoniiciä,  -e^,  2)?.  -e,  obcrb.  f.  eine 
toorjuweifenbe  ^efdjeinigung,  ein  ^afö,  ertaubnifgfdjein  u.  bgl. ;  ber  SSor* 
weifer,  »r>er  etiua5  voriveift  Cj.  95.  ber  ffiorrocifer  eineö  Sßec^feB);  bie 
SSonvcifung. 

S>or»T)clt,  ti>.,  bie  vor  im»  geiuefene  Sßelt  ob.  5)Zenfdit)eit,  bie  ^en- 
fd[)en,  wMje  lange  »er  unS  gelebt  f)aben,  cntg.  9{a(^»rclt;  üoratclt(lrf), 
SB«?.,  ber  SSonvelt  angeht'renb  ob.  eigen,  biefelbe  betreffenb. 

Ü0nticnt?en,  trb.  jie(.  3av  ,  (oberb.  fürmenbcn)  eiij.  nad)  Dorn  ju 
»renben,  gen?,  nur  uncig.  etanvo  al»  S5eir>eggrunb  äußern,  finno.  »ergeben, 
u.  bef.  et»va5  ju  feiner  (Sntfcf)Ulbigung  anführen,  inbcm  man  es  bem  Sabet 
ob.  23orn)urf  gtcic^f.  qIö  "Sc^u^wtbr  entgcäenincnbct,  finno.  ücrfct}ü^en,  gcro. 
nur  [oferu  ber  anaefiil)rtc  @runb  nic^t  ber  wirEIid^c  ifl  (©efdjäfte,  SJiangel 
an  3eit  ic.  oonticnben;  er  »cnbctc  ob.  manbte  Äran!t)eit  »or,  um  nictt  er' 
[(i)cinen  ju  müjfen);  obcrb.  auct)  f.  önn>enbcn  (j.  S.  g(eip  — );  bie  SJor- 
vventung,  bag  ^onvenben;  ber  2Soru\inb,  -ees,  ^O"?.  -n?änbc,  bai  93or= 
gewenbete,  ein  »orgetvanbter  S5e»uog=  ob.  Gntfci)u(bigung»grunb,  inebef. 
eine  erbict)tete,  ungegritnbete  Urfacf)c  cb.  (Sntfd)u(bigung  (etjtag  unter 
irgcHb  einem  S3ortt)anbc  an  fiefe  reifen;  unter  bem  SSonüar.be  ber  grömmig- 
feit  lt.;  allerlei  23ünt?ä'nbc  fuc^cn,  gebrauchen  k.)- 

OOra^erfcn,  trb.  jicl.  ^w.  (alr^oc^b.  foraweilan,  nur  f.  l)ins,  niebcntJec^ 
fen,  projiccre)  1 )  t>otti>artg ,  r'Ornl)in  Werfen;  2)  Dor  einen  ©egenftanb 
i)xn  ivcrfen  (bcn  ^itt)ncrn  gutter,  bem  opunbc  einen  Änodjen  —  ;  icilbcn 
Silieren  oorge>uorfcn  werben):  uneig.  einem  etiva^  —  ,  feiten  f.  »orle; 
gen,  a(5  ©egenftanb  (^onviuf)  ber  iSefcl)aftigung ,  alö  i^u  Icfenbe  2(uf= 
Qdbi  (j.  95.  einem  eine  gragc— );  gew.  f.  il)m  eüvai  ai^  einen  §ei)Ier, 
eine  (Sd)u(b  2C.  auf  fd)enung!S(ofe  unb  i)eftigc  ®eife  rügenb  »er  äu^en 
ftellen  ob.  in  (Jriunerung  bringen,  ^ätUt  al§  »orljalten ,  finnw.  wotrücfen, 
f.  b.  (j.  95.  einem  feine  ?trmutl) ,  förpertid^c  Ungeflalt — ;  einem  einen  ge^^ 
ler,  ein  23erge{)en  cb.  <??erbrcd;fn  ic  — );  bie  S3t)nvcrfunc^ ,  i^a^  23orn)er; 
fen;  ber  S3onyurf,  -e5,  ?ü?.  -miirfe,.!)  o.  3K.  baä  SSoiavrfen,  bef, 
uneig.;  2)  hci^  SScrgeiinnfene,  fowol)l  eig.,  bef.  3jg-  bie  ben  3?aubtf)icrcn 
»orgetrorfenc  ob.  für  fie  {)ingclcgtc  Coctfpeife,  qH  uneig.  ;>)  ber  ung  g(eid}f. 
vorgeworfene,  jur  35etrad}tung  ob.  58earbeitung  vorliegenbe  ©egenftanb 
unferer  geifligen  3:^atigFeit,  ftnno.  ©egenflanb,  ?fufgabe  (j.  95.  rcir  rcol- 
Ten  bicfen  ©a|  jum  9Sorjrurf  unferer  95ctrac^(ung  ma^cn :  ber  23crnjurf  cineS 
Äunflwerfrö,  ®ebi(^tc6  it.,  fronj.  baö  ©uiet;  —  in  biefer  95cb.  cifl  in  ber 
jwcitcn  .^älftc  bc§  üorigen  3al)rt).  bem  latcin.  Object  nacbgcbilbct);  b)  n>ci$ 
man  einem  »oranrft,  b.  i.  auf  fd)cnung^(ofe  5Sieife  vorI)a[t,  an  ihm  rügt 
ob.  fabelt  (einem  it\va&  jum  S3onrurf  machen;  iljm  Ijcftigc,  bittere  93or«)ücfc 
mad^en;  e6  gercid^t  ii)m  jum  23orn?urf;  bicfen  9Sorn)urf  oerbiene  xij  nie^t; 
id)  J)rtbe  mir  bcf6l;alb  !einc  SSortrurfc  gu  machen);  üonrurföfrei  ob.  «loS, 


1750  25omer!  —  Sßomi^ 

iBw.,  frei  Bon  SSorwurf,  feine  SSorwilrfe  verbtcncnb;  bi«  58orwurf6toftg; 
fett:  tionrurf^ooll,  SStt>.,  uoU  oon  23crjrücftn,  ciclc  23ovit)ürfc  cntf)a!tcnt». 

jöüviraf,  f.,  -(i,  CO?,  -c  (ogl.  SBcvE)  1)  ein  ju  dnem  gröjjcren  ?anb- 
gute  geborcnbeg,  aber  abgefonbctt  oon  bemfdbcn  liegcnbeg  (cmbtuirtf)- 
fd}aft(icbc5  2ßerf ,  bcftt'()enb  in  tinigcn  Cänbcrcicn  mit  bcn  nöt(}i3en  aBirtb= 
f(^Qfrggfbäubcn  ?c. ;  auä}  eine  fieinc  für  fid)  bcjlef)enbe  Icinbrtd)e  SSefilung, 
ein  5??etcrf)of  (in  biefcr  95cb.  fd;.ön  [cit  bcm  11.  3obrb.  vorweix);  2)  ein 
oorbereä  ob.  aiiferc-3  5Berf  einer  gcjlung  (bte  ^iftung  bat  flar!e  Sonrcrfc); 
ber  SSorraerffnicfcr;  ber  SSorwertäbcfit^er;  ^a^  SSorwerfsüicb  zc. 

SSorwcfft,  m.,  -§,  5??.  n).  (5.,  bic  SonDefcvinn,  9J?.  -en,  (oci(.  m-- 
fcn)  mcift  »lt.  f.  wex  vor  un^  tvar  ob.  gewefen  i{! ,  b.  t.  überf).  gelebt  l)at, 
ob.  inebcf.  in  bemfetben  93er{)a{tnif|'e ,  Umte  k.  geflanben  l)aty  gem.  SSor^ 
faf)r,  SÖorgdnger. 

üorjvtcgcn,  trb.  3tt>.  I)  jtcUoö  'm.  fjaben,  nor  anbern  i^^ingen  micgen, 
b.  i.  @en.nc!)t  t)ahen,  linbeu§  an  @etüid)t  übertreffen,  finn».  übertriegen ; 
2)  jicl.  r.  üonragen ,  f.  b. 

üorraimmern ,  trb.  ^icllof.  u.  jtct.  3«?.,  einem  — ,  wx  if)m,  in  feiner 
©cgemvart  txMmmern:  einem  etn>a§  — ,  tinmmernb  vorbringen,  »or^ 
fdigen. 

-Öontiinb,  m.,,  ©t^iff.  ber  gan^e  ob.  wolle  5Binb,  \vdd)ix  bag  @d)iff 
gerabe  im  9iücFen  trifft  u.  mit  bcm  Saufe  bcöfelbcn  einerlei  SJii^tung  i)at, 
aud) :  5Rüc!enn)inb. 

yorivinbcn,  trb.  jici.  ^w.,  üorwd'rtg,  nad)  vtorn  ju  n^inben  (etwas—; 

oorn^infcln,  trb.  jicUcf.  u.  ^iel.  3'.^-,  einem  —,  Dor  ihm,  in  feiner 
©egenivart  »tnnfeln;  einem  etir»a5  — ,  ivinfelnb  »orbringen,  v^orflagen. 

S5orroiutcr,  m. ,  bie  bem  SBinter  3unäd)jl  üorange{)enbe  3eit,  bcf. 
Jücnn  fie  bur(Jb  »intcriidje  SBitterung  ben  naben  SBinfer  anfünbigt. 

ÜOtififfcn,  trb.  jict.  3n).  (altljotiji).  forawizan)  ütt.  f.  verber;,  im  vorauf 
triffen;  jc^t  nur  ncd;  gebr.  im  3nf.  aU  Sqw.:  ia^  Sionvtffcn,  ba3  vor- 
gängige  SSBiffen  um  eine  <Bad)Cy  bie  im  inn-iUtg  bavon  erlangte  Äunbe  ob. 
5Si[fenfd)aft,  oberb.  aud;:  ber  2>orbeamfft,  (cg  ift  mit  meinem  ffiornjiffen, 
ebne  mein  ^ornitffcn  gefd;ci)cn):  —  bic  S^onxsijfcnfrfjaft,  vorbereitenbe  ob. 
cinlcitenbc  SSiffenfdjaft. 

SBorroi^,  m.,  -eg,  o.  SK.  (alt  u.  oberb.  ^örnsi^;  im  Jütbocbb.  aber 

niÖ^t  furiwiz,  fonbern  firiwi/zi,  attfarf)[.  firiwit.,  mftt'ctb.  vinvitze,  f.,  u.  virwiz, 
n.,  feiten  vdrwitze:  urfpr.  DaS  SBunbcrnebmen,  bic  9lcugicr;  nadb  Sern^  u. 
SScb.  ntdjt  Don  ftiri,  für,  i^or  abzuleiten,  fcnbcvn  n->abrfd).  »cnranbt  mit 
tgtänb.  firn,  Sß>unbcr,  firna ,  ficb  wunbem,  fo  baf§  virwltzic  ganj  bcm  oberb. 
ttjun  benri^ig  f  neugierig  cntfpric^t;  baö  altbcdbb.  5Bn?.  viriwiz,  virwiz, 
vjrwizlili  jiebt  baber  fowobl  f.  >runberbar,  ^jradjtig,  fd;ön,  aie  f.  neugierig, 
u.  no(^  im  öfteren  Dbcrbcutfd)  fcmmt  fürro{|{g  f.  mcrBm'irbig  r>or;  fd)cn 
früb  aber  n^urbc  baß  unoev|lanbli(!b  geirorbenr  firi,  vir  in  für,  r»or  nnigc- 
beutet  u.  umgebilbct)  urfpr.  f.  n.  >o.  5?eugier,  auc^  5Sif6begierbe  (obne  ta' 
bclnbcn  9icbenbegri|f):  je^t:  tabel{)afte,  unbefugte  u.  vorfdiwelle  5?eugier, 
bie  unjeitigc  u.  ungemä'jiigte  9?eigung ,  Singe  ju  iviffen  ob.  ju  erfahren, 
ob.  über  ^Dinge  su  urtbeilen  u.  fid)  in  ?{ngelegenbeiten  ju  mifd)en,  bie 
un6  nid)t  angel)en,  (bibl.  iraö  beinee  3(mtö  nidjt  ifl,  ba  lafö  beincn  SJorwi^; 


vorwcflbcn  —  vorzeigen  1751 

«u8  Corwin  nacf)  itwai  fragen,  ft^  um  cticaS  bc!ümmern  Jc);  üorrüil^fq, 
JBi».  (altb.  aud}:  viriwiz ,  viiwiz,  fünüf^;  batHi"  in  bfv  ciltcrcn  '^piacbe 
bat)  35r>.  füriri^cn  f.  »onci^iä  lein),  25onvi^  Kibenb,  ^t.^jenb,  bocin  ge- 
grünbet,  finno.  neugierig,  naffweis  (ein  oont?i(}i'^ci-  jinabt;  eine  üonDiötäC 
grage);  bic  äionuiljigfcit,  ba<o  ^öovivi^igfein,  finno.  Dlafewcieibeit. 

oonrölbcn,  trb.jicl.  3w.,  naö:)  »ovit  jU  wölben  (eine  üoi-c^croölbtc  ©ttrn). 

t)0rn)0tlcn,  trb.  jtcUof.  ^w.  m.  l)aben,  gem.  au^IajT.  f.  becöprtreten  ob. 
vonvävtö  gehen  tvoüen. 

äJonuüvt,  [.,  -e5,  VJt.  tmxtn  u.  =  alerte  (cgi.  SBoit)  1)  ein  vorangc* 
plUea>  cb.  üovangefd}icftc8  5Bövt,  inebcf.  Spracht,  f.  o.  n.  S3er{)ciltnif3' 
ivcrt,  f.  b.  (fr.  '»prapofttion;  9Ä.  SJ  onüöc  tcr),  weil  bitft  SBörter  in  bcc 
JRcgct  ooc  bic  ^auptivörter  treten ,  wtldjc  fic  in  ein  sScjieljungSoerliä'ltnifö  ju 
anbern  fe^en;  in  ircitercr  Si'b.  einige  einer  Siebe  ob.  (Sdyrift  2C.  üorau^ge* 
fd)icfte,  einleitenbc  3ßorte,  eine  tur^je  5ßorrebe  (ein  SSotnjort  ju  einem 
Sudie,  2luf[a(}e  :c. ;  ?0i.  SJonrortc);  2)  lanbfc^.  bcf.  ntcberb.  f.  gürTOort 
(1),  b.  i.  ein  für  3«nianb  eingelegte»  5Sort,  gürfpra'i}e,  gürbitrc  (o.fOi.). 

58orn)urf,  m.,  f.  unttr  üorroerfen. 

itorjnbtcn,  trb.  jict.  ?»r. ,  1)  einem  c  tn>aö  — ,  ii 'oor  il)m,  in  fei* 
ner  ©egeniDart  ja^ien,  bamit  er  öon  bcr  3fid)ttafcit  bcr  ©umme  überzeugt 
merbc;  aud)  f.  ^erjal)(en,  auf5äf)(en,  ber  Oieil)e  nact)  nennen  (j.  35.  einem 
alle  St)ci(nef)mcr  einer  ©cfeUfiiaft  — );  2)  einem  —,  t?or  t^m  jc(t)tcit, 
bamit  er  e§  lerne;  bie  2Sovääl)lun9. 

v»or5aubcrn,  trb.  jiel.  ^w.,  einem  ctwa^  — ,  burc^  3iiub«rei  ob.  wie 
burd)  einen  iiauber ,  auf  jaubcrif^e  SßSeifc  vor  klugen  ob.  t)or  bie  geij^ige 
3(nfcbauung  fteUen. 

23or5Ctd)en ,  f.,  ein  oorbcteutenbei^  3eidjen,  eine  ©rfd}einung,  bie  et« 
tuaS  3u£ünftigei>  im  vorauf  anbeutet  ob.  barauf  fd)liefen  laffc  (bie  23or=' 
jcid)cn  eines  ©turmeö,  ©crotttcrö  :c.;  baS  i|l  fein  gute^  58orjeic^en;  ft. 
Dmen). 

ÜOr5Cic^ncn,  trb.  jiei.  3«?.  (c.ltt)od)b.  forezeicheuen ,  f.  oorbebeutcn),  1) 
einem  etwas  — ,  e6  vor  i()m  ob.  ju  feiner  ?(nfid)t  jcid)ncn,  um  ibm  eine 
3£nfc^auung  con  einem  ©cgcnj^anbe  ju  geben ;  ihm  etiraS  ali  5)?ufiec  ob. 
$ßorbilb  äeid)nen,  jum  Jtac^jcidincn;  auc^  ifim  5e!d)nenb,  b.  i.  bur^  3ei- 
djen,  i?,inicn  :c.,  ctWii^  anbeuten,  wonach  er  fic^  ju  richten  f)at,  eig.  u.  uneig. 
finnü.  \)orfd)reiben  (5.  S3.  einem  btn  SSeg,  bie  Sahn  K.);  2)  etroaS  ~, 
vortt'iuftg  jeid)nen  jur  nac^{)cri3tn  rocitcrcn  Bearbeitung  (5.  SB.  ©djloJT.  ein 
ßo^  — ) ;  3)  üocn  bejeidjnen  ob.  mit  einem  3eid)en  verfemen,  inebef.  Son!. 
»orn  auf  bcn  ?iotentiaicn  bic  Äonart  burc^  geiviffc  3cid)en  ongcben;  bcr 
SSov5ci(^ncv,  wer  ettvaS  »orjeid^net:  bie  ä5or;ici(^nunc5 ,  1)  o.  Ti.  ba§ 
33or3eid)nen,  in  allen  93cb.;  2)  Si}t.  -en,  bao  2}orgejeid)nete,  inßbcf.  eine 
al8  23crbitb  ob.  SJJuftcr  jum  ^lac^jcic^ncn  bienenbc  3eid>nung:  Son!.  i>it 
r>orn  auf  ben  9totenlinicn  gemadjtcn  3et(^en  ber  Sonart. 

yorjeic^cn,  trb.  jict.  3«?.,  ctam<5  ob.  einem  etwaö  — ,  eö  vor  3«- 
manb  jeigen,  b.  i.  fid)tbar  mad)en  ob.  feben  laffen,  cS  ilim  vor  2{ugen 
freUen,  galten  jc.,  ftnno.  vonreifen,  aufzeigen  (einen  Srief  — ,  ein  Sitb 
»on  ctnsaö  — ),  inöbef.  alS  ?(u6it>eiö,  jum  Belege  ob.  jur  Beglaubigung 
(einen  enaubnifefd^ein,  ^afö,  S3ed)fel  jc.);  uorjeigbar,  «-.v.,  ivaö  vorge^ 
jeigt  werben  fann  (fr.  ojlenpbcO;  ber  SSorjciger,  bie  SSoräeigcrtnn,  wer 


1T52  IBorgeit  —  vor^IrMn 

ttvoa^  Wr^i'x^t  (SSötjefget;  biefc«,  b.  t.  btcfcS  ©döreibcng  ob.  3cttcre;  bec 
^Sötäcicjcr  cincö  aBc^fcIö,  fr.  ^^rä'fcntant) :  bic  S^or^cigung,  baS  SScr^eigen. 

SSorjeit,  id.,  o.  5W.,  bie  voi  uni  'oexfhWme  3cir,  bk  SSergansenbeit, 
ingbcf.  bie  lä'ncsfi  vergangene ,  alte  Seit ,  früliere  ob.  friil}efte  3eit ,  finnr. 
Ucjeit,  (Sagen  bcr  SSor^ctt);  —  Vorjelten,  9lnj.,  r.  getrennt:  t» er  Sei- 
ten (f.  3eit),  b.  i.  ef)ebem,  Pcrmvil^,  t>or  2(tterg;  —  tiorjcitig,  S5tt>.  u. 
§«n>. ,  t»oc  ber  gehörigen  cb.  gen?ct)n(id)en  Seit ,  ju  frühzeitig  (oor^cttigc 
grüd)tc;  öorjeitig  ftcibcn). 

oorjerren,  trb.  jtcl.  3»v.,  vortrartö,  i>ornl)in,  ob.  f)eriior  jerren. 

üor5tel)cn,  trb.  3w.  1)  jicliog  m.  fein,  üormart6  ob.  ücrnl^in  jiehen 
b.  t.  ftc^  im  3u3c  bcn^egcn;  bie  t»crbere  2Bo{)niing  beliehen;  einem  — , 
wer  tbni  her  5iel)en,  entg.  na(^jief)en;  *2)  jiel.  (a!ti)od)b.  furizinhan,  gew. 
f.  t)crcorjic(icn,  oorbringcn,  profene,  ferten  f.  praeferre)  a)  cig.  etraag  fjer^ 
toor=  ob.  üotnjartg  äiel)en  (j.  S.  ctwag  unter  bcr  Sanf ,  ouS  bcm  SSinW 
2c.  — );  b)  nor  etiraö  jie^en,  5ie()enb  bat>or  ausbreiten  (einen  a5orf)ang); 
c)  uneig.  eine  ^erfon  ob.  @ac()e  einer  anbern  (2)at.)  — ,  fte  not  biefer 
g(eid)f.  tierüorjietjen,  b.  i.  burcb  heuere  ®d)ä^ung  aug5etrf)nen,  fic  l)ot)er 
ad)ten,  fotooi)!  bem  Vlrtbcile ,  aU  ber  Sf)at  nach,  cntg.  nac^*,  jurütffe^in 
(j.  S.  idj  j{cf)e  i{)n  feinem  S3ruber  cor;  iö)  j!cf)e  bicfeg  SKittel  allen  übrigen 
oor;  ha^  allgemeine  Scfte  feinem  eignen  5Bortf)ei(e  üorjiie^cn;  bem  »crbienjl^ 
ooUen  93?anne  »rirb  nid^t  feiten  bcr  weniger  üerbiente  norgejogen);  bie  S30V; 
§ie{)ung,  ba»  93orjie^en,  gern,  nur  eig. ;  bec  Sßorjug,  -eä,  Wl.  -jüge, 

1)  feiten  f.  ber  liorbere  3ug,  ber  i?orbcre  Zijdi  eines  Jpecreö,  einer  glotteu.; 

2)  0.  SiÄ.  ba^  S^orge^ogenfein,  bec  Suj^anb  einer  ^erfon  cb.  <Ba&)C^  ba 
fte  anbecn  üorge3cgen  ivirb,  finno.  23ocrang,  (brn  SSorjug  oor  ?fnbern  t)a= 
ben;  einer  ^erfon  ob.  ®ac^e  ben  SSor^ug  geben);  3)  eine  Sigenfd)aft,  burc^ 
tre(d)e  ein  ©egenfranb  i'^cr  anbecn  auSge^eid^net  ift  u.  um  becentroillen  er 
ttorgejogen  irivb  (äußere  unb  innere  S3orjüge;  üietc  SJorjiigc  nor  2tnbern  f)a- 
ben ,  bcfi^cn;  einen  um  ben  ffiorju-g  bcö  ©tonbcö,  beö  9{angcö  2c.  beneiben; 
ba6  Sanblcbcn  Ijat  man(^e  SSorjüge  oor  bcm  ©tabtleben);  bai  äJorjugS- 
re(^t,  ein  Siv^t,  «cli^tä  fidi  auf  einen  SScr^ug  ».lor  3fnbcm  grünbet  ob.  bmä) 
voilö^ii  einem  ein  folcj^er  jucriEannt  wirb,  finno.  S? orr ed^t  (fr.  ^rorogatioe) , 
üorjugsiyetfe,  91».,  nad)  Kxt  ob.  in  bec  SBcife  eincö  5ßorjugg,  mit  ertfeci- 
lung  beö  ffiorjugö,  oorjüglid),  vor  anbern;  üorjüqltd),  f&xv.  u.  9tn5.  1)  eis 
nen  SSöcjug  augmad)enb  ob.  begci'inbenb,  ben  äJocjug  oecbienenb,  finno. 
ttortrejflirt) ,  au5ge5eid}net  (oorgiiglid^c  (Stgcnfc^aften ,  gäl)igfettcn  ic. ;  eine 
oorjiigti(^e  2(rbcit:  ein  oorj^ügltdicr  S3?ann);  2)  aU  9in?.  f.  o.  m.  »orjug^s 
roeife,  vornehmlidi,  befonberS  (iä)  fc^ä'&e  bicfcn  9}?ann  »or^üglic^;  i(^  voim- 
fc^e  e6  oorgüglid)  barum,  weil  :c.);  bic  Siorjüqltc^fctt,  1)  o.  ?C«.  bii$  $Bor- 
jüglid)fein,  bic  uoctcefflid^e,  aU'oge5eid)netc  S5efd)affenbeit  einer  ^crfon  ob. 
©adbe;  2)9}?. -en,  eine  t)orjügiid)e ,  auöjeid)nenbe  (5igenfd)aft ,  finn». 
2;refflid)feit  (feine  Ijcljen  9?or^ügrid)fcitcn). 

Sjorjimmcr,  f.,  übert).  ein  forbereö,  i^or  anbern  ©cmä'i^ern  bcfinbli^eö 
Simmer;  inßbef.  b^i^  wt  bem  (Smpfangjimmer  ob.  ^nak  beftnb[id}e 
5öactejimmec,  in  welkem  bie  S3efud)enben  jtc^  auf()altcn,  bi^  fte  angemelbet 
finb  u.  Dorgelaffcn  wecbcn  (fr.  2lnticl^ambre). 

üorjirfcln,  trb.  gicl.  3w.,  einem  etiva^  — ,  jirfelnb  ob.  uneig.  ge? 
nnu  u.  a'ngjTlid)  vorjeidjnen,  »orfd}reibcn. 


S5or^ucf)t  —  SBöarc  1753 

SSor,^ud^t,  w.,  in  bei- Sfcncnju^t:  bcr  5)?utrcrftccf,  «Stnmmfchtvnrm. 
5üor;^u.q,  m.,  oor^ücilic^  zc,  f.  untn-  oovjicljcn. 
üorj^wdnqen,  trb.  jicl.  3«». ,  jwa'ngcnb,  mit  Swrttig  cb.  @en)a(t  jum 
93crfd)cin  ob.  vpitrart^  bringen. 

üorjiritfcftcni,  ttb.  jid.  3iü.,  einem  ttvoni  — ,  jwitfct^crnb  verfingen. 


SD3,  ber  biet  unb  jwanjigfte  58udifl.  bei  ?(S3(5,  ein  5)?tt(aut,  unb 
j>i?ar  bor  iüppcnlaut  unter  ben  ©ä'ufclern  (ob.  ©pirantcn:  j,  f,  ro),  bet 
n?eid}flc  bei  Lippenlaute  (uccfc^icbcn  non  b  unb  f  ob.  v),  wirb  f)eroor9c= 
bracht,  inbcm  man  burd)  btc  nid)t  ocUi^  gcfc^lofftncn  Sippen  bic  ?uft  fanft 
ausflögt  unb  babd  bic  igtimmc  mittönen  lafft.  3ni  öJotl).  icirb  bcc  SB'Caut, 
»ric  im  ßatcin.,  bitrc^  v  ausgcbrüctt;  ba  aiiiv  im  2(1  tb.  baS  v  mcijl  in  bic 
©teile  bc6  QOti).  1"  tritt  (f.  93) ,  fo  wirb  (jier  für  jenen  Caut  bk  gorm  "»  (üoc 
n  unb  nac^  einem  SKitlaut  auc^  blo^  u)  ob.  vv  angewcnbet,  worauf  unfer  n 
(w)  cntjtanbcn  ift.  —  2^a6  m  n)ivb  nie  oerboppett  unb  \ici)t  in  ber  JRegel 
nur  ocr  ©elbfldutten,  entirebec  al6  alleiniger  3(nlQut  einer  ©tammfilbe 
.(5-  SB-  2Ba(b,  »t>erben,  SSJinb,  SBort,  SBunbej,  ober  in  SScrOinbung  mit  x)or= 
anftctjenbem  fd)  (j.  S.  [c^'.rar^,  [ctiiPiigen ,  i'cf)\Dinbcn;  auö  altb.  sw  —  cnt= 
flanljen;  »gl.  fc^)  ob.  j  (j.  S.  3«iQng,  jwei,  ^^unngen;  auS  gofl).  u.  nieberb. 
tw  —  entftanben;  »gl.  Z.  unb  3)-  2m  (Soll),  u.  älttflcn  2(ltl)oc^b.  finbct  fidj 
auä}  bie  anlnutenbe  SSerbinbung  hw,  in  wclci^er  ba6  h  fc^on  früf)  abfällt  Cj.SB. 
Iiwrr,  hwaz,  hwerban  f.  nur,  tuaS ,  werben).  3nlautenb  am  Snbe  beut= 
[d^er  ©tammfilbcn,  einer  »ocotifc^  anloutcnben  (5nbung  fid)  anfd^liifenb,  ftetjt 
ba6  w  ic^t  nur  in:  eroig  (o.  altb.  ewa,  gott).  aiv  =zi:  (at.  uevam),  gÖn?e, 
9)?en)e,  Satuine,  SB i t tn?  c  (altt)od^b.  lewo,  muwo,  lewina,  witawa) ,  öfter 
im  2(ltb.  ti)eil^  atö  Snblaur  beö  ©tammcS,  roo  c€  im  9leubcutfc^en  ft«^  nieift 
in  u  aufgclöft  (j.  SS.  hewi,  J^cu;  frowa,  grau;  riwa,  JHeuc;  niwi ,  neu; 
iwar,  iuwer,  fuer,  i)at)Ct  noc^  (Sro.  al6  2(b!ürjung  für  Sucr),  ober  in  ^ 
»ermanbctt  bat  (j.  58.  wiwo,  S5Bcil;e;  ruowa ,  SRuf)e) ,  tl)ei(6  jur  SBortenbung 
ge^örenb,  wo  eS  gen>c()nlic^  ju  b  perbic^tct  ift  (j.  S5.  farawj,  garbe;  swalawa, 
©(^ivalbc;  garawan ,  gcrbcn;  miliwa,  gCRiibe  IC.).  —  9?ur  im  ®cti). ,  im 
ältellcn  7ilt\)oä)i).,  im  «Rieberb.,  9iorb.,  2(ngelf.  u.  engl.  ^ci)t  baö  W  im  3(n= 

laut  auc^  oor  r;  J.  S.  gotl).  vrikan,  altl)0(^b.  wrehhan,  fpäter  rehhan,  rechen, 

rächen,  nieberb.  wrefen:  »ringen,  engl,  wring,  ringen;  2B r a et  (f.  b.), 
engl,  wrack, 

SBaage,  \x\,  f.  ^Bagc. 

S55aare,  »r.,  ?^.  -n,  (im  ültbodjh.  nod)  nid^t  iibli^;  mitUlt).  wäre,  wer 
f.  ®runbbefi(:(,  "öorratf);  in  ber  je^t  gangbaren  Scb.  fielet  gen?.  s»'5t,  kram- 
schaz,  pfennwert  jc. ;  obcrb.  SBar;  i§iänb.  vara ,  ba()cr  verja ,  »erlaufen; 
angelf.  vam,  vare,  engl.  bä'n.  nieberb.  wäre,  ^oU.  waare;  —  pon  bem  altb. 
wer^n,  wern ,  in  93efi§  fe^en ,  befriebigen,  bejal}ten,  »gl.  tt) 5^r en,  gen>älj= 
ren  jc. :  bat)ec  auc^  f.  bie  3af)lung  in:  2cf)n»raare  f.  fiebngelb)  urfpr. 
n)o()l  ilberl).  Q\^mti)nm,    prciSiriirbigeö  ®ut,  ba()er  noc^  fc^rocij.   (bie 


1754  wabbdti  —  waö) 

SBar)  f.  bai  SSief),  u.  i»c|tpl)äl.  jebcö  Srjcugnife  bc§  SBobcnS  (@rb;,  ^olj^ 
waave)^  jc^t  in  cngci-ir  Scb.  jcbc5  Vfrtäuflid)«  beiveä[ici)c  @ut,  jebc 
@ad)c  alä  ©egcnftanb  be3  v^anbclS,  inebcf.  von  Äunjlcrjeugniffcn  (j.  SB. 
«^ol^=,  (Siftniraaicn ,  baumwollene,  fitbcnc  SBaarcn;  SUcnniaarcn ;  !urjc 
SBaaren,  b.  ;.  f leine  JQoli-  u.  (Stfcnwaarcn) ,  auA)  al6  ©ammelto.  in  bcr 
(S.int).  (j.  95.  gute,  t'4>(c(^tc  SJBaavc;  fpridjn).  icbcr  Jti-ämer  lobt  [eine  SBaarc), 
fcltcncr  fon  5'?aturevjeugnif[en  (^rüne  Sßaarc,  b.  t.  ©artcngenjadjfc);  obcrb. 
gem.  al6  ©ammcht».  f.  @ad)cn  überl;.  u.  üevcid^.tl.  aud)  f.  ^pcrfonin  (flcinc 
Söaar  f.  Äinber,  Cumpenwaai-  jc); —  3fc^.  bcc  Söaarcitanfc^lag,  SSe-- 
ftimraung  bcö  SBaarenprcifcei ;  baS  SBaarenbuc^,  SBaarcnccrjcidinifö  btr 
Äauflcute;  bag  2ßaavcnqcn)ö(bc,  ^baiio,  (fr.  fiJJagajtn);  bte  3i5aaren- 
fenntniß,  ^funbe;  \)a$  SBaarenlnger,  f.  Cagcc  2);  ber  SBaarenprei^; 
bcv  SBaarenficmpet,  bei-  ©tcnipel,  mit  njcl^em  SBaarcn  gcjcic^nct  »vcvbcn; 
bic  SBnavcnjieuer;  bcv  Söaarentaufd) ;  ber  SBaarmjoU  2c. 

wabbeln,  jicllof.  3w.  ni.  Ijaben,  nitbcib.  (ogl.  iia^  alU  u.  obcrb.  weif 
bcn,  »ocibcln,  wabern  f.  bin  unb  t)er  [ct)it'anEcn ;  obcrb.  wabcln  f. 
fc^ttja^cn;  wenü.  nüt  weben,  bewegen)  fid)  fd)irantVnb  ob.  fd)lottcrnb  i)'m 
unb  ^er  cb.  auf  unb  ab  bcivcgcn,  von  wcid^en,  fd^laffcn,  fetten  .Körpern, 
äät)cn  geuc^tigJcitcn  zc.,  finnc.  quabbeln,  fd}it»abbe(n,  fd)»vappen  ic. ;  inöbef. 
oud;  öou  bem  Spebnx  bcr  ©peifen  im  5}?a3en,  bec  ^(nivanblung  wn  \XbeU 
feit  ob.  Sfcl  (eö  wabbelt  mir  im  SRagen);  c)lr.  f.  übereilt  u.  unbcutiid)  fpre^ 
cfeen,  ftammcln;  wabbelig,  95w.,  niebcrb.  gem.  f.  tvetd),  fdjiaff  u.  fd^tott«' 
rig,  f.  ü.  w.  quabbelig  (eine  wabbligc  Srufi);  ivcid^lid},  unfvä'ft'ä  (»abbli* 
gcß  (Sffen);  ein  innere^  ©efiibt  oon  <Sd)aHT[d)e,  Übclfeit,  (5fc(  l)aUnb 
(mir  ift  wabbelig:   eö  würbe  mir  wabbelig  um§  v^erj). 

2Babe,  IV.,  50't.  -n,  (altl)OC^b.  waba,  w.,  U.  w.tbo,  m.;  mittill).  der  u. 
diu  wabe;  oberb.  bcr  lt.  bic  SQSaben;  tanbfd^.  aui):  2\Jafen,  SBefcl,  Sßifft  Jc; 
»on  ber  SBurjcl  wab,  weben,  wirfen;  ogt.  iebot^  aui^  Mi  lat.  favus)  bie 
5Bad)6fd)eibe  cin^  bem  SSienenflocf,  aud)  baö  (55ewiif,  9\cc^,  bie  S^afet  k. 
genannt,  .!^  on  ig wabe,  wenn  fie  no(%  mit  Jponig  angefüllt  ifl;  9{atiirf.  aud^ 
ba3  [ocfcrc  ©civebe  eineö  2öd)cvfd)ivammc6. 

trabctn,  ^iellof.  ^w.  m.  Ijaben  (nerw.  mit  weben;  cgi.  wabbeln  ii.  wc= 
bcvn)  alt  u.  obcrb.  f.  ftd)  bin  unb  bev  beivegen ,  fd)iretfen :  gefpenjlifd) 
umgeben,  fpufen. 

iracb;,  SBw.,  feiten  geitcigcrt:  Scmp.  u>ad)er,  ©up.  tvadift,  (altb.  fcUcn: 
wak,  wach,  audb  wac.h;d ,  öngclf.  vacol;  niebcrb.  XV aä)  auä)  f.  lebt)aft,  ge- 
reist, oufgebradjt;  »gl.  baö  f^wei^  wa^  =^  qucct,  qiiicE,  f.  b. ;  engl, 
awake;  —  bic  SEBurjel  wak,  warb  ift  eincrfcitö  mit  wa,  wah,  weben,  an- 
bverfeitö  mit  wag ,  wig,  bewegen,  oerwanbt;  if)r  ©runbbegriff  ift:  Sewc 
gung,  u.  bk  Urbebeutung  »on  wad):  regfam;  ogl.  bag  fanefr.  vaj,  ji(!^  bc= 
wegen,  it.  baö  tat.  vig-ere,  vigil,  vigilare;  f.  auc^ :  wacter,  wacEcln,  wan^ 
!cn,  wacbfcn  k.),  fid)  im  3nj^anbc  beö  ^ad)eng  befmbenb,  nidit  fd)Iafenb, 
ftnnü.  munter  (wac^  fein,  b.  i.  wad)en,  aufgewadjt  fein ;  wacb  werben,  f.  t». 
w.  crwad)en,  aufwa(!^en:  wüd)  bleiben  3C.);  uneig.  f.  regfam,  tbatig,  leb? 
^aft,  aufgewecft  (waci^e  ©inne:  ein  wadier  @eifl);  bidjt.  oud)  oon  leblofen 
Singen  f.  rege,  beivegt  (j.  33.  ba6  (5d}0,  bie  ßüfte  werben  wadj);  wachen, 

gietlof.    3w.   m.    Ijaben,    (altb.   wachen,    wachen;    gotl^.   vakan,    norb.  vaka, 

ongelf.  varjan,  engl,  wake;  nieberb.  wafen)  1)  übcri^.  voad)  fein,  b.  i.  fic^ 


tvöcf)  1755 

xn  htm  3u|!ftnb«  teftnbm,  in  ml<i)em  man  bcr  tviUfürlicftcn  SSewe^ung 
bc^  .torpcrg  unb  bor  froi^n,  boivufTtcn  iSinncö-  unb  ©djlcötbd'tigfeit 
mächtig  i|!,  cntc^.  [djUfen  (eine  Stiinbc,  bic  gan^c  9{üc^t  loac^cnj;  uiui'g. 
f.  rege,  tt)ä'tig  fein  (bic  Sorge,  bic  CSiftrfudjt  2C.  reac^t;  <Sd)iff.  Hlblic^ : 
„eine  '^ant  vpact)t",  trenn  fie  oom  SSafTcv  unbebeett  bcrüorragt);  2)  in  be- 
flimmtcrer  ä>eb.  mit2(b[id}t  u.  für  einen  beftimmtcn  i^Wid,  mit  öc[panntc>; 
2(ufmcvElQni!eit  auf  einen  (55egcn|tanb  gcridjtct,  Wdd)  bleiben  (bei  eincnvÄran^ 
ten,  bei  einem  (befangenen  k.  irac^en);  babcv  "neig.  ununterbrod)cn  auf 
etroasS  ad)ten  u.  bafür  ^Scrge  tragen,  finno.  VCd)t  ^nbm  ob.  geben,  ()ütcn, 
etiraö  beivad)cn  (für  cb.  über  eine  "•perfcn  ob.  ®Qd;e  —  ;  für  baö  Scftc  beS 
fanbce,  für  feine  ©ijre  wad^en;  bic  ffiorfeijung  jrac^t  über  unö;  —  in  btefet 
«Beb.  ait  u.  (anbf^.  tuadjtcn,  f.  u.);  bic  2Bacf)C,  5JZ.  -n,  (alt{)oct)b.  wa- 
cha;  mittel^,  wache;  nicbcvb.  2BaEe,  engl,  «ake)  1)  ba^  2öad}en,  2ßad); 
fein,  5öad}bieiben  (j.  S.  bie  iRac^trcac^e ;  au(^  in  bcr  SJf.  j.  35.  öftere  Sffia« 
djen,  üie'e  ^iaditrca^^en  i)aben  feine  (5Jcfiinbfjeit  angegrijftn) ,  inöbef.  baS 
SiBad}en  für  5(nberer  (Sid)erl)eit,  finn».  v^ut,  o.  501.  in  ben  58erbinbun9en: 
2Bad}e  galten,  bie  ^(id-)i  haben,  auf  ber  2ßad)e  fein,  5Badie  fteben, 
b.  i.  ftcl)inb  iSSac^e  lialttn;  2)  bie  -Dauer  be-3  5Q3ad)en5,  bie  2öad)3eit 
(S^ijf.  eine  ,3ett  oon  üiev  ©tunben ,  na(^  beven  9Ser(auf  ber  njac^enbe  Äljeit 
ber  SKannf^aft  abgelöft  »oirb;  bie  erfie ,  jweite  sc.  $lBa(^e,  bic  ?!}>orgen^ 
Zaq--,  9lac^tit)ac^e,  f.  b.);  3)  ber  £)vt,  wo  gen)ad}t,  l>.  i.  bef.  oon  «Sotba- 
fen  2Bad}e  gebaften  irirb  u.  ba6  bafür  beflimmte  ©ebaube,  hc[6  55iad)= 
()au^  (auf  bic  2ßadje  gefjen,  ^i(l)en;  einen  in  bie  2Badlc  bringen;  hk  .:&aupt=, 
©Chiefs  =  ,  Sfjonüadje  ;c.);  4)  eine  cb.  mebre  n\id)enbe  b.  i.  ^Badie  i:)aU 
tenbe  ^erfonen,  bef.  ©olbaten  (eine  ?Bac^c  ob.  2Bad)eu  augflcUen ;  bic  58Jad)c 
ablcfen,  f.  b.;  bie  2Bad)c  iki)t  auf  k. ;  einem  eine  SSSadje,  (Stjrcnirac^c  zc. 
(jcben;  fo  auä)  in  ben  3feO-  Surgcis,  <5t'^=>  S''"f«-'')  ®rfnj=,  8eib^  ®d)ilb;, 
3;()cnüad)c  jc);  —  3fe^.  ».  ir  a  c^  en:  ber  2Sad)fngcI,  bic^t.  ein  irad^cn- 
ber  engel,  <Sd)ii^cngcl;  bic  2Bac^frau,  bei  einem  Äranfen  »vad^cnbc  grau; 
baä  2Qad)gtib,  ber  2Bad)(ol)n,  ?obn  für  eine  bei  3emanb  tüac^enbe  ^er-- 
fon;  auc^  baö  Wclb,  it)el(^e&  3emanb  bem  begof^lt,  berate  ©tcUoerttcter  eine 
SQSac^e  für  i!)n  oevridytet;  (anbfd).  eine  2(()gabe  jur  Unteri)attung  bcr  iiotjn^ 
waefater  einer  Stabt,  aud):  ber  üBad^gVofd^cn ;  ber  2Bac!)lnint ,  ein  xva- 
d)cnber,  b.  i.  ^mi  u.  ^of  beirad;enber  «^unb;  inebtf.  f.  ÜPuUenbeifjer;  bie 
SBad)Ovbnung,  bicOrbnung,  na^  lüclc^cr  bic  SSJac^ien  oevridytet  werben 
muffen;  bie  2ßad)fud>t,  fran!()afte  ©c^laffoftgfeit:  Die  2öad)3cit,  3cit  u. 
Dauer  be6  5SSad^eng;  —  3fc^.  o.  SBact)c,  »rit  2Sad)fcucr,  uiac^()abcnb, 
2Bad)l)au*o,  -mciftcr,  ^pojicn,  =  rolle,  -fc^iff,  =(lubc:c. ,  werben  gero. 
u.  b.  rcn  5Sad^t  gebilbct,  atfo:  SSSac^tfcucr ,  \v  a^t(}abenb  jc.  f.  u.  — 
3tbleit.  0.  tradben:  ber  5H5a(^cv,  -g,  fetten  f.  iver  ivad)t,  b.  i.  wcid)  ijl, 
oerfc^.  2Bäd)ter;  uncig.  ®d)iff.  eine  im  ©c^iffc  immer  brennenb  crljattenc 
Suntc;  aucb  ein  furjcr  SBimpcl,  jretc^cr  nad)  ©onnenuntergang  aufgebifft 
wirb;  wad^fam,  fßw.,  geneigt  u.  fa'big  jum  ^adjen,  im  5Bad)en  geübt 
u.  auöbauernb,  bef.  ju  3fnbcrer  ©idberbeit  (ein  »radbfamcr  ^unb ,  Äranfcn- 
rcarter  jc):  in  weiterer  S5eb.  uneig.  mit  ununterbrodnMier  2fufmerf"famfeit 
auf  etira^  ad)tenb  u.  bafür  forgenb,  finnu.  ad)tfam,  forgfam  (reac^fam 
fein;  ein  wac^fameö  ^(uge  auf  ctroaö  i)ahtv{):  bie  SBrtC^famfeit,  bag  5Bad)5 
famfein;  —  bie  SBad^t,  Wi.  -en  (altb.  wahta,  wahte;  gotl).  vahtvo;  littt). 


1T56  n)acf)cln  —  S53ad)J)oIb(>t 

wakta;  ober-'  u.  m'cberb.  Söaei^t;  engt,  wat.h)  alt  u.  lanbfcf).  f,  bk  ?Q3adf)e 
in  oUcn  SBcb.,  in  bin  3Kunbai-ttn  üMid^cv,  ale  Söa^c,  im  ^od)b.  nur  noc^ 
i?on  bcr  ®c(batem\)act)c,  bef.  in  ixn  ^\t^.:  b«r  SSac^taiifjug,  2(ufjuc)  bcc 
^aijc  (acw.  l)albfr.  bie  SBad)  tparabc);  ba^  2Bad;tfeuer,  bei  einer  SBac^c 
im  Selbe  angejunbeteS  geuer;  trac^tl)abcnb ,  SStt).,  bie  Sffiac^e  Iiabenb  ob. 
bcfe^rigcnb  (ber  raacJjtfjabenbe  Dfftcier);  ba$  5öac^t()au^,  J^aiiö  für  bk  ©ot^ 
batcnwadje,  aucf)  blcp:  bie  SSad^e;  ber  2Bad)tmcifler,  eig.  bcr  3Cuffe{jcr 
über  bie  Söadjcn  unb  Soften,  ein  Untcrcfficier  hei  ber  SJetfcrei;  bcr  Siöac^t- 
Ipoflcn,  dn  3Ba*c  ()artenber  «poflcn  {[.  b.);  bie  SBac^trodc,  ©c^iff.  eine 
JRoUe,  weiche  bk  Stamen  ber  auf  ber  üSBac^e  beffnblid^en  3}?ann[d3aft  enthält; 
ba^  SBacfjtfd^tff ,  ein  jur  SBadje  auf  einem  ^^olten  iiegenbeS  ©djiff  (nieberb. 
Utligger,  b.  i.  2Cu^(icgcr),  bcf.  oor  einem  >!pafen  jur  (Sinforberung  ber  3ölU', 
25cr{)inbcrung  beg  ©(^(eidjfjanbelg  ic. ;  bie  SBcK^tjTllbe ,  ©olbatcnflube  in 
einem  2Bad)tf)au[c;  ber  2BflC^ttl)urm ,  ein  2:i)urm,  auf  njcic^em  SBac^e  gc- 
i)aUm  wirb,  eine  SBarte;  —  irad^tcn,  jicUof.  3n>.  m.  t)aben  (attb.  wahtcäp, 
wahtpu:  aUnorb.  vakta;  engl,  watch)  alt  u.  lanbfd).  fon)of)I  ober=  aU  nieberb. 
f.  wadjcn  2),  b.  i.  2Bad)e  i)alten,  ctwcii  beamrf)cn,  ijixten^  in  2(d)t  neh- 
men, btirauf  7fd)t  geben;  aud)  f.  warfen,  gcirä'rtig  fein  (in  n^eli^cr  Scb^ 
e6  (autli(^  mit  »arten  vermengt  ju  fein  f(^eint;  g.  S.  nieberb.  afwad^tcn 
f.  abwarten,  ücrrcad^ten  f.  erwarten  :c.);  ber  2Bäc^tcr,  -6  (a(tf).  waluari, 
aud)  wahtil;  mitte(f).  wahf.aerc;  obcrb.  Sßad^tcr),  tüer  n)ad)tet,  b.  i.  njktd^t 
ob.  5Bad)e  bä'tti  bef.  jur  ©idjerbeit  anberer  ^erfonen  ob.  eincö  £)rte^, 
jrcibf.  bie  SÖäc^tcrinn;  in6bef.  f.  5?ad)tirad)t«c,  f.  b.  (ber  SOSäd^ter  btaf't, 
ruft  bu  ©tunben  ab  Jc);  uneig.  Statur!,  bcr  gro^c  graue  SSSürgcr,  f.  b. ; 
Sergw.  ein  «Jammer  an  ben  Äunftgc^cugcn,  wefd^cr  burc^  fein  2(uffd;tagen 
auf  einen  Üingenbcn  .Körper  bie  ®cft^winbigfcit  bcö  Äunftrabcö  anjcigt,  auc^ : 
aßcctcr;  auf  ©(aöJjiittcn  eine  ^robefd^cibe ,  ba^  gcucr  bana^  ^u  rerftä'rSen 
ob.  ju  rerminbern,  aud^  :  öaä  SB  a  dj  t  er  ft  ü  c!;  gätb.  f.  o.  w.  (Staf)(  2.  3); 
iai  2Bä(^tcrgc[b,  bcr  «obn  bcs  Sö^c^terö,  ba§  S^atj^gelb;  bag  2ßa^ter- 
t)Orn,  bie  2ßäd)tcrra)Jcf ,  bai  Jg)orn,  bie  JKaffct  (f.  b.)  be^  9?a(^tirä'd)ter6; 
ber  SBad^tcrruf,  -  fc^vci,  bie  5Bä(i)tcrf!immc  jc. ;  baS  ^^icbtcritücf ,  ein 
ÄonfiücE,  wctdjeö  ein  SBac^ter,  j.  S3.  ein  3:()urmwac^ter,  hläi't. 

inäd^eln  ob.  utcrf)c(n,  3w.  obcrb.  (üon  bcr  SBurjcr  wach,  f.  waäj,  ob. 
Qfbleifung  ron  \vei)en,  f.  b.)  I)  jieUcg  m.  Ijabcn  f.  Jveben,  ftd)  gelinbe, 
belegen,  flattern,  fd)wanfen,  facf)cln,  n.'tebefn  (ber  ^unb  raed)elr  mit  bem 
©d^wanj;  baf)er  wäd}eln  f.  plump  taumetnb  ob.  fd^wanfcnb  einbcrgelien ;  bie 
©tube  n?ad)e(t  cor  .ipi^c,  ob.  eö  ifl  in  bcr  ©tubc  fo  warm,  büf§  ce;  wnd^ett,  e6 
ifl  wäc^elwarm,  lanbf(^.  auct)  web  cl  warm,  b.  i.  fo  warm,  bafö  bk  ßuft 
in  eine  jitternbe  SSewegung  gcratfi);  2)  bie  Saft  in  gefinbc  SScivcgung 
fe^en,  fad)c[n,  unb  baburd)  ahH\\)kn  (fidj  — ),  trocfnen  (Söafc^c  -),  rei- 
nigen (©etretbe— );  obcrb.  gem.  einen—,  f.  ibm  @treid)c  Derfc^en, 
ibn  fd){agen,  peitfd)en  (einen  ah--y  auö=,  burc^wac^cln  k.);  ber  SSäd^cl  ob. 
SBQrf)eIcr,  -6,  obcrb.  rocr  im  ®ef)en  tvac^ctt  ob.  fd)(enfert,  ein  plumper 
59?enfd). 

n)arf)cn,  3w.,  3Barf)frau,  SBac^gcIb  k.  f.  unter  wac^. 

SQBa^^olber  ob.  r.  !iSad)olticr ,  m.,  -6,  Wl.  w.  (S.,  (attb.  wecholder, 

wecholter,  weclialter,  wachilter ,  wachalter  2c. ;  obcrb.  SBa^ottcr;  nieberb. 
rtud^  SBat^anbel,  SKad^anbet,  fd^lcf.  Sac^onbcl;  —  btc  gewöt)nlid^c  Ttbteitung 


3KSaci)6  175T 

üon  wa<ij  l  tcbcnbig,  u.  >?)otbc»:,  b.  i.  .ipolunbcc,  ijl  bei  bem  ®c^>t)anfen 
ber  gorm,  wcntaftenö  in  2Cnfc(;un^  bt6  legten  ©liebte  bcr  Si'cÖm  nicfet  anneijm; 
bar,  jumat  bicö  ©cwäc^^  mit  bcm  J^olunbcr  nic^tö  c\cintin  t)at;  cS  ijl  entiT>c= 
bec  ju  tcinncn:  wucli-olter,  fo  bafö  -oltcr  blo^c  SBilbutiflSfilbe  ifl,  »gl.  bie 

altniebirb.  So*^"!  quei  holder,    ober:    wachal-ter  üon  einem  alten  Sro.  warhal, 

wedial,  lebenbifl,  frife^,  grün  (ügl.  rcac^,  »»ac^fcn  k.)  unb  tcr  ==  altb.  treo, 
tre,  engl,  tree,  JBaum ;  ogl.  baö  obcrb.  SBcdjel^ßidj,  altb.  wech -  eiili, 
ilex),  ein  mciji  lliaiutarti^  ivaclif^nbcö  immer^rüncg  ^f^abilhoi^  mit  ge- 
tvür3l)aftcn  b(aiifct)aiai-5cn  Sccicii:  bor  3ßad)l)o(bcrbaum  ob.  ftraud), 
oberb.  JCranerait  üb.  Ärammetöbaum ,  fc^>reij.  9U'ctl)olb<r,  preu^.  Äabbig  2C. 
(lat.  juniperus);  bic  2öad)liülbcrl'>ccvc,  tik  giudjt  bc6  5[i5ac^i)c(bfrflrau^eö; 
b«r  ä!ßad)l)0lbcvbranntivciil,  auf  S[Bad)i)olberbceren  abgezogener  Srannt» 
wein;  bie  2ßac^l)oltH'rt»rolTcI  ob.  bcr  2Bad)()o(t>cvoüC^c(,  gen).  Ärammctö= 
oogel,  [.  b.;  bie  ÄBac^l)0(bcifIcd)fc,  eine  auf  bem  SÖJadjijolber  itad^fcnbc 
gledjtcnavt;  ba>o  iIBac^l)0lbcrl)aV5,  dn  blafegelbee  iparj  ocn  einer  auöldnb. 
gBacfet)olber^2l"rt  (fr.  ®anbarad>) ;  in^  SBac^bolbcrüI,  auä  aSa^t)o(bcrbeeren 
gereonneneö  Öl;  bei  ^ad)l)Oltcvfaft,  cingifod^ter  ®aft  ber  SOBnd)f)olb£rbe€= 
rcn;  bie  äBac]^l)Olt>Cvfd)ncpfc,  eine  2fbait  ber  SBalbfc^ncpfe;  bai  2Ba^; 
l)ü(iM'Vwaffcr,  SBafTer  mit  SBac^l)olbcrfaft  gcmifc^t;  bec  2öad)()o(t'envein, 
mit  SBa^i)olbcrbecrcn  gewürzter  Sßein. 

SBad^'o,  m.,  f.  unter  njadjfcn. 

2Barf)ä,  f.,  -eg,  o.  9)t.  (altb.  wahs;  angelf.  vax,  veax,  engt.  u.  fc^tücb. 

wax,    bän.    woks;    niebcrb.  aßafä;     littl).    wasakas,    poln.    wosk;    Dcrtt).   mit 

trac^fcn?),  bie  wn  ben  58icncn  au^  bem  S$Iumen[taube  bereitete  u.  jum 
SSrtU  i^rec  ^iUen  äebvaiu1)tc  ()aiji3e  9)?affe,  fowo|)(  im  natürlichen  3U|i:anbe, 
alö  aud)  am  gcuer  jtrlaJTcn,  geläutert  u.  »erarbeitet  (Sffia^ö  f^mcljen,  lau« 
tern,  blcid)cn;  gelbce,  »rni^eö  9Bac^ö;  in  2\Jact)6  formen,  bilben;  ein  ©iegcl 
in  2öad;ö  brücten;  oberb.  fpric^iü.  etmaö  in  ein  SSJäc^glcin  brudicn,  b.  i.  e§ 
fii^  n3ol)l  merfen,  bcf.  um  lö  gelegentlich  ^u  rä^en;  ba§  ifl  fein  SBa^ö  f.  feine 
Äleinigfeit);  in  weiterer  $8eb.  eine  iuad)öa[)niid)e  ?9?affe  (j.  S.  erbwa<^6), 
u.  in  3fe^.  \)ei-fd)tebene  fünftlid)  jitfammengefe^te  9}?iiffen,  beren  -fjaupt? 
beftanbt()ei(  %^<id)^  tft  (j.  S.  Sart^  .&aar=,  ©4iul)  =  ,  ©icgelnjac^ö) ;  — 
3fcfe.  baS  Söac^f^banb ,  9J?.  ^bä'nber,  ik  binbenbe  ^OiafTe,  womit  bie  SBic= 
nen  baö  ®ewirf  an  ben  Sßanben  bcr  ®tödc  befcjtigen,  auc^:  SBai^  Strafen; 
auf  ben  2!3ac^6bUid)en:  bai  ju  Säubern  gegoJTcne  SiSadje;  ber  2Bad)^baum, 
ein  ^pf(anjcngefd)le^t  mit  üerfe^iebcncn  2(rtcn,  bcrcn  Seeren  eine  wa(^öäl)n= 
li(^e  üJiafTe  liefern,  wel^e  ju  Sichten  octarbeitet  wirb,  inöbcf.  ber  üirgini  = 
fc^c  2Bad)6baum,  auit  Äcr^enbeerc,  eic^tmi)rtc  (myrica  cerifera  L.);  \ii\^ 
2Bad)6bilt  ob.  gew.  bie  2ßv\dböft(^UV ,  ein  auö  SBac^ö  geformtcö  SBilb,  bef. 
9lad)bilbungen  menfctjlidjer  ®eftalten  ob.  Äöpfe  :c. ;  ber  2Bad)öbi(bner,  wcc 
auö  SQSac^ö  Eörperlic^e  Silber  formt,  aud):  SBüc^öformer ,  =fün(llcc  (fr. 
Soffirer);  bie  2Bad)§bitbncrci,  bie  Äunft  beö  SBac^öbilbnerö;  bie  2Sad)6i 
bim,  eine  2(rt  wac^ögelber,  im  Df tober  rcifcnbec  Sirncn ;  ba§  SBac^öbUltt, 
in  bcr  ffienenjuc^t:  bie  leeren  ©Reiben  in  einem  Sienenftocfc;  bie  SBat^ö* 
blcid^c,  baö  Sleic^en  beö  SOSac^fee,  ber  Ort  u.  bie  2(nftalt  baju;  ber  SBac^ä^ 
b(ci(^cv,  wer  baö  Slcic^en  beö  SÖadjfcö  ücrrid^ter;  bie  SBac^äblume ,  dne 
^flanjengattung  mit  glocfenförmigcn  Slütljen ,  weld^e  ben  Sitnen  oiel  ©toff 
ju  SÖa^ö  u.^onig  geben  (ccriuthe L.) ;  bei  SBac^^bübcn,  (in  vunbeö  flaclje» 


1T58  gSad)§ 

©tiic!  gcgoftcncn  SBad^feö;  ber  SBad^Sboffeler  (gm.  SBad^ö bofftrec;  »gl. 
boffeln),  3Bad}66itbnct;  bcr  2Öad^gbvatb,  ein  mit  SBoc^ö  ge{!eifter  Stat^ 
ob.  fratfcr  gaben;  bic  2Bucf)§brufe,  5^atuif.  eine  Slättetbnifc  (ogl.  Srufc), 
bcvcn  aSldtter  mt  wn  SBac^g  geformt  ouefeftcn;  bie  2Bad)öfacfc(,  f.  gacfct; 
bie  SBac^fn'arbc,  1)  bic  ge(b(i(^c  garbc  beö  SBad)fc6:  2)  ein  mit  SBat^ö 
oei-mif(^tcr  u.  aufgetragener  garbeiifloff:  wac^äfarbtg,  SBw.,  Don  ber  garbe 
beö  2Ba(!^[c6,  irad)§0|flb;  bie  2öarf)S^>fItfClC,  ein  ben  ©tubcnfiiegen  ä'ijnlidieö 
njei^tS  3n[ect  in  (Sod)ind)ina:  ber  2Öac^gformer,  f.  SBadjebiibner;  bec 
SBad^äbantcl ,  .^anbcl  mit  aSadje  u.  SBac^gwaaren ;  ber  äBarf)öl)änMer, 
sfrämer,  teer  mit  2Ba(^6waaren  f)anbelt;  bie  3ßad^öl)aut ,  bie  mcift  gelb* 
li^c  tt)ac^gäi)nli(^e  ^aut  an  ber  SSSur^tl  bcö  ©djnabcre  junger  SSögel;  bie 
SBac^äferjC,  f.  Äcr^c;  ber  2Bad^e(fcrj(cr ,  oberb.  wer  5Iöad)6!erjen  uerfcr» 
tigt  u.  ocvfauft-,  bic  23ad>§fculc,  baö  nadj  btm  itnn'iten  ^reffen  beö  2Ba(^= 
fc6  3iiriidb(cibenbc,  aud):  SSadj^winbe;  bie  !iBacl)6firfd)c,  eine  2(rt  wadje* 
gelber  Äirfd^cn;  ber  2Bad)6fud)cn,  I)  bic  auegeprcfTtc  J^onigwabc;  2)  jjer* 
raffencä  u.  getautcrteö  SBadjö  in  flauen  rnnben  ©tücfen;  ber  2ßac^äPümmel, 
bec  gemeine  Äiimmel;  ber  SBad)§fünflIcr ,  f.  SBadjöbilbner:  bie  2Bad)§j 
lampe,  eine  Sam;;c,  in  welcher  2Ba^6  gebrannt  jüirb;  ber  SSac^f^Iappcn, 
ein  bur^  flitfftgeg  SBa^ä  gezogener  Pappen,  93of)nfappen  (f.  bof)nen);  bie 
Söarf)6(cimranb,  mit  einem  Clfirnife  (ebcm.  m'cUeic^t  aud)  mit  SBac^ö)  über« 
jogcne  Scintranb,  atö  ^>acE()ii(Ie,  ^u  Übcr^iigcn,  3>fctcn  ;c.  bicncnb,  in  9lieberb. 
gew.  SBac^ätudi  genannt;  ba»  3Bad)f^lic^t ,  SO?,  -e  (ogl.  Cic^t  3)  ein  aui 
SBSad^ö  ocrfcrtigtce  ^id}t,  eine  Äer^e;  untig.  9latarf.  eine  5frt  Sutcn,  aud^  : 
©cetid^t,  Jitevj^en;  ber  2Bad)^ltd)tgtfpcv,  ;;^lct)cr,  fflerfertiger  oon  2Ba(^6s 
lichten;  bie  SBad)öma(crci,  SKareiei  mit  SBadjöfarben  (fr.  (gnfauftiE,  cn!au= 
<li[d)c  Malerei);  bag  2Bac^änU'bl ,  ber  ©amcnftaub  ber  SBtumen,  welchen 
bie  Sicncn  ju  2Bad)ö  verarbeiten;  bic  23ad)C'nii(bo,  eine  3Cvt  '9jh'(ben,  me[d)c 
ba6  2öad)6  jernagen,  aud}:  SBac^ef  d)abc ;  bic  SÖBad^^mottc,  eine  SJiotte 
in  ben  SBicnenflöcfcn ;  bie  SBac^^nnfc,  eine  t?on  SBac^ö  geformte  ^ait,  gew. 
jrä'c^ltmc  «Ttafc  (f.  wac^fern);  bag  2Bad)eiöl,  auö  SSa^l  ge^ogcneö  Öl;  bie 
2Bad)§Vf1^li-' (  aitö  wctfjem  SSäae^ö  gcmadite,  unei^te  «perlen:  bie  Söad^ö= 
pfeife,  lanbfd).  f.  >§>onigjeae;  bag  Sffiiicöeipflal'ier,  ein  '$>ftafter,  beffen  J^aupt:: 
bepanbttieit  SBadjS  ijl;  ivad)f^pflirf)tttj ,  S^w. ,  f.  warf;fjinfig;  bie  2Barf)g' 
prcffe.cine  treffe  jur  Steinigung  beö  ro^cn  SBadjfeö;  bic  ffi5ad)äfcf)abe, 
f.  SBac^ömilbc ;  bic  2Biid)f^fc^eibe,  bas  fc^tibcnformige  ©canr!  ber  S5icntn, 
bic  SBabc;  au^  dn  fc^cibenförmigeß  ©tiid  jirlaffencn  u.  geläuterten  25Sad)' 
feö;  ber  2Bad)f'fd)(ägev,  irer  baö  SiSad^ö  fcure^  ''Prtj^en  unb  (Schlagen  rci= 
nigt;  bie  3Bad)öfeife,  mit  SBac^ä  bereitete  ®eifc;  bie  2Sa'i)äfctl)e,  ein 
SBerfjeug  ani  Sinfen  jum  2?urd)fcif)en  beö  gifc^moljcncn  SBad^feö;  ber 
2Bad^ä[lo(f,  ein  langeö  bünneö  SBadjölic^t,  UH'(d)eö  gu  einem  !urjcn  «)atgen= 
förmigen  ©toct  ob.  ©tamm  ^ufammengctridctt  if}  (ogl.  ©toc!3);  bic  2!öad)§- 
tafcl,  1)  f.  ü.  m.  SÖSa^öf^eibc,  ^ahc;  2)  eine  mit  2Bad}ö  überzogene  Sa= 
fei,  bcrglcic^cn  man  im  2((tcrtt}um  ^um  ©c^reiben  gcbraud}tc:  ber  2Bad)§s 
taffet,  mit  einem  feinen  ÖlftrnifS  übcrjogemr  u.  baburd)  glan^enb  unb  waf-- 
ferbii^t  gemad^ter  Saffet  ju  Uberjügen,  «Regenmänteln  u.  bgl.  (vgl.  SBac^öleiu' 
wanb):  ba«  2ßac^f^turf),  f.  SBadjöleimranb;  bie  SBad^öiüinbe,  bie  puffen 
üon  bem  auögeprcjften  Söad^fe  (joaljrf^.  auö  2ß ad) ö bin bc  »erberbt,  intern 
bief«  .^ülfen  ouS  ben  jäf)en  SBac^öbänbern  be|lcl)en,   f.  SBüd^öbanb);    baS 


wäd)^  —  njad^fen  1759 

^adf^dd^m,  ifjem.  f.  ein  ©icgcl  vcn  3Bad^ö;  bie  2Bad^§5CÜe,  f.  ».  rr. 
^om'giicUc,  f.  3eHc:  bcr  S[ßad)ö,^icl)er,  SScrfertigcr  Don  2Ba(^6ftüctcn;  ber 
Sßad^öjinö,  in  Söac^S  ju  cntndjtenber  .3in6,  bef.  an  Äirc^cn  jur  SBelcu^tung 
bcrfclbcn;  wad)§5infiq,  SSw.,  ;(um  SBac^gjtnä  oerpfttcbtet  (SBa^Sgini'igc, 
mim.  lat.  ecrotcnfualcn);  —  libldt.  wäc^fcn,  jicl.  3w-  (j(tb.  wahsjan, 
wehseii)  mit  '9.l}a(l)ö  b?ftvctd)cn  ob.  überjiehen,  gm.  wicttfcn  (f.  b.);  rocirf)= 
fen,  ob.  gtw.  iväd)fevn,  Sw.  (attb.  wahsln.  wehsen;  nicbcrb.  traiTcn)  au3 
5ßachö  bellebcnb  ober  gemacijt  (ein  u»Qd)fcrnc6  Stlb;  eine  it>ä'(^ ferne 
gtafe,  unrig.  f-  efw^s  5Bicgfame6,  nac^  SBtUtuc  ju  SSormcnbig,  ju  58erän= 
bernbcö;  einem  eine  it)ä(^fernc  9{n[e  onbreljcn  ,  gem.  f.  tf)m  ewaö  Unn:»af)reS 
auff)cften). 

wäd)§,  Sip.  alt  u.  obcrb.  (fd)n?äb.  it.  fc^mei^.  ;va§;  öflr.  aaf,  »tafd}; 
altf)oi^.  urfpr.  hwas,  was,  fpdter  au^  wahs;  angelf.  Iivaes,  hvat,  igJönb. 

hvass  u.  hvatr;    OPn  bcr  SBurj^cl  hv.'az,    ba^er:    Jiwezjan,    altnocb.  hvetia   unb 

hvessa,  irc^cn,  fd)arfcn)  f.  f6arf,  rauf),  uncig.  fireng,  hart  (ein  »räc^fcr 
Sßinter,  >:^crr) ,  jlarf  (eine  irädifc  ©timmc,  b.  i.  eine  f^arfc ,  gcUenbe) ;  batr. 
audj  f.  fraftig.  feb[)aft,  mut()ig  (ein  lüdc^fct  «OTeni'c^);  f)crr[icf),  treffltd); 
fcbrcierig;  baffer  bie  Sßoc^fc,  oberb.  (Söäc^fen;  a(fb.  hwassa,  wahse)  f. 
@*ttrfe,  <Sd)ncibe:  iräc^fcn,  j:c(.  ^w.  (altb.  \vahseii)  f.  treten,  fd^arfen 
(Die  ^iifcifcn  — ). 

UHicf)fam,  SBac^famfcit,  f.  unter  luad). 

Sßad)'obanb,  -bäum  k.     ■  2öad)gtrufc,  f.  unter  2Bad)ö. 

n}ad)fcn,  siellof.  3w.  m.  fein,  abtaut,  bu  rOvid}fcjl,  er  n)ä'd)|it;  Smpf. 
tvud)g,  (Sonj.  n.n"id)fe;  5R«?.  gcroadifen,  (Qott).  vahsjan,  altl)oc^b.  wahsan, 

niittelb-  wahsen,  wachs,  gewahseii,  altnorb.  vexaii,  fc^njcb.  vaxa;  angelf. 
veaxau,  engt,  wax;  niebcrb.  iraffen;  —  bie  SBurjet  wahs  fc^eint  bur^  3ßci- 
terbilbung  rion  wak,  wah  entftanben,  f.  wad):  ogt.  jcboeiö  au^  b.  gr.  (d'^tn'y 
«^^f/r,  tat.  angere)  1 )  übcrl).  burd>  lebeitgfrdftige  (organifc^c)  ^utiritfelung 
von  innen  an  3(ui5bef)nun)5  ^une{)men,  bef.  bcr  Sänge  unb  .!^Öbc  na^  gröf  er 
werben,  wn  'i!??enfdien,  !jhieren  unb  ^rl*^",?^'^  ^-^^  bcren  Sbcilen  (biefcS 
Äinb  ijl  fd^nell  geiradifen;  um  einen  f)alben  Äopf  geirac^fen  fein;  no(^  im 
SBai^fcn  fein;  bcn  Sart,  bie  «^aarc,  bk  9lä'gc(  wac^fcn  (äffen;  in  iie  <^öf)e, 
in  i)k  3>icfe  ob.  ffircitc  >üad;fcn ;  ein  Saum  trät^jl  in6  .^olj,  b.  i.  mef)r  in  iii 
S)ictc,  olö  in  bie  Cängc;  eine  ^flanjc  '.rädjfl  inö  Äraut,  b.  i.  treibt  »icle 
Stätter;  einem  über  ben  ,\t op f  «:) ad)f  cn  ,  b.  i.  größer  unb  uncig.  jlärfer 
ob.  mäd)tigcr  ttjcrbcn ,  a(6  er;  einem  ju  Äopfe  ruac^fen,  b.  i.  gleiche 
@rö^e  unb  uncig.  gleiche  ©tär!e,  Sinfic^t  ic.  mit  it)m  erlangen ;  baf)er  uncig. 
einem  gen>a(%fcn  fein,  b.  i.  ifjm  an  förpcrtic^cm  unb  geiitigcm  Vermögen 
gtcid)  fommcn;  einer  ®ac^e,  einer  Verrichtung  3C.  getcac^fen  fein,  b.  i. 
bie  erforbcrlid^e  Äraft  unb  5äf)ig!eit  ba;iu  (jaben;  an  etwaö  —  mit  itwdi 
jufammen  »cadjfcn,  b.  i.  fic^  im  SSai^fcn  bamit  vereinigen,  bamit  »erwad^fen; 
ba()er  uncig.  er  ob.  eö  ift  mir  anö  ^erj  gcit»adöfen,  b.  i.  aufö  innigftc  mit  mir 
»erbunbcn,  mir  fct;r  lieb;  fpric^n?.  taö  ®ra6  tuad}ftn  t)örcn,  f.  ®raS);  in  be- 
frlmmtcrer  95eb.  oberb.  f.  fcimen,  von  bcr  jum  Sraaen  bcftimmten  ®erflc; 
ferner  im  9Bad)fen  eine  geivtffe  ©eftaft  annet)men,  (gerabe,  frumm,  f^ief  k. 
wad^fen;  gut.  fcfjön,  f(^tect)t  ic.  geroac^fcn  fein,  b.  i.  einen  guten  jc.  5IBudjö 
tjabcn);  ba6  tOtro.  gcwai^fen,  oberb.  f.  auSgewad^fen,  trwa^fen  (ein  ge- 
wat^fenef  Äinb  f.  ein  entjad^fenc^) ;  2)  inebef.  »on  «pflanjen :  ciui  bem  S5obett 


neO  tt)c(d)fen  —  SBad)tel 

ent{lef)cn,  ci-jCUät  tvetb^n,  fort!omm«n,  gebeitien  (mand^e  ^flanjeii  »adbfen 
auf  Sci-gcn,  anbete  in  ©ümpfen  k.  ;  bct  Söcijcn  wad^fl  nic^t  auf  jebem  SBo-- 
bcn;  am  3?t)ctn  wää)^  guter  SSSiin;  uncuj.  fpric^ra.  baö  ift  ni^t  auf  feinem 
SKijlc  gcinad^fcn,  f.  9)?i|i);  obcrb.  auc^  vcn  bei  natüvlidien  Sntft^bung  ob. 
SSilbiing  uncv3antfd)ei- .Körper  (j. «.  eö  tüädift  6:6  f.  e6  gefriert;  eS  roäc^fi 
9?a(;m  auf  ber  gjZil(^) ;  .">)  in  ireiterev  Scb.  u.  uncig.  übnt).  f.  june^men, 
größer  irerben,  ftd)  neimef^ren  a)  an  Umfang,  burd)  3(n[)äufung  ob.  ^n= 
trad^sj  von  aufen  (Steine,  (ärje  2c.  warfen  (angfam;  ba»?  SBaifer  \vääi[x, 
ijl  gcwac^fen,  b.  i.  geftiegen;  ber  SKonb  njä^ft,  ijl  im  Söadjfen,  b.  i.  nimmt 
gu;  bai)ei-  oberb.  baeSBadjfenb  ob.  SBac^fet  f.  bcc  junef)menbe  SKonb; 
fein  SScrmögcn  wäd}ft  mit  jebem  Sage;  bie  ©djtift  \vää}fx  mir  unter  ben 
^änben);  h)  an  innerer  *Staifc  juncbmen,  ftarfer  »verben  (einen  Äon 
rca^^fen  (alfen;  ber  9Jlut().  bic  SBegierbe,  bic  ßcibcnfj^aft  wäc^fl;  feine  Unjufrie^ 
beni)eit  nju(^ö  immer  mcf)r);  an  einer  <Sad)c— ,  barin  junchmcn,  jiarfer 
werben  (an  ©infic^t,  an  @rfaf)rung ,  an  Äenntniffin  ic.  rcac^fcn) ;  4)  M  u. 
oberb.  f.  a>o()in  gelangen,  gerat^cn,  fcmnien  (j.  S.  an  ob.  gegen  einanbec 
»ad^fen  f.  in  ©treit  ob.  J^t'inbfdyaft  an  tinanbcr  gerati)cn;  in  <g(^ulben  waä)' 
fen  f.  gerati)cn:  in  Sßerjug  wad^fen  f.  werjögert  iverbcn);  —  ber  (oberb.  auc^ 
bie  u.  baö)  3Bad^§,  o.  SK.  (ogl,  lia^  altb.  wahst,  goti).  valisiu.  f.  aßucfeö) 
ungcbr.  f.  ba^  3Bad)fen,  5Bad;gthum,  u.  hn§  3Bad)fenbc,  au$et  in  ben 
3fe§.  5Kifätt)ac^S,  3u»üa(^6  (oberb.  auc^  ber  ob.  baö  >^oljirad^§  f.  SBal-- 
bung;  hai  ob.  bie  Sßeinwadjö  u.a.m.);  —  3fe§.  bie  Sßac^ebanf,  au^  bag 
SBa^ggcfäp,  ber  2ßad)§faftcn  ob.  =tvog,  inSitriolwerfcn:  bag  ()öljerne®e= 
fä^,inJüclc^cmbcrSSitriolauö  ber  Sauge  anfc^ie^t  ob.  gleic^f.wädjft;  bie  äBad)ö- 
beulc  ob.  -brüfc,  SScuten  ob.  iDiüfcn,  wcldje  bigweiten  bii  j!ar!  irac^fenbcn 
Änaben  an  ben  ©c^amUijlen  ent(iel)en;  ber  Sßact)äp(a<^,  lanbfc^.  SBrau.  ber 
^tag,  wo  man  ba»  jum  9}Ja(^  cingcirtidjtc  65etreibe  au^wac^fen  ob.  feimen 
läjTt;  ber  2ßac^ei|tcln  (gem.  SGSa^ftcin)  SBergir.  ber  auf  GJebirgen  untec 
bem  Sf?afen  brtdjcnbe,  öietd)f.  luac^feube  ©ifenpein.  —  3Cbleit.  ber  ob.  b.  i>ai 
5öad)§tl)um,  -cö,  o.  3K.  (bic  altt)od)b.  Spr.  l;at  bafür:  der  wahsamo-,  batjec 
wahsmig.  frud^tbar,  wahsmigi,  gru^tbarfeit)  ber  ^uftanb  be^  5Öad)fen^  ob. 
@en)ad)fenfetng,  finnn.  ba§  ©ebei^en,  fccf.  uon  ^pf[an§en,  (SSSdrmc  unb 
geut^tigfeit  bcförbcrn  ba6  SBac^etbum  ber  ^flanjen) ;  aud)  uneig.  f.  3una{)me 
35crme()rung,  ©tarfenvcrbcn  (5lBac^6tt;um  an  SRac^t,  im  ©uten  ic);  waö^Q- 
tl)üm(i-d^,  ffittj. ,  jum  3iBad}gt{)um  geiiorenb  ob.  baöfelbe  betreffcnb;  aüö) 
f.  ber  ^flanjennatur  gcmap  ob.  a()nlid),  pflanjcnarttg  tvad)fenb  (fr. 
üegetatio). 

wäc^fcn,  3>ü-  1-  f-  unter  Sßac^ö;  2.  f.  unter  ttöc^g;  iväi^fcn,  wäd^feril, 
Sn?.,  f.  unter  SBadjö. 

Sffiac^äfacfel  k.  —  wad)65infig,  f.  unter  SBa^g;  2Bad^gfafIen,  =pla^, 
;|Iein,  =:tr09,  SBad)^tt)un!,  f.  unter  »nac^fcn. 

SBac^t  1.,  iü.,  f.  unter  maä);  —  2ßad)t  2.  ob.  Söagt,  ir.,  nicbcrb.  f. 
bie  5Bage  (f.  b.)  am  Söagen. 

SBac^tcl,  lu. ,  SO?. -en,  SSer!(.  bcii  2Sad)tcld)en ,  (altbo^b.  wahtala, 
mittili).  wahtel;  attncrb.  vaktela,  fc^wcb.  yaktcl.  bd'n.  Wachtel;  »rabrfc^.  m6)t 
t)cn  ipac^en,  Sßac^t,  alfo  ,^t>k  Sffiäc^terinn,"  »»eil  fie  au^  bei  9tad)t  fdjldgt; 
fonbern  ouö  ber  S'Jacbatjmung  i^reS  Cautcö  entjl.,  ba()er  alttjodjb.  aud)  quattala, 
nifbcrb.    Cuafele,    £luafcl;    mittl.    lat.  iiualia,  quaquilla,    quaiiuaria,   ital. 


wad)tdn  —  tDa^ev  1761 

(juaglia,  fpan.  coalla,   flUfvanj.  quaille,   ie|t  caiJle,    cugl.  quail;   »gl.  quafen, 

qua!cln  u.  bag  lat.  vagire),  dn  jum  «:^u[)ner3cfc()led)t  gc^ornibec  Sugwoget, 
bcc  fid)  im  (Sommec  in  unfern  ®ctrcibcfclbcrn  aufi)dlt  u.  burc^  feinen  cigen= 
tfjiiinlid^en  ticKgcUenbcn  ©djtag  bcmcvfbac  mad^t  (bie  2öad^tc(  fc^lagt,  nic^t: 
[ic  fingt);  bcr  SBadjfclfalf,  eine  2frt  juc  SBcijc  bcaucl)barcr  gaüen,  aud| 
SKauöablec;  bcr  2Bad)tclfang ;  ber  SBarfitclfcingcv;  ba5  2Bad)tel9arn, 
-nc/^;  ber  2Barf)tcn)unti,  eine  "Kxt  J^unbc,  ircl^c  jur  2Bad)te(=  u.  SRebfjüt;? 
iiei-^Sagb  abgcvid^tct  werben,  ^üi)nerf)unb ;  bcr  2Bad)tclFönig,  f.  u.  w.  SBic 
fentäufcr,  $öiefcnfcf)narre,  eine  "ütt  StaUcn  ob.  ©d)narren;  bic  2Ba(i)tc(' 
pfeife,  eine  Coctpfcifc,  mit  »cld)cr  man  ben  SRuf  ber  «BSac^tcln  nad)af)mt;  ber 
SBac^telvuf,  ber  5aut,  roomit  bic  aBoc^tetn  einanbcr  rufen;  aud)  f.  SSadjtct- 
pfcife  (ogt.  Stuf);  bcr  2Bac^tclfd^lag,  ber  ©c^lag  ob.  ©djrei  bcr  5Ba4)tct 
(f.  ©(^tag  1);  bcr  SBad^telunnjcn,  eine  ^(rt  beö  Äufjroeijcnö  (f.  b.),  n?cl^e 
{}ä'uftg  jtt?ifd)en  bcm  ©ctrcibe  »äd)ft  (nielampyrum  arvcnse  L.);  (cinbf^.  auc^ 
f.  bie  gemeine  ©aubiflel. 

ivrtd)teln,  jier.  3m.  (ugl.  TOüd)e(n),  oberb.  gem.  f.  fc{)(a3cn,  pcügefn,  ogt. 
fud)tcln  (einen  burc^wad^teln) ;  berb  aii^fd)e(ten. 

wachten,  3nj.,  S33äd)tfr  zc,  SBad^tfcuer  ic.  —  S55ad)tt{)urm,  f.  un« 
ter  voad}. 

SBacfc,  W.,  SÄ.  -n,  (n.  2(.  ungut:  2Ba!e;  ügt.  ba§  dtb.  der  waggo, 
wacke,  oberb.  bcr  SBactcn  f.  gclb|lein,  gcucr== ,  Äicfclflcin)  eine  meift  nu^ 
Huarj,  ©anb  iinb  ©(immer  bcflet)enbe  'Steinart,  meld)e  fowof)!  gan^e 
Gianggebirge  bi(bet ,  al6  aud)  in  einjelnen  ©tüctcn  auf  bcm  getbc  gcfunbcn 
itirb  (gclbmactcn;  cgt.  ©ramuacEe);  bal)er:  baö  2ßaifenc}ebirge,  -ge* 
voll;  ber  Sßacfcnflein ,  oberb.  f.  Safattgcf(^icbe;  tuacfig,  Sro. ,  SJacfe 
entl)rt(tcnb  ob.  baraug  bef!ef)enb. 

^racfeln,  3».  (o.  altb.  wag<5n,  wagen,  fic^  bcipcgcn,  crfd^üttert  werben; 
engl,  wag,  waggle,  f)o\l.  waggeleii;  SB5.  wag,  bcttjcgcn,  ogt.  wac^;  lat.  va- 
cillare;  —  unfcr  »actctn  ijt  urfpr.  meijr  nieberb.  gorm,  wofür  oberb.  waix' 
fein,  altb.  wanchalon  ftef)t,  ogl.  wanfen)  1)  jicUoö  a)  m.  {)abcn,  fid)  oft 
u.  leid)t  i)'m  u.  t)«i-*  bewegen ,  bef.  ait^  ?D?angel  bcr  gef)ö'rigen  ^cjligfcit 
(er  wact'clt  im  @el)en;  ii)m  wacJclt  bcr  Äopf;  ber  3ai)n  wactelt;  ein  wacteln* 
bcr  Sifc^,  <2>tüi)l  k.);  mi t  c t»v aö  — ,  eä  in  roacfchibc  S5c»t»egung  fe|en 
(mit  bcm  Äopfc  — ,  mit  bcm  ©tul;te  — );  an  einem  £)inge  — ,  baran  {)in 
II.  ()er  5ict)en  ob.  froren,  um  e§  locfer  u.  macfelnb  5U  madicn;  b)  m.  fein, 
gem.  f.  fid)  reacfclnb  fortbeivegen,  ivanfen,  taumeln  (5.  S5.  er  wadeltc  auf 
feiner  SKdfjre  weiter,  er  i|l  foitgcwadtlt  2C.);  '-)  skl  nieberb.  einen  — ,  f. 
prügeln,  abprügeln  (=:  oberb.  wachte  In);  ber  SBad'cIfopf,  ein  (bef. 
cor  ®(i^wd4)e)  wacJelnbtr  Äopf;  ix>aife(f5pfig,  Sw.;  bcr  SSJadfcIflerj,  b.i. 
9Badclfd)wanj  (ügl.  ®terj),  lanbfd^.  f.  bie  SSac^ftclje  (nieberb.  au^  2Bipp; 
ftcert) :  wacfcU)aft  ob.  gew.  >ra(f elig ,  jgcj.  wacflig ,  Sw. ,  tvegcn  fehler; 
t)after  S5cfd)affen^eit  tvacfelnb,  nid)t  fefl  (ein  wackeliger  3a^n,  ©tul)l  jc; 
wadelig  getjen). 

ivacfer,  Sw.,  Somp.  ivarferer,  ©up.  iratferjT,  (alt^od^b.  wachar,  b.  f. 

Wd(^,  wad^fam;  mittclf).  wacker;  altnorb.  vakr,  ongelf.  vaccor;  littl).  wi- 
krus;  oon  »a(!^,  f.  b.)  1)  urfpr.  ivad),  munter  (noc^  nieberb.  lanbfc^.:  et 
ift  f^on  wadcr);  ivad)fam,  regfam,  aufgcivecft  (bibl.  lafö  beinc  2(ugcn 
xoadit  fein;  fo  feib  nun  warfer  allezeit  u.  betet);  2)  jc^t:  in  ()o()em  Örabe 

•&«9f«'§  ^anbwö\;te<;b.  t},  ^«utfc^m  ®fic.  2.  Sf)eil.  111 


1762  SBabbtcf  --  SBaffc 

rcgfam,^  lebhaft,  ftarE  u.  mit  angefpanntec  Ätaft  t^äti^y  ftacfec  alg  ba§ 
ftnnt*.  rüjlig  (tracfcr  ovbetten;  ein  wadcrer  ©otbatic);  gem.  alö  9Ztt5.  ühixt). 
f.  in  bof)cm  ©rate,  ]\nm.  tüdEjtig,  treibtid)  (j.  S5.  »rac!cr  fptcten,  jcd^en; 
einen  tvadit  buvdjpviicietn ,  auSjanfen  2C.) ;  niebcrb.  au6)  f.  fd}on ,  ^übfd), 
jlattüc^  (eine  rcadcre  X){rne  jc. ;  eben  fo  ba^  fd^rceb.  wacker);  3)  mit  2fn* 
wenbitng  auf  ba^  fittli^e  SScc^aacn:  beruft  =  unb  pflid^tmäfig  t^atig  unb 
tudjttg,  ftnn».  braö,  biebec,  rcd)ffc()offen  2C.  (ein  watfercr  SÄann;  warfere 
Seute;  fid^  jüacfcr  {)alten  K.);  ber  SBacfer  (oecü.  2Ba(ferO  oberb.  f.  ^unb; 
bie  2öacfcrt)eit,  [cltcn  f.  bü'B  5Bacferfdn. 

Sßabticf  ob.  SBabfcife,  iv.,  o.  SOl.,  niebcrb.  (aud)  2Batt!c,  SBacfc,  2Ba!e, 
asajc;  »em.  mit  SBater  =  SßajTec?)  f.  bie  WlolUn-,  aui)  ici^  SöaJTriöc 
in  bet  nidjt  gcprig  aufgearbeiteten  SSutter. 

SBabe,  id.,  9)?.  -n,  23crB(.  ba^  5ißabd)cn,  (attb.  der  warlo,  wade;  oberb. 
ber  aSaben,  SBabel,  2Bübe(;  fc^web.  wade;  fd^werltd)  »on  roatcn;  e^cr  o. 
bem  alten  wetan,  wat,  got^.  vithan,  jufammcnfügen,  rceben;  ogl.  ba^  engl, 
wad,  SSünber,  matte  u.  u.  hat,  niebcrb.  SSabc,  Sßabbc,  f.  SBatc,  5«c^; 
alfo  eig.  „>!paufcn,  SBalTcn'*)  bec  flcifd)!^«,  gecunbete  Zl)i'ü  an  bet  f)tnteren 
(Seite  be§  @d)tenbein6;  bie  SBabenaber,  nac^  bcn  5IBabcn  gef)enbs  libexn, 
be[.  ein  2t|l  ber  Sranbaber;  baä  SBabenbein,  2fnat.  ba§  S3ein  am  ©^icn= 
bein,  an  welkem  fid^  bie  SBabe  befinbet;  baber:  ber  SBabenbeinmuSf el ; 
ber  SBabenmuöf el ,  »erfd^iebcne  S)tug!c(n  ber  üBabe;  ber  SBabcnjlec^er, 
lanbfc^.  f.  bie  graue  ©tecbflicgc. 

wabeln,  3».  (attb.  wadalon,  wadelen)  »öUig  »lt.  f.  flattern,  ivebctn 
(f.  b.),  fad)etn;  wallen,  wanbeln,  fd)ivetfen,  umf)erjtei)en;  ber  SBabel, 
-g  (altb.  wadal,  wadil,  wadel)  dt  u.  obcrb.  f.  1)  ^ebel,  i^Äd^er  Jc;  2) 
»e{)enbe  Söarme,  2)ampf,  £)uni1;  3)  ^eitiauf,  5eitroed)fel  (^eriobe); 
baber  bcf.  9)?onbinec^fel,  5Ked)felflanb  beg  5??onbad}tg,  ingbef.  bie  3eit 
beg  95oUmonbg  (aucb:  baöSBabetob.  SOSebel;  »gl.  bog  angelf.  vadh,  b.l 
vagatio,  u.  vadhol,  tranbelbar ,  »cc^fclnb,  alö  SBn?.  bc6  SÄonbeS);  lanbfd^. 
aucb  t>i«  bef!e  3eit  jum  K^oijfd'üen  (bit  SDBabcljeit,  ber  .^oljtüobel). 

woben,  3n).,  f.  traten. 

SBaffe,  ID.,  ^.  -n,  alt  u.  obcrb.  r.  ba§  fJBaffen,  SOI.  w.  6.,  (altbodbb-  ■ 
daz  wafan ,  mittclf).  wafen ;  au6  ber  füdbt.  SOtcbrl).  ,)bk  SÜSaffcn"  i^  bie  ic^t 
öbli^e  »eibl.  ©inbeitöform  ,,bk  SBSaffe ,  obcrb.  fEBaffen"  entflanben ;  got^. 
v^pn,  attfa^f.  wapn,  nicbcrb.  2Bapen ;  ongelf.  vaepen,  engl,  weapon :  altnorb. 
vopn,  fc!btt)eb.  vapen,  ban.  waaben;  »on  bunflcr  3(bftammung)  1)  jebeS 
5Berf^eu9  jur  SSert^eibigung  ob.  jum  feinblidjen  ^(ngriff ,  Äampfgerd't^, 
bef.  jum  Äriege ,  gew.  nur  in  ber  ssf^ebrb-  (serbotenc  SBaffen  tragen ;  "Kn- 
griffä=  u.  SScrtbcibigungö^  ob.  ©^ulwaffen ;  fBaffen  fd^micben ;  ju  bcn  SDBaf* 
fen  greifen ;  bie  SDBaffen  tragen ,  b.  i.  (Solbot  [ein ;  unter  ben  SDBüffcn  fein, 
b.  i.  bcwajfnct;  fidb  in  bcn  SlBaffcn  üben,  bie  SBaffcn  fiibren  ob.  gcbraud^cn 
lernen);  in  engerer  SSeb.  nur  f.  2(ngriffgiraffen,  entg.  2Bct)r  (mit  SBcbr 
unb  SDßajfcn),  inebcf.  fdjneibenbe  u.  jled()enbe,  n(g  @d)tvert,  t)(Qen,  @pie^, 
Sanje  jc,  babingcgen  bie  (Sd)icf'gcratbe  ©croebre  u.  ©efd^ü^c  t)d^mi 
in  engfter  25cb.  bie^  ba^  2Baffen  ebcm.  baS  SHittcrfdbwert;  in  »eiteret 
Seb.  au^  bie  (^lieber  u.  Äörpertf)eile,  beren  bie  Spiere  fid)  jur  Söertf)eibis  ^ 
öung  u.  jum  Eingriff  bebienen  (bie  Sßaffen  beS  O^fen  finb  bit  Jpörner,  be§ 
^ferbeö  bie  .^ufe  jc.) ,  bcf.  Sog.  f.  li^  gSnße  ber  «Raubvögel,  bie  Ätauen  be« 


SBaffe  1763 

Sudjfi'ö,  bie  Jpamt  biS  »ilbcn  ®d^wcinc§  (auci^  baS  ©eirciff,  f.  b.);  unctg. 
auc^  ietti  unforperlicf)«  SJertfjcibi^ungg?  u.  ^fngripmittel  fj.  S.  i\)xe 
SBaffcn  »raren  SBittcn  unb  Sf)rancn;  einem  btc  SBaffcn  itJtbcr  fic^  in  bie  J^änbe 
geben);  2)  d)cm.  f.  bic  ditf  bie  i^crncbmflcn  9?üjlungäfliicfe  {jQclm  unb 
©d^ilb)  gemalt«»  ^fbjeid'-cn  unb  untcrfd)cibcnben  ^axUn  bet  Dritter,  wo? 
föt  jc^t  bie  niebcrb.  gorm:  baö  Söappen,  f.  b.;  baf)er  auc^  f.  rittermaptgc 
©eburt,  ®cfd)Icd)t;  3)  oberb.  f.  cifernc  ^Berfjeuge  über^.,  qI6:  ©enfen, 
txtiy  Jpammer,  ©Räufeln,  ©abcrn  :c.,  ingbef.  bic  ^Bcrfjcuge  mnndjec 
^anbtrcrfer,  j.  SB.  bcr  Äammmoc^er,  J^utmac^cc  it.;  4)  cfjcm.  Waffen! 
(mittcrf).  Wolfen)  f.  irel)!  a(g  2fiignif  beö  ©d^merscö,  bec  2Be{)!fagc,  ob.  aU 
'3iot\)'  unb  J^iilferuf  (waffen  fc^reien  f.  um  ^ül^e  rufen,  3cter  f^reicn; 
»gt,  baö  nieberb.  SBapcnruc^te  f.  3ctcr=  ob.  ^ülfögefd^rci;  —  in  bicfer 
SBcb.  it;ai)rfd).  ocnranbt  mit  bcm  altb.  wuof;in,  got^.  vopjan,  altfSc^f.  wopan, 
angclf.  vepan,  engl,  weep,  »reinen,  flogen,  fd^reien;  fler  waof,  wuoft  f.  2Bef)« 
flogen,  Sommer,  Sroucr;  »gl.  jcbo^  aud)  bog  mittclf).  nach  swerten  mofen, 
u.  unfcr  3£ltarm,  entfl.  au6  all'  arme,  ju  bcn  SBaffcn!);  —  3fc|.  bec 
Sßaffenbruber,  f.  t».  »»?.  Söafenqcföbvtc,  rgenof§,  b.  f.  Äompfgcnofg, 
Äricgggcfobrte;  bic  2Baffcnbrütcrfrf)aft,  ^gcnoffenfd^aft;  i>a§  SBaffcn= 
bünbnifg,  SSunbnifS  jum  Äriege;  n)affcnfäl)i9,  95n).,  faltig,  bie  SDBoffcn  ju 
trogen  unb  ju  füljren ;  ba§  SBaffcnfelb,  bii^t.  f.  ©d^lod^tfclb;  bai  2Saf= 
fcnget(irr,  ^gerciufc^,  ^^gctöfc  zc;  bic  2ßatfcngcn?ait,  @c»rolt  bec  Sßoffcn 
ob.  Serooffncten ;  baä  2BaffengIücf ,  ©lud'  im  Äompfe,  Ärieggglücf;  bic 
SBaffcnballc,  ;fanimcr,  ber  äßaffcnfaal,  ein  ©emoc^  jur  2(ufbewo^rung 
»5on  2Bojfcn,  5RüftEommer;  bec  23affen()ammcr,  ein  Jpammec»rerf,  wo  SBof* 
fcn  gcfc^micbct  werben;  oberb.  oud^  ein  ^ommcnrerf  jum  ©c^micben  eifernec 
Sßerfjcuge,  olö:  ©cnfen,  Arte  2c.  (f.  o.  3);  bcr  SBaffcnbänbtcr ;  ba§  SBaf* 
fcnt)au^,  gcrc.  3cug§ouS  (f.  b.);  bcr  2ßaffcnfampf ,  Äompf  mit  SßJaffen; 
baö  SSaffenfleib,  f.  o.  n>.  SSaffcnrotf;  bcr  SBaffcnUirm :  n^affentoä,  Sm., 
ot)ne  SBoffen,  unbenjoffnet;  bcr  2ßaffcnp(al^,  ein  SSerfommlungSort  fcc»üatf» 
netec  Sruppcn  mit  iljren  Ärieggbebürfnilfcn ;  in  gcjlungcn  bcr  Serfommlungö» 
pla§  ber  SJIonnfi^aft  in  bem  »jcrbecftcn  2Begc;  bag  2öaf  cnrcd)t ,  bog  3?edjt 
ber  SBoffengevroU ,  bcö  ÄriegeS;  bcr  SBaffenrorf,  ber  furjc9?od,  »ücld^en 
man  et)em.  über  bem  ^ornifc^  trug,  9?itterrocf ;  bcr  SBaffcnruf,  ber  SRuf  ju 
bcn  SBaffen,  boö  2Baffenge[^rei;  au^  bog  mit  bcr  Srommel  ob.  Srcmpetc 
gegebene  aSerfommlunggjei(^en  ber  ©olbotcn,  bcr  Stuf  (fr.  3CppeU);  bic  2ßaf* 
fcnrul)e,  boö  «Ruljen  ber  SBoffen,  ber  SOSaffcnftiaftanb  ob.  Stieben;  bcr  SBaf* 
fcnriil)m,  Ärieg6ruf)m;  bcr  SBafcnfaal,  f.  SBajfenijoUe;  bic  SBaffenfalbe, 
nac^  ef)cmal.  '2(berglaubcn  eine  «Salbe,  meiere  ben  8Ser»runbeten  I)cilcn  foU, 
wenn  man  bie  SBaffc,  mit  meld^cr  er  tjcnrunbct  »rorben,  bomit  bcftrei(^t;  bie 
9ßaffcnfd)au ,  9}Jufterung  benjoffnetcr  SKonnf^aft,  Jpeer[(^au  (fr.  ateoiic); 
bcr  ^affenfc^micb,  ein  ®(^mieb,  wcld^er  Äriegöwoffen  ücrfertigt;  oberb. 
oud^  f.  ©robfc^mieb,  ber  eifevne  SBerfjeuge  fc^micbet  (f.  o.  3):  bcr  SBaf? 
fenfd^muc!,  bieSBoffen,  olö  ein  ©c^mutf  Utxaöjttt-,  bcr  SBaffenfd^ranF, 
©c^ranf  jur  2fufbcmal)rung  »on  SQSoffcn;  iici^  SIBaffcnfpiel,  friegerifc^eö 
©pict,  3Baffenübung ;  oud^  bic  güf)rung  ber  SSaffcn  im  Äricgc,  al6  ein  ©piel 
bctrod^tct;  bcr  2Baffcn|liUllanb,  ©tillftonb  bcr  SBaffen,  rertrogämö'^tgc 
einjtcUung  bcr  geinbfeligfcitcn  auf  eine  feftgefe^tc  3eit  (einen  gBujfcnfiiUflanb 
fd^licpcn);  bcr  SBajfcntanj,  friegciif^cr  Sanj  SBewoffneter;  bic  SBaffcn« 

in* 


1164  SSflffct  --  wdg 

ttjCit,  fricßeiifc^c  Sfjat;  ber  SBaffcnträger,  »et  einem  2(nbctn ,  alö  feinem 
.^crrn,  bte  SDSaffcn  na^tragt,  ©rfiilbträgcr ,  Änappe  (f.  b.);  9latur!.  eine 
2(ct  5«ad)tfaltcr,  aud^  53lonboc3el;  bie  Söaffenübuiig ,  Übung  in  ben  SBaf^ 
fcn,  !ncgcrifd)c  Ü&ung  (fr.  (Spcmtium,  sOianoeuore;  aßoffenübungcn  anfiel« 
len,  fc.  ejrcrciren);  baö  SlBaffcnübungStjauä,  bcc  SBaffcnübungäpIa^  jc. 
(fr.  em-cii;i)aug,  ^plaß);  —  "Kbleit  waffnen,  jict.  3it>.  (altt)od)b.  wafan- 
jan  u.  wafaiK^n,   mitttli).  wafen  jl.  wafenen ;   novb.  vopna,  angelf.  gevepnian), 

mit  SBaffen  yerref)en,  au6rii|!cn,  in  eig.  Seb.  gcrc.  betraffnen  (einen  ob. 
fij^  — ;  ein  ^eer  — ,  gew.  bcn^offncn;  einen  mit  gewaffncter  ^anb  angcei= 
fen);  uncig.  ftd)  —  ,  fid)  mit  ctivaö  alä  einem  93ect^eibt9ungö;  ob. 
<Sd)U|mittel  üerfcl)«!!,  finnu.  tiiffcn  (fic^  mit  guten  ©riinben  gegen  3e« 
manb;  fid)  mit  SKutf),  mit  ©ebulb  u.  — );  bic  SBaffnimg,  ha^  SBaffncn, 
gew.  Setraffnung ,  Otiifiun^. 

SEaffel  1.  w.y  9)?.  -n,  (nicberb.  2Bafel,  I)oa.  waefel,  engl,  wafer, 
fc^roeb.  waffla;  waht^dj.  x>aw.  mit  9Babe,  megcn  ber  einer  SBa^öfc^eibc 
äijnüö^  gegitterten  ©eflalt;  baf)er  auc^  franj.  gaufre  f.  SBabe  u.  SQSaffel;  n. 
H.  ücn  SOBaffel  2.,  weil  \>ai  6ifen  jum  Sacfen  ber  SOSaffeln  fid^  wie  ein 
voiitc&  SJtaul  öffnet)  ein  bünne^  tjiececfigeö  SSacfrccrf  mit  rautenförmigen 
SSetfiefungen,  ani)  SBaffelf uc^en ,  öftr.  2Baffen!rapfen  genannt,  in  einer 
eifernen  gorm  gcbacfcn,  bic  au6  jwci  jangenät)nl{d&  ocrbunbcnen  SSled^en  ht- 
ficl)t  u.  \)C[6  SBaffeleifcn  ijci^t;  ber  2Bafe(bä(fcr;  ber  SBaffelflcin,  eine 
lixt  jufammengcfc^ter  ©tcrnforaUen  in  gorm  eineö  üierecügen  ®itter»et!eö, 
aud):  ©ecl;ontgfuc^en. 

SBaffel  2.  n?.,  SO?,  -n,  oberb.  oeräd^tl.  f.  grofer  SO?unb,  59?au[  (»erw. 
mit  gaffen,  ft(^  wdt  öffnen;  »gl.  ba^  angelf.  geafla,  ©d)Iunb;  cctt.  gwefl, 
ßippe);  lanbfc^.  auci^  f.  ^öf)[ung  beg  ßöffeiS;  f)oljerne  Sbütflinfe ;  n)af* 
fcn  ob.  wafen,  3w.,  bair.  ücrad}tl.  f.  fpred)en,  fd)n5a^en  (baä  (Sem äff  f. 
®cfd}wa^);  n^affeln,  3m.  fc^weij.  f.  fd)an9en,  fd)fiicfen;  weif  ein,  3m. 
fc^mcij.  f.  (allen ;  ber  Sßäffling,  obcrb.  f.  S^aulfd^elle. 

SBaffenbrutiev  k.  —  Sfßaffenübung,  waffnen,  3m.  it.  f.  unter  SDSaffe. 

SÖBag,  m.,  -eS,  SO?,  -e,  (alC^o^b.  wag,  mittelf).  wac,  @.  wages;  oberb. 
ber  2Bag,  lanbfd^.  auc^  SDSog,  ba^cr  ba^  1)od)b.  „bie  SBoge";  f^mab.  bie 
SDSag  f.  Sßaffcrticfe;  angelf.  vaeg,  veg;  gotl).  v^gs;  Semcgung  u.  SBellc; 
öon  ber  SBurjcl  wag,  fanö!r.  vah,  lat.  vch-ere,  be-weg-en;  bafjeraud^: 
tragen  1.,  SBage,  SOSagen  k.)  alt  u.  obcrb.  urfpr.  atleg  fid)  l)in  unb  l)er 
SSewegenbe,  inöbcf.  ta^  SBaffer,  bie  glutb,  ber  ®trcm,  ©trubel;  el)em. 
bef.  f.  ©ee,  2)?eer;  obcrb.  f.  SBaffer  in  einem  ©raben  ob.  Zii6). 

tDcig  ob.  wäge,  Sm.  (lanbf^.  aud^  gcmägc,  »cge,  weg;  altb.  wägi, 
waege,  gewaege:  b.  i.  urfpr.  Woi)l  „gcmid^tig",  baf)er  altt)OC^b.  unwagi  f.  ge« 
mic^tloS;  ober  „iibcrmicgenb,  ein  Übergewicht  t)abcnb,  fi^  naä)  einer  ©cite 
^in  neigcnb",  ßgl.  gewogen)  alt  u.  obcrb.  f.  angemejjen,  jivetfmafig, 
f>affenb,  tüd}tt9,  Qut^  tauälid),  nü^lid);  geivogen,  geneigt,  giinj^ig;  bcf. 
üülid}  ift  mittclt).  fd^wäb.  u.  f^wcij.  ber  (5omp.  ivciger,  ®up.  iwagefl  f. 
beffer,  befl;  tu  dg  er  (wägerli(^,  wcigerli)  alö  9iw.  auc^  betl;eucrnb  f. 
roabvltd),  unil)il)«ffi9)  fuc»val)i",  allerbingg  (j.  «8.  ja  wager!  nein  wagcr! 
c6  ijl  wager  wal)r  jc.;  —  fi^weij.  aud^:  unwäg  f.  ungut,  fc^limm,  böfe; 
bair.  Wägern,  3m.,  f.  bcffcr  werben;  bie  SSJagerung  f.  SBeffcrung  einer 
Äranf{)eit). 


SBage  1765 

SBagc  1.,  it).  f.  untcv  wagen  1 ;  —  SBage  2.  f.  unfcv  waqtn  2. 

SBacjC  3.  ro. ,  9)?.  -n,  (ef)cm.  o^nc  9?otf)  SBaQi^c  9cfd)r.;  altb.  waga, 
wage,  üonwcgan,  wig,  wag,  bcnjcgcti  u.  »picgcn ,  f.  b.;  obcrb.  bte'©aq; 
angetf.  vacg,  veg,  littf).  woga)  1)  ui-fpr.  bie  nad)  5ivei  (Seiten  hin  gleid)^ 
mäfig  fd)fDanfcnbe  SScmegung ,  bie  ©d)n)cbe,  bag  ©teid^geividn  (ba()cc 
el)cm.  fi^  in  bct  SBagc  Ratten;  jcßt  noc^  unctg.  einem  bie  ^ao^c  ()alten,  f.  c6 
i^m  gleii  tf)un,  itjm  geioac^fen  fein);  2)  gcio.  ein  SBecfjeug  5um  ^Bagen, 
b.  t.  juc  Unterfud)un3  beö  ®eivtd)tg  bec  Äörper ,  beffen  Sinrid^tung  auf 
bem  ©efe^e  be6  ©teid^geipiclit^  bevuJjt  (j.  S.  eine  S'tif^-i  ®oIb;,  ©djnetl» 
wage  jc. ;  etwaö  auf  bte  2Bage  legen;  uneig.  bie  SBage,  alö  ©innbilb  bec 
©crec^tigBett;  bie  SBage  beö  ©^icffa(6,  nad)  wcldjcf  un6  ®lüct  unb  Unglüct 
jugetJjeitt  wirb;  alt  u.  obevb.  aufbccSBage  fein,  liegen,  uneig.  f.  noc^ 
unentfdöteben,  ungewifs  fein;  üwai  auf  bte  SBagc  legen  ob.  fe|en,  f.  eö 
einer  jweifelljaften  ©ntf^eibung,  bem  (55cratl)ewof)l ,  bem  3ufall  ausfegen; 
bte  2Bage  aud^  gerabeju  f.  jweifcll)afte  Cage,  SBagnifS,  ©efafjr,  5.  S5.  an 
ber  5JBage  ftc^n;  auf  eigne  SBag  unb  @efa{)r;  otjne  SBag  unb  @efal}c  u.  bgt. 
m.;  i)a\)tt  baö  3n).  wagen  2.);  «Stevn!.  ein  <Sternbi(b  im  3;f)ierfreifc  in 
©eftalt  einer  SBage;  in  weiterer  SScb.  auc^  ber  Svt,  ba^  ©ebä'ube,  wo  eine 
gco^c  öffent(td}c  ^Bnge  ju  allgemeinem  ©ebiaud^  fid)  beftnbet  (©labt= 
5Ratl)öwage);  auc^  \)erfd)iebene  Söerfjeuge  jur  Unterfud^unfl  ber  wage;  ob. 
fenfred}ten  9itd)tung  einer  Sinie  ob.  gtcii^e,  \vk  auc^  bc6  SBerfjättntjTee  einer 
Sinie  gegen  bie  üicr  SBeltgegcHben  (bie  Slei^,  9?id)t=,  ®e^=,  SBafferwage;  bie 
«Sage  ber  SKarlfc^eibcr  Jc);  3)  oerfc^iebene  SScvfjeuge  ob.  2:!f)ei(e  ■ocn  ©e? 
rä't^en ,  bie  einer  5Bage  a{)nlid)  ob.  um  einen  fejlcn  j5}?ittelp«n!t  beweglich 
ftnb,  inöbef.  bag  beweglid^e  Duer^olj  auf  ber  S)eid}fel  eineö  ^iBagen^ 
(oberb.  auc^:  bie  SBoge,  nieberb.  SBagt,  Söadjt);  Sergw.  ber  bewegliche 
Jg)ebet  an  ben  SBaJTcrfünflen,  wetd)er  ben  SBaJTerfaftcn  tragt;  eöem.  eine  93or= 
rtd)tung  jum  (Spannen  großer  2frmbrüfte;  lanbf(^.  f.  bie  Unruijc  in  einer  U()r; 
4)  ein  beflimmte§®ewid)t  bef.  fiir  bat  (Sifcn :  eine  ®age  Q\\m  =  2  «Stein 
ob.  44  ^"»funb,  an  anbern  SDrten  =  120  ober  165  ^pfunb;  —  3fc§.  ber 
®agcbal!cn,  ber  bewegli^e  Ciuerbalfen  ob.  J^ebel  an  einer  SBage  jum  aBä= 
gen;  ber  SBagebaum,  f.  t.  w.  SDSagebalfcn,  an  gropen  SBagen;  Sergw. 
ber  SBaum ,  an  wcld^em  bk  ©d^wingen  etneö  gelbgcftä'ngeö  in  ihren  ©d}eren 
beweglid)  jtnb;  ber  SBogcfifd^,  f.  r>.  w.  J^ammerfifd^;  ta$  SBage^qclt»,  bie 
für  bat  SBagen  auf  einer  öffentl.  2Bage  ju  cntrid)tenbe  ®ebüf)r;  ba^  SBage; 
gerid^t  ob.  ber  SBagefloben,  ber  Älobcn,  in  weitem  ber  SBagebalfen  an 
einer  2(c^fe  beweglich  ift  (»gl.  Äloben  2.);  ber  2öagct)attcr,  bat  ©ejtcU  einet 
SDBage;  ba3  SBage^auS,  bat  ®ebdube,  in  weldjem  eine  öffentl.  SBage  be= 
finbli^  ift,  gew.  ft^lec^tf)in :  bie  Söage;  ber  2ßa9el)crr,  lanbfc^.  ein  mati)t-' 
Ijerr,  weld^er  3(uffe()er  ter  öffentl.  SBage  iff;  ber  SBagcfncc^t,  Siener  ob. 
@el)ülfe  bii  einer  öffentl.  fSage;  bie  SBagefunjI,  bie  Äunft,  5öagen  gum 
SDSägen  ju  »erfcrtigen ;  ber  SBagcmcijlcr,  fficrgefc^te  liner  öffentl.  SBage; 
ber  SBagenagel,  ber  ffarfc  9?agel  auf  ber  SBagcnbei^fcl,  an  welchem  bie 
SDBagc  beweglid^  ijl ;  bie  SSSageorbnung ,  rtorgefdjtiebene  Orbnung  fiir  bag 
SBagen  oon  ®ütern  tc.  auf  einer  öffentl.  2Bage;  wagcrec^t,  Sw.,  eig.  na^ 
ber  JRid^tung  be6  »öUig  im  ©letd^gewic^t  ffe^cnben  SBagebalfcnS  gerichtet,  mit 
ber  glöd^e  beö  ®eft(^t6!reii'e6  gleid)laufenb,  audf) :  wafferrec^t  (fr.  fjort^ontal), 
cntg.  fenfted^t;  bie  SBage^  ob.  SBagfd^dc,  9)?.  -n,  bk  an  bribcn  ©nben 


1766  wagen 

beS  SDSage&alfcnö  !;crat()angcnbcn  ©dualen ,  in  bcrcn  eine  btc  Caft,  in  btc  an- 
i)cre  ta6  ©croi^t  gelegt  wirb;  bai  2ßa9cfd)cit,  sOZaut.  ein  SSrett,  »clc^eß 
ouf  bte  SKaucr  gelegt  tptrb,  um  btc  ©erwäge  barauf  ju  jtellen;  ber  SBa^e- 
geüel,  ein  ©c^cin  über  baö  ©cwid^t  einer  auf  ber  öffentl.  SBage  gctt)ogcnen 
©ac^e;  —  wäcjcn,  3w.  1.  aU  u.  oberb.  r.  tvcgen,  abtaut.  Smpf.  wog, 
sollt),  gewogen  (oOerb.  aud)  ge wegen;  o(tf)oc^b.  wegen,  wig,  wag,  giwegau; 
mitte(l).  wege:i,  ich  wige,  wac,  gewegen ;  fpäter  in  ttJ 0 g ,  gewogen  uber= 
gegangen,  woneben  au§  i>em  ^räf.  iä)  w'iQi,  bu  wigjl  k.  ber  Snf.  wie- 
gen gebilbet  würbe,  aupcrin:  bewegen,  bewogzc.  u.  erwägen,  er= 
wog  K. ;  »gl.  auc^:  Dcrwegcn)  1)  jieUog  m.  f^abcn,  oöUig  oU.  f.  fid^  be? 
Wegen,  neigen  (baf)cr  gewogen  f.  geneigt),  wenben;  wiegen  (f.  b.),  b.  t. 
ein  ©ewid)t  {)aben ;  uncig.  gelten,  gefd)a^t  werben,  wert^  fein,  ©inbrucf 
niad)en ;  2)  jiel.  alt  u.  obcrb.  f.  fd}Wingen ;  mit  ^ebelf cnft  bewegen  (obcrb- 
einem  ba^  SOJcffer  au6  ber  .i^anb  w e g e n ;  eine  8afl,  bie  3;i)ür  JC  auf we  = 
gen;  ber  Sfiiegcl  ijl  auögcwegcn);  einen — ,  »lt.  f.  foltern,  peinlich  fragen; 
ferner  f.  o.  w.  tpcigcn  2.  jicl.  3w.,  fd^wad)  umenb,  wagte,  gewogt  (erjt  im 
§Reu^o{^b.  alg  gactitioum  oon  wegen  ob.  wiegen  gebilbet,  wk  tranfcn  »on 
trinfen,  fenlen  »on  ftn!en  2C.) ,  etwa 6—,  bte  @d}Werc,  ha§  ©ewtd)t 
eineä  Körpers  evfocfd}en  ob.  mittelfl  ber  Söage  beflimmen  (fBaarcn  wägen 
lajTcn;  bk  SBaare  i[t  rid;tig  gewägt;  uneig.  @ott  wägte  bie  SDSelten);  in 
weiterer  SSeb.  bie  2(bweid)ung  einer  ^ladje  bon  ber  wagered)ten  2tnie  mit 
ber  2öaf[erwage  unterfud)en  (fr.  niocUiren;  ein  gelb,  einen  glufg  u.  — ); 
«neig,  bci^  ß)ewid}t,  b.  i.  im  SBertI),  bie  ©üte  einer  ©adje  unterfud^en, 
prüfen  (j.  SS.  i>k  ©rünbe  fcineö  ©egnerö  wägen;  er  wägt,  wägte  jebeö 
SBort;  »gl.  erwägen;  —  e^em.  auc^  mit  flarfer  SSiegung  f.  ad^tcn,  fdjä^cn, 
anfd;lagen,  j.  58.  etwag  1)oä) ,  ring,  b.  i.  gering  zc  — );  bte  SBägefunfl:, 
bie  Äunfl  beö  SBägcnö  ob.  ber  SSepimmung  beö  ©cwic^tö  ber  Äörper;  ber 
SSSagmciflcr ,  ^üttenw.  ber  SBä'ger  unb  fflcrwabrer  beö  ge[d)meljten  3inn§ 
auf  ben  3inn^ütten;  wcigbar,  SSw.,  \va^  gewägt  werben  fann  (wägbare 
Äörper,  fr.  ^onberabiticn);  bie  SBägbavfeit;  ber  Sßä'ger,  -ö,  wer  etwa^ 
wagt;  bie  S^ä'gung,  ba^  SBagen. 

wagen  1.  3w.  (altb.  wugan,  wagon,  wagen,  ^rät.  wägete;  engt,  wag; 
»gl.  SQ3ag,  wadeln  jc.)  alt  u.  oberb.  I)  giclioö  m.  ^aben  f.  fid)  betregen, 
erfd)ütt.ert  werben,  wogen»  fd}wanfen,  wacfeln;  2)  i;icl.  f.  bewegen ,  in 
föewegung  fe^en,  wiegen  (oberb.  au^:  wag  ein);  bie  Sßagc,  9Ä.  -n,  alt 
u.  oberb.  f.  S3eiregung;  ^iege  (oberb.  bk  SBag  u.  SOßagcn);  ttJögdn,  jiel= 
lof.  3w.,  fd)wäb.  f.  fd}wanfen,  unentfd}lo[[en  fein;  ber  Sßägelcv  f.  ein 
«nfd)lüffiger  CWenfd). 

wagen  2.  jicl.  3w.  (mittell).  wagen,  ^rät.  wägete;  Bon  SBage  3.  (f.  b.) 
entjt.  auö  ber  SRcbenöart:  ctwa6  auf  bis  Sßage  fc^en  :c.;  iölänb.  voga, 
f4)web.  waga,  engt,  wage),  eig.  etwaö  in  eine  fd)it»anfenbe ,  5n)eife([)afte 
Sage  bringen,  ber  @efal)r  au6fe|en,  aitfö  ©piel  fefecn  (fein  ßcbcn,  fein 
©elb  im  ©ptcle,  fein  SScrmcgen  für  3emanb  — ;  etwa^  baran  wagen,  f. ».  m. 
baran  fe^en;  auä)  rüdj.  ^ü)  —,  j.  S3.  er  t)at  ftd^  fcljr  gewagt;  ftc^  auf  bk 
©ce  wagen,  b.  t.  ftc^  ben  @efal)ren  einer  ©eefaf)rt  auöfe^en;  fic^  an  eine 
©ac^c  ob.  ^crfon  wagen,  b.  i.  ftd)  burd^  3(nnäberung  ob.  2fngriff  berfilben  in 
@efal)r  fcfecn) ;  in  weiterer  SSeb.  etwaä  unternehmen ,  beginnen,  tf)un  ob. 
anwenbcn  mit  5Weife(f)after ,  blop  möglid)er  2(ugftd}t  auf  guten  ßcfolj 


SBagc«  1767 

(dmZ^at,  ein  Untern c()nicn,  eine  SSitte,  ein  ©cjtanbnifs  —  ;  trage  nid^t 
ju  met!  er  wagte  nt^t  ju  gttjtn,  ju  fommenjc);  übcrf).  9)?ut^  ^abcn,  [inno. 
ft'd)  erfüf)nen,  unterfangen,  untenvinben  (fpri^ra.  tragen  gewinnt,  wagen 
tjerliert;  frifd^  gewagt  ijl  (jalb  gewonnen;  i^  wage  ju  t)cifen,  jit  glauben  2c.); 
baä  9)Jw.  geivagt  a(ö  Sw.  f.  mit  ©cfa^r  verbunbcn,  gefa^rücf),  fii()n 
(ein  gewagti'6  Unterne()men);  —  bte  SBage,  o.  SOI.,  (ogl.  3Bage  3.  2)  bcr 
3ujTanb  be^  SBagenben,  bie  ®efaf)r,  ba$  ^agnifg  (bie  SSage  fi^rerft 
i^n);  —  3[e§.  ber  2Ba(jel)a(g,  -eö,  ''^.  ;^ä'(fe,  wer  tcid^tftnnig  u.  unbe» 
fonnen  feinen  ^ali  b.  t.  fein  Ccben  wagt  ob.  fic^  in  2cben6gefaf)r  begiebt,  ein 
toUfüijner  9Jienf(^;  tvagdjalftg,  Sw.,  mit  Unbefonnenfjcit  wagcnb,  toUEüijn; 
ber  2Öagefa(5,  ein  Sa^,  welchen  man  auf^ufteUcn  wagt,  eine  gewagte  Sc= 
t)auptung  ob.  2£nnat)me  (fr.  ^x)poti)c\c);  ba6  SBagcfpicl,  ein  (Spiet,  hti 
welchem  riet  gewagt  ob.  bem  .Sufalt  übcrtaffcn  wirb,  ©lüctsfpiel  (fr.  Jpajarb^ 
fpiel);  ba^  SBageflücf,  eine  gewagte  >^anbtung,  ein  füf)nc8  Untermtjmcn 
(rgl.  ©tücE  6);  —  2(ble it.  ber  SBagcr,  -ö,  iver  itwai  ivagt;  waglid), 
Sw.,  1)  mit  ®efaf)r  verbunben,  geivagt  (eine  waglic^e  ©a^e);  2)  etaM^ 
ivagenb,  fii()n,  hci)tqt  (ein  wagti(^cr  Stifter);  bie  2Bag(irf)fcit;  baS  2öag; 
nifö,  -ffeö,  d)?.  -ffe,  1)  ber  3iiftanb  beS  SBcigenben  (in  biefcr  Seb.  audj: 
bte  SGBagntfe);  2)  ba^jenige,  ir>a§  man  tragt,  ein  fü()neä  Unternef); 
men,  SDSageftücf. 

2Bagen,  m.,  -8,  SW.  bie  SBagen,  oberb.  Söagen;  Sßerft.  hai  2Bag(ein, 
gem.  5Bagelcf}en,  (altt).  wogaa,  mitteli).  wagea;   ieianb.  u.  fd)web.  vaga, 

angelf.  vagen,  engt,  waggon  u.  waia;  fanöEr.  vaha,  vahana;  lat.  vehes,  ve- 
liiculum;  ron  ber  SBurjel  wag,  fanöfr.  vah,  tat.  veh-ere;  f.  SBag),  ein  auf 
(gewöf)nriciö  rier)  9iäbecn  ru^enbeS  beiregltd)eö  ^eni\i  jur  ^^ortfclniffung 
t)on  <^cid)in  unb  ^erfonen  ju  ßanbe ,  aUgemeiner  2tu6bru(J  für  jebeS  mit 
gtabern  rer[cf)cne  Suf)nrerf  (f.  b.,  rerfc^.  ron  ©(glitten,  ©d^lcife,  u.  ron 
gatjrjcug,  b.  i.  ©d^iff),  mit  2Cu6fd){ufg  ber  ein=  ob.  jwcirübrigcn  Darren, 
f.  b.  (j.  S.  ein  Sauere,  fSlod--,  Srntc^  grad^t=,  .&cu=,  Caft--,  Jeiter^,  gjtift', 
Stoll-,  9tüj1:=,  ©d^nctliragen  K. ;  auf  ob.  mit  einem  SOBagen  fatjrcn;  in  ben 
SOBagcn  jteigen;  ju  SBagen  reifen,  itvoai  fortfc^affcn  k.;  einen  Söagcn  mit 
J&olj,  mit  Steinen  ic.  bctaben;  ein  SBagen  roU  J^olj  Jc;  bie  ^fcrbe  ror  ben 
SBagen  fpannen,  ob.  ben  SBagen  befpanncn;  uneig.  fprid^w.  ik  ^fcrbe  t}inter 
ben  SÖagen  fpannen,  f.  ^ferb;  ba§  fünfte  Stab  am  Söagen  fein,  f.  fRab);  in 
bejtimmterer  Scb.  ein  5^ii()rii-'*«i"f  für  ^erfonen,  ein  ^erfonentragen  ron 
mannigfaltiger  2(rt,  ron  weiterer  SScb.,  alö  Äutfc^  e,  (§.  S.  ein  ganzer,  ein 
l)atber,  ein  bcbectter,  ein  offener  SBagen;  ein  rier-  ob.  jweirabriger,  ein  jwei= 
ob.  rier=  u.  metjrfi^iger  SBagen;  ein  ^ojt*,  Steife^,  ©taatö-,  «Stabtwagen 
u.);  ferner  f.  eine  SBagenlaft  ob.  slabung,  b.  i.  fo  riet  auf  einen  SBagen 
gelaben  ijl  ob,  gclaben  werben  !ann  (ein  SBagen  Jpolj,  ©tcine,  SKi{l  u. ;  fec^6 
SBagen  ^otj  jc),  baf)er  Sergw.  ein  Äot)(enmap  ron  bejlimmter  ©röpe; 
©ternf.  ber  5ßagen  ob.  «^immei^roagen,  ein  (Srernbilb,  aud^  ber  grof  e 
fßät  genannt;  —  3fe|.  bie  2öa9cnarf)fe,  f.  'Jtd^fc;  ber  SSagenbaucr, 
f.  r.  w.  SBagenmad^er;  ber  SBagenbaum,  ba§  ftar!c  .^otj,  tret^ee  baö  Sor-- 
bet«  unb  .^intergefleU  eines  SBagenö  mit  einanber  rerbinbet;  bie  SBagen* 
butg,  e^em.  eine  93erf(^anjung  ron  SBagen,  um  fi^  bat)inter  ju  oertf)cibigen; 
bie  SBagenbÜrfle ,  eine  "Kü  Surften  jur  Steinigung  ber  SBagen,  bef.  bec 
.Rutfc^faflen  u.  9taber;    bie  2ßagcntc(fc,    Secfe  über  einen   SBagen;    bie 


1768  Sßagcn 

SBagcnbcid^fct,  f.  :t)cic^fd;  bie  SBagenfIed)te ,  ein  Äovfcgcftcd^t,  auf  einen 
ficitcrmagcn  ^u  fc^cn,  aud^:  bei-  SGSagcnforb;  hk  Sßagcnftol)nc,  mit 
^fcrbcn  u.  SDSagen  ju  Iciftenbcc  grotjnbienfl ,  f.  ö.  w.  ©pannfroI)nc;  ba§ 
SBagengeleife ,  ait  u.  (anbfd).  bic  SBagenIcife,  [.  dJelcife;  tag  SBagen^ 
gerüjl,  -gefc^itr,  ^c^cj^eU  jc;  ba6  Sßagcngejlirn,  bag  ©tevnbiib  bcö 
SSagenö  (f.  o.) ;  bec  SBagcnl^alter,  an  Jpöfcn  ein  SSebicnter,  wcrcfccr  bic 
2(ufft^t  üOci-  bic  ©taatgwagcn  ^at;  i)C\$  2Bvigcn{)auä ,  bcc  SBagenfd^QUer, 
*fd)Oppen,  ©ebäube,  in  rccld)cn  SDSagcn  ooc  ber  SGSitteruRg  X)ixmai)xt  wn- 
im;  bei-  2ßagcnfa|lcn ,  ia^  auf  bem  Sßagengcjlcir  ruljenbc  SScfjä'ltnifö,  in 
welchem  bic  gaf)renben  fi^en;  aud;  f.  ».  xv.  ber  ©i^Jajlen  in  einem  SBagcn; 
baö  SBagenfiffen,  im  2Bügcn  bcftnblid)e  ÄiJTcn  ob.  ^olflev  jum  ©i§  unb  jur 
Se^ne;  bei-  Sßögcnforb,  f.  SBagcnflec^tc:  bei-  SBagenlater,  2i:uf=  unb  "Hb-- 
labcr  ber  25i''()cmanngtt>Qgen ;  bie  SBagenteiflc,  eine  unten  an  bec  2(c&fe,  oben 
ön  bec  SfBagcntcircr  ber  9?iijl=  u.  Seitenragen  befej^igte  ©tange;  bie  SBagen- 
kttcr,  2citfr  alö  ©citcuwanb  ber  Sauec=  ob.  Ceitetreagcn ;  bet  SBagcntett- 
fcr,  irec  einen  SBagcn  (bcf.  cl)cm.  einen  ©trcitwagcn,  [.  b.)  ob.  i5ielmcl)r  ba6 
©cfpann  tenft;  bec  2Sagenmad^er,  mt  2Bagcn  u.  inibef.  bie  fjöljerncn  @e« 
fteUe  baju  verfertigt,  ©tcUmac^er,  SÖSagnev;  ber  SBagenmaun,  5)?. -teute, 
»U.  f.  gut)rmann,  gufjrlcutc;  ber  SBagciuneifler,  2(uf[cber  über  bic  SBagen, 
bef.  auf  ^üftä'mtern  u.  bei  Äriegöi)eeren ;  an  >!pöfen  ber  3(uffe6er  be6  Äutfd^cn= 
ftatlö-,  baö  SBagenpferb,  ein  jum  3tei)en  eon  SBagen  gebraudjteg  ^ferb, 
j.  u.  x>.  «Rcitpfcrb;  ba^  SBagciirab,  f.  gffab;  hai  Söagenrennen,  ein  ssctt* 
i-cnnen  gu  IBagen;  ber  2Bagen[d)aiiev  (x>g(.  ©^auer  2.),  ^fc^oppen,  f. 
s5Jagenf)aus ;  bie  2Bagcnfd)micvc,  aud^  baS  SBagenfd^mcer  ob.  ?f^'^^it-% 
obcrb.  S33 agenfalbe,  ein  f^micriger,  fetter  ®toff,  gew.  3:f)eer,  gur  S5c= 
ftreit^ung  ber  SBagcnai^fcn;  ba§  5ßagcnfd)rDt ,  aus  bem  ©roben  Uatbiite 
m  5Ru|i)ots  5um  65cbrauc^  ber  SßSagncr;  ber  SBagcnfl'ts  ©i^,  ©i^faftcn  im 
«Sagen;  ttiagenfpdrf){g,  Üanb».  r-on  ben  Sicibern  f.  »radfelig;  bie  SBagen- 
fperre,  f.  ».  w.  Stabiperre-,  bie  SBagctlfpur,  f.  o.  w.  ia^  SBagengeleife; 
ber  SBagenjtcrj  (»gl.  ©tcrj),  an  ben  diüp  u.  Sauenpagen  bai  au^  ber  fjin- 
tcren  3Cä)fc  »orragenbc  <Btüd  bc6  Sffiagcnbaumö;  bie  2ßagentafd)C,  Saf^e 
im  Snncrn  beS  SBagenö  ju  ficinen  JReifcbebürfnilfen;  bat'  2Bagentl)eer,  f. 
S^ccr ;  ber  2Bagcntritt,  ber  am  SBagcn  befeftigtc  Sritt  jum  (Ein'  unb  2(u6» 
fteigen;  wagciiroeit,  Sltt).,  oberb.,  fo  rocit,  ba[ä  man  mit  einem  SBagcn  cin= 
fa(;ren  fonntc  («»agcmtieit  offen);  bie  Sßagertannbe,  eine  Sßinbc  jum  ^fuf- 
Winben  belabcner  SBagcn;  —  3(bteit.  ber  2Bagcnev,  gem.  sgcg.  SBagner, 
-§,    5)?.  \V.  (S.  (attb.  waginrtri,    wagenaere;    obcrb.  bcr  SBägncr)  f.  C.  ttJ. 

5ßagenmad)er,  @tcl(niad)er;  cf)em.  auc^  f.  gul)rmann;  ba^  Sßagncrljolj, 
für  ben  SBagncr  braud)bareS  Jpo(j,  inebcf.  i>a^  «i^olj  bcr  lUme;  —  ber  ob. 
bie  SBagenfe  ob.  Sffiagcfe,  S}?.  -n,  (altfioc^b.  der  waganso,  mituU).  wa- 

gense,  wegense,  wagensun,  wagiseii;  fd^ipö'b.  u.  fd;tt)Cij.  bie  SBä'gcfc;  boir. 
ber  SBagenfun,  'foI)n,  SBageifen,  SBä'geiS; —  mofjl  ntd^t  i>on  SBa« 
gen,  fonbcrn  unmittelbar  üon  bem  ©tamme  wag,  wegen,  mit  ber  ©nbung 
-anso,  -ense,  ttjcli^e  fpätcr  tl)cil6  in  iseu,  Gifcn,  tl)eilg  in  sun,  ©cf)n,  um= 
gebeutet  u.  umgebilbct  würbe;  alfo:  u^a^  i^i^  ^^^<^  ^Cufrrcgcnbc ,  3fufn)cr; 
fcnbc";  »gl.  ©enfe,  cntft.  au^  eeg-ansa,  segensp)  alt  u.  oberb.  f.  bie  ^flug- 
fc^ar,  f.  b. 


SSacjeorbnun^  —  S55a^t  1769 

SBa^eorbnunc^ ,  wa9ercd()t,  SBagefd^afe,  --fc^cit,  -^dM,  f.  unt« 
SBagc;  —  Söagcfa^,  =fpicl,  -  ftücf,  f.  untec  wagen  2. 

ivaglidf),  Sl^acjnifö,  [.  untcc  wagen  2.  —  SBagncr,  f.  unter  5IBagen. 

weil)  ob.  \väi)C,  SSir.  alt  u.  oturb.  (a(ti)0(^b.  walii,  mittclf).  waehe,  urfpr. 
üinftlid;  ooUenbet,  funfli-cic^ ,  fein,  fd^en;  ron  bei-  JBurjct  wah,  trofjer  wa- 
lian,  eingeben!  fein,  eriüätinen;  alfo  cig.  bur^bac^t,  fünftlic^  erfonnen  zt.?, 
ober  =^  fanö!r.  vah,  lpud)ten  ;  vieUeicl)t  aber  finb  beibc  SBurjctn  einö,  mit 
bem  eJrunbtcgriff :  teuften,  erf(^ctncn,  offenbar  werben ;  »gl.  baS  gr. '/«-; 
f/raVw  u.  7»/,"0  f.  fc^cn,  jtirlid) ,  fcbmucf  (unwä()e  f.  unfi^ön-,  nic^t  ju 
»erwe^fetn  mit  wag,  f.  b.). 

SBaM  1.  ob.  SBal,  m.  u.  f.,  -€6,  oöaig  tut.  (altb.  der  wal,  fpater  aix^ 
f.  u.  ID.;  altnovb.  vah-,  angelf.  val,  vael;  L>fcHcid}t  t»on  gleichem  Stamme 
mit  SBa{)t,  w.,  wät)ten;  olfo  urfpr.  ba6  63ewäf)Ue,  b.  i.  vcai  bic  ©öfter 
net)men)  ber  ^lUifen  bcr  im  Äampf  (Jrfdilngenen ;  bie  5'?icberfage ,  93et= 
f)eerung,  ba^  9)?üiben ,  bic  @c()(ac{)t:  au(%  ber  .Rampfpla^;  batjer  bie 
ölten,  ie|t  frcmb  erfc^cinenben  3fi'fe-:  Söalfjalla,  w.  (attnorb.  valhöll) 
b.  {.  ^aUe  ber  Srfc^tagenen,  3!obten^aUc;  SB  al  füre,  w.,  5OT. -n,  gew. 
5JBa(h)rien  (altnorb.  valkyrja,  angelf.  vaelcyrie) ,  ©c^tctfatögöttinnen  ber 
©d^ta^tcn,  wcldje  bic  ©rfc^lagcncn  in  bie  SBatfjalla  fiit)rcn;  u.  i>k  nodj  gang= 
baren:  bcr  3ßal)lpla!3,  bic  S[BaI)(flnit  (altb.  walstat),  f.  Äampfplag, 
©^lad}tfclb. 

2Bal)t  2.,  Jv.,  5)f.  -cn,  (altf)o^b.  wala,  aud^  weil;  mittelt).  wal;  0.  ber 
SBurjcl  wal,    fanöfr.  val;   W0l)er  au^  wellan,   wellen,   gotl).  viljan,   wollen 

Itammt),  ba^  2öaf)(cn  (f.  u.),  b.  i  ixii  TCuöfefen  cineg  ©egcnjlanbe6  un; 
t«r  mei)rcn  ob.  bie  SSefrimmiing  ju  bemfelben  aii^  freietti  5öt((en  (bic  freie 
SD8af)l;  auS  eigener  S!Bat)l;  unter  mefjren  Singen  bie  SBaljl  f)aben;  jur  Si3af)l 
f(^rcitcn,  eine  2Bal)l  treffen;  bic  SBül)l  fallt  oft  fc^wer;  fpric^w.  wer  hie  SBafjl 
f)at,  Ijat  bic  dual;  bie'S3af;l  ju  einem  2fmte  jc);  btbl.  inäbef.  f.  (Knaben; 
\\\ii)l:  alt  u.  obcrb.  bef.  f^wetj.  au^  f.  h&i  Q5mäblte:  bag  ^(u^erUfenfTe, 
S5efte,  bcr  ^fu^bunb;  —  iral)(en,  3w.  oberb.  u.  fc^weij.  1)  jielloe  f-  beim 
^a()(cn  unfd)liiffi3 ,  n>af)lerifd)  fein;  eine  ^af)l  t>crrtebmcn,  eine  2(uÖ5 
ivaM  treffen;  2)  jicl.  einen  — ,  ju  etirao,  ju  einem  ^Tmte  n>ä'f)(en;  — 

iVCil}lcn,  ikl  3w.  (gotf).  raljan,  altf)od^b.  weljau ,  wellen;  mittelf).  wein, 
sprät.  weite;  oberb.  welen,  wellen;  norb.  ut-velia;  ütti).  weliti),  unter 
jwei  ob.  mef)ren  ©egenjlvi'nben  einen  auölefen,  für  n)etri)en  man  ftd)  nac^ 
5öillfür,  bef.  au§  SBof)tgefaUen  u.  SSorliebe,  ober  au6  bcutlid)  ernannten 
(53rünben  beftimmt,  finno.  iai  ott.  fiefen,  fiiren,  ton  allgemeinerer  95eb. 
olö:  erlefen,  etfcf)en  2C.  (ia^  Seffe,  baö  ©^limmfte  ic. ,  unter  gwei  Übeln 
ba^  fleinfle  waljlen;  lieber  ben  Seb ,  atö  bic  ©d)anbe  wäf)len;  bic  ©emeinbe 
wäf)lt  fid)  if)ren  ^rebiger;  einen  Äaifer,  einen  ^apfl  — );  auc^  o^ne  3iclw. 
f.  eine  ^^a^(  roinebmen  ob.  bamit  befd^aftigt  fein ,  cor  bcr  fi^lic^ti^en 
SSeftimmung  prüfen  ob.  überlegen  (er  barf  nur  wallen;  er  t)at  lange  gewdfjlt, 
b.  l).  überlegt,  wo^u  er  fi(^  beflimmcn  folU);  in  bcftimmtcrcr  Seb.  einen 
JU  etirag  — ,  biird)  5Babl  ernennen,  cnva'bfen  (einen  jum  ^rebiger,  gum 
®d)ieb6ri^ter,  gum  Könige  ic);  JTbleit.  n.Hil}lbar,  Sw.,  fa^ig  ob.  geeig- 
net, ge»va'{)lt  5U  werben;  bie  2Bd()(barfeit;  ber  2Bäl)(er,  -g,  bie  2Ba{)= 
lerinn,  SO?,  -en,  wer  etwas  ob.  3^nianb  wählt;  inSbef.  bic  gum  SJBablen 
»on  Seamten,  2(bgeorbneten  ic.   berechtigten  ^erfonen;   tDcitjIerifcÖ ,  ?8w., 


17T0  nat)l  —  wdf)«^    : 

gem.,  lanbfd^.  ait(^  wät)l{g,  Qcrn  tt)ä'f)(enb ,  jum  3Baf)(en  geneigt,  inebcf. 
in  bec  2Bal)l  ftnnli^ec  Singe  au6  aSernjoljnung  fcf^mieng  u.  bebcnflid),  nie» 
becb.  f  örif^  (före!),  oon  weiterer  SScb.  alö  eEel,  ledE er  (f.  b.);  —  3fe§. 
mit  SBa^l:  bic  2Ba{)Iä(tern,  9leuro.  f.  ef)elcute,  wel^e  ein  fcembcS  Äinb 
an  Äinbeg  (Statt  anncf)men  (fr.  abopticen);  fo  auc^:  bec  SBa^toater,  bie 
SQSabImutter;  bag  SBal)lEinb,  ber  S[Bal)rfo{)n,  bie  2Ba{)(toc|ter,  ein  an 
Äinbeö  ©tatt  oon  3emanb  angenommcnce  Äinb  ic.  (fr.  2fboptiü!inb,  =)'o^n 
2C.);  bie  Slßal)lbebingun9 ;  bet  SBal^lerbe,  ein  frei  geiraf)lter  Srbe ,  entg. 
Slot^erbe  (f.  b.);  I'üal)lfa()i9,  S». ,  1)  fäf)ig  ob.  berechtigt  gu  tt5cif)ten;  2) 
ge».  fcif)ig  gcträ'f)tt  gu  JDcrben,  nsaijlbar;  bie  2BQl)(fat)igfeit,  gew.  f.  2Baf)l= 
6ar!eit;  bie  3Bal)lfo((^e,  Siac^folge  in  einer  SOSürbe  :c.  mittcifl  ber  Si3a()l,  j. 
U.  ß.  ©rb folge;  bie  2ßal)lfrci{)eit,  greif)cit  gu  iüä()len;  bec  2Bal)lfurfl, 
1)  ein  gum  SBäfjlcn  beg  gemcinfc^aftli^cn  £)ber{)auptö  befugter  gürjl,  gew. 
Äurfürl^  (f.  b.):  2)  ein  gewäf)lter,  burc§  SBaf)(  ernannter  gürjl,  g.  U.  o. 
erbfürjl:,  in6bef. :  SBafjlfaifer,  --!önig  K.;  bie  S55al)lgerecöt{g!eit,  f.  ». 
w.  baö  S(Bal)Ire(^t;  ia^  SBaljtgcfe^,  2)?.  -e,  1)  bei  einer  S!Baf)(  gu  befol= 
gcnbeö  @efc|;  2)  ein  fdbftgewä'tjlteS ,  wiUEurHi^eö  ®efe§;  bie  2Bat)I{)anb? 
lung,  bie  öffentliche,  förmliche  -^anblung  beg  Söiätjtenä  g.  S.  einc6  Seamtcn, 
^Cbgeorbnetenjc;  ber  2Baf)ll)err,  ein  baö  2!3af)£rec^t  bcfi^enber  ^err  (SBaf)!» 
Ijerrcn,  in  manchen  ©tcibten:  bie  SBa{)ler  ber  9?at(j6f)erren) ;  bie  S33a!^(? 
fugel,  fleine  Äuget,  buvä)  weldje  man  bei  einer  SQSaljl  feine  ©timme  abgiebt 
(fr.  aSaUotte);  bec  SBal)(ort,  -pia^,  bie  S[Ba{)(llatt  ob.  ^llätte,  ber  ort  k., 
wo  eine  SBa()l  gef)alten  wirb;  baS  Söal^lred^t,  baö  9?ed&t,  bie  SSefugnifö,  gu 
wä'()len,  hei  einer  SBaf)l  feine  ©timme  abgugcben ;  ba^  2öal)trcic^,  ein  SReid^, 
beffen  £)bert)aupt  bur^)  SBatjl  ernannt  wirb,  cntg.  (Srbreid^;  bec  SBal^Js 
fprud^,  ein  ©innfpru(^,  ben  man  fid^  gur  3li(^tfc^nur  feineö  23er()altenS  zc. 
gewät)lt  I)at  (fr.  e^mbotum,  fOiotto);  bie  2Ba()t|iabt,  1)  eine  @tabt,  welche 
baö  SBaf)lrecI)t  i)at;  2)  eine  ®tabt,  in  welcher  eine  feierliche  3Baf)t  gehalten 
wirb  (granEfuct  a.  97t.  war  el)em.  bie  Söai)lftabt  beö  röm.  3?cic^ö) ;  bie  SBal)!^ 
ftimme,  hei  einer  2Ba{)l  abgegebene  ob.  abgugebenbe  (Stimme;  bec  2Bat)l* 
tag,  ber  Sag  einer  öffentl.  SSSa{)ll)anb{ung;  bie  2Ba()Iücrfamm(ung ,  Ser» 
fammlung  gum  SSei^uf  einer  SBal)ll)anbiung;  bie  2ßal)tüenvanbif(^aft,  SScr* 
wanbtfc^aft  ob.  enge  Söcrbinbung  auä  freier  SDBal)l,  Steigung,  übereinftimmen= 
ber  @cmutl)öart  k.  ;  (Scheibe!,  biejenigc  SBerwanbtfc^aft  ber  Äörper,  »ermöge 
beren  ein  ©toff  mit  bcm  einen  oon  gwei  anbcrn  oerfcunbcncn  (Stoffen  fic^  Dcr= 
einigt  u.  ben  anbern  fic^  abgufc{)ciben  nötljigt;  bag  SBa!()l5immer,  baß  3im« 
mer,  in  weld^em  eine  2Bal)ll)anblung  Statt  i^aU 

2BQf)l  3,  f.,  -e^,  9)?.  -e,  lanbf^.  g.  S5.  in  Sangig:  eine  3a()(  üon  80 
<Stitcf;  eine  $Ba()l  ^äringe  aber  l)at  bafelbft  18  (StiicJ,  u.  eine  Sonne 
13  SBaljl. 

2Böl)(e,  m.,  f.  2i3ale. 

n)ät)Ien,  2Ba{)ler,  \ra()tcrifd^ ,  ix)al)lfäl)tg  ic.  —  SBal)lf)err,  f.  untec 
aBai)l  2. 

tt)(i()lig,  Sw.,  1.  f,  unter  SBcil)l  2;  —  2.  (r.  wellig;  o.  bem  altb. 
wela,  angclf.  vela,  altfaci^f.  welo ,  2Bol)l,  ®lüct;  bafjec  altb.  welac,  angclf. 
velig,  vci^;  niebcrb.  SBeel  ob.  äße  1)1,  auö  Übcrflufö  entjlef)enbec  Über- 
mut^, Üjjpigfeit)  nieberb.  f.  üppig,  mutf)WiUig,  au^gelaffen,  übecmut{)ig, 


SBaf)tpla|  —  roa\)n  1771 

fe^r  munter  (»cfya'gc  Äinbcr);  auÖ)  »on  ^flonjen  f.  üppig  wa(l)fcnb  unb 
gebei^cnb  (bae  Aoin  fltfjt  rcät^lig). 

2Bnl)(p(a^,  ^jiatt,  f.  unter  S3a(;t  1.  u.  2.  —  2Bat)(re(^t  2C.  —  SBül)U 
^imnier,  f.  unter  ^ai}l  2. 

tvaljn,  JBro.,  im  .^oc^b.  ült.,  ou^cr  in  einigen  3[e|.  (r.  »oan;  a(tb.  ^van; 
gott).  altfäd)[.  ongelf.  altnorb.  vau;  a(g  J^w.  ielänb.  [djweb.  van,  angclf.  vana, 
attfjoc^b.  wani,  ip.,  «Kangcl,  gct)ler;  3tt).  oltb.  wauou,  wancn,  ongelf.  van- 
jan,  engt,  wane,  ücrminbcrn,  abnct)mcn;  engl,  want,  mangeln;  ©runbbeb. 
ber  SSäurjCl  wau  fd^cint:  leer;  »gl.  fan6fr.  van,  desiderare;  lat.  vauas  u.  ve- 
in  vecors,  vesanus  jc.)  jt)em.  1)  f.  Uec;  noc^  lanbfd).  bcf.  obcrb.  f.  nictjt 
ganj  V»cU,  bcf.  »on  ©efä^en  mit  gciftigm  ©ctränfen  (bae  gafS  ift  tt>Ql)n; 
ouc^:  bcr  SScin  liegt  wan:  bat)er:  wal)nfauer,  f.  in  nic^t  mcf)r  öoUcm 
©tfd^c  faiicr  u.  faljmig  geworben;  obcrb.  ber  SLÖ  an  ob.  S3S  en  f.  bic  Steige 
im  gaffe;  bcr  Sßancr,  f.  JBeigcfc^mac!  eineß  in  nid)t  mcl)r  noUcm  gaffe  Dcr= 
tcrbtnbcn  2Bcine^;  »ranjen  ob.  »oa^njcn,  ä»-)  bflr.  f.  einen  folc^cn 
JBcigefc^mac!  befommen  ob.  l;oben);  2)  fet)lenb,  ccmangclttb,  beraubt  (altb. 
wan  wesan  f.  ft{}Ien;  cincö  2)ingc§  wan  werden,  b.  i.  beraubt  merben);  3) 
mau9el[)aft,  unüoUfommen ,  üerfc{)rt,  fd)lcd}t,  falfcf)  (obcrb.  tt>anäd)6, 
f.  au6  feiner  rechten  fiagc  gefcmraen,  »erfc^obcn,  üerbrel)t,  »crErümmt;  öon 
2fd)fe,  alfo  uvfpr.  auf  gul)rn?er!c  angett)enbct,  ob.  entfl.  au6  mal)necE6, 
f.  u.  Sffiafjnccfe);  in  ^fe^.,  n)cld)e  mcifl  olt.  ob.  lanbfd).  finb,  finno.  mtfä-, 
fe()l-,  un-;  feiten  f.  leer,  aiß:  \iai  SBaI)nbett  (mittellj.  waiibette)  3dg.  f. 
leereö,  üom  ^iif^  üerlaffeneö  Sager;  wa^nbürti^,  Sro.,  alt  u.  niebcrb.  f. 
unct)did)  geboren;  bie  Söal)necte  ob.  ^fante,  3immerl.  eine  nic^t  fc^arf  ge= 
nug  u.  iibcrl).  fet)lcrl)aft  bcliauene  Äante  am  SSauljolj;  bat)er  tvaljnfantig, 
Sm.;  ber  S[Bal)n9laubcn,  faifd^er,  irriger  ©lauben  (aud^  wol)l  o.  ber  Söaljn 
Ijergcleitct);  wal^nqläubig,  Sit?.,  irrgläubig;  ber  2ßai)nfauf ,  ein  unflatt= 
l)after,  ungültiger  Äauf;  ba§  2ßa()nforn,  lanbfc^.  f.  lecreö,  taube6  Äorn; 
bag  2Bal)nmap,  olt.  f.  falfc^cö  SJIafj;  ival)nmütt)Ü3 ,  Str.,  oberb.  (ttjan-- 
müetig)  f.  tual)nfinnig;  niebcrb.  (iranmöbig)  f.  mif6mutt)ig,  unmutl)ig;  wai)n* 
fd)affen,  S3«j.  (mittdl).  w anschaffen;  nicoerb.  wanfd^apen)  olt.  f.  mifgge» 
fc^affcn,  ungcfralt,  übetgebiloet;  ber  2Ba()nfrf)effe(,  lanbf^.  ber  nic^t  gan« 
»oUe  legte  ©dieffel  üon  einem  Raufen  ©etrcibe;  bie  2ßal)nfd)i(^t,  niebcrb. 
f.  Ungcfdf)r,  3ufaU,  f.  o.  w.  Unfc^ic^t  (f.  b.);  ber  2Bal)nfc^lufö,  »lt.  f.  fal- 
fc^er  ©c^lufe,  Srugfc^Uifö;  ber  $H>al)nfÜin,  oöUig  mangelnbcr  ob.  Der!el)rter 
©inn,  gehörter  ob.  jerrütteter  SScrftanb,  bef.  alö  !ran!l)aftcr  @cifteö=  ob.  ©e^ 
mütl)ßjur:anb,  oerfc^.  Unfinn,  ©innlofigf eit ,  finn».  SScrriicEtljeit ,  SBaljnreii 
(f.  b.),  i)ättn:  Zo\li)tit,  «Raferei;  iraJjnftnnig ,  33»©.,  »on  SBa^nfinn  bcfal= 
Icn ,  eingenommen,  ob.  barin  gegrünbet,  finnti.  nerrücft,  toll;  übertreibenb 
au^  f.  unfinnig,  finnloö,  (n3al)nfinnig  rocrbcn;  ein  njaf)nfinnigcr  ^Sicn^i),  auä) 
üU  ^w.  ein  S!Bal)nf inniger;  ein  wa6nftnnige6  Unternel)men);  bie  SQ3al)n^ 
finnigEeit,  ba^  SBal)nftnnigfein ;  bic  2Bal)nfonne,  olt.  f.  Slcbcnfonne;  bie 
3Bal)iin)aare,  lanbfci.  f.  unedite,  falfdie  ilBaare;  ber  2ßal)nivi^ ,  (raittell). 
wanwitze,  vo.)  mangelhafter,  »erreorrener  aöife  (f.  b.),  b.  i.  SSerfianb,  ein 
geringerer  @rab  oon  S5at)nfinn,  in  oerirorrenen,  ungereimten  33orflcUun= 
gen  u.  (5inbi(bungen  beftef)enb,  welche  ber  SKenfc^  an  bit  ©teile  bei  SSirE^ 
li^en  fe^t,  ftdrfcr  al§:  Jlberwife;  iva^mri^ig,  fBw.  (altb.  wanawia,  wan- 
wiz;  norb.  vanvitr)  üon  SBa^nnji^  ergriffen,  bamit  bel)aftct,  ob.  barin  flegrun» 
bet  (waljnwi^ig  reben;  »aljnai^igc  S3el)auptungen  :c.). 


1772  S55af)tt  —  wdi)v 

SBal^n,  m.,  -«g,  O.  9K.  (altb.  wAn;  gotl^.  v^ns;  angclf.  ven;  aUfa(i^f. 
wan;  notb-  von;  obcrb.  tubcn  SSSan  aud^:  5Bon,  ba{)cr:  3frgirot)n;  urfpr. 
.I^cffnung,  SSevmuti^ung ;  üiellctd^t  oon  gleichem  «Stamme  mit  bcm  SS»,  traljn, 
inbcm  bic  Scb.  ermangeln,  »crmiffcn  in  tjcffcn,  oermutl;en  ü6ergel)t)  1)  ti)tm. 
xiberf).  f.  SJ^einuiig,  SSermutf)un9,  ©lauben,  ^cffnung,  ©rtvartung,  "Kb- 
fid^t  (j.  S3.  in  gutem  Sßatjnc,  b.  i.  in  guter  9}leinung,  ^ojfnung;  of)nc  töfcn 
5!Ba{)n,  b.  i.  of)nc  fd;le($te  3Cbfi(]^t;  SBal^n  Ijaben  f.  ©lauben  an  itwai  ob. 
Hoffnung  barauf  I;ab£n,  auc^  SBiUcn  ob.  Steigung  baju  fjaben);  2)  ie|t  in 
engerer  Scb.  eine  irrige  SOTeinung,  ein  falfd)er  65lciuben,  finno.  Saufdjung, 
ßinbilbung,  3rrt()um  (einen  SBa^n  ^egen;  in  bem  gBa(}ne  jleljen,  bafö  2t.; 
einem  feinen  S3Saf)n  bcne()mcn);  —  n.'>äl)nen,  jiel.  3»-  (altfjoc^b.  wAnjan  u. 
•wanon;  mittclf).  waeneii,  ^rät.  wänte;  got^.  v^ujan,  altfa^f.  wänjaii,  nieberb. 
wancn;  angclf.  venan,  vaenan,  engl,  ween;  ju  unterf(^eiben  ».  bcm  allb. 
abtaut,  wahan,  wahen,  gawahan,  gewahen,  ^rä't.  wuag,  wuoch,  b.  i.  geben« 
Jen,  WO^er  baö  aitb.  gawahanjan,  gewaheneu,  ft^on  im  11.  5a(ir^.  jgej.  gi- 
\¥anian,  unfer  crtt?ät)ncn,  ftammt)  1)  ef)em.  über^.  f.  meinen,  glauben, 
t3ermut{)en ,  {)offen  (bem  iriffen  entg.);  2)  je^t:  irriger  5Beifc  meinen, 
gtaubcn,  \)ermutf)cn,  fiel)  einbilben  (itwai  tväi)mn,  ob.  \väi)nin,  bafö  ctxva^ 
fei;  au(%:  fid)  ftug  JC  tt>ci{)ncn,  b.  i.  fic^  fdlfc^lic^  bafür  f)alten);  —  3feft. 
mit  SBa{)n:  ba6  3Ba()nbilb,  ein  falfd)c§,  täufd^enbcö  S5ilb;  bie  SBal)net)re, 
blo^  gen)af)ntc,  falfd^e  (5f)re;  ber  2Bal)ngebanfcn ,  auf  einem  SBaljn  bcru= 
f)cnber,  täufc^cnber  ©cbanfcn;  bic  2Bat)nl)0Jfnung,  gewäljnte,  ungcgrünbetc, 
täuf4)enbe  Hoffnung;  tx>a!()nfü(^ttg,  Str.,  mit  !ran!f)after,  heftiger  Segierbe 
einem  S[Bat;nc  na^{;cingenb;  wa^ntrunfen,  93».,  oon  SBaftn  gleid^f.  be= 
raufet,  b.  i.  DÖUig  eingenommen. 

XVClljX  1.  SBiP.  (a(tb.  war,  jcbo^  nur  in  ber  gorm  gawar,  giwar,  gewar, 
5ltt).  giwaro  gebr.;  angelf.  var,  vaer,  cng(.  aware;  bic  SBuvjet  war  f(^eint 
=  fan6!r.  vH,  var  — ,  bcbedcn ,  f(^ü§en ;  bk  Urbeb.  »on  war  atfo :  be^ut= 
fam,  oorfic^tig,  umfi^tig,  bann  erft:  anftd^ttg;  »gl.  ben  Übergang  be6  lat. 
servare  in  observare;  jlammöcrrcanbt  fd^cincn  b.  gr.  ovQos,  3Cuffc()er,  ^äö)- 
ter,  oQc'ccoy  fcfjen,  u.  iai  lat.  vereor,  fc^cucn ;  öon  ber  3B.  war  ftammen  auf  er 
wa'^tcn  (f.  u.)  au^:  njet)vcn,  isarncn,  warten  jc.,  u.  bic  frang.  gare,  gar- 
der, garnir  u.)  ungebr.  f.  9en)af)r,  f.  b.;  bic  S[Bal)V,  o.  SJ?.  (alt{)o^b.  wara, 

mittelf).  wäre,    war,    auC^  :    cler  war;    angclf.  vare)  alt  U.  oberb.  f.  2fd)t,  3fufs 

merffamfeit,  @orgfa(t;  ^fnfd^auung ,  3öal)rnel)mung;  baljer;  tt)al)rto§, 
fBtc.  (mittel^),  warlös)  olt.  f.  ad)tlo6,  auffi(|tg(o6  (no(^  cr{)alten  in:  oer» 
Wa^rlofcn);  Wal)rnc()mcn,  trb.  gic(.  ^rv.  (altb.  wara  neman,  war  nemen 
mit  b.  ®en.  ob.  mit  umb)  1)  feine  2(ufmerffarafeit  auf  ctirag  rid)ten,  fid) 
banad)  umfe{)cn,  barauf  ad)ten  ob.  9iücffid)t  nehmen,  etwaö  beachten, 
bafür  forgen  (in  bicfcr  95eb.  nod^  je^t  mit  bcm  @en.,  j.  S.  bibl.  nef)met 
wai)t  ber  üi(ien  auf  bcm  gelbe;  nimm  meincö  ßebenö  gnöbig  njat;r;  ber 
©tunbc,  ber  ^dt,  ber  ©clcgcnf^cit  waf)rnc{)mcn,  b.  i.  fic  bcaci)ten  u.  benu^en; 
bod^  auc^:  bic  3eit,  bk  ©clcgenljeit  jc.  — );  2)  gero.  etwa6  — ,  f.  o.  ». 
geroahr  werben ,  onfid)tig  tverben ,  erblirfen  (baö  SBilb  nimmt  ben  Saget 
wal)r);  in  heilerer  S3cb.  iibcrf).  burd)  bie  «Sinne  vernel)men,  eincS  (Sin^ 
iie^einbrucfg  ober  einer  ©mpftnbung  fid)  beanifft  werben,  ftnno.  merfen, 
inne  werben  (einen  Son,  ©erutJ^  k.;  etrcaö  an  3emanb  n'al)rnel)men);  aud^ 
im  @ei|l  bemerfen,  crfennen;   betrad)ten,  bebenfen,  erwägen;  xva^x^ 


mi)v  1773 

nel)mbar,  S8w.,  mag  (bur^  bie  €5mne)  it)a()t3«nortinicn  ivcrben  fann ;  bie 
3Bal)rnel)mbarfeit;  ber  3Bal)rnd)mer ,  tver  cttvaS  trafjcntmmt,  bcf.  »cc 
für  etxoai  (Sorge  trägt;  bie  S5Sal)rncl)mung ,  9)?.  -cn,  ba^  Iffiahrncbmct 
u.  bag  SBafjrgcnommene,  inöbcf.  1)  bcr  jum  23eivufTtfnn  getommene 
©tnneöeinbrucf  (finnli^c  SÖSafjrneijinungen) ;  2)  bie  burd)  aufmerffame 
SSetracbtung  geivonnene  (Jrfo^rung,  finn».  S3eobad)tung  (2Ba{)rncl)mungcn 
in  ber  9?atui(cf)rc  u.);  ba^  2Bal)r3eicf)cn  (mtttcli).  warzekheu),  [.  ü.  ro.  Äcnn= 
jcic^en,  SKcrfmol,  (wirb  Qngefc{)cn  alö  cntjleUt  au6:  altb.  wort-zeichan,  alt- 
[äd^f.  woid-t^kan,  b.  i.  münblid^cö  erfcnnungöjct^en,  ßofungSrcort  Jc;  no- 
neben  iebo^  fpäter  auö)  war-zeicheu  ftc^  felbflänbtg  gebilbct  t)aben  fann);  — 
wal)ren,  jiel.  3«?.  {altt)oi)b.  waron,  waren,  mittclf).  warn ;  nicberb.  Waren ; 
ongelf.  varjan,  engl,  wäre)  alt  u.  bid^t.  1)  bead}ten,  beobad)ten,  lldjt  l)iV 
ben,  In  2(d)t,  <Sd)U^  ob.  ©orge  nebmen  (biegcinbc— ;  ScmanbS^tec^t  — ; 
oudj  mit  b.  @en. :  er  bat  beS  2{mteS  treulich  gcioa^rt;  nieberb.  auf  et» 
nen  — ,  f.  tauern,  aufpaffcn);  einen  ob.  fid)  üoc  etwai  — ,  ben)ab«n, 
bebüten,  fid}er  fleüen ,  fd)ü^en,  fid)  oorfeben  (wabre  bi^  oor  i^m !  @ott 
wabre  micb  baöor!);  etwaö  — ,  aucb  f.  aufberoabren,  üenvabren,  ecbalten 
(einem  itwa^  — );  2)  alt  u.  obcrb.  aucb  blo^  f.  [eben,  erblicfen,  geivabren, 
trabrnebmen;  bie  SBabrung,  bag  SBabren,  bie  <Sid)erflellun9 ,  S5e= 
fd)ü^un9  (j.  SB.  bcr  SRe^te);  ber  SBabrapfet,  nieberb.,  tpUh  welcbe  jum 
Jtufbewabren  geeignet  finb,  Daueräpfel;  ber  SBabtbaui:! ,  im  Seicbbau  ein 
cor  bie  ^fäbte  getegtcö  jtar!e6  ^olj;  bie  S55abrfd)au,  bi^t.  baö  ©^ouen, 
bie  Umfdjau,  um  ficb  ?u  wabrcn. 

xvaljx  2.  S5ro.,  (5omp.  »rabrer,  ©up.  roaf)cft,  (altbod^b.  war,  wari;  mit* 
telb-  u.  altfädbf.  war;  fetjlt  im  ©otb-  3£ngc(f.  u.  Sfiorb.  unb  ijl  offenbar  = 
lat.  verus,  jcbocb  nicbt  con  bicfem  cntlebnt,  fonbcrn  üon  gleicher  SBurjet  mit 
tvai)x  1.;  bk  urfpr.  S3eb.  wäre  aifo:  ,,gcwabrt,  gefiebert,  fcft,  jiät'',  ober 
„jidbtbar,  augenf(^einlicb"?  pgl.  aucb  fan6!r.  wara,  oorjüglicb)  1)  irirflid) 
feienb  ob.  bejlebenb,  vovbanben,  entg.  fcbcinbar,  nicbtig  (,mai)v  fein; 
roabr  werben  f.  fi^  verwirf  lieben ,  eintreffen,  g.  S5.  ber  Ztavim  ip  wabc 
geworben;  etwaö  wabr  madbcn,  b.  i.  üerwiifli^cn ,  erfüllen,  j.  95.  ein 
Serfprc^en;  ebcm.  audb  f.  bartbun,  beweifen,  bewäbrcn;  fo  wobr  zc.  a(S 
S5etbeuerung6forraet,  g.  S3.  fo  wabr  id)  lebe!  fo  wabr  icb  i)in  flcbe!  fo  mai)t 
®ott  lebt;  fo  wabr  @ott  mir  t)il^t\  zc.);  2)  feinem  5Befen  ob.  begriffe 
entfpred)enb,  bie  irefcnt(id)en  Wlufmak  feiner  ©lUtung  an  fid)  tragenb, 
ftnn».  ed)t,  red)t,  entg.  falfd^  (bal  SBabre  com  galfcben  anterfcbeiben;  ein 
wabrer  greunb;  ber  wabre  ®ott;  bit  wabre  Kugenb,  ba6  wabre  ©lücf,  ber 
wabre  ©lauben ,  bie  wabre  üibt  ic.)-.  3)  üon  ©ebanfen,  23enennungen  u. 
3(u6fagcn:  mit  ber  @ad)e  felbfl  übereinflimmenb  ob.  becfelben  trirflid) 
jufommenb,  fid)  in  ber  IJb^it  fo  t)erba(tenb,  finno.  cid)ti3,  gültig,  gemifö, 
entg.  falfdb,  crbicbtet,  erlogen  (rebc  wabr!  fein  wabrer  9?amen;  i>ii  9tacb» 
ddjt,  bcr  ©a^,  bcr  2(usfprudb  ?c.  ift  wabr;  ijl  eö  wabi'i  »t?aö  bu  fagft?  nicbt 
wabr?  auStajf.  f.  ift  e6  nid)t  wabr?  g.  93.  nicbt  wabr?  bu  fommfl  :c.;  tUva^ 
für  wabr  baltcn  ,  annebmen ,  cbcm.  audb  '•  für  wabr  fagen ,  b.  i.  als  gewifg 
bebauptcn,  baber:  furwabr!  als  SBctbeuerungSwort;  —  ba^  S3Sabre,  als 
^w.  f.  wai  wabr  ift;  altb.  daz  war  f.  bie  SBabrbcit,  baS  SRc^t;  baber:  war 
haben  f,  füiäjt  b^ben;  zi  wärii,  ze  w;ire  f.  in  SBabrbeit,  fürwabr ,  worauf 
unfcr  jwac  (f.b.)  entfl.  iP);  in  weiterer  Änwenbung  in  ben  f(I|önen  Äünjicn: 


17T4  m\)t 

mit  ber  dlatnt  ob.  bcm  UrbUbe  üoKig  ubereinjlimmenb ,  jlnn».  treu  (ein 
n)of)re§  3fb6ttb;  bi'e  3et(^nung,  garbengebung  ic.  tfl  wai)t;  bec  tx>af)re  JtuS« 
brucf  ber  2t:tbcnfd)aft  IC.) ;  4)  (fubjcctio)  f.  roahrf)aft,  b.  t.  bie  SBa^tbeit 
fiebenb  u.  bcimd)  ^anbelnb,  o^ne  ^cilfAj^  aufricf)ti^  2C.  (fei  wabc  gegen 
iid)  felbfl  unb  gegen  3Cnbere);  —  3fc^.  ivaljrfagen ,  jteUof.  u.  j^iet.  .3». 
(altb.  war  sagen,  fiir  war  sagen)  1)  (rfc.  überf).  ba6  3Baf)te,  btc  5Babrf)etf 
fngen  (er  b'^t  nic^t  wabrgefagt) ;  2)  untrb.  (er  wa^rfagt,  b<Jt  gemabrfagt) 
etmaä  Sufünftigeg  Dorberfctgen,  meift  mit  bem  9lebenbegrtffe,  bafö  cö  bur^ 
geheime  Äünjlc,  anfdbcinenb  übernatürlid)e  WlitUl  jc.  gefc^icbt,  ba^er  weniger 
cbel,  aU  bie  finno.  ivei^fagen,  prop^ejeien  (aug  ben  ©ternen,  einem  auö  ber 
.^anb,  aus  ber  Äarte  »abrfagcn;  einem  etwaä  — ;  man  ^at  ii)m  fein  Unglüdl 
gcwabrfagt,  ni^t:  wabrgefagt);  ber  2Ba{)rfagcr,  -g  (altb.  warsagäri,  war- 
secco,  wärsage),  bte  SSatitfagetinn,  CO?,  -en,  trer  ira^rfa^t  u.  bcf.  bor« 
Qu€  ein  ®ett>erbe  mad^t-,  bie  SSa{)rfa9eret ,  btc  an^eblid^e  Äunft  u.  ba^ 
©croerbe  be§  2ßa{)rfn3er§,  5Baf)rfvi3efimj^ ;  itiat)rfagerifcf) ,  SSw.,  einem 
^öabrfagcr  Qe\)'6unb  ob.  gcmdf,  nad)  2frt  einer  Söafjrfagung;  bie  23a^r= 
fagung,  1)  o.  m.  bag  2iia{)rfa9en ;  2)  9}?.  -cn,  bai  (^ctraijrfagte ,  was 
ein  SBabrfager  »orbergefngt  i)at,  finn».  ''Prop{)e5eiun3  (feine  aSa^rfagungen 
jinb  ni^t  eingetroffen);  iratjtfd^aucn ,  untrb.  [mm.  gcwa^rfcbauet)  jieUof. 
u.  jict.  3tt'-)  feiten  f.  ici^  SBa^re  fi^auen,  b.  i.  oorfjerfebcn  u.  oerfünben;  nie- 
berb.  einem  — ,  f.  if)n  warnen,  i^m  einen  SBin!  »on  etwas  geben  (in  biefer 
Scb.  tJteUeicbt  »on  wahren  f.  i)ütcn  jc.);  bie  2Ba()rfd^auung,  baS  2Bai)r= 
fcbaucn;  nieberb.  f.  SCSarnung  (in  «Hamburg  als  gerid)tl.  SScrt  in  ©c^uib'  u. 
^fanbfad)en);  wa()rfcÖetnlic^,  SBw. ,  ivabr  fdjeincnb,  ben  iSd)ein  be^ 
3Baf)rcn  ob.  5öirf(id)cn  an  fid;  tragenb,  mcbr  atS:  oermutbtic^,  gtaub= 
li^l,  mög  (idb,  entg.  gewifs  (bie  ©acbe  ijl  wa^rfc^einlid^ ,  ift  mir  wa{)r- 
fdbeinlic^  ob.  fommt  mir  wa^rfc^ einlief  »or;  eine  wa^rfc^ einliefe  Srjäblung; 
bef.  aud)  als  9?w.,  j.  $8.  wabrfrf)cinli(^  ob.  wa^rf^cinlidier  SBeife  bhibt  eS 
beim  2r(ten);  bie  2Bal)rfd)cinIi(^Fe{t,  1)  o.  9».  ba6  2öabrfd)einlic^fein, 
ein  bof)cr  @rab  üon  ©laublidifeit;  2)  ?0?.  -en,  eine  ir>abrfd)einlid)e 
<Sad)e  (baue  nic^t  auf  2Saf)rfc^einlic^!citen);  ber  S[Ba()rfi^ein(i(^feitä9runb, 
9J?.  ?5rünbe,  auf  2Babrfc^eintidb!cit  berufjenbe  ob.  baoon  bffSfnommcnc 
©rünbc;  —  2(bleit.  n)ai)r^aft,  Sw.  (attb.  wArhaft)  cig.  am  5Babren  baf= 
tenb  ob,  f)aitcnb,  ber  5Baf)rf)eit  getreu,  ba^cr  l)  (objectio)  ba§  üerfl.  n?af)r, 
b.  i.  trirfüd),  ed)t,  mit  feinem  Segriffe  ob.  mit  ber  <S>ad)e  felbfl  genau 
übereinfümmenb  (ein  wa^rtiafter  greunb;  wabr^afte  Sugenb;  ein  wabr^af« 
ter  aSericbt;  au^  atS  9lw.  j.  S.  ein  wa^rijaft  großer  «Wann,  b.  i.  ber  in 
58Sabrbe{t  ob.  wir!(i^  grof  ift) ;  2)  (fubjcctio)  geneigt  unb  ge»vof)nt ,  n)ai)r 
ju  reben  u.  ber  2öat)rf)eit  gemäp  ju  f)anbe(n,  finno.  it)ahrbeitliebenb,  auf* 
rid}tig,  ei)rnd)  k.  (er  ift  wa^rbaft,  ein  wabv^after  ?OTann) ;  n7at)rt)aftig, 
1)  Sw.  meift  olt.  f.  roabr^aft,  aufrid)ttg  k.  (ein  wabrbaftigcr  SOZann;  bibU 
bcö  Jperrn  SOSort  ift  wa^rbaftig;  mit  wa^rbaftigem  J^erjen);  2)  91«.  (mit 
bem  .^Quptton  auf  b^ft)  f-  o.  w.  in  9Bahrf)eit,  ber  5Baf)rbeit  gemap,  atö 
ftarfe,  einer  eibli^en  aScrjtdberung  nabc  f ommcnbc  SBetbeuerung ,  jlaufer  aW 
bie  finno.  fiirivabr,  wa^rlid)  (eS  oerbalt  fi^  wabrbaftig  fo;  wabrbaftig! 
gem.  gewifs  unb  wabrbaftig!);  bie  2öa()ri)aftigfcit,  bcii  5Babrbaftfein  einet 
©a^e  u.  bcf.  einer  gjerfon;  bie  2BaI)V(Kit  (altb.  warheit)  l)  o.  SÄ.  bai 
3BflJ)rfein,  b.  i.  bie  53irflid)fcit  (cinec  Sbatfac^e,  Segebenbeit  it.);  bie 


yoa[)un  —  wäi)tcn  1775 

ÜSereinftlmmung  cineö  ■Dingcä  mit  feinem  SSegriffe,  u.  bcj".  einer  2fu«= 
fflge  ob.  $8ef)auptun9  mit  ber  @ad)e  fclbjl,  ob.  eineg  ^^acfjbilbe«  mit  bem 
Urbilbe,  fintiü.  9tid)tigf'eit,  entg.  Un»rQ{)rf)cit,  galf^f)Ctt  (btc  5JBaf)rl)eit  cineö 
2(u6fprud]cö,  ©a^cS  Jc;  einc6  @cmalbe6,  einer  ©djilbcrung ;  bie  Stolle  bcö 
(Stferfüd^tigcn  k.  mit  tJteler  2Baf)rf)cit  fpicicn);  feiten  (fubjectio)  f.  ©af)r{)af* 
tigfeit,  5öaf)rf)eitS(icbe ;  el)em.  aud)  f.  btc  Söerfid^crung,  ba[6  ettraS  mai)t 
fei,  boS  gegebene  3Bort,  bie  SewEiöfüfjrung ,  bai  3eugnif6;  in  ®af)r? 
f)eit,  nebemrörtl.  ocrfic^ernb  ob.  fc^wad)  betf)cuernb,  ftnno.  in  ber  S^at, 
njirf(id),  (larEcr:  fiirTOal)r,  n)af)rüd)  (j.  SB.  i^  reeip  eö  in  2Baf)rf)eit  nid^t); 
2)  »rag  roaf)r  ijl  a)  o.  5DI.  über^.  ba6  ®a{)re  (altb.  daz  war) ,  ber  wai)xt 
@ad)t)erl)alt,  entg.  3rrt()um,  Söufc^ung  ic.  (,bk  $ffiaf)rf)eit  fagen,  befen» 
nenn.,  ob.  oecbcrgen,  werfd)reeigen,  ßerlaugncn;  ber  S[Baf)rf)eit  treu  bleiben; 
t)inter  bie  SDBat)r{)eit  !ommcn,  f.  f)inter;  ber  2Bat)rf)eit  ?u  naf)e  treten;  einem 
(bcrb)  bie  5fBa()rf)eit  fagen,  b.  t.  if)m  feine  gcf)ler  ob.  2Scrgef)en  offen  u. 
gtrabeju  oorljalten);  in  beftimmtcrcr  SBcb.  ber  wai)u  gef)rbegriff,  bie  \vai)U 
2ef)re  ((5()rifti;  um  ber  SOBaljrljeit  willen  »erfolgt  rcerben;  ein  3euge  ber 
SBal)rf)eit) ;  b)  CD?,  -en,  ein  \vai)xet  <Ba^  ob.  ^fiigfprud),  eine  gegrünbete 
S5el)auptung,  entg.  Unnjal)rf)ett,  3rrtf)um,  (bicfcr  ©a^  ift  eine  gro^e  SBa^r« 
f)eit;  3rrtt)ümer  für  5ffiat)rt)eiten  ausgeben;  nii^lic^c,  »uid^tige  jc.  SSSatjrfjeiten; 
einem  unangenet)me  9BQf)rl)eitcn  fagen);  3fe^.  ber  SBa^rt)citöburfl,  reifet; 
ber  SBat)vt)eitgforfdt)er ,  -freunb;  bie  2Baf)rl)eit§licbe_,  Siebe  jur  S!öa^r= 
Ijeit,  finn».  SBaljrljuftigfeit ;  »a()rI)eitS-  ob.  n)al)rl)ettliebcnb,  58«.,  bie 
2Bai)rt)fit  liebenb,  ber  aßaf)rf)cit  treu,  finni).  n5a{)rf)aft;  tral)rf)ettf(^eu,  Sro., 
t>k  SBa^rfjeit  f^euenb  ob.  fiird^tcnb;  bie  SBa()t^eitfc^eu ;  n}a{)rt)citgit>ibng, 
S5n3.,  ber  S[ßaf)rl)cit  jmBiberlaufenb,  unwafjr;  —  n)at)r(irf),  5lm.  (gefpr. 
ttjarlici^,  mit  gefc^arftem  a;  oberb.  rearlid),  \dj\väb.  werli;  altb.  al6  S5». 
wjirlih,  waerlich,  b.i.  bem  fBafjrcn  gtci^,  mit  ber  SIBaf)rt)cit  übereinjlimmenb; 
als  Sttt).  warliho,  waerlichen)  ber  3Baf)rf)eit  gemd'f ,  in  ®nf)rf)eit,  gen)if5, 
alö  S8etl)euerung6mort,  finno.  fürtt)a{)r,  flä'r!er:  n)af)rf)aftig ,  (ic^  bin  njat)r= 
li^  unfd)ulbig;  bibl.  n)af)rlid) ,  wa^rlid)!  i^  fage  eud^  zc);  —  n)äl)ren, 
jiel.  3».  (altf)0C^b.  wArian,   bafjer:   gawjirian,  giwären,  u.  biwarian,  biwareo, 

b.  i.  beiüä'f)rcn)  cötitg  »lt.  f.  n?a^r  machen,  crroeifen,  bewaf)ren. 
ttJQl)ren,  3».,  f.  unter  ma^t  1. 
ttiäi)ren  1.  3».  (bewäljren)  f.  unter  wa^x  2. 

währen  2.  jicUof.  3tt'-  m.  ^aben,  (allljOC^b.  wer^n,  mittel^,  wem,  ge- 
wern; oberb.  TOeren;  altfad)f.  waron,  nieberb.  «saren;  »cn  ber  SBurjel  war, 
f.  voa^t  1.;  ober  wai)x^ä).  oon  was,  wesan  mit  Übergang  beö  s  in  r,  ba{)er 
t6lQnb.  Vera,  f^web.  vara,  fein)  fortfaI)ren  ju  fein,  beftef)en,  jtnno.  bauern, 
fortbauern  (lange  »öfjren;  wie  lange  foU  e§  nod^  »al)ren?  immer  waf)ren; 
ewig  tt5af)ren,  aud^  übertreibenb  f.  feljr  lange;  ber  Slang  wäljrte  ii^  an  ben 
SKorgen;  aud^  mit  bem  2(cc.  berSauer:  ben  gangen  Sag,  »iele  5af)re  :c. 
wäfjren);  cf)cm.  auc^  f.  auöfjatten,  @tanb  ob.  ©tid)  f)alten;  tc»ät)renb, 
bas  Ijle  Wivo.  con  währen:  1)  ali  58».  bauernb,  befle^enb  (ber  noci^ 
tt)af)renbe  Ärieg:  immcrwaf)rcnb,  f.  b.);  2)  al§  93».  mit  bem  ®en., 
ba5  QSerbattnifg  ber  @leid)5eitigfeit  jroeier  SSorgange  au^brücEenb  ob.  baf6 
ein  Sorgang  ob.  3utlanb  pd^  burd^  einen  angegebenen  3e{traum  erjlredt  ob. 
in  ben[elben  fällt  (j.  58.  wal)rcnb  be6  Äriegeö ,  waf)renb  beS  2Binter6 ;  eö  er* 
eignete  jtd^  waljrenb  ber  3)?aljlgfit;  er  ^at  mi^  »a^renb  meinet  J^anff)eit 


1770  n)d'{)ccn  —  wa^jrfagcn 

mc()rma(6  bcfucä^t;  obccb.  aud;  »cmgcc  gut  mit  bcm  25  at.:  tt)a()i;cnb  bem 
Äviegc,  »t)ä()i-mb  bem  ©d)rciben  ic. ;  niä()rcnb  bem  fl-  njäf)tcnb  bc[6;  — 
bec  ©ebcauc^  uon  jocil;renb  al6  SSm.  i|l  crjl  um  bic  SKtttc  b«g  18.  3a()rf). 
cntjlanbcn  quo  bec  2fuf(öfun3  bcc  bama(6  üblichen  abfotutcn  ©cnitioe:  wäi)- 
rcnbeö  Äciegeö,  it)Qf)renbcr  SSafjljeit,  \väi)tmhit  meiner  Äranff)cit  K.,  qIö 
ücc!ütjciiber  3(uäbruc!  ^att  beö  ooU(tänbtgei-cn  ,,1«  cb.  bei  wafjrcnbem  Ädege, 
hd  ob.  unter  ix5af)renbec  ?0?af)(jcit,  unter  >t>ä()cenbem  ©efpräc^e"  k.);  3)  al6 
gcitbejtimmenbeö  untcvorbncnbeä  Sbir.  oon  gteid^er  SBcb.,  urfpr.  ivd()rcnb 
bafg  2C.,  bann  blofj:  tvä'l)renb,  finno.  inbeffen  (j.  SB.  i^  war  jcrjlceut, 
wäJjrenb  (bafö)  er  [prad^;  er  [^l'^'c^  einen  Siief,  n)äf)renb  ie^  (aS);  tX)Ql)rl9, 
Wäl)rl)a[t,  93tt).  (a(tb.  werig,  werlc,  geiTJ.  wirig,  »g(.  langiüterig;  werhaft), 
att  u.  obcrb.  f.  aitöbauecnb,  baucr()aft  (j.  35.  oberb.  ein  n)erl)aft  gebautes 
JpauS);  bie  2Bät)rung,  £)aiter,  goctbauer. 

lt)ä()ren  3.  Jiel.  ^W.  (aUf)Od^b,  weren,  gaweren,  gaweron;  mittelf).  wcrn, 
gewern;  oberb.  weren,  geweren,  unfer:  gett)cif)ren;  nieberb.  «jaccn;  ■ — 
ojf en6ar  =  tt)  ä {) r e n  2.  in  jielenber  2Cn«?enbung,  alfo  eig.  ,,bejief)en  mad^en") 
alt  u.  oberb.  f.  befeflticien,  beffatigen,  V)0Ü5te()en;  galten,  befolgen  (ein  ®e^ 
bot);  (elften,  erfüllen,  abtragen,  abliefern  (ein  SSerfpre^en,  eine  ©d^ulb, 
2(bgabe  2C.);  3eivä'l)ren,  bewilligen  (eine  SBitte) ;  befricbigen,  bejal^lt  ma- 
rf)«n,  bcja{)len  (einen  cineö  S^ingö,  einer  gorberung;  fic^  mit  ttvoai  — ,  be= 
jot)lt  madiien,  entfc^abigcn);  einen  eineg  2)inge5  ob.  einem  ein  2!)ing — , 
b.  i.  it)m  bafüc  @en)al)c  leifien,  cinftel}en,  bürgen;  —  3[e^.  ber  S[Bci()V; 
brief,  »lt.  f.  SeftötigungSbrief  ob.  =UrEunbc;  ber  2Bä()rbürge  (alt:  wer- 
burge),  «lt.  f.  ein  ©cträljc  leijlenber  Siirge,  fo  au<i^ :  ber  2Bcil)vnmnn  (wer- 
maii),  gew.  ®c,n)ä'l)rgmann;  bte  2Bä!)rbu0c  (mitteil),  weihuoze)  x)it.  f.  ®clb= 
ftrafe  für  ni(^t  gelcijlctc  @ic^erl)eit;  ba^  SBdIjrgelb  ialtt)oä)\).  werigeld,  mit- 
tcll).  wergelt;  ogl.  i)ai  mittel^,  wer,  @en?äl)r,  u.  baö  iölänb.  Vera,  angelf. 
vere,  SBertl) ,  ^reig) ,  eig.  iiberf).  (5rfa(j  bcö  2Bertl)eS,  ©elbjlrafc  für  ange= 
richteten  ©^aben,  inöbcf.  cf)cm.  bk  für  Söbtung  ob.  fd^were  SSertc|ung  einer 
^erfon  ju  cntric^tenbe  ücrfjaltnifömajjige  ®elbbu^e;  ber  2Bäl)r5U9,  Sergw. 
ein  üon  einem  biittcn  SKarffc^ciber  gcj'^el)cnber  3ug,  lüenn  girei  SJ^arffc^ciber 
in  it)ren  gemad)tcn  3ügcn  abweisen;  —  2Cblcit.  bie  SQSdt)V'e  ob.  2Bd()V 
(mittelt).  wer;  nteberb.  SDßcirc,  SBere,  aud^  SBare)  nlr.  u.  nicbccb.  f.  (35eivcibr, 
(i5eit>a^rlei|!ung;  ©idjerung  beg  ^öefi^eö;  gefid)erter  25efi^,  -^ahe  iinb 

@Ut  (»gl.  SOBaare);    ber  SBäI)rcr,    -ä,  (altb.  weraii,   weraere;    auc^:    der 

wer;  oberb.  2Berer  u.  Söci)  »lt.  f.  ber  SßoUfIrecf er ,  2}ollbrtnger ;  &c\i\il)' 
rer,  (Setra()rleifier,  SSürge  (lat.  vas;  mittl.  lat.  warandus,  franj^.  guarant, 
garant);  Quc^  tver  ju  be3af)len  ifl  ob.  ftd)  hefialjU  mad)t;  bte  2Bäl)rfd^aft 
(mittell).  werschaft)  y)U.  f.  bie  2ct)lung ,  @ntrid)tiing;  bte  ©ewd'br,  ®e? 
ivd'l)rfd)aft ,  S5ürgfd)aft,  baS  (5inftel)en  für  etivaä;  ber  gefidjcrte  rul)ige 
SSefife;  bte  SBa'l^rung,  (mittell).  wemuge)  1)  ott.  f.  25eja()lung,  (Sntrid); 
tung,  (5)eivä'()rung;  2)  fefter  58efi(j,  inSbef.  lanbfc^.  bk  gu  einem  förunb* 
jtüct  unoerau^erlic^  gel)ürcnben  bewcgli^en  ©ütcr  (fr.  i>ai  3n»>entarium) ; 
.'})  ein  fejlgefe^teö,  i^crbürgteS  SJZap ,  Ö5etvid)t  ob.  bergl.  SBertl),  ba^cc 
no(^  f.  bec  SiJiünjfitf  (g.  S3.  l)unbcrt  ©ulben  SBiencr  2Bal)rung). 

n)al)v{)aft,  wal)vl)afti9  jc,  S5SaI)rl)cit  2C.,  ivat)vlic^,  f.  unter  wabr  2. 

ivat)rncl)mcn  k.  f.  unter  \vai)t  l. 

wa^rfagcn  ic,  tmiljvfcl^aucn,  tval;vfcf)cinlirf)  k.  f.  unter  wa^x  2. 


SSal^runö  —  Sßaife  1777 

©aljrimg,  f.  unter  waijr  1.  —  2Bäl>rung,  f.  wäfjrcn  2.  u.  3. 
2Bäl)rwolf  OD.  2ßärwolf,  m. ,  (mittcif).  werwolf,  nicbctt».  SBaarwurf; 

engt,  werewolf;  mittl.  lat.  fe'erulphus,  fvanj.  loup-garou;  »on  bcm  30t^.  vair, 
alt()oc^b.  wer,  norb.  verr  =z  lat.  vir,  «mann)  ein  3}?annirc(f,  b.  t.  «in  in 
einen  5Bo[f  vem^nbcltcr  Sl^ann,  m^  uraltem  ()cibmfc^cm  UbuQlauUn. 

SBal)r5cirf)en ,  l  untci-  xvai)x  1.  —  2Ba()r5ug,  f.  unter  »ätjrcn  3. 

SBaibet,  m.,  [.  5öebel;  waibeln,  ivaiben,  ^w.y  f.  m'iben. 

2ßaib,  m.,  -e6,  o.  «JJi.  (ottb.  weit,  angelf.  vad,  altfadjf.  wode;  (at. 

glastrum,   mittl.  M.  guasdum,   ital.  guado ,   fronj.  guede;   WQi)X^ä).  CCtttf(^cn 

UrfprungS)  eine  im  fübl.  Suropa  angebaute  ^flanje  mit  rübcnarttgcr  SSJur^ 
gel,  langen,  gcEcrbtcn  «Blattern  unb  flcinen,  gelben  Slütfien  auf  l)cl;cm  ®tcn= 
gel,  beren  Suüter  getrocknet  atä  garbejloff  jum  S3(aufa'rben  gebraust 
werben  (isatis  tinctoria  L.);  aud)  ber  barauS  gezogene  garbefteff  felbft,  cor 
bcm  Sefanntipcrben  bcö  Snbigo  bie  gangbar|lc  blaue  So^-'^f  Cba^cr  altb. :  wei- 
tiu,  weitvar  alä  S3w.  f.  blau,  bläulich,  luftfarben;  weiten,  3«.  f.  blau  far= 
bcn;  der  weitaere,  SBait er,  SOSatbncr  f.  Slaufärber);  f alfdjer  SBaib, 
lanbfd).  f.  £)tterfopf,  9?atterfraut;  ivilber  Söaib  f.  Äubfcaut;  i»«« 
SBaitafd^c  (baf)er  baii  franj.  vedasse),  ^l'Jc^c  nui  gebrannten  SDScinljefcn,  bcrcn 
fid^  bie  Sßaibfarbcr  bcbiencn;  ber  SBaibbaU  ob.  ; ballen,  gemahlener  u.  ju 
SSädcn  geformter  SBaib ;  ber  SBaibbau,  Knbm  beg  SBaibö ;  ber  SBaibbaucr, 
-6;  bie  SBaibblumc,  bie  ffllüttje  ber  SBaibpfianje;  gdrb.  ber  ©c^ourn  bcö 
gum  Sarben  angcfe^tcn  SBaibö ;  hai  SBaltcifcn,  ein  ge!rümmte§  5}ielTer  jum 
2rbflo9cn  ber  SBaibblöttcr;  bie  SBaibfavbc;  ber  SBaibfärbcr,  SBlaufcirbcr; 
ber  2ßaiM)dnMcr,  e^em.  auc^  2öaiM)cvr  genannt;  bie  Söaibfüpc,  f.  Äüpe; 
bie  2Baibmül)lc,  mni)k  jum  «Dialjlcn  bt6  ^aiti. 

SBaibe,  w.,  SBaibmann,  23aibwcrf  k.,  f.  SBeibe  ic. 

SBaifc,  »).,  9)?.  -n,  für  beibc  ©cfc^ledjter,  lonbfdj.  auc^  mit  Unterfc^ci« 
bung  bee  ®efc!glec^tö :  ber  SBaife,  -n,  ^.  -n,  u.  bie  2Baifc,  9??.  -n, 
JBerJl.  iii\$  5Baigc()en,  (urfpr.  mannlid^:  altb.  der  weis,  weiso,  weise,  ®. 
des  weisen;  oberb.  ber  2Sai6,  gejü.  tcrSl.  bo6  Sßaiölein;  rieberb.  SBcfe; 
»on  bcm  altb.  ablaut.  3«t>.  wlsan,  weis,  wisan,  mciben,  r>cnr.  mit  b.  lat.  vi- 
tare,  ober  mit  bcm  ©tamm  ^^d-  in  di-videre,  viduus  zc?)  «in  feiner  2(ttern 
beraubtet  Äinb ,  bef.  fo  lange  c6  unmünbig  ijl  (jur  5Baife  werben ;  eine  »a» 
crlofcy  eine  mutterlofe  sasaifc,  b.  i.  ein  Äinb,  njcld^eS  nur  ben  5Bater,  ober 
nur  bie  ^Kutter  ccrloren  ^at;  ct)cm.  au^:  waifc,  al6  Sß\x>.  f.  »crmaifet, 
»erlaffen,  j.  S5.  bie  waife  ©tabt  u.  bgl.);  cl)em.  uneig.:  ber  SBaifc,  ein 
in  feiner  3lrt  einziger  ßbclftein  in  ber  Sf{ci(^6!rünc;  im  SKeij^ergcfang:  ein 
nid^t  gebunbencr,  b.  i.  reimlofer  SßerS  in  einem  9ieim  =  ®efa§;  —  3fe|- 
iai  SBaifenamt,  ber  SJaifcnratb,  eine  obrigfeitt.  S8ef)örbc,  »el^c  bie  3(uf* 
fi^t  über  bie  SBaifen,  bcf.  in  Jpinfid^t  ber  S3ent)altung  il;rcS  23erm6genö  ;c., 
fül;rt  (fr.  ^upiUcn=6oUegium);  bie  SBaifcnanllalt,  gcrc.  tci^  2Baifcnl)au6, 
eine  "Knftalt  jur  Verpflegung  unb  erjief)ung  armer  SBaifcn;  baljer:  ber  2Bai; 
fen{)au6U1)rcr,  bie  SBaifcnl)augfc^ule ,  auc^  bio|j:  SBatfenlc^rcr ,  SBai- 
fenf4)ulc;  bag  2Baifcngclb,  -gut,  @eib  ob.  @ut,  «jelc^ce  einer  93aifc  ob. 
bcn  SBaifen  gctjört  (fr.  Pupillen  =  Selber  u.);  ber  SGBaifenljcrr ,  ein  sRatt)6= 
l)crr,  miöiit  bie  3luffi(^t  über  ein  fläbtifd^eö  2Baifent)auö  l)at;  Hi  2Baifen= 
finb,  ein  oerroaifetee  Äinb,  eine  SDSaife,  bef.  fofern  fic  in  einem  2Baifcnl)aufe 
erjogcn  wirb;  inöbcf.  ber  SBatfcnf nabe ;  ba6  Söaifenmäbc^en ;  bie  SBai= 

.&  ?  9  f  e  • «  ^anbwöcterb.  i.  ieutfc^cn  ©pt.  2.  S^cil.     112 


1T78  SBatjen  —  SBalb 

fenmutter,  bec  SBmfenöater,  attcre  ^erfonen,  bfe  in  einem  3BQifen!)oufc 
SRuttcr»  unb  SSaterjteUe  ücrtrctcn;  bec  SBatfenfd)reiber,  ©c^retber  ob.  Stec^- 
nungöfü^rcc  bei  einem  SBaifen()au[e;  bec  SBaifenjIant,  bec  ©tanb,  ^ujtonb 
ber  SBaifcn. 

SBatjen,  m.,  f.  SBeijen. 

SBafe  1.  w.,  f.  5ßacEe. 

SBafe  2.  iv.,  5D?.  -n,  (»gt.  baS  istanb.  vauk,  f^iweb.  vak,  Öffnung, 
Sßunbe)  niebecb.  ein  in  ba^  (Sig  gef)aueneö  £oc^,  an  anbern  Orten  2Bu()ne 
genannt. 

SBafe  3.  »d.,  S)?.  -n,  gifc^.  ein  ftarfe6  unb  fio^eg  Supe^  mit  einem 
©ad  o{)nc  ©piegel,  gum  2Cu€fifc^en  ber  Seiche  u.  Üeinen  ©een. 

SBalcf),  m.,  -eg,  o.  g».,  lanbfc^.  f.  ba§  SSartgraö,  auc^:  Smairf). 

tpald^en,  jiellof.  u.  jiet.  3».  (altb.  walchan,  walhen,  b.  i.  wcitjen;  e{)em. 
Qblaut.  irictd^,  gewogen)  alt  u.  obcrb.  SRebenform  »on  lüalgen,  ttjalfen 
(f.  b.),  b.  i.  irdtjcn,  roUen,  inöbe[.  bibl.  »on  ber  SSewegung  berSBcUen; 
oberb.  f.  ()tn  unb  t)t\:  beilegen,  fd)njen!en  (©rä'fer  auöwalc^en);  fd)las 
gen,  burd)b[anen  (einen  realeren,  bur<!^tt)oIc^en);  bet  SBalc^er  (gew. 
SB  alger)  oberb.  f.  Söclf^ülj,  9?olIe;  walc^em,  giel.  3»-  (gew.  waU 
gern),  bag  »erjt.  ttjatdjen:  roUenb  I)tn  unb  f)er  ben^egen. 

SQSatb,  m.,  -eg,  3)?.  2Ba(ber;  8Ser!(.  bag  2i3dlbcf}en,  oberb.  5Ba(brein, 

(a(tf)0^b.  wald,  gj?.  walda;  mittelf).  walt,  @,  waldes,  «0?.  walde;  altfäd^f. 
vald,  nicberb.  SBoolb,  t)oU.  woud;  ongel[.  veald,  engl,  wood;  mittl.  lat. 
gualdus;  —  au6  ber  beutlic^en  SSerwanbtfc^aft  mit  »ilb  läJTt  jtd)  fc^Iie^en 
auf  ein  ju  ®runbe  liegenbeö  »ertoreneö  abtaut.  3».  wildan ,  wald ,  wuldan  f. 
wac^fen,  Icbenefraftig  fein ;  baljcr  gotf).  vulthus,  ^rad^t,  .^crrlic^feit,  u.  mit 
3(bänberung  ber  SBurjel  wald  in  walt  aud):  »alten,  eJematt  u.)  1)  ein 
mit  Säumen  bid)t  bctt)ad)fener  9?aum  non  betrad)tlid)em  Umfange,  grö« 
fcr  alä  ein  ^otj  ob.  ®el)ölj,  »erf(j^.  »on  ^orft,  morin  ber  Slebenbegrijf 
planmäßiger  giu^ung  unb  Semirtfjfc^aftung  liegt  (in  ben  2Balb,  huxä)  einen 
SOSalb  geijen,  fat)ren  2C. ;  fpric^nj.  ben  SQSalb  »or  SSaumen  nid^t  fef)en,  b.  t. 
üor  ber  50Jcngc  hitZl^dk  ob.  Sinjelbinge  bai  ©onje  au6  bem  3fuge  »erlieren; 
Wie  man  in  ben  SDBatb  ruft,  fo  fd^altt  e6  mieber,  b.  i.  wie  bie  groge,  fo  bic 
2(ntmort,  ob.  wie  »ir  2(nberen  begegnen,  fo  be{)anbeln  fie  un6  miebcr);  in  be« 
ftimmterer  SBeb.  alt  u.  obcrb.  ein  mit  SBalbung  bebedfteg  ©cbirge,  Söalb^ 
gebirge  (bat)er  nodj  bie  691.:  ber  5Il)üringer  SBalb,  ©d^marjmolb,  SSöljmer 
SßSalb  IC. ;  im  Oberb.  wirb  SBalb  gem.  nur  al6  691.  bcjlimmter  ©egenben 
gebraucj^t,  außerbem  lieber:  ^olj,  gortl),  inSbef.  ein  5ßalbgebicge,  fofern 
cg  bic  ganbeggrenje  augmac^t,  bat)er  eljem.  uneig.  f.  (SJrenje  (j.  S5.  einen 
für  ben  SBalb  f^affen,  b.  i.  über  bie  ©renje  »ermeifen;  bie  »ier  SBälb,  b.  t. 
bie  ©renjen  naii^  ben  »ier  SBcltgegenben) ;  in  weiterer  S5cb.  aud^  ein  S3aum* 
ffanb  von  geringerem  Umfange ,  eine  SSaumpflan^ung ,  flnnr».  »^ain  {ein 
fiujtmalb,  Sorbermalb  ic;  ein  Ob|l=,  Äirfc^enmcilbd^en  jc.);  2)  gorflw.  alö 
©ammel».  f.  bie  grünen  "ü^e  unb  3tt3eige  an  ben  S3dumen  (j.  S.  SSaume, 
bie  m(ijt  oiel  SBalb  t)aben);  3)  uneig.  eine  bid^te  9J?enge  baumaJjnlidl)  auf* 
ragenber  25inge  (j.  S.  ein  SBalb  »on  ©peeren,  Sanjen,£Ka)len}  „ber  ©d)iffe 
majtcnrci^cr  SBalb");  bic  9K.  5BÄIber  (mie  lat.  silvae)  aud^  f.  eine 
©ammtung  »on  ©djriften ,  Sid)tungen  ic.  ai)nliä)et  2(rt  (poetifd()e  SBal* 
ber,  b.  i.  »ermifd^te  ©ebi^jte;  öltbeutfc^e  SBalber  u.  bgl.);  —  3fe$.  bec 


SBatb  1779 

SBalbarfer,  ein  ^tadjenma^  jur  SJlelTitng  »on  Sßalbunafn  (egt.  3f(fer),  aud^: 
Söatbmorgcn;  bie  9öa(tameife,''gro^e,  in  S3Sa(bern  (cbcnbc  2(metfc ;  bie 
SBalbammcr  ob.  bec  SBalbämmerltng,  f.  e.  w.  eJotbammer;  baö  Sönlt); 
amt,  b.  ^orflamt,  f.  b.;  bef  2ßalbapfe(,  rottbcr  ob.  Jpot^apfct;  bie  5Iöalb* 
lUt,  grofc  W  jum  gdUen  üon  2öa(bbaumcn;  ber  Sßalbbarf),  in  einem 
SBalbc  entfpringenbcr  u.  flicgenber  Sac^ ;  bec  2Ba(bbart,  tanbfd).  f.  Söaffcr' 
»egcric^;  aud^  f.  SBalbbocfgbart;  bec  ^albbauer,  f.  ».  n?.  Jpotjbauer,  f.  b.; 
bcr  SBalbbaum,  im  SBalbc  tradifcnbcr  iBaum,  j.  Uü.gctb=,  ©artcnbaumu.; 
vra(bbebc(ft,  SBw.,  mit  malb  ob.  SBalbung  bebcc!t;  fo  aurf),  bef.  bic^t.: 
watbbe!ranjt,  ^bcwac^fcn,  =  gefrönt,  -um!rän jt  Jc;  bie  2Sa(b^ 
beere,  im  2Ba(be  watj^fenbe  SBeeren,  inäbef.  bie  .t)cibelbeere-,  bet  2Sa(bberei* 
ter,  ein  gorftbcamter ,  welcher  einen  Jlßalb  ju  bereiten  u.  ju  beauffic^tigen 
t)Qt,  f.  ».  m.  -^ciberciter ;  bie  SBalbbeute  (o.  Seute  2.)  in  ber  Sienenjuc^t: 
in  bcn  Stämmen  großer  SBatbbaume  auSgci)auene  SBcuten;  ber  SSalbbetnol)' 
ner;  bie  3ßalbbiene,  in  SBätbern  rcilb  tebenbe  Siencn;  ba$  SBalbbienen* 
fraut,  eine  JJBalbpfian^e  mit  glocfcnförmigcn  Stumen ,  aud):  SBatbmut' 
terfraut,  SBalb  =  ?roeri|Te  (melittis  L.);  ba6  3Ba(bbinqelfraut,  eine  3frt 
beö  IBingclfrautcö,  f.  b.  (mercurialis  perennis  L.);  bie  SBalbblnfe,  eine  in 
feuchten  SDSälbcrn  irac^fcnbc  93in[enart,  au(^:  SSSalbfemfc,  SBatbfrfjitf, 
SBa(bt6d)et  jc.  (scirpus  silvaticus  L.);  bic  SBalbbim,  Ȇbe  S3irn,  Jpolj- 
birn;  bie  Sßalbblume,  in  SBätbern  »ac^fenbe  Stumen;  inSbcf.  f.  baS  S35of)t- 
»erleif)  (f.  b.);  bec  SBalbboc!,  eine  3frt  in  SBatbern  tebenbcr  wilber  93öcfe; 
baö  SBeibd^en  f)eif5t:  bie  2B olbjicge;  ber  2BatbbocE6bart,  ein  ©tauben* 
Qtm'ää)i  mit  fc^öncn  Slumena^ren,  auä) :  SOSalbgeilJbart,  SBalbbartu. 
(spiraea  aruncns  L.) ;  ber  SBalbbranb,  SBranb,  j^eucrgbrunjl:  in  einem  SBalbe; 
ber  SBalbbruber,  iin  at§  ©inficbter  in  einem  SBalbe  lebenber  Äloftcrbruber; 
bie  SBalbbuc^e,  f.  o.  m.  9Jotf)bu^c,  j.  U.  ».  Jg)agcbuc^e;  bie  Sßalbbu^e, 
f.  ü.  \t>.  SOSalbflrafe;  bie  2ßalbbif!el,  lanbfci).  f.  ©tcc^patme;  u.  f.  55Äann§» 
treu;  ber  SBalbboflen,  ber  gemeine  braune  Sojlen,  oud^ :  2Bof)tgcmutf)  (ori- 
ganum  vulgare  L.) ;  bie  3Balbbroffel,  f.  ü.  vo.  SöScinbroffct;  biiö  SBalb*  ob. 
S55albe§bunM,  ba§  Sunfcl  beö  SBalbeS;  ber  SBalbeber,  »ilberSber;  bie 
SBalbeid)e,  im  SBalbe  ttjaci)fcnbe  Sic^c,  ingbcf.  bie  gemeine  (Sommereiche; 
bie  2Balbeinübc,  SBalbeinfamfeit  jc.:  bag  SBalbeifen,  f.  o.  vo.  ?Olaf)feifen, 
fBatbt)ammer ,  f.  b.;  bie  2Balbc(jler,  ber  rotf)föpfige  SfBürgcr;  bie  Sßalb- 
engeltvurj,  eine  2Crt  bcr  engetwurj  (f.  b.),  Mä)  wübc  engclwurj,  SBSiefens 
SD3afTer=engeIn)urj  jc.  (angelica  silvestds  L.);  ber  SBalbeppic^,  f.  e.  ». 
Sp^eu;  bie  Sßalberbbeere,  in  2Bcf(bern  wilb  wacf^fenbe  Srbbccre,  j.  U.  o. 
©artenerbbeerc;  bie  2Balberöe,  eine  2frt  in  SOSatbern  witb  rcadjfcnbcr  (Srüen, 
auä)  SBalbfic^er,  rot^c  SOSalbwirfe  zc.  (orobns  vcmns  L.);  ber  2öa(b* 
cfel,  »ilber  ©fet;  inSbef.  ber  afrifanif^e  SBalbcfcl  ob.  gcilreifte  (Sfc(  (fr.  3e' 
bra);  bie  SBalbeule,  in  SDSdtbern  tcbenbe  (guten,  inSbef.  1)  bk  gemeine 
S^ac^teule:  graue  SBalbeute,  2Ba(b!auj;  2)  iie  ©toctcute;  3)  bie 
fleineSSalbeuIe,  3mergcute;  ber  SBatbfam  ob.  ba^  SBatbfarnfraur, 
in  SBaibern  wac^fenbe^  garnfraut:  bec  2öalbflad^§,  ba§  g(a^S'  ob.  Sein- 
!raut;  bie  S33albfIÖte,  Jpirten«  ob.  «S^aferflÖtc ;  aud)  eine  2£rt  giöten  in 
ben  Orgeln;  bie  SBalbforclIe,  in  SDSalbbci^en  lebenbe  goreUe,  f.  ».  w.  fSaä)' 
forelte;  ber  SBalbfreOel,  ein  wiber  bie  SBatborbnung  begangener  ^reocl;  ber 
SBalbfrewIcr,  wer  einen  folt^en  beget)t;  bie  SBdtbfruc^t,  ?9?.  --früdjte,  im 

112* 


1780  SSarb 

SBalbc  Wftd^fcnbe,  wi'tbc  grüd)te;  ber  SSktbgcirtner ,  ranbfd^.  f.  Äienbo^» 
ter,  f.  b.;  baS  SBalbgeblvge ,  ein  mit  SBalbung  bwad^feneö  ©ebivge:  iai 
SÖalbgetinqe,  ein  ©ebingc  in  S5Jatb=  ob.  gorjlfa(i^en,  b.  i.  eine  83erfanim= 
lung  oon  gorjibeamten  gut  Jfbfi^Iie^ung  »on  Jpoljoerläufen  u. ;  baö  Sßalb- 
geflüget,  in  SBalbem  (ebenbc§  ©cflüget;  ba^  2BalbgeI)ege ,  ein  eingelegter 
SOBalbbejit!;   bec  SBalbgci^bart,  f.  SSalbbodöbovt;   bec  SÖBaltgeifl,  nac^ 
bem  23olfä»2fberglaubcn :  ein  im  ffiBatbe  ttJof)nenbeö  ®cijlern)cfen;  9ta(urf.  eine 
üxt  2fffen  in  SSengalcn,  oucf):  bärtige  SHeerfa^e,  £ött?enfd^n)anj ;  njalbgc^ 
hont,  asn?.,  bid)t.  f.  «jaibbebecft;  bcii  SBalbgeräume  ob.  -geräumte,  f. 
©eräumtc;  n?albgerc(^t,  SSw.,  be6  2Balb=  ob.  gorjiwefcne  funbig,  f.  c  w. 
forftgerec^t  (ogt.  gcredjt);  bie  SBalbgered^ttgfeit,  bog  eigent^um6redjt  über 
einen  SBatb;  bcc  SGBalbgefang ,    ©cfang   ber  2Sa!bo6get;    uneig.  einfacher, 
funjilofei-  ©efang;  bai  2ßalbgcfd)rei,  @e[d;rci,  bef.  Sagbgcf(^rci,  im  SSSalbe; 
bcc  SBalbgefctt,  Säg.  f.  Jpunb;  bie  SBalbglorfe,  gew.  üevli.  baä  3Bdb- 
glöcfd^en  ob.  ^glödlein,    l)  »erfc^iebene  in  SBätbern  «jaci^fcnbe  2frtcn  ber 
©(odenblume;    2)  f.  «Rapunjet;   3)  ber  gelbe  gingert)ut:   gelbe  2iSalb  = 
gloiJc;    4)   SDSalbglöctlein   auc^   f.  bo6  Jpalö=    ob.  3apfen!caut;    b«r 
Sßalbgott,  bie  SBalbgöttinn  ic,  alte  ^aUn.  in  SBälbem  iroljncnbe  Unter* 
gottt)eiten  (alö:  ^iloan,  gaunen  jc);  5«atuif.  eine  "Ktt  2(ffen,  f.  o.  w.  SBalb» 
teufet;    ber  SBalbgraf,   l)  in  5lieberb.  ein  5Öiitglieb  eines  S^albgeiid^rö; 
auc^  ber  ©runböcrr  einer  Jpol^mar!,  f.  ».  w.  «ipoljgraf;  2)  ci)em.  gcv^iffe  @ra« 
fen,  Wilöic  Uc  2fuffi(^t  über  tk  Sagben  in  ben  iralbigen  Siljcingegenben  trot- 
ten, mä)  SBitb;  ob.  «Raugrafen  (f.  b.)  genannt ;  ba^  S5albgra§,  üerfc^iebene 
in  ben  SSÖtbern  wac^fenbe  ©rafer,  inSbef.  1)  ba§  (tac^eiigc  Sticbgraö,  SBufc^- 
graS  (carex  rauricata  L.);  2)  l^aarigeö  Söatbgrae:  btc  l)aartge  SSinfe 
(jiincus  pilosus  L.) ;  3)  ba§  überljrtngenbc  ob.  glatte  ^evlgraS  (melica  nutans 
L,);  ber  SBalbgÜnfcl,  eine  2frt  ©ünfct,  wtiäjc  an  feuchten  u.  f^attigen  Or* 
tcn   »ä(t;jt   (ajuga  reptans  L.);   bei  2ßalbi)ät)er ,   [.  l\  W.   ^oljt)äl)cr;   ber 
SBalbl)al)nenfu^,    ber  giftige  ^oljnenfu^   (rammcalus  sceleratus  L.);   bai 
3Balbl)äl)nlein,   lanbfc^.  f.  1)  bie  tBergflodenblume  (centam-ea  montana  L.); 
2)  bxi  Heine  wei^e  SJBalbnjinb«  ob.  ©tord^blume  (auemone  nemorosa  L.);  3) 
ber  golbgelbe  J^al)nenfu9  (rammculus  audcomus  L,);  ber  SSalbl)ammer,  f. 
ö.  w.  ^ai)i'  ob.  gorjif)ammer ,  f.  b. ;  ber  SBalbl)au,  obcrb.  ber  !eilförmige 
S^cil  am  unteren  (änbe  eine6  mit  ber  2frt  gefällten  aSaumeS;  bie  SBölbi^cinje, 
lanbf4  f.  5E3albbiene  {[.  >f?cinac);  ber  2BaIbl)erb,  im  SÖalbc  crrid^teter  SSo- 
gell)erb,  5.  U.  0.  gelbl)crb;  bec  Södbl^ci^i^)   ^^^  -^c^r,  eigentt)iimcr  eincö 
SßalbeS;  in  9iürnbcrg  el)em.  bicjcnigen  9{att)Sl)erren,  welche  bie  gorpen  bec 
©tabt  bcaufftc^tigtcn;  lanbf^.  f.  ber  9leuntöbter;  bie  2Ba(bl)irfe,  eine  ber 
.^irfe  üt)nli^e  ©raßart ,  eitte  litt  beö  Äul^wcijene  (melampyrum  silvaticum 
L.);  aucö  f.  bie  ^erl-  ob.  ©teint)irfe,  f.  b.;  baö  SBalbl)irfengra6,  eine  in 
Saub^öljern  reac^fenbe  J^irfengraS«2(rt  (milium  effusum  L.) ;  ber  SQBa(bl)Olber 

ob.  ?  I)Otunber ,    f.  ».  W.  Serg «  ob.  Jg>irfcfat)Olunber  (sambucus  racemosa  L.) ; 

ber  2ßalbt)0ntg,  ^onig  »on  SBalbbienen;  ber  SBalbliopf,  lanbfdfe.  f.  SBie* 
bet)opf;  ber  äßalb^opfen,  »ilber  J&opfcn;  baö  2öa(bt)0rn,  ein  meffingeneö, 
gewunbenes  SBlafe^aonttjerfjeug  (ogl.  J^orn),  «iclt^eö  etjcm.  blojj  jur  Sagb 
gebraucht  würbe,  batjerauc^:  3agbl)orn;  aud^  ein  Orgelgug  oon  öfjnli^iem 
Sone-,  Sfiatur!.  eine  3Crt  großer  ©d^niclelfc^netfen;  baö  geflügelte  SBolb« 
^orn,  eine  2(rt  ©c^roubem  ob.  aRonbfddnetfen ;  ber  2Balbt)ornbläfcr  (ob. 


2Ba(b  1781 

mit  fccmbarttgcr  ßnbung:  S{Ba(bf)otnijl),  mt  baß  2Batbf)ovn  blört;  ba9 
9Batb()U^n ,  eine  ©attung  t)ii()ncra()nli^et  tüilber  SJögel  (tetrao  L.) ,  tfjeiie 
mit  bcfiebettcn  Sü^en,  alö:  baö  2i$albl)ut)n  in  engerer  SBeb.,  ba6  2(ucr«, 
a3ir!=,  Jg)afel=  u.  ®(^neef)u|)n;  t()ei(ö  mit  unbeficbertcii  güjjen:  baö  JRebtjutjn 
u,  bie  Sßac^tet;  ba6  «OTänne^cn  (jcift:  beraBa(bt)al)n;  bQ6SQJalbt)üf)n* 
d^cn,  uncig.  f.  bic  SBergflotfcnblume  (centaurea  montanu  L.);  bie  SBölt»- 
^)Ummcl,  eine  "Ktt  Jpummein  mit  f^warjem  Äopfc;  bec  SBa(bl)ütcr,  ein 
untergcorbneter  gorjtbebientet,  ber  bie  2(ufftc^t  über  einen  SBalbbejirf  t/aty 
auc^  gorfl*  ob.  SBalbfncc^t;  bag  SBalbjaud^crt  ob.  ^juc^art  (f.  b.),  oberb. 
ein  gläc^enmap  gur  gSelTung  »on  SBalbungen;  bet  SQSalbfäfcr,  f.  ö.  w. 
J^ivf^fäfer;  bet  SBalbfalf,  im  SBalbc  au6  JRafenfteincn  gebrannter  Äal!; 
bec  Sßalbfauj,  f.  aasatbeufe;  bie  SBatbfic^er,  in  Sffialbetn  »rai^fenbe  »uitbe 
Äic^er  ob.  «piattcrbfe  (lathyms  silvestris  L.);  bie  2BalbEirf(^e,  in  SGSälbern 
rca^fenbe  wilbc  Äicfc^e ,  oud^  :  Jpoljfirf^e ,  93ogcl!irfd)e ,  ^wiefel  -  ob.  Zwi- 
felbccrc  k.  ;  bie  2öalbf(ette,  eine  ijeilfraftige  ^flanje,  aud):  Jperenfraut 
(circaea  L.);  ber  SBalbfnec^t,  f.  SBalbf)üter;  bet  SBalbf noblauc^ ,  eine 
5Crt  »ilben  Änoblauc^ö  (allium  ursinum  L.);  bet  SSalbfnoten,  5äg.  ein  auf 
befonbere  "Ktt  gef^lungener  Änoten  jum  3ufammenfnüpfen  jerriffener  Seinen ; 
bet  2Balbfo()(  f.  r>.  m.  gtlbfol^r;  baö  SBatbfraut,  ^.  ^ftauter,  in  SBüt= 
bcrn  rcac^ftnbc  Kräuter;  ber  SQSalbfümmel,  eine  2Crt  in  sasälbcm  »a^fcnben 
JCümmetö  (thymus  serpillum  L.) ;  bie  2Balblatte,  au6  ganjen  ob.  nur  einmal 
gcfpaltencn  jungen  gi(!^tenftQmmen  bejleljenbc  Satten,  bie  man  fo,  »ie  fie  au§ 
bem  SBatbe  fommcn ,  gcbraui^en  !ann;  bet  SBalblauc^,  ber  na^enförmige 
fiau4,  Serglauc^,  SSerg«  ob.  SBalbswiebcl  (allium  cariuatum  L.) ;  bog 
SBalble^en,  ein  ganj  ob.  tljeilrcieife  in  SBalbung  be(let)enbc6  Sef)en;  bie 
3Balb(erc^e,  f.  ».  xr>.  Saum=  ob.  Jg>eibe(erc^e ;  aud):  bie  !leine  .:&auben(erc^e; 
bie  SBalbleute ,  o.  @.,  im  SBatbe  ttiot)nenbe  Seute;  SSewoljner  Don  SBalb' 
börfern,  b.  i.  im  SBalbgebirge  gelegenen  S>örfern,  baf)er  (anbfc^.  auä)  f. 
SSergle-ute;  bcii  SBalblieb,  ein  im  SBalbe  crtönenbeö,  einfaches,  funfilofc6 
Sieb;  bie  SBalbliüe,  ranbfd).  f.  ©pcctlilic,  @ei$blatt;  bie  SBalblinbe,  ©tein= 
linbe ;  bet  SQ3a(blüd)el,  f.  SBatbbinfe ;  bet  SBalbmangolb,  (ogl.  SOlangorb) 
ba6  SBintergrün ;  bet  SBalbmann,  ein  im  2Balbe  lebenber  «Wann,  bef.  fofern 
er  feinen  Unterf)alt  barauö  jiel)t  («öl.  Sßal bleute,  f.  b.);  ein  mUbiv  SKann, 
gen>.  SÖalbmenf«^;  S35albmänn(^en,  im  93ol!6glauben :  getrifTe  in  ben 
3Bä(bern  n)ot)nenbe  ©eifter;  Säg.  SBalbmann,  G9J.  eineö  mdnnli^en  Setts 
t)unbe«;  bie  SBalbmatf  ob.  ;inar!ung,  f.  ».  n.  J^oljmarf;  bie  Sßalb- 
mafl,  f.  D.  tt).  J^oljmajl;  bie  SBalbmauä,  in  ben  5B3älbem  lebcnbe  SKaufe, 
j.  U.  0.  Selb»  u.  .^au«mauS,  inöbef.  bie  grofe,  gelbbraune  gelbmau«,  audj 
S5aum=,  SB albra tt e  k.;  bie  f leine  ^ofelmauS  ob.  ber  ©iebenfc^läfer;  ber 
2ßalbmeier,  f.  SSalbwe-berid^ ;  bie  SBalbmeife,  Jg>olj«,_3;annenmeife  (f.  b.); 
bet  2Balbmeifler,  1)  in  einigen  ©egenben,  j.  58.  im  Öjterreidj.  ein  »ome^= 
met  gorftbcamter;  2)  »erfc^iebene  ^flanjenarten ,  be|.  ein  ^'•flanjengei'c^led^t 
mit  bei  ben  Slumen  |let)enben  ()aari9en  2)edblä'ttcrn  (asperula  L.) ,  inSbef. 
ber  ac^tblattige  reo^lrie^enbe  SBalbmcijier  mit  gel^ieltem  SBlütl)en|ltaufe  (as- 
perala  odorata  L.),  au^:  »o^lrie^enbeö  SKeiertraut,  SBalbmannlein  ?c.; 
lanbf(!^.  auc^  f.  baä  Sabfrout;  bet  golbene  JBalbmeijltt  f.  ba§  gelbe  JCreuj» 
Eraut;  bie  SBalbmelbe,  gemeine  SOlelbe  (f.  b.);  bet  SBüIbmenfd^ ,  toilber, 
in  SQSälbetn  lebenber  SKenfd^;  aud^  eine  2(tt  men[d^enot)nli(^£t  grofcc  Slffenj 


1782  Sßalb 

bte  2Biilbmietl)e,  ranbfd^.  f.  bec  gßalbjing;  bie  2Bölbmi(be,  eine  3(rt  großer 
ajiilbcn  in  bcn  amerüan.  SBälbein ;  bcc  SBalbmifi,  auö  Caufc,  9^abe(n,  SJloog 
u. ,  welche  5UC  ©treu  gcbitnt  ^abcn,  cntftanbcner  fSiift;  bec  SCBalt>mol;n, 
eine  2ixt  ©aubiftct  (sonchus  cauadensis  L.);  bec  SBaltimorgeu,  ein  KJlocgen 
(2),  afö  glä^cnma^  für  Söälbec;  bü^  SBdbmuttevfvaut,  f.  Sßalbbienen» 
fraut;  bic  SBaltneffcl,  1)  bec  jlinfenbe  3Cnborn  (stachys  silvatica  L.) ;  2) 
gelbe  Sßalbneffel,  f.  ß.  xo.  gelbe  ^anfneffel  (galeopsis  galeobdolon  L.); 
bte  äßalbnu^ung,  5'ai^ung  u.  ©rtrag  eines  SBalbcö;  bec  SBalborf)^,  wiU 
bcv,  in  SBä(bci-n  (ebenbcu  Dd;g,  inöbef.  bev  2(uei-oc^ö,  u.  bec  Sudeloc^S;  bie 
Söalbod^fen^unge,  f.  ».  w.  fc^acfe  Ödjfen^unge  ob.  ^irfc^mangolb ;  bie 
SBalbortnuug,  lanbeS{)ecrli4lc  aSevocbnung  in  SBalbfac^en;  ba^  äBalb:perf), 
gett>ci)nli(^eö,  au6  ^olg  ge[otteneö  ^et^,  j.  U.  o.  a3erg=  u.  Subenpec^;  bec 
äßalbpolei,  f.  ».  w.  asivbeibojl  (clinopodiom  vulgare  L.) ;  bec  Sßalbrabe, 
eine  2(i-t  grojjec  SRabcn  auf  bcn  fc^weijerifd^en  2(lpen,  fdjroeij.  SGBalb- ,  2frp-, 
©tetncapp,  fonft  auc^  (ätnficbicc,  ©c^eUec  ac.  genannt;  bie  Söalbrapunjet, 
eine  "Kxt  icilbcc  3?apunjei  (phyteuma  spicata  L.);  bie  Sßalbratte,  f.  Sßalb» 
maug;  aud)  f.  i>ai  S3cuteUt)iei;  bec  SBalbrauc^,  in  2(meifenf)aufen  gefunbe» 
neö  feineö  Sannen{)acj,  als  3iäu(^erttjer!  ge&raud)t;  bie  SBalbraufe ,  »ilbe 
sRaufe  (sisynibrium  silvesüe  L.);  bte  SSÖaltvcbe ,  1)  ein  @t\d)k6)t  SRanUn 
tceibcnbec-^flanjen  (clematis  L.),  au^  Srennfraut,  Stcbbinbe  ob.  --»vinbc  ge« 
nannt;  2)  lanbfd).  f.  i)i(  ©pediilie,  aixä):  ^albwinbe,  SQSalblilie.u.; 
3)  eine  2Cct  bec  ©fterlujci  (aiistolochia  clematitis  L.);  ba$  2öa(l)ve(i)t,  1) 
hit  ©ere^tfame  bcS  eigentl)iimccö  eines  SBalbcS;  2)  bie  @efamnitl)eit  bec 
©efe^c  unb  Sßecotbnungen  in  SBolbfaei^cn;  waltrcd^tcn,  untcb.  jiel.  3»., 
^tmmccl.  einen  ©tanim  Süu^olj  im  SOSalbe  aus  bcm  ©toben  befjauen;  tralb* 
vcid^,  Sw. ,  cci^  an  SSalbung  (eine  walbcci^e  ©egenb);  bec  SBalbreiter, 
f.  0.  m.  SBalbbeceittc;  bie  Sßalbvinbe,  lanbfc^.  f.  ipectenEirfd^c;  bas  Söalb« 
rol^V,  f.  ü.  ttj.  aSalbbinfe;  brtö  SBalbrÖöC^cn,  ik  loci^e  Sßinbblume  (ane- 
mone  nemorosa  L.);  bie  $H5albrotl)e,  in  SBälbcm  TOad^fenbe  fc^lec^tejle  2Cct 
bec  gärberbtljc;  bag.SBalbrüt()leiii,  lanbf^.  f.  !Ron;!et)t(^en;  bie  Söalb? 
tübe,  f.  «Saubcob ;  bec  SÖalbrücfen,  »albigcc  SScrgcüsJen ;  bte  Iffialbriit^e, 
SCriefScutl)e  juc  SßccmefTung  bec  SBälbec;  bie  SBalDfad^e,  M.  2ißalbfart)en, 
ben  SBalb  ob.  bk  Sßälbcc  betreffenbe  ©adjcn  ob.  2(ngetegen^eiten ;  bec  SBalb* 
fatüt  ob.  fiatt'id},  f.  x>.  w.  SJlaucclatti^ ;  bec  2ßalbfc^aben ,  einem  SBalbc 
gugefiigtec  (Schaben;  bec  Söalbfct)atfft ,  oflceid^.  ein  untec  bem  SBalbnietftec 
jteljenber  goijtbebientec;  bie  2öalbfd)elle ,  lanbfd^.  f.  gelbec  u.  pucpiiccot^ec 
gingcvl)ut;  bie  2BQlbfd)lange,  in  SBölbecn  (ebenbc  ©d^langcn ;  inSbcf.  ein« 
"Kxt  ©d^langcn  in  ©ibicien;  ba^  SSalbfd^Iofö ,  ein  in  ob.  an  einem  SSJalbe 
liegenbeS  ©d^lofö;  bec  SBalbfd^mergel ,  lanbfc^.  f.  golbgelbcc  ^al)nenfuf ; 
bie  SBalbfd^necfe,  nadtc  fc^wacje  ßcbfc^nectc;  bie  2Balbfrf)nepfc,  gemeine 
©(^ncpfc,  auä):  ^olj=,  SSecgt^incpfe  2C.;  bec  2Balbfrf)ritt,  ein  gewöljnlid^ec 
©djvitt  oon  2'V  guß ,  fofecn  man  SBalbec  unb  Sagblangen  bomit  auSmifft ; 
bec  S[ßalbfd)wamm,  in  SBa'lbern  wad^fenbe  ©diwämme;  ba^  SBalbfd>n)ein, 
xvilbii-  ©dlirein;  bai  SB^tlbfcil,  lanbfd^.  j.  58.  in  SSöljmen:  ein  Cängenma^ 
j)on  42  @Ucn  jur  2CuSmeffung  bec  SÖdlbec  (ogt.  Sanbftil);  bte  SBalbfemfe, 
f.  Sßalbbinfe ;  bec  2öalbfpavgc(,  »iibec  ob.  SBiefenfpacgcl;  bec  Söalbfpev? 
ling,  eine  2(ct  in  SBälbecn  lebenbec  ©pcclinge,  aud^:  Saumfpetling ,  gelb* 
bfeb,  j.  U.  ü.  bem  .i&auS*  ob.  Äocnfpecling ;  bec  SSalbfleln,  ©cenjftein  in 


SBalc  1783 

einem  SBatbe;  bie  SBalbflrafe,  ©träfe  für  SBalbfreocl;  bie  SBatbflreu,  in 
abgefallenem  Caube  k.  bejlc{)enbe  ©treu  (f.  b.) ;  hai  SBatbjlrol),  lanbf^.  f. 
SabEraut;  ber  S!Ba(t)|!roin,  in  ob.  aus  einem  ©ebirgSJoalbc  fiie^enbcr  ©trom; 
bie  SBalbtQUbe,  ȟbe  Saube,  .^oijtaube,  f.  b. ;  bie  2Ba[btcnne,  ein  in 
einem  SBalbe  angelegter  23ogell)erb;  bet  SBalbteufel,  eine  3ict  2lffen  in  ©üb» 
amerüa,  auä)  SBalbgott  genannt;  auc^  eine  "Kit  ©d)mctterlinge;  in  SSerlin 
ein  um  3Bcil;nac^ten  üblic^cö  Äinberfpictjeug,  be(lcl)enb  In  einer  l)oi)Un  Sßalje 
t»on  bünner  ^appe,  »cld)e  an  einer  ©c^nur  ob.  einem  ^fcrbeljaare  umge- 
fc^irungen  einen  bumpf  f(^narrenben  Son  l)erüorbringt;  bai  äßalbtt)al,  waU 
bigeö  Srijal,  Sljal  in  einem  SBalbgebirge;  bag  Sß3albt()ter ,  im  SBalbe  leben» 
beö,  rcitbeö  Xljier;  oberb.  in  engerer  S3eb.  eine  "iltt  groper  bunBelbrauner 
©emfen  im  unteren  SBalbgebirge,  oerfc^.  ©rattljicr;  tralbumfränjt,  SBn)., 
f.  »albbebecft;  baö  SBalbüellc^en ,  eine  2Crt  in  SSJälbern  wac^fenber  SQJinb' 
Humen  (anemone  ranunculoides  L.) ;  bec  2Ba(büogeI,  alle  in  SQJalbern  Ic* 
benben  SSögel  (el)cm.  bef.  oerEl.  SBalbo  ögelein);  bie  SBalbwan^e,  eine 
2(rt  längli^er  SQBanjcn  in  ben  SIBdlbern;  walbwart^,  3lm.,  m6)  bem  SDBalbe 
ju;  i>ai  SBalblvalJer ,  ün  in  einem  SGBalbe  befinblic^es  u.  bef.  barauö  l)er« 
öorfommenbeö  SBaffer;  ber  SBalbnjeg,  ein  buxd)  einen  SBalb  füljrenber  SBeg; 
awö)  f.  0.  w.  ^otjweg;  bec  SBalbweijen,  blauer  Äul)>t>eiien,  Dd^fenblume 
(melampyrum  uemorosum  L.) ;  bie  SBalbwicfe,  oerfc^iebene  SDBiden»  3(rten, 
iaSbef.  bie  wilbe  SDSicte  (vicia  silvatica  L.);  grope  SBalbnjicte:  bie  3(iun« 
ttjtcte;  grope  blaue  2!3albtt?i(Ie:  bk  SSogetnjicfe;  bie  SBalbiriefe ,  im 
Sßalbe  licgenbe  2Siefe;  baö  SBalbwicfcI,  tai  grett  ob.  grett^en  (f.  b.);  bie 
S[B(Ji(brciinbe ,  gemeine  ob.  3aunn)inbe;  lanbfc^.  auc^  f.  ©pecflilie;  .^ecfenfir* 
fd^e;  SßatTcrl)olunber ;  bie  SBalbwirtl)f(^aft,  25cnjirt§[(^aftung,  jmedmäfjige 
Slufeung  ber  JGSälber;  t>ai  2Balbäei(^en ,  ba§  mit  bem  SBalb^ammer  an  ben 
ju  fällenben  Säumen  gemad^te  ^ci^en;  bec  SBalbjeiftg  ob.  gem.  ber£l.  baö 
2Balbjei6d^cn,  f.  o.  ro.  ®olbl}äl)ncöen;  bie  SBalbjicge,  eine  litt  roilber 
3iegen,  »gl.  SBalbbocE;  bec  SßSalbjinö,  3inö  für  bie  Siu^ung  cineö  SBalbcl, 
gorjtiinö;  bie  SBalbjiriebel,  f.  o.  xo.  ber  SBalblaucl) ;  —  2£bleit.  a^albii^t, 
asn?.,  einem  2öa(be  a{)n[id};  tvalbig,  Sn?.,  mit  Söalb  betradjfen ,  2Salb 
ob.  SiSdUec  enti)altenb  (eine  »albige  ©cgenb,  ein  »albigeö  Canb);  SBal* 
bine,  ix). ,  Säg.  Q^.  cineg  weiblichen  ßeit^unbeeJ,  ogl.  asalbmann;  bec 
SBalbner  ob.  SBälbner,  -S,  SBalbbeivobner,  bef.  S3creü{)nec  eineg  SBalb- 
Öebtrgeö  (oberb.  auc^rSBälber,  SBälbler);  lanbf^.  f.  3öalbfnec{)t,  v^ei= 
beiaufec  (mittell).  waldenaere,  weidner);  bie  SBalbung,  9J?. -en,  ein  be= 
trad)tlid)er  mit  $Balb  bewac^fenec  9vaum,  ob.  »aö  auf  einem  IBejicfe  an 
SBalbbäumen  »äc^fl,  met)r  ©toffnamen  o^ne  bc(limmte  SBegrenjung,  »ät)rcnb 
SBalb  einen  begrenjten  SScjir!  anjeigt  (bicö  @ut  ^at  f(j^öne  SBalbung;  er  be* 
fi^t  uiele  SBalbung  ob.  SBalbungen). 

SQSale  ob.  SBaljle,  m.,  -n,  3)?.  -n  ,  olt  u.  lanbfd^.  (alt^oc^b.  walah, 
mittell).  walch,  ®,  walhes;  angelf.  vealh,  über^.  f.  grember,  2(uSlänber; 
oberb.  ber  SBald^,  2Balt),  2Bal,  SBalt,  ®.  baö  SBal^en,  SBalen  k.;  —  baö 
ölte  wal,  walah  fd^eint  urfpr.  =  Gäle  (Seite),  Gallus;  bann  »urbe  eö  Se« 
nennung  ber  SRömer  u.  romanifirten  SJölfer,  u.  enblid)  bejei(^net  tö  Siiii^tbcut« 
fd^e,  grembe  über().;  »gl.  i>ai  celtifc&e  Wales  in  ©nglanb,  bie  roman.  2Bals 
Ionen,  2S aalen  in  ben  SRieberlanben,  u.  S[Bala(^cn  an  ber  iDonau)  f. 
i^tfmbling,  3(uölanbec,  ber  nidjt  beutf(^  fpj;Jc^t;  bef.  wec  ju  einem  coma- 


1784  »alen  —  walten 

nifc^en  95o[f«  gel^ort,  ^ranjofe,  Stafiä'ner  jc.  (bo{)ec  »a't-  ob.  wall-  in 
einigen  3fc^.  f.  frcmb,  auetänbifd),  j.  S5.  bie  aßaübirfe,  eine  auölä'nbif^c 
aStrIenavt;  bic  SBallnufö,  f.  u.);  tralen  1.,  3>o-,  fc^weij.  f,  eine  imbe; 
kannte  ©pradbe  fprerf)en,  imt)er|l-dnbüd)  reben;  wälfd)  ob.  welfc^,  S3». 

(aUf)OC^b.  wulaliisc;  mittclf).  welhisch,  welsch,  wälsch,  rümantf^,  franjöftf^  2C.) 
lanbfd;.  übcrf).  f.  frenib,  ciuöfanbifd)  (ba{)cr:  ein  wci([(^cr  J&af)n  f.  Svut-- 
l)a^n,  ^utcc),  insbcf.  fremb  ob.  unt»erf!anb(id)  rebenb  (bciJjcr:  fauber* 
tt)äl[c^,  rot{)tt>älj'c^,  f.  b.);  in  beitimmtei'ci-  Scb.  ef)em.  f.  franjofifd) 
(5.  95.  bie  n?ä'(f(^e  ®(^weij;  baS  irä'lfdje  ^(anbei'n;  mtttetf).  daz  welsche  lant 
f.  granfceid);  ein  SödUd^er  ob.  ein  SBälfd^,  oberb.  f.  grctnjofc):  jc^t 
gctt).  f.  ttalianifd)  ob.  italifd)  (wärfd^  veben;  ber,  bie  SBälfc^e.  ein  SBat  = 
fd^ei-  jc.  f.  Staliciner),  baf)cr:  bie  lt)a(fd)e  5Jiufg  ob.  SBaUmtß  (r.  2BqI= 
nufö,  Don  wal,  SOSale;  norb.  val-hnut,  angelf.  val-huuta,  engl,  walnut) 
iie.  gcuc^t  bcS  SBallnufSbaumeö,  eine  "Ktt  gro|5ec,  auglänbifc^ec  StiiJTe, 
bie  >üa{)r[(^.  auö  Italien  ju  unö  üerpftanjt  ftnb;  »cilfdöeö  Äorn,  b.  t.  tut' 
üf^er  SDScijen  ob.  ^Tlaii;  n?Qlfd)e6  ®i'ag>  SSanb^  ob.  Su^ariengrag;  wät- 
f^cö  Ätaut  ob.  aSälfd^fraiit,  ber  lüei^e  SBirfing;  SBälfd^lanb,  f.,  -g 
(attb.  Waihen,  Walhenlant) ,  691.  f.  Stauen ;  njcilfd^en,  3if . ,  obcrb.  u. 
fc^weij.  f.  in  frembet  @pra(f)e,  bef.  3ti«fi«tttfd)  ob.  i^mnjöftfd)  reben;  aud^ 
in  ber  eigenen  <Sprad)e  unt)erf!anb(id)  reben  (vgl.  laitbcrnjälfc^en). 

waten  2.,  giel.  U.  riicfj.  3«).  (mittel^,  waln;  Sßur^et:  wal;  MI),  wellan, 
wal,  wollau,  lat.  volvere ,  gr.  fUsir) ,  fd^ttjab.  u.  fc^iüetg.  f.  tvdfjen ,  fid) 
wallen;  bie  SBal?  ob.  S[BaÜbred)e,  lanbfd^.  f.  eine  SBalje  jum  3crbrüäen 
ber  @cb!löpe  auf  bcm  2CcJer;  bie  SBaUwurj,  lanbfd^.  f.  ©^warjiüurj  ob. 
SSeinwell. 

Walgen,  3».  alt  U.  lanbfd^.  (aU{)Od^b.  walag<jn,  walgon,  mittelf).  walgen; 
ogl.  Walen,  wallen,  wald^en,  watfcn,  wä'ljen  :c.)  1)  jielloS  m.  f)aben  f. 
fid)  trdljen,  rollen,  fii^  i)m  unb  f)er  bewegen;  nitbcrb.  unp.  mir  wciU 
get,  f.  id)  empftnbe  {)efti3en  (5fel,  D'Jeigung  jum  (5rbred)en ,  mir  trirb 
übel  (bal)cc:  walgfjaft  ob.  tt)a(gid)t  f.  eEelf)aft,  Sfel  etrcgcnb:  @fet  em» 
pfinbcnb);  2)  jicl.,  aud)  wdigen  (ob.  beigen),  iralgern,  tväl.qern  (wet- 
gcln),  oberb.  f.  ival^en,  rollen,  fd)teben;  bcf.  einen  weidicn  ©(off  mit  ben 
Jpönbcn  l)in=  u.  {)cr  roUen  (bcn  Seig— );  ber  Sßalger  ob.  SBälger  (SBel» 
ger),  -S,  1)  tvcr  etwai  rodigt  ob.  rodlgert;  2)  ein  SBerf^eug  jum  ?Bdl; 
gen,  Söellfjolj,  ^Bal^e,  OtoUe,  bef.  Äüdl}.  ein  waljcnförmigcg  Jgjolj  juni  2Bcil= 
gen  bcö  Seigeö,  aud^:  baS  585 älgert)ol j;  3)  roag  gen)v\'lgt  ifl:  mit  bcn 
jg)dnben  gerollte  @tucfd)en  Sleig  jum  ©topfen  ber  ©ä'nfe;  4)  oberb.  aud^ 
t'^i  einmalige  ^Cufroallen  einer  Eo^enbm  glüfftg!eit. 

lUalfen,  jiel.  ^m.  (altfjod^b.  walchan,  mittcll).  walken,  ablaut.  wielc,  ge- 
walken;  jcfjt  fc^wad^  biegenb :  walfte,  gcwaüt;  angelf.  vealcan,  norb.  relkia, 
fc^web.  valka;  obccb.  aud^  wald^en,  f.  b.  u.  ogt.  walgen,  walen  u.)  urfpr. 
rodljen,  fd)rocnfen  u.  überf).  bin  unb  l)ex  bewegen  (bal)cr  c^cm.  aud^  f.  ge= 
t)en,  ogl.  ba6  engl,  walk);  je^t  inßbef.  einen  biegfamen  .Körper  in  frei^; 
förmige  ^Bewegung  fe^enb  jitofcn,  fd)lagen,  |lampfen  ob.  treten,  bcf.  um 
{{)n  babuvd^  ju  bearbeiten,  iljm  tk  n8tf)ige  2Mdl)t{g!cit  ju  geben  ob.  if)n  ju 
ßerflljen  (bet  Suc^mad^er  walft  bie  Suc^e,  ber  ©trumpfwirfcr  Die  wollenen 
©trumpfe,  ber  ^utmad^er  ben  gilj,  ber  Äürfc^nev  bie  gelle  zc;  gewalBte 
©trumpfe  JC ;  »gl.  bog  ital.  gualcire,  jer?ntttern,  jerbrücfen);  uneig.  gem.  f. 


SSSatt  1785 

bcffe  fd)!a3en,  pviigeln,  burc{)b(auen  (einen  walfcn,  buc(!^walf cn) ;  cfjcm. 
üüäi  f.  tapfer  brctn  fc^la^en,  ferf)ten ,  fampfcn,  ringen  (mit  einem  — ); 
bie  SÖalfc,  g)^  -n,  1)  baii  5öa(fen,  bic  SScarbcitung  burd)  3üalfen 
(SBoUcnjeug  in  bie  2Ba(!e  ijcben;  in  bcr  SBalfe  üctborbencs  Zu6);  einem  3fii9e 
jwei  SßalEcn  geben;  gem.  einen  in  bie  SBalEe  nel)mcn  f.  ii)n  bevb  prügeln); 
2)  bie  ^{nflalt  jum  ^üßalfen,  2öaltmü(}(c  (oberb.  bie  Sßal!  ob.  SBalct))-,  bct 
Söalfcr,  -ö,  50?.  w.  6.  (altb.  walkarl,  angelf.  veuicere;  engl.  Walker)  tver 
walft,  ein  >:^anbiverfer,  weldier  bag  3Ba(fcn  (j.  S.  beö  3:uc^eö)  t)errid)tet 
(tat.  fnUo);  uneig.  lanbfct).  f.  bie  «Sdjleie;  ber  9}Zü(Ierfafer;  —  3fe§.  o. 
»atfen:  bic  Söaffarbcit,  bic  2(rbcit  beö  3Bal!cnö;  bic  ju  »alBenben  ob. 
gewalften  ©toffe;  bie  SBalferte,  eine  "Ktt  feinen  SJ)one6,  beffen  man  ftc^ 
jum  ;Kal!en  beö  5Iud)c6  bebient,  aud^  :  ©eifen=,  SBafe^erbe  k.  ;  bii^  2Balf* 
t)aar  ob.  bie  2öa(fl)aarc,  bic  beim  2Ba(!en  beg  Siii^eö  3C.  abfaUeubenJpaavc; 
bec  2ßalf()ammcr,  bic  ©tampfc  in  eincr2öal!mut)lc;  ber  2Ba(ffeffe(,  ^utm. 
ein  ÄeiTel,  in  iv>elcf)em  ber  ju  ioalfenbc  ^ilj  eingeroeidjt  wirb;  bie  SQSalf? 
müt)le,  ein  9Rüf)ltrcrf,  in  welchem  3eugc,  Strümpfe  ic.  burc^  barauf  faUenbe 
©tampfe»  getralft  »erben;  ber  äßalfmüdcr,  SBefi^cr  einer  2Bal!müf)le;  ber 
S33altrafd),  eine  2Crt  diaiä)  (f.  b.),  treldjer  gcwalEt  rrirb;  bie  SBalfvippe, 
beim  SBalfcn  entjtanbcne  fetjler^aftc  galten;  ber  ^alfjlodf ,  in  ben  2BalE= 
mußten  bic  ftarfen  «ipcljcr,  jitifc^en  n)elc{)cn  bic  2ßal!f;ammer  auf  unb  ab  gc? 
t)cn;  bie  SBalftafel,  .:^utm.  bitSafet,  auf  n?eld)er  ber  gilj  geroatft  rcirb ; 
ber  Sßalftrog,  ber  ()ö(jcrne  Srog,  in  )vcld;em  bic  3eugc  in  ber  SBalfmü()le 
gewalEt  werben;  —  3fe^.  o.  SBaÜer:  bie  Söalteverbe  ob.  ber  fiSalhx- 
tbon,  f.  n.  w.  SBalferbc,  f.  o.;  bie  Sßalfcrbiftcl,  SBeber;  ob.  Äarbcnbiftel 
(f.  b.);  ber  3Ba(ferrorf)c,  f.  ».  «?.  (Stac^elrod^e. 

^Ciü  1.  m.,  f.  unter  wallen  1. 

SBall  2.  m.,  -eo,  9)f.  SSalle,  (gott).  vaddjus;  altfäc^f.  u.  mittel^),  wal, 
(S).  Walles;  angclf.  vall ,  engl,  wall,  =  lat.  Valium,  üon  weld)cm  eö  iebo(^ 
nic^t  cnttel)nt,  fonbern  bamit  urucnDanbt  fc^cint;  bit  2(bleitung  oon  ber  2iBur= 
jel  wal,  wellaii,  matten,  wölben,  ocrbietct  bag  o^i^t^.  raddjus),  1)  übcrt).  eine 
(5rf)öf)ung,  ein  Raufen,  tnöbcf.  ein  (5rb{)ai!fen,  (5rb-2(uftrurf,  jtnno. 
2)amm;  baf)cr  ntcbcrb.  ein  in  bic  8ängc  aufgefegter  S^crf^aufen:  audj  f. 
bie  ©eef'üfte,  hai  er^öfjcte  Ufer  (»gl.  leger  235alt  unter  leg;  SSSaltan* 
f  er  IC.);  2)  gew.  eine  Hinftlid)  gemadite  re^clmd^ige  ©rb^Sroö^ung  um 
einen  £)rt  ju  beffen  @d)u|  ob.  SScfcjligung  (einen  SBaU  aufwerfen;  eine  ge= 
flung  ifl  mit  2BaUen  unb  ©raben  umgeben;  bic  SSä'Uc  abtragen  ic);  3)  lanbf^. 
f.  eine  ^cii)i  t)on  80  ©tücf  (oon  ber  urfpr.  S3eb.  „ein  Raufen";  j.  SB.  ein 
fBM  6icr,  Jpäringc  jc;  in  ber  9)1.  unocrä'nbert:  jefjn  SBall  ic);  —  3fe^. 
ber  SBaUanfer,  ©d^iff.  ber  2tnfer,  weld)er  an  ber  SBalt=  ob.  ?anbfette  ausge- 
worfen wirb,  entg.  ©ecanfer;  bie  SlBatlarbeit,  2Crbctt  an  einem  (Srbwalle, 
©c^anjarbeit ;  bic  SBaUbanf ,  @rbcrl)öf)ung  an  ber  inneren  ©cite  eineö  gc 
jlungöwalleg,  2B  allauf  tritt,  als  ©tanbort  für  bie  »ertljeibigenbe  SKanns 
f^aft  (fr.  Sanquette);  ber  SBallbrud^,  Surc^brud^  bur^  einen  2BaU  (fr. 
Sre(^c  ob.  a5ref(^c);  ber  SBallgang,  ber  innere  @ang  auf  einem  SBatle,  gwi= 
fc^en  ber  SSrujlweljr  unb  ber  inneren  S3öfd)ung;  bie  SBaüfai^e,  ein  IjofjeS 
SBer!  auf 'bcm  93olIwer!e  ob.  J^auptwalle  einer  Sejtung  (f.  Äa|e  5.);  ber 
SBallfcIIcr,  bombenfejlc  gewölbte  üeller  unter  einem  gcjiungewalle  (fr.  Safc:; 
matte);  bie  2BalIfugc(,  ^fpr.  eifetne  Äugeln  mit  einer  ©pifie,  wa^rfd).  juc 


1786  SBatl  —  SBaUac^ 

Sefd^icfung  ber  SBaUe;  bc^^  SBaÜfc^cit,  ein  ©d^ctt,  b.  {.  eine  Satte,  nad^ 
njeld^ei-  bie  SSöf^ung  eineß  SDSaUcö  auf9efüf)ct  toirb ;  bec  ob.  baS  2BQÜfrf)t(b, 
ein  Sfujjenwev!,  eine  SBorfd^ange  einer  gcftung  (fc.  Staoclin);  bct  SBaU[rf)(äs 
gel,  ein  »ierediigcg  SSrctt  mit  fc^icf  ftcf)enbem  ©tiele  jum  gejlfdölagen  bcr  erbe 
gu  einem  SSattc;  ber  SBaüfcl^cr,  ein  2trbciter,  welcher  bie  ©rbc  ju  einem 
aSaUe  fcpltampft;  ber  SBall^rinb,  ©^iff.  ein  com  SßSalle,  b.  t.  »on  bcr  Äiijle 
i^er  fommcnbcr  SGßinb ,  ßanbminb;- — waljrfd).  geprcn  (jieijcr  auä)  folgenbe 
^flanjennamcn,  jvcit  bicfc  ^flcngcn  ocrjügli(^  auf  (grbwäUcn ,  Gammen,  er» 
t)öf)ctcn  SBSegen  wad^fen:  bie  SBallbijIel,  f.  ».  ».  ©ternbijiel;  ber  SBaüfa« 
mcn,  eine  2(rt  bcr  3?au!c  ob.  SßaJTcrJccffe,  auä):  Sefenfraut,  SBegcfcnf  (si- 
symbriura  sophia  L.) ;  i)a$  SBaUjlrol) ,  f.  0.  w.  TOci^cg  CabErout,  u.  toa^tii 
Sabfraut,  au(^ :  SQSegejirot). 

SBqU  3.  ob.  r.  SBal,  m.,  -eö,  9)?.  -e,  üöUig  olt.  (altb.  wal,  ®.  «ales; 
norb.  u.  angelf.  hval,  engt,  whale;  »gl.  9?ariüaU,  2Bel§,  u.  b.  lat.  balae- 
na,  Qx.  (fii^v,  (fc'diitva),  je^t:  ber  SBaüftfrf) ,  ein  [ef)r  grope6,  fitfdE)ä'f)ns 
licfje^,  aber  tvatmblütigeö  5öaUettf)ter ,  t>aä  gröpte  oUce  ©ä'ugetfjiere,  t>or= 
ne^mlidö  in  bcn  norbifc^cn  SJlccren  Icbcnb;  inöbef.  ber  gemeine  ob.  grönld'n;: 
btfd)e  5BaUftfd);  anberc  "iiitm  finb:  ber  Sfiorbfaper  u.  ber  ginnfifd)  (f.  b.); 
bie  SÖBaüftfc^aJTel,  eine  litt  auf  ben  SBaÜfifd^cn  gefunbcner  SOBafTeraffeln ;  bie 
2BaIIftf(i)barte,  f.  SSartc;  baö  SöaÜftfc&betn ,  gew.  bloß:  gifdjbcin,  f.  b.; 
ber  2BaÜftfd)fa{)rer,  auf  bcn  SSaUfiftifang  auötaufcnbc  ©d^ifft,  gen?.  @i-ön= 
lanbgfa{)rcr;  ber  SBallfifc^fang ;  ber  SßaUfifd^fänger;  ber  2Baüfifrf)fra0, 
!(einc  ©eetljiere,  »üctd^e  ber  SÖallfifC^  maJTeniüeife  cerf^lingt;  bie  SBaUfifct)^ 
lauö,  eine  "Ktt  Äreböfptnnen ,  bU  auf  bcn  SSSaUfifd^en  leben;  au^  eine  3Crt 
Ääfcrmufd^eln;  u.  f.  S03aUfit'd)afTcl;  bie  SGBallflfc^Iien ,  eine  beim  SDBaUfif^* 
fange  gebraud^tc  ftarEc  u.  lange  Sien  (f.  b.);  bie  2ßaUftfd):pocf e ,  eine  2irt 
fKcereic^etn,  ik  \iä)  auf  ben  2BaUfi[d^cn  aufl)altcn;  ber  SBaUfifd)fpe(f, 
fti)xan  2C. ;  ber  SBaUfifd^töbter,  S3u^fopf  ob.  Siorbfapci-  (rccil  er  mit  an« 
bcrn  aBaUfifcf)artcn  im  Kampfe  lebt) ;  —  ber  3BaU{)unb,  f.  o.  n>.  SOicnfd^en- 
t)ai;  ber  S!Baürat(),  -g,  (lanbfc^.  au^  3Baltra{)m;  ((^web.  wallraf)  ein 
ttJcipcS  gctt,  rccldieö  angeblid^  auf  bem  9)lccre  fc^wimmcnb  gefunbcn  u.  für 
ßcrfd^üttcten  SBaUfi[ci)[amcn  (baljcr  tat.  sperma  ceti)  gel)alten  würbe ,  in  bct 
2L^at  aber  auö  bcrn  Äopfe  bc6  ^pottfifd^eS,  beffen  ©eljirn  mit  biefem  gett  um« 
geben  ijl,  gewonnen  u.  tl)cilö  in  ber  «ipeilEunbe,  tl)eil6  ju  ßid^ten  gebraucht 
wirb;  baljcr:  hai  2BaUrat()Itd)t;  baS  3ßallrat{}pfla|i£r;  bie  SBaürat^^ 
tonne  K.;  hai  SBaürofö  (niebcrb.  SBalrofö;  fd)werlidö  »on  SB  all  f. 
Äüfte,  wie  3inbere  wollen),  ein  ©cfd^le^t  uon  ©auget()ieren,  bcfTcn  .^intcr* 
beine  mit  bem  ©cfewanje  ocrwad^fcn  finb,  in  bcr  ©ce  Icbenb,  aber  aud^  ()aufig 
önö  Canb  fommcnb,  aud^  ©ee*  ob.  93?eerpfcrb  genannt;  ber  2BalIrofgjal)n, 
bie  jwei  gup  langen,  wdt  fjcrüorragenben  oberen  Sctjafjnc  bcS  SBallroffeö,  ju 
feinen  Äunjlarbeiten  gebraust;  —  ber  Sßaller,  -ö,  9Ä.  IP.  (5.,  ob.  SBal* 
Icrfifc^  (lanbf^.  aud)  äö  eller;  »gl.  baö  altb.  walira,  walre,  waler  neben 
wal  f.  balaena)  obcrb.  eine  "üxt  grofcr  ^ifdje  in  ben  ©cen  u.  ©tromen,  bec 
3Bel6,  <3d)eibe  (©d^aiben);  bat)cr  »iellcii^t :  bcr  2Ballerfee,  al6  691. 
eineö  ©ec6  im  ©aljburg.  u.  in  SBaiern. 

S53aüad)  1.  ob.  gew.  2ßaIIad)e,  m.,  -en,  M.  -m-,  mm.  bie  SGBal* 
lad^inn,  CO?,  -en,  (r.  SBalac^en,  audtj  SB  lachen  genannt;  Don  bem  altb. 
walah,  walch,  grember ,  2(uglänbcr,  bef.  SRomanc;  f.  SBale)  35ülf6namen 


SBairanfcr  ~  waUen  1787 

«neg  au8  t)crfd)iebenen  «Stammen  gcmifd)ten  SJolfeö ,  »ocIc^cö  bae  \!anb 
jwifc^cn  bc»;  J)onau,  bev  9)iolbau  unb  ©iebcnbiicgcn  bctt>of)nt  u.  eine  (uon  \i)m 
felbfl  Siumanifc^  genannte)  romanifd^c  SKunbart  rebct;  bie  2BaUad)ei, 
ba^  ßanb  bec  2BaUad)en ,  eine  mittelbare  (unter  einem  ^oöpobar  ftef)enbe) 
Sonbf^aft  bc6  tüc£ifd}en  S?cic^eö ;  Vüaüac^ifd),  SBm.,  ben  2iJaUac{)cn  eigen 
ob.  angeljörenb  (j.  SB.  bie  n)aUa4)ifd^c  (Sprache);  au6  bec  5ßallad)ei  flam; 
menb;  —  Sßallad)  2.  m.,  -6,  SO?,  -e,  ein  V)erfd)nittenec  -^engfl  (fo  ge- 
nonnt,  jpeil  btc  ©cbrau^,  bie  ^cng|le  in  uerfd^ncibcn ,  au6  bet  5Bal lachet 
unb  Ungarn  ftammen  [oU;  bat)cc  franj.  liongrc,  tat.  equiis  huuaiscus);  njaU 
la^en,  jicl.  3«.,  jum  SßaUac^  madjen,  einen  -^engjl:  vetfd)neiben,  ani): 
legen,  reifen,  nicbcrb.  runen  ob.  runfen;  ber  Sßaüac^er,  -6,  ^ferbeoer? 
fdjneiber. 

SBatlanBer,  :=  arbeit,  ;banf,  -brud),  *bi(lc(,  f.  unter  asaU  2;  — 
SBaUbirfe,  f.  unter  2Bate;  —  SBalibreie,  f.  unter  waten;  —  SBaUbru- 
tcr,  f.  unter  füllen  2. 

»Valien  1.  jiellof.  ^w.  m.  ()aben,  (a(ti)oc^b.  wallan,  abia\it.  wial,  giwal- 
lau;  mittclf).  wallen,  wiel;  jc^t  [(^»»ad^  bitgcnb:  rcaUte,  gewallt;  altfad^f. 
wallau;  angelf.  veallan,  vellan,  norb.  vella;  oon  ber  SSSurgel  wal,  »»ol)er  baö 
altb.  wellan,  wal  ic.  f.  tüölben,  wdljen;  »gl.  SBellc,  quellen,  fc^rceUen,  u.  baö 
lat,  bullire)  ixbtxi).  ftd)  ivelienförmig  ergeben  ob.  bemegen,  1)  cig.  üon 
glüffigfeiten,  finno.  wogen  (ha^  SOZecr  wallet;  bie  waUcnbe  glutl)), 
tnöbcf.  con  ficbenben  ob.  galjrenben,  finno.  aufbraufen  (bag  !ocfeenbc 
SÜBaJTer  wallt  in  bem  Sopfe;  i>a^  SBlut  waltt,  b.  t.  iti)i^t  ftd^  unb  gerÄtl)  in 
l)eftigeve  a?ewcgung);  bal)er  uneig.  oon  ©mpfinbungen  u.  £eibcn[(^aften :  ftd) 
erf)i^en  ii.  in  lebhafte  Bewegung  geratfjen  (baö  ^erj  toaüt  mir  oorJSrcube; 
bie  greil)eit6liebc  tvaUt  in  feiner  SBrufi);  2)  in  weiterer  aSeb.  au^  oon  wei- 
chen, biegfamenÄörpern:  in  roeüenförmiger  ob.  mogenbec  SSeire* 
gung  fein  (ba^  ^aav,  baö  ©cwanb  maüt;  bie  ©cgel  walten;  wallcnbe  Saa- 
ten K.);  bec  SBall,  -eö,  SO?,  '^ciüi,  (altb.  wal,  @.  walles)  baS  einmalige 
2£ufn)allen  einer  ficbenben  giül'figicit,  oberb.  aud^:  ber  SOS  aller,  (j.  S.  ba^ 
SBaffer  einen  SBall  tl)un  laffcn;  bcn  Siern  gwei  Söallc  geben,  b.  i.  bai  S33af= 
fer,  in  weld^em  fie  fteben,  jweimal  aufwallen  laffen);  bie  SOBallung,  50?. 
-  en,  ta^  SBallen,  '^ufbcaufen ,  bie  leb{)afte  innere  S3en?egung  einer  giüfs 
figEeit  (bae  SBüffer,  baö  SKeer,  bai  Slut  gerötl)  in  SBallung;  Ijöufige  SSJat= 
lungcn  im  Slute  empfinben) ;  btc^t.  aud;  f.  bie  aufwaUenbe  'Sinti) ;  walle 
je;i,  jiellof.  3w.,  oberb.  f.  fid)  üertDorren  ob.  faum  merfbac  belegen,  flat; 
tetn;  iräUen  ob.  wellen,  jiel.  3w.  (bai  gactitiuum  oon  wallen)  lanbfc^. 
f.  rcallen  machen,  auffodjen  laffen,  fieben,  fodieu  (j.  S.  gleifc^  in  fieben» 
bem  aSaffer  — );  olt  u.  oberb.  auc^  jielloö  f.  traUen. 

wallen  2.  jieüof.  3w.  m.  fein,  u.  ol)ne  3(ngabe  beö  3ieleö  m.  f)aben, 
(altt)0(^b.  wallon,  mittell).  wallen,  ^rä't.  wallete;  entweber  »on  ber  SBurjel 
wal,  Yoic  wallen  1.,  ober  fdjon  im  2tltf)oc^b.  ggej.  auö  wadalon,  f.  oabeln; 
»gl.  jebo^  baö  angelf.  veallian,  fc^web.  valla,  u.  baö  franj.  aller)  im  eblen 
u.  biäjt.  @til  f.  gelten,  roanbern,  ju  Supe  reifen  (j.  S.  er  Ijat  f^on  lange 
in  ber  grembe  gewaltet),  bef.  nad)  einem  Siele,  in  engerer  S3eb.  nad)  einem 
3(nbad}töorte,  ©nabenbilbe  jc,  finno.  pilgern ,  traUfaf)rten ,  bef.  »on  einer 
©d^aar,  bie  fic^  in  fcierlid^em  3u9e  fortbewegt,  (bibl.  jum  J^aufe  ©otteö  — ; 
er  ift  naäi  bem  tjeiligen  ®rabe  gewallet);  uneig.  jum  ©rabe  »allen  f.  )T^ 


1T88  Söatrfifd)  —  SBatpurga 

bem  Sobe  nafjcrn ;  auf  ©rben  ob.  im  Selbe  wollen ,  f.  no(]^  auf  ber  (5rbe 
leben ;  ber  SSaller,  -§,  bie  SBallerinn ,  5}?. -en,  (mittelf).  wallaere,  wel- 
kere) \)i^t.  f.  5Q3anberer,  ^ilcjer,  9Ba(ifat)rec;  bie  SBaÜunä,  alt  u.  oberb. 
f.  Ätrd)faf)rt;  —  3fe^.  bec  SBaUbruber  (mjttc(t).  wallebmofler) ,  ^iiger, 
ber  an  einer  2BaUfat)rt  S^cil  nimmt;  n)aÜfat)ren,  untrb.  aieUof.  3n).  (cntft. 
auö  bem  alten  „watlenb  ob.  »allen  fal)rcn  ob.  geljn",  j.  58.  mittelt). 
ez  vuor  ein  man  wallen)  ctg.  ftd)  auf  bie  SBanbcrung  ob.  ^ttgerretfe  begeben; 
bann  aud):  auf  einer  fcld)cn  begriffen  fein  (gen?,  nur  im  ^räf.  u.  Iflen  SÄro.: 
id^  wallfaljrc  2c. ;  waUfa^rcnb);  ber  SBaUfa^rer,  -6,  bie  SßaIlfQt)retinn, 
»er  in  frommer  2lbfid)t  eine  Söanberung  unternimmt  ob.  barauf  begriffen  tft, 
finno.  ^ilgcr;  bie  Söallfabrt,  ?3?.  -en,  gal)rt  ob.  SBanberung  nac^  einem 
2Cnba(^töorte ;  baoon  abgcl. :  ipatlfaf)rtcn,  untrb.  jietlof.  3».  m.  fein,  eine 
SBaUfafjrt  untcrncf)men  u.  au6fül)rcn,  pilgern,  (er  ift  nad^  bem  i)tiligen  @rabc 
gercaüfa()rtct);  ber  SBalIfal)rtcr,  f.  o.  rc.  S(BaUfat)rfr ,  ^üger;  bie  9Ba0« 
fa{)Vt6firc^e,  ber  SBaUfahrtgort  JC,  Äir^e,  «Drt  jc,  woljin  man  n3allfat)r* 
Ut;  ber  SöaUflab  (mittclf).  wallestap),  SBaUfledfen,  alt  u.  obcrb.  f.  q)ilgcr» 
jtab;  ber  SBoÜfag,  ein  Sag,  an  rccldjcm  man  »atlet  ob.  eine  S3allfat)rt  an' 
tritt;  in6bef.  ber  2Cpojleltag ,  ein  -geiertag  jura  ©ebac^tnifs  ber  ©enbung  ber 
3fpoflel  in  bie  SBelt. 

SöaÜfifd)  K-,  S[öalll)unt>,  f.  sssau  3.  —  SBaUgang,  ^fa^e,  ^feUer, 
.fugel,  f.  SGSall  2. 

2öaünufä  K.,  f.  unter  SBale. 

2öaUrat()  jc,  SBaUrofä,  f.  2BaU  3. 

SßaUfamen,  ^fd^eit,  ^(^ilb,  ^fc^lcigel,  ^e^et,  -jlrot),  f.  SBaU  2. — 
SBalljiab,  -^ta^^,  f.  »aUen  2. 

Sßallunq,  f.  unter  »allen  1 .  u.  2.  —  SBaUit)ur§,  f.  unter  »alen. 

SBalm  1.  m.,  -eg,  o.  SO?,  (altb.  walm,  angelf.  välm,  velm;  oon  »al« 
len  1.)  alt  u.  lanbfc^.  f.  traüenbe  SSeroegung,  3(ufbraufen;  .f)i^e,  Sifer; 
£)uni!,  Dampf,  Slualm. 

SBalm  2.  m.,  -eö,  5J?.  -e,  (entfr.  auö  b.  altb.  walbo,  walbe,  b.  i.  S3Solm« 
ftetn,  S35almjtc-gel ;  obcrb.  ber  ffiSalben;  üon  welben,  »ölbcn,  f.  b.,  oberb. 
avii)  welmen)  1)  Sauf,  bie  fd)tef  t)erab  ge()cnbe  ©nbiegung  eine^  ©es 
ivo(be6  ob.  £)ad)e6  an  ber  ©icbclfcite  cineö  ©ebä'ubcö;  2)  oberb.  u.  fc^weij. 
f.  «f)eut)aufen,  .^eufdiober,  SSanfe,  (fc^meb.  hvalm,  ©d^obcr;  hvalma,  .^cu 
ouffc^obern) ;  ■ —  hciä  Söalmtad^,  ein  mit  einem  aSäalme  »erfetjeneö  3)a^, 
3cltbac^;  bag  SBalmgcwölbe,  ein  ©tmölbe,  »cld)eö  an  allen  nier  ©citen 
gereölbt  ifl,  and)  Älojlcrgewölbe  genannt;  ber  SBatmfparren ,  ©parren, 
melt^e  ben  2Balm  bilbcn  u.  tracjen;  ber  SBalmflein  ob.  ^jiegcl,  eine  3frt 
Jg)ol)ljiegel,  »omit  hk  Äantcn  cineß  SBalmbodjcö  belegt  »erben,  &&-  ob.  Ort» 
jieget;  —  rodmcn,  gicl.  3».,  mit  einem  SBalme  t>erfef)en  (ein  2)ad^); 
n>ä(me(n,  jiel.  3».,  f(i)weij.  f.  baö  jerftreut  Itegcnbe  ^eu  in  »eltenförmige 
Sieibcn  fjarfen. 

Sßalpurga  ob.  ge».  SBalpiirgi^ ,  w.  (o.  wäl ,  f.  SBalil  1 . ,  u.  purag, 
Surg;  alfo  eig.  Äobten-  ob.  fieidjcnburg,  S5efd^ä§erinn  in  ber  ©ci^lac^t;  neub. 
au^:  SBalburg,  lanbfi^.  gem.  SOBalpcr,  SBalpcl,  SSSalp)  ein  raciblidb« 
SSornamen ;  in^bcf.  ber  (Ramen  einer  v^cüigen ,  bie  al6  S3c»a^rerinn  »ot 
ben  3aubcr!ünjlen  ber  ^eren  cercf)rt  »urbc  u.  »elc^er  ber  erfte  ^ai  gewibmet 
ift;  baljer:  bec  SBalpurgiöabent»,  bie  SBalpurgiönad^)!  (lanbfc^.  qm. 


»ä'tfcf)  -—  wallen  1789 

Jffiatpcrabcnb,  «nadji),  bcr2Cbcnb,  bic  5fJad)t  Bor  b«m  SBalpurgistagc  ob. 
ctflcn  ^ai,  welche  ^aäjt  mä)  bcm  9Sol!6  =  2(bcr9laubcn  bie  J^cren  mit  ben 
Scufcln  auf  bcm  »lorfebcr^  feiern  foUtn;  ba«  Söalpurgiöfraut,  f.  o.  m. 
SDionbEtQiit  ob.  SKonbrautc;  bec  3ßalpurgiömal ,  lanbfc^.  f.  bie  3aun»  ob. 

irälfd),  wälfc^en,  SBätfc^Ianb,  f.  unter  Söalc. 

iDuUcn,  jieltof.  3w.  m.  i)  ab  cn,  (altb.  waltan,  walten,  ablaut.  wialt, 
wielt,  gewalteii;  je^t  fc^wad)  bicgenb :  waltete,  gewaltet;  gotl).  altfdd^f.  an= 

gclf.    valdan,    fd)n)eb.    valda;    littl).   walclyti ,    ruJT.   wladeti;   bgl.   ba6    ongelf. 

vald,  ^adjt,  ^ci-vf^aft,  engl,  wealth,  SScrmögcn,  2öct)lftanb;  ejt^nifd^  wald, 
®ebiet:  —  bk  ©runbbeb.  bec  SB.  vald,  walt  ijt:  jcraft;  »gl.  ©ewalt,  SßSalb; 
lat.  vulere,  validus  jc.)  1)  ^ad)t  cb.  ©ctDalt  Übel  etixw^  haben  u.  aus- 
üben, maditig  fein,  ()crrfd)eu,  icgieren,  bcf.  im  cbleren  ©til  (cl)cm.  gew. 
u.  no^  bic^t.  mit  bcm  ®en.,  j.  35.  be6  9teid)cö,  btr  Äcone  jc.  wolttn:  je^t 
gew.  mit  über,  j,  S5.  @ott  waltet  über  un6;  bibl.  @ott  lofft  feine  ©nabc 
walten  über  bky  fo  ii)n  fürchten);  cf)cm.  aud)  f.  beft^en  iinb  9cbraud)en,  mit 
bem  @en.  (guter  ©inne,  SßSi^e  2c.  walten):  2)  für  etiraS  forgenb  tf^atig 
fein,  anorbnen,  beflimmcn,  fügen  (?.  SS.  im  .§taufe  walten;  c6  ftl)lt  ii}i 
trcucö  SBaltcn;  aiiä)  gicl.  in  bcr  3Bunf^formcl:  ba6  walte  @ott!  ob. 
walt'6  ©Ott!  wo  baä  c§  wal)rfc^.  ucfpr.  ©cnitiü  (es)  ift,  b.  i.  ®ott  möge 
tä  fügen,  ©Ott  gebe  eö!  —  btf.  auc^  in  23erbinbung  mit  f ehalten,  f.  b, ; 
j.  58.  einen  mit  feinem  Vermögen  fc^alten  unb  walten  laffcn:  »gl.  verwalten, 
S3iül;waltung,  JCnwalt,  (Sachwalter  K.);  bec  ob.  bie  2Balt,  alt  u.  nieberb. 
(au(i:  Sßälbe)  f.  (^eiralt,  3)?ad>t,  Überiegenbcit,  £)bcrf)cccfd)aft:  bec 
SBaltboti,  ült.  f.  ein  bcuoUmädjtigter  2tbgefanbtcr,  cb.  ©tatthaltcr;  bec 
SBaltraub,  »lt.  f.  gcwaitfamcr  fRauh;  bec  2Baltn?ad)§  (altb.  walte-  ob. 
walt-wah.se)  olt.  f.  Slecü,  ft()nic^tc6  önbe  bcr  SKueJeln,  gew.  .^^aarwa^ö;  — 
bec  Sßaltcr,  -^,  (altb.  au^  walto,  bal)er  anawalto ,  jCnwalt),  bie  2öa(tc- 
rinti,  9)?.  -en,  alt  u.  bic^t.  trec  übu  ettva6  n?a(tet,  bectfd)t,  ob.  bafüc 
focgt  (gew.  nur  in :  £)b=,  i£ac^  =  ,  Sßcrwalter;  bcr  männl.  691.  fc^cint  au6 
aBalt  =  Jpccr  entjt.  u.  wirb  batjet  ri^tiger  Söaltl)  er  gefdirieben);  iralttg, 
SSw.  (niebccb.welbig)  t»it.  f.  gewaltig,  md'd}ttg,  ^ad)t  übec  etiraö  fjabenb; 
bie  SBaltung,  i>iä)t.  ba6  SBalten  (bie  göttlid^e  SBaltung);  oberb.  f.  baö 
©cbiet. 

SBaltrappC,  «».,  ^.-n^  lanbfi^.  (oberb.  bie  553altrappen;  ttal.  gual- 
drappa)  eine  2(ct  ^fecbebecfcn,  f.  o.  w.  <Sd)abracfe. 

tvaljcn,  3w.  (altl)0(^b.  walzau,  ^rat.  wialz,  u.  walzon ;  mittili).  walzen, 
wielz,  gewalzen,  u.  walzete  :c. ;  nocb.  velta;  bcr  Sß5.  valt,  walz  liegt  bie 
urfpr.  wal  ju  ©runbe,  bal)er  altb.  weilan,  wal,  wollan;  »gl.  walen,  wallen, 
SBellc  3C. ;  lat.  volvere;  got^.  valvjan,  valvinon)  1)  jielloö  m.  {)aben,  urfpr. 
ühiti).  fid)  um  feine  3(dife  bre^enb  foctbeivegen ,  finno.  rollen,  fid)  um>- 
fd)Wtngcn  (j.  S8.  t^em.  beS  ©lüdcö  Stab  woljet  auf  unb  nieber;  baS  wal= 
jcnbe  ©lücE;  ein  waljcnbcr  (£tcin  jc);  jcgt  nur  vcn  einer  beutfd)en  $lanj- 
att,  »vobei  bie  tan5enben  ^civue  fid)  umbre()enb  im  Äceife  i)ixüm  bewegen 
(el)em.  waljcnbc  Sanjc,  wal^erif^  tanjen);  uneig.  f.  im  Greife  ob.  in  bec 
9?eii)e  l)ecumge{)en,  von  einem  an  ben  anbccn  überge{)en,  nur  in  einigen 
lanbf4|.  2(ugbrüc£en,  aU:  wa tjenbc  ©erid^te,  fä(^f.  f.  fol^e,  wo  bie 
IRi(j^ter=  u.  ©e^öppenamter  bii  3ieil)e  ^erumge^cn  (j.  U.  t>.  örbgeric^ten); 


1790  waljen 

waljenbe  ®uter,  ®runbftüc!c,  oberb.  fold^c,  bfe  ocrSufert  ob.  getf)cKt 
»erben  fönncn  (entg.  ben  ge6unbencn);  2)  jfet.  a)  alt  u.  oberb.  f.  vratjcn; 
b)  mit  ber  SBntje  (f.  u.)  bearbeiten  (ben  2fc!ec,  bte  SBege);  voatjenformig 
mad)en  ob.  gejiatten  (bic  Ufjrma^cr  watjcn  btc  3cif)ne  ctncä  Ut)rrabc6,  b.  i. 
feilen  jic  runb);  SBäc!.  ben  Sei g  — ,  mä)  ber  Sänge  unb  Srette  bcg  SrogeS 
i)in  bur^!neten,  oud^:  augjlo^-en;  —  3fc|.  bn§  SBatjbled^,  in  ben  ©laß« 
ptten:  »on  (Sifen  gcgofTcnc  platten,  auf  »eichen  ba^  ©lag  beim  Slaien  ge= 
watjt  ob.  geroUt  wirb ;  ha^  2Öal3{)ol3 ,  ein  {)albranbeg  ^ol^  mit  runben  C6= 
t^ern,  um  gcwiffe  3frten  ®(ag  barin  runb  ju  njaljcn;  ba§  SBaljracr!,  f.  ». 
w.  ©trcctiüer!,  f.  b.:  ber  SBaljjapfen,  <S<S^mkb.  ein  eiferner,  «jatjenförmi^ 
ger  3Qpfcn,  auf  welchem  Süden  verfertigt  werben;  —  "KhUit  bie  Sßdje, 
9J?.  -n,  ein  ronfjcnber,  b.  i.  ftd)  umbrc(}enber  ob.  iraijenber  .Körper,  ingj 
bef.  ein  läng^üdjn  runber  .torper  mit  jivei  gieirf)  gropen  fret^runben 
©runbflad^en  (fr.  et)!inber),  hiitv.  aud)  5öe((e  genannt,  serfd^.  «Roire,  ju 
üerfc^iebenem  ©ebraud),  j.  SS.  jur  gortfc^affung  üon  Soften  (einen  ®tein,  ein 
SSoot  u.  auf  SGSaljen  fortfd; äffen);  bef.  eine  um  tl^re  3(d)fe  bett)eglid}e,  fii^ 
wie  ein  SRab  umbrc{)enbe  SBalje  jum  3erbröcfen  ber  Gcrbfi^oUen  auf  bem  3(cfer, 
jum  ebnen  ber  SBege  zc. ;  95ergw.  bie  SfoUen,  i'iber  wzli^e  bie  3ugfei(e  geJjen; 
in  ©pietuf)ren:  mit  (Stiften  »erfefjene  Sßaljen,  meldet  bie  pfeifen  anfpielen; 
ba§  SB  äljc^  en,  in  ©Ia§{)üttcn:  eine  fteine  SBafje,  womit  bie  JReifen  in  bie 
^afögtafer  gebrüctt  »erben ;  ^flanj.  iie  SBalje,  tim  ben  ©tcmpel  umge^ 
benbc  unb  bie  (Staubgefäße  tragenbe  rö{)renf6rmige  Verlängerung;  9latur!. 
ein  (?5efd)[ed)t  ivaljen;  ob.  rollenförmiger  ©d)a[t()iere  (volutaL.);  Sonf. 
uncig.  eine  2frt  2aufer,  au§  »ier  S^oten  beftcl)enb,  »on  bcnen  bk  crfte  unb 
britte  auf  berfclben  ©tufc  j!:c{)cn ;  3fc6.  »on  SBalje:  ber  SBaljcnboIjen, 
in  ®la§f)ütten:  eine  cifernc  SBalje,  ik  Suten  ju  ben  ©taötafeln  ju  rilnben; 
traljenförmig,  S3io.,  bie  ©eflalt  einer  SBalje  ^abenb  (fr.  a)linbri[c^);  ^a^ 
SSal,;^engerüfl,  2anb».  bai  »icredige  ®erüfl,  in  weld)em  bie  3t(f crwalje  tauft; 
ber  SSaljenföd^er,  eine  litt  maljenförmiger  (Seeföc^er,  auc^  bie  (g^reibfcber 
genannt;  bic  SBaljcnfunfl ,  SSergw.  eine  .Runfl  (f.  ^nn^  3),  bcren  äufereg 
gclbgcftänge  auf  SBaljen  gef)t;  bai  SSaljenrab,  ein  fefjr  breitet,  njaljen«äljn» 
lic^cS  Siab;  in  ©pielufjvcn  baö  Siaby  weld^cS  bie  SOSaljc  umbref)t;  bic  SBal* 
jenraupe,  ein  3Crt  waljenförmiger,  rauf)er  SHaupen;  ba§  Söaljenfc^eit,  vaaU 
gendfjnlic^e  ©d^eite  ob.  ^oljftücEe  üon  3Cften  ob.  3»cigen;  bic  2Bal3enfcf)ne(fe, 
eine  3Crt  watjenförmigcr  SOieerfd^ncdcn,  anä)  5Rotle,  «RoUenfc^necfe;  ber  SBal^ 
jenftein,  9laturf.  eine  au§  mct)rcn  JRä'berftcinen  jufammengefe^te  roaljenför* 
mige  93crflcinerung  (fr.  (Sntrod^it);  bic  2Satjcntute,  waljenförmige  Sute, 
öud):  SRoUe;  —  bcr  SOBaljet,  -6,1)  trcr  wal^t,  b.  i.  fid)  felbft  roafjcnb 
bcrocgt,  roaljcnb  tanjt,  ob.  cttvaS  mit  ber  5BaIjc  bearbeitet;  2)  ein  \xicil' 
jcnbcr  Sanj  (f.  o.  waljen)  u.  hai  Sonf^ücf  baju  (einen  SBaljer  tanjen,  fpie* 
Icn);  traljerifrf),  83«».,  oberb.  f.  roatjcnb,  nad)  2Baljcrart  (waljerifd)  tan* 
jen);  —  wciljen,  jiel.  u.  rücEj.  3w.  (altt)0(^b.  walzau,  ^rät.  wialz,  u.  walz- 
jan;  mtttelf).  walzen,  wielz,  u.  welzen,  walzte;  oberb.  traljen;  ongelf.  vael- 
tan,  engt,  welter;  nieberb.  weitem)  cttvaS  ob.  fid)  — ,  um  feine  2(d)fc 
brc^cnb  fortbewegen,  bef.  uon  großen,  fc^weren  SOtaffcn  (}.  S.  einen  ©tein 
»or  bie  Sf)ür  — ;  bk  Planeten  wotjen  fici^  um  bk  ©onne) ;  auc^  ot)ne  ZuU» 
»eränberung  ctwaß  ob.  fid)  n)icbcr{)o(t  umbrc{)en  ob.  brcf)cnb  f)ttt  u.  f)cr  bc? 
wegen  (j.  S.  bai  \iä)  raftloö  »aljcnbe  SOlüfjlrab ;  manöji  Zi)iiti  »aljen  jtd^ 


Söammc  —  SBanb  1791 

ouf  bem  Sobcn;  jtd^  in  feinem  Sfute  »aljen;  unetg.  \iä)  in  allen  8ajlem 
»dtjen;  bi^t.  etwas  in  ber  ©eete  tt)a(jen,  f.  bamit  umgcfjen,  e6  überlegen); 
in  weiterer  Seb.  oon  großen  ^a^m  Q\i<i)  f.  tvcgenb  cb.  roedenförmig  fort* 
bewegen  (j.  S8.  ber  ©übroinb  wät^t  bic  ©cwäffer;  raufrf)cnbe  ©ic^bädjc  njat« 
jcn  ftc^  öom  Reifen;  fernere  ©ciritternjotfen  wä'tjen  \i<i)  tjeran);  unt'ig.  bic 
(Sd^ulb  t?on  ftcf)  — ,  auf  einen  3fnbern  ivatjen ,  [.  ü.  w.  fd)ieben ;  feiten 
jieüoß  f.  fid)  tt>d(jen,  roUen  (,,ber  ßcibenfd^aften  ©trom,  fo  bur^  euer  3nne* 
re6  roäljt"  ßcffing);  ber  2Bäl3()ammer,  ©c^mieb.  ein  J^ammcr  ?um  "KuUtiU 
ben  ber  ©perrEcgcl  ju  ben  ©pcrcräbcrn;  ber  SSBciljer,  -6,  1)  TOer  itwai 
ttjd'fjt;  2)  wai  fid)  «»äl^t  ob.  fetner  ©c^roere  u.  plumpen  ©eftalt  wegen  nur 
rodljenb  fortbewegt  werben  !ann ,  baJjcr  f^cr^f).  ein  ungen)o[)n[id)  bicfeS 
S3ud);  g^aturE.  eine  ^Trt  Äugcltf)ierd)en ,  bie  fic^  im  JlBaffer  fc^wimmenb 
fortwätjen ;  bie  SBäfjung ,  ha^  ^ffiäljen. 

Sßamme  ob.  SBampe,  \v.,  S)?.  -  n,  (gotf).  vamba,  alt^od^b.  u.  altfd'i^f. 

wamba,  mittet^,  wambe,  warame;  altnorb.  vomb,  fd^web.  vamb;  angelf. 
vamb,  engt,  womb;  ber  ©tamm  wamb  fc^eint  burd^  5![Beiterbitbung  au§  bcc 
5!Burje(  wab,  weben,  entfl. ,  f.  b.  u.  »gl.  wabbeln  u.  wammeln;  ©runbbeb. 
f(]^totternbe  SBewegung)  1)  c^em.  alä  ebtcö  2Bort  ofjne  »eräc^tl.  Siebenbegriff 
f.  SSaud),  <Sd)mcerbaud) ,  Unterleib ,  9J?utterfd)of ;  jc^t  oberb.  f.  S5aud) 
'oon  5t()ieren,  u.  gem.  üerädjtl.  aui^  von  9?Jenfd)en  (einem  in  bie  2Bamme 
ob.  SBampe  jlo^en;  fi^  bie  SBampe  füllen;  ogl.  SBanft  cntfi.  au6  SBambfl); 
oberb.  gtcifi^.  ba6  S5aud)fletfd)  eineg  <Bd)lad)t'o'H\:)i,  bef.  eineg  Dc^fen  (gem. 
baö  SBammel,  SBämmel  ob.  SBampcl);  Jtürfc^n.  ber  S5aui^tf)etl  «ineö 
3;{)ierfeUeg  Olafen«,  gu^§=,  2Sct)wamme,  f.  b.);  2)  alt  u.  lanbfd).  f.  ©e^ 
batm,  Gingcwetbe,  (15efd)ünge  (SfiinbS=,  ©(^afwammen) ;  au^  bn^  inroen? 
bige  ^ttt  ber  gefd)(ad)teten  3;f)iere,  fonjl  bie  S3lume  genannt;  3)  gew.  ber 
bef.  beim  SRinboic^  t?orn  am  v^alfe  f)erabf)angenbe  ^autige  2;()eit,  nieberb. 
bie  Sluabbe,  hn  ?Kenf(^en  ebter:  iai  Unterünn;  3ag.  auc^  ber  t)Qutige  Sljeit 
an  ben  ©citcn  beö  SBilbbretä;  wammig  ob.  trampig,  Sw.  (oberb.  wam« 
j)et)  eine  5Bamme  ob.  5i3ampe  ^abenb;  gem.  f.  btrf;  ob.  ^angebdud)ig, 
tt)o()Ibe(etbt,  fett;  —  ba$  Söamm6,  -e§,  9)?.  SBämmfer  ob.  SBammfe, 
83erf(.  bai  Södmmöc^en,  oberb.  5ßdmmg[ein,  (mittelfj.  wambeis,  wambesch, 
wanwas;  obcrb.  SBambS,  SBammcö,  cf)cm.  auc^  9Bambaö;  baf)er  ia&  mittl. 
lat.  bombasium ,   gambesium ,    attfranj.  gamboison  ,   al6  S{)eil   ber  Siüftung), 

ein  Äleibung^f^iicf,  tt)eld)e>3  befonberg  ben  Unterleib  (bie  SBammc)  unb 
ben  9?umpf  bcbecft,  mit  Ärmeln  u.  oft  auc^  mit  furjcn  ©^<>pen  oerfcf)en, 
el)em.  allgemein  üblict) ,  je^t  beim  mannt.  ®ef4ltec^t  bur^  bie  SBefte  »er* 
brdngt,  beim  weibli^en,  auf  er  auf  bem  Canbe,  bur^  ba6  ßeibc^en  ob.  6or» 
fct,  (einem  Jpofen  unb  2BammS  au6jief)cn,  gem.  f.  ifjn  feiner  ganjen  ^ahi  bc« 
rouben;  einem  ba6  SBammö  auöElopfen,  f.  il)n  burd^prügeln;  baf)er  Sßammfe, 
gem.  f.  ©c^lage,  ^iihe);  n?ammfen,  jitl.  3w.  (oberb.  wambfcn)  gem.  f. 
fc^lagen,  prügeln  (einen  berb  wammfcn,  bur^wammfen  :c.);  oberb.  et* 
wai  — ,  f.  entwenben,  ftcl)len. 

wammeln  u.  wammejen ,  jiellof.  3w.  (ogl.  wabbeln  u.  2Bammc)  oberb. 
f.  fid)  regen,  irimmeln;  friebeln,  pricfeln. 

SBammer,  n\,  lanbfd^.  f.  b.  w.  Sßimmer,  f.  b. 

SBamm§,  wammfen,  SBampe,  f.  unter  SBamme. 

SBönb  1.  tt).,  0.  SOI.  iwa^x^ä).  burd^  SSerberbung  u.  SSermengung  mit  ®e« 


1T92  SBanb 

wanb  cntft.  au&  bcm  aUb.  cliu  wat,  ®.  der  waete,  Ätetbung,  Älcibcvjtoff, 
»on  bei-  SB.  wat,  wetan,  fügen,  ücrbfnbcn,  »gl.  gott).  vithan,  binben,  !nüpfcn; 
fanSEr.  ve,  3nf.  vatum,  weben;  alfo  urfpr.  ©efügc,  ©cwebc)  ült.  f.  gereebteu 
3«U5,  ba{)er  no(i^:  bic  Sctnivanb  (altb.  linwat,  obcrb.  geinwct);  2.  f.,  -eg, 
9Ä.  -e,  ntcberb.  (aud)  SBaab,  ©ciüaab)  f.  G)en)anb  (attb.  giwant,  gewant, 
@.  gewandes;  »on  lü  t  n  b  c  n ,  alfo :  baS  Umwinbenbc);  inöbcf.  f.  SBclleti; 
jcug,  2!uct):  bGf)er:  bcr  Sßanbberciter  f.  Sud^f^crcc;  bcrSÖanbma= 
c^cr  f.  Suc^ma^cc;  bcr  2öanbrai)mcn  f.  SRaljmcn  b«S  Sud^f^crerg ;  bet 
SBanbfc^ncibcr  f.  Kuc^f)ä'nblet  jc. 

Sßant)  3.  \v.,  5)?.  5Banbc,  (©c^iff.  au(^;  USant,  fOi.  SBantcn;  altb. 
want,  @.  u.  SW-  wende;  eon  bCl"  SSuVJCl  want,  wand,  nJOIjCC  wintan,  ipinben, 
wanb  JC.  u.  ttJcnbcn,  altf).  wantjan  ftammt;  alfo  urfpr.  n)oI;l:  bte  Söcnbe  ob. 
SBenbung  naö)  einer  Seite;  ba()ef  ef)em.  aud^  f.  ©eite,  .ipimmelögcgcnb;  »gl. 
ia^  oberb.  2£niüanb  f.  9ianb  cincö  3(ctcrfc{bc6 ;  anwanben  f.  angvengcn: 
in-',  auswcnbig),  überi).  eine  fenhedjU  cb.  a6()angige,  einen  OCaum  bc= 
gccnjenbe  @eiten|Tä*e;  insbef.  bic  ben  aufecen  Umfang  eine5  ®ebä'ube5 
bttbenben  u.  bie  inneren  @emacf)ei-  begfelben  abfonbevnben  fenfced)!  auf; 
gefiit)rten  @ettenfläd}en  eon  «!polj,  Mjm,  ©feinen  :c.,  im  (enteren  gaUe 
anä) :  ^Walter,  f.  b.  (eine  «&olj=,  8ct)m= ,  ©teinwanb  :c. ;  ik  äußeren  u.  bic 
inneren  SBcinbe;  bie  üier  SBänbe  cincö  3iitimerö;  bieffiorbev-,  J^intevwanb, 
ik  ©citenwänbe  :c.;  eine  bcnn-gtic^e  ob.  fpanifdje  SKanb,  f.  [panifd]; 
fpric^w.  mit  bcm  Äopfe  tribcc  bie  SBanb  rennen,  b.  i.  fi^  mc  ein  SSerjtucifc^ 
tcrgcbcrbcn,  ob.  iia^  Unmöglidie  burdjfc^cn  wollen);  in  weiterer  Seb.  ein 
ftciler  S5evgabf)ang  (Serg=,  gclfcnwanb,  oberb.  ©teinwanb  ob.  blojj:  2Banb); 
«Bergw.  ba^  bem  SSergmann  cntgegenfte^enbe  fleüe  ©eflein  ob.  (Sibreid) 
(eine  6rjs,  SSergwanb),  u.  in  weiterer  Jfnwenbung  jeber  ©tein  (SSergw.  eine 
Söanb  jerfe^cn,  jerflufcn,  b-  i.  einen  ©tcin  j^erfd^lagen);  Säg.  bic  In  einer 
9vet()e  aufgeflelitcn  Jltebegarne:  and)  bte  @arnc  jitm  9}o9c!fang  auf  bem 
SSogelf)erb;  ©i^iff.  eine  93orrid)tung  uon  7  M6  9  metjlt  fenfrcdjt  jiet)enbcn 
Sauen,  weld)e  ben  SOiaften  unb  ©tengcn  jur  ^auptbefefttgung  bienen  (bk 
gro^e  SBanb,  b.  i.  bie  SBanb  am  grojjen  9}?ajte;  bic  goi1=,  aScfan=,  große 
©tengenwanb  ic);  in  einigen  befonberen  2Cntrenbungen  and)  ubert).  f.  ®citcn# 
flä'd)e,  j.  S.  36'g.  hk  Slippenftiicfe  ber  -^irfc^c:  fSänbe;  ber  9ianb  an  ben 
©egalen  be§  >ipirfc^cS;  ber  äußere  Sfieil  bcö  ^ferbe^ufeö;  in  einem  gezogenen 
SfJoijt  bic  erijabenen  Zi)dk  jwiff^en  ben  3ügen;  an  einem  ÄanoncngcjteU  bic 
breiten  ©citenl)ötjer,  u. bgl.m.  —  3fe§.  bte  SBantbanf,  eine  an  ber  Sßanb 
bcfejliigte  San!;  ba^  SBanbbcin,  "iimt.  ber  Sfjcit  ber  J^trn[d)alc  am  25orbcr= 
!opfe;  bie  SBanbbcfleibung,  baö  SSeEteiben  (f.  b.)  einer  SBanb,  u.  baöjenigc, 
womit  fic  befteibct  ifl,  j.  S5.  Säfetwerf ,  Seppiij^e  k.;  ber  SBanbbcfen,  ein 
SBorjlbefcn  an  einem  langen  ©ticle  ?um  SJeinigcn  ber  2Bänbe,  SSorftwifc^;  ber 
SBanbblafcv ,  [.  SStafer;  wantfcjl,  ©w. ,  an  ber  SBanb  feft  (wanb' mife 
nagelfcfte  Verzierungen);  bie  9i3anbflcd^te ,  eine  an  ben  9Bänben  wad^fenbe 
glcc^tcnart  (liehen  parietinus  L.);  ba^  2Banbcjcftm§ ,  ein  au6  ber  SßJanb 
oorfpringenbcS  ®cfimö;  ber  5Banbl)afcn ,  ein  an  ber  33Sanb  befejtigtcr  .&a= 
len,  itmai  baran  ju  fjängen;  ba§  2Banbl)0lj,  9)iül;U'nb.  ein  »ierlantigeö 
SQoli,  bei  ?(rc^en,  Äaften  u.  gcbraud)t;  bte  SBanbflampe,  ©^iff.  einest 
Ätampen  jur  Scfcftigung  ber  SBanbtaue;  ber  SBanbf'no^f,  ©ctjiff.  eine  "Kxt 
Änöpfc  ob.  Änotcn  jur  Scrbinbung  ber  ©nbcn  cineö  gefprungencn  SBanbtaucö; 


«Sanber  1793 

bfl^  SBanbFrauf,  eine  gern  an  2i3änben  «jac^fciibe  ^ffanje,  aud^  ©(aSEraut 

(parietaria  L.);    bie  SBanMaUö   (mittcl|).  wantlüs  ,    auc^  wanlwuim)  (anbfc^. 

f.  aBanje;  bie  SBanMeifte ,  eine  an  ber  2Banb  befcjligte  Seifte;  bei  SBanb= 
(eud)tcr,  ein  an  bec  SBanb  an9ebrad)tcc  ob.  jii  bcfclligi-nber  Ceud^ter;  baö 

SßanbmOOÖ,    dn  an  SBÖfnbcn  tt>ad)fcnbc6  2(ftinoo6   (hypiunn  [)arietinum  L.); 

ouc^  f.  btc  aöanbflcc^te ;  b^c  Sßanbnac^bar,  ein  nur  burd)  eine  SBanb  üon 
un6  getrennter  9ta(^bar ;  ber  Söanbpfcilcv,  ein  oug  bcr  Sßanb  {)eraii69e= 
mauertcr  Pfeiler;  ber  3ßanbrat)mcn,  fen!rec^t  oufgcfttUte  5Ra{)men  §um 
airocfnen  bc6  baran  aufge[pannten  gerjatftcn  Slu^cg;  bie  S[ßanbrutl)C,  Sergw. 
an  ben  ©eiten  bcr  «Sc^ac^tc  angelegte  3i'iinicrl)öljer  jum  93erf)üten  bc8  ®in= 
jlürjcnö;  bie  2üanbfäu(e,  eine  auö  ber  SJtauer  i)eroorra9cnbe,  ni^t  frei  jtc' 
{)enbe  ©dule;  ber  SBanbfd^mit'b,  lanbfc^.  f.  ^cij^rourm:  ber  SBanbfd)Opi 
per,  lanbfc^.  f.  3}iaucrfpe^t  (ogt.  ©c^opper);  ber  2Banbfd)ranf,  ein  in  einer 
SSertiefung  bcr  9Banb  angebra^ter  ©djranf;  bie  ffianbfc^ raube,  ein  mit 
einer  (Schraube  juin  Sinfc^raubcn  Derf£t)ener  SBanb^afen;  'öa^  SBatlbtau, 
©c^iff.  ein  ju  einer  Söanb  (f.  o.)  ge()örcnbe6  Sau;  ber  SBatlbtcppic^,  Scp; 
pid^  jur  SeJleibung  ber  ^immcrrodnbe,  geir.  Sapcte;  bie  SBanbu^r,  ciiK 
^enbcl;Ut)r,  wetd^c  an  ber  SQSanb  aufget)ä'ngt  mirb. 

SBanbel,  m.,  -^,  ^.  (fcUcn)  tu.  (5.,  (alt^O^b.  wantal  u.  wantala; 
mittelf).  der  u.  daz  wandel ;  oon  bcm  ©tamme  want,  wenben  ?c.)  urfpr.  ^Ben« 
bung,  Umfet)r,  bai>er:  1)  SSeranberung ,  ^Tbänberung,  Sienoanblung 
(aSanbcl  erleiben ,  altb.  wandel  nemen  f.  öcranbert  »erben;  ber  8aut>panbcl, 
b.  i.  bie  SScrtranblung  ber  ©pra^laute);  etjem.  bef.  ber  Svücfgang  eineS 
ÄaiifeS  ob.  SSertrnge^ ;  ba{)er  2)  ein  ben  Äauf  ob.  Söertraj;  red)tUd)  aut= 
l)ebenbel  ®ebred)en,  übcrt).  ^(bgang,  DJJan^el ,  gef)(,  metft  ott.  (o^nc  SJBan-- 
be(,  alleö  SBanbelö  frei ,  b.  i.  untabel()aft ,  oijne  gct)I;  bibl.  bai  ©efc^  beö 
Jperrn  ifl  oljnc  SBanbet;  im  ^ferbc|)anbet  t)ei^en  bie  >:^auptmängcl  cineö  ^fer^ 
be6:  aSanbcl,  obcrb.  auct):  bie  SB  anbei);  ''^)  Umtaufdi,  Uaufd),  2^aufd)= 
l)anbel  („J^anbel  unb  Sßanber',  xvo  jeboc^  SBanbel  auc^  übcrl).  23er!e{)r  be» 
beuten  fann ,  [.  u.  u.  »gl.  werben  u.  oerfe^ren) ;  bal)cr  alt  u.  oberb.  Srfa^, 
(S5enugt()uun3,  SSergütung,  S8upe,  ©elbflrnfe  (gew.  baä  Söanbel;  einem 
um  etioaö  Sßanbcl  geben ,  ob.  i^m  ctwaö  ju  Sßanbct  geben;  baljer:  5San» 
belbüc^lctn,  b.  i.  ©trafoerjcic^nilTe;  3B  an  b  elg  er  idj  te ,  SBsnbcl- 
jlratcnic);  4)  eijcm.  ba6  ^in^  unb  ^etgel^en,  ber  Sugang,  3utritt, 
93erfei)r,  Umgang  (j.  S.  bem  SBanbcl  bcr  Scutc  ju  nalje  [ein;  jQanbcl  ju 
Semanb  l)aben,  b.  i.  3utritt;  ,3ag.  feinen  SBanbel  irgenbmo  t)abcn,  b.  t.  ab« 
unb  jugeben) ;  übcrl).  ber  ®ang,  bie  3Crt  ju  get)en,  baö  -üBanbeln  (bid)t. 
au^  oon  bet  Bewegung  Icblofer  Singe),  gew.  nur  uneig.  f.  bie  Jü^rung  beS 
Sebenö,  ba^  fittlid)e  23ert)a(ten,  gcir.  Seben^ivanbet  (einen  guten  ob.  böfeii 
SGJanbel  füljrcn;  fein  SBanbcl  ifl  unfträflic^) ;  —  wanbcl,  Sto.,  lanbfc^.  f. 
wanbelbar;  mangelf)aft,  fdiabbaft;  —  wanbcln,  ^m.  (altl)oc^b.  \va,.tali5n, 

mittell).  wandeln;    fc^wcb.  Yaudla,    angclf.  vandlan)    1)  jiel.  a)  alt  U.  bic^t.  f. 

verdnberu,  nenvanbeln,  umiüanbeln  (g.  S5.  ba^  SBrob  beim  Jtbenbmaljt,  »gl. 
bie  SBanblung;  ben  9?atl)  wanbcln,  f.  einen  anbern  JRa(l)  ir)dl)(cn;  bie  3Jtor= 
9enrötl)c  roanbelt  bie  2Bolfcn  ic;  auc^:  fic^  wanbeln  f.  öcrtuanbclt  wer» 
bin,  j.  S.  !ann  \voi)l  bie  ©rbe  ft(^  jum  «i^immcl  »ranbeln?);  b)  »lt.  f.  uer? 
taufd)<n ,  au^taufd)en  (j.  35.  alten  grcunb  für  neuen  raanbeln) ;  bal)cr  auc^ 
f.  erfe^en,  trieber^erjleUen ,  gut  mad)en,   vergüten  (einen  ©c^aben,  ein 

J&epfe'e  ^anbworterb.  b.  beutf(!^cn  ©pt.  2.  Z^txl  113 


1 T94  SSanbel 

Unredjt;  tanbfd).  ber  SJcrHufct  foU  bei  ^^»ouptmSngrfn  bai  ^fcrb  wanbtln); 
«Ine  (Sache  —,  f.  biipen,  ©träfe  bafür  geben;  einen  — ,  f.  büpen,  flva^ 
fen;  c)  «(t.  f,  etivag  begeben,  treiben,  nu^üben  (feine  ©adje  «anbcln; 
25iTrätf)crct  — );  2)  jifUo6  m.  tjnben  a)  cf)fm.  f.  fid)  umfe{)ren,  |id)  ver* 
nnbern,  inöbi-f.  frani  werben,  (li.'ies  wandeln,  mitrelt).  f.  jtcrbcn);  b)  vet; 
fe()ren,  Jöerfeljr  ob.  ©eiverbe  treiben  (f)anbeln  unb  wanbcln);  c)  {)in-  unb 
t)exQii)iny  u.  (eifl  im  9tcubod}b.)  f.  gef)en  übert).  (bii(.  flebe  auf  unb  «?an» 
btle),  bi'f.  ali  ein  eblcrcr  bidjt.  2(u6bru(l  mit  bem  S^ebcnbcgrijfe  ber  Ceidjtig« 
Icit  u.  Q6emäi)liö:,Mt  ob.  Can9[Qm{eit  ber  SBcroegung,  mcifl  oljnc  SRicijfung 
auf  ein  biitimmteö  3{c(,  »crfc^.  oon  bcn  finno.  wallen  u.  iranbern ,  (auf  bcm 
gi'Ibc,  unnr  ben  Säumen  Joanbetn,  »gf.  luftiüanbeln;  nur  bei  J^injufiigung 
biö  3!t'lcö  ob.  bcö  SDSegeg  m.  fein,  j.  SB.  rcir  finb  na^  bem  nal)en  JDorfe, 
bind)  bQö  Zl)al  ic.  gciranbelt;  aber:  wir  ^abcn  lange  gewanbelt;  aud)  mit 
bem  "Kcc.  beö  SBegcS:  einen  SBcg  vcanbctn;  uncig.  bie  SSabn  ber  Sugenb, 
bfe  SSScßc  ©ottcö  rcanbeta);  uneig.  auc^  »on  Icblcfcn  Singen  f.  fid)  leid)t 
unb  [angfam  fortbewegen;  ferner  f.  fid)  in  ftttüd)er  ^infid)t  betragen  ob. 
V»ert)alten,  fein  ßeben  fü[)ren  (bibl.  »or  ®ott,  in  ber  SBafjrbeit,  im  fötati« 
ben,  in  fccr  Jpoffnung  u.  wanbctn;  „bu  ^aft  gcwanbctt  «ibcr  bic  Drbnung"  jc. 
Cuttjcr);  —  3fe6.  bie  SSSanbelba^n,  bic^t.  f.  ©pajierwcg  ob.  »pla^  (fr. 
^romcnabc);  ber  Süanbelgang ,  f.  Cuftgang,  ©pa^icrgang;  bag  SBanbet- 
glürf,  baö  fic^  ücrd'nbernbe,  unbcjlä'nbige  ©lüdi;  bic  Süanbelferje,  cbrrb. 
eine  größere  Äcrjc,  »üel^c  beim  ^oel^amte  üor  ber  SBanbiung  (f.  b.)  angejün« 
bct  ju  »Dcrbcn  pflegt;  baf)er  audj:  ber  2BanbeUeud)ter,  ßcuc^ter  für  eine 
foIÄe  Äer^e;  iXinnDelloö,  Sw.,  of)ne  SBanbci,  unocranbertie^,  beflönbig,  un« 
«crgänglic^;  au^  f.  fet)ledoS,  mafclIüS;  bie  SBanbeKoffgfeit;  ber  2Bam 
belmutt),  alt  u.  obcrb.  f.  ueranberlic^e  ©ejtnnung  ob.  @emüt£)6art,  Unbcfldn« 
big!eit,  ge»r.  SSanfctmut^;  baljcr:  wanbelmütl)tg,  S3nj.;  bie  SßanbelmÜ^ 
tbigfeit;  ber  SBanbelpla^,  ^rü§  jum  Umberwanbeln,  ©pa^ierptaV,  ber 
2ßünbel)lfin,  ott.  f.  ©renjltein  (roeil  fi^  bort  bie  ©renje  loenbct);  ber 
SBanbeljtcrn,  ein  »anbclnbev,  b.  t.  eine  beflfmmte  Saijn  befdjreibcnbet 
etcm,  sRiuio.  f.  bae  fr.  ^JXanet;  baS  SBonbehvetter,  »eränbcrlid^eö  SBct* 
ter;  —  3{  blei  t.  rranbelbar,  S5to.  (mittelfj.  wandelbaere;  altb.  aud)  wan- 
tl;iilih,  wai.dellich)  1)  ton  SÖJ anbei:  meijl  »It.  f.  9}?angel  ob.  (55ebred}en 
I^abenb,  fet)leri)aft,  fdjabbaft  u.  unbraudjbar  (ein  ©d^lofe,  eine  Uf)r  wirb 
jranbclbar;  ein  JpauS  ift  »anbtibar,  b.  i.  baufdUig);  olt  u.  obcrb.  auc^'. 
flraffaUig,  firafbar;  2)  »on  »anbeln:  a)  wag  Deranbert  cb.  t)envanbelt 
werben  fann  ob.  fid)  (icid)t  u.  fcfenell)  Deranbert,  finno.  Derd'nberlid),  unbe* 
flanbig,  üergä'nglid)  (baS  »anbelbarc  ©liic!  ic);  b)  alt  u.  lanbfc^.  f.  \vai 
bewanbelt  ob.  bereifet  werben  fann,  gangbar  (eine  »anbeibare  ©egenb); 
«iebeib.  aud)  f.  gangbar,  im  SJerfcbr  gebrdud)lid)  (»tanbelbareS  ®ctbj;  bie 
Sßanbelbarfeit,  hai  2Banbe(barfein,  bie  wanbelbare  S3efd)affenf)eit,  insbcf. 
f.  93eränber(id)6eit,  93ergd'nglidifeit;  tvönbelbaft,  S5m.,  wlt.  f.  fid)  leid)t 
wanbelnb  ob.  tjeranbernb,  ucrdnberlid) ;  ber  SBanbder  ob.  gc».  ^gcj. 
SßanMcr,  -6,  bie  äßanblerinn,  SO?. -en,  wer  wanbeit,  bef.  lujlwanbclt, 
»crfd).  SBanbcrer;  bie  Söanbelung  ob.  gern.  jgej.  2ßanb(ung,  olt  u. 
bid)t.  f.  baä  2Banbe(n  (jiel.)  ob.  @id)jwanbe(n,  ber  SBanbel,  finno.  23er* 
anberung,  S3erwanbiiing;  insbcf.  f.  bie  S3tobwanblung,  b. ».  bie  JBcrwanb» 
lun^  bei  SSrobi'ö  beim  l)i'il.  2(bcnbma^I. 


tvanbcrn  —  njanbfefl  1795 

Wönbcrn,  jtellof.  3w.  m.  fein  u.  ()aben,  (mittel^),  feiten  wandern,  qIS 
S^lcbenfoim  oon  wandeln ,  fpüter  burc^  cin^efc^ranftcre  9Bcb.  oon  bicfcm  gc 
f(feiebcn;  bii  Dichtern  bcö  14.3af)r().  finbct  ftc^  der  wunder  f.  wandel;  angelf. 
vandrian,    l)Crumirrcn,    engl,  wander;    fc^roeb.  vaiidra  u.  andra ;    cgt.  iai  itat. 

andare)  übivb.  iim()er;  ob.  oon  Oxt  jii  £)ct  3c()en,  bcf.  in  unb  burcb  ent* 

fernte,  frembe  ©cgenben  ju  Jußc  reife«  ob.  übei^.  umberjic()en  (bei  ©e« 

jeic^nung  beg  iKaumeö  ob.  3telcg  m.  fein;  au^erbem  m.  f^abcn;  $.  33.  cc  tjl 

»oeit,  bucc^  ganj  Deutfdjlanb  ic.  geraanbert;  aber:  loic  f) ab cn  lange,  ben 

ganjen  Sag  :c.  geiranbcrt;  eine  roonbccnbe  ©c^aufpickvtvuppc),  inebif.  \>0\\ 

ben  ^.mbtverföburfd^en:  frembe  £)rter  unb  Sänber  be\u<i}enf  um  fic^  in 

ii)cein  (Seiücrbe  weitet  auöjubitben  (in  bie  grcmbe,  auf  fein  Jpanbicerf  mani^ 

bevn;  bcc  ßiefeUe  ^at  brei  3at)rc  geroanbert);  in  weiterer  93eb.  an6)  übeilj.  f. 

fld)  nacf)  einem  anbern  jDrte  begeben    (aus  bem  Canbe  wanbern,  baijcr: 

ouömanbern;  cbcrb.  »ou  Dicnftbotcn  f.  ouS  bem  2)itn|tc  treten,  jicf)en; 

uneig.  auä  bem  2eben  wanbcin,  f.  fterben);  fc^er^f).  auc^  fc^(ec^tt)in  f.  gei)en 

(nadj  bcc  ©^ule,  inö  Sier()au6  u.  bg(.  »anbern),  u.  oou  ©adien  f.  tx)ot)in 

gebrftd)t  werben  ob.  9erat{)en  (j.  S.  bit  Hi)x  ift  inö  £eit)()auö ,  baS  Sud)  in 

ben  Äramtaben  gemanbcrt);  lanbfc^.  aud)  f.  fpufen,  ugt.  umgefjen  (eö  wan« 

bert  in  biefem  ^aufe);  —  3feO-  i»«*  Sßanberbuc^,  tanbfc^.  ba6  S5u^  beö 

ttjanbernben  .^anbnjerfögefeUen,  »etdjeö  bie  obrigfeittic^c  Beglaubigung  feineö 

Stamenfi,  ®ei»cr&eö,  bie  3cugni)Te  feiner  Ü3ieiftct  jc.  entf)ält;  ber  SBant^er^ 

falf,  f.  0.  ».  (äbelfal!,  auc^  giemblingsfalf  (jt>ei(  er  bei  unS  nic^t  einljeimifc^ 

ijt);  i)(\i  äBanbergercitl) ,  jur  SBanbcrfc^aft  gehöriges  ©erätf);  ber  23ani 

bergk'fell,  ein  wanbernber  .^anbn)crE6gefiU;  bai  33ant'erial)r,  VJl.  bie  5üanj 

berjaf)re,  auf  ber  SSäanbcrfc^aft  jugcbradjte  2ai)xi  btf.  ber  J^anbwcrEec;  hai 

SSanberfeben,  wanbemb  ob.  auf  ber  SBanberfd)aft  ^ugcbradjtcS  Ceben ;  bie 

älJanberlujl,  bie  Suft  btS  2Banbern6  ob.  ^u  wanbcrn;  ber  SBantierömann, 

^.  2i]anber^(eute,  (fl.  SBanbetmann  Jc),  tin  »anbcrnber,  b.  i.  ju  guge 

reifenber  SJiann,  ebtec:  SBanberer;    bie  SSSanbcrratte   ob.  Sßanbermauä, 

eine  Art  großer  Statten,  rcelc^e  bef.  bei  Stacht  uon  einem  Orte  jum  anbern 

»anbern;  ber  Sßantcrfacf,  gteifefart  eine«  SBanbcrcrfi;   ber  äßanber|1ab, 

@tab  ob.  StocE  beö  SBanbererd  (ben  SBanberflab  ergreifen,  b.  i.  eine  Söanbc« 

vung  antreten);  bie  äöanbertaube,  eine  2ftt  norbamerüan.  Sauben ,  rcet^e 

fdjaarenrceife  iiei)en,  auc^:  3u3=)  Stric^taube;  bii5  SßanfcerüOlf,  ein  n?an» 

bcrnbee,  umt)crjiei)cnbe«  SSolf  ot)ne  feften  SBo^nfi^,  .^irtenool!  (fr.Stomabcn); 

bi«  ilßanberjeit,  bie  3eit  jum  antreten  einer  SBanbcrung;  bie  auf  ber  5B5an» 

betfi^aft  jugebrac^te  3eit;  —  Xbteit.  bec  Söanberer  ob.  jgej.  SSantrct, 

-ö,  9}?.  w.  (5.,  bie  2Banl>rerinn,  CD?,  -cn,  wer  raanbert,  ein  Oieifenbet 

iu  gup;  bie  SBanbering,  Schiff,  bie  ^tanfen  ju  beiben  ©eiten  beS 

©djiffäborbe^,  auf  welchen  man  oon  oorn  nad^  hinten  ge()t,  auf  großen  ©c^if» 

fen:   ßaufpianfen;   bie  SBanberfd^aft ,  ber  Suf^anb  be»  2iJanbecn5  ob. 

be3  SBanöerer^,  bef.  beö  »anbernben  JpanbwerEetg,  u.  bie  3«it,  treidle  man 

ttjanbernb  jubrin^t  (auf  ber  SGBanberfc^aft  fein;  üon  ber  5DSanbcifc^aft  jurüct« 

fommen;  uneig.  t>ic  SDSanberfc^aft  auf  ©rben  f.  ba6  geben);  bie  SBanbcrung, 

59?.  -  en,  1)ai  5Banbern,  u.  ber  2ücg,  ben  man  ivanbernb  jurücf (c^t,  bec 

©ang  nad)  einem  entfernteren  £)rte,  bie  ^uf reife  (eine  SCSanberung  unter' 

nehmen,  antreten;  oiele  SSanberungen  matten;  »gl.  au^  SölEerttanberung). 

wanbfefl,  SBantflec^te  k.  —  SCBanMcu^ter,  f.  unter  SBanb. 

113* 


1790  SBanbIcc  —  wanfm 

SBanbler,  Sßanblung,  f.  unter  wanbetn. 

SBanbmooS,  2Banbnad)bar  k.  —  2Banbul)r,  [.  unter  Sßanb. 

SÜiirtvJ,  m.,  -Cg,  S)?.  -e,  (jot^.  U.  aUt)0(^b.  der  wang,  mittel^),  wanc, 
@,  wanges;  fpciter  auc^ :  baß  SQang;  altnorb.  vangr,  altfdc^f.  u.  anc^elf. 
vang;  urfpr.  mai}tiä).  gemölbte  ob.  rings  begrenite  gta^e;  ogt.  baö  altfäc^f. 
hebenes  wang,  hebau-wang,  ^immel6'3Bang  f.  ^immct)  oöUig  »lt.  f.  ?^elb, 
§[ut,  oon  ««atur  bcwad^fcnc  ßcbflacf^e ;  inSbcf.  cingefd)(of[encS  gelb  (noc^ 
öftr.  baö  gßang),  umjauntec  5Betbepla^;  baljer  noc^  oberb.  OrtSbcnen^ 
nungcn  auf  -tüang  ob.  -raangcn  (j.  SS.  iiai  ©raöwang,  ©tra^wang  jc; 
©hrangen  k.)- 

Sßange,  W.,  9}?.  -n,  (aUtjOC^b.  daz  wanga;  mittclt).  daz  wange,  SJJ. 
wange;  obcrb.  ba§  2Bang ,  9Jl.  SBanger;  altfad^f.  wanga,  «>.;  angelf.  vang, 
väng,  veug;  fc^rceb.  vang;  ital  guancia;  n)af)rfd).  uon  gtcid^em  Stamm  u. 
gleicher  ©runbbeb.  mit  „bcr  SOSang",  f.  b.) ,  bic  gcixtötbtert,  jleifcl}igen  «Sei* 
tentbeUc  beö  menfcf)ücf)cn  Tfngefidjtg,  ebler,  als  baö  mci)r  nieberb.  $8acfe 
(bic  rechte  u.  bic  ltn!e  SBangc;  einem  t)k  SBangen  jlccic^cln;  bie  ®c^am  rötijet 
bie  SBSangcn);  SlatuvE.  au^  bie  ä^nltc{)en  SKjeUe  an  ben  Äopfen  bec  5lf)iere; 
uneig.  f.  @eitcntf)eile  übcvli.  in  gewiffen  befonbeven  Jfnnjenbungtm ,  j.  S.  bie 
jlarEcn  4>ö(jer,  mit  tt)cl(^cn  ein  55)ia|tbaum  unten  an  ben  ©etten  belegt  irirb 
(?OZatlroangen);  an  einem  Jpobel  bic  ©citen  bcS  2o(^eS ,  in  welchem  i^a^ 
©ifcn  ftcctt;  S3crgw.  bie  glügct  oben  an  ben  Äunftflangen ;  —  3fc§.  baS 
SBangcnbein,  [.  o.  m.  bcr  SacJcnEnoc^en  ob.  i>a€  Soc^bcin;  ba^  SBangen; 
eifert,  SBcrg».  ein  auf  bic  SBangen  bcr  Äunjtjlangc  genageltes  Sifen,  bamit 
fid)  baS  ^olj  nidjt  abnu^c;  bie  SBongenfläc^e,  bie  äußere  platte  glad^c  ber 
SBangenbeinc;  ba^  Sßangengrübc^en,  f.  ©rubc;  ber  Sßangenbobel,  Sifc^l. 
ein  @cftm6l)öbel  mit  fc^malem  Sifcn  unb  ©(^afte;  tai  SBangenfiffcn  (alt- 
l)0(^b.  wangachussin,  auc^  der  wangari,  niittclt).  wangaere ,  wanger,  fd)mcij. 
baS  Söängcrlt)  nn  fleincS  ÄopfÜffen,  bic  SBange  barauf  ju  legen;  ber 
2Bangenmu§fe(,  ocrfc^iebene  93iuS!eln  bcr  SBangen,  inSbcf.  ber  flcinc  u.  ber 
grope  aßangcnmuSfct;  bie  2Bangenrofe,  bic^t.  f.  iit  litbüä)  roil)e  garfcc  ber 
SBSangen;  bie  2Bangenf(i)etbe,  bic  äu^erfien  ©d^eibcn  ju  beiben  ©citen  eincS 
SienenpoctcS;  —  "Kbltit.  Vüangen,  jiel.  3")-)  ©(^iff.  mit  Stöangeit  üec- 
fet)cn  (einen  aSajl). 

wanfen,  jieUof.  3w.  m.  I;abcn,  {bie  SBurjel  wank,  gu  »cld^er  au^ 
'.rin!cn  gehört,  ifl  eine  Sßciterbilbung  oon  wag,  wak,  fi^  bewegen;  »gl. 
äBagt   »actcln  JC.)    1)  (altl;odjb.  wankön,   ^cät.  wankota;    mittclf).  wanken, 

wancte;  fdjTOcb.  vanka)  fui)  langfam  l^itt  uiib  ber,  üon  einer  ©eite  jur 
anbcvn  bewegen,  finno.  fdjwanfen,  tvacfein  (roanfenbcs  Sio^r,  @raS  jc; 
bei  einem  (Stbbcbcn  tranJcn  bie  J^äufer;  beim  ©eljen  t»or  ©c^icd^e  iranfen; 
wanicnbc  ©cljrittc  ic);  aud;  ficf)  iranfenb  fortbewegen,  wanfenb  ge^en 
(m.  fein,  wenn  eine  DrtSbcftimmung  ^injutritt,  j.  S5.  bcr  Srunfene  ift  nac^ 
^aufc  genjonft;  ber  ÄvanSc  wanEtc  oon  bcm  Settc  an  baS  genftec);  nieberb. 
u.  fc^er^i).  gem.  übcrl;.  f.  gelten  (j.  33.  bd  ^aä^t  wanEcn,  f)crum  wanEen  zc); 
2)  (altfjOC^b.  wankjan ,  wenkjan ,  !prat.  wankta ;  mittcll).  wenken ,  wancte; 
oberb.  TOcnEen  neben  raanEcn)  fid)  üon  feinem  ©tanborte  jur  ©eite  ob. 
riicfirärtö  bewegen,  üon  bec  geraben  9?id)tung  abweichen,  auöbiegen,  au^- 
ir>eid)en  (er  fing  an  ju  »sanEen  unb  ipi^;  ircbcr  manEcn,  nod^  »vcic^en,  b.  t. 
feinen  ^la§  unbcroegli^  behaupten);  uneig.  in  feinem  @emütl)e  n\d}t  feft 


wann  —  Sßannc  1797 

lt.  bebarrdd)  fein ,  in  feinem  (5ntfcf)Iuffe  unfidjer  werben ,  baö  &tvooüte 
ob.  dmartete  nicf)t  feiflen  (er  mürbe  tranfcnb;  fein  SOZutf)  >ran!tc;  ein  flar« 
Jeö  ©emütf)  mufö  in  feinem  ©türme  beS  ®c^ict|'a(6  roantcn) ;  fl'rf}  jum 
<Sd)(imnieren  neigen,  anfiingen,  ftd)  nad)t()ct(ig  ju  i^eränbern  (fein  öiiirf, 
feine  ®cfiinbt)tit  jc.  tüanJt,  roirb  »ranfcnb);  —  ber  Sßanf,  -eö,  o.  «Oi.  (alt« 
t)OC^b.  wank,   mittclfj.  watic,   &.  wankes,   3}l.  wenki-;    fc^web.  vank  f.  ©ebrc« 

d)cn)  nlt.  f.  bag  5öanfen,  b.  i.  tai  Hb:  ob.  3urü^ireid^en ;  ein  jurü(fs 
fiiljrenber  ^Beg,  «Seitennjeg;  uneic?.  bie  ^Tbweicftung,  Unbeftänbigfeit, 
23erd'nbec(id)feit,  ber  2!rug;  ein  gel)!,  ^eWc,  ®ebved)en,  ogt.  asanbcl, 
(mittclf).  tiue  wanc,  otjnt  2öan!,  b.  i.  otjne  geftt,  unfctjtbar,  jmcifcttog):  alt 
u.  obcrb.  aud)  f.  3Binf;  n^anfcl,  Src.  (altljoc^b.  wanchal,  mittclf).  wankel) 
alt  u.  obcrb.  f.  want'enb,  fd)»v)anfenb ,  nid}t  fert,  unbeftä'nbig  (®cmüt^, 
®lücf  u.  bgl.);  ba()er:  njanfel^erjtg,  Sic,  Bit.  f.  ein  manfctcS  .öcrj  b.  i. 
ein  unbe|länbigc6  ®emüt^  {)abcnb;  ber  Söanfclmutt),  roanBelcr  SDZutl),  fc^mans 
!enbc,  unbcftcinbige,  unjuorrlafftge  ©efinnung  ob.  ®cmütl)5art;  njanfclmü* 
t^ic),  Sn).,  SBanfclmut^  ijabcnb,  ob.  barin  gcgrünbct;  bie  2Banfc(müt()igs 
feit,  baö  933an!elmütt)igfein ;  ber  SBnnfelffnn,  f.  o.  re.  2Ban!clmut();  xvail' 
fdbar,  S3w.,  oberb.  1)  f.  D.  n.  tvanfe(f)aft;  2)  f.  fef)(ert)aft,  fd}abf)aft 
(ogi.  njanbelbar) ;  n)anfe(t)aft,  Sn?.,  jum  Söanfen  geneigt,  fidi  Ieid)t  [)in 
unb  i)ix  berocgenb;  unbeflanbig,  üerd'nberlid) ;  bie  Söanfcll)aftigfeit; 
tranfein,  jicUof.  3n>.,  alt  u.  oberb.  f.  rcanfen,  lüatfetn. 

JVann,  1)  9lro.  ber  3ett  (ocn  bem  ©tammc  bc6  fragenbcn  gürw.  \pcc, 
f.  b. ;  entfprc^enb  bcm  t)intt)cifcnbcn  bann;  gctf).  hvan  f.  quando  u.  quam, 

iüif,  "OOr  Seim.  J.  95.  hvan  filu,  b.  i.  quam  miiltnm;  altfa^f.  hvan;  a(tf)0(^b. 
hwanne  u.  hwenne,  fpä'tcr  wanne,  wenne,  mitttlt).  wenne,  burdiauä  in  ?cit» 
li^er  Seb.;  für  unfcr  bebingcnbcS  gügcmort  mcnn,  meines  crjl  im  9{eu* 
l^o^b.  t»on  mann  unterfdjieben  murbc,  ftc^t  altbo^b.  ibu,  mittcll).  obe,  ob; 
»gl.  baö  engt,  when,  jcitlidfe,  u.  if,  bebingcnb;  Suti^cr  i)at  gar  fein  mann, 
fonbern  gebraud^t  menn  für  bcibe  Seb.;  fo  aurf)  bie  f)cuttgc  nieberb.  SOJunb» 
art,  mä'fjrenb  im  Cberb.  mann  auö;)  für  iai  bcbingcnbe  m  enn  üblich  i|l) 
a)  fragenb:  }U  roeld^er  3eit  (mann  mirft  bu  fommcn?  mann  ift  cg  gefi^rljcn? 
feit  mann  t)aft  bu  ifjn  nidjt  gefeiten?  bi^  mann  bleibt  er  au6?  —  nicbcrb. 
mann»  ob.  menn^ebcr,  f)oll.  wann^r  f.  mann,  j.  S.  mennctier  fommt  er 
jurücJ?);  auä)  in  inbiccctcn  grage[ä^en,  mo  mann  bie  Äraft  cine§  gügemor* 
teö  annimmt  (j.  S.  i<i)  mei|j  ni^t,  mann  er  !ommt, —  mann  er  geboren  iftic.; 
eS  fei,  mann  eS  moUc);  b)  unbeflimmt:  ju  irgenb  einer  3eit  (alt^oc^b. 
wanne,  wenne  f.  einftmal§,  cljcmalö,  lat.  aliquando,  oHm ;  im  älteren  Obcrb. 
etmann  ob.  etmenn;  »gl.  ctroa),  je^t  nur  gebr.  in  ber  SJcrbinbung:  bann 
unb  roann,  b.  i.  eig.  ju  biefer  unb  irgenb  einer  anbern  ^e'ity  baf)cr:  wn 
3eit  5U  3«it)  juweilen;  2)  »lt.  Sbm.  (au6  alt^oc^b.  liwanta,  hwanda,  mit* 
telf).  wände,  wan  entjl.)  f.  benn ,  treil,  ba  (§.  JB.  Jg>anS  ©ac^S:  „la^t  un6 
auf  fein,  mann  ti  ift  meit")- 

2ßannc,  «>. ,  9)?.  -n,  SJerfl.  bai  ^IBdnnd)en,  obcrb.  SBanntetn,  (alU 
l^od^o.  wanna,  mittelf).  wanne;  oberb.  bie  SiSannen;  maljrfc^.  »on  ber  5IB.  wa, 
metjcn)  1)  ein  ^Berfjeug  jum  @d)tvingen,  in6bef.  bie  gutter?  ob.  ©etrei« 
befd)winge,  f.  ©djmingc  (lat.  vannus;  f^meb.  vanna;  franj.  u.  engl,  van); 
lanbf^.  aud^  f.  bie  0d)n)ingen  ob.  (Sd)t»ungfebern  ber  93cgel  (engl,  van, 
franj.  vanneaux) ;  2)  ein  Iv^'nglid}  runbeö  -^olj;  ob.  SÖZetallgefa^  (»on  bcc 


1798  »annen  —  SSappcn 

t^nllÖ^ldt  bfc  gorm  mit  bcr  guttcrwanne;  j.  S.  SBobt«,  SB5of4);,  ©put« 
voanm  k.  ;  obcvb.  Äüc^.  baS  fffianbl,  eine  wanntmifnüö^e  SBartform,  u.  eine 
in  fcld;cr  ^Isorni  gctactcne  Speife);  ba^  SBannenbat),  in  cincc  SBanne  gc» 
nommcncö  Sab,  j.  u.  d.  giuf6s  ©ecbab  :c.;  bec  2Bannenmad)er ,  Sßirfers 
ti^et  con  SBanncn;  bet  2öannenrüet)er ,  eine  2Crt  galfcn,  rccicbe  mit  bcn 
gtiigctn  (ob.  JBannen)  tvtt)mb  fic^  in  ber  2uft  fc^irebenb  ju  erhalten  pflegen, 
audj  SBanncnrceifje,  SBanbweöe,  SBiegroe^e,  SRutteln?cif)c  jc.  genannt;  — 
tüanncn,   jicl.  ä«?-  (altb.  wanaön,   wannen;    engl,  vann,    fronj.  vanuer),   alt 

u.  lan^id).  f.  fd)roincjen;  inöbef.  bn6  @etr«ib«  — ,  fd)tvtn9en,  b.  i.  mittctfl 
ber  SBSannc  fdjiüingcnb  reinigen,  »vücfeln. 

tranncn,  fragenbcg  u.  bejieljenbeS  9lro.  beS  Ortes  (cntfpr.  bcm  {)in«cifcn« 
benbannin;  aUi)OC^b.  hwanan,  wanan,  wanna,  wanana;  mittelt).  wannen; 
im  älteren  Oberb.  aud}  blop:  mann)  t>lt.  f.  iro()«r,  oon  wo  (j.  S.  mittel^, 
wannen  bistu  der  lande?  Jgan^  ©ac^ö:  ber  fragt  mic^ ,  roomi  ic^  gieng  :t.); 
ic|t  nur  woä)  bic^t.  in  SSer&inbung  mitoon:  Donivannenf.  »t)cl)cr,  vott 
wo;  itiannenl)cr  ob.  n)annenl)ero  (oberb.  auc^  »annfecr)  »lt.  1)  SR»,  f. 
wof)er;  2)  fSbw.  Äanjl.  f.  baljer. 

Sßanfl,  m.,  -eö,  ^J^.  SBanfte,  (attf)0^b.  wanast,  wanest,  mittelt).  warst; 
oberb.  SBenjl  u.  SBambjt;  »gl.  SBamme)  ber  ©d^mecrbaud)  »cn  Sljiwen, 
gem.  u.  »era^tl.  and)  oon  SKenf^en  (feinen  SBanjl  füllen  f.  unmäßig  ejffn; 
ein  bictcr  SBanft  jc);  Sag.  ber  grofe  Sl)eit  am  ©efc^eibe  be6  J^irf(^eS,  aud): 
SB  a  n  j ,  2Binbfarf  jc. 

Sßanje,  w.,  CO?,  -n,  (erft  im  ??eut)o^b.  »on  SOBanb  gebilbet;  oberb.  bte 
SBonjen,  fc^iräb.  ik  SBentrt,  ba§  SSentele:  altb.  wantlus,  b.  t.  SBcnbU'i'j«, 
wantwurm),  ettt  ungcflugelteS,  cfeft)aft  rted)cnbe6  Snfect,  »elc^eö  ftd)  ols 
ein  >»ibrige6  Ungeziefer  an  ben  SBdnben  ber  3ifnmfv  u.  in  ben  Selten  aufljält: 
bie  ^an^'  ob.  SSetttranje  (lat.  cimex);  in  meitcrer  Seb.  ein  3al)lretd)eg 
®cf*(ectit  meijl  übelried)enbcr  Snfecten  mit  freu^weife  über  rinanbcr  gcfal« 
tetcn  giügetn  unb  platten  ^lügelbecEen,  rcoju  bie  S3aumroanjen,  bic  Äotf)^ 
ob.  gliegemranje,  bie  SBnffenranje  jc.  geljören;  ba6  SBnnjIein,  oberb.  f. 
bie  Sinfe,  SBicfe;  —  bie  SSanjenbille  ob.  bcr  SBanjenbiü,  f.  JCorianber; 
baö  äQanjengefirfit,  eine  ^flanje  mit  gufammengefelten  Slumcn,  fünf  für» 
gen  ©taubfdben  u.  röf)renförmigem  Staubbeutel  (coreopsis  L.);  ba^  ^an* 
jenfraut,  oerfc^iebene  ^^flanjcn,  rcelc^e  jur  Vertreibung  ber  SBanjen  bicncn 
foUcn,  inöbef.  eine  bem  ed)marj!raut  a'()nli(^e  ^flanje  in  Sibirien  (Cimicifuga 
L.);  eine  2(rt  ©cfinjar^wurj  (actaea  cimicifaga  L.);  boS  reännli^e  garn!raut; 
bie  purpurrotl)c  Saubncffel  u.  a.  m.;  bng  ©anjenmittel ,  ein  VSlittd  jur 
Vertreibung  ber  3Banjcn;  ber  SBanjenfamen,  eine  in  ber  Sartarei  »adj» 
fcnbe  ^flanje  mit  iüanjenäf)nlt^en  ©amenförnern  (corispermum  L.);  bie 
SBnnjennJiir;^,  bai  männl.  garnfraut,  f.  SBanjenFraut ;  —  wanjic^t,  Sn>., 
tDnn^enä'onlic^  (j.  S.  riechen). 

SBappen,  ef)em.  SBapcn,  f.,  -6,  3)?.  tt).  @. ,  (urfpr.  nieberb.  gcrm  f. 
büß  t;odjb.  333 äffen,  f.  SDSaffc;  gotl).  v^pn,  altfac^f.  wapn,  wapan;  oberb. 
e^cm.  baö  SBappcn  f.  SÖaffe,  ©djwert  ic,  u.  bie  SBappe  ob.  fDSappcn  f. 
boc^b.  ba6  aSappen,  j.  S.  bie  ^o^fürflli^c  Söappe;  —  urfpr.  bezeichnete  bie 
gj?el)v^.  „bic  SBapen"  neben  ,,bie  SBaffen"  (f.  SBaffe  2)  oorjugSnjeifc  ^elm 
unb  ©djilb  mit  i^ren  unterfc^eibcnben  färben,  Silbern  u.  3ierat{)en;  barauj 
entfianb  bie  oberb.  »eibl.  Sin^eiteform  „bU  SSappc"  neben  bem  neu^ot^b^ 


»appcn  — •  SSarb  1799 

bai  SBoppen)  ein  mit  Jiguren  bemalter  ®d)i(b,  flt«  Unterrd)eibung^!picf)en 
einjelner  ^erfonen,  urfpc.  bef.  ber  «Ritter,  ober  ganzer  g^^milien,  (^c\tü: 
fd)aften,  (Staaten  jc.  (einen  2CbIer  im  SBappen  fiitjren;  fein  SSaupcn  in 
©tein  flecken  lofTcn  ic);  aud)  bcii  unterfd^eibenbe  SSilb  ob.  '•ilbjeicben  felbfl, 
baS  5iJappenbilb  (j.  ffi.  fein  SSSoppcn  ift  ein  ftlberner  €5tirn  auf  rcttjcm 
©runbi');  obcrb.  (btc  SBoppe)  oud)  f.  ©iegef,  ©tempel;  fdjerjt).  f.  glccf, 
Älecfö;  —  3fc5-  ber  fflappenbalten,  ein  Söaifcn  im  SßJappcn  ob.  o!6  5D5jp» 
pcnbilb;  bte  SßnppenbiniDe,  ein  fdjmolcr  ©trrifcn  ali  SBappcnbiib;  ber 
Söappenbricf,  eine  Urfunbe,  burd)  njcldje  einer  ^erfon  oon  einem  gürflcn  jc. 
ein  JBoppcn  crt|)ei(t  rcirb;  tai  2Bappenbudj,  ein  Sudj  mit  2Bappcn  ■ttbbi[» 
bungi'n,  ob.  über  bie  SBcppen!unft;  bie  2ßappfnt>ecfc,  eine  ben  iBappin« 
fdjilb  umgcbenbc  ©ccte,  gem.  con  Siaucfeicerf,  and):  ber  SÜJappenman tet; 
ba6  2ßappenfelb,  [.  gelb;  wappengenofi!,  Sit,.  obcrb.  f.  ju  einem  Stop- 
pen berechtigt,  ficgelmä&ig;  ber  2Bappenf)alter,  f.  ü.  id.  edjitbtjalfer,  f.  b.; 
ber  2ßappenl)e(m,  ber  ^e(m  auf  ob.  über  einem  SKJjppcnfdjiibe;  ber  2ßapi 
pen^)crol^,  ein  bei  SRittcrfeftcn,  SEurnieren  jc.  bie  SBappen  unterfuc^enbcr  ^c« 
reib  (f.  b.);  ber  SBappcnfönig,  ein  oerpfiidjtcter  ^appenfunbiger ,  irelctjec 
SBappcn  prüft  unb  entwirft;  bie  SBappenfunbe,  jCenninifö  ber  SBJoppen 
na<l)  ihren  Sbeilen  u.  bcren  S?ebeutung;  njappenfunbig,  95a\,  ber  SSS.ippcn 
funbig ,  bie  SBoppenfunbc  oerfltljenb ,  aI6  .^>d.  ein  SBappenfunbigcr,  bec 
Sßappcnf  unbigc  (fr.  Jf)eralbifcr);  bie  2ßappenfiinll,  ber  Snbigiijf  ber 
Siegeln  jur  Jtenntni>'6  bev  corfjanbenen  u.  jur  ©ntroerfung  neuer  Sßappcn  (fr. 
J^eraibit);  ber  SBappenmaler ,  wer  SBappen  ju  moiin  oer|lef)t;  ber  2Bap: 
pen-mantel,  f.  SBappenbecte ;  bie  Sßappenfcö^U,  93eftd)tigung  u.  Siurttjei« 
lung  ber  SBoppen  nadj  bcn  Siegeln  ber  Äunfl  bä  Surnieren  jc;  ber  ob.  gew?. 
baö  9ßappcnfd)llb,  ©djilb  mit  bcm  SQJappcnbiibc;  ber  ai^appenfc^neibct 
ob.  ;[ted)er,  »er  SOBnppen  u.  übevfj.  ©itgtl  in  ©tiin  u.  5KctoU  fdjntiber,  ^.r« 
fdjafiflcdjer;  ber  SBappenfprucÖ,  ein  um  ba6  SBcppen  gcfc^riibener  Scn!= 
fpruii;  baS  äßappen|lücf,  ©tuet  ob.  atjrü  eines  SBappenS;  —  2lbliit. 
tt>appenen  ob  gew.  n'appnen,  jiel.  3»-,  1)  alt  u.  lonbfc^.  f.  njaffr.en,  be; 
ivaffnen,  ruften  (bibl.  2(brat)am  irappnetc  feine  .ttnccljrc;  ein  (S)CTrürpnc« 
ter  f.  (in  Seiooffnetcr,  ©erüftctcr);  '!)  mit  einem  Rappen  oerfeben  (ge» 
wappnete  ©leine,  b.  i.  mit  bem  SBappen  ber  .^errfdjaft  bejeidjnfte  (iJnnjs 
fteine):  ber  SBappcner  ob.  gen?.  SZßappner,  -ö,  etjcm.  f.  SBiüffenträger, 
9Baffenfnecf)t,  @d)i(bfnappe;  im  16.  Satjrt).  f.  bewaffneter  Sürger,  Söur? 
gerfülbat;  rcäppeln,  jiel.  3n5-»  obcrb.  f.  mit  einem  2!3appen,  Siegel, 
Stempel  ob.  giecfen  bejei.i)nen,  flcmpeln  (j.  ^.  gcircippcltc  Äactcn). 

njappcn,  wappern,  jicUof.  3«.  m.  baben,  (mitteif).  wappen)  alt  u. 
lanbicfe.  f.  0.  «5.  roabbeln,  fd)n;appen,  fdjlottetn;  ©c^iff.  »on  bcn  ©cgtln: 
im  2üinbc  bi»  unb  i)ev  fdjlagen. 

wappnen,  SBappner,  f.  unter  SBappcn. 

TOar,  id)  mar  ic,  vo\x  waren  jc,  f.  unter  fein,  »gl.  »efen. 

SBarb,  m. ,  -eS,  u.  Sffiarbe,  m.,  SD?. -n,  (oltljoc^b.  hwarb,  m.,  u. 
hwarba,  ». ;  mvttclf).  warbc;  altnorb.  u.  altfödjf.  hwarf;  tig.  Umbrcbung, 
SScränberung,  con  hwerban ,  wcrb«u ,  f.  rocrbcn)  oöUig  ölt.  1)  f.  UmfreiJ, 
93erfammlung;  2)  f.  3J?al  1.  (j.  S.  an  ber  war  be,  b.  i.  nodj  einmal; 
oud^:  SB  erbe);  bat)ec  d^ccb.  ein  >^o(jmaf :  fo  oie(  ©c^ette  man  auf  etn> 
ma(  trägt  ob.  gebraucht. 


1800  warben  —  warm 

rcartcn,  jic(.  3to.  nicbcrb.  {axidj  »arbcren;  x>qI  nati))  f.  {d)ä^en,  b,  t. 
bin  5Bert()  einer  <Ba&j-e  befttmmen ;  baf)cr  mit  fccmbarttgcr  ©nbung :  mar* 
bircn,  jiel.  3».,  «Bcrc^^  u.  SKünjn).  ben  @ef)a[t  r»etmifd)ter  SJZetaUe  ob. 
(Ji-je  unterfudien  u.  befrimmen:  becSBarbcin,  -§,  'DJ?. -c,  (mit  frcmb* 
artiger  ©nbung  von  bcm  obicjcn  warben,  ober  \vaf)t\ä).  oon  bcm  mittl.  lat. 
guardare,  franj.  garder  =  jp  arten  gcbiibct,  alfo  =  ital.  guardiaQO,  franj. 
gardien,  2(:uffei)cr,  J^üter:  baf)cr  auä)  ci)m.  ©uarbein,  ©trarbin  ge* 
f^r-),  ein  beeibigter  $8eamter,  rceldier  ben  @ef)ait  ber  £0?ctalie  unb  ©rje, 
ober  ber  SKünjen  unterfud)t  (»erg=,  3Äünitt)arb<{n). 

SBarf,    f.,    -e^,  (altfjOC^b.  waraf,  mittclt).  warf;  angelf.  rearp,  engl,  warp; 

»on  rccrfcn)  »It.  f.  SBetfte,  Äette  ob.  3ettel  ju  einem  ©ereebe;  n.  3f.  au^  f. 
S"infd)tag  ob.  gaben. 

SBarfel,  m.,  -6,  Wl.  W.  6.  (oon  werfen  f.  »erben,  umbref)cn) 
fc^wäb.  f.  ftetne  jleinerne  Äugei;  bie  S!Barfe(,  9R.  -n,  obcrb.  f.  Äurbel, 
bref)bare  ^nnbf)abe  an  einer  a:()ür. 

SBarg ,  m.,  -eä,  (altb.  wäre,  @.  warges;  auc^warch;  a(tnorb.  vargr, 
SSotf;  cc5(.  würgen)  »öUig  olt.  f.  Söürger,  9?auber,  5Büt^erid),  93crbanns 
ter,    SSofetficbt;     ber   S3argenqe(    (altb.    warchengü,   wargangel,    wergil) 

lanbi'd^.  f.  ber  9ieunt5btev;  bie  SBargenbi|1tel,  lanbfc^.  f.  <Sau-  ob.  v^afer? 
bifler. 

trar.qeln,  jict.  3Wm  oberb.  f.  ».  w.  mattem  (f.  b.),  Jtdijen,  rollen;  bie 
SBargel,  3)?.  -n,  f.  ein  irellenförmigeg  SBerfjeug,  9?oÜf)oIä,  auä):  3Bar; 
gel^  ob,  ffiarge[f)ol5:  wa?,  geirargeit  ob.  geroUt  ifl,  j.  «8.  fieine  JJeigllücfs 
dien  j^um  ©tcpfcn  ber  @änfc;  ein  fleincr,  bicfer  9)?enfcb. 

SBarl  ob.  SBarrel,  m.,  -g,  9J?.  \v.  (5.,  (engl,  whirl)  nicberb.  ©c^iff.  f. 
Söirbel,  ein  frei  um  eine  runbc  ^inne  bcwcgti^cö  ©ifcn. 

tvartid),  9^w.,  v.  ivaf)r(id},  f.  b. 

warm,  S5w.,  (5omp.  irä'rmer,  ©up.  tvarmfl,  (altt)od^b.  u.  altfäd^f.  wa- 

ram,  warm;  mittelf).  wann:  angclf.  vearm;  fc^web.  U.  engl,  warm;  —  bec 
Ableitung  uon  ber  3B.  war  (f.  wafjr  1.),  wonach  marm  urfpr.  ,,f^ü^enb, 
abmcl)renb"  bcbeuten  würbe,  wibcr[pri(bt  bk  wabrfdjcinl.  Scrwanbtfcbaft  mit 
fangfr.  gharma,  gricc^.  '^fonö^-,  aUlat.  formus) ,  1)  in  einem  mafigen  ob. 
mittleren,  für  bie  (5mpfmbi:ng  angenehmen  ©rabe  mit  ber  6igenfd)aft 
begabt  ob.  üon  bem  eigent()iimlid)en  Stoffe  burct)brungen,  alö  beffen 
^auptquelic  un6  bie  @onne  unb  baö  $^euer  crfct)etnt,  bk  SJfitte  xwifc^en 
^ei9  unb  !alt  cinnef)menb;  fowof)l  oon  leben  b  cn  ®cf(^  epfen,  welche 
bie  ©mpfiubung  biefcr  Sigcnf^aft  ob.  biefcö  ^uftanbeß  l)abcn  (mir  ifl  warm, 
oberb.  ici)  i)abc  warm,  b.  i.  iä)  fiit)le  miä)  warm;  mir  wirb  warm;  nic^t 
leitet:  ic^  bin  ob.  werbe  warm,  au^cr  in  uncig.  Seb.,  f.  u.;  fi^  warm  ge= 
^en,  laufen,  arbeiten;  ftc^  warm  Ijalten ,  b.  i.  fic^  »or  Äälte  ob.  ©rfdltung 
f(^ü|cn),  alg  au^  oon  Icblofen  Äörpern  ob.  ©toffcn,  jeboc^  bcf.  fofern 
fie  jene  ©mpfinbung  ocrurfadicn  (bie  Cuft  ift  warm;  bie  Sonne  fc^cint  warm; 
warmcö  SBaffcr,  warme  Sßöber,  warme  ©peifcn;  etwas  2Barme6  genießen; 
ein  warmer  Dfen;  bai  Zimmer  warm  ma^en;  ba6  ©ifen  warm  machen, 
®(^micb.  f.  gliiljcnb  machen;  warm  fi^en,  b.  i.  eig.  an  einem  warmen  Orte, 
uueig.  f.  fic^  in  guter,  bebaglic^er  Sage  bcfinben;  eS  ifl  warm,  b.  i.  btc 
2uft,  baö  SJBetter  ifi  warm,  oberb.  cö  mac^t  warm,  xvk  franj.  il  fait  chaud); 
ba^er  auc^  2)  f.  ivorm  macl}enb,  erroarmenb,  bur^  Äbtjaltung  ber  aufewn 


warm  1801 

Miti  bie  natürliche  SBäcmc  er()öf)tnb,  oljne  barum  an  fid^  »rarm  ju  fein 
(warme  Älctbcr,  ^anbfdjubc  k.  :  troUcnc  ©trürnpfc  finb  ttjärmcr,  atS  (cincnc; 
fic^  rcarm  !(cibcn,  b.  i.  roarmcnbe  Äleibcr  anlegen);  3)  uncig.  von  inneren 
^•mpftnbungen,  @emütf)!5bcn?egungen  ob.  ber  ©emütb^art:  einen  njo^U 
tf)uenben  mittleren  ®rab  ücn  2eb()aftt9feit,  (Jrregbarfeit,  ^nnigfeit  jc. 
{)abcnb,  entg.  !alt  (irarmc  @cfül)le,  rcarme  Cicbc,  greunbfc^aft  ic.;  du 
»ratmcr  grcunb;  ein  lüarmcö  Jperj  Ijabcn;  wcbcr  falt,  noc^  rcarm  [ein,  b.  t. 
lau,  gleichgültig  u.  t()cilna^nilo6;  er  joirb  leicht  warm,  b.  i.  lebt)aft  bcrccgt  ju 
tl)eilnet)mcnbeu  ®efül)lcn  k.  ;  c6  wirb  mir  warm  um6  ^erj);  auc^  f.  I)efti3 
beroegt,  teibcnfct)aft[id)  aufgeregt,  finno.  t)eif,  bi^ig  (einen  ob.  einem  warm 
maxien,  iljm  ben  Äopf  warm  machen;  eö  ging  bort,  im  Äampf ,  @efe(^t  ic, 
warm  ju;  eS  war  ein  warmer  Sag,  u.  bgl.  m.);  —  3fe^.  ^Ai  Sßarmbier, 
ein  au6  Sier  mit  ©icrn,  ©cwürj  ic.  bereitetes  warmeß  ©etränE;  n?armblü= 
tig,  Sw.,  warmes  Slut  ^abcnb  (warmblütige  iX^ierc) ;  uncig.  f.  teidjt  erreg» 
bar,  JU  lebl)aftcn  ®emütf)Sbewcgungen  geneigt,  entg.  faltbtütig;  bie  SSarm* 
blütigfeit;  ber  SBarmbrunncn ,  ein  ©cfunbbrunnen,  bcffen  2Ba|[cr  einen 
betva(^tlicl)cn  SKärmcgrab  t)at;  tvarmgvU",  Sjv.  ,  ©erb.  mit  warmer  ficfje 
gargcmad)t;  warmbcrjij^,  Sw. ,  ein  warnitS,  lebljaft  füfjlcnbcS  ^pcrj  ^cl-- 
bcnb,  entg.  Jaltt)erjig;  —  3(blcit.  bie  Sßavme,  o.  931.  (altfjodjb.  warmi, 
mittell).  werme,  obcrb.  SBärm,  nicberb.  SBärmbe)  1)  überl).  t)Cii  5üarmfein, 
ein  geringerer  ®rab ,  al6  ^ii^c,  entg.  Äälte;  insbef.  a)  oon  lebenben 
@ef köpfen:  ber  Buflanb  unb  bie  Smpftnbiing  beS  2i5armfein§,  fowot)! 
«ig.  (j.  SS.  grojje  SBärmc,  jjiel  SBdrme  Ijabcn  ob.  in  fic^  »crfpüren;  bie  na» 
türli^e  SBä'rme  bcS  menfdjl.  u.  t()icr.  ÄörptrS),  ali  aud)  uncig.  lebhafte  (Sr* 
te3tt)cit  beS  (5)emiJtb3,  gefübivcllc  2!()cilna()me  k.  (bie  23drme  bei  JQCf 
jenß;  einen  mit  SDSarme  empfangen,  mit  nickt  SBdrmc  s>crtl)cibigen  u.  bgl.); 
b)  Bon  leb lofen  iCörp er n:  bie  6igenfd)aft  be6  5öarmfeinö,  bcf.  fofcrn 
fte  auf  unferc  ©mpfinbung  wirft,  bal)cr  als  bcjic^licijer  JBegriff  nad)  bcm 
SOlaSe  ber  natürli^en  SBärme  beS  menf(^lic^en  ÄcrperS  bcftimmt  (bie  Sßä'vmc 
ber  ©onne,  ber  fuft,  beS  SöofTcrS,  bcö  Ofenö  je);  aber  auc^  an  unb  für  \iä) 
u.  ganj  allgemein  al6  natürlid)c  (pf)i)fifc^e)  ©igenfdjift  ber  Körper, 
auc^  in  if)rcn  gcringftcn  ©raben  (j.  S5.  iai  Sljermometer  geigt  l)cute  nur  2 
®rab  SBävmc;  tS  ijl  bal)er  mcrflic^  !alt);  2)  bie  Urfivte  ob.  ber  Stoff, 
n)eld)er  jene  (5i9enfd)aft  in  ben  .Körpern  Ijerv^orbringt,  ber  SBarmef!cff 
(Cic^t  unb  Söärme  finb  unwägbare  ©toffe:  bie  SBd'rmc  burd^bringt  bie  Äör= 
per  unb  bcl)nt  fie  a\xi);  3f  c$.  »on  SBdrmc:  ber  Söarmcgrab,  ber  @rab, 
baS  beftimmte  SKaf  ber  SBdrme  eineö  Äcrperö  ob.  @toffc6,  j.  S.  ber  Cuft, 
bcS  2BafTer6  :c.  (ogl.  ©rab);  wärmeleitenb,  a?.w. ,  «Raturt.  bie  SBdrme  lei» 
tenb,  b.  i.  leicht  aufnebmcnb  u.  mittljeilenb  (ogt.  leiten);  ber  SBiirmeleitcr, 
ein  Ceitcr  ber  SJdrmc,  wdimeleitenber  .Körper;  ber  Sßärmemcffev,  ein  aScrf» 
jeug,  bie  2ßdrme  ber  2uft  u.  anberer  glüffig!eitcn  ju  mc)un,  b.  i.  ben  ©rab 
berfelben  ;^u  bc(limmen,  bepcljenb  in  einer  mit  Sluectfilbcr  ob.  SSSeingciit  gefüU« 
ten,  Uiftbid^t  ocrfc^lolfenen  unb  in  ©rabe  gctljeiltcn  @ta6rcl)re  (fr.  Zt)itmo' 
meter);  ber  SBärmcfammler ,  eine  Vorrichtung,  mittclft  bercn  bie  freie 
SBärme  in  einem  betrdd^tlic^en  ©rabe  angcl)duft  unb  »erfldrft  werben  !ann 
(fr.  ßonbcnfator) ;  ber  SBärmcj^off,  ber  cigentljümlidöe  unwägbare  ©toff, 
welchen  man  in  ber  9taturlcl)rc  alS  baS  bie  2Bdrmc  .^croorbcingenbe  an» 
nimmt;  —  warnicn,  jicUof.  3iv.  (altb.  «arm^uj  »öUig  ult.  f.  tvavm  fein, 


1802  roarnen  —  n?Qvpcn 

ttorm  werben,  gero.  emnrmen;  rvärmen,  jici.  3».  (gotil».  Tarmjan,  alt« 

{)odib.  warmjan,  mittel^,  wermen,  ^xät.  wärmte)  tt>acm  machen,  nuc  cig., 
vcrfd).  erwärmen,  (bte  ©pcifm  »rdimcn;  bie  ^änbe  am  gcuer — ,  jic^ 
am  Dfcn  »r armen  jc);  ©(fcmkb.  f.  9lüf)en ;  ber  SBärmer,  -g,  trer  reä'rmt; 
cxid)  ein  5Berfjeug,  eine  S3orric(;tun9  jum  SBärmen  (j.  S.  ein  SBrttroär« 
mcr);  bie  SEormung,  baö  SBärmen;  3fe^-  oon  rc armen:  bag  SBörm« 
becfcn,  ein  SBectcn  mit  gliitjcnben  Äofjlcn  ob.  ^ei^cm  SBafTcr  jum  SBcirmen  ob. 
SBarmijaltcn  ber  barauf  grjleUten  ©peiftn  (9leun>.  f.  boä  fr.  5Rcd)aub);  tai 
äßävmcifen,  auf  Slcci)bümmcrn:  cifcme  platten,  bie  ©tur^se  im  ^euct  bar« 
auf  jii  gtüfjcn;  bie  SBdrmfjJe,  auf  Äupfcrt)ämmcvn:  eine  (SiTci  trovin  boS 
Äupfcr  gcg'.üöt  mirb;  bie  Sßärmflafc^e,  eine  glafc^e  ob.  ein  fladjcä,  runbcS 
©cfd!)  üon  3inn  'C. ,  »rcid^cö  mit  i)ci^em  SBoffcr  gefüllt  luirb  ,  um  bie  gü^e 
baran,  ob.  ba^  SSett  bamit  ju  nsärmen;  bie  äßärmfammer ,  SOBiiigtrb.  ein 
SBeba'ItnifS ,  in  welchem  bie  gelle  im  SBinter  getrocfnet  »rerbfn;  bie  2ßarm* 
!pt(inne,  eine  offene  Äof)lenpfGnne  gum  SBärmen  üon  ©peifen  jc;  cud)  eine 
mit  g(iif)enben  Äofjlen  gefüllte  ocrfrfjlofTcne  Pfanne  jum  SDßävmen  beß  ßettcS, 
ein  IBettwärmer;  ber  Sßarmjlein,  ein  am  geuer  roarm  gemadjter  ©rein  jum 
SBärmen  einzelner  Äörpertljcilc;  ber  SlBärrnTtOCf ,  Äiirfc^n.  eine  Sonne  mit 
einem  fupfirnen  ÄefTtl  flatt  be6  ißobeng,  bie  ^dle  barin  irarm  ju  madjen; 
ber  2BarmtelIer,  f.  o.  n.  bas  SBcrmbecfen ;  bie  SBärmjnnge,  auf  jpammcr* 
werfen:  groüe  fangen,  mit  welchen  bie  ju  glüfjrnben  Stücfe  gef)atten  wer» 
bcn;  —  warmlief,  SB».,  bag  »crfl.  luarm:  ein  rcenig  njarm,  finno.  lau. 

irarnen,  jict.  3w.  (altljOdjb.  warnon,  gawamön,  mittelt).  warnen;  alt» 
fcidjf.  u.  angclf.  vaniian ,  fjiitcn ,  »ermciben,  vernian,  abwefjren,  oerbinbern; 
fdjmcb.  varna,  värna;  engl.  Mani ;  —  ber  ®tamm  vvarn  ifl  con  ber  SBurjel 
war  gcbilbet;  f.  wal)r  1.  u.  wal}ren)  1)  el)em.  einen  — ,  f.  ivaf)ren,  fd)ij§en, 
fidiern;  mit  ctirag  oen»af)ren,  üerfe^en,  auörüften  (ital.  guannie,  frc.nj. 
g.irnir,  boöcr:  garnison  jc.);  fid)  •— ,  alt  u.  obcrb.  f.  fi'd)  (litten,  t)0rfet)en, 
in  '2Id}t  ne()nien  (baijer:  gewarnt  f.  corbereitet,  auf  ber  J^ut;  unge« 
warnt  f.  unoorl)ergcfil)cn ,  unocrfifjen) ;  2)  olt.  etJ-oaS  —  ,  f.  abn)et)r<n, 
üerf)üten  (j.  83.  eineg  3£nbcrn  ©djaben  — );  3)  je^r:  einen  — ,  mad^en, 
bafä  er  fi'd)  \vai)rt  ob.  bütet,  i^n  auf  eine  ©efa^c  aufmerffnm  mad)en  u. 
fte  ju  üermeiben  exmaijnen  (einen  t>ov  einer  @efat)r,  »or  ©dpabcn  k.  war« 
nen;  vr.an  hat  mid)  cor  \i)m  gewarnt;  er  ift  oft  gewarnt  werben;  baS  war» 
ncnbe  ©cwiJTi'n);  lanbft^.  auc^  f.  erinnern,  anzeigen,  ein  3eid)en  geben 
(j.  *8.  Ic^wcb.  bit  Übt  warnt,  b.  f.  fic  gicbt  burc^  ©c^narren  ein  3iie^en, 
e^e  fie  fc^lcigt);  bie  2Barng(o(fe,  gjJuU.  eine  fleinc  ©locEe  im  ©d^uljc  bc« 
3?umpfi6,  weldje  flingelnb  anzeigt,  bafS  ber  9?umpf  Bon  ®etrcibe  teer  ift;  ber 
2ßarner,  -6,  bie  Sßarnerinn,  wer  warnt;  bie  Söarnung,  Wl.  -en,  bai 
23arnen,  u.  tai  9J?itte(,  bie  "©orte  2C. ,  burd)  it»eld)e  ii  gef*iel)t,  (fi(^ 
etwaö  jur  SBarnung  bicnen  laffcn;  alle  5©arnungcn  waren  bei  i^m  »eigcblid)); 
Ott  u.  oberb.  audj  f.  ö3orftd)t,  '^ut,  2Bad)famfeit :  baö  SBatnungöbei* 
fpiel,  ; mittet;  bte  SBarnungäftimmc;  bie  SBarnungötafel,  eine  an  einem 
öffent!id)rn  Orte  aufgeftiUte  Safel,  auf  weldjer  eine  SBarnung  »or  einer  @e« 
fa{)r  ob.  »erboten cn  .:^anbUing  gefc^ricben  jtel)t;  wornungäooll,  S5w.;  bo3 
Söarnungöjeic^en  jc. 

roarpen,  gict.  3w.  ntebcrb.  (=  werfen)  ©c^iff.  ttai  <Sd)iff  mittefft  b<8 
5Burfanfer6  »otwärt«  bringen;  ber  SBarpanftr,  niebwb.  f.  aBurfanfer. 


SBarte  —  voaxtm  1803 

SBärtc  ob.  2ßärt,  m.,  -en,  9??.  -en,  nicbcrb.  (vtno.  mit  b.  gotfj.  vair, 
altf)od?b.  wir,  wer  =  (at.  vir,  fanSfc.  Viru,  OTann)  f.  ber  Gnteridi. 

warten,  3m.  (altfjOl^b.  Wiirt^n,  gawart^n;  mittC(f).  warten,  ^rot.  warte; 
flUfäc^l'.  wardoii,  anjctf.  veardian;  ba{)t*r  bQ§  itol.  II.  fpan.  gnardare,  giiardür, 
fronj.  garder,  regardcr  ic. ;  —  bcr  ©tamm  wart  ift  oon  bcc  Söurjcl  war  ge« 
bübit,  [.  ma^v  1.;  unftr  warten  umfaJTt,  wie  baö  tat.  tueri,  Die  Scb. 
f(^aii(n  u.  jpafjren,  ^(itm,  fdjü^cn)  1)  jicUoS  m.  t)abcn  a)  alt  u.  obcrb.  f. 
fct)aucn ,  mit  2rufmerffnmfei£  nuf  ob.  xufi)  itvoai  feiert ,  eg  beobad}ten 
(mittctf).  umbe  sich—  f.  jlc^  umfcljen;  bafjcr:  bte  SBarte,  [.  u.;  aud)  mit 
bftn  ®cn.  einer  ^pcrfon  ob.  ©ad)c — ,  f.  nadj  tf)c  fitjcn,  f)infc^aiicn);  b)  f. 
2Cd}t  f)abcn ,  2rd)t  geben,  aufmerfen,  aufpaffen  (mit  auf,  j.  S5.  auf  bt6 
Äaiferö  Cdb  »arten;  roarte  btr!  etjcm.  f.  (jüte  bic^!);  irad)en,  5Bad)e  haU 
ten;  einem—,  f.  geroartig,  bienftbar  fein,  ge{)or(l}cn,  beiffef)en  (einem 
auf  ben  Sienjl  warten,  je^t:  {(jm  aufwarten,  f.  b.;  in  anbcrer  S5cb.  f. 
0.  \v.  einem  auf  fcen  S)tcn|t  paffen,  f.  paffen  2.);  c)  einer  ^eifon  ob.  @ad)e 
(®cn.)  — ,  bafür  «Sorge  tragen,  ffe  orbentlic^  beforgen,  abwarten  (j.  58. 
cincö  ÄranBen  — ,  jjcgt  gew.  einen  Äranfcn  — ,  f.  u. ;  aber  nod) :  feinet  "Km* 
m,  fcinrö  SBcrufeS,  feiner  "Kxbiit  warten);  d)  jr^t  gew.  in  23orau6fi*t  auf 
etirag  .^ommenbcg  ob.  (5rfo(genbeg  an  bemfelben  £)rte,  in  bcrfelben  9}er» 
faffung  ob.  ©emütf)S(age  bleiben,  finno.  etma§  erroartcn ,  abwarten,  bar* 
auf  ()arren,  (er  mufö  warten,  bis  iä)  fertig  bin ;  ic^  ^abc  fc^ion  tongc  gcwar» 
tet,  fann  nict)t  langer  warten;  mit  bem  "Kcc.  ber  Sauer:  idj  ijabc  fdjon  eine 
©tun^e,  einen  ganzen  Sag  gewartet;  auf  eine  ^erfon  ob.  ©adje  — ,  b.  f. 
beren '^Cn!unft  ob.  (Sintrcffen  erwarten,  j.  S5.  auf  mm  warteft  bu?  er  lafft 
lönge  auf  ftd)  warten;  auf  SBricfe,  auf  eine  @elf3enJ)ett  warten;  er  wartet 
fc^on  oicle  Safere  auf  eine  SSetforgung;  alt  u.  bid)t.  oui^  mit  bem  ©en. :  er 
wartet  beinee  SBSinfiö;  bibl.  wir  warten  beiner  ®üte;  mit  einer  ©adje  — , 
b.  t.  fie  oerfd)ieben,  bamit  gögcrn,  j.  35.  mit  bem  (SfTen  cuf  Semanb  warten, 
ob.  warten,  biö  er  fommt;  t^  fann  mit  ber  3tbfcnbung  bc6  SriefcS  niö^t  län* 
ger  warten;  cfeem.  an  einen  ob.  ju  einem  — ,  f.  »on  il)ra  erwarten,  ucrlans 
gen,  gewärtig  fein;  —  ber  Smper.  warte  ob.  wart!  warten  ©ic!  al6 
25rof)wort,  ocrbunben  mit  ber  2fn!ünbtgung  eineö  ju  erwartcnbcn  Übelß,  j.  SB. 
warte!  ba6  foU  bir  übet  bcfommen;  warten  ©ie  nur!  i^  werbe  mi^  ju  radjen 
wiffen,  u.  bgt.  m.);  uneig.  üon  ©ac^en  f.  be\)orfief)en,  ju  «warten  fein 
(eine  fc^were  "ilthtit  wartet  auf  mic^;  bte  ©träfe  wartet  auf  ifen,  ob.  wartet 
fetner;  3:üb  unb  Jßerbcrben  warten  bein);  2)  jict.  (er|t  in  ber  neueren  ©pra« 
^t,  inbem  ber  Ticc.  flart  beö  früheren  ®en.  eintritt)  einen  ob.  etwaS  — , 
bafür  @orge  tragen,  e§  beforgen,  {)üten,  pflegen  mfttclft  ber  nötfeigen 
Jgjanbrcicfeung,  SBebicnung  2C.  (einen  .Rranfen ,  bie  Äinber,  baS  23iefe  jc. — ; 
einen  ®arten  — ;  bofeer:  ber  SBdrter  ic);  —  3fe§.  bie  2ßartefrau,  eine 
grau,  welche  Äranfe  ob.  Äinber  xvaxtit,  SBärtcrinn ;  ba6  SBartcgelD,  ©elb, 
©efealt,  wetc^cö  ein  auf  2(nftctlung  SJBartcnbcr,  ein  augenblicflid)  au^cr  Sfea« 
tigfeit  gefegter  SSeamtcr  ic.  empfängt;  baS  S[Bartt)au§ ,  ein  jur  JBarte  bie* 
nenbeg  ^au€,  2Bad)tfeau6;  ber  SBartmann,  )}lt.  f.  ©(^ilbwä^ter,  2fufpafTer, 
Äunbfcfeaftcr;  ber  SBartefaal,  bie  SBartejItube  ob.  ba^  SBartejimmer,  f. 
58orjtmmer;  bie  SBartfc^anje,  gcftungöb.  ein  ÜcincS  ffioUwcrf  aufjcrfeaib  btr 
©Ictcfeung,  jur  Scoba^tung  beg  geinbc«;  ber  SBartt^urm,  ein  Sfetirm  juc 
Umfcfeau  u.  SBeobacfetung,  eine  SDSartc;  —  2C  bie  it.  ber  2Bart,  -ti,  2??.  -<, 


1804  njdrtS  —  warum 

(^Otl).  vards  y.  vardja;  üUl)0^b.  «art  u.  warto;  mittel^,  wart  «.  warte; 
altfä'c^f.  ward,  wardo;  angclf.  veard;  fpaii.  guarda ,  franj-  garde)  X)\t.  trec 
cinec  @ad)e  tractet,  ber  '2(uffet)er,  <|)ütcr,  5Bärtcc,  nur  noch  in  3fc^.  «sie: 
aSurg^,  @ne6=,  St)or',  St)ui-mraart  2c. ;  bie  SBarte  (a(tJ)0(^b.  warta,  mtttclf). 
warte;  obecb.  SBavt)  1)  0.  fOl.  üU.  f.  baä  ^iBavten,  b.  i.  bie  ©pd^ung, 
$Seobad)tun3,  gauer,  5Bad)e,  TTuffidit,  ^ut  (mittclt).  an  der  warte  st^n, 
ft(^  um[t(;en,  aufpciffen;  bie  SBarte  t)alten  f.  S35ad;e  {jaltcn);  2)  SO?,  -n,  ein 
I)ocl)licgenbcr  £)it  ob.  ein  tl)urmä'hn[id)e6  ©ebdube,  üon  roeldiem  man 
eine  freie  Umftd)t  ()at,  jur  Seobad)tun9  (j.  S.  bie  ©tcrnwartc);  bef.  ein 
jiir  i5eobiid)tun9  ber  umliegenben  ©egenb  bienenber  2!f)urm,  SÖarttliurm; 
ber  aßdrttl,  -6,  9}?.  w.  ß.  (a(tf)od)b.  wartal),  olt.  f.  ^JSiart  cb.  SBdrter  in 
3ü'^-  ivie  ©n'cÖM  Äampf=,  Sporte  artet;  ber  SBarter,  -S,  fetten  f.  roer  auf 
etnjaä  roartet  ob.  f)arrt;  ber  SBdrtcr,  -ö  (a(tt)od}b.  wartari,  mittel^,  war- 
taere),  bie  SBärtctinn,  5)?.  -en,  ct)em.  wer  etiraö  beobad)tet,  erfpd{)t,  ob. 
beauffid)ticjt,  f.  o.  iü.  5öart  (fo  noc^  in  3fe^.  inie:  Slfeoc-  ob.  S^ürwäcter, 
äcugtBÖrtcr);  je^t  in  engerer  S5eb.  TOcr  eine  ^erfon  wartet,  b.  i.  beforgt, 
t)ütet,  pflegt  (ein  ÄvanScnraärter ;  eine  SBdctcrtnn  für  btc  Äinbcr,  Ätnbcr« 
iDärtetinn);  bie  SBartung,  ha^  SBarten,  nur  in  ber  ffieb.  S5eaufftd)ti3un3, 
^ur,  ^i^fic^t  (j.  S5.  cineö  Äranfcn);  ct)em.  auc^  f.  bie  ^Inwartfc^aft. 

n^ärtö,  Shü-,  nur  aU  jwcitcö  ®ltcb  in  3[c^.  mit  einfallen  9lebcnn5.  bcä 
£5rteS  ob.  mit  J^aupt».  (eig.  bie  ncbcntücrtlic^  gcfcraud)tc  ®cnitiöform  cine6 
alten  Snj. :  gottj.  vairths,  fic^  xocl^in  neigenb,  »enbcnb;  atttjodib.  wart,  wert, 
wart,  Quc^  -ort:  angelf.  vard,  veard,  =  tat.  versus,  versum,  tpctd^eS  in  3fe|.) 
xoie  deorsum,  quorsum,  sursura  aud)  jur  bto^cn  Snbung  rcirb:  atfo  oon  bcm 
©tamme  beö  tat.  vertere,  ipcnbcn;  —  im  3(ttt)od)b.  jlct)t  in  bcc  3fc§-  fowot)l 
-wart,  -wert,  at6  anö)  bie  ©enitioform  -wartes,  -wertes;  im  SDZittclf). 
in  ber  Siegel  -wert,  n?ctd)e6  ^icr  aud^  noc^  al6  felbflä'nbigcS  5)tn?.  gebraucht 
wirb,  J.  SB.  er  gienc  ze  einem  brimneii  wert;  zuo  der  erden  wert,  ze  tal  wert, 

ze  himele  wert)  bcjcid}net  bie  9vid)tung  nad)  einem  Srte,  einer  ©egenb  ob. 
<Seite  hin,  in  bcn  3ie^.  (ib= ,  auf=,  aus»,  ein-,  i)er  =  ,  t)tn=,  niebcr*, 
öonüdrte;  t)eimj,rü(!-,feittt>drtS;  erb-,  {jimmclraortö;  oft*, 
tncftip  ärtö  u.  a.  m.;  —  in  einigen  3fe5.  wirb  a\xä)  bie  abgct.  bai»örtti(i^c 
gorm  -rodrtig  (attt).  -wartig,  -wertig)  gebraucht,  j.  35.  auswärtig 
(attb.  üzwertig) ,  ro  i  b  cr  tt)  drt  ig  (widarwartig:  fo  ani)  altl)0(^b.  inwertig, 
ie|t  inwenbig ,  u.  a.  m.). 

warum,  91».  (tanbfc^.  gem.  aud^:  worum;  ggef.  au6  war-,  b.  t.  »o, 

WOr-,  unb  um;  altb.  hwar  umbi,  war-umbe;  oom  gott).  hvar,  altf)od)b.  hwar, 

war,  roet^cS  |t(^  nur  {)ier  crt)atten  tjat,  ba  e6  fonfl  überall  ju  wo,  wor-  gc« 
worbcn  ifl;  rgt.  wo),  um  ree[d)er  'Bad)c  UMllen,  aui  iveld}cm  ©runbe  ob. 
in  treld^er  "Kbfidjt^  entfpre^cnb  bcm  Ijinwcifenben  u.  bc|limmcnbcn  barum 
(»gl.  um  7),  finno.  irefsivegen,  ivefsbalb,  immer  bcn  SScweggrunb  einer 
Jg>anbtung,  nid)t  bie  (reale)  Urfad^e  eines  abfi^ttofcn  SSorgongcS  au6» 
brüctenb:  1)  fra^enb  (j.  S3.  warum  t)ajl  bu  \)vi&  getfjan?  warum  ijl  er  nid^t 
gtfommcn?  warum  folttc  id)  it)m  nid)t  glauben?  —  aber  nid^t:  waium  ifl 
ia^  Jg>auö  eingefallen?  warum  i|t.  er  gcftcrben?  fonbern:  woburd^,  woran  K., 
t€  fei  beun,  bafö  fein  Sob  ein  freiwilliger  war,  ob.  al6  ein  abfid)tlidjer  bärge» 
ftelli  werben  foU;  —  warum  ni(^tgar!  auStalf.  f.  warum  foUtc  e6  nic^t 
gar  ob.  wiiflic^  fo  fein?  ironifdje  ^tu^erung  beö  3«>6if«l^,  ber  SJerwunberung 


SBävmoIf  —  wafcfjen  1805 

ob.  Jöftnetnung,  »gt.  gor);  2)  bejie^enb,  in  inbirectcn  ^va^t'-  ob.  Scjte« 
i)un96fä^cn  (j.  58.  tc  fragte  mic^ ,  rcarum  ic^  m'c^t  gcfommen  fei;  ic^  fcfie 
feinen  ®ninb ,  xvatum  idj  ifjm  nic^t  glauben  foUte);  ccifrf).  »oorum  (f.  b.), 
b.  i.  um  rcaS,  mit  beftimmtec  Sci!icf)ung  auf  einen  ©egcnftanb  (oergl.  war- 
um i)at  er  bi^  gebeten,  ba  er  f orbern  fonntc?  unb:  worum  t)at  er  bid)  ge* 
beten?  —  um  ein  58udj;  ii)  t)abe  ihm  2(Uc6  gegeben,  worum  er  mid)  gebe» 
ten  i}at);  bag  5öarum,  alö  Jqvo.  f.  bcc  (^lunb,  bte  Utfacbc  eineö  Sthun«. 

3BQnrolf,  m.,  f.  9öaf)rn)o(f. 

SBarjc,  ro.,  5I)Z.  -n,  8Ser!(.  bai  5öarjd)en,  obcrb.  SBcirjUin,  (artt)o^b. 
warza,  mittclJ).  warze  u.  werze;  obcrb.  SBar^cn;  nicberb.  JSSaarte  u.  SBrattc, 
{jolt.  wrat,  bat)cr  in  manchen  ®cgenbcn  9tiebcrbeutf(^ranb6  gem.  5IBra^c-, 
ongelf.  veart,  engl,  wart;  wa^v^d).  oon  gtcidicm  (Stamme  mit  2Burj:  fanßfr. 

vridh,    wac^fcn;    Ogl.  jcbOC^  auc^  bcö  lat.  varix,    venuca,    franj.  vcrrue),    ein 

runblld)ec  ^(ugwudiS  ob.  eine  fleine  fnopfä'f)nUd)e  @rbö()ung  auf  becv^aut, 
g.  93.  in  ber  gjiitte  bcr  weiblidjcn  SBrüfle  (SBruflwarjen):  inöbef.  ein  f«f)* 
ürf)after  fUinec  »!^aut;2rugmudig  (SBarjcn  im  ©eftd^t,  an  ben  J^anben  Jc); 
in  weiterer  93eb.  at)n[td)e  ^Tugiüüd^fe  ob.  ©rf)öt)ungen  beg  ^oljeg  u.  ge; 
tviffcr  ^fl«"5«ntf)ei[c,  ??rüc^tc,  ©amenförncr  jc.  —  3fc(j.  i-oarjenäbnlirf) 
ob.  ; artig,  Sw.;  bie  SBarjcnbacf'e,  mit  war^enäbnlic^en  evfjö^ungen  bc 
bectte  aBatjcnfc^ntcten;  ber  äßarjenbottcr,  eine  Jfrt  ©c^wimmfd)nccten  (bie 
aSenuSbruft) ;  bie  Sßarjeneic^ct,  eine  "Ktt  warjcnät)ntic^er  9Äecrcic^cIn:  wax^ 
jenförmig,  SBw.;  ber  SBarjenfreffer,  eine  "iitt  ©äbel()eufd)recfcn,  bcren  man 
fic^  in  ©c^webcn  jur  Vertreibung  ber  Söar^cn  bcbicncn  foU;  bec  Slßarjen^ 
fdfer,  eine  ©attung  Ääfer,  beren  Ccib  jur  ©eite  mit  SBär^ic^en  befc|t  ijl; 
bai  SBarjcnEraut,  ocrldjicbene  ^flanjcn,  welche  ?ur  Vertreibung  ber  2Bar= 
Jen  auf  bin  -^änben  jc.  gebraucht  werben ,  inlbef.  baS  ©EorpionEraut  ob.  ber 
©c^nectenEiec;  bie  3tingelb(umc:  bie  Ärebgblume  ob.  ©onncnwenbe;  bie  SBolfg' 
mitc^  (obcrb.  833  cir  jen!rau  t)  :c.;  bec  äßar^cnfürbifg,  eine  2frt  ÄiirbifTe 
mit  Üetncn  warjenäfjnlic^cn  (5rf)öt)ungen ;  bog  SBarjenmittcl,  ein  «DJittct  jur 
SSettreibung  bcr  SBarjcn;  bcr  2ßar,^enrinq,  ?KülI.  ein  gefcrbter  cifernet 
«Ring,  welcher  ben  sRüIjrnagct  [c^iittelt;  bie  2Bar5enfd)necfe,  1)  mit  SBarjeu 
u.  runben  9tätben  ferief)cne  ©tact)clfc^nc(Jen;  2)  eine  2(rt  flcincr  erbf*;necten; 
3)  eine  3(rt  93?onbfd)ne(Jen,  beren  wcifje  ©c^ate  mit  braunen  u.  rotijen  ^un!« 
ten  bcfc^t  i(t;  ber  äÖQrjenfd^nirfel,  dm  "Ktt  ©c^nirfelfc^netfen  mit  gcjtreif- 
tcr  ©c^ale;  bec  SBarjenilein,  ©türtc  »on  »crfleinertcn  ©eeigeln  mit  warjen» 
ät)nlid)cn  ert)öt)ungen;  bec  SBarjenjlem,  mit  SeSar^en  befe^te  ©eefternc;  — 
"Kbleit.  ivarjig,  a3w.,  3Bacjen  fjabenb,  mit  ^acjen  bcfe^t  (warjige 
vl^dnbe;  warjige  "J^ftanjcn,  5Burgcln  jc). 

waä,  bie  fdd^li^c  gcrm  beö  fragenben  u.  bejiefjenben  gürw.  wer,  f.  b.; 
njafer,  olt.  oberb.  ^jiirw.  (entfl.  au§  ber  c5)em.  üblichen  Verbinbung  »on  ma^ 
mit  bem  (5)en.:  rca^  ber  —  ;  ba()cr  nur  mit  bcm  Q6m.  u.  25at.  btr  (Sinfj. 
weibl.  (3i\ä)l.  u.  bem  ®en.  bcr  9]?e^rf)u  oerbunben)  f.  iveld}er,  »rag  füc  (j.  »8. 
auö  wafcr  gjJac^t;  wafer  großer  Äcdfte  jc);  TOoferlei ,  (nieberb.  wattertci) 
unbicgf.  SSw.,  »lt.  f.  ireldieclei,  »reldiec  2(rt,  mag  füc  (j.  S.  burc^  waferlei 
SJlittel  jc). 

waf^cit  1.  jicl.  3rv.  ablaut.  bu  wäf<i)i[ty  er  roäfd)t;  Smpf.  tvufd); 
(Sonj.  n)üfd)e;  gjJw.  gett)afd)en,  (altl)0(^b.  wascan,  wasgan,  ^rät.  wuosc; 
OUC^  wazkan,    alfo   OerW.  mit  wazar,    SBaffcr?    mittelij.   waschen,   wiosch; 


1806  m\d)m 

obctb.  au^  »uafi^cn;  öUfac^f.  waskan,  nicberb.  »aö!cn,  «5u§f;  fd^wcb. 
vaska;  angctf.  vaescan,  engl,  wash ;  jjqI.  Qud)  wifc^cn)  1)  eig.  mit  SBaf^ct 
reinigen,  bcf.  fofevn  H  burd)  Oveibcn  9efd)iel)t,  oerfc^.  oon  baben,  fpü« 
Icn,  fc^  wcmmen  u.  (bie  Jpanbe,  baö  ©cfic^t,  bie  gü5c  k.  ~ ;  finita« 
fdjen,  b.  i.  inöbcf.  ©tfidjt  unb  ^cinbe;  iä)  rcafdje  mic^,  t)abc  mid)  gcira« 
fc^cn;  aber:  i(^  roa)"d)C  mi r  bie  Jpänbe  jc. ;  fieiiunjcug,  ^cmbcn,  ©trumpfe 
jc.  — ;  ouc^  ot)ne  3ietn).  wafc^cn  f.  baö  Cctnenjeiig  ic.  iDaid)en,  bie  Sßüfc^e 
bcfoir,cn;  unctg.  bic  .!^ct)(c  traf^ca  f.  üicl  triuEen;  einem  ben  Äopf  cb.  ben 
^clj  wafc^en,  gem.  f.  ii)m  einen  bevben  SSenueiö  geben;  baö  t)at  fid^  gerra« 
fc^cn,  gem.  f.  c6  ijt  oortrcffltc^i ,  tann  fid)  [e()cn  laffen);  in  »eiteret:  Jöeb.  i)ai 
Unreine  ob.  Unbraud}bare  üon  bem  9?einen  u.  Sraud)baren  mitteifl  SBaf* 
ferS  »Degfpüien  ob.  ;fd)[cimmen  (J^iittenm.  bie  gepochten  Srje  — ;  Ö5äcf.  ben 
SBci^cn  — );  SOlal.  eine  aufgetragene  ^axbe  mit  Söaffer  üettreiben  u.  ab* 
fd)atten  (ft.  lonirin;  eine  geir(ifd)ene  3eid)niing);  2)  uneig.  gem.  f.  fd)(agen, 
bläuen,  abprügeln;  fd)e(ten,  i)eruntermad)en  (ben  i)ab'  ii)  geirafc^cn!);  — 
3[e^.  bie  SBafc^banf ,  1)  eine  niebrige  JßanE,  auf  weld^c  taä  Sffiafdjfafe  ge* 
jleUt  wirb;  2)  ein  SSrettergcriiil  an  einem  gluffe  K. ,  um  barauf  3cuge  k.  ju 
wafc^cn;  ber  SBafc^bär,  ein  omcrifan.,  gum  iBärengcfc^iecfet  geIjörenbcS 
Sijicf  won  ber  ©rö^e  eineö  3)ac^fcö,  vrclc^cg  jcben  Siffen  feiner  5'lat)rung  ju» 
cor  in  SBaJTcr  tautet  u.  mit  ben  Pfoten  reibt:  baS  3ßafct)becfen,  ein  S?ec?en 
jum  Saferen  ber  .!£>dnbe  u.  beö  ©efidjte;  ber  SLiSafc^befcn ,  ^iittcntü.  ein 
gieiäbejen  gum  JRctnigcn  iai,  (Srjeö  auf  bem  SSafdjljerbe;  ber  2Öafc^blciur(, 
ci«  SBiäucl  gum  ©d)lagcn  bc6  Scinenjeugä  ?n  ber  SBd'fdje,  auc^ :  boö  SBajc^» 
Ijoli;  bie  S2afi)bül)ne,  eine  93iif)ne  (f.  b.),  bie  jum  SBafc^en  bcflimmten 
eige  barauf  ju  {tmitn;  bie  SSafc^butte  ob.  'bütU,  f.  SButte;  ba§  SBafc^s 
eifen,  au6  gepodjtcn  u.  geiuafdjentn  Srgen  gcfc^mcI^teS  Sifen;  bie  Sßafc^- 
evbe,  f.  ».  w.  'S&aib  ob.  SBalfertrbe;  baä  SBafd^er^,  .^üttenm.  geicafc^eneä 
ob.  ju  njafdjenötö  (Srj;  baä  SÖafd)fafö,  ein  gafg  (f.  b.),  fieinengcug  jc. 
barin  ju  wafc^cn;  bie  ^afc^ttau,  eine  grou,  welche  um  ßot)n  irdf^t,  gem. 
bas  SBafc^weib,  ogt.  bn  SSdidjerinn;  tcii  äßafctjgefät^;  tai  Sßafd)« 
gelf,  ber  SBaf(^iof)n,  Se^aijlung  für  bai  äßafd^en;  bie  SlBafc^gelte,  f.  @e(te; 
fcaö  äßafc^geratl);  ber  äßafc^gcfc^irorene,  .^uttenro.  ein  oereibigtcr  2Cuf!e» 
i)cx  über  hai  S5Safct)en  ber  ©rje;  ba^  äßafc^golb,  bur^)  ©djldmmcn  auö  öcm 
giuißfanbe  cb.  golbi)altiger  ©rbe  gcmonncneö  ®otb;  bie  2ßafct)grube,  ^ÜU 
tenjo.  eine  ®rube,  in  reeller  baö  Srj  gewaf^cn  »üirb;  ba6  Sßafc^l)au^,  tai 
.^au6  ob.  ber  «^au^raum,  i»o  gctuafc^en,  b.  i.  bie  Söcifc^e  beö  Ceinenjcugeö  jt. 
für  bm  J^augbebarf  üerrid)ttt  »oirb;  ber  2ßafd)bcrt),  .^uttenrj.  ber  >&erb,  auf 
»eld)em  baö  ©rj  geiuafc^cn  whb;  ber  2ßafc^fe|Jel,  ein  großer  eingemauer« 
ter  JCifTfl)  ^0^^  SBalfer  jur  SBöfe^e,  bie  l'auge  Jc.  barin  ju  bereiten;  bec 
SSafc^forb,  ein  Äorb,  SPoUc,  J^aare  u.  bgl.  borin  ju  »afc^en;  auc^  f.  ».  w. 
SßSdfdjforb,  f.  u.;  bai  aBafd)traut,  f.  o.  m.  ©cifcnfraut;  bec  2ßafc^# 
{übet,  bie  2Bafct)fufe,  f.  Äubel,  a'ufc;  bnö  SBafc^hipier,  burd)  Sdjiäm' 
mcn  auö  glufSfanb  ob.  Grbe  gc»oonncncö  gebiegeneö  Äupfer;  bie  S[ßaf(i)fü)le, 
^üttmjt).  eine  Äüile  (2)  jum  öiebrau^  beim  SBafdjcn  be6  gepochten  6rjc6; 
ber  ^2ßafct)lappen,  ein  Cappen  jum  2(ufirafc^en  oon  @crät()en,  @cf(^irc  jc; 
bie  ÖBafc^lauge,  burci)  boS  SBafc^en  bc6  3naunmcf)l6  gewonnene  Sauge;  bc\i 
aßafc^teber,  £eber,  welc^eö  gejraf(^en  »erben  fann;  bat)cr  njafcölcbcrn, 
83».,  uon  sajafc^lebec  »erfertigt  (j.  83.  reofc^lcbernc  ^anbfdju^e;  bet  SBafc^J 


ti?Qfd)en  1807 

IoI)n,  l  SBJafctgrrb;  bet  5Bafrf)pinfer,  ein  ^inUi  jum  5ßcrtt:'af(i^cn  bcv  Sorbe; 
bie  äßflfd)rcl3eibebanf,  J^ättcn>t?.  ein  Äafttn,  in  »Tield;cn  man  baö  (Srj  icivft, 
um  c6  ücn  bcm  Unrat^  ju  [djcibtn;  iit  ilBafc^fc^njamm ,  f,  o.  »o.  ißabc 
f(i»ramm;  bcr  Sßafc^lleiger,  .^iittm».  ber  Steiger,  ipctdjcu  bic  2Cuffitt;t 
über  bog  SBafdjen  bcr  Qi^t  t)ar;  ber  3Qafd)|lein,  f.  ».  »t>.  Saftncifcnflcin, 
jTOiaue  man  5Bafd)fifcn  flcirinnt;  bec  äi5ofc^tl)On ,  f.  o.  \x>.  aßalfci-be:  bet 
2Bafd)tif(^,  ein  aifd)  mit  bcm  nöttjidcn  ®rrQtf),  um  fid)  bavan  (Icijenb  ju 
wafdjcn;  ber  Sßafd)trog,  f.  Ärog;  bie  äßafi)>Danne ,  f.  Söannc;  tcii 
Sßcif(^n)af)"er,  SBaffir,  fid)  bovin  ju  wafc^cn;  baö  S[Bafrf)n}eib,  f.  aBafdj^ 
frau;  bnö  SBafd)iuerf,  Jpüttcnn?.   1)  eine  ^rnftatt  jum  Söafdjen  bcr  @rjc; 

2)  baö  ?Bafd3trj:  bie  2Bafd)n)0lIe,  mit  ©cife  ^ocafdjcne  SBoUe,  j.  U.  o. 
getliDOlle;  ba^  !i2Bafd)5inn ,  Elrinc,  com  SBafTcr  gcrunbetc  ©tücte  ^innflcin, 
©cifcn^inn;  —  2fblcit.  bie  SBafc^e,  dJl.  -n,  (a(tt)od)b.  wasca,  mittcit). 
wasche  u.  wcschc ;  obcrb.  Qudj  SB  a  f d)  c ,  ffiafc^)  I)  bie  3)errid)tun3  beö 
5ü^ifcl)eng,  inebff.  beö  Ceincn^cugcS  u.  bcr  Grje  (($rj»rä|'d5e;  eine  2Bül'c^e  an- 
jlcUcn,  grc^e  SBüfdje  1)abm;  ba&  unreine  Ceinenjciig  ift  in  bcr  SBafc^e,  b.  t. 
Wirb  gciüafd)cn);  uncig.  gem.  f.  jlarfer  JKegen;  SSenveiS;  obcrb.  audj  f. 
SSerIegenl)eit,  Unannel)m[tc{)fett,  Unfall  (einen  in  eine  SBafdic  bringen:  in 
eine  SSdfdje  fommcn  K.);  -)  »T?a»  geivafd^en  »rirb,  baljcr:  leinene  Ä(ei? 
bunggftücfe,  Slifct)?  unb  Settjeug,  aiö  ©ammelit).  o.  ?OT.  (»wci^c,  reine  2Bä' 
fd)e;  unreine,  idjmu^igc  ob.  fdj'.parje  S3Safd)c ;   ßcib;,  2i!'dj=,   SBctUüäf  A)e) ; 

3)  Jpiittcnn).  ein  C^ebänbe,  in  iveld)em  bie  dv^t  9e>r'afd}en  »verDen;  3l'c^. 
bec  Sßcifc^faflen,  ^  fd^ranf,  Mafien,  ®d)xanl  juui  2(ufbcipabren  ber  SBäidje; 
ber  äßäfd)forb,  ein  großer  Äoib  jum  ßjcbrauc^  bti  bcr  Ijäuöüdycn  JBäafdjc; 
bie  9Bofd)leine,  eine  Seine,  bic  SBdfdjc  jum  Sroctnen  baran  aufjubängcn; 
bie  Sßafc^manqel  ob.  ^roüe,  f.  SOfangel  (unter  9}?angc)  u.  JWollc  4);  bie 
2öafd)llange,  ©tange  jum  Xuffpannen  bcr  SDBäfc^lcinen ;  bec  aöcifc^jettel, 
SScrjeidjniie  ber  in  bic  SBcil'djc  gegebenen  (Etiirfe;  —  ber  SÜdfcfccr,  -Ö,  (att» 
]^Od)b.  wascari,  aud)  wesco,  mittclt-  der  wesciie ;  obcrb.  bcr  2Bäfd)e,  3Bä« 
fdjcl),  bie  2Bäfd)crinn,  9)?.  -en,  (mitte(l).  weschiieiimie  u.  v eschin;  oberb. 
bic  SBefc^e  u.  2Bcifd)inn),  ivcr  eiwai  mä\d)t  (j.  95-  (5rjn>äid)er:  ©il« 
bcrwdfdjerinn  jc);  bec  2ßä [<•■{•! er  (355äl'd)c)  iljeni.  f.  9B>i(fer:  >^ütren^p. 
f.  3Bafd)fleigec  (f.  o.);  bie  2ßa'fct}erinn  insbcf.  eine  ^erfon,  iveld)« 
ßeinenjeug  u.  bgt.  ivafdit,  ©afd^frati;  bie  Sßafc^eret,  gem.  rerddjtl.  f. 
ba«  ant)altenbe  ob.  t)ä'ufi9e  5Biifd)en;  bie  9Safcbcrci,  eine  2(nrtalt  5um 
9Bafd)en  (j.  S.  ©ilbencdfdjcrci) ;  —  rüaf(i)eln,  jicUof.  3».  obcrb.  f.  in  ob. 
mit  5i>af[ec  fpielen ,  fpri(jen. 

n)afi)t'n  2.  jicUof.  u.  jicl.  5nj.  (fdjtrcij.  »afdieln;  ein  (Sc^aHmort,  wie 
fc^wo^cn,  flatfdjen  jc;  ctg.  tvo{)t  fdjiuoc^  biegenb;  buid)  fficrmcngung  mit 
wafc^cn  I.  aber  fagt  mar:  bu  träidjeit,  er  wdid)t;  93?ip.  gcn-aic^en;  \:>od) 
fdjtrcrlid):  er  ttufc^  jc)  lanbfdj.  gem.  f.  t>ie(  unb  Unbebeutenbe^  reben, 
finno.  fd^ron^en,  plappern;  auc^  f.  auäplaubern ,  fiatfdien,  (ba^er:  bai 
©CTOÖfd));  tili  2Bafd)mau(,  gem.  f.  eine  gcfcfetrdoige  ^perfon ,  fo  au^: 
bn^  2Bafd)n)eib  (gc».  cermengt  mit  SBafd)»reib  ob.  SBafcbftau  t>.  loafc^cn  1., 
ba  bie  SBafc^frauen  oiet  ju  fc^n)a(jcn  pflegen);  bec  SBofc^marft,  ©ammet« 
pla^  l'djwa^cnbcr  ^crfoncn;  bec  Sßafd)er,  bie  2Bafd)erinn,  (obcrb.  ouc^: 
bic  SBafc^c,   SGJafc^)   gem.  f.  eine  gefd;n?ä'(ji9e,    plaubec^afte  ^erfon; 


1808  n)afrf)en  —  Söaffei* 

n)afd)l)aft,  SS».,  f.  fcf)tvn^^aft;  bie  2Baf(i)e  (ob.  SBafd^c«)  ofterb.  1)  »et* 
öd)tl.  f.  bec  SiJi'unb;  2)  f.  dn  ©dilag,  bef.  eine  D^rfeige  (au^:  SBatfc^e). 

irafc^cn  3.  jfeUof.  3«.  (ug(.  watf^cln)  obcrb.  f.  l)m  imb  bec  fd)tvans 
fen,  fdilottern;  fct)teppenb  ob.  in  »reiten  Äteibecn  ein^ergehen;  bat)cc:  bec 
SBafc^cr  ob.  Sßafc^el,  -6,  f.  ein  fctleppenb  eint)ergebenbec,  pliimpec 
9)?enfd);  ein  ja  treiteg  Äleibungsftüif ;  bai  ob.  bie  äßafc^cl  ob.  SBüfc^el, 
f.  brtö  fnorptige  dupere  £)^c,  bef.  bei  3;t)icren,  wo  c6  bcwcgtid)  i|l  (g.  S. 
©auwafdjcln). 

Söafe  1.  t\).,  2)'?.  -n,  ntcberb.  f.  $8afe,  9J?u^me,  (oerJI.  SBciö!e,  w6) 
f.  eine  gtfdjirä^tge  ^erfon). 

äöafe  2.  w.y  dJl.  -n,  (n.  2i.  ber  SOSafcn)  nieberb.  f.  0veigbünbe(, 
5Q3eUe,  •Safc})ine;  bai)it  baö  3ßafcni)o(j  f.  sReis^jorj. 

Süafen  1.  m.,  o.  SJl.,  nieberb.  (aud)  5Brafcn;  03I.  baö  mitte(t).  der 
wäz,  aßa^  f.  2)uft,  ®ciuc^;  wazeii,  buften,  riechen;  verwazen ,  vcrbunften^ 
BCiric(^en)  f.  £)unft,  S3robcm  von  ftcbcnben  ob.  gät)renben  ©toffen. 

äöafen  '2.  m.,  -S,  d)l.  \v.  6.,  ialtijodjb.  waso,  mitte(t).  der  wase;  mittl. 
lat.  guaso,  franj.  gazon;  oicUctc^t  ocrw.  mit  bcm  goti).  vasjan,  befUiben,  vasti 
(=.  lat.  vestis),  Älcib;  alfo  urfpr.  S5e!lcibung,  SSebertung;  vgl.  auc^  SBiefc) 
alt  u.  obcrb.  f.  Ütafen  (f.  b.),  üoerf).  bie  mit  ^flan5enn)ur5e(n  burd)a>act)s 
fene  (Srbbeife,  bai)er  aud^  f.  ^^ovf  (S3  renn  wa  fen);  nu^barec  ©ra^boben, 
2(n3et  (entg.  ®anb,  gelb);  inöbef.  ber  ^U\^  beg  2(bbe(ferg,  gem.  (Sd)inbj 
angec  (oberb.  ber  SBafen  ob.  iie  Sffiafenjtatt,  [^rceij.  bie  SBafcn; 
bat)er  ßieUeic^t :  baöSBüfel,  fdjwäb.  f.  tobtcg  S3ief),  3(a6);  baS  2ßafen* 
amt,  obcrb.  f.  baß  2(mt  bc6  '2lbbccferö  ob.  ©c^arfric^terg;  ber  Söafcnläufcr, 
SSergro.  ein  fc^maler,  unter  ber  Sammerbe  jlreic^enbcr  @ang;  ber  SBafen« 
meillcr,  obcrb.  f.  ICbbcäet,  ©djinber;  ©iarfrictytcr;  ber  äöafenMer, 
oberb.  f.  9la[en=  ob.  3;orfricd)er;  ber  2Bafenuiaü,  geftungöb.  ein  au6  SKafcn 
aufgcfül)rter  ©rbwall;  —  limfcn,  jicUof.  3t».  ((diweij.  au(^  reaömen,  Wäf- 
men)  alt  u.  obcrb.  f.  ftd)  mit  C^caä  u.  ^Pflanjen  befieiben  (gern,  ocrwa« 
fen,  übernjafen  2c.);  rvaiio,,  Sit».,  f.  mit  ©raS  beivadjfen,  raffg. 

ivafer,  waferlei,  f.  unter  mag. 

SSaffcr,  f.,  -g,  5D?.  bie  Gaffer  (obcrb.  unr.  2Bäffer),  23erEl.  (feiten) 

iai  äiJdfferd)en,    (altfjOC^b.  wazar,    wazzar,   wazzir:    mittel^,  wazze,    wazzer; 

oberb." SBajjer;  gotl).  vato,  {glcinb.  vatn;  altfd^f.  watar,  angelf.  vaeter,  nie» 
berb.  u.  engl,  water;  littf).  wandu;  f(ait).  woda;  gricdö-  v<^Mo;  ügl.  baS 
fan6!r.  und,  flicjjcn,  «da,  SKecr;  lat.  unda,  SBcUe,  udus,  ovidus,  feucht,  "dor, 
StäiTc)  1)  cig.  ber  tropfbar  flüfftge  @toff ,  me(d)er  einen  großen  2l)eil  bec 
(Srboberfldd)e  bebecft  unb  in  2)un|lform  in  bie  2uft  auffteigenb  tviebec 
iilg  tropfbare  Slüffigfeit  niebergcfd}(agen  wirb:  a)  alö  ©toffnamen  o.SOl. 
(ba§  (§.ii,  ber  ©djnec  mirb  ju  SBaffer;  SBaffer  trinfen;  et>t>a6  in  aBSaffer  fo» 
(^en;  ju  SBaffer  fat)ren ,  reifen;  ein  ßanb  unter  SBaffcr  feften,  b.  i.  über» 
fc^memmen;  bai  SBaffer  fteigt,  ob.  fällt,  b.  i.  nimmt  ju  ob.  ab;  fließcnbe«, 
jte^cnbeS  SöaJTer;  SHucU-,  SSrunnen^,  glufg^  JRegem,  gKcermalfer  k.  ;  fii^c« 
aSaffer,  f.  fii^;  Ijartcö  u.  wcidjcö  Sßaffcr,  f.  l)art,  meic^;  fpridjtü.  uncig.  ju 
aBaifer  «erben  f.  vereitelt  werben;  einem  etwa6  ju  SBaffcr  machen  f.  e6  il)m 
»ereitcln;  SBaffer  in  bcn  Srunnen  ob.  in  tai  aJieer  trogen,  b.  i.  etwa§  oÖUig 
Überflüffigeö  tl)un;  ba§  ifl  SBaffcr  auf  feine  SKiil)le,  f.  ?Oiü^lc;  er  reitet  i^m 
tag  SßaJTcc  nic^t,  b.  i.  er  ift  nic^t  wettl),  ifjm  baö  Söaffcr  ju  reichen,  ec 


SBaffer  1809 

Jommt  tf)m  ßet  »eitern  ntd^t  gleidj);  b)  «ine  be^renjte  5ßaffermnffe  ob. 
*®animlung,  alö  aUeemeincr  JCiiebruct  f.  S3ad? ,  j^Iufg,  @ee,  Steicf)  jc, 
ftnno.  ©eroaljec  (ein  fltepenbeö,  ob.  fteljenbee  SBaffcr;  ein  rciUenbeS  SBafTcr, 
ein  ^iä)viid)ii  SBafTer;  über  ein  2BaJTec  fafjrcn;  9}J.  bic  aijQjycr,  gcit».  bie  ®c« 
wä'flfec;  fpctc^w.  ftiUe  SBJaJTci- fiiib  tief,  f.  (ti(l) ;  2)  unciri.  ücrfchiebene  bcm 
SBaffet  d'f)n(idK  natüilid^c  gliiffigfciten,  in^Oef.  bie  Sf)rd'nen  (bic  Jiugcn 
ftanbcn  ii)t  yoU  SDSajTer) ,  ber  @pcid)e(  (bcr  gjJur.b  Icuft  iijm  »cU  SSSaffcr,  un« 
eig.  gem.  f.  cö  fümmt  it)n  gro^e  8u|t  cb.  Scgicrbe  an),  ber  Uvin  (fein  5ffiaf= 
fcc  nbfc^tagen,  f.  abfdilagen;  ba6  9Ba(fi'r  nic^t  galten  tonnen;  baö  SBaJTec 
cincö  Äcanfen  bcfc()en);  fernev  fünftlid)  bereitete,  gebrannte,  «bgejogene 
Sliiffigfeiten  (wofjlnedienbe  3QafTcc,  j.  J8.  bog  Äöfnifc^c  33SafTcr,  fr.  eau  de 
Cologne;  gebrannte  SBafTer,  j.  S3.  Äirfdjwaffcr,  ßebenö-,  9}2agcniüQfTcr  jc), 
aü6)  n)an'erät)n(id)e  Heilmittel  (j.  SB.  2(ugcnnjafTcr) ;  3)  uncig.  f.  maffcr; 
af)nüc{)er  ®(anj,  Älnr^eit,  2)urd)ftd)ttgfett  (biefcr  I>iamant  ijat  ein  fc^öncö 
SBaffcr);  aud^  baö  wafTcrabnlii^  fdjiUcrnbe  2(nfei)cn  gcrciffcr  äcitgc:  —  3fe|. 
ber  SBafferaal,  ob.  baiJ  SCafferöldjen,  f.  ».  w.  SBafTcrfc|)tä'nglcin,  Saufenb»- 
fufj,  eine  3(rt  ©eetaufcnbbeine ;  ber  Süafferablafö,  =abfc^(aq,  f.  2Cblafö  jc; 
bie  SÖafferaber,  SBaffcr  enti;altenbc  ©änge  in  ber  (Srbc;  2<;nat.  ©cfäfje,  wtU 
öjt  bcm  Slute  bic  roäfTcrigc  gcud)tig!eit  ;(ufüt)rcn;  ber  2Bajycral)orn,  f.  o. 
w.  2Baffer{)o(ber,  ©d^neebaU;  ber  SBafferamptcr»  eine  am  u.  im  2Baf« 
fec  TOac^fcnbe  2Cmpferart;  bie  Söaffevamfel ,  bcr  atcgcnpfcifcr ;  anä)  bcr 
SDSafferlUijr;  baS  SÖaiyeramr,  (anbfc^.  cinc_bcn  SBafTerbau,  bic  SBafl'cc» 
Icitungcn  k.  beauffi(^tigcnbe  iScf)örbe;  ber  SSaflerapfel,  eine  2trt  bc6  gta» 
fdbenöaumcö  (aimona  palustris  L.);  tt>a[|erarm,  fSw.,  ttjcnig  SBafTer  i}abmb 
(eine  wafTcrarme  ©cgenb);  bie  2Bajyera|l"cl ,  im  2Ba)Tcr  (cbcnbe  2(fTe(n;  ber 
SBafferafr,  ®ä'rtn.  aue  überflüffigcm  «Saft  entfleöcnbc  wiibc  2i:)le,  aBafTcc* 
fd^offe;  ba^  äöaljerauge,  ein  mit  einer  3BafTergefd)Wul(t  bebaftetcö  3(iige,  u. 
biefe  Äranf()cit  fclbft;  bcr  SBSafTerbad),  bibl.  f.  SSadj,  bef.  ein  fol^cr,  ber 
bcftä'nbig  SßafTer()at;  baS  SBafferbab,  ein  Sab  in  gcwcijnlidjcm  SBafTT,  j. 
U.  ö.  £)ampf',  Sropf=,  ©anbbab  jc;  uncig.  f.  bie  Saufe;  bie  SBafferbanF, 
in  9ÖafTermii()Icn  (in  aSretterücrfc^iag  an  ber  ®eite  be6  SBafTerrabeö ;  bec 
SOSafTerbau,  ein  S3aa  an  ob.  in  einem  SBafTer,  5.  S.  Samme,  ©dlfeufcn  jc.  ; 
öu^  f.  0.  w.  bie  SBafferbaufun)!,  Äuaft  u.  SßifTenfc^aft  bc6  SßofTcrbaueö; 
ber  2Baf[erbaumei|ler,  wer  bic  gBafferbaufunft  oerftcl;t  u.  aueübt;  baö  SOBaf; 
ferbccfen,  eig.  ein  SScrten  b.  i.  ein  flac^eö  ®cfä§  ju  SBafTer,  5.  S3.  ein  SBafc^« 
bctfcn;  uncig.  eine  !ünfl(i^c  ob.  natürli^e  93crticfung  bee  Srbbobenö,  in  \x>qU 
c^er  baö  SBafTer  fic^  fammelt,  ein  großer  $B3afTerbci)ä'ltcr;  bie  Söafferbeere, 
58ogclEirfd)e;  ©umpfbecre;  2BafTcrt)olbcr;  ber  3ßa|Terbel)äIter,  f.  S5if)ä'(tcr; 
ber  äBafferbeiper,  bcr  fi^roarjc  SScrEcfjrtfc^nabd,  auc^:  SBafferfc^nciber 
ob.  «f^erer;  ber  SSajJcrberg ,  bid)t.  f.  grojjc  SBafTerm.afTe ,  bof)e  2BcUe; 
bie  SöalJerbefc^reibung,  Scfd^rcibung  bcr  QienjäJTcr  cincö  l'anbeS  jc.  (fr..&9» 
brograp^ic) ;  bai  SBafferbett,  f.  Sctt,  Stufsbctt ;  bie  Sßafferbt'cne,  T-  e.  w. 
5Drot)nc  (weit  fic  bcn  2(rbett6bicnen  SBafTer  jutragcn) :  bie  äÖalJerblrfc,  f.  x>. 
».  .sRot(;birEc;  bie  S[ßaj]"erb-Irn,  eine  2(rt  faftreic^cr  Sirncn;  bie  SBafffr- 
blafe,  9Serf(.  bag  2BafTerb[ä6d)en,  1)  eine  Sufibtafc  auf  ob.  in  bcm  SBaljer: 
2)  ein  mit  »äfTcrigcr  geut^tigfeit  gcfüUtcö  SSlä^c^en  auf  betraut;  3)  ein 
mctaUcncö  ©cfcifj  (f.  SSlafc),  SBafTer  barin  gu  roärmen;  4)  SkturE.  eine  "Kxt 
burc^fi^tiger  SSlafenfd^necten ;  ba^  SBafJerbfatt,  eine  norbamcriian.  SBofTer» 

Jg)e9fe's  ^anbwörtcrb.  b.  beutf^cn  ©pr.  2.  Sf)cil.     114 


1810  SSaffer 

Vflanjc  (h5'clropliyllam  L.);  ble  SBafferHattct ,  eine  2(tt  Srattetn ,  hk  mit 
»älTcriger  55eu*tt9!fit  angefüllt  finb,  Sffiaff crpocJen;  trafferblail ,  Str., 
»on  bec  bläulid)£n  ^arbc  gvopcr  SBaJTerflac^cn ;  ba^  Söafferblei,  ein  mit 
Sdjwcfet  »cvcrjter  nictaU,tfd)ct  ©toff  fon  blaugrauer  j^arbe,  9ici^blei;  bcit)cc: 
bec  2ßafferb(eifalf,  ta^  aBafTerbleimetaU,  bie  SBalJerbleifäure;  bie  Sßaf= 
ferblumc,  eine  am  ob.  im  SBaffer  wac^fenbe  SBtume;  in^bef.  f.  bic  ©ecblume 
(f.  b.);  eine  3Ctt  bcS  ^aarmoofeö;  bie  SBQfferblütl)e,  ronbfc^.  f.  SBaffers 
Pfeffer;  bie  SBafJerbo^ne,  eine  au§lanbif(^c  @umpfpf[ange  (arum  coloca- 
sia  L.);  ber  SBafferbürt,  ©^iff.  f.  o.  m.  ©efeborb,  f.  b.;  bec  SBafferbrei, 
mit  SBafTcr  gelochter  fSxiU  bec  Söafferbrenncr,  lanbfc^.  f.  Sranntnjcinbrcn-- 
ncr ;  bec  Söofferbruc^,  1 )  (S^iff.  eine  Untiefe  im  «JÄeere,  wo  fi(^  ik  SG3cUcn 
brechen;  2)  ^cil6.  eine  "äxt  beö  Sruc^cS,  tro  bec  ©ad  mit  SBaJfec  angefüllt 
ifl  (fr.  .?)i)broccle);  bie  SBafferbuc^e,  tin  ncrbamerifan.  SBaum  (platanus  oc- 
cidentaüs  L.) ;  bt«  SBafi"erbüt)ne,  Sergvr.  eine  Sil^nc,  i>.  i.  ein  3i»Jimer= 
n?crf,  in  wclc^cg  bie  ©rubenwaffec  geleitet  u.  buc^  ©ecinne  roicber  barauS 
abgeleitet  «erben;  bie  SBafferbungc,  f.  e.  w.  Sad^bunge;  bie  SBafferbutte, 
ffluttc  (f.  b.)  lim  5SBaffcrtragen ;  bec  SBafferbamm ,  2)amm  jum  2Cbl)alten 
bcg  SBaffcrS,  ^eii),  f.  b.;  bec  SSBafferbampf,  *bun|i,  Sampf  »on  fieben- 
bcm  asaffcc;  ber  Sßaffetbarm,  f.  ü.  tu.  gabcnwurm;  tt?afii"crbic{)t,  Sto., 
bic^t  (f.  b.)  gegen  iai  SBajfcr,  feine  gliifjtg!eit  einbringen  laffcnb  (SSudö, 
©ticfcl  2C.);  bie  SBafferbiele,  ©^iff.  bec  Zijcii  be§  ©teuerrubere,  auf  »el= 
(i^em  bie  ©tanbbielc  ru{)t;  bec  SBajJerbofl,  eine  bem  25ofl  ätinlidje  ^flanjc, 
ber  ^irf(^!lfe  (eupatorium  cannabinuni  L.) ,  au^  SBaffer  1)0  nf  genannt; 
iai  Sßafferbreiblatt,  ber  gieber^  ob.  SSitterElee ;  bie  SBafferbürrrüurj,  eine 

2(rt  3n'cijaf)n  (bidens  tripartita  L,) ;  eine  2trt  JCfc^enpflonje  (cioeraria  palu- 
stris L.);  bic  SBafferebene,  f.  o.  xo.  SBaffcrfldc^e;  »raJTecä  ob.  n5agered)te 
Gbcne;  bic  2Ba|]"ereid)e,  ba^  &iä)tn  (f.  b.)  ber  SBeinfJ'JTec  mittelfl  eingclaffe» 
nen  SQSajTerS  in  bc|limmtem  9}Ia^e;  aud^  f.  ».  vo.  3ßaffcrmajj;  bic  SBaf« 
fereibed)fe,  eine  2Crt  im  SSaJTer  lebenber  ©ibe^fen;  bec  SÜBaffereimer,  f.  Qi- 
mer;  ber  2Bafferepf)eu,  eine  2Cct  2Ba|Tcrlinfen  ob.  ©ntengrün  (lemoa  trisulca 
L.);  bec  SSaffcreppirf),  eine  an  feuchten  Orten  »adjfcnbe  (gppidj-2tct  (apium 
graveolens  L.) ;  auc^  eine  onbece  äl)nlid)e  ^flange,  2öaffermer!  (sium  L.); 
ber  SBaffcrfaben,  1)  eine  Gattung  auö  ^aarförmigcn  gäben  beftcl)enber  SSaf» 
fcrgrraäc^fe  (coiiferva  L.) ;  2)  f.  o.  w.  bec  Söafferfabentvurm,  ein  im  2Baf« 
fer  lebenber  langer,  glatter  gabenwurm,  aud^:  ^aat-,  3wirnn)urm  jc. ;  bii 
2Bafferfal)rt,  galjrt  gu  aSaffer,  ©d)iJTfal)rt;  bec  SBafferfaU,  1)  bai  galten 
beä  SBafferS  auö  ber  J^ö{)e  in  bic  Siefe;  2)  baö  falienbc  SBaffer  fclbft  u.  ber 
Ort,  jvo  ein  SBad^  ob.  glufe  au6  einer  fleilen  Jpöl)e  in  bie  Siefe  fällt  (SBaffer* 
fäUe  im  (SJcbirgc,  in  ber  ©c^weij  ic);  bie  2öa(ferfarbe,  I)  bie  bem  SBaJTtr 
cigcntljiimlic^e  blaugrüne  garbe;  2)  ein  mit  SSaifer  angemachter  u.  aufgetra= 
gener  garbejloff,  j.  U.  e.  Ölfarbe  jc.  (mit  2BafTerfarbcn  malen);  IDafferfar^ 
big  ob.  VDOJjf rfarben ,  S5n). ,  bie  e:gcntl)umli^e  garbe  bc6  SBalfcrS  Ijabenb; 
bec  SBafferfarn  ob.  baS  SBa|]"erfarnf raut ,  baß  SBaffer  liebenbe  garn!räu» 
tcc,  bercn  grüc^te  an  ber  SBurjel  ftel)cn  (hydropterites  L.) ;  au^  eine  2£rt 
Traubenfarn  an  gliilfcn  jc.  (osmunda  rcgalis  L.);  ba^  äBafJerfaf^,  ein  gaffe 
ju  SBaffer;  bei  ben  geuerwerfern:  ein  mit  2Baffcr!ugc(n  u.  ©d^wärmern  an« 
gefüllte«,  auf  bem  SBaffer  f^wimmenbeS  gaf6;  bic  SQBafferfebev ,  eine  2Baf= 
ferpflanje  mit  fd^wertförmigen,  breif^neibigcn,  am  9ianbc  (ladjeligen  JBlättcrn 


SBafTcr  1811 

o^nc  ©ttfte,  öudd  5JBciffer«2(loc,  falfd)cc  aBafferfcnd^el,  SBaJTcvfldiel  jc.  (stra- 
tiotes  aloides  L.);  auc^  f.  SB a f f  er»  c 1 1 rf) en ,  SB  affcrtol)  r;  bfr  2ßaf- 
ferfend)el,  eine  bcm  ^cnd^el  ätjnlid^c  ^flan^engattung,  ami)  SJofgfcnc^cl  (phel- 
landriiim  L.);  au^  f.  2BQJTeroetlc^cn ;  SBaffcrtaufcnbbtatt ;  23a|Tcrfcbcc;  9Baf= 
fer^atjnenfup ;  2BaJTerf(l)(aud^;  tDafferfcfr,  JBw.,  fc|l  gegen  boe  aBafftr,  bem 
SBaffec  SBiberftanb  tetflcnb  (ein  iraJTcrfcfttö  ®d)iff);  ba^  SBafferfeuer,  bei 
bcn  gcuerroerfcrn :  ein  ütnfllidjeS,  auf  bcm  SBaffer  brennenbcö  gcucr;  bie 
S[öa|TerfIärf)e,  bie  Oberfläche  be6  Sß5afTer6;  ein  weit  auägebrcitetcö  SBJaJTer; 
bec  2BafferfIad^S ,  [.  3Ba|Tergatbc;  bie  5öaff'erflafc!)e,  gtafd;c  jii  SBafTcr, 
bcf.  Srinf maffcc ;  bie  2Ba|yerfIed)tc,  eine  2Crt  an  nafTcn  Drtcn  readjfcnbcr 
gleiten  (liehen  aquaticus  L.) ;  ber  2ßafff tflecf ,  ein  buv^  SBaffcr  cntftanbe= 
ner  ^kd  auf  einem  3euge,  im  Rapier  u.;  tvafferflecf ig ,  Sro.,  SBaJTcrflerfe 
{>abenb;  bec  SBaffcrfllcber,  f.  d.  \v.  gBnfrer()o(unbcv;  ber  SBafferfloI),  1) 
ein  bem  giof)  öf)ntic^c8  fpringenbeö  Snftct  auf  bcm  5ffiaf[cr;  2)  bec  ©djwimm' 
fdfcr;  3)  f.  ö.  tt).  ©eeflo^ ;  4)  eine  2(ct  ©pnngf^rcanj ;  bie  Sßafferflutt), 
f.  gtuti);  bie  SBafferfrau,  ba6  Sßajferfväulein,  ein  fabclf).  rocibiic^cc  2Baf= 
[ergcift,  aud^:  ba«  SBaffcttt) eib,  gern.  9J{rc  (f.  b.);  bie  S3Safyerfro()ne, 
bei  SBafTerbauten  ju  (cijlenber  grot)nb{fnjl;  ber  SBaffcrfrofrf),  im  SBaffcc  le» 
benbe  gcöfd^e ,  j.  U.  e.  Canb«  u.  Saubfrof^ ,  inSbef.  ber  grüne,  u.  ber  braune 
SBafferfrofd^;  ber  aSafferfud^Sfc^ltianj,  eine  Htt  beg  guc^efdbTOanjcg,  rcclc^e 
im  SBaffer  »d^fl  (aloperurus  geniculatus  L.);  bte  SBafrerfurd)C ,  Canbnj. 
eine  gurc^c  jur  Tfblcitung  beg  überfiiiffigcn  SJBafTcrS;  bie  SBaffergaUe,  1)  f. 
ü.  w.  SlegengaUc  (f.  ®aUc  2.);  2)  f.  ».  \x>.  2fctcr9aUc  (f.  &alle  30;  raaffeP 
gaUig,  S5n).,  SBaJTcr»  ob.  TCctcrgaUcn  (»abenb;  ber  SBaffergang,  1)  jcbe 
Sßertiefung  ob.  Sfinne,  burd^  n)el(^e  SBaffer  abgeleitet  trtrb,  SBaffcr(ettung ; 
2)  ein  ®ang  am  SBaffer  fjin,  ob.  nac^  bem  SBaffer,  um  cö  ju  fc^öpfcn;  bie 
SBalJergarbc ,  l)  eine  Tltt  im  SBaffer  tradjfenber  ©djafgarbe,  auc^  SBaffcr-- 
ftad^g;  aud^  f.  SBaffcrtaufenbblatt;  SBafferoeilc^en;  SBafferfdjIauc^;  2)  in  ben 
SBaffcrBünficn :  ein  garbenförmigeö  ©prfngmaffcr:  iai  2Baf)'crgaurfjl)ei(, 
lanbfc^.  f.  (5f)rcnprei6,  SBadjbunge;  bie  SBaffer;  ob.  r.  SBafferögefal)r,  (ugl. 
SBafferönotf),  geuerSgefatjr) ,  bur^  SBaffer  »crurfa^te  ©cfaljr;  i>a^  SBöjfer* 
gefä^,  @efä'^  ju  SBaffer;  aud^  f.  o.  m.  SBaffcrabcr;  bag  SBaffergeflügef, 
©ammetn.  f.  SBaffcroögcl;  ber  SBaffergeift,  fabcU;.  im  SBaffer  lebenbc  ®d' 
ftenrcfcn;  brt^  SBaffergelb,  JBergm.  eine  "Kb^abc,  wtkiic  eine  ®rube  oon  ber 
anbern  erljalt,  trenn  fie  beren  SBaffer  mit  abfiii^rt,  auc^:  SBaff crfleuer; 
bag  2Baffergerinne,  f.  ©erinne;  ba^  2Baffergefcf)6pf,  ein  im  SBaffer  Ie= 
bcnbfß  ©ef^öpf;  bie  SBaffergefc^WullI,  eine  mit  SBaffer  angefüllte  ©efc^roulft 
(fr.  Öbema);  bai  SBaffergwäd^S,  ein  in  ob.  an  bcm  SBaffer  |lef)cnbcä  ®e* 
tt)äd)6;  ba6  3Baffergen)td[)t,  in  ©alawerfen:  bai  55Jaffir  mit  bem  ®cfdge, 
wcl^cö  ju  bem  ©ootgewi^te  ber  ©al^proben  l;injugef()an  wirb;  ba6  2Bafi 
fergiaä,  ein  Srinfglaö  ju  SBaffer;  ber  SBaffcrgÖpel,  Sergiu.  ein  »om  SBaf= 
fer  getriebener  ©öpel  (f.  b.);  ber  SBaffcrgott,  bie  Sffiaffergöttinn,  alte  '^a- 
bell,  baö  SBaffer  bel;errf^cnbe  ©ott^eitcn:  ber  2Saffergraben,  ein  bag  SBaf* 
fer  ablcitcnber,  ob.  auä)  nur  mit  SBaffer  angefüllter  ©rabcn;  ba6  3ßaffer= 
gra§,  1)  f.  e.  ».  bie  SBafferf^micle ;  2)  f.  o.  ».  SRo^r»  ob.  «RtcbgraS:  3) 
Öca^rteeSBoffergraSf.  SBafferfud)gf(^wanj;  bie  SBaffergrube,  ®rubc 
jum  (Sammeln  be6  giegenreaffcrö  (fr.  (Jijtcrne) :  ber  2Ba|]"erl)afer,  ein  ireflinb. 
2Baffergewäd)6  (zizania  aquatica  L.);  ber  SSafl"crt)at)nenfu^,  eine  Art  ^a^» 

114* 


1812  gSafTet 

nenfu{i,  wcT^c  im  SOBa|fec  tt)ä(!^ft,  qu^  SBafTerfen^el,  S!SatTert)5f)titefn  it.  (ra- 
nunculus  aquatilis  L.);  bec  SBafferl)alter,  f.  j).  n).  S!3aiTcrbel)SUec ;  ba« 
2Baf)"crt)Qnb(etn,  tanbfd^.  f.  bie  Stenbctwiiri ;  ber  SBafter^anf,  f.  e.  w. 
SGSQfTcrbo(t:  ber  SBafferl^arnifci^ ,  eine  njafTcrbtc^tt  lebcrne  SBefteibung ,  um 
bamit  unter  bog  SBaffer  ?u  taud^en;  iX)af["erl)art,  Sjü.,  bei  bcn  Söpfern  7C. 
com  St)on :  fo  tjavt,  «)ie  berfelbe  nac^  2(uöbün{lung  be6  2BaJTcrä  buri^  Slvod« 
nen  an  ber  Suft  »icb;  bie  3ßaffert)aut ,  [.  0.  m.  ba6  ®(:i^af()äutd^en;  Hi 
SBajJerbetf,  bic  Sad^bunge;  irafferbeÜ,  SBn?.,  fo  ()cU  ob.  Hat  nk  SBafTer; 
bn§  äßafj"ert)elmfraut,  f.  v>.  m.  ber  SBafTetf^laud^ ;  bie  SBaffer^enne,  eine 
"iixt  SßSafyei-büijnci-,  t>a^  gf?otl)bIa[6d^cn;  bie  2Bafferl)irfe ,  f.  0.  m.  SßSaJTer» 
fd^micle;  bie  9ßafj"er^öl)e,  iie  S^öi)e  beö  Sfßaffcrg,  bec  aöaJTcrjtanb ;  bet 
SBajyei1)olbcr  ob.  ^Ijolunber,  f.  0.  ro.  J&tr[^i)olunber  ob.  ©c^neebaU  (vibur- 
num  opulus  L.) ,  au(^:  SBaffcca^om,  'ftieber  jc;  baö  2Öaf|"erl)olj,  >&olj 
ber  ©c^öfgtinge  eineö  gruc^tbaumeö,  tüel^e  !cinc  grüßte  tragen;  bie  2Baf« 
ferl)Ofe,  (ogl.  >^o[e)  eine  grope  !cgcU  ob.  trichterförmige  SBaffermaffe,  roeld^e, 
fid)  ocm  a}?cere  crijebenb  ober  au6  einer  5JBolEe  i)erabfcn!cnb ,  com  SBirbel» 
irinbc  um<  unb  fortgctvtcben  gropc  SSermüflungen  anrietet;  bie  SBaffer^ufe, 
eine  Sßaffcrfläc^e  con  ber  2Cu6be{)nung  einer  ^ufe  Canbeö;  ba6  S55afferl)ul)n, 
1)  ein  ®ef^led)t  f)ii^neräf)nlic^cr  SQSajferDögel  (lat.  fulica),  ton  tcrfc^iebenen 
3Crtcn,  j.  «8.  baö  gemeine  aBaffert)u{)n,  aud)  Släfgi)uJ)n,  -entc,  SSlciföc^en  jc; 
baö  griinfü^ige  3B. :  baö  fc^mar^e  SBafTcrl)u()n ,  auc^  SKeerteufet  2c.;  2)  t?er» 
fc^iebcnc  2(vtcn  ©tvanbtäufer:  baS  graue  u.  bag  votf)e  3Ba1Tcrt)u^n;  3)  ba« 
aBafi'evi)üf)n(i!en  f.  bic  33?itteffdjnepfe ;  ber  SQ3a[fert)Unt) ,  1)  ein  J&unb, 
tcdäjcx  bai(u  abgerichtet  ift,  inS  SÖolTer  ju  get)en:  2)  ber  gro^e  SB  äff  er* 
Ijunb  f.  ^ubct:  .'5)  Scrgjf.  eine  Ücine  ^umpc;  bie  SBaffevjagt',  eine  Sagb 
^u  SBaffer,  auf  SßSaffcrgepgel:  aud^  cineSagb,  »obei  ta^  2Bilb  bur^  ein 
Söaffcr  getrieben  »trb;  bie  aBafferjungfcr,  ein  @ef(t;Ie(%t  Snfecten  mit  lan* 
gern,  bünncm  £cib  unb  oicr  langen,  fc^malen,  nc$!ät)nlid^  geabcrten  glügeln 
(fr.  Sibellc) ;  ber  SßaJTerfafer,  ein  im  SBader  Itbcnbcr  Ääfer  mit  bürflenföt* 
migcn,  blättrigen  gül)li)örnern  u.  gottigen  Jpinterfüfcn  jum  ©c^wimmen;  bie 
SSafferfannc,  eine  Äanne  ju  SOSajTcr;  bie  iSafferfaflanic,  f.  w.  m.  SBafTec» 
ob.  etac^elnufö,  f.  b.;  ber  Sßafferfaften,  ein  mit  Sßaffcr  gefüllter  ob.  juc 
2(ufnal)mc  Den  SSaffer  beftimmter  Äaflcn,  j.  SS.  im  SSerg»  u.  .^utten».,  in 
9pQpicvmül)lcn  jc;  auc^  ein  großer  ausgezimmerter  Söa|Terbc{)älter;  ber  SBaf» 
ferfcgel,  bei  bcn  gcucrwerfcrn :  mit  ©c^irärmern  :c.  angefüllte  fegeiförmige 
Jpülfcn,  bie  auf  bcm  SBaffcr  abgebrannt  werben;  ber  SBaJIcrfeffel,  ein  Äef< 
fei,  aöoffcr  barin  ju  ficben;  aucfe  ein  feffclförmiger  5BSa|Tcrbcl)ältcr;  btr  SBaf? 
ferficö,  ein  iüfißer,  gldnjenbcr  orfcni!l)altigcr  Äicö;  auc^  f.  grober  SBajfec« 
fanb;  bic  Sßafferf t|le ,  im  Scic^bau:  eine  Äifle  ob.  mit  ^fäf)lcn  gemachte 
2{btf)cilung  im  SBafTer:  ber  SBafferfttt,  ein  Äitt  »on  eifcnfc^lad'fn,  Äic«, 
©las  K-,  »pctdjer  unter  bcm  aSnffev  t)cHt;  ber  SBaffcrflee ,  Sitter;  ob.  gic» 
ber!lee;  bie  Sßajjerf lette ,  ber  große  ^w^latüo)  ob.  \)k  ©djtreißttjurj ;  bie 
SBafferfluft,  Scrgw.  eine  mit  SCBafTcr  gefüllte  .Ätuft  im  ©anggcbirgc;  bie 
Sßafterfolbc,  f.  o.  xv.  9?ot)r!olbe;  ber  SBalJerbpf,  ein  bur^  franfljafte  2(n» 
Häufung  mäffcriger  geuc^tig!ctt  aufgetriebener  Äopf,  u.  biefer  Jtrantljciteju« 
flanb:  bie  .ÄopfiüoJTcrfuc^t  (fr.  .^i)broccpl)alu6);  bag  SBafferfraut,  jebcg  in 
ob.  an  bcm  SBajfcr  »rad^fcnbe  Äraut;  inebef.  f.  ba6  ©amcnfraut;  ber  3Bafj 
fevfrebö,  glufö«  ob.  ©cchebö,  j.  u.  0.  Canbfrcbe;  bie  SBafferf'rcffe,  f.  ».  k- 


SöaJTer  1813 

Srunnenf reffe;  SBaiTemtttg ;  ber  SBaffcrfropf,  groüc,  mit  rünJTccigct  ^cu(%; 
tiQitit  gcfüUte  Scutcn,  rocli^e  ba§  «Rinbrncl)  u.  bie  ©djafc  »on  oUju  na|Tcm 
guttcr  bcfommcn;  bte  SBafferfrÖte,  eine  5Crt  Äröten ,  bie  itjrc  (äiic  in  baS 
aBaJTci-  legen;  ber  SBaffetfruq,  --fübel,  Ärug,  Siübtl  ?ii  SffiafTir:  bie  ÖjJaf* 
fcrfugel,  bei  ben  geuerrcecfem:  gefüllte  fiufifugctn ,  bie  auf  bcm  aöQJycc'ab» 
gebrannt  werben;  bie  äßafferful),  f.  ».  m.  ©eefuJ);  bie  SCafTcrfunjl,  1) 
bie  Äiinft,  bag  2BafTcr  lu  leiten,  ju  t)cben  ic,  b.  aSSafferbcroegunge^  ob. 
SBafferlcitung6!unft  (fr.  .^«brauli!):  2)  eine  fiinjtlic^c  55crridptuiig  »on 
©aug=  unb  ^umpnjcr!en,  um  baö  SBaffcr  ju  leiten.  ?u  l)cbcn  ob.  ?um  •Sprin» 
gen  liü  nöt[)igcn  (ogl.  .Kunft  3);  ber  3Bafferfün|ller,  rcer  bie  SBafTcrfunft 
öcrfteljt  (fr.  ^i)bcautifer);  ber  2BajTcrfÜrbifS,  f.  SBatTcvmclone;  bie  2Baf- 
feriad^e,  f.  Cac^e;  ber  2Baffcrla(f,  bae  fc^rcimmenbe  @amcnfraut,  aud; 
glufg!taut,  ©ecfalten  K.  (potamogeton  natans  L.);  ba^  SKafferfanb,  «iei 
5BaJTtr  entf)altcnbe6,  won  aSSaffer  umgebene^,  ob.  mit  SBaffcr  bcbcrttcö  Canb; 
bie  äßaffcrlanje ,  in  9Ba|Ter!ünften :  ein  Ijoc^  freigenbcr  fd^wadjcr  Söaffcr» 
ftra(;l;  bie  Sßafferlattc,  Sergn?.  ein  langer,  »on  Srettcrn  sufamnungcfc^tet 
5fflafTct  =  2tb}ug;  bai  SBafferlaub ,  ©c^Ioff.  laubförmige  SScr^ierungen  mit 
TOcUcnförmigen  Vertiefungen;  ber  SBafferlauc^,  Cac^enEnoblaudj  (teuciium 
scordium  L.) ;  au(^  f.  2Bicfenlau^;  ber  SBafferlauf,  1)  ber  Sauf  beä  SOBaf* 
fcrö;  2)  SScrgnj.  f.  2BaJTcrgraben ;  ber  2öa|yer(aufer ,  1)  eine  3(rt  SBalTfr- 
üögel,  bie  ju  ben  SRallen  gef)ören,  au^:  ber  fd)»parje  JSBafTcrtrcter:  2)  eine 
2trt  fliegen;  3)  SJcrgn?.  ein  im  ®eöänge  be§  @cbirgi'6  bleibcnbcr  @ang,  bcc 
wenig  Srj  fiii)rt;  bie  SöafferUiuä,  f.  o.  ro.  SBafferroanjc;  roafferlecr,  93w., 
leer  »on  SBaffer ,  fein  5öaiTcr  tjabenb;  ber  2ßaJTerteim,  lanbf^.  f.  SScgct* 
leim;  bie  äßaffcrleijle ,  SBafferb.  f.  o.  ».  Siiemen  2.;  bie  SBnfferlcitung, 
l)  0.  501.  ba§  Seiten  (f.  b.)  beö  SQJa|Ter§,  u.  bie  Äunft  ba6  SBafTer  ju  leiten, 
2Saff crleitung§!unft;  2)  ?)?.  -cn,  eine  '.^nfiaU  ob.  5ßorricl}tung,  buid^ 
mel^c  baS  ^BaJTer  !iinft(ic^  an  bcjlimmte  Örter  geleitet  wirb  (fr.  3fquä'buct); 
ber  SSafferlieger,  ©c^iff.  gaJTcr  mit  SrinEroaJTcr  für  bie  5}Jannf(i)afr;  bie 
2ßaJTer(ilie,  f.  o.  w,  ©ecblume;  SBafferfc^iuertel;  bie  SBalJcrlinbc,  eine 
2(rt  ßinben,  bk  an  feud^tcn  Orten  wac^fen,  j.  U.  o.  ©anblinbc;  bie  äßalJer« 
linie,  iin  Streif  ou(jen  am  ©c^iffe,  meldjer  iti^t,  \vk  tief  eö  inö  SBofTer  gc« 
t)cn  fann;  bie  SBafferlinfen,  o.  (5.  1)  f.  o.  n>.  CCReerlinfen ;  2)  grofic 
50Baff  erlinf  en  f.  ber  grofc^;  ob.  Ärötenbifg  (hydrocharis  morsus  lanae  L); 
bie  aSajJerlobe  (f.  Cobe  1.)  f.  o.  m.  baö  SBafTcrreiö;  n?af[er(Oö,  Sit? ,  fein 
SBaffcr  ^abenb,  ofjne  SBaffer;  bie  SBafferlÖfe  ob.  -(Öfung,  nicbcrb.  (r.  lö« 
fen  f.  ableiten)  f.  SBafTergrabcn,  ^fb^u^t;  bie  SBafJerlDtte,  SBergip.  f.  Sötte 
2.;  bie  SBafferlücfe,  Sanbw.  jJaf)nlücten  bei  alten  ®^afcn;  bie  UBafferma; 
Icrei,  baö  totalen,  ob.  ein  ©emätbc  mit  aBafTerfarbcn:  ber  Söajycrmangel, 
SÄangcl  an  SBaffcr;  ber  SäJafTermann,  1)  olt.  (mittelfj.  wazzerman)  f.  ©^if» 
fer;  2)  einc6  ber  gwölf  ©ternbilber  beö  3:l)ier!re{feö ,  einen  SiSaffcrgott  mit 
einem  SBafTcrgefä^e  barftellcnb  (olt:  wazzeraere,  SBafferer;  lat.  aquarius); 
3)  ba§  aSaffermännc^en,  lonbfc^.  f.  bie  gelbe  ©ecblumi'-.  ba^  2B*Tffev« 
map,  ein  Äörpcrma^  jum  SOZeffen  bcö  SQSafferg:  bef.  ein  5Ü?a5  jur  tDJcffung 
ber  SDtenge  bc6  SiöljrwQlTerö,  ogl.  SBaffereidhe:  bie  SSaffcrmauer,  im  SBaffcc 
oufgefüf)rte  SKauer;  bie  SBaffermauö ,  eine  ^Jfrt  großer  SKäufe,  welche  an 
®eiT)ätTern  oon  flcinen  2BatTertl)ieren  u.  aBafTergetüäd)fen  leben,  aud):  5B<if« 
ferratte;  bie  fleiiic  2Baffecmau6,  f.  o.  \v.  aBaJTcrfpi^mauö;  bie  2Bafs 


1814  SSBolTcc 

fermelone,  eine  3frt  großer ,  fcfjr  faftmc^cr  SOielonen,  aud^:  SBaffetföt» 
bifS;  bec  SBaffcrmerf,  eine  an  ©croä'fTcrn  »adjfenbe  ^flanjengattuno,  a«<ä^ 
SQSaffercppic^  (sium  L.);  ba6  SBafTcrmerf ,  ©^iff.  f.  ».  n>.  bie  SBafTei-» 
Knie;  bie  Sßaffermerle,  f.  o.  ».  ber  SBüf[ecrta{)r;  bie  SBaffermilbe ,  eine 
2£rt  auf  bem  SBaffci*  (cbcnbcc  rotf)cr  59iilbcn,  au(^  Sßaf f erf^jinne  genannt; 
bec  2öaffermol)n,  bie  SBaffermobre ,  ianbf(^.  f.  bie  mi^i  ©ecblume;  bec 
SBaffcrnioId),  f.  «Kold;;  bet  SSaffermonc^,  f.  5:sön£^  3);  bag  SBaffer« 
moo§,  1)  [.  ü.iD.  SlBaf[cr=:  oö.  SÄeerlinfen;  2)  eine  ©attung  im  SBcffcc  »ac^* 
fenbec  '2(ftcrmoofe,  auü):  Söaffer^aarmooö,  SBalfecfaben,  ^filj  zc; 
bec  SBajJcruiörfer,  bei  ben  geuerircrfccn :  börgetne  «Dlörfcr,  auö  weisen 
SBaJterfcuer  gtiüovfcn  werben;  bec  SOBaffermoft,  f.  ü.  w.  bec  Sauce,  f.  b.; 
bie  SBaffermotte,  eine  Utt  SÖlottcn,  bie  fi^  an  ©ewä'fTcrn  aufhalten;  bie 
SBa|Tetmü(f  e ,  eine  2(rt  fkiner,  am  SBotTec  lebenber  «müden ;  bie  SBaffets 
mül)ie,  eine  »om  SBafTcv  getriebene  ?OJiit)le;  baiier:  bec  SBaffetmüÜer;  bie 
SBajyermünje,  »eri'djicbene  2£rten  ber  SDiünje  (1.))  wel^e  im  SBaJTec  »ac^« 
[en;  ba§  SSaffermug,  f.  o.  w.  ber  SBofTerbrei;  ber  SSaffemabel,  1)  ei» 
burd)  bie  SSauc^waffcrfuc^t  t)erau6getriebenec  Slabcl;  2)  ein  S)o{bengett)ä(^8, 
auc^:  bag  aasaffcrnabelfcout  (hydiocotyle  L.);  bie  SBaffemac^tigall, 
ein  jum  ®e[^(ec^t  bec  ©raömüctcn  gci)örenbcc  angcnct)m  ftngcnbcc  Sßogel  mit 
blauer  Äcf)(e ,  au(^  [cfewcbifc^e  9iad)tigaU,  S3lau!cl)l^cn  jc;  bie  SBaffema« 
bei,  ein  aBerfjcug  oon  SSciben»  ob.  @rteni)o(s,  weites  na^  abergldubifc^ct 
SOüeinung  »erborgcnc  £iucUen  anzeigen  [oll;  bie  S!Bafj"ernelfe,  f.  5!Baffcn;eit* 
d)en;  bec  SBaffemtj:,  bie  2Öa|Tetnij:e ,  f.  Stirjc. ;  bie  Sßaffernotb,  Kot(>, 
an  SBafTcr,  b.  i.  üuö  SBaJTcrmangel  entftcljcnbe  ^oti);  r>n\<i).  bie  SBaffer^«- 
notl),  burd)  (großes)  SGSaffcc  »erur[ac^te  9tot|,  überfdjwemmung;  bie  SBaf* 
fevnufö,  f.  D.  lü.  ©tac^clnufö,  [.  b.;  bec  2Ba|)'erod>§ ,  1)  baS  Stuföpferb; 
2)  bie  3{ol)rbommel,  f.  b. ;  bie  SBafferorgcl ,  eine  Orgel,  weld^e  in  einet 
SBaffcrfunft  burc^  bcn  SrucJ  bec  ßuft  Ui  bem  galle  beö  SBQJTcrg  ertönt;  waf» 
ferpafS,  SSuv  (ogl.  pafö  unter  palTen  1.)  niebcrb.  f.  matTcr=  ob.  wagerec^t; 
bec  SBaffcrpafö ,  1)  nieberb.  f.  bie  SBafTerwage ;  2)  in  ©aljwerfcn:  baö 
®cs»ict)t  bc6  ®e[ä'9£6  mit  fiißcm  aBaffer,  wonach  bie  ju  probenbc  ©oole  abge» 
wägt  wirb;  bie  SSöfferperle,  unc^te  ^trie;  bie  3Ba|jerpeterfilie,  f.  d.w. 
bec  SBaffcrmerJ;  bec  SBafferpfaU,  1)  ber  ^faureil)ec;  2)  bie  aaSajTerjungfcr; 
bec  SßaJTerpfelfer,  1)  baß  glöt)fcaut  (polygonum  hydropiper  L.);  2)  baö 
europcii[d)e  (Sd)Iangenfcaut  ([.  b.);  3)  eine  fleine,  in  SOioräjlcn  n)a(^fenbe, 
bem  ffiSafferftcrn  ät)n(ic^e  ^flanje  (elatine  hydropiper  L.) ;  bci^  Söafferpferb, 
ein  fabcü).  SBafTcctijier  in  ©cjtatt  cine6  ^ferbcö  mit  einem  gifd;[^wan},  au^: 
baö  2Ba[fcrro[ö;  bie  Sßajjerpflanje,  jebe  in  ob.  an  bem  SBaffer  ttjad)fenbc 
^flanje;  ber  SBaffecpflug ,  ein  untec  bem  SBaffcr  gu  gebraud^enber  ^flug, 
j.  S.  um  ben  ®runb  eines  ©rabcnö  aufjulodern;  bie  SBüfferpftieme,  eine 
©umpfpflanje  mit  üier  !reujiivei6  gcfteUtcn  aSlumenbJättcrn  u.  fcc^ö  ©taubfa« 
bcn  (suljularia  L.);  bie  SSSajTerptü^e,  f.  ^(ü^e;  bec  SBaJTerpia^,  ein  ^laft 
an  ber  Äülre,  wo  ft^  ein  ed)iff  mit  frif^em  aBaffec  oerforgt;  bie  SBaffer« 
pocfe,  f.  SBaffcrblattcr;  bie  SBafferprcffe ,  in  ^apiermütjlcn :  bie  »prcffe, 
unter  wcld)er  \ini  SQäaffcc  auö  ben  gef^öpften  ^apierbogen  geprefft  wirb;  bie 
SSSafferprobe,  eine  mitteilt  beS  SBaffer«  ob.  im  SBaffec  angefleUte  ^robe  (j. 
58.  bec  SJietalle,  inbcm  man  fte  "Htec  bem  aSaffec  wägt);  im  SKittclaltec  ein 
Qiotteeurtljfil  (f.  b.) ,  wcl^cö  barin  beftanb ,  bafi  bec  »eflogte  einen  ®tein 


SBaffcc  1815 

au8  ficbcnbem  SBafTet  fjerauölongen  muffte,  ober  oud^  an  J^dnbcn  unb  güßcn 
gebunbcn  in  einen  gtufs  geiüorfcn  rourbe;  bie  Sßafi"erpumpe,  i'.  «pumpe;  bie 
2ßafferqueüc,  f.  o.  vo.  duelle;  ber  SKrtiferrabe ,  ein  fc^warjec  SScgel  oon 
bfv  @rö9c  einet  ®anö,  bec  fic^  con  gifc^cn  nä'fjrt,  aii^  ©c^ling:  ob.  ©ce» 
rabc;  ba^  SBafferrab,  ein  oom  JBJaJTcr  umgetricbencö  SHab  in  ^üi)kn  u. 
SBaffertiinflcn ;  bie  SSaflerralle,  eine  (SJattunji  ^u^oögcl,  bie  in  [umpfigtn 
öcgcnbcn  (eben,  oon  ocrfc^iebencn  2Crtcn:  bie  gvo^e,  bie  fteinc  SBaJTerralle  jc. 
(ogl.  jRoUc);  bcc  2Bafi"erranb ,  ©d)iff.  ber  burdj  bie  SeBafferlintc  begrcnjte 
Quj5crt)alb  bcS  2Boffec6  bcfinblid)e  9?anb  cine6  ©cbiffcö;  bie  SBüfferratte,  f. 
aBaiTcrmauS;  bie  Sßafferraufe,  1)  f.  o.  m.  SBaffcrrcttig;  2)  bie  Ufctraufc; 
bie  2ßafyerraupe,  btc  Saroe  bcc  SBaffermotte-,  bie  SBafferrcbe ,  f.  ®runb« 
rebe;  baä  SBajJerrcbbubn,  bie  SBalb^  ob.  Jöoljfc^ncpfe ;  roafferredjt,  Sic, 
bie  JRic^tung  ber  SQJaJTerfläc^c  f)abenb,  [.  o.  vo.  rocgerct^t;  baö  Sßafferrec^t, 
ba6  9lcd)t  auf  bie  «Ru^ung  ob.  Seitung  eine6  aBaffere;  n)affcrrd(^,  JBm., 
vcid)  an  SQSafTec,  üiel  SBaffer  ob.  ©emäfTec  babenb  (ein  icatTfrrcidjcö  Sanb); 
bai  Söafferreic^,  bie  ©efammtfjcit  ber  ©ciratTcc  mit  ifjtcn  S3e»;)oi)nern  u. 
erjeugniffin;  bdi  SSaffetreiö,  SO?.  ^Bafferreifet ,  JRcifer  ob.  edjöfeiingc, 
welche  !eine  §rüd)te  tragen,  aud^ :  ber  SBaf  fcrf  (^ofS;  bie  SBafferreife, 
eine  JReifc  ju  SBaffer;  auc^  eine  Steige  »on  SRöJjrcn  ?ur  aBaffcrlcitung  (ogl. 
.9leifc);  bec  Sßafferrettig,  eine  2£rt  im  SBaJTer  njadjfcnber  OiCrctTe  mit  rabieS^ 
ä'i)nli(^en  eföbarcn  SBSur^ctn;  aud):  SBaf fer!r cff e,  ^rauEc  jc.  (si-yra- 
briutn  amphibium  L);  bie  SBöffetrlnne,  finc  Spinne  jur  Leitung  bc6  23af» 
ferg;  bie  2ßflUerri6pe,  f.  p.  tv.  ba§  SBafferüiefjgraö ;  bfl^  2BQJjerrol)r,  baj 
gemeine  9?oJ)r,  ®d)ilfrof)r;  bie  2Saf[errÖl)rc,  JRötjrc,  burc^  rccKfte  SBaffec 
geleitet  wirb;  bie  Sßafferrofe,  f.  p.  w.  ©ecblume;  i>a^  SBa||errofä,  f.  SSaf» 
fcrpfcvb;  bie  SÖSafferrÜbe,  eine  2(rt  gemeiner,  weiter,  träfTcrig  fimcitentec 
«Rüben,  audj:  ÄnoUenrübe;  bie  SÖafferrüjlev,  eine  2Cct  JRujlcrn  ob.  lUmen 
mit  n?cic^em,  jcrbrc^li^em  ^olj;  bec  SQBcifferfäblet,  eine  ©attung  ©umpfi 
»öget  mit  aufwarte  geEtümmtem,  fpißem  ©c^nabel,  ouc^ :  SBaffcrf  ab  et, 
©äbclfc^ndblec  jc;  ber  SBafj'erfac! ,  SSergw.  f.  o.  w.  ©umpf,  f.  b.;  bec 
SBafferfalat,  ein  auf  bcm  SBaffec  fc^wimmenbe«  fatatdf)nlic^eS  (iJewöd^s  (pi- 
stia  L.);  bec  SBafferfanb,  ©anb  aug  flie^enben  SöalTcrn  ob.  ©ecen;  bie 
SBaffcrfaulc,  dnt  fäulcnförmtge  SBafT«cmaJTe ,  tnSbef.  f.  5Ba|Ter^ofe;  ber 
jlarfe  ©tra^l  in  einer  SBafferBunfi ;  eine  alö  eine  ©äule  bctraci^tcte  SERaffc 
äBafTcrö  »om  ®runbe  biß  jur  Oberfläche,  (ogl.  Cuftföuic) ;  bie  2Ba[ferfd)abe, 
eine  "Kxt  an  feuchten  Orten  lebcnber  ©ti^aben;  bec  2Baff'erfd)ac^t,  ein  ©cfaad)t, 
bur(^  welchen  ia^  ©runbwafTec  ge()obcn  wirb,  Jtunftfdja^t;  ber  2Bafferfcf)aj 
ben,  burd)  baö  SBaffer,  bei  Überfc^wemmungen  ic  »erurfad^ter  ©^abcn ;  bec 
SBafferfc^ab,  aSorratfj  an  SOSaffec,  bef.  bd  3Baffor!ün|tfn ;  bec  SBalJerfc^es 
rer,  eine  3Crt  ©turnipögel,  welche  por  einem  ©türm  auf  ber  0&erf[ad;c  beS 
SBofferö  t)inftreid^cn ;  auc^  f.  ö.  w.  SBaffccbeipcr;  n)af[erfd)eu ,  SBw. ,  baS 
SBSaJTet  fd^cucnb;  bie  Slßafferfc^eu ,  ©^eu  ob.  gur4lt  »or  bem  SBafTtt;  in«* 
bef.  bec  Eranfijafte  Äbfc^eu,  welt^en  toUe  Jpunbe  u.  onbere  SJjiere,  fo  wie  bit 
oon  it)ncn  gebiffcnen  iDtcnfd^en  por  bem  SBaffer  (jaben  (fr.  ^i)brop()obie) ;  bec 
2Bafferfd)lerlinc; ,  bie  am  SBaffec  wac^fenbe  giftigfie  3Crt  beß  ©c^ievlingö; 
bie  Jöuffctfc^ilbtröte,  im  aBaffer  lebenbe  ©c^ilbfrötc;  bie  3ßii)Jcrfd)Iacbt, 
1)  f.  p.  ».  @cef(^Ia(^t;  2)  (oon  ©c^tac^t  1.3)  ein  J)amm  oon  Sufc^werf 
unb  SRaftn  Qt^m  bad  äBaJTei:;    bie  SäSaff er  [erlange,   im  SBajTec  Icbcnbe 


1816  aSaffec 

Schlange;  audj  f.  iie  gemeine  SRingel'  ob.  «^auönattcr;  u.  f.  ba6  SBöfferat« 
c^cn  (SBafl'ci-fc^  länglein);  unetg.  Siamcn  cincö  <Stcrnbttbc6 ;  ©i^ijf. 
eine  lange  Sio'm  oon  Scbec  ob.  ©egcltuc^,  burc^  welche  man  SßSaffei:  in  bie 
SBafftTfaffcc  leitet;  bct  2Bafferfc^lauc^,  1)  ein  ©c^lauc^  jum  Seiten  beS 
SBafTerö;  2)  ein  SGSaffcrgejt)äd)ö,  >v)eld,'eö  an  ben  Sßurjcln  mit  fleinen  ©djläu« 
djen  ooU  SQSaffcc  »er[e(;en  ift  (utricularia  vulgaris  L.);  bie  SBafferfc^linge, 
lanbfcp.  f.  Sraubcnüifdje;  bie  äöafferfdblud^t,  eine  üom  Sßaffcr  au6geriJTene 
©(^lud;t;  bec  SßaiTerfdblunb,  ein  mit  aßaiTev  gtfiitlter  ob.  »om  SBaJlcv  aui» 
Qil)ö\)iict  ©cljUmb;  bie  äBaiJerfd)mtcle,  eine  2lct  an  feuchten  Orten  mac^fen» 
bec  Sct;nuclcn,  cü<i}:  SKiiig  (aira  aquaiica  L.) ;  bie  SBajferfdjnecf e ,  im 
SBaffec  Icbcnbe  ©d)necEen  =  2(iten,  j.  U.  ü.  Sanbfc^necEc;  uneig.  f.  ü.  n).  SBaf» 
ferfd^raube;  bec  2i5ajTerfd)neli:er ,  [.  SBaffcrOei^cc;  bie  $fi5aj|erfrf)nepfc, 
f.  0.  ro.  £fiieb=  ob.  >!pcerfc^ncpfe;  «Dlittelfdjnepfe;  f(einc  ^ful)lfc|ncpfe;  ©onb« 
Pfeifer;  bec  2Baf|'crfd)0fö,  f.  SSafferrciö;  bie  SSafferfd)raube,  eine  um 
eine  aisaljc  gefüijire  ©djraube,  biirc^  bercn  Umbrel;ung  baö  SBafTtr  in  bie  ^öl)e 
gc()obcn  wirb  (2(cd)imcbi[d)c  ©djiraubc);  bec  Siaffevfd)rcicr,  bin  Äccpfganö; 
bie  S[Ba[[crf':^iDalbc,  f.  o.  m.  uferfc^raalbe;  bec  äBaffecfc^iPanim,  ein  im 
SBaffcr  »x>a^fenbc6  fd^iDammäljnlidjcö  ©croadöö  (conferva  bulbosa  L.);  bec 
2Ba(fevfa)n)anj,  f.  o.  w.  iSc^aftl)aim;  bec  SBa[fer[d)a>avm,  ein  auf  bcm 
SBüfler  in  ©cj^att  cincö  Sicncnfdjwarmtö  brcnnenbcö  Suftfeucrwct!;  bec  SBafs 
ferfd^rucirmcv,  auf  bcm  SBaffer  bvenncnbc  ©djreärmer:  brtö  Sßa|yerfd)n)ein, 
1)  f.  ü.  \v.  ©umpff(^wein;  2)  dn  fiibameciEan.  2anbt()iec  üon  bec  @cö^e  ei* 
neö  Dc^fcn,  fr.  Sapir;  bie  2Bajyerfd)uiertlilte  ob.  bec  $H5af[erfd^n)ertel, 
f.  ©djwectiilie;  bec  SBa[ferfd)Ct)immev,  bd  ben  SiageUc^mieben  bk  !lcin|te 
2(ct  ©c^foföndgcl,  bcrcn  loOO  in  einer  ®iecfd)ale  auf  bcm  SBajfec  fct|n>;m* 
men;  ba6  SBafferfcgel,  ©^ijf.  3?ai)fegtl,  welche  bei  Willem  SBcttec  an  ben 
Seiten  bcö  ®d)ijfiö  ausgefegt  werben;  bie  SBafferfeigc  ob.  ^feibC)  SSäd. 
ein  Äajlen  mit  einem  •Dratljbobcn,  ba&  SBaffer  Don  bem  genc^ten  SSSeijen  ab* 
jufcif)en;  SScrg».  bie  ©lunbftä^e  beö  ©toUenö,  worauf  ba^  SBnfTcr  abfliegt; 
bie  SOSafTerfeite ,  bii  nad)  bem  SSafTer  geridjtete  ©cite;  bec  SBaffcrfenf,  f. 
ö.  m.  SEBaffcccettig;  bie  2ßaf|"trfid)el,  f.  SBajTerfcber;  bec  SBafferfforpion, 
ein  6iefd)l£d^t  oon  Snfectcn  mit  falben  glügelbetfen  u.  mit  ©d^eren  an  ben 
aSorberfü^cn;  bec  Sßajjerfpiccicl,  bii  glatte  Dbcrflädje  beö  unberoegfcn  SBaf» 
fcrS;  bitS  SBaffecfpiel ,  ein  oom  SBaJTcr  in  SScroegung  gcfcßtee  ©pietwer?, 
j.  as.  eine  SBaffcrorgel ;  bie  Sßajjevfptnne,  eine  2(ct  auf  bcm  SBaffcr  leben» 
ber  ©Pinnen;  auc^  f.  2BnfTcrmilbe;  bie  2Ba[)'erfptfeniaU5,  dnQ  2trt  am  SBaf« 
fer  Icbenbcc  ©pi^maufe,  f leine  aBaffcrmauö;  bie  SSaffccfprigc,  f.  ©pri|e; 
bec  Söafferfpri^cr,  f.  o.  w.  ©anb!iaffcr;  bec  SBaffcrfpruC'el,  f.  ©prubct; 
baä  2Sajycr|ra,q ,  ©cl)iff.  ein  ©tag,  mclc^cö  »om  SSorbcrfteüen  beö  ©^ijfcS 
ou6gct)t  unb  ba^  SSugfpriet  (jält;  bec  Sä5affer|ia()r,  eine  2frt  ©ta^ce  im  ?Hov 
ben  oon  ©ucopa,  audi:  SBafferamf cl;  bec  2Saf[crjlanb,  bec  ©tanb  b.t. 
bie  (rclatioe)  Jpöl)e  bc6  SBaffecö  eineö  gluffeö,  ©eeS  jc.;  bie  SBaffetflanbe, 
bec  SBafTcrfianbcr,  f.  ©tanbe,  ©tänber;  bec  2Baj]"erjtaub,  f.  ©taub;  bec 
Sßaffcxiiein,  ©rcnjjtein  in  gii'd)waffcrn;  lanbfct).  auc^  f.  @uf§=  ob.  ©offen* 
ftein;  ©eil)cflein;  bec  S55a([er|lcinbrec^ ,  eine  "Kit  SRebenbolbe  (oenanthe 
fisuilosaL.);  bie  SBaffcrjlcljc,  f.».«.  SBad^ftelfte;  bie  fd;n>(irje  SBaf* 
ferftelje  f.  bie  gco^e  SBaffcrratle;  bec  SBaffcrftcm ,  ein  ©efc^led^t  »o« 
SBflffcvpflanjcn  mit  flcrnförmig  gcfteUten  JSlötteru  (callitiiche  L,) ,  »on  2  2(c* 


SBaffci-  1817 

tcn:  grüf^lfngßnjQfTcrjlrrn,  aud)  ©tcrnfvaiit,  ©tcrnbfume  u.,  unb  J^crbflnjaf« 
ferjtcrn;  t>a^  äBaJTerjlemt'raut,  eine  act  bc6  3trciia()n6 ,  auc^:  SBaffec» 
bojl,  =l)anf2c.  (bidens  tripartita  L.);  bie  2Baffcr(leuer ,  f.  SBolTcrgclb ; 
bec  SBajJerliicfcl,  malTcrbic^tc  ©tiefet  mit  langen  ©djäftcn,  um  bomit  ins 
8B3a|Tcr  ?u  gcljen;  bec  SBajTerjrüif,  9taturl.  ein  unjeilcöbaccv  ©ninbbeflanb* 
tljeit  beS  SBafTcvö,  tueld)cc  mit  bem  SBdrmcfvoff  ücrLninben  bic  brennbare  Üuft 
bilbet  (ff.  jrpi)brogen);  bct  2Bv^[fer(loücn,  Scrgro.  di\  ©tcUtn  jiir  Jfblcitung 
bc6  2Ba(Tcr6  au6  ben  ©rubcngebäuben;  bec  Siiönfferilrd)!,  f.  ©trafjl  4);  bie 
SGBaffcrllra^e,  f.  ©trajic;  bic  SBalJcvrirerfe,  SSergw.  eine  ©trectc,  »reiche 
baö  SBaJTcc  in  einen  ©^ac^t  ob.  ©toUen  leitet;  ber  äßafj"er|treif  cb.  -  livets 
fen,  t»af|'erai)nli(^c  ©trcifcn  im  SiBrcbc,  wo  bcr  Sefg  nicijt  gcf)ürig  auSgcbacten 
ijl:  it>affcr(lreift(^,  ffim.,  SBaffcrftreifen  l;abenb;  bec  SÖtiffcrflrutet,  f. 
©trübet;  bie  SBaffcrflubc,  bd  SBafTci-lcitiingen  ein  iBel)ä(tnii'g  unter  bc>: 
Srbe,  WC  bii  9töl)ren  ?ufammenlaufen;  bcr  Slßaffevilurj,  ein  ftavBcr,  t)eftig 
^crabftürjenbcL-  SBaffcrfaU;  bic  SBalJerfuc^t ,  eine  Äran!t)cit,  jdcI^c  ia  bcv 
Änljäufung  von  SSJaffer  in  irgeno  einem  Zi}dU  beö  Äorperö  befteijt  (j.  S. 
^aut-,  Sauc^=,  S3ruftii»affcrfud}t  jc.J  ;  wafjetfüctltig,  SSw.,  mit  ber  2ßafTec» 
fu^t  bcf)aftct  ob.  baran  Icibenb  (au(^  alö  Jgw.  ein  SBaf f er füd) tigev  Jc); 
bie  SSaffer flippe,  eine  mit  SD3a|Tev,  cl)nc  Jpin^ufügung  einer  anbern  gliilftg» 
feit,  bereitete  ©uppc;  bie  SBajJcr taufe,  bie  Saufe  ob.  baö  Saufen  mit  SSSaf* 
[er;  baä  SBajJertaufcnt'blatt,  eine  ©attung  SBafTerpflanjen  mit  sal)(reid)en 
febcrdljnlic^en  SSlättcrn,  auc^:  SBafferfend)cl,  »garbe,  »garn,  geber« 
traut  n.  (myriophyllum  L.) ;  bcc  SBalJerteilfel ,  ba§  fc^marje  SD3afTer(}u(jn 
(f.  b.');  baä  äßaffertl)ier ,  icbee  im  SBaf^Vr  lebcnbc  Sl)ier,  entg.  ßanbtljtcr; 
baö  2öaffertl)0r,  ein  nai  bem  SBaffer  ä«  fuf/fcnbcö  Sf)or;  ber  2Bafj"er* 
t^urm,  ein  an  ob.  in  bem  SBaffcr  ftci)enber  Sl)urm;  geftung^b.  ein  Elcinec 
Sljurm  auf  bem  ©rabcnbamme;  ein  tl}uvniä'l)n[idjc6  ©ebciube,  in  welchem  ba§ 
Stab  einer  aBafTcr!un|t  bcfinblict)  ifl;  bie  SBafferttefe,  Siefc  bc6  S55aiTer6;  bic 
SaSafTcrtiefe  eincö  ©c^iffcS ,  b.  i.  ia^  SKajj  bc6  unter  bem  SBaffcr  befinblic^cn 
3;i)eilcö;  bec  Sßaffcrtölpcl,  bie  tueife  JCcopfganö  in  6t)ina  k.  ,  »gl.  Söl* 
pcl  2);  bie  Sßaffcrtonne,  Sonne  mit  ob.  ju  SOSaffer;  ©djiff.  auc^  f.  ©ces 
tonne,  SSafe;  bic  äBaffertradlt,  f.  Stacht  1.;  ©c^iff.  aud)  f.  i>ie  SSSaffcrtiefe 
cineg  ©c^iffcS;  ber  2ßa|Tertrac|er,  mec  (gegen  So^n  für  Jfnbere)  SBaffcc 
trögt;  uneig.  f.  Äropfganö;  SBalfcrbicnc;  bec  SÖalJevtreter,  1)  ein  ©c^«)im= 
mer,  ber  im  SSäaffec  aufrecht  gel)en  ob.  oielme()t  fd)n3immen  !ann;  2)  eine 
ÄrtSiaUc,  f.  aBaJTerlä'ufer;  bec  SBafTertCtC^ter,  9?atui-e.  eine  lixt  tvicbter* 
förmiger  ffiielarme;  bcc  SBajJertlinfcr ,  uh'c  (geraöl)nlic^  u.  oovjugöireife) 
SBaffer  trin!t;  bec  SBaffertrog,  ein  Srog  gu  SBaffer;  bie  SBalTertrommcl, 
eine  trommelä'^nlid)e  58orridjtung,  burd)  lueldje  mittclfl  beö  l)incingclcitcten 
SBafferS  fcif^e  ßuft  in  bie  ©rubengebäubc  gci'c^afft  wirb;  bie  SBaffertrom^ 
pete,  f.  ü.  TO.  2Öaffeit)ofe ;  bec  Sßaffertropfen,  f.  Sropfen ;  uneig.  'dlatuit 
eine  5(rt  ^orjeUanf^nectcn ;  bic  SBviffertiüffel,  ©tadjelnufe;  bie  SSaffers 
tulpe,  »ci^e  ©ecblume;  bic  SBaffetuljr,  im  2atert()um  eine  Ui)r ,  mlijt 
mittel^  ()2rabtröpfe(nben  SBajTerö  bie  ©tunben  anzeigt  (fr.  Ätep!i)bra) ;  auc^ 
f.  0.  tt).  bai  S55afferiil)Vtrerf ,  ein  oom  SJBaiTec  getriebenes  utjntcvf;  t>ci$ 
SBafferüeild^cn,  l)  eine  aBafferpftanje  mit  blafäröt()lic^cn  röhrenförmigen 
aSliitijen  mit  fünf  Jurjen  ©taubfäbcn,  auc^:  JBaf fcrfcber,  »fcnc^cl, 
»nclJe  (hottoiiia  palustris  L.) ;  2)  bie  SBlumcnbinfe,  aud^:  SBafftruiolc 


1818  SBaffer 

(butomus  L.);  3)  eine  "Kxt  bcö  SBcibcrid)6  (epilobium  hirsutara  L.) ;  baS 
2Öafi"erDicl)9rnö,  eine  2fft  brg  ffiic^gvafeö ,  »ctc^e  am  SBatTcr  wödjtl,  auc^: 
gro9e6  SBafTcrriebgraö,  SOBatycrriepc  jc.  (poa  aquatica  L.)  ;  ber  SSajJeroiels 
fra^,  bic  j^ropfganö;  bet  Sßafferöogct,  jcbcr  in  uub  an  bem  aSafftr  icbcnbe 
Sogel;  in  engerer  SBeb.  9latut6.  bie  bvitte  Drbnung  ber  SBoffcröögel,  mit 
(Sd)raiminfiif)cn  öcrfcf)cn  ,  aud) :  ©c^raimmoögcl  ^  rcoju  bic  ©ntcn,  Sauerer, 
SJlcwen  K.  gcljören;  bic  SBafferraage,  1)  ein  fBerfjcug  gur  SBeflimmung  Ui 
©efötleg  cincä  flit|jcnben  2BaiTcr6  u.  übcrl;.  ber  2(bn?ci(^ung  einer  gdic^e  öon 
ber  wage-'-  ob.  trofferredjten  Siidjtung:  2)  eine  Sßage  §ur  Prüfung  bc6  ©e^at« 
tee  bcö  ©aljroaffcrS ;  bie  SBaffevwdgung,  bie  3(nn>enbung  ber  SBafTerwage 
jur  Unterfud^ung  ber  Steigung  einer  ^iiiäji  (fr.  SlioeUirung);  bie  Söaffer* 
tranje,  eine  2rrt  in  ^fü^en  lebenber  SBanjen,  ^fuftlsranjie;  aud^  f.  bic  fRü* 
benran^e;  bec  SBafferruegerid) ,  f.  o.  i».  SQSafj'crfrofi^löfft'l;  ^a§  SBalJer* 
n)ebv,  ein  aBc{)r  ([.  b.)  om  SSaffcr  ob.  burc^  einen  giufö;  ba§  SBafferiDcib, 
f.  SBoffcrfrau;  bie  SBaffcrnjetbc ,  am  SBaffcr  wad^fenbc  SBeibe,  Äcrbircibe; 
bag  SBafferruerf ,  ein  oom  SBaiTer  getriebenes  SßScrf,  eine  aSaffcrfanjl;  bag 
SBafferrolcfel,  f.  o.  w.  bk  ©umpfottcr;  ber  SBafferiDirbet,  f.  SBirbet;  bec 
SBfljtenrolf,  f.  o.  w.  JRcgenücgel;  ta^  SBajyenrunbfraut,  eine  2Crt  beä 
3it)ci3af)n§ ,  aud^  ©ternfraut;  ber  SBaffernJUrm,  jcber  im  aBaiTcr  lebenbe 
5DBurm:  ttneig.  f.  seSaffermotte;  Äicferrcurm ;  bie  SBafferrDUr^el ,  f.  »,  vo. 
S{)au=  ob.  aagereiirjcr,  f.  b.;  bcii  2ßafi"er5eid)en,  bog  Seiten  in  ber  ^apiet» 
form,  weld)cS  fic^  beim  ©diöpfen  ber  ^apiermaffe  in  biefe  abbrücft  u.  in  bem 
Rapiere  fic^tbar  bleibt;  bie  Sßofferjmfe,  eine  3frt  ber  3infe  ob.  bcß  Jg>orn» 
blattet  (ceratophyllum  demersiim  L.);  bet  SBölferjOlI,  1)  ein  SSSaJTcrmoS 
gut  S8e|limmung  ber  SDZcnge  bcS  flic^cnben  Stötjrmaffcrä;  2)  ber  auf  einem 
fd)iParcn  SDSaffcr  ?u  cntric^tenbe  3olt;  bet  SÖBQJjerjuber,  f.  3uber;  —  2(6* 
itit.  ber  SSSafTerer,  -g,  »lt.  f.  5ßaf[ermanit ,  f.  b.;  trafferig  ob.  jgej. 
troffricj,  fBw.,  1)  SönfCec  enthaltenb,  mit  SBaffet  angefüllt  (einem  ben 
SDfunb  ncc^  itma^  »äffi-ig  maa}cn ,  uneig.  gem.  f.  i()m  lebfjafte  JBcgicrbe  ba» 
na^  erregen);  bef.  üiel  ©äffet  cb.  2üflf]'erti)ei[e  cntt)altenb  (rcäffcrigeS 
S3(ut,  SSicr  2C.;  ein  rcaffcrigcr  SBoben,  b.  i.  ein  fetjr  feud^ter);  2)  gei».  aixäf 
f.  irafferld)t,  S5m.,  (mittelf).  wazzereht)  b.  i.  bem  ^Baffer  ci{)nlic}},  tüaffct« 
artig  (eine  »rö'fferidjte  ob.  gew.  wäffevige  gUiffigfcit  :c.) ;  uneig.  f.  ot)ne  ©elfl, 
.^raft  unb  Sfiad^brucf  (eine  lüäffrige  ©c^reibatt);  bie  SBa'fferigfeit  ob. 
Sßciffrigfeit,  baS  ©affrigfein,  bic  irä'ffvigc  58efcf)affen{)eir,  eig.  u.  uneig.; 
ber  SiSafferüng,  -c6,  CD?,  -c,  eine  lüafferigc  ob.  faftige  grud)t,  inöbcf. 
eine  ©orte  fef)r  faftiger  $8irnen;  U^afifern,  ^ieUof.  3>t>.  m.  ^aben,  1)  (mit* 
teU).  wazzerii)  alt  u.  lanbfd^.  f.  waffrig  fein  ob.  »erben,  gew.  wafPern;  jU 
Süaffcr  irctbcn ;  2)  Säg.  vom  5Dßilb :  fein  2Baffct  (äffen,  f)atnen  (nicberb. 
reatern);  tvciffem,  3nj.  1)  jieUoä  m.  haben,  tuäffertg  Serben,  fid)  mit 
5Q3affet  füllen  (ber  SKunb  waffirt  iljm,  b.  t.  lauft  ii)m  »oll  SOBaffet»  uneig.  f. 
er  »pirb  lüjlcrn  ob.  fe()r  begierig  na^l  etwag);  2)  giel.  mit  Sönffet  üctfe^en, 
bcfcud)ten,  bene^en  ob.  betiefeln,  aucft :  beitaffetn  (bie  SBiefen  —  ;  uneig. 
ben  Jpalö  ob.  ©djlunb  — );  mit  Sörtffct  mifd)en,  üerbünnen  (ben  SBein, 
bie  ^Ud)  3C.  — );  in  5Baffcc  einiüeid)en  (-^dringe,  glcifc^  ic.  — ;  ben 
glac^s,  Jpanf  Jc  — ,  f  gl.  röften  1.);  bem  ^Baffer  nt)nlid)  raad^cn  (3euge— , 
b.  i.  it)ncn  einen  fd)illernben ,  »cUcnfiJrmig  fpielenben  üilanj  geben;  gewüf« 


2öat  —  mt\6)tn  1819 

fcrtcö  fßmb  u.);  b«  SBcifferer,  -6,  rcec  etroaS  tt»vi|Tert;  bie  SBäfferung, 
hcii  ^ÜJäffern,  in  allen  SBeb. 

SBat  1.  ID.  (altb.  wat,  &.  waete;  nicbcrb.  SÖaab,  ©cwaab;  angelf.  vaed; 
ogl.  SBanb  1.;  baljer  altf)OC^b.  watjan  u.  wäton,  miitdi).  waeten,  wdten  f. 
{leiben,  üeEleiben)  DÖUig  olt.  f.  Äletberfloff ,  3«u9;  Äleibung,  Äleib,  öe* 
tünnb;  bafjct  nod;  obcrb.  Scinreat,  (Ccinroct)  f.  gcintüanb;  ba^  SBotljQuS, 
fcie  SBatfammcr,  ült.  f.  Äleibcr{)atle ,  Ätcibernieberlagc;  bec  Sßatmann, 
SBatmangcc  (ugl.  tJÄangcv),  f.  S^ii^«,  Äleiberljänblec;  bcr  5Batniar!t, 
f.  Äleibcrmarft;  bec  SBatfacf,  alt  u.  lanb[d).  (gem.  auc^  2!3atfd}ger, 
SBetfc^er)  f.  SOJantelfact,  geUeifen; —  ivatlic^,  a?w.  (alt()od)b.  watlih, 
mitteil).  watlich,  waetlich;  Don  waten,  beflciben)  x>lt.  f.  fcböti  (jetlclbet,  von 
fdicnem  2(nfef)en,  faubcr,  tjübfd),  trofjigcjlalt,  flattlid);  tüfttg,  roacfer, 
trefflid)  jc. 

2Bat  2.  ir.,  50?.  -en,  lanbfc^.  cui^  bie  SBate,  SBatte  1.,  9J?.  -n, 
(aUf)o^b.  wat,  mittelf).  claz  wat,  @.  wades;  altnorb.  vad;  niebcrb.  SBabt, 
cntg.  Unwobt,  wo  man  nic^t  bur^rcatcn  fann;  »on  watan,  waten;  »gl. 
ba§  lat.  vadum)  alt  u.  lanbfc^.  f.  eine  untiefe  (Stelle  in  einem  SöaiJer,  eine 
Jnrtl);  ba6  SBat-  ob.  SBattfc^iff,  nieberb.  ein  !leinc6,  flac^cä  gal)rieu9 
jum  Scfal)rcn  ber  §3Jatten;  bet  SÖattrog,  Müi)kr\b.  hai  ©crinne,  in  roel« 
^cm  bae  SBafTcr  lauft,  n;eld)c§  ein  unterf(^läd)ttgc6  CKüfjlrab  treibt. 

2Bate  ob.  ^atk  2.,  \v.,  ^jI.  -n,  (oberb.  bie  SBat,  öltr.  3ictj=  ob.  äug» 
waty  gem.  3i>t)ait,  3itt'et;  nieberb.  SSSabc,  S!Bae;  ocn  waten,  »eil  man 
mit  tiefem  Buggarn  bur^  feicfeteö  SBaffcr  »atct,  ober  t>om  got^.  vithan,  altb. 
weta'n,  binben,  fügen,  alfo  urfpr.  übert).  9te^,  »on  glei^em  ©tammc  mit 
5Bat  1.?)  ein  Sugne^  ob.  ?5ifcb9arn,  befleljenb  au6  jn?ci  ftacien  SBanben 
unb  einem  ©ad  in  ber  Glitte,  oberb.  aud) :  bie  ©ege ,  f.  b. ;  Säg.  ein  f lei* 
nete6  üle^  jum  Ottern^  u.  Sibetfange. 

waten,  jicUof.  3».  m.  IjaOen  u.  (bd  Tin^abe  ber  SRiti^tung  ob.  beß  3ielc6) 
m.  fein,  (altf;o(^b.  watan,  <pcät.  wuot;  mittclt).  watea,  wuot  u.  watle, 
wate;  oberb.  waten,  matit  u.  wuet,  5Kw.  gen>aten;  im  J^oc^b.  je^t  fe^wac^ 
bicgcnb:  watete,  gewotet;  nieberb.  waben,  n?aen;  angelf.  vadan,  engt, 
wade;   altnorb.  U.  \(i)tPii).  vada;   ügt.  baö  lat.  vadere,   vadare;    ital.  guadare) 

urfpr.  übixl).  gef)en;  je^t  in  Itcflimmtcrcr  Seb.  in  cb.  butc^  5ffiaffer  get)en 
(j.  S.  im  ©umpfc,  burdj  einen  glufö  waten;  uneig.  au^:  im  l)ol)cn  @rafe 
u.  bgl.  waten). 

iratlid^,  S3w.,  Söatfacf,  f.  unter  SBat  1. 

watfc^,  ein  Dtaturlaut,  ben  @d)aU  eineä  @d)lageö  nadjabmenb,  »gt. 
quatfcf);  ba()er  lanbfi^.  gem.  f.  mit  einem  @d)lagc,  plo^lidi;  n>atfd)en  1., 
jtel.  3w.  (au^  waf^en,  f.  b.)  oberb.  f.  fct)Ui9en,  bcf.  ohrfeigen;  bie  SBat* 
fd()C  ob.  S55atfd)el  (aud^  SBätfc^e,  SBaft^c),  gem.  oberb.  f.  5)?«ulfd)eUe, 
£)f)rfeige;  it)atf(^nafg  (f^weij.  wätfc^nafö)  58w.  obcrb.  f.  d.  w.  quat« 
fc^enb  nafö,  »öUig  burd^nöfft. 

n)otfd)en  2.  ob.  gew.  tratfcl^eln,  jicUof.  3w.  (oberb.  auc^  wafc^en)  gem. 
f.  ttjanfenb ,  [)in  unb  her  nsarfelnb  ob.  fchlotternb  geben  (bie  ©ntcn  tvaO 
f^cln);  bie  Sßdtfc^e,  9)?.  -n,  fc^tef.  f.  Snte;  bie  S[ßatfd)el,  fc^wäb.  f. 
eine  ^erfon  mit  fcf)(ottecnbem  gettbauc^e;  watfc^ellg,  SSw.,  gem.  f.  it>an# 
fenb,  rcacfelnb,  fcf)lottetig. 


1820  wat\Ö)itn  —  wtUn 

iratf(f)ern,  jicUof.  u.  gici.  ^m.  (ogi.  njofc^en  2.)  fc^icf.  f.  eine  unoer» 
|!anblicbc,  frembe  'Sprad)c  fprcd)cn,  faubemalfc^en. 
Söatte  tv.  1.  f.  2Bat  2.  —  Söatte  2.  f.  9Bnte. 

SßattC  3.   m.,    9)?.   -n    (ö.   altb.  Wiit,  f.  SSat  1.:    engl,  wad,    wadding) 

burd)  2eimwaffer  in  einen  (ocferen  %\l\  tienuanbelte  SSaumitoÜe  ob-fSeibe, 
als  Untcvlagc  ob.  guttec  für  Älctbungöjtiide,  SJiatra^jcn  k.  ;  in  wcitcrcc  Scb. 
auc^  blc  ^u  SBattc  »erwcnbctc  gcringfle  "iivt  bev  SSaumivoUe  unb  <3eibe; 
uncig.  «Ratiirf.  ein  @efcb(cd)t  unöoUfcmraenec  ©cmädjfe,  bcm  aSaffcrfaben 
u.  bcr  ©allcrte  öciiranbt  (ulva  L.);  qu(^  f.  ba^  5ÖoÜgra§;  baö  SBatten« 
traut,  f.  0.  m.  bei-  ^?unb6!cf)l;  bd^  SBoUgvüg;  Watten  ob.  gciD.  mit  frcmbs 
arttgci:  enbung  irattircn,  j^iel.  3>f .,  mit  5Öotte  oerfe{)en ,  unterlegen  ob. 
futtern,  jleppen;  ble  2Battun,q  ob.  gciü.  SBattirung. 

SBattvog,  SBattfd)if ,  f.  unter  ^at  2. 

2Ba^,  m.  (a\x6)  5DSe§;  töfanb.  hvatr,  bctö  S}lä'nn«^en  »on  Sf)tcrcn;  v).  bcm 
Qltb.  liwaz,  hwas,  fc^arf,  frafttg ;  bafier  noc^  fdjwei^.  n)a^  f.  lüflern,  bcgtc* 
rtg,  erpicht  auf  ctioaö;  ogl.  »uä'c^ä  u.  icefeen),  obcvb.  f.  ba§  un\)erfd)nlttene 
männ(id)e  ©djirein,  ber  6ber. 

2öa^el  ob.  SBa;^el,  m.,  -ö,  9)?.  ra.  ©.  (au^  SBaifel,  SBaöting;  olt« 
fvtcf.  wasan,  ©urgel),  obctb.  f.  ber  @d)(unb  ivieberf'auenber  S()iere,  tnäbef. 
bcS  Jpirfd;cö. 

SBau,  m.,  -eg,  o,  SK.  (lanbfc^.  au^  Sßaube,  SSicb;  engl,  weld)  eine  in 
Europa  lüitb  ira^fcnbc  ^ffanje,  »oelc^c  alö  ^^arbefcaut  jum  ®elbfarben 
»on  3cugcn,  ©am  jc.  angebaut  wirb,  aud):  ©ifb?,  @treid)6raut,  Färbers 
Öra6  2C.  (reseda  luteola  L.);  bie  Sßautüpe,  garb.  eine  mit  SOBa«  angcfe^te 
Äüpc  (f.  b.). 

wall,  ein  SJlaturlaut,  »clever  1)  ba§  SSellen  ber  vl^unbe  na^a^mt  (mau, 
n?au),  2)  lanbfc^.  audj  ait,  ©direc!^  u.  @d)merj(aut  gebraust  wirb;  ba« 
^cr:  n^auen  ob.  voaucln,  gieUof.  ^w.  m.  Ijabcn,  1)  [djiceij.  f.  bellen; 
2)  baic.  f.  jammern,  imnfeln;  ber  SSSaujüau,  1)  in  ber  Äinberfpc.  f. 
»^unb;  2)  obcrb.  ein  gefpenilifd)e3  Söefen,  womit  man  Äinber  fc^rectt, 
ein  ^opanj,  anberSwo:  ber  mlbi  ob.  fd^roargc  SRann ,  ÄtnbccfreJTer ,  SSu* 
mann,  93u6mann,  SJJummel  :c. 

weben  1.  3w.  (nur  fdjwa^  bicgenb:  raebte,  gewebt;  erjt  im  9Jeuf)od^b. 
auö  bem  a(tl)oct)b.  weibou,  mittelf).  weiben,  b.  i.  I:)ir\  unb  ()er  fci^wanfcn,  flat« 
tcrn,  [icb  bewegen,  entft. ;  »gl.  weiben,  weibcln,  SBiefcd,  wiebeln  ob.  mibs 
beln  Jc;  oon  ber  2Ö.  wil),  fan6!r.  vip,  werfen,  fenben,  vep,  gittern.  Sieben» 
form  bcr  SB.  wab,  fan6!r.  vap,  »on  weldjer  weben  2.  ausgebt)  alt  u.  bic^t. 
1)  jieUoS  m.  Ijabcn,  f.  ftd)  beivcgen  ob.  regen;  l)'nx  unb  l^er  fAmeben; 
lebenbig  u.  tfjdtig  ob.  srirffam  fein,  ir>irfen,  (g.  S3.  bibl.  er  lic(j  weben  ben 
Dflwinb  unter  bem  Fimmel;  e6  foU  »on  meinem  2(nge[tc^t  (in  @ei|t  weben; 
bic^t.  bcr  junge  Saum  webt  unb  fct;aucrt;  i)0(i)  über  ber  ^dt  unb  bem  9?aume 
webt  lebcnbig  bcr  t)öc^jl;c  ©cbanEc;  —  bef.  in  bcr  9Jeimecrbinbung  mit  Ic* 
bcn;  g.  S5.  2lUcö  lebt  unb  webt  im  grüöling;  bibl,  in  tfjm  leben,  weben  unb 
finb  wir);  2)  ^iel.  »cUig  olt.  f.  In  fd^irebenbe  SSetvegung  fe^cn,  fd}wingen 
(bibl.  wer  ba  gweifclt,  bcr  ijl  gleich  wie  bie  SÄcercäwogc,  bic  oom  SBinbe  ge» 
trieben  unb  gewebt  wirb;  bcnn  fic()C,  i(^  will  meine  >!^anb  über  fie  weben  jc; 
inSbcf.  f.  iai  Opfer  emporljebcn  unb  gegen  bie  oicr  Jpimmciegcgenbcn  bewe* 
gen ,  5.  83.  SOZofc  nal;m  bie  Sruft  unb  wcbetc  eine  SBebe  »or  bem  ^crrn  »on 


XüeUn  1821 

bem  fSJibbcc  bcS  S"Uopferg;  baljet:  SSebcbrob,  SBebcbruft  u. bgt.m.); 
—  bie  2ßcbe  1.  CD?,  -n,  »lt.  f.  bag  Soeben,  (Sd)TOin9en,  bcc  ®d)»rung, 
bef.  beim  Opfern  ([.  o.);  bec  SBebel,  -6,  9)?.  id.  (S.  (alttjodjb.  weibil,  mit» 
Ulf),  weibel,  o'ocvb.  SB  Ol  bei)  t3lt.  f.  ein  £)iener  ob.  S3ote,  bcc  t;in  u.  f)ec 
gc{)cn  mufg,  um  Jfufträge  auöjuricl^tcn,  inöbcf.  ein  ®erid)täbiener,  &ex\ö)ti' 
böte;  noc^  evfjalten  in  bcm  jgcf.  gclbmcbcl  (f.  b.);  UJebcln,  giiUof.  3m. 
(mtttclf).  weibeln  u.  wibelen,  obctb.  jt)  Q  i  b  e  l  n )  Iflnild).  f.  \id)  i)\n  unb  l)(t 
bewegen,  wimmeln,  w^l.  wiebeln;  ipebelig,  Sn).,  lanbf(i).  f.  regfam,  be^ 
Uht,  tt)a'tig;  tucbern  1.,  giellof.  3m.,  alt  u.  lanb[(^.  (quc^  mabcrn,  [.  b.; 
mittili).  weheren,  waberen)  f.  fid)  lebt)aft  bin  unb  bei"  bewegen ,  regfam  u. 
gcfcbäftig  fein  (bibl.  bu  madjejt  fiöljlt^,  maö  ba  mcbcrt);  obcrb.  bcf.  f.  bin 
unb  bec  ob.  umbec  geben,  wanbeln,  wanbern,  jieben  (j.  S5.  au§  bem 
SD3ir(f;6b3uö  weiter  Webern;  i)in  unb  micbcr  reifen  unb  Webern;  auf  bcc  ©ee 
l)crumwcbern;  eö  web ert,  aucb  f.  c6  fpuft,  e§  geljt  um). 

weben  2.  jiel.  3w.  abtaut.  3mpf.  wob,  (Sonj.  webe;  «SKw.  gewoben, 
welcbc  gormcn  jjcbocb  nur  alt  u.  bicbt.  ftnb;  gew.  fc^wa^  biegcnb:  tvibti, 
gewebt,  (oltboc^b.  webao,  mittelb.  weben,  ich  wibe,  ^rdt.  wab ,  wap,  wir 
Waben  :c.;  ^art.  giweban,  gewebeu;  obcrb.  webcn:  Qcwebt,  gewcbcn  u.  ge* 
woben;  nieberb.  wcoen;  altnorb.  vefa,  fcbweb.  vefwa;  angclf.  vefan,  engt, 
weave;  —  bie  'SS.  wab ,  fanöJr.  vap,  ucfpr.  wobl  überb-  „bi»  unb  bcc  fcbwe« 
ben  ob.  bewegen",  wirb  bann  in  befc^ränftcrcm  ©inne  gtfcfft,  wäbrcnb  bie 
Slebcnform  wib  ih  aUgcmcincre  S3cb.  bebälf,  »g^  weben  1.)  bucd)  in  ein; 
nnber  gefügte,  bin  unb  ber  gezogene,  gäben  ßeug  verfertigen,  inbcm  in 
einen  aulgefpannten  2(ufjug  gäben  in  cntgegcngcfe^tcr  9?ic^tung  cingefcbolfen 
»erben,  finnu.  wirken,  (Ceinwanb,  Sud),  ©pt^en  ic  weben;  aud)  o^ne  3ietw.: 
»eben  fönnen;  ficb  ocm  SBcben  näbrcn  ic);  uneig.  etwaiJ  einem  &emibt 
'i[bnlicl)e6  beröocbtingen,  bilben  (bie  ©pinne  tvebt  iljr  S'lc^);  genau  in  ein? 
anber  ob.  in  etwa^  fügen,  innig  ju  einem  ©anjen  »erbinbcn  ibi(i)t.  ebret 
bie  grauen!  fie  flechten  unb  weben  biimnlif'^ye  SRofen  in6  irbifcbe  8ebcn;  ein 
SBcib,  üu6  SRofcnglutb  unb  l'ilicnf(^nee  gewoben;  cgi.  ncrweben);  ©d)iff.  bie 
?DSebelcincn  an  bie  SQSänbe  (ob.  SBanten)  fdjlagcn  ob.  fd)cren;  —  3fc§.  bet 
9ßebebaum,  b.  atö  SBebcrbaum,  f.  ».  w.  ©arnbaum,  f.  b.;  bie  Siiebe; 
funfi,  bie  Äunjt  gu  weben;  bie  Sßebeleine  ob.  Söebclien,  ©cbiff.  Seinen, 
mit  welchen  bie  SBä'nbe  auf  ben  ©Riffen  ber  Cluere  nacb  burc^fcborcn  ob. 
glcicbf.  burd)wcbt  finb;  iiai  SBebe-  ob.  SSebfd)iff  ob.  ^fdiitfc^cn,  b.  als 
8B5ebcrf(^ijf ,  baö  fcbiffäb^li^c  ©erätb,  worin  bie  ©pule  mit  ben  gäben  gum 
(Sinf^lag  jwif^en  bie  gäben  beS  2(ufjug6  geworfen  wirb;  ber  2ßcbc;  ob. 
2ßebftul)l  (ogl.  ©tubl  "2),  bog  ©cftcU,  an  unb  auf  welcbcm  gewebt  wirb;  — 
2(bleit.  baiS  2ßebe,  -5,  9)?.  w.  6.  (altbocbb.  weppi,  mittclb-  weppe,  webbe, 
webe,  anö)  wepfe;  obcrb.  baö  fSebb,  Söepf,  ber  SQJepfen)  1)  alt  u.  lanbf^, 
f.  (SJarn  jum  Sieben,  bef.  jum  2(ufjug ;  ber  2(uf5ug ,  bie  Äette  te^  öies 
WebeS;  2)  f.  bo^  ©ewebe  (babcr  no^:  ©pinnewebe);  bie  Sßebe  2., 
^.  -n,  lanbfd;.  f.  iia^  &e\vibc;  im  Ceinwanbbanbel  ein  ©tücc  Seinwanb 
Bon  42  bii  72  ©len;  baä  SScbel,  -6  (altbocbb.  weval,  wefal,  mittclb-  «e- 
fei,  webel;  oöcrö.  ber  Söefel)  a\t  u.  lanbfdj.  f.  ha^  ©am  jum  (5infcb(ag, 
u.  bev  ßinfd)Ing  beö  ©ewebe^  felbjlt;  bec  2.öcber,  -ö,  bie  SBcberinn,  5)?. 
-en,  wer  webt,  inäbef.  wer  bai  9Beben  a(g  ©ewerbe  betreibt  (gcin--,  Zuäj-j 
3eugwebcr  k.);  uneig,  oberb.  f.  ein  feiger  9)?enfd),  eine  9)?emme;  ?latur!. 


1822  m^iin  —  SBe^fet 

eine  2fct  95o(f;  ob.  v^^oljfafer,  aud^  f.  ».  w.  bcc  SBeberfifd^,  ctnc  "Ktt  lUu 
ncr  fc^tedjter  SBci^fifc^c,  Ärcfeting;  bie  SBeberarbeit ,  baö  SBeber^anb* 
werf  K.;  bie  SSJeberbijlel  ob.  s färbe,  Äatbcnbiftcl,  f.  Äarbe;  bec  SBebcr- 
gefeU,  ctjcm.  au^  sfnoppe,  f.  b.;  bcr  2Beberfned^t,  uneig.  Statur!,  ein 
fpinncnäf)nlic^cS  Snfect  mit  fa|t  runbem  Äörper  unb  fcf)c  langen  Seinen,  aui) 
©tauftet,  Äanfec,  J^oljipinnc  jc;  bet  Sßebertnopf,  (anbf^.  f.  Ätcl=  ob. 
Äautfcofc^;  bec  SBeberfnotcn ,  Änoteu,  womit  bie  SBebec  einen  jernlTtnen 
gaben  bc6  2Cuf|U9S  gefc^tc?t  jufammcnfnüpfen;  bec  SSSebermelfier,  f.  jOlei« 
jlcr;  bie  9Beberfc^lirf)te ,  f.  ©ditic^te;  bie  SBebcrfpule,  b.  SOSebefpute, 
f.  ©pute;  uneig.  eine  2trt  SStafenfdinecfen;  bie  5lBeberei,  1)  o.  SOJ.  bag  3Be» 
ben,  bie  Mun^t  u.  tcii  ©eirerbe  beg  Sßebecä;  2)  dJl.  -en,  eine  ©ecf* 
j^ntt  ob.  2(n[ta[t  jum  5Bebcn  (Suc^s  ©cibcnnjcbcreicn  jc.) ;  3)  feiten  f.  ba« 
(Seiuebte,  ein  öeroebe  (fdjöne  SBcbercicn);  tüebern  2.,  jieUof.  3».)  oberb. 
f.  SBeberci  tceiben. 

wedeln,  3w.,  f.  »cicbetn. 

SBeC^fel,  m.,  -6,  9)?.  VO.  Q.  (altf)Od^b.  wehsal,  wehsil;  mtttelt).  wehsei; 
öngelf.  vrixl;  nitbci'b.  SBcffel,  t)0U.  wissel;  öon  bev  SB.  wich,  ttJOf)ec  wJchan, 
weichen,  jlammt;  »gl.  fan§!c.  vic,  trennen,  u.  vij,  ftc^  betregen,  baS  tat.  vi- 
ces  u.  baS  goti).  vikö,  9?cif)e,  golge ;  ober  ocn  bec  2B.  wag,  fangfc.  vah,  wo* 
Ijec  wcgan,  bc«)egcn,  flammt?)  iiber^.  SSerä'nbecung,  Umfef)c,  Umtaufet), 
insbcf.  1)  ba6  Eintreten  einer  2}ecanbecun3,  bie  5!ßiebecfel)c  eine6  fcübe* 
ren  ,3ufianbeö,  bef.  eine  cegclmä'pig  n?iebetfebtenbe  SSeranbccun^  ob.  9tei* 
{)enfo(ge  üon  SSeranbecungen  (bcr  SBedjfet  bec  2)inge,  bec  3eit,  bec  Sa^ccl* 
Seiten,  beS  SKonbeö,  f.  SOionbwedjfet);  2)  bie  ^anbfung  be^  ^fiJed)s 
felnS,  b.  t.  bec  2öiebecfebc  ob.  beg  Umtaufdieö,  inöbef.  a)  ba^  ^in-  unb 
«^ec5  ob.  Zü^'  unb  (Singeben  «n  einem  £)cte  (Säg.  bec  ^irfe^  f)at  feinen 
SBedjfcl  an  einem  £)rte,  f.  o.  w.  SOBanbet,  f.  b.);  b)  bci^  2}ectaufd)en  ob. 
(5cn)iebecn  üon  etiraa  (Smpfangenem  mit  ctwa^  'iii)nü<i)em  ob.  (Sntfpre^ 
d)enbem  (»gt.  SBcief^,  Sßoctjrcc^fct ;  ©clbwcdjfcl);  et)em.  f.  Siaufcf),  Um* 
fa^,  Sr.ufd)banbel,  u.  überf).  f.  ^anbei,  SSerfebc;  3)  i)a^  flatt  eineg  (^e* 
genftanbeg  ob.  gegen  benfeiben  ©egebene,  beffen  ©teile  SSectcetenbe  (j. 
S3.  aScrg».  ein  an  bie  ©tcUe  eineö  fd^abtiaftcn  eingefe^teö  neueö  ©tuet  Sau» 
l)oti) ;  in  engerer  S8eb.  f.  D.  »r.  ein  2Bed)fe(bcicf ,  b.  i.  eine  ^Trt  ©cbulb« 
Pecfd)cetbung ,  in  tt)£ld)cc  ficb  bec  ÄueflcUcc  entwcbec  fdbft  juc  Seja^tung 
einer  gcmiffcn  ©umme  gegen  ben  ©laubigec  oecbinbHdb  mac^t  (eigenec  ob. 
trortencr  2Bcc^fel),  ober  einem  2tnbecn  auftcagt,  bem  SSorjeigcc  beS 
SDSc^felS  eine  gewiffc  ©umme  guc  bejtimmtcn  3cit  ju  ja()len  (gezogener, 
fc.  traffirter  SBed)feI  ob.  Ärattc;  einen  SSed^fel  aügjlelten,  auf  Scmanb  gie* 
!)en;  einen  Sße^fel  anncf)raen ,  fc.  acccpJiren,  ober  abireifen,  fr.  protejlircn; 
einen  offenen  SBe^fcl  Ijaben,  b.  i.  eine  2(nireifitn9  auf  unbeflimmte  ©ummen 
Bon  einem  opanbel6f)aufe;  einem  (Selb  in  SBcd^fcln  ob.  bur^  2Bed)feI  überma- 
djen);  uneig.  audj  f.  ba6  (bef.  ben  ©tubenten  auf  Uniücrfitatcn)  in  2üedifeln 
ob.  m(i)  bar  übevfenbete  (JJelb  (feinen  2Bed)fel  be!ommen,  ecwactcn  ic);  4) 
wag  eine  regelmäßige  golge  öon  !öeränberungen  b«toorbringt:  nur  bei 
ben  UJjrmadjern  bie  0?abec,  njeld)e  ben  ©tunben-  unb  SJJinutenjeigec  b«r« 
umbceben;  5)  bec  £)ct,  wo  geived)felt  ivirb  ob-  jwei  2)inge  mit  einnnbet 
Werfjfcln;  baber  Sag-  bec  Ort,  wo  ein  SBilb  ab«  unb  juge^t;  bec  Ott,  wo 
jwei  Stbeile  eineS  ©anjen  jufammcn|iof en ,  b.  i.  bas  (änbe  beö  einen  mit 


SBcd)feI  1823 

bem  Jfnfang  bcS  onbern  zusammentrifft,  inöbcf.  ^5^.  wo  bte  Sagbtiid^ct  — , 
in  SQSafTfrEünjlcn :  wo  jivci  SRöJjcen  jufammcnftojien;  Scrc\tt).  »o  bie  af)e(te 
emtö  glö^eö  oon  einem  ©angc  ob.  einet  Äluft  getrennt  »tserben ;  bti  ben  9Bag» 
ncrn :  bcr  SDvt,  wo  jwei  geigen  jufammcntrctfcn ;  obcrb.  aud)  f.  bei*  ^af)n  an 
einem  gaffe;  —  n3ect)feln,  3w.  (a(tf)0d)b.  wehsaljan,  wihslian  unb  wehsaldo, 
mittel!),  wehselii:  nltnorb.  vixla,  fd)«5cb.  vcixla;  nicbcrb.  tücffeln)  1)  jicUog 
m.  f)abcn  a)  fid)  V)«vänbern  ob.  \)erfef)rcrt,  auf  cinanbcu  fot^enbc,  bcf.  te-- 
geima^ig  roiebei-fef)renbc,  SSeranbeningen  crlciben  (c6  tt3C(^fc(t  2fUcö  in  bcr 
aSelt;  baS  njecbfclnbe  Sollt,  bct  n>ed)fc(nbe  SOionb  :c.;  eine  garbe  npedjfclt, 
b.  {.  sjeränbett  fid),  ob.  fpicft  in  anbete  gavbcn,  fd)iUett;  feine  Saune  wcc^felt 
oft);  b)  ben  Ott  vcränbern,  l)in  unb  ivicbec  gef)cn  (3ag.  ba«  SBilb  »»ec^fcit 
an  einem  Dtte,  b.  i.  gct)t  ab  unb  ju);  c)  (oon  SJBe^fel  f.  2Bed)fclbtief) 
2Bed)fe(()anbcl  ob.  2Bed)fe(gcfd)afte  treiben  (j.  S.  oon  Ceip^ig  nad)  3(mfler» 
bam  wec^fetn);  2)  jiel.  etiunö  — ,  gegen  ein  2{nberesJ  bcrfelbcn  2irt  um* 
toufd)en,  ein^  ftatt  bff5  anbern  netjmen  ob.  empfangen  C^.  S.  bie  Äiciöcr, 
bie  SÖääfdye  wec^feln,  b.  t.  anbete,  ftif(^e  onlcgcn;  bie  ^fcrbe  — ,  ftifd)e  »or» 
legen;  bie  3ö()ne  —  ,  neue  3äi;ne  bcEommen;  feinen  ^la^  — ;  biz  gatbc 
»ec^feln,  b.  t.  »ctonbern,  eine  anbete  garbe  befommcn ,  bla[6  ob.  rott)  «er» 
ben);  inöbef.  ®e(b  ~,  i>.  i.  ©eibfiüde  gegen  ben  g(eid;en  5Sertf)  in  einet 
anbern  SWün^forte  umtaufdjen  (5.  58.  ®olb ,  ein  ©clbjlücE  — ,  gegen  ©il* 
bctmünje  ob.  !(eineö  (Selb  ()in3eben);  oon  jtrci  ob.  meisten  ^etfonen:  etiva^ 
gegen  einanbet  au^taufd^en,  gegenfettig  ob.  n)ed)felöJoeife  geben  unb  em* 
pfangen  (bie  ^lä|e  jocd^fcln;  »tiefe  mit  Scmanb— ;  bie  «Ringe  — ,  oon 
einem  Stautpaat  bti  bet  Stauung;  Sffiottc,  Slide  mit  Scmanb  tvei^feln;  Äu» 
geln  raedjfcln,  oon  einem  3n?cifampf  auf  ^^iftolcn);  —  3fc§.  ton  SSSec^fel 
(meift  in  bct  Stb.  3)  b.  i.  f.  Söcc^felbtief):  bie  SSed^felbanf,  9)?.  ^banEen 
(ogl.  Sant  2) ,  eine  SSanf ,  jocldje  SBec^fcl  annimmt  unb  aueftcUt  (oerfc^. 
SiJedjfclban!,  «K.  ^feänfe,  f.  u.);  b«c  SBec^fclbricf,  f.  0.  SBec^fel  3); 
ba^  Söec^felbud^ ,  Äaufm.  ein  S5u(^,  lootin  bie  2ßed)fclgcfc^äfte  cerjeicfcnct 
»erben;  tt)ccf)fclfnl)ig,  SSio.,  butc^  baS  @efc|  bcrc^tigt,  Slßec^fet  augjurtcl« 
Im;  bte  Sßcc^felfriff,  bie  nad)  bet  fficrfaUjcit  eines  5lBec^fcl§  no^  geftattcte 
3af)lung6ftifl  (ft.  «Rcfpect^  ob.  Stcfpit^Sage) ;  ta^  SBect/felgelb,  bie  in  2Bec^= 
fein  übliche  öelbfotte;  Mi  SBec^felgeric^t,  ein  ®etic^t  jur  «Schlichtung  oon 
©treitigh'itcn  in  aBed)felfac^en;  ia'ä  2ßed)fclc|ef(^äft ,  bei  2ßect)fcU)anbel, 
im  ÄQuf  unb  SicrEauf  oon  SScd^fcln  bejli'{)cnbcä  .^anbclögefdjöft;  ba^cr:  bet 
aßed)feU)änbIcr;  bte  Sßec^feltjanbtung  k.;  bec  2Be(i>felfauf,  Äauf  oon 
SBec^feln;  ivec^felfunbig,  S3io.,  1)  bie  Sßec^fctgcfdjäftc  oetttcl)cnb;  2)  Sag. 
erfennenb  u.  »riffenb,  loo  baö  SBilb  feinen  SBcc^fcl  f)at  (f.  0.  2Bec^[cl  2)  a); 
trcc^felloä,  ffittt.,  o{)nc  SBc(^fcl,  feiner  SGctänbetung  untetmotfcn,  loanbel» 
loS;  bcr  äßec^felmäfler ,  f.  sojaliet  2.;  bie  2Bcd)fe(orbnung,  obtigfeiU 
2(notbnung  bcr  aSedjfclfa^icn ;  bte  SBet^felrec^nung,  Setedjnung  bc6  S35cct= 
felflanbeö  (SÖec^fc(=(5cur6);  bai  S[öe(^felred)t,  1)  baö  25otted)t  bct  SBec^fet 
»or  anbctn  ©djulboetfc^rcibungcn;  2)  bet  Snbegriff  bct  gcfcgliciicn  Scfiim; 
muwgcn  übet  3öc4)fclfac^en;  ber  2Bed)feIreiter  iwai>v\d).  oon  reiten  ob. 
taitcn  (f.  b.)  f.  rennen),  toct  ftd)  bcr  2ßec^felveiteret  fc^ulbig  madit,  b.  t. 
beö  Äunjlgtiffcß ,  fi^  oot  bem  naljen  gall  nod^  eine  3citlang  but(^  gezogene 
JJÖe^fcl  ju  retten;  ber  ißed^fclricbter,  «Hieltet  in  einem  aBcc^felgctid^tc;  bie 
Sßci^felfac^e,   eine  SJec^fcl  ob.  SBectfelgefe^äfte  betrcffenbe  2(ngclcgenfjcit, 


1824  SBcd()feI 

be[.  ©tccitfa(i)c;  bU  2Bed)felfd^uIb,  eine  auf  SBcd^fcI  gcmod^fe  ©d^utb;  bet 
SBerf)fel|lanb,  bei-  bcjic^cnbc  gBertf)  bei-  SBc^fcl  im  8Scr()ä(tnif6  gegen  bareS 
@e(b  (fr.  SBec^fel'ßourö);  bie  Sßed^feljlrenge ,  ©trenge  in  Betreibung  bei- 
SBec^felüerbinblid^fcit,  b.  i.  ber  93erbfnblid)feit,  welche  ber  3Cu6flcUcr  eincö 
SKe^fclö  übernimmt:  iped)felüO(I,  fSm.,  eielfac^em  SOSe^fel  unternjorfen, 
fef)r  »cränbcrlid^  ob.  tranbclbar;  VDed^feBiDeife,  9tn).,  in  ber  SBeife  ob.  govm 
be6  SSJcc^fclS,  b.  i.  1)  in  ber  2(ufeinanbcrfolgc  rocc^fetnb,  abwedifelnb  (j.  S3. 
grcube  unb  8eib  folgen  wed^fcleroeife  auf  einanber);  2)  gegenfeitigcn  Um= 
ob.  2tu6taufd},  finno.  rccdjfclfcitig  (j.  SS.  cincnber  n?eä)[e(ö«jct[e  nnterflüfeen) ; 
ber  2ßed^feljQl)lcr,  berjenigc,  auf  welchen  ein  SBei^fct  au6gcfiellt  i|l,  um  i^n 
ju  Uiai)Un,  ber  SSejogcnc  (fr.  Sraffat);  bie  2ßed^fcljat)(ung,  1)  Sei^a^tung 
(fr.  .Pjonorirung)  eincö  SBcd^felö:  2)  3a()(un3  in  SGBe^feln;  —  äfcfi.  »on 
»edjfcln:  ttx  2Bed)felba(g  (oon  SSalg,  gem.  oerödjtlic^  f.  Äinb),  aud^ 
ba§  2ßed)felfinb  (alt{)CC^t).  wihselinc;  engl,  changeling;  f^raeb.  byting  oon 
byta,  taufd^cn)  no^  altem  58oif6abergtauben:  ein  »on  Swergcn,  ©Ifcn  ober 
^crcn  einer  SKuttcr  flatt  it)reö  Äinbcö  untcrgefd)obcne§  (au ögemec^fclteö) 
l)ä[6lid^eö ,  unförmlid^cS  Äinb ;  überl).  f.  ein  mif6gebifbctc6  u.  al6  ©c^impfn). 
au^  f.  ein  ungejogcncg  Äinb;  auc^:  Äicifropf;  bie  Söed)felbanf,  S'?.;banfe, 
bie  2?an!  ob.  ber  Sifc^,  worauf  @elb  gcwedifcU  wirb,  aud):  ber  SOSe^fel« 
tifc^;  in  weiterer  Seb.  aud)  f.  ßaben  ob.  ©eirölbe  be§  SBed^ölcrö,  (oerf(^. 
2Bcd9fclban!,  Sjj.  =ban!cn,  f.  o.);  ber  S5Sed)felbegrijf,  '>JJl.  -e,  jwei 
glcidjbebcutenbe  SSegriffe,  wcldjc  für  einanber  gefegt  werben  fönnen;  bie 
SSSed^felbcjie^ung  ob.  ber  SBed^felbejug,  wcc^fel=  ob.  gegcnfeitige  Scjicfiung 
(fr.  Gorrelation);  i)a^  S[IBeci)feIb(att,  ^flanj.  ein  in  f?iner  Stellung  mit  einem 
anbern  we^fclnbeg  SSlatt;  au^  eine  auöldnb.  ^flanje  mit  fcl(^en  blättern 
(allophyllus  L.);  ber  2ßecl^feIbIi(J,  wedjfelfeitiger  S3lid,  mit  einem  2Cnbcrn 
gewei^felte  SBlidc;  ber  SBec^fclfaU,  abwed^fclnber  gaU  (j.  35.  berSöne); 
wed^felnber  SSorfall,  ®lücf6fall  (btc  SBcdjfelfdlle  beö  ©lüctes);  auc^  ein  jwci' 
fell)after  gall,  wo  man  jwifc^cn  ?wci  Singen  wciljlen,  fti^  für  baö  eine  ober 
baö  anbcrc  entfctieibcn  muf6  (fr.  2(Iternatioc);  lued^felfarbig,  95w.,  bie  garbe 
wc(^fclnb,  fdjillernb;  ba^  Sßed^fclfelb ,  Sanbw.  ein  gelb ,  weld^eö  idl)rlic^, 
aber  abwed^frlnb  mit  oerfd^icbener  gruc^t  beftcUt  wirb,  f.  ü.  w.  5a{)rfelb ;  ba3 
S!Bed)felftebev,  ein  gicber,  beffcn  2(nfäHe  in  beflimmten  3wifc^enjciten  wie» 
ber!cl)ren;  ta^  Söed^fclgelcnt,  ein  ©elenf,  wo  ^wi  Änoc^en  einanber  totii'- 
felfcitig  in  iljve  ^ö^Un  aufnel)men  (fr.  @ingli)mu6) ;  ber  äBed^felgefang,  ab' 
wec^felnber  ob.  wectjfelfeitiger  ®cfang;  hai  Sücc^felgefprcic^,  we^felfcitigeö 
®e[pvä4i;  ba6  SÖCC^felglÜcf,  wcdifelnbeö,  t»eranbcrlic^c6  ®lüd;  bec  SBec^^ 
felgrup,  wedjfelfeitigcr  ®ru^ ;  \ia^  äi?e(i)fe(l)auö,  ein  ^au6,  J^anblungg^auS, 
welches  ©elbwedifel  ob.  aSec^fclgefd)äftc  betreibt;  ba#  äBerf)felflnb,  f.  2Bed^= 
fclbolg;  ber  SBecÖfellauf,  cbwedifclnber  ob.  wc(^[clfeltiger  ßauf;  bie  SBec^^ 
fellaune,  wcd)felnbe,  ueränberli^e  Saune;  bie  SBcd)feUiebe,  gcgenfcitige 
ifiebe;  ber  2ßed)felmorb,  wcd^fcifeitiger  «JKorb;  ba§  Sßec^felpferb,  M.-e, 
gcwcdbfclte,  frifd)c  ob.  Unterlegcpfcrbc  (fr.  9Jflaiö='=pftrbe);  bie  Sßec^fcl* 
pfltd)t,  gegcnfeitige  ^flidjt;  bie  SBcd)fe(rebC,  ©cgcnrebc,  Tintwort;  &C' 
fprd^;  ber  ^Ißec^felreim ,  9)?.  ^c,  mit  einanber  wei^felnbe  «Reime  (in  ber 
golge:  abab);  bte  Sßcrf)felfd)en!ung,  eine  gegcnfeitige  @^en£ung;  ber 
äße(^fclfd)lag,  obwec^fclnber  ©c^lag  (j.  S.  ber  «Heime) ;  bie  äBec^feifc^ri|t, 
©cgenf^rift,  erwicberungö^  ob.  SÖiberlcgung^f^rift;  ber  SBec^felfc^wur, 


SBe«  —  n)ec!ett  1825 

»ed^felfcitigec  ©c^wur ;  tt)ed)felfeit{9 ,  f8w.,  1)  afewe^fctnb  con  bet  einen 
unb  üon  bct  anbern  ©cite  auöQe()enb ;  2)  oon  fceiben  ©etten  g(ttd)m35t9  gc» 
gen  cinanber  gerichtet  ob.  ©tatt  (jabenb,  finn».  gcgcnfeittg  (fr.  rcciprof; 
»uec^fclfcitige  gccunbfc^aft;  rccc^fclfeittgcr  ^af§  ic);  bie  Sßcd^fetfcitij^fcit 
(fr.  Slcctprocttä't) ;  ber  Sßec^felftcg,  wcc^felfcittger  ©icg;  ba«  S5crf)fclfpiet, 
Jücc^felnbeö  ob.  abrcec^felnbe6  Spiel;  ber  2ßed^feljlrett,  lüed^fclfettigcr Streit; 
SBiberftreit  Dcrfc^iebener  Singe;  bic  SBec^feljIunbe,  S3ergro.bie  ©tunben, 
welche  auf  bem  @ruben'Äompaf§  ik  SSiertet  einee  i)albin  3irfe(ö  unb  bie  2(r« 
Un  ber  ftreic^enben  ©cinge  unterfc^ciben;  ber  2Bed)fe(tan3 ,  tt5ec^fetnbcr  ob. 
abmec^felnber  Sanj ;  ber  2öec^feltaufc^,  wec^felfcitiger  Sauft^,  3(u6tQuf(^; 
ber  2iSed)fe(tirc^,  f.  SSe^fclban!;  baS  Sßec^fetoerbältnifö ,  gegenfeitigcs 
Serf)ältnifä ;  ber  ä!Bed)felüerö ,  SO?,  -e,  fflerfe  mit  SDBed^felreimcn,  ob.  a\xä) 
»on  abrcec^l'etnb  öerfdjiebener  ßönge;  ber  S3Bcrf)feloertrag,  ein  rccd^felfciti^ 
ger,  boppelter  Vertrag;  ber  SBed^felvüeijen,  f.  d.  tr.  SBunbcrwcijcn;  bag 
SBec^feiwerf,  üt)tm.  f.  ■c.  w.  ber  SBec^fel  4);  ber  Sßec^felruint»,  ein  reed)« 
felnber,  unbejlä'nbiger  SBinb;  avid)  ein  gu  einer  beflimmtcn  3eit  beß  3a{)re6 
regelmäßig  eintretenber  SSinb  (iJ^eun?.  f.  ba§  fr.  ^ajfatn>inb);  ber  SBec^fel^ 
winfel,  öirößenl.  einem  anbern  entgegen  (tefjenber  SBinfcl;  bie  SBeci^feh'Dir- 
func^,  »ucdjfclfcitige  5liSir!ung  jroeier  ©egenftä'nbe ,  Ärdfte  zc.  auf  cinanber; 
bie  2ßed)fehrirtl)f(^aft,  planmäßig  abirec^felnbe  Sebauung  ber  gelber  mit 
oerfc^icbenen  gclbfrüc^ten  unb  S"tfc>^fi^<5"tfrn;  bvi6  S[öed)fehl>OVt,  @cgen= 
»ort,  crrcicbernbes  2Bort;  ber  SBec^feljal)!! ,  ein  3af)n,  »eld^er  gewcc^felt, 
b.  i.  mit  einem  neuen  oertaufdjt  mirb,  9Kild^jal)n;  —  2fbleit.  n)ed)felbar, 
f8m.\  mag  geired)fe[t,  mit  einanber  oern)ed)feIt  ob.  üertaufct)t  treiben 
fann  (mec^felbare  »Begriffe);  med)felid>  ob.  roei^felig,  Sre.  (altljo^b.  weh- 

sallih ,   auc^;  wihselig ,   wehselig ;   mittelf).  wehsellich)  ült.  f.  lted)felnb ,    ab' 

tTjed)felnb,  »t>anbe(bar,  mvinnigfadig;  bIc  SBecftfelung,  baS  2ßed)fein,  bie 
U5ertaufd}iing;  ©c^iffb.  bie  abroecbfelnbe  (5tnrid)tung  ber  Su^en  ber  ^lan? 
fen,  fo  bai'6  nic^t  jtpei  jungen  an  einer  ©teile  jufammentreffen;  ber  SEcd^6; 
ler,  -i,  so?,  lü.  (5.  (altllOC^b.  wehsalan,  mittell).  wehselaere),  f.  o.  XV.  @elb; 
Wecl)6Ier,  b.  t.  wer  ben  ®elbn)c(i^fel  alö  ^anbelögef^äft  betreibt;  cfjcm. 
überl).  f.  «^anbelämann,  Kaufmann. 

SBecf,  m.,  -eö,  SD?. -e,  lanbf«!^.  auc^:  bleSBec!e,  9)?. -n,  {aUi)oä)h. 

der  weggi,  wekki,  mittell).  wegge,  wecke,  b.  i.  ein  ^eü,  üon  bcr  23.  wag, 
wegan,  bemcgcn,  treiben;  angelf.  vecg,  Äeil;  engl,  wig,  ein  SSacttrerf;  nie» 
berb.  2Beg,  SBe!  f.  SBeijenbrob)  alt  u.  lanbfc^.  f.  ein  Äeil  oon  >^olj  ob.  @i= 
fen;  gew.  ttwai  Äeilfö'rmigeö  (ba^er  eljem.  ein  feilförmigeö  ©tücE  an  ber 
Älcibung),  ob.  eine  n)ie  ein  bcppelter  Äeil  geformte,  an  beiben  ßnben  ju* 
öefpi^te  S)?nffe,  j.  33.  ein  QtM  Satter,  u.  bcf.  eine  2(rt  feinen  ^ßei^en; 
brobeg  ob.  ein  Söuttergebvicf  üon  folc^er  gorm,  f.  d.  ».  «Stolle,  ©triejel 
(eineier=,  0)ler=,  ei)ri{l=  ob.  SBcil)na(^t6TOC(J  ic);  lanbfcfe.  aud)  eine  2irt 
öiere(figer  SWild^brobe:  Mi  2Becfenmet)l,  2Beijenmet)l  ju  SBedcn;  roecfeu 
1.  ob.  nje(feln,  jici.  3«.,  oberb.  f.  feilfötmig  mad}en,  mit  feilförmtg  ah: 
9etl)eilten  gelbern  bemalen,  (ba§  bairifc^e  SBappcn  ift  »reiß  unb  blau  ge» 
wectclt). 

IVecf  en  2.  jiet.  3»«  (SOtl).  vakjan ;  altljocl^b.  wekjan ,  wecchan,  mittetlj. 
wecken,  ^cät.  wacte,  wähle,  je^t:  »üedte ,  geioetft;  angelf.  veccean,  engl. 
Wake,  awake;  ba6  gactitioum  oon  ma^en,  f.  rcac^)  einen—,  madjen, 

<&«pfe'6  ^onbwiJrterb.  b.  beutfc^en  ©pr.  2.  S^eil.      115 


1826  2ößbbc  —  mhev 

bafS  er  \y>aä)t  ob.  ettrad^t,  i^n  wad^  ob.  munter  mad^m,  »gr.  mfwiäen, 
crtrecfen  (einen  ©c^lafcnben  ~ ;  \i6)  früf)  »ecEen  raffen);  uncig.  f.  re^e  ma- 
d)en,  erregen,  beleben  (baä  geucr  au«  bcc  3(f^e  — ;  einen  Srägen  — ,  hk 
©eiflcefcafte  eineg  ÄinbeS  — ;  ba{)er  aud>:  gcwecJt  alg  Sn;.  f.  munter, 
lebftaft,  regfam,  ogl.  aufgeweckt);  —  ber  SBecfauf  (ctg.  ber  Smp.  »on 
aufwecEen)  oberb.  ta€  Sauten  in  ber  (Jfjrtftnac^t  eine  ©tunbe  oor  bem  mit« 
ternäc^tigen  ©otteöbienft;  ble  SBecfglodre,  eine  ®locte,  bur^j  beren  ©c^lag 
man  gewedt  wirb,  j.  «8.  in  einer  2Bectui)r;  bie  SBecfjlunbe,  bic  ©tunbe,  ju 
welcher  man  Semanb  wecJt,  ober  fid^  »ecfen  läJTt;  bie  SBecftrommel,  Sroms 
Xttil  u.  Srommelfc^lag  gum  SBetfen  ber  ©olbattn  (fr.  Sfieoeitte);  bie  SBecf« 
ut)r,  eine  wc^enbc,  mit  einem  S3Scc!cr  (f.  b.)  oerfe^cnc  Ut)r ;  bcii  SBccfnjerf, 
bog  sRäberrocrS,  welc^eg  ben  Söecfer  in  einer  U^t  in  18e«jcgung  fe^t;  —  ber 
2Be(fer,  -ö,  SO?,  ro.  g. ,  1)  eine  we^enbe  ^erfon,  weibl.  bie  23ec!e* 
rinn;  2)  ein  ttjeifenbeg  £)in3  ob.  SBeif'jeug,  insbef.  an  Uiiren  ein  ^am* 
mcr,  weiter  ju  ber  ©tunbe,  auf  wel^e  man  ben  mit  ifjm  in  Serbinbung  jlc« 
tjenben  ßcigcr  jleUt,  burd^  fd^ncUe  ©c^lage  an  eine  QHo<£c  einen  ©djlafcnben 
wecJt;  SSergw.  f.  o.  m.  2Bad)ter,  f.  b.;  in  ^üi)Un  f.  ».  id.  bie  Söcirnglo^e; 
Säg.  f.  ö.  w.  5öad)telpfelfe ;  bie  2Be(f ung,  ha§  2öe(f en. 

SBetbe,  m.,  nieberb.  f.  2Bette,  f.  b. 

2ßct)el,  m.,  -g,  9)?.  n?.  (S.,  S3er!l.  bag  2Bcbeld)en,  oberb.  5ßeberetn, 

(altl;oe^b.  wadal,  wadel,  wedil;  mittelf).  wadel,  wedel;  obcrb.  SBabel, 
SOS ä bei,  SDScbel;  »on  ber  SßS.  wa:  wajan,  wefjcn;  ogt.  »abetn,  SDBabcl) 
1)  ein  Sßerfjeug  jum  2Be{)en  ob.  gä'd)eln,  oberb.  f.  Sdrf)er  (baö  SfBcibe- 
lein),  bef.  ein  folci^eö  Söetfjeug  von  v^aaren  ob.  gebern  (§.58.  ein  glie* 
gen» e bei);  in  weiterer  Seb.  an<i)  ein  ci^nlid)eg  SBcrfjeug  5um  «Spren- 
gen mit  5öaffec  (f.  ©preng»,  SBeiijnjcbel;  8ö[d)n)ebcl);  2)  etiuaö  5BebeI; 
förmige^,  inöbef.  ber  f)aarige,  bufd)id)te  ©djwanj  eines  St)iereS,  3äg.  bef. 
ber  furje  ©c^wanj  bc§  ^irfdieö;  oberb.  ber  bufc^i^te  SBipfel  eines  S3äum» 
^enS  (j.  SS.  Sanncnwebel);  lanbfd^.  auc^  f.  gteiöl)oIj;  Statur!,  bie  langen 
Stiele  ber  garnfräuter  mit  ben  gegenüber  fleljenben  SStätterreiljen;  3)  alt 
u.  obcrb.  euc^  f.  o.  to.  SBabel  2)  u.  3  (f.  b.);  iDebelformig,  35».,  bie  @c* 
ftalt  eincö  SDSebelS  f)abenb;  ber  SBcbelfc^wamm ,  eine  3frt  ©augfc^wamme 
(spongia  ventilabra  L.) ;  —  webcln ,  gicUof.  3».  m.  l)aben,  mit  einem 
SBebel  bie  Suft  belegen,  fivi)eln;  mit  bem  @ci)n)anjc  — ,  benfctben  f)tn 
unb  f)er  bewegen,  gem.  auc^:  fd)wdn5eln  (ber  ^unb  »ebelt  mit  bem 
©c^wünje);  ber  S[öebelfrf)n)an5,  ein  mit  bem  (Sd^wanje  »ebelnbeS  Sljier, 
inöbef.  f.  bie  SSad^ftelje. 

weben,  jiel.  3».,  nieberb.  (lanbfc^.  auc^  wöben,  wieben;  alt\ää)U 
wiodon,  angctf.  veodlan,  engl,  weed;  t>om  altfad))',  wiod,  angelf.  veod,  engt, 
weed,  nieberb.  SB  oben  f.  Äraut,  bef,  UnEraut)  f.  o.  w.  gdten  ob.  jäten. 

weber,  1)  urfpr.  fragenbeg  görw.  (gotf).  hvathar  =  fanöfr.  kataras, 
Qxkä).  xoregog^  nöreQog,  6omparatiD=S3ilbung  com  fanS!r.  kas,  gotl).  hvas, 
»er;   altl)Od^b.  hwedar,   wedar,  mittell).  weder;   angelf.  hvaedher,   engl,  whe- 

ther;  lat.  uter;  ogl,  entweber  u.  jebweber),  wer  von  betben,  weld)er,  weld^e, 
weld)eS  t)on  beiben,  je^t  »öUig  »lt.  (aber  noc^  im  16.  u.  17.  Sabr^.  mit 
»oUflanbigcr  bei»ürtl.  SBicgung  ühliä):  weberer,  e,  c«;  j.  S.  wcbercr  eö 
fei;  Webern  bu  wilt;  wcbcre  ic^  wil  ic);  bal)er  2)  fragenbeö  9lw.  (bie 
ungebeugte  füd^l.  gorm  beß  gürw.:  altl)0^b.  hwedar,  mitUii).  weder;  engl. 


SÖefel  —  m^  1827 

Mrhether;  nö(]^  niebcrb.  »ebbcr,  wat,  f.  o.  ro.  tat.  otrimi,  grtc(^.  nöztQov) 
e^em.  fowof^t  in  btuectec  gragc,  reo  rote  jcgt  gar  fein  gragerooct  fe^cn, 
alö  in  inbirectet,  roo  jc^t  ob  gebraucht  roirb,    Otf.  mit  nadjfolgcnbcm 

ObCl"  (j.  S.  mittelf).  weder  ist  ez  iifjel,    oder  ist  ez  guot?  —  idj  rou'p  nic^t, 

Weber  (ob)  ic^  cö  tf)un  foU,  ober  nic^t);  3)  jegt:  ocrncincnbeß,  [c^Icc^t* 
^in  auSfc^litBenbcß  SBbro.  mit  nad)fo(genbem  nod),  f.b.  (cntfl.  quo  olttjo^b. 
ui-liwedar,  neweder,  b.  i.  ftinö  üon  bcibcn,  =  tat.  neutiurn;  mittcli).  etiwe- 
der  u.  auc^  [(^on  blop  weder,  mit  'ifbmerfung  bec  9'legation,  aber  ©cibt()al= 
tung  ber  ocincincnbcn  Ätaft  (ogl.  fein);  engl,  neitlier  —  nor;  oUb.  u.  bi^t. 
auc^ :  noi^  — -noc^fl:.  rocber  —  no^,  roie  lat.  nee  —  nee) ,  ju  ber  e  r  = 
flen  oon  jroci  ob.  mel)icn  gleichmäßig  oerneinten  ober  oerroorfeuen  lim' 
fagen  ob.  «Sachen  gefegt  (j.  33.  id)  gelje  roeber  mit  bir,  noc^  bleibe  ic^  ju 
J^aufe;  roeber  SJocflcUungcn,  no^  Sitten,  no^  35ro^imgen  konnten  i^n  be- 
roegen);  in  ber  älteren  ©prac^c  u.  hti  Siebtem  wirb  biSroeilcn  auc^  fiatt  beö 
nac^folgenben  no^  roicbcrl)olt  roebcr  gefegt  (j.  85.  „bin  rocber  grä'ulein, 
rocber  fdjön"  ®Ötl)e);  4)  im  älteren  Oberb.  aud^  untcrorbnenbeö  Sbro.  jl. 
beö  üergleidjenben  alä  na^  ©omparatioen ,  nad^  onberö  2c.  u.  jl.  beö  auö' 
ne^mcnben  (erceptiocn)  alg  ob.  aupei  nad^  nid^tö,  feiner  2C.  (j.  S.  „bu 
vebejl  beJTer  nod)  unb  reiner,  rocber  er"  £)pi§;  bibl.  jroeifältig  fammeln, 
roeber  fie  fonft  täglich  fammeln;  feiner,  roebcr  bu  2C.). 

2Befc(,  m.  (n.  li.  f.),  -g,  33?.  w.  (S.  (olt^od)b.  weval,  wefal,  mittelf). 
wefel;  angetf.  veJl;  oon  roeben  (f.  b.) ,  angelf.  vefan,  altt)0^b.  oud^  wifjan) 
oberb.  f.  ».  ro.  bag  Sücbel,  b.  i,  baö  ©aru  ^um  @infd)Iag  beg  ©eroebeö, 
u.  b'er  Stnfd)(a(j  felbfl;  auc^  fo  ütel  @acn  oon  einem  5StcfeI  S^arfjfeö  ge- 
fponnen  wirb;  lanbfc^.  a\x6^  f.  tiai  ®e»t>ebe  feibjl,  u.  f.  bte  SS^&U  ob.  baö 
©eivirf  ber  »ienen;  ^ci^  2ßcfel(Jet^  ob.  bic  Sßefelfleiier,  oberb.  ein  bcm 
®ciflli^en  öon  feinen  ^farrünbcrn  oerabreid^teö  ©cf^ienf  (roaf)rfc^.  urfpr.  in 
glac^ö  u.  ®avn  jum  2ßeben  beflel)enb);  bie  SBefclfpule,  bie  «Rofjrfpule,  auf 
joeldje  baö  ®arn  jum  ®inf(^lag  geroicEelt  roirb;  —  lüefcln,  3ro.,  lanbf^j. 
»on  bcn  iBiencn  f.  'bai  ©etrirf  madjen ,  bauen. 

tveß,  Sro.,  (Somp.  iveger  k.,  f.  roacj. 

Sßeg,  m.,  -e3,  3)?. -e,  (mit  gcbc^ntem  c  gcfpr. ;  gotl).  vigs;  aitljo^b. 

weg,  mittel^,  wec,  ®.  weges;  angctf.  vag,  engl,  way;  altnorb.  vegrjc^rocb. 
vag;  lat.  via;  üon  bcr  2Surjel  wag:  wegan,  berocgcn,  fanöEr.  vij;  alfo  urfpr. 
Seroegung,  @ang,  bann:  bie  Siidjtung  ber  Scroegung)  1)  iiber^.  bie  Otid)? 
tung  einer  SSemegung,  bie  2lnte,  tve{d)e  ein  Äörper  in  feiner  Seiregung 
befd}feibt,  ob.  bie  ©trecEe,  n>e[d)c  er  jucü(flegt,  ftnnü.  S5ahn  (j.  S.  ber 
5Bcg  ber  Jpimmelöförper;  ber  SBcg  cinc6  S5ogel§  in  ber  ßuft,  eineä  gifc^cö  im 
SBSüffer  ic ;  bag  SBaffer  ba^nt  fic^  feinen  SBeg;  bcr  SBeg  gur  ©ee  no^  Sfl« 
inbienjc;  ber  gerabc  333 eg,  b.  i.  bie  fürjcfte  Cintc  jroifd^en  jroei  ^punf- 
ten;  gcrabeö  2Begeö,  b.  i.  in  gerober  SRie^tung;  einem  im  3Sege(le' 
^en  ob.  fein,  i^m  in  bcn  SSSeg  treten,  b.  i.  eig.  feine  Scwcgung  l)em- 
men,  inbem  man  in  bie  Cinie  berfelben  txxtt,  bafjer  uneig.  über^.  f.  if)n  f)in= 
bern;  fo  auc^:  einem  etn)a6  in  ben  SBeg  legen;  baö  liegt  mir  im  SBege, 
b.  i.  ijl  mir  ^inbcrli^;  einem  a\xi  bem  9Bege  ge{)en,  b.  i.  au6  bcr  fiinie 
feiner  SSeroegung,  um  iljm  ^la|  ju  machen,  iljm  auörocte^en;  feine§  SSJe« 
geö  gel)en,  b.  i.  feine  Stiftung  öcrfolgen;  gel)  beiner  SBege!  gem.  f.  ent- 
ferne \>\6:^\  —  allerroegen,  mittel^,  aller  wegene,  b.  i.  in  ob.  nac^  allen 

llo* 


1828  SSeg 

SRid^tungen,  gem.  f.  HUtaU,  6Ucnff)al6en);  au^  bie  SS^tv^gung  mä)  ixmm 
Biele,  bec  @ang,  bie  gaf)rt,  bie  Sicife  (rat.  iter ;  bal)et  unter» ege6,  f. 
b.,  mittelt).  under  wegen;  einen  SQScg  machen;  ftd^  auf  ben  SBeg  madöcn,  b.  i. 
eine  Steife  antreten ;  feinen  3Beg  fcrtfc^en ,  b.  t.  tuetter  gef)en  ob.  reifen ;  ber 
^tt'y  ^in=,  SfJücfttjeg  jc;  uneig.  ber  3Beg  burd^ö  geben,  ber  Scbenöweg  k.; 
ben  Söeg  aUi^  ^Ui\ä)t€  gc()cn,  b.  t.  fterben);  2)  in  engerer  ^ih.  ber  fid)  in 
bie  ßangc  erflreif  enbe  diaum  auf  bem  ßrbboben,  burd)  meld)en  man  fid) 
von  einem  £)cte  ^um  anbern  bettsegt,  bef.  fofern  berfelbe  für  biefen  3»ed 
bejtimmt,  bereits  betreten  ob.  bcfat)ren  u.  eigene  baju  geba{)nt  ob.  ongelegt 
ifl,  olS  allgemetnfler  3(ugbruc6  f.  bte  ftnno.  ^fab,  «Steig,  @tcafe  K.  (ein 
guf',  ^ai)t'y  SJettweg,  ein  J^ot)l=,  gelb',  .^oljnjeg  k.:  ein  gcraber,  frummcr, 
guter,  fd)led^ter  SOBeg  u.;  ber  rechte  fSSeg,  oerf^.  b.  2(b',  Srr^,  Umweg  jc.  ; 
einen  SBeg  neljmcn,  einfd^lagen,  gci)en,  faJjren  jc;  einem  ben  SOSeg  jeigen, 
i^n  auf  ben  rechten  SDSeg  bringen;  ben  redjten  SBcg  ncrfefjlen,  »erlieren;  einen 
SDBeg  jurüdlegcn;  ein  ©tüc£,  eine  ©trecfe,  eine  SJieile  SBegeS;  einen  2Beg 
ma^en,  b.  i.  bat)nen,  anlegen;  bit  SBege  beffern);  3)  uneig.  bie  9?id)tung 
einer  S^atigfeit  auf  ein  ^kl ,  ber  güctgang  eine6  3:i)unS  ob.  S3et()alten§ 
(5.  35.  feinen  eigenen  SBeg  gef)en;  feinen  2Bcg  »erfolgen;  ben  Sßeg  ber  Su= 
genb,  ber  j^römmigJeit  jc.  ge{)cn;  auf  böfen  SDSegen  ge{)en;  öon  ©otteö  SSe= 
gen  abweichen,  b.  i.  »on  bem  SBege  ber  Sugenb,  weiter  ju  ®ctt  füi)rt;  bibl. 
bie  SGBege  eineö  SOienfd^en,  b.  t.  fein  fittli^c§  8Sert)altcn;  ctrcaö  ju  Sßege 
ob.  juwege  bringen,  b.  i.  cö  in  3(u6fü^rung  ob.  gu  ©tanbe  bringen;  baö 
|)at  gute  SBege,  mit  ii)m  ob.  bamit  ^at  e6  gute  Sßege,  b.  i.  guten  ?5ort» 
gang,  eS  tft  babd  nt^tö  ju  beforgen);  bef.  bie  ^(rt  unb  5Beife  eine6  SSet- 
fa{)reng  jur  ßcceic^ung  eines  BwecfeS,  ftnn».  WitHl  (j.  58.  auf  biefem 
SBege  wirb  er  ju  ni^ltö  gelangen;  bie  tcäjUn  SBege  etnfcfelagen,  b.  t.  bie  rcd^» 
ten  SJlittel  anwenben;  ben  SDSeg  «Rec^tenö  etnf4)lagen,  b.  t.  beS  gerid^ttic^en 
8Serfat)rcnS;  SOlittel  unb  SBege  ju  etmaS  »iffen;  bie  SBege  ©otteS,  b.  i.  bie 
Siat^f^lüJTe  ©otteS  tn  ber  Seitung  ber  menfd^lic^en  ©c^idfalc;  auf  allerlei 
SBegen,  auf  geraben  ober  frummen  SBegcn  etwaß  ju  erlangen  fuc^en;  <S>ö:)ii' 
be!.  bie  ©d^cibung  auf  naffem,  ober  auf  trodnem  SBege,  b.  t.  mit 
Jg>ülfe  einer  glüffigfeit,  ober  bur^  blofe  SBärme;  leineS  SBegeß  ob.  gew. 
feineöwegeö,  oberb.  au(^:  in  feinen  SBeg,  b.  t.  auf  Jeinc  SBeife,  auf  !et= 
nerlei2[rt;  in  alle  SBege  ob.  jgef.  allweg,  mittell).  alle  wege,  alt  u. 
oberb.  f.  auf  jebe  SBeife,  aUerbingö;  auc^  f.  jletS,  immer);  —  3fe^.  (mcift 
mit  bem  SSinbelaut  e,  alfo  »on  SSSege  — ):  baS  Sßegeamt,  eine  S3et)örbe, 
wel^e  bie  2(uff[c^t  über  bie  SBege  unb  SSrücfen  ^at;  ber  SBcgcauffel)er,  obrig» 
feitl.  Jtuffc^er  über  bie  SBege;  ber  Sßegebau,  ber  Sau,  b.  i.  bie  Tfnlegung 
u.  2(ugbefTerung  ber  SBege  ob.  Sanbjlra^en;  bec  SBegebereifer,  1)  (oon  rei* 
ten)  ein  berittener  ^poliietbeamter,  welker  für  bie  ©t^er^cit  ber  Sanbftra^en 
forgt;  2)  (0.  bereiten,  b.  t.  fertig  mad^en)  lanbf^.  f.  0.  m.  ber  SBegcbef- 
ferer,  wer  bk  SBege  auesubeffcrn  unb  im  ©tanbe  ju  erl)alten  l)at;  bie  SBe- 
gebeljerung;  baS  SBegebrett  ob.  SBegbreit  (alit)odtb.  wegabreita;  engl, 
way- bread;  »on  breiten,  ftd^  ausbreiten),  aud^  bcii  Sßcgeblatt,  f.  0.  m.  ber 
SBegeri^,  f.  u.;  bie  SGBcgebiflel,  »erf^icbenc  £)iftel=2(rtcn,  inSbef.  bie  an 
SBegen  b^ufig  mac^fcnbe  breite  ob.  gro^e,  weipc  SBegebiftel  (onopordon  acan- 
thium  L,);   bcr  SSScgebOm,  ber  gemeine  Äreujborn  (ramnus  cathartlcus  L.); 

auc^  f.  bie  »ilbe  ©tac^elbeere;  bie  SBcgcnge,  ©nge  eines  SBegeS,  b.  i.  eine 


SBcg       ,  1829 

©teile,  »0  bcr  SBeg  ftd^  jwtfd^en  jnjct  Jpotjen  verengt;  bie  SBe9efa{)rt  ob. 
2Be9fal)rt  (mittell).  wegevart)  »lt.  f.  SReife;  ttjege-  ob.  tvegfertig,  Sw. 
(mittili),  wegevertec)  f.  auf  bec  Slctfe  bcgrijfcn;  juc  SReifc  bereit,  retfeferttg; 
bag  SGBegc;  ob.  SBeggclb,  füc  bie  Senu^ung  bec  öffentli^cn  9Bege  ju  beja^* 
lenbeS  @elb,  SBegejoU;  aui)  jur  Untcrljaltung  unb  3(u6befTcrung  bcr  £anb= 
[trafen  bcftimmteö  ©elb;  baö  2Begec|raö,  f.  o.  w.  ber  SBegetritt;  auc^  f. 
bie  ©anbnelfe;  bag  2Begel)auö,  lanbfd^.  baö  Sgawi  be6  a3Jcggclb=einncl)mcr8 
ober  2öegcauffel)cr6  an  ber  öanbftca^e;  bie  Sßcgeferje,  lanbfc^.  f.  bie  [c^tparje 
«BoUblume;  bie  2öcgef reffe,  lanbf^.  f.  weiter  SBegcfenf;  ber  SBegefüm^ 
mel,  gemeiner  gelb=  ob.  SQBiefenfiimmel;  tregelagem,  untrb.  jiellof.  ^m.  m. 
Ijaben,  (entflellt  au6  bcm  alten  wegelagen ,  roeglagen,  o.  lagen,  nad^s 
ftellen;  »gl.  Sage  3);  engl,  way-lay),  auf  offener  ©tra^e  SReifenben  auf* 
lauern,  um  fie  ju  überfallen,  ju  berauben  jc. ;  baljer:  bec  SQBegelagerer  (engt, 
way-iayer);  bic  SBegelagetung ;  bec  SlBegelattid),  lanbfdj.  f.  gönjenjal)n; 
bie  2Begelcr(^e,  ^aubenlerd^e;  ruegeloä,  93«?.,  »lt.  f.  oom  SBege  abgeirrt, 
irre,  fc^nianfenb;  bie  SBegelofe  ob.  Sßcglofe  (o.  tofen,  löfen,  f.  b.)  elt.  f. 
bie  Srlaubnifö,  in  ein  anbereS  (äihitt  ju  2ie()en;  auc^  eine  bei  Veräußerung 
ob.  Söerlaifung  eineö  ®ute6  an  ben  3in6 '  ob.  £ef)n6()errn  ju  entrid^tenbe  ®e= 
bii^r;  ber  Sßegemann,  »lt.  f.  Steifenber;  Äird^enbote;  ber  SBegemeffer, 
wer  bie  Cange  eincS  SBegcS  auemifft;  ein  SBcrfjeug  jur  2)?eJTung  ber  9Bege, 
befteljenb  in  einem  SRabenucrfe  mit  Weigern,  au^:  ©c^rtttmcffer  ob.  ^jciljler; 
rüegemüte,  33».  (mittell;.  wegemüede)  alt  u.  bid^t.  f.  mübe  oon  ber  Steife; 
ber  SBege;  ob.  SBegnarr,  oberb.  lanbfd^.  f.  bcr  «Kold^;  rDcgered)t,  83»., 
Säg.  bcr  2Bcge  funbig  (ein  rcege^  unb  (legerec^tcr  Säger);  bie  SBcgefäulc, 
eine  an  ber  Canbftra^e  ftcl)cnbe  ©aulc,  j.  S.  ein  SJZeilenjeigcr  ob.  SBegwci- 
[er;  bie  2ßegef(^eibe  (altf)0(^b.  wegasceida,  oberb.  SQ3egf(j^aib) ,  gem.  bcr 
©^cibcwcg;  »X)e9cfd)eu,  S». ,  oon  ^ferben:  oor  Ärcuj=  ob.  ©c^cibcnjcgcn 
ft^  fi^cuenb;  bie  SBegefd^linge,  lanbfc^.  f.  ber  ©djlingbaum;  bie  SBege«: 
fd)necfe,  nadte  @rbf(^necte;  ber  SBegefenf,  f.  o.  m.  .^eberic^  (erysimum  of- 
ficiaale  L.);  »tlbcr  ob.  2fctcr[enf;  »eißer  SSouernfenf;  bie  Söegefpinne,  eine 
3(rt  S3aum[pinnen,  auc^:  ©arten»  ob.  Ärabbenfpinne;  ber  SBegejlein,  am 
SDSege  liegcnbe  ©teine,  wddje  bie  93reite  bec  Canbflra|je  bejei(j^nen;  bag  SOBe^ 
ge|lrol),  lanbfd^.  f.  Cabfraut;  bec  SßSegetritt  (mittcll).  wegetrete) ,  eine  an 
ben  SBcgen,  auf  SJainen,  lidtxn  u.  als  lajtigeS  Unfraut  l)aufig  rca^fcnbe 
^flanje  mit  tjotjigcr  SBurjel  unb  fnotigcn  ©tengcln,  auci^:  3BegcgraS, 
»lauf,  ÄnotcngraS  jc.  (polygonum  aviculare  L.) ;  Elein er  SQScgetci tt, 
f.  0.  iü.  ber  Änauct  (sceleranthus  perennis  L.) ;  aUC^  f.  bog  SBrudjfcaut  ob. 
SEaufcnbf orn ;  bie  SBegewalle,  lanbfc^.  f.  2BaU=  ob.  ©tcrnbiilcl;  bie  SBcge* 
warte  ob.  SJegtvart,  eine  an  SBegen,  auf  gelbem  jc.  »ad^fenbc  ^flanje  mit 
blauen,  aud^  tt)cij3en  ober  blafSrotljen  SBlumen  unb  bitterer,  IjcitErciftigcr  SBur« 
jel,  au^  Söcgeleu^te,  ©onnenrcenbe,  ©onnenfraut,  ^unb'  ob.  ^inb= 
laufte,  gemeine  ßid^orie  (Cichorium  intybus  L.);  tine  »erebelfe  2fbart  ift:  bic 
große,  f)of)e  SDSegmart  ob.  ©arten  =(5id^orie  (Cichorium  sativum);  tiU 
gelbe  SB eg wart,  f.  o.  w.  baö  S0Zaucr=>i^abic^t6fraut  (hieracium  murorum 
L,);  tregtvarten,  untrb.  giellof.  3»->  olt.  f.  einem  am  SBege  auflauern  ob. 
na^ftellen;  ivegtrartä,  SZw.  (oberb.  Wegwarte),  nac^  bcm  SBege  ju,  in  bcr 
JRi^tung  beö  SßSegeS,  am  SBcge;  iregweifen,  untrb.  gicUof.  3»-  (oerfc^.  weg« 
TPciffn,  won  weg,  f.  b.)  einem  —,  feiten  f,  ii)m  ben  SDSeg  weifen  ob.  jeigen; 


1830  m^ 

bec  SBe9tt>eifer ,  (alt^od^b.  wegawiso,  mittel^,  wegewise)  i)  »er  einem  ^fn- 
bern  ben  SBcg  weifet,  ftnnt).  git|)rev,  wcibl.  bic  S3Sc  greife  rinn;  2)  eine 
an  ben  SBcgf(|ciben  ftef)enbc  «Säule  mit  2(cmcn,  auf  welchen  bie  Örtcc  benannt 
finb,  woi)in  bic  »erfdbiebenen  SSSege  füf)ren;  3)  uncig.  eine  ©d^rift,  tretc^e 
Änmcifung  gut  SScreifung  einer  ©egcnb  giebt  (j.  58.  SSegwcifer  burc^  ik 
fd'clfifd^c  ©rfjweij),  ob.  auc^  Einleitung  gu  einer  SBiffenfc^aft  k.  (j.  S.  ein 
SOBcgiüeifec  im  ©cbittc  ber  ®ef4;i(!^te) ;  4)  gfJatuv!.  f.  bie  gangl)eufc^recte; 
bie  Srommelf^raube ,  eine  2(i-t  ©d^raufcenfc^ncctcn;  btc  SBcgvDCtfunj^ ,  baö 
Sßegtüeifcn,  bic  gü^rung;  bie  Söcc^cirinbc,  3td'er»  ob.  gelbttjinbe  (convolvulus 
ai-vensis  L.) ;  bie  2Bege5ef)rung,  obecb.  f.  baö  juc  steife  nötf)ige  3*i)i"gelb, 
SReifegctb,  (bic  Ijeiligc  SÖegegcljrung  f.  baö  einem  ©terbenben  gercidjtc  t)ct(. 
5{bcnbmafiO;  ivegjeigcn,  untrb.  3n;.  (alt{)oc^b.  wegzeigon)  •oit.  f.  e.  xo.  njcg= 
weifen;  bei*  SSegjetger,  f.  ü.  w.  SBegwcifer;  ber  SBegejoII,  f.  baä  Söcge* 
gelb;  —  "Khleit  ber  SBegeric^^  -ö,  o.  SÄ.  (altljo^b.  wegarih,  mittel!). 
Wegerich)  ein  f)aufi3  an  5ffiegen  n»o^fcnbe6  ^flonjengcfdiledjt  mit  üicrfa^ 
geti)ciltem  SStumenEelc^  unb  oier  langen  ©taubfäben,  aud^  SBcgebreit,  Sßcges 
blatt  K.  (plantago  L.),  »on  ftf)r  üiclcn  TixUn;  voegfam,  asir.,  einen  be- 
quemen  2öeg  barbietenb,  bcf.  mit  gebat)nt£n  ^öegcn  t)erfef)en  (eine  t»eg= 
famc  ©egcnb;  gew.  ijt  ia^  entg.  unwegfam,  f^on  al:l)0(^b.  umvegasam); 
bie  SBcgfamfctt. 

weg,  SfJw.  (mit  gefc^ärftem  e  gefpr.;  entjt.  auö  „ben  SBcg",  alfo  eig. 
auf  bem  SßScge  l)in,  ben  SBSeg  entlang;  mittelf).  den  wec,  enwec,  hin  wec,  wec; 
obcrb.  e^em.  in  ob.  an  ben  SBeg,  enwcg;  angelf.  on  veg,  engl,  awaj'; 
ital.  via)  bejci^nct  SSeroegung  in  bie  ^^ernc,  (Entfernung  »on  einem  Orte 
ob.  ©egenjlanbe,  ebler:  ^inroeg  (f.  b.),  finnt».  fort,  welc^eö  jebodö  junäd)il 
iii  nai)  oorn  gcrid^tcte  ob.  üorwartö  getjenbc  ^Bewegung  auöbriicft,  1)  o(6 
für  fic^  flel)enbeö  91  w.,  meift  auölafT.  (j.  S.  weg  aug  meinen  2fugen; 
b.i.  gel)  weg,  entferne  bi^  ic;  Äopf  weg!  weg  mit  i^m!  weg  mit  ber  ^anb! 
er  ijl:  fd)on  wdt  weg;  baö  Jpauö  liegt  wdt  weg  »om  SSSege;  über  etwas 
weg  get)en,  eilen,  fe{)en  Jc,  b.  t.  barübcr  i)in  :c. ;  über  ctwaö  weg  fein,  b.i. 
barüber  l)inauö  fein,  cö  uberwunben,  fid)  beffen  entfd^lagen  ob.entlebigtf)abcn; 
weg  fein,  uneig.  gem.  f.  niö^t  bti  fic^  fein,  au^er  fic^  fein,  j.  S.  er  war 
üor  greube,  oor  ©rftounen  jc.  ganj  weg;  etwas  weg  ^aben,  b.  i.  eS 
gleid)f.  weggenommen  ob.  empfangen  l)abcn ,  bat)cr  f.  e§  fid^  angeeignet  l)a- 
ben,  cö  inne  {)aben  ob.  tierilcl)cn;  »gl.  aud):  furjwcg,  f^lec^twcg,  oorwcg); 
{)aufig  aud)  f.  nid}t  met)c  üort)anbcn,  abtrcfenb,  verloren,  yerf*witnben  k. 
(er  ijt  weg;  baö  ©elb,  ber  ©c^lüJTel  zc.  ifi:  weg;  bk  3eit,  bie  gurc^t  zc  ijl 
weg);  uncig.  in  jcittid^cr  Seb.  oon  ununterbrodjener  J^ortfe^ung  einer 
2:i)ä'tigfeit  ob.  S5ef)arren  in  einem  3uflanbe,  ogl.  fort  (j.  iR.  frifd)  weg! 
f.  unter  frifc^;  immer  weg,  b.  immerfort;  Ijintcr  cinanber  weg,  in  einem 
weg  j.  S5.  arbeiten  ic,  b.  i.  ol)nc  Unterbred^ung) ;  2)  in  trennbarer  3 u» 
fammcnfe^ung  mit  jielcnbcn  unb  jicUofen  3eitwörtern,  wo  weg  ben 
^auptton  t)üt,  bcjcid^net  eö  a)  (Entfernung  ob.  ^Fortbewegung  burd^  bic  in 
bem  cinfad^cn  3w.  enthaltene  3l)ätig!cit,  ftnno.  fort-,  worin  jcbod)  mct)r 
ber  SScgrijf  „uorwärtö"  ober  ber  geitlid^e  „weiter,  ferner"  liegt,  wä{)renb 
weg-  bie  blofe  räumlid^e  Entfernung  anjeigt  (cgi.  weggel)cn,  wegfal)ren, 
wcgfommen,  wegfegen  mit  fortgel)en,  fortfal)ren,  fortBommen,  fortfcf^cn),  unb 
ab-y  wcld^cö  meift  bic  ECuflöfung  einer  engeren  SScrbinbung,  eineö  inneren 


weg  1831 

3ufammcnl)an9c6  bejei^net,  weg-  fjingegcn  bie  2(uf^cbung  cine§  nur  ju= 
fäUigcn,  äu(}erli^cn,  örttidöcn  Seifammenfcinö  (ogt.  »cggefjen,  »egrctfcn, 
>üegne()men,  iocgrufcn,  wegfegen  unb  Qbgct)en,  abcetfcn ,  abncfjmcn,  abrufen, 
abfegen:  —  nuc  in  wegbleiben  u.  weg  (offen  wirb  rccg  in  bcr  Scb. 
„entfernt,  abwefenb"  auönaljmemcife  mit  3cttn)örtcrn  jufamnicngcf.,  bie  einen 
ruljcnben  3uflanb  bejeidjncn) ;  b)  'oöU\(\i  SSemenbiing,  (frfd^öpfun^,  SSer; 
jct)cun3,  23ectilgung  ob.  23evtreibitng  biird)  bie  in  bem  cinfad)cn  3iu.  cnt« 
l^altenc  Sbä'tigEcit,  ftnuo.  nee-,  auf-  (5.  S.  ctjuaö  »egbacien,  »cfTcn,  =f?in' 
nen  ic;  ettcaö  trcga^cn ,  'beiden,  =^ brennen  JC;  einem  bie  ©rillen  njegfc^er= 
jcn,  b.  i.  f^erjcnb  öcrtreibcn,  u.  bgl.  m.),  oft  mit  bem  Siebenbegriffe,  bafs 
man  bk  ©acfee  einem  2(nbcrn  cnt^ictjt  (j.  S.  einem  etxoai  ttjegeffen,  =trinfen, 
«fc^nupfcn  IC.)-  —  Jpicrnac^  bebürfen  bie  mcijlen  3 feg.  mit  weg  feiner  be« 
fonbcrcn  Srflörung,  al6:  etwaö  ivegatbetten  (arbcitenb  entfernen  ob.  votQ- 
fc^affcn),  rcegagcn,  ^bacfcn,  ;  bannen,  fic^  wegbegeben,  dma^  n^cgbeijen, 
tt)egbeten  (bur^  Sctcn  entfernen  ob.  aufl)örcn  machen) ,  einen  ob.  fid^  ireg* 
betten  (b.  i.  nad^  einem  anbern  Drte  t)in  betten),  thva^  ttjegbeugen  ob.  =bies 
gen,  inegbeniegen,  tregblafen;  n)egbletd[)cn  (^ielloö  f.  blcidjcnb  oerf^winben, 
u.  jiel.  burc^  SSleid^cn  lücgfc^affen);  tuegblicfen  (bcn  SSli(J  wcgwenbcn),  weg? 
blühen  (b.  ocr=  ob.  abblii()en);  itwa^  iDcgborgen  (an  2fnbcre  borgen),  roeg^ 
bred)en,  iDegbrii^en,  [ic^  n?egbücfen,  etvoa^  rocgbugeln,  ;bücjlfn;  weg= 
bampfen,  ;bovren,  einen  tvegbca'ngen ,  ctrcaö  ob.  fic^  tvegbret)en,  weg; 
t)rü(fen;  tregbunjicn  (b.  eerbunlten);  wegbürfen  (auölaff.  f.  fi^  wegbegeben 
ob,  entfernen  bürfen);  itma^  ivegeggen;  tregeilen  (gielloö  m.  fein);  etwa! 
Wegerflä'ren  (b.  i.  bur(^  feine  Grflcirung  wcgf(^affcn  ob.  befcitigcn) ,  »veg- 
effen,  n?cgfä'd)eln;  lüegfaulen  (finno.  abfaulen);  etroa^  n>cgfcgen ,  tuegfet^ 
len;  njegflattern,  ^fliegen,  ?flief)cn,  ^fliepen  (fdmmtli(^  gicUoS  m.  fein); 
etwaö  iregflofen;  megfliiditen  (jicUoö  u.  jict. ,  ogl.  flutten),  tvegflutf)cn, 
etwaö  reegfreffen  (frcfTenb  erfc^öpfen,  oerjebren,  eig.  u.  uneig.),  einen  cb.  tU 
»a6  reegfübrcn,  etwaö  ireggäten,  ireggie^en;  rceggleiten,  ctwaö  ireggreU 
fen,  j|)a(fen,  ;f)afen,  ;l)alten,  ;{)angen,  ^i)axhn,  n)eg^v;fd)en  (tjafc^enb 
entfernen  ob.  megf^affen;  auc^  f.  erfjafdjen),  n?cgf)aiid)cn ,  s()aucn,  Ujeg- 
f)eben  (auc^  fic^ — ,  f.  fic^  entfernen,  j.  S8.  (;ebe  bi^  weg  oon  mir!),  einem 
iteghelfen  (b.  i.  ilim  gum  fS3eg!ommen  bct)ülfli(^  fein),  einen  ob.  itvoa^  ireg; 
t)e^en;  tt)egf)lnfen ,  ettraö  lt»egt)obe(n ,  einen  ob.  etwaö  n?egf)olen;  iregf)ü; 
pfen;  etwaß  ivegfämmen,  megfapecn  (fapernb  wegnel)mcn),  ircgfarren, 
wegfiiufen  (finno.  auffaufen;  aud):  einem  ittva^ — ,  faufenb  entjicfjen); 
roegflettecn;  ctxoa^  »vegflopfen;  »regfönnen  (auslaff.  f.  fi^  wegbegeben  fön- 
nen) ;  etmai  ivegf tarnen ,  ivegf ca^en  (bur^  Äraren  wcgfdjaffen) ;  »regtcie; 
d)en;  ctwa^  ob.  fid?  ivegfrümmcn;  dmaä  rcegladien  ob.  ^lä'djeln  (j.  33. 
ben  @ram);  weglaufen  (jitlloö  m.  fein);  etwas  »veglaugnen  (burc^  Sdugnen 
wegfd^affen  ob.  tefeitigen);  etwaö  weglegen  (an  einen  anbern  Drt,  bii  ©eite 
legen),  wegleif)en  (b.  oerlciljen),  wegleiten,  ^lenfen,  einem  wegleud)ten 
(beim  2Beggef)cn  leuchten),  einen  weglocfen ,  ctwaö  wcglöfd}cn  (auölöfd^enb 
wegfc^affen),  wegmaf)en,  ^meipeln;  wegmögen  (auölafT.  f.  fid;  wegbegeben 
mögen);  etwas  wegnagen,  ;na[d)en,  einen  wegn6tf)igen  (b.  i.  wegjugcljn 
nötl)igen),  wegpeitfd)en ,  etwas  wegpflücfen,  =picfen,  sprellen,  spieffen, 
?  prügeln,  ;  pumpen,  ?pu|en,  wegraffen  (ogl.  t)inwegvaffen),  *  tauben, 
wegtaufd)en  (fid^  raufd^enb  entfernen),  etwas  wegreiben;  wegccifen  (jieUos 


1832  roeg 

m.  fein),  bü{)cc:  ble  5Begteife  (gew.  3Cbretfe) ;  wegretten,  ; rennen,  ;ries 
fein,  ; rinnen  (fä'mmtlti^  gicUog  m.  fein),  n)e3roUen  (gieltoö  u.  jicl.),  cttt?aS 
iregrürfen,  einen  tvcgrufen,  ctwaö  wegrupfen,  ix>e3rutfcf)en,  etrraö  wegfa- 
beln, ^fagen,  ;fnufen,  ^fangen,  ^f<i)ahmy  ^^fc^arren;  wegfdjnuen  (gieUog 
m.  haben,  b.  i.  nad^  einer  anbern  (Seite  f)in  fc^aucn);  etn;ai  We3fd)aufeln ; 
wegfd)etben  (jieUog  m.  fein,  ft(^  ft^eibenD  entfernen);  etn?a6  n)cgfd)enfen 
(b.  oerfi^enfcn),  n)e3fd)erjen  (burd^  ©d)erg  r^ertreiben) ,  we9fd)eud)en, 
;fd)euern,  -fcl)teben;  roegfd)iffen  (jicUoS  u.  jicl.))  ctwaö  ob.  einen  weg* 
fdjtngen;  wegfd)[eid}en  (jicUoS  m.  fein)  ob.  ftd)  tr>egfd)lctcf)en  (fi*  fc^lei* 
^cnb  entfernen),  iregfd)[enbern ,  etn^aö  wegfd)(eppen,  5fd)leubern,  etroaö 
n}egfd)Iiefen  (b.  i.  an  einem  anbern  Orte  einfi^ttcfen,  üerft^lie^en) ,  weg? 
fd)[ingen  (b.  »erfd^Hngen) ,  tviegfd)lupfen  (jieUoö  m.  fein),  itxvai  wegfd)(ür- 
fcn,  wegfc^meifen  (gem.  f.  roegroerfen),  wegfd)nappen  (fd^nappenb  weg^ 
fangen),  wegfd)neiben,  wegfd)nellen,  einen  wegfdirecfen  (burc^  ©d^rccJ  ent» 
fernen  ob.  vertreiben) ,  wegfd^rciten  (jieUoS  m.  fein),  etn5ag  wegfd)utten, 
tregfd)Wanfen,  ;fd)warmen,  etrcas  wegfd)tt)a§cn  (f(^»a^cnb  certreiben), 
wegfd}tt)eben,  ^fd^weifen,  ;fd)n)immen,  etwag  iregfd)ir»emmen  (f.  fc!^»em» 
men),  we3fd)Winben  (nac^  unb  nad^  üerfc^winbcn),  etrvai  ob.  fid^  rocg- 
fd)wingen,  ctwaö  wegfd}Wt|en  (ftnno.  augfd^wi^en),  wegfegetn,  fid)  weg* 
fef)nen  (b.  i.  ftd^  fei)ncn,  »on  einem  Orte  tüegjufommen),  einen  ob.  etwas 
wegfenben.  ctttjaä  wegfengen,  wegfinf'en,  etma^  wegfpteten  (fpielenb  ob.  im 
©piet  5t)egfd)ajfen),  Wegfpottcn  ob.  ;fpotteln  (buri^  (Spott  vx>egfc!^affcn  ob. 
vertreiben),  wegfpred)en  (burc^  ®pred)en  entfernen  ob.  fid^  einer  @a(^e  ent- 
icbigen),  wegfprengen  (jiel.  u.  jieltos,  f.  fprengen),  wegfpringen,  weg= 
fpri^en  (jiel.  u.  jieUog) ,  ctwaö  wegfpudfen,  wegfpüien,  sfld'uben,  ^j^edien, 
wegjleUen  (an  einen  anbern  Ort,  hei  ©eite  fiellen),  wegjltemnien,  wegjler* 
ben  (burc^  ben  Sob  entfernt  ob.  einem  entriffen  tt?erben) ,  wegfleuern  (gicl. 
u.  jicUoö,  f.  fteuern  1.  3),  timai  wegfilbi^en  (f.  jlibii^en),  wegflopen,  -ftrci- 
fen,  ;f!reuen;  wegftromen,  sjlrubeln,  -jlürmen,  ;f!iir5en  (fämmtiid)  jicl* 
Jo§  u.  |iel.);  etwa^  wegfitd)en  (b.  i.  auffu^en  unb  tregnei^men),  wegtan* 
be(n  (burd^  Sänbetn  vertreiben),  tregtf)auen  (jielloS  u.  jiel. ,  f.  tijauen  2.), 
itwai  wegtilgen  (finno.  vertirgen) ,  wegtraben,  etwaö  wegtragen,  wegtrei; 
hin  (von  einem  Orte  nac^  einem  anbern  treiben ,  »erfdj.  vertreiben) ,  weg* 
trinfen;  wegtrippein;  wegtrccfnen  (jieUos  u.  jiet.),  wegtröpfetn,  etwas 
wegvernünfteln  (»ernünftelnb  entfernen  ob.  befeitigen ,  !)albfr.  megraifonni? 
rcn),  fid)  wegwagen  (b.  i.  fi(^  ju  entfernen  wagen),  etwas  wegwd'fjen; 
wegwanbetn,  ^wanbern,  ^ivanfen,  etwas  wegwafdien,  ; webein,  ^we^en; 
wegweifen  (welfenb  verfd^winben,  ijiu',  abwelken) ,  etwas  wegwehen,  einen 
Wegwinfen  (win!cnb  ob.  biirc^  einen  SQJin!  entfernen  ob.  wegge{)en  t)eißen), 
etwas  wegwifd)en,  wegwi^eln;  wegwollen  (auSlaff.  f.  fid^  entfernen  ob. 
wegbegeben  woUcn),  etwas  ob.  einen  wegwünfd)cn  (wünfd^en,  bafs  eS  ob. 
er  weggcfd)afit  ob.  entfernt  wäre) ,  wegjaubern,  ^jaufen,  sjehren,  ;  jerren, 
;}ucfen,  'jupfen  u.  a.  m.  —  Sie  jielenbcn  3fitw.  bicfcr  2Crt  laffen  grö^« 
tentljeils  aii(^  bie  SBilbung  von  «Hauptwörtern  auf  -ung  ju,  j.  S.  bie 
^Begbiängung,  Söcgjagung,  5öegfaufung,  SBegldugnung,  5öegrufung, 
5Begfdiüttung,  SBegfenbung,  2öegf!ofung,  SSegtragung,  5Begwd'ljung 
2c.  —  diejenigen  3fc^. ,  Wilä)i  wegen  mannigfaltiger  u.  bef.  uneig.  Sebeu» 
tungen  einer  genaueren  Srflarung  bcbiirfen,  werben  unten  befonberS  aufgefül)rt. 


wegangeln  —  wegen  1833 

trecjangefn ,  txb.  jtel.  3».,  mit  ber  ^(ngcf  iregftfrfjen ;  uneig.  etroag  lU 
füg  ivcgfangen  ob.  \i<i)  ju  eigen  machen  unb  einem  2£nbern  entjte^en  (einem 
etnjaö  — ). 

njegbeipen,  trb.  jiet.  3«>-.  büxd)  SSeipen  entfernen  ob.  rcegfdjaffen; 
uncig.  einen  — ,  f.  \i)n  huxd)  ein  beipenbeg  b.  i.  jänüfc^es,  feinbfeligeg 
Setrngen  jum  SBegge^en  bewegen. 

uiegbleibcn,  trb.  jieliof.  ^rv.  m.  fein,  entfernt  bleiben,  nid^t  fommen, 
fid)  nicf)t  einftcKen  ob.  einfinben,  an6)  oon  ©ac^en:  nid^t  eintreten  ob. 
erfolgen,  b.  ausbleiben,  (er  b(icb  n)cg;  baö  giebcr  i\\  tjcute  weggeblieben); 
ivegge [äffen  lüerben  (j.  58.  bicfeö  2Bort,  biefer  ©a^  u.  fann  wegbleiben). 

iregbrcnncn,  trb.  3«.  1)  jicUoS  m.  [ein,  burd)  SSranb  üertilgt  mer? 
ben,  b.  abbrennen,  nieberbrenner^  (ber  ganje  £Drt  ifi  »reggebrannt);  2)  jie(. 
etit>a5  — ,  burc^  brennen  ob.  ^(mx  iregfdjaffen,  tiertilgen  (bie  ©toppeln, 
eine  23arje  zc.  — ). 

rae.qbringen,  trb.  jiel.  3tt).,  tjon  einem  Srte  fort,  nac^  einem  anbern 
£)rte  l)in  bringen,  finnü.  rceg=,  fortfd)affen,  («Sachen — ,  bie  ©efangencn  — , 
fr.  tranöportiren);  uneig.  einen  — ,  f.  it)n  nötf)igen  ob.  bemegen,  ffc^  ju 
entfernen  (j.  S.  er  ift  bort  ni^t  roegjubringcn);  gem.  ctmag  —  ,  f.  öer; 
tilgen  (j.  SB.  einen  glectcn);  bie  SBegbrinqung. 

vücgSenfen,  trb.  jiel.  3».,  etn?ag  ob.  ftc^  — ,  benfenb  ob.  in  ©ebanfen 
entfernen. 

trcgbeuten  ob.  *  beuteln,  trb.  jiel.  3nj.,  ettva^  — ,  burd)  2!)euten  ob. 
•Deuteln  entfernen,  üon  ctn)a6  trennen  ob.  ticUig  V)ernid)ten,  (j.  58.  ben 
flareV»  ©inn  einer  9?ebe  roegbeuten  wollen). 

SBegeamt,  2ßegeauffel)er,  2Bcgcbau  jc.  —  wegemübe,  f.  unter  SBeg. 

iregen,  ^m.  (2B.  wag,  fan§fr.  vah,  rat.  veh-ere;  ogl.  SBSag,  2Bage,  SS3a= 
gen  2C.)  ie^t  im  ^oc^b.  töUig  olt.,  1.  ablant.  (gotf).  vigan;  oltf)o^b.  wegan, 
wig,  wag,  giwegan;  mittetf).  wegen,  wige,  wac,  gewegen,  fpä'ter:  WOg,  gewo* 
gen;  angelf.  vegan,  norb.  vega;  f.  wagen  1.  unter  SBage)  1)  jteUo6,  Vit.  f. 
fid)  bewegen,  neigen  (bnfjer  noc^:  gewogen  f  geneigt);  wiegen  (f.  b.); 
2)  jicl. ,  alt  u.  oberb.  f.  fd)wingen,  mit  »^ebelfraft  bewegen  (j.  58.  einem 
baS  9}ief[cr  auö  ber  .^anb  wegen);  Wagen;  ba^er  unfere  ablaut.  3».  beme- 
gen  (bcwog  Jc),  erwägen  (etg.  r.  erwcgen),  »er wegen  (f.  b.);  —  2. 
fd)wad^  umenb.  (got^.  vagjan,  aItl)od)b.  wegjan,  mtttell).  wegen,  ^rä't.  wägete) 

jiel.  etwa 6  — ,  olt.  f.  in  Sewegung  fe^en,  bewegen  (bewegte  ic),  bef. 
fd)Wingen,  fd)ütteln  (j.  58.  baö  Jg)aupt,  bie  J^anbe  k.);  —  3.  (alt^od^b.  we- 
gcin,  mittelf).  wegen,  ^rät.  "cgete  u.  ablaut.  wac)  jielloö:  einem  — ,  eöUig 
Bit.  f.  ibm  b«lf«n  (gewogen  [ein),  ibn  retten,  ftd)  für  i^n  üerwenben. 
wegen,  5öw.  mit  bem  @en.  (entfl.  auö  bem  5>Qt.  ber  9Ke(;rl).  be6  J^w. 
SSeg,  wel(^ec  er|t  feit  bem  fpateren  ?5)Jittell)0^b.  in  ffietbinbung  mit  oon, 
alfo  in  ber  ie^t  »lt.  gorm  von  —  wegen  mit  bajwifc^cn  fte^enbem  @  e  n.  in  bec 
58eb.  „üon  ©eiten,  auf  2CnIafö,  mit  SJudtfic^t  auf"  ic  gebraucht  würbe,  j.  58. 
von  iuwer  wegen,  von  des  todes  wegen;  baf)er  nO(^  je^t :  t>on  Siec^tSWC* 
gen,  »on  2(mt6 wegen,  u.  tanbfc^.,  bef.  oberb.  oon  be6  fRati)^  wegen;  oon 
ber  58ürger  wegen ,  ücn  meinetwegen  u.  bgl.  m.;  »gl.  »on  ©citen  unter 
®iiU)  bejeic^net  jegt  im  2CUgemeincn  baS  23erba(tnif5  beg  SSeweggrunbeS, 
jtnntj.  Ijalb,  falben,  um  —willen (f. unterSBiUen),  unb  !ann  fowoljt  cor,  als 
hinter  bem  abi)angigen  SBorte  ftefjen  (j.  58.  wegen  feine6  gleifeg  ob.  feineS 


1834  SBegec  —  »egfangen 

^(et^eö  wegen  jc;  wegen  bcr  Seute  ob.  bec  ßcutc  wegen);  nur  in  3fc^.  mit 
gücwörtern  wirb  wegen  regelmäßig  nad^gcfe^t  unb  iie  pcrfönl.  gür= 
Wörter  nei)mcn  bann  ftatt  bcr  ©enitio^gormcn  mein,  bän  zc.  ob.  meiner,  bei- 
ner u.  bic  gormcn  meinet,  bcinet,  feinet,  i^rct,  unfert,  euert 
ob.  euret  an,  atfo:  meinetwegen,  bcinetwegen,  unf crtwegen  k. 
(welche  cig.  auß  bem  alteren  ,,oon  meinen  wegen,  oon  beinen  wegen,  »on  un= 
fern  wegen*',  bann  „oon  mcinentwegcn,  »on  unferntwegcn"  n.  cntflanbcn 
finb;  —  im  Dt>erb.  fagt  man  jebo^  auc^:  wegen  meiner,  wegen  betner  k.); 
fo  aud^:  berentwegen  jl.  berenwegen;  md)t  ober:  beffentwegen,  fonbern 
bcföwegen,  wef^wegen.  gefjlcr^aft  ijl  bic  im  Obcrb.  ühUiijC  23erbinbung  ücn 
wegen  mit  bem  I)at.  (j.  18.  wegen  feinem  gleiße  fl.  fcineö  gleißet),  unb  bie 
5ßorfc|ung  oon  um:  um  —  wegen  ft,  um  —  willen,  ob. wegen.  Snöbefonbere 
Gebeutet  ivegcn  1)  f.  t>.  w.  wn  «Seiten,  oöerb.  abfeiten,  nur  nod^  in  ber 
S3olJ6fpr.  (j.  S3.  fage  ii)m  meinetwegen,  bafö  2C.;  grüfse  i^n  oon  meinetwegen, 
b.t.  öon  meiner  ©eite,  üon  mir);  2)  in  2(nfe()un3,  in  ^tnfic()t  ob.  in  9\ücf; 
ficf)t,  mei{l  olt.  (j.  58.  meiner  Sa^rc  wegen  fönnte  iä)  miö)  nocp  jugenblic^ 
?leiben;  fid^  wegen  eincö  @ef^en!cS  bei  Semanb  bebanfen,  gew.  für  ein  ©e« 
fc^en!) ,  aujjer  in  m  e  i  n  e  t  w  e  g  e  n ,  b  e  i  n  e  t  w  e  g  e  n  k.  (5.  35.  ie^  i)aU  mir 
feinctwegen  üiel  S}iiil)e  gegeben,  b.  i.  in  3rnfel)ung  feiner,  um  il)n;  meinetwe= 
gen  mag  er  fcmmen!  meinetwegen  fann  e6  gef(^elien,  u.  bgl.,  b.  i.  ic^  t)abe 
nic^tg  bagegen,  mir  ift  eö  glcie^gültig  jc);  3)  gew.  ben  auferen  Sewe^- 
^cunb  ob.  bie  SSejtefjung  auf  iai.  gu  einem  Sl)un  SBewegenbe  ob.  23eranlaf» 
fcnbc  (j.  S3.  iä)  bleibe  beS  f(^te(^ten  Söetterö  wegen  ?u  ^aufe;  man  lobt  i^n 
wegen  fetneö  gleißcs;  iä)  table  bxö)  beföwegcn  nicbt);  t>ai)it  au(|  4)  ben 
beabfi d}ti9ten  ^weä  tinec  Sfidtigfeit,  fofern  berfelbe  augleid^  ber  S5eweg- 
grunb  be§  Sljunö  iit  (5.  SS.  ctxoa^  ber  G()rc,  beö  Sol)neö,  bc§  ©ewinncS  we- 
gen tf)un);  5)  ben  (realen)  ©runb  ob.  bie  Ucfad^e,  fcef.  fofevn  bicftlbe  olS 
ein  .i^inbernifä  bargefteUt  wirb  (j.  SB-  ber  ©trauß  !ann  wegen  feiner  furjen 
glügel  nic^t  fliegen;  ber  ©tein  mufö  feiner  (Schwere  wegen  jur  6rbe  fallen). 
—  5m  Obetb.  wirb  »on  wegen  bafs,  ob.  bloß  öon  wegen  au^  aH  33». 
f.  weil  gebraucht. 

Sßcger,  m.,  -ö,  ^.  id.©.,  ©d^ip.  bie  inneren  «Scitenplanfen  dne3 
<Sd)iffe6,  welche  bic  innere  58crfletbung  beöfelbcn  augma^en;  baf)er  tue« 
gern  1.  iiel.  3w.,  mit  5Begern  üerfel)en  ob.  bcEleiben. 

rocgered^t,  aSw.,  ber  SBegcricf),  f.  unter  SBeg. 

wegern,  3w.,  1.  f.  unter  SBegcr;  2.  alt  u.  lanbfc^.  f.  weigern,  f.  b. 

SScgefaule,  -fd)eibe,  wcgef^cu  k.  —  SBegejoU,  f.  unter  SBeg. 

wegfat)rcn,  trb.  3w.  1)  jitUoö  mit  fein,  faf)renb,  b.  i.  in  fc^neller  2Je« 
wegung  u.  bef.  mitteljl  eines  gul)rwer!e6  ob.  Sai)rjeugeö  \id)  \)on  einem  £)rte 
entfernen,  finno.  abfa()ren;  2)  giel.  ctivaä  — ,  auf  einem  ^üi)xmth 
ttiegfctjaffen;  bie  2Bcgfa{;rt,  baö  SBegfa^ren  (jieUoS),  bie  (Sntfernung  gu 
Sßagcn  ob.  ju  ©c^iffc. 

tuegfaUcn,  trb.  jicUof.  3w.  m.  fein,  cig.  fallenb  fid)  Don  etwai  enU 
fernen,  trennen  ob.  verloren  gelten;  uneig.  f.  ireggelatfen  werben,  weg» 
bleiben,  nur  Bon  ©ad^en,  finn».  au6faUen,  (j.  S5.  bicfc  Scmcvfung  ^atte 
wegfallen  können). 

vücgfangen,  trb.  gicl.  3w.,  ctivag— ,  butd)  gangen  entfernen  ob. 
I)inwegnei)men ;  ou^  eg  baburd)  einem  ^nbern  entjie{)en  (einem  et* 
»a$  — );  burd)  gangen  nfdjöpfen  ob.  vertilgen  (all?  S^od^tigaUen  — ). 


we3fifc5)en  —  wegmachen  1835 

ttjcgfifc^en,  trb.jfel.ätü-,  ftfdjenb  tregfangen;  uncfci.  einem  ettüag— , 
f.  eg  if)m  entiief)en ,  inbem  man  e§  mit  Sifl  u.  ©cfd^winbtgEcit  in  feine  ®e» 
walt  bringt,  »91.  »cegangctn;  bie  SÖegft'fd^Uiic^. 

iueggabeln,  tib.  jiel.  3»t).,  cig.  mtc  ber  ©abei  rDe3nel)niea ;  uneig.  gem. 
einem  et  »vag  — ,  f.  fdjneU  u.  liftig  ivegfangen,  »gl.  wegfifdjcn. 

weggeben ,  tib.  jül.  3». ,  etivag  — ,  üon  fid)  it>cg  an  'iinbcu  I)inge- 
ben,  ftiinü.  ocrf(t;cn!cn  (cc  gicbt  "JCUcö  weg);  nuc^ :  "iinbim  juc  2(ufficf)t 
übergeben  (ftinc  Äinbcc  — ). 

iveggcljen,  trb.  jieUof.  3n).  m.  fein,  fid)  ge()enb  \)on  einem  £)cte  ent; 
fernen  (er  ging  friil)  tceg,  j.  S.  auö  bei*  ©eftUfd^aft) ;  ouc^  übevb.  einen 
£)rt  üeriaffen  (cv  ifl  oon  {)icr  weggegangen);  ur.cig.  gem.  oon  ®a^en  f.  ab; 
geben,  2(bgang  ftnben  (bie  S35aaren  geljen  fd)neU  weg);  fid)  tregfd}affcn  ob. 
oertilgen  laffcn,  b.  au6gef)en  (bie  gtetfen  ftnb  weggegangen);  ber  SBeg- 
gang,  \)Cii  23eggef)en,  b.  i.  bk  (Entfernung  oon  einem  £)rte. 

VDegt)aben,  Ub.  jiet.  3w. ,  (b.  getrennt:  weg  l)aben;  ogl.  weg)  ets 
IV  et  8  — ,  gem.  f.  e^  bereite  empfangen  l^aben  (j.  S.  er  tjat  bas  @elb,  eine 
DI;rfeige  ic.  weg);  uneig.  f.  etn?a6  üon  einem  '^fnbern  abgefei)en  u.  überJ). 
eö  fid)  angeeignet  f)aben,  e8  inne  ()aben,  einfe^en,  verfielen  (j.  S3.  baö 
l^abe  iäj  weg;  ic^  ^abe  ben  ganjen  ?DZenf^cn  weg,  b.  i.  ii)  burc^fd^aue  ob. 
fenne  i{)n  genau). 

wegjagen,  trb.  jte(.  3w.,  jagenb  von  einem  £)rte  entfernen,  finn».  oer- 
jagen  (j.  SS.  bie  J^ü()ner  au6  bcm  ©arten  — );  uneig.  einen  — ,  auö  feinet 
9?af)e,  bef.  au6  feinen  Sienjlcn  plö^lid)  entfernen  (einen  Sienjtboten  — ) ; 
bie  2öegiagung. 

wegfcl)rcn,  trb.  jiel.  3w.,  1)  aiig  einer  9?id)tung  ivcg  nad)  einer  an? 
bern  "Seite  t)\n  fe^ren,  finno.  ivegirenben  (j^.  S.  baö  ©efic^t  — );  2)  fef)5 
cenb  (mit  bcm  Sefcn)  »r egfd) äffen ,  f.  0.  w.  ivegfegen  (ben  «Staub  it.);  bie 
S3Beg!el)rung,  in  bciben  9?eb. 

rregfommcn,  ttb.  ^ieUof.  3w.  m.  fein,  1)  von  bem  Orte  feinet  S5cs 
ftnbeng  u.  bef.  feineg  gewö{)nlid)en  2fufentf)alte6  fid)  entfernen  (iöi  lonntt 
tjon  ibm  nic^t  wcgEommen;  iä)  bin  fjcute  nid)t  weggefommcn,  b.  t.  üu§  mei= 
ner  SBoJjnung);  2)  f.  0.  w.  bavon  fommen,  entnommen,  auf  eine  ob.  bie 
anbere  SBSeife  au6  einer  Sage  ob.  einem  SSerfjättnifTc  kommen ,  (j.  S.  et  foU 
mit  nt^lt  ungefltaft  wegfommen;  ic^  bin  im  ©piele  noc^  gut  weggcfommen, 
b.  i.  id)  t)abc  nic^t  oetlotcn;  mit  bem  bloßen  Böjttd  wegEommen,  u.  bgt. 
m.);  3)  oon  ©ac^en  f.  verloren  gef)en,  abt)anben  fommen  (ber  ©^tüffel, 
baS  S5ud^  :c.  ift  mir  weggcfommen). 

weglaffen,  trb.  giel.  3w.,  1)  von  fid)  laffen,  gef)en  ob.  jTd)  entfernen 
Inffen  (man  wollte  mic^  n:d)t  weglaffen);  in  eine§  2(nbern  SScft^  übergeben 
laffen  (Sachen,  SBaaren  k.);  2)  entfernt  bleiben  laffen,  nid)t  5U5ieI)en  ob. 
aufnefjmen  (j.  S3.  wir  wollen  if)n  bei  unferer  Su|lbar!eit  weglaffen);  von 
®ad)en  über^.  f.  fehlen  laffcn,  au6laffcn  (einen  ^unft,  ein  ©ort  — ;  nic^tg 
SBefentlic^eö  — );  bie  SBeglaffung,  \)a^  ^öeglajjen,  b.  i.  \>ic  2(u6laffung. 

wegtefen,  trb.  jiel.  3w. ,  1)  etivag  auf;  ob.  auölefenb  n)egfd)affen  ob. 
«tfd)6pfen;  2)  gem.  (eine  ©t^rift  jc.)  volij^a'nbig  unb  mit  gertigfeit,  o^ne 
ju  floden,  lefen. 

wegmad^en,  trb.  3w.  1)  jiel.  etivaö  — ,  gem.  f.  madjen,  bafö  eS  vet* 
fd)n)inbe,  e§  ivegfd)affen ,  vertilgen  (j.  S5.  einen  gießen — );  2)  riidj. 


1836  wegmöffctt  —  n)cgfd)melsm 

fid)  — ,  [ic^  fdjneU  entfernen,  f.  b.  w.  fid)  fortmad^en,  ogl.  fiä)  aus  bem 
©taube  mad^en,  fi(^  oufmad)cn  (f.  maiJ^cn  4). 

roegmüffen,  trb.  jtellof.  3tt>.  m.  t)aben,  auSlafT-  1)  f.  fid)  roegbegeben 
ob.  entfernen  muffen  (er  \)at  »on  Ijicr  weggemufft);  2)  f.  weggefdjafft  rcet* 
ben  muffen  (tk  bürren  tjle  muffen  tveg). 

tt)egncl)men,  trb.  jiel.  3w-,  1)  etiraö  — ,  üon  feinem  £)rte  nef)men 
u.  entfernen  (j.  93.  bk  SccEc  oon  bcm  Sifc^c  — );  2)  in  S3efi^  nef)men, 
bef.  getvaltfam  mit  :5Seraubun9  7(nberer  (einem  elwag  — ;  oerbotene  2Baa* 
ren,  ein  fctnbli(^c6  (Schiff  u.  bgl.  — );  3)  uneig.  9taum  cb.  3eit  einnef)* 
men,  b.  i.  auöfüUen,  u.  nnbern  25ingen  cntjiet)en  (j.  S.  bcr  ©arten  nimmt 
»iel  9iaum  »cg ;  btefe  2trbeit  nimmt  mir  »iele  3eit  weg) ;  bie  SBegne^mung 
ob.  SBegnal)me,  ha^  5öegne()men  (j.  S5.  eines  ©ci^iffes,  einer  gcjlung  ic). 

weo^ipadm,  trb.  3n>.  1)  jicl-  etitaö— ,  oon  einem  ^rte  weg  anberSs 
ttjohin  pacEen;  2)  rüdj.  fid)  — ,  gem.  u.  »erci^tl.  f.  fid)  fd)neU  f)inn5egs 
begeben  (»gt.  padicn). 

n?egräumen,  trb.  giel.  ^tv. ,  üon  feinem  IDrte  weg ,  bei  ®eite  räumen 
(f.  b.);  aud^  uneig.  f.  befeitigen  (j.  S.  alle  ^inbernijfe  — );  bie  SBegräu« 
mung. 

roegteipcn,  trb.  gict.  3»-,  etwa 6—,  tion  feiner  ©teile  log  reifen, 
abreifen  (j.  ©.  ein  angenageltes  SBrctt);  ein;  ob.  nieberreifen  unb  weg* 
fd)afen  (eine  SKauer);  mit  fid)  fortreifen  (baS  SBaffer  i/at  Käufer  unb 
S5aume  ttjeggcrtffen) ;  einem  etwaö  — ,  gewaltfam  wegnei)men,  finno. 
entreifen;  bie  SSegrelpung. 

wegfam,  SSw.,  f.  unter  SBeg. 

wegfd^affen,  trb.  giel.  3«).  (t>.  f($affen  2.  f.  b.),  machen,  bafg  etnai 
t»on  feinem  S^rte  tregfomme  ob.  entfernt  werbe ,  als  allgemeiner  3(uSbrucf, 
it>el^er  bk  litt  u.  SBeifc  unbeflimmt  läfft  (j.  SB.  ben  ©d^utt  — ,  b.  i.  »eg» 
fat)rcn;  unnü^cS  ©cratl)  auS  bem  .^au[e  — ,  inbem  man  cS  üer!auft  ob.  cer= 
fc^enEt:c. ;  einen  S3cbicntcn  — ,  auS  bem  Sienjle  entlaffen);  auc^  f.  etwaS 
üertiigen  ob.  tiertreiben  (j.SS.  einen  S^ccEcn,  eine  SSarje,  eine  Äran!.^cit  jc); 
bie  2Begfd)affung. 

wcgfd)ercn,  trb.  ^m.  1.  jiel.  (ö.  [djeren  1.)  fd)erenb ,  mit  bcm  ©c^er» 
nuffcr  ob.  bcr  ©c^ere,  wegfd)affen,  finno.  abfd)ercn  (ben  S3art,  tk  SDSoUe— ); 
2.  rüdj.  (c.  [^eren  2.)  f i  d)  — ,  gem.  üeräd)t[.  f.  fid)  fd}neU  l)inwegbes 
geben. 

wegfd^icfcn,  trb.  giel.  3»-,  ittt>a^  ob.  einen  — ,  «on  fid^  weg  m  einen 
anbcrn  £)rt  i)in  fdiicfen,  finno.  ab;,  auöfd)i(fen  (2Baarcn,  einen  93otcn  — ; 
einen  Scbienten  — ,  aud^  f.  auS  bem  S)icnft  entlaffen);  bie  2ßegfrf)icfung. 

wcgfc^iepen,  trb.  3w.,  1)  jitUoS  m.  fein,  fic^  fd)iefenb  b.  i.  mit  gro» 
fcr  ©i^ncUtgfeit  entfernen;  2)  jicl.  burd)  @d)iefen  v»on  etwa^  entfernen 
ob.  trennen  (bie  ©pi^e  oom  3;()urme  — );  burd)  (Sd)iefen  wegfd)affen,  er; 
fdicpfen  ob.  vertilgen  (alles  SBilb  — );  bie  SBegfc^ie^ung. 

\rcgf(^(eifcn,  trb.  jiel.  3«. ,  1-  (»•  fc^leifcn  1.  3mpf.  fc^tiff  jc.)  burd) 
(Sd)(eifen  auf  bcm  ©c^lcifflcine  u.  wegfd)affen  (bk  ©d)artcn);  2.  (o.  fc^lci« 
fcn  2.  3mpf.  fdjleiftc)  fd)Ieifenb  wegbewegen,  auf  ber  (Schleife  wegfd)affen 
(SBaaren)  -,  bie  SBegfd^ldfung ,  in  bciben  S5eb. 

wegf^meljcn,  trb.  3«>.)  i)  jicUos  m.  fein  (».  fd^metjen  1.),  fd)meijen 


mQ\e^tn  —  vo(Qmt\m  1837 

«nb  tt)^öfllcfcn  ob.  fd)\vlnbcn  (bec  ©d^nec  ift  weggefcfiniofgen);  2)  jt'ct.  (o. 
fc^mcljen  2.)  ct»x>a6  — ,  burd)  @d)me(5en  roe9fd)affcn  ob.  erfchöpfen. 

tt»e9fel)en,  tcb.  jtellof.  3».  m.  fjaben,  ben  SSticf  t>on  einem  Drte  roeg 
nad)  einer  anbern  (Seite  l^in  roenben;  unctg.  von  ettraö  — ,  feine  ©eban? 
fen  baüon  abjic[)en,  ftnno.  nbfcben. 

nje.qfe^en,  üb.  3m.,  1)  jicl.  etmai  — ,  x>on  feinem  £)rte  ircg  an  ei- 
nen anbetn  btt  f)in  fe^en  (j.  S.  einen  ©fuf)0;  2)  rüdj.  uncig.  fid)  übet 
etvoai  — ,  f.  e.  ».  {)init>egfe^en,  b.  i.  eö  ö^""9  ad}ten,  nid)t  bead)ten, 
jid)  babur^  nic^t  bcjlimmcn  laffen  (j.  S.  er  fc|t  ftc^  iif)er  bie  9)leinung  ber 
sOZcnfc^en,  über  alle  83orurtl)cile  ic.  weg) ;  fid)  über  2(nbere  — ,  b.  i.  ftd) 
über  fte  erbeben,  fic^  üornebmer,  beJTer,  llügcr  2C.  biinfen. 

tregfledfen,  trb.  jiel.  3nJ.,  envag  an  einen  anbern  £)rt  jlecfen,  bef.  um 
es  Dor  Semanb  gu  »erbcrgcn,  ogl.  üerftc(fen. 

tt»eg|^el)len,  trb.  3m.,  1)  jiel.  ettvaö  — ,  fteblenb  'oon  feinem  Orte 
nehmen  ob.  feinem  S3cfi^er  entroenben  (einem  ®elb  — );  uneig.  f.  b«imti<^ 
ivegfd^affen;  fjeimlid)  abfegen,  gern,  abjieblen;  2)  rüctj.  fid)  — ,  ftd) 
beimlid)  u.  unbemerft  entfernen,  fid)  n?e9fd)leid)en. 

tvegfivetd^en,  trb.  3m.,  1)  jiellos  m.  fein,  f[reid)enb  b.  t.  in  flrcic^cn^ 
ber  Semegung  ftd)  entfernen,  »on  bcn  3ug'  ob.  ©tric^oögcln  (f.  jtreic^en  1); 
2)  jiel.  ettvaS— ,  |lreid)enb  entfernen  ob.  bei  «Seite  fd)affen  (j.  85.  bie 
jQaavt  üon  ber  ©tirn  — );  f!reid)enb,  b.  i.  burc^  einen  (Strid)  tilgen,  f.  o. 
m.  auöjlreid^en  (ein  SBort,  eine  3i'tle  u.  — ). 

wc9t{)un,  trb.  jicl.  3m.,  etivag  — ,  t)on  feinem  Orte  tr>eg  an  einen 
anbern  £)rt  bin  tbun,  b.  i.  bringen,  legen,  flecEcn  k.,  al§  allgemeiner  2(u6» 
bvuc!,  ftnno.  roegfd)affen  (ogl.  tbun  5);  insbef.  ctnja6  bei  (Seite  legen,  um 
«6  ju  ücriüabren. 

wegtreten,  trb.  3m.,  1)  jielloe  mit  fein,  t?on  einem  £)rte  roeg,  bei 
(Seite  treten;  2)  jicl.  etroaS  — ,  burd)  treten  entfernen  ob.  tcegfcbaffen 
(bie  erbe  »on  etmaö  — );  burd)  Slreten  abnu^cn  (bie  2fbfä^e). 

SBegirart,  wegtvcrten,  ivegroärtö,  f.  unter  SQSeg. 

rocgroeifen  1.,  trb,  jiel.  3m.  (»on  meg)  einen  — ,  üon  einem  £)rte 
ob.  t}on  fid)  binn^eg,  nad)  einem  anbern  £)rte  bin  raeifen  ob.  jeigen  (j.  33. 
man  xok^  mic^  »on  bicfcm  Jpaufc  meg  nciä)  einem  anbern);  gem.  in  bcirterec 
SScb.  f.  weggeben  i)i\^m ,  tvegjagen ,  vertreiben  (j.  SS.  einen  Canbftreidjer 
ouö  ber  ©tabt  — );  bie  SBegweifung  1. 

n)egn?eifen  2.  (»on  SB  c  g),  Sßegweifer,  SBegrüeifung  2.,  f.  unter  SBeg. 

wegroenben,  trb.  jicl.  3m. ,  von  einer  Seite  ob.  9tid)tung  tveg  nad) 
«iner  anbern  bin  rcenben,  finno.  abivenben  (baö  ©cficbt,  bk  2(ugen  u.  — ); 
fid)  — ,  audb  f.  fid)  entfernen,  iveggeben. 

TOcgnjerfen,  trb.  jiel.  3m.,  etroaä  — ,  von  fid)  werfen,  burd)  einen 
SBurf  von  fid)  entfernen,  gem.  megfdbmeipen  (j.  S5.  einen  ©tein,  ba6  Un= 
tauglid^e  — ),  mit  bcm  Stebenbegrijfe  ber  ©eringfcbd^ung  ob.  SSeracibtung ; 
baber  ivegiverfenb  als  dlrv.  unetg.  f.  geringf^ä^ig ,  v^rad)tlid)  (g.  S3. 
mcgmcrfenb  »on  Semanb  reben,  über  ctmaö  urtbcilcn  u.  bgl.);  fid)  — ,  un= 
eig.  f.  fid)  felbjl:  nidit  ad)ten,  fid)  erniebrigen  ob.  gemein  mad)en,  j.  93. 
bur^  fcblccbten  Umgang,  nicbrige  «^anblungen  jc. ;  etroaö — ,  audb  uneig. 
f.  n>eg;  ob.  auslasen,  tilgen,  im  ©prc^cn  u.  ©cbrciben  (j.  S5.  einen  a3uc^- 
jlaben,  eine  <SUU  — );  bie  SOBegwerfung,  baö  SBegroerfen,  in  aUen  S3cb., 


1S38  iDcg^ie^cn  —  mef) 

Qu^  f.  ©cringfc^a^ung ,  SSerad^tung  (j.  SS.  mit  SBcgwerfung  tjon  Semanb 
fprc^jcn);  bec  SBcgirurf,  1)  feiten  f.  bic  ^öegti^erfung :  2)  bai  ^Besge^ 
trorfcnc;  lanbf^.  f.  eine  fic^  wegwci-fenbe,  üevac^tlid^e,  oenoorfene  ^crfon. 

njegjic^en,  tcb.  3tt).  1)  gicUoö  m.  fein,  ftd)  jiebcnb  b.  i.  langfam  ob, 
im  äuge  von  einem  £)rtc  cntfecncn  (bie  rocgjie^cnben  aßolEen;  ba6  J^eet 
jog  tt>cg);  inöbef.  feinen  5iJobnort  veiUiffen,  um  einen  anbcrn  ju  bejiet)en 
(auö  cincc  ©tabt,  einem  Jpaufe  — );  2)  jiel.  etronö  ob.  einen  — ,  jie; 
^enb  entfernen  ob.  ive9fd)rtffen  (öcn  gui,  bie  .^anb  — ;  einen  »om  7lb' 
grunbe  — ;  bcn  öortjang  — );  einen  — ,  audj  uneig.  f.  ihn  beivegen,  ei; 
nen  £)ct  ob.  eine  ©teUun^  ^u  üeilaffen;  bie  SÖBcg;itcl}ung ,  baS  SBegjie; 
l)en,  jiel.  (j.  S5.  bcS  2Sort)angc6) ;  bec  Sßcgjug ,  ba§  SBegjie^en ,  jitUo6 
(j.  SS.  cincö  J^eercö);  Sag.  aud^  f.  bie  3ug=  ob.  ©tctci^seit  ber  Süögel. 

\t)el),  1)  ßmpftnbl.  beä  ©djmerjeg  (gotf).  vai,  altb.  w^,  im  sjjjjttel^. 
auc^  2(uörut  bec  8Sent>unberung;  angelf.  va,  engt,  woe;  =  lat.  vae,  gcic«^. 
ovfa';  Dgl.  bai  fansEc.  Iivt-,  fd^rcien),  fott)o[)l  alö  unmittelbarer  9iaturlaut 
für  fic^  allein,  ob.  in  5Bectnnbung  mit  anbcrn  ©mpfinbungälauten  (tvet)!  au 
wil)l  0  wcl)!  ad)  \vci)\  ad)  unb  wcfy  fc^retcn),  ale  au^  jur  ^(nfünbigunä 
ob.  2(nbrol)ung  eineg  Übe(6  ob.  UnglücfS  in  Strbinbung  mit  bem  ^at.  bcr 
^crfon,  in  ttJClc^cm  galle  c6  and)  Welji  lautet  (j.  Ü8.  n?ef)  mir!  xvsi)i  mir 
2Crmcn!  tt)cl)e  ben  >!^eudyiern!  jc);  au^  mit  bem  ®en.  bcr  Sa(^e  ODct)c  beS 
namenlofen  Sammerö!  —  im  5}Jittcll).  aud^  neben  bem  Dat.  ob.  2lcc.  ber  ^er« 

fon,    J.  S5.  so  w^  mir  dirre  maere !    —   o  w^   mich   raines  leides!);    2)  9^11?., 

6omp.  treuer,  ©up.  roe{)efl,  n)e()fl,  (urfpr.  ■mohl  in  bcn  meiftcn  SCnwcnbun-- 
gen  atö  ^auptm.  ^u  faffcn),  fd^mer^iici),  mit  @cl)mer5  vetbunben,  ®cf)met5 
t)erurfad)enb  ob.  empftnbenb,  bcf.  in  bcn  Slebfnöartcn :  mir  ift  lüct),  b.  i. 
id)  empfinbc  ©^merj,  (mir  ift  trcl)  nad)  ifjm,  b.  i.  id)  fcf)ne  mid)  nad)  ii)m); 
mir  wirb  wef),  b.  i.  icö  bffommc  ©c^merjen,  cö  wirb  mir  unrcofjl  ob.  übel, 
(mir  warb  fo  ^ct)  umö  ^crj);  eS  tf)ut  rccl),  b.  i.  cö  ücrurfac^t  ©^merj, 
c6  f(^merjt  (cö  t^ut  mir  Wii);  bcr  Äopf  tijat  mir  wef);  il)m  tl)ut  fciu  ginger 
ttjef),  b.  i.  er  ifl  uöUig  gefunb;  c6  tl;ut  mir  in  bcr  ©ecle  ttjcl);  fein  Soncurf 
ft)at  mir  mel),  n3el)cr,  am  tt3e{)e|len);  einem  mclj  tijun,  b.  i.  i^m  ©^merj 
nerurfac^en,  ii)n  !rän!cn;  —  lanbfc^.  ober«  u.  nieberb.  auc^  al§  bicgf.  SSw.  f. 
fcanf ,  fd)ab()aft  ob.  trunb  u.  fdjmerjcnb ,  »gl.  böfe,  fc^limm  (j.  SS.  einen 
n>ef)en  ginger,  gu^,  eine  me^e  .ipanb  :c.  t)aben);  —  bci§  2Bcl),  @.  -e6,  o. 

SDl.,  (altl)0(^b.  der  wewo  u.  diu  w^wa;    mittcli).  der  w^we,    der  u.  daz  w^,  @. 

des  w^weu,  weu ;  oberb.  b a ö  u.  no^  ber  SBe,  @,  beö  SJBcen  :c.),  ber 
@d)merj,  fon)of)l  beö  Äörpcrö,  al§  beö  @cmüt()cö  (bef.  in  3fc§.  xvk:  Äopf--, 
^alg«,  SOlogens,  3al)ntt)cl)  Jc;  baö  J^eimmct),  f.  b.);  baä  Setben,  Unglücf, 
Übel,  entg.  SB o  1)1,  in  biefcr  S5cb.  aud^:  ba§  3Be^e  (j.  S.  bu  met)rjl  nur 
mein  5Be();  bcin  5Sot)l  unb  9Bcl)  ob.  SSJc{)e  liegt  mir  am  Jpcrjen):  bie  3Be; 
l)en,  0.  (g.  (bie  je^t  allein  fte^enbe  ^t\)ti).  non  bem  altb.  der  w^wo,  wewe  jc, 
sjjt,  wewen;  f.  o.  bog  SEBcl)) ,  btc  ©dornet jen  einet  (^ebarenben,  ©eburtS; 
fd}merjen  (bie  SBeljcn  l)aben,  befommcn;  in  bcn  833fl)en  liegen  jc.  ;  oberb. 
noc^  in  ber  (5inl). :  bcr  erft  SBc  ic,  b.  t.  ©eburtöfd^merj;  ogl.  au^  ^ad)' 
tt)ef)cn);  —  3fe^.  bec  SBei)barm,  oberb.  fpött.  ein  SCRcnfc^,  ber  feinen 
©c^merj  ertragen  fann ;  aud^  f.  ein  neibifd^cr,  gcigigcr  SKcnfi^ ;  bie  2Be{)frau 
ob.  2Bet)mutter,  f.  ».  vo.  Hebamme;  i>a$  2Bel)9efül)l,  ©d^mcrggefü^l;  batJ 
2Bel)9ct)eul ,  bec  Sßeljgefang,  Älagegefang  ic;  bie  SBeljtlage,  9J?.  -n, 


wc^en  —  We^rctt  1839 

1)  laufe  Ätagc  u6ec  f)eftigcn  ©^mei-j,  gcofeS  Ungtiicf  Jc;  e^em.  bcf.  boS 
^ei!ömmli(f)e  Älagegcft^rct  üoc  ben  (Stcrbcfjäufcrn ;  2)  ein  i»ef)!(agcnbc6  SBc* 
fen,  inäbef.  nac^  bcm  aSoÜöabergtaubcn  ein  gefpenflifc^cö  2Bcfcn,  wetc^eS 
but(^  fein  Älagcgcfc^rti  bic  5DZcnf(^€n  doc  öcfa^c  rcaint;  auä)  f.  boe  fieic^en« 
t)uf)n  ob.  bcr  3:obtenDogel;  »rel)f(agen,  untcb.  jtcUof.  3n).  m.  tjaben,  2Be^» 
f(agen  f)öreii  laffen,  finno.  jammern  (über  ittoaä  — ;  bic^t.  auc^  jicl.  et' 
n>a6  — ,  f.  mit  lautem  ©djmcrjcnöruf  bcf(agcn);  baö  ^BebflflQen,  ot^ 
:?>i3.:  bec  2ßet)(aut,  ©c^mcrjcr.ölaut ,  2Bel)f(agc;  rre^Ietbi.q  ob.  ;  (eibifc^, 
SBtü.,  oOerb.  f.  aU^u  empfinb(id),  Seinen  ©c^mcrj  ertragen  lönnenb:  bec 
SlBebletber,  obcrb.  [.  x>.  m.  ein  njef;(eiöiger  SKenf^,  ein  SQJeic^ting;  bie  SQSel); 
mutl),  0.  9K.,  fdjmerili^  bcnjcgtev  ©emüt^ejuilanb,  finno.  SSettübnifö,  mi(' 
bec  u.  oorüberge^enber,  al§  üraurigfcit,  Äummer  ic.  (ii)  fonnte  mic^  bec 
2Bef)muti)  Eaum  er»re()cen;  mein  J^crj  fc^molj  in  [üpcr  aöcljmutl));  n?el)müj 
t()ig  u.  flacEcr  ii)el)mutl)§üoU,  Sic. ,  SBc^mut^  empfinbenb  unb  öu^crnb, 
mit  2Bcf)mutf)  erfüllt  u.  baoon  geugcnb  (roeijmüt^ig  ob.  jpcfjmutt)6DoU  fein ; 
n?ef}mütt)ige  ob.  tt>eI;mut{)6ooUe  ÄJagcn  2C.);  bie  aßcl)mütl)ig!eit,  bae  SQSel;» 
mütl)igfein;  bec  2Bcl);  ob.  2ßel)eruf,  ber  £«uf  reefjc!  bie  laute  Ä(age;  bec 
3ße^e|lanb,  bcr  3uftanb  bcö  2Bei)6  ob.  ßcibenS  (gerc.  nur  in  bem  ©prii^w. 
„ei)eflanb2Bci)cflanb");  ber  2ßcl)ta9,  9)?.  5Bel)tage,  (mitte(l).  wetac,  wetage; 
oberb.  bec  SQSetag,  be6  SÜSctagen,  u.  gern,  fc^on  im  S^Zorn.  bec  SBetagen,  gem. 
oerberbt:  SBebing,  SBcbung)  eig.  ©^mergenö»  ob.  Äranf^eitstage;  alt  u. 
obcrb.  f.  ©c^mcrj,  ÄranEtjcit,  ÄrauE()citöaullanb ;  ba§  2Bc[)irort,  9J?.  ^IBef)? 
ttJOtte,  SüBef)  ob.  ©c^mecj  auöbrüctenbe  SBortc;  —  2(blcit.  lt»el)en  1.  jiellof. 
3m.,  ))lt.  f.  IDC^  tt)urt,  fciimerjen;  rccl)eln,  jicUof.  3».,  oberb.  (weeln) 
f.  empfmblicf)  t^un,  d'djjen,  minfetn;  vüe()liii),  f8vo.  (altf)oc^b.  welih,  mit* 
tel().  welich),  alt  u.  obcrb.  f.  aüju  empftnbltd)  gegen  <Sd)merj;  jdmmeci 
(td),  elenb;  bec  ob.  bas:  S[Be()t()um,  (tjoU.  weedom)  olt.  f.  ©d^merj,  Äranfs 
^ettöiiiftanb ;  Ungliicf . 

TOet)en  2.  ob.  jgcj.  ltiel)n,  3lf.  (gotl).  vaian,  aUi}Oii}'0.  waian,  wähan,  wan, 
mittel!),  waejen,  waen,  weien,  ^pröt.  waete  u.  wate;  obcrb.  mäcn;  nicbccb. 
rcaien,  tx>eicn;  fan6!c.  va,  griec^.  «'';«';  »gl.  wackeln,  mabeln,  2Bcbel,  SBinb 
K,;  bic  SS.  wa  ift  unmittelbare  9tac^al)mung  bc6  ßufttjauc^eö)  1)  gieltoS  m. 
Ijaben,  üon  ber  freien  ßuft:  in  SScivegung  fein,  occf^.  oon  ^au^cn, 
b  l  a  f  c  n  IC.  { e  §  » c  l)  e  t  ob.  m  c  l)  t ,  b.  i.  bie  2uft  ift  in  ^Bewegung ,  cö  ijl 
SBinb,  obcrb.  f.  e6  ifl  ©c^nccgeftöbcc ;  bec  SSinb  xvti)t,  t)üt  bic  ganjc  Sta^t 
gewebt;  eS  mcl)et  ein  ©türm;  bi^t.  auc^  com  2(tbcm,  j.  5B.  ntt^o  i()r  2Ctt)em 
n!c{)t");  in  weiterer  SBeb.  üon  ber  2uft  in  SSerocgung  gefegt,  getragen, 
Oecbreitet  werben  (bie  ga()ne  tt?e^t;  bie  gtaggc  njel)cn  laffen;  3Bof)lgerüd^e 
weiten  burc^  bk  8uft);  2)  jiel.  etnjaö  — ,  irebenb  fücr?,  irgenbn)ot)in 
bewegen  (bec  SBinb  i)at  ben  ©c^nee  auf  einen  J^aufcn  gen)cl)t;  »gl.  um»,  »er*, 
n)cgn)el)cn  u.);  bag  2ßel)en,  -g,  al§  ^w.  auc^  f.  ber  SBinb. 

S[Bel)en,  bie,  2Bel)eruf,  SGße^eflanb,  2Bel)frau  ob.  ^mutter,  SBef)* 
ftage,  rt»el)f(agen,  S!üct)mutt)  jc,  f.  unter  rocl). 

2ßet)r  1.  f.,  -e^,  Wl.-c  (nad^  einem  3al)lro.  ungebeugt;  r.  SBa()co. 
wäljren  3.  f.  b.)  Sergm.  ein  Sangenmaf  oon  2  8el)en  ob.  14  Äloftcrn  (jwci 
SBel)c  ma^en  eine  SOlapc,  bcci  2Bcf)r  eine  gunbgcubc);  brt§  S[Be()t  2.  f.  un» 
tcc  wcljccn. 

Xt)il)Xen,  3».   (gotl).  varjan;   alt{)OC^b.  warjan,  werjan,   werran,   mittel^. 


1840  we))tm 

wem,  wergea,  werlgen;  altfad)!".  werean,  ongelf.  verian,  i'g(anb.  verja,  fc^web. 
vara;  »on  bcr  5Iß.  war,  f.  tt)at)c  1.  unb  trafjrcn)  ubert).  fdjü^en,  tjert^eibu 
gen;  nb()a(ten,  mbix\lei}m^  inöbef.  1)  jicUcö  m.  ()aben,  SiSiberflanb  lei? 
■|l:en  (j.  SS.  mit  ttjef)rcnbc»:  ^anb;  mtttcli).  er  hat  ez  wemde  getan);  einem 
ob.  einer  @ad[)c  — ,  Sintjatt  tt)un,  einen  ob.  etita^  in  @d)ran!en  galten, 
l)emmen,  nbf)a[ten,  f)int)ecn,  (bte  fOlutter  vati^tit  ben  .Äinbccn;  bu  laf^fft  bit 
tiii^t  ttjet)ren;  bem  geuec,  bem  $JBa|Ter  »Citren;  einem  Übel,  [einen  SBcgiec^ 
ben  unb  Seibenfd^aften  — );  mi)  f.  ettr>a^  abmenben,  t)erf)iiten  (bem  SScr= 
iaä)t,  bec  (ätfcrfuc^t  jc.  »t)ci)rcn);  2)  jiei.  etnjaS  ~,  t)erf)inbern,  oerbie* 
ten,  nid)t  gefd[)e()en  lafjen;  gew.  einem  etroag—,  if)n  burc^  !örperli^e 
SKittel  u.  in  njeitecer  SBcb.  auä)  bur^  fittli^en  ansang,  SSerbot  jc.  bacan  »et; 
l)inbern,  baoon  abf)a(ten,  pgl.  üern)ef)ren,  (irer  fann  mir  ba6  «Reben  njcl)» 
rcn?);  el)cm.  auc^  f.  abfd)Iagen,  tjerfagen;  etroaö  t)on  einem  — ,  f.  ». 
w.  abrcebren,  abroenben  (j.  85.  ben  Scb,  bie  ©c^mac^  oon  einem — );  e|)em. 
au^:  einen  — ,  f.  »crttjctbigen ,  f^ü^en  iba$  Sßief)  tt)cl)rcn  f.  ^üten);  einen 
eines  Singcö  ob.  einem  £)inge  — ,  f.  i^n  baoon  frei,  ober  fern  gu  Ratten  fu» 
^cn,  it)n  baüor  fd)ü§en,  bagegen  tert^eibigen,  ober  tt)n  baoon  abt)alten,  baran 
l^inbern  (j.  33.  »er  mietet  miä)  befs  :c.);  3)  riicfj.  fid)  —  ,  ftd)  t>ertf)eibi- 
gen,  5Biber|lanb  (eijlten,  (bie  SSefa^ung  n)ef)rtc  fid^  tapfer;  nje()re  bic^  gegen 
betnen  gcinb  zc);  e^em.  fid)  einer  ®a6:)e  ob.  ^Perfon  (®en.)  — ,  f.  gegen 
biefelbe  (j.  SS.  roefjr  bic^  mein!  b.  i.  »ertt)cibtge  bic^  gegen  mic^;  »gl.  fic^ 
einer  ©ac^e  ertt)e{)ren);  je^t  noc^  mit  »eranberter  S8eb.  bt'6  @en.:  fid)  fei= 
:ier  ^aut  wehren ,  f.  feine  opaut,  b.  i.  feine  ^erfon  ob.  fein  Scbcn  »ertljcibi» 
flen;  fic^  einer  <Ba(!c)e  — ,  anä)  f.  fie  nid)t  gejlatten,  oerroeigern;  —  bie 
SBe^r  u.  bi^m.  2Bel)re,  9??.  -en,  (alt{)od^b.  wari,  wen,  mittelt).  wer)  1)  ba6 
SBe^ren  ob.  @id);n?ef)ren,  bie  S3evt()eibigung  (fi(^  jur  aBc()re  fc^en  ob. 
flellen,  b.  t.  ftc^  it)ct)rcn ,  oertljcibigcn),  gern,  in  ben  jgef.  2(&',  ®egen-, 
9loti)tDef)r;  2)  ba^jenige,  ivomit  man  ftd)  ivef)rt ,  ba^  23ertf)eibigung§= 
mittel ,  bie  @d)icmivaffc  u.  übcrl).  SBafJfe ,  eljem.  inSbef.  f.  ba^  @eiT)el)r, 
<Seitengeirel)r  (mit  SBc^r  unb  2Baffcn;  au^erbem  jc^t  gero.  bic^t. ,  j.  S.  in 
SBel)r  |li'l)en;  bte  blutige  SBeljre  »on  ftc^  werfen;  bii  SßSeljr  blöden;  ein  ®Ianj 
»on  l)unbert  bloßen  S3Sel)ren,  u.  bgl.  m.);  Sag.  bie  Älaucn  u.  J&augcil)ne  ber 
Siliere  (S[öcl)ren  ob.  SBatfcn,  f.  b.);  3)  jebea  @d)u^mittel,  ein  ^Berf  ob. 
eine  2(nflalt  jur  @id)erbeit,  jur  2(bive{)r  eineö  j^einbeg  k.,  j.  SS.  ein  ge= 
ftungöraerf,  äBall,  Samm  jc.,  bef.  in  ben  3fit.  @c^u§  =  ,  Srujt-,  ßanb» 
n)el)r  K.;  Sag.  eine  Icbenbtge  SBc^r,  b.  i.  bk  SSefe^ung  eineS  Orteö 
mit  SOlenfd^en  flatt  bc§  SagbjeugcS  gur  2(bl)altung  beS  S33ilbe6;  alt  u.  oberb. 
au6i  f.  t>a^  5öet)r,  f.  b.;  3fe§.  ba«  2Bel)rget)än9e  ob.  =9el)enf,  ba$  @e* 
t)änge,  an  welchem  ba^  ©eitcngemeljr  getragen  wirb,  bef.  wenn  cö  über  bie 
©d)ultcc  gct)t,  oerfc^.  Segengeljen!,  welches  um  bie  .^üften  gefc^nallt 
wirb;  ba6  2ßct)rgef(^melt)e,  SBaffengcfc^meibe,  SBaffcnfd^mud ;  bie  SSe^r- 
linie,  gejlungeb.  eine  au6  bem  ©treid^winEcl  gum  SSoUwcrBwinfel  gejogene 
Sinie;  n)et)rlo§,  93w. ,  bcr  3Bcl)r  beraubt,  ol)ne  2Baffen  ob.  9Sertf)cibigungö= 
mittel  (einen  ©cfangenen  wcljrloS  mad^en;  wcljrlofe  3;l;tere  :c. ;  uneig.  ^flang. 
cinwel)rlofer©tengcl,  b.t.  bcr  webcr  2)ornen.,  nod^  ©tad)eln  t)at);  bie  S5Sel)r' 
lofigfeit,  bai  2Bcl)rlo6fein;  ber  SBe()rfc^mict) ,  gew.  3Baffen=  ob.  ©ewetjr- 
f^mieb;  ber  2ßcl)r5i)ll,  lanbfd^.  ein  an  ber  8anbwel)C,  b.  i.  an  ber  ©rcnje, 
ju  entric^tcnber  3oU,  gew.  ©renjioU;  —  bag  2Bet)r,  -c6,  ^.  -e  (mittell). 


S55el?mo(f  —  Söeib  1841 

diu  u,  (laz  wer;  audj  ohttb.  bic  8Be{)t;  \d)\väb.  u.  fd)wcij.  SBuf)c;  engl. 

wear;  ögl.  niebccb.  SBarc,  engt,  wäre,  ein  abgefpecrtcc  SßaJTcrraum,  gifd): 

IjäUer) ,  ein  quer  burd)  ein  Söaffec  gc^ogencc  2)amm,  um  obaljalb  bcefcl' 

ben  baS  SBaffcc  in  einer  gcÄiffcn  ^ohc  ?u  ev{)aUen  (j.  S3.  ein  SJiüi)  Iw  cljc, 

gui- (Si-t)ö()uni3  bc6  SOlü^iJuaffctö;  ein  Äun(lwcf)C,  bii  einet  SOSaJlcrtunfl) ; 

3fefe.  bei-  äiJcbrbaum,  bcv  Saum  an  einem  S3e(;rc,  welcher  baö  23aiu'i-  in 

beu  gcijörigcn  ^ö()c  erJjält;  bie  Sßct)rlatte,  bte  glä'c^c  bc6  obcijlcn  Jpoljcß 

bei  ^öljerncn  2i5c{)ven,  tt>elc^c  bcn  t)ö^|ien  SSaJTcrjtanb  geigt;  ba3  2Bcl)V' 

waljcr,  bae  buv^  ein  SGSeljc  erfjötietc  u.  fic^  über  baöfclbc  ci-gie(jcnbc  SBafTcc; 

—  iifc^.  »on  »üefjren:  bec  Üßeljvbod",  Scrgw.  ein  S3oc£  ob.  ©crüft  an 

einem  gclbgeftänge;  brt^  SBcljrctfcn,  Secgw,  ein  (Sifcn ,  mittelft  bcffen  ein 

©efd^ifPP  fln  finc  Jtunfl  get)cingt  wifb;    .^üttcnn?.  ein  int  ©c^iivtodjc  bcä 

SrennofenS  eingcmauecteö  ©ifen,  um  baß  2(nflo§cn  be^  ©(^ücccS  ju  »cr(;ü= 

ten;  ha^  SBel)rgevat(),  jum  <Sd)u^  ob.  guc  a>ertt)tibigun9  bienenbe§  ©crdtf); 

bet  2BeI)rh-icg,  a?crt()eibigun96!rieg  (fc.  Sefcnfio-Äneg) ;  bec  S!Bcl)rmann, 

ein  jur2fbwef)i-  ob.  S3erti)eifaigung  bcflimmtec  Äricgömann ;  bic  äßcljrfc^anjc, 

eine  aU  ©(^u^mittel  bicnenbc  ©c^anje;  bec  SBeljrftaub,  bcr  ©tanb  bec  büi-= 

gccliti^cn  ©efcUfdjaft ,    »ctdjcm  bie  SJertJjeibigung   bec  übrigen  obliegt,  bec 

Äciegö«  ob.  Äricgecflanb ,  j.  U.  o.  Sef)c=  unb  9iäl)r|lanb,  f.  b.;  bec  IBcijX'- 

[lempd,   SBergw.  bewegliche  Söal^en,  an  toüäjin  baä   (Seil  in   fcummcn 

»Sdjäd^ten  ()inantergel)t,  bamit  c6  [ii^  ni^t  bucc^rcibe;  tiVS  SBcI)nt>OVt  (altb. 

weriwort,  werwort),  oit.  f.  oectl)eibigenbe  2(u6ccbe ,   Sntfc^ulbigung ,  23cc' 

»anb;  bec  2BcI)i*5al)n,   5)?.  ^e[)C5Cit)ne,   iie  »iec  Jpaujäljne  bec  roilben 

©c^weine,  auc^:  bic  S[Bel)ccn,  baö  @ett>ef)c;  bec  Sißcljvjug,  ein  juc  Sßectliei* 

bigung  untccnommenec  3ug;  —  2Cbleit.  bec  S[Bcl)rcr,  -«i,  n)ec  cinec  ^ix- 

fon  ob.  ©ac^e  ivel)cct;   wcl)rl)aft,    tßro.  (mittel^,  werhai't),   ct)cm.  aud) 

tt)cl)vli^  (mittcll).  werlich),  fäi)!^  ftd)  ju  roet)ren,  ju  üect()eibi3en,  bic 

Sövtjfcn  äu  tcagen,  ftceitbac,  mannhaft,  (einen  tt5el;c(;aft  mad^cn;  ein  weljc^ 

l)aftcr  ob.  el)em.  we^clici^ec  SJfann;  Sag.  ein  £cl)cling  »rieb  n)e{)rf)aft,  rccnn 

ev  fccigefpcod)en  u.  iljm  baä  ©citengciüe^c  angelegt  »üicb);  bie  Sßel)vl)a|tig= 

feit,  t)a^  2ßcl)cl)aftfein ,  bic  ©tceitbarfeit,  9}knnl)afti5feit ;  bie  2ßei)= 

rumi,  ba§  SBe()ren,  bic  2(biue()c  ob.  S3cr()inbcc«n3. 

aßcl)rwolf,  m.,  r-  5}]aI)rnjolf. 

SiBel)nuort,  =äal)n,  ^joÜ,  sjug,  f.  untec  »eijtcn. 

Sßel)tag,  3ßcl)tl)iim,  2Bcl)iPort,  [.  untec  ml). 

2Bdb,  f.,  -eö,  £DZ.  -cc,  23ecJl.  baä  2Bcibd;en,  obcrb.  2Bci6(ein,  gem. 

aBcibcl,   (fe^tt  im  ©Otf). ,  «so  qvinö,   altb.   quena  fuc  yvy/j  flc^t;   alt^oc^b. 

wib,  SSI.  \x).  e.;  mittell).  wfp,  @.  wibes,  sjjj.  wJbe  u.  wip;  nieberb.  SBief; 

angcl[.  u.  nocb.  vif;  engl,  wile  u.  woman;  —  oon  bec  SB.  wib,  'moi)et  wei- 

,  bon,  ttjeiben,  »eben  1    (f.  b.)  jiammt;  n.  "il.  ocrw.  mit  bcm  gotl).  vaibjan, 

bivaibjan,  um'.üinben,  ba{)ec  vaips,  jCcone,  Ävanj,  mit  ^in[id;t  auf  bie  Äopf= 

binbe  bec  S3ecet)clid^ten;  joogegen  eingeircnbet  werben  tnufö,  bafö  bieö  23oct 

bei  feinem  fcül)e(ten  3(uftceten  im  2atl)ocgb.  fogleid^  icbe  weibli^e  ^erfon  bc- 

geic^net)  1)  übecl).  eine  ^ccfon  bc5  fogen.  anbecn,  bem  mÄnnlic^cn  cntge= 

gengefefeten,  ©efd)led)t5,  in  bec  Segel  jcbo(^  nuc  «cn  cciraQ)fcncn  ircibli- 

d)cn  ^])ccfoncn,  öecf^.  »on  Äinb,  SOidbc^en,  cntfpr.  2Kann;  el;em.  u. 

im  cbleccn  ®til  noc^  ic(jt  alo  allgemeine  (i3cfd}tcd)t^bcncnnun3  o^ne  JRiitf-- 

fi^t  auf  ben  ©tanb  (SKann  unb  ^eib;  bie^t.  ein  f^iinee,  ein  göttcrglei(^eö 

J^epfe'e  ^anbwöct«^.  b.  beutfc^en  ©pc.  2.  Z^til.  116 


1842  ^  SSeib 

S5$et6  u.  bgt.);  M)tt  auä)  juc  ©«jeidjnuns  hiv  ^i3«nt^üm(id^feitcn  beS 
@cfd)(cc^t6,  feien  fte  gutcu,  ober  fd)Iimmcc  2Cct,  bef.  aber  in  ©d^wä'c^e, 
2Beic^licf)!c{t ,  gctgfietjtgfcit ,  ©efc^njä^tgfett  K.  (weinen,  fd)»a^cn  :c.  »ie 
ein  S5cib;  er  i|t  fuci^tfam,  wie  ein  SBeib;  ein  alteS  SBeib,  gem.  f.  ein 
feigec,  i'ibcvmä'ptg  wcid^fjcrsiger,  ob.  ge[d)wä'^igec  50lenfd^) ;  auferbcm  in  bei* 
Umgangs  =  u.  profaifd^cn  ©ditiftfpradie  gew.  nur  »ecäc^tt.  f.  eine  it>elbltd)e 
Reifen  nieberen  ©taubes,  »crfd^.  ^tauy  ^rauenjimmer,  fc.  35ame, 
(j.  SS.  ein  armc§  Sßcib,  ein  fSauif,  SSettclweib  k.);  2)  in  befiimmtcrer 
S3eb.  eine  t)euheirat[)ctc  mclMid^e  ^crfon  mä)  tf)i-cm  gefd^led^tlid^cn  SSer{)ä(t= 
niffc  alö  @f)eha(ftc,  entfpr.  5Kann,  cntg.  55Äcibc^cn,  Sungfcau,  »erfdj. 
üon  ^rau  ([.  b.),  fll§  (Sf)rcnbencnnung  ber  ef)egatttnn,  fofevn  fte  ®ebietcrinn 
beö  ^aufcö  ift,  cntfpr.  Jpcrr,  (fpri^w.  50lann  unb  5JBcib  finb  ein  Seib;  i'm 
?JBcib  ncf)mcn;  einem  feine  Soc^ter  jum  SBcibc  geben;  fte  ifl  fein  SBcib  Jc); 
Quc^  in  bicfet:  SBeb.  ifl  jebod)  SßJeib  je^t  tn  bec  gew6{)nl.  (Sprache  ein  »er« 
äc^tli^er,  obct:  boä)  »erttraiilic^cc  2fuöbi:uc!  (bef.  »er!l.  mein  33Seib^en  k.), 
unb  wirb  meijl;  burc^  ^rau,  (St)efrau,  unb  für  ^erfonen  f)öf)crcn  ©tanbeö 
burd)  ©attinn,  ©cmaf)linn  erfc^t;  3)  bic  83erf(cincrungäform  bai 
^Äeibd)en,  ein  3;f)tct:  iuctb[id)cn  @efd)[cd)t5,  cntg.  SKänndjcn  (j.  S. 
baö  SBcibdjen  bcö  ©fepfjantcn,  bc§  gu(^fe6  ic. ,  ein  ®lcpf)antenTOe{bc^cn  f.  n. 
w.  ein  wciblidjcr  (Stcpi^ant);  4)  Statur!,  uncig.  Benennung  t)erfd)iebenet 
2;()ieve,  dS:  ia^  alte  SOS  ei  b,  eine  2£tt  Äudu!  in  Samaifa,  ber  Sangf^na- 
bel;  eine  2(rt  ^ornfifc^e;  anäj  f.  bic  SJ^ccrfc^tcie ;  eine  3Crt  ©ta^ elf c^neden 
3C.;  armcö  9S  cibd^en,  eine  3(rt  9?o!Icns  ob.  SOSafferft^necEen;  —  3fe§- 
mit  SBcib  ftnb  ungcbr. ,  au^cr  etwa:  TOciblo^,  SSw. ,  fein  SBcib  l)abcnb, 
unbeweibt;  bic  2ßetbtofigfeit;  bec  SBetbmann,  ein  Switter  (»gl.  9Äann= 
weib);  ein  weibifdjcc  5)Jann;  —  3n  ben  3fc§.  mit  SB eib er  brücft  bic 
SOic{)r(;eitSform  bic  Sejicfiung  bcS  ©vunbworteö  auf  mef)rc  SBciber  ob.  auf 
baö  weibliche  ©cfc^lcdjt  überf).  au6,  bai  bcn  SBcibern  @igentf>iimlic^e  ob.  »on 
ii)ncn  5üt§gcbcnbe,  wonach  bic  meiflcn  biefcr  3fc^.  feiner  befonberen  GrÜarung 
bebürfcn,  atö:  ber  SBeibcrabcl,  »on  ber  weibliii^cn  ©eitc  auegcljcnbcr  3(bel; 
bic  Söctbevarbeit;  bie  SBdberart,  natürtid)e  2frt  ob.  eigentbümtid^feit  ber 
SBciber;  bec  Söctberaiiffcbcr;  bic  2Bclbei'briijl;  ber  SBeibcrfcint)  (fr. 
fOJifogpn);  bic  SBciberfcinbfd)aft,  gctnbf(i^aft  ber  SScibcr  unter  cinanbcr, 
ob.  gegen  bic  SBcibcr;  bec  SBciberfvcunb;  bic  S[öetberfrcunbfrf)aft:  i>cii 
Sßeiber(|cflatfd),  =^gcfd)tt)a$,  ::geträtfd),  ^gcwcifd),  ^(^cjä'nf  u.  bgl.  m.; 
bnS  SBeibcvbaav,  gew.  graucn^aar;  ber  2BciberI)anbfd)u{),  gvouen^önb= 
fdiitl;;  bec  9Bctberl)flfö ,  .^afö  ber  SBciber  gegen  3{nbere;  ^ofs  gegen  bie 
SBeiöcr;  bcr  SBeibcrbaffev,  f.  ».  w.  SBeiberfeinb;  bic  SBetberbaube;  bag 
2öciberbauö;  bec  SßeibcrI)of,  -jwtnger  2C.,  SBobnfjauö  cb.  2fufcnt{)attSort 
ber  SOSciber,  bef.  im  S}?orgenlanbe;  biiä  SQ3etber{)cmb;  bic  Söeibcrl)crr- 
fdbaft;  ba§  SBciberberj;  ba6  2BeibcrFlcib:  ber  SBcibcrfncd^t,  ein  fncd;-- 
ttf(^cr  23crcbcer  ber  SBetber;  bei  SBclberfram,  f.  Ävam;  baS  2ßeiber!raut, 
lanbfd).  f.  SScifu^;  bec  SÖeibcrfricc^ ,  .Krieg  ber  SBcibcr  gegen  cinanbcr,  ober 
Jtricg  mit  bcn  SBeibern;  bic  Sßcibcrlaimc;  ba$  2BclbevIcbcn,  ein  Ce^cn, 
welches  aud)  bcn  wci6ltd)en  5Jadi!onimcn  einer  gamilie  übertragen  werben 
!ann,  aud):  Äun!cl=,  ©d;tcicrlel;cn ;  bic  SBctbcvliebc,  I)  bcn  SB  eib  cm  ei« 
gcnc,  »on  ibncn  cmpfunbcnc  u.  geäußerte  2iebc;  2)  ütiit  gu  bcn  SBeibern; 
bic  SBeibcrlifl,  bem  weibl.  ©efc^lec^t  ci9entf)umii^e  8ifl;  bec  SBeibermann, 


SBeib  1843 

ein  bcn  SBeibern  mcf)i*  aii  bidig  ergebener  ?Olann,  ftarfcr:  bec  SBeibcmarr 
(mittert).  wtbetore);  bcc  SBctbcrmantcl;  ble  SBeibcrmüfje;  bct  SBctbcv; 
namen,  Saufnamen  für  jreiblii^c  ^^erfonen;  bie  Sfficibcvncffel,  lanbfc^.  f. 
bie  n)ct|5c  aaubneffcl;  bcr  2Beiberpu(^;  bec  SBcibcrranf,  gen?.  5)?.  2Bei? 
berränfc,  f.  mani  1.;  bcr  SSeiberratl);  bec  SBcibcrraitb ,  «Raub  b.  i.  gc» 
»raltfame  ®ntfuf)rung  wet'blidjer  ^crfoncn;  ber  SBeiberrältbcr;  bcr  SiJei* 
berrotf;  bic  SBeibevfage,  eine  oon  5S5cibcrn  f)errüf)rcnbe ,  unsuocrlaffige 
©age;  bcr  SBeiberfaftel,  Cuerfattel  für  rcitenbe  j^rauen;  weibcrfd^eu,  Sro., 
rid)  Bor  bcn  SBctbcrn  fc^cucnb;  bie  2Beiberfc!)eu;  bcc  SSeibcvfrf)ul) ;  bie 
SSSeibcrfd^uIe,  ©c^ute  für  SBcibec,  ob.  werdic  SBeibec  f)altcn  (unetg.  er  i|l 
no^  nidjt  in  ber  SBeiberfc^uIc  gcwefcn,  b.  t.  fycit  nodj  feine  Äenntnifö  bcr 
SBeiber  erlangt);  bcr  SBeiberfinn ,  bie  ©cmütIjSart  bcr  SBefbcr:  bcc  2SeU 
berllamm,  bcr  roeiblid^e  ©tamm  in  einer  ß5cf(^Ied)tSforge ;  bie  Söeiber* 
jlimme,  ©ingflimmc  bcr  SKcibcr  (bie  f)0^e  aBcibcrftimme,  fr.  Sopran  ob. 
Siöcant;  bie  tiefe  2B.,  fr. '^flt);  bie  SBeiberfurf)t,  (cibcnf^^aftlic^e  S3cgicrbc 
nac^  bem  Umgange  mit  SSScibcrn;  trciberfild^tig ,  Sn?.;  bcr  Sßeibcvtanb, 
f.  Sanb;  bie  SBeibcrtfjränc ;  ipeibertoll,  Sw.,  gem.  f.  im  ^öc^flrn  ®rabc, 
bi§  jur  SoUbcit  bcn  SOBeibern  ergeben;  bie  SBetbcrtrac^t,  Srad^t,  b.  i.  Älci= 
bung  jc.  ber  SBeiber;  bcr  Sßeibcrtrug;  bie  Söeibcrtreue;  bcc  SBcibcrücr* 
ödster:  bcc  SBeiberrei^,  ^janf ,  -gorn,  ij^tpift  u.  bgi.  m.  —  3fe^.  mit 
bem  @cn.  SSeibcö  finb  bid)t.,  aU:  bie  3öeibe§(icbc,  jfc^önf)cit;  bcc  2Öct? 
bcöfinn;  bcc  2ÖeibcSfOi)n  f.  SRcnfc^,  ©tcrblic^cr;  bagcgcn  gefjijrcn  tk  mit 
SB  et b 6  (n)cl^c6  ganj  bk  Seb.  bcS  fSrv.  weibliö:)  t)at)  meift  bcr  nicberen 
5&olE§fpra(^e  an,  aU:  bag  2Beibäbili?  (mitteU;.  wibesbilde,  wgt.  Silb)  cig. 
njciblid^c  ©ejlalt,  3fu6fc^cn  eincS  2Beibcö;  uneig.  f.  »eibtic^e  «perfon,  jc/^t 
nur  gem.  u.  ücrd^tl.,  alt  u.  oberb.  of)nc  »erädöttid)cn  9^ebenbegriff  (ein  fd^ö^ 
ne€  SBcibebilb;  bibl.  alle  Äinbcr,  bie  SBciböbilbcc  ftnb) ;  baS  2Bclbg9efld)t, 
ein  »ciblic^cö  ©cfi^t;  weibifc^cg  ©cftc^t  cincä  SJ?anncS,  u.  uerd'c^tl.  f.  ein 
«Olann  mit  foldjcm  ©eftdjte;  bie  SBcibälcutc,  gem.  f.  »ciblic^c  ^erfoncn, 
SBeiber;  ia^  SSeib^mcilfd),  2]3eibä|lü(f ,  nicbr.  »erd^tr.  f.  eine  gemeine, 
ccrworfene  rocibtii^e  "perfon;  bie  Sßeib^p crfoit,  gem.  f.  weibliche  ^erfon, 
gcaucnjimmer;  ba§  SßeibäüOlF,  gem.  alö  ©ammeln.  f.  alle  ^erfonen  mdb* 
liijin  ©ef^rcc^tä;  —  2Cbleit.  Weiben,  3n).  (mittcli).  wiben)  1)  jteUö§,  uöt* 
lig  ült.  f.  einem  SBcibe  gc5iemcn,  bcc  -Jcauenirücbc  angcmcftcn  fein;  2) 
ikl.  eine  jum  SBcibc  nebmcn,  l)eiratf)cn;  bie  Sßclberei,  oberb.  f.  Söci; 
bcctanb,  ^}Bctbcrgcfd}\ra^;  im  Jpoc^b.  nur  in  bem  jgef.  öichreibevet, 
f.  b.;  weibcrl)aft,  SBw.,  bcn  Söcibccn  eigen  ob.  nngcmeffen,  nad)  ^fct 
bcc  5Scibcc,  meift  in  na^tf)eiligem  ©innc:  in  bcn  @d)ii»ad)cn  bc^  nvibf. 
@efd)(cd)t§  gcgcünbet,  ftarfer:  roctbifd),  Ot>eibcrf)afte  Caunen,  Älagenic.); 
bie  SSScibevljaftigfeit,  bie  SBcib{)eit  (aitbod^b.  w5bheit,  mittclf).  wipheii), 
je^t  mcifl  \>lt.  f.  ber  ^uj^anb,  bie  9?atur  eine§  5öeibe5 ;  ba§  ireiblid)«  ©c* 
fd)(ed)t;  wctbifc^,  Sn?.,  ct)em.  f.  irciblid),  einem  SiScibc  eigen  ob.  gcmd'^; 
)e^t  nur  ()art  u.  oeradjtl.  f.  einem  SBeibe  in  2(nfel)ung  feiner  ©dnrad^c  k. 
cigcntJjumlid),  al)nlid)  ob.  angemeffcn,  bcf.  n)cic^[td),  fd)\oad),  feige  it>ic 
ein  9öcib,  unmd'nnlid)  (ein  roeibifdjcr  «OTcnfc^;  ein  »eibifc^cS  Söefen  fjabcn; 
njcibifc^c  Sfjräncn,  Sitclfcrt,  @cfaUfu(^t  k.);  ivciblid),  Sw.  (attf)oc^b.  wib- 
lih,  mittclf).  wiplich) ,  bie  9latur  bc^  5Bcibc5  babenb  (»eibliie  ^crfcnen, 
Sf)iecc  K.;  baö  »eibli^c  ©efd^lcc^t,  in  bcr  ©pra^I.  fr.  geous  femini- 

116* 


1844  weiben  —  tr)zid) 

num,  nic^t  allein  bcn  SSenennungen  tüeibli^eu  SBc[en,  fonbern  aüÖ)  vieler  leb= 
lofeii  SJinge  tcigelegt,  benen  bei'  2ii-ti!el  i>ie  bovge[e^t  wirb;  ^flonj.  eine 
weibliche  Slume,  b.  i.  icelc^ec  bic  ©toubgefäjie  feljlen;  SSeröl.  ein  lueib* 
li^  eu  Sieim,  f.  Steim);  in  bcr  dlatüt  beö  SBdbes  öegcünb^t  ob.  biefelbe 
au6mad)cnb,  bem  5Betbe  an9e{)öcenb,  ei^en,  angemeiJcn,  entfpc.  man  ti- 
li dj,  ibk  weiblid^e  ©eftalt,  ber  roeiblic^c  Äörper;  »veibtid^e  ©c^önl)eit,  @c^am« 
IjaftigJeit,  Sugenbzc. ;  bie  weibliche  ©timme;  weibüt^e  ©c^wäc^en ,  SRec^fe, 
Jlrbeitcn  2C.;  weibliche  Äleibung,  ^u^  2c.);  bie  SSeiblii^feit,  1)  o.  93t.  bis 
iveiblid}e  ^latut,  <(it,  Q:i^mtl)ümüd)h\t,  [owclil  !Örpei-lt^,  a(g  bef.  geiflig; 
bie  eble  @cmütf)6art  beg  Wiibüdjcn  ©efd)(ed)t6;  2)  9)?.  -en,  eine  meib; 
lid)c  ®d)wa(i)l)i\tf  ein  n)eibüd;ec  S^i[)lef;  3)  lanbfc^.  f.  bie  treiblic^en  &if 
fd)Ied)tgt{)ci(e;  ber  2Betbling,  -ä,  ^Jl.  -e,  feiten  f.  ein  treibifd)ec  ob.  t)on 
Sßeibern  be()erffd}tet  COTann;  \)a^  SKeibfen,  -ö,  5J?.  w.  (g.,  lanbf^.  gem. 
f.  eine  iveiblidje  ^erfon. 

iveibcn  1.  u.  gew.  roeibeln,  jiellof.  3w.  (altljo(^b.  weibdn,  mittell;.  wei- 
ten, weibela;  obetb.  tüoibeln;  Bgl.  wthin  1.)  alt  u.  oberb.  f.  ftd)  f)in  unb 
{)ec  bewegen,  fd)Wanfen,  flattern,  iref)en,  [td^  bcef)en,  (j.  S5.  auf  ben  gü- 
|en  — ;  »eiben,  wk  ein  dioijt  im  SBinbe,  u.  bgl.);  bec  SSeibel,  -ä,  5Jv\ 
IV.  6.  (alt:^od)b.  welbil,  mittel^,  weibel,  oberb.  5G3aibel)  f.  ü.  ä».  5ße6el  (f. 
b.  unter  meben  1.;  j. S.  ber  ©eri^tötüeibel);  ingbef.  e^em.  beim  Ärieg6« 
isefen  f.  ö.  w.  ba§  fr.  €3ergeant,  {bei  jebem  gal)nlein  jrareii  jwci  ge« 
meine  SBeibel  bcm  gelbraeibcl  untetgeorbnet,  wcld^er  junäc^jl  nad^  bcm 
gä'l)nrid^  unb  J^auptmann  !am). 

treiben  2.,  SBeiberabel  :c.  —  Söetbäüolf,  f.  unter  S3Seib. 

\veid),  ffiin.,  Som^).  tveic^er,  ©up.  liieid}fi,  (altljod^b.  weih,  mittell). 
weich,  cberb.  ttjaidj;  nicberb.  wec!;  iälä'nb.  vak,  angclf.  vac,  engl,  weak;  — 
2B.  wih,  wich,  f.  tüeic^icn  1.)  überl).  äußerer  ßinivirEung  nad)ijebenb  ob. 
geringen  Söiberftanb  leiftenb,  entg.  l)art;  in6bef.  1)  »on  Sachen,  u.  jmar 
eig.  üon  Äörpern:  bem  Srucfe  n«d)gebenb  (bcr  Seig  ijl  rceic^,  wdä^cB 
SBrob,  SDBqc^S;  ein  weit^eö  SSett;  totiä)  liegen,  fi^cn  ic. ,  b.  i.  auf  JDcid)en 
Äiffen,  ^olftcrn  jc;  wcid^c  .^aut,  voeid)e  ^cinbe,  b.  i.  fleifdjige  u.  fanft  an» 
gufüt)knbe;  ineii^eä  glcif^,  b.  i.  »cid^  gei^oc^teö;  weiche  ©ier,  b.  i.  gu  einer 
iüeidjcn  SOJaffc  gefottene;  locii^e  ©pcifcn,  b.  t.  leicht  »erbauliche;  wcic^eS 
SßSettcr,'  b.  i.  fcudjteS,  regnie^tcö,  »robei  ber  Srbboben  erweicht  wirb);  in 
ireitcrcr  SScb.  Dcri)altnif6mä^ig  geringe  »^d'rtc  ^abenb  (>rei(teä  .?>olj,  Qi* 
fcn  JC.;  n?cid}e6  SSaffcr,  ba^  lucnig  erbige  Sl^cile  tntljnlt);  biegfiim,  fd)miegs 
[am,  gefdjmeibig,  entg.  jtarr,  fteif,  (»cid^cö  J^iaar;  wei^eö  ©ctreibc, 
b.  t.  .^afer,  entg.  i)artc6  ©etrcibe,  f.  l)art);  ben  ©inn  ob.  bie  ßmpfinbung 
geünb  ob.  fanft  berii()renb  (reeidje  ©prad^ laute,  j.  SS.  b,  b,  g,  entg. 
ben  l)arten  p,  t,  f;  wcici)e  Söne;  bic  »eidje  Sonart,  fr.  SJIoU;  xotii)  mo» 
len,  b.  i.  mit  fanften  Umviffcn  unb  angeneljmcr  SScrfd^mel^ung  ber  garben; 
fo  auc^:  ein  weicher  ^infel,  eine  wndji  Spanier);  2)  uneig.  Bon  ^erfonen: 
Ieid)t  Sinbn'icfe  empfangenb  n.  benfelben  fd}i»ad)en  SBiberfianb  ieifienb; 
inöbef.  a)  in  finnlidjcr  ^infic^t,  finno.  i\)eid)lid),  fd}mad),  uerjärtelt,  fdjiaff; 
et)cm.  bcf.  f.  t)infällig,  gcbrcd)Iic^,  !raftlo6;  b)  in  fittlid;cm  SSerftanbe:  em» 
pfd'ngltdjen  ©eniüti)^,  leid}t  gerü()it  ob.  rül;rbac  (ein  weicher  SÄcnf^;  ein 
wieid)e€  ^erj  ^aben);  auc^  f.  gerüf)rt,  beivegt,  in  einem  einjclncn  galle, 
(weic^  werben  f.  gerül)rt  werben,  9iüi)rung  empftnben;  cö  wirb  mir  wet^ 


weiä)  1845 

umö -J^cfj;  ctticn  tt?ci^  mad)en,  b.  t.  tf)n  rüf)rcn,  crwctd^cn);  fecnec  in  naäj' 
f{)ctligem  ©inner  ju  ioicljt  geri'i^rt,  jebcm  Ginbntcf  nad}3c6enb,  bcc  fitt; 
üc^en  Äraft  ermangclnb,  finno.  fdjtrnd),  fdjtaff,  u.  in  fo(d)cc  G3cmütf)S; 
art  gcgrupbet  (wcid^e  empfinbungcn,  ©cfinnungen  k.)  :  —  3  f  c  ^.  bie  SBeirf)« 
beule,  bei  ben  ?pfcrbeii:  eine  »ei^e  @cfd)wu(ft  an  bcr  Seite  bcc  SCöt^e;  bcc 
Söe{cf)born  Ooa{)rf^.  auö  2Bcgeborn  ocvbcrbt)  tanbfc^.  f.  Äreiijborn;  bcc 
S[öeirf)fif(f),  ein  @cfd)tedt;t  öon  gifd)cn  mit  weichem,  lä'nglidjcm,  mit  !fetnen 
©(puppen  befe^tem  Äörper;  aui)  f.  gcbörrter  Kabeljau;  bie  S[öeid)floffe, 
?}?. -11,  eine  @attung  55tfd)e  mit  weisen  gfoffcn;  iuei(^()aarig,  Sw.,  tt>ei= 
c^eö  ^oac  ^abfnb;  Yoe[d)l)ex}^\Q ,  Sw.,  ein  trcid^cö  b.  i.  Ici^t  ju  rii^rcnbe§ 
Jpcrj  fiabenb;  au^  im  J^erjcn  erwcid)t  ob.  gerüfii-t  (roeic^^er^ig  wevbcn);  bie 
$ffielrf)()er3i9Bett,  baö  5Bcid;f)erjigfc{n;  jretd){)ufi3,  SBro.,  »on^ferben:  ei* 
nen  KJcid)en  ^uf  f)abenb;  tt»cid)(0(f ig ,  Str.,  weictjcö  2ocfen!)aar  t)abenb; 
weirf)miitl)t(j,  Sm.,  ein  »eid&cö  ©emütJ)  t)abenb,  Icidjt  gu  rüfjten;  aiidj  lüirE» 
ri^  gerüfii-t,  finno.  n)cid)i;erjig;  bie  2Beic|müt[)igfcit;  ix)ei(i)fd)alig,  f&ro., 
eine  wcid^e  ©djale  tjabenb;  ber  2Öeid)fd)tt>amm ,  eine  3a-t  rceic^ec  a3lätter= 
fc^wämme;  bec  SBeidlfd^wanj,  eine  IM  Äcebfc  mit  nacttem,  »eii^cm 
@d)it?anjc;  VDeid()flarf)e(ig,  ISm.,  iüeid)c  b.  i.  bicgfame  ©tackeln  tjabcnb;  ber 
2ßeirf)lietn,  f.  o.  w.  Mflein  (f.  Sa(!  1.):  ba^  äßeidbtl)ier,  ?^.  SBetd)^ 
tl)iece,  SSürmer  mit  fef)i;  treid^em ,  fdjfeimigcm  Äörper,  anä) :  SDBcic^»iirmcc 
(fr.  90?oUiig!en);  —  llbieit.bk  Söeid^e  1.  1)  o.  93?.  (aftf)od?b.  weihi,  mit= 
telf).  weiche;  oberb.  bie  SBaid)en  u.  2Baic^)  ba§  2Beid}fctn,  bie  ivcid)C  Se= 
fdjaffcn^eit  eines  Äövpevö,  gen?,  nuc  in  eig.  Seb.,  uctfc^.  2Beid^(jeit  (j. S5. 
bie  SBeidie  bei*  -?)anb,  bcö  Sufcnö,  ber  ^aare  :c.);  2)  ?0?.  -n,  etwai  2öei= 
d)eg,  inSbef.  am  8cibe  ber  g)?cnfd)en  u.  S()icre  bec  ivetdie  2!f)eil  j»rtifd)en  ben 
flippen  unb  v^üften,  aud):  ADünne  ob.  S^ünnung;  (anbfc^.  anä)  f.  ^flM- 
fei  ob.  äejupfte  Setmranb  (niebcrb.  SBieEe;  fr.  G^arpie);  ba6  SSet(i)ens 
banb,  2(nat.  ein  Sanb  in  ber  ©egenb  ber  SBeidjen;  bec  2Beirf)en(>rud),  f.  r. 
w.  ßeiftenbrud);  bie  9Bci(^cnbriife,  •Driifen,  weldje  am  unteren  Si)ei(e  ber 
SBeic^en  liegen;  bie  S[ßeirf)en(iegenb  3C. ;  —  Wüä)m,  3».  (fdjwac^biegenb: 
n»eid)te,  geweicht)  1)  ^ietlos  m.  ^aben  (aUfjoc^b.  weichen,  weichoa;  mitte(f). 
weichen;  cbcrb.  waic^cn)  ipeid)  ob.  mürbe  iverben,  ffd)  enueid)en,  bcf.  in 
einer  g(üffig!eit  (j.  93.  baä  8eber  liegt  im  SBaffcr  unb  mciä)t;  Ceim  in  S(Baf- 
fer,  S3rob  in  SOlild^  ic.  it>cid)en  laJTcn);  2)  jiel.  (alt{)od^b.  weichjan;  mittet^, 
weichen) ,  treic^  mad)en,  meid)  trerben  laffcrt,  gem.  enDetdjen  u.  bie  3l'e6. 
auf=,  einweihen;  ba()er:  bie  SBeid^e  2.  o.  SR.  ba3  3Seld)en  b.  t. 
SBeici);  ob.  ©n3eit?eid}tlt>erben  (bie  SBäfd)e  auö  ber  S35fid)c  »afc^en);  bcc 
SBetd^er,  tper  etwai  troid)  mad)t  ob.  etn>reid}t;  ber  2ßeicI)bott:c^,  baä 
SBeic^fafä,  ber  SBcld^fübel,  bie  23eid)hife  jc,  ein  S3ottic^,  gafs  :c.,  »üovin 
ctwaö  eingeweicht  wirb,  bd  ben  SSraucrn,  ^apiermadjern  u.;  —  bie  SBcld^s 
t)eit,  ba^  5öietd)fein,  f.  r?.  ».  bie  5öeid)e,  jeboc^  mcf)r  in  uncig.  SBeb.  fj. 
S.  bie  2ßcid)^cit  ber  Söne,  beä  >?>cr?cn§,  ber  ©itten  k.);  rücic^lid),  Sm., 
eig.  ein  ircnig  SDcid)  (j.  SB.  e6  fviijtt  ftc^  wcid^lid)  an) ;  gern,  in  weiterer  u. 
uneig.  SSeb.  ber  geticrig-nt  Ärnft  ermangefnb,  finnö.  unfraftig,  frafttoS, 
matt,  fd)n?ad)  (wci^lid^e  ©pcifcn ;  cä  fd^mectt  wcidjlid);  wci^lid^  malen; 
eine  wei^lici^e  JSchanblung) :  bcf.  »cn  SKcnfdjen:  ohne  bie  gebörigc  Äraft, 
fowof)t  förperlid^  a(S  gcijtig,  unfähig,  iina.igenebmen  (Sinbrücfen  fräftiijen 
5ßiberf!anb  ju  (eiflen,  S3efd)Uierben  ju  ertragen  jc,  u.  in  biefer  (^igen* 


1846  2Beid)bilb  —  SBcid)fet 

fc^aft  ä«ärunbet  ob.  baüon  jcugcnb,  ftnnu.  fd}trci'd)(td[),  jattlid^  (tvcic^lic^ 
fein,  einen  »eid^lic^en  Äöipcc  fjaben;  ein  iöetd}(tc^cc  SOienfi^;  weic^ltd)e  2c= 
benöavt,  ©rjie{)un9  jc);  btc  2Beia)(i(^Ecit,  ba6  SSeid)üd)fcin,  bk  weid)- 
lid}e  Se|'d)ajfen^cit  (j.  S.  bcö  gteifcfecS,  bec  ©ittcn  u.);  ber  2öeid)ling, 
-c6,  50?.  -e,  etil  iveid)lidjer,  üecjartcltci-,  unfcd'ftigec  9)tenfc{),  finn», 
3artling,  ©c^tvci'djüng ;  aud^  eine  augld'nb.  ^flanjc  mit  weichen  Slättern 
(mollugo  L.). 

SSe{#l(t,  f.,  -eö,  9)?.  -er,  (mittel^,  wich -bilde;  ».  goff).  veihs,  qU» 
f)od)b.  will,  bctt)oI;ntcc  u.  befcftigtec  Ort ,  gUdcn,  ©tabt;  nod)  crtjaUen  in 
bem  obcrb.  SÖcic^ö  alö  @9l.  einiger  bair.  £)rt[d)aftcn ,  u.  in  bcm  nieberb. 
S3vunö*nJi^,  SSraunft^wcig;  cingelf.  v'c,  aUfäi^i'.  wie,  IjoUänb.  wijk,  =  tat. 
viciis,  gr.  oixos',  al[o:  baS  ^üb ,  b.  t.  bie  ©cjtalt,  ber  Umfang  (descriptio) 
einer  ©tabt;  n.  5(.  urfpr.  ein  jur  Sewaijrung  ber  ©renken  eincö  ©tabtgebie- 
te§  aufgeiteUteö  Jpeitigenbilb ,  Äreuj  zc.?)  bai  Qoebkt  einet  ©tabt,  in^bef. 
bie  nuperf)a(b  bet  Siingmaucrn  liegenbc  ©tabtflur  (j.  S5.  ba§  SQJeidibitb 
ber  ©tabt  Sevlin);  d)cm.  aud)  f.  eine  'Btabt-,  ba^  ©tabt--  u.  $5ürgetvec^t, 
ber  Inbegriff  ber  @efc|c  u.  ©cvcc^tfame  einer  ©tabt;  anäi  f.  ».  \v.  bai 
2Beid)6t[b3e(b,  b.  i.  ber  3inß  »cn  inncrf)alb  bcö  fJBcidjbiibcS  Hegenben  ©riinb* 
ftüden;  bei"  2i5eld)frtct»cn  (mittel^),  wich-vride)  Bit.  f.  ©tabtfciebcn,  ©tabt= 
fc^ul;  ber  2ßeid)graf  (mittelt).  wich-grave)  f.  ©tabtri^ter;  bag  SGBeic^j 
l)auö  (mittel^),  widids)  f.  iBtabti)a\x^,  3iat^f)auö ;  ber  SBeid)üogt,  f.  ©tabt» 
üogt. 

S[ßei(i)e,  iv.,  f.  unter  wei«!^. 

wcid)cn  1.  gieUof.  3w.  nt.  fein,  oblaut.  Smpf.  wid),  eonj.  h}id^e;  501». 

geiridjen,  (a(t{)Od^b.  wichau,  weih,  wichan;  mittel^,  wichen,  weich,  gewi- 
chen; öltnorb.  vikja,  f^web.  wika;  angelf.  vican;  SB.  wih,  wich;  »gl.  ha^ 
fanö!r.  vic,  trennen,  u.  vij,  fid^  bewegen;  f.  auä)  wcid))  1)  eig.  einem 
2)ru£fe  ob.  überi).  einer  einiDirfenben  Äraft  nad)0,iUn  u.  ftd)  babiird)  nii6 
feiner  @tel(e  bringen  Uiffen  (bk  Suft,  ha^  SBaffcr  weicht  jebcr  SSetsegung; 
cö  will  nic^t  wanlen  iinb  tüeidjcn;  »on  ber  QtcUs  iueid^cn;  ben  geinb  jum 
SBeic^en  bringen);  in  breiterer  SSeb.  übert).  ftd)  t»on  feinem  £)rtc  entfernen, 
bef.  um  einem  2(nbern  ^la^  ju  mad^en  (auS  bem  SBcgc  »eidjcn ;  ber  ©olbat 
barf  nic^t  auö  bem  ©liebe  U)cid;cn;  hk  ^^aijt  xvciöit  bcm  Sage);  2)  uncig. 
einer  überlegenen  ©ewalt  na%ebcn ,  fid}  fügen  ob.  untenverfen  (ber  t)ö= 
f)cren  9)lad)t,  bcm  ©c^icifal  ;c.  — ;  Mcö  roeidjt  ber  ßicbe);  an  .Kroft  ob, 
9)?ad)t,  an  ga'()iglciten  ob.  (5igenfd)aften  geringer  fein,  einem  nad)ftef)ett 
(er  mufö  iijm  an  @clc{;rfam£cit,  an  SSerbienften  ic.  >ueic!^en;  er  weidet  Äei« 
ncm  :c.). 

\T)eid)cn  2.  3itj.,  SBeid&fifd^,  *flof[e,  SßSctc^ljeit,  iveirf)t)ev5i3,  weld^* 
lid),  Sßctd^Iing,  \ret(j^niütl)ig  2C.  —  2Betd)frf)wan/i,  f.  unter  m\6}. 

SBcirf)[e(  1.  n?.,  ^.  -n,  ob.  bie  S55cid)fc(firfcl^e,  (a(t{)oci^b.  wihseia, 

mitteti).  wihsel;   ttöl.  visciola,    f(aiX).  W'isn,  wischnju;   ncugricd^.  ßi'aivov^   alt* 

franj.  gulsne;  oon  bunHcr  J^erfunft)  lanbfd^.  f.  eine  ©attung  rotf)cr  ob. 
fd)ir»arjer  fiijjfä'ijer(icl)er  Äirfd)en;  bie  fpanif  4)e  Söcid^fct,  eine  »orjiig» 
lic^c,  gropc,  fd)warjrotf)c  2(rt  folc^cr  ^virfd)en;  ba{)cr:  ber  SBcic^fclbaum 
(altb.  wihseiboum)  ob.  2Beld[)felfirfd)baum;  ber  SBci(^fchT)ein,  oftr.  SBein 
aii6  aßcic^felÜrfd^en. 
2Beid)fe(  2.  tv.  (altl)od^b.  wistula)  ^9^  einea  fc{)iparen  ©tromcs, 


n)cirf)ftcirf)ea9  —  Söeibe  1847 

weichet  in  SÄäljten  cntfpringt  unb  bmä)  ^olcn  unb  ^tcupen  fic^  in  bic  Oflfcc 
ecgicjit;  ba^cr:  bcc  Sßdc^fe(t'al)n,  tag  aßeid;fclf(^ift,  bic  2öcid)fclf(^iff* 
fQl)rt,  baö  2Beirf)fcUifcr  2c. ;  bec  SQ3eld)fc(50)3f  (gw.  »on  bcr  astigfct 
abgel.;  n?a()cfcfj.  burd^  ffici-bcrbung  cntjl.  au6  bcm  noc^  (anbfc^.  üblid)cn  SSid;; 
tcljopf,  ü.  bcm  üUb.  wiht,  wihtel,  SBid)te(mannd)cn,  b.  i.  böfcr  öcifi:,  Äo* 
bolb,  ba  man  biefe  Äcan!()eit  al6  baö  SGSecE  cincö  böfen  QieiflcS  anfa();  ba^fc 
mö)  bic  lanbfd^.  Benennungen:  TClpjopf,  r.tcbecb.  ©([Hatte,  50?af)rcn  = 
{(attc,  vgl.  S)ia()c),  eine  franff)nfte  uuauflo6lid)c  SJctfiljung  bei-  »^aace, 
»on  Unvcinlic^Scit  unb  \d)Uä)tcn  ©äftcn  ()crrüi)rcnb ,  bcf.  in  ^olcn,  Ungarn 
u.  bcu  !(cincn  SLatarci  cinf)eimtfcf),  auc^  Suben3opf  genannt. 

weid^ftad^elig,  2ßeid)|letn,  2Beid)tl)ier,  f.  untcc  wcid). 

2Beib,  m.,  f.  2Baib. 

SBeibe  1.  tt).,  9)?. -n,  (aUfjod^b.  ^vida ,  mittclf).  wide,  obccb.  SGSeibcn, 
nicbccb.  SBieb,  SBilgc,  2Bienboom;  a(tnorb.  vidhir,  angclf.  vithig,  engt,  with, 
withy,  willow;  fc^web.  wide,  ^oU.  wede;  grtC(^.  /W«;  —  rva1)t\ä).  »On  bCC 
SB,  wat,  wetan,  wit,  gott).  vithan,  binbcn;  ogf.  ba6  altb.  Wide,  SBicbc, 
nieberb.  SBcbe,  ein  jum  SSinben  bienenbct  S8aum=,  bcf.  SBScibcnjttJcig,  tat. 
vimen  0.  viere ,  binben,  flccj^tcn)  ciu  ^flansengcfdjlcd}!  "oorx  üicicn  2ütcn, 
t()cilä  S3ä'umc,  tf)ei(o  @trä'ud)e,  fämmtlid)  mit  fcf)c  biegfamcn  u.  jä()eu 
3wcigen  ((at.  salix),  inö6e[.  bie  gemeine  ob.  gtofje,  lücipe  SBeibc,  auä) 
©ilbemetbe;  bic  Scauemetbc;  bic  graue  SBeibc;  bic  fitedjcnbc  SBeibe  2C.; 
»gl.  aud)  aSac^',  Sanb^-,  Sru^^,  SSufd^;,  Äorb=,  ©a()t=,  ©anb^  SÖSajTer' 
weibc  Jc;  witbe  ob.  fpanif^c  SÜSetbe,  lanbfd^.  f.  ^actcicgct,  auc^: 
9?<t{nwcibe ;  fi^warje  SBcibe  f.Sraubcnürfcide.  —  3[c$.  bic  2ßdt'cnafd)c, 
2Cfc^e  üon  SÜcibcnfjorj;  bcr  SBcibenbad^,  ein  mit  Söciben  bcfe^tev  SBad;;  bcc 
SBeitcnbafI,  f.  Safl;  bcc  Södbcnbaiim ,  eine  SBeibc,  bic  a(ö  ein  S3aum 
getoai^fcn  ijt;  baö  SBcibcnbäumc^cn,  in^bcf.  f.  bic  änjcrgwcibc;  ba§ 
2BetbcnbIatt;  bcc  SBetbcnbol)rer,  l)  eine  grojic  9?a«pe,  »cclc^c  in  faulem 
J&oljc  bcf.  bec  SSJeibcnbaumc  lebt,  auc^  SScibenraupc;  2)  eine  2(rt  SiüJTcl- 
fäfcr  auf  SBeiben;  bcc  2Beibenbufd) ,  eine  buf^förmig  getvac^fenc  SBeibe; 
aus  aSctben  bcfte{)enbeö  S5ufd)werE;  bcr  2Beibenborn,  ein  locibcnö'tjnlidjeö 
bornigeS  ©cwüd)^,  aud)  ©anbbocn  (liippophaii  rhamnoides  L.) ;  bic  2Bciben= 
broffel,  f.  ü,  w.  S5ru(^:=,  3tof)rbcofTc(;  bic  SSScibcneid)c,  eine  "Ktt  Sieben  in 
9iorbameri!a;  bic  Sßcibcrtcrbc,  mit  ücrfaultcm  SBcibcnf)Cii  »crmifi^te  ©rbe; 
bie  Sßeibcnflöte  ob.  =  pfeife,  dnc  eon  SBcibcnrinbc  gcmad^te  pfeife;  ba6 
SBeibengcbüfcft ,  * c^cflräud^ ;  bic  Sßcibcngevtc,  f.  Gierte;  ba§  2ßclbcn* 
t)0t5;  bec  Sßeibcnljopfcn,  eine  2Crt  irilben  J^opfcnö,  .&ectcn  =  ,  ©tauben- 
t)opfcn;  bcc  SBeibentdfcv,  f.  o.  \v.  «OTaiEäfec;  auct)  eine  2frt  SiiiffcUäfcc  auf 
SBSciben;  bie  2Beit>cnfol)lc,  valoi)iki  aBcibcnfjorj;  bcr  SBcibenforb,  ein 
üon  2Bcibenrutf)cn  gcpo^tencc  Äorb;  ba^  Sßcibcnfrnut,  f.  u.  SBeiberid); 
bie  SBeibenlnuä,  eine  3l"rt  auf  SBcibcn  Icbenbcc  SBlattldufc;  bic  Sßcibm- 
meife,  f.  o.  w.  SScutctmeife;  ©olbficifjnci^en ;  bic  Söcibcnmottc,  ein  9^a(^t= 
fc^metterling,  beJTcn  «Raupe  auf  Sßcibenbrattcrn  lebt;  bie  SBctbenmücfe,  eine 
Hü  ©raömücfcn ,  iie  ficJ)  gern  in  SBcibcngcbüf^cn  auff)aUcn :  bic  SBcibeil' 
palme,  f.  !5)alme  3.;  bic  SBcibcnpflanjimg;  bcr  aßcibcnplan,  -pla^s 
ein  mit  SBeiben  befe^tec  ^tan ,  ^tai^;  bie  SBcibcnraupe,  f.  aBcibenbo{)ret; 
bic  SBeibenrofc,  f.  JRofe  3);  bic  2ßeibcnrut{)c,  f.  sRut{)c  l);  bcr  2Bciben- 
fauger,  m  auf  SBeibenbäumcn  lebenbes  Snfect;  bec  äßeibfnfc^wamm,  eine 


1848  SBeibe 

Tixt  auf  SScibcnfcaumen  »ad^fenber  woi)\xkä)(nUt  <^d)Wämme  (boletus  sua- 
veoleus  L.);  bcc  SÖeibcnf^JCtüng  ob.  ;fpal^,  f.  ».  w.  bcc  gemeine  aBaum= 
fpctling;  ü«^  f.  sRotjrfpcding;  bet  SBetbenfpinnev,  eine  2frt  SJJottcn,  benn 
sRaupenjirf)  auf  SBeiben  cinfpinnen;  bcr  SBeibcnftamm;  bcc  SBeibenftrauii), 
eine  jlrauc^förmig  geiüac^fenc  SBetbc;  ber  SScibent)Oge(,  eine  2Ctt  ©(^mct» 
tcilingc;  aui^  f.  aBctbcnfpinner;  bcc  SSeibenwicfler,  eine  2(rt  9iac^lfd^mct= 
tcclinge ;  bcc  Sßeibcn^eifig ,  ein  gu  ben  @ragmüc!en  (motadllae)  ge^örenber 
SSogel,  wää)^  bcm  3aunBönig  ber  fteinjte  in  (Surepa,  aud)  ba$  2Beibenjciö» 
lein,  fleinfte  (Scagmücte  :c. ;  ber  gro^e  SScibenjeifig,  f.  ber  9{ot)rfän= 
ger,  f.  b.;  ber  Sßdbcnj'iUeig;  —  "KbUit.  roeiben,  SSm.  (aUb.  widin),  üou 
ber  SBcibc  genommen  (eine  trcibenc  Siuti^i,  gew.  Sßeibenrutijc);  mi  SÖcU 
bcn()o!j  ob.  SücibcnjiDcigcn  gcmacbt  (dn  wcibcnec  jtorb  :c.);  bn»  2ßei; 
bid)t,  -e§,  9)?.  -e,  (altb.  widahi,  Avidach,  Sßcibac^) ,  ein  mit  Söcibcrt  bc; 
ivac(}fenec  £>rt,  ein  Sßetbcngcbüfd) ;  —  ber  SBeiberld),  -ä,  S)?.  (nur  »on 
me()rcn  2£vtcn)  -c  (tüafjrfc^.  üon  bcm  obigen  SOScibe,  wegen  ber  ti)r\üä^fdt 
bcr  asiatter)  oecfc()icbenc  ^flanjengcfdjfcdjtcr:  1)  ein  spflanjengeft^Kc^t  mit 
tiicr  lö'ngliii^en  Äeldj*  unb  »ier  runbli^cn  S3tumcnblä'ttern ,  <iö:)t  ungteid)  Ion« 
gen  ©taubfäben  Jc,  au^  Unt)olbcnfraut,  SBcibenrcölein  :c.  (epiloLinm  L.); 
2)  brauner  ob.  rot{)cr2Beibcric^,  eine  2(rt  bcä  SlutErauteS  (lythrum 
salicaria  L.);  -3)  gclbcr  •JBciberid),  ein  yftanjengefcfjteclöt  mit  fünjfad^ 
gctfjeiitera  SSUtmenfelc^e,  fünf  ©toubfäbcn  n.  (lysimachia  L.),  inSbef.  ber 
gemeine  gelbe  SÜScibcric^  (lysimachia  vulgaris),  au(^:  gelbeö  SBcibenfraut, 
(5föiüurjel  :c. 

SBcibe  2.  tv.,  9)?.  -n,  (altljod^b.  weida,  mittel^,  weide,  oberb.  bie  Sßaib; 
üon  bunfier  3fbjlammung;  i>ii  ©runbbcb.  fc^eint:  ßrnät;rung,  3Cuf[uc{)ung 
unb  ©cnufö  ber  (Sr^euguilfe  ber  6rbe  an  ©ora^fen  unb  3;f)ieren,  bal)er  au^: 
Sagb,  gifc^fang  jc;  »gl.  iai  angelf.  vaedhan,  jagen,  istänb.  veida,  jagen  u. 
fifd^cn,  f(^web.  veda)  1)  o.  SR.  ti)mi.  überf).  9la{)cun3,  <Speife,  -^utter,  ie|t 
eig.  nur  üon  ber  D^a()rung  gra^frcffenbcc  Si)iecc ,  fofecn  fte  biefelbe  auf 
bem  gcibc  fclbfl  fitd)en  (j.  SB.  icbeß  Zi)kv  gc^t  feiner  SBcibe  nac^;  auf  ben 
"Ktym  ifr  »ortrefflic^e  SBeibc  für  bai  SJinboie^);  Säg.  auc^  f.  bk  gcnoffcne 
©pcifc  im  ajJagcn  u.  ben  ©cbä'rmen  bc§  SBilbeS  (ogl.  SBeibc  3.);  »on  SJien= 
f^en  nur  unetg.  f.  9^fi{)vun5,  (^cnufg,  Sabung,  Srquitfung  für  ^erj  unb 
©inne  XbaS  ift  2Bcibe  für  mein  ^erj;  3Cugcn',  ©eelenweibe  zc;  ottb.  weide 
imde  wunne  jc.) ;  2)  Wl.  -  n,  bcc  mit  ©caS  lt.  Äcautccn  beiradjfcnc  £)it, 
ITOO  bft6  23ic^  feine  9Za()cimg  fud}t,  bcc  S^cibcpla|>,  fei  cS  3(nger,  SSrad^» 
adcr,  ob.  SSalb,  2flp  k.,  nur  mit  2(uSf^(uf6  ber  SBiefen,  f.  b.  (baS  S3ief) 
auf  bic  SBcibe  treiben;  bog  5iUe^  fommt  wen  ber  SBeibe;  ein  @ut  mit  fc^ö» 
nen  SBciben;  bic  gemeine  ob.  ©cmcinweibc  u.);  3)  c()cm.  baä  3(u63cl)cn 
auf  ^f^ibnmg,  insbcf.  auf  ben  ^an^  wn  5Silb,  SJcgcIn,  gifd)cn  2C.,  alfo 
f-  StiQb  (e()em.  gew.  SBaibe,  SBaib  gcfc^r.),  SSüCjclfanri  (ffiogelwcibc), 
gifd}ccct  (cflr.  ?5if d^jweibe);  bat)cr  4)  e{;cm.  liberl;.  f.  2l'uöfaf)ct,  SKeife," 
©ang,  (Strecie  SBcgeS  (Sageweibc  f.  Sagereife),  u.  uneig.  f.  SOZal  (au- 
der  weide,  b.  t.  abermals ;  dri  weide,  breimal  :c.);  —  wetbcn,  3w.  {alt' 
(;odt)b.  weidun  u.  wcldanon,    weidcnen;   mtttclf).    weiden;    obcrb.  Waibcn  U. 

waibnen)  1)  i;icUoö  m.  f)aben,  feine  S^aliiung  füd)m  u.  Qmk^iw y  bcf. 
auf  freiem  gelbe,  ron  grasfreffcnbcn  Sl;icrcn,  (bie  ©c^afe,  Svinbcr  k.  »ciben 
auf  ben  SSevgcn;  eine  weibcnbc  .i&ccrbe);  cl;cm.  aut^:  auf  ben  §ang  von 


SBcibc  1849 

5SBI(b  ausgeben,  jagen,  it.  iiberf).  f.  gcljcn,  fdjvdten;  2)  jict.  u.  rüctj.  cc; 
mi}tm ,  fpcifen ,  einem  DJafirung  geben ,  U\.  uncig.  (j.  95.  einen  ob.  fi^ 
mit  leeren  Jpofrnungcn  treiben,  »gl.  aO[pci[cn);  einem  ob.  ftd)  ©enufö,  2a; 
bung,  Srqiürfung  üerfct}affen  (ftc^  ob.  feine  2(ugcn  an  cincc  Sac^e— ,  b.i. 
biefelbc  mit  aBol)lbet)agen,  mit  Sßcrgnügen  bcttad^len);  in  bcflimmteier  u.  eig. 
Seb.  basS  a)ic()  auf  ber  ^iBeibe  feine  9iat)vung  fud)en  Kiffen  u.  eS  babei 
I)ütcn  (bec  >^irt  TOcibet  bic  Jpccrbe;  aui)  o^nc  3iclro.  cc  »eibet  ouf  bcm  @e» 
bitge;  «eibc  meine  Sämmcc),  bi(^t.  uneig.  f.  forgfältig  beauffid)tigen ,  tei; 
ten,  bel)ecrfcf)en  (ein  ffiolE  Jc);  —  3fe^.  »on  SDBeibe  (in  ben  SSeb.  1)  u. 
2)  u.  reiben:  bec  äßcibc*  ob.  Sßeitiacf er ,  guc  SBeibc  bicnenbcc  Bieter, 
aSrad^arter;  bec  Södbefifd),  Benennung  bec  gifd)e,  weld)e  Joeiben  b.  i.  jid^ 
»on  «pflanzen  ncitjren,  auc^  guttecfifc^e ,  j.  U.  ».  SSaub=  u.  ©^lammfifd)en; 
bie  3ßcibefrci()eit,  f.  o.  j».  bas  SBcibcred^t;  bec  äßeibegang  (mittclij.  wei- 
deganc)  bec  @ang  bcS  23icf)ö  auf  bic  SBcibe,  u.  ba6  SBcibcn  bafclbft;  ef)em. 
auc^  f.  SBeibcpla^,  23ie()\i;cibc;  aöeiberedjt;  ber  Sßeibegenofö,  rocc  2fnt{)cil 
on  einer  gemeinfc^aftlic^cn  SBeibe  t)at;  ha^  SBeibelanb,  juc  5ßief)i»eibe  be= 
jlimmtc  fiänbcrei;  bec  23cibe(ol)n,  2ol)n  beö  J^irtcn  für  i>ai  SBciben  beS 
8Siet)ä;  bec  SBeibepla^,  ein  jur  SBcibe  bienenber  ^la^;  bai  3ßeiberec{)t, 
baö  Siiä)t,  fein  aSiclj  an  einem  Orte  reiben  ja  lajfen;  ouc^  bie  an  einem  5S5et= 
bepla^  ^aftcnbcn  ©ctec^tfame;  ba^  SScibeüief),  auf  bec  SBcibe  befinbli{^e6, 
»eibenbcö  23iet);  fo  auci):  bcr  Sßcibeod^ö,  ba^  Sßcibepferb  ic.;  —  3fe|. 
»on  SB  e  i  b  e  in  bcr  S3eb.  3),  wo  cS  je|t  in  ber  Siegel  SB  e  i  b  -  (oberb.  SB  a  i  b  -) 
lautet:  iai  Sßeibblatt,  obccb.  f.  SBeibmeJTer;  ber  äÖelbgcnofä  ob.  ^ge^ 
fell-e,  (mitten;,  weidegeselle),  3agbgefaf)vtc;  tr)eibgcred)t,  Sw.,  f.  ».  vo.  jagb; 
geredet;  bag  2öetbgefd)rci ,  f.».».  3agbgefd)rci;  bec  Sßcibbaufcn ,  bie 
fämmtlid)en  gu  einer  Sagb  gef)örenbcn,  einem  Sagbbefi^er  bicnenben  ^erfonen; 
baS  Sßeible^en,  Sa9blcl)cn;  ber  SBeib(el)ner,  ein  8c()n6mann,  «selber  bem 
.i6>errn  bei  ber  3agb  bicnen  mufö;  bec  SBeibmann,  ?J?.  =md'nnec  u.  ikuU, 
(mittel^,  weidenian;  obccb.  SBaibmann),  ein  Säger,  inöbef.  tin  gelernter  Sc!» 
ger,  (Sag.  einem  einen  SBeibmann  fe^en,  b.  t.  if)m  burd^  Zauberei  einen  ©treic^ 
fptelen);  lüeibmännifd),  SSi». ,  bcn  ©cbrä'ud)cn,  bec  Äunftfprac^e  ;c.  bcr 
Säger  gcmäf,  jägcrmd^ig ;  obccb.  auc^  übcr^.  f.  funil'  ob.  fjanbwerfgma^ig; 
bie  SBcibmannfd^rtft ,  bic  Sageret,  ia^  Säc,erget»erbe ;  haß  SBeibmcffcr, 
ber  .^{rfd)fanger;  bec  SBeibfacf  ob.  bie  2öeibtafd)e,  Sagbtafd)e;  bec  SBeib* 
fd^ä(tid),  obcrb.  f.  P'djcrnadjen;  bec  SBeibfd)rci,  Sä'gerruf;  bec  SBcib- 
fpiep,  iaUi).  \veidospio2,  mittcü).  weidespiez),  Sagbfpic^;  bie  2Bcibfprac^e, 
Äunflfpra^e  bcr  Säger;  bcr  SBeibfprud),  ein  v»c;bmännif^er  Spru^,  j.S5. 
eine  fold}c  ©rupformcl;  aud)  übcrf).  ein  funftmcijjiger  ©pruc^,  ein  8cib»  ob. 
Äcrnfpru^;  bai  Sßcibirerf,  1)  bic  Äunfl  u.  JBcfd^äfttgung  beö  Sägers, 
bie  Sägcrct,  u.  bcren  2iu6übung,  bic  Sagb;  2)  alle  juc  Sagb  gecei^nctcn 
5:t;tcre;  baö  SBcibWOrt,  ein  toeibmännifc^cä  SBort,  ein  Äan|tauöbru(f  ber 
Säger;  —  2£blcit.  bic  2Beibenci,   alt  obccb.  f.  SBeibiverf,   Sägccei; 

bec  SGBcibener   ob.  SBetbner,    -Ö  (alt^OC^b.  weldinari,   mtttell).  weideoaere), 

»lt.  f.  5Betbm.mn,  Sagec;  oberb.  f.  5Seibraeffec,  ^icfd)fcinger ;  Säg.  auc^ 
f.  ba6  Tlaiü  bc3  ^irfd^eä;  bic  SBeib^elt  ob.  Sßeibenljeit,  alt  u.  oberb.  f. 

Srt'gcvci;  njeiblid),  SStt).  (altl)Od)b.  weidalih,  weidanlih;  itlittcl^.  Meidelich, 
weidenlich,   aut^  weidenhaft;   obccb.  ttJOibcnlic^,   gcwaitli^)  1)  urfpr.  u.  eig. 

jägccmapig,  jagbgeced)t;  2)  get».  (oberb;  ttjaiblid^,  tcablid^)  olt  u.  bic^t.  f. 


1850  SBcibc  —  weisen 

f)urtiö,  munter,  tiifiig,  tvatfer,  fiattüd),  tucfjti^,  tapfcc  (ein  wetblidöci: 
SOJann);  fc^crjf).  als  91».  f.  in  ()oI)em  ©cabe,  »gl.  tü(^ttö[,  tapfec  k.  (j. 
tß.  WiiWd)  jcc^cn;  einen  weiblid)  bucc^prügcln) ;  bec  SBeibltng,  -es,  CO?, 
-e,  1)  tanbfc^.  f.  bec  cföbacc  S3lättcrfd)n)amm ;  2)  oberrfjein.  (2öaib  = 
ling)  f.  ein  gtfd)erfaf)n ;  bie  S[Beibfii)aft  ob.  SBetbenfc^aft,  obctb.  f. 
SBcibetanb,  5öcibegtünbe. 

SSeibe  3.  w.,  o.  SK.  (eig.  =  SBeibe  2.  l),  ©pcife;  Säg.  bie  genoffcnc 
©pet[c  im  SKagcn  u.  bcn  ©ebärmen  beS  SBitbeö;  bann  a\i6)  bte  biefelbe  tnU 
f)aUcnben  ©ebäcmc;  mittclt).  daz  geweide,  obcrb. baööewaib,  Sngetoaib), 
nod)  nicbecb.  f.  ßingetvetbe,  ©ebärme;  ia^et:  bei*  SBetbebru^  (obcvb. 
SGSaibbcud^)  f.  S)armbcuc| ;  lanb[(iö.  auä)  f.  baö  S5(utf)arnen  beö  ^ocnoicl;^ ; 
bec  SBeibebavm  (b.  i.  ©pcifebavm)  lonbfc^.  f.  SKajlbarm ;  ba$  SBeibelod) 
(obcrb.  S(Baiblo(^)  Säg.  f.  bcc  3tftev  be6  SSilbeS ;  e{)em.  auä)  f.  baS  3iinb(o^ 
eines  gcuci-gen)ei)i:ö;  bec  Söeibefatf,  Sag.  f.  Sßanfl  ob.  SKagcn  beS  SBilbeö; 
bag  2öeibeit>ajyer,  ntebecb.  aßaffec,  worin  tat  ©ingeweibe  beS  <Bä)la^tm\)t 
Qdoäjt  ifl;  weibeiDUnb  (oberb.  »aibwunb)  S». ,  3ag.  [o  oerwunbet,  bafs 
ik  ©ngeweibe  »erteilt  finb  ob.  {)crüortreten;  —  treiben,  jicl.  3».  (oberb. 
roaiben,  waibnen)  cin2;f)ter— ,  if)m  bie  ©ingeweibe  f)eraugnef)mcn) 
ge».  nuöweiben ,  (Sag.  in6be[.  einen  ^ciö;)^  — ). 

reiben,  S?».,  f.  unter  ^übi  1.  —  weiben,  ^w.  1.  f.  unter  SDßeibe  2.; 
2.  f.  gßeibc  3. 

2Betbcric|,  SBeibid^t,  f.  unter  SSeibc  1. 

weibltd^,  2öcibmann,  ^meffer,  ^^pxüä),  nverf  :c.  f.  unter  SBeibc  2. 

Sßeife  1.  w. ,  ^t.  -n,  (wgt.  bat  alti)od)b.  Aviffa,  mittl.  tat.  guifa,  ein 
gewunbener  ob.  geftod^tener  Sßifd)  oon  ©trot)  :c.  als  SBarnungSjeid^en ,  = 
nieberb.  aSicp,  engl,  wipe;  bafjcr  engl,  wipe,  angclf.  ripiaa,  abroifd^en; 
»gl.  hat  aotf).  veipau,  umwinben,  vaips,  Äranj,  womit  auä)  SBeife  2.  »er» 
wanbt  fein  fönnte),  alt  u.  oberb.  f.  ^ax^üdjcn  i)on  (S3runb[lücEen;  ba^er 
weifen  1.  3>».  f.  ©venämarfen  fejlfleüen. 

njetfen  2.  3w.  (»er»,  mit  »eiben,  weibeln,  weben  1.)  1)  alt  u. 
lanb[c^.  ge».  üer!l.  wcifeln,  jiel.  u.  jicUoS  f.  fid)  ob.  üwa^  fd)lvlnäenb  be= 
wegen  (j.  S5.  bic  SOlü^e,  ben^ut— ),  luinben;  ivebeln;  f^wdb.  f.  wm- 
f en,  taumeln  (f)oU.  welfelen) ;  2)  gicl.  mitteljl  ber  Sßeife  abivinben,  f)aöi 
peln  (.©arn);  bie  SBeife  2.,  Wl.  -n,  f.  ».  w.  -^a^pl  (f.  b.);  aud^  ba^  be^ 
tve3lid)e  ©agegefleU  in  (Sd)ncibcmül)len,  ba§  <Sä&i^attn;  ber  SBeifer,  -ji, 
bie  SBeiferinn,  W1.  -  en ,  wer  ineift. 

tveigen  1.  siellof.  3w.  ablaut.  (gotl;.  veihan;  alt^o^lb.  wigan,  mittell;. 
wigen,  wejc,  wigen,  angclf.  vigan;  baneben  attb.  wihan,  wichan,  oberb.  wei- 
f)cn,  SDi».  gewif)en  u.  gewigen;  b.  i.  urfpr.  fid^  bewegen,  anbringen,  angrei= 
fen;  SB.  wig,  wlh,  fansEr.  vij,  Siebenform  »on  M-ag,  vah,  f.  wegen,  3w.), 
üöüig  »lt.  f.  Mmpfen,  ftreiten,  (baf)cr  noc^  cbcrb.  er  i^at  fid)  g ewigen,  f. 
er  f)at  bagegen  geftrittcn,  fic^  wiberfe^t;  abw eigen  f.  abwefjrcn;  einen  an= 
wcigen  f.  anfed)tcn,  reiben,  oud):  weigeln,  anwcigeln);  ber  Sßeig, 
-e6,  (altf).  der  u.  daz  wig,  mittell;.  wie,  ®.  wiges;  oltfäc^f.  wie,  angclf.  u. 
altnorb.  vig) ,  »öuig  »lt.  f.  Äampf,  ©treit,  Mx'wQ-,  bec  SBciganb,  -eö, 
5D?.  -e,  (altb.  wigant,  cig.  SSTcw.  »on  wigan;  »gl.  ^eilanb,  gcinb  u.;  angelf. 
vigend)  im  ölteren  Oberb.  f.  ber  Kämpfer,  fampföeübte  5Wann,  Äcie(5ö()elb. 

weigen  2.  3w.  \(i)\vci^  biegenb,  (alt{)od^b.  weigjau,  mittel^,  weigen,  ^rat. 


iDei^em  —  weisen  1851 

weigete,  weictc;  obccb.  »aigen,  waifen;  üou  Qkidjim  (Stamme  mit  »ei* 
gen  1.)  1)  jicl.  alt  u.  oberb.  f.  »Dacfelnb  beilegen;  jum  Süanfcn  u.  5a(; 
len  bctngcn,  fä'Kcn;  uneig.  fid)— >  fdjTOeij.  f.  jlolj  ein()crfd)ieiten,  fid)  in 
bie  SSiuft  Jücrfcn,  \)Oi:nc()m  tl)un;  2)  jicUüö  f.  fic^  luacfelnb  betreten, 
»vanfen,  (atireeigen,  [c^njeij.  f.  fic^  jum  ®e()cn  anfd^icEen,  aufbrechen). 

weigern,  3>ü.  iaÜ^oäjb.  weigarön,  mittc(t).  wei^-eru;  obetb.  ttJOigem, 
lanbfd).  auc^  »regem;  [c^web.  vagra;  »cn  bcm  a[tf)o^b.  weigar,  »crrocgen, 
£üf)n,  ba^cr  mittclf).  weigerlich,  jlotj,  fl:att(t(^;  alt{)öc^b.  weigari,  flolje  8Sec= 
f4)mat)un9,  @!cl,  no^  fc^njäb.  bec  Sßeiger;  ocr».  mit  weigen  2.)  1)  jiel. 
eig.  itwai  ftol^  »etfdjmdfjen  ob.  jucüif recifen ;  ühttt).  «tivaö  nid)t  anne(); 
men,  nid)i  3elt>ä()cen  ob.  (eifrcu  troUen,  gen?,  ^»mretgcrn  ([.  b.),  ßnno. 
tocrfagcn  (einem  eine  'Badjc  —  ;  ef)cm.  auä):  einem  einer  <Bad)i  (®cn.) — ); 
2)  rüctj.  fid}  einet  (2ad}c  (®cn.)  — .  ob.  fid)—,  etiva6  ju  t()un,  b.  t. 
feine  ^(bnei^ung  bagcgen,  feinen  6ntfd}(uf^,  cö  nid)t  ju  t{)un,  au6bcü(f; 
lid)  511  ecfcnncn  geben,  (ic^  weigere  miö)  beffen  ni^t;  er  weigerte  fiif),  mir 
JU  folgen  u.);  3)  jieUoö,  in  bcr  alteren  SRfpr.:  an  ob.  auf  einen  —  ,  b.  t. 
»on  bem  Urt()ci(öfpru^e  eincö  ®mö)t^  fid)  auf  einen  i)'6i)nm  l}iid)tet  becu; 
fen  (fr.  appeUircn);  bie  Sßcigcrung,  5)?.  -en,  iai  Söeiacrn  ob.  @id);n?ci; 
gern ;  uneig.  JBau!.  baö  butä)  einen  garten  SOSibcrl^anb  üert)inbertc  Einbringen 
ber  ^fäf)te  beim  einrammen;  bec  SScigcrung^faU,  ber  gaU,  ba  Semonb 
fid^  weigert  (im  SöeigerungSfalle  u.). 

SÖBcil)a(tar,  -bif^of,  -brunnen,  S[Bci()e,  id.,  k.  f.  unter  weisen. 

2Beil)e  ob.  Sßeil),  m.,  -en,  SO?,  -en,  im  Slcub.  auc^,  iebod)  weniger  r. 

bie' !l][Beil)C,  d)l.  -n,  (altf^od^b.  Jer  wio,  wiwo,  wiho,  wigo,  mitteli).  der  wiwe, 
wige,  wihe;  oberb.  ber  Sßcier,  SBei^er,  uielleidöt  auä  SBei  =  aar  entfl.;  nieberb. 
SBije;  585.  wa,  wi ,  wef)tn,  f.  b.  u.  »gl.  SSBannenwei)cr  unter  SBanne),  XHi- 
fd)iebenc  9\aubt>ogel,  inöbef.  eine  7kt  galfcn,  weld)e  nid)t  abgcrid^tet  wer- 
ben fönnen,  genauer  graue  2)?au6lvcif)e,  @abe[irei()e,  auc^  &abiU  ob.  ^üf)- 
ncrgeier,  ^üt)nerbicb,  Saubcnfal!,  ©to^öogel  ic.  genannt  (Mco  milvus) ;  in 
weiterer  SScb.  lterfd)iebene  anbete  Siilf<Jtt»^tt«n,  al6:  bie  ©umpf=,  2Äcoö=, 
^alb'f  2!Sanncnwci{)e  2c.;  au^  einige  (^cietatten,  al6:  bie  graue  SBei^e,  u. 
iie  Jpu^nerweit)c. 

2Bcil)e{,  m.,  f.  SOSeil. 

Weil)en,  jie(.  3W.  (goti).  veihan,  alt().  wihan,  mittelt).  wilicQ,  ^rät.  wihte; 
nieberb.  wijcn,  wigen,  f^web.  viga;  »on  b.  gotf).  veihs,  angclf.  vih,  altljod^b. 
wih,  mittcU;.  \v*nli,  @.  wihes,  fpdter  toei^y  al6  Sw.  f.  f)citig,  je/^t  nur  no(^ 
in  3[e§.  mit  .i&auptw.  erfjaiten;  oieUei(j^t  »on  bcr  SB.  will,  fanöfr.  vic,  tren= 
nen,  alfo  urfpr.  ,,abgefonbert"?  »gl.  jebo^  aud)  ia^  grie^.  ciyiog  u.  bai  lat. 
vovere)  1)  cig.  I)eing  mad)en,  f)eiligen,  ber  (^otttyeit  tvibmen  ob.  ju  got; 
te6bienfl[id)en  3iu«<fen  beflimmen,  Ocf.  fofern  es  bwä)  gcwiffe  feierlidjc 
^anblungen  gefd)ie()t  unb  einer  ^erfon  ob.  ©ac'^c  baburd^  eine  I)ö()ere  SBürbe 
ob.  Äraft  ertl)ei(t  wirb  (einen  jum  ^ricjier — ,  eine  Slonne  weitjen;  eine  Äir* 
d)e,  einen  Äitd)l)of,  Srob,  SBein,  SBajfcr  ic.  — ;  eine  geweit)te  ^oftie  Jc); 
ba{)cr  üud)  uncig.  einer  <Bad)e  eine  getviffc  ^eiligfeit  ob.  (5!)twütbigfcit 
t)etleil)cn;  2)  in  weiterer  u.  uncig.  Scb.  ju  itgcnb  einem  iüiitbigcn  ^wcdc 
ob.  £)ienftc  beftimmen  ob.  bacbtingcn,  jum  £)pfec  bringen,  feietlict)  iribs 
mcn  (5.  SS.  fein  Cebcn  bcm  2Satcrlanbc  — ,  fid)  bcr  Sugcnb  weifjen  :c.;  einem 
ein  S03cv$,  eine  ©d^rift  :c.  — ,  b.  i.  feicjli^  u.  förmlich  jueigncn  ob.  »ibmcn 


1852  mi^m 

jum  3dä)in  btt  SSerci^tung) ;  ait^  üUxi).  feietlxä)  ju  «ftuaS  befiimm«n  (fid^ 
bem  Sobe  toetfjcn;  bcm  S3evbcrbcn  gctt)cif)t  fctn;  oberb.  nid^t  geweift 
fein  ju  cttt)a6,  f.  nidjt  baju  befugt  ob.  ocrmögenb  fein);  —  bie  SBeif)e,  9)?. 
-n,  1)  (altb.  wlhi,  wihe,  »on  wih,  weif),  {)ctlig)  bie  ^^cKigfeit,  ba6  @c= 
iveit)t|'etn  u.  bie  babucrf)  erlangte  5Bütbe  u.  Äcaft  (bie  SBei^e  bcö  sptic^ 
ftcvö;  bii  üter  Sffieifjen,  in  bec  xöm.'Ut'i)ol  Äirdie  bie  »iet  ftrd^li(i^en  De* 
benggrabc;  ouc^  unetg.  mit  5JBei{)e  unb  ©atbung  fpred^en;  bie  SBet()c  bc6 
®id)ters  tc);  2)  (oon  weisen)  i)a$  2Beif)en,  f.  ».  m.  bie  2Bei()un9,  (^"^ 
Sßeif)e  oercirfjten;  bie  SSJcifje  ob.  SSei^ung  eincS  ^ncjtcrS;  bie  gafjnen«, 
©locfen-,  Äti-d^it)ei()e  ic.)'  ■ —  3fe|.  (meift  unmittelbar  oon  bem  alten  S3w. 
tt5  eil;):  bei-  Sßci(}a(tar,  ein  gcweifitci;  2fltai*;  ber  SSSei^btfd^of,  in  bct  röm.« 
fütljol.  Äircf)e  ein  gemei^tci-  S3ifc!^of ,  ber  !ein  eigeneö  Si6tf)um  b^at,  fonbern 
als  Sectretec  eines  wirfltc^en  SSifd^ofS  2Seil)ungen  u.  anbete  bifd^öfli^je  Jg>anb= 
lungcn  »evnd^tct;  baS  2Bei()brob,  ba^  gcn)etl;tc  SSvob  beim  2tbenbmal)l  (fc. 
^oflie);  bet  2Bet()brunnen,  alt  u.  oberb.  f.  SOS  eil)  w  äffet:;  S!Beil)Seffel ;  bie 
Söctt)fa|lcn,  0.  e.  (mittclf).  wichvaste,  ».)  in  ber  iatijol  Äird^e  bie  bcfonberS 
l)eil{g  ge{)altenen-  93ierteliai)rS»  (CiuatembcrO  gaften,  gi-ol)nfaftcn ;  bai  SBei^; 
gebet,  sgelübbe,  bec  äBeibgefang,  eingebet,  ©elübbe,  ©efang,  womit 
man  etwai  weiset;  ba§  Sßel^gefd^enf,  ein  einer  @ott{)eit,  einem  .^eiligenK. 
gcwciljteö  ©efd^en!,  j.  B.  ein  aSeif)gemalbe  u.  bgl.;  bec  äiSeil^feffel,  ba% 
feffelförmige  dJefäp  jum  SJeibiuaffcr;  i)a$  SBeiblieb  (mittelf).  \vichliet) ,  ei« 
l)eit{gcr  dJefang;  bie  Söeif)meffe,  eine  !atf)ol.  SÄeffe,  mit  weld^er  etwai  gc 
tt)cil)ct  voitb;  bie  2Beibnarf)t,  eine  ge»cif)te,  l)cilige  Stadjt,  inSbcf.  f.  ».  w. 
bie  C^riftnad^t,  b.  i.  bie  G5eburtSnad)t  6f;ri(ti  (mittell).  wihenaht) ;  baljec  bie 
S5Sei()nacl^tcn ,  alg  fSlehvi).  (oberb.  bie  SBeiljnd'c^ten;  entjl.  au6  bem  älteren 
^at  ber  9!Kel)r^. :  ze  wihe«  nehten,  Milieu  nahten)  bci^  d)rifHi(!^e  geft  jum 
2Cnben!en  ber  ©cburt  Q^xi^i  am  25jtcn  Scccmber,  bag  SBei()nad^täfefl,  (j. 
S.  bie  SBeil)nac^ten  finb  naf)e;  nä'c^fie  2Bcif)nad)ten  ic),  l)auf{g  auc^  mit 
SBeglajfung  beö  3CrtiEclS  alö  dini^eit  betradjtet  (§.  S.  SBei^nat^ten  ift  naf)e  Jc; 
»gl.  Oflern  u.  ^ftngften);  ba  man  ju  btefem  gefte  Äinbcrn  u.  anbern  ^erfo* 
nen  @ef(^enfe  ju  madjen  pflegt,  fo  fagt  man  im  gemeinen  ßeben  au^  (ber) 
5öeif)n achten  ob.  (ba§)  SBeibiiad)t  f.  ba6  2Beif)naci^t6gefc^enf:  bet 
Sßeil)na(^t6abenb,  ber  "Kbenb  »or  bcm  aSeiljnac^tSferre;  ber  2Bet'f)nacf)tg; 
bäum,-  ein  mit  ßid^tern  erl)eUter  u.  mit  9fafd)»er!  jc.  bct)ängter  SSaum ,  bcn 
man  jur  grcube  ber  Ätnbcr  am  SSct()nac^tSabenb  aufftcUt;  bie  SScii)nai^t^f 
feler;  bie  aBciI)nad)t^frcube,  -gäbe;  ber  SBeibnad)t»mrtrft,  ein  um 
SBeil;nad)ten  gel)altener  3al)vmar!t;  bet  2Sei()nacI)t6morgen ,  #tag,  bie 
2öeil)nad)tg5eit  jc;  bie  3öeil)nad^tSrofe,  lanbfc^.  f.  fc^marjc  Siicswuti; 
ber  2Beif)raud^  (aUb.  wihrouh,  wiherouch)  1)  cig.  einer  Qiott^eit  geh?cif)tcr 
ob.  alg  Opfer  bargebrac^ter  n)ol)lried)enber  fRauä)  (»gl.  JWaud^opfer),  noö)  ie.^t 
hei  bet  fat^ol.  SOkffe  übli^ ;  2)  ein  ju  bicfem  3«)cc!e  in  gcuer  ob.  auf  Äo'^lcn 
üerbranntcS  wol)ln'ed^enbcä  S^a^  von  einigen  auSlanb.  SQ3ad^f)olberarten  ober 
anbeten  ©ewäd^fen  (aBeifjtaucl)  ftrcucn,  opfern);  uncig.  f.  Äu^ctung  ber  23er» 
el)vung,  Cobpteifung,  bcf.  übertriebene,  fd^mcic^etnbe  (einem  aseil)rauc^  jtreuen; 
allen  f&eii)vaüdj  an  Semanb  »erfdjwenben) ;  wilber  SBeil)rau(^,  bie  bei« 
len  ^arjförner  Don  Sannen  u.  gtd)tcn  in  bcn  2(meifen{)aufen ;  2Beil)raudi, 
aud^  eine  2Ctt  SBeintrauben  üon  cigentl)iimlid^  »artigem  ©ctud^  u.  ®ef^mad6 
(fr.  SDfnecatcUer'SBcin) ;  bie  Siöei{)raud^bü4fe,  baö  2Betf)vauc]^fafä  k.;  bie 


mn)it  —  »eil  1853 

SBei()rnuciÖf{cfcr  ob.  *fid()te,  eine  "Kü  notbamenfan.  Ätefctn,  mlä)t  ein  fei« 
ncS,  tt)oI;Iricc^cnbcS  J^arj  liefein,  aii^:  ber  SBeifjcaucl)  bäum;  bcii  ^ci(); 
vaud()fraut,  lanbfc^.  f.  bie  gemeine  ^afctourj;  bie  Söcil^vaud^laubc  ob. 
bu  S[ßei()raU(i)flraucf),  ein  auglänb.  ©taubenge^oäcfce ,  üon  »ctc^em  ber 
SD3c{(;cau^  ^cifommcn  foU,  gew.  für  eine  2(ct  be6  Sadjf^olbcrö  gei)alten  (ju- 
niperus  thurifera  L.);  bec  -$ÜSei{)raud^Ü09Cl,  lanbfd).  f.  ^fingjl-  ob.  Ättfd)« 
ooget;  bi«  2ßei()rnurf)tX)oIfc,  eine  SSolBe  oon  S[öei()raud)bampf;  bie  Sßeii)- 
raud)WUr5,  ranbfdj.  f.  SloSmaiin ;  ba§  23ci()fa(i5,  .flereci^eteö  Salj  in  bcc 
wm.=fat^oI.  Äir(^e;  bct  2ßeil)fc^cffel,  ti)m.  ein  füc  eine  Äivc^e  bcftimmtc^, 
geweitjteö  SJKa^  ©etreibe  (niebcvb.  Söifd^cpcl,  »üorauö  SBiöpel  entp.  ift); 
bie  3ßcii)fleuer,  c()cm.  bie  einem  neu  antretcnbcn  "Kbt,  SSif^of  ic.  »on  feinen 
Untert{)ancn  ju  entcict)tenbc  ©teuer;  bec  23cÜ)trunf,  ein  gcreeipter  SrunE; 
ein  Srun£  gur  SBciije  ob.  SBcif;un9;  bai  SBeit)tUQf|'er,  Qcmdi)tiö  SBaJTcr  gur 
Sefprcngung  ob.  SSene^ung  in  ber  röm.-^EaU^oI.Äirdje;  bec  S[Bci()n)eb?I,  (mit= 
telf).  wihewadel;  »gl.  SBcbcl)  bcr  SGBcbcI ,  mit  wetdjcm  baö  SBei^iwaffcr  gc= 
fpcengt  wirb. 

2Bcil)er,  m.,  -Ö,  £0?.  m.  ©.,  (aU^OÖjb.  wiwari,  wihari,  wjari,  mitte(t). 
wiwaere,  wiaere;  oberb.  SBeier;  öom  lat.  vivarium,  gifi^be()ältev)  oberb.  u. 
biä)t.  f.  Seid),  bcf.  gifd)feid);  ber  2Beif)erampfer,  tanbfc^.  f.  2BafTeram= 
pfec;  btc  2Bei{)erbinfe ,  f.  ©ee«  u.  ©umpfbinfc;  ber  2ßeil)erftfrf) ,  f.  d.  id. 
S^eit^fifc^;  bcr  S[iBeil)erfu(j,  f.  2ßicfen()a^nenfu^;  ha6  2Beii)erl)au§,  QnUr\> 
t)äu6d)en  in  einem  SBei^er;  bie  2ßeiI)erfolbe,  9iof)rfolbe;  ba^  SBei()errieb 
ob.  :^  rol)r,  SBajferrofjr. 

SBeibfajlcn ,  f^^Ht,  «gefdienf,  4ef[el,  2Beil)nad)t,  2Öei(;rauc^  k. 
—  2öeil)webel,  f.  unter  n>ei()en. 

SBcil,  m.,  -eg,  9}?.  -e,  oberb.  (aud^  SB  etel,  SBeiI;eI,  Söeic^el,  SBei« 
lec;  nid^t  uon  »eifjen,  fonbern  u.  oU^oc^b.  wilo,  mittdi).  vUe,  wil,  wiler, 
=  (at.  velum)  ber  <^d)Ieler  ber  Spönnen;  ia^tt  wtikn  (ob.  wtifyiln), 
jiel.  3w.  (mitteli).  wilen;  aftijoc^b.  wilon  =:  lat.  velare,  uer{)uUcn)  f.  mit 
bem  @d}leier  v>ec()üUcn,  burd)  ^(niegung  beS  ®d)(eiet;ä  einreiben  it.  tvei; 
f)en,  (geiüeiltc  Sungfrauen  Jc). 

wnl,  unterorbnenbcö  SSbro.  ob.  giigewort  (cntfl.  auä  bem  2Ccc.  „bie 
Sßcile",  bQ{)er  et)cm.  audj:  bieroeil,  oUbiejücif;  aIt(;od^b.  i)ei^t  dia 
hwila,  mittel^,  die  w-jle:  bie  3eit  über,  fo  lange,  unterbcffen;  dia  hwila 
UDZ — ,  die  wjle  daz  ob.  nnde — ,  oberb.  bic  SB  eil  unb  ob.  böfS — :  fo 
lange  oß  ob.  bafS  — ;  bann  flel)t  au^  bfo^:  die  wile,  bicweil  u.  enblic^ 
»»eil  f.  fo  lange  alö  — ,  tt)äl)ccnb— ,  miä)e  Seb.  erfl  in  ber  neueren  ©pra= 
^i  in  bie  urfdc^li^c  übergegangen  ijl,  in  welker  bie  aüe  ©prad^c  hwanta, 
hwanda,  wände,  wan  gcbraud^te)  1)  alt  u.  lanbfd;.  jeitbeftimmenb  mit  bem 
S^egriffe  ber  gteic^jcitigen  •Dauer,  f.  c.  w.  fo  lange  alg,  Jvdi)renb,  inbem, 
(j.  85.  weil  bie  Sßelt  |tei)t;  baö  Sifen  f^micben,  rccil  cö  roarm  ift;  lanbfc^. 
gem.  c6  regnete,  weil  wir  ausgingen,  u.  bgl. ;  angelf.  hvile,  engl.  >vhile, 
whilst);  2)  ie|t  in  ber  SRcgcl  begrünbenb,  u.  jwar  bef.  bie  Urfad)e  eineä 
<3,cln6  ob.  SSoigangeg  u.  beii  Jöeiveggrunb  eines  SbunS  auSbrücfenb  (j. 
S.  bie  Säume  erfrieren,  md  c6  falt  ift;  iä)  lobe  ii)n,  weit  er  es  oerbicnt; 
»eil  er  fran!  ijt,  fo  fann  er  nic^t  auägcf)en),  ücrfc^.  »on  ba,  »elctjeö  meJ)c 
ben  aSeweiögrunb  eines  ©c^luffcö  ob.  einer  Se^auptung  bejcic^net  (j.  fS.  eS 


1854  miiawh  —  Sßeila* 

mufö  Mt  fein,  ha  bie  Soumc  ctfmtcn;  i>a  it  unorbentHtJ^  lebt,  fo  !ann  « 
ntd^t  gcfunb  fein). 

weilanb,  9tro.  bet  3eit  (nici)t  ouö  bem  9Ätt>.  treifenb  entft.,  fonbem 
auö  bcm  Seit,  ber  9Kcf)rf).  „ben  SB  eilen";  im  2(Itb.  fielet  ia  den  hwilon, 
den  wilon  f.  ik  3eit  übev,  fo  lange  jc,  u.  blo^  hwUom,  wUon,  mittelf).  wi- 
len  f,  gu  Seiten,  jur  3eit,  jc|t,  ju  einer  3eit,  j?ocmal€;  wilon  —  wHon  f. 
balb  —  balb;  egl.  bi  wilen,  under  wilen,  bisweilen,  jutt) eilen  K.;  jeneS 
wilon  get)t  aber  fi^on  feit  bem  12.  ^a'i)tf).  in  wilont,  wilunt,  wilent  über,  ba» 
t)er  imfec  njeilanb)  urfpr.  eig.  jur  B«it,  ju  feinet  3«it,  ju  cinec  3«it,  ba= 
f)cc  f.  normale,  ttovbem,  einfl,  mei]!:  ült.  (j.  S.  bibl.  wie  waren  »eilanb 
unweifc;  bcr  un§  weilanb  üerfolgete  ic);  ie|t  no^  gebr.  üt§  unbiegf.  S5w. 
»or  ben  Slamen  ob.  Sitein  »erflorbener  ^erfonen,  bef.  jur  SSejeic^nung 
i^reg  »ormaligen  3uj!anbe§,  SSerufeS  jc,  ftnnt».  üormatig,  geivefen  (j.  SS. 
mdn  »erflorbener  grcunb  91.,  wcilanb  ^rebigcr  ju  S3.;  Äanjl.  ber  »eilanb 
J^odjgcbovcncu.)' 

SBeile,  iv.,  9?f.  (feiten)  -n,  S3er!(.  bn§  2öci((f;en,  oberb.SBeilelein,  (gott). 

hveila;  altl)odlb.  liwila ,  wila;  mittel^,  wile;  altfcic^f.  hwila,  angelf.  hvile, 
engl,  while:  oberb.  bie  SBeil,  nicberb.  SBile;  ^joln.  chwila;  egl.  ba§  fan§!c. 
kaia,  3eit)  1)  iiberl).  bie  3citbauer,  3ctt,  ein  längerer  ob.  förjerer  3«it* 
raunt,  o{)ne  bcjlimmte  S5cgrcn§ung  gebockt  (j.  S5.  »or  einer  fleincn  SSeile;  eS 
bauert  noc^  eine  SDSeite;  in  einer  fleinen  SiSeile,  ob.  über  eine  !leine  SBeile; 
ein  2Beild)en  auSrutjen,  warten  ac;  nad^tlic^er  SSSeil«,  b.  i.  Ui  nö^ttic^er 
3eit;  fpric^w.  gut  Sing  will  SScile  f)aben;  —  in  üielen  formen  neben* 
»örtlich  gebroud^t,  gIS:  eine  S3 eile,  b.  t.  eine  3eit  lang,  oberb.  au^  f. 
einflmalö,  el)cmalö,  weilanb;  bie  weil,  f.  b.  u.  weil;  alle  SBeil  e  ob.  jgef. 
olleweile,  lanbfd^.  f.  immer,  u.  f.  eben  iegt;  ber  SBeile,  ggef.  berweil 
f.  unterbeffen,  injwifd)en;  mittler  SBeile  ob.  mittlerweile;  beiwei* 
len,  mittetl).  bi  wileu,  je^t  cntjtellt  in  bisweilen,  f.  b. ;  fo  aud):  un» 
terwcilcn,  juweilen,  f.  b.);  2)  insbef.  bie  3eit  in  ^tnftd)t  t^rer 
2(ugfüUung  ob.  SSerroenbung,  u.  in  engerer  SBeb.  n\i)\Qt  (gcfc^aftlofe)  3cit, 
5)?uf  e,  fKul)(,  (SGSeile  ju  etwas  baben,  fi(^  bk  SBeile  ju  etwas  netjmen ;  alt 
u.  oberb.  ouc^  im  ®cn.  ber  SBeile  t)abcn ,  fi^  ber  SBcile  nc{)men;  fpric^ro. 
eile  mit  SBeile!  —  He  SBeile  plagt  i{)n,  b.  i.  bie  müßige  ^cit;  einem  btc 
SBeile  »ertreiben;  lange  SBeile  ob,  Snngeweilc  l^aben,  f.  u.  lang;  »gl. 
Äurjwcil;  S3ergw.  bie  SBeile  f.  5Kuf)cjcit,  geicr^unbe,  j.  35.  in  bet 
SBeile  arbeiten) ;  3)  ef)em.  auc^  f.  ein  bejiimmt  begrenzter  Seitraum,  bef. 
eine  ©tunbe  (ber  tog  fjat  12  weil  jc);  —  weilen  1.  3w.  (gotl).  hveilan, 

gahveilan,   altf)0d^b.  hwil(5n,   mittell).  wilen;   altnorb.  U.  ft^web.  hvila,   bän. 

hvile,  ru^en;  engl,  while),  je^t  bef.  Uö^tf  gew.  weriuellen,  1)  giclloS  m. 
Ijaben,  ruf)en,  nn  einem  £)rte  ob.  in  einem  3uj!anbe  bleiben,  t)erf)arren,' 
fid)  auff)a(ten,  jögern,  faumcn,  (er  weilt  auf  bcm  8anbe;  wir  biirfcn  l)iet' 
nid^t  lange  weilen;  etwas  ol)ne  Sßcilcn  beginnen);  2)  jiel.  einen — ,  bi(i}t. 
f.  au|-()a(tcn,  jurücf polten;  el)cm.  anä)  rüctj.  fid)—,  f.  uerjiet)cn,  lang« 
wierig  werben;  —  3fc(s.  bie  SBeKavbeit,  Sergw.  3(rbcit  in  ben  geicrftun« 
ben;  ber  Sffieitovt,  3(ufentf)altSort;  bie  Sßeilscit,  2fufentt)altS' ob.  «Ruliejeit. 

weiten  2.  3w.,  ber  Söeiler  1.  f.  unter  SBeil. 

SBcitcv  2.  m.  (auc^  f.),  -6,  5)?.  tw.  S.,  (altl;oc^b.  wilari,  wJlare,  mit* 
teil),  wilacre,  wiler;   engl,  vill ;  t».  lat.  villa,   Canbgut,  villaris,  e,  jum  8anb« 

gute  geljöcig;  »gl.  bas  altb.  wila,  SBeil  in  Ortsnamen,  wie  3Jotl;weil,  Suj* , 


$Beif)mutf)§ftc^te  —  2Bctn  1855 

weit,  unb  SBcilcr  in:  SBobcnweiter  u.  o.  m.))  fcef.  otetb.  f.  eine  fteine 
(anblldje  ^rtfd)aft  o{)nc  S^kdjt  u.  eigenes  ®end)t,  ju  ftein,  um  ein  Sorf 
genannt  ju  »rerben,  lanbfd).  audj:  ein  9iieb  (f.  9?icb  2.). 

2ßeimutl)§ftd^te  ob.  ifiefcv,  £0?.  -n,  eine  2(rt  giopei-  9iabclf)orjboiime, 
»cl^e  »on  bem  engl.  2orb  S3Sci)moutt)  auö  SSirginien  unb  öanaba  in  9torbs 
amcrifa  juetft  nad^  ©uropa  »crpflan^t  u.  nad;  ifjm  benannt  finb. 

SBcIn,  m.,  -e3,  9)?.  (oon  »crf^icbcnen  '^rten)  -e,  (gotf).  vein,  f.,  oub. 
win,  m.,  oltfad^f.  angelf.  norb.  vin,  nieberb.  SBten,  engl,  wine;  entlef)nt  t>on 
bcm  (at.  vinum,  bafjer  qu^  franj.  vin,  =  fanSfr.  vina,  gried).  oh'og),  1)  etg. 
bet  a(g  ©etranf  bienenbc  auö^epceffte  <Saft  bet  SBeintrfluben ,  nad)bcm 
er  gegolten  l)aty  »erf^.  SKojl,  (junger,  alter,  fiifjer,  faurer,  rot(;er,  weijjer 
IC.  Sßein;  SOScin  trin!en;  fic^  in  SBcin  berauf^en;  SSSein  abjief)en,  b.  i.  auf 
glafdjen  füllen;  mit  SBein  ^anbeln;  ju  «Beine  geljcn,  b.i.  in  ein  S35cinl)au§  jc, 
um  SBein  ju  trinfen;  »erfdlicbcne  2Beinc  im  ÄeUer  Ijaben;  gute,  f^lec^te 
SBcine  u.;  SRliein;,  gÄojel',  "^tani--,  Ungarwein  n.;  einem  reinen  ob.  !(aren 
f83ein  cinfd^enfen,  uneig.  f.  iljm  bie  SBat)rf)cit  fagen);  2)  ba6  ©cira'd)6,  bef? 
fenSilrauben  ben  2Bein  geben,  als  ©ommelw.  (SBein  bauen,  pflanjcn;  ben 
SBein  bewarfen,  fd)neiben  jc.;  ber  SBein  blüf)et  ic.);  lanbfd^.  aud^  f.  bie  grudjt 
beg  5BeinfIo(f6,  5Seintinubcn,  als  ©ammclw.  (SBein  effen  ic);  3)  in  »ei* 
tecec  S3eb.  jebeä  mi  anbeten  ^5rüd}ten  bucd)  ©a^rung  bereitete  geiftige, 
b.  f.  5Seingeijl  (3a!of)oI)  cnt{)altenbc ,  ©ettanf,  in  3[e^.  trie:  Scanntwein, 
Obft-,  3i:pfel*,  Äirfd^=,  SofianniSbcerwein  jc;  —  3fc^.  ta  2Beina^}fel,  eine 
2frt  »einfaurer  tpfel;  ber  2Beinbnu,  2tnbau  bes  SBeinflodcö;  ber  2Sein= 
baucr  1)  -ö,  5)?.  w.  (5.,  wer  SQSein  baut,  SBeinbau  treibt;  2)  -n,  ?0?.  -n 
(o.  35  au  er,  Canbmann)  ein  Canbmann  ob.  ®orfben)cl)ncr,  beffen  ^auptnal); 
rung  im  SOScinbau  beftcbt,  SBinjer;  bie  Söeinbccrc,  bk  SBeeren  ber  5[öein= 
traube;  bair.  aud^  f.  3cf)anniäbecre;  ber  SBeinbeerfcm ,  ©amenBern  in  ben 
SaSeinbeeren;  ber  SBcinbeerfuc&en ,  bie  fiid^enäf)nlic^cn  5OTaffen  »on  SBein« 
bcerl)ülfen  ber  auggcprcJTten  aScintrauben;  ber  SBcinberg,  ein  mit  5Öein= 
flöden  bepflanjter  S3erg  ob.  >?)ügel,  u.  einzelne  Sf)eile  bcgfetbcn;  in  weiterer 
S8eb.  au^  f.  SBcingartcn,  SJBcinpflan^ung  übcr^.;  bie  SBeinberc^grifrc,  f.  ». 
w.  gelbgrille;  bie  SBeinbergfc^nccfc ,  eine  ?frt  eföbarcr  ©c^necJen,  hk  ftd) 
befonberö  in  5Beinbcrgcn  cuffjalten;  bci^  SEcinberg6fci(,  in  aBöt;men  ein 
8ängenma(}  »on  64  (SUcn  ?um  SKcffcn  ber  SBeinbergc,  »eifd).  2anb=  unb 
SJBalbfeil  (f.  b.);  bie  Söeinbirn,  eine  2(rt  faftiger,  weinfaurer  SBirnen;  i>(i§ 
2ßcinblatt,  ia^  SSlatt  bc6  SBeinftodfö;  aud^  f.  ber  n-cipc  ob.  S3erg;2Cl)orn; 
bie  SBeinblume,  lanbfd^.  f.  bk  IRcbenbolbe;  9?adbtEerjc;  ber  rottjc  ©tein» 
bred^;  bie  9ßeinbliit()e,  S3liitf)c  be§  2ßcinjloc!S;  bfc  3cit,  njenn  ber  SBcinflocE 
blüljct;  bie  Söeinbrü^c,  eine  axii  ob.  mit  SGJcin  bereitete  Srüf)c;  bie  -5öein= 
hütU,  eine  SButte,  in  welche  bie  gclefenen  SBcintraubcn  gelegt  u.  barin  in  bie 
Äelter  getragen  werben;  bie  Sßeinbroffel,  eine  2trt  25rofTcln,  roeld^c  fid^  t5on 
3nfccten  u.  au^  üon  SGSeinbeeren  na^rt,  aud^  JRotb',  SBci^-,  SDSinter^,  ^eibc», 
SBerg',  3iepbroffel  jc.  genannt;  »erfd).  »on  ber  ©ingbroffel,  weld^c  jeboc^  oud^ 
55Jcinbrof fei  genannt  wirb;  ber  SOBeinbunfl,  ber -Dunft  oom  SBein,  trcl» 
d)cr  ben  Äopf  einnimmt;  bie  SBeinemtc,  f.  o.  w.  SBeinlefe,  f.  b.;  ber  2Scin' 
cfftg,  auö  SBcin  bereiteter  Offtg;  ber  SSSeinfac^fev,  f.  gcc^fcr;  ber  3öcin; 
falter,  oberb.  f.  ©d^mctterling;  ba<J  SBcinfafä,  ein  gafö  ?u  2Bcin;  uneig. 
gem.  f.  ein  flarfer  SBeinjec^er:  9?aturf.  eine  2(rt  ^ofaunenfc^neden ;    bie 


1856  .      -  ^än 

SBeinflafc^e,  eine  ^ia^ö)t  ju  «SBein,  ob.  mit  SBcitt  gcfuUt;  bec  SBeinfüüer, 
jDer  SBcin  in  glaf^en  ob.  gdlfcr  füllt;  bic  SBeingabel,  gabelförmige  ©pi^e 
bei-  Söeinvanfcn  (ügt.  ®abeO;  bec  2ßelngat)en,  att  u.  obecb,  f.  aScinlaben, 
223ein!clICL-  (t»gl.  ®abcn);  bie  SBeingal)rung,  bic  ©ä^cung  bcg  SBeineS,  u. 
in  iücitfucc  SBeb.  über^.  bic  gcijiige  ob.  »oeinic^te  ©äfjtung  eincö  ©tojfeS;  bei* 
Sßcingarten,  (altb.  wingarto,  wiugarte)  eiiK  SBeinpflanjung ,  bcf.  in  ber 
ebene,  j.  U.  v>.  SBeinberg;  ba§  Sßeingartengrün,  lanbfc^.  f.  tiaä  SBalbbin* 
ge(!i-aut;  ber  2Bctngartcnfa(at,  f.  Slapunjet;  bei- SSeingärrncr,  ein  ©dct» 
ncc,  rcetd^ec  fic^  öorne'pmlid)  mit  SBeinbau  bcf^äftigt;  bec  Söeingartüogel, 
tonbfd).  f.  bk  fSJeinbi-offci ;  ba^  Öödngebtrge,  ein  mit  2Sein  bewac^feneS 
(Sebicgc,  eine  dldl)C  »on  SSeinbei-gen;  bie  SSeiltgcgenb,  eine  Q5egenb,  in 
«jcldjec  Söein  gebaut  xok^;  bit  Sßeingelj!,  bec  gcijligjte  Sejlanbtf)cil  beö 
SBeineä;  eine  auö  bem  SBeine  fb.  ÜBcanntwein  abgezogene  tt>affei-{)cUe,  brenn« 
bare  glüffigfeit  (fr.  Spiritus  viai,  2Ctfoi)oO;  ba^  SBeingcIag,  f.  ©clag;  ba^ 
SBcingclänber,  f.  ©elänbcr;  TOe[ngc(el)Vt,  SB».,  fc^ecjf).  f.  gränblid^c  Äennt« 
nifö  üon  ben  SBcinen,  ibrcr  ©iitc  jc.  f)abenb;  ba^  5Beingla5,  ein  Srin!glag 
ju  SSein;  bie  SBeinglutl),  bic  cr^i^cnbe  Äraft  bc6  SBeincs,  u.  bk  iixxä)  bef* 
Jen  ©cnufs  crjeugte  .i^i^c  im  ISlnt^;  bec  SBeingott,  alte  gabelt,  ber  @ott 
beö  SBcineß:  Saccus ;  roeingrait,  SSro.,  garb.  ein  bur^  3Jli[4)ung  eon  Siot^ 
unb  ©^raarj  entftcljenbeä  ©rau;  weingrün,  SS».,  1)  gvün  wie  SBcinlaub;. 
2)  ein  weingrüneö  gafö,  b.  i.  ein  gaf§,  toclc^cö  fti^on  mit  SßScin  gefüllt 
»ar  u.  ba{)er  niäjt  mc^r  ben  frifc^en  ..^oljgefd^macE  mitt^eilt;  b^\^  SSein* 
grün,  üerfd)iebenc  spflanscn,  aU:  bai  SSintergrün ;  ber  SSarlapp  ob.  baö 
Äolbenmooö;  ba^  SOSalbbingelJraut;  ber  2Beinguf§,  2(u6gie^ung  bcS  SBeincö 
als  Dpfer  (jv.  fiibation);  bie  SSeinl)acfe  ob.  «t)aue,  eine  ^actc  gum  2(uf* 
lotfern  ber  (ärbe  in  ben  SSSeinbergen;  bec  2Bein()anbcl,  bic  SSeinljanblung ; 
bec  SBetn()änblcr;  bec  SBcinI)a{]'er,  wct  ben  SSein  ^ajft  u.  ftd)  bcffcn  cnt* 
t)ält;  bci§  2Beinl)au^,  ün  ^auS,  in  welkem  SBein  gefc^enft  rcirb;  bec 
2BcinI)eber,  f.  ^eber;  bie  2Öein{)efe,  gew.  9)f.  ^einl)efen,  f.  Jpefe;  bec 
SBein^efcnbranntraein,  aus  Sßeinf)cfen  gejogenec  Srannttrcin;  i'üeinl)efen« 
grau,  S5m. ,  gdcb.  eine  garbe  auf  Seibc,  auS  ber  Scül;c  bcS  ©elbl)otjeS, 
SScafilienljolgcS  jc.  entftel)enb ;  ber  SSein^err,  tanbfc^.  sRat^äl) crren ,  weldjc 
bie  SöeinfcUer  bcauffi^tigcn ;  bag  SBeinl^oIj,  baS  ^olj  beö  SBeinj^odS ;  bec 
S35cin()ügel,  gen?.  SSeinbcrg.  f.  b.;  bie  2öein{)ülfe,  ^ülfe  ber  SBeinbcere; 
bec  2ßcinl)üter,  ^üter  ob.  SBäcöter  ber  SBcinberge.  SBeinbergSljüter;  ba^ 
2Beinja()r,  ein  Sa^r  in  2Cnfel)ung  feiner  gru^tbarfeit  an  SSein  (ein  guteS, 
ob.  fc^lcc^teS  2i3einial)r) ;  bec  SBeinfäfer,  f.  o.  w.  S)tuUcrfdfcr  ob.  SBalfec;, 
bie  SBeinfaltfc^alc,  f.  Äaltfd;ale;  bic  SBcinfanne,  f.  .Kanne;  bec  Sßein«, 
fauf,  1)  ber  Äauf  von  SScin;  2)  (mittelf).  wiukouf;  front.  SSinEojf;  niebecb. 
2Bien!oop)  jum  3eic^en  eincS  gcfc^loiTcnen  ÄaufeS  pon  beiben  Sl)eilca  getrun»; 
!cner  Sßein,  bai)cr  uneig.  iibcrl).  bii  Seftättgung  cineS  gcfc^loJTcnen  ÄaufeS 
ob.  23evtrageS,  ouc^:  ficitlauf  (f.  b.  unter  Seit);  lanbf^.  auc^  f.  bic  8ef)n* 
waarc  (f.  unter  2c^en);  bec  SßcinfcHer,  f.  ÄcUer;  bec  SBeinBcüncr,  ein 
bem  2Gcin!cUec  norgcfe^tec  Äellncr,  f.  b.;  bie  Sßcint'clter ,  f.  Äclter;  bec 
SBcinfcnncr,  rocr  ben  SBein  nad^  2(rt,  ©üte,  2(ltcr  ic.  !cnnt  u.  ju  bcurtt)ei» 
len  öcrftelpt;  bie  SBcinfenntnifg;  bec  SBcinfern,  f.  o.  w.  SBeinbeerüern; 
bec  2ßcinfiefcr,  oberb.  (ogl.  üefen),  ob.  SBeinf öfter,  »er  baju  angejlcUt 
ijl,  fccn  einge^cnbcn  2Bcin  ju  foften  u.  ju  fc^ci^en,  um  bii  baocn  gu  entric^tenbe 


SBein  1857 

2(63060  ju  bcftimmcn;  bie  SBeinfirfc^e ,  cme  3ttt  wcinfaurcc  Äirfd)£n  (fr. 
2(marcUc);  ranbfd).  f.  bic  SoUfirfc^e;  ber  SBcinfod),  fdjcrjf).  «Benennung 
bcö  ?Ofonatö  ^{uijufl,  beffen  ©onncnfii^c  bcm  SBcine  bie  JRcifc  ^cben  muf6; 
bic  2ßcinfranf()cit,  eine  fauv^  bcn  ©cnufö  oerborbencn  ob.  üci-fä(f(^tcn  SDBei» 
ncg  crjcugtc  Äran!fjcit;  bet  SBcillfranj,  ein  oiiögcfjangtcr  Äcanj  alö  3eic^en 
cineg  2Beinf)aufc6;  ba6  SBctnfl'aut,  uirfc^icbenc  ©creac^fc,  afö:  bie  Jßie» 
fenmiubblume ,  ob.  bic  Äüd)enfrf)[Uc;  bcc  gemeine  SJävIopp;  bie  ©artm»  ob. 
SBeini-autc;  ber  Sßeinfrug,  f.  Ärug;  bic  2Beinfufe,  f.  Äufe;  baS  SBein^ 
läget,  1)  ba^  ^oljgcrüft,  auf  »reldjcm  bic  SBcinfaJTcc  liegen;  2)  bcr  gc 
fammte  aSorratt)  »on  Sßcin  in  S'^fT*'rn ,  bcc  ccrfauflid)c  Scrvatfj  einer  SScin- 
{)Qnblung;  bai  SBcinlartb,  ein  Sanb,  in  »eitlem  SBcin  gebaut  iüitb;  baS 
Sßetnlaub,  Saub  bi&  SBeinftoctce ;  bie  SBeinlaubc,  eine  mit  SBcinftöcEcn 
bcpflanjtc,  mit  S[Scinran!cn  umjogene  Saube;  bec  Sßeinlaud^,  eine  3trt  ivi(« 
ben  Saudjeg  oon  wibrigcm  ©crud) ,  aud}  (^elb«,  ^unbälauct)  (alHum  vlneale 
L.);  bie  2Scin(rrd)c,  >^aubcnlei-d^c ;  bic  SBBeinkfe,  baö  JCbicfcn  u.  einfam- 
mcln  bei-  reifen  SBeintrauben,  bie  SBciiiernte  u.  bic  3cit  bcifctben ;  bcr  2Betn* 
lefer,  bie  SBcinteferinn,  wer  bcn  5S5cia  in  bcc  Scnte  cinfammelt;  baS  SBctn« 
lieb,  ein  Sieb  auf  bcn  Sßcin,  ob.  Ui  einem  2Bcinge(age  in  fingen,  Scin!(icb; 
bie  S55einma{)rte,  (mUtdi).  wmmert;  ogl.  SQlofjrte  unter  mähren  2.)  lanbfc^. 
f.  SBcinBattfd^atc;  bcc  SBctnmangef ,  «Dränget  an  SBein;  bcr  SBcinmann, 
50?.  bleute,  ütt.  f.  sajin^cr;  SBcinfc^jcn!;  ber  SQ3einmar!t,  öiientl.  ffitcfauf 
Don  SBcin,  fo  wie  bii  3cit  u.  bcr  £)ct  bcefilben;  bag  SSctnmap,  ein  SOiaf 
gu  SSSein,  ob.  wonach  bec  ^i\n  gcmcff^n  '.üirb;  bcr  S[Betnmet|ler,  an  .^c« 
fen  *:c.  ein  SScamtcr,  tve(d)er  bic  Sßeinbcrge  u.  2Beinüocrat(;c  unter  2(uffic^t 
i)at;  bcc  SBeinmetb,  SKet.^  (f.  b.)  oon  ^onig  unb  SBcin;  bcc  Sßeinmonat, 
bcc  93Zonat  bcc  SSScinlcfe :  £)!tobcc;  bie  SBeinmotte,  eine  3(rt  ?Kottcn,  bit 
fi^  ouf  ben  SBcinflödcn  auff)alten;  bvVS  2BeiniTluä,  ein  öon  JSScinbeccen,  ob. 
mit  23cin  bereitetet  5OTu§;  bic  SScinmuttet,  f.  0.  w.  2Bi'inf)cfc  (f.  ^ütttt 
2.);  ba6  SEeinnacjelcin,  obcrb.  f.  bic  Scrbcciöbeccc  ob.  Serbcri^e;  ba^ 
SBeinöl,  ©djcibcf.  ein  auö  ®d}ircfe[=9^apf)tf)a  ge^ogcncöÖI,  auc^ :  füpcS 
aSitriotüI;  bic  Söeinpalme,  eine  'JCrt  '$)aimcn  in  Oflinbicn,  auö  becen  Stu» 
menfci^c^cn  bcc  ^almwein  gewonnen  wiib;  bcr  2BeinpfaI)(,  ^pfa^t  juc  SSc« 
fcftigung  cincö  aScinftocfg;  bie  SBctnpfirfirf) ,  eine  2(ct  bunEcltott)Cc,  rcein» 
fducclid)cc  ^ficftd;e;  bie  SBeinpflaume,  eine  2Cct  rötf)Iic^cr,  ob.  grünlicher 
weinfaucec  Pflaumen,  aud^ :  bcc  SBcinltng;  bic  SBeinpreffe,  f.  ü.  w. 
Äeltcc,  fgl.  ^ccffc;  bic  SBeirtpVobc,  1)  eine  mit  bcm  Sßcin  angeficUte 
■^robc,  Prüfung,  Untccfud)ung  feincö  ©e()altcS;  2)  bcr  jum  Äo(len  unb  ^rii« 
fcn  ctnci  SBcinfortc  bcftimmtc  Sßcin:  ti'c  SBcinprobev  ob.  ^prüffv;  bie 
Sßcinvanfe,  f.  gjanfe;  bic  SBcinraupe,  bic  JHaupe  bcr  SBeinmotte;  bec 
SSeinraufcÖ,  f'ti  ^»rc^  genoffcncn  2Bcin  ccrurfac^tcc  SRaufc^  (f.  SJaufi^  4.); 
bic  2Beinrautc,  lanbfd^.  f.  bie  ©artcnraute  (iregen  if)ccö  weinfduccli^en  @c« 
ru^g);  bic  SBeinrebe,  f.  Sltbc;  Jüeijjc  SBcincebc,  lanbfi^.  f.  bic  tvei^e 
3aunrübc;  bie  Söeinved^nung,  JRcdjnang  über  gcfauftcn  ob.  gctrunfciun 
aBein;  iDeinrctd),  Sa\,  rcict)  ob.  frud}tbac  an  Bein  ;  bie  SSeinrofc,  eine 
2(rt  3loi'en,  bcccn  9?ldttci-  einen  wcinfduerlic^en  ©crud)  Ijaben ,  auc^ :  2)orn=, 
graucn=,  Jpeibcrcfc,  SBcinborn  :c.;  ivetnfaucr,  Sir>.,  ben  angcncfjm  fauc= 
rcn  ©cfc^macE  bcö  SGScinc^  f}abcnb  (»ücinfaure  Äpfel  :c.);  weinfäuerlic^,  Sic, 
bcm  fauercn  ©cfd)ma(i  bcö  Bcineö  d^nlic^;  bcc  2Beinfaiicr(t:ig ,  f.  0.  n». 

J&epfe'ö  J&anbwöctcvb.  b.  bcutf^en  ©pr.  2.  Zi)(iU      IIT 


1858  2öein 

SBcinapfcl;  bie  SBei'nfäitre,  bic  ©auve  bc§  Söcincö;  ber  3Bctnfäufcr,  f. 

(gäufcr;  bci^  SBeinfc^aff,  alt  u.  lanbfc^.  ein  gvcjjeö  SBcinma^  (l^gl.  ed)i:ff): 

ber  SBcinfd)anf,  bae  2l'ugi'cl)enfm  ob.  bcc  93ci!auf  bi'g  SBcintö  im  JtU'inm; 

aiicfa  bßö  JHrc^t  bcs  S[Bdnfd)cn!cng;  bec  cb.  bic  3ßeinff:^är(ing,  iQubfd).  au^ 

2öc'.nfc^Qblinc;,  =  [c^ciblinc^  2C.,   obcrb.  f.  S?crbcrigbecve,  Sccrc  bi'6  ©aucr« 

boniö:  ber  !l^Bctn[d)cnf  ob.  ^frf)cnfe,  ircv  SScin  augfdjciiEt  cb.  im  Älcincn 

ücvEauft,  aiict}:  ber  Sßctufc&cnfer ;  bic  Söeinfd^cnfe,  ein  Ort,  rco  Söcin 

gffdjcnft  ifirb,  geringer  al§  SßeiiiljGiiö  Jc  (üg(.  ©djcnfc);  bie  SBcinfc^CU, 

©d)cu  not  bem  SBiinc  ob.  SBcintrinftn;    bec  S3einfc^(auct),  ein  Icbcrncv 

©clilauc^  jur  'ifufbciraijvung  big  Söt'incö ,  ob.  juc  Ccitung  bcgfelbcn  in  bie 

gaffcr;  uncig.  f.  SJn'nfäufir;  ber  2Betnfc!)inaiiö,  ein  SOScingdag;  J^anbir. 

eine  in  Söcin  iinb  Äiiri]cn  bcftdjcnbe  (Srfrifdjung;  ber  Sßcinfc^röter ,   1)  ein 

2rb(abi'r,  reeldjev  SBtinfciJTi'r  in  bic  ÄcKcr  u.  aiiö  bcn[clbcn  fd;a-otct  (f.  fdjro« 

tcn  2.);    2)  f.  ü.  \x>.  >^icfd;fd;rctcr ,  >!pir[d)!äfei-  (f.   ©^lötcr   1.   3);    bec 

2Bctnfd)nnumer,   eine  2Cvt  Sammcvungefaltcr,  bic  fiii  auf  ben  SBeinftödcn 

finbcn,  aud):  SBeinöogcI;  ber  Sßcinfel^ling,  f.  ©c^ting;  ber  SEeinfiab, 

(mittcif).  wxnstabele)  ©tob,   an   tt)c((^cn  ber  2Bein  angcbitnbcn  rcirb;    bcc 

SBcinflabel,  t^m.  f.  SBcinnicbcrlage  (ogl.  ©tabel);  ber  äßeinfled)er,  1) 

ein  S[öcv!äCii3  jum  2{nj^cd]en  bc6  Sffieinö  in  einem  gaffe;  2)  f.  ö.  w.  Sieben« 

ftcd)cr,  [.  b.;  ber  2Bcinj!cin,  baö  mit  Äalfccbc  oermifräte  ©ai?,  iuel^cö  ber 

SOScin  in  ben  gäffcvn  alö  eine  (jartc  ?iiube  abfeilt,  bic  in  fiebcnbcm  SGSaffct 

aufgclöft  iinb  gereinigt  in  ÄvyftaUcn   anfd)ie{jt,    wcld)e  unter  bcm  S^amen 

Sßcinftcin?ri)ftattc  in  ben  Jpanbel  fcmmen;  in  weiterer  Scb.  aud)  bie 

weir,pcinü{)nlid)c  SJJaffc ,  ircti^e  fic^  im  SOIunbe  an  bie  3ä'^ne  einfc^t;    ber 

SBeinjieingcijl,  eine  auö  bem  aScinjicin  gewonnene  faurc,  fi^arf  ricd)cnbe 

glü|fig!eit  (fr.  spiritus  tartari);    hai  SSctnjlcinoI,  ein  auö  bcm  Sßcinflein 

gcjogeneö  bvcnjlidjteö,  flinfcnbeö  Ö(;  ber  2Bein|icinvaI}m,  gereinigter  SÜSein» 

jlein ,  iücld)cn  man  burcl)  2(bne()mcn  ber  beim  ^ibrauc^en  einer  SBeinflcinfalj* 

2Ciif£öfung  fid)  bitbenbcn  ©aljrinbc  gewinnt  (fr.  cremor  tartari);  baiS  SÖctn* 

jleinfalg,  ein  biu-dj  TCustaugung  bcS  terbranntcn  SSeinfrcinö  geinonncncg  Satj 

(sal  tartari);  bte  SöcinjiCinfailtC,  bic  ouS  bcm  SGSeinftein  gcjogenc  bcmfclben. 

cigent{)iimli(^c  ©ä'ure  (acidum  tartarioum);  wcinfteinfaucv,  SBiP.,  ed;eibef. 

SBeinfteinfa'iirc  cntf)Qltcnb  ob.  bamit  otrbunbcn;  bie  Sßctnllcucr,  eine  üon 

bcm  gccrntcten,  ob.  eingefiif)rtcn  Söcinc  ju  cntric^tcnbc  ^Cbgabc;  ber  SScin« 

fiocf  (mittcU;.  wJustüc)  baS  @ewäd;6,  biffcn  Sraubcn  ben  SBcin  geben;  bie 

Sßeinjiubc,    ©nltftubc   in  einem  Sßeinbaiife   ob.  einer  SBeinbanblung;    bie 

äßcinfuppe,  eine  oon  ob.  mit  SBein  bereitete  ©uppc;  bie  SBcintrcibcf  ob. 

#tvcjler,  f.  Kräber  K.;  bie  äßchltvaubc  (nUb.  wiutrübo),  bic  traubcnfbc* 

mige  grucl)t  be6  fißcinftods,  auä)  fdjtcdjtijin  Sraube  (f.  b.)  genannt;  bet 

SBcintrinfer,  wer  SBcin  trinft  u.bef.  ju  trinEen  pflegt;  ircintrunfcn,  S5m., 

üon  SBeinc  trnnfen;  biig  SBctnücrIic£l,  »lt.  f.  SSein!c({cr  (f.  S^crHcs  unter 

Dcrlicrcn):  ber  SL'finiH\qc(,  f.  Sötinfci^wärmer:  ber  (obcrb.  baö  ob.  bii) 

SBcinirai^ö  (mittel!),  winwalis,  wniwalist;  ügl.  Söad^g  unter  wadjfen)  icii 

S55ad}fen  'oon  SBcin  in  einem  Sanbc  (^.  SS.  bic  S?i)ciugcgcnbcn  Ijobcn  guten 

SBeinwad)!;) ;  cl)cm.  üud)  f.  SBcinpflanjung,  Sßcingartcn;  bic  SBcinroage, 

ein  Söcrf^cug  jtur  «Prüfung  ber  ©iitc  beS  SBcineS,  aui^ :  ber  fIBeinmeffcr; 

ber  Söcinanrtl),  Sßirtl)  in  einem  2ßcinl)aufc  ob.  SBcinfcUer  jc.;  bie  2öein< 

vom^,  f.  y.  \r>.  S^cifcnwurj  (gcum  urbanum  L,);  ber  SBcinjed)?!',  wer  SBcitt 


wdnm  —  SÖeinernte  1859 

in  SJicngc  trinft  (ogt.  jec^cn);  ber  3ßcinjc()nte,  bcc  üom  SScine  gegebene 
3et)ntc;  i)i\$  2Bclnjeid)cn,  ein  auögcl)ä'ngtc6  3cic^en  juc  Tfnjcige,  bafö  on 
einem  Orte  SBctn  gcfc^enft  wiub,  j.  SS.  qu\  Sßetnfcanj,  eine  SrauOc  u.  bgt.; 
bcc  SBcin3ie()cr,  olt.  f.  aßcinbaucr,  SBin^er,  (ogt.  baö  altl).  winzuril,  mitMi). 
winzürle,  wiiiziirnu ,  obcrb.  SB cinjürt  ob. 'jictt,  SBcinjcr l  =  ()od)b. 
SDBinjer,  aui  bem  laU  vinitor  entft.;  jene  gormen  [dicincn  bann  in  SBtin^ 
giet)cv  umgebeutet  u.  umgebilbct  ju  [ein);  bec  SBeInjinS,  '5OÜ,  öcm  gScinc 
ju  cntvicl)tcnbec  3inö,  3oU;  —  3(6 (c it.  wctncin,  ^küo].  3w-  m.  (jaben, 
oOcrb.  1)  nad)  SBein  liedien  ob.  fd)mec!en;  2)  Wein  trinfen;  bem  5Bcm 
ergeben  fein;  wcinid)t,  Sm.,  ireinäf)n(id)  au  &i\d)ma<£  ob.  ©evud); 
weinartig  (bie  iT?cinid)te  @ä()rung,  f.  5Beingäi)i-un9);  raeinig,  SSw. ,  feiten 
f.  5Bein  ent()a(tenb;  bei- Sßcinlinq,  -eä,  9J?. -e,  (mitteif).  winlinc),  uer? 
fd}iebene  j5c«d)te  üon  ireinfaucrlid^em  (i5efd)macf,  atg:  bcc  SBcinapfcl; 
bie  ^Jüeinpflaume;  bie  23eibect36eeve,  ogl.  aScinnä'getein,  JÜBeinfc^ading. 

trcilicn,  ^w.  (altf)od)b.  weinun,  mittclf).  weinen,  oberb.  njainen,  nieberb. 
Wenen;  gotf).  qvaiuon;  angelf.  viuiaa  u.  cvanian,  engl,  whine;  igtänb.  veina, 
f^meb.  veiiga;  —  bic  SBurjel  ijl  n)üf)vfc^.  hwiu,  mit()in  fc^on  im  2ilt^oä)b. 
ein  antautcnbeS  Ii  abgefcitlen,  u.  bet  SJatutlaut  bec  SSS'.'fjEiogc,  bc§  Sßimmcrnä 
:c.  fi^eint  bem  SSoitc  ju  ©vunbe  ju  liegen;  ugf.  ba^  niebcub.  quienen, 
quengeln,  oberb.  quen  cvn,  quenBen  zc.  f.  weinerlid)  !(agcn,  \tiinfctn; 
[cinöfr.  hvc,  [{freien,  cgi.  wef)),  urfpr.  übtxi).  ive()E(a3en,  jammern,  reims 
mern,  jlärfcr  u.  wcnigec  ebel:  heulen,  ipinfcln;  bann  in  beftimmtcrec  Seb. 
2{}ränen  üergie^en;  inöbcf.  1)  ^ielloö  m.  f)aben,  C[U§  ©d^mecj,  S5etrübs 
ntfä  ob.  übect;.  aug  ()eftt3er  ©emüt^obetregung  2;()rä'ncn  ücrgiefen,  (fi^ 
be$  SGBcincnö  nii^t  entl)aUcn  fönnen;  jlilt,  ob.  laut  weinen;  üoc  y?ül)cung, 
ttoc  gccube  jc.  —  ;  über  et>raS,  einen  SJcrlull  :c.  — ;  um  cttraS  ob.  einen  — ; 
nadj  etr^aö  ob.  einem — ,  b.  i.  fid;  rocinenb  banad)  fefjncn);  in  meiterec  3in» 
wenbung:  mit  2()ranen  angefüllt  -.ücrben,  ücn  2;^ra'nen  überlaufen  (i()c 
2(ugc  weint;  wcinenbe  2Cugcn);  uncig.  Kröpfen  (Sljräncn,  f.  b.)  rinnen  laf- 
fen,  tröpfeln  (bei-  SBcinflokt  weint,  wenn  er  im  griif;iaf;r  bcfdjnitten  wirb); 
bi^t.  aud)  f.  fid)  burd)  5Bcinen  aufern  (eö  weint  aiiö  cuc^  ber  ©d^mcrj); 
2)  jici.  a)  etiüag  iveincnb  yergiefen  (bittere,  blutige,  fjci^e  Sl)räncn  wd* 
nen;  man  möchte  Slut  weinen  k.);  '")  burdi  ^Beinen  bcivirfen  ob.  ju  it- 
n)a6  mad^en,  mit  l)injugefügtcm  23eiw.  (j.  23.  fii^  mübe,  fcan?  :c.  weinen; 
fic^  (mir)  bic  Jfugcn  vottj,  bic  SBangcn  nafs  weinen,  u.  bgl.  m.);  c)  ctiva^ 
ob.  einen  —  ,  alt  u.  bidjt.  f.  beiweinen,  njeincnb  beflagen,  ([ein  Cciben, 
einen  23cr[torbcncn  2c.—);  —  uunnenönjevtl),  Sw.,  bic^t.  f.  beweinen6= 
wcrtl;;   bec  SBeiner,   bic  SBeinerinn,    [elten  f.  eine  tveincnbc  ^crfon; 

ireinetlic^  ,  Sw.  (»gl.  0.  mittell).  weineclidi ,  weiiielich  ,  weiulich,  weineii- 
lich,  f.  wcljmütljig,  beirübt)  1)  9lcigung  jum  ^Seinen  cmpftnbcnb  u.  ticc^ 
rat{)enb,  [oipotjl  in  einem  cin/jclncn  'S^li  (mir  iil  [0  weincrlidj;  eine  weincr* 
Iid)c  ©limmung;  ein  weinerlic^eö  @e[id)t),  nl&  audj  a(ö  blcibenbc  Qi^ctX' 
[c^aft:  gccn  u.  leidjt  iveincnb  (ein  weinerlidjcv  !)};cn[(ti);  2)  ocn  ©adjen: 
eine  ivctner(id}c  ©timmung,  ivcid)lict)c  0?üi}rung  :c.  entfj.iltenb  u.  fjeri^or- 
bringcnb,  i>eräi.t;tt.  f.  flägtid),  rübrenb  :c.  (ein  weinerlicher  Srief;  ein  wci^ 
ncrlidjeS  ©d}an[piel);  bic  2ßeinerlirf)feit,  \>Cii  2BcinccIid)fein ,  in  bci'ötn 
S5eb. 
Seinevnte,  *cfftg,  *fafö  u.  [.  w.  —  SBeinjoII,  f.  unter  SBein. 


1860  weis 

weis,  unbicgf.  SSw.  (gotf).  veis  in  uu-veis,  unwiffcnb;  aUb.  vvls,  0(6  fflf 
tcnform  üon  wisi,  wise,  fc^on  im  2Crt{)cc^b.  nuf  in  bcr  23cb.  „fuiibig",  nic^t 
f.  ttjcife,  sapiens,  gebr.,  aupcc  in  3fc(^;  ügl.  nafciüctß;  altfci^f.  angelf. 
altnoib.  fc^iBcb.  vis;  —  bie  SBurjcl  wis,  ton  weld;ec  quc^  wisjan,  weifen 
(f,  b.)  gcbitbct  lüuvbe,  i\\  mllnd]t  bitrd)  Übirgang  üon  z,  gotl).  t,  in  s  auö 
wiz,  gotf).  vit,  [angfv.  vi(],  n)i{[cn  (f.  b.)  entfranbcn),  ci)cm.  f.  iDijJcnb,  fun- 
big,  erfahren,  bcf.  in  ben  Sfjcbcngattcn:  ctnc6  SingcS  »eis  fein,  b.  i.  bef« 
fcn  funbtg  [ein,  eg  !ennen;  beffen  wciö  werben,  b.  i.  c§  mccfcn,  inne 
werben,  in  @rfa{)riing  (unngen;  einen  eines  SingeS  weis  ma^en 
(aUb.  wisi  (luan,  wis  tuon),  b.  i.  if)n  beffcn  funbig  madjen,  in  ÄcnntnifS  ba« 
üon  fe^en,  i(}n  baoon  untcrrid^tcn;  f})ater  aud):  einem  ctir^aö  iveig  ma* 
d)en,  f.  e§  if)m  anzeigen,  melbcn;  \cfyt  nur  f.  tt)m  etira6  Unwa{)veS  be;= 
rtd)ten,  \i)n  Hwa^  0^^"^^^^  mnd)en,  mag  ind)t  fo  ift,  finnt».  i^m  etwai 
flufbinben  ob.  auf()eftcn,  xl)n  bannt  anfü()cen,  (bas  ijat  man  bir  weis  ge« 
mci<i)t;  ic^  laffe  mir  nid^ts  wd^  machen);  —  weife,  S5w.,  6'omp.  »reifer, 
©up.  iveifeft,  (a(t{)od}b.  wisi,  mittclf).  wise;  nicbcrb.  wieS;  engt,  wise)  1) 
eig.  üiei  lüiffenb ,  rcid)  an  Jvcnntniffcn  ob.  (Jrfahritng ,  in  l)oi)im  ©rabe 
fad}funbig,  finno.  erfaf)i-en,  Qilel)vt  2c.  (mittelf).  die  wisen  f.  bic  'iiltm,  (St-- 
fa{)rcncn,  entg.  die  tumben),  c{}cm.  inS'oef.  Äunbe  non  iiOernatüriicfeen  ®ingtn 
u.  baS  2Sermögcn  bcr  SBciSfagung  bifigcnb  (in  bcr  SSotfefpr.  ein  weif  er 
50?ann,  eine  weife  55i-'au,  miftclb-  "'Vise  frouweu ,  wisiu  wip,  f.  weisfa« 
genbe,  Sauberer,  .f)crcn  2c.;  bcr  ©tcin  bcr  SBeifen,  f.  ©tein);  2)  "oUl  Ur? 
t^eiiefiaft,  (5inftd)t,  »ecnünfriöe  (Srfenntnifo  {)abcnb,  [innü.  ivrftd'nbtg, 
befonnen,  fdtcj,  gefdieit;  jc^t  gew.  in  engerer  2Seb.  im  bö'd)f!en  ©rabe  ba 
fonnen  urt{)ci[enb  unb  i)anbclnb,  ju  bcn  cbelflcn  Bivecf en  bie  beften  WiU 
tel  iud'blenb,  cerfdj.  fhig,  gefdjeit,  wctdje  nur  auf  bie  ricbiige  23eurt()ci» 
lung  ber  2)inge  u.  i>k  ccrflanbige  SScrcc^nung  u.  gcf^idtc  2(nwenbung  bcr 
geeignct|!cn  SJiittel  jur  ßrrcic^ung  beliebiger  3wedc  geben,  (ein  fcbiccljtec 
SKcnf({),  ein  23erbrcd)er  !ann  !Uig,  aber  nic^t  weife  fein;  ein  weifer  SJlönn, 
ob.  als  J^w.  ein  SSeifer,  ber  SlBeife  Jc;  weife  banbetn);  aucb  in  btefer 
(5igenfd)aft  gegrünbet  u.  bat>on  scugonb,  in  f)o()em  ©rabe  t»cvnunftgemä§ 
ob.  verniinftii}  (ein  weifer  3(uSfpru(^;  einem  weife  Scbrcn  geben);  —  3fe^. 
bie  2Sci§nafe,  nicbcrb.  (SBicänd'fe)  f.  ein  nafeweifcr  SDZcnfcb;  iKCt^naftg, 
SSw.  (wicSnä'fig)  f.  nafcwciS;  n)ei§nnfcn,  itntrb.  B'^i^-  (nicberb.  wicSnafen) 
f.  nafewefs  fein;  —  '^ibleit.  bic  2[Bciöl)cit,  9}f.  (fcUcn)  -en,  (aUb.  v,hheh) 
1)  (fubjcctiiO  i(i^  SBeifefcin,  b.  i.  inSbef.  i>a^  ^Äiffen,  bie  Äenntniffc, 
@e[ef)rfi=imfeit  (feine  SJeiöbfit  ?ur  ©dbou  fragen,  auSframen  2c.);  l)o()e  (Sin; 
fid}t,  l)öd}\it  S3evnunft  im  2)enf'en  u.  ^anbefn  (bic  bödjflc  Söciebeit  ob. 
TittmciSbcit,  als  Sigcnfd^aft  ©otteS;  bie  SKetöbfit  bevuf;t  niö^t  allein  auf  bem 
Sffiiffcn);  ranbfd).  al6  (Sbrentitel  fjobcr  obrig!eitlid)er  ^H'rfoncn  {Qw.  SBciS« 
ibcit,  2Bobht>eiSbcit  2c.);  2)  (objecti»)  f.  5Bei^l)eit6[ei)ve  ob.  =iunbe,  i)6d}frc 
2Biffenfd}aft,  S3einimftiiMffenfdHift  ob.  begrijfina'^igc  ©rEcnntnifslcbre  bes 
SßefenS  ber  S^ingc  (fr.  ^i^Ho\o)ii)k ,  c^cm.  gew.  2B  eltw  cieb  eit;  einen 
2Bei6b"t  Icbren;  ein  Seijrcr  bcr  SBeiSbn'O;  3fcf^.  ber  SBcif>l)eitöbünfe(, 
ber  2)ünM,  SBciöbeit  ju  befif^en;  ber  Sßct§I)cit§ferfdf)cr,  -frciinb  (fr.  ^'>bi= 
lofcvb);  bic  Si3ciö()citöiforf4iing  (fr.  n)()iiofopbic);  bcr  2[Bci^l)citggürtc(, 
ebcm.  ^cill.  eine  in  ^iwcip  u.  Ducdfilbcr  gctaudjte  baumwoUcnc  Sinbe, 
welche  iur  83ertreibung  oon  ^fuSfc^lagen  um  bic  Scnbtn  gewunbcn  wirb;  ber 


SBeifd)  —  Söcife  ISGl 

2Bei§()eit6fram,  »crä'c^tl.  angcblid^c  2Bcigf)cit,  bcf.  fofcrn  fic  jut  ©d)aii  g,^.-- 
legt  ob.  au6^ch-amt  »vivb  (oijt.  framcn  1.);  bec  5ßciöl)eiteifrämcr ,  rccr 
feine  cingt'bilbetc  SBciöbtit  augframt;  bie  2ßei§l)citö(cl)re,  bie  23ci6{)cit  q!ö 
leljcbare  SöifTenfc^aft  (^i)itofopf)i'c);  bcc  2Bcigl)citö(e()rcr  (^t^i(ofopIj);  bie 
SBcl§l)cite>ltebc;  iret§()eitücbcnb,  Sw.;  bei- äBci^l)citefpruc^,  ein  SBciö. 
f)eit  rc^i'cnbcr,  »cifei*  ©pru4);  iueiäl)cit6üoU ,  fSw.;  bec  2ßci5l)elt§jat)n, 
5)?.  -ja()ne,  bie  f)tntcrftcn  95ac?enjGt}ne,  [o  genannt,  weil  fic  oft  erfr  fpät  in 
bm  3ai)veu  bc6  reiferen  ffierftanbeö  fjcrüorfommcn,  oud} :  ©toctjQfjne;  — 
weiölic^,  ef)em.  SSro.  (altb.  wislih,  wislich)  f.  ocrfianbig,  crfiil)i-cn,  p^ib'iU 
bet;  ie^t  nur  9iw.  (a(t()od^b.  wisliho)  auf  ivcife  '2l'rt,  t}erflänbt3ec  5Beife, 
ftügticl)  (^.  23.  feine  ©ac^e  »reiölid^  einrid^tcn;  er  ijat  e§  weiölidj  ücrfdjraie^ 
gen);  bcr  SBetäliiig,  -eg,  9??.  -e,  (altijo^b.  wisiling  f.  <5?()iiofopt))  3tcmt>. 
f,  ein  üermeiiulid^er,  cingcbilbeter  5i3eifei;  baS  Sßetgt()um,  o.  9}J.  (altb. 
wistuom,  au\äd)\,  wisdom;  engl,  wisdom)  ßU.  f.  -IBetijljeit ,  (Srfal)i-enl)ett, 
5Biffenfd}aft. 

äißeifd^,  f.,  -fg,  0.  9J?.,  obcrb.  ingbef.  f^wab.  (au(^:  iai  @e»c(fd)) 
f.  bie  ©toppcln,  bivS  ©toppelfelb  ,  iba^  23ic^  in6  SGSeif^  treiben;  im  Qit- 
weifd)  adein,  b.  i.  ein  ©toppelfelb  umpflügen);  bie  2Beifd)riUH'n ,  f.  ».  m. 
©toppeUüben. 

Sißcife,  iv>.,  ?J?.  -n,  (attijod^b.  wisa  u.  in  nebcntt»örtl.  SRebenöarten  gerc. 
ungebeugt  wis;  mitted;.  wise  u.  wis,  te^teicö  aucl)  mannt.,  j.  58.  in  "!!<?" 
wis,  inauigeu  wis  jc. ;  oltfcic^f.  wisa;  üUnorb.  U.  fdjweb.  vis;  Qtigelf.  vibc, 
engl,  wise;  niebcrb.  SBife;  oberb.  bit  SBeiö;  uon  glci^em  (Stamme  mit  wis- 
jan",  wisen,  weifen,  b,  i.  füfjren,  lenfen  ?c.;  a(fo  eig.  bie  gLii)iung,  Cei= 
tung,  SRidjtung,  ber  ®ang  ob.  SBcg  :c.;  »gl.  iü^  ital  guisa,  fratij.  giii^e 
mit  giiidarc,   füfjren ;   maniera  ,  mauiere  mit  maiiier  u.  mener)    1)  bcr  ^Ort? 

gang  u.  übcrl;.  bie  fcefonberc  ^Trt  u.  $8efd)affen()eit  eincö  2;i)unö  cb.  Su^ 
jianbeS,  oerfcl).  üon  3Crt,  wetd^cö  urfpr.  u.  ßorgug^trcifc  bie  natürliche  un= 
tcrfd;eibenbc  S5cfd;affeni)cit  bcr  Singe  bcjeid;net,  n?df)renb  SBeifc  nur  auf 
S{)citig!citen  ob.  3iifrä»be  bejogen  »Derben  !ann  (j.  S.  bie  Jpanblungg- 
ttjeife,  ßebenöweife,  S)en!=,  Sfiebeirtife  k.,  Perfc^.  SRebeneart;  —  l)äufig  oer- 
bunben  mit  litt:  ,,bic  3Crt  unb  SBcife  cincä  S3erfaf)ren6"  3C.,  alö  OüUpdn^ 
biger  JCuSbruct,  um  jugleic^  bie  in  bcr  Statur  bcr  iSac^c  tiegenbe  jtiefmtlidjc, 
unb  bie  me()r  äujjcrlidje,  »illfürU'c^e  ob.  jufäUige  Sc|'d;affcni)c{t  bcäfclbcn  ^u 
bejcid}ncn;  —  auf  eine  ob.  bie  cnbcrc  SBcife  ctwaö  mndjen,  ocrfui^en  jc ; 
auf  bii\i  aScifc  gcijt  eö  nid]t;  auf  allerlei  Sßctfe;  auf  gleid;e  SBcife;  auf  li= 
ftigc,  t)cimlic^e  jc.  Sßcifc;  aud^:  in  biefcr  Sßcifc,  in  gleii^cr  Söcifc  u.;  altb. 
mit  beni  JTcc.  in  die  wis,  in  alle  wis  k.,  unb  mit  ze  (ju) :  ze  dcro  wis,  b.  {. 
in  ber  Söcifc,  fo;  ze  eincro  wis,  in  einer  Söcifc  ic);  -)  in  bc|iimmterer 
SBcb.  bie  3ea>ol)n!id;e  oD.  9cf)on3e  5(i-t  be»  Q3eifa[)ven?,  SSencbmeniS  zc, 
finnu.  ®eivo()n()eit,  ©ebrauci),  ^erfonimcn,  (Sitte  (jeber  ©tenfdb  ^at  feine 
eigene  SBcife;  fid)  in  ScmanbS  SBcife  fc^iffcn,  nac^  feiner  SScifc  leben;  nadj 
ber  Söcife  bcö  \ianbcö;  auö  ob.  au^er  ber  Söcifc,  oberb.  f.  über  bie  gciröl;n- 
lic^c  SBcife  binauö,  über  bie  SJJajjcn,  über  ©cbüljr);  •'])  in  bcfonbtrcr  3ln= 
wcnbung:  bie  ©ang?  ob.  ©ingireifc,  b.  i.  bcr  @ang  ob.  bie  gclgc  bcr  Söne 
cineö  \Jicbc6  jc  (fr.  9}Zclobie;  fd)on  mittell).  wise;  j.  S3.  baö  Sieb  f)at  eine 
fc^önc  SBcife;  aUcrUi  SBcifcn  fingen  k.);  ©prad)l.  auc^  f.  bie  Diebetveifc 
(f.  b.;  fr.  93?obuö);  4)  jur  Silbung  uon  SUbcnw  öctern  ob.  nebcnn?ört« 


1862  iueife  —  meifcn 

liefen  2fugbritc!en ,  welche  ble  "Ktt  unb  5ßdfe  mu^  Iiif)un§  ob.  23organge§ 
bejeid^nen  (adverbia  modi),  bicnt  SiiCifc  a)  in  fficr'oinbung  mit  SBeimöc« 
tcvn  im  ©cnttio,  ?.  58.  glcicijer  SBcife,  t{)ön^tcr  2Beife,  fcltfamcv  SScifc, 
lijtigcr  2Sctfe,  ungcrc(f)tec  SBcife,  f)ctmljc^cr  SBcife,  unfci^utbigcr  Sßeife,  gfüd- 
li^cc  ob.  ungliicfltc^ci-  Sßeifc  k.  (b.  i.  f.  ».  w.  öuf  glcid^e  SBfife  ob.  in  gfci' 
(^cr  SBcife,  auf  tf;öfid}tc,  lifrigc  2C.  SSeife  :c.) ;  bk  gctä'ufigfrcn  ffictbinbungm 
ber  3frt  werben  auä:}  aU  uncdjtc  3f«^.  tu  ein  SBort  gefdirieben:  g(ci(^er- 
trcifc,  tf)ön(^tcr»rieifc,  glüdh'dEjcnücife  k.;  b)  a(g  jwettcö  ©lieb  in  3f£^.  mit 
.^auptiü  ort  er  n  im  ®cnitio=ä3crf)attniffc,  mctcticä  icboc^  nid^t  immer  burd) 
bie  ©cnitiüform  ouögebrüdt  reivb,  j.  93.  bcifpiclsmciff,  tücc^fcieweife  (b.  i.  in 
ob.  nac^  ber  2öci[c  ob.  ^orm  cincö  58ctfpielö,  beS  SDBerfjfels),  auSnafimSineife, 
«orjugörceii'e,  tjaufcnwcife,  fiitfcnmcife,  gvabwcife,  fc^rittmcife,  t^citwcife, 
cllcnmeife,  paar;,  j^üc!-,  pfimb=,  mQJj  =  ,  fc^effehüeife  2C.  (b.  i.  in  ob.  nac^ 
«ipuufcn,  Stufen,  ßUen  2c.);  freujwcifc  (in  gorm  eineä  ÄrcujeS);  fpott^, 
fd)erj=,  hitt'y  fragcwcife  jc.  (b.  ;.  in  ber  SBcifc  eineö  (Spottcö  Jc,  in  j^oi^n^ 
einer  SSitte,  j^i-'^gc  jc);  —  bicfc  3fe§.  finb  |lrcnggrncmmcn  nur  Stcbcnioor- 
ter  u.  a!6  [olc^c  unbiegfam;  bie  gangbarjten  bcrfefben  lüevben  jebo^  in 
ber  i;eutigen  ©prad;c  nii^t  feiten  aud)  otS  SBcin^örtcr  gebraucht  (?.  SB.  ein 
Itufenircifcr  gortfct}rttt,  dn  tlieilrcetfeS  SJIipoerflä'nbnifö;  cUcnreeifer  93er!auf 
u.  bgt.  m.). 

weife,  Sn).,  f.  unter  treiä;  —  bex  SBeifel,  f.  unter  recifen  1. 

weifen  1.  ?iel.  3w.  ablaut.  3ir.pf.  »rie6,  eonj.  linefc;  SWro.  gciviefen; 
et)cm.  (nod)  bei  Sutbcr)  r.  fc^rcad)  biegtnb:  rocifete,  gerceifet,  (aUl;oc^b.  wis- 
jan,  wissan,  wisen,  ^rät,  wjsta,  fon)o(}[  f.  leiten,  geigen,  ali  f.  rufen,  einlo' 
ben;  cerf^.  tton  wison,  bcfud)cn  (f.  ttjeifcn  2.),  unb  Bon  bem  ablaut.  ^visau, 
weis,  wisuii,  wisau,  meiben,  vitare;  mittfifi.  wlsen,  ^rat.  wiste,  toä)  bißw. 
Qud)  fdjon  ablaut.  weis,  wiscn  buvd)  SJcrmcngung  mit  jenem  wisan,  meiben; 
oberb.  iueifcn,  iteifet,  gc^reift,  u.  biSir.  iriö,  geirifcn;  altfdd)f.  wisean;  nie* 
bcrb.  njifen;  ongelf.  visian,  rufen;  fc^meb.  vysa;  —  wafjrfcfe.  abgel.  Don 
wis,  jrciö  (f.  b.))  filfo  eig.  ,, einen  weiö  b.  i.  wiffenb  ob.  !unbig  machen"; 
baf)cr  fo;oo^l  ,,{f)m  eine  sHidjtung  geben,  if)n  leiten",  qIö  „it)n\  etwaö  geigen" 
JC. ;  ei)i'm.  andj:  i(;m  bie  JKidjtung  gu  fiA  i)iv  geben,  baber:  ibu  rufen,  ein« 
laben)  1)  einen  — ,  alt  u.  oberb.  f.  führen,  leiten,  [cnfen  (j.  S.  oberb. 
bic  ?CRuttir  ircift  b.iö  Äinb  am  Söeiöbanb,  b.  i.  ©ängclbanb;  ber  Slcitcr 
weift  fein  SioH;  einen  locifen,  if)n  (n{d)t  ifjm)  ben  SBeg  weifen,  b.  t.  i\)n 
fübven,  geleiten:  aud}:  ben  ^flug ,  bog  ©d)iff  :c. — ,  f.  lenfen);  je^t  in 
befiinimterer  5^eb.  einem  ben  ^eg,  bic  9iid)tung  u.  t)aä  ^\el  geben,  an* 
jeigen  ob.  ttorfd)rcibcn  (einen  irgcnb  wo{)in,  on  einen  2fnbern,  an  ben  3lid)= 
ter  Jc;  einen  SSerbreAer  ouä  bem  Canbe — ;  einen  ob.  etwas  »on  fiA  wci; 
fen;  ogl.  ab'^  on^,  fort  =  ,  weg»,  t»crmcifen  1.  u.);  2)  einen  einer 
<Sad)c  {®cn.)— ,  e()em.  f.  fiinbig  mad)en,  befd)eiben,  bevid)ten,  beleljren, 
untervid^ten  (rgt.  weiö  mad}en  unter  weiö,  u.  unterweifen;  frang.  avi- 
ser; er  lä'fft  fic^  ntc^t  weifen,  b.  i.  bclef)ren;  einen  gu  Siecht  weifen,  b.  i. 
c^em.  ii)m  einen  SRcc^tßaugfprucJj  ertl^iilen,  ein  Urt{)ctt  fällen;  ie|t:  einen  gu= 
redjt  weifen,  übai).  f.  if)m  Jlnleitung  ob.  SSelebrnng  geben);  3)  in  ber 
neueren  ©pradie:  einem  etitaö  — ,  jeigen,  eö  i()n  fe{)en  (äffen  ob.  it)m 
bemcvfbiir  mad)en  (g.  SB.  einem  etwas  9Icueö  — ;  er  wieß  mir  fein  neues 
Äleib  3C.:  einem  etwaö  mit  bem  j5i"äfC"~»  ö"^  gielloö:  mit  bem  ginget 


weifen  —  tijeiöfagcn  1803 

auf  etwaö  »cifcn,  b.  i.  beuten;  man  wieß  mit  Ringern  auf  ifjn,  f.  Ringer)» 
ge».  mit  bem  ^Rebcnbcgriff  bcr  Leitung,  bei*  rid)tun^i  u.  ma^gcbcnbcn 
S5c(c()runcj  ob.  Untcnvcifiuiij,  93orfci)rift  k. ,  wobuidj  fic^  mcifcn  ccn 
j eigen  untcr[d)cibct  (j.  S.  einem  bcn  SSeg  weifen,  bie  Zl)üt  ircifcn ,  b.  i. 
ii)m  burd)  >!pinbeutcn  barauf  bie  9Jid)tung  geben;  einem  ba^  ©(^reiben,  \)a^ 
©tricten  u.  bgl.  »reifen,  b.  i.  burc^  3cigen  ob.  S3ormac^en  2(nlctrung  bagu  gc» 
ben;  ei^cm.  einem  baö  ERec^t  jocifcn,  b.  i.  if)n  unteivic^tcn,  tvaö  9ied;= 
tcnö  fei;  ügl.  u.  SBeiöttjum);  ba()cc  oud^  alt  u.  lanbfd).  f.  bait(;un,  bc- 
weifen;  uvtijcilen,  rid^tcn;  —  2(blcit.  bcr  SBcifc,  -n,  9)?. -n,  (altfjodjb. 
wiso;  mittell;.  wise)  üöUig  üit.  f.  i5iil)rcc,  2(nfii()rec;  ingbcf.  f.  ö.  w.  5üci; 
fet;  ba^cc:  Vücifeloä,  SBw.  (mittcK;.  vNiselos,  wislos,  wUellös)  f.  ohne  S^'i^- 
rer,  unfat^ig,  fid)  fclbft  ju  leiten;  aud)  o()ne  (jigcntl)iimer;  bec  SBcifcl, 
-ö,  Wl.  IV.  S.,  (mittelf).  ^^ii.el)  fcie  23ienen6önigiim  ob.  ?0?utterbicnc, 
au^:  bev  5üeifev;  bec  Sßeifcr,  -ä,  9)?.  ir.  (S.,  1)  iiberf).  ivev  einen  cb. 
ctrca»  n;eifet;  baijer  f.  j^ü^ver,  2fnfü()ver,  Seitor  0;gf.  SBcgwcifci))  i"ä« 
bcf.  f.  x>.  xo.  5Beifel;  c{)em.  (mittdi).  wisaere)  f.  ©erid)t5bcifi§et:  diedjt^- 
beiftanb;  Server;  2)  ein  Süerf^eug,  iveldjeö  etamö  ipcifet,  inebcf.  bec 
Seiger  (f. b.)  einer  ll()v;  bec  2ßciferbratl),  in  «pfeifcnbrcnneveicn:  ber  2)rati), 
mit  weldjem  bae  Zoä)  in  iii  pfeife  gcboljit  wirb;  baä  2Bctfcvl)vlUö,  baä 
^auö  bcS  23eifer§  ob.  SSeifelS,  bie  5}JuttericUe  in  SSiencnflöctcn;  ta-^  SBei- 
fcnrcrf,  baS  Sldberwcrf,  welches  ben  Sßcifcr  ob.  3eigcc  einer  lUjr  in  SStwc= 
gung  fe^t;  bie  SOBeifung ,  9)?. -cn,  (mittclf).  wisunge)  übcrf).  biv5  SSeifen 
u.  bie  ^anblung  ob.  bie  Söocte,  tvobucd)  e»  gcfd)iebt;  inöbef.  f.  -^in-  ob. 
2(iiiueirung,  2(n(eitun3,  '.^fn^eige,  2}ocfd)rift,  mi(bcc  aie  Scfe{}I  (einem 
eine  SOSeifung  geben  ob.  ittijdkn);  ti)m.  auä)  f.  S?e(ebrung,  Unterrid)t, 
9iat^;  Urtijeil  eineä  9iid>terS  üb.  (Sd)ieb§iid)tecg ,  nod)  lanbfc^.  ber  2Cug= 
fprud)  eincg  fflergamteö;  SSeiveifung,  ffieineiö:  ba^  2öetetl)um,  9)?.  =tl)ü- 
mer,  (mitteü;.  wistuom;  »gl.  o.  einen  ?u  S?ed)t  weifen,  u.  einem  baö  SKec^t 
weifen)  ältere  SJIfpv.  bcr  ^fuöfpcud}  eine^  ©erid)tg,  bef.  bie  al§  2fntwcrt  auf 
eine  oorgä'ngigc  2(nfrQgc  frtt)eitte  9?ed)t»be(e'}cun3;  überJj.  jebc  9crid)t[id)e 
Urtunbe,  alö  2(ngabc  bcö  in  einem  bcflimmten  ©cridjte  gettenben  JRcdjteö; 
aud)  eine  (Sammlung  gerid)t(id)ec  Urfunben;  u.  f.  bivj  feier(id)e  @erid}t 
felbf!  fein  SOßeiötfjum  l)altcn). 

weifen  2.  jiel.  3».  (fc^wai^  biegenb:  weifte,  geweift;  wa^rfc!^. 
ßon  bem  gotf).  veisou,  aUi)o(^b.  wison,  mittelf).  wisen,  b.  t.  befuc^en,  we((^c§ 
icbc^  mit  bem  ©cn.  bcr  '»perfon  oerbunben  wirb;  i^gl-  b.  lat.  visero,  vjsiiare) 
alt  u.  obcrb.  einem  (eta\i6)  — ,  fid)  bei  gciviffen  Tfnläffen,  bef.  .öocbjci' 
ten,  ©cburten,  Äinbtaufen,  ober  firdjlic^en  gcftcn,  mit  einem  Ö)efd}enf  bei 
il)m  einftedcn  (bcr  ÜSraut  — ,  ber  Jlinbbcttcrinn  — ;  bim  ^iwi--  ob.  2ct)n6- 
t)crrn — ,  itjm  ju  gcwiffen  gcfljcittn  bc|timmte  Elcinc  @abcn,  j.  SS.  ^üf)ncr, 
ßier,  Ääfc,  Srobe  jc.  barbringen;  eine  geweifte  ^od)gcit,  b.  i.  eine 
folc^e,  wobei  ©tfc^cnfe  gcmad)t  werben);  bie  SOBcifung,  oberb.  f.  )DiU"bvin= 
gung  eineä  (?5efd}enf6;  bec  SBeifungsirccf,  ein  bcr  Äcrrfdjaft  bargebrac^tcr 
(geweifter)  SSrobwecE;  baä  Sücifet  (mittel^,  wisat,  wisot,  %vuct)  f.  o.  w.  bie 
Reifung;  ba^  bargcbcadne  C^efdienf  felbft. 

SBeifcr,  m.,  k.  f.  unter  weifen  1. 

2Bei§l)cit  jc,  \x>ei^'(ic^,  2ßeiälinc),  f  unter  weis. 

Wei^fagcn,  untrb.  jiel.  3w.  (9J?w.  gewciöfagt;  ni^t  auö  wciö  u.  fagen 


1864  2öe{§tf)um  —  xt>e\p 

2ge[.,  fcnbcrn  etg.  weif  agcn,  alt^oä^i.  wizagun,  angelf.  vitegian;  uon  ci= 
nem  SS'.u.  wizag,  fur.big,  baJjcv  wizago ,  angelf.  vltega,  ^rop^et;  alfo  »on 
bcc  SSBurjel  ^fiz  (ogt.  wiffcu),  vit  mit  bcr  ©nbung  -ag  gcbitbct;  cg  finbet  fid) 
icboc^  fd;cn  im  fpä'tercn  2(rtf)od)b.  qiü^  bic  (^ovm  wissago,  u.  im  a)li«rl()c(^b. 
wirb  es  öoUcnbö  in  wissage,  wissagen  umgebitbet)  Bufünfti^eg  yotf)ci-  Per; 
fi'inbcn,  be[.  fofern  e§  »ermöge  eigentfiümli^er  t;c^erer  SScgabung  u.  ubemo' 
türlic^cr  ©infii^t  in  ba6  23erborgene  gei'c^icf)t,  ftnn».  propf)e5eien,  ebler,  atö 
ivn^rfngen,  [,  b.  (etnjae— ,  einem  ctwoä— );  uneig.  eüva§  im  t>orau§  an; 
fünbigen  ob.  anjeigen  (?.  S.  eure  «Btirfe  rT^eisfagen  Unglüd);  ber  SBclöfa; 
ger,  -^,  bie  S!Bctäfac;crtnn,  9)?.  -cn,  (e{;cm.  bcr  SBci^agc,  -n,  f.  o.), 
wer  ivei^foßt,  finno.  ^rcpl)et,  ®e^er ,  eblcr  ate  5Baf)rfiiger ;  bie  SBeigfa^ 
gerei,  »crad;«.  f.  ba§  SBet^ffigen,  bc[.  aU  ©csüerbe;  wei»fa(^erifd^,  Sto., 
nad)  "iixt  eine^  ^Sei^fagerg,  in  ^crm  einer  5öeigfaaung,  finno.  prcpfje; 
tifc^;  bie  SBeiSfagiing  (artf}oc^b.  wizngunga)  1)  o.  m'^iai  SJeiSfngen  (bic 
©abe  bcr  SBeiäj'agung  Ijabcn);  2)  S)?.  -en,  tai  ©eireisfagte,  n?Q6  reeiö; 
fagenb  t)cr!ünbet  tvorben  i)l  (bic  Sßciäfagungen  ftnb  eingetroffen). 

SSc{§t()um,  f.,  1.  f.  unter  »eig;  2.  f.  unter  weifen  1. 

SBcifiing,  ro.,  f.  unter  lücifen  1.  u.  2. 

weip,  SSw.,  Scmp.  treiper,  ©up.  iveifjefr,  (altb.  hwiz,  wiz;  got^.  Iwejts; 
attfäc^f.  angelf.  ncrb.  hvit;  engl,  white;  nicbcrb.  wit^  tritt;  fanSfr.  ^v^ta), 
SSenenniing  ber  {}e((ften  ^arbc,  b.  i.  ber  ungetrübten  cb.  imgebrod)enen 
Std)tfarbe,  tt>e(rf)e  bic  meiflcn  Sid)t|Irat)I.'n  äiiriicftrirft,  entg.  fc^warj, 
auc^  mit  »erftcirfcnbcn  ob.  »crfs^iebenc  ®($attirungen  begeid^nenbcn  ^u\ä^tn, 
atS:  f^nce-,  fd;lop;,  blütf)cn=,  frcibc=,  mi(4l=.  fifbcrraeiß  ic.  (bic  weife  garbe; 
weif  wie  ©(^nce  k. ;  ein  weifet  Znöi},  Älcib  jc.;  weif  gc!(c{bet  fein;  weifet 
Rapier;  bai)cr:  einem  etwaS  fc^warj  an^wci^  geben,  b.  i.  fc^riftli^,  ügl. 
fc^warj;  boe  (Silber  weif  ficben  ob.  brennen,  b.  f.  bic  £)bcrf(ac^c  bc§  Bcrar* 
beitetcn  ©ilOcrä  burd^  (Sieben  mit  Söcinflctn  u.  .Rü^enfalj  reinigen;  bafjer 
uneig.  fidj  weif  brennen  wollen ,  b.  i.  fid)  üon  einer  Sef^iulbigung  reinigen, 
jt^  q(6  unfc^ulbfg  barftelfen  woUen:  itvai  SBeifcö;  ber  weife  geitt;unb,  3cig. 
uneig.  f.  bcr  ©c^ncc;  weife  »grauen,  b.  i.  weifgef(eibcte  Spönnen  com 
fKagbalcnen^Orben ;  weif  e  $Brüb  er  ob.  ?Kö  nd)  e,  b.  i.  ©ij^ercienfer,  230« 
minicQncr  k.  ;  bcr  weife  ©onntag,  f.  ©onntag:  tic  weife  SfBo^e, 
b.  i.  bic  SBod^e  nadj  Dffern);  in  beftimmtercr  2(nwcnb«ng  u.  uneig.  S5cb. 
com  Rapiere  f. unbefd)rieben;  »on  ber  SBäfi^e  f. nnbefd^mu^t,  rein  (weife 
58Sä'fd)e,  b.  i.  noä}  ungebrciud)te  ob.  frifd)  9cwaf(^cne);  über!;.  E)eÜfnrbig, 
ber  weisen  ^^cirbe  fid)  näi)ernb,  ücn  f)elferer  garbe,  fllä  ^nbere6  feiner  3(rt 
(j.  58.  eine  weife  .i^aut  f)abcn;  weifeS  örob,  «on  3Beigenmc^(  gebacfc 
neö ;  weif  er  Sfficin,  b.  t.  Ijellfarbiger,  gclbli(icr,  entg.  rotfjcr  5I3ein:  we{= 
f  eö  (gifen,  ©d^mieb.  f.wciciieS  ©ifen,  wetc^c6  im  Srud)  wcifli(^  ifi;  (Sdiiff. 
ein  weifet  Sau,  b.  t.  ein  ungetf)ccrtc6;  »reife  COJünjc,  Pfennige  jc.,  ef)cm.  f. 
©ifbcrmiinic:  weif  eö  ®Ia6,  b.  t.  oöUfg  farbfofcä  u.  burd^fic{)tigeö,  j.  U. 
ü.  bem  grünen,  b.  i.  ing  ©riintid^c  fallenbcn);  ba^  SBei^e,  -n,  eilö  ^tc. 
etwa^  ^eifeö,  ein  metfer  .^crper  cb.  Zht'ü  (§•  S.  ba§  2öeifc  im  ei,  im 
3(uge,  in  bcr  (Sdjcibc  jc. ;  inS  SBcifc  treffen  k.);  Sog.  ingbcf.  ba§  gctt  beS 
(gc^war^wilbtS;  biiS  2Beip,  -eg,  o.  SJl.,  1)  bie  iveipe  j^arbc  (partes  Sßeif ; 
ein  rcincö,  blä'ulic^cö  jc.  aScif);  2)  ein  weif  er  itovper,  bef.  ein  foldjer 
§ärbe|loff,  in  3fefe.  wie:  ba^  eiweif,  93lci=,  (Sc^ieferweif  jc; — 3fe§. 


n)cip  1865 

weipavmig,  S3w.,  weife  2(rme  i)ahcnb;  bec  SBeipavfrf),  gem.  f.  baö  mübc 
©d)af;  ber  ©pvingboc!;  baö  SBeipauge,  bcr  [d^warje  (Srb!äfer  mit  ivd^tn 
3(u9en  u.  gefireiften  glügclbecfcn;  aud^  eine  2(rt  ^or?iUanfd)ncc!cn;  tec  SBcip; 
barf,  eine  "Kxt  galfcn  mit  »cijicn  S5acten,  ber  ScrctyCnfalf :  aiid)  eine  3trt  ^a* 
jjageitQuc^ei-,  bie  ©ecclflcr;  bie  Qi^-  ob.  SIBinfccente;  ba5  SBcifjbacfcn,  baö 
JBacfen  von  SJBei^brob;  bct  SBeipba'cfcr,  trer  rrcipcö  ($IBei^cnO  SBrob  badt; 
bcv  Söcißbaum,  lanbf^.  f.  ik  aSeippappet;  ber  ge;bcf)orn  ob.  50?aef)olbet; 
öud)  dn  oftinb.  S3aum  mit  weisen  anzeigen,  aud)  SBeif  fjolj;  bag  SBei^; 
bicr,  au6  Jfuftmalj  gebrautee  tucipec  b.  f.  ftcUfarbigeö  SSicr,  cntg.  Sraunfcier; 
ber  SSeipbtnter,  l)  ei»  gafgbinbcr,  welcher  nur  Keine  ©efö'pe  qu6  »reid;cm, 
roeijjcm  «i^ol^e  verfertigt,  aiir')  Äleinbinbcr,  j.  U.  o-  ©i|>rarjbinbcr;  2)  (cntft. 
ouö  wiz-pinter,  ugt.  ba§  franj.  pnintre,  SKater)  Ianb[(^.  f.  2Beif-ma(er,  Siin= 
^cr,  2<:n[tr eichet;  bie  SBeIpbirfe,  bie  gemeine  ircifje  S3ir!c;  baS  SBcipbKltt, 
ein  aii6(ä'nb.  ©taubengeread;^,  beffen  3tücige  u.-95(ä'ttcr  unten  mit  einer  glan^ 
jenbtrcipcn  2BoUe  beEteibct  [inb;  WJcipblau,  S>».,  inö  SBeifc  fallcnb  blau; 
bag  SBeifjbIcd) ,  üerjinntee  (Sifenblecl) ;  weipbtütig,  fSxv.,  reci^eS  SBfut  ob. 
»tetmc^r  einen  wei|jcn  ©aft  ftatt  beö  J8liitc6  ()abcnb,  wie  bie  Snfectcn  ii. 
SSSürraer;  hci^  Söeißbrot,  f.  ü.  w.  tceifcS  Srob,  f.  o.;  bie  SBcipbiic^c  ob. 
«büd)C,  bie  Su^e  mit  rreiper  9Jinbe  ii.  weitem,  fefjr  Ijartem  J^ofje,  auö) 
Jg>agc()udje  genannt,  oerf^.  Sxottjbu^ie:  bafjer  n)et|5bu(^en  ob.  ni£ipbürf)cn, 
Sit).;  iDCipbufig,  Sw.,  bic^t.  einen  itjei^en  SBufcn  f)abenb;  ber  SBcipbom, 

f.  ».  m.  >?)ageborn ,  g}tc{)lborn,  f.  b.;  ber  SSeipbovnyoqel,  ein  ©(^mcttcr» 
ling,  ttcldjer  fic^  I)ä'ufig  auf  bcm  2Bei(iborn  finbct;  bie  2BcipbrO|J?(,  f.  e.  ro. 
SBeinbrojyel;  «Sang^  ob.  ©ommcrbroffel  mit  einem  weisen  ©(ridj  über  ben 
3Cugcn;  bie  SBet^eic^O,  eine  3Crt  groptr  (Sid)cn  in  SZorb^'^fmeviEa,  audq:  Ma- 
ffanicncic^e;  bie  Sßci^crlc,  f.  r».  \v.  ©raucrle;  tai  SBciperj,  ein  mit  2Crfe= 
niE  ücrfc^teS  reei^eö  ©über-  unb  Äupferer^;  bie  Sßcifjfelc^e,  (ogt.  geld)  u. 
SBat^e)  eine  2(rt  gifdye  im  SBobenfce,  auct)  2£bctfi|d;,  ®angfif^  20.5  bie  SBcif- 
flrf)te,  f.  i\  lü.  SBeif tonne;  ba§  SBcipftcbcv,  lanbf^.  f.  bie  Steic^fuc^t;  ber 
SBeipftfrf),  allgemeine  Benennung  ber  gif^ie  mit  fi(6er»eifcn  ©d)uppin;  ini-- 
bef.  bec  Bleine  aBeijjfifd;,  auä)  Ufc(ci  (f.  b.),  Slictc  jc;  bie  SStc{{)e;  ber 
SJöbct;  bie  ^Mö^e  u.  a.  m.;  auä;)  ein  gegen  18  guß  Tanger  ©eififd),  ber  »ei^e 
25e(p^in ;  u.  f.  ^ottfifc^ ;  wci^gar,  S3m.,  ®erb.  mit  ÄQlf,  3f(aun  unb  ©a(j 
gar  gcmadjt,  j.  U.  ü.  lol)=  ob.  rotf)gar,  (weipgarcö  Seber);  wcipgelb,  S5m., 
ins  SBcife  fallenb  gelb;  bcr  SBci^gcrbcr,  wer  ba§  ßeber  treipgar  bearbeilct, 

g.  U.  ü.  Scf)gerbcr;  lt)cipC\cfrf)U'dn5t,  SBra.,  mit  einem  tueificn  ©(^tranjc 
uerfcöcn,  5.  S.  ber  tt)eifjgcfd)tt)än^tc  3(bler,  f.  ».  ».  gifc^-  ob.  ®d;»a!benüb- 
ler;  bie  SSeipglocfe,  lanbfd^.  f.  bie  paunirinbe,  eine  "Kxt  treifjcr  SGJinben; 
wcip9lii()cnb,  Sm.,  com  Sifcn,  im  i)öd)flen  ®rabc  g(üf)enb,  fo  bafg  eä  im 
^cucr  »uei^  erfc^eint,  »erfc^.  rotfiglubenb;  baä  Söcipgolb,  ?ieurt>.  f.  bai 
fdjrocrtlc  cble  «KctaU  con  bldulic^wcifjcr  ^arbe,  fr.  ^latina;  ircipjjrau,  Str., 
inö  SBcipe  fallcnb  grau;  ber  SBei^9rofcf)cn,  e^em.  f.  alle  aui  ©ilOcr  ge= 
prägte  ®rofd;en;  inSbef.  eine  töl)nufc^e  ?Oiünje,  0  «Pfennige  on  SBcrtf;; 
JVCtfjgulben,  Sro.,  Sergio,  gur  S8ejctcl;nung  einc6  gfanjcnb  (ictlgrauen  rcid^s 
l^altigcn  ©ilbercrjeS:  meif  gülb encö  (Srj  ob.  JJBeipgiilbener^,  auc^: 
büS  SBei^gülben  (ogl.  rotf)gütben);  weipl)aarig,  S3iü.,  meijjcö  J^aar  f)a- 
benb;  bcr  SBei^^afer,  etV.c  3(rt  >^afcr  »on  srcif-cr  garbe,  j.  II.  0.  ©rau-  u. 
©^warjljafer;  n?etp(}alfig ,  n'>eipt)änbig ,  SStr.,  einen  weifjcn  J^alS ,  ircive 


1866  njcip 

4>ä'nbe  i)abcnb',  tag  2Bet0()aV3,  Sanncn|)Qrj;  tag  SBeif{)0(j,  f.  sSScißbaum; 
aud)  f.  Sulpenbcium ;  ba§  2Bcipt)ul)n,  (Sdbnec  ob.  ©tctnfjufin;  ba§  SBei^s 
fel)ld)en,  ein  jum  ©cfc^Iei^te  bcr  SfJotf)!c()Ic^cn  9e()örenbt'r  SBoget  mit  weiter 
Äctjlc,  gclbbi-üftigcc  gticgcnoogct;  bic  2öeipfirfd)e,  eine  wd^liä)  rottje  grüfj« 
üvfdje;  ivetpi(ar,  Sw.,  weifj  unb  burc^l'c^ctnenb  (üom  Scrnftein):  bec 
SßeipoM,  ireiijev  ob.  üiclmeljr  gclblt(^cr  Äopfiot)l,  lanbf^.  SBei^Braut; 
bec  2Beipbpf,  ein  9}Zcn[c^  ob.  ein  Zt)kt  mit  mi^m  Äcpfe;  tnöbcf.  bct  Sif(^= 
ob.  ©CQiüalbenabler;  eine  3Crt  gaücn  mit  blauen  giipcn;  eine  3(i-t  ©pcrlinge, 
ginfcn,  Sauben  u.;  aud^  eine  2£rt  SKcevfc^wQlbcn  ob.  9](?cwen;  a^eifföpftg, 
SSitJ. ,  einen  weijjcn  Äopf  £)abenb;  bet  äßet^Eram,  tanbfc^.  f.  ^anbel  mit 
irci^ci- 2cinwanb;  tai)ix:  ber  SBeiprcimcr ;  ba»  SBcißfraut,  f.  Sßci^foijl; 
bec  2Beißfiinimc(,  bec  gemeine  ob.  wilbe  Äiimmct,  getb^  ob.  SBicfcn^ümnut; 
i)a§  Söcipupfcr,  Äupfer,  wetdjem  man  buic^  einen  3u|a^  oon  2{cfeni!  unb 
S\5einj^cin  eine  lüci^c  garbc  gegeben  ^at;  aud)  f.  ü.  w.  ba^  SOBetpfupfcrcrj, 
dn  Äupfererj  con  ftlbertüei^er  ^a\:hc\  bdi  5Beiß(eber,  clicm.  f.  Pergament; 
aui)  eine  auölänb.  ^flan^engattung,  hk  ©tiftblumc;  hai  SBel^lotl),  @ürt(. 
auö  3inn  u.  93JclTing  bcficl)cnbcö  wei^cä  2ot{)  jum  Sötfjen;  ha^  SBeipmÜUer« 
d)cn,  (Qnbfc^.  f.  bic  gefdjwä^ige,  blaue  ©tagnuicfe,  auc§  blo^:  9}Jü(lci-d^cn; 
bei-  SSci^nacfcn,  eine  2M  ©pcvlinge  mit  njcifjcm  5Racfcn;  baS  Sßcifjncige; 
Ictu,  lanbfi^.  f.  9iä'gclcingra6;  bec  Söci^nagelfcQmiet),  welcher  icci^e  b.  i. 
ycrjinntc  9{dgel  ücrfcitigt;  ber  SBeißnörfling,  eine  "Kvt  9^övfiinge  (f.  b.)i 
Btr[(^.  üon  bcni  ©olbnörfling;  bie  Sßet^pappel,  njeijje  ob.  (Silberpappel,  f. 
%iappcl;  biv  SSeippfeunig,  eljem.  Benennung  alleu  filbevncu  ©dieibemün« 
jen;  inöbef.  iw  £)bcrb.  dn  Ijalbcc  S5a^en  ob.  S  hi^  9  «Pfennige  (fr.  2(lbu6); 
in  2^öl)men  1  i  Pfennig;  ba$  2BctpVüf)r(ein,  lanbfd^.  f.  bk  JpecEcnEirfc^e; 
wciprotl),  SSw.,  iii§  SBci^e  fallcnb  rot^ ;  ber  23eipfcf)imme(,  ein  ganj  mi^ 
^cr  S^immel,  j.  U.  c».  ®rau-,  S^ctljfc^immcl  ic. ;  bie  SSeif  fd)linge,  lanbfd^. 
f.  bec  (Sdjlingbiium;  ber  SBeipfc^nabel ,  ein  Sogel  mit  meinem  Bijnabd; 
inSbef.  eine  3(rt  Spelte  in  2Cnicri^a;  eine  "Kvt  Äöntgsfi|(^er;  weipfc^näbcllg, 
Sro.,  einen  jvcipcn  ©d;nQbcl  l)abenb;  Utcißfc^uppig,  SSto.,  ireiije  ©c^uppcn 
Ijabcnb;  ber  äßcipfc^mamm,  eine  3(rt  SSlattcrfi^rcämmc,  ber  Sßeij5ling; 
ber  ^cißfc^iranj,  dn  Zi)ict  mit  »eipem  ©(^roanje;  inSbef.  i>ic  wiifgc« 
fri}vranjte  SBad;ileljc,  bec  ©teinfd)mci^cr  ob.  =fd]ncppcr;  ber  gemeine  Saums 
cbicc;  eine  "Kn  fkincc  fd)warjec  Älippftfdjc  in  3fmcri!a;  ba§  2ßeipfl'cbcn  ob. 
ber  3i5cipfub,  ha^  ©iebcn  bcö  ücracbeiteten  ®ilbcv§  ob.  9}Zc[fing§  mit  S55ein» 
ftiiu  «.  >^türt)en[als,  um  c§  ^u  reinigen;  ber  Si5cipfpcrf)t,  eine  2irt  Spcc^'fe, 
bec  mittlere  23untfpcd)t,  (5l{lerfpC(J^t;  ircipjlammtC},  S8it).,  einen  rocipcii 
Stamm  babcnb;  tDcip]Ttvnig ,  25m.,  eine  mcipe  ©tirn  Ijabcnb;  bicmei^« 
ftirnige  ©anä,  bie  wilbe  ncrbifc^c  @an§,  aud) :  bie  2B  eijjftirn;  ber 
Söcii5)luc!,  9)iaur.  dn  öuö  Äal!  mit  menig  ®ipg  unb  gtie^fanb  bcilcljenber 
?}i5rtcl;  bie  aSciptaniic,  bie  gemeine  Sannc,  f.  b.;  bag  2öeipüci(d)cn, 
lanbfd).  f.  ©cljnccglccEdjcn;  bivS  ^-IBcillwaffcr ,  1)  in  (5füg  aufgelöf'tcc  SPlei« 
|ud'cc  ju  Umfdjlügcn  auf  Scutcn  u. ,  SStciwaffcc;  2)  eine  2irt  bec  SSaffer^ 
fudjt,  j.  U.  ü.  öielbmaJTec;  ber  Ööeißivcin,  f.  ».  \v.  meipcc  SBein,  f.  o. ; 
unnpiroUig,  SSjü.,  ircipe  SöoUe  f)abenb;  bie  SBcipivurj,  »crf^icbene  ^pflan* 
im  mit  meifcr  SBurjel,  bcf.  eine  2(rt  93Iaibli:me  (convallaria  pol3'gonatam 
L.);  ineißjabutg,  SBiü.,  wd^c  3af)ne  l;abcnb;  baä  SBeiß.^cug,  1)  mei^e 
aSafd;c;  2)  in  bcn  23itriolt)üttcn :  Bl.irc  Äieöauöbrcinbc;  ber  SBcipjOpf,  eine 


tt)cipcit  —  weit  18G7 

"Kü  wHbtt  ßntcn  mit  weitem  Schöpfe;  —  "Kblcit.  bte  SBeipe  1.,  o.  931. 
(altb.  hwizi,  wize)  ba6  SBcipfcin,  bte  iv«ipe  5'irtte  tincä  SiiLjte  (j.  33.  bec 
Jg>aut,  bcö  ©d)nccö  zc);  obcrb.  oud)  f.  etamö  2l>ci^eö  (bic  2Biifc  om  ipim- 
met  f.  bie  SOJirdjfira^e;  bic  S3ci^  f.  ÄalE  jum  Sünc^cn);  wd^cn  1.,  3if.» 
I)  jtcUoö  Coltb.  hwizeu,  wizen;  nicbcrb.  iritjen)  ült.  f.  Jreip  ircrbcn;  2)  ikU 

(altb.  Jnvizjun,  -wizen;    ^otf),  ga-hveitjan,    ongtlf.  hvitjan,  engl,  wliite,  nicbcrb. 

icitjcn)  alt  u.  lanbfd).  übcxi).  f.  ivcip  mac()cn,  bkldjen;  gm.  in  engcvtc  93cb. 
ivdp  anftrcidjen,  mit  Jlaltbiül)c  tünd)en  (eine  SBanb,  ein  äimnicv);  bQl)cc 
ber  Si3ctßpinfcl,  ein  flartec  S3oiflpinfcl  gum  SBci^en;  bec  SBcißcr,  »vcc 
rceipt,  f.  ü.  w.  Sünd)ev;  iueiplid),  S3ir>.,  ftd)  bcc  ivetpen  Sarbe  lu^'bevnb, 
inä  SBeipe  fftüenb;  bei-  Söci^ling,  -eö,  9)?. -c,  ocvfd}isbene  Sf)iere  u. 
@eatäd}fe  tion  »veifor  J^arbc,  inö&cf.  eine  2fi-t  (Otiten;  f.  ü.  >r>.  ^Qiei^ftfrf), 
bef.  eine  ^Cct  ©d)cU=  ob.  ©tortfifdje  (nicbcrb.  Söitling);  eine  iDci^e 
@d)it)immfd)nc(fc;  eine  2Crt  ®d)mettcr(in3c ;  eine '2(rt 'Ü'pfd  mit  n?ciijcn 
fünften;  obccb.  aud^  f.  bic  Wi'i^t  .Kirfdic  ob.  SGSalbEirfc^e;  eine  'iitt  SSld't* 
tert'd)n3cimine  (agaricus  Georgü  L.). 

Weipcn  2.  jicl.  3>t»-)  »öUig  ült.  (aU^od)b.  wizan,  ab(aut.  welz,  wizim; 
mittclt).  wizen,  weiz,  wizzen;  goti).  fra-veitan,  radjen;  angclf.  vitan,  igtanb. 
vita;  nicbevb.  lüiten;  ogt.  uenreifcn  '2.;  con  ber  SBuij^ct  vit,  wiz,  »ifTcn; 
ölfo  cicif.  itiilTcn  machen)  f.  tabclnb  t>ori)alten,  oonrcrfcn,  @d)u(b  Qib^ny 
jiic  2iijl  logen,  rügen;  bie  SBcipe  2.  alt  oberb.  (aiifi)  Sßeijc;  aUt)ü*,b. 
daz  wizi,  mittcll).  Nvize,  f.  u.  n?. ;  altfdd;''.  witi,  nicbcrb.  Söite,  angel!".  vite) 
f.  23oiiDurf,  '^lüM;  ©träfe,  ^ein,  CD^irter;  tnöbcf.  ©träfe  ber  abgefct^ic» 
benen  ©eelen,  Jpöllcnflrafc;  ircifjcn  3.  gicl.  ^w.  (fdjioad)  bicgcnb:  irci^te, 
gerocipt;   U.  altljOCtjb.  wlzinon,   mittcll).  wizea  ft.  wjzeuen,   ^Hät.  wizente,   u. 

wizegpii;  altfdc^f.  witnon,  angclf.  vitnian)  dt.  einen  — ,  f.  frrafen,  peini* 
gen,  martern. 

tDcit,  fSw.,  6omp.  iveiter,  ®up.  iveitefl,  (nüfjc^b.  «jt,  alö  9i>u.  «ito 
lt.  witeiu);  mittell).  wit,  9Jiü.  wite  u.  witcne,  witen;  urfpr.  geräumig,  amplus, 
vastus;  bic  Scb.  „fern"  tritt  cvfl  fpätcv,  bcf.  im  Obcrb.  ein;  altfäct))'.  angclf. 
norb.  viel,  engt,  wide,  nicbcrb.  nn'eb)  1)  inii?gebebnt  in  iilien  9uv1)tungert, 
geräumig,  von  bctra'd)tüd)em  Umfange,  finno.  breit,  gccp  k.  (j.  S.  eine 
Wfite  (Sbcne;  in  bic  weite  SßSelt  geben;  »riit  offen  ftcl)i'n) ,  insbcf.  einen  ge; 
iviffen  u.  bcf.  einen  ücrbd'ltnifymätltg  beträ'ditlid;cn  9iaiun  in  ftd)  fd^Iie- 
fenb  cb.  jn)ifd)en  feinen  5l{)ei[en  f)abenb,  entg.  eng,  (dn  weitet  ©efäjj; 
»reite  Äteibcr,  58cinE(ciber,  Ärmel  k.  ,  b.  i.  bie  nidjt  eng  anfdjliejjcn;  ein 
©(^uf)  barf  ntci^t  rceitec  fein ,  al6  bec  anbcre;  ber  .^iit  ijl  mir  ju  rceit;  ein 
treitcc  .Ramm,  ein  »üciteS  Sieb,  b.  i.  mit  »reiten  3«;il'djcnrdumcn;  einen  luei» 
ten  9JJagcn  t)abcn;  uneig.  fdjcrjl).  ein  ircireS  ©oriffin  l)aben);  uneig.  üon 
geiftigen  $8egriffen :  b.'trä'd)tlid)en  Umfang,  gvcjje  ^l'uobel)nung  I^abcnb, 
limfaijenb  (ein  ȟcitec  Segriff;  bic  a'cirerc  Sctculung  eince  SKorrce;  einen 
3(u§bruct  im  »reiteren,  ob.  im  engeren  Sinne  ob.  SBcrfronbe  ncl^men,  im  irci= 
teften  ©inne  :c.);  "2)  in  einer  Olirf^tung,  in  bie  2änge  aui-gebe[)nt,  im= 
mer  mit  >lpini'td)t  auf  ben  JCbfranb  bee  (5nbpun!tcö  üon  bem  2Cnfüngöpun!tc  ber 
Sinie,  »roburdj  eä  ft(^  ton  lang  unterfc^eibet;  föwol)t  a)  allgemein,  magbe? 
ftimmenb  mit  bem  2lcc.  (eö  ift  nidjt  jcbn  ©djrittc  »tjcit  von  l>icr;  eine  SJJeilc 
weit  ic;  mit  njcit  ifl  e§  oon  l;ier  nad)  ber  ©tabt?  ftc  ftil;cn  ju  weit  aui  ein^ 
anbec;  eö  ijl  njcitcv  ßon  i)iit  nac^  21.,  alä  nac^  S5.;  cc  ift  am  irciteftin  iw- 


1868  mit 

i-üdaeblteSen ;  weitet  9cf)cn,  etn)a§  weitet  fcnbcn  jc);  oIö  ingbcf.  b)  tion  Der; 
f)ä'(tnifgmä'ft3  bctriüi)t(id)cc  2(u6bc{)nun3  ob.  (Intficnung,  ftnno.  fern, 
tuclc^eS  nur  ben  5(b{lartb  bcß  (Snbpunftcg  be^etc^nct,  tt)Qf)renb  treit  ju^tetc^ 
bic  ganjc  ßinfe  ob.  bcn  SBeg  ba(;tn  in  fid)  f)Cs3vcift  (üg(,  ein  ferner  ob.  ent- 
fernter Ort,  ©cgcnftanb;  ein  weiter  SBcg;  bcr  Sßeg  na^  einem  fernen 
Scte  i|t  weit;  eine  weite  SRetfe  in  ein  fernes  Sanb  unterne{;mcn,  u.  bgl. 
m.;  jwei  Örter  liegen  weit  quo  cinanber,  b.  i.  ftnb  burd)  einen  großen  3tt?i' 
fc^enraum  getrennt;  weit  entfernt  oon  einem  Drte  [ein;  bai)er  aud^  uneig.  i^ 
bin  weit  entfernt,  ia^  ju  glauben,  ju  befiaupten  ic. ;  er  woljnt  weit  »on 
bcr  ©tobt;  ic^  !ann  nic^t  weit  j"ef;en;  fein  S3Iic!  retd)t  nid)t  weit,  auc^  uneig. 
f.  [ein  SSerftanb,  feine  einfidjt  ift  befdjränft;  ein  weit  auöfeijenber  ^an= 
bei,  ^lan  Jc,  b.  i.  beffcn  ^(uSgang  nic^t  abjufrljen  ift;  iie  ®a^e  frel)t  ob. 
liegt  noä)  in  weitem  gelbe,  b.  i.  fie  ift  nod)  fe{)r  ungewifS;  weit  unb 
breit,  b.  i.  cig.  in  bic  ßange  unb  SSrcitc  au§gebel)nt,  nac^  allen  SRic^tungen 
Ijin,  in  einem  großen  g?aumc,  j.  JB.  y:  ijt  weit  unb  breit  begannt;  weit  fjcr 
ob.  weit f) er,  b.  i.  oon  einem  weit  entfernten  Orte  l)cr,  j.  33.  er  fommt 
weit  i)ev;  etwaä  weit  l)erl)clcn,  uneig.,  f.  unter  f)cr;  er  ob.  bie  ©a^c  ijt 
nid)t  weit  Ijer,  uneig.  gem.  f.  nidjt  üicl  wert!;,  nit^t  auSgejeid)nct;  weit 
t)in  ob.  weitf)in,  b.  i.  na^  einem  entfernten  Orte  l)in,  g.  S.  weittiin  wer* 
fcn,  fid)  weitl)in  »erbreiten  K. ;  »on  weitem,  urfpr.  wof)l:  oon  weiten 
ii>a  weiten  bie  alte  j^orm  beS  9lw.  =mittelf).  witen,  witene  ju  fein  fc^eint), 
oon  einem  entfernten  fünfte  cuö,  aub  bcr  gerne,  5.  S5.  einen  ob.  etwas  oon 
weitem  beobai^ten,  fommen  fef)en);  3)  in  uneig.  Seb.  a)  "oon  ber  3«tt:  eine 
jeitlidie  3{u6be{)nung  u.  inebcf.  einen  betrad}t[irf;en  2(bffanb  ctneg  ^^it- 
punfteö  wn  einem  anbccn  be^cic^ncnb ,  finnü.  fern  (j.  S.  ber  Sffiinter  ifl 
nod;  weit;  iit  ^eit  feiner  2fn!unft  ift  nic^t  mcl)r  weit;  c6  ijt  noc^  nic^t  wei» 
ter,  als  oier  Uf)r);  b)  ucn  bem  gortgangc  ob.  ber  gortfe^ung  einer  Sf}a= 
tigfeit  ob.  ber  g^ortbauer  eineö  ^nftanbe»,  unb  jwar  übcrl).,  in  welkem 
gallc  ber  ßomp.  lueiter  gebraucht  wirb,  ftnno.  fort,  uorivärtg  (j.  95.  eine 
lixbeit  weiter  füfiren;  in  einer  ©ac^c  ircitcr  fommen,  weiter  gel)en;  er  fonnte 
nic^t  weiter  fprec^en ,  Itfen  u.;  einem  weiter  Ijetfen;  baf)er  aud)  3fe§-  wie: 
baS  aöeitergcljen,  SB  eiterreif  en,  5B  citerfag  en  :c.;  unbfowei» 
ter,  abgcf.  u.  f.  w.,  wie  „unb  fo  fort"  ob.  „unb  fo  ferner",  um  eine  »on 
bem  v^örenben  ob.  Sefenben  l;in^upbenfcnbe  gorife^ung  ob.  ©rgänjung  einer 
i>en  ©egcnflanb  ni^t  oollftä'nbig  erfd^cpfcnben  Siebe  anjubeuten);  weiter, 
aud)  f.  ferner,  ferner()in,  fünfti^,  mehr,  nufjerbcm,  als  9iw.  (j.  S5.  i^ 
anll  nid)ts  weiter  mit  iljm  ju  t()un  l}aben;  baß  l)ilft  ju  rcciter  nidjtS;  wai 
ianv.  iA  weiter  tl;un?  er  rcuffte  rcciter  nidjtS  ob.  nid)t6  weiter,  b.  i.  fonfl  ob. 
aujicrbcm  nid;t6),  unb  als  SSn?.  (j.  SS.  bie  weiteren  23erl)anblungcn;  er  wollte 
feine  weiteren  (Srfld'rungcn  geben;  bis  auf  weiteren  Sefc^l;  ol)ne  weiteres, 
b.  i.  ol)ne  weitere  Um|iänbe,  fcfort,  ol)ne  SSerjug;  bis  auf  weiteres,  b. 
als  bis  auf  weiter,  b.  i.  bis  etwas  SSeitcrcS  ob.  SleucS  gefd^:cf)t);  ferner  von 
bem  Fortgänge  ob.  ber  j^ortfiiln-ung  einer  ^adje  biä  ju  einem  gewiffen 
fünfte  ob.  (3rabe  (§.  SB.  fo  weit  >uiU  ic^  in  ber  ©ac^e  nic^t  gel)cn  ob.  eS 
nidjt  !ommen  laJTcn;  ifl  cS  fo  weit  mir  il}m  gcfommcn?  ge»ü.  in  üblem  ©innc 
f.  ift  er  bis  ju  btefcm  (Sjrabe  gcfunfcn?  eine  ©ac^e  fcbr  weit,  ju  weit  treiben 
JG.;  baS  9et)t  ju  weit,  b.  i.  eS  iiberfdjrcitct  baS  erlaubte  SKa|j;  er  l)at  eS  mcit 
gcbradjt,  b.  i.  er  ift  ju  einem  l)ol;en  ®rabe  gelangt,  im  (Uuten,  wie  im  SSöfen; 


weit  1869 

fo  Wiit  ob.  fn  fo  Wixt  i)at  et  diid)t^  b.  i.  hii  auf  btcfen  ^unft);  ba{)ec 
aui)  c)  roeit  a(ö  ccrftarfcnbcö  ^w.  einen  f)o()en  ©iMb  bei-  inneren  ©tä'rf« 
bejcic^nenb  oot  einigen  3eit».  u.  be[.  cor  S5ci'  u.  Slcbtnro.  im  Comp., 
jtnno.  fef)c,  üiel  (g.  83.  einen  iveit  übertreffen,  übcrfeljcn;  »reit  gefehlt,  bafs 
jc )  b.  {.  eö  fe()lt  [cf)r  üie(  boron;  rocit  gröjjcr,  weit  fiüger,  n?cit  äUec  k. 
fein,  aU  ein  2fnbcrer:  er  i)at  weit  größere  23evbicn|le;  ic^  i)Cibi  ifjn  weit  lic» 
ber,  a(S  [einen  SBruber  jc;  oberb.  jueitauö  griJ^ec  n.  f.  weit  größer);  in 
bemfelbcn  ©inne  fief)t  bei  tv eitern  nic^t  btop  »or  eomparatioen ,  fonbern 
oudö  »or  ©uperlatioen  unb  cor  ni^ t,  ni^t  fo  jc  Cg-  S3.  er  ifl  hti  weitem 
grijjjer,  flügec  jc. ,  al6  bcc  2fnbcre;  kd  rccitcm  ber  flügfle  oon  2(Ucn;  et 
lommt  ii)m  bei  weitem  nic^t  gtcic^;  ba6  ifl  bei  weitem  noc^  nidjt  2(Uc6;  fie 
ift  bii  weitem  ni^t  fo  fc^ön,  roie  i^re  ©^wcfrer,  f.  o.  w.  lange  nidjt  fo 
f4|ön  K.;  wo  im  Dberb.  ouc^  blo^  Wiit  gebvaud^t  wirb,  j.  S.  fie  war  fonfl 
weit  nic^t  fo  (cb^jaft,  u.  bg(.  m.);  bag  Söeite  als  Sqw.  f.  ber  ireite,  offene, 
freie  9iaum  (ba§  ^titi  fu^en,  f.  cntf(icl;cn);  uneig.  aui^  eine  grope  'äüi> 
bef)nun3  in  bie  Svinge  (eine  ©ai^e  inö  SBcite  fpielen,  b.  i.  in  bic  Cänge  jic« 
^cn  u.  ungewifö  machen),  ßrfrrecfung  big  ju  einem  f)of)en  ©rabe  (baS  geljt 
inl  Sßäeite,  b.  i.  errei^t  einen  [cfjr  l)ol)cn  örab,  iibcrfteigt  fcaS  9)la^);  bag 
SBeit,  ©c^iffb.  f.  bie  SSreite  cincö  ©d)iffeö;  —  3fe^.  wk  tie  SBw.  ivelt* 
ciflig,  'Ciuäici,  ; bauchig  (weitbauc^igc  ©efö'^e),  iveit5crü[}mt,  -bewun; 
bcrt,  =gcbictent),  :=gcpriefcn,  ra£it(}a(fi9  (eine  wcitl;alfigc  glafdje  ic.)» 
lt)eitt)ervfc^cnb,  ^freifenb,  weitmciulig,  rccitfd)attenb,  ^fc^aucnb,  ;fe; 
l)enb,  ^umfaffcnb  u.  a.  m.  bebiirfen  feiner  erflärung;  ba^  2ßcitauge,  eine 
"iCrt  •^or^eUanfc^ncrten,  auä):  ber  ©c^langcnfopf;  wcttföngig,  Sw.,  oberb. 
f.  üon  weitem  Umfange;  ba6  SBcttfelb,  obcrfddjf.  ein  von  einem  ©iite  entle» 
geneö  gelb,  entg.  J^eimfclb;  wcitl)er,  ireitl)in,  9iw.,  f.  o.  unter  weit  2) 
b);  weitläufig,  aSw.  (lanbfc^.  unr.  weit  läuft  ig)  1)  weit  außcinanber 
laufenb  ob.  gel)cnb,  burc^  gvo^c  3wif^enrä'ume  getrennt,  weit  »on  einanber 
entfernt  (^iflanjen,  SSöurne  k.  weitläufig  feigen;  weitläufig  fc^reiben,  b.  t. 
mit  großen  3>Difd)cnräumen  jwifc^cn  ben  Sßovlcn  unb  3eilen;  weitläufig  mit 
Semanb  ücrwanbt  fein,  entg.  nai)i;  ein  weitläufiger  23erwanttcr,  b.  ein  ent» 
ferntcr);  2)  gleic^f.  weit  l;in  =  ,  quo»  ob.  umlaufenb,  ju  ausfiifjrtid)  ob.  um- 
ftänblic^  ,  ftär!er:  wcitfd}weifig  (eine  Sa(^c  weitläufig  befjanbeln;  ein  weit» 
läufiger  Serid}t;  eine  weitläufige  ©(^reibart);  aui^  f.  umflanblid^  im  Um= 
gang  u.  23ev!c^r  (er  ift  fel)r  weitläufig,  b.  i.  er  ma^t  oielc  Umjlänbe);  bie 
SBcitläuft'gfcit,  1)  o.  a«.  baS  Söeitläufigfcin  einer  (Sac^e  ob.  ^crfon;  2) 
SOi.  -  en,  weitläufige^,  iimftänblidjc6  23frfaf;rcn,  finnu.  Uuifiänbc  (oiele  ©cit« 
läufigfeiten  machen);  biV$  SBeitinaul,  bec  Söcitmunb  ob.  '-miinber,  eine 
2(tt  . Ralfen-  ob.  ^ofaunenfc^nerfen  mit  weiter  ?OIiinbung;  wcitfäudg,  S3w., 
f.  X).  w.  fernfäulig,  f.  b.;  rjcitfd)id)tig,  23w.,  in  weit  au6  einanber  liegenbcn 
ob.  einen  gro(5en  SRaum  einnet)menben  ©c^it^ten  b.  i.  Cagcn  ob.  St)eiltn  übet 
ob.  neben  einanber  georbnet  (ein  weitf^i^tigcr  Sau,  _^lan;  ein  weitf^i^ti- 
geSSRerf);  oberb.  iibcrl).  f.  weitläufig;  bie  2ßfitfd)id;tigfcit;  ba5  2Beit* 
fd)iff,  ein  weit  ob.  breit  gebautes  ©c^iff,  eine  ©c^mactc;  trcitfcf)U->cifig, 
S5w.  (fe^on  mittell).  wltswcife)  mit  ah'  cb.  um^crfd)wcifcnb,  Umfe^wcife  ma= 
^cnb,  üon  bem  ^auptgegcnfianbe  fid)  riditungS^  u.  planlos  entfcmenb,  inbcm 
man  über  ben  5Rebenl'a(i^en  bie  «^auptfadje  unb  baS  3ict  auS  ben  2(ugcn  r><:t'. 
Itert,  (weiifc^weifig  fc^reiben;  ein  weitfd^wcifiger  Vortrag  ;c.);   bic  SBi'if* 


1870  «ffietje  —  SSei^en 

fc^iüctfigFclt;  bk  SQ5e{tftd)t,  2fu6|'ic^t  tn§  sscitc,  Sernftd)t;  wcitftd)tig, 
Sir.,  srcit  fcf;cn  !önncnb;  in  bcjlimmttrcr  S3cb.  nur  in  bic  gerne  bcutlic^  [c= 
Ijcnb,  eine  mcifl  im  Tlitcv  cintretcnbe  ©d)trac^e  bcc  ^(ugen,  cntg.  f  urjfic^* 
tig;  bie  SScttfic^tigfett;  uiettfpurtil ,  Sn?.,  eine  ix>citc  ©pur  (jabcnb  ob. 
mac^cnb,  gen?,  brcitfpurig,  (ein  »rciifpuriger  SBagen);  bec  ©ettfleril ,  eine 
3frt  ©ttrn!oraUen  mit  wdt  üon  einanbcr  freljenbcn  ftcrnförmigen  ßödjern; 
ircitircnbig  cb.  ^wcnbifcfe,  SSio.,  obcrb.  f.  weitläufig,  weitfi^weifig;  — 
Sfbleit.  bie  $lßeite,  5J?. -n,  (nUf)oc^b.  witi  u.  witio;  nuttel().  wlte;  nie; 
berb.  SBibe)  1)  bec  9taum,  ber  Umfang,  ein  geräumiger  £)rf  (oberb.  hk 
SßSeit;  bie  SJJecrcgiüeite;  bk  SBcitcn  bcö  >?>immctö  jc;  SBergw.  2öeitcn  cb. 
SGSeitungcn,  Qu§ge{)auene  JHaume  in  einer  @rube,  au§  recld^en  ba§  (Srg 
ft^on  gewonnen  ift) ;  2)  bie  &x'6^e  ob.  3(u6bchnung  bc§  inneren  8vaume§ 
cineö  ^örpcrö  (bic  SBcite  eincö  ©cfaljes,  ®cbQube§  ic);  3)  bie  ^Tuäbehnung 
in  bie  Sänge ,  bie  (Entfernung  etne6  (^egcnfranbeS  ob.  Drte6  üon  einem 
onbern,  finno.  ^erne,  (oberb.  tie  2Bcitcn;  j.  S5.  Säume  in  gefjörigec  SBeitc 
»on  cinanber  pflanjen;  tii  SBcite  eineö  SÖScgcö;  nid^t  gut  in  bie  ^iiti  fef}en 
können);  treiten,  3w.  1)  ^icUoä  (mittclf).  vUen)  »it.  f.  weit  werben,  tceit 
fein;  2)  jiel.  (altfjo^b.  gawitjan,  mittclf).  witen;  nieberb.  wiben)  njeit  ma; 
d)en,  ent»eitevn,  augbreiten,  gew.  nur  in  bem  jgcf.  ausweiten;  rüifj. 
fic^— ,  ivett  ob.  njeiter  iverben,  ficf)  au3bef)nen  (S^u{)c,  ^anbf(^ul)c  k. 
weiten  fic^  beim  ©ebraud));  bie  SBeitimg,  I)  ba6  SDSeiten;  2)  bie  3Beitc, 
ber  innere  9?aum;  Sergw.  ein  weiter,  eingefchloffener  9uium  (f. SBeite  1); 
vceitcvn,  jicl.  3w-i  weiter  mad)en,  gew.  erweitern,  augbei)nen;  fid)— , 
weiterwerben;  bie  SBeitcrung ,  baö  SScitern ,  bie  2ruöbei)nung;  Äanjl. 
SScitcrungcn  f.  weitere  S^olgen,  fernere  5Berfügungen  k.  in  einer 
©ad;c;  auc^  f.  5öettlauftgfeiten;  weiter^,  9cw.,  obcrb.  f.  weiter,  ferner; 
ber  aßeiting  ob.  Söeititng,  -e»,  CO?,  -e,  (mittcll).  witinc)  oberb.  ein  fia- 
d}eS,  oben  weitet  (2Jefä0,  bcf.  ju  ^iiii),  ein  fjfild^r^l'fd)  ob.  s%ipf,  nie= 
berb.  eine  ©atte;  bie  2Öcitfd)a[t,  obcrb.  f.  (Entfernung. 

SBet'ie,  w.,  oberb.  (f.o.  w.  aSei^e  2.,  f.  weisen  2.)  l)  cf)em.  f.  ©träfe, 
inöbef.  ©träfe  ber  abgcrd)iebcnen  (Seelen,  v^öUenftrafe,  ©träfe  beg  ^io^a 
feuerg;  bcljcr  2)  f.  ^öUenfpuB,  (^eifr^ffpuf ;  3)  ein  jur  ©träfe  umge= 
f)enber  G)eij]-,  ©pufgeift,  (J^efpenjl;  aietjen,  jicllof.  3w.  m.  ^aben  (SWw. 
gcwt'i^t)  oberb.  f.  afe»  &e\\t  cb.  ©efpenf!  umgel^en,  ei-fd}einen,  fpufen,  (c6 
weijt  f.  cö  fpuEt,  i$  ift  nidjt  gcl)cucr;  baS  ©ewcij  f.  ber  ©puf);  Wciji- 
gen,  ijifl.  3>t).  (mittell).  wizpgen)  alt  obcrb.  f.  peinigen,  ftrafen. 

■23ci:)Cn,  m.,  -^,  C9?.  (nur  »on  mcfjrcn  2l"rten)  w.  (S.  (aUfjod^b.  hwaizi, 
weiai,  weize;  mittel^,  weize ,  <5J,  weizes;  oberb.  btr  SSaij ,  SBaijen,  ourf) 
SSai{j,  Sßaijjcn;  got(>.  hvaiiei,  altnorb.  hveiti,  fc^web.  hvete;  oltjäc^f.  liweti, 
nieberb.  SSetcn,  t)oU.  weit;  angeif.  hvaete,  engl,  wheat;  Utti).  kwetczei;  — 
waf)rfd).  tjcrw.  mit  weiij,  f.  b. ,  att{)od)b.  hwh  jc.;  ügl.  ba«  fanSEc.  gveta, 
eine  ©ragart)  eine  tehinntc  iiorjüg(id)e  ©etreibcart,  wcl^^c  ^id)  bcf.  burc^ 
il;r  wcificrcö  unb  feineres  ?0?ef)(  tor  bem  9?oggcn  u.  anbern  ©ctrcibeartcn  C!uS- 
gcidjnet,  (fpridjw.  fein  SßJeijcn  bliifjt  f.  feine  Umfränbc  cb.  2(u6fic^tcn  finb  gün^ 
frig),  »on  r»erf(^icbencn  ¥b'  unb  (Spielarten,  alS:  gelber  u.  weiter  SBeijen, 
Söeijcn  mit  u.  ol;ne  ©rannen,  ©ommtr=  u.  Jffiintcrweijen,  uietätirigev  ob. 
SBunbcc;5Scijen  u.  a.  in.;  in  weiterer  S5cb.  oud^  \)errd}iebene  anbere  Qöi 
Wad)fe,  weldje  bem  SBcijen  älinlic^  finb,  ob.  ein  äfjnlidjcS  SOlefjt  geben,  alS: 


SBeijting  — -  miä)  1871 

turüfc^er  Sffietjen,  f.  ».  w.  ^aii^  f.  b.;  Sud^iwctjcn,  J^unbö^, 
JCufjmeiicn  zc;  —  3fc^.  bec  SBci^ertacfcr;  bie  -ü^ciscnabrc;  ber  SßeU 
jenbau;  hai  SBeijenbicr,  auö  SIBeijcn  gebrautcg  ffiiec;  ber  Söci^enboben, 
jum  ?®eijcnbau  gcciänctct  Scbcn;  bec  Söctjcnbrci;  baä  Sßcijenbrob;  bie 
SBci5cncrnte;  baö  SBeijcnfelb;  bie  Sßcijengarbc;  ba^  Söeijengrag,  f. 
0.  n).  bie  Cvui'rte;  bie  3itttTC*pe;  bie  SBct.^engraupc,  f.  ©raupe;  bet  SSei« 
jcn.avicö,  f.  @ric6;  bec  2Bci3fnl)a(m;  bie  ^eijenflelc,  f.  Äictc;  bfi6  2Bei; 
jenforn,  ©amcnforn  bc6  SBci^cnö;  bag  aßci^enmalj;  baö  2Scijenmel)t; 
bie  Sßci^cnfaat,  [.  <2aat;  bie  Söcijenfd)ri)pfc,  Canbit>.  ia^  ©c^rcpfcn  (f. 
b.)  bfö  iü  geil  WQd^fcnbeii  SQcijcnö;  bec  SBcijcnfc^rot,  f.  ©c^rot  3);  b^$ 
SBcijcnllrol);  bec  SBe!äl)äl)er ,  lanbfc^.  f.  bie  ?0?anbct!räl)c  (f.  unter  2i?an= 
bei  1.);  —  2Cblcit.  ivcljcn,  Sit».,  obcrb.  (waijen)  f.  ücn  ^Beijen,  aui 
5Bei3enmeI){  beceiret  (traiicncö  SSrcb  f.  SBci^cnbrob);  mit  ^Tiieijen  gemircl)t 
(WQtjrne  ©afte  jc). 

SBchling,  m.,  -eö,  9J?.  -e,  (wotjl^SBci^ling)  eine  ^(rt  @d}n)ammc 
mit  langem  ©ttcle  unb  rot(}braunem  ^ute,  lanbfc^.  aui):  ^vi>tenftie[,  ^fiif= 
fenf'äpplein. 

\vcl(i)y  9>om.  wcldöer,  Vücld)e,  TOcI(i)c5,  5J?.  treldje,  gürn).,  gebeugt 
ivic  ber  2(rti!cl  ber:  ©.  ir>eld)e§,  iveldjec,  n)eld)e^;  2).  meld)em,  roeld)cr, 
tvetd)em  2C.  (entft.  auö  n)c--lid),  b.  i.  tcic  bcfc^affcn,  lat.  ([ualis,  »on  wi-, 
b.  i.  wie,  f.  b.,  u.  Hh,  gcib,  ©eftatt,  Sc[d)atf<:nt)ctt,  »gt.  liä),  CcidyC,  glcic^; 

Cntfpr.  [otc^,  lat.  talis;  gort;,  hveleiks  u.  hvileiks,  b.  t.  (jualis,  xcai  für 
ein;  alttjodjb.  hweolih,  wicilih,  wielih ,  b.  i.  qualis,  unb  baocn  ucrfi^ieöeu : 
liwtJih,  welih,  fpä'tcr  au^  »erfÜVjt  wel,  weler,  b.  f.  quis,  jücr,  iDc(d)Cr:  J. 
S-  Nviolih  inti  welih  wib  ,  b.  i.  qualis  et  quae  femina;  bcc^  faUcn  bctbe  ^OX- 
wen  iljrcr  Sntftcfjung  mäj  offenbar  jufammen  u.  bte  Untere  i{l  nur  eine  "üb- 
f^»ncid:ung  ber  crPcrcn  na^  j^o»-"'"  ""^  Scbeutung;  mittclf).  welch,  welher  jc., 
@.  welhes,  DerJürjt:  vel,  weler,  welre  :c. ;  oberb.  lueld^  3C.  u.  «jcler,  c,  f§; 
—  Qltc  bicfc  gormcn  finb  nur  fragcnb,  ni^t  bejici)cnb,  in  •.rctd)tr 
S5eb.  im  lllt--  u.  Obcvb.  burdjauö  bec  u.  gebiaud)t  ivirb;  —  nicbccb.  »rcl?  u. 
vrcl;  angelf.  hvilc,  engl,  which;  altnorb.  hvilikr,  fc^iocb.  hvilken)  wirb  ge» 
bvaud)t  1)  alä  fragenbcS  gür».,  foirofjt  in  btrccten,  alö  inbicectcn  cb. 
abt)äng{gen  gragefäijcn ,  in  fficrbinbung  mit  einem  Jg)auptn3. ,  ober  für  fic^ 
allein,  u.  bebeutet  urfpr.  irie  befd}affen,  ein  ivie  befd)flffener?  jc,  in  mU 
äjim  ©innc  jc^t  gern.  iVM»  fiic  ein  ic.  flt{)t,  bagegen  tt)elrf}ec  2C.  je^t,  be= 
tiimmtcr  al6  wer,  voa$  (f.  rocr),  bie  3(n^abe  be6  (Jinjelirefeng  felbjT, 
nid^t  b(oj}  bec  ©attung  ob.  aSefc^ajrenljeit,  iH'iIangt  (j.  fiS.  wer  hat  cö  gc» 
tt)an?  «)3Utn  SBrubcr.  5JBcld;cr  oon  beincn  ffirütein?  S5cr  ältcfte.  —  Gä 
ijl  ein  SBaum  in  meinem  ©arten  com  SSinbc  umgcriffcn.  23a 6  für  ein 
Saum?  (Sin  3(pfelbaum.  5B  eitler?  ®er  bem  >§aufe  junad^it  jlcf)enbe  u. — 
SBa6  liegt  auf  bcm  Sif^c?  (Sin  SBuc!^.  2Qelc^c6  Sud;?  3C.  —  SBcldje 
garbc  ift  für  bk  2Cugen  bie  f)cil[amfte?  —  So  au<^  in  abhängigen  grage* 
fc^cn,  ?.  5B.  bu  weifjt,  welche  garbe  mir  ik  angenc^mflc  i|l,  —  welche 
SBlume  td)  ):cr  allen  liebe  jc;  hd  weither  2(nwcnbung  nid;t  feiten  nod)  ber 
S3rgviff  bec  S  cf  ^  af  f  cn  f)  ctt  barin  liegt;  ?.  58.  ic^  möd;te  wiffcn,  in  wtt  = 
^cn  Umftänbcn  er  fid)  befinbet,  —  auf  welche  3irt  er  taju  gefommcn  iff, 
u.  bgt.  m.  —  SGBenn  baö  fragenbe  treld)  nic^t  in  unmittelbarer  Serbinbung 
mit  einem  J^auptw.,  fonbern  nur  in  Sejtr^ung  ouf  ein  nai^folgenbcä  fteljt,  fo 


18T2  ml6) 

gebraust  man  gem.  ba€  fä'd^l.  weld^eö  bei  nad^fotgcnben  J^aupt».  jebcö  ®e= 
\ä)kä)H  u.  \ihit  3at)lform;  j.  S8.  ireld^cö  (ft.  mclc^eiO  ijl  bec  re^te  9?a» 
mcn"?  —  rcetd^eS  dt  welche)  finb  i()cc  Äinbec?);  ferner  bicnt  Wiiö:)  K. 
in  TCu^citfungen  al$  7(iigbvucc  be^  93ev>.t)unbern6  ob.  bei-  Serounberung, 
wo  nod^  ber  urfpr.  SSegrijf  bcr  SB cfd] äffen ()ctt  bavin  liegt,  ebter,  alö  hai  [inno. 
JDa6  für  ein,  unb  jwar  entwebcr  a)  unmittelbar  wor  einem  ^auptix».,  mit 
BoUflä'nbiger  SSiegung:  n)eld)er,  e,  eg,  (j.  SB.  iveli^cr  SKann!  welcher 
©c^merj!  welche  ©(^önljeit!  weldjeö  ®(üc!;  tüetd^eä  Qiefdjrci!  toet^e  grcu« 
ben!  jc. ;  nur  im  [ä^l.  ©efd)leä)t  bid^t.  auc^  ocvüirjt:  meld)  ©lücJ!  melc^ 
&mn\)V.  2C.),  ober  b)  in  SJerbinbung  mit  bem  2trtifcl  ein,  »or  bem  wci<i) 
ungebeugt  bleibt :  Wtld)  ein,  meld)  eine  jc.  (j. S5.  melc^  ein  ^m\6) l 
mcl^  ein  grof^er  SJiann!  meld^  eine  Sicfe  ber  SGSeiöf)eit!  melc^  ein  ®IM  ijl 
mir  ju  Sljeil  gemorben!  meld)  einen  9Kann  nennft  bu!),  ober  c)  in  93erbin* 
bung  mit  einem  unmittelbar  nad^folgenbcn  SSeimort,  mo  entmeber  mel? 
d)er  bic  üoUftänbige  jlarfe  SBiegung,  u.  t>ai  SSeim.  nur  bk  fd)»ac^e  SSiegung 
annimmt  (j.  23.  weiter  gro^e  9}iann!  welcher  l)elle  @(anj!  met(^e§  i)oi}t 
®lüct!  meiere  frönen  S3ilber!),  ober  ba^  ungebeugte  weld)  cor  bem  jtarE 
biegenben  SSeim.  {ie|)t  (j.  S5.  wiiä)  großer  SOlann!  meld^  l)ot)eS  ©lücJ!  mel^ 
fc^öne  Silber!  IC);  —  2)  alö  bcäicl)cnbc6  gürm.,  einen  Seäte{)un5g- 
fa^  fcurd)  Oiücfbeutung  auf  einen  im  ^auptfa^e  genannten  ©egenjlanb 
an  biefen  anfnüpfenb,  finnu.  bor,  mo»on  [ii.^  tx)eld}cr  baburd)  unterfc^ei* 
bit,  bafe  e6  mit  ber  be^icl)enbcn  Äraft  bcn  Segriff  bcr  Sef^affent)eit  oerbin* 
bet,  alfo  cig.  nur  in  Sejicl)ung  auf  einen  ©egenfranb  ^u  gebrauchen  ift,  bef- 
fen  2(rt  ob.  Gigenf^aft  ber  burd)  welcher  eingeleitete  33ciiel)ungöfa§  an* 
geben  foU  (j.  $8.  ein  SJlcnfd),  wcld)er  ®ott  liebt  jc,  b.  i.  ein  50?enfct)  »on  bcr 
SO e[d^ äffen t;eit,  bafö  er  ©ott  liebt;  ein  SSaum,  mcld^cr  gute  gciidjte  tragt  :c.; 
grembe,  reelle  bie  SOleffe  befuc^en  ic);  bann  aber  briic!t  meld^er  gem. 
aud^,  mie  ber,  bie  S3ejicl)ung  auf  ein  bcflimmtes  ©injelmcfcn  au§ 
(j.  SS.  biefer  Saum,  welcher  gute  grüdtyte  trägt  jc.;  ber  iOiann,  meldten  ob. 
ben  bu  fcnnft,  —  üon  me(d)cm  bu  fprid;ft  ic;  bibl.  fi^on  id  2utl)er:  bieg  i|l 
mein  lieber  ©oljn,  an  melc^em  ic^  SBol)lgefaUcn  babc.  —  gür  ben  ®en.  bcö 
beiiel)enben  gürm.  finb  jebocl)  nur  bie  gormen  beffen,  bcren,  ni^t  mel« 
d)eö,  melc^er,  üblich;  j.  S.  ein  SJiann,  beffen  (nic^t  mclc^eö)  Umftü'nbe 
ic^  !cnne;  bai  ©clb,  beffen  ic^  bebavf;  bic  grau,  üon  bcren  (ni^t  mcl* 
c^er)  Sod;tcr  bu  fpric^ft;  5}tcnfi^cn,  bcren  (nid^t  meli^er)  ©runbfa^e  ju 
loben  finb  jc.;  aupcr  mcnn  ba&  bejicijcnbe  giinr.  beimörtlic^  mit  einem  beit 
©egenflanb  ber  Scjie:^ung  näfjcr  erllä'renben  .^lauptm.  oevbunben  mirb;  j.  33. 
ßicero,  meldjeö  bei-ii()mten  SJebncrö  ©d^riften  bu  fennjt,  u.  bgl.);  —  3)  gem. 
u.  lanbfc^.  bef.  niebcrb.  aud)  aii  unbeftimmteö  gürm.  (»gl.  wer,  maö 
f.  irgenb  einer,  itvoa^;  unb  ba§  »lt.  ctmeld^c,  b.  i.  irgenb  mie  befd^affcne, 
ctlid^e,  iroraug  biefcS  meiere  bwvä)  3fbfaU  beö  et  cntflanben  fein  mag)  f. 
einijje,  einiget,  etiva6  bec  be3cid)netcn  7kt  (j.  S.  .^aft  bu  nod^  gebcrn"? 
2<i)  Ijabc  nod^  meiere;  b.  ic^  i)aU  bcren  nod^.  SBenn  bu  fein  ©clb  mef)C 
i)tx^,  fo  fann  ic^  bir  welc^eg  geben.  Qiiih  mir  Sinte.  ^ia  ift  mcli^c,  u. 
bgl.  m.  —  ®oau^:  maä  für  meld)e6,  maö  für  meld) e;  mo  meld)  c§ 
2c.  bk  ©teile  beö  üorl)er  genannten  Jpauptm.  oertritt;  j.  S.  5c^  mitl  gcüdjfe 
!aufcn.  2Baö  für  mcld)e?  —  ^icr  ift  Öbfl.  2Boö  für  mcldjcS?  u.  bgl.  m.); 
—  3fe§.  ircicljcrgeflalt,  ««m.,  mci(!  ü!t.  f.  in  wclc{)cr  ©ejtalt,  auf  meldje 


23e(f  —  SSSctte  1873 

2Crt  ob.  SBJeiTe;  we(rf)er(ei,  unblegf.  J8».  (tjgt.  IcO.  »on  »etc^ec  2(rt  ob.  Se» 
fc^affcn^eit  (roelc^ctlci  Dinge  ic). 

2Belf,  f.,  -eS,  5)?.  -er,  auc^:  bec  SBclf,  -e«  u.  -en,  (altbodjb.  «lar 
hwelf,  mittclfj.  weif,  @.  -es  u.  -en;  oltnorb.  hvelpr;  oltfäc^f.  u.  angclf. 
hvelp,  engl,  whelp;  oon  bunflec  Jfbflammung;  ntc^t  ocrm.  mit  2Bolf)  olt, 
obccb.  bae;  ^imge  tuüber  St)iere,  3.  i8.  bc6  l'öipen,  Sigerö,  Saun,  inbef. 
be§  ^Bolfeä  unb  ^unbeS,  (bafjet  ber  alte  '?)crfon«  unb  ®cfc^Ud)t6namcn : 
SBetf,  bte  SSelfen);  irelfen,  3n).  (mittcil).  weifen,  ^vät.  walfie;  fpatec: 
»elfte,  geipelft)  olt.  f.  Rurige  werfen,  con  SGSöifcn  unb  J^unbcn. 

ivelc^en,  irelgcln,  irelgern,  .3it).,  ber  3ßelger  jc,  f.  tvnlgcn. 

roelf,  Sm.,  Somp.  roelfer,  ©up.  tuelffl,  (altt)od)b.  weih,  weic;  mittet^, 
welc,  @.  welkes;  obcrb.  rocl!  u.  »relc^ ;  audj  fdjrpeldj,  fd^roel!,  oltb. 
•welch;  t)on  wallau,  «allen  2.  f.  fitbcn,  ^ci&  n?erben ,  altb.  walo,  lauiic^, 
wali,  8aul)cit;  ügl.  fdjipelen  u.  fdjjpctfcn  ob.  fdjtrelcten;  alfo  urfpr.  buxd) 
SBätme  faftloS  u.  fdjlaff  geroorben;  ober  oon  einem  eigenen  ©tamme  walh, 
walc,  wilkan,  jrölben,  runjcln,  n>o()cr  aitd)  Söolf  e  ju  flammen  fdjeint;  alfo 
urfpr.  runjclig?  »gl.  baS  engl,  welked  f.  tpclfig  u.  gerunzelt)  ber  fiifchen 
Sebenäfraft  u.  beö  nötf)ig£n  Sebenäfafteö  mctjr  ober  romigcr  ermvingelnb 
ob.  beraubt  u.  baburd)  fd?(aff  geiroröen  cb.  jufammen3efd)rumpft,  |lär= 
fer:  bürr,  bef.  oon  ©eirdc^fen  (irelEe  Slüttcr,  ÜBlumen),  ouc^  oon  einzelnen 
Sbeiffn  beö  menfdjl.  u.  tbier.  Äörperö  (rocl!e  Srüfle ,  Guter  jc);  aud)  f.  ge* 
börrt,  getrocfnct  (roelfee  Dbft,  weife  .«Rüben  jc);  tvelfen,  3».,  1)  jicUoS 
m.  fein  (altijoct)b.  weihen,  mittelf).  welken,  oberb.  aud)  rceldjen)  ruelf 
irerben,  ogl.  oermelfen,  (bie  roeüenbc  9?ofc;  bie  >^aut,  baö  gleite^  rccl!t 
im  Jfiter);  uneig.  übcrt).  f.  matt  u.  fraftloö  irerben,  binfct)ivinben,  üerge; 
t)en  (j.  3.  nie  weüenbe  Sugcnbfraft;  bie  ®iijbni)tit,  bte  3ugenb  roel!t  ic.); 
2)  jiel.  (ogl.  baS  altl)oc^b.  wilhjan,  burd)  ^i^e  erireic^cn,  fdjmicbcn)  mit 
ma^en  (bie  ^it^t  »elft  bie  Slumen;  ber  ^erbjl  i)at  baö  5iaub  geirelft);  ini-- 
bef.  f.  börrcn,  trocfnen  (gemeifteö  Obfl);  ber  2Bclfbo^en,  ein  »oben,  auf 
welchem  mon  etiraö  roelft;  inSbef.  ber  Sobcn,  auf  rcclc^cm  baö  9)inlj  jum 
SBterbrauen  gebörrt  »cirb,  oberb.  auc^:  bie  Sßclfe  (2Sel!,  Söeldj);  ber  S[ßelf; 
ofen,  Dfen.  in  rcelcfecm  Dbfl  geweift  wirb;  bec  Sßelter,  -^,  trec  iüvai 
weift;  bie  2Bc(fung,  bag  SBelfen. 

2BeU  1.  m.,  -en,  ?}?.  -en,  (ogl.  ba§  nieberb.  S8u((e,  flaw.  wol,  wul) 
oberb.  f.  ber  @tier,  3»c{)toci)g;  —  ber  SBell  2.  f.  unter  roellen. 

SBetle,  ro.,  50?.  -n;  SScrSl.  baö  2BeUd)en,  (alt^ot^b.  wella,  mittelf). 
welle,  oberb.  SJBeUen;  »on  bem  alten  ablout.  3».  wellau,  wellen,  wille,  wal, 
wuUen,  gewollen,  b.  i.  iodljen,  i»ölben,  2B.  wal,  »gl.  »alcn  2.,  »allen  1., 
realjen  jc,  gotf).  valvjan,  angelf.  vilian,  lat.  volvere,  gr.  it).iiy;  alfo  überf). 
etreaö  ©emölbteö  ob.  ftc^  SBäl^enbeS)  l)  jebe  bogenförmige  ob.  ge>rölbte 
(5rt)öf)ung  ber  bercegten  5BafferfIad)e,  »on  allgemeinerer  ®eb.  als  SBcgc, 
(ba6  9}ieer,  ein  ®ce,  Seic^  jc.  fdjlögt  ob.  wirft  SBc(tcn);  uneig.  u.  bic^t.  bef. 
in  ber  «metjrtj.  überl).  f.  gro^e»  2i3a(fer,  roogenbe  glutf)  (j.  SB.  »on  bcn  2Bct' 
len  »crfdjlungen  werben,  fein  G5rab  in  bcn  SBellcn  ftnben,  u.  bgl.  m.);  lanbf^. 
Qü6)  eine  t)ert>orragenbe  ©anbbanf  in  einem  glufTe  (©anbwclle);  2) 
eine  2ßa(je  (fr.  Splinber),  \(boi)  nur  im  engeren  ©inne,  fofcrn  fie  um  iljre 
2(c^fe  beweglich  i|t  u.  ein  9?ab  ober  anberc  Sljeile  tinc6  Sriebwer!i6  in  2?ewe» 
gung  fefet  (bie  SBeüe  eine«  SKüfjlrabeö,  Ut)rrabc6  jc);  3)  ein  Sünbel  9tei3* 

^<9fe'6  .^anbwiSrterb.  b.  beutf^en  ©pt.  2.  Z^dl.  118 


1874  welien  —  wcUevn 

{)Cl5,  ein  9iet66ünbet  (ogl.  bai  attb.  giwel,  ba^  ©ewetl,  übcrf).  f.  «?»qu- 
fcn,  Sünbel);  —  3fe|.  mit  gSeü  =  :  bie  SßeUbailf,  ba§  ßagec,  auf  reel-- 
^em  ft^  bie  3npfen  bec  SßtUe  cincS  Kabeö  umbrefjcn;  bec  SßeUbaum,  1) 
gorjim.  ein  Saum,  weldjcr  feiner  ©tä'cfe  nac^  gu  SBeUcn  in  9}lüf)tjrcr!cn  jc. 
bcau^bar  ift;  2)  eine  flar!e  SßeUe  im  ?Kut)lenbau  jc;  an  Sortcnn?irfer|lüf)= 
tcn  bcv  Saum,  auf  welchen  bie  fertige  '^trbcit  gewictclt  »irb;  ber  äßellrirtcj, 
ein  um  eine  SSSetle  gelegter  eiferner  S?ing;  ber  ^eÜfanb,  ©c^iff.  f.  Sricb-- 
fanb;  ber  £öcU;^apfcn,  Rapfen  einer  fScUe;  —  3fc§.  mit  2BeUen=:  bas 
SBellenbab,  aSab  in  bcn  SÖcUen,  in  ber  gtutf),  bcf.  bic^t. ;  aud^  ein  gluig= 
bab ,  in  welchem  bur^  eine  f iinitlid^c  25orvid)tung  baS  SPaffcr  in  eine  n)eUcn= 
förmige  Bewegung  gefegt  »rirb;  bie  SBeUenbeircoiung ;  ber  SßcUcnbrucf), 
ber  SBrud)  ber  SQcUen  an  einem  ftciUn  Ufer,  bie  Sranbung;  tDeUenförmig, 
SB«3.,  bie  gorm  ber  SBcUen  I)abenb,  in  fanft  gefd)rcungencn  Sogen  ob.  <S>(ijlam 
genlinien  auf-  u.  niebetjleigcnb  (^pftanj.  ein  rccUenförmigtö  SBlatt;  bie  ttje'ucn= 
förmige  Scn^egung);  bec  SSeilenfutj,  5)?.  -fü^e,  .^üttcnw.  freujnjeife  burdj 
bie  SBelle  (2)  gct)enbe  ipötjer,  aud):  ber  SBellenfamm;  baS  äßcllengc; 
birge,  bic^t.  f.  l;of)e,  Sergen  cifinlic^e  SBcUcn;  ba-o  Söeüengrab,  bic^t.' f. 
bie  SßSellen  b.  i.  bie  glutt),  fofern  man  barin  bcn  Zob  finbet;  hai  SBellcn- 
^olj,  in  2BeUen  (3)  gebunbeneä  iReigf)or?,  au^:  SB  elli)  otj;  bag  2ßeUcn; 
fäferd)cn,  ein  f [einer  Ädfer,  bcjTcn  fd}»rar^c  gtügelbecfcn  mit  weisen  rciUcn^ 
förmigen  Cinicn  gc^eidjnet  finb;  bie  SScÜenÜnic,  wellenförmige  Cinie,  ©djlan- 
genlinie;  bec  SBeüenrabmcn ,  in  Drgeln  bec  pljcrne  Stal)tKen ,  in  melc^em 
bk  SSvUen  ber  Saften  liegen;  ba§  SSeUcnreic^,  bie^t.  f.  SßaiTerreidj,  93iccr; 
bec  Si3eUenfci)lag,  bie  Semcgung  unb  bai  2(nfdjlagen  ber  SOScUcn;  bie  äßcl- 
lenfd)necfe,  f.  o.  m.  Äegeifc^necfe,  f.  b.;  \)ei  SBeUenfc^nitt,  jöappent  bie 
S^eiiung  eines  ©c^ilbeS  mittelfl  einer  wetlcnförmigcn  Sinie;  ba^  SßeUeil; 
fpiel,  ba6  ®picl  b.  i.  bie  g(eid)f.  fpitlenbe  Scrcegung  ber  SBtUcn;  bec  2Bc(-- 
ienfturj,  biit.  ©turj  ber  2BiUen  ob.  giutl)en  »on  einer  J^ötie;  ber  SBelicn- 
tritt,  an  92ir!|lü^!cn:  bie  Sritte,  irdcfee  bie  Jpebcl  ber  3iige  finb;  —  Hb- 
leit.  treuen,  jiel.  ^vo.y  mit  einer  Quelle  (2)  üeife()en  (ein  S«ab  — );  irc(; 
lenl)aft,  ffiro.,  bic^t.  f.  it)eUena{)nl!rf),  ivellcnförmig;  wcüig,  Sro.,  5Be[; 
len  üb.  n)eüend()nlid^e  SBinbungen  fjnbenb  ob.  bilbenb,  roeüenförmig  (bidjt. 
trcUigig  Äaar;  treUig  gijlreift) ;  bie  Söi'Uing,  9)Z. -cn,  ©c^iff.  eine  2Irt 
^er"9{)o[j,  au6  einer  biden  plante  bcfteljenb. 

ireücn,  3i».,  1.  aMaut,  ipafl,  g^iroüen,  (altb.  wellan,  xve.llen,  f.  SStdc) 
cötlig  oit.  f.  wäljen,  breiten;  ivölbcn;  tal)er  nod):  bec  SBellcr  f.  ein  mai= 
jenfcrmigec  Jtccper,  inebcf.  in  '^iftifinbrcnnei-eicn  ba6  icaljenförmig  gi-roUre 
SI)onflüd,  au6  »peld}em  eine  «pfeife  geformt  irirb;  —  lUfUcn  2.  alt  u.  lanbfc^. 
1)  jielloS  (allb.  welltln  ,  wellen;  »gl.  ^aö  angclf.  vell ,  engl,  well,  £luelle; 
queUen)  f.  ircgen,  ^Bellen  fd^U'.gen,  aufivaUen,  fieben:  2)  giel.  f.  x>.  xv. 
irciUen  (f.  unter  reallen  I.):  aufiüaüen  mad)cn,  fieben  laffen ,  f"od)en;  in 
J^amnurtücvfin  f  fdnivi^en,  f.  b.  ((Siien  an  einanber— );  baber:  ber  2öcU, 
nieberb.  f.  baö  2(ufiViiÜen  tincr  fiebcnben  glii''ftgEdt ,  bec  23iall;  fd)irei^.  f. 
ber  ÄäüErlftl;  i>e\  ilScUcr,  fdjniti*.  bie  Äiidje  btr  ©ennbüttc;  bie  ^2i3eUunv'i 
ob.  SBeUje,  nieberb.  f.  ein  cibgefod^ter  Sranf,  bünne  ©erflen?  ob.  ^afer- 
bcü(}e ;  —  treuen  3.  f.  unter  Sötlle. 

luellern,  giel.  3«.  (wabrfc^.  ocn  Säeüe  ob.  SBcUcr  f.  SEBaljc,  (5i)lin= 
ber;  weil  ba6  mit  Ccl)m  burc^mengte  ©trol)  in  gorm  »on  SBetUn  ob.  SBürjlen 


müiQ  —  mit  1875 

um  bte  SßScUcrtlScte  gefIod)ten  wirb)  lanbf^.  6cf.  nicberb.  eine  23anb  — ,  b.  i. 
ba^  gavtwnf"  bcrfclben  mit  i'imm  gled)twerf  t>on  Strcl)  unb  2ef)m  au^^ 
fiideu  unb  mit  i(i)m  beflreicl)en,  obcvb.  tkibm  ob.  flaiben;  a\x4)  übni). 
tUva^  mit  ©tro()  unb  2e()m  nu^ftiUcn;  nii^berb.  auii  f.  eine  SBanb  bcrofj» 
ren  u.  mit  Malt  bewerfen  u.  a&puocn;  bie  Sßelierarbeit,  Arbeit  beö  2Bc(» 
Iccnö,  ob.  gcroellevte  2(rbdt;  bic  ÜßcUevbcd'e,  -mauer,  ;want,  gmeUcrte 
2)edc,  SKaucr,  Jöanb,  Si1)mn?anb  k.  ;  ber  ©cUcrftocf,  5}?. -- ftöcfe,  jrot; 
f^en  bcm  ^ol^rDcv!  btc  SBdnbe  ic.  cincjcfdjlagene  (tarfe  ©törtc,  um  »cldje  bie 
©tcol)feile  ob.  -'^öJcUcn  gvfloc^tcn  rcirbcn,  qu^  :  SD8«Ucvt)ölier,  8ct)ms 
{tobe;  bec  SBeücrer,  -ö,  tvcc  rocüert  ob.  2BeÜerarbeit  mad}t,  obecb. 
Äleiber. 

iüeUig,  Sn?.,  SBcüing,  SBcüring,  --^ant,  ^japfen,  f.  unter  ffictte. 

Sßcl:^,  m.,  -cg,  9}?. -c,  (ioa{)ifd).  teilt),  mit  bcm  altb.  wal ,  walre, 
SBaUfiic^;  l  SöaLl  3.)  eine  2Ut  großer  JKaubftfd)e  in  ©een  unb  großen  glüf» 
fen,  übcrb.  ber  2öaUec  (f.  b.  untec  SBaU  3.),  aud)  bec  ©d^eibc  (©c^afs 
ben),  ©d)eibfifd). 

toelfd),  95n?.,  ic.  f.  U)a(frf)  unter  ^aii. 

äiSelt,  ID.,  2}?.  -en,  (alttlOC^b.  wcralt,  weralti,  worolt,  werolt;  mittet^, 
werlt,  fpdtec  weit;  altfac^f.  werold,  nicberb.  e()em.  SBcrtb,  JlBcerlb,  jc^t 
Sßclt;  angcli'.  veorold,  vorold,  engl,  world;  altnorb.  verauld,  veröld,  fc^tücb. 
u.  i)oil  werld;  —  gciD.  abgcl.  com  a!Jb.  werea,  tt)ä{)rcn  2.,  bauern,  ülfo 
Urbcb.  „Zeitalter",  seculum,  aeviim;  ober  alö  3fi'^-  bctradjtet  quS  bcm  gotf). 
vair,  aUf)od;b.  wer  =  (at.  vir,  gjiann  (rgl.  2Büt)rnjolf)  unb  alt,  alt,  alt» 
norb.  fdd,  2fltcr,  alfo  urfpt. :  ,,9D?cnfd^cnalter",  geueratio,  ober  aUgcmtincr 
^ybai  Zeitalter,  in  ttjcld^rm  bie  SJimfc^cn  leben",  »gl.  baö  oltnotb.  thurs-old, 
gjicitnalter,  varg-61d,  3eitQltcr  bcr  würgcnben  3.tjicre,  u.  a.  m.  —  2)ie  SBeb. 
seculum,  aevum  ic.  ift  allcrbingö  im  2fUb.  Dorf)crvfdjcnb ;  im  @otf).  feljit  bog 
5Bort  ganj  u.  für  baß  SBclrganjc  (mundus)  jlct)t  fairhvus,  füc  bie  @rbe  (or- 
bis):  midjutigards,  auc^  althod)b.  mittilgart  u.  merigarlo;  ia  jcbo(^  jene  2(b« 
Icitungcn  ^»cifelfjoft  finb,  auc^  bie  S?ib.  mundus,  oibis  fdion  im  früf)f|len 
2(ttt)0(ib.  fid)  finbct,  unb  bie  ccrmutljlidje  Urbcbeutung  bcm  tjcutigen  SSolfS» 
betpufftfein  ganj  frcmb  getüorbcn  ift :  fo  (egcn  «rir  bei  bcr  ^rflä'rung  bie  um« 
folTfnbfte  95cb.  ju  öirunbc)  1)  bec  iSn^f^nff  aller  erfd^offenen  S^ingc,  bie 
@d)i)pfunc|,  baö  2l'U,  ^üiettad  ob.  SBeltganje  (fr.  Unioerlum),  J^immet  unb 
(5rbe  fammt  oUen  ®cfd}Öpfcn,  (@ott  ifl  bcr  ©djöpfer  unb  @r(;a[tcr  ber  SBclt; 
®ott  unb  btc  SBclt;  bie  gan^c  SBtlt;  aller  Söclt  ©djd^c;  bie  Ccl)re  ücn  ber 
beften  SßSclt;  nichts  in  bcr  SBclt,  b.  i.  ganj  unb  gar  nidjtß;  baö  Scfte, 
©djönfic  2C.  oon  bcr  $3clt  JC.,  olö  oerfld'rfenber  3ufn^;  fo  auc^ :  in  aller 
SBclt  nid)t  f.  iibcvljaupt  ob.  fc^lcc^tcrbtngö  nic^t;  wie  in  oller  SGScIt  gcf)t 
baS  ju?  »aö  in  aller  aSclt  foU  ba6  bcbcutcn?  u.  bgt.  m.);  2)  ein  Ü()ei(  beS 
SBeltgiinjen,  fofcrn  er  al§  ein  in  (ic^  gefc^lofTcneß  @anjc§  betrachtet  trieb, 
bal)er  ein  ^immeläfinper ,  5ßeltförper,  ob.  ein  •Sonnenf^Ttem  k.  ,  bef. 
bidjt.  (bcr  uncnbiidjc  Siaum ,  in  n)c(d}im  bie  SBclten  fc^iücbcn;  bcr  ^immel 
mit  feinen  jaljdofcn  Söcltcn;  bie  ?Otcljtl)c{t  ber  SBclten  tc:  nad)  bcm  Sobe  in 
eine  anberc,  bcJTfre  Sßclt  übergeben);  bef.  3)  ber  (Srbfcrpec,  (S'rbboU,  bie 
6cbe  (bie  oier  ©nbcn  bcr  SBclt,  5B  el  tgegenben:  bie  fünf  SBelttbcile, 
f.  ö.  TO.  ©rbtijcile;  eine  Keife  um  bie  IBM  madjcn ;  btc  Ober»  u.  Unter» 
»elt,  f.  b. ;  auf  ber  fIBelt,  f.  o.  tt).  auf  bcr  ©rbc,  öuf  ©rben;  nichts 

118* 


1876  mit 

auf  ber  2BeU,  b.  i.  gar  nid^tg);  auc^  ein  2!f)eil  ber  Srbob«rflac^e ,  f.  ö.  ». 
5Betttt)ä[  (beibe  SBeltcn :  bie  alte  SBctt,  b.  i.  2fftcn,  2(frifa  unb  (Suropa; 
bic  neue  SBelt,  b.  t.  "Kmexita;  ogl.  au(^  :  Snfclrcclt) ;  ferner  ber  ^nbt* 
griff  ber  auf  bcc  Gebe  üor[)anbencn  ober  »aljrnetjmbaren  u.  erfennbare« 
2)inge  (bie  Sßitt  ber  ©rfc^einungen;  bic  Äörper»  ob.  ©tiinenmelt,  entg.  bie 
®ditint»clt) ;  in  bcftimmtercr  93eb.  4)  bie  6cbe  fl[»  2Bot)nfi^  be^  SO'Zen* 
fd)engefd)(2d)tS  u.  bie  ®efcimmt()eit  ber  g(eid)jeiti9  lebenben  ?iJienfd)cn, 
bie  9J?enfd)^eit,  (auf  bie  Sßclt  ob.  jur  SBclt  fommen,  b.  i.  geboren  werben; 
ein  Äinb  jur  SBclt  bringen  f.  gebären;  »on  ob.  üu§  ber  2Belt  fdjcibcn,  b.  {. 
fierbcn);  5)  ein  beflimmteS  iJeitalter  beä  S!}?enfct)en9efct)[ed)t6,  Sl^enfcl:)«!!* 
alter  (bie  jc^ige,  bic  l)cutige  SBelt;  bie  al  tc  SB  el  t  b.  i.  ba6  2(Uertt)um,  j. 
S3.  bie  5ßölEcr  ber  alten  2Stlt;  ugl.  auc^  ?Ölit  =  .  SSor»  unb  Stadjro  e tt); 
())  übert).  f.  bie  ?!)Zenfd)en  ob.  ßeutc,  bie  menfd)lid)e  ©efeUfd^aft  u.  baS 
50?enfd)en(eben,  (fo  gef)t  es  in  ber  SSelt,  b.  i.  unter  bcn  SJtenfc^en,  im 
SKcnfc^cnUben;  fid^  mit  ©ijren  burc^  ik  SSJctt  bringen;  fic^  in  bie  Söctt 
fdjiitcn;  bie  3fugcn  ber  SBtlt  auf  fid)  iiet)cn;  in  bie  SBelt  treten,  b.  i.  untec 
ben  S}tcnfd)cn  öffinfli^  auftreten;  tt>a6  wirb  hii  2Belt  baju  fagen?  bie  Söelt 
liegt  im  2(rgen;  bie  böfe,  arge  SBelt  jc;  alle  SB elt  f.  alle  9Kenfc^en,  3e* 
bcrmann;  itroai  oor  aller  SBelt  tt)un,  b.  t.  ganj  öffentlich;  fi^  au6  ber  SBelt 
in  bie  ©infanifcit  gurüdjiel)en);  aud^  f.  9Jienfd)enmenge ,  alö  ©ammelm. 
cljne  'iixtild  (oiel  SBelt),  eljem.  iiberlj.  f.  «in  Raufen,  eine  (Sd)aar  (eine 
grope  SBelt);  ferner  gettjiffe  burc^  beiroörtlidje  3u[ä^e  ndl)er  bejeic^nete  .Klaf* 
fen  ob.  (Stänbe  ber  menfd)lid}en  (^efellfdjaft  (j.  S5.  bk  junge  SBelt,  b.  i. 
ik  jungen  Seute,  bie  2ugenb;  bie  fd^one  SBelt;  bie  grope  ob.  oorncljme  SBelt; 
bie  feine,  gcbilbete  SBelt;  bie  gelehrte  SBelt  jc);  7)  in  engerer  S3eb.  bie  büc* 
get[td)e  (5)efellfd)aft  u.  ba6  bürgerlid)e  !2eben,  entg.  bem  geifili^en  ob. 
lird^lid^en,  ber  Äirc^e  ob.  bem  Älofterleben  (auö  ber  SBelt  get)en  ob.  bie 
SBelt  ücrlaffcn  f.  in  ein  Älojlec  ge^en;  baö  ßeben  in  ber  SBelt,  baS  SBelt* 
leben);  bal)er  aud)  bie  jeitlid)  ob.  irbifd)  gefinnten  9}?enfd)en,  beren  ©e* 
finnung  unb  ßebcn^weife,  iiberl).  bai  ©innlldje  unb  3eitlid)e,  im  ©egen« 
fa^e  beö  ©eifligen  unb  Swigen,  (bie  SBelt  lieben,  ob.  t)ajfen;  ber  SBelt 
onljangen;  ber  SBelt  abjlerben;  bie  greuben  ber  SBelt  u.);  8)  bie  Äenntntf6 
beö  l)errfd)enben  3«it3«braud)§  u.  bef.  ber  ©itten  ber  feineren  ob.  i)'6i)exen 
(55efeUfd)aft,  u.  hai  bamit  überetn|Iimmenbe  S5enei)men  im  Umgange, 
finno.  SBeltfenntntfö,  Söeltton,  ßebenäart  (oiel  SBelt  ^aben;  {eine  SBelt 
l)aben;  ein  SKann  »on  SBelt);  oberb.  aud^  überl).  f.  3eitgebrau(j^  ob.  »gc« 
fc^macf,  SKobe,  (eine  alte  SBelt  fein,  f.  eine  alte,  abgenommene  SOiobe);  — 
3 fc|.  mit  SBelt:  bie  2ßeltac^fc,  f.  o.  ».  .^immelead^fe,  f.  3(c^fe;  hai 
SBeltaU,  -g,  f.  0.  SBelt  1);  icii  2ßcltalter,  1)  bas  3llter,  b.  i.  öie  3eit« 
bauer  ber  SBelt;  2)  ein  Zeitalter  ber  SBelt,  ein  3eitraum  iljreS  S3efle()enS; 
ber  2BeltapfeI,  oberb.  f.  Reichsapfel;  ba^  SBcUauge,  1)  eine  finnbilbl.  Se» 
nennung  u.  2)ar|iellung  ber  ®ottl)eit;  2)  biiijt  f.  bk  ©onne;  3)  ein  ©bei» 
flcin,  eine  2lrt  Dpale;  ber  $2ßcltbau,  bk  ©rfc^ajfung  u.  Einrichtung  bet 
SBelt;  aud^  f.  o.  vo.  bai  SBeltgebäube;  bie  SQSeltbegebenljeit,  eine  für  bie 
ganjc  (Sibe  b.  i.  baS  gan^e  aJJenfd^engef(^led^t  tt>i^tige,  folgenreid^c  SSegcben« 
tjeit;  bei  2öeUbcl)evrfd)CV,  »efjerrfc^er  beS  SBeltallS,  ®ott;  ffieljerrfc^cr  ber 
@rbe  ob.  eines  großen  Z^dU&  berfelben,  mad^tiger  Äönig  zc.;  iveltbefannt 
u.  bef.  weUberül}mt,  S3n).,  in  ber  ganjen  SBelt,  b.  t.  überall  auf  ber  ©rbe 


mit  1877 

Mannt,  berii()mt,  äbcrtreiOcnb  f.  weit  unb  breit  cb.  fe^r  Utüi)mt;  bie  SEcIt? 
befc^reibung ,    Scfctreibung   be6   Sßcttgebaubcö    (fc.   ifogmoi)rapf)ic);     bec 
Sßeltbraud)  ob.  ^gcbraud),  ein  ob.  ber  in  bcr  5BcU  bcrrfcbcnbe  @f brauch, 
bic  ^möijnlidji  .^anbtun^esucifc  bcr  SOIcnfc^cn;  ber  SBcItbürgcr,  bcr  OTcnfc^ 
Ol«  Sürgcr  bcr  ©cbe  b.  t.  aÜ  frcicd  ®(icb  bcr  gcfammtcn  mcni'djlidjtn  ®c[tU« 
■fc^aff  bctracbtft  u.  bcbanbcft,  niäjt  fofcrn  er  einem  fccfonbcrcn  23olte  u.  ©taate 
«ngcbört  (fr.  Äoömopolit);   bafjcr:  rpcltbürgerlid),  ffiir.  (fr.  foemopolitifc^); 
bie  aßeltbürgerfc^aft,  ber  SBeltbürgevfinn  (fr.  Äogmopülitismuö);   tcii 
Sßeltenbe,  baö  (5nbe  bcr  S33clt,  foirotjt  im  «Räume:   bie  ©rcnjc  bi6  Sßelt« 
atlS;    olö  aud)   in  bcr  3fit:   bcr  Untcri)ang  bcr  5Bclt;   rDeltfrfabrcn ,   Sro  , 
in  ber  5Bclt  (6),   b.  i.  in  ben  SGcrtjaltnifTcn  bcr  mcnfcfclidjcn  ®tfilll(t;aft  u.  im 
Umgange  mit  bcn  5!Kcnfc^cn  ei fahren;  bie  2Bcltcrfal)rung,  in  bir  SBiit  b.  i. 
im  3JJcnfd)cn(ebcn  u.  Umgange  gewonnene  (Srfatjrung ;  n^clterl)a(tenC>,   9?«., 
bid)t.  bie  SBcit  crtjaitcnb;   ber  2ßc(tcrbiilter ;    bic   Sßrlterbaltung;   bec 
SÖBcltcrfd)ajfer,  örfdjaffer  bcr  SBcit,  ©c^öpfcr;  bie  SBelterfc^affung;  ber 
SBeUfrcunt),   ein  grcunb  bcr  SBclt,  b.  i.  inebef.  bcg  3rbifc^cn.   ©innlictjcn; 
ber  SBelttrieben,  allgemeiner,    auf  ber  ganjcn  6rbe  t)crifd)cnbcr  gricbcn; 
bai  SÖeltganje,  f.  o.  SBclt  1);  bag  ilßeltgebaube,  bas  2BcUaU,  al6  ein 
jufammcnbangcnbeö  jwcctmä^ig   cingetict/tetcS   ©anjcö   betrachtet  (ogl.  ®e= 
bäube);  ber  ^eltgebieter,  ©ebicter  ber  2ße(t,  ®ott;  bit^t.  aud)  f.  lin  mäc^= 
tiger  ^errfc^er;   ber  SBcltgcbraud),   f.  58äe[tbrau(^ ;  i>ai  SBcItgctränge, 
bic^t.  f.  baö  ©rangen  u.  Sreiben  ber  SJicnfc^cn  unter  u.  gegen  cinanber;  bie 
äßeltgegcnb ,   1)  f.  ».  w.  .^immcBgcgenb  (bie  4  SBcltgegcnbcn:  D|t,  Söcft, 
9lotb,  ©üb);  2)  f.  eine  ®cgenb  auf  bcr  (Srbe,  ein  Canbfliic^;  ber  2Bclt* 
geiji,   1)  ber  (nac^  einigen  SJernunftforfc^crn)  bie  2Bclt  fclbfl  burd^bringenbe, 
befectcnbe  u.  in  ü)t  njirfenbe  ®eift,  aud):  bie  SBcltfeele;  2)  ®ott  alö  bie 
SBclt  bc^errfc^cnber  ®eill;  ber  3ßcltgcifllid)e,  fit:  SBeltgeiftlidier  jc. ,  in 
ber  röm.  fatJ)o(.  Äirc^c:  ein  in  ber  SBclt  (7)  lebcnber,  ju  feinem  Drben  ge» 
l)örcnber  ®ciillid)er,  entg.  Drbcnggeifilicbcr;  bie  2Beltgci|l(icf)feit ,  bie  ®e' 
fammtbeit  bcr  SBeitgeifHit^en;  wcltgepricfen,  Sro.,  burc^  bic  ganjc  SBclt, 
allgemein  gcpricfen;  ba5  SBeltgcräufrf),  bi(^t.  f.  ba6  geräufd)ooUe  Srciben 
ber  SRenfc^en;  iai  2öcttgcric^t,  baö  nad^  bcr  ^riftl.  Äirc^cnlcljrc  am  (Snbc 
bcr  SBelt  ju  {)altenbc  göttlid;e  ©erici^t  über  alle  «Olenfc^cn,  au^:  bog  jüngfle 
©eric^t;  unctg.  über^.  ein  entf^cibenbcS,  urtbcilfallcnbcS  ©cric^t  über  bic 
mcnfdjlic^en  J^anblungcn  u.  SQSeltbegcbenbeitcn   („bie  Söcltgcfc^id^te  ifl  bai 
SBcUgeric^t"  ©c^iUer);  bie  2Beltgefct)ii^te,  aU'gcmcine  ®ef^ic^te  beS  «Ken» 
fc^cngcfc^lec^ts  (fr.  UniDer[a(gef(^i(ite) ;  bng  Sßeltgetümmcl,  -gewirr,  ^gc; 
rüül)l ,  hai  gerdufc^ooUe ,  ocrmorrenc  Sreibcn  ber  iOlcnf^en  im  bürgerlichen 
ficben;  ber  SBeltl)anbeI,  1)  eine  bic  9Jfenfd)bcit  übcrf)-  ob.  ganje  SSÖlEcr  u. 
©taaten  betreffenbe  3(ngelegenl)eit,  ©trcitigfeit  jc  (bie  ncucffcn  5IBcltbänbel 
ic);  2)  0.  3Ji.  ber  Jpanbel  u.  SJerfcbr  eine«  5Bol!c§  mit  fremben  SSölfern  unb 
erbt{)eilcn  (ber  5lQelt()anbel  ©nglanbö);  ber  SBc(t()evr  ob.  =l)ervfc^cv,  Sc- 
t)crrfc^er  ber  SSSelt  b.  i.  bcr  (ärbe  ob.  eincS  grofen  Kbeilcg  bcrfelben;  bie 
SBeltbcrrfc^aft  (j.  S.  ber  «Römer  im  mtertbum) ;  bie  SBcUfartc,  1)  Äarte 
bcö  2Beltgcbäubcö,  J^immelßfarte ;    2)  f.  (gibfarte,  ©arfttUung  ber  ganjcn 
erbe  in  jirci  freisförmigen  J^ölftcn;  bic  SBeltfenntnifö,  Äcnutnife  bcr  SBelt, 
b.  i.  ber  SOZenfd^cn,  beS  «OfenfcfeenlebenS  Jc,  finno.  «Kcnfc^cnfcnntnif«;  ba5 
SGBclttinb,  ein  Äinb  bec  SBelt  (7),  b.  i.  ein  bcm  3cbifc^en  ob.  Sinnlichen 


1878  mu 

ün^anq^tnict  ^cn\ä);  wdütuo,,  S».,  f(ug  b.  t.  ci-füf)ven  unb  gcwanbt  fn 
bcn  ^fngclegcnfjcitcn  bcä  bürgcrlii^cn  u.  gcftüigen  2cbcn6;  auä:)  in  bicfcr  Gci* 
gcnfd^aft  gcijrünbct  u.  bacon  gcugcnb,  (ein  ititltfdiger  SJJann;  ein  »e(tf(ugc§ 
Scneljmen);  t)ie  2ßfUf[ugt)cit;  bcr  SBcItfövper,  ein  in  bem  unenblic^en 
SJaume  frei  fdjreetcnbec  JCöfper,  a!6  S|)cil  bc6  SScltganjcn,  auäjt  S^immili- 
lörper  (j.  SS.  ©onne,  (5rbc,  ?OTonb  :c.);  ber  SBcltfvet^,  1)  ber  Umfang  bcr 
ganjcn  SBelt,  bag  SBeltatl;  2)  f.  ».  n?.  ©rbfrciS;  bic  Söeltfitgcr,  b.  (5i-bfit= 
gel;  aud)  eine  Äuget  mit  einem  barauf  bffinbliiiien  Ärcuj,  atö  ©innbitb  bcr 
(gebe  u.  bcr  J^crrf^aft  über  bicfclbc,  ogl.  JRcic^gQpfel;  bte  SBelthmte,  Äimbc 
bcr  Söclt,  b.  t-  bcf.  ber  5Bcltfccgeben(;citcn  u.  ntcnfc^lic^en  2{ngclcgcnf)citen; 
VrteUhmbtg,  ffiir.,  1)  SBcltfunbe  befi§cnb,  Jt)ctterfat)rcn;  2)  f.  x>.  m.  weit* 
bcfannt,  njcit  unb  breit  bcfannt  (auc^:  joe(tfiinbig);  bcr  2BcItIauf,  bet 
9ett>öt)nlii^c  öauf  ob.  ®ang  bcr  ©inge  in  bcr  SBcU  b.  t.  im  COJenfdjenlcbcn,  u. 
bie  f)errfd)cnbe  25cn!-  unb  >^anblungön?cifc  bcr  93^cnfd^en;  irc!t(«uftg  ,  S3tt).> 
oberb.  f.  fo  befc^affcn,  bafg  man  ftc^  fclbft  burc^  bie  SBcIt  bringen  fann,  (entg, 
un weitläufig,  bef.  f.  oerfrüppclt  ob.  blöbfinnig);  ba^  3Sclt(ebcn,  bai  ge- 
ben in  bcr  (großen)  SBclt,  in  öffentlichen  2(ngctegcnf)eiten,  ©taatggcfd^aften  JC; 
auij  f.  iibifcijcö,  finnlicfjre  8cbcn;  bie  2ßc[tlcl)re,  £ef)rc  ob.  Sßiffcnfi^aft  üon 
bem  SJöcttgebaube,  bcn  SBcltförpcrn  u.  if)ren  23ei{)ältni{fen  (fr.  Äoßmologie); 
bie  äßeltlufl,  2uft  ber  SBelt  (7),  irbifc^er  ob.  finntic^cr  ©cnufö;  bie  ^dU 
maä)ty  \)  0.  m.  bie  weltliche  SJIa(i)t,  bef.  im  ©cgcnf.  ber  gcifltic^cn;  2)  S}?, 
SeScltmäc^te,  bie  crften  5Üläc^te  b.  t.  bie  mä'c^tigftin  ©taatcn  ob.  «Reiche  bcr 
erbe;  ber  Söcltmantl ,  einSOJann,  bcr^ur  oornel}mcn,  feinen  SOBclt  gehört 
ob.  i'ie  SBilbung  u.  ©itten  berfelben  fit^  angeeignet  ijat;  n^eltindiinifct),  SBto., 
einem  SGScltmann  eigen  ob.  nod^  5frt  eincS  folcJjcn;  bng  Sßeltmccr,  bie  grofe 
SBalTermaJTe ,  »el^e  bcn  gvö(jten  Äl)cil  ber  ©rbobcrflddje  einnimmt  u.  alle 
6i-btl)ci(e  umgiebt  (fr.  bcv  Occan);  auc^  cinjclne  gropc  Zt)dlc  bevfdben  (?.  ff!, 
baö  atlanttfdje,  bai  inbifd^e  SBcItmcer  2C.);  bcr  SBeltnienfd),  ein  trcltlid^ 
b.  t.  irbif^  gcfinnter  SJJcnfd),  finno.  SBcUünb;  bie  Söeltortnung,  Drbniing, 
jTOetfmäpige  (Sinric^tung  ber  SB  dt;  ber  SBcltpoI,  5)?.  -C,  bie  beiben  Gni!= 
pun!te  ber  SÜBeltad^fe;  ber  2BeItprtc(lcr,  ein  fatljol.  ^ritjlcr,  ber  ju  feinem 
Crbcn  gcl)ürt,  ügl.  «ÖJeltgcifltidKr;  bcr  ©cltrcgtcrcr;  bte  2ßc(trci]icrimg ; 
bag  2Bcltreid) ,  ein  mdcbtigcS,  einen  großen  Sf}cil  bcr  Srbe  umfaffcnbeö 
SReicb;  ber  Söcltric^tcr,  miciitn  bcr  2ßc(t,  ogl.  «ßcttgeric^t;  ber  ©e(t-< 
fc^öpfev,  ®ott;  bie  ilßeltfcele,  f.  5Beitgcijl;  ber  Söcltfinn ,  auf  bog  3rbi= 
f(^e  u.  ©innlictje  gerichtete  ©rfinnung;  bie  2Bc[tfttte,  in  ber  feineren  ob.  »cr^ 
m'l)mcn  5JBc(t  f}crrfd)cnbe  ©itte;  bie  2BeIttafc(,  f.  ü.  rc.  2Bcltfarte;  ber 
SBeltn)ci(,  ein  >f)Qupitf)eil  bcr  Sßelt,  b.  i.  ber  erbe,  ©rbtfieil  (bie  fünf  SÖelt^ 
tljcile);  ber  SBcIttüll,  bcr  in  bcr  großen  ob.  üorncfjmcn  SSclt  f)crrfdienbc 
Son,  b.  t.  bie  "Kvt  unb  ffitife  be6  <Bcncf)mcn6  in  bcr  ®cfclifc^aft  (ogt.  o.  S!Sc(t 
8);  ber  Sßcltunifd)iffcr  ob.  -umfcglcr,  wer  bie  Gebe  umfd}tfft,  ob.  um= 
f(^ijTt  l)at;  bie  aüc(tumfct)iffung  ob.  umffgelung:  ber  SBcIti^crbcffcrcv, 
Wer  bie  2Belt,  b.  f.  bie  mcnfdilicten  einri*tungcn  im  @roßcn  unb  @anjm 
ücrbcffert  ob.  ?u  rcrbcffern  beabfidjtigt;  bie  SBeltocrbcffcning ;  bcr  Sßelt* 
ücrfet)r,  23erfclir  mit  ob.  unter  bcn  ^JJenl'c^cn  im  bii'rgcriidjen  Scben;  auii  f. 
2öettf)anbcl  2);  baö  2Be[tüerl)ci(tnifö,  5??.  -niffc,  S3crt;d(tnifTe  ber  5men= 
fd;en  u.  bcf.  ganzer  SJölEer  u.  ©taaten  ?u  einanbcr;  ber  SBcltlHTirÜflcr, 
ein  Sßenpüfter  ber  ©rbe  ob.  eincö  großen  Sl)eilS  berfclbcn;  iveltireife,  Sw., 


wenbcn  1879 

»cife  in  SBeitetjung  auf  bte  SBett,  b.  t,  bie  bürgccli^e  OcfcUfd^aft,  bcn  Um» 
gang  mit  53Zenfc^cn  jc;  ein  2B dt w«tfcr,  ixt  5ßc(tn)cife,  «ec  bcc 
S35cltrecief)dt  funbig  i|^,  cl)cm.  f.  baö  fr.  ^(jitofop^;  bU  2ße(tit}ei6()cit,  b.  t. 
etg.  mUliije  S!öci6f)ctt,  bie  $IBci6f)cit  bicfcr  SBelt  (cntg.  bct  göttlichen  ob.  gcof» 
fenbarten  S[Bei§t)cit),  c^cm.  gebr.  f.  iai  fc  ^i)i(ofop()ic,  b.  SJctnunftrailTcn* 
f^aft,  bcgriffmö'^igc  ©cEcnntnifölcl)«  beg  SKenfc^cn  unb  bcrSßcIt;  baö  3ßc(t« 
Wcfcit,  bie  gen3öf)nlicte  SBeifc  bcc  SBett,  baö  Sljun  unb  Sctiben  bcc  50icn=> 
f4|cn;  baö  Sßcltiuunbcr,  ein  tt)eUbcrii()mtc6  SBunber,  ein  ©cgcnftanb  bcc 
oUgcmcincn  Scmunberung  (ingbcf.  bie  fieben  SBeltwunb  cc  im  itltertl)um); 
weltjcrrüttcnb,  ^jerftörcnti  ic.  Sit».,  bec  SBcltjerjlörer;  bie  SBeltserfliJ* 
rung  2C.;  —  3fe|.  mit  bcc  g!Rc()cfj.  SBeltcn  (f.  SDBcU  2)  u.  3)  finb  mcifl 
bic^t. ,  ais:  bec  SScltcnbau;  ber  SBeltenbcficgcr  ob.  ;be;^rc>inger;  bet 
2Bc(tcncrbaucv,  2ßc(tengeill,  «Eönig,  --fd)öpfcr,  b.  t.  ®ott;  bag  2Öc(; 
ten()eer,  J^eec  eon  SBeUEörpcm ;  bei-  SBeltenlauf,  Sauf  bcc  5BcU!örpcc; 
nii^t  gut  f.  233eUlauf;  baS  Sßelteiimcer,  bec  SBcltenraiim,  bcc  unccmcfö* 
lid^e  JKaum,  in  welchem  bi.c  SBclten  fd^wcben;  bie  Sßeltcnul)r,  baS  SBcltall, 
in  feiner  geregelten  Sinridjtung  mit  einem  U()cwccfc  »erglic^cn,  u.  bgt.  m.  — 
2tbtcit.  weltlich,   SBlD.  (altb.  weraltlih,   werhlich)  1)  JUC  ÜÖelt  (1),   b.  t. 

jum  SBcltali  cb.  SScitgaimen  3e()6ri3  ob.  baöfclbc  betceffenb,  cntg.  gött? 
Ud);  2)  gctt).  in  cngctec  Scb.  juc  Söe[t  (7)  b.  t.  juc  bürgerlid)en  öcfeU* 
fd)aft  gebciig,  biefclbe  angcbenb  ob.  barin  gecjrünbct,  auc^  übevl).  ba§  gc* 
genivävtige  5}?enfd}enlcben  u.  bcffen  3(ngclcgcnl)citen  betreffenb,  cntg.  ?ic^« 
lid^  u.  gciftlic^,  (bie  wcltli^e  ^ccrfc^aft;  bcc  »reltli(^e  ®tanb ;  weltliche 
2(ngclegcnf)citcn;  ein  5Biötl)um  k.  »eltli^  mad;cn,  f.  ».  w.  »corcltlic^cn,  fr. 
fäculanfircn;  ein  wcltlic^cö  Cicb,  cntg.  einem  gciRlid^cn  ob.  Jtirdicnlicbc) ; 
ba\}tt  auc^:  bec  innecen  ©cfinnung  na^  auf  iai  3rbifd)e,  3eitlid)e,  «Sinn? 
lid)C  geciditet,  u.  in  biefcc  ©efinnung  gegrünbet,  (weltlid)  gcfinnt  fein; 
recltüdje  gi-cubcn  jc.;  baö  SBcUlii^c  lieben  ic.);  bie  SBcltlic^feit,  1)  baS 
Süeltltdjfcin  einer  ^ccfon  ob.  <Siaäie  in  allen  SBeb.,  inöbef.  bec  irbii'd^c  ob. 
äcitlid)«  (£tnn;  2)  bie  ivclt(id)e  @erid)töbar£cit  u.  föcwalt;  3)  feiten  f. 
ber  iveltlidje  ©tanb,  bie  ©cfammt^eit  bec  wcUlidjcn  ^erfoncn,  cntg.  ®ci[t= 
lic^!eit;  bec  SßcUling,  -e§,  Wl.  -e,  ein  ttjelttidjb.  i  .  irbifd)  gefinhtcr, 
finnlid}ec  9)?enfd},  f.  o.  ».  5Beltmenfdj. 

wenbcn,  ^w.,  unrcgclm.  3mpf.  tuanbte  u.  rcgelm.  »venbete,  (Sonj.  iven; 
bete;  gjlm.  geivanbt  u.  geivcnbet,  (gactitiofocm  oon  »in bcn,  roanb  jc ; 
gotl).  vaudjan;  altf)OCl^b.  wantjan,  wentjan,  wenteu,  ^rät.  wanla,  ^act.  gi- 
■want;  mittcll).  wenden,  ^rät.  wände;  angctf.  vantlian  u.  veadan,  engl,  wend, 
auc^  f.  wcggvljcn,  iibcrh.  gcf)en,  bal;cc  iai  engt.'  qMrät.  went,  ging)  1)  jicl. 
ctwaö— ,  iibccf).  a)  cincc  @adie  eine  anbete  Öiid}tung  ob.  iJage  Cj^ibcw, 
Bon  aUgcmcinerec  SSeb.,  alö  bie  finno.  febren,  tocIc^cS  bcflimmter  bie  ber  »o« 
eigen  gerabc  entgcgcngcff|tc  JRtdjtung  bfjcidjnct,  unb  breben,  b.  i.  burc^  Sc 
»rgung  um  einen  '»pirnft  ob.  eine  2tc^fc  bie  «Ridjtung  oevänbcrn,  (einen  SBa» 
gen,  bcn^flug,  ein  ©djiff  jc.  retnbcn;  bcn  .Körper,  ba6  ©cfidjt,  bie  liü- 
ßcn  — ,  oon  ctroaö — ,  ogl.  abs  ocrTOcnbcn;  bcn  Sflüctcn  irtcnbcn,  aiii)  f. 
fid}  pon  2cmanb  entfernen,  »oeggciicn ;  uncig.  eine  llnttrnbung^'^rin  (Mcfprädj 
»cnbcn,  b.  i.  it)m  eine  anberc  9tid;tung  auf  einen  onbcren  ©cgcnfranb  geben; 
feinen  ®inn,  fein  «?icrj  jc.  üon  Semanb — );  in  bcjtimmttrcr  SBeb.  Ij)  einer 
©adje  bie  entgcgengefe^nc  Sage  geben,  f.  o.  w.  unnrenben,  umöreben, 


1880  wcnben 

!e()rcn,  (ben  fflrafcn  om  ©ptcfe  — ;  ba§  SJetrcfbc— ,  f.  ».  w.  umftcd^en; 
bcn  'ifctfr— ,  jum  jiwcitcn  50?üle  umpflügen;  oberb.  trenben  f.  einen  Söcin« 
bcrg  onlcgen;  ein  Älfibung^flüct  »rcnben,  b.  i.  fo  umarbeiten,  bafg  bie  innere 
©eitc  beö  ^eugfö  nod)  aufjin  geiccnbct  ifl;  bin  ©djritt  ob.  bie  (Scfciitte  — , 
ncid)  bcc  cntge^cngefcfjten  Seite  rid?trn):  c)  einer  ®ad)e  eine  beftimmte 
ÜiidUimg  na&!  einem  Siele  tyn  geben,  finno.  rtd)ten,  lenfen,  (baS  ©ific^t 
n  Q  (^  ctwaö  — ,  bie  Miigrn  ,  bie  '-Blicfc  irgcnbirotjin,  aufSemonb  ob.  ct- 
»r>Qö  — );  uncig.  con  bem  ©nnge  eineö  2l)iin<5  ob.  SuftnnbeS,  ber  Diicfii 
tung  beg  ©eifleä  ob.  CyeiTiüti)eä  auf  einen  ©egenilanb,  eines  ^Jiittelö  nuf 
einen  ^wtd  K.  (©ott  möge  e6  jum  Seften  it»cnben!  —  fiinc  2(ufmerf|üm- 
feit,  feinen  Sinn,  fein  ®cniüt{)  auf  etwaö  — ,  fein  >?)cvi  ju  Snnanb  —  ;  tiet 
^Id^  auf  etroaö — ,  feine  3ett,  Jtraft  k.,  fein  @etb  auf  ttxvai  —  ;  ogl.  Qn=, 
auf=,  ücrrccnben);  d)  einen  ob.  etivasS  — ,  nöt{)i9en,  eine  anbere  SHid^tung 
ob.  ©tcüung  ju  nehmen,  n)eg9e[)en  mad)en  (j^.  S3.  ben  red;ten  giiigct  bcö 
gcinbcö  — );  baljcr  uncig.  f.  obwenben,  aba"'et)ren,  fibffeüen,  ttuf[)ören 
mad)en  (ein  Unglüct  trenben;  oberb.  bag  gitbcr,  ben  S)ur(t  :c.  —  ;  ®ott 
wenbe  cö!);  alt  u.  oberö.  einen  eine!  2)tngcö  — ,  f.  H)n  baran  f)inbern, 
bacon  abhalten  (gen?,  ernjcnben);  etn^aö  an  einem — ,  f.  eö  oon  üim 
abircnbcn;  aud)  e6  i^m  erfr^en,  roiebcrh'i}ren  (einen  ©c^aben—  );  2)  rürfj. 
fid)— ,  a)  übtrt).  feine  9?id)tung  ijera'nbetn  (fic^  fc^neli  unb  leicht  wen' 
ben;  ber  gcinb  reenbete  fic^ ;  ber  SDJinb  njcnbet  fid);  uneig.  baö  @lüd!  t)(xt 
fid)  gciDenbct  ob.  gemanbt;  baö  öicfpräd)  »renbete  fic^  2C.);  tnöbcf.  f.  ftd^ 
umivenben,  umfe{)ren  (bie  «Sonne  »renbct  fic^  an  ben  Söcnbepunften;  fpric^n). 
bog  SBlatt  t)at  fid)  gctrenbct  ob.  gemanbt,  f.  unter  Statt);  fid)  Don  ^c? 
mflnb  — ,  f.  u.  tö.  feinen  ©inn,  feine  5^eigung  üon  it)m  abivenben,  it)m 
abgeneigt  werben;  h)  eine  beflimmte  9iid}tung  nad)  einem  3tel«  t)in  net); 
men,  finno.  ]iö:)  rid;ten  (ftc^  trgcnbwo^in,  ju  Semanb  trcnbcn;  er  njanbtc 
fsc^  ju  mir;  tc^  rcei^  nidjt,  n)o()in  id)  mic^  irenben  foU;  fid)  jur  9?ec^tcn,  ^uc 
8in!m,  n  a  c^  Ollen,  nac^  Sßcflen  2C.  —  ;  uneig.  baö  QJcfpräi^  manbtc  ftc^ 
auf  iijn,  auf  bicfen  ob.  jenen  ®cgcn|Tanb);  fid)  an  S^'nianb  tvenben,  b. 
i.  ein  ^(niiegen,  eine  ?^orberung  ob.  S3itte  k.  an  il)n  vid)ten,  \i)m  eitt 
23er(angen  äußern,  (er  ijat  fid)  in  biefer  2{nge(egen^ctt  an  mid)  geroenbet; 
fic^  mit  einem  ©efuc^e  an  bcn  Äönig,  mit  einer  Älage  an  ben  JRic^tcr  — ); 
3)  jicUoö  m.  t)aben  a)  f.  ftd)  ttjenben,  eine  anbere  Oiiditung  nef)men, 
umfef)ren  (mit  bcm  ®d)iffe,  mit  bem  SSJagen  »cnben;  am  Snbe  beö  2t(tcr§ 
ttjenben  bie  ^fcrbe);  et)em.  übni).  f.  5Urücf;,  fort;,  ivegge{)eu  (ogt.  SBanbel, 
ironbeln);  b)  alt  u.  oberb.  f.  fid)  big  mol)in  erflrecfen  u.  i>a  g(eid)f.  iven* 
ben,  b.  t.  aufi)ören,  enben  (()ier  »renbet  fein  ®ebiet;  ba  njcnbet'6  f.  ba  i)Ört 
cö  auf;  pgl.  (jcrcenben);  grenzen,  anflogen  (biefeS  ®runbftüci  mcnbet  an 
jeneö;  ogl.  2Banb  3.);  —  baö  2Kn).  geivanbt  atö  93n>.  1)  efjem.  f.  in  eine 
geiDiffe  9tid)tung  ob.  Sage  gebracht,  fo  ob.  fo  befd)affen,  geflaltet,  gc». 
betranbt,  (j.  S.  e6  tft  um  mic^  fo  gemanbt,  b.  i.  eö  ocri)alt  fid^  mit  mir  fo); 
2)  fid)  (eid)t  unb  fd)neü  menbenb,  gefd)meibig,  geübt,  anffellig  k.  (f.  ge« 
raanbt);  3)  oberb.  f.  na()e  gelegen,  angren^enb,  in  23erf)d'(tnifg  fref)enb, 
baf)cr:  ocrroonbt,  f.  b.  (einem  gewanbt  fein  mit  ©ippf(^aft  Jc);  —  3fefe. 
mit  njcnbc;:  bie  SBenbebanf,  in  ben  ©atjwerfcn  ju  Jpalle  eine  S3an!,  auf 
welcher  ber  3ubcr  (lef)t,  in  wdö;tr\  bie  ©oole  gejapft  roirb,  um  ii)n  leichter 
«bwenben  u.  auffjeben  gu  fönncn;  ber  SGBcnbebocf ,  SScrgn?.,  f.  ».  w.  SBe^c* 


wenben  1881 

börf;  ba§  SBenbeeifen,  in  Jpammcrroerfcn :  rtfcrne  $n3erficii9e  jum  SfBmbcn 
bcc  eifcnmaffe;  bie  2Benbefnl)rt,  1)  baö  pflügen  bc6  Jirfcrö  nad)  ber  Sradje 
(ogl.  0.  »oenbcn  1)  b);  2)  lanöfd).  ber  äußere  SRanb  tiiu'«  gclbce,  reo  bct 
^flucj  (^fircnbct  wirb,  aud)  5IBenbe=  ob.  SB  cn  b  ela  c?  er,  bie  Umtrrnbc  ic; 
ber  äßenbcqrobcn,  2Bn'nb.  ein  ©robm  ,  in  nuldjcn  man  bei  2Cn(ic(ung  fineö 
Sajfinbcrgig  bic  gdcbfcr  If^t  (ogl  »ccnbcn  1)  h)-.  ber  ÖBcilbf l)afcn ,  =  tinq, 
f.  0.  vo.  Sianttjdtn,  Äanttin^,  f.  b. ;  ber  iiÜenfcfbalä,  tin  3ii<3t>Cvif(  mit  Ui)t 
gclcnfii^im,  fctjlan^enförmig  brcf)bori'm  i?Q(fe,  oiid)  3)riI)f)o(6,  .^alebiiött, 
Slattnljaiö  jc;  ber  ^IßenbefreiS  ob.  ^jirfel,  bic  biibcn  jilrdi'c  an  bcc  ^im« 
mtli'  u.  (5rb!uiiel,  231  ®rab  oom  Äquator  nad)  Sterben  unb  «gubrn  ju,  jwi» 
[t^cn  bencn  bic  ©onne  in  ifjnm  fdjiinbarrn  iQ^rlid)in  Saufe  fid)  bcrt>c^t  u  an 
beiien  fi*-' fi<^  ju  »rcnben  fdjiint:  btr  5Benbefrc:6  beS  Ärcbfcö,  b.  i. 
ber  nörb[id)e  ob.  ©ommerreenbiErctö ,  u.  ber  SB.  be6  ©teinboctä,  b.  i. 
ber  [lifclidje  ob.  5Qinterrt?tnbthei6:  ber  SScntTpfluq,  ein  in  ©cbir^fgegcnben 
gebraudjüdjer  ^fliig,  biffcn  t)intcrer  Zi)(H  [tdj  Iddjt  umircnbcn  läfft;  bec 
SOBenbepunft,  ein  ^un!t,  an  »tcldjem  i'i^  ctroaS  reenbet,  inöbef.  bie  ^un!te 
bct  ©onnenwcnbe  in  ben  SfficnbcEreifen;  uneij.  ber  3citpunEt  ob.  ^un!t  im 
gortganj  einer  ^anblunij  ob.  eintS  iJuftanbcö ,  n)0  bie  Sa^e  ber  Dinge  fic^ 
»cnbct  (j.  S.  ber  Söenbcpunft  feincg  ©c^idfalö  jc);  ber  ffienbcting,  f. 
SBenbcbaEcn;  ba<>  S[ßenberot)r,  baö  bewegliche  Ko^r  an  einer  gcucrfpvi^e; 
bie  Sßcnbefaule,  bic  ^foftcn,  an  mldjin  bic  g!üge(  ber  ©c^lcufentbürcn  [tc^ 
breljen;  bec  Sßenbefc^dmel,  f.  ü.  w.  een!i'd)c.ma,  f.  b.;  bie  2i5enbc|lange, 
©ci^mieb.  ein  ©c^wcif,  welcher  an  grope  ©ifenmafTen  gefc^micbet  trirb,  um 
fie  in  ber  Gffe  ic.  bequemer  rcenben  ju  fönnen:  ber  2ßcnbe)lccf en ,  ;f!o(f, 
bie  SBcnbffpinbel,  bei  .^anbfc^uljmadjern:  furje  ©töcfe  jum  Umnjcnben  bcc 
Jg)anbfd3ut)finger  u.  ©(attreiben  ber  9lät^e;  ircnbcjageln,  untrb.  3m.  (ogl. 
Sagel)  dU.  f.  fdjTOanjeln ,  webein;  —  3ff6-  "^it  wcnbel?  (ogl.  ba6  altb. 
wandil,  wentil  =  waiital,  SBanbel):  ber  äßctt  ^e[acf  er,  f.  o.  2Qenbefaf)rt  u. 
u.  2Benbc(gcrtc;  ber  Sßenbclbaum,  bic  ©äule,  um  welche  bie  ©tuf^n  einer 
SBenbcltreppe  laufen;  bie  SBenbf (beere,  lanbfc^.  f.  fc^warjc  5oi)anniöbeere; 
ber  SBenbelboben ,  ein  SBoben,  burc^  mit  «Stro^  unb  ficfjm  umwunbcneö 
©tabt)oln  gebilbet,  welc^eö  ben  JRaum  jwifcfeen  ben  SBaüen  auffüllt;  bie 
SBenbelgerte  (d.  ®ertc  f.  «Rutfje,  b.  t.  ßangenmap?),  Sanbw. ,  bef.  in 
2;t)üringcn,  baö  83orred)t  bec  2ß cnb  da  cf  er  (b.  i.  ber  quer  cor  anbern  He= 
genben  2tcfer,  auf  welchen  beim  «pflügen  ber  anbern  bie  «pferbe  trcnbcn  müf' 
fen) ,  bafö  fie  um  bie  ^alfte  breiter  fein  bürfcn ,  alö  fte  fonfl  [ein  müfTten ; 
baä  SBenbelmecr  ob.  bie  2ße-nbelfee,  (altb.  wentiiseo,  wendeise,  -mer) 
e^em.  f.  baS  SBettmeer  (berDcean),  a(6  bag  6nbe  bcg  bewotjnten  erbfreifeö; 
au^  f.  baö  mitteUänbifc^c  5SZcer;  ber  SMJcnbelmutt)  (mittelf).  wendelmuot) 
»lt.  f.  aBan!etmuti),  Unbeflänbigfcit;  bie  2öenbclfd)nccfc,  eine  2Crt  gewunbe* 
nee  ©t^nectcn;  ber  SBenbelflein,  vlt.  f.  fteinernc  SBenbeltrcppe;  auc^  tin 
Sburm  mit  einer  fold^en,  ®loctentf)urm ;  bie  SBenbcltreppc,  1)  eine  Ärcppe, 
bercn  «Stufen  fic^  in  einer  ®d)nc(fenlinic  um  eine  ©pinbcl  »rinben,  au^  SBcn« 
b-elfliege,  ©d^necfc,  niebcrb.  SBinbcltreppe;  2)  9?atur!.  oerfc^iebene  ©c^al» 
t^icrc  Don  äi)nlt^er  gorm,  in6bef.  eine  2(rt  Äreifclfc^nccten,  u.  einige  2frtrn 
©^raubcn=  ob.  SOJonbfc^nccfen  (bie  e^te  SB.,  u.  bic  unechte  ob.  gemeine  SB.); 
• — 'KbUit.  raenbbar,  Sw.,  iv»a«  gcwenbet  werben  fanit;  bic  SBenbe, 
50?. -n,  (aUf)oc^b.  wendi,  mittcltj.  wende)  1)  biil  SBenbcn  einer  ©ac^e, 


1882  wcniö 

lanbft^.  tnöSef.  b«ö  3Ccgevö  (SBenbc  fai^ren,  f.  ü.  ».  ben  3((!et:  ttjcnben,  f. 
wcnbcn  l)b);  c(;em.  f.  ?(6tvenbun^,  '^(bwefjr,  ^tnberung,  (anc  wende  f. 
unabrocnbbar,  imöcrmciblic^);  2)  ha^  ©id);iDenbcn,  Umtvcnbcn,  bic  Ums 
t'c{)c  (ugt.  Sonnen» enbe);  3)  ber  £)ct  ob.  ''Puuft,  wo  «tivaö  geivenbct 
ift  ob.  ftd^  iuenbet,  Söenbcpunft;  efjcm.  auc^  f.  ba5  ßnbc,  bec  9?anb; 
oberb.  (bte  SBcnben)  ein  bmä)  btc  ^flugfc^au  umgcnjenbetcr  ©treifcn  Tidec* 
cvbe,  auc^  ein  i)oi)it  ©trcifcn  jufammcngeTOcfitcn  ©^ne'cä  (©c^ncewcn^: 
ben);  4)  mcbevb.  ein  gelbma|  =  t  SKovgen  ob.  60  Sut^cn;  bec  Söcrt* 
bcr,  ivec  etiüiiij  ivenbet;  ein  ^um  SBcnben  ob.  Umbvet)cn  bienenbcöSBci-f"*. 
jeug  (f.  58 tat cnwenb er);  ivcnbig,  fBxv.,  (altb.  wendig,  wendec)  alt  u. 
obccb.  f.  ftd)  iwenbenb,  gemcnbet,  rüifgangig,  abweubig  (oberb.  tuenbtg 
»erben  f.  umfcl)ren;  eine  (Sntf^eibung  »cnbig  macl)en;  einen  ob.  ctwaä  oon 
Semanb  »enbig  mad^en,  b.  i.  abttcnbtg  tnad^en  ob.  enttrenben),  je^t  nur  in 
im  3l'e^.  ak'-,  auö-,  inwenbtg;  ci)cm.  aud^  f.  iDanbelbac,  üeranbet* 
(id);  uicnbiid^,  S5m.  (mittetf).  wendelidi)  »u.  f.  fid)  l«id)t  roenbenb  ob. 
ircnben  (affeub,  Deranberlid);  bieSßcnbung,  9)?. -cn,  1)  bag  SBenbcn 
(j.  SS.  cineö  Söagenö,  ©d^iffcö  jc.)  ob.  @id} ;  ivenben ,  finno.  @d}n)enfun9 
{ik  ffiäcnbung  eineö  ^ferbcg,  eineö  ^eerijaufenö  2C. ;  aUcrlci  SQSenbungen  ma«, 
e^en  k.);  uneig.  bic  üevanbertc  Otidjtung  ob.  ©eftaU  einer  ©adje  (bic, 
©ad^e  nimmt  eine  anbere  SBenbung;  einer  ©a(^e,  einem  ©ebanfen,  bem  @c*' 
fpräc^c  JC.  eine  anbere  SBenbung  geben),  baf)er  auü)  jebc  cigent()ümlid)C  ©es. 
ftaltung  ob.  3(u6bi-ucf^recifc  eiue^  ©cbanfcnS  in  bec  Siebe  (»erfdjicbene 
SBenbungen;  reid^  an  neuen  Sßcnbungcn  fein);  2)  bec  £)ct,  tro  mm  IDen* 
bet,  j.  58.  baö  Snbe  beö  2l"cEerö;  .Kriegöb.  bie  geErümmten  S(;ei(e  etnefi  8aufi«' 
grabenS. 

wenig,  SSra.  u.  S^iw.  ber  M)i  u.  beö  SOJapeä  ob.  unbcfiimmteS  3at)rw.,- 
Somp.  ireniijcr,  ©up.  n^enigft,  (ba§  altb.  5Bm.  wenag,  wenac,  auä)  weinig, 

mittelf).  weuec ,  ©.  -iges,  OUC^  weinec ,  »einig,  9e()t  »on  weinon ,  voii' 
ncn,  auö  u.  bebeutet  urfpr.  beweinenSs  ob.  bciammerngiücrtJ),  fläglid^,  clenb,; 
erbärmlid^,  armfelig,  J.  S.  der  wenago  man,  icli  weniger  man,  b.  i.  id)  ac* 
mer  SOiann  (ogl,  gotf).  vainaus,  eftfjn.  waiue,  unglittf(idj) ;  bann  [eit  bem  1 1. 
Saljrf).  au^:  !lcin,  gering,  unbcbeutenb ,  g.  S8.  ein  weniger  knabe,  b.  i.  ein. 
fteincr  Änabe;  enblic^  [eit  bem  ?Dlitteli}odöb.:  nic^t  ml,  gering  an  9}Jenge  ob. 
SRaffe-,  jebod^  gen?,  nur  alä  9?».  ob.  alö  fdd)l.  Jpauptw.  mit  bem  ®en.  — 
®aö  urfprüngtidjc,  [(^on  im  2ntf)od^b.  früt)  ertöf^cnbe  SBort  für  ben  Segriff 
unfcreß  wenig  ift  f«,  lohe  (=:  tat.  paucus),  gotf).  favs,  aUnorb.  f->i',  fc^meb. 
la,  engl,  fcw;  in  bcf^'cn  ©teile  im  "KUb.  junddjfl  Inzil,  Kitzel  unb  bann  crfl 
wenec  tritt)  bcjei(^nit  überij.  eine  üetf)ältnifömd'pii5  geringe  S>^M  ob.  'iD^affc, 
ober  einen  geringen  (^cab,  entg.  »ici,  u.  jtct)t  inebcf.  1)  alö  dlvo.  f.  in 
geringer  5)iengc  u.  bcf.  in  geringem  5)?ape  ob.  ©rabc  (j.  S8.  cid  fi^cn  u. 
»cnig  gef)cn,  fid)  wenig  beivcgen;  iij  t)abi  wenig  barauf  gca(^tet;  et  erfc^raE 
nic^t  wenig,  b.  i.  fef)r;  wie  wenig  fennt  er  mic^!  —  ii)  fenne  ii)n  ju  we* 
nig,  weniger  alö  feinen  Srubcr,  am  wenigjlen  ?c.;  er  ifl  nur  wenig  grölet, 
al6  i(^;  c6  nä\:i  gut,  wenn  fie  i(;n  weniger  liebte;  ic^  bin  weniger  reid),  we* 
ni^er  geleiert  jc,  alö  et;  audj:  oiet  weniger  ic;  er  i\t  nidjt  weniger 
fröu."^"*'  ^'^  ''^'  weniger  f.  mit  2t&^ug  ob.  '.übrcc^nung,  j.  2>.  Drei  Sl}aUt 
weniger  mt  förofdjen;  dn  ®d)ort  weniger  fcc^S  jc;  ni^tö  beftoweni» 
ger    b.  i.  um  nickte  weniger,  alö  cntgegenfeßenbeß  Sw.,  f.  nidjtöj  fo  we» 


wenig  1883 

ntg  ob.  eben  fo  wenig  —  aH  ob.  »ic  ic,  j.  S8.  t^  »erlange  fo  wenig  fei« 
nen  fHati)^  al6  feine  ^iilfe;  fo  wenig  —  bafs  k.,  j.  SB.  ei  ift  fo  wenig 
geizig,  bnfö  er  Diclnufjv  übet  feine  Äi'dfte  giebt);  2)  Ijauptwörtlic^ ,  eine 
gelinge  Wia\ic  ob.  SWenge  be3eid)nenb:  a)  tuen  ig,  ungebeugt,  fon?cI)l  für 
jtd)  aUein  (j.  SB.  ba&  ift  wenig;  wenig  effen,  trinEtn ,  brauchen,  wiffcn,  fü- 
gen ic;  e6  fei)(t  wenig  baran;  einem  wenig  geben,  weniger  qIö  billig  jc; 
aüd) :  f  e  ^  r  w  e  n  i  g ,  j  u  w  e  n  i g ,  f  o  w  e  n  i  g  jc.) ,  atö  quc^  mit  bcm  W  e  n. 
eineö  SQa\i\)U  ob.  gürworteö  in  ber  9}?e{)rf).  ob.  ouc^  tincö  ©ammcU,  ©toff« 
ob.  SBegiiffnamcnä  in  ber  @inf).  (wobei  wenig  in  ber  älteren  (Spraye  auc^ 
neben  einem  ®en.  ber  SJiefjrf).  gew.  alö  (Sintjcit  bi'l)anbelt  würbe,  j.  S3. 
bibl.  ber  ©laubigen  ijl  wenig  unter  ben  50icnfc^enfinbcrn ;  jc|t:  ber  Qiläubv 
gen  finb  wenig  2C.;  er  l)at  ber  greunbe  wenig;  unfer  waren  nur  wenig;  e§ 
finb  ifjrcr  wenig;  wenig  beS  @utcn,  beä  ©ctjönen  ze. ;  mittelf).  wenic  liebes 
(®en.),  jc^t:  wenig  ßicbcö,  ®utc6  2C.,  wo  wenig  q16  untiegf.  SBw.  unb 
£icbe§,  ©uteS  ic.  als  9^om.  ob.  2(ec.  angcfel)en  wirb);  b)  ein  5Benig  ob. 
gew.  cinrocnig,  jur  SBcjcic^nung  einer  bcflimmter  begrcnjt  gcboditen 
geringen  SOTaffe  cinesj  «Stcfl'eg,  finno.  gem.  ein  53if^chen,  (ehem.  mit  bem 
®en.,  j.  SB.  nn  wenig  5S5eineö;  jc^t  gew.  o'pne  SBejeic^nung  beS  ©enitio« 
SScrbältniJTeö :  ein  wenig  SScin ,  2Ba|fer,  SBrob,  Selb  JC;  nac^  einem  S5or« 
Worte  ungebeugt,  j.  SB.  SBaffcr  mit  ein  wenig  SÖein  «ermifc^cn;  ein  Jlei^ 
ncßSBenig  ob.  ein  flein  wenig;  oberb.  aud^  Der!l.  ein  SÖcnicilein); 
au^  nebenwörtlid;  gebr.  f.  etivii^,  um  etiraö,  um  ob.  auf  ein  Weniges 
(j.  SB.  baä  i(l  ein  wenig  gu  üiel,  ju  flcin  ic;  tritt  ein  wenig  bti  ©eitc;  fomm 
ein  wenig  ?u  mir;  Ijöre  mir  ein  wenig  ju,  b.  t.  auf  wenige  ob.  furje  3cit); 
3)  a!ö  SBw.  unb  jwar  a)  ungebeugt:  wenig,  wenn  eS  einen  9J?afbes 
griff  begcittinet,  b.  i.  eine  üer()ä(tnif3mä|ig  geringe  Wlc\i\e  cincö  (Steffel 
ob.  eine  in  fid)  unget()cilt  gebaditc  geringe  Znt^ahl  (g.  SB.  wenig  ©elb ; 
wenig  SBcin  trinfcn;  e§  bleibt  mir  wenig  ^tit  übrig;  wenig  greube  b<»ben; 
wenig  Sinken  oon  iUvai  gic()en;  unb  mit  .i&auptw.  in  ber  3Jie(?r|). :  eö  wa' 
rcn  wenig  9)?cnfd)en  ba;  ircnig  SSortc  uon  itvoai,  machen;  mit  wenig  ?OTcn« 
fc^en  Umgang  t)abcn;  in  wenig  SBoc^en,  cor  wenig  Sagen  JC;  fo  aa^  im 
(Somp.:  weniger  Selb;  er  bat  weniger  ^"unbe,  get)t  mit  weniger  OTcni'dben 
um,  aieic^;  weniger  3eit  haben  Jc);  b)  gebeugt:  weniger,  wenige, 
wcnigcö,  ?!)?.  wenige  2C.,  wenn  cg  einen  3iii)f begriff,  b.  t.  eine  in  fid) 
unterfd)iebene  ^Injiii)!  begrenzt  gebildeter  (S'injelbinge,  9)?affcn,  3(rten  :c. 
begeic^net  (j.  SB.  weniger  SBein  i|l  unoerfaUc^t,  b.  i.  wenige  Söeinforten; 
wenigem  gteifd)  ifl  für  Äinber  gang  gefunb,  iii  iiberbaupt  nur  wenig 
•gleifc^  effen  feilten;  nur  wenige  SUfcnfdjen  finb  jufriebcn;  wenige  greunbc 
meinen  eö  oufridjtig  mit  ung;  er  fann  nur  wenige  ©efcbäfte,  2frbciten  jc.  oer* 
richten;  weniger  STJenfc^en  SBobl  beförbern);  fo  auc^  ebne  Sprv.:  in  bec 
SRe^rb.  SQienige,  b.  i.  wenige  ?J?cnfd)€n,  ^Vrfcnen,  (tibi.  Stiele  finb 
berufen,  aber  SBcnigc  finb  auöerwäblt;  SBenige  unfereß  ©tanbetJ;  mit  SSeni« 
gen  umgeben;  man  fann  c6  nur  Söenigcn  rec^t  macben),  u.  in  ber  ©inb-  bcö 
fcic^l.  ®efd;led}tg:  5l>enigeg  ob.  wenige^,  cerfdj.  »on  wenig  (g.  SB. 
lerne  lieber  2Benige6  grünblic^,  alö  ^iiM  oberflj'djlic^;  „„^  ^^'"'aei 
Don  bem,  wai  er  lagt,  ifl  roa^r;  mit  SBtnigem  gufricben  fein;  u"mVr'eni. 
geö  jlebt  jcboc^  al6  ««w.  f.  wenig,  g.  SB.  um  wenigcg  bcffcr,  gröpcr  zc);  in 
Sßerbinbung  mit  bem  2Crtifet  ob.  einem  gürw.  wirb  wenig  in  jeber  SBeb. 


1884  njcn!en  —  wenn 

gebeugt,  wie  jcbes  anbcre  S5w.:  ber,  bie,  ba6  tveni^e  jc,  5)?.  ble  tue* 
nigen  Jc;  mein,  bein,  fein  k.  ivenigcc,  meine  k.  mentge,  mein 
K.  jpcnigeö;  5)?.  meine  jc.  tvcnirjen  u.  f.  f.  (i-  S.  ba§  ob.  bicö  »ücnige 
@c(b;  mit  bieiVm  wenigen  ©clbe;  fein  Jüentgtö  @clb;  bicfe  wenigen  Süc!^cc; 
bfine  «rnigen  ©cfdjöftc;  fo  audj  im  ®up.:  bie  wenigfte  3cit;  bie  rrcnigUcn 
gjJenfdjcn  k.;  baä  33cnigflc,  ölg  ^ro.,  j.  S.  er  i)at  baS  SBfnigjtc  gcfot« 
bert);  —  im  Dberb  wirb  tai  gebeugte  it)cnig  auc^  ncc^  f.  fiein,  gering, 
unbcbeiJtenb,  niebvig  gcbraudjt  (j.  58.  ein  irtnigcö  gi'ucr;  eine  wenige  5Beile; 
meine  wenige 'perfon ;  baö  ift  meine  wenigfle  ©orge  f.  meine  geringfle;  bie 
wenigtre  Obrig!n't  f.  bie  nicbere;  bei  ()ot)fn  unb  winigeren  ©tanben,  u.  bgt. 
m. ;  fo  Qudj  in  einigen  JDvtSnamen,  ali:  '•JUenig'  ob.  2Qenigev^9?iiind)en,  SBe» 
nigen^Sena);  batjer  öud)  l;od;b  :  ein  ^enige^  f.  «in  Äleineg  ob.  ©erin* 
ge^;  baä  Söcniglle  f.  bao  ©eringjle,  Unbebeutenbftc  (j.  SB.  baS  ift  baS 
SBenigfle);  —  ^um  »Dcnigflen,  aufS  ivenigfle,  f.  o.  w.  utcnii^|lcn§, 
9^w.  jui-  Sejiic^nung  be5  5)?inbejlen  ob.  ©eringflen  in  2(nfet)ung  ber  Bai)U 
be3  ?JZafeä  ob.  auch  eincS  Shinvj,  ftnno.  minbeflenö,  (j.  93.  eö  waren  jum 
wcnigflen  ob.  wenigjlcnö  30  ^erfoncn  jugigen;  gieb  ifjm  wenigflenä  i>ii 
^ätfte;  wenn  er  nii^t  fommen  !onnte,  fo  f)dtte  er  wenigflenö  fc^rtibcn  fot« 
len);  —  bie  ^öenigfeit,  o.  SCft.  (altb.  wenagheit,  w^nicheit  f.  2Crmfc(ig!eit, 
eicnb)  1)  biiä  ^ffienig;  ob.  ®enngfein  bec  3ol)t  narf),  cntg.  9Sielf)eit;  2) 
eine  geringe  2Cnjat)(  ob.  ?0?a|ye  (gem.  es  ift  nur  eine  SQScnigfeit) ;  3)  tanbfdj. 
f.  eine  geringfügige,  unbebeutenbc  ®acbe  (ba^cr  fc^cvjf).  meine  SBcnig* 
ieity  b.  i.  meine  geringe  ^erfon,  q{§  bef^eibf:ncr  2(uöbruct  f.  ic^);  bec  2Bes 
nigltng,  oberb.  (gem.  JDSengling,  SBenling)  f.  ein  im  3Bad}8t()um  JU* 
tücfgebliebeneö  Äinb. 

VüCnfen,   jieUof.  ^VO.  oberb.  (a(t{)OC^b.  wankjan,   wenkjan,    wenchan;   mit* 

tctf).  weiiken,  ^rat.  wancte;  »gl.  wonfeu)  1)  f.  TOaiifen  2),  t)ön  ber  geras 
ben  9?id)tung  abireidien,  macfeln  (oberb.  aii6)  wenfeln);  efjcm.  quc^  f. 
au^n)eid)en,  ba^  p  (Snvartenbc  nid)t  leiflen;  2)  f.  nicfen,  mit  bin  2(u» 
gen  n)in!en. 

wenn,  i^w.  u.  SBbw.  (urfpc.  =  wann,  f.  b. ^  »oüon  eö  erjl  im  9teu' 
{)0d^b.  untcrf(^ieben  wirb;  hai  altb.  hwanne,  wanne.,  wenne  u.  iiai  engl,  when 
wirb  burd^auö  is  ber  jcitltc^cn  SBcb.  beS  lat  quando  gebraud^t)  ftcf)t  1.  q(§ 
fragenbee  «Rw.  1)  ber  3 ei t,  alt  u.  lanbf^.  t)ef.  nieberb.  f.  wann,  ju 
njeldjer  ^e'it  (j.  SS.  wenn  wirft  bu  !ommen?  feit  wenn  ijl  er  bein  greunb? 
fomm,  wenn  bu  willjt,  b.  i.  ju  welcher  ^tit  k.  ;  c§  fei,  wenn  c§  wolle;  — 
in  biefer  2Cnwcnbung  wirb  im  Jpoc^b.  ie^t  buv^au§  wann  gebraudjt;  nieberb. 
auc^  wcnn^cljer;  f.  wann);  2)  ber  Scbingung,  f.  ».  w.  unter  it)eld)er 
S3ebingung ,  in  Wddjem  giide  (j.  23.  votnn  if,l  ein  SrciecJ  einem  nnbern 
glcie^?  —  ic^  möchte  wiffen,  wenn  bu  fommen  millft,  b.  i.  unter  welchen  SSc^ 
bingungen  ob.  Umftanben;  wo  eö  nic^t  wann  I)ei^en  fann);  '2.  alö  unter« 
orbnenbeö  58bw.  ob.  gügeioort  1)  jcitlid^,  J.  w.  w.  ju  ber  3«it,  »vo  K., 
einen  SSorgang ,  nic^t  <xU  wirflic^cn,  fonbern  al6  blo^  gebauten  ob.  ange* 
nommencn,  einleitenb,  mit  beffen  23enx)irf!icf>ung  ba^  5Sirf(id}iverben  et? 
ne^  anbern  ber  3«it  nad)  jufammenfd'llt,  baljec  bef.  »on  wieberljoltcn  .^anb= 
lungen  ob.  ©reigniffen,  finno.  fo  oft  (alö)  K.,  Derf(^.  als,  ba,  wel^e  einen 
58organg  als  wirfiic^en  einfü()ren,  (»gl.  j.  S.  wenn  bk  ©onnc  untcrgef)t, 
pflegt  ee  !ü^l  ju  werben;  als  bie  (Sonne  imterging,  würbe  cS  plö^li^  füt)l;  — 


SBennc  —  toex  1885 

wenn  iä)  if)n  befugen  wollte,  fanb  tc^  xi)n  geiröfinlt^  nic^t  ju  ^aufe;  a(g 
ob.  ba  tc^  i^n  befuc^en  wollte,  wac  cc  QUögcgangen;  wenn  bcr  grüljling 
fommt,  bann  crwadjt  bte  Statut  aui  bcm  Sffiintfrfc^lafe;  id)  freue  mid)  jcbe6« 
mal,  wenn  tc^  ii)n  ftljc;  mir  graut,  wenn  t'c^  baran  benfe,  u.  bgl  m.);  2) 
bebingenb  (eonbitional),  bie  Sebin^ung  eineö  !Jl)un'3  ob.  SSorgangg  eins 
Uitenb  ,  finnö.  fiiüsJ,  »vofern,  a)  mit  bcm  Snbicatio,  wenn  ber  3nf)Qlt 
beß  bcbingenben  <Sa^e6  a(6  ein  SBirElic^cö  geft^t  wirb  (j.  93.  wenn  bu  !ann|l, 
fo  fomm;  wenn  bu  ®ebulb  Ijaft,  fo  wirb  eö  bcfTcc  werbm;  wenn  er  mid)  be« 
fudjen  will,  fo  foll  eS  mit  lieb  fein;  wobUtjä'tig  i(l  beö  geuerg  aJJac^t,  wenn 
fie  bet  SJJenfe^  bcjäl)mt,  bewadjt  k);  b)  mit  bct  conbitionalen  (^tateri» 
ta(=)  gorm  bc6  Gonjunctioö,  wenn  bet  bebingcnbe  ©ü^  etwaö  9Jid)tiriir6» 
li(^e6,  nut  SKÖ9lid)cS  ober  ali  wirflic^  2fngenommeneö  (J^ijpotljetifc^eg)  ent= 
^att  (j.  S3.  wenn  ic^  Eönnte,  Edme  iä)  gern  ju  bit;  et  würbe  gefunb  fein, 
wenn  et  mä^ig  wäre;  mai  wütbc  man  oon  mit  benttn,  wenn  ii)  e6  tbäte! 
Yoii  würbe  ic^  mic^  freuen,  wenn  et  noct)  lebte!);  bcbiiigenbe  ©ä^e  biefet  2(rt 
wetben  auc^  mit  S3crfc^weigung  beö  bebingten  golgefa^eS  alö  2ßunfc^  =  ©ä^e 
gebtauc^t,  woburd^  iüenn,  wenn  bod)  bie  S3eb.  eineö  wunfc^cnben 
91  w.  erl)ält  (j.  SS.  wenn  et  noc^  lebte  1  f.  ».  w.  möchte  et  noc^  leben!  wenn 
et  boc^  fdme!  wenn  eö  boc^  immct  fo  bliebe!  wenn  bocfe  Sebet  bebädjte,  xok 
f oftbat  bie  3cit  ift!);  3)  eintaumenb  (conceffio)  in  SSetbinbung  mit  aue^, 
gleich,  fd)on:  ivenn  aud),  menn  glctd},  tuenn  [d)on2C.,  finno. 
obgleid),  obrt)o()l,  luteiüof)!  ic.  (j.  35.  wenn  et  auc^  noc^  nid)t  »öuig  l^etge« 
ftellt  ijl,  fo  get;t  e6  i^m  boc^i  befTet;  wenn  bu  gleich  reic^  bift,  fo  bi(l  bu  boc^ 
ntc^t  weife);  4)  olö  gügewort  bet  SBcife  {mobale  Sonjunction)  in  23ctbin= 
bung  mitaU:  aU  wenn,  f.  o.  w.  n(6  ob  2c.,  einen  ÜJevgleidjungäfa^ 
etnfü^renb,  butc^  welchen  bie  SBcife  be6  in  bem  «^auptfa^e  entbaltenen  atjunö 
ob.  aSotgangeg  näljct  beftimmt  wirb  (j.  35.  et  fleUte  fid}  an,  al6  wenn  et  mi^ 
ni^t  fennte;  fie  pu^t  fidj,  atS  wenn  Ijeute  ein  gejltag  wdte;  eö  tegnet  unb 
jlütmt,  al6  wenn  bie  5!Belt  untetge^cn  wollte;  aud)  blof :  —  als  wollte  bie 
SBett  untetgefjen  jc). 

SDBenne,  tv.,  9J?.  -n,  niebetb.  (im  D6na')tüc!.)  f.  bie  grofe  ffiatje  an 
ben  S5einen  ber  ^feibe;  aixö)  eine  3(rt  ©efdjwulfl  bei  SOicnfc^en  am  Äopf 
ob.  an  bet  .i^anb. 

SBenjet,  m.,  -S,  3)?.  ro.  (5.,  1.  ein  utfpt.  flow.  mannltd)ec  23orna= 
men,  oetf.  aus  ©enceglaus  (poln.  Wenceslaw,  b.  i.  bet  S?ut)mgeft(jnte); 
2.  in  gewifTen  beutfci^en  Äattenfpielen  Slamen  bet  oiet  5Suben  ob.  Unter  (ba» 
l)Ct:  ©c^ctwenjcl,  f.  b.,  in  weld^em  Äattenfpielc  bie  »ict  S3ubcn  J^aupt- 
wenjel,  bie  oiet  SUunen  gemachte  SBenjcl  l)ei^en);  in  SBö^men  gem.  f. 
ber  Sartfd)erer  (in  SBabeöttetn :  bct  S3abewcnsel);  lanbfd^.  oerdc^tl.  f. 
fd)(ed)ter  ßanb^SabacE  (gem.  Caufcwenjel);  3.  eine  ©attung  kleiner 
SSögcl  mit  gewölbtet,  mannigfach  gefdtbtet  SStuft,  au^:  SSruftivenjel  (lat. 
mütacilla);  befonbetc  2(ttcn  finb:  bet  Äloftctwenjet  ob.  3Kön4l,  Siott); 
wenicl  ob.  9iotb!el)ld^en,  SBun twen jel  u.  a.  ra.  (in  biefet  aSeb.  oicUeic^t 
»on  wcnbcn  abzuleiten,  fo  bafs  SQScnjel  „etwas  ©ewanbteS,  ffieweg« 
lic^eS"  bebeutet,  pgl.  baS  alte  wenbejageln,  obetb.  wenjegeln  f.  fc^wä'njeln; 
eben  bo{)et  fönntc  audj  SBenjcl  in  bet  2.  SSeb.  flammen,  alfo  utfpt.  einen 
beweglichen ,  gefc^äftigen  Sienct  be^eii^ncn). 

)ver,  )va§,  prw.  o.  2}i.,  in  bet  ©inl).  gebeugt:  mdnnl.  «.  mibl.  9lom. 


1886  mv 

trer,  OJen.  we^m  (n.>efg),  ^at.  lüem,  "Kte.  mn-,  fäci^l.  fftom.  u.  3rcc.  wag, 
®cn.  (feiten)  ivcffen,  iDcfö  (gew.  nur  in  3fe^.  wie:  wcfsljalb,  rcefgmcaen  2c.), 
®at.  ff{)lt,  (goti).  mit  »oUftanbigcc  25iegiing  butä)  alle  ©cfd}!.:  hvas,  hvö, 
hva;  SOZ.  hvai ,  hvds ,  hvo;  atttjOC^b.  m.  U.  tu.  hwer,  f.  hwaz,  fpater  wer, 
waz;  gebeugt:  &.  hsves,  ©.  hwemu,  2(cc.  hwenan,  hwaz,  Snflcum.  hwiii  ob. 
hiii;  mtttell).  wer,  waz,  &.  wes  n.;  OUfad)f.  Ime,  huat,  ntebctb.  ttJC  ob. 
Jücr,  wat;  angelf.  hva,  engt,  who,  what;  —  ba6  qoÜ).  hras  ift  ==  fanöEc. 
alt^rcu^.  u.  (tti^.  kas,  lat.  quis,  quid,  grted).  t/'j,  t«',  öon  bem  Snterrogatio* 
flamm  ka,  hwa,  ba()ec  aud^:  wann,  wie,  wok. ;  entg- bcm  Semonjtrattos 
ftamm  ta,  ba{)cr  fanefc.  tas,  ber  jc;  bk  iitfpr.  Seb.  i'it  fvagcnb;  baneben 
ober  befle!)t  fc^on  im  2(lt*)ocfeb.  bie  auä  ber  inbtrectcit  grage  fi(^  entwicEelnbe 
bejictjenbe  (lat.  qui),  unb  aud^  bie  unbejtimntte  .irgcnb  einer",  ogl. 
baS  lat.  quis,  quid  f.  aliquis  jc,  gvicc^.  Tig,  t/)  wirb  gebraucht  1)  al6  fro» 
genbeS  gürw.,  immer  ()auptwörtli^,  nie  (rtk  welker  :c.)  in  beiwört* 
lieber  Serbinbung  mit  einem  J^auptw.,  fowoljl  in  bicecten,  qI§  inbicectcn  gra« 
gen,  ganj  allgemein  u.  ol)ne  fonfligen  S^ebenbcgriff  bie  ÜJennung  oö.  SSe* 
äeid}nung  bc3  frag[td)cn  (^ietjenllanbeg  forbernb  (ucrf<^.  uon  weld^er,  f. 
b.),  wobei  Yoex  nur  auf  eine  (männliche  ober  weiblidje)  ^erfon  ob.  oud^ 
auf  mtf)re  ^erfonen,  tvaS  hingegen  nur  auf  ©ad^en  ob.  ganj  unbeftimmtc, 
nodj  nic^t  alö  ^erfonen  ernannte  ©cgcnitdnbe,  of)ne  Untcifd^ieb  beS  ©pradjge» 
fdjlec^tö,  bcjo^en  wirb  (j.  S.  wer  ift  ba?  5{ntw.  ein  5]fJann,  eine  gcau,  ein 
Äinb,  ober  bcftimmtev:  bein  grcunb  ?i.,  bcine  ©djwejlcr  u. ;  na^  ifl  baö? 
ein  S}?cnfdj,  ober  ein  S5aum?  —  wer  i^at  c6  gofagt?  rvai  i)at  er  gefagt?  xvat 
foU  barauö  werben?  —  (So  aud)  in  S5cjiel)ung  auf  eine  5Dle()rl)eit  uon  ^er- 
fönen  ob.  Sachen;  j.  S.  wer  fcib  it)t'l  wer  [inb  biefe  gvemben?  voaii  finb  bie 
greuben  biefeö  ßcbeng?  ~  SBcffen  .^au6  if:  bieg?  wef[cn  (®en.  »on  rvai) 
befc^ulbigt  man  if)n?  wem  gef)ört  bog  SBudj?  wen  fuc^et  {(;r?  —  gcrncr  in 
inbirccten  fragen;  j.  SB.  er  fragte  mid),  wer  ic^  fei,  wen  id)  [udie,  wag 
id)  wolle  jc;  id)  fonnte  nic^t  erfafjrcn,  wer  bie  grcmben  feien;  id)  weijj,  wem 
bai  fSind)  gtljört;  er  wollte  mir  nicijt  fagcn,  ucn  wem  er  ba6  ®clb  erl}a(ten, 
u.  bgt.  m.);  auc^  in  ^luöiufuiißen  jum  ■^(u^brucc  ber  23«nDunberitng,  be3 
UniriUenö  jc.  (j.  95.  wer  t)ä'ttc  bai  gebadjt!  \va^  fotl  man  baju  fagen !  wem 
!ann  man  ferner  oertraucn!  ic);  wai  flel)t  ouc^  in  SBcjiefjung  auf  ^erfo  = 
nen.wenn  nic^t  bie  Stcnnung  beö  perfönlidjcn  2nbioibuumö,  fonbern  bie 
'Angabe  beS  r.Hö^meineu  (^attiintjä^C^ljarafter^  ob.  ber  (Jicjenfd^aft  ber 
^erfon,  itjvce  ©tanbe§,  S8crufc6  u.  «erlangt  wirb  (j.  S.  wai  ifl  biefec 
S)iann?  2lntw.  ein  ^Beamter,  ein  Cebrer  jc.  ;  wa^  finb  biefe  SJtanner?  2lntw. 
Äaufleute;  eerfc^.  wer  ift  er?  wer  finb  fie?  k.  Jffiag  ift  ber  9}Jen[(^!  jc); 
—  wenn  burc^  IV er,  wai  bie  ^fperoorbebung  cincö  StngclwefenS  auS  einer 
^tt)xi)dt  ober  eineö  2l)etle6  au§  einer  ?CIJaffe  »erlangt  wiib,  fo  »erbinbet  eö 
fi(^  mit  bem  (partitiocn)  ®en.  beö  Jpauptw.  (j.  S.  wer  ber  ?Olenfd)en  jc? 
wen  feiner  greunbe  l)aft  bu  gefeben?  fo  bef.  im  3Cltb.:  hwer  manuo?  wer 
menniscori?  wer  ir  gesindes?  jc. ,  wd()renb  wir  jc^vt  biefen  ®en.  gew.  burc^ 
üon  ob.  unter  umfdjreiben:  wer  oon  bcn  ?0?cnfd)en,  wer  unter  it)rem  @e« 
[fnbe  K.?  wen  oon  meinen  greunbtn  tjaft  bu  gcfcljcn?  wer  »on  un6  k.  ?  wem 
oon  euc^  fann  iä)  trauen?  —  au^er  wenn  baß  abljd'ngige  SDBort  ein  gum 
fädll.  vipauptw.  erljobeneS  SSeiw.  ijt,  5.  S.  wer  war  grcmbcö  ba? 
wa6  Ijaft  bu  9teucä  geljört?  xoai  ®uteö,  ©c^öneS  jc?  b.  i.  eig. :  woö  beS 


»er  1887 

bleuen,  be§  ®uten  jc,  mk  lat.  quid  no\T,  boni  jc. ,  obttjodi  »it  jc^t  ba« 
83».  ülö  Im  9iosi.  ob.  3fcc.  mit  iraö  Dcrbunbcn  ju  betrauten  pflegen);  ba6 
mit  bcm  ©cn.  ocrbiinbcne  tv  vT  g  frebt  alt  u.  (anbfc^.  aui)  f.  trie  t>ie(  (j.  S. 
waz  klciiler!  wai  SQJcnfdjcn!  roaS  93olE6  ob.  SSolü!)  u.  f.  Jrc[d)erfcl,  »on 
WcUter  ^(rt  ob.  S5cfd)affenheit,  in  njclc^cc  i8cb.  es  nii^t  blcp  ju  tcm  ®en. 
bcc  iÜJcbrf). ,  fonbern  aui)  bec  Gtnf).  »on  ©attungßnamen  tritt,  (j.  S.  waz 
worto  ist  thiz?  b.  t.  »raö  bcr  SJBortc,  welcherlei  ob.  gcro.  n?aS  für  SBortc  jc? 
—  waz  wuntoro?  b.  i.  wa6  ber  SBunber?  je^t:  waS  5JBunber6  ob.  gew.  troS 
SBunbcc?  waz  niaunes  er  waere;  waz  brieves  er  ir  las,  b.  \.  cig.  Waö  OOn  ci= 
ncm  93^annc,  Sriefc  zc. ,  jci^t  gc».  waö  für  ein  9}?ann  ic;  waz  d^r  maere? 
welche  ob.  »rag  fiic  Stcuivjfciten?  oberb.  auf  rcaS  SBeifc?  f.  auf  welche 
SBeife  jc);  —  an  bic  ©teile  biefcö  tvttä  mit  bem  ®en.  tritt  im  9ieuboc^b. 
Wai  für  (üoc  ©tojf=  ob.  SSegriffenamen ,  unb  »or  ©attungSnamen  in  ber 
93^el)r^.),  ivng  für  ein,  irag  für  eine  (oor  ©attungSnamcn  in  ber 
@inl).),  roag  für  einer,  eine,  eineö  (o(;ne  unmittelbare  Scrbinbung 
jiiit  einem  >^auptnj.,  aber  in  SSejte()ung  auf  ein  oorongcgangcne^  ob.  Qtia&r 
t(6),  «.n-nn  bie  na()eic  Sefiimmung  bcr  'Kn  unb  SefdHiffen^eit  be6  frag; 
lidjcn  ©egenftanbcg  »erlangt  wirb,  (j.  S.  n?a6  für  &db  fjafl  bu  ba?  voai 
für  SBein  trinffl  bu?  njnä  für  üeute  finb  bas?  wa»  für  Sudler  lieft  er?  traö 
für  ein  S)ing  ilt  bic&?  rcaS  für  eine  ©prad^e  rebct  er?  waö  für  einen  Stfdjeib 
gab  man  bir?  jc.  gem.  auc^  getrennt:  was  trinfft  bu  für  23cin?  reaS  finb 
iai  für  Scute?  was  tfl  bas  für  ein  Sing?  jc.  SSon  waS  für  einer  ^flanje 
fprydjt  i()r?  —  ©e  \\t  ein  9?aum  in  meinem  ©arten  »om  Sturme  umgerifTtn. 
SBaS  für  einer?  Sin  ffiirnbaum  jc.  vgl.  weld);  —  fo  auc^  in  inbirccten 
gragcn,  j.  23.  id)  weif  nidjr,  waS  für  ein  2l;ier  baS  ifl;  er  woUtc  mir  nic^t 
fagen,  waS  für  fflüdjer  er  lieft  jc. ;  unb  bei  2(uSruf ungen,  j.  S.  waS  für 
Äugen  wirb  er  m ad; cn !  gem.  getrennt:  waS  wirb  er  für  7fugrn  machen!  — 
»aS  für  ?D?en|"d}in  boS  finb !  ob.  \va^  baS  für  SOZenfc^en  finb !  waS  baS  für 
ein  ®erebc  i|l!  waS  für  eine  abotf)cit!  b.  welche  Sbort)eit!  jc);  —  baS  fra- 
gcnbc  njaS  wirb  auc^  für  fid)  allein  auSlcff.  (elliptifd))  gebraust  f.  \va$  fiigs 
fcfr  bu?  ob.  njiiä  fngtcn  (Sic?  wenn  man  bie  Siebe  beS  2(Rbtrn  nic^t  ccr^ 
ttnnbcn  i)at  (wae'^  Ijoflidjcr;  wie?),  unb  f  UMS  ivillft  bu?  ob.  wai  fcU 
id)?  in  Srwieberung  auf  einen  JRuf  (waS?  waS  benn?);  ferner  als  2(u^ruf 
bcö  Uniridcn^  ob.  ber  9Serad)tung  (ei  was!  baS  gcljt  mic^  nichts  an;  ai) 
wa^l  jc.);  auc^  in  nebcnwörtl.  Seb.  f.  um  tüag,  um  >ric  t>lc[,  in  Jrie 
fern  (j.  »8.  was  biil  bu  nun  glüdtidjcr  geworben?  waS  ift  it)m  bamit  geljol- 
fcn?),  »varum,  iro^u  (j.  S.  was  lac^ft  bu?  wcS  fteljft  bu  mic^  fo  an?  rvai 

qunlt  er  fic^  mit  «nnü^en  Sorgen?);  alt  u.  obcrb.  audj:  waS  ob f.  wie 

(wäre  eS)  wenn  jc,   ob.  wer  voci^,  ob  nic^t  jc ;  waS  bafS f.  wie  fommt 

es,  bafs  :c.,  warum  jc  ;  —  '2)  alS  bcjictjcnbeS  gürw.  wirb  wer  gleic^s 
falls  nur  auf  ^erfonen,  >vaö  nur  auf  Sachen  angcwenbct,  beibe  aber 
werben  nie  (wie  ber  u.  welcher)  auf  einen  cinjclnen  (concretcn)  unb  bcutlic^ 
benannten  ßJcgenftanb,  fonbern  immer  fiuf  nllgomeine  Oicgcnflänbe  ob.  $öe- 
griffe  be5cgen,  bie  burdi  beflimmenbe  Jürrociter  ob.  nllgcmeine  Sv^bdrör- 
tcr  angebeutet  ftnb  (j.  58.  Seber,  wer  midj  befugen  will  jc;  ober  nidjt: 
mein  griunb  ,  wer  (fonbern:  ber)  mic^  geftern  befuc^te;  baß,  was  ic^ 
wei9  jc;  2tll(S,  waS  i^  babe  jc  ;  nicbt  aber:  baS  »uc^,  nai  (fonbern: 
baS  ob.  weldjcS)  ic^  l)<xbi',  nic^t:  taS  @clb,  waS  (fonbern:  weldjcS) 


1888  mxhtn 

tu  t5erlan9ft  IC.) ;  bccmitwcr  ob.  »a«  eröffnete  SScjie!)ungSfa^  wirb 
bem  Jpauptfa^e  t)auft3  o  oran  geflellt  (j.  S.  roer  mtc^  fennt,  bec  raei^  k.; 
trag  bit  fa^cn  !annjl,  bog  trci^  id)  [djon;  rccn  tc^  nidjt  ffnne,  bem  fann  ic^ 
ntc^t  trauen;  wem  nid)t  ju  tottjcn  ijt,  bem  ijl  nic^t  j^u  t)etfcn ;  wat  mit  un» 
rcdjt  fdjeint,  bem  oev[age  td)  meine  äuftimmung;  n)C;6  baö  Jöerj  ooU  ijl.  bcfö 
läuft  bcr  SKunb  übet);  baS  beftimmcnbe  güriü.  bcg  Jpauptfo^eS  (ber,  bet» 
jcnigc,  bas  jc)  fann  auc^  »ü  egg c laf f  cn  luetiben,  fobaföroer,  ivciS  K. 
bie  beftimmenbc  unb  be^tttjenbe  Äraft  in  ftd)  oeretnigt  u.  in  berjenige  WiU 
d)ec,  baäjenige  tt>eld)e6  2c.  aufgelöf't  rcetben  fann  (j.  S.  et  tt)at  (bog),  trag 
if)m  befot)ien  icar;  ec  fei,  »uec  er  rcoUe;  eö  fei,  xvai  eS  trolle;  fc^ide  mir, 
wen  bu  tritljl;  trer  nic^t  t)ören  iviU,  (ber)  mufg  füt)len;  »naS  bu  t)eute  tt)un 
fannft,  (baö)  oerfc^iebe  nic^t  auf  morgen;  tt5aS  mic^  fo  breifl  macfet,  ift  Sbve 
®üte);  baö  beftimmenbc  giirn?.  barf  jeboc^  in  bem  auf  ben  SBcjieljungefa^ 
folgenben  Jpauptfa^c  nic^t  fetalen,  wenn  bcr  ©cgcnjlanb  ju  beiben  Sä^en  in 
einem  ücrfc^iebcnen  SScrbaitniffe  flc^t,  Jt>oburd^  ein  oerfd)itbencr  galt  beS  günr. 
erforbert  »rirb  (alfo  nic^t:  rcer  ftc^  nic^t  ratfjcn  lafft,  fann  man  nic^t  i)d- 
fcn;  fcnbern:  —  bem  fann  man  ntc^it  tjclftn;  nic^t:  Jt>em  iö^  bienen  fann, 
nenne  fi{^;  fonbcrn:  —  ber  nenne  fic^;  nic^t:  rt>al  ic^  nic^t  rcc^t  finbe, 
fann  iä)  nic^t  beiftimmen;  fonbern:  —  bem  fann  ic^  ni(^t  beiftimmen,  u. 
bgl.  m.);  —  wa§  bejtebt  ftc^  auc^  auf  ben  .'3nt)alt  ganjer  @ä|e  (j.  25. 
»aä  baö  ©c^limmfle  ift,  er  gcflcbt  feinen  gctjler  nic^t  einmal  ein;  ober:  er 
geftefjt  —  rcaö  bag  ©c^Iimmfle  ift  —  feinen  gt'f)(er  nidjt  einmal  ein;  fo  aud^ 
in  eUiptif(^cn  ©ä'^en,  rcie:  waö  ic^  bir  fage  (ndml.  ift  n)at)r,  ob.  fannfl  bu 
glauben),  er  i[t  wirElic^  angefommen;  wai  ii)  fagcn  iroUte  u. ;  raaS  mic^ 
betrifft  Jc);  gem.  wirb  iraä  aud)  neb  entüöttltd)  f.  ivie  fef)r,  fo  fe{)c 
(als)  2C.  gebraucht  (j.  SS.  er  lief,  tvaö  et  fonnte,  u.  bgl.);  —  3)  als  unbe» 
jttmmteö  gür».  trirb  im  gemeinen  Ceben,  bef.  niebcrb.,  wex  f.  irgenb 
einet,  S^'^iittb,  voa^  f.  etreaS  gebraucht  (j.  S.  e6  ift  wer  ba;  es  fiopft  wer 
on  bie  Sljür;  ic^  t)öre  wen  fommen;  et  Ijat  eS  wem  gcfagt;  man  ^at  i()m 
»aS  oetratljen;  l)aft  bu  »aS  oetnommen;  rcei^t  bu  Jt>aS  9?eues'?  »raS  9'iü|= 
li^cä  ttjun;  ju  »as  Scfferm  geboren  fein;  lafs  uns  ocn  »aS  2Cnberm  rc« 
ben  2C.). 

werben,  3»-  ablaut.  id)  treibe,  bu  wirbfl,  er  wirbt,  init  werben  jc; 
Smp;  wirb;  Smpf.  warb,  6oni.  würbe;  SJJn?.  geworben,  (gotl).  hvairban, 
umfef)ten,  u.  hvarbon,  gel)en,  wanbeln;  altl)0C^b.  hwerban,  ablaut.  hwlrb, 
hwarb,  hwurb  jc.,  fpätet  werban,  aud^  hwerfan,  wervan,  b.  i.  urfpt.  ft(^  um; 
btcf)n,  Ȋ'ljen;  bancben  bie  abgcl.  gactittoform  hwarbjan,  brttjcn,  Ȋtjen; 
mittcll).  werben,  wirbe,  warp,  würben;  au(^  werfen,  fi(^  bref)en;  unb  fc^nja^: 
werben,  warbte,  brel)cn;  altfdc^f.  huerban ,  nieberb.  warocn ;  angelf.  hveor- 
fan;    altnorb.  hverfa,    fc^web.  verfva;  —  SB.  hwarb;   »gl.  b.   lat.  curvus  u. 

orbis?)  1)  jielloö  m.  ()aben,  urfpr.  ftc^  im  .Greife  ob.  um  feine  2(d)fe  be; 
wegen,  ftd)  bre()en,  fe^ren,  wenben,  wdijen  (ogl.  SDBirbel,  wirbeln), 
baber  noc^  lanbfc^.  uncig.  f.  umlaufen,  im  Umlaufe  fein  (fr.  circuliren;  j. 
SS.  fein  werbenbcS  23crmögrn,  wevbenbe  SOlittel  2C.);  el)em.  inSbef.  f.  jurücf; 
fef)ren,  jurucfgehen;  I)in  unb  i)tt  geben,  wanbeln,  bef.  um  etwas  ju  be» 
tteiben;  ftd)  umtl)un  ob.  umtrciben ,  befd)ä'ftigen,  mit  etn)a3  umge^n 
(mit  etwas—,  el)em.  f.  fic^  bamit  befc^äftigen,  bamit  umgeben  ob.  oerfaf)» 
ren;  »gl.  ©ewerbe,  u.  bas  lat.  versari);   ^anbeln,  unterbanbe(n,  »et* 


SSerb  —  lücrbcn  1889 

ul)cen,  «^anbcl  treiben  (mit  einem  —  ;»ti6cnbc  Ceute,  tfjem.  f.  Äauf= 
tcutej;  arbeiten,  flreben,  ringen,  fid)  bemüf)en,  etmaä  ju  erlangen  fud)en 
(cf)em.  nac^  ctwaö  — ;  an  einen  — yb.i.  »on  ifjm  iUva^  ju  erlangen 
(Ireben;  ogt.  crm erben);  jefet  gen?,  nur:  um  eine  ^erfon  ob.  ^ad)e  — , 
b.i.  fid;  batum  bemü()en,  fie  ju  erlangen  fud}en,  audj:  fid;  bciverben,  f.  b. 
(um  eine  ^erfon  — ,  fie  juc  (Sf)C  begehren;  für  einen  2(nbern,  j.  58.  für  feinen 
So^n  um  cincä  2tnbcrn  Äoc^tcr  — ;  um  ein  2£mt,  um  Semanbö  GJunft  — ); 
2)  jiel.  etraaä  —  ,  c^em.  f.  ttjälsen,  roenben,  um!ef)rcn;  ctwa^  betreu 
ben,  treiben  (Äaufmannfc^aft  — ,  f.  ^anbcl  treiben);  oii3rid)ten,  verrid^ten 
(eine  SBotfc^aft  — );  no(^  lani>\ä).  burd)  "üxbilt  ob.  SSemüljung  etrcag  erlan- 
gen, eriücrbcn,  gen?tnnen(oiel  ^cu— ,  f.  ernten:  bie  J&eu Werbung  f.  bcr 
vpeugetüinn) ;  gen?,  einen  — ,  f.  onwerben,  b.  i.  jum  2)ienft  bcf.  jum 
ÄriegSbicnfr  beilegen  ob.  bafür  genjinnen  bur^  ®elb,  23erfprc<^ungcn  k. 
OJKannfdjaft,  <£o(baten  werben);  —  3[efe.  baö  Sßerbcgelb,  1)  gut  SBer» 
bung  befiimmtcs  ©c(b;  2)  baS  J^anbgclb,  mittclft  beffen  Semanb  angeworben 
rcirb;  ber  2öcrbcl)auptmann,  ein  mit  bec  2(nMcrbung  »on  Kannfc^aft  be« 
auftragter  Jpauptmann ;  ber  SBerbclTciö ,  bcr  sur  SBerbung  cb.  2(ugbebung 
öon  SÄannfcqaft  angereiefcne  Scjirg  (fr.  danton) ;  ber  SBerbcplal^,  Ort,  »o 
Gruppen  geroorben  »erben;  bie  SBerbctrommcl,  tine  Srommcl,  »elcbe  ge= 
^^ia^iti  wirb,  um  an.i^umcrbenbe  SOiannf^aft  gum  ÄriegSbienjt  ^crbcijuru^ 
fcn;  —"KbUit.  ber  Sterbe,  -n,  Wl.  -n,  iaUb.  hwerbo,  mittdb.  werbe),  tU. 
f.23irbel,S[Btrtel  an  bcr©pinb£l;®trubel;bie2Berbcl.  WlATO.Q.(ciiti)od)b. 
hwarba,  nüttell).  warbe,  werbe;  »gl.  5Barb)  alt  unb  lanbf^.  1)  cii3.  bie  Umfci)r, 
3i>'ieberfcl)r,  ba^er  f.  Wlcil  (ander  werbe,  b.i  abermals,  nod)  einmal;  dri 
werbe,  breimal  ic.);  2)  f.  (5)efd)ä'ft,  (^et»erbc;  bie  SBerbe  2.  ^.  -n,  oberb. 
(ik  aScrben)  f.  eine  Dre^malse  cb.  DioUe,  um  wel^e  fidb  ein  ©eil  »inbet, 
|.  58.  an  einem  3icl)brunnen;  bec  SBerbt'l,  -§,  SO?.  ro.(S.  (altb.  hwerbil,  wer- 
bel,  obcrb.  aud)  SCSerfcl)  alt  u. lanbf^l.  f.  Wirbel,  ^Balje ob.  Rapfen  jum  Umbrc 
^en;  ber  SBerbcr,  -ö,  9)?.  tr.  (E'.,  trer  um  etivag  irirbt,  in^fe^-  »ic  5Braut', 
^ceiwerber;  in  engerer  58eb.  wer  ?D?annfd)aft  5Um  Äriegäbienft  ananrbt; 
bie  SQBcrbung,  S)?,  -cn,  baß  5Berben  um  etivag;  inöfcef.  ta§  Söerben  Don 
Seufen  5um  .Kricgöbienjl  (auf  SJBerbung  auögcl)en,  gef^iift  werben  :c). 

2Bevfc,  m.,  obcrb.  f.  SOßerber,  f.  b. 

werben,  jiellof.  3w.  m.  fein,  abtaut,  u.  unregclrn. :  id)  irerbe,  iu  wirft, 
et  wirb,  wir  werben,  i^r  werbet,  fie  werben;  6onj,  id^  werbe,  bu  werbe)!, 
er  werbe  jc. ;  Smper.  werbe,  werbet;  Sntpf.  id)  warb,  bu  warbft,  er  warb, 
u.  baneben:  id)  würbe,  bu  wurbeft,  er  würbe,  S)?.  immer:  trir  würben, 
i()r  würbet,  fie  würben  (ni^t  warben  jc);  Sonj.  id)  würbe,  bu  würbeft,  er 
wiiri;^  jc;    sjKw.  geworben  unb  aly  J^iilföjcitw.  worbcn,  (gotl).  vairthan, 

3mper.  vairth,  ^rät.  vcrth,  ^art.  vaurthans;  alt^c6)b.  wcrdan,  ih  wirdn, 
Sniper.  wird,  ^rät.  vurd,  wurrluti,  vp^rt.  wordan;  mittell).  werdan,  ich  wirdr, 
da  wirdest  u.  wir^t  je.,  ^rot.  wart,  wurden,  ^att,  wordeu ;  aUfädjf.  werüian; 
niebcrb.  wccrbcn,  gern,  wcrcn,  bu  waril  f.  wirft,  ^e  warb  f.  er  wirb,  würben 
f.  gcirorbcu;  angclf.  veordhan,  vyrdhan;  ig[anb.  rerdha,  fc^web.  varda;  — 
Sas.  v.ard  wai)x\<ij.  =  fan6!r.  vrit,  gc^cn,  fein ,  leben  ic.  unb  lat.  vert-ere; 
Urbcb.  eine  9{ic^tung  cinfdjlagcn  ('jgl.  tag  c^otb- vainbs,  altb.  Vart,  wert, 
WC'rtä,  f.  b.);  bann:  in  einen  3u1tanb  gctatt)cn  ob.  übergeben :  gu  fein  beginn 

^epfc'S  .^anbwÄtcrb.  b.  titu(rd)cn  0pr   2.  Zi)til  110 


1890  mx^cn 

nm,  cntfief)cn,()efc()ef)en  ic.)  1.  atö  felbftönbigcö  3ctttt).  u.  jwat  1)  ccn» 
cret,  bic  »oUilanbige  Jfuöfage  (Soputa  unb  ^rabicat)  in  fi^  enttjattenb,  in 
folgenben  SBcb.  a)  ju  fein  beginnen,  cnt[lef)en,  rolrf liii)  »rcrbeit,  ju  «Stanbc 
fommeu,  9ebeif)en  (j.  S.  @olt  fpradj,  unb  bie  @i-bc  warb;  »f)eute  mufä  bie 
®(octe  werben « ;  bie  ®aä)e  ifl  nod^  im  SScrben;  fie  wirb  f^on  werben; 
oberb.  inöbef.  f.  geboren  werben;  auffommen,  gefunb  werben,  j.  SB.  betÄran!e 
wirb  wieber);  bef.  in  unpcrf.  gorm:  eäroirb  2C.  mit  nad^gcjleütem  ®ub> 
iecte  (j.  SB.  hibU  ©ott  [prad^:  eö  werbe  Sic^t!  unb  e§  warb  Sic^t;  eö  wirb 
Sag,  ^(benb,  Silac^t  u.;  e6  wirb  balb  ©ommet,  SSintcr  u.  werben;  e§  warb 
2ärm,  Ärieg  jc;  e§  wirb  3fat^  p  itwai;  ba^u  !ann  5Rat()  werben,  ([.  Siat^); 
au3  etttjag  — ,  entflei)en,  I)erüor3et)cn,  ftd)  ennx)tcfc(n  (bib(.  ba  warb  au6 
"Kbrnh  unb  SOiorgen  ber  erjle  Sag;  SSögel  werben  auö  (Siern;  auö  ^flanjcn 
werben  S3aume;  auä  .Kinbern  werben  8eute;  a u§  ber  ©ac^e  wirb  nic^tö; 
barauö  fann  nickte  werben ,  b.  i.  cä  fann  ni^tö  habd  f)erau6!ommen,  ob.  bic 
©ad^e  !ann  fi^  ni^t  cerwirüid^en;  auS  if)m  wirb  ni(!^ts,  b.  i.  er  bringt 
eö  ju  ni(^t6,  gelangt  ?u  nic^tö  :c.;  wa&  foH  au§  mir  werben?  b.  i.  wie  wirb 
es  mir  ergci)en'?  k.);  b)  g^ovtöcinc;  {)aben,  DOC  fid)  9e{)en,  5efd}c{;en,  yerlau« 
fen  ({)öre  nur,  wk  e6  warb;  wie  warb  eö  weiter"?  wie  wirb  eö  no^  mit  mir, 
mit  meiner  ©ac^e  werben?);  gem.  aud)  f.  bauem,  wäf)ren  (eö  wirb  (angc, 
big  er  fommt;  wie  lange  wirb  eö  werben?);  c)  in  einen  3ujlanb  über,5e; 
f)en  ob.  geratf)en,  eine  ^efd)affen()eit  annef)men,  in  Jöerbinbung  mit  ^ie^ 
benwörtern  ober  burd^  ein  Sorwört  »ermittelten  ncbenwörttid^en  3ufa|en  (2(b» 
jccten;  j. SB.  fo  -,  anbcrä  werben,  i.i.  in  biefcn  ob. einen  anbern  3u{lanb 
uberget)en,  fic^  ecrä'nbern;  i>a^  nuifä  anberö  werben),  bef.  unperf.  mitbcm  S)at. 
ber  ^erfon:  e6  tvtrb  mir  ob.  mir  ivirb  \voi)U  übel,  flngfl,  bange  k. 
(j.  S.  il)m  warb  übel;  eö  warb  ii)r  bange;  aud^:  eä  wirb  mit  ifjm,  mit  bem 
Äranfen  jc.  bejjer,  fc^limmer  3C.);  ferner  in  ben  S5erbinbungen :  eines?  ^ingeS 
(fpdtec  aud^  u.  je^t  gew.  ein  Sing)  nnfid)tig,  3eivaf)r,  inne,  (oä  irerben 
(e{)em.  aud^  ane  ob.  an,  b.  i.  oljne,  weideu,  f.  loö  werben,  fici)  entlcbigen); 
{)in  werben,  alt.  unb  oberb.  f.  wegkommen,  ju  ®runbege()cn,  oera^tL  f.  fler» 
ben;  in  ctwaö  —  »lt.  f.  barein  gcrütf)en  (j.  SS.  mitteli;.  i"  uumaht  w,  f. 
ofjnmäc^tig   werben;  io  uamuote,  in  unsinne  werden   jc.;  in  ein  werden, ilbec* 

ein  fommen,  einig  werben);  juetwaS  — ,  in  einen  3uftanb  gcratf)en, 
in  ttwaty  umgetvanbeit  tverbcn,  eine  üeränberte  S5efd)affenf)eit  annef)men 
(j.  S5.  er  ijt  jum  SSettler  geworben;  fie  ijl  jur  583ittwe  geworben;  i>ai  ^^olj 
ift  JU  ©tein  geworben;  bixi  SDBaffer  wirb  ju  QU-,  ju  SBSaJTer  werben,  aud^ 
uneig.,  f.  SDSaffer;  ju  nic^tö  ober  ju  nid^te  werben;  mein  ßeben  wirb  mir  jur 
ßaft,  jur  dual  zc);  ba()er  aud^:  einem  ju  2! I) eil  —  (ogl.  Z^eil)  u.  blof: 
einem  mecbcn,  b.i.  if)m  5ugetf)ei(tob.  ücrlie^en  tverben,  jufallen,  miex- 
fat)ren,  (euer  Sof)n  foU  euc^  werben;  voai  wirb  mir  bafür?  2C.);  au^  eineö 
"anbern  (naml.  6igentl)um)— ,  f.  ifim  ju  '^i)i\l  werben,  bef.  alä  SSraut  ob. 
©attinn;  lanbfd^.  gem.  bef.  oberb.  werben  f.  wot)in  gerat^en  ob.  fommen, 
gelten,  reifen  (j.  33.  nad^  Ceipjig  — ;  über  ^elb  werben;  mittel!),  enheim  werden 
f.  nac^  J^aufe  tommen);  2)  alä  unjuretc^enbcö  (abftracteö)  3eitw.  ob.  blojjeS 
gormwort,  bie  ©teile  beS  2lu6fagewortcS  (ber  ßopula)  neben  einem  baoon 
getrennten  Seilegcwortc  (^rabicat)  £innel)menb,  in  ber  S5eb.  besj  beginnenben, 
cntjle^enben,  cb.  fid)  uerdnbernben,  in  itwcii  übergefjenben  ©einS;  iai 
aSeilegcwcrt  (^räbicat)  ift  bann  a)  iin  Hauptwort  im  9lom.  (j.  95. 


werben  1891 

©alomo  warb  Ä3nfg;  cm  Kaufmann,  ein  @elcf)rtec  werben,  ob.  blofi:  «ilauf= 
mann 2C. werben;  er  mirbiSolbat;  Surgefür^emanb  werben;  er  ifl  meingreunb 
geworben;  fie  würben  ^ute  grcunbe;  ein  ^aar  werben,  f.  paar;  rvai  wiU|t 
bu  werben?  2Cntw.  ein  Cef)rcr  k.);  aud^  ein  >!pauptw.  im  ®en.  mit  bciwört^ 
lieber  S3eb.  (5.  S.  eincöSinneö  werben,  b.  i.  einig  werben;  anberer  SJleinung, 
gutes  5Wult)eö,  guter  J^offnung  —  ic);  b)  ein  Seiwort  (j.  35.  er  wirb, 
»orb  :c.  grofj,  rcid),  arm,  glücflic^,  franE,  gefunb,  b(afö,  xoti)  u.  f.  f. ;  größer, 
(dnger,  breiter,  flilger  K.  werben;  bic  ©adje  wirb  immer  fc^limmcr;  einem 
gut,  feinb,  untreu  k.  werben;  einer  ©aei^e  gewifS  werben;  bic  2Cr6cit  wirb  if)m 
leicht,  fc^wcr  Jc;  fi^  etwas  faucr  werben  laffcn,  \.  [auer;  bic  ©a^c  warb  H)m 
leib;  bic  3eit  wirb  mir  lang;  i^  Eann  nid^t  flug  barauS  werben,  f.  ftug); 
c)  tin  gjJittelwort,  tnSbef.  alt  u.  obcrb.  baS  Ifte  ober  tljätli^c  ?Ww.  (j. 
S3.  get)enb,  laufenb,  brc^enb  k.  werben;  eine'^erfon  Ecnncnb  werben  f.  !enncn 
lernen;  altb.  er  wart  vragende,  laclieot  u.) ;  gcw.  baS  2tc  ob.  leibentlic^c 
SKw.  (j.  S.  gef^tagen,  gelobt,  geliebt,  ge^•agt  werben  Jc),  in  welcher  93cr= 
binbung  werben  jum  umfd^reibenben  J^ütfSwort  für  bic  Ceibcform  (baö 
^affto)  ber  3eitwörter  wirb  (f.  w.  u.);  d)  in  ber  alteren  u.  oberb.  ©prad^e 
aud^  ein  bem  erjlen  ?Oiittelw.  gleic^bebeutenber  u.  in  bclfen  ©teile  getretener 
Snftnttio  (j.  S.  ic^  werbe  (wirb)  tanjen,  fingen  ic.  f.  ».  w.  tan^enb,  fin= 
genb,  b.  i.  iä)  beginne  ju  tanjen,  ju  fingen  jc;  fie  werben  weinen,  lachen  zc. 
b.  t.  fie  geratf)en  inö  SBeinen  ob.  Sachen,  bred)en  barin  auS;  —  bicfc  8Scrbin= 
bung  briidt  alfo  urfpr.  u.  cig.  bic  bcginncnbe  Jpanblung  in  ber  ©egcnwart 
üuS;  bann  wirb  fte  im  5?eul)oc^b.  feit  bem  15.  Saljrl).  Umfc^rcibung  ber  ju' 
fühftigen  3cit,  f.  u. ;  —  in  ber  alteren  ©pra^c  finbet  fi^  bicfclbc  befonberS, 
u.  im  SKittelf). ,  wie  eö  fc^eint,  auSfi^licplic^,  in  ber  SScrgangcnljeit,  j.  83.  er 
wart  vragen;  sl  wurden  raten  jc.,  b.  i.  er  begann  ju  fragen,  fte  fingen  an  ju 
ratf)f4)lagen ;  er  warb  weinen;  fie  warb  fid^  fe(;nen;  fo  oft  er  fte  fcl)cn  warb  ic; 
im  Siculjoc^b.  ift  oon  bicfem  umfe^rcibenben  Präteritum  ber  bcginnenben  Jpanb< 
lung  nur  ber  Soniunctio  als  bcbinglid)c  JRcbcwcifc  ob.  (JonbitionaliS  iiblid) 
geblieben:  id)  würbe  fragen,  weinen;  fie  würbe  ftd^  fel)nen  :c.,  wenn  zc);  — 
2.  als  JpülfSjeitwort  bicnt  werben  1)  in  SSerbinbimg  mit  bemSnfini« 
tio  eines  anbcren3w.  a)  jur  SSitbung  ber  umfd}rcibenbcn  3oitfovnien  ber 
3ufunft  (bes  Futurums),  u.  jwar  büixt  baS  ^rofcnS  iä)  werbe  u.  in 
Serbinbung  mit  bem  einfad^cn  Snf.  ber  SBaf)rung  (Infin.  praesentis)  baS  fo= 
gen.  futurum  fimpter  ob.  abfolutum,  b.  i.  bic  3citform  ber  »dl;ren= 
ben  .^anblung  in  ber  3ufunft  (j.  S5.  id;  werbe  Icfen,  wälaenb  bu  fdjrcibfl), 
weld)c  juglcid)  für  bic  unbcgrenitc  (aoriPif^e)3u!unft  bicnt  (j.  S8.  ic^  werbe 
einmal  ben  spiaton  Icfen;  wenn  bu  nic^t  ficipig  btfr,  fo  wirjl  bu  nichts  ler» 
nen;  fo  auc^ :  xi)  werbe  f)ören ;  fie  roirb  lommen;  il)r  werbet  jufricbcn  fein  ic); 
in  Sßcrbinbung  mit  bem  3nf.  ber  0  ollen  beten  ^a.iblung  (Intln.  per- 
fecti)  baS  futurum  er  actum,  b.  i.  bie  3citform  ber  ricUcnbcten  ^onb 
lung  in  ber  3u!unft  (i^  werbe  gelcfcn,  gehört  ic.  fjaben;  fie  werben  gcEcmmcn 
fein  ic);  bicfc  Umf^rcibungen,  weli^e  cr|i:  feit  bem  13.  3a()rf).  bic  bcjlimmtc 
S5eb.  ber  ju!ünftigcn  3eit  angenommen  t)abcn  (f.  0.),  bicncn  außcrbcm  alS 
(mobater)  ?fu§bntc!  ber  '!lBaf)rfcl}«n[tc()fcit  cb.  5?hjthma^unij  (j.  iB.  bu 
wirft  bi(^  irren,  b.i.  bu  irrjt  bid^  waf)rfd^einiid; ;  er  wirb  wol)l  noc^  fc^lafen,  b. 
t.  iö)  oermutl)c,  bafs  er  no(^  fc^läft;  ber  «Keifenbc  wirb  ocrunglücft  fein;  bu 
»ttfl  oon  bem  eicp^anten  3cl;ört  Ijabcn;   er  wirb  cS  bod)  nid^t  ocrgeffen  ha» 

119* 


1892  Söerbei  —  merfen 

bcn);  1')  gui"  SSilbung  bec  umfcl^vcibcnbcngornien  füt  bcnbebin^lidjenßca 
junctiü  ob.  (5onbttiona[t§  jüirb  bei*  (Sonj.  beö  Smperf.  won  »erben  nc 
würbe«  mit  bem  Snfin.  ucrbunbcn,  j.  58.  i^  würbe  prcn,  fcfjcn,  Eon; 
men  jc.  (f.  i^  ijoretc,  fäf)c,  Idmc),  wenn  :c. ;  ev  würbe  gU'icJtic^  [ein  (f.  ci 
wäre glücHic^),  wenn  jc;  ic^ würbe  9et)övt,  gei'c(;enK.  t)aben,  iä)  würbe  ge!oin- 
men  fein  it.  (f.  i^^  l;ättc  gef)ört,  gei'efjcn,  i(^  wäre  gelomraen),  wenn  Je;  2) 
in  SSerbinbung  mit  bem2ten  SDZittelw.  eineg  anbcrn  3eitrt).  bient  werben 
f(|on  feit  bcm  2(It^o^b.  äiic  Stlbimö  bec  öanjeu  ßeibeform  ob.  bes  ^af- 
fiüS  ber  t\)ätüd)m  ^eitroörtcr,  tnbem  mit  jeber  einfad^en  ob.  umfc^riebeneii 
Zeitform  üon  werben  jenes  fOiw.  oerbunben  wirb,  um  iU  entfpred^enbe; 
3citform  beö  im  ^affiu  in  biegenben3».  ausjubrücfcn,  bd  welcher  2fnwenbun3 
baöSKw.  Bon  werben  immer  worben(nic^tge werben) lautet;  alfo:^räf. 
i6)  werbe  ge{)ört,  gefeijen,  baö  Suc^  wirb  gclc'itn  jc.;  3m pf.  id)  warb  ob.  gew. 
würbe  gcijört,  3cfcf)enjc. ;  Gonj.  id)  würbe  geijört,  gefeiien  (oerfd).  von  bem 
conbitionaten:  idj  würbe  gefei)en  werben,  wenn  jc;  cgi. o.);  ^crf.  ic^  bin  ge{)ört, 
9efet)cn  worben,  6onj.  ic^  fei  gef)crt,  gefeijcn  worbcn,  (nid^t  geworben; 
»gl.  ia^  Serbrcd)cn  ijl  oon  bem  Sfjätsr  be!annt  worben,  ü.  befcnnen,  f.  ». 
w.  er  l)at  eö  befannt  ob.  gejlanbcn;  unb:  cS  ifl  beEannt  (b.  i.  !unb)  gewov» 
ben);  'pluöquamp.  iä)  voav  gc()ört,  gcfel)en  worben,  SonJ.  ic^  wäre  gc- 
l;ört,  gefeben  worben;  j^ntur.  iä)  werbe  gel)ört,  gefeljen  werben;  gut.  cv- 
actum:  ic^  werbe  ge{)ört,  gcfefjcn  worben  [ein;  Snf.  geljört,  gefeben  wec^ 
ben;  gebort,  gcfetjen  worben  fein,  u.  f.  f.  —  ba^  SBerbe,  unbiegf.  u.  c  SOI. 
(eig.  ber  Smperatio  üon  werben),  ber  Tfusiuf :  ei  trerbc!  b.  i.  entjlel)e, 
ba§  ©d;bpfung\jWort  ber  ©ottbeit  {©otteö   aUmäditigeö  2öerbe  jc). 

SBcrbcr,  m.,  -g,  5)?.  m.  6".,  (altljo^b.  wand,  werid,  mittelb.  wert,  05. 
werdes;  oberb.  ber  Söerb,  gew.  SBörb,  SBörtt),  SBertf) ;  nieberb.  SSeerber, 
SQäcrel;  üon  werjan,  wehren,  weri,  wer,  2iSef)r,  alfo  urfpr.  ^'Xzai  bem  3affer 
webrt  ob.  baöfelbe  jtaut« ;  »gl.  b.  angclf.  veardb,  varad,  verod,  Ufa),  ciu 
über  bie  Sßafferfläctic  cineä  Stuffe»  ober  <BuS  f)ci\)orcagenbcg,  »oin  übxl= 
gen  Sanbe  mcbr  ob.  weniger  abgcf(^nitteneö ,  mit  @vaS  ob.  ^«1)0^5  ^ 
wacl)fenet5  ©tiid  2anb,  eine  S^ufäinfet  ob.  s^^albinfel  (ba^cr  »erfdjiebe.iv 
Drtönömcn,  wie:  Sonauwörtb  ob.  »wertb,  Äaiferöwerib;  S^larienwcrber,  So* 
bcnwcrber  jc);  in  weiterer  Seb.  lanbf^.bef.  nieberb.  (SBörbe,  SuBorti),  SBurtf;) 
über  eine  D^ieberimg  fid)  ei()cbcnbeS,  mit  @raä  bewa^fencö  (Srbreid),  u. 
eine  auf  einer  folgen  (Srböbung  liegenbe  ^auö?  unb  t^ofjtelle ,  bef.  in  ben 
SJtarfdjgcgenbcn. 

SBcvfel,  ix»crfe(n,  3n>-,  f.  «nter  werfen  2.  , 

werfen  1.  jiel.3w.  ablaut.  id)  ivecfe,  bii  ivirfft,  ec  reirft,  wir  werfen  jc.;, 

Smpcr.  wirf;  Smpf.  warf,  eonj.  würfe;  3}Jw.  äewotfcn,  (altbod^b.  werfan^ 

ih  wirfu,  warf,  wir  viirlun,  SOlw.  worfau,  giworfaii;  mittelf)-  werfen,  ich 
■wirfe  JC.;  gotl)-  vairpan,  ^röt.  varp,  ^art.  vaurpans;  altjädbf.  U.  angclfSd^f., 
verpan;  engt,  warp ;  iälänb.  verpa,    fd^web.  varpa;  fB.  warp,  warf,  in  fdjneUe' 

aSewegung  fe^cn,  ügt.  baß  gricd).  (iiTiraiy  unb  baö  lat.  verber,  ©(ablag,  SBurf) 
1)  eig.  einen  ilorper  mit  ^eftigtcit  fdjwingcnb  ob.  fd)lcubernb  imd)  bett 
ßuftraum  forttreiben  ob.  ?  fd)ncUcn,  bcf.  aus  freier  ^anb,  gem.  fci^mct^en,) 
a)  mit  bem  2(cc  beS  fortgefcbncllten  Äörperö  (j.  SS.  einen  @tein, 
einen  a3aU  —  ;  ben  <2tein  inS  SKaffer  — ,  ben  SSall  über  baS  ^auS,  an  ii(, 
sasanb,  liac^i  Scmanb  —  ;  etwaö  üon  fi^  werfen;  einem  ctwaS  an  ben  Äopf, 


mx\tn  189.3 

vot  bte  ^u^c,  in  ben  SBcg  — ,  auä)  «neig.;  b(e  SSiirfet,  baö  2oo6  — •,  auc^ 
iurd^  fünftlidöe  gjiittct,  aBuvfmflfcftincn,  ©cfd^öf^c  ?c.,  j.  S.  JBombcn,  5Ha!f; 
fen  IC.  — );  b)  mit  bem  3fcc.  bc6  3icte6,  b.  i.  bc6  bur^  bcn  SBurf  gctrof^ 
ffenen  ©cgcnftanbce,  bef.  wenn  c6  eine  ^erfon  i|l  (j.  S.  einen  trcrfcn;  ft 
l^at  mid)  geworfen;  einen  mit  ©teinen,mit  Äoti)  ic.  — :  [ic^  mit  ©c^neebäN 
Icn  — ;  einen  mit  ©teinen  tobt  werfen,  b.  i.  bur^  <Stetnn?iirfc  tobten);  c) 
6i)x\i  3ieln).,  inbem  fowof)!  bei*  fortgcfdincUte  Äörper,  als  baS  3ie(  ob.  bic 
S^tic^tiing  be§  SQurfeS  mittetfl  SBorwörtcr  angefügt  wirb  (mit  ©teinen  wer» 
fen;  na^  einem  3ielc,  nad^  3cmanb,  in  bie  -?)ö{)e,  über  bie  ?0?auer  werfen; 
man  warf  mit  Steinen  nat^  ii)m;  er  ^at  mit  bem  Sali  inögenfter  gewcrfcti; 
mit  itWQ^  um  fic^  werfen,  uneig.  f.  Co  t)aufig  gebraud^en,  j.SB.  mitSrf;elt= 
Worten,  mit  frembcn  SBörtcrn  u.  bgl.  — );  2)  in  weiterer  Seb.  tUvai  mit 
^eftlgfdt  unb  öefdbroinbigfcit  beiregen  u.  iiberf).  XtenidjUn  ob.  vollbrirt; 
g«n,  bef.  inbcm  man  eS  burt^  einen  ©c^wung  ob.  ©tof,  ob.  burc^  hinweg» 
na{)mc  bcr  Unterlage,  3(ufbcbung  bcö  ®leic[)gcwi(|tS  jc.  jit  galle  i-ringt, 
finne.  fciüixi  machen  ob.  (nfTcn,  ftiirjcn,  nieberfticcfen,  (©^ijf.  ben  2tnfcr 
Äerfcn,  f.  o.  w.  auswerfen;  einen  ju  SBoben  — ;  aud^  blo^:  einen  werfen, 
f.  il)n  ftiirjen,  feinen  ©turj  ob.  Untergang  bewirfen ;  etwaö  über  bcn  J^au» 
fen  — ,  f.  Jg)aufcn;  bie  Äleiber  üon  jtd^  —  ,  »gl.  obwerfen;  einen  SJfantel 
Mm  ^i'i)  — ,  einem  einSfie^  über  benÄopf  — ;  vgt.  um«  uberwcr f  en;  ftd) 
i'incm  in  bie  2(rme  — ,  b.  i.  ifjn  mit  .^cftiglcit  umarmen,  auc^  uneig.  f.  fi^ 
ganj  in  feine  ©ewatt  ob.  in  feinen  ©diu^  begeben ;  fic^  »or  einem  auf  bte 
Äniec,  it)m  ju  ^ufjen  — ;  firf)  auf  baS  S5ett,  in  im  ©tuf)t  k.  — ;  einen  inS 
©efängnifs  werfen,  b.  i.  if)n  gefangen  fe|en ,  mit  bem  Stebenbegriff  ber  .i^ef= 
^igfeit  ob.  ®ewalt[am!eit ;  ben  Äopf,  bic  5tafe  in  bie  ^'ci)(  — ,  b.  t.  fc^nell 
crt)cben,  als  3(uSbru(f  beS  ©toljcS  ober  JpofjnS;  etwaS  ob.fid^  irgenbwotjin  — , 
f.  fc^neU  bal)in  bewegen  ob.  fic^  begeben,  j.  S.  eine  a3efa|ung  in  bie  ge= 
ftung  — ;  bic  Kruppen  ^aben  fii^  in  bie  geftung  geworfen;  bcr  gcinb  warf 
\l(i)  auf  unfern  reci^ten  ^lügel);  baf)er  in  beftimmterer  ffieb.  3)  i^unge  rvtx- 
fen,  ob.blo^:  trerfen,  f.  gebaren,  jur 5öelt  bringen,  »on  ©äugetf)ieren (j. 
18.  bie  Äa^e  f)at  cier  3unge  geworfen;  bie  ©tute  f)at  ein  fci^öneS  güHen 
geworfen;  bie  ^ünbinn  I)at  geworfen);  Säg.  werfen,  oom  galfen  f.  ben 
Unrat^  buxi)  ben  2(fter  »on  fic^  geben;  eljem.  ben  SSrunncn  ob.  ben  ^arn — , 
f.  ben  Urin  laJTcn;  4)  uneig.  f.  cttvng  »ro()in  r^d^ten,  »venben,  auf  ob.  iiber 
etamä  ttecbrcttcn  (ein  Jtörper  wirft  einen  ©djatten  auf  ümai;  ein  ^i(i;t  auf 
etwas  oberScmanb  werfen),  bef.  t>on  ber  Oxicf^fung  be6  S3(lcfe6  it.  bcö  @ei= 
fle6  cb.  @emüt{>§  (ben  SBlicf,  bie  2(ugcn  auf  Semanb  werfen,  b.  t.  ifjn  an» 
fcljen,  bef.  mit  bem  2fuSbructbeS  SerlangenS;  feinen  «i^afS,  feine  iithty  einen 
S3crbac^t  auf  3emanb  — ;  tk  ©d)ulb  auf  einen  — ,  f.  u.  w.  f^ieben;  — 
in  btefer  Seb.  ßieUeid)t  auf  wcrfen'2.  jurüctjufü^trcn ,  f.  b.);  5)  in  ben  bil« 
benben  Äunflcn:  einen  bcra^f^angenben  <Stcff,  ein  ©e»ranb  ?c.  geftaifth 
•itnb  ancrbnen  (bie  ©cwänbcc  gut  werfen;  ein  wc^t  geworfenes  Oewanb  :c.); 
Srtiten  —  ,  b.  i.  f)crycrbrtngen  cb.  tilben  (»gl.  Faltenwurf);  6)  rütfj. 
.ftd>  a^erfen,  vom  Sbc\i  f.  ftd>  jufammenjtelvn,  fiiimmen,  (baS  SqcIi  wirft 
fid;,  bat  fid;  geworfen;  »ielleidjt  ju  werfen  2.  ?);  —  bie  SBcrfunj},  bai 
Werfen,  ber  5Burf,  ni'gebr.  au^er  in  ben  abgel.  n.  ^gcf.  Sc^,  ©nt=,  Ser= 
werfttng,  "üb-,  Um-,  SÖegwerfung  jc.  • 

werfen  2.  3w.  nbUntt-.  wie  werfen  1 .  (woooit  H  (In  9?eu:^oc^bi  hid^t  mcf)c 


1894  Sßcift  —  «Seif 

untcrfc^ttben  »ttb),  alt  u.  obetb.  S^ebenfotm  ßon  »werben  (f.  b. ;   altb.  hwer- 

fan,  weif^in,  werfen  neben  hwerban,  werben;  angclf. bveorfan, attnorb.  liverfa): 

frcifen,  txei)cn  2C.:  1)  jitlloö  m.  ^abcn,  umwerfen, SSg.  f.  ftd)  unuv«n- 
bcn,  umf"el)cen  im  ßaaf;  ef)cm.  um  eine  ^crfon  ob.  ©ad^c  — ,  f.  werben, 
bii()fen,  freien, ft(%  bemü()en;  2)jiet.  f)erum?  ob.  umiDerfen  f. umfc^n^ui- 
önt,  umbref)cn  (eine  ^erfon  im  Sanj  — ;  fein  «pferb  —  ,  fi(i^  felbjl  Ijer^ 
um  werfen;  ben  3(rm  :c.  auswerfen,  obcrb.  f.  ocrbreijen,  ocrvcnfcn);  eine 
^erfon  ob.  ©ad^c  werfen,  ef)em.  f.  fic^  banad^  umtf)un,  barum  bcmü{)en;  — 
ühttit.  bcc  u.  bie  SBcrfcl  (aud^  SDSarf  el)  oberb.  f.  Äurbel  gum  Umbre()rn, 
bre()bate  ^anbfjabe;  tt>erfc(n,  jtellof.  u.  jicl.  3w.)  obcrb.  f.  ftd)  bveben, 
etwa§  umbref)cn  (?.  JB.  eine  SKafc^ine). 

2ßerft  1.  f.,  -e§,  9)Z.  -e,  (nieberb.  u.  ^oU.  SBarf,  werf,  er^cSF)etcr  u. 
befcfligtcr  Uferpla^;  aufgeworfener  «^»ügel;  angclf.  hvarf,  hveorf,  engl,  wharf, 
llfcrbamm,  ^ai;  fc^web.  hvarf;  yon  hwerfan,  werfen  2.,  nieberb.  waroen, 
werben,  in  ber  Seb.  arbeiten?)  ber  erf)c()ete  Uferpia^  an  einem  fd^iparen 
SBaffcr,  Wo  (Sd)iffc  gebaut  unb  au^gebeffert  iverben,  audf) :  ©c^iffgtrerft. 

Sßcrft  2.  f.  (et)em.  auc^  m.),  -eg,  ?0?.  -c,  ob.  bie  3ßcrfte  1.  5)?.  -n, 
(aitb. ■^varaf,  SSarf,  f. b.;  angelf. vearp, engl,  warp :  igtdnb.  varp;  oon  werfen I.) 
lanbfd^.  SBeb.  f.  ber  ^Tuf^ug  ob.  bie  ^itte,  ber  3ettel  be5  (^eirebe^;  aud^  f. 
bei  dm^djlüQ  (was  wo!)!  bie  urfpr.  S5tb.  ijt?);  bie  Söerfte,  tanbfd).  au^ 
bie  Jtorncolle,  ein  ftef)cnbcö  ©etreibeficb,  burc^  weiches  ia^  ©ctreibc  gewor= 
fcn  wirb;  ~  ber  Sßcrftbrud) ,  Suc^m.  ^ci)kt  im  Suc^e,  ik  oon  gcrifTe^ 
nrn  gaben  im  ©ewebc  tierrüijrcn  5  ber  Söerftcnjciljlcr,  aSeb.  wer  i>k  ®ange 
unb  gaben  bc§  2Cufjugg  jä'^If. 

SBcrfte  2.  n?.,  ajf.  -n,  (fraw.  Urfprunge;  böfjm.  wrba)  lanbfd^.  f.  bie 
SBetbe,  ber  SBeibenbaum,  inöbcf.  bie  @af)tn)etbe,  au^ :  SEBerfttrcibe;  ber 
SSerftMfer,  ein  auf  ber  ^a^tini>e  lebcnbec  .Rä'fer;  bie  Söcrftmotte,  eine 
2frt  «motten ;  ber  SBerftftraud^,  lanbfc^.  f.  i)k  aSaumwoUenwcibe. 

SBerg,  f.  (u.  feUener  m.)  -eg,  0.  fSJt.,  Oanbfd^.  SBerd),  IBcrf,  weldje 
©d^reibung  ber  3£bjlammung  nad^  rid^tiger  wäre;  altb.  werih,  werch,  werc; 
f^wcij.  SBar^i;  nid^t  »on  werran,  wirren,  fonbern  wai)rfd^.  burd^  2{bfur§un9 
üu§  bcm  gleid^beb.  altb.  awirchi,  awerc,  arwirc  entjT:.,  üon  ber  Jßorf.  ar,  er, 
u.  SBcrf,  wirEcn;  alfo:  ha^  beim  SBerf  b.  i.  ber  3(rbeit  beö  Jped^cln§  ^Cbfa^ 
lenbe;  bofjer  nod)  fd)wab.  Äwerf ,  Gwerf;  äwitlcn,  owir^en  f.  wer» 
gen),  bie  beim  ^ed)e!n  be§  giadjfeg  u.  bef.  be§  ^^anfe§  nbfaUenben  gro- 
ben S^^'^«")  ^ci\mx  u.  Unreinigfeiten,  nieberb.  v:^ebe;  lanbfd^.  bef.  fdfjweij. 
audi)  ber  norf)  un3ef)cd)c[te  gdidig  ob.  ^anf;  —  ba§  SScrggarn,  bie  SBerg* 
Icimranb  Jc,  ®arn,  fieinwanb  ou§  SBcrg;  irevgen,  Sw.  (lanbfd^.  wer* 
djen,  werfen),  fliiö  SBevg  bejlefjenb  ob.  »erfeitigt  (wcrgcnes  @arn  k.). 

2Berf,  f.,  -eg,  ?9?.  -e,  SSerfl.  ba^  5üerf d)cn,  oberb.  Söevtiein,  (alt^oc^b. 

werah.  werb,  wercb;  mittclf).  werc,  ®.  Werkes;  oberb.  auc^  SBerc^;  altfü'c^f. 
werr;  angelf.  vearc,  veorc,  vcrc.  engl,  work;  i6länbif(^  unb  fd)Web.  verk; 
=  gried^.  foyoy;  ügt.  iic  fanSfr.  SB.  vrlb,  wadjfen,  öcrmei)rcn)  1)  iiber{).baS 
2;f)un  ob.  ^anbeln  einer  ^erfon,  aud^  in  fittlid^cm  Söerjtanbe,  finn».  2f)at, 
^anblung,  (gute,  d^ri|llid()e  S33crfc,  entg.  böfc  SBerfc;  ein  SBcrf  ber  Eiebc, 
ber  Sarmf)crjig!cit  2C. ;  bibl.  SBerfe  bc6  gleifc^cS,  ber  ginfternifö  ic.  f.  bofc 
>^anblungcn;  SBortc  unb  SßerJe,  in  flef)enber  Serbinbung  f.  9?cben  unb 
.^anblungcn,  j.  S3.  reblid)  in  SDSortcn  unb  SBerEen  fein,  mit  SBortcn  unb  2Ber= 


5Bev!  1895 

Icn  [ünbigcn  ic);  gew.  fn  cngcver  S8ct).  f.  auf;rlid)e  93errid)tun9  ob.  ijl)ct; 
tigfck,  ®cfd}ä'ft,  2(rbeit,  mit  Ginfcfjdif^  be<J  föe^enfranbeg  (Dbjecte)  ber- 
fclben  (etwas  tnö  SBcrE  jleltcn,  richten,  feigen,  b.  t.  oaefii^rcn,  »er» 
d^tcn;  ba6  SBcrE  anfangen,  »oUcnben;  ein  SScr!  cinfleUen,  liegen  lajTen;  jum 
2Ber!e  getjcn,  [(^reiten;  ^nnb  anö  2ßcr!  legen,  b.  i.  bie  2lrbcit  beginnen;  eö 
ijt  etwa«  im  SBerle,  b.  i.  eS  wirb  baran  gearbeitet;  Ui  (tvoai  fo  cb.  fo  ju 
2Ber!e  gef)en,  b.  t.  »erfabren;  gem.  »iel  2Ber!6  aus  etwoö  ma^en,  b. 
t.  eig.  [id^  »iel  bamit  ju  [c^affen  mae^en,  bal)er:  »iel  2(uft)ebenS  ob.  ®eräu[dj 
baüon  maci^en;  ugl.  auc^  bie  3fc|-  -^anbc,  Sagewer!,  geuerwerB  u.  a.  ni.); 
2)  bn«  ßrjeugnifß  ber  Sif^ätigfeit ,  ba6  l)eri>orc|ebrad)te  ob.  veriDirflidite 
2)in9,  (eines  gjienjd^en  SBcrf ;  feiner  S^änhi  SBer!;  ®otteS  5IBer!e  in  ber  Sta» 
tut:  ein  fc^öncS,  ooÜtommeneS,  üinfllidjeS  jc.  SBerf;  fpric^w.  ba$  SBerf  lobt 
benSJJeifter;  feine  Silbung,  fein  ©IücEjc  ift  bein  5[BcrB);  in  bejlimmterer  S3et. 
a)  ein  23au,  (äebaube,  S3au»)etf ,  bef.  ein  (Jrbbau,  2)amm,  SBali  k.  (j.  83. 
baS  ganjc  SBerE  ftef)t  auf  ^fäf)len;  ogt.  gcftungSwerf,  SSoUwerf  ic;  SB5er!e 
oufwerfen;  bit  feinblic^enSÜJecBc  jerftören,  fd^leifen  jc);  aud^  btr  Sau  ber  a3ie= 
nen  im  ©tode,  f.  o.  w.  ®  cwirf ;  b)  ein  fiinftlid)  jufnmmencjefiigteg  2Bcif 
ob.  SBerf'jeug,  j.  S.  eine  Uf)r,  eine  Orgel  jc,  bef.  in  ben  3ic^.  SKübl-,  Or= 
gel^,  Ul)r=,  SJaber-,  SriebwerE  2C.;  c)  ein  (5)eifteöer5eu9nif^,  inSbcf.  bec  fct)öj 
nen  fünfte  (ein  ÄunftwerE,  j.  85.  ein  SQiufifflüct;  bie  Sßcrfc  eines  ^a- 
lerS,  Silbbauers  jc;  ein  Äupfevwerf,  b.  i.  eine  Sammlung  üon  Äupfcrflidjcn) 
u.  üorjüglid^  bec  lebenben  Äunft  u.  bec  2ißiffenfcf}nft  (ein  ©id^tw erf, 
©c^riftwer!),  eine  ©c()rift  wn  gcöferem  Umfange,  welche  na^  3nt)alt 
urib  gorm  2(nfprudö  auf  t)öl)ere  SJoUenbung  unb  bleibcnben  SBcrtlj  mac^t  (ogl. 
©d^rift;  ein  wiffenfd^aftlid)eS,  geleljcteS  SGSer!;  ®ötf>e'S,  ©^iUer'S,  Jpcgcl'S 
SßevEcJc);  o)  bie  3.^ocric()tung  ju  einec  2(rbeit  ob.  33errid)tung,  baö 
Söecfjeug,  C^ecatf)  (s-  S.  ein  gu{)rwer!);  inbef.  alt  u.  cberb.  f.  SOiaft^ine, 
SBurfmaf(^inc,  ©efd^ü^;  and)  ber  ^nbc^qciff  bec  5(nfla(tfn,  (^'inridjtunöen, 
©ebaube  2C.  ju  einec  S3eccid)tun^,  in  3fefe.  «»ie  2(c!er;,  SBerg-,  garben=,  ^üt« 
ten-,  ©ifen=,  2J?effing=,  ©aljwer!  ic;  4)  bec  fünftlid)  beceitete  (Stoff,  ciuS 
weld)em  etiva6  verfertigt  luivb,  bie  ^u  üecvirbeitenbe  SJZaffe,  insbef.  ^üt« 
tenw.  baS  burd)  ©(J^meljen  gewonnene  SKetaltgemif^;  ?OJünjw.  bie  jum  iCuS- 
prägen  einer  SDiünjforte  gemifd^te  SOlaffe  üon  ©ilber  unb  Äupfer,  ob.  »cn 
®olb  u.  ©ilber;  in  @laSl)ütten:  bie  ©laSmaffe;  ^apierm.  ber  flüffigc  3eug, 
woraus baS5)apicr  mitbergorm  gefci^öpft  wirb;  5) als  ©ammel=  ob.  ©toffna= 
men  in  3fe^.  eine  unbeftimmte  3)Zenge  ob.  SO'iaffe  oon  Singen  ob.  ©toffen 
einer  mt,  g.  25.  gleifd^',  glcC^t',  ^oly-,  fiaubs  SDJufc^cl^,  Slciuc^cr-',  Wau^werf; 
inSbcf.  ^eljtvecf,  f.b.u.  »gl.  95unt-,  ©rau-,  ©^önwcr!;  —  3f  c^  bie2ßetN 
banf,  ber  2(rbeitStif^  ber  Jpanbwerfer,  au^  SBerfrif^;  bie  äßcrfbtcne,  2(r= 
beitsbiene;  ba6  SßcrfOIci,  Jg>üttenw.  baS  S3lci,  wcl(^eS  beim  ®urc^fe^en  ber 
@rje  baS  ©ilber  in  ftdj  gebogen  i)at;  Älempn.  eine  bleierne  ^Mattc,  ouf  wel- 
cher baS  aSled)  ausgearbeitet  wirb;  baö  SßcrEbrctt,  .^anbw.  ein  SSrett,  auf 
weld^em  eine  2trbeit  »errichtet  wirb;  bie  SBcrtbüttc,  ^"^apierm.  bie  SSütte, 
aus  wel(^er  ber  flüffige  3eug  (f.  SBcr!  4)  gefd^öpft  wirb;  baS  2Berfcifcn, 
^IrbeitSmeffer  Ui  v>tt\ä).  Jpanbwerfern;  ber  Sßcrf bvimmer ,  Jpiittenn».  ein 
Jammer,  mit  welchem  bie  Slöfte  gef^lagcn  werben;  ba&  2ßcrEl)auö,  2tr= 
beit6l)auS,  inbef.  als  ©trafanjlalt,  3u(^t.^auS;  aud^  f.  eine  giojic  SSerJ'Än« 
ftoU,  (in  ©ewccfCfr.  gabrif);  \vevn)eili(},  Sw.,  ouf  gute  SBevCeob.  äuperlie^e 


1896  SBeif 

AanbluiVijaj  tun  2(n[pvu^  ber  ^eiligJcit  b.  t.  einer  »or^üglt^en  '^römmfgfcit 
grünbcnb;  bte  2Bcrft)ei(lqfeit,  in  oufjercn  ^anhlma.m  6erre{)cnbe  iScl)ein'= 
fvcmmigfett;  Uv  SBcrf()of,  f.  ü.  ».  3inimci-{)of;  t>a^  2Berf()ot§,  jum  SScrar« 
betten  bcflimmteö  ^otj,  SSou^,  5Ru^{)orj;  ^üttenw.  f.  o.  n).  Sretbljol};  ba^ 
SBcrf(oa),  in  bcn  ©(aSöfcn  ia^  ioi ,  bur^  wel(^e§  baö  5ffier!  (4)  öuö  bcm 
>!^afcn  gcJangt  wirb;  tverfloö,  Sw.,  arbcitglo« ,  niii^tg ;  ber  guten  2Bcv!e  cv= 
nictngelnb  (ein  tücrflofcr  ©laubcn);  bk  2ßerf(ofigf dt;  bcc  SBerfmann,  ^. 
=  kuU,  (mittiU).  wercman)  »lt.  f.  2frbe{tämann ,  ^Trbciter;  c^em.  inöbef.  f. 
<Bö)mki>,  SBaffenfc^mieb;  htt  SBerfmeifrer,  ber  2(uf|'ef)cr  unb  fieitcc  ber  Ar* 
bcit,  inSbef.  in  einem  aBerEf)aiife  (fr.  gabri^Snfpector) ,  unb  bei  .^anbwerfern 
ber  ÖbergefeU;  ber  5Cuffef)er  bei  einem  SSau,  Saumeijiter;  ef;em.  ber  ^Cuffe« 
i)it  über  baß  grobe  ®efd)ü^  mib  anbereö  Äricgfgerätf),  gew.  geugmeifler;  ha€ 
Sßctf meffer,  2(rbeitgmcft'cr  ber  Ceberacbeiter;  ber  SEevfofen,  in  ma^ixtUn 
ber  Öfen,  in  welchem  ia^  SBcr!  (4)  fc^mirjt;' bie  SBerf probe,  ^üttento. 
^robe  be§  SBerJbteieg ;  bk  SBerfnit()e,  ber  2Berffd)ul),  S?iitf)e,  <SÄu{),  als 
ßängcnma^  ber  SBcrKeute,  b.  t.  ber  3immerleute,  SOIaurer  jc. ;  bec  Siöerf« 
[a^,  gfmmerl.  bic  3fiifric^tung  eineö  fjoljemen  ©ebaubeö  burc^  SSerbinbung 
ber  einzelnen  Sfjeite;  ba§  SBerffl'lber,  au6  bem  SBerfbfei  gefdjmelgteö  ©il» 
ber;  aud)  f.  ».  n).  SBruc^fitber;  bie  SBerffltatt  ober  »jlcittc,  ber  umfc^rofTcne 
^fvbcitsraum  ber  .|)anb»erfer  unb  Äünjlter,  aud):  bic  SBerfj^eltc;  ber  SfBeif* 
jtättcr,  tanbfc^.  »er  in  einer  SßerEftatt  orbeitct;  inöbcf.  Benennung  bcc 
jtabtifd)cn  Äupfevf(^miebc  j.  U.  o.  ben  ^ammetfc^micben ;  iyertfteliig,  Sw., 
alt  u.  oberb.  f.  in§  SQScrE  gejleUt,  auögefüf)rt  (etwoö  werfflcllig  machen; 
ügU  bewerf {leUigcn;  oberb.  unwerf  jleHtg  f.  unau6fu{>£bar,  ungeeig* 
xut);  bic  SÖBerfjlube,  3(rbeit€ttube ;  öuf  fSkäj^üttcn  bai  ©emarit?,  wo  btc 
gef^miebeten  Sle^c  bcft^nitrcn  werben;  hai  SBerfjlüct',  ein  üicrecftg  guge» 
^ouener  Saujiein,  Cluabevftein;  bcc  SBer?|^ul)(,  2frbeit§|itut)l  ber  2Beber  u.; 
bii  ben  8t{^tjief)crn  bai  ©ejieff,  ouf  welkem  ik  gcjogcnen  8i(^te  abtropfen 
unb  erfalten;  bcc  Söcrf*  ob,  gew.  SBerfeltag,  2a-beit6tag,  SQSo^en*  ob. 
Mtag,  j.  u.  ü.  ®onn=  u.  geiertog;  baf)cr:  bcc  SBerf-  ob.  SBcrfeltagö^ 
mcnfci),  bie  2Bct!tag^ivcIt  u.  bgl.  m.  f.  3ratag§menf(^,  gemeine  ob.  gcwötin* 
lid;e  Sijeltn.;  n'erftt)cittg,  Sw.,  fid)  tn  SBerfen  b.  i.  Jg>anblungcn  burd^  btc 
Zi}Cit  ö'u^erni)  (j.  SB.  ein  werft{)atigcr  ßifer) ;  oberb.  aixä)  f.  o.  w.  werfjlet* 
Ijg  (ctioaö  weiEt^atig  mod^cn);  btcSffier!tf)atigfeit;  bcc  SOBer!ttfd),  f.SSerf« 
boi'i;  b'ie  SBerfirorfjC,  oberb.  f.  3(rbeitSwod^e,  ou§  lauter  SBerEtagen  bejle» 
fjenbcSÖo^e;  bic  SBcrfjange,  ijöljerne  3ange  ber  ©olbfc^lö'ger;  bflö  fBcxh 
3flig,  ein  ali  ^ülfömittel  gu  einer  äuferlid^en  (mcd^anifd^cn)  Sf)atig!eit  ob. 
fficcric^tung  bienenfccö  ©erStl)  (j.  S3.  bie  2Berfjeugc  ber  J&anbWerfer,  ber 
ffiBunbarjte);  in  weiterer  2Cnwenbung  aud)  bk  felbfitbattg  wivfenbcn  (organi* 
fc^en)  Stieile  ob.  ©'teber  beS  menfdil.  u.  t^kx.  Äörptrö  (}.  JS.  bk  S^änhe ;  bk 
©innc6  =  ,  ©prat^werf jcugc  k;  fr.  Organe);  unetg.  jcbe  als  SOtittel 
gur  Stvci^ung  cinc§  3wcetcä  serwcnbcte  @a^e  ob.  ^icrfon  (j.  S3.  er  war 
baö  SDSerfjeug  if)rcr  SJettung;  einen  gum  2BetEgcug  ber  Siac^e  wä'f)len; 
u;  bgf.  m.);  —  3fbrc it.  Werfen,  gitUof.  u.  giel.  3w.  (attb.  werchön,  wer- 
kon;  obcib.  werC^cn;  "otx^öj.  ton  wirken,  f.  b.)  alt  u.  oberb.  f.  ovbcitcn; 
ctivaS  vcrfcctigcii;  gew.  nur  in  3fe^.  wk  [djaar?,  f  agewecfen  u.  a.  m.; 
bcc  Sßcrfcr,  -6,  '■^frbeitcc,  ivcc  cttraS  vctcid)tct  ob.  »ecfcrtigt,  nur  in  3fc§. 
wie:  ^anb-,  Slage-,  geucrwcttec  k.  ;  nicrflid^,  Sw.  alt  u.  oberb.  1)  «cbeit* 


SScimuti;  —  mvü)  1897 

fiini,  gefd^äftig ;  2)  {'unft3eied)t,  fun|tcetc^,  fünflüd);  baljev  3)  articj,  pof= 
ficrlid)  (ein  »erfljc^cö  Äinb);  »üunbcibar,  irunberlid),  feltfam  (roertiidje 
fflef^ic^tcn  ic).   • 

SUßcrmutl),  m.,  -  C3,  O.  ^.  (attb.  werimuota,  wermuot;i,  wermuole,  m.;  altntes 
bcrb.  wertmiode,    wcreraede,   [pätcr:   SiJtTmtC,   5B5örmbe  K. ;    aiigclf.  verniod; 

fn^t.  wonnwood,  b.  t.  wovtl.  S[öurmf)oIj;  fo  aud)  fcoU.  wormkruid,  «DSurnitraut, 
fc^njcb.  mal-ort,  SButmwuvj,  ülö  SKittel  gegen  bte  6ingcn)eibcn)iitmtT;  unfet 
SB ecmutt)  flammt  jebot^  fieser  md)t  von  SBucm,  fonbcrn  cntrocbcc  oon 
wermen,  Wärmen,  trcgcn  bcc  Ijt^igcn  SScfdjafrcnfjcit ,  ober  oon  ber  5B. 
var=  Jat.  vorare,  frtJTcn >  ȟof)er  aud)  255 urm  geleitet  werben  fann;  al[o: 
ba«  frcjTcnb  bittere  Äcaut),  eine  ''Pflanjc  Don  fel)c  bittcrem  föefd^mact,  eine 

'iixt  bii  SSeifupC«  (artemisia  absinthiumL.),  OUC^  t  ^Ä^ermUtl}fvaUt ,  lawbii). 

^iliurmtob,  ©rabe;,  2BicgenfTr.ut  jc-,  bilbl.  f.  S3ittcrfeit,  ©d^merj,  gei= 
ben  JC;  —  3j'e|.  bcr  2Öcrmiiti)bcc^er,  etg.  ein  mit  einem  2Bermuti^tran!e 
gefüllter  SSe^er;  uncig.  irie  lHibensfel(^,  f.  Sitld)-,  biio  Sßermutbbicr,  burc^ 
einen  3iif<ife  »on  SBcrmutf)  bittet  gemachtes  Sier;  nJCünuitbbittcr,  Sw., 
hittit  ttJtc  SJJermutl);  b«g  2Berniutl}5l,  ein  au6  bcm  3Bermutl)  gezogene« 
flüc^ttgeö  Öl;  ber  2öermiitl)tranf,  quo  ob.  mit  SBermutf)  bjreitetec  Svan!, 
inibef.  2Bernuit()n}ein,  jS3ranntircin  jc. 

äScrnc,  w.y  i<iUi)od}b.  "erna,  wcld^cö  a\xä)  ,,®orge,  £iual"  bebeutet,  o. 
bem  alten  \vern(?n,  wernon,  quälen,  ängjtcn;  »gl.  merren)  alt  u.  obecb. 
(bte  saJern)  f.  ein  S3lut3efd)iüür,  bcf.  ein  fogen.  ©erflenforn  im  3(ugen= 
liebe. 

n)erpcn,5«) ,  niebcrb.  ©d)itf.  f.  werfen,  ben^(nfcr  auöroerfen;  baf)er:  bec 
SBcrpanfer  f.  SBuvfanfec;  baö  2Berptrofg,  ein  Srofs  (f.  b.)  jum  2(uewer* 
fen  bcö  2ln!erö. 

äiSerre  1.  ro.,  ^.  -n,  (oberb.  bie  SBerren,  ©cwerr;  uon  werten?) 
lan\>\ö).  f.  bie  (5rbs  ob.  SO'iauUvurfögiiUe,  ber  9veitn?urm:  2.  f.  unter 
werren. 

tverrcn,  315.  (altb.  werran,  gawerran,  werreo,  ablaut.  ^t&U  wirre,  ^tQt. 
war,  wurrcn,  ^part.  geworren;  SB.  war)  alt  a.  oberb.  f.  0.  w.  iüirren,  inSbef. 

1)  i^tclloß:  einem  —  \i)m  9leid)f.  5U  fcauö  fein,  it)n  l)emmen,  ()tnbern, 
quälen,  il}m  Unruhe,  ßeib,   (Sd)mer5,  @d)ftben  verurfad)en  (mitteil).  waz 

win-ct  dir'?  b.  t.  WOö  quolt   bic^?  was  fehlt   bir?  waz  wirret  da z?  waö  fe^a= 

bet  baöV);  2)  giel.  einen  —  ,  if)n  in  Jüertvirrung ,  in  ^(ufregung,  Un; 
rube,  Unorbnung,  ®d)abcn,  Unfrieben  bringen;  \\)n  beftreiten,  befcicgen; 

bie  äBerre,  £0?.  -n,  (altb.  werra,   werre;  auc^ :   der  wcrre)  1)  »lt.  f.  ivaö  bes 

muubigt,  quält,  ein  «f>inbeinifg,  2i'rgevnif6;  ^iJirre  ob.  (^eivirre,  '^ufruljc, 
Zerrüttung, BttJijlt,  .Krieg  (angeif.  werre,  Ärieg,  roman.  gnerra,  franj.  gucrre); 

2)  lanbfd^.  f.  ein  eiternbe§  (^ef(^n)ürd)en,  »gl.  S5J  cm  e. 
äßerrtg  ob.  SBevricö,  f.,  lanbfd^.  f.  SBerg. 

5öctfe,  \x\y  aüö)  bie  Sßcvfcn;  ob.  SBerllenbecrc,  lanbfd|.  f.  ber  gemeine 
Äreujborn. 
.  2BcvftC|,  m.,  f.  SBirfing. 

^Ißerfl^b.  r.  SBerlle,  n).,  9??.  Sperrte,  (ruff.  \vers:.-i),  ejtt  niffifd^cö 
SBegemap,  ungefäf)c  =  'Z;  bcutf^c  SKeile. 

rccrtl),  aSw.,  (Somp.  tvertber,  ©up.  tuertbe)!,  (gotf-  vairüis,  alti)iiö)b. 

werd,  mitteil).  wert,  ©.  wcrdes;   Somp.  wmler  jc.;  aWfät^f.    werth,   angeif. 


1898  \mti) 

vardh,  engl,  worth,  fd^web.  värd,  Utti).  wertas,  oltpreu^.  werts;  —  na^t^i). 
»onweren,  wern,  wäi}Xin  3.  (f.  b.) ,  b.  f.  &eflattgen,leijlcn,9ett)af)ren,  büc 
gm  Jc;  alfo  QUiö)\.  „feinem  ©ef)a(te  mä)  gewäfirteijlet  ob.  octbürgt";  ogt. 
fßJoarc,  bai  mtttclf).  wer,  ®ett)d()r,  u.  baS  iöla'nb. vera,  angclf.  vere,  SBert^, 
^reiö;  n.  2(.  »on  to erben?)  übtvi).  3fnfptud)  auf  eine  geiriffc  <Sd)a^ung 
ob.  ©cltung  I)abenb;  inöbef.  1)  (abfolut)  in  t)ol)em  ©rabe  fd)ä'^6ac  ob. 
gefdja^t,  Diel  gelten b  (etwai  ob.  einen  ttjectf)  l)alten,  vonti)  f^a^cn);  cfjem. 
u.  no^  oberb.  f.  fofibar,  tf)euer,  gefudjt,  feiten  (j.  S5.  im  SBintcr  i|t  ba« 
.^otj  wertt));  auggejeid^nct,  trcfflirf;,  öornet)m,  cl^renn^crtl),  brav  jc;  je^t 
gew.  in  S3e?ief)ung  auf  perfönlic^e  ©(^ä'^ung  ob.  3uncigung,  [inno.  lieb, 
ftärfer:  treuer,  mit  bem  ^at.  ber  ^erfon  (j.  SS.  er  i|t  mir  wertf);  ein  mit 
fe^c  wtxtl^it  greunb;  bu  bijl  mit- »ertlier,  al6  alle  SCnbern;  mein  tt)ertf)ec 
gceunb;  wertf)e(le  3u^3rec  ic);  2)  (relatio)  einer  @ad)e  an  @el)alt,  @el* 
tung,  SBecbienjl  jc.  gleid)  ob.  cntfpcecf}enb,  insbef.  a)  bei  ©djafeung  ei- 
net ©ad[}e,  [ei  eä  burc^  23eröleid)iin3  mit  einer  anbern,  ober  ^rei^be- 
flimmung  in  ©elbe,  in  biefer  SSeb.  ol)ne  Steigerung,  eljem.  mit  bem 
@en.  (j.  SS.  jweier  Pfennige  »ert^;  fo  nod):  einer  ifl  bcS  anbern  tüert^, 
b.  t.  fo  »iel  wert^  wu  bcr  anberc),  je^t  gen?,  mit  bem  ü  c  c.  (j.  SS.  bie  ©ad^e 
ift  einen  Zi)aUt  »ert^,  feinen  ©rofd^cn  wttti)  k.;  »lel,  wenig,  nid^ts  tvcrtf) 
fein;  eine  nichts  ttjertt)e  ®ac^e;  tiefe  Ui)r  ifl  meljr  wertf),  alö  jene,  am  mci- 
ften  wertl^K.jnid^t:  »crt^er,  amwertl)eften;  ©itberifttt5en{gcrtt5crtl),  alö@o(b; 
ein  guteö  ©cwiffen  ijl  mct)c  wert:^,  aU  bcr  SSeifaU  ber  SBclt;  fprid^w.  er  ift  fei» 
nen  ©d^ufö  ^uloer  wertl),  f.  ^uber);  b)  ctma§  »erbienenb,  ^fnfprud)  bar; 
auf  f)abenb,  ftnn».  würbig,  mit  bem  ®en.  (j.  SS.  bcö  SobcS,  beö  Sabell, 
ber  ©trafen,  »ert^  fein;  aller  et)rcn  roettl);  eö  ijlnid^t  ber  SKüf)e,  nic^t  bcr 
sRebe  i»ertf);  fo  in  oielcn  3fe§.  al^:  ef)rfn=,  lobcnS-,  tabclnS»,  bcifallö-,  ban» 
fcn6»ertl)  zc),  im  5«euf)od^b.  gem.  aud)  mit  bem  2(cc.  (j.  SS.  er  ift  bcn  S5anf, 

iiai  £ob  Zt.  nid^twertl;);  ferner  mit  bafg ,  ob.  ju  mit  bemSnf.  (j.  SS. 

er  ijl  »ert;^,  bafö  man  ii^n  lobt,  ob.  —  gelobt  ju  »erben;  er  wäre  Witf^, 
9el)ongt  ju  werben;  in  bifl  nid^t  wcrtf),  bafs  bid^  bie  ©rbe  trögt);  —  ber 
SBertl),  -e§,  O.  Wl.  (gott).  vairths,  altl)0C^b.  daz  werd;  mittel^,  daz  u.  der  wert, 

OJ.  werdes)  1)  ber  @rab  beg  SBertl)fein§  b.  i.  ber  ®üte  ob.  ^QSürbigteit 
einer  Qa<i)e^  fowo|l  an  unb  für  fid;  felbfi  (bcr  innere,  waf)re  SBert^  einet; 
©üd^c,  ber  jtttli^e  SDBertl)  einet  ^anblung,  einer  ^erfon  ic;  iä)  lajfe  Seben 
in  feinem  SS3ertf)c;  eine  gute  |)anblung  ücrliert  iljren  SBcrtl),  wenn  ftc  auS 
(gtgcnnu^  gcfc^icljt),  ols  au(^  nad)  ber  ©d^d'^ung  ob.  SO^einung  einer  Wer- 
fen ob.  ber  CJJZenfdjen  überl).  (bcr  äußere  jufattige  SOBertl)  einer  ©ac^e; 
einer  ©a^e  einen  {)ol)en,  einen  geringen zc.SSScrtl)  beilegen;  ik  ©ad^e  l^at  für 
mid)  großen  SDBcrt^,  wenig  SQSerfl)  u.;  bcr  fffiertlj  beS  ©olbcS,  beS  ©il' 
berS  IC.),  inöbcf.  nad)  feiner  SSeflimmung  in  ©elbe,  finno.  ^leiä,  welches 
genauer  ben  im  J^anbcl  fejlgcfe^tcn  ©clbwcrt^  bcjeid^nct  (j.  SS.  ein  ©dfemuct 
»on  großem  2Bertl)C,  —  ju  l)o^cm  greife;  eine  Uljr,  50  S^alcr  an 
5Sertl);  bcn  SBcrtf)  für  ctwaö  empfangen,  b.  i.  ben  SSetrag  in  ®elbc);  2)  alt 
u.  oberb.  au^  f.  eine  <Baci}t  wn  beflimmtem  9Bertl)e,  eine  SBaare  (ogl. 
^fennigwertt));  —  3[cfe.  mit  23  ertl):  bie  2Bcrtl)bcflimmun9,  SSeftim' 
mung  beö  SBcrt^cö,  ©d^ä^ung  (fr.  Sojcation) ;  ber  aßcrti)be|}immer,  ©d^ä= 
§cr  (fr.  Sayator);  iv»cvfl)lü§,  SSw.  feinen  SBcrt^  Ijabenb,  nid^tö  wcrtf),  ol)nc 
3Bcrtl)  (3.  SS.  wertl)lofe  ©acljcn,  SSiid^er  :c.;  oerf^.  unwertl),  f.  b.);  bie 


Sßcfrf)c(^ol3  —  njcfcn  1899 

2BcrfI)(oft9fcit,  finn».  bcr  Unwertf);  tvcrt()DoU,  SSw.,  efel  SBertl)  (jabtnb, 
«on  großem  aBcttf)c;  —  mit  wertt):  lücrf()fd)ci^cn,  trb.  jict.3w.,  einen  — 
ii)n  wertf)  ai^ten  ob.  Ijalten,  if)m  SBettf)  beilegen,  in  t)6()ecem  ©rabe:  t)odö» 
fd^ci^cn;  babcr  iveitl)3cfcl)a^t  ols  Sw.  (wettijgefd^ä^ter  greunb!);  bie 
2ßcrtl)fd)ä(\img,  flärfcr:  .&od)fd^ä|ung,  J^oi^ac^tung;  —  2(bleit.  wettben, 

3».  (gotl;.  vairthon,   aUb.  AverdoD,  werden,    S^Jrät    wenlote)   alt    u.    lonbfc^. 

be[.  f^weij.  1)  jici.  f.  Jüertf)  galten,  iDÜrbigen,  fd)d^en,  (tonten,  j.  a.  (5Jü= 
ter  — ;  »gl.  au(^:  ücrttjcrt{)en);  2)  jieUoS  tn.  l)ab«nf.  iuertl)  fein; 
f(i)»etj.  f.  im  2Bcrt()e  ob.  greife  fletgcn. 

S5Sef(i)eU)o(5,  f. ,  lonbfc^.  f.  bcr  (Spinbeibaum. 

Wefcn,  jicUof.  aUaut  3n>.  (gotf).  visan;  altljod^b.  wesan,  wisu,  was, 
waniu;  mittelf).  Wesen,  ^praf.  ich  wise,  wir  wesen  :c.,  ßonj.  ich  wese;  3nis 
per.  wis;  ^rat.  was,  lp(.  waren  u. ;  Sonj.  waere;  ^art.  gewesen;  altfäd^f.  U. 
angelf.  vesan;  oltnorb.  vera,  f^ttjcb.  vara,  fein;  —  SB.  was,  fan6!r.  vas,  blei= 
bcn,  wotjncn)  e{)cm.  f.  bef)amn  ob.  üerf)armi,  bleiben,  wof)nen;  leben,  be; 
|Je{)en,  bnfein,  fein  (in  allen  2(ntt)enbungen  ßon  fein,  f.  b.;  i>ai)tt  aüi^  baö 
altb.  ^m.  wist,  tt?.,  f.  iai  «Sein,  SBcfcn;  auc^  f.  Sia^rung,  ©pcife,  angelf. 
vist);  werben,  gefd)el)en;  je^t  als  für  fic^  beftc{)cnbeö  noUjlanbigeS  3».  erlo» 
fdien;  nawentlid^finb  bic  ^väfenöfovmcn  (ic^  rcife  ob.  tDefe  2c.)  »öUig  »lt., 
öujjec  in  bcm  abgel.  üecwefcn  2.  (f.  b.)  unb  bcm  1.  St»,  luefenb,  je^t 
nuf  in  ben  3fe§.  an=,  abmefcnb,  (ogl.  baö  attboc^b.  anawesan,  barin  fein; 
ahawesan,  fern  fein),  im  älteren  9?cul)oc^b.  mi)  einfad^  gebraud^t  (j.  S.  bec 
»or  3Cugen  roefcnbe  Ärieg);  iai  Smpf.  id)  war  (welche  gorm  feit  bem  16. 
Saljrl).  für  was  eintritt)  jc,  (Sonj.  tc^träre  2C.,  unb  ba^  2te  SK».  ge# 
tvefen  Ijaben  fid^  crf)alten,  gelten  aber  al6  unregelm.  SSiegungeformen  beS 
3«).  fein  (f.  b.);  —  baö  Slöcfen,  -6,  9)?.  iv.  ©.  (mitteil),  duz  wesen;  im 
3(ltl}ocöb.  nod^  nic^t  üblich,  wo  für  bk  abjlracteren  Scb.  sabstantia,  materia 
bk  weibl.  wesinf,  wesanti,  wesamissi  u.  wist  gebraucht  »erben)  1)  0.  3R. 
baö  ©ein,  Safein,  ^efd)affenfetn  ic.  in  »erfc^iebenen  (t^eilS  concreteren, 
tl)eil6  abftracteren)  2Cn»enbungen,  inSbef.  a)  e{)em.  f.  iai  bleiben,  bec  3(uf? 
ent{)alt  (fein  2Befen  an  einem  Orte  l)aben);  bai)it  alt  u.  lanbf^).  aud&  f. 
2Cufenff)a(tgoct,  2ißof)nun3,  inöbef.  nieberb.  f.  ßanb^ut,  Grbgut,  2anbfi|, 
5Birtf)fd)aft  (ein  fteincö  Söcfen  l)aben;  ein  fd^önes  SBefcn  jc) ;  b)  geben, 
2!l)un  unb  treiben,  bef.  unru()i^eö,  (armenbeg,  ba^er  aud^  f.  ©era'ufd), 
^l'ufregung  ic.  (fein  SBefen  irgenbwo  treiben;  »icl  2Bcfenö  üon  clrcae  mo* 
d^en,  b.i.  eine  'Baäje  mit@erö'ufd^  bcljanbcln,  tiel  3(ufl)ebenö  bacon  ob.  Um- 
jtanbe  bamtt  mad^en);  c)  ber  3ufianb  ob.  <Stanb,  bie  S5cfdwffenf)eit  (tU 
wa§  in  feinem  SBefen  erl;alten;  obcrb.  etwas  in  baulid^em  2Befcn  erljalten; 
im  fürjlli^en  SBefen  bleiben  u.  bgl.  m.);  »o"  ^erfonen  inSbcf.  bie  2(rt  u. 
'iSeifc  beö  S3enel)mcng,  fofern  jte  auf  ber  inncrn  ©igcnt^ümlid^feit  berul)t 
(j.  S,  fein  SBefen  gefallt  mir  nid^t;  ein  5SKenfc^  üon  jiillem,  Don  wilbem,  un= 
gcftümcm  jc.  SBcfen);  gem.  ba^  böfe  SDScfen  (b.  f.  bcr  böfc  Äranfl)eitöju- 
jtanb),  oberb.  aud^  blo^  ba^  2Bcfen  f.biegallfudjt;  d)  tilg  \X)ai)t\^afte  ©ein, 
bieivabr«  innerlidjc  S5efd)affenbcit  cb.  cigcntl)ümlidK  9?atur  eine§  2)in' 
geö,  bie  cSgubcm  ma4t,  waö  eS  ift,  aurf):  bie23iefenl)eit,  cntg.  bcm ©d^ ein, 
ber  finnlidgcn  (grfc^ einung,  bcm  3ufä'lligen  (j.  58.  bai  SDBefen  ni^t  »om 
©d^cine  unterfd^eibcn ;  ctwaä  feinem  SBefen  nacg  ob.  in  feinem  SBefen  erfen= 
neu,  begreifen  it.;  ba§  SBcfen  ©otteö,  bec  Singe  ic);  2)  ein  ©eienbciS,  b.  t. 


1900  "  pv;    ^eöpc 

ein  Sing  ,  khio,Uä)  na^  bei*  aHgcmcinftcii,  »oUig  abjlractcn  StfitmimiiKj  t>f6 
©eine  bcjcid^nct  (baS  g&ttlidjc  Sßcfen,  baö  pc^fte  2Bcfcti>  b.  t.  0o(t;  bk 
Stctf)e  bcc  SSScfcn;  ein  gcijtfaeö,  ein  !Örperltd)e§SBefen;  bei- STlcnfc^  ifl  cth 
oernünftigcö  S5efcn;  fo  and)  in  3fe?-  wie:  S^atur^  SSernunfttrcfcn  3c.);  inö6ef. 
ein  ni^t  nä'f)ec  ju  bcflimmcnbcc  «Stoff  ob.  ©runbbcjlanbtbeii  (ein  t-artcs, 
wci^ee,  Blebrigee  k.  SBefcn;  ha&  brennbare SBefenJc);  3)  alö  ©ammel».  o,  SJ?. 
ein  ^nbegvif  von  2)tn(}en,  Bu(!anben,  S?ct{)ä(tnifi'en,  (Sinndnunöeh  k. 
gleicher  "ikt  u.  S3ejief)ung  (?.  S5.  bas  gemeine  SBcfen,  gew.  ©emcinreefen, 
f.  b. ;  baS  geleierte  SBtfcn),  be[.  in  3fc^.,  wie:  ^auö?,  Änegg-,  Sii^r=,  ^oft-, 
gjlünjwefen  u.a.  m.;  oberb.  ein  SBefen,  ein  ganjeö  Sßefen  f.  eine  «Otenge 
(5.  S5.  @elb,  8cute  n.);  —  3[c§.  bie  SBcfen-  ob.  2BefenSal)nn(^fetf, 
*einl)ett,  *9(dc^t)e{t2C.;  bie  SBefenf ette,  Leiter,  -veilie,  bic  gufamment)att> 
genbe  SJeifje  ob.  (Stufenfolge  ber  SQJefen;  wcfenloä,  ?8rc.,  fein  SBScfcn,  b.  i. 
fein  Safdn  ob.  !eine  2BirE(id}feit  t)abenb  (wefcnlofe  ©chatten,  Sräumc  u.  bgl.); 
bic  SBefcnloftgfeit;  —  'iihVtit  bie  äöefen^elt  (fd»on  im  14.  3at?rf).  we- 
seniheit),  f.  p.  vo.  bci^  SBcfctt,  b.  t.  \}(i^  T)afm,  trirflid)«  ©ein,  bie  Söirf; 
ltd)6eit  einer  ©a(j^e,  it.  inäbef.  bie  \vc\hv'()afH  (wefentlid)«)  9lntur  bcrfe!ben 
(ügt.  SBcfen  1)  d);  wefcntlic^,  58».  (üon  im  SJlw.  »efenb  gebilbet;  alt= 
i)0C^b.  alö  SJtt).  wesantliiio.     mittctf).    wesentlich  «,   wesenlicli)    1)   eig.  bic 

®e|la(t  ob.  9?atur  eine§  «Scienbcn  (^efenben)  f)abenb,  ftnnt>.  trirfUdi, 
tt)at)r,  aud^:  tvefenfjaft,  entg.  wefenlog,  fc^ einbat  k.:  ef)eni.  ouc^  f. 
in  gutem  «Stanbe,  Qei}'6v%  ovbentlid)  (j.  SB.  ein  ©tit  )i>efcntlid^  unb  bou= 
Kc^  er|a(tcn),  u.  f.  bauernb,  behairenb,  feft  (»efenli^  fi^en  f.  anfaffig  fein-, 
wefcnlid^e  ®üter,  b.  t.  ®iitcr  mit  fef!em  ©runbbefi^j  j.  U.  ».  bto^cn  aBoi)n= 
i)äufcrn);  2)  baS  5öefen  b.  i.  bie  n)al}re  O^atur  u.  innecfle  ®9entl)iim(id); 
feit  einer  <Ba(i)i  au6niad)enb,  bemfelben  angef)Ocenb"  ob.  barin  gegvünbet, 
entg.  jufä'Kig  (bie  «jefenttic^e S8efd^a|fenf)cit,  bie  »efentli^en  Gigenf^aftcn 
cincö  Singet;  bic  »efcntlid^c Sebeutung  cincö SBorteö-;  wefentlic^  not^wenbig, 
ocrf(^icben  jc  fein);  bai^cr  awd)  'i)  ben  ^au))tbe|lanb  ob.  'jtoff,  bie  ttov* 
nei)m|!cn  Sf)eiie  von  ettva«?,  bie  '!r>c[u:(itfad:)c  enthaftenb  ob.  au6mad)enb, 
finno.  ivid)tig ,  ^auptfad)Ud)  (j.  S3.  ber  wefentrid^e  Snf)alt  eines  SBud^eS, 
aSriefeö  k.  ;  bie  ttjefentli(^flen  Umfianbc  einer  S5cgeb«n:^ieit  k.);  bic  SSBefent? 
Ud)feit,  baä  5i]cfent(id^ft!in  m  alten  SSeb. 

SBc§pC,  l\).,  ?ÜZ.  -n,  (Qtt^od^b.  wafsa,  wefsa-,  mittcll^.  wefse;  obcrb. 
5öcfje,  aScfjge  lt.  SBebeS,  Sffiebfen;  nieberb.  SBepfe,  SffiepfEe;  cngetf. 
vaeps,  engl,  wasp,  littf).  wapsa;  njatjvfc^.  »on  berSOS.wab,  ttjcben  2.,  tgl. 
SBabc,  SDBefel  3c.;  in  bcm  neut)od)b.  SBeöpe  u.  engl,  wasp  füib  bic  SBu^jl. 
umgejtcUt,  »iellcic^t  burd)  ©inwirfung  bcö  lat.  vespa,  miftl.  tat.  J^m^spa, 
franj.  gu^pe,  »gl.  b.  gr.  0-7^?^=)  ein  bienena^ntic^eg,  fc^atfftcd)cnbeö  Snfect, 
mit  f(^lan!erem,  glatterem  Seibe,  bclfcn  J^intertt)eil  mit  ber  Srufl  nur  bur(^ 
ein  fe^r  bünneö  SSanb  jufammcnl)ä'ngt;  ber  SBeöpenfal!,  eine  3Crt  galBcn, 
welche  unter  anbcrm  aud)  Sienen  u.  SBeöpen  freffen  foUcn,  aiid):  SBef^!pcn= 
freffcv,  Siencnfrcffer  ob.  '  fraj}  IC. ;  bic  2JBcäpenfltC<5C,  eine  5Crt»t)elpenal)n» 
lieber  S'ifS«";  ^^^  2öe§pcnnc{!,  ia^  aii§  einer  bunfclgvauen,  bcm  Söfd^pa* 
picr  äf)nli^en  SOiaffe  befiel)enbe  ©ewebc  ob.  ®emtt  ber  Söeöpen  i»  l)ol)len 
SSäumen  K.  (uncig.  fpridjw.  in  ein  SBe^pcnncft  flöven  ob.  ftrdjcn,  b.  i.  me^re 
^crfonen  jugleid;  gegen  fid)  aufbringen  ob.  erbittern);  lajibfd).  iH>rf(^icbcne  Sac!= 
n>er!e  ob.gJteJdfpeiffn  von  äl)nlid»er  gorm ;  ber  SÖBcSpcnfiicf),  ©ti^  einer  SSe^pe. 


ivefö  —  Slßeft  1901 

1  wc[ö,@cti.bcögüm.rocr,  wai  iUmv),].  d.  w.tvef['t'n;ba()fr:  tvcföl)alb, 
wcföircgen,  'dlw.  (o^t.  bic  aSoi-i».  tjalO  1.  u.  wegen),  »Degen  »velct)cc  ®ad)c, 
au8  H)cld)e!H  ©iimöc  ob.  in  iueld)et  3tbfu1)t,  cntfpr.  bem  f)in»ci|'cnbcn  unb 
b^lltmmcubcn  bcf6l)atb,  bcfS wegen,  ftnn».  warum:  1)  tragenb  (j.  «B. 
wef6()a(!)  jürnjl  bu?  wefowcgen  i\t  n  iinjufcieben'O ;  '^)  beiiet)enb  (j.  5B.  ic^ 
wei^  nid)t,  wefäljalb  et  nld)t  fommt;  cv  wollte  ntd}t  fagen,  weföwegcn  er  un« 
jufrfcbcn  [et). 

äiicll,  m.,  -e6,  ^lÜ?.  (nur  in  bec  58eb.  2)  -e,  (altb.  west;  angelf.  vest, 
engl,  west;  iUäni.  vestr,  [c^web.  vaster;  franj.  ouest;  oieUei(^t  oon  gotK 
visaii,  altb.  wesau,  we[en,  b.  t.  bleiben,  vul)cn  (f.  wefen),  bal)ec  auc^  baS 
gott).  vis,  jRulje;  alfo  »bcr£>rt  bec  9?ul)e,  beö  9iicbergang6«  =  fanöSc.  astas 
üon  berSB.  as,  fein?  —  »gl.  jebo^  auö)  iai  UU  vesjiera,  gt.  lan^na,  3lbenb) 

1)  hie  «^immciögegenb,  in  tvcld;ec  bte  ©onne  unter9e()t,  2(benb,  5öcflcn, 
entg.  Öjl,  (bcc  2Binb  !ommt  ou6  2Befl,  gew.  auä  SBcjlen;  aBeftjum 
©üben,  Söelt  jum  Slorben,  ©c^iif.  bec  Äomjjal'öitrid),  welcher  11} 
©rab  uom  SöcftpunEte  nac^  ©üben,  obcc  na^  Siocben  liegt);  2)  becauS  bie; 
fei-  v^immctögcgenb  ivebenbe  SÜinb,  SÜeftiDinb ,  "^Cbenbivinb :  be[.  bic^t.  f. 
ein  fanftei-  angenehmer  ^IBc)ltv)tnb  (ein  lauec  SBeft;  fanfte  Söejle  \vti)in  jc.; 
fc.  3epJ)i)c);  ber  SBejlen,  -ö,  o.  9Ä.  (ucfpc.  ein  Sftw.  altb.  westana,  westau, 
Westen,  üon  Sßcftcn  Ijer;  bod)  fc^on  im  2(ltl)0(j^b.  auö^  aH  Jqw.  westan)  1) 
bie  li?e|llid)e  ^immelöaegenb,  [.  o.  w.  SiJejl  1)  u.  jegt  gebrdud^lic^er,  atö 
bicfcö  (j.  $8.  QUO  ob.  üon  SBcflcn  fommen;  bie  SSolfen  jiefjen  nad)  föeiten; 
in  aöcfren  jict)t  fic^  m  @ewittec  jufammcn ;  ba6  ■^aui  liegt  gegen  SGBejlen); 

2)  ber  üon  m\^  iveftlid)  gelegene  S()cil  ber  Grbe,  bie  ^Tbenbla'nbcr  (fr. 
bec  Dccibent);  aud)  ber  tveftlic^e  Zi)i\l  irgenb  etneg  ganbcö  (bec  SSc^en 
tion  (Suropa,  üon  Seutfc^lanb  2C.);  —  äüö-  t'on  555 cft:  SBcjlafrifn, 
:=2i;fit'n,  ;=  Europa  K.,  i>ai  we|iti^c  2{fciEa  jc.;  bie  äßefltqcgenb ;  bie  2Befit^ 
grcn3c;  bec  2ßcj^t)aiicf),  bi^t.f.  ein  [anftcc  SBeftwinb;  SBefiinbicn,  f.,  -et, 
bie  »on  europa  au6  gegen  SQScjlen  bei  5l!)iittel=2(mer{fa  liegenben  3n[eln,  »eldie 
jnanbeitl)ccc  ©ntbcd'ungfüc Streite 3nbicnö()ielt;  babec  berSöcjlinbicr;  njcjls 
iubifd),  SSw.;  ber  2Sefnnbtenfal)rcr,  ein  nac^  SBeftinbien  fegelnbeö  J&an;« 
belsfc^itf;  bie  SGBefrfante,  ©c^iff.  ba^  wejllic^e  ufec  eines  glufTcS;  bie  aBcfl» 
fülle,  wejtlid^e  Äüilc,  f.  b. ;  bci^  SßefKanb,  ein  gegen  SBcIlen  liegcnbcöganb; 
ba^  SSeftmccr,  ein  gegen  Sßefien  liegenbeS  2Recr;  bec  SBcflnorblüef! ,  bcc 
Äompciföftcic^,  weichet  22V  &}:ab  oom  Söej^punfte  nac^  Siorbcn  liegt,  u.  ein 
auö  biefec  ©cgenb  wcbenbcc  SBinb;  ber  2öcjipl)ale  ob.  SBejifale,  -n,  S}?. 
3Beflpl)alen  ,  lo.  bie  3ße|lp^alinn  jc. ,  (aUi)C(i)b.  Weätf;Jo,  SK.  Westfalun), 
bec  weftii^e  3wcig  bc6  alten  bcutfdicn  jöolfgftammeö  ber  ©adbfcn;  SBefl« 
pl)alcn,  [., -g,  bai  8anb  bec  SBejlp^alen ,  bcc  wefllidje  S^cil  beö  alten 
©ad)ienlanbeö,  gwifc^cn  SSefec,  SHbein  unb  ömS;  je^t  ()'cit  1^15)  eine  ^ro* 
mnj  beö  pceu^.  ©taateS;  ivcllpl}älifd),  Sw.;  ÄÖellprcußcn,  f.,  -g,  ber 
»epc^e  Sbcil  beö  Äönigccicbß  ^ceupen;  bec  2ße|lprcu9i',  -n,  bie  2ßefls 
prcupinn  k.;  ivc)lprcupifc^,  S3w.:  bec  SÖc|tpunft,  f.  d.  w.  2fbenbpunft; 
bie  SBcllfeite,  nad^  SBeflen  gerichtete  (Seite ;  bec  SBcftfübtvejl ,  bec  Äom= 
päföfirio^,  weld^cc  22A  ®rab  »om  2ßef}pun£te  nad)  ©üben  liegt,  u.  ein  auS 
bic[cr  ©cgcnb  wcbcnber  SBinb;  ivcftwäl't^,  9lw.,  nad^  SBefren  gerid^tct, 
nad)  SBeften  ?u:  ter  SÖcfnuinb,  au6  JBcftcn  webenbcr  SSinb;  —  liblcit. 
\VQ\t\kl)t  jßw.  u.  5)iw.,  gegen  ^li^efren  gelegen,  ob.  an^  ^iö.'üen  fommenb,' 


1902  9Be|!e  —  mtt 

(j.  S.  bk  juefilt^en  Sanbct;  bai  »cjlli^e  Suropa;  gcan!rei^  liegt  wcftli^ 
»on  2)eutfd)lanb;  bec  SSJinb  ift  wcfKic^  ic);  —  in  3fc^-  >»cic  f^em.  u.  ift 
jum  Zi)tit  no(^  jc^t    baö   9^rT).    Wejler   (attb.  westai-,   wester,   au^  westcret, 

westert)  üblid^,  b.  i.  nad)  9Beflen{)in,  tvejllicf);  bai)et:  weflerfjatb,  9lit).f. 
wcjtnjarti;  baö  SBSeflermeec;  baS  SScjlervei^  (altb.  westenich)  f.  sßeit= 
lonb,  2(benbtanb;  e^em.  bcc  an  fiotfjcingen  gcenjenbe  Sf)cit  »on  S)cutf(!^(anb 
(cntg.  Dflerteid^  ob.  Öftevrctd));  bcr  SBeftgrwalb,  (S3l  eineö  beut[d^cn  ®c* 
birgeö;  bct  SBeflerroinb  f.  2öe|injinb  ic. 

2ßcf!e,  ».,  9)?.  -n,  SetEf.  ba6  SBeftr^en,  (junäc^fl  ».  bem  franj.  la  veste 
entlehnt,  ».  lat.  vcstis,  obwof)!  ba§  »on  uns  [o  benannte  ÄteibungSfliicJ  im 
granj.  je^t  ni^t  veste,  fonbecn  gilet  {)c{^t;  uroertüanbt  mit  b.  lat.  vestis, 
gr.  iaOyjg^i^  abit  baS   gotf).  vastja,  altb.   wasli.  Weste,  Äleib,  0.  gotf).  vasjan, 

Heiben)  ein  juc  CWännetflctbung  gef)örenbe6  Äleibung^ilücf  ebne  'Ärmel, 
weldje^  bie  S3ru|I  unb  hm  £)6erleib  bebecf  t  u.  unmittelbar  unter  bem 
Sflode  getragen  wirb;  baf)er:  bec  ob.  ba§  SSeflenjcug,  ^fug  ju  SGScflcn;  baä 
S5Se)lenfutter ,  bec  SBcjlenfnopf,  ? fragen,  bie  2iBc)!entafd)e  ic. 

SBejlen,  m.,  f.  unter  SBejl. 

SBejlcr,  w.  u.  f.,  SSerfl.  ia^  Söejieiiein ,  (mittelf).  wester,  westerlin ; 
»aljrfd^.  tt.  b.  lat.  vestis,  sc.  alba,cielleidöt  burd)  95ermittlung  oon  vestiarium, 
b.  t.  bie  J;(eiber!ammcc  bec  Äird^e ,  au§  welcher  biefeS  ©tücJ  geliefert  wirb) 
Ott  u.  obcrb.  1)  f.  ».  w.  baS  5Beflet{)emb,  S^auf^emb  (ba^cc  fc^roab.  auö= 
weftecn  f.  bal  Saufl)emb  augjiei)en);  2)  f.  bie  2!auf()anb(itn3  felbfl,  bie 
Äinbtaufe  (in  Slürnberg:  ttma%  inö  SDSeftec  f(i^ic!en,  b.  i.  ber  SBö^inerinn 
nac^  ber  S^aufe  ©föwaaren  jum  ®efd)enl  machen);  baS  2Bef!erl)emt>,  1)  (mit- 
tell).  westerhemede,  aud^  westerwat)  ein  geweiljtcö  wei^eS  ^emb  ob.  ©etranb 
((5f)rifamjJ^emb),  »eld^eö  bem  Saufling  bei  ber  Saufe  angelegt  wirb,  audj : 
baö  SBelletf  leib;  fd^wab.  auöj  bag  erfte  ^emb,  wclc^co  bie  Saufpat()inn 
bem  Äinbe  »cret)rt;  in  «seiterer  Seb.  ein  fcineö,  gierli^eö  Äinber^^emb;  2) 
lanbf(!^.  unetg.  ein  ©tücf(i)en  ber  SBafferljaut,  »relcieö  fic^  fo  fe|l  auf  bem 
Äopfe  bcö  Äinbeö  ongelegt  t)at,  ba[§  biefcö  mit  bcmfelben  geboren  »rirb,  aud^: 
J&elm,  .i^aube  :c.;  bec  2ßefler{)Ut,  (mittelf).  westerhuot)  et)em.  eine  bem  Sauf« 
ling  dorn  ^riejler  aufgelegte  weife  Äopfbebe^ung ;  bie  SBejlerlege ,  alt  u. 
oberb.  f.  baS  Saufgef(^enf,  ^at()engefd)enE;  f^wab.  auä)  f.  ber  Sauffd^maug. 

SBejIermeer,  *reici^  k.,  SBejligegent',  *  grenze  u.  f.  ».  —  SSSeflivinb, 
f.   aßejt. 

SBetfd^er  ob.  SBetfc^ger, m.,  - §,  ^. m. (5., (auc^  5G5atfdöger;r.  SBat 
1.;  »gl.  hai  franj.  vache)  lanbfc^.  f.  bec  SJatfacf,  9)Zantelfacf,  \)ai  ^ili- 
eifen. 

fiQät  ob.  SBette,  f.,  -e§,  Wl.  w.  (5.,  (aud)  baö  ®e»ette,  ©ewettj 
aWhoc^b.  daz  wetti,  mittell). wette;  nieberb.  SBebbe,  auc^  SBebbefc^att,  b. 
t.  SBettfd^a^  f.  Untcrpfanb;  gott).  vadi,  angelf.  vedd,  ba^ec  got^.  gavadjoo, 
angelf.  veddjan,  einen  Vertrag  fd^liefen,  engl,  wed,  Ijciratfien;  —  gewijljnl. 
abgel.  »on  bec  fEB.  wat:  wetan,  binben  (f.  wetten  3.);  bie  got^.  u.  angelf. 
gormen  vadi,  gavadjon  zc.  mad^en  jebod^  ®ntle{)nung  »on  bem  lat.  vad- : 
vas,  vadis,  Sürge,  »a^rf^einli^ ;  bat)er:  vadimoniiun,  SBürgfdjaft,  mittt.  lat. 
vadium,  guadium,  ftanj.  gage  jc.)  ölt.  f.  1)  biiS  ^fanb,  Untccpfanb,  al5 
3etd)en  einer  red)t[td)en  25ecpfltd}tung ,  bec  ^fanb^jcctrag  (wette  geben, 
fic^  burc^  ein  ^fanb,  burc^  ^anbfc^lag  ic.  »erppid^ten ;  en  ob.  ze  wette  sten, 


wetten  1903 

»crpfSnbct  fein);  2)  ba§  juc  Srfüdung  ob.  ^fuj^ebung  einer  9}etbinb(icf)* 
feit  C^egcbene:  bie '^(biaf)lun3  einer  @d)u(b,  ©enugtfjuung,  6rfa^,  ^Prei*, 
2of)n;  bem  sRid^tec  jufaUcnbe  Ö3e(£)bupe;  jcbe  gefe^lidje  (Streife;  3)  bec 
Äampfprei^,  2Bettpreiö;  —  wett  a(6  unbiccif.  Sn?.  (»on  bem obigen SJBett  2) 
lanbfc^.  f.  ber  SSerbinblic^feit  eriebigt,  puitt  (»ett  fein;  cticaS  »ett  ma* 
^cn,b.i.  auggtei^en,  »ergiiten,  crfe^cn;  Serg».  (Ic^  »ett  bauen  f.  ^idf 
»erbauen,  b.  i.  ben  S3ergbau  wegen  ungenügcnber  2(uöbeute  liegen  lafs 
fen)  ;  —  bie  fiQük  1.,  5)^  -  n  (im  ^Uu^oäjb.  auö  ber  sCTc()tfj. 
»on  (laz  wette  cntftanbcn)  ein  &iMi'Oixtxa^  mit  gegenfeitiger  ^Pfanb* 
fefeung,  ein  Übereinfommcn  in  ^infid)t  einer  ^treifei^aften  ob.  flreitigen 
<Bcid}e,  wonach  bcrjenige,  beffen  SKeinung  ob.  Se^auptung  ftc^  bcftätigt,  üon 
bem  anbern  Steile  ben  auögefc|ten  ^cei6  erf)c'(t  (einem  eine  SlBcttc  anbieten; 
«ine  SBettc  iingei)en;  n>a6  gilt  bic  Söcttc?  b.  i.  umrcelc^en  ^reiö  ob.  wie  l)od^ 
ttJoUen  ttjir  wetten?);  aud)  ber  in  ber  Söette  bebungenc  ^reiö  (bie  SBette  gc« 
»innen  ob.  verlieren,  bejaf)len  :c.);  baf)er:  etivaS  um  ob.  in  bie  5üette 
tf)un,  b.  i.  cig.  um  einen  aufgefegten  Sßettpreig,  uneig.  mit  bem  Seftre^ 
ben,  el  einem  2(nbecn  juuor5utt)un,  alö  ob  eö  eine  SBette  gölte  (j.  S.  um 
ob.  in  bic  SBettc  laufen,  arbeiten  jc);  —  n^etten  1.  jictlof.  u.  ?iel.  3»«  0 
(mittelf).  wetten,  nieberb.webbcn)  alt  u.  lanbfc^.  einen  ^fanbtiertragmad)en, 
ein  ^fanb  fefeen,  etiva^  burc^  ^fanb  üerfid)ern  (einem  itmai  — );  bem 
SRid^ter  ob.  bem  Älä'ger  wegen  cincö  SergelienS  @enugtf)uung  geben,  ©träfe 
ja()(en,  büpen;  2)  jcgt:  eine  2Bette  einge{)en  (wollen  tck  wetten?  ic^  mitte, 
bafö  eö  foJommenwirb;  mit  Scmanb  — ;  auf  eine  ©a^e — ,  alö  ben  ®egen= 
ftanb  bec  5Bette;  i^  wette  barauf,  bafö  ic;  um  (tmaä  — ,  alö  ben  ^reiö; 
j.  83.  um  ®elb,  um  jet)n  3;f)alec  wetten  Jc);  anä)  giel.  mit  bem  2(cc.  beS 
«prcifcä:  etwaö  — ,  b.  i.  alö  ^reig  einer  ''J2mc  fejlfefeen  (j.  SS.  waä  ob. 
wie  »iel  wollen  wir  wetten?  x6i  wette  l)unbert  gcgert  cinS  ic);  ber  SBettct, 
-S,  bie  SBctterinn,  irer  wtttity  b.  i.  eine  2Bette  cingcf)t;  —  3fe^.  »on 
SBette:  ber  SBcttciftT,  ber  eifer  um  bie  3Bette,  b.  i.  ba6  eifrige  Sejlreben, 
eö  bcm2(nbern  guoor^utl)un  (einen  cblcn  SQSettcifcr  erregen);  irettctfcrn,  untrb. 
jiellof.  ^ttJ-)  SQSetieifcr  geigen,  fid;  mit  Semanb  in  bie  SGSttle  bcjlrebcn,  eö  if)m 
juüorjut^un,  mel)r  al6:  nad^eifern,  (fic  wetteifern  mit  einanber;  er  t)at 
mit  mir  gewetteifert) ;  ber  SBcttgefang ,  ein  ©efang  um  bie  SQSettc,  b.  i.  um 
einen  ^reil,  ob.  übext).  wetteifernber  ©efang;  ber  SBettfampf,  SBctt)Irctt, 
einÄampf,  ©treit  um  bie  SBette,  wetteifernber  ©treit,  lebl)after  SBetteifer 
(ein  ebler  SBetljlreit;  ber  SBettfireit  ber  Sljre  unb  ber  Siebe);  wettfampfen, 
njcttflreiten,  untrb.  jiellof.  3»».  (nii^t  gut  getrennt:  wettgefämpft)  um  bie 
aSette  !dmpfen,  jireiten;  ber  2Bettfämpfer,  2Bctt|lretter ;  ber  2Bett(auf, 
Sauf  um  bie  Süette  (einen  im  SBcttlaufe  befiegen);  Wettlaufen,  untrb.  jiel. 
3w.,  um  bie  SBette  laufen;  ber  SÖBettläufer;  Wettrennen,  untrb.  j{cllpf.3w., 
um  bie  SBette  rennen;  gew.  nur  alö  ^w.  hai  2öettvennen,  -§,  ein  Stenncn, 
Slcnnfpiet  (ju  ^ferbe  ob.  ju  sffiagen)  um  au6gefe§te  greife;  Der  SBettrenner, 
wer  mit  2(nbcrn  um  bie  SBSette  rennt;  aud^  ein  jam  SBettrennen  gebraud^teä 
^ferb;  bai  SBettfpiel,  ein  ©piel  um  bie  aBette,  in  welchem  einer  ben  ICn- 
bern  ju  übertreffen  fud(|t;  ber  SBettfpieler;  ber  2öettrivett:c.,  f.  SDSettgampf. 
wetten  2.  jiel.  ^m.  (mittelf).  wetten,  ^tat.  wette,  <part.  gewett;  wal)rf4). 
auö  a(tt)oc^b.  watiaa,  alö  gactitioform  ton  watan,  waten,  f.  b.;  alfo  glei^f. 
»woten  machen«;  «gl.  iebot^  audj  ba^  engl,  wet,  nofc-,  fcu^t;  nä|Ten,  nefeen) 


1904  wetten  —  Söetter 

alt  u.  obeub. ein  ^fccb— ,in  bic  (Scfiiccmme treiben  cb.  reiten;  bic  Söcttc 
2.- oki-bi.  (ianbfe^,  auä)  bte  SSät,  JSJctt;  a(tb.  wetti,  wetthi.  wette)  f. 
^])fcrbcfrf)ivsemme,  2acf)c". 

wetten  3.  jtel.,3».  alt  u.  obccb,  kf.  f^wäb.  (fc^treij.  »atten;  alti^odjb. 
\yqtaii,  ablaut.  wat,  giwetau ;  auc!^  wetian,  wettan;  mittel^,  wetea,  wetten, 
wat.  .geweteu;    SB.    wat,    fügen,  DCrbinbclt,   gotl).  vithan;    »gl.   SBat    1.  U. 

Sßanb  1.)  übei'l».  Hnben,  jufammenfügen  (ba^ec  [d^rcctj.  ein  ^auö  rrätten, 
b.  i.  au§3imtmtf)orj  jufammcnfügen);  in§bef.  inä  3od)  fp*-^nncn,  ein;  ob. 
5ufammeniod)en,  ^fpannen  (ein  £)^§,  bcc  geirctten  ift;  an--,  cinracticn; 
fc^wcij.  cintoätten,  undg.  f.  in  einen  langwierigen,  ccrbrieij!id)en  ^aiibcl 
ücnricteln',  ab=,  au6tt»etten  f.  cntjot^en;  ia^  ©craett,  altb.  giwet,  f. 
Süc^,  ©efpann,  ^aar);  el)cm.  auc^  uneig.  gleic^f.  unter  ein  Sod^,  h.  i.  in  bk^ 
felbe  Älaffe  bringen,  oöUig  gtci(^  ob.  angcmcjTen  machen;  baä  SBctter  1., 
-g,  9)^  «).  (5-,  lanbfd^.  (attb.  der  wetaro,  wetere,  bair.  ber  SBettecn, 
l^mäb.  bie  SDßcttev)  bag gabelförmige  SSerbinbungS^oIj  am  SBagen  ober 
Pfluge,  welches  bu  SQSage  trägt  (^flugwetter),  au^  bie  Seier  genannt; 
bat)cr  ber  2Bcttcvnagel,  bcr  9cagcl,  bur^  »eld^en  bicfe  ©abel  bcfeftigt  wirb. 
SBettcr  2.  f.,  -g,  9)?.  w.  (5.,  (attl)od^b.  wetar,  mittcif).  weter;  nicberb. 
SBebec,  aSeer;  angelf.  Tcder,  engl,  weather;  altnorb.  vedur.  f(^»eb.  väder; 
littl).  wetra,  uifpr.  baS  SBel)enbe,  freie  Suft,  SQSinb  ic  »3on  ber  SB.  wa,  waian, 
wahan,  tüetjcn,  f.  b.;  ügl.  ba^  fanöfr.  vata,  Sßinb;  gricc^.  urjn,  cdd-rjn)  1) 
0.  9)1.  überl;.  bie  iebeemalige,  l)äufigen  Scränbcrungen  unterworfene,  SSefc^af? 
feni)eit  ber  2uft,  ber  3uflanb  beg  2!)unftfretfe§ ,  finn».  SBitterinig,  (baä 
2Bettec  ift  fc^ön,  gut,  f)eiter,warm  2c.,  ob.  fc^lcc^t,  trübe,  falt,  nafS  :c.;  au^i: 
e§  i^  l)eute  f^öneö,  warmes  ic.  ob.  fc^le(^tcö,  faltcS  :c.  SBetter;  ba^  2Bettcr 
änbert  ^ii);  »eränberli(!^e6,  ob.  be^änbigeö  SScfter;  boö  SBetter  beobachten, 
öorauöfagen  u.;  ogl.  bie  3fc^.  £)onner=,.^a9cl=,  JRegenwcttcrjc.);  2)  in  engerer 
aSeb.  ein  ©eivitter,  £)onneia'>ettec  (tö  jteigt  ein  SSettcr  auf;  e§  ini)t  fic^ 
ein  SBetter  gufammcn;  bai  ?Siitti\:  'i)at  cingefc^lagen;  oberb.  jum  SDSetter  täu-- 
ten,  aud^  ggef,  baö  SBetter  lauten,  b.  i.  ßäutcn  beim  ©ewitter;  bibl.  bcr 
>^err  fommt  in  SBcttern);  gem.  roie  Sonnerwetter,  in  3iii6cufungen 
be6  (Srllaunenä  ob.  Unwiüenö,  inS}ern?ünfc^ungen  k.  (SBetter!  ypfe  SBet^ 
tcr!  aUe  SBetter!  bafö  bi^  bai  Söctter!  näml.  treffe);  aud^  f.  @turm,  Un? 
wettet  (eä  er()cbt  fi(^  ein  SBetter);  lanbf^.  f.  Otegen  (bal)er  fd^wetj.  wctter« 
lic^f.  regnerifc^):  uneig.  f.  grofer  ßärm,  7iufxüi}t,  i)eftige  3fufregung; 
"Hü^hxüd)  ber  2eibenfd)aft,  bcf.  beS  3orne6,  ^ant  ic.  (baö  SBctter  bct 
(Sc^lac^t;  ein  SBetter  anfan9en,ma(^en,  f.  toben,  janfen  2C.);  3)  SSerow.  bef. 
in  ber  9K.  bie  SBctter  f.  bie  2iift,  fofern  ftc  me()r  ob.  njenigev  mitSiin- 
flengefd)ttjangert  if:  (böfc,  faule  SBetter,  b.  i.  fd^aDlid)c£'ün{ie;  frifd^c  SBetter 
in  bie  ©rube  bringen;  bie  SBetter  jicl)cn);  —  3fe^.  ber  SBcttcrableitev, 
©ewitter- ob.  SBli^ablciter;  ber  Sßetterbac^,  bid^t.  ein  üon  ©ewittrrregen  ent= 
flanbener  ob.  augefc^woUcncr  «Bacg;  bcr  Süöctterbaum,  eine  bid)te,  fid)  ober» 
Worts  in  l)ellc  «Streifen  »erjweigenbe  SÖolfe ,  auö  beren  Scfc^affcnl)cir  ber 
Sanbmann  bag  ju  erwartenbe  SBetter  «orl)crfagt,  oud^  SBinbwurjet  gc= 
nannt;  ber  SEetterbeobai^tcr;  bie  äBcttci'ieoba(i)tung ;  bev  Sßcttcrblnfcr, 
Sergw.  eine  85oriidt;tung,  um  frifdje  SBetter,  b.  i.  frif^e  Suft,  in  bic  ©ruben- 
gebäube  ju  leiten,  bergl.  bcr  SBctterfang  ob.  -  t)ut,  bcr  SBctter! afccn  , 
bic  Sßettcrlo tte,  baö  SB ctterrab  ob.  bie  SBcttertrommel,  b(v9Sct' 


Sßcttei-  1905 

tcrfaugcc,  ?Iöcttcrfd;a^ t  k.  finb-,  bag  SBcttcrbarf),   ein  (Sd)u^bacfe 
gc^en  ©tuvm  unb  SJcgcn  über  ß.f)üren  uiib  J^cni^cvn;  bic  23cttcrtal)nc,  [. 
ü.  tt).  2Öinbfaf)ne;    uneig.  f.  ein  Ui)t  eevänbcrlic^cr,  unbcftänbigcr  SÖJcnfc^ ; 
iucttcv'feji,    JBrt».,   gegen  ERegen  unb  2ßinb  gefiebert  (ein  wcttccfcflc«  ^aiiö, 
35a^  K.);    uncig.  oon  9}Zen[d;en  f.  [cfjr  abgcfjcirtct;   bie   SBcttcrfcfnötcit : 
n»ettcr9ercd)t,  Sio.  obcrb.  f.  fäfjig,  bic  (SjcwittiT  ju  ocrtrcibcn  ob.  unfc^äb; 
üüi)  jii  inadjiu,  »qö  bcr  5BolE6abcr;j(aubcn  bcf.  bcn  ®ci(ltid)cn  jc.  jufdjriib; 
ba5  5zßctrcrgciv5(f,  bid}t.  f.  ®cn?ittfrirolfcn;  ba^  Söettcrglaä,  ein  gläfcc= 
ncS  Söetfäciig,  recli^cö  bic  SScränberungen  bcr  Cuftbcfdjaffen^eit  u.  beö  SBct« 
tciS  anjcigt,  in&bcf.  ber  Ciiftfd)»crcmefTtT  (fr.  Sarcnicttr;;  bir  2Scttcrl)al)n, 
eine  23citcr=  ob.  SSinbfaJjne  in  ®c"a(t  eineö  J^af)nt'ö;    uneig.  ein  unbcilon» 
bigcc,  vrQnfclmütf)Jgei- 9Jienf(^;    ber  2ßcttcr(;aufcn,    üanbw.  Jpaufm  fufc^= 
0emQ(ictcn  >!^cucä  auf  beu  SBiefcn ;  ba6  5üi:ttcrl)äli6d)cn,  ein  2Bcr!jCug  in 
©eftalt  eincö  ilctncn  ^culc^cng,  welches  bcn  (3vab  bcc  gcud)tig!eit  bcr  2ufr 
anjcigt,  ein  geud;tigftitgmcJTir  (fr.  Hygrometer);    bcr   $S5cttevl)err,  aU  u. 
oberb.  ein  a(ä  ©(^u^(;crr  gegen  ©türme  u.  ©crcitttr  ocrvf)rtcr  ^eiliger;  bet 
2ßetterl}Ut,  f.  SScttcrbläfcr;  bie  Sßcttcrl)ütte,  an  gelbfc^oppen  (f.  ©c^cp» 
pen  1.)  jur  23crn)ai)rung  bcr  gelbfviid;'te  ic.  cor  bcm  JKcgcn;    bcr  SSetter- 
faflcn,   f.  2Bctterblcifcr;    bec  SBctierfctt,   niebr.  f.  ein  »crrocttcrter  (f.  b.), 
»enüünfc^ter  Äcrt;  ber  SBcttevflec,    lanbfc^.  f.  bcc  blaue  ©tcinEfcc,   aud): 
ba§  SBctt ergraut;  bie  SSctterrfuft,  gorjl».  f.  ü.  w.  e:S!tuft,  f.b.;  ba()cr: 
WcttevfUtftig,   Sn?.;    bic  SScttcrfuntc,   Äcnntnife   ob.  SßiiTenfc^aft  oon 
ben  SBctterocränberungen  (fr.  sjjictcorotogic);  jrettcrfunbig,  S3ro.,  bcS  aßet» 
terö'Eunbig,  bie  2BettciEunbe  ocr(tci;enb  (auc^  alö  .^».  ein  SDBcttcrfunbi» 
gcr;  bic  SBctterEunbigcn);  bie  £3cttcrlaiinc,  eine  gtcic^f.  launenhafte  2Bct^ 
tcrocranbcrung;    t»om  SBittcr  abfiängigc  ob.    gleich  bcm  SSettcr  n)C(^feInbc 
Saune;  it)Ctrer(aunig  ob.  - launifd),  S5ȟ.,  SBcttcrlaunc  t)abcnb  u.  jcigenb 
(Sä'g.  bef.  üon  J^unbcn);  ü^icrf).  fe()t'  launcn{)aft,  grillenf)aft ;  bie  SSetter? 
launtgfcit;  ba-5  2ßetterläutcn,  f.  o.  SBetter  2);  wcttcrlcudjtcn,  untib. 
jicUof.  3tf-  unp.  eö  ircttericudjtct,  e^  l)cit  3en)ettcr[cud)tct,  (alt  u.  cbcrb. 
weterleithen,  njcttcrtcic^enob. 'lai^cn,  aud^  f):mmknaic^  en,  oon 
Icich,  Zaiä)  (f.  b.  u.  ogt.  8ei^  2.),  b.  i.  ©piel,  in  3fcÖ-  a^^i)    ganj  alt' 
gemein  f.  (ärfc^einung.  S3organg;  baijit:  «lerweterlcich,  SBJettcr'  ob.  «^im- 
mcllaid)  f.  23ti^,    äSi'tterlcui^tcn;    iSlanb.  vedr-leikr,    fi^njcb.  vadei-ltk. 
baö  Sßctter;  ba§  unuerflä'nblidj  geworbene  =1  ei d^en  fc^eint  in  slcud)ten 
uirgcbeutet  u.  umgebitbtt  gu  fein),  bli^en,  inöbef.  oi)ne  bcgieitenbcn  2)onncr; 
MÖ)  üon  bcm  ffiSicbvif(^cin  bcr  Sti^e  eineö  entfernten  ©CTOittcrö  am  Stanbc 
bCö  @efid)tg!reii'c6;  uneig.  rcie:  bii^cn,  leuchten,    SSli^c  werfen;    bef.  einen 
fc^neU  üerfdöwinbenben    (ötanj,    einen   btojjcn    ©c^ein    t)cröorbringcn ;   ba? 
2öftterlcud)tcn,   —  Ö,  ter  3uf!anb  ob.  23organg,  ba  e§  ir>ctterteud;tet  (audj 
uneig.  baä  2Btttcrteud)ten  bcg  »erflanbcö  u.  bgl.);   taä  SBctterlic^t,   SO?. 
—  er,  f.o.  xo.  eimefeacr,  f.  b.;  bc[^  2ßettcr!od),  eine  »ergfc^r^u^t,  auä  ncU 
ijit  bef.  Ui  bcüorfle^cnben  ©cwittern  ein  fjcftiger  23inb  rcc^t;   bic  Sßcttcr= 
lofinui,  SSergit).  (»crgl.  Sofung  4.)  bic  iBcfcrbcrung    beä  Suft^ugeö  in  bcn 
©rubengebäuben,  u.  eine  SSorridjtung  ba^u;  bic  SBcttcrlüttc,  f.  o.  2ßcttcr= 
blüfer  u.  ögl.  Sötte  2.;  ha^  SScttcrmaiiiK^en,  ein  l;öljerneö  SOiänn^en  in 
einem  SBettergtafe,    welc^cö  bie  ücrdnbertc  ©c^wcrc  bcr  Suft  anzeigt;   bcr 
Söctternuintel,  ^Regenmantel;  obcrb.  auc!^  eine  SrcttcrbcElcibung  bcr  2Sct' 

Jpcvfc'ö  ^anbivcrterb.  b.  bcutf4)in  Spi.  2.  Zi)iü.  120 


1906  Söcttgefanc;  —  wo^cn 

tirfdte  cinci?  ®eWube§;  bic  2Bcttcvnad)t,  flürmifc^ e  «Ra^t,  ©emitternad^t; 
bcr  2BcttirpV0pt)ct,  mt  baä  SBettcc  wcrfjerfagt,  SBcttcwcrfünbicicv;  bic 
Sß5etterpro^^^e5eiung,  SSSettcrüerBunbigung;  bag  Söetterrat,  [.  ffficttabia^ 
[er;  ble  SBetterrofe,  tanbfd).  f.  Siofenpnppel;  bcc  Söettctfa^,  Sergw.  Eine 
3(tt  S5?ftt€vb(afcr,  f.  b.;  fo  auc^ :  bcr  SBcttcrfv^ger,  SBctterfcfeac^t;  bei- 
2Bcttcrfd)abcn,  buvcf)  ^ageUüettcr,  ^la^rcoicn,  2BoI!Eeiibrüd;e  ic.  angettc^Ic^ 
tcc  Stoben  btf.  an  bcn  gclbfrüc^tcn;  bie  2ßettcvfcl)eibc  ob.  *fd^eibung, 
bte  S3u'.ifl!i-ci6|Mc  einer  ©cgcnb,  mctft  auf  2(nf)öf)m  ob.  ©eOtrgcn,  wolfva  fo- 
\t)o()t  ©erotttir,  Qlo  ©trtdjregenwolfm  ?u  iiet)cn  u.  >t>c  fte  ftd;  ju  jt'rtf)d(cn 
Vflegcn;  bcr  2Bcttcrfd()cm,  f.  ü.  w.  S3lig,  SBettcrIcuctytcn;  ba§  SScttcr? 
fc^ic^cn,  tanbfrf).  ba§  ©c^tcpcn  ouö  SBc'lcrn  bei  ()erannaf)cnbcn  03crt>tttcrn , 
um  fi'e  ju  ^cttEjcilcn;  bcr  2Bcttcrfrf)Iag,  l)  f.  S)onnci:fd}(ai3;  2)  ftarEcv  ^a- 
gelfd)lag  unb  ber  baburd)  auf  bemgc(be  eerurfac^te  ©d;abcn;  Wcttcrfd}(acf)i 
tig,  aSir.,  oberb.  ycn  gctb^  u.  ©artenfrüdjtcn :  buxä)  haä  SÖctter  ob.  ©c= 
mittn  »crborben;  bcr  ÄBettevfegcn,  eine  ©cbctformcl,  burd^  bercn  ^crfagcn 
\iä}  2Cbcrg(dubtge  »or  bcm  (gtn[(^la9en  bcö  Sli^iö  j^it  fiebern  fuc^en;  bU 
SBetterfeite,  bie  bem  SBcttet,  b.  i.  bem  ©türm  unb  Stegen,  am  meiften  au6= 
cicfe^te  SSeftfcite  eineö  ©cbaubeä;  btc  SBettcrjlangc,  bcr  93H|ableitcr;  bcr 
SBettcrjicin,  f.  ».  w.  Sonnerftein,  gingcrilctn;  bcr  2Bcttcvjlval)f,  SSh'^= 
jtrafjl;  btc  Sßetievjlrccfe,  Sergw.  eine  ©trc(Je  (f.  b.)  jur  Scitimg  frtfd^cr 
8uft  üon  einem  ©d^ac^t  jum  anbern;  ber  SBettcvjlvic!,  eine  IM  gcud)temef= 
[er  (Hygrometer),  auö  einem  ©tricS  »erfertigt;  ble  2ücttcr{I)iir,  Sergw. 
eine  gaUt^ilr  in  ben  «Sd^cic^ten  jur  SSeförberung  beö  Suftjugeö;  btc  SBettt'V* 
tvommd,  f.  SBetterblafer;  bcr  SBettcrüogel,  bie  Soppelfc^nepfe  ob.  bcc 
gro^c  SSraciiüogel,  aud)  ©ewittcr^,  Stegen?,  SBinboogcl  genannt,  weit  er  Sls- 
gen  u.  ©ewitter  anliinbigt;  bcr  SB£ttevtX)ed)fc(,  Süße^fct  bcr  Sjittcrung; 
wetterttscnbifd^,  Sit».,  eig.  mit  bem  SBetter,  b.  t.  in  golge  ber  SSettcnn-rän' 
berung,  ftd)  roenbenb  ob.  ueränbernb  (j.  S.  tt)ettcrirenbif(^c  £lueUen,  aScd^e  :c.); 
in6b«f.  f.  ü.  w.  rcettcrtaunife^ ,  u.  qm.  in  n?eiterer  5Seb.  fef)r  wercnberlic^, 
unbcl^anbig,  iüan!clmütl)ig  (ein  wettcrstjenbii'djer  5Kenf^);  bic  SScttcriUOlt'c, 
©e»ittern?ol!c;  bcr  SScttcvtiUlvm,  lanbfd^.  f.  bie  ÄeUcraffet  (weiJ  ftc  bii 
becorftci)enbem  Stegcnnjettcr  jutn  SSorfc^ein  fommt);  btc  SBctterjOtc  ob. 
jjottc,  eine  2Crt  ©taubmcoö,  wcli^cS  •^oijtcerE  unb  SSanbe  hd  ftud)tcr  Cuft 
übersieht;  bcr  S3cttcr5itg,  Scrgw.  f.  Suft^ug;  —7ihlüt  wcttcvlid),  S3»., 
obcrb.  l)  h(\-$  'bittet  bctrcjfcnb  (ju  guter  trctterlid)c.-  3ci*^;  2)  f.  ^civit-^ 
tcr{)aft;  fet;tüeij.  f.  rcgncrtfd);  3)  uncig.  fdjtrcij.  f.  {)cftt5,  bcrb,  aufjcr- 
orbcntlid)  grcp  ob.  ftarf  (wetterlid)  laufin,  f(ud}en  k.  ;  ein  wettcrlt^cä 
Äinb  Jc);  wettmi,  jiellof.  3w-  lanbfd).  1)  unp.  c6  tvcttcct,  b.  i.  egij^ 
ein  5Bcttcr  (ogt.  wittern),  ingbef.  f.  c6  jlürmt  unb  regnet;  ei  bon? 
ncrt  unb  blif^t;  2)  gem.  f.  heftig  (armen,  toben  u.  bef.  f(ud)cn  (ogl.  SBct= 
ter  2) ;  er  fc^impft  unb  wettert,  bonnert  unb  wettert  beftcinbig). 

aßettgcfang,  4'ampf,  -lauf,  ? rennen,  'fpiel,  ;j]reit  k.,  f.  unter  «SJett. 

SBc(^,  m.,  mäi  bcr  -Sßef^bev,  obcrb.  f.  o.  w.  2üo^  (f.  b.):  bcr  (Sbcr. 

weisen,  jirl.  3W.  (aU{)0d]b.  Jnvezjan,  wczan;  mittelf).  wetzen,  ^rä't. 
wazte;  nicbcrb.  WCttcn;  ongelf.  hvettan,  engt,  whet-,  altnorb.  hvetia  u. 
hvessa,  fi^Web.  hvassa;  — »OU  bcm  «Stamme  hwaz,  wa2,  »lt.  »cH«  fd^Ötf; 
angelf.  livat,  iölänb.  livatr,  bann  iibcrgc{)enb  in  livass,  nltb.  hwas,  was, 
eiitpeUt  wahs,  wää)6y  f.  b.;  »gl.  aud)  baö  fc^iicii.  wq^  f.   eipi(^t,  begic* 


, 


nibbeln  —  2Bid;t  1907 

vi^)  nbcrt).  fdiarf  marfjcn,  fd)ärfcn,  fnöbef.  bncd)  heft\$e$  ^in-  unb  v^cr-- 
|rucid)cn  ob.  ;/)vcibcnan  cb.  auf  einem  harten  ^ovpcr,  »ci-fd;.  fd-lcifcn, 
troüci  bei- ju  fctjcirfcnbe  ©cgenjlanb  wcni^ci-  (jcftig  bewegt  n)irb,  ober  aud^ 
iul)t,  trä^vcnb  bct  ©djtciffictn  gcbrci;!  Jrirb,  (ein  9)ItlTi.r,  Seil,  eine  2frt, 
Senfe  IC.  we^cn;  ber  SÜogel  »c^Jt  bcn  ©djnabcl,  bct  ©bcc  btc  ^ä^m;  ben 
Siegen  auf  bcm  ©tcinpflaflec— );  c()eni.  üik^  uneig.  f.  fd)arfcn  (beu  5i5er- 
franb);  anfciurn,  reijen  (bie  einnc,  ben  ©aumcn  jc);  (anbfc^,  iibcrl).  f. 
vi'ibtn  (fid)  an  ctroaö— );  u.  jtcaoä  f.  fd)(etfen  b.  i.  fticifen,  fd)Icppcn 
(mit  ben  Ätetbtrn  über  bie  ©ojfc— );  bei  SBc^er,  -ö,  trer  etirag  iDe^t; 
tic  SiJcfjUnc^,  baiJ  Soeben; —  bic  2Be/^ftfte,  ein  Se'oä'anife,  »rovin  bic 
DTIäher  bcn  SBe^ftcin  jum  ©d^crfen  bec  ©enfc  bcwal^xtn;  bei-  2ßcl3fd)icfer, 
eine  3Crt  ©djiefer,  irelc^c  gu  SBi'^freinen  bi-aud)bar  ifl;  bei  SBc^flcin,  ein 
jum  SKefjcn  uon  SKtffcin  u.  onbeni  SBctfjeUvjen  biencnbcr  ©tetn ,  gew.  feiner 
©an^frein,  ober  SBc^fc^icfcr,  »crfc^.  con  bem  um  feine  2Cdjfc  beweglidien 
@d;leiffteinc;  ba5  Sßc/^jlemiraiit,  lanbfcf).  f.  bic  5pauf)cc^cl. 

tuibbeln,  jicllof.  3»?- m.  f)aben,  (mittel^,  wibelen;  »on  weben  1.), 
auc^  iribcln,  wtebctn  (f.  b.))  lanbfct).  f.  fid)  leb()aft  rcijcn,  fd)noÜ  buid) 
cinanbec  beive^cn,  tDimmein,  bi\.  in  SScvbinbimg  mit  Eiibb ein  ([.  b.,  g. 
SS.  cä  kribbelt  unb  kribbelt  ocn  93iaben  u.)- 

wic^fen,  fiel.  3w.  (oon  SSSad^ö)  f.  i>.  w.  n)dd)fen,  b.  t.  ctwag  mit 
9Bad)5  ob.  cinei  mit  'i!}iad)^  bcicit^teu  ©djmierc  ob.  @al6e  beftieid}cii 
(einen  S^.ben),  bcf.  um  c6  babiird)  glatt  u.  gianjenb  cb.  Uawi  ju  ma- 
d)«n,  511  piif^i^  (bcn  SBait  — ;  baö  ßtber,  bic  ©tiefet  JC— );  in  ircitever 
JBcb.  gem.  iiberf).  f.  pitf^'n,  in  'Staat  fcften,  bef.  in  bcm  jgef.  \id)  auf  = 
Jt>id)!'cn  (baJjcr  aud)  gem.  bec  Sßtd;^  f.  ^ii§,  <Staat^  g.  S5.  in  23ic^ö  fein, 
in  ooUcm  ffiiiJ^ö  eifd;cinen);  lauig.  gem.  einen  — ,  f.  mit  cficaö  verfef;(n, 
auöfiafficen;  einem  (ctroae)  aufn)id)fcn,  f.  öiiftifc^cn,  if)n  glanjcnb  bc= 
wivtijcn,  ob.  aud)  bcfd;enfen;  ferncc  einen  —  ,  gem.  f.  fd)lagcn,  piüijehi, 
peltfd)cn  (ifin  cb-,  auö=,  bucd^rcidifcn  :c. ;  ugf.  einem  ben  SBucfct  fci^mieien); 
—  ble  2Btd)fe,  ^Jl.  -n.  eine  S3ad)6fd; miete  ob.  ^^albi  jir.n  ^Mdifen 
(©diui)^  ©tiefehin'd'rc);  bie  Sßic^fe,  S??.  0.  ©.,  gem.  f.  @d)[aäe,  .^'»iebc 
(ogl.  >3d)mieve)." 

SiBid)t,  m.,  -c?,  S?.  -e  u.  -er,  (got{).  vaihts,  \y.;  aitl^oc^b.  d^z  wilit ; 
mittiU;.  daz  wiht  f.  «Örfcn,  ©ing,  u.  der  wilit  f.  ©rill,  Sämon;  angclf.  vilu, 
©efd)öi)f,  Sing;  engt,  wight;  altnovb.  vaett,  ».,  u.  vaetr,  m.,  f.  böfei:  ©cifi, 
fu^ttJCb.  vickt,  vät;  mabrfciij.  l^cn  bem  ©tammc  wig:  wegan,  gotl;.  vigan, 
»c^en  1.,  alfo:  ,, wag  fic^  regt";  u.  X  »on  wihan,  wtii)in  f.  maö>,cr\y 
alfo:  „®e)d)atfenc6,  ©iTc^öpf"?)  1)  urfpv.  (ia^  Söicljt)  übcr^.  f.  Süe-- 
fen,  (})cfd)opf,  2)tng;  ctn)a6,  bef.  ctiuaS  (^eringcg,  Oltdjtigeg,  (baf;er 
altt)od?b.  ui-wiht,  mittetf).  enwiht,  fpater  cntileUt:  cntundjt  f.  nickte; 
5iici)tigfcit;  a!ö  S3w.  nichtig,  unnü^,  eite(;  qH  9li».  umfonft,  vergebenes 
ferner  aÜ(;od}b.  io-wilu,  euwilit,  irgenb  ct»aö,  friif)  abgefdjlijfen  ju  ielu,  iht, 
ic^t;  baiier:  ueowilit,  nicht,  niht,  nic^t,  f.  b.) ;  in  engerer  55ib.  2)  f. 
9)jcnfd),  Q)cifon,  jcboc^  nur  atö  teräctitii^er  ob.  mitleibiger  2iusbruc5  {ba' 
ber  nod):  ein  armer,  clenber,  erbärmlicher  SBid^t;  ein  f (einer  SBicfjt  u.,  SK. 
SfBic^te;  u.  i>üi  jgef.  S3  öf  c»t)ic^t,  ?J?. -cv,  |d;on  a(tt)o^b.  pose  M-iht); 
niebcrb.  f.  ein  ^(eineg  .Ktnb,  in  SBcftp^alcn  tnöbef.  ein  flcincö  3??abd>cn 
(^iK.  SBi^ter);  3)  alt  u.  oberb.  f.  ein  &i\]1,  bcf.  bcfer  (Seiil;  geir».  »crEl- 

120* 


1908  n)td)tivj  -—  widcln 

ba3  SßSicfitlein  (SBu^fclcm),  SBid^fcl,  ?!)?.  w.  (5.  1)  f.  Äotolb,  «Bcvg^- 
mdnnd)en:  ^Üp,  ©efpcnfl  (ba(;cr:  SSi^tcrsopf,  lanbf^.  f.  SBctdjid* 
jopf,  f.  b.);  2)  «ittß  "^fi't  Sutcn,  btc  aie  ßoci'oögcl  jum  Sßogclfang  gcOi-aiui^t 
werben;  baf)cr  bie  Sßic^tclpfcife,  eine  Socfpfeifc  jum  SSogetfang. 

und)tig,  S3ir».,  Somp.  irtrfjli^er,  ©up.  ivtd)ttgjl,  (üom  nicbcrb.  Sßt^t, 
SßSigt,  ».,  f.  ®iwiä)ti  ongelf.  viglit,  engl,  weight,  istänb.  vigt,  fdjipcb. 
vicht;  oon  wiegen,  f.  b.;  im  2[lt=u.  £)bcrb.  nic^t  üülic^)  1)  ctg.  ©c»vtd)f 
babcnt),  inebcf.  ein  faetvad) tlicl}e§  ©eivid)t  f)abeub,  [d}mcr,  gew.  gcand^tig; 
ba§  ei-forbcv[id)e  ob.  gehörige  (^eivtd)t  ^abenb,  f.  ■o.  w.  DoUividnig  (wid^» 
ttge  ©olbJtiicEc) ;  2)  gew.  uneig.  Diel  ©eirid^t  b.  i.  innere  @tä'i-fe,  \vk= 
f'enb«  ilraft,  (Sinfliifg,  Sebeutung  f)a5enb,  fetten  üon  ^erfonen  f.  \mU 
Wermcgcnb,  einflitf^reid),  anfe()nnd)  (ein  widjtigcr  SOIann;  eine  wichtige 
SOliene  ma^en,  wichtig  tf)un,  b.  t.  fic^  baS  2Cnfc()cn  oon  S!Bic^tig!eit  ge« 
ben);  mciit  oon  ©adjcn:  in  {)of)em  &tabi  ancffam  auf  bcn  SBiUcn  u.  SScc- 
Itanb,  üb.  aud)  auf  bie  aupcrcn  a3ei-f)ciltniffe,  einflufg;=  unb  folg^nteid),  finny. 
gcivtd)tig  (weld)eö  mef)r  auf  bie  innere  Äraft  u.  ;3ebeutung,  wichtig  {jinge» 
gen  auf  bie  S(Bir!fam!cit  u.  ik  golgcn  gc{)Oi  bebcittenb,  crl)ebltd),  \ve^ 
fentlid)  k.  (wichtige  ©vünbe,  Ucfac^cn;  eine  tvidi^ti^i  ^a<i)t,  tin  widjtigcr 
Umjlanb;  bieö  SSui^,  biefe  S'lad}ndöt  jc  ifl  mir  fci)r  wichtig);  bie  SBtd^ti^^ 
hit,  ba6  5öid;tigfetn,  in  aUen  SScb.,  bef.  uneig.  finno.  ®eivid}ti9fett,  SSe- 
beutung,  Sr{)eblid}fett  (bie  Sßic^ttgfeit  einer  ©ad^e,  eineä  UmjtanbfS,  einer 
©d^rift  K.;  eine  ©ad^e  t>on  SDS id^tigfeit,  f.  ü.  w.  eine  wid]tigc  ®a6:it);  anä) 
f.  eine  ivid)ti3e  ^Badji  \elb\t  (50t.  SBi^tig!eiten;  cntg.  Äleinigfcit). 

SBidPc  1.  W.,  S!}?.-n,  (alt^OC^b.  wicca,  wicha,  wicche,  mittclt).  wicke; 
fc^Web.  vicker;   litttj.  wikke ;    engt,  vetcli,   franj.  vesce;    üom  tat.  vicia,    gr. 

ßr/.Cov)^  eine  ^ii[fenfi-ud)t  mit  runben  crb[enä()nlid)en  (Samenfornein, 
wel^e  alä  SSief)futter  angebaut  wirb,  genauer:  bie  5a()me  cb.  guttenvi(fe; 
anbcre  3(rten  finb:  bie  erbfenartige,  23öget=,  ^eden=,  SBalbwidc  :c.;  —  bie 
2Öi(i'bol)nc,  lanbf»^.  f.  gcigboljne ;  \iai  SStcP futtcr,  au§  Sßiden  bepcfjenbcS, 
ob.  bnmit  gcmengteg  23ief)futtcr:  Sffiicf engemenge ;  'iic^^  SBidllrol),  ©trof) 
Don  auggebrofd^enen  SSidcn;  —  ha^  SBicfenbrob,  S3rob,  ju  beffcn  ?Olet)(e 
SSicfcnmcl)!  gemengt  ift;  bie  SBicf mcrnte ;  ba6  2Bic!enfelb:  berSBid'cn^ 
fice,  eine  Äleeart  (fr.  ßöp ar fette) ;  baö  2Bi(fcnfd^rot,  gefc^rctene  SBidcn; 
ber  SBicfenjIein,  eine  2(rt  Stogenjleinc  mit  widenäfjnlidjcn  JCönwrn. 

2Bi(fe  2.  n?.,  5J?.-n,  (fc^cint  auf  ein  3w.  widen  =  widcin,  f.  b., 
^injuwcifen;  »gl.  auc^  SBieBe)  urfpr.  wol)t  überl;.  cttva6  (>5etintnben;g, 
5öerfIod)tene§;  oberb.  (au^  SQBicfel,  Süden)  f.  Sod}t;  lanbfd^.  aud)  f. 
^aarfd)opf,  «^aar. 

wicfeln,  jiel.  3w.,  (im  3(lt-  u.  Qhah.  nic^t  üblich;  watjrfd).  SBerfrar* 
!ung6=  unb  3öicbert)olungöform  üon  bem  ©tamme  wig,  wegen;  alfo  „l)in 
unb  {)er  bewegen,  brct)cn,  winben";  fc^web.  vickia;  »gl.  SBid'e  2.)  1)  et* 
wag  mel)rmal6  um  fid)  felbfl  ob.  um  einen  anbern  Äorper  ivinben,  fd)(in? 
gen,  rollen,  um  eö  jufammenjulegcn  cb.  itK^ii  bamit  ju  bebedcn,  (@arn, 
3wirn,  ©eibe  u.  auf  eine  9loUe,  um  ein  jufammcngelegteö  Rapier  jc,  |u  et« 
rem  Änäucl  widcln;  W  ^aarc  widcln,  b.  i.  jufammenrollcn;  Siinwanb 
um  einen  !ran!cn  Si*i9cr  — ;  uneig.  fprid}w.  man  !ann  \i)\\  um  bcn  ginger 
wirfein,  f.  ginger;  «gl.  umwicteln,  ucrwidcln);  2)  biird}  Umivin- 
ben  ob.  Umlegen  eine!  biegfamen  .Sörperg  ring>3um  bebecfen,  yerl)üUen, 


xoidm  —  Sßibbci-  1Ü09 

ua'tt)a{)ren  {ctttaö  in  Rapier,  in  eei'nrcanb,  in  ein  Siidf)  —  ;  fld^  in  bcn  '^an- 
Ui,  in  bic  Scctc— ;  ein  Ätnb  wicJcln,  b.  i.  cö  mit  Jöunbcin  ob.  SBinbeln 
umirinben;  »gl.  cinmictctn,  umiricfcln  Jc);  aud)  ctivaS  ©etvirfcIteS 
mebcx  auficfcn,  ob.  ctivaö  (5inäciuicfdtc§  aii6  bev  v^üKc  f)crauönc()mcn 
(cüüCiö  Qii6  bcm  ^apicve  tricfcin ;  uncig.  fi^  auS  cincc  ©ad)c,  einem  ^an« 
bei  IC.  tuictctn,  b.  i.  ftd)  ()erau6jief)cn,  lo6mac(}cn,  befreien;  ügl.  ab;,  ouf», 
aii§«,  enttt)ic!eln  Jc);  —  bec  ob.  ba«  SBicfcI,  -6,  dJt.  m.  6.,  1)  et= 
iva6  ©eivtcfeltcg  cb.  ©eiruiibcncg,  in^bef.  alt  u.  obecb.  fo  Diet  ^ladji  ob. 
'Ü5cl(e  jebeömat  gum  2(bfpinnen  um  ben  Oiocfcn  gctvicf dt  ivivb  («Spinn* 

widct;    attb.  wichili^    wickel,    m.,    U.  wicliiliu,    wickelin,  f.,   peusum,    maui- 

pnliis);  uneig.  fc^cr^l).  auö^  f.  eine  'pcrücfc;  fc^meij.  ein  in  einen  3opf  geflcc^* 
tcnec  .!&anfbiifc{;ct;  hd  Sabacföfpinnern:  bic  jum  ©pinnen  jufammcngercicfcl; 
tin  3;af;c.ct6blüttei-;  2)  baöicni^c  trovauf  cb.  trcrum  etira«?  geitücfeit  irirb, 
inßbef.  ein  jufammencjcIcgtcS  ^apiev  jum  SBicfefn  bcr  <^x\axe  (Jpaar« 
»bietet),  wie  aüä)  511m  2fufancfe(n  wn  ^whn  k.;  ?>)  f.  Söicfelbanb;  — 
3fc^.  t)on  iri(fe(n:  baö  SBicfclbailb,  ein  Sanb  jiim  Umn?icfc(n,  inöbef.  ein 
bfcitev  3eugflceifen  jum  SIBicfeln  neugeborener  Äinbcr;  bic  Söicfelblunie,  eine 
^ftanje,  beren  Slütf)e  ein  bünneö,  röljrenförmigeö  Srumenblatt  mit  aalgc= 
breiteten!,  fiinffappigem  9?anbe  geigt  (selago  L.) ;  ble  Söi(fclflcrf)te  ob.  bai 
2öid'c(m00§,  eine  Tfrt  (5Ie>^tcn  nut  burd)  einanber  gcfc^lungenen,  xxvwkUU 
ten  gäben  (liehen  plicatus  L,);  bie  Sßicfclfrnu,  eine  grau,  wcld^e  ein  neu» 
geborcnce  Äinb  »riefelt,  eine  ®el)ülfinn  ber  ,!g>ebanime;  ha^  SBicfelfinb,  ein 
gciuictclteS  Äinb,  ob.  ein  ficincä  .Stinb,  raeld^eö  nod)  gewicfelt  ttjirb;  bie 
ilBi'cfclnattcr,  eine  Kxt  mattcvn  auf  Sernate,  oudj:  ber  SB  i  et  (er;  bie  2BiE^ 
t'clvaiipc,  biejcnige  ©aUung  Staupen,  \vdä)c  fic^  in  jufammengerollten  u.  mit 
it)vcm  ©cfpinnjl  unwicl'elten  SBlattern  aufi)a(ten;  bie  SStcfclfc^nur,  eine 
©(^nur,  mit  »reicher  man  etiraö  beancfelt;  ungut  f.  SSicfclbanb;  bev  2ßlcfc(i 
[d)U>an5,  ber  lange,  biegfame  ©(^wanj  mancher  Siliere,  j.  S5.  ber  SÄeer» 
fa|en;  m6}  ein  Sfjier  mit  folc^cm  ©djicanje,  eine  S[J?ccv!a§c;  ber  SBicfel- 
jlrumpf,  eine  "Kvt  e{)cm.  gebräuchlicher  langer  ©trumpfe,  beren  oberer  3?anb 
gurücfgcfi^lagen  unb  umgetriefelt  muibe;  ba^  SBtd'cItUC^,  ein  Zuä)  pm 
UmwicJeln  ob.  (Sinwicteln;  —  2(bteit.  ber  SBidfler,  -g,  Wl.  m.  ß.,  ivcr 
fic!)  ob.  etivag  irid'elt,  inßbef.  ScatuvE.  f.  d.  w.  bie  2BicfeInatter;  bie 
'äitifc(raiipc ;  bie  Sßicfelung  ob.  SBtcflung,  baS  SBtcfeln. 

iDiiJcn,  3w.  (cjltb.  wichon,  wichen,  tanjen,  gauEeln;  angelf.  rJcdan, 
jaubcrn,  viglian,  tt>af)rfagcn,  f)oU.  wichelen;  baljcr  angelf.  vicca,  engl,  witch, 
eine  ^cre)  alt  u.  nieberb.  f.  n^eiöfiigcn,  3auberf iinfte  mad)en ;  ber  Sßicf er, 
f.  9J3al)rfa3er ;  (5)aufler  2c. ,  (nieberb.  weibl.  SßicferöEe,  f.  2Ba(;ri'agccinn). 

aöicfcnbrob  2C.  —  2Blcfcn{!ein,  SBidfuttcr,  ^flrol),  f.  unter  ssietc  1. 

SBibbcr,  m.,  -6,  5)?.  \v.  (S.  (a(tb.  widar,  wider,  f.  .^ammel,  Dcrfc^nittc» 
ner  ©(^afboct;  oberb.  Sffiiber;  gotl).  vlilirus,  ßamm;  altfäd;f.  witJiar;  an« 
gclf.  vedlier ,  engt,  weather  ob.  wether ,  .i^ammel;  altnorb.  vetlir,  fd;n»eb. 
väder),  ba§  unücifdjnittene  mrtnn!id)e  @e()af,  ber  «Sdjafbocf,  lanbf«^. 
auc^:  @taf)r,  Svamm,  Oiammbcd  2c.,  oeri'd^icbcn  r>on  Jg>ammel  ob. 
•SdjöpS;  uncig.  'iJlameu  eine:?  StenUnlbeS  im  Sijicrfrcife;  ba6  SBibbci'; 
[eÜ;  bü>3  SBitit'crl)aupt  ob.  ber  $lBibberFopf,  ber  Jtopf  eines  SBioberS,  ob. 
ein  bemfelben  a'(;nlic^er  g.  35.  eine»  '^[crbe6,  auci;  Siammefcpf;  Sau!,  ein 
3ievat()  in  gorm  eines  aiSibberfopfeS;  ba»  aßibt'cvl^oin,   5)?.  ;^6nicr,   bie 


1910  SBibem  —  wibcc 

gewunbcncn  .?)ornec  ctnc6  SDSibbcre ;  9taturf.  ocrfd)tcbenc  ©cE)nedenartcn  oon 
öf)nli(^£r  gorm,  inSbef.  eine  nur  »evftcfncrt  gefundene  ©d)nedcnart  (fc  3fm» 
monSi)ücncr,  2(mmomtcn) ;  ber  SÖibberpunft,  bec  ^un!t  ber  grü(;Itnsö- 
Stdc^tglctd^c,  ttjo  bte  <Sonne  in  ben  SBibber  tütt. 

SSibem,  m.  u.  f.,  -§,  CD?,  -c,  alt  u.  lonbfd^.  (obcrb.  aud^  SSSibum  u. 
öCvbci-M:  S3ittf)um;  nicberb.  SSebem,  SScbbcm,  SJBibbem;  aU()ocl:b. 
der  widumo,  widamo,  raittelf).  der  wideme,  ßieUcic^t  Ul'fpt.  wi-duin,  entfl. 
auö  ^viha-dum  t>on  wihan,  weif)en;  baf;cr  widamjan,  widemen,  wibnun, 
f.  b. ;  angelf.  veotoma,  veotuma,  SO?itrtift)  ucfpr,  überf).  ik  2ScrI«if)un3  cb. 
©djenfung  cincö  ®utc§,  ^aufcö,  ©runbfiücEcä  jc.  an  Semanb  (fr.  Scticung, 
Dotation);  baf;ct:  I)  c^cm.  f.  CSJ^it^ift,  itaufpreiä  ber  SScaut;  Ifb-rnöläng- 
üdji  2iu^\tiiiet  ob.  Untcrf)aU§=2(n)rctfung  bcr  gcait,  Sciböebingc,  SiitttvcH' 
gel)a(t;  2)  ein  33ermäd)tnif>o,  eine  ©tiftung  i\x  frommen  ob.  lirc^tidicn 
3tt)cc!cn;  bat)ec  nod)  (anbf^.  f.  Äird}engut,  ju  einer  ^^anfirche  geftiftct^ 
©runbflü(fc,  inS&cf.  gcf)ntfreicr  ©runb  unb  Sobcn,  bifTcn  Slu^nic^'ung  bei* 
9)fcirrcr  ijat:  lanbfc^.  SBibemgut,  baö  ob.  bic  SBibemiit  (5ßicbcmut); 
nicberb.  SBibbcm,  ^farriüibbem  insbef.  f.  ba^  ^farrfiaug;  bei"  S3i* 
bembaucv,  tanbfd^.  f.  iver  ben  Ätrc^cnacEcv  olö  ^ädjter  jc.  inne  t^ai,  cu^: 
2öit)cmmann  (agej.  asib mann);  bec  2Bibeml)0f,  lanbfi^.  f.  ^farrbof-, 
ha^  Söitcmforn,  bcr  Äirc^c  ob.  bem  %'>farrev  ju  cntricbtcnbcä  .^orn;  baS 
SBibemrcc^t,  £f?cdyt  gur  S^ufjung  eines  SBitcmS  ob.  Äir4)enguteä. 

roiteV,  Sn?.  U.  51)D.  (goti;.  vithra;  aUIjOtbb.  widar,  widari,  mittili).  wi- 
der, widere;  altf.  widar;  angclf.  vidhcr;  cibgct.  üon  bcm  cinfa(^cn  aU[ä(^f. 
wid,  angclf.  vidi,  jüct^cö  ,)miit,  um,  hd^''  (bafjer  bai  engl,  with,  mit)^ 
bann  ourf)  „gegen"  bebeutet;  vgl.  auc^  baS  lat.  it-emm;  n.  2£.  oön  einer 
■SSurjet  wi,  geöen,  ob.  =  bcr  fansEr.  Sorf.  vi-,  lat.  ve-,  alfo:  wi-dar?  — 
Unfcrc  Untcrfdieibung  üon  wibcr  unb  Süteber  (f.  b.)  ifv  gefd){d;tl{d^  unbc* 
grünbet;  baS  altb.  vvidar,  wider  ift  fowoijl  2ilvo.  in  bec  Seb.  »icbec,  ju- 
tüd,  wicbenim,  als  öonu.  mit  bcm  ganjen  SBcgciffeumfangc  unfevcö  ge» 
gen,  unb  gir>ar  nidjt  atlcin  n^tt  Dem  3Ccc. ,  fonbcrn  cud)  mit  bcm  'S^at,  j. 
^.  ez  ist  wider  den   silen,   wider    dem  relite  :c.)  llc{)t  1)  Clh$  23l\).  jc^t  ilTI' 

mer  mit  bem  ?l"cc.  u.  briid't  bic  ein^m  Söibeiftanb  Icif^cnbeu  ©c^cn^ 
fianbc  cntgegengefelte  9?id)tun9  aug,  »crfd;.  »cn  gegen  (f.  b.),  weldieä 
einen  weiteren  Umfang  bec  Scb.  ijat,  a)  räumlich  u.  in  ftnnHcl)cm  23ec» 
ftanbc  (j.  58.  wibct  ben  ©trom  fi^wimraen,  b.  t.  mit  iibcnrinbung  beS 
SBiberfianbcö,  Wü'i)vcnb  „gegen  tcn  ©trom"  biojj  bk  Stic^tung  auöbrücft; 
fo  auc^:  mUt  ben  SSinb  fd;tffen;  ba^  ^ferb  bäumt  fid)  wibev  ben  3ügcl; 
iüioec  cinanbcr  fampfcn);  b)  in  unftnnli(^er  Scb.  feiiiblid)«  ob.  entgegen; 
ficcbenbe  5)iid)tung  einer  (Smpfmbung ,  (Semiilboregung  cb.  gcifligcn 
Sl^atigBeit,  cntg.  fiiv  (Abneigung,  ^afö  k.  wibcc  Scnianb  I}aben;  n:iba- 
tön  fcinblid)  gcftnnt  fein,  jlcciten  ic.;  fic^  wibcr  Semanb  uecbinbcn,  »erfc^iüö» 
ren:  fid)  tribcr  eincM  crüören;  waö  ha^t  bn  »ibec  vrdäj'i  — ntibcr  ©Ott,  bie 
®eie|e  k.  fünbigen);  ba^ec  auci^  überf).  9^id}tiibercinftimmung,  5Biber-- 
f!ieit,  5Bibeifpvucb  (j.  S5.  rcibcr  alte  Scwartung;  ctwaä  mbct  SGSiUen  t{;,un; 
ttjibcr  bcfftrcö  Söiff:n  urib  @cn:iffcn  banbcln,  nriter  feine  ^'»ftidjt  k.;  ba6  göt 
unb  JBiber  einer  ©ac^e,  b.  i.  ioa6  fid)  ju  ii^ren  ®unften  u.  in  i()rcm  ^aä)' 
Ü)tU  anfü{)ren  (äfft):  c)  alt  u.  nod;  obcvb.  auc^  f.  g^gcn,  üon  ber  bleiben 
£«id)tuiig  ot)ne  ben  S^cbenbegviff  beS  Söiberflanbcö  fj.  SS.  bei  Cutl)cr :   ridjte 


beiii  2(n3tfid)t  wibtt  Sfrufolem;  tribcc  ÄOcnb  f.  gegen  "iCbcnh  ob.  SBcjlcn; 
cberb.  etwas  wibcc  einen  fagen  f.  ?u  if)m;  tüifcer  fic^  felbfl  fpre^cn,  rebcn, 
itiuae  fagen,  f.  2"  ob.  bei  fid)  fclbjl;  wibcr  einen  faufen  f.  mit  iijm  {)anbcln, 
uon  if)m  (twaä  faufcn);  —  2)  al6  9Zn?.  wirb  iriber  nur  in  3fefe-  gc« 
braucht,  namcntlidj  in:  bawibcc,  f)iccanbcv,  ^uwiber,  u.  bef.  a(ö  cr{lc6 
©lieb  in  3fc6. 'Omit  >^aiipt«  unb  Seinjüctecn,  wo  wibev  immer  ben 
^^auptton  f)at,  j.  S.  2Biber()afcn,  Siiberftnn,  wibccfpcnflig,  wiberwärtig; 
!j)  mit  3citwöi-tern  u.  baoon  obgcleiteten  vg>aupt=  u.  Seiinörtern.  ■Die  mit 
wiber  2gef.  3eitn)örter  [inb,  mit  wenigen  2(u6na()men  (a(S:  wiberbcUcn: 
er  bcUt  wibcr,  fjat  wibcrgebcUt;  wibeifjatten,  wibergelten,  u.  f.  a.  mcifl 
ütt.),  fd'mmtlid;  c«i)t  ^ufammengtfc^t  u.  untrennbar;  bcr  ^auptton 
liegt  auf  bem  3eitwor t c,  ba^  gc  bc6  2ten  fKw.  fallt  weg  u.  bai  ju  bcö 
;3.ifini:i56  tritt  'ocran  (».  23.  wibcrfal;rcn,  wibcrtegcn,  wiberfp rechen,  xvi' 
'ocrftefjcn;  c6  wiberfai)rt,  wibecfu0r  mir,  ift  mir  wiberfaijren ;  Snf.  ju  wi= 
bcrfaijren;  id)  wibcrlege,  wibecfprc^e,  wibcrficfje,  I)abe  wiberlcgt,  wiber« 
[pvodjcn,  wiberfianbcn;  Snf.  ju  wibertcgcn  it.).  Scn  fettigen  jgef.  3citwörs 
tcrn  abgcl.  ^auptw  crter  auf  -er  u.  -ung  u.  Seiwörter  auf  -bar  u. 
-Itcl^  behalten  bic  SSctonung  be6  3w.  (j.  S.  ber  SBiber feger,  bii  23ibcr« 
legung;  wibcrlegbar  ob.  wiberleglid),  unwiberfprcc^lic^  jc);  abgelei- 
tete >!pauptwörter  cnberer  gorm  (;aben  bca  J^auption  burc^auö  auf  wiber 
IJ.5B.  wiberfprcc^en,  ber  SBibcrfprudj;  ber  SBibcrftanb,  23 ib  erruf  jc). 

iriocrartig,  SSw.,  9lcuw.  f.  bei-  3{vt  ȟibeifrreitenb,   frembani^. 

iTt  bcr  belfern  ob.  luiberbeUei:,  tib.  jitUof.  3w.  (aitb.  widarbeiian, 
sviJerbeUen)  gem.  ucrcid)tl.  »vibec  ctwci^  ob.  3«nianb  bellen  ob.  belfern 
(f.  b.),  b.  i.  I)cfti3  u.  mit  gänfifc^em  ©igenftnn  t\?tber[pred)cn,  fid)  laut  WU 
bevfelsen;  baf)er:  bec  SQSifcerbcKer,  bij  Üöibcrbellerinn. 

5Sibcrd)rift,  m.,  -cn,  clt.  tvec  iviber  6bciftu3  ftceltet,  f)anbelt  ob. 
Icbrt  (fr.  2Cntii^rirt). 

SSibertviejj  cb.  SBiberbruf» ,  m., -e6,  ütt.  f.  SSerbriep,  23ecbtufg 
(f.  Berbiicjjen). 

5I3ibett»rucf,  m.,  -e»,  o.  SDl.,  f.  o.  w.  ©egenbriKf ;  SSudjbr.  bcr  auf  ber 
Stüdfeite  eines  SSogenö  bcfinblid;e  3i6brucf,  entg.  ©djcnbrucE;  — Vüiber^ 
brücfen,  trb.  jieUof.  3w.,  entöfyenbriicfen,  einem  £)ruife  Söiberftanb 
leifton. 

^■uibcvfaljren,  untrb.  jiellof.  3w.  m.  fein  (3mpf.  wibcrfubr,  5KW.  tvu 
bcrfatjren;  altb.  widarvaran,  widcrvarn),  cincm  — ,  eig.  il)m  entgegen; 
fommen,  he^iQmn,  anfito^ixit  nur  in  ber  3ten  ^erfon  gcbraud^t  i>on  ^a- 
c^cn,  Vorfällen,  ©reigniiTcn,  fowobt  angenehmen,  als  wibrigcn,  wcld)e 
einen  9)?enfd)en  treffen,  finno.  ö«fd)«b«»>  begegnen,  ju  Zi)c\[  ircrben, 
perid).  jujlof  en  (j.  2?.  \i)m  ift  ein  gropcS  @liic£,  ein  UnglücE  ic.  wiberfat)= 
rcn;  eS  wiberfal^it  bem  93Jcnf^en  manc^^erlei;  rtai  ift  bir  wiberfafjren?  — 
einem  ©crec^tigEcit,  Qi)te  :c.  wiberfaljrcn  laffen,  b.  i.  gu  S^cit  werben  laffcn). 

irtbevfcd^tcn,  untrb.  gieUcf.  u.  jicl,  3w.,  alt  u.  o^crb.  einem  — ,  f. 
unbcrftrciicn,  tviberftreben ;  etwa6— ,  f.  e6  beftreitcn,  bogegen  fein; 
ber  SBiberfed)tcr  (mittcll).  widervelite)  f.  Söiberftieiter,  ©egner. 

SBibcrgang,    m.,  -es?,    CD?,  igan^je,    (altb.   \Nldergauc,    von   widargangan, 

\\idergan,  entgegcnfommen)  'olt.  f.  baä  ßntgcgcnfommen,  bie  Söegegnung, 
bn5  SScgegnifö. 


1912  wiberojelten  —  mibcrn 

wib  er  gelten,  irb.  gier.  3^.,  »rt.  einem  ctivas  —,  f.  »eigdtcn, 
crfe^cn;  bcc  (u.  fpatcr  bag)  2Bi^frgert,  -e§,  o.  SÄ.  f.  SSecgcrt,  eifaf^, 
entfd^abiguna,  @üf)ne3crb;  ^cbn  fiic  2fr5dt;  bie  SÖitergcItung,  f. 
SScr^cItung,  Önviebci-ung. 

wi^ergcfefi^(^,  SBm.,  mlbet  ein  ©efefj  loerffofenb,  bcm  ©efefi  juiri^- 
bedaufcnb,  f.  ».  w.  gefeltvibrig :    bie  SSibergefe/^li^f cit. 

SBibcrgtft,^  k.  (»gt.  ®ift  l),  m.  f.  ©ecjengabe,  ©e^engefcf^enf. 

iinber!)aartg,  Sio.,  (mttterf).  widerhaeres  alö  9Jir.)  ctg.  ^r^jen  bc-n 
(Stcid)  bec  ^aare  9ef)cnb,  ftraubijj;  unctg.  f.  irtberjTrebenb,  iDibei-fpenfliQ.; 
bie  SBibcrljaarigfctt. 

2Bibcrl)a!cn,  m.,  ein  bec  9iid)tun3  be^  Äorperg,  on  weld^cm  er  \id-) 
befinbct,  surotbcvlaufenbec  ^afen,  eine  rücfn?avt§  geEefirte  ©pi^e  (j.  S. 
ön  einem  ^fcflc) ;  miberl)aftg,  J8ir.,  5Bibcr()afon  f)abenb. 

Vüiberljalten,  trb.  jieUof.  gw.  m.  fj  ab cn,  einem  3!)cu!fe,  einer  ein; 
irirfenben  Mxaft  tvibeij^ef)en,  ^ibevj^anb  leiften  (oberb.  gegen  bcn  geinb 
— ;  naf)r{)aftc  ©peifcn  galten  lange  reibet:,  b.  t.  werben  nid)t  fc^ncll  ücrbaut 
u.  «)i&er(}cl)fn  bcm  junger  ouf  längere  3ctt);  bec  2Bifer(}alt,  -e§,  o.  SÄ., 
ba6  SBiberfteben,  bie  SSiberjlanbgfraft;  \va€  anbert)a[t,  einem  2^rucfc 
2C.  iribevjle()t  (ein  guter  sasiber^alt  IC.);  iinberl)a(tlg,  Sre.,  reiber^altenb, 
5Siberftanb  lcif!enb  (it)tberc)alt;ge  ©peifcn). 

2!BibcrI)orfi,  m.,  -  es,  C5?.  -  e  (ogl.  iporjl),  lanbfd).  f.  Söibervifl. 

ivibcvfämpfen,  untrb.  gieUof.  3w.,  »lt.  einem—,  f.  wibec  i()n 
fampfen. 

SBibcrlage,  n?.,  f.  unter  reibcrlegen. 

\T)  { b  c  r  laufen,  trb.  jtcUof.  3»d.  m.  fein,  (rnfttclfi.  wJderloufeD)  »It  f. 
entgegen  laufen;  Sag.  com  ^afcn:  uon  feiner  orbcntltc^en  gdt;rtc  juviidlau* 
fcn  u.  auf  i)k  ©ettc  obfpringcn. 

tt>{ Verlegen,  trb.  gicl,  3«.,  etn)a6— ,  luibcr  ob.  gegen  etivaS  Tegen, 
fo  legen,  bafg  cg  SSibcrjlanb  Jeillct;  ba^ec  bie  SBibcrlagc,  CD^.  -n,  ein  .^oc; 
per,  iveld}er  tinbergctegt  unrb,  als  SBiber^aft  iknt,  j.  S.  Sau!,  ein  Salfen, 
ein  ©trcbepfeitcr,  ber  bcm  S?vuc!  cincS  ©ewölbcS  it.  wibcrjlcl)t;  ber  Söiber* 
läger,  SSergw.  ein  "Ktbiitcx ,  treldjer  bcn  Siaum  gu  bcn  SStberlagcn  in  bcm 
©cpefn  aue^aut:  —  wiberlegen,  untrb.  gicl.  ^it.y  1)  urfpr.  ettvaS  jurucf- 
ob.  umlegen,  frümmen  (j.  SS.  eine  <Spi|e);  bagegen  legen,  m  bie  ©teile 
eines  anbcvn  feigen,  erfe^en,  ttergelten,  vergüten  (einem  ctiraö  —  ;  ber 
SÄann  iriberlcgt  feiner  grau  if)r  >!pcira(f)6gut  burd^  hk  gcfc^li(%c3Bi  ber  tage 
ob.  SBibcrlegung);  2)  jc^t:  bie  Unvid}tigfeit  einer  ©ad}e,  S3el)auptung 
K.  mit  ben  bairibec  flccitenben  C^tünben  barlegen  cb.  benjeifen  (eine  Seljre, 
eine  "iin^id^t  jc.  — ) ;  a\xä) :  einen  —  ,  b.  i.  ilin  von  ber  Unrid}tigfeit  feiner 
ISefiauptungcn  überfül)ren;  ber  SBibcrlcgcr,  bie  SBiberlegcrinn,  iver  et= 
iraS  iviberlegt;  bie  SBiberlcgung,  1)  c^em.  bie  ßrfeliung,  $3ergiitung 
in^hc\.  beS  S3rautfd)afteö  ber  grau  üon  ©citen  bcö  5Kanneö,  aud):  bie  SSii- 
berlage  (alt.  widerlege),  baS  (BegentiermcidjtnifS;  2)  baS  Söibevlegen 
«incr  S3ehauptung,  gel)re  zc,  u.  bie  9?ebc  ob.  (Scl)rift,  burd)  irelci^e  eS 
9efd;iel)t;  njiberlcgbar  ob.  nnbcrlcglic^,  S5it>.,  ivaS  rciberlegt  tverben 
fann  (bcf.  baö  cntg.  unwiberleglid^);  bie  SBiberlcgbarfcit  ob.  2Bi* 
berlc.qlic^feit. 

rjibcrn,  3».  (ült(;oc^b.  widiirou,  mittcll).  wideren;  üon  »üibcr)  1)  cl;cm. 


\Di^frnatlu(id)  —  wibcrrufen  1913 

?itcl.  u.  ciictÄ- ••  cttva6  — ,  f.  batvibet  fein,  ftd)  bawibcr  fcf^cn,  e§  tier? 
fdiimiUn,  Dcnrcifcn,  vcrabfdjcuen ;  fi  cl)  —  ,  f.  ftd)  ttiberfe^en,  fid)  mu 
.^cni  (ob  fid^  jcmanb  bifT.n  njibcvn  »üibc  ic);  Gücl  cmpftnben;  ciiuii 
— ,  f.  i()in  juiribev  [ein  cb.  »vcibcn,  ivibci-flrcbcn,  feinen  Süibcrwillcn 
ob.  ßfet  cnvccfen  (bie  ©pcifc  tribert  mtc^);  2)  jieUoö  m.  bem  ®at.  bec  ^cr» 
fon;  einem  — ,  altb.  f.  i()m  »iMberftreben,  tviberfpcedjen;  jc^t  nuc  t»cn 
©adjcn:  i^m  jumibec  fein,  5Btbemi((en,  (5fe(,  Überbcufg  erregen  (bibl. 
trag  meiner  ©cctc  »ribertc;  bie  ©pcifc,  ber  ©cru^  K.  wibert  mir;  ein 
©ciDinfcl,  ba§  mir  wibert);  aud)  unp.  c§  wibert  mit,  f.  o.  ».  c6  efelt 
mir  (j.  SB.  c§  tribcrt  mir  »oc  bicfec  ©peife;  cö  tt5ibert  mir,  §u  leben);  bie 
'iöibcrung,  (mittclt).  widerunge)  Qit  u.  oberb.  f.  hai  5Biberflreben,  ber 
SüibenviUen,  ein  geringerer  @rab  con  dhl;  —  Vüibcrlicf),  SSro.,  ttjaS 
einem  mibert,  bem  finnlid^en  öcfüi)t  iviberftrebenb,  SöiberroiUen  cb. 
Qhl  erregenb,  oon  engerer  S3eb.,  al§  Jribrig,  fc^rcac^er  a(§  efel{)aft, 
(ein  K5iberlici^er  ©cfc^macf,  ©eru^  2c.;  wibertic^  f^medcn,  »iberli^  füp  u.; 
ein  n>iberlic^cr  2(nblict;  ein  wibcrli^ier  SQJcnfc^,  b.  i.  ein  ^ij^jl  unangcnct)^ 
mer);  bie  SiBtberItd)fcit,  ba6  SBiberlid^fein. 

u-ibevnatüi'Iirf),  a5w.,  ber  5^atitr  juroiberlaufenb,  ben  ©efefeen  ber 
•^^atitr  iriberfprcdienb  u.  baburc^  ba6  ©cfiiljt  für  baö  Staturgcmaf  e  »erlc^enb, 
finn».  nntiinvibrig,  f}ar!cr  al6  unnatiirlid),  (ein  »ibernatürlic^eS  S3erbrc= 
c^en;  iribcrnatürlid^c  ©ctlatten);  bie  Sßibcrnatürlid)fett,  baö  5!Siberna; 
tiirad)fcin,  bie  natunribvige  S3efd)affeni)cit;  aui)  etivaä  SSibcrnatürlt- 
djeg  (501.  aBibcrnatürli^ftitcn). 

SEBitcrpart,  m.,  -eg,  SO?,  (ferten)  -e  (ogr.  ?part),  »lt.  u.  gem.  1)  f.  ».  n>. 
ber  ©egenpiut,  ©egner,  bie  ©egcnpartei,  flreitenbe  Partei  (j.  S3.  cor 
©eric^t);  2)  f.  SBiberftanb,  2Biberfprud>,  (einem  SSiberport  i)alUn). 

U'ibcrrat{)cn,  untrb.  jiel.  3"?.  (Smpf.  »ibcrriet^j,  9Jl>.t«.  »iberrct()cn ; 
mittcK;.  widerraten ;  »gl.  ratl)cn  2),  eincm  ctivaö— ,  ii)m  einen  im- 
vo'itix  geriditeten,  bauen  abmaf)nenben  dxatl)  ert()ei(en,  if)m  ratl)en  e3 
nid}t  ju  tbun,  finno.  i{)m  baüon  abrat{)en  (man  wiberrietl)  mir  bie  ®ad)e, 
bag  Unternef)mcn  ic,  e6  rourbe  i()m  ifiberratljcn). 

n.nbcrrcdbtlicl),«8ir.,  bem  9ied}te  juwiberiaufenb  ob.  iDiberjTreitenb,  finnt». 
anber^qefe^iid),  (eine  »tbcrrcdltlic^e  ^anbtung);  bie  2Bibcrrccf)tlicfefcit. 

Sßtbcrrebc,  tv.,  ?j?.  (feiten)  -  n,  cl)em.  übcrt).  f.  ©cgcnrebe,  "2(ntwcrt, 
(Srivieberung ;  je^t:  ba^  Oveben  iviber  ctivrtg,  bie  52orte,  mit  ircldien 
man  etam?  ju  üerivcigern,  ju  »viberiegen  ob.  ju  iicrbinbcrn  fud)t,  ftnni?. 
Sßiberfprud;,  (er  mufö  ofjne  SSiberrebc  gcf)or^cn;  er  ijt  c()ne  Söiberrebe  ber 
«ügjie  u.,  f.  ».  ».  unjlreitig);  —  wibcrrebcn,  untrb.  jicl.  ^w.,  etivag 
— ,  Qlt  u.  lanbfd).  f.  ba^jegen  fpred)en,  e^  läuguen,  befireireu  (i^  will 
bir  baö  ntd;t  ttpibcrrebcn);  üenreigern,  ablef)nen,  abfdila^en;  auä)  f.  rcis 
berratt)en. 

2ötbcrri|l,  m.,  -e^,  S^.  -e  (»gl.  mm  ber  erf)of)etc  2:f)eil  am  ^alfe 
ber  ^ferbe  jwif^en  ber  SOZä^ne  unb  (Schulter. 

unter  rufen,  untrb.  jicl.  3n)-  (Snipf.  »iberrief,  SOZn?.  »iberrufen:  »gl. 
rufen)  etivag— ,  ctg.  laut  bagegen  fpredjen  ob.  fid)  bagcgen  erfldren; 
eine  fn'iberc  ^fu^fage  formlid)  jurüifnebmcn,  aufbeben,  ungültig  mad)ea 
(einen  93cfel)l,  eine  Scl)auptung  :c.;  er  »iberrtcf  feine  CcljrcJ ,  inöbcf.  feicr- 
li^  erBlartn,  bafg  man  feine  liberjcugung  ob.    ©cfinnung  g-^n^^'-'f  ^^^-^^  ^'^^ 


1914  Si5ifcevfad)cc  —  SBiberftnix 

mujTtc  un'bcrrufcn) ;  bßi  Söibetruf  ob.  bic  SBiberrufum],  ba§  SBiber; 
rufen,  btc  auöbrücElic^e  3urücfiiaf;me  ob.  ^fuf^ebung  einer  früheren  2(u6i'Gi?c, 
förmltdic  ßrEldrung  bcc  ©inncgänbcvung;  wiberruflid),  £5n?.,  waC^  WU 
bcnufcn  irerbea  fann  (bcf.  in  bcm  cntg.  unwtbcrrufltc^). 

SBiterfac^cr,  in.,  -$,  9)?.  iv.G.,  bie  SBitcrfad^erinn,  -SD^.-cn,  (o&ci-b. 
audj:  aöiberlä(f)cr  u.  ei)em.  SBibcrfaciö;  alüpöib.  der  widarsaliho,  -.wit^ 
tcl^.  widersaclie;  boncbcn  baö  3tt».  v idarsahhan,  widersachen,  entgegcnl^an^ 
beln,  {jinbcrn,  weigern,  fdiroeb.  vedersaka,  flireitcn;  f.  foöjen,  ©a^cv 
unter  ©ad^e)  eig.  ün  &(^mx  in  einem  9?ec()t6fti-eit;  iibeil;.  f.  föegirer, 
gcinb,  ir.eift  dU.;  bihl.  ingfcef.  ein  gctnb  beö  Gf^riftentfjumö,  tafyct  f.  ber  Seufel. 

ipitcrfagcn,  untrb.  3>f.  tslt,  1)  jict.  einem  etiuaä  — ,  f.  if)m  Hf 
in  anberrprcci)en;  ci?  if)m  abfd)ia^en,  veifagen;  2)  gicüoä  mit  bcm  Sat. : 
einer  <3adbe  — ,  f.  if)r  cntfiigen,  ftc  niif^eben;  einem  — ,  i'nn  gein^^ 
fd^aft  ob.  Sei)be  anfünbi^en,  .Kric^  anfacsen,  it)n  {)eraugforbcrn:  ihm 
förmiid)  cntfagcn,  if)n  tierlaugnen  (fo  noc^  in  ber  ür^lii^en  ^Cbfdjrcörungö» 
formet :  „i(§  roiberfagc  bcm  böfen  gcinb"  jc.,  ujo  eö  öieUeid;t  auä  wibcrfa» 
ä)en  cntfteltt  i]l,  ba  im  "KUb.  fariahlian,  forsahhan  in  i)u^,tt  gormcl  gc« 
braucht  trirb). 

Sötberfd^rift,  tv.,  »it.  f.  @e3enfd}iift,  (Stveitfd)rift. 

tt>ibcrfc^Cn,    untrb.  3«?.    1)  Cfjcm.  (altb.  widarseza-.i,     widersetzen)  jfel. 

cttvag — ,  f.  bagegen  fe^en,  etfegen,  Dergelten  (t>gl.  luibertegcn);  2)  je^t 
nur  xüdtj.  fid)  — ,  fid)  gegen  3«'iniinb  ob.  ctwaß  feien,  eine  feint(id)e 
©teUung  bagegen  annef)men,  ihm  felbfttf)dtig  entgegenroirt'en,  finnu.  \vU 
berftef)en,  ivibeiftrcben,  fid)  ire^;ven  (mittelJj.  vidersitzen ;  fic^  einem,  bcm 
grinbe  k.  iviberfe^cn;  ftc  wibcrfc^ten  ftd;  ber  Oh-igfeir,  bcm  5Be|ti)lc  2c.);  bic 
Siiibcvfdiung,  ia^  Sidj^^anbevfelen,  bei*  Süiberftanb,  ctjcm.  audj:  ber 
SBiberfa^  (mittel^),  widersaz,  and)  f.  baä  SBiberftreitcnbe,  bergeinb);  w'u 
bevfcf^lid^,  ffin?.  (et)cm.  aud)  Jüiberfä^ig,  mttteli).  widersaezec)  fid)  \vU 
bevfe|enb,  juc  9Biberfc|ung  geneigt,  u.  biefe  Steigung  i3erratf)cnb  ob.  bar# 
in  gegrünbet  OoibcrROlid)  tjonbetn;  ein  raiberfe|lidie6  Setragcn);  bic  SBi; 
berfc^(id)fcit,  ba§  53ibeifefelid)fein;  eine  anbetfe|lid}e  ^:)anb(ung  (5}t. 
Sßibcrfe^tic^fcitcn). 

äöibcrftnn,  m.,  -e§,  o.  SDJ.,  1)  fetten  (fubjectio)  ber  ivtber  ettvn^  ge- 
vid)tctc  Sinn,  bie  iDiberftrebcnbe  G3ofinnung  ob.  OJeigung,  ftnnt».  Söiber- 
widcn;  2)  gew.  (objcctio)  ein  entgegengefelter  ob.  ivibcifpred)enber  ©inn 
fj.  «8.  einer  «Rebe,  ©tclteu.);  oef  ein  in  fid)  felbft  iviberfpt:ed)enbcr  ob. 
ber  SSernunft  jutviberlaufcnber  @inn,  ^acEer:  Unftnn;  wiberftnnö,  91t». 
(mittclf).  Widersinnes;  cig.  bcr  Gicn.  uon  aßibcrfinn)  Ott.  f.  auf  ücrEcbttc 
'^w;  xMwäxtS',  im  (>5egentf)ei( ;  wiberfinnig,  S3:r>.,  1)  [eiten  f.  eine 
iviberfrrebcnbe  ©efinnung  [)>)benb  u.  jctgenb:  2)  gcir.  bm  entgcgengc? 
festen  cb.  einen  iviberfpredjenben  Sinn  cnti)vi[tenb  (eine  »ribcrftnnigc  Qt-- 
£(arung);  bcf.  in  fid)  felbft  \viberfpved}enb  ob.  ber  23ernunfl  suroiberlau; 
fenb,  {lärHcr:  unfinnig  (eine  <Sacg:  wiberfinnig  anfangen;  eine  wiberfinnigc 
'.^anblungt^weife) ;  3)  ber  gen)öl}n[id)en  u.  natürlid)en  9\id)tung  juanber 
l.uifenb  (ogt  Sinn  f.  SRic^tuug:  j.  S3.  ik  Jpaare  »ibcrfinnig  Sämmen;  Sag. 
ein  wibcr finnig  eä  ©el)örn,  mit  gegen  cinanber  gcridjtcten,  frummrn  ©ns 
ben;  SBcvgw.  wibevfinnige  öänge,  b.  i.  bcren  Siidjtung  fid)  oft  v»e'r« 
anbtrt);  bie  SSibcrfmnigc'dt,  baS  ^^iiberfinnigfein. 


tüibcrfpenfüß  —  mibcvjlet;eu  1015 

wibcrfpcnfriä  ob.  vu.  ivitcrfpänftio,  Sßro.  (mittdf),  «idcrq.änec,  wi- 
(lerspenig,  oon  Span  2.,  ©trcit,  3cnrüvfnifä;  [p  ein  ig,  uneinig,  Prciti^), 
cig.  iribcf  S^m^^nb  ftrcitonb,  i()m  cntgcgcnftrcbenb,  incbef.  un3c()Cvfom 
ivibetjlvcbcnb,  bcm  ^Müu\  eines  SKa^tigccen  ficf)  b'ivtnd'cfiij  tiMbcrfct^enb, 
ju  fc[d)cr  2iiibtnfeljücl}t'dt  geneigt  u.  bann  gegn'inbv't,  finn».  l)alöftarng, 
ftavrftnnig  2c.  (ein  rciberfpcnftige?  Äinb;  wibetfpcnftigc  UntcrtJjanen ;  ein 
»ribci-fpcnfligee  ^Betragen);  bte  SBibcrfpcnflic^fcit  (alt  u.  obcvb.  SSiöevfpo' 
nitcif,  SEibeifpannigEcit),  hai  ^ibcrfpenfrigfein;  eine  ivibcrrxcufti^e 
.f>anb(un3  (93L  äSibcvfper.rtigftitcn). 

aßi^crfpiel,  f.,  -e'o,  o.  «Ot.  (obcrb.  Sßibccfpil;  üon  ©piel  in  bcc  S3cb. 
roillfiitlidjeö  S()i;n,  ©cfdjüft,  ©adjc  überf).;  «crfc^.  üon  bcm  ttiittelij.  wider- 
spel,  Sßiebcrci-jölUung,  (Snciebcrung)  nieifl  »lt.,  urfpr.  wol)!:  entgcgcnkje^ 
fcfjtcS  ob.  tpibciflrcbcnbeij  Zljnn,  äitwibfibanbedi ;  bann  übei^.  ixii  ßnt-- 
gcgengcfefife,  ba6  öegcntt)cit  (^att  be§  Scfot)lcnen  ba^  SBibcrfpicI  tf)un; 
baö  SBibcn'piel  galten;  i>a^  SGBibcrfpiel  cincc  25ci)auptung  crweifcn). 

2Bit>erfpif^c,  ip.,  f.  ».  ».  ®iberf)afen. 

wibcrfp redten,  untib.  ^icUof.  3rv.  (3mpf.  »ibcrfprad^,  93Jtt).  n)ibci-= 
furod^cn;   aUii.  N\iclarsprechan,   widersprechen)  JPJbet  cilUn    Cb.  etlVaö  fptt'- 

dicn,  inbem  man  bie  Untpa{)t^eit  einec  '^(ngfage  ob.  baö  (3e^tnti)c'ü  ba- 
pon  behauptet,  mit  bcm  ^at.  bec  ^crfon  ob.  ®a(^c  (einem  n;iberfprcdjcn; 
er  njtbcrrprad)  mir;  id)  wiVi  iit  barin  nid^t  suiberfprec^cn;  biefcr  SScfjaup» 
tung,  9iad)rid)t  k.  i)at  man  ttjibcrfprocöen);  fid)  (mir)  felbj!  — ,  b.  i.  ba» 
föc3cntl)cU  pon  bcm  bdmuptcn,  ivasj  man  fmi}n  au^\aiiti]  imeig.  burd) 
einen  (2)cgen[a^  \)c^  Sinneo  einanbec  ob.  \ii)  in  ftd)  felbft  aufgeben,  u. 
iibcri).  in  gerabcm  (^o^cnfafie  flchn,  |inno.  iPtbci-flrctten  (j.  SB.  bie[c  bcibcn 
eä^iMfibcrffrccocn  fid);  [eine  SScIjaupliing  wibcrfprit^t  fic^  fctbjt);  baf)cv 
bü6  ?Wit>.  iintei-fpccd)cnb  at§  Sw.  f.  fid)  gegcnfeitig  ob.  in  fid)  felbfl 
nuf()cbcnb,  finnw.  ipibeifrrcitenb,  iinpertvaglid),  flä'ifcc:  tpiberftnnig  (jri= 
berfprec^cnbc  ©ü^e,  SSeljauptungcn  jc;  wiberfprec^enbc  i5^f''cn)  b.  i.  öcUig 
unocrträ'glid)f,  nid)t  ju  cinanbcc  paJTenbc) ;  alt  u.  obcrb.  auc^  jiel.  ctiüaä 
— ,  f.  läiigncn,  bcftveitcn  (ic^  n?iU  e»  nid)t  tribrrfpred^cn) ;  au^  f.  tt)ibcrru= 
fen ;  bn*  ^ibcvfpvcc^cr,  bic  2Bibcrfprcrf)cvinn,  ivec  tplbecfprid)t,  5um 
5Bibcrfpred)cn  geneigt  ift:  iüiC'crfpre(i)(td),  SBio.,  bem  tptberfptod^en  wet^ 
ben,  wcS  beficittcn  ipcrben  fann  (gew.  r.Kr  in  bem  rntg.  untoibcr; 
fprec^li^,  f.  b.);  bcc  SBtb erfprud),  -c-3,  CO?.  =fprüd)e,  1)  o.  931. baä 
2Bibecfprcd)cn  u.  bic  SÖoctc,  mit  bcn«n  e^  gefd)icl)t  (altb.  widarspracha, 
widerspräche;  feinen  SBibcrfpruci;  leioen  fönnen;  ctwaö  ol)ne  SBibcrfpruc^  ju- 
Qcfte^cn,  b.  i.  o^ne  rU  n)ibcvfprcd)cn ;  feinen  SBiberfpiudö  öffintlidj  fccfannt 
maci'cn);  2)  baä  <2id);tpibcrfprcd}cn,  ein  unpeVctP.barcr  53ib;ifcrcit  ct. 
(Bcp.cnfa^  (in  SUibafpiiii)  ftcbn;  in  SBibcrfprud)  mit  ftdg  filbft  fein,  gcra» 
tl)cn;  fi^  in  SBibetfpriidjc  s.^enr;c!cln;  ber  SBiberfpru^  ber  ^>fli(^tfn,  b.  Jöi- 
btvflreit) ;  bcc  SBiOcrfpi-ud^^gcii!,  ber  ®ci|t  bc^  ffljibecfpruc^^,  b.  i.  bie 
l)cirid3cnbc  ??cigung  ju  sribcrfprec^cn  (cgi.  ®cijl  2)  d). 

untcrfrel)cn  ob  UMt'CVJIel^n,  untrb.  jieUof.  3ib-  m.  i^abcn,  (5:«pf. 
icibcvfrar.b,  SSrt).  »riberflanben ;  altb.  Nvidarstaudan,  widarstao)  mit  bcmSat. 
1)  luibcc  etwas  fielen  ob.  ©tanb  baltcn,  einem  Eingriffe.  b;c  (Sinroirfun.T 
einer  Äraft,  einem  Siije  gegenüber  fcft  bleiben  ob.  fi'i)  in'.peiäncevt  €c()a[= 
(en,  bie  äV.pece  (^inroicfung  abf)alten  ob.  untpiti:fani   mad)en  pccmt-ä.' 


iOlO  Vüibevftopcn  —  5ßibcrtI;on 

eigener  Äraff,  jcboc!^  ntd^t  nof4)»cnbtg  mit  felbtltJjättgcr  ©cgcnnjcfir,  »0= 
fcurd)  cö  »on  ftci^  wiberfc^cn,  ftd;  ire{)rcn  untccf^icbcn  tfl,  cntg. 
tüci^cn,  nad^geOcn,  erliegen,  (bcm  geinbe  tapfer  rcib erflehen;  bcr 
Sraurigt'ett  wiberfrcljcn;  er  «iberjlanb  ber  25er[ud)ung,  ber  S?ctjitng  jc; 
Äiipfcc  tDibcrflcf)t  bcr  SDSftterung  länger,  atg  ©tfen;  nte^tö  fann  bcm  3Q()ne 
ber  3eit  it)tbetftef»en) ;  2)  einem—,  f.  ».  w.  it>ibern,  jutvibcc  fein,  ^3U 
beriüillen  erregen  (biefc  ©pctfe,  Jfrjnct  u.  njtberjlel)t  mir);  wibcr|Iel)licl^, 
Sm.,  bem  man  jviberfte(}en  fann  (gew.  nur  in  bem  entg.  unt»iber|!e{)» 
lici^);  ber  SSibeviianb,  -e§,  0.  SÄ.,  baS  5Biber|!ef)cn  b.  i.  ba3  @tanb= 
Ijalten  gegen  eine  con  aupen  cintt?ir!enbc  Äraft,  u.  in  weiterer  Seb.  auä)  bie 
2fbn?ef)r  bcrfelben  burd)  felbftt^ätige  ©egenwtrfung,  bie  ©egenire^r  (ein 
©cici^  leiflet  bem  SBaffer  SBiberjlanb;  bem  gcinbe  2Bibevjlanb  leiften;  mö) 
topfcrm  Söiberjlanbe  muffte  iiä)  bie  gcjtung  ergeben;  cic(  SBibcrftanb  finben; 
allen  SBibcrflanb  überwinbcn;  ber  3Bibcrftanb  bec  2uft,  b.  i.  ii)Vi  iik  Sc»e« 
gung  f)emmenbc  Äraft). 

Vüibevflopen,   trb.  3«?.,  »lt.  (altb.  widarstÖBan,  widerstozeii)  1)   jtct.  f. 

entgegen;,  juiücfjlopen ;  2)  jielloö,  einem—,  f.  fiufjlopcn,  begegnen; 
ber  Sßiberjio^,  -e^,  SJZ.^jIope,  1)  (altb.  widarstoz)  ein  iutbcr  ctwaä  gc* 
rid}teter  ©top,  ©egen=  ob.  Oiüd'flop;  2)  SSenennung  üerfd}iebener  ^flan? 
im,  in^bcf.  f.  (Streifenfarn  ob.  fOZiljfraut;  iiäjt-  ob.  Sjlaricnrögc^cn;  ©ce» 
gaoenbel;  weiter  fBi ber jtof},  f.  ü.  w.  weiter  Se:()cn. 

wibcrl^rcben,  untrb.  jiellof.  3"?.  mit  bcm  ^at.,  triber  3ct^i^"b  ob. 
etwai  jlceben,  i'^m  mit  2(nf!rengitng  Söiberflanb  leiflen,  ftnnö.  fid)  wi» 
berfegen,  (einem  tribcrftrcben;  bcn  Staturgcfc^cn — );  andj  uneig.  wie  tri- 
f!vciten,  fici)  wiberfprec^cn,  in  gerabem  (5)egenfa^e  frel)en  (»iocrftrebenbe 
S)ingc,  SReinungcn  ic  in  Ubcreinjtimmung  bringen);  u.  f.  iinbern,  roiberf!e= 
l)en,  jiat)iber  [ein  (eö  iribcrjlrebt  meinem  ©efü^l) ;  ta^  SBibcrfiveben,  -ö, 
ber  angejlrengt  tl)ätige  SJiberftanb  (e§  l)ilft  fein  Söibcrjlrcben) ;  entfd)ie= 
bene  2(bneigung,  jlarfer  5BibenviÜen  (ctwaö  mit  SOBibevflrcfccn  tljun). 

wibcrfireiten,  untrb.  jiellof.  3«.  (Smpf.  »ibcrftritt,  SOiw.  tribcrjtrtt' 
tcn;   altb.  widarstrltan,  widerstriten)  mit  bcm  ^  at.,   W'lbct  cinen  ob.  CttDn^ 

ftreiten,  mit  ^anblungen  ob.  gew.  mit  SBorten,  finno.  einen  befampfen,  eU 
wa^  beflreiten,  iiä)  will  bir  nidjt  wiberllrciten;  einer  SÖZeinung,  Sei^aup^ 
tung  zc  — ,  nid)t  gut  mit  bcm  3(cc. :  eine  SÖicinung  2c. — );  uneig.  f.  in 
gerabem  ©egenfa^  ob.  im  Sßiberfprud)  flef)en,  fid)  gogenfeitig  f)inbern, 
l)emmen  ob.  auf(}ebcn,  bcf.  im  jKw.  tvibcr fl reiten b,  al6  iSw.  (wibcr- 
ftrettcnbe  S)leinungcn,  Jtraftejc);  ber  SBibcrjlvciter,  trer  einem  wibcr? 
ftreitct,  ein  ©egner  (mittcll).  widerstrite,  ©egncr  im  Äampf,  SBibcrfa^er); 
bcr  SBibcrflrcit  (altb.  widersü-U),  bcr  ©trcit  iribcr  cttvasJ,  ba5  SSiber- 
llreitcn;  ber  gegenfeitige  ^Bibevflanb,  (^egenfa^  ob.  ^iüibeifprud)  (bcr 
SBibcrfireit  bcr  Ärdftc,  bcr  ^fltc^tcn,  bcr  SJlcinungcn  zc);  cl;cm.  aud)  f. 
SBettflreit  (baf)cr  mittclf).  ze  widerstrite,  fpätcr:  wibcrftreit,  alö  9lw. 
f.  im  ^Bfttjtrcit,  in  bie  SBctte). 

2Bibcr|lrom,  m.,  bie  bem  ©tvom  entgegengefe^tc  rücflaufenbe  JScive-- 
gung  cinei^  fltcpenbcn  SBaffcrS  an  mand^cn  «Stellen  bcö  Ufer§. 

2Bibcrtl)ci(,  m.,  olt.  f.  ©egent()etl,  ©egenpavfei,  ©egner. 

£ßibcvtl)0n,  m.,  -c6,  0.  93f.,  (n.  2C.  SßSicbert^on  ob.  -ton;  »on 
buntiet  ^Ibfianmung)  lanbft^.  Benennung  uerfd}iebener  ^flanjea,  inöbef. 


n)ibciui(5vtig   —  witüQ  1917 

eine  Uvt  beö  ©tnifcnfarnS,  aud^:  Sßibciflop  (f.  b.);  irct(jcv  SB ib et tf)cn 
f.  3aunrü&c;  gr  opcr  trciljcr  SBibertfjon,  eine  2(ct  bcö  Spinncnfriiutcö ; 
gülbener  2Bibcrt()on  f.  J^aarmooe  ob.  Sungfcrnfjaar;  cblcr  S3ibcc« 
tf)on,  eine  3Crt  Sonnentt)au. 

tvibenvartij:},  fSm.  (altb.  widarwartig,  widarwerlig,  widerwerlic ;  auc^ 
widarwart,  widaiwcrt,  widerwert,  oon  bem  alten  Sw.  wart,  wert,  wohin  qt- 
Wenbet  ob.  gerichtet,  f.  «5rt6;  bo(;CC  der  widerwarto,  widerwarte,  bcr  (|)CCi» 
ner;    diu  widarwarti,    widerwarle,    böö  ®cgcntf)Cil  K.)  cig.    iribCt   Ctlfvlä   gC; 

tid)tet,  taf)cc  eljcm.  f.  cntgegengefe^t,  ivibrig  überi;.  (nod)  ©d^iff.  ein  »rt« 
bcviüäutiäcr  SIßinb  f.  ein  rcibvigcr);  jc^t  in  engerer  Seb.  bcm  SiicUen  ob. 
^anbeln  in  i)Qi)cm  örabc  jinutbcr  feienb,  i)'6d)ii  un^ünflig  ob.  l^inberliri) 
(»üiberwürtige  Umflä'nbc,  ©^ictfafe  :c.);  ba  G-mpftnbiin3  ob.  ÜIcigunj 
n?ibcijTrc6cnb,  i)'6d)ft  imangcnefjm,  SiibevttJiÜen  ccivccfcnb,  finntj.  anbcr; 
Üd)  (biefe  ©peifc,  btifcr  ®cruc^  jc.  ijl  mic  »iberwärtig ;  ein  njibertrattiaer 
SCdenfc^  K.);  bte  Sßibenpärtigfcif,  1)  o.  9».  baä  ^ibenrärtigfctn,  bie 
iDibnge  ob.  txüberdd^c  $8efd)affen^eit  einer  <Baä)e  ob.  ^crfon;  2)  5??.  -cn, 
eine  roibemnütige  ®iid)e  cb.  23c3cbenf)eit,  ein  i)'6A)^  unangenehmer  Um? 
jtanb  ob.  9}oifa(r,  ftnno.  Ungemad),  S3ebrä'ngntfy,  Unglücf  2C.  (bie  aSi« 
bern:iä'rtig!citcn  beö  Sebenö  gcbulbig  ertragen). 

?Bibevii-iUe  ob.  b.  SBitcmnllcn,  m.,  @.  SSibei-miUcng,  o.  ?0Z.  (ügl. 
SBiltcn),  eig.  bct  wibn  etWiVS  gcrtd}tete,  einer  ^cidje  iviberjlrebenbe  ob. 
biefelbe  t)on  fid)  abn)e^renbe  Tillen,  ein  t)of)cr  C^rab  ber  ^Tbneigung, 
ttarfer:  ßfel,  2ih\ö;)m,  oerfdj.  .^afö,  »reicher  fid^  auf  freie  «:?)anb{ungcn  ber 
^crfoncn  grünbct,  gegen  bie  er  getid)ttt  ift,  »äijrenb  ber  SBiberroiKen 
aud)  aiiö  natiirlit^cn  Urfa^en  entjlcl^cn  u.  blojj  in  ber  (Smpfinbung  liegen 
fann  (man  !ann  einen  SBiberroiUcn,  aber  feinen  Jpafö  gegen  gerciffc  ©peifen, 
©cvitd^c,  gegen  e!elf)aftc  Äranff)Cttcn  ic.  I)abcn;  etmcS  mit  SBibermiUcn  tf)un; 
fdncn  2Bibern)itlen  unterbrücEen,  übcrnjtnben  :c.);  wii)enpiüig,  Sm.,  1) 
5Bibeni>tUen  empftnbenb  unb  aupecnb;  2)  feinen  SBtUen  mbcx  itwai 
tid)tenb,  finno.  triberflvebenb,  fiä'iEer:  anbecfpcnftig  (murcenb  unb  roibcr« 
»iUig  etn)a6  tf)un ;  ein  »iberwiUtgeS  Setragen). 

SBibcninnb,  m.,  feiten  f.  (3egenannb,  iinbrtger  SSinb. 

SBibcnvort,  f.,  fetten  f.  ein  gegen  ettvaS  gend)tete3,  n)iberfprcd)enbe5 
SBoi-t,  SSibei-fpvud;. 

Wibintn,  jiel.  ^m.  (aUf)CC^b.  widamjan,  mittet^,  widemen,  «)rat.  widemte; 

«on  widamo,  wideme,  SB  i  b  e  m ,  f.  b.)  urfpr.  au^llvittcn,  begaben  (botiren), 
fiiften  (j.  fS.  ein  Älofter  mit  ©ütern,  eine  Stabt  mit  einem  gorjt  k.  »c;bc= 
men);  jcot:  etamö  auöfd)(iep(id)  für  St'manb  ob.  ju  einem  geirifi'en 
3it>ecFe  beftimmen,  oon  allgemeinerer  SBcb.,  aig  ba6  finno.  treiben  (f.  b. ; 
j.  SS.  ®clb  JU  n?cf)ltl)ätfgcn  3»tjcd?n  — ;  fein  Scbcn  ©ott  — ;  ^\ä)  bem 
©taatäbienjte,  einer  Äunjl  ob.  SSJiffenfd^aft  rcibmcn);  inSbef.  einem  etamg 
— ,  b.  i.  e6  i(}m  au^briiiftid)  u.  fö'rmlid)  ()i"9»'bcn  u.  jucignen,  eig.  §u 
auöfctliejjlid^em  ©ebraud^e,  gciü.  nur  jum  3eid^in  ber  SJerttjiung  (einem  dn 
JBuc^,  eine  ©d;rift  — ,  ff.  bcbiciren);  bie  2Btbmitng,  1)  o.  5K.  bai  SBib^ 
men_;  2)  3)?. -en,  f.  o.  ».  bei  SSibmungsbricf  ob.  baS  SBlDmuiißg- 
fc{)rciben,  bie  ©c^rift,  burd)  »ueldje  man  einer  ^erfon  itwa^  roibmet  (fr. 
©ebication). 

unbviej,    SttJ.,    (jgej.  auä  TOiberig,   etjl  in  ber  neueren  ©prac^e  yon 


1918  wie 

totber  Qcbflbct,  wie  übvfg  üon  übet),  l)  übcrl;.  road  iribcr  etiuaä  ob.  o<^= 
manb  gecicl}tct,  i()m  cntgc^cngci'efjt  cb.  siiwiber  \]i  (tin  »ibrfgcr  3Btnb; 
wibngcn  gallo  ob.  ge».  jgcf.  vüibrigenfoKö  alö  'Slm.,  b.  i.  im  entgegen« 
c;c[f§tcn  gaUe;  tt>ibrtg  geftnnt  fctit  k.);  in  btftimmtevcv  Scb.  2)  unfern 
2ßünfd)en,  Hoffnungen,  '^(bfidjten,  ^anblungen  jc.  jutviberfaufenb,  \U 
()inbernb  ob.  üercite'nb,  ilav!fr:  ivibernoärttg,  (iribrige  Segebenbeifen. 
©^{'rtfalc  JC.) ;  3)  beu  finn(id}en  S'mpfinbung  jutrtbei-  feicnb,  t}od)ft  un^ 
angenebim  ob.  miföfäUig,  tlä'rfcc:  iDtberircivtig,  nnbcrlicf),  (roibtig  fcf)meuen, 
rict^en;  raibrig  fii^;  rcibrige  @efül)le:  ein  »ibrigec  2{nblt(f  :c.):  wibrigens, 
9tit).,  lanbfüj.  f.  njibrigenf^iKS  (f.  o.),  [cnfi;  bie  2Sii:vigfeit,  1)  ba6  9ßU 
brtgfein,  bic  tDibrtgc  S5efdiaffcnf)ett  (g.  S.  btö  SSinöcg;  ber  ßicignifTe, 
(Sd^idiate  k.);  2)  obccb.  auc^  bic  (Smpftnbung  bc^  SBibertriUcnö,  tec  7iki 
iieigung  (SBibrigEctt  gegen  ertrag  {)aben;  einec  SSibtigfat  Sitft  inadien);  .3) 
eine  anbrigc  QadjCy  ein  lüibrigcsS  (SveignifS,  gew.  SBibenyarriöfeit,  (SJi. 
SBibfigtcitcn). 

wie,  fitrtDÖrtt.  ^Reben»  ii.  Sinbewort  (pronominal-  '^öiicibium  u.  =  Son* 
jiinction),  fragenb  u.  bcjicljenb  (relatio),  übcrl).  f.  u.  Jt).  auf  roeldie  SSeifc, 
entfpv.  bem  l)inraetfcnben  u.  bejlimmenben  fo,  b.  i.  auf  bk  ob.  bicfc 
Söcife,  (got^.  hvaiva;  altboc^b.  luveo,  wleo,  weo;  mittelf).  wie;  cntfl.  OUÖ 
bem  aSevpttniföfaUe  beS  SKittctö  U.  ber  SBcil'e  (Casus  instrumentalis)  bcS 
tragcnbcn  gürw.  hvas,  liwer,  vo  er  (f.  b.),  ttJelcl]er  gott).  hv^,  altl)od^b.  hv\'iü 
lautet,  in  ffiivbinbung  mit  bem  gotb.  aiv,  altb.  eo,  io,  ie,  je;  atfo  eig. 
j,tt)ob«rd^  ob.  trie  jemaiö?   wie   in  oller  SBelt?"  —  a(tiäd>f.  huo,  nieberb. 

tt>0;   Cingctf.  Iivu,  engt,  how;    lat.  qui,  quo-modo,   quam;    grtCC^.   Tiw;,  Urfpr. 

yMs)  !•  5iitJ.  ber  S3efd;affenl)cit  unb  aßeife,  au^  bcg  ©rabcö,  ber  ©röfje 
unb  SKenge,  in  SSerbinbung  mit  3citm.,  S3ci-  unb  SZtbcnn).:  auf  nje(d)C  Zxt 
ob.  SL^eifc,  in  wctQ}em  (^tabc  cb.  Wla^e  ic.  1)  fragcnb,  b.  t.  in  birec» 
ten  grogen  (j.  S5.  wie  mac^ft  bu  ta^'i  »ic  gef)t  es  bir?  »ie  Ijei^t  er? 
»ie  mcinft  bu  bog?  »tc  ccri^ält  ftd;  bie  ©ac^e?  »ie  gc^t  eä  ju,  ob.  »ie 
!cmmt  tö,  bafö  JC.;  »ic  fagft  bu?  fi-.  »a§  [ag[f  Ixi'i  —  oudi  fclo^:  »ie? 
i}üfUd;ec,  alä:  »ag?  —  »ie  gvojj  ij^  biei'er  ©c.rtcn?  »ie  öod)  iJl:  jener  Serg? 
»ie  ti^euer  ift  fcaö  SBucf)?  »ie  lange  ^at  e§  gcbautvt?  »ic  oft  iil  er  aetom- 
men?  »ic  cid  ijl  er  bir  [djulbtg?);  auc^  auöiufenb,  alö  2lu6brud;  ber 
Sjecwu-nberung,  bcö  Un»illen6  jc.  (g.  S.  »ie  glänjen  bie  Sterne!  »ie  [c^cn 
ift  bie  ©vbc!  »ic  furj  ifl  baS  ßcben !  »ic  oft  {}abe  i'"^  bid?  gewarnt!  »ie  oft 
foH  i^  cä  »icbcrt;olcn!  »ic  fel)r  i)a\t  t)\x  biä)  geirvtl  »ic  balb  ift  c5  um  unö 
gettjan!  —  oft  nur  atö  teb{)aftere,  üevftdrfenbe  9tebe»enbung  fvatt  einer  bf 
l)aaptenben  Jfuöfogc;  j.  S.  »ic  freue  td^  mid)!  ft.  iö^  freue  mid)  febr;  »ic 
crfdjra!  er,  alä  er  mid)  fal)!  »ie  »ol)l  l)al1  bu  getljanl  jc.  b.  i.  bu  {)ai1:  febc 
»ol)l  getl}an  jc);  f)auftg  fielet  »vie':^  für  fid)  allein,  eine  nac^folgcnöe 
grage,  einen  3»eifel  ober  (5in»urf  jc.  cinleitenb  (j.  SS.  »ie?  tjafl  bu  eö  m:c 
nid}t  i^erfprodjen?  —  »ie?  foUtc  i6)  mic^  geirrt  :^aben?)  unb  »or  einem  mit 
;»cnn  eröffneten  bebingenben  ©a^e  au6laff.  ob.  eUiptifd^  f.  »ie  »avc  c6? 
(5.  SB.  »ie,  »cnn  er  fein  SBort  jurürtnclimc?  b.  i.  »ie  »arc  e§,  ».lö  »ürbe 
cicfd^ibf"»  tt>2i'H  i'-  f-  f-i  tt-'i'^)  »■''»■"'^"  c6  benncd^  gef(^äl)e'?);  ivie  fo?  tvi« 
bcnn?  finb  eUiptifc^e  gragefcrmeln,  »el^c  fid)  an  eine  bebauptenbc  JCuöfagc 
anf^licj5en,  um  bic  ^iVt  unb  5Beife  ob.  bic  Uefadjc  bcö  ©efagten  genauer  ju 
crforfvijm;  '-)  in  inbirecten  gragen  u.  abl;  j'ngigen  9icbenfä§en , 


wie  1010 

tüo  tvte  bfe  Äraft  eine«  giigcwortcö  annimmt  fj.  S.  et  fragte  mi^,  »i>fc  iä\ 

iiiic!^  bcftnbc;  id)  wci^  nidjt,  tvic  cö  [id)  bamit  ofr()att;  idj  üOcdegc,  u-i*  tdi 

iS  anfangen  foU;  icb  Ocärcifc  wot)l,  it)ie  eö  gugeganäen  tfl;   S^iemanb  fonntc 

mic  fagcn,  wk  i)od)  bitfcc  JBcrg  ift;  bu  wcilit,  wie  gut  icf)  bic  bin;  iä)  fütjlc 

c6  lebf)aft,  wie  »icl  id)  ifjm  oeibanJe;  bu  fie(;fl  nun  felbft,   »ie  gut  e6  »rar, 

bafö  Jc;  mic  gefdjal;,  idj  weip  nic^t  »it;  bcm  fct>  vokii)m  jooUc,  u.bgl. m.); 

—  2)  unterovbncnbcö  SBbrt».  ob.  gügewort:    1)  vei'ö!i;icf}enb  (compara^ 

tw),  einem  bcPimmenbcn  fo  im  J^auptfa^c  entfpivd)enb,    roclc^cö  jtboc^  audj 

festen  !ann,  wäfjvcnb  Jt>ie  mit  bejic^enber  Äcaft  einen  oer3(eid}tnben  3iel'vn= 

faf^  einleitet,  bec  icbcd)  meifl  unooUjlanbig  (eUipU'fd)),  unb  auö  bcm  5nt)alre 

bc6  ^auptfa^c6  ju  ergangen  ift;  im  ^lUgcmeinen  'il(}n[id)feit  ob.  Übcrcinftim- 

mung  bcc  S.^efci)affenf)eit  ob.  5ßeife  auöbn'ldenb,  ccefc^.  oon  al6,  »elc^eö 

tl)ei(ö  üöUigc  &kid)i)dt  ob.  2Öcfenöeinf)cit  (.'Sbcntität)  anzeigt,  tfjeitö  bei  fpi^ 

d)cn  S3crg(cid)imgen  ]td)t,  bic  nn^c  bie  65rö^e  ob.  ben  @rab,   alö  bie  inn-r^- 

S3efc^affent;eit  angetjen,  unb  namentlid)  übevaU  |ief)cn  mufö,  voo  ein  93ett)ciit^ 

nifö  bec  5ßcrf^iebent)eit  beö  ©rabcö  ob.  bcc  S3efd;affint)cit  angegeben  niic, 

alfo  ftetö  nad)  einem  (5om;:avatiü  unb  na^  anbcr6^(j.  35.  er  fämpftc,  wie 

ein  J^elb  (!ämpft);  fie  Uüi)t,  wie  eineSf?ofe  (btüi)t);  er  forgt  für  mic^,  roic 

ein  SSatcr  (forgt);  iei^  liebe  ifjn,  wie  (id^)  meinen  Sruber  (liebe),  ob. —  wie 

(man)  einen  SSrubec  (liebt);  ii)  würbe  telidnbelt,  wie  ein  Äinb  beS  J^aufeö 

(bcf;anbcU  wirb);  —  Ijingegen:  er  ftarb  al6  ein  ^i\by   b.  t.  fo  bafS  iljm 

biefc  (Sigenfc^aftebenennitng  wirflid)  jufommt;  er  for.;t  a  U  SBater  für  miel;, 

b.  i.  tnbcm  er  wiiüid;  mein  Sinter  ift  ober  23atcvflcUe  bd  mir  üertritt;    id) 

Itcbi  i{)n  atö  meinen  Srubec  (b.  i.  ber  mein  JBrubcr  ift)  öon  .?)er^en;    man 

bcl)anbcltc  mic^  alä  ©ail  (b.  i.  wä()renb  i<i)  ®aft  war)  wie  ein  Äinb  bcS 

^aufcö;  mand^er  unbebeutenbe  ?S)?enfc^  lianbelt  al§  Sßeamter  wie  ein  25c§» 

pot;  —  ferner:  er  madit  cö  eben  fo,  wie  idy,  Ijingcgen;  er  mac^t  c6  anberö, 

beffer,  fc^lec^tcr  k.,  olö  ii^;  jic  ijt  fo  fiiön,  wie  ii)ve  ®d)werrfr;   id)  bin 

fo  fleifjig,  wie  bu,  b.  i.  in  berfelben  SBcife  fla^ig  u.;   hingegen,  wenn  tic 

SBejlimmung  be6  ©rabeö  l)eroorgef)oben  wirb:  tdj  Hn  fo  fleifiig,   alö  ba; 

er  Ijat  fo  oiel  ©elb,   aH  fein  Srubcr;    t}ingegen:   bieg  SJovt  bebeutet  fo 

öiel,  wit  jcnco  (wo  bas  fo  oicl  nic^t  iic  SDicnge,   fonbcrn  bie  innere  fSc 

fct;affen^eit  be6  SSegriffeö  bejeidjnet);  er  ijl  gröjjcr,   al^  id),   gcfunbcr,    aU 

bu  K.;  nid)t  —  wicid)^  —  wit  bu;  iii^  ifi  weiter,  alö  ©d^nec,  aber: 

fo  weij},  wie  ©djnee,  u.  bal.  m.);  um  ®kid;i)dt  beS  (Grabes  unb  ber  Se= 

feticfen^eit  ^uglei^  augjubrüeten,  fann  audj  al6  mit  tuie  ocrbunben  wer» 

ben  (j.  J8.  ,,ba  bift  fo  elcnb  nid^t,  alö  wie  bu  glaubfi"  ©ctf)e),  wc6  jcbod) 

Quper  biefem  galle  ein  fchlerliafter  lanbftl^aftl.  ©ebraud^  ifl  (alfo   nidjt:    tr 

!ann  e§  fo  gut  tf)un,  alö  wie  id)',  fcubern  —  wie  id);  nid)t:  cö  ge(;til)m 

nidjt  bejTer,  al6  wie  mir;  fonbern — üUmir).      5:v"jtfcnbere  bcitidE]net 

baö  ocvgleidjcnbe  it)ie:  a) 2i1m[irf)6eit  (j.  S5.  rotl;  wie  ffilut;  wd^  wie ®(tnec; 

er  lag  wie  tobt  ba;  fie  gleiten  einanber,  wie  gwei  Gier;    c6  gel)t  unö  mit 

neuen  Suchern,  wie  mit  neuen  Sefanntfe^aften;  eö  Ijungevtc  il)n,  wit  einen 

SSiOif;  ie^  bin  fo  fröljlici),  wie  ein  Sieh;  er  war  unerfi^iitrerlic^,  wie  ein  ^dö 

im  9}?eere);  fo  befonberö  in  coU|tänbig  auSgefübvten  ©Icic^Miiff  en,   wo 

ou^  g(etd)a>ie  ob.  fc  ivie  gc6raud)t  voirb  (j.  SB.  ©leidjwic  ber  ^etbp 

winb  bie  Slätter  »om  Saume  wc^t,  fo  leidet  unb  fpurloS  »ergetjt  ein  ?Ken= 

fdtjenlcbcn. — SBic  teö  Sampfeö  ©aale  wd)t,  fc^winccn  alle  Gcbengrüpen.  — 


1920  widHln 

—  S)u  nimmfl  btc  Sdiüffcl  von  Äüntgä  Sifdj.  xvk  man  2CpM  6tt^t  »om 
S5aum);  ivic  ivctm  frcfjt,  wenn  bcc  öcrßteij^unäöfa^  bie  gorm  tincc  a(ä 
an'i-!(i(^  gtbac^ten  2(nnaJ)me  ob.  S3oi-auöf  e|ung  i)at  (j.  18.  3c9  {)öre  eiii 
^((itfc^crn,  iinc  »Dcnn  btc  SÖcIUn  an  ben  ?Rac^cn  [dalagen.  —  35ie  SßclEfn 
flogen  poc  bcm  SBinbc  ^cr,  xvk  rocnn  bei-  SBolf  bie  ^ccrbe  [d)cuc^t);  b)  öoU 
li^  i'iberetnftimmenbe  23ef(^affent)eU  ob.  5Doeife  (3.  SB.  ber  Sine  t'tl,  mtc  bcc 
2(nbcri';  cg  i(l  ()eute,  wie  gcflcrn:  cc  ma^t  tö,  wie  id^;  er  bcti-agt  fid^,  wk 
tin  fd;(crf)tct  9]Rtnl'd);  er  fjanbelt,  wie  ein  rcd^t[c|apner  9DJann  fjanbeln  foU; 
i^  bin  nic^t  [0  gtücftic^,  wie  ic^  fc{)einfi  —  vok  bu  glaubfr;  fie  liebte  nid^tö 
(fo,  in  folc^em  törabe),  mie  if)n;  öcr)"^.  fie  liebte  nic^tö,  alö  it;n,  b.  i.  fie 
liebte  nidbytö  au^er  ti)m,  iJ)n  allein:  er  tcinBt  SBein  xvk  23affer-,  bi  Sommil 
»rie  gerufen,  b.  i.  alö  ob  bu  gerufen  wärej!);  c)  bafij  ber  3i^^*-'^^t  be^  ^i^aupt- 
^a^ii  mit  bem  im  D^^ebenfa^e  cnt[)ultencn  S()uti  itbercinfrimmt  ob.  bcm= 
fetbcrt  gemap  i]lt,  (j.  S.  ii)  fprec^c  nun  ben  gürflen,  wie  bu'ö  fcrtcr|l,  b.  t. 
beimr  gorbtrung  gcmä^:  er  ijl  franf,  wie  man  fagt;  er  ijl  f(!;cn  lange  ab' 
wefenb,  wk  bu  wei^t,  wirb  aber,  wk  i<i}  f)öre,  balb  §uvüi.tjil)ren;  fie  ijt,  wie 
bu  ficl)jl,  ni^t  mel)r  jung;  wie  i(§  merfc,  bijl  bu  no^  ni^t  entid^loffen,  u. 
bgt.  m.);  il)  in  S  erbinbung  mit  ocrf^tebenen  anbern  SJebcnwörtcrn 
nimmt  bQ§  ßcrglei^enbc  wie  nod^  folgcnbc  fceflimmtcrcn  SScbeutungen  an: 
»üie  auc!)  i|^  ti)cilö  blo^  anfügcnb  ob.  copulatic,  ügt.  fowol)l  —  alö 
auc^  (j.  S.  mein  SSrubcr  unb  meine  ©diwcjier,  xvk  awij  beren  gi-'t-'unbe  unb 
grcunbinncn  :c.);  tljcftS  einräumenb  ob.  ccncefj'io,  finnu.  fo,  ogl.  aucf) 
roiewoljl,  (j.  33.  \vk  flug  er  aud)  fein  mag,  er  lann  mir  bodj  r.ic^t  lielfen; 
wie  gern  ic^  auc^  wollte,  fo  lann  iä)  leiber  nic^t;  \vk  iä)  eS  aud)  mac^c,  cö 
ifl  il)m  nic^t  red^t;  —  biiw.  oljne  auc§,  ?.  S.  „9ii(^tö  jcigt  fid)  mir, 
wie  weit  bic  SSlicte  tragen"  ©dijiUer);  ipiefent  ob.  in  iric  fern  ijl  etm 
f^rän!enb  ob.  refiiictio,  rgt.  fofern,  in  fo  fern  (j.  $8.  i^  ^abe  iljm 
mein  Sßort  gel}alten,  in  wie  fern  eä  mir  möglich  war);  Wie  i>cnnkiut 
einen  erläutern  ben  3ufa|  ein  (j.  S.  alle  feine  ©efc^äftöfrcunbe  liefen  if)n 
in  ber  Siotl)  im  ©tii^,  xvk  bcnn  jur  3eit  einer  allgemeinen  ©tfa^r  3eber  nur 
an  fi^  ju  beulen  pfli^gt);  ivie  bafö  würbe  cljcm.  jlatt  beö  blofjcn  baf5  ge- 
brandet (j.  fS.  man  l)at  bie  9ladjrid)t  erljalttn,  wie  tafö  ber  geinb  gcfd;lagcn 
tu),  ie§t  bibW.  wii  allein  in  bcm  ©inne  üon  ba\i,  inbem  ftatt  ber  bloßen 
3Cnfül)rung  cineö  S3organgcö  auf  bic  2(rt  unb  SDSeife  beöfelben  l)ingebeutet  wirb 
(j.  S3.  iä)  i)örte,  wie  er  fagte,  bafö  ic;  ber  Sote  meibete,  xvk  er  feinen  3£uf= 
trag  nid)t  t;abc  ausrichten  fönnen);  —  2)  erEUuenb  (e)cplvinatiy)  ob.  bei' 
fpiclöiveife  anfü()renb,  finntj.  a(6,  jum  Seifpiel,  nä'mlid)  (j.  25.  manche 
S:l)icre  finb  bem  SKenf^en  nü^lid^,  irie  bk  ©d^afe,  JHinber,  ^ferbc,  Sd^wei' 
ne  unb  anbere  ^au6tt)ierc;  anbere  finb  il;m  fd)ablic]^  ober  läjlig,  mi  bk 
«Raubt^ierc,  baö  Ungejiefer  aUcr  "Kvt  Jc);  —  3)  jeitbcflimnKjnb,  ©Ieid)jcis 
tigfcit  auSbrücEenb,  fowo{)l  in  ber  (Segenwart,  al§  in  ber  a>crgangcnl)cit, 
finno.  ba,  alö,  (j.  S.  wie  er  bicö  t)'6vte,  ging  er  weg;  vok  er  gefragt  warb, 
laugnete  er  eö;  „unb  wie  er  fi^t  unb  me  er  laufd)t,  tf)eitt  {id;  bic  glut^  cm» 
por"  @ötl)e);  aud)  fo  ivte  f.  fobalb  al^,  ob.  fogtcid)  trenn  (5.  JB.  fo  xvk 
er  angc!ürcmcn  war,  bcfui^tc  er  niii^ ;  fo  wie  er  fommt,  fd^idc  iljn  ju  mir), 
wiebeln,  jicUof.  3w.  m.  Ijabcn,  (mittcll).  wibeleu,  obcrb.  wtbcln; 
üon  weben  f.  fic^  t)in  unb  l)er  bewegen;  f.  weben  1.  u.  2.)  lanbfc^.  f.  v. 
w.  »vibbcln,  ivimmcln:  fidUcbljaft  vcijtn,  fd^ncK  ob.   f)aufena\'ifc  buccf) 


Söiebc  —  tvicbev  1921 

.inanber  b«ivc9en;  ber  SBicbel,  -S,  9)?.  \v.  (5.,  (au(6  SBibel,  SBibbcl; 
aüb.  wibil,  wihel;  nicbctb.  SlBcoel;  angclf.  vifel,  \elel)  (anbfd;.  f.  ilcifci 
(5.  SS.  «Rofs^,  Äormt5ic6cl  ic),  tnöbtf.  bcr  Äornfä'f^c  ob.  Äornivurm  ;  obcrb. 
aui)  f.  ein  lebi)aftc6,  tcgfameö  £(ctnc6  Äinb;  wicbdig,  ffijt».,  obcrb.  f.  fidj 
UHjcift  regenb,  jappelnb,  roimmctnb. 

SBicbc,  IV.,  ^.-n,  23er!(.  bag  2BiebI«tn,  (c.  SGSibc,  SBiblein;  alt. 
t)od)b.  wid,  wit;  mitttli).  Wide,  ou(^  wit,  ©.  wite;  obcrb.  i)k  5ßib  u.  Sffiibcn, 
ücrfl.  baö  SBiblcin,  SBibcl;  nicbcrb.  SBcbc;  oerjt.  baö  gotfj.  viihan,  binben, 
iölünb.  vkija,  Sanb,  u.  SBeiöe  1.),  1)  «ia  au§  bk^famen  Sßaumjireigcn, 
j.  S3.  JQa\iU  ob.  5Beib£ni-utt)cn,  äcbic^ite^  SSanb  ^um  2(nbtnbcn  bcc  SBaumc 
an  ©tangtn,  bcc  ßattcn  cincö  3auncö  an  bie  3aunpfät)K'  ic ;  obcrb.  auc^  ein 
S5aub  ob.  ©eil  av.^  <Stro()  u.  bgt. ;  c()cm.  inöbcf.  bcc  ©trnnä  gum  2(uf= 
fnüpfcn  üOn  Serbrcc^ccn  (rihten  mit  der  wide;  bi  der  wide,  b.  i.  untCC  2(n= 
bco{)un9  bcö  J&angenö);  bci$  ücrfl.  SöiebUin  (obecb.  SÖStblcin,  SSibcl) 
üud^  f.  ein  (^ebinbe  an  SBicben  gcrci^ctcr  93ögct,  gifd^c,  gcöfd^c  2c.  (ba= 
t}i,'r:  »ibcltüciö,  9?n).  obcrb.  f.  in  ganjcn  ©cbinbcn,  f)aufcnn?cifc,  l)aufig); 
2)  in  weiterer  Scb.  übcri;.  ein  $8anb  ob.  SSinbcmittel,  inSfccf.  ci)em.  ein 
^l^aacbanb,  eine  Äopfbinbc  als  rocibi.  Äcpfpu^  (in  bicfcc  S3cb.  attb.  \vitta, 
witte,  BicUcid^t  oon  bcm  lat.  vitia);  ferner  f.  0.  ».  bec  ßeifrbügel  (f.  b.); 
obcrb.  (btc  So^roib)  bcc  cifcrne  JRing,  »cldjcr  i>k  S)ci4)fet  an6  Di^fcnjoc^ 
Hit ;  boS  .!pölj,  tt)cl^c6  ba§  S>orbcr=  unb  JptntcrgcftcU  cincö  SBagenö  ücrbin- 
hit:  Cangiricbe  (altb.  lancwid);  auc^  ein  an  bcibcn  Gnbcn  auögejacftcö 
Jpolj  am  2Bebcftuf)lc ;  —  trieben,  giel.  3«.  (mittc(f).  widen;  obcrb.  »ibcn, 
wibncn,  wibcln)  lanbfc^.  f.  5ßiebcn  machen,  brc{)en;  mit  SiJieben 
binben;  ber  SBicbcl,  -ä,  lanbfd).  f.  ©djlingbaum;  —  ber  SBicbcbaum, 
lanbf^.  ücrfc^icbenc  SSciumc,  bcrcn  3rccige  gu  Sßicben  geeignet  ftnb,  inöbef. 
ber  3;raubcn!irfd}cn=  ob.  SJogclbccrbaum;  bcr  gautbaum;  bcr  ©(^lingbaumi 
ba§  Sßicbekaut,  lanbfc!^.  f.  bie  3auntt5inbc;  i)ai  2öiebclfilbcr,  lo.nbfc^.  f. 
gcjogeneS  ©itbcr  (tt5af)rfd^.  wegen  [einer  SSiegfamfcit) ;  bec  SBicbeljaiin,  obcrb. 
f.  ©tangcnjaun. 

2Biebcl)o:pf,  m.,  -e>3,  cberb.  r.  -en,  2)?.  -e,  obcrb.  -cn;  iaUi)oä)b.  wi- 
tuhopha,  n?.,  U.  wituhopfo,  m.;  mittel!),  der  witehopfe;  obcrb.  bcr  2Bitl)opf, 
SBiböopf;  nicbcrb.  SBic^op;  altnoib.  veidihoppa ;  wie  e6  fc^cint,  uon  bcm 
altb.  witu,  j^olj,  angclf.  vudu,  engl,  wood,  noc!^  obcrb.  ^ity  SBitt  f.  ^olj, 
bcf.  SSrcnnf)olj,  unb  hupfun,  l)üpfen:  atfo:  bcr  im  Jpolj  Jpüpfenbe,  bcr  2Balb= 
^üpfcr?  —  ogt.  jcboc^  ia^  engt,  whoop,  hoop,  hoopoop,  mit  whoop,  hoop, 
f^rcien;  fi^web.  hvipa;  franj.  huppe;  tat.  "p"pa,  gricc^.  (noi;j,  rconac^  fic^ 
öermut{)cn  IdJTt,  baf§  ba6  bcutfe^e  SBort  entjlcUt,  unb  iücnigftcnS  i)a€  —  l)opf 
Slad^a^mung  bcö  eigentl)ümlicf)cn  CautcS  ift,  bcr  au^  bcm  tat.  upupa  gu  ®runbc 
liegt),  ein  äugüogcl  mir  fdionem,  buntem  ©eftebec  unb  einem  fad}etfoc' 
migen  geberbufd)c  auf  bem  Äopfe,  xcddjct  bcn  jlot^  lieben  unb  fcl)c  un^ 
reinlich  fein  foU,  bal)er  aud^  ^oü}:,  £)recf',  @tinfbaf)n  genannt,  ou^: 
S5aumfd)ncpfe,  ^eecoogcl,  ©ä'nfe^itt  k. 

3Biebemut,  f.  unter  5öibcm. 

wiebev,  tflw.  (altijoc^b.  widar,  mittell;.  wider,  oberb.  wiber,  nicbcrb.  »rcb^ 
bcr;  urfpr.  ein  unb  bai^felbc  SBort  mit  bcm  ffiir.  wiber  (f.  b.),  oon  ircldjcm 
e§  crfr  im  9leu{)0(^b.,  wo()l  ni^t  uor  bcm  17.  3at)rl;.,  burd}  bie  ©d^riftform 
untcrfc^icbcn  wirb;  bie  Urbeb.  ift  „gegen,  entgegen";  barauö  fliegt  bie  9Scb. 

^epfc'S  .^anbrocirterb.  b.  beutfd()cn  ©pr.  "2.  S^eil.  12 1 


i  922  micberbeißen 

bC'3  fäumlid)t'n  3utüd,  b.  i.  in  entc^egcn^efe^ter  SJtc^tung,    trorauö   bann 

cincrfcitS  ber  Scgnff  bei*  ©riüieberung  ob.  ßcftattung,    anbrevfettö  bev  SBte« 

bcrf>olung  ob.  (gcneucrung  ftc^  enttütffcU)  bejetd)net  1)  bie  9iütffef)r  cine^ 

©egenjlanbeS  311  feinem  ^(uggangSpunfte,  finno.  jucücf,  fowot)l  cig.  u. 

rüumlid^  (j.  SS.  njtcbcr  fommcn,  mtcbcc  !ef)rcn,  einem  etn?a§  wiebci'  fc^ictcn; 

fi-  ifl  üon  feinet  Steife  miebec  angelangt,  er  ifl  »ciebcc  i)kt;  baljer:  (){n  unb 

roiebcr,   b.  i.  ()in  unb  f)CC  ob.  juriid,    mittelf).  dar   und  wider;    wider  linde 

viir,  b.  i.  gurüd  unb  üocraartö ;  wider  unde  dan  jc.),  aU  auä)  bef.  uneig.  bic 

Oiütffe^L-  cb.  SSerfc^img  in  ben  vongen  ©tanb  (üwa^  triebec  geben,  bnn= 

gen,  evllatten;  rcteber  t)crftellen;  iai  (5i6  ttJtrb  mkbit  ju  SBaffcr;  einen  »te> 

ber  ju@nabcn  annei)men;  ec  [oU  fein  @elbttJteberf)abcn,b.i.jHriicf  empfangen); 

öa{?cr:  2)  bte  ©rftattung,  (Snrteberung  ob.  ^öergeitung  be^  Empfangenen, 

finno.  bagegen  (5.  SB.  »ec  ii)n  fc^lägt,  ben  fi^lcigt  ec  rciebcr ;  er  Sjat  mic^  be= 

f(;^en!t,  id^  will  ii)m  irieber  etwaö  geben;    id)  laflte  if)m  »ieber  einen   ©ru^ 

fagen;  etnjaS  »ieber  gut  machen  Jc);  3)  bic  Erneuerung  ob.  5ßteberf)0(ung 

etneS   früi)eren  SI)ung   oh.  3uftanbe6,  finn».  aberma(5,  nod)ma[c,  t>on 

neuem,  auc^:  ivieberum  (j.  S5.  iUva&  roteber  tfiun;  et  fd)Icift  fi^on  »icber; 

eg  regnet  fc^on  wieber;  ber  Äranfe  get)t  roicbcr  auö,  ift  n?ieber  gtfunb;  etroae 

joieber  »ornebmcn;   id^  t)abt  ihn  feitbem  nid^t  »ieber  ge[ci)en).  —  3n  ben 

erjlen  beib cn  Sebeutungen  rairb  ivt eber  mit  Zeitwörtern  u.  banon 

abgeleiteten  Jpauptnjörtcrn  j^  u  f  a  m  m  c  n  g  e  f  e  1 1 ;  in  bicfcn  3fc^.  rui)t  ber  v§aupt= 

ton  auf  wieber,    u.  bte  Seitnjöricr  bicfcr  3(rt  finb  unccit  gufammcngefe^t 

unb  trennbar  (j.  58.  ctn?aä  »ieb erbringen,    »rieb  ergeben:   iä)  bringe, 

gebe  CS  wieber,  i)abc  c§  wicbcrgcbrad)t,  wiebergegeben,  wünfc^c  cö  wieberju= 

geben  2c.;  wieberfeljren,  wieberHommcn:    id)  M)vc  wteber,    er  fam  wie« 

ber,  id)  bin  wiebcrgefei)rt,  wieberge!ommen,  er  oerfprad;  wicberjufommcnK-; 

bic  SSie  ber  gäbe,  SB  ieb  er  fei)r,  2BieDer!unft  k.)-  5"  ber  brittcn  Seb. 

„noc^matö,  Don  neuem,  wicbcrum"  biltct  iricbec   mit  bem  3citworte,   gu 

welchem  eö  tritt,  in  ber  Siegel  feine  äufammcnfe^ung  (j.  SB.  ctwaä  wieber 

tf)un,  eine  Schrift  wteber  abbrucEcn,  ]id)  einer  ©ac^e  wicbcr  erinnern,    etwaö 

wteber  entbeden,   wieber  aufneijmcn,    wfeber   befe^cn;    wieber  genefen  jc), 

woi;l  aber  fönnen  auö  folc^cn  S>crbinbungen  ^ufamm  cngcfe^te  Jpaupt= 

wort e r  gebilbet  werben,  wie:  ber  SßicberabbrucF,  bic  ^23lcbcraufftnbung, 

^^Bicberaufnabmc,  ber  2Bicberint6bcuct)  (nod^maiige  2Cu§bruc^  j.  95.  eines 

Äricgcö),  bic  ^}JÖIcberou6föf)nung,  SBieDerbcfetutng,  9Joicbcrctnnaf)mc,  2Btc-- 

bei-cinrtd)tuna,  ^Biebercinfet^ung,  Sßicbcrcnrbecfung,  ber  ^iebcrcntbcifer, 

bie  ©iebercrftnbung,  ber  SBtebererft'nber,  bte  SJicbererganjung,  ^liitebcrcr; 

innerung,  5Biebcrerobecung,   SBicbecerjcugur.g  (fr.  Sleprobuction),  3Btc? 

Dergcnefung,  ber  k.  ^IBicbcrgencfcnc,  bic  ^2üicberöereinigung,  u.  a.  m.,  wel» 

c^e  feiner  befonberen  SiElcirung  bebürfen.  Einige  ber  gangbarjten  Scrbtnbun= 

gen  »on  Zeittüörtcrn  mit  wieber  in  biefer  Ic^tercn  Scb.  werben  jcbod^ 

als  3ufamnienfegungen  angefcfjen,  welche  gtctd)faUä  ben  ^auptton  auf 

roicber  l>aOin  unb  trennbar  finb   (j.  25.  wieberfducn,   wteberfcljen, 

wie berfagcii:  id)  fay  il)a  wiebcr,  t)abe  xi)n  wiibcrgefef)cn,  i)offe  ifjn  wiebcr= 

^ufeljen;  er  (;at  eö  wicbergcfagt),  mit  alleiniger  2(uSnal;mc  be§  untrennbaren 

Wiebert) ölen  (id)  wieberi)olc  cö,  i)abc  eö  wicberf)olt;  ;(u  wieberl)clen). 

ivieticrbeipen,  trb.  gteU  3w.,  einen  — ,  bctfen  SSet^cn  cnvicbccn. 


n)ieberbe!ommen  —  wiebcrgebärcn  1923 

wieberbcfommen,  trb.  jkl.  3n?.;  ettvag — ,  in  feinen  S3efi&  jurücf 
bt't'ommen  (j.  S.  eine  »ertorenc  ob.  gcflotilcne  @ac^e). 

wict)erbejal)(en,  üb.  jiet.  3n>-,  jitcucfbcjafilcn,  äaf)(cnb  erftatten  (geborgt 
tiu  @elb  IC). 

lüicberbicten,  tvh.  jteltof.  u.  g{e(.  3«t»-»  «in  @ebot  g(eid)fam  crmiebetn, 
b.  f.  nad)  einem  TCnbern  auf  ctroag  bieten  (fpric^w.  Sicten  unb  SBiebcrbtc^ 
tcn  mad^t  Äauf(eute). 

wiebcvbitten,  trb.  jict.  3nj.,gem.  f.iniebcr  cinlaben,  roiebec  ju  ftcb  bitten. 

tüiebcrbringcn,  irb.  jiel.  S»-,  l)  einem  ctn?ag— ,  jurücf bringen, 
Co  bcm  üortgcn  Seft^er  ipicber  überbringen;  cbcm.  einen  —  (mittclf).  wi- 
cUTbringea,  mit  bcm  ©  en.  ber  ©ac^e)  f.  ii)n  oon  etwaä  jurücEbringen,  bacan 
(nnbern;  2)  uncig.  ctn?aö  —  f. rcieberberftelien,  in  ben  früheren  äuftanb 
verfemen;  bic  SBicbcrbringung,  1)  ba§  3urücf bringen;  2)  bie  Söieber- 
iKM'floüung  ctneg  ocvgangenen  ob.  gcgennjcfttigcn  3ujlanbeö  in  bcc  3ufunft; 
uncbcrbrtnglicf),  Sn?.,  wa§  wiebergebracbt,  b.  i.  njiebcrbergejIeUt  ob.  et; 
fi'fjt  tverben  t'ann  (gcro.  nur  in  bcm  entg.  unraicberbringlid^). 

luieberbonncrn,  trb.  giellof.  ^m.,  bii)t,  ben  «Sc^aU  bes  2)onner6  ju? 
lücfgeben,  bonncrnb  irieberbnllen. 

wtcbercintabcn,  trb.  jtct.  3».,  einen—,  beffen  6in(abung  eririebern. 

n)icbcrcrl)altcn,  trb.  §tcr.  3»-,  ctma^—y  jurücf  crbalten,  irieber 
in  feinen  S3eft^  bekommen. 

wicbcrcrinnern,  tvb.  rücfj.  3».,  fi  rf)  einer  «Sacfje  (®en.)  — ,  b.  wie; 
ber  erinnern,  b.  t.  ctiraö  Vergangenes  ob.  aScrgeffencS  in  fein  3nnere§ 
gleid)f.  jurücfbriiigeii,  in§  ©ebad^tnifg  jurücfrufen;  bic  SBiebcrerinne; 
rung,  drinnerung  einer  Dergcffenen  (3ad)c,  Ovucferinnerung. 

njiebererfennen,  trb.  jiel.  3».,  einen  ob.  etroaä— ,  einen  ©egen; 
ftanb  als  bcnfelben,  ben  man  fdion  früher  gcfannt,  erfennen  (iö)  Ijätte 
{()n  6cinaf)e  nic^t  wiebcrerfannt);  bic  SSiebererfennung. 

triebcrcvlangcn,  trb,  jict.  3*r>-,  ctroag— ,  jurücf  erlangen,  tt>icbcr 
in  feinen  SefiM^ringen;  bic  Söiebcrerlangung. 

TOiebererflattcn,  trb.  gict.  3t:?.,  einem  etn?a^— ,  jurücf  erftatten, 
bem  früf)crcn  Scfirjcr  jurücf geben  ob.  erfefeen;  bie  SBieberer|lattung. 

wtebererjä()len,  trb.  jiel.  3n>-,  er5ablenb  ivieberbolen,  was  man  gebort 
t)at,  '^fnbern  erjd'bten  u.  baburd)  cerbreitcn  (er  erjcit)tt  2rucs  »ieber,  roai 
et  bort). 

SBiebcrfabi^t  «?•.  (mitteif).  widervart)  ttt.  f.  9xücffaf)rt,  9vücfreife,  2Sie^ 
berf'ebr;  bic  SBicber[äl)rte,  Sag.  bie  gäJjrte  eines  jurüctgcbenbcn  SBilbeS, 
aucb:  hinter-,  5Rad3=,  9liirtfäf)rtc. 

ivicberfinbcn,  trb.  jiel.  3to.,  etwa^  SSerloreneS  fi'nben  u.  baburd)  »rie- 
berertangen;  fidi  — ,  f.  lUicbergcfunben  ircrben,  uneber  jum  23orfd)ein 
fommcn  (g.  S5.  ber  ocrlorenc  ©c^lüJTct  i}at  fic^  wiebcrgcfunben);  bie  2ßic= 
berftnbimg. 

Sßteberflug,  m.,  3ag.  f.  ».  n.  Sßicberfirid),  f.  b. 

wieberforbcrn,  ttb.  jicl.  3».,  etwa^  früher  $öcfeffcnc§  jurucfforbcrn; 
ber  Sßiebcrforberer ;  bic  SBiebcrforberung. 

SBicbergang,  m.,  3ag.  ber  Ovücfgang  ob.  bie  9?ücffcbc  bcs  SBitbes  an 
feinen  gevtöijnttd^cn  2fufent{)aJtSort. 

ivtebergebären,  trb,  jiet.  3w.,  oon  neuem  gebaren  ob,  b«rt)orbringen ; 

121* 


i924  wicbevgebcn  —  metcv^oUn 

una'g.  in  einen  neuen  ©cifre^juftanb  gleid^f.  umfd)affcn,  bcf.  aii  2Bit!ung 
fccr  JRciigton  ob.  be§  (ict(.  ©cillcö  (gcifiig  witbccacbdren :  ein  2Bic  bcrgc= 
boren  er);  bie  2ßict>crcjcburt,  neue,  wicbecfjolte  ©eburt;  innere  @in- 
neöunnoanblung  bcg  SKcnfc^en. 

unetevgcben,  trb.  jiel,  3»-,  ctiuag  Empfangenes  jurüd  geben,  irieber 
nn  bcn  üocigen  ^nbabec  geben;  uneig.  f.  erroiebern,  üergelteu;  u.  f.  über- 
fe'j?n,  in  eine  anberc  ©prodbe  übertragen  (bie  Urfc^rift  treu  iricbergebcn) ; 
bie  SBiebcrgabc,  äurücfgabe;  auc^:  bte  SBicbcvgebung. 

\victergcivinncn,  trb.  jiel.  3».,  jucütfgetytnnen ,  bucd)  ©eminnen 
irtebererlangen. 

wieberglanjen,  trb.  jiellcf.  3».,  ben  empfangenen  ©lanj  ^uvücfgeben. 

wiebcvgrüfen,  trb.  jiel.  3»o-,  einen  — ,  beffen  ©ruf  erwiebern. 

wlet»crl)abcn,  trb.  gicl.  3».,  etwas  — ,  juriiifempfangen  f)abcn,  wies 
ber  in  feinem  S5efi|e  ^aben;  gem.  aui)  f.  irieberbefcmmen  (er  foU  cg  stjic 
bcr^aben). 

anebcr()ull>:n,  trb.  3it).  1)  ?fcacö  m.  ^aben,  einen  ^a[(  ob.  <Sd)dl 
jurücfiverfen  (He  S3cr^e  i)ülkn  irteber;  biew.  auä)  ol6  untrb.  3«*-:  fat)te 
gclfen  >rtcbcr{)aUcn);  l)atlenb  ob.  al5  ®ö;)a[l  äurücfgeivorfen  werben  (bcc 
Senner,  ber  Son  jc.  i)allt  wicbcr):  2)  jie(.  etwa^—^  afS  <Bä)aU,  l)orbar 
jurü^geben  (bie  SSerge  {jallcn  ben  Sonner  lieber);  ber  2BieberI)alI,  ein  5u= 
rücfgewcrfenec  ob.  5urüi.fpraUenbet  ^aU  ob.  ©c^aU  (fr.  ®^^o;  »gl.  .ipaU). 

wicbcvl)erfteücn,  trb.  jttl.  3tü.,  ob.  getrennt:  wiebec  f)erfreüen  (ügt.  ^er= 
jMcn)  etwas  — ,  in  feinen  vorigen  Suftanb  suriicfoerfe^en;  einen—, 
feine  ©enefung  üon  einet  .Krann)eit  bewiesen,  il)n  wiebet  gefunb  mad)en; 
bie  SBicberI)crilcUun9,  ba§  SBieberherftellen,  bte  SScrfc^ung  in  ben  früf;e» 
rcn  3ufinnb,  tnöbef.  bie  Sewirfung  ber  ©enefung,  u.  bie  ©encfung  fttbft. 

wicbcrl)0len,  trb.  jiel.  3»-)  ctvoa^  an  ben  vorigen  ^-ct  5urÜ!f(;clen, 
jurücfbringen  (tc^  ()olc  c§  wicbcr,  voül  e6  i»ieberl)olcn,  i)abe  cö  njtcbcrgc= 
i)o(t  :c.);  —  tricbcv  l)  0 1  en,  untrb.  jitt.  3»t5.  (td)  witfccrt)ole,  l)abe  retibcr- 
^olt,  ju  rptcber{)olcn  h.  ;  eig.  nur  eine  bilbU  Jcnwenbung  beS  Don'gcn  mit  ecc= 
änbcrtir  Setcnung  in  golge  ber  cerj'djiebcncn  SBcbcutung;  i^gL  ba€  tat.  re- 
petere),  eine  vf)anblung  nod)  einmal  üerrid}ten,  ctwa^  abermals  ob.  t)on 
neuem  t()un  ob.  fagen  (eine  J^anblung — ;  ein  SBort,  einen  ©a§  k.  — , 
nod;mQlö  fprcc^en;  ctneö  2Cnbcrn  SOBorte  — ,  nad^fpvec^cn;  ia^  in  einer  £e^r= 
fiunbc  IC.  Vorgetragene  — ,  nod)  einmal  für  ^ii)  »orncbmen  unb  bur4|bcn!cn, 
fr.  repctiien);  wteberf)olt  otö  58»».  f.  mebrmalS  wiebcrfef)renb  ob.  ftd) 
erneuemb,  mef)rma[ig,  öfter  (j.  S.  »tcberi)olte  Äran!t)ett6anfüUc,  ©c^icE-- 
(aisfcljlage  :c. ;  ju  ivtcber()o(tcn  ^akn,  b.  i.  mc()rmal»);  aMCbcrl)oIcnt!id), 
9lic.  (o.  bcm  9Jtir.  »ieber^otcnb  gebilbci),  mit  '^tebcrbclung,  mel)r; 
malS,  öfters  (j.  58.  i<i)  i)abc  if)n  iricberljolentlic^  geirarnt,  gebeten  it.);  ber 
Söict'cr{)oIci',  bie  2ßicbcvl)olerinn,  wer  etwas  wieberbott;  bie  SBieber* 
i)ülunj^,  SO?,  -en,  l)  baS  ^IBieberl^ofen  (einer  Jpanblung,  einer  9?ebe);  2) 
bie  5Borte,  mit  weld)en  etwas  fd}on  fn'iljer  ©efagteS  wieberbolt  wirb 
(eine  SBicberljoIung;  bie  ©djrift  ift  voU  üon  äBitbcrt)o(ungtn);  bie  äBicbci's 
()plun).]öftunbc,  eine  ©tunbc  {ur  einübcnben  SIBicbcrfioUing  dncg  Ccf)viloffc6; 
baS  $l(5icbcvl)0(uni^Sjcid)cn,  ein  3eidjcn,  »»cldjcö  onbeutct,  bafg  etxvai  mc- 
bcr^oU  werben  [dl,  bef.  in  ber  Eonf. 


wicbevl)örcn  —  tricbcvfonimcn  ni25 

u>icberl[)örcn,  ttb.  ^tci.  3m.,  ctwag  wn  linbmx  ttifbcrer^ahfen  ()cren 
ob.  cvfa^ven,  bc[.  roae  »on  einem  gefagt  irurbe  u.  waö  man  nid;t  evfab» 
icn  foUtc. 

wtcbcrfaucn  ob.  gen?,  ipicberfäucn,  trb.  jic(.  u.  ^iiUof.  ^iw.,  rtberm>i(^ 
ob,  Jricbt!i-{)o(t  faucn,  bae  bereit«  grob  gc!aute  u.  in  bcn  etftcn  3]?agcn  t)inab- 
cicfcfjtutfte  '^Mtet  burc^  bcn  <Sc^(unb  f)eraufbringen  unb  noc^molö  tauen  (baS 
Sfinbüiclj,  bic  ©^afe  k.  fäiien  tritbcr,  ftnb  n)iebcr!äuenbe  Äljiere;  bae 
'(^uttec  iriebcifciucn;  t)äufi3,  aber  unr.  au6)  untrb.  gebraud^t,  j.  5B.  bafi  JKinb 
wiebcrEäuct;  bic  3;t}iere  rcieber!diicten  2c.);  uneig.  ccräc^tl.  f.  ctivaS  weit- 
l.üift^  unb  jum  ÜberiTufS  iviebcvf)o(en,  ob.  firf)  bamit  rtn()altcnb  unb  ix?ic= 
bev()o[entlicl)  befu}ä'fti3en  (eine  iSa^e --);  bec  2Bict>crfaucr  ob.  ^fiHier, 
ivec  ivtcberfinit,  ein  tvtebcvfä'uenbcs  Sf)icr. 

tttiettvFaufcn,  trb.  ^iel.  3n5.,  etroag  SSevEaufte^  jurücf-  ob.  tvteber  an 
fid)  faufen;  bei-  SBiebcrfauf,  ba5  SSieber-  ob.  Burucffaufcn ;  SRfpr.  auc^ 
f.  0.  ».  ba«  SJicbert'auföred^t,  b.  i.  baö  SHct^t,  eine  oerfaufte  ©acbe  ^u 
einer  gewiffen  3eit  »icbcr  an  (ic^  ju  faufen;  bcc  SBicbcrfaufcr,  Juer  ettvag 
UMebeif'auft;  rüicberfäuflid),  SB».,  iihi6  wiebcrgefauft  trerben  fann:  als 
Ohr.  aud^:  burd)  5Bteberfauf;  ücrmcge  bcä  5ö^eberf■auf§red^feo  ob.  mit 
'3orbe{)a(tung  beöfelbcn  (Urvai  raiebcrEauflic^  oerauj^ern). 

tt»ieberfc()rcn,  trfc.  3».  1)  jict.  (mitteii).  widerkeren)  fit.  f.  »vicbcrbrin= 
g;n,  erneuern,  aneber{)crfiteUen,  erfc^en,  oeröüten  (einen  ©djaben  — ); 
"2)  jicUoS  m.  fein,  f.D.  w.  juriicffel^ren,  fid)  ju  feinem  ^fu^ganggpunEre 
u.  bcf.  2Cufint{jaUSorte  juriicf  begeben,  mci|l  bic^t.  (n?ann  !ci)r(l  bu  iriebcr? 
er  ijl  nic^t  mitberge!el)rt);  uneig.  von  jeitticfeen  Vorgängen,  3"Jfiä'nben  jc.: 
|k1)  tvicber  ereignen,  luieber  eintreten  cb.  üotfommen,  fid)  aMcberf)c(en 
(bie  3laii}tf  ber  ^riifjling,  bie  Äran!f)eit  ic.  Ei^rt  »ieber;  öfter  tviebcrfef)rcnbc 
■2fu6briide,  SBortformcn  u.  in  einer  Sf?cbe  K.) ;  bie  2BicberfeI)r,  ^.  (feiten) 
-en,  1)  (mittelf).  aud)  der  widerker)  »».  f.  ©ieber^abe,  (Srfe^ung,  S}er* 
gütung,  ©djabenerfa^,  gu(^:  bie  Sffiieber!ei)rung;  2)  (mittel^,  dm  wi- 
dexk^re)  bi(^t.  f.  9vücffef)v  (bic  5!ß3iebcr!e{)r  in  bic  .i^cimatt);  bie  2öieber!ef)r 
ber  dJePirne,  b.  t.  i^r  SBiebererfd^einen  an  bemfclben  Orte  in  btftimmtcn  3cit= 
abfc^nittin) ;  ba^  Sßiebereintreten,  bie  (Erneuerung  (j.  S.  bie  5Bicber!i{)r 
bc6  i5rül)lings  :c.);  au^  ber  £)rt,  wo  ctwai  ivieberfchrt  ob.  fid)  irenbct, 
u.  bcii  5Bieberfef)renbe  felbjl,  inöbef.  3immcrl.  baö  3u[ammcn{ic|jcn  ixvdvc 
2)a(!^er  in  einem  SSinfcl;  SSeb.  bie  im  3idjacE  gegen  cinanber  gc!e(;rtc  tRid}- 
tung  ber  Äcperjlrcifen,  (in  biefen  SBeb.  «>o()t  v.  2Biber!ef)r). 

SBieberftage,  vo.  (ob.  25Si ber! läge),  SRfpr.  eine  envieberte  Jlfnge,  &i: 
genfdige,  b.  i.  bie  oon  bcm  Stflagten  gegen  ben  Kläger  in  bcrfclbcn  ©ac^e 
angeflcUtc  Älage  (fr.  SRcconecntion^^Älagc);  ber  SBiebcrnä'gcr,  n?er  eine 
SBieberEiage  anfledt. 

wiebcrflingcn,  trb.  jieltof.  3».,  einen  Älang  jurürfgebcn,  jurütfiver^ 
fen;  ali  Äiang  cb.  flingenb  jnrücfgeivcrfen  werben,  tjgl.  tvicbcrf)v^Ken; 
ber  3Sicbcrf(ang,  ein  riicffd^iUcnber  5?(ang. 

wicbcrfommcn,  trb.  jicUof.  3».  m.  fein,  an  ben  üorigen  On  suriicf- 
fcmmen  (ic^  fommc  balb  »ieber;  er  ging  unb  fam  wiäjt  rcieber);  uneig.  f. 
ftd)  tvieber  ereignen,  fid)  erneuern  cb.  njiebcr()clen,  »gl.  nneberf"el)ren, 
(eine  fö  gute  ®elcgenl)eit  fommt  fo  balb  nic^t  trieber);  cf)eni.  (mittel^,  wi- 
derkomen)  f.  \ricber  JU  fid)  fommcn,   fiel;  erf)olcn;    eines  2>ingS  — ,  f. 


1926  Sßicterlage  —  wiebeifcnben 

baoon  jurü(i!ommcn,  eö  oufgeben;  ber  SBiebcrEömmltng,  Sicuto.  f.  eine 
micbcrEcmmenbe  ob.  n?tebec£el)renbc  Werfen  ob.  ©ad}« ;  bie  SBIcbcrfunÜ, 
OJücfeunft,  mMhi)x. 

SBicberlagc,  vo.,  wieberlegcn,  3«?-)  )'•  n?ib erlegen. 

wiebcrlcuc^ten,  ttb.  gtcUof.  3w.  m.  ^aben,5uuücEIeud}ten,  einen  (eudji 
tenben  ©cftcin  jurü^njcrfen. 

SBicberIof)n,  m.  (mittel^,  wlderlon),  ou.  f.  9Bicberetfrattung,  ßrfa§, 
S3elof}nung. 

i-oieberlöfcn,  ttb.  giel.  3n?.,  ott.  f.  cinlofen,  bnrd)  ©iifofimg  luiebct- 
crlangcn;  bic  SBicberlöfung  (mittai).  widcrloesunge)  f.  (Sinlöfung  eine« 
BEcEauften  @atcg;  baö  2ßieberlDfunggred)t. 

tt){ebernel)men,  ttb.  gict.  3»-)  eüva^  jurücf  ob.  irtebcc  an  ft'd)  nehmen 
(j.  SS.  ec  ttJtU  ba§  ©elb  ntc^t  rcicb  er  nehmen;  tcrfcb.  er  tciü  mir  büö  ®c- 
fd^enlte  wtcber  ncf)men);  btc  SBieberna^mc,  3in:üccna{)me. 

tnieberrufen,  trb.  jtet.  3».,  jurücfrufen,  lufenb  jurütffjc.'en. 

wieberfagen,  trb.  jte(.  3»-)  et\va§  &i[aQU^  ancbed^olen;  xvaä  man 
getjört  ^at,  2(nberen  fagen  u.  baburd)  Derbreiten,  (iäi  xoiü  c^  btr  fagcn, 
wenn  bu  eö  x\iä)t  »üteberfagen  roill}!). 

n)ieberfrf)affen,  trb.  gicl.  3"?.  (o.  [^ajfcn  2.),  cmai  5urü(ffd) äffen,  bc; 
n)irfen,  baff  hex  frühere  SSefi^er  ef  irtebererlange,  (einem  üwai  Serlorc« 
neg,  @ejlof)lcneö  ic.  — ). 

n)icberfd)allcn,  trb.  jicUof.  3n».  m.  I)abfn,  einen  <Bd:aU  iriebergeben, 
jurüdroerfen  (fcas  @en;ölbe  [c^allt  »iebcrj;  JuritcffdiaUen,  fd^allenb  jurücE» 
geworfen  trerben  (bie  Söne  (fallen  i)kt  flar!  n^iebcr);  ber  SBtebcrfc^all, 
ein  5urücfpraUenber,  jurücfgeworfener  0d)nU,  2Bieberf)a[l  (fr.  ßc^o). 

wicberfc^cinen,  trb.  jietlof.  3"?.  m.  f)aben,  5urücffd)einen,  b.  i.  olä 
@d}ein  ob.  (5)(anj  jurüdgeirorfen  roerben  (ber  S3?onb,  tie  Senne  zc  fd^eint 
im  SSaffcr  miebcr) ;  ber  SBtcberfc^ein,  ein  iviebergegebencr,  jurilcfgetror; 
fener  @d)ein  ob.  gid^tgtanj,,  ein  ©piegelbiib,  (ber  SBieberfd^ein  ber  SBli^e 
in  bcn  SBoüen,  ber  ©efiirne  im  SBaffcr  jc). 

iüieberfrf)cltcn,  ttb.  gier.  3nj.,  einen  — ,  beffen  ©djelten  eriviebsrn. 

n){eberfd)enEen,  trb.  giel.  3».,  einem  etiraö — ,  alg  @egengefd)enf 
geben. 

wieberfd)icfen,  trb.  giel.  3».,  ctivaä  jurü^^,  an  ben  Hörigen  ^nha- 
ber  fd)icfen. 

lütebcrfi^impfcn,  trb.  giel.  u.  giellof.  3».,  ha^  @d}impfen  enviebern. 

irieberfc^iagen,  trb.  giel.  3»-)  einen  — ,  beffen  @d}(agen  fdjiagenb 
eriviebern. 

wicberfc^reiben,  trb.  giel.  u.  gieUof.  3»..  5urüdfd)reiben,  ein  empfan; 
genes  @d)reiben  ertriebern. 

n)ieberfel)en  ob.  ^fe^n,  trb.  giel.  3».,  einen  ob.  etn^ag — ,  nad) 
uor{)ergegangener  Trennung  ob.  Entfernung  nod}inal3  fefien,  n?iebcrc)oU 
jufammenfommen,  (einen  Ort.  feine  J^eimatf),  feine  greunbe  ic.  — ;  wix 
feljcn  unö  lieber);  bai  S[ßicberfel)en  ob.  S35ieberfe()n,  -§,  bci^  nod)ma? 
(ige  «Selben,  SBieberbegegnen  ob.  ;3ufammentreffen  nad)  einer  Trennung 
(lebe  ttjo^l  bii  auf  SBiebcrfef)n!  anä)  blojj:  auf  2Bicberfct)n!  beim  2(b» 
fcl^iebnet)men;  ba6  2Bieberfcf)en  naä)  bem  Sobc). 

roieberfenben,  trb.  giel.  3».,  äurücEfenben,  f.  ».  w.  ivicberfdiirfen. 


wieberfpiegeln  —  2ßiebemud)5  lU'iT 

aneberfvicqcln,  frO.  jitl.  3«.,  fpiegclnb  ob.  alö  «Spi^gcfbilb  jurücfivcv- 
fen,  finno.  nbfpiegcln. 

SBicbcrfprunp,  m.,  SD?.  'fpi^""9«)  3ä'g.  9?ucf-  cb.  (Seitenfprüngc, 
iüctc^e  bcc  £ettt)unb  auf  bcr  i5d()rtc  mac^t,  oljne  ftc  ?u  ocvliercn. 

wiebcrllo^cn,  ttb.  giellof.  ii.  jicl.  ^m.,  iiaä  (Stofcn  cnrieban,  bca 
^top  judicfjjcbcn,  (einen  — );  bec  SBicbcrjTo^,  cnviebci-ter  (Stop, 
a?ücfiTcf. 

tüiebcr(!ral)len,  trb.  3».  1)  sif^o^  "'•  ()af>ni,  5urücfjlra()U'n,  flca^^ 
:cnb  jucücfgercorfcn  irerben;  2)  jiel.  etwas  — ,  flra()Unb  juiücfiverfen 
(ba6  SBaffer  ftraljlt  baö  ©onnenbilb  »icber);  bec  2Bicbcr|lral)l,  juriidge; 
ȟocfcnec  <Strab(. 

SBicbcrflrid),  m.  (ugl.  ©tnc^  l),  bie  9?ücffef)r  ber  «Stricijyogel  im 
/5cüt)ttng,  aud)  SiJicbcr^ug,  vöecflrid). 

wicbcrfurf)cu,  (rb.  jier.  3«».,  emai  23etIot«neä  fudjcn.  um  eö  bem  S8c= 
(t^er  wicbcrjufc^affen. 

iDictcrtateln,  trb.  jiel.  3ro.,  einen  — ,  bcffen  Zabil  cnDicbecn  cb. 
juvücfgeben. 

wtebcrtaufcn,  M.  giel.  3».,  nodimalä  ob.  tuiebertiott  taufen;  bie  SBic-- 
bertaufc,  tt)iebecf)o(fe  Slaufe  einer  bereits  getauften  ^erfon ;  bec  SBicber- 
täufer,  ivcc  iriebertauft,  3fnf)ä'nger  einer  c^rijtl.  SRcligionöpartei,  »clc^c 
bie  Saufe  nur  in  reiferem  2C(ter  juläfftg  finbet  u.  ba()er  bicjenigen,  welche  ju 
ii)t  übertreten,  nod^  einmal  tauft,  aud) :  Slaufgefinntc  (fr.  2inabaptif:cn, 
9Rennoniten). 

wlcbertt)un,  trb.  ikl  3».,  etivaS  von  neuem  ob.  mtbiti)Olt  ti)mx; 
el)em.  (mhUli).  widertuon)  f.  jurClitbringen,  =geben;  »ieber  gut  machen,  cr= 
fiatten,  crfe|en;  Reiten. 

wiebcrtöncn,  trb.  3».,  1)  iicUoS  m.  ijaben,  einen  Son  cb.  Sone  5u=' 
vücfiverfcn  (bcr  Qaal,  ber  2ßalb  ic.  tönt  »om  ©efange  wieber);  tönenb  ob. 
a(5  Son  guriicfgeivorfen  roecben  (ber  ©efang,  bcr  laute  Subcl  ic.  tönt  wie» 
ber);  2)  jiet.  etmaS  — ,  tönenb  jurücf geben  ob.  jurucEiDcrfen  (bie  gel= 
fen  tönen  eS  »ieber). 

ivieberum,  9tnj.  (jgcf.  auö  »iebcr  u.  um  mit  bem  SSegrijfc  ber  Um- 
ob.  sRüd:£et)r;  alfo  cig.  f.  o.  rv.  »ieber  jurüd)  »cvjl.  f.  n)iebec  (f.  b.)  in  bcr 
Scb.  von  neuem,  abermals,  iDieberfjolentlid}. 

«.ncberoergetfcn,  trb.  jiel.  3n).,  einem  etiva6— ,  eririebernb  vet; 
gelten,  meijl  überf(üffig  ft.  beö  einfad^en  vergelten;  bcr  SBicberüergelter, 
bie  2ßieber»ergeltung :  hai  SBieberüergeltungärec^t,  b.  SSergeltungg^ 
red)t,  f.  b. 

wieberwagcn,  trb.  ikt.  3ip,  (mittelf).  widerwcgeu,  ^rat.  -wac  ic),  ju- 
riufivä'gen:  olt.  f.  bem  @cn?i^t  ob.  SBcrt^e  nac^  tviebecgeben,  aufwiegen, 
uergeltcn,  auSgleid)en. 

SBicberwccöfel,  m.,  Äaufm.  ein  9iücfn?ed)fcl,  b.  i.  ein  juciiifgewicfener 
(protcflirter)  2Bed)fel,  beffen  3al)lung  ücrwcigert  wirb. 

raiebenverfcn,  trb.  jiet.  u.  jieUof.  3».,  baä  3Bcrfen  envicbern. 

2Bicbcmni(^§,  m.  (lanbfc^.  aucb:  ber  Sffiiebcrwai^ö)  1)  tia^  SBiebeis 
ivadjfen,  bec  ivtebecl)olte  ob.  neue  2ßud)g  (j.  SB.  beö  abgetriebenen  «ipoljee); 
2)  u>a$  lütebec  ob.  von  neuem  tvä'd))!,  gorjln).  iiai  auf  ben  abgetriebenen 
Schlagen  wiebcr  gen>a(^fcne  J^olj. 


1928  wieber5a()len  —  wiegen 

ivietcvjal)(cn,  tvb.  ^iet.  3n).,  juiücf^abfen,  jablenb  erfJatt«n. 

SBtebcrjcit,  \v.,  lanö[d).  f.  bU  diüdhbt  bcr  (Sbbe  ober  ^iuti). 

SSieterjug,  m.,  olt.  f.  Otücfjug,  Sftu(ffef)r;  inöbcf.  f.  c.  m.  5ßic? 
berfiricf). 

S[ötcbea"'Ol>  m.,  -ä,  2Ä.  ungcbc.  (mt'ttclJj.  widewal,  witewal ;  niebcib.  SOBi^ 
be»t)aal;  fc^tccij.  SQSicbcmal^;  engt,  witwr.l,  l)oII.  wedemael;  ttjaf)rf(^.  9iad|= 
at)mung  beö  i3ogclrufcS,  »gt.  ^irot;  ober  gc()ört  eö  ju  witu,  wite,  Jpotj? 
ogl.  SBtebc()opf)  lanbfc^.  f.  bcr  ^fmgft--  ob.  Äii-fd)t)03ef,  btc  ©olbbtoffel,  f.  b. 

SBicganb,  m.,  olt.  f.  d.  m.  Söeiganb,  y.  unter  wetgen  1. 

SSicgc,  tx>.,  voicgeln,  3».,  f.  unter  \üiegen  2. 

wiegen  1.3»-  ablaut.  Smpf.  trog,  ©onj.  roogc;  SOZ».  gebogen,  (quo 

bem  QUf)od)b.  wegan,  wig,  wag,  giwegan,  mxttilf)-  wegea,  ich  wige,  wac,  ge- 
wegeu  entjl:.,  inbcm  ba^  i  beS  ^rö'f.  t(^  wige,  bu  wigjl  anä)  in  ben  Snfin. 
überging;  2S.  wag,  fanöfr.  vah,  tat.  veh-ere,  bewegen,  gotl;.  vigan;  bann 
inSbef.  büxä)  [eine  ©(^wcre  bewegen  ob.  fi^  neigen;  ügl.  wägen  unter  8Ba» 
ge,  unb  wegen,  3w.)  1)  gitUog  m.  {)oben,  eine  geiviffe  ©diivere,  ein 
(Seivtc{)t  l)aken,  mit  bem  2Ccc.  beö  ©ewic^tS  (j.  SS.  ce  wiegt  einen  Sentner, 
jef)n  ^funb  Jc;  [d^wer,  leicht  wiegen;  vck  ml  ob.  wie  ^6)\vix  wiegt  ber  fSaU 
tcn?  K.);  öud^  uncig.  @etvtd)t  ^aben,  gen;id)tig  ob.  tridjtig  fein,  etivag  geU 
ten,  bcbcuten,  ©nbcucf  machen  (mel,  wenig  wiegen  :c.);  2)  giet.  etivaö 
— ,  bie  @d)n)ere,  ba^  @eivid)t  eineg  ilorperS  erforfd)en  u.  beflimmen, 
bef.  mitteljl:  einer  5Sagc  (f.  b.)»  in  tiefer  93cb.  je^t  aud):  wagen,  wägte, 
gewägt  (j.  SB.  man  wiegt  ob.  wägt,  wog  ob.  wägte  bie  SSäcarcn  zc; 
man  l)at  bie  SDScUe,  baö  ßtfen  jc.  gewogen  ob.  gewägt  u.);  —bie  SSSie- 
geraaare,  SOäaare,  xvüd^c  nac^  bem  ®ewi(^t  »erlauft  wirb ;  bie  SBiegewage, 
eine  SSage  jum  SSiegen,  inöbcf.  ^uttcnw.  bie  SBage,  auf  we(rf)cr  ia^  @rj 
gum  ^robivcn  abgewogen  wirb. 

wiegen  2.  jiel.  3w.  (fc^ wa(^  umcnb.  wiegte,  gewiegt;  mittel!),  wi- 
gfiii,  ^rät.  wigete;  obcrb.  wigcn,  wiggen,  etwas  in  ben  ^änbcn  auf 
unb  nieber  bewegen ,  u.  wiegen,  w  i  e  g  c  j  e  n ,  fc^aufeln ;  im  'UU\>.  ftef)t  gew. 
'.vagan,  wagon,  wagen  f,  fd)waiiEcn,  wa(Je(n,  frfjwingenb  bewegen,  f.  wagen  I.) 
l)  ubcrf).  fanft  l)in  unb  ^er  bewegen,  in  fd)ivingenbe  ob.  fd}aufelnbe  58e; 
luegung  fe^en  (baö  ^Daupt  jwcifelnb  wiegen;  ein  @cfä]j  auf  bem  Äopfc  ■— ; 
bi(^t.  bie.  S3lume  wiegt  fic^  an  bcr  CiueUc,  ber  2Be|l  wiegt  fid^  auf  ben  Zwei- 
gen; baS  ©<3^ijf  wiegt  ftdj  auf  ben  SDSeUcn,  u.  bgf.  m.  —  ha^iv:  —  wie; 
getn  in  aufwiegeln,  b.  i.  aufregen,  obevb.  aufwigcn  ob.  «wiggeln;  ouf» 
wigttg  ob.  aufwegigf.  aufriii)rifc^;  ber  Söigclwagel,  bair.  f.  ha§ 
Sdjwaufen,  'bk  Uncntfd^lolTcn^eit);  iai  SKw.  gewiegt  al§  ffiw.  eig.  {)tn 
unb  !)er  bewegt,  vielfach  umgctrieben,  bat)er  f.  crfa()ren,  geübt,  tgl.  gc^ 
wanbt,  (in  allen  ®ad)cn  gewiegt  fein;  ein  gewiegter  SKann);  2)  in  be= 
frimmtcrcr  Seb.  auf  einer  bogenförmigen  ©runbfläd}e  u.  bcf.  in  einer  SSiege 
(f.  u.)  fanft  fd)Wingenb  i)in  unb  ()cr  bewegen  (ein  Äinb  in  bcr  SDSicge  — ; 
cö  in  ben  ©t^laf  wiegen,  b.  i.  burdö  SBicgen  einfd^läfcrn;  bic^t.  uncig.  f.  fanft 
linf^ildfcrn  üUxf).,  j.  fB.  ber  murmclnbc  fßad)  wiegt  il)n  in  ©Plummer);  for-- 
ncr  mit  einem  gebogenen  ?03erfjeuge  (SSicgcm  cff  er  ob.  SBiege,  f.  u.), 
weld)eö  man  aufs  unb  ab  bewegt,  fd)netben  ob.  bearbeiten,  (man  wiegt 
Jträutcr,  glcifc^  n.  in  bcr  Äiic^c;  bcr  Äupfcrficd&cr  wiegt  feine  platte);  — 
bie  Sßiege,  9)?.  -n,  (altb.  wiga,  wige,  u.  gew.  wr»ga,  wag«-;  obcrb.  hk  aBie= 


Sßicgewaare  —  Söicpc  1929 

9cn  u.  SBagcu)  ein  ^OBccfjcug  jum  ^Biegen,  inbcf.  1)  ein  auf  Süafjen 
ob.  bogenförmigen  ^upen  vul)enbe8  <Sd)aufe(bett  für  flcinc  Ätnbcr,  njcld^e 
man  barin  tciegenb  bcrufjigt  unb  cinfd^läfert  (nod^  in  bcr  SBicge  liegen ;  oon 
bcr  SBiegc  an,  b.  i.  oon  bcr  jarteften  Äinb()cit  an);  uneig.  f.  bec  erfle  7£n- 
fang,  ba§  Gntjlef)en,  bec  Urfprung  einer  <3ad}e,  u.  ber  Ort,  rco  jie  ent» 
fprungcn  ift  ob.  begonnen  i)at  (§.  33.  einen  2(ufru()r  in  bcr  2Biege  erj^icten ; 
t)k  ©ciftcöbitbung  liegt  ()icr  noc^  in  bcr  SBiege;  bie  SDSicgc  bcr  «Künjlc  unb 
SSijTcnft^aftcn ;  2(ficn  i)l  bie  SBiege  be§  curopaif^cn  SÜKenfc^engcf^le^tö); 
2)  ein  bcgcnförmigeg  <Sd)neiben)erfjeug,  inöbef.  ba6  5üiegemeffer  bcr  M- 
c^e  jum  3erfd)neiben  oon  Ärautern  u.  auf  einem  SBrette;  Äupferil;.  ein  mit 
äaijnen  »erfcljeneö  bogenförmige^  SBerEjeug  jum  2fufrcipen  ber  Äupfcrplatte 
^ur  f^rcargen  J^unp;  —  3fefe.  oon  SBiege:  id$  SBiegcnbanb,  ein  SBanb 
jur  S3efe|ligung  beö  S)c(fbettcö  über  bem  Äinbe  in  ber  SBiege;  baö  SBiegcn? 
brctt,  bo6  bretternc  gupgcfteU  einer  SBiege;  bai  SBicgcnfcft,  bie  SBicgen- 
fcicr,  f.  0.  m.  ba^  ©eburtöftjt,  bie  ©cburtitagöfeier;  ba6  SBicßcnfraut, 
lanbftf).  f.  SBcrmuff),  »eil  er  in  btc  SBiege  gelegt  ben  ©d^laf  bc6  Äinbeö  be= 
förbcrn  u.  3aut)eret  obwcfjrcn  foU;  bai  Sßicqcnliet),  ein  Sieb,  iin  Äinb  in 
ber  SBiege  bamit  in  ©d)taf  ju  fingen;  tai  Sßiegenpferb,  ®d)au!clpferb,  ein 
l)öljcrnc6  ^fcrb  mit  bogenförmigem  »^"PSfl^cW  jum  ©d^auJcln  für  Äinber; 
ha$  Sßtcgcntud),  ein  über  eine  SBiege  gebreitetes  Zuä)  jum  2Cbf)altcn  ber 
gliegen  Don  bem  .Äinbe;  —  oon  wiegen:  bcii  SBiegemeffer,  f.  o.  SBiege 2); 
bie  2ßicgn)c{)e,  lanbfcf).  f.  bcr  SBanncn»cf)cr,  f.  b. 

SBicgewaare,  «trage,  f.  unter  wiegen  1 . 

wicl)ern,  giellof.  3»-  ni.  f)aben,  (lanbfd^.  auc^  raietjetn,  wickeln; 
alt^OC^b.  hweioD,  weion,  wei'gon;  mittcll).  weien,  weigen:  altnorb.  ?m*a:  SB. 
luvi,  wi,  alö  nac^af)menber  ^laturlaut;  tgl.  fans!r.  live,  rufen;  lar.  liinnire) 
»on  ''Pferbcn,  bef.  ^engftcn;  ein  ()c((eei,  fdimcttcrnbcg  @efcl)rei  crfc()a(Ien 
laffen  (bcr  J^cngfl  it)ief)crt;  wiefjcrnbe  9?offe) ;  uneig.  »on  SJJenfc^cn:  ienem 
^fcrbegcfc^rci  ät)nlid)  unanftänbig  (aut  fad;en,  iaud)jen ;  aud^  jicl.  in  foi:» 
eifern  Sone  ^tma^  vorbringen,  fagen. 

SBief,  w.y  CO?,  -cn,  nieberb.  (oon  wüen,  weichen,  guriict'treten ;  a\x(i): 
,3 n rote!;  angelf.  wie)  f.  eine  S5ud}t,  S5ai,  ein  S)?eerbufen. 

SBiefe,  \v.,  5)?.  -n,  (öer«.  mit  »idfeln;  »gl.  ba6  obcrb.  SBicBe, 
SBidel  f.  Soc^t,  ©c^opf  k.)  lanbfc^.  ein  58äufd)rf)en  jufammengerollter 
Supfleinivanb  (ßljarpie),  in  ob.  auf  eine  SBunbe  gu  legen,  aud):   bie  COiei- 

H  (f-  i>)- 

SBtcm  ob.  SBicme,  ir.,  ^.  -en,  auc^  ber  SSicmcn,  -^,  nieberb. 
(wal)rf^.  urfpr.  =  oberb.  SBib,  SBiben,  al[o  cig.  ®crtc,  !Rciö;  baf)cr 
im  älteren  5iiebcrb.  cucf)  f.  ©trang,  ©algcn;  rgl.  SBiebe)  eine  ©fange, 
jLlucrfrange,  Satte;  in^bef.  bc[€  SSaifen«  ob.  ©tangengerüft  im  Ovaud)- 
fange  gum  Stauchern  »on  S'ci[{^,  (Sd;in?en,  SBürficn  jc.  (glcifd^wicm); 
ein  ©erüft  von  ©taben  an  ob.  in  bem  ^aufe,  auf  roeld^c  fii^  bie  Jpu^ner 
[c^en,  ^iif)ner(atten. 

n)icna(^,  5^ip.,  olt.  f.  n)eld}en  Umftanben  ob.  ©rünben  nad),  au^ 
iveld)em  ©riinbe,  in  mie  fern. 

2ßicpe  1.,  IV.,  9}?.  -n,  {=  oberb.  J&iefe?)  lanbf<%.  f.  bie  v^agcbutte. 

2Biepe  2.  ob.  Sßiep,  tv.,  5)?.  -en,  (engt,  wipe;  altt)0(§b.  wüla;  j".  SBeife 
1.)  nieberb.  f.  ein  ©trobivifd)  jum  ?(broi[d>cn,  ©feuern,  3uftopfcn  jc,  aud^ 


1930  miete  ~  SSicfe 

an  unc  ©lange  btfejligt  jum  äcic^cn,  bafö  ctroaö  [ci(  f£t,  ob.  alö  SGSacnungS^ 
jci(!^en,  einen  Ort  ni^t  gu  tctvctcn  ob.  gu  bcfa'tjcen  u.  bg(.;  wie:pen,  jiel. 
3w.,  nieberb.  mit  ©tco^irifd^cn  üerfc!)en;  inSbef.  ein  3ieflelbüc^  —  ,  mit 
iEteinen,  junTd^en  bie3ie9el  gefrcdtemStvobbüfc^eln.llattbegÄalfg,  bti^t  mad^en. 

SBicre,    IV.,    Wl.-n,   nicbecb.  (engl,  wire;    iStanb,  vir;    altb.  wiara,   wiere, 

fcinei*  ©oibbrat^;  üerw.  snit  werren,  wirren?  ogl.  bai  tat.  gyrare,  ftang. 
virer,  bre()cn)  f.  5J?c('al(bvat()  (aud^:  SBierebrati);  SÖiermöle  f.  Srat^» 
niül^le  JC.) ;  IDtCVen,  jict.  3>V.  (altb.  weoron,  wiereu)  oöllig  »lt.  f.  mit  fi'u 
mm  ©olb;  ob.  ©U6erbrat^  umfledjten,  faffen,  jiei-eu  (fr.  gitigran=2trbeit 
ina^en;  geziertes  @olb  ;  gezierte  ©dritte  Jc). 

IDterig,  f8m.  (altb.  wing,  win'c,  Don  weren,  tt)ül)ren  2.),  »lt.  f.  \\>ai)-' 
unb,  blcibenb,  bauecnb;  je^t  nur  no^  gebrautj^t  in  bem  jgef.  langwic? 
rtg  (f.  b.) 

SBIefe,  tu.,  9)?. -n,  (altb.  wlsa,  wise;  oberb.  bic  Söiä  u.  SSSifen;  nieberb. 
SBifc^,  2ßiö!e;  »iellcici^t  eon  ber  SB.  was,  fanöfr.  vas,  bebcden,  gotl).  vasjan, 
lat.  vestire,  be!leibcn;  »gl.  2Ba[en),  ein  mit  ©vaS  betvadbfeneS  @tü^  8an; 
beg,  @ra6lanb,  bcf.  infofern  eö  3ef)«9t  trirb,  um  bog  barauf  toad^fenbc 
®raö  ju  mäf)en  u.  gu  .^eu  gu  machen,  »erfd^.  »on  Sßetbe,  2(nger:c,, 
(lanbfc^.  fprii^w.  bog  ijl  SBaffer  ciuf  feine  SBiefe,  gew.  —  auf  feine  9Ääl)le, 
f.  2Kül)le);  —  3fe^.  mit  S3ieg=  ob.  2Biefe  =  :  bec  SBicöbaum,  (oberb. 
ÜBiS--,  SBifd^baum;  lanbfd^.  aud^  SBiefelbaum,  bal)er  man  eö  con  bem 
flow,  weslo,  ©tangc,  ableiten  trollte,  jebod^  mit  Unred^t),  eine  lange  jtarfe 
©tange,  tceld^c  ber  ßange  nac^  über  einem  guber  .:^eu  ob.  ®arben  bcfejiigt 
wirb,  bamit  ni(^t6  t)erunter  fallt,  auc^^eubaum  genannt  (nieberb.  SBinbel-- 
boom);  bie  SBicögültc,  oberb.  (SBiegült  ob.  «gelt)  eine  "Ktt  Se(>en=2i:bgabe 
tjon  ©runbftücten;  ber  SBtcfc;  ob.  SBtcönjad^ö,  ia^  auf  bcn  SBiefen  wa6)' 
fcnbe  ®r(iS  u.  ta^  barau§  gewonnene  Spcvt,  ber  ^eugewinn  (ein  ®ut  mit  f(|öä 
nem  S[ßicfewac^g),  oberb.  SBieSmafjb  (ia^  SBiömab,  mittetl).  wlsemat, 
i>k  gu  mäl)enbe  SDSicfe);  —  3f  e^.  mit  SBiefen^:  bie  SBiefenammer,  eine 
3(rt  "iimmcv,  aud)  3ie)5ammer  genannt;  ber  Söiefcrtomipfer,  ©aucrampfer; 
ber  SBicfcnanbovn,  ©umpf=  ob.  SBafferanbom  (lycopus  europaeus  L.);  bec 
SBicfcnbarf),  ein  burdj  eine  Söiefe  flitjjenber  Sac^;  bic  2Biefenb(umc,  iebc 
auf  Sßiefenwilb  wad^fenbcffilume;  in  engerer  Seb. bie  gelbe  SSsiefenblume, 
S)otter- ob.  Sutterblume  (cakha  palustris  L.);  bec  2Bicfenbo(f6bart,  eine  auf 
feu^ten  Sßiefen  2C.  wad^fenbe  ^flanjc,  audf):  SDSiefenföniginn,  2Bies 
fenmebel  ob.  ^wenbel,  ©cijjfu^  k.  (spiraea  ulmaria  L.) ;  bic  SBiefcn; 
fciflti,  breiblä'ttrigc  Siflel  (carduus  lieterophyllus  L.) ;  gemeine  Ära^«  ob. 
Äol)lbijtcl;  bic  2BiefencngcIn)Uri5,  f.  SBatbcngeltüurj;  ba§  SBicfcnctj,  f.  o. 
m.  «Rafen»  ob.  ©umpfcrj,  f.  b.;  ber  3BicfcnfIad)§,  1)  eine  2Crt  auf  trodnen 
SSJicfen  2C.  wad^fenben  glad^feö,    audL^ :   Sergflod^^,   Eleineg  £cin!raut  jc.  (H- 

num   calharticum  L.);    2)  f.  B.  tu.  S!BoU=  ob.  glac^ögraö  (eriophorura  poly.sta- 

chion  L.);  bfig  SBicfcngclb,  lanbfd^.  f.  spfennigScaut,  f.  b.;  bie  äßtcfen; 
ger|ic,  eine  gerflenartigc  SQSiefenpflanje  (hordeum  .secalinnm  L.);  bic  SBie- 
fcnglocfc   ob.  i>a§   Sßicfcnglodflein,   eine  "Ktt  ©lodenblumen  auf  trodnen 

aSiefcn,  OUd^:  ®raö-,  SJRil^=,  ©laöglödElein  (campanula  rotundifolia  L.); 
baiJ  SBicfcnc^raö,  l)  iibcrf).  auf  SBiefen  wad&fenbe§  ob.  jum  guttcc  ange= 
bautet  ®rag;  2)  in  engerer  SSeb.  einige  "Kttcn  beS  SJiei^grafeg,  f.  b.;  baö 
SÖBicfcngrün,  baö  @rön  b.  i.  i^ic  grüne  garbc  ber  SSJiefcn;  bec  SBiifcngrimb, 


SBiefc  1931 

eine  aU  Sßiefc  benutjtc  Sitebcrung,  (ogl.  @cunb);  bct  3Biefenl)afer,  eine 
t)afcra^nli(!^c  ©raSart,  Jpafcrgraö  (avena  clatiur  L,);  bec  SBiefeni)obcl, 
Sanb».  ein  JBetfjcug  gum  ebnen  bcr  SBiefen  bucc^  SBcgfc^offung  bec  SKauI 
rcurfö^aufcn,  aad):  bic  SBiefenfd^Ieppe;  bec  SBiefcnl;opfcn,  »ilber 
topfen;  bie  2Bicfcnl)UmmeI,  eine  Titt  Ikimt  fc^»aujI)Qangct  J6)ummcln; 
bic  2öicfenfid)cr,  eine  2frt  ^lattcrbfcn  auf  fcud^ten  SDäiefcn,  ein  ooriilgli^eß 
5ßief)futter,  auc^:  SBiefcnplatterbfc,  gclbfic^cc,  gelbe  5IBide  2t.  (lathy- 
rus  pratensis  L.) ;  bcc  2Bicfcnf (ce,  auf  SGSiefen  »ra^fenbcc  Ätcc,  inßbef.  ber 
gemeine  rot^c  ob.  braune  2BiefenElce,  u.  ber  njci^c  SBiefcnffec;  ber  gelbe 
SBicfenÜee,  eine  2(rt  beö  ©d^nedfcnflccß,  [.  b.;  bie  SBicfcnfnavre  ob. 
bcc  SBicfenFnarrer,  lanbf^.  f.  bie  stalle,  f.  b.,  au^:  SBief enläuf er, 
»f^nardjer,  =f(^norreK.;  bcc  SBicfcnfnopf,  eine  auf  trocfncn  SBiefen 
wa^fenbe  ^pftangc  mit  Bnopfföcmigcn  Slumen,  aud^:  2Biefen!caut,  Slut' 
!MUt,  Srac^enblut  JC.  (sanguisorba  officinalis  L.) ;  bcc  SSSiefctlifoi;!,  25ijtcl= 
!ot)t,  gemeine  Ära^biflel;  ba§  SSicfcnfraut,  übcrt).  jebcö  auf  SDSiefcn  »ac^^ 
fcnbe  .Kraut;  inöbcf.  f.  ».  iv.  SBiejen!nopf;  ©anbnclEe;  bic  SBicfcnfrcffc, 
auf  feuchten  SBiefcn  »a^fcnbc  Jrilbe  Ärcffc,  aud^:  ®au(^=  ob.  JCucfufeblume, 
aSac^münjc  :c.  (cardamine  pratensis  L.) ;  bcc  SGBicfcnfümmel,  bcr  gemeine 
»ilbc  Äümmel;  bcc  SBicfcrtlattirf),  lanbf^.  f.  Cörecnjatjn;  bcc  SBiefenlaud^, 
edigec  Cauc^,  !(einer  SBcrgtauc^  (allium  angulosum  L.);  bec  SBicfenläufcr, 
f.  SBitfenfnarre ;  bic  SBiefcnletd^e,  eine  "Htt  fleiner  fierc^en,  »eld^e  jtc^  gern 
auf  niebrigen  SSSiefen  auffjalten;  bcc  SEtcfcnmangolt,  eine  2ict  beö  SÖSintec 
griin6,  audj :  55Ba(b=,  SBintcrmangoIb  ic.  (pyrola  roiundifolia  L.) ;  bcc  SGBie^ 
fcnniol)n,  f.  ».  w.  gcibmo()n  ob.  Äornrofe;  bic  2BiefenncIfc,  eine  2frt  9le[= 
Ecn  auf  biirren  SBicfen,  kleine  ©raßnelEc,  Ericd^enbe  gelbnelEe  2c.  (dianthus 
deltoides  L.);  bic  SSicfcnpflanjC,  jcbe  auf  aasiefcn  wilb  »a^fenbc  ^flanje; 
tcc  SBicfenpflug,  eine  "Kxt  pflüge  jum  2fufrci^en  ber  SBicfcn;  bcc  SSiefen^ 
plan,  ber  ebene  S5oben  einer  5ßie[e  (t)gr.  ^lan);  bec  SBiefcnpreiä,  ranbfc^. 
f.  roti)er  SBiefenEtec;  bic  SStcfcnqucüc,  auf  einer  SOBicfe  entfpringenbe  cb. 
biefelbe  boraffcrnbc  CiueUc;  bi;;  Söicfcnraufc,  f.  o.  tr.  UfcrrauEe,  reilbe 
«RauEe  (f.  b.);  bic  SBiefcnrautc,  »crfc^iicbcnc  SBiefcnpfiansen,  inSbef.  bie 
getbe  SBicfenraute,  oudj  SBalbraute,  .Jpeilbiatt  :c.  (thaiictrum  flavnmL.); 
biefleine  SBiefenraute  (thaiictrum  minus  L.)  u.  o.  m.;  i>a§  SBicfen^ 
rebl)U^n,  ein  reb()u^narfigcc  ffiogel  im  fübt.  Suropa;  bic  SBiefcnriäpe,  ba& 
gemeine  SBiefen;23ief)grag ;  bic  SBIefcnrobc,  (ogt.  roben)  lanbfc^.  f.  bic  Ur= 
barma^ung  fumpfiger  ©cgcnben  ju  SBiefen;  bie  S55iefenr6tl)e,  ba$  norbifd^e 
fiabEraut,  bcffen  SBurjcl  jum  SRotf)fätbcn  gefcraud)t  wirb  (galium  borcale  L.); 
bec  SBiefcnfafran,  bie  Jg)erb|tjcitrofc;  bic  SSicfenfalbet,  «jilbe  ©albci  (f.  b.; 
salvia  pratensis  L.);  blc  SßiefcnfdÖQVtc,  garbcrf^artc  (f.  ©Charte  2.  3); 
bic  SBtcfenfc^kppc,  f.  S!Bicftnf)obcl;  bic  2ßiefenf(^miclc,  bas  blaue  ^erl= 
graö,  aud^:  2BQlbrot)r,  Scrgricbgrag  jc.  (melica  caerulea  L.);  bie  SBicfcn? 
f(^narrc,  f.  SBicfcnEnarre;  bic  SBicfcilfd^Uialbc,  eine  ©attung  ©umpfcö» 
gel;  bcc  SBicfcnfd^tX»ingc(,  eine  2£rt  beg  ©(^«Jingcis  (f.  b.),  ein  DorjügÜ^ee 
23ie{)futter  (festuca  elatior  L.);  bcc  SStcfcnfpatgcI,  »über  ©pargel,  SBalb-- 
tpargcl;  bcc  SBiefenfperling,  eine  "Ktt  eperlingc  mit  fürjercm  ©d^nabel, 
aud^:  ©cbfperling ;  bic  SBiefenfpinnc,  eine  2Crt  ©pinnen,  wcl^c  baö  ®e= 
fträud)  2c.  mit  einem  »crworrcnen  ©ewebe  überfpinnen;  bcc  SBiefenflcin,  ein 
©tuet  2Bicfen=  ob.  S«afcnerj;   bag  SBiefentl)ai,   ein  auö  SBiefen  bcfre^enbeß 


1932  Sßiefel  —  tüitb 

Z^ali  bec  SBiefencoget,  auf  SBicfen  (ebcnbc  ffiögcl,  u.  bcvgletc^cn  ©(i^mct^ 
teriingc;  ber  SBicfcrtöOgt,  2Cuffc{)cc  über  btc  Söicfcn  auf  großen  fianbgütcrn; 
bte  SBtefcnwanje,  eine  'ävt  auf  SBicfcn  lebenber  SBanjen;  ber  2ötefen«)ebcl, 
f.  SBicfcnbodöbart;  bte  SBiefcntpinte,  eine  2Ctt  auf  SBiefen  ira^fcnbcr  S[öin= 
ben;   bte  SBiefenmoUe,    1)  f.  o.  m.  ba§  Söollgraö;  2)  bag  gemeine  j^üj^ 

!raut   (filago    germanica  L.) ;    3)  eine  Htt  bcg  3?uf)rfrautCö,  f.  b.  (gnaphalium 

clioicumL.);  ber  2Blcfen5et)nte,  bec  üon  bcm  :^cugcwinn  gegebene  3ct)nte; 
bte  SBiefenjctttofe,  f.  ».  xo.  bte  ^crb|tacitiofe,  f.  b.;  ba6  SBiefenäittergra^, 
eine  2rrt  beö  3ittergrafe§,  f.  b.  (briza  media  L.). 

SBiefet,  f.,  -§,  «9?.  w.  6.,  8Sci-!(.  baS  5Bicfc[d)en,  (ranbfc^.  aud^:  hex 
SBiefef;  oberb.  bie  u.  ha^  SOSifel;  niebtrb.  SBefet,  Sßefcüc;  altfjo^b.  di" 
wisala,  wisila,   wisula;   mittelf).  diu  wisele;  angelf.   vesle,   engt,    weasel,  wee- 

zel;  fd^treb.  vesla;  »on  bunfter  ^evfunft)  ein  f(eine§,  etwa  7  3oü  langes 
9?aubtf)ler,  tt)etd)e§  fid)  wn  9)?aitfen,  jungem  geberDte{)  2C.  nabrt  (lat. 
miistela),  genauer:  ta§  gemeine,  cott)braune  ob.  Ud)tbrflunc  ^iefel,  ^^au§', 
^petd}ectriefe(,  oberb.  auc^  i2(i^ön  =  3;t)ierlein  ob.  =35  in  gl  ein,  nieberb. 
J^ermännd^  en,  ^ er m! c n  ic  genannt;  anbete  gu  biefem  ©cfd^lec^t  gef)ö» 
rcnbe  2£rten  ftnb:  baS  wilbe,  weiße  ob.  grettwicf  el,  ^rettd^cn,  f.  b.; 
ia^  große  SBiefcl  ob.  Hermelin;  iai  ftinBenbe  SBiefel  ob.  ber  3ttifS 
u.  a.  m.;  —  ba§  SS{efclctc^{}orn,  eine  "Ktt  fleiner  ei(^f)5rn^en  in  ^frifa 
u.  3fften,  aud) :  ^almcn=,  3tt>ergei(^f)örndt)cn. 

SBicfetbecrc,  iv.,  (entft.  au6  3n?iefelbeerc,  f.  b.  u.  »gl.  Swifelbeere) 
lanbfd^.  f.  bte  ^Äalbfirfd}e,  n?Ube  23ogelftrfd)e. 

SBtefenammcr  u.  f.  f.  —  SBiefcnjittcrgra^ ;  SBicfc*  ob.  2öie§n?ad^§, 
f.  unter  SBicfc. 

wicütclj!  ob.  wicüicit,  nur  alö  gebeugtes  SSn).  gebr. :  ber,  bte,  ba^  wk- 
üieljlc  ob.  wicincltc,  ein  »on  wie  »iet  gebilbeteö  fragenbeS  unbefiimm- 
te6  ^rbnungS5af)hr.,  tveld}eg  nad)  ber  ©tcUe  cb.  bem  9Jangc  fragt,  njel* 
d)en  ein  ©cgenjlanb  in  einer  golge  ob.  Srbnung  einnimmt  (j.  S5.  ber  wicoielfle 
»rar  er  in  ber  9Icil)c'?  am  lüicoielften  Sage  bcS  SOionatS,  beö  3i3l;re§  jc.  ge« 
fc^at)e6?). 

iricn?oI)I,  unterorbnenbcs  SSb».  ob.  Fügewort  yon  etnraumenbcr  (concef^ 
ftocr)  S5cb.  f.  0.  w.  obTOof)!,  trenn  gleid),  [tnno.  obgleid)  ([.  b.),  cbj'd)cn 
JC.  (cntft.  aus  jrie  K>of)t;  j.  S8.  njicwof)l  er  mid^  fennt,  fo  wollte  er  mir  bo^ 
nic^t  trauen,  b.  i.  cig.  voxe  wo^t  ob.  wie  gut  er  ini»^  auä)  Bennt,  fo  Jc;  ffe 
ft'nb  mit  einanbcr  reinjanbt,  tütcnjoljt  nur  in  entferntem  ©rabe,  u.  bgt.  m.) 

SBiganD,  m.,  f.  SBeiganb  unter  wcigcn  1. 

tvigcn  ob.  unggcn,  Vüiggeln,  jiel.  u.  jictiof.  3»-  (»gl-  wiegen  2.)  tanbf^. 
ober'  u.  nieberb.  f.  auf  unb  niebcv-  ob.  {)in  unb  l)ev  belegen,  fd)aufcln, 
fd)iranfen,  tvacfetn;  it)igeht>agcln  ob.  iriggchraggcln,  iicüol  3w.  f.  ^in 
unb  her  fd)rcanfcn,  tracfeln;  ber  SBigchuagcl,  oberb.  f.  bag  ©d^iranfen, 
bie  Uncntfd)loffen()clt. 

füllt»,  Sw.,  6omp.  ivitber,  (2up.  irilbeft,  (gotl).  vilthi,  attt)oc^b.  wikli, 
mittell;.  wilde;  angelf.  vild;  engl,  wild;  altnorb.  villr;  —  offenbar  öcrw. 
mit  SBalb,  f.  b.  U.  tgl.  ba§  lat.  silvestcr,  süvaticns,  bal;er  franj.  sauvage; 
unfer  wilb  ift  jcboc^  nic^t  abgcl.  oon  SDSalb,  fonbern  gef)t  mit  bicfem  »on 
glcid^er  SBurjcl  auS:  wald,  wild  k.  ItbenSfräftig,  jtarE  fein,  weld;e  burc^ 
SÜBeitcrbilbung  >?on  val,   tat.  val-ere,  validus  3C ,  cntjtanbcn  ju  fein,  unb  mit 


wilb  1933 

Übcvgang  bcö  b  in  t  auc^  ben  Stamm  »on  walten,  ® ooatt  ic.  ju  l>il= 
bcn  f^cint;  ügl.  walten;  bic  ©runbbcbcutung  »on  »itb  gcfjt  alfo  fiiif 
■  un9cfc^»äd)tc,  ungcj^äfjmtc  S^aturfraft«)  ühiti).  in  unüetd'nbcttcm  9?atur= 
,iSuflant)c  bcftnblid),  in  uvfpcüuötic()ec  natiulid)cc  25cfd)affcnf)ett,  von 
mcnfcl)[ic()cc  j^unf!  unb  ^Cbfid)!  unbcrü()rt;  inSbcf.  1)  in  2(nfe()uni;  b^c 
föcpcittd}cn  (p*)ofifc^cn)  5J?atui- :  ba-  menfd)(id}en  SSilbung  (Sultur),  3«d)ti 
'Pflcijc  cb.  ©or^fatt  ermangctnb,  nidjt  gejäfjmt,  nid)t  i)ercbclt,  nid)t  an-- 
ci^ibaut,  nid)t  fünflltd)  ()crvor3cbvad)t  ob.  geregelt:  »on  3:^ieren  (roilöc 
:.l(;tcrc,  cntg.  bcn  jaljmcn  ob.  ^aiiStf)ieren,  j.  33.  »ilbc  Äa^cn,  ©c^rccinc, 
©anfc,  Sauben  jc;  in  weiterer  Scb.  anä):  wi(bc  gifc^e,  b.  i.  Sad):^,  gtufö«, 
©cefifc^c,  g.  U.  D.  bcn  in  Seichen  getjcgten;  in  cnäcrcc  Seb.  finbwilbc 
.^  {)icre  bef.  Slaufcttjierc,  rcipenbc  Zi)ktt);  t>on  '^flanjcn  (xDÜ\)t  ®ctt)ä'd)i'c, 
S3äumc  :c.,  welche  tuitb  »ac^fcn,  b.  i.  unangcbaut  u.  otjnc  Pflege,  cntg.  bcn 
@arten=  unb  gelbgcwaci^fen;  witbc  Saumjlamme,  in  engerer  Seb.  f.  noc^ 
nic^t  ücrcbclte  ob.  gepfropfte;  ein  wilber  SBalb,  b.  i.  ein  |ic^  felbfl  übcrlaJTc^ 
ner,  nicfet  regelmäßig  bcwirtl)fd)af(eter,  cntg.  gorft);  auc^  üon  anbtrn  9ia 
tur!örpern  ob.  Siaturgcgenftä'nbcn  (ein  wilber  Sobcn,  ein  tt)i(be6  Canb,  eine 
wilbe  ®cgcnb  :c.,  b.  i.  unangcbaute,  oljne  Spuren  rcgelnbcr  .$Cunp:  wilbe 
(Srbc,  i.  i.  bie  unter  bcr  Sammerbe  befinblid;e,  welche  noc^  feine  ©ercä'd^fe 
getragen  i)at;  wilbeö  SS  äff  er,  nic^'t  burd^  Äunfl  geleitete^  ob.  gci;egteS; 
tn6bcf.  f.  SOBefterbud^,  iiOerfd;wcmmung;  ein  wilbeS  Sab  ob.  SßJilbfcab,  f.  u.; 
büö  wilbe  gcucr  ob.  SBilbfeuer,  »lt.  f.  2Betterftraf)l,  SBliß;  uneig.  f. 
bic  3lofc  (5)  ob.  bcr  9{otf)tauf,  i>ai  l)itltgc  ob.  3fntoniu6=gcucr;  »ilbeß 
gteifd^,  in  SBunben  gleic^f.  tcilb  wad}fcnbcS,  mclci^eö  bie  .ipcilung  Ijinbert; 
wilbeö  ©eftcin,  Scrgw.  f.  täubet  ®ejlein,  cb.  feiner  .:^drte  wegen  ni(^t 
ju  gewtnncnbc6);  obcrb.  f.  ()i\'f6lid},  öarfitg,  fd^mubig,  b.  t.  ber  dupcrli= 
c^en  SSilbung  ob.  Pflege  crmangclnb  (ein  wilbcö  ®cfid;t,  SKabc^cn  2C.;  auc^: 
wilbcö  SBctter  f.  fc^mu^igcö,  «Regenwetter);  2)  ber  gefeUfdjaftltdjcn  SÖtl; 
bang,  ©eftttiing  unb  geregetten  2ebcn§;(Sini-td)tun3  evmangelnb,  im  vo=^ 
()en  9^atur5uffanbe,  ot)ne  2(ctcrbau  unb  2Sit()üuc^t,  Icbenb,  finno.  ungeftttct 
(uncioilifirt;  wilbe  59?enfci^en;  bic  wilben  ffiolJäjtämme  in  3ffri!a  unb  3(nu= 
riEa;  bei- wilbe  5}Jann,  ba&  wilbe  SBeib,  fabclf).  ©efd^öpfe  begatten 
23olEgglaubcnö,  burd)  riefenl)aftc  ®rö^e  ben  SScrgmä'nnlcin,  Zwergen  :c.  cnt» 
gegcngef.);  bef.  alö  JTpw.  ein  SB t Ib er ,  ber,  tic5Silbe,  S)?.  bieSBil- 
bcn  (j.  Sß.  bic  SBilbcn  in  Süb='2(meri!a,  in  9teul)oUanb  k);  3)  ber  ()c()even 
fitt(id)en  SSilbung  u.  Gv5ie()ung  ermaugelnb,  u.  in  bicfem  9^?anc}el  gc= 
grünbet,  ftnnu.  rcf),  ungcftttet,  unfttt(id),  ungezogen  (ein  wilber  93lcnfc^, 
Änabe,  ein  wilbcS  itinb;  ein  wilbeö  Cebcn  fiif)ren;  ein  wilbcö  ©cfc^rei,  wil- 
ber eärm  Jc);  in  bcftimmterer  Seb.  feine  Seibenfdjaften  nid)t  ^ligclnb, 
finno.  5ÜgeIlo6,  unbanbig,  graufara,  in  l^of)em  ®rabe  {)eftig,  ungeftüm 
(wilb  wütf)en  ob.  rafen;  ein  wilber  Sijrann;  wilbe  Scgicrbc;  ein  wilbcö 
JBcrgnügen;  wilbe  Slirte  2C  ;  au^  oon  Sf)icren  u.  anbern  SiaUugcgcnfiün- 
bcn,  j.  as.  ein  wilbeö  ^ferb,  b.  i.  ein  unbanbigeö,  ungcfiümeö;  ein  wilber 
©trom,  u.  bgl.);  gem.  au^  von  leit'cnfd)aftüd)ec  ^TuftvaKung  ob.  (5rr£gt= 
f)'cit  in  einem  fccfonbern  J^alle,  f.  o.  w.  ()od)|l  univillig,  ungel)alten,  auf^^ 
gcbvadjt,  jornig,  bcfo  (wilb  werben,  b.  t.  in  3orn  geratf)cn;  einen  wilb 
machen;  wilb  auf  2emanb  fein);  «on  Sl)icrcn  obcrb.  f.  fd)eii,  jum  ^Cuo- 
veipcn  geneigt  (ber  £)c^5,    baö  ^fcrb  ift  wilb  geworben);  4)  cljem.  audj  f. 


1934  xoiib 

fremb,  unbefannt,  frembarti^,  fortUerbr.r,  fcftfam,  aufa[I«nb  jc.  (wetö^e 
Seb.  t{)rcn  ©runb  in  bcm  6)cgcnfa^  bc6  Söflben,  Ungcbtlbeten,  ai€  eines  Un' 
gen)of)ntcn,  gcembcn,  gegen  baö  ©cbilbete,  ^eimifd^e  {)ot;  bai)cc  nodj  je^t: 
»ilbfremb  f.  ganj  fcemb);  oberb.  gem.  aU  9tm.  f. ungcn)öf)nltcl^,  etftaun? 
lic^,  fe()r,  bod}  nur  in  üblem  ©innc  (j.  S.  »ilb  ftinfcn;  tpilb  närtifc^  f. 
gonj  toU);  —  ta§  SBilb,  -eö,  o.  SO?,  (altb.  daz  wild,  wilt,  ®.  wildes)  1) 
alö  ©ammel».  trilbc  2^f)ici-c  liberf).;  in  engerer  Seb.  jacjbbare  3:()iere,  b.  f. 
oUe  »ilben  ©augetfjierc  unb  SBöget,  auf  Wil&je  Sagb  gemacht  rcirb  (cblcS 
SÖSilb,  b. i.  efSbarc  »itbe  St)icre,  entg.  bcn  S?aubtf)ieren ;  diotp,  ©ci^raar  j* 
rcilb,  f.  b.;  gebcrrailb,  ii.  i.  xoilhcS,  ©eflügel;  ein  ©tücE  SBilb,  l'c($§ 
©tiicB  S3i(b  :c.,  »gt.  (Stüc£  4);  2)  ein  ehv^dm^  2!{)icr  [oId)ec  2(rt  (j.  58. 
c6  lief  ein  Sßilb  über  beu  SBcg;  ein  fc^öneö  SSSilb  ic);  in  engerer  SScb.  f. 
bie  v^lr|'d)fuf);  —  3fe^.  uon  loilb  u.  SBitb:  bec  SBilbacfer,  ein  für 
baö  5Bi(b  in  einem  S()iergartcn  mit  gelbfcüc^ten  bejtcUter  3rder;  ha^  2Si(b* 
batiy  ein  natürlt^eö  (»armes)  ^ab,  eine  natürli^e  (mineralifc^e)  ^citqueüe; 
bie  2SI(bbat)n,  l)  »on  2Bilb:  ein  geackerter  ob.  aufgegrabener  SBeg  in  einem 
Sagbbejirfe,  um  bie  ©pur  bc6  SBitbcS  barauf  ju  erfennen;  anäj:  bk  SBitb» 
fat)re,  *fu{)re,  ber  SSilbrceg;  ferner  f.  SagbbejirE,  =®e()egc  (c.  3Bilb* 
bann);  2)  üon  witb:  im  ^u^nrefen,  gtcidjf.  eine  tnilbc  SBafjn,  b.  i-  ein 
SBeg  neben  bem  eigcntltd)cn  gabrtüege  cb.  ©etcife;  bec  SBiIbbaurt  (mtttc(f). 
wiltban)  1)  baS  Sagbredjt,  bie  ©eric^töbavfeit  über  ba6  Sagbreefcn  (ben 
fSSitbbann  I;aben);  2)  ein  begrenzter  3agbbejirf,  gem.  unr.  5Bilbbaf)n;  bcr 
SBilbbaum,  jur  (Sr^altungbeä  SBilbeS  im  SSinter  gefällte  junge  Äieferbäume: 
bec  SBilbbraten,  Scaten  üon  einem  <Btüd  SBifb,  inSbcf.  Stef)^  ob.  ^irfd^bra» 
ten;  baS  SBUbbret,  -6,  o.^.iand)  SSilbpret  gefd)r.;  oberb.  SBitbbrät, 
SfBilprcit;  gem.  SBifpert;  mitteU;.  wiltprat,  wiltbraele,  wilbraete,  oon  der 
brat,  gleif^  com  Seibc,  iBratflcifc^)  1 )  eföbarcä  gleifd^  tont  SBilbc  (Sief)«, 
^irf(^^,  ©dött'""c=2Bitbbret  3C.) ;  2)  bai  jagbbare  eblc  SBitb  felbft  (rotf)c6, 
f^roarjeg  SBitbbret  :c.;  eS  ifl  oict  2Ei(bbret  im  23albc);  bcr  SBilbbleb,  luec 
unbefugter  SSeife  2Öt£b  fangt  ob.  fc^iejjt;  baf)er:  bie  SBÜbbicberei,  ber  SSilb* 
biebfial)!,  lanbf^.  auc^  bie  aBitbbeubc;  bie  SBitbelfler,  ber  S^euntöbter-, 
bie  2SI(bfal)re  ob.  4'u{)rc,  l)  f.  s.  w.  2Bitbbaf)n  1);  2)  (anbfc^.  ber  (gteicfefi 
njtlb  liegen  bleibcnbe)  9?ain  g»ifd)en  ben  2£dcin;  bec  SBilbfang,  -cö,  5)?. 
jfange,  1)  x>on  2Bi(b:  ber  gang  beS  SBiibeS;  eljem.  (mittelf).  wiltvanc)  aui) 
f.  ein  SBilbgeijege,  '5)ar!;  2)  i\  wüb:  ba^  xvilb  ©cfangcne:  ein  im  roilben 
3ujlanbc  gefangenes  Stjier,  inSbef.  ein  in  ber  5QilbnifS  aufgcrcac^feneS,  nod) 
ungcbänbigtcS  ^pfcrb;  ein  »ilb  gefangener  u.  gejcijmter  gal!e  ob.  Jpabid^t,  j. 
U.  t5.  Sleflting;  uneig.  f.  ein  Jüilber,  unbanbiger,  unbefcnnener  junger  SJienfd) 
(jeboc^  als  milbe,  mef)r  f^crjenbe  Benennung) ;  lanb^ä).  ©ärtn.  aud^  f.  ein 
rcilber  SBaurnftamm,  SBtlbling,  f.  b. ;  obcrb.  eliem.  bef.  in  bcr  ^falj :  ein  on» 
fafftger  grembling  ob.  2CuSlanber;  baß  SBtlbfcucr,  f.  o.  »ilb  1);  bcc  SBllb- 
forfr,  ein  Sorfl,  in  trcli^cm  2ßilb  gcljcgt  wirb ;  bcr  SBilbfraf ,  grajj  beS 
SBilbeS  u.  babur^i  angcridjteter  Sd^aben  cn  ben  gfit^fi-'üc^tcn;  nnlbfremb, 
•8\t>.,  eig.  fremb  rcic  ein  SBilbcr,  gem.  f.  oöUig  fremb  (cgi.  o.  wilb  4);  tc^ 
bin  I;ier  toilbfrcmb;  ein  tciibfrembcr  9JJenfc^);  bie  2Bilbful)re,  1)  f.  c.  w. 
2i3ilbfal)rc,  f.  b.;  2)  ein  fleincr  Sagbbcjir!  (mittell).  wiltviiore);  3)  eine 
gut)re  gur  gortfd;affung  beS  erlegten  SEitbcS;  bie  SBilbgarbc,  ber  rot^e 
iStcinbred^,  f.  b. ;    baö  SBilbciarn,  eine  "Kvt  niebriger  n.  leidster  Sagbne^c, 


wilb  1935 

aui):  SBilbne^;  baö  S55i(bgel)e,qe,  ein  eitigcf)cgtcc  3agb6c^tcf ;  bei  SÖilt' 
graben,  SBaffcrb.  JiO^uaaavabm  für  baö  tritbe  SöafTcc;  bcr  SBilbgraf  (mit^ 
tili),  wiltgravo)  (:i)tm.  fatfcrl.  23ectt)a(tcr  ob.  SSorflc^cc  (pg{.  @rafj  eines  tril^ 
bcn,  etjl  urbar  ju  niadjenbcn  8anbftrid)c6;  bai)cr  fpätcri)in  Sitel  einiger  rcic^ö= 
(iiafli^cn  gamilien  am  3ii)dn,  ami):  SRaugraf,  f.  b.;  ba6  Sßilbgraö, 
lanbfc^.  f.  9icii)3raö  ()'.  9leit)c);  SBitlcnfacljöfc^njana ;  bcr  2Bilb()afcr,  f.». 
tp.  Saub«  ob.  Sl!Binbl)afcr;  aud)  f.  SBintertold) ;  ber  SBi(b()ag,  oberb.  f.  na- 
tüi-Ii^cr,  Icbcnbigci-  3aun,  auij:  Sßilbjaun;  ber  SBilM)änb(cr,  bic 
5iBtlt)l)änMerinn,  mt  mit  SBilb  IjanbcU;  bic  2öi(b!)aut,  unjubcrcitcte  Jpaur 
cine6'  5ßilbc6,  j.  S3.  lincä  ^irfc^e6  od.  5Rc^cö  vc.;  baä  SBt(b()CU,  fc^njcij. 
oiif  bcn  65ipfan  bcr  SSer^c  gewonneneö  ^cu;  bcr  S[ßi(b()cucr,  wer  folc^eö 
Jpcu  cinfammelt;  bai  SBilbl)0(5,  (anbfc^.  f.  ©infler;  ba32Bi(bf)Uf)n,  lanbfdj. 
f.  ®cJ)nccl)ul)n,  f.  b.;  auä)  f.  9{cbt)ui)n;  bcr  2Bt(C>f)Ütcr,  ein  2Bad)tcr  jur 
3(6l;altun3  bcö  23ilbc6  oon  ben  gclöcrf'  unb  SBeinbcrgcn,  auc^ :  2Bilbt)irt, 
SBilboogt;  baö  SÖKbfalb,  ein  junges  SDSiib,  bef.  eine  junge  J&ir)'d)Eiit) , 
j.  U.  0.  J^irf^!alb,  f.  b.;  bag  23iIbforn,  bic  Saub=  ob.  JKä'ufcgerjle;  bag 
23ilblebcr,  aus  aBitb{)aitten  bereitetes  Scbcr,  ^irfc^-,  «Retilebcr  Je.;  raitble* 
bcrn,  93tü.,  aus  SBilbiebcv  gemacht  (»itbleberne  .^anbfc^ufje,  a5ein!(ciber  jc.); 
baS  SSitbmanrtägraä,  baS  n)irtelförmigc.!^irfegraS  (panicum  verticillatum  L.); 
ba^  Sßilbmannötraut,  bie  ©c^neebtume  ob.  meijjc  Äüd^enfc^eUc;  bcr  SBilb* 
nicijlev,  ein  SSeamtcr,  wcld^cr  bk  2(uffic^t  über  baS  SGBilb  in  einem  gcmiffen 
SciivEc  fü()rt,  auc^:  gor jlmciftcr,  wenn  er  jugtcid^  bie  iScn;irtf)fd)Qftung 
bcS  SBalbeS  leitet;  bie  SBilbmcijlcrci,  baS  2(nit  u.  bic  SBoi)nung  bes  SBäirb« 
nuift'crS;  ta§  SBilbllC^S  [•  SBilbgarn;  bai  SBilbobfr,  »ilb  sva^fenbeS  )Db|l, 
cntg.  bem  in  ©arten  zc.gejojjenen,  ücrcbelten;  bai  Sßilbpret,  f.  SBilbbret;  bie 
2ßt(brötl)e,  baS  norbifc^e  Siabfraut  ob.  bic  SBiefenröt^e,  f.  b.;  bcr  SÖilb; 
ruf,  ber  9{uf,  bie  Sodung  beS  SBitbcS;  au^  eine  !(eine  pfeife,  mit  jrcld)er 
bic  Säger  baS  2Bi(b  locfen  (f.  9iuf  2);  bcr  SSilbfc^abcn,  9)?.  =fd)aben. 
©d^aben,  tvitöjin  baS  SBilb  auf  gclbern,  in  ®ä'rten  Jc.  anrichtet;  bcr  S'Bilbs 
fd^Uppcn,  ©(puppen  in  ben  SBätbern  jur  gutterung  beS  5SilbeS  im  SBinter; 
bcr  ülßilbfd^ii^,  ein  3ager,  oberb.  inSbef.  f.  SSilbticb;  biV3  SBilbfc^ipein, 
gew.  baS  »uitbc  ©c^ioein  (f.  ©(^rccin;  obevb.  aud^:  bie  SBitbfau;  bcr 
SSilbeber  ob.  2ßitbbcr  f.  baS  mannl.  SBilbld)tt>cin)  ;  bcr  2BiIb|lanb, 
1)  bcr  gciüöf)nli^e  2Cufcntf)altSort  beS  SBilbeS  in  einem  Söalbc;  2)  bcr  S5e= 
jtanb  ob.  SSorrati)  an  gcijegtcm  SBilbc;  bie  SßitbtauüC,  Stingcitaufce,  grofjc 
>^cljtaube;  bic  SBilbtragc,  eine  Srage  «ur  gortfd^affung  bcS  gcfdicfTcnen 
aSilbcS;  bcr  aSilbOogt,  f.  SÖilbf)ütcr;  bcc  2BiIbn?cg,  f.  XBitbbaijn;  bcr 
SÖilbjaun,  l)  f.  o.  w.  Si3ilb{)ag;  2)  eine  23cr^äunung  für  baS  SBilb  am 
sRanbe  eincS  SBalbeS;  —  Ublcit.  bie  SSilbe,  (mitteU;.  wilde)  »öllig  oit. 
1)  f.  5St[bnif5,  einöbe;  {)of)C  ^Tip  o^ne  Saubf)o(a  (fc^rceii.  2Btlbi);  2) 
f.  baä  5BUbfcin,  bic  Sötlb^cit;  bai  grcmbfctn,  bic  UngcroofjntFjcit,  frcmb- 
artige,  fcltfamc  58efc^affcnf)ett;  ivilben,  3w.  (mittel^,  wildeu)  »it.  1) 
giellos  f.  roilb  ivcrbcn,  tritb  fein;  fid)  entfernen,  fern  fein;  2)  jiel.  f. 
entfernen,  cntfrembcn,  unfenntltd)  mad)cn:  n?ilbc(n,  jieUof.  3nj.  m. 
i)aben,  oberb.  f.  einem  2Bi!bc  ob.  UMibcn  '^bt'icxc  cibnlid)  fein,  baf)ec 
f(^«5eij.  f.  ivüthen  (tüilbclig,  SS»r.,  f.  rcütijcnb);  inSbef.  nad)  SBilbbrct 
ricd)cn;  anfangen  übel  ju  rtcd)cn  ob.  jn  fd)mccf"en,  oon  oft  gctrorbenen^ 
SBilbbret  u.  anbcrm  S(ei|c^,  tanbfc^.  auc^:  ivilben3cn,  roilbpcm  ob.  gem. 


1936  SBilbfdjuc  —  SBille 

roitpccn  (»gl.  SBttpcrt  f,  Söilbbcct);  iDllbem,  güttof.  ^rv.  m.  fjaben, 
1)  w'üb  tvcrbcn,  nur  con  ©eträ^fen  gebr.,  aufcvbcm  gciy.  »crwifbern, 
(milbcmbc  ©cpcäudöe  :c.;  btc  nii^t  gtilcibcUen  SBcinjlörtc  fangen  cn  gu  n)i(= 
bern);  feiten  gtel.  f.  iri(b  madjen;  2)  oberb.  f.  unbcfugtec  SBcife  2öi(b 
jagen  u.  tobten ;  bec  SBitbcrcr  ob.  SBKbner,  -ö,  (mittel^),  wildenaere,  wii- 
deraere)  alt  u.  obcrb.  f.  3Ä3«v'.  2BUbfd)ii^ ;  tnöbcf.  5öilbbic6;  bie  S3ilb= 
nerinn,  obcrb.  f.  5ÖUb()ä'nb[ennn;  bie  2BilbI)eit,  (tanbfc^.  gem.  aud)  SBil= 
btg!eit)  bai  SStlbfetn,  bie  tvilbe  f8efd)affen^cit  (j.  S3.  eines  Sl)tcreg,  ®e= 
«jac^feö  2C.);  insbef.  bie  Diau!)^eit  ob.  9io()f)eit,  ^efti^feit,  ©raufamfeit 
jc.  bec  @emätl)Sart,  bcr  ©itten  2c.;  ani)  f.  eine  trilbc  b.  i.  vct)e,  un^eflü; 
me  2C.  ^iinblung  (SÄ.  2Siibl)citcn) ;  bec  SBtlbling,  -e^,  Wl.  -e,  ctn^aä 
5Bi(bc6,  burc^  SBilbung  u.  Pflege  nid)t  SSerebelteS,  inäbcf.  ©ärtn.  junge 
£)bftjlämme,  bie  nod)  nici}t  bur^  ^fvopfcn  Dcrebelt  finb;  auc^  ein  nod) 
unetjogener  junger  SJZenfd};  ein  reilber,  unbanbiger,  ungefitteter  SO?enfd), 
5Bilbfang;  bie  S[ßi(bnifö,  dJt.  -ffe,  (obecb.  2ßübnuf§)  1)  eine  tvilbe,  un; 
angebaute,  aber  nicJjt  unbcma^iftne  u.  ntc^t  notf)n)cnbig  unbewol)nte  ©egenb, 
uerfc^.  ßinßbe,  SßSiipc:  2)  oberb.  ein  kleiner  J^ieSecanfall,  faef.  bei 
Sßöci^nerinncn ;  a\x6)  ein  offmcr  ©d^abcn  am  ßcibc. 

SBtlbfi^UV,  W.y  ^.  -en,  (ntc^t  oon  SBtlb  u.  ©d^ur,  fonbcrn  »om  |)oln. 
wiirzura,  SBolfgpcli,  üon  wilk,  SBolfj  ein  2Bü(föpel5,  an  ive(d)cm  bie  '^ac^xe 
nad)  au^en  ge!ef)rt  finb. 

Sßilgc,  w.,  9)?.  -n,  alt  u.  nicberb.  iatxÖ)  ©ic^el;  engl.  wiUow)  f.  bie 
5Beibe,  bei-  SBeibenbaum, 

SSiüc  ob.  b.  SBiücn,  m.,  @.  SBiÜen§,  ^2.  (feiten)  bie  Söiüen,  (gofl). 

U.  altnovb.  vilja:  oltf)oä)b.  willo,  @.  williu;  mittdl).  Wille,  ©.  willeu;  oberb. 
bei- Sollten;  attfac^f.  willeo;  angclf.  villa,  engl,  will;  Utt^.  wale,  flow, 
vvola;  tat.  vol-uutas,  gricc^.  ßovh],  üOll  bei'  2ß.  wal,  wil;  »gl.  Wollen,  2öal)l 
2.,  ttJüf)l  u.;  —  im  3Cltb.  gtebt  e§  aud^  ein  abgcl.  3».  willeon,  willon,  ^cöt. 
willota,  f,  irollcn;  tt)iUfa{)ren;  bat)cc  noc^  baS  50?«).  gerüillt  f.  witlenö, 
cntfi^loffen ;  im  S^tcbcrb.  ein  Si».  wtllc  f.  willig,  bequem  unb  gelegen,  weit) 
1)  ba^  93evmogen  be6  üerniinftigen  ©eijlev?,  ju  ivollen  (f.  b.),  bie  geijlige 
Äcaft  bec  freien  ©elbjtbeftimmung  jum  ^anbein,  bie  2Biüen6fcaft  (bcr 
freie  SßSillen,  bcr  vernünftige  SBillcn  bcö  SOicnfd^en,  unterfc^.  oon  bem 
(Srfenntniföucrmögcu ;  »gl.  SScrnunft  2);  "aai  unoernünftigc  Sl)ier  Ijat  feinen 
SBiltcn,  fonbcrn  nur  Sricbc,  Segicrbcn  :c. ,  unb  !ann  bal)cr  nic^t  l)anbcln); 
in  »»eitcrcr  S5cb.  aud^  f.  ho.^  Segcf)rungi5üermogcn  bec  cmpfinbenben  @ee(e 
u.  beffen  3?egungen,  Scicbe,  5'^eigungen  k.  (bef.  iu  ben  3fc^.  9)tutl)n)illen, 
Unwillen,  2Bibcrwtllcn);  2)  bie  ifupcrung  ber  2iitllen6£raft,  Söillenöaupe? 
rung,  baS  2öoUen  in  einem  bcfonberen  gallc,  finn».  Gntfd)Iuf6,  SSorfa^, 
2fbfid)t  (eS  ift  mein  SBiUen,  fo  ^u  Ijanbcln;  cä  gcfd)al;  na^  ob.  mit  meinem 
Sföillen,  wibcr  meinen  2Btllcn;  gegen  Semanbö  Sßäillcn  l)anbcln;  feinen  SBil» 
Icn  brechen;  itwai  mit  Sßillen  tl)un,  b.  i.  abfid^tlic^,  mit  SJorfa|;  oft  im 
©egenfa^  bcr  Sl)at,  j.  S.  ben  guten  SBillen  für  bie  3:i;at  nct)men);  inSbcf. 
auc^  f.  3uftimmung,  (Jinivilügung  {ttwa^  mit  Scmanbö  SBiUen  tl)un;  er 
i)at  feinen  SBillcn  barcin  gegeben);  berichte  Söille,  b.  i.  btc  Ic^te  2Bil» 
IcnSäu^crung  ob.  ^SrSld'rung,  bie  S5crfügung  eines  ©tcrbenbcn  über  feinen 
iRaci^lafö  :c.  u.  \)\i  barüber  vollzogene  fd;rtftlic()c  UrEunbe  (fr.  baö  Scflament); 
bcr  ®en.  2BiUen6  (obcrb.  aud):   bcSSBillcnö)  ob.  gew.  ivillenö  wirb 


mUe  1937 

in  SSccbinbun^  mit  fein  gcbvaut^t  f.  cntfd)(cn'cn  (j.  fS.  id^  bin  nic^t  »itteng, 
id)  wat  njtUcnö,  cö  ja  t()un;  obcrb.  in  glcidjcm  Sinne:  in  ob.  im  23 i den 
Kin  ober  t)abcn,  ctmag  jit  t()un;  unr.  in  SBidenö  fein  ob.  f)abtn)',  fcrncc 
bic  '^Cupcrung  beö  S5e9cf)run3§\)ei-mÖ3cnö,  ftnno.  S3e9cf)ccn,  5Bunfd),  5*^^« 
ijung,  ötfallcn,  Sclicben,  (ic^  t)abc  e§  auf  feinen  Söillcn  gettjan-,  mö)  3e» 
iiianbö  SBiUen  tebcn,  tfjm  ju  SBitten  fein,  b.  t.  fic^  feinem  S3e(3ef)ren,  feinem 
aßunfd)  obcc  SSelicOcn  fügen;  ctmaö  »ibec  SiSitlen  t^un,  b.  i.  gegen  feine 
Steigung,  mit  ^(bncigung) ;  3)  baS  3tcl  ob.  iit  ©eijcnjranb  beS  2üolIcnS 
ob.  S3c3c{)renö,  baö  ©cjroUtc  ob.  ®eit>ünfd)te  (einem  ben  SDBillen  t()un,  b.  t. 
t()un,  >üaö  et  will;  eS  war  mein  eignet  SOSiUcn,  b.  i.  waö  id^  woUte;  et  t)at 
feinen  SßiUcn,  mufö  feinen  SBiUcn  t/abin;  auf  feinem  SBitlen  bcftetjcn;  fpric^m. 
beö  S[)lenfc^cn  2öit{e  ift  fein  Jpimmelreid),  b.  i.  bieSefriebigung  feiner  SBünfc^c 
gilt  it)m  alö  baS  Jpöc^ftc;  mittclf).  slnen  willen  reden,  began,  b.  t.  reben,  ti)ün, 
tt*a6  man  will;  stneu  willen  sehen,  b.  i.  voai  man  rciinf^t  unb  liebt);  4) 
big»,  aucf)  f.  bie  ©cftunung,  (Sinncä;  cb.  ©emüt^Sact  (bet  gute  ob.  üble 
SBiUcn  cineg  9!)lenfd)en,  ügl.  2Bot)lwoUen,  Übelwollen;  bef.  in  ber  alteren 
©P-'ac^C)  J.  S.  mittelt).  slu  wille  unt  sin  muot  was  reioe  unde  guot;  einem 
guoten  willen  tragen,  b.  t.  if)m  mot)hüoUen);  —  in  S3erbinbung  mit  um  wirb 
ber  2(cc.  5Billen  in  ber  gorm  um  -willen  alö  SB»,  mit  bajn3if(%en  tre» 
tenbem@cn.  gcbraud^t  jur  SSejci^nung  eincS  SSctvcggrunbeä,  jlnne.  tragen, 
batbcn,  (j.  S3.  um  beö  greunbeö  witlen,  um  ber  guten  ®ac^c  willen  it.),  wo» 
bei  bic  pctfönt.  gürwörtet  ftatt  bet  ©eniticsgotmen  meiner,  bcincr  jc.  bie 
gormen  meinet,  beinet,  feinet,  iljret,  unf ert,  cuctt  anneljmen  unb 
au5  b'eren  »berent«  wirb  (alfo:  um  meinetwillen,  um  unfcrtwiUen,  um  bereut» 
willen;  aber:  um  bcföwillen);  genauer  bejeidjnet  um  -tvilUn  1)  bie  58c? 
jicf)un9  eines  S()ung  auf  einen  perfonlid)en  ©egenftanb,  bcm  etivaS  ju 
Süiüen,  JU  ßiebe,  ju  ©efallen  9cfci)ic{)t  (j.  S.  id^  t^ue  cö  um  meines  greun» 
bc6  willen,  um  beinetwillen;  tl)ue  c§  um  ©otteö  willen!  um  ®otteö  willen,  um 
beä  ^immclö  willen  nid^t!  ogl.  ®ott,  ^immel;  im  50iittelf).  jlel)t  in  gleichem 
©inne:  durch  den  willen;  j.  95.  durch  den  willen  min,  b-  i.  um  meinetwillen; 
durch  ir  willen,  {^r  JU  Siebe;  durch  sliien  willen  :c.);  2)  btc  SSejiel^uug  auf 
eine  JU  eclangenbe  ^aö:jey  al6  3»vecf  unb  SSeweggtunb  beS  Stjung  (j.  33. 
etwaä  um  ber  (gl;rc,  bcö  8ol)ne6,  bcö  9iut)mcg  willen  tl)un;  t^uc  eg  um  beineö 
eigenen  23ortf)cilö  willen);  3)  ben  äufcren  Sciveggvunb  be3  Sf)un6  (j.  S8. 
man  fd^ontc  i^n  um  feiner  Sugenb  wiUen;  i^  lobe  bid^  um  beincö  glei^eö 
wiUen;  eS  gef4iiel)t  um  SebcnS  unb  ©tcrbenö  willen);  —  3fe|-  niit  Sßillen: 
willenlos,  S5w.,  ffinen  eigenen  SBiaen  f)abenb,  ol)ne  gehörige  SSSiUensEraft 
(ein  3;^ier  ijl  wtllenloe;  ein  wiUenlofer  ?Oienfc^,  b.  i.  ein  fc^wac^er  «Olenfc^ 
obnc  jtftlic^e  Äraft);  bie  SBillenlofigFcit;  —  mit  bem  @cn.  Söillcng:  bie 
SBiUenSäupcvung,  .crflcirung  jc;  bie  Sßiüenöfraft  ob.  ba6  SSillenöücr* 
mögen,  f.  o.  SBiUen;  bie  SBillenömeinung,  pcrfönlid^c  iupcrung  bes  mi^ 
Uns,  ber2(bfid^t  ob.®efinnung;  —  mit  bem^'stommc  SBill--:  ber  SBiübrief, 
obcrb.  f.  SewiUißungSfd^ein,  f(^riftlid^e  Einwilligung  (fr.  (Sonfenö);  ivillfal); 
ren,  untib.  jieUof.  3w.  m.  l)aben,  (nic^t  ablaut.  mc  fal)rcn,  fonbern  blo9 
umenb.:  ic^  willfal)re,  bu  willfal)rfil  k.;  ic^  wiUfaljrte  jc;  gcwiUfat)rt  ob.  r. 
»illfa()rt)  einem  -,  glcic^f-  nac^  feinem  SBiUen  fatjrcn,  b.  i.  »crfaljren,  f)an= 
beln,  t{)un,  feinen  SßJiltcn  ob.  SBunfd^  erfüUen,  finno.  it)m  itxoai  bewilligen, 
gejlatten,  »ergönncn,  ifjm  in  ctwaö  nachgeben  ob.  golge  leijlcn  {iö)  will  bic 
^C9fe'ö  J&anbwiJ5t«t>.  b.  femfc^m  ©pc.  2.  Z^iiU  122 


1938  SBiUe 

bann  tt>tUfat;ren;  man  '^at  xf)m  niä)t  tt3fltfaf)rt);  ble  2B{(lfal)r«nC| ;  Wtüfät)* 
rig,  S8iu.  (otjcrb.  auci^  wfnfctttg)  geneigt  ju  njit(faf)ren,  ffnn».  fcefextroillig, 
gefaUig,  na^gtctiig;  bic  SB3i((fal)r{(\!etf,  bog  SBiafa^jdgfcin ;  aud)  eine  barm 
gcgvünbetc  ^anbr:ng  (?0i.  -cn);  WtUf  ommen,  93».,  (5omp.  iviKfommner, 
©up.  WiUf'Ommcnil,  (attb.  wiUechomen,  willekomen;  oon  bem  ?Dlm.  körnen, 
gclommen;  engt,  welcome,  franj.  bienvenu,  b.  i.  cig.  tt)of)(gc!omnien)  mit  bem 
'^at.  bcc  Werfen:  cig.  m6)  SemanbS  SBiUcn  ob.  SBunfc^,  ju  beffcn  ^reube 
gcfommcn,  bei  feinem  .Kommen  ob.  eintreten  gern  gc[e{)cn;  ftnnu.  angcnet)m, 
ctvamiäjt  (er  mar  mir  fef)r  widfommcn,  ein  wtUfommcner  ®a|l,  S3efa(i^-,  nichts 
fonntc  mir  willEommncr  fein;  dn  it)itI6ommnc§  @retgni[S,  ©efc^cnf;  bie  miU= 
fommenjtc  S^a^ri^t) ;  bef.  alö  frcunblid^c  ©rujjformel  jum  ©mpfang  einc6 
Äommenben:  fei,  fcib  tc  mir  iviUfommcn!  fei  millfommcn!  auc^  blo^:  wiU* 
fommen!  Orill!onimcn  im  ®rünen;  —  einen  mitüommen  ()ctpcn,  f.  ü.  w. 
bcttJiHBommnen) ;  bec  2BtÜfommen,  -6,9)?.  (feiten)  tv.  d.,  gem.  ou(^  ber 
SSiKfomm,  (m'cberb,  Sffiidfumft)  1)  bie  SBcjeigung  be§  Vergnügens  übet 
SemanbS  2(nfunft,  ber  freubigc  ©mpfang  u.  bie  freunblic^e  fficgrüfung  eineS 
Äommcnben  (jum  SSillfommcn  trinfen  ic);  2)  ma§  bei  3emanb6  2in!unft  ju 
feinem  (Smpfange  »orgcnommcn,  ii)m  gereift  ob.  bargebrad^t  wirb,  j.  S.  ein 
Srun!  ob.  ©c^maug  bei  biefer  ©elegeniieit,  mie  aud^  eine  3Crt  großer  S5ed)et: 
ober  ©tafer,  bercn  man  fid)  baM  bebient;  uneig.  eine  2(nja()l  ©djlSge,  bie  ein 
Serbred^er  bei  feiner  2(nfunft  im  3ucl]tf)aufe  crfiä'rt;  ber  SBtllfomm&ed>er, 
ba§  SQBillfommItet,  ?mal)I,  ber  2BiÜfommtrunf,  -wein  2C.;  ber  2BtU« 
f  ommf(i>ufö,  ©d)iifg  pr  SScwiUfommnung,  Scgrüf  unggf(3^uf§  (fr.  ©aloe) ;  ble 
Sßillfüv,  (mittelf).  willekür;  »gl.  Äur  unter  !ürcn)  1)  o.  SR.  eig.  bk  freie 
3öa{)l  (oberb.  einem  bk  SBillfür  öorbel;alten,  b.  i.  bk  SBaf)l  5n)if(^cn  werfc^ie« 
bencn  Singen  ob.  .^anblungcn) ;  ber  eigene,  freie  (gntfd^tufs,  finno.  ©efatlen, 
©utbünBcn,  S3eliebcn  (nad^  SBitKür  {janbeln;  i^  uberraffe  eö  beincr  2BiU!ür; 
CS  (tcf)t  in  beincr  aBiüfiir);  in  beflimmtever  SBcb.  ba§  Vermögen,  nad)  in^äili* 
gem  (fubiectioem)  SSelicben  ob.  blofjen  Einfallen,  nid^t  nad^  »crniinftigcn  ®c* 
fe^cn  unb  mit  Ü&eilcgung  ju  {)anbc(n,  unb  bicfc  J^anbtungSweifc  felbft,  (wo  bie 
SBiaEiir  f;crrfd^t,  muf§  ba§  «Rcc^t  fdjweigen;  bk  ®c»alt{)errfd^aft  ob.  SDrannd 
ifl  ein  SJcic^  ber  5JBi«für);  2)  ?0?.  -en,  ef)em.  ctma^  »on  ber  JEBillfiir  b.  i.  freien 
2Baf)l  ob.  eigenen  ffieftimmimg  2Cbf)ä'ngigeS;  ba()cr:  ein  freies  einücrfiönbnifS; 
ein  freunbf^aftJid^cr  95ergleic^  ob.  Vertrag,  3fitStrag;  burd^  (Stimm cnmc{)rt)ctt 
gegebenes  @cfe^,  aufgelegte  ©träfe  jc;  tuidfüren,  untrb.  jiel.  3».,  r>lt.  f.  frei« 
willig  mahlen,  inSbcf.  einen  üum  ©d^iebSric^iter;  itbereinflimmcnb  befd^tie|Jcn 
ob.  feflfc^en;  winfürlid),  Sro.,  übetl;.  auf  S5Sill!ür  bcruJjenb,  baoon  auSge^enb 
ob.  barin  gcgrönbcf ;  inSbcf.  ouS  eigener  Äraft  u.  eigenem  Sriebc  t)ert»orgef)enb) 
ftnno.  fclbfttfjä'ttg,  frei,  frciwiUig  (bk  Siliere  f)aben  eine  willEiirtirf)c  SBemegung)» 
burd)  pcrfönlid^en  SBiUcn,  @utbiin!cn,  SSelieben  ic  bejlimmt  (»ilüürlic^c  SSor* 
fc^riften,  S3efef)re,  «Strafen,  b.  i.  öon  bem  Jfflillcn  beS  ©efe^geberS,  9?id^tcrS  :«• 
öbl)ängige,  nid^t  gefe^Hd^  bejlimmtc);  »on  gufä'digcm  Scltcbcn,  Einfällen,  £au« 
nen  ab{)a'ngig,  nid^t  öcrnünftig  bcgriinbet,  nad^  SOSillfiir  (willfürltt^  i)anbelrt,  " 
»erfa{)ren;  etwas  millEilrlii^  ä'nbcrn;  ein  miUüirlid^'cS  Scrfaf)ren;  midfürlid^ 
t;errfd)cn  3C.);  bie  2ÖtI(für(ic&f'cil,  1)  o.  SÄ.  baS  2BiUhlrlid^fein,  bie  milTfav* 
lid^e  S3cfd^affcnf)cit;  2)  9)?.  -en,  eine  wiUEürlidfje  ^anbUmg  (j.  S.  ftd^  SBitt* 
fürlid^Eciten  erlauben);  —  ICbUit.  willt.q,  Sm.,  Comp.  ivKlicjer,  ©up. triÜlgj?, 
(alt^od^b.  willig,  mittelf).  willec)  1)  b<n5öiüen  ju  ettvaS  l;abcnb  unt)  jeigenb, 


SBimbct  —  v^immetn  1039 

butd)  eigenen  5Biflen  ju  einem  3!f)un  befümmt,  ungezwungen,  flar?et: 
freimiUig,  ccrf^.  gern,  wc(c^cö  tie  Übereinftimmun^  bcö  Sfjung  mit  bem 
eigenen  SBegef)rcn  ob.  5ffiunf(^e  auSbriicft,  f.  r>.  w.  mit  93ergnügcn,  (man  !ann 
etwQö  willig,  b.  t.  ctjnc  ^wang,  unb  bo^  niä^t  gern  tf)iin;  ctroaS  willig 
geben;  willig  jterben);  '2)  bereit  unb  geneigt,  fid)  frembem  ©iUen  ohne 
SBiberfiieben  ju  fügen,  finno.  ivi((fa'f)rig,  gutwiKig,  beceitiiMlJig,  nad^gicbig, 
gefällig  (einem  willig  folgen,  bicnen;  Semanb  willig  anbören;  ein  williger 
©efiorfam;  ein  williger  ?0?cn[d^,  ein  williget  Äinb  jc);  uncig.  auc^  »on  leb= 
lofen  ©ingcn  f.  l<id)t  nadigebenb,  n'^enig  5Biber|!anb  (eiflenb,  bequem  ju 
bewegen  ob.  ju  bebrtnbeln  (ein  ©djubfafiin,  ein  ©d^lcfö  gebt  wiUig  auf  unb 
^ü;  $Bcrgw.  willige (Srje f.  leic^tftöffige);  bieffiSiiligfeit, ba^^löiüigfein.finno. 
5öi(lfä^rigfeit,  ^^adigiebigfeit  ic. ;  wiUigdd),  5«w.  (mittclf).  willeclfch)  oit. 
f.  willig,  m^  freiem  Söillen;  gutwillig,  o^nc  SBiberftreben ;  triüicjen, 
Metlof.  3n).,  in  eine  Q([d)i  — ,  feinen  Süillen,  b.  i.  feine  Suflimmung  cb. 
(Einwilligung  bnju  geben,  ftd)  willig  ober  bereit  baju  erflaren  (j.  SB.  [ie 
i)at  in  ben  2(ntrag  gewilligt;  xä)  !ann  ni^t  barein  willigen;  ogl.  ein  Willi« 
gen);  ct)em.  au^  jiel.  etwci^  —  f.  bewilligen,  tjerwiliigen  (j.  83.  bie  Sür« 
gerfd^aft  l)at  taiifenb  Z'i)<xkt  bajii  gewilligt). 

SBimbel,  m.,  -6,  (waljrfd^.  =  5IBimmcl,  f.  wimmeln  1.)  3ag.  com 
^irfc^:  ben  Söimbel  mad)cn,  b.  i.  mit  bem  ®el)örn  ob.  ben  Cäuften 
'^(meifenl)aufen  aufwühlen,  audj :  wimbcln,  3w. 

wimmeln  1.  jicUof.  3tt>-  m.  t)ab cn,  (el)em.  aud^  wimmen;  a\tt)cö)h. 
winijan,  wiumjan,  wiumman,  wiumidön,  wimiclon,  wimiziaiV,  mittell).  wiinen, 
wimmen,  wimeden,  wimezen,  u.  wiemen,  fjecüOrquellcn ,  ft^  regen;  lanbfc^. 
auc^  wammeln,  wammejen,  wemmeln,  wummeln,  witm^cn,  wimfcn  zc.;  i§l5nb. 
wamla,  fi^wcb.  -v-imla ;  bcc  ©tamm  wim  ift  üiellcid^t  iiuc  9'lebcnform  oon  wib, 
ngl.  wibbeln,  wiebeln)  1)  ftd)  lebhaft  f)in  unb  her  unb  burd)  einanbec 
bewegen,  in  verworrener  Bewegung  begriffen  fein,  »on  einer  grofjen  «Wengc 
Icbcnbcv  SBefen,  bef.  !lctncr  SSljierc,  (bie  2Cmci[cn  wimmeln;  wimmeinbe  SJZilbcn; 
eine  wimmdnbe  ?Oicnfd^enmcnge) ;  2)  üon  etwaS  — ,  b.  i.  mit  einer  in 
wimmetnber  SSewegung  begriffenen  9}?enge  btbi(£t  ob.  erfüllt  fein  (ber 
Ädfe  wimmelt  won  SJlaben;  bie  ©trafen  wimmeln  »on  SKcnf^en,  ob.  c§  wim« 
melt  auf  ben  ©trafen  üon  ?OJcnfd^en). 

wimmen  ob.  wimmeln  2.  giellof.  3w.  m.  ^aben,  (cntfl.  au8  altb.  win- 
demÖH,  windemen,  »,    lat.   vindemiare)   alt  U.  obccb.   f.   Sraubeu  lefeu,  bi« 

5öeinlefe  ()alten;  ber  ob.  \>a§  SBimmat,  SBimmet,  ©.  -3,  (attb.  wintemM, 

windem;*t;  lat.  vindemia)  f.  bie  5Beinlefe. 

SBimmcr,  m.,  -Ö,  SCff.  W.  (5.,  aud)  W.,  Wl.  -n,  (mittel^,  der  wimer;  non 
Wimen,  wimmen,  wimmeln  1.,  wegen  bcc  oerworren  iuvi)  cinanbcr  gef^Iun; 
^encn  gafern?),  oberb.  1)  ein  harter  Sl)eil  im  «Öol^e,  bcffcn  ^a[ern  ein 
«erworrcneö  ©ewcbe  bilben,  2(flj2(ugwud)g  an  einem  Saumflamm,  Äncrren, 
SJJafer  (bat)cr:  »crwtmmern  1.;  ocrwimmerte§  Spc\i  k.);  tanbfd^.  aud^  f. 
bie  3a{)>'vinge  im  ©tamm{)otj  (f.  Saf)t);  «Bergw.  härtere  Sheile  im  ©efrein; 
2)  f.  2(u§wud)5,  S5lä^d)en,  ^i^blattcr  2C.  auf  bccJTpaut;  SBarje,  ©diwicle; 
wimmerig  «.  wimmerid^t,  Sw.,  oberb.,  wü  5Bimmer,  wimmerartig,  auä 
einem  bid^t  »crfd^lungcnen  gafecgewebe  beflcfjenb,  fnorcig,  maferig  (wimmc 
tigeö  Jg>olj). 

wimmern  1.  3w.  (oberb.  wemmctn,  »immecejen,  wimmeln;  niebcrb.  »e« 

122* 


1940  wimmern  —  Sßinb 

mern;  engl,  whimper;  »gl.  njtnfeln,  »ctncn)  1)  jieUoS  m.  iiahen,  frf)Wad()e, 
5i(tcrnbe  ®d)nutitnü:nte  üernchm«n  lafyen,  Ulfe  jammern  ob.  flauen, 
(ein  ivimmevnbeg  Ätnb;  fie  [cufjt  unb  irtmmcct  bcftänbig ;  baS  SSStmmcrn, 
otö  JQw.,  aud}:  bog  ®e»cimmev);  2)  jül.  etwa 6  — ,  trtmmenib  laut  roer* 
ben  (äffen,  d'upern  ob.  Doibrtn^en,  (ein  Ätagclieb  — ,  fein  8eib  raimmern); 
ber  SSimmeroogcI,  eine  2Cct  ßroper,  fc^önec  2(benbfaltcr,  welche  einen  roim« 
tnernben  Saut  l)ören  laffen  foUen,  audö  Sobtcnfopf  genannt;  bet  301m« 
merling,  -eg,  5)l.-e,lanbfd).  f.  ein  fla3[ic{)e§,  immer  n)immernbeg®efd)opf. 

wimmern  2.  jicUof.  ^vo.  m.  ^abcn,  obcrb.  (fc^weij.  »imfein;  oon 
wimmcn,  »inimedi  1 .)  f.  pviif  cfn,  {'ribbeln,  üon  ber  ©mpfinbung  in  crfalteten 
ob.  ctngcfc^lafcnen  ©liebem,  (bic  Jpanbe  »iramern  mir  ooc  grojt). 

SBimpel,  m.,  -g,  9)?.  w.  Q.,  alt  u.  lanbfc^.  aud^:  bie  5Bimpel,  5)?.  -n, 
(altb.  wimpal,  wimpel  f.  lei^tcS  ®ewanb,  ©ci^leicr,  mittU  lat.  gimpla,  fcanj. 
guimpe,  SBruftfc^leier  ber  Sionncn;  fd^web.  vimpla;  engt,  wimple,  auc^  f. 
©fielet;  —  »on  roimpen  =  wimmen,  wimmeln  f.  flattern?),  ein  langer, 
fd)ma(er,  in  ber  ßuft  flatternber  ©treifen  Seugeg,  bef,  nn  ben  SD^ajIen 
ber  <Srf)iffe,  ^um  ©d)niucE  ober  als  'Kb'  ob.  SKclbcjeidien  (Signal)  ncrfd).  oon 
ber  breiteren  '^laq^Q,  (einen  aßimpet  aufflecEen,  abnef)men  u.);  uncig.  ein 
@traud)3eivaci[)g  am  Vorgebirge  ber  guten  .^offnung,  mit  fünf  tt)impelaf)nli<i&en 
SBlumenblättern  (linconia  L.);  Wimpeln,  3».,  1)  gielloS  m.  ^aben,  al8 
Süimpel  ob.  gleid)  einem  5Bimpel  flattern;  2)  jicl.  nicberb.  e^ljem.  in  einen 
©Fleier  eint)iiüen,  eimviifeln;  uneig.  f.  o.  m.  bemänteln,  f.  b.  (bcwfm* 
peln);  je^t:  mit  einem  5Bimpel  üerfe()en. 

SSStmper,  iv.,  ^.  -n,  (entfi.  au§  bem  altl)od^b.  wlntbrawa,  mittel().  wint- 
br.T,  b.  i.  Sffiinb  =  Sraue;  nieberb.  SBien--  ob.  SBiembroan;  nid^t  üon 
SDSinb,  fonbern  wal)t\6:).  von  »inben,  »enben,  wegen  ber  Serecglid^fcit; 
Dgt.  STugenbrauen),  ber  mit  -paaren  befe^te  9?anb  ber  x'fugenlieber;  wim? 
perartig,  wimperig,  SSw.,  tütmperä'^nltd)  mit  paaren  befe^t  (^flanj.  ein 
»imperartigeS  ob.  »imperigeö  25latt);  bie  2B{mperfIed)te,  i^aarige  glec^te 
auf  aSaumftammcn  (Hchen  dliarisL.);  Wimpern,  ^m.,  1)  gicUoS  m.  Ijaben, 
fid)  wie  bie  2(u9cnlicber  fd;nell  5ucfenb  auf  unb  nieber  betregen,  u.  eine 
fold}e  Bewegung  {)erüorbringen  (mit  ben  JCugen  — ,  fmno.  blinzeln);  2) 
iki.  mit  503impern  ob.  n)imperal)nlid)en  paaren  üerfel^en. 

Sßinb  1.  m.,  -eg,  3)?.  -e,  (gotl).  viuds;  alt^oäjb.  wint  u.  wiuii;  mittelf;. 

wint,  ®.  wiades;  norb.  U.  angelf.  vind,  engl,  wind;  lat.  ventus;  fanift.  vata; 

t3on  ber  SB.  wa,  wi,  wcl)en,  f.  b.)  1)  übexi).  tre^enbe,  beivegte  2uft,  infibef. 
Ieb{)afte  Bewegung  einer  betrad)tlid)en  üuftmaffe,  jidr!er  als  ßuft,  Süft' 
d;en,  fd^wo^er  als  ©türm,  (eS  wel)et  ein  2Binb  ob.  ber  SBinb  welket;  eS 
tntftc{)t,  eS  crljebt  ft(^  ein  SBinb:  ber  2Binb  i)at  jJtd^  gelegt,  f.  legen;  f^mell 
wie  ber  JßJinb;  in  2öinb  unb  SBctter,  als  fief)enbe  Serbinbung  f.  Ui 
jlürmifd^er,  ungünftiger  Sßitterung;  ber  SBinb  wc|)t  ob.  fommt  auS  SOiorgen 
ob.  Often.auS  ^tbenb  ob.  SBejlenu.;  bal)cr  bie3fe^.  Ofl'.aBcj^,  S«orb^  ®öb= 
winb  u.;  f.  aud^  £anb=,  ©ce^,  ©egcn-,  SBirbelwinb  k.  ;  guten  ob.  günjtigen 
SBinb  l)aben;  mit  wibrigem  SBinbe  fegein;  mit  t; albern  SBinb c,  b.  t.  inbcm 
ber  SBinb  »on  ber  &dti  l)er  wel)t;  mit  vollem  SBinbe  ob.  mit  bem 
SBinbe,  ©c^iff.  aud^  oor  bem  SBinbe  fegein,  b.  i.  fo,  bafS  ber  SBinb  »on 
l)intcn  in  bie  ©egel  wet)t;  einem  ©d^iffc  ben  SBinb  abfd^nciben  ob.  ©^iff. 
abfncifen,  b.  i.  fid()  mit  feinem  ©c^iffe  fo  legen,  bafS  babur^  bem  feinblid^en 


SBinb  1941 

®^iffc  ber  SfBinb  cntjogcn  »itb;  ©c^iff.  bei  bem  SSSinbt  liegen,  b.  i.  fo, 
bafö  bte  SRic^tung,  in  njclc^cc  man  |leucct,  einen  fd^acfen  SBinfel  mit  bem  SSinb- 
(tric^e  maö^t;  ober  bem  SBinbe,  f.  o.  ro.  ouf  bcr  Suffeite  (f.  Cuf),  en(g. 
unter  bem  SDSinbe,  f.  ü.  n>.  in  Cce,  [.  b.;  uncig.  fpric^ro.  bcn  «Kantet  nac^ 
bem  Sffiinbc  fangen,  f.  SÄontet;  in  ben  2Binb  rebcn,  etmaö  in  ben  Sffitnb 
fagen,  b.  i.  »ergcblic^,  of)ne  ©cfolg;  etroaS  in  ben  SBinb  [erlagen,  b.  i.  eS  un^ 
beaclitct  iQJTcn,  gfeic^f.  bem  SBinbe  übcdofTen);  2)  in  ben  ß'tnöci»dben  cnt» 
ivicfclte  Uwi^U  2uft,  f.  ».  ro.  Slä'fjung  (fid)  ber  JJßinbe  entloben;  oerl)altene 
SGSinbe);  3)  Säg.  ber  burd)  bie  iJiiftPvömung  i^erbreitete  öerud),  bie  ?Q3it; 
tcriing,  (SBinb  »on  etwaö  bcfommen  ob.  f)aben,  b.  i.  eig.  ben  ®erud) 
baoon,  eö  wittern,  uneig.  f.  gef)eime,  bunfle  S^oc^ric^t  ob.  Äunbe  con  etwas 
befommen,  eö  merEen;  Scg-  ber  Jpunb  i)at  ctwa6  in  SBinb,  b.  i.  er  riedjt  ob. 
wittert  cö);  4)  uneig.  f.  cttt)vi5  Seevcg,  5^id;tige6,  Gitelcö  (mittel().  ein  wlnt 
f.  gar  ni^tß);  in^bef.  leeret  @erä'ufd)  ob.  ®efd)tra'|,  eitle,  liigenf)nftc  SKe» 
Den,  ^ca()lercicn,  Unn)a^i:()eiten  (2Binb  mad)en,  b.  i.  UmDal)r^eiten  er* 
jäljlen;  waö  er  fagt,  ijl  lauter  SG3inb;  oberb.  au(^  in  bcr  9[Rcl)rl).  SJBinbe,  f. 
<pral)lereicn,  lügcntjafte  Seljauptungcn) :  —  3fe§.  mit  SB  in  b«:  bic  2Binb? 
beere,  lanbfc^.  f.  SoUbecre;  bec  2Binbbeilte(,  1)  gem.  ein  winbiger,  b.  t. 
Ici^tfinniger  unb  unjuuerläffiger  SOicnf^,  ber  oiel  leere  SSorte  mac^t,  ein 
^praf)lcr,  Cügner,  auc^:  SBinbmod^et,  jtarfer:  2Binbfacf;  2)  ein  leid^trö, 
iiuuenbig  i)oi)Ui  ©ebäct;  tie  SBinbbeutclei,  gem.  bie  2frt  unb  gfgenfdjaft 
cincö  SBinbbeutclö,  u.  eine  2tiifcrung  berfelben,  ^ral)lerci,  Uiiwabrf)cit  (9Ä. 
SjJinbbcuteleien);  Windbeuteln,  untrb.  jiellof.  ^if-,  gem.,  \iä)  alg  ein  Sö'nb« 
beutet  benef)men  u.  äußern,  pra{)len,  auffi^neibcn,  lügen;  bie  SBinbblafe,  bai 
'iJBinbbla6d)cn,  mit  Suft  angefüllte  SSla^c^en  aufberJ^aut;  bie  2Btnt»b(attcr, 
bcf.  Wl.  §D3tnbbKittern  ob.  SBinbportcn,  unci^tc  SSlattern,  bie  jtatt  beg 
(giter6  mit  ßuft  gefüllt  finb;  bie  SBinbbdlinc,  ein  ja^lreid'eö  «Pflanjenge« 
[c^lec^t  mit  fc^6«  ob.  met)rblättrigen  S?lumen  oljne  JCeld)  u.  mit  üiclcn  jarten, 
ttirjen  ©taubfäbcn,  fr.  2(nemöne  (anemone  L.);  3frtcn  finb:  bie  weife  ob. 
S3alb-S2Binbblumc  (anemone  iiemorosa  L.),  bie  f^wärjlid;e  cb.  aBie[cn;5ffiinb= 
blume  (a.  pratensis  L.),  bie  2ilpcn-SBinbblumc  ob.  ©c^necblumc  (a.  alpina  L.), 
bie  ©arten;  ob.  ÄvomSBinbblume  (a.  coronaria  L.)  u.a.m.;  baö  SBintbrett, 
an  t)oUänb.  SBinbmü^len:  ein  SSrctt,  wcld^cS  ik  J&älftc  jcbee  SBinbflügelS 
aujfüUt;  ber  SBinbbruc^,  gcrjtw.  ein  burd)  ben  SBinb  »eruvfac^ter  SSrud^  an 
ben  a?aumen ,  unb  ba&  auf  fol(^c  2frt  befdjä'bigte  J^olj  felbjl  (nicberb.  winb» 
brafen  .?>oU,  b.  i.  winb6rod)cn  ^otj),  vgl.  SBinbrifä,  oerf^.  SlBinbfall,  «f^lag, 
=wurf;  bie  2öinbbüd)fe,  eine  Äugelbüci^fe,  au6  welker  bie  ßabung  burt^  bie 
©^nellfraft  ber  barin  jul'ammcngeprcfTtcn  Saft  l;err>orgctrieben  wirb;  bec 
SBinbborn,  (oicUei(^t  con  bem  Sw.  winb?  f.  u.)  eine  oon  innerem  Scin= 
frafc  berrül)renbe  Änoc^engeVc^wutfl  (fr.  2(rt^rocacc);  tpinbbürr,  Sw.,  com 
SBinbe  gebörrt  ob.  auggctrocfnct,  über^.  f.  feljr  bürr  cb.  trocfen ;  baö  SSinb* 
dl,  ein  unbefruc^tetcö  unb  bafjer  unfrudjtbarcS  ©i,  bef.  »on  ^übnern;  bai 
23inbcifcn,  an  ben  gcnjtcrn  quer  über  bie  ©djeiben  befcjligte  Sifen,  bamit 
ber  2Btnb  bie  ©Reiben  nic^t  befc^äbigc;  bie  2Btnbfö(feI,  gaiJel  (f.  b.),  welche 
ber  SBinb  nid)t  auSlöfc^cn  !ann;  bie  2Binbfal)nc,  eine  ftc^  an  einer  ©pinbel 
brel)enbc  gabnc,  wcld^e  bie  Slic^tung  bcö  Sffiinbeö  anzeigt,  out^:  SBSetterfabnc; 
bec  SBinbfaU,  l)  gorftw.  ber  Sali  eines  SaumcS  ob.  einzelner  2Cfte  bur(^ 
SBStcfung  bcS  SBinbeS,  u.  baS  t>om  SBinbe  umgerifTene  ^olj  fclbjt ;  2)  ©c^iff. 


1942  Sßtnb 

ein  unüetmut()Cte»;  i)i\tUut  Sßmbltojj,  »gt.  galtwinb;  bec  SBinbfang,  eine 

9Sorct(i^tung  jum  2Cuffan3Cn  bec  bemegtcn  ßuft,  bef.  um  fte  mitit  ?u  leiten, 

inöbef.  an  Slafebatgen  bie  mit  einer  Ätappc  eerfeljene  SDejfniing,  burd^  »clc^e 

bie  ßuft  einbringt;  SSergw.  [•  »•  »•  SBcttecfang,  SSetterbläfer,  f.  b.;  am 

©(^(agwer!  ber  Ui)ren  eine  SBcUc  mit  jit»«  gliigetn,  ben  fciineUen  Sauf  bec 

SRäbcr  burc^  ben  S23lbcrflanb  bcv  Suft  ju  mäßigen;  gem.  auä)  f.  ein  Ort,  wo 

ftc^  bec  2Binb  föngt  unb  befonberS  |)eftig  ijl;  wiutfangig,  S».,  ben  SBinb 

fangcnb,  einen  SBinbfang  bilbenb;  ba6  2Binbfaf6,  S3ergw.  ein  SBinb?  ob. 

Sßettetfang  in  ©cjtalt  eines  gaffes ;  bie  SBintfege,  Sanbti).  ein  ©erat^  juc 

Sfeinigung  be«  ©etccibes  burc^  ik  in  Bewegung  gefegte  2uft;  winbfeiem, 

untrb.  sieltof.  3tt>-)  cbevb.  ©c^iff.  beS  i)iuberlic^en  SSinbeö  wegen  jliU  liegen; 

uneig.   »on  ^anbwerfern  iiberi).   auS  SKangel  an  SSefieUungen  feiern;    bie 

äBinbfle^te,  eine  2(rt  auf  Seifen  »ac^fenber  glec^tcn  (liehen  ventosus  L.); 

bec  SSSinbpgel,  ein  ben  SßSinb  auffangenber  u.  baburd^  bewegter  glügcl, 

inSbef.  2Binbmüf)lenflugel ;  cbecb.  uneig.  f.  ein  leichtfertiger,  fiüc^liger  SOienfd^, 

©aufewinb;  bie  SBinbgaUe,  f.  ©aUe  2.;  bie  SBinbgefc^jDUlfl,  f.  ».  w.  ßuft* 

gcfcj^wulft,  f.  b. ;  bec  ^inbgöpel,  aScrgw.  ein  »om  Söinbe  in  Bewegung  ge» 

fester  @öpel,  f.  b.;  bec  SBinbgviff,  lanbf^.  ein  ©riff  in  ben  S35inb,  b.  t.  m 

üergcblic^ec  ob.  gcfjlgriff;  ^i^v,  83erfet)en,  fei)lgefc^lagene  Hoffnung;  bec 

2ßinb^afer,  Äaubl)afcr;  bec  2Binbl)alm,  eine  litt  bc6  ©traufgrafcg,  lidtt'- 

flraufgraS,  auö)  aBinbaf)rc  (agrostis  spica  venti  L.);  auc^  f.  bie  2(devf^micle, 

f.  ©djmiele;  bie  2öinbt)arie,  ein  mit  ©aiten  bcfpannteS  fleineS  Songerät^, 

weld^eS  in  ben  ßuftjug  geftcUt  {jarfenafmlic^e  Söne  l)ören  läjft  (fr.  2(ol6{)arfe) ; 

bec  2Binbi)au(^,  bcr  Jg)au^  b.  i.  hai  Soeben  bcS  SBinbeö,  ein  leichter  SBinb» 

jlof ;  bec  2Binbi)au[en,  Sanbw.  !(eine  ^cuf)aufen,  weld^e  man  aufrichtet,  ba» 

mit  ber  SßSinb  iai  ^m  niqt  n)egfüi)re,  »gl.  SBettevl)aufen;  bie  SBinbl)ofe,  1) 

ein  t)eftiger  fIBirbelwinb,  wcld^er  ben  ©anb  unb  alle  ©cgenjtanbe,  bie  er  auf 

bem  (Stbboben  trifft,  in  einer  fegclförmigen  Suftfaule  in  bk  ^öf)e  wirbelt, 

aucb:  ®anbl)ofc,  ©anbwitbcl  (»gl.  ^ofe  unb  SGBofferljofe);  2)  f.  ».  w.  bec 

SBinbteffcl,  ein  SScöiältnifS  an  ben  geucrfpri|en,  welij^eS  mittelft  bec  einge» 

fd^lcJTencn  Üuft  t>a^  SBalfer  im  Steigen  eri)alt;  bec  Sßinbfajlen,  f.  ü.  w. 

SBetteclaflen;  bie  SBinbdappc,  f.  o.  w.  fiuft^lappe,  f.  b.;  bec  SBinbfoppcr, 

ein  ^ferb,  weldjeS  foppt,  ol)ne  baö  2)?aul  irgenbwo  aufjufe|en;  ha^  Sßinb» 

fraut,  1)  eine  buf^ige  ^flanje,  wcld^c  im  ^erbjl  »om  SBinbe  fortgcriJTcn 

wirb  (plilomis  herba  venti  L.);  2)  f.  bie  Äüc^cnf(^cUc;  bec  2öinbfuef)en,  oberb. 

(2Binb!üe(^el)  eine  '2Crt  leichter  f0tei)(fpei[e,  in  ©c^matj  geba(icn;  bie  SBinb* 

fugel,  1)  eine  mit  SBaffcr  angefüllte  metaUcne  Äugel  mit  einer  engen  Öffnung, 

aus  welcher,  wenn  bie  .Rugel  auf  Äol)lcn  gelegt  wirb,  ik  SfBaJTcrbämpfc  wit 

ein  ffiinb  fal)ren;  2)  ein  @tul)l2äpf^en  (f.  b.)  gur  2lbfü^rung  ber  SBinbe;  bie 

SOBinbfun]!,  eine  oom  SBinbc  getriebene  SBafferfunjl;  bie  SBtnblabc,  Scrgw. 

f.  0.  w.  ber  SDiJettcrlajien;  in  ben  Orgeln  bk  tjöljerne  fRö^vt,  weld^c  ben  SBinb 

aus  ben  S3älgcn  naci)  ben  pfeifen  leitet;  bie  SBinblatte,  !reujweis  gefugte 

i^atten,  welche  auf  ber  inneren  Büti  bcS  Sati^eS  bk  ©parren  mit  einanbec 

»erbinben,  bamit  bcr  2öinb  fie  nict)t  ocrfc^iebc;  bie  SBinbIcinc,  Sag.  ßeinen, 

tvel^c  bie  Siid^er  fcfi^alten;  bag  Söinblid[)t,  ein  iidjt,  welches  im  SBinbe 

ni^t  auSget)t,  eine  gactel,  Söinbfactel;  bai  SBinblod),  f.  t>.  w.  guftlod^;  inS* 

bef.  eine  Sqö^U  in  ber  Srbe,  auS  «jcld^cr  ju  Seiten  ein  flarfcr  SBinb  fat;rt; 

gem.  fc^erjt).  bie  ©cgenb,  aus  welcJ;ec  gewöljnlic^  bec  JBinb  Wi1)t;  bie  SBinb? 


seSinb  1943 

iotUy  SBergw.  f.  ü.  w.  SOBettertofte ;  bec  S!ö{nbmad()er,  mt  SBinb  mad^t,  bef. 
uneig.  f.  »•  ».  SQSinbbeutel ;  bec  SSiubmeffcr,  ein  SBccfjeug  jur  SKcffung  bcc 
©tarfc  unb  ©efd^tüinbigfeit  bcS  SQJtnbeö  (fr.  2fnemometec);  bicSßinbmcjJung, 
SEBinbmeföfunji,  ik  Äunft,  bie  ©ef^winbigfeit  unb  ©tä'r!e  bcS  SBinbeö  ju 
mejTen;  bei-  Sßinbmonat,  (fätf^lic^  oon  Söinb  abgel.  u.  a(ö  fficncnnung  beö 
SOionotS  Stouembec  gcbcau(!^t;  vklmi^t  aus  bcm  altb.  windumemanot, 
windumanot,  winderaaHOt  entjt.,  üon  windemon,winderaen,  fpatec  jgej.  wimmen, 
n>ininreln  (f.  b.)  o.  lat.  vindemiare),  ef)cm.  f.  Dftober,  btc  ?i}?onat  ber  aBem= 
Ufe;  bie  2Binbmül;(c,  eine  burc^  ben  SBinb  in  Sewegiing  gefegte  9}iüt)le; 
oberb.  aud|  f.  ».  w.  bie  ^ege»  ob.  (Sc^tt>ingmüf)Ie,  eine  9}?Q[(i^ine  jur  9Jeimgung 
beö  ©etreibeö;  ber  Sßinbmul)^  ob.  äßinbmüljlenpgel;  ber  2ßinbmüUcr, 
©tgent()ümer  ob.  SÖieiflec  einet  SQ5inbmü{)(e;  ber  SBinbofen,  ein  Ofen,  in 
weitem  baö  geuec  burti^  einen  angebrachten  Suftjug  oerjlärft  rcirb,  3ugofen; 
a5ergw.  eine  2(rt  SBettetbläfec  mit  einem  3ugoftn  jur  Steinigung  ber  öuft;  bie 
SSBinbpfctfe,  bti  bcn  (grjgießecn:  in  bcm  SÄantel  einer  gorm  angebrachte 
fR'6i)Xin  jur  3(breitung  ber  entwirfclten  ftuft;  bie  SBinbpiftolc,  eine  ^ijtote, 
auö  weiter  bie  .Kugel  burc^  bk  ©(|neU!raft  ber  cingeprcfTtcn  8uft  getrieben 
»irb,  »gl.  SBinbbüc^fe;  bie  SBinbpocfe,  f.  SBinbbrattcr;  bie  Sßinbprobc, 
bei  ben  Orgelbauern:  eine  8Sorrid)tung  gut  5DZcffung  ber  ©tä'tfe  beö  S33inbc6 
QUO  ben  SSlafebälgen;  bcio  SBinbrab,  ein  öom  SJBinbc  umgetriebcneö  JRab, 
tnebef.  über  bcm  «Jammer  in  fSJlcffingwerfcn  jur  SD3cg[(^affung  beö  fc{;c:bli^cn 
sjReffingftaubcö ;  aud^  ein  in  einem  ©tubenfcnflcv  angebraci^tce  fleinel  bledöer= 
neö.Siab,  um  einen  Cuft^ug  ju  bewirfen,  cinSöinbrabc^cn  (fr.  Scntitator); 
winbrd)  ob.  *rd)e,  SS».,  »on  eingefc^lurttem  SBinbe  rel)  (f.  ref)  1.);  bie 
S5Sinbi;e{)e,  bie  »on  eingefc^lucttcm  SGSinbc  Ijerrufjrenbe  Ski)«  ber  ^fcrbe;  ber 
SBinbrif^,  burd) ben  SSSinb  ßcrurfac^tet  9?iföin  einem  Saume;  bie  äßinbr6()re, 
eine  3iöt)re,  burc^  weti^e  ber  SBinb  9cf)t,  j.  SS.  an  einem  SSlafcbalge;  bie 
SBinbrofe,  1)  ik  nao)  ben  32  SDßinbftrid^cn  cingct()eilte  ©d^cibc  beö  Äom^ 
paffcö  unb  beren  2(bbi(bung  auf  8anb=  unb  ©eefarten,  (megcn  2(f)nlid}^'it  ber 
gorm  mit  einer  SRofc);  2)  lanbf^.  f.  ik  SSalb^Sffiinbblume;  bie  2Binbrutt)e, 
bet  lange  Saum,  weldjcr  ben  .!^aupttf)eil  be§  Sßinbmüljlenfliigelö  aulmad^t; 
ber  SBinbfad,  f.  SBinbbcutel;  bet  Sßinbfc^atcn,  com  SßSinbe  angerid^tctet 
©d^aben  an  ©ebciubcn,  in  SBälbern  Jc;  ber  2öinbfd)auev,  1)  (uon  ©c^auer 
2.)  hii  bcn  Kohlenbrennern  eine  SBanb  jur  2(bl;aUung  beö  SiSinbeö  »on  bem 
SKeiter;  'i)  (t)on  ©d^aucr  4.)  ein  fi^l  f^netl  erf)ebenbcr  unb  [c^nell  oorubcr? 
9Cf)CnbCt  Sßinb;  bie  SSinbfd)aufcl,   (altb.  wiutscüfala,  wiutschuvel)  ei)im.  f. 

bie  ©ctrcibefc^wingc,  SBurffdiaufel;  bet  SBinbfd^eiber,  Serg».  eine  2Crt 
SBettcrblöfer;  ber  2!Binbfct)irm,  ein  ©d^irm  jur  3(bf)altung  beö  SBinbeö;  bet 
SßJinbf^lag,  gorfi».  »om  503inbc  abgcfc^lageneö  ob.  gerf^tageneö  J^olj; 
winbfd^nell,  S3w.,  fi^neU  wie  ber  SfBinb;  bie  SBinbfdtc,  bie  ©eitc,  »on 
weld^er  bet  SBinb  fommt;  bet  Sßlnbfpancn,  f.  ü.  iü.  bie  SBinblatte,  f.  b.;  ber 
äJBinbjlein  ob.  tini  SBinbftruf,  in  bcn  ©c^mel^öfen  bet  ©tein  bcö  .^crbcö, 
auf  wellten  bet  SBinb  auö  bcn  SSälgcn  p^t;  nnnbfÜU,  S».,  xjom  SBinbe 
ftill,  b.  t.  unbewegt,  winbloö,  (cö  ifl  ganj  ttjinbfttll,  b.  i.  bie  Cuft  ift  ot}ne 
mer!lid)e  Bewegung;  winbfliUcö  SBcttct,  ein  winbfiillct  Sag  u.);  bie  SBinb; 
jlille,  9anjli(3^  unbewegte  ßuft,  5)?angcl  an  SBinb,  SBinbloftg!cit,  ©4liff.  auc^ 
SÄeercöftille;  ber  Sßinb|lop,  ein  ©top,  b.  i.  plö^lic^cr  l)cftiger  2fnbrang  beö 
SBinbeö;  bie  SSinbjlrebe,  eine  ©trebe  an  einem  (Uebaube  ob.  ©erüfle  jum 


1944  SBinb 

®^ufe  gegen  ben  SSinb ;  ber  SBinbjInd^,  bie  Siidjtung  bc8  SBinbeö  unb  bie 
«inte,  bucdö  tt)e((j^e  btefelbe  bijeic^nct  iüirb;  ber  SBinbjlurm,  lanbfd^.  f. 
©türm,  ©turmrcinb;  bie  SSintfllC^t,  eine  buvd^  »erfcgte  ob.  »erf)altene  SBinbe 
cntilef)cnbe  ©efc^icuift  ob.  2fuftrci6ung  beö  Seibcö,  Srommclfuc^t  (fv.  Si)mpa» 
nttie);  winttvocfen,  Sw.,  »om  jffiinbe  ob.  5ec  freien 'ßuft  getrocfr.et;  bie 
Sffiinbtrommet,  23ergiP.  f.  ö.  w.  SBScttcrtrommct;  bcc  2öinbüogel,  f.  e.  ». 
2Bertcr»ogel,  Soppelf^ncpfc;  aud^  f.  ber  Äappcntauc^cr;  bec  SiJinbnjäc^et, 
(üg(.  möd^cln)  obecb.  f.  o.  w.  2ßanncntt)cl)er  ([.  b.);  SJiauer»  ob.  S(jurmfalE; 
bie  SÖinbwage,  ücrfdjtcbcne  SBcrf^euge  jur  aBciiimmung  bcr  @tavEc  bcS 
SBinbeS,  bei  bcn  ©eefct)rern  unb  ÖrgcJbaucrn;  irinbivärtö,  Sin?,,  ©c^ijf.  ge« 
gen  bcn  SBinb  gerichtet;  bie  SBinfcroafferfudjt,  eine  Ztt  bcc  SJaJTerfu^t, 
welche  üon  eingc|d)loJTencm  SBajfcc  unb  Süinbe  ob.  2uft  gugteic^  t)crrüf)rt;  bie 
äßinbive()e  ob.  gem.  sirebe,  ein  .;paufen  com  SBinbe  jufammcngcix)ct)ctcn 
©c^necg;  bie  2ßint'n)e()r,  S?L  -en,  oberb.  Srettec  an  bcn  ßnben  beöSocljeg, 
bie  ftc^  am  Siebet  Ircuien;  bec  SBinbiDeifer  ob.  ^jetger,  ein  SBcrf^cug,  njcJc^cö 
bte  9iid)tung  bcö  SBinbcS  in  einem  eingefi^loJTenen  SJaume  onjeigt;  bec  SBtnt»? 
iv'ixbd,  f.  SSirbel,  SGSirbclJoinb;  bec  SBinbJDUrf,  gorflw.  ber  Umwurf  oon 
SSö'umen  bucd^  ben  SBinb,  u.  ein  ob.  met)re  oom  SBinte  umgeworfene  SBourne; 
bie  2Binht>UVäeI,  f.  2Bcttcr6aum ;  —  3fe^.  mit  SBinbce*,  SBinb^--:  bie 
SBinbfö'  ob.  gew.  S5inti5braut,  o.  ^.  (aUf)od;b.  wiutesprdt,  mituii).  wiu- 
desbrut,  uerbccbt  wint-sprut,  obcrb.  bcr  SQSinbfpraut,  =fprau^,  bol  SBinbge« 
fprau^,  aStubbrauö;  ongcblic^  wen  brüt,  Sraut,  nac^  mt)tf)ii'c^er  SScrj^cUung: 
beS  SBinbcö  Sraut;  oielleic^t  cl)cr  oon  bem  alti^oi^b.  pruti,  bmtti,  d.  i.  ©c^rt» 
tfcn,  Sßerwtrrung,  bruttan,  gittern,  crfd^reäen ;  ccrro.  mit  brauen,  braufen, 
franj.  bruir,  bruit;  f.  Scaut  1.)  alt  u.  bid^t.  f.  ein  plc^lic^cc  heftiger  SBinb, 
«Sturmwinb,  bef,  SBirbchrinb;  bie  Sßinbeäcile,  ^fc^nelle  K.,  @Üc.  ©c^ncUe 
bei  SBinbcö,  ob.  bemfetben  ä^nlt^e;  ta$  Söinbc0n?cben,  bt^t.  ba6  SBeben, 
b.  t.  bie  Bewegung  bcö  JÖ^inbeö;  bcr  2BinbcöiX)irbel,  i>i6it.  für  SBinbwirbcl, 
Sßicbctwinb;  —  2Cbleit.  ivinbert,  3nj.  (l'c^wa^  umenb.  »inbete,  geroinbet) 
1)  jicUoö  m.  {)aben,  lanbf^.  bcf.  obcrb.  f.  n)ef)en,  bef.  unp.  e6  roinbet, 
b.  i.  eg  3e()t  bec  SBinb,  eg  ift  ivinbig;  2)  jicl.  (altb.  wiaton,  wiuden)  alt  u. 
obcrb.  f.  bem  Süinbe  ob.  inft^ui^e  auöfe^en,  in  bie  2uft  fdjiDingen,  in&bef. 
©etceibc  — ,  gegen  ob.  in  ben  Suftjug  werfen,  um  eö  ju  reinigen,  ivocfeln; 
Säg.  Siinb  b.  i.  ©erud)  üon  etivaS  bekommen  ob.  fiaben,  c6  ciedjen,  mu 
um;  bie  Sßinbe,  (altb.  wiuta,  winde)  oöUig  üU.  f.  §ad)ec,  SBebel,  5D3urfi 
fdjaufel;  irinbig,  S»».,  SBinb  (jabenb,  t)om  S3inbe  beilegt,  mit  SBinb 
üecbunben  (eö  ijl  braujjen  [cf)r  winbig,  ein  »inbigec  Sag,  winbigcö  Sßettec 
K.);  uneig.  oi)nc  &el)([lt  unb  S3ej!anb,  eitel,  nidjtig,  erfolglos  (tvinbtge 
Untcvncl)mungcn ,  ©ntwürfe;  cö  fic^t  winbig  mit  ber  ©od^c  au6);  bef.  »on 
SKcnfajcn  f.  leere  Söocte  mnd)cnb,  iin^uüerldffig,  leid}tfinni9  unb  lügen* 
^aft  (ein  »inbiger  SÄcnfc^),  obcrb.  oud^  minhi^ä);  bie  Sßinbigfeit,  i>ai 
^Sinbigfein,  bef.  uneig. 

aßint»  2.  m.,  -eg,  9}?.  -e,  (altb.  wiut,  ®.  wi.ides;  tt>ai)x\^.  bilblid^e  Kn- 
«jcr.bung  ton  SBinb  1.  juc  SSe^cic^nung  bcr  ©^ncUigfeit  bc6  ^unbcö),  auc^ 
tocibl.  bie  SBinbinn,  ült.  f.  u.  ro.  jc^t:  bec  2Binbl)unt),  eine  2(ct  3agb» 
()unbe  mit  langgcjlrecftem,  fei)c  fc^lanfcm  Äörpcr  unb  langen  Seinen,  wegen 
i^rer  großen  Sd)nflligfeit  bcfcntcrS  gum  ^cfecn  bce  SßSiibcö  gebraucht;  tcdU. 
bie  25Sinbl)ünbinn;  —  bai  2Bin^bönb  ob.  bec  SBinbftricf,  b«  ©trief,  an 


»inb  —  »inben  1945 

inctc^em  bec  SBinb^unb  gefcifjrt  wirb,  ba§  SracEcnfcif ;  Mc  2Binbf)e^C  ob.  bad 
5S5inbt)e^cn,  bae  ^e^cn  bec  Jpafcn  unb  pc^fc  mit  asinbljunbcn;  bec  SBinb; 
()e^er  ob.  =fned)t,  Sä^fc  gut  ^c^jagb  mit  2Btnbf)unbcti;  baö  SBinbfpiel 
(mittc!^.  wiiitspilj  1)  urfpr.  ba6  ©picl  b.  t.  bie  Sogb  mit  SJBtnbcn  ob.  SBinb» 
()unbcn  (cgi.  gcbci-fpiel);  2)  9C».  [•  ü.  K>.  bcc  2Binb(}unb  (cbcrb.  au^:  baß 
aSinbgcfpil). 

iuinb,  SiD.,  f.  unter  winben  2. 

SBinbe  I.  it.,  9)?.  -n,  (altb.  winda,  winde;  obcrb.  Quci^:  bic  SOBinbting; 
oon  minbcn  1.)  «in  ^flanj(;ngcfd)(ed;t  mit  tri^tcrföcmigen  S3[ütt;cn  unb  lan; 
gen  bünnen  3>üfi9fn,  bie  [tc^  in  SQSinbungcn  um  anbcre  Äörpcr  fc^lingen  (con- 
volvulus  L.);  "üxim  ftnb:  bie  gro^c  roei^e  SBinbe  ob.  3aunwinbc,  quc^ 
23inbe!caut  genannt;  bie  fteine  SSSinbe,  2f(fcc=  ob.  gelbwinbe,  auäj: 
ba6  SBinbegtöct^en,  u.  a.  m. ;  »ernjanbte  ^flanjengattungen  finb:  bie 
Erieci^cnbe  SBinbc  (evolvulus  L.);  bie  trichterförmige  2Binbe  ob. 
Sri^terwinbc  (ipomaea  L.);  3fe^.  hciQ  SOBinbenblatt;  bie  2Binbenblütt)e 
IC. ;  baö  2Binbcnl)arj,  bcr  ju  einem  J^arj  »erbidfte  ©oft  aus  bcr  Sffiurjel  bec 
fprifd&cn  SBinbc,  als  3(bfüf)rung6mittel  Qibxaud^t;  —  bie  SBinbe  2.  f.  unter 
winben  1.;  3.  f.  unter  SIBinb;  4.  f.  unter  »inben  2. 

tüinbcn  1.  3if.  nblaut.  Smpf.  iranb,  eonj.  wanbe;  50?«.  gewunben, 

(Cllti)0^b.  wintan,  want,  wuntun;  mittelt).  winden,  waiit,  wuudeii;  gotf).  unb 
angelj".  vindan,  engl,  wind;  isiünb.  u.  fdjrceb.  viuda;  SB.  wand,  baf)er  bie 
obgel.  wcnben,  SBanbel  :c.)  1)  jielloö,  übcxi).  ftd)  in  bogenförmiger  9xicf)tun3 
belegen;  batjcr  ef)em.  f.  [ich  luenbcn,  festen  (j.  SB.  altb.  heim—,  f.  t)eim; 
lehren;  an  einen  — ,  f.  xi)m  ange^i)ren,  Derwonbt  fein;  crwinben  f.  fid^ 
jurüdirenbcn ,  ab|lcf)en,  ablaffen);  je^t:  fiel)  in  mebrniciüg^n  SSiegungen 
fd)langenf6rmig  beilegen  ob.  erffredfen  (bie^t.  bur^  tt'inbenbeSl)ale:c.,  gew. 
gctcunbene;  ^flanj.  ein  rcinbenber  ©tengcl,  b.  i.  ber  fi^  um  anbcre  ^flanjcn 
fdjlingt;  oltb.  mit  »inbenbcr  Jpanb,  b.  i.  mit  J&anbcringen),  ge»r.  rücf^.  fic^ 
—  (j.  S5.  berCluell,  bcr  2Beg  vrinbet  fii^  burd^  ©cbiifc^c  ic.);  2)  jiel.  etn^ag 
ob.  fid^  — ,  a)  in  Siegungen  t}in  iinb  i)n  bewegen,  fcbtangcnartig  ftüms 
men  (bie  ©erlange,  bcr  SBurm  roinbet  fic^;  ^iä)  wie  ein  SBurm  im  ©taube 
ipinbcn;  fic^  mü()fam  burc^  eine  Öffnung  winben;  bie  naffe  SBafd^c  winben, 
[.  0.  w.  ringen,  auSringcn;  iie  Jganbi  — ,  gew.  ringen,  f.  b. ;  einem  ctwaS 
auö  ber  >!&anb  — ,  b.  i.  burd^  Um=  ob.  «i^in«  unb  Jpcibrct)cn  cntreijicn,  cgi. 
entwinben;  baf)er  unei^.  einem  di\  ®el;cimnif6,  feine  (Sebanfcn  k.  aui  ber 
Sruji:,  au6  bcm  >^cr^en  — );  in  bcjlimmterer  SBeb.  in  fcblangenförmigen 
SSiegungen  an  einen  .Sörper  anfd)[iepen  u.  um  benfelben  bcfefrigcn,  fmno. 
fdblingen  (bie  Sd)langc  winbet  fic^  um  einen  2(jl;  einem  etwas  um  ben  Ceib, 
um  ben  ^al6  — ,  einem  ben  Corber  um6  J^aupt  winben);  trinbenb  jufam; 
menfügen,  in  einanbcr  fd)(ingen,  [innc.  flechten  (SBlumen,  i^rcn  ic.  gum 
Äranje  —  ;  Ärä'nje  winben,  b.  t.  »inbcnb  ma^en);  h)  um  einen  fcften 
^unft  ob.  eine  SöcKe  freiöfö'rmig  bre^cn  u.  befcfrigcn,  jinno.  itid'cht 
{@arn  auf  ein  Änäuel  ob.  gu  einem  .Jvnäuel  — ;  »gl.  auf^,  um=,  abwinbcn, 
bewinben  ic.);  c)  mitteljl  einet  um  eine  bcrt?eglid)e  Sßclle,  «Sdjcibc  :c.  ge; 
fübrten  Äraft  in  bie  Spöi)c  bewegen,  ()eben  ob.  nieberlaffcn  u.  übcrt).  von 
bec  ©teliC  fd;affen  (ital.  ghindare,  franj.  gninder;  Saften  an  einem  ©eile  in 
bii  •Jpöfje,  ob.  f)erab  — ,  au6  bem  Schiffe  ob.  inS  ©d^iff  — ;  ©etceibe  ic.  auf 
ben  SBoben  — ;  Saumftämme  aus  bec  erbe—);  —  3fcfe.  ber  SBinbebaum, 


1946  »inben 

ein  jtatf e6  J^otj  mit  einem  Äloben,  um  itwa^  bamit  ju  »inben ;  bie  SBtnbs 
bot)ne,  lanbf^.  f.  ©c^minfbotjne,  f.  b. ;  ba§  SBinbebrctt,  bei  bcn  ©eiben» 
ötOeitern:  fen!re^t  jle^enbe  Srctter  gum  "übminbcn  bec  ®etbe;  bct  SSSinbe* 
tarm,  (anbfc^.  für  SOiajlbarm ;  bcc  SBinbebratt),  ^ä)waä)st  ^tati),  mit  mh 
c^em  bec  ftarEece  umrounbcn  rcirb;  \)Ci§  SBinbeeifen,  ein  eiferneö  SOBerljeug 
jum  SDSinben,  inSbef.  bei  SO^ctallarbettern  ein  ^atht  Jg)ebel  mit  einem  ßoc^e; 
baö  Söinbe-  ob.  SBinbglötfc^en,  [.  SBinbc  i.;  bec  2ßinbe()al§,  f.  o.  m. 
SDBenbef)alö;  tvint^ätfig,  Sn?.,  oberb.  f.  fcummtjalfig ;  bag  SBinb^auö,  obevb. 
f.  bie  .Kelter;  ba^  Sßinbefraut,  [.  SGBinbe  1.;  bec  SBinbenagel,  gärb.  ein 
f)öliernec  SRagel  in  einem  SSalfen,  baö  gefatbte  ®arn  baran  auöjunjinbcn;  hat 
SBinb'_  ob.  ^inbefeil  ob.  'tau,  ein  ©eil  ob.  Sau  jum  3(ufn?inben  »cn  Sajlen; 
bie  SSSinbejlange,  gärb.  eine  eifecne  ©tange  mit  einec  Äucbet,  bie  iJeinroanb 
barauf  ju  »ideln;  SGBei^gerb.  eine  ©tange,  auf  Wildjtx  bag  Seber  auögerungen 
wirb,  auä):  bec  2Binbe|!ocf;  wlnbfc^icf,  fBw.  (oberb.  (lud^  winbfdietd^, 
»inb^cic^fig;  Dgl.  u.  rcinbig,  winbifc^)  eig.  gctrunben  fd)icf,  fd^ief  gcgogcn 
(inöbef.  »on  ^oljwerf,  welc^eö  fid()  geworfen  i)at);  übcrl).  f.  fc^ief,  üerbret)t, 
»erjogen;  tat  Söinbwarf)^,  b^tttiö).  ber  Unrati;,  welker  hd  ber  2Ba(^6(aute= 
rung  nac^  bem  ^reffen  im  ©acfe  jucüctblcibt ;  —  2Cbteit.  btc  SBinbe,  ÜJ?. 
-n,  (altb.  wiuta,  winde;  oberb.  bie  SBinben)  ein  SBerfjeug  ob.  eine  SSoc* 
rid^tung  jum  5Binben,  insbef.  jum  5Bicfe(n  »on  gäben  (eine  ©arnwinbe), 
u.  gew.  ^um  2(ufrotnben  üon  ßajlen,  finn».  ^aöpel,  vf)ebcjeu3  (j.  S3.  eine 
Saum-,  SBagen-,  äugwinbc  :c.);  ef)cm.  auc^  ein  SDSevfjeug  jum  Spannen  ber 
2(rmbrujl;  in  Älöftern  ein  umbre{)bareö  Ääft(^en  in  ber  SQSanb  jum  «hinein* 
fc^affen  üon  ©peifen  unb   anbern  Singen;   aud^  iai  »ergitterte  genjler  im 
©prac^jimmer  ber  Spönnen  (»gl.  ia^  engl,  window,  genjler);  bec  SBinben* 
mad)er,  wer  SBinben,  bef.  fBagcnwinben,  nva«!^t;  bie  Sßinbel,  ^.  -n,  (attb. 
wiadila,  windel;  angelf.  viudil)  wat  jum  Umtvlnben  ob.  (Siniricfeln  bient, 
inöbef.  fc()ma(e  Seinwanbjitceifen,  mit  ir>eld)cn  man  neugeborene  Älnber 
umroinbet  ob.  reicfelt,  wie  auco  leinene  3;üd)ec,  n)cld)e  man  üeinen  Äin* 
becn  unterlegt,  um  fie  troden  unb  rein  ju  galten ;  bat)er :  bat  SBtnbelbanb, 
bie  Söinbdfd^nur,   SSanb   ob.  ©c^nur  guc  Sefejligung  ber  SDBinbeln;  ba6 
SBinbclEinb,  f.  ».  w.  Söictetünb,  ob.  ein  noc^  in  ben  Sßäinbeln  liegenbcö  Äinb; 
bec  SBinbelwafd()er,  wer  bie  SDBinbcIn  wäf^t;  oberb.  gem.  f.  ein  SÄann,  ber 
\i<i)  oon  feiner  grau  ju  il)ren  @cfct)dftcn  braud^cn  lafft;  winbelweirf),  S3w., 
gem.  eig.  weic^  xok  eine  SQSinbel,  ganj  wdö)  ob.  mürbe  (einen  winbelwcid^ 
fc^tagen,  prügeln  :c.,  b.  i.  ii>n  berb  bur^iprugeln);  it)inbe(n,  jiel.  3w.,  1)  (oon 
SOSinbel)  mit  SBinbeln  umgeben,  in  SBinbeln  ivicfeln  (ein  Äinb  — );  2) 
iba^  oerEl.  w in  ben)  in  fteinen  SSiegungen  bewegen,  n?inben;  bal)er:  bec 
5ffiinbelboben,  f.  o.  w.  SBcnbelboben ;  bec  3ßinbdbot)m',  eine  3Crt  »o^rer; 
uneig.  Statur!,  eine  2(rt  Stötjrenfc^necJen;  bie  SBinbcltrcppe,  f.  ö.  w.  SSenbel» 
treppe;  bat  SBinbcl  ob.  SBinblein,  oberb.  ein  (55ebtnbe  ob.  ein  «Strang 
(iJacn,  um^affau  242  lange  gäben  ent(;altenb,  =  '/lo  ©träfen;  berSBinb* 
ling,  -et,  5Df.  -c,  oberb.  1)  f.  S5of)cec,  Si^inbelbobrec;  2)  f.  ».  w.  bie 
^inbe  1.;  bec  Sßinbcr,  -t,  von  mvat  ivinbet,  um;  ob.  aufwinbct;  wm 
big,  oberb.  auc^  winbifd^,  (gem.  winbfd),  winf(^),  SBw.,  (i?gl.  i>ai  iölänb. 
virtdr,  fd)web.  u.  bän.  vind  f,  fc^ief,  Ecumm,  u.  oben :  winbfd&ief)  geivunben, 
5i]inbungen  l)abenb,  t3erbcel)t  (gorftw.  winbigc  Säume,  b.  t.  beren 
gafern  glei<i^fam  gewunben  finb;  ein  winbigeö  SSrett,  f.  ».  w.  ein  winbfc^iefeö) ; 


»inbcn  —  S55in!ct  1947 

ixbit^.  f.  fd)ief,  fvumm;  bie  SBInbung,  1)  o.  SDt.  bic  .f)anb(un9  beS  5Bin* 
benS;  2)  9J?.  -en,  eine  ^ewunbene  b.  i.  [djtangen^  ob.  fc^ncctcnförmig  ge» 
bogene  SSeivegung  ob.  ?inie  (bie  SBinbungcn  eines  SSac^cg  u.,  einer  ©ertaube, 
eines  <Scl^nc(Jen()aufcS). 

trinbeu  2.  3n>.  abraut.  \vk  winbcn  1.,  entjl.  ouö  trinnen  (f.  b.;  oUb. 
winnan,  -  wintan,  -  winden),  b.  i.  arbeitert,  jlrebeti,  heftig  bewegt  fein, 
leiben,  ftreiten,  irütl)en  k.,  finbet  fidö  nur  inrüberwinben,  unterroin» 
ben,  üecwinben  (f.  b.);  bafjcv:  Vüinb,  unbicgf.  SB».  (au6)  winn),  nur  in 
Jöerbinbung  mit  wti)i  trinb  unb  roef),  obecb.  f.  im  l)öd)ften  ©rabc  un- 
wo%  übel;  angjl  unb  bange  (cö  ift,  wirb,  mac^t  mic  tt?inb  unb  »el));  bec 
ob.  tiCii  SBinbcn,  alt  oberb.  f.  (Sd)nieri,  2ßef),  au(%:  bie  aöintc,  (oberb. 
aSinbcn)  in  bcn  jgef.  -Darmwinbe  f.  JBaud^grimmen ,  ^arntrinbe  f. 
Jg>arnjtt)ang ;  n^inbig,  SBtr.  (=  »innig,  »innenb;  f.  »innen)  obert.  f. 
roüt^enb,  toll  (oom  »afferfc^euen  J&unbe);  fel)r  jornig,  aufgebrad)t;  als 
91».  gem.  f.  febr  (es  regnet  »inbig ;  »inbtg  oft,  »inbig  fc^ön  k.  ;  ogt.  tafenb). 

roinbcn  3.  3».  f.  unter  SBinb  1 . 

SSSinbenaget  k.  —  SBInbctau,  f.  unter  »inben  l . 

SBinbfacfel  k.  —  SBinbt)ofc,  f.  unter  SBinb  1.  —  2Binbf)e^e,  2Binb* 
l^unb,  f.  unter  SBinb  2. 

trinttq,  58».,  1.  f.  unter  SOSinb  1.  —  2.  f.  »inben  1.  —  3.  f.  »inben  2. 

Sßinbfaflen  k.  —  Sßinbfc^eiber,  f.  unter  SBinb  1. 

roinbfd^tcf,  f.  unter  »inben  1 . 

SBinbfd^irm  k.  —  SBinbf^arren,  f.  unter  SBinb  1.  —  SlBinbfpiet, 
SBinbjIricf',  f.  asinb  2.  —  winbjliU  —  SBinbjeigcr,  f.  aBinb  1. 

wingern,  3»-,  nieberb.  f.  trinfeln,  angfllid^  tf)un. 

SBinf,  m.,  SQSinfe,  m.,  f.  unter  »inlen. 

2Binfel,  m.,  -g,  Wl  id.  (S.,  Jßerfl.  b;\i  2Binfeld)en,  imt)oä)b.  wiakil, 
winchil,  mittel^.  Winkel;  angclf.  vincel;  oon  »infcn,  in  ber  oUgcmeincren 
SBcb.  ftc!^  neigen,  abweichen;  alfo:  »aS  fic^  einbiegt,  juvüc!»eid^t;  Stamm 
wank,  ügt.  »anfen  2.);  1)  eig.  eine  Einbiegung,  ein  jurütfn?eid)enber,  ein* 
gefd)loffenec  9?aum ,  bef.  ber  innere  9?aum  j»t)ifd}en  jufammenfto^enben 
glädE)en  ober  ßinien,  »erfdj.  (5 de,  f.  b.  (}.  S.  bie  üier  SBinfel  einer  ©tube; 
et»aS  in  ben  SBinfel  flellcn;  bic  2(ugen»inf  el,  b.  i.  ber  Cirt,  »o  bie  2tugeni 
lieber  — ,  bie  5!Äunb»inf  el,  ber  Ort,  »o  bk  Cippcn  ?u  beibcn  ©eiten  ju» 
fammenjlo^en);  genauer  in  ber  ©rö^cnl.  ber  ^unft,  in  treld)em  jnjei  ficf) 
gegen  einanbec  neigenbe  ginien  jiifammentreffen  unb  ber  üon  biefen 
beiben  fiinien  (©c^en!eln)  eingefd}loffenc  Otaum  (ein  red^ter  SBinfel, 
b.  i.  ein  SBinfel  »on  90  ^  beffen  &ö)tntii  fenfrec^t  auf  einanber  flcljen;  ein 
fpi^er  aSinfel,  ber  kleiner  — ,  ein  flumpfcr  2B.,  ber  größer  i|l,  als  ein 
rechter);  aud^  bie  burd)  ^trei  jufammenftopenbc  glädicn  gebitbete  2inie 
unb  ber  tton  if)nen  eingefd)lDffene  innere  Otaum  (ein  f  örpcrlid^er  SBin» 
fei);  2)  überl).  ein  umfd)(offencr  ob.  abgefd}lcffeher  £)rt;  bal)cr  oberb.  eine 
üon  Sergen  ob.  SBalbung  umf(^loffenc®cgenb,3:i)alge9enb  (bef.  als  e?t.  j.  S. 
ber  bairifd^e  5lßinfel,  Sfar-SBinfct,  sjDfaffcnwinW  :c.);  nicbcvb.  f.  Ärambube, 
Saben,  SQSerfitatt  mand^cr  J^anb»crEcr;  uneig.  bef.  ein  verborgener,  uerftccfter, 
obgelegener,  beimltdjer  £>rt  (ft^  in  einem  SBin!el  »erftcctcn;  alle  SBinfel 
burdjfud^en;  in  einem  5Sin!el  ber  Srbe  leben;  bid^t.  ber  ficfcere  SBinftl  beS 
^erjenö  ic.;  ba^er  aurf)  in  3fe^.,  »ie  SBinfelclje,  *^eiratt)  zc.  f.  ct»aS 


1948  mntel 

JSünbev,  meldte  einen  rechten  SIBinftl  bilbcn,  ?um  SSefc^Iagen  rc^twinüigct 
2)inge,  j.  S.  bcc  genflcrrafjmcn ;  bcr  SSinfelbogen,  ©röf int.  ein  bic  beibcn 
Bä^inlil  cinc§  SBinfeig  ocreintgenber  Sogen;  baS  SBinfelbadf),  ein  25a(^, 
beffen  Sparren  re^twinflig  gufammenilofen;  tie2Binfele()e,  cera4)tt.  f.  tjeim» 
lic^e,  9e()cim  gehaltene  (5f)c;  bag  SGBinfcleifen,  ein  »inf eiförmig  u.  bcf.  recj^t* 
»pinJlig  gef^^miebetcö  ©ifcn,  jur  SSeiOinbung  öon  SOlauerwerf,  jum  SBefd^Iagen 
»Oll  ^olgnjer!  (f.  ».  w.  SBinfclfcanb) ;  inöbef.  ein  eifcrncö  SBinfefma^;  ber 
Sßinfelfajfcr,  ein  aöerfjcug  gum  SJlcfftn  bcc  SBinfel^SBeite,  bejtet)fnb  ouö 
jiuci  an  bcm  einen  ©nbe  beweg(id)  jufammengcfügten  ©toben,  ©c^loff.  aud^: 
SßSinlelpaffer;  bie  SßinfclgalJc,  eine  tt»in!tige,  ob.  avui)  abgelegene  (Baffe; 
ber  SSinfcU)afen,  üUxi).  ein  rec^twirilig  gebogener  .^a!en,  inöbef.  f.  o.  w. 
SDSin'felma^;  ©c^loff.  ein  rcc^twinEligcr  ^pcbel  in  beutfc^en  ©^lölfern;  Sui^br. 
ein  ge».  mtffingcneö  SBerl^eug  mit  retl^twinfltgen  SBSänben,  in  rceld^eS  bit 
3eilen  cingefc^t  »erben;  S^laturf.  eine  lixt  [eltencr  Sfujtern;  bec  2BinfeU)ebel, 
ein  re(^tn)inf(tger,  um  bcn  ©djcitelpunft  bcraeglidfier  ^ebel;  bic  2BinfcIt)eis 
rat^,  »erä^itl.  f.  eine  ^eimli^l  eoU^ogenc,  geheim  ge{)attene  ^üvai));  ba$ 
SöinfeU)0(j ,  ein  {jöljemeö  SöinJcl^  ob.  Slic^tma^  (lanb^.  gem.  «aBinJclfjöljec 
fu^en  f.  leere  3fu6flüc^te,  ©ntfc^ulbigungen) ;  bie  SBtnfel^ure,  niebr.  eine 
J&ure,  W  H)t  ©enjerbe  ^eimlic^  treibt;  bie  2Binfe(f(animer,  re^tit>in!(ige  ci» 
ferne  Älammcrn,  jur  Sefejh'gung  ber  2Ber!j1:eine;  hai  Sffiinfelfreuj,  bei  ben 
SRarlfd^eibern:  iai  Ärcuj,  rcelc^t^  jwci  ft<^  rcd^tirinflig  burd;f^ncibenbe  iU 
nien  bilbcri;  ha§  SBinfelmap,  ein  Jffierfjtug  jiim  SJJcffen  unb  ^k^cn  x(&jUt 
2Bin!e(,  bcf.  baö  eiferne  SBinfclmap  ob.  Sffiinfeteifen  ber  3immcrlcute;  bec 
SSinfclmeifIcv,  etg.  ein  ^etm(id)  unb  unbefugt  arbeitenber  SOZeiftec;  ©c^neib. 
bec  erfte,  jufi^ndbcnbe  ©cfcU  bei  einer  ©^ntiberwittnje;  bie  SBinfelmeffe, 
eine  gegen  bie  Örbnung  bcc  fat^ol.  Äird^c  t)cimlt(^  gilefme  S}?eJTe;  bec  SBin« 
felmejfer,  übcrf).  ein  SGBerfäcug  jur  SOlfffung  »on  SBinfeln,  f.  ».  ».  SBinfet« 
ma^,«eifen,  =faJTec  2c.;  in  cngerec  Seb.  eine  runbc,  auf  bcm  Umfreife  in®rabe 
getfjcilte  (Scheibe,  auf  wel^iec  man  beim  gclbmcffcn  u.  t>k  JEinfcl  mittclffc 
eines  bewcgli^en,  mit  Surd^ftc^ten  öerfet)cncn  5Rid;tfd^citce  mifft,  au^  SB  in* 
£elfd)cibe  (fr.  2lflrolabium);  ferner  m  ()albfrciSfÖrmigeö,  in  180  ©rabe 
get^ciltcß  mcffingcncä  SSSerJ^cuS  i^^  SBinfelmeffung  unb«  Übertragung  (fr. 
Transporteur);  bie  SBinfelmün^e,  l)cininc^  unb  iriberrcc^t(ict)  gefc^lagenc 
ajiünje;  au^  bec  Ort  ob.  bic  2(njtalt  jur  Prägung  fcld^cr  SCRiinjcn;  bie  SBitls 
felnati^,  eine  ^att)  (f.  b.)  am  Jg)irnfd^cibel,  welche  mit  einer  anbern  einen 
■S&inM  bilbct;  bec  SBinMpafl'er,  f.  äBinftifaffer;  bec  SSinfelprebigcr,  »cc 
unbefugter  SBcife  »er  ()eimlid^en  Scrfammlungtn  prebigt;  fo  auc^:  bic  SBin* 
Üclprebigt;  winFclvc^t,  S3w.,  mit  bcm  (rechten)  Sffiinfcl  ubercinjtimmenb, 
nad^  einem  redeten  SBinfcl,  cc^twinflig  (ein  Srett  n?in!elrec{)t  burdjfä'gen); 
Dcc  SBinfelrid^tcr,  mt  unbefugtcc  SBiife  in6gc{)eim  rid^tet  ob.  SRec^t  fprii^t; 
bie  2ßinf'elfrf)eibe,  f.  SBin!elmeffer;  bic  S[Bin!elfd^enfe,  ein  £)rt,  reo  Ijeim' 
lid^  unb  unbefugter  aSSeife  ©eträntc  »crfauft  »erben;  bic  SBinfclfd^uIe,  eine 
oi)ne  förmliche  ©rlaubnifö  bec  ObrigJeit  gcljaltene  ©c^ule;  bal)cc:  bcc  SBin* 
fe(f^uUel)rer  ob.  fd^utmeifler ;  bic  SBinfelfpinne,  ©pinncn,  treidle  tf)c 
©ewebc  in  bcn  5lBin!eln  bec  ©cbäubc,  ©cmö^er  ic.  au^fpanncn;  nnnfeljlä'n- 
big,  S«.,  ^flanj.  in  einem  SBinJcl  feinen  ©tanb  fjabenb  (j.  S3.  ein  Slumcn« 


tt)in!en  1949 

jlicl  ijl  tüinfelflanbfg,  wenn  er  jwifc^en  bem  stamme  unb  bcn  Slättern  ftc^t); 
bcr  2Blnfeljlcin,  oit.  f.  Sctflcin ;  fccc  SBinfeloercin,  bie  Sßinfelöerfamm- 
lung,  t)c{ir.lid)cr  S^crcin,  unbefugte,  geJjctm  gcljattcne  3ufammcnfunft  (fr. 
eonoentifil);  bcc  SBinEclireifcr ,  eine  'Kvt  2ßtn?etmefTcr  bcc  «OTarEfdiciber; 
ber  S[Binfe(jal)n,  f.  tj.  xv.  Qd-  ob.  ^unbeja^n  im  untern  Äinnbarfen;  ber 
SStnfeljapfen,  SBergw.  ber  frumm  gebogene  3cipfen  an  bcr  2BeUc  beö  23en- 
beboctö  an  einem  getbgeflcinge;  bet  Sßinfeljirfel,  bei  Silbljauern :  eine  2(rt 
3trfe(  jur  2Binf cfmeffung ;  ber  $IBinfeI(:,uc^,  gew.  nur  ?Jl.  5i5infcliügc,  b.  i. 
eig.  3iige  in  einen  SBin!et,  an  einen  l)cimti(^cn  Drt,  um  augjuweid^en,  fic^  ju 
»crftedcn;  bat)er  uneig.  f.  Jfugflüd^te;  ijintcrliftigc  Jpanbtungcn,  getjeimc  9?änfe 
(SBin!etjügc  machen;  ot)nc  SSBinhtjiige  ju  2öer!e  gct)cn);  —  Uhltit.  unnfe- 
lid^t,  Sßw.,  einem  2Btnfel  a()n[id},mnfe(actig;  votnfetig  ob.  ^gej.  ivtnflig, 
JBw.,  1)  einen  'JSSinfcl  ^abtnib  ob.  bilbenb,  svinfelformig  (ein  »infeligeö 
eifen;  bef.  in  ben  3fefe.  re(^t^,fpi^=,ffumpftt)in!lig);  2)  mef)rc  ob.  Diele  2Bin; 
fei  bilbenb  ob.  entf)a(t«nb  (ein  winfeligeS  ^au6,  b.  t.  ein  unregelmäßig  ge» 
bauteö ;  eine  winflige  ©tabt  ic.) 

irinfen,  3«?.  (alt^od^b.  wlnchjan,  wiochan,  mittelf).  winken,  ^rät.  wincte 
u.  wanc,  soiiü.  gewinket;  im  «|)o4)b.  jc^t  nur  fd)wad^  umcnb.:  minf  te,  gc« 
»inft;  oberb.  auc^  ablaut.  roun!,  gewunfen;  angelf.  vincian ,  engl, 
wink;  fij^trcb.  viuka;  —  ber  «Stamm  wink  gcl)Ört  JU  ber  SB.  wank  alö  SBci^ 
terbilbung  oon  wag,  wak,  bewegen,  f.  wanfen;  im  üKittell).  jlefjt  winken  auc^ 
f.  wan!en,  auöbiegen,  ab\t)et($en  (ogl.  franj.  guigner,  fluiden);  wiuken-wanken 
f.  i)in  unb  ^er  wanfcn;  im  Dberb.  umgcfef)rt  f.  loinEen,  nirfcn  aud^:  wanfen, 
wcn!en,  f.  b.,  unb  f.  SBinE:  SBan!)  1)  jieUoö  m.  l)aben:  a)  fid)  fct)nell 
unb  6ur,5  auf  unb  nicbec  beilegen,  neigen,  nicEen  (bid^t. fiird^tcrlic^  trinfte 
ber  J^elmbufd)),  bef.  ücn  ben  2{ugenliebern:  fte  fu)neU  fd)(iefien  unb  tviebcr 
offnen,  f.  ü.  w.  blinfen,  blinjen  ob.  bltnjeln  (mitbcn^fugeniicbern  cb.  2(ugcn 
»infen);  b)  bucd)  eine  [old)e  SSeivegung  ftatt  bcr  SBorte  feine  ©ebanfen 
U.  feinen  SBiücn  äußern  (mit  ben  2(ugen,  mit  bem  Äcpfe,  mit  ber  .^anb  ob. 
bem  ginger  winEcn),  mit  bem  Sat.  ber  ^crfon:  einem  —  burd)  eine  foId)e 
SSeivegung  ein  3eid)en  geben,  i^m  etivaä  ju  üorfief)cn  ob.  feinen  SBillen 
ju  ecfenncn  geben  (j.  83.  er  winSte  mir,  bafs  c6  3cit  fei  K.),in6bef.  i^nbuvd) 
ein  foldjeä  3eid)en  ^crbeifommen  ob.  fid)  nähern  bfificn  (ic^  win!re  ii)m 
»on  »eitern ;  mittel!),  uneig.  dem  tode  winken  f.  ftcrben  trollen) :  bal)cr  Quc^ 
uneig.  «on  ©adjen:  einem  —  f.  i^n  ju  etwicii  u.  bef.  ?ium  Äommcn  g[cid)f, 
einlaben  ob.  aufforbern  (j.  S?.  bte  Stacht  win!t  uno  jur  3?u^c;  in  einem  lieb« 
lid^en Sljale  winfte  mir  ein  fieunblid^er  Drt) ;  2)  j i e l.  e  i  n e  m  c  t  ir  a  g  — ,  e5 
if)m  burd)  ein  3eid)en  gebieten  (er  winitc  mir  ©tillfd^rrcigen);  einen  gu 
ft^  ob.  f)erbei  — ,  if)n  burd)  5Binfen  ()erbeirufen  ob.  aufforbern,  ftd)  ju 
nal)crn  (er  rcinite  il)n  ju  ftd);  iö)  winlU  fte  mir  näber);  ber  SOßinf,  -eö, 
5}?.-c,  baä  5Binfen,  eine  einzelne  ivinfenbe  Sen?egung,  bef.  alg  3«id;en 
ob.  SJiKenöauperung  (ein  SBin!  mit  ben  2(ugcn,  mit  ber  J^anb,  einem 
einen  9BinE  geben;  ben  SQinf  oerftcl)cn;  auf  bcn  2ßin!  folgen,  bereit  fein  Jc); 
uneig.  über^.  eine  leife  '2(nbeutung,  ein  5fn5eid)en,  ipcraus  ft(^  ciwai 
fd^liepen  lä'fft,  ob.  »elc^eö  eine  3)2al)nung  entljält  (j.  S.  bk  Unrul)e  ber 
SJerfammlung  war  ein  SBin!  für  bcn  Siebner,  aufjul)ören ;  iixe  Statur  i)at  mit 
bamtt  einen  SBiuE  gegeben  u.)\  bte2Binfe,  SJl.-n,  ein  fd)neU  auf*  unb  nie* 


1950  winncn  —  SBtntev 

bergcJjenbec  ffiagekffcn  an  bcm  2ßebe1^uf)te  bcc  ©amajtwctjet,  Ui  ben 
Slabletn  :t. ;  bec  SBinfer,  -g,  irec  fötnf t ;  5Ratur!.  eine  2(rt  Ärebfe,  wclri^c 
mit  i^ren  übet  bem  Äopfe  gefc^wenften  ©(^ercn  gu  xoinlin  Idjeincn,  bie 
©anbfrabbe. 

binnen,  jietlof.  unb  giet.  3»'  abtaut,  vaie  gewinnen,  (altb.  winnan, 
winnen,  wan,  wnnnen;  gotf).  u.  angel[.  vinnau;  altfad^f.  winnan,  niebcrb. 
»innen,  »unn,  wunnen;  oltuorb.  vinua;  SB.  wan,  fang!r.  van,  be9e()ren, 
»erlangen;  faufen  k.  ;  »gl.  winben  2.)  1)  »öUig  elt.  f.  avbeiten,  jlreben, 
bemüf)t  fein;  beftig  bme^t  fein,  leiben;  jlreiten,  fampfen;  wüt()en; 
(bat)ec  baö  alte  envinnen  f.  ecftceben,  erlangen,  unb  unfer  gewinnen,  f.  b.); 
2)  niebcrb.  (engl,  win)  f.  gewinnen,  erwerben ,  erfangen;  aud^  f.  liber? 
»inben,  ficgcn;  —  ia^  SKjü.  binnen b,  »lt.,  unb  n)innic|,  SBra.  (mit' 
teil),  \fvinnec;  »gl.  1»  in  big  untcc  minben  2.)  oberb.  f.  n)ütf)enb,  rafenb, 
toll  (ein  «jinnenbcr  ob.  winniget*  .*^unb,  b  i.  ein  mit  ber  3BafTerfd)eu  bel)af= 
tctec;  cinwinnigeö  ^'»fcrb  u.);  f)öcl)jl  aufgebrad)t,  jornig,  (»innig  »ot  3orn 
fein);  tvinnerlirf),  SB».,  obttb.  f.  heftig,  unleiblid),  übel  gelaunt. 

winfeltl,  jieltof.  3»'  m.  ^aben,  (altb.  wiuisrtn,  winsen;  cberb.  »im= 
^eln,  »impfein;  »er»,  mit  »einen,  f.  b.;  »gl.  »immern  unb  iai  nieberb. 
pinfen,  pinfeln)  mit  fd)n)ad)er  «Stimme  fla'glid)  meinen  ob.  Ijeulen,  (cor 
©ti^merj,  »or  groftic.  »infcln;  ein  »infelnber  .i^unb;  ba§  SßSinfeln  bec  SSec» 
»unbetcn  k.);  ber  SBinfelaffe,  eine  "Kit  flcinec  fübamerifan.  2(ffen  mit 
»infelnber  ©timme;  ber  SBinfeler,  -S,  irer  tüinfelt,  jammerlid)  weljflagt. 

SßSin6^3el,  m.,  lanbfc^.  f.  2Bi6pel,  f.  b. 

Winfter,  S5».,  (altb.  winistar,  winster;  altf.  winistr,  angelf.  viustre;  »gl. 
i>a%  lat.  sinister;  f,  jeboc^  aud^  unter  Itn!.),  »öUig  »lt.  f.  linf  (in  der  win- 
stern  hant,  ze  der  winstern  hant ;   winsterhalp   ob.  ^halben ,  juc  linfcn  Seite). 

SBinter,  m.,  -§,  SOT.  W.  (5.,  (gotl).  riatius;  ott^od^b.  wintar,  mittell). 
winter,  winder;  angclf.  vinter,  engl,  winter;  igtänb.  vetur;  nid^t  ÖOn  SBinb 
abgel. ,  aber  mit  biefcm  oon  berfelben  SBurjet  wa,  wi,  »elien,  jlammcnb; 
»gl.  au(^  SBetter)  bie  fd'ftefle  Seit  beg  3flf)re§,  in  »eld^ec  ber  ^ftangenwut^S 
flotft,  entg.  bem  ©ommer;  genauer  nac^  bem  Äalenber:  bie  tiiertc,  jiti? 
fd}en  ^erbjl  unb  i5rüt)ling  faüenbe  Saiiregjeit  »on  ber  aSinter^Oonnen» 
»enbe  (21.  Secember)  bis  gur  grü{)ling§s9lad)tgleidöe  (21.  SKarj);  bef. 
in  vf)inftd)t  ber  in  biefer  ^ii^re^^eit  |)errfcl^enben  ©Witterung  (eS  »irbSBin* 
ter;  ber  SBinter tritt  fd)on  ein;  ein  gelinber— ,  ein  f)arter  ob.  jlrengcr  SBintec); 
bal)er  aud^  f.  faltel,  rauf)eg,  n)interltd)eö  Sßetter  (wenn  bec  SBSintec  um  un* 
fcre  Jpütte  ftürmt  ic.;  ben  SOSinter  »on  ben  ^flanjen  ab»et)ren);  bic^t.  f.  ein 
ganjeS  %^t)t  (j»öif  SSSintec  alt);  uneig.  f.  t>a6  {)od)fle  (55reifenalter  (bec 
2Binter  beö  CebenS,  bec  3al)re  ic.);  —  3fe§.  bec  SBintevrtbenl),  1)  bec 
3(benb  eine«  2BintertageS;  2)  bie  .:^immcl6gegenb,»o  ik  Sonne  am  fürjcften 
Sage  untergebt;  ber  2ßintcrapfc(,  Äpfel,  »el^e  ben  SBintec  über  bauecn; 
fo  aud^:  bie  SQSinterbirn ;  bie  SBinterarbeit,  eine  Arbeit,  weld^e  man  im 
aSintec  »orjunet)men  pflegt,  bef.  in  bec  ßanb».;  ber  SiBintcraufent()aU; 
bie  SBinterbccve,  1)  ein  mit  bec  ©ted^palmc  »cr»anbtc8  ^flanjengcfd^te^lt 
in  9lorbameriüa  (prinos  L.);  2)  f.  ».  ».  bie  931006*  ob.  ©umpfbeere;  bie 
2ßinterbUnnc,  SBlumcn,  »el^ie  im  SBintec  in  ben  ©tuben  gegogcn  »erben; 
bag  äßinterblümd)en,  inöbef.  f.  hk  ©anbcui^rpflanjc,  u.  f.  bieSfJainblumc;  bie 


SBintcr  1951 

SBinterbutter,  im  SBintct  gemachte  aButter,  ©trot)butter ;  bie  SBinterbtoffel, 
Sf{otf)'Ob.2Bcinbroffcl;  bieSBintercid^e,  fpät  außfc^lagcnbc  eid^cn  mit  fürjercn 
©tictcn,  auc^ :  ©pat--,  ^art=,  ©rünciti^e  jc;  bie  Sßintercntc,  eine  norbifd^c 
(gntett'Xrt,  [c^warj  unb  »ei^,  mit  langem,  fpi^cm  ©diwan^jc,  auä):  (Siecntc, 
SBeigbacJ  K.;  willterfäUifl!,  SBw.,  Canbm.  tjom  9?inboie£):  im  5ßinter  i)\n\aU 
lig,  fcafüos  unb  magcc  merbenb;  bal)cc  bic  SBintcrfäUigfeit:  ba«  SBinrte* 
felb,  ein  mit  SBintcrfruc^t  bcjteUteg  ^elb,  fo  aud):  bie  SBintcrflut;  becSBin? 
terftnf,Scr9' ob.  (Sc^neefin!,»cldjerben2Bintet  überbot  un8 bleibt;  bie  SBin^ 
tcrfurd)t,  gelbfrüd^tc,  welche  im  ^erbfte  gefaet  werben  unb  auf  bem  ^dbe 
flet)cnb übertt5intern  (entg.  ©ommerfruc^t),  aud):  5Jötntergctreibe,  SBinter» 
forn,  inöbef.  SBintergerftc,  =f)afer,  =roggcn,  =weijen  JC;  ber2Bin; 
tcrgartcn,  ein  Slumengartcn  im  SBinter,  eine  Sammlung  Xopfgemäc^fc  in 
Sreibtiäufern  jc;  bie  S[BintergefeIIfd)aft,  ba^  SBintergewcid)§,  ein  ben  2Bin* 
ter   über  auöbaucrnbe^,   übern? in ternbe§   (fc.  perennirenbeö)  &iwdi)€',   bcii 
SBintevgtün,  -«^,  t>erf(i^icbcne  ben  SBintet  über  grün   bleibenbe  ©cwäd^fe, 
inöbef.  1)  eine  ^flangcngattung,  beren  Slätter    benen  beS  SBirnbaumS  äf)netn 
unb  einen  bitteren,  jufammenjiet)enben  ®ef^mad  Ijaben  (pyrola  L.);  2)  f.  o. 
».  ba§  ©ingrün  ob.  Smmergrün  (vinca  L.);  3)  f.  (gpt)eu;  lanbfc^.  cuc^  f. 
baö  SQJalbbingelfraut;  ia^  JpauStaub  u.  a.  m.;  ba§  3öinferf)aar,  bai  bi^-- 
Uu  J^anr,  melc^eg  mand^e  Zi)kn  gegen  ben  SBinter  befcmmcn;  bcr  SBintet^ 
^afer,  f.  5IBintcrfrud^t;  ha^  2Binter^albiaI)V,  baö  J^albjal)r ,  in  weldjeg  bec 
SBinter  fdUt  (fr.  5!Bintcr'©cmejler) ;  bet  SBintev^anf,    ber  nseiblid^c  ob. 
famcntragenbe  J^anf ,  gimmet ;  tai  SBintevt)au§ ,  dn  jum  9Bintcraufentf)aU 
cingcrid)tctcg  ^aug;   ein  @e»räc^§f)au6  jur  (Srbattung  auSlanbifd^cr  ^flangen 
im  asintcc;  baS  2Binterl)ol5,  ber  Jpoljbebarf  jur  ?5cucrung  im  SBinter;  bie 
SSintevf eilte,  im  asinter  t)errfc(;enbc  Äälte;  bai  2ßintcrf(cib,  ein  im  SBin« 
ter  getragenes  »ärmereö  Äleib,  fo  aud):   bie  SBintcvfteibung,  ingbcf.  bie 
aBinterl)of e,  -wcfte,  ber  SBintcrmantcl,  =ro(t,  =ftrumpf  k.;    ber 
2Bintcrfol)(,  gegen  ben  Jperbft  gefacter  Äof)l,  ber  erft  im  folgenben  ©om= 
mer  gebraust  unrb,  au^:  ha^  SBintcrfvaut;  bcc  SBtntevfontg,  lanbfc^. 
f.  äaunfönfg;  bog  SBintcrfom,  f.  SBintcrfrut^t;   bie  SBintcrf reffe ,  eine 
auf  feuchten  Sßiefen  »ac^fenbe  überwinternbc  ^fianje,  gum  &t\d)U6:!t  be§ 
2Begefcnf6   get)örig,   OUC^:    S5arben?raut  (erysimum  barbarea  L.);   bie  SBirii 
tevtul),  Sanbm.  eine  Äu^,  wct^e  im  SBintec  «OTild^  giebt;    hai  SBintcr- 
(agev,  ein   im  9Binter  bejogene§   Sager  (gelblager),  ob.   au^  (ätnlager,  f. 
0.  w.  2Binter=Ciuartier  (f.  Cluartier);   bie  Sßtntertcbnc,  f.  2cl)nc  un* 
ter  lcl)nen  1.;  bie  SBintevleite,  f.  iciti-,  bie  SBinterlerc^e,  ©d^neelcr^e; 
aud^  f.  ®olbammer;    bie  Sßintcrlinbe,  f.  ©teintinbe;   ber  SQinterlold), 
eine  ben  SÜSinter  über  bauernbe  "Kü  bc§  Solc^S,  f.  b.  (lolium  rerenneL.); 
bie  SSStnterlujl  ob.  s  tuflbavfeit,  im  SßSinter  üblid^e  Supbarfeit;  fo  auc^: 
baS  SBinteroergnügen    ob.  bie  SBin tcrocrgnügung;    ba§  Sßtnter; 
mnl)rd)cn,  ein   ^lä^tä^m  gur  (Srjaiilung  an  SBinterabenben;  ber  SBintCV* 
niangotb,  baö  runbblättrigc  SBintergrün   (pyrola   rotundifolia) :    hinter* 
niapig,  SSw.,  bem  SBintcr  gemäß   ob.   angcmcJTen;    bie  S[öinterniöl)rc, 
9JJöl)ren,  »cli^e  im  -i^erbftc   gefaet   unb    im   näd^ften  ©ommer   jeitig  ge= 
\miit  werben;  bec  SBintcrmonat,  ber  le^te  «OTonat  be§  3af)reö,  2)ecember; 
auti^  f.  9io»«mbev;  S!K.  bie  SBintermonate,  bie  btel  SKonatc  2)ccember, 


1952  mntev 

Sanuat  unb  gebcuar;  bie  SBintemöd^t;  iai  SBinterobf!,  Obft,  welches  ftc^ 
itn   mintit  übev  t)alt;  bie  SBinfcrpflonje,  f.  0.  w.  aBmrergewaci^e;  ber 
SBintcvpunft,    ©tcm!.  ha   ^un!t   in   bcr  Sonnenbahn,   in  »reifem   bk 
©onnc  um  ZSlitta^  üon  bcm  ©d^eitclpunEt  am  wdtejlen  abfielet,  mit  weld&em 
©tanbe  bec  ©onne  (21.®cc.)  bev  SBinter  beginnt,  ba^  SBintevquartier, 
[.0.  SQßtnterlagcr;  ciu^  f.  0.  w.  bie  SBintecrao^nung;  bie  SBtnterrclfe,  SReife 
im  SSäintet;   bec  2ßintcrrcttig,   eine  2frt   Stcttige   mit   ^djwaviit  ®(!^ale; 
bec  Sßintevrocf,  [.  SBiiuetEteib ;  bec  SBinterroggen ,  [.  Slöinterfrucfet;  bie 
Sßtnterrofe,  f.  d.  \r>.  ©ammetto[e;  bec  SBintevrübfamen  ob.  ^SJübfen, 
im  .^ecbft  gcfacter  SRiibfamen,  ogr.  SBinrecfruc^t;  bie  SBtnterfaat,  1)  baö 
©aen  bcS  SöintergetrcibcS;   2)  hai  SGSintcrgctreibe  fc(bjl,   bcf.   i>it  aufgc» 
gangcne  junge  @aat  bcöfelbcn;   bec  SBinterfd^ein,  ©tecn!.  bec  Sleumonb 
im    S^oüembei-    (ogl.   ©c^dn);    bec  2Binterfc^(af,    bec  ©d^taf    mondöer 
S{)icce,  j.  S3.  ber  SSaccn,  a3JutmeUi()iece  ic.  ben  SBtntec  t)inbucc^;   uncig. 
ouc^   bcv   ©tittftanb  beä  ^flonjcntcuc^feS   im   SDSintec;    bie  SBInterfeite, 
f.  ü.  \r>.  SJocb»  ob.  5}tittccnac^tfcite  (j.  58.  eincö  ©ebäubeö);  ^i«  SBinter? 
fonne;  bie  SBinter-Sonnenwcnte,  f.  ©onnenwenbe;   bec  SBmterfper* 
iing,  f.  ».  w.  sasintcrling,  f.  u.;   bec  SBintcrjlanb,  Sag.  bec  ©tanb  ob. 
3Cuftntf)attäort   beg  SBitbcö   im  Söintcc;    bie  SBinterfroppel,    Sanbm.    bk 
(Stoppel  b£ö  SBintecgetreibee;  bie  2Binterflube,  ©tube  gum  2Bintcraufent= 
^alt;  bec  SBintevjTuvm,  ein  @tucm  im  SBintec;    au^  ein  winttviii)  M' 
Ut  u.    ^eftigec  ©tucm;    bec  SBtntertag,    ein  Sag  im  SBintec;   auäj  ein 
winterlich  !altcc,  rau^ecSag;  t>CV  SBtntecÜOrratl),  SSoctat^  füc  ben  SBin» 
tec;  bec  SBintenvaib,  im  «&ecb)l  gefaeter  SBaib   (f.  b.);  bec  Söinter« 
Wetjen,  f.  SBinterfcu^t;  bie  SBtntenvcnbe,  [.  0.  w.  SBintecfonnenwenbe; 
bec  SBinterroenbefrciö,  f.  SJcnbefrcig;  ba§  SBintent)ctter,  bie  SBintcr- 
Vüitfcvung,    ba^   im  SBintec  ()ccrfc^enbe  SBcttec;   aud)  bemfclbcn  öijntid^e, 
falte,    unfccunbli^e  «lß:fterung;   bie  SBintenvicfe,   eine  litt  ^lottcrbfen; 
bie  2Btntcrwol)nun9 ,    SBot)nung    fuc  bcn  SBintec;    bie  SBinterwotle, 
ßanb».  hit  im  SBintec  gewadjfcne  ©d;a[wolle,   vodd^e  im  gru^ia{)c  abge» 
fd^orcn  Wieb;   hai  SSinter^cid^cn ,    ©tecnS.   bie   bcei  Jg)tmmclöjei(j^en  beS 
Sl)iet!ccifcg,    wclc!E|e  bie  ©onne  im  SBintec  bucc|)läuft:  ©teinbocJ,  SBaffers 
mann,  gtfd)e;    bie  SBinter*  ob.  SBinterö^elt;  bec  ob.  baö  aSinterjeug, 
llarEer,    [c^weccc  3cug  gu  SBintcc?lcibccn;    bie  SBinterjtviebef,  im  ^crbjl 
gcfäcte  unb  crjl  im  folgcnben  Sa{)ce  genügte  3wiebeln,  ©^teip=  ob.  ©palt* 
gaiebcln;  au^  eine  litt  3tt)tcbeln  mit  I)o^lcn  ©tengeln,  bii  man  im  SBin= 
tec  auf  bera  Sanbc  jlcl)cn  läfft:  ^ot)l*  ob.  gleifd^lau^,  ©acten^wiebet  (al- 
lium  fistulosum  L.) ;  —  2Cbleit.  irinterl)aft,  93it>.,  f.».  w.  tvtnteclic^; 

VDintevIg   ob.   jgej.   Wintrtg ,    S».  (altb.  wlntarlg,  wiateng)   alt  u.   obecb. 

f.  ben  Sißintec  eiui)aUenb,  im  SBintec  feienb,  jum^OSinter  gef)öcenb  (»in* 
tecigc  3eit;  wintcigcö  gelb,  ©ctrcibe  zc,  f.  u.  w.  SOSintecfelb,  SBintecge* 
treibe);  ixiintcrlic^,  Sw.  (altb.  wintarlih,  winterlich)  1)  bem  SBint« 
a'{)n[id)  ob.  gemä'f,  aud^:  iointecbaft,  lanbfd^.  wintecidjt,  tointectfdö, 
(wintcrli^e  Äättc,  winteclid)cö  SBettcc  :c.);  2)  f.  o.  ».  »rinteci^:  jum 
SBintec  ge()ocenb,  im  SBintec  geivöbnlid)  (bie  winterliche  ©onncnwenbe; 
wtntcrlict)c"Jfrbeitcn,  23crgnügungen  ic);  bie2Bintevlid)feit,  bai  SBintecüd)* 
fein,  bie   ivintecä'[)nlid)e  S3efd}affen()cit;  bec  SBinterling,  -6,  Wl.  -e, 


SBinjer  —  wippen  1953 

ranbfd^.  f.  bk  ©djnecammev;  wintern,  3w.  (M^oi^b.  wintarjan,  mittel^. 
M'intern)  1)  jicUoö  m.  l)abcn,  a)  3öinter  Werben  ob.  fein,  unp.  eö  wintert, 
b.  t.  ei  fangt  an  5Binter  ju  werben;  quc^:  wie  im  5Binter,  winterd()n[icl) 
ob.  tt)inter()aft  werben  ob.  fein,  (obcrb.  aud^  ^'^^^^'  wintcrlcn:  es  »in» 
terlt  fc^on  n.);  b)  ben  SBinter  jubringen  (gcro.  nur  in:  übcrnjtntctn); 
2)  jtel.  etwaö  ben  ^ßinter  über  erljalten  (bef.  93ic()  mit  guttcr  — ;  ge». 
nur  in  bcn  ggcf.  außs  burd^^  überwintern);  bie  SBinterung,  bie  Sr^altung 
ben  SBinter  l)inburd),  »on  aSicf)  unb  (SJewdc^fen,  gc».  2(u6^,  Surc^winte» 
«ung;  fdjmcij.  and)  baS  gutter  juc  ernäf)iun3  bc6  5J3icbeö  im  SBinter;  lanbfc^. 
f.  baö  auf  bcm  gelbe  flct)enbe  SÖSintergctrcibe;  ©cirtn.  f.  SßSintert)auö,  ®if 
wää)&\)aui  (bie  ©eraac^fe  in  bie  SBinterung  bringen). 

SBinjev,  m.,  -ö,  £0?.  w.  15.,  (utfpc.  au6  bem  tat.  vinitor  cntfl.,  aber  fc^on 
im  2(ltb.  entfleUt  in:  >viuzuril,  wiuzürle  ob.  -zürne,  obcrb.  SBeinjürt,  -jiert, 
«jcrt  Jc,  n)cl(^c  gormcn  bann  in  SBeinjte^et  umgebeutet  würben,  f.  b. 
unter  SBein)  wer  5Beinbau  treibt,  ein  ^ßJeinbauer,  ^ißeingärtner,  lanbf^. 
aüd)  Ötebmann,  fcänf.  JQädiv  (ttjat)rfdö.  »on  bem  l8et)acEen);  3fe§.  bec 
SBinjerqefang,  bai  Sßinjerlieb  jc. 

windig,  S5iü.  (finbet  fi(^  etjl  feit  bem  14.  2af)ri).,  aud^  in  ber  gorm  »ein» 
jt  g,  unb  ijl  woifi  nur  ffierflävfungöform  üon  wenig  ob.  mit  bicfem  oon  glci(^cm 
©tammc:  weinen,  winfen  (f.  winfc(n),  alfo  eig.  winfig,  b.  t.  tläOfüd),  iäm« 
mixlii);  üg(.  wenig)  fet)r  flein,  meifl  ceräc^tt.  (ein  winjigcr  SOJenfc^,  SGJidjtJc; 
ein  winjigcö  St)ier,  2)ing  jc);  eifern,  auö):  ein  W  inj  ig,  f.  ü.  w.  ein  wenig, 
ein5^iföd)en,  mit  bcm  ®en.  (ein  winjig  Jponigö  u.  bgl.),  ob.  o()ne  S3ejci(^nung 
bcö  ®en.  (ein  winjig  Srob  f.  ein  Elein  wenig  SSrob),  au^  aU  9lw.  (ein 
winjig  fc^warj  u.  bgl.) ;  bie  SSinjigfcit,  baS  Söinjigfein,  bie  .Kleinheit  ob. 
5Benigfeit. 

SBipfcI,  m.,  -§,  5D?.  w.  (5.,  SSerfl.  ba§  SBipfeldjen,  (alt^oc^b.  wiphU, 
wifil,  mittcl().  Wipfel,  wifel,  b.  i.  urfpr.  SBebel,  SSüfc^et,  ©ci^el,  bann:  3wetg, 
©t^ofS  Jc;  obcrb.  SBifcl,  SJifftet;  »erw.  mit  bem  altb.  wiffa,  f.  SOSeife  1.,  ob. 
urfpr.  liwifil,  j5u  angelf.  hveopan,  engl,  whip,  peitfc^en?)  bie  büfd)elförmige 
©pi^e  "oon  Säumen  u.  anbcrn  (5)ewäd^fen,  ücrf^.  »on  bem  allgemeineren: 
®ipfet  (f.  b.);  gorftw.  and)  ber  ganje  belaubte  2;f)eil  eines  S3aume6; 
feiten  in  weiterer  S3eb.  f.  ©ipfcl,  ©pitje  über!),  (j.  9B.  eines  Sergcö;  ii)tm. 
and)  f.  .!&auggicbcO,  u.  uncig.  f.  bag  «^od)fte,  9}oIlfommenfre  feiner  2Crt;  — 
ber  SSipfelbruc^,  gorj^w.  i)aä  Srec^en  ber  S3aumwipfct  »on  ber  Salt  bcä 
©c^neee  ob.  ©ifcS;  auc^  bii  gebrochenen  SGSipfct  fclbjt;  n?ipfe(t>Ürr,  S5w,, 
biirr  im  SBipfel  (ein  wipfelbiirrcr  Saum) ;  bai  SBipfcIenbe,  baS  obere  Snbe 
eines  gefällten  fflaumeS;  n)ipfclreid),  ffiw.,  einen  |tar!en  5ffiipfel  Ijobcnb  (ein 
wipfclreic^er  SSaum);  gipfeln,  3w.,  1)  jiettoS,  einen  Sßipfel  bilben;  2)  jiet. 
beg  Söipfelg  berauben  (einen  Saum) ;  ber  SBipflcr,  -ö,  lanbfd).  ein  ge* 
wipfetter  S5aum,  bef.  fofcrn  er  jur  wilben  aSiencnjuc^t  gebraucht  wirb. 

wippen,  3w.,  (urfpr.  niebcrb.,  and):  wuppen,  wippein  ob.  wuppeln, 
wippern  JC;  fd^Web.  wippa;  mittelf).  wipfen,  wipfezen;  »gl.  baS  altljod^b. 
wipf,  SßSinf,  3(ugenblict;  wephare,  ©ciltänjer;  —  »erjtarfcnbc  3tbleitung  »on 
weben  1.,  bewegen;  SQJ.  wib)  1)  jicUoS  m.  Ijaben,  ftd;  auf  unb  nicbec 
bewegen,  auf  unb  ab  ^djwiben  ob.  fd)Wanfen  (niebcrb.  bk  SanE,  ber  Sifc^ 
JC.  wippt,  b.  i.  wacfclt),  insbef.  wcd}fel6weife  an  einer  unb  ber  anbern  Seite 
auf  unb  nieber  fdnreben,  wie  ein  in  ber  SDIitte  gejlü^teS  Srctt;  2)  jiel. 

<|)ei;fe'S  •^anbwSrtcrb.  b.  beutf4)(n  @pc.  2.  Z^iiU  123 


1954  Toit 

«ttioa§  — ,  auf  unb  niebec  Uwi^tn^  fd)neUcn  (einen  23ei-bre(^ec  — ,  am 
©dintßgalgen  aufjici^en  u.  wiebcr  ticrunterfaUcn  lafTen;  einen  SKatrofen  — , 
f.  0.  xo.  fi«I()o(cn,  f.  ^iü  1.);  firf)  — i  f>uf  einem  irippenben  $5rem  fd)aU' 
fein;  ettra§  — ,  aucE)  f.  in  bie  ^o^e  f)eben,  lid}ten  (ein  gafe);  c{)em.  ^ün* 
jen — ,  auf  unerlaubte  7itt  au6roiegcn,  gew.  fippen  unb  wippen  (ogl. 
üppen  2.) ;  —  3  f  e  §.  ber  SBippgalgcn,  f.  u. ».  ©djneUgalgcn  (f.  unter  fc^nellcn); 
ber  SBippfleert,  nieberb. (o.  ©teert  ob.  ©tert  (f.  b.)  =  ©ter  j,  ©c^roanj) 
eig.  ein  trippenber,  fe()r  beweglicher  ©c^wanj,  baf)er  f.  bk  SBac^ftelje,  ©d^wanj« 
mcife;  uneig.  ein  unrut)iger  SDienfc^,  ber  ni^t  lange  ftiU  ft.^en  !ünn;  bec 
SGBip^jftocf ,  bk  mit  bem  Stitte  in  Serbinbung  jtel)enbe  ©fange  über  einer 
®rei)banf;  —  2Cblcit.  bie  SBippe,  (nicbetb.  au^  SBuppc)  1)  o.  SÄ.  baö 
SÜSippen,  b.  t.  bie  auf  unb  ab  fd)njebenbe  ob.  fd}roanfenbe  Seircgung  (auf 
ber  fBip'pi  ^ei)m,  uneig.  f.  in  unfi(i^erer  £agc,  in  ®efa{)r  fein) ;  ba§  2ßippen 
(jiel.)  b.  i.  bai  jtrafbare  2fugit»tc3en  ber  -9}2ünjen,  gew.  bie  Sßipperei;  ici^ 
©etrtppttr erben,  bef.  al§  ©träfe  (einem  SScrbret^cr  bie  SBippe  juerJennen); 
2)  ^.  -n,  «in  roippenbeg  b.  t.  fti^  um  einen  ^unft  auf  unb  ab  beivc* 
genbeg  ^ßerfjeug,  inäbcf.  ein  in  ber  5)?ittc  aufliegenbel  $8rett  jum 
^c^auEeIn,ögl.  ©d^aufel;  nieberb.  f.  ein (Sd}it»engel,  Srunnenfdiivenget; 
ein  etnfarfjet  ^u\l)n  jum  ©in»  u.  2(uSlaben  ber  ©^itfögütcr;  auc^  f.  ein 
©turjfarren;  ferner  f.  ».  w.  ein  ^ipp;  cb.  ©d)neU9ai9en -,  ein  »^ebcl  ob. 
Sßagebalfen  an  bcn  SBerfjeugcn  tjerfci^iebener  ^anbw.;  bie  Söiplpcl,  lanbfd). 
f.  5Biebcl  ob.  .Kornwutm;  ber  SGBippcr,  -g,  wer  iDtppt,  inöbef.  e^em.  tver 
SJJiinjen  auf  unerlaubte  SBeife  auSreiegt,  gew.  Äipper  unb  SOBipper 
(f.  unter  Üppen  2);  ba^cr:  bie  SiBipperci,  bie  unerlaubte  2(u6wiegun()  ber 
S)?ün3en;  —  Jt)ipp§,  9iw.  ob.  melmc{)r  giaturlaut  ber  Solfsfpr.  bef.  nieberb. 
gur  Scjeic^nung  einer  fd^neüen  58eiv>cgung,  mit  welcher  man  ttvoai  »on  ber 
©teile  f^afft  ic.  (j.  SS.  wippö  l)attc  er  eö  weg). 

tüir,  ha^  perfonl.  gürra.  ber  erflen  ^erfon  in  ber  5i)?e()r{j.  für  alle  @e* 
f(^led)ter,  bie  9Jlel)rI).  Bon  iä)  (f.  b.),  gebeugt:  9tom.  irir,  @en.  unfer  (nid^t: 
unfercr!  j.  S5.  er  erinnerte  fid^  unfer;  fpotte  unfer  nic^t  :c.)  I>at  un§,  2Ccc 
uns,  (gotfj.  9t.  veis,  @.  unsara,  2).  u.  2CCC.  unsis  ob.  uns;  altljOC^b.  w»r,  ®. 
unsar,  2).  uns,  3fcc.  unsih;  mittell^.  wir,  @.  unser,  ®.  uns,  ?CCC.  unsich,  fpäter 

uns;  —  norb.  ver;  angclf.  ve,  engt,  we;  nieberb.,  f^web.  u.  ban.  wi),  wirb 
gebraud^t:  1)  irenn  me^re  ^erfonen  jugleid)  »on  fid)  rebcn  (j.  S.  wit 
wollen  nid^t,  fd)rieen  fie  3CtIe),  ober  eine  rebenbe  '$»erfon  eine  ober  mebre 
angercbetc,  ober  brittc  ^crfonen  mit  f:d)  sufammenfafft,  alfo  f.  n.  w.  id) 
unb  bu  ob.  if)r,  id)  unb  er  ob.  ffc  2C.  (j.  SS.  fomm,  wir  wollen  if)n  t)oUn ; 
wir  finb  2Cllc  jtcrblid^ ;  wir  f ollen  unS  atö  Srüber  lieben);  2)  regicrenbe  prflen 
gebraud^en  in  SeSanntmad^ungen,  Serorbnungen  Jc.  ia^  2üir  jt.  idi  in  Se« 
jicf)ung  auf  il^re  «ingelnc  «perfon,  wai  jc^t  al§  ein  SDZer!mal  ber  SBürbc  unb 
9Äad^tt»oll!ommenl)eit  betrachtet  wirb,  urfpr.  aber  bie  Sebcutung  einer  wir!« 
li^cn  SKc'orbeit  Ijat,  inbcm  bk  nur  mit  ber  außübcnbcn  ®ewalt  begabten 
gürflcn  juglcid^  im  Siamen  ii)tit  bcfc^liefcnben  ©tanbc  fprac^cn.  2(ud)  in 
anbtrn  gäUen  bcbient  ftc^  ber  Gtniclne,  fofern  er  im  Slamcn  einer  ©cfammtbcif 
fprid^t  (j.  SB.  alö  Seric^terftatter,  al6  S8curtl)ciler  oon  ©Reiften  u.  bgl.)  nid^t 
feiten  bfö  ttJtr  fl.  id).  —  2)aä  wir  alö  JCnrebcwort  für  eine  ob.  mel)re 
^crfonen,  weld^c  man  wcber  2)u,  nod^  © ie  nennen  will,  ju  fc^en  (j.  S.  wai 
ntad^enwir  ba?  wie  befinbenwic  un8?),ifl  ein  läc^erli(^er,pebantif^er  ®ebrau(^. 


VDirbcln  195ß 

wirbeln,  3w.  1.  (abgcl.  »on  »erben,  f.  b.,  b.  i.  fi(](|  brc()en,  umfctirm 

IC;  SB.  liwarb;  batjer  altfjOC^b.  hwarbalon,  im  Ätci^t  bref)Cn;  nocb.  hvarfla, 

hvirlla;  engl,  whirl)  1)  gitUoö  m.  ()aben,  ftd)  anl)a[tenb  unb  in  fdjnellem 
©djiDung  im  Steife  bvef)en  (bec  2Binb,  bai  SBaffer  »icbtU;  bet  ©taub 
wirbelt  in  bie  ^öf)e);  uneig.  Don  einet  ivicbclnben  (Smpftnbung,  finnü. 
fdjwinbeln  (es  wirbelt  mir  im  Äopfe,  ob.  ber  Äopf  wirbelt  mir);  2)  |iet. 
ctmag  in  frciSfocmige,  n)icbe(nbe  SSeiuegung  fe^en  (j.  58.  bos  9)Zeer  mit 
bem  SKuber  — ;  ber  2Binb  wirbelt  baS  8aub  öon  ben  SSaumen);  2.  (wa^rfc^. 
©c^allw.,  engl,  warble)  einen  jitternben  ob.  Eutj  unb  fdjnell  iviebec()oUen 
«tntontäen  <Scl)aU  ob.  2aut  {)ören  (äffen  ob.  ()ecoütbnngcn,  finno.  trillern, 
f<f)mettern,  (ein  wirbetnber  ©efang,  ©c^lag  jc. ;  bie  itväjt  wirbelt  in  ber 
Cuft;  bef.  ouf  ber  Srommcl  — ,  einen  SBirbel  f(^lagen);  aud)  §iel.  «tvoai  — 
b.  i.  roitbelnb  ertönen  Kiffen  (bie  Cer^e  wirbelt  if)r  Cieb;  bas  geuerjcic^cn 
ÄUf  bet  Srommel  — );  —  bec  SBirbcl,  -g,  97?.  vo.  Q.,  «erfl.  bai  2Bir* 

ield^en,  1.  (altliod^b.  hwirvil,  Äreifel,  U.  bwerbil;  mittelf).  wirbel,  wirvel  u. 
werbel,  f.  SBerbel  unter  werben;  norb. bvirpl;  fd^web.  hvirfvel;  engl,  whirl; 
nieberb.  SBarbel,  SBaroel)  1)  fdjneUc  freiö;  ob.  fd^necfenföcmigc  SSeiregung 
ttm  einen  ^unft,  bef.  ber  Cuft  unb  beö  SBafferö;  a\i6)  bie  fid)  im  Greife 
bce{)enbe,  njicbelnbc  5}?affe  felbft,  j.  S.  ©taub=,  SHauä)'  u.  bef.  SBafferwirbel, 
finno.  ©trübet;  uneig.  bai  ®efül)l  einer  mirbelnben  ob.  bre^enben  SSeroc* 
öung,  finnt».  ©djwinbet,  auc^  f.  Otaufc^;  lthi)0^u^y  unruhiges  S^ceiben, 
gecä'ufd)\)ol(e§  ©eroicc  (j.  fS.  ber  SBirbel  ber  ©ef^aftc,  ber  aSergnügun9<n, 
bes  ©tabtlebenS  ob.  bec  ©tabt  2c.);  2)  ein  bie()bQre6,  b.  i.  um  feine  2(d)fe 
ob.  um  einen  fcften  ^unft  betre^ndjeg  Söerfjeug,  ob.  ein  foldjer  $l()eit 
«incS  SBerfjeugeg  ob.  Äörpecö  über!).,  inßbef.  ber  bui)bate  SKiegel  jum 
SSerfdjliegen  ber  gen|lerf[ügel,  au^:  ^Reibet;  bec  3apf«n  eineä  .^aljncS;  an 
Sonwerfjeugen  bec  ©tift,  um  wcld^en  bie  ©oiten  gewicfelt  finb;  an  gcuer* 
fpri^en,  ©teigbügetn  jc.  ringförmige  Sf)eile,  wel^e  einen  in  einer  Öffnung 
beweglidjen  3Qpfen  tragen;  lanbfc^.  aud^  f.  bie  Äurbel  an  einem  SRate;  alt 
u.  nieberb.  f.  bie  ©djeibc  ob.  9ioUe  an  ^ebejeugen;  am  menf^l.  u.  tf)ier. 
.Körper:  tunbe  ,Änod^entf)eiIe,  weld^e  in  Jöerticfungen  beweglid)  unb  bre^bar 
eingcpofft  ftnb,  5Bicbelbein  ob.  jfnodjen  (Jg)alS»,  SRütfcnwirbel);  3)  ttma^ 
2BivbeIa()n(id}e6,  Äcei6=  ob.  ©c^neif enföcmigeö,  insbef.  ©teilen  am  menfc^jl. 
u.  tt)icr.  Äörper,  tt)o  bie  v^aace  im  Greife  um  einen  ^unft  geivadjfen  finb, 
j.  85.  auf  ber  ©tirn  ber  ^ferbe  u.  bes  SlinboieljS  u.  auf  bem  ©^eitel  beS 
SOicnfci^en,  ba^er  aud^  f.  bec  <Sd;eitel;  2.  (f.  o.  wirbeln  2.)  ein  jittecnbe;  ob. 
fe^c  fdjneU  n)iebet{)o(tec  eintönigec  ^äjall  ob.  Saut,  bef.  bur^  ba«  ©erlagen 
ber  Srommel  ob.  ^aufe  ^eroorgebrai^t  (ben  SBirbel  fc^lagen;  Trommelwirbel 
ic);  —  3fe§.  »on  SBirbel  u.  wirbeln:  bec  SBirbelbalfen,  f.  ».  w. 
SBirbelflocf,  f.  u. ;  ba3  SBirbelbein,  f.  o.  SBirbel;  bec  SBirbelbojl  ob.  -bo)lcn, 
eine  bem  Soft  äbnliti^e  ^flanje  mit  borftigen  wirbeiförmigen  Slumenlöpfen, 
aud):  SBicbelfraut  (cliuopodium  vulgare  L,);  ber  SGBirbelgang,  2fnat.  bec 
®ang,  welken  bie  ßödjer  in  ben  J^alöwirbeln  bilben;  bie  SBirbelc^egenb,  bie 
©cgenb  beö  fiBirbelS  ob.  ©d^eitcl«  auf  bem  Äopfe;  bec  SBirbelgetjl,  unru* 
^igcr,  glci^f.  wirbelnber  ©eifl  ob.  «Dlcnfc^;  hui  SBirbell)Orn,  eine  2frtÄreifel- 
fc^necjen,  au(j^  SßSirbelfd^necte,  SBenbeltreppe;  bec  SBirbclfajIen,  ber  f)o^le 
Zi)iH  am  ^alfc  einer  ©eige,  in  weld)em  fl<^  bie  Sßirbcl  befinben;  bec  fBixbcU 
Hee,  eine  Uvt  beö  ©c^ncdenEleeö;  bec  SQ3irbdfno(^en,  f.  o.  SBirbelj  bai 

123* 


1956  »irfen 

SBirbcIfvaut,  1)  f.  ».  w.  SBirbelbojl;  2)  ein  ^iflanjcngefc^le^t  mit  einem 
fünftfjeiltgen  Äeld^ ,  otet  [^metterlingSförmtg  gcfteUten  Slumenblattcrn ,  neun 
»erbunbenen  ©taubfubcn  itnb  einem  aufnjö'rtö  getid)tctcn  ©riffel  (astragalus  L.); 
bec  SBirbelreigen,  bic^t.  f.  ».  w.  SBirbettang ;  bie  SBivbelfäuIe,  bie  buri^ 
bie  tcrbunbenen  SBirbctbcine  gebitbetc  ©äule  (bie  SBirbelfäulc  beö  SRüdgratö); 
bie  S55irbelfd)eibe,  eine2(rt  ©c^nirfclfd^necten;  bie  S[Birbelfd)ne(fe,  f.  SBirbet« 
^orn;  ber  SBtrbeljlocf,  bag  ^otj  auf  bcm  Soben  eineö  Ä(a»ier§  Jc,  in  »el« 
^cm  bie  SBirbel  bcfefligt  ftnb;  bec  SBirbelflo^,  bid()t.  f.  ©to^  eincö  5ffiirbeU 
»inbeö;  bie  SBtrbelfud^t,  lanbfc^.  f.  ber  ©(^minbet,  als  Äcanf^eit;  bie  25ref)= 
fcan!f)eit  ber  ©d^afe,  «Schweine  ic. ;  it>lrbelfüc^tig,  S».,  mit  ber  SBicbtlfu^t 
bef)aftet;  bec  SBirbeltanj,  ein  wirbelnber  Äanj,  wobei  man  fi^  im  Äreife 
bref)t,  n)ie  ber  SDSaljer;  uneig.  t)iä)t.  f.  f^ncU  fccifenbe  ^Bewegung,  Äceiötauf 
(ber  SBirbeltanj  ber  3eit  jc);  ber  SBirbehrint,  ein  »irbelnber  SDSinb,  bei 
welchem  \iä)  bie  ßuft  im  Äreife  bewegt;  bcc  SBirbchüurm,  eine  (Sattung  Sffiiir« 
mer,  bie  mit  i^ren  gafern  SBirbel  bre^en  fönncn;  —  2tbl e it.  »on  213 itbel: 
n)irbd{)aft,  as».,  einem  SBicbet  a()rt(id),  trirbelactig;  lanbfc^.  f.  fd)jviinbn3; 
wirbelig,  S».,  1)  einen  SSirbel  ent{)a(tenb  ob.  barjleUenb,  ivirbeiförmig 
(wirbelig  gewac^fencg  Jg)aar);  2)  trtrbelnb,  fid)  im  .Kreife  breb«nb;  bef. 
uneig.  f.  fd)n)inb(i3,  bte()enb  im  Äopfe,  beraufdjt;  bie  SBirbeltgfeit. 

wirfen,  et)em.  auc^  würfen,  jiel.  u.  jieUof.  3w.  (altf)0(^b.  wirkian  u. 
wurkian,  wurchan,  ^rot.  worhta,  worahta,  2)iw.  giworhtj  giworalit,  baneben 
aud>  werchdn;  mittetf).  würken,  feltner  wirken,  worhte,  geworht;  oberb. 
wirken  U.  WÜtÖ^in;  gott).  vaurkjan;  alt[ci(i^f.  wlrkean;  angelf.  viroan,  vercan, 
veorcan,  engl,  work;  altnorb.  yrkja;  —  ber  ©tamm  wirk  (baf)er:  wirfen, 
SBer!,  f.  b.)  unb  wurk  (baf)er  wurkian,  würfen  jc.)  [d^eint  bur^  Sßeiterbilbung 
ber  2B.  war:  weren,  gewaljren,  leijlen  2C.  ([.  wäf)ren  3.)  gcbilbet  ju  fein;  »gl. 
iii  fanSfr.  SB.  vrih,  »erme^ren,  wirfen),  überlj.  t{)äti3  fein,  arbeiten,  etiva* 
I)etüorbringen,  mac{)en  ob.  tl)un,  inSbef.  l)oon  äu^erli^er  (med^anifdjer) 
S:i)citigf eit :  etiraS  mit  ben  ^änben  ob.  mit  Söerfjeugen  k.  mad)en,  tjer* 
fertigen,  arbeiten  ob.  bearbeiten,  etjcm.  t5on  jcbcr  2Crt  t)anbwerföma^iger  lit* 
bcit  (j.  S.  fein  SBerf  ob.  baö  SBer!  — ,  f.  fein  Jpanbwcrf  betreiben;  ber 
©c^micb  wiirft  ©c^liiffel  ic,  bec  ®erber  —  Jg)üute,  ber  Jpo(§l)aucr  —  Jg)olj, 
u.  bgl.  m.);  jc^t  nur  nod^  in  einjclnen  2Cnwenbungen,  al6:  ber  S3acfer  Wirft 
ben  Seig,  b.  i.  fnctet  i^n  jum  (egtenmal  bucd);  ber  v^uffd}mieb  wirft 
ben  v^uf  bc^  ^ferbeg  auö,  b.  i.  er  fcfjneibet  ibn  cor  bem  Sefd^lagen  mit 
bem  SBirfeifen  au6;  inSbef.  f.  weben  (oberb.  Sud^,  ßeinwanb  — ),  gew. 
iebod^  nur:  auf  eigentl)ümlid)  fünfl(id)e  Ztt  mit  bur^  einanber  gefdjlungenen 
gaben  weben  (©trumpfe,  Sorten,  ©pi^cn,  Seppidbe  ?c.  wirfen);  2)  butd) 
innere  Äraft  ctwa6  b^üorbringen,  btt  (reale)  ©runb  ob.  bie  wirfenbe 
lltfad)e  einer  SJeranberung  fein,  fowoljl  jieUos,  finn»,  einwicfen,  (Sinfluf^ 
Cb.  ©rfolg  l)aUn  (j.  85.  iie  3Crjnei,  iai  «Kittel  wirft,  (;at  gewirft;  ber  ?D5ein 
Wirft  auf  ben  Äörpcr  unb  ©eijt;  in  Stälfe,  bk  Aalte  u.  wirft  nac^tf)filig  auf 
bie  ^flangen),  als  jiel.  etwa«  — ,  gew.  bewirken  (j.  33.  ba§  SKittel  bat 
»iel,  wenig,  txiöiti  gewirft') ;  bef.  burd)  freie,  geifitge  unb  ftttlidje,  5l()atigfeit 
etwag  üerurfadjen,  berüorbringen,  5U  ©tanbe  bringen,  auärid)ten  (®ute8 
ob.  aSöfeö  — ;  2Bunber  — ;  ®ott  wirft  baS  SBoUen  unb  bai  SSoUbringen; 
auf  Scmanbß  ^crj,  auf  feine  entfd^lüfTe  —  ;  bur^  Sitten,  Sorftellungcn  :c. 
auf  einen — ,  ob.  ctwaö  Ui  i^m  wirfen);  —  3fcö.  tn^  SBirfbrett,  bec 
SBirEtifc^,  ba^  aSrett  ob.  bcc  Sifd;,  auf  welkem  bcc  SBäcfcc  ben  Seig  wixlt 


wirfctt  1957 

(f.  0.);  baS  SOBItfeifen  ob.  ^mcffer,  ha^  SBJerfjeug  bec  ^uffc^mfebe  |um  2(u«« 
wtrfen  bcr  ^ferbef)ufe;  bc\i  SBirf^auä,  ein  Jpauö,  eine  2tnjlart,  »o  gercitfte 
litbtitin  Qmaäjt  werben,  (ocrfc^.  2Ber!f)aue);  t»er  äBirfjlut)(,  ^(cbcttefluf)! 
bfö  S33irfcr6,  j.  S5.  beS  ©trumpfwirEerö;  —  2(breit.  TOirfbar,  »«>.,  feiten 
f.  mai  QemxH  ob.  bmitft  »rerbcrt  fann;  bet  2Btrfcr,  -6,  bie  SSJirferinn, 
(attb.  der  wurcho,  würke,  &.  -u;  bat)ec  noc^  obccb.  bet  5!Butc^,  @.-cn,  f. 
5Beber,  j.  S.  SBollwürc^  jc)  1)  überl).  ttJer  n?itft,  t()äti3  ift,  ettraö  t)et5 
vorbringt  k.;  2)  e^cm.  f.  3(rbeiter,  ^anbtverfer,  Äünfller;  jc^t  nur  in  bt» 
fonberer  Jinwenbung:  Säet,  bcr  ®efcU,  tücld^et  bcn  Sciy  wirft;  gen?,  f. 
^Bcber  in  3[e^.  »ic  (Strumpfe  SSortenwirfcr  k.;  bafjet:  ble  SBirferel,  9J?. 
-en,  t>ci^  ©eroerbe  iinb  bie  SBerfflä'ttc  tii  SBirferg  (2Beber6),  in  3l>^-  wie 
©trumpf-,  SSortenwirferei  ic;  Vütrflid),  SBnj.,  (alt  u.  obetb.  »ürflic^)  1) 
bie  ©ejialt  ob.  5^atur  cirteS  ©cirirften,  b.  i.  »5>ef^orgebracf)ten,  in  bie 
ßrfdjdnung  (Betretenen,  2!)afeienben  i)abenb,  in  ber  Zi)at  Dorf)Qnben, 
entg.  bem  SKöglic^cn,  bcm  b(o^  ©ebad^ten  ob.  ©ingebilbetcn  unb  bem  Schein« 
baren,  ftnno.  ira()r,  (fr.  real,  reell;  trirflid^  »erben,  etrcaö  rcirflic^  mad^en, 
»gl.  »crtt)irElid)cn;  ein  wirllid^eö -Ding,  ein  n)irfli(^cr  galt,  eine  rcirflic^e  ^anb« 
lung,  Zi)atU<i)t  u.);  bef.  auä)  al6  befräfttgcnbeö  SR»,  f.  o.  ».  in  bet  S^at, 
in  5öat;r()eit,  flarfer:  iioab'^^i*^)  trabr{}fifti9,  (eg  ift  xvitHii)  gcfc^eljen;  iä) 
bin  t()m  »irüic^  rcc^t  gut;  ijl  er  mirfli^  gejtorben?  glaubft  bu  voiitüä),  bafS 
ic);  2)  feinem  Segriffe  ob.  feiner  Benennung  entfpred)enb,  wai  in  bec 
Zi)Cit  ift,  roofür  eS  gehalten  trirb,  ober  iai  wnH  unb  leiftet,  ironacf)  ti 
benannt  ivirb,  ftnno.  ed)t  (j.  S.  »irflic^cß  ®olb;  ein  wixHiä)n  greunb;  ein 
njirfli^er  ^ofratt),  @cf)eimcratl)  ic,  b.  t.  »et  baS  2(mt  eines  folc^en  in  bet 
Zi}at  ücrfiet)t,  j.  U.  o.  bem  blofen  2;itular;J^ofratf)c  :c. ;  bod^  »irb  in  bem 
a:itel»efen  mancher  ©toatcn  auä)  jencö  „»irEii^"  als  leere  Setitelung  gcmifä« 
braucht);  oberb.  aud^  f.  TOirffam;  bie  2Birflic^feit,  1)  o.  SK.  ba«  SBirflid)« 
fein,  tai  in  bie  @rfd}einung  getretene,  tra^rnef)mbare  (Sein,  finn».  2)afein, 
entg.  bcr  SKöglid^Ccit,  ber  Sinbilbung ,  bem  ©c^ein  ic.  (fr.  SKealitat;  an  bet 
SfBirflic^feit  einer  ©ad^e  j»cifeln;  ein  Sraum,  eine  ©inbitbung  jc.  ofjnc  SlBirf» 
iic^!eit);  2)  Wi.  -en,  etivag  2Birflid)eg,  eine  rcirflid)e  ©acfie,  Äljatfacfje 
(baS  pb  SBirflic^feitcn,  nic^t  fclo^  SKöglid^feiten) ;  ttjirffam,  S».,  rt>aä  bie 
.^raft  unb  baä  Scftreben  i)at,  ju  irirfen,  b.  t.  Scränberungen  Ijercorju« 
bringen,  ©influf^  ob.  (Srfolg  babenb  (dn  »ir!|'amcS  SKittcl,  eine  »itffame 
2Crjnei;  »irffame  SSorfteUungen,  Sitten,  ermaf)nungen  ic);  bie  SBtrtfamfeit, 
ba«  SBirf famfein,  bie  Äraft  ob.  gabigfeit  ju  roirfen;  bie  SSSirfung,  1) 
0.  SK.  bai  SBirfen,  b.  i.  bie  SSearbeitung,  feiten  (j.  S.  bie  SBirfung  beS 
Seiges);  ba6  S^batigfein,  «^anbeln,  gc».  ba$  ffiSirfen  (au^er  in  ^fe^.  wie 
SBirfungSBrcis  jc);  2)  9)?.  -en,  baö  ©emirfte  ob.  23en?irfte,  bie  bur^l 
eine  »irfenbe  Äraft  berüorgebrad^te  93eränberung,  nlle6  ^Birflidjroerbenbe 
ob.  ßrfd}einenbe,  bcffen  @runb  in  einer  au^er  iljm  bcfinblic^cn  v^aft  at« 
feinet  Urfa^e  (f.  b.)  gefuc^t  »irb  (Urfad)c  unb  5Bir!ung  jleljen  in  notl)« 
»enbiger  Schiebung  ju  einanbcr;  feine  Söirfung  oljnc  Urfac^e;  bie  SBirEungcn 
einet  Äraft;  ol)ne  585irfung  bleiben,  b.  i.  ol)ne  ©cfolg;  oiel,  »enig,  gute  2Bir» 
fung  tt)un  ic);  bie  SBirtungSatt,  bie  2(rt  beS  SBJirfenS  ob.  »ic  et»aS  »irft; 
bet  ffiBirfunggfrctj!,  übtv^.  bet  ÄreiS  b.  t.  bet  Umfang,  innert)alb  bcffen  eine 
JSraft  ob.  a:b<5tigfcit  fid|  äußert;  inSbcf.  baS  ®ebict  bcS  SSSirfenS  b.  i.  bit 
JE^ättgfeit  einet  ^erfon  (in  feinem  SBirfungSfreife  @ut«S  tfjun;  einen  gtopen 


1958  tt>mm  —  n){r§ 

SffifrJunggfceiS  ^a6en);  tt)trfun9§Io§,  SS».,  feine  SBirfung  t)abenb  ob.  jeigenb, 
o^nc  SBirfung,  fi'nno.  crfolgloö;  bie  SBitfungSlofigfeit;  bec  SBirfunQöttteb, 
Ut  Zvieb  SU  wirfen,  St)atig!ettötneb. 

wirren,  jiel.  3».  (e:()em.  vcerr  en  (f.  b.),  ablaut.  »ort  ob.  »orr,  geworten, 
iä^ev  noc^:  »cctt>  orten,  f.  üftwirten;  je^t  nut  fd^wad)  umcnb.  wirttc,  gc« 
»i'trt;  Qltb.  werran,  werren,  ^raf.  wirre,  ^tät.  war,  wurren,  ^ait.  geworren; 
baneben  übet  [c^on  mittel^.  a\\6)  wirreu,  ^rot.  wirte;  Sß.  war)  ettt?a6  uits 
orbentlid)  burd^  ob.  unter  ctnanbcr  bewegen,  in  etnanber  mengen,  mit 
elnonbct  Detwitfeln  ob.  verfd)lingen,  ge».  t)ertt)irten  (j.  58.  ^aate,  ®arn 
jc.  in  ob.  unter  einanber  — ;  »gl.  ©emirte,  entWitten  Jc);  uneig.  üUx'i).  in 
Unotbnung  bringen,  jerrutten,  jltoren,  friiben  jc,  bef.  burc^  SSermengung 
ber  (»ebanfen,  SSetwed^felung  bet  SSegtiffe  :c.  unbeutlid)  ob.  unflar  mac{)en 
(Sewanbä  SSerjlanb  — ;  ein  wirtenbet  ©d^matmer  «.);  reirr  ob.  wirre, 
58».,  f.  ö.  ».  vernjirrt  ob.  verworren  (j.  35.  bet  Äopf  ifl  mitganj  mvn);  — 
3fe^.  bau  SBirrbunb,  Sanb».  ein  S5unb  2Btrr|ltro^,  b.  i.  oet»ottenc6  u. 
gefnidted  ©trof),  Ätummfltof);  ta^  SSirrgam,  »crwotteneö  ®atn;  bet 
SBirrgeifl  ob.  *fopf,  ein  »er»itttet,  ungeotbnetet,  ob.  Unotbnung,  2Sct»it* 
rung  jliftenber  sotenf^ ;  icii  SBirrfnciuel,  uncig.  9^atutf.  eine  9iöt)tenfd^necEe, 
bie  einem  ouö  oiclen  »etf4ilungfnen  gaben  gebilbeten  Älumpen  gleid^t;  — 
Tfbreit.  bie  SBirre,  nut  in  bet  50?.  SSirren  gebt,  (etfl  in  neuejlet  3 eit 
eingefüljrt  ^att  bcs  olt.  SBette,  f.  b.  untet  werten)  f.  SSeriritrungen,  Un* 
tub«n,  Zerrüttung,  3rufruf)t  jc;  wirrig,  S».,  f.  e.  ».  öerroirrt  ob.  x>iu 
worren;  baS  SBirrfal,  -6,  S)?.  -e,  (altb.  werrisal,  wersal)  metjl  »lt.  1)  ber 
3ujtanb  ber  SSerroirrung,  bie  25erroorrenbeit;  2)  eine  ttertt?tcrte  ob.  tjer» 
irocrene  ©adjc  (j.  SS.  SCBirtfatc  aufföfen  ic);  bie  SBirrung,  ba^  Söirien; 
öuc^:  baS  ©ewirrt»  ob.  SSermirrtfein ,  u.  bie  i>ern)irrlc  ob.  uerttjorrene 
<Ba6:)C  ob.  2age  felbjl  (SBirtungen  unb  ©c^wierigfeitcn  2c.) ;  ber  SBirrwarr, 
-ö,  0.  fSi.  (burc^  abtautenbe  SBieberi^olung  bet  ©tommfitbe  gebilbet;  »gl. 
Älingflang,  ©ingfang,  SKi[(J()mafd) ,  SidtadC  Jc.)  gem.  f.  grofeS  @ett)irr, 
»ollige  SSermirrung  ob.  SSernjorrenfjeit,  f)öd)jlt  nernjicfelte  Sage  ber  25ing« 
(ein  aSittwatt,  auö  weld^em  man  nic^t  l)erauSfinben  !ann). 

wir6,  fpäter  wirfcl),  91».,  wirfer,  S5».,  altet  6omp.  ju  bem  Segriffe 
übel,  fd)limm,  mit  bem  ©up.  föirfefl,  (got^.  vairs,  S5».  vairsiza,  ©up. 

vairtists;  oUljod^b.  wifs,  wiriiro,  wirsist;  mittelf).  wirs,  wirser,  wirsest;  angelf. 
Tyrs,  vyrsa,  vyrst,  engl,  worse,  worser,  worst;  oltnotb.  verr,  verri,  verstr; 
fd^»eb.  värre,  varst;  — ■  »al)tf(!().  »on  einem  alten  etlof dienen  ^ofttio  wir  mit 
bet  ölten  ßomparati»  ?  ©nbuug  s  gebilbet,  »icUci^it  »on  werran,  wirren :  alfo 
eig.  »irr,  b.  i.  »er»orren  ob.  »etle(;rt;  »gl.  baS  fcan^.  ton  ».  lat.  tortum  o. 
torquere,  u.  boö  lat.  perversus)  im  Sgoäji).  »öUig  »lt.  f.  Übler,  fdjlimmer, 
ärger,  f(^lerf)ter;  in  obetb.  SKunbatten  nod^  in  fotgenben  3fn»enbungen  üblid): 
tt)irg  ob.  tvirfdf),  1)  fd)»ab.  f.  übel,  fd)limm  (eö  ijt  i{)m  ganj  witfd^); 
fi^»eij.  au(f|  f.  fdjlimmer;  2)  bait.  f.  böfe,  aufgebrad)t,  jovnig  (»irfd^ 
»erben  f.  in  3orn  geratf)en;  in  bie[cm  ©inn  aud):  un»itfd)  (f.  b.)»  »af)t[d^. 
aus  unwitbifd^  ent|l. ;  »gl.  iebod^  au^  iai  fdjwetj.  wittif^  f.  launifd), 
mürrifdd,  unffeunbli(^);  wirfer,  wirfejlt,  bair.,  öjtr.  u.  f4)»eij.  <5omp.  u. 
©up.  für  Ui  aSegriffe  fd)[inim,  übel,  wel)  (j.  S5.  bet  Äopf  tl)ut  mit  i^eute 
nod)  »{t[er,  b.  i.  no^  me^t  »e^);  bie  SBirfc^C,  f^iwüb.  (gem.  aBütfd^e)  f. 
Übelfeit,  ®efül)l  »on  <Sc(;njarf;e;  wirfen  ob.  wirfc^en  (audd  wurfcjien), 


SBirftng  —  mxt^  1959 

3».  fd^wcij.  f.  befc^abigen,  üerle^ert,  bef.  »on  geringe«:  !örperlt(^ec  SSet^ 
tvunbung. 

SBIrfin^q  ob.  SBirfig,  m.,  -eg,  o.  5}l.,  auc^ :  bcc  2Btrfig!ol)l,  (tanbfd^. 
auc^:  Sßcrfing,  äQcrfic^,  obevb.  SBitfc^ing,  SBitfc^,  S35üf£^!oi)I  jc;  eiit»»eber 
»on  bem  a(tb.  würz,  mitMi).  aüä)  wirz  f,  Äraut,  Äofjl,  alfo  cig.  SBür^tng 
ob.  3Bivptng;  ober  burd^  S3u(^l1abent3etfe§ung  au6  bem  lat.  brassica  cntfl., 
wie  baS  gem.  ilal.  vcrza,  fpau.  berza,  baf)ec  oberb.  au^  Serf^EoM)  eine 
©attung  Jl'ü()t  mit  f raufen  S3(d'ttern,  oon  »erfd^iebencn  3(rten,  a(6:  bev 
gvüne  Sßirfing;  ber  bidc  SQSirfing;  ingbef.  ber  treife  SBirfin^,  mit  »ei^lit^eti 
ob.  tJeUgriinen  Ißlüttern,  cmö)  ^crjfol)(,  5Bv\'lfc()£ol)l,  @aüoper?Äo()l  :c. 
genannt. 

SBirtet,  m.,  -ö,  9)?.  w.  (5.,  (mittelf).  wirtel,  wii  eö  f(^ctnt,  entre{)nt  »on 
bem  lat.  verticillus,  verticulus;  im  3iltb.  finben  fid^  ieborf)  aud^  bie  gormen 
der  Wirten,  wirdeu,  unb  der  wirt  f.  SDleercöwirbel,  »orauS  \i\i)  auf  einen  bem 
lat.  vertere  entfprcd^enben  beutfd)cn  ©tamm  [c^tte^en  läjft;  t>g(.  au«^  »ärtö) 
urfpr.  übitf).  f.  5Birbcl;  ic|t  nur  in  engerer  S3eb.  ber  Siingfnopf,  n?clc()ec 
nn  btn  unteren  Üfjeil  ber  ©pinbel  geflecft  tviub,  bamit  [ie  beim  2)rci)en 
beffer  umlaufe,  genauer:  ber  <3pinn;  ob.  ©pinbeianrtei;  auc^  am  ©pinnrabe 
ein  neben  ber  ©pule  angcfd)raubter  Sling  mit  einem  Ginf^nitte,  worin  ein 
Zi)iU  ber  ©d)nur  lauft;  baä  SBirtelbein,  f.  ».  w.  ©prungbcin  (f.  untec 
©prung);  wirtelformig,  S3rt>.,  bie  gorm  eines  SBirtelS  Ijabcnb,  bef.  ^^iani. 
einen  SBtrtcl  bilbenb,  im  Äreife  |!e()enb  (wirtelförmigc  SBlcittcr,  S3liitt)cn);  ber 
Sßirtclflee,  f.  ».  w.  SSJirbelElce;  b-vi6  Sißirtelfraut,  eine  ofiinb.  ^flanae,  on 
bercn  niebrigem,  glattem  ©fengel  bie  f^malen  u.  fpifeigen  Slatter  wirteiförmig 
bei  einanber  jleljen  (rotab;  L.);  bie  SQ3irte(mabe,  lanbfd^.  f.  ber  SngerJing 
b.  i.  bie  ßaroe  beö  SKaüafcrS. 

SBtrt^,  m.,  -eö,  C9?.  -e,  (gotf).  vairdus;  altb.  wirt;  oberb.  ?D5irt  u.  SJtert, 
weld&c  le|tere  gorm  wai)rfc^.  ia^  bef)nenbe  ti)  in  Söict^  »eranlafft  t^at, 
obwohl  baö  SBort  im  J&od^b.  gefc^ö'rft  lautet;  oltfäc^f.  werod,  werd  f.  JBräu* 
tigam,  (Sl)emann;  nieberb.  SSSecrb;  f^web.  värd;  —  cbgcl.  »on  bem  got^. 
vair,  altb.  altfa^f.  angelf.  wer  =  lat.  vir,  SKann ;  »gl.  S3a(;rwolf)  urfpr. 
ilbcr^.  ber  SJZann  aiä  v^err  ob.  '^üupt  in  »crfd^tebenen  23frt)aUntfTcn,  intbef. 
1)  ii)m.  f.  (5I)cmann,  Ql)ii)i\:t  (je|t  nur  no4)  obtrb.  in  bem  jgef.  gl)  ewirtl); 
bal)er  au6)  el)em.  SßSirttcute  f.  ©l)eleute,  §Kann  unb  SSeib);  2)  ber  -^aui* 
f)err,  (Eigner  unb  23orfte^ec  beö  ^au6ir»efenö  unb  ber  ^au^()a[iun9,  gew. 
ber  ^auönjirti)  (j.  S3.  baö  Sorf  i}at  nur  jwanjig  SDSirtlje  ob.  .?)auäwirtl)e, 
b.  i.  >^au6£)altungen,  gamiticn);  in  weiterer  JBeb.  njer  tt\xia$  oeriDaltet  cb. 
betreibt,  in  ben  ^gef.  fcanbwirti^,  Sienenwirtl)  (b.  t.  wer  Sanbbou, 
SSienenjud^t  ttiibt),  u.  überf).  jeber  97?enfc^  in  ^(nfc^ung  ber  SSevrcaitung 
feine«  aSermogeng  (an  guter  ob.  f^ilec^ter  fJBirtfj  fein,  b.  i.  gut  ober  fc^le^jt 
mit  bem  ©einigen  f)au5^altcn  ob.  wijtt)fc]^aften) ;  in  engerer  Seb.  bec  '■^au^s 
i)ixt  im  ©egenfü^  ju  ben  ;öien|l-  ob.  S!Rietl)8leuten  (mein  SBttt^,  b.  t.  bet 
(Sigent^iimer  beä  J&oufeö,  in  weld)em  id^  jur  SRiet^e  wol)ne),  u.  bef.  im  @e» 
genf.  gu  ben  einfe{)renben  ob.  befuc^cnben  ©djten,  bie  et  beljerbergt  ob.  be« 
wirt^et,  »gl.  (iJofl  (ben  SBirt^  M  einem  ©allma^l,  einem  gefle  ic.  mad^en; 
ein  nngene()mn:  SBtrtf)  fein);  ba^et  3)  nper  ein  ©ewerbe  barau*  mad)t, 
2(nbere  gegen  SSe^a^iung  bei  ftd;  ^u  betvictf)en,  b.  t.  mit  ©peife 
unb  SranI  ju  oerfetjen  (ein  ©psifc,  ©e^enf*,  »iecwirt^  :c.),  a.  6;f. 


1960  mttt) 

flud)  ju  hif)ix'b(tQin,  tnbcm  er  ein  offentlid^es  ®aftf)au6  jur  2(ufna^me  u. 
Serpfle^ung  oon  gcemben  f)ält,  ein  ©afnrlttf),  ©aft()a(tcr;  —  »eibl.  bte 
2Birtl)inn,  5)^.  -en,  (aU{)0d)b.  Mirtun  u.  wirtinna;   mittiif).  wirtiü,  wirtinne) 

fn  alten  Seb.  »on  SEBitti),  olfo:  e^em.  f.  (5()cfrau,  ^au6frau,  SSertraltennn 
be6  «f)au6irefeng,  be^  SSermö'öenä,  (fie  ift  eine  [^lc4)te  2Btrtl)tnn,  b.  t.  ni^t 

f)au§t)ä'ttenfd^ob.fparfani);>^au6et9entf)ümerinn,S3eivirtl)ennnDcn@afi«n» 
@ajlTOirtf)tnn;  —  3fe^.  Mi  2ßittl)gI)auS,  ein  J&auö,  wo  man  für  ®clb 
bett>irt()et  wirb,  finn».  ©peifcf)aug,  ®d^en!e,  SBein-,  SSier^auS  (xni  2Birti)6f;au« 
öe{)n);  auc^  ein  .^auö,  in  welchem  grembe  für  @e(b  bc^crberßt  unb  verpflegt 
»erben,  allgemeiner  2(ulbni(f  für  bie  jtnno.  Verberge,  ©afti^aug,  ®c.jt{)of,  f.  b.; 
bte  fBixt\)kmU,  o.  e.,  ber  .^auöwirt^  unb  beffen  gamilie;  bie  2Birt^§tafei 
ob.  ber  SEil1i)6tifrf),  gemeinfame  ©peifctafcl  beS  SS{rtf)ö  unb  ber  ®äfle  in 
Sßirtl)6f)aufern,  ©afttafcl  (fr.  Table  d'hdte);  —  3fbleit.  wirt^en,  3«).,  1) 
jtcUog  (oUf)od)b.  wirtön)  oöUig  olt.  f.  fd)maufen,  trirtf)fcf)aften;  2)  jicf. 
«inen  ali  5Strt^  mit  etiraS  t>erfe^en,  nur  in  bem  abgel.  bett>irtf)en;  ali 
S?irtf)  aufm^men,  be{)ecbergen;  n)irtl)bar,  SB».,  bid^t.  f.  ben?of)nbar,  einen 
3(itfentf)a[t  getvd'^renb;  ge».  nur  in  bem  entg.  untt)trtl)bar  (f.  b.);  bie 
Sßtrtt)bör!eit,  ba6  SD3trtl)batfein,  bie  SSeiro^nbnrfeit;  n)irtt)(i^,  a5n>.,  bie 
"äxt  ob.  ßicjenfcbaft  eine§  (guten)  5öirtf)e8  babenb,  bemfelbcn  ö'f)n(id;, 
eigen  ob.  angemeffen,  finn».  f)au6f)a(terifd),  fparfam,  irictf)fd)aftltd)  (ein 
»trt^ri(feer  «Wann,  wirtt)li(i^  leben  k.);  bie  2Öirtl)(id)!eit,  bag  ®irtf)[id)fetn, 
Itnno.  ©patfamfeit;  bie  SBirtl)fd^aft,  SJ?.  -en,  1)  o.  5lÄ.  ber  3nt>«3tiff  bet 
@efd}afte  be5  5Birtf)eg  b.  i.  inöbef.  be6  »^ait6ipirt{)c6,  bie  SJenraltung  beö 
^au6n)cfeng,  inSbef.  mit  ^inftd^t  auf  ®rtt)erb,  ©rljaltung  unb  S3erbraud() 
be«  Scbengbebarfs,  weniger  umfaffenb ,  alö  ba6  ffnnü.  ^auSf)altun3 ,  (bie 
^auöirirtl)f^uft;  i>k  SBirtf)f(|aft  füf)ren,  ücrjief)en,  lernen  u.),  auf  bem  Canbc 
oud^  mit  Sn^^gtiff  ber  (55efd)flfte  beg  £anbbau6,  (bie  2anb=,  gelbnjirtljfc^aft) ; 
fn  weiterer  SBeb.  bie  25ertt?altung  eigenen  ob.  frembcn  SSermogenS,  fo 
wie  irgenb  eineg  (^efd}aftöfreifeö  in  ^infid^t  auf  (Sinnaljme  unb  2(u6gabe, 
ertrag  unb  S3erbraud^  (gute  SDBtvttjfc^aft  fül)rcn;  »gl.  ©taats=,  gorftwirtl)* 
ft^aft  jc);  ba{)cr  uneig.  überf).  f.  bie  S5etrei6ung  ob.  ^anbt)abung  ber 
©efd^afte,  bag  Sf)un  imb  Sreiben,  bie  ßebenöiveife  jc,  (gem.  bef.  im 
Übeln  ©inne,  j.  SS.  wa§  ijl  ia^  für  eine  SGBirt^fd^aft !  eine  fc^öne,  eine  faubere 
fJBirttjfc^aft,  u.  bgl.  m.);  in  engftcr  SBeb.  bai  ©eirerbe  eineg  @a|I-Jt»irtt)g ; 
2)  bviS  v^auSwcfen  felbft,  u.  ber  v^au6(lanb,  bie  {)au6(id)c  ©iniictjtung 
«.  bie  baju  gcl)örenben  ^crfoncn,  auf  bem  Canbc  aud^  mit  ©infc^lufs  ber  ßän* 
bcreien  (feine  eigene  Si^irtljfd^aft  ^aben ;  feine  Sßirtlifdiaft  gut  einrichten ;  »er« 
fc^icbene  SBirt()fc^aften;  eine  ©tabt=,  8anb=,  SSaucrwirtbfd^aft  jc.;  ein  au6 
jtwanjig  SOBirt^fd^often  beftet)enbe6  35orf);  inöbef.  ba^  v^auöwefen  eine« 
(5)a|livirtl)eS  (eine  ©ajl-,  (Sc6en!wirtf)[d^aft;  eine  SQSirtljfc^aft  faufen,  »er» 
pad^ten  jc);  3)  e{)em.  aud^  f.  23eroirtbung;  ©pcife  unb  Slranf,  CO?a()(jeit, 
&a\tmahl,  (SJaf^erci;  oud^  f.  ba«  f)eil.  2(bcnbmal)l;  baö  SBirt{)fc^aftöamt, 
auf  großen  ©iitern  eine  aBel)8rbe,  weld^e  bie  2luffi^t  über  bie  23irtt)f(|aft  füt)rt 
(auf  f)crrfc^aftti^en©ütcrn:  JDomainen^Jfmt);  ber  SBirtbfd^aft^beamte;  bai 
3ßtrt^frf)aftögcböUbe,  ein  jur  SBirtbfd^aft,  ingbcf.  jur  Sanbwirtf)fd^aft  ge« 
t)örenbe8  ©ebaube,  qU:  ©teilte,  ©c^eunen,  ©peid^cr  ;c.,  j-  U.  ».  Sßotjnge« 
bä'ube;  bie9[öivtl)frf)aft§9efd)cifte;  bie  2Btrt{)fd)aft^fenntniffe:  bie2Btrt{)= 
fd^aft^tunjl ;  2ßirtl)fc^aft6fad^en  ob.  ^angelegenljeiten  ic. ;  wivtlt>f<^öf^f"> 


wifc{)ert  1961 

jfeflof.  3».  m.  f)aben,  (altb.  wirtscaflian,  wirtsrheften),  bic  2Birtf)fd)Qft 
fiif)ren,  ber  5ßirt{)fc()aft  vorjle{)en,  finnu.  f)au6f)a(ten,  (jte  »er(le()t  ju  voixtt)' 
f^aften) ;  2Birt()fd)C.ft  treiben,  eigene^  ob.  frembeg  SSermögen  üennalten, 
«in  ®efd)ä'ft  betreiben  ob.  f)nnbt)nben,  mit  Jpinfic^t  auf  (Srnjerb  unb  Sßix> 
htarxäi  (gut,  fc^lcc^t  wirtbf(J^Qftcn);  gem.  überb-  f.  etirn^  venralten  ob.  xnx* 
ridjten,  bnniit  verfafjren  ob.  umgeben  (bcc  geinb  bat  i)kt  im  ßanbe  übel 
genjirtbWaftet,  finno.  gcbaufet;  cgt,  bauff'O;  i»  engcrec  Scb.  2anb;  obec 
@afltrirtbfc!)aft  treiben;  cbcm.  f.  eine  SO?af)[jeit  f)a(ten,  fd)niaufen;  bec 
S[ßirtl)fc^aftcr,  -g,  bie  2ßivtl)fd)afterinn,  9)?.  -en,  »rer  ivirt^fd)aftet,  (gut 
ob.  fc^lecbt)  ju  lt)irt{)|'d)nften  uerjlebt  (ein  guter,  ob.  fcbled)ter  SBirtbfcbaftec 
fein);  tnöbef.  irer  einer  5ßirt()fci)aft  vorgefe^t  ift,  bei  einem  '^(nbern 
bie  SBirtbfcb^ft  füf)rt,  ftnn».  ^^au6f)älter,  <f)auö()ä(terinn,  (einen  SSittb* 
fcbafter  anncbmcn ;  ftdb  eine  fJBirtbfcbaftcrinn  balten) ;  ebem.  f.  @a|l,  ©cbmauj 
fer;  trirtl)fd)aftlid^,  ^w.,  1)  m  einer  5öirtbfcf)aft,  bef.  eanbroictb^aft, 
gef)örenb  ob.  biefelbe  betreffenb,  (wirtbf^afttic^e  ©ebciube,  Einrichtungen 
ic);  2)  jum  (guten)  5Birti)fcf)flften  geeignet,  gefd)i(ft,  geneigt,  finno. 
tt)irtf)lid),  f)flU9f)aIterifd)  (ein  itJirtbfdiaftii^cr  SKann);  jur  5Birtbfd}aftg:» 
fül^rung  geborig  u.  barin  gegriinbet  (n?irtbf(baftli(^e  Äenntniffe,  Drbnung 
jc);  bic  2ßirt()fc^aftltrf)feit,  \>(\'S  2Birtf)frf)aft(id)fein,  in  ber  2.  Seb.,  finno. 
5Birtbücl)feit,  ©parfamfeit. 

tuifd^ett,  3n>.,  (altb.  wiskjan,  wisken,  wischen;  nieberb.  »iöfen;  engt,  whisk, 
fowöbl  f.  abtrii'cben,  ^biirften,  alö  ent>t)if(^en:  whisk  away;  au^  wisp,  »ifcben; 
f^werlidb  oerwanbt  mit  roafcben,  f.  b.;  wabvfdb-  »crfrdrfcnbe  SBeiterbilbung 
ber  SB.  wih,  wich,  f.  »eicben  1.,  alfo  fc^neUe  Scrcegung  bejicid^ncnb;  ober  oon 
bcm  ««aturlaut  »ifcb,  ogl.  bufi)  0  ?«lIo6  m.  fein,  ftd}  fd)neU  unb  leid)t 
fortbewegen,  bef.  über  eine  giäcbc  bingleittnb,  finno.  fd)lüpfen,  f)ufd)en, 
lanbfd).  gem.  quc^:  ro  uferen,  (fort=  ob.  baoon,  um  bie  ßcte,  binauö«,  berein 
»ifc^en  :c.;  baber :  entwifdbcn,  f.  b.;  e6  wifdjte  mir  auö  ber  ^anb) ;  lanbfc^. 
aucb  jiel.  f.  ertvifd}en  (f.  b.),  erbafd)en  (j.  S.  bie  Äa^c  rctf^t  bie  gjJauö) ; 
2)  jiel.  u.  ?ieUo6  m.  ba^cn»  niit  einem  Jt)eid)en  ob.  biegfamen  Äorpec 
über  bie  JOberflädjc  eine6  nnbern  (eicftt  ()infabren,  ftnn».  (lreid)en,  reiben, 
bef.  um  baburcb  etwas  ju  reinigen  ob.  ju  troctnen  (an,  ouf,  über  etroaö  bin 
»ifcbcn;  licn  5Kunb,  bic  9lafc  — ,  ficb  (mir)  bic  2(ugen  — );  etivaö  ivifd)enb 
entfernen,  iregfd)affen,  tiigen  (j.  5S.  mit  einem  Su^e  ben  ©taub  üom 
3;if^e  —  ;  fidb  ben  ©cbwci^  oon  ber  ©tirnc  — ,  ben  ©d^laf  auö  bcn  ^fugen  — ; 
»gl.  ab'f  auö=,  »erwif^cn);  —  ber  SBtfd^,  -c§,  9)?.  -e,  (altb.  wisc,  wisch; 
iSlänb.  visk;  engt,  whisk  f,  SSürftc,  !(ciner  S5efen,  u.  wisp,  ©trobwifcbi  Sünbcl) 
1)  it>ag  jum  Siitfd)en  b.  i.  3fbwifcben,  %hiei)xin,  2tbfläuben  :c.  bient,  bef. 
in  ben  3fefe.  a3orft=,  glcber-,  ©tvobwifdb  Jc;  oberb.  f.  SSefcn;  gem.  oeracbtt. 
f.  ein  befd)riebeneg  ob.  bebrucfte^  Rapier,  eine  njcrtblcfe  fleine  <Sd}rift 
(ttjelcbe  man  bur^  bicfe  SSenennung  als  nur  jum  2fbtrifd)cn  brau(^bac  be» 
jeidbnct);  2)  ein  ©trol)?  ob.  vöeubüfdjel  ob.  -jöiinbel,  au^  rccnn  e6  nii^t  jum 
SBif^cn,  fonbern  auf  einer  ©tangc  auögcjled t  als  aSarnungSjeic^nn  auf  SOJegcn, 
©runbjlücten  ic.  ob.  auf  bcm  SKarft  k.  alö  3ei^cn  eines  öffcntli^en  SerEauf« 
u.  bgl.  m.  bient;  ber  SIBtfc^fang,  Sag.  eine  2(rt  beS  SSogelfan^cö  im  SBintcr, 
mittctfl  eines  auSgcjtcrttcn  ©etrcibebüfcbelS;  —  3fe|.  oon  reiften;  bagSBifc^s 
fö^d^cn,  lanbf^.  Äinberfpr.  f.  ein  wifcbenbcS  b.  i.  bafcbenbeS  ob.  maufenbtS 
M^öjin-,  baber  f.  baS  Äinbcrfpiel  beS  ^afd^enS  ob.  gangenö  (2Bifd)!ä^c^en 


1962  2Bifcf)n)afd)  —  »iäpctn 

fpieten);  bec  SBifd^la^pen,  iai  Sölf^tud^,  ein  Sappen  ob.  Sud^  jum  3Cb« 
ob. 2(ufrotfd^en ;  SBifc^tud^,  oerft.  SBif  ^tüc^tein,  lanbfc^.  gem.  f.  Saften» 
ob.  ©(i)nupftud^ ;  baS  SBifc^papier,  ein  Rapier  jum  SBifd^en  ob.  2tbn)ifc^en; 
—  2fbleit.  bet  2ßifd)er,  -8,  1)  irct  tt)ifcl)t,  eine  tuifdbenbe  ^erfon,  »eibl. 
bte  SBtfd^ertnn;  2)  ein  jum  5Bifc^en  bienenbeö  SBerf^eug,  in  einzelnen 
gäUcn,  o(ö :  Ätfpc.  eine  3(rt  SSürfte  an  einer  ©tange  jum  Steinigen  bcö  Äano» 
nenlaufeö,  au^:  SBifd^Jolben;  bei  Etcineren  gcuergewcf)ren  f.  ».  w.  bet 
Ära^ev;  SBergw.  eine  eiferne  ©fange  mit  einem  ßappen  jum  3(uStt)ifd^en  ber 
in  baS  gu  fprcngenbe  ©ej^cin  gebci)rten  Scd)cr;  beim  3eic^nen  ein  ^ap{er=  ob. 
gebet  «SiöUi^en  jum  8Sertt)il'(!^en  ber  treibe«  ob.  5R8t^el{tnd)e;  3)  uneig.  gem. 
f.  ein  berber  SSenweiS,  ogl.  ^u^er,  2(ugpu^ec,  lanbfd^.  ou^:  f&i\ä)y  (einem 
einen  SBifc^er  geben;  einen  23t[c^ec  befommen). 

S55tfd)waf(^,  m.,  -cg,  o.  S«.,  ob.  ba6  SBifc^iwafd^i,  unbiegf.  (bur^  ob* 
lautenbc  5Biebcrf)o(ung  bcS  ©tammeö  wa^ä)  »on  »afc^cn  2.  gebilbet;  ogl. 
Sßirrwarr,  Äling^ang  2c.)  gem.  f. breitet, un\)eiftänbige6ö)efd)rod^,(l)m^äfd). 

SBifent,  m.,  -§,  S)?.  -e,  (art()OC^b.  wisunt,  wisaut,  wisint;  mittclt).  wisent, 
wisen,  wiseo-tier;  angelf.  veseud ;  a(tb.  aud)  wesont,  bisont,  baficr  lat.  bison) 

bec  in  alter  3eit  in  beutfd^en  SBalbungcn  Icbenbe  n)i(be  £)d)ä,  S3ifon*£?i.i}f«> 
ongebli(^  bie  ©tammart  bc6  f)eutigcn  SRinboie^ö  (»etfd^.  Bon  bem  JCiteco^fen 
u.  bem  Süffel);  "•  3(.  f.  o.  ».  2(uei-od)6,  trilbec  ^udfe(od)8;  (feit  bem  2(u6=' 
jterben  beS  Sf)iere6  ijl  bec  Sflame  nur  no^  in  (Eigennamen  erf)alten,  «Jte: 
5ZBifenftaig  ft.  SBifent^ftaig,  55Jifent6f)art  ;<.). 

SBiSmutf),  m.,  -e§,  o.  S!ä.,  (ou^  SSiömutf),  bän.  bismut;  neulat.  bis- 
muthum;  »on  bunfler  2i:bf}ammung)  ein  iö't^lid)-n)eipeö,  bld'ttrigeS,  fe{)r 
fpcöbe6  unb  letd)tflüffi9cö  2)?etaU,  aud)  Tifdjimx  ob.  2(fd)blei  genannt, 
t^ciis  gcbiegcn  gefunben,  tfjcilö  »erlalft  al6  3BiäniutI);£)d)er  (f.  b.),  tftcilS 
frpftaUifirt,  mit  ©d^mefel  gemengt,  alö  SBiämutfjglanj;  bie  SBi§mut{)Qfc^e, 
ber  SOietaüfalf,  in  «jcldjen  bcr  SDBiömutf)  buvc^  mäßige  ®lül)^i§e  ocrmanbelt 
wirb;  baS  SGBiömut^blau ,  blaue  j^arbe  auö  SQSiSmutf)  unb  Zinnober;  bie 
S[Bi6mutt)b(ume  ob.  gew.  ^W.sblumen,  iaä  gelbe  ^^Juloer,  welci^cö  beim  23er' 
brennen  beä  3BiSmutb§  au§  bem  Siauc^  ent<tcf)t  unb  fic^  an  falte  Äörper  an» 
legt;  baS  2BiSmut()er5 ;  ba3  SBi^mut^gla^,  au6  2Biömutl)af(i^e  }ufammen* 
gefc^molienee,  Icic^tflüfftgeö ,  gelbeä  ®ia6;  bie  Sßtamutl)9rau))e,  9??.  -n, 
J&ütten».  »aö  »on  bem  SQSiömut^erj  gurüctbleibt,  nad^bem  ber  SlBiSmufl)  öbge« 
feigert  i|t;  bec  2öipmutl)i:i)ni9,  t>ai  au§  bem  SßiSmut^erj  gefd^motjene  J^alb* 
metaU;  M^  2ßifmut{)n)eip,  ber  mitd^wei^e  ««icberfd^tag,  weld^er  ouö  bem 
bur^  ©alpetetfciure  aufgelöf'ten  SBiömutl)  in  gotgc  ber  SÄtfc^ung  ju  »er» 
bünnter  ©aljfdure  gewonnen  wirb,  auc^:  ©^minf»  ob.  ^erlreei^;  —  2(bleit. 
Wtömutl)en,  jict.  3».,  bei  bcn  3inngie^ern:  mit  2öi6miith  lötben. 

SBi6peI,  lani^di).  auä)  SQSinöpel,  m.,  -ö,  ?!)?.  W.  (5.,  (altnieberb.  wihe- 
schepele,  SBif^epel,  b.  i.  3Beif)fc!^effel  (f.  b.  unter  tt)eif)en),  »»orauS  SBiSpel 
entft.  ju  fein  T^feeint)  ein  bef.  im  nöcbl.  ©eutfc^lanb  gebrau^lid^eS  CO?af  ju 
(Betceibc  u.  anbecn  gelb?  u.  5öaumfciid}ten,  meijl  24  ©c^effel  ob.  2  2Äoltci: 
l)altcnb. 

SBiapct,  tv.,  ^.  -n,  lanbfd).  f.  bie  Ü??iöpel;  —  bic  SBiä^elbeere,  (»gl. 
Sififel-,  SOäiefi  (beere)  nieberb.  f.  bk  25ogel!trfd^e. 

iriöpeln  u.  wispern,  jicUof.  u.  jiel.  3^.  (©d^aUw.,  oltl)oa)b.  hwispalon, 
mitteli).  >*ispeln;  angelf.  hvisprian;  engl,  wlüsper,  fummen,  flüftern,  u.  angelf. 


wilTen  1963 

hvistlan,  ristHan,  engt,  whistle,  Jtf^ftt,  pfeifen;  altnotb.  huisla,  hvissa,  hviskra, 
fc^web.  hvi«ka;  t)gl.  baS  M.  sibilare)  1)  oit  u.  obetb.  f.  iifd)«n  (oon  ©d^lan» 
gen  ic),  mit  bem  5)?unbe  pfeifen;  jefet  (gew.  »iSpetn):  fel)r  (eife  ^d:)aUen 
ob.  fpred)en,  jinntj.  (iöpeln,  flüjTccn,  jifdxln,  lanh\ä).  auö)  pi6pern,  (einem 
etwas  ins  Dl)i:  — ;  »iSpetnbe  JEBorte  ic);  niebetb.  in  engerer  95eb.  beim 
2Cu6fpred)en  beS  f  mit  ber  3unge  an  bk  3ai}nt  ftofen,  gew.  üöpelx;  2)  fc^aeii- 
u.  nieberb.  f.  fid)  kbl)aft  unb  unruf)!^  regen,  l)in  unb  tjer  faf)ten,  emftg 
ob.  f)nfli3  fein  (bafjer  fd/njetj.  »iSplig,  nieberb.  »iSpelljaftigf.  fet)r 
imtQlid),  ^aflig,  unruf)ig,  oljne  eiel  auSjurid)ten ;  ber  JGStSpel  ob.  SBiSpler, 
fd^wei}.  f.  unruf);ger,  unjleter  ^Olcnfc^,  SBilbfang  :c.);  3)  oberb.  f.  iricfetn, 
wirren  (ein  gewiSpelter  Sart,  ijufammengewispelteJ&aareic.);  —  ber2BiSp(er, 
oberb.  (altb.  wispil,  wispel)  f.  einmalige^  2Bi6pe(n  ob.  Simpeln ;  bai  SBiS- 
pelwort,  »lt.  f.  ein  gelispeltes,  geflüjlerteö  SSort;  baö  SiSi^perlein,  -8,  SJf. 
w.  6.,  lanbf^.  f.  ber  SBeibenjeifig  (öjlr.  ba«  SBiöperl,  überl).  S^lamcn  »et* 
f^liebencr  ©raSmücten=2Crtcn,  wegen  beS  wiSpernben  SauteS). 

wiffen,  |iet.  u.  jieUof.  3w.  untegelm.  ^vä^  id)  roeip,  bu  weift  (feiten: 
wei^efi),  er  roeif,  wir  u.  fie  wiffen,  xi)t  wiffet,  jgej.  wifft;  Sonj.  \i)  roiffe, 
bu  roiffefl,  er  Wiffc,  wir  wiffen  2C.;  Smper.  wiffe,  wiffet  ob.  wifft;  Smpf. 

id)  WUffte  2C.,  Sonj.  WÜffte  :c.;  ^m.  äewufft,  (altf)0(^b.  wizan,  wizzan, 
^räf.  ih  u.  er  weiz,  da  weist,  wir  wizumes  jc.,  Sonj.  ih  wizzi  jc.,  ^röt.  mit 
Übergang  beS  z  in  s:  ih  u.  er  wissa  ob.  westa  IC.,  Sonj.  ifi  wissi,  westi  ic.; 
mittel!),  wizzen,  ^raf.  wciz,  weist,  wizzen  jc,  ^rät.  ich  weste,  wiste,  wisse, 
wessc,  ^art.  gewist  u.  gewest;  oberb.  wi^en ,  id^  »oip  jc,  ^rdt.  wijfet,  weft, 
«Port,  gewifft,  gewejl;  —  got^.  vitan,  feljen,  flauen,  beobachten,  u.  wijfen: 
vait,  id^i  mi^',  altfä'rf)f.  witan,  nieberb.  weten,  ^art.  wujl  u.  weten;  angelf. 
vitan,  engl,  weet;  altnorb.  vita,  fd^web.  veta;  —  fanö!r.  veda,  griec^.  o7J«, 
iä)  wei^;  bie  Urbeb.  ber  33B.  wiz,  vit,  fanSfr.  u.  lat.  vid,  griec^.  iiS  f^eint 
„trennen,  fc^ciben"  Hat.  di-vid-ere),  bann  „unterf^eibcn",  fowot)l  „finnli^ 
Wal^rnef)men,  fefjen"  (lat.  videre,  »gl.  cemcre;  grie^.  i^sh',  (l6oy  JC),  al« 
„geiflig  wa^rnei)men,  erfennen",  in  weld^er  JBeb.  bie  urfpr.  ^rätetitalform 
vait,  weiz  (wii  qxiiä).  oMa',  »gl.  b.  lat.  novi)  b.  i.  eig.  ,^0)  {)abe  er?annt 
ob.  eingefe^en"  alö  trafen«  bient  f.  iÖ)  t)aU  bie  JtenntnifS  ob.  (Sinjtdjt)  1) 
etwa«  wahrgenommen,  üecnommen  ob.  erfaf)ren  {)aben,  Äenntnifa  ob. 
Äunbe  baüon  f)aben,  jinn».  fenncn:  a)  jiel.  ctwaS  — ,  (j.  85.  bai  wei^ 
\6i  wo^l;  ec  »ei^  es  ni^t;  i(i)  weijj  eS  auS  erfaf)rung,  aus  guter  Cueße; 
\6)  wei$  eS  »on  if)m ,  b.  i.  i^  i)aht  es  »on  ii)m  gel)8rt  ob.  erfa{)ren,  —  »on 
guter  ^anb,  f.  ^anb;  idj  Wii^  baS  J^auS,  ben  S33eg  k.;  «fllittcl  unb  SBcgc 
ju  etwas  wiffen;  er  wtlt  ÄlteS  wiffen;  etwas  genau,  beitimmt,  guöerldffig, 
gewifö  2C.  wiffen;  nichts  »on  einer  ©ac^e  wijTen,  b.  i.  feine  ÄenntnifS  ba»on 
^aben;  fRatf)  ob.  feinen  diciti)  für  etwas  wiffen,  »gl.  Siati)  I);  einen  (nid^t: 
einem)  etwas  wiffen  laffen,  b.  i. ifjnbawon  benaci^ric^tigcnob. unterridjten, 
j.  S.  xä)  werbe  eS  bi^  (nid^t  bit)  wiffen  laffen  u-,  lafs  eS  mi(%  wiffen  ic; 
ü\x6):  einem  etwas  ju  wiffen  t{)un,  b.  i.  eS  ifjm  befannt  ma(^en,  if)m  ?«ac^' 
viöjt  ba»on  geben),  auc^  mit  na^folgenbem  9f  ebcnfafee  flatt  beS  3iel» 
Wortes  (j.  35.  \6i  wei^,  was  er  gefagt  {)at;  ic^)  Wii^  ni^t,  wer  er  ifl,  wo  et 
wo{)nt,  wann  er  fommt  u.  bgl.;  id^  xcei^,  bafs  er  tobt  ift;  er  wufftc  ni^t,  ob 
fie  noc^  lebe  jc;  man  !ann  nid)t  wiffen,  ob  jc'.,  b.  i.  eS  ifl  jweifelf)aft  ob. 
möQliH)  ic);  befonbecc  Siebensarten  finb:  wer  wei^?  als  2(u«b?uc5  bet 


1964  wiffen 

Ungetrifg^dt  (j.  JB.  wec  weif,  ob  iä)  ii)m  gefaCc?  —  toai  et  9ef)5rt  ^at  jc); 
»ecwetpwoS,  wie,  »0  Jc,  jur  Scjcid)nung  ber  Unbetttmmtf)dt  bet  ©ad^e, 
bec  "Ktt  u.  SGSetfe,  beö  ®tabeS  ic.  mit  bem  «Jlebmbcgrtffe  bcr  Steigerung,  bec 
Übertreibung  ic.  (j.  S.  er  löfTt  fid^  wer  wei^  wag  einreben,  b.  t.  alles  SKög« 
li^e,  aud^  bai  Übertriebenjle,  Unglaubli^Jle;  er  l)at  if)r  »er  »ei^  njoS  oer« 
[proben;  er  liebt  fic  tuer  tt>ei^  wk  febr  jc;  oberb.  auc^:  „ni^t  »ei^  wie" 
unb  blo^  „weif  wie"  f.  über  bic  SJlagen,  auferorbentlid^,  5.  S5.  fd^ön,  gut, 
böfc  K.  weif  wie,  b.  i.  auferorbentUc^  f(^ön  n. ;  eS  gefciUt  mir  »eif  wie, 
b.  i.  überaus;  er  möd^t'  unS  »ei^  wie  au6fd;etten  u.);  ©Ott  ireif !  ob. 
weif  ©Ott!  als  ffictbcurungsformel  f.  ©Ott  tneif  ii  ob.  fo  \vai)t  cS  ©Ott 
weif  (s-  S5.  ic^  !ann  weif  ®ott  nid)ts  bafüt  ic);  treif  t  bu  wag?  ob. 
wiffen  <Sie  wag?  gem.  jur  3(nEünbigung  oon  etwas  5leuem  ob.  Unerwartetem; 
fo  ütet  id)  weif,  b.  i.  in  fo  weit  id)  cö  weif,  eine  2(uSfage  ob.  Se^aup» 
tung  einfd^ränfenb  (j.  S.  er  ift,  fo  »iel  it^  weif,  no^  nid^t  ange!ommen); 
bafö  id)  nid)t  wüffte,  als  bebingt  terneinenbc  3intwort  auf  eine  grage 
(j.  JB.  ijl  er  fc^on  angelommen?  —  bafs  id^  nid^t  wüffte,  b.  i.  fo  oiet  iö) 
wii^^  nodö  ni(^t);  b)  gicUoS:  Dort  einer  <Ba&ie  ob.  ^erfon  — ,  b.  i.  ^unbe 
bation  f)Qben,  baüon  untecnd}tet  fein,  (ic^  weif  oon  ber  Baöije;  iöi  weif 
üon  it)m,  b.  t.  iö)  i)ahi  üon  iljm  gebort,  er  ijt  mir  nid^t  unbe!annt;  er  bilbet 
fi(^  ein,  bofS  3(lle  ton  ifim  wiffen ;  id)  weif  »on  nid^ts,  gem.  f.  iÖf  weif  gar 
nid^ts  »on  ber  ©a^e);  um  eine  <Sad)e  — ,  b.  i.  in  3(nfe()un3  berfelben 
untecrid}tet  fein,  bef.  oon  »erborgencn  ob.  gef)eim  gebdttenen  ©ad()en  (j.  85. 
id^  mi^  um  alle  feine  ©ebeimniffe,  ^lane  jc);  2)  ba«  SSewufftfein,  bie 
innere  ©ewifiJf)eit  ob.  Überzeugung  üon  etwa^  f)aben,  einer  ®ad}c  gewifg 
ob.  fid)  bewufft  fein,  t)er[^.  oon  meinen,  oermutben,  w5bnen  (j.  35.  id)  weif, 
bafs  mein  (Srlöfer  lebt;  ic^  weif,  ba[S  i^l  un[^ulbig  bin,  au^:  iö)  weif  mid^ 
unfd^ulbig,  fc^ulbig,  fidler  jc;  einen  glüdli^,  unglücklich  zc.  wiffcn;  er  will 
bie  ©ad^c  ah^imadjt  wiffen,  b.  i.  eig,  er  will  bie  @ewif6f)eit  baben,  bafs  fie  ab» 
gemad^t  fei;  bann  btof  f.  er  will,  bafs  fie  abgcmadtjt  werbe;  gem.  fid^  (mir) 
üiel  mit  etwas  wiffen,  b.  i.  fic^  bcffen  in  bobem  ®rabe  bewufft  fein,  ff^ 
»iel  barauf  einbilben;  einem  für  etwas  ®anS  wiffen  ob.  ibm  etwaS  2)anf 
wiffen,  b.  i.  fi(^  ibm  gum  Sanfe  oerbunben  wiffen  ob.  füblen,  ibm  banfbar 
fein);  ber  3mper.  wiffe,  wiffet,  bu  folljl  wiffen  jc,  b.  i.  fei  gewifö, 
terfic^ert,  überzeugt,  mit  nad^brüdtlid^er  SJerfid^erung  etwas  SBid^tigeS  an» 
fünbigenb;  3)  etwaö— ,  eS  Dolljlanbig bem ©ebadjtnifg eingeprägt ^aben, 
e6  inne  t)aben,  gem.  au6wenbig  wiffen,  fonnen  (etwas  erlerntes  — ;  et 
weif  feine  2(ufgabe,  feine  3?oUe  jc);  4)  (Sinftdit  in  bai  SBefen  einer  <^a(i)i 
()aben,  bie  2Bal^ci)eit  vernünftig  ernennen  ob.  begreifen,  entg.  glauben, 
(id)  glaube  eS  nic^t  blof,  fonbern  ic^  wii^  eS;  etwas  grünblid^,  ob.  ober« 
flac^lidb  JC  wiffen;  »iel,  wenig  Je.  wiffen;  bef.  baS  SBiffen  als  ^».,  f.  u., 
bie  asiffenfdbaft  jc);  5)  bie  ?^ä^igfett,  ba6  23etmögen,  bie  ©efd}i(flid)feit 
{)aben,  ttwai  ju  t()un,  finn».  eg  fönnen,  üctmögen  ob.  üerf!<^en,  baju  im 
(Stanbe,  barin  gefd)ic!t  ob.  geübt  fein,  mit  ju  unb  bem  Snf.  (j.  JB.  id) 
wuffte  mit  nic^t  ju  belfen,  mi^  nid^t  juredbt  ju  finben  u.  bgl.  m. ;  et  wuffte 
i  mit  ni^t  ju  fagen;  id^  mi^  mid)  bcffen  md()t  ju  erinnern;  et  weif  gu 
eben  (ogl.  leben),  ^id)  ju  benebmen  u.  bgl.  m.);  —  baS  SKw.  Wiffenb  al« 
SBw.  1)  wer  etwas  weif  (j.  S5.  ein  »iel  wiffenber  SJlann;  »gl.  all  wiffenb, 
unwiffenb;  bie  JIBiffenben  ,  e^em.  inSbef.  f.  bie  SJed^tSocrftSnbigen,  bef. 


wiffen  1965 

bei  bem  I)ctmlid)cn  (3mä)t);  2)  (mttte(f).  wi2zencle,  entflcUt  au8  bem  alten 
JBtt).  wizzen,  »iffcn,  nieberb.  treten,  altb.  aüä)  gewizzen,  gewiffen,  alfo 
urfpc.  wobt  eine  alte  gorm  für  bog  2te  SKro.  gewuJTt)  alt  u.  oberb.  f.  beirufft, 
bcfannt,  funb  (j.  S3.  fo  »iet  mit  wiffenb  tfl,  b.  t.  fo  »iel  mit  bc!annt  ift,  fo 
t)iel  i^  wci^;  »cm  baoon  ctroaS  njtffcnb  fei  ic. ;  ebcm.  bai  ijl  mit  trof)l 
»iJTcn;  baö  ift  mit  unwiJTen;  »gl.  unwifTcnb  !•);  —  t»«^  SBiffen,  -g,  o.  SOT., 
1)  bie  Äunbe,  Äenntnifg,  bag  Untervid}tetfein  üon  etnjaö  (c6  ift  otjne  mein 
SBiffen,  mit  meinem  2!Bi|Ten  gefd^cben;  meine 6  SBiffenö,  b.  i.  nac^  meinem 
SBiffcn,  fo  ticl  \6)  »eifi,  j.  S5.  meineö  5ZBifTen6  ijl  et  noc^  ^kx;  ebem.  eine« 
25inge6  5Biffen  i)aUn  f.  Äenntnifö  bacon  baben);  2)  bie  innere  Übcrjeugung, 
®en)ifö()eit,  @tnftd)t  (^itmai  wibct  bcfTeteö  SSiJTen  unb  ©emifTen  tb"");  3) 
bec  ;3n^<3i^ifF  beffen,  n?ag  man  tt>etf  b.  i.  »etniinftig  erfannt  t)at  u.  im 
©eijl  befi^t  ob.  inne  bat  (unfet  SBiffen  ifl  ©tüdmer!;  fein  2Bi|Ten  ifl  gering 
:c.);  baljet:  bec  aSiffenSbrang,  ^tur)!,  bie  SBiffenölufl;  bec  SBiffcnä; 
qualm,  bic^t.  f.  nic^tigeö,  eitleö,  unbcftiebigenbcß  SBiffen,  ba§  mef>t  »ctbunfdt 
u.  betäubt,  al6  erleuchtet  u.  belebt  (»gl.  Ciualm);  n?ifj"enSir>crtl)  ob.  ^iriirbig, 
Sn>.,  beö  SGSijfenö  wcttf)  ob.  wittbig,  reaö  genjufTt  ju  werben  oetbient  (reiffcnö» 
»ert^e  Singe  u.);  bie  SBiffcnöwürbigfeit:  bec  SBijyenöjfüeig,  ein  äweig 
(f.  b.)  b.  i.  Stjeil,  ®ebiet  bcö  üßSiiTenö;  —  3fc^.  »on  »iffen;  bie  SBifg; 
begier  ob.  ^bcgierbe,  i>ic  Segictbe  ju  wiffen,  ia^  lebf)afte  Setlangen  na^ 
8Setmet)tung  bec  geiftigen  ©inficbt  unb  (Jtfenntnifö,  finno.  ßetnbcgierbc,  oerfc^. 
Sfleub'egier,  Sleugiet  (f.  b.);  iplfäbegierig,  a?n>.,  SGJil^begitr  f)abcnb,  jcigenb, 
batin  gegrünbet  (dn  mifgbcgicriget  Süngling;  ttjifgbegierige  fragen  tf)un); 
bie  SBifägier,  fetten  f.  ein  l)ot)er  ob.  übetmö^iger  ®tab  bct  SBtfsbegiet;  — 
2(bleit.  triföbar,  83«.,  trag  man  tviffcn  b.  i.  ingbef.  flac  erfenncn  u.  be* 
greifen  fann  (9iiemanb  wei^  alle  reiföbaten  Singe,  ob.  aUe§  SQBifßbate);  bie 
SBifSbarf eit;  bie  SOBiffenl)eit  (altbo^b.  wizantheit,  wizentheit;  mittelt). 
wizzenheit),  »u.  f.  ba§  -ilßiffen,  bie  Äenntnifg,  Äunbe,  je^t  nut  ex^aUtn  in: 
2(ltwiffen^eit  u.  Unwiff  cn  t)eit;  bie  SBiffenfc^oft,  1)  o.  ÜJJ.  (fubjettio) 
ba§  5Biffen,  b.  t.  a)  bec  äufianb,  ba  man  ettrag  n?eip,  baüon  9^ac()cid}t 
ob.  Äenntnifö  bat,  finnö.  .Kunbe,  .^enntnifg  (j.  SS.  feine  aBiffenfc^aft  t)on 
etwas  t)aben;  SßSiffenfc^aft  »on  etwas  crt)aUen;  etvoa^  ju  SemanbS  SBiffcn« 
f(^aft  bringen,  b.  i.  eö  it)m  begannt  mad^en  ob.  anjeigen);  b)  bec  ^nbegviff 
beffen,  was  man  irei^,  bec  Äenntniffe,  ti?e(d)e  man  befi^t  (ein  SO?ann  tjon 
tjietct  SBifTenfd^aft;  alle  feine  SBiifenf^aft  »etlieten;  in  biefem  ©inne  gem. 
baö  SBiffen);  2)  Wl.  -en  (objectit>)  bec  ju  einem  ©an^en  geocbnete  ^n« 
begriff  g[eid}artiger  b.  t.  auf  ©egenftanbe  einet  Uxt  ob.  eines  (Sebieteö  bcjüg' 
li^et  ©cfenntniffe,  »crfc^.  üon  Äunjt  (f.  b.),  b.i.  auSübenbe,  fietoorbtingenbe 
St)otig!eit,  (Äünjte  unb  fBiffenfc^aften  blüf)en  I)ier ;  bie  ©tbfunbe,  bk  ©tern« 
funbe,  9kturgef(^i(^te  ob.  =befcbreibung,  S^alurletjre ,  ®rö^cnlef)re  2C.  finb 
SBiJTenfdjaftcn;  t)gl.  auc^  2(tgcnei=,  JRedjtSwifTcnfi^aft  ic;  bie  fc^önen  SBiffen« 
f^aftcn,  f.  untet  f^ön  3);  in  teftimmterer  Seb.  ein  fc[d}ec  Inbegriff  t?on 
ßrfenntniffen ,  fofecn  biefelbcn  au§  ibren  innerftcn  ©ciinben  bergeicifct 
unb  in  ibcem  notb^enbigcn  ^ufammenbange  vecnunftmdßig  begriffen 
u.  georbnet  tvecben,  bef.  in  3fefe-,  netfdb-  »on  =Äunbe,  welche  auf  ctfa^tungö» 
mäßige  ßtfotf^ung  u.  Satftellung  tjon  Sljatfac^en  gebt,  unb  =2el^re,  trelc^e 
bie  (Stlernung  u.  Jfnwenbung  eines  gegebenen  ©toffeS  bcjtcetft,  (fo  untere 
^Öjdbm  fid^:  ©prad^lef)te,  =!unbe,  ^»iffenf^aft;  Slaturfunbe  u.  Slatunciffen« 


1966-  SßifSmutf)  —  wittern 

f(|aft;  @taatg=,  SRec^tSfunbe,  '-Uf)vtf  «njiJTenfc^aft  it.);  tu  SBijJenfc^aftS* 
funte,  bte  Äunbe  oon  ben  SBiffenfd^aften,  eintettenbe  Überfielt  beö  5nt)altS, 
Umfangö  u.  3u|'ammen{)angcö  ber  oetfc^tebenm  SBilfenf^aften;  bie  SBiffen* 
fd^aft6tet)re,  ®runbl£f)re  bec  2BijTtnf(i()aft  üb«{)aupt,  ßetjtgebaube  ber  ®runb= 
fä^e  oUec  wijTenfd^oftlt^en  (ScEenntnifö  (gtc^te'ö  2BijTenic^aft§le^re) ;  tviffcn* 
f^aftlic^,  S3tt).,  bie  ©efialt  ob.  S5efd)affen()eit  einer  5BiiTeafcf)aft  f)abenb, 
nac^  2ixt  einet  2Biffenfd)aft,  bem  begriffe  bec  50ßin'en[ci)aft  gemap  ob. 
barin  gegtünbet  (»iffenfc^aftlicöc  ertcnntnifö,  SatjlcUuna  ic;  itrna^  n)t|fen= 
fc^aftlidi  bel)anbeln,  ocbnen,  eintf)ei(m  u.);  bie  2Biffenfc^aften  betreffenb, 
barauf  bcjügüd),  bamit  jiifamnienf)an3enb  (»ciffenfd^aftltcie  Äenntntffe,  2Cn= 
galten,  Sekret  u.  bgl.) ;  bie  SSilJenfd^aftlid^feit,  baä  2Btffenfd)afttid)fein, 
bie  n)in'enfd)aftlid}e  SSefdjajfcnjjeit;  njijl'entlii^,  mw.  u.  Su>.  (mittelJ). 
wizzentlich,  wizzenlich;  gebtlbct  ßon  bem  9}i».  wifffi^ib),  toilfenb ,  mit 
SBiffen  ob.  SSeroufftfein  vecbunben  ob.  barin  gegtünbet,  (»ifTentli^  Unre^t 
tl)un,  einen  beteibigen  k.;  »iJTentli^e  ©önben  k.);  bec  SBiffer,  -ö,  bie 
SSifjierinn,  feiten  f.  n?ec  etwa^  ttjei^,  Äenntnifg  ob.  SBiffenfä^aft  üon 
etwasJ  {)at  (gew.  nuc  in  3fc|.  wie  SÄtt«,  Sßfelwtffec  ic);  bie  SBifferei, 
gem.  »cta^tl.  f.  baS  2Bif[en  (gew.  nuc  in:  83ieltt5tf[ccet);  tüifölid),  SS»., 
oberb.  (nicberb.  roitli!)  f.  beirufft,  befannt,  funb,  erinnerlich. 

SBif^mutl),  m.,  f.  5öi6mutf). 

wijit  ob.  wijite,  (üiellet^t  »on  bem  alten  »tnjtet,  Itn!)  Ui  SSoucrn  unb 
gut)vleuten  ein  9vuf  an  bie  ^ferbe  ob.  ^ugoc^fcn,  ttjenn  ftc  jtd)  ÜnU  wen* 
ien  foKen,  ogt.  Ijott. 

Sßiting  ob.  SBItlinc^,  m.,  -e6,  £D?.  -e,  niebcrb.  (o.  »it,  witt  f.  »ttp; 
engl,  whiting)  f.  5Betpftfd) ;  fnöbef.  eine2(rt  @tocfftfd)e;  bet  !Uine  SBeip» 
fifdö  ob.  Ufclei,  aud^:  bU  SB t tele. 

aSitfd)e,  w.,  S)?.  -n,  1.  alt  u.  lanbfc^.  f.  5ßeid)fel  (1),  5öeid)felfirfc^e, 
(witschenbrün  f.  tt)etcl)[el'  ob.  ürf^btaun);  2.  lanbfc^.  f.  ba^  gemeine  ^fcie* 
menfraut,  bie  Sefcnpfrieme;  ber  gärbeginfler;  ein  auälänb.  ^flanjen* 
9efd)led)t  mit  fc^mettcrlingöföcmigen  JBlumen  (aspalathus  L.). 

2ßitt  ob.  SBIt,  m.,  -eö,  o.  m.,  (auc^  SBib;  altt)0(!^b.  daz  witu,  mittel^, 
der  u.  daz  wite;  iölänb.  vidr,  \d)VCiti).  U.  bfin.  wed;  angelf.  rndu,  engl,  wood; 

»gl.  2Biebef)opf,  Äcanewit  unter  ÄcammetSbaum,  u.  Sigennamen,  »cie 
SBStbmann,  3Btbemann  k.,  b.  t.  SSalbmann)  alt  u.  oberb.  f.  ^olj,  tnSbef. 
S5renn{)0(j  (faljburg.  Srennwib  ob.  2Btbl)ol5  entg.  bem  SSauljolj),  öflr. 
inSbef.  f.  9?ei6f)olj  (eine  JBuvb  SOSib,  b.  i.  ein  Sietöbünbel,  eine  SSSellc);  ba^er: 
Sßitnabcln  f.  Saumnabeln,  Sangcln;  ber  Sßitmangcr,  »lt.  f.  ^olj^anblec; 
ber  SBitjlocf,  (mtttell).  n-itestecke,  j^oljilecfen),  eig.  ^^olijlocf,  in  bec  xotf)- 
wälfc^cn  2)tcbes[pc.  uncig.  f.  ein  bummec  5}ien[^;  tvittifc^,  SSw.,  f.  bumm, 
einfältig. 

äßltten,  m.,  -i,  3)?,  \x>.  ß".,  nieberb.  (»on  reit,  Witt,  b.  i.  weif)  f.  ».  w. 
SBcifpfennig,  eine  ©cdcibemünje,  meift  1  V2  'Pfennige,  in  einigen  ®egenben 
auc^  2  ober  3  Pfennige  gcltenb. 

roittcrn,  3»-,  (mittelf).  witeren,  »on  weter,  SBettcc,  f.  b.)  I)  jieUoä  m. 
]()ab  cn  a)  alt  u.  lanbfe^.  f.  ».  w.  vettern  b.  t.  5Better  fein  ob.  toerben,  unp. 
ti  »gittert  (j.  83.  wie  eä  wittert,  b.  i.  wie  baS  SBctter  befd^affen  ift;  eS 
wittert  ben  ganjen  SÄonat  fo);  tnßbef.  f.  e5  ifl  ftürmifd^cä  ^öetter  mit 
Stegen,  ©ci^nee  ic;  eö  ift  ein  ©ewitter,  eö  bonnert  (e8  1)at  gewittert;  bi^jt» 


mmmi  —  mttm  1967 

auö):  ber  ^'mmtl  witUtt);  unetg.  f.  bcaufen,  Kumen,  toben,  gc».  tvettcrn; 
b)  cbcrb.  f.  bec  SBtttcrung  auögefe^t  fein  (bec  gtac^S  mufä  wittern;  ogl. 
»crwittcrn);  c)  nad)  cttt»a8  — ,  f.  banad)  riechen,  bcn  ©crud)  baoon 
burcf)  bic  Suft  ücrbceiten;  2)  gicl.  a)  ott  u.  lanbf(^.  ettt»ag  ob.  fid)  — , 
bcc  ßuft  ob.  Sßittcrung  au^fe^en,  lüften  (g.  S.  bie  (Serfte  auf  ber  9Kalj* 
tenne  — ;  bie  Stenen  wittern  [id^  ob.  wittern  fic^  auö,  b.  i.  jic  fonnen  fid), 
fc^wärmen  bei  fd^önem  Sffietter  umf)ft);  b)  gew.  etwag  —  eg  bucd)  bag 
Söettec  ob.  ben  SBinb  b.  t.  al«  bucd)  bie  2uft  verbreiteten  ^unft  ivai)c; 
nel)men,  burd)  ben  ©erud)  empfinben,  ccfennen,  entbecfcn,  ftnno.  fpüren, 
Säg.  anä):  trinben,  5ßinb  von  ctroaö  bekommen  (f.  5Binb;  ber  Jpunb  wit» 
tert  ben  J^afen;  icii  SSBilb  wittert  ben  Sager);  uneig.  über{).  f.  au^  geroiffen 
3eid}en  buntel  ivai)xnei)\mnj  üerfpüren,  merfen,  fowof;!  finnli^,  als  geijtig, 
(i^  wittre  SiKorgentuft ;  ber  ©d^iffer  wittert  ©türm  unb  «Regen;  er  witterte 
bie  ©a(j^c,  ben  ©treit  ic. ;  ft(^  wittern  latfen  f.  fi^  bemerkbar  machen,  ftd^ 
jeigen  JC,  |.  SS.  eö  lieö  fic^  hin  geinb  mefjr  wittern);  et)em.  ait^  riicfj.  fic^ 
wittern  f.  gewittert  b.  i.  »crfpüct  ob.  gemerü  werben  (5.  93.  ein  SBinb,  bii 
®Mi)  u.  bgl.  wittert  fi^);  —  tritterlfrf),  SSw.,  oberb.  f.  nuf3ebrad)t, 
jornig  (ou(^:  wittif^,  wüttif(%);  bie  SBittcrung,  9Jf.  (feiten)  -en,  1) 
(oberb.  audb:  bie  aöitter)  bic  S5efd)affenf)eit  ob.  bec  3ujlanb  bec  2uft 
unb  bei  2)unft£ceifcg,  wfil)rcnb  eine«  längeren  Zeitraums  u.  in  größerer 
raumlidier  Verbreitung,  alö  SBetter,  eine  9Jei[)e  von  2iBettec5u|länben  ob. 
;23ecanbecungen  in  einem  gewiffcn  3eitraume  (j.  35.  wir  bitten  im  oorigcn 
Sobre  fcbr  »eränberli(^e  SBittecung;  beftcinbige,  tjei^e,  Jalte,  fruchtbare  ic. 
SGSitterung;  bie  ©ommer*,  SBinterwittecung  JC.);  2)  SSergw.  ßu§  ben  &XU' 
bengebciubcn  fteigenbc  2!)ampfe;  au^  bie  untertcbtfd)e  Söarmc  (cgi.  Sffiet* 
ter  3);  3)  Sag.  ber  bucd)  bie  ©ecud)gnectien  «mpfunbcne  2)unfr  ob.  @e* 
rud)  b.  i.  9vicd)|^off  (bie  SßSitterung  con  etwas  baben ;  ber  SBitterung  nad^* 
geben  Jc);  audb  ein  ©ecud)  verbceitenbec,  ftac6  cied)enbec  Äorpec,  bef. 
jum  2Cnloden  wilbcr  Z^kxv,  bie  2Bitterun<^§bIume,  JBlumcn,  beren  Öffnung 
unb  SSerfdblic^ung  unter  bem  ©influffe  ber  555etterDer5nberungen  flebt)  inöbef. 
bie  ©ammetbtume  (tagetes  erecta  L.);  bic  SBittcrungSfuntie,  4el)re,  Äennt« 
nifö  ob.  SBiffenfd^aft  »on  ben  SD3etter»er5nberungcn  u.  SQ5ittcrungö»ert)ältniffen 
(fr.  SSetcorologie). 

Söittcwal,  m.,  lanbfd^.  f.  ».  w.  Söicbetral,  f.  b. 

SBittfrau,  w.,  f.  'B'mm. 

SBittbum,  f.,  -cS,  5)?.  -c,  (oberb.  ber  u.  baö  JSittum;  entfl.  aus  bem 
üUb.  widurao,  SBibum,  f.  2Bibem;  alfo  nid^t  mit  SBittwe  oerwanbt,  jebo^ 
bei  S5erbun!lung  beS  Urfprungö  barauf  gebeutet  u.  bejogen)  urfpr.  übcrl).  f. 
».  w.  SiJibcm:  9)?it9ift,  2(ugfleuer;  33ccmä'd)tnif8  ob.  <5tiftung  ju  from* 
racn  3it>ecfcn,  .Kicd)engut  2c.;  je^t  nur  in  engerer  Ü8eb.  bic  einer  (bef.  »or- 
nebmen)  %xau  t>on  ibcem  ßbcmann  für  bcn  ^^all  feines  SobeS  jum  Unterbau 
in  ibrem  SBittwenftanbe  aufgefegten  (^infiinftc,  f.  ».  w.  ßcibgebingc,  W\tU 
n)cnge{)alt;  hiim.  au6)  f.  bec  Söittrocnfil^. 

2Bittwc,  w.y  9)?.  -n,  (aud^  SBitwe  gcfc^r.;  altboc^b.  witawa,  wituwa, 
witwa;  mittelf).  witewe;  oberb.  bii  SBittiw,  SQSittib,  ebem.  au^l  SBittub;  gotb« 
viduvo ;  altfSd^f.  widowa,  nieberb.  SBebewe ;  angelf.  viduva,  engl,  widow ;  alt» 
»reup.  widdewa;  lot.  vidua  ßon  viduus,  a,  um,  getrennt,  beraubt,  bef.  gattenloS, 
bol)ec  ital.  vedova,  ftanj.  veure;  bie  SB.  f^ctnt  I)ierno(^  vid,  bober  lat. 


1968  m^ 

di-videre,  trennen,  tl^eiten,  »gt.  grted^.  M  —  in  "(Tto?,  gefonbcrt,  eigen;  iai 
fonöfc.  vidhava,  jBJittrce,  auf  vi,  ol)ne,  u.  dhawa,  @atte,  gcbtlbet,  erregt  jcbod^ 
bie  SSermutJjung ,  baii  iai  SBort  eine  f^on  auö  bcc  gcmcinfamen  ©tamm» 
[prat^e  überlieferte  3ui'ammen[e|ung  i{t,  beren  Sitbung  u.  S5e|tanbtf)cile  in 
fcen  übrigen  ©pra(i()cn,  au^ec  bcm  Snbifdjen,  oöllig  »crbunfelt  finb)  eine  i{)ceä 
(S^egatten  burd)  bcn  Sob  beraubte  grau,  lanbfc^.  aud^:  bie  SBittfrau 
(oberb.  auä)  \)k  ^ittivoin,  iai>  5Bitt»eib;  SBitwc  werben  ob.  juc 
SBittnje  »erben;  lie  SBittree  beS  Kaufmanns  9?.  3C.);  im  3tUb.  auc^  über^. 
ein«  gattenlofe,  (ebige  roeibl.  ^erfon;  uncig.  9iatur!.  eine  3irt  (änten  in 
2tmeri!a;  eine  2(rt  grojjer  u.  fc^önet  ©c^wcrtliticn :  bie  furfil{d)c  SDSit tn>e 
im  Trauerflor  (irissusiana  L.);  —ßj-e^.  bie  SBittraenblume,  lanbfc^.f. 
baö  ©rinbfraut  (scabiosa  L.);  bec  ob.  bag  2Bittn)engcf)aU,  ba^  einer  Sßittsce 
ju  it)rem  Untcrtjalt  auggcfe^te  @in!ommcn;  t)a§  SBittirengelb,  einer  SBittwe 
9ef)örenbeö  (Uclb  (SOI.  aBittnjengelber);  auc^  f.  SBitt»renget)att;  ha^  SBittwen* 
ja^r,  baö  erfte  Sat)r  einer  SBittwe  na^  iijreS  SKanncg  Sobc,  in  welchem  fie 
nocö  beffen  ©c^alt  geniest,  auä):  ®nabeniaf)r,  f.  b.;  bie  Söittirenfaffc,  eine 
Äaf[e,  au§  welcher  ben  SBittwen  ber  baju  beifleuernben  5D?itgltebcr  beflimmte 
©clbfummen  gu  i^rem  Unterf)alt  gejatjU  icerben;  ta^  SQitttDenlebcn,  iai 
fiebcn  einer  Sßittroe  alö  folc^er;  bcc  äßitttx)enfd>leier,  ©d^tcier,  ben  eine 
SBittwe  trägt;  ber  SBittrüenftl^,  ber  einer  »orne^men  2Bittnjc  gu  i^rem  2£ufent* 
i)alt  angen)icfcne  SQSoIjnfi^;  bcc  SBtttiüenjlanb ,  ©tanb  ob.  ßuftanb  einer 
SBittwe;  bcc  SBittiuenflul)!,  efjem.  f.  o.  ».  SBittwenfi^;  auc^  f.  SBitcnjen« 
jlanb;  2(bleit.  trithven^öft,  Sro.,  einer  SBIttirc  al^nüd)  ob.  angemeffen; 
bie  2Bittn)enfd)aft,  ehem.  au^  ba^  S[Bithuentl)um,  bcc  SBittnjcnflanb  u. 
beffen  £)aucc;  —  bcc  SBittirer,  -g,  50?.  ix».  6.  (mittelf).  witewaere,  auc^ 
witiber,  witelinc;  alt{)cdöb.  auä)  wituo,  ein  Sf)c(ofcc,  tat.  viduus;  oberb.  SDBitti' 
wer,  Quc^  SBittling)  ein  S)?ann,  iveld}ec  feine  (S^cfrau  bucd)  bin  Sob 
üerlorcn  Ijat^  (anbfd^.  ou^:  bec  SBittmann  (oberb.  £01.  SQSittleute,  für 
beibe  ®efii.);  ba6  SBittn^erleben;  bec  SBittroerftanb;  tt)ittroeri)aft  ob. 
irittwerlirf),  SSic.,  einem  5BittiDcc  äf)nlid^  ob.  angemeffen;  bie  Sötttwer* 
fi^aft,  bcc  2öittnjcrl1anb. 

SBifj,  m.,  -c^,  ^.  -e,  (in  ber  älteren  Sprache  »cibl.:  bii  SBi^e  ob. 
SBi§;  altf)oc^b.  wjzi,  wizzi,  «j.  u.  f.;  mittelf).  diu  witze,  oft  in  ber  SJteljrf)., 
j.  SB.  mit  witzen  f.  mit  25erfranb  ob.  Scfonnen^eit;  er  was  von  sinen  witzen 
komen,  b.  i.  üon  [einen  ©innen;  altnorb.  vit;  engl,  wit;  —  »on  wizan,  wifTen, 
f.  b.,  u.  ogl.  ba6  altl)0(^b.  fSvo.  wiz,  wizo,  angclf.  viia,  benjufTt,  werftanbig) 
1)  e{)cm.  f.  Hacc5  SSeirufftfein,  S3efonnen{)eit,  Sßtffen,  (5tnfid)t,  23ecjTanb, 
Älu3i)eit  (j.  35.  bie  S35i^  fommt  nid;t  vor  ber  ^dt;  ©d^weigen  ijl  bie  befle 
SSSife;  ben  SBi^  »erliercn  it.;  bQl)er  bie  3fc^.  S)iutter=,  ©d^ulit)i|;  Wer-, 
fIBat)mri^,  fflorwife  2c.);  insbcf.  @ei|lc6fd}ä'rfe,  ftnno.  ©d}acffinn;  fd}öpfe' 
ti[d)C  (Srfinbung^gabc  bii  (^eiftc^  (®enie);  2)  je^t  in  engerer  SSeb.  a)  o. 
SOI.  bie  gä'()igfett,  fd)ncl{  unb  auf  übeccafdienbc  5Bcifc  2(^nlid)feiten  auf- 
juftnben  u.  bef.  fd)einbac  55]ibecj'pced)enbc§  auf  tccffcnbe  SBeifc  ju  vec? 
fnüpfen,  »ie  auä):  baö  bucd)  biefe^  äJccmögcn  v^ccüorgebcad^tc,  (er  ^at 
»iel  2Bi|;  tiefer,  feiner,  gciprei^er,  ob.  flad^cr,  fcic^tcr,  plumper  jc.  SBi^» 
bloßer  SB  ort»  i^,  ber  ntc^t  in  ber  ©a^e  ob.  bcn  SSegriffen,  fonbern  in  ber 
jufäUtgen  2autäf)nlid5feit  ber  SBorte  liegt) ;  b)  dJt.  -e,  ein  einjclneö  5Bi|' 
Wort,  ein  wi^jigec  (Einfall  (ein  guter,  ein  [(^leci^ter  SBtfe,  etenbe  fSHt^i  zc; 


m  1969 


maäjen  ob.  gem.  retten);  —  3U^'  Wtl^cirm,  S». ,  atm  an 
Ut  Sßigbolb  (ügl.  bolb),  wer  »iel  SOSi^  ^at  u.  gern  8Bi|  ma^t;  gew.  nur 
nttäöitU  f.  ein  fd^ted^ter  SDBifema^er;  bet  -ffli^funfen ,  eine  wie  ein  gun!en 
gleic^f.  aufbli^cnbe  Äußerung  be§  SBi^eS;  bie  SBifejagb,  baö  Sagen  na(% 
SBife,  b.  i.  baö  übertriebene  Seftreben ,  wi^ig  |u  fein;  ber  SBi^jäger,  »et 
auf  2Bi§  ßleid^f.  Sagb  mac^t;  btt  Sßi^bpf,  ein  wi^iger  Äopf,  aJlenfc^; 
wi^leer  ob.  -loö,  33».,  (mittel^,  witzelos,  unuerftanbig)  leer  an  Siäi^,  of)ne 
2Bi^;  bic  SBij^toft'äEelt;  bcc  SBi^mad()er,  wer  SQ5i^  ma^t,  meifl  oera^tl. 
finno.  Sujligmadjcr,  ^offenrei^er;  bte  2Bi^mad)erei;  n)il|ceid),  93».,  (mit- 
tili},  witzerich,  finnreid),  geijlooU)  retc^  an  SBi^,  »iel  SBJi^  ent()altenb;  ble 
SBi^rebe,  ber  2ßi^fprudt),  baö  SBi^wort,  ein  »ifeiget  2Cu6fpru(^,  ßinfall; 
bic  SBiljfud^t,  Avutl)  2C.;  —  2(blett.  wi^en,  3».,  (altb.  wizz^n,  witzen) 
1)  jicUog  m.  t;aben,  cöUig  ölt.  f.  öerjlvinbia,  flug  ob.  f lüget  werben; 
bei  ©innen  ob.  erfaf)i-en  fein;  feiten  f.  23i^  machen;  2)  jiei.,  »lt.  f.  mit 
5Bi&  ob.  23ecftanb  t)erfcf)en,  flug  mad)en,  UUi)xen,  untercid)ten;  ba^ec: 
bie  SBi^ung;  mi^dn,  jieUof.  3w.  m.  ()aben,  auf  fieinlidje,  gefuc^te  ^Beife 
u.  jut  Unjcit  ^ig  mad)en ,  nad^  2öi^  t)afc^en  (er  »i^elt  beflanbig,  über 
2(Uc6  :c.;  baß  SJBifeeln,  al§  ^».);  berSBi^ler,  -ö,  rcer  roi^elt,  finno.  5Bt^s 
macljer,  Söi^jager,  auc^:  bet  Söi^ltng,  -eö,  9JJ.-c;  wi^ig,  85».,  (altb. 
wizig,  witzec ;  aud)  witzehaft)  überf).  Söife  t)abenb  ob.  entt)a(tenb ,  baüon 
jetgenb  ob.  barin  gegriinbet;  inäbef.  alt  u.  oberb.  f.  befonnen,  tterfld'nbig, 
fing,'  fdjarffinnig ,  etfaf)ten,  funbig,  9eief)rt,  weife;  ie^t  in  engerer  SBeb. 
bic  §äi)i9feit  befigenb,  fdjeinbat  5ßibetfpred)enbeg  fdjneü  u.  übcttafcl)enb 
ju  oetfnüpfen,  u.  auS  biefet  ga()i3feit  entfptungen  ob.  barin  gegrünbet, 
(ein  »ifeiget  SÄann,  Äopfic;  eine  »i^ige  Siebe,  ©^rift  jc. ;  (tma^  SJBi^i» 
ges  fagen2c.);bic  SBi^igfeit,  hai  Sßifeigfein  (einer  ^erfon,  einer  ©dfjrift  ic); 
wi^lgen,  jiel.  3». ,  einen  ix»i|ig  b.  t.  oetftanbig,  Hug  ob.  flüget  machen, 
belebten,  bef.  in  fo  fern  c6  burd^  unangenehme  @rfaf)rungen,  ©trafen,  ©c^a* 
ben  2C.  gef^iet)t  (j.  SB.  bk  2BibcrȊ'ttig!eit  f)<it  it)n  geroifeigt;  et  iji  gereinigt 
»orben  ic;  —  biefe  befonbere  SBeb.  entfpringt  auö  einer  SSermifd^ung  u.  5öet* 
»cd^felung  oon  witzigen  mit  wizegen,  wjzen,  b.  i.  jlrafen,  peinigen,  f.  »ciji* 
gen  unter  aSeijc  u.  weisen  2.);  bie  SBil^icjung,  S3elel)tung  u.  Seffetung 
butc^  ©d^abcn  :c. 

WO,  fiir»örtl.  Sieben*  u.  S5inbe»ort  (pronominal*  2fböerb  u.  =6oniunc« 
tion)  beS  OrteS  u.  in  einjelnen  2fn»enbungcn  aud^  ber  3 ei t,  ber  93 eb in* 
gung  :c.,  fragenb  unb  bejieljenb,  entfpr.  bem  t)in»eifenben  unb  beftimmenben 
ba,  f.  b.  (gotl).  hvar,  alt^od^b.  hwar,  war,  mittell).  wa,  »o,  oerfc^.  »on  bem 
altl)Od^b.  hwara,  mittell).  war,  wol)in;  altnorb.  altfcic^f.  angelf.  hwar,  engl, 
where,  niebcrb.  »aar,  »oor;  —  SB.  hva,  hwa,  ber  ©tamm  beS  fragenben 
gör».  hvas,  hwer  jc.,  f.  »er)  1.  alö  felbflanbigeS  SBott  1)  fragenb: 
an  \vei<i)em  £)rte?  fo»ol)l  in  birecten  gragcn  (j.  S.  »o  ijl  er?  »o 
»otmjl  bu?|  »0  »erbe  i6)  if)n  finbcn?  ocn  »o  fommt  er?),  alö  in  inbirec» 
ten  fragen  ob.  abl;ängigcn  Stebenfä^en  (j.  S3.  er  fragte  mic^,  »o 
id^  »o()nc;  id^  »ci^  nic^t,  »o  er  ift;  fage  mir,  »o  ii)  bi(^  finbcn  »erbe); 
lonbfd^.  bef.  nieberb.  auc^  f.  Wie  (j;  S5.  »o  fann  ii)  baö  »ijfen  ?  »gl.  auc^ 
»ofern);  2)  gem.  alö  unbejtimmteö  91».  beö  Drteö:  an  irgenb  einem 
£)ttc,  irgenbrao  (im  älteren  Dfcerb.  au^  ct»o,  pgl.  etwa^  ii)  t)abe  eß  wo 
gefunben;  er  mufö  boä)  wo  fledten;  mittell).  wä  undwfi  f.  ^ie  unb  ba;  »gl. 

^e9fe'$  .^anbwörterb.  b.  beutfd(|en  ©pc.  2.  Z^iiU  124 


1970  SBobbc  —  tuobci 

wer  3);  3)  bejtcfjenb  (ntatf»)  in  S3ejtct)un3  auf  eine  Drtöbcnennung 
(j.  SS.  hki  ifl  bciio  ^ouö,  wo  et  roof)nt,  |l.  in  »Dctd^em  ic;  bie  @tabt,  wo  xö) 
geboren  bin;  fcnnfl  bu  ba6  Sanb,  wo  bie  (Zitronen  btit^n?JC.))  biöw.  auä) 
auf  eine  Seitbenennung  (j.  93.  es  ge[(f)af>  ju  einet  3eit,  wo  ic^  abwefcnb 
wav;  wann  wirb  ber  Sag  fommen,  wo  wir  unö  wiebetfe()en?);  oberb.  a(§ 
unbiegf.  bejiei)enbc6  giirw.  für  ben  9Iom.  u.  3(cc.  alter  bret  ®efd)led^ter  u.  Ui* 
ber  3ablformen,  alfo  f.  weld^er,  weldjen,  wct^e,  wetdjeö  gebraucht 
(ju  »erglei^en  mit  bem  im  alteren  «^oc^b.  auf  äf)ntic^e  fjßeife  »erwenbeten 
f  0,  [.  fo  1.;  ?.  85.  ber,  wo  mi^  gern  t/at;  hk  ^rau,  t)\e  8eutc  2C.,  wo  iä) 
fenneu.);  4)  at§  unterorbnenbeö  SSinbcw.  ob.  gügcwort  a)  octbejlims 
menb,  bem  l)inweifenben  ba  gegenüber,  welci^eS  jebO(^  auä)  fef)tcn  !ann  (}.S5. 
wo  ein  "Kai  ift,  ba  fammeln  fi^  bie  libkv;  id)  fei)'  ben  SBeifen  ni^t,  wo  mir 
ber  50len[i^  »erfc^winbet;  eS  fei,  wo  eö  woUe  Jc);  '0  oberb.  au^  jeitbc» 
jlimmenb  f.  all,  ba,  »gt.  wie  3)  (j.  35.  wo  fte  mid^  gefe{)en  i)at,  i|i  fte  rotJ) 
geworben);  c)  bebtn^enb  f.  wenn  (j.  85.  wo  id)  nid)t  irre  k. ;  wo  mir  tec^t 
i{t  2C. ;  bef.  auSlaff.  wo  ni^t  f.  wenn  eS  nic^t  fo  ijl  ob.  gefc^ie^t;  wo  mog« 
lic^  f.  wenn  cö  möglt^  ijl;  j.  S3.  will  er  mir  {)elfen,  fo  ift  eS  gut;  wo  ni^t, 
fo  mufs  \6)  mict)  nac^  anberer  vipülfe  umfe^en;  id)  werbe  wo  möglich  Jommen, 
u.  bgl.  m.);  —  2.  atö  erfte§  ©lieb  in  jufammengef.  fragenben  u.  be* 
jiet)enben  Sfiebenwörtern,  entfpr.  ben  mit  b a  ggef.  ^inwcifenben  u.  be« 
ftimmenben:  1)  in  Serbinbung  mit  ben  9lebenw.  f)er  u.  {)in:  wol)er,  wo« 
l)in  (f.  b.),  wo  es  im  3(llgemeinen Äie  Örtliche  a5eb.  i)at;  2)  in  ffierbinbung 
mit  23erf)ältnif6wörtern,  wo  eS  cor  einem  ©elbjllaut  in  IV  o  r  oerwan« 
belt  wirb  u.  bie  ©teile  beS  »on  bem  25crl)altnifSw.  regierten  galleS  beS  fragen« 
ben  u.  bejieljenben  j^ürw.  n?cld)eö  ob.  wai  »ertritt,  g.  S5.  wobei,  womit,  wo» 
tton,  wobur^,  wofür,  wogegen,  worauf,  woraus,  worin,  worüber,  worunter  ic, 
b.  i.  Ulf  mit,  Bon  ic  wü6)it  ©ac^e,  burc^,  für,  gegen  was  jc.  (im  2(ltb. 
werben  biefe  3fe§.  tf)eilS  mit  war,  mittclf).  wa,  wo,  t{)eilS  mit  wara,  mittel^. 
war,  wol)in,  gcbilbet,  §.  S5.  war-umbi,  war-umbe,  baf)er  r\o(i):  Warum  (f. b.), 
war-ana,  wä-von;  wara-in,  wara-zuo,  war-nach  it.).  2llle  biefe  3fe§.  bürfen 
ni^t  auf  bejlimmte  cinjetne  ©egenjtänbe,  am  wenigjlcn  auf  ^erfonen,  be?o« 
gen  werben,  fonbcrn  nur  auf  leblofe  Singe  ol)ne  2(rti!et  ob.  ^Cbftracta,  auf 
allgemeine  3(uSbrücte,  wk:  baS,  etwas,  nici^ts,  alles  ic,  u.  auf  ganje  ©5^e 
(alfo  nii^t:  ber  j^^cunb,  woüonbu  fprtc^jt  k.,  fonbern  oon  welchem; 
nic^t:  bie  ©tabt,  worin  id)  wol)ne  zc,  fonbcrn:  in  welker  k.;  wot)( 
aber:  ber  23 orfall,  wooon  bu  fpric^ft;  tl)uc  nid^ts,  womit  ob.  woburd^ 
bu  bir  fc^aben  EiSmiteft;  3tUcS,  wom.  it  i^  i^n  erfreuen  fann  ic. ;  ein  Umjtanb, 
wer  aus  id^  fc^liefe  k.,  u.  bgl.  m.);  aud)  bürfen  fie  ni^t  getrennt  werben 
(alfo  nic^t:  eine  ©ad^e,  wo  i^  nid^ts  oon  wei^,  wo  iä)  nid^ts  für  !ann  jc. 
jl.  wotjon  idö  nid^tS  weijj,  wofür  i(^  ni^tS  tonn;  nic^t:  wobientbaS 
SSünfd^en  ju?  ft.  woju  bient  baS  Sßünfd^en?). 

SBobbe  ob.  Sööbbe,  tv.,  S)?.-n,  nicbcrb.  1)  f.  ein  junget  ob.  f leinet 
^unb ;  2)  eine  junge  ßnte ;  aud)  f.  bie  Jlciedjc  ob.  Ätiedjente,  aui^ :  SB  ö  b  f  e. 

wobei,  fcagcnbes  u.  bejieljenbes  5Rw.,  bei  njc(d)et  <Bi\<i)i  (ogl.  wo), 
entfpr.  bem  {)inweifenben  babei:  1)  fvagcnb  (j.  S5.  wobei  l)at  er  bir  ge^ol* 
fen?  —  u.  in  inbirecten  fragen,  j.  95.  ic^  möd()tc  wiffen,  wobei  er  fid^  mei' 
ner  erinnert  l)at);  2)  bejiel)enb  (j.  58.  etwas,  wobei  ic^  frember  .?>ulfe 
bebatf;«in  Umjlanb,  wobei  mir  einfällt  jc,  wobei  id^  bcmtrfen  mufs,  bafSjc). 


Sßod)c  1971 

,  2Bod^e,  ro.,  5!)?.-n,  (altf)0d^b.  wecha,  wehha,  mittel^).  Woche,  mit  Übtt' 
gang  beS  e  fn  o,  »ie  in  »oUen  au§  wellan,  fommen  qu6  queman  jc.,  burd^ 
anäf)nlic^enbe  ßinwirfung  be§  «  ob.  w  auf  ben  nad^fotgenben  SJocal;  got^.  vikd, 
9?cif)e,  SotSf)  «gl-  baö  lat.  vices  u.  SBUed^fel;  a(fo  »eine  Siiii)i  oon  S^agen« ; 
angetf.  l)eipt  bie  3Boc^e:  vica,  vecca,  vuca,  engt,  week;  nieberb.  SBefe;  nocb. 
vika,  veka,  uka  ic.)  ein  Scittaum  wu  fiebert  auf  einanber  folgenben  Sagen, 
üom  ©onntag  bi^  jum  ©onnabenb  ob.  ©amötag  (in  ob.  binnen  einet  SBo^ie; 
in  öorigec,  in  fiJnftiger  ob.  näi^flev  SBo^e;  übet  ob.  in  bcei,  cicr,  fec^ö  ic. 
SGJo^en;  ftatt  »in  jwei  SBo^en«  fagt  man  gew.  »in  oierje^n  Sagen« ;  bet 
Kcc.  bie  SQSoc^e  f.  in  bev  SBod^e  ob.  in  jeber  SDBoc^e,  j.  S5.  er  fommt  brei« 
mal  bie  SDSoc^e;  bie  2Bod^e  ^ oben,  b.  i.  ben  S!So(^enbienfl,  bei  gewijfejt 
SJerric^tungen ,  bie  njodjenweifc  unter  «Ke()re  üertf)eilt  finb);  bie  2Jl.  bie 
^JOBodjen,  gem.  f.  o.  vo.  bie  ©edjgmodjen  (f.  b.),  ba6  Äinbbett  (in  bie 
SSodjen  fommen,  b.  i.  entbunben  »erben,  nieberfommen ;  bie  SBo^en  l)alten, 
in  ben  SBod&en  liegen  :c.);  —  3fe^.  bie  SBod^enarbeit,  bie  in  einer  S!Bo(i(|c 
»errid)tete  ob.  ju  ocrciddtenbe  2(rbeit;  bec  2Borf)enbcfud),  Sefu(^  Ui  einer 
SBöd;nerinn  ob.  Äinbbettecinn;  ba§  SSoc^enbett,  iai  Äinbbett,  ber  3uftant> 
einer  (gntbunbenen  in  ben  erften  fed)§  SBod^en;  ba^  S55orf)enblatt,  eine 
wödjentlic^  einmal  erfd^eincnbe  3eitung  ob.  3eitfd^rift,  fo  aud):  bk  Söod^en« 
fc^rift;  bec  SBod^enbienfJ,  ber  wöd^entlid)  ob.  wo^enweife  ju  »erfelicnbc 
®ienft,  bef.  fofern  er  unter  55)lef)ren  ber  5Reif)e  nad^  »e^felt;  hai  SBo^en« 
fteber,  f.  ».  m.  Äinbbcttfieber;  ta^  2Bod)en9eIb,  wöchentlich  geja^tteö  ®elb; 
ber  9iBL>d[)engefeß,  Jg)anbn).  ein  auf  SQ5o(öentol)n  arbeitenber  ©efell;  bai 
SBoc^enftnl),  ein  neugeborenes  Äinb  in  ben  erflen  fed)6  SBoc^en;  wecken« 
lang,  Sflm.  u.  fBw.  (mittel^,  wochenlanc;  »gl.  lang  alö  9lnj.)  eine  5D5o^e 
ob.  met)re  SBod^en  l)inburd^  bauernb;  bec  ob.  ia^  SBod&enlo^n  (ogl.  2ot)n), 
eof)n,  weldjen  ein  3rtbeiter  tröc^entlit^  erljäft;  bec  SBod^enmar!t,  ein  g}larft, 
weld&cr  in  jeber  5Bod)e  an  gewijfcn  Sagen  geljalten  wirb,  j.  u.  ö.  Sal)cmatft; 
bie  2ßod)enprebtgt,  an  einem  2Bod)entage  geljaltene  ^rebigt,  j.  U.  o.  @onn* 
ob.  gefttagöptebigt ;  bec  SÖod^enprebtger,  wer  SBoi^enprebigten  t)ält;  bie 
S5So(^enfd)rift,  f.  SBo^enblatt ;  bie  SBoc^enjlubc,  bie  ©tube,  in  roeld^et; 
eine  Äinbbetterinn  i^ce  SBod^en  1)ält;  bec  S55o(^entag,  1)  ieber  Sag  al8 
Sl)cil  einer  9Boc^e  (ber  ©onntag  ijl  ber  erfte,  ber  ÜÄontag  ber  gttJeite  SBoc^en« 
tag  jc);  2)  in  engerer  S5eb.  f.  t».  w.  Mtag,  SBer!eltog,  alfo  mit  2(uöf(^luf« 
ber  ©onn*  u.  geiertage  (.bit  fec^S  SBo^cntage,  entg.  bem  ©onntag); 
ba^er:  bie  SBod^entagöarbeit,  bec  S35orf)enta9Sbien)l,  ta^  SBoc^entagg* 
fleib  u.  bgl.  m.;  iVO^cntaglld),  Sto.,  ben  SBod^entagen  gemd^  ob.  ange« 
^Örenb;  nJOd^emucife,  9ln?.,  na^  SBo^en,  SBoc^e  für  SQSoc^e,  n>5(^entti(§; 
bie  SJoc^enjal)!,  bk  3af)l  ber  Sßo^en,  bd  SSecec^nung  ber  3eit;  bagSGBo^en- 
jimmcr,  f.  c.  w.  bie  SDBoi^enflube;  —  3fbleit.  Wüc^entlid^,  ^m.  u.  JBro., 
voa^  in  jebec  2Bocbe  9efc{)tef)t  ob.  <Statt  i)at,  alle  5öodjen;  üecflarlt: 
aUltJodijentUd),  (fi^  »öd^entlid^  einmal  oerfammeln;  wödjcntli^e  3ufammen» 
!ünfts;  etmai  wöc^entli^  bejaljlcn;  bec  n)ö(^entlic(>e  ßo^n  ic);  fo  auä)  in 
3feg.  wie  brei-,  oierm  ö^entlid^  :c.,  b.  i.  alle  bcei  ob.  üiec  aSod^en 
gefd^e^enb;  wod)lg  ob.  »v5d)icj,  iBn?.,  eine  2Bod)e  bauecnb  ob.  alt,  nur  in 
3fefe.  »ie  brei^  oierwöd^tg  ic.  b.  i.  brei  ob.  »ier  SBo^en  bauernb,  roofilc 
man  gew.,  aber  unr.  breiwöc^entli^  ic.  fagt,  (}.  S3.  eine  breiwöc^ige 
SJeife,   2(bwefent)eit  Jc;   »erfd^.  eine  breiwöd^entlic^e  3ufammenfunft,   iaf)* 

124* 


1972  SBo^ctt  •—  SSoge 

lung  u.  bgl.);  tüOd^nen,  ^ieflof.  3».  m.  ^aben,  cUtb.  f.  ttiod)«ntii5«if«  im 
£)ientl:  abircd)fcln;  bcn  Söodicnbicnjl  f)aben;  ber  S[Böd)ncr,  -6  (oberb. 
SBo^ner)  jvet  ben  5öod)cnbienfr,  bie  5Bod)cnarbcit  ju  t)ernd)ten  fjat; 
bie  SBöc^nerinn,  9J?.-en,  f.  ».  w.  @ccbött)öd)nennn,  Äinbbettetmn. 

SSoden,  m.,  -g,  ü)?.  W.  d.,  nubcrb.  (gern.  auc^SBucEen;  wa^x\i). 
burc^  munbartl.  Cautrcet^fd  auö  «Roden  cntft.))  f«  t>et  Ütecfen  (f.  b.),  ®pinn* 
ro(fen;  batjer  baS  SBodenblatt,  bie  SBodcn  jlube  u.  f.  Slodenblatt  Jc. 

WOburc^,  fcagenbcö  u.  bcjtefjenbeS  9?w.,  burd)  ivcld)e  @ad)e,  bucd) 
was  (ogt.  wo),  bef.  in  SSejic^ung  auf  baä  ?0?lttcl  ob.  bie  mirfenbe  Urfadje, 
«ntfpr  bem  bintt'fifctiben  baburd):  1)  fragenb  (j.  58.  »obucdj  ^at  et  «8 
bewirft?  ttJoburc^  ifl  cf  b^rQcft'Ut  morben?);  2)  bejiebenb  (5.  S5.  baS 
€5ptcl,  woburcfe  ciele  9JZcnf(^en  unglüctli^  werben;  3{Ueö,  trobur^  man  [idf 
beliebt  machen  fann  ic;  —  aber  nic^t:  ba§  St)oc,  »obur^  et  einjog,  fon» 
bem:  burc^  wetc^eö  :c. ;  nic^t:  bie  Sänbet,  woburc^  xä)  reifete,  fonbetn: 
bur^  welche  u.). 

n)ofern,  unterorbncnbcö  Sbw.  ob.  giigcwort  bcr  SSebIngung,  ftnnt>.  wenn, 
falI5,  (oon  wo  f.  wie;  f.  wo  1.  1);  alfo  urfpr.  einf c^rän!enb,  f.  v.  w. 
wiefern,  fofern ,  f.  b. ;  bann  in  bebingenbe  Seb.  üfcergc{)eab;  §.  S.  i6) 
werbe  bie  SRcife  untcrnebmen,  wofern  fein  ^inbernifs  eintritt). 

trofür,  fragenbeö  u.  bejieijenbeö  9tw.,  für  n)e(d)e  @ad)e,  füc  tpaä  (ogl. 
wo),  entfpc.  bem  l)tnwcifenben  bafür:  1)  fragenb  (}.  S.  wofür  ^ättft  bu 
bie  ©a^c;  et  fragte  mid),  wofür  i(!^  eö  anfet)e  :c.);  lanbfd^.  auc^  f.  wacum, 
aüi  njeld)ct  Ucfad)e,  ju  tre(d)em  3wecfe  (j.  SS.  wofür  t)atte  ic^  i^m  benn 
fo  lange  gebient?  wofür  foU  iä)  miä^  anjircngen  Je.?);  2)bcjie^enb  (5. 
JB.  er  ijl  nid^t  baö,  wofür  «t  fic^  auSgiebt;  2(UeS  baä,  wofür  er  belohnt 
werben  ijl  jc). 

SDBoge,  iv.,  50^. -n,  (altb.  der  wag,  wac,  f.  SBag,  b.  i.  bewegte  ^tut^; 
nieberb.  SßSagt;  ton  ber  SB.  wag:  wegan,  bewegen;  oon  bet  munbartl.  gfle» 
benform  »ber  SBog«  ijl  iik  *Oief)rl).  585 oge  alö  weibl.  Qini).  tn6  |)oc^b. 
übergegangen;  frang.  vague;  engl,  wave)  eine  grofe  ^BaffenveUe,  bef.  bic^t.; 
bie  SOi.  SBogen  f.  bie  i)od)  aufitallenbe  Slut!),  baö  tvogenbe  *)}?eer; 
«neig.  f.  grope  u.  föid)tige  SSetregungen,  @d)tDanf'ungcn,  Umwaljungen 
in  mcnfd^li^en  SBegebenljciten  jc.  {«ik  jleigenbe,  fallenbe  SBoge  beS  @Iüc!8<> 
©4)iUer);  —  irogen,  3w.  (alt=  u.  oberb.  wagen,  f.  wagen  1.)  1)  jieUoS 
ni.  t)aben,  nieberb.  ühivi).  f.  in  SSeinegung  fein,  [fd)  f)in  u.  ^ec  ob.  auf 
unb  ab  bewegen,  unruf)ig  fein;  im  Jpo^b.  bef.  bi^t.  fid)  in  SBogen  ob. 
SBeUen  auf  u.  niebet:  bewegen,  finno.  wallen  1.  (baS  £Keer  wogt;  bie  wo» 
genbe  glutl)),  fi*  wogenformig  ob.  in  SBedenUnicn  auf  u.  nieber  bevotf 
gen  (baö  Äornfelb,  baö  ©c^ilfgraö  wogt  im  SBinbe;  ber  wogenbe  Sufen), 
öon  ben  Söogen  getragen  auf  u.  nieber  fd)wanfen  (bas  ed^iff,  ber  ®^wim» 
menbc  wogt  auf  in  giutt)) ;  uneig.  ftd)  in  gropen  COZaffen  ()in  u.  I)ec  ob. 
fort  bewegen,  finno.  flutben  (baö  aSolE,  bk  SÄcnge  wogt  auf  bcn  ©tta^enic); 
aud)  von  lcibenfd)aftlid)er  ©v'mütl)66ewegung,  lebiiaft  wed)felnben  6m? 
pfinbungen  (was  mir  im  SBuftn  wogt;  ©cbmerj  unb  Cuft  wogt  in  meinem 
.^erjen);  2)  jiel.  et  wag  ob.  ftd)  — ,  feiten  f.  in  2öogen  ob.  tvogenförmig 
fd)wanfenb  bewegen;  —  3fe6.  »on  SBoge:  ber  SÖSogenbrud^,  f.  e.  ». 
JlBellcnbruc^ ;  ber  2ßogent>ran9 ,  2i:nbrang  ber  SQBogen;  uneig.  f.  heftiger, 
unwibetflei)lid()cr  Srang;  wogenförmig,  Sw.;  baö  SBogengebirge,  bid^t. 


wogegen  —  »o^m  1973 

f.  ^of)e,  feergäfinlic^c  SBogen;  baö  SßogengcbrrtUÖ,  --gcräufc^,  ^(^ctöfe,  sgca 
tümmel  jc;  bec  SBogcnfc^lag,  (.  SöeUenfc^lag;  bcc  2ßogenflurj ,  ©tutj 
bec  »ogcnbcn  '^lutl);  bic^t.  f.  SBaffetfaU;  ber  aßogentati^,  bic^t.  f.  bie  ob« 
»ec^felnb  fteigcnbe  unb  fallenbc  SSstregung  ber  JJBogen ;  wogentreife,  9?ro.,  fn 
SBogen,  gleidj  SBogen;  —  "KbUit.  »X>ogtrf)t,  Str.,  jpogenäfjnlid),  tvogen» 
formig  (rcogtc^te  Äügcl);  tvogig,  »ro.,  SBogcn  bilbenb,  fid)  in  2Bogen  bt» 
reegenb,  tvogenb  (baS  trogige  SJJeer). 

roogegen,  fragtnbeö  unb  bti{cf)cnbe6  9tn).,  gegen  roelcf)«  <Sac^e,  g^en 
m\\i  (»gl.  reo),  entfpr.  bem  {jinwetfenben  bagegen:  1)  fcogenb  (j.  S. 
wogegen  gcbraud^t  et  baö  SOZittcl^  wogegen  jtreitet  et,  Ut)r\t  ec  fic^  auf  ic?); 
2)  bejie^enb  (g.  JB.  etroag,  wogegen  tc^  ni^t3  einjuioenben  i)abt;  et  fagte 
SRand^eS,  wogegen  tc^  mid)  erfldcen  mufö). 

wogen,  3»-,  Sßogenbrud)  k.  —  voogig,  f.  untec  SBoge. 

tt)Ol)cr,  fcagenbeS  u.  bcjtefjenbeS  9?w.  (ogl.  wo  unb  Ijer),  öbert).  t)on  WO 
auögef)enb  ob.  ^«rf'oinnienb,  entfpr.  bem  In'nweifenben  ba^er;  i'ngbef.  etg. 
von  trelc^em  £)cte  ob.  nu6  roeld}ec  ©egenb  her;  uneig.  Don  wtldjct  ^erfon 
ob.  @ac{)e  aii^gef)enb  ob.  ^ercü^renb,  auö  n?etd)em  Umftanbe  ob.  ©runbe, 
au^  n)<(d)ec  SXmlU  ob.  Urfad)«:  1)  fragenb  (j.  S.  wof>cr  fommfl  bu? 
»ofjet  be6  Canbeö?  b.  f.  auö  weld^er  ®egenb  be§  CanbcS,  ob.  öbcrf).  au«  wel« 
ä)em  ßanbe?  —  wol)et  f)afl  bu  cS  be!onimen,  erfa{)ren  zc?  b.  t.  oon  wem  jc; 
wo^er  wetpt  bu  eS?  wot)er  fommt  ob.  ruf)tt  eS,  bafä  ic,  b.  i.  au6  welchem 
Umjlanbe  ob.  ©tunbe  ic);  fo  a\xd)  fn  inbtrccren  grogen  u.  Qb()ängtgen 
Siebenfci^en  (j.  ©.  er  fragte  mtd^,  wof)er  ie^  lomme;  fage  mir,  wofjer  bu  eS 
wei9t;  ie^t  begreife  id^,  wo^er  e«  fommt  ob.  rii()rt,  baf§  er  fo  traurig  ifl); 
gem.  au^  getrenn  t:  ivo  — f)er  (j.  S.  wo  fommft  bu  ^er?  wo  nimmt  er  bie 
®ebulb  t)er'?  i(^  weip  nic^t,  wo  ec  bit  S^ac^ric^t  t)er  l)at)',  2)  bejie^enb 
(j.  58.  ber  Ort,  wot)cr  cr!ommt,  b.  i.  oon  ob.  au§  weld^em  it.;  bie  Umjlanbe, 
woljer  biefe  örfc^einun-g  tüt)tt  it.).  —  Sffiie  l)cr,  fo  !önnen  oud^  bie  mit  f)  er 
gebilbcten  ggef.  S^ebenw.  fjerab,  f)eran,  f)erauf:t.  mit  wo  »erbunben 
werben:  tt>o()erab,  roof)eran,  reo^erauf,  ttJof)erau^,  wofjerdn,  tvo^etiibec  :c., 
b.  i.  con  welchem  Drte  f)erab,  ^eran,  Ijerauf  2c. 

rvol)in,  fragenbeS  u.  bejief)enbe&  9^w.  (»gl.  wo  unb  I)in):  nac^  miditm 
Orte  l)in  gef)enb  ob.  gerichtet,  nn  n)<Id)en  Ott,  ju  iueld)cm  3i«I«»  entfpr. 
bem  f)inweifenben  ba!)in:  1)  fragenb  (j.  5B.  woI)in  ge^ft  bu?  wol){n  fü^rt 
biefer  SDBeg?  wot)in  ift  bie  ©a^e  ge!ommen?  b.  i.  an  wele^en  Ort,  ob.  ju  wem; 
wo{)in  gef)ört  baS  Sud)?  wo()in  will  er?  näml.  gefien;  wol)in  benffl  bu?  b.  i. 
eig.  auf  welche«  3tel  ift  bein  2)enfen  geri(i^tet?);  fo  aud^  in  inbirecten  gra» 
gen  u.  abt)angigen  ©a^en  (5.  SB.  iö^  wti^  nid)t,  wof)in  er  ge{)t;  i^  tjerfte^e 
niä)t^  woljin  er  jielt);  gem.  aud^  getrennt:  wo  —  ()in  (j.  SB.  wo  ge^ft 
bu  i)in?  wo  gcl^t  bie  SJeife  ^in?  wo  benffl  bu  l)in?  —  xd)  wci^  nid^t,  wo  ec 
f){n  gewollt  ^at);  2)  unbePimmt  f.  nad)  irgenb  ein^m  Orte  f)in,  irgenb« 
tt)ct)'*^  (''S"-  wo;  j.  S.  id^  mufs  wot)in  getjcn;  bie  &aäii  mufö  bod^  wo^in 
gefommen  fein);  3)  bejief)enb  (j.  58.  ber  Ort,  wofjin  er  ceifet  2c.;  baS  3iel» 
wol)in  id^  flrebe  ic).  —  2(ud(>  bie  mit  ^in  gebilbeten  jgef.  9lebenw.  ^inab, 
^inon,  ()inouf  ic.  fönncn  auf  gleiche  SQBeife  mit  wo  »erbunben  werben: 
tt)of)inab,  n?ot)inQn,  iro^inauf,  tt)o()inauö,  ivof)inburd),  n)o()incin,  n>of)in» 
vbex  K.,  b.  {.  m^i  ob.  an  weld^em  Orte  l)inab,  ^inan,  i^inauf,  1)\niuxä)  rc. 


1974  n)oi)tntet:  —  n)ot)l 

n)0l){nter,  frogenbe«  u.  bejie()enbe8  91».,  "tt'mtit  tueldjec  cb.  weli^e  ©ad^e 
(»gl.  »o),  cntfpc.  bem  l^tnweifcnbcn  baf)tntec:  1)  ftagcnb  (j.  SB.  too» 
|)tnter  ftcdte  eö?  »o^inter  f)atte  er  fid^  »erfiedt?);  2)  tejiefjenb  (g.  JB. 
etwa«,  2fUe6,  »o^intec  man  ftd^  »erbetgen  fann  Jc;  abec  nt^t:  bie  SKanb,  bec 
S5aumic. ,  »of)tnter  er  gcflectt  l)at  ic,  fonbern:  t)inter  weldjer,  leintet  »el* 
4iem  n.). 

iroi)(,  9^tt).,  6omp.  wof)(er,  ®up.  tt)o{)(|l,  am  tt)of)l|len,  (oberb.  »ölcr, 
am  »ötjlen),  Wil6)t  ©teigerung  iebo(^  crfl  im  9?eul)0(!()b.  eintritt,  unb  au^  ba 
nur  für  gewiffe  Sebeutungen,  f.  u.,  (got^.  vaila;  aUi)oäji.  wela,  wola;  mittelf). 
wol,  wole;  altfäd^f.  wela,  wel;  üngclf.  vel,  engl,  well;  ültnorb.  vel,  fd^web. 
Tal,  bän.  vel;  »on  glei^em  ©tamme  mit  Söillc,  »ollen  :c.  f.  b.;  SO.  wal, 
wil;  aUo:  „auf  gewollte  ob.  gewünfc^te  SBeife";  urfpr.  baS  alleinige  Sieben», 
ju  bem  IBcgriffe  gut  (ba  bag  58».  gut  etft  im  9leuf)odf)b.  aud^  als  9i».  ge* 
braud^t  »irb),  mit  bem  6omp.  gotl).  bats,  oltb.  baz,  ba[6,  ©up.  gotl).  batist, 
alt^odöb.  bezist,  mittelt).  best)  »irb  gebrau(^t  al6  1)  91».  ber  JBef  (^af  fen- 
|>eit  unb  Sßeife,  in  SSerbinbung  mit  3eit»örtern,  iiberl^.  QUt,  inSbef.  a)  ben 
(Sinn  ob.  bie  ßmpftnbung  befriebtöenb,  bem  @efüt)i  anQemi)m  ob.  be* 
l^flgenb,  cntg.  übel,  »e^  (j.  S.  »ol)l  ft^metfen,  ricd^cn,  lauten  jc;  eS  gefallt 
mir  »ol)l;  e«  ftet)t  i^m  »o^l;  vooi>l  gebilbet  fein;  eS  tl)ut  mir  »ol)l,  b.  i.  e8 
cr»ectt  mir  eine  angenel)me  Smpfinbung;  e6  be!ommt  mir  »ot)l,  f.  befommen; 
mir  i|l,  mir  »irb  wol)l  ju  SO?utl)e,  f.  9}Zutt)),  inßbef.  Don  bem  förpetlidjen 
23eftnben,  bec  ®efunbt)cit,  entg.  un»o^l  (id^  fü^le  mid^  »ol)l,  befinbe  mid^ 
»ot)l;  mir  ijl  »o{)l;  aud^:  id^  bin  »o^l  ob.  »o()l  auf;  id^  bin  t^eutc  nid^t 
xtöit  »ol)l;  —  nur  in  biefer  Beb.  ijl  iie  Steigerung  »o  1)1  er,  am  »oljlflen 
üblich,  5.  S.  i6i  befinbe  mid^  ob.  i^  bin  ^iutt  »ol)ler,  al«  geflern,  ob.  mir  ijl 
woljler,  am  wo1)\^tn  ac. ;  bagegen  fagtman  nid^t:  e§  fdjmedft  ob.  ricd^t  »ol)ler, 
gefällt  mir  »oljler,  ti  ftel)t  il)m  »otjler  ic,  fonbern  —  beffer,  am  beften) ; 
b)  bem  Süillen,  bem  SBunfcK)«,  bec  ?(6fic{)t  gemap,  enx)ünfct}t,  »ad) 
Slöunfd),  entg.  fd^le^t,  fd&limm,  (j.  SB.  c8  ge{)t  mir  »o{)l;  eS  ift  i()m 
»0^1  gelungen;  lebe  »ol)l!  gehabe  bid^  »ol^U  fd^lafe  »oljl!  jc;  einem  »ol)l 
wollen,  b.  {.  il)m  günflig  fein;  e6  »ol)l  mit  einem  meinen ;  if)m  »o^l  tl)un); 
ba^er  aud^ :  n?of)( !  fianj  tro^l !  fet)r  n)o{)l !  als  JluSbrucC  ber  3ufrieten^eit 
ob,  beS  SBeifallS  jur  (5r»iebcrung  auf  eine  2(uSfage,  einen  S5efel)l  it. ;  c)  (ob» 
jectio)  bec  ^f^atur  ber  @acl)c  angemeffen,  redjt,  c;el)Drig,  voUfommen, 
jwedf mapig  (j.  JB.  er  ttat  »ol)l  baran  getban;  er  i)at  eS  »ol)l  gemad^t,  »irb 
es  »0^1  machen;  et»as  »ol)l  überlegen,  bebenicn,  beforgen,  ouSric^ten,  jube« 
reiten  k.;  bie  ©a^e  ift  »ol;l  gcrat^en;  i.i)  !cnne  itjn  »ol)l,  fel)r  »o^l;  xä) 
»eif  eS  wol)l;  eS  lann  l)eute  nic^t  »ol)l  gefd(jcf)en,  b.  i.  nid^t  gut,  nid^t  füg* 
lid());  eben  fo  njo^I,  b.  l  eben  fo  gut,  ricfjtig,  (eid}t  k.  (oberb.  auc^: 
gleid^  fo  »ot)l,  grab'  fo  »ol)l);  2)  91».  beS  ©rabcS  ob.  ber  3ntenfität, 
bef.  »ot  3al>l',  SKa^«,  3eitbejlimmungcn  ic,  balb  verflarfenb,  f.  ü.  w, 
toöüig,  woUfommen,  balb  ermä'pigenb,  ben  SSegriff  bcs  Ungefal)ren  aus» 
brüdenb,  finno.  ttwa,  jlemlid)  (j.  S3.  iÖ)  t)abe  eS  il)m  »ol)l  jel)nmal  gefagt; 
es  waren  tl)rer  wol)l  jwangig;  id^  muffte  wot)l  eine  ©tunbe  »arten;  id^  l)abe 
wol)l  me^r  bcrgleic^cn  gefel)en);  alt  u.  oberb.  aud^  »or  fßtU  u.  9?eben»örtern 
f.  f«l)r  ob.  jiemltd)  (j.  fß.  wot)l  gro^,  wot)l  !lein,  »oI)t  genug;  »oljl  et»aS 
f.  et»aS  JBetrfiddtlic^e*;  ba^er  no(^  ^fefe.  »ie:  »o{)lfcil,  »oblbelcibt,  »oljlebel, 
wot)lerfa()ren,  woljloerbient  ic.);  3)  2(uSruf  Swort  ob.  une^lte  Snterjettion 


m))i  1975 

a)  jum  2fu6bruc!  bei  @[ü(f(i(^preifcn5,  mit  bcm  X>at.  ber  'pcrfon  (j.  B. 
woljl  mir!  wof)t  bir,  bafs  bu  fo  ettrae  nid()t  erlebt  ^afl!  b.  i.  idj  prcifc  bfd^ 
Qtüdüö),  bafe  Jc;  »üof)l  ifjm,  wenn  fein  ©ewiffcn  rein  ift!  —  im  SKittclf). 
gew.  mit  bem  licc.  ber  ^pcrfon  u.  bcm  ©cn.  bec  ©ac^c:  wol  mich!  wol  micli 
dirre  maerel  b.  t.  tt)of)t  mit  biefec  9?ad()ric^t  wegen!  —  im  2(Ul)od)b.  bient 
wela  nidit  nur  ju  freubigcm,  [onbcrn  Q\i<i)  ju  flagenbcm  2(u6ruf,  u.  fdjeint 
bann  eine  fetbpö'nbige  Snterjcction  con  anbercm  ©tammc  ju  fein) ;  b)  ciufs 
munternb  ob.  antreibenb,  finno.  nuf!  (iüoi)l!  wot)l  benn!  nun  »otjl! 
ögl.  baS  franj.  di  bien!  —  bef.  in  bcn  3fe6.  K>oi)lan\  tt>oi)lauf!  e^em. 
aud^:  ttjof)!  ^cr!  b.  i.  auf!  :^erbei!  unb:  wci)l  f)in!  b.  i.  fort!  t)inn)eg!); 
4)  9iro.  ber  25en!;  unb  S«cbe;  ob.  2fu8fage>t)eife  (5SKobatitat)  a)  be» 
ftaftigenb,  üerftd)ccnb,  bejaf)enb>  ftnn».  alleibing^,  QWifg,  in  bec  Zhatf 
üt)nc  3tvelfel  (j.  S3.  icti  t)abc  i{)n  »oijt  gefetjen;  er  ^at  eS  mir  »ofjl  gefagt; 
td^  »ei^  e6  woi)l,  «ilt  e§  wof)!  glauben;  bafür  will  i(^  »01)1  forgen;  man  fann 
wofjl  oor  2fngft  !ran!  werben);  bef.  in  23erbinbung  mit  ja:  ja  wo{)(!  al8 
»erjiarfte  SSejafiung  auf  eine  gcage;  au^  ivo()(!  für  fic^  allein,  al6  Scja^ung 
ob.  SSerftd^erung  bef.  nad^  einer  »crneinenben  grage,  f.  ».  \v.  bod)  (j.  S.  I)ajl 
bu  i^n  ni(^t  gefcljen?  —  wo1)V.);  b)  einraumenb  (ccneefjto),  finno.  jtt)ar, 
fretlid)  (j.  S,  er  l)at  tt)of)t  ®elb,  aber  !cinen  SSerftanb;  er  möd^tc  wo^l,  aUt 
n  fann  ni^jt;  cö  ift  woi)l  wa^r,  aber  tc;  cgi.  bie  einröumenben  gügcwörter: 
obtt)ot)t,  n?iett)oi)l);  c)  al6  btopeö  güHwort  o^ne  beflimmte  SSebeutung,  bef. 
in  grogcn  (j.  S5.  glaubfl  bu  woI)l,  baf6  id^  eö  wei^?  ficf)ft  bu  tt5ot)l,  baf6  id^ 
SRfc^t  l;atte?  f)örjt  bu  wol)l,  waö  er  fagt?  u.  bgt.  m.);  nod^  bebeutungölofer 
in  ber  9Sol!8fpr.,  bef.  in  SBolfSliebern  (j.  58.  ,,©0  ritt  ein  Säger  wol)lgcmutt) 
wo^l  in  ber  SKorgenftunbc"  :c. ;  ,;t>ie  grau  tt)ol;l  gu  ber  Sirnc  fprad()"  u. ;  „er 
fd^wang  il)n  t)interruc!e  wo^l  in  ba«  grüne  ®raS"  ic;  d)  SSermuthitng  ob. 
ßivcifel  auöbriicfenb,  finn».  etira,  ütelleid^t;  in  biefer  SSebeutun^  trirb  c§ 
flüdfjtiger,  mit  fd^roäd^erem  Äon  u.  gcfd^arftem  o  gefpro^en,  u.  bal)er  au^ 
Jt>Dl  gefc^rieben,  obgleid^  e6  baSfclbe  SBort  mit  bem  obigen  ift  (j.  35.  er  ijt 
«Jot)t  Iranf;  bu  bift  woi)l  (wol)  nid^t  wol;l;  er  Ijat  eS  wo^l  nod^  nid^t  erfa{)ren; 
ba§  !ann  wotjl  nid^t  fein;  c8  ifl  wc{)lnic^t  möglidö;,bu  glaubtefl  tto%  idf)  f)abc 
bid^  oergeffcn;  er  irrt  jtc^  woljl;  er  wirb  e6  wol)l  ni^t  mitglei^  getfjan  {)abcn, 
u.  bgl.  m.);  —  baS  2Bol)(,  -e$,  o.  9}i.  {altl)oc^b.  wcia,  wola,  w.,  u.  wolo, 
m.,  bef.  f.  ©lüdf,  5Rcid^tl)um,  aud^  in  ber  55}tet)rf).  gebr.;  mittelf).  wol;  altfodjf. 
welo,  angelf.  vela,  engl,  weal;  nieberb.  SBeel  ob.  !SScf)l;  »gl.  waf)lig  2.)  bec 
Suflanb,  ba  man  fidt)  ivof)I  fiiblt  ob.  roof)I  befinbet,  bie  gute  ob.  günjltge 
Sage  ob.  2}erfaffung,  fowol)l  in  Iciblid^er,  aU  in  geiftiger  u.  fittlic^er  .:&infid^t, 
finn».  ■Ii3of)lfein,  5Bof)I0cftnben,  2ßo()(fa()rt,  aud^  ba«  SSefle,  entg.  ba« 
SBcl)  ob.  S3Je!)e  (j.  85.  fein  2Bol)l  unb  SDßel)  liegt  mir  am  «i^erjen;  für  3e' 
manb«  2Bof)l  forgen;  ba§  jeitlid^e  unb  ewige  585o{)l  eine§  50lenf4)en;  irai  2Bot)I 
ber  aKenfd(){)eit,  be6  ©faateß  ic.  beförbern);  — 3fc|.  mit  tr  ol)l:  3n  fotgenben 
meift  »lt.  Sitelwörtern  i)at  wol;l=  grabbcftimmenbe  ob.  fleigernbe  Se» 
beutung  (»gl.  o.  2)  u.  bejcid()net  in  ber  Siegel  einen  nicbrigeren  SRang,  al«  bie 
entfpred^enben  mit  I)o^  (f.  b.)  ggef.  SEitelwortcr:  lt>o{)lad^tbar,  tvoljlebel, 
it»oi)let)elgcboren,  2Boi)(et)nrürt)en,  ((gw.  SlBo^leljrwürben,  e^icm.Sitel 
für  ßanbprebiger  IC.),  n^ol^Ieljrnjürbicj ,  tt?ol)lgeIel)rf,  u''o{)nöbli(^,  trol)^ 
weife  (Sitel  ber  9Jati)gglieber  in  manchen  ©tobten;  audf):  (Sw.  ©otjlweifi« 
^eit)  u.  bgl  m.}  —  önbere  3fe^  finb:  tvotllail,  oufmunternbet  ob.  ontrti« 


19T6  »0^1 

bcnber  3(u«ruf  (»gl.  o.'^wci)l  3.)  b);  j.  S5.  wohlan!  ans  mttV.  —  »o^ranl  iä) 
forbrc  Sewetfe);  WOf)lanjltänbig,  83».  ba«  ßetft.  anftänbig,  bcm  guten  3(n« 
jlanbe  gemäf;  bie  SSol)(an|iänt)tgfeit;  n)Ot)(auf,  ein  lebliaft  ermunternber 
ob.  antreibenber  2(u8ruf  (f.  o.  wo{)l  3,  b);  j.  $B.  »o^rauf !  wof)lauf !  bie  ®ä)lai)t 
beginnt);  tro^lbetad^t,  S».,  get)ötig  bebaut  (ein  tt)ot)Ibebad)ter  entfd^lttfs); 
WOijlbebäc^tig,  a5m.,  mit  ge{)örtgem  Sebai^t  Ijanbelnb;  bie  SBo^lbebäd^tig* 
feit;  baS  2Bo^)lbefint>en,  bot  äujlonb,  ha  man  jti^  woi)l  bcfinbet,  bef.  »on 
lörperlidjec  ®efunbt)eit  u.  SSefjagli^feit ;  ba«  SSSot)IbcI)agen ,  ia^  »etp. 
»ef)Qgen  (f.  b.),  itnnli^eS  SBoljIgefü^l  ob.  SBof)rgefaUen ;  n)oJlbej)alten,  S»., 
f.  unter  bei)alten;  tt)ot)lbeleibt,  83».,  fel)c  ob.  flar!  beleibt  (f.  b.);  bie  3Bot)I- 
lbckibt{)cit;  nJOl)lbefianbcn,  83».,  gorjl».  reic^lid^en  Seflanb  ob.  Sorrat^ 
I)Qbenb  (ein  »ot)lbe|tanbener  SOBa(b);  tt)Ol()lbetagt,  83».,  fef)r  betagt  ([.  b.); 
bet  SGBo^Ibett»ufft ,  elt.  f.  bai  »oUfommene  S3e»uJTtfein  ob.  Biffen  um  eine 
©Qd^e  (es  ifl  mit  meinem  SBof)lbe»ujTt  ge[c^e{)en);  WO{)Ibienen,  jiellof.  3»., 
obecb.  ein  em  —-,  f.  i^m  in  cigennü^igec  3(bjtd^t  ju  ©cfallcn  leben;  bal)ec:  ber 
SQ3oi)lt)iener ,  f.  Äderet,  ©c^meid^Ier  u.  Jpeud^ler;  n?ol)lb{cnerifd^ ,  85».; 
tt)ot)ierfal)ren ,  83».,  in  »orjügli^cm  ®rabe  erfa{)ren;  bnS  2öoblerge{)en, 
boS  gute  (5rget)en,  bie  ec»ünf^te,  giütftid^e  Sage  einer  ^erfon-,  tro^lerl)aIten, 
aS».,  gut  b.  t.  in  er»iinf^tem  ob.  ge:()örtgem  3ujl<inbc  crijalten;  wo\)UX' 
wogen,  85».,  gut  ob.  get)6rig  et»ogen;  tüOl^lerjogen,  83».,  gut  erjogen; 
bie  SBo^lerjogenl^eit;  bie  2Bof)lfabrt,  o.  5Ä.  (»on  f  at)r  en  f.  jid^  bene{)men, 
»et()alten,  Fortgang  f)aben)  eig.  ber  gute  gortgang,  bann  iiberi)aupt  ber  günjlige 
ob.  glücflic^e  3ujlanb ,  baö  leibtid^e  u.  getjltge  fJBotjlbefinben,  finnö.  2Bol)ler» 
gel)cn,  5D5oi)lfein;  woblfeit,  83».,  Somp.  tt)ü()lfel(er,  ©up.  it)of)Ifeiljit,  (mittel^, 
wol-veile,  in  SÄenge  »ori)anbcn;  ogl.  o.  »o^t  2)  «ig.  fef)r  feil,  leidet  oet? 
fauflid),  b.  i.  um  einen  öerf)dltnifgniä'f ig  geringen  ^reig  ju  faufen,  wenig 
fojlenb,  entg.  t;()euer,  (»oI)lfei(e  SBaaren;  »o^lfeil  laufen,  »erfaufen,  b.  t. 
für  geringe  greife;  et»aS  »oi^lfciter,  am  »o|)tfci(|len  geben,  laffen;  wohlfeile 
^tit,  b.  t.  eine  ^tit^  in  weld^er  ber  ^reiö  ber  fiebengbebürfniffe  niebrig  tjl, 
entg.  tt)cure  3eit;  —  unr.  aber  ijt:  ein  wof)lfeitcr  ^reis  f.  ein  niebriger,  ge» 
ringer,  biUiger);  uneig.  fd^erj^.  f.  »cnig  SBerti)  ^abenb,  gemein,  aUtaglid^ 
(j.  85.  »ö{)lfei(er  SBi|  u.  bgl.);  bie  SQ3ot)Ifeilt)eit,  oberb.  aud)  bie  SB  of)l* 
feile,  ba§  SBot)lfeilfein,  ber  niebrige  ^reiö;  wo^lgeartet,  83».,  gut  geartet, 
gutartig;  TOO^lgcbauet,  85».,  gut,  gehörig,  regelmäßig  gebauet;  n)Ol;(ge^ 
bilbet,  85».,  gut,  angencf)m  gebilbet,  ge».  »on  ber  Äörperbilbung  (eine  woi^l- 
gebilbete  ^erfon);  n)Oi)lgeboren,  83».  (mittell).  wolgeborn),  et)em.  »on  guter 
b.  {.  ebler  ®eburt,  als  2(belStitel;  je^t  allgem.  Sitel»ort  für  ^crfonen  bür» 
gcrli^en  ©tanbeS  (in  ber  ^fnrebe:  6».  SQSotjlgeboren);  WOl)lgcfallen, 
trb.  jieUof.  3».»  in  l)o^em  ®rabe  ob.  »oUfommen  gefallen  (»o  i(l  ber,  »el(^er 
2CUcn  wot)lgefaUt?);  bag  2Bof)tgefalIen,  ein  Ijoljer  ®rab  »on  ©efaUcn  ob. 
®efriebigung  ([ein  5Bol)lgefaU£ii  an  Semanb  l)aben;  et»aS  mit  SBoljlgcfaUen 
betrauten);  n)Ol)IgefäUig ,  85».,  1)  SDBof)lgefatlen  erregenb,  angenel)m,  on» 
net)mbor;  2)  5BSof)lgefaUen  empfinbenb  «.  »erratljenb,  bef.  an  fic^  felbjl,  finno. 
felbjlgefällig  (}.  83.  ftc^  lt)ol)lgcfäUig  im  ©piegel  betra^itcn);  bie  SBoblge^ 
falligEett;  bag  SBBoI)lgefül)l,  ein  angene|)mes  ®efüf)t,  ®efül)l  bes  Sffio^lfcin« 
ob.  83et)agenS;  \t)Ol)Igetlett»ct,  85».,  mit  guter,  anflänbiger  Äleibung  »crfe^en; 
«)ot)(getaunt,  85».,  gut  gelaunt,  guter  Caunc;  WOi)lgelungcn ,  85-».,  gut, 
nac^  SBunf^  gelungen;  WOt)(gemeint,  85»,,  gut  gemeint,  aus  guter  SÄeinung 


»o'^t  1977 

b.  t.  ©eftnnung  t)crra^cenb  (efn  wofilgcmeintcc  SRatlj) ;  VöO^Igemutl) ,  S». 
(mittelf).  wol-gemuot,  oon  bcm  SB»,  gemuot,  einen  gCTOiJTcn  SCRutt)  b.  i.  ®mn 
Ijabenb,  gcftnnt;  »gl.  SJlutl)),  guten  5}?iitf)  {)abenb  u.  jeigenb,  gute«  5J?utb«, 
jtnn».  ijetter,  üergnügt,  aufgeräumt  (fei  wofjlgemutt)!  etwae  n)ol)t9emut^ 
beginnen;  feltncr  gebeugt:  ein  woljlgemutljcr  SRenf^);  bec  2Bof)(gemutl), 
-es,  0.  SÄ.,  »erfc^iebene  ^flanjen:  1)  ber  gemeine  ©oft;  2)  ber  S?orretfc^ 
(borrago  officinalis  L.) ;  3)  bec  f  l  e  i  n  c  2B  0  9 1  g  e  m  ii  t  i)  f-  »•  ">•  t*«"^  3Bir6e(= 
boft;  n)Of)Igcnä^rt,  S».,  gut  ob.  gefjörig  genäf)rt,  bef.  in  3(n[cf)ung  beö 
fötpcrlic^en  ®ebcit)enö,  jlarf,  bicf;  W0l)Igenci9t,  S5a.,  baß  oerft.  geneigt, 
ftnno.  wot)lnjoUenb,  gewogen;  ber  2Bol)(9enufö,  angencJjmec  ©cnu[ö;  n?ot)t' 
geordnet,  Sm.,  gut  ob.  ge{)örig  geotbnet;  TOOl)IgcrQt^en,  S».,  gut,  nac^ 
SBunfc^  gcvQtfjen  (mof)rgeratf)ene  Ätnber);  ber  SBot)l9erU(^ ,  Qngenefjmer 
®eru(^,  25uft  (931.  2Bo()'-gerüc^e);  WO^tgefc^affen ,  Sn>.  (mittclt).  wol- ge- 
schaffen) »lt.  f.  wc{)lgebi(bet,  wofjtgcjlaltet;  ber  SBol)(gefcf)macf,  angcnel)mer 
©cfd^macE,  auä)  SBofjIfd^mac!;  ivo{)(geftnnt ,  Sn?.,  gut  geftnnt,  woi)l' 
»oUenbe  ©efinnung  l)abenb  u.  gcigenb;  Jt)Of)lgefittet ,  S».,  gute  ©itten  t)a'' 
bcnb,  finnü.  anflanbig;  wot)(geflaIt,  S».  (mittel^),  wol-gestalt  ob.  -gestellet) 
gut  befd)affen,  tt»oI)lgcbilbct,  fc^ön,  ic^t  gern.  »of)lgcftaltet,  entg.  ungejlatt 
(f.  b.);  bie  2Bol)(gej!vllt,  gute,  regelmäßige,  fc^öne  ®c|latt  ob.  Äörperbilbung, 
pnno.  ©djönljfit,  entg.  Un»  ob.  SOiifggejlalt;  n}o{)Ige(tlmmt ,  SB«?.,  gut  ob. 
gef)örig  geftimmt;  tt>ol)Iget()an,  58».  (mittelJ).  wol-getäo,  oberb.  quc^  »ol^l^ 
tl)an;  ogl.  tt)un  4);  franj.  bien  fait)  »lt.  f.  »of)lgebilbct,  »o{)lgcflalt,  jtatt' 
lid^,  anfeljnli^;  oberb.  a\i(i)  f.  bctrad^tricö ,  fe^r;  WO^tgeivogen ,  »».,  in 
(jojiem  ©rabe  ge»ogen  b.  i.  geneigt;  bie  SiBol)Igen)ogeni)cit ;  wo^tgejogen, 
JB».,  gut  ob.  gef)(Srig  gebogen  b.  t.  erjogen,  »gl.  »oljlcrjogcn;  bie  2ßo()Ige; 
jogentjeit;  it)ol)n)abenb,  33».,  6omp.  -er,  ©up.  -fl,  (etg.  ^w.  eon  »of)I 
(jaben  ob.  fic§  »o^I  f)aben,  f.  fic^  woljt  bcfinbcn)  in  5Cnfef)ung  ber  ciu» 
feren  Sage,  bef.  ber  93ermögen6umftdnbe  fiel)  trof)(  beftnbenb,  mef)r  als 
boS  jum  Sebenlunterfjalt  9?otf)»enbige  ob.  J&inrcid^cnbc  beft|cnb,  finno.  bc» 
mittelt,  vermogenb,  »cnigec  als  retd),  begütert  (ein  »o()l^abenbec  SKann; 
einer  ber  $IBof)ll)abenbjlen  im  Crte);  bie  SSo()(t)abenf)cit,  i>a^  gBo{)l()abcnbi 
fein,  finno.  ber  2Bof)lftanb ;  tt)Ot)I^ab{g  ob.  Wot)n)äbtg ,  alt  u.  oberb.  f. 
»otjlljabcnb ;  bequem  u.  befjagli^  Icbenb  u.  iamä)  auSfe^enb;  bie  SGBof)!« 
^äbigfeit;  wo{)l{)€rgebra(^t,  SS».,  Äanjl.  auf  rechtmäßige  SOBeife  Ijergcbrac^t 
b.  i.  üblich  geworben  ob.  cr»orben  (»gl.  l)crbringcn);  ber  SBol)lfIang,  1)  ein 
angenebmer  Ätang,  entg.  SKifS»,  Überlang,  (3Ä.  S!Bof)lflängc);  2)  o.  S3J.  bie 
(Sigcnf^aft  bcö  58Sol)lflingenS,  (ber  SSoblBlang  eineö  ©cfangcö,  ber  JRebe  ic); 
n)Ot)tflingent),  S5».,  ongen-ef)m  flingenb;  ber  SDBoI)Uaut,  1)  ein  angencf)mer 
Caut,  entg.  SOtifS»,  Übeltaut  (SJi.  SBobUautc);  2)  o.  50?.  bk  ©igcnfc^aft  beS 
5ffiol)l»  ob.  Xngenebm'ßautenS  (ber  2Bo{)naut  ber  SRebe  beruljt  »orjüglic^ 
auf  ber  SOlifd^ung  unb  Serbinbung  ber  oerfdjiebenen  ©pra^laute;  ber  585obl= 
flang  b'ngfgen  auf  ben  SonoerbältnijTen) ;  n?ol)Uautenb  ob.  wobdailtig, 
S5».,  ongene{)m  lautcnb;  ba6  SBol^lleben,  2ebcn  in  fort»äf)renben  ftnnli^en 
©enflffen  u.  ffiergnügungen ;  ber  2BobUcber,  gem.  f.  wer  in  ftnnlid^cn  ©e^ 
nütfen  lebt  (franj.  bou-vivant);  bag  SBoblmeincn,  gute,  günflige  SKeinung, 
b.  i.  ©efinnung,  finnu.  2Bot)lwolIen;  n?ol)Imeinenb ,  Sw.,  eö  gut  mcinenb, 
gflnjlige  ©efinnung  begcnb,  finn».  »otjtwoUcnb;  audb  f.  »obfgemcint  (j.  S. 
ein  wo^lmeinenber  SJatb);  bie  S35oI)(mdnung,  feiten  f.  günftige  ©efinnung, 


1978  m))l 

2Bof)l«)oUcn;  tt)ol)Ivebcnb,  S3ir.,  angenetjm,  fd;ön,  mit  Äunft  rebenb,  |tnn\). 
betebt;  tie  2Bol)lrcbenl)eit,  bie  Sevtfgfcit  u.  Äunft,  fd^ön  u.  angenctim  ju 
tcben,  bcf.  in  3(n[e{)un3  bei  iwä)  bk  ä'ufjece  gorm  u.  ben  ©c&wuct  bcr  SRebe 
i)eroor9ebcad)tcn  SDBo{)(9efallen6 ,  Berfd().  oon  bct  ec()tcn  SScrcbförnf eit; 
ittol)lried^cnb,  f8m.,  anscne^m  ded^enb,  buftenb;  wol)trul)enb ,  tüo^t* 
fd^Iafcnb,  St».,  gut  ob.  ongenctjm  ru{)enb,  fd^tafenb;  ef)em.  unt.  „eine  woi)U 
rut)enbe  ob.  njot)lfc^töfcnbc  ^aä)t  (wünfd^cn)"  f.  eine  9^ad&t,  in  »cld^ec  man 
i»ol)(  [d^läft,  r.  an^iim^mi  £Ruf)e  ob.  gute  ^aÖ^t  (wönfc^en);  bcc  Sßol)l= 
fc^marf,  f.  ü.  tt).  SBol)tgef^mad;  n)Ol)lfd^mecPenb,  Sw.,  domp.  -er,  ©up. 
-jl,  angcnel)m  fd^medfenb,  finn».  [d^ma(!f)aft  (bie  »o{)lfd^mccfenbfien  ©pcifen); 
ba§  2Bol)(fc{n,  -8,  ber  qüU,  befriebigenbe,  bet)a9[id)C  Suflanb,  be[.  in 
3(nfe^ung  beö  förperltc^en  Scfinbenö,  finno.  SBcbIbcftnben,  ©efunbbeit  (auf 
Semanbe  SQ5o^lfcin  tnnfcn ;  3^r  2Bo{)tfein!);  ber  2Bol}ljlanb,  1)  beu  gute, 
befnebigenbe,  Qei)m^e  ©tanb  Db.  3u|^anb  einer  ©ad^c  (j.  S5.  bae  ^auö, 
ber  ©orten,  iai  ©ut  befinbet  ftd^  in  SBofjljtanbe,  gen»,  in  gutem  ©tonbe), 
inebef.  ton  ^erfonen :  bie  günjlige,  9lücf(id)C  ßa^c  in  2(nfef)un3  ber  S3ec; 
mogenöumjlanbe  (in  SBot)ljlanb  fein,  leben;  ber  im  8anbe  f)errfd^cnbe  aBoi)l- 
ftanb  :c.) ;  2)  jt>a6  nac^  bcr  I)err[(i^enben  50?einung  u.  ^ittc  ben  SO?enfd)en 
»t)cbt  tl«bt  ob.  ircbl  anflebt,  ba§  ©ciiemenbe,  ^tnflanbiQe,  @d)ttfitd)c, 
u.  bie  iibercinftimmung  bcS  S3enct)men§  u.  ber  «l^anblungSwcife  mit  bcm  für 
onftänbig  (Seltenben,  finno.  3(nftanb,  @d)icflid}feit  (ben  2Bol)ljlanb  beobai^ten, 
ob.  »erleben,  beleibigen,  gegen  ben  S!Bol)lflanb  »erfto^en);  ber  2Bol)ltög,  gew. 
nur  in  ber  50?.  5Bof)(ta3e,  (nieberb.  SBeelbage),  »lt.  für  gute  Sage,  SBo^l* 
leben,  entg.  SQ3e{)tage;  tt)Ol)Itl)un,  trb.  jieUof.  3».  (altf)od^b.  wela  tuoo), 
einem  -,  tl)m  @ute8  tf)un  ob.  erireifen,  au6  SBo^Imollen  fein  58e|teS 
befocbern  (j.  SS.  er  i)(it  Sielen  wol)lget^an;  bef.  au4):  bai  SBol)lt]^un,  alö 
.!^tt). ;  —  in  ben  SScb.  „eine  angenehme  ©mpfinbung  ertt>eden,  eine  l)eitfame 
SQSirfung  I)eroorbnngcn*'  fc^veibt  man  r.  wo  1)1  tl)un,  getrennt;  j.  S5.  bie 
frifd^e  Cuft  i)at  mir  »otjl  gctfjan;  bie  2l"rienei  wirb  if)m  wo{)l  t^un;  baö  SKw. 
wol)ltl)uenb  wirb  iebo^  alö  S5w.  gebraud^t  f.  ber  Smpfinbung  angenehm, 
einen  angenehmen  ßinbrucE  mad^enb,  j.  SS.  ein  wol)ltl)uenbe6  ®efü{)l  jc.); 
bie  2Bol)lfl)at,  SW.  ^tbaten,  (altf)0(!^b.  weküt),  1)  el)em.  (bibl.)  überl).  f. 
eine  qüU  ZWy  cntg.  iibeltt)at;  2)  je^t  in  engerer  SScb.  eine  »^anblung, 
burd)  \reld}e  man  3»;mnnb  ixcbltbnt ,  b.  i.  nuS  5D3obin)oUen  fein  S3e|^e« 
beforbert,  finno.  ©iittbat,  fo  voic  bai  ju  biefem  3wec!e  ®etval)rte  ob. 
(begebene,  inSbef.  ©elbgefdjenfe,  ^Ilmofen  k.  (einem  eine  SBo^ilt^at  er» 
jcigen;  5rBot)ltl)aten  auötf)eitcn,  empfangen,  genießen  u.);  uneig.  au^  \va$ 
einem  woi)l  tbut,  b.  i.  angencljme  ®mpfinbungen  erwedt  ob.  günpige  5öir» 
fungcn  t)erüorbringt  (j.  SB.  ein  fiifjlcS  S5ab  «n  ber  .&t^e  i|t  eine  wat)re  fBol)U 
i()at);  ber  SBc»l)ItI)äter ,  bie  SBol)ltl)atcrinn ,  n)er  2(nbein  ivobltbut, 
ibnen  SBobltb^ten  enreift  (er  ift  mein  3Bol)ltl)ater;  ein  SBo^Ut)citer  bc« 
sDZcnfd^cngefc^lec^tg;  eine  SSotjItljatcrinn  ber  3(vmcn);  WOt)ltI)atig ,  S5w., 
eomp.  -er,  ©up.  -fl,  1)  ^um  3öcb(tbiin  öcn«>9t)  9«tn  u.  oft  wobttbuenb, 
ftnno.  milbtbatig,  freigebiij,  (ein  wot)Ut)atigcr  SOiann);  öuc^  in  biefec  dlc'u 
gung  fleäriinbet  (wof)(t()ätige  J^anblungen,  3wede  :c.);  2)  f.  ».  w.  \vol)U 
t()ucnb,  angenelim  ob.  öünftig  ivivfenb  (ein  wo()lt{)ätiger  Siegen  u.  bgl.); 
bie  SBobltl)äti9feit,  bag  2ßol)ltl)ati9fcin,  finn».  SJ^itbe,  CO^ilbt^dtiöfeit; 
n}Ol)lt>erbient,  S5w.,  fe^r  ob.  »oUfommen  »erbient  (}.  83.  fio^n,  ©tröfe  jc); 


woi)ncn  1979 

aixd)  in  t^ätUd)tt  Seb.  in  {)o()fm  ®tabc  »crbtcnt,  gro^c  S3erbtenfle  Ijabcnb, 
»ecbienjlooU  (ein  »ot)locrbicntcc  «Olann);  baö  SSo^lüerl)altcn,  guteö,  pflid)t= 
madige«  58erl)aUen;  ber  SBol)ber(ei^,  -eg,  o.  SR.  (oon  „2Boljl  cedcif)en"; 
gtm.  oerberbt:  5BBolf  crlei)  SScnennung  Decfdjiebcner  fjeilfräftigec  ^flan^ 
jen,  bef.  1)  eine  ^flanjc,  beren  Mtlö)  auö  üteten  lanjenförmigen  Slättc^en 
t)e|te()t  IC.  (arnica  L.),  ingbcf.  bie  bei  un6  einf)eimif^e  flarhiec^cnbc  u.  alö 
J&cifmittel  gcbtoud^te  2frt,  JBcrgreotjtticrleii),  auc^ :  gaU«,  ©nge^,  5)lanen= 
fraut,  33JlltteWUrj  JC.  (amica  montana  L.);  2)  ber  Ȋlfc^c  ob.  folfd^e 
SBotjlUCvUilj,  [.  0.  ».  Si\l\)t''7Hant  (inula  dysenterica  L.) ;  3)  bet  5ffio|Tcr' 

gcofj^löffel  (alisma  plantago  L.) ;  itJO^lüerflanben,  StD.,  vidjtig  ob.  gehörig 
»ccitanbcn  ([ein  niot)lDCf|iQnbener  Sortljeil;  anö):  ,,trot)lDer|lanben"  für  fic^ 
allein  ob.  abfoUit  gefegt,  juc  aBavnung  »or  S!3tifSt»erftanb);  n?ol)Iüenral)rt, 
88».,  gut  ob.  get)6rtg  üertt)at)rt;  rü0l)ht)0llen,  trb.  jieUof.  3»t).  au^  getrennt: 
woi)l  ir  0  n  c  n,  (»gl.  wollen)  eine  m — ,  äuten  5öiUen  b.  i.  günflige  @«; 
finnung  gegen  if)n  l)egen,  fein  ^Sejlcg  roünfdjen  u.  ju  beförbecn  [uc(}en, 
finno.  eg  gut  mit  if)m  meinen,  it)m  günjüg  ob.  geneigt  fein,  (er  will  mir 
wo^l,  fd^eint  mir  woljliunjollen) ;  baö  5Kn).  n? c ()  Itt) o 1 1 e n b  at§  SB»,  u.  5«it>., 
ftnno.  günfiig,  geneigt;  aud)  übcrt).  freunbüd),  liebreid),  gefällig  (einen 
tt>of)ltt)oUenb  bet)anbeln;  ein  »o^lwoUenbeg  J&erj  Ijaben);  ta^  2ßot)ln)oUcn, 
-5,  bie  günflige,  geneigte  ©efinnung,  finnio.  Q)eneigt{)cit,  @ctt)ogenb«it 
(fein  SBol)lwoUen  gegen  mi^);  au^  übert).  bie  f)errfd)enbc  5^eigung,  ^Cnbecec 
2ßof)(  5U  beförbern,  ix)o{)ht>oI{enbe  @emütf)öQtt,  ftnno.  ?^reimblid)feit,  9??i(bc, 
Seutfeligfcit;  —  llbUit.  tt>ol)li.q,  SBw.  (ogl.  baS  nieberb.  »e  1)1  ig,  »5^» 
Itg  2.)  lanbfcl).  u.  bid^t.  f.  bag  @efüf)t  beS  5D3o()lfein5  {)abenb,  u.  mit  bie? 
fem  (55efiit)(e  ücrbunben,  ftnno.  bet)i":glid). 

n)Ot)nen,  jiellof.  ^m.  m.  Ijabcn,  (altb.  won^o,  woacn,  a\x6)  f.  gewonnen, 
gcwoljnt  fein  ob.  werben;  attfä^f.  wonön,  wundn,  angelf.  vunian,  engl,  won; 
nieberb.  wanen;  oon  bcm  ©tamm  won,  ba^er  altb.  giwon,  gewon,  ie|t: 
gett)of)nt,  altnorb.  vanr;  ogi.  ge»ot)nen;  SB.  wan?)  urfpr.  überl).  bleiben, 
venreilen,  uer{)arrcn ;  in  bcflimmterer  SBcb.  feinen  bleibenben  ^(ufentljalt 
an  einem  £)fte  t)aben,  fid)  beflanbig  ob.  gett?öl)nlid)  ba  aufl)a(ten,  bort 
eint)eimifd)  ob.  ju  ^i^aufe  fein,  leben,  (in  bec  ©tabt,  auf  bem  Canbc  wofinenj 
bie  Sßitben  wofinen  in  5ffiälbcrn,  in  ^öf>len;  auc§  oon  Spieren:  bie  loilben 
Zi)kct  n!ol;nen  in  ^'6i)kr\;  bie  gifd^c  reoljnen  im  SBaJTer,  bie  Söögcl  in  ber 
Sufr;  gett).  leben);  bcf.  in  engerem  ©innc  in  23ejie()ung  (luf  tai  jum  blei; 
benben  3fufcnt()a(t  eingerid)tetc  ©ebaube,  bie  SScfjaufung,  in  welcher  man 
feinen  beflänbigen  ©i^  ^at  (in  einer  ^ütte,  in  einem  ^alajtc,  in  einem  U- 
quemen  SqciüU  k.  tro{)nen;  er  wo^nt  am  SOlarfte,  in  ber  .^auptftra^c  u.,  mit 
gegenüber;  bei  Semanb  »oljnen,  b.  i.  in  bcffen  ^aufe);  uneig.  u.  bilbl. 
irgenbiro  feinen  bleibenben  ©i^  f)nben,  beflanbig  anroefenb  ob.  gegen* 
wartig  fein  u.  fid)  tf)ätig  erweifen,  in  einem  3ujltanbe  üec^arren  (®ott 
»o^nt  im  Cic^t;  in  feinem  ^crjen  fann  !cine  gute  Steigung  woljnen;  „fei  im 
S3efi^c,  unb  bu  njo{)nlt  im  JRec^t"  ©d^itlcr);  —  3fc6.  bog  2öol)nbett,  Säg. 
ba6  Sager  cincö  SBilbeß,  bef.  einc6  roilben  ©c^treineö;  ba5  SSol)nt)ail?,  ein 
jur  SGBo{)nung  für  SKenfc^en  beflimmte«  ^oug,  f.  b. ;  ber  SBol^nort,  jebet 
Ort,  wo  man  wot)nt,  2(ufent^alt6ort;  in  engerer  Seb.  ber  »Drt  b.  i.  bie  Ort» 
f^aft,  ba§  •Dorf,  bie  ©tabt  jc.,  n>o  man  feinen  bleibenben  ©ife  i)at  (feinen 
SBol)nort  ocrlaffen,  »eränbcrn  Jc);  bec  2Bot)npla^,  ein  oon  tOZenfc^en  b«; 


1980  ml  —  SSolf 

woi)nttt  ^la^,  ein  Ott  (objectiper,  alö  SBo^noct);  unefg.  i>et  Ort,  wo  etwa« 
etnf)etmifc^  ob.  ^errfc^enb  ijt  (§.  S.  ein  S(ßof)nprai  ber  greube);  bec  SBo{)ns 
fd)ni{eb,  lanbfd^.  ein  ©d^mieb,  bec  feinen  beftänbigen  3fufentf)alt  an  einem 
Orte  ^ot,  entg.  Sauffc^mieb;  bec  2Bol)nfi|,  ber  btcibcnbe  ©i§  b.  i.  3Cufent« 
^a(t  on  einem  Orte  (feinen  SBof)nfiß  irgenbwo  ^aben,  auff^tagen) ;  auc^  bec 
2rufentf)attS.  ob.  SBof)nort  fel&fl  (ein  fc^cinec  SBof^nfi^);  bie  S[Bol)n|iabt, 
feiten  f.  i>k  ^tabt,  in  \vtlö)it  man  woifnt-,  bie  2Boi)nflatt  ob.  ^fiätte,  f.  r>.  ». 
bteibenbe  ^tätU,  Sffiol^n^  ob.  2(ufent^a(t6oct ;  bie  2öol)n)lube ,  tag  2Bo{)ni 
jimmer,  bie  ©tube,  boS  3immec  jum  gcwJfinric^en  ?fufent^alt,  j.  ll.  sj.  @aft«, 
siJu^=,  eföftube  ob.  »jimmec;  —  libUit.  woljnhat,  «Bro.,  fd^ig  ob.  im 
©tanbe  betrof)nt  511  werben  (wofjnbarc  3immec;  ein  JC>auö  in  tt5oi)nbacem 
3uftanbe  erf)alten);  bie  SBo^nbarfdt;  ber  SSoljner,  -g,  trec  trgenbwo 
voohnt,  gew.  nuc  in  3fe^.  wie:  ©intt5of)ner,  ©tabt-,  ßanbwofjnec  :c.;  njoi)n* 
l)aft,  Sw.,  iroI)nenb,  feine  Söobnung  babenb,  anfdfjTg  (an  einem  Orte 
»oljnijaft  fein;  alle  im  Socfe  »o|n()aften  SSauern);  ttJO^nltd),  SB»,  f.  0.  ». 
trobnbar;  gew.  in  bejümmterem  ©inne:  angenebm,  bequem  u.  bebaglid) 
gu  beirof)nen,  bag  Qoefüljl  beS  »^cimifd}feinö  envecfcnb  (ein  ttJot)nlic^ec 
Ort,  ein  woljnlic^eä  ©tübd&en  :c.);  bie  SBobnlid^feit;  bie  SBobnung, 
1)  0.  3K.  bag  SBobnen,  ber  bieibenbe  'iiufentl)alt  an  einem  S)ttt  (feine 
SBof)nung  irgenbwo  ^aben,  nehmen,  auffc|lagen);  2)  9)?.  -en,  bec  £)ct  t»o 
man  roobnt,  2(ufenti)a[tgoct,  bie  3Bo{)nf}att,  bef.  bie  58ef)oufung,  baS 
SBobnbauS ;  in  engerer  Seb.  ein  für  eine  gamilie  jum  5Q3obnen  einge^ 
rid)teter  2!{)eil  eine6  (>)ebaubc6  (j.  85.  bki  ^aui  'i)at  oiec  SBof)nungen) ; 
n)0^nunC(6log,  Sw.,  feine  S!Bol)nung  ^abenb. 

W0(,""9l».,  f.  n)o{)I  4)  d). 

wölben,  3«.  (obecb.  c.  »elben,  gewelben,  mittell;.  weihen;  niebecb. 
tcoloen;  »on  bem  ©tamm  walb,  baf)ec  altf)o^b.  der  walbo,  obecb.  SDSalben, 
f.  SSSalm  2.;  altf)oc^b.  walbon,  fi(j^  waljen,  walbi,  He  SOBolibarfeit,  welbi,  bec 
©^winbel,  giwelbi,  gewelbe,  baö  ©ewötbe;  ber  burd^  ©inwirfung  be§  w 
begünftigte  Übergang  be6  e  in  ö,  wie  in  fc^wören,  jwölf  u.  0.  m.,  beginnt  fe^cn 
in  bem  mitteUjo^b.  wölbe  f.  SBölbung;  bec  ©tamm  walb  fc^eint  oon  bec 
SB.  wal:  wellan,  gofl).  valvjan,  lat.  volvere  auSjugeljen,  »gl.  SBcUe,  »allen  it.; 
auffallenb  ijl  iebod)  baä  anlautenbe  h  in  bem  angelf.  hvealfian,  nocb.  hvelfa, 
wölben,  angelf.  hvealf,  gewölbt  (contier),  bvealfa,  norb.  hvolf,  SBolbung) 
1)  jiel.  bcgenfcrmiö  ob.  baud)icl)t  (conüer)  abrunben  (eine  2>ccfe  wölben; 
eine  gewölbte  Sertc;  ein  gcwöl-bter  Äaflen,  b.  i.  ein  Äaften  mit  gewölbtem 
©ctfel;  eine  gewölbte  ©tirn,  SSrufl  jc.;  ^flanj.  ein  SBlatt,  ein  grud^tboben  ifl 
gewölbt,  fr.  conoej:);  mit  einec  bogenförmig  gerunbeten  (gcn)ö(bten)  3)ecfe 
\)erfeben  (ein  3immer,  einen  Äeller  wölben;  ein  gewölbter  ÄcUec  :c.);  2) 
cütfj.  fid)  -,  bi^t.  aud^  siellog,  bogenförmig  ob.  baud)id)t  gerunbet  fein, 
«in  ©eivofbe  bilben,  (bie  ©tauben  wölben  fii)  ju  einer  Saube;  bec  SQimmtl 
wölbt  fi^  iibec  un§;  bid^t.  anö^:  bec  wölbcnbe  J^immcl);  ber  SBöIbbogen, 
bie  S[Bölbjlii(5e,  bec  Sogen,  bie  ©tü^c  eineö  ©ewölbeö;  bie  SBölbung, 
1)  0.  9Ä.  bai  5B5(ben;  2)  ^.  -en,  wai  gewölbt  i|^,  finn».  (Sereolbe 
(eine  SCBölbung  mauecn ;  bie  SBötbiflig  beö  ^immcl«). 

SBolf,  m.,  -es,  Wt  Sßolfc,  SSerfl.  iai  5B6lfc^en,  5Börflein,  1.  (altb. 
wolf,  ®.  wolves;  gotf).  vulfs,  altfä'dijf.  u.  angelf.  vulf,  niebecb.  SBulf,  engl, 
wolf;  isiänb.  ulfr,  fd^web.  ulf ;  offenbar  =  lat.  vulpes  ,  obwol;(  bie  iBeb. 


SBoIf  1981 

abweidet;  auf  bai  gotf).  3».  vilvan,  rauben,  jurücfiufüf)ren,  alfo:  bec  SRäubcr, 
ba«  SRaubtljier;  —  baS  littt).  wilkas,  [law.  wilk  »eift  fjingegcn  auf  baß  gtle^. 
;.t;;{Of  =  lat.  lupus,  fangfc  vrika,  beuffd):  SBarg?  f.  b.;  ob  btcfc  bciben 
SBortceif)cn  unter  ficfe  etymologifc^  ju[animen{)an9en  unb  wie?  ift  bunfel;  ganj 
ocrf(f)ieb£n  aber  i(t  2Bolf  oon  SDSelf  (f.  b.).  obtt)o{)t  le^tercS  ntc^t  feiten  in 
SBolf,  SÄ.  SSSölfe  ft.  SBelfe  terbcvbt  wirb)  ein  befannte^,  jum  v^unbe* 
öefd)Ud}t  ge^öi-enbe*  9iaubtl)iec,  welc^eö  bef.  ben  ©c^afen  gefdfjrlicft  ift; 
hai  treiblidje  2;{)ier  Ijei^t:  bie  SQSöIfinn,  ^.  -cn,  Sag.  au^  f.  bie  «|)ünblnn, 
(fpric^nj.  „wenn  man  Dom  SBolfe  fprid)t,  i(l  er  ni(^t  weit",  »on  einer  äfopifdjcn 
gäbet  Ijcrgenommen ;  ba^er  auc^:  „ber  SBolf  in  ber  gabel";  mit  ben  SBÖlfen 
tjeulcn,  b.  i.  in  ben  SSon  einer  (fc^lc^ten)  ©efeUfc^aft  einftimmen,  ftdb  bcrfelben 
fügen;  2Botf  unb  ®d^afe,  ein  SBrettfpiel);  ©tcrnf.  ein  ©eftitn  an  ber 
fiibltc^en  JE)albfu9el;  in  weiterer  Seb.  bejeic^net  2Bolf  mit  ccrfc^iebenen 
Sufägtn  mel)rc  ju  bcmfelben  @efd)lcd)t  gel)örenbe  S!f)ierarten ,  als :  ber 
inbifc^c  ob.  mericanife^c  5ß3  olf;  ber  ©  otb  wolf  (f.  b.);  ber  2£benb» 
roolf  (fr.  bie  ^i)dnc);  ber  iSigerwolf  (bie  gcflcctte  >?)i)ane);  in  altb.  jgef. 
©igennamen  brüctt  2Bolf  (wofür  alS  jweitcg  @(icb  ber  3fe|.  aucf)  «olf 
flcbt)  Äübntjeit  au6,  u.  ^at  bann  übexi).  üet)tär!cnbe  ob.  fieigernbc  Äraft, 
g.  S3.  SB  olf  gang,  b.  i.  ber  iüt)n  Ginberfc^reitenbe  ob.  SSorbringenbc  (oud^ 
»cr{.  blof :  SSolf,  u.  oberb.  oer?l.  SBolfel,  SBölfel),  SBolffjart  (SBolfart), 
ber  Ui)t  Äüf)ne;  3Cbolf  (altb.  Adal-olf),  ber  ^oc^eblc,  «R  üb  olf  (altb. 
Hruod-olf),  ber  >&o^becül)mte,  u.  bgl.  m.  —  2.  5öolf  wirb  in  melen  uncig. 
ob.  bilbli(^cn  SBeb.  gebraucht,  beren  äufammenf^ang  mit  ber  eig.  Scb.  mefjr 
ob.  weniger  bun!et  ijl;  ftc  laffcn  fii^  unter  folgenbe  allgemeine  Segriffe  orbncn: 
1)  etroa^  -ScefTenbeö,  25er3et)cenbcg ,  Umfid)3reifenbeg,  Srennenbeä, 
<Sc^Qb[id}eg;  ba^er  9laturE.  üerfd}iebene  rauberifdje  u.  fd)d'b[id)e  3:i)tece, 
al§:  bcrfKcer»  ob.  ©ecwolf,  f.  b.;  ber  ©tic^ling,  ber  fid)  »on  !leincn 
gifdjcn,  3nfecten  ic.  nä'brt;  ber  Siencnfreffer  ob.  95ienenwolf,  eine  litt 
Jfftcrrüffelfäfer,  befifen  Saroe  ben  Sienenjtöcten  g£fäf)rli^  ijt;  ber  weipe  .Rom» 
wurm:  ber  SBolf  im  Äorn;  ferner  an  ben  aufblübcnbcn  Steifen  eine  fc^? 
Uxi)a\tt  ÄnoSpe,  mlife  ber  ^auptblume  bie  Äraft  entjiebt  (ogl.  Kauber); 
«ine  oon  frarfcc  SHeibung  ()errii()i-«nbe  ^autentjünbung,  bef.  am  ©efä^ 
(ftd^  einen  SBolf  reiten,  b.  i.  burc^  «Reiten  juiiel)en);  lanbf^.  aud^  ein  um 
fict)  freffcnbeS  (5)efd)tt)ür ;  obcrb.  f.  eine  ßa^nbeule ;  \d)itii).  auc^  f.  3aljn 
(glei^f.  ber  greffer);  2)  etwai  geljletfjafteg:  obcrb.  ein  feblerfiaft  b.  t.  nic^t 
Qleic^müpig  biet  gefc^nitteneö  SBrctt;  Ui  ben  Orgelbauern:  ein  feblcrliaftcr 
tjeulenber  unreiner  Son;  3)  ein  biifer,  jfarfer,  meift  tunblid)er  Körper, 
bef.  alg  SBerfjeug,  ©era't^  ob.  Zl)c\l  eines  fold^en ;  inöbef.  f^wab.  eine 
flarfe,  jum  Umt)auen  geeignete  Si^c;  3immerl.  ber  lange  SBalEcn,  an  welkem 
bei  ©trol)ba(^crn  bie  ©parren  befcftigt  finb;  SBafferb.  ber  in  einem  ©erüfle 
gebenbe  ^ammblotf;  .^üttenw.  ein  fleineö  waljenförmigcö  ©tuet  SRo^eifen; 
lanbfd^.  ein  bider,  ftarfcr  Stagel  ob.  Soljen;  in  ben  SKaljbarren  ber  gewölbte 
Dfen;  Sud^m.  ein  ©erdtb  jum  3fuflodern  unb  «Reinigen  ber  SBoUe;  am  Sii^iin: 
eine  üxt  ©arnfacJ  mit  oicr  Äugeln;  —  3fe§.  mit  SBolf=  ob.  gew.  SB  olfö«: 
bie  SBolfSangcl,  f.  o.  w.  baä  SBolfSeifen,  f.  u.;  baS  SBolfSauge,  baS 
2(uge  eines  SBolfeS;  uncig.  ein  «Raubgier  ttcrratt)enbc§  2Cugc;  auc^  f.  u.  w. 
Äa^enauge,  ein  «^atbcbelftein ;  bec  2ßoIfäbalg,  tsa^  abgejogenc  gca  tincä 
SBolfeö;    Ut   SBolfbatt,    lanbfc^.   f.  SBiefenbocJSbart :    ber  fBolU   ob. 


1982  Solf 

SBoIfSbnf^,  ranbfdö-  f.  ÄeUert)aIö  (^ftanje);  bie  SBotfSbeere,  f.  o.  w.  1) 
bii  einbccce;  2)  bfe  SoUücfc^e,  auc^  SBolfgürfd^e,  »traube  genannt; 
wolfbcißig,  SBw.,  gtctfc^.  f.  oom  2Bolfe  gebiJTen;  ble  SBolfäbo^ne,  lanbfdd- 
f.  gei9bot)ne;  türfifc^e  SBtrfe;  bie  SBotf^brut,  bte  Sungen  einec  SBölfinn; 
bec  SiSolfborn,  ein«  "ajftanjengattung  auö  ber  gamilie  bec  SRad^tfc^atten, 
raeij^  mit  2)crnen  cer[et)en  (lydum  L.);  baS  SBolfäcifen,  1)  eine  2Cngct  jum 
gang  »on  585ölfen,  auc^  SBolfSangcl;  2)  ein  jlarfeö  gangeifen  mit  jwei 
gebern;  3)  ein  Sagbfpief  jum  2{bfangcn  bec  SBölfe;  bec  2ßolf6fanC|,  1)  baS 
gongen  einc§  ob.  me^cec2Bö(fc;  2)  3Ä.  SBolföfange,  bie  langen  gefriimmten 
3af)ne  in  bem  ©ebifö  ber  SBölfe;  bec  SBoIffinber ,  ein  jur  SBolfiagb  ge« 
bcoud^tec  Jpunb;  ber  2Bolf6fi|l,  gem.  f.  o.  w.  SSofift  ob.  Äugelf^wamm; 
bec  SJBolf'  ob.  SBolf^fud^ö,  ©teppenfud^« ;  bec  SBolf^fu^,  uneig.  »et« 
f^iebene  ^fianjen ,  tnöbef.  f.  5J!Bajfer;3(nbotn,  aud)  SQSolfSbetn;  u.  f.  baS 
.:g)erjge[pann  ob.  ^ecjfraut  (leonurus  cordiaca  L.);  ba^  Jffiolfägatn,  ein 
flar!(§  @acn  juc  SBolf^iagb,  aitc^  SöolfSneft;  bec  SBoIfägarten ,  Säg. 
ein  eingefd^loffenec  ^Ia|  jum  SQSolfäfange;  baS  SBolfägebifä ,  ba§  ®ebifg 
eines  SöolfeS;  uneig.  eine  2frt  ®ebiJTe  füc  hartmäulige  ^fecbe;  ia$  SBolf6* 
gel)eiil;  bie  SBolfgerfle,  eine  "ilxt  beö  ^aacmoofeg  (polytrichum  commune 
L.);  bai  SBolf^geft'd^t,  uneig.  eine  mit  bec  £i(^feniunge  öectuanbte  g)flansen» 
gattung,  au^  Ärumm{)a(ö,  SSSolffc^cin  genannt  (lycopsis  L.) ;  bai  Sßolfä* 
gift,  lan\>\6).  f.  bec  gelbe  ©turmf)ut;  nJOlf^grau,  SS».,  üon  bec  grauen 
garbe  be6  SBolfeg;  bie  SBolfögrubc,  eine  üerbedfte  ©rube  mit  einec  gaUtl)öt 
jum  gange  con  SBölfcn;  bie  2Bolf6I)e^e  ob.  4)a^,  ^e^iagb  auf  SBötfe;  bec 
SSBolf*  ob.  S55o(föt)Unb,  1)  ein  juc  aBolföjagb  gebrau(^tec  J^unb ;  2)  ein 
»on  einem  .5>unbe  mit  einer  SQSölfinn  gejeugtec  .^unb;  3)  f.  ©pi|f)unb  ob. 
fJ)ommec;  4)  bec  ©teppenfuc^ö;  bec  2BoIf6()un9er,  !ran!()after  t)eftigec 
J^ungec,  Jpei9^ungec;  bie  aöolfgjagb,  Sagb  auf  SBölfe;  bie  SBolf§fel)(e, 
»lt.  f.  SBolfSgcube;  bie  SBolfäfirfiJe,  f.  asolföbeere;  bie  2BoIf§!(aue,  bie 
Älauc  eine«  9Bolfe§;  uneig.  f.  baö  ÄolbenmooS  ob.  Särlapp  (lycopodium  L.); 
bie  SGBolf^flingc,  eine  2Cct  cunbec,  etwas  bceiter  2)egen!tingen  mit  bem  3eic^«n 
eines  SSolfeS  (angeblich  ton  einem  SKeiflcr,  S^amcnS  SBolf,  im  15.  Saftr^. 
^errü()renb);  bci^  SBolf-  ob.  SBoIfäfraut,  1)  ber  ©turmf)ut;  2)  baS  ©pring» 
fraut;  bec  SBolfömagen,  uneig.  f.  ein  t)ei^l)ungriger,  unerfattlid^er  SJiagen; 
bie  2öolf6mild),  uneig.  eine  bekannte  ^flanje,  i>ie  einen  mil^wei^en,  f^arfen, 
brennenben  ©aft  entl)d(t,  auc^:  (gfelö^,  .^unbe^,  SeufelSmit^ ,  ß[elö!raut 
(euphorbia  esula  L.) ;  bie  2Bo[fämi(d)rviupc,  bie  auf  ber  SDSolfsmilc^  Icbenbe 
SRaupe  be6  SBolf^milc^üOgcB,  eines  'iTbenbfalterS;  bec  Söolfmonat,  alt 
u.  lanbfc^.  f.  5«owember;  aüä)  f.  Sccembec;  bai  SBolf^ne^,  f.  2BolfSgarn; 
bec  2Boifäpcl5,  ein  ^elj  oon  SOSoifSbalgen;  Äürfd^n.  aud^  f.  ber  SDBolfSbalg; 
bec  2BoIf§Vtf§,  baS  3crreijjcn  »on  Sl)ieren  bur^  ben  SBolf  u.  bec  babucc^ 
angerichtete  ®^aben  füc  bicSagb;  bie  SBolf'ofaitc,  eine  2frt  ©aiten  »on 
SBolfSbarmen;  bie  2ßolf§fcf)cibc,  Äiirf^n.  tin  ©eftell,  über  »elci^em  ber  ah' 
gejogenc  SDSolfSbalg  auSgcfpannt  u.  getcodnet  wirb ;  bie  SBolf*  ob.  SBolfö* 
fd)i)te,  1)  bie  ^latterbfe  mit  breiten  SSlattcrn;  2)  eine  3Crt  bcä  »ortSbornS; 
bec  2ßolföfrf)rot,  grober  ©c^rot  jum  ©^icjjen  con  SJBölfen;  bec  SBolf- 
fegen,  et)em.  ein  ©egenfprud^,  bur^  n)eld)en  man  baS  auSjutreibenbc  SJie^ 
gegen  ben  SBolf  ju  fidjcrn  fuc^te;  bai  SBolffpiel,  ein  SBrettfpicl,  au^  „SBolf 
unb  ©d^afe"  genannt;  bie  SSolffpinne,  ©pinnen,  wel^e  fein  ©enjebe  ma^en, 


1 


Wölfen  —  Sßolfe  1983 

fonbetn  if)tet  Seute  nad^laufen ;  Uv  SBoIftiger ,  ein  »ffbeS  Zi)itt  im  föbl. 
2Cfrtfa  u.  in  3nbien,  »cl(f)eö  gut  Sagb  abgerichtet  wirb;  bie  SBolfötraube, 
f.SBolfSbcere;  bie  2BoIf=  ob.SGBolförouVj,  1)  bcc  ©tarmfjut;  2)  bie  ©c^meet« 
»urj  (ledum  telephium  L.) ;  3)  bie  röf)renföcniigc  ©c^tratjiüurj  (actaea  tpi- 
cata  L,);  bec  Sßolfäja^n,  ^af)n  eincö  SBolfeö;  uneig.  bei  ben  S^rffln  Urne, 
fpiftigc,  fc^warje  3äf)ne,  welche  fic  am  grcffen  f)inbern;  bec  »ei^e  S85olf6» 
ja^n,  eine  2(rt  rfif)rcnfötmi9ec  ©c^neclen;  i)ai  SBolfäjeug,  baö  fämmtlic^e 
jur  aBolfejagb  gebörige  ®erdt{);  —  UhUit.  n?ö(fifct),  Snj. ,  bem  5Bo[f 
a()n(id),  nad)  3(rt  etneö  Sßolfeg,  gefrä'fig,  raubäterig,  reilb  rote  ein  SBolf. 

tDülfen,  3n).,  Sag.  unr.  f.  raelfen  (f.  unter  SBelf):  Sunge  roecfen. 

Söolfram,  m.,  -6,  o.  SK.  (oon  SBoIf  unb  SKam  ob.  SRaf)m,  b.  i.  SRup, 
©(^»oacje,  ügt.  3tam  2.  u.  @ifenraf)m  ;  angeblid)  fo  genannt,  »eil  eö  alö  ein 
glei^fam  rduberifc^cS  ®rj  ben  «DletaUen  i^re  ©efc^meibigSeit  nimmt),  ein 
eigent{)ümlic()eS,  jlrengflüffige^  u.  fef)r  fdjTOereS  Metall  t)on  @tat)lfarbe, 
au^:  tai  2Botfram=9}ZetaU,  ©djnjecjleinmetnU,  gem.  SBolfatt,  SBol' 
fert,  9Bolfectg;  eö  finbct  fi(^  im  Sungjleine,  im  ©^»erfteine,  bet  auö 
Sßolframfdure  unb  Äaifetbe  bejtef)t,  u.  bef.  im  SBolframers,  mit  SifenfalE 
»erbunbcn;  bec  SBolframfalf,  eine  auö  ber  2Cuf(öfun3  beS  Sungfleineö  ge- 
wonnene gelbe,  puloeci^te  SOlafTe. 

SBolfSangel  u.  [.  f.  —  SBoIf^jeuci,  f.  unter  SBolf. 

SBolfe,  Jv.,  SO?,  -n,  aSerfl.  bag  2Büied)en,  oberb.  5BolfIein,  (altf)o(J&b. 
daz  wolchan,  wolcan,  welchen,  @en.  wolchanes;  mittclf).  wölken,  f.  u.  »., 
Derfl.  wölkelfn;  obetb.  bie  2Bol!en;  altfac^f.  wolcan,  angelf.  volcen;  nieberb. 
JGJulEe;  bie  2B.  walk  f^eint  eine  9Beiterbi(bung  »on  wal,  wellan,  »äljen, 
wölben  Jc;  t5gl.  walfen  u.  wel!;  engl,  welk,  umwölfen  u.  einrunjcln,  welked, 
wolüg  u.  weif  ob.  runjlig)  eine  in  bec  \)'6i)c\:en  2uft  fdjreebenbe  SBaffec:« 
bun|l=S)?affe  (eine  «Regen-,  .^agel«,  ©ewittecwolfe  k.  ;  ber  2Binb  treibt  Ik 
SBolfen  oor  \ii)  fjer;  bie  SBol!en  jie()n  jc.);  in  weiterer  Seb.  aud^  anbete 
Utcl)te  CDZajyen,  tveldje  in  ai)nlid)ec  ©ejlalt  in  bie  2uft  auffreigen  ob. 
barin  fd)Weben  (j.  S5.  eine  SRau4)wolEe;  S!Beif)rau(^wolEen;  SBJollen  oon  ©taub 
ob.  @taubwol!en  u.  bgl.  m.);  uneig.  fd^erjl).  eine  gro^e  Coden-^errucEe;  aud^ 
in  galten  u.  Sauft^e  aufgeftecfte  S3orf)änge  an  genjlern  jc.;  ein  wolfenci^nlic^er 
glecJ  auf  ber  Dberfläc^e  beä  2Cugeö :  baä  SBölEc^en  im  3(uge;  —  3fe^. 
wolfena()nlic^ ,  njolfenartig ,  Sw.;  bie  SBolfenbacf e ,  eine  3(rt  langer, 
bau^iger  Äegclfc^neden;  wolfenbebccft,  ^befteitet,  ^belaben  zc,  bi^t.  Sn?., 
mit  SBolfen  bebectt  jc;  bec  Söolfenberg,  ha^  SBolfeitgebirge,  berg5l)nir^ 
gefaltete  SBolfcn ;  ba§  2Solfcnbilb,  Silb  ob.  2fbbilb  einer  2Bol{c;  uneig. 
ein  »cranbcrlic^eS,  taufc^enbe^  Silb?  ber  SGBoIfenbrud^,  (mittelfj.  wolkeabrust) 
baö  plö^lic^e  9liebcrjlrömcn  ber  in  einer  gropen  SOBolfe  entl)altenen  SBaffer» 
maf[e,  ein  l)eftiger,  eine  ganje  ©egenb  überfd^wemmenber  ^la^rcgen;  bie 
SBotfenbecfe,  it)üüe,  burd)  SBolEen  gebilbete  Secfe  cb.  «^uUe,  bebectenbe  ob. 
t»ert)üUenbe  SBolEenmafTe;  bec  SBoIf'cnbunfl,  SBolEcn  bilbenber  25un<l;  bec 
SBolfcn-  ob.  SBolffanger  (nicberb.  SBuIfenfanger),  ©c^iff.  ein  grof er,  bicfec 
ÜberrodE,  SRegenroS;  luoifcnfrci,  Sw.,  frei  »on  SBolfen,  unbcwölft;  bie 
SGBolfcngejlalt,  bie  mannigfaltige,  oeranberlic^e  ©cftalt  ber  SBolEen:  aud^ 
eine  au§  einer  SBolEe  gebilbete,  täuf^enbe  ©ejlalt,  aud):  SBolEengebitbe; 
ber  5Bolfent)immet,  ik  ©egenb  be§  Sunfifreifcö,  in  welker  bie  SöSolfen 
f^weben;  bie  2Bolfenl)öt)e,  i)ii  J&öl)e,  in  weld^ec  bie  5BolEcn  fd^weben;  ber 


1984  SBotlc 

SOBolf enfranj ,  «frei§,  btc  SBolfenfrone,  Sffiolhn,  bie  in  ®ejtait  eine« 
ÄianjeS,  ÄretfeS,  cincc  Ärone  etttaö  umgeben  ob.  bebec!en;  bec  SüBolfen« 
!reife(,  eine  2(rt  großer  Ärctfelf^neden;  wolhnUex,  iDOlfenloS,  S«?.,  leec, 
frei  con  2Bol!en,  unbemölft,  cntwölEt,  I)ettec  (ein  \üol!enlofer  .i^immcl;  au($ 
uneig.  ein  rcolfentofes  3Cntli^  u.  bgl.);  bie  SBolf'enlofigfelt;  bag  2BolEcnmeer, 
bid^t.  f.  eine  gvo^e,  mit  einem  SJlecre  ju  »erglei^enbe  SßSolEenmajfe;  bie  SBol* 
fenperrürfe,  eine  mit  großen  Socten  »erfc^ene  tt)olfenäf)nli^c  ^erriirfe;  bet 
SGBolfenfammler  ob.  Jüerfammicr,  »er  bie  SIBolfen  fammelt  ob.  [i^  ju* 
fammenjief)en  laJTt,  bi^t.  ^Benennung  beö  Donnergottes  3eu6;  bie  SBolfen» 
faule,  eine  fäulenförmige,  fen!cec^t  flei)cnbc  SBol!c;  bec  Sßolfenfc^leler, 
bid^t.  ein  (Schleier  »on  SJBolfen,  b.  i.  SBoÜen,  bie  etwoö  »ie  mit  einem  ©d^leier 
bebeden;  bie  SBolfenfc§ne(fe,  eine  2£rt  Suten  mit  brauner  luolüc^ter  3«^* 
nung  auf  weitem  ©runbe,  au^:  ba6  SQSolf  cnf)orn;  ber  SBoÜenfleg,  bi^lt. 
ein  I)oi)er,  oft  »on  2Bol!cn  »erijiiUtcr  ©ebirggpfab;  bie  SSolfentUte,  eine 
Krt  Äcgeltuten  mit  wolfia)tcr  3ci(%nung ;  bie  JBolfcnum^üUung,  ber  SBoU 
fenüort)ang  2C.;  ber  aSolfenjug,  ber  3ug,  ba^  3ie^?n  ber  SGSolfen;  — 
Äbleit.  Wolfen,  jieUof.  3».  mit  ()aben,  (attJjod^b.  wolchandn,  mittel^. 
vTolken)  »u.  f.  TOolfig  tterbeit ;  bi^t.  f.  \volUmi)nü<i)  \d)mtbm  ob.  fid^ 
ec()eben  (SfJauc^  »ol!et  gcn^tmmel);  lanbfd^.  bef.  nieberb.  uncig.  f.  in  btditen 
97?afTen  bei  einanber  ob.  mit  etreaS  bebecft  fein  (j.  S.  bie  Saume  njolfen 
oon  Si^eln,  ob.  eä  »olEt  »on  (Jid^eln);  trolfen,  jtel.  u.  bef.  riitfj.  3»., 
1)  etn)a6  -,  ju  5Solfen  geflaiten,  fiel)-  Wolfen  btlben  Qik  Sünfle  wöllm 
jt4));  2)  mit  SBolfcn  überjiel)en,  bebe(fen  (ber  Fimmel  »ölfte  fi^;  ge». 
bewötien,  um»ölfen);  uneig.  f.  toerbunfetnb  uml)üllen,  trüben,  xnt- 
ftujlevn  (rcaS  n>ölEct  bcine  (Stirn?  n.);  iDOlfic^t,  »».,  n?olfenäl)nacl); 
wolfig,  Sn).,  mit  Wolfen  üetfel)en,  bebe(ft  (ber  »olüge  4>imme0. 

Sßoüe,  tt).,  9)^.  (nur  »on  »erfciiebenen  2(rten)  -n,  (altl)oc^b.  wolla, 
milteU;.  wolle,  oberb.  SBoU;  got^.  vulla,  ongelf.  vqII,  engl,  wool,  nieberb. 
aiBuUc;  norb.  ull,  bän.  uW;  littf).  wilna,  jla».  volna,  poln.  welna;  finn.  willa; 
SB.  wal,  wellan,  »äljcn,  roUen  K.;  alfo:  baS  SBellige,  ©eEcaufelte,  3ottige; 
vgl.  5IBulit,  baS  lat.  villus,  3otte,  vellus,  glief,  grie^.  ov/.og,  !rau6  zc.)  ba« 
fraufe,  bicl)t  in  einanber  3efd)[un9ene,  tT?ctd)e  ^aor  bet  @d)afe  u.  al)n* 
lieber  S:i)iere,  als  ©toffnamen  o.  ?0l.,  genauer:  <Sd}afirolle  (feine,  grobe, 
fpanifc^c  2Bolle,  ßanbnjoUc  Jc;  in  2BoUc  arbeiten;  fpri^tt).  in  ber  SBoUe  fein 
o&.  ft^cn,  b.  i.  in  guten  Scrmögengumjlänben;  otcl  ©efc^rei  u.  rcenig  SQSoUe, 
b.  t.  l^ere  ^rai)(crci) ;  Säg.  aud)  bie  Spaaxi  ber  ^afen  unb  Äaninc^en,  u.  bie 
glaumfcbern  bcS  jungen  ©eftügclS;  in  weiterer  Scb.  bie  feinen,  n)etd)en 
gafecn,  reeldje  ben  «Samen  mand)et  ^flanjcn  umgeben,  g.  S5.  bc6  SBoU« 
greifet,  beö  SBciberi^ö,  ber  ©eibenpflanjc,  bef.  aber  ber  SaumwoUenjtaube: 
fcie  SSaumwcUe  (f.  b.);  -  3fc^.  mit  2BoU=:  wolIäl)nltc^ ,  Sio.;  btc 
SßoUarbeit,  2Crbeit  in  ob.  mit  SBoUe;  bet  SSoÜatbeiter,  »er  in  SBoUe 
orbeitet,  alö  allgemeiner  Jlusbrurt  f.  SBoUbcreiter,  SBoUenwcber  Jc. ;  ber  SBoU* 
bäum,  dn  opinb.  SSaum,  beffcn  3tt)eige,  SStumeu  jc  mit  einer  bieten  SBoUe 
umgeben  finb,  aud)  giljbaum  (tomex  L.);  bet  SBoUbevciter,  »er  bie  SBoUe 
für  iit  2BoUcn»ebcr,  Suc^ma^ec  :c.  juberettet,  b.  i.  !ämmt,  Spinnt  2C.-,  bie 
SQSoUbereitung;  bie  SBoUblume,  yerf(j^iebeue  '3)f[anjen,  bereu  Blatter  mit 
einer  feinen  SBoUe  überjogen  finb,  inSbef.  1)  eine  ^flanjengattung  mit  fc^met» 
(ertingSfötmigen  Slumcn  u.  iii)n  ©taubföben  (antbyllis  L.),  »on  »ielen  2frten ; 


SBoUe  1985 

2)  f.  0.  tt>.  ba6  SBoUBcaut  (verbascum  L,);  3)  ffne  ^flanje  mit  tönten« 
föimigem  Äclc^,  trl(!^t«tförmi9er  JBlume,  jwet  furjcn  ©tau&fä'ben  jc,  au^: 
grii()b(ume  (eranthemum  L.);  bcc  SBoUbogen,  v^utm.  [.  ü.  tt).  gad^bogen 
(f.  untec  fachen);  bic  S5SoUbi|lel,  1)  f.  o.  rc.  Äraugbijlet,  SO?ann«treu;  2) 
eine  »oUigc  ^ftan^cngattung  mit  fc^önen  gelben  Stumen,  gem.  3ült({),  3üld^ 
(andryala  L.);  bet  SBoübom,  einige  Acten  beS  aSoUfamenö,  inöbef.  bec 
Ä5febaum,  f.  b.;  bic  2BoUcuk,  eine  2(rt  «Rac^tfaUer;  bcii  2Bol(grag,  eine 
auf  moorigen  SBiefen  ic.  wa(^fenbe  ©raöart,  bcren  ©amen  mit  |actec  SBoUe 
umgeben  ijl,  aud^:  Sßicfcnfla^ö  ob.  -»oKe,  SSaumttJoUcngraS,  »Übe  Saum« 
reoUe  IC.  genannt  (eriophorum  L.);  iai  2BolI(;aar,  woUi^teö,  fcaufeS  ^aac 
(j.  58.  bec  9tegfr);  bec  2ßolIl)anbeI,  ^anbet  mit  SBoUe;  bcc  2BoUl)ünt)Ier; 
baS  2BoU()U^n,  eine  ©pielart  beö  gafanS;  bec  fBoütamm,  Äamm  bec 
SDSoUfcimmer,  welche  bie  SBoUe  fämmen  (f.  b.)  u.  babucd^  jum  ©pinnen 
oocbecciten;  bic  SBoÜt(ette,  eine  2Crt  gco^ec  Äletten  mit  wei^ec  SBoUe 
jwifd^cn  ben  Äeld^fd^uppcn ;  bcc  SBoÜfopf,  eine  auSlanb.  ^flanjengattung, 
becen  innecec  Miiä)  mit  »ieler  SBoUe  umgeben  ifl,  ouc^:  2öotlen()aupt 
(eriocephalus  L.);  bie  SBoUfrämpet,  f.  Äcdmpel;  bic  2ßoUfra^e,  f.  Äta^e; 
tai  SBoUfraut,  cer[d^iebene  ^flanjen:  1)  bie  Äönig6fecje,  becen  SStättec 
mit  einec  feinen  SBoHe  bcüeibet  finb  (verbascum  thapsus  L.);  2)  baS  gemeine 
gitjfcaut  ob.  bie  aßiefenmoUe  (f.  b.);  3)  eine  2Cct  bec  ©oUbijtet  ob.  beö  3ü(^c«, 
u.  a..m.;  bec  SBoUmarft,  bec  öffentlid^c  23ev!auf  bec  cofjen  SBoUe  u.  bie 
3eit  bcöfelben ;  auc^  bec  bagu  beftimmte  SJIacEtpIa^;  bie  Süßoümotte,  eine 
"Ktt  Siadjtmottcn;  bec  2ßoüpc(5,  ©d^af;  ob.  ßammpelj;  baö  SBoUrat),  ein 
©pinncab  jum  ©pinnen  »on  SBoUe;  WOÜxdÖ),  SSm.,  »iel  SBoUe  t)abenb  ob. 
entf)altenb  (woUceidje  geUe;  ttJoUcei(^e6  Züi));  bcc  2ßoUfa(f,  ein  mit  585oUe 
gefilUtec  ob.  >aju  bejlimmtec  ©ad;  bcc  Sßoüfamcn,  ein  bec  SaumwoUen» 
jlaube  ci()nli^cs  ®iwä6;i,  bc(fen  ©amen  mit  einec  feinen  SBoUe  umgeben  ijt, 
aud^:  bieSBollfamcnftaube  (bombaxL.);  bcc  SBoÜfammet  ob.  ^fammt, 
ein  fammetäijnlid^ec  JBaumwoUenieug  (fc  SKani^etlcc  ob.  9Kanfd^e|lec) ;  bie 
SBoUfd^erc,  ©d^ece  gum  ©d^cccn  bec  ©c^afe;  bcc  2BoÜf(^Iäger,  (mittclf). 
woUeslaher),  rcec  bic  SBoUe  bucd)  ©^(agcn  ceinigt;  bic  SSSoÜfc^Ut,  ©c^af« 
fd^uc;  bec  SBoÜfpinner ,  bic  SBolIfpinnerinn,  »ec  SBoUe  fpinnt;  bie 
SQBoIIfpinnerei,  ha^  ©pinnen  bec  SBoUe,  aU  ein  ©ewecbe;  eine  2Cnilatt,  wo 
SBoUe  gefponnen  »icb;  bcc  Söollflreid^er,  f.  o.  ».  SBoUWmmec;  bie  SBoö* 
tüeibe,  eine  2Cct  SBcibcn,  becen  SBlattec  auf  beiben  ©eiten  moUig  finb;  bcc 
SöoUjeljntc,  bec  »on  bec  abgefc^ocenen  ©d^afwoUe  entrid^tete  3e^nte;  — 
3fc§.  mit  gBollcn':  bec  SBoÜenböum,  lanbfd^.  f.  bie  ©^itacipappel ; 
bag  SBolIcnl}aupt,  f.  o.  SBoUfopf;  bic  2BolIent)eerbe ,  ©d^afbeccbe;  bec 
SSBoUcnf'öfer,  Slumen!äfec  ob.  asiumenjiaub!dfec ;  bag  SBoUenfteib,  Äleib 
üon  SBoUengeug;  ba6  SBoUenoiel),  ©d^afoie^;  bic  SBoücnwaare,  au6 
SBoUe  »ecfectigte  flBaacen,  SBoUenjeuge  jc.;  bec  SDBolIeniveber,  »ec  »oUene 
3euge  «iht;  i>ai  SBoUenwcrf ,  ©ammclro.  f.  aUeclei  SBoUacbeiten,  »oUene 
3euge  jc;  bcc  ob.  icii  SBolIenjeug,  au«  SBoUe  »ecfectigtec  3eug;  —  Ubltit. 
woÜen,  S5w.  (altb.  wullia,  wullen;  niebccb.  u.  alt  obecb.  wullen),  von 
2BüUc,  au8  3ßoUc  9ctnad)t(woUene6  ®acn,  »oUene3euge,  25eden,  ©tcümpfe 
IC.);  woUic^t,  S5tt).,  n)oUdf)nlid)  (»oUid/te  ^aace,  SBolfen  jc);  rooÜig,  f8m., 
5Boüc  l)ahin\),  mit  SBoUc  oecfc^cn,  bebest,  bcfc^t  k.  (ein  woUige«  geU; 
»oUige  JBldttec  ic). 
<&e9f('l  4anb»ilct(tb.  h.  teutf^jm  ®pt.  2.  S^eil.  125 


1986  mUen 

WoOfen,  jict.  u.  jteüof.  3».  unregerm.  ^rSf.  id)  tvilf,  bu  iriUj!  (cf)em. 
reiUt),  n  will;  wie  u.  ftc  rooUen,  i^c  iDolIet  ob.  ivollt;  ßonj.  id)  njolfe, 
bu  troücfl,  ec  wolle  k.;  Smpev.  wolle,  wollet;  Smpf.  3nb.  u.  ßoni.  id) 

wollte  K.;  SR»,  gewollt,  (gotfj,  viljan,  ^rä'f.  vüjau,  vileis,  vili;  yileima, 
vileith,  vileina;  ^rät.  vilda,  vildes  jc. ;  tiefe  formen  geigcn,  baf§  unter  bcm 
Sinflufö  ber  SBebeutung  für  baö  ^raf.  3nb.  bte  jtarfe  gorm  be«  ^rat.  Qot\\. 
(lat.  vellem  für  volo)  eingetreten  ijl,  WQ'i)renb  bag  Präteritum  regelmäßig 
^(i)waä)  biegt;  baö  SBefcn  biefer  3Cnomalic  ifl  aber  fc^on  im  2Cltf)ocöb.  »er* 
fawit  u.  eine  bunte  50iif(i)ung  »on  gormen  entftanben;  wellan,  ^räf.  1.  willu, 
willo,  nille,  wil;  2.  wili,  wile,  wil,  fpStcr  wilt;  3.  wili,  wile,  fpoter  wil; 
^t.  1.  wellemes,  wollemes,  wollen,  wellen,  2.  wollet,  wellet,  wellent,  3.  wel- 
lant,  wellent,  wolleut;  (Jonj.  1.  welle,  wolle,  2.  wellest,  wolles,  3.  welle, 
wolle,  ^l.  1.  wellemes,  wellen,  wollen,  2.  wellet,  wollet,  3.  wellen,  wollen; 
^rät.  5nb.  ih  wolta  jc.  ßonj.  ih  wolti;  mittel^,  wellen,  ^rSf.  1.  U.  3.  wil; 
2.  wil  u.  wilt;  ^l.  wellen  jc.;  Son].  welle  k.  ;  ^rät.  3nb.  U.  @onj.  weite, 
wokle  JC.;  obcrb.  wellen,  wollen,  wollen;  nieberb.  willen;  ongelf.  villan,  engl, 
will;  [c^web.  vilja;  ftao.  wola;  lat.  volo,  velle;  griec^.  ßov).of.uu;  —  offen» 
bar  »erwanbt  mit  SJBa()l,  wätjlen  jc.  u.  mit  wof)l,  f.  b.  u.  »gl.  SBille? 
33.  wal,  beren  ftnnlic^e  Urbebcutung  bunfel  ift)  überf).  hai  öeif^tge  SSermögen 
ber  freien  ©elbjlbejiimmung  (503illen,  2öillen§!taft)  l)aben  uub  aufern 
ob.  anwenben,  uerf^.  oon  begef)ren,  alö  ber  Äußerung  bcs  ftnnli(%en 
Sriebeg,  mit  einem  ßielworfe  (ttvoa^  wollen;  er  weiß  nid^t,  waö  er  will  jc), 
ober  ofjne  3ielw.  (j.  35.  man  mufs  nur  ern|lli^  wollen;  er  will  unb  wilt 
ouc^  ni^t,  b.  i.  er  fd^wanft  in  feinem  5Sollen),  ferner  mit  einem  burd)  baf6 
eröffneten  abf)ängigen  ®a^e  (i^  will,  bafö  er  mir  gcf)ordöe),  u.  bef.  in  un* 
mittelbarer  5ßerbinbung  mit  einem  Snfinitio  aie  J^ülfSwort  ber  SÖeife 
(be«  9}lobu6)  ob.  umf(%reibenbcS  3citwort  (ogl  fönnen,  mögen,  muJTen,  foUen), 
bie  freie  <Selbjlbejlimmung  beS  ©ubjectS  ju  einem  üll)un  ob.  ßeiben  ouS« 
brüdenb  (j.  SB.  ic^  will  get)en,  bir  t)elfen;  er  will  eö  t{)un;  er  wollte  für  baS 
Saterlonb  flerben),  auä)  mit  einem  neben wörtl.  3ufa§,  bei  wetd^em  ein 
Snfin.  in  (SJebanfcn  ju  ergctnjen  ifl  (j.  S.  woi)xn  willfl  bu?  nciml.  gef)cn  jc. ; 
er  will  fort,  {)inauö,  nad^  .i^aufe  ic;  ju  wem  wollen  ©ie?  u.  bgl.  m.).  2Cu5 
jenem  allgemeinen  @inne  beS  SBorte«  fließen  folgenbe  bcfonberc  Sebeutungen: 
1)  einen  (Sntfd)luf3  faffen  ob.  Qefafft  haben,  entfcfjloffen  fein  ob.  befd)loffen 
^aben  (i^  frage  tid),  ob  bu  willfl;  wa§  ber  ^in\ä)  »crnünftiger  SBcife  will, 
bai  lann  er  aud^;  wag  (Sott  will,  bü§  gcfd)iel)t;  fo  ®ott  will,  ob.  will'S 
@  Ott,  b.  i.  wenn  cä  ®ott  befd^lojfcn  ijat,  wenn  e§  ®otte8  SBiUcn  ifl;  wollte 
®ott,  bafö  es  gefc^dbel  —  er  will  fic^  beffern  ic);  2)  23er(an3en  nad) 
itwai  ob.  DIeigung  ba^u  l^aben,  eg  wünfc^en,  \>i\iu  geneigt  ob.  bereit  fein, 
j!nno.  mögen  (ber  J^ungrige  will  effcn,  ber  fOJübe  will  rut)en ;  ic^  will  cö  gern 
tt)un;  er  wollte  lieber  fd^lafen,  alsS  arbeiten;  wa^  wilt  er  »on  bir?  willfl  bu, 
baf«  id^  unglüdtlic^  werben  foll?  —  fo  bef.  im  Soniuncti»:  iä)  wollte  eö 
gern,  wenn  id^  nur  fönnte;  id)  wollte  wol)l,  c6  wäre  nid^t  gefdf^e^cn;  ©oft 
wolle  unö  gnabig  fein!  —  aud^  btttenb  in  gorm  einer  grage:  willfl  ob, 
wolltefl  bu  wo^l  bie  ®üte  tjaben,  e«  ju  t^un?  woUteft  bu  e§  mir  wof)l 
fagen?  —  ferner  im  Smperatto:  wolle  nid^t  mein  ©d^idEfal  erfaljren!  — 
einem  wot)l  wollen,  b.  i.  il)m  geneigt  fein,  fein  SSefleS  wünfd^en,  f.  wo^l; 
entg.  iljm  übel  wollen);  nid)t  wollen,  b.  i.  eig.  nidjt  geneigt  fein, 
ftd)  weigetn,  ümai  ju  t^un  in  will  mf()t  <ta^g(t)M,  mit  nid^t  fplgen  ic.)f 


wöUm  —  SBoßuj!  1987 

unefg.  »on  ©ad^en:  cinec  Äraft  nidjt  roelcben  ob.  nachgeben,  5Biber|Tanb 
leijlcn  (j.  J8.  bcc  klaget  will  ni^t  i)mm;  bcr  2tjl  ttill  niijt  loa;  eö  will  ntc^t 
gef)en,  nid^t  oorwdrtö,  b.  t.  bte  «Sat^c  l)at  !einen  gortgang);  3)  etroag  jut 
'2(bftd)t  ()aben,  biab{id)t\^m,  bejivecfen  (baS  ®ute,  baöSe)b  wollen;  er  rot« 
nur  feinen  3>ortf)eil;  waö  »itlfl  bu  bamit  fagen?  awö):  waö  will  bai  fagen? 
b.  i.  welche  3(bft(^t  liegt  babti  ju  ®runbe?  wa6  bebeutet  eö?  —  waö  will  ec 
bamit?);  and)  blo^:  im  53cgriff  fein  etvoa^  ^u  t()un,  ju  (eiben,  in  einen 
3u|l:anb  ii6erjiigel)en  (i(^  wollte  eben  ouögc^en,  aU  ec  fam;  becÄranfe  wiU 
jlerben ,  b.  i.  liegt  im  (gtcrben),  auc^  üon  ©adjen  (j.  95.  bas  ^au§  will  ein« 
ftiicjen;  ber  ©toc?  will  brechen;  baS  ©^iff  wollte  eben  untergeben,  als  bie 
^Rettung  erfdjien);  4)  forbecn,  gebieten  (i6)  will,  baf«  er  mir  ge^ord^e;  er 
will  es  fo  ^aben,  b.  i.  er  befiefjlt,  bafö  cö  fo  gcfd^efje;  bie  ®efe^e  wollen  cö  fo), 
u.  uneig.  f.  crforbcrn,  erf)etfd)en,  etwci^  notf)irenbi9  madjen  (bie  UmPnbc 
wollen  es  fo;  bie  Slotlj  will  e6;  biefe  2Crbeit  will  ^nt  fjaben;  bk  ©ad^e  will 
forgfaltig  be^anbelt  fein);  5)  «ttvaS  bef)aupten,  barauf  bejlef)en,  eS  t»er* 
ft'djern,  mit  einem  3nf.  gew.  ber  »oUenbeten  J^anbtung  (j.  S.  er  will  bx6)  gc- 
fcif)en  fjaben,  b.  i.  er  bel)auptet  ob.  »erfid^ert,  bic^  gcfc{)cn  ju  i)aben;  er  will  cS 
oon  3fmanb  gel)ört  ()aben;  man  will  c6  auS  guter  GutUe  wijfen  Jc);  auc^  f. 
jugeben,  bei  ber  2(nnaf)me  ob.  ©e^ung  eines  möglichen  gaUeS  (§.  SS.  gut!  td^ 
will  mid^  geirrt  l)abcn;  iä)  will  nichts  oon  ber  ©acf)c  wiffen,  b.  t.  id^  gebe  bk 
3Cnnal)me  ju,  bafs  id)  nid^ts  baüon  wei^);  0)  bisw.  f.  f önnen,  vermögen  (j.  S3. 
was  will  i<i)  mad^en?  b.  i.  waS  !ann  i^  tljun?  —  wo  will  er  bai  ®elb  i)itr\i\)' 
mcn?  —  wer  wiU  bie  «plane  ber  93orfcf)ung  burd^f4iauen  ?) ;  7)  nad)  5Si(lfüc 
ob.  belieben  ()anbeln,  ob.  (won  ©ad&en)  von  beliebiger  S5efd}affenf)eit  fein, 
als  3CuSbruct  ber  ®leic^gültig!eit  ob.  unbebingten  ©inrä'umung  (j.  95.  eS  gilt 
mir  gteid^,  bie  2eute  mögen  fagen,  wai  fie  wollen;  i^  mag  fommen,  wann 
ic^  will,  er  ijt  ni^t  ju  «t)aufe,  b.  i.  ju  wetd^er  3eit  \6)  auc^  fommen  mag  zc; 
bem  fei,  wie  il;m  wolle  jc,  b.  i.  »on  weld^er  95cf^affen^eit  aud^  bie 
©ac^e  fein  möge  u.);  8)  als  umfc^reibenbeS  JpülfSw.  ber  SBcife  (SÖfobalitSt) 
t)cit  wollen  oft  nur  milbernbe  ob.  crmafigenbe  Äraft  (j.  95.  mir  wiVi 
fd^eincn  ob.  mid^  will  bcbünfen,  bafs  bu  Unrecht  {)ajl ,  ft.  beS  entf(|iebnercn : 
mir  fdieint,  mic^  bebünft  k.  ;  iö)  will  nic^t  {)otfen,  bafS  er  eS  t()ut;  biefe 
SebenSart  will  mir  ni^lt  redjt  bcfommen;  baS  will  mir  mä)t  gefallen,  u.  bgl. 
m.).  —  ©tatt  beS  53iw.  gewollt  fte^t  in  SSerbinbung  mit  einem  3nf.  bem 
©prad^gcbrauc^e  gemd^  ber  3nf.  wollen  (j.  S5.  er  ^at  eS  nid^t  tf)un  wollen 
|l.  gewollt;  iä)  ^abc  c6   btr  langft  fagen  wollen;  id^  Ijatte  eS  gern  fe^en 
wollen;  aber:  er  t^at  eS  nid^t  gewellt;  td^  f)atte  cS  gern  gewollt  jc);  ■ —  ba6 
SBoUen,  -g,  als  ^w.  o.  93t.,  bie  freie  ©elbftbeflimmung  be§  ©eifre^  jum 
»i^anbcln,  finno.  bcc  ^IBiUen,  gew.  entg.  bem  S^un  ob.  SSoUbringen;  oudj)  f. 
baS  SJcrlangen  ob.  58e9e{)ren  (boS  2BoUen  beS  .^erjenS  jc).  '/. 

ivöüen,  jiellof,  3w.  (ogt.  baS  alt*  u.  oberb.  will6n,  w-illeo,  wüdenV^M. 
e!et  u.  erbrechen  erregen),  Säg.  »on  ben  $Raub»ögeln:  ba6  &iW'6lU  (f.  b.) 
von  fid)  geben,  auöfpeien. 

SBoUenbaum  jc.  —  SBoffenjcug;  SßoHeufc  ic.  —  SßoUjIrdc^er; 
wotlid^t ,  njoUig  jc.  f.  unter  SBoUc. 

2BoUu|!,  ID.,  9}?.  SBodüftc,  (fd|on  alt'  u.  m{ttel()0(%b.  wollust,  oberb. 
ber  SBoUujt;  non  8u{l  (f.  b.)  unb  wola,  wol,  wof)l  in  »erjlarlenber  ob. 
tlc(g?rnbei!  93eb.,  f.  wo^l  2)-,  alfo  m'd^t,  wie  ^andjt  woUen,  aui  Sßonrte^ 

125*  '  ' 


1988  Sßonnjcibc  —  wonarf) 

tuft  entfl.,  obfltetc^  {tc^  im  3(ft{)od()b.  auc^  bte  3fefe.  wimnilust  findet)  1)  o.  3K. 
etg.  gro0e  ob.  f)o()e  2uj^,  ba^er  eljem.  übni).  f.  fco{)«c  2ebenggenuf6,  t5t«ub«> 
SSergnü^ett;  ie^t  nod^  bef.  in  bcr  cbteren  u.  btt^t.  ©prad^e:  bie  Srnpfin* 
bun^  be6  f)öcl)f!en  ©rabeS  won  ©(lid  u.  SSergniigen,  fei  c§  finntic^cr  ob« 
geifliger  2Crt,  jtnn».  v^od)(jenufg,  SBonnc  (j.  S5.  fein  ganjeS  J^erj  jerflofg  in 
Söolluft;  feine  {jöc^fle  2BoUuft  if^,  2[nb€cn  »oi)ljutl)un ;  >'«ö  ijl  eine  5IBoUufl, 
einen  gtojicn  9}lann  ju  feijcn«  ®öti)e);  2)  gem.  in  beftimmtecec  Scb.  bet 
()örf)jle  ©cab  besS  SSergnügenS  in  ftnnitdjem  ©enuffe,  inebcf.  in  bei  S5es 
ftiebigung  beg  ©efd)[ed}t5triebcg,  bte  ©efc{)Ud)tö(u|!,  g(eifd)e6luft,  bcf. 
fofern  fie  in  unfittUd^ec,  auöfd^weifcnbec  3Beife  genoffen  »irb  (bcr  SBollufl 
ergeben  fein,  nadbi)angen  2C.;  jiic  SBoUiiji:  veijen;  SBoUuft  erregen,  erroerfen), 
aud^  in  ber  ?)Rd)vt).  2Bo Hüfte,  b.  i.  verfd)tebene  litten  Don  5BolIuiT,  ob. 
ttJieber()o(te  2(uöfd)n)etfungen,  grobfinnUdje  ©eniiffe  (fid^  allen  2BoUit|ten 
ergeben;  in  SDSoUüften  leben;  näc^tlidje  2öoUüfle  ic);  3)  o.  5K.  bie  heftige 
SiZeigung,  bec  ungemd'pigte  Stieb  ju  finn(id)cn  ©enüffen  u.  2(uöfd)ivet? 
fungen  ber  bejeidönetcn  3(rt,  ftnno.  Üppigfeit,  ©eUf)eit;  4)  ein  jur  2BolIu|l 
reijenbet  ob.  l)oi)in  finnlidjen  ©enufö  gemäi)cenbet  ©e3enfl:anb;  —  3fe|. 
ttJ0Uu|Iatl)menb,  83».,  biit  f.  H^  l)ö^fte  ftnnli^e  SJergnügen  ou^ernb,  ob. 
erwcctenb;  ber  2BoIIujitbed)er ,  bilbl.  f.  ber  t)Öd^jle  ©innengenufö ;  bec 
SBoUufll)ang ,  ^ang,  lebhafte  Steigung  jur  SBoUufl;  WOUujlljeip,  SS»., 
t>x<i)t.  f.  üon  SBoUujl  erl)i^t;  hai  SBoUujlleben;  woüuflreirf),  SSro.,  reic^ 
an  SBolluft,  »icl  SßoUufl  gen?ül)venb;  bte  SBoüuflfeuc^e,  gew.  ßuftfeuc^e, 
f.  b.;  bet  2BolIulltag;  bec  SBoÜujItaumel,  f.  Saumet;  iDolIufltrunfen, 
SB».,  »or  SBoUujt:  gleidgf.  trunfcn  ob.  beraufd^t;  TOOlIujlüOll,  35».,  mit 
SSSoUuft  erfüllt,  im  ^öc^flen  ®rabe  SBollufl  empfinbenb,  ober  ge»ä'()renb ;  — 
2Cbleit.  tPOUüftig.  SS»,  (mittelt).  wollustec,  ber  ßuft  ergeben;  liebli^,  fiön) 
1)  SBoÜufi  empfinbenb  ob.  I)e9enb,  jur  5öolIu|I  geneigt,  u.  in  biefec 
SfJeigung  gegtünbet,  finno.  üppig,  geil,  auöfd)n)etfenb  (ein  »oUüjüger 
fOienf^;  ein  »olliijiigee  Scben  füljren);  2)  SßcUufl  geiraf)cenb  ob.  er« 
wecfenb,  juc  503oUuf!  rei^enb  (wcllüfitge  SSergnügungen ;  »oUüjlige  ©tellun» 
gen,  Bewegungen,  Silber  tc);  bte  SBollüfligfeit,  baä  SDBoIlüflttgfein  einer 
^crfon  ob.  ©a^e;  bec  2BoUü)lling,  -eö,  CS)?,  -e,  ein  bec  23oUujI  ec* 
gebener  3)2enf(^. 

SBolIireit'e,  S[BoIl5et)nte,  f.  unter  SSoUe. 

womit,  fragcnbeö  u.  bc5ic()enbeö  9ln).,  mit  n)eld)ec  <Sa^e  (»gl.  tt>o), 
entfpc.  bem  l)tnttjeifenben  bamit:  1)  fragenb  (j.  J8.  womit  i)a\t  bu  ei 
bewer!(lelligt?  womit  willfl  bu  ba§  beweifen?  er  fragte  mid^,  womit  er  mir 
bienen  fönne);  2)  bejicfienb  (j.  35.  Meö,  womit  id^  5l)ncn  bienen  fann  k.; 
id^  vocifß  nidfetö,  womit  er  ba§  beweifen  ?önntc;  aber  nic^t  gut:  ber  ©todt, 
womit  er  mic^  gefd^lagen  jc;  baö  ©lieb,  womit  er  gefünbigt  l)at,  :e.; 
fonbern:  —  mit  weld^em  2c.)- 

wonai^ ,  fragcnbcö  u.  bejiel)enbcg  9lw.,  nacf)  »peldjec  ^afi)e  (»gl.  » o), 
entfpr.  bem  l)inweifenben  bona d^:  1)  fragenb  (j.  85.  wona^  »erlangfl  bu? 
»ona^  fragte  er  bic^?  wonad^  fdjmedEt  bk  ©peife?  i^  wd^  ni^t,  wonad^ 
fd^  mid^  richten  foU  2C.);  2)  bejie^enb  (j.  S.  \}ai  ift  cö,  wonad^  ii) 
jlrebe;  2llleS,  wona^  bu  oerlangfl  jc;  —  „wonad^  ein  Seber  fidö  ju  adjUn 
^ot",  ob.  aueiaif.  „wona4>  fid^  gu  o^ten",  al6  ©d^tuföformel  obrigJeitlic^et; 
SSerorbnungen ;  —  aber  nid^t  gut:  baS  SOtuflec,  wona^  id^i  gearbeitet  (>ab«; 
fonbem :  —  n ad^  » d d^ im  tc). 


woneben  —  SBonnc  1989 

woncben,  ftagenbc«  u.  bejiefjcnbcS  91».,  neben  tt)e[d}ec (Sarf}e  (»ßl.  wo), 
cnt[pr.  bcm  l)inn)ci[enben  b  an  eben,  (j.  S.  woneben  liegt  ob.  flef)t  eS?  JC; 
itwai,  ttjoncben  i6)  bemcr!en  mufö,  bafö  ic;  aber  nid^t:  bie  Siix6)t,  »oneben 
ba§  ^auS  jlet)t ;  fonbecn:  neben  welker  ic)- 

SBonne ,  ro.,  50?.  (fetten)  -  n,  (alt{)o^b.  diu  wunna  u.  wunni,  audd  bec 

wunno;  mittclf).  diu  wiiaHe,  wunne;  altfdd^f.  wunnia;  angelf.  vjnn;  ßg(.  bo« 
gott).  vunan,  fi(^  freuen,  in  uuvunands,  betrübt;  fc^njeb.  "na,  jufrieben  fein, 
Unna,  wünfd^en;  —  \va1)t\dj.  »on  ber  9Ö.  wau:  wionaa,  »innen  (f.  b.)  f. 
flreben,  lebhaft  bewegt  fein;  alfo:  Iebf)afte,  freubige  ©cmütljSbcwcgung;  ba()ct 
üüä)  wunsc,  SBunfd^,  f.  b.;  »gl.  jeboc^  auÖ)  baö  got^.  viuja,  Sfficibe,  altf)oc^b. 
winne,  ©raSfüttetung,  winjan,  winan,  beweiben;  im  9}littcl^od)b.  unb  alteren 
Obecb.  bebeutet  wunne,  SBunn,  SSunbe,  SBunb  aud^:  btbauM  8anb, 
tnöbef.  ©raölanb,  SBiefewad^l,  glur,  bef.  in  ber  öerbinbung  wunne  und  weide, 
flBunn  unb  SBaib,  entweber  »on  jenem  winan,  beweiben,  abgel.,  ober  audd 
oon  winuan  in  bcr  Seb.  arbeiten,  ba6  2anb  bebauen;  bie  3(nfic^t,  bafS  auS 
btefer  conereten  SSeb.  ali  ber  urfprönglid^cn  bie  abflracte  unfereö  5Sonne 
bur^  ben  5Dlittelbcgriff  „3Cugenweibe,  ob.  (SenufS  beim  2fnblic!  einer  wo^U 
bejlellten  glur"  erwac^fcn  fei,  i{l  nic^t  Ijaltbar,  ba  im  2tltt)oc^b.  wunna  nur 
bie  S3eb.  unfereö  SBonne  f)at  unb  »on  wiune,  got^.  vinja,  SBcibe,  ft(%  be» 
fttmmt  unterfc^cibct)  ein  ^o^er  ©cab  bauernben  2Bof)l3efü{)[6  ob.  ©eeten^ 
genuffeö,  fcb()afte  ^^teube,  tnnigeö  SJergnügen,  ftnno.  2uft,  SßoUujl,  (5nts- 
jücfen  (greube  unb  SBonne;  SBonne  fiif)len,  atf)men  b.  t.  aupern;  2Bonne 
bringen,  geben,  gew5f)ren  jc;  bie  SÄ,  SBonne n  bef.  bid^t.  f.  wicberf)olte  ob. 
»erfc^iebenartige  greubcngenüfTe,  j.  83.  fein  .?>erj  war  ooU  ^3f)erer  2Bonnen; 
ba§  Canb  ber5Bonnen  ic);  uneig.  auc^  f.  ein  ironnebringenber,  i)oi)i  ^ceubc 
gen)ä'()renber  ©egcnjlanb  (ftc  ijl  meine  Söonne;  baS  «Reifen,  baö  ©piel  ic. 
ift  feine  SBonne);  —  3fefe.  meift  ix6)t.  u.  burd^  ftd)  felbft  oerflanblic!^,  5.  S5. 
wonnebang,  ^bebenb,  ^bcxaufä^t,  4äc^e(nb,  =|!ral)lenb,  ^taumelnb, 
«trunfcn,  aSw.,  b.  t.  »or  ob.  ron  SBonne  bang,  bebenb,  berauf^t  u.  f.  f.; 
bet  2Bonnebec^er ,  »gl.  greubenbe(|er;  ba§  SBonnebilb;  bec  SBonnc; 
blicf,  SZSonne  äu^ernber  ob.  gewäl)renber  SSltcJ;  bcr  SBonnebienjl,  SJonne 
9ewcit)rcnber,  freubiger  2){enfl;  bec  SBonncgnrtcn,  (altb.  wunnigarto,  wanne- 
garte), Cujlgarten,  ^arabieS;  bec  SBonncgcbcr,  bie  SBonnegcberlnn;  bet 
SBonnegebanfen;  ba§  SBonnegefiU)!;  ba6  S33onnegcfiIbe,  fc^oneg  ©efilbe, 
ßuftgefilbe  (fr.  eipfium);  bec  SSSonnegcnuf^,  ^gefang,  baS  SBonnegetön; 
bec  SBonnetaut,  ein  SBonne  au8brädEenber  Saut;  Hi  SSonnelebcn,  ein 
fieben  in  aBonne ;  wonne^cer,  S5w.,  bcr  SBonne  ermangclnb,  o{)ne  SBonne; 
bec  SBonnemonat  ob.  bid^t.  SBonnemonb  (altb.  wunnimanoth,  wannemanot, 
b.  t.  voa^t\(i).  eig.  SBiefen;5Konat,  ba^er  aud^  aUi)oä)h.  wine-manoth,  (ogf. 
0.  wunne  und  weide)  alt  u.  biijt.  f.  ber  «Konat  «OTai;  bet  Söonnerauf^, 
bid^t.  (f.  SRaufd^  4.);  wonnercic^,  S5w.  (mittelf).  wunnerfch)  reid^  an  SBonne, 
»onnecoU;  bec  2Bonnef(i)auer,  f.  Schauer  4.  2);  bie  2Bonne|Iunbe,  bet 
SBonnetag,  bef.  3Ä.  5Bonnef!unben,  ^tage,  in  SBonne  »erlebte,  wonneoolle 
©tunben,  Sage;  bec  SBonnetaitmet;  bie  SBonnetbvcIne ;  bec  Sßonne« 
träum,  ein  wonneöoUcc  Staum,  ob.  ein  Sraum  oon  SBonne;  wonneüoU, 
aSw.,  mit  SBonne  erfüllt,  »fei  SBonne  emppnbenb,  ob.  gcw5f)cenb;  bie  SBonne« 
jeit,  in  SBonne  »erlebte,  wonne»oUe  3ett;  —  "KbUit.  wonncbar,  8w. 
(mittel^,  wunnebaere)  »u.  f.  SÜSonne  bcingettb  ob.  öetvof)rcn&,  tvonneüoß; 


1990  Sßo^j^e  —  worein 

vuonnefam,  S».  (altb.  wnunisam,  wunnesam)  ou.  f.  tronnig,  lieblich,  am 
mutf)i3,  reii«nb;  wonnig,  alt  u.  bicfet.  aud)  wonnigltd^,  aStc.  (altfjod^b. 
wunnilih,  mitttlt).  wünnelich,  wünneclich),  5Bonne  cntljaltenb  II.  geitd()renb, 
l)'6(i)^  erfrculid),  freubcntjoü ,  befeligenb,  (»onnige  ©efüijte,  ©ebanfen, 
Soge  :c. ;  ein  wonntgUd)^»:  Sraum  jc.) ;  Wonnen,  3n>-  (mittel^),  wuonen, 
wünnen)  oöuig  ou,  f.  SJjonne  cmpfinben,  in  5ßonne  fein,  ftd)  fceuen; 
Sßcnne  geben,  bereiten. 

SBoppe,  it».,  Wl.  -n,  niebcrb.  1.  f*  5ßipfet  (gew.  <S»opp);  9Ji6p«; 
.tol)lfopf ;  2.  f.  ©eivebe,  ©efpinufr  (j.  S.  ©pinnenjoppe). 

worein ,  fragenbeö  u.  be^ieiienbe«  Sitr.,  an  tt?eld;cr  ob.  an  iveld)e  <Sa(^e 
(ögl.  wo),  cntfpr.  bsm  {)inicetfenbcn  baran,  1)  fcagenb  (j.  S.  woran  l)at 
et  fid^  gefiopen?  ttjoran  foU  ic§  i^n  erfennen?  woran  erinnetjt  bu  mic^!  ic; 
fo  MÖ)  tn  tnbtvecten  gragen  ob.  ab{)angtgen  9teben[a§en,  j.  35.  fcjge  mir, 
woran  i^  ii)n  erfennen  foU;  iä)  wet^  ntc^t,  woran  c6  liegt  jc. ,  —  woran  i<i) 
mit  if)m  tn'n,  b.  i.  wie  t^  mit  i^m  jtefje  ob.  mai  iä)  oon  if)m  I)üUen  l'oU); 
2)  bejte()enb  (j.  S5.  id^  Ijabc  meine  SJierfmale,  woran  ii)  crfenne,  ob  ic; 
iai,  woran  bu  mi^  erinnerft  ac;  Meö,  woran  ii)  greube  Ijabe  u.;  aber 
ni^t:  bie  2Banb,  woran  ba§  SSilb  f)angt  ic,,  fonbecn:  an  welcher  it.;  nt(!^t: 
baö  SBer?,  woran  ic^  arbeite  jc,  fonbern:  an  welchem  ic). 

worauf,  fragenbeö  u.  bejieljenbeö  9iw.,  auf  treldjer  ob.  auf  tveldje  <^ad)e 
(»gl.  wo),  cntfpr.  bem  t)inwei[enben  bar  auf,  1)  fragenb  (5.  58.  worauf 
fi^t  er?  worauf  fe|t,  ftii^t  er  fidl)?  jc.;  worauf  recijnejl,  l)offjl,  wartcjl  but 
worauf  griinbet  fic^  biefe  SSermutf)ung  ?  jc.  ;  fo  aud^  in  inbirecten  gragen  ob. 
abhängigen  5Ubenfä^en,  g.  S5.  16)  votif  nitljt,  worauf  er  wartet,  —  worauf 
fid^  bicfe  9Sermutl)ung  griinbet;  iö)  fe^e  wol)l,  worauf  t)a§  gefjt  ob.  gielt, 
worauf  eö  abgefel)en  ijl  jc);  2)  bejie^enb  (j.  S.  etwas,  worauf  ic^  mid^ 
»erlQJfen  !ann,  —  worauf  id^  bcjlef)en  mufS;  baS  ifl  c§,  worauf  idj  baue  jc;' 
2(Ue§,  worauf  er  hoffte  it.;  aber  nid^t:  ein  ffliann,  worauf  man  fid^  üerlajfen 
!ann,  fonbern:  auf  welchen  u. ;  nid^t:  ber  ©tu^l,  worauf  id)  fige  ic,  fonbern: 
auf  wcli^em  jc);  aud^  in  jettlid^er  Seb.,  bem  barauf  entfpr.  (j.  SS.  iä) 
fagte  if)m,  et  möge  Qii)tn;  worauf  er  erwieberte  u.  f.  f.). 

worauf,  fragcnbeS  u.  bejie{)enbe6  ^vo.,  au§  rüeld)ec  <Sad^e  (»gl.  wo), 
entfpr.  bem  f)inwei[enben  baraug,  1)  fragenb  (j.  SS.  worauf  beftef)t  bie 
©ad)e?  worauf  fd^lie^ejl  bu  ba6?  jc;  fo  au(^  in  inbirecten  gragen  ob.  abljän* 
gigcn  Stcbenfa^en,  5.  SB.  i^  Wii^  nic^t,  woraus  bu  iai  fd^lief ejl;  ic^  fflje  nid^t 
ein,  woraus  eS  folgt  jc);  2)  bcgieljenb  (j.  S5.  ic^  wcip  nichts,  woraus 
man  ifjm  einen  SSorwurf  mad^en  fönnte;  2fUcS  bicS,  woraus  man  cvlcnnen, 
fd^liepen,  folgern  fann  jc;  ober  nic^t:  baS  ^auS,  woraus  etfam,  fonbern:  auS 
weld^em;  nic^t:  bet  ©toff,  woraus  bii  ^adji  be|lef)t  jc,  fonbern;  ouS  wel# 
4|em  jc). 

SBörb,  m.,  obetb.,  u.  SBÖrbe,  w. ,  nieberb.,  uberf).  f.  0.  w.  5Öjerb, 
5ÖBetber,  f.b.;  inSbef.  bebeutet  baS  nieberb. ^öcbe(au^ SB urbe,  8Buttl>, 
JlBort^)  1)  er{)6f)eteg,  mit  @ra6  bewad)fene6  ßrbreid),  j.  S.  in  ben 
50?arfd^geg«nben :  eine  @rf)ö^ung,  auf  weld^e  baS  58ie^  getrieben  wirb,  um 
»or  Überfd^wemmung  gefid^ert  ju  fein;  2)  ein  einäcfriefeiateg  ©tiicf  2anb, 
bat)cr  tnsbef.  eine  S^fauif  ob.  ^offlellc;  ein  umjaunteä  5(cferfelb  an  bet 
©teile,  wo  früfjet  ein  .^au«  flanb,  ob.  aud^  bid&t  l)intet  bem  äBo^n^^aufe. 

worein ,  fragenbes  u.  bejte^enbes  9?w.,  in  n)a6,  in  weldjc  ©adje,  wo- 
F)in<in  (»gl.  wo),  «ntfpr.  bem  f)inweffenben  bat  ein  u.,  wie  biefeS,  immer 


njorfcn  —  SBort  1991 

eine  aiic^tung  ob.  SBw«8unö  naä)  bcm  Snnern  einet  &aä)t  ^in  bqiiÖjntnh 
(ogt.  baö  9?ro.  ein),  »crfd).  üon  iootin,  1)  fragen b  (j.  JB.  wovein  foU 
i^  c6  i^ün  ob.  legen  it.?  worein  »at  eS  gciticfelt?  njorein  fcfeefl  bu  ben 
Unter[i^ieb  btiber  SBcgtiffe?  —  fo  a\xä)  in  inbitectcn  gragen  ob.  abijangigen 
©afeen,  j.  33.  ir  fragte  midd,  worein  er  eS  li)un  foUe?  ic^  wei^  ni^t,  worein 
td)  willigen  [oU  ic);  2)  bejieljenb  (5.  58.  ba6  ift  etwa§,  worein  ic^  mi^l 
ni^t  fügen  Eann;  cS  gicbt  ni^te,  worein  er  fid^  ni^t  mengt,  11.  bgl.  m.;  nic^t 
aber:  ein  ©acJ,  worein  man  oiel  jlecfen  !ann  ic,  [onbern:  in  welchen  ic; 
ni^lt:  cc  forbert  baS  S3ud|  ^urüd^,  worein  t^  nod^  feinen  fSlii  get^an  ^abc, 
fonbern:   in  weld^cö  zc). 

worfen  ob.  gew.  worfeln,  jiel.  3w.  (mittelf).  worfen,  [(j^ieubern;  »gl. 
ba§  aUi)oä)h.  wint-worfa,  ©etreibefdjwingc,  SJBurffc^aufel;  worfil,  SBürfel; 
nteberb.  wcrpen;  üon  werfen  1.,  nicberb.  warpen),  ßanbw.  i)^\i  ©etceibc 
bucd)  SBerfen  mit  einer  ©c^aufet  gegen  ben  SBInb  t)on  bet  ©pceu  rei; 
nigen  (baö  Äorn  wirb  geworfelt);  bo^er:  bte  S!ßorffd)aufe(,  (altb.  worf- 
scilvula,  woifschüvel,  nicbcrb.  SBorpfc^üjfel)  f.  ».  w.  SBurffdjaufel ;  bie  SBorf* 
tenne,  Senne,  ouf  weld^er  baS  ©etreibe  geworfelt  wirb;  ter  SBorfeler, 
SQSoiflcr,  -I,  \Mt  ivorfelt. 

TOOrgen,  jiellof.  3w.  m.  {)aben,  ouc^  riirfj.  fid)  — ,  alt  u.  lanbfd^.  ober* 
u.  nieberb.  (mitteli).  worgen;  ogi,  diu  worge  f.  (ärfiidung;  oberb.  auc^  worg» 
fenjfc^weij.  worgcln;  nieberb.  auÖi  worg^alfen;  »on  gleid^em  ©tamm 
mit  würgen;  »gl.  aüd)  SBarg)  etn)a6  mit  ^üi)C  unb  mit  ®efaf)r  be6 
Gtftidenö  f)tnuntetjuf(i)(ucfen  fudjen,  fid)  anfticngen,  einen  im  @d)lunbe 
ftedPenben  .Rt^rper  l}inunter;  ober  f)errtufjubnngen  (an  etwas,  an  einem 
.Knod^en  3C.  worgen;  bal)er  oberb.  crworgen,  »erworgen  an  etwa«,  f. 
erfiirten);  aüä)  von  bem  S3eflreben,  n)eld)e6  bem  6rbred)en  Porange()t; 
im  J^oc^b.  ie^t  gew.  ivürgen  (f.  b.);  oberb.  uneig.  itwai  mit  großer  ?9?ü()' 
feligfeit  werrid^ten  (j.  SS.  an  einer  2(rbeit  lange  worgen). 

worin,  fragenbeS  u.  bejiel)enbeS  SRw.,  in  iveld)cr  ©ad^e  (»gl.  wo), 
entfpr.  bem  Ijinweifcnben  bar  in  u.,  wk  biefeö,  immer  ein  ©ein,  SSerweilen 
ob.  S5eilet)en  in  einer  ©ad^e,  einem  3ufianbe  ic.  bcjcidjnenb,  occfd).  »on  wor« 
ein,  1)  fragenb,  (j.  S.  worin  liegt  eö?  worin  bcjle^t  ber  Unterfd^icb  ic? 
worin  !ann  ic^  bir  fjelfen?  —  fo  oud^  in  inbitecten  gragcn  ob.  abl)än9igen 
©a^en,  j.  93.  fage  mir,  worin  iä)  bir  l)elfen  fann;  ii)  weif  woljl,  worin  er 
irrt  Jc);  2)  bcsiet)enb  (j.  23.  iai  i(l  eö,  worin  bu  irrjt;  2Clle8,  worin 
iä)  bic  beifiimmen  !ann  it.;  mäjt  aber:  ber  ©arten,  worin  id)  wo^ne  :c.,  baö 
JBud^,  worin  i^  lefe  jc,  fonbern:  in  welchem  :c.). 

worjlteln,  jieUof.  3w.,  nieberb.  ©d^iff.  gegen  ben  SBInb  — ,  f.  ».  w.  ben 
5Binb  abkneifen,  f.  b. 

SBort,  f.,  -e«,  9J?.  5Borte  u.  SBotter;  23cr!l.  bai  SDBöctd^en,  oberb. 

SBÖrtiein,  (gotl).  vaurd;  olt»  U.  mittel^,  wort,  ®.  wortes,  sjjj.  diu  wort, 
fpätet:  bieSBorte,  baneben  feit  bem  16.  Saljrlj.  au^:  SBörter,  anfangs 
oljne  Unterfd^ieb  ber  S5eb.,  wel4)e  erft  feit  bem  18.  3al)r^.  eintritt,  f.  w.  u. ; 
altfdd^f.  angelf.  engl,  word,  nieberb.  SBoorb,  5K.  SBoorbe;  altnorb.  fc^web. 

bSn.  ord;   altpreuf.  wird;   littf).  warda;  —  nid^t  »on  ward;    wcrdan,  werben 

abzuleiten,  als  „baS  beworbene",  weld|er  2(bleitung  baS  Saut»et^dltnif  beS 
got^.  vaiurd  ju  vaiithan,  baS  alt^O^b.  wort  ju  werdau  Je.  wiberftreitet;  fon« 
fcern  »on  b«  SB.  war  in  ber  SSeb.  fid(|tbar,  warnet)mbar,  offenbat;  »gl.  wa^t 


1992  SBoct 

1.  u.  2.,  baS  QtUü).  öocccD)  fel)en,  bai  lat  verus,  toa^r;  »on  bemfctbm  Stamm 
mit  SSor-t  tfl  baS  lat.  ver-bum  (»gl,  Sac-t  unb  bar-ba);  bte  Urbeb.  ifl 
olfo  ,^iia$  ©eau^ctte,  bte  tpaf)cne^mbat  gemad^te  JßorftcUung" ;  »gl.  fpted^en, 
u.  baö  griec^.  cfyjiu,  iä)  fpce^e,  mit  tfat'yoj,  i^  madje  ftc^tbar,  betbe  »on  ber 
aOB.  (fci)  übcrt).  eine  bebeutfame,  al§  S3e9rlpjeid)en  bienenbe  ßautdufes 
rung,  ber  {)ör6are  21^u6bcuc!  einer  geiffigen  2{nfct}auung  cbec  SSocjieltung, 
ali  S5e|lanbtf)etJ  ber  Sprache;  genauer  l)  ein  <Sprad}[aut  ob.  ein  au§  einer 
ob.  mefjren  ©Üben  bejte{)cnbcr  in  fid)  gefcf)Ioffener  Sautoerein,  iveldiec  eine 
beflimmte  93otfreUung  bejeid)net  a)  für  ftd)  allein  ob.  üereinjelt  genonu 
mtn,  alg  @prad)t()eil,  in  mtiä)cm  gaUc  bte  ?Ole()i-f).  SBörter  lautet  (j.  S. 
SRenf^  ijl  ein  cinftlbigeS  SBort;  Slame,  blühen  u.  jtnb  jweifilbige  SBörter; 
aud^  »erfl.  ba^  SBörtt^en  e6,  ju  :c.;  bag  SSJörterbuc^  erllärt  bie  SBorter  einer 
©prac(>e;  SBörter  lernen;  neue  5D3örter  bilben;  tjerf^iebene  ©attungen  ber 
SBörter  finb:  bie  ^aupt»,  S5ei=,  3eit',  5tcben;,  ^^ürTOÖrter  zc;  ©tammroörter, 
obgclettete,  gufammcngefe^te  SBörter;  grembtrörter,  ÄunfttoÖrter  :c.);  b)  al^ 
S3e|!anbtf)ei(  ber  jufammenljangenben  9?ebe  eb.  a[6  9'?ebetf)ei[,  in  »elci^em 
^aile  bie  S)icf)r().  255 orte  lautet  (ogl.  bie  ül)nli^e  Unterfc^eibung  »on  Orter 
unb  Orte  unter  Ort  1.3);  bte  Siebe  bejlcl)t  auö  SBortcn;  ct»a§  »on  SDSort 
ju  SBort  ob.  aiBort  für  SBort  na^fprec^en,  lefen,  überfc^en  k.;  fpre^en  Ijctft: 
feine  ©ebanEen  burc^  ffiSortc  auSbriiden;  eti»aö  ben  SBorten  nad^  »erfteljeu; 
iö)  i)abi  nur  ein  paar  SBortc  ju  fagcn;  mit  wenig  Söorten  »icl  fagen;  iö)  weif 
f aum  Sßorte  ju  finbcn,  meine  @efu()le  auöjubrütfen ;  bibl.  bie  2B^orte,  bie  i^ 
rebf,  finb  ®ei|l  unb  Seben;  —  fo  a\iä)  in  3feS.  wie:  ©rot)-,  ©djelt»,  Qäjtti- 
Worte  jc);  bie  S(J?.  SBorte  ^äufig  f.  bag  ©efproc^ene,  bie  9?ebe  ob.  bie 
Sieben  über^.  (j.  85.  ba&  jinb  leere,  eitle  SBortc;  »iel  Sßorte  madjen,  b.  t. 
weitläufig  rcben,  »erf<6.  SBÖrter  madjen  ob.  bilben;  traue  meinen  2Borten; 
SSSorte  mitSemanb  wed^feln,  »gl.  u.  SSortwec^fel;  tUvai  mit  bürren  SBorten 
fagen,  b,  i.  gerabeju,  »gl.  bürr;  einem  gute  SB  orte  geben,  b.  t.  il)m  freunb? 
lic^  lureben;  einen  mit  feinen  eigenen  SBorten  wibcrlegen;  »on  wenig  SBorten 
fein,  b.  t.  wenig  fprec^en;  cbem.  „berSBorte  ob.  gew.  SBorten,  bafö"  zc,  aud^ 
„ben  SBorten,  bafs  k."  f.  in  ber  SKeinttng  ob.  2(bfi^t,  ba[g  ic);  2)  ba6 
2Bort  in  ber  ©tnl).  f.  bie  8?ebe  b.  i.  fowol)l  baö  9?eben  ob.  @pred)en 
(fubjcctio),  ai^  anä)  ba^  ©efprodt}ene,  ber  2(u^fptud)  (objecti»),  in  »ielen 
SfJebenSarten ,  alö:  baö  SB  ort  nef)men  (b.  i.  onfangen  ju  rebcn),  bai 
SBort  füljren  (b.  i.  im  Flamen  53ief)rer  ob.  oor  einer  JBerfommlung  fpre» 
t^cn),  ba§  große  SBort  fü{)ren  (groffprec^en  ob.  ben  Son  angeben  wollen), 
baS  SBort  Ijaben  (er  Ijat  ba§  SBort,  b.  i.  bk  9{eil)e  ju  fprec^en  ijl  an  iljm; 
er  will  baS  Ic^te  SBort  i^aben,  b.  t.  er  will  immer  jule^t  fprec^cn,  immer  SJcd^t 
bct)alten);  einen  nit^t  ju  SB  orte  (b.  t.  jum  Sieben)  ?ommen  laffen; 
einem  in«  SBort  fallen  (feine  Siebe  unterbred^eti) ;  einem  baS  SBort  awi 
bem  SDiunbe  ob.  »on  ber  3ungc  nehmen  (b.  i.  »or  bem  3(nbern  fagen,  was  er 
fagen  wollte);  einem  ba6  SBort  reben  (b.  i.  ju  feinen  ©unften  reben; 
ei)em.  aud^:  einem  baS  SBort  t^un,  b.  i.  al8  fein  Cobrebner  ob.  S5ertf)eibigcr 
auftreten),  fo  aud^:  ein  guteS  SBort  für  3emanb  einlegen;  auf  3emanb6  SBort 
bauen,  fl^  »erlaffcn  ic ;  ein  SBort  ju  etwaö  fpred()en  ob.  fogen  (id^  1^a.U  aud> 
ein  SBort  ob.  ein  SBörtdijcn  babei  §u  fagen,  b.  i.  meine  SiÄeinung,  mein  Urtl)eil, 
meine  (äinwilligung  baju  ju  geben);  SljrSBorttnSfjren,  b.  i.  of)ne3l)re 
Siebe  gering  ju  ad^ten  (aU  4>öflid^feit6formel,  wenn  man  bem  2(nbern  ju  wiber» 


SBort  1993 

fpre^en  gcnStfjigt  ijt);  mit  einem  SOS  orte,  b.  t.  furj  gcfagt;  fein  SBott 
über  ttma€  oerliercn;  ic^  n>ei^  fein  SBSort  ba»on  (b.  i.  nic^t  baö  geringfte); 
einer  ©ad^e  mit  feinem  SSSorte  gebcnfcn  ob.  er»äf)nen:  einem  auf$  SBort 
gefjor^en  (b.  i.  auf  feinen  miinblicfcen  SBefeJ)!);  er  vritt  eö  (urfpr.  n?of)t  ®cn., 
f.  0. ».  beffen)  nid^t  SB  ort  f)ab  en  (b.  i.  er  rciU  eS  nic^t  mit  SQSorten  ob.  aui* 
itüdUä)  eingeftefjen) ;  ein  SBort  ob.  SBöctc^en  mit^emanb  ju  reben  {)aben;  ein 
grofee,  bebeutfameö,  finnrcid^eö  k.  SBort  (b.  i.  ein  folc^er2fu6[pruc^;  xx^U  Q\x6i 
©pric^toort),  ein  5Bort  ju  feiner  3eit;  fpri^».  ein  guteö  SJBott  finbct  eine 
gute  Statt  (b.  i.  wirb  gut  aufgenommen,  ^at  guten  Srfotg);  eljcm.  etroas  ju 
SB  orte  t)aben  f.  ee  gur  3Cugrebc  ob.  Sntfc^ulbigung  netjmen;  3)  in 
einigen  bejlimmteren  Sebeutungen:  a)  Ärfpr.  ein  af§  (Irfcnnung^jeld^en 
bienenbeg  Sßort,  Sofimgömort,  e^em.  audj  SJort^etd^en  (fr.  ^arote):  b)  ein 
f6cmlicl)eS  SSerfpred)en,  eine  ^ufage  ob.  SJecftd^ening  (einem  baS  2Bort 
ob.  fein  5JBort  geben,  b.  t.  ii)m  etwaö  öerfpred)en  ob.  oerflt^crn;  fein 
SBort  1)altin,  erfüllen,  ober  jurüctnet)mcn,  brechen;  einen  beim  SBorte 
t)alten,  b.  i.  auf  bie  Befüllung  fcineö  93crfpredöen6  bejtefjen;  ein  SJlann 
Don  SBort,  b.  i.  ber  fein  SBort  t)ätt,  ein  guoerldffigcr  5Kann ;  fpri^w.  ein 
SBort,  ein  SBort,  ein  SJlann,  ein  ?D?ann,  b.  i.  ein  reblid^er  ?Stann  t)ä(t  fein 
«ßerfprec^en;  c)  baS  SBort  ©otte«,  b  i.  bie  $Sibet  ob.  {)el(i3e  @c()rift, 
inöbef.  bie  batin  enti)altene  ©taubenöleijre  ob.  gtoffenbarte  ^Religion ;  bibt.  iai 
SBort  f.  e^tifluS  als  ©of)n  ©ottee ;  —  3fe^.  mit  SBort:  »ortarm,  Sn?., 
arm  an  SBortern  (eine  wortarme  ©prad^e),  ob.  an  SBocten,  b.  i.  wenig  fpre» 
c^en  fönnenb  (er  ijl  fe{)r  wortarm);  bie  SBortormutt);  bie  SBortart,  9??. 
SBortarten,  bie  oerfc^iebenen  3(rten  ber  SBörter,  bef.  na^  i^rer  (formellen) 
Sebeutung  als  Sfjeite  ber  9?ebe,  baf)er  au^:  Stebet^eile  (f.  b.),  auc^:  SBort= 
gattungen,  SBort=  ob.  SBörterftaffen;  bie  SBortauStegung, -beu* 
tung,  *erflärung,  3Cu6regung  ob.  erfldrung,  welche  ben  fprad^li^en  Scgrijf 
beö  SBorteS  ob.  ber  SBörter  b.  f.  bie  in  bem  SBorte  felbjt  licgenbe  SSebeutung 
entwictelt,  j.  U.  o.  ©adjerfldrung ;  bie  SSortblegung,  bie  2Cbä'nberMng  ob. 
2Cbwanblung  ber  SBörter  gum  3(u6briic!  if)rer  SSerfjaltnifTe  in  ber  jufammen« 
tjangenben  5Kebe,  bie  SSilbung  ber  SBortformen  (fr.  glfjion,  25eclination  jc); 
bie  2Bortbilbung,  bie  2?ilbung  ber  SBörter  alä  fclbftanbiger  3ei^en  beftimm« 
tec  23orfteUungcn,  bk  ßntwirflung  beö  SBorteö  auS  ber  SBurjel  bucd^  ©tamm« 
bilbung,  3fbleitung  u.  3ufammenfe|ung;  bec  SBortbrud),  ba§  Sre^en  b.  i. 
bie  Sili^terfüllung  beö  gegebenen  SBorteg  ob.  SJerfprec^eng;  UJOrtbrüc^ig, 
IB».,  fein  SBort  brec^enb,  fein  25erfprec^en  nic^t  I)altenb;  bie  SBortbrüd^tgs 
feit;  bie  SBortfamilie,  i>ie  fammtlid^en  oon  einem  SBorte  abflammenben 
SBörter;  bec  2ßortfec&ter,  wer  mit  SBotten  ftd^t  b.  i.  flreitet;  bie  SBort* 
fec^terei,  f.  o.  w.  bas  SBortgefe^t,  ber  SBortftreit;  bie  SBortfoIge,  bie 
2(ufcinanberfolge  ob.  3(norbnung  ber  SBorte  im  ©a|  u.  ber  jufammenf)angenben 
«Rebe;  bie  23ortform,  überl).  i>n  gautform  ob.  äußere  ®eftalt  eines  SBorteS; 
inSbef.  bie  SiegungSform,  b.  i.  hk  oerf^iebenen  formen  eines  SBortcS  jut 
Segeic^nung  ber  (grammatif^en)  a5egiel)ungen  beSfclbcn  im  3ufamment)an3e 
ber  «Rebe;  bec  SQBortforfd^er ,  ein  ©prad^forfd^er,  weld)er  ben  Urfprung,  bie 
@ntwicftung  u.  Silbung  ber  SBörter  ju  erforfdjen  fu^t  (fr.  ©tpmolog);  bie 
Söoctforfc^ung,  (fr.  etpmologie);  bie  SBortfügung,  bie  3ufammenfügung 
ob.  SJerbinbung  ber  SBorte  jum  ©anjcn  ber  JRebe,  u.  ber  Inbegriff  ber  ©efe^e 
betfelbcn:  bie  2Bortfu9ung6lef)re,  ein  ^aupttfjeil  bec  ©afelelire;  bec  SBort* 


1994  SBort 

tüi)rer,  wer  bai  SBort  filfjrt  b.  i.  ooc  2fnbern  ob.  in  if)rem  9lamen  rcbet; 
bie  SBovtfiidc,  bec  SRcid^tfjum  ob.  liberflufö  an  SBocten;  tag  SBortgcfed^t, 
ein  Äampf  mit  SiSorten,  2Bortiireit;  b(\6  SBortgefüngcl,  baS  «Reben  in  f^on^ 
flingenbcn,  ahet  geijaltleeten  SBorfen;  bci^  Söortgepränge ,  f.  ©eptänge; 
büi  SBortgejä'nF,  ein  ©ejanf  um  2Borte,  ein  f)eftiaer,  flcinlidiei-  SBortficcit; 
n?ortl)abcnt)  ob.  -AjnUm'O,  S5n>.,  e{)em.  Äanjt.  f.  ü.  ».  bae  Sßort  fü^tenb, 
ben  SSorftö  f)a()enb  (§.  S5.  ber  tt)oct()abenbc  SSürgeimcijler) ;  ber  2Bortt)aber, 
2Bortt;aUcr,  f.  ».  ».  asortfü^m-;  bec  Sßort^elb,  ein  ^rat)ler,  @cof* 
fpred^cc;  ba-  SBortfampf,  ein  Äampf  mit  SBotten,  ein  lebJjafter,  mit  2(n= 
fltengung  unb  Äunp  gefü^vtec  SGBortjlceit;  itiortfarg,  S».,  Earg  (f.  b.)  mit 
SBorten,  futj  unb  wenig  rebcnb;  bie  2Bortfarc5l)eit;  bie  SBortfenntnifS, 
sfunbe,  ÄenntnifS  bec  SBörter  einet  ©pva^c,  b.  SBöctev!enntni[6;  ber 
SBortflauber  (09I.  f(auben),  wec  auf  fleinlic^e,  unftud^tbacc  SBeife  übet  bie 
enfjle^ung,  JBebeutung  jc.  bec  SBövtcr  gcüöelt;  bie  SBortf (aubcrci ;  bec 
SBortfuim,  oerad^tl.  f.  ik  ffeinliche,  jnjcct-  unb  ecfolglofe  SBefd^aftigung 
mit  SBörtecn,  gen?.  SBöcterfcam;  auc^  f.  teeceö  ®ccebe,  ®e[d^wä§;  bec 
Söortfrämer,  »er  fid)  auf  jwectlofe,  unfrud^tbarc  SDSeife  mit  SBörtecn  ju 
fdjotfen  mad^t;  oui)  roec  Diel  SBorte  mad^t,  ein  ©c^wäler;  bie  S33ortfräme^ 
rel;  bie  SGßortnirjung,  Slbfurjung  eines  SBocteS  (fr.  2tbbreoiatur);  bec 
2Bort(aut,  1)  bec  Caut  cineö  SBortcS;  2)  ber  roörtlid^e  ©inn  ob.  3ni)alt 
einer  9iebe  (j.  85.  itwai  nai)  bem  5Bcrttautc  üer)lc^en);  bie  2öort(cl)re,  bie 
ße^re  i^om  SBorte  b.  i.  bcrjenige  .i^aupttijeit  ber  ©pra(^(e^re,  »elci^cc  r»on  ben 
SBortarten,  ber  S35ortbi(bung  unb  «Siegung  t)anbelt,  j.  U.  ».  ber  Cciutle^re  u. 
ber  ©a^re^te;  WOrtlü^,  SBit?.,  1)  oi)ne  SOßocte,  !ein  SBort  fagenb  ob.  Ijcroor^ 
bringenb,  finne.  fprad^toe  (j.  S3.  »t)ort(ofeö  ©rilaunen) ;  2)  f.  0.  ».  «?oct« 
bru^iig;  bie  Söortlofigf dt,  bai  aSSortloäfein  b.  i.  1)  bk  ©pra(!^(oftg«eit; 
2)  f.  0.  ir.  2Bortbcu^ig!cit;  bec  Sßortmcnger  ob.  ^mifc^er,  »er  Sßorte 
au5  üerfc^iebenen  ©prac^en  unter  einonbcr  mengt  u.  bef.  frembe  SBörter  in 
feine  5!Kuttct[pra(§e  einmengt;  ba^er:  bie  SSortmengerei  ob.  ^mifd^erei; 
bie  SBortorbnung,  f.  0.  w.  SBortfolge;  ber  SBortprunf,  bec  ^cun!  (f.  b.) 
ob.  baä  ^run!en  in  ob.  mit  Sö^orten;  ba6  2öortratl)feI,  ein  SfJätfjfel,  weld>eö 
in  einem  ganjen,  ungeti)ei(t  u.  unoeranbert  ?u  errüti)enben  SBorte  befielt,  j.  U. 
ü.  «Silben--  u.  SSuc^flabenratijfcl  (f.  b.);  ba6  Sßovtregiftcr,  Söcrjei^nif«  bet 
|.  S.  in  einem  SSuc^e  ooriommenbcn  SBörtcr,  »erf(^.  ©ad^rcgijler  jc.  (f.  dit- 
gijtcr);  ivortreid^) ,  SSw.,  1)  rei^j  an  SBörtern,  einen  großen  a3orrat()  an 
SBörtern  befi^enb  (eine  wortreid^e  ©pradje);  2)  au6  tiefen  SBorten  befietjenb, 
iibecflufg  an  SBorten  fjabenb,  ftnn».  treitfc^weifig  (ein  »ortreicl(>er  SSortrag  k.); 
ber  2Bortreid)tl)Um ,  ber  9tei(^tf)um  (einer  ©pcat^e)  an  SBörtecn;  bec 
SBortfd)n)QU ,  ein  ©^wall  b.  i.  eine  laflige  Überfülle  »on  SBorten  (f. 
©d^ttjaU  1.);  bec  SOBortfinn,  ber  ©inn,  bie  ©ebeutung  eine«  SBortcS;  anä) 
ber  »örtliche  ©inn  einer  Siebe;  ba6  Sßortfpiel,  dn  ©piel  mit  SBorten, 
inSbef.  bie  wi^ige  2Cntt>enbung  ob.  3ufammenfleUung  boppclfinniger  ob.  äljnlid) 
lautenber  SBörtcr  »on  oerfc^iebcnem  ©inne;  ber  3Bortflamm ,  1)  bk  ben 
2(bleitungen  u.  SSiegungen  eineö  SBorteS  gu  ©runbe  liegenbe  einfad()e  SBort» 
form  (f.  ©tamm  2);  2)  bie  ®c[ammtl)cit  ber  »on  einem  einfatiöen  SBorte 
(©tammworte)  abjlammenben  SBörtcr  unb  SBortformen;  ber  SBortfireit, 
1)  ein  ©trcit  mit  SBorten,  flatlec  cin3an!;  2)  ein  ©treit  um  ob.  über  SBorte 
(.b.  Sßörter;  bec  SBortton,  bec  Slon  ob.  Sta^bcu*  bec  ©timme,  mit  »elti&em 


mtühtt  1995 

im  ©afee  ein  SSJott  »oc  bem  anbcrn  oermöge  fein«  gtaminatifc^en  JBebeutung 
Ijeroorge^oben  wirb,  »etfdj.  ©i(()en=  u.  SHebetcn  (f.  b.  u.  ogl.  Son);  bie  Süort; 
Oerbinbung,  l)  Sierbinbimg  ber  SBorte  in  bei- Sitbe,  SBoitfügung;  2)  SS  et» 
binbung  mc()ret  Sßäöitcc  ju  einem  2Borte,  3ufdn»menfe^ung;  ber  äßortoer^ 
|lant>,  bcc  ©inn  b.  i.  bec  geiftig«  Znt)aH  cineS  Söoitcö;  aud)  bec  njörtlidje 
b.  i.  au6  bec  Sebeutung  ber  SBorte  unmittclbac  ^crnorgei)cnbc  ©inn  einer  JRebe 
(»gl.  SSerflanb  2) ;  bie  SBortücnranttfc^aft,  aSer>üanbt[c^aft  »on  SEBörtern 
eine«  (Stammes ;  bec  SBovtiued^fel,  über^.  ber  5Öe(!^fel  ob.  Qüiötauf^  oon 
JJBorten  b.  i.  9?eben  unter  jttjci  ober  nu1)ren  ^erfonen,  bit  Unterrcbung,  baS 
©efpräc^;  gew.  in  engerer  Seb.  ein  tebfjafteö,  fji^igeö  ®c!prci^  cinanber  »iber; 
fprec^enbec  ob.  mit  einonber  flrcitenbcr  ^erfonen,  dn  leb{)after  SQiortjlreit, 
fiatEer:  3an!;  n)Ortjverf)fe(n,  untvb.  jieUof.  3w.,  im  SBortnjec^fel  begrijfcn 
[ein,  einen  SBortflceit  füt)rcn;  ber  Söortivi^,  f.  3Bi^;  bie  2ßortrvurjd, 
bie  fffiutjet  ([.  b.)  b.  i.  ber  einfad)e  Urbeflanbt^til  eines  SBorteS  ob.  oielmefjr 
eines  gangen  SBortjlammeS;  ba§  2ßort5el(i)en,  »lt.  f.  boö  münblid)e  (5r!cn- 
nungSjeid^en,  SofungSmort  (fr.  i^Jarole);  auc^  f.  3)ier!mat  ob.  3eicl^cn  jum 
3fnben!en  einer  S8egebeni)eit  jc,  SDSaljriei^en  (f.  b.  unter  mai)t  1.);  ~  3fefe. 
mit  ber  SJieijri).  SB  ort  et  =  :  bai  Sßörterburf),  iin  S5ud^,  in  reellem  bie 
SBörtcr  einer  ©pradje  ob.  eineö  ^ai)ii  ob.  ©ebieteö  ber  SBiffcnfc^aften,  Äünjie, 
(bewerbe  ic  gci».  nad^  bec  S5ud)|tabcnfo(ge  (alp^abetifc^)  gefammctt  u.  erflart 
ftnb  (fr.  ßeriion;  bejitiedt  i>ii  ©rüärung  baö  SSetjlänbnif«  ber  3Böttec  na^ 
iljrer  [pta^lid^en  Sebeutung,  fo  ift  baö  SSäörterbit^  ein  ®pra^»SBörter- 
huä),  j.  S3-  ein  SBötterbuc^  bec  beutfd^en,  lateinif^en,  fvanjöfifdjen  jc  «Sprache; 
i)at  fie  hingegen  bie  [ad^lic^e  Sebeutung  ber  SBörter  in  if)rer  2(nit)enbung  inner= 
^alb  eineö  bejtimmten  ®ebieteS  beS  SBiffene,  ber  .Runjl  :c.  im  3(uge,  fo  i|l  eö 
ein  ©ac^;  SBörtecbuc^,  f.  b.);  bie  2Börterbu(itürm ;  bec  SBörter; 
bud^f^reiber  k.;  bec  Sßörterfram,  f.  o.  «Bortfram;  bie  SBörterfunbe, 
SBöcterfcnntnifö,  bie  »iffcnf^aftli^e  Jlenntnifö  bec  SSörter  einer  ©pcac^e 
(fc.  ßeicif ologic) ;  ber  S[B5rter[d)afe,  1)  bec  gefammte  »ejlanb  ob.  93ocratt) 
einec  ©pra^e  an  SSJörtern,  aud):  ber  SOS o r tcco  o erat (;;  2)  ein  großes 
SBötterbud^ ,  »ücldjeS  ben  gefammten  SBörteroorratt)  einer  ©prac^e  cntfjalt, 
aud^:  ©prac^fc^a^  (fr.  S^efaucuö);  —  2(blcit.  worfen,  jieUof.  3»-  m. 
^aben,  (mittel^,  worten)  alt  u.  obecb.  f.  cebea,  2Bücte  mad)en,  miinblid) 
übec  etira§  uerl)anbeln;  mit  SJocten  jlceiten,  tDOctn?ed)feln ;  vpörteln, 
jiellof.  3».  m.  I) ab cn,  (altl)o^b.  wortalon,  fd^wa^en,  »on  bem  S5m.  wortal, 
gcfprad^ig)  alt  u.  lanbf^.  f.  SBorte  mad)«n,  plaiibecn;  oberb.  inöbef.  fpi|e 
Dieben  gegen  cinanber  fiii)ren,  in  5Dßortired)fel  gerat()en;  tvortlirf),  SBt». 
u.  S^ir.  (altb.  wortlihlio,  wortluhe,  alö  91».)  1)  tn  5ßorten  bef}ei)enb, 
burd}  ©orte  auögebciicft  (ein  wöctlid^eö  ©ebet;  eine  »örtliche  Scleibigung, 
entg.  einec  tljatlid^en);  2)  bem  SBcrte  cb.  ben  5ßorten  gemä'f,  bcimit  liber;; 
etnftimmenb,  battn  gcgriinbet  (j.  S.  ber  »örtlidje  23erftanb  einer  Siebe; 
eine  »örtlid^e  iiberfci|ung),  bef.  al«  9lxc.  f.  t).  n>.  ben  QBccten  nad),  SBcrt 
für  9Boct  (i-  58.  etroaö  tt>öctlt<^  nac^fpcec^en,  »piebetl)oten,  nieberfd^ceibcn  jc.); 
bie  S55örtlld)!dt,  bai  2^6rtlid)[ein,  bef.  bie  ivörtlidje  Übereinj^immims 
(j.  SB.  einec  Überfefeusg). 

worüber,  fragenbes  u.  bejicljenbeS  9?».,  über  weldbcc  ob.  übec  ntld)i 
^ad)^  (»gl.  »o),  entfpr.  bem  I)tnn?eifenbcn  bacüber,  1)  fragen b  (j.  58. 
worüber  l)an3t,  fc^webt  «6?  wocöbec  ob.  »o^inüber  ijl  er  gefprungen?  wotübec 


1996  worum  —  woju 

wunbetjt  bu  bi^?  troritber  ftrettct  if)c?  :c. ;  fo  anö)  in  tnbtrectfn  gcagen  ob. 
abfjangtgen  5iebenfä'6en,  j.  S.  td^  weif  nt'djt,  »ocüber  et  jTd^  beffagt;  fage 
mit,  »orübec  bu  btd^  argerft  u.);  2)  bejte()enb  (j.  S.  bog  tft  e6,  »orübet 
id^  miä)  freue;  er  fagte  SÄanc^eö,  worüber  man  tad^en  muffte  jc;  aber  ni^t: 
bic  3;f)iir,  worüber  baö  Silb  l^angt  ic,  fonbern:  über  welcher  jc;  nx6)t:  baö 
8anb,  worüber  er  f)errfd)t  jc,  fonbern:  über  wdäjsi  ic)- 

worum,  fragenbes  u.  begiefjcnbes  9Znj.,  um  ma^,  um  n^elc^e  ®ad)e  (»gl. 
wo),  entfpr.  bcm  ijmweifenben  ba rum  1)  (im  neueren  Jpod^b.  jwecEmSfig 
untcrfc^teben  oon  bem  eti)moIogtf4>  gletc^bebcutenbcn  warum,  welc^cä  auf 
bie  befiimmtere  Seb.  ,,aug  welchem  ©runbe"  bef^ranft  f(it;  f.  worum):  1) 
fragenb  (j.  S.  worum  bemüf)t,  bewirbt  er  ffd^?  worum  1)at  er  btc^  ge* 
beten?  ic;  u.  in  abf)angi8en  fragen  ob.  Slebenfa^en,  j.  S.  er  wollte  wiffen, 
worum  man  mic^  betrogen  iiabe^  b.  i.  um  wa^  :c. ;  »erf^.  warum  u.); 
2)  bciiel)enb  (j.  S.  etwas,  worum  er  mi^  fc^on  oft  gebeten  ^at;  baö 
worum  bu  mid^  beneibefl  ic). 

worunter,  fragenbeö  u.  beiie^enbcl  9^w.,  unter  welcher  ob.  roetdje  <Ba6:}t 
(ogl.  wo),  entfpr.  bem  Ijinweifenben  barunter,  1)  fragenb  (j.  SS.  worunter 
lag  e6?  worunter  ^ajl  bu  eö  gefiedft,  »erborgen,  gemif(^t?  Jt;  unb  in  abljän» 
gigen  gragen  ob.  5leben[d^en,  j.  S.  i^  wei^  nid^t,  worunter  eö  geratt)en  ift); 
2)  bejief)enb  (j.  S.  ba6  ifl  eö,  worunter  id^  leibe;  2Clle6,  worunter  er 
feine  wa()re  ©eftnnung  öerbergcn  fann  k.;  aber  nid^t  gut:  bieSetfe,  werunter 
i^  lag  JC,  fonbern:  unter  welcher  jc ;  mäjt:  meine  greunbe,  worunter  er  auc^ 
gehört  jc,  fonbern:  unter  bie  ob.  gu  benen  Jc). 

n)Ofe(b|l,  bejieljenbes  9?w.  beS  Örteö,  boö  werft,  njo :  an  m\(i)em  £)tte 
fetbfl,  an  welchem  ndmtic^en  £)rte  (ogl.  bai  ^inweifenbe  bafclbfl;  j.  S. 
ic^  begab  mic^  in  feine  5QSo()nung,  wofelbjl  iö)  if)n  antraf  jc). 

wooon ,  fragcnbeö  u.  be}iel)fnbeö  ?iw.,  üon  ttefdier  (Sad[)e  (ogl.  w  o), 
entfpr.  bem  ^inweifenbcn  baoon,  1)  fragenb  (j.  äB.  wooon  lebt  er?  wo« 
»on  fprec^t  ifjr?  wooon  l)anbclt  bai  Suc^?  jc  ;  fo  aud^  in  ab{)angigen  grogen 
ob.  Stcbenfd^en,  j.  S3.  i^  weij5  nt4)t,  wooon  er  lebt;  fage  mir,  wooon  bie 
«Rebe  ift  jc);  2)  bejie()enb  (j;  S.  baS  ifl  itwai,  wooon  i^l  m'djtö  »er« 
ftcf)e;  auc^  wo^(:  eine  ©ac()c,  ein  Umfianb,  ein  (Srcigntfö,  wooon  bu  gcl)5rt 
t)abm  wirft,  u.  bgl. ;  aber  nid^t  gut:  ein  "Umt,  woöon  er  leben  fann  jc,  fon« 
bem:  »on  welkem  jc). 

WOüor,  fragcnbcö  u.  bejiefjenbeö  9lw.,  vor  n5eld}er  ob.  wel(i)t  <B>ad)(, 
'oot  wai  (ogl.  wo),  entfpr.  bem  ^inweifenben  baoor,  1)  fragenb  (3.  S. 
wooor  flanb  er?  woüor  foU  iä)  eö  legen,  ftellen  jc?  wooor  fürd^tefl  bu 
bid^?  ic;  fo  au4)  in  abl)angigen  fragen  ob.  9lebenfci|en,  j.  SJ.  iä)  fragte  fie, 
wooor  fte  ftd()  fürchte;  xä)  begreife  nid)t,  wooor  bir  graut,  bange  ift  jc); 
2)  begiel)enb  (j.  S.  baä  ift  e6,  wooor  iä)  bid)  warne;  nid^ts,  wooor  fte 
erfd^rcden  !önntc  jc;  nic^t  aber:  bic  S^ür,  wooor  er  ftanb  jc,  fonbern:  oor 
wcld^er;  nid^t:  bas  ©cfpenft,  wooor  fic  erfd^rafjc,  fonbern:  oor  weld^cm  jc). 

wowibcr,  fragenbes  u.  bcjicl)enbe§  5Rw.,  roiber  ireld)e  ^Badje^  tt)ib«t 
tioaS,  gew.  trogegen,  (ogl.  wo),  entfpr.  btm  ^inweifenben  bawiber,  (}.  S. 
wowibcr  flreitet  er,  lef)nt  er  ftdfj  auf  jc?  —  er  fagte  nid^tö,  wowibeti^  ttxoai 
einjuwenben  wüffte). 

«OJU,  fragenbeg  u.  be§icf)enbe$  9lw.,  ju  TOeld)Ct  <Sarf)«,  gem.  öud^:  ju 
wai  (ogl.  wo),  entfpr.  bem  i)inweifenben  baju,  1)  fragenb  (j.  JB.  woju 


»05tt)ifd)en  —  »ribbeln  1997 

fft  ii  geworben?  woju  l)a|l  bu  8ufi?  woju  i)at  et  ftc^  entfd)lofTen ?),  bcf.  in 
bec  bejtimmteccn  Seb.  ju  wcl<i)tm  @nb«  ob.  Swccfe,  in  ircld^er  '^(bfid)t 
(j.  SB.  ttJO^u  nü^t,  f)tlft,  bicnt  f6?  rcojii  tft  bic  ©ac^e  bfftimmt?  »oju  ^at 
man  mic^  rufen  laffcn?  jlnn».  warum  :c.;  fo  anä)  in  abljdngfgen  fragen 
ob.  9?ebenfa§en,  g.  SB.  man  !ann  niäjt  wiffen,  woju  cö  gut  «ft;  wer  weif, 
woju  cö  ju  gebraud^en  i)l  jc);  gem.  aud)  alö  unbejlimmteö  9?w.  f.  ju 
ircjenb  einer  'Sadje,  ju  irgenb  einem  ^Wiät  (j.  S3.  er  mufs  fi^  wo^u  ent» 
fd^Iicpcn;  eö  mufö  boc^  woju  gut  fein);  2)  bej{e()cnb  (j.  38.  bog  ifl  dmai, 
woju  i(^  mic^  ni^t  ocrflc{)cn  !ann;  id)  wiifTte  nichts,  woju  iä)  bie  ©ac^e  ge* 
braud)en  fönnte;  alle  biefe  ©tiinbc,  woju  noc^  fommt,  bafö  jc.)- 

WOjrüifc^en ,  fragcnbeä  u.  bcjiel;cnbeö  9lw.,  jiuifdjen  weldjen  2)ingen 
ob.  5tvifd)en  meldje  S^inge,  jn)ifd}en  roaS  (ogl.  wo),  entfpr.  bem  t)inwei» 
fcnben  bajwif^en,  (j.  J8.  wojwifc^en  lag  eö?  id^  wei^  ni^t,  wojwif^en 
eö  gefallen  ifl). 

2Bratf,  f.  u.  m.,  -e5,  Wl.  -c;  urfpr.  nieberb.  (SBraf;  nid^t  oerw.  mit 
brechen,  nieberb.  &rc!cn,  fonbern  pon  bem  gotf).  vrican,  vrac,  angelf.  vrecan, 
b.  i.  eig.  fortjtofen  ob.  =  treiben,  ougjiofen,  bann:  »erfolgen,  ftrafcn,  r5d)en 
(f.  b.),  altfjod^b.  wrehhan,  bann  rechan,  rah;  ba^er  wreh ,  attföc^f.  wrekki, 
angelf.  vraecca,  ein  Serbannter,  fflevwiefener,  »gl.  JRedfe  u.  baö  engl,  wretch, 
ein  Slenber,  SSerworfener;  iölänb.  reka,  fortftofen,  wegtreiben;  alfo  ,,bec 
2(uöwurf,  7(uöfd)uf6";  ogl.  baö  angelf.  »reck,  fd)web.  wrak,  3Cu6wurf  be§ 
SJleereö;  engl,  wreck,  fci^eitern;  wrack,  ©^iffbrud^,  ®d)ifftriimmer)  1)  wai 
alg  untauglid)  ob.  fd)rtfcf)aft  auSgefdjoffen  roirb,  iinbraud}bate,  ücrborbene 
5Baare,  2(uäfd)ufS,  f.  ».  w.  oberb.  bag  SSracf  (welkes  barc^  fjartere  2(u§- 
fprac^e  auS  2Bra(S  cntftanben  ju  fein  fc^eint),  auc^  in  3fc^.  wk:  SBracEgut, 
»l)aring,  'fafe,  -fteine,  jc;  l)amburg.  inöbcf.  anbrQc^igee,  fc^ab()aftc§ 
^otj;  uneig.  au^  f.  ein  unanfe^nlic^er  ob.  fd)le^ter  93ienf(^,  ber  ein  ©ebrecfcen 
t)at  IC.  (ogl.  bas  engl,  wretch);  2)  bie  S^rümmec  eine«  gejlranbeten  @d}iffe§, 
u.  übcrt).  ber  Stumpf  eines  bur^i  ©d)iffbruc^  ob.  auf  anberc  aiSeife  unbraud^? 
bar  geroorbenen  @d)iffe3  (in  biefer  S5cb.  in«  S^oäjb.  aufgenommen);  au^ 
uneig.  f.  etvoai  3etflörte^,  fdiab()cift  ©etrorbeneg  (j.  S5.  ber  SBrarf  bcö 
©taateö);  baS  SßSraifrcd^t,  f.  ».  w.  ©tranbrec^t;  ber  5Brac!öogel,  bie  ^.an'- 
«l^erganö  (weil  fic  fic^  gern  auf  ©c^ifföwradfe  nieberlaffen  foU);  —  türacfen, 
jieU.  3w.,  nieberb.  (wra!en,  wroEcn)  1)  al§  untauglid)  augfd)iepen,  mi- 
mecjen,  oerroerfcn;  2)  lanbfc^.  f.  flud)en,  ttenrünfdjen;  ftreiten,  janfen; 
ber  SSrndfer,  -ö,  Ijamburg.  (SBrafcr)  ein  üereibigter  Söaarenprüfer, 
weld^er  baS  Untaugli^e  auöfc^ief  t,  bef.  beim  ^olj{)anbet. 

wrangen,  5w.,  nieberb.  f.  ringen  (gew.  wringen);  inöbef.  f.  ringen, 
fci'mpfen  (ogl.  rangen;  engl,  wrangle,  janfen,  flreiten);  bie  SSrange, 
^.  -n,  nieberb.  f.  etiraä  Ö^ewunbeneg  ob.  ©ebogene^,  inibef.  ©t^iffb. 
gebogene  .^oljer  (Soben-,  ©ccEwrangen  zc);  bie  3iiunn?inbe;  eine  SSiel)^ 
franf^eit. 

roranten ,  5w.  (ban.  vrante),  nieberb.  f.  mücrifc^  fein,  murren,  flagen ; 
ba()er:  wranttg  ob.  njrantifd)  (wrante!),  gem.  jgej.  wtenf^,  »w.  f. 
mürrifd),  üerbrieplid),  unjufrieben,  unwillig;  ivilb,  [d)eu. 

wribbeln,  jiel.  3w.  (au(^  wrimmen;  x>.  wriwen,  altniebetb.  wriben  f. 
reiben,  f.  b.),  ttwai  jwift^en  ben  gingern  reiben,  jerreiben. 


1998  wricfcit  —  S5$ud)ei: 

wridPcn  u.  wricfeln,  jtel.  3».  nkbcrb.  (engl,  wriggle;  »em.  mit  töcfen, 
f.  h.)  Mn  u.  ^cc  beiregen  ob.  bre()en  (oettrritfeln,  f.  »trWcgen,  »erbrcf)en, 
»erjlaui^cn);  etiva^  Sejle^  burct)  Siiacfcln  io6  mad)en;  aac^  jieöos  f. 
roacfelu;  in  bejlimmtcrec  SScb.:  tvcitfen,  ein  Scot,  eine  Solle  ic.  — , 
burct)  ^in«  iinb  -^erbeiüegen  eineg  JKubecg  am  »^tntert^eile  forttreiben; 
n)  riefe  In,  ein  üer)laucf)te5  ob.  üerrenfteö  ©üeb  in  feinem  ©elenf  l)in 
unb  f)€r  bewegen,  um  eö  Jttebej:  einjuri^tcn;  wriifclig,  S».,  f.  ivacfeinb, 
loa;  bic  Sßricffalbe,  f.  fine  ©albe  »on  ©ibtfd^,  womit  man  ein  ecvflauc^teö 
®(ieb  reibt. 

wringen,  jicL  3«?.  nicbcrb.  (angelf.  vringan,  engl,  wriug)  f.  ringen  (f.  b.), 
ivinben,  5iifammenbref)cn,  frümmen,  biegen. 

SBrifr,  m.,  nicbcrb.  f.  9?ift  (f.  b.):  bie  ^anbrourjef,  bai  ^^anbg<Unf 
u.  bcc  Z^di  bcö  2Crmtö  bic^t  t)intec  bemfelbcn. 

wrogcn  ob.  tuvögcn,  jtel.  3».  niebcrb.  f.  rügen  (f.  b.):  ct)cm.  anfingen, 
angeben-,  ie|t:  nn  (Selbe  ftrafen-,  bie  SBroge  ob.  SBröge  (auc^  SBrö» 
ginge)  f.  Ovüge;  ©elbbufe. 

SBvuifc  ob.  iüirufc,  IV.,  nicbcrb.  (oevw.  mit  9iau!e?)  f.  bie  SiSinter* 
ilol)lrübe. 

Süruf,  m.,  nicbcrb.  (oon  gleid^em  ©tamme  mit  SBrac!,  f.  b.)  1)  ein 
fnorriger,  fur^er  2$aum|lumpf ;  2)  ein  nidn  geborig  auggetua^feneö  ob. 
\)ern)ad}fene6  Sl)ter  ob.  ©eirad)ä;  eine  unanfel)nlicl)e  ^erfon  ob.  <Sac^e; 
3)  ein  eigenftnniger ,  miirrifdier,  t)eimtiicfifd)er  9)?enfd)  (ogl.  ba§  ^oU. 
wrokkeu,  f)cimli(^  ncibcn,  l)affcn). 

S[öud)Cr,  -5,  0.  9)1.  (aUf)0d^b.  wuochar,  m.  U.  f.,  mitMi).  wuocher;  obctb. 
bcc  SIBuc(^cr;  goti).  vokr;  nicbcrb.  SBoEcr;  angclf.  vocor,  eon  vaecan,  ent» 
flct)cn,  juncljmcn;  ocrw.  mit  »acljfcn,  33.  wak,  wach,  f.  xoa^;  ülfo  eig. 
j[Dcroorgcbraci^tc6,  (5rjcugtc6,  3unja(|§  ic;  ogl.  boö  lat.  fenns,  3inä,  non  feo, 
crjcugcn,  u.  baS  grieci^.  t6-^o;,  ^ai  ©rjeugte  u.  bcr  3tnö)  1)  urfpc.  Srud)t, 
5riid)tc  (j.  33.  attl)oc^b.  erd-wuochar  grüd^tc  bcc  Srbe),  aüä)  8cibc6fntd)t; 
Ertrag  ob.  ©eminn  an§rüd)ten,  Srnte,  ©egen;  3unol)me,  5ßad)gtl)um, 
3un)ad)g;  grud)tbarfeit  (j.  ©.  bc5  58icl)e6);  2)  inSbcf.  red)tma§iger  ©e? 
minn,  ben  man  im  Jpanbel  unb  5Banbcl  üon  feinem  ©gentl)um  envirbf, 
bcf.  3ing  ücn  auöge(icl)enem  ®elbe  Uijm.  &db  auf  asuc^cc  leii)cn;  ben 
SBud^cr  geben  f.  3in[cn  laUen;  J^auptgut  unb  5IBud^cc  f.  Söpital  unb3infen); 
3)  ic§t  in  engerer  ffieb.  für  unlöblid),  unreblid)  u.  unerlaubt  gehaltener, 
übermäßiger  föeivinn  im  «:f)anbel,  inöbcf.  burd)  2(ug(eil)ung  üon  @etb  auf 
übertriebene  ^infcn  (Äorn=  ob.  @ctrcibc\üud)cr;  SBuc^cc  treiben;  »om  SBud^cc 
leben ic);  —  n)Ud)£rn,  jieUof.  3w.  m.  t)  ab  in  (altl)o^b.  wuocharon,  mittel^, 
wuochern,  obcrb.  wucd^crn,  nicbcrb.  »ofcrn;  urfpr.  überl).  n^ac^fcn,  gcbeif)en, 
junct)men)  1)  ftd)  im  2Bad)6tl)um  flarf  ausbreiten  u.  üermebren,  über- 
mäßig um  fid)  greifen,  oon  ®c»ä^[cn  ic.  (eine  ftarf  »rud^crnbe  ^flanje; 
rouc^crnbcö  Unfraut;  truc^ernbeö  glcif(^  in  SDSunbcn  ic);  unctg.  fid)  mit  an* 
ftecfenber  Äraft  fd}ne(l  fortpflanjen  unb  ivett  umt)er  verbreiten  (»ud^ecnbe 
Äranfljciten,  Caflcr,  ©runbfa^c  Jc);  2)  mit  etwa 3  — ,  eä  jum  ©esrintt 
anivenben,  eö  fiud)tbringenb  machen,  baoonO^u^en  ju  jieben  fud)en,  oljne 
nac^ttjciligenSicbcnbcgriff,  gew.  nur  uncig. (mit  feinen  Öabcn,  mit  feinem  ^funbe 
wud^crn,  f.  ^funb  4);  3)  burd)  ^anbeliJ-  ob.  (53elbgefd)äftc  unbilligen 
unb  übermäßigen  (Sett?inn  ju  erwerben  fud)en,  be[.  ©elb  auf  übertriebene 


2öud)§  —  mMn  1999 

Sinfen  nugl«if)eti,  5öud)ec  treiben  (ein  »ucfternbet  ffiei^f)ar«);  mit  tt'ncm 
biU  ob.  nebcnwörtt.  3ufQ§  üu(^  jüI.  f.  bucd)  5Bucf)er  enrerben  ob.  bm'ix: 
fen  (»iel  @clb  jufammen  — ;  fic^  tiic^  wu^ern);  —  3fe^.  fcie  SQBui^er- 
blume,  eine  flar!  »ud^ernbe  ^flanjengattung  mit  jufammcngefe^tcn  Stumen 
(Chrysanthemum  L.),  inöbef.  bte  alS  Unfraut  unter  bem  ©etrcibe  »a^fenbe 
2Crt,  auc^:  ®olbbIume,  J&un^erblume  it.  (Chrysanthemum  segetum  L,);  ba3 
Sßuc^ercjelb,  auf  SBuc^er  aulgelicfjcncs,  ob.  burc^  SZBuc^er  gcreonncncä  @elb; 
\üu4)er9icrig,  Sn?.,  gierig  na^  unetraubtem  ©ewinnj  ber  S[ßucl)cr{)ant'cl, 
-tau],  Jpanbet,  Äauf  mit  übermäßigem  ©ewinn;  tai  2Biid)erfrQUt,  bt« 
SBud^evpflanjc,  »u^cmbe  ®ewad)fe;  bec  2ßuc^£r|]ter,  fc^wob.  u.  fd^ttjeij. 
f.  3uititier;  bte  SBiic^erfuc^t;  wucf)erfüc§tlg,  Sw.;  ber  2ßuc{)crjin6, 
9)?.  5Buc{)er3infen,  übertriebener,  unre^jtma^iger  3in6;  —  2(bleit.  t3on 
wuchern,  bte  2Sud()crei,  ba6  ^ud)ern,  5Qud)ertreiben;  ber  SBuc^erer, 
-g,  («Ufjoc&b.  wuochirari)  it»cr  iDud)ert  b.  t.  2öucl)ec  treibt;  bie  2ßiid)e« 
rung,  bag  5Bud)ecn,  u.  bag  ffiud)ernbe  (nur  in  ber  SSeb.  oon  «jud^ern  1);  — 
Bon  SJuc^er:  wuc^erljaft,  S3>ü.  ,  (altb.  \vuocherhaft)  l)  cöUig  ett.  f. 
frud)tbar,  reiche  Srüd)te  bcingenb;  2)  [.  o.  w.  tvudierlid)  (iruii^erfiaftec 
®enjinn);  ivuc^erifc^,  33«.,  nac^  ^rt  be6  5öud)er3,  auf2Bud)ec  nbjielenb 
(»udjerif^  t)anbetn;  ein  tru^erifdbcr  Äauf);  wud^erlicf) ,  Str».  (attf)oc^b. 
wuocharlih),  bem  SBudjec  a{)nlid)  ob.  gemaf,  im  SSudjec  3e3cünbet(n?uc^et» 
lid^ie  3infen  nel)men). 

Sßuc^ö,  m.,  -e€,  0.  SK.  (aUi)o6)b.  flcbt  bafür  wahst,  fpStcr  SBadbö, 
f.  unter  raae^fcn)  1)  ba«  53ad}fen,  bec  ^uftanb  beg  2Bad)fen6,  finno. 
3övid)6tf}um  (j.  S.  bie  Saume  jtcf)cn  in  »otlcm  2Bu(^fe);  2)  bic  ?l'rt  unb 
^JDßeife,  tvie  ettva'§  ivac^ft  ob.  9eirad)feii  i[l,  bef.  in  2(nfe{)un3  bcS  23cr{)ä(t* 
niJTeö  ber  Sfjcite  (j.  95.  ber  Saum  tjat  einen  gefunben  2Bu(^ö;  fie  {jat  einen 
fc^önen,  regelmäßigen  SBSud^S;  ^ferbe  oom  f(^önjlen  5EBuc^fc);  3)  it>a^  ges 
mad)fen  ijl  (j.  SS.  ber  bicSjä'brige  SBud)«;  fo  bef.  in  3fe^.  wie:  Sabrmnd)«, 
Ober«,  UntertDu^ö  jc.) ;  wücöftg,  Sn?.,  2Bud)6  f)abenb,  n)ad)fenb  ob.  ge* 
tt)ad)fen  (bie  »üc^jtgflen  ^flanjen),  gern,  nur  in  3fe^.  wie:  t)alb»ö(^fig,  boU» 
wüdbftg,  natum>ü4if[g  k. 

Si3ud)t,  U\,  5)?.  -ea,  (urfpr.  nicberb.  9lcbenform  f.  aBid)t,  Seiric^t,  t?on 
wiegen  1.)  bai  @eiind)t,  bte  ©c^tvere,  bef.  ein  l)oi)it  @rab  bec  @d)n?ece, 
eine  ?afl  (bid|t.  bec  (gebe  SBuc^t;  bie  ®uc^t  bcS  ©peecc«,  ber  ©treitart); 
au^i  ein  .Korpec  üon  großer  @d)n?ece,  eine  fc^reere  2aji;  roud^tcn,  3». 
lanbfc^.  1)  jieUoS  m.  f)aben,  S5ud)t  (laben,  fd)n?ec  iriegen  ob.  bvuc!en, 
lajlen  (ber  wuditenbc  Srud);  2)  gid.  einen  fdjtveren  .Rorpec  mittclft  etne3 
«l^ebebaumä  oom  SSoben  (liften,  gen?.  aufirud}ten  (f.  b.);  au^  übcrb.  eine 
fd)\mu  2aft  in  fd)n)anfenbc  Bewegung  fe^en;  lanbfc^.  aurf;:  ba5  @ert)ld)t 
eineö  ÄöcperS  erforfd)en,  inbem  man  \f)n  in  ber  >^anb  wagt;  bec  SBud^t^ 
bäum,  tanbf<^.  f.  J^ebebaum. 

wul?eln,  jiellof.  3w.  m.  {)abcn,  lanbfd^.  ober«  u.  nieberb.  (obetb.  »ue* 
bcln,  reueteln,  öerw.  mit  SBuet,  wuot,  b.  i.  urfpr.  heftige  Setregung,  f. 
SSSutf);  nieberb.  »ubbeln,  auij  wurreln;  öjtr.  wurten)  1)  über^.  fid)  teb{)aft 
regen  ob.  bewegen;  baljec  ^annöo.  (wubbeln)  f.  in  beftanbigec  S3etre; 
gung  fein,  roacfeln,  n?ebe(n;  f^weij.  (ȟb ein)  f.  tvatfd}eln  wie  eine  (Sntc 
(ba{)ec:  i>ii  gßublc  f.  @nte);  gew.  fid)  in  ijccreoccenec  ^O^enge  burdi  ein? 
anbec  u.  l)\n  unb  i)(\:  Uwi^iw,  f.  o.  ro.  mimmeln,  fciebefn  (bie  Ätneifen 


2000  xt)üi)Un  —  SSSutjl 

»Übeln;  aud):  cö  wubcU  oon  3fmeifen,  öon  SÄenfd&en  «.);  2)  »on  lod^cnbem 
SBaffer:  ficbenb  aufiüalien  (baljcr:  »ubclaormf.  jtebenb  tjeif;  3)  obci-b. 
mä)  f.  fpvoffen,  irvid)fen,  äune()men,  gcbdl^en,  »on  ^flanjcn  u.  Zi)imn 
(ügl.  ba§  fc^weij.  58».  raüeb  f.  üppig  »ad^fenb  u.  tvetbenb,  »u^ernb;  geil, 
Dom  (grtreid^). 

it)Üt)(en,  3».  (aUt)OC^b.  wuoljan,  wuolan;  mittcl^od^b.  wüelen,  ^tät. 
wuolte;  oberb.  »utlen,  »üetm;  »on  ber  SSJ.  wal:  wellan,  wal,  wuUun,  »atjen; 
ogt.  »allen  1.  u.  »eilen  1.)  1)  jielloä  m.  ^aben,  in  einen  n)eid)en  ob. 
loteten  .Körper  bo^renb  einbringen  u.  benfelben  umiualjen,  itmnjenben  ob. 
aufregen,  (bie  ©c^»cine  »ül)len  mit  bem  5Ril|Tel  in  ber  ©tbe,  im  ©d^lamme  Jc; 
mit  bem  ©old^c  im  J^er^en  »üt)tcn;  bitblic^:  in  [einen  eigenen  eingcweiben 
»öl)lcn,  b.  t.  ft^  fclbll  quälen,  ©c^merj  ob.  Schaben  »erurfad^en);  in  weiterer 
aSeb.  in  einer  Wleno^i  t>on  ®ac{}cn  unorbentlid)  f)erumfloren  u.  fte  burd) 
einanber  it)irrcn'(in  papieren,  SSüc^ern,  im  ®elbe  ic.  »uljlen);  oberb.  f.  rojl* 
lü§  jlreben  ob.  arbeiten;  2)  gicl.  etiuaS  — ,  burd^  5Süf)len  t)eriiorbringen 
ob.  betnirfen  (5.  SS.  ein  ßoc^  in  bie  (5rbc  — ;  bie  5Kaul»ürfe  »ül)len  ft^j 
©änge  unter  ber  ©cbe;  fid^  in  hk  ©rbe  — ,  b.  i.  »üf)lenb  in  bie  Srbe  einbrin« 
gen;  vgl.  ouc^  bie3fc§.  auf;,  bur(^^,  um»ül)len  ic);  au^  oom  gBaJTcr  (j.  S. 
U^  SiSaJTer  t)at  eine  Vertiefung  in  bie  (gebe  gewühlt);  bie  2ßül)ImöU§,  lanbf^, 
f.  gelbmaus ;  ber  2Bü()lcr,  iver  i\)ül)(t;  oberb.  (fffiücler)  f.  SOlaulwurf;  uneig. 
f.  ^(ufiviegler,  2(ufrü{)rer;  n)ül)lcrifc^,  ffi».,  aufn^iegelnb,  aufrül)rifd). 

2Bul)ne,  W.,  ^.  -n,  lanbfc^.  (preup.  auc^:  SBone;  f(^»ab.  SBo^  u. 
SßSule;  »er»,  mit  5S5unbe,  b.  i.  Öffnung?)  f.  ein  in  ba^  6ig  geljaueneö 
god),  um  SBüffer  [d^öpfcn  ju  !önnen  ob.  ben  gifc^en  Suft  gu  »erfd^ajfen,  nie* 
berb.  SÖage;  aud):  fumpfige  SSertiefungen  auf  feu(^ten  SBiefen. 

SBubr,  ir>.  u.  m.,  9)^.  -en,  oberb.  u.  fc^roeij.  (mittcll)o4)b.  waor;  oberb. 
SBuer,  5fBiicr,  SBur,  SBüljr)  f.  ».  ».  ein  2Be^r  (2) :  ein  Damm  jur  Zbi)aU 
tung  ob.  ^(bleitunö  begSöaffer^;  baf)er:  ber  2ßut)rbaum;  boS  2Sul)r* 
gatter  :c.;  n)ul)ren  ob.  irü^ren,  3».  (mittel^,  wueren,  ^rat.  wuorte;  oberb. 
»ueren,  »üeren)  f.  ein  2öe^r  bauen,  (Hmai  ein»ut)ren,  fci^»eii.  f.  ein» 
bommen). 

tüüden.igicllof.  3w.,  alt  u.  oberb.  (audj  »iilen;  altl)0^b.  willon,  mir  wiilot; 
ml)b.  wiillen ;  tjgi,  »ötlcn,  ©ewötte),  Q.M,  dlii^unQ  5um  (5tbred)en  em« 
pfinben,  ob.  t)erurfad}en,  unp.  mir  iv  ü  1 1  e  t,  b.  i.  mir  ift  ob.  wirb  übel, 
(ba§  SBüllen  alö  ^».  f.  iibelJeit,  @rbrc(^cn). 

SOBulf!,  m.,  -es,  alt  u.  oberb.  r.  bie  '>Siül[t;  Wl.  Söulfle,  (altb.  diu 
wulsta,  Wulste;  »on  wellan,  wal  jc,  b.  i.  »aljcn,  »ölben  u.,  f.  »cUen  u.  »gl. 
585elle,  SBSoUe  ic. ;  »ie  ©c^»uljl  »on  f^»ellen)  übcrt).  (twa^  ©eivotbteS  ob. 
©ebunfeneg,  eine  auf3cfd)iüoliene,  baud)ige  Wla^Cy  j.  JB.  ein  SGBuljl  »on 
«paaren,  Jp  aar»ulft;  ein  SOBuljl  in  bcn  J^aarcn,  b.  i.  ein  auSgeftopfteö  fleined 
Äiffcn,  über  »elc^cS  t)ai  Äopfl)aar  ge[d)lagen  »irb ;  '^Jflanj.  eine  bi(f e,  meift 
flcifc^ige  ^aut,  »eld^e  bcn  ^ilj  bei  feiner  @ntftcl;ung  einmictelt;  lanbf^.  f. 
(i5efd)n)u(jl ;  in  bcjlimmterer  Seb.  ein  ftd)  in  bie  Sänge  er)lrecf enber  bi(f er, 
cjerunbeter  Jlörper  (»gl.  SDSurfl),  inebcf.  ber  auSgcl^opfte  ob.  ftrol)ernc  .Kopf* 
ring  (f.  b.);  fSaut  ein  nac^  einem  JßiertelSreife  gerunbeteS  ©lieb,  aud^:  ber 
58ierttljlab;  ®d)iff.  bie  SBölbung  am  .:^intertl)eil  über  bem  ©teucrruber;  ©(^loff. 
ein  jur  SJerfiatEung  eineä  S^eiteS  angef(i^miebeteS  Sifen;  Älempn.  i>k  9iö()rc 
an  ber  2)a4)rinne;  9laturE.  eine  3lrt  Slafenf(i^necfen;  iai  S3SuIfit)aar,  in 


wummcttt  —  njunb  2001 

einen  SBulft  iufammengetcgteö  ob.  um  einen  SDSuIft  gef^lungene«  J&aar;  bad 
SBul|ifnöpfrf)en,  eine  Hvt  Jtceifetfd^ncden ;  bec  3ßulftnabe(,  eine  ungenabeKe 
Äreifelf(j^ne*c  mit  einem  tv^'6\)tUn  SBuljl  am  Soben;  bie  SOßulflllange, 
Älempn.  eine  ninbe  eifcrne  ©lange,  über  »eld^et  bie  SBülJte  ob.  2)adötot)ren  ge» 
bitbet  »erben;  miljlig,  Sm.,  einen SBuijl  f)abenb  ob.  bilbenb,  gefd)n)olIen, 
gebunfen  (ttjuljlige  ©rtjöfiungen,  Sippen  u. ;  wutfligcä  J^aor);  tt)ul(!en,  3»., 
vMi-  fid)— ,  einen  ?03uljlt  bilben,  [td)  baucl)i3  ect)eben,  anfd)roellen. 

voummeln,  wümmein,  3w-  lanbfd^.  (gem.  a\xi)  wum^en)  f.  irimmcln; 
nieberb.  aiidi  f.  »vacfetn,  tracfelnb  ge()en. 

wunb,  JBw.,  Somp.  trunber,  ©up.  wunbejit  (altb.  wunt;  »on  bec  2B. 
want:  wiatan,  »inben  1.:  alfo  eig.  gemunben,  b.  i.  umgewenbet,  »on  ber  J^aut: 
baS  3nnere  nad^  au^en  gefef)rt,  aufgerijfen?  —  »gl.  ieboc^  and)  ba6  lat. 
yulnus,  aOSunbe,  u.  baö  fanö!c.  vadh,  fc^lagen,  tobten,  lett.  wats,  ggsunbe,  griec^. 
oi'TcUo,  oerwunben)  an  ber  '^ant  Detlei|t  ob.  befcfjabigt,  Dcrwunbet  (eine 
»unbe  Jpaut,  ©teile,  ein  wunbec  ginger  ic ;  einen  wunb  {)auen,  [dalagen  Jc; 
Itd^  »unb  ge^en,  reiten,  b.  i.  burd)  ©e^cn  ob.  Gleiten  bU  ^ant  wunb  reiben) ; 
uncig.  »on  (Semütfjöbewegungen  g(eid)f.  oecle^t,  fcfjmerjlid)  ergriffen,  be# 
flimmert,  gcquait  ic.  (ein  wunbcö  J?)erj,  ©ewijTen  jc.) ;  bie  SBunb{)eit,  feiten 
f.  baS  5Bunbfetn,  bie  wunbe  58efcl)affen{)eit;  —  bie  SBunbe,  Wl.  -n, 

(alt{)0(^b.  wunta,   mittelf).   wunde;   angelf.  vund,   engl,   wound,    ()oU.    wonde; 

iöldnb.  fd^ttjeb.  und)  eine  mcljr  ob.  »enigec  tiefe  d'u^erlidje  SJerlegung  am 
menfd)t.  ob.  t()ier.  Äörper,  bef.  in  einer  Trennung  ber  Steile  bur(^  aufere 
©fwalt  bcftetjenb  (einem  eine  SBunbe  fd^lagen,  l)auen,  jled^en  :c. ;  mit  SBunben 
bebecEt  fein;  eine  offene,  frifdje,  eine  »ernarbte  SQSunbe;  eine  leiste,  eine  tobt« 
lic^e  SQSunbe;  eine  SQSunbe  l)eilen;  an  feinen  SDUunben  flerben  :c.);  «neig,  eine 
fd)mcr5lid)e  QSerle^ung  ber  «Seele,  franft)aft  ergriffener  (Semüt{)6äuftanb, 
£iebe§fd)merj,  Äummer,  @ram  (SQSunben  be§  ^erjenö;  hie  SOSunben,  »cld^e 
bie  eiebe  fd^lä'gt  ic);  3fc^.  mit  SBunb«:  bie  2Bunbarjenel,  eine  2(rjenei 
jur  J^eilung  »on  SDSunbcn;  auc^  f.  o.  ».  bie  SBuntarjeneifunflt,  b.  i.  bk 
,Runjt,  SBunben  u.  au^crlid^e  ©^äben  ob.  ®ebre^en  beö  menfc^l.  ÄörperS  ju 
l)eiien;  auc^:  bie  SBunbarjcneiie^ve  ob.  *n?lffenf(^nft,  fofcrn  jte  gelet)rt  u. 
»piJTen[^aftli(^  bel)anbelt  wirb  (fr.  ^fjirurgie) ;  bie  SBunbar^eneifc^ule,  Se{)r* 
onftalt  ber  SBSunbarjenei ;  ber  Sßunbarjt,  »er  bie  Sßunbarjencifunjl  »etfte^t 
u.  ausübt  (fr.  ^Ijirurg);  wunbävjtdd) ,  S».,  jum  SBunbarit  gef)örenb,  in 
beffen  Äunft  u.  SQSiffen  gegrünbet  ob.  fi^  barauf  bejie()enb  (fr.  c^irurgifc^; 
j.  SB.  »unbcirjtlic^e  Verrichtungen,  SOSerfjeuge  u.);  ber  SBunbbalfam,  ein 
aSalfam  gur  Leitung  »on  SSBunben ;  iiV$  SBunbetfcn ,  »unbdrjtlid^eS  ©ud^» 
eifen,  ©enfnabel,  f.  b.  (fr.  ©onbe);  bie  SBunbfäben,  o.  ©.,  gejupftc  fiein* 
»anb,  ^flüdfcl,  in  SQBunben  ju  legen  (fr.  (Sljarpie);  bag  SEBunbfiebcr,  ein 
giebcr  in  golge  fd^»erer  SScr»unbung;  bai  2Bunbg(ü(f"c(,  eine  3(lpenpflanje, 
bem  «JJlannöf^ilb  &^nli<i)  (cortusa  Matthioli  L.);  ba3  SBunbboIj,  gem.  Se« 
ncnnung  terfc^iebener  ©träudjcr  unb  SBäume,  beten  J^olj  man  bie  Äraft  ju« 
fd^reibt,  SBunbcn  ju  Ijeilen,  bcf.  bet  Sf^e  u.  bei  Hartriegels;  bai  SBunb« 
ftaut,  jebeS  Äraut,  bem  man  eine  SQSunben  l)eilcnbe  Äraft  beilegt,  inSbef.  eine 
Art  ber  SBoUblume:  baS  gemeine  SBunbfraut,  aud^:  SBunbflee 
(anthyllis  vulneraiia  L.);  eine  llvt  ei)renpreiÖ,  OU^:  ®runbl)eil  (veronica 
officinalis  L.);  bie  [ä^ti^e  SRofßnejTcl,  auä):  ®lieb!raut  (stachjs  annua  L.); 
bie  ®olbrut{)e:  gülben  ob.  I)etbnifd^e6  SBunblraut  (Solidago  virgaa- 
•i^epfe'ö  ^anbwöctecb.  ib.  beutfd^en  ©pc.  2.  Zi)i\U         126 


2002  SBunbßr 

reaL.);  bk  ©c^meecwuri  ob.  fette  |)ennc  (sedum  telephlum  L.) ;  eine  2(rt 
bii  Äreuj!caute6,  auö)  J^eilBcaut,  ©runbtjeil  u.  (senecio  saracenicus  L.);  ber 
gelbe  gingcrl^ut;  bai  ^fenm'gfcaut ;  bie  Slia^liebe  u.  m.  a. ;  ba*  SBunbmittel, 
ein  fOtittel  juc  «Leitung  bec  SBunben,  g.  35.  ein  SBuntipflafler,  SBunbpuIüer, 
eine  SBunbfalbe,  ein  SBunbraaffer  zc;  bie  SBunbmttteUel^re,  8ef)ce  »on 
feen  SBunbmittetn ;  bie  SBunbraute,  eine  3(rt^eilfi-afttgec  Staute;  ber  SSBunb* 
fegen,  ein  ©egen  ob.  eine  ®ebct6formel,  üon  Jfberglaubigen  juc  J^eilung  einer 
SßSunbe  gefproc^en;  bie  SBunbmur^,  lanbfd^.  f.  bet  gemeine  Salbcian 
(Valeriana  officinalis  L.);  bet  Sßunbjettel,  Setic^t  eineS  SBunbarjteö  über 
ben  3u|ltinb  einer  SBunbe  ob.  eincö  Serwunbetcn;  3fe§-  mit  SBunben': 
»unbenfrei,  SS».,  frei  »on  SDSunben,  nic^t  »erwunbet;  bat  SSunbenmaal, 
5i)J.  =maale,  gem.  ;ma(er,  (f.  SOlaal),  bk  in  ber  ^aut  jurüdgebliebene  ©pur 
»on  einer  SBunbe,  bef.  uon  ben  SBunbcn  beS  gefreujigten  ßbrijluö ,  auperbem 
gew.  9^arbe;  wunbcnooll,  SSw.,  »oU  oon  SDBunbcn,  mit  SBunben  bebeöt;  — 
ttJUnben,   jiel.  3»-  (gotf).  vundan;  oltf)0(^b.  wunton;   mittelf).  wunden,  'Sptät 

wnnte;  engl,  wonnd)  »lt.  einen  — ,  i^n  itJunb  madjen,  if)m  eine  2öunbc 
beibringen,  jc^t:  verirunben,  f.  b. 

Sßunber,  f.  -Ö,  9J?.  tV.  (S.  (alt^oäjb.  wimtar,  wunter,  mittelf).  wuuder; 
Olt[a(^l'.  U.  ongelf.  rundor,  engl,  wonder;  i§lanb.  undr,  [(i^ttJCb.  under;  »on 
bunJler  2fbjlammung;  foUtc  eö  nur  Slebenform  »on  wuldar,  angelf.  vulder,  gotl). 
vukhus,  ^raci^t,  «^errlic^leit,  fein?  »gl.  gotl).  vulthags,  prä^tig,  lierrlid^, 
wunberfam)  1)  (fubjeEtio)  o.  SÄ.  bie  (Smpftnbung  ob.  bet  Suflanb  bev 
©eele  bei  SiJa^rne^mung  beS  Un3en)ö{)nlici)en,  2(upetorbentlid)en,  Unbe- 
greiflichen, ftnn».  Q}eciDunberim9,  jlatfcr:  (Staunen,  (bic^t.  »oU  SBunberö 
f.  »oll  SSernjunberung;  gem.  fein  Söunbcr  ob.  fein  blaueS  SBunber  an  etn)a§ 
fet)en,  b.  i.  es  mit  Sßerwunberung  fe{)en);  bef.  in  ber  SRebenSart :  e6,  bie 
©adbe  :c.  nimmt  mid)  Söunbet,  ob.  e6  nimmt  mic^  Söunbet, 
bafä  jc,  f.  e6  iDunbett  mid),  erregt  meine  SSertruHberitng  (altb.  mich  nlmt, 
auc^  mich  hat  ob.  ist  wunder  mit  bem  ©en.  ber  ©ac^c,  b.  i.  bk  SSetwunbe» 
rung  ber  ^aä)t  ob.  über  bie  ©ad^e  ergreift  ob.  fafft  miä) ;  unfere  JCuSbrurtö' 
weife  fc^eint  mitf)in  burc^  23ernje(^fetung  beö  ®en.  es  mit  bem  9iom.  ez  ent* 
flanben  ju  fein);  oberb.  ber  SÖunber  (®e»unbcr)  auc^  f.  9ieugicrbe, 
aSornji^  (»gl.  rounbergern,  t»unbern)i§tg  f.  neugierig,  »orwi^ig);  2) 
(obiectiö)  a)  überf).  tt>aS  jene  (Smpftnbung  erregt:  etivaö  Ungeivo^nlidjeg, 
(Seltenem,  2(uffaUenbe3 ,  ©eltfameä,  2(ufetctbent[id)e6,  Unbegteiflidjeg 
(j.  SB.  bie  fieben  SBunbcr  ber  SBclt,  b.  i.  (icbcn  auperorbcntlid^e  SBcrfe 
menfc^li^cr  Äunft  im  2Cltertf)um;  bk  SBunber  ber  ©4)epfung,  ber  Slatur,  be4 
SOleercö  Jc;  ein  SSunber  »on  ©c^ön^eit,  »on  Eugcnb  jc.;  ein  SDSunber  »on 
einem  Äinbe,  b.  i.  ein  ungewö()nlic!^e6,  auSgejei(]^nete6  Äinb;  cS  ijl  fein 
SBunber,  bafö  er  bei  feiner  ßebenSweife  fran!  ifl;  cö  wäre  fein  9Bunber, 
wenn  fie  »or  ®ram  flürbe;  wa6  SBunber,  bafö  ob.  wenn  eö  gef^iel)t  ob. 
gef^al)e?  altl)oc^b.  waz  wuntoro  (®cn.  pl.)  ist?  b.  i.  wai  ber  SBunber  ober 
beS  SBunberbaren?  alö  fragenbe  SBenbung  f.  eS  ift  fein  SBunber,  bafS  ob. 
wenn  ic.;  SBunberö  l^albcr  ob.  wegen,  b.  i.  ber  ©ettenl)eit  ob.  beö 
Ungewöl)nlic^en  wegen,  j.  S3.  iä)  will  c6  bod^  SBunberS  l)alber  einmol  an* 
fel)en;  —  in  ben  SScrbinbungen  „SBunber  wo8,  SBunber  wie^^  ic.  »er? 
Itert  SBunber  ben  felbftclnbigen  Segriff  eines  .:g)auptworteS  u.  nimmt  bie  UU 
«b.  nebenwiirtlid^e  S3eb.  beö  UngeWo^nlici^en)  Seltenen,  2(u^erorbentl{4)en  an; 


/      SBunbcr  2003 

j.  JB.  et  meint  SOSunber,  wai  cc  @rof  es  gefeifiet  l^at^  b.  t.  er  1)<Ht  baö,  wa6  et 
geteijlet,  für  ettt>aS  auperotbcntltc^  ©ropeö;  ici)  backte  JlBunber  »a6  eö  wäre; 
td)  glaubte  SBunber  »ic  fd)ön  [te  fein  mu|Tte,  u.  bgt.  m.;  cgt.  baö  tat.  mirum 
quanium,  grie^.  Oui'fAuaiui'  otoj/,  Occvfxccorwg  ojs  2C. ;  fo  aud)  in  3fe|.  mit 
Seireörtern,  olS:  munbergrop,  =ftetn,  =^olb,  »Ijerrtid^,  ^licbli^, 
*[(l^ön  ic,  b.  i.  auperovbentti^  groß,  {(ein  ic;  »ro  im  SDJittcl().  wundern  olg 
91«.  f.  jum  aSerrcanbern  flcf)t,  J.  35.  wundern -alt,  -hart,  -ho,  -kleine, 
-»uoze  IC. ;  —  im  3)iittel()0(l^b.  brücft  wunder  in  aSerbinöung  mit  einem  GJen. 
I)aufig  eine  grope  50ienge  ob.  einen  i)oi)tn  ®rab  au6,  j.  JB.  der  bluomcu  wun- 
der, der  boume  ein  michel  wunder,  jamera  wunder,  triuwe  vil  und  wunder;  — 
oberb.  um  S35unber,  um  fein  SBunber  nic^t  f.  um  alteö  in  ber  SDSelt, 
burctiauS  nid)t);  b)  in  beftimmterer  SScb.  eine  üon  bem  Qem'6i)nl\^en  2auf 
ber  Dinge  abiveid)enbe  ©rfcl^einung  ob.  SSicfung,  welche,  weit  fie  aug  ben 
beJanntcn  Slaturgefe^en  tiiijt  gu  etftären  ift,  ber  unmittelbaren  Sinwiriung 
bcr  ®ott{)eit  ob.  iibernatürlid^en  Äräften  jugefd^rieben  wirb  (ein  SBunber  tf)un; 
SBunber  wir!en;  9Kofc6  ti)at  SBunber;  bie  SBunber  (Sf)rijli;  bibl.  3ei(%en 
unb  SBunber);  —  WUnbem,  3w.  (alttjod^b.  wuntaron,  mittel^,  wundern; 
altfd^l'.  wuudron;  engt,  wonder)  1)  jicUoS  ob.  gew.  rücEj.  fid) — ,  bie  (im- 
^jftnbung  beg  ffiimber§  [)aben,  in  bem  ©eefcnjullanbe  fein,  \veld)et  bucd) 
bie  3Bal)rne^mung  beä  Un3eivo{)nlid}en,  3(uf etocbentlidjen ,  Unbcgreif; 
lid)en  2C.  üerurfad)t  ivicb,  finno.  fic^  üerwunbetn  (f.  b.),  jldrJer :  flaunen 
(bic^t.  baö  wunbernbc  SDl;r;  ft^  über  eine  ®aä)i  wunbern,  alt  u.  i>i6)t.  aud) 
mit  bem  ®  en. :  ftc^  beffcn  wunbern;  ii)  wunbere  mi(^  fe^r,  baf6  er  eS  geti)an 
i)at;  mon  mufö  fid^  wunbern,  wenn  fo  itmai  gef(^iet)t);  2)  jiel.  a)  etroaö— , 
oöUig  Ott.  f.  beirunbecn,  ftd)  barüber  trunbern;  e^em.  auö)  f.  SBunber  ttjun, 
t)erttd)ten;  b)  mit  perfönlic^cm  Dbjcct  u.  einer  ©a^e  at§  ©ubject:  eg,  bie 
<ZAd}ej  bie  S3e9ebenf)eit  2C.  luiinbert  mid),  bid),  i()n  k.,  eä  t)at  uns 
gewunbett;  au^  mit  einem  ©ubjcct^Sage:  e6  wunbcrt  mic^.  bafö  er  eö  ge= 
t^an  ^at  jc ,  f.  ü.  w.  cS  nimmt  mid)  5Bunbec  (f.  o.  SBunber  1),  erregt 
meine  SSecrounberung,  fe^t  mid)  in  ßrftaunen,  finno.  e6  befrembet  mid}, 
(mittel^,  atö  ed^t  unperf.  3«?.  mich  wundert  mit  bem  ®en.  ber  ©at^e  ob.  mit 
umb);  3fe^.  ivunbernSmertI)  ob.  ^würbig,  JBw.,  bes  SBunbernS  ob.  ber 
SSerwunberung  wert^;  —  3fc$.  »on  SSSunber:  ivunberä^nlid^ ,  JBw., 
einem  SBunber  äfjnlid^;  ber  SBunberapfel,  JBalfamapfct,  eine  gur!enäf)nlic^e 
grudjt;  bie  SBunberaräenet,  eine  2(rjenei,  wetd^e  angeblich  ob.  gleii^fam  SBun« 
ber  wirEt,  fo  auc^:  ber  SBunbcrbalfam;  ber  Söunberbau,  ein  wunberooUec, 
SSerwunberung  crrcgenber  S5au;  ber  SBunberbaum,  Siamen  oerfi^iebcner 
®ewäd)fe,  inöbef.  ber  Äreujbaum  (ricinus  communis)  in  Dflinbicn  u.  2tfri!a, 
beffen  ©amen  ein  ^eftig  abfübrenbeä  SKittel  i(t  u.  ein  in  ber  .^eilfunbe  bt- 
lannteö  Öl  (9{icinuö  =  Öl)  liefert;  bai  SBunberbilb,  1)  ein  wunberooUeS 
ob.  bewunbernSwürbigeö  JBilb,  au^:  SBunbergebtlb;  2)  ein  wunbettl)citi« 
geö  (^ciligenO  S5ilb;  bie  SBunberblume,  eine  aueiänbifd^c  ^ftanje  (mira- 
bilis  L.),  bef  bit  bei  unö  in  ®ärtcn  gejogene  2frt  mit  fo^önen,  oielfarbigcn,  meift 
weip  unb  rot^  gcftreiften  SSlumen,  auc^:  2(benbbtumc,  ©c^weijerl)ofe ;  bec 
SBunberbrunnen,  ^born,  m  Srunnen,  beffen  SBaJTer  angeblich  JBunberEtaft 
^at,  fo  au^:  bie  SBunbcrciuelle;  ba^  SBunberbing,  ein  wunberbareg 
SDing,  etwas  2(uperorbentli(^eS,  Unerljörteä  Jc,  bef.  in  ber  2Jiel)rt).  SBunber« 
binge;  bie  äßunbeievbe,  gem.  f.  «ine  farbige  Srbart,  inöbef.  eine  2(rt  bunt^ 

126* 


2004  SBunbßt 

geflcdten  ©teinmarfö;  bie  SBunbercrfd)e{nung ,  »unberbare  ©rfc^ieinung ; 
bie  SBimbergabc,  1 )  bie  ®abe,  SBSmibcc  ju  tt)un;  2)  eine  auf erorbentltd^c, 
Sccrpunberung  crregenbe  ®abe;  bie  Sßimbergcburt,  »unberbare,  unbegreif' 
lid^c  ®ebutt;  bie  S2Bunbergcfd)i(^te ,  eine  munberbare,  abcnteuerlid^e  @e= 
[d^ic^te;  ba3  SBunbergefc^Öpf,  ein  wunbcrbateS,  auferorbentlit^eS  ©efd^öpf; 
bie  SBimbergeltalt ,  eine  »unberciijnli^e ,  feltfame  ©eflalt;  bet  SSunber^ 
g(anj,  wunbetbarer ,  oufcrorbcntli^er  ©lang;  bei'  SBunbergtauben ,  bec 
©lauben  an  SßSunber;  a">unberg{äubig ,  SSru.,  aBunberglauben  ^abenb,  an 
SBunber  glaubenb;  niunbcrglei(^,  S».,  einem  SBunber  glcid^;  wunbcrgrop, 
as».,  jum  23ertt?unbetn  grop,  auferorbcntltc^  grof;  bie  2Bunberl)anb,  5lBun« 
bec  wirEenbe  ^anb  ob.  Äraft;  n)unberl)errlic^ ,  tt)unberl)o(b,  »».,  aufec« 
orbentlidö  f)crdid^,  fjolb;  bag  SBunbertinb,  ein  auf erorbentli(i^eä ,  burd^ 
urtgen)6f)nli^e  ©aben  unb  frühzeitige  (5ntnji(f[ung  auögejeid^neteö  Äinb;  bai 
SBunberf orn ,  f.  5ö3unbetn>eijen ;  bie  SBunberfraft,  eine  aufcrorbentliie, 
»unberbare  Äraft;  inSbef.  bii  Äraft,  SBunbcc  gu  ti)ixn;  ta^  SSunberfraut, 
ein  3Bunber  »irfenbeö  ob.  auferocbentli^  f)eilfrafttgeä  Äraut;  inöbef.  ba^ 
burC^liOcfeene  3o{)Onniöfraut  (Hypericum  perforatnm  L.);  ba0  SBunbetlanb, 
ein  «unberbareö,  auferorbenlli^  mci-froürbigeS  Sanb;  iDUnbcrlicblic^,  SBto., 
ouferorbentlic^  liebtic^;  ba^  SBunbermäbl^en ,  ein  auferorbentli^eö,  njun* 
bera^nlic^eö  aJtabd^en;  bie  S03unbermät)r,  biä;t.  »unberbare  501%  (f.  b.) ; 
bet  SBunbermann,  l)  ein  auf erorbentlic^cr ,  feltener  5S?ann;  2)  f.  ».  ». 
SßJunberttjätec;  ha§  Söunbermtttel,  ein  SÖSunber  »irfenbeS,  ob.  ein  aufer= 
ocbentlic^  »irffameß  Mittel;  bie  SBunbemafe,  f.  ö.  w.  Jg)ufeifennafe;  ber 
SQSunberpfcjf er,  f.  o.  ».  baö  2(Uer(eigen)ürj  (myrtus  pimenta  L.) ;  wunber^ 
:prä(j^tig,  S».,  ouferocbentlic^  prci4)tig;  bie  SBunberqueÜe,  f.  SOBunbet- 
irunnen ;  bie  Söunberrebe,  Sßewunberung  eccegenbe  «Rebe;  c^em.  f.  feltfame, 
önfc^einenb  »ibcr|tnniae  Siebe  (ft.  !?)arabo)i:ie);  bec  SBunberregen,  gem.  f. 
ein  ungeraö^nli^er,  »unbetbarer  Siegen ,  §.  95.  ein  SSIut^  grof«]^-,  <S(!^tx>efet 
regen  ic;  WUnberrcid),  35».,  reic^  an  SfBunbern,  finnt».  wunbcrooll;  bie 
SBunbetfage ,  eine  wunberbare  ©age;  aud^  eine  ©age  ob.  ©cjäijtung  oon 
SBJunbetn;  ba^  SBunberfals,  ein  Üinftli^cö  ©alj  öon  aufcrorbentli^er 
Äraft,  j.  S5.  bog  ©laubet'fc^e  SBunberfalj  ob.  ©laubcrfalj  (f.  b.);  wunber^ 
fd^on,  SB».,  auferocbentlid^  ob.  jum  Serwunbern  fc^ön;  trunberfelig,  85»., 
iidcjt  f.  auferorbentti(!^  fclig;  tvunberfelten,  rounberfeltfatn,  SS».,  auf  er* 
orbentlid)  feiten,  feltfam;  ber  SBunberftab,  ein  SBunber  »irfenbcr  ©tab, 
finn».  3auberflab ;  wunberflart,  SB».,  auferorbentlit^  flar!;  bie  SIBunbcvs 
jiärfe,  aufcvorbentli^e,  »unberbare  ©tär!c;  bec  Sßunbcvflem,  gem.  f. 
©^»cifilern  (Äomet) ;  ©tcrnf.  f.  o.  rv.  oeränberltd^cr  ©tcrn,  eine  "Ktt  ©tcrne, 
welche  balb  gröfcr,  balb  «einer  erfcfeeinen;  ber  2Bunberj^raud),  ein  ojlinb. 
etraud^gewa^g,  »elt^eö  in  feinem  2Bad^6tt)um  gewiffe  feltfame  (gtgent)eiten 
i)at,  a\i6):  ber  ©onbcrling  ((pisqualis  indica  L.);  bie  SBunbevfuc^t,  bie 
©ud)t  nac^  SBunbern  b.  i.  SBunbertfjaten  ob.  übernatürlidjen  ©rfdjeinungen ; 
bat)er  tvunberfü(^tig ,  85».;  irunberfüf,  85».,  auferorbentlid^  füf;  bie 
2ßunbertl)at,  eine  auferorbentlid^e,  »unberbare  Zi)at;  in  engerer  85 eb.  eine 
übernatürliche  Z^at,  ein  »errid^teteS  SBunber;  bec  SBunbertl)äter,  bie  2Bun* 
bertt)äterinn ,  »er  SBunbcr  t^ut;  «junbcrtbätig,  SB».,  SBunber  t^uenb  ob. 
»trfenb,  mit  fffiunber!raft  beqaht  u.  in  biefer  Äraft  gegrünbet  (ein  »unber» 
t^ätiger  SJiann;  ein  »unbert^ätigeö  SOlarienbilb;  »unbertt)otigc  ^ülfe)j  bie 


SBunbfabcn  —  SBunfrf)  2005 

SBunbertfjätigFeit;  iai  SBunbertljier,  ein  ungctrö^ntic^cö,  fcltfamcö,  wun» 
bcrborcö  Äf)iec;  unetg.  fct)erjt).  an<i)  f.  ein  aiifecocbentli^er,  allgemeine  2(ufs 
mevffamfeit  etregcnbec  9Kenfct);  irunbcrüOÜ,  Sto.,  üoU  von  SBunbern,  wicl 
aBimberbaree  ent^altenb,  \)ö(i)it  wunbcrbar;  bec  Sßun^cnrei^cn,  eine  Tltt 
SQSeijen,  bei  »üelc^em  bie  ^awtäijvi  fic^  in  met)te  ©eitenci^rcn  t^eilt,  bo^et  et 
oiele  Äörncr  gicbt,  auc^ :  SBunber!orn,  9BunberQ't)re,  oietciljrigec  ob. 
»ielfältigec  SBcijen  ic;  baö  SBunbcnücrf,  ein  au^ecorbintiid^ee,  rcunbern«; 
ttJÜcbigeS  ob.  trunberbareS  SSSerf  (j.  S5.  ein  grofeg  SBauioev!  ic);  in  engerer 
aScb.  [.  p.  ».  ein  SBunbev  2)  b);  bie  5Bunbern)irhmg,  außerorbentiic^e, 
»unbccbare  SIBirEung;  SSirfung  ob.  Serric^tung  eineö  SSunbetS;  baS  2Bun* 
berjeldien,  eine  ungeiü6f)n(ic^e,  fiic  »unberbar  geljaltcne  ©rf^einung,  als 
3ei^cn  einet  lünftigen  SBcgcbent)eit  ange[el)en;  —  Jfblett.  irunberbar, 
18».    (mittel^,    wundcrbaere ;    altb.   auö)  waiiderhaft)    1)   SBunbev  Ob.  SSec* 

wunbevung  crrc^enb,  fo  befdiaffen,  bafä  man  fid)  bariiber  ivunbecn  muf^, 
finn».  auffalicnb,  fcUfam,  fonbecbar,  rcunber(id)  {ba^  i\t  boä)  rcunbecbar; 
ein  »unberbarci:  SRenf4),  ©infall  je.);  ge».  in  bejlimmtcrcf  SBeb.  S5e? 
trunbecung  crrcgenb,  bcwunbeinämcrt^  ali  ettuaö  2i'u§erorbent(td)c6, 
5QBunberdf)n(icf)eg  (§.  S.  ein  wunberbarec  Sau;  »unbcrbare  ®cöfe,  ©c^ön» 
i)eit  2c.);  2)  ein  3Bunbec  b.  i.  eine  übecnatiirlid)e  Sifdj^inung  ob.  2Bir- 
fung  bacftellenb  ob.  f)eit>or5rinäenb,  ftnno.  übernatürlid)  (j.  S.  irunbctbarc 
Gräfte,  eigenf^aften  ic);  ba^  SZBunberbar,  -6,  lanbf^.  f.  ^auälaub,  •^ani» 
WUC5;  bie  SBunberbarfeit,  baö  2Bunberbarfetn,  bie  rcunberbare  SSefdiaf* 
fent)ett;  irunbcrbarüc^ ,  91».  alt  u.  obecb.  f.  auf  rounbecbarc  Ztt-,  roun* 
berlicö)  Sw.  (altb.  wuntarlih,  wunderlich)  eig.  einem  5Bunbec  gleid), 
»Dunbcräi)nlid):  ef)em.  uber^.  f.  ».  m.  tvunberbar,  unbegveifltd},  ben?un= 
betngmertf)  (j.  S.  bie  wunbcrli^cn  Zi)aUn  eincö  .gelben);  je^t:  üon  bec 
9enjöf)n(id)cn  Hxt  unb  2Bet|'e  auffallenb  abiveid)enb,  [inno.  fonberbar,  feit? 
fam  (eö  ifl  i^m  wunbetlid)  ergangen;  ein  wunberlic^er  Sinfall);  inöbef.  »on 
ber  ®emütf)5art,  23en!=  unb  ^anblungöweifc  eineö  SJlenfc^en,  finno.  eigen, 
launenhaft,  9riUenf)aft  (m  wunbcrli(^ec  «Wenfd^,  Äopf,  f^erjf).  ein  »unber» 
lieber  J^eiligcr;  er  iji  [cfjr  »unberli^;  fein  »unbcrlic^eö  SQJcfcn,  S5enc()men  ic.); 
bie  3Bunt)er(td)feit,  tn$  3ßunberUd)fein,  (inno.  ©ettfamfeit,  (Sonberbac? 
feit  einer  ^erfon  ob.  Bad)c;  aui)  eine  aiunberUdje  <Sad)e  ob.  ©gcnfd^aft 
(gjl.  aaJunberlic^Eeitcn);  trunberfam,  Sro.,  einem  Söunbcc  abnlid)  ob.  ge^ 
map,  bie  2(rt  ob.  58efd)affenf)eit  eine6  2Bunber6  b^benb,  finno.  trunberbar, 
feltfam,  ebler  al8:  »runberlic^,  fonberbar,  (bibl.  grop  unb  wunbcrfam  finb  beine 
JBerEe,  «i^err;  wunberfamc  ®aben,  .Kräfte;  ein  wunberfamct  ißenfd^,  oerfc^. 
ein  ttjunberli^er);  bie  SBunbcrfamfeit. 

SBunbfäben,  S35unbftcber  ic.  —  SQSunbjettel,  f.  unter  »unb. 

SBunfd^,  m.,  -eg,  2)?.  2Bünfd)e,  (altliodöb.  wunsc,  mittelf).  wünsch;  enjl. 
wish;  t5gi.  ba^  fanöEc.  väntsch,  »unfeinen;  üon  ber  S®.  wan,  »erlangen  xc,  f. 
tt>af)n  u.  SBaf)n;  bat)er  gotf).  venjan,  {joffen,  »ertrauen,  v^ns,  Hoffnung;  altb. 
wini,  grcunb,  ©eliebter;  winnan,  f.  »innen;  wimna,  SJBonne  jc. ;  »gl.  b.  lat. 
Venus;  venia,  ®unft  ic.)  1)  ein  gebe^teg  ob.  geauperteg  SSegebten,  bcffen 
SrfiiUung  ungeroifg  ifl,  ja  felbfl  unmöglidl)  ''ein  fann,  unb  me^r  ge{)offt  ob. 
erbeten,  ali  ernftli^  gewollt  ob.  gcforbert  »irb,  oerfc^.  oon  SBtllcn,  93 er- 
langen, gorbernng,  (ein  »ergebtid^et  SBunfdj;  eitle  SBünf^e;  fromme 
SBänfd^e,  f.  fromm;  einen  SBunf(^  t^un,  uupern  ob.  au$fpred(|en;  einen  SBunf^ 


2006  SSunfd) 

erföUen  ob.  gewäf)««!;  3emanbg  SSün[d)en  juüotfommcn;  einen  mit  guten, 
mit  ben  bejlen  SBünfc^en  begleiten;  »gl.  ®lud*,  (Segcnöwunfc^  jc. ;  nQ(^ 
SDSunfc^,  b.  t.  bem  SBunfd^e  gemäß,  fo  mU  man  cö  wünf^t,  erwünfd^t,  j.  S. 
CS  gct)t  i^m  nad^  «SJunj'd);  attb.  ze  wünsche);  2)  ber  ©egenftanb  i>e$  SBuns 
[d)eS,  ba6  @enjünfd)tc  ob.  $8egc^rte  (baö  »ar  mein  SSunfc^);  inöbcf.  e()em. 
baS  ^öc^fte,  »ag  man  ^ä)  »önf^en  fann,  bctSnbegviff  »on  ®liiä  unb  ©cttg« 
!eit,  bie  i)öd^ile  Srefftid^feit  ob.  SSoUfom.men^cit  (f.  o.  ».  ba6  fr.  3beal;  j.  S. 
der  erea  wünsch;   dem  wünsche  gelich,    bcm  SBunfd^e  glcic^    b.  i.  f)Öd^|t  »oU« 

fommen);  3)  e{)em.  bie  ii6ernaturltd)e  .Krnft,  ba5  @ean'infd}te  ju  üerrolrfs 
Udjen,  3iiu6erfcaft,  äberf).  bag  SSermögcn,  2Cuferorbenf(ic^c6  ju  wirfen  u.  ein 
fraft  biefeä  SSermögcnS  auSgefprod^eneS  Scge{)ren;  3fe§.  bic  SSBltnf^weife, 
®prad^(.  tie  ERebewcife  (ber  SOlobuö)  be§  3etttt)orte§,  treidle  einen  2ßun[^  aus» 
brüdt  (fr.  Dptatio);  WUnfd^treife,  ^m.,  in  ber  SD3ci[e  ob.  gorm  eines  2Bun* 
fc^es  (j.  S.  ein  Serlangen  wunfd^Hjeifc  äußern);  —  tt>ünfd^cn,  jiel.  3w. 

(altf)Od^b.  wunskiau,  wunscan;  mittelf).  wünschen,  ^rat.  wünschte;  oberb. 
»ün[d^en  mit  bem  SK».  gewunfi^entl.  gewünfd^t;  angelf.  viscan,  engl, 
wish;  isianb.  oska,  fd^web.  önska)  1)  einen  SBunfd),  ein  bejümmteS  S5e? 
^ti)tm  l^i^ixi  u.  aupcrn,  burd^  ben  Sflebenbegriff  ber  ungemiffen  (ob.  felbjl 
unmögli^en)  ©rfiillung  oerfd^.  »on  ben  ftnno.  etwas  bcgeljren,  »erlangen, 
»ollen,  mit  bem  2t tc.  ber  ©öd)e:  etwa 6—  (was  »ünfd^ejlbu?  baS  t)ait 
iä)  immer  geroünfd)t;  iö^  »ünfd^e  @elb,  SRufje,  ®efunbf)eit  ic),  aud^  mit  bem 
2)at.  ber  ^erfon:  einem  ob.  fid)  (mir)  ctwa^—,  b.  i.  n3unfd)en,  bafS 
eS  if)m  ob.  mit  jU  S^eil  werbe,  oerfd).  gönnen,  f.  b.  (j.  95.  id^  »ünf^e  bir 
oUeS  ©Ute,  mü  ©lud  ju  beincm  Unternel}men,  jur  Steife  jc;  i(^  wünfd^e  mir 
einen  treuen  greunb;  er  wiinfd^t  fic^  baS  grojje  SooS;  —  mittelt).  als  jieltofeS 
3».  mit  bem  ©en.  ber  ©ad^e  u.  bcm  25  at.  ber  ^erfon,  5.  S3.  sie  wünschten 
im  heiles;  aud^ :  eines — ,  f,  nad^  il)m  »erlangen);  ferner  mit  bem  21  cc.  ber 
^erfon  ob.  <Baä)c  unb  einem  nebenmcrtlid^en  3ufa^e  (?•  95-  fid)  irgenb« 
»o^in,  an  einen  Ort  »önfd^en,  b.  i.  »ünf^en,  bafS  man  ia  wdre;  einen  ob. 
etwas  l)erbei  ob.  ^inweg  wiinfd^en,  b.  i.  wünfd^en,  bafS  eine  ^erfon  ob.  &aä)t 
herbeikomme,  ob.  fi^  entferne;  »gl.  erwünfd^en  u.  »crwiinfc^en);  aufecbcm 

ge».  mit  bofs ,  cb.  ju  mit  bem  3nf.  (j.  S.  i6)  wünfd^te,  bafS  er  Jäme, 

bafS  er  fd^on  l)icr  wäre;  i^l  wünfd^te  wo%  swanjig  3a{)re  jünger  ju  fein;  id^ 
wünfdje  bid^  balb  tt)ieberjufef)cn;  er  wünfd^t  mi^  !cnncn  ju  lernen);  2)  cl)em. 
ettvaS  —  f.  ba6  ©cbad)te  ob.  ©ewünfd^te  burd)  iibernatürlidje  Äcaft 
üeriricf[id)«n,  ^ert^orjaubern  (»gl.  0.  SBunf;^  3);  ucnrünfdfaen  2);  SB5ün= 
fd^elfjut,  =rutl)e  K.);  3fe|.  tvünfd^enäwcrti)  ob.  trünfd)en^nnirbig,  S5w., 
wert!)  gcttjünfd^t  ju  werben,  was  oerbient,  bafS  man  eS  wüni'd^c  ob.  bege{)re 
(eine  wünfd&enSwert^e  ©adfje;  ©efunbf)eit  i|t  wünfd^enSwertf)er,  als  «Reid^tt)um); 
ber  2Bünfd)eIf)Ut  ob.  bag  2Bünfd)en)ütd^cn,  (oberb.  53unfc^l)ütlein), 
in  alten  SKäl^rd^en:  ein  3auberf)ut,  burd)  befTcn  Äraft  man  augenblictli^ 
on  ieben  Ort  »erfe^t  wirb,  wol)in  man  fid^  wünf^t;  bie  2Bünf(^eIriltl)e, 
aud^  tai  SBünfdbch'ciö  (mittelf).  wunschelns,  -luote,  -stap)  eine  2(rt  3auber« 
ftab,  »on  JTpolj  ob.  SJleffingbratl)  mit  gcwiffcn  abcrglaubif^cn  ©cbrau^en  »er= 
fertigt,  beffcn  Steigung  ben  Dit  »erbcrgcner  ©d^ä'^e,  reid^ljattigcr  ©rge  :c.  unter 
ber  ßrbe  anjcigen  foU;  —  2fbteit.  >vi'mfd)bai:,  S5w.,  trag  9etviinfd)t 
werben  fann;  bie  SBünfd^barFeit;  ber  SBünfc^er,  -§,  bie  SBünfc^erinn, 
feiten  f.  wer  ttm^  wiinfd}t;  ber  ^im\ö)kt,  -ö,  tanbfd».  wer  gern  unb 


SSuppc  —  SBarbc  2007 

ml  it)ünfd)t,  bef.  ba8  ©lüdwiinfci^ctt  ol6  J^öftidjfcttßbejetgung  bei  Oercgen« 
Reiten  übcttcetbt. 

SBuppe  l.  ».,  9)'?.  -n,  (altb.  wuppa,  wuppe,  wüppe;  oberb.  2ßupp, 
SBuppcn)  alt  u.  obecb.  f.  bag  ©etuebe  (Spinnroupp  obcrb.  f.  ©pinne= 
iuebe). 

TOuppcn,  tüuppeln,  3tt)»  nicberb.  f.  wippen  (f.  b.),  b.  i.  jicUog:  auf 
unb  ni«ber  fcbtranfen;  ikl.  auf  unb  niebec  bctuegen,  aufgeben,  ücf^tcu; 
bQl)er:  bie  SBuppe  2.  50?.  -n,  f.  e.  w.  5Bippe,  inßbcf.  ein  auf-  unb  niebet« 
ge^enbec  <Sc{)n)en9e(;  eine  ?J?af(^tne  mit  einem  um  einen  ^])un!t  beweglichen 
Jg»ebel  jum  2(u3;  unb  ßinlaben  öon  2a|len:  ein  (Stürsfarren. 

SBÜrbe,  n».,  ?0?.  -n,  (bis  tnö  17.  Za^xt).  r.  5SSirbe;  altf)OC^b.  wiidi, 
mittelt).  wirde,  auc^  werde;  oberb.  bie  SBirb;  öon  werd,  ttjertf),  f.  b.)  eig. 
wettf)üoUe  S5efi.1}affenf)ett,  f)o()er  SBert^,  [ott)of)l  an  ftdj,  alg  bef.  Ijinftitlic^ 
bec  äußeren  2(d^tung  unb  2fnecfennung,  ctjem.  and)  con  <Saci)en  (j.  S.  oon 
SBürben  fein  f.  2Bertl)  fjaben,  gültig  ob.  rec^tgfrctftig  [ein;  lanb[(^.  gem.  unter 
aller  SBürbe  f.  ganj  »ertt)loS  ob.  fi^le^t),  ic^t  gew.  nur  »on  ^erfoncn  u. 
beten  J^nblungen,  SBenel)men  ic;  in6be[.  1)  bet  fittltd^e  5Bert^  ob.  SJorjug, 
bie  innere  Scefflic^feit,  2(u6jeid)nun3,  3(nfpnicf)  auf  2(d}tun3,  ftnno.  Gf)re 
(bie  SBörbc  be6  9Äenf(!^en  ob.  bk  SKenfd)enttJücbe;  etfDaö  unter  feinet  5JBiitbe 
finben;  feinet  SSürbe  etwa§  »ergeben);  feiten  in  ber  2Äe{)rl).  üon  einjelntn 
inneren  Sotj^ügcn  (einen  in  feinen  SOSiirben  laffcn);^  2)  o.  50?.  bec  2{u3bruc6 
ob.  bie  ßrfdjeinung  be6  fittlid}en  2Bert{)eg  im  ^Tuf  cm,  im  ^anbeln,  Sc« 
nehmen,  ©pred^cn  u.,  ein  i)Oi)it  ©lab  be5  ^Cnflaubg  ob.  be6  ©ejiemenben, 
^(djtung  ob.  (Sf)cfucd)t  gebietenbeö  3(nfel)en,  ftnno.  ^Tbel  (j.  S.  (gcnfl  unb 
SBürbe  ^errfc^t  in  feinem  Senc^men;  2fnmutb  unb  SBürbe;  mit  fcierlidjer 
SBurbe  fprec^en;  bie  SBürbe  in  ber  ©d^reibart  2c.);  3)  ein  23ecf)äitnifö,  eine 
•Stellung  in  bec  bürgerlidjen  ©efellfc^aft,  iromit  a'uferc  (Sf)re  unb  "an- 
fel)en  oerbunben  ftnb,  ein  {)öt)ere6  2imt,  6f)cenamt,  oft  aud^  nur  ein  (5f)ren« 
grob,  Otang  ob.  Sitet  (einen  mit  einer  SOJiirbe  beflciben,  iljm  eine  SBürbe 
ettljeilcn;  gciftlid^e,  gelel)rte  SBürben,  j.  95.  bie  SoctofSBürbe;  bie  faiferlid^e 
SBücbe,  bie  Äönigö-,  ^ricftecwürbe  k.;  ju  ()oben  SBürben  gefangen);  aud^ 
bie  (5l)re  u.  2(d)tung,  auf  treidle  man  üevmoge  einer  foldjen  (Stellung 
2Cnfprud)  f)at  (bie  SBücbe  beö  2CmteS,  2fmtgn)ürbc  u.);  baf)er  e^em.  al§  Sitel= 
»ort  für  Surften  (Seine  SBürbe  ob.  SBürbigEeit;  fönigl.  SBücbe  ic.),  ie§t 
nur  in  bec  5Wet)rf).  in  ben  jgcf.:  (5t)rwürbcn,  SBol)lel)r»ürbcn,  ^od^e^r» 
würben,  4>  0 4l » ü  r  b  e  n,  alö  Sitet  für  ©eifllic^e;  —  würbeloä,  S3io.,  o^ne 
SBürbe,  be§  ad^tunggebietenben  2(nfel)enö  ermangelnb  ob.  beraubt;  bie  SBürbc 
loftgfelt;  VDÜrbeüolI,  f8m.,  t» oll  SBürbe,  i)oi)in  jittlidjen  SBert^  ^abenb  u. 
bef.  im  2tufern,  in  ber  Scf^einung  jeigenb  (ein  ȟrbeooUeS  S8enel)men;  eine 
»ürbeooUe  SSpra^e  :c.);  —  trürben,  jiel.  3«-  (altljoc^b.  wirdian,  mittelf). 
^räden)  »öUig  olt.  f.  tiocüh  madjen,  einer  ^erfon  ob.  ©ac^e  SBcctf)  ob. 

^Bliebe  geben  ob.  Veclei()Cn,  finno.  el)Cen  (j.  35.  schäme  wirdet  edeln  man); 

wectf)  f)alten  ob.  achten,  fd)ä^en,  weceljcen,  tcr^eccltdjen;  ivürbern,  jiel. 
3».,  lanbf^.  etwas  — ,  f.  bm  Sßettl)  eineS  DingeS  beflimmen,  eS  fd)a^en, 
abfdjdfeen,  tapicen;  würbig,  Sw.  (altb.  wirdig,  wirdec)  1)  (abfolut)  5Bücbe 
b.  i.  f)oi)m  fittlidien  3Bert^,  ^Cnfpcud)  auf  2(d}tung  ob.  23eref)cung  Ijabenb, 
ftnnö.  achtbar,  e{)cenivectf),  als  ^öf)ecec  ®rab:  eljcwücbig,  (ein  würbigec 
SKann);  bec  |Tttlid)en  5GButbc  gemap  ob.  baüon  jeugenb,  barin  gegciinbet, 


2008  Sßurf 

ftnno.  anjltä'nbi^,  ^«jlem^nb  (einen  wücbtg  feef)anbetn;  ein  wörbigeö  fflenet)* 
men  :c.),  au^  mit  bem  @en.  ber  ^etfon  (j.  S.  ein  [olc^eö  Setcagcn  ;ft 
beiner  nic^t  »ütbig,  b.  t.  bcincc  fittli^ien  S35ürbe  ni^t  angemeffen,  bic  ni(%t 
gcjiemenb;  er  i)at  feiner  felbjl  »ürbig  gef)anbelt);  oberb.  auä)  f.  5Bett{)  Ija^ 
fcenb,  t()eu«r,  gefud)t  (j.  SB.  wenn  bte  ©iiter  würbig  finb);  2)  (rclatic)  ben 
dncc  @ad)e  angemeffcnen  inneren  Söert^  u.  baf)ei-  9?ec^t  ob.  2(nfprucl) 
barauf  l)abcnb,  al^  auf  ttmaß  SSerbienteg,  finnt).  roectl)  2)  b),  jebodd  nur 
von  ^  er  fönen  u.  beren  ^anblungen  (fid^  ju  etiraö  »urbig  ma(^cn;  ju 
eticaö  irürbig  fein),  gew.  mit  bem  ®en.  ber©ad)c:  einer  ©adje  TOÜts 
big  fein,  finno.  fte  öcrbienen  (j.  SS.  einer  JCuäjeic^nung,  Seförberung  ic. 
würbig  fein;  er  ifl  be6  Sobeö  würbig;  id^  acJ^te  miä)  beJTtn  nid^t  würbig;  beS 
SobeS  würbig  fein;  ein  fd^werer  ©träfe  würbigeö  Sßerbrec^en;  fo  aud^  in 
3fe^.  wk  leb',  preig»,  tabeln6=,  flrafwürbig  ic);  n)üvbigU(^,  Slw.  (mittel^. 
wirdecKch,  werdeclich)  »lt.  f.  auf  ivürbi^e  3(tt;  biß  Söütbigf eit  (mittel^, 
wirdekeit,  werdecheit)  ba^  5öiicbtgfein,  bie  6igcnfd)aft  ob.  S5efcl)affen{)eit 
be^  ^ürbigen,  fowol)!  abfolut  (j.  S.  t>k  SBürbtg!eit  beö  SKanncö,  feineö  SBe» 
nef)menS),  als  relatio  (j.  S.  feine  SBücbigfeit  jum  ümU  3C.;  ogl.  bie  3f«l- 
©laub;,  ©trafwür bigfeit  u.);  cl)cm.  a\x(i)  f.  Stürbe,  2(nfe()en,  votnet)mer 
©tanb,  v^errUd^feit;  n^ürbtgen,  giel.  3w.,  1)  einen  ob.  ttvoa^  — , 
bie  Söürbe,  b.  i.  ben  inneren  3Bert{)  einer  ^etfon  ob.  @acl)e  beftimmen, 
fd)a|en  (einen  SWenfd^en  ob.  feine  ^anblungen  richtig  ob.  gel)örtg  würbigen; 
eine  ©c^rift,  ein  Äunfiwerf  würbigen);  aud^  f.  abfc^ä'^en,  tapiren,  anfd)la9en 
(sßlünjen  — ,  ein  ®ut  auf  eine  bejtimmtc  ©umme  — );  2)  einen  einer 
<Sad)e  (@en.)  — ,  ii)n  berfelben  tpiirbig  ob.  vomi)  acf)ten,  fte  i^m  al6 
etivaS  23ecbicnte6  ob.  (Bebül)renbeö  ju  5li)eil  tverben  laffen  (er  würbigt 
mic^  feiner  greunbfc^aft,  feines  SSertrauenS;  fie  würbigt  il)n  !aum  eincS 
SBittfes);  biß  SBürbigung,  bii^  SBitrbigen,  bie  3Bertt)be^immun3  ob. 
©ct)a^un3  (einer  ^crfon,  eines  SBud^eS  ic). 

Sßurf  1.  m.,  -es,  ^.  SBürfe  (altb.  wurf;  »on  werfen  1.)  1)  bie^anb^ 
lunj  beS  5Berfeng,  bef.  ein  einmaliges  5Becfcn  (ein  jtocfer,  heftiger  SBurf; 
«iticn  SBurf,  jwei  SBürfc  t)inter  einanber  t^un),  inSbef.  ba^  SBerfen  mit 
Sßürfeln  (ein  glüdlic^cr  SBurf);  oud^  bai  Gebaren  ber  Si)iere  (J&unbc  oon 
einem  SJBurfe);  2)  bie  9?ic()tun3,  nad)  n)eld)ec  geirorfen  n?irb,  u.  über^.  bie 
ginie  einer  i)eftigen  ob.  fd)neüen  SSewegung  (baljer:  einem  in  ben  2Burf 
lommen,  f.  il)m  in  ben  SBeg  fommen,  i^m  begegnen,  bef.  ivenn  er  fic^  rafd^ 
bewegt,  anö)  uneig.  wenn  er  in  l)cftiger  ®emütf)Sbewegung  i(l);  aii(^  bie  2Ut 
unb  5Beife,  iDte  et;ra6  geitJOtfen  ifl  (f.  werfen  5) ;  j.  S.  ber  SBurf  ber  ®c= 
wanber;  galtenwurf  :c.);  3)  waS  geworfen  lütrb  ob.  i|lt,  baljcr  «öiaur.  f. 
'Knwurf  oon  ÄalS  xc.  (auf  naffen  5Burf  malen  f.  auf  angeworfenen  naffen 
^ait)'j  gorjlw.  oom  SBinbe  umgeworfenes  ^olj  (SIBinbwurf);  Sag.  oom 
SBolfe  niebergeworfeneS  SBitb;  bef.  fo  \)iel  auf  einmal  geworfen  tvirb  ob. 
ijl  (j.  JB.  ®elb|lücte,  ««üJTe  u.  bgl.  ja^lt  man  nac^  «Surfen,  inbem  man  eine 
befiimmtc  JCnja^l  |ugleic^  aus  ber  ^anb  wirft):  aud()  ik  fämmtlid^en  Sungen, 
bie  ein  S^ier  auf  eitimal  geworfen  b.  i.  geboren  ()at  (ein  5SJitrf  junger  .^unbe); 
4)  ba5  SJcrf^eug,  mit  n?eld)em  man  wirft:  Sag.  ber  SiiifTel  ber  ©^weine; 
au^  ba«  ®ebif6  ob.  ®ebrcd()C  berfelben  (vgl.  Ober*  u.  Unterwurf);  —  31  e^. 
bi«  SBurfangel,  f.  ».  w.  eegangel  (f.  b.  unter  legen);  ber  Sßurfanfcv,  ein 
5Cnfer,  weld^er  »on  einem  SBoot*;  ausgeworfen  wirb,  um  mittelji  (Sinwinben  bes 


SBucf  2009 

Kabeltaues  ein  ®d)iff  fottjujief)en ;  iai  SBurfbeit  ob.  bie  SBurfbarte,  eine 

juc  efjemat.  Äncgerüjlung  gef)örenbe  bcilförmige  Jffiaffe;  bie  Söiirfcrbc,  beim 

®raben  eincö  SBrunnene,  ©tabcnö  k.  ausgeworfene  (5tbc ;  tai  2ßurtflarn 

ob.  -ne^,  eine  5Cct  feget»  ob.  trichterförmiger  gif4)crne§i,  aud^:  bie  SBuvfs 

f)aubc;   baö  SQSurfgeratt),  sgefd)üfä,   ®erätt)e,  ©ef^offe  jc.,  «elc^e  auf 

bcn  geinb  genjorfcn  »erben;  bag  SBurfgcfc^Ü^ ,  e^em.  ein  ©ef^üft,  bur^ 

Wilöiii  allerlei  ®efc^ofTe,  alö  Pfeile,  ©tcine  u.  auf  ben  gcinb  gctrorfen  njurben, 

aud):    bas  Sßutfseug,   bii  SBSurfmafdjine;    ber  aßurfl)atcn,  ©c^iff. 

f.  ».  ».  enterl)afen  (f.  entern);  bec  SBurfpfeil,  ein  ^feil,  weldjcc  au6  ber 

v^anb  geworfen  ob.  burd)  ein  SBurfjeug  fortgetrieben  wirb;  bec  äßurfviemcn, 

ein  am  gufe  be6  nod^  n«<^t  abgerichteten  gal!en  befcjtigter  Kiemen,  mittelfl 

beffen  man  i^n  wicbcr  an  fic^  jieljt,  nac^bem  er  geworfen  »orben,  auc^:  bie 

SBurffeffel;  bie  2ßurffd)autcl,  ©^laufet  jum  SBorfeln  (f.  b.)  beö  ®e= 

tteibeSj   bie  SBurffc^eibe,    eine  flad^e  jleinetnc  ob.  metallene  Sd^eibe  jum 

SQSerfen,  bef.  Ui  ben  Äampffpielen  ber  alten  ©rieben  (fr.  SiScuS);  bie  SBurfi: 

fd)tange,  eine  2(rt  ©erlangen,  welche  mit  großer  ©^nelligfeit  gleic^fam  fort« 

f^ie^en;  bev  SBurffpieß,  ein  furjer  ©pie^,  welcher  auS  freier  ^anb  auf  bcn 

geinb  geworfen  wirb ;  bec  2Buvt(it'in,  ein  au«  einem  aBurfgeft^ü^  geworfener 

©tein;  bie  SBurftafcl   (altb.  wurf^abel)  efjem.  f.  SSürfeltifc^,  Spielbrett; 

SBrettfpiet  mit  SBürfetn;  VDUrfweife,   9?w.,  no^  ob.  in  SBürfen  (baö  ®elb 

wur'fweife  jäl)len);  bie  Sßuvftr eite,  bie  2Beite  ob.  ©cftrectung  eines  aSJurfcö; 

ba6  SBurfjeug,  «IBurfgerätf),  insbef.  f.  SBurfgefc^ü^ ;  bai  Sßurfjiel  K.;  — 

2tblctt.  ber  äßürfel  1.,  -ö,  5)?.  \v.  Q.  (aitl)o^b.  wurfil,  worfll,  mittüi}. 

Würfel)  eig.  ein  SBecfjeug  jum  5öerfen,  ein  Ding,  iveld^eö  geirocfen  trieb, 

jebod>  nur  in  bec  beflimmteren  Scb.:  ein  fleinec,  üon  fed)S  gleid)en  regelmäßig 

mececfigen  (quabratifc^en)  g(äd)en  eingefd^loffenec,  ad}tecfigec  Äorpec,  mcift 

üon  Änoc^en  ob.  (glfenbein,  beffen  glä^ien  mit  3af)len  ob.  fünften  (2(ugen) 

»frfel)en  finb,  ju  mand)erlei  (^tucfgfpielen  gebraiid)t,  wobei  gewö^jnlid)  imii 

aus  ber  ^anb  ob.  einem  ©efäf  e  auf  ben  Sif^  geworfen  werben,  (mit  SBiirfeln 

fpielen);  in  weiterer  SBeb.  jebec  von  fed)g  gleid)en  legclmä'ßig  vierccfigcn 

gläd)en  eingefd)(offenc  .^öcpec   (fv.  (SubuS;  j.  S8.  ber  SBürftl  an  einem 

@äulenftut)le ;  S5rob,  gleifc^  zc.  in  SBürfel  fd^neibcn);  bal)cr  aut^  aii  dlmm^ 

ob.  Körpermaß  eim  3(uöbel)nung  »on  gleicher  Sänge,  iBrcitc  unb  ^öf)c,  bef.  in 

3fe6.,  mir.  ^a^  SBürfelmap  (fr.  f5ubi!ma^);  bec  SBürfelfuß,  bie  2Bür* 

felrut^e,  bec  SBürfel^oU  k.  (fr.  SubiEfufi,  »rut^e,  =joU);  bec  2Bürfelin- 

\)ait,  ber  nac^  3Bücfelmaß  bered^nete  9?aum  =  Sntjalt  (fr.  GubiE-  ob.  cubifdier 

3nl)alt);  auc^  auf  3af)lgröjjcn  übertragen:  bie  SBürfcljal)!  (fc.  (5ubi{jal)l), 

baS  (grgebnifs  einer  brcimal  mit  fic^  felbll  eeroielfältigten  3a^l  (j-  S.  4  X  4 

X  4  =  1)4),  wel^e  in  SSejiebung  auf  biefe  Sßeroielfältigung  bie  SSürfelttiur- 

jcl  (gew.  SubiEwurjel)  genannt  wirb  (4  ift  bie  aBürfelwurjel  oon  04);  anbcrc 

^fe^.  finb:  baS  Sßürfelbein,  2fnat.  ein  würfelförmiges  Sein  bcS  DberfuficS; 

\>ai  SBÜrfelbrett ,   ein  Srctt,  auf  weld^em  man  mit  SBürfeln  fpielt;   baö 

SSSiivfelevj,  würfelförmigeö  (Srj,  bef.  ein  in  flcinen  SDBürfeln  gefunbeneS  Äupfer- 

crj;  bie  SBurfclform  ob.  -gellilt;  würfelförmig,  aSw.;  bec  Siöürfelfpatb, 

ein  in  wücfelföcmtgen  ©tutlen  bce^enbec  ©patl);   ta^  SBürfclfpicl ,  baS 

©pielen  mit  SBürftln;   ein  beftimmteS  ©piet  mit  SBürfeln  (ein  aSürfclfpiet 

fpielen);  bec  äßücfelfpleler;  bec  S[Bürfd|lein,  ein  würfeiförmig  jugeljauener 

©tein;  bec  SGBürfeltalf ,  4t)0n,   in  SBücfeln  bre^enbec  Salljlcin,  St)on; 


2010  SBurf  —  SBurm 

bec  SBürfettifd^,  m  Stfc!^,  auf  »eld^em  man  SBücfelfpiele  fptf tt;  ber  SSür« 
felüogel,  eine  2(ct  «Nachtfalter;  KbUxt.  wiirfetid)t,  S».,  cittcm  dürfet 
a{)nüc{),  ber  SBürfergejlalt  na{)e  fommcnb ;  würfelig ,  S».,  SBürfet  ent? 
{)altettb,  bilbenb,  auö  5ßürfe(n  beficf)enb,  trücfclförmig  (njürfeltgcg  (5rj  ic); 
würfeln,  3n'-)  1)  gteUoö  m.  fjaben,  Söiirfet  trecfcn,  ein  5BürfelfpicI 
fpielen,  et)em.  auc^:  boppetn  (um  ®elb  »ürfetn;  um  etwag  — ,  mitSBücfcln 
tarum  fptetcn);  2)  jtcl.  etiraö  — ,  würfelförmig  mad[)en,  in  roürfelföcs 
migc  ©tücfe  t^eilen  (Srob,  ©emmel  ic.  — );  au^  mit  n)ürfelaf)n(td[)en 
i^iguren  yerfet)en,  bef.  ia^  SÄ»,  geitjüvfelt  als  fSm.  (j.  SB.  ein  gewürfel* 
tec  3fU9)  gugboben  k.);  bec  SBürfeler,  SBürfler,  -§,  roer  trücfelt,  2Bar; 
felfpieie  fpielt; —  würfen,  würfeln  (auc^  würfeln),  jiel.  3».,  alt  u. 
lanbf^.  f.  trorfen ,  irorfeln  (bas  Oetceibe) ;  würfen ,  ©d^iff.  ben  ^Burfs 
anfer  nu^merfett  u.  mittelfl  beöfelben  ein  ©d^iff  fortfc^affen;  ber  SBürfling, 
1.  -eS,  9J?.  -e,  8anbtt>.  ein  <Sd)n)arm,  \vild)ti  oon  einem  alten  Sienen? 
jloife  gemorfen  ob.  ab^eU^t  wirb. 

Söiirf  2.  m.,  -e6,  (oon  werfen  2.  f.  werben)  oberb.  f.  bie  ^anbf)a6e  an 
bec  ©enfe;  ber  SGBürfel  2.,  -s,  f.  5Ö3irbel,  (Sd)n)inbel;  würfig  ob.  würflig, 
88».,  f.  fd)tt)inblig;  üon  ©d^afen:  mit  ber  2)rcf)!ranf^eit  bel)aftet;  unetg. 
irce  im  Äopf;  idl)jornig;  ber  SBürfling  2.  f.  ein  Iaunenl)after  ob.  jd'l); 
jorniger  COienfd^,  mit  bem  nid^t  auSjufommen  ift. 

würgen,  3w.,  (altf)0d^b.  wurgjan,  mitUlf).  würgen,  ^rat.  würgte;  »Ott 
gleid^cm  (Stamme  mit  wo r gen;  wa^rfd^.  oon  einer  S5S.  warg  =  Qxiiö). 
igy-etv,  tloyetv,  \at.  arc-ere,  einengen,  einfci^liepen,  brangen,  arc-tus, 
eng  zc;  ogl.  SD3arg  u.  i(\i  gotf).  vargjau,  altl)oc^b.  wergjan,  oerbammen, 
oerwünfd^en)  1)  %\d.  einen  — ,  il)m  bie  .Ke^le  jufammenbrücfen,  bic 
2uftröl)re  jufdjnüren  u.  il)n  baburcf)  ber  @efai)r  be§  ßrflicEenS  au^fe^en 
ob.  il)n  iüirflid)  erjticfen,  gew.  etnjürgen,  jtnno.  erbroffeln;  uncig.  bei 
geuerwerfecn:  ©c^wärmer«  u.  9{a!etcnl)iilfen  — ,  b.  i.  an  bem  einen  Snbe  fejl 
jufammcnfdinüren ;  in  weiterer  SSeb.  überl).  f.  geiraltfam  tobten,  umbringen, 
abfd)lad)ten  (gebcroie^,  Sauben  k.  in  bec  Äüc^e),  bef.  mit  bem  Stebenbegriffe 
ber  (Sraufamfeit  (ber  aSolf  würgt  \><x%  8amm;  ik  geinbc  brangen  in  bie  ©tabt 
unb  würgten  3lUeö;  bid^t.  aud^  oon  ©ac^cn,  j.  S.  \i<xi  ©d^wert,  W  ©eu(^e 
würgt  oiele  50Ien[c^cn);  2)  jicUoS  m.  l)aben  ob.  ructj.  f.  o.  w.  Jvorgen, 
f.  b.  (an  ttvoai  würgen);  fiel)  — ,  b.  i.  mit  2(nftrengung  ttWiCii  hinunter* 
jufd)lucfen  ob.  I)erauf3ubringen,  ob.  aud^  2fthem  ju  l)o(en  fudben:  auc^  jiel. 
cttvaS  l)inunter;,  l)emuS  würgen,  b.  i.  würgenb  tjinunter  ob.  ^crauS  bringen; 
uneig.  bef.  oberb.  f.  fid)  abarbeiten,  abquälen,  plagen;  —  3fe$.  ber 
2Bürgapfcl,  bie  SSürgebirn,  f^lcd^tc  Äpfel,  Sirnen  oon  Ijerbem,  bie  Äef)lc 
jufammenjiel)cnbem  ®efd)macE;  ber  SBÜrgengel,  ein  S"""  SBurgcn  b.  t. 
3;öbten  abgefanbter  (Sngel,  Sobeöengel;  uncig.  9iatur!.  f.  ber  Steuntöbter;  ber 
SBadl)tclfalE ;  bie  «Riefenf^lange;  hai  !iZBürgcfraut,  Äreujfraut;  —  2Cbleit. 
ber  SBürgcr,  -6,  bie  SBürgerinn,  9)?.  -en,  wer  würgt,  b.  i.  graufam 
tobtet  ob.  morbet;  Statur!,  f.  ber  D^euntöbter;  ber  23ad)telfalf;  bie  SOBiir- 
gcrbanbe;  bie  SBürgerljanb  2C.;  ber  SBürgerling,  SBürgling,  SBür* 
gertdö,  -eö,  lanbf^.  f.  ber  geflecfte  <Sd)ierling;  ber  gelbe  ®turml)ut. 

würfen ,  3«.)  it.  f.  wirf  en. 

SBurm,  m.,  -e§,  9)?.  Türmer,  alt  u.  oberb.  ©ürme,   2Jfr!(.  ^c^i 

5Q3ÜrmC^en,  oberb.  SBÜrmlein,  (gott).  vaurms;  altb.  wurm,  «Ol.  wurmi,  wurme; 


SBurm  2011 

angclf.  rurrn,  vorm,  vjrm,  engt,  worm;  niebccb.  SBorm;  ottnorb.  onnr,  fd^web. 
orm;  \at.  vermis ;  »on  bcr  SB.  war  =  vor-are,  freJTcn,  alfo  urfpr.  bft  grefs 
[enbe?  »gl.  5lBermutf);  n.  3(.  bcr  ©ewunbenf,  ©cfrümmtc-,  ogl.  «jecren,  wie? 
ren  jc.  ;  fan6!r.  kn'mi,  Utti).  kirm,  bcr  2Burm;  griec^.  'iXuiyg  »on  fi'Afu', 
»atjcn)  1)  übiti).  ein  fried)cnbcö  ob.  in  SBinbungen  fid)  fortbenjcgenbeö 
2!f)icr  cf)ne  Si'if«  ob.  mit  furzen,  !aum  bemcrfbaren  giipcn,  baf)cr  gem.  f. 
JKaupe  (ügt.  ©eibenwurm),  9J?abc,  2aroe  oonSnfcctcn  ic,  aucö  mancfte 
Äaf«;2(rtcn  (»gl.  Scljanniö^,  itcrn=,  Ofjr»,  ©d^ifföwurm  k.;  bcr  fliegen be 
fd^warje  SEBurm  f.  bcr  gid)tcnbof)rer;  bcr  wilbe  SBurm  f.  bic  SBienc); 
alt  u.  oberb.  f.  ©c^Inng«  (ogl.  J^afel=,  ßinbwurm;  oberb.  bcr  SBcijj;,  J^auS-, 
j^c(Jnjurm  jc),  inSbcf.  f.  £)rad)e,  fabelf)aftc  J^lügclfcbtangc;  in  bcflimmtcrcr 
JBcb.  9latur£.  bicjenigcn  SJbierc,  iveld}«  jlatt  beg  SSditeg  einen  meif(id)en 
®aft,  feine  aiipercn  (Sinne^irerfjeuge  u.  feine  ^üfe  l>ibcn  unb  bie  fcc^itc 
u.  Ic^tc  St)tcr!(a|Te  auömad^cn,  »oju  bit  (Singeweibe;,  SBcid^--,  Bä)aU  unb 
^f(anjcntl)icrc  gcl)örcn  (ogl.  S?cgcn=,  'B^üU,  gabcn=,  SSanbrnurm  jc;  fi^l 
frümmcn  tric  ein  Sßurm;  »on  bcn  5S3ürmern  gcfrcfTcn  irerbcn;  a\ii)  atö  ©am* 
mct».  ber  SBurm  f.  SBörmer,  j.  S5.  öom  SBurm  jcrfrcffen,  burc^bof)rt  jc), 
in  cngjler  S5cb.  f.  ßingeroeibeivürmer  (iai  Äinb  i)at  SQBürmcr);  uncig.  gem. 
ob.  f^crjf)aft  f.  ein  f(eine6,  nod)  friedjenbeg  Äinb  (bcr  ob.  tanbfd).  gem. 
t>a^  Jteinc,  arme  jc  SBurm);  ücrac^tt.  ob.  mttlcibig  übsxi).  f.  ein  fjülflofe^, 
elenbeS  @efd)öpf  (i(^  armer  SBurm  jc);  2)  uncig.  üeifdiiebene  Äranff)eiten, 
tütldjt  wn  SBürmern  oh.  einem  Söurrae  i)cxxii^xm  foUen,  .ober  and)  trie 
ein  5Biu-m  um  fid)  freien,  inöbcf.  eine  Äranft)c{t  bcr  ^ferbe  u.  eine  äf)nlid^e 
beö  9tinboiel)ö,  beflel)cnb  in  einer  ©c^ärfe  bcr  ©aftc,  bie  fi^  burc^  fleine  Scalen 
äußert  (ogl.  Anoden«  unb  Scbenrurm);  berSBurm  ob.  Soll»urm 
(f.  b.)  ber^unbc;  bcr  SQSurm  am  Ringer,  ein  f(i^merjf)afte6  ©cfd^roür, 
wobei  bcr  9lcrö  entblößt  wirb  (fr.  ^anaricium);  bcr  frcffenbe  SQSurm, 
ein  um  fi(i  freffenbc«  ©cf^wür  in  ber  ^aut;  bcr  Sßurm,  aud^  eine  Äran!» 
i)iit  bcr  SBdume,  bie  eon  bem  SRinbenfdfcr  jcrnagt  werben ;  3)  in  fittlic^em 
SSerflanbe :  ein  nagenber  .Kummer  (ein  geheimer  UBuim  nagt  in  if)rcm  Jg>cr* 
jen);  eine  feitfiime  ®emütf)g;  ob.  ©eifteöeigen^eit,  ei3entt)ümlic{)e  ©riUe, 
eigenft'nnigc  Saune  (einen  SBurm  ob.  SBücmer  im  Äopfe  tjaben;  ,,ein  jcbcr 
SKann  Ijat  feinen  2Burm"  jc  @ötl)c);  4)  Suc^br.  bie  furje  'iTnjeiäe  beS 
Siteig  unten  auf  ber  elften  <2cite  jebeö  SSogeng  einer  (Sc!)tift  (oieUeic^t 
weil  biefc  2(njeige  \iä)  biirc^  bai  ganje  SBerf  fjinjicljt;  ober  »erbcrbt  auö  bem 
fr.  91  orm);  —  3fe^.  \vmmät)nl\(i) ,  -artig,  Sw.;  bie  Söurmarjenei, 
eine  2(rjenei  gegen  bie  Singcweibewiirmer;  ber  SSurmar^t,  wer  9}iittcl  gegen 
bie  aasürmcr  im  Scibe  ocrorbnct  ob.  ücrtauft,  gew.  f.  ein  -Cuatffalbcr,  SO?ar!t* 
f(^reier  (l)albfc  SBSurmboctor);  irurmäpig,  Sw.  (mittcll).  wiirmaezic), 
alt  u.  oberb.  f.  wurmfrapig;  ber  SBurmfam,  bcr  gemeine  Slainfarn  (f.  b.), 
auc^:  SBurmfraut,  falfc^er  SBurmfamen;  bag  SBurmficber,  oon 
(gingewcibewiirmcrn  I)crrül)rcnbcS  giebcr;  trurmförmig,  Sw.,  bie  ®c|lalt 
cincö  SBurmcö  l)abcnb,  wurmaljnlic^,  aud^  in  2(nfif)ung  bcr  SBcwegung  (bie 
wurmförmigc  SScwcgusg  bcr  ©ingcwcibc);  ber  2[öurmfra§,  1)  bcr  gra§ 
b.  i.  baS  Sreffen  bcr  aBiirnicr  u.  ber  baburd^  »erurfacl)te  ©c^aben  (ba«  >!polj 
ijl  burd^  SBurmfra$  »erborben) ;  2)  ein  gra^  für  bie  SBürmcr,  aud^:  SGSür- 
merfra^,  «fpeifc;  wurmfräpig,  Sw.,  üon  aBürmccn  angcfrcffcn  ob.  jcr« 
freffen,  wurmflid/ig;  ba§  SSurmgra^,  lanbf^.  f.  CiuedEcngraö  (wegen  ber 


2012  2Burm 

wurmföcmigcn  SOButjcrn);  ba^  SSurmge^öufe,  f.  ».  ».  SRo^tenfddnctfc,  au(§: 
bie  aSurmcö^re;  bic  2Burmt)aut,  ©^ip.  «ine  ScWeibung  beS  ©d^iffeg 
»on  JQoifs  ob.  Äupfec  gegen  bie  ©cfeiffSiüiirmcr:  bic  S[Burm!ranft)eit,  eine 
Bon  SBucmeni  f)crcüf)renbe  Äcanf^cit;  bag  2Burmf taut,  jebc  ^flanje,  welche 
als  SOiittel  gegen  bie  ©ingeweibercürmcc  bient,  inöbef.  ber  gemeine  Siainfatn; 
ber  S3Stcfcnbo(fgbcirt;  bie  gemeine  Sraunnjurj  (scrophularia  nodosa  L,);  eine 
fübamerifan.  ^flanjengattung,  auä):  bie  SBurmpflanje  (spigelia  L.);  bef. 
eine  jum  ©efc^le(^t  bc6  Seifu^es  gef)öcenbe  ^fianje  (artemisia  judaica  L.), 
beren  ©amen  (SBurm«,  3ittt)ecfamen)  ein  fci)r  wirEfamc§  SBurmmittet  ift;  b«c 
SBurmfud^cn,  SBui-marjenei  in  ©ejlalt  Jteiner  Äud^en;  ha$  SBurmloc^, 
ein  öom  SDSurm  geboiirteö  8oc^;  bec  SBurmlörce,  eine  2frt  ^fliegen,  auc^: 
©anbtt)ucm ;  bag  SBurmmel)! ,  baö  »on  SBürmern  ju  einem  feinen  ^ul»ec 
gernogte  ^olj;  baS  SOBurmmittel ,  ein  SOtittel  gegen  bie  eingetcetbewürmer; 
bag  SBurmniooS,  bec  i\X)iit1)dlio,e  SEBafferfaben;  bie  SBurmnejJet,  lanbfc^. 
f.  bie  »ei^e  taube  9leffcl;  bie  SBurmpflan^e,  f.  SBurmfcaut;  bai  SSBurm* 
pflafler,  ein  auf  ben  SÄagcn  gelegteö  ^fiofter  aU  SQJurmmittel;  bai  SBurm« 
puloer,  ein  ^utoer  alö  SOiittel  roiber  bie  SBitrmcr;  bec  SButmfamen,  btt 
a(g  aßurmmittel  gebrauchte  ©amen  »erfc^iebener  ^flanjen  u.  biefe  ^flanjen 
felbfl,  al6 :  bet  gemeine  SJaiufaEn,  f.  SBurmfarn ;  bec  tourmtreibenbe  ®anfe= 
fup  (chenopodium  anthelminticum  L.);  u.  bef.  ber  auölanb.  SBeifu^  ob  555er* 
mut{),  f.  S3Surm!raut;  bie  SBurmfc^Iangc ,  eine  Utt  amerüan.  ©djlangen; 
eine  2£rt  5Röi)rcn[(%nec!en ,  bie  einem  ©pulwurm  a^nlic^  finb;  ber  SBuriTt* 
fd^neibcr,  »er  ben  J^unben  ben  fegen.  SBurm  ob.  Soltourm  auSft^neibet; 
ber  SBurmfii(^,  dn  oon  einem  SBurme  gemadjter  ®ti6)  ob.  gebo^rteg  ßod^, 
SßSurmloc^  (ber  3(pfet  tjat  einen  SSurmlli^i;  ba^  J^olj  ifl  »oU  eon  SßJurm» 
flicken);  n)Urm|!ld^{g ,  Sro.,  aBurm|li(^e  t)abenb,  »on  SBürmern  bur^bot)ct 
(J&olj,  £)b%  SSii^er  ic);  ber  SBurmjitral)! ,  eine  "Ktt  ©eejlerne;  tvurm« 
treibent),  Sm.,  bu  SBücmer  in  ben  ©ingemeiben  abtreibcnb  (itjurmtreibcnbe 
«Kittel);  ber  2Burmtrtc^tcr,  eine  2Crt  tri^terförmiger  9töl)renfdönec!en ;  bie 
SBuvmtrod nlfg ,  burd)  SBürmer  oerurfadjte  SSertrodnung  ber  SBäume,  bef. 
eine  Äranf^eit  ber  gierten ;  bie  SBurmiPcibc,  ein  baumartiges,  mit  ©tackeln 
befe^tee  (3irDa<i)i  in  SSrafilien  (geolFroya  L.);  bic  SQ5urmn)urj  ob.  ^iriirjel, 
bie  al6  SQSurmmittel  gebrauchte  SBurjcl  ßccfc^iebener  ^flanjen,  bef.  ber  SDBurm» 
pflanjc  (f.  SBurmJcaut) ;  aud^  f.  bie  fnotige  aSraunwurg;  ber  SBicfenfnopf; 
bic  SSogelwurj ;  —  2t  b  l  e  i  t.  VüUtmig ,  Sm.  (mittclt).  wurmic ;  fpätcr  au^ 
io armiert,  wilrmid^t),  wenig  gebr.  f.  einen  50Surm  ob.  5ßiirmer  cnt* 
f)attenb,  wU  Söiirmer  b.  i.  SKabcn  («Dbft,  M\e  ic);  üon  ^Bürmern  5«; 
freffen  ob.buid[)bof)rt,  n>urmfiid)i3  (^olg);  au^  uneig.  einen  55>ucm  f)abenb, 
fcttfam,  etgcnfinnig,  ärgerlid),  ttetbriepüd)  (ein  wurmiger  SÄenfd^ ;  wurmig 
werben);  wuvmcn,  3w.,  1)  jiellos  m.  ^aben,  mt  ein  Söurm  fricd)en, 
nur  lanbfc^.  u.  uncig.  (fc^wcij.  wurm  ein  f.  auf  bem  Sauere  licgenb  jtd^ 
fortwäljen;  bei  ben  Äof)lenbrennern:  baS  gcuer  wurmt  im  SKciter  umi^er;  e5 
wurmt  mir  im  Äopfe,  im  .^erjen  tc.,  b.  i.  e6  geljt  mir  im  Äopfe  ic.  Ijerum, 
eS  beunru{)igt  mi(^);  2)  jicl.,  nur  mit  einer  ©ad^c  alö  ©ubject,  f.  ».  w. 
einen  beuncuf)i3en,  i()m  Kummer  uetuifad)en,  üjn  franEen,  ärgern,  »er? 
brieten  (e§,  bic  <Siad)e  :c.  wurmt  mid^,  ob.  cö  wurmt  mid^,  bafö  —  ;  ia& 
25ing  fängt  an  \i)n  ju .wurmen);  »fihmcn,  gicUof.  3w.,  lanbfd^.  f.  5Bürmer 
I)ert)ocbtingen  ob.  \\)u  äJerme^rung  beförbecn  (bie  SJlildd  würmt  bei  ben 
Äinbe«:n). 


Yoixmn  —  SButft  2013 

wurrcn,  jiellof.  3».  m.  f)aben,  lanb^ä).  ©djalltt».  f.  brauf«n,  bumpf 
tofen  (fc^lff.  „e§  »urrt  fc^on  oon  wiiUm^^  bei  einem  ^eranjicf)cnbcn  J^agel^ 
Wetter). 

SQSürfing ,  m.,  lanbf^i.  f.  SBIrffng,  f.  b. 

2Bur|l,  ro.,  ^.  SBiitfte,  ffierK.  ba^  2ßütfid)en,  obetb.  SBüif  lein,  gem. 
SDBürflcl,  (altb.  wurst,  !0t.  wursti;  obcrb.  SBurjl-,  SBurfc^t,  SBurtJc;  nie* 
betb.  SBujl;  fjoU.  worst;  fd^roerlic^  =  got^.  vaurstv,  SBerf,  »on  vaurkjan, 
würfen,  tf)un,  machen,  alfo  ucfpr.  b<x^  ©emad^tc,  bereitete?  ba  eö  fc^on  im 
2Clt()ocl)b.  auf  bic  Ijcutige  SBeb.  fardmen  bef^ranft  ifl;  mai)t^öi.  oon  war,  wer- 
ran,  wirren,  f.  b.  u.  Dgl.  SDSicre;  aud)  bcö  angelf.  vraestan,  engl,  wrest,  bre{)en, 
winben;  alfo:  etnjaö  ©erounbeneö,  2BaIjenförmige6?)  1)  eine  ©peife,  aug 
gcf)acftem  unb  in  2:()ierbärme  gefülltem  Slcifcl)  (bef.  ©c^weineflcift^),  gett, 
SSlut  2C.  mit  allerlei  3utbaten  bcfrcf)enb,  welche  geräuchert,  gebraten,  ober 
gefod^t  genoffen  wirb  (SBürfle  ob.  alö  ©ammelw.  SBurfl  machen,  ftopfen, 
füllen  «.;  geraud^erte  ob.  sRäud^erwurjl,  SSratwurfi;  gletfc^^  Seber^,  SSlut^, 
©(^lacEwurjl:  jc. ;  fprid^w.  SQSurfl  »iber  SOSurfi,  b.  i.  ®leic!^e«  wirb  mit 
©leic^em  »ergoUen,  wat)r[^.  Don  bem  nai^barli^cn  3ufcnbcn  ton  SBürftcn, 
wenn  im  ^aufe  gefc^lac^jtet  vokb;  giebjl  bu  mir  bie  Sturft,  fo  löfc^'  i(^  bir 
ben  sDurjl,  b.  i.  eine  ©efdlligfeit  ijt  ber  anbern  wertt) ;  mit  ber  SBurjl  mä) 
ber  ©pedfeite  werfen,  b.  i.  bur^  eine  !lcine  ®abc  eine  größere  ©egengabe  ju 
erlangen  fuc^en;  baö  ijl  mir  53urjt,  gem.  f.  eö  ift  mir  gleichgültig  ob.  einerlei); 
2)  uneig.  ein  n?urjld'()nlici)ec  b.  t.  roaljenförmiger,  meift  lnng[id)ei:  u.  bieg* 
famet  Äörper,  in  »erf^iebenen  befonberen  3Cnwcnbungen,  alö:  SBäct.  waljen= 
förmige  ©tucte  Seig,  au6  weld^en  bie  ©emmeln  gemalt  werben ;  SSafferb. 
longe,  bünne  Sieiöbünbel,  gafc^inen;  ©c^iff.  furje  ©tücte  oon  Sauen;  oberb. 
ein  SÖulft  am  SSKieber;  lanbfc^.  (SBörjtc^en)  bie  .Kä'lc^en  ob.  Slütl)cnjdpf' 
c^en  ber  ^afelftauben,  S33eiben  jc.;  ©c^lojf.  ein  jur  SSerfldrfung  angefc^wcifteS 
©tüd  @ifen,  au(%:  SB u Ift;  3)  lanbfd^.  eine  Zxt  offener  Jubcreerfc  mit 
einem  langen,  [d)malen,  f)albcunb  gepolj^erten  <Sige,  auf  weldjem  mebrc 
^erfonen  rittlings  fi^en  !önnen;  genauer  l)eift  eig.  biefer  ©i§  (feiner  (5orm 
wegen):  hie  SBur^;  boS  ganje  gut)rwert  aber:  ein  SBurftwagen,  wenn 
c6  ein  üierrobriger  SBagen,  ober:  ein  SB urftf  glitten,  wenn  eö  ein  ©erlitten 
ijl;  (bat)er:  auf  ber  SBurft  fahren  ob.  reiten,  uneig.  f.  umberrdfcnb 
fd^maro^en,  welci^e  95eb.  jebod;  auc^  auf  baS  altere  5Burjl  f.  Surfet,  mittl. 
lat.  bursa,  gebeutet  werben  fann,  »gl.  Surfte;  nieberb.  in  glei^cr  SSeb.  auf  ber 
®arbe  t)erumrtiten) ;  3feg.  ber  SBurftbügel,  ein  Sfling  oon  ^orn  (bal)er 
audj:  aBurjtljorn),  J&0I5  ob.  SD^etaU,  mitteljt  beJTen  baS  Snbe  cincS  gur 
SBurjl  ju  füUenben  S)arme§  auSgefpannt  ert)alten  wirb;  bai  SBurllfett, 
»fletfc^,  gett,  gleifc^  jur  güllung  ber  SBürftc;  bie  SBurflfüUc  ob.  ^füUung, 
ba«  SBurflfüUfel,  f.  pUe,  güUfel;  bnä  SBurjIfraut,  »erfc^iebene  gewürgt 
^ofte  Ärd'uter,  wetd^e  man  unter  bic  SBurflfüUe  Ju  l)ac!en  pflegt,  bef.  baä 
^fefferfraut  ob.  bie  ©aturei;  ber  SSur|lmad)cr,  wer  2ßürfte  ma(it;  bec 
Sßurjimarmor,  eine  2lrt  «Karmor  mit  ber  3eici)nung  einer  burcbgefc^nittcnen 
SBlut=  ober  Sebcrwurft;  baS  SBurfimauI,  gem.  f.  fffiuljlmaul,  biifeö,  aufge= 
worfeneS  SÄoul;  ber  SBurjlreiter,  gem.  wer  auf  ber  SBurft  berumreitct  (f. 
0.  SBurjl  3),  ein  oon  Ort  gu  Ort  berumgiebenber  ©cijmaro^er;  ber  2ßurfts 
fd^lttten,  f.  0.  SOBurfl  3);  ber  SSSurllfpeiler,  (f.  ©peil,  ©peiler)  ein  jugefpi^tcS 
J&öljc^en  jum  3ufte(I;en  ber  SBürfte  an  ben  Snben,  auä):  SBurflborn,  'bölj' 
^«n,  efpießi  bec  SÖSurj^fUin,  ein  ©tein,  weld;er,  wenn  ev  gef^liffen  \% 


2014  SBurtf)  —  SBurj 

einet  bucd^gef^nittencn  Sßlv.U  ober  Sebcrwurft  äijnüö^  tfl,  aud^:  ^ubbtngflcJn ; 
bic  SBuvjlfuppe,  hk  fSxü^i  »on  gefoc^tcn  fcifdjcn  SBürflen;  bec  SBurfl- 
wagen,  f.  o.  Sßutfl  3);  —  2(btett.  bec  2Sur)lel,  -6,  oberb.  1)  f.  v^an«« 
wurft;  2)  eine  leberne  ivuiftföcmige  ^eitfd^e,  5Bucjlpcitfd)e ;  würflig, 
Str.,  oberb.  f.  trurjlföcmig  gcfci)irolIeu,  mulfitg  (bef.  »on  einer  Jpalggefc^ttjulji 
ber  ^ferbc);  wurflen,  sieUof.  3n).  m.  ^aben,  oberb.  f.  SBürjle  madjen 
(ogl.  bog  mitteU;.  wurstaere  f.  SQäurftmad^er);  unetg.  f.  unocbentlid)  burd) 
einanbec  mengen  ob.  n^irren  (in  ctxoaä  i)ei:um  — ,  etnjaö  burc^einanber* 
wurflcn);  wurjleln,  ?icUof.  3».,  oberb.  f.  unotbentlicl^  ob.  unbebad)tfam 
bavauf  losarbeiten  (for^,  ba^in--tt?ur|ieln  k.). 

SSurt^,  SBuvte,  m.,  nieberb.  f.  tj.  ».  SDSöcb,  5Böibe,  f.  b. 

SBurj,  tt).,  2)?.  (ungcbr.)  SBÜr^e,  (altb.  ^vurz,  ®in.  U.  SJl.  wurzi,  würze; 
Qlt^acfef.  wurt,  angclf.  vyrt,  vurt,  engl,  wort;  altnorb.  «rt,  fämmtlid):  Jtraut, 
@en)ä(^ö,  nic^t:  SBur^cl;  im  &oti).  beb.  amU:  ^raut,  heiba;  vaurts,  bcf.  in 
bet  501.  vaurteis:  Sffiurjel;  bie  SBiirjel  l)ii^t  altnorb.  röt,  fc^web.  rot,  ban.  rod, 
engl,  root;  »gl.  boö  grted^.  (n'^c.)  lat.  radix;  bie  2Cbj1:ammungö-S3erl)attnifi'e 
biefer  SBörter  finb  bun!ct;  »gl.  no^  baö  fanöEr.  vridh,  njac^fen,  u.  baS  lat.  oriri, 
entfteljcn;  f.  aui)  Soor  je)  1)  oÖUig  »lt.  f.  Äcaut,  &mäd)€,  inebef. 
Äüd)engen)ad)ö,  ©emüfe,  ^oi)l  k.;  nod^  erf)alten  all  iwütei  ©lieb  in  otelen 
^flanjennamen,  aW-  SSraun^,  Q^btt--,  ^auS=,  ^ieö-,  ©^roarj-,  ®tab-,  2Beif= 
rourj  2C.  (wo  eg  eig.  ©emcic^ö,  Äraut  bebeutet,  je^t  ober  gc».  con  ber  SButjel 
»erftanben  wirb);  2)  oberb.  (SBurj,  Wl.  S33ürj)  f.  bie  SBucjel;  3fe^.  »on 
SBurj  1)  finb:  bec  SBurj^  ob.  SBürjgarten  (mittel^,  wurzgarte)  alt  u. 
lanbf^.  f.  Krauts  ©emüfe^,  Äüd^engarten ;  bec  SBur^fd^erben  (»gl.  ©ererbe) 
f.  Slumenfc^eiben,  Slumentopf;  bie  SBurjj  ob.  2Bürjn)ei()e,  in  ber  fatf)ol. 
Äirc^e  f.  0.  w.  Äräu'terweiije,  b.  i.  baS  Sßeifjen  gewiffer  Kräuter  am  Sage  bec 
^immelfal)rt  9}larienS,  u.  bicfcc  Siag  fclbjl  (SJiariä  SDBür jweif));  —  bic 
SBürje,  9}?.  -n,  (eig.  ik  im  Stcu^oc^b.  alö  etnf)eit  gebrauchte  SKe^r^.  »on 
SQSurj)  ©ammeltt).  f.  trauter,  ^flanjen  ob.  ^jTanjent^eiie  öon  angenef)^ 
mem  ob.  frd'ftigem  ©ecud)  ob.  ©efdjmacf",  be[.  a(S  3utf)at  an  ©peifen, 
um  fte  bamit  fc^ma(ff)aft  ju  mad^en;  in  weiterer  S3eb.  2(UeS,  tromit  man  bie 
©peifen  fd)madi)a\t  mad)t  (tDÜcit),  j.  S.  aud^  ba6  ©alj,  finno.  ®en)ür5; 
SSrau.  ik  SQBürje  beö  SiereS,  b.  t.  ein  2(bfub  »on  .^opfen  ob.  anbetn 
Krautern,  wobur^  man  bem  SSiere  Äraft  u.  ©efc^matf  gicbt;  aud^  bog  nod^ 
nici^t  gct)opftc  u.  gegot)rene  ?5ier  t)ei^t:  bic  SÖJürje;  uneig.  \Vi\i  bie  ^(n? 
Jiel)mlid)feit  ob.  ben  Oveij  einer  ^aö:)C  er()ü^t  (Jg>unger  ijl  bie  bejte  SBürje; 
ber  ©c^erj  ijl  bie  SBürge  beS  ©efpräd^e;  bie  SBiirje  bc6  ßcbenSu.);  nnirjen, 
äicl.  3w-,  etwas  — ,  eS  mit  5öücje  ob.  ©eivücj  üecfef)en  u.  babucd) 
wof)lfd)me(fenb  ob.  aud)  rao{)lried)cnb  machen  (eine  (Spei[e,  bai  Sicr,  ben 
SQSein  jc.  —  ;  jlarE  gewürjte  ©pcifen,  gewurjter  SBcin  it.);  aud^  ol)ne  ^klw. 
als  SSucje  bienen,  TOÜr^igen  @efd)ma(f  geben  (j.  S5.  ©atj  würjt  jlatter, 
als  3uc!cr) ;  uneig.  f.  bie  ■2(nne{)mlid)feit,  ben  Oieij  einer  ^aA)e  ert)of)en 
(ber  .junger  würjt  aud^  [d^lec^te  ©peifcn;  i)iiUte  ©efprä^e  würjten  iai 
«Ölal;t);  bec  SBüvjer,  -S,  wn  etlvaS  n)iic5t,  (oerfd^.  »on  bem  mittel^,  wur- 
zaere,  wurzelaere,  b.  t.  Ärauter=  ob.  ©pejcreit)anbler);  bie  SGBürjung,  baS 
Söiicjen;  —  3fc6.  »on  SBücjc  u.  trürjen:  bec  SBüräbrief,  e()em.  f.  ©e* 
»üri'  ob.  ^fefferbüte;  bie  SBüvsbüd^fe,  ;fd^ad)tcl,  eine  Sü^fe  it.  ju 
©ewürj;  bec  SBüräbuft,  -geruc^,  angenehmer,  gewücjljaftei;  ob.  »ötjiger 


SBurje  2015 

@crud^;  bec  2öülfjl)anbet,  ;Eram,  J^anbcl,  Älcin^anbel  mit  ©cwürj,  ©pe= 
jerei^anbel;  bec  SBür^^öntfer,  *främer,  ©cwürj'  ob.  ©pejercifjanblec; 
ber  SIBürjIaben,  ©cwürjloben;  baS  SBürjmittcI,  »aS  jum  Söürjcn  bient; 
ba«  SBürjnägeleln  ob.  bic  SOBür^nelfc,  f.  ».  ».  ©ctrür^nagelcin,  f.  b.; 
WÜcjreid),  S3tt>.,  rcicft  an  SBur^e,  ftar!  getrürjt;  au^:  jtar!  tcücjcnb,  fe^r 
gcroürj^aft ;  bei  SBürjtranf,  ein  njürjijafter,  gercürjtec  Sranf;  bec  SBürj« 
trog ,  SBcau.  ein  Srog  unter  bem  sJÄeifc^bottit^,  in  welchen  man  bic  2Bürje 
(f.  b.)  ablaufen  lafft;  bec  SÖÜrjtrein,  gereücitcr  SDSein;  —  2£bUit.  »on 
SBüräe:  )t)üriit)aft,  S».,  f.  0.  m.  9croüc5()aft,  f.  b.;  wüvjig,  »w.,  ffiücjc 
«ntbaltenb  ob.  gebenb ;  einec  SBücje  af)nac^  b.  t.  an9ene{)m  u.  fcäftig 
fdjmeifenb  ob.ctcd)enb  (fr.  aromatifdj;  würjigeerbbeercn;  »ücjigecSuft  jc.); 
bie  SGBürjigfeit. 

SBur^e,  lt>.,  9)1.  SBuCjen,  (altb.  wurza,  wnrze,  SOi.  wurzun,  würzen;  obcrb. 
bie  SBurjen,  SÄ.  SBurjen,  SBurjnen;  »erfc^.  von  würz,  VSt.  wurzi,  würze,  f.  SBurj) 
olt  u.  oberb.  f.  bai  ie^t  im  ^od^b.  aUcin  iibtid)e:  bie  SBurjet,  £0?.  -n,  23er!(. 
baö  SBücjelchen,  (alt{)o^b.  wurzala,  abgel.  »on  wnrza;  mittel^,  wurzel;  nicberb. 
SSJortel,  SEBurtel)  1)  ber  untecfte,  in  bec  6cbe  befinbltd)e  Zi)i'ü  bec  ^flan* 
jen,  oermitteljl  beffen  fie  feil:  flehen  u.  i^ce  ^a^tmi^  auö  ber  Gebe  jiei)cn, 
[onjoi)l  in  bec  @in().  für  oUe  SJerjrecigungen  biefeö  Sfjcileö  (bie  SBurjcl  eincö 
JBaumcg;  SSurjel  fc^lagen  ob.  faffen,  auc^  uncig.  f.  feji  unb  bleibcnb 
»erben;  ein  Ocirä^ö  mit  ber  5IBurjel  auörei^en,  ausrotten;  uneig.  (txoa^  mit 
ber  SBurjel  ausrotten,  b.  t.  eS  oon  @runb  auö,  ganjlic^  certi(gen),  als  au<!^ 
in  ber  93lel)rl).  (hie  SBurjeln  eine«  Saumcö  ausgraben;  SBur^eln  bcfom» 
men  ic),  rco  benn  bie  einjelnen  Steile  bur^  befonbere  SBencnnungen  unter* 
f^ieben  »erben,  al6:  ^fat)l»,  J^erj^,  Sljauwurjel  :c.,  f.  b.;  2)  in 
engerer  SSeb.  geiriffe  eföbace  Söur^eln  u.  bie  (^ett3äd)fe  felbfl,  a(ä  becen 
»^nuptt^eil  bie  ef^bace  2Burjel  betcad)tet  iricb,  j.  ©.  JRüben,  ^ajlinafen, 
^eterfilie,  ©(^»arj«,  3ucterttJurjcln  jc,  bef.  aber:  gelbe  SBurjeln,  b.  i. 
SEUÖ^ren  ob.  SJlol)rrübcn,  lanbfd^.  f^lc(^tmeg  SBurjeln  (nieberb.  SBurteln) 
genonnt;  3)  in  »eiterer  Seb.  bai  untere,  im  gleifd)  ob.  untec  bec  ^aut 
eingeroac^fene  (5nbe  geittffec  S()ei(e  beö  ti)kx.  Äörpecg  (bie  SJBurjeln  ber 
J^aare,  gebern,  3ci()ne,  SRdgel  u.);  in  einjelnen  3(n»enbungen  üUxf).  bec  im? 
tecjle  ob.  f)intecjle  3;()eil  eineg  S)in3e^,  mit  »eifern  cö  aus  einem  anbcrn 
^etcocgef)enb  beginnt  (j.  58.  bie  SBurjel  eincS  JBergeö;  biegu^=,  ^anbwurjel, 
f.  b.);  4)  uneig.  bec  urfpcün9[td)e  )li)c'\l,  Ucbeffanbt^eil,  Ucftoff,  ait§ 
weldjem  etwas  entfielt  ob.  f)crt)Ocgef)t,  ogl.  ©ta mm;  insbef.  ©pra^t.  bec 
Ucbejlanbt()eit  eineä  2ßorteg  ob.  ganzen  5BoctfIvimme6,  »el^cr  bie  ju 
©vunbe  licgcnbe  Jßovftellung  nur  il)rem  3n{)alte  nad^,  of)ne  formelle  (logifc^e 
u. grammatifd^e)  SBegreniung,  auSbriidt  (|.  J8.  blu  ift  bk  SOSurjcl  oon  Slume, 
blüfjen,  SBlütlje  ic.);  «Re^eni  jcbe  3al}(  in  ^(nfebung  bec  3af)l3ccpen, 
weld)e  au6  i{)c  bucd)  ein-  ob.  mefjcmaligc  SSecvicIfalticjung  mit  fid)  felbfi 
crtt)ad)fen,  au^:  S35urjeljal)l  (j.  35.  3  ijt  bie  SSSurjel  oon  9,  27  u.); 
ouc^  bec  ©runb,  bie  Ucfadje,  baSjenige,  irovon  etiraö  f)ecriil)rt,  ogl.  Ciuelle, 
UrqueU,  Urfprung  (j.  S3.  ber  ®ct§  ift  bie  SBurjel  aUeS  Übels);  —  3fe|. 
tt)ur5eläl)nli(^,  wurjelartig,  33».,  einer  SBurjcl  dfjnlid^,  bas3(nfe^en,  bie 
3(rt  einer  SOSurjel  l)abenb;  bec  SBurjdbaum,  eine  SSaumgattung  mit  eigene 
t^ümlic^em  2Buriel»ud^S  in  bciben  3nbien  (rhizophora  L.);  baS  SButgel; 
hlatt,  ^flanj.  ein  aus  ber  Sßurjel  entfpringenbes  JBlatt;  iai  SGBurjelenbe, 


2016  würacn  —  mufeln 

iai  untere,  mit  bec  SButjel  jufamment)angenbe  (5nbc  etne§  Saurnftammeg, 
cntg.  SQSipfelenbe;  bie  äßurjelfafer ,  an  ben  SBurjc(n  ber  ^flanjen  befinb» 
Ud)e  ob-  bie  SOSurjel  augmad^enbe  gafecn  ([.  b.);  bfl§  SSurjelgetDäd^ö ,  ein 
©eroa^lö,  an  welkem  bie  SDSurjel  ber  .^auptt^eil  ijl;  bef.  ein  ®e»5c^ö  mit 
cföbarec  SQSuvjel;  ber  SBurjelfetm,  ^flanj.  ber  in  iU  (5rbe  9ef)enbe  unb  ftc^ 
§ur  SBurjel  auöbilbenbe  Äeim  beS  ©amenS;  bec  SBurjelfnoten,  ein  fnotiger 
Zi)eÜ  einer  SGBurjel;  wurjelloö,  SSw.,  otjne  SBurjel,  ber  SGSurjel  beraubt; 
fcec  SBurjelmann,  lanbf^.  »er  tjeilfrafttge  SBurjetn  auffuc^t  unb  »erlauft; 
bie  SJBurjelmaug ,  eine  2frt  SDläufe  in  (Sibirien  ic,  weld^e  für  ben  SBintcr 
allerlei  SSSurjeln  einfammeln;  bie  SBurjelraupe,  SRaupen,  ujeldje  bie  SBurjeln 
gettJijTcr  ^flanjen  freffen;  wurjelrcic^ ,  S».,  »iele  5Burjeln  f)abenb;  bag 
SBur§elreiö,  ein  2(ugläufer  auö  ber  SßSurjel;  ber  SBur jelriemen ,  gleifd^. 
ein  riemenfßrmigeö  ©tücJ  gleif(^  aus  txm  ^interoiertel  eines  Odjfen;  bie 
2Burjelfi(be,  biejenige  ©ilbe  eine«  SiBorteö,  welche  in  SBurjel  auSmari^t  ob. 
enthalt  (f.  o.  SBurjel  4);  bie  SBurjelfprolfe,  1)  eine  unter  ber  (grbe  »age* 
red^t  fortlaufenbe  SSerlängerung  ber  SBurjel;  2)  ein  auS  ber  SJJurjel  aufflei« 
genber  ©pröfSling,  au(^:  SBurjellobe;  tüurjelflänbig,  EBn?.,  i^flanj.  an 
ber  SIBurjel  jlef)cnb  (ein  »urjeljtänbiger  SBlumenftiel);  bet  SBurjeljtOCf, 
g)ftanj.  ber  bide  Zi)eii  ber  gweijäfjrigen  ob.  auSbauernbenaOSurgel;  bie  SiSut* 
jeltafel,  Siec^enf.  eine  Safel,  welche  bie  SBur^eljatjlen  mit  ben  aus  if)rer  93cr» 
wiclfältigung  eraad^fenben  3al)ljtufen  (^otenjen)  entt)alt;  ber  SBurjeltorf, 
aus  »erttja^fenen  unb  oerf^llämmten  SBurjeln  beflel)enber  Sorf;  bai  Söut* 
jeliDOrt,  ein  bk  reine  SDBurjel  barjlellenbeS  ob.  bod^  unmittelbar  auS  ber 
SBurjel  ctma<i)Unei  SBort  (f.  o.  SBurjel  4);  bic  SBurjeljat)!,  f.  o.  SBurjel 
4);  bie  SBurjeljafer ,  ^ftanj.  fe|)r  feine,  l)aarförmige  Verlängerungen  ber 
SBuvjel;  —  %bUit.  \t)urjelt)aft,  Sw.,  f.  ».  ».  irurjelartig  ob.  4^nUd); 
wurjelig,  9S«>.,  eine  SBurjel  ob.  2Bur5eltt  (jabenb,  bef.  »iele  SBurseln 
f)abenb;  tvurjein,  giellof.  3w.  m.  l)aben,  (altl)od^b.  wurzalön)  1)  SBurjein 
treiben,  Sßurjeln  [erlagen  ob.  faffen  (bie  ^flanje  njurjelt  f^on,  i)at  gewur^ 
jelt;  alt  u.  oberb.  au^:  wurjen,  j.  S.  einraurjen  f.  einmurjeln;  ^flanj. 
ein  ©tengel,  ein  SSlatt  ijt  »urjelnb,  b.  i.  SBurjeln  trdbenb);  uneig.  f.  tief 
einbringen  u.  feften  %ü^  faffcn  ob.  gleid^f.  einit^ac^fen  (eine  ©mpfinbung  k. 
wurjctt  ins  J&erj  ob.  im  Jperjen);  in  einer  <Bad)t  — ,  auc^  f.  bartn  feinen 
(5)runb  ob.  Urfprung  f)aben;  2)  lanbfi^.  (oberb.  tDürjeln)  f.  Söurjeln 
fuc^en  u.  ausgraben  (Sog.  ber  25ad)S  »urjelt,  b.  i.  er  »iiblt  no(%  Sßurjeln). 

«»ürjen,  3«?.,  würjig,  »w. ,  SBürjgarten  k.  —  SBüvjwdn,  f.  unter 
Sßäurj. 

xou\ö)  ob.  tnutfd^,  dn  ««aturlout,  »cld^er  fd)neUe  SSeroegung,  bef.  picl- 
lldieö  23erfd)n)inben  auSbritctt  unb  baS  bamit  oerbunbene  ©eräufd)  in  ber 
8uft  nac^al)mt,  ouc^:  f)ufd)  (f.  b.  u.  »gl.  »if^cn;  »uf^  war  eS  njcg; 
»utfd^  war  er  brausen);  baf)er:  njufc^en,  jietlof.  3to.)  lanbf^.  gem.  f. 
tvifd)en  1),  f)ufd}en,  fd)lüpfen  (aus  ber  ©tubc,  t)inauS,  i^min  »uferen  ic); 
—  ber  SBufc^,  -e§,  CO?,  -e,  fc^lef.  u.  branbenb.  f.  2Bifd),  S5üfd)el,  bef. 
mit  ber  ^anb  ausgerauft  (ein  2Buf(^  ^aare,  glad^S  ic);  iVÜfd^en,  jiel.  3».) 
fc^meij.  f.  mit  bem  SSefen  augfef)ren. 

wufeln,  jiellof.  3m.  (ogl-  ȟb ein)  oberb.  f.  ftd)  fd)nell  bewegen,  f riebein, 
wimmeln;  eilig  gel)en,  trippeln,  feljr  gefd)d'ftt9  tbun;  juneljmen,  roac^fen; 
njufeltg,  SB».,  f.  hmtQli^i),  (ebl^aft,  ^ojlig;  artig. 


SBufi  —  TOÜjl  2017 

SBuf!,  m.,  -es,  o.  «m.  (mittclfj. 'ler  wiiost?  f.  SSctwüftung ;  obcrb.  SQSutfl, 
»on  gleichem  ©tamme  nüt  »üft,  f.  b.;  bct  Segriff  bcS  Unbebauten  gebt  in 
ben  bc§  23cr»ilberten,  Ungeorbneten,  ^&\6üä)tny  ßt^mu^tgcn  übet;  ba^ec 
obcrb.  öcttüueflcn  f.  t)ciitilbecn;  ctroaS  —  f.  »ecbetbcn,  ju  ©cunbe 
arbeiten;  «ueilcn  f.  maplo«  arbeiten,  [lä)  obplagcn  jc;  »gl.  ba6  ital. 
gnastare,  franj.  g'iter,  üecberOcn,  »om  lat.  vastare,  »crwiiftcn)  1)  ein  »er? 
roorvenec  Raufen ,  eine  ungeorbncte  ^JJZenge,  ein  »vibrigeS,  [c()[ec()te3  @e» 
menge  unglciciiiirtiget  ^Dinge  (ein  SBuft  oon  @ad)cn,  SBilc^ccn,  SKeinungcnic); 
2)  <5cl}muf^,  UnreinigFeit,  Unflatf)  (ben  2BuJt  rccgfdöajfcn;  etwas  oom  SBufle 
faitbcrn);  fc^wctj.  f.  Unfraut;  unflatf)igc  ^erfon  (ogl.  SSüjlling);  wufiig, 
aSn).,  ^Bufl  entf)a(tenb,  fcl}mu^i3,  f)ä'fäficf). 

Wiijl,  S3tt).  (altl)od}b.  wosti,  wuoste,  au(§  wast;  mittelf).  wüeste;  obetb. 
ȟefl;  attfa^f.  wosti;  angclf.  veste,  engt,  waste;  SB.  wast  =  (at.  vast-us, 
bat)ec:  vastare,  angel[.  restan,  au^  mitUli).  waiten  f.  »crwiiflen)  1)  iman» 
QibcM  u.  Don  9)Zenfc()en  unbeirof)nt,  finno.  obe,  worin  bcc  SBcgriff  bcc 
50lenf^enlecce,  beS  SSerlQJTenfcinö  oorf)errfc|t,  in  wüjt  hingegen  ber  bcS  man» 
gclnben  2(nbau§,  ber  SSerwilbctung ,  (eine  wüflc  ®egcnb,  Snfcl;  ein  wüflcS 
ßanb;  ein  ©tiiif  ßanb,  einen  Uiet  »ii(l  liegen  laJTen;  roüjte  ©teilen  in  Stäbtcn 
u.  Dörfern,  b.  i.  [otd)e,  wo  «i^aufcc  gcftanben  ^aben,  bie  nac^  einem  Sranbe 
m(%t  »ieber  aufgebaut  jinb);  in  beftimmterer  JBeb.  sum  2(nbau  ungeeignet, 
völlig  unfiucf}tbai:  (j.  95.  baS  »üfte  2Crabien);  2)  in  »eiterer  u.  uncig.  SSeb. 
ungeotbnet,  ungeregelt  burc^  menrd)ltd}e  ^unfl,  finn».  wilb  (baö  wüjle 
©erinnc,  bei  SBaffermü^len  bagjcnigc,  burc^  weites  baS  übcrpffige  SBafTec 
Qbgefüf)rt  wirb);  ücnrilbect,  ()oci)ft  unorbentlid),  t)ci-nad)Iä'fffgt,  rol),  junac^jl 
im  iupern,  in  ber  ScbcnSwcife  jc.  (ein  njü|1er  SKenfd^;  ein  wü(leS  fieben  fiif)cen), 
ba^cr  obcrb.  u.  f^wcij.  f.  unfauber,  fd)mu^lg,  garftig,  f)ciföltd),  unanfeljn» 
(id),  fd)[ed)t  (wÖft  auSfel)en;  dn  «üjlc«  ©efi^t;  wiille  4>änbe  b.  i.  fc^mu^ige; 
ein  wüjleö  Äleib  u.  bgl.  m.);  in  fittlic^em  SScrftanbe:  I)ö'd)fl  ungebilbet,  un» 
gefittet,  rc{),  unempfinblid)  für  <Sd)önf)eit  unb  2(n|lanb  (ein  »üjlcr  aKenfdö; 
»üjlc  Sitten);  aui)  im  (Beljr  ungeotbnet,  rjctworcen,  unflac  (ber  Äopf  ijl 
mir  ganj  tt)ü|t;  wüfle  SSorflcUungen  2C.);  —  2Cbleit.  bie  SBülle    1.  9J?. 

-n,  (altf)0d^b.  Wüsti,   wuosti,   auü)   wosta,  wostinna;   mittclf).   wüeste,  auc^ 

wuoste;  oberb.  SDBüejle),  eine  \m\H  ©egenb>  ein  unangebauteö  u.  unbe» 
tvoonteö  2anb,  bef.  fofern  eä  beö  2Cnbauö  nid)t  fdljig  u.  baf)er  unbewohnbar 
ijt,  »erfdö.  JSüjlenei,  SBilbnifä,  ©in übe  (j.  85.  i>k  gro^e  SD5ü|te 
»©atiara«  in  3(fri!a;  ein  ^rebtgcr  in  ber  SÖSöjle,  uneig.  f.  wer  cergcblic^ 
leljrt,  weil  S'liemanb  auf-il)n  ^(5ct);  bid)t.  aüi)  f.  baö  (unwirtl)bare)  2Reer; 
Wilflen,   3w.  (altl)0(!^b.  woslian,  wiiostan;   mittell;.   wiiestea,  ^rat.  wnoste; 

oberb.  wüejten)  1)  jicl.  olt.  f.  roüfl  mad)en,  jerfloren,  üerberben,  tjettilgen, 
je^t  nur  in  »erwüllen  (f.  b.);  2)  jielloS  m.  ^abcn,  a)  gemein:  mit 
etwas  — ,  rcüf!  b.  i.  unorbcntüc^  ob.  auf  jerfrorenbc  ob.  vetfdjivcnbe» 
rird)e  7Ut  bamit  umgeben  (mit  feinen  ©ad^cn,  mit  bem  (Selbe  :c.  wüften); 
b)  alt  u.  lanbfd).  f.  \vü[t  «erben,  üetberben,  ju  (^runbc  geben;  fdjweij.  ein 
fc^lec^teS  Jfugfe^en  bcfommen,  ben  (Slanj  »erlieren,  ^afSlft^  werben;  bie 
SBüjiung,  9)Z.  -en,  1)  hai  5Siillen,  nur  in  bem  abgel.  Scrwüjlung; 
2)  Sanbw.  ein  fcüf)er{)in  angebaute»,  jeftt  \vil\i  liegenbeS  ^elb,  bef.  wenn 
c8  mit  ^olj  bcwadifen  ifl  (mittelJ).  wiiestenunge);  bie  SBüllencI,  ^.-en, 
«ine  unangebaute,  tjerwilberte  (aber  nid|t  beö  2(nboueS  unfal)ige)  ©e^enb, 
k     ^(pfe'S  ^anbwörtcrb.  b.  btutf(!^cn  ©pr.  2.  Z^iil  127 


2018  Süflc  —  2Sutt) 

fmnü.  5BiIbni[«;  bi«  2Büfl()eit,  ba6  5öüjitfein,  bie  tvüfte  SSefcf^affenfielt, 
eig.  u.  unctg.  (j.  35.  bte  SD3ü|t()dt  einer  ©egenb,  tec  Sitten,  bc§  Äopfeß  ic.) ; 
ber  SBüjlüng,  -eö,  97?.  -e,  1)  ein  raüflcc  b.  t.  in  ^c{)em  ©rabe  unor*' 
bentlid)  lebenbet,  rol)ei-  u.  auäfdjnjeifenbec  5}?enfd);  2)  lanbfc^.  f.  bet 
braune  t5(ie3enfd)nappev,  u.  f.  ha^  <Bd))xiax^tit)l<i)in  ob.  9?ütf)frf)njanäd)en 
(in  biefcr  Seb.  r.  SB  i  fl  l  i  n  g ;  »gl.  baä  engt,  whistle  i=  «jiSpcln,  »igpern,  f.  b.). 

SBüfle  2.  IV.,  »It.  (bte  SDSüft)  bec  Zi)t\l  beö  Seibeg  5i»ifd)en  25ünne 
unb  »^üfte;  g(eifd).  ein  ©tüdf  g^ieifd)  aui  bcm  auferen  ^üftflücf«  be$ 
v^intettiiertelS  eineö  9?inbeg. 

SBut(),  W.,  0.  SR.  (alt()od|b.  wuoti,  mittel^,  wuot,  ®,  wüete;  obccb.  2Buet; 
angelf.  vdd;  oUnorb.  oedi;  »gl.  b.  gotf).  SSi».  vöds,  angelf.  vöd,  engl,  wood, 
oltnotb.  ödr,  unfinntg,  wütfienb,  toU;  ber  3ufammen|)an3  mitwatan,  ^tat. 
wuot,  »aten  (f.  b.)  ijl  rao^l  nuc  [(^einbar;  bte  So.  liegt  üielmel)C  in  bem 
fanöfu.  vadh,  retjen,  aufregen,  beunrul){gen ;  »gl.  auci)  baß  oberb.  »ueteln, 
TOuebeln,  [.  j»ubeln)  1)  itiilbc,  iingeflümc  ^Cufregun^  ob.  SSeraegunä 
bec  ©eele  bucd;  f)efti9e  ßetbenfdijaft  b\i  juc  Semufftloftgfeit  (in  SßSutl) 
gerat^en,  b.  t.  in  heftigen  3orn;  »or  2Sutl)  [(i^aumen;  [eine  33ut^  anSemanb 
auslasen;  iit  SButf)  eineS  wilben  Sl)ierf§;  bie  S33utf)  ber  Söcr^weiflung,  £iebeS» 
njutt)  :c.);  uneig.  au^  von  lebiofen  5^vitucfcaften  (bie  5D3utf)  beö  ©türme«, 
bcS  «Oleereö,  beö  gcuerö,  ber  (Slemente  :c.);  ferner  f.  t)öd}fl  lcibenfd)aftlid)e, 
unöejüöelte  SSegiecbe,  ^atfer  olö  baS  finn».  <Sud)t  (bie  SBut^  gu  fpielen, 
©pielwutl);  bie  SBut^,  ben  ®ei|treid)en  gu  machen  n.);  2)  in  beftimmterer 
S3eb.  vöüifie  ©cille^jetuüftung,  SBa{)nfinn,  SoÜf)eit,  bef.  fofern  jTe  mit 
l)efti9ec  '-^ufresung  ob.  ivllbem  Soben  verbunben  t|t,  finn».  Sobfudjt, 
S^aferei;  au^  eine  .Äranf^eit  ber  2;f)iere,  bef.  ber  ^unbe:  bie  ^unb«? 
TOut^  (f.  b.)  ob.  Zo^üt  ber  ^unbe  (bie  fiille  SQSut^,  wobei  ber  ^unb 
on  einem  Orte  bleibt,  unterf(j^etbet  man  »on  ber  laufenben  2Butf);  einen 
»on  einem  toUen  .^unbe  gebijfencn  SKenfd;en  befällt  bk  SButl);  »gl.  SBa|Ter= 
f(^eu);  —  3fe^.  ber  2ßut()augbrudf);  ber  SButI;augruf;  ba^  2Öutl)* 
gel^eul,  '9efcl)rei  k.;  bag  SBut^gift,  SDSut^  ^crüorbringenbeS  ®ift,  g.  SB. 
ba6  ®ift  »on  einem  tollen  ^unbe;  ba6  2Butl)fraut,  lanbf(]^.  f.  ®audi{)e{l, 
f.  b.;  lt?Utt)t)Oll,  SBtt).,  »oU  Söutf),  »on  SBut^  erfüUt  ob.  ergriffen;  njutb- 
entbrannt,  ==  entflammt,  -entjünbet,  «erfüllt,  wutl)funfelnb,  f^ijäü- 
menb,  <=  fd(>naubenb  u.  bgl.  m.  bi<i)t.  S5».;  —  2Cblett.  xvüti)cn,  jieUof. 

3».   m.   Ijaben,    (alt(>.   wuotjaa,    wötjan,   wuotan;   mittel^,   wüeten,   ^r5t. 

wuote;  angelf.  vodian  u.  Tedan;  öitnorb.  oeda)  in  SButf)  fein,  5But^  d'upern, 
b.  {.  in  ()efti9er  (eibenfd)aft[ici^er  ^(ufregung  u.  inßbef.  im  Bujlanbe  tci 
5Ba{)nftnnS  fid)  un3ejl:üm  benjegen  ob.  .geberben ,  ftnn».  toben,  rafen  (»or 
3orn  tt)ütl)en;  gegen  cUvai  wüt^en;  b.  i.  e$  mit  Söutf)  angreifen  u.  jevjlörcn; 
gegen  fic^  felbft  wüt\)in;  tt)iitf)enb  werben;  ein  wüt^cnberSKenfd^;  ein  wölken« 
ber  ^unb,  b.  t.  ein  toller;  baö  wüt^enbe  S^eet,  f.  ».  w.  ber  wilbe  Sager, 
nad)  bem  SSolEöabcrgtauben  ein  mit  wtlbem  Sobcn  bur^j  bie  Suft  jieif)enbe5 
^eer  gefpenftifd^er  Sager);  uneig.  üon  ber  fjefti^en,  gen^altfamen  Seiveäuns 
»er()eerenbec  S^ati^feiten  ob.  5^aturf'räfte  (bie  ©d^lac^t,  ber  Jlriej,  bie 
^efi  wütfjet;  bie  @ee,  ber  ©türm,  iai  geucr  wütf)ete);  aud^  üon  leiben» 
fd)aftlid)er  ^eroegun^  im  Snnern  beg  (^emiitf)«  (bie  Scibenfd)aft  wütljet  in 
fetner  SSruft;  SSerjweifelung  wüt^eU  il)r  im  ®e^icn);  baö  SKw.  WÜt^cnb 
ol6  Sw.  f.  auperorbentlid}  fjeftig  (wüf()enber  ©i()merj  jc);  Qm.  aU  »er» 


»uaeln  —  ?)  2019 

jtÄrtenbcs  91».  f.  in  i)ohtm  ©robe,  übermäßig,  »gl.  tafenb;  bec  SBüt^er, 
-g,  hiäjt.  f.  roec  n)ütf)et  ob.  in  5Butf)  ifl;  bie  SDBüttjerei,  cU.  f.  ba« 
2Büt()en;  eine  au3  5Butf)  «ntfpringenbe  ob.  mit  SButf)  mmbtt  ^anblung; 
bcr  23üt()crid^  ob.  jgcj.  2Bürl)rtd),  -e«,  9)?. -e,  1)  (mittel^,  wüeterkh) 
«in  njütf)enber  50?cnfd),  in^facf.  ein  graufnmer,  blutbiirftigec  ©eroaltbaber 
ob.  «l^errfdjcr  (fc.  ein  Sprann);  2)  (mittel!),  wuotich)  lanbfc^.  f.  ber  ©djiet? 
ling,  auc^:  23ut^fd)ier[ing,  gem.  fflSutfc^erling  (wegen  [eines  töbtlic^en 
®ifte6);  ivütt)ertfc^ ,  S3n).,  ult.  f.  nach  2lrt  eineg  3Bütf)enbcn,  üon  5Buti) 
jeugenb;  n)ütl)i(},  JBit).  (altb.  wuotag,  wuotig,  wuotec;  obecb.  wüetig) 
f.  0.  w.  roütfjenb,  üon  QButt)  erfüUt,  ^ut^  ciupernb;  üon  2But^  jeugenb, 
2But()  rtuÄbrücfenb  (mit  tDÜtt)igec  ®cberbe);  gem.  bef.  obecb.  f.  auferot:» 
bentlic^  i)ift%  u.  als  Sit»,  in  f)o()em  (^irabe,  fef)r. 

irujeln  ob.  nju^cln ,  3».  (»gl.  »ufcln)  obetb.  1)  jieUoS  f.  ftiebeln, 
fleine,  fd)neüe  ^Bewegungen  im  (55el)en  mad)en,  trippeln ;  2)  jiel.  u.  jicUos : 
etwaö  ob.  an  etwa«  — ,  eg  unter  ben  i^ingern  i)in  unb  f)er  rollen, 
brücfen  (oecwujeln  f.  mulflig,  faltig  machen);  einen  —  f.  ifjn  jum 
SSejlen  ^aben,  necfen;  ber  SBujcl,  t)cr!l.  baS  5QSujclein,  1)  eine  rou-- 
jelnbe  b.  i.  fid)  fd)neU  beiuegenbe  ^erfon  ob.  ein  fotdjeS  Zi)'m;  2)  «in 
jufammengeriebener  SiBul]!  oon  Unretnigfeit,  öJarn,  SBunbfclben  u.  bgl. 

SIBüjerling,  m.,  -eS,  lanb[c^.  f.  ber  9lof6fend)el. 


de,  ber  t)ier  unb  jivanjigjle  S5ud)jl.  be8  2(25(5,  «in  £0?it(aut,  welcher 
feiner  2(uSfpra(i^e  nad^  au6  bem  (SJaumenlautc  f  unb  bcm  3if<^Iaute  f  ju« 
fammengefe^t  ifl  (ber  affibilirte  (gaumenlaut),  alfo  wie  !6  lautet,  fommt  ots 
2(nlaut  in  feinem  beutf^cn  SBorte  oor,  unb  aut^  alS  3n«  unb  2(u6laut 
nur  in  fef)r  wenigen  SQSörtcrn,  alS:  2(rt,  ^ere,  Stire,  Äur,  fir;  ba 
bet  £aut  beSfelben  in  ber  Siegel  bur4>  cl)g,  feltner  burc^  f^  ob.  di  auSgcbrüdtt 
wirb  (j.  S.  2(c^fe,  ßi^edjfe,  nic^t:  JCre,  Sibere;  SSüt^fe,  ©ad^S,  gudjS,  fec^S, 
SBadjS,  wadjfcn;  ftradfs,  ÄlectS,  ÄnirtS,  fnidfen  ic).  3Cud)  in  jenen  wenigen 
SBörtern  ift  baS  )c  erjl  im  Slcu^  oti^b.  eingefül)rt  werben;  ber  alteren  Spraye 
ift  es  \>6Uig  frcmb  (ogl.  "üxt,  altb.  ahhus,  akus,  akes,  ahs;  ^{jce,  altb.  haziia; 
stire,  altb.  uihhus,  uiches  k.).  ©agegen  finbet  eS  fid^  in  üielen  grembwor» 
tern,  bie  jum  a;()etl,  wie  SSajcboum,  Sare,  tariren,  Zivt,  boren,  füx' 
^oft  u.  0.  m.,  als  eingebürgert  ju  betra^lten  finb.  —  2)ie  JRebenSart  »ein 
3£  für  ein  U  mad)en«  ifl  oon  ben  lateinifd^en  Sud^llaben  X  unb  V  cntlef)nt, 
»eld^e  als  3al)ljeic!^cn  für  10  unb  5  jtetjen,  unb  bebeuttt  mithin  eig.:  etwas 
boppelt  anred^nen  ob.  anfe^enj  bann  überf).  folf^ien,  betrügen,  «inen  täufdjcn 
ob.  anführen. 


V,  genannt  3 pfilon,  ber  fünf  unb  jroanjigft«  Sud^flabe  beg  2(S5(5, 
ein  «Selbjllaut,  Ijat  in  ber  beutfdjen  6d)rift  eine  boppeltc  ^^etfunft  unb 

127* 


2020  3 

fdcitutun^:  I)  Sn  SBörtern,  bfe  aus  bem  ©rieÖjif^cn  entlcl)nt  tinb,  tfl 
eS  baS  gttec^ifd^e  y  ob.  v^  wcld^eS  in  btefec  ©prad&c  fl  lautet,  liefen  Saut 
Ui)alt  eö  in  fold^en  grcmbwöctcrn,  bk  unfeccr  SSclfjfprai^e  ircntgcr  geläufig 
ftnb,  au^  im  2)eulf(!^cn  bei  (j.  85.  ^ijbca,  ^pperbcl,  ^pjtcrifc^,  «OlriopS,  ®Ipp» 
tot^t!  :c.);  in  ben  allgemein  gangbaren  Ijingcgcn  wixb  e§  gc»öl)nli^  wie  i 
gefprcd^en  (j.  8.  ©i)f!em,  ©yntax,  Sbr)Uc,  ^ol«p,  l\)xUäj,  ^{)i)Pt  ©tbi;ac, 
3epl)i)c  Jc),  unb  baf;er  in  ßöllig  eingebürgerten  gßörtern,  befcnbcrg  wenn  ite 
aud^  im  übrigen  eine  fe()r  »eranberte  gocm  ongcnommcn  f)aben,  beffec  mit  i 
»ettaufd^t  (j.  85.  ©ilbe  au6  bem  griec!^.  ovD.aß^,  lat.  syllaba;  ®ip6,  gr. 
yui/zo?,  lat.  gypsnm;  SÄirtc,  gr.  ^yj_;rc.?,  lat.  mjTtus).  2)  Snbcutfdjen 
ober  bod^  nid)t;gried^i!'d)en  SBörtern  i|l  baö  i)  ein  au6  ti  ober  tj  enlftanbene« 
©d^rifrjcid)en ,  weld^eö  man  cl^ematö  tf)cilö  ba  gcbraud)tc,  wo  ber  einfädle 
3 »Saut  trir!li^  quo  ii  ent^anben  i{l  (j.  35.  Suni),  3uli)  Quö  bem  lat.  65en. 
Junii,  Julii),  ttjiiH  jlatt  cineS  langen  i  (ic  ob.  ii);  j.  S5.  i)m,  i)nen  ic,  im 
15.  u.  16.  Sal)r]^.  f.  ii)m,  itinen:  yglic^er  f.  ie-gelicher,  jeglicher;  ?)gcl, 
Äi)bi^  f.  Sgel,  Äibi§);  fpöter  aber  unb  Ui  in  unfcre  ^iit  cöne  SJüdfic^t  auf 
ben  Urfprung  u.  bic  S)e{;nung  bcS  fiautel  »orjüglid^  in  ben  Goppel  lauten 
ep,  on,  |t.  ei,  ai,  bef.  am  ©nbe  ber  SDSörtec  unb  ©ilben  (5.  18.  bei),  Sai),  @r), 
^ai),  jwei),  brci),  allerlei),  ©ptelerei),  SRai),  S3ai)ern,  ÄQi)fer,  2Bai)fe,  [4nci)en, 
f(i()rei)en  jc  ft.  Ui,  SBai,  ßi  k.)  unb  in  ben  3eittt3Öctcrn  feun  unb  mecnen 
jur  Unterf(%cibung  »on  ben  gürwortern  fein  unb  mein.  Sie  neuere  Siecht* 
f^reibung  erfegt  biefcö  beutf^e  i)  in  allen  obigen  guUcn  mit  Sded^t  burc^  ba& 
»öUig  glcid^lautenbe  i  unb  laffc  ben  @ebrau(§  bt6  i),  ou^er  in  gricc^ifd^en 
SBörtern,  nur  in  bcutfc^en  gamilicnnamcn  (wie  .!pei)ne,  2Äei)er  :c.)  gu,  in  benen 
eö  »cn  2fltcr8  i)n  gebrauj^lici^  i\t  unb  al6  (SigeHfi^um  unb  untcrfd^eibenbf« 
Äennjetd^en  ber  gamtlie  ni^t  »eranbcrt  werben  borf. 


3.     : 

3,  t«c  {cd)9  unb  jwrtnjigffc  unb  leiste  SSudfjfT.  be§  2{S3^,  ein  2)?{t* 
lauf,  treldf)ec  fetner  3fuöfpradie  nad^  au3  bem  Suntjcnlaute  t  unb  bem 
3ifd}laute  f  äufammengefef^t  i|I  (ber  offibilirtc  Zungenlaut),  olfo  wie  t5  lau* 
tet,  fte^t  fowo^l  im  3(nlaut,  alö  im  3(uö=  unb  Anlaut  nieler  bcutfd^en 
SBörter,  im  le^teren  galle  iebod^  alö  einfacher  S5ud)fl.  nur  nad^  Goppel» 
louten  (j.  S5.  ilauj,  ©d^naujc,  ®eij,  reijen,  ^(üimi^y  Äreuj)  unb  nad^  ben 
flilffigen  SWitlautcn  I,  n,  r  (j.  SS.  ^olj,  f^mel^en,  Söalje,  Äranj,  ^flanje, 
Äanj,  Cenj,  ^ix^,  ©d()mcrj).  (Sin  bem  5  eorange^cnber  einfad^er  ©elbftl. 
ift  immer  gefd^ärft  unb  forbert  ba^er  bit  SSerboppelung  bcS  j,  weld^e 
jebod^  nic^t  burd^  jj,  fonbern  mit  diiö;t  buxä)  f^  ouegcbrucftwirb,  ba  bie  23er« 
boppelung  nur  ben  in  bem  g  enthaltenen  Z-ilant  trijft  (b  ijl  =  tti;  §5  würbe 
=  lftffe{n;  alfo:  GüO,  fegen,  ftgen,  Äa|e,  ^lag,  SBig,  Srog,  fug,  putjcn, 
©c^ug,  fc^ügen,  ©d^mug  :c.).  galf^  ifl  bemnad^  bai  Ö  nadö  einem  Goppel» 
laut  ob.  SOZitlaut  (alfo  nid)t:  Seig,  <Bö;w(i^,  reiben,  fc^warg  :t.;  fonbern: 
®eij,  ®d()weii  it.).  5m  2fn laute  wirb  baö  5  mit  Beinern  anbern  SRitlaute, 
«ußcc  mit  bem  W,  tserbunben  (}.  85.  jwei,  Swcrg,  jwingen),  ml(i)e  SScrbinbung 


SaUl  —  Sacfen  2021 

JW  (urfpr.  tw)  munbacttid)  bifiweifcn  mit  qu  »cd^fett  (»gl.  jwec^l  u.  quer; 
3rt>ctfd()c  u.  Ciuctfc^e;  £luc!)te  u.  ^\vti)k).  —  Unfcrm  ncufjoc^b.  j  liegt  aud^ 
tm  2(ltf)od)b.  z  ju  ®runbe;  biefcö  abec  fjat  fic^  au8  öUerfm  (got().  altfadjf. 
angclf.  ottnorb.)  t  cntioiöelt,  roclc^eS  auc^  bie  nieberb.  9}?unbart  in  bcc 
SRegd  &ci6ef)C((t  (09t.  j.  33.  3af)n,  attb.  zand,  zan,  got^.  tunthu,  oltfä^f.  tand, 
niebtrb.  San;  jc^n,  altb.  zehan,  got().  taihun,  aUfat^f.  tehan,  ntebtrb.  tcin; 
ßonge,  altb.  zun^a,  got!^.  tuggö,  altfäc^f.  angelf.  u.  ottnorb.  tunga,  niebccb. 
Äiinge;  jrrci,  oltb.  zwi,  gotf).  tvai,  oltfä'd()f.  tu(?,  nieberb.  twe;  ^otj,  ottb. 
holz,  angelf.  u.  engl,  holt,  nieberb.  .i^olt;  ^erj,  oltb.  herza,  herze,  gott».  hairto, 
nieberb.  .i^ort;  ft^warj,  attb.  swarz,  goti).  svart,  nieberb.  fwart).  2)a6  altb. 
z  ifr  jiboi)  nur  im  2fnlaut  unb  fjintcr  1,  r,  n  immer  olS  j  auSgefprod|en  »orben 
iinb  aucl^  im  3ltu^oä)\).  ein  ;  geblieben;  nai)  einem  ©clOftlaute  fjat  c6  in  bec 
SRcgel  bie  2tü&^ptaii)(  be^  einfachen  3ifd)lautcö  fj  angenommen  unb  ift  bai)tt  im 
SReuf)Oc^b.  ju  f,  ober  (nod^  fuvjen  Sclbfilauten)  ju  ff  (fS),  olö  2(uSlaut  in 
wandten  SBörtern  anä)  ju  6  geworben  (j.  S.  heizan,  Reifen;  giuzan,  gießen; 
muoza,  SJJufje;  haz,  J^afS;  wizan  cb.  wizzan,  wiffen;  wazar  ob.  wazzar, 
SBoffcr;  uz,  ait6;  <Iaz,  taS;  waz,  »as  it.;  »gl.  ©).  Stur  ba§  auf  einen 
furjcn  ©clbftlaut  folgcnbc  2,  welchem  bei  ber  urfpritnglidien  SDSortbilbung  ein 
obleitcnbeö  i  ob.  j  fic^  anf^lofö,  't)at  in  ber  Sftcget  ben  Saut  j  bel^alten  unb  er* 
fd^eint  bann  rcegen  beö  !urjcn  ©clbfUauteS  gctt>öl)nli(^  »erboppelt  olö  zz  ober 
V.  Ö  (j.  58.  figcn,  öUflO^b.  sizan,  sizzan,  entjt.  OUö  si<5jan;  SBi^,  ültf)0^b.  wizi, 
wizzi,  mittetl).  witze;    9Je$,  altb.  nezi,  nezzi,  netze,  got^.  nati). 

3abe(,  f.,  -6,  9J?.  w.  (5.  (altf)oc^b.  z,ibal,  mitten;,  zabel;  altnorb.  tabl, 
angelf.  taefel;  0.  lot.  tabula,  Srctt,  Safel)  ült.  eig.  hai  «Spielbrett  (3  ab  et* 
htitt);  bann  ba§  Srcttfpiel,  inöbef.  (Scf)ad)fple(:  ©d()ad^gabel  iaUf)0Ö)\>. 
«cahzabal;  f.  ©d^ac^),  u.  SBürfclfpl;!,  oud)  5[Bürfe(:  SBurfiobel  (olthodjb. 

wurfzabal). 

jabeln,  jictlof.  ^xo.,  oberb.  (au^  jcbcln;  alt^o<§b.  zabalon,  mittel^, 
zabelen)  f.  jappedi;  ftcebctt,  ficI;  tcflreben,  bemühen,  abarbeiten. 

jarf),  S5w.,  tonbfd).  f.  jah,  f,  b. 

5a(fe(n  ob.  jadPern  1.  jicllof.  u.  jiel.  3t».  (»on  gießen;  »gl.  judten,  gudteln) 
lonbfd;.  f.  firf)  fd)ütteliib  ob.  fd)aufclnb  auf  unb  ab  ob.  i)\n  unb  fjcr  be* 
wegen,  bef.  beim  «Keiten  (n)eg=,  üoronsacfern  jc);  ettvaS  in  öfteren  f (einen 
2(5fä^en  5icf)cn  (objadecrn). 

3acf en ,  m.,  -  5,  9J?.  n?.  d.,  lanbfc^.  auc^  bie  3a(fe ,  S)Z.  -  n,  S3er!f. 
bag  3ä'cFc{)en,  (in  3fc5.  oud^:  bet  3oc!,  j.  SS.  S>reiiod;  mittelf).  der  zacke, 
oud)  zaoc,  ©.  zuoges;  nicberb.  SocE;  f)oU.  tacke;  engl,  tack,  ©tift,  ^afen; 
ieiönb.  taggr,  fc^ttjcb.  tagg;  »gl.  boö  franj.  dague,  35old^,  u.  ^)iU^  be6  jungen 
^irfc^eS;  bie  SB.  liegt  waljrfc^.  in  bcm  gotf).  tahjan,  jerren,  jerrci^en)  über^. 
eine  fd}arfe  ©pil^e,  ein  fpifjt^  julaufenbcr  Körper  ob.  .^ürpcrtl)eil,  pnno. 
3apfen,  '^'mh  (j.  SS.  bie  3aöen  an  einem  .?)trf^ geweif),  einer  (Sobel  jc;  bte 
3acten  eines  ^ftfcn;  Giösodtcn,  f.  b.;  ein  ÄleibunggftiJ*  mit  3ac!cn  »crfef)en, 
b.  t.  mit  einem  in  ©pi^en  auSgcfc^nittenen  JRanbe  ob.  SBcfa^c;  3ädtd^en, 
eine  :frt  fdjmalcr  weiter  ©pi^en);  inöbtf.  lanbfd^.  f.  ein  :?lft,  Saumjroelgj 
f.  t^cigtrarjc  (f.  b.);  oberb.  bie  3odten,  eine  Äran!^eit  bes  9?inbotef)S, 
cuc^:  ginnen;  oberb.  auc^  f.  berSod^t  (ouc^:  3af)cn,  3a^en,  3odf)en);  — 
3fei^.  bag  Sv'JcfenMatt,  ein  jadtiges  SBlatt;  bet  äflcfenfelfen ,  ^acfigec 
Mfn;  ^«3  3flcfenl)orn,  eine  2(tt  ^ofaunenfd^nccfen;  ber  ScJcPenfamm, 


2022  Säbel  -  jaf) 

9latutf.  tint  "Ktt  mi^^pikUv;  ba6  3a(!enEraut  ob.  bie  Sacfenfd^otc,  eine 
spflanjengotfung  mit  flad^Iic^em  ©amen,  aud):  (Stac^etfenf  (bunias  L.);  bie 
3acfcnlinie,  ÄciegSb.  eine  2Cct  Berfcfeanjung,  au«  f)tntercinanber  befinbli(!^cn 
©ägewcrfen  bcflei^enb;  bie  Bi^cfenwalje,  eine  mit  eiferncn  Stacheln  oecfe{)enc 
2Batje  gum  3er!(einen  bcc  2(c?er[döoUen;  baö  3acf'entt)ert,  mit  3atfen  oec» 
fe{)enc6  SBec!,  jadige  Sßerjtcrung  jc;  —  2Cbtcit.  jacftg,  S5«>.,  3acfen 
{)abcnb,  mit  Baden  t)ecfet)cii  ob.  bacauS  befle^enb;  jacfcn,  3»-,  mitSacfert 
üerfef)en,  jatfig  mad)en,  auöfcbnetbcn  (bef,  in  bcm  jgtf.  au 0  jaden,  oberb. 
auc^  öcrf(.  auöjadcln;  baS  SR»,  gcjactt  al6  JB».  f.  jactig);  jacfern  2. 
jiel.  3wm  alt  u.  lanbf<j().  f.  hcn  2(cfet  aufreihen,  pflügen. 

Säbel,  m.,  -g,  0.  SK.  (altfjoc^b.  zidal,  mittel^,  zadel;  bafjcc  bas  3». 
zadalün,  zadelen,  S^angcl  ob.  Uoti)  leiben;  oerjabcln,  oberb.  f.  ocrf4)niad|* 
ten,  umfommen;  »gl.  Äabel)  alt  u.  oberb.  f.  SJ^anget,  ©ebrecljen,  in«bef. 
ÜZotf),  ^unger^notf),  Düif tigfeit ;  baic.  bcc  no^  »cgjuwe^enbe  fet)ltc()afte 
gaben,  ber  fic^  beim  ©d^lcifen  an  einem  ©^neibettJerB^euge  bilbet. 

jafcn  ob.  jaffen,  audj  jafeln,  jicl.  3».  (mittel^,  zafen,  zAfeln),  alt  u. 
oberb.  f.  jieren,  pu^en,  fdjmücfen;  pflegen,  bauen,  in  2(ufnaf)me  bringen; 
bec  Siiff  (09I.  iölanb.  tap,  Äraft)  f.  2(iifna{)me,  guter,  fraftiger  3»|^anb. 

jag,  SB».,  (altl)od^b.  zag,  zagi,  mittel^),  «age;  ocrw.  mit  jieljcn;  ogl. 
jögern,  ba§  fc^weij.  jaoggen  f.  in  bcn  >§änbcn  Ijerurnjic^en,  i>a^  3<ia9 
f.  ©efc^leppe,  ber  3aag  f.  ein  trager  SfJJenfd^,  unb  baS  nieberb.  tagen  f. 
liefen)  alt  u.  bic^t.  f.  ou§  '5urd)t  ^ogernb,  aui  Setg()eit  trage  ob.  faumig, 
unentfd^Ioffen  u.  fleinmüt()ig,  je^t  gew.  jagf)aft,  »erjagt,  (jag  werben; 
mittell).  ein  zager  muot;  bef.  olö  ^w.  ein  zage,  ein  3^9  f-  fin  unentfc^loflfencr, 
mut^lofer  SfJlenfc^);  2£bleit.  5a9()aft,  f8m.  (mittell).  zagehaft;  altb.  aud^ 
zagalih,  zagelich)  f.  t.  w.  jag,  finnü.  furd)tfam,  fleinmüt{)ig,  mutf)(o§, 
PrEcr:  »erjagt,  entg.  ^erj^aft,  brcijl,  entf^toffcn  jc;  bie  3a9t)afttC(feit,  ölt 
u.  bid^t.  au^  Bag^ett  (alt^o^b.  zagahcit,  mittet^,  zageheit)  baS  3ags  ob. 
3ag{)aftfetn,  ftnno.  Unentfd)lofycnf)eit,  .K(etnmütt)igfeit,  ^e\^\)e\t\  jagen, 
jicUof.  3».  m.  l)aben,  (mittell).  zagen)  jag  b.  i.  unentfd)lofyen,  fleinmütl)ig 
ob.  furt()tfam  fein,  m$  S)?ut()(oftgfett  ob.  ^i\Qi)e\t  jogern  (warum  foUte 
idö  jagen?  jittcrn  unb  jogen;  »gl.  »erjagen). 

Sagel,  m.,  -6,  5)?.  w.  (S.  (altfjoc^b.  zagal,  mittell).  zagel;  oberb.  gem. 
au^  3al,  3  31,  3ÖI;  altnorb.  tagl,  angelf.  taegl,  engl,  tail;  »gl.  ia^  got^. 
tagl,  Jpaar,  u.  i>a^  nicberb.  Sagel,  f.  b.;  »erw.  mit  jiel)cn;  »gl.  jag,  u.  ba« 
nieberb.  tagen  f.  jiel)en)  olt  u.  oberb.  f.  bec  @d)n?anj  ob.  @d)tt>eif  eineS 
2;i)iereg  (^unbö=,  Äa^enjagcl  ic);  aud^  f.  «Schopf,  3opf  (^aarjagel);  Gipfel 
eines  5Saume«;  cl)em.  aud^  baS  ^nbjliicf  am  aSaul)olj  u.;  bie  ^flugjlerje; 
bai  3agclbein,  oberb.  f.  ©(^wanjbein,  ©d^wanjjlüd  »om  93tet);  bai  3agcl« 
!()0(5  f.  2Bipfell)olj,  Jlfterfd^lag;  bie  Bagelmeife,  f.  ©c^wanjmeife;  ba8  Bagel* 
üie^  f.  5Rinb»iel)  u.  ^^Jfcrbe;  jageln,  jieUof.  3w.  tn.  l)aben,  oberb.  (au4) 
jogeln,  jegeln)  f.  fd)nianjeln,  icebeln;  fd)arren,  ab[d)arcen;  jappeln, 
niuf)fam  arbeiten  (fi^  abjageln). 

jagen,  jagt)aft  zc,  f.  unter  jag. 

jät)  ob.  jälje,  S5w.,  Somp.  jä'per,  ©up.  jä^r.  (.i'fbod^b.  zah,  zahi,  mit* 
tel^.  zaehe;  oberb.  gem.  au(l()  jad),  jet,  jatd)  k  ;  nfcbi'N.  tia,  tage,  tau; 
engl,  tough;  »erw.  mit  jiei^en?  oö.  mit  3fli^re  u.  S^eer?  f.  b.)  1)  urfpr. 
jufammenf)altenb,  in  feinen  5lf)eiien  fefi  jufammenf)angenb,  junfid^jt  »on 


Ba^en  —  Safjt  2023 

\)idixi)tn,  ^wtv  flic^enben  gtüfltgfctten  u.  t)arjigen  ob.  fdjmtmgen  Stoffen 
(ja()Ct  JBSein,  2ctm  ic;  iäi)  rote  ^cc^;  i&i)tt  ®(^(eim;  gat)eö  ©tfen,  b.  t.  nid)t 
leidet  fc^melienbe«);  f«id)t  bleäfam  u.  bef)nbar,  of)ne  ^u  ^jetrei^en  ob.  ju 
bredjen  (jö^e  *})flangentlen9el,  SBcibcnjrocigc;  jatjes  gebet  u.  bgl.);  2)  uneig. 
fefl,  be()atrltd),  nid)t  leidjt  ju  jcrf!cr<n  (ein  jSfje«  8tben  fjaben);  an  fid) 
{)ti(tenb,  5urü(f^a(tcnb,  nid)t  nac(}gebenb,  riid}t  I«td)t  ju  befjanbetn  ob.  ju 
bewegen  (er  tfl  fefir  ja^),  tn«bcf.  im  Zuio^iUn  bii  @e(beö,  ffnno.  farg, 
geijig  (ein  jQf)ec  aSesa^ler);  3)  J^iittenro.  f.  t».  ro.  flnr  9epod)t,  flein  ob.  fein 
ilältt  &(i)lamm);  bie  3ät)e  (alttjoc^b.  zaht),  gero.  3ät)t)eit  ob.  3ä()i9fcit, 
0.  5W.  baö  3ä'f)r«in,  bie  jä()e  S5efd)atfenf)ett,  ctg.  u.  unctg. 

3a^cn  ob.  Sachen,  m.,  -g,  oberb.  (audj  3oc^en)  f.  Sunte;  Rampen; 
bod)t;  bod)taf)nnd)Ct  jd()et  ©toff ;  fef)Iecf)aft  wulflige  ©teile  in  bem  ge= 
fponnenen  gaben- 

2al)l,  tt).,  9)?.  -en,  (att^odjb.  zala,  sä.  zala;  mittel^),  cliu  u.  derzal; 
altnorb.  tal  u.  tala;  angelf.  u.  engl,  tale;  niebcrb.  Saal  u.  Sali;  bie  ®runb« 
bebeutung  fd^etnt:  (Srflrerfung  (bal)et  nicberb.  Salt  au^  f.  Sänge,  ^ölje; 
tjgl.  engl,  tall,  lang,  I)od^,  f(j^lanf),  SReil^e,  JDrbnung  (attfä^f.  tal,  gital  f. 
orcio,  series;  nt'eberb.  Sali  bcf.  füc  bie  ®rabe  ber  Slutgt5ertt>anbtfd)aft;  a\i^ 
f.  baS  3ugetl)eilte,  ber  Sljetl,  bie  Portion;  bie  in  einer  bejltmmten  3eit  ju 
fertigenbe  aufgegebene  3frbeit,  ba«  ^cnfum);  bann  inSbef.  1)  9ieit)e  tjon  SQJor» 
ten: 'Siebe,  S3erid)t,  @rjäf)lung,  (Sprache  (niebcrb.  IjoU.  u.  fd^roeb.  taal;  engl, 
tale,  @ria()lung,  9laci^ric^t,  g}Zdf)rd^en;  niebcrb.  teilen,  engl,  teil,  fagen, 
erjagten  ic);  2)  Siiii)i  u.  2fnorbnunj  oon  JDingen  ob.  (Sinf)eiten:  2(ufja()(ung, 
SfJe^nung  u.  beren  ecgcbnifS:  Snbegtiff  »on  Stnl)ettcn;  auf  roeld^e  Untere 
aSeb.  baö  SBort  im  9ieul;od)b.  eingef(i)rän!t  i%  roät)tenb  eö  im  3fltb.  bk  beiben 
obigen  Seb.  umfafft;  tjgl.  9?cbe;  —  bie  SBurjcl  liegt  roaf)rfd^.  in  einem  »er* 
lorenen  ablautenben  3ro.  tilan,  tal  ic,  fid^  crfirecten,  roo^in  get)örcn,  paffen; 
baf)er  goff).  til  =attb.  zil,  3 fei,  f.  b.;  gatils,  pafftnb,  gatilou,  etma^  ctjielen, 
erlangen;  untals,  unfügfam,  ungcleljrig  jc)  1)  ein  Inbegriff  üon  (Slnl)etten, 
a(ö  reiner  (abjtractcr)  (^röfcnbcgciff  aufgefafft,  ot)ne  3iM^6)t  auf  ben  ©toff 
(bie  ©ubjtanj)  ber  Singe,  u.  ilberl).  bie  ^(uffaffung  ber  Dinge  a(ö  unter* 
fd)iebene  (biscrete)  reine  (5irofen;(5tnl)eiten,  in  roeldjem  ©inne  au(^  bie  Sin« 
]()eit  eine  3al)l  ift  (bie  3(Jl)len  einö,  groei,  brei,  »ier,  f)unbcrt  ic;  eine  gcrabe, 
ob.  ungerabe  — ,  eine  gange,  ob.  gcbrod^cne  3al)l,  SBru(!^jal)l  jc;  mct)rc  3<if)lcn 
»ufammenred^nen ;  eine  3abl  »on  ber  anbetn  abjiet)en;  ftar!  ob.  fd^roa^,  ge« 
ring  an  ber  3a{)l  ob.  ber  3al)l  nadö ;  ol)ne  3al)l»  f-o-ro.  jat)llo8,  ungä^lbac); 

2)  ©prac^l.  ber  Untcrfd)ieb  ber  (Sin^elt,  (3»eil)eit)  itnb  Wlti)xi)eit,  fofern 
et  burdö  t»erfd)iebenc  formen  (3at)lfocmen)  ber  ?OBörter  bejeid}net  wirb 
(fr.  SlumeruS,  inöbef.  ©ingulariö  b.  i.  ®ingaf)l  ob.  (5inl)eit,  u.  ^lurali* 
b.  i.   2Äet)rjat)l  ob.  2Re^rl)eit;   im  ®ried^.  au(i():  2?uali6   ob.  3«'ei«ai)0; 

3)  eine  C9?ei)rt)eit  ob.  2(n5af)l  g(eid)arti9et  S^inge,  atö  ein  ©anjeg  be? 
tradjtet  (j.  S5.  bie  3af)l  meiner  Sefanntcn  ijt  !lcin;  er  get)ört  nidjt  unter  bk 
3at)t  meiner  greunbe;  ber  erfte,  ber  Ic^te  in  ber  3ci^l  fein);  inöbef.  eine  be^ 
flimmte  3Cnja^l  von  S)ingen  ob.  «Stücfen  einer  3(rt,  j.  JB.  eine  ^a\)l 
®arn,  b.  i.  H>  ob.  au^  20  ®ebinbe;  lanbfc^.  bef.  niebcrb.  aud^  ein  auf- 
gegebeneg  beftimmte^  '^Icbeitgmaf  (^cnfum),  bef.  fofern  baUi  gejdl)lt  werben 
mufs,  »ic  beim  ©fricten,  ®arnfpinncn  ic.  (Scbem  feine  3<it)l  aufgeben ;  feine 
3a()t  oborbeiten  u.);  4)  oberb.  aud^  f.  baS  jja't)(en,  bie  3«'f)tung  ob.  JKed)* 


2024  3ai)I 

tiun^  (auf  bcc  ^ai)i  bUibtn,  b.  i.  Uim  2(u«ia()tm  übrig  bleiben;  gu  ber  3af)I 
greifen;  bie  3al)l  einer  ©^wangeren,  b.  i.  bie  berej^nete  3eit  ber  ©d^wanget» 
ft^aft);  5)  f.  ».  ttj.  baö  3fll)f5eicben,  bie  3al)lft3uc  ob.  Siffet  (römif(ie— , 
orabifc^e  3J^len,  j.  58.  1.  2.  3  jc);  —  3[ffe.  mit  3a^t:  ba«  Sü^lbuc^, 
»rt.  f.  Siec^enbu^,  3tn6budj;  ber  3al)lbud;iiabc,  ein  als  äafjfjeic^en  bienen« 
bei-  »u^fiabe  (j.  SB.  Ut  vomifc^en  Susiflabcn  V.  X.  C.  u.);  ga^üoS,  SB»., 
o^ne  3al)l,  wag  nid^t  gejaijtt  »erben  fann,  ftnno.  unjöJjIbar,  mi&i}li<i  {eine 
jQ^llofe  SOlenge;  bie  jaf^Uofen  ©tcrne  ic);  bie  3al)Uofig!cit;  bie  3öl)!pet(e, 
SO?,  -n,  größere  perlen,  »etd^e  nad&  ber  3af)l,  nid^t  nac^  bem  (Sewic^te  eet* 
!üuft  werben;  ber  3öl)(pfenn:3,  f.  ».  ».  SJed^enpfennig;  jal)(reicl^,  Sw., 
tili)  an  ber  3af)t)  eine  große  3at)t  augwad^cnb  (eine  jo()lreic^e  gamilie,  ein 
jüt)rreic^e6  23ol!  ic);  ber  3a(){rcim,  3al)l0£rö,  S3er[e,  in  rceld^en  bie  3al)(« 
buc^flaben  eine  Qtmi^c  3af;rja{)l  augma^cn;  bai  B^W^d),  ein  Sud^,  in 
tt)eld)c6  bie  3al)fen,  SSudöflabcn  jc  eingend^ct  finb,  al^  SO?uficr  für  Sfläf)erin» 
jicn  ic;  ba3  3ilt)töevl)Qltnifö,  ein  in  ber  3a{)l  gcgrünbete»  S3cr()ältni|'6;  bie 
3a{)Iweife,  f.  ».  w.  e^nappnseife,  nicberb.  ber  3a^li)aöpei;  ba^  3öl)l» 
trort,  ??t.  3i^'{)üvocter,  eine  Zu  SBeinjörtcr,  mliji  i>k  3(njaf){  ob.  SWenge 
bejei(^nen  (allgemeine  ob.  unbcllimmte  3at)ln)örtci;,  j.  SB.  alle, 
ßiele,  man^e,  einige  jc;  unb  bejlimmtc  3al;l»()rter,  weld^e  ti^eilS  jäi)« 
lenb  jinb  ob.  ©runbjafjlnjörtcr,  »ie:  ein,  jwei,  brei  2c.,  t{)£ilä  orbnenb 
ob.  £)rbnungöjaf)l»örtec,  rcic:  ber  crjle,  ber  jn>eitc,  ber  britte  jc); 
\)i\i  Sci^tjeii^en,  ©d^rifrjci^en  für  eine  beftiramte  3afjl,  SifffC)  »gt-  o. 
3ol)l  5);  —  3fefe.  mit  ber  9Ä.  3a^lcn:  bie  3al)lenfoIge  ob,  sreil)e,  eine 
golge  ob.  JReitje  oon  3a()len;  fcef.  bie  natiivltd^c  Orbnung,  in  weldjec  hie  3a^* 
Icn  beim  3dl)lcn  auf  cinanber  folgen,  auc^:  bie  3ai)lencrbnunq;  bie  '^al)kn» 
Iel)re,  «tpiffenfc^aft,  bie  2ct)re  ob.  SSSiffenfc^aft  oon  ben  3aV«n  ^^'  3al)l' 
gröpcn,  beren  a5erl)ä(tniffen  u.  ®cfe^en  (fr.  3iritf)mc{i!),  »er[^.  non  ber  (bloß 
yra!tifc^en)  «Ked^cnfunP;  bie3cii)lenincl)run9  (fr.  2lbbitiön  ob.  5}?uttipIicat{on), 
et()ei(unc[  (fr.  Sioifion),  Trennung  (fr.  ©ubtraction),  Sleum.;  ha^  3fll)ten# 
»erl)ältnifä,  S3er{)altnifö  »erfcljiebcner  3a{)len  ju  einanber;  bie  3al)tenu)a{)r* 
fagung-,  JiDd)rfagerei,  ba«  S[Baf)r[o9cn  auö  3a()ien;  —  SCbleit.  5at)Ien, 
jtcf.  3»«  (nieberb.  tolen;  bai  altb.  zalon,  zala  jtimmt  nur  ber  gorm  nad}, 
bebeutet  aber:  jci^len,  red^ncn,  eriüägcn  k.  ,  bann  auc^:  auöfprcd)en,  eriüf)lcn) 
einem  '^(nbern  &tlb  aufjd'()[enb  übergeben  ob.  übtxi).  a(6  ibm  gebüljrenb 
abtragen,  »gl.  be5af)(cn,  augjal^Ien,  (einem  ctircs  — ,  iljm  feinen  Sot^n,  fein 
®ef)alt  jaljlen;  feine  ©c(julbcn  — ;  ©träfe  jalilen,  b.  i.  ein  ©trafgelb  er* 
legen;  aud^  ot)ne  3iel«.:  für  Semanb  jaf)len;  ein  Kaufmann  l)ört  auf  gu 
jnljtcn,  b.  i.  jtellt  auö  Unoermögen  feine  3al)lungen  ein);  uneig.  au^  f.  etlvaS 
büfen;  einen  — ,  obetb.  f.  i(;m  etivaä  ja{)(en,  i[)m  eine  ©ci)ulb  abtrrt» 
gen,  uneig.  f.  ibm  etiraö  vergelten,  i^n  bcflcafen;  3fe§.  ba§  B(^\)\amt, 
i)ai  "Kmt  beö  @elbau?jal)lenS;  ein  3£mtgiHrein  ob.  eine  93ef)örbe,  \vilÖ)c  gctciffe 
3a{)lungen  gu  leifren  I)at;  ;^öbU'cil)tg,  Sw.,  fa'l;{g  ob.  im  ©tanbe,  ju  goljlen; 
bie  Soblfäbigfeit;  bev  3ab(mci)icr,  ein  SBeamtcr,  wcld^er  gewiffe  3CuSjot)« 
lungcn  ju  ma^en  ^at  (j.  S.  ein  Äricgö^  ^of»3a^lmciftcr  jc):  bie  3al)(orN 
nung,  bie  Drbnung,  nad^  welker  gctt?ifyc  3ü()!ürgcn  gcleijlet  werben,  j.  ö. 
an  bie  ©laubiger  eine«  böfen  ©cfjutbnrrg;  ber  S-^I^It-f,,  bcv  Z.ig,  nn  weld^em 
etwas  ausgejoblt  werben  mufö;  fo  aud^:  bii  3«l)hvod^e,  bcf.  auf  bcn  aJlcffen 
bie  lefete  SG3od()e,  in  ml^et  alle  SQSe^fel  bcjol)lt  werben  mülfen;  2(blett. 


8af)m  2025 

jal)Ibar,  58m.,  tra«  9eja()(t  weibcn  fann  ob.  niuf5  (ja^rbarc  ®tibet;  «fn 
jat)l()arcv  aced^fei):  bie  3al)(barfeit;  bet  3a()ler,  -ö,  bie  3al)Ierinn,  tvec 
5a()U,  eine  ^«fon  fofetn  ftc  jal)It  (ein  guter,  ob.  fc^tec^tet  3alj[er);  bie 
3al)lung,  Wt.  -en,  1)  ba$  3al)lcn,  bie  «^iinbliing  be«  $8c5a()fen«  ob. 
3(uS5a()(eng  (3a()lun9  Ifijten;  einen  juc  3of>I"n3  anf)alten ;  feine  3af)lun9en 
einftcUen);  2)  bie  geja^ltc  ©elbfumme  (eine  3Qijrun9  empfanden  u.);  ja{)s 
Iun9öffil)ig,  Sro.,  f.  ».  ».  gafjtfüijig,  f.  o.  (fr.  foloent);  bie  3fll)lun36fäl)ig* 
feit  ob.  baö  ^a^lunggoermögcn  (fr.  ©otocnj);  3a()(un3guntal)i9 ,  s»., 
unoetmögcnb  ob.  außer  ©tanbe,  ju  ?ai)(cn  (fc.  infoloent) ;  bie  3öl)Iun96una 
fäl)i9feit  (fr.  Snfoloeng);  bie  3*:il)(ungöfrifr,  bie  gdfl,  mi)  bcrcn  sicrlouf 
etwaö  flega()(t  werben  mufö;  bec  3i*il)lun(J§fd)ein ,  ©mpfangfdjein ,  £luit« 
tung;  —  iifll)len,  jie(.  3w.  (o^tb.  zeljan,  zellan,  zellen,  a)rät.  zalte,  oud^ 
zelii,  ^rät.  zelte,  nidfet  bfojj  f.  jä'fjfen,  red)nen  ic,  fonbcrn  aud)  et5pf)(en,  reben, 
erfidren ;  fo  aüd)  aUi'äd)f.  teilicm,  onacif.  taljao,  tcllan,  engt,  teil,  nicberb. 
teilen;  altnorb.  tdja,  f4)web.  taelja  jc.)  1)  bie  3n{)l  ermitfclu  u.  bestimmen, 
tnbcm  man  eine  Sldi)c  »on  ©infjeiten  na^  einanbcr  bemevfl  u.  bercn  3a{)t  an» 
giebt  (bie  ©lieber  einer  «efeUfc^aft,  bie  ©tunben,  bie  ®lod'cnfd}lage,  ^uli* 
f(^lage  ic.  — ;  @clb  jä(;rcn);  auc^  blojj  bie  3Qf)f«n  in  ihrer  natürlid}en 
Drbnung  f)erfrt3eu  (()unbert,  taufenb,  ob.  biä  fjunbtrt  2c.  gdf)lcn;  fpric^ro.  ec 
lann  nid)t  brci  jäfjlcn,  b.  i.  er  ijl  f)5(i^ft;  einfältig);  2)  einen  ob.  efcoaS  unter 
eine  3^^()t  ob.  ^la\\e  begreifen,  finno.  rcri^ncn  (j.  SB.  einen  unter  feine  greunbe, 
unter  bie  ®e(ef)rten  ob.  gu  ben  ®clef)rtcn  jä'blen);  ef)cm.  auc^  f.  anfrf)(f!3en, 
fd)ä'^en,  bafür  i)alten  u.  ausgeben  ob.  crfld'ren  (j.  3B.  einen  für  ben  SBcficn 
— );  3)  giiUo«  nuf  einen  ob.  et  wog  — ,  lanbfc^.  f.  baunif  red)nen, 
fid)  üetiaffen,  bautn  (j.  85.  ic^  jÄ^le  auf  bcinen  SSciftanb);  3f  e§.  baS  3al}I' 
brett,  ein  mit  einem  SRanbc  eingefaffteS  Srett,  auf  «eld^em  ®elb  g'-jafjlt 
wirb;  ba^  ^ablgell?,  Seja!)lung  für  ba6  3Cuf5a()(cn  bc-trad^tlider  ©elbiummcn; 
UbUit.  jäl)lbar,  Sw.,  iraS  gcjä'bit  b.  i.  ber  3iif)l  nad)  beftimmt  rcerben 
fann,  entg.  unjafjlbar  (bie  ©terne  beö  J^immelä  ftnb  ni^t  jcil)tbar);  bie 
^äi)lbaxMt',  ber  3cii)(cr,  -S,  1)  njec  ctivaS  ji^tjft,  wcibt.  bie  3äblerinn; 
2)  «Redjen!.  bie  ^a{)l  eineS  23rud)eS,  ivetdje  bie  TCnjaf)!  ber  üon  bem  (äaw 
Jen  ßcnommenen  S()ei(e  anjetgt,  j.  S3.  in  f  bie  3af)l  2,  entg.  S^enner; 
bie  Bäl)lung,  ^JJl.  -en,  bii3  3a()len,  bto^^anblung  ob.  \>ai  (Sefdjaft  be8 
3ä'()tenö  (eine  3o()lung  t)ornc{)men;  ©timmen=,  aSolfßjäljtung  jc). 

jal)m,  aStt).,  Somp.  jabmer,  (£i;p.  jabmft,  (altl)od)b.  zam,  zami,  miftelfj. 
«am;  altnorb.  u.  angclf.  tam,  engl,  tame;  meberb.  taam  u.  tamm;  f)oU.  u. 
b5n.  tam;  bie  ©runbbcb.  ber  SiS.  zam,  gotf).  tara,  fan6!r.  u.  gtted^.  dam  fd^einf: 
fügen,  gufammenpafTcn;  baljcr  gotl).  ga-timan,  öltb.  zeman,  «^Jrat.  zam, 
jiemen,  f.  b.;  3unft,  b.  i.  ffierbinbung;  fanefr.  dama,  gried^.  <^6iios,  Ut 
domiis,  ©ebäube;  gotf).  timrjun,  jimmcm  jc;  bie  urfpr.  SSeb.  »on  ja^m 
wäre  alfo:  ftcö  fügcnb,  fügfam),  bem  Ohüurjurriinbe  ob.  ber  5öi(bf)eit  ent* 
nommen,  burd)  menfd)lid}e  3ud}t,  ^f^^ge,  Silbung  gebanbigt,  fügfam 
u.  bem  5)?enfd)en  bienftbar  u.  braudjbar  gemad)t,  »on  weiterer  Seb.  ol« 
ba«  ftnno.  ürr,  entg.  wilb,  gew.  nur  oon  Sfjieren  (ein  Sf)ter  ga^m 
mad)cn;  ga()me  Sf)iere  ob.  ^5au6tf)icre,  entg.  ben  wilbcn,  ftnb:  JTjunbe,  ^ferbe, 
JRinboteb,  ©e^afe;  ja^meö  ©eflügcl,  ol6:  .^»ü^ner,  ©ö'nfe,  Sauben  jc.;  in 
weiterer  Seb.  ou^:  ga{)me  gtfdje,  b.  t.  in  Setzen  gepflegte;  bafier  gem.  auä): 
bfe  ja^fne  gifd^eret,  gö^me  SBaffer;  ja^me  Sienen,  entg.  ben  wilbcn  ob.  SSalb» 


2026  mn 

btencn);  ftttncc  »on  ^flan^cn:  butd)  7(nhan  tterebeft,  fünj!(id^  gejo^en 
(jaf)mc  .^Öljer);  uneig.  »on  SSenj'djen  f.  folgfam,  fügfam,  nadjgiebig  (er 
tft  fo  ja{)m,  rcte  ein  Samm);  aud^  »era^tl.  f.  fchirac^,  matt,  o()ne  fe\tt 
SBiüengfraft;  e^cm.  quc^  f.  ergeben,  juget^on,  gewogen  (einem  jaf)m  fein); 
.Rotten».  iaf)me  St  je  f.  leicht  ft^melibarc;  —  bie  3c»t)m^eit,  baS  3't{)m- 
fein,  bic  äaf)me  2frt  cb.  Serd)affenf)eit,  eig.  u.  uncig.;  5a()men,  gieUof.  3». 
(mittel^,  zamen,  wcld^cä  jeboc^  aud)  jäbmen  bebeutet,  tric  ba^  altt)oc()b.  zamön), 
elt.  f.  5af)m,  «ertvaut  werben ;  jä^men,  jicl.  3»-  (alt^o(l()b.  zamjan,  zemjan, 

gizeman;  niittelJ).  zeraen,  ^rdt.  zamte;  got^.  gatamjan;  angelf.  tamjan,  temjan, 
attnorb.  temja;  engl,  tame;  nicberb.  tarnen,  tämmen,  Ijoll.  temmen;  gric^. 
iJauüvi  \0Lt.  domare)  jaf)m  mad}cn,  entirilben,  bd'nbigen  (ein  »itbes  Sl)ter); 
fanft  u.  fügfam  mad)en  (einen  wiberfpenjtigen,  tjalSjlarrigcn  SRenf(^en);  tm 
Saum  ob.  in  <Sd)ranfen  l^alten,  mci'figen,  jügctn,  be{)errfd)en  (feine  Se» 
gierben,  ßeibenf^jaften,  feine  3unge  ic);  oXt  u.  oberb.  au^  f.  anjief)en,  lO(fett 
(etwas  an  ftc^  ja^men);  nieberb.  fic^  (mir)  ttvcxxi  jot)men  (ob.  bejdt)men), 
f.  eö  an  jtc^  »enben  ob.  e6  ft(^  ju  gute  t^un,  ftd^  »ergönnen  (j.  83.  er  ga{)mt 
jjicd  nic^t  ein  ®la§  S35ein;  baS  jü()me  id^  mir  nid^t;  —  geljört  tt)ot)l  ei)er  ju 
zemen,  nieberb.  tamen  ob.  temen,  jiemen  b.  i.  anpaffen);  ber  3Äl)mct,  -ö, 
bie  3^^niennn,  wer  ja()mt;  bie  3cit)mun9,  baS  3af)men,  bU  25onbi# 
gung  ic;  5at)mfen,  jicl.  3w.,  fd^wab.  (nieberb.  tamfen)  f.  3a()m  mad)«n, 
Io(fen. 
3a{)n,  m.,  -c§,  9)?.  3a()ne,  S5er!(.  baä  3af)nd)en,  3ä'()n(etn,  (attf)o^b. 

«and,  zan,  SÄ.  zendi,  zeni;  mittel!),  zan  u.  zand,  9JI.  zen,  zende  u.  zande; 
oberb.  3an  u.  gctt>.  3anb,  93?.  bie  3enb,  23cr!l.  ba§  3anblein;  gotl;.  tanthas; 
oUfad^f.  tand,  nieberb.  San  u.  3;ant,  ^oU.  tand;  angelf.  todh,  engl,  tooth, 
501.  teeth;  oltnorb.  tonn;  fanö!t.  danta,  litt^.  dantis,  gtted^.  oefoi;?,  ®. 
oJovr-o?,   lat.   dens,   dent-is ;   tg{.   boö   fanSfr.   dang,    gr.   düxviiv^   beiden) 

1)  bie  in  ben  Ätnnlaben  ber  9J?enfd}en  u.  Spiere  wurjelnbcn  u.  barauS 
Ijerüorragenben  meifl  fd)arfen  Änod)en,  weUte  jum  3«rbeifen  ob.3«treifen 
u.  Äauen  ber  ©peifen  bienen,  a(ö  ©ammel».  au^):  baS  ©ebifö  (©c^neibe*, 
3Cugen*,  SBadenjafjne  jc;  baS  Äinb  be!ommt  ob.  lanbfd().  mad^t  3cil)ne;  bie 
3df)ne  »ed^feln,  f.  b.;  einem  t'xt  3dl)nc  jeigen  ob.  weifen,  bie  3ä^ne  blecten  ob. 
fletfc^en,  f.  b. ;  »or  SQSutl)  mit  ben  3ci()nfn  fntrf^en;  einen  {)ol)len  3a^n  aufr; 
jieljen;  bie  3dl)ne  werben  ftumpf,  f.  jtumpf ;  einen  burc§  \)\t  3cil)ne  brennen 
b.  i.  burc^  bie  ÄinnbacEen,  cl)em.  f.  i^n  a(ö  S)ieb  branbmar!en;  uneig.  u. 
fpriddw.  einem  auf  ben  3al)n  füllen,  b.  t.  eig.  ben  !ran!en  3at)n  unterfu4)en, 
bann  f.  iijn  aueforfc^cn  ob.  prüfen;  Jpaare  auf  ben  3d()nen  (jaben,  f.  ^aor; 
einem  etwaö  auS  ben  3äf)nen  reiben,  b.  i.  eö  if)m  gewaltfam  entreifen;  mit 
langen  3dl)nen  cjTcn,  b.  i.  fel)r  gierig;  i^m  tt)ut  fein  3al)n  mef)r  wef),  b.  i.  et 
ifl  tobt;  ber  3<Jt)n  ber  3eit,  b.  i.  \)xt  jcrflörenbc,  gleid^f.  jernagenbe  ob.  »et» 
jel)renbe  Äraft  ber3eit);  2)  uneig.  tierfd^iebene  ja^nä^nlidje  Äörper  ob. 
ja^nförmig  fjerüorragenbe  5lf)ei(e,  ©pi^en,  3ftcf«»»  8-  85-  bie  3äf)ne  einer 
©dge,  eine«  ÄammeS,  eincß  ÄammrabeS  (f.  b.),  \ixt  3df)nc!^en  b.  t.  ^tx'oot» 
ragenben  ©pi^en  am  9?anbe  einee  Slattce ,  ber  3»irnfpi$en  Jc;  eine  liit 
fi^maler  3wirnfpi^en  l)eif  en :  3d'bnd^en  (oberb.  3änbUin;  franj.  dentdles); 
SSergw.  3adten  gebiegenen  fOletatleö ;  bi\  SKetatlarbeitern:  longe  ©tilcfe  ge» 
gofTenen  ob.  gefc^miebeten  SKctaUö  (in  biefet  SSeb.  tcrberbt  aus  3<»in, 
f.  b.);  —  3fcft.  ber  3al)nar5t,  ein2(rjtfür  bie  ©r^altung  ber  3d^ne  u. 


Za\)n  202T 

Reifung  bcc  3af)n!Mnf fetten ;  jabnarjtlic^ ,  Str.;  bet  3al)nbrcd^er ,  »tc 
3Qf)nc  ausbricht  cb.  gemattfam  auSjie^t,  x>txää)tL  f.  ein  fc^lcc^tcr,  ungefd^tct» 
tcc  3Qf)narjt;  bie  3al)nbürfte,  ftcinc  SBürfle  juc  Sicinigung  bec  3a^ne; 
ja^rtJ  ob.  jöl)nefletrc^cnb ,  »».,  bie  3a&ne  fietf^enb;  bn«  3a()n» 
eifen,  ein  gejdfintec  fKeiJcl  bet  aBtlbfjauer;  bei  bcn  ©ifcnarbcitcrn :  IcouS 
gefdjmiebttcö  Sifen;  unr.  f.  3atneifen,  f.  b.;  bie  3a()nfdule  ob.  «fäuInifS, 
pulnif«  bet  3ä()ne;  bie  3al)nfcbcr,  eine  "Ktt  ©eefebetn;  bai  3al)nfteber, 
ein  mit  bem  3a()nen  bet  Äinbet  cerbunbeneö  ^kbix;  ba^  3al)nfleif(^,  baS 
gleifdj,  wiläjei  bie  3Q()nn>utietn  u.  ÄinnbacEen  umgiebt;  5at)n|:'ormtg,  58».; 
bag  3at)ngcfrf)n)ür ,  ein  ©efc^rcüt  an  ben  3<it)mn  ob.  bem  3a^nflei[c^;  bet 
3al)nt)amnicr,  ein  f)albmonbf6tmigct,  jactiget  Rammet  bet  ©teinf)auct;  auf 
ben  eifent)ämmftn  ein  fc^wetet  Rammet  jum  Ätauöfc^mieben  beö  3af)neifen8; 
ein  Rammet  bet  ©olbfc^miebe  jum  ©ttctfen  bet  ©olb»  u.  Cilbetjaine  (r. 
3atnf)ammct);  bie  3al)nl)ei(funbe,  bie  SBiJTenfc^aft  beö  3a^natjte6;  bet 
3at)nl)obel,  ein  J^obel  mit  gfjäi)ntet  «g^neibc;  bie  3a^nl)5l)le,  bie  Jpöf)lc 
im  Äinnbarfen,  in  »eichet  bet  ^ai)n  flec!t;  baö  3ät)nflappcn  ob.  =flappetn, 
baS  unwitlfiirlic^e  3ufammen[c^lagen  btt  3ä^ne  »ot  gtoft,  gutc^t,  &ä)xcd  ic. 
(bibt.  Reuten  unb  3ä()nf(oppen);  501)11^  ob.  jät)nefnirfc^enb,  Sn?.,  mit  ben 
3ä{)nen  !nivfc^enb;  hai  3al)n!raut,  1)  eine  ^flanje,  bie  füt  ein  Stkic^te« 
rungSmittet  beim  3at)nen  bet  Äinbet  gilt,  aud>:  3at)ntt)utj  (dentaria  L.) 
2)  bie  ©c^uppcnwutj,  f.  b.;  3)  baö  SBIeütaut  (plumbago  L,);  4)  bet  ®ac* 
tenbalbtian;  bec  3fli)nEÜn|l(er,  ein  gefc^idtet  3aJ)natit,  bef.  fofetn  et  fünft« 
liöit  3ä^ne  u.  ©ebiffe  mac^t  u.  cinfe^t;  bie  3abn(el)rc,  ik  Se{)te  oon  ben 
3af)nen  (ft.  Ob  Ontotogie);  5al)nloö,  83».,  oi)ne  3a^ne,  bet  3äf)nc  betäubt 
(ein  gai)nlofet  5Diunb);  bie  3a{)nloft9feit;  bie  3a{)nlii(fe,  eine  butc^  ben 
öetlufl  eines  3af)ne8  entjlanbene  2üc!e  in  bet  3Qf)nte{()e ;  5at)nlücflg,  S»., 
3at)nlücten  l)abenb;  baS  3abnmittcl,  ein  SJlittcl  gut  ©rljaltung  gefunbct  u. 
jut  Leitung  !ranfet  3a^ne;  bai  3ilbnmoo§,  eine  2ftt  gaf)na^nlicöcn  9)Ioofe8; 
bie  3abnwotte,  eine  2ftt  «Kotten  auf  ben  ©i^en;  bie  3abnmuf^e(,  ?r5brc 
ob.  :\ö)nidi,  eine  2(rt  lö^tenfötmiget  ©c^necEcn  mit  gejaf)ntem  9tanbe;  bet 
3abnnen),  an  bet  Sa^nwutjelliegcnbct  Sieto ;  bie  3cibnpein,  an^attenber 
3al)nf(^metj;  baö  3al)npulüer,  ^utoet  jut  Steinigung  u.  erf)altung  bet 
3a^ne;  bai  3ilbntab,  ein  an  bet  ©titn  mit  3ä()nen  »etfe^eneö  Siab  §.85. 
in  uf)t»et!en;  bie  3abnreibe,  eine  Sleii)«  Don  3ä'i)nen;  ber  3abnfci^merj, 
gew.  9}?.  3rtb"fd)"^«»^J«"t  ouc^'  ^^^  3i^bnweb,  «Sc^metjen  an  ben  3cif)nen 
b.  t.  on  ben  3af)nnetoen;  bec  3abnfd)mieb,  t.  3ainfd)mieb  (f.  unter 
3ain  1.);  bcc  3n^nfcbnitt,  but^  ®infci)nitte  gebilbete  jat)nfötmige  S3et» 
jietung  in  bet  SBau=  u.  SBappenf. ;  bie  3abnfic^el ,  eine  gejatjnte  ©i^el  ber 
JJad^beder  jum  a5efd)neiben  bet  ©tcot)fc^auben ;  bai  3abnfilbcr,  r.  3ain= 
filbet;  bie  3öbrifpinbe(,  eine  mit  3ci^nen  »etfc^ene  ©pinbel  ber  25tec^6let; 
bec  3öbn11od^er,  ein  fpi^igcs  SQBctfjeug  jum  ©toc^ctn  (f.  b.)  bet  3äf)nc, 
lanbf4|.  auc^:  3at)njlörcr;  bec  3al)ntro(l,  eine  angeblid^  ben  3a|nfd^mct5 
fliUenbe  2ftt  be6  2Cugenttojteö  (euphrasia  odontites  L.);  bec  3iit}nit)irbel,  ein 
^flanjengefd^lcc^t  mit  fpi^igen  3ä()nen  auf  bet  gru(^t  (spermacace  L.) ;  bie 
3at)nn)ur5,  f.  3at)nftaut;  bie  3al)mt»ur5c(,  bie  SÜSutjet  cineg  3a()neS;  aud^ 
Slamcn  »ccfc^.  ^flanjen,  insbef.  eine  litt  Äamitle,  beten  SBSurjet  al§  3af)nmittel 
gebtOU^t  tüitb  (anthemis  pyrethrum  L.) ;   bie  SilbnjiJngC,   3ange  jum  TiVii' 

jief)en  bet  35t)ne;  —  2(bleit.  äa()nig  ob.  jäb^tg,  58w.,  einen  ^ai)n  ob. 


2028  3äl;i'e  —  Sain 

3af)ne  f)abenb,  gtro.  nur  in  3fc§.  wir.  s»et-,  bm'jafintg  zc.  (swcijäJjnfge 
©d^afe,  bte  jwct  Saf;«  alt  pnb,  audj:  3 »ci[i^ aufler);  gal)nen,  3tt).,  1) 
jteliog  m.  ^abcn  (alt^od^b.  zanjaQ)  ^äi)M  bekommen  (baö  Äinb  jafjnt); 
2)  gict.  a)  (altb.  zanön,  zanen;  altnorb.  tanna)  tU.  f.  mit  bell  ^äijmxi  nögen, 
lauen,  teipju  (au^  zanigön,  jnnigcn;  »9I.  ba«  fd^»ä'6.  janen  f.  f^abeti, 
fragen,  müijffli'g  jufammcnbnngtn;  nicbccb.  tancn,  mit  bcn  3ä^ncn  gccren, 
faueii  bff.  fticaö  3ä^cö);  b)  mit  Sahnen  t)erfd)en,  gw.  intc  baS  SÄn?.  ge« 
ja[)nt  als  S».  (gcjaf)nfcö  ßifcn  b.  i.  fcau3  gefc^miebcteS,  3a^ncifcn),  aufier» 
bcm  gcwj.  ga()nen,  giel.  3«).,  mit  3rti)nen  cb.  Baden  'oct\ct)en  (einen  Äamm, 
ein  m\>);  Silbi;.  mit  bem  ^cibneifen  karbetten;  jäljncln,  3w.,  1)  jielloe, 
lanbfd^.  f.  Jahnen,  3ä'5nc  befommen;  2)  jiel.  baö  ücr!(.  ^äijnen:  mit 
kleinen  j3rt{;nen  ob.  jaf)nfovmigcn  ©nfd}nitten  oerfef^en  (ein  Ufjrcab;  ebccb. 
janbe(n). 
3äl)re,  w.,  2)?,  -n,  aSciK.  ba$  3af;rrf)2n,  ofterb.  Sa^v'fein,  (alf^od^b. 

der  zahar,  SR.  zahari;  mittel^,  der  zäher,  50?.  zehere,  jgej.  zar,  zdre ;  obftö. 
bcc  3ä^er,  SO?.  3ä(;er;  got^.  tagr,  n.;  cngelf.  taeher,  engl,  tear;  altnorb.  tar, 
f^WCb.  tar;  =  gried^.  ^cr^nv,  Idt.  lacrima  entft,  öuS  olJ(at.  dacriima;  fanöfr. 
asru)  alt  u.  bid^t.  f.  Sf)räne,  inSbef.  ö(S  gBitfung  fanftercc  Cmpfinbungcn, 
ber  S[3et)mutf)  ob.  9?ü{)ning,  be§  aJJitgcfüfjiö  ic;  c^em.  u.  no^  oberb.  (3ai)er, 
3äf)er)  au4)  iiber^.  f.  Sropfen;  fropfenbc  ob.  rinnenbe  glüfftgfeit;  inöbef. 
flu6  Säumen  fropfenbes^  ^arj,  ^ed)  2c.  (wgl.  Sfjecr);  5äl}rcnnfifö,  Sw,, 
bic^t.  f.  »on  3ö^cen  ob.  Z^tämn  na[ä ;  5äl)rcn ,  giellof.  3«».,  (got^.  tagrjaa, 
»einen;  mittelf).  zäheren,  zeheren,  oOerb.  gafjern)  »ollig  »It.  f.  St)rä'nen 
faden  laffen,  tijeinen;  tl^cä'nen,  tropfen,  triefen;  baf)c»;  roa^rf^i.  ber  3ö()V' 
tiegel,  füttern»,  ün  irbcner  ^d^mcfjttegel. 

Scil^rlincj,  m.,  -e5,  ?!}?.  -c,  lanbfdj.  f.  SSergftnf;  Sud)ftn!,  (tt5al)r[c!&. 
oon  feinem  ®efcf)vei,  ogl.  3ä'i'rcv;  bai)n  ouc^:  £lua!ef,  £luaffinf). 

3aitt  1.  m.,  -t$,  Cü?.  -c,  (altb.  der  zain,  zein;  obecb.  bec  lt.  bai  3c»in; 
QOti).  taias,  3weig;  Oltnorb.  teinn;  angelf.  tan,  {)olt.  teene,  8?ittf)e,  ®crte; 
nid)t  aus  3  a  ^  n  cntft.,  fonbern  tjon  einer  Sß.  tin,  zin,  waf)rfdj.  »er»,  mit 
bem  alt{)od()b.  zeinjan,  zsiiion  f.  ? eigen,  utfpr.  «icUctc^t:  augJirecEen?)  1)  oU 
u.  cberb.  f.  (Sdf}aft  eine§  Sroeiöeg,  3xei6,  Oiutl^c,  (^erte,  bef.  ber  aSeibe  |um 
Sinben  ber  Steife  n.  jmn  S^e^tcn  üon  Jvöcbcn:  bünner  <Btab,  @tecfen; 
8ic{)r  (beißet:  baä  3ainacö,  obcrb.  f.  3i'6i)üö^t,  SGJfibcngebiifdö);  ^fei(fd)aft,  " 
^feil;  2)  inöbef.  bii  SÄetallaröcitern:  ein  ju  einem  langen  (S>t<ibe  ob.  einer 
©fange  gefcfjmiebeteö  ob.  gesoffeneä  ©türö  9)?etal(,  £0?etal(flab,  S3arre 
(ein  3ain  ©ifen,  Silber,  ®olb;  lanbf(^.  Ijfiufig  in  3ai;n  »crbcrbt;  nicbcrb. 
2een,  j.  S5.  5tagcltcen,  b.  i.  eine  ßift'nitange,  ait§  welker  Slagel  gefd^niiebet 
werben);  obcrb.  auc^  f.  25ratl)  »on  (gifcn,  SDJeffing  ic.  (baf)er:  j ai ncn,  Sro., 
f.  oon  2?ratl));  H^  Sflincifcn,  S^inftlbcr,  (gem.  oerbcrbt  in:  3al)neifen, 
sfilbcr),  (Sifcn,  ©iiber  in  3aincn,  (Stab;  ob.  ©tangeneifcn  Jc;  ber  3<^in« 
!()ammcr,  ein  J^ammerwcrf,  »0  bai  ©ifen  ob.  Äupfer  gu  3ainen  gefdjmiebet 
wirb,  ©fabf)ammer;  ber  3rtinfrf)micb,  tin  2(rbeitei:  auf  Hammerwerfen, 
jceld^er  Gifcn  ob.  Äupfer  in  3i»ine  f^miebet;  jaincn,  giel.  3w.  iaUl)o6}b. . 
zai.xjan,  mittel^,  zeinen;  altnorb.  teiua)  ju  Rainen  ob.  SSarren  fd}mieben 
(ßifen,  ©ilber,  @olb);  ber  Sainer,  -§,  f.  ».  w.  3ainfd)mieb,  bef.  ber  ©dimie* 
bcmeijtcc  auf  (Stabl)ämmern;  —  bie  S^inc,  9)?.  -n,  SBer!l.  ba3  ^ainfein, 
gern,  ßainel,'  3a{nbel,  oberb.  (bicSainen;  w^  bet  3ain  ob.  Sainen; 


Sain  —  aanger  2029 

aitiioä)b.  zainja,  mittclf).  zeine;  qoU).  taiiijo;  itat.  zara)  f.  ©Cfledjt  flU« 
SlutUn,  v^ürbe,  Äocb;  baS  »etil.  Sainlefn  tiiSbef.  f.  «in  ^anbEörbt^cn 
mit  2)ecEel  u.  ^anb^abe;  bie  Sciinreufe,  obcrt».  f.  ein  gcftod^tenec  gifd^focb 
(f.  9Ieu[c). 

3aiii  2.  m.,  -cg,  9)Z.  -e,  obecb.  f.  v^.nifcn,  ©top  (j.  58.  ©c^citcc 
jain  f.  ©c^citei-t)aufen);  boöec:  jaincii  (aufjotncn),  jiel.  3nj.,  f.  auf* 
Raufen,  auffd)id)ten  (J^oli  — ;  »gl.  baö  iölanb.  tina,  famme(n). 

Safe,  IV.,  5)Z.  -n,  (fdilej".  bcr  ^äiel  ob.  3at!cr,  welches  aaä)  ©d^ttanj 
bebeutet;  ucw.  mit  ^agcl?  ob.  ftawifd)cn  UrfpvungS?)  lanbfd^.  bef.  in  ©Ate» 
jten,  3)Ja(;rcn,  bec  Caufi^  zc.  eine  '-^(rt  grofjcr,  grob-unb  Uiu^iroUtgei:  «Sdiafe 
jum  Sbcil  mit  (ongcn  gewunbenen  .^örnctn,  auö):  ba$  3flfclfrf)af,*  bet 
Söfelpel^  ob.  ia^  3«fenfeII  f.  ©^afpcfj  mit  tangec  SBo'Je. 

Sampel,  m.,  -6,  S)?.  w.  Cr.  (»o()rf^.  aiii  bcm  engl,  eample,  g^uflet, 
0.  lat.  exemplum,  ba  eö  eine  cnglifdie  ©cfinbung  t(l),  eine  aus  ©d^niircn, 
£i^en  jc.  6e|tcl;£iibe  SSordcfjtiin.i]  an  bem  SÜebcfait^ie  bcr  3eug«  unb  ©eiben« 
wiviec  juc  Sßerfei-tigiin.^  öebliimteu  3cuge^  baf)cr:  bei-  3iinipelftiil;t,  th 
mit  einem  3ampel  »erfe^encc  aBebeftu(;t;  bec  3anipeU;afcn,  bec  ^tti^pct* 
|!o(f  ob.  sfnüppel,  »erfc^tebcne  Steile  an  einem  fo((t|cn;  bie  ßcimpelfc^nur, 
59?.  sfitnüce,  bie  rinjc'nen  ®rf)tiüce  bcä  3ampelö. 

Sanfcer ,  m.  -6,  ?J?.  w.  G".,  f.  o.  m.  ©anbec,  f.  b. 

3^nge,  W.,  5??. -n,  SJerEt.  b.v3  Sangfein,  gem.  ^lii^tl&jCn,  (alt^orfib. 

Kanga,  mitMt).  zange;  au^)  zuanga,  zwange;  angelf.  tanga,  tange,  engl,  tongs; 
altnocb.  töng,  \ä)tcib.  tiing;  ntcbcrb.  Sänge,  fioU.  tang;  bie  SB.  tang,  zang 
(ogl.  zwang:  jwtngen)  tfl  wa^x\ii).  S33citetbt(bung  »on  tah,  i)aUm,  foffen  Jc; 
ngl.  got^.  tnhjan,  Veiten;  Sang;  <iUi)oä)b.  gizengi,  altfö^f.  u.  angelf.  bitengi, 
biteiige,  eng  anfe^licpenb,  anltegenb,  brängenb;  altnotb.  tengja,  oerbirben; 
nicbccb.  tengen,  befcngen,  anpadfen,  ongreifen,  anfangen)  ein  SöerE^ 
jeug,  aug  jwei  um  einen  ^unft  bewc^Mjtn  Sf)ei(en  beftef)enb,  jum 
gaffen,  g^eftf)alten,  '^\t^m  k.  (»gl.  <8eip»  ob.  Äneipaangc,  Sratf)',  geuer«, 
©c^micbejange  2c.);  imeig.  etiuaS  San^enförmi^eiS  ob.  jan3enaf)nil(^  gaf? 
fenbe6,  S^P^'^lf^nbeS  jc,  tnebef.  ^iftmQ^b.  ein  jangcnfÖrmtgeS  Jfu^enwetf : 
bie  3«n3e  ob.  baö  3angen»ecf;  obecb.  f.  Älammer;  Sifc^t.  f.  ©djraube 
an  ber  J&obclban!;  bie  beibcn  üorbeucn  3a^nc  bec  ''Pferbe;  bie  5an9enäf)n» 
lid)en  gcefoiverfieu^c  ciclec  Snfccten:  gcefö§angen;  bec  SJorbert^eit  beö 
giipe«_bec  ^irf(^e:  bie  3ange;  —  3fcö.  jangcnförmiij ,  Stt).;  bec  San* 
gcnfcifer,  .Jtäfec  mit  bcweglici^en  grcföjangen,  inSbef.  f.  Ohrwurm;  ©anb« 
«dfcr;  bec  Sangcnträ'gcr,  bie  ©Borpionfpinne;  bai  äflngelmap,  ?Bki)' 
mafj  bec  S>catf)jief)ec  gum  SWcffen  bec  SBeite  bec  3ici)l(ic^ec;  —  2rblctt. 
5cin(^cn  ob.  gengen,  gier.  3».,  lonbfd^.  f.  mit  bec  ^i^nge  faffcn,  f)alfen; 
l)tftic^  angreifen;  auf  ©ifenlidmmern:  baö  au6  bcm  55rifd)§ecb  genommene 
JRo^cifcn  untec  bcm  Jpammcc  f)anbf)abcn;  gängeln,  jicl.  3nj.,  J^anb».  mit 
bec  3>(inQi  faffen  u.  i)anbl)abm. 

Sancjcv,  S3».  (altb.  zaugar,  zarger;  m'cbctb.  tong ct,  f.  b.;  »on  gleichem 
etamm  mit  3angc;  »gl.  tai  ital  tanghero,  rauf;,  grob)  obcrb.  f.  fd)aif, 
beipenb,  »gl.  rdfj  (j.  S.  »om  ^fcffec);  Bi-äfttj),  fiifd;,  berb,  tapfec  :c.;  bQf)cr: 
jnngern  ob.  jengern  (aud^:  gangerlen),  3i»-i  f.  fdjacf  fc^metfen  cb. 
tied;cn;  fc^weij.  »om  SKit^ca^m:  ranjig  unb  jä()e  fein;  jä'ngeclen  f. 
facg,  filjig  fein. 


2030  3anf  —  jannen 

3anF,  m.,  Sanfapfel  2C.  f.  unter  janfen  2. 

Sanfen,  m.,  -g,  £!)?.  3anfen,  obeib.  f.  3acfen,  @pt|c,  3in!e;  2(fl; 
bal)er:  janfeln,  jänfern,  aiel.  3ti>M  f.  rnit  ^adtn  »ecfeben,  auöjatfen. 

janfen  1.  jiel.  3»-  (el)tm.  aucö  jantfen;  »on  gleichem  ©tamm  mit 
Bange,  f.  b.)  oberb.  f.  jie^en,  reifen,  jecren  (ettroS  i)in  unb  htt  — ;  baß 
gebet  mit  ben  Sännen  — );  baS  S^nfeifen,  1)  ein  ©pielgerätl),  rccl^cS  au« 
metatlentn  «Ringen  bejlefjt,  bie  fo  fünfllic^  uerf^Iungen  u.  an  eifcrne  &täbi 
gefflgt  finb,  bau  i()re  3(uflö[ung  untnöglid^  ^äjtint:  2)  fc^wäb.  eine  2Crt  in 
?SIH6)  gcba(fencc  Äuc^en;  ber  äflnfenfäö,  bair.  ein  bei  einem  Jtinbtauffc^moufe 
oufgetif^ter  Ää[e;  —  järtfen  ob.  jänfetn  (au^  jänfejen,  jinf  en)  jiel. 
3nj.  oberb.  f.  äief)en,  reijen,  flerf^en,  fdiarf  fein  in  Bejug  auf  ®efc^ma(f  unb 
®cfiif)l;  einen  — ,  f.  ifjn  necfen,  jum  3otn  reijen;  f^weis-  (ja n fein, 
jängeln)  au(^  f.  locfen,  reiben;  ^änfcln  ob.  janfeln,  jiellof.  3».  (6|h:. 
fic^  janfeln)  f.  oer^iel^en,  jögern,  jaubern. 

janfcn  2.  3».  (erjl  im  9leu^o^b.  woljrfd).  au§  ber  jinnlid)eren  Seb.  oon 
ganfen  1.  ertjlanben;  »gl.  jebo(^  aud^  \>a^  mittl.  lat.  tanganum,  gf{e^t§jtreit, 
tanganare,  cor  Oetid^t  Üagen ;   boö  altb.  JSBoct  f.  janfen  ilt  bagan,  bagen) 

1)  jicUoä  m.  {)aben  u.  rürfj.  I)eftt3  unb  (etbenfc^aft(td)  mit  I)arten,  belei- 
btgenben  ^Sorten  ftreiten,  finno.  aber  ebler:  ^abern  (übet  ob.  um  ttvoai  — , 
mit  einem  ganfen  ob.  fic^  janfen;  fie  ganfen  fi(^  bcftanbig-,  fid)  mübe  janfen, 
b.  i.  \i6i  jan!cnb  crmöben,  bi^  jur  ©rmübung  gan!en);  2)  jicl.  einen  — , 
lanbfdj.  f.  fchelten,  \l)m  einen  berben  SSecroeiö  geben,  f)eftt3e  93orn)ütfe 
raadjen  (bc[.  in  bem  jge[.  ouöjan!en;  auä):  i6)  »erbe  gcjan!t  f.  gefc^olten); 
ber  3nn!,  -eg,  o.  SJl..  ein  tebljafter,  1:)W\$ex  «Streit  mit  i)cittm  ©orten, 
finn».  v^aber,  flärEer  al8:  5D3ortn)cd)feI,  ^m^  (einen  3anf  mit  Semanb  on= 
fangen;  ben  3anf  enbigen);  —  3fe^.  ber  Sanfapfel,  eig.  gabell.  ber 
3(pfel  ber  Sri«  (®öttinn  ber  Bwietrad^t),  um  weldjen  als  ben  ^tciö  ber  ©^8n= 
^cit  bie  Göttinnen  SSenuß,  SJiinerea  unb  3uno  jlritten;  uncig.  jebet  ©egenftanb 
ob.  2Cnlaf6  cincä  3anle6  ob.  ©treiteg;  ba«  Sanfcifen,  oberb.  gem.  f.  eine 
jan!if(]^e  ^erfon;  ber  3an!flecfen,  lanbfc^.  Iteine  J^autfleden,  »eld^e  oon 
ouögetretencr  ®aUe  i)ixxü^vm  foUen;  ber  Sanfgetfl,  bie  Sanflull,  Steigung, 
Sujt  ju  janfen,  jönüfc^er  ©inn;  janflultig,  »».,  jum  3an!  geneigt;  bai 
3anfmaut,  gem.  f.  eine  gänüf^e  ^erfon;  bie  3anffu(^t,  bie  ©uc^t  b.  i. 
bie  {)ertf(i)enbe  leb()afte  Segierbe  ju  janSen;  janEfüc&tig,  58».,  3anffud^t  t)a= 
benb,  äu^ernb;  bie  Sanffüd^tigfeit;  ber  S^nfteufel  1)  gem.  f.  ein  l)ö^il 
janlfüc^tiger  ÜÄcnfc^;  2)  lanbfc^.  f.  baS  Silfenfraut,  au^:  3anfErout;  ba« 
3nn!tt)0rt,  ein  beim  3anl  auSgefpro^eneö  ^eftigeö,  beleibigenbeS  SBort;  aud> 
ein  2B ort,  worüber  man  janft;  —  2ibleit.  ber  3cinfcr,  -ö,  bie  3än!C' 
rinn,  S)?.  -en,  irer  (gern)  janft,  eine  5äneifd)e  ^erfon;  bie  3anEcrei, 
dJl.  -en,  baS  3anEen,  ©ejanf,  i)eft\^tt  SBortnjed)fel  (bcjlanbige  Bänfcreien); 
äanff)aft,  »».,  1)  einem  ^anU  ai)nlid);  2)  f.  w.  ».  bas  gc».  janfifc^, 
S».  gieigung  jum  3anEen  f)abenb  unb  jeigenb,  fmn».  janffüdjtig,  flat!er 
aU:  unüerträ'glid),  (ein  jSnüfd^er  SKenf^;  fein  jan!ifd()e6  Söcfen  it.). 
jannen,  jieUof.  3».  m.  ^aben,  alt  u.  oberb.  (aud^  janen,  jännen, 

jennen;  altf)Od^b.  zann^n,  mittellj.  zäunen;  »af)rf^.  aus  zanden,  zaHen 
entft.  oon  zaud,  zan,  3at)n;  alfo  eig.  iii  3äi)ne  jcigen;  »gl.  jeboi^  auä)  baS 
lat.  sanna,  ®eric^t6»etjerrung)  1)  bie  3ai)ne  blecfen  ob.  fletfd)en  (bet  ^unb 
aannt,  b.  i.  brot)t  ju  beipcn),  2??unb  u.  ©efidjt  auf  tt)iberlicl)c  11x1  ueraie^en, 


3opfcn  2031 

rjerjerren  (eine  (Bnmoflfe  ma^en);  inibef.  f.  Qaffen,  bai  9}?aul  auffpetren; 
f)of)nIad[)en,  ^rinfen  (einen  an»,  auSjanncn  b.  i.  neclenb  ob.  i;öf)ncnb 
angrinfen);  i)ä\iü<i)  ireinen,  greinen;  2)  in  »citeier  SBeb.  üon  Steilen,  bie 
gefc^loJTen  [ein  foUten:  auö  etnanbet  ob.  offen  fle()en,  «uf^cfpecct  fein,  f [offen 
(j.  JB.  eine  SBunbe  jannt);  auö;:  auffpetren,  offnen;  tte  3anne  ob.  3ännc 
(3enne),  9)?.  -n,  oberb.  f.  üerjerrte  ?iJl\tm  (®nma|Te);  ber  3anner, 
bie  Scinnetinn,  f.  eine  grinfenbe  ob.  i^ä'föüd)  tveinenbe  ^perfon. 

3apfen,  m.  -g,  ^.  vo.  6.  (obevb.  bie3apfen),  a3et!(.  bag  3apfd)en, 
3flpflein,  (in  3feö.  aud):  äapf-;  alt^o^b.  zapho,  mittelf).  zapfe,  aui)  zepho, 
zepfe;  obetb.  3iipfen  u.  3epfen;  niebetb.  Sappe;  angelf.  taeppe,  engl,  lap; 
altnorb.  tappi,  3apfen,  teppa,  gujtopfen;  mittl.  lat.  tappus,  fcan^.  u.  [pan.  tapon 
neben  tapar,  taper,  pjlopfen;  ital.  zalfo,  3apfen,  zafi'are,  oetfkopfen)  1)  «in 
gum  3iiflopfen  einer  £)ffnun9  bienenber  runblic^ev,  fpi|  julaufenber  Mf 
per,  ftnno.  pfropf,  ©töpfei,  gc».  in  beflimmterec  J8eb.  ju  beliebigem  SSer» 
fd)liefen  unb  £)ffnen  eineg  S3el)ä(ter5  ob.  ©efa^eg,  bef.  eine?  Sfifft^^» 
»eld^eS  eine  glüffigfeit  entt)ait,  bie  burd^  baS  geöffnete  3apfenlo(^  aSgelaffcn 
»icb,  öctfd^.  »on  ©punb,  f.  b.  (ben  3c»pfcn  Quöjiel)cn,  einreden,  feft  fiopfen 
ob.  fdjlagen;  baS  gafS  gei)t  am  3<3pfen,  gem.  f.  cö  ift  angejapft,  »üicb  »erjapft; 
fo  aud^:  einen  SBein  am  3apfcn  I)aben;  ber  Sopfen  in  einer  SRö^re,  in  bem 
©etinne  eine§  Seic^eS,  f.  ».  w.  SBöndj,  f.  bO;  auc^  f.  ber  Spo.i)n  (2.)  an 
einem  Saffe  ob.  anberen  ©efä'pc;  unetg.  f.  ^af5,  SBeinfaf^  (JBicr,  SSein 
üom  3apfen  trinlen,  b.  i.  unmittelbar  au6  bem  gaffe);  (Sct)cnfgered)tigfeit; 
lanbf^.  gem.  f.  ein  ©dufer,  2!runEenbolb  (ein  ooUer  3apfcn,  23oUjopf); 
2)  in  weiterer  Seb.  ia€  bünnerc  6nbe  etne6  ÄÖrperS,  mittelft  beffen  ber* 
felbe  auf  ob.  in  einem  anbern  befefligt  ob.  in  benfelben  eingefügt  (ein* 
gejapft)  Wirb  (j.  SB.  ber  3apfen  am  3inimer{)olj,  an  einet  SßäeQe,  einem 
Ut)rrabe  zc;  bie  3apfcn  ju  beiben  ©eiten  einer  JCanone);  3)  verfd[)iebene 
japfenförmige  ob.  japfena^nlid^e  .Körper  ob.  .Korpert{)et(e,  ingbef.  bie  fi^up» 
pige  ©amen!apfel  ber  SlabettiÖljcr  (Sannen»,  gid^tenjapfen  ic);  ber 
!leine  fegelfötmige  gleifc^Eörper,  »clever  com  (Säumen  über  bie  J^interjunge 
l)erabf)angt  u.  ben  ©d^lunb  oerfc^liejit:  ber  3apfen  ob.  baö  3cipfd^en, 
auc^  baS  aStatt,  3Ct{)emjünglein,  JCt^em-  ob.  Jpaud)btatt,  niebcrb.  ^uf  genannt; 
SBau!.  ein  fegeiförmiger  3ierat^  unter  bem  Sreifd^li^  eine*  borif^en  J&aupt« 
gefimfeS;  f.  auc^:  (giSjapfen,  6tu{)ljapf(^en  tc;  oberb.  aud)  iiber^. 
f.  Älumpen  (j.  SB.  m%  ^aat  u.  bgl.);  —  3fe^  ber  3a]pf=  ob.  äapfen- 
apfel,  eine  ©orte  langlidjer  JCpfel;  ber  3a^)fenbaum,  eine  2(rt  beö  ©ilber-- 
bäum«  mit  flcinen  ©amen-3apfen;  ber  3iJpfenbeiper  ob.  ^nager,  lanbfd). 
f.  Äteujf(^nabel;  ba^  3apfcnbicr,  1)  aus  bem  »crjapften  gaffe  tröpfclnbcS 
JBier;  2)  f.  »,  ».  gaffibier;  bie  3apfenbirn,  cine2(rt  japfenförmtgetäBirnen; 
ba6  3«pfcnblatt,  f.  ».  ».  3apfenfraut;  ber  3apfenbo(;rer,  ein  a5ol)rtr 
mit  einem  baran  befinblid^cn  3apfen  gum  2(nbo^ren  eine«  i^oUen  gaffeS;  ber 
3(lpfbotticl^,  Srau.  ein  SBottid^  mit  einem  3apfenlo(^  unb  3apfen  im  SBoben; 
ba6  3apfenfafä ,  ein  !leinc6  gafs  gum  JTuffangen  ber  auS  einem  SBein«  ob. 
SierfaJTe  auSrinnenben  glüfftgf eit ;  baS  3a^fenfetb,  ber  mittlere  S^eil  einer 
Äanone,  an  »eld^em  fic^  bie  3apfen  befinben;  ^apfenförmlg,  8».;  ba5 
Sapfengerüf!,  in  3Jiüf)lnjevfen  ia$  3apfenlager  (f.  b.)  mit  bem  baju  gepri* 
gen  (»erüfte;  bai  3apfenl)au§  ob.  =^ciuö^cn,  ein  oerf^loffeneä  ®ebaube 
über  ^en  ßopfen  eineö  Seines;  ha^  3i»pfent)0(5,  ju  ßapfen  braudfebareö  ^olj, 


2032  ßöpp  —  sappeln 

tnöbef.  ia5  JQo^  bcs  gaur&aumö  u.  iUUt  Baum  UM',  ^<^^  SapfenFell, 
SBcrgw.  ^örjcrne  Äcite  gum  SJecfeifcn  ber  !rummen  Sapfcn  in  bcc  SBelle;  bec 
Scipfenflol^,  Sergw.  bas  runb  auSgcfd^ntttene  ^öpfenlaget,  reotin  bct  3apfcn 
einer  SBctre  lä'uft;  ba§  Sapfcnfom,  tanbf^.  f.  9}Zuttct!orn  ([.  «DJutter  2.); 
baS  3a|)fcn«  ob.  ^äpfc^mhauty  l)  eine  ^flanje,  wel^e  alö  |)ei(mtmi 
gegen  bte  ®jfd)tt)ul{l  bcö  35pfc^cnä  im  Spai\t  QiUan^t  wirb  (uvularia  L.) ; 
2)  eine  2frt  be§  SJiä'ufcbortiS,  bcJTcn  SSlume  mit  einem  Slä'ttd;en  bebcdt  ijl, 
af)nlicö  bcm  3äp[(^cn  im  J^alfc,  au^:  J&a(§{raut  (luscus  hj'poglossum  L.); 
bng  Zapfenlager,  in  ^10)1-  n.  VLf)xmtitn:  bct  3;(;e{(,  auf  welchem  bet 
äapfen  einet  SBtUc  liegt;  ha^  Sapfenleber,  oU.  f.  9e!örnteö  Seber  (ft.  d^a» 
grin);  baS  Sapfenlod;,  bai  2od|,  in  weli^eö  ein  3apfcn  eingepafft  i|l  (in 
einem  gaJTe,  im  Sau^orj,  in  Ufjrrabctn  ic.);  sapfräp,  SSw.  (ogl.  tä'p)  oberb. 
öom  SQSeinc:  fctfc^  öom  Rapfen  b.  i.  unmittel6ot  au§  bem  gaffe,  ungemifd^t; 
Vit  Sa^jfenraupC,  stäupen  mit  einem  gapfenfötmtgcn  2(ul«?ucöö;  ba§  Bßpfen» 
red^t,  ionb[d^.  f.  ©(!^en!red^t;  bec  Sapfenring,  m  um  baö  ©nbc  einer 
SBcUe  in  bet  ©egenb  bii  ßapfenö  geregter  Sting;  bte  Sa^fenrofe,  fef)lerl)aftcc 
SBud^ö  einet  ÄnoSpe,  in  »eldje  ein  Snfect  fein  (Si  gelegt  ipat;  bct  Saipfen« 
\ä)ap)t^  Sergw.  ein  ©v^at^t,  burd)  welchen  bai  ©cjtange  get)t;  bec  Sajjfen* 
jlreirf)  (nicberb.  Sappcnflag,  f^wcb,  tappen-igen  ob.  tapp-to;  cig. 
ba6  3ufd;lc!gcn  beö  3apfenö  jut  SSccfd^licfung  beög'ilTcö;  »gl.  bic  nicbetb. 
'Jiebenlart:  ben  Sappen  to^laan  f.  btt  ©ac^e  ein  ©nbe  ma^en,  ni^t  mel)t 
baoon  feben)  ba^  bin  ©olbaten  3£6enb8  mit  bit  Stommcl  gegebene  3ei(i()en, 
fic^  in  i()c  Stac^tlogct  gu  begeben;  ba^  Sapfenjtücf,  bet  S.i)iil  einet  Kanone, 
«n  weld^em  fidd  bie  3apfen  befinben;  bec  SapfetttDcin ,  neben  bcm  3apfcn  . 
Qug  einem  gaffe  tropfcnbct  SScin;  bec  Sapfeiwivtl),  lanbfc^.  f.  ßd^enfmirt^; 
bic  Bapfemrurjcl,  f.  e.  ».  ^^faf)toursel;  —  2Cbteit.  japfcn,  giel.  3w., 
1)  (lanbfd).  au{|i  ttctfl.  japfeln;  obcrb.  japfen,  jäpfeln;  niebcrb.  top» 
pen,  engl,  tap)  burd)  2('uöäict)un3  be6  3apfen5  awi  bem  Saff«  flicpen  laffen 
(Siet,  SSein  :c.;  »gl.  ob»,  aii&'y  anjapfen  :c.);  bal;et  ©etranf'e  im  Äietneit 
Decfaufen,  ouSfdjenfen  (aus  bem  J^aufe  — ;  »gl.  yergapfen);  2)  mit  einem 
3apfen  toerfef)en,  yccfdjliepeit  ob.  befefticjeit  (bef.  in:  cinjapfen.  »ersapfen; 
au^  japfen;  3immerl.  einen  Salfen  einjapfen);  fic^  sapfen,  oberb. 
uncig.  f.  fid^  wegbegeben,  fortmachen,  trollen;  t)(i$  Scipfgelt»,  für  bai  Rapfen» 
ob.  ©döcnEi-edjt  gu  cntrid&tenbe  2(bgabe;  bec  Sapi^^^OS»  «i"  Srog,  in  welchen 
etwaögesapft  wirb;  bec  ^apfwcin,  2Bein,  welcher  t5er5apft  wirb;  bec3flpfct, 
-6,  ^.  \v.  ß.  (oberb.  3apfet,  3ap fler)  irec  etiva3  japft,  b.  i.  in6bef. 
ah'  ob.  nuöjapft  ii.  im  kleinen  ücrfauft  (bct  SSierjapflct,  bait.  f. 
Sicrfd;cn!);  —  bec  Söpfner,  -6,  (mittell;.  ^apfenaere)  »lt.  f.  3apfenmad)er; 
u.  f.  Äelincc. 

3app,  m.,  -eg,  obcrb.  1.  f.  geFocnteS  Scbcc,  »gl.  Bcipf<!nlebcr,  Oappc 
leber;  fr.  ef)agvin);  2.  (»erw.  mit  jappcn?)  fi^wab.  f.  Unwille,  5öec* 
bcufö;  jappcnt  ob.  jäppc^n,  3m.,  f.  feinen  Unwillen  über  etiva6  auS* 
laffen,  janfen,  lacmen;  bec  3cippcl  (ob.  3cppcl)  fd^wäb.  f.  (Streif 
(mittclf>.  zepel,  Carm,  3tuf(auf,  Äcieg  :c.). 

jappcin,  gicUof.  ßm.  m.  l)abcn,  (altb.  zabal6n,  zabelen;  oberb.  iaitln 
(f.  b.)  u.  jappcln,  audö  jäppcln,  gcppcln,  geppcrlen)  1)  «^anbc  unl> 
Siipe  fd)nell  I)in  unb  ()ec  beipegcn  (baS  Äinb  päppelt  in  ber  SKiegc);  aui^ 
über^.  ftc^  fdjneU  mx'i)  f)eftiij  bewegen,  jtnn».  jutfen  (bet  gifdd  gappelt  noän 


gappm  —  jart  2033 

gem.  baS  ^erj  jappelt  tfim  oor  i5«ube);  unetg.  gem.  f.  fitd)  abarbeiten,  ari' 
flrengen,  bemüf)en,  befonbetö  um  fid^  ouä  einet  bebrängten  Cage  ?c.  loßjus 
ma^en  ob.  ju  befreien  (et  fjat  lange  jappeln  muffen;  einen  jappeln  (af[en  it.); 
2)  oberb.  f.  mit  furjen  unb  fdjneUen  ©d^ritten  ge^en,  trippeln. 

ja^pen,  jiel.  u.  jiellof.  3».,  alt  u.  lanbfd^.  f.  jie^en,  jcrren;  fd)(epp<n, 
fd)leppenb  ge^en  (non  '3)ferben  k.). 

3arge,  n?.,  ÜJ?.  -n,  (att{)o^b.  zarga,  mittel^),  zarge;  oberb.  bte  3arg; 
niebccb.  ©arge,  ©atfe,  woi)l  nur  oom  .i^oij^jb.  entlehnt?  bte  ec^tc  niebetb. 
gorm  wäre  Äacge,  »gl.  bag  oltnorb.  tiarga,  angelf.  targ,  SEartfti^e,  ^6)üb-^ 
f.  \tboä)  auö)  ©arg)  eljem.  ubec^.  f.  ©nfaljung,  Umfang,  5Ranb,  ©aum 
eine«  JHaumcß  (j.  SS.  eincö  SBalbe«:  bie  SBalbsacg),  bef.  f.  Ginfriebigung, 
@ef)ege,  3aiin,  <Sc^u^tt)et)r,  9)?aucr,  2BaU  2C. ;  je^t  in  engerer  »cb.  bie 
©eifcn^ßinfafifung  ob.  bct  JRanb  cineö  ©efä'peg  u,  bgl.,  entg.  bem  S5oben 
unb  35edel  (j.  JB.  bie  3argc  eines  ^kUS,  ©d()effel8,  einet  ©djat^tcl,  SDofe, 
Srommel,  ©eige  ic);  oberb.  au^  f.  ein  ganjeö  ®efäp,  bef.  ali  bejlimmte« 
SKaß;  ba§  ©erinne  einer  9J?ül)[e,  in  welkem  ber  SJlü^ljlein  umläuft;  bie 
ßinfaljung  ob.  bec  üieredige  9iaf)men  einer  S^üt,  eineg  Senflec«,  eine* 
Sfenö. 

Särrer,  m.,  -8,  9)?.  w.  (5.,  oberb.  (aud&  aarrejer,  3arri§er  :c.; 
ogl., ba«  fc^weij.  jarren  f.  Jreifd&en;  6(lr.  jatren  f.  weinen,  fd^reien)  f. 
bie  ©djnarr;  ob.  CDiiflelbroffel,  ©d^narre. 

jart,  35«).,  (Somp.  sarter,  ©up.  jartefl,  oberb.  jatter,  järtc|t,  (altb.  zart; 
ben  nieberb.  u.  norb.  SOiunbarten  frcmb,  benn  hai  niebecb.  teber,  teer  i(l 
»on  anbetet  2£b!unft;  SOS.  zar:  zeran,  je^ten,  b.  i.  oetle^en,  auflöfen;  gotf). 
tairan,  angelf.  teran,  jerbtc^en,  jetteifcn,  engl,  tear;  »gl.  bie  fan6ft.  SB.  dri, 
jerbre^en,  lat.  ter-ere,  gtied^.  rs^neiv,  reiben,  jerreiben,  ba^er  r^Qtjyt  jatt, 
woraus  baS  lat.  tener  iüvö)  2autüetfe|ung  entflanben  f^jeint)  1)  leidet  "Ott* 
kliliö)  ob.  jerftörbar,  wenig  SBiberflanbSfraft  u.  «^altbarfeit  ^abenb, 
jtnno.  fd)Wac^,  entg.  fefl,  betb,  ftatf,  (jarte  JBlatter,  SSlumcn;  ein  jottet 
Äörpct;  jarte  ©liebet;  eine  gatte  ©efunbbeit,  Stimme  u.  bgl.;  iii  jattc 
.Rinbl)cit,  Sugenb  ic);  2)  auf  ©inn  unb  Gmpfinbung  einen  angenefjmen, 
gelinben  6inbru(f  madjenb,  finno.  fanft,  m'ii),  entg.  ^art,  rau^,  (eine  jatte 
J&aut,  jarte  .i^anbe;  jarte  gerben,  Söne  jc;  eine  garte  a3erül)rung,  SSe^anb» 
lungic);  3)  f)0(^fl  erregbat  ob.  reijbar,  für  jeben  ßinbrucf  leicht  em* 
pfdnglid),  fowo^l  »on  ben  äujjeren  ©innen,  als  ber  inneren  (Smpfinbung  u. 
ben  SKegungcn  beS  ©emütljS,  flnno.  fein,  wel^ieS  jeboc^  jugleid^  auf  bie  tfjatigc 
8DBal)rnel)mungS «  u.  Unterfd^eibungSEraft  gel)t,  jart  l)ingegen  nur  auf  bie 
paffioe  Stregbarfeit  (jarte  Sflerüen;  ein  gartet  ©aumen;  ein  garteS  ©efüt)l, 
b.  i.  tin  leicht  erregbares,  »erfd^.  ein  feines  ©efü^l,  b.  f.  ein  fd^arf  wat)r» 
ne^mcnbeS  u.  unterfd()eibcnbeS;  garte  Ob»^en,  aber:  ein  feines  ®cbör;  tin 
gottes  ©ewiffen  ^aben),  bef.  üon  ben  (Smpftnbungen  ber  Siebe,  beS  SBo^l* 
WoUenS  2C.  (ein  gattcS  ^erg,  ©emütl);  garte  ®efül)le;  garte  ßiebe);  ba^ec 
et)em.  aud^  f.  lieb,  geliebt,  roertf),  tf)euer,  mit  bem  2)at.  ber  ^erfon  (er  tjl 
mit  gart;  mittell).  im  ist  sin  kint  niht  zart;  gattet  ©Ott  K.);  —  3fe$.  bec 
Sartftfd),  lanbf(^.  auc^  bie  Sartlänge  (f.  ßange  3),  bie  feinjte  u.  langfte 
2Ctt  bee  ©todlfii^cS;  5artfu{)Ienb ,  SSw.,  ein  gattcS  ©efüfjl  l)abenb,  finno. 
empfinbfam;  jartfüpig,  ^glieberig,  *I)cint{g  zc.  »w.,  garte  gupe,  ©liebet,, 
<^anbe  ^abcnb ;  \}ai  äartgefüt)!,  ein  garteS  b.  i.  fel)r  erregbares  ©efü^il,  bef. 

^epf e'e  ^onbwürtwb.  b.  bwtfd^m  ®pr.  2.  S^ell.  128 


2034  Bäxte  ^  3afet; 

ein  feine«  jtttli'^eS  ©efii^l  für  boS  ©c^tcfltd^e  ob.  ©ejfemenbe  (fr.  Selfcateffe); 
jartmütl)i9,  fßw.,  ein  gaiteö  ©emütf)  ^ahmh ;  bec  3attf«|tt)ömm,  eine  litt 
asiätterf^wämme;  bec  3öttfinn,  gartet  ©tnn,  b.  i.  jarte  ©inneS»  ob.  ®e* 
müt^öart,  25en!*  unb  (gmpfinbunggweifc,  finno.  äartgefüf)!;  jartfinnig,  Sw., 
jorten  ©tnn  t)abenb  u.  barin  gegrünbet;  bie  Sartfmnigf eit;  —  TlbUit. 
bet  3att,  -eg,  olt  u.  oberb.  f.  ^axti)iit;  Sattlidjfeit,  Siebe;  Stebfofung, 
<Sd^metd)elei;  9Bo{)Ueben;  ^mpftnbfamfelt,  3i«cerei,  (mit  zart,  gartltd^, 
forgfÄUig;  äne  zart,  oI)ne  ©(^onung);  bie  Scitte  1.  o.  50i.  (oltb.  zarti? 
lärte)  feiten  f.  3art^eit,  laxU  S5efd)affenl)eit,  ^innliäj  u.  geijiig;  2.  2Ä.  -n, 
(oui^:  3erte)  ein  f leiner  efSbaver  <SeC'  unb  S^uföfifdEj,  Ijaufig  geräud^iert, 
au4):  9?afe)  ©«f*  k.  (»ieUeid^t  »on  anberem  ©tamme);  garten,  jiellof.  3». 

(oU^od^b.  zartjan  u.  zarton;  mitUli).  zarten  u.  zerten,  ^rd't.  zarte)  Dößig  oU, 

f.  jart  werben;  jart  ob.  fanft  mit  einem  umgeljen,  ti)m  jörtlid)  t^un, 
liebEofen,  fd)mei(^eln,  (duzartest  mir);  bal)er  bas  »erll.  gärtcin,  jieQof. 
3».,  1)  f.  jart,  jartlid)  ob.  iT)eid)Ud)  fein  (iörtle  nid^t!);  2)  einem  — , 
oberb.  f.  gärtUd)  t()un,  fd}meid)eln,  i()n  irei^lid^  be^anbeln  (bem  £eib  jar* 
teln;  gew.  nur  in  »er  gort  ein,  f.  b.);  bie  ^äxtd\vod)t,  2^.  -n,  lanbfc^. 
f.  ptterwoc^en;  bie  3flttl)eit,  baS  Scirtfein,  bie  jarte  S5efd)affenf)eit 
(j.  SB.  einer  SBlume,  beS  Seibt«;  —  ber  ®efüt)le,  beö  <Stnne«  :c.);  järtUd^, 

SB»,  (altb.  zartlüi;  zärtlich,  zarteclicli)    1)  cig.  t»On  jarter  ©eftalt,   Zxt, 

S5efc()affen^eit,  ba|)er  oberb.  f.  aierli^,  nieblid);  2)  im  f)od)ften  ©rabe 
empftnblid)  ob.  reijbar,  aü9  ®c^tt5ad^e  deinen  unangenehmen  6inbcu(f 
»ertragen  fönnenb,  finno.  ireid)lid),  fd)tt)ad)[id)  (fr.  beltcat;  ein  järtlid^er 
Äörper;  eine  jartli^e  ®efunbl)eit  u.);  3)  für  bie  ©mpfinbungen  ber  ßiebe, 
beg  5öof)tix»oUeng  ic.  fef)r  empfanglid;,  unb  biefe  (Smpftnbungen  in  i)o()em 
©rabe  t)egenb  u.  aupernb,  ob.  barin  gegrünbet  (ein  jä'rttid^es  ^erj  haben; 
ein  jä'rtli^er  greunb,  8iebl)aber;  einen  jortlid^  lieben;  jörtlid^e  SBorte, 
»riefe  it.);  bie  ßartlid^feit,  ia^  Bartlid)fein,  bie  5artlid)e  SSefdjaffen^eit 
cb.  Zn  unb  5Beife,  in  oUcn  »eb.  (j.  S5.  bie  aartli^Ieit  beö  JtörpcrS ,  ber 
®e[unbl)eit  :c.);  inSbcf.  ber  i)öci)fte  ©rab  t)on  ßiebe  ob.  5ffio{)lwollen,  bef. 
fofern  fic^  biefe  ©mpfinbung  im  äußeren  a5enel)men,  burd^  fiiebfofungen, 
©c^mei^clreben  ic.  ju_  erlennen  giebt  (bie  3cirtlid)!cit  einer  SJluttcr,  einer 
®eliebten);  aud^  eine  ^(uferung  5ärt(ld)en  ®efüf)lS  (SÄ.  3ärtli(j^leiten);  ber 
äörtling,  -e§,  CO?,  -e,  1)  ein  5artlid)er  b.  t.  fdjwadfjer,  weidjlidjer  ob. 
tjerjartelter  $9?enfd);  oberb.  ou^  f.  ßiebüng,  (ein  3ärtl{ng  be»  ©lüdts,  b.  t. 
ein  üom  müct  »erwö^nter  SOtenfd^);  2)  f.  bie  «Streifmauö;  3)  eine  amerifan. 

5artlid)e  ^flanje  (callisia  repens  L.). 

3ärte  3.,  w.  ob.  ber  3arter  (Sliejä'rter),  f.  3«tte,  Setter. 

jafclim  ob.  jcifd^en  (jef^cn),  3»-  (altljod^b.  zascön;  öjlr.  tef(i(|en, 
f.  b.;  ttftl.  tascar)  alt  u.  oberb.  f.  jie^en,  fd[)Ieppen;  langfam  arbeiten; 
fd)(enbern;  bie  3af(^e  ob.  Safere  (3äfci^en),  2)?.  -n,  oberb.  f.  ©djleppe; 
»ero^ti.  f.  5Beibgperfon. 

3afer,  w.,  9)?-  -n,  aSerfl.  ba6  3aferd)en,  (f(|eint  im  3£ttb.  ni(i()t  liblit!?; 
f^iwäb.  ber  3afem;  ügl.  baö  bair.  ber  3afel  f.  a5lät{)en?a^d)en  j.  S.  on 
ber  ^afelftaube;  »er»,  mit  jaufen,  oberb.  a\xö)  jaifen,  nieberb.  tufen, 
tufeln,  angelf.  taesan,  engl,  teaze,  towze,  jtef)cn,  jupfen;  alfo  eigentti^i  etwai 
Serjupfte«  ob.  2Cbju|upfenbeö)  feine  gafer  in  bem  &meht  ber  S^iaturförper, 
ief.  bie  jarten,  fabena^nlld[)ett  SBurjelfafern  ber  ^flan5en;  bie  ^ci^ix^ 


gafem  —  Sauber  2035 

blumc,  SÄtttagSMume ;  jaferlg,  »w.,  3afern  f)a6<nb,  au8  3af<rn  beflc* 
l)enb  (eine  jafen'äe  SBSurjel);  jafetn  1.,  jiel.  u.  tüctj.  ^w.  (fd)irä&.  jaf  emen), 
in  Bafern  jertf)eiUn,  jerpflücfen;  fid)  — ,  fid)  in  3flf«n  abfonbern,  auf* 
löfen,  jafecig  werben. 

i^afern  2.,  jfeaof.  3».,  fd^weij.  f.  weinetlid)  reben,  tlä^Üd)  tf)un. 

äaöpel,  w.,  50?.  -n,  lanbfd^.  ein  (Strang  geF)a«pelten  ©arn<«,  al«  6e» 
ilimmteö  fOlaf  20  (Sebinbe  ob.  400  gaben  Ijaltenb,  ein  2)rittel  be«  Cttd^n«, 
in  ©ad^feo  ein  f)albet  ©traf)n,  aud>  eine  3(»f)l  genannt. 

jaöpen,  ja^peln,  jiellof.  3».,  obetb.  u.  fdiwei}.  f.  mit  ben  ^ü^en 
fdbarren  (eon  ^ü{>nern,  ^unben  ic.)  ob.  auf  bem  SSoben  f)in  fcf)leifen  (»im 
S^aui  mit  ein  ait  SBeib  umbjaSpen*  <!^an$  6a(^g). 

jätfc^eln,  3».  1)  jiel.  (=  tat f(^e in,  f.  b.  unter  tafc^en;  »gl.  ^Stft^eln) 
lanbf(^.  gem.  f.  liebfofen,  jartüc^  be^anbefn  (ein  Äinb  — ;  oerj5tfd()eln 
f.  »et^atfci^eln,  ccrjärteln);  2)  jieQoS,  oberb.  f.  jappeln. 

3ai^  ob.  3qÖ,  vo.  (oectt).  mit  3iöe)  oberb.  bef.  f(()»5b.  f.  ^^ünbinn; 
tecäd^tl.  f.  2ßeib8perfon. 

3öUbet,  m.,  -6,  9)?.  tV.  S.,  (altf)0(!bb«  «^^z  zaubar,  zoupar,  au^  ■oafer; 
mittell).  daziouber;  oberb.  boS  3auber;  »ieUei^t  oerw.  mit  bem  altb.  zouwan, 
oberb.  jaucn  (f.  b.)  f.  bereiten,  fertig  macben,  got^.  taujan,  t^un,  madb«"' — 
baJ.iölÄnb.  töTur,  töTrar,  3aubermittel,  töfra,  gaubern,  nieberb.  töwern, 
erinnert  jebo^  an  iSlä'nb.  töf,  Serjug,  tefia  =  nieberb,  t  ö  w  e  n,  üerweifen, 
aufbalten,  bcnim^n,  wonadb  bie  ©runbbeb.  »on  3Qubcr  »J^emmung,  geffes 
lang»  fein  tonnte)  1)  bie  ^(nwenbung  übernatürlidbec  ^raft  ju  iDunber? 
baren,  bef.  fd)äb(idben,  ^Birfungen,  fo  wie  bie  Äunfl,  Übernatürlic^eö  ju 
wirfen,  f.  o.  w.  bai  Zaubern,  bie  Zauberei,  3auberfun[l,  (etwas  bur^ 
3auber  ber»orbringen,  bewirf cn  ic);  2)  ein  übernatiirlid)  ujirfenbeS  9)?ittef, 
Baubermittel,  u.  bejjen  ffiirfung  (einem  einen  3auber  antJ)un;  ben  3aubet 
löfen,  aufbeben  jc.) ;  3)  uneig.  ein  i)ol)tt,  einem  3auber  a'bnlic^  wirfenbec 
(bejaubernber)  9?eij  u.  beffen  ^Birfung  (g.  S.  ber  3auber  ibrer  ©eflalt,  ibrer 
©timmc  JC;  e6  liegt  in  ibrem  SBefen  ein  unwiberflebli^cr  3auber);  — 
jaubern,  jieUof.  U.  Jiel.  3W.  (altbodbb.  zaubaron,  zoabrön,  mittelb-  zoubern; 

nieberb.  töwern,  boU.  tooveren)  1)  eig.  burc^  3aubec  b.  t.  burd)  libernatür* 
lid)e,  geheime  Gräfte,  inßbef.  mit  angebli<ibcr  SqüIU  böbf«r  (guter  ober  böfer) 
®eifter,  wirfen  ob.  etiraS  l^eröorbringen,  finno.  ^Bunter  t()un  (f.  SBunber 
2)  b),  gem.  ^eren,  welche«  jcbodb  ö^w.  nur  bie  ^erüorbringung  f^ablic^er 
SQJirtungen  mit  .C>ütfe  böfer  ©eifter  bejeicbnct,  (jaubern  tonnen;  etwa«  b^'» 
^erüor',  binweg* jaubern  zc.;  einen  ^alaft  an  einen  oben  Ort  jaubern;  ogl. 
be?,  ent»,  »er«,  umjaubern  ac);  2)  uneig.  Wie  burd)  3ciuber  b.  t.  burd> 
»unbera^nlidb«  ^raft,  plö$li(ie,  unwiberflebli^e  einwirfung,  madbtigen 
SReij  IC.  wirfen  ob.  ttvoai  ^eröotbringen  (j.  58.  etwai  bnxä)  Äunfl  b«oot 
jaubern,  ein  SSitb  auf«  Rapier,  auf  bie  Ccinwonb  jaubern;  einem  ein  (Sefübl 
in  bie  Seele  jaubern;  jaubernbe  SBlitfe,  SBorte  «.);  —  üi  3fe§.  tnit  3  au« 
ber«  bejei^nen  im  Mgemeinen:  ttaai  hntä)  3auber  .^erworgebradbteS,  mit 
einem  3auber  SBebaftetefi,  25erjauberteS,  ober:  etwa«  butö)  einen  3auber  ob. 
jauberäbnli^  SD3ir!enbc8,  JBejaubernbe«,  al8:  bai  ^anbtxailQt,  bejaubernbeS 
.Äuge;  ba«  3auberbanti;  ber  3Äuberbaum,  ^bed^er,  ^berg;  bad  3öU» 
berbilb;  ber  3auberblt(f,-  ber  3auberbrunnen,  ein  bejauberter,  ob.  jau» 
berbaft  wirJenber  SBrunnen;  9laturl.  ein  Öefner  fönflliib«  ©pringbrunnw, 

128* 


203G  Saubci- 

tvcld^ct  ü'&wcd^felnb  eine  ScttlaRg  JGJalTcc  gfebt  unb  wieber  nid^t;  baS  Söuber* 
bud^,  ein  bte  3auber!unjl  lef)renbcs  Sud);  tie  Sauberburg ;  bec  3auber* 
begen;  bec  Sauberbuft;  bec  Sauberfaben-,  bec  3auberfe(5  ob.  pfeifen; 
jauberfefl,  S».,  fe(t  b.  t.  geftd^ert  gegen  3aubetet;  bie  Sauberflamme; 
bie  3auberfI5te;  ber  3auberflud^,  gauberfcafttger  gtu^;  bct  3auberflufä; 
bie  3auberformel,  eine  jaubcrfräftige  gormel;  bie  3aubergabe,  bie  Oabe 
ob.  natürlid^e  gaf)ig!cit  ju  jaubern;  eine  bejaubecnbc  Oiaibt;  bei-  3auber» 
garten;  tai  Saubergebilb,  -gefäp,  sgemälbe,  ^gerätl);  bec  3auber* 
gefang;  bie  Saubergefd^id^te ,  eine  ©efc^i^te  »on  3aubeceien;  hai  3au* 
berglaö,  sgolt;  bec  3aubergürtel;  bie  3auber()anb,  3auber  »irfenbe 
^anb;  bie  3auberl)öl)le;  bec  3auberl)ügel;  bie  Sauberl^üUe;  bec  3au* 
berljunb;  bie  3auberinfel;  bec  3aubcrfc(c^;  bie  Sciuberfette;  bie  3au* 
berfraft,  bie  Jtraft  ju  jaubern;  gaubcrcif)nli^  iritfcnbe,  be^aubernbe  ^aft; 
jauberEräftig,  Sn?.,  3auber!raft  beft^enb,  ob.  barin  gegrünbet;  ia$  Sauber* 
fraut,  ein  ongcbli^  3auber!raft  beft^enbcs  Äcaut,  inöbef.  ia^  fogen.  ^eyen* 
ob.  ©tept)anefraut  (circaea  L,);  bec  3auberfrei§,  ber  Äreiö,  »cld^en  ein 
tauberer  um  fid)  iii^t;  auc^  ein  gauber^aftcr  ob.  bcjaubernbec  ÄreiS;  bie 
Sauberfunj^,  bie  Äunft  gu  gaubern;  auc^  eine  Jfnwenbung  bcrfelben,  ein 
3auber!untlflüd  (eine  3auber!unjt,  fm.  3auber!ünfte);  ha§  Sauberlanb; 
bie  Sauberlaternc  ob.  ;  leuchte  (fr.  ßatcrna  magica);  bec  Saubertaud^, 
eine  litt  be«  Cau^S,  weld^e  nadö  ei()emal.  23ol!gglaubcn  gegen  3auberei  fc^ü^t, 
oud):  JQmnlanö)  (allium  magicum  L.);  bec  Saubecleljcling ,  Se^rling  in 
ber  3auberci;  tiai  Saubeclid^t;  ba^  Saub-erlieb;  bie  äauberma^t,  bxixäi 
Sauber  ob.  jauberaijnlid^  »irfenbe  ^ai)t;  hai  3aubermäl)r(^cn,  ein  ^äi)^ 
4)en  »on  3aubereicn;  ber  Saubermantel;  jaubermä^ig,  83».,  gaubera^n» 
li(!(),  jauber^aft;  ber  Saubermeifler,  ein  SJleiftcr  in  ber  3aubcrei,  gem.  .^eren* 
meifletc;  iai  Saubermittet,  ein  jouberEcaftigce  SJlittel;  bec  Saubernebet; 
bec  Sauberpalafi;  ba^  3auberp[erb ;  bie  Sauberquelte;  bec  Sauber* 
taud^,  ^regen;  jauberreid^,  SSw.,  rei^l  an  3auber  ob.  bejaubcrnbem  SReia; 
ba«  Sauberreic^,  SReic^  ber3aubcrei;  ein  bcjaubertes  SReid^ ;  ber  Sauber* 
teij,  jauberifdjer,  bejaubernber  SJeij;  ber  Sauberring;  bie  Sauberruttje, 
f.  V.W.  ber  3auber)lab;  ber  Saubcrfaat;  ber  3auberfd)aU,  s [chatten, 
«=fd^a^,  <=fd^ein,  -fd^Iaf;  ber  Sauberfd^tag,  ein  3aubcr  roirfenber,  bejau« 
bernbet  &ä)la$,  inSbef.  mit  einem  3aubcr^abe  (uneig.  mit  einem  3aubcr|'(]tlage, 
b.  {.  urptö|lid&,  mk  i>üvä)  3auberei);  bec  Sauberfd)tcier;  ta^  Sauber* 
fc^lofö;  bie  Sauberfd^nerfe,  ««atuiE.  eine  2(rt  Sffiatjcn;  auc^  f.  bie  Ädfer» 
fcftnecte  ob.  iai  3ubaSof)r;  bie  Sauberfc^rtft;  bag  Sauberfc^wert ;  bec 
Sauberfegen,  eine  jauberfrö'ftige  ©cgengformel;  tai  Sauberftcgel;  bet 
Sauberfpiegcl;  ba6  Saubcrfpiel,  ©picl  ber  Zauberei,  3Quberftüct;  |aube= 
rifc^eS,  bejaubernbeS  ©piel;  ber  Sauberfprucö,  jau6cc!rciftigcr  ©prucd, 
3ouberformet;  ber  Sauberjlab,  gaubctBcäftiger  ©tab,  Btab  eincß  3aubererä; 
bie  Sauberfilmme,  bejaubernbe  (Stimme;  bec  Saubcrjltreirf),  ba6  Sauber« 
jlürf ,  et»a6  burcö  3auberei  SenjirfteS,  eine  au^gcfütjrte  3auberei;  3  a  üb  er« 
ftöct  anä):  ein  Süljnenltüd,  in  »el^cm  3aubcrei  »orfommt;  ber  Sauber* 
tag;  ber  Sauberton;  ber  Saubertranf,  bejauberter,  ob.  jaubetfcaftigec 
ScanI;  bie  Sauberwaffe;  ber  SauberivatD ;  ha^  SauberwalJer;  bie 
Sauberkeit,  bezauberte,  ob.  burc!^  3aubet  t)crDorgebra4)tc  aSelt;  ^(i^  Sau* 
btixvixt,  \)\ixä)  3auberet  SeroirEteß;  ia$  Saubern>efcn ,  ein  jauber^afteö 


3au(^c  —  3aucn  2037 

®ef<n;  aud^  f-  ^««  Säubern'  u.  attcS  boju  ©e^orenbe;  baS  3üub<rtt»ort,  e(n 
bejaubecnbes,  jaubcrfcäftigeS  5!Boct;  bie  3«ubern?urjet;  hai  ^ciuhit» 
2eicf)en;  —  XbUit.  »on  Sauber:  jaubcrl)aft,  SBir.,  mit  einem  3nubec 
bel)aftet;  einem  Sflubec  a^nücf),  jauberarti^;  jauberifc^,  »w.,  3nubec 
entf)nltenb,  barin  gegriinbct  ob.  bamit  ^ufammenban^jcnb  (jaubenfc^e  SRtt« 
tet,  Sormetn,  Sefd^roörungen  :c.);  jauberä'f)nlid),  bejaubernb  (jauberif^e 
sRctV  jc);  jaubcrlirf),  Sir.  (attb.  zaubarlih,  zouberlich)  »It.  f.  einem  Bciu: 
Ut  gleid),  jiiubera'bntic^,  jauberifd);  —  »on  jaubern:  bie  Säuberet, 
1)  0.  SJJ.  basJ  änubern,  bie  3auberfun|1  (3aubere{  treiben;  3cmanb  bec 
3auberet  befc^ulbtgcn) ;  uncig.  jaubeta'bniicfje,  bejaubernbe  Äraft  u.  bereit 
5Birfun3  (bie  Säuberet  bcr  ©djönbcit,  ber  Zkbe  jc);  2)  SD?,  -en,  bie  "än^ 
trenbung  u.  ^Birfung  bec  3>^ubecfun|lt  in  einem  etnjelnen  gaUe,  eine  iau^ 
betifc^e  ^anbfung  (bas  ifl  3auberei);  bec  Sauberer,  jgcj.  Saubrer,  -«, 
CO?,  vo.  (5.  (altb.  zaubarari,  zouberaere;  nieberb.  Sowerer  u.  Söwener),  weibt 
bie  3ouberlnn,  50?. -en,  (fl.  3aubrertnn;  oltb.  zoubrtrin,  zoubra^rio), 
»rec  jaubect,  bie  3aubecEunfl  üerf!e[)t  u.  übty  gem.  ^epenmeifiec,  ^txt 
(»gt.  0.  jaubern);  uncig.  wer  burdb  üorjiigltc^e  Äunjt,  [ettne  Ctgenfc^aften, 
sReije  2C.  jauberaf)nltc^e  SBirfungen  fjeroorbrtngt. 

3aud()e,  w.,  9??.  -rt,  obcrb.  (audb  3obe,  3cben,  $oä)t;  fdjmeij.  3aug, 
ö|lr.'3au!;  aU1)o6)b.  zöha,  mittel^,  zohe,  zoche;  rieberb.  Sad^e)  f.  ^ün* 
binn;  gem.  f.  weiblidje  ^etfon,  inebef.  f.  v^ure  (boijer:  Sod^enjo^n  f. 
.^urenfobn). 

jaud^en,  jfel.  3».,  (»gl.  jod^en,  gaufen)  oberb.  f.  mit  (Smalt  jie^en; 
flreben. 

jaubertt,  jicüof.  3n>.  m.  ^aben,  (fe^lt  im  3«tb.  u.  ben  oberb.  aWunb« 
arten;  »gl.  bas  oberb.  jottcn,  jotteln,  jottern  f.  langfam  u.  f^leppenb 
ge^cn,  fd^lcnbcrn;  rieberb.  tau  ein;  lang[am  fein,  bit  ^tit  »ertSnbeln,  fnÄbef. 
longfam  u.  fi^lcppenb  fprec^cn;  töwen,  »arten,  »erweilen  :c.;  ba«  ©tamm* 
wort  f4)ctnt  ba§  aUi)odib.  züon,  langfam  t^un,  aufbalten),  feblerf)aft  langfam 
t)erfaf)ren,  bef.  au6  Unentfcf}(o(Tenf)eit,  finnv.  fdumen  ([.  b.)  u.  jojern, 
vx)cld^c6  mcbc  (objcctiö)  baS  ^tnjieben  ber  &aä)t  in  bec  3«it,  }aubern  ^in» 
gegen  (fubjectio)  baö  ßangfamtbun,  btc  gehemmte  Scroegung  ber  ^crfon  be* 
jeic^net  (j.  S3.  »fte  jaubcrtc  unb  t)ätte  no(i|>  lange  gejögert,  wenn  nftfet«  xc. 
@ötbc:  wa«  gaubcrfl  bu?  in  ob.  bd  einer  @a(^e,  "Htbtit  :c.  jaubern);  bie 
3aubere{,  iai  3aubern;  bec  3aut>erer,  -6,  bie  3aubertnn  (jt.  3au» 
brerinn),  SO?,  -cn,  eine  jaubernbe,  5um  ßflubern  geneigte  ^erfon; 
gauberbaft,  asw. ,  jum  3aubern  geneigt,  finn».  [äumig,  faumfelig;  bie 
3auberl)afti9!eit. 

jaucn  ob.  jauwen,  3».  (altbod)b.  zawjan,  bereiten,  u.  zaw^n,  gelingen, 
ju  ai)eil  werben;  mittelf).  zouwen;  gotf).  tanjan,  angelf.  tivjan;  engl,  taw  u, 
nieberb.  tauen  (f.  b.)  in  ber  befonberen  Seb.  ficber  bereiten,  gerben)  olt  u. 
oberb.  1)  jicUoS  m.  Ijabcn,  fortfd)reiten ,  fd}nell  wn  Statten  gef)ett, 
gelingen,  ju  Sbeil  werben  (einem  —;  id^  tjoffe.  e«  foQ  mir  jauen);  2) 
tiictj.  f i  d)  — ,  f.  0.  w.  ftc^  fputen,  etien,  foctmacben  (bibl.  jaue  bidb !  jic§ 
mit  einer  2Crbeit  jauen);  3)  jicl.  etwaö  — ,  »öUig  tlt.  f.  fertig  ob.  gar 
mad^en,  bearbeiten,  bereiten,  tnöbcf.  f.  f^mieben,  l)e(^eln,  weben,  gerben,  far« 
ben  Jc;  baber:  bie  3aue,  lanbfd).  f.  bec  SD3ebflu{)( ;  ber  3aucr  ob.  3awcr, 
e^em.  eine  3Ict  SSudt);  ob.  3eugmacijer,  aud^j:  3«wnjeber;  jöuig,  jauic^t, 


2038  lauern  —  Sau» 

jauHd^,  8».  (altb.  etwic,  eouwec,  zouwcllch  it.)  cbttb.  f.  röf^,  ^uctig, 
eilfertia,  eilig. 

jaufen,  liel.  u.  jteUof.  3».  (^lebenfotm  »on  jou^en,  f.  b.;  »erw.  mit 
f,iif)tn)  obetb.  f.  ji«f)cn,  bef.  jurütf3ie()en;  rüdfnjactg  ge^en,  (jauf!  9?uf 
an  bo«  SugtJte^,  waf)renb  man  c8  am  fieitfeil  xüiwätti  iiii)t);  unei'g.  f.  ju# 
ru(f treten  »on  einet  Unternel)mung,  a5ef)auptun3  ic,  2{ugjlud)te  fud)en  (f)mtet 
fid^  —  ob.  jutiidt  gaufen). 

Saum,  m.,  -eö,  SJ?.  3aume;  Serll.  baS  3aumd)en,  obcrb.  Bäumtein, 
{alt^odjti.  zäum,  mittel^),  zoum;  wa^t^äi.  mit  2(uStt)urf  be€  h  aüi  bcr  585.  zuh: 
jtc^en  gebilbet,  »gl.  zuhil,  ßögel;  altnorb.  taumr  u.  teymi,  fd^web.  töm; 
nieberb.  iXoom,  »gl.  Sau;  engl,  team,  ©efpann)  öbet^.  ein  S5anb,  ®eil, 
SKiemen  jum  3i«()«n  ob.  ßenfen,  genauer:  baS  tjolljlanbige  aus  fienffeit, 
©ebifs  unb  Jlopftieaien  mit  Jtinnlette  bejlef)enbe  Cenftrerf jeug  am  Äopfe  bet 
3ugs  «.  9?eittf)iete,  t5etf<|.  3ügel,  b.  i.  bet  Senfriemen  als  3;f)eil  beS  Raumes 
(einem  fpferbe  ben  3aum  anlegen,  obne^men;  eS  im  Baume  l)alten) ;  uncig. 
ein  9)?itte(,  etmag  ob.  S«»^«nb  ju  bä'nbigen,  ju  mapigen,  in  ben  gef)örigen 
@d)ranfen  ju  ^ciUtn  (j.  5B.  bic  ®efe^e  finb  ein  3öum  ber  SBiUIür,  bet  Seiben« 
fc^aften;  bef.  im  3aume  galten,  bilbliddf.  madigen,  einfd^rä'nfen  k.,  j.  SB. 
feine  SBegicrben,  feine  3unge  jc.  im  3aume  Italien,  »gl.  jögeln);  in  »eiterer 
SBeb.  au4>  f.  ba^  iexU  ob.  ©angelbanb  bet  Äinbet  (ein  Seitjaum);  bai 
Saumd^en  f.  baS  Bungcnbanb;  ou^  ba«  S^&ütäjtn,  ujeld^es  bie25orf)aut  mit 
ber  ©i^iet  öerbinbet;  jaumfrei  ob.  jaumloS,  Sw.,  »om  3aume  frei  ob.  lo«, 
ol)ne  3aum;  uneig.  f.  uneingefc^rän!t,  ungemäfigt,  ge».  jügelloS;  iiai  Söum« 
gelb,  ®elb,  wel^ieS  ber  Ääufer  eines  |)ferbes  iem  ©taQfne^te  für  ben  3aum 
beja^lt;  ^aumxt^t,  S5».,  bem  3aume  geredet,  an  ben  3aum  gewöhnt  (ein 
jaumreii^teö  ^ferb,  b.  i.  ein  jugerittene«) ;  ba^  Baumfdl,  oberb.  f.  Seitfeil; 
ba6  SöWtnjeug,  ein  wunbärjtl.  SSSerljeug  jum  3ufammenjie$en  ber  SBunben» 
Cefjen;  —  jäumett,  iiit  ^m.  (mittel^,  zoumen;  nieberb.  tömen,  i^oU.  toomen) 
mit  bem  Saume  t>etfe{)en  (ein  ^ferb  — ,  if)m  ben  3aum  anlegen);  e^em. 
aud^  am  Saume  fuf)ren,  leiten;  feiten  uneig.  f.  in  ©dfjranfen  ^altm,  md'« 
pigen,  6e{)errfd^en  (feine  »egierben  —,  gew.  jiigeln);  bie  Säumung,  baS 
Säumen  5  jäumbar,  S».,  fal)ig  gejaumt  ju  werben. 

3aun,  m.,  -es,  9)?.  ^äixm-,  aSer!l.  bai  Saundjen,  oberb.  Sd'unUin, 
(altf)o4|b.  ziln,  5SR.  züni;  mittell).  zun,  SD?,  ziune;  altfdd^f.  u.  altnorb.  tdn; 
nieberb.  Sun;  angelf.  tun  u.  tyne,  »gl.  tynan,  oerfd^liepen;  mittl.  lot.  tuni- 
Dum)  1)  urfpr.  jebe  (5infriebigung  ob.  Umf)egung  (bal)er  altb.  au6i  stein- 
zda  f.  SÄouer  um  einen  ©orten,  SBeinberg  ic);  jefet  in  engerer  Seb.  eine 
Um{)egung  t)on  ^^ol^wecf,  insbef.  a)  tjon  ©eflrdud)  ob.  ©taubengett)ad)fen 
j.  SS.  J&agebud^cn:  ein  lebenbiget  Saun,  ein  J^etfenjaun,  eine  ^ecfe,  (f.  b.; 
oberb.  au(!^:  SBilbgaun,  rauljer  ob.  JKauc^joun  ic);  b)  von  gefälltem  u. 
bearbeitetem  v^ol§:  ein  tobtet  S^un,  j.  JB.  ein  SSalfen^,  Sretterjaun  (f.  o. ». 
^lanf  e),  Satten jaun,  ©d^eiterjaun ,  Stangen ^  ob.  ©tectenjaun  (f.  o.  ». 
©todet);  in  cngfler  Seb.  eine  ^inftiebigung  t)on  ^fäl)len,  bie  butd^ 
glecfttwerf  tjon  2Betbentutf)en  ob.  SReis^olj  verbunben  ftnb,  (einen  3aun  um 
etwas  mad^en;  ein  ©tücE  Sanb  mit  einem  3aun  umgeben;  uneig.  fpri^)». 
etwa«  5.  SS.  eine  ©elegenlieit,  einen  Sorwanb  üom  3aune  bre^en,  b.  t. 
ergreifen,  wie  c8  \i6)  ungefud^t  barbietet;  et  ift  nid^t  l)inter  bem  3aune  ge« 
warfen  ob.  gefunben,  b.  t.  nid(|t  oon  gemeinei:  ob.  bun!let  «^erfunft;  oberb. 


3au|)c  —  3aufd)cn  2039 

c{n<n  butdö  einen  ^am  nxdjt  onfe{)en,  b.  i.  i^n  getingf^Sfecn);  c^em.  auä)  f. 
eine  SSerpfd'^tung  (SetpaUifabirung);  2)  alt  u.  lanb[^.  ein  eingefd)(offener, 
umjaunt«,  eingelegter  ^la^,  j.  S.  ein  ©arten  (ogt.  isiä'nb.  tun,  Jpauöaot» 
ten;  ^oU.  tuyn,  (SJarten;  angelf.  tun,  engl,  town,  Octfc^aft,  ©tabt);  —  3fe^. 
bie  Srtunammer,  eine  JCrt  2fmmern  im  föbt.  Sucopa,  aud^:  Jg)ec!enammet, 
geflecitc  3(mmer  k.;  bie  S^iunblumc,  übetf).  eine  an  3aunen  ob.  ^ecten 
wac^fenbe  SStume;  inSbef.  1)  baö  ©pinnenfraut,  auä):  Sounglode  (anthe- 
ricum  L.);  2)  eine  "iitt  be6  ^fauenfd^WanjeS  (poinciana  pulchenima  L.);  bie 
Saunbuc^e,  f.  ».  w.  ^agebu^ie;  jaunbürr,  35».,  obecb.  f.  fe^c  bürt  ob. 
mager;  hai  Saungerid^t,  tanbfc^.  f.  e.  a>.  ^fa()rgerid)t,  f.  b.;  bie  Saun* 
gerte  ob.  *rutl)e,  ®ertcn  ob.  ^iutfjcn  jum  2(ulfled^ten  ber  3a'une;  bie  ^aixn« 
g(0(fc,  1)  f.  ».  ».  3aunblume,  ©pinnenfraut;  2)  bie  3aun»inbe;  ber  äauns 
^O^fen,  ttJilber  ob.  ^eeeenf)opfen;  bie  Baunürfd^e,  f.  o.  ».  .^edenfirfd^c, 
f.  b.;  ber  3ßun!önig,  ein  jum  ®efc^(ec^t  ber  ©raömücfen  ge^örenber  fe^t 
Heiner  SSoget,  aud^:  3aunfd^lupf  er  ob  ^fd^iiefer,  ©^(upf»,  ©djnee», 
SBinterJönig  :c.;  bie  3aunlilie,  1)  eine  "Kvt  ber  3aunblume:  bie  Cilienjaun» 
blume  (anthericum  liliugo  L.);  2)  bie  ©pedlilie;  ber  3aLinpfa{)(,  ein  '9)faf)l 
in  einem  geflodjtenen  ober  Cattenjaune;  bie  3aunrebe,  1)  baö  SBittcrfüf, 
eine  jum  ®ef(^U(!^t  bcS  S^a^tf^iattenS  gei)örcnbe  ©(^(ingpflanje,  auc^ :  »itbe 
Sieb«,  ©aurebe,  rott)er  9lad^t[(^atten  :c.  (solanum  dulcamara  L,) ;  2)  f.  o, ». 
3ounrübe;  bcii  3aunred^t,  iai  JRed^t,  einen  ^(a|  ju  umjaunen;  bo6  3aun< 
tei§,  1)  9?eiSl)orj  ju  3auncn;  2)  baö  f)ä'ufig  on  3aunen  wa^fenbe  Ätebefcaut, 
ber  Äleberi^  (galium  aparine  L,);  ber  3iiunriege(,  [.  ».  ».  Hartriegel;  bie 
3aunrofe,  »übe  ob.  ^ecfenrofe;  bie  S^iunrübe,  ein  ^aufig  an  3aunen  unb 
©ebüf^en  »adifcnbeS  9ian!engenjä'd)5  mit  f^rearjen  SSeeren  u.  einer  bitfeit, 
fleifc^igen,  bitter  fd^meefenben  SBurjct,  auä):  3aunrcbe,  ©tief»,  ©d^trarjs, 
©d^meernjurj,  wilbt  ob.  ^unbS;,  Sollrübe  k.  (bryoni-i  L.);  bie  B^unrutlje, 
f.  3aungerte;  ber  3aunfd^(iefer  ob.  sfc^lupfer,  f.  3aun!önig;  baS  Baun« 
fcJ)nje{n,  lanbfd^.  f.  ber  Sgel;  ber  3aun|!e(fen,  ©tecEen  ob.  ©tab  in  einem 
Gtedtenjaune;  bie  3«unn?etbe,  lanbfd^.  f.  ber  Hartriegel;  bie  3auntt)icfe, 
eine  "Ktt  an  3Äunen  wilb  »ac^fenber  SQSidten  (vicia  sepinm  L.);  bie  3aun« 
n?inbe,  eine  "Kxt  an  3aunen  »ad^i'enber  SBinbcn  mit  großen,  milchweißen 
»lütten  (conTülvulus  scpium  L.);  —  2(bleit.  jäunen,  jiel.  3».  (alt^oib. 
ziinjan,  mittel^),  zlunen,  ^rat.  ziinte;  oberb.  geunen;  nieberb.  tönen)  1)  mit 
einem  3aune  »eifefjen,  umgeben  (6e[.  in  ben  jgef.  ein^,  um-,  »erjäunen); 
oberb.  düä):  bai  Söaffcr  — ,  b.  i.  bai  ga^rtoaJTer  burrf)  eingefc^lagene 
^faf)te  jc.  bejeic^nen;  2)  oberb.  f.  flecf)ten  (ÄiJrbe  jeunen);  ber  Bäunling, 
-  eg,  lanbfcd.  f.  bie  3aun-  ob.  ^etfenfirfd)e. 

3au^C,  tu.,  9)?.  -n,  oberb.  (gem.  bie  3aup,  3upp;  mittel!).  z<5pe,  edpe, 
ziupin;  »gl.  3au(^e)  f.  ^ünbinn;  (ieberndje  ffieiböperfon;  bie  3aupel, 
2)?.  -n,  1.  f.  ö.  tt).  3aupe;  2.  ein  streifc^ürigeg  @rf)af,  i>ai  jweimal  wirft, 
auä):  US  S^Wpelfc^af,  ^ä)wäb.  bie  geringste  ©attung  ©d^afe. 

jau^^fen,  3».,  lanbfd^.  f.  ».  w.  5nufen:  sieben,  5urücfjief)en;  bef. 
«ergw.  jaupf!  ein  SRuf  beS  Jruöri^terl  im  ®öpel  on  ben  treibet  bet 
^ferbe,  wenn  er  jte  auf«  unb  jurücJl^alten  foU;  bälget:  ber  3flUpfer  f.  Zixi* 
rid)ter. 

jaufd^en,  sieUof.  3».,  oberb.  gem.  f.  jogern,  ftrf)  mit  Unnü'^em  befc^d'f* 
tigen,  insbef.  plaubern,  nieberb.  j auflern,  im  ©ejaufdd  f.  ©rplaubet). 


2040  ^au\tn  —  3ß(Jf)e 

jaufen,  sUtlof.  u.  ster.  3».  (otctb.  aud^  jaufeln,  u.  fdffen,  Coffein, 
öltb.  zeisen,  f.  b.  ü.  »gl.  Safer;  ntcberb.  tufetn,  engl,  towz«,  towsle)  an  «tnoaS 
gafitigem  ob.  paarigem  jlatf  sieben,  gecten,  jupfen,  taufen  ic,  a.  e«  ba* 
bur(i^  in  aUetttJi'rcung  bringen  (einem  in  ben  paaren  — ;  einem  bic  .^aate,  ben 
Äopf  — ,  auä)  blof:  i^n  jaufen;  fid^  balgen  unb  jaufen);  oberb.  aud^  f. 
ipM^m^  orbnen,  bef.  Äopf  unb  J^aarc  (aufjaufen);  jaufig,  Sw.,  oberb. 
fion  Sögein;  bie  ^^ebecn  jlcäubenb,  fcanf;  a\x^  f.  unbebeutenb,  geting* 
fu^ig;  bec  3öufel,  oberb.  f.  5D3et{)n)ebe(. 

3ec^e,  tt).,  S)?.  -n,  (mittel^,  zeche,  oberb.  ^eä) ;  üon  bem  mittel^,  zechen, 
fügen,  oetfitgen,  anorbnen,  »eranjlatten,  einrid^ten,  bewerf  jtelltgen,  auSfflf)ren  zc; 
»oüon  fi4>  no^  eine  6pur  erbalten  l)ot  in  bem  oberb.  brein  je<l^en  f.  ji^ 
in«  SOlittel  legen,  bef.  Unfug  abjlellen;  iai  oltl)0^b.  zehdn  i^iei^t:  jufommen» 
fögen,  eintid^ten,  l)erjleUen,  aberau^j:  färben;  bie  ollgemeine  ©runbbeb.  ift 
olfo  tt>o|l:  maxien,  bereiten,  »onac^  ftc^  ©tammoerwanbtfc^aft  mit  zawjaa, 
jauen  (f.  b.)  »ermut^en  lofft;  »gl.  ba^  alt^od()b.  gizeh,  genel)m,  föglidj, 
tf)unli(^;  ba{)er  nod^  oberb.  gejed^  f.  gelaufig,  Qiw^nliä);  angelf.  tehhan 
u.  tiohhian,  ffftfi^en,  beflimmen)  urfpr.  uberb-  SJeranflaltung,  Sinricfjtung, 
3(nflatt;  bc^er  inßbef.  1)  olt  u.  lanbf^l.  bie  S'Jeif)e,  9?ctf)enfol3e,  £)rbnung, 
nad^  weld&er  eine  mehren  perfonen  jufommenbe  5ßerri^tung  jeben  ßtnjelnen 
trifft  (5.  S.  bie  3ed^e  ifl  an  mir;  nad^  ber  3ed^e,  um  bic  3ed^e>  auc^ 
umjec^tg  (f.  b.),  mittel^,  ze  zeche,  f.  ber  5Hcil;e  nad^,  abwed^felnb,  j.  SB. 
hQ6  25iet)  um  bie  3cd^e  b^ten,  nad^  ber  3ed^e  fro^nen  jc);  2)  ein  SScrein, 
eine  ©efellfd^aft  ju  gewiffen  Bwedfen  ob.  JBerrid^tungen,  bef.  oberb.  f.  «^anb* 
wecfg^unft,  Innung;  aSergw.  eine  ©ewetfögefeüfdjaft  ob.  ©ewetffc^aft 
unb  ba«  berfelben  txtltel^enc  ^elb  nebft  ben  boju  gei)örigen  ®rubengebauben, 
gew.  aus  32  Zi)tUtn  ob.  128  Äuj:en  beftei^enb  (eine  3ed^e  bauen,  befahren; 
eine  3ed^e  beftatigen,  b.  i.  jie  bem  SÄut^er  in  2ebn  geben;  eine  3ed^e  liegen 
lajfen,  b.  t.  nidbt  mel)r  bauen);  3)  alt  u.  oberb.  voai  mef)re  ^erfonen  ju 
gemetnfamen  ßweif  en  on  ®e(b  ^ufammenle^en  unb  in  SSorcat^  i)alttn, 
bef.  für  ürddlic^e  3wc(Je;  ba^er  f.  bai  ^itd^enüecmogen  u.  bie  Ätrd)en3e:» 
meinbe  felbjl  (fo  aud^  in  3fe|.  »te:  3ed^amf;  3ed^gelb;  ber  3ed()met* 
fler,  »Pfleger,  spropft,  SSerwalter  be«  Jltr^enoermtgen«;  ber  3ed()« 
fc^rein,  bie  Äicd)cn{a|Te) ;  4)  gew.  bec  Äüftenbetcag  für  5emeinfd)aftlid)e« 
ßffen  unb  Srinfen  einer  ©efeUfdjaff,  wk  auc^  bec  'Untl)t'ü  jcbe«  (5in3elnen 
batan,  u.  äberf).  bie  3«()cun95fof!en,  bie  2öict()6ced[)nun5  (ber  SBirtf)  mad^t 
t>ie  3ed&e;  feine  3cd^c  bejablen;  für  einen  2(nbcrn  bie  3ed^e  bcjablen,  aud^ 
uneig.  für  if)n  bü^en);  alt  u.  oberb.  aud^  f.  eine  ©efeUfd)aft  fdjmaufenber 
unb  fcinfenbec  ^etfonen,  ein  ©ela^  (§.  SS.  an  einer  3ed^e  tifecn;  3cd()en 
galten);  —  jec^en,  jiellof.  3w.  m.  baben,  eig.  an  einer  Secjje  (4)  b.  t. 
einem  @rf)maufe,  einem  Srinfgclagc  Zi)e'ü  ne{)men  u.  bn^u  beitcagen; 
oud^  in  einem  3Bictt)ö()aufe  für  fein  ©elb  effen  unb  tcinfen;  gew.  übecb- 
f.  reici)lid)  tcinfen,  ftc^  beim  ©enuffc  öeifiiger  Gietcanfe  gütlich  tbun, 
unebel  u.  »cräd^tl.  faufen,  (»adter  jcd)en;  bie  ganjc  ?ltaÖit  acc^en);  oberb. 
üon  Ätnbern  f.  an  ber  50iuttcrbvu|l  tcinfen,  faugcn  (baljer:  bie  3ed^e  aud^  f. 
tii  sKuttecbruft);  bec  Sedier,  -6,  hit  2tä)tx\nn,  ^.  -en,  wec  ged^t  b.  i. 
gecn  cetd}(id)  trinft;  —  3feö.  mit  3e^<  (»on  3ed^e  u.  jedben):  bec 
3e(i)bote,  lanbfcfi.  bec  Sotc  einer  3e4)e  (2)  ob.  Innung;  bie  Bed^brad^e, 
Unh\(i).  f.  gelber,  weld^e  man  um  bie  3e^e  b.  t.  ber  Steige  m<i)  »edljfelnb 


3c«  —  gecee»  2041 

Itaäi  Hfgcn  tSjTt;  btt  Sec^brut)«,  1)  (eon  3e(%e)  oBetb.  f.  SJerelnegenotfe, 
äunftbtubec;  2)  (d.  je^jen)  ein  Zvinl»  ob.  gem.  ©aufgcncJTe;  übn().  roec 
jc(%t,  em3e4)ec;  fo  a"4)5  bte  3  ed^fdjnjefler;  bie  3e<^ffl{)ne,  gatjne  einet 
3eie  (2)  ob.  3unft;  jed^frei,  aSir.,  oon  bec  3ed)e  b.  t.  bcc  SejQf)Iun8  füt 
©fTen  unb  Strinfen  befreit  (einen  jec^frei  f)alten);  bie  3ec^ful)re,  lanbf4>. 
naä)  ber  3ed^e  ob.  8?eif)c  ju  leijtenbe  gto^nfu^re;  ber  3ed)9a(l,  @aft  bei 
einem  ©elage;  baS  3ed()ge(afl,  Ärinl»  ob.  gem.  ©aufgelag;  bec  3ecf)9enof5, 
lonbfc^.  f.  3unft9eno[S;  bie  Sed^gefeÜfd^aft,  SrinfgefeUfdjaft;  bie  3ect){)ut, 
lanbf^J'  bie  Rötung  beS  83iel)«  um  bie  3cc^e  (f.  o.  3cdje  1)  burd^  bie  ©igen* 
t^ümer  felbjl;  ber  Sec^meijler,  tanbfd).  f.  3unftmeiftcr:  bie  äccfeorbnung, 

1)  lanbfd^.  f.  3unft»  ob.  ©ewecISorbnung;  2)  bie  beim  3ed)en,  bd  einem 
Stinfgelage  ju  becbac^tenbe  Dcbnung;  bec  ^eci^fitein,  SBergn?.  ^Benennung 
eetf(]^iebenec  GSteinarten,  fofetn  fie  auf  einer  3edje  l)ä'uftg  brechen,  j.  58.  bec 
gemeine  Äalfflein,  ber  »ei^c  ©pat^  ic;  bec  Sei^tög»  O  (oon  3e^e  2) 
Ianbfdf|.  ber  »iertcliaf)cl.  SSerfammlungStag  ber  ©efellen  einer  ^anbwerfSjunft; 

2)  (o.  jed^jen)  ein  jum  3e(!(>en,  ju  einem  Slrinfgelage  beflimmter  Sag;  bai 
^tö)Wappen,  lonbfd^.  iaA  SDSappen  einer  3ec^e  ob.  3unft;  —  mit  3ed^en«: 
bec  3e4)enältc[lc,  obcrb.  f.  ^anbtrerfgälteffe;  ba«  Sec^eneifcn,  auf  (Sifen* 
I)5mmern:  ein  .Jammer  mit  bem  3eid^cn  bc6  .^errn  jum  3eid)nen  beS  ©tob» 
eifenS;  baS  Seo&en^auS,  Serfammtung«f)au5  bcc  SSergteute,  aud^:  J^ütten* 
]^au8;  bai  3ed^fn!^0lj,  Serg».  bai  ju  bcn  flJrubengebaubcn  einer  3ec^e  n5« 
tt)ige  ^orj;  ber  3ec^enmel(!er,  aSorgefefttcr  bec  Sergleute  einer  3ed^e;  bec 
3ec^enrau(^,  lanbf(^.  f.  ©d^wefclfies;  bai  Se^enregijler ,  tBerg».  bo8 
SScriei^nifö,  »eld^eS  ber  ©teigec  fiber  bie  t^glid^en  2(rbeiten  xc.  bei  einer 
3e(fte  fil^rt. 

3c(f  1.,  m.,  f.  unter  jecfen. 

3e(fe  1.,  tv.,  SW.  -n,  ob.  oberb.  bec  3ecf  2.  (3 ad),  -en,  5)?.  -<n, 
(nieberb.  Zeit  ob.  Safe;  engt,  tick,  franj.  tique;  ital.  zecca;  oer».  mit 
jief)en,  jeden;  angelf.  taecao,  fjattcn,  ergreifen),  ein  auf  ®e|lcaud)en  lebenbeS 
fleineS  Snfect,  weld&cg  fid^  gern  bem  25ie^,  aud^  »of)l  ben  SÄenfd^en  anljSngt 
u.  mit  bem  Äopfc  in  bie  JQaut  einbringenb  fid^  »oU  SBiut  faugt,  auc^  •^unbtfy 
©djaf»,  ^uf)ieife,  ^unbe?  ob.  @cl)af(au8,  «^oljbotf  k.  genannt;  uneig. 
fdjwäb.  ber  3ect  f.  ein  iiberläftigcr  3J?cnfd(|;  ein  ©cijljalö,  gifj;  jetffett  ob. 
sfeijit,  58».,  gem.  oberb.  f.  fe^r  fett  ob.  bidt,  »ic  eine  üollgcfogene  3ecte; 
bai  3f<ffnforn,  lanbfc^.  bk  jedtenö'fjnlic^en  0amcn!örner  beS  aSunbccbaumeS. 

3e(fe  2.  w,,  5}?.  -n,  oberb.  (bie3ec!en;  nac^  2£bjtammung  u.  ©runbbeb. 
=  3edte  1.)  f.  bie  ^ktU;  übtti).  bai  borflige  u.  fd)uppige  <Samen3e()aufe 
öerfci)iebenec  ^flanjen,  »eld[;e«  an  Äleibcrn  tc.  f)angen  bleibt. 

gecfen,  jicl.  3».  (SScrflärfungSform  oon  jieJjen;  »gl.  gicEen,  judten ;  ba« 
nieberb.  tidten;  engl,  tickle,  ü^eln)  alt  u.  lanbfd^.  f.  f)in  unb  fjec  äief)en, 
jupfen;  einen  necfen,  reijen,  bef.  inbcm  man  il^m  einen  leidsten  ©tof  ob. 
®d^lag  giebt;  bec  3ccf,  lanbfd^.  ein  furjec  ©top  ob.  ©cfjlag;  insbef.  bair. 
ein  fot(I)er  ©d^lag,  ben  man  einem  ncctenber  SSScife  jum  3fbfdöiebe  »crfc^t, 
inbcm  man  fic^  f(^neU  ber  2Bicberüergeltung  entiici)t  (in  anbcren  ©egenbcn: 
»ber  ße^te» :  einem  bcn  Ce^ten  geben);  branbenb.  ein  Jtinberfpiel,  wobei 
eines  ben  anbern  nachlauft  u.  einem  berfclben  einen  ©^lag  ju  »erfc^en  fu^t, 
weld^cö  bann  fcinerfeitö  bk  jRoUe  bcS  S«ad^laufcnben  u.  gangcnben  übernef)men 
muf«;  ber  ßecfer  1. -g,  lanbfd^.  f.  ÜZecfec,  9?ei$ec. 


2042  Setfe»  —  itf)ett 

Statt  2.  m.  -«,  Wt.  tt).  a.,  obetb.  (aad^  ßcget;  »on  jtt^en,  gecfcn  f. 
f(i^lcppen,  tragen?)  f.  «in  aus  SSafl,  ©trof),  Stnfen  jc.  gefloi^tenet  fa(fäf)n* 
nd)et  Äorb,  inöbef.  ^Trmi  ob.  ^anbfotb  ju  eebenSmitteln  u.  bgt. 

3et>el,  tn.,  alt  u.  lanbfd^.  f.  ^etuU  befdjricbene«  Rapier. 

äeber  ob.  gew.  6eber,  tt).,  5)?.  -n,  (o.  lat.  cedrus,  gtiec^.  jj/J^of)  ein 
in  3(f«n,  bef.  auf  ben  ®ebtcgen  Sibanon,  Sauru«  zc,  ein{)etmifd^e»:  grofct 
9'labeIf)oIjbaum ,  beffen  feinet  ^ol^  oon  einem  trof)(ried)enben  «^arjc 
burdjbrungen  tff,  aud^ :  bec  3eterbaum;  »etfd^tebcne  anbete  Säume,  als: 
bierufftf^ie  ob.  ftbtrtf^e  3eber,  ber  3irbelbaum;  bie  wetf  e  äeber, 
eine  3(rt  ©ppreffen;  bfe  gco^e  fpanif^c  3ebej:,  bte  »ttgtnifd^e  ob. 
rot^e  3ebei:  u.  a.  m.,  3fcten  beS  2Bac()f)olberS;  —  bie  Btt)txfid)tt ,  bec 
3trbelbaum;  ba^  Seber^arj;  tai  ^ebcr*  ob.  3ebernI)ol§;  bie  SebernufS, 
f.  0.  w.  3irbeInufS;  bai  3eber#  ob.  Sebernot,  ein  aus  bem  3eberf)olje  ge* 
wonnenes  »o^lne(^enbcS  Öl;  ber  3ebern)ad^{)oIber,  eine  Utt  bes  SBac^i» 
i)oH)ixi:  ber  [panif^e  SBacbf)olber;  bec  äeter^  ob.  3ebernn)alb;  —  jetern, 
SB».,  üon  3«berf)ol5  üerfecti^t  (bibl  seberne  Sauen,  Sot)Ien  ic). 

3et)e,  ID.,  9??.  -n,  (lanbf^.  oud^:  ber  3e^,  -en;  oberb.  ber  ^eiftn, 
anä)  bie  3f»)  f<^»t)eij.  ber  3ett)en ;  altb.  diu  z^ha,  z^he,  SOI.  z^he ;  ongelf.  tah, 
ta,  engl,  toe;  altnorb.  ta,  [d^web.  tä;  niebetb.  Saan,  Soon,  SÄ.  Saanen;  — 
wat}t^ä).  oon  zthaa,  jei{)en  (f.  b.),  gotlj.  teihan,  b.  i.  jeigen;  alfo  eig.  »bec 
Seiger»  b.  i.  Ringer;  »gl.  lat.  dlg-itus,  griec^.  ^uxtvIos  f-  Sinfl«  u.  3ef)e), 
bie  ftngcraf)nnd)en  gelenügen  ©lieber,  welche  ben  Dorberflen  Sf)eil  bet 
güpe  beö  9)?enfd^en  unb  üielec  Sf)iere  auömadjen,  (bit  grofe,  bie  flcine 
3ef)e;  auf  bie  3e()en  treten;  auf  ben  3ff)cn  ge^cn,  fid^  auf  ben  3ef)en  fort* 
fd)leid()en;  bie  SSögel  i^aben  tseit  gefpaltene  3el)en;  bie  3ef)en  ber  «Sd^wimm* 
üöget,  beS  SiberS  it.  finb  burc^  eine  ©c^mimmfiaut  »erbunben);  uneig.  ein 
je^enäf)n(id)  gefpaltener,  ob.  ein  jef)enf6rmtger,  langlirfjec  .Körper  (lanbfd^. 
eine  3el)e  SKeerrettig;  eine  Änoblau^je{)e,  Sngwerjeljc);  ber  Se^enbeuger, 
2(nat.  SÄuSfetn,  totlö)t  iie  3e^en  beugen;  bec  3el)ennagel,  Stagel  an  einer 
3ef)e;  bec  3e^ennerü,  9)?.  -en,  Unat.  5letöen,  welche  nad^  ben  ^t^tn  get)en; 
bec  3ef)en|lrc(fcr,  2Cnat.  SKuSfeln,  »el^e  jum  2(usflretfen  ber  3ef)en  bienen; 
3el)t9,  Stt).,  3e^<n  f)abenb,  mit  3e^en  tjecfe^en,  gew.  nur  in  3fe^  mit: 
imi-'y  brei',  fünfaebig. 

5ei}en  ob.  gew.  jgej.  5e{)n,  10,  ®runbjaf)lttj.,  jmeimal  fünf,  (altt)od^b. 

rehan,  zehun,  zehin;  mittel^,  zehen,  z^n;  got^.  taihun;  altfad^f.  tehan,  nieberb. 
tcin,  ^oU.  tien;  angelf.  t^n,  tyn,  engl,  ten;  altnorb.  tiu,  f^iweb.  tio,  b5n.  ti; 
gried^.  ^^xa',  lat.  decem;  fanSir.  dasan;  littf).  desaimt;  telt.  deg,  dec,  deag; 
»gl-  jig;  —  ujabcfd^.  »erw.  mit  zihan,  jei^en,  got^.  teihan,  jeigen;  gried^. 
U.  lat.  die:  6s(y.a),  dic-ere;  bal)er:  3el)e  (f.  b.),  lat.  digitus,  alfo :  iit  gin* 
Qitiaiji)  unbiegfam  (j.  S.  jef)n  ^erfonen,  Singer  ic;  eS  fojtet  jel)n  S^aler; 
oor  jebn  3al)ren;  in  je^n  Sagen  k.;  eS  ift  sel)n  U^r;  eS  fdilägt  jel)n),  au^ec 
wenn  eS  o^ne  Sqw.  fte^t  in  Seiiel)ung  auf  ein  in  ©ebanfen  ju  ergdnjenbcS, 
wo  eS  im  iJlom.  u.  3(cc.  gew.  3«()ne  (altI)od^b.  ra.  u.  w.  zehani,  zehini, 
f.  zehinu,  zehiniu),  im  ^at.  not^wenbig  B(h^(n  lautet  (§.  S.  i^ier  finb 
bie  3el)ne;  eS  waren  unfer  jcl)n  ob.  3el)ne;  einer  oon  3ebnen;  cS  würbe  unter 
3ei)nen  einer  au6gcwaf)lt);  bie  3ef)n,  9J?.  -en,  bie  3ii()I  ob.  baS  3ai^(* 
5eid;en  10;  bai  3cl)n,  -g,  97?.  -e,  ob.  gew.  baS  3el^enb,  3el)nb,  -e6, 
SS)?,  -e,  ein  au$  aer;n  ©nf)eiten  ob.  ©tiicfen  bejle^enbcS  ©anje«,  «in 


Sel)n  2043 

Sn?t<flriff  t)on  jef)«  ^Mtigen  txntt  "äxt  (ba«  n\it,  ba«  jwette  3e^n  ob.  3et)enb; 
bef.  in  bem  jfltf.  ein  3at)r5C^enb,  [.  unter  3a()r);  —  3feÖ.  5e{)nblumig, 
S».,  ^flanj.  je^n  Blumen  ^abenb;  ba6  3cl)ne(f ,  eine  oon  gef)n  gecaben 
£inien  mgefd&lolTcne  gtS(J()c  mit  je()n  ©den;  5ef)necfig,  Sn?.,  jei^n  Scfen 
^obenb;  bet  3el)nenber,  ein  ^{t[4  t»'!!«"  ®ett>ei()  jft)n  Snben  (jat;  je^nfac^ 
ob.  5et)nfältig ,  S».,  (aUt)o^b.  rehanfalt)  jel)nmal  genommen,  jef)nmal  fo 
öiel  (etwas  je^nfa^  ob.  jef)nfältig  »ecgüten,  »ergelten;  bas  3et)nfa^c,  al8 
^».);  bec  3el)nfup,  ein  Sing,  af)ier  ic.  mit  jet)n  güfen;  je^nfüßig,  SB»., 
8et)n  güfe  ^abcnb;  oerfd^.  je^nfupig,  S«.,  iet)n  gu^  lang;  bec  3el)n* 
Ijerr,  einer  »on  iii)n  Scannern,  »eld^e  jufammen  eine  obrigfeitlic^e  J8el)ötbe 
aulma^en  (im  alten  SHom:  25eccmoir),  ober  gemeinfd^aftli^  {)errf^en,  au(^: 
bec  3el)n^errfc|er;  bie  3el)nf)crrfc^aft  (fc.^  >Deccmoicat);  5e{)niät)rig, 
fjlünbtg,  stägtg,  ströd^lg  u.  feiten  ^monatig,  Sro.,  rea«  jet)n  3at)ce, 
©tunben,  3;age,  saso^jen,  SWonatc  alt  i)l  ob.  bauert;  3el)niäl)rlirf) ,  ^flünb* 
lid^,  «täglid),  =  wöd^entli^,  smonatlid^,  Sw.,  alle  5e{)n  3al)re,  ©tunben, 
Sage  ic.  wieber!el)renb;  jeljnf antig,  SB».,  je^n  Tanten  ^abenb;  bec  3et)n* 
freuser  ob.  ba«  3el)nfreujer(Ki(f ,  eine  ©ilbermünje  oon  jc^n  Äreujern; 
5Ct)nmal,  91».,  ob.  jef)n  ^aU  ju  je^n  SOfalen,  in  jef)n  SEBieberf)olungen; 
jcl^nmdig,  JBw.,  8ef)nmal  gcfd^e^enb;  bec  3e|)nmann,  f.  ».  ».  3el)nt)ecr; 
jel^nmännevig,  58».,  ^flanj.  oon  (ütwä^Uti,  welche  jse^n  ni^t  mit  einanbec 
x>erwo(iö[enc  ©taubfaben  l)oben  (fr.  jDecanbtia);  bai  ^i\)nma%  jef)ntf)eilige8 
SRaf  (ft.  23ecimal=!Kaf);  äel)nmonatig,  ^monatli^,  SSn?.,  f.  jef)nial)rig; 
je{)npfünbig ,  »».,  je{)n  ^funb  fd^mer;  jel)nfcf)ut)tg,  »».,  jef)n  ©^u^ 
lang,  je^nfu^ig;  5e!()nfäul{g ,  Sn>.,  Sau!.  8e{)n  ©aulen  ob.  ©autenweiten  in 
einer  Sfleit)e  l)inter  einanbet  ^abenb;  5el)nfeitig,  Sro.,  §ef)n  ©eiten  t)abenb 
(eine  jeljnfeitige  gigur);  5et)nfilb{g,  »».,  au6  §ef)n  ©itben  bcfte^enb;  bet 
3e^n|!ral)l,  Staturf.  eine  Art  aufgeri^ter  ©eejlerne  mit  jeftn  ©trai^len;  jel^n* 
flraf)tig,  »»m  je^n  ©tra{)len  ^abenb;  3el)npntig,  sjlünblic^,  «tägig, 
stäglic^,  aS».,  f.  je^niäl)ng;  5el)ntt)d(ig,  85«).,  aus  2ef)n  Sfjeilen  be|lef}enb, 
jef)nfa(%  getl)eilt;  5et)nn)6d)ig ,  ^ wöchentlich,  JB».,  f.  jelinjä^rig;  get)n* 
jel^ig,  S5».,  je{)n  3cf)en  t)abenb;  5el)n5eilig,  fBvo.,  au8  ief)n  Seilen  be|lef)enb; 
ber  3el)n50^f,  9laturf.  eine  Jfrt  oielftrat)liger  ©eefterne ;  —  2(bleit.  bec 
3el)ner,  -3,  9)?.  w.  S.,  1)  Slcd^eni.  jcbe  3iffec,  welche  in  einec  2ai)l  bie 
jweite  ©teile,  oon  bec  regten  juc  lin!en  ^anb  9ejÄl)lt,  einnimmt  u.  »ecmögc 
bicfec  ©tellung  baö  3el)nfad)e  be6  2öertl)e6  l)at,  bcn  i^re  gtgur  anjeigt,  »gl. 
(giner,  .i&unberter  jc;  2)  ein  awi  iit)n  6tnl)elten  be|lef)enbeg  (l)anjc5,  j.  SS. 
ein  3el)npfenni9flüct  ob.  Äaifergrofd^en;  3)  lanbfd).  ein  9)?itglieb  einec  @e» 
rid)t«bel)ötbe  t»on  jebn  ^erfonen;  je^netlei,  unbiegf.  Sm.,  t)on  je^n  »ec» 
fd)iebenen  "Uzten  ob.  SSefcfjaffen^eiten;  bec,  bie,  ba§  3el)nte  (altf)o4ib. 
zehaHto,  -a,  mittelf).  zthendc)  OrbnungSjaljlw.  oon  jeljn  (j.  85.  ber  jefjnte 
gjlann,  S^eil  jc;  jum  jef)nten  5WoU);  5e{)ntel)alb,  unbiegf.  3Qf)ttt>.  ba« 
jel)nte  {)alb,  b.  i.  neun  unb  ein  ^alb;  ber  3et)nte  ob.  3el)ente,  -n,  9J?.  -n, 
als  Sqw.  (oberb.  ber  3e^ent,  bem,  ben  3cl)fnt  jc;  nicberb.  Segen,  Segebe) 
bec  jebnte  Sl^ell  ber  gewonnenen  gelb?  u.  ©artenfcüdjte  ob.  anbecec  9^a? 
tucecjeugniffe,  »eld^er  entwebec  in  9?atur,  ober  feinem  SBert^e  na^  in  ®elbc 
Ql«  2(b3abe  an  ben  (Scunbbecrn  entrichtet  wirb;  in  »eiterer  Seb.  jebe  t>on 
bem  (Sctcage  bec  gelbfcüd)te  ic.  entcicfjtete  2tbgabe,  aud;  »enn  fte  me^c  ob. 
»eniger  oW  ben  }ff)ntcn  Sl>eil  betragt,  (ben  3e^nten  eon  etwas  geben,  ent* 


2044  ^e^un 

ri^tfn;  ben  Sehnten  focberti;  oberb.  ber  gtof  e  3J^ent,  ton  SBci'n,  ®e< 
treibe,  .i^ülfcnfrQdjten  :c.;  ber  f  leine  3  e^ent,  auf  örtli^jeS  4>erfommen 
gegtünbeter  3cf)nte  oon  Objl,  ©artengetra^fen  :c.  (baljcr;  auä)  (Srünje* 
Ijent),  5on  ben  Jungen  geroiffcr  «^auätJjiere  (9Blutjef)ent)  u.  f.  ».):  babet: 
fcec  .3f^nt*  cb.  s3f^entac!er,  tie  Set'entflur,  2fcEer,  ^inx-,  ccn  »eichen 
ber  3ef)nte  ju  enteilten  ijt;  bvi5  Sehnt;  ob.  3ebentamt,  Se^örbe,  weiche 
ben  3ei;nten  für  ben  3£i5nt(>errn  einnimmt;  jebntftei,  S5».,  nic^t  oerbunben, 
ben  3ef)nten  abzugeben;  bie  Bebntfreibeit;  bec  Sc^ntfrÖbner,  icer  bem 
&atit)tvcn  für  ben  ®enufä  beS  jefjnten  S^eilS  beS  örtrageS  gtoi;nbienfte  ju 
leiflen  i)at',  bie  Sebntgarbe,  bk  bem  3E()ntf)etrn  abjugebenbe  jcijntc  ®arbe; 
tai  Sebntgelb  ob.  bcc  ,3et)ntfc^a^ ,  ber  in  «clb  entrichtete  3ehnte;  baS 
3ebntgerid)t,  ein  ©eric^t  jur  ©t^lic^tung  ber  über  ben  3i^nten  entflanbenen 
etrcittgfciten;  ber  3ebntbert,  ber  ©runbberr,  welkem  ber  3ei)nte  ju  ent* 
rieten  ift;  hai  3ebntforn,  baS  als  3cbnte  abgegebene  ©ctceibe,  fo  aut^  j 
3efjntgerfle,  »Ijafer,  «roggen,  «»eijen  zc;  ber  3ebntmann,  »et 
ben  3c(}nten  ju  geben  »erpftii^tet  ijt;  jebntpflic^tig,  Sit».,  ben  3cbnten  ju 
geben  cerpftiitet;  bie  3et)ntpflic^tt9fdt;  ba5  3ct)ntred^t,  1)  ba§  £Red}t, 
ben  3el)nten  ju  erfjeben;  2)  ber  Inbegriff  ber  (Scfe^e  in  3Cnfebung  beS  3£bnten; 
tii  3t'bntrutbe,  eine  jRutbe  ats  gctbrnaS,  tro  ber  3fbnte  nid)t  nac^  ben  (Sit- 
ben,  i'cnbcrn  nai^  bem  gtäc^eninbalte  beS  gelbc§  beregnet  wirb;  bec  3£bnt; 
fct)reiber,  ©i^reiber  bii  einem  3ebntamte;  bec  3fbntirric^,  f.  u.  ».  €a(f« 
jei)nte,  f.  b.;  bec  Sebntjug,  bie  ©injicf)ung  ob.  ©infammtung  bcS  3ef)nten; 
gebnten  cb.  5el)enten,  3n?.,  1)  jiel.  einen  — ,  ben  B^bnten  ton  tf)m 
nebmen,  etntceiben  (ein  (Seijlli^er  jc^ntet  ben  anbern  nidjt);  jieHo«,  ben 
3e^nten  geben,  entcicbten  (ocm  2(cter  unb  S3ie^  ?e(}nten;  bafjcr:  »erjefen* 
ten,  f.  b.);  2)  jiet.  ben  jebnten  SJ^ann  b.  i.  je  einen  unter  3c^nen  auS* 
Icofen  cb.  auebeben,  bcf.  jut  SBejlrafung  (fr.  betimiren);  jebntbar,  S»., 
1)  bem  3''bnten  unterwerfen,  trcron  ber  3f^nte  abgegeben  »erben  mufs 
(jefjntbare  'itcEer);  2)  ben  Sehnten  ^u  geben  üerpfltdnet,  ;ebntpfltcbtig  (jeljnt« 
bare  Sauern);  bie  3c^ntbat!eit ;  ber  Sebnter,  -g,  1 )  irer  ben  Bebnten  nimmt, 
ob.  im  Slamen  id  3ci)ntberrn  eintreibt,  bec  SebntfammUt;  2)  n^ec  ben 
Sehnten  ju  geben,  ob.  auc^  bafür  grcbnbienjie  ?u  leiften  üerpflicbtet  ift:  bie 
Sebntung,  ic.^  Sehnten;  —  ia^  Sebntel,  -§,  CD?,  w.  (5.  (entfl.  au« 
3e^ntf)eil)  bec  jcbnte  ^hi'ü  eine6  (^an^en  (fünf  3ebntcl  machen  ein  ^al« 
'  fceS;  ba^er  3''eg.  »ie:  ^  eijntclbvuä),  ^tl^ntelmaf ,  3ebntelfu^  :c., 
fr.  Äecimalbrui,  ;mag,  ^fu^  Jc);  jebntenä,  5ln?.,  5um  jeb"»"- 

jebren,  jicUof.  ftvo.  m.  ^aben,  (mincli>.  zem,  ^xät.  «rte,  au^  jiel.  f. 
cerjcf)rcn,  J.  S.  «fn  leben,  den  Lip;  daz  guot,  den  ronp  ic,  rem;  ju  ©runbe 
liegt  baS  ablaut.  3».  zern,  altfjoc^b.  zeran,  zar,  zoran,  reifen,  jeifiören,  auf« 
Icfcn,  =  got^.  tairan,  angelf.  teran,  engl,  tear,  cgt.  jerren  u.  jact;  SB. 
zar,  tar,  »gl.  ba6  fang!r.  dri,  brechen,  jcrfc^neiben,  u.  tri  =  lat.  u.  griec^. 
ter:  terere,  « A^f/»',  reiben,  aufreiben,  jcrftören; —  je^rtn,  üerjcfiren  ^ei$t 
attfa^f.  tcrian,  farterian,  nieberb.  tercn,  certeren)  1)  überf).  jetficrenb,  auf- 
Icfenb,  aufceibenb  raicfen  (j.  S.  bai  gcuer  jcbrt  am  Äolje,  ber  9?ojl  am 
eifen,  bec  @ram  am  Cebcn);  fnSbef.  nicbt  näbrcn,  mogec  madjen  u.  ent=» 
fräften  (j.  ß.  iai  SBaffer,  bec  Zi)ct  jeljrt;  fpric^tr.  ber  SBein  jc^rt,  baö  Siet 
nd^rt;  cgi.  ab«,  culiebren);  2)  Speife  unb  Sranf  ju  ftd)  nehmen,  burcf) 
Sf?a{)cung  fein  2eben  etfjalten,  ftdj  ecnä()cen,  bef.  mit  sRüetjii^t  auf  bie  Set« 


3eid)en  2045 

mtnberung  ber  a3ocrat{)c  ob.  bcc  ©elbmittct,  »el^e  man  baju  eecwenbet, 
jinno.  Üben,  (bei  einem  5ffitrt{)e,  im  2ßitt^Sf)aufe  — ;  auf  2(nberer  Jtoften  — ; 
»on  bem  ©einigen,  von  feinen  einfünften,  obecb.  auäj:  auf  feinen  Pfennig 
jc^ren;  bctSa^ö  jel)rt  im  SBinter  (angebli^)  oon  feinem  gette;  baf)cc  uneig. 
gem.  »on  feinem  gettc,  oon  ben  SJippen  jc()ven,  b.  t.  fein  SSecmögcn  oergctjren 
o^ne  neuen  ©werb);  3)  f.  t)erjef)rt  ob.  verminbett  tvetben,  fic^  t)erje()ren, 
abne()men,  fdjnjinben,  bef.  eon  »ecbunftenben  glüffigfeiten  (bec  SSUcin  je{)rt 
im  gaiTe);  —  3feö.  jel^rfrei,  fSro.,  foftenfcei  in  2(nfcf)ung  be«  3e|)renS  ob. 
beS  Serje^tten,  ftnno.  Jopftei,  (einen  je^tfcei  fjaltcn);  bie  3e()rfret()eit;  bec 
Se^l^ööbm  (lanbf^.  »ecberbt  in:  3ii)t*  ob.  Tiergarten;  »gl.  @aben) 
ti)im.  an  ben  ^öfen:  ein  (Sewölbe  jur  2fufbewot)rung  ber  SebenSmittcl;  bec 
3et)r9abner(oerberbt:  3ef)rgärtncr),  2tuffe{)ec  beö  3e()rgaben6;  bag  3el)r* 
gelb,  ®elb,  »ooon  man  ii^xt,  b.  t.  feinen  Unterf)alt  beflteitct,  bef.  auf  bec 
SReife,  oberb.  i>k  Sffiegejetirung;  bai  3c{)rgraS,  lanbfd^.  f.  ber  SBegetritt; 
baS  ^t\)xhciutf  1)  ein  ©artcngewäc^ö  mit  großen  pucpurroti^cn  S3(umen 
(fr.  SSetonie;  betonica  officinalis  L,);  2)  bcc  romifd^e  ob.  @arten--Satbcian; 
3)  baS  ©pinnenEraut*  ob.  bk  3a!obgblume;  bec  3et)tpfennig,  f.  x>.  w.  ba§ 
3e^rgelb,  bef.  ein  als  ein  3f(mofen  gegebener  geringer  SSeitrag  baju  (einen  um 
einen  3e^rpfennig  anfpced^en);  bec  3cl)tfacf,  oberb.  ein  SicifefacJ  mit  ßebenS* 
mittein;  bec  3e{)rüorrat(),  Sßotxatf)  an  ßebenSmitteln  (fr.  ^prooiant);  bec 
3et)rtvurm,  f.  ».  ».  ©ürrmabe,  üJiitcfTer,  f.  b.;  bie  3el)rwurjel,  1)  f.  gie« 
berwurjel;  2)  Sradjenwurj;  —  "KbUit.  bec  3cl)rcr,  -6,  n?ec  jef)rt,  bef. 
wer  fein  SSccmögen  üer5e()rt,  ein  SSecfd)n)enbec  (fpri^w.  ein  ©parer  «jitt 
einen  3c^rtc  ^aben);  bie  3cl)rung,  1)  bag32()ten  b.  i.  (jffen  unb  Stinfen, 
jinno.  .Kofi,  SSeföftigung  (freie  3e^cung  ^aben);  2)  bag  jum  Sebenöuntec» 
i)alt  erfotberlid;e  ©elb,  ftnno.  3«J)r3«lb ,  ^lufraanb;  au^  f.  bie  3ed?e  im 
SBirtl)öt)aufe  (feine  3el)rung  bejaf)lcn);  je^t^vift,  Sw.,  olt.  f.  oiel  oerjef)renb, 
t)ecfd)toenberifd),  fdjtoelgerifd);  jeljclirf),  S3».,  olt.  1)  juc  5^af)cun3  geljö» 
rig;  2)  f.  o.  w.  je^t{)aft. 

3ctd^en,  f.,  -Ö,  SO?.  W.  (5.,  (alt^O^lb.  zeichan,  mittel^),  «eichen,  obccb. 
3aid)cn;  got^.  taikns,  n).;  altfäc^f.  tekan,  niebecb.  ScJen;  angelf.  tacen,  tacn; 
altnorb.  takn,  teikn,  f(^»eb.  tekn;  »af^cf^J.  OOn  ber  2B.  zih,  tik,  gtiec^.  ^iXf 
lat.  die,  f.  jeif)en,  jeigen;  alfo:  baö  3eigenbe,  2(njeigenbe,  23ar)leUenbe)  über^. 
wai  baju  bient,  etiraS  anjujeigen,  ^u  erfennen  ju  geben,  eine  geioiffe 
SSotfteUung  ju  ecwetfen,  baljer  1)  bie  finnlidjc  SarfteUung  ob.  2(nbeutung 
«ine6  ©eifltgen,  einer  SScrflellung,  SBiUenSäuf  erung  jc.  ob.  aud)  einer  ©inneS» 
tt)Q{)cne{)mung  üecfd}iebenec  2(rt,  j.  JB.  beä  ^övbacen  burd^  ein  ©tc^tbaceS 
(bie  SBorte  ffnb  3eid^cn  bec  SSorttettungen  unb  ®ebanfcn;  bie  SSuc^ftaben  3ei» 
(^en  ber  ©pcad^loute;  »gl.  ©^rift»,  Son=,  3al)lici^en  u.;  einem  mit  bec 
^anb  ein  3eid^en  geben;  ben  ©olbaten  ein  3cic^en  mit  ber  Srommel,  mit  bec 
SS^rompcte  geben ;  bie  3 eichen  in  bec  Sonf.,  gewiffe  ©c^rtftjeid^en  ju  ocr* 
f(i^iebenen  3»ecfen,  aupcr  ben  eigentlidjcn  Sonjei^en  ob.  Slotcn);  2)  eine 
finnlidie  6rfd)einung,  aug  loeldier  man  et»ra6  erfcnnt  ob.  auf  etn?a§ 
fd)ltept,  ftnno.  9)?erEmaI  (j.  SB.  bie  3ei^cn  einer  Äran!f)eit;  \>k  rotl)e  ®e* 
fic^tefarbe  ift  nki)t  immer  ein  3eiö^en  bec  ®efunbl)ctt;  fein  3ei(^en  be6  CcbenS 
»on  fic^  geben;  bai  ©trotten  t(t  ein  3eid^en  bec  ©d^am;  bai  ©ewittcr  fiic 
ein  3eid^en  beö  göttlichen  3ornc8  i^alten;  bie  3ei4)en  ber  3eit,  b.  i.  baejcnige 
worin  fi^  bec  ®ei|l  bec  3fit  offenbact);  in  beftimmtecec  Seb.  ein  2?iecfmal 


2046  3eid)Ctt 

eine«  Sufünftiäen,  SSorjeid)en,  SSotSebeutun^  (ein  gutes,  ein  bSftS  ob. 
fd^limmeö  3ei^en;  ogl.  Suft»,  SBetterietd()en  ic);  3)  e^em.  inöbcf.  eine  njun* 
becbare  ßcfc^einung,  ein  SBunber,  SJunberjeid)en,  fei  ti  als  SSorbebeutung 
einer  fünftigen  Gegebenheit,  ober  als  SiJjjcftnat  bet  unmittelbaren  ®egen»art 
©otteS  (^.  S.  ®ott  ^at  ein  3ei(i^en  an  i^m  get^an;  cö  gefc^a^en  3ei(^en  unb 
SBunber);  4)  ein  bieibenbeS  fii^tbareg  (JcfennungSmittel,  Äennjetc^en, 
2{63eid}en  einer  @vid)e,  woran  man  fie  erfennt  u.  öon  anbern  unterfc^eibet 
ob.  ttjoburd^  man  trgenb  etttjaS  an  ii)t  anmerlt  (bejetc^net),  fei  eS  ein  för» 
perlic^eS  Sing  (eine  SOlarf  e  jc.)»  ober  eine  gigur,  ein  SBilb,  ein  8u<!(|jlabe, 
eine  äiffer  u.  bgl.  (ein  3eid^en  an  etwas  mad()en,  Rängen,  befejiigen  it.;  bic 
gärber  t)angen  3ei^en  an  bie3euge,  welci^e  fte  für  2(nbere  färben;  ein  ^ixä)m 
in  ein  fBüä)  legen;  einem  Spiere  ein  3ei^en  einbrennen;  baS  3eid&en  auf 
einem  SBaarenbatlen,  einem  ^ofljlütfe  jc);  auc^  f.  ba8  2(bjeid)en  ob.  bie 
auöseii^nenbe  ßigentfjümlidjEett  einer  ^erfon  (baf)er  fc^erjt).:  er  ijt  ein 
©c^urJe,  ein  glegel  zc.  feines  3ei«%enS);  e^em.  insbef.  f.  5Bappen,  Se(bjeid)en, 
Sa^ne;  aud^  eine  bie  <Buüi  einer  anberen  <Sad)e,  beS  Selbes  ic.  üertre» 
tenbe  9J?ar!e,  bef.  Ui  harten-  u.  @lü(Js[pielen;  5)  bie  bilbti^e  SarjleUung, 
2(6?  ob.  ^ladbbilbung  einer  ©ad^e,  jtnno.  SSilb,  gigur  (j.  JB.  baS  3eic^en 
beS  ÄreujeS  mad^en);  inöbef.  bie  ©ternfcilber:  ^immelgjeidjen  (bie  j»6lf 
3eic^en  beS  Sl)ierfrei[eS;  baS  ^iiä)m  beS  ÄrebfeS,  beS  ©teinbods  2C.;  in  einem 
glütflic^en,  ober  unglücflidden  3ei^en  geboren  fein);  —  3fe$.  ber  ^tiiS^cn* 
teuter,  -S,  bie  äeic^enteuterinn,  wer  gewiffe  ©rf^jeinungen  als  3eit^en 
ob.  2(njeigen  lünftiger  Gegebenheiten  beuten  u.  biefe  barauS  oorl)erfagen  ju 
üjnnen  glaubt  ob.  »orgiebt,  inSbef.  f.  ©ternbeuter,  f.  b.;  baf)er:  bie  Seichen* 
teutung,  »cräd^tl.  3ct^enteuterei;  bie  3eic^enlei)re,  1)  tk  8ef)re  oon 
ben  3eid|en  b.  i.  ber  Srfinbung  u.  2(nwenbung  fdjidlic^er  3eid^en  für  gewiffe 
SSorflcUungen ;  2)  ^cilf.  bk  SBiffenfc^aft  »on  ben  Äranfl)citSjeid()en  (fr.  ©e» 
miotif);  bie  3e{d)enraupe,  mit  3ei4)en  ob.  3ei(^nung  auf  ber  JQaixt  »erfef)ene 
«Raupen;  bie  3etc^enfprad^e,  a)iittl)eilung  ber  ©ebanfen  bur^l  fid^tbare  3ei* 
6)in,  ®eberben  ac.  jlatt  ber  SDBorte  (bii  3eid^enfpra(i^e  ber  Saubflummen) ;  — 
2fbleit.  jei(^eni)aft,  Sw.  (altf)od)b.  celchanhaft)  oit.  f.  mit  einem  3eid)<n, 
2(bjeic^en  k.  oerfe^en,  auägejeidjnet;  —  jeii^nen,  jiel.  3w.  (jgej.  au« 

je { dienen;  altl)0d^b.  zeichanjan,  zeichnjan,  mittel^,  zeichen,  ^rdt.  zeichente, 
nur  in  ber  Iften  85eb.:  signare,  notare,  significare;  got^.  taiknjan,  f.  baS 
grie4l-  (^eixrvyat)  jeigen;  angelf.  taknjan,  taeknjan,  engl,  token,  anjeigen; 
altnorb.  teikna,  fc^web.  tekna,  jeigen;  nieberb.  te!encn)  1)  etwa  6  — ,  mit 
einem  3eid}en  t)erfef)en  u.  baburd)  erkennbar  mad)en,  ein  Äennjeidjen  ob. 
2J?ecfmal  bacan  madjen  (einen  JBaarenbaUen,  ein  ^adet,  bk  SBafd^e,  ba« 
Jßief)  2C.  — ;  eine  ©teile  in  einem  Sud^e  — );  uneig.  aud^  »on  50lenfd^en: 
einen  — ,  f .  if)nburd^  ein 2(bjeid)en  fenntlid)  mad^en,  augjeidjnen  (gem. 
einen  jeic^nen  f.  if)m  burd^  einen  ©d^lag,  S^kh  ic.  einen  gtect,  eine 
Slarbe  JC.  beibringen;  »er  ijl  gcjeid^net«  ob.  »®ott  I)at  if)n  gcjeid^net«  »on 
einem  ungeflalten,  gebredjti^en  S!}ienfd()cn);  in  engerer  SBeb.  etWrtS — ,  f. 
unterjeid)nen,  b.  i.  mit  bem  3etd)en  feine«  9'^amenö  ob.  mit  feiner  5Rrt' 
men«unterfd)rift  toetfef)en  jur  Beglaubigung  ob.  jum  3eid^en  ber  3uflimmung, 
ber  übernommenen  93crpflid()tung  jc.  (eine  ©d^rift,  eine  UrJunbe  jc.  — ;  au(^ 
o^ne  3ielw.:  id)  will  jeid^nen;  auf  etwas,  auf  eine  ©umme  jc.  — ,  b.  i.  burc^l 
Unterjei^nung  fid^  baju  oerbinblid^  ma^en);  2)  einen  ©e^enjlanb  auf  «inet 


$dUMt  —  gcibclrt  2047 

Stacke  burdf)  gintm  batjleUen  ob.  abbtlben,  fei  es  blof  nat^  feinen  auf eren 
Umnjfen  (ftnno.  cetfen,  ab-,  umreißen),  ob.  naä)  allen  feinen  Zi)iiUn  mit 
iiä)t  unb  ©djotten,  jebo^  o^ne  SRac^bitbung  bct  natilclidjen  garben,  reobur^l 
«8  fic^  uon  malen  (f.  unter  SKal  2.)  unterfdjeibet,  (einen  SSaum,  ein  3;()ier, 
«inen  Äopf,  eine  Canbf^aft  ic.  jeici^nen ;  ein  SSilbnif«  geid/nen,  b.  t.  jei^inenb 
liereorbringen ;  ttvoai  md)  ber  9lotur  — ;  au^  o^ne  3ielttj.:  na^  ber  Statut 
mit  IBleiftift,  mit  ber  geber  jeic^nen;  geid^nen  lernen,  fönnen  jc;  jei(l()nenbe 
Jtünjle,  bie  ouf  ber  3ct(j^enfunft  berufjcnben,  auf  einer  gla(^e  barftellenben 
Äünfte,  j.  U.  »on  ben  bilbenben  Äünflen  im  engeren  <Sinn);  3fe6-  »oii 
itiätntn,  beren  erfleö  ©lieb  jebod^  ni^t  jeidjnen»  lautet,  fonbern  jeid^en» 
(olS  ©tamm  öon  jet(%en-en;  »gl.  red^inen);  h^^  ^dö)enbu6),  ein  S3u^, 
in  ttjeld()e«  man  geid^net  b.  t.  3ei4)nungen  mod^t;  auci^:  ein  fßuäi  mit  SSor« 
jeid^nungen;  bai  3ei<^eneifen ,  m  eifen  jum  3ei^nen  (1)  b.  t.  jum  ein» 
brennen  eine«  3eidöen8;  ber  3eid^enl)ammer,  sflempel,  bei  SKetallarb eitern: 
ein  Jammer  ob.  ©tcmpel  jum  3eid()nen  (1)  ber  "iCibeit  mit  bem  ^iiöjm  beS 
SOieijier« ;  bie  3eid)enfeber,  ^freite,  bec  Seid^enfd^iefer,  *flift,  eine  geber, 
J^reibe,  ©d^iefer,  ein  ©tift  (j.  85.  SBlei*,  ©ilberflift)  gum  3ei(inen  (2);  bie 
3ei^enfunf!,  hie  Äunjl  ju  jeiddnen  (2);  ber  ^üä)mUl)XCt,  *meif!er, 
Se^rer,  5Keiftcr  im  3ei^nen  b.  i.  in  ber  3ei^en!un|l;  bie  3ei(^enfd^ule,  Se^r« 
onfialt,  in  wtl^et  3ei^enunterri^t  ertf)ei(t  wirb;  bie  3cicl^en)lunbe,  Unter* 
rid^tJjiunbe  im  3ei(^nen;  bec  3eic^cntifc^,  ein  Sif^l,  auf  weldjiem  man  jei(%» 
net;  ber  äeid^enunterrid^t,  Unterricht  im  3ei4>nen;  JCbleit.  bec  3ei<^ner, 
-g,  bie  Seic^nerinn,  £0?.  -en,  trec  jeic^nct,  bef.  in  ber  S5eb.  2):  trec 
bie  3«tcf)enfunfl  ücrftel}t  unb  übt;  bie  3cic^nung,  1)  o.  2JJ.  bai  ^tidjmn 
(1)  \>.i.  bai  23ecfef)en  mit  einem  3««d)«n,  bie  SSejeic^nun^,  ^fn^eigc,  25ar« 
fltellung  (altb.  zdchannnga,  zeichnunge);  bai  3«icl)nen  (2),  bte  3<ic{)fcnfunjl 
(bie  3eid^nung  »erflehen);  2)  9)?.  -en,  etJraö  ©ejeidjneteS.  ein  gejeidjneteS 
SSilb  (eine  fdjöne  3eic^nung;  3ei4)nungen  einei  gef^iirtten  Äünjllerö;  ^anb» 
gei^nungen,  geber»,  Äreibejeid^nungen  «.);  bic  3eici)nun9öfun|l,  ge».  3et» 
4)enlun{t. 

3nt»e(bär,  m.,  f.  unter  jeibeln  1. 

3eibelba|!,  m.,  lanbfdi.  f.  ©eibelbajlt,  f.  b. 

jeibeln  1.  jiel.  3».  (mittell).  zldeln ;  angeblid^i  »on  zldel,  3etbel,  einem 
urfpr.  flatt).  SBorte  f.  Siene?  —  n.  2(.  oon  bem  lat.  caedere,  -cidere, 
fd^neiben,  bai^cr  jeibeln  urfpr.  u.  nod^  lanbf^.  (?)  iiber^.  »f^neiben«  be« 
beuten  foU;  »gl.  ba§  lat.  melli-cida  f.  3eibler,  Sienenjü^ter;  weld^e  JCblci« 
tung  icbo^  baö  nieberb.  Siel-boar  f.  3eibelbar  niijt  bejldtigt)  »^^onig 
fd)neiben,  bic  93ienenfto(fe  befd^neiben  b.  t.  footel  ^üni5fd)eiben  aui  ben* 
felben  nefjmen,  aig  bie  S3icnen  entbef)ten  fönnen,  of)ne  gu  »erhungern,  bef. 
bei  ber  in  SDBdlbern  im  ®rof  en  betriebenen  Sienenwirtl)fc^aft  (bie  Sienenjlötfc, 
ob.  iie  aSienen  geibeln);  bcc  3eibelbQr,  f.  ».  ».  ^onigbär,  f.  b.;  bec  3eibel* 
bäum,  «in  f)o^er  u.  flarlec  SBaum,  in  Wiläftm  öeuten  für  bie  Sienen  auS« 
gef)auen  werben  Jönncn;  bai  3eibelgcri(^t,  ef)em.  in  «Nürnberg:  ein  bem 
gorftgerid(|t  untergeorbneteö  &mä)t  über  tic  3eiblcr;  bag  3eibet9Ut,  lanbf^l. 
ein  JBauergut,  »»eldiem  baS  Sieä)t  gu|tel)t,  Sienen  im  gorft  gu  t)alten;  bie  3ei' 
M\)dbc,  lanbf^.  j.  85.  in  ber  Saufi^;  ein  gur  Sienengud^t  bejlimmte«  ©tüd6 
SlBalbe«;  bie  3eibeI()Ufc,  eine^ufe  Sanbefi,  auf  welcher  baä  3eibelre4)t  |)aftet; 
bec  3eibdmeifier,  üUt^.  f.  jBienenaüddter,  »cater,  mäxtm  lanbfc^.  5.  ».  in 


2048  liiMn  —  setgen 

Slürnberg  c{)cm.  «in  Jßocgtfe^tet  ob.  Üii6)ttt  bcr  3eibtet;  bai  Seibelmeffer,  ein 
IKftTet;  jum  ifu^fd^nciben  ber  ^onfgfd^eiben;  bie  Seitelotbnung,  SSetorbnung 
für  bie  3eiblec  u.  Setbclgüter;  tag  3ettelrerf)t,  1)  ba8  Sledit,  Stencn  im  SOBalbe 
ju  !)aUen;  2)  bec  Snbegtijf  bcr  ©cfe^c  in  2(nfef)un9  bec  Sienenjud^t  im  SBalbe; 
bec  3eibelrid^ter,  Stifter  in  einem  3eibelgen(^tc ;  bie  Seibeltreibe  (alfb. 

zldalweida,  zidelweide ;  oberb.  Seibelwaib;  mittt.  tat.  cidelwida ;  »gl.  SQSeib« 
2.)  1)  ein  SBalbbejit!,  in  weld^cm  a3ienentt)ict()fc^aft  betrieben  »irb;  2)  baS 
galten  ber  Sienen  in  einem  SBalbe  u.  ba6  fRiäjt  böju;  bet  Seibe^äinS,  ^(bgabe 
an  ben  ®runbt)errn  eines  SBalbeS  für  hit  SclaubnifS,  SSienen  in  bemfelben  ju 
^ten;  —  bec  Seibeler  ob.  ge».  Seitler,  -5,  9?J.  w.  (S.,  (altb.  zidalari, 
zidelaere;  mittl.  lat.  cidelarius),  überf).  wec  bu  S3icnenjud)t  t)er|Ief)t  u. 
betreibt;  inSbef.  wer  S3ienen  in  einem  SBalbe  l)alt,  »ecmöge  bes  e^em.  oom 
^aifer  u.  Siiiä)  auSbrüdtid^  erti)eiltcn  3eibetre(^teg. 

jeibeln  2.  jiel.  3a-  (weitere  3(n»enbung  »on  jeibeln  1.,  ober  oer». 
mit  jie^en?)  bair.  f.  bec  Äul)  bie  5D?ilcf)  nel)men,  melfen;  bie  Beibelgeltc 
f.  «Kclfgelte. 

jeibeln  3.  jiel.  3»-  (»gl-  iitUn,  jctteln)  bair.  f.  fireuen;  oeräd^tl.  f.  öel)en, 

jeigen,  jiel.  U.  sieUof.  3n).,  (altl^od^b.  zeigön  u.  zeigjan,  mittelf).  zeigen, 
oberb.  jaigen;  »on  ber  SB.  zih:  zihan,  jei^en,  f.  b.;  ju  unterfij^eiben  oon 
bem  altb.  zaugjan,  zoiigan,  zöugea,  altfad^f.  tdgian,  nieberb.  tögen,  b.  t. 
jeugen  u.  jeigen,  eig.  ^err>orj{cl)en,  ans  iiä)t  bringen,  »on  ber  SB.  zuh,  aag: 
ziuhan,  jie{)en;  »gl.  acugen),  überf).  etwaS  bemerkbar  ob.  erfennbac  madjen, 
ftnn».  roeifen  (f.  b.)>  insbef.  1)  bem  2(uge  bemecfbac,  \iö;)tbax  macben  burd) 
»^inbeuten  auf  einen  (55egenfianb  bec  SSabcnebmung  (einem  eine  &aä)t 
mit  bem  ginger  jeigcn ;  aud|  jielloS :  mit  bem  ginger  auf  itmai  ob.  Semanb 
jeigen;  einem  eine  ©teile  in  einem  SSui^e,  it)m  itn  redeten  SGBeg  —  2C.;  ber 
3eiger  bcr  Ul)r  jetgt  bie  ©tunben),  ober  bucd)  2)arflellung  ob.  SSoclegung 
bec  (Sad)e,  finno.  einem  ettraS  üocjeigen,  vocflellen,  eä  \i)n  fel)en  laffen 
(einem  etwaS  SleueS,  ein  SSut^,  ein  ©cmälbe  — ;  geige  mir  bcinen  gceunb, 
unb  id).tt)ia  bir  fagen,  wer  bu  bift);  2)  bec  geij^igen  SBabcncbmung,  bem 
SSerflanbe  erfennbac  madjen,  ftnn».  bactbun,  beweifen,  ecweifen  (einem 
jcigcn,  wie  er  etttJaS  machen  foUe;  ii)m  geigen,  ba[S  er  Unxtä)t  ^ahe  u.  bgl.  m.; 
jeigc  mir  beinen  ©lauben  iura)  beine  SBecfe;  [lö)  als  «Kann  geigen;  er  geigt 
fi^  als  einen  Äenner  bcr  ©ad^e,  b.  t.  er  (IcUt  fid^  fclbft  als  einen  foldjen 
bar,  oicaeid^t  o{)ne  eS  gu  fein;  Ijingegcn  als  e^t  rüdfg.  3».:  er  geigt  fid)  als 
ein  Äenner,  b.  t.  er  erfc^cint  ob.  ijl  gu  erfcnncn  als  ein  foldjer;  fo  mö): 
er  geigte  fid^  als  meinen  gccunb,  unb:  —  als  mein  gceunb,  u.  bgl.  m.;  eS 
geigt  \iö)  f.  eS  i|t  erfennbar,  lafft  ftc^  crfennen;  g.  S.  eS  ttjicb  fi^l  ont 
enbe  geigen,  »er  »on  uns  3ieä)t  i)at,  b.  i.  eS  wirb  fid)  auSwcifen,  ber  JfuSgang 
»irb  es  lcl)ren  Jc);  oberb.  in  bcfiimmterer  Seb.  einem  et  wag  —  f.  iljn 
barin  untecmeifcn,  unterrid)ten  (j.  SB.  einem  bas  ßefcn,  baS  ^äjxtibtn  — ; 
»gl.  baS  angclf.  taecan,  engl,  teach,  lcf)rcn);  —  3fc^.  bec  Seigcfinger,  bec 
bem  25aumcn  guna'^jl  jlcbenbc  gtnger,  bcjfen  man  jtd^  beim  3"8cn  ob.  jDeuten 
auf  bie  ©egcnftänbe  gu  bcbienen  pflegt;  bie  Set'gctafel  ob.  bec  ßeigettfc^, 
in  ÄaufmannSläbcn  berSifd^,  auf  »cl^em  bie  SBaarcn  »orgcgcigt  »erben;  — 
2£bicit.  jeigbar,  58».,  feiten  f.  wag  gejeigt  werben  fann;  bie  Bü(\haXi 
M;  ber  Seigel,  -g,  9??.  n>.  (5.,  alt  u.  oberb.  (3 ai gel)  f.  Seiflec,  Sfige* 
fünser;  a\x6)  f.  3eid)«n,  bef.  2(ugl)an3eäeidjen  an  SBierljäufcrn ;  bec  ^ii^tX) 


seilten  —  Seile  2049 

-*,  SOZ.  ».  6.  (alt^oddl).  zeJgari),  1)  voit  ctiüaS  jeigt,  »etbl.  ble  Sei^erinn, 
(gew.  nuc  in  3fc6.  wie  Sorieiger,  »inn,  Jfnjetger  jc);  2)  ein  S^ing,  treidle« 
etn)a6  jelgt,  bej'.bccSöeil  cinecU^r,  tucldjcc  bic  ©tunben,  50?inuten2C.  jeigt 
(bec  ©tunben?,  SJiinutcnjctgec  ic;  »erf^.  oon  ©ciger,  f.  unter  feigen  2.); 
3)  «in  Süerfjeug  ob.  Äörpert{)et(,  mit  weldjem  man  jeigt,  {n«6ef.  alt  u. 
obetb.  f.  Beiöeftnöec;  ein  <3tift  ob.  ©nffel  jum  ^(i^my  tnöbef.  oberb.  wo» 
mit  btc  Ätnbcr  auf  bte  Suc^jtaben  jeigen;  bafjec  bei  ®olb-  u.  ©itberorbcitetn 
auc^  f.  @rab(^id)el;  4)  gflaturf.  eine  'iixt  ^üio^il{(i)ne(Sen;  bie  3cigcr|lange, 
ber  ©tift  an  einer  ©onnenuljr,  bcJTtn  ©chatten  bie  ©tunbe  jeigt;  bie  Seiger* 
lxl)X  (r.  äctgeu^r),  eine  9Jaberui)c,  welche  bie  ©tunben  jc.  bio^  jeigt,  ofjne 
ju  f4)lagen,  j.  U.  c.  ©d^Iagufir;  bag  Seigewerf,  ba«  «Häbermeti  in  einec 
U^r,  weld^eS  bie  3ei9cc  in  Bewegung  fe$t;  bie  3eigung,  ba^  ^iiQtn  (ge». 
nuc  in  3f«6-  wie:  2(uf=,  Sorjeigung  ic). 

5ei()en,  giet.  3w.  ablaut.  3mpf.  jie^,  (Sonj.  jief)«;  SKw.  ge^ie^en,  (alt* 
|)0(^b.  zihaa,  mittel^,  aihen,  z^ch,  zigen,  gezigen ;  im  älteren  Oberb.  ^rat. 
jetdj),  jaid),  ßonj.  jige,  mm.  gcjiljen  u.  gejigen;  gotl).  teihan,  feigen,  onjeigcn, 
fogen,  melben;  angelf.  tihan;  altnorb.  tia;  nicberb.  tigen,  ttjen;  SB.  zih, 
tih  =  lat.  die:  dicere,  gricc^.  ^ix:  ödxi'vfjn--,  fanöEc.  di9,  geigen;  baf)er  oltb. 
zöha  =  lat.  digitus,  f,  3e{)e;  »gl.  »erieif)en)  urfpr.  iiberl).  anzeigen,  auäfagen, 
ijetfiinbigen;  fci^on  tm  2(ltb.  u.  je^t  altert^ämli(i^  u.  bic^t.  in  engerer  Scb.: 
einen  einer  ^(i6)t  (®en.)  — ,  b.  i.  etroa^  (^Jadjt^eilige^)  über  ob. 
gegen  \^\\  auSfagen,  i()n  beffen  befd)utbigen,  anftagen  (5. 58.  wer  fann  mid^ 
einer  ©ünbe  geil)en?  einen  einer  ßügc  — ;  man  t)at  if)n  eineö  93erbre^enS 
gejieljen:  bal)er  altb.  ziht,  biziht,  inziht,  f.  SSefd^ulbigung ;  f.  3td^t,  3n* 
jid^t,  bejic^ten  ob.  bejid^tigcn  jc);  oberb.  aud^:  einem  etwae  — , 
wie:  i^m  etwas  ©d)ulb  geben  (j.  S.  roai  wiUjl  bu  fie  jeifjen?);  beögl.  f{c() 
eines  2)ingS  — ,  f.  fie^  bejfen  getröflen,  fic§  barauf  cerlajyen  unb  berufen 
(entg.  fid^  eines  SingS  oerjeiljen,  f.  b.);  ber  ^i\\)ix,  -g,  (mittel!), 
zthaere,  ziher),  S5efd)ulbiger,  5(n£'iagec. 

3eil,  m.  u.  f.,  -eS,  (mittel^,  zeil)  alt  u.  oberb.  btf.  f^wab.  f.  2)ocn6uf(^, 
«^ecfe  (Sornjeil);  bag  3cilarf),  f.  SJocngebüfd),  ?ge)lcaud). 

3eilan0,  m., -e^,  (altb.  zUant;  oberb.  au^:  3  ei  bei,  3eibler,  3tl* 
ling  IC.)  alt  u.  lanbfd^.  f.  ©eibelbafl  (f.  b.);  auc^  ein  in  ©panien,  bem  fiibl. 
granfrei^  Jc.  ein^eimifd^eS  ©trauc^gewad)«  mit  fleinen  gelben  ölüt^en  u. 
einer  aus  brei  t)arten  Änöpfen  beftel)enben  grud^t  (cneorum  L.). 

3ei(e  1.,  n?.,  9)?.  -n,(oit^oc^b.zila,  mittel^),  zile;  oberb.  bie  3e{(  u.3etlen, 
gem.  3al>  3atn;  oerw.  mitzil,  3iel,  zilen,  jiclen?  ogl.  3af)l)  1)  überf).  f.o.  w. 
JKei^e,  iebod^  nur  in  raumlicljer  JBeb.,  eine  gerabe  2inie  neben  einanber  be? 
ftnblid^er  g(eid)artigec  2ü)inge,  je^t  nur  oberb.,  bij^t.  u.  in  einigen  befonberen 
2(nwenbungen  (etwas  in  3eilen  fäen,  pflangen;  ben  SOlijl  in  3eilen  fc^lagen, 
b.  i.  in  geraben  ßinien  aufi)aufen;  eine  3cile  ©emmel  b.  i.  eine  jufammen^ans 
genbe  9ieil)e;  eine  Sleiije  Äörncr  an  einer  2(i)re  ^tx^t:  eine  3 eile;  lanbfd^. 
»on  bem  gcmcif)eten  ©etreibe  f. ».  w,  ©d^wab,  3al)n;  oberb.  audl):  eine  Seile 
^Sufer,  Saume,  ©tüljle,  ©Idfer  ic;  »ber  ©träfe  lange  3ciU«  ©exilier;  »bie 
3eil«,  Flamen  einer  ©träfe  in  gran!furt  a.  SOi.;  »bie  aBolljeil«,  eine 
Gtrafe  in  SBien);  2)  gew.  in  engerer  »eb.  eine  ©d^riftjeile,  eine  9veif)C 
öefd)tiebener  ob.  gebcucfter  S3ud)jltaben  ob.  503öcter  (jwanjig  3cilcn  auf 
eine  ©eite  f^reiben;  eS  jle^t  in  ber  britten  3eile  oon  oben;  einem  ein  ^<X9X 

J&epfe'«  ^«nbwSrtetb.  b.  beutft^en  ©p«.  2.  s^eil.         129 


2050  3eUe  —  ^dt 

3eüen  ^äjmbmt  b.  i.  efn  fur^e«  ©ti^teibjn);  —  bte  3ei(=  ob.  Seilender jUe, 
gemeine  ©erjle,  »ierjeiltge  ® ommergerfle ;  bie  3eii*  ob.  Setlenfemmel, 
f.  0.  ».  Sieifjen»  ob.  ©d^i^itfemmel ;  jeitenvüeife ,  91».  (obecb.  jetlweie) 
in  ob.  nad^  3eifen,  rci^enweife;  —  jeilig,  SSw.,  Seilen  f)a6enb,  au«  Seiten 
fceftef)enb,  ge».  nuc  in  3fe|.  wie:  jwei;,  »iec»,  ad^tjeilig  «.;  geilen,  jiel.  3»., 
Äütfd^n.  ^c(je  — ,  b.  t.  mef)re  ^elje  gu  einem  ^erjföttec  in  einet  9'lei{)e 
5ufammennQf)en. 

Seile  2.  w.,  f.  ».  w.  SiUe,  f.  b. 

Sein,  m.,  Seine,  tu.,  f.  Sain  1. 

Seiöd^en,  f.,  -8,  5ÖJ.  w.  6.,  f.  Seiftg. 

Seifei  1.  tt).,  f.  unter  geifen;  2.  f.,  f.  Seifig;  3.  io.  ob.  f.  (entwebcr  »on 
glei^em  ©tamm  mit  3eifel  2.,  3eifig,  wegen  ber  Älein^eit;  ebec  [law.  Uc» 
fprungö,  »gl.  bö^m.  sysel,  gjlauS)  lanbfd^.  f.  bie  ©pi^mauS. 

Seifelbät,  m.  (nieberb.  aud^  3iefelbac;  tt)at)rf^.  eon  jeifen  f.  jie^en; 
öer[c(|.  »on  3eibe)[bar,  f.  b.)  lanbf^.  ein  geja^mter  25ar,  ben  man  am 
<Seile  jur  ©chau  l)ecumfü()rt. 

5eifetn  1.  jiellof.  3»-  (»gl-  bas  f(!^tt)eij.  jifen  f.  \i<i)  ungejlüm  bewegen, 
[(ä^neU  foctgleiten)  obecb.  f.  eilen ;  bei-  Seiölet:  f.  ein  eilfertiger,  flürfjtiger 
9]?enfd^;  ber  Seifelwagen,  f.  ©{(wagen  ber  geringjlen  Tittt  gew.  ein  Seitet- 
ob. Korbwagen  mit  Ciuecbcettecn  jum  ®i§en. 

geifen  ob.  jeifeln  2.  jiel.  3W.  (altb.  zeisan,  zeisen,  g)rSt.  zias,  zies,  bod^ 
üüÖ)  f4)wac^  biegenb;  oberb.  jaifen,  jaifeln;  ongelf.  taesan;  og(.  jaufen) 
alt  u.  lanbfd^.  f.  5iel)en,  lfm  unb  l)er  5iel)en;  baliec  f4)w5b.  f.  langfam  ar* 
fceiten;  fd^weij.  (jeifeln)  f.  locfen,  abloten;  gew.  f.  ».w.  saufen,  raufen, 
tupfen,  supfen,  be[.  SBellc;  aud)  uneig.  wie  rupfen:  Utauhm  (5.  IB.  SSJitt* 
wen  unb  SSSaifen  — );  bie  Seifei,  2)?.  -n,  (oUb.  zdsala,  zeisel;  ongelf.  taesel, 
engl,  teasel^  »gl.  S)i|lel)  m.  f.  ^arbe,  5Beberbt|iel. 

Seifig,  m.,  -eö,  5Ö?. -e,  tanbf^.  aud^:  ba§  Sei^djen,  obctb.  Seiölein 
(gem.  3ei[el,  3ei6le,  3iefel,  3ie6^en,  obecb.  aud^  3ein$lein;  niebetb.  3ife?e) 
3ieöfe;  entweber  Sautnod^a^mung,  »gl.  bai  engl,  siskin,  u.  siss,  jifd^en;  ^iaw. 
tschisch,  ücrK.  tschischik;  ober  »on  jeip,  f.  b.,  alfo:  »baS  f leine,  jatte  S38g» 
lein«,  wonad^  es  eig.  3ei0ig,  3ei^lein  l)iefe;  »gl.  iai  i6l5nb.  tita,  SBerg- 
finE)  ein  {(einer,  gelbgrüner  SSoge(  v»om  v^anfling=®efd)(ecl)t,  audö :  grüner, 
fcl)tt)ar5p(attiger  «Hänfling;  uneig.  gem.  f.  ein  leichtfertiger,  Iteberddjet 
50?enfd(>  (ein  lodEetec  ob.  lofer  3eiftg);  äcifiggrun,  S5w.,  »on  ber  gelbgtönen 
garbe  bcs  3e{ftg§;  i)Ci$  Seifigfraut,  l)  bos  gemeine  ob.  vcti)c  (Uaud^^eil; 
2)  ik  toti}t  .t>anfneJTel;  3)  bie  jcifjtige  SRoföneffet. 

jeip,  SW.,  (altb.  zeie,  zeize,  zeizhaft;  obetb.  ^ai^;  üielleid^t  ÜOn  zeisan, 
jeifen  jlammenb,  vok  jact  (f.  b.)  »on  zeran?  »gl.  jebodö  iai  iölänb.  teitr, 
fcö()lidö,  idUt)  alt  u.  obecb.  f.  jart,  jartlidj,  lieblicl),  sietlid);  scipelig,  fßw., 
oberb.  f.  jart,  fc()mdd)tig,  weidjlid). 

Seit,  ».,  ^.  -en,  (altfjod^b.  zit,  ».  u.  f.,  SR.  zki;  mittel!),  «liu  zit,  9». 
2ite,  f.  bie  3eit  übecf).,  u.  daz  zit  f.  ein  bejlimmtcc  3eitabfd^nitt  ob.  3citpunft, 
j.  S.  eines  zites;  nod^  fd^wcij.  bag  3«t  f.  U^c;  altfcid^f.  ongelf.  altnocb. 
tid;  niebecb.  Ziei,  3ett,  u.  Sibc,  Sie,  l)oU.  tye  f.  bu  3eit  ber  (5bbe  unb 
3f(ut(),  wie  iai  engl,  tide;  —  bie  3(bftammung  bei  SBoctcS  ifl  bunfel;  im 
®ot^.  Ijei^t  bii  3eit:  theihs,  ü.  tlieihan,  ge^  beiden,  junel^men;  im  2(ngelf. 
aud^  tioia,  engl,  tim»,  x>\(]le\6jt  ccn  gleid^et  ^ecfunft  mit  tid,  ztt :  SB.  ti,  zi?) 


d^dt  2051 

1)  bU  reine  ^ftifd^auung  be«  ununter6rorf)enen  (gletd^f.  fifef cnbcn)  5öetben« 
unb  SSec9cf)en8  ob.  bet  ^(ufeinanbecfolge  beö  (Seinö  bec  enbüdjen  SMnge, 
ob0efet)en  üon  ben  »erbcnbcn  ob.  fi^  »eränbernbcn  ^Jtngen  felbjl:  bte  reine 
(ob.  abftcacte)  3eit,  entg.  bcr  ©migfett,  »gl.  9?aum,  (bie  3ett  oetge()t,  »et« 
(lieft,  »erttreid)t  k.;  bcr  Strom  ber  3eit;  im  ßaufe  ob.  Fortgänge  ber  3eit, 
mit  ber  3eit;  bie  3eittt)irb  es  leören,  b.  i.  im  Saufe  ber  3eit  trirb  eS  ftd()  er- 
geben ob.  geigen);  2)  ein  Zi)t\l  ob.  2(bfcf)nitt  biefer  ^ol^i  beS  ©eing,  ein 
3eittl)eil,  ^eitiibfdjnitt,  fei  er  unter  ber  ^orm  ber  Äu6bet)nung,  als  8inic,  auf» 
gefafft,  finno.  3eitraum,  5D3ei(e,  •Dauer,  ober  ati  »erfc^winbenber  ^punlt: 
3citpunft,  ^Cugenblicf,  fc.  «Koment,  (j.  ».  bie  gegenwärtige,  »ergangene, 
jufünftigc  3ett;  lange,  für  je  3eit;  »or  furjer,  oor  langer  3eit,  aud^:  oor 
Seiten  f.  et)emal«,  in  olter  3eit;  ouf  einige  3eit,  auf  ifurje  ob.  lange  3eit, 
j.  83.  »erreifcn;  eine  gute  3eit  f.  eine  jiemlid^  lange  3eit;  bamit  i)at  eS 
gute  3eit,  b.  i.  feine  (äile;  eine  3eit  lang  b.  i.  einen  3eitraum  f)inburd); 
unter  ob.  »afjrenb  ber  3eit  b.  i.  wafirenb  eines  bejlimmten  3eitraumcS;  bie 
3ett  t)er  b.  t.  waf)renb  ber  jüngfloerfloffenen  3eit;  3eit  meines  fiebenS  b.  t. 
in  ber  3eit  ob.  wo'f)cenb  meines  ßcbenS;   »on  3ett  ju  3ett,  b.  i.  in  ©et» 
fd^iebenenSeitpunften;  fo  au(!^:  ju  3etten,  »gl.  juwcilen;  jur  3eit,  b.  t. 
in  ber  gegenwärtigen  3eit,  \t^t',  ju  einer  anbern  ^iit;  na6)  bcr  3eit  b.  i. 
fp3tert)in;  »gl.  auä):  3a]^reS=,  Sagesjeit  u.);  in  bejtimmterer  SBeb.  f.  SageS* 
jeit,  ©tunbe  (j.  3B.  es  ijl  noc^  frü^  an  ber  3eit;  fpät  an  ber  3eit;  woS  ift: 
e«  an  ber  3ett?  ob.  welche  3eit  ijl  eS?  b.  t.  »eld)e  ©tunbe  ob.  U^r;  bie 
fieben  3eiten,  alt  u.  obcrb.  f.  Sagcjeiten,  f.  b.)}  ßeben^jeit  (ju  meiner 
3eit;  cor,  nac^  meiner  3eit  u.);  Seitalter,  SiJ?cnfd)enatter  (ixt  ölte,  bie  neue 
3eit;  in  unferer  3 eit;  feiner  3eit  genug  t^un;  ju  allen  3eiten  ic.);  3)  bie 
«rfüUte  (concrete  ob.  empirifd)e)  3eit  ob.  ein  foId)er  3eitabfrf)nitt,  ein  3eit» 
caum  ob.3eitpunft  in  «^infTd)t  feiner  ^fugfiillung  ob.  SSeticenbung,  fowo^l 
(objectio)  in  2(nfel)ung  ber  Sage  bcr  Singe  über^.,  bcr  3citumftanbe,  »58erl)dtt« 
niffe,  fScgebcnt)eiten,  als  (fubjccti»)  in  S3ejtel)ung  auf  ben  3ujtanb,  bie  Z^ä^ 
ttgfeit,  bie  3Cu6ft^tcn  ob.  3tt'C(fe  einer  ^crfon,  (fd|i(Je  bic^  in  bie  3cit,  b.  i.  in 
bie  3eitumjlQnbc;  gute,  günftige,  glüdElic^e  3eiten;  fc^led^te,  fd^wcre,  böfe, 
trübe,  trautige  3citen  ic.;  t^cure,  tt»ol)lfcile  3eit;  er  "fyat  gute  3cit  b.  f.  eS 
ge^t  if)m  n)of)l;  fcjllid^c,  gottcSbienjtlid)e  3eiten;  ber  ®eijl  ber3eit,  f.  3eitgcifl; 
^iiäjtn  ber  3cit,  f.  3ei^en;  mit  ber  ^tit  fortgeben  ob.  fortfd^rciten,  b.  t.  mit 
ben  gortf(]^ritten  ber  SJilbung,  mit  bem  »eranbertcn  3eitgeifl  ic.;  gem.  liebe 
Seit!  bu  meine  3eit!  urfpr.  wo^l  2CuSruf  über  ik  S5ef(löatfenl)eit  ber  3eit 
b.  i.  ber  3eitumjlonbe,  bonn  übcrl).  5(u«ruf  ber  SSerwunbcrung,  bcr  2:^cilnal)mc, 
ob.  auc^  bes  UnwiUenS);  in  beftimmtercr  Scb.  lanbf^.  f.  SBittetung,  SBettet 
(oberb.  f(^8ne  3cit  f.  fd^önes  SBetter;  »gl.  franj.  temps);  ©c^iff.  f.  bie  Seit 
ber  ebbe  unb  g(utf),  u.  bie  gtutf)  felbll  (nicbcrb.  Sibe;  mit  ber  3eit  auf« 
fegcln;  eine  ganje  3eit,  b.  i.  bie  ganje  35cuer  einer  glutl>;  bte  ^albe  ^tit  ac; 
bie  3cit  floppen,  b.  t.  Ui  bem  SfJücJlauf  bcr  ^Mi)  »or  "Knlit  ge^en);  lanbf^l. 
f.  bie  monatlid)e  Sleinigung^eS  wcibl.  ©cfc^lc^ts  (fie  i)at  {f)rc3eit);  oberb. 
awäi  f.  bie  3cit  bcr  Slicbcrfunft,  iat  Snbe  ber  ©c^wangcrfc^aft  (auf  bcr  3cit, 
I)od>  auf  bcr  3cit  fein,  b.  i,  ber  Cntbinbung  m^i);  4)  tnSbef.  bie  ju  einem 
3«iecEe,  einem  SSorgange,  einer  SSerrid)tun3  k.  beflimmte,  9e»»6f)nlidbe, 
geeignete  Seit,  bie  t:ä)U  b.  i.  gehörige,  <:d)icflicf)e,  bequeme,  gelegene  Seit 
(g.  ».  e«  ift  3eit  anjufangcn,  ju  gc^ien  k.;  »gl.  ©(Olafen«*,  (SfTen^aeit  u.;  e8 

129* 


2052  B^it 

ijt  nod^  mÖ)t^iit  baju;  eätjl^ofje,  bie  f)6d)jte  Seit,  baf«  e8  gef^tel^t, 
b.  t.  b6t  auf crjlc  3eitpun!t,  nad^  beffm  SSerlauf  eö  ju  fpät  wäre ;  jebeö  Sing 
ob.  2(tteS  t)at  feine  3ett;  etwaö  ju  [einer  ^dt  tt)un,  b.  i.  gur  redeten,  fd^idtic^en 
3ett;  oor  bec  3ett,  b.  i.  fj:üt)«c,  olä  eg  gewö^nlid^  ob.  paffenb  tjl;  auf  ex: 
ber  3eit,  b.  i.  nid^t  juc  rechten  ^tit,  gut  Unjeit;  bei  guter  ^cit,  oud^:  bii 
Reiten,  f.  ».  tt).  gur  regten  3eit,  jeitig,  frö^);  5)  Me  jur  SSernjenbung 
»orf)anbene,  ju  cin«t  ü}errid)tung  anrocnbbare  ob.  «rfocbettid)«  3«it  in 
2(n[e^ung  it)rer  2(uöbef)nung,  finn».  23ei(e,  9)^ufe,  (3eit  ju  etwas  ^aben;  »iel, 
wenig  3eit  f)oben;  fid^  3e{t  ju  etwas  neljmcn;  einem  3eit  baju  lajfen;  i^  ()abe 
bogu  feine  3eit;  oberb.  nid^t  ber3eit  t)o.hen  f.  feine  ^iit  i^aben;  bie  @a(^e  er« 
forbcrt  »ie(  3eit) ;  aud^  f.  leccc,  gcfdjd'ftfreie  3«it,  in  fo  fecn  man  \i)u 
£)auer  empftnbet,  finno.  SBeite,  (einem  ob.  \ii)  bk  3eit  oettreiben,  »erfiirjen; 
iit  3eit  wirb  mir  lang,  f.  \>.  vo.  iä)  empfinbe  ßangeweite;  obcrb.  aud^:  bie  ob. 
ber  3eitlong  f.  Sangeweite);  6)  @prad^(.  bec  2(ugbru(f  ber  3ettunter? 
fd)iebe  bucc^  bie  9?cbe;  ob.  3«itttJücter:  eine  ^e'xt,  bie  Reiten  bei  B^itwoc« 
teS  (fr.  SempuS,  fJR.  Sempora;  g.  SS.  id^  gef)e,  bie  gegenwartige  3eit;  ic^  ging, 
iie  »ergangene  3(it;  xä)  werbe  ge^en,  bie  jufünftige  3 eit);  —  3fe§.  bec 
Seitabfc^nitt;  bai  Seitöltev,  ein  betrod^tlid^cr  S^eil  ber  Sauer  bes  SKen» 
fd^engefd^le^ts  mit  ^inftc^t  auf  bie  3uitänbe  u.  Segebenf)citen  besfelben, 
gleic^f.  ein  ßebenSalter  ber  ?Oicn[d^{)cit  (baS  golbene,  filberne  :c.  3eitalter;  baö 
3eitaUer  ber  alten  ©ried^en,  ber  SRömer  ic);  bec  Bcitaufwant» ,  bie  5ßet« 
»enbung  ber  3"t)  u.  bie  »erwenbete  ob.  ju  »erwenbenbe  3eit  ju  einer  SSerrid^» 
tungic;  fo  au^:  bec  Seitbebnvf;  bie  3eitbeere,  lanbfd^.  bef.  fd^wab.  f. 
3ol)annisbcere;  bec  3eitbel)elf ,  ein  Se{)elf  für  einige  3eit;  bie  Seitberec^* 
nung;  bie  äeitbefd^reibung,  SSefd^reibung  ob.  3fufjä^lung  ber  S5cgeben{)eiten 
no^  ber  3eitfolge  (fr.  6t)ronograpt)ic);  bie  äeitbejlimmung,  Seflimmung 
b.  i.  geflfefeung  ob.  genaue  SBered^nung  einer  3fit;  bie  3ettb(ume,  lanbfcl). 
f.  jg)erb^jeitlofe;  bec  3eitbo(f,  bie  äeitgeip,  bec  äeit^ammel,  bie  Seit* 
ful),  iai  Beitfd^af,  oberb.  f.  ein  imi^  bis  breijaf)rigeS,  ouSgewad^feneS  u. 
jur  S^lad^juc^t  reifes  Z^iet  ber  benannten  2Crt;  \>ai  3eitbud&,  ein  SBud^,  in 
weld^em  gefd^id&tlid^e  Vorfalle  ber  3eitfolge  nadf>  »erjeidEjnet  finb,  »jgl.  3a()r*, 
Sagebud^,  (fr.  ß^ronif);  bie  3eitlDaucr,  bie  Sauer  b.  i.  2(uSbe]^nung,  (5r» 
flredtung  ber  3e{t  ob.  eines  3eitabfd^nitteS;  bec  3ettfluf§,  bie  3eitflut{), 
bilbl.  f.  ber  ununterbro4)ene  gortgang  ber  3eit;  bie  S^ttfolge,  bie  2(ufeinan» 
berfolge  ob.  Orbnung  ber  Singe  u.  SSorgängc  in  ber  3eit;  bie  3eitfotfd)un9, 
(Srforfd^ung  ber  3eitpunEte  u.  ber  3eitfolge  ber  gef(^i^tlid^en  Gegebenheiten 
(fr.  ef)ronologie);  ber  Settfotfd^er  (fr.  ß^ronotog);  bec  Seitgctfl,  ber  ®eift 
t).  i.  bie  Ijerrf^enbe  ©efinnung,  Sen!^  u.  ^anbtungsweife  ber  SDienfd^en  in  einer 
3e{t  ob.  einem  3eitattcr;  jettgemaf},  SBw.,  ber  3eit  gemäf,  b.  i.  bem  3u* 
ftanbe,  ben  Umjlanben  it.  einer  3ctt  angemeffen ;  bec  3eit9enof6 ,  bie  3cit? 
genofftnn,  wer  mit  einem  2fnbern  ju  berfelbcn  3eit  lebt;  ba:^er  bie  3citge* 
noffenf(i)aft ,  baS  SSer^altnifS  ber  3eitgenoffen;  bie  ©cfammtl)eit  ber  3eitge'= 
«offen;  bie  3eitgefrf)id^te,  bie  ©efdl^id^te  einer  gewifTen  3cit,  bef.  unferer  ob. 
ber  neuejlen  3eit;  bec  3ettgefci^ma(f,  ber  in  einer  3eit  l)errfd^enbc  ©efd^madt 
(f.  b.);  bec  Seitgrofd^en,  lanbfd().  .5)anbw.  eine  gu  einer  bejlimmten  3«t  ju 
fntrid^tenbe  2(bgabe;  bec  3citf)(lfen,  ©d^iff.  ein  ^afen,  in  welchen  man  nur 
ju  gewiffen  3eiten,  bef.  jur  3 eit  ber  glut^,  einlaufen  fann;  ber  B^it))aUex, 
«inj  "üxt  fe^r  poUJommener  u.  genauer  ©eeuijren;  5eit{)er,  9lw.,  f.  p.  w.  bie 


^iit  2053 

3eU  ^et,  b.  t.  in  b«  tefetüetflolTenen  3eit  6t4  jcftt,  »öl.  feitf)ct;;  ba^et  j^eifs 
lerig,  aSw-,  bte  3eit  f)et  ffienb  ob.  9ef(i^ct)enb  (j.  ö.  unfecc  ie:t()eci9c  Scfannt» 
f^jaft);  jeitfarg,  35».,  Sarg,  fparfom  mit  bec  3ett  uni9e{)enb;  bie  Seitfunbe, 
bie  Äenntnif«  ob.  SQStffenfc^aft  »on  bec  ©lnt()ei(ung  u.  Sneffung  bec  3eit  (fc. 
e^tonologie);  baf)et  jeitfunbig,  S».,  ats  J^w.  bec  3eit!unbigc,  ein 
3eitfunbtget;  jeitfürjenb,  SS».,  bic  3eit  ocrfücjenb  b.  i.  angenebm  »er* 
tretbenb;  ,bcc  3eitfiirjer,  »ec  einem  bie  3c{t  »erüicjt;  bie  Seitfür^jUng, 
85et!ürjung  bec  3eit,  u.  was  baju  bient,  ftnno.  3eitocctceib,  Äutjwcit;  bie 
(eine)  3eitlang,  c.  eine  3eit  lang,  b.  i.  eine  3eit  ob.  einen  3eitraum  ^inburd^ 
(j.  SB.  iä)  f)abe  if)n  eine  3eit  lang  niäjt  gefc^en;  feine  ee^te  Sfel-,  bo  lang 
^Ut  91».  u.  äeit  ein  mit  bemfelbcn  »etbunbenec  2(cc.  ift;  f.  lang,  u.  ogl. 
ein  ^a^t  lang,  eine  ©tunbe  lang  it.);  b«  3elt(auf,  bec  Cauf  bec  3eit;  bic 
golge  bec  Singe,  SJecanberungcn,  SSegebcnbetten  in  bec  3"t;  9)?.  bie  ^eiU 
taufte  (o.  bem  alten  Cauf t  f.  8auf,  f.  b.)  meifl  olt.  f.  3citen,  3eitabf^nitte 
in  2fnfel^ung  bec  3u|tanbe  u.  JBegcbenbeitcn  in  benfelben  (j.  S5.,  in  biefen  un* 
rul)i3cn,  fc^weren  3ettlä'uften  ?c.);  jcittebcnä,  9?».,  in  bec  3ett  bc§  ßebens 
etnec  ^ecfon,  fo  lange  ic^  lebe,  bu  Icbjt  u.  (j.  SS.  ic^  »ecbc  jeitleben«  batan 
ben!en;  ec  »icb  c6  jeitlebcnß  bereuen);  baö  2(itki)tn,  ein  &cl)en  ouf  eine 
bejlimmte  3eit,  j.  U.  o.  QxhUi)in;  jeitloö,  S».,  o^ne  3e{t,  Heiner  jcitli%n 
SBeränbecung  unterworfen ;  ungut  f.  unjeitig,  au^-er  ber  regten  3eit  gefc^e^enb; 
bie  äeitlofe  (altb.  zltelosa,  zitlose),  »erfc^iebene  ^flanjen,  insbef.  1)  ein  ouf 
fSBiefen  wa^fenbcS  3»tebelgewa'(i^6,  beffen  röt^Üd^wcife  SBlütben  erfl  fp5t  im 
.^erbfl  t)ecöorEommen,  aut^:  ^erbjljeitlofe,  .^erbflblume,  58Sicfenfafcan  :c. 
(Colchicum  autuinuale  L,);  2)  f.  t).  w.  bie  SOZa^ltebe  ob.  baS  ©anfeblümd^en, 
welches  ben  ganjen  ©ommer  i)inburd&  blüi)t  (bellis  perennis  L.);  ber  3eits 
manget,  3Äangel  an  3eit  ob.  SOlu^e;  bag  Seitmaf,  1)  ein  bejlimmtec  3eit=' 
t^eit  ob.  ;2fbf^nitt,  nad^  »eld^em  bie  3cit  gemcffen  unb  eingetljeilt  wirb,  5.  S. 
Sage,  SÄonate,  Sa^reu.;  2)  Son^  u.  23eröf.  bie  nad&  bejtimmten  5Berf)ä'lt« 
niflfen  geregelte  3eitbauer  ber  Sönc  u.  ©prac^laute  ob.  @ilben,  »gl.  Zalt,  &iU 
benmaf;  baf)ec  bie  3eitmef[ung,  SReffung  ber  3eit  überl).;  inöbef.  23ergf. 
bie  SReffung  ber  ©pra^laute  u.  ©ilben  nad^  i^rer  3citbauer;  bec  Seitiwcffer, 
ein  SBerljeug  jur  SKeffung  bec  3"t,  J.  S5.  eine  Uf)c,  n.  bef.  ein  Saftmeffer, 
l  b.;  jeitmäpig,  Sw.,  gew.  jeitgemag,  f.  b.;  bie  Seitorbnung,  ik  Orbnung 
ob.  Sftei{)enfot9e  ber  Singe  in  ber  3eit,  3eitfolge;  bec  ob.  bie  3eit^ad)t,  ^aä)t 
auf  eine  beflimmte  3cit,  j.  U.  0.  ©rbpadjt;  ber  3eitpunft,  ein  Jleinfter  3eit* 
t^eil,  als  augenblidlic^  oer^d^winbenber  'punft  betrachtet;  aud^  ein  bcjlimmtec 
3eittf)eit,  fofcrn  eine  gewiffe  SBegebenf)eit  in  benfelben  fällt  (5.  83.  ber  3eitpunlt 
ber  (Seburt  (5{)ri|li);  bec  3cttraum,  ein  größerer  3eittbeil  ob.  3eitabf^nitt, 
unter  ber  gorm  ber  JluSbeljnung  ob.  Sauer  aufgefaßt  (j.  SB.  ein  3eitraum  »on 
20  Sauren;  in  bem  3eitraumc  beö  breipigjätirigen  ÄriegeS  zc);  bie  ^tlU 
red^nung,  1)  bic  2lrt,  bie  3eit  einjuttjeilen  u.  ju  bered^nen,  in^bef.  tk  Sa^rc 
»on  einem  gewifTen  3ettpunfte  an  ju  jäf)len  (bie  3eitre^nun9  ber  3uben,  nac§ 
3a^ren  üon  ©rfd^affung  ber  SQSelt;  bic  d^riftlid^e  3eitred^nung,  nad^  3a{)reit 
»on  Qt)vi^i  ©eburt);  2)  ik  STBiffenfcbaft  »on  ber  eintljeitung  u.  SBere^nung 
bec  3eit  (fr.  ©bronologie);  bie  3citfd)nft,  eine  ©d^rift,  welche  pcE«  ob. 
lieferung^weife  in  bejlimmten  3eitabf^nitten  herausgegeben  wirb,  j.S.  wöd^ent- 
lidd  ob.  monatlid^,  nii^t  leidet  taglic^,  in  weld^em  gallc  mon  fie  ge».  Sageblatt 
ob.  3ntun9  (f.  b.)  nennt,  (fr.  Sournal,  periobifc^e  ©^nft);  bec  ^iiU 


2054  Seit 

fd^riftlet,  STeuw.  üeräciött.  f.  wer  eine  3ettfc^nft  f^muiQkht,  ob.  an  3eit* 
[(JÖrtften  mitarbeitet;  bie  Scitfparung,  (grfparung  bcc  3eit ;  ber  3eitf!rom, 
f.  0.  5iit  1);  bie  3etttafel,  iibctfic^tstafer  gefci^ic^tlic^ec  (gceignilTe  na^  bec 
3eitocbnung  (fr.  (!^conoloäifd^e  SabcUe);  bec  3eittt)ei{,  ein  Zi)txl  beräeit; 
geitüblid^,  fßw.,  in  einer  bejtimmten  3iit)  jur  3eit  ühüö)  ob.  gebtaud^lid^ ; 
bcc  Seitumjlanb,  ein  in  bcc  3ett  liegenbec  ob.  »on  berfelben  mitgebra^tec 
Umjlanb;  bef.  in  ber  9Ji.  bk  3citunijlanbe,  b.  i.  ik  Sage  ber  Singe,  bie  3us 
jianbe  ob.  a3er()(Sltnifl'e  in  einer  gewiffen  3eit,  aud^:  3eitöect)ciltnif[e; 
ber  3eit^'£1^be^^^)  baö  SSerberbcn  b.  i.  bie  fd^led^te  ob.  unnii^e  Änwenbung  ber 
^iit;  äeitoerfür^enb ,  Sw.,  f.  geitWrjenb;  bie  äeitüevfürjung,  f.  3eit!ür» 
jung;  ber  3eitüerlauf,  ber  93erlauf  b.  i.  baa  ffierftief en  ob.  SSerge^en  bec 
^tit;  auä)  ein  »erflie^enber  ob.  »erflojfener  3eitraum;  ber  3eitüerlu|t,  1) 
iai  Verlieren  ber  3eit,  inbem  man  jte  ungenü^t  eerjlrei{|cn  lajyt  (ettoaS  oi)ne 
3eit»erlufl  t{)un,  b.  i.  o^ne  2fuf[(i()ub);  2)  ber  SSerlujl  ob.  bie  ©tnbufe  an  ber 
ju  ©ef^l^ften  u.  nöt{)igen  3eit  (j.  Sß.  fein  fSt^uä)  üerurfad^t  mir  oieten  3eit=' 
»erlufl);  ber  3ettüerjIop,  ge{)ler  gegen  bk  3eitre(^nung  (fr.  2(na(^roni6mue); 
bec  äeitücrtreib,  1)  o.  2ä.  bai  Söertrciben  (f.  b.)  ob.  bie  ffierBöraung  ber 
möfigen  3eit,  beren  Sauer  man  unangeneljm  erapfinbet,  (äwai  jum3eitoertrei& 
tf)un);  2)  2Ä.  -e,  baöjenige,  womit  man  ^iä)  ob.  einem  2(nbern  bk  3eit  »er« 
ttüUf  eine  ergö^lid&e  Sefc^Sftigung ,  Untcri)altung  ic.  alä  fSRitUl  gegen  bk 
£ange»eite,  ftnno.  Äurjweit  (j.  IB.  ba^  ©piel  ijl  fein  3eitoerfreib;  auf  aUerlet 
3eitt>ertreibe  ben!en);  ber  3eitöertrel6er,  »er  einem  bie  3eit  oertreibt,  ii)m 
3eit»ertreib  »erf^ajft;  ber  3eitöevn)anbte,  ein  3eittiecix)anbter  jc,  wer 
einem  3£nbern  ber  3eit  nac^  »erwanbt  ift,  f.  o.  w.  3eitgenof6;  bec  3eitwed^fel, 
Sße^fel  ber  3«t,  Eintritt  etne§  neuen  3eitabf4)nitteS;  jeittoeife,  91».,  1) 
naÖi  jeitli^er  SSeftimmung,  auf  eine  bejlimmte  3eit  (j.  f8.  ttwa^  jeitaeife 
pad^ten);  2)  in  beftimmten  3eiten,  3eitpunften  ob.  grijien  (jeitweife  beja)^* 
len  ic),  ou(§:  jettenweife,  oberb.  f.  ju  3eiten,  juweilen;  jeittvierig,  S»., 
1)  lanbfdd.  f.  lange  3eit  wäi)tenb,  gew.  langwierig;  2)  9teuw.  f.  nur  eine 
gewiffe  3eit  toäi)unb  (fr.  temporär);  bec  3eittt)inb,  ein  ju  einer  gewijfen 
3eit  regelmäßig  ober  Qm'61)n\i(i)  wef)enbcr  SBinb  (fr.  periobifd^e,  «JJajfatfaBinbe); 
baS  3eittt>ort,  iiber^.  ein  SDSort,  wel(^e8  eine  3eitbeftimmung  enthalt;  gew. 
©prac^l.  Benennung  ber  ©attung  »on  SJierJmalSwörtern,  wel^je  einen  jeit= 
liefen  3ujtanb,  ein  Sl)un  ob.  Ceiben  eines  (ScgenftanbeS  auöbrücten  u.  jugleid^ 
felbft  bk  g3f)igteit,  biefen  3n^alt  bem  ©egenftanbe  beizulegen,  ob.  bie  Äraft 
ber  2CuSfage  §aben,  baf)er  paffenber  2Cuöfage'=  ob.  SRcbewörter  genannt 
(fr.  aSerbum,  SÄ.  SSerba);  geitwörtlid) ,  Sw.,  bie  2frt  ob.  S3efci^ajfen^eit 
eines  3eitworte6  l)abenb,  bemfelben  ä'bnlidi;  <xüä)  bem3citwort  angc^örenb  ob. 
baSfetbe  betreffenb  (fr.  »erbal);  —  2Cbleit.  jcitig,  Sw.,  (altb.  zftig,  zitec.) 
1)  fetten  f.  eine  bejlimmte  3«tt  bauccnb  (eine  jeitige  Strafe);  bef.  in  ber 
gegenwactiöen  3«it  bauecnb,  juc  3fit  feienb  ob.  be(^ei)cnb  (j.  ®.  ber  jeitige 
SBürgermeifler);  2)  jur  gehörigen  ob.  6ej!immten  3eit  feienb  ob.  3efd)e{)enb, 
jur  red)tcn  3eit,  cedjtjeitiß,  entg.  unjeitig,  {ütoas  jeitig  tf)un,  fagen; 
jeitig  lommen;  eine  jeitige  2(njcige,  ?n?elbung  jc.);  als  9iw.  auÄ  f.  bei  Beitcn, 
fcii^,  fcübjeltig,  b.  i.  cor  ber  qm^nli^in  ob.  beftimmten  3eit  (fe^r  jeitig 
öuffte^cn;  einen  ju  jeitig  »ec!en);  3)  feine  sehocigc  3<;it  {)abcnb,  b.  i.  mai 
bie  ju  feiner  SoUEommenf)eit  erfocbeclidöe  3ett  erreid^t  i^at  ob.  übcrf).  5uu 
SSoUfommenf)eit  3ebiet)en  tjl,  flnn».  «if,  düti^^  ^Kü^Ui  bas  Obft  ift  in 


3eitutt9  2055 

biefem  ©ommec  U^  8«iti9  gcwotben;  efneseitföcßeibeifru^t);  bie  äeitigfeif, 
feiten  f.  baS  3eiflcjfcin,  ble  Sieife;  jeitl^en,  3».  1)  jiel.,  i^eltig  macfjen, 
reifen  (bet  ©ommet  jettigt  bte  gcüc^te);  2)  feiten  jteUos  f.  jeltig  ob.  reif 
»»ecben  (in  warmen  Sanbern  jeitigt  2(Ue6  frül)ec);  bte  Seitigung,  ba3  3eU 
tigen  b.  i.  baö  Oietfmadjen,  u.  bag  Oveiftrerben  ob.  pfeifen,  audd  f.  bie 
Steife;  jeitlicf),  35».  (altb.  zitllh,  iHtüch),  1)  bec  3eit  an3ef)b'renb  u.  barin 
gegrünbet,  ein  enblid)e6,  ueranberltdjeg  u.  üergan9(id)e6  2)afein  f)Q6enb, 
flnn».  üerganglid),  irbifc^,  entg.  emig,  (geitlic^e  Singe,  ®ütec;  geitli^cS 
®lücJ;  baö  Seitliche  al6  ^».  f.  bie  geitlid^en  Singe,  5.  SB.  an  bent  ^tit^ 
liä)tn  liongen;  baS  3eitlid^e  gefegnen  f.  fierben);  in  engerer  SBeb.  auä)  f.  roeits 
lid^,  entg.  get{tli(i^  ob.  titä)l\(i)  (jeitlid^e  (üüter,  tmtit  ic,  baö  3ettli(^c 
»erwalten);  2)  oberb.  aud^  f.  jeitig,  b.  i.  gur  gegenwärtigen  ^iit  feienb  ob. 
öef(i5icl)enb ;  jur  redeten  3eit,  ob.  viot  ber  gewö^nli^en  3eit  feienb,  fru^jeitigK. 
(jeittid^  baju  tf)un;  jeitlic^e  ^ülfc  ic);  bie  3citltd^f eit,  ba$  seittidje  ©ein 
ob.  S)afein  u.  ber  i^nbegriff  ber  5eitlid}en  S^tnge,  bai  irbifd^e  geben,  entg. 
ßtt)ig!eit  (in  biefer  3eitlid^teit;  i>ii  ^ixtü(i)Uit  gefegnen,  »erlajfen,  b.  f. 
flerbcn):  in  engerer  Seb.  ber  Inbegriff  roeltlidjer  ©iiter  unb  Q3ered)tfame 
(5SÄ.  3eitli(^!eiten). 

Seitung,  tv.,  CO?,  -en,  (erjl  im  9leut)od^b.  entjlanben,  entweber  unmittelbar 
üon.3eit,  ogl.  ba^  raittell).  3w.  ziten,  3eit  fein,  u.  baS  nieberb.  tiben,  tien, 
f.  unter  Zub;  alfo  urfpr.  f.  0.  ».  3eiten,  3ettlä'ufte  (f.  3eit  3);  bal)er  nod(> 
bibl.  «fru^tbare  3eitungs  ober  wafjrfd^).  junaci^fl  entlef)nt  »on  bem  nieberb. 
Sibung,  engl,  als  SO?,  tidings,  gia^rtd&ten,  9leuig!eiten,  fc^web.  tidningar, 
iölSnb.  tidiadi,  ßon  bem  angelf.  3».  tidan,  getidan,  engl,  betide,  ftcö  ereignen, 
jutragen  ic,  »eld^e  jebodö  ouc^  oon  lid,  3eit,  abftammen)  1)  eine  S^ac^tid^t, 
2(njei3e,  ein  S5erid^t  üon  einer  S3e9e6enf)eit  ber  gegenwärtigen  3c't,  eine 
Sf^euigfeit,  (eine  gute,  fd^limme  3citung  bringen;  angenei()me  3«tung  beiom* 
men),  bef.  fofern  fte  gebru(f  t  tjeroffentlidjt  u.  t»ecbreitet  wirb,  »as  et)em. 
auf  einzelnen  ftiegenben  ölättern  gef4)a^i  »Sleue  3eitung«  :c.  betitelt; 
2)  jefet  (feit  bem  17.  3al)r{).)  gew.  eine  in  beflimmten  furjen  S"!^«")  J.  38« 
wöchentlich  ob.  in  ber  Siegel  tägli^l,  erfdjeinenbe  Beitfd^rift,  wetd^e  öon  ben 
neueflen  Siorfälten  bef.  in  (Sffentlidjen,  bürgerlichen  ob.  ©taatg  «23eri^altni|Ten, 
»en  Ärieg§eretgniffen  u.  mctfwürbigen  Scgebentieiten  aller  "Ktt  5lad^rid^t  er* 
tf)eitt  u.  gew.  au^  Sefanntmad^ungen  ob.  3(njeigen  in  öffentlid^en  u.  perfön* 
li^en  2(ngelegen^eiten  aufnimmt,  i<BtaaU'  ob.  politifd^e  3eitungen,  Canbeö-, 
SSolfäjeitungen  2c.;  bie  3eitung  lefen;  etwa«  in  ben  3eitungen  ob.  bur^  bk 
3eitungen  beJannt  mad^en,  angeigen);  in  weiterer  Seb.  a\xä)  f.  3eitfcf;riften 
wiJTenfdjaftlicljen  3nf)altg  (©eleljrten',  Citteraturgeitungen  :c.);  bai  Bd^ 
tungSblatt,  ein  eingelnes  SSlatt  ob.  ©tüd  einer  3eitung;  ber  äeitungä- 
hUittkXy  »erSd^tl.  f.  3eitungsfdöreibcr;  ba6  3eitung6getb,  baS  för  i>a& 
galten  einer  3eitung  ju  galjlenbe  (Selb;  ber  3eitung§lefcr,  wer  eine  3eitun3 
u.  bef.  mel)re  ob.  m'ele  3eitungen  lieft;  bie  3eitungäleferei,  »erad^tl.;  bie 
3ettung§nad^i:i(i)t,  in  einer  3eitung  mitgetf)eilte  9ladörid)t;  ber  äcitungä* 
fc^reiber,  ber  ©dfireiber  ob.  aserfaffcr  einer  3eitung;  ber  3eitung6träger, 
wer  bie  3«tunggblätter  an  bie  a;i)eilne{)mer  ^erumtrSgt;  aud^  wer  allerlei 
9^a(^ri(i^ten,  3^euigfeiten  :c.  müniliä)  verbreitet,  in  biefer  S5eb.  wä):  3 ei* 
tungSJrämer,  SUuigJeitölraraer. 


2056  Selö  —  Seit 

3etg  ob.  3elci^,  m.,  -«§,  59?.  -e,  auc^:  bie  Belö,  SÄ.  -e,  (ranbf(!&. 
oucö  3a(g,  3elfen;  altfjod^b.  ruelga,  w.,  mitteli).  zweige,  zeige;  aUfad)f.  telg, 
telch,  angelf.  telga,  nkbitb.  Sclgc)  alt  u.  oberb.  f.  ein  71%  3wetg. 

jelgen,  jiel.  3w.  ((anbfjj^.  au(§  j eichen,  angelf.  tilian,  tiligan,  engl,  tili) 
obccb.  tag  S5t:ad[)felb  beileUen,  wag  geit)öf)nlic^  nac^  bec  fogen.  jDretfelbet' 
tt)irt()fd^aft  je  um  bog  brüte  Sa^r  gefd^iel)!;  bic  Sel^e)  S)?.  -n,  oberb.  (3elg; 
alt{)o4)b.  zelga,  mittelf).  zeige;  mittl.  lot.  celga)  1)  bie  SSejieliung  be6  gel* 
beg,  baä  pflügen  juc  ©nat;  2)  iai  bipUti  g^clb,  bef.  fofern  es  ben  britten 
a^etl  ber  ©efammt^ur  auSmad^t;  baf)er  auä)  überl).  bet  brttte  S^eil  bec  gluc 
ob.  einer  »^ufe  (bie  ©ommerjelgei  b.  t.  ber  mit  ©ommergctreibe  beflcUte 
Sf)ett  bet  glur,  j.  U.  ».  ber  SDSinter'  u.  SSra^jelge). 

3eÜe,  tt).,  9)?.  -n,  2Ser!(.  baS  3elld)en,  (mittel^,  zelle,  celle,  ».  lat.  cella, 
Sef)ältn{f8,  Äammer,  wel^eö  oon  celare,  t)ef)tcn,  bergen,  abjuflammen  fd^ieint) 
1)  eig.  ein  fieineS  Bimmer,  bef.  aI6  SBo^ming  etneg  CÖ?ond)6  ob.  einet 
5^onne  in  einem  Äloflerj  ou^  bic  ^öl)te  ob.  glitte  eineä  einficblerS;  il)im. 
ü\xä)  ein  »on  einer  2(btci  abljangenbeg  fleineS  Älofler  (bafjer  nodi  (S3i.  »on 
Örtern,  wie:  ©eUe,  SOtarienjeUe  u.  a.  m.);  2)  uneig.  über^.  ein  Keinem  58ef)a(t« 
ntf§,  eine  f(eine>^of)lunC|  ob.'2{6t{)ei(un3,  bcf.  wennberenme()re  neben  etnanbec 
beftnbli^l  ft'nb,  j.  S.  \>k  feci^Sfeittgen  J&8l)len  in  ben  SEBad^sfd^eiben  ber  SBienen, 
bie  f leinen  .^öf)lungen  tm  ®ef)irn  3C. :  —  3fe^.  bie  SeÜbtume,  lanbfd^.  f. 
bie  gemeine  SBegebiflcl;  ber  Bellbruber  (mittel^,  zellebruoder),  gjignd^,  ©in« 
fiebler;  jeüenförmig,  85».;  ber  SeUengang,  in  Älöjlem  ber  ©ang  ober 
bem  Äreujgangc  ju  ben  3eUen  ber  SJiönd^e  ob.  Spönnen;  tai  3^^-  ob.  3^1- 
lengetvebe,  ein  aus  mef)ren  jeUenä'f)nli(^en  2(btl)eilungen  ob.  gad^ern  befle« 
I)enbe§  ©efügc,  u.  ein  fo  jufammengefitgter  Äörper  (bai  Setlengcwebe  ber 
SBad^S[(i)eiben,  bcö  ©ci^irng,  ber  J^aut  it.;  ^flanj.  bie  fet)r  garte  ^aut,  treibe 
iie  ©efäjje  umgiebt);  bie  3elll)rtut,  "iCnat.  eine  geUige  .i^aut,  g.  SS.  beS  @4)lun» 
be8,  be§  SJlageng  jc;  bie  3eüenforaÜe,  eine  ©attung  ÄoroUen  mit  frcugför» 
ntigen  ßöd^ern  ob.  3eUen;  ber  3ellfürper,  2(nat.  ein  gelliger  Äörper;  bec 
3eUenfcf)tt>amm,  £öd^erf(!^wamm  mit  Sienengeaen  af)nli^en  Söd^ern;  bie  3el- 
knttJCSpe,  bie  3eUen  bauenbe  äBeäpe,  g.  U.  ».  ©d^lupfmeßpe  ic;  —  2Cbleft. 
gellid^t,  S».,  sellenaf)nlic{);  jellig,  SSnj.,  Bellen  ()abenb,  au8  3eUen  bejlet)enb 
(^flang.  ein  geUtger  gcudjtboben). 

3eUer  ob.  BeÜerer,  m.,  -ö,  oberb.  f.  <SeUeri,  f.  b. 

3ellernufö ,  w.,  eine  "äxt  grof  er,  mef)r  bi(f er  als  langer  v^afelnüffe  (au« 
3en  imSQäürjburgifd^en). 

3ett  1.  m.,  -es,  o.  SW.  (mittell).  zeit;  t)oa.  tel;  ugi,  bai  lat.  tolutim 
incedere,  traben,  toliitariiis,  trabenb,  Sraber,  3eltcr)  bef.  oberb.  f.  ber  *])afS, 
^afggang,  linttitt  ob.  2)reifd)lag  bec  ^ferbe,  aud^:  ber  Beltgcing  (f. 
^a[6  1.;  ben  3clt  gc{)en,  mittelf).  in  zeit  ob.  en  zeit  g5n);  jelten,  giellof.  3». 
(altb.  «eltjan,  zelten,  zeltnen,  i^rat.  zeltente;  altnorb.  tölta;  ongel[.  tealtjan, 

ttjacfeln)  olt.  f.  im  Bett  ob.  ^afö  ge()en  (ein  geltenb?s  ?>ferb);  ber  3cltev, 

-g,   591.  W.  6.,  (alt^od^b.  zeltari,  zellir;   mittelf).  zeliaare,  zeiter,  zeltenaere; 

oberb.  au(&  Seltner),  ein  ^fecb,  \vM)ei  i)en  ^ilt  gei)et,  f.  \>.  w.  ^afö* 
ganger,  aud^:  bai  ^dU  o\).  ^^Itexpitxb ^  oberb.  3eltenpferb. 

Belt  2.  f.,  -eg,  SD?,  -e,  lanbfd^.  gem.  •er,  (olt^od^b.  daz  zeit  u.  gew. 
gazelt,  gizclt ;  mittelf).  zeit,  gezelt;  o5erb.  bie  3elt)  3clten;  nicberb.  Seit  u. 
Scnt  (=:  frang.  tente,  lat.  tentorium);  angelf.  teld,  engl,  tilt;  oUnorb.  tiald, 
\ä)Wib.  tält,  tjäll;  0«».  n\it  bm  ongClf.  teldan,  iSl5nb.  tiäldra,  Ubi^tiW, 


Selten  —  Sent  2057 

»gl.  baä  fpon.  toldo,  jm  auSgefpannte«  ZüÖ)  jum  ©d^u^  gegen  €5onne  ob. 
«Regen,  toldar,  berglet^^en  Südjec  au^i'pannen),  ein  axii  it'mwanb  ob.  gellen, 
bie  an  ©tangen  auögefpannt  »ecbcn,  befle^cnbeS  Dbbadj,  ni(i^t  fowotjt  jut 
5BJo:^nung,  a(8  jum  »orüberge^enben  2(ufent^a(t  biencnb,  bef.  bei  Äneg«b«tcn 
im  gclblagec,  btx  ea|lbat!eiten  JC.  (ein  3clt  oufTd^Iagen);  uneig.  2rnat.  ein 
gortfa^  ber  i)atttn  JQitn^aut;  —  ba^  ^tlthett,  ein  Settgeftell  mit  9Soc^5n« 
gen  in  ©eftalt  eine«  3elM;  bie  3eltbut>e,  ein  alö  SSiibe  bicncnbeß  3eU;  baS 
Seltbad^,  ein  jcltSlinlid^eS  b.  i.  tjon  allen  m'ec  ©eiten  fpi^  julaufenbeö  ©ac^ ; 
baS  3eltßercitl) ,  bos  ju  einem  3elte  nöt^igc  (Uerat^;  fo  aud^:  bec  3elt* 
p\m,  3eltpfl0(f,  ba«  3e(tfei(,  *|lricf,  bie  äeltfiange  2C.;  bag  3elt-- 
t)auö,  ein  fleineö  geltförmigeö  ßuftl)auS  (fc.  ^aoiUon);  bet  3eltfci^neiber, 
wev  bie  geinwanb  ju  3elten  im  gelbloger  juf^netbet  u.  n5t)t;  bec  3fltjlut)I, 
f.  0.  w.  ?felbftul)l;  bec  3eltn)a9en,  1)  aSagen  juc  gortf^affung  bec  3cltc 
fflc  bie  Scuppen;  2)  ein  JGJagen  mit  einet  batüber  auögefpannten  jeltfötmi« 
gen  Secte. 
3elten,  m.,  -g,  5D?.  w.  (5.,  au^  bec  3elt,  -en,  S??.  -cn,  asecit.  ha^ 

Seltlein,  gem.  3  eitel,  (altb.  der  zelto,  zelte;  »ecll.  daz  zeltelhi)  obecb.  f. 
ein  plattes  SSacfwecf,  ein  bünnec,  flacfjec  Andren  ob.  glaben  (bef.  in  oielcn 
3fe^.  als:  äBrob»,  geuer^,  Ofen*,  tpfel«,  SSicnjelten  ic  u.  inSbef.  Sebsettcn 
b.  i.  Jponigfu(%en;  SBeiljna^tielten;  Sein»,  8ol;jelten  f.  ».  w.  «fu^en);  and) 
f.  2(ci5neimiftel  in  biefec  ©ejlalt,  j.  S.  2fni6*,  SScujl^,  Jg)ujten»,  SJBucmjelten 
ob.  -jeltlein  ic. ,  f.  ö.  w.  ^Ia|d)en  (f.  ^la^  2.). 

3em  ob.  3emer,  3einicr,  ^tmmd  ic,  m.,  obecb.  f.  3t«mec,  b.  i.  1) 
baS  männlid)e  ©lieb  beg  ^icfche«  ob.  £)c{)fen  (aud()  3cn,  3enbel,  j.  ». 
Dc^fenjenbel  f.  Dc^fenstemer);  2)  bec  SRücfen  beg  »f)icfc^eg  u.  be6  9ief)eg; 
—  bet  3emmcl,  ftänf.  qü^  eine  junge,  ntd)t  übet  ein  3al)t  alte  fSeinccbe. 

-jen,  eine  9?ac{)f.  guc  Sitbung  abgeleitetec  3eit»öttet,  btiitft  im 
JClIgemeinen  SBiebec^olung  ob.  23etj^ä'cfung  auö;  j.  58.  äc^jen  (oon  ad): 
»tebecl)olt  aö)  fagen),  jauc^jen  (oon  jud^,  iud^t)e);  fcad^jen  (oon  fca^,  !caf)en); 
[(i^lud^jen  (oon  [d^luden,  »egen  beS  äl)nlic^en  ©d^alleS);  fcufjen  (oon  faufen, 
b.  t.  fi^lücfen,  bie  ßuft  einjiel)en);  bujen,  t()C|en  (b.  i.  »iebectjolt  bu  ob.  i^t 
fogen,  einen  mit  ®u  ob.  3^c  anceben);  le(%jen  (baö  oecjl.  lecken,  leden  1.) 
u.  a.  m. 

3enbcl,  m.,  -f,  obecb.  1.  f.  «Senbel,  3mbel,  f.  b.;  2.  f.  3iemec, 
3em,  f.  b. 

jenen,  jiel.  3».  (mittel!),  zenen,  f)c5t.  zante;  fd^weij.  jonnen;  t5gl.  jannen) 
alt  u.  obecb.  bef.  fd^iocib.  u.  öjfc.  f.  necfen,  üecfpotten-,  ceijen,  locfen. 

Senge,  n?.,  50^.  -n,  tanbfd^.  ein  ^oijlmma^,  bef.  in  Jpüttentuetfen. 

jengcr,  23».,  alt  u.  lanbfd;.  f.  ».  w.  janäec,  f.  b.;  jengern,  3».)  f.  o.  » 
jängecn. 

jennen ,  3»-»  f-  jannen. 

3ent,  TO.,  9)?.  -e,  (mittell).  zente,  zent,  »om  mittl.  lat.  centa,  centena, 
tt)eld()e6  bie  Übecfe^ung  bei  altb.  huntarit,  jg>unbtebe  ijt,  alö  SSenennung 
becäBejicfe,  in  wel^e  bie  ®auen  ob.  ©taffd^aften  im  fOlittelaltet  getl)etlt  wocen) 
olt  u.  obecb.  1)  bec  @ecid)fgbejicf,  ©ecid^töfprengel,  olö  S^eil  einec  ®caf« 
fdjaft;  2)  bie  ©ecid^töborfeit  (eingefl)eilt  in  bie  l) 0 1) e  u.  niebete  3ent); 
insbef.  bie  i)'6i)ixt  ob.  pcinlid[)e  (3}ecid)tgbacf,eit;  u)  bag  bucdf)  ®cf)öffen 
Gefegte  petnlid^e  Q)ecid}t  C^oliict«  u.  (Sciminal;®md(|t),  aud^:  iai  ßetU- 


2058  Sentnei:  —  Septem 

gerieft,  Sentömt;  ia9  3entbud^,  ScrfianbrungsbiKi^  (^totoM)  efnes 
Sentgertd^itö;  ber  Sentbiener,  *!ned^t,  ©ertdötöbienet:;  bec  Sentbicnft,  ein 
bem  3ent()errn  ju  Idjlenber  ©fenjt;  boS  Sentbing,  Sentgen^t;  ber  3ent= 
fall,  ein  cor  bai  ^int^itxöit  geljötenber  S^ed&tgfaU ;  bie  Sentfolge,  (Beti^)«» 
folge;  jentfret,  35».,  »on  bec  ®ent6tibar!ext  eine«  3entgm^tc6  befreit; 
ber  jBentgraf,  f.  o.  ».  3entncf)ter;  bec  3entl)afer,  an  ben  3cnt^c«n  ju 
entrtd)tenbe  2(bgobe  in  ^afer;  bec  SentJjerr,  ®ecfd^t8t)crr;  bie  Bentftage, 
eine  bei  ber  3ent  angebtad^te  ob.  anjubringenbe  Älage;  bec  Sentmann,  ^. 
Sentmännec  u.  bleute,  bie  in  einem  ®eric^töbejic!c  »oljnenben,  einem  3enf» 
gerid^t  unten» Offenen  Untett:()anen,  auc^:  3enfuntettl()anen,  3ent6et* 
manbte;  bie  Sfntpflid^t,  bem  3ent^errn  ju  leiftenbe  ^f(i(!^t;  inSbef.  ber 
»on  ben  3enfleuten  ju  leiflenbe  Qib-^  gentpfltc^tig,  S5w.,  eincc  3ent  unter* 
»orfen;  ba$  3entred>t,  bie  SSefugnifö  ob.  ©ere^tfame  be«  3entf)errn;  bec 
Bentrid^ter,  Slid^ter  in  einem  3entgeci^t;  bec  äentfd^öffe  ob.  *f(^öppe, 
©d^öppe  ob.  S5eifi|ec  in  einem  3entgerid^te ;  bec  3entf(^rciber,  ©ericfcts* 
fd^reiber;  bie  3entwad&e,  Sewad^jung  eines  ©efangenen  in  bem  3entge* 
richte;  —  2Cbleit.  jentbar,  85».,  f.  o.  ».  jentpflidjtig ;  bec  3entner  1. 
-g,  (mittelf).  zentenaert)  »u.  f.  ^mttid)Ut;  ^entmann. 

Sentner  2.  ob.  Zentner,  m.,  -ö,  SJ?.  tt».  ß.,  (».  bem  tat.  centenarius 
sc.  librarura,  »on  centam,  t)unbert;  alt  u.  oberb.  gew.  bec  3ente,  3enten, 
aud>  überi^.  f.  ein  ^unbert,  j.  25.  (gier),  ein  ©etridjt  t)on  100  ob.  ge».  110 
^funb;  ba^  Sentnergetrtc^t,  bie  Sentnerlajf,  Sentnerfc^were,  ein  ®e» 
»id^t,  eine  Caft  ob.  ©d^were  »on  einem  3entner;  uneig.  übetf).  eine  fel^c  fd^were 
fiajl,  brüc!enbe  ©d^tcere;  jentnerfd^wer,  S».,  einen  3entnet  fd^wer;  uneig. 
felirfd^wer;  bec  3entner(!ein ,  ein  ©tein,  »etd^ec  einen  3entner  wiegt,  öl6 
®miäit  gebraud^t. 

3entpflid^t  ic.  —  3enttt)ad^e,  f.  unter  3cnt. 

3entcing,  m.,  -cS,  ^.  -«,  oberb.  (au^i  3enterling,  3entting, 
»erfl.  baS  3entecl;  altb.  zendrinc,  zeaterich,  zentrinc;  oon  bunller  3£bjiam» 
mung)  ein  jum  Svaudjern  in  Un  ÖJaudjfang  Qcl)än^U$  @tü(f  Sieifcf), 
ge».  ein  SSiertet,  ein  ©ed^ötel  :c.  eon  einem  ©d^weine;  uneig.  jebeS  ai)nl\ä) 
gejiaitetc,  lange,  bicfe,  fdjwece  ®tM. 

3cpfen,  m.,  -S,  9)?.  ro.  (5.,  Serfl.  ta^  3«pfl««n,  (ojl-  3apfen)  oberb. 
ein  japfenföcmigec  .^örp^er,  3apfen,  (j.  S5.  ©ig«,  Sannjepfen);  eine  Sraube, 
9?igpe  (bcf.  bec  ^irfe),  2(f)ce;  Äotbfügelcben,  »el^e  traubenförmig  an  ben 
paaren  eines  Sf)ieres  fjangen;  ein  fleiner,  unanfebnlidjec  9)Zunbtf)eil  (^oc= 
tion),  S3ifTen,  Bug;  jepfen  ob.  jepfeln,  ^iel.  3»-,  oberb.  1)  bie  SKiSpen 
(ber^irfe),  bie  %i)xen  (bes  ©etreibeS)  ah--  ob.  au6fc()neiben;  2)  in  ein? 
jetnen  fleinen  2(nfa^en  fümmeclicf)  mi)mm  ob.  geben,  effen,  trinfen, 
ge^en  u.  bgl. 

jcppeln  ob.  geppern,  3».  1)  jiellos  (ogl.  jepfen  2)  u.  jappeln),  oberb. 
f.  furje,  fc{)neUc  @cf)citte  mad)en,  trippeln;  2)  jicUo«  f.  idrmen,  sanfen 
(f.  }5ppcln  unter  3app);  jiel.  (aud^:  jippern)  einen  — ,  f.  if)n  in  bie 
Önge  treiben,  angfligen,  qud'len ;  bec  3eppel »  f-  Bä'ppel. 

Bester,  f.  (nid^t  gut  m.),  -g,  9)?.  W.  Q.  (fd(|on  mitttl^.  zepter,  cepter; 
fr.  ©cepter,  ».  lat.  sceptrum  u.  biefcS  vom  gried^.  axijnTnoy,  &tab,  ©todf, 
tjon  ay.riTizeiyy  ftii^en)  ein  gew.  eigcntljümlidj)  geflalteter  u.  »erjierter  ®tab 
Ol«  Beicl)<n  ber  faifeclicfjen  «.  fönigltcf^en  5Ö?ad)t  unb  ^Bliebe,  bec  ^ecc* 


itt  —  actd'len  2059 

fc^erflrtb,  Äonlg«(!a6;  unetg.  f.  bic  faiferltd)<  ob.  foniä(idf)e  SBütbe  unb 
©ewalt  felbfl,  bte  SRcgierung,  (baS  3eptec  führen,  b.  i.  regieren;  Ärone  unb 
3eptec  niebcrlegen) ;  ©4liff6.  cifetne  @tü|en,  tuetc^e  flatt  bet  JRegelingftöftcn 
tunb  um  ben  Sotb  be«  @d)iffe6  jlef)en;  bec  3epterbaum,  ein  fleiner  SBaum 
ob.  ©ttauc^  im  fübli(!^en  2(fnfa  mit  manbel5l)nli4)en  gtu^t!emen  (brabeiara 
L.);  bai  3epterle^en,  ef)em.  ein  9ieit;6le^en,  wetc^e^  oon  bem  itaifec  »er» 
mitteljl  beö  ^fptstö  oerlie{)en  »urbe,  bcrgleit^cn  alle  geiflli^ie  fütilli4)e  8ef)en 
waten,  j.  U.  o.  ga()n(cf)en;  baö  3eptertau,  ©4)iff.  f.  o.  ».  gaUtau  ob. 
gaUcecp,  »eil  eö  oben  an  einem  3eptec  befejtigt  ifl;  bet  Septerträger,  1)  »et 
ein  3eptet  al§  3ei(l()en  bet  ^ettf^ erwürbe  ttägt,  ein  Äaifer  ob.  Äönig;  2) 
ein  ^ofbeomtet,  bet  bei  feietli^ien  ®e(egenf)eiten  ba6  3eptet  ootttagt. 

jer—  (got^.  dis-  =  tat.  tUs-,  di-,  ts>a^x\6).  oon  bet  SD3.  dva,  dvi,  jwei, 
fo  ba[§  dis  füt  dvia  jte()t;  alt^oc^b.  zur-,  zir-,  zer-,  u.  I)äuftg  mit  2(bfaU  beS 
r:  za-,  zi-,  ze-;  mittelt).  xer-  u.  ge».  ze-;  obetb.  je-,  j'-,  et)em.  aud)  ^duftg 
»etbetbt  in  ju-,  }.  58.  jubre^en,  jubtuden  f.  jetbte^ien,  getbriicfen;  fo  aud^ 
nieberb.  to-,  j.  SB.  toriten,  b.  t.  gerrei^en),  tonlofe  untrennbare  SSorfilbe 
t»teUr  Seitnjöctct  u.  baßon  abgeleitetet  ^aupt*  u.  SSeinjörter,  bejei(^net  in 
Ableitungen  »on  3ett»örtetn:  ©onbecung,  Trennung,  2(uöeinanbets 
fallen  ob.  2(u§etnanbet(<gen,  ^(uflöfung  eine^  2!)inge6  in  feine  Zi)e\l(, 
jinno.  «ntjmei,  au5  einanber,  »erfcd.  oon  ent  -,  »eld^eS  bie  Srennung  eine« 
>Dinge6  üon  einem  anbcrn  bejeiddnet  (cgi.  entgegen,  entreißen,  entfe|en  mit 
jerge^en,  jerrei^en,  jerfe^^en),  unb  oet-  (f.  b.);  ballet  aud^  ^«f^orung  ob. 
SSernid)tun3  butd^  bie  Sf)atig!eit  ob.  ben  SSorgang,  »eichen  ba6  einfädle  3». 
auöbräctt.  Sag  ju  ®runbe  liegenbe  einfache  3»*  ^at  enttoebet  1)  fd}on  an 
fic^  ben  Äegriff  einet  Stcnnung,  »eichet  bann  butdd  ik  SSotfilbe  nut  »etftatft 
wirb,  j.  ».  jerbrc(^en,  jermolmen,  jerrei^en,  jerfpalten,  jetfptengen,  jerflören, 
jertljeilen,  jcrtrennen,  jertrümmern  ic. ;  ober  2)  hk  Sorfilbc  fügt  erft  ben 
aSegrijf  bet  Trennung  ()inju,  j.  85.  jerbeipen,  jerfaHen,  jerfließen,  jerget)en, 
gergtiebern,  gerljauen,  gerlaffen,  jerlegen,  jerrinnen,  jerfe^en,  gerjlopen,  jet- 
flteuen  ic.  3n  SSilbungen  biefet  leiteten  Ktt  btürft  5 et-  oft  aud^  nut  bie 
SSecberbung,  25efd)d'bi9ung  ob.  (Sntfraftung  beä  ©e^enllanbeS  butö)  ein 
Übetmap  bet  Sl^Stigfeit  auS  (j.  SB.  einen  getrauen,  jeiptügeln,  getjiedjen,  jcts 
atgetn,  jerqualen),  u.  bef.  in  türfjielenben  3eitttiöttetn  bie  (Sntfraftung 
ob.  aupetfle  ßrmübun^  (gleid^f.  2Cuftöfung)  be§  tl)atigen  ©ubject«  burd^  bie 
in  bem  einfallen  3»«  cntf)altene  Sf)5tig!eit  (§.  SB.  fid)  ^erarbeiten,  jcrmartern, 
jerplagen,  jertanjen  ic).  -Dergleid^cn  3eitwörtet  lajfen  fic^  fottwa^tenb  neu 
bilben,  }.  B.  fid)  jetbenfen,  jetfd^eiben,  jerlefen,  gerfpielen  u.  bgl.  m.,  l)aben 
aber  meijl  ct»a6  UnebleS  u.  ftnb  baljct  nur  füt  bk  gemeine,  oettraulid^e  Um* 
gangSfprad^e  geeignet. 

jcrarfern,  jiel.  3».»  atfernb  aufreifen,  3ertf)ei(en,  jetftelnen;  uneig. 
mit  SQSunben  auf  ber  ganjen  Öbetfld'dje  gteldjf.  jecreifeu,  (bie  ^aut,  ben 
SiüdEen). 

jerarbeitcn,  3».|  1)  jiel.  etwai  —  bucrf)  vieles  2(rbeiten  ob.  »^anb= 
J)aben  in  feine  2;f)cile  jerlegen,  auflofen,  setflfören,  t»erbetbcn;  2)  türfj. 
fid)  — ,  ftd)  butd)  übermafigeS  2(rbeiten  oöüig  entkräften,  aufreiben, 
ermüben,  jlnno.  ftcl^  abarbeiten;  bie  Serarbeitung. 

geraden ,  jiet.  3».,  bucdj  li^tn  auflofen,  jcrftown. 


2060  jctBeifett  —  ^etfaUtn  ' 

äerbci^ett,  lier.  3t».  oblaut.  (f.  beiden),  in  ©tiicf«  M^ttty  6eifenb  a<t= 
molmen,  jerflocen,  »erbetben;  bfe  ^crbei^ung. 

jerbeijen ,  jtcl.  3».,  burd)  SSeijen  auflofen  ob.  5«r|lo«n. 

jerberflen,  jtettof.  3».  ni.  fein,  abtaut,  (f.  bcrftcn;  aUb.  zarbrestan,  ae- 
bresten),  b«cflcnb  au8  ctttanbec  fallen,  in  <©tücfe  becjlen. 

jerbiegen,  jfel.  3».  ablaut.  (f.  biegen),  burdf)  \)mfi^i^  ob.  übecmafige« 
SSie^en  jerbredEjen  ob.  übevf).  üerberben. 

5erbläf)en,  lUl.  3».  (mittelf).  zerblaejen)  butd)  ftarfeg  S5lcif)en  fpccngen. 

jerblafen,  jiel.  3».  ablaut.  (f.  blafen),  bmd)  SSlafen  jcrfprengen,  jec« 
flceuen,  jetfJörcn,  au$  einanbec  blafen ;  bie  Scrblafung. 

jerblättern,  jiel.  3».,  in  S5(attet  5ei-tf)eiren ,  auflofen  (eine  Slume); 
huxd)  SSlä'ttern  jecjlören  ob.  vecberben  (ein  Sud^);  bie  3erblätterung. 

jerbläuen,  jiel.  3».  (altb.  zabliwan,  zerbliuwen),  einen  — ,  t)eft\Q  blauen, 
betb  abprugeln,  ftnntj.  jerpcügeln,  jcrfd^lagen;  bie  Serblctuung. 

5erbof)ren,  jiel.  3».,  burd)  S5oiE)ren  jecjlören  ob.  t>etbetben. 

verbraten,  3».  ablaut.  (f.  braten),  1)  jieUoS  m.  fein,  bmdt)  gu  flarfe« 
Boraten  aufgelöft  werben,  jecfaUen;  2)  giel.  burd)  $8raten  jerfaüen  madjen. 

^erbred^en,  3».  Oblaut.  (f.  bredben;   altb.  zabrechan,  zebrechen)  1)  jiello« 

m.  fein,  bredjenb  auS  einanber  fallen,  in  @titdfe  brechen  (ba«  ©las,  bai 
(Sie  jecbrad^,  ift  jerbtoc^en);  2)  jiet.  etwag  bredienb  jertf)eilen,  gerjitören, 
cntjwei  — ,  in  ©tücfe  bredjien  (einen  ©todt,  ein  @la§  jc;  uneig.  bk  geffeln 
jerbredjen  f.  fid^  befreien;  ftd^  ben  Äopf  über  ctwoS  jerbred^en,  b.  t.  mit 
größter  2£nil;rengung  hii  jur  Scfd^öpfung  barüber  nad^ben!en);  bie  Set* 
bred^ung,  baS  3<rbred)en;  jerbred^Iid),  Str.,  tvaS  jcrbrod^en  werben  fann; 
bef.  trag  leidjt  5erbrid)t;  bie  '^exbxeä)li6)Mt. 

jerbrenncn,  jiel.  3».,  burd)  brennen  jerfallen  machen,  auflofen. 

jerbreffen,  jieUof.  3».»  »lt.  f.  jerberllen  (f.  b.),  jerbrecben. 

jerbröcfeln,  lanbf^.  aud^  jerbröfeln,  jiel.  u.  gieUof.  3«.,  in  flein^ 
SSrocfen  jertf)eilen,  ob.  —  jerfaüen;  bie  SerbröcPelung. 

jerbürfien ,  jiei.  3».,  burd)  ju  tiarfeS  ob.  i)äixfiQe^  Sürfien  jerjloren 
ob.  tjerberben. 

jetbet)nen,  jici.  3»-  (altb.  zadenjan,  zedenen),  nu8  cinanbet  bel)nen; 
burdf)  S)el)nen  jerreif en ;  bie  3ert>el)nung. 

jerbreben,  jiel.  3».,  burd^  2)ref)en  jerbred)en  ob.  Derberben. 

jerbrefc^en ,  jtcl.  3»-  ablaut.  (f.  brefc^en),  brefd)enb  in  ®tucf e  fd)la« 
gen  ob.  germalmen;  uneig.  gem.  einen  —  f.  berb  abpriigeln,  jerfdjla^en. 

jerbrücfen,  jiel.  3»-,  «ntjiuei,  in  ©tücfe  brücfenj  burd)  2!)rüc!en  üer* 
berben. 

gereggen,  jiel.  3».»  mit  ber  (5gge  aufreifen  ob.  jerfleinen. 

jerfabren,  3».  abtaut,  (f.  fahren;  altb.  zafaran,  zevam)  1)  jiello*  m. 
fein,  aui  einanber  fahren,  jerfpringen,  fi'd)  gertbdlen  (eine  jerfabrene 
Suppe,  b.  i.  eine  ©uppe  mit  jerquectten  eiern);  bai  SK».  jetfa^ren  als 
®tt).  aud^  uneig.  f.  obne  Bufammen^ang  unb  Örbnung;  2)  giel.  tt-- 
ivai  — ,  fabrenb  jerbredjen  ob.  jerjltören. 

jerfallen,  3».  abtaut,  (f.  fallen;  altb.  zafallan,  zervallea)  1)  gieUoS  m. 
fein,  aui  einanber  ob.  in  ©tücfe  fallen;  überf).  fid)  in  feine  SSeftanb^ 
tbeile  auflofen  (ber  Seib  jerfäUt  in  ^taub);  \id)  eintbeilen  ob.  «nterfdfjeiben 
(j.  83.  bie  @^rift  gerfäUt  in  brei  2lbfd(|nitte);  uneig.  f.  uneinig  werben,  ftd) 


jerfafern  —  gergliebern  2061 

üecunreinigen  (et  i|l  mit  if)m  —  ob.  fte  ftnb  mit  cinanbet  jerfaUen);  2)  jicl. 
fic^  (mit)  ttwai  — ,  burd)  einen  Sali  jerfd)la3en  ob.  befd)d'btgen  (ic^ 
i)aht  mit  htn  Äopf  jerfaUcn);  —  getfciüen,  jiel.  3».,  eig.  jetfallen  madjen, 
in  2fbtf)eilun3en  ob.  2(bfd)nitte  ic.  tl)eilen,  jertf)eilen. 

jerfafern,  jicl.  3».,  fafecnb  5ertf)eilen,  in  gafern  auflofen. 

jerfeilen,  jiel.  3».,  aud  einanbec  ob.  in  @tiic£e  feilen;  butd)  geilen 
jetjlören  ob.  veibecben. 

jerfe^en,  jiel.  3».,  in  ge^en  jetfdjneiben  ob.  jecreifen;  burd)  «Sdjnei» 
ben,  »^auen,  OJeifen  k.  Decunftalten  ob.  Detbecben  (einem  bo«  ®efic^t  — ; 
eine  jerfe^te  ga^neic);  bie  Serfe^ung. 

jerflattern,  jieilof.  3»».  m.  fein,  au«  einanbet  (lattetn,  flattecnb  au« 
einanbec  faf)cen  u.  ftd)  jecjlceuen. 

jerfleifc^en ,  jiel.  3».  (altf)o4ib.  zafleiscon)  einen  fleifdjigen  Äorper  itf 
reifen,  ob.  burd)  üiele  u.  tiefe  Söunben  »erleben;  bie  äetfleifd^ung. 

verfliegen,  jieUof.  3».  m.  fein,  abtaut,  (f.  fliecjen;  olt^od()b.  zafliugan), 
auö  einanbec  fliegen,  ftc^  im  glug  5ectf)eilen,  jecflceuen. 

jerflie^en,  jieUof.  3w.  m.  fein,  oblaut.  (f.  fließen;  alt^o^b.  zafliuzan), 
Qu8  einanbec  fliegen,  fid)  fliepenb  jectf)eilen  (baö  SBaffcr,  bec  9?ebcl  jetflofs); 
fid)  in  einen  flüfftgen  Äöcpec  auflofen,  finn».  fc^meljen  (bas  eis  1)1  jet» 
jXofTen;  SQSad^S  jecfließt  am  ^imx,  JButter  an  bcc  (Sonne);  uncig.  in  2;t)CQ? 
nen  jecfliepen,  b.  i.  fetjr  üiet  Sl)rdnen  »ecöiepen;  in  2Bel)niutf),  9vü{)run3  k. 
jecfliepen,  b.  i.  in  biefe  (Smpfinbungen  glei^f.  aufflctöft,  ganj  baoon  burd)* 
itungcn  »erben ;  —  jerflöpen ,  giel.  3ro-,  jecfliepen  mad)en,  auflofen. 

jerfoltern,  jict.  3w-,  folternb  jecreipen;  in  l)o{)em  ©cabe  foltern. 

jerfreffen,  jiel.  3»-  ablaut.  (f.  fcejfen),  freffenb  jerftören  (bie  SQürmec 
jetfteJTen  ia^  J^oly,  bec  SJojl  jerftijTt  baS  ®i[en). 

jerfrieren,  jieUof.  13».  m.  fein,  abüut.  (f.  feieren)  burd^  gtojl  in 
feinen  SS^eilen  getreniit,  gefprengt  ob.  jerflört  werben  (bas  ®la«  mit  ÄBalTcr 
tft  jerfcoren). 

5er9el)en,  jieEof.  3».  m.  fein,  unregetm.  oblaut.  »ie  geljen:  jerging, 
vergangen,  (altb.  zagangan,  zergan  ob.  zegan,  zerg^u)  au^  einanbec  ^ii)in, 
\i(i)  auflofen  ob.  fd)mel3en  u.  jecrinnen  (3udcr,  ©alj  u.  jerget)t  im  SBalfer, 
tm  SKunbe  K.);  ct)em.  aud)  f.  Decgehen,  allmal)lid)  Derfd^trinben,  enben; 
in  SSerfall  3eratf)en,  untecgef)en;  batjer  jergänglid^,  SB».,  f.  oecgänälid); 
t)ie  3ergängli(^^eit. 

gergen,  jiel.  3».  (»on  jerren,  f.  b.;  nieberb.  targen,  f.  unter  taren; 
i^oU.  tergen;  angelf.  tirigan)  »It.  f.  jeccen,  fd)leppen;  lanbfd^.  f.  jum  3orn 
reijen,  netfen,  »erfpotten,  plagen,  (einen  ^unb  — ) ;  bie  3evgerei,  gem.  f. 
ttieberf)olteö  ob.  anf)altenbeg  bergen,  9le^erei  2C. 

jergerben,  jicl.  3».,  burd)  ©erben  jecceipen,  jecftöcen;  uneig.  gem.  ei» 
nem  bie  ^^aut,  ben  9?üif  en  zc.  — ,  f.  jecpcügeln. 

jergiepen,  jiel.  3».  oblaut.  (f.  gießen;  mittelf).  zergiezen)  aui  einanbec 
Riefen,  giepenb  3ectf)eilen. 

jergliebern,  jicl.  3w.  (ottb.  zalidan,  zerlideu)  übecl).  etwa«  in  feine 
©lieber  ob.  $l{)eile  trennen,  au6  einanber  legen ;  et)em.  f.  5erfd)neiben,  jec; 
!egen  (j.  SB.  hk  ©pcifen,  ben  SBraten);  ie^t  in  engerer  SBeb.  einen  tl)iecifc^en 
^ocpec  in  feine  feinflen  Steile  jeclegen  (fr.  anatomiren;  j.  SB.  einen  Zeiö)'- 
«am,  ba5  (SJe^irn,  ba«  ^erj  ;c.  — );  uneig.  ein  (^ebanfen»  ob.  DiebeganjeS 


2062  a^^ö^cimm  —  jerlnirfc^en 

in  feine  S5ej!anbt{)eUe  auf(ö[en  u.  biefelben  genou  unterf^ctben  (einen  SBcgcttf, 
ein  Urtt)eil,  einen  <So§  — ,  fr.  analt)firen);  überf).  etwaS  fe^t  genau  feinen 
einzelnen  S5e|lanbt{)ei(en  narf)  untetfud)en ;  Ut  äetglteberer ,  -g,  »er 
etwag  jergliebert;  insbef.  f.  baS  fr.  3(natom,  ^CnatomüerrbieSergliebetung, 
ba§  Becöliebecn,  bie  Berlegung,  2(ufIofung  jc;  bie  Serglieberun^Sfunjf, 
=^tt)iffenfc^aft,  ik  Äunft  u.  SBiffenft^aft  be§  aergliebcrerS  (fr.  2fnatomie); 
baS  äerglieberungSmeffer,  SRelTer  jum  äergliebern  (anatomi[d;eg  SRejTer). 

jergvämen,  rüdj.  3».,  fid)  — ,  butcj)  Qn()alt€nben  ®rom  ffd)  entfrd'f* 
ten  ob.  aufreiben. 

gergreifen,  jiel.  3».,  burc^  toielcö  (Bceifen  jerbru^en  (SäcB.  ben  Seig  — ). 

äerl)atfen,  jiel.  3w.)  cntjwei,  in  ©tii^c  ^acfen;  hmd)  '^atSen  oerber» 
6en;  bie  3etl)atfun9. 

gert)abern,  jiel.  3w.)  0U  u.  lanbfc^.  in  «^^abern  jerreifen,  jerlumpen. 

jerl^cimmern,  jiel.  3».,  in  <Stüc!e  I)ammern,  mit  bem  Rammet  jet* 
fd)la3en. 

jerl^ärmen,  rüdj.  3».,  fic!)  — ,  burd)  «^arm  entfcäft«n,  aufreiben. 

jer^aud^en,  jicl.  3w.,  aug  einanber  ()auc^en,  {)aud^enb  3ert()ei(en. 

5ert)auen,  jiel.  3».  ablaut.  (f.  {)auen;  mittel^),  zerhouwen,  zehouwen), 
entjwei,  in  ©tii^e  fjauen  (ein  <BtM  .i&otj,  glet[(^  w.  — ;  ben  Änoten  ger- 
i^ouen,  f.  Änoten);  f)auenb  üetmunben,  wunb  i)amn  (einem  bü6  ®c[i4|t— ); 
burd)  >^auen  t)erberben  ob.  unbraud)bar  madjen ;  bie  Ber^ciuung. 

jerl^eücn,  Jietlof.  3».  m.  fein,   (mittel^,  zer-  ob.  zehellen,  öblaut.  -hal, 

-hüllen;  »gl.  ein»,  mtföfieUig)  »It.  f.  mifgfjeüig  fein,  nid)t  iibereinftimmen. 

5ert)obetn,  jiel.  3».,  burd)  «i^obeln  jerbre^en,  jerj^ören,  Derberben» 

jerfämmen,  jiel.  3t».)  burd;  Gammen  gerreifen,  jerjloren,  in  Unorb^^ 
nung  bringen. 

5er!äm^)fen,  röcEj.  3»m  ft'd)  im  Äampf  gegen  einanber  aufreiben. 

jerfauen,  giel.  3».  (mittelt).  zerkiuwen,  zekiuwen)  in  @tu(fe  faueu, 
fauenb  jermalmen-,  bie  Bcrfauung. 

jerf eilen,  jiel.  3».,  burd)  eingetriebene  Äeite  jertfieifen. 

gerflieben,  jiel.  u.  jieUof.  3».  ablaut.  (f.  Blieben;  altb.  zachHaban,  aer- 
klieben)  olt  u.  oberb.  f.  jerfpalten ;  jerfpaltct  werben,  jerfpringen. 

jerfiopfen,  jiel.  3».)  entjwei,  in  ©tüde  flopfen,  flopfenb  sermalmen; 
burd)  stopfen  jerftoren,  tjerberben;  bie  3er!lopfung. 

jerfnatlen,  jiel.  3»-,  fnacfenb  jerbred)en  (eine  Stufe). 

gcrfnallen,  jicUof.  u.  jiel.  3w.,  fnallenb  serfpringen,  ob.  —  fprengen. 

gerfnaufd^en  ob.  jerFnautfc^en ,  jiel.  3».  (»gl.  Inautfc^en),  gem.  fnaut* 
fd)enb  5ecbrü(fen,  üerunftalten  ob.  Derberben,  finn».  5er!nittern. 

gerfneten,  jiel.  3».,  au6  einanber  fneten,  fnetenb  äert()eilen;  burd) 
Äneten  jerflören  ob.  verberben:  bie  äcrfnctung. 

jerfnicfen,  3».  1)  jieUoe  m.  fein,  fnicfenb  bred)en,  berjlen  ob.  5er* 
fpringen;  2)  jiel.  cntjwei  fnicfen,  fnicfenb  äerbre(icn,  jerftören  (einen 
J^alm,  ein  9Jol)r;  au^l  «neig,  einem  ben  SOlut^  — ,  »gl.  bred^en);  bie  ^tXf 
fnitfung. 

jerfnirfd^cn ,  jicl.  3». ,  mit  ^nirfdjenbem  ^d)aU  5erbre(^en,  jermal* 
men,  äerquetfd)en  (einen  Äirf^fern,  Änod^en  Jc);  uneig.  »ollig  «ntfraften 
ob.  ertveic^en  bur^  einen  '^o^m  ®rab  bes  Äummers  u.  bef.  bur^  bo«  lebhafte 


itxfnitUxn  —  2crIod)crrt  2063 

©cfü^i  bec  9leuc  (Semanb«  4»n:j  jcrtnirftiöen ;  et  war  ganj  jetfnirf^t;  ein 
jerfnirf^tc«  ^erj,  b.  t.  ein  bucdd  tiefe  JReue  gletc^f.  gebrochene«);  bie  äer- 
fnirfrfiung,  baö  3etf nicfdjen ,  ba§  Betfnirfdjt;  ob.  ©ebtod^enfein ;  baö 
tiefjle  ©d^metjj  ob.  SReue^Sefüf)!. 

jerfnittern,  jtel.  3w.)  fnitternb  jetbcücfcn  (f.  fnittern). 

5Cv!nüUcn ,  jiel.  3».,  lanbfc^.  gem.  f.  o.  w.  jerfnautfd^en,  (f.  Inauen). 

5crfod)cn,  äteUof.  u.  giel.  3».,  bucd)  Äodjen  nufaelöf't  werben,  ob.  eu 
wai  in  feine  Zi)t\k  auflö'fen;  buuc^  aü^u,  (angeS  Äodjen  oecbecben;  bie 

jerf rächen,  3».  1)  gieUoS  m.  fein,  fcadjenb  in  ©tücfe  fielen,  jcr- 
pla|en;  2)  jiel.  etwnS  frac^enb  jecbced^cn,  jecfc{)laäcn,  jecfdjmettein. 

jerf rollen,  jiel.  3».,  mit  ben  ^raUen  jerreipen,  jecfleifc^en. 

jerfra^en ,  jiel.  3w.,  f ra^enb  jerceipen,  bmd)  Mta^m  »erwunben,  t)«r* 
unjlalten. 

jerf rumein,  jiel.  3».,  in  Ärumcn  ob.  Ärümel  jett^eilen,  ftnno.  iit^ 
tröifeln  (bas  Srob);  fid)  — ,  in  fleine  Äcumen  jerfoUen;  unetg.  f.  fid^ 
Dminjeln  u.  jetjlreuen,  »gl.  »erfrümeln;  bie  3erfrümelung. 

5erlad)en ,  türfj.  3w.)  f i  d)  — >  gem.  f.  »oi*  £ad)en  Qleidjf.  jecfpcinaen, 
fid)  mübe  (adjen. 

jerlappcn,   jicr.  u.  jieUof.  3».,  in  £appen  jecceifen,  ob.  —  jecfaüen. 

JCrlajfcn,   jiet.  3».   ablaut.  (f.  laffcn;   Oltb.  zadazan,   zer-   ob.  zelazen, 

zerlan),  eig.  au6  einanbcc  ge^en  ob.  fid)  auflofen  (äffen,  bol)ec  f.  jerfliepen 
raffen,  fdjmcljen,  (Salg,  SSa^g  k.  — ;  gerlaffene  SSutter  b.  t.  gefd^molgene); 
e^em.  au^):  fid^  — ,  f.  aus  einanbec  geilen,  enben;  bie  3erlaffung. 

jerlajlern,  jiel.  3»-,  lanbfc^.  gem.  f.  in  f)o^em  @cabe  oecunjlalten  ob. 
»erjlümmeln  (ogl.  läjlern;  gleifc^.  baö  gleif^  — ,  f.  ungef(!^ictt  je^auen); 
tie  äerläjlerung. 

jerlaufen,  3».  abraut.  (f.  laufen),  1)  jieao«  m.  fein,  (lu^  einanbec 
taufen,  {id)  nugbteitenb  tjerlieren;  jerfliepen;  2)  jiel.  cntswei  laufen, 
butd)  Saufen  jecrci^en  (bk  ©^ulje  — ). 

jerled^jen,  olt  u.  oberb.  oud^  jerlcd^cn,  jieUof.  3w.  m.  fein,  butd^ 
öi'o^e  Srocfenl^eit  auö  einanber  fallen  ob.  9tiffe  bekommen  (jecled^te  ob. 
jerled^jte  (Simer,  9lad^en  ic;  »gl.  led^jen). 

^erlecf en ,  jiel.  3tD.,  burd)  Seelen  jerrei^en,  befdjabigen,  üerberben. 

äerlebern,  jiel.  3w.,  eig.  ttvoa^  Seberneg  jecreipen;  gem.  öber^.  burd) 
Dielen  ©ebraud)  abnu|en,  üeibetben  (einen  ©tu^l,  ein  Su^  u.  bgl.);  niebr. 
f.  serpcugeln. 

jerlegen,  jiel.  3».  (altb.  zalegjan,  zelegen)  ctwai  in  feine  25ejlanbtf)ei(e 
au§  einanbec  legen  (eine  U^r,  eine  SÄaf^ine  :c.  — ;  ®ä)tibef.  einen  Äör» 
per  — ,  in  feine  einfachen  Urftoffe  auflofen;  einen  (Sag  — ,  f.  o.  w.  jergliebern, 
fr.  anali;fircn) ;  inßbcf.  einen  juc  ©peife  beftimmten  t^ierifd)en  .Körper  in 
fleinece  @tii(fe  jerfd)neiben  (bas  glcifd^,  ben  Scalen  — ,  fc.  tcand^iten); 
bec  Verleger,  -6;  bie  Verlegung. 

jerlefcn,  jiel.  3».  oblaut.  (f.  lefen),  bucd^  toielcS  Sefen  ob.  oiclmeljc  J&anb« 
Ijaben  beim  Cefen  jecveifen  ob.  in  i)of)em  ©cabc  abnu^en  (ein  S5u^  — ). 

jcrloc^ern,  jiel.  3».,  bmd)  toiele  Södjec  jevftören,  rjecbecben,  unbraud;« 
bac  mad;en  (ein  ®cfä^,  einen  @oct  zc.  —);  bie  äerlöc^erung. 


2064  jeclumpen  —  3erquctfd)en 

jerlumpen,  jiel.  3».)  in  ßumpen  jeccdpen;  gc».  nuc  ba«  SÄ».  5«c* 
lumpt  als  Sw.  f.  burd)  langen  ©ebcaud)  in  ßumpcn  jertiffcn  ob.  jcc# 
fallen  (jcciumpte  Äleiber;  jcrlumpt  einf)ergef)en,  b.  i.  in  jeclumptec  ÄUibung). 

5ermal)len,  jtel.  3».  (SÄ«.  jecma{)lcn;  f.  maf)len),  äu  ©tü^en  ob.  flein 
mof)len,  mit  ob.  auf  «inet  f!)?üf)le  jeimalmen-,  bie  Sermal^lung. 

j^ermalmen,  jiel.  3»-  (»gl-  malmen)  einen  fejlen  Äocpet  geroaltfam  in 
f leine  Steile  Decroanbeln,  ju  ©taub  (fOlolm  ob.  SRulm)  jetbcücfen  ob. 
jetreiben  (einen  ©tetn,  Änoc^en  it.);  aud^  unetg.  f.  üoüig  bred)en  ob.  ent» 
frd'ften,  »gl.  5etfnicfd)en,  (einem  ia^  JQni  — );  bie  3erma(mung. 

äermattern,  jiel.  3w.>  bucd)  Mattem  aufreiben,  entftdften,  ju  ©cunbe 
rid^ten  (einen  — ;  ^iäi  — ,  finno.  abquälen). 

jermeipeln,  jiel.  3».,  bucc^  SO?eifeln  ttennen,  jerbred^en,  »etberben. 

jerme^eln,  jiet.  3w.,  me^etnb  b.  i.  mit  ungefd^idEten  J&ieben  ob.  ©d^nttten 
jctt^eilen,  ob.  ftatf  »errounben,  finn».  jerfe^en;  bie  äetme^elung. 

jernagen,  jiel.  3».)  burd)  ^a^^n  jerjlocen  ob.  »erbecben;  bie  3«* 
nagunc;. 

5ernäi)en,  jiel.  3».,  beim  dlcit)m  ob.  burd)  9^a()en  jevreifen,  ob.  t)et* 
le|en  (ftc^  bfe  ginget  — ,  »unb  na^en). 

jernic^ten,  jtel.°^3tt).»  etroaS  bucc^  ^etjlörung  ob.  2(uflöfung  in  feine 
Steile  äu  nid)te  mad)en  (j.  as.  ein  Äunjlwetf  — );  au<i)  überf).  f.  Detnid)ten, 
b.  i.  in  nid)t3  oecivanbeln,  »ectilgen  (uneig.  er  »ar  »ie  jerni^tet);  bie  3eif= 
nic^tung. 

jerpaufen,  jiel.  3».)  paufenb  jerfc^lagen;  uneig.  gem.  f.  jerpriigeln. 

jerpeitfc^en,  jiel.  3»->  burd)  ^eitfdjen  trennen,  jeireifen,  »erivunben. 

jeripflücP en ,  jiel.  3w.)  fluS  einanber  pflüden,  pfliitfenb  jertf)eilen,  jer« 
reifen,  jerjlören  (eine  SSlume  —  ,gebetn  ic.  — );  bie  SetpÄücf'ung. 

ger:pflügen,  jiel.  3».,  pflügenb  äertf)eilen,  mit  bem  Pfluge  jerreifen. 

jerpicfen,  jiel.  3».,  entjtvei  ob.  in  ©tii^e  picfen;  burd)  ^iden  »er- 
berben. 

jerplagen ,  jiel.  3». »  plagenb  aufreiben,  bi*  jur  ßtfdjöpfung  plagen 
(einen  ob.  ftc^  — ). 

§erplöl^en,  jieUof.  3».  m.  fein,  au6  einanber  ob.  in  <Stü(fe  planen, 
plalenb  jerfpringen;  uneig.  f.  plo^lidj  t)ergel)en;  jetpldl^en,  jiel.  3».)  jer* 
planen  mad)en,  fprengen. 

jetpod^en,  jiel.  3».»  entjwei,  in  «Stiiife  pod)en. 

jcrspraJTeln,  jiellof.  3».  m.  fein,  praffelnb  jerbredjen  u.  verfallen. 

äeriprejfen,  jiel.  3*»-,  entjirei,  in  ©tütfe  preffen,  in  ber  treffe  jer* 
brücken;  burd)  ^reffen  üerberben ;  uneig.  burd)  fd)tt)eren  SDrutf  beflemmen 
u.  gleid)f.  bred)en  (ba^  8eib  jerpcefft  mir  bo§  ^erj). 

jerprügeln,  jiel.  3».,  entjiüei  prügeln,  priigelnb  überall  uerwunben  ob. 
\)ollig  entfrdftcn. 

jetpüloeru ,  jiel.  3t».»  in  ^ulwec  öerwanbeln,  zermalmen,  gew.  blof : 
pült)ern. 

jerquälen,  jiel.  3».,  burd^  Sluälen  aufreiben,  erfd)öpfen  (einen  ob. 

H  -)' 

jerquerlen ,  jiel.  3».»  quettenb  5ertl)eilen  ob.  auflöfen. 
jerquttfc^en,  jiel.  3».,  entä^ei  quetfd)en,  plöfelid)  u.  geiraltfam  jer# 
brücfen. 


jcrrabcm  —  ^eitm  2065 

jcttcibcrn ,  jiel.  3w.,  mit  bem  dlahz  ob.  bm  9?abern  barübec  f)in  fa^* 
tenb  5ecbred}en. 

jerraffcn,  jier.  3».,  bi^t.  f.  au§  einanbcc  raffen  ob.  rdf  cn  u.  jcrftccucn. 

jerrammeln,  jiel.  3».»  rammcdib  jccbtedjen,  jerflofen;  bucd)  OJam-- 
mein  b.  f.  ungetiüme  Sewegunaen  jecftören  ob.  in  Unocbnung  bringen  (bas 
fSitt  —). 

^erraöpeln,  jiet.  3».,  cntjwei  ob.  in  f(eine  3!f)ei(e  tappeln. 

jevraufen,  jiel.  3».,  au8  cinanber  raufen,  raufenb  jerreipen  ob.  gänj? 
lid)  verwirren  (baö  ^aar). 

3errbi(b,  f.  unter  jemn  1. 

jerreiben,  jiel.  3».  ablout.  (f.  reiben),  reibenb  jert^eiten,  in  fleine  31^ei(e 
reiben  (Sarben,  ben  Scig,  3ucEer  :c.  — );  burd)  JReiben  auf  ber  Dberflacfje 
Kriegen,  befdbd'bigen,  finnö.  burd)reiben;  bie  Serreibung;  gerrciblid),  Sm., 
faf)i3  jerrieben  ju  werben,  ftd)  (eid)t  jerreiben  laffenb;  bie  3errciblid^!eit. 

3err?eid^C,    W.,    (Ianbf(^.   au(j^:    @erret(]^e;   ».    lat.   cerrus;    quercus 

cerris  L.)  eine  2frt  bocf)roac^fenber  (Sidben  mit  fef)r  feiern  J^olj,  fd^malcn, 
lÄngltd^cn,  »ielfa^  auögefd^nittenen  SStättern  u.  großen  battelartigen  ©amen 
mit  fladjltgen  gru(^tbcd^ern,  im  füblid^en  Scutfc^lanb  einf)eimtf(!^. 

jerrcipcn,  3w.  abtaut,  (f.  reiben;  mittel^),  zemen)  1)  jiellog  m.  fein, 
reifenb  ob.  burd)  einen  9Jtf6  getrennt  werben  (ber  gaben,  ber  ©tctd  jer- 
teiP;  ber  S3ori)ang  jerrtfö,  i|l  jerrtiTen;  'Pflanj.  ein  jerciffeneö  SSlaft  b.  i.  ein 
in  »erf^iebene  ungleid^e  Steile  geriJTeneS;  uneig.  ber  (Sebulbfaben  ob.  bk  ®e- 
bulb  jerrei^t,  b.  i.  ge^t  plö^li^  ju  ©nbe;  bai  ^erj  jerrifg  mir,  b.  t.  brad^ 
öor  ©^merj  ic);  2)  jtet.  etroaö  — ,  cnt5tt)et,  in  ©tiicfe  reifen,  burc^ 
Steifen  geivaltfam  trennen  ob.  sertbeilen  (einen  gaben,  ein  s})opter  — ;  et« 
tt)a§  mit  bcn  3ai)nen  — ;  ber  SBolf  Ijat  baB  ©c^af  jcrrtlfen;  uneig.  einem 
baS  SQivi  jcirei^en,  b.  i.  tf)m  Ijcftigcn  ©c^merjücrurfa^en);  reipenb  ob.  burd) 
9?ifTe  werteren,  werwunben  (fic^  bk  J^aut,  bk  ^anb  an  ben  dornen  — ), 
jerjiören,  ju  ®runbe  rid)ten  (Äteiber,  aOBäfd^c,  ©tiefet  — ,  burd^  ben  ©ebrau^) 
gonjlt^  abnu^en);  uneig.  f.  einen  in  {)obem  (5)rabe  üerlei^enben,  wibrigen 
6inbru(f  auf  bai  ©e^or  ob.  &ifäl)l  mad)en  (biefe  «Wifötöne  gerreifen  bai 
©W;  bie  gortbauer  eines  3uftanbeö  plö^lid)  unterbredien  ob.  aufbeben 
(eine  aSerbtnbung,  bie  ©be»  eine  23erfammlung  ic.  — );  fid)  — ,  gem.  f.  ftd) 
in  oerfd^iebenartiger  Zt)äüQhxt  übermäßig  u.  biö  jur  ^rfd)opfung  anjirens 
gen  (man  mufö  ftd^  jerreipen,  um  mit  2(tlem  fertig  ju  werben);  bie  3cr= 
rei^ung;  jerreipbar,  S3».,  fä'big  serriffen  5u  werben-,  bie  Serreipbarfeit. 

jerren  1.  jict.  ^VO.y  (altt)0d^b.  aerjan,  mittelf).  zerren,  ^tät.  zarte,  üon 
ber  SB.  zar,  oon  »eldfjer  junad^fl  baS  ablaut.  3").  zeran,  zar  k.,  reifen,  jer* 
ftörcn,  jtammt,  =  gott).  tairan,  angelf.  teran,  engt,  tear;  nicberb.  tiren  u. 
teren;  franj.  tirer),  urfpr.  überb.  Sieben,  reifen,  abreifen,  jerreifen  (aud^ 
jes  ob.  jerjerren);  je^t  inöbef.  b«ftig  b«"  "•  ¥^  Si«b«tt>  gewaltfam  reifen 
(einen  fort=,  aug  bcm  ^aufe  — ;  einem  bie  Äteibcr  »om  idbe  jerren;  og(.  aud) 
oerjerren);  uneig.  einen  ob.  an  einem  — ,  f.  ibn  reiben,  ne(fen, 
burc^  SSerfpottung  ob.  S3itten  quälen,  lanbfd).  jergen  (nieberb.  tarren, 
torgen;  angelf.  tirian,  tirigan);  bag  3errbilb,  ein  oerjerrteö  S3ilb,  bcf.  eine 
obficbtli^  jur  9Jiif6gefta(t  »erjogene  2(bbilbung  ob.  btlblid^e  Sarfteüung  einer 
^erfon  ob.  eineö  Vorganges,  um  barüber  ju  fpotten  ob.  fidb  lajlig  ju  maci^en 

J&epfe's  ^anbwörterb.  b.  beutf(%en  ©pr.  2.  z^iil  130 


2066  getren  —  gerfd)dumcn 

(fr.  Cattcatuc);  fo  ou^j:  ba$  Betrgemälbe,  Serrgeffrfit  zc;  bec  Setr^ 
bi(bncic  (fc.  ©ancaturijl). 

jerren  2.  giel.  3».  (»erbetbt  auö  jettenncn)  >!^ütten».  ha^  (5ifen  jum 
^weiten  9}?a(e  fd^meljen,  um  cg  recid^cr  u.  gefd^metbigec  ju  mad^en;  ba« 
äenenfeuer  (etg.  3etrennfeuej:),  baö  geucc,  bei  welkem  bas  Letten  be§ 
eifenö  9e[4){c|)t,  au(^:  stennfeuer;  bcc  Serrenl^ammer,  et[enf)ammer,  auf 
welchem  baö  ßtfen  gcjercct  tritt;  ber  3errenl)erb,  f.  ».  it).  «Rcnntjerb. 

Serrenbaum,  m.,  (oom  ital  cerro)  lanbf^.  f.  btc  SSudje;  auc^  f.  bec 
Birbelbaum. 

jerrenfen,  jid.^tü.,  renfenb  äerbrcdjcn  ob.  'oM^  t)ctbte()en,  öetunfialtcn. 

jerrennert,   jiel.  3W.»  (aWb.  zarennjan,  zerennen;   »gl.  rennen  1)  ^ÜttenW. 

jernnncn  laff«n,  fd)meljen,  be[.  »on  bcm  ®4)»"«t8cn  ^«^  @ifen6  (»gl.  jerren 
2.);  ber  3errenner,  bec  ^Hüttenarbeiter,  roeldjer  baS  @d)mel5en  be6  (5U 
fenS  beforgt. 

3errer ,  m.,  f.  Sarrer. 

jerried^en,  jiel.  3w.  ahiavit  (f.  tieciöen),  burd)  üiele§  9tied)en  jerfltoren 
ob.  üctbecben  (einen  SBlumenjirauf). 

jerringen,  giel.  3»-  abraut.  (f.  ringen),  burd)  Oüngen  jecrelfen,  ob.  be? 
fd)dbi3en,  üctle^en,  (bie  SBafc^e  — ;  fie  jerrang  fi^l  bie  J&anbe). 

gerrinnen,  jieUof.  3«)-  tn.  fein,  abtaut,  (f.  rinnen;  altb.  zarinnau,  zerinneu), 
a\i^  einanber  rinnen  ob.  fliepen,  fid)  auflöfen  u.  jectbeilen,  finn».  serflief en 
(bie  SButter  jerrinnt  an  ber  ©onnc);  uneig.  f.  fid)  aümdf)lid)  auflöfen  u. 
terliecen,  Dcrfd^njinben  {bu  Sraumbilber  ftnb  gerronnen ;  i>k  Hoffnung,  ber 
S3Saf)n  ac  jerrann ;  fpri^w.  wie  gewonnen,  fo  jerronnen) ;  eljem.  auc^  unp. 
mir  jerrinnt  eines  Singeö,  b.  i.  eS  getjt  mir  aus,  fängt  an  mir  ju  mangeln; 
(g  ge^t  mir  ab  ob.  gebri^t  mir. 

jerrtl^en ,  jiel.  3».,  ri^enb  trennen,  jert^eilen,  Der(e|en,  befdjabigen. 

jerroUen,  3».  1)  iieltos  m.  fein,  au6  einanber  roüen  u.  fid)  üer(ie# 
ten;  2)  jiel.  6twa§  — ,  burd)  wU^  Ovoüen  jerflören  ob.  verberben;  burd) 
2I)arüberl)inroUen  jerbrücfen. 

äerrül)ren,  jiel.  3».,  au8  einanber  ruf)ren,  burd)  JKübren  5ertf)ei(en 
(j.  SS.  eier  — );  bie  3errü()rung. 

jerrupfen,  jiel.  3».,  au^  einanber  ob.  entzwei  ru^jfen;  rupfenb  wer* 
berben  ob.  in  Unorbnung  bringen;  bie  ßerrupfung. 

jerrüttcn,  jiel.  3w.  (oberb.  au^  »errütten;  t>gl.  rütten)  cig.  burd^ 
Statten  b.  i.  f)efti3eS  ©d^ütteln  ob.  (5rfd)üttern  oerberbcn,  üeriricren,  in 
Unorbnung  bringen;  in  weiterer  Seb.  ilberlj.  f.  gewaltfam  ob.  ganjlic^ 
jerftören,  ju  ©tunbe  rid)ten  (g.  83.  ben  <Staat  — ;  eine  jcrrüttete  ©efunb* 
t)eit;  an  allen  ©innen  jerrüttet;  jerrüttet  fein,  oberb.  f.  irre  im  ©eijl, 
tt)a{)nftnnig  fein);  oberb.  auc^  f.  erjürnen,  entrüflen;  ber  3etrüttcr,  roer 
ctn?ag  jerrüttet;  bie  Zerrüttung,  ta$  3errutten;  ba§  3errüttetfein  (j.S. 
beS  ©taatö,  ber  SSermögenSumjlänbe  ic). 

jerfägcn ,  jiel.  3w.,  entjmei,  in  ©tücfe  fagen ;  bie  Scrfdgung. 

jerfc^aben ,  jiel.  3»-,  burd)  ^d^aUn  jerreif  en,  befd)dbigen,  oerberben ; 
bie  3crfd)abun9. 

jcrfc^äumcn,  jieUof.  3».  m.  fein,  fid)  in  «Sdjaum  auflöfen,  fd)äumenb 
2ergel}en. 


2ei*fd)eiben  —  3erfd)Ielpcii  2067 

jcrfd^cibcn,  jiellof.  3».  m.  fein,  ablaut.  (f.  f(!^ett>en;  att^o^ib.  zasceidan), 
aiig  cinanbcr  fc^ctben,  jerfalten,  ftd)  auflöfen. 

jerfd)citern ,  3».  1)  iiellof.  3">.  m.  [ein,  in  <Sd)eitec  jerfaKcn,  [d^eU 
ternb  ju  ©cunbe  gef)en  (bas  ©d^tff  ijl  jcrfd^dtert);  -)  iiel-  in  ©djdtec  jcr^ 
t[)dlen,  jertriimmn-n. 

5erfrf)c(Ien,  3».  (»ßl.  f^ellen  1.)  1)  jtcUo«  m.  [ein,  burd)  einen  !)cfj 
tigcn  ©top,  @d)(ag  ob.  galt  fid)  fpattcn,  jerbrcc^en,  jcctrümmert  wcxim 
ihibt.  wer  auf  bte[cn  ©tein  fällt,  ber  wirb  jerfd^ellcn);  unci^.  übcrl).  f.  ge^ 
lnod)cn  ob.  j«rriittet  »rccbcn,  ju  ©runbc  gel)en;  2)  jtel.  etroaö  — ,  f.  v>.  w. 
^erfd)la9cn,  5ecfd)mettecn  (5.  83.  einem  ben  Äopf  — );  äerfrf)eÜern,  jfel.  u. 
jiellof.  3w.)  lanbf-^.  f.  in  Diele  fleine  ©tiicf c  jerfdjeUen,  b.  i.  jetfdjlagen,  ob. 
in  i^olge  eine6  (Sd)lage3  jerfallen. 

jcrft^euc^en ,  jiel.  ^vo.,  biö^t  f.  f(^eud)enb  trennen  ob.  secjlceuen,  nuS 
einanbev  fdjeudjen. 

5crfd)cuern,  jtel.  3»-)  bucd)  ©djeuetn  Detlefen,  befdjabigen,  t)ernjunben. 

jcrfc^iepen,  3io.  ablaut.  (f.  fd^teßen)  1)  jicUoS  m.  fein,  feiten  f.  fdjneU 
u.  geroaltfam  jerfaüen;  2)  jiet.  entzwei,  in  ©tiicfe  fd)iefen;  burd)  @d)ü|fe 
flacf  burd)lö(^ein,  werwunben,  jecflören  (eine  getfdjotfcne  gaf)ne,  SQlauctK.); 
bie  3erfcf)iepung. 

jevfi^inbcn,  jiel.  3».  ablaut.  (f.  fc^inben),  burc^  ^(breipung  ob.  SSerle^ung 
bec 'v^aut  jlarf"  üecrounben  (fi^  \)ai  ®ef[d^t  — ;  getf^unbene  ^änbe  jc); 
bie  äcrf^inbung. 

jerfc^irbeln ,  jiel.  3».  (ogt.  Schieben)  Bütten»,  bas  geftifd^te  (Sifen  in 
©djecben  b.  t.  fleine  (Stü(fe  3erfd)la5en. 

jerfd^Iagcn ,  3».  ablaut.  (f.  fd^lagcn;  altb.  zaslahan,  zeslahen)  1)  j^fcl. 
ettvaö  entjwei,  in  ©tüde  fd)(a9en,  Qewaltfam  jecbrec^en  (ein  @cfä|},  ein 
®la§);  burd)  (Sd)(a3en  flarf  Dcrirunben  ob.  völlig  entfraften  (man  t)at 
xi)n  ganj  jerfci^tagcn;  uneig.  xi)  bin  »te  jetf dalagen,  b.  t.  im  t)üd^jlen  &xabe 
ecmübet  cb.  etf^öpft;  ein  jccf^lagcnes  J^erj,  f.  o.  w.  ein  2er!nitfd)teö,  völlig 
gebemütbigtcö);  uneig.  au^  f.  in  fleinere  2!()eile  tl)eilen  (ein  ©ut  — );  2) 
rü(!j.  fid)  — ,  an-  ob.  gegenfd}lagcnb  ftd)  tf)cilen  ob.  btedjen  (bie  2BeUcn 
gerf^tagen  fi^  an  ben  gelfen);  uneig.  übiti).  f.  ftd)  jei:tf)cilen,  trennen,  vtx- 
jTOeigen  (9Sergm.  ein  ®ang  gctfd^Hgt  fid^,  b.  i.  tl^eilt  fid^  in  mel)rc  fd)male 
©ange);  burd)  äJeruneinigung  ob.  Jfbweid^ung  bec  ©efinnungen  ic.  au6 
einanber  äe{)en,  rüifgangig  tverben,  nid)t  ju  ©tanbe  fommen  (ber  Jpanbel, 
bie  ^eiratl)  :c.  ^at  fi^  gerfd^tagen) ;  bie  3cvfd^lagung,  baö  3erfd)la3en,  nut: 
in  gict.  aScb. 

äcrf(^leid^eu,  gieUof.  3».  m.  fein,  oOlaut.  (f.  fd^Ieid^cn;  mittelf).  zer- 
slichen)  cig.  fid)  fd)leid)enb  trennen  ob.  jertl)eilen,  langfam  au^  einanber 
9e()en;  oberb.  f.  jerfliefen,  jerge^en,  fd^mel^en  (Suttcr,  ©^malg  u.  ger= 
f^leidijen  laffen). 

jevfl^Ietfcn,   3W.   1.  ablaut.  (f.  fd^lcifen  1.;   altb.   zasUfau,  zersllfen)    1) 

gieUoS  m.  fein,  ott.  f.  jerge^en,  vetfd)iinnben,  ücrnid)tet  iverben ;  2) 
gict.  etivaS  burd)  @d)teifen  serbrec^en  ob.  befdjd'bigen,  verberben,  burd)» 
fd)leifen;  —  2.  fc^wac^  umenb.  (f.  fc^leifen  2.)  ült.  f.  fd)(eifenb  serftören 
(eine  ©tabt  — ). 

jerfc^leif cn ,  giel.  u.  gieUof.  3».  ablaut.  (f.  fd^leifjen;  altb.  zaslizan, 
zerslizen,  u.  zasleizja»,   zersleizen) ,  fd)leifenb  3«rtf)eilen,  jerreipcn,  ob, 

130* 


2068  acifd)(eubct;tt  —  5erfe|ett 

aüi  einanb«  gefeit,  ftc^  jcrfafern  u.  abnu|en  (ictfc^liffene  ^embm,  Älet= 
iier  ic). 

5erfd)Ieutern,  jtU  3».,  fd^Ieubernb  ob.  bur<^  dnen  SBSurf  mit  bet  @(%Uuber 
3crbred)en,  jerjlören. 

jerfd&d'^cn,  jiel.  3».,  fd)lt^enb,  burd)  ©c^Ii^c  trennen  ob.  jerff)ei(en. 

5erf(i)meifen,  jtel.  3».  oblaut.  (f.  f^metfen)  gem.,  entjird,  in  ©tüdfe 
fd)mcif en  b.  f.  werfen ;  burd)  ^inmerfen  jerbredjen,  verwerfen. 

^erfc^mcljen,  3».  1.  s«Uo§  m.  f  ein,  ablaut.  (tote  f^meljen  1.:  jcrfd^molj, 
jerf^molsen)  fc^meljenb  aufgelb'f't  werben  u.  aug  einanber  fliefen  (bet 
@d^nee  jer[c^miljt,  ifl  jetf^morjcn);  uneig.  f.  ern)eid)t  werben,  \id)  in  etwaS 
Qleid^f.  aufiöfen  (in  Siebe  ob.  cor  Siebe  jetf^imeläen ;  i^r  ©^merj  jetfdbmolj 
in  Zi}xäxiin);  2.  jiet.  ([^»adö  umenb.:  jerfd^meljte,  jer[(]^melät)  madjen, 
baf«  etwas  jerfdjmirjt,  eg  burd)  <Sd)mel5en  auflofen  (j.  33.  SBac^g  — ); 
bie  Serfc^meljung. 

jcrfc^mettern,  jiet.  3».,  cntjwei,  in  ©tiicfe  fc^mettern  (f.  b.),  b.  t.  mit 
öroftec  ©ewalt  u.  ^eftigfeit  verwerfen  ob.  jerfd)(a9en;  ble  äerfc^me^ 
terung. 

jerfd^mieben,  jiel.  3».,  fd^miebenb  3ertf)ei(en,  im  @d)mteben  5erbred)en 
(eine  eifenjiange  — ). 

jerfd^neiben ,  jiel.  3».  ablout.  (f.  f(j()neiben;  attb.  zasnidan,  zersnlden), 
cntjwet,  in  @tü(fe  fc^neiben  (3eu9,  Rapier  ic.  — ;  uneig.  eine  jerfi^nittene 
©egcnb,  b.  i.  eine  oon  nieten  ©reiben  ac.  bur^fc^nittene,  unterbrochene;  eine 
jetfdbnittene  ©(^reibart,  b.  i.  ik  aul  lautet  futjen,  abgebro(Jbcnen  ®a|en  be» 
fle^t;  baö  jetfc^neibet  mit  i)a$  ^etj,  b.  i.  erfüllt  micb  mit  beftigem  ©^mer}); 
burd)  @d)neiben  ^erj^oren  ob.  öerberben;  bie  3etfcl^neibung. 

gerfc^ni^en,  jerfdini^eln,  jiel.  3».,  fd)ni^enb  ob.  fd)ni^elnb  jertbeilen, 
in  ©djni^el  jerfdjneiben;  burd)  (Sd)ni^en  ob.  @d)ni|eln  jerjlören,  oer; 
berben. 

^etf^rammen,  jiel.  3»-)  fd)rnmmenb  »erleben,  «erwunben;  burc^ 
®d)rammen  jerflören,  oerberben. 

jerfd^rauben,  jiel.  3».,  burd)  ju  jlarfeö  <Sd)rauben  jerbredjen. 

jerfd^reien,  rüdfj.  u.  jiel.  3«?.  ablaut.  ([.  fdbteien),  burd)  @d)reien  liber^^ 
mafig  anffrengen,  ermuben,  erfdjopfen  (ftdb  — ;  idb  1)ahi  mit  ik  Sunge,  bie 
Äeble  8et[d)rieen). 

gerfd^rinben,  jiellof.  3».  m.  fein,  ablaut.  (f.  f^rinben;  altb.  zascrintaD) 
alt  u.  oberb.  f.  9?iffe  ob.  ©palten  feefommen,  jerberflen,  auffpringen. 

jerfd^roten,  giel.  3».  (»•  fd^toten  1.)  in  @tü^e  fd)roten  (ein  ©tü(f 
(Sifen,  einen  Saum  ic);  fd)rotenb  jerfloren,  üerberben  (bie  SOlaufe  jeif^toten 
baS  Rapier). 

äerfd^ütteln,  jiel.  3».,  fd)üttelnb  jerjlören,  tjerberben. 

äcrfc^weÜen,  jieUof.  3«'-  m.  fein,  aUa\xt.  (f.  fc^weUen  1.;  mittelb- 
zeswellen)  fd)weUenb  jerfpringen,  burd)  2(uffd)wellen  jerftört  werben. 

jerfc^wcmmen,  jiel.  3».,  a\x$  einanber  fd)wemmen,  fd)wemmenb  jer» 
flören. 

jerfc^wiltben,  jielTof.  3».  m.  fein,  ablaut.  (f.  fdbwinben)  i>iä)t.  f.  auS 
einanber  fd)Winben,  5erfa{)ren  unb  yerfd)Winben. 

jerfei^en,  jiel.  3».,  eig.  au§  einanber  ob.  in  ©tiitfe  fe^en;  JBerg».  f. 
gerfdjlagen,  in  ©tü^e  fdjlngen  (eine  Otjflufe,  einen  ©tcin  k.);  ©dieibef. 


jctftcbcn  —  gcrftobern  2069 

ctwai  in  feine  ©nmbt^eile  aitflofen,  jericgen,  fc{)eiben;  bö^er  qu^  unefg. 
einen  ©ebanfen^off  jedegen,  jcrgltebern  (fein  ©c^arfftnn  jetfe^t  3(Ueä);  bie 
Scrfe^ung. 

äerfieten,  jieUof.  u.  jfel.  3w.,  abfout.  (f.  fteben),  buccf)  ©ieben  jert^eilt, 
aufgcloft  roerben,  ob.  —  aufib'fen,  Decberben. 

jerft^cn,  jiel.  3».  ablaut.  ([.  fi^cn),  3cm.  etwa^ — ,  burd)  tjielea  ©igen 
jerreifcn,  abnu^en,  jerfloren. 

jerfpalten,  3».  (altb.  zaspaltan,  zerspalten)  I)  jieUoö  m.  fein,  (SOI», 
jetfpalten)  au8  einanbec  fpalten,  burd)  einen  ©palt  ob.  unetg.  burd)  ©pab 
tung,  9}?ifgf)eUi9feit  K.  ficf)  trennen ;  2)  jtel.  (aJlro.  jecfpaltet)  entjroei,  in 
©tücfe  fpalten. 

jetfpeUcn,   siel.  3».  (f.  fpeUen  1.)  ranbfd).  f.  jerfpalten. 

äerfpleifen,  jfcl.  3».  ablaut.  ([.  fplef^en),  fpleifenb  3ertf)ei(en,  ffnno. 
jetfpalten,  jetceipen. 

jerfplittern,  3n>-  1)  jfeUog  m.  fein,  in  (Splitter  9etf)eilt  »erben  u. 
jerfallen  (bct  Bom  S5lt^  getroffene  SBaum  jerfplittett);  2)  jicl.  in  ©plittec 
tf)eilen,  fpalten  (btc  S5lt§  i)at  ben  SBaum  §erfplittert) ;  unetg.  etnjaS  in  f leine 
5£f)eile  3ertf)eilen  u.  jnjecfloS  ob.  unnü|  t)ertt»enben  ob.  tjerlieren  (fein 
®elb  — ,  bic  3eit  — );  auc^  rütfj.  fid)  — ,  f.  jerfplittert  werben  u.  »er* 
lorun  gei)en  (ta^  ®elb  jerfplittert  ft(i^);  bie  Berfplitterung. 

jcrfürcngen,  jtef.  3n>-  (altb.  zasprengjan)  au^  einanber,  in  ®tücfe  fprens 
gen,  (-yin^^ini)  jerjloren  (ein  ®laö,  eine  SSlafe,  fi(§  ctwaö  im  Ceibe  — );  uneig. 
mit  ©eroalt  trennen  u.  5er|lreuen  (bas  feinblic^e  ^eec  würbe  jetfprengt) ; 
bie  Serfprengung. 

jerfpringen,  jiellof.  3».  m.  fein,  ablaut.  (f.  fpringen;  altb.  zaspringan), 
entjwei,  in  <StU(fe  fpringen,  finno.  jerpla^en,  berjlen  (bai  ®laö  ifl  jcr? 
fprungen;  uneig.  hai  .^erj  will  mir  jerfptingen,  cor  t)eftiget:  ©emüt^Sbewes 
gung,  ©cbmerj  u.). 

^erfpti^cn,  jiel.  3».,  fpri^enb  jert^eilen;  burd^  <Spri|en  jerj^oren. 

jerfpülen,  jiel.  3"). ,  burd)  3(nfpülen  jerreifen,  jerfioren. 

jcrjlampfen,  giel.  3».,  in  ©tiicEe  |!ampfen,  fiarapfenb  jertf)eilen,  jer? 
malmen  (Pfeffer  — ;  etn^aö  im  SDiörfec  — );  burd)  «Stampfen  jerftören, 
toerberben  (bic  SQSiefcn,  bcn  SSoben  jc.  — );  bie  3etflampfung. 

jctftäubcn,  jiel.  3»».  (altb.  zastaubjan),  in  ©taub  auflöfen  u.  auS 
einanber  treiben;  al^  ©taub  ob.  gleid)  einem  ^Sitaixbi  jerftreuen;  bie  Ber* 
pubung. 

jerflaui^en,  jiel.  3».,  (0.  jlau^en  1.)  burd^  ©taudjen  jerbredjen  ob. 
Derberben. 

jerfled^en,  jicl.  3».,  ablaut.  (f.  jiec^cn;  mittel^,  ze-  ob.  zerstechen),  ent» 
j^ei  ob.  in  ©tücfe  jledjen  (ein  ®tM  Stafen);  ebem.  au4i:  im  <Sted)tn 
jerfplittern  (ben  @peer);  mit©tid)en  burdjlödjern  u.  baburd)  jerjlören  ob. 
t>erberben ;  burd)  üiele  ©tid)e  Derle^en,  verwunben  (fi^  tie  .^änbe  an  ben 
25omcn;  ik  SÄücfcn  baben  midj  ganj  jetj!o(iben);  bie  3crflec^ung. 

jetftteben,  jiellof.  3».  ni.  fein,  ablaut.  (f.  ftteben;  altb.  zastiuban,  ze- 
stieben),  in  ©taub  verfallen,  aus;  einanber  fal)ren;  uneig.  n?ie  ©taub 
ploglid)  au^  einanber  fal)ren,  ftd)  jerftreuen  u.  verlieren  (ber  5ßol!Sl)aufen 
jerpob,  ijl  jerjloben;  bet  3Ba^n,  Srug  ic.  jertliebt). 

jerflöbern,  jiel.  3».,  ani  einanber  fiöbetn,  aufjagenb  jerflreuen. 


2070  ^n^oä)im  —  aa'jlveueu 

jerflÖrcn ,  Jie(-  3»'   (aWb.  za-  u.  zarstorjan ;   ze-  u.  zerstoereu)   etg.  au^ 

cinanbcr  |lörcn,  burd)  ©toten  bm  3ufaramcn{)ang  u.  bte  £)tbnung  bev 
3!f)ct(e  cine§  ©anjen  voUig  auffjcben,  ffnn».  seucütteri;  gew.  in  weitetet 
S5eb.  itwa$  Qmaltfam  ^u  ©runbc  richten,  üerberben,  ausrotten,  i^ertUgen, 
üon  wcitetem  ©inne,  o(ö  bk  finno.  t>evf)eeren,  veciüiiflen  (ein  SBogctnejl,  ein 
^aui,  eine  'S>tabt,  ein  Äunfiwev!,  ein  JReic^  jc);  jerjjörbar,  S3».,  irag  jer= 
jlort  Werben  fann;  bie  3erptorbrtrfeit;  bec  Serjlörcr,  bic  3ev|!övcrinn, 
irec  etvoci^  äerjlört  ob.  jerflort  l)at',  bie  3erf!övung,  ba§  3ec|!ören;  auij^ 
bet  3uj^anb  beS  B^rjIoctfeinS;  bec  Setj^ürunQöfrieg,  ein  ^tkQ,  wobei  es 
auf  ^etflötung  abgelesen  ijl. 

jerjlofen,  jiet.  3w.  abtaut,  (f.  jlo^en;  oltb.  za-  u.  zarstozan)  in  ©tücfe 
flogen,  butc^  ©to^en  jetfieinen,  jermalmen  i®müti  — ,  etwas  im  W6tf 
[er — );  bucd)  einen  <Stof,  bittc^  2(njlcfen  5erbrerf)en,  flatf  »erleben  ob. 
vertrunbcn  (ein  ©las  — ;  bk  ©ieJfc^oUen  jevjlofen  ft^  an  ben  «pfeitctn;  fid^ 
ben  Äopf  — );  bmd)  x>ick^  @topen  vterunjiaiten,  üerberben;  bie  ^qx- 
jlopung. 

jerjlreitcn,  rüdj.  3w.  abtaut,  (f.  ftteitcn)  fidl)  — ,  gem.  f.  ftd)  bmd) 
Streiten  entfräften  ob.  erfdjcpfen,  ftd)  ganj  mübe  jltreiten. 

jerjlreuen,  3».  (mittetf).  zerströuwen)  1)  jiei.  eig.  an^  einnnber  fitreuen, 
ftreuenb  jertfieilen  u.  t)erbreiten  (Äörner,  ©amen  — ;  bet  SDSinb  jetftteut 
hai  wel!e  2aub);  in  weitetet  SBeb.  trennen  u.  in  t)erfcl)i ebener  9?id)tun3 
nu§  einanbet  treiben  (bet  SBinb  jetflreut  hk  SBolfen;  einen  ?Wen[(i^ent)au' 
fen  — );  uneig.  o^ne  Ste.^elniv^'^igfeit  u.  Drbnung  vert{)eiien  (bet  ^akt 
^etjlteut  bk  ZxäjUv,  wenn  et  fie  an  meßten  £5rten  ungcf)6tig  anbtingt; 
^flanj.  jerftteute  ob.  setjlteut  ftei^enbc  Mi,  ?8lättct  2c.);  tf)eilen  u.  baburd) 
«niDirffam  niad)en  ob.  fd}irad)en,  entg.  fammetn  (j.  S.  bie  jerftreuten 
Si^tjtrat)len,  Ätäfte  jc;  3cmanb§  gur^t,  Sefotgniffc  jc.  jerflreutn);  U^wn 
bem  ®ci)te:  bie  2(ufmcrffamfeit,  bie  2)enff raft  auf  t>erfd}iebene@e3enjlanbe 
rid)ten  ob.  \)on  einem  (SegenjTanbe  aU  unb  anbern  SJingen  juwenben, 
finno.  f!ovcn  (ba§  ©etaufd^,  bie  SKuftE  jc.  jcvprcut  mid^  bei  bet  2Mt\ti  bet 
©d^ület  muf§  fid^  butc^  nid^tS  jetjttcuen  iaJTcn;  jerjltcuenbe  ©egenjlanbe,  SBc« 
fd^äftigungen  u.);  aud^  abftd)t[id)  u.  jur  etfjolung  ben  ©eij!  ob.  ba6 
©emiitf)  wn  tm  ernj^en  ©e^enj^Änben  feinet  5^ad)benfen6  ob.  feiner 
S5efd)äfti3unC|  ablenfen  (einen  betrübten,  SBefiimmertcn  — ;  einen  butd^ 
Untetbaltung,  ©picl  jc.  jctflteuen);  2)  tüds.  fid)  — ,  f.  jerftreut  werben, 
ftd)  jertf)eilen,  nu5  einanber  3cf)en  (bet  9?ebfl,  bk  SBctJen  jerjltcucn  fic^; 
ba§  Jg)ect,  bie  ©efeUfdjaft  jc.  (jat  fid^  getjlteut);  uneig.  feine  (5)ebanfen  auf 
»etfd)iebene  ob.  anbere  (^egenfianbe  lenfen,  bef.  um  ft^  ju  ett)olen  (bet 
Seibenbe,  bet  burc^  angefttengte  gcijtige  Sfiätigfeit  ©tmiibete  mufs  ftd^  jet» 
flteucn;  mand^e  SQlenfd^en  gcrjlreuen  fic^  bcflä'nbig,  of)ne  ft^  je  ju  fammeln); 
—  ba^  50lw.  i;crjltreut  ats  J8w.,  feine  ^Cnfmerffamfeit  ob.  £)enffraft 
Qleid^jeitiä  auf  yerfc^iebene  (53ei3enf}anbe  ob.  nidjt  auf  ben  ©e^enffanb 
tidjtenb,  auf  n:>cld)cn  ftegeridjtct  fein  follte,  mit  feinen  (^ebanfen  abtrefenb 
ob.  umf)erfd)treifenb  (jetjlreut  fein,  fiimo.  in  ©eban!cn  fein,  b.  i.  mit 
feinen  eigenen  ©ebanfen  fo  au6fd)lic§lid^  bcf^afa'gt,  bafö  man  unfüf)ig  fft, 
feine  2(ufmetffamfeit  auf  2(nbeteö  ju  rid^ten;  wet  jerflteut  ift,  ijl  nic^t  immet 


a«(iü(fert  —  3ettf)ei(en  2071 

tn  ©cbanfcn;  tt)tc  in  tintt  ®efeUfd()aft  in  ©ebanEcn  x%  (ft  in  93eite{)un9  auf 
bic  ©efeUfd^aft  jecflccut;  bec  cinfame  2)enEec  aber  mufö  in  ©ebanfen  fein, 
fonfl  ijl  ec  jecjlccut);  auc^  alS  bidbenbe  ßi^enfdjaft  ob.  fef)l«r{)afte  S^ei^un^ 
einet  ^perfon  (ein  fefjc  gerflreutec  SRenfc^,  u.  al&  Sqw.  ein  3erflreuter;  — 
biefc  uncig.  S3eb.  oon  j  er|lteuen,  jerjlreut  ifl  ecfl  in  bec  neueren  ©ptadje, 
«tn?a  feit  bem  ^(nfange  beö  18.  3a()c^-)  bem  franj.  ilistraire,  distrait  naö^^i' 
bitbct);  b«  Scrjlreucr,  bie  3er|ireuerinn,  wet  cttvaö  u.  bef.  uneig.  roec 
einen  jcrflreut;  bie  Serflrcuung,  1)  tag  ^erj^reuen,  cig.  (g.  SB.  bes  Saubeg, 
eines  ^eereS  ic.)  u.  uncig.  (j.  S.  bic  Serftreuung  eineö  SeEiimmctten  tc); 
2)  ba^  ®ic^;  3«rjifr«uen  ob.  3«rjTreutfetn,  bie  S^eKung  ber  2(ufmerf fvim* 
feit,  bie  JRid^tung  bec  ©ebanfen  auf  üetfcf)iebene  ©egenjiänbe  (bei  ernflec 
2(tbeit  mufö  man  fid;  ooc  3erflrcuun3  f)iltcn;  an  3erftrcuung  leiben);  3)  ein 
WxtuU  «inen  ob.  \ii)  ju  jecjlreuen,  eine  5erflteuenbe  S^efc^aftigung,  Un; 
terf)aUun3,  SSergnugung,  SOi.  3erflceuungen  (in  bejlanbigen  äerflreuun- 
gen  (eben) ;  bie  3evflreuung6furf)t ,  bie  ©u^t  fid)  ju  jerjlreuen,  bie  übiv 
mapige  Segierbe  nad^  3erflceuungen,  finno.  SSergniigung^fud^t. 

jerjlüdPen ,  ikU  ^w. ,  in  ©tücfe  tf)eiien,  fc^neiben,  {)auen  jc.  (gleifd^, 
aScettei:  ic.  — ;  Serg».  ein  gerjlüdteö  ©ebicge,  b.  i.  ein  fo((i)e6,  reo  bie  JBcrg» 
acten  flüdweife  u.  abgebrod^en  übet  u.  neben  einanbcc  liegen);  bie  Setf^ü* 
cfung;  —  jcrfiüdPeln,  jiel.  3».,  baS  eerfl.  jerjlücfen:  in  fleine  @tü(fe 
t{)elUn,  5etfd)neiben,  äecf)auen  jc.  ob.  iibet^.  fonbem  (3utfer,  Äceibe  ic.  — ; 
eine  ©d^rift,  einen  2(uffag  — ,  b.  i.  flücfmeife  in  einzelnen  Stottecn  einer  3eit« 
f^rift  u.  bgl.  abbtudcn  lafTen);  bie  äerfiücfeUtng. 

jerflufen,  jiel.  3».  (ogl.  jlufen  2.)  Sergro.  in  Stufen  ob.  ©tii^e  fd)tas 
gen;  jerfd)Iagen,  ^ecfe^en ;  bie  äerjlufung. 

jcrjlümmcln,  jicl.  3».,  ftümmelnb  jerjlocen  ob.  ganjlirf)  üecbecben, 
ft&vtit  aU:  tterfliimmeln;  bie  äerflümmetung. 

jerfiürmen,  jiel.  3».,  bi^t.  f.  fiiirmenb  5ett{)ei(en,  jerjltceuen. 

jertanjen,  jiel.  3».,  burd)  Sanjen  jerteifen,  t^etberben  (bie  ©d^ulje  — ). 

Berte,  n?.,  5)?.  -n,  ob.  bec  3erter,  -g,  9)?.  ro.  (5.,  (au^  3cittc,  35«:'' 

ter   gefd^r.;   OOm  lat.  tharta,  charta  iudentata,  ob.  OOn  certus,  ftd^cr?)  1)  alt 

u,  lanbf^.  eine  Urfunbe,  treldje  für  jtvet  S5et{)eiligte  iroeimal  9(etd)(autenb 
auf  einen  Sogen  gefd)rleben  tvicb,  ben  man  bann  in  ber  SJJitte  im  3i<f  jadE 
ob.  gef^roeift  burc^fc()neibet,  fo  bafö  bie  Sc^tfjcit  beiber  .^alften  bur^  il)v: 
genaucö  3ufanimenpaffen  bewiefcn  »erben  Eann,  ein  Spaltjettel,  Äerbbrief ; 
in  »eiteret  S5eb.  übeti).  ein  fc^rlftlic^ec  SSertcag  (j.  S.  ein  (St)e}crter); 
2)  Bi)if\b.  bec  fdjriftltdje  Entwurf  ju  bem  SSau  eineö  ©c^iffeg  mit  genaue« 
2(ngabe  bec  aSerbältniffe  aller  Zi)tiie  be§  ©d^iffeö  (in  biefer  Seb.  auc^ :  bec 
©atter);  bie  3erte^3artei  (gew.  franj.  Sertcpartie),  ©c^iff-  bec  fc^riftlic^e 
SSertrag  ber  ©^ifföbcfrad^tec  ob.  SRc^bet  mit  bem  ©d^iffec,  ©ddijfSfcad^tbcief, 
ßabungöoectcag. 

5ertf)auen,  jtel.  3».  m.  fein,  tf)auenb  aufgeloft  roecben  ob.  jerge^en. 

jevt^eilen,  jiet.  3».  ialtb.  zateiljan,  zeteüen)  in  'itt)e\k  fonbecn,  jeclegen 
(ein  »cob,  ein  ©tücE  gleifc^  Jc);  in  »eitecet  Seb.  öbec().  tcennen  u.  nad> 
t)ecfd)iebenen  9tid)tungen  {)in  au^  einanbec  tcetben  ob.  tjecbrelten  (bec 
9Btnb  ject^eilt  bie  SBolfen;  bai  ©d^iff  jert()eitt  bie  2Ba|Terjläd()e,  f.  t>.  ».  burd^» 
fd^neibet;  bie  flodenben  ©afte  im  Äörpecjectfjeiten;  ein  ject^eilenbeS  ^flajlet); 
5ertt)eilbar,  83».,  faf)ig  5ectf)ei(t  ju  tvecben;  Vit  3«t^cilung. 


2072  aettmgcn  —  gerjaufen 

jetf tagen,  Jtcl.  u.  töcfj.  3».,  aMaut  (f.  tragen;  aUb.  zatragan,  zertra- 
gen),  aus  einanbec  tcagcn,  tragenb  mibuitm:  fid)  — ,  alt  u.  oberb.  f. 
ftrf)  cntjtreien,  muneiniäcn,  cntg.  fid^  »ertragen  (fte  jertcugen  |ic^  mit 
elnanber). 

jettrampcln,  jtet.  3».,  gem.,  trampelnb  jetfioren  ob.  öerbecbm. 

gertreiben,  jtel.  3»-,  oblaut.  (f.  treiben;  altb.  zatriban,  zertriben)  quS 
cinanbet  treiben  u.  jecjfreuen  (eine  Sßolfe);  gettjaltfam  sectrennen;  e^em. 
oud^  f.  jerge^en  laffen,  fdjmef^en. 

Wertrennen,  jiel.  3»-  (altb.  zatrennjan,  zertrennen)  au§  einanbec  trennen 
(j.  S.  etwas  3u[ammen9encit)te§,  ein  Müh  it.);  eine  @efammtf)ett  t)on  gleid)? 
artigen  Singen  yjereinjetn  (j.  S5.  feine  aSu^erfammlung  — );  eine93erbin= 
bung  ob.  ©emeinfdjaft  auflöfen;  jertrennbar  ob.  gertrennlid^,  fßw.y  wa$ 
jertrennt  tt5erben  fann,  ge».  nur  in  bem  abgel.  unjertrennlici;  bie  3er* 
trennung. 

gertreten,  jiel.  3w«  ahUüt.  (f.  treten;  ottb.  zatretan,  zetreten)  entjwei, 
in  <StMe  treten,  tretenb  gerbred^en,  jerbru^en  k.  (eine  9Iuf6,  einen 
SBurm  tc);  burdf)  ^Ireten  gerflocen,  öerberben,  oerunjltalten  (ba^  ®raö,  ein 
©artenbect  K.) ;  bie  Vertretung. 

gertrümmern,  3».  (mitklt).  zertrümen)  l)jie«ogm.  fein,  gu  Sriimmern 
n^erben,  in  Sriimmer  gerfaKen;  2)  jiel.  in  Srümmer  bred}en,  genjaltfam 
gerbredben  ob.  gerftoren  (ber  ©türm  ^at  boS  ®4)iff  gertrümmert);  ber  ^er* 
trümmerer,  wer  etwas  gectriimmert ;  bie  äertrümmerung. 

gerwalf'en,  giel.  3».,  entgreei  walfen,  beim  Sßalfen  gerreifen  ob.  gers 
flören;  «neig.  gem.  f.  gerprugcin. 

gern?afd)en,  giel.  310.  ahlaut  (f.  wafd^en),  entgwei  trafd)en,  beim  5D3afd)en 
gerreifen,  be[d)äbiäen,  öerberben. 

gern)et)en,  gici.  3».,  ciVi^  einanber  m^en,  mf)mb  gert^eilen,  gecj^reuen 
(ber  3Binb  jerwebt  ben  9lebel). 

gerweid^en,  3».  (»on  weid^en  2.)  1)  jieltoS  m.  fein,  burd^  (Jrweidbung 
aufgeloft  werben,  gu  weid)  werben  u.  baburd)  üerberben;  2)  giel.  et* 
Kia^  — ,  burdb  (5cweid)un9  auflöfen  u.  tjerberben;  bie  Serweidjung. 

gerwerfen,   3».  ablaut.   (f.  werfen  1.;   aUb.  zar-  ob.  zawerfau,   zer-,  ze- 

werfen)  1)  giel.  ctwa^  entgwci,  in  ©tücfe  werfen,  eS  burd^  Jg)inttjerfen  ob. 
tnbem  man  banad^  wirft,  gerbredben,  gerfd^lagen  2C.  (ein  ©las,  einen  ScUcr; 
ik  genfter — ,  gew.  einwerfen);  au§  ob.  burd)  einanber  werfen,  vöüic| 
auf  er  3ufammenf)an3  ob.  in  Unorbnung  bringen;  bober  ebem.  aud^i  f.  ger» 
jlören,  öerberben,  gu  (Urunbe  ridbten;  2)  riictg.  fidb  ■ — ,  ebem.  oudb  gieUoS, 
olt.  f.  uneitttg  werben,  in  «Streit  geratbcn,  fid)  überwerfen;  bie  äerwcr* 
fung,  baS  Verwerfen;  bie  3erwürfnif§,  Wl.  -e,  (aitbodbb.  zawurfidi, 
zaworfnessi,  mittelb.  zerwerfuis),  Uuetnigfett,  ©treitigfeit,  3wijT. 

gerwe^en,  giel.  3w.,  burdE)  Soeben  gerbred)en,  gerfiören,  öerberben. 

gcrwirfen,  giel.  3».,  Säg.  f.  gerlegen,  gerbauen  (ein  SBilb). 

gerwüblen,  giel.  3w.,  auS  einanber  wiiblen,  wiiblenb  gertbeil^n,  ger? 
ftören,  verberben  (bie  ©dbweinc  jerwüblen  bcn  ©arten);  uneig.  übcrb-  etwai 
burd)  einanber  werfen  u.  ganglid)  in  Unorbnung  bringen;  bie  3erwü()lung. 

gcrgaufen,  giel.  3w.,  aus  einanber  gaufeh,  gaufenb  gerreifen  ob.  t)cr# 
Wirren  (einem  boö  .&aar  — );  bie  3ergaufung. 


gcrjemn  —  iztten  2073 

jcrjerten,  jiel.  3».  (mUuii).  zer-  ob.  zezerren)  au8  einanb«  j«rten,  butc^ 
beeren  cntflcüen  ob.  öeruniTalten ;  jecrenb  ^ixui^en. 

jcrjiel)ert,  jiel.  3».  abraut.  (f.  jiefjen;  aitb.  zaziuhan),  aui  etnanbcc 
jiel^en,  burd)  3i«f)«n  entfleüen  ob.  üecberben. 

jerjupfcn,  jtel.  3».,  entjtrd  ^upfen,  jupfenb  in  fdne  Zi)i\U  auflöfen 
(ein  ßäppdöen  — );  burc{)  3upfen  in  Unocbnung  bringen  ob.  öerbetben; 
bie  Serjupfung. 

jefcm,  S5w.  (jgej.  JCfm;  aU{)0d)b.  zeso,  zesaw,  zesew;  mittclt).  zesewe, 
zeswe,  zeseme,  zesme;  gott).  taihsv;  angclf.  teso ;  fanefr.  daksha,  Qtiiä). 
Sa^iösy  (at.  dexter)  alt  u.  ncd)  obecb.  bef.  öjlr.  f.  red^t,  bem  linf  entg.  (ogt. 
re^t  2);  bie  je§me  ^anb;  altb.  auc^  alg  Sqw.  diu  zesawa,  zeswe,  zesme  f. 
bk  redete  Jg)anb  ob.  &ixU). 

^Üex  (et)em.  aud(>  3etter  gefegt.;  oon  bun!lem  Ucfpcunge);  ein  altn 
Älogc-,  9^ott)i  ob.  ^ülf6fd)rci  bd  l)6^jlem  ©c^merj  ob.  erlittener  ©ewolt 
(3eter  fd^reien;  3eter  SOiorbio!  f.  9)lorbto),  el)em.  quc^  oon  miföf)anbclten  ^er= 
fönen  ooc  ®eri^t  er()oben  u.  batjer  in  peinlichen  ©eric^ten  bd  SScrurtf) eilung 
cineö  SKÖrberö  iiblid^,  wo  eine  baju  oerorbnete  ^crfon,  ber  3eterf(l^reier 
ob.  JBlutfc^reier  genannt,  im  Stamm  be6  @rmorbeten  über  bie  erlittene  ©etoalt 
3  et  er  fc^ceien  muffte;  baf)er  übiti).  3«tec  übet  ^emanb  ob.  etroai 
fetteten,  b.  i.  ftd)  laut  u.  fjeftig  bariibet  bef lagen;  gem.  oud^  alS  Üb* 
l)afteu  2(ugbrucf  beö  UmttiUcng  in  3fe§.  wie  3eterbing,  3eteriunge, 
3etermcibd^cn,  b.  i.  bo6t)after  Sunge,  ungejogeneS  9JiSbd^en  jc,  übet  bie 
man  3eter  [d^reien  möchte;  baö  3etergefd^rei ,  eig.  lautes  ©efd^rei  über  et« 
littene  ©ewalt,  9totl)5  u.  J&ülfSgefdf)rei;  uneig.  überl).  ein  l)eftiges,  burd^brin» 
genbeS  @e[d)rei;  bec  3etetmorb,  ein  SWorb,  über  »eld^en  3eter  gefd^rteen 
wirb;  jetern,  3n).,  gem.  f.  3«tec  fcfjreien;  über^.  laut  fdjreien,  2Sectt)üns 
fd()ungcn  au6üofen,  fludben  ic. 

Setfc^ev,  m.,  -g,  Wl.  vo.  6.,  lanbfc^.  f.  ber  SSergftn!. 

3ettd  1.  m.,  -S,  9)?.  tx).  S.  (wa^rfc^.  oon  jetten,  f.  b.,  in  ber  Seb. 
jertl)eilen,  ausbreiten),  f.  o.  w.  ber  2(uf5U3  ob.  bie  ^ette  ju  einem  ©eroebe, 
entg.  bem  ©infddlag;  bag  3ette(enbe,  bie  beiben  (änben  beö  ©ewebe«,  »o 
ber  3ettel  anfangt  u.  auff)ört;  jettcin  1.  3n).,  ben  Bettel  mad)en  b.  i.  baS 
©am  ju  einem  ©ewebe  aufjiei)en,  ge».  nur  in  bem  jgef.  anjetteln. 

3ettel  2.  m.,  -g,  CO?,  tr.  d.,  aserfl.  baö  3etteld)en,  (alt  u.  lanbfdd-  aud^: 
3ebel,  3ebbel,  e^em.  tceibl.  bie  3ettcl,  3cbet,  mittelf).  zedele;  oom 
ital.  cedola,  fpan.  cedula,  franj.  ce'dule,  o.  lat.  schedula,  SSerfl.  ßOn  scheda 
Ob.  3cida,  griec^.  p/fcF/?,  b.  i.  eig.  ©d^cit,  ^latt  ic.  ».  ayJC^ivy  fpalten),  ein 
fletneS  befd)riebencg  ob.  ju  einem  beftimmten  3»edte  ju  befd)reibenbeS  (Stii(f 
Rapier  (etwas  auf  einen  3ettel  fd^reiben;  einem  einen  3ettel  mitgeben;  »gl. 
bie  3fe^.  Seicbt*,  ®en!=,  ^rad^t^  Sljorjettcl;  Scrg».  inSbef.  f.  SKutbiettel, 
f.  b.);  c^cm.  aud^  f.  eine  größere  fc^riftlidbe  Ucfunbe;  bie  3ette(banf ,  eine 
©elbbanf,  auf  »eld^cr  ber  Umfa^  bcs  ®elbes  bucd^  3ettel  ob.  ©d^eine  (San!= 
notcn)  cermittelt  »irb;  ber  3ettelf(^rcibcr,  »er  3ettel  (j.  83.  3oU»,  ©teuer» 
jettel  IC.)  fd^reibt  u.  auSgiebt;  ber  Settetträgcl,  »er  3ettel,  bie  eine  2(rijeiöe 
ob.  2Cn!ünbigung  entfjalten  (j.  J8.  ©ddaufpieljcttel),  t)crumträ'gt. 

yiittW  ob.  jetteln  2.  3».  (alt^od^b.  zatjan,  zetjan,  mittell).  zeten,  zetten, 
«prät.  zette  u.  zatte;  urfpr.  »of)l:  jerjupfen,  (ogl.  zata,  zota,  3otte),  bann 
überl).  jertl;eilen,  ftrcuen  ic;  »gl.  ba^  altnotb.  tedja,  mijlen)  alt  u.  obetb.  1) 


2074  3eu9 

jiel.  ittcai  settf)eilcn,  aug6r«it«n,  fpr«lt«n  (j.  58.  fc^wetj.  ben  |)ml)aufen  mit 
bet  ®abel  —);  auöf!t«uen,  dnjetn  ob.  jecjiceut  fallen  (äffen  (bal)ei;  no^: 
»erjctteln,  f.  b.;  [(^»etj.  aud^:  jöttecn,  jüttern;  ^aar  jetteln,  baic. 
f.  glad^6  gum  Siöfien  auf  bem  Soben  auSjlreuen;  Äraut  jetteln,  b.  t.  ben  gct' 
fd^ntttenen  Äopf!o{)(  f^it^ittreifc  in  ein  ®efä'^  ftceuen);  2)  jieUoS  f.  jerjlteut  u. 
oeceinjelt  fommen  ob.  3ef)en;  axxä)  langfam  fd[)[enbernb  gef)en  (id^  getteltc 
bem  23orfe  ju);  franf.  auc^  »eräd^tl.  f.  äief)en,  fcf)leppen;  baS  ^äkltxaut, 
baic.  f.  (Sauertrout  (»gl.  o.  Äraut  jettcln);  bie  3ettelfuppe,  \öiwäb.  eine 
Suppe  »on  SKei)t,  reelles  in  ia&  fiebenbe  SBaJTer  gejlreut  nsirb. 

3eug,  f.  u.  m.  (baö  u.  ber  3eug,  t^citö  iia^i  lanbfd^.  ©pta^gebtaud^, 
tf)ei(§  nad^  ber  SSebeutung  unterfc^ieben),  -  eö,  SÄ.  -  e,  (ait^oÖjb.  daz  ziug, 

ziuch  u.  ge».  der  ob.  daz  gaziug,  gaziugi;  mittelf).  daz  u.  der  ziuc,  ®.  ziuges, 

u.  der  geaiuc,  daz  geziuge;  nieberb.  Sog,  f)oll.  tuig,  fd^web.  tyg;  oon  jieljen, 
öltb.  ziahan,  ziugan,  alfo  eig.  »waS  moii  mit  ob.  nad^  fid^  jiel)t,  ba§  ©efc^Ieppe, 
3uggerät()«,  ba()ct  im  2((tb.  bef.  f.  Äciege-  u.  ©c^iffegcräti)  ob.  ^SRüjtung;  mit» 
telt).  ziugen  f.  ruften,  auScüftcn;  alfo  nidjt  üertt)anbtmitgrie(^.  ifvjKOs-,  wogegen 
oud^  t)a$  ®efe|  ber  8autöc«:f4liebung  ftreitet)  1)  ©ecätf),  «^ülfömittel  ob. 
SSortidjtun^,  ettraS  ju  mtndjUn  ob.  ju  beirerfftelligen,  fowotjl  a)  als  ©am^ 
melw.  0.  a».  f.  @erät^fd)aften  überf).,  ©efd)ict  k.,  als  auc^  b)  tjon  einem 
ctn5elnen  @etdtf)e,  in  beiben  SSeb.  t^eils  fdd^l.,  tt)eit§  männl.,  bef.  in  3fe|. 
(j.  SB.  baS  3eug:  a)  iai  JCrbeitö-,  J&anbwetfSjcug,  ^ftrbe-,  SReit--,  ©ottel' 
jeug,  Sett-,  SBeipjcug,  Sifd^jcug,  ©ilberjeug  ic;  b)  ein  SBerljeug,  ÜR.  SBer!* 
jeuge;  gafirjeug,  9Ä.  ga^rjeuge;  <ig)ebejeug,  Sicip,  SÜip^  ©d^teib',  ©piel^ 
jeug  JC;  —  ber  3eug:  a)  Säg.  f.  bk  fammtli^en  Sagbgerat^fd^aften,  bef. 
bie  Sudler  (ber  finflece  3eug)u.  Slcfee  (ber  lidjte  3 eng);  ©d^iff.  baS 
fSmmtlid^e  Zau-  unb  ©egclwerf;  b)  Secgro.  eine  ^itmpe  ob.  ilber^.  aOSaffer; 
mafd^ine:  ber  3 eng,  beflimmter:  Äunjlgeug  ob.  baS  Äunftgejeug,  ba()cr: 
ben3eug  fteUen,  ftef)en  laffen  u.);  inSbef.  ber  Beug  c^cm.  f.  Ärie^^getatf), 
.^riegörüfiung,  @efd)ü^e  u.5öaffen  allei-  Tlit  (bec  gropc  u.  ber  !leine  3cug; 
bat)et  nod^  3fe§.  wie:  3cugl;auS,  3eugmei|ter7C.);  uneig.  aixöi  f.  bie  geröfietc, 
bewaffnete  S)?annfd)aft  felbft,  bai  Äne9ö{)eec,  ber  ^eereg^ug  (ber  rcifige 
3eug;  ^u^iuQ  f.  gufool!);  2)  ber  @toff,  ai\^  tretd)em  iUx>ai  bereitet  trirb: 
ber  Seng,  j.  58.  ^opicrm.  bie  gcjlampfte  SumpcnniaJTe  (bec  t)albe  3eug 
b.  t.  bie  nur  einmal  gfjlampften  Sumpen);  SDJaur.  f.  SÄörtcl;  oberb.  Säet.  f. 
Seig  (j.  95.  58utter=,  SRanbel«,  5lubel?eug  ic);  JBud^br.  bie  jum  ®uf§  oon 
©d^riften  einjuf4)melgenbe  SKetaUmaffe ;  in  engerer  S3eb.  ein  ©emebe  ob.  @e» 
wirf,  bef.  üon  leid^terer  2frt,  all  @toff  ju  Äteibungiftücfen  u.  bgl.:  ber  u. 
lanbfd^.  aud^  bal  3eug  (j.  SS.  ein  »oUener  ob.  woUeneS  3eug;  feiner, 
grober  ic,  ob.  feines,  grobes  it.  3eug;  SOBoUcn»,  ©eiben=,  Seinen^,  Saum* 
TOoUengeug;  SK.  3euge,  »on  »erfd^icbencn  2(rten);  bat)er  bal  3«U9  aud^ 
f.  ÄUibung,  Äfeibungifiucfe,  als  ©ammcto.  o.  2Jl.  (j.  58.  mein  ©ommer*, 
SDSinterjcug  u. ;  fein  9?a^tgeug  anjict)en  k.  ;  fprid^w.  gem.  einem  etwas  am 
3euge  flirten,  b.  t.  etwas  an  it)m  tabcln,  ob.  aud^  ftd^  tl)citlid()  an  i^m  »ergrei* 
fen);  3)  bal  3«ug  f.  verfertigte  'S)Cid)i,  JDtng  (oberb.  beim  3eu9  fei"  f- 
im  ©tanbe  fein;  etwas  jum  3eug  bringen  f  ju  ©tanbe  bringen);  gew.  üerod()tl. 
f.  2)inge,  ©ad)en  über^.  als  ©ammclw.  (bas  i|t  fc^led^teS  3eug;  was  foll 
t^  mit  bem  3eu3c?  bummeS,  wunberlid()es,  oerwirrtes,  albernes  3eug  maä)in, 
«ben  ic);  gem.  audd  üon  ^erfcnen,  finn».  ©efi'nbel,  SJolf  (5.  58.  lieber 


Seuge  2075 

H^eö  3eug,  ©iefegjcug,  ©robjcug  ic);  —  3  f  e  6-  i*'^^  3fugamt,  eine  Se^ötbe, 
welche  bie  2Cufftd^t  über  bie  Ärie9öa«t«itf)f(^(iftcn  t)at ;  ber  3eu(^baum,  SBeb. 
bec  SSaum  am  SQ5ebefliif)lc,  auf  »tld)cn  ber  fertige  äcug  gewidelt  »trb;  bie 
3eugbütte,  ^apierm.  bie  ^ütUf  auö  »tef^er  ber  fertige  3eug  mit  ber  gorm 
9efd)öpft  wirb;  bct  3eugfel(er,  f.  v>.  w.  2Keffingfei(er,  f.  b.;  bec  3eU9t)antel, 
^anbel  mit  gewebten  3eugen;  bec  3eugl)änt(er,  »er  mit  ^tüQtn  fjanbelt; 
bag  3cU(jl)ail§,  iibcrf).  ein  ©cbaube  jur  Jfufberoafjrung  oon  ®eratt)f^aften 
ob.  SDSerfjeugen  irgenb  einer  3£rt,  j.  S.  Sä'g.  ba§  ®ebaube,  in  metd^cm  ber 
Sagbjeug  cerwafirt  wirb;  in  ©eeftabten  ein  SSorrat()Sl)au6  für  aUt  jum  Sau 
u.  gur  2(ugrüfiung  ber  ©d^iffc  erfcrberlid^en  ©toffc  unb  ©erättjfd^aftcn;  gc». 
in  engerer  93eb.  ein  ©ebäube  jur  3Cufbctt)abrung  üon  ©efd^ü^en,  SBaffen  u. 
onbcrn  Äricgggerat{)f(%aften,  et)em.  aud):  bie  Seug^aUe;  bie  3cug()ütte, 
oberb.,  ^ütte  ob.  ©d^oppen,  worin  bie  bii  einem  Sau  befdjäfiigten  SOiaurer, 
3immerleute  K.  if)re  @erä't()[(!^aften  aufbewa()ren;  ba6  3eugiagen,  eine  3agb, 
wobei  ba^  SSilb  mit  3eug  b.  i.  Sudlern  ob.  Sieben  umflellt  wirb;  bie  3cug; 
Jammer,  .Rammer  jur  2(uf6ewal)rung  oon  ®cratf)f4)aften  ob.  5S3erfjeugen; 
ber  3fUgfa|len,  ^apicrm.  ein  Äajten,  in  weld^en  ber  i)aibe  3eug  jur  2(ufbe= 
wo^rung  mit  ber  3eugpritfc^e  eingedampft  wirb;  ba^  SeugHelt»,  ein 
Äleib  üon  leidstem  SBoUen»  ob.  SaumwoUen^,  Seinenjeuge  2C.,  j.  U.  ».  Sud^= 
llefb;  foau(%:  3cugf)ofe,  »wefte,  ^mantel  u.;  bec  3cU9fne^t,  Sag. 
2(rbeiter,  wdä)i  ben  Sagbjeug  (IcUen  u.  bcauffid^tigen;  bec  3eugmad^er, 
*tt)ebcr,  mixht,  wer  (eichte  SBoUenjeuge  oerfcrtigt,  j.  U.  o.  Sud^ma^er  :c.; 
b«c  Scugineijler,  Sag.  ber  2(uffef)er,  über  ben  Sagbjeug  u.  hk  3£ugfned^tc, 
oud^:  ber  3eugwartcr;  Ärfpr.  ber  oberflc  3(uffct)er  über  baö  ©efd^üg  u. 
ÄricgSgerä't^  (|)auöjcugmci|ler,  3(uffel)er  über  ein  3eugf)aug;  ^ilb- 
jeugmetjler,  aBefef)l6f)aber  beö  ®efd^ü^wefen§  im  gelbe);  bie  Sfugpritfd^e, 
[.  3eugfajten;  ba^  Seugrab,  Sergw.  f.  o.  w.  baö  Äunftrab;  bec  3eug? 
fc^ad^t,  ber  jum  SBei^uf  eineß  3cugeö  ob.  einer  3Baf[tr!unft  gegrabene  ^(l^a^jt; 
bec  3cugfc^micb ,  ein  ©d^mieb,  welcher  eiferne  u.  jla^tcrne  SBet!jeuge  für 
.^anbwerfer  u.  Äünjtlcr  mad^t;  bie  3cugfc^miebc ,  2Becfjtatt  eineö  3eug; 
fd^miebcS;  bec  3cugfd)neiber,  ein  ©(^neibtr,  weld^ec  ben  Sagbjeug  verfertigt 
u.  auöbelfert;  bec  3eugfc^tciber,  ©d^reiber  bei  einem  3eugamte  ob.  3eug= 
]()aufe;  bie  3cU9fleuer,  SBcrgw.  eine  2(bgabe,  welche  eine  3ed^e  für  ben  ®e« 
braud)  eines  fremben  Äunjlgejeugeö  entrichtet;  bec  3eugteic^,  S5ergw.  ein 
Zi\6),  aus  welchem  ik  Äunjlgejeuge  mit  SSafTec  üerfef)en  werben;  bec  3cU9= 
wagen,  aSagcn  jur  gortf^affung  be§  Sagbjeugö,  ob.  beS  Äriegögerätf)^ ;  bec 
3eugn)art  ob.  Seugträrter,  Äcfpr.  ein  unter  bem  3eugmeifter  flef)enber  2(uf* 
fcder  über  baö  ®tfd^ü^  u.  ÄriegSgeratt);  Sag.  f.  3cugnieifter;  bec  3eiign)eber, 
»wirf er,  f.  3eugmadöer;  —  2Cbleit.  jcugen  1.  jiet.  3w.,  ^äji^.  ein 
@c{)iff  — ,  b.  i.  mit  feinem  Beuge  (3;au=  u.  ©egelwerf)  oecfeben  (ein  breit, 
ob.  fd^mal  gejeugteS  ©c^iff,  b.  t.  ein  ®ö)if\  mit  breiten,  ob.  fdjmalen 
©egeln). 

3euge,  m.  -n,  ?9?. -n,  (oberb.  ber  3eug,  ©ejeug,  bc6  jc.  3cugen; ' 
eifern,  aud^:  bec  ©ejcug,  beö  ®ejcugeS;  mittel^,  der  ziuc,  ®.  ziuges,  der 
geziuc,  geziuge,  fowof)l  f.  3«ugnif6,  SSeweiSmittcl,  al6  f.  3cugc;  niebecb.  Süge, 
f^web.  tyg;  üom  altb.  ziuhan,  ziugaii,  jte()en,  cntwcter  mit  ^\r\[\d)t  auf  ba§ 
SBei'  ob.  .^injujie^en  jur  gerid^tlid^en  2(u6fagc  ob.  ^Beglaubigung,  ober  wa^tf^. 
in  bet  Scb.  ^ecüorjte^en,  »orbtingen,  ba^cr:  auöfagen)  1)  trec  übec  eine 


2076  jeugcn 

S^atfacf)«  ob.  bie  "Knifa^i  eines  "KnUxn  ani  eignet  ^(nfc^rtuung  ob.  ©r* 
fa{)run3  etwas  auSfagen  fann,  inöbef.  wec  eine  folc^e  buccf)  feine  ^fuSfage 
be»af)r^eitet  ob.  befrafti^t,  gew.  oon  ^erfonen  Uim  ®i\iiUöiUt  (wie 
SBütge,  Äunbe,  ®ail:c.),  boci()  aud^  »dW.  bie  Beuginn,  (er  tji  mein^euge, 
bafö  tc^  bas  @e(b  bejat)lt  f)abe;  iöf  net)meif)n  jum  3eu9en,  bofs  k.,  id^  ne^tnc 
©Ott  jum  3eugen,  b.  t.  td^  berufe  mt^  auf  ©otteö  2fUn?iJTen()ett;  einen  jum 
Seugen  anrufen;  3eugen  fteüen,  eor  ®eti(]^t;  ein  fal[(]^er  3eugc);  2)  in  »ci= 
terer  JBeb.  mv  bei  einem  SSorgange  annjefenb  ijl,  etwas  mit  anfielt  ob. 
nn{)ö'tt  (id&  »ar  3euge  i^reö  ©treiteS;  o{)ne  3eugen  mit  Semanb  fpred^en; 
ogl.  2(ugenjeuge,  Saufjeuge);  uneig.  aud^  eine  ®ac^e  alS  finnUd)eS  25enf# 
mat,  SÖefraftigungS*,  ob.  SSeweiSmittel  einer  Sijatfacfce  (5.  S.  biefer  «Ring 
fei  äeuge  «nferel  Sunbeö);  inöbef.  t)ei^en  bie  um  einen  ©reniftein  gelegten 
lleinen  Steine:  Beugen;  3fe6.  bie  äeugenauSfage,  bie  ÄuSfage  eines 
3eugen  ob.  ber  3eugen;  bec  Seugenetb,  ber  (&ib,  welken  in  3eugen  00c 
©erid^t  oblegen  muffen;  jeugenfällig,  Slfpr.  ntc^t  befugt  feine  ©a^e  bur^ 
3eugen  p  beweifen;  ber  3eU9enfüi)rcr,  Sifpr.  »er  jum  Seweife  fetner  ©ac^e 
3eugen  fteUt;  jeugenloö,  Sw.,  feine  3eugen  ^abenb,  oljne  Änioefen^eit  frcm« 
ber  f^erfonen;  bie  Seugenrode,  (f)albfr.  ber  3eugen'9iotel),  hii  SSer* 
|)anblung§fd^rift  (bai  ^rotoM)  über  bie  3cugenau«fagen;  Mi  3eugenüerl)ör, 
SSer{)ör  ber  3eugen  cor  ©erid^t;  —  jeugen  2.  jieUof.  3».  m.  l)aben,  (alt* 

l^od^b.  gaziugon,  mxtUli).  ziugen,  geziugen;  nieberb.  tügcn,  f^web.  tyga;  ba-- 
neben :  öltf)od^b.  2augjan,  mittel^,  zougen,  f.  gcugen  u.  geigen,  oltfäc^f.  tögian, 
nieberb.  tögen,  meldte  gormen  wai)t^ä).  nid()t  »on  ziuhan,  fiammcn,  fonbem 
aus  bem  got^.  at-augjan,  vor  2(ugen  fteUen,  jeigen,  cntflanben  finb),  ^enge 
fein,  ctvoai  natu)  eigener  2(nfd)auung  ob.  ^rfa{)rung  auSfagen  ob.  be» 
()aupten,  bef.  mit  J^tnftd(>t  auf  bii  2tu6fagc  einer  anbern  ^erfon  (für  ob. 
wiber  3emonb  ob.  etwüö  geugen);  inSbef.  bie  9Saf)ti)eit  einer  3;()atfad)e 
ob.  ^(uSfage  bejltatigen  ob.  befcaftigen  (oberb.  u.  bii^t.  aud^  mit  bem  ^at. 
einem  — ,  f.  ü.  w.  für  if)n  jeugen);  uneig.  oud^  oon  ©adfecn:  ein  Wlidmal 
ob.  SSenjeiS  üon  bec  3BitfIici)fdt  ob.  50Ba()r{)eit  einer  ©adlje  fein  (für  ob. 
gew.  oon  etwas  jcugen,  j.  35.  feine  Seiftungen  jeugen  »on  großen  ga^igfciten; 
biefe  J&anblung  jeugt  üon  feiner  Uneigennüfeigidt);  baS  äcugnifö,  -eS,  9}i.  -e, 
bie  förmliche  2fuSfa9e  über  bie  SBitflid^feit  eineö  SSorgangeS  ob.  bie 
9Babri)eit  ber  '^fuöfage  eines  2(nbern  (ein  3cugnifs  für  ob.  wiber  Scmanb 
ablegen;  fid()  auf  SemanbS  3eugnifs  berufen;  ein  falf^es  3eugnifs);  bie  münb- 
(id^e  ob.  fd)riftltc()e  2(uSfa9e  über  ben  3u|l«nb,  bie  S3erl)altniffe,  bie  jittlid)e 
^(uffübrung  k.  einer  ^ecfon  (ein  3eugnif6  ber  2)ürftig!ett,  beS  SQJol)loer{)al* 
tenö,  beS  gleifeS;  einem  ein  gutes,  ob.  fc^led^teS  3eugnifs  geben,  etti)tiUn); 
tnSbef.  baS  fc^riftlid^e  Urt()eil  über  bas  ffler^alten,  ben  glei^  u.  bie  .Renntniffe 
eines  ©c^ulers  ob.  ©tubenten  :c.  (einem  tin  3eugnifS  auSjleUen;  ein  ©itten« 
jcugnifs,  JtbgangSjcugnifs  ic);  bie  3cugfc&(lft)  bie  ßigenfd)aft  ob.  baS 
SSer()altnifS  einer  jeugenben  ^erfon;  lanbfd^.  audb  f.  baS  3eugnifS. 

geugen  3.  jiel.  3w.  {mitkli).  ziugen;  wa^rfd^.  2(bleitung  »on  «iuc,  3eug; 
baber  urfpr.  rüflen,  auörüfien;  ju  ©tanbe  bringen,  l)eroorbringen ;  bie  ie^ige 
{)od()b.  SBeb.  ijl  Weber  im  2(ltb.,  no^  im  Ijeutigen  Dberb.  üblid^;  baS  nieberb. 
tagen  t)eipt  nid^t  blofj  erjeugen,  fonbem  au^  anfdöaffen,  faufen;  —  bie 
unmittelbare  2tbleitung  »on  ziuhan,  jieben,  in  ber  S3eb.  ]()erDorjief)en,  ^eroor- 
bringen,  ifl  mithin  ju  »erwerfen  u.  bk  aud^  burd^  baS  Sautoer^ciUnifS  wiber« 


3ibbe  —  gitf  2071 

Ugte  SSccwanbtf^aft  mit  Um  Qxkä).  lixuv,  jUthv  nur  fddembar;  mct!roüc* 
big  aber,  bafs  aud^  im  ®ne^.  bie  Segtiffe  jcugen  2.  u.  3.  fidd  in  ben 
SBörtern  riy.eiv,  lixucq^  lexurinto)'  IC.  ju  becil()rcn  fc^einen,  u.  baö  lat.  testis 
fowot)!  3eu9c,  ais  icugungötVii  (-^Jobe)  bebeutet)  bucd)  fleifcfjlidie  Söermis 
fdjung  ob.  SSe^attung  ein  ©efc^öpf  feiner  2frt  f)ecüorbnngen,  gen?,  nut 
»on  SÄenfd^en,  u.  jwac  fowot)!  oon  bem  3ufammentt)iifeii  beibec  ®e[c^led^» 
ter  (j.  35.  fie  Ijaben  in  bcr  (5f)c  brei  Äihbcc  gcjcugt;  bie  Beugen  ben,  b.  t. 
t>it  2fltern),  als  inßbef.  oon  bem  SfJlanne,  bagegen:  empfangen  u.  gcbä= 
reu  öon  bem  SBeibe,  (et  i)at  mit  feinte  grau  einen  ©o()n  gejeugt);  obetb. 
ouc^:  burct)3ucl)t  ob.  2(nbau  f)er\)orbnngen  ob.  ucrttlelfälti^en,  gero.5ief)en, 
bauen,  (ffiögel  — ;  Säume,  SBeinroac^ö,  ©etreibc  ic.  — );  tn  weiterer  SScb. 
uber().  f.  {)crPorbrtn9en,  bie  mirfenbe  Urfad)«  üon  etroaö  fein,  ge».  erjeugen 
(bie  ®rbe  jeugt  &mäd)U  ic;  Überftufe  jcugct  ©tolj,  ©tolj  geuget  Übermutf)); 
—  ber  3eugcfaU,  ©prad^l.  bcr  iWiiU  (aufbiegrage  »effen?  jlefienbe) 
2Sert)ältnii'6faU  ber  .i^aupt»,  Seimötter  ?c.  (f^le^tc  ffierbeutfd^ung  beö  lat.  @e« 
nitiDuß);  bie  Scugcfraft,  jtugcnbe  Äraft;  bie  Seugemutter,  jeugenbe,  ^tvoot^ 
bringenbe,  fruchtbare  SDiutter,  bef.  uneig.  (j.  SS.  bie  9iatur,  bie  grof  e  3eugemut' 
ter  ber  Singe);  —  ber  Beuger,  bie  Beugerinn,  bid^t.  f.  SSnter  u.  Wlutuv, 
gew.  Srjeuger  2C. ;  bie  Beugung,  bai  3«ugen,  v^erüorbringen ;  aud^  etwa« 
^rjevgteö,  ^erüorgebradjte^,  inöbef.  f.  5^acf)fommcnfd)aft,  (5}efd)(edit  (501. 
Beugungen);  bcii  Beugungöglieb ,  ber  3eugungätt)eil,  gero.  CD?,  bie  3eu= 
gun9§tf)eile,  bie  gur  gortpflanjung  ber  ©attung  bienenben  Äörpertf)cile,  @e= 
f(^le(^t§tf)eile. 

Bibbc,  tt).,  5W.  -n,  branbenb.  f.  SD?utterfd)of;  bag  Bibbenlamm  f. 
fOiuttcrlamm. 

Bibebe  ob.  Qibtbt,  W.,  9)?.  -n,  (ouc^  6ubcbe;  itat.  zibibbo,  »el^ieS 
».  arab.  al-cibib  flammen  foU)  obetb.  f.  9iofine,  inöbef.  9ro^eÄod);9iofinen; 
aud^  eine  Sraubengattung  mit  großen,  länglid^en,  eid^elä^nlidtien  SSeeren: 
3tbebentrauben. 

Bibctl^,  m.,  -g,  0.  SOi.,  (com  arab.  zebed,  ©d^aum;  ital.  zibetto,  franj. 
civette)  ein  tueif  [id)ec,  flar!  u.  woi)l  tiedjenber  fettiger  <Stoff,  üon  einem 
im  [üblichen  2(fien  u.  nörblid&en  2(friEa  cin()eimif4)en  fa^enaf)nlic^en  ©tinf« 
tl)tere,  genannt:  bie  Bibetl)fa^e  ob.  bog  Bibet^tt)ier,  »el^cs  biefen  ^üU 
jlojf  in  jwei  ©odfen  jroifdijen  ben  Jg)intcrfü^en  trägt;  bie  ^ibttl)xatk  ob. 
s  mau§ ,  eine  "Ktt  statten  in  S^orbamerifa  mit  gettbrüfen  am  2Cfter,  bie  mit 
einer  ftarf  nad^  SSifam  tiet^enben  ölic()ten  geud^tigJeit  angefüllt  finb,  auü): 
f8\\am'  ob.  Sf}Jofd^uöratte. 

Bid^orie  ob.  Sid^orie,  w.,  SS??,  -n,  (o.  lat.  Cichorium,  gried^.  xt/ooci, 
xtx^ÖQt],  y.iyüqiov;  franj.  chicor^e;  engl,  succory)  bie  50Begen)arte  ob.  2öeg* 
wart  (f.  b.j,  ingbef.  i)\t  oerebeltc  2(bart  biefer  ^flanje :  bie  5a()me  ob.  grof e 
5GBegtrart,  ©arten  =  3id)orie  (Cichorium  sativum  L.),  unb  beren  SBurjel, 
»eld^e  bef.  alö  ©rfafemittel  beö  Äaffee§  gebraud^t  wirb;  bai^er:  ber  Bid^orieri' 
Kaffee:  bie  Bii^orienbarrc,  -xm^Uiz. 

Bic^t,  w.,  SO?,  -en,  (altb.  ziht;  »on  geilen,  f.  b.)  alt  u.  obetb.  f.  2(nflage, 
S5efd)ulbigung ;  ©ergef)en,  ©erbredjen;  (in  großer  ^xii^i  fein;  einer  3ic§t 
öiifd^ulbig  fein  tc;  baljer:  ffiejid^t,  bejid^tigen,  Snji^t,  f.  b.). 

jicf,  Sw.,  Ux  Bicf,  f.  unter  aicten. 


20T8  me  ~  Siefer 

3irfe,  W.,  ^.  -n,  (alt()0(!^b.  ziki,  zikki,  mittel^,  zicke)  (anbfdö.  f.  3i«3c, 
bef.  eine  junge  ^iege,  üer!(.  bag  3tcf(ein,  3icfel,  *-g,  9J?.  tr.  6.  (mebevb. 
3tc!elEe);  bai)ix:  baS  3icfe(feU,  3tcfelfleifc^  2C. ;  jicfe(n  1.  jteUof.  3».  m. 
t)oben,  lanbf(^.  »on  bcn  äiegen  f.  Sunge  werfen. 

5i(fen,  gtel.  u.  jicUof.  3>f.)  (=  tiefen,  f.  b.;  in  etm'gen  Seb.  f^eint 
CS  iebod^  SScrjlatfungöfocm  oon  jte^en  ju  fein;  vgl.  jecten,  jurfen,  jüifcn) 
1)  niebetb.  f.  ()Q(fen,  in  f(eine  ©pä'ne  ()auen;  2)  oberb.  cig.  mit  fc{)neü:em, 
lurjem  ©top  becuf)cen  (anjitfen);  uneig.  an  ob.  auf  etroag  — ,  f. 
ml)e  baran  fjopen  ob.  öcenjen ,  ftd)  anno()etn  (j.  S.  feine  Ätan!()cit  jidt 
onö  gaulfieber;  feine  ergat)tung  jirft,  naml.  önS  Unwai)«;  bei  it)m  jicJt'ö, 
b.  i.  et  :^at  unmetftic^e  2£nfäUe  oon  ?)lavt^dt,  ÄTan!f)eit  u.  bgl.);  fc^weij.  f. 
auf  etwaä  beuten,  anfpiclen;  ftd>  ju  einet  übetbecufenen  ^aiUi  neigen;  ge». 
üon  ©etrcinfen :  einen  frembartigen,  fcf)(er{)aften  SSeigefc^mad  ()aben,  bef. 
in  golge  bcö  2Cbft£t)enS  ob.  beginnenden  Umfii^tagenö  ins  ©aurc,  f.  ».  w.  einen 
@ttd)  t)ahm  (ber  SBein  iidt  auf  effig;  ba^  Sier  ^ittt)',  jidenb  ob.  jidP 
(gew.  onjicf,  anjidfig),  33».,  anfangenb  in§  ©aure  um5ufd)la9en,  fe\)f 
Utl)aft  faueriid);  bec  3i(f ,  -eS,  (mitteli).  zic)  »it.  f.  ©djlag,  @top,  Bug, 
fc^weis-  f.  fvembattiger,  fef)lerl)after  SSeigefdjmadE;  —  ^täeln  2.  jieUof. 
3».,  bair.  f.  im  ©piel  fleine  an  SSetcug  gtenjenbe  Äunflgriffe  ob.  SSovt^eile 
nnroenben. 

5icf jadf,  9ltü.  (buc^  ablautenbe  ©ilbcnwieberi^olung  gcbitbet  »cn  3atf, 
3acf  en,  f.  b.,  »gl.  SKift^mafc^,  SBiwwacr  zc.)  gem.,  jadenformig  in  fpi^en 
SBinfeln  {)in  unb  (jec  (aufenb  ob.  ftd)  etjIcecFenb  (ber  Sli^  fäf)rt  ji(Sja(f 
l^erab;  ein  jidsacJ  laufenber  SBeg  u.  bgl.);  ber  31(^5^1(1,  -e6,  50?.  -e,  eine 
jadenformige,  au§  «3ed)fergn)eife  ein^  unb  au^fpringenben  5öinf"eln  befle? 
l;enbe  ßinie  (bie  ßaufgräbcn  rcerbcn  im  3ic!iacJ  gcfül)rt;  im  3tctja(J  fegetn, 
ft.  laoicen);  bie  3i<f5rtc!battct,  bie  3i<f5a(fmufcÖel,  »erfc^icbcne  ©d^nccfen» 
orten  mit  jacEigec  3eic^nung;  ber  3i^5«rffpinner,  eine  7in  SRa^tfaltec;  ber 
3icP jarfweg,  ein  im  3tiJiatf  laufenber  SSeg ;  jid ja(f  ig,  58».,  einen  3idjacf 
tilbenb. 

3ibcr  ob.  6ibet,  m.,  -S,  O.  SOT.  (franj.  cidre,  engl,  eider;  0.  lat.  sicera, 
ttiittl.  lat.  cisara,  gried^.  alxsQtt^  i\n  beraufc^enbeS  ©etranf,  ».  \)ibt.  schekar, 
arab.  seker,  jebes  beraufci^enbe  ©etrcin!),  ^bfin?ein,  bef.  'Üpfeltvein ;  ber 
Sibereffig,  Dbflcffig. 

Biedre, , IV).,  CO?. -n,  (altb.  ziecha,  zieche;  oberb.  bie3iecö;  von  2ie{)en) 
lanbfd^.  f.  Überjug  über  ein  SSett,  Äiffen  2C.,  nieberb.  S3ül)re  (eine  Sett», 
.KijTenjied^e  ic.);  el)em.  aud^  ein  weiter  ©a(f  j.  SS.  ju  J^opfen. 

3iefcr,  f.,  -g,  ^.  w.  (5.  (bem  2(ltb.  fremb;  im  'Sli\x\)oijb.  nur  gebr.  in: 
©est  efcr,  Ungejiefer,  f.  b.;  »on  bunllem  Ur[prunge ;  »ieUcid&t  »erw.  mit 
bem  oberb.  gifen,  jifeln,  fränl.  f.  im  SOBa(!^Stl)um  jurüctblcibcn,  [d&K)ei§. 
jiefen  f.  ftd^  plagen,  fic^  mit  50lüf)e  burd^bringen;  alfo  urfpr.  überl).  »flcineS, 
unanfel)nlici^cö  @etl)iec«  ?  —  ogl.  iebod^  aud^  baS  altere  nicbcrb.  3  3» er, 
3eüet  f.  Ääfcr)  1)  oberb.  (baS  3ifer,  ©ejifer)  f.  geberuief)  (»gl.  li^ 
gib!  jibe,  jibel  ic.  als  SoiSruf  für  J^auSgeflügcl;  giep,  nicbcrb.  Cocfruf 
für  Sntcn;  baS  3tbel,  oberb.  f.  ein  gabmeö  ©tüdE  gcberoicl;);  uncig.  fd^crjb- 
f.  Scauenjimmer  (grauenjifcr),  muntere  Dirne;  2)  9icuw.  f.  ba5  fr. 
3nfect,  auc^:  Äerbt()ier  (f.  b.);  baf)er  bie  3fc6.  bie  Bicfcrbefd^rcibung, 
'funbc,  «leljre  K.  (fr.  ©ntomograp^ie,  Entomologie  ?c.). 


Siege  —  Siegel  2079 

Siege )  W.,  ?JZ.  -n,  (altb.  ziga,  zige,  »on  bec  Zi}ittQ<xttmi  übet^.,  insbef. 
f.  iungec  SBoct;  m'cberb.  ^egc;  »gl-  b.  itaU  zeba;  angelf.  ticcen,  bec  SSoct, 
fd^web.  tacka,  ticka,  ba§  ©c^af),  1)  cine  befannte  ©attung  ge^ömtei  wi«bec» 
Muenbcu  ©augetfjiere  mit  langem  [(^It^tem  Jgaat  u.  einem  JBacte,  inSbef. 
bie  gemeine,  5af)me  ob.  v^au^jiege;  a(6  ©attungSnamcn  füc  beibe  ©efd^led)» 
tct  gew.  nuc  in  bec  9Ke()c().  (3iegcn  f)alten;  eine  J&cetbe  Riegen),  ba  bie  6in^. 
bie  ^xtQt  inöbcf.  ba^  tt)eiblid)c  3;f)iec  bcjei^inet,  oberb.  gew.  bie  @eif 
genannt,  baS  männliche  Silier  abec  bec  Sod  ob.  bcjtimmtec  ^icgenbod 
f)ei^t5  anbece  2(cten  finb:  ik  angocifc^e  ob.  Äameljiege;  bie  fi) eifere, 
inbifcfee  ob.  S0lambec=3teg  e  :c.;  2)  ein  jum  Äarpfengefd&led^t  get)ö* 
rcnbec  gifd),  ber  5}?efferftfd)  ob.  •Diinnbaud);  auc^  f.  bie^ilfc  ob.  2((ofe;  — 
3fe6.  bet  Siegenbacf,  1)  eig.  bec  Sact  einer  3icge,  ob.  ein  bemfclben  af)n- 
lid^ec  aSart;  2)  uneig.  üecfc^iebene  ^ftanjen:  bec  ÄoraUenfd^roamra ,  aud^ 
GJeif',  Sodßbact;  bec  eigelbe  Stattecfc^wamm  ob.  ^fiffecling  (agaricus  canta- 
rellus  L.) ;  bie  SBicfenwinbblume :  fleinec  3iegenbact;  bie  ätegenbart* 
cic^e ,  cauf)e  ob.  jlad^lige  ©i^e  im  [iibl.  @ucopa  (quercus  aigylops  L.) ;  ba§ 
Sicgenbaumc^cn,  ein  auSldnb.  ©eiüadjö,  beffcn  2aub  bie  3iegen  gern  freJTcn; 
idi  Siegenbein,  lanbf^.  uncig.  f.  bie  Äocnblumc  (ceutaarea  cyanus  L.);  bec 
SiegenbodE,  f.  o.;  bie  Bicgenbille,  ber  geftedte  ©c^ierling;  ba^  äiegenfell, 
sfleifc^,  gelt,  gleif^l  »on  einer  3iege;  bec  3iegcnfup,  1)  eig.  bec  gu^  einet 
3tege;  2)  uneig.  baö  gefpaltene  Snbc  eincc  Srcdjflange,  u.  bie  S5re(^(lange 
[elbjl;  »erfd^iebene  ^flan^en:  eine  'iitt  ojtinb.  SBinbe  (convolvalus  pes  caprae 
L.);  eine  2irt  bcs  ©auerfleeS  (oxalis  pes  caprae  L.);  jiegenf u^ig,  S3ro,, 
3iegcnfüfe  ^abenb;  bec  3iegcnfüp(er,  ein  ©efc^öpf  mit  3iegcnfüfen;  bai 
Siegen^aar,  ^aac  oon  3iegen;  3iegenl)ären ,  SSro.,  oug  3{egenf)aocen  ge» 
mo^t;  jiegenljaang ,  S».,  3iegen^aare  f)a&cnb;  bei-  Siegenljirt,  »ec  eine 
3tegent)eetbe  t)iitet;  bec  3iegcnfä'fe,  ou6  3iegcnmilc^  bereiteter  Äafe;  bie 
Siegenflappe,  lanbft^.  f.  giebec»  ob.  Sittec!lee;  bec  3iegenf(ee  f.  ©eifblatt; 
ba^  Siegenf  taut,  f.  ik  ©eipcaute;  tai  3tegenlamm,  ba^  Sunge  einec 
3iege;  bec  3iegen(auc^,  f.  ».  w.  bie  gelbe  SSogelmil^)  (f.  b.);  bag  Siegen? 
Icber,  ßeber  »on  3iegenfeaen;  bec  3iegenmelfer,  1)  eig.  »ec  ik  3iegen 
nulJt;  2)  uneig.  ein  ®ef(:|led)t  [(^tx)atbenä'f)nlic()ec  SSogel,  con  weldjen  man 
fabelt,  ba[ö  fie  ben  3tegen  bei  ^aä)t  t>k  SKild^  au§[augen,  au^:  3iegen' 
[augec;  inöbef.  bec  eucopaif(!^e  3iegenmclEcc,  oud^:  9lac^tfd^»albe,  ^aiÜiU 
rabe,  Sogfc^lafec  ic;  bie  3iegenmt(d),  ^iid)  t>on  bcc3tcge5  t>ec  3iegcn* 
oc^ä,  afiatifd^ec  ®cunj=  ob.  SBcummo^S;  jicgenfpecfig,  Sn?.,  Secg».  ein 
jiegenfpecEigec  ®ang,  b.  t.  ein  ©ang  »on  weipem  Sluarj,  woran  fQoU 
fcam  liegt;  bec  3iegen(iall,  ©tall  fuc  3icgen;  bec  Siegenjlcin,  eine  au« 
fcfl  ju^ammcngeballten  ^aacen  be|le^enbe  t)acte  SOtaffe  im  SJiagen  man^ec 
3tcgcnarten  (fr.  SSejoar);  bec  Sicgentot»,  blauer  ©turm{)ut  (f.  b.). 

Siegel,  m.,  -6,  5)?.  \v.  (5.,  lanbfc^.  auc^  bie  ^k^il,  Wl.  -n,  (altf)0(j&b. 

der  ziagal,  ziegal,  ziegel,  zigel;   mittell).  ziegel,   m.,   u.  zigel,  ».;   oberb.   bet 

3iegel  u.  lanbft]^.  aud^:  bie  3egel;  nieberb.  Segel,  Zcki;  angelf.  tigel,  engl, 
tile;  altnorb.  tigl,  fd()web.  tegel;  itol.  tegolo,  franj.  tuile;  fämmtlidd  com 
lat.  tegula,  oon  tegere,  beden)  ein  auS  2!f)an  geformter  u.  im  ^iuix  Qi- 
tranntec  fladjec  (Stein  jum  £)acl^be(f  en,  aud) :  25ad)jiegel,  :35ad)ftein,  »on 
»ecfd^iebencn  gocmen  u.  2(ttcn,  olä:  glad^-,  JQo^U,  gicjien-,  Äe^lgiegel  2c., 
f.  b.j  in  weitetet  »eb.  iebec  m^  (li)Qn  geformte  u.  an  bec  ßuft  getrocfnete 


2080  Stegenbart  —  Sieger 

ob.  im  S^uer  gebrannte  ©tcin  jum  S3aucn  ic,  genauer:  ein  3i«ä«tfiein, 
SSatfjlein,  (Siegel  ma^en,  jlcci^en,  brennen;  ungebrannte  ob.  Suftjiegel);  — 
3fc|.  bec  3iegelbrmner ,  wer  Sieget  ob.  Sadjleine  brennt  u.  übert).  »er; 
fertigt;  bie  Siegelbrennerei,  bas  äiegelbrennen,  u.  ber  Ort,  bie  2(nflalt,  wo 
Siegeljieine  geformt  u.  gebrannt  »erben,  auc^:  iie  3iegelf)ütte,  oberb.  ber 
3iegeljlobel,  \>k  3iege(ftatt;  baS  äiegelbac^,  ein  mit  Siegeln  ge= 
bedteö  ^aä);  bec  Siegelbeifcr,  ein  Sad)be(fer,  reeller  mit  Siegeln  ^idt-, 
bie  äiegelerbe,  ju  Siegeln  geeignete  3;t)oncrbe;  ta^  Siegekrj,  eine  2(rt 
jiegelrot^er  Äupferer^e ;  bie  Stegelfarbe,  bie  gelb=  ob.  braunrot^e  garbe  bet 
gebrannten  Siegel;  jicgelfarbcn  ob.  ^ farbig,  SB».,  bk  Siegelfarbe  ^abenb, 
aud^:  jiegelrotl);  bie  äiegelform,  bie  böljerne  gorm,  in  »elc&cr  bcrS^on 
ju  Siegeln  geformt  wirb;  ber  Btegel^änfling,  lanbfd^.  f.  S5lut()aRfling  ob. 
gla^sfinf;  baS  3iegell)er§,  eine  litt  .i^cr^mufd^eln  mit  t)ol)liiegelcif)nlid)en 
©puppen  auf  bem  5Ru(Sen:  bie  äiegeUjütte,  ein  ©ebaube,  in  »eifern  bie 
Siegel  geformt  u.  oor  bem  SSrcnnen  jum  Srotfnen  aufgejtellt  »erben,  auc^ : 
Sieg  elf  ^eune;  in  »eiterer  SSeb.  f.  Siegelbrennerei;  bie  äiegeUatte,  Satten 
ju  Sieselba^iern;  bec  3iegenel)m,  t^onartiger  8el)m,  Siegelerbe;  bai  3ie= 
gelmel)!,  ju  ©taub  jermalmte  ob.  jerriebene  Siegel;  bec  3iegelmeif!er,  alt 
u.  oberb.  f.  Siegelbrcnner;  bec  Siegeiofen,  ber  Ofen,  in  »el^em  ik  Siegel 
gebrannt  »erben;  aüä)  übert).  f.  Siegelbrennerei;  i>a^  3iegelol,  ein  au§  ge» 
9lüt)etem  u.  mit  Öl  abgelöfd^tem  Siegelmet)l  abge^ogeneö  Öl;  jiegelrott),  SS»., 
f.  jiegelfarben,  (jiegelrotljcr  SJBein,  eine  2Crt  SBeinjlöde  mit  Srauben 
tjon  biefer  garbe);  bec  3iegelrü(fen,  eine  lixt  ©eeraupen  mit  ba^iiegclat)n; 
Udi  ober  einanber  liegenben  ®<i^uppen;  bie  3iegelfd^eune,  f.  Sicgell)ütte;  bie 
3iegelfd>id^t,  Serg».  eine  geringt)altige,  l)auftg  mit  ©rbe  »ermengte  ©c^i^lt 
©tein!ol)len ;  bec  3iegelfc^läger,  ein  2(rbetter  in  ben  Siegelptten,  »eld^er 
ite  Sicgelerbe  !lein  fc^lagt;  bec  3iegelfd)0ppcn ,  f.  ».  ».  bie  Siegelf^eune 
ob.  »glitte;  bec  3iegelfparren,  ftarfe  ©parren  gu  Siegclbad^ern;  bec  3iegel» 
jlcin,  f.  0.  Siegel;  bec  Siegelfireid^er ,  ein  2(rbeiter,  »elc^er  bie  Siegel 
flteid^t,  b.  i.  bk  S^onerbe  in  bie  Siegelform  briidt  unb  mit  bem  ©treid^ljolje 
glatt  flrei(!^t;  bec  3iegeltorf,  gelber  Sorf;  ba6  3icgehüer!,  ein  oon  Siegeln 
oufgefü^rteS  a5au»er!;  J^iitten».  f.  unreiner  gepod^tcr  S»itter;  —  2lbleit. 
giegeln,  jiellof.  S».  (nieberb.  tegeln),  »lt.  f.  Biegel  mad^en;  bec  3iegler, 
-I,  f.  Biegelbcennec;  bie3iege(ei,  9J?.  -en,  oberb.  au(i)  Siegler  ei,  f.  ».  w. 
^iegelbcennecei,  3ie9elf)ütte. 

3iegenbart  ac.  —  3tegentob,  f.  unter  Siege. 

3ieger  ob.  r.  Bigec,  -g,  o.  SW.  (altb.  ziger)  1)  oberb.  u.  bef.  fd)»eij.  bec 
fejle  9'iieberfd[)la3  bec  bucd)  eine  (Saure  jum  ©ecinnen  g«bcad)ten  Wüö:), 
oberb.  auc^  Sopfen,  »erfd^.  oon  ben  flüffigen  50iolfen  ob.  ©(Rotten;  f^»eig. 
inSbef.  bec  fafige  9'^iebecfd)lag,  n?elcf)ec  nad)  SSeceitung  beS  ÄäfeS  m^  bec 
©icte  (f.  b.)  b.  i.  ben  jum  j»eitenmal  jum  ®erinnen  gebrauten  5Dlcl!en  ge* 
tDonnen  ivicb,  unb  bec  mi  biefem  9Jiirfjltanbe  beceitete  mngece  Äafe :  3i«« 
gec  ob.  3iegecfafe  (©d^abgieger,  grünet  Sieger,  burd^  SKifc^ung  mit 
©teinflee  bereitet,  wtl6)ti  ®e»äd^S  boljer  aüdj  Sieger»  ob.  ©(i^abjieget» 
Iraut  genannt  »irb);  2)  lanbf^.  f.  bie  üecl)d'ctete  geudjtigfeit  im  2(uge, 
2(ugenbuttec;  baljcr:  baS  Sieger  äuge  f.  cinnenbeä  2(ugc,  Triefauge;  3) 
f(%»eis.  f.  fel)lec{)afte  Sluacjabecn  im  ©djiefec;  auä)  f.  SD^Jonbrnild)  (SSetg* 
8i«9«0« 


jie!)cn  2081 

jie()en  ob.  jgcj.  jief)n,  3w-  ablaut.  id)  jief)«,  bu  jKf)efl  (ät«f)fl),  et  jief)et 
(ji«l)t;  obetb.  u.  bic^t.  bu  jeu^ft,  et  jeudjt);  Smper.  jic^e  ob.  jief) 
(oberb.  u.  bic^t.  jcuc^);  Smpf.  503,  6onj.  jc^«;  «Kit).  Qcjcgen,  (altt)o^b. 

ziuhan  u.  gaziuhan,  ziohan,  ziahan,  ^rat".  zoh,  zog,  zoch,  wir  zugiin ;  5!}In). 
zogaD,  gizogan;  mittell).  ziehen  u.  geziehen,  ^raf.  ziuhe,  ^rät.  zöch,  zugen, 
gjJtO.  zogen,  gezogen ;  gotf).  tiuhan,  alt\äi)\.  tiohan,  niebtvb.  te^en,  tecn,  ^cät. 
toog,  SK».  tagen;  ongetf.  teogan,  teon,  engt,  tow  u.  tug;  netb.  toga;  — 
2B.  zuh  ob.  zug,  gott).  tuh  =  lat.  diic-ere,  füf)ren,  fanöfc.  duh,  mclfen; 
©runbbcb.  in  einer  Cdngcntici^tung  fortgelien  ob.  fortbewegen)  1.  gieUoS  1)  m. 
[ein,  (angfam  \iä)  fortbeiregen  ob.  fortgetiicben  treiben  (bie  83Jol!en  §{ef)en 
nad^2Cbcnö;  berSRauc^  iki)t  in«  SI)al),  fctf. üon  SCWenf^en:  ficf)  nad)  einem 
£)rte  t)in  bewegen,  9ef)en,  reifen  zc.  (in  ben  Äricg  jicf)en;  ber  Jtrfermann  iiii)t 
gu  gelbe  ob.  ins  gelb;  bie  Saget  jieljen  ju  .i^olje;  feine  ©träfe,  feinen  5ffieg 
ob.  feincö  SBegeS  jiel)en;  ei)em.  uneig.  gu  einer  ©ad^e  gief)en  f.  barauf  jielen 
ob.  loöget)en,  mitteli).  ze  tdde  ziehen  f.  im  ©terben  liegen);  gewj.  Bon  einer 
©c^aat  ob.  55?enge  lebenber  ®ef(^öpfe^  ficf)  im  ßuge  fortbeiregen  (baö 
4)eer  jog  bur(^  baä  Canb,  inS  gelb;  bie  SJlannfc^aft  jief)t  auf  bie  SBaci^e;  bie 
Söget  jief)en,  finno.  ftreid)en,  »gl.  3ugooge0;  in  bejiimmterer  JBeb.  feinen 
2Cufent()altg;  cb.  9Sof)nort  üerlafjen  u.  mit  einem  anbern  tjertaufc^en  (au« 
einem,  ^aufe  in  ein  anbereä  jiefjen;  er  ik^t  aufS  8anb;  »ir  finb  tom  Sanbc 
in  bie  ©tabt  gejogen;  »gl.  auö?,  eingießen);  inSbef.  »on  25ien{tboten: 
ben  bi^^ecigen  2)ienfl  Dcrlajfen  unb  in  einen  anbern  iibergefjen  (mein 
SBebicnter,  mein  J^au6mab(^cn  2tef)t,  ijl  t>on  mit  gejogen);  2)  m.  t)aben, 
tfjatig  fein  ob.  feine  .Kraft  anjliengcn,  tnbem  man  ctwa^  jtcljt  (f.  u.  2. 
j.  S5.  baS  ^ferb,  bcr  Dd^S  u.  giebt  gut;  bie  ^ferbe  t)aben  an  bcm  fdjweren 
SßSagcn  ju  jie^en;  an  einem  ©eile,  am  Sod^e,  am  JRuber  jie^en;  oberb.  aui) 
blof  jieljcn,  f.  mit  bem  SRubct  atbeitcn,  rubern;  uneig.  mit  Semanb  an 
einem  ©trange  jieben,  b.  i.  ju  einem  3wecJe  mit  if}m  jufammenreirfen); 
burd)  eine  jief)enbe  Setvegung  ob.  .Kraft  einen  (Sinbtucf  auf  ba6  @efüf)t 
madjen,  al6  ein  ^iii)en  empfunben  werben  (bie  2uft  jiel)t,  ob.  ge».  unp. 
e§  Stet)  t  I)ier,  in  ber  ©tubc  ic,  b.  t.  eö  ifl  ein  fühlbarer  ßuftjug,  f.  b.  u.  cgi. 
3ugluft;  baö  SBlafenpflafter  giel)t,  t)at  gejogen,  aüö)  jiel.  cö  jie:^t  SSlafen,  b.  t. 
c6  bringt  jic^cnb  SBlafen  l)cioor;  ba^  ©c^wert,  ba^  SKeJTer  :c.  ii(i)t  gut,  b,  i. 
CS  fd^neibet  fd^atf  u.  tief  ein);  e^em.  auc^  f.  wiegen,  ein  gewiffeS  ®i«)i<S)t 
t)aben  (j.  85.  über  25  ^funb  jiefien),  u.  uneig.  f.  angemeffen  fein,  paffen,  fic^ 
jiemen  (mittclf).  ez  ziuliet  mir  ob.  au  mich,  b.  i.  etg.  es  ijt  mir  gugetrogcn, 
gemaf,  pafft  für  miä));  —  2.  jict.  1)  cig.  ob.  in  ftnnlid^er  Seb.  a)  itvoai 
fort;,  von  bet  ©teile  fdiaffen  ob.  überl).  in  S5en?egung  fe^en,  inbem  man 
e6  burd)  anf)altenbe  gleid)mäpi3e  Äraftanjlrcngung  nad)  ob.  ju  fid)  t)in 
bewegt,  oerfc^.  »on  rei|5en,  i>.  i.  fdjneU  u.  heftig  jie^en,  u.  »on  fd^iiebcn, 
b.  i.  in  abftof  cnber,  alfo  bcm  3iel)en  entgegcngefe|ter  SRic^tung  fortbewegen, 
(bie  ^ferbe  jieljcn  ben  S35agen,  ben  ^flug  ic;  ein  ©d^iff  flromauf  jie^en;  einen 
Äaf)n  ans  Ufer  — ;  SBatfcr  aus  bcm  SBrunnen  — ;  einen  an  ob.  id  ben  JQaa* 
rcn  iie{)cn;  einen  ob.  etwas  an  fid^  jiel)en;  einen  9laget  auS  ber  SBanb  — ; 
glad^S  burd^  bk  ^cc^el  — ;  ik  ©lode  jiei)en;  ben  25egen  jie^en,  b.  i.  auS 
bcr  ©d^eibc  jiel)cn,  gem.  aud)  o{)ne  3ielw.  tjom  Seber  jicl)en  ob.  blof :  jiel)en); 
ouc^  »on  ben  ©liebmaßen  ob.  Steilen  beS  eigenen  ÄörperS  (ben  guf ,  ik  ■SQanb 
M  [läj  gießen;  ben  guf  auS  ber  ©c^linge  — ;  ik  2(4)feln  jie^en,  gew.  judten; 
^epfe'«  ^anbwörterb.  b.  beutf(%en  ©pr.  2.  Z^iiU         131 


2082  3iei)en 

ben  SKimb,  hai  ®cftd)t  j{e{)en,  »gl.  »crjtef)en;  auc^:  ein  ®t[i6jt  gießen, 
f.  0.  tt).  f^nciben);  b)  in  »eiterer  S5eb.  auf  irgenb  eine  3(ct  burd)  eine  r)on 
aupen  roirf'enbe  ^raft  itwa^  üon  ber  ©teile  beivetjen,  i)mvtQ  ne()nien, 
n?o{)tix  fd^nffen,  bringen,  führen  k.  (j.  S5.  einen  ©tein  im  SBrcttfpictc  jie^en, 
audö  &lop:  5icf)cn,  j.  SS.  bu  niuJTt  Stehen,  baö  3ic()cn  ifl  an  mir:c.;  bie 
^Pferbe  aus  bcm  ©talle  — ,  b.  i.  führen;  bcn  ^ut  gicf)en,  b.  i.  »omÄopfe  ab» 
netjmen;  ben  SSeutel  jie^en,  b.  i.  auö  ber  Saftige  nef)men;  ein  CooS  j{ei)cn,  b. 
i.  au§  bem  ©efa^e  jc.  ncf)mcn;  baJjer:  bie  Sotterie  wirb  gejogcn;  bcn  Äür= 
jeren  jte{)cn,  f.  unter  !urj;  ßuft,  ©taub  zc.  in  fic()  jicf)cn,  b.  i.  einat{)men,  ein» 
fangen;  ik  @onne  jict)t  bie  S5ünjie  aii&  bcr  ßrbe;  bie  ©otinc  gict)t  aOSoffer, 
f.  unter  ©onne;  ber  aSagnet  jicljt  baS  (Sifcn  an  fid^;  SBein  auf  glafd^en  jie» 
f)in,  b.  i.  ouö  bem  ^a^e  in  gtaf^en  füllen,  »gl.  abjictjen);  c)  einen  Äör? 
per  in  bie  £ange  augbef)ncn,  inbem  man  i()n  naci)  ftd)  ju  fortjubewegen 
fud)t  u.  baburd)  in  feinen  S()cilen  auö  cinanber  tmbt,  t)on  engerer  Seb.  al6 
bie  finnö.  bef)nen,  re(fen,  flreden  (bai  Scbcr  mit  3angen  2iei)en;  ben  35ralf) 
biinner  iiet)en;  ©aiten  ouf  bie  ©cige  jc.  gießen,  f.  ».  w.  fpanncn);  bat)er  aud^ 
uneig.  etnjag  ber  jcit(id)en  £)auer  nad)  auöbe^nen,  verlängern  (eine  ©a^e, 
einen  SRe^Jtöflreit,  ben  Ärieg  2c.  in  bie  Sänge  jiel)en;  einen  Son,  eine 
©ilbe,  ein  SEBort  3iel)en,  f.  ».  ».  bef)nen,  lönger  auöl)alten) ;  <1)  burd)  ^k1:)cn 
ob.  2(u6bef)nen  etroaS  l)cr\)ürbringen,  bereiten  ob.  bearbeiten  Orat^  jtel)en: 
iki^U  jieljen,  b.  i.  mad^en,  inbem  man  Sod^tc  tt)ieber{)olentli4l  in  flüffigfö 
Salg  ob.  SBad^ö  taucht  u.  auö  bemfelben  wieber  f)erüorjicl)t;  geberfpulen  jie- 
t)en,  b.  t.  fte  t)orten,  inbem  man  fie  burd^  geuer  ob.  l)eipe  2t[c^e  ik^t;  ein 
IBü(i^[enrot)r  iief)en,  b.  i.  eö  inmenbig  mit  S^iiefen  »erfe^en;  batjer:  gejogene 
Sid^te,  geberfpulen,  ein  gcjogenes  SRoljr);  avi^  übiti).  efir^ai  in  bie  Sänge 
2(u^gebel)nteä  mad)en,  l)crjiellen,  verfertigen  (einen  ©trici^,  eine  fiinie,  gur; 
^en  — ;  einen  ®raben,  eine  ?Otauer  jic^^cn,  b.  i.  mä)  einer  gegebenen  Sinie 
ob.  SHid^tung  madjen,  aufföi^rcn);  2)  uneig.  ob.  in  unfinnlid^er  S5eb.  a)  burd) 
trgenb  eine  S()atigfeit  ob.  Ärafta'u^erung  einen  cb.  etvoa$  fid)  annal)ern, 
an  ftd)  bringen,  ftd)  aneignen,  uerfd)affen,  nehmen,  an;  ob.  aufnehmen, 
empfangen  ic.  in  fielen  bcfonberen  Stebenöartcn  (j.  SS.  einen  ax\  fid^  Jteljen, 
auf  feine  <Sdtt  jiel^en,  b.  i.  für  fid^  gewinnen;  liüct  2(ugcn  auf  fid^  |iel)en; 
einen  jur  Kafel  äiet)en;  einen  in  fein  @el;eimnifg  — ,  ii>n  ju  diatf^e  jieljcn; 
einen  üor  ©erid^t,  jur  Verantwortung,  jur  ©träfe  — ;  \iä)  üma^  ju  ©emütfje 
jieljen,  f.  (Semütl) ;  einen  in  SScrba^t  jic{)cn ;  etwaö  in  SSetrad^t,  in  ©rwä« 
gung  jie^en,  f.  o.  w.  nef)mcn;  etwaö  auf  \id}  8iet)en,  f.  v>.  w.  bejiel;en;  3infen, 
@elb,  eine  ©umme  @elbe6  gielien,  b.  i.  cinnd;men;  einen  fBcd^fel  auf  Semanb 
giel)en,  f.  S3Sed^[el  3);  etvoa^  naä)  ft^  jieljen  b.  i.  jur  golge  Ijaben 
(j.  9S.  bos  iki)t  uiel  Unglücf  nad^  fid));  insbef.  etwa^  aui  einer  @ad)C  — , 
b.  i.  f)ernel)men,  cntnel)men,  f)erleiten  (feine  9^af)rung  au6  «twa^  — ;  «Ru^en, 
S3ort{)eil,  eine  gute  Cef)re  auö  einer  ©ac^e  jteljen ;  einen  ©d^lufS,  eine  Solge* 
rung  au6  etwas  — ;  ben  J&auptinl;alt  au6  einem  ©toffe,  einem  SBud^e  jc.  sif^^n» 
»gl.  ausjiet)en);  einen  ob.  fid)  auä  einer  Sage,  einem  3uflanbe  jc. 
— ,  b.  X.  bavon  log  mad)cn,  befreien  (er  l)at  mid^  auä  ber  9lot(),  aui  ber 
SSerlegenljeit  jc.  gejogcn;  ftd^  mit  Jtlugt)eit  au§  ber  ®a(^c  8iel)en);  b)  alt  u. 
oberb.  aud^  f.  etirag  t>on  fic^  iveg  auf  einen  2(nbern  i)'m  wenben  ob.  rid)- 
ten  (etwas  an  einen  — ,  f.  auf  il)n  bejief)en;  etwas  auf  einen  — ,  f. 
ee  i()m  3ut:ed()nen)  bie  ©d()ulb  auf  i^n  fd^ieben  ob.  wäljen;  audf;  f*  ftdd  auf 


lie\)cn  2083 

beffcn  3cu9nifS  babct  berufen);  c)  ocrmöge  uneig.  2(nwenbung  bec  SSeb.  "in 
bie  Sänge  auebee.nen«  (f.  o.  c):  burcl)  (5vnä()run3,  Pflege,  5Bnrtung  :c. 
(icranrüad)fen  madjen,  Qlcidjf.  in  bie  v^öf)e  jieben,  auä):  grop  jie[)en,  »gl. 
aufjief)«!!,  erjicfjen  (ein  Jtinb,  ein  3;t)iec  — ;  93lumcn  auö  ©amen,  Saume 
jiet)en);  in  »eiteret  Seb.  bie  govtpfIan3ung  u.  SSermcIjrung  oon  2;()icrcn 
«.  ®eread)fen  »eranjlalten  u.  für  it)t  5Bad)6tf)um  unb  öebciljen  forden 
(SSief),  ^pfirbe,  ©d^afc,  (g^wcinc  jc.  — ;  S?lumen,  Äüd^cnf rauter,  ©cmüfe  k. 
jicfjen);  üon  SJJenfc^en:  neben  bcr  {'orpertidjen  Ernährung  u.  Pflege  bie 
fitt(id)c  unb  geiftige  ßnttvicffung  u.  SSilbung  leiten  u.  beforgen,  jugtei^) 
aufj{et)en  unb  crjie^cn  (Äinber  ?icf)cn;  einen  ju  allem  ®uten  jict)cn; 
ein  tt)ol)lgejogcner  Änabe,  cntg.  ein  ungezogener);  obcrb.  inöbef.  in  guter 
flrengec  ^udjt  galten  (menn  man  cinÄinb  nic^t  jieljt,  fo  mirb  nichts  barauö); 
—  3.  rüctj.  fid)  — ,  1)  fid)  langfam  fort;,  iroi)in  beivegen  {bk  SBolfen 
}iet)cn  fid^  nad^  ben  SBergen;  bie  Sruppen  giel)en  fid^  an  bie  ®renjen;  bie 
2(meifin  ficf)cn  fi^  na^  bem  ©ü^cn);  inöbef.  fid)  in  etlvag  —  f.  all? 
mäf)lid)  einbringen  (baö  SBafTcr  gic^t  ^iä)  in  ben  ©d^rcamm,  in  ben  ©anb; 
bcr  ®m\<i)  iKi)t  ftc^  in  bie  Äleibcr);  2)  burd^  eine  innere  SSeiregung  bie 
9Jid)tung  ob.  Sage  feiner  Steile  ucranbern,  eine  anbere  ©eflalt  annefjmen 
(bas  ^olj,  baS  aSrett  Ijat  fid)  gejogen,  jtä'rler:  —  geworfen;  ft(^  inS  Äleine, 
tnö  @nge  jicf)cn,  b.  t.  Elcincr,  enget  »erben,  auä)  uncig.  f.  fid^  einf^ranfen) ; 

3)  fid)  in  bie  ß^ngc  crftrecfen  ob.  au5bef)nen  (baö  ©ebirge  gicf)t  fi^  weit 
inö  Sanb;  ein  ©raben  jie{)t  fid^  um  ba6  Säger;  ber  SGBeg  gie^t  fic^  in  iii  Sänge; 
ouc^  oon  ber  3eitbauer:  bcr  Jpanbcl  jog  fid^  fe()r  in  bk  Sänge);  ferner  f.  fid) 
Sie{)en  ob.auSbeI)nen  (äffen,  be()nbar  fein  (baö  Scber,  ber  Seim  ic.  jiefjt  fi(^); 

4)  alt  u.  obcrb.  uneig.  fid)  ju  einer  ©ac^e  — ,  f.  fi^  barauf  einlaffen; 
aüä):  fie  olS  bie  feinige  anfprec^en;  fid;  eines  Singcö  an  ob.  auf  eis 
nen  — ,  f.  fid^  bef6f)alb  auf  il)n  bejit^en  ob.  berufen;  oberb.  aud^:  fid^  jie» 
^en  f.  »pegget)cn  »on  ba,  wo  man  mit  (5l)ren  ob.  oljne  Sla^tljeit  ni^t  bleiben 
fann  (»gl.  fic^  brucfen);  —  3feß.  ber  3iel)flrm,  f.  o.  w.  ^ebarm,  3Qpfen 
in  bcr  SBcUe  cineö  ©etriebeö  in  Hammerwerfen,  ©tampfmüblenic.;  baö  ^ki)' 
banb,  ein  eiferneö  Sanb,  racld^eS  burcf)  ©c^rauben  angejogen  werben  fann, 
an  SQSagcnräbern  ic.;  bie  3tcl)banf,  ber  Sifd^,  auf  wcld^cm  ba6  SJletall  ju 
sDratl)  gejogcn  wirb;  i>k  SOTafd^ine,  mittcl|l  beren  bie  SSüd^fenläufe  gejogen 
werben;  bei  Holzarbeitern:  eine  ftarfc  San!,  bk  Srettcr  auf  ber  ^ol)en  Äante 
abzujiel)en  b.  i.  wagerecl;t  ju  t)obeln;  bie  3icl)brü^e,  gew.  3ugbrii(Je,  f.  b.; 
bcr  3icl)brunncn,  ein  SBrunncn,  ouS  welchem  ba^  SöaJTer  mittelft  eineä 
eimerö  in  bie  ^ö^i  gcjogen  wirb;  baö  3tel)eifcn,  bii  cerfd^.  H«inbw.  ein 
6ijen,  mit  wclcl)em  ob.  burd^  wcld^cS  etwas  gcgogen  wirb;  inöbef.  bie  fiäl)ler» 
nen  platten  mit  Söc^crn  üon  »crfc^iebener  SBeite,  burd^  weld^e  baS  5KetaU  ju 
JDratl;  gcjogen  wirb;  t)ai  3icl)garn,  ein  @arn  ber  JßogelficUer,  weld^eä  an 
einem  ©eile  auf=  u.  jugcjogcn  wirb,  auc^:  H^ngegarn;  baS  3iei)9ötfc^^)  in 
S[Riil)len:  ein  ®atter,  mittelil  beffen  baS  ^anflerrab  in  bk  ^oi)i  gejogen  wirb; 
ber  3icl)i)>''ifcn,  SBergw.  ein  JQolcn,  mit  welkem  baS  ©eflänge  beS  S5erg= 
bof)rer6  au§  bem  fSo^vlcäjc  gcgogen  wirb ;  baS  3iei)finb ,  gem.  f.  Pflege; 
finb;  bie  ätcbflinge,  Sif^l.  ein  bünneS,  breite«  ©tüd  ©tat)l  mit  f^iarfet 
©d^neibc  gum  2(bgiel)en  b.  i.  ©lattfd^aben;  ber  3icl)f(obcn,  Sifc^l.  ein  SBerf» 
jeug,  in  welches  bk  Seijlen  gefpannt  werben,  um  fie  ju  fd()neiben  ob.  gu  feblen; 
bec  3ie^fopf,  f.  o.  w.  ©c^rCpfiopfj  bie  3iei)frött)  jie^cnbe,  onjie^enbe 

131* 


2084  m 

Äraft  (fc.  JCftMCh'on,  j.  S.  be§  SOiagnctö);  b«  3te{)tüffer,  6et  ben  ©raf^- 
jtef)ern:  eine  jla^lerne  SSofjtfpi^c  jum  S3of)ren  ob.  ©cnjettern  int  Söd^cr  bcS 
3tcf)ctfeng;  bie  3iel)mutter,  lanbfd^.  gem.  f.  ^flegemattec;  bag  3tel)pflafler, 
gew.  3u9Pttaj}er,  f.  b.;  ba6  3{el)rat>,  in  SOJiiblcn:  ein  SWab,  cermittcljl  be|Ten 
boö  ^anfier  in  bie  ^ö^e  gejogen  wirb;  ber  3icl)i^tn9)  ein  JKing,  ön  wcicfjem 
ctwaö  gejogen,  ob.  mittelfl  bcffen  cttraS  gufammengejogen  »trb ;  bec  3ift)- 
id^Ciö^t^  SSergw.  f.  ü.  w.  gc^rberf^ad^t;  bie  3icl)frf)etbe,  eine  ©c^eibe  mit 
ßöd^em,  burc^  »el^c  bie  fSiaä;i^'6($i  gcjogcn  iüerben;  in  ^HijUn  ein  Siab 
mit  ©proffen,  burdö  njclrficö  baö  3ie{)rab  in  JBctrcgung  gefegt  rcirb;  bie  3ict)' 
[(^lacfc,  ^üttenn).  ©c^tacfen,  weldje,  nod^bcm  baö  ©uföcifcn  abgelaffen  ifl-, 
ft^en  bleiben  u.  abgezogen  werben  muffen;  bie  3ii-l)fc^rQlibe ,  ©d^iffb.  ein 
aCBevfieug,  mittclft  btffcn  ik  Söerffeibung  m^  bcn  ©liebern  bc6  ©d^iffeS  ge» 
jogen  ob.  gebogen  wirb;  ta^  3tcl)fcil,  ein  ©eil  jum  3ie()en  j.  S.  eineö 
©d^iffeS  gegen  ben  ©trom ;  bie  3iel)|Irtn(5e,  bei  ben  Srat^jiciiern  ixt  ©tange, 
mit  trcld^cr  bie  ®rebf^cibe  umgebrc{)t  wirb;  anpumpen  tk  longe  ©tange 
jum  3fuf=  unb  9tieberjief)en  beö  ^ugeö;  am  Pfluge  tie  ©tange,  an  roeldier  i>k 
Dorberen  Od^fcn  gießen;  ber  3ie^)fit"ang,  ber  ©trang,  an  welchem  ik  ^ferbe 
jict)en;  bec  3ic^we<},  ber  SBcg  an  einem  g(uffe  ob.  Äanale  für  bk  gjlenfd^en 
ob.  spferbe,  tt)etd()e  hk  gaf)rjeuge  gießen;  bie  3ief)WcUe,  bie  SBelle  beö  3iet)= 
rabeö  in  ^'anj!ermüf)ten ;  ba0  3te()tX)crf,  eine  ffiorric^fung  ob.  SSÄafc^ine  jum 
3iet)en,  j.  JB.  M  ©olbarb.  ben  ®olb*  ob.  ©i(berlaf)n  länger  u.  bänner  ju 
giei)en;  an  SJlü^Ien  eine  8Sorrid)tung,  burd^  weld^e  iik  ^anltcrweUe  mit  ii)xm 
9?abe  in  bie  -öö^e  gebogen  »erben  fann;  bie  Siei^JCtngc,  Ui  ®ratl)iiel)ern  u. 
9tablern  hk  3ange,  mit  wetd^er  ber  Sratf)  burc^  baS  3ie^eifen  gebogen  wirb; 
bie  3ie|)jeit,  t>k  jum  "Kü-i»  u.  ßinjicfcen  b.  t.  jum  SBot)nung6jre4)fel  beftimratc 
3cit;  inöbcf.  bie  3eit,  wo  hk  Sienjlfcotcn  öon  einem  Sienft  in  ben  anbern 
überget)en;  —  "KhUit  jiel^bar,  S5it).,  tt?a§  gc.^ogen  tretben  fann;  bie 
3iel)e,  0.  50^.,  lanbf^.  gem.  f.  (Sräie[)un9  unb  SSerpfle^ung  tnsbef.  eines 
fremben  Äinbeö  (ein  Äinb  in  ber  3ie^e  f)aben,  §u  Semanb  in  ik  3ie^e  geben); 
ber  8iel)cr,  -6,  1)  trer  ettvaö  jlef)t,  weibl.  bie  3t«f)«tinn;  2)  dn 
SBecf^eirg  jum  3ief)en,  inSbef.  bei  ben  .Sammmad^ern  ein  frumm  gebogenes 
eifcn,  bie  3äi)ne  ber  Äcimme  iannt  ab^u^ic^en  ob.  ju  runben;  bie  3ifl^ung, 
bnö  3ief)en,  fowo^r  eig.  (j.  S.  cineö  fffiagens),  oB  «neig,  iik  3ie^ung  eines 
SBaumeS,  eines  ÄinbcS  it.);  inSbef.  U^  ^ui)m  eineä  goofeg  u.  ber  £oofe 
überhaupt  in  einer  gotterie  (bie  erfte,  jweitc  k.  3ief)ung);  ba|)er  bie  3ifl)Un96» 
lijlc;  bec  3ie{)unc(§tag  2C. 

3tcl,  f.,  -eg,  5J?.  -e,  (alf=  u.  mittelf)0(%b.  zil;  obcrb.  3i(,  S».  3it  u. 
3iler;  iSlanb.  tile;  gotl).  til  b.  i.  eig.  3iel,  Swccf,  bann  als  S5b».  f.  auf  bafs, 
bamit;  tg,l.  baS  angclf.  u.  aUnorb.  til,  engl.  u.  fd^web.  tili,  ju,  biS;  bie 
SßSurjel  liegt  in  einem  »erlorenen  ablaut.  3».  tilan,  tal  jc.,  fid^  erprerfen, 
tt5of)in  gcf)ören  JC,  »gl.  3a  1)1  u.  unten:  jieten;  bk  SSerwanbtfd^oft  mit 
bem  gricdd.  t^Ao?  ifl  nur  fd^einbar),  über^.  bec  ^unft,  lt5o{)in  etirag  jTrebt 
u.  tvo  eg  enbet,  inSbef.  1)  räumlid^:  bec  ßnb«  ob.  ©cenjpunft  einer 
25ett5e3ung  ob.  überl).  einer  ^fugbebnun^  im  Svaume  (bii  onS  3iel  ge^en; 
nad^  einem  3iele  laufen;  baS  3iel  einer  SIeifc  ic.  erreidjcn;  baS  3iel  über- 
fd^reiten);  in  beflimmterer  SBeb.  ein  füvperlicbeg  S)in3,  n3eld)eg  man  ju 
ecreicben,  ju  tceffen  flcebt,  nad)  tvetcbera  man  jielt(ein3icl  fe^en,  ftectenic; 
nac^  bem  3iele  werfen,  fd^iepcn  k.;  baS3iel  treffen,  oerfel)len;  einem  baS3ifl 


Siel  2085 

oetrücfen,  aud^  unct'g.  f.  feine  "üb^iäit  oeectteln);  unefg.  f.  bie  feflgefc^te  SSe;« 
fd)rä'nfun3,  beärenjenbc  Jöeflimmung  einet  ©adje,  ftnno.  ören^e,  @d)rnnfe 
(einer  ©ac^e  sJÄaf  unb  3iet  fe^cn;  !cin  SKa^  unb  3ict  t)at)en;  baS  fjat  fein 
3iel,  obecb.  f.  cS  i{l  barübec  nic^tö  SBcfd^ränfcnbeö  fcjtgcfc^t);  c()em.  au^  f. 
bai  ^öcljjle,  "Äupecfle,  bct  ©ipfel,  bie  ®umme  (mitteli).  der  freuden  ^il; 

mfner  Sünden  — ,  miner  schulden  zil);    2)jeitli(l^:    bec  (Stlbpunft   t'uui 

3eitcaum§  (bas  3tel  bcö  Sebenö,  f.  o.  ».  baö  Snbe);  alt  u.  oberb.  f.  ein  ju 
etmaö  feffgefe^tec  3eitpun6't,  uoc^efitriebene  ob.  beflimmte  3cit  ob.  Snfl 
(fc.  Scvmin)  5.  83.  jum  SBSof^nungörocc^fel,  3ici)cn  bec  2)ien|l6oten  jc.  u.  bef. 
juc  Ctijlung  t>on  3Qt)!un9en  u.  (einem  ein,  jreei  :c.  3af)c  3iel  8f^«n>  ""t^»^ 
bcm  3iel  au6=,  einjicfien  ic.  b.  i.  ni^t  ju  ber  gefe^Iic^  beflimmtcn  3eit;  3in« 
fen  JC.  auf  ein  3iel)  in  brei  ic.  3ieUn  (oberb.  3iUrn)  bejaf)ten);  efjem.  auÖ) 
bie  JU  bejaljlenbe  ©umme  felbfl  (09t.  ÄajnmerjieO;  3)  in  geijligem 
Jßerflanbe:  ber  ©trebepunft  beä  iSSoÜeng  ob.  3!f)ung,  baö,  roa^  mau  ju 
erreid^eu  wünfd)t  ob.  bemüf)t  i|t,  finno.  Swecf,  "^ibftd^t  (baö  3icl,  wonach 
f(!^  ftrebc;  baö  3iel  miineä  iStrebenö,  meiner  SBiinfc^e;  jtc^  ein  i)ot)ti  ^id 
fe|cn,  »orftccten;  ^i6)  »on  feinem  3ifle  entfernen,  fein  3tel  auö  bem  Zfuge  oer» 
lieren;  fic()  Jum  3icle  legen,  b.  i.  fid)  nat^  bem  erfttcbtcn  3iel  eincö  2(nbern 
fügen,  fi^)  nac^  bejfen  '^'bftdjten  bequemen);  —  äic^^n,  3«».  (altfjod^b.  zilen, 
ftrcben,  fic^  anftrengcn,  bemüi^en,  arbeiten,  u.  ziWu,  gazllon  mit  bem  @en.  ber 
©ad^e,  nad^  etnjaö  ftccben,  fic^  barum  bemiii)cn,  aui)  mit  rü(Jjiet.  ®cn.  f.  fid^ 
beeifern,  fit^  beeilen;  mitteli).  ziln  mit  bem  2ftc.,  etiroö  als  3iel  fe^en,  bcfhm« 
men;  mit  einem  3iele  otrfc^cn;  oberb.  jiten;  niebcrb.  tclen;  angelf.  teolan, 
tiolan,  fireben,  u,  tiljau,  bereiten,  erwerben)  1)  jielloS  m.  Ijaben,  i\ad) 
einer  <^ad^c  ob.  ^Pevfon  — ,  fte  jum  3iel  b.  i.  jum  0tvebepunft  madicn, 
tnöbif.  räumli(i^ :  eine  ^öetregunä,  einen  SBurf,  @d)ufg  k.  babin  rid)ten, 
inbcm  man  fd)arf  banad)  ftel)t  imii)  einem  ffiogel,  na^  bcc  Scheibe  jiclen; 
er  jicltc  nac^  mir);  in  geiiligem  fficrftanbe:  ®tnu  unb  S()un  barauf  rid)» 
ten,  ein  2{bfc()en  barauf  fjaben  (woljin  jielen;  "Küü  jielt  baf){n,  il)n  ju  »er^ 
berben;  ©prac^l.  jielenbe  3eitn>örter,  fold^e,  bie  eine  S;t)citigfcit  alö 
auf  einen  ©egcnftanb  unmittelbar  einmirE^nb  barflcllen,  weld^er  als  baS  3iel 
ber  3;i)ätigfeit  ob.  ber  bie  SBiifung  berfelben  crleibenbe  ©egcnfianb  (baS  £)bject 
ob.  3  ie  Im  ort)  im  2(ccu[atio  flet)t,  fr.  verba  transitiva,  j.  S.  einen  fd^lagen, 
loben,  tabeln,  ctmaS  geben,  neljmen,  laufen  ic);  auf  etn?a8  ob.  einen  — , 
b.  i.  mit  Söorten  barauf  l)inbeuten,  finno.  anfpie(en  (er  jiett  bamit  auf 
jni(^  ic);  cl)em.  einem  —,  f.  i()m  £)rt  unb  3cit  ju  einer  Sufammen^ 
fünft  beflimmen,  ti)n  iuof)in  befd;eiben  (fr.  tin  JRcnbcjoouS  geben);  oberb. 
jielen  aud^  f.  bie  auf  bie  ©d)eibc  gefallenen  ©^üffe  bejeic^nen  (auS» 
jiclen  f.  abmarfcn,  abgrenzen,  j.  83.  ein  gelb,  ßager  ic);  2)  jiel.  alt  u. 
lanbfcft.  f.  jeugen,  erzeugen,  {)eivorbrin3en  (ogl.  er  jielen;  mittelf).  einer 
ein  kint  ziln;  Ätnbet  jielen,  nieberb.  u.  l)oU.  tclen);  überl).  fortpflanzen, 
jie{)en,  bauen  (altfäd)f.  tllian,  engl,  tili,  ben  2idu  bauen;  nieberb.  telen; 
j.  S5.  ©amen  — ,  SStumcn  au8  ©amen  jietcn;  ©ctreibc,  SBein  jielen;  oberb. 
jügeln,  jiegeln  t>.  3üöel  f.  3u4)t,  woraus  biefeS  jielen  »ieUei^t  burc() 
SStrberbung  entft.  ift?);  —  3fc^.  ü.  3iel  u.  jielen:  bie  3tclbüd)fe,  »lt.  f. 
S3üd^fc  jum  ©c^iipcn  nad^  einem  3ic(e,  ©c^ei6enbü(^fe;  ba6  Siclgelb,  oberb. 
in  3ielen,  b.  i.  bfftimmten  grificn  (3!crminen)  ju  bejaf)lenbeS  Selb;  jicUo^, 
aSttj.,  fein  3tel  t)abenb,  oljne  3i«l;  ©prac^l.  jiellofe  3eitn)örter,  bie 


2086  3lem  — •  Siemec 

einen  3uftanb  auSbrutfen  ober  eine  fold^e  Z^ätiOiMt,  btc  x\iä)t  auf  einen  bfe 
S!Bir!ung  becfelten  erleibcnben  ©cgcnjtanb  (ein  Dbjcct  fm  Jfccuf.)  unmittelbar 
übergebt  (fc  verba  intransitiva;  j.  S.  ft^en,  ilc{)cn,  fd^lofcn,  cic()en,  fpotten, 
f^meidjcln  ic;  entg.  jielenbc  Zeitwörter,  f.  o.);  bec  Bielpunft,  ber  ^un!t, 
nai)  welchem  man  jiclt,  ba§  3ie(;  bte  Siclfc^eibe,  eig.  bie  ©d^tibe,  na^ 
welker  man  jiett,  ©i^ic^fc^cibc;  unetg.  ber  ©egenjtanb,  auf  »eldjen  man  mit 
SBorten  jielt  (einen  ^ur  ^klidDiibt  feines  SGBi^eö  mad^cn);  ha$  3ielfc&icpen, 
©d^ie^en  nad^  einem  ^kU;  bie  Siclffiinge,  bnm  Sßajfertüagen:  eine  ©tange 
mit  einem  beweglid^en  3eic^cn,  nad^  welchem  man  bur(^  ixt  ®urc^fic^ten  ber 
SBaff erwäge  jiclt;  bie  Steljtcitt,  »lt.  1)  ber  Ort,  wo  man  jielt,  baS  ©d^ief» 
{jaus;  2)  ber  Ort,  wo  bie  ©d^dbe  jlcf)t,  nac^  wcl(^er  man  jielt;  ber  Stcitag, 
oberb.  ein  bejtimmter,  fejlge[e|ter  Sag  (Sermin);  fo  au^:  bk  ^itiiiit-, 
ba§  3ie(itiort,  ©prac^l.  bas  im  2CccuratiD  jlc()enbe  J&aupfwort,  weld^cS  ben 
©egcnpanb  bejeid^net,  auf  ben  eine  3:^otig!eit  unmittelbar  einwirft  (fr.  Db» 
ject);  —"ilhUit  Bonjielen;  ber  Sieler,  -6,  1)  irer  wad)  etivag  jielt; 
2)  wer  auf  ber  ©d^etbe  bie  wn  bem  <Sd)uffe  getroffene  ©teile  jeiöt. 

3iem,  Stemel,  m.,  f.  ßlemer  2. 

jiemen,  jiellof.  3w.  m.  l)aben,  (aUb.  zeman,  zemen,  ablaut.  ^rdf.  iz 

zimlt,  ez  zimet,  zimt,  ^rat.  zam,  (Sonj.  zaeme,  «Olw.  gezomen;  je^tnur  fd^wac^ 
umenb.  jiemtc,  gejiemt;  aud^:  gazeman,  gezemen,  u.  je|t  gew.  gejie? 
men,  f.  b.;  oberb.  gemcn,  feltner:  jimcn;  niebcrb.  temen  u.  tarnen;  got^. 
gatiman;  SB.  tarn,  zaiii,  f.  gaf)m;  Urbeb.  ftd^  fügen,  paffen,  jufommen; 
baber  angelf.  timan,  timjan  f.  fidb  ereignen,  fid^  begeben,  womit  tima,  engt, 
time,  ^tit,  jufammenjubangen  fd^eint)  paffenb,  fd}i(f  lieh,  anftdnbi^  fein,  nur 
in  ber  3.  sperfon  mit  fad^lid^em  ©ubject:  1)  mit  bem  S)atio  ber  ^er« 
fon:  ß8  [ik  ^aä)e)  jiemt  mir,  ob.  eg  jiemt  mir,  ju  (mit  bem  3nf.), 
b.  i.  eS  f ommt  mir  ju,  i]l  mir  äuflanbi^  ob.  anflanbi^,  jinn».  e§  3e6üt)rt  mir 
(j.  SS.  i()re  Ätciber  giemten  i^r;  biefer  ^la§  jiemt  bir  nid^t;  cS  jicmt  il)m 
nid^t,  gu  bienen);  (i)tm.  qvi6)  mit  per  fönt,  ©ubject  (j.  S.  mittelf)-  er  zimet 
mir  ze  herren);  ferner  unp.  mit  bcm  "Kcc  ber  ^  er  f.  u.  ®en.  ber  ©a^e 
(mich  zimet  eines  dinges  f.  i(Sj  ftnbe  eS  mir  gemdp,  eS  besagt  mir,  ijl  mir 
genehm);  olt  u.  oberb.  es  jiemt  miö)  f.  eS  bünft  mid^,  fommt  mir  Bor 
(ogl.  baS  engl.  :eem,  f(|eincn?);  2)  tücfj.  el  {bk  &aä)e)  siemt  ficf),  ei 
Siemt  fid),  bnfg....,  ob.  ju  (mit  bem  Snf.),  f.  ».  w.  e6  fdjicft  fid^,  ij^  fdjicf^ 
lid)  (j.  SS.  baS  SBibcrfpre^cn  jiemt  fic^  ni^t  für  ii)n;  cS  jicmt  fic^  nic^t, 
bafS  er  wiberfprid^t,  —  gu  wiberfprec^en);  jicmtic^ ,  S8w.,  1)  (alt^o^b. 
zimilih,  oudö  zimig;  mittel^),  zimelich)  ira§  fid)  jiemt,  ie^t  gew.  $ejiemenb, 
gejtemltd),  finn».  fc^icf (id^,  anftd'nbig,  gebüijrenb,  entg.  u  n  j  i  e  m  l  i  dö ;  etjem. 
ou^  f.  angencf)m,  Ikhüi);  2)  angemeffen,  mafig,  tveber  ju  t»iel,  nod)  ju 
wenig  (j.  S5.  ein  jiemlid^cr  ^reis,  f.  ».  w.  ein  billiger);  ii^t  gew.  f.  nid)t 
5U  tt>enig,  etmaö  mef)r  a[6  mittelmapig  (ein  SKann  »on  jicmlid^er  ©rö^e; 
eine  jiemlid^e  SOtenge),  bef.  als  9?w.  (j.  S5.  gicmlic^  gut,  b.  i.  ni^t  fc^ltd^t, 
ober  aud^  nid^t  »oUfommen  gut;  jiemlict)  alt,  gro^  ic-,  cS  ifi  gicmlid^  fpdt, 
jiemlidö  lange  ^er;  es  gebt  mir  jiemlid^,  b.  i.  giemlid^  wol)0;  ou^  f._  unge» 
fä'f)r,  beinahe  (j.  35.  er  wirb  gicmlic^  fo  alt  fein,  wie  iäj);  bie  3tcmlid^feit, 
i)ai  3iem(td)fein,  nur  in  ber  Iften  SSeb.,  finn».  ®d}icflid)feit. 

3temcr  1.  m.,  -g,  Tt.  w.  (5.,  eine  2)rofTelort:  ber  Ärammct^bcgel; 
au^  f.  bie  aj^iflelbroffel. 


Siemcc  —  jiet  2087 

3iemer  2.  m.,  -S,  9??.  \v.  Q.,  (lanbfd^.  a\x(i)  3em,  3emcr,  3iem,  3iemet, 
Hammel,  3ammet,  3t»"ni«r,  3einicc  jc. ;  mittili).  zemer,  zimber,  zimiero,  ent» 
Uf)nt  üon  bcm  fcanj.  cimier,  b.  i.  foirof)!  ber  .i^elmfd^mucE,  atö  ba6  ©c^tranj» 
ob.  Cenbenftiict,  urfpr.  n)of)l:  ©prolö,  ©c^nsanj,  »on  cimo,  ®ipfet,  SSSt'pfet,  d. 
gmc^.  ;<r/u<,  tat.  cyma,  ©prof6)  l)  i>cii  ®c{}ivan5=  ob.  ()intere  9viicfcnf!ii(f 
chteg  S;f)iere6,  inöbcf.  ba5  Oväifenftiiil  üon  einem  jermirften  ^icfd)e  ob. 
^Jtcf)e  na^  abgclöfctcn  Acuten  (^irf^--,  Stcljjieniet:);  bag  (Sd)n)anjjtücf  oon 
iinem  9itnbe;  2)  bai  raä'nnlidje  ©Heb  be6  v^irfd;cö,  9?e^botf'6  2C.,  au^ 
b(§  £)d)fcn  (f.  öc^fenj temer). 

giemlic^,  f.  unter  jiemcn. 

jicpcn,  jieUof.  3«?.  m.  ^abcn,  (ein  ©d^allwort;  »gt.  piepen),  gem.  einen 
butd)  jiep!  ob.  jip  jip!  aueigebrücften  fein  pfeifenben  Son  ^ören  [äffen, 
üon  einigen  Keinen  S3ögetn  (bie  Sroffef  giept);  baf)er:  bie  3iep'  ob.  3ipp' 
ammcr,  [.  o.  vo.  bie  SBiefcnammer;  bie  3iepbro|Te(,  6tng=  ob.  ^fcifbroffel; 
a\xä)  f.  bie  SBeinbrofTel,  miöjc  aui)  bie  3icpe  ob.  3tppe  (jeift. 

§ier  ob.  jicrc,  Sw.,  (alttjod^b.  ziari,  ziori,  zieri,  mittel^),  ziere;  WCli)xidj. 
mit  auggcfaUencm  h  für  zihari  oon  ber  SS.  zih:  zihan,  jeigcn;  urfpr.  auöge« 
jei^net,  auSjcij^ncnb  »erfdpnert;  og(.  b.  tat.  decus,  decorus  zc.  mit  ber  SD3. 
die:  dioere,  (^it'y.o),  u.  in  2(nfe()ung  beä  ausgefallenen  ©utturalö  ba:^  franj.  sur 
\).-\at.  securus;  »gl.  jcbociö  au^  ia^  altfäc^f.  ttr,  isianb.  tyr,  9?uf)m,  Jpcrrlid^* 
feit)  ütt.  f.  fd)ön  Qi\(i}müdt,  fd)mucf,  jierÜd)  (j.  85.  o  Sungfrau  gier  k.); 
—  bie  3iet,  O.  2Jl.  (alt(;.  ziari,  zierJ,  mitteli).  ziere;  engl,  tire,  ©taat,  ^u^) 
1)  altert()ümli4)  "•  ^^^i-  f-  ^^^  9f">-  3ierbe  (f.  u.):  QuSjeidjnenbe  OSer« 
fd)onevung,  auäjetd^nenb  üecfcbönernber  @d}mu(f,  (Sd)on^eit;  2)  alt 
u.  lanbfc^.  f.  feinet  58enet)men,  n)ol)(anfranbi9e  ob.fünfl(id)c  9}?antec  (na^ 
Äunjt  u.  3ier  fingen;  »gl.  ba§  nicberb.  Sier  f.  2Crt  unb  SBeifc  beC  SSenel)» 
menö);  —  jieven,   3»-  (altl)OC^b.  ziarjan,  zieran,  mittell).  zieren;    engl,  tire) 

1)  jicl.  au65eid-)nenb  üerfd)onern,  finnc.  fdjmüifen  (f.  b.),  »erfc^.  pu^en, 
(j.  aS.  ein  ©cbdube  mit  (Säulen,  ein  3imnter  mit  Slcppi^en,  Silbern  k.  — , 
ügl.  »er gieren;  oberb.  aut^:  eine  Sraut  — ,  f.  f^muden,  pu^cn);  einer 
^erfon  ob.  ©a^e  juc  auöjeidjnenben  SSerfd^önerung  Qiu\d)cn  (ber  SSart 
giert  ben  SKann;  (Säulen  gieren  ba^  ®tbäübi;  fte  giert  jebe  ©efeUfd^aft) ; 
ef)em.  aud^  f  rülimen,  preifen;  ba§  SWro.  gejiett  alö  SB»,  f.  unpnffcnb  U. 
übertrieben  üecfdjonert,  mit  Sjetjierungen  überlabcn,  üerfiinfielt  (ein  ge« 
gierteö  Seiief)men,  SBefcn;  eine  gegierte  Schreibart  jc);  2)  rücfg.  fid)  — 
(cgi.  baö  nieberb.  teren,  tiren,  ()oU.  tieren,  f.  fid^  geljaben,  bcnef)men, 
geberben),  fid)  nid)t  natiirlid)  unb  unge^tvungen  benehmen,  burd)  über? 
triebeneS  unb  gefiinftelteg  Streben  nad)  23crfd)onerun3  miföfcillig  irerben 
(fr.  affectiren,  offcctirt  fein;  j.  95.  fie  giert  fic^  bejlänbig;  giere  bid^  nic^t!); 
inöbef.  au6  iibcluerflanbener  2Bo[)[anfianbiäfeit  iviber  feine  Sf^eigung  ju* 
riicftiaUenb  fein,  fprobe  t^im;  —  3fe^.  »on  gieren  u.  3ier:  ber  3ieraffe, 
gem.  t?eräd^tl.  f.  eine  fid;  gicrcnbe  (affectirte)  ^erfon ;  bec  3tevbcngel,  üerac^tl. 
f.  ein  fic^  gierenber,  gedfen^after  junger  3J?enf^,  ein  ©tufecr  (fdtiergf).  9leu». 
f.  b.  fr.  ©legant,  ^etitmaitrc) ;  ba6  3icrbett,  »lt.  f.  'J^rad^t-  ob.  ^runfbctt ; 
ber  3tcr9arten,  f.  o.  m.  ßuftgartcn;  ber  äicrgärtncr,  2ufl-  ob.  Mmp 
gärtner;  \)a$  3ietIet'Cr,  «Sattl.  bai  mit  einem  «Riemen  eingefaffte  Seber, 
welches  auf  ben  (Sd^njangriemen  eine§  ^ferbe§  oufgeftod^en  roirb;  ber  3icr# 
lel;m,   bei  ben    ©lodfengiepecn :  eine  "Utt  feinen  Se^mö  jum  gormen  b« 


2088  3iefetmau§  —  gig 

Sicrat^en  einet  ®torfe;  jierlog,  S».,  of)ne  3tcr,  beratet  emanaelnb  ob. 
beraubt,  geiü.  f^/mutfloS;  ber  Stermeipet,  ein  gKeifcl  bcr  Klempner,  mil 
weld^cm  fte  gtguren  in  bai  SBIec^  t)auen;  bie  Sierpuppe,  fd^erjl).  ein  ji(} 
jierenbeö  Äinb  ob.  2Jiabd^en;  —  SCbleit.  bec  3ier«tl),  -e^,  9)?.  -e,  u. 
gen),  -en,  obcrb.  aut^:  bie  3iecat^,  §0?.  -en,  (urfpr.  woi)l  nur  9tebenfotm 
oon  3icrbe,  »gl.  bk  9^ac^[.  atl;  u.  bc;  bann  alö  3fe6.  mit  Siati)  ge» 
beutet:  3icc-rat(),  «sie  .^auöcatJ),  u.  bafjec  mö'nnl.  gcmorben),  trag  juc  dufe* 
ten  3i«r  ob.  SJerfdjb'nerung  btent  cb.  angebrac{)t  nnrb,  bef.  on  ©ebäuben, 
®erati)en,  ©efd^irren  u.,  ftnns).  S3erjiecung,  toelt^cö  mei)r  baS  ßblere  v. 
©rötere,  3ierat()  t)ingegen  baö  Ädinere,  Unmefcntlid^e,  Spielenbe  bejei(^» 
net;   bie   Siertie,    9)?.  -n,  (aU^O^b.  ziarida,  zlerida,  zierda;   mittelf),  zierce) 

1)  0.  9)1.  f.  ü.  ».  Bi«c:  auojeidpnenbe  SScrfdjonecung,  @cl)mucf  (tut 
3ietbe  bienen;  eS  gereicht  if)t  jur  3ierbc);  2)  voai  ^tect,  t)erfd)onert,  jur 
SSecfd)önerung  ob.  5Ber()ecclid)un9  gereidjt  (j.  S.  e<  i|l  bie  3ierbe  feines 
©tanbc§,  ber  ©tabt  ic;  fie  iji  eine  3ierbe  ii)rc6  ®cfd)(ec^tg;  bie  3ietbcn 
Seutfd^fanbl  :c.);  bie  3iercrei,  oeta^itl.  Mi  (Sid^^^ieren,  gejietteg,  ge^ 
jtvunc(ene6  u.  gefün|lelte6 ,  inöbcf.  fprcbe  ti)ucnbe§  S5ene()men  ob. 
SBefen;  bte  3iei-l)eit,  v>lt.  f.  Sterbe,  (Sd}muc!.  (Sd^ön()eit;  gicrüd), 
JBttJ.  (mittel().  zierlich,  auc^  ziersam)  1)  butcf)  Äuiif  .v.  feine  SSilbung 
üetfdipnett,  anmutl)!^  an  ©ejlalt  u.  Silbung,  finnc,  k.  ig,  nett,  niebltcft 
(ein  jietUd^eS  SOlabd^cn;  ein  lictUäjit  ®ang,  2(njlanh;  i  •-:  jictlid^e  .i^anb 
fd^teiben;  eine  jierUd;c  ©c^rcibavt);  2)  «Rfpr.  f.förmlicf),  c:  t\--gcfd^nebencn 
gotmen  gema^  (dn  j^ierlic^cc  (5ib,  ein  jicrlic&eö  Sejtumi  .  *".  eil  ic);  bie 
Sierlic^feit,  \)ai  3iv^cltd)fein,  bie  jtei-üd)e  S5efc{)affe:;  ■..  •  "  ipr.  f.  x>oxo^i:> 
fdjriebene  Sorm[id}fcit;  ber  Sterling,  -e§,  ^JJl.  -e,  iiuuw.  f.  eine  fid) 
jierenbe  ^erfon;  insbef.  ein  gecfen{)Qfter  jungei  CO?enfd),  «Sturer. 

3iefelmau6  ob.  3icfe(rafte,  tr.,  (auc^:  ber  3iefel,  3ei[el,  bie  3iS'  ob. 
3i[4)mauö;  altb.  zlsi-müs,  zisemus,  mittclf).  aud^  zisel)  lanbf^.  f.  bie  23ild)s 
mau«  (f.  b.),  SSergmaug. 

3iefer,  w.,  CD?,  -n,  bie  Siefercrbfe,  (au4)  3  t [et;  o.  lat.  cicer)  ranbfd^- 
f.  Äi*er,  f.  b. 

3iffer,  tu.,  £0?.  -n,  (oberb.  bev,  auä)  ba^  3iffer,  SW.  bie  3iffet;  etft 
im  Sfleuljod^b.  entlehnt  t?on  bem  fpan.  u.  ital.  cifra,  franj.  chifTre;  urfpr.  arab. 
sefrah,  o,  l)ebr.  saphar,  jal)ten)  1)  ein  3iit)iS«id}en,  eine  3a{)[fi5uc  (arabifd^e 
•— ,  römifc^e  3iffern;  mit  3iffern  red^ncn);  2)  jebeS  ae()eimc,  föiUfürlid) 
feffgefe^te  ob.  üerabrebete  @d)rtftjeid)en  (in  bicfer  SSeb.  gen),  fr.  (5l)iffre; 
mit  3iffern  ob.  6f)ijfcen  fc^rciben;  ba^er:  entiiffern);  —  ba5  3ijferMatt, 
bie  mit  bcn  (£tunbcnjaf)ten  bejci(^ncte  ßorbcre  ©d^cifcc  einer  Uf)r;  bie  Siffer* 
fc^rift,  ®e^eim[(^rift  mit  3iffern  (gew.  6f)iffce*®(i^rift);  #ern,  aivUof. 
3».,  3iff«rn  machen,  mit  3iff«rn  tedjnen,  (ogt.  bcjiffern). 

-jjig,  9lad^f,  jur  SSitbung  »on  3a()lK)örtern  (gotl).  tigus,  al6  mSnnl. 
^».  f.  bie  3e^niaf)l  =  gried^.  d~fz«'?;  angelf.  tig,  altnorb.  tlu,  tigi;  altljod^b. 
-zug,  -zuc,  -zoc;  mittelt). -zec;  oon  gleid^cm  (Stamme  mitzehan,  jeljn,  [.  b.) 
btent  juc  2(breitung  ber  Seiner  (oon  20  hii  90)  non  ben  ßinern  (2  iü  9), 
j.  S.  oierjig  (b.  i.  »ier  3ef)ncn  ob.  jeljnmat  oicr),  funfjig,  ad^tiig, 
neunjig;  jlatt  jweijtg  aber  fagen  wir  jmanjig  (f.  b.),  [tatt  breijig: 
breif  ig  (in  golge  einet  ßtweic^ung  bcö  j  ju  f),  jlatt  fcd^öjig:  ftd;jig, 
ftatt  f  i  c  b  e  n  j  i  g :  [  t  e  b  j  i  g.     jDie  DrbnungSja^len  werben  »on  ben  mit  j  i  g 


Sigarre  —  Simbcl  2089 

gebilbcten  ^a^ttrottcrn  burd^  bic  ßnbung  -fte  abgeleitet  (j.  S3.  bec  jc.  brel- 
^ifljle,  »tctjigjle  it.);  bte  Sfjeitunge^  ob.  S5rud^iaf)li'n  bucc^  -fiel  (j.  S5.  ein 
SwQtijigffel,  2)rci6tg(tcl  ic). 

Sigiurc  ob.  Gig  arte,  iv.,  ?0?.  -n,  (oom  fpan.  cigan-o,  eig.  eineSobadS» 
Ott  ouf  ber  3nfel  Guba),  ©ümmffcnäel,  fleinc  2!abacfgroUrf)en,  bie  man  o^ne 
pfeife  raudjt. 

äigcuner,  m.,  -«,  ?!J?.  w.  6.,  bie  3lcif ""»•' J^i""  >  5^-  -«"i  (f^o"  t»" 
tf)rec  3(nfunft  in  Ungarn  im  3(nfange  bc6  15.  Sa^rl)-  3igani,  3in9ani 
genannt;  ital.  zingaro,  zingano;  poJn.  U.  nifj".  cygan,  bÖi)m.  cykani;  pctf. 
zeugi;  tüxl.  tschingaue;  wat)x\(i).  ein  urfpr.  inbifdjet  Flamen;  ogl.  bic  tjeutigen 
Sf.^inganen  am  3(uöfIuJTe  bc6  3nbu6)  ein  aui  ^nbien  flammenbeS 
5Q3anbei\)olf  oon  gelbbrauner  ^arbe,  »ild^cä  burd^  ganj  Suropa  in  Sorben 
um^erfcl;n?eiff,  »orjüglic^  aber  im  fübl.  ©panien  (roo  fte  Gitanos  f)cifen),  in 
Ungarn,  ©iebenbiirgen,  ber  SOiolbau,  ber  Sür!ei,  au^  in  SBöfjmen  (bal)er  franj. 
BoWmiens)  oerbrcitet  ift  unb  meijt  ©aunerei,  SD3a()rfagerei  unb  allerlei  ®aüttU 
fünfte,  t)ie  unb  ba  jebod^  au(^  orbcntlic^e  ©enterbe  treibt;  in  Dcutfc^lanb  feit 
1417  ernjaijnt.  ÜÄan  nannte  fte  e^em.  aui)  TCgpptter  (ba^er  engl,  gipsy) 
wegen  oermeintlid^er  .^crfunft  aus  3igi)pten;  in  Siieberbeutfc^lanb  u. ©d^rceben 
l^etfen  fie  Satern,  Satarn  (b.  i.  Sataren);  in  il)rer  eignen  inbifd^en  ^jJlunbs 
act  ijcnnen  fte  fid^  5Romaö  ob.  S?ommani),  aud)  Äola  u.  ©inte;  — 
3fe$.  ber  äic^funcrapfcl,  eine  2lrt  fleiner,  fc^warjlic^er  3Cpfel;  bie  Sigeu* 
nerfrau  ob.  bag  SigeuneriDcib,  äigeuncrinn;  bec  äiöfuncrjiinge  ob. 
*fnabe,  baö  Stgeuncrniätic^cn  2C.;  tai  äigcuncrfraut,  lanbft^.  f.  bas 
»ilfenfraut;  baö  feulenförmige  Äolbenmooö;  ber  SBolfefuß;  bie  Sigeuners 
funfl,  2}?.  ^fünfle,  ®aufel=  ob.  SBaljrfagcJünfte  ber  3igeuner;  ba5  ßigeU; 
nerleben;  bie  .Sigcunerfprad^e:  bec  äigfunertanj;  ba^  Sigcuntroolf 
u.  bgl.  m.;  —  "KbUit.  jigcimcvtfd),  Sn?.,  nad)  3i9«unerart,  ten  ßi^eu- 
necn  eigen  ob.  a^nlid);  jigeunern,  3»-)  Sleuw.  f.  nad)  3i9eunecact  leben, 
um^etfd)ipeifen  ic. 

3ibe  ob.  äige»  w-i  9J?-  -n.  oberb.  f.  bie  gö^re  ob.  Äiefer;^ba§  B'i^aä) 
ob.  Sigtd^t,  f.  bec  gof)renroa(b;  aud^  f.  göf)cenjmei9e  unb  ;2(fle ;  ji^en, 
S».,  f.  D.  ».  föf)cen,  fiefetn,  'oon  j^ol^cenfjolj. 

3ifovie,  f.  Bidjorie. 

gilfen,  jiellof.  3»-  m.  t)aben,  nieberb.  f.  jicpen,  fc^irfen,  jiepen,  bef. 
»on  bem  ©d^reien  junger  ©perlingc. 

3ille  ob.  r.  3üüe,  n?.,  ^.  -n,  i(i)m.  auä)  3uU,  3üU,  SR.  3üae;  mittel^, 
zülle;  tt)af)rfc^.  flarcifd^en  Urfprungg:  ruff.  u.  poln.  tacheln,  czolno,  bö^m. 
czlun  IC.;  üielleid^t  jebo^  aud^  oerm.  mit  Äiel,  angelf.  ceol,  ielanb.  kiö'll; 
ogl.  baö  nieberb.  Seile,  Solle)  oberb.  f.  ^cidjcn,  ?^ifd}erfal)n,  leid)teS 
glufSfa(;rjeu9;  auc^  überlj.  f.  Äat)n,  Sluf6fcf}iff  auc^  oon  größerer  2Crt,  bef. 
ouf  bem  3nn  unb  ber  S)onau. 

3imbe(,  ro.,  5)?.  -n,  (fr.  ei)mbel,  t).  lat.  cymbalum,  gried^.  y.i'ußcdoy, 
ein  ©djaUbecEen,  l)ot)le6  Slcd^betfen  olö  Sonwerfjeug;  bal)er  fc^on  altl)od^b. 
zymba,  zymbala;  mittell>.  der  zimbel  f.  ein  ©löctc^en;  oberb.  ber  3imbcl, 
3tmmel),  alt  u.  lanbfd).  f.  eine  fleine  ©locfe  ob.  <Sd)eüe;  ein  au6  ©löcfc^en 
t)ef!cf)enbi5  S'ontreifjeug,  ©AcUen*  ob.  Älingfpicl;  bie  Simbelblume, 
lanbfe^.  f.  ber  äBafferwegerid^ ;  ba5  Simbelvcgiflcr  ob.  bec  3imbchU9,  ein 
Orgelregiftcr  r>on  jufammenflimmcnben  ©löddben,  ©lodtenjug;  ba^  ^itnbtU 
fädc^en,  lanbfc^.  f.  ber  Klingelbeutel. 


2090  3immer 

3tmmer  1.  m.  (m^  f.)  lanbfd^.  f.  3i«nier  2. 

Stmmer  2.  f.,  -g,  CiÄ.  w.  6.,  aSerft.  bag  3tmmetrf)en,  (alt^o(%b.  zimbar, 
mittclf).  zimber;  alt\&(ij\.  tirabar,  nteberb.  Simber,  Stmmcc;  attnotb.  timbr, 
fc^Web.  timmer;  angclf.  U.  engl,  timber;  tt)at)r[^.  öon  bCC  2B.  tarn,  zam: 
zemaii,  füflcn,  gui'ammenpaj[en,  f.  jaljm  u.  jtemen;  »gl.  bai  grte^.  ttouoi,  lat. 
domus,  j^auS,  (^i'uew,  bauen,  jntt  J«»«»',  domare,  jäfjmcn)  1)  uvfpr.  übeti). 
9}?atcrte,  <Stcff,  »coraus  ctwaö  bejle^t,  berettet  tft  ob.  gefügt  wkb  (ba{)er 
eJjem.  aud)  f.  ©rj,  SKetaU;  ogl.  baö  franj.  timbre  f.  ®to(fc  u.  >&elm);  inöbcf. 
alt  u.  lanb[4i.  f.  SSaufToff,  ^ofä  ^ur  (5ri;id}tun9  eineg  ©ebaubeö,  S3au()o(j, 
((anbf^.  a\xä)  ein  ttnjclneö  ©tuet  58au{)olj,  ein  Sal!en);  2)  ült.f.ba6  SSauen, 
bie  (^rbaiiun^,  bec  v^ol^bau;  3)  wai  gebaut  ijl,  ein  25auirerf,  ©ebaube: 
alt  u.  obcrb.  ein  ganjeS  ©ebaube,  v^aug  (j.  SB.  baö  Sorf  bejttiit  aug  fo  unb 
fo  »tel  3immccn),  inöbcf.  ein  yon  »f)o(ä  aufgeführtes  5flebengebaube  auBcr 
bem  ctgentttc^en  SBo^ni^auö,  j.  SS.  juc  2(ufbe5rai)rung  »on  J&cu,  ©«treibe  zc. ; 
ie^t  im  J&oc^b.  nur:  eine  jum  ^(ufent^alt  für  50?enfd)en  beflimmte  3(6- 
t{)eilun3  eines  2öo^nf)aufeS,  üblü^ec  alg  iai  finno.  ©emac^,  eblec  u.  oon 
weiterer  SSeb.  alö  <Ztuhi  (f.  b.),  j^ammer,  (in  feinem  3immer  fein ;  nid^t  au6 
bem  3immer  fommen,  ba^  ^immit  ^üten;  eine  SBoljnung  oon  fec^S  3immern 
jc;  bas  3Bo^n=,  @fö=  ob.  ©peifc-,  ©i^laf',  SSefuc^',  ^u^=,  SSorjimmcr  ic; 
»gl.  aud^:  grauenjimmer);  bafjer  iie  ^U^-'  ber  3immcrl)err,  bair.  »er 
bei  Semanb  ein  paar  3immer  in  2(ftirmiet|)e  genommen  l)at;  bie  Sinimeti 
xdi)Cf  eine  5Heil)e  an  einanber  fiopenber  3immer;  bie  Stmmerfpinne,  eine 
jtdd  in  ben  3tmmern  auff)altenbe  ©pinne;  bie  3inimcrtl)ür,  ©tubentl)ür; 
bie  äimmerocrjierunq ,  SSergicrung  r>on  3immern  u.  »oö  baju  bient;  ber 
Sinimerwart  ob.  *  härter,  lanbfc^.  ber  2(uffe^er  über  bie  3immer  eines 
©^loJTeö  jc.  (fr.  ©aftellan);  —  jimmem,  jiel.  3».  iaUi)od)\).  zimbarjan  u. 

zimbarön,  zimberon,  zimbroii;  mittel^,  zimbern;   gotl).  timrjan;  altfäc^f.  tim- 

bron,  nieberb.  timmern;  engl,  timber;  fc^web.  timra)  ^otj  jum  25au  bear^ 
beiten,  jurid^ten  u.jufammenfügen;  etwaSauSv^oIj  erbauen,  crrid)ten  (ein 
Jgjauö,  ein  ©d;iff,  einen  Äat)n  — ),  auc^  überf).  auS  «^Dlj  oerfertigen  (oon 
3immermann6arbeit,  j.  SS.  eine  Äiippe,  einen  Srog  — );  uncig.  f.  jufammen; 
fügenb  verfertigen,  mad}en;  oberb.  aud^  J'clloä  f.  baS  3immermann6lsanb? 
werf  treiben;  —  3fe6.  bie  3immcvarbeit,  bie  ^(rbeit  be§  3immernS;  ber 
©egenftanb  bcrfelben,  maS  ber  3immermann  verfertigt;  bie  3tmmeraj:t,  lixt 
jum  3immcrn;  bie  3immerfIo^C,  eine  ^tnjlalt  gum  glö^en  »on  3immcrt)o(s; 
anöi  baS  auf  einem  glulfe  fortgcflö^tc  3immcr()olä  felbjl;  iai  ^immcrgcrätl}, 
©erätl)  ob.  3(rbeitöseug  bcö  3tmmcrmannö;  ber  Stnimergefcll,  ein  @efcU 
üom  3immcrl)anbrccr!;  tai  3immcrl)ant»n:)erf,  tia§  .^anbwerE  beS  3immern§ 
ob.  bec  ^oljbau=2(rbcit;  ber  3immerl)äucr,  SScrgw.  ein  3(rbeiter,  weld^er 
bie  gum  ©lubenbüu  nötl)igc  3immcrarbeit  ma(!^t;  ber  3tmmerl)icb ,  gorft«. 
bie  SSearbeitung  u.  3uric^tung  bc6  SSau^oljeö  im  SJalbc;  ber  3immcr()of, 
ein  eingefricbigter  ^la^  gur  SSearbeitung  beö  3immcrl)otjeS;  bie  3tmmcvlaug, 
3immcrt.  f.  dn  eingcflicftcS  ©tü<J  3immer^olj;  ber  3tmmcrmann,  S)?. 
steute,  (altb.  zimbarman,  zimbermau)  wer  bai  3immert)anbwer!  treibt;  bafjer 
3fe^.  voie:  bie  3immermann6arbeit,  baS  3immermann6f)anb» 
werf,  bie  3immei'mannSEun|l  ic.,  fürjer:  3immerarbeit  k.;  bie  3ini= 
mermannSfd^vaube ,  eine  aus  jwci  flar!cn  t)öljcrnen  ©(^rauben  beftel^enbe 
SSorrid^tung,  um  ein  ©ebäube  in  bie  JQ'6i)i  gu  [i^cauben,  weites  neu  unter* 


Simmci:  —  stmpetn  2091 

gefödweOt  werben  foU;  bec  3iinmcrmci|!er  (artf)o^b.  zi'mbarmeistar)  «meifter 
tcö  3immer^anb«)cr!ö;  bec  3imnicrnagc(,  ein  Ijöfjernec  9?a9el  jum  5ßcr* 
[c^lie^en  eineö  CodjeS;  bct  3imnu'rp(a|5 ,  ein  offener  freier  ^Ma^  jur  Sear* 
bcitunci  bcS  3inn^er{)o(jcö;  ber  Siniincrfpail,  beim  3immern  abfaUcnbeSpäne; 
bec  3ininicrfleiger,  SBcrgio.  ein  ©teiger,  »clever  bie  ^imnierung  in  ben 
©rubengcbätiben  beauffic^tigt;  ba^  3inimenrcrft,  Ort,  reo  ©c^iffe  gebaut 
rcerben,  ©c^ifföwerft;  ba^  3tltinicrit)crt:',  bie  3imnierarbeit  bef.  an  einem 
©cbdiibe;  —  llljliit.  bec  3immcrer,  -6,  (aU()o^b.  zlmbarari)  irec  Jim; 
mert,  [clten  f.  Bimmecmaim;  bcr  3ininievlin9,  -eg,  Wl.  -e,  f.  t>.  n>.  3ini» 
nier()d'uer;  bie  3innnerung,  1)  ^ai  Btmmern;  2)  bag  3inimern)erf, 
v^oljroerf'  an  einem  ©ebaubc,  bef.  S^ergtr. 

3nnmcr  3.  f.,  -g,  Wl.  ir.  (5.,  (mittel^),  zimber;  nieberb.  Simmer;  engl. 

U.  f(^rt>eb.  timher;    mittl.    tat.    timbrium,   timbrum ;    franj.   timbre;    n)af)rf(^. 

=  3inimer  2.,  alfo  eig.  eticaS  3fufgebautc6,  2(ufge{)aufteS,  ein  J^aufen,  strues) 
bef.  im  ^erjJjanbct  gebr.  f.  eine  2(njaf)(  Don  40  (n.  2£.  20,  ober  60)  gellen 
(j.  S.  ein  3immer  3obe(,  güd^fe  b.  t.  guc^Sbalge  jc). 

3immct,  m.,  -g,  ob.  3tmmt,  -ea,  o.  3)?.  (^gej.  aus  bem  alteren,  bü 
Sut^er  öorfommenben  (Sinnomet,  üom  lat.  cinnamum,  cinnamomum,  grted^. 
xiryc'(/.i(ouoy,  y.ü'vcuov,  unter  wcld^em  Flamen  W  alten  @ried)en  bieS  ®e» 
»ürj  burd^  bie  ^f)önicier  au§  2Crabicn  erf)ietten;  femit.  Urfprungö :  {)ebr. 
kinnamou)  bie  a(g  ctn  ©eiDiicj  gebraud)tc  rctbgelbe  ob.  bräun(id)e  innere 
JKinbe  be6  3inimetbaumeö,  genauer  bie  3immet-  ob.  3inimtctnbe,  lanbfd^. 
aud^  .Eaneel  (f.  b.)  genannt;  bec  3inimtapfc(,  eine  lixi  feiner  runbli^er  2CpfeI; 
bec  3tnimct*  ob.  Bimmtbaum,  ein  gum  ©ef^led^t  beö  Sorbcrbaumeö  geljö» 
renbcr  SSaum  in  Ojlinbicn,  bef.  auf  bcr  3nfcl  6ci)Ion  (laurus  ciunamomum  L.); 
ber  »et {je  3immtbaum,  ein  oon  jenem  ganj  »erf^icbcner  »üejlinbifd^er 
aSaum,  bcJTen  btafibraune  9?inbe  oon  brennenb  f^arfem  ©efc^macS  unter  bem 
Silomcn  weiter  3  t  mm  et  als  ®c»ürj  gebraudjt  wirb;  bie  3tnimtb(ume, 
ein  bem  3immt  äfjnlic^eö  @e»ür?,  »afjrfc^.  bie  gctrorfneten  aSlütfjenfnoSpen 
beS  SKutterjimmtbaumeö ;  bec  3imintbocf ,  eine  2lrt  »ie  3immt  riec^enber 
aSocüafer;  bie  3tmmtfarbe,  bie  gelb»  ob.  braunrot^e  garbe  bcö  3inimteö; 
bol)er:  jimmtfarbcn  ob.  ^ farbig,  SBre.;  bec  3immtforf),  lanbfd).  Mö^. 
eine  %xt  Sorten  aus  Sieif  mit  3uc!er  unb  3inimt;  bie  3immtmanbel,  ge» 
f^älte  u.  mit  gejlopcncm  3utfcr  unb  3immt  überjogene  50Zanbeln;  bag 
3linnitö(,  ein  auö  ber  3inimtrinbe  u.  ben  3inimtblumen  gewonnene«  njol)t= 
ried^enbeö  ftüc^tigeö  Öl;  hai  3iitimtr5l)rd;cn,  in  «Röbrc^en  jufammcngeroUter 
3immt;  uncig.  9Jaturf.  eine  3frt  fc^r  bünner  SBlafenfd^necEcn,  au(§:  Rapier» 
rolle;  bie  3inimtrofe,  eine  2(rt  \)oi)  wa^jfcnber  »Über  SRofen  »on  jimmt= 
dljnlidjem  ®eru^;  ber  3imnitfc^tmnu'l ,  ein  ^ferb  mit  wei^grau  unb  gelb 
gemifdjtcn  paaren;  bec  3imnitf(f)U''amm ,  eine  2Crt  Slatferfc^wämme  mit 
jimmtfarbcncr  9tinbe;  \ic^^  3ii^ititn)Qd^ö,  eine  au6  ben  gcüd^ten  beö  3immt= 
baume6  burd^  Äoc^en  gewonnene  wo^lricd^enbe  fettige  SOlaffc;  \i<.\^  3immt; 
waffer,  über  3inimfrinbt  abgegogeneö  SSJaffer;  beSgl.  ^Branntwein. 

jimpcin,  jimpcrn,  jiellof.  3w.  m.  Ijaben,  oberb.  (oerw.  mit  jtemen? 
ögl.  baö  {)oll.  temen  f.  affectirt  langfam  fpredjen)  f.  fid)  jieccn,  werfd)amt 
tf)un,  fid)  jactüd)  d"^.  fln^üd)  benehmen;  bie  3inipc(  f.  eine  fid)  jierenbe, 
t)ecfd)ä'mt  ob.  flaglic^  tf)uenbe  ''Perfon;  gimper  ob.  äimpcrlic^,  SSw.  (au^ 
jimpfer,  jumpfer,  jimpferli^  ob.  jümpferli^)  f.finbifd)  ob.  junäfcä'ullc^ 


2092  Sinbet  —  3infe 

toecfdjamf,  fclobe,  Ü6«rttle6en  ftttfam  u.  jart  im  SSenel^mcn,  jd'rttid)  u, 
cmpftnbfam  tf)uenb,  fid)  jiecenb ;  ba^er:  bie  Stmperlid^feit. 
Sintel  1.  m.,  -S,  9)?.  id.  6.,  ob.  bec  3tnbe(taffet,  (auc^  3enbet, 

©enbel;  altb.  zindal,  zendal,  zeudel;  itat.  zendado,  zeudale,  franj.  cendal; 
»om  mittl.  lat.  ceudalum;  ötcUdc^t  un'pc.  t)om  gtied^.  crivJojj/,  ein  fetncg  in« 
bifcifeeö  3eu9),  «in  f«^t  bannet,  flocartigeä  ©cibcn»  ob.  ^^albfeibenieug. 

Stnbet  2.  ob.  ätngcl  1.  m.,  -ö,  5)f.  tu.  S.,  (öjlrci^.  mihi,  bie  3in9el) 
eine  2Cct  SSorg  tn  be«  2)onau,  auc^:  ^inbeU  ob.  3in9elfifdö;  ferner  ein 
5ifd)gcfd}(cd)t  mit  unoerfc^^tofTenen  Äiemen,  j»ci  |lraf)ti9cn  ob.  ftai^cligen 
Stüdftnfloffen  ic 

Singet  2.  m.,  -  6,  CD?,  tv.  (5.  (mitterf).  zingel,  »,  lat.  cingulum,  ©ürtel, 
»,  cingere,  gürten)  olt.  f.  Umöegung,  Umjä'imung,  O^ingmauer,  S^tünger; 
nodi  fc^weij.  f.  ©tteifen,  «Strieme  am  SRinbüiet);  S5erg^öf)e,  f)of)eö  i5e(fen» 
I)orn  (bat)ec  Kf^iingel,  alö  ^Benennung  mand^er  ©(^tueijergebirge) ;  jin* 
geln,  3»-  umgeben,  umfd)Iie^en,  nur  gebr.  in:  umjingeln  (f.  b.); 
^cbwcij.  f.  ftreifen,  b.  t.  mit  ©treifcn  öerfef)en  (eine  gejingelte  Äut)). 

3inf  1.  m.,  -eS,  o.  5K.  (ein  erfl  im  9^eu()o^b.  entftanbcncö  SBort,  »iel« 
leicht  üon  3inn  gebitbet?)  ein  b[au(i'i)ir>eipe5,  bem  3inn  ä'tjnlidje^  ^itaü 
üon  j^ra{}lig«  blätterigem  Srud^  unb  jtarfem  SQletallglanj,  in  erwärmtem  3u= 
jianbe  fo  biegfam  u.  ge[4)me{big,  bafö  eö  \iä)  ju  bünnem  Sratf)  unb  fSUä)  ocr* 
orbeiten  läffr,  aud^  ©piauter  (f.  b.)  genannt;  e§  finbct  ticiö  ni^t  gebiegen, 
fonbern  nur  oet!a(ft  unb  »ererbt;  —  3[e^.  bie  3infafd)e,  ber  beim  23er» 
brennen  be§  3in!e6  juriitfbleibenbe  [d^were  3inffalf;  bie  3tnf blende,  mit 
©d^roefel  oererjter  3inf,  ©c^irefer^inf;  bie  3infblumen,  o.e.,  ein  [d^nee» 
tcei^er,  leidster,  floäiget  Äalf,  ber  ^iö)  beim  83erbrennen  beS  3inf8  txi)ebt  u. 
on  anbere  Äörper  anlegt;  bie  3tnf butter,  faljfaurer  3in!,  Ju  einer  mild^« 
weisen  5DiaJTe  geronnen;  bag  Sinferj;  ber  3inffang,  eine  23orrid^tung  an 
ben  ©^meljöfen  ?um  3tuf fangen  beS  in  ben  ©r^cn  btfinblid^en  3infö,  aud): 
ber  3in![tut)l;  baS  Sinfglaä,  ein  glasartiger  Äörpcr,  »eldjen  man  beim 
2(biiet)en.  beS  3in!S  auö  feinen  ©rjcn  gewinnt;  bie  3inf platte,  eine  platte 
üon3inf;  bec  3tnffpatl),  »crfalEter  3in!,  ®almei;  ber  3inf|^ein,  lanbfc^. 
auf  3in!  bereiteter  ©(^wefclfieö  nad^  feiner  erjten  «Köftung;  bec  3infüitriof, 
fdjwcfelfaurec  3tnf;  —  2(bleit.  5in!if4  Sro.,  ^üttento.  f.  bem  3irtf  ä'f)n? 
Ud),  jinfactig  (jinüfd^ec  Ofenbrud^,  3in!filacte,  bie  fi4|  im  oberjten 
Sljeile  beS  t>of)en  £)fen§  anfc^t). ' 

3inf  2.  m.,  -en,  ?W.  -en,  aud^:  ber  3in'£en  (altf)0(^b.  zinco,  mittel(). 
zIdc,  ziüke;  fdjon  frül)  auS  bem  JRoman.  aufgenommen:  ital.  cinque,  franj. 
cinq,  r>.  lat.  quinque,  fünf)  alt  u.  oberb.  f.  bec  giinfec  auf  bem  Söüifel, 
oud^  im  SBrettfpicl. 

3infe,  i».,  ^.  -n,  ob.  bec  3infen,  1.  -g,  9??.  w.  6.,  (altb.  der  zlnko, 
zinke;  ocrnj.  mit  3angf,  ob.  ocn  3inne  abgcl.?)  1)  ein  fpi^  julaufenbec 
Äörpec  ob.Äocpectbeil,  finn».3rtcf«n,  j.  S3.  bie  ©pi^en  einer  ®abel,  bie  3ci()ne 
bc6  SRec^ene,  3ag.  and)  bie  fpi^igen  Snbcn  am  >&irfd)geweif) ;  Sifdljl.  bie  !lei» 
nen  3apfen,  mit  welchen  bie  3argcn  ic.  vereinigt  merbcn;  bid^t.  f.  eine  l^er* 
üocragenbe  SSerg;  ob.  Setfcnfpi(}e ;  2)  ba^  S5lag()orn,  ein  Slafe«3nfirument 
üon  gcrabcr  ob.  ge!rümmtcr  gorm;  in  ben  Orgeln  finb  bie  3i»Sen  eine  Mrt 
pfeifen,  reeld^e  ben  Son  biefeö  SnjlrumenteS  nad^a^jmen;  bec  3infenbläfer 
ob.  mit  frembartiger  (Snbung  3in!eni|l,  n>«  bie  3infe  blaft;  baS  3in* 


Stnfen  —  Sinn  2093 

fenbtatt,  S^otnhhtt,  cine^flanjc,  auc^  6to5  3tnfe  genannt  (ceratophyllum 
L.);  bai  3infcn,qc^6rn ,  Sag.  ein  ®mdf)  mit  brci  ob.  otcr  Snben;  bec 
Sinfcnjug,  baö  Drgetregijlcr,  burd)  »tlc^ee  bie  3infcn  angezogen  njcrben; 

—  jinfen,  jiel.  3n>.,  mit  3infcn  oerfcfien  ob.  (3;if(^r.)  vereinigen  (ocr= 
itnfcn);  jinfcln,  jicHof.  3»-)  nicberb.  f.  eine  fiedienbe  ob.  pricfetnbe 
(Smpft'nbung  l)aben  (engt,  tingle);  ^infig,  Sm.,  3infen  fjabenb,  gew.  nur 
in  3fe^.  wie:  j»ei=,  breijinüg  jc. 

3infen  2.  m.,  -8,  9??.  tx>.  (5.,  1)  »lt.  (olt^o^b.  cinco,  mittelf).  zinke; 
t)crn:>.m{t2in,3fnn?)  ein  weiter  ^(ecf  im^fuge,  2ru9enirö[fd)en  (lat.  albugo); 
2)  obcrb.  ein  Settb(ä'öd)en  ob.  Fettauge  auf  bec  gCetf^brü^e  zc,  »ci!U  baö 
3in!le{n  (ö|lt.  3infecl). 

Binferj  zc.  —  3infüitrlo(,  f.  unter  3tnf  l. 

3inn ,  f.,  -e6,  3}?.  (nur  oon  mehren  2(rtcn)  -e,  (altb.  zin;  altnorb. 
ongclf.  engl,  tin;  ntebcrb.  Sinn;  fd^web.  teno;  hö^m.  cyn,  poln.  cyna;  nic^t 
»om  lat.  stannum,  tt)oI)cr  bai  franj.  etain  jlammt,  fonbcrn  waljrfc^.  üon  eigner 
SBurjel:  tin,  zin  f.  ^eÜ,  li^t;  Ogl.  baS  alt^oäjb.  zeinjan,  zeindn,  altnorb.  tma, 
f.  geigen,  anö  Ziöit  bringen;  alfo:  ba^  ()iUe,  wci^e  SRetatl),  ein  treipeö,  nur 
rocnig  ins  SSiauIicfie  fpiefenbe^,  leid)tc3  iinb  j!recfbare6  9}?etall,  welches 
oer!alft  unb  oererjt  gcfunben  wirb;  and)  f.  wn  3inn  verfertigtes  ©eratl), 
^inngefc^irr,  q(ö  ©ammctw.  o.  93?.,  (erctbteö  3inn;  ba6  3inn  fc^euern  2c.); 

—  3fe^-  baö  3innafter,  .^üttenw.  auägemafc^ener,  leerer  3tnn|tein;  bie 
äinnafc^e,  »crfalfteS  3inn ;  ber  3innbaUcn,  .^üttcnw.  ein  SSaUen  gufam» 
ntcngeroßten  3innö;  bai  Sinnbcrgwerf;  ba6  3innblatt  ob.  *  blättrigen, 
ein  fBlatt  biinn  getriebenen  3inn§,  »gl.  SSlatt^inn  (fr.  ©tanniol,  {)albfr.  3inn* 
folie);  bie  äinnblenbe,  mit  3tnnerj  »erbunbene  Slenbe;  bie  3tnnbutter, 
foljfaureS  3inn  als  bidEliddc  «)ei|;-c  SKaffe;  bci^  Sinnerj,  3inn  entt)oltenbe8 
(5rj,  »crerjte^  3inn;  bie  SinnfeKc,  eine  ^dle  ber  3inngie5er;  ber  3inn» 
fifd),  am  asobcnfee  f.  Caubcn  ob.  SBci^fifc^;  ta^  Sinnflöj,  ber  Sinngang, 
Serg».  ein  glöj,  ®ang,  in  »eld^em  3innerj  brid^t;  ba6  3tnngatter,  Spät* 
ten».  in  gotterförmigen  Safein  gegoffeneö  3inn,  weld^ce  ju  3innbaUcn  jufam» 
mengercUt  wirb ;  ba^  Sinngef vcifj ,  ber  2(bgang  beim  ©djmeljen  ber  3inn* 
erje;  baS  3inngcrä'tl),  '9efd)irif,  ®eratf),  ®efd)irr  aul3inn;  ber  3inn; 
giepCV,  ein  Jpanbwerfer,  »üel^er  allerlei  ®eratt)e  au§  3in'i  gic^t,  niebcrb. 
Äannengießer;  baf)er:  baS  StnngicpergcttJcrf,  4)ant>n;cvf  2C.;  bie  3inn* 
graupc,  gew.  5}?.  =graupcn,  eine  2lrt  3inncrj  in  oiclccEigen  ©türfen;  finb 
biefe  Hein,  fo  nennt  man  (te:  3tnnitt'itter  ob.  ^ö)käjti)in  3  Witt  er, 
3innfanb;  bie  3tnngrube,  eine  SBergwerfegrubc,  in  tccl^er  auf  3inn 
gearbeitet  wirb;  ^üttcnn?.  ber  ^erb,  auf  welchen  ba§  gcf^meljte  3inn  auS 
bem  Dfen  fliegt;  ;^{nnl)altig,  SSn?.,  3inn  ent()altcnb;  ber  3inn^)amnicr,  iin 
Jg>ammer  ber  Orgelbauer,  bie  gcgcfTencn  3innplatten  ^u  ben  Orgelpfeifen  bomit 
fcfler  ju  fd^lagen;  ber  3innt)an^cl,  Jg)anbel  mit  3innwaaren;  ber  Sinn* 
l^änbler;  bcii  3innl)au§,  auf  Slc^^ämmcrn:  bie  SSerf ftatt,  wo  bie  ©ifen» 
biedre  Berjitint  werben;  5innl)ell,  lauter,  ^lic^t,  JBw.,  alt  oberb.  f.  coli* 
fommen  ijetl,  !lar,  lauter  (oon  glüffigf eiten) ;  ber  3innl)obel,  ein  ^obel  ber 
Orgelbauer  gum  ©lattljobeln  be§  3inn6  ju  ben  pfeifen;  ber  3innfa(E,  »er? 
fftl!te6  3»nn,  welches  als  dn  ^uloer  auf  ber  Oberf(dd|c  beS  ber  @c^mcljf)i^e 
ouSgefe^ten  3tnneS  ft^  ergeugt;  ba^  3tnnfraut,  oberb.  f.  e.  w.  Pannen* 
fraut,  f.  b.;  bie  Sinnfrücfe,  Ui  ben  Orgelbauern:  ein  offener  ^ölgernex 


2094  Sinne  —  Sinnobec 

Äajtcn  mit  hewiQÜ^m  Cuerbrettcrn  jum  statten  beS  ju  ben  pfeifen  gegoftc» 
nen  3inneS,  aud^:  ©ie^friicte,  ©d^Ieufe;  bai  äinntotl),  ©c^ncU(otf)  jum 
Cütf)cn  jtnncrner  (Sachen;  bie  3innmuttcr,  bei  3tnn3ic^ccn:  in  ©(^cibemaffec 
aufgelöfteö  u.  barau6  iriebec  niebergefc^lagcneS  3inn,  »reld^eä  anbccm  gefd^mol- 
jenm  3inne  jugcfc^t  wirb,  um  eö  gcfd^meibigec  u.  fc^öncc  gu  machen;  bec 
Binnofcn,  ein  !£d)meljofen  jum  ©^meljen  oon  ^innerj  u.  ober  3inn;  bie 
Binnpfanne,  auf  95Ie^()ämmcrn  bk  eiferne  Pfanne,  in  weichet  baS  3inn  im 
3innofen  gefd^meljt  wirb;  bie  3tnnpfeife,  Orgefpfeife  oon  3tnn;  bie  3inn« 
platte,  jinnerne  platte;  bie  Sinnprobe,  Unterfud^ung  bec  @ütc  u.  JReini)eit 
bcS  3'nn6,  bef.  bei  ben  Orgelbauern;  bec  Sinnquar^,  jinnt)aUi9er  Cluarj; 
bec  Sinnroj!,  Jpüttenw.  gcröftctcc  3inn|tcin;  bec  3tnnfanb,  f.  3innc3raupe; 
bec  3innfci^5r(,  eine  ben  3inngraupcn  afjnU'd^e  taube  Sergart;  bie  3tnn' 
feifc,  eine  2{nftalt,  »o  3inn[anb  ob.  3«t>ttter  auö  ber  @cbc  gefetfet  wirb  ([. 
feifen  2.),  aud^:  bie  3innwä'fd^c;  bec  3innfpatl),  »eifcS  blätteriges  3inn* 
erj;  ber  3innjlein,  l)  ein  ©fein,  welker  3innerj  enff)ält;  2)  J^ütten».  iai 
jum  ©d^metjen  jugerid^tete,  gepod^fe  unb  gewaf^cne  3inncrj;  bec  3innjio(l 
ob.  ia^  3inn|Io(fnjerf,  Serg». ,  f.  ©torfwerE;  bie  Sinnilufc,  f.  ©tufe 
2.;  bie  3tnntafel,  eine  au§3inn  gegoffeneSafel;  bec  3innt)itrlol,  fd^wefel? 
fauceS  3inn;  bie  Sinnwaare,  CO?,  -n,  aug  3inn  »erfcrtigtc  ©a^en,  ®e* 
xati)i  :c.,  otö  SQSaarc  Uttaä^Ut;  bie  3innit)afd^e,  1)  Serg».  f.  ».  ».  3inn= 
feife,  f.  b. ;  2)  J^ütfenw.  bU  ün^alt  jum  SBafdIjen  bc§  gepochten  3innerje§ ; 
ber  3innwäfrf)er,  SBerg«  u.  .ipiittcnw.  ein  2£rbeitec  bd  ber  3inntt)afc^e;  bie 
Sinnwäfc^erinn,  eine  »eibl.  ^erfon,  »cld^e  bai  jinnerne  (Uefd^irc  ju  wafd^en 
l)at,  an  .^öfen  JC;  jinmreip,  Sit».,  bk  hläixliä)  weiße  garbe  beö  3inneS 
i)abenb;  bec  Sinnjug,  ^iittcnw.  ba§  in  eine  funftlid^e  ©ejlalt  gegofTenc  u. 
gleid^f.  gejogcne  3inn:  bec  Sinn^tvitter,  f.  3inngraupe;  —  libleit.  jinnen 
ob.  gew.  jinncrn,  S3w.  (altt)o^b.  zinin;  niebcrb.  tinnen;  angelf.  tinen)  t»ou 
3inn,  au6  3i«n  gemad^t  (jinnerncö  ©cfcdirc,  ginnerne  SeUec  ic.) ;  bec  3in* 
net,  -6,  in  ben  S5led^t)ammern:  ein  2(rbeiter,  n)eld)er  bie  S3lecl)e  ijerjinnt, 
ani):  3inngefell. 

3inne,  ro.,  Wl.  -n,  (altljodib.  zinna,  mittelf).  zinne;  »on  gleicher  SBJurjel 
mit  3inn,  f.  b.,  alfo:  ba^  inö  2(ugc  gallcnbe,  ^eroorragenbe'^  cgi.  jcbod^  aud^ 
bai  nieberb.  Slinne,  engl,  tine,  f.  3a^n,  3infe  eines  SfedienS,  ÄammeS  jc; 
mittelt).  zinnein,  fammen,  f)C(^cln  (glac^S),  ba^er  oberb.  ba^  3innel,  3inel 
f.  ein  SBüfc^el  ob.  9?unb  ^ladji-,  alfo  »erw.  mit  3a()n?),  alt  u.  bi^t.,  urfpr. 
iiber^.  f.  ©ipfel,  @pil^e  eines  SSergeS  ob.  ©ebäubcö;  inSbef.  bie  9)?auer* 
fpi^e,  ber  mit  ßinf^nitfen  ob.  ©(^icßfd)arten  üerfef)ene  obere  Sianb  einer 
5Wauec;  bie  ßinfajjung  beg  flad^en  i^ad^eS  eineg  ©ebaiibeS  {bit  3innc 
beS  SempelS;  er  jlanb  auf  feines  Sa^eS  3innen  k.);  cl)cm.  aud)  f.  Srfer; 
$5cu|ltvei)c. 

3inner,  m.,  jtnnern,  Sw.,  Sinnerj  2C.  —  3innmutter,  f.  unter  3tnn. 

Stnnober,  m.,  -6,  o.  gji.,  (nom  lat.  dunabaris,  gcied^.  y.iymßaQt ;  bat)et 
franj.  cinabre,  engl,  cinnabar;  perf.  schengerf,  arab.  siudjerf;  waljrfd^.  «in 
urfpr.  inbifc^eS  SBSort:  fansfr.  chinawari,  b.  i.  eig.  (5l)ina!ud^en?),  ein  a\xi 
£lue(ffilbec  unb  @d)rocfel  be|lef)enbeS  rot{)e$  5}?inecal:  natarlic^ec, 
gewac^fener  ob.  Sergjinsober,  mit  ©c^wefet  ocrerjtcS  £lucct|tlbct; 
lünftli^er  3innobcr,  auS  Cluectfilber  unb  ©c^wefel  bereitet;  ba^  3in« 
noberer^;  bec  3innoberg(anj,  eine  2(rt  Sinnobererj;  jinnobervott),  SB»., 


Binnofen  —  3in5  2095 

iiä)ttotf)^  tnö  @e(6tid^e  fpidenb;  bic  3tnnobcrrot(}c;  bie  3innobevf!ufe,  ein 
©tilcE  3innobcrerj. 

äinnofcn  2C.  —  äinnjiritter,  f.  untec  3tnn. 

3in§,  m.  -cg,  9)?.  -e  unb  (in  bcc  3tcn  öib.)  -en,  (Qtt()o(^b.  der  zins, 
gjl.  zinsa  u.  ziusi;  mittel^,  zins,  «JA.  zinse;  obcrb.  ber  3inf,  SOi.  3infcn;  com 
lat.  census,  ©c^a^ung,  [o  fcüf)  cntlet)nt,  bafö  baö  ottfäc^f.  ntcberb.  f^iocb. 
tins  bcr  t)errfd)enbcn  5Cnalogie  bcr  Sautoerfc^tcbung  in  aufileigtnbcc  SRic^tung 
gefolgt  ift),  urfpr.  jebe  bem  ^anbeöbctrn  mtx'idjUU  2ibQabe,  ^Uuix, 
©dja^ung,  @d}ofg,  3oll;  aud^  f.  Scf)nbicnft,  Sicufl;  je^t  in  engerer  SBcb. 
1)  eine  bem  ©tunb^crru  üon  ben  einem  2(nbern  jur  9?u^ung  iibers 
(affenen  ©cunbfltucfen  ju  enttid)tenbe  Zb^abe^  möge  fte  in  @elb  ober  in 
gfJaturerjcugniJTen  befleißen,  bec  ©runbjtnö,  ^ad)t  ob.  ^adjtjinS  (ein  ®ut 
auf  3i"ö  tceggeben;  bafjer:  ©rb^,  3eitiinö  ic;  9Ä.  bie  ©runb^,  ^aö^t-,  @ib= 
jinfe  ic);  2)  bag  für  ben  (55cbraiid)  eineg  v^aufeö  ob.  eineg  S()eileg  be^^ 
felbcn  bem  (5i3ent()iimer  üertra^ömäpiä  ju  jaf)(enbe  (55elb,  f.  o.  ».  Wl\iti)i, 
^'\iti)})in$  (ein  >?)auö  in  3in6  net)men;  ben  3inö  exi)bi}cn,  jlcigern;  bec>i^au6-, 
ßaben^,  ÄeUer-,  ©tubenjinö  jc ;  SJZ.  bie  3infe,  S!?lietf)jinfc  it.);  obcrb.  aui) 
f.  eine  gemietl)cte  ob.  ju  i3ermictf)enbe  SBot)nung;  .3)  bie  2(bgabe  von  ber 
^Ju^ung  gelief)encn  (5)e(beg,  gew.  alö  ©ammcto.  in  bec  9)1.  bie  Sinfcn 
(n)eld)cr  9Jlcf)rf).  man  mit  Unrecht  eine  nirgenbö  itblid)e  wcibt.  @in()eit6form 
»bie  3infe«  ju  ®runbe  legt;  fr.  Sntereffcn;  @elb  auf  3in§  ob.  auf  3infen 
auileif)cn  ob.  au6ti)un;  3in6  com  3inö  nei)men;  bie  3in[cn  t»on  einer  3(nleif)e 
bejaf)len),  fowo^l  in  SSejicf)ung  auf  ben  3af)lcnben,  aU  auf  ben  ©mpfänger, 
bat)er  aud^  überf).  f.  iäV(id)c  (Jinfünfte,  bcf.  von  au^[le()enben  (Selbem 
(Kapitalien),  finno.  9?enten,  (oon  feinen  3infen  leben  ic);  —  3fefe'  bec 
3in6a(fcr,  iai  3inSfelb,  ein  3(cfec,  gelb,  eon  rcclc^em  ein  ©runbjinÄ  ent* 
«ic^tet  wirb;  bec  3tn6bauer,  ein  jinöpflid^tigec  Sauer;  bec  3in6bricf,  eine 
Urfunbe  über  bie  itberlaJTung  cincS  ©runbftüdeö  gegen  einen  beftimmtcn  ®runb» 
jinö;  ba6  3in§bucf),  ein  SSud^,  in  roelc^cö  bie  ©runbjinfc  eingetragen  »erben; 
bie  3in6bupe,  ©träfe  für  nidjt  beja{)lten  ©runbjinS;  ba^  3in§j(Si,  bie 
Sinögnnö,  ==9cr|le,  bec  3inöl;Qfer,  bie  3in§i)cnne,  ba§  3in§l)ut)n, 
iforn,  bec  3inäwci5Cn  u.  bgt.  m.,  alö  ©runbjinS  gu  cntric^tenbe  (Sicr, 
®änfe,  ©erjte  u.  f.  f.;  jin^fällig,  f8m.,  f.  t>.  vo.  jinöpflid^tig,  jinäbar;  jin6= 
frei,  Sn?.,  frei  »on  ®runb»,  ob.  5)Jictbjinfe,  (ein  jinöfreicö  @ut;  jinSfret 
wo{)ncn);  bie  3in§freil)eit;  bec  3in§fup  (ogl.  gu^  3),  bai  33erf)ältnifö, 
no^  tt3eld)cm  bie  »on  auSgclief)enen  ®elbern  ju  jal)lenben  3infcn  bcjlimmt  finb 
(j.  S.  4,  5,  6  IC.  com  .^unbert;  (in  f)o{)ec,  iin  niebriger  3in6fu^  ic);  bec 
Sin^geber  (mittell).  ziusgebe)  f.  ».  w.  3inömann,  3infer;  ber  3in69rofc]^en, 
cl)em.  ein  @rof4)en  atö  3(bgabe  an  ben  8anbeöl)crrn,  ob.  alö  ©runbjinS;  au^ 
überl).  f.  eine  in  ®clb  entrichtete  2(bgabe ;  bcii  Sinägut,  ein  @ut,  beffen 
Scfi^cc  bem  @runbl)crrn  gingpf[i(%tig  ijl;  bec  3in§t)al)n,  ein  alö  ®runb* 
?inö  gegebener  ^a{)n;  uncig.  f.  ein  aufgebrad^tcr,  crf)t§ter  S^ai)n  (ec^i^t  fein, 
wie  ein  3inl^al)n;  »ielleic^t  trcil  bie  flärfflen  unb  mut{)igj!en  Jpaf)nc  baju  au§« 
gefüllt  werben  mufften);  bec  3tnf>l)cber,  wer  3inö  ju  ergeben  berechtigt  ijl; 
inebef.  wer  für  ben  @runbl)errn  ben  3in6  ergebt  ob.  eintreibt;  bec  3inöt)err, 
bec  jur  ©r^ebung  eincö  ®runbjinfeö  berechtigte  ®runbf)crr;  bec  3inät)of, 
f.  0.  w.  3in6gut;  bie  3inä{)ufe,  eine  «ipufe  Canb,  oon  weld^ec  ©cunbjinö  §« 
«ntcid^ten  ijl;  iai  3inöle^cn,  ein  Se^cn,  »on  weld^em  ber  SSeft^ec  ©runbjinö 


2096  ginactn  —  3{pf 

ju  geben  »erbunben  fft;  bet  3tnä(eij!en,  tanbfc^.,  r.  bie  BtnStetfle,  5)?.  -n, 
f.  e.  tt).  Seijlenfd^etn,  ©c^ntttfd^cin,  qu^:  bec  3inö[c^e{n  (fc.  (Coupon); 
bec  3in§mann,  Tl.  « mannet  u.  bleute,  1)  »er  juc  entrici^tung  eines 
®runbjin[eS  »erpfltd;tet  ijl;  2)  »er  sOltct£)jtn§  ju  jaulen  fjat;  bec  3inäj 
meifler,  bec  (5innef)mer  i)ertfd^aftltc^ec  ©runb^infe;  jinöpflid)tt9,  9?n)., 
cerpfli^tet,  ®runb'  ob.  sjRtetf)imö  ju  jafjten;  bec  3in5tag,  bie  3in6- 
n)Od)e,  Sag,  SBod^e,  wann  3in§  bejatjlt  werben  niu[§;  bie  3in63al)(:  Siömet» 
3inSja^l  (fc.  Snbiction),  eine  mit  bem  Iflen  Sanuac  beginnenbe  did1)i  üon 
1 5  Saucen  (weit  bie  alten  com.  Äaifcc  alle  1 5  Satire  in  ben  ^rooinjen  einen 
gewiJTen  Äopfjinö  etnforbern  liefen) ;  bec  3tnfen;^inä ,  ginö  oom  3ing,  SSec» 
gtnfung  tüctftanbiger  3infen;  —  2Cblett.  jtn^bar,  fSvo.  (altb.  zinshaft, 
zinsec,  zinselich),  üerpjTid)tet,  ?»in6  b.  t.  übect).  Tl'bgaben,  (Steuern  :c.  ju 
cntcid)ten,  »on  weitecec  J8eb.,  als  jin§pjTtd)tig,  (fic^  ein  Sßolf,  ein  8anb  ic. 
ginsbac  macl)en;  ein  jinSbaceS  @ut  Jc);  bie  3tnSbarfett;  jinfen,  jiel.  u. 
jiellof.  3w.  (altb.  zinsjan,  Zinsen)  1)  3tnS  geben  ob.  entrid^ten,  itwai  nlS 
3in8  abtragen,  (iik  3inSbauern  muffen  jinfen;  jefjn  Stjalec,  jct)n  ©(Reffet 
.^ofec  JC.  jinfen;  ogl.  oud)  »ecjinfen);  2)  3inö  eintragen  ob.  abrcerfen 
(bieS  ^auS  jinfct  t)OC^);   bec  3infer,  -§,  (altb.  ziusari,  zinsaere)  »lt.,   mt 

jinfet  b.  f.  ©cunbjinS  ju  geben  »ecpflic^tet  ijl,  ge».  Sinögebec,  3«nömann. 

jinjeln  ob.  jinfeln,  jiellof.  3».  (ogl.  baS  obecb.  u.  f^weij.  jänjetn, 
Jen i ein  f.  lieb!ofcn,  f4)mei<!^eln;  jiecen,  fd^müden)  obecb.,  jart,  ja'rtlid), 
empfmbfam  tf)un,  fid)  gieren;  jinjevUd^,  Sw.,  »lt.  (mittell;.  ziazeleht, 
EiDzerlicli)  f.  jd'rtlic^ ;  niebltd). 

SinjereÜe,  w.,  £0?.  -n,  lanbf^i.  f.  bec  <Seibenfd)ttJanj  (f.  b.;  bon  bem 
©efdöcei  biefeS  SSogclS:  ji  gi  ci). 

3iper,  m.,  -§,  ^.  w.  (5.,  l.  (anäi  ei)pcc  gefd^cteben;  engl,  cyprus, 
gtoc)  tanbfc^.  f.  bie  bejie  "üxt  S5aumfeibc  u.  ba^  bacauä  t)ecfertigte  Scug ; 
2.  f.  n.  tt>.  bie  3ip«cfa^e  (f.  u.);  lanbfdb-  (3ippec)  auä)  f.  Äa|e  übec^. 

3i^3er,  tt).,  ^.  -n,  (obecb.  auc^  3ippec,  3tppcct,  3cibcc)  lanbf^.  eine 
2(rt  Keiner,  ben  (3c^(ef)en  af)n[id)ec  Pflaumen  (welci^c  »on  bcc3nfcl  6i)pecn 
flammen  follen;  bat)er  a\xä)  Sppec  gefcfec). 

3tpcrgraö,  f.,  gem.  ©i)pec-  ob.  (5i)perngtaS  (nit^t  »on  bec  Snfel 
Gppecn,  fonbecn  «on  bem  gcie^.  nvneiQoy,  y.vnaioogy  eine  SBaffec»  ob.  SBie* 
fenpftanje,  abzuleiten),  eine  jaf)[reid)e  ©attung  @raf«c  (cyperus  L.),  jum 
Stjcil  mit  efsbarcn  SBucjcln,  inSbef.  baS  ef^bace  3ipergra§  (cyperus  esculen- 
tus  L.),  bcffen  füp  f^medEenbe  SBucjelfnoUen  ©cbmanbeln  tjeijjcn;  bie 
3ipeni»ur5,  eine  in  Dftinbien  »a^fenbe  2(ct  beS  3ipecgcofe6  (cyperus  rotun- 
dus  L.);  aiic^  eine  anbcce  in  Italien  u.  gwn'^cei^l  ein^eimif4)e  3(ct. 

3iperf)unt'  ob.  (5i)pec^unb,  m.,  (uon  bec  Snfel  (5i)pecn,  lat.  Cyprus), 
bec  türfifd)e  nacfte^unb;  bie  '^V^txla^z  ob.  6i)perfa^e,  (lanbfc^.  au4): 
bec  3ipec,  3tppec)  eine  2(rt  großer,  grauer  Äagen  mit  f(i()»acien  ©tcet* 
fcn  unb  gteden,  t>on  bec  Snfcl  ßypecn. 

3i!pf,  m.,  -eö,  9)?.  -e,  obecb.  1)  (=  niebecb.  Si.'^p,  engl,  tlp;  ücc».  mit 
3opf,  jupfcn  zc)  f.  ©pi^e,  fpifee6  (Snbe,  3tpfcl  (ein  Sud^  mit  »icc  3ipfcn  ic); 
2)  fcanft)aftc  5öer{)artung  bcr  3ungenfpi^e  beS  S«bert»ie^5,  bef.  bec  Jpü^nec, 
awi)-.  3tpP)  3ipp«,  gew.  bec  ^ippg  (f.  b.);  3)  baic.  auc^  f.  bec  ©d)wanj 
öom  gebecBicl);  —  bec  3ipfel,  -6,  5??.  »».  6.,  58ec!t.  \>(^^  3ipfetd)en, 
(lanbfc^.  gem.  3ippe0  baö  fpife  ob.  fc^mat  julaufenbe  (gnbe  eines  bieg* 


Sipoöc  —  airben  2097 

[amen  Äocp«c6  (j.  JB.  eines  Sucres,  Äleibeö,  Äiffen«  jc;  ttmai  fceim  rechten 
3tl)fel  ob.  an  allen  »iec  3ipfcln  faffen,  uneig.  f.  gc^Bctg  angreifen);  oberb. 
aud^  f.  ein  »ocfpringenbet  fc^maler  ©tteifen  fianbeß;  gem.  f.  baö  männliche 
®lieb,  baljec  »etäc^tl.  f.  SKannöpcrfon;  üet!l.  baS  3 tp feiein,  3ipfel,  auc^ 
f.  Äleinigfcit,  Siföc^en;  bie  ^ip^lmüi^e,  eine  jtd^  in  einen  3ipfcl  jufpi^enbe 
ob.  jipfelförmig  niebcrf)angenbe  SJiii^e;  bit  ^ip^dpel^,  ein  jottiger  ©c^af« 
|)cl5;  bie  3ipfelpcrrücfe,  ©d^tranj»  ob.  Änotenperrücf e ;  bai  ^ipfdtüö), 
ein  Z\xä)  mit  l)erabl)angenben  3ipfeln;  gipfelig,  SSit).,  3ipfel  f)abenb;  — 
gipfeln,  jieUof.  3tt>-)  (»gl.  baS  nieberb.  tippen)  oberb.  f.  i)\e  unb  ba  be* 
tajlen,  o^ne  cntf4)ieben  jujugm'fen;  ^ogern,  jaubecn;  inSbef.  in  f leinen 
SKjcilen  ob.  3(nfä'|en  etwai  ne()tnen,  eJTen,  tcinfen,  ober  auö)  oon  \id)  Qibm, 
fdrgtid)  jumeffen;  f^iwab.  eS  jipfelt  f.  eS  ifl  unbebeutenb,  nid^t  ()intang* 
liäjy  Co  genügt  nid^t;  eö  iipfclt  ju  etrcaS  f.  es  Idfft  ftd^  baju  an,  giebt 
Sorjcid^en  baju;  ber  3ipf elglauben,  f.  2(6erglauben;  bie  3ipfelreue, 
f.  falf^e,  f^cinbare  Steue;  ber  3ipfler,  »lt.  f.  ©c^maro|cr;  —  jipfen, 
jtcUof.  3»-,  bair.  f.  fdjlaff,  hänUid),  niebergefdjiagen  fein  (ugl.  »ben  3tpf 
^en!en  laffcn«,  b.  i.  ben  ©c^wanj  fangen  laffen,  eig.  »om  geberoie();  fcän!. 
eerjipfcn,  fc^meij.  »erjipfeln  f.  ocrfd^mac^ten,  oerjweifeln). 

3ipolIe,  w.f  9)?.  -n,  (oom  lat.  caepa,  caepuUa;  ba^er  ital.  cipolla,  franj. 
ciboule)  nieberb.  f.  3n?iebel,  f.  b. 

jipp,  S3».  (»gl.  gipfeln,  jipfen)  lanbf^.  f.  ».  w.  HPP  (f-  b.),  jimper(td); 
bie  3ippl)etf,  Simperlidjfeit;  gippen,  jieUof.  3».,  preup.  f.  jucücf()Q(tenb 
unb  t)erfd)ä'mt  t^un. 

jippeln,  jippern,  3».  (lanbfd^.  aud)  jeppeln,  jeppern;  »gl.  jipfeln) 
(onbfc^.  gem.  1)  jielloS  f.  jappeln,  jucfen,  jlttecn  (oor  Aalte,  t3or  ©dimerj 
tc);  aud^  f.  trippeln;  2)  jiel.  f.  Rupfen,  jicfjen,  reipen  (fd^wab.  oerjip» 
pern,  bei  ben  Jpoaren  jiel)en);  erfdjredcn,  d'n^jligen,  foltern,  quälen; 
ba^cr:  ba6  3ipper(ein,  -ö,  o.  «Ol.  alt  u.  nod^  fd^erjl).  f.  bie  ©idjt  in  ben 
Silben  (fr.  ^obagra),  ob.  in  ben  ^änben  (fr.  (S^iragra);  Slaturf.  aud^  f. 
bie  @forpionfd)ne(fe. 

Sipteffe  ob.  6l)preffe,  W.,  SO?,  -n,  (eom  lat.  cyparissus,  cupressus, 
gried^.  y.vnuQioaog;  femit.  UrfprungS,  ».  t)ebr.  kopher,  ^arj,  olfo  eig.  ^arj* 
bäum),  eine  SSaumgattung,  aud^:  ber  3ipreffenbaum,  insbef.  bie  immer* 
grüne  3ipreffc,  in  gorm  einer  ©pi^faule  »ad^fenb,  mit  bun!elgrünen, 
f^malen  u.  jugcfpi|ten  SBlattern,  iljreS  büfteren  2(nfe|)cnS  ttjegen  ein  ©innbilb 
ber  Slrauer;  f leine  3ip reffe,  uncig.  f.  Huenbel  ob.  S^pmian;  ber 
3ipreffeni)ain;  bai  3iprelJenl)ol5,  bas- feine,  »o^lrie^enbe,  bem  2Burm. 
fraß  unb  ber  gaulnifS  »iberflelicnbe  ^olj  ber  3ipreJTe ;  bai  3ipreffen!rQUt, 
eine  fleine,  mit  einer  weißli^en  SBoUe  befleibete  ^ftanje  üon  jiprcffenafjnlic^em 
2Bol)lgeru^,  aud^:  ©arten jipreffc  (santolina  chamaecyparissus  L.) ;  bai  ßt* 
preffenmoo§,  ein  bcm  3iprffTcnlaub  ä^nlid()eS  ^olbenmooS  auf  ben  2(lpen. 

^ii;>^  ob.  3tppö,  m.,  f.  3ipf  2). 

jtrben,  jirbeln,  jiel.  u.  jicUof.  3».,  alt  u.  lanbfc^.  (auä)  jörbeln; 

aUl)OC^b.   zerbjan,   zerban,  mittclf).  zeibeu,  ^rat.  zarpte,   u.  zirbeln;   angelf. 
tearfljan;   »gl.  Zov\;   CCrn).  mit  QxitÖ).  TQ^nfif,  tat.  torquere?)   f.  im  Äceif« 

breben,  iraljen,  n^inben;  fid)  irinbcnb  fcümmen;  —  ber  3irbelbaum,- 
auc^:  bie  3irbelf5l)re  ob.  ?!iefer,  alt  u.  oberb.  bie  3irbe,  Sirbel,  CD?,  -n, 
(lanbf^.  aud^:  3er«ns,  3irnen»,  3irm^,  3emberbaum),  eine  2(rt  gierten  auf 
^evfe's  ,&anbn?5rtetb.  b.  beutfc^en  25pt.  2.  a^eil.  132 


2098  Sirene  —  3itf 

tcn  3ft})en,  Äarpatfjen,  fn  ©ibt'den  Jc,  mit  woFjMed^enbem  unb  fc^r  bouct- 
t)aftcm  ^olj,  auö  wel^jem  allerlei  @ercitf)e  u.  giguren  gcf4)ntöt  »erben,  aüi): 
3«bevfidi)te,  tuffifd)«  ob.  ftbirifdje  Beber,  f^njet>  ^Trbe  genannt  (pinus 
cembrii  L.);  bte  ölidjte,  cfsbare  gru^t  btefe6  SSaumcö,  nje(c(;e  jwei  Sa^re 
gum  SKeiftDcrben  brau(^t,  ^ei^t:  bie  3itbelnuß  (alt:  der  zirbeleuz);  bec 
»t)älfd)c  Bitbclbaam,  f.».».  bie  ^inte  (f.  b.),  bcren  grüdjte  auö) 
äirbelnüjfe  genannt  werben;  —  bie  Sttbelbrüfe,  eine  eirunbe  35rüfe  ju  oberjl 
tm  ®el)irn,  in  weld^cc  fi^)  »ieU  Sterben  »ereinigen ;  —  ber  äirbelirinb,  olt 
f.  SBirbeltöinb. 

3lvene  ob.  3itente,  w.,  93?.  -n,  tanbfd&.  (ocrbcrbt  au§  ©i; ringe,  t>. 
griec^.  av()iyh  9töt)re,  'JJfeife)  f.  ber  fpanifd)e  ^lieber  ob.  v^olunbcr. 

3irgelbaum,  m.,  lanbf«^.  f.  S^eJTelbaum;  ßlfebeecbaum. 

3ivf,    m.,  -es,   9)?.  -e,  (mittel!),  zirc,   @.  zirkes;   ü.  tat.   circus;   gricd^. 

yjQxog,  y.ntxog)  alt  u.  obeib.  f.  Ärclö,  Umfang,  S3ejitf  (oberb.  au^ :  ber 
©ejirf)';  bet  3irM,  -g,  ^.  tr.  6.,  SSerfl.  bag  3trfeld)en,  (o.  lat.  »crfl. 
circiilus;  franj.  cercle,  engl,  circle)  1)  ein  ÄreiS,  «ine  .^rei^linie,  u.  bie 
butc^  eine  fotd)e  cingefdjtoffene  S^^'«^«»  ÄreiSjTad)e,  3iunb,  {in  biefec  Seb. 
auc^  Sirfel  gefci^r.);  in  weiterer  Seb.  iraS  einen  ÄreiS  ob.  d>'\xld  bilbet, 
etiüaS  ÄceiöfoiraigeS,  baljer  et)cm.  insbef.  f.  SReif,  ^ranj,  golbnec  Äopf* 
fd)mucf  ber  grauen;  eine  33eifammlung,  ein  93erein  von  ^erfonen,  fofern 
fie  ^k  Umgebung  einer  ^crfon  au§ma(i^en  (j.S.  ber  3trfel  Ux  ^ofe,  ber  Samen 
um  eine  gürjiinn  ic.) ;  au^  uberl).  «ine  ©efeUfct^aft,  ein  5ßerein  äufammen* 
gel)öcenbec  ob.  «in  ©anjeS  bilbenbec  ^eifonen  (ber  IjauSli^je,  gamilien« 
3trSel  zc;  »erfd^iebene  3trEel  befuc^cn);  ferner  «in  Kreislauf,  eine  fceiöfot* 
mige,  ju  i^rem  2fnfang6punfte  jurü(Jie()renbe  fSeiregung,  2:i)ati9feit,  3eit- 
fülge  (ber  3ir!cl  ber  3at)rc6jeiten;  einen  3icfel  im  ©rflaren  ob.  ©d^liefen 
machen);  foaS  ftd)  im  .Greife  bewegt,  batjer  e^em.  f.  bi«  Kunbc,  Otunbirad)«, 
©treif;  ob.  ©d)aanrad)e,  auc^:  bie  3itfe(n)ad)e;  2)  ein  SBerfjeug  jum 
S5efd)teiben  einer  Är«i6(inie  (lat.  drcinus),  gew.  aus  iwi\  unten  fpifeigen, 
oben  in  einem  Äopfe  jufammentaufenben  beweglichen  ©d)enfeln  bejlcl)enb, 
ntebcrb.  Raffer;  ber  SitWbogen,  bie  3irf elfläc^c ,  ?form,  ber  3ivfe(= 
gang,  *lauf,  bie  3itFeUinie,  ber  Birfcltanj  k. ,  f.  ».  w.  Äreisbogen, 
•fläche,  'form,  «gang  u.  f.  f.;  jirf eiförmig,  jirfclrunb,  Sw.,  f.  o.  w.  freiS« 
förmig,  freiätunb;  ber  3ir^clbrtcf,  ba§  3irfclfd)vcibcn ,  gew.  Ärciö=  ob. 
»Runbfd^rcibcn  (fr.  (Sircular);  ber  3tvfeU)ciring ,  JCaufm.  Jparinge,  in  gäjfer 
gcpacEt,  bte  mit  einem  3ii?el  be^ei^net  finb;  bie  3ivfeImotte,  eine  Sfrt  3(benb» 
falter;  ber  Sivfelfc^miet) ,  ein  ©djmicb,  welcher  3ir!el  u.  anbcre  eifernc 
aSev!geuge  für  s^anbwerier  verfertigt,  3eugfctmieb;  ber  3ivt'cljlcin,  ein  ffiilb* 
flein  mit  kreisförmigen  3eic^nuhgeir,  ber  3irfclwurm,  f.  o.  w.  ^öaenbrad^e, 
SoUwu»  f.  b.  —  jirfcln,  3w.  1)  jicUoS  m.  ^aben,  feiten  f.  fid)  im 
Äreife  ob.  in  Äceifen  bewegen,  f reifen;  alt  u.  oberb.  inSbcf.  f.  bie  9iunb« 
mad)en  (fr.  patrouiairen);  2)  gicl.  mit  bem  3ivfel  meffen;  uneig.  ilber^. 
feljr  genau  abmeffen  unb  regeln,  mit  ängP(id)er  ©enauigfcit  verfaf)ren 
(es  ifl  hn  i^m  2lUcS  wie  gcjirEclt;  r»gt.  abjir!eln);  äiif'cn  1.  jicllof.  u.  jicl. 
3w.  1)  alt  u.  oberb.  f.  o.  w.  jivOeln:  bie  Oiunbe  madjeu;  au^  f.  ctwaS 
mit  bem  3tife(  meffen;  2)  in  eine  Ärei^linie  einfd)licpen,  mit  @d)ranfen 
umgeben,  nur  gebr.  in  bejirfen,  umjirfen;  ber  3ivfer  ob.  3ivf(cr,  -5, 


iixUn  —  äitrone  2099 

(mittelfj.  zirkaere,  zirkier)  tit.f.  wec  bie  SJunbe  ttioc^t,  ©djaac?  ob.  «Streif; 
ii)äd)ter. 

jirfcn  2.  jieUof.  3».  lanbfd^.  f.  jirpen;  ba^er  bie  3irfammcr  (a\xä) 
3trlammcr),  ©artenammer;  bie  3irfe,  93?.  -n,  preuf.  f.  bie  ©rille. 

äirnctd^e,  id.,  ob.  ber  äirncnbaum,  lanb[(^.  f.  bie  3erreid)e  (f.  b.); 
ie|tcreö  au(!^  f.  3trbcl6aum. 

jivpcn,  jtetlof.  3».  m.  ^aben,  (alt  zirben;  lanbfd^.  aud)  jtrfen,  fd()irpen, 
tfc^trpen,  fc^icEen  :c.;  engl,  chirp,  chirr)  ein  ©ddallwort,  rcelc^cö  ben  feinett, 
gitternben  ob.  fd}riUenben  iaut  ber  ©riUen,  kleiner  IBogel  jc.  na^af)mt; 
»gl.  girren,  f  irren,  (bie  ©rille  jirpt);  uneig.  f.  mit  jirpcnber  Stimme, 
b.  i.  halblaut  u.  fü^lic^  pjternb,  fpreci)en;  bie  3irpc,  SD?,  -n,  lanbf^?.  f. 
bie  (drille,  bc[.  ^auögrille. 

3ivfrf)e,  tT?.,  SO?,  -n,  oberb.  (in  ©aljburg  u.  Sirol)  f.  ber  3ir6e(baum; 
bie  Sirbelnufg. 

Strfdfraiit,  f.,  lanbfc^.  f.  ber  gemeine  ^uf)nerbifö  ob.  ^üf)nerbarm. 

jifc^cn,  jiellof.  u.  jiel.  3».  (ein  erjl  im  Sleu^ot^b.  entflanbeneS  ©(^all? 
wort;  nicberb.  tiffen;  ogt.  baö  gried^.  af^eiy;  angclf.  hiscan,  engl,  liiss,  ijoll. 
hissen;  ital.  fiscliiare),  ben  fdjitrf  bKifenben  2aut  beS  ^  ob.  fd)  ()ert)orfcrin' 
gen  ob.  ^ören  laffen,  »clever  entfteljt,  wenn  ber  Jpaut^  bur^  bie  3dl)ne  ge» 
Uiti^  wirb,  (mit  bem  SKunbe  jifc^cn,  »gl.  einen  au^jifc^cn;  bie  ©d)lQng«n 
jifc^cn;  bie  ®5nfe  gtfd^cn,  wenn  fie  3ungc  t)aben;  glüljenbcS  ßifen,  in  f altes 
SBafTtr  gcfieiJt,  jif^t;  ber  angcjünbete  ©d^warmcr  fliegt  jifc^cnb  buri^  bie 
Cuft);  jicl.  etwai  — ,  mit  jifdienbem  iante  fogen  (einem  etwas  ins  D^r 
jifc^cn);  ber  3ifrf>,  -eg,  9J?.  -c,  ein  einmalige^  3ifd)en,  ein  äifd}enber 
Saut;  bie  3tfrf)eule,  lanbfd^.  f.  bie  ©tocEculc;  ber  3ifcf)U^ut,  ein  jtfc^enber 
gaut,  inSbef.  ein  folc^cr  ©prad)laut  (fdj,  tfc^  finb  3tfc^laute);  bie  Sifd^inau^, 
f.  t).  w.  3te[clmau6,  f.  b.;  bie  3ifcl^natfcr ,  eine  2(rt  flattern  in  2tfien; 
ber  Sifc^er,  -«,  dt.  vo.  (5.,  1)  wer  jifcf)t;  ein  5ifd)cnbeS  2:()ier,  in^bcf.  f. 
bie  3ifd)natter;  2)  ein  3ifd)Iaut;  —  ^ifc^cln,  jteaof.  u.  jicl.  3w.  (oberb. 
juf4)crn,  jigpern;  alt^od^b.  zispjan,  zispilon)  baS  »erfl.  iifd)en:  mit  fein 
jifdjenbem  iam  (eifc  reben  ob.  ctWQg  feigen,  jinno.  fliiftern,  wispern,  (einem 
ttwa^  ins  £il)r  jifdjetn);  bie  äifc^clftinmie,  eine  jifd^clnbe  ©timmc;  ber 
3ifd)ler,  -g,  wer  äifd)elt. 

3ifelmau§,  w.,  f.  3i^fclmau6. 

3ifer  1.  ob.  3ifetcvbfe,  w.,  f.  3i<fer;  —  3ifcr  2.  w,,  97?.  -n,  oberb. 
f.  eine  Zxt  groper  !)D?ef)lbeeren ;  ba6  3ifcrlein  (3tferle)  f.  bie  kotmU 
firfd)e. 

3iferind)cn,  f.,  -8,  9J?.  w.  ©.,  lanbfc^.  f.  ber  23lutf)änfling  ob.  ^iad)tfinf. 

3itl)er  ob.  eitler,  W.,  ?}?.  -n,  (auSgcfpr.  3ittcr;  altb.  ziterc-;  junod^fl 

DOn    bcm   lat.   cithara,    gnc^.  xi,7(«u;,  y.iOünc'.;    bafjcr  ital.    chitarra,   franj. 

guitane;  arab.  kithar,  aifo  wal)r[(^.  morgenlanb.  UrfprungS),  ein  (Saiten? 
Snflrumcnt  »on  ber  gorm  einer  Caute,  aber  mit  flachem  S3obcn,  mit  4  ob. 
5  ©aiten  befpannt,  wtl(^e  mit  ben  S'ingcrn  gerül;rt  merbcn  (\ik  3tt^er  ob.  auf 
ber  3itt)er  fpielen);  ber  3itl}cvfvMclev,  bie  3itl}cvfpiclcrinn. 
3itnnc]^cn,  f.,  -^,  9J?.  w.  ©.,  lanbfc^.  f.  ber  3itronenfinf, 
3itrone  ob.  (Sitrone,  W.,  ?D?.  -n,  (franj.  citron,  ital.  cedro;  ü,  rat. 
citrus,  gitronenbaum,  citreum  sc.  malum,  Zitrone;  grie^.  jr/Voor,  ßitronr, 
xnne«t  Zitronenbaum;  wof)rf^.  raorgenlä'nb.  UrfprungS),  bie  bekannte,  fdiön? 

132* 


2100  3tt§  —  gittern 

gelbe,  faffreid)e,  an^mtl)m  fiTuetlldje  ^vu<i)t  be«  3ltronenbaume5,  fm 
füblid^en  3taHen  unb  ©tcUicn  im  freien  rrac^fenb,  ucfpr.  au§  2{ften  jlammenb; 
ba{)er:  ba«  äitronenfleifcf) ,  bec  Sittonenfern ,  bec  3itronenfa[t,  bte 
Bitronenfc^atc  zc,  gUtfd),  Äerne  k.  bcr  3ttronen;  baS  3itronenb(att,  bte 
äitronenblütl)e  2c.,  asiatt,  »lütfie  bes  3ttronenbaumc6;  bet  Sttronenapfel, 
ttn  ft^ön  gelber,  angcnet)m  fauerltd^er  ^crbftapfel;  bie  3itroncnbirn,  eine 
2rrt  zitronengelber,  fe^r  faftiger  Sirnen;  jitronenfarben  ob.  ^ farbig,  ou^ 
sfarb,  Jttroncngelb,  JB».,  »on  ber  gelben  garbe  ber  Zitronen;  bec  ^itxO' 
nenftnf ,  ein  jum  g{n!enge[c^lcd^t  gel)örenbec  gelber  SBogel  im  fiibl.  @uropa, 
fleincr  als  ber  Äanarienüogel,  aud^:  baS  3itrind^en;  baö  SUroncnfraut, 
1)  ber  tt)ot)lried^cnbe  Srac^enfopf;  2)  bte  ©tabwurj;  3)  bic  ©artenmeliffe 
(f.  SKeltlTe).  auc%:  ^itronenmeliffe,  wegen  beö  jitrone nartigen  ©erud^e« 
(melissa  officinalis  L.);  bie  3itroncnlau§,  f.  ^omeranienlauS;  ba§  3itro* 
nenöl,  ein  qu§  3itronen[djalen  gepreffteö  ob.  abgejogeneS  Cl;  bie  SitronCH« 
:prefj"e  ob.  *quetfd^e,  ein  SBerEjcug  jitm  5fu6pre|Ten  be§  ©afteö  aus  ben 
Zitronen;  bag  Sitronenfatj ,  ein  burcö  2(bbompfen  beS  3ifconenfafteS  in  bct 
©onnenträrmc  gewonnenes  @alj;  jitronenfauer,  S«?.,  fauer  ttjie  3ttronen, 
3itronen[äure  cntf)altenb;  bie  3itronenfäurc,  bk  ben  3itronen  eigcntfjumlid^e 
©Sitrc;  bie  Sitronen*  ob.  Sitvonfd^necfe,  9labelfdincrfe;  ber  Zitronen« 
ob.  Bitronüoget,  l)  ber  3itronenfinf,  f.  0.;  2)  ein  jum  ©efc&led&t  beS  Ätr[(^^ 
ob.  "pfingjtüogelS  ge^örenber  SSogel;  3)  eine  3Crt  jilronengclber  ©d^mettcrlingc; 
ta^  3itroncnJt>nffer,  mit  3ttronen  fauer  gemaltes  SQSaJTer;  anä)  mit  3urfec 
»erfü^t,  als  füf)lenbeS  ®eträn!  (fr.  ßimonabe);  bec  3ttronenipein,  mit  3»* 
ttontnfaft  unb  3uctcr  gemif(i^ter  SSein. 

3ttä  ob.  3iÖ,  ni.,  -e§,  Wi.  (»on  »erfd^iebenen  3frten)  -e,  (t)om  ojlinb. 
chits;  engl,  chint,  chints)  oflinb.  felneS  Saumtrollenjeug  mit  gemalten 
(ni^t  gebrühten)  giguren,  JBlumcn  ic;  üUti).  fetner  buntec  Äattun. 

jitfc^en,  jiieUof.  3».,  oberb.  f.  jifdjen;  jrottfd}ecn,  jtrpen;  bci§  3itfc^er- 
lein ,  -S ,  f.  bec  SSlut^ä'nfling,  gtadjgfinf. 

§ittcn,  jiettof.  3w.,  (ogl.  baS  ital.  zitto,  ftitt!  ft!)  oberb.  f.  aug  ^fr^er 
ob.  23erbcufg  nid)t  reben,  maulen  (bcf.  »on  Äinbern);  »on  Äfi^en:  plö^li^l 
feine  50ltlc^  geben  u.  babei  fieberl)aft  jittern. 

Sitter,  m.,  -g,  9J?.  w.  (5.,  oberb.  aud)  ber  3 itt er  oc!^,  3itt er t(i^  (3itt* 
rod^en,  «ra(^en2C.;  attb.  zittaroch,  ziteroch,  aud^  zittarlüs;  angelf.  teter,  tngl. 

tetter;  uon  bunflem  Urfprung),  ge».  ba«  Sittcrmaal,  bte  Sitterflec^te, 
lanbfc^.  f.  eine  fcbnell  entjlef)enbe  u.  üergel)enbe  «i^autentjünbung  mit 
«einen  rotf)en  SSläSc^en;  ein  $5led)tenau§fcblag  auf  ber  crt)arteten  Oberbaut; 
bat)er  bie  SitterVDUrj  ob.  »WUr^el,  f.  ^ferbcampfer,  ®cinb»urg ;  baS  3itt# 
ra(^!  ob.  Sittrid^fraut ,  oberb.  tjerfc^icbene  gegen  ben  gte^tenausf^lag  ge* 
brandete  Heilkräuter. 

jittergrün ,  Sw.  (t)on  bun!ler  3tbflammung)  f.  »).  m.  f{al)l9run,  f.  b. 

gittern,  jiellof.  3m.  m.  Ijaben,  (altl)o4lb.  zittar^n,  zitterön,  mittel^, 
aittern;  oltnorb.  titra;  engl,  diilder,  twitter,  »gl.  aud^  titter,  fiebern,  U.  totter, 

wac!eln),  fid)  in  fleinen  ©cl)tt)in9un9en  ob.  furzen  «Stöpen  fcbnell  u.  fjeftt^ 
l)in  u.  t)ec  bewegen,  finno.  beben,  »eld^es  langfamere  S3eit)egung  in  größeren 
6<%minguiigen  bcgct^inet,  (baS  (gSpenlaub  gittert;  ba^er:  wie  (gspenlaub 
gittern;  bcr  Äopf,  bie  ^anb  gittert  i^m,  ob.  er  gittert  mit  ber  J^anb;  mit 
litternbcr  ^anb  fdSireiben;  »or  ÄÄlte,  tor  3orn,  »or  Sreube  ic.  gittern);  in 


äiövei-  —  3ifee  2101 

tnamc  83«t).  Dot  5ucd)t  jittern,  tat)ec  unetg.  tbtx^.  f.  I)efti9t  Sur<^t  em« 
pfinbcn,  ftc^  fef)t  fücdjten,  \ei)x  beforgt  fein,  (doc  etnec  g)crfon  ob.  Cac^e 
— ,  t.  i.  jt(^  cor  tt)c  fürchten,  fte  fürd^ten,  j.  J8.  jittce  ooc  it)m,  oot  fein« 
etai^e;  et  jittect  cor  bec  ®efat)t;  für  einen  ob.  ftd)  gittern,  b.  i.  beforgt  ob. 
in  ©orgen  fein,  j.  JB.  id)  gittre  füc  fic,  fiic  ifjte  llnfc^ulb  ic);  au^)  t>on  bec 
©ttmrne,  bem  (3cl}a[i,  Slon  jc.  f.  md}t  Qk\d)mü^\^  auögc^atten  «erben, 
fonbetn  in  lurjcn,  fc^neU  auf  einanbec  fotgcuben  2£6fd§en  etfc^allen  (feine 
©timme  jtftecte;  ixn  jitternber  Son  zc);  —  3fefe.  ber  ßittcraal,  eine  "iixt 
3ittetftfd)e,  f.  b.;  bec  3ittcrafe,  eine  2(rt  brauner  2(ffen;  bie  3ittei^blafe, 
eine  "ävt  ©ecblafen,  bie  ficti  mit  jitternber  SBetregung  jufammenjic^en;  bie 
Sitti'VCöpe  ob.  ;ef(^c,  aud;:  ik  Zitterpappel,  ber  3ittetbaum,  f. 
eepe;  bec  Bitter fifd),  »erfdjiebene  gifc^=2(rten,  njel(^e  SKcn^c^cn  unb  3;i)ieren 
t>ii  ber  aSerüJjrung  einen  eleftrif^en,  Ärampf  ob.  SBetdubung  oerurfac^enben 
©djlog  geben,  a\ii):  Ärompffif^;  insbef.  ber  3 itt  er  aat  in  ben  glüffen  ton 
©urinam,  Guinea  it.:  ber  3 it teer oe^c  im  mttteUänb.  SJieere;  auc^  eine 
2ttt  SBelS;  bie  äitterjTiege,  eine  2frt  g(iege,  weJ^e  eine  jitternbe  ^Bewegung 
l)Ot;  äud^  f.  bie  ©d^lupfroeSpe;  baö  äittergraö,  eine  (Gattung  ®ra«  mit 
feinen  ©tengeln,  an  welchen  bie  5tt)ren  bejlä'nbig  in  einer  gitternben  Bewegung 
fjnb,  auc^:  pttergraß,  Siebgcaö  (bnza  L.);  bie  3ittcrmü(le,  eine  2Ctt 
©^nafen,  welche  eine  jitternbe  ^Bewegung  ^aben;  bie  3itternat>cl,  eine 
©d^mudnabel,  bejlc^enb  au6  einem  (äbelfleine  an  einem  fe^wac^en,  geirunbene» 
u.  ba()er  bcjlcinbig  jittcrnben  33ratt)e;  bie  äittcrpappel,  f.  3ittete6pe;  bec 
3itterroc^e,  f.  3itterfif^ ;  bie  Bittertaube,  ^fautaube;  bie  3ittertre§pe, 
gefieberte  Scegpe;  bec  Sittenvclä,  eine  2Cvt  3ittcrfif(^e,  f.  b.;  bec  3ittcr- 
wurm,  eine  ©attung  ldngti(^runber ,  mit  blofem  2£uge  nic^t  erfcnnbarer 
SBürmer,  »etd^e  eine  jitternbe  Seicegung  l)aben;  —  "üble it.  ber  Bitterer, 
-«,  1)  wec  äittert,  ba()ec  inöbef.  f.  £luä8ec  (f.  b.);  uneig.  ein  fucd)tfamec 
S[)?enfd);  2)  oberb.  (et)em.  bec  3 itt er)  f.  bai  Btttecn  (ben  3itterec  ^aben); 
jitterig ,  JBn?.,  gem.  f.  jtttecnb,  bef.  al8  bteibenbe  ©igcnfc^aft. 

Bitnjer,  m.,  -i,  O.  SDl.,  (altb.  zitawar,  zitewar,  zitwar;  oberb.  3ittwar, 
oud)  3ittnjan,  3itnjen;  neutat.  u.  ital.  zedoaria,  engl,  zedoary;  ein  urfpr.  oflinb. 
«Bort),  eine  oftinbifd)c  ^flanje,  bie  Bittrcr^jflanje ,  u.  bef.  bie  olg  •^iiU 
mittel  gebcauc^te  3ett)üi5t)afte  Söurjel  biefec  ^flanje,  bie  Bitroeriüurjel, 
mit  erioarmenben  u.  jert()eilenben  Äraftcn;  »ilbcr  3itn)er,  tanbfcfe.  f.  bie 
3aunrübe;  bag  BitJüCröl,  ein  grünli(^blaue§  flüc^tigeö  Öl  au6  ben  aBurjeln 
u.  bem  ©amen  beö  3ittt)erö;  bec  Bittrerfamcn ,  1)  ber  ©amen  ber  3it«»er» 
pftanje;  2)  bec  alö  ^Kittel  gegen  bie  eingcwcibewürmer  gebraud^te  ©amen 
beö  pcrfifdjcn  SBeifu^eS  (artemisia  judaica),  au(l|:  SOSucmfame»,  f.  b. 

Bi^,  m.,  f.  Bits. 

Bil^C,  n?.,9}?.  -n,  (lanbfc^.  auij^  ber  3«^,  bie  3ü|e  ic.;  fc^eint  im 
2(ltb.  in  bec  gorm  ziza,  zitze  nid^t  »orjufommen;  bagcgen  finbet  fi(^  alt^oc^jb. 
tutta,  tutto,  mittel^),  tutte,  tüttel,  wie  niebcrb.  Sitte,  f.  b.;  angelf.  tit,  engl. 
teat;  ttal.  tetta  u.  zizza;  fpan.  teta,  franj-  teton;  gciec^.  t^tOt)-,  bec  ©tamm 
tfl  bunfel;  »gl.  ba6  iSlänb.  tota,  gotf).  daddjan,  faugen,  gried).  oäfiy;  oberb. 
jujeln,  fu^eln  f.  faugen)  bie  «Saugroarje  an  ber  »eiblidjen  S3ruft,  u.  bef. 
an  bem  (jutec  bec  roeibl.  Zi^iete-,  oud^  übest),  f.  SSruflnjarje;  uneig.  etwa« 
it6end{)nlid)^(l>eflalteteö,  boljec  oberb.  baS  3i|tlein  (gem.  3iÖft»  3i' 
(erl)  f.  btt  Scere  bed  ©auerbornö,  (aud(|  bie  3ü|cn  f.  gtuc^tjopfen  t>on 


2102  3obel  —  aogen 

9?abelb5umen);  b'ii  Si^cnedfe,  "Unat  eine  but(%  bfe  S^dnbct:  bcc  ©ieifclbefne 
gebtlbcte  ji^enförmfge  ©de;  baS  3i^en!raut,  bec  Siainloi)l;  bec  3i^enranb, 
Änat.  ber  eorbere  JRanb  be§  Jptntert)auptbeine6;  ber  Si^cnt^eil,  i\nZi)til 
beö  ©^lafcnbetneS;  —  Jt^icn,  gtcUof.  3».,  (anb[4l.  gem.  f.  an  bec  SScuji 
faugen,  aud^  übexf^.  faugcn. 
3obel  1.  m.,  -6,  9)?.  n).  6.,  (altb.  zobil,  zobel;  öUnorb.  safali,  fddweb. 

Babel;   mittU  lat.  sabelus,  zibella,  ttal.  zibelliuo;   franj.  U.  Cngl.  sable;   »om 

rujT.  sobolj,  poln.  sobol ;  ügi.  ba§  ^ebr.  schobel,  jQaat),  ein  jum  ®efcl)lcc()t 
beg  9)?atberg  3cf)öccnbeS  Sf)ter,  bef.  in  ©ibirien,  mit  fojlbarem  glanjenb 
fc^warjbcaunem  ^elli,  weld^eS  gleichfalls  3obei  genannt  wirb  (j.  85.  ein 
mit  3obel  befe^ter  SKantel);  \>ai  Zi)kv  ^ei^t  audj:  3obeltI)tcr,  3obettt?icfcl, 
rufftfd)«  ob.  fibirifd)cc  9)?iubec;  —  3fe|.  bec  Sobetbalg  (mittell). zobel- 
balc),  gew.  bn6  3obelfeII;  bec  3okIfärber,  ein  Äürfd^ner,  welcher  Sl)iet* 
feile  wie  3obel  fätbt,  au^:  sRaud^fä'rbec;  bnS  3obelfuttcr,  gutter  eine« 
Äleibung§Pü(feS  k.  »on  3obel;  bie  3obc(mau§,  f.  o.  w.  ber  ßemniing,  hie 
norwegifd^e  ob.  fd^webifd^e  S5ecgmou§;  bec  ^ohdptl^,  ein  mit  3öbel  gefut< 
tectcc  ob.  befe^tct  ^elj. 

3obcl  2.  m.,  f^wäb.  f.  ein  uncemlldjer,  plumpec  9)Zenfd),  bef.  Änabe; 
baS  3obcIcm,  baic.  u.  öftc.  gem.  3obel,  3obetl,  f^erjl).  üeräd^tlid^e  SSc* 
nennung  einet  jungen  bef.  tt)eiblicl)en  ^ccfon. 

gobeln,  jiel.  3w.,  obcvb.  f.  an  im  ^aacen  5ie()en,  jaufen,  plagen;  au^ 
jiel)en,  in  3ud)t  nehmen. 

3ober,  m.,  f.  3ubec. 

3o^C  ob.  30Cfe,  tt).,  50?.  -n,  (altb.  zoha,  zöhe,  adche;  fd^weij.  bte  3  8  d), 

alt  u.  lanbf(%.  f.  3aud)e,  f.  b.,  »^ünbinn. 

jod^en,  gotfcn,  jtet.  u.  jieUof.  3w.  (altl)oddb.  zocbon,  mittet^,  zochen, 
zocken;  23erflär!ungSform  »on  iiel)en),  l)  alt  u.  oberb.  f.  jlatf  u.  tt?ieber{)Olt 
jiet)en,  juifen,  gupfen,  reipen;  fc^wä'b.  u.  fd^wcij.  insbef.  »on  bem  fd^mer§» 
haften  3uc!en  in  einem  ©efc^wür;  2)  joc^en,  baic.  f.  langfam  u.  frf)leppenb 
cin{)ec9et)en ;  jiel.  bcn  J^unb  — ,  i^m  einen  Cuerprügel  an  ben  J^aU  ^an» 
gen;  —  jöc^cn  ob.  Jücfen,  jiel.  3w.,  fd^weij.  f.  lochen. 

3ofc,  w.,  9)?.  -n,  SSer«.  baS  3ofd;en,  (im  2(ltb.  m'd^t  »ocfommenb; 
wat)rfdd.  »erw.  mit  bem  obccb.  jauf«")  s<^Un  f.  iiel)en,  fd()leppen;  bal)ei: 
cl)em.  3ofe  f.  ©d^weif,  ©d^leppe;  bie  3of=  ob.  3offmogb,  b.  t.  bie 
©d^leppe  nad^tragenbe  ob.  auf  bem  gu^c  folgenbe  SÖlogb;  ober  »on  bem  alten 
gaffen,  joffen  f.  gieren,  pu^en,  alfe:  bie  «Olagb,  weld^c  t^re  Verrinn  Eleibet 
u.  fdtmücit?),  altertt)ümlic^  u.  bid^t.  f.  Äammerjungfec,  Äammetmabd)en ; 
bie  SofcnroÜc,  SloUe  einer  fold^en  im  ©d^aufpiel. 

JOgen,  3W.,  (aUl)Od^b.  «ogon  u.  zogjan,  mittell).  zogen;  =-.  islSnb.  toga, 
gießen,  fd^web.  taga,  marfc^iren;  nieberb.  tagen,  ta^ien  f.  itet)cn,  bcf.  iie  SBol)» 
nung  Betänbcrn;  e^em.  aud):  tögcn  f.  j{cl)en,  jict.;  —  abgcl.  ».  jie^en,  jog 
K.,  f.  b.)  Bit.  1)  gicl.  f.  IjiftiQ  Jtc{)en,  ^ucfen,  jupfen,  jeiren,  raufen,  ^t* 
waltfam  bel)anbeln  (baf)er  mitzogen,  ntecerb.  noobtögen  f.  not^jüc^tigen); 
jie()en,  ()tnsiel)en;  fid)  — ,  fid)  wegbegeben,  eilen;  2)  niello«,  5ief)en,  im 
3uöe  3el)en,  lüanbcvn,  reifen,  bef.  eilig  (nod^  oberb.  jogeln,  jugeln  f. 
gcl)en);  unp.  mir  goget  etnc3  2Dinge6,  f.  trf)  i)aU  eile  bamit,  e6  get)t  mit 
gut  üon  ©fatten;  —  baS  3öj5cl,  -8,  9)?.  W.  d.,  auf  Cfifcnt)Qmmccn,  ein 
»on  einem  2.f)cit  be§  gefd^motjenen  ©ifcnS  abgejcßeneg  ©tücf,  üu4|:  ba« 


3olf  —  3oU  2103 

3Ö3«ir^ir6«l;  —  jögevn,  jüUof.  3».  m.  !> ab  cn,  (SBtcber^jolungöform  ton 
gogen)  dg.  oberb.  ol)ne  ^ned  i)\n  unb  htx  o,il)m,  i)nüm]\ii)tn;  im  ^od^b. 
nur  uneig.  ab|Tc(;t(id)  langfamec  i)erfa{)rcn,  nlö  man  tonnte  unb  folUc, 
[inno.  fäumen,  jaubem,  f.  b.  (er  jögert  lange);  in  ob.  mit  einer  (Sadje — , 
bamit  \)erjief)en,  fie  {)inf)alten,  in  bie  üvüigc  jiel)en  (§.  58.  er  jSgert  mit  bcr 
2(nttt>ort,  in  ob.  mit  [einer  "Kxbdt  ic;  »gl.  »crjögcrn);  bie  äö^cvung,  ba5 
Sogern;  —  ber  3ögling,  -eö,  9}?.  -e,  (cgi.  baö  altb.  zolio,  zogo,  i5ül)rcr, 
(ärjie^cr,  in  heri-zogo,  ^crjog,  b.  i.  Jpeerfiifjrcr,  u.  maga-zogo,  Äinberfiibrer, 
öriiel)cr),  wer  gejogen,  b.  t.  nid^t  allein  untcrridjtet,  fonbern  au4)  ftttlic^  ge» 
bilbct  u.  geleitet  irirb  (ocrf^;.  oon  ßef^rling,  ©c^ülcc;  «Pflegling  jc),  ein  üon 
3emanb  ju  erjiefjenber  ob.  erjcgener  5Jienfcf),  nac^  [einem  SerbältnifTe  ju 
[einem  ®ritel)er,  für  fceibc  ©efc^lec^tcc  (er,  fie  ifl  mein  Zögling;  bie  3ö9lingc 
einer  erjicf)ung8anflalt  JC.);  bie  3ögltng{nn  f.  baS  »eibl.  ®e[c^U(|t  i[t 
eine  unri(i^tigc  SSilbung. 

3olf,  3o(Ecn,  m.,  [^»56.  u.  [cljwetj.  f.  bie  ©djnausc  an  «inem  ©c* 
fd;irre;  f.  aud^  ^oll  3. 

3olI  1.  m.,  -eö,  S??.  BoUe,  (alt»  u.  mittel^,  zol,  (3.  zoUes;  alt[a(%[.  toi, 
nieberb.  engl.  ^oU.  toll;  altnorb.  toUr,  fc^toeb.  tull;  —  ge».  obgcl.  con  bcm 
lat.  teloniuni  zi=  gricd^.  rehörtoy,  3oll()auS,  3ott,  üon  T^.og,  ©teuer,  2(bgabc 
jc;  bU  einfa^e  ©tammform  toi,  zol  beutet  ober  tt>ol)l  auf  [clbftänbigen  Ur- 
fpriing  üon  bcr  S35.  tal,  za),  wof)tt  3a^l  ([•  b.)  u.  3iel  JC.  flammen;  —  ba« 
mittl.  tat.  tallia,  ital.  taglia,  [ranj.  taille  fdjeint  f)ingegcn  non  ta^jHare,  tailler, 
tt)eilen,  fdjnciben  jc  au6^ugcf)en,  wie  3(ccife  »on  accidere,  befd^ncibcn)  1) 
eine  üon  2öaaien  unb  Giutern  beim  Surc^gang  burd^  ein  £anb  ob.  Übergang 
con  einem  ©ebiete  inö  anbcrc  ju  cntrid)tenbe  ZbQcihef  23erfül)rung6',  £)urd)» 
gangäabgabe,  oberb.  geio.  5}?aut();  auc^  eine  uon  reifenben  ^er[onen  für 
bie  Senu&ung  be§  ^flafler^,  ber  Söege,  ©trafen,  23cücfen,  ^a'f^n,  ober 
anberer  fflortbcile  u.  ijffentl.  3(nftalten  ju  enttid)tenbe  ^Cbgabe,  (3olI  »on  ob. 
für  etttJaö  geben;  einen  3oU  auf  etwas  legen,  »on  itna%  erl)eben;  iai  Canb 
mit  3öUen  belajlen;  ben  3oQ  »erfahren,  b.  i.  ifjn  nic^t  begaf)len,  inbcm  man 
einen  Umweg  um  bie  3ollflätte  mat^t;  bcr  SBaarenjcU;  Sin»,  ob.  3(uögangg», 
©ur^igangSjoU  ic;  S5rücfen=',  SBege»,  sKarEtjoU  :c.);  2)  f.  ber  £)rt,  tro  ein 
3oU  ju  cntrid)ten  ift,  bie  3ollllätte  ob.  sfleUe;  —  3fe6.  baS  SoUamt, 
1)  bie  ©teile  eines  3oUbeamten;  2)  eine  ben  3öUcn  oorgefe^te  Seljörbe;  ber 
3olIauffeI)er  (^albfr.  3oU-3nfpector);  ber  SoUbeamte,  ^bcbicntcK.;  ber 
3oUbcrclter,  ein  bie  ©trafen  bereitenber  3oUbebienter,  bamit  Sliemanb  ben 
3oa  umgebe;  ber  3oIIcinncl)mev,  ein  flSeamter,  wcld^er  ben  3oU  einnimmt; 
joUfrci,  SB».,  Dom  3oUe  befreit,  nid^t  ocrpfltd(|tet  3oll  ?u  bejahten  (joUfreie 
SIBaaren;  uneig.  fprid)».  ®cban!cn  finb  joUfrci);  bie  3olIfrdl)cit;  bie  3oII' 
geied)tig!eit,  bog  «Rec^t  einen  3oU  jufcrbern;  baS  3oUl)au§,  baö  J^au«, 
wo  ein  3oU  entri^tet  wirb,  bie  255ol)nung  be6  3oUcinne()merS;  bie  SoUorb? 
nung,  obrigSeitl.  Jßerorbnung  über  bie  Sinridjtung  eincß  3clle6  ob.  beS  3oU' 
»efen«  uber^.;  ber  ob.  bie  3olIpad)t,  f.  ^at^t;  ber  3oüpa(^ter;  joU- 
^flid^tig,  Sw.,  jur  3ablung  beö  3oacö  ocrpflidjtct;  bie  SoÜroÜc  ob.  »tafcl, 
JBerjcic^nifö  bec  Seflimmangen  über  ben  ron  ^crfonen  ob.  ©adbcn  ju  cntriclj» 
tenben  3oll  (l)albfr.  3oß=Sarif);  ber  3olifc^rcibcr,  ©djreiber  eine«  3otIcin* 
ne^mcrö;  bie  3oüjiätrc  ob.  =|lcUc,  bet  Drt,  tro  ein  3oU  cnrrid^tet  wirb; 
be«:  SoUücrbanb  ob.  *  Ocrcin ,  eine  aJctbinbung  mcljrer  ©toatcn  ju  gemein« 


2104  3oa  —  3opf 

[^(aftlid^en  SoQ'Stndd^tungen;  bct  SoUüertroIter,  SSettoaltet  be6  äoOwf* 
fenß;  ba«  3oUnwfen,  btc  ®efammtt)eit  bet  3oU''J(njiarten  u.  »einricljtungen; 
tag  SoUjeid^en,  einer  ccrjoUten  SßSaare  oufgebrflcEteS  3eid)en;  —  2Cbleit. 
jollbar,  S».,  bem  3oU  untetroorfen ,  joUpfltdjtig ,  (joUboce  ^etfonen, 
SBaaren);  bie  SoUbarfeit;  joUen,  jier.  3».,  3oU  geben,  ettvaS  als  3oU 
entrid}ten;  unetg.  ifcoai  ©d)u[bige6  ob.  @ebüf)renbeg  geben,  abtragen 
(einem  2)anl  joUen);  ber  SöUner,  -g,  SD?,  n).  (5.,  (obetb.  3oUncr;  oUb. 

aolanari,  zolnaere;   lat.  telonarius)  t>U.  U.  bcf.  btb(.  f.  3oÜeinneI)mer. 

3oU  2,  m.,  -eg,  SJ?.  3oUe,  ieboci^  nad^  einem  3af)lw.  in  ber  2Rct)rf).  un» 
»er5nbert:  3 oll,  (oberb.  ber  u.  bie  3oU;  nieberb.  SoU;  fc^eint  im  "Klth. 
noi)  nid^t  »orjufommen;  »on  glei^jer  2lbllammun9  mit3oU  1.?),  ein  ÜJd'ngen» 
mop,  ungefäf)c  gleldi  ber  SSreite  eineö  ftatfen  S^aumenS,  ben  12ten  ober 
(im  3el)ntelmaf)  ben  lOtcn  Zi)dl  eineö  Suftö  QuSma(3^enb  (ittoai  na^  3oUen 
melTen;  jet)n  3oU  lang  unb  jwei  3oU  breit  :c.);  —  3j'eö.  ber  3oUflfd^, 
ein  Keiner  jum  ©efc^led^te  ber  ©alme  u.  goreUen  ge^örenber  gi[(^  (uieUeid^t 
Don  anberm  ©tamme);  tai  3oUmap,  nad^  3oUen  bejttmmteS  3Ka^;  ber 
Sollflab  ob.  Soüjlod ,  ein  nac^  3oUen  einget^jeilter  SKaf jlab ;  —  2tblett. 
goUig,  S».  (tanbfc().  aud^  jöllig),  einen  ob.  mebce  3oÜ  ent^altenb, 
mejjenb;  gen),  nur  in  3fe§.  mit  3a^l»-»  5-  SS.  iicei»,  cier^,  gefjnjollig  ic.  (ein 
jttjeijoUigeS  SBrett,  b.  l  »elc^eö  jtpei  3oU  bie!  ifl;  ein  ge^mjoUigeä  gernrofjr, 
b.  t.  oon  je^n  3oU  gcinge). 

3oU  3.  m.,  -en,  S??.  -en,  aviä)  bec  u.  bie  3oIIen,  50?.  tx).  ©.,  lanbfdb. 

auc^  ber  3olC^,  3ol4)en,  3olf,  (mittell).  der  zol,  ®.  zolles,  u.  diu  zolle; 
»gl.  baS  isla'nb.  3n>.  tolla,  jufammenljangen,  u.  bai  ital.  zolla,  ©d^oUe,  Srb» 
flo^)  alt  u.  oberb.  ein  jufommenf)angenbec,  gett».  luoläenfö'cmigec  .Klumpen 
(j.  SS.  ein  3ollen  8DBur|t,  SRaud^tabad  ic;  fc^wei}.  bie  3 ollen  f.  Sutter» 
flriejel);  ein  Ä(o&,  25aumflo^,  Änebel;  uneig.  f.  ein  plumper  9)?enfcb, 
■Siel,  Sümmel,  in  biefer  Seb.  aud^:  ber  3olp,  3olpel,  3<5lpel  (ogl. 
Sölpel). 

3ope,  ».,  SÄ.  -n,  ein  ^um  @efd)led)t  ber  .Karpfen  k.  gef)orenbet  Sifc^, 
»eitler  in  füf  en  u.  jliUen  SDSaffern  lebt,  in  ^ommern:  @d)tt)ope. 

3opf ,  m.,  -e6,  SO?.  3öpfe,  SSerÜ.  ia^  3opfd)en,  (alt^od^b.  zoph,  zopf; 
mittelf).  zopf  u.  zoppe;  oberb.  ber  3opf  u.  3opfen,  fd^jweij.  bie  3üpfe;  nieberb. 
Sopp,  f.  b.;  mxttt.  lat.  tufa,  franj.  toufFe,  toupet,  geber»  ob.  .^aarbüf^iel, 
•64lopf;  —  öon  gleid()em  ©tamme  mit  3apfen,  3ipf,  3ipfcl  ic;  ©runbbeb. 
©pi^e,  ®ipfel,  »gl.  baS  altnorb.  toppr,  angelf.  u.  engl,  top,  fpan.  tope  b.  i. 
©pi^e,  ©tof,  ^unft,  ba^er:  topar,  flogen  =  tupfen)  1)  alt  u.  lanbfd).  ber 
fpi|  julaufenbc  oberfle  Zi)e\l  eines  2)tnge§,  ber  ©ipfel;  insbcf.  gorjlw.  f. 
S5aum\x)ipfel  bef.  beS  9labelf)o(ael;  ^flanj.  cicle  an  ber  ©pifec  eincä  ©tengelS 
Ui  cinanber  fie^enbe  Sieben»  unb  ©edtblattcr;  fd^rccij.  (ber  3opf,  3opfen)  aud^ 
f.  3ipf«l  h  35.  an  einem  Äleibc;  2)  ein  ^aarbüfdjel  ob.  ;f(^c»Pf  ü-  b.);  in 
beflimmterer  SSeb.  eine  v^aarfledjte,  in  einen  jipfelfö'rmigen  «Strang  ob. 
©trd'bn  jufammengeflodjteneS  ob.  gebunbencS  ^aupt^aar  (bie  «IBeiber 
Pesten  ifjr  ^aar  in  3öpfc);  cijtm.  auä)  bei  Scannern:  baS  oben  jufammen* 
gebunbene  u.  bl5  jur  <Spi|e  mit  einem  S5anbe  umtricfelte  jipfelförmig 
!)erabf)angenbe  hinter»  ob.  CRacfenbaar,  gem.  ein  ©djroanj,  (einen  3opf 
tragen),  eine  feit  bem  2lnfang  biefeS  3a^r^.  au^cr  ©ebraud)  gelommene,  iejt 
»öUig  »eraltete  .&aartrad(|t  (bo()er  uneig.  fd^erj^.  u.  eerä^jtl.  f.  etwa«  SSeral« 


50pfen  —  3orn  2105 

tftc«,  ni6)t  3eit9em5^e«,  ®e[(^maciro[e«  jc);  3)  lanbfdd.  ein  au«  a»d  Seig« 
etciemen  jopfförmig  9efIod)tene8  SSeipbrob  ob.  S3ac!rDecf,  oberb.  gem.  ba« 
3öpfel;  —  3fcö-  ba^  3opfbanb,  Sanb  jum  Umrcicteln  ctneö  ipaar* 
jopfeS;  ba6  3opfent)e,  gocjinj.  baS  2Bipfet=®nbe  eincö  Saume«;  bag  3opf* 
l)aar,  ba«  in  einen  3opf  ju  fled^tenbe  ob.  geflod^tcne  lange  J^inter^aar;  ba« 
3opf{)Ol^,  auö  bcn  Saumwipfcln  gef^lagenc«  J^otj;  ble  3optlei^ct)c,  lanh^ö). 
f.  J^aubenler^e;  bie  3opfperrüife,  eine  l){nten  mit  einem  3opf  »etfet)ene 
^errüde;  bte  3o:pf)lärfe,  bec  25ur^mcfTec  eines  SBaumcö  am  3opfenbe; 
jopftrotfcn,  aSro.,  gorjlro.  oon  SBdumen:  im  SBipfcl  trodcn  ob.  abgeftorben; 
—  2fbleit.  jüpfig,  Sw.,  3öpfe  i)abcnb  ob.  bilbenb;  jopfen  1.  oberb. 
aud)  jöpfcn,  jöpfeln  (f^weij.  jiipfen),  jicl.  3»-,  5"  einem  3opfe  madjen, 
in  ßöpfe  flectjten  (ba6  JQuat  — );  auc^  über^.  f.  bie  ^aare  Mmmen,  orbnen 
tinb  flecl)ten. 

jopfen  2.  giel.  3»-)  oberb.  f.  jupfcn,  pflücfen,  ^erren-,  baf)er  »0^)1:  bie 
3opf jiange ,  lanbf^.  f.  bie  3icl)ilange  (f.  b.)  an  einem  »ietfpännigen  Pfluge. 

joren ,  jiellof.  3n).,  (»on  jcf)ren,  f.  b. ;  iölänb.  tora,  angelf.  teorian,  ab^ 
nehmen;  »gl.  ieboc^  and)  [oren),  oberb.  f.  pcrtrocfnen,  abjeljren,  (ab» 
joten). 

3orn,  m.,  -eg,  O.  SK.,  (altb.  daz  zom;  fpater  au^  zoren;  alt|'ad)f.  u. 
angelf.  tom,  nieberb.  Soocn,  »gl.  au^  Sorrn  f.  gicbcranfall;  üon  bcr  5S. 
tar,  zar:  gotf).  tairan,  aUt)0(%b.  zeran,  zar  k.  f.  bccd^cn,  retten  IC,  f.  je^ren 
u.  jerren ;  alfo :  3(u6bruc^  ber  Seibenfcl^aft),  urfpr.  jcbe  plö^lidje  ^(ufregung 
beg  @emüt^6,  jumat  eine  feurige,  antrcibenbe  ®emütt)äben)egung,  finno.  (Sifer, 
^i^e  (bat)er  mitttlf).  mit  zome,  »oU  (äifer,  t)i|ig;  ane  zorn,  gelafTen),  inSbef. 
ahit  plo^lid)  entflef)enbec  UnwiUen  gegen  Senianb,  ob.  SWifäPergnügen 
über  itwa^f  (ef)em.  eö  tf)ut  mir  auf  bi^  3orn,  b.  i.  cS  reijt  mid^  jum  UntriUen 
gegen  bid);  mir  ifl  ein  2)ing  gorn,  cb.  mir  ijl  jorn  auf  ob.  an  einen,  b.  i.  iä) 
iin  unnjillig,  böfe  über  etwas,  ob.  auf3cmanb;  wo  jorn  als  S».  gefafft 
wirb,  ba^er  nod^  .i&anS  ©ad^S  ben  Somp.  jörner  bilbet);  jc^t  ge».  ber 
Ieiben[d)aftlid)  geäußerte  t)öd)jle  ©rob  be5  UniriUeng,  bef.  übet  eine  erlit« 
tene  S5e(eibigung,  bie  ^eftig  augbrcd)enbe  (Srbof  ung  gegen  Semanb,  jtarfec 
«.  erbitterter:  ©cimm,  tiefer  u.  anljaltenber :  ©roll,  (in  3orn  geratl)en;  einen 
jum  3orne  reijen;  itmai  im  3orne  ti)m\  »or  3orn  außer  fic^  fein);  uneig. 
bid^t.  auc:^  oon  leblofen  2)ingen  f.  l)eftige  Seiregung,  ogt.  Sßutl),  (ber  3orn 
ber  SBtnbe,  ber  SßeUen  jc);  el)em.  auc^  f.  t)eftigcc  ©treit,  5Bottn)ed)feI, 
J^aber;  —  3fe6-  bec  3ornbIi(f,  ein  3orn  auSbrüdenber,  jorniger  Slid ; 
gornentbrannt,  5ornglü()enb  zc,  aSw.,  oon  t)eftigem  3crn  ergriffen  u.  er» 
i^iftt;  tai  3ornfeucr,  bie  3ornglutl),  bie  l)eftige,  ecl)i|enbe  Seibenfc^aft 
beS3orneS;  jornloö,  85«.,  feinen  3orn  l;abenb  ob.  ocrrat^enb,  oljne  5orn; 
bie  3ornloftgfeit;  bec  3ornmutt)  (altb.  zornmuot),  bie  ®cmütl)Sbe»egung 
bcS  3orne6,  ber  ®emütl)6jujtanb  beS  3ornigen;  5ornnuitl)ig,  S5«t).,  ein  oon 
3orn  bewegtes  ®emütf)  I)abenb  u.  jeigcnb;  bie  Bornrebc,  tai  3ornn)ort, 
eine  im  3ocn  gefproc^ene,  3orn  tjerratljenbe  dliii)  ob.  ein  fol^eS  2Bort;  bie 
3ornrur()e,  bilblic^  in  ber  e^emal.  Äanjelfprad^e:  ein  Übel,  als  SBirfung  be« 
göttlichen  3orneS  betrachtet;  jornüoU,  ön?.,  oon  3orn  erfüllt  ob.  ganj  cr= 
griffen;  bie  3ornn?UtI),  bur^  3orn  erjcugte  Sffiutl),  wüt^enber  3ccn;  jorn- 
WÜt^ig,  »».,  in  ob.  cor  3orn  tcüt^enb;  —  2tblcit.  jomig,  «».,  (alt» 
]{lO(^b.  rornag,   zorneg,    mittel^,    «ornec)   alt   u.  obetb.    au^  jorntgli(^ 


2106  3ovn  —  sotten 

(mittelt).  zorneclich)  1)  in  3orn  "onfi^t,  Don  3orn  ergriffen  u.  benfelben 
aufernb,  jlnnt>.  bofc,  unnjillig,  oufge6rac{)t,  cntcüjTct,  (aornig  werbm;  auf 
Scmanb  jornfg  fein);  2)  ^um  3orne  geneigt  (ein  jorntgec  SOicnf^;  »gl.  jat); 
gornig);  3)  im  Börne  gegrünbet,  3orn  auSbritifenb  ob.  \)erratl)enb  (ein 
lornfger  Sltd,  gornige  ®c6erben,  SBcrte  2C.);  jomlid^,  JBt».,  (miftett).  zom- 
ifch)  »lt.  f.  bie  7itt  u.  S3efct)Qffen^eit  be^  3otneS  l)a6enb,  naö)  3orn  au«? 
fe{)enb,  5ocnaf)n(id). 

3orn  ob.  Börne,  n?.,  Wl.  -en,  (»on  bem  neulat.  cerra?)  lanbfd^.  f.  bie 
gemeine  wilbe  (Snte. 

goffcn,  goffeln,  gieUof.  3».  (auc^  jojeln)  obcrb.  f.  [angfam  u.  fd)lep# 
penb  ein{)erge{)en,  f.  u.  ».  jctten,  50tteln;  joffclwei^,  91».,  f.  in  uerftrcuten 
S()et(cn  ob.  ^aufd^en. 

3ote,  ro.,  £D?.  -n,  1)  alt  u.  lanbfd^.  f.  3otte,  f.  b.;  2)  (»al)i-[d^.  nut  in 
golge  'bübliäjet  3(nwenbung  icnec  Sebcutung;  »gl.  ia^  alte  zot  f.  ctnjaö  Jpaf§= 
liebes ;  oberb.  3utte,  3uttel,  3cjcl  f.  eine  unteinlt^e,  Iteberlt^e^erfon) 
gem.  ein  niebrig  fd)mufetger,  unjüdjtigec  2fu§brucf,  eine  i>ai  fittlid)e  ©e- 
fü()t  u.  ben  2(nfrflnb  in  ()0^em  ©rabe  üerle^enbe  ©d^erj?  ob.  Söi^rebe 
(eine  3ote  »otbringen;  ^5cten  rei<5en,  f.  teijjen  2)  c);  ber  äotcnreif^er,  von 
gern  u.  ]()ciuftg  Boten  rei^t,  b.  i.  fd^mu^ige  ©d^erje  ob.  SBile  ootbringt;  bie 
äotenrei^erei,  bog  3otenretpen;  joten  ob.  joteln,  jiellof.  3».,  ranbfc^.  gem. 
f.  in  3oten  rebcn,  Boten  reifen;  jotig,  SSm.,  Boten  entl)altcnb,  ^ödjfl 
fc^mu^ig  u.  unanfld'nbig  (ein  Nötiges  Sieb  u.  bgl.). 

Botte,  ro.,  M.  -n,  au^  bie  Bottel,  SJ?.  -n,  Set«.  ba§  BöttdEjen, 

BÖttlein,  (altljod^b.  zato,  zata,  zola,  mitteU).  zate,  zote,  zotte,  m.  u.  ». ; 
oberb.  ber  u.  bte  3oten,  Rotten,  3ottel;  auc^  3ojen,  3ogeO  ein  S3iifd)e[  »:^aare 
ob.  SBoUe,  bef.  »cnn  er  {)erabf)angt  u.  mitjx  ob.  weniger  »erwirrt  ob.  »crfitjt 
ijl;  lanbfc^.  auc^  f.  Sl\xa%  Slrobbel;  {)erabl)angenbe  ßitmpen  ob.  ßappen; 

—  3feö.  ber  Bottelbar,  gottdiget  SSä'r;  bec  Bottclbart,  ein  in  3otteIn 
f)crab^angenbcr  SSart;  bie  Bottenblumc,  (anbfc^.  f.  ber  giefcerftee,  aüÖ): 
3ottenflappe;  ber  Bottelbiifd^,  oberb.  f.  nicberer  ©trauc^;  ber  ^Ottm=' 
fifd),  eine  litt  ^ornfifdje:  ber  fUine  ©infjornfif^,  mit  furjen  biegfamen  J^tX' 
»orragungcn  gwifd^en  feinen  ©tad^etn;  bai  Bottcl;  ob.  Bottenl)aar,  in  3ot» 
teln  t)erab()angenbes  ^nar;  fo  auä):  bie  BottcUocfc;  ba^er  ;^otteU)aarig, 
»locfig,  S8w.;  ber  BottcU  ob.  Bottentopf,  ein  Äopf  mit  3ottel^aaren; 
auä)  eine  ^ctfon  mit  folc^em  Äopfc;  bie  Bottelmät)ne,  iint  jottelige  «Katjne; 
jottelrotl),  S5w.,  im  SBeinbau:  jottclrotf)cr  SBetn,  eine  2{rt  2Bein|löcte 
mit  langen,  »tc  3ottetn  f)cra6f)angenben  Svaubcn  mit  fletnen  roti)en  Seeren; 

—  2tbleit.  jottig  ob.  gOttelig,  Sm.,  Botten  f)abenb,  aug  Botten  ob. 
Betteln  befrel)enb  (ein  jottigcö  gcU,  ein  jottiger  SSö'r,  .Ipunb  k.  ;  jotteligeö 
^aar);  äortid)t,  Sw.  (altb.  zatoht,  zottclit;  oberb.  jottet,  jottlct),  einet 
Botte  ob.  Botten  al)nlid};  oberb.  audb  f.  ^etdunpt,  fd)lotterig,  unaufgepußt; 
bog  Si>ttaf^,  oberb.  f.  ©cflaube,  ©ejlrüpp  (j.  SS.  ber  Reibet»  ob.  ^tti^tU 
beeren  IC.) ;  jottcn  ob.  gew.  jotteln,  j^üttem  1.,  jieUof.  3w.  m.  t)abcn, 
(altt)od^b.  zotarjan,  mittell).  zoten,  zoteren)  gem.  f.  in  Botten  ^erabl)angen, 
üu^  übai).  nieber^angen,  fd)lottern  (»on  ^paaren,  ©trumpfen  ic). 

jottcn,  güttcln,  gottern  2.  jtellof.  3w.  (ogr.  jcttcn,  jetteln,  joffen  :c.;  f- 
au^  iaubcrn)  Q(m.  f.  fid)  fd)leppenb  u.  fd)»erfä'Uig  fortbewegen,  fc^weifällig 


äu  '  210T 

traben;  obcrb.  mxäöitl  f.  9c{)en;  bcc  3ottcrev,  obetb.  f.  eine  langfame 
^ecfon. 

ju  1.  S3ttJ.  ©bw.  u.  9i».  (altf)0^b.  za,  zi,  ze  u.  bei  fiatfcrer  Setonung, 
be[.  al6  91«).,  zo,  zuo;  mittcll).  ze  u.  bei",  ats  Sin?,  zuo;  obetb.  §e,  j"  unb  jue; 
0Ot{).  <iu  (fl.  tu);  altfa^f.  te,  angelf.  u.  engl,  to;  nfeberb.  to,  t)oU.  toe)  be* 
itiäjmt  im  JCUgcmeincn:  ü^äf)«,  ^(nnabcnmg,  9itd)tun3  nad)  einem  3iele, 
entg.  »on.  öö  flct)t  1)  alö  23tv.  immer  mit  bcm  ■Datiü  (nur  ein  paar* 
mal  im  Qioti).  u.  äUejlen  2(Ut)od^b.  mit  bem  2t  cc),  niit  bcm  2frti!fl  bem, 
ber  I)ciufi3  in  bie  formen  jum,  jur  jgcj.,  1)  in  rdumlitftcr  S3eb.  a) 
bag  ortlidje  23ert)cittnifö  beg  SSefiubcnö  an  einem  £)rte  im  ©tanbe  ber 
9Juf)e  bejeid}nenb,  auf  bie  gcagc  »o?  finno.  in,  an,  hii,  bef.  bei  Si» 
gennamen  oon  ©tdbtcn  u.  Örtem,  wenn  »on  bcm  2(ufcntf)alt  einet 
^etfon  ob.  üon  Jinftalten,  ©ebaubcn  u.  bgl.  an  einem  Dcte  bk  Siebe  ijl  (j.  33. 
et  lebt,  tt>ol)nt  ic.  ju  Scrlin;  baö  SBaifcn^^auö  gu  .Italic;  ber  ®om  ju  Sö(n; 
baS  ©c^lofö  gu  S5raiin[(^ttjeig;  bec  Äaifer  Ijielt  ^of  gu  Jfugöburg  zc.);  »or 
©cmeinnamcn  nur  in  gcwiffen  l)erfömmti^en  5ßctbinbungcn,  mcifl  o()nc 
naddfolgenbcn  3frtifcl  (j.  S.  ju  Jpaufe  [ein,  bleiben;  ic^  fanb  it)n  ni^t  ju  ^aufe; 
ju  aifcl^e  fj^cn,  git  ^fecbe  [i|en;  gu  SSette  liegen;  ju  ebnet  @tbe  tt)ol)nen;  ju 
Canbe,  ju  SBaJTcr,  ju  JBagen,  ju  ©d^iffe  faf)rcn,  teifen  ic.;  ein  Steffen  }U 
Sanbc,  jut  ©ee;  einem  jur  ©eitc,  gut  SRedjten,  gut  ßinfin,  jum  J^opfe,  gu  (btn) 
gö^en  liegen,  jt^en,  flel)en;  l)it'r  gu  Canbe  2c.);  Ij)  ein  3iid)tun33\)erl)ä(tnifg, 
i).  i.  bie  S3ejief)un9  auf  ben  ©e^enftanb,  n^eldier  baS  3iel  einer  Sereegung 
ob.  9vid)tung  ijl,  auf  bie  grage  wo^tn?  finno.  nadj,  entg.  »on,  bef.  cot 
^ctfonennamen,  octf^.  »on  na^,  f.  b.  (j.  JB.  et  ge^t  nac!^  bet  ®tabt 
2U  feinem  Srubet;  iä)  teife  nad^  ^aufc  gu  ben  2Jteinigcn;  fomm  ju  mit;  et 
fe|te  fid^  ju  mit;  gu  Scmanb  eilen,  laufen  jc,  fic^  gu  t()m  iei)xtn,  »cnbcn  ic.; 
ic^  »iß  bi(%  gu  if)m  fül)ren;  etwaß  gu  fid^  nef)men,  ftedcn  ic.);  bd  ©ad^na« 
mcn  bef.  in  btt  23erbinbung  mit  bcm  cntgegengcfe^ten  »on  (g.  fß.  oon  Dtt 
JU  Drt,  »on  .^auS  gu  ^auS,  »on  Zi)üt  gu  a:()ut  gelten;  bai  ©erfleht  gct)t  »on 
SJlunb  gu  SKunb  2C.),  u.  in  »telen  fic^enben  iRebcnöarten,  mcifl  of)ne  nad^fol= 
genben  5(rti£el  (j.  S.  gu  Sifd^e,  gu  Sette,  gutÄirdje,  gut  ©c^ute  gct)en;  einen 
JU  JBette  bringen;  gut  ®tabt  fommcn;  gum  J^immet,  gut  JpöUe  falzten;  gum 
2(6enbmal)(,  gut  J^o^gcit,  gut  Seiche  gel)tn;  einen  gut^oi^gcit  bitten;  gu  fBin^ 
JU  5D5eine  geljcn;  2Baaten  gu  50latftc  bringen;  eine  Seiche  gu  ®rabc  ttagen; 
ju  gelbe  gieljcn;  gu  ©c^iff  getjen;  fid^  gu  «pferbe  fc^cn;  einem  gu  gilben  fallen; 
JU  ©tunbe  gefjen;  gu  58  oben  ftn!en;  gu  Setge,  gu  S^al  f.  auf-, 
mebctttJÖttS;  »gl.  au^  gutiic!;  gut  SOSelt  !ommen,  ittoai  gut  SBclt  btingcn 
Jc);  in  ffietbinbung  mit  l)inein,  Ijetein,  f)inau6,  :()etau6  btiidtt  jU 
niäjt  blo§  ba«  3iel,  fonbern  aud^  ben  ^IBeg  ber  SSeivegung  ai:8  (j.  S.  et 
tommt  gut  Zi)üv  ()Cfein;  trit  »anbetten  gum  Sliote  f)inau6;  et  fptang  gum 
genftet  t)inauö  u.  bgl.  m.);  2)  ein  3eit»er{)altnif^  begeic^ncnb  auf  bie  grage 
»onn?  b.  i.  ben  3eitraum  ob.  3ettpunft,  in  treld)en  ein  93crfaU  fi^Ut, 
finn».  in,  an,  bei,  gew.  nut  in  ffietbinbung  mit  J^auptwöttcrn,  bii  fdjon  an 
ftcl>  einen  3eitbegnff  enthalten  (g.  S5.  gu  2lnfang,  gu  (Snbe  bii  Sa^reS  ic;  gut 
teilten  ^iitf  gu  unfeter,  gu  meinet  3eit;  ettraß  gu  feinet  3cit  tbun,  f.  ».  ». 
jut  ted()ten  3eit,  entg.  gut  Ungeit;  gut  3eit  bet  Sloü;  ic.;  gut  3eit,  f^lc^t- 
^in  f.  ie|t;  ju  3eiten,  »gl.  jumeilen;  gu  betfelbcn  ©tunbe,  ju  jcbet 
©tunbc  ic;  gut  CS  tunbe  f.  foglcid^,  auf  ber  ©teile;  ^eut  gu  Sage  f.».». 


2108    .  5u  . 

^mttgeö  Sag(S;  gum  etftcn,  jum  jtvetten,  §um  legten  SDlaU  u.;  }u  9){tttag, 

iu  3(6enb,  gu  9la(^t  tjfcn  zc;  tc  Eommt  ju  Dftern,  ju  ^fingjlen  ic);  in  JBe» 

jieljung  auf  efn  »orQn9et)enbeö  con  aixd)  bie  ^ict)tun3  nad}  einem  jeitlidjen 

Btelpunfte  (j.  85.  >">n  Saljr  ju  3at)r,  »on  Sage  ju  Sage,  con  ©tunbe  ju 

©tunbe,  »on  3ett  ju  3ett);  3)  ein  inneres  23erf)dUnif5  bejeid)nenb,  (1)  in 

T^ofge  abficactec  ^{ntrenbung  bcS  £)ct6oerf)aItni[fel  auf  ben  ßufianb,  bie 

ßage  ob.  S3efd)Qffen{)eit  einet  »Werfen  ob.  (Sad)e,  ob.  bie  "Ktt  unb  SBeife 

«ineg  $lf)unö,  in  neben  »örtlichen  2(u6brärten  (j.  S5.  ju  guf  e  reifen; 

€§  ijl  mit  nid^t  jur  Jpanb ;  ettoaS  ju  Seuffd^,  ju  Catcinif^  zc.  fogcn ;  mir  i|l 

wo{)l,  übel  IC.  gu  SD?utf)e;  jut  ®enüge  l)aben;  jur  Üiotf)  mit  etrcaS  ousfom» 

men  :c.),  bef.  ein  ©ropen?,  ^al)l'  ob.  ®cabüerf)a(tnif6  auöbtüdenb  (j.  SS. 

ftc  fommen  ju  paaren,  b.  i.  paarweife;  fo  au^:  ju  ©c^aaten,  ju  -Raufen;  bie 

ged&tenben  fielen  ju  ^unberten,  ju  Äaufcnben;  ju  f (einen  Steilen;  jum  Zi)eiU 

juc  Jpälfte,  gum  wenigfien;  ft^  jum  f  (i^önften  bebanfen,  f.  ».  ».  fd^iJnftenS; 

eS  0et)t  il)m  nid^t  jum  befl:en;  jum  erffen,  jum  jweiten,  §um  bcitten, 

f.  D.  ».  erfleng.  jnjettenS  k.);   (2)  ttermoge  abjlractec  ^l'nmenbung  be« 

caumlidtjen  9fiid)tun3goetf)a(tniffeg  a)  in  »ieten  unetg.  Siebenearten  (?.  8. 

etwas  gu  kopiere  bringen;  Semanb  juc  SSerantwortung ,  §ur  Ste^enf^aft 

jiet)en,  jur  SRebe  fe|en;  ft(l(>  gur  J«u^e  fe^en;  fi(^  jum  3iele  legen;  ftc^  etwa« 

ju  .i^erjen  net)men,  ju  ®emüti)e  jief)en;  einem  itvoa^  ju  ®cmüt^e  fütjren;  jur 

©ad^e  fommen;  wieber  gu  ftc^  fclbjl  fommen;  mit  3cmanb  gu  Siat^e  gcl)en, 

t{)n  gu  9Jati)e  giei^en;  gu  SBerfe  gelten;  einen  gur  Sefinnung  bringen;  er  tjl 

mir  no4)  nic^t  gu  ©efid^te  gefommen;  »on  ben  3Borten  fam'ö  gu  ©plagen 

u.  bgl.  m.),  inöbef.  ha^  ©rreid^en  ob.  bie  Erlangung  einet  @ad)e  aus» 

brüdenb  (g.  58.  gu  ©clbe  ob.  Vermögen,  gu  ©i)ren,  gur  SRulje,  gu  ©^aben 

fommen;  er  fann  gu  nickte  fommen,  b.  t.  nici^tö  erlangen;  wiebcr  gu  Äräften 

fommen;  einen  nic^t  gu  SBorte  fommen  loffen;  wie  bijl  S)u  gu  bem  SBitbe  ge» 

fommen?  b.  i.  wie  i^aft  bu  e6  erlangt?  etroaö  gu  ©nbe,  gu  ©tanbe  bringen 

u.);  b)  SSerbinbung,  Buf^inimen^ang,  3ufammen3et)cien  (g.  33.  ber  ®ar» 

ten  gef)ört  gu  bem  ^aufe;  er  gehört  gu  unferer  gamilie;  fein  a5tnet)men  pafft, 

ftimmt,  fd)idt  fid)  nid^t  gu  feinen  2Jcrr)ä'ltniffm;  SSrob  gum  gleifdje  effen; 

aSaffer  gum  SJBcine  giefen;  ein  Sieb  gum  Älaoierc  fingen;  gu  einer  ©aci^e 

fc^ttjcigen,  lad^en  zc;  waö  fagft  bu  gu  meinem  ®luc!e?  einem  gum  neuen  3al)re 

@lü(!  wünfd^en;  ibn  gu  feinem  ®eburtötage  befc^enfen  u.  bgt.  m.);  c)  bie 

S3e5ie{)un3  eineS  2Dingeg  auf  ein  anbeveö  f)inftd)tlid)  ii)vet  S3efcl)affenl)eit, 

baijer  au^  eine  SBertf)--  ob.  5}?apbef}iminun9  (g.  33.  biefcr  SScrg  ocrbalt  fic^ 

gu  jenem,  wie  ein  Siiefe  gu  einem  3wergc;  fcdjS  oerf)a(t  fic^  gu  ai^tgcljn,  wie 

eins  gu  brei;  iÖi  red^ne  ben  Sljaler  gu  30  ©ilbcrgrofdjen,  btn  gu^  ju  12 

3oUk.;  ein  aSrob  gu  2  ©rofdjen  jc.);  d)  bie  9vi*tung  einer  ;ii;i)ä'tiäfeit 

ober  ©mpftnbung  auf  einen  ©egenflanb  alS  baS  3i«l  berfelben  (g.  33.  gu 

3cmanb  fpre^cn;  gu  ®ott  beten;  er  wanbte  fid^  gu  mir;  einen  gu   etwas 

treiben,  nöif)igen,  bewegen,  gwingen,  teijen,  »erldten,  ant)alten,  gewöljncn;  jidj 

JU  etwas  anfc^itfen,  oorbereitcn,  bequemen,  üerjiet)en;  Steigung,  Siujt  gu  etwaö 

^aben;  ihbt  gu  einer  ^evfon  ob.  ©ad^e  baben;  —  fo  au(^  bef.  in  ber  2Jer' 

binbung  »on  gu  mit  bem  5nf.,  g.  SB.  fie  wünfdjt  gu  gefaUcn;  Cujl  gu  tan» 

gen  tc.  f.  u.  2.);  e)  ben  3w«<f,  bi«  3(bftd)t  ob.  S3ejlimmung  eine«  Zi)mi 

ob.  «ine«  Singe«  (j.  33.  es  gefd^ieljt  gu  beinern  aSeflen,  mir  gum  ©djaben  ob. 

««ac^t^iefl,  jum  Srofe,  gum  ©d()impf  unb  ^o^n,  i|)m  gu  Stiren,  i^t  ju  Ciebe; 


ju  2109 

einem  itmai  ju  ©efaticn  tf)un;  f^m  etwa«  jum  hoffen  t^un;  eö  f!c^t  tf)m  ju 
(Dienftcn,  j(it  ®cbote,  ju  IBefel)!;  ic^  fa^e  eß  ju  ifjrem  Sroflc;  ju  ctma«  nü^en, 
btenen,  bejttmmt,  gefd^idtt,  fähig,  tüd^ttg,  taugltd^  fein;  ju  nichts  tougcn;  laf« 
btt  fein  Setfptcl  jur  SBSarnung,  gut  2ef)i-e  bienen ;  cttraö  jut  ©c^au  tragen; 
e6  ereignete  ftc^  ju  meinem  ©liicte;  ju  allem  Unglüct  gef^al)  e«,  bafö  jc;  et 
war  Ui  mit  jum  Sefuc^e!  einem  etwas  jum  JBcften  geben:  —  ein  ®efa^  ju 
SJlilc^,  JU  aSein,  naml.  beftimmt;  Zuä)  gu  einem  Ätetbe;  SBaffer  jum  Srin» 
Icn;  ein  <pferb  jum  Steilen;  ^apiet  unb  gebern  jum  ©(^reiben,  ^olj  jut 
Neuerung,  @elb  ^um  ©pielen  u.  bgl.  m.;  ic^  t)abe  genug  jum  geben;  et  i|l 
nic^t  fdf)tg  jut  Jttbeit,  ju  fc^roat^  jum  ®ef)en;  —  fo  aud^  ju  ob.  gem.  um 
JU  mit  bem  3nf.,  f.  u.  2.);  0  ba«  25er^d[tnir«  bec  5Birfun§  ob.  beS  C5r» 
folget,  burd)  SSejiebun^  ber  SKiä'ti^feit,  bei  SBetben^,  beS  3uflanbe^  ob. 
ber  ßigcnfdiaft  auf  bag  baburd)  25ett»irfte  ob.  ^ietrorbene  (j.  SB.  et  fpielte 
feine  StoUc  ju  aUgemeinet  3ufrieben^ett;  fie  ift  fdjön  jum  6ntjii(Jen;  eS  »at 
ein  ©c^aufpiel  jum  JKü^ren;  ber  3uftanb  be§  ÄranBen  war  jum  ©tbormen); 
fo  bef.  in  ben  Secbinbungen:  ju  ctnjaö  »erben,  b.  t.  in  ct»a8  cernjan» 
belt  «erben  ob.  übergeljcn  (baö  @iö  wirb  ju  JGSajfer;  ber  idb  wirb  ju  ©taube; 
baö  Äinb  wirb  jum  ^jJJanne;  bie  JRaiipe  Wirb  jum  ©c^metterling;  jum  Statten 
werben);  ctwaö  ju  etwa§  machen,  flogen,  fe^lagen,  mQt)Ien  2c.  (j.  SB. 
etwn§  ju  ©tcin  macfjen,  ju  ^ulocr  fiepen  ob.  reiben;  baö  ©etreibe  ju  5Ke^l 
ma|)len;  gem.  einen  ju  ffirei  f plagen);  einen  ju  Sobc  prügeln,  martern, 
drgern;  fic^  ju  Sobe  gramen;  einem  ju  etwas  gereichen  (eö  gereicht 
i^m  jut  @(jre,  jur  ©c^anbe,  jum  Serbetbcn);  einem  ju  etwaö  tat^en, 
tf)n  ju  etwas  aufmuntern,  etmaf^ncn,  bereben;  ju  etwoS 
entf^loffcn  fein;  ferner:  einen  ob.  ttxva&  ju  ctwoS  f)oben,  ne^* 
men,  ma^en,  bilben,  waMen,  ernennen,  befielt en  jc.  (j.  85. 
einen  jum  greunbe  Ijaben;  i(^  ^ahi  xi^n  mit  jum  grcunbc,  jum  j^einbe  gemad^t ; 
einen  jum  Starren  Ijaben,  b.  i.  ibn  alS  9?arren  bef)anbeln;  einen  jum  armen 
Spanne  matten;  er  :^at  fte  jur  grau,  jum  ftStibe  genommen;  einen  jum  3eu» 
gen  nef)men;  man  l)at  iiin  jum  Äaifct  gewäfjlt;  er  i)l  jum  ©tattf)atter  et« 
nannt  werben;  einen  jum  spriefler  weif)en  u.  bgl.  m.).  —  2.  alö  S3bJr».  flc{)t 
jU  mit  bcm  3nfi"ittt)  oerbunben,  wo  eS  jeboc^  urfpr.  u.  eig.  gleichfalls 
SJorwort  ifl,  ba  bet  Snfinitio  ben  jeitwörtl.  Segrijf  einer  Zf^&tiitcitf  eine« 
SBetbenS  ob.  3uftanbcS  in  bet  gorm  eines  .^auptworteS  barflellt,  mit  weldjem 
JU  im  2fUgemcinen  in  ben  oben  unter  d)  unb  e)  angefüfjtten  SBebeutungen  bet 
SRid^tung  auf  ein  3iel  obet  einen  3tt)ed  »erbunben  wirb;  inSbef. 
fict)t  JU  mit  bem  3nf.  1)  mit  ber  S5eb.  cineg  crgän3enbcn  Sielworte« 
(Dbiccts)  ob.  überl).  abhängigen  SSevfjd'Itntf^fallc^,  ali  Söeflanbtbcil  beS 
einfad)en  ^ci^ii  a)  bei  3ettw6rtern,  weld}c  eine  jeitlid^e  SSejlimraun^  ob. 
eine  7itt  u.  5Beife  beS  Sl}un3  be^cid^nen,  als:  beginnen,  anfangen, 
fortfaf)ten,  auft)6ten,  eilen,  pflegen,  fid^  gewönnen,  gewol)nt 
fein,  lieben  (gern  tljun),  belieben,  »etmögen,  bvauö)in  ob.  nötljig 
^aben,  auc^j:  f (feinen,  wiffen  (f.  oetfleljen  ob.  !önnen)  u.  a.  m.  (j.  SB. 
et  begann  ju  fprecljen;  cS  fing  an  ju  bonnern  unb  ju  b(i|en;  faljrc  fort  ju 
ötbeitcn;  et  fjött  nie^t  auf  mid^  ju  »erfolgen;  iilt  ju  fommen;  et  pflegt  miä) 
feinen  ^reunb  ju  nennen;  er  ^ot  ji(§  gewöbnt  ob.  ijl  gcwot)nt  naÖ;  bem  (Sffen 
ju  fc^lafen;  fte  liebt  ju  fc^erjen;  t^  rcrmag  eS  nidjt  auSjufptcc^en;  id)  btau^t 
es  bir  nicfet  ju  fagen;  bu  f^einjl  mic^  nic^t  ju  »erflehen;  et  Wii^  ob.  »erflel)t 
JU  leben,  ^i)  beliebt  ju  machen  u.  bgl.  m.);  ferner  bei  3«ittt)ortern,  tTje(*e 


2110  3u 

eine  ©emütFjgregung,  ein  S5e3ef)ren  ob.  eine  5BiKen6äuf  erung  Uiex6;)nm, 
<xH:  »ünfd^cn,  begei)rcn,  «erlangen,  benEen  ob.  gebenEen, 
[ud^en,  fi(^  bemfifien,  Itteben,  \i(i)  beftrcben,  beabft(i^ tigen, 
gerut)en,  »etfuc^en,  »agcn,  (Sefaf)t  loufcn,  fic^  getrauen, 
furd)tcn  ob.  fii^  fordeten,  ftc^  fd^euen,  ftd^  rcetgern  u.  a.  m. 
(5.  58.  iö)  wün^ö)t  ii)n  Ecnncn  ju  lernen;  er  »erlangte  mtc^  ju  [pre(^en;  ic^ 
gebenfe  morgen  afcjurcifen;  fic  fu^t  it)n  ju  taufd^en;  er  btmüi)t,  bejlccbt,  be=> 
eifert  fid^  mir  gu  bicncn;  er  »erfuc^te  es  nad^jumad^en ;  fie  wagte  nid^t  ju 
«eben;  er  fürd^tet  in  mifsfallen;  [c^eue  bidtj  nid^t  bie  SBal)r()eit  ju  fagen;  jic 
weigerte  fid^  i()m  ju  folgen  u.  bgl.  m.;  —  in  ber  älteren  ©pradje  fietjt  bei 
3eittt)örtern  beiber  3Ctten  l}aufi3  bcr  blope  Snftnitio  oljne  ju;  j.  S3.  er  begin- 
net truren  unde  clagen;  ich  vürhte  den  tot  voa  iu  gewinnen;  ich  getruwim 
wol  gestriten  b.  i.  ic^  getraue  mir  njo^l,  mit  iljm  ju  flceiten;  na^  ze  aber 
tlet)t  Qiw'6t)X[üd)  ber  al§  Jpauptwort  gebeugte  Snf.  in  ber  S)atiöform  auf  -ue; 
J.  aS.  ich  gedahte  ze  lebenne  noch);  b)  bei  ^aupt*  Unb  SSetnjÖ'ctem,  tt)eld)e 

jut  ßrganäung  i^re^  Se^riffS  bie  S5e5iei)ung  auf  einen  im  3nf.  aix^c* 
brückten  S^^attäfeitöbegtiff  evforbern,  alö:  8u|l,  Srieb,  «Neigung,  (St* 
fer,  5Kut^,  SSegierbe,  ©ntfd^lufs,  2Sorfa§,  Vermögen,  Äraft, 
Äunft,  ©efd^icflic^feit,  meÖ^t,  ^flid^t,  ^üt,  ©elcgentjeit,  3lrt 
unb  aSeifeu.;  begierig,  bereit,  geneigt,  fäf)ig,  »illig,  mübe, 
leidet,  fd^wer,  möglidp,  unmöglich,  nötl)ig,  unnött)ig,  gut, 
angenei)m,  fd^ön,  lieblid^,  fd^redlid^  u.  a.  m.  (j.  S5.  fie  t)at  ßujl  |u 
tanjen;  er  Ijat  ben  Srieb  fid^  ju  bclc!)ren,  SOlutl)  gu  fä'mpfen,  tie  Steigung 
©Utes  ju  tt)un;  bcr  ©ntfs^lufs  ju  jterben;  ber  23orfa§  ftd^  ju  beffem;  ber 
«OTenf^  i^ot  baö  25erm5gcn  ju  benEen,  bie  «Kraft  ju  »ollen;  fie  befi^t  bte  Äunjt, 
bie  ©efd^icElid^Eeit  fid^  beliebt  ju  mad^cn;  er  l)at  baS  SRcd^t  ju  jagen,  bie  ^flic^t 
JU  Eampfen;  cö  ijt  3eit  ju  gct;en;  id^i  fanb  @elegent)eit  ju  reifen;  feine  3£rt 
unb  SBcife  ju  l)anbeln  mifSfäUt  mir;  —  iö)  bin  begierig  gu  ^ören,  bereit  ju 
folgen;  er  ijt  nid^t  fa^ig  ju  täufd^en;  er  «sar  mübe  ju  leben;  bie  ©a(§c  ifl 
leidet  einjufc^en,  fc^wer  augjufiit)rcn,  unmöglich  ju  t^un,  nötljig  ob.  unnötljig 
ju  fagen ;  bie  ©peife  ift  gut  gu  effcn ;  bie  9?a^ric^t  war  mir  angenef)m  gu 
^ören;  ftc  war  fc^Sn,  lieblid)  k.  gu  fcfjcn,  fd^rectlid^  anjufc^auen  u.  bgL  m.); 
2)  M  bein)örtlid)ec  ^üigbiudE,  inbem  bte  burd)  ben  .3"f'  beseicl)ncte  Zhä' 
tigfeit  alö  etivag  bai-geflellt  n)icb,  roaS  einem  ©egenftanbe  beigelegt  werben 
fann  ober  mufg  (j.  S5.  bcr  fleißige  ©dtiüler  ijl  gu  loben,  i.  i.  mufö  gelobt 
werben;  eine  gute  QvnU  ijl  ob.  ftcl)t  gu  t) offen,  b.  i.  Eann  gehofft  werben; 
eine  fold^c  S3ef)anblung  ift  ni^t  gu  ertragen,  f.  0.  w.  ift  unerträglich;  fein  JBe» 
tragen  ift  nic^t  gu  begreifen,  f.  r>.  w.  unbegrciflid^ ;  fein  ©tolg  ift  nid^t  gn 
beugen;  er  ift  nirgcnbS  gu  ftnbcn;  Ijier  ift  etwaö  gu  fet)en,  gu  lernen  Jc;  babef 
ift  etwaö  gu  »erbicncn;  wa^  ift  bei  bcr  ^ad^e  gu  tf)un?  eö  ift,  bleibt,  gicbt 
t)ier  nod^  oiel  gu  tl)un;  —  fo  audj  nad^  ^abcn:  iä}  Ijabe  »iel  gu  ttjun; 
iä)  f)abc  bir  etwas  gu  fagen;  baS  i)at  ni^lts  gu  fagen  ob.  gu  bcbeutcn;  er  l)at 
t)ier  nichts  gu  befef)lcn  ic);  au3  bicfec  '^Hnivcnbiing  t^i§  Snf-  mit  ju  ent* 
»icfclt  fiel)  bur^  Einfügung  eincö  b  an  ben  5nf.  ein  gur  unmittelbaren  fficr* 
binbung  mit  bcm  ^auptw.  bicnenbcS  9}?itteltvcrt  ob.  ^arttcip  (j.  S.  ber 
©dritter  ift  gu  loben:  ber  gu  lobenb e  ©c^üler;  bie  ®cfal)r  ift  g u  fürd^» 
ten:  bie  gu  fürd^tenbe  ®efal)r;  fo  aud^:  bie  gu  »crbcfTernbcn  gel)lcr; 
eine  ni^t  gu  ertragenbe  Scf)anblung;  ein  nid^t  ju  biUigenbcr  Stritt;  t)p^* 


äu  2111 

iwm^tenhit  SQttt  u.  bflt.  m.);  3)  im  jufammengefe^ten  @n^e  ali  oec^ 
türjtec  ®e3cnflanb«fa&,  Patt  bec  ooapänbtgen  m(t  baf6  unb  einer  Sicbe- 
f  orm  bc6  3rt>.  gcbitbctcn  ©afeform,  tn^bef.  a)  alö  JUerfürjUng  cineg  Sbjects 
fa^eä  b.  X.  eines  folc^en  Sfebenfa^cs,  vuelc^ec  ju  feinem  ^auptfa^e  in  bem 
SSer^altniffe  eineö  Objecto  ob.  übat).  cincö  abf)an9iäcn  ©egenftanbcö  |lc{)t;  in 
»eiltet  Jtntüenbung  jebo(!^  jii  mit  bcm  3nf.  nur  bann  fteljen  fann,  wenn 
bo«  ©ubjett  beä  9iebenfa|eö  fdjon  im  .^auptfa^e  »or^anben  ob.  au§  bem  3n= 
l)alte  beefclben  leicht  ju  ersanjcn  i|l,  u.  rcenn  boS  3citn)ort  bc6  J^auptfo^e« 
eine  SJegung  bc6  @tfü|)lö,  beö  SSegcIjrungSüermö^enö  ob.  SßiUcnS,  ein  23er» 
langen,  Sföünfc^cn  2c.,  einen  ffiorfaft,  eine  ju  etrcfd^enbe  2(bfic^t,  einen  ^mtä  3C., 
niöit  aber,  wenn  eö  ein  3Q3at)rnet)men,  2)en!en,  aBiUtn,  ober  ein  Jfufifagen, 
SWclben  JC.  eines  ©tbac^ten  of)ne  bm  S'lcbenbcgriff  einer  @cfiit)t§;  ober  SBiUenS» 
oußerung  bcjeic^net  (j.  S.  er  bat  mic^,  i^n  ju  befinden,  jl.  —  bafs  \6) 
i^n  befu(^en  müdjte;  nic^t  aber:  er  melbete  mir,  fiinbigtc  mir  an,  mic^ 
JU  befuc^en,  [onbern:  —  baf«  er  miä)  befu(^en  werbe;  er  glaubte,  er  be^aup» 
tcte,  bet()cucrte,  »erfi^crte,  fc^rour  ic,  mid^  gefefjen  ju  ^abcn,  ft.  —  ba[S  er 
mi^  gt[ef)en  ^abe;  nid^t  aber:  er  fagte,  erjcif)ltc,  fc^rieb  k.,  mie^  gcfefjen  ju 
ijaben,  fonbern:  —  bafS  er  mic^  g£[ef)cn  ^abc;  er  wSfjnte,  bilbete  fic^  ein,  ein 
unglücttid^er  SRenf^  ju  fein;  aber:  er  er!annte,  fa^  ein,  begriff  ic,  bafs  er 
ein  unglüctlid^er  SKenfc^  fei.  @o  aud) :  i^  tjoffe,  fd^meit^le  mir  Jc,  meinen 
3»ect  ju  erreichen;  fie  befaf)t  if)m,  fic^  ju  entfernen;  fie  erlaubte  mir,  fie  ju 
begleiten;  ber  2(tjt  oerbct  bem  ÄranJen,  fcaS  3immer  ^u  tierlaJTen;  man  be* 
fct)ulbigte  i^n,  geflol)len  ju  l)aben ;  er  ijl  nic^t  wert^  ob.  oerbient  nid^t,  gelobt 
ju  »erben;  begnüge  bid^,  ein  SDlenfc^  gu  fein,  u.  bgt.  m.);  ^)  ölä  SSerfürjuiig 
iimi  ©ubjectfa^e^  b.  i.  eines  folrf)en  9lebenfa^cä,  weither  ju  feinem  >^auptj 
f  a^e  in  bem  S3er()altnifT2  bcS  ©ubjects  ob.  bcS  unabf)ängigcn  ®egenjianoeS  iit 
JRebc  jlel)t;  jcbodj  nur  wenn  baS  ©ubjcct  beS  9iebcnfa|e«  aud^  in  bem  ^aupt» 
fa|e  oorfommt,  ober  bcr  Slcbenfa^  8ein  be|iimmtcS  ©ubject  i)at,  fonbern  eine 
3:l)c[tig!e{t  ob.  einen  3ujla(ib  ganj  allgemein  in  Sejief)ung  auf  bie  5Blenfd^cn 
überl)aupt  auSfagt,  fo  bafs  baS  ©ubject  nur  burc^  man  auSgebrüctt  werben 
!ann  (j.  SS.  eS  war  mir  angeneljm,  bafS  id^  ii)n  wicberfal);  oerEilrjt:  e« 
war  mir  angcncf)m,  t^n  wieber jufel)en,  ober:  ii)n  wteberjufcljcn,  war 
mir  angenef)m  ;  eS  freut  mtc^,  bidfj  wicber  gefunb  ju  wiffen;  eS  fei  mir  er« 
laubt,  nun  aud^  ju  fprei^en;  eS  6ann  bir  wenig  Ijelfcn,  mid^  auf  beiner  &tite 
gu  f)aben;  eS  fcänfte  iljn,  ^ti)  jutücJgefc|t  ju  feljen;  eS  gejiemt  bem  SOZanne, 
t^ättg  ju  fein;  nac^juabmcn,  ernicbrigt  einen  SDlann  oon  Äopf;  »on  x\)t 
getrennt  ju  leben,  ift  mir  ganj  unben!bar;  eu^  ju  gefallen,  war  mein  SBunfd^ 
unb  aSeftreben;  —  eS  ift  nidl^t  gut,  bafS  man  oUein  fei;  ocrE.  cö  ift  nidf)t 
gut,  allein  ju  fein;  eS  ifl  angcncljm,  einen  grcunb  wieber^ufeljen;  eä 
iit  ^Pflic^t,  ben  9iot{)leibenben  ju  t)eifcn;  ift'S  rebli^,  fo  ju  Ijanbeln?  e8  iji 
fd)wer,  über  bie  3tbfi4)tcn  beS  SKenfc^en  auS  feinen  J^anblungen  §u  urt^eilen, 
u.  bgi.  m.);  c)  aud)  nad)  aU  in  üergteidjenbcn  Oicbenfa'^en  fann  ju  mit 
bem  3nf.  a(>5  ©a^OcrEürsiniiJ  \ici)cn  (j.  33.  es  ijt  bcfftr,  Unrecht  ju  leiben, 
als  Unrecht  ju  tl)un);  ferner  nad)  flatt  ob.  anftatt  unb  nad)  ofjne 
(j.  S.  er  t){nbertc  mid^,  ftatt  mir  ju  fjelfen;  bu  flagfl,  anjiatt  ju  banfen;  er 
t)anbelt,  o!^ne  ju  überlegen;  er  ift  abgereif't,  o^ne  2(bfc^ieb  t>on  mir  ju  nefjmen), 
u.  bef.  nad)  um  (ugl.  um  S),  als  S3erEürjung  eines  mit  auf  bafs  ob. 
tfamxt  einjuleitenben  swecllid|)en  SRebenfa^eS  (j.  85.  iä)  fomme,  um  bir  ju 
banfen;  ber  ^in^ä)  lebt  nii^t,  um  ju  effen,  fonbetn  ec  ifft,  um  ju  leben;  er 


2112  au 

t)at  oHc«  SKSgltd^e  get^an,  um  fie  ju  retten;  man  fpnc^t  »ergeben«  »fei,  um 
ju  cetfagen),  wo  auä)  blof  ju  (o^ne  um)  flef)en  fann,  »enn  l»er  ä^edbegriff 
beutlt^  erfennbar  ijl  (j.  fS.  iä)  gfng,  t^n  abju^^olen;  i(i)  lomme  ntc^t,  gu 
bleiben,  fonbern  "iib^äjiii  ju  netjmen).  —  3.  Tili  ^tt>.  ftef)t  jU  1)  bie 
JKid)tun3  nad)  einem  ©egcnfianbe  ob.  einer  ©egenb  f)in,  ol)nc  Srreid^ung 
beS  Sieles,  auöbröcfenb,  in  öJetbinbung  mit  ben  Jßornjörtern  naä)  unb  auf, 
ftnn».  l)in,  loö  (g.  33.  naä)  bem  83Salbc  ju  ge^en;  nod)  2tbenb  ob.  SBeften 
ju  fa{)rcn;  er  lief  naäj  ber  ©tabt  gu,  ftnn».  {)in;  wir  gingen  auf  bk  ®tabt 
ju;  er  !am  auf  mid^  gu;  er  ging  gcrabe  auf  [einen  ©egner  gu,  ftnno.  lo6); 
2)  bie  S5efd}[eunigun3  ob.  SSetftdrfung,  auc^  nur  bie  Sortr«^it"9  «i"«c 
SSewegung  ob.  S^ätigfeit  bcgei^nenb,  ffnno.  tiocträctg,  fort  (g.  S5.  gu!  gu! 
immer  gu!  al§  aufmunternber  3uruf;  orbeite,  fd^reibe  2C.  nur  gu!);  3)  f.  ge» 
fdjIofTen,  t)erfd)loffen,  cntg.  offen  (g.  SB  Mc  Sl)ür,  ixii  ^tn\tit,  baö  Jg)auö  jc. 
iji  gu,  eig.  auölüff.  f.  gu g em  ad) t;  benn  in  ber  SfJegel  flet)t  gu  in  bicfer  JBeb« 
nur  in  3fe^.  mit  3eitto.,  wie:  gumaci^en,  guf(i^liepen  ic.  f.  w.  u. ;  lanbfd;.  gem. 
aber  wirb  btefcö  gu  fogar  al§  gcbcugtc§  S5w.  in  bcn  formen  gue,  june  ob. 
juene,  juige  gebraust;  g.  SS.  eine  gue  ob.  gucneSljür,  ein  gueS  Sgaui,  ein 
guener  ob.  guigcr  SBagcn  f.  ein  gc[c^(oJTcner,  bebectter).  —  4.  Sn  3fc§'  il«i)t 
5U  1)  mit  ber  .Kraft  eineö  SJorworteö  alö  erfleö  ©lieb  in  ben  9leben» 
Wörtern  gucrft,  gutc^t,  gunddjjl,  guoörberft,  gunial,  gured^t,  gurüct,  gufam« 
men  ic.  (fammtli^  mit  bem  Jg)auptton  auf  bem  gweiten  ®liebe);  ald  g weite« 
©lieb  in  bagu,  wogu  (gew.  mit  bem  Son  auf  gu);  2)  mit  ber  SSeb.  eine« 
Slebenworteö  in  3fc^.  a)  mit  anbcrn  SJebenwßrtern,  alö  erjleö 
©lieb,  g.  S5.  guoor,  gugegcn,  guwiber  zc  (mit  bem  .i^auptton  auf  bem  gwei« 
ten  ©liebe);  al§  g weitet  ©lieb  in  l)ergu,  i^ingu,  gerabegu  (mit  bem  Son 
auf  gu);  b)  mit  Jpauptw örtern  (g.  95.  Sugemüfc,  3u5oJl»  3unomcn  :c.) 
u.  bef.  mit  3eitwörtcrn  unb  baoon  abgel.  ^aupt»  unb  SSeiwörtern,  in 
weld^en  3fc§.  ber  .^auptton  immer  auf  bem  9lw.  gu  liegt;  bie  mit  gu  gebil» 
beten  3eitw.  finb  ba^er  fämmtlic^  unecht  ggef.  unb  trennbar,  unb  bo8 
ge  bcS  SKw.,  fo  vok  ia^  gu  beö  3nf.  ttitt  gwifd^en  tk  ©lieber  ber  3fe6. 
(g.  S5.  gugebcn:  id)  gebe  gu,  i)abc  gugcgeben,  bin  bereit  gugugeben;  gufallen: 
ber  SecE el  fiel  gu,  i|t  gugefallen,  broljt  gugufaUen  u.).  Saö  j  u  begei^nct  in 
biefen  3[efe.  bef.  bie  SKidjtung  nad^  ob.  auf  itvoaß  i)in  (g.  SS.  einem  gulaufen, 
gul)ören,  jureben,  gurufcn,  fid^  guncigen,  ctwaö  gutragen  jc);  baber  auc^  9)?it* 
t{)eilun3,  Seilegung  beS  @e{)örigen  ob.  (Bebüf)venben,  2(n3enie(ienl)eit 
(einem  etwas  gut^eiten,  gumcffen,  guer!ennen,  gugejteben;  einem  guEommen,  gu* 
ftel)en  ic);  v^injufü^ung ,  23et:me{)cun9 ,  SSerjla'rfung  ob.  gortfe^ung 
(ttwai  gutf)un,  gugeben,  gulegen,  gufc^en;  gunel^men,  guwad^fen;  gugeljen,  ;fa$» 
ten,  rteiten  2c.);  S3erfd)(iepun3,  finno.  »er-,  entg.  auf  (gubinbcn,  gumac^en, 
gufd^lie^en,  guf^lagcn,  guwerfen  ic);  SSeccitung  ju  einem  gen?i[[en  3^«^« 
ietwa^  gubcreiten,  guric^tcn,  gufd^neiben,  ein  ^ferb  gurciten  jc). 

5U  2.  «Rw.  beö  ©rabes  ob.  ber  Sntenfität  (f^on  altb.  zi,  ze,  g.  85.  zi  «pati; 
ze  lanc,  ze  swaere  ic. ;  ett)mologifd^  =  ä"  ^-i  bie  Sebeutung  entwicJelt  ftc^ 
aus  bem  S5egriff  ber  ^ingufügung  ob.  beS  3uwad^fcS)  begeid^net  tor  SSei-  unb 
9lebenw8rtern  einen  l)o()eren  (^xab,  a(g  bcc  dlatin  ber  <Bad)e  an  fid),  ober 
i{)rec  S3eflimmung  in  S3ejiel)ung  auf  eine  anbete  (Sad^e  ob.  ^erfon  an* 
gemeffen  ifl,  Überfdjreiten  beö  S[)?apeg,  Übermaß,  f.  o.  w.  mti)x  al8  genug, 
redjt,  paffenb  ob.  jwecf mäpig  ifl  (g.  85.  er  ifl  gu  rafd^,  gu  langfam  jc  ;  ein 


jubauen  —  äublafcn  2113 

2U  f)o^ed  ^aui',  ein  ju  !(cine§  3immer;  ein  ju  gcwagtcö  Unternehmen;  bai 
i|l  mit  ob.  filr  mii)  ju  tf)eucr,  ju  oiel,  ju  ^od^ ;  bec  SRod  ijl  ifjm  ju  treit,  ob. 
gu  eng;  bie  Arbeit  ijl  für  i()ti  ju  fe^wer;  er  et(t  ju  fef)r;  ec  njof)nt  ju  weit 
Bon  mic  entfernt,  a(ö  baf§  ic^  i{)n  oft  befuc^en  fönnte;  er  ifl  ju  ebcl,  a(8  baf« 
er  fid^  rächen  foUte,  ob.  —  um  ftc^  ju  rächen;  fte  i(l  in  fd^reac^,  um  arbeiten 
JU  fönncn);  cctjlä'rEt  wirb  bicfeö  ju  f)äufig  burc^  ein  üorangcfe^teö  gar, 
»tel,  oU  (j.  aS.  ba6  J^auö  ifl  gar  ju  ^o^;  e6  bauerte  mir  gar  ju  lange;  ba« 
Äleib  ifl  »icl  JU  weit;  ba§  ijl  all^u  fe^mcr;  fie  fürchtet  ft(^  oUju  fifjr  jc); 
gor  JU  u.  allju  werben  aber  oft  ani)  übertreibenb  gebraucht  f.  in  fcf)t 
^o{;cm  ®rabc,  über  bie  SQlaf  en  (j.  S5.  fte  ifl  gar  ju  gut,  gar  ju  fcl()5n,  gar  ju 
lieb  u.  bgl. ;  i^  bliebe  gar  gu  gern  i;ier;  ©ie  finb  allju  gütig  u.  bgl.  m.); 
fo  ouc^:  nur  ju  (mit  bem  Sone  auf  ju),  bef.  aU  2(uSbruct  be6  JBebauern« 
ob.  SWiföfallenö  (j.  S.  e6  i|l  nur  ju  gcwifö,  nur  ju  waf)r,  bafö  er  tobt  i(l,  b.  i. 
es  ijl  leiber  coUfommen  gcirifö  ic;  fte  ijl  nur  ju  eitel). 

jubauen ,  trb.  jiel.  3n>.,  biird)  Sauen  ob.  burd;  ein  ©ebaube  rjerfc^lie? 
f«n  (einen  ®ang). 

3ubd)ür,  f.,  -6,  0.  ?0?.,  ob.  bie  Subebßrbe,  2)?.  -n,  (tjgl.  bcf^ören) 
voai  5U  einem  X>'m^e  3«()ört,  bamit  jufaramenf)dn3t  ob.  üerbunben  ifl  (ein 
(But  mit  allem  3ubc^6r),  aut^:  ßu^e^öc;  jubcbörig,  öm.,  ge».  jugel)?!!^. 

jubcipen,  trb.  ^w.  1)  jitUoö  m.  (jaben,  bie  ^(il)m  beipenb  äufammen:» 
brücfen,  berb  beipen  (M^  ju!  er  ^at  jugcbiffen);  2)  jtel.  ttnai  — ,  ju  ob. 
in  SSegleitung  einet  nnbern  <Sp«ife  beipen  ob.  effen  (Stob  jum  Steifere  — ). 

3uber,  m.,  -ö,  SO?.  \v.  ß.,  aSer«.  baS  3ubercben;  lanbfc^.  oui):  bet 

3obcr,  (olt^od^b.  zuipar,  »on  zwl,  jtrei,  n.  par,  heran,   tragen,   cntg.    einpar, 

eimer,  f.  b.;  mittel^),  zuber;  nieberb.  Slubbe,  engl,  tub)  eine  ^Ttt  größerer, 
Offenet  v^oljgefä'pe  oon  SBöttd^etarbeit,  mit  jraei  »^anbf)abcn,  um  »on  jwei 
^erfoncn  getragen  ju  »erben,  finnö.  SSutte,  Äübel;  ber  Suberbaum  ob.  bi« 
Buberfiange,  bur(^  bie  Sö^ier  ob.  .i^anb^aben  beS  ^uUxi  gefletJtc  Stangen 
ob.  ^öljcr,  an  welchen  er  getragen  wirb. 

juberciten,  trb.  jiet.  3w.,  <t«a$  ju  einem  gerolffen  Sroeife  ob.  ©•• 
brauc()e  bereiten  b.  t.  bereit  ob.  9efd)icft  marf)en,  jlnno.  jutid)ten,  jurüjlen, 
nid^t  leicht  »on  ^erfoncn,  cerfd).  norb «reiten,  (©peifen,  3:u4),  Ceber  ic 
— );  bie  Zubereitung,  baö  Zubereiten;  baöjeniäe,  rocburd)  man  emai 
5ubereitet  (ÜR.  3ubereitungen,  j.  JB.  bk  3ubereitungcn  ju  etwaö  madjen). 

jubetten,  trb.  jicUof.  3».  m.  Ijaben,  in  ber  ffiicncnjuc^t:  bie  S3ienen 
betten  JU,  b.  i.  fie  oetfc^mieten  bie  3etten  ber  jungen  Sicnen,  bk  ftc^  in 
'•püppc^en  oerroanbeln  wollen. 

jubiegcn,  trb.  gitl.  3w.,  burd)  Umbicgung  eineg  Sl^eifc^  Derf^Iiepin. 

jubietcn,  trb.  jiel.  3w-,  otcrb.  f.  barbieten;  entbieten,  fagen  lajjen. 

jubilben,  ttb.  jiel.  3»-,  Ju  etiraö  bilben,  burd)  SSilbung  ju  ttnai 
mad)en. 

gubiÜigen,  ttb.  jiel.  3w.,  einem  etvoai  — ,  ali  billig  ob.  ber  SSiÜigfeit 
gemap  juerfennen  ob.  bcivilligen,  entg.  abb  tili  gen;  bie  Zubilligung. 

äubinfccn,  ttb.  jiel.  3w.,  binbenb  tjerfd^liepen,  fei  c§  mit  einem  fift  ongt» 
jogcncn  SBanbe  (j.  S5.  ein  SBünbel,  einen  ©ad  ic.  — ),  eb.  mit  einer  barubec 
gelegten  Sinbe,  ftnno.  üerbinbcn  (einem  bie  Jfugen  — );  bie  Zubinbung. 

jublafen,  trb.  3»-  1)  jicUoö  m.  Ijaben,  ftarf  ob.  flärBer  blafen,  fort* 
faf)tcn  jU  blafen  (blafc  ju!);  2)  jicl.  a)  einem  etiraS  — ,  e3  ju  il)m 

.i&eyfe'S  J&anbwörterb.  b.  beutfi^cn  ©pr.  2,  S^etl.  133 


2114  3"^Ici^^n  —  ^ubilfen 

f)\n  blafen  (j.  IB.  einem  eine  gebet:  — );  unetg.  if)m  ettvag  ()eimltcf)  u.  Ulf« 
fagen,  bef.  wenn  ee  auö  einiget;  ©ntfecnung  gef^ieljt,  oecfj^.  juflüflctn, 
(einem  ©c^aufpieler  bie  SBorte  feinet  SioUe  — ,  fr.  foufflicen);  b)  etwaS 
— ,  bucd)  S5(afen  t)erfci)[te^m  (5.  SB.  bie  Öffnung  einet  QUait^u)-,  Ut 
Subläfer,  roer  cttra«  jublaf't;  bef.  uneig.  f.  ba§  fr.  ©ouffleur. 

jublciben,  trb.  jieUof.  3».  m.  fein,  Qefcfjioffen  bleiben,  nietet  geöffnet 
trecben  (bie  gcnjlerlaben  ftnb  jugebliebcn). 

gublicfen,  trb.  3».  1)  jieUoö  m.  ^aben,  einem  — ,  benSlid  auf  il^n 
tid)ten;  \i)m  burd)  SSlicfe  ein  3eid)en  geben;  2)  jiel.  bi^t.  einem  iU 
tvnS  — ,  bucd)  S5(tcfe  5U  üerftetjen  geben  ob.  jutbeilen. 

jublinjen  ob.  jublinjeln,  trb.  gieUof.  u.  jiel.  3»-.  einem  —,  i^n  blin» 
jenb  ob.  blin^elnb  anfe^en,  bcf.  um  i{)m  ein  3eic^en  ju  geben  ob.  tttoai  an* 
gubeuten. 

jubrennen,  trb.  giel.  3».,  1)  burrf)  SSrennen  t)erfd)(iefen;  Ui  ben  Äo^» 
lenbrennern:  einen  tUlt'iUr:  — ,  b.  t.  bei  »erf^toffenem  gcuet  brennen  laffen; 
2)  brennenb  bereiten  ob.  juticfjten:  -^üttenw.  bie  ßcje  — ,  b.  i.  bur^lStöilen 
reinigen. 

jubringen,  trb.  jiel.  3»-)  1)  einem  ettraö  — ,  c§  ju  i^m  bin 
bringen,  \i)m  überbringen,  barreidjen  (j.  JB.  einem  ein  ®(aö,  einen  Srunf 
— ,  f.  ö.  w.  it)m  }uttin!en);  inSbef.  etwa^  in  3«nianbä  S5efig  bringen,  jtnn». 
gufübren,  mitbringen  (j.  SS.  feine  ^tau  t}at  if)m  ein  anfcf)nlid^eS  SScrmögen 
jugebrac^t;  jugebrad^te  Äinber,  b.  i.  ouS  einet  früt)eren  (5()c  bei  einet  neuen 
8Ser^eiratt)ung  mitgebra^te);  ei)tni.  ou^  f.  beibringen  a\i  SSeweiö,  beweifen; 
2)  bie  3«it  ob.  einen  3«ittbeil  mit  etrca^  — ,  b.  i.  mit  ob.  übet  einet  Se* 
f4)aftigung,  einem  3ujianbe  k.  t)ergef)en  laffen,  baju  t>erirenben,  fimiö.  I)in« 
bringen,  allgemeiner  als  verbringen,  b.  i.  unnü§  ob.  ungehörig  »crwenben, 
(ben  ganjen  Sag  mit  2(rbeiten  jubringen ;  feine  3cit  mit  ?0?ü^iggang  — ;  xä) 
f)abz  eine  ganje  ©tunbe  bamit  ob.  barüber  jugebra(]^t) ;  bie  3ubringung; 
ber  Zubringer,  wer  etn)a5  zubringt;  eine  ^umpe  mit  einem  ©c^lauci^,  wel^je 
bet  geuerfpri|e  ba§  SBaffet  jubtingt. 

jubrocP cn,  jubröcfeln,  trb.  jicl.  3».,  brocfenb  ob.  in  SSrotfen  binjutbun 
(5.  SB.  jut  ©uppe  SBrob  — );  «neig,  einem  ettraS  — ,  flüdfiveife  jutb«il«n; 
gem.  itvoa^  — ,  f.  nad)  unb  nad)  werwenben  ob.  bei  ctwaß  jufe^en. 

jubrüjlen ,  trb.  jiel.  3».,  SSerg».  bie  SSonuanb  — ,  mit  einet  25tufl 
(f.  b.)  verfeben;  bai  ©eftein  ~,  mit  einem  ßifen  eine  SSertiefung  in  \>ai» 
felbe  bauen,  um  ben  SSobrer  fcjl  einfc^en  ju  fönncn. 

jubübnen,  trb.  jiel.  3'.».,  asergw.  burd)  Überbauung  mit  v^olametE  •oix* 
fcbliefen  (einen  ©cba^t). 

jubüpen,  trb.  giet.  3».,  ettt>ag  — ,  t3on  bem  Snrorbenen  »erbraudben, 
üerrcenben,  jufc^en  (einen  Sbeit  feineö  23crm6genö  — ;  cgi.  einbüßen); 
inöbef.  ju  et»va5  beitragen,  beifleuern;  bie  3ubupe,  \va$  man  tion  bem 
©einigen  \)erbraud)t  ob.  jufefet,  finno.  ßinbupe;  inibef.  ber  58eitrag  jut 
SSeflreitung  ber  Äojlen  einer  gemeinfd^aftlid^en  Unternebmung  (bef.  SScrgtr.), 
ber  3ufd)ufg  jur  Secfung  eine«  ^lu^fall^;  baber  bie  Subu^grube,  ^jccbe, 
SBerg».  eine  ©rube  ob.  3e^e,  bcren  SBau  3i!bu5e  ciforbcrt,  ol)ne  einen  ®eminn 
abjuttjerfen;  iai  Subuf^gam,  bie  Subupfdbcn,  Kud^m.  baö  SSJoUengarn, 
tpomit  bie  jerriffenen  Äettenfäben  erganjt  »»erben. 


3ud;t  2115 

3uc^t,  ro.,  9)?.  (feiten)  Buchte,  (altb.  zuht,  gjj,  zuhti,  zühte;  nfebetb. 
SEugt  ob.  Sudfet;  Bon  jief)en,  f.  b.)  1)  in  etg.  finnt.  SBcb.  cöUig  »lt.  f.  ba« 
3ie{)en,  bcc  Bug  (bat)ec  altb.  atumzuht  f.  ^(t{)emjug,  2(t()cmf)olen;  hantzuht 
ic;  ogl.  ou(%:  bie  9^ot{)ju^t);  ein  ?0?ittet  ob.  Sßerf^eug  jum  3ief)en: 
lanbfc^.  bie  Äette  am  Pfluge,  »eld^e  ben  ^flug  unb  bie  «Habet  gufanimcnf)ält, 
(ogl.  au^  3fbju^t  f.  3(6 jugSf anal);  2)  bai  ^\e\)tn  in  uncig.  Scb.,  bie 
2(ufjief)ung,  (Jcjie^ung  jC;  ingbef.  a)  bie  2(uf5ief)un9,  (5rnä[)run3,  5ßac« 
tung  unb  Pflege  oon  2:f)iecen  u.  be[.  bie  SSecanftaltung  ihrer  gortpflan« 
jung  u.  23ermef)run3  (S3iel)=,  ?pferbe»,  ©(i^af',  ©d^wefne^,  Sicncn3ud)t  ic; 
einen  ©ticr,  eine  @au  ic.  jur  3ud^t  l)alten);  b)  bie  6r3ieF)ung  u.  bie  TTnlei* 
tung  fo  ivie  bai  'iini)aiun  ju  einem  p|Tid)tmapigcn  23erf)alten,  meljr  ob. 
»enigec  mit  bem  Stcbcnbegriff  bec  ©c^äcfe  u.  Strenge  (gute  ^uäjt  unter  feinen 
Äinbern  Ijalten,  ob.  feine  Äinber  in  guter,  ftrengcr  -Ju^t  f)alten;  eine  fc^arfe 
3ud)t  cinfiif)ren,  übenic;  fid^  bcr  3u<^t  unterwerfen;  unter  jirenger  3u(^t 
flefjen ;  bet  ^ü(i)t  enttoadjfen  fein ;  iii  Äinber?,  ÄriegS?,  SKannS«,  Äir^en-) 
€5dS)uljuc()t  2C.;  fr.  Stfciplin);  an6)  f.  ©träfe,  3üd)tigung  (»gl.  3u4)tl)au6, 
3ud5tmeifter);  ferner  bie  Sßirfung  ber  ftttlidjen  (^rjie^ung  im  aupern 
SSetragen:  5Q3of)fgeäogen^eit,  <Sittfam!eit,  ©d)amf)aftigfeit,  (5f)rbarfett 
(auf  3uc^t  unb  3(nflanb  f)alten;  fpric^w.  wo  3u4>t  ijti  ba  ifl  @i)te;  aud^  in 
ber  9Ä.:  in  3 ödsten  unb  (5()ren;  »gl.  Unju^it);  el)em.  in  weiterer  Seb. 
f.  guteg  S5etvagen  übetf).,  bef.  ebler  2{njltanb,  feines  S5enel)men,  2(rtigfeit 
«:^öflid)Eeit  u.  beren  iu^erung  (einem  eine  zuht  tuon,  f,  eine  2£rtigfeit  et* 
weifen;  mit  zuhten,  bem  2tnjlanbe  gemfif,  mit  2(rtigfeit;  oberb.  mit  3ü4|» 
ten,  b.  i.  anflanDiger  SBeife,  auci^  f.  gern,  Uiä)t-f  gem.:  voai  ifl  boö  für  eine 
3ud^t!  b.  i.  wai  für  ein  Setragen);  3)  ivaS  auferjogen  wirb :  bie  ©efammt* 
i)t\t  bet  aufgewogenen  ob.  grop  ju  jief)enben  Sungen  t»on  Spieren  einet 
Titty  finnt).  SSrut,  vgl.  (5)e5Üd)t  (bie  junge  3ud^t;  eine  3uc^t  ©^afe,  junget 
jQüi)nit  Jc);  e^em.  aüÖ)  f.  ®efd)lecf)t,  D^ac{)fommenfd)aft,  Äinber;  4)  »lt. 
f.  baS  Wittd  ber2(uferjie()ung:  S'Zaf)cung^mitteI,  2ebenSuntetf)a[t  (ba^et 
noc^:  bie  Scibjud^t);  —  3fcfe.  bie  3uc^tbicne,  jut  3u^t  ob.  gott* 
pflanjung  bcflimmte  SSienen;  inSbef.  bie  SBienenföniginn  ob.  SOtutterbiene;  bie 
3ud^tente,  *ganä,  bet  3iic^tl)engfl,  baS  3u(^tt)uf)n,  3ucl^tfalb,  bet 
3ud)tocö§  ob.  i liier,  baS  3ud)tp[etb,  bie  Buc^tfau,  ba«  3urf)tfc^af, 
bie  Bud^tllute,  bet  3u(^tn?ibber,  übcr^.  ba«  3ud)tüiet),  jur  äuä^t  ob. 
gortpflanjung  bcfiimmte  ob.  gehaltene  Sl)iere  ber  benannten  2Ccten;  ba« 
3u(^tgerid)t,  cljem.  in  einigen  ©tobten:  ein  über  bie  ©itten  ber  Ginwoljne« 
wa(%enbe§  ©cri^t,  ©ittengerid^t;  5ud)tgett)oI)nt,  »w.,  an  gute,  ftrcnge  3uc^t 
gewö()nt  (iud)tgcwof)nte  ©olbaten,  fr.  bifciplinirte);  ba«  3uc^tl)au6,  eine 
©traf«  unb  ScJterungS=2(nflalt  für  Serbred^er;  baf)et:  bet,  bie  3uc^t^auö= 
gefangene,  aud):  3uc^t()äugler;  bie  3urf)t(el)rc,  ef)em.  f.  erjicf)ung6'  ob. 
©ittenle()re;  fo  oud(|:  bet  3uc^tlel)rer;  i^ud)tloS,  S».,  ofjne  3uc^t,  unec* 
jogen,  beö  2fn|lanbS  u.  bcr  guten  ®ittt  ermangclnb,  fittcnlo§;  baffer:  bie 
Sud^tlofigFcit;  bet  3u(^tmci(ler,  wer  bie  3ud)t  leitet  u.  bcaufftdjtigt,  bet 
©itten=2(uffcf)er;  eljcm.  f.  ßrjic^cr;  je^t  gew.  bcr  2(uf|cf)cr  unb  3ü(^tig(r  bcr 
©traflingc  in  einem  3u^tf)aufe;  ba«  Suchtmittel,  ein  SOiittcl  jur  ©rljaltung 
guter  3u^t,  ©rjietiungS'  ob.  aScfTcrunggmittcl;  bie  3u(i)tfd)u(e,  e()em.  f. 
©ittenf^ule,  (SrjicJjungSanftalt;  au^  f.  ^jjflanifdjule;  —  2£bleit.  juchten, 
jieUof.  3w.  m.  ^aben,  alt  u.  oberb.  f.  fid)  fortpflanjen,  Sunge  bringen 

133* 


2il6  3ucf  —  gu^en 

Cjunäcfclt  con  <ZiS;ivimn);  ble  3ud)te(,  tO?.  -n  (auä):  bit  3ud^0  obetb. 
f.  baS  3ucf}tfd)\rcin;  ba«  3ud)tcl,  -5,  ^Jt.  vo.  Q.,  f.  baS  ^unge;  jüd^ten, 

3«).  (altljod^b.  zuhtjan  u.  zuhton ;   mitttlf).  zühten,  ^cat.  zuhte)  1)  jiel.  alt 

u.  lanbfc^.  f.  jtc{)en,  auf5!ef)en,  erndf)rcn  (23tet));  in  3ud}t  ne{)men,  er5ie()en; 
2)  jieUoöm.  i)aben,  f.  Suc^t  üben,  feine  Silbung,  Soffitte  jei^en;  obecb. 
einer  ob.  mit  einet  ^perfon  — ,  l)öflid),  atti^  ge^en  fte  fein;  bet  3üd)ter, 
-ö,  (oit^oc^b,  zuhtari),  voit  jüdjtet  b.  i.  fic^  mit  bec  3ucl)t  üon  23ie|)  2C. 
befd}afti3t,  gern,  nur  in  3fe^.  »ie:  ©d^af-,  Sicncnjitj^tec  k.;  et)em.  au^  f. 
(Sr5iet)ec,  2e[)rec;  jüc^tig,  Str.,  (altJ)od)b.  zuhtig,  aud()  zuhtUh;  mittel^, 
zuhtec,  zLihteclich)  urfpr.  überl).  3ud)t  ()abenb,  i\)of)(er3C3en,  anftanbig, 
ben  guten  (Sitten  unb  bem  ^(nflanfee  gemäp;  je§t  in  engerer  Seb.  ein 
feines,  jatteä  ©efüfel  füc  baö  Söo^lahj^änbiäe  in  2(nfef)ung  bet  finnticgen 
®efd}Ud}tgoert)Ci(tnif]'e  f)abenb,  u.  baüon  ^eugenb  ob.  barin  gegrünbet, 
finno.  feufd),  fd}amf)aft,  ftttfcim,  ef)rbat  (ein  jücfettgeö  gjlatddcn;  ein  jüdjtige« 
»ene^mcn,  SBefcn  jc);  bie  3ü(i)tigfcit,  ba6  Bndjtigfein,  ftnno.  ^m\ii)i)üt, 
©ittfamfeit  jc;  jüc^tigen,  jiet.  3n>.  (mittelf).  zuhtegen),  ctg.  jüdjtig  machen 
b.  (.  gut  3ud)t  3en)ö[)nen;  nur  in  ber  engeren  SBeb.:  burc^  ein  fdjmetjIid^eS 
3ud)tmitte(,  bef.  eine  forpevlidje  ©ttafe,  ju  beffern  fud}en,  ocrfd^.  oon  bem 
aUgemeineren  ftrafen,  f.  b.  (ein  Äinb  mit  ber  SJutlje  — ;  rcer  fein  Ätnb  lieb 
^at,  ber  jüi^ttgt  e6);  unetg.  übcr^.  butd)  Übel  ju  beffecn  fudjen  (®ott  jüdj» 
tigt  ben  SDlenfd^cn);  aa6)  f.  empftnbUd)  jirafen,  fd)elten,  tabeln  (einen  mit 
fflJorten  — );  bec  3üd)ti9cr,  -S,  wer  5Üd}ti3t;  e|jem.  f.  bet  <2d)arfrid)ter, 
w^enfet;  bie  3üd)tigung,  bnS  Südjti^en;  oud()  eine  ein5e[ne '^(nmenbung 
eine«  3ucl)tmittelö  («m.  Sättigungen);  tn  Süd^tling,  -e6,S[)?. -e,  «in 
©trafgefangenec  in  einem  Buc^tijaufe,  finno.  ©träflin^;  boI)cr:  bie  3üd^t* 
Hngöarbdt,  -iteibung  k. 

3u(f ,  m.,  f.  unter  jucfen. 

ju(f ,  1)  ein  ««aturlaut,  nutzet  eine  furje,  fd)nelle  SSemegung  auSbrüdt 
(juct!  fo  bin  \6)  ba;  »gl.  jucfen);  2)  oberb.  So^ruf  für  ©djroeine  (jud,  jucJ!); 
bal)er:  baS  3u<feicln  f.  ©djweindjen. 

3u(fel,  nj.,  SO?,  -n,  (attt;o4|b.  daz  zokel;  ttal.  zoccolo;  »gl.  ©od«)  bdr. 
eine  "iitt  v^oIjfd)u{)e  mit  gcftod^tcnen  ©d^ienen  t3on  göf)renf}0l}. 

jUCfcn,  3n>"  (qUI).  zuhjan,  zuchjan,  ani)  zuchön,  zochön;  mittelf).  zacken 
ob.  ÄÜcken  unb  zochen,  zocken;  »gl.  jocEen;  SScrflacEungiform  »on  gießen) 
1)  jfel.  urfpr.  flatf  unb  fd^nell  jiel)en  (baS  ©4in)ert  — ,  ie|t  gen),  güden, 
f.  u.;  bie  2(^fcln  gu(fen,  b.  t.  f(]^ncU  in  t>ie  ^öf^c  jie^cn,  alö  3et4)en  ber  S5es 
benftic^Wt,  bcS  SKiföfallcnö  ic);  olt  u.  oberb.  aud)  f.  ceipen,  roffen,  ireg* 
reißen,  rauben  (einem  etwaö  quS  ber  ^anb  — ,  etmas  »egjucEen,  ent* 
jutfen  lt.);  2)  jtelloö  m.  ^ ab cn,  eine  futie  unb  fdinoUe  jtef)enbe 
SSewegung  madjen,  ob.  in  eine  folc^e  S^en^egung  univiUEürlid)  gerati)en 
0;ucfe  ni(if)t!  mit  bem  SOiunbe,  mit  ben  gü§en  k.  judcn;  baä  ^crj  jutft;  baS 
2(ugcnlicb  juctt  bisweilen;  e§  jucEt  mir  im  2(rme;  ber  judcnbc  SSii^jlra^lK.); 
nieberb.  f.  pumpen;  ber  3uif »  -e^»  ^'  -«>  oberb.  auc^  bec  3ucfer,  -3, 
ein  3u(fen,  eine  einzelne,  fdjnell  oorübergefjenbe  jucfenbe  S3en)egung;  bie 
3u(fc,  9}f.  -n,  nieberb.  f.  bie  ^umpe;  bie  3ucfung,  ba3  3ucfen,  bef. 
eine  univiU£'ürlid)e  jucfenbe  S5e»t>egung  bcö  Äötpcrö  ob.  eincö  Äörpert^ieilö, 
ficli!er:  SSer^uefung,  f.  b.  («m.  3uctungen);  —  ^^ücfcn,  3«?.  (9?cbenform 
»on  judicn)  1)  sieL  fdjnell  äief)en,  mit  einem  3uil  bewegen  (gew.  nur: 


3uc!cr  2117 

bo6  ©(!()tt>ert,  ben  Dold^)  jc.  jflrftn,  b.  i.  etf)eben,  um  e(nen  Ctrriii^  ob.  Ctof 
bamft  ju  fii|)«n);  2)  jielloS,  alt  u.  lanbfd).  f.  jucfen;  —  jucfeln,  jteaof. 
3».,  lanbfd).  gem.  f.  langfam,  mit  furi«n  gteidjfam  jucfenben  <2c^titt«n 
Qtl)en  ob.  traben. 

3u(fer,  m.,  -8,  5}?.  (nur  oon  mc{)rcn  2frten)  tr.  (S.  (althocftb.  «ucura, 
mittelf).  daz  zncker,  attnorb.  sykr,  engl,  sugar;  gtiec^.  ailx/an,  aüy.yanov,  lot. 
saccharutn,  franj.  sucre,  ital.  zucchero;  auä  bcm  3nbi|(^cn:  fanöfr.  sarkara, 
im  ^rafrit:  sakkara;  arab.  sukkur;  in  aScnvjalen,  \>iv  ^ctmat^  beß  3u<fer» 
rol)rö,  ^cijjt  baßfclbe  ikshu  ob.  ikshava),  ein  ei9entf)üm[id}er,  tjauptfdc^li^  in 
bcn  ©elften  ücrfdjiebenct  «pfianijen,  fcllnec  im  S^iivrcid),  corfommcnbct  <Stoff 
Don  fiipcm  ©efdimticf :  bet  Sucfeiftcff;  \ni\xi\.  ber  nu8  ^fl.mjenforpern, 
oorjiigtid}  auö  bem  Bucfcrrc{)c,  bur^i  ©tcben  u.  »cttcre  3ubitcitung  geiron« 
nene  ©tcff,  bin  man  jum  ©iifien  oon  ©peifcn  unb  ©etranftn  gebraucht  (to^tt 
3ucfcr,  auc^  JRol)',  ©anb-,  SJleljl-,  ^ubcriuctec  genannt;  gereinigter,  fcflct 
3u(Jer;  ein  >^ut  3ucfer,  f.  Jg>ut,  Äaufm.  auc^:  ein  Srob  ^ü<ia;  3ucter  ficben 
b.  i.  bur^  ©iebcn  bereiten;  ettraö  mit  3udcr  fü^cn  ob.  ßerfü^cn);  —  3fcft. 
bec  3u(f era{)Orn ,  eine  2frt  3(f)orn  in  9?orbQmerifa,  befTcn  ©aft  einen  guten 
3urfer  giebt,  aud^ :  3ucterbaum;  ber  3u(fcrapfc(,  I)  »erfc^iebcne  2trten 
füßec  3(pfel;  2)  ber  fd^uppigc  glaf4)tnbaum  mit  nJoi)lfc{)me(5enben  ^rüc^iten 
(annona  squamosa  L.);  ber  3ücferbäcfcv,  1)  wer  ®ebact  unb  9lafc^trerf 
aus  3ucter  unb  3uctertcig  mac^t  (fr.  (Sonbitcr);  2)  »er  ten  roljen  3uder  ref* 
nigt  unb  in  formen  bringt;  bie  Sucferbcitfcrci,  baS  ®cn?erte  be6  3"^«' 
barferg  u.  ber  Ort,  wo  c§  betrieben  wirb;  b(ig  3u(fcrba(fn}erE  ob.  «gebärf, 
IBactwerJ  oon  3ucfcr  ob.  3"<Jtrtei9;  bie  Sucfcrbirfc,  eine  norbamcrifan. 
f4)warje  S3irfe,  au«  bcren  ©aft  man  3ucttr  bereitet;  bie  Sucfcrbim,  »et» 
fd^iebene  2(rten  fü^er  SBirncn;  bie  3urfcrbol)ne,  eine  2irt  flciner,  f(f;r  woljl» 
fdjmecfcnber  S3rc(^bof)nen;  bie  3ucferbrc3el,  fleine  SBrejcIn  auS  3ucterteig; 
^ai  3ucferbrot>,  »etü.  ^bröbc^cn,  ein  Sacfirert  con  SKeljl,  3ucter  unb 
Giern,  in  ®iftalt  !(einec  95robe;  in  weiterer  Scb.  übert).  f.  3ucferbactroerf : 
bie  3u(fi'rbüc^fe  ob.  «bofe,  ein  (Sefo^,  in  weld;cm  man  !;ein  gcfc^lagenen 
ob.  aucö  geflogenen  3utfer  jum  ©ü^en  bet  ©ctrdnfc  unb  ©peifen  aufbewat)rt 
unb  auf  ben  Silc^  [e^t;  \iai  3ucfcrei&,  f.  ».  w.  ber  3u(ferguf6;  bie  '^wdtx^ 
crbfe,  eine  %xt  jucterfü^er  ©aitenerbfcn;  bcf.  eine  GJcbfenart  mit  breiten, 
bünnen  ©e^otcn,  welche  mit  gcfoc^t  u.  grgeffcn  werben,  ouc^;  3uder  fd)  oten; 
bie  3u(f ererbe,  in  3"ctfrfttbereien:  ber  3;i)on,  mit  weichem  ber  in  bie  formen 
geföUte  3ucter  jur  Steinigung  bcbcdt  wiib;  bie  3ücf erform,  bie  fcgclförmigt 
t{)önerne  S^rm,  in  welche  ber  gefottene  u.  gereinigte  3i'Ct''r  gefüllt  wirb;  bet 
3u(f erfrejjer ,  eine  2(rt  Saum!lctten  in  SBeftinbicn,  au^:  3uderDogfl; 
ber  3ucfcrga|l,  bie  ©iibcrmotte  (weit  ftc  bem  3ucter  nQc^gcl)t),  audp:  baS 
3utf  «rt{)iecd3cn;  bag  Sucfergebäcf  ob.  Sucfcrgcbacfene,  f.  o.  w.  3"*«» 
bacfwer!;  ba6  3llifi.'rglaö,  ein  giafernfS  ©cfci«  gut  Aufbewahrung  Don  3ucfer» 
werf,  Singemadjtem  jc;  ber  3ii(ferqufy,  ein  2iufgufö  oon  jcrioffinem  3ucler 
JC.  über  eine  Sorte  u.  bgl. ;  bec  3ucfer()onig,  eine  "üxt  weipcn,  lernigen 
^onigS,  auc^:  @la6l)onig;  ber  3ucPerl)Ut,  eine  l)ut'  ob.  oielmc^r  fegelfötmige 
SRafTe  gereinigten  3urfer6.  ogT  -^lut:  ber  3iicfcr;Äanb,  f.  o.  w.  Jtinb»  ob. 
Äanbefjuder,  f.  b.;  bie  Sucferfartoffet,  eine  2Crt  Keiner,  wo{)lf(^me(fenbet 
Kartoffeln;  ba6  3ucferfinb,  eieb!ofung§wort  f.  Hebel,  glcidjf.  jucfcrfüfeß 
Jtinb,  fo  a\x6i:  3u({erpuppe|   'püppd;en  u.  a.  m.;   bie  Bucferfijlc, 


2118  Sudfung  —  ^ubcdPen 

jttflen,  tn  »eld^en  bet  9?of)ju(ier  au§  2fmertfa  fommt;  bof)cr:  ba8  Sucfer^ 
fif!enl)0l5,  bo§  f)arte  ameriEan.  J&olj  bec  3uc!er!i|len,  bei  uns  ju  J^aijg3eratl)en 
»eratbcUet;  tai  3u<fevforn,  9)?.  -förrtec,  Äörner  oon  Surfet,  ob.  mit3ucte«: 
übcrjogene  ©amen!örner,  j.  S.  2fntS;  bie  3ii(fermanbcl,  überjucferte  SÄan^ 
beln;  bie  3u(feriTie(t>c,  ©artcnmelbe;  bie  Sucfermelone,  eine  2Crt  fu^er 
trodener  50lelonen;  bie  3ucfermüt)Ie,  eine  SKüf)le  jum  3ermatmen  bc§3u(icr« 
co^rS;  ba6  3ucferpapier,  flarfeä,  braueS  Rapier,  in  welches  bie  3uceeci)üte 
gepaßt  »erben;  baS  ^üäiXplciii^^en  (f.  ^(a§  2.  1),  fleine  runbe  ©djeibcn 
aus  3uc!erteig;  bie  3u(f'ei:pup)3e,  au6  3uc!cc  ob.  einem  3uc!ertet9c  geformte 
fleine  puppen  ob.  ^tguren;  f.  auc^  3u<ier!inb;  iai  3u<fcrro^r,  eine  urfpr. 
in  Dfttnbien  cinf)cimif^e,  je^t  »crjügtid)  in  SBejtinbicn  angebaute  roi)rartigc 
©raspftanic,  auS  welddcr  ber  ge»ö^nli^e3utfer  (SKo^rjucter)  bereitet  wirb; 
bie  3ucferrol)rpfIan5ung,  ^flanjung  con  3u<Jcrro()r,  aud^blcf:  3uc?er= 
pflanjung;  bie  3ucferrofe,  eine  2frt  blafärotf)er  S^ofen,  wel^e  ju  bem 
9io[cnjuc!cc  genommen  wirb;  bie  3u(ferrübe,  eine  riet  3u^cr(ioff  entf)altenbe, 
jur  Screitung  »on  3ucfer  (SRübenjuder)  angemenbcte  Siübi,  bef.  bie  Slun^ 
!elriibe;  aud^  f.  3ucEernjuriel;  bec  Sl'i<£ex\a\t,  ©oft  bcS  3uöCerro{)reä ;  ju(fer» 
füfcc  ©aft  ocrf^icbcner  geübte;  bie  3ucferfäure,  ©d^cifct!.  eine  eigentf)iim» 
li^e  ©a'ure,  »eld^e  iutä)  3etlegung  aus  bem  3udfer  ju  gewannen  ifl;  ju(fer* 
fauer,  fSw.y  mit  3ucfcrfäure  »erbunben  (juderfaure  ©aljc);  bie  '^üdex- 
fc^ac^tel,  eine  ©d)ad&tel  mit  3uc!er»crE;  aud^  f.  ».  to.  3u(Jerbofe;  bie  Sucfer- 
fd)ale,  ein  f^alenförmigeS  offenes  ®efa{j,  in  voel^em  man  ben  f(ein  gcfd^tagenen 
3ucEer  sum  ©ü^en  bec  ©eträ'nfe  auffegt;  bie  3ucferfd)0te,  f.  3u(Sererbfe; 
bec  3ucfer[teber,  mer  3u^er  fiebet  u.  iiberl).  bereitet;  bie  3u(ferfieberet, 
baS  ©ieben  beS  3u(JerS;  eine  2£njiaU  jum  3uäcrfteben  u.  überf).  jur  3u<ierbes 
reitung;  bec  3ucfer|!off,  f.  o.  3u(Jer;  gucferfüp,  33«?.,  füf  wie  3utfer, 
fe^r  füf,  eig.  u.  uneig.;  bec  3u(ferteig,  mit  »ielem  3utfcr  gefügter  Seig  ju 
3u(fergebacE  k.;  bie  3u(fcrtonne,  gro^e  gätTcc  juc  gortfdjaffung  beS3u(JfrS, 
bef.  beS  gereinigten,  auc^:  baS  3uc!erfafS;  bec  Sucferooget,  f.  3uctec» 
frcJTer;  au(!^  f.  Äanarienoogel;  bie  3ucf£rjraare,  3utfer»erf,  ats  SßJaare 
betradfetet;  i>a$  3ucfenvaffer,  mit  3uc?er  cerfüftcS  SBJaffer,  olS  ©ctranf; 
bec  3uc!erix>ein ,  mit  3udfer  »erfüpter  2Bein;  auä)  f.  füper  SDBein;  bai 
3u(fcrn?erf ,  aus  3uceer  ob.  3u(Jerteig  gcmad^teS  Slafd^wcrf ;  bie  3licPcVs 
WUrjcI,  eine  jum  ©efd^led^t  beS  (Spptd^S  gefjörcnbe  ^flanje  (sium  sisarum  L.) 
mit  fef)r  füpen  SBurjeln,  welche  als  ©emüfe  gegcJTen  werben;  bie  3ucfer3angc, 
1)  eine  Keine  gew.  füberne  3ange  jum  gajfen  u.  ^croorlangen  ber  3uctcri 
fliide  ouS  bec  3"c?erbofe;  2)  eine  ftarfe  ciferne  3<inge,  mit  weldjer  man  ben 
3uder  in  f(eine  ©tiic!e  brid^t;  —  libUit.  JUCPerig,  83».,  3ucfec  entf)als 
tenb,  jucferfüf;  jucPern,  SS».,  t>on  3uifec  gemacht  (jucterne  ©ad^en  u. 
bgl.,  ge».  burt^  3fe6-  "lit  3uc!cc»  auSgebrüdt,  j.  SS.  3ucferfa4en  jc); 
alldem,  giel.  3»-,  niit  3u(fec  mifd)en,  filmen  (ein  ®etranE,  ben  Äaffee  u.); 
auc^  mit  Bucfec  beftceuen  (eine  ©peife;  ogt.  uerjuctecn). 

3u(f  ung ,  tv.,  f.  unter  juctcn. 

jubämmen,  trb.  jiet.  3w.)  bd'mmenb  üecfd)liepen,  bucd^  einen  £)amm 
ferfpeccen. 

jubecfen,  trb.  jiel.  3».,  becfenb  üecfcfjliepen,  t^ecbergen,  bem  2rn6Iicf 
entjie^en,  mit  einec  SecEe  ob.  einem  £)edel  üöUig  bebecfen  (fidj  im  93ette 
— ;  einen  Sopf,  einen  SSrunncn  :c.  — );  uneig.  gem.  einen  (mit  ©dalagen) 


jubcidjcn  —  äuerfcnnen  2119 

— ,  f.  brtb  abpcügeln;  anö)  f.  bt\i)äbiQtn,  {n6  UnglfltJ  bringen;  bttrunfcn 
madjen. 

jubeid()en,  txh.  jiel.  3».»  mit  einem  ^eidje  t)etfd)liepen,  toerfpecten. 

jubem,  ^m.y  [.  o.  ».  übecbic^,  auperbem. 

jutenfen,  üb.  jicl.  3it)-,  einem  etroag  — ,  in  ©ebanfen  jutljcilen 
ob.  bejlimmen,  e6  if)m  ju  geben  ob.  tt3iberfaf)ren  ju  laffen  i»i(Ienö  fein, 
gero.  nuc  im  9Jitt>.  ju  gebadet  u.  in  ben  bamit  umfc^titbenen  3{itfotnien 
(id)  f)abe  if)m  ein  ©efc^cnJ  jugebad^t;  c6  roar  bic  jugebat^t  ic)- 

3ubrang,  m.,  f.  unter  jubringcn;  .i^ubröngen,  trb.  tüc!j.  3».,  fid)  — , 
fid)  brd'ngenb  ju  nafjern  fud}en,  mit  Qöivoult  ob.  Ungeflüm  {jerjufommen, 
$u  einer  ^erfon  ob.  (Sad}e  ju  gedmgen  fudjen. 

3Ubrel)cn,  trb.  3»-  1)  h^i\ioi  m.  ^aben,  fortfahren  ju  bref)en,  flvüfer 
bref)en  (brefje  ju!);  2)  jfcl.  etiuaö  — ,  burd)  Umbreljen  oerfd}lie^en  (j.  «. 
bcn  SQa^n). 

jubrefd^en,  trb.  jiettof.  3».,  fortfa{)ren  5U  br«fd;en5  berb  btefdjen, 
Sufd)(Qgen. 

jubringen,  trb.  jieüof.  3».  m.  fein,  ^inju  bringen,  bringenb  h^H^' 
fommen,  gew.  fid)  jubrängen;  ber  ,3ubrang,  bag  Zubringen  ob.  <B\d)f 
3ubrdngen;  jubringlic^,  aS».,  fid)  jit  Semanb  ob.  etivaö  brangenb,  gc» 
neigt  fic^  auf  unbefc^eibene  u.  läjlige  2Beife  2(nbern  ju  nähern,  fi^  »"  «()" 
2(rigelegcn^eitcn  ju  mifc^en,  auä)  i^nen  bur^  Sitten  k.  bcfc^recrlid^  fallenb, 
finno.  aufbringlid),  jlcitEtr  als  anbring(id)  (ein  jubringli^ec  ?Dienf^,  SSett» 
let  ic);  bie  3ubrin9(id)feit,  1)  0.  5K.  ba«  3ubringlid}fein;  2)  eine 
Äußerung  biefer  ßigenfd)aft,  bie  v^anblung  eines  3ubtinglid}en  (901.  3"' 
btinglid^fciten). 

jubrüifcn,  trb.  jfel.  3».,  brütfenb  ob.  mit  einem  25ru(fe  üerfd)nefen 
(einem  SBerflorbenen  bie  3(ugcn  — ;  ein  2(uge  bei  ctwaS  jubrüien,  uncig.  f. 
jtc^  jielltn  als  fdtje  man  eS  nidjt,  eS  un6cmcr!t  u.  ungea^ntet  lalfcn). 

jubuftcn,  trb.  jiel.  3».,  bic^t.,  entgegen  buften,  buftenb  mi)i  bringen 
(bie  SStumen  buften  unS  Sßo{)Igerü^e  ju). 

jucggen,  trb.  jicl.  3ro-,  eggenb  V)erfd)liepen,  tierfc^i'itten,  bebecfen. 

jueignen,  trb.  jiel.  3«>.  1)  fid)  (mir)  itmai  — ,  511  eigen  mad)en, 
für  fein  (5igentf)um  erflären  u.  in  Sefife  nei)men,  inäbcf.  cf)ne  re^itmä^igcn 
Änfpru^l,  ftnno.  anmaßen  (fic^  ein  SBefigttjum,  eine  Ceiftung,  ein  Serbienft  eine« 
2(nbcrn  — );  2)  einem  etroaS  — ,  eS  für  beffen  (^igentl)um  erfldren, 
tl)m  beilegen  ob.  jufd)reiben;  inSbef.  f.  »vibmen,  f.  b.  (fr.  bebiciren;  einem 
«in  aSuc^,  eine  ©d;rift  u.  bgl.  — );  bie  Sueignunyl,  1)  baö  Zueignen;  2) 
f.  ü.  w.  bie  3ueignun9^ifd)rift,  ba«  3ucignung6fd)rcibcn,  bie  ©c^rift,  bie 
fd^riftlid^en  ob.  gcbrudten  5IBorte,  mit  benen  man  ein  JBu^  u.  bgl.  einer  ^erfon 
jueignet  ob.  wibmet  (fr.  2)ebication). 

jueilen,  trb.  jieUof.  3».  m.  fein,  «inem  ob.  auf  einen  — ,  \i)m 
entgegen  eilen,  fid)  if)m  eitenb  nd()ern. 

jucntbietcn,  tvb.  jiet.  3«-,  Äanil.  f.  entbieten  (einem  feinen  ©ruf  — ). 

juerbcn,  trb.  jiet.  3».,  1)  3»  ^^^  bereits  Gretbten  burd)  6rbfd)aft  ^in= 
JU  befommen;  2)  feiten  f.  vererben,  anerben. 

juerfennen,  trb.  jitl.  3»..  einem  itvoai — ,  eS  burd)  ^rfenntnif« 
ob.  Urt{)eilgfprud)  für  beffen  (5igent{)um,  für  if)m  gebü^renb  ob.  ju- 


2120  imv\l  —  aufatlen 

fommenb  tttlSun  (einem  ben  ^teiö  — );  bU  Suerfennung;  bai  3uer* 
fenntnifö. 

gUerft,   giir.  ber  Ocbnung  U.  3ett  (Ogl.  erjl;    alt^OC^b.  zi  erist,  zi  eristen; 

obftb.  ä'crfl),  f.  0.  lü,  jum  ctfien  (mittel^,  zem  Ersten) ,  alö  erflet,  erfie, 
«rjTe«,  voc  aU«n  onbern,  entg.  julcgt,  (er  fam  jucrfl;  btcS  mufg  guerfl  ge^ 
fcfee^cn);  ouc^  f.  ^um  erften  S)?ale  (atö  ic^  t^n  ^uerjl  fa()  :c.). 

jucJTen,  trb.3w.  1)  ihüoi  m.  Ijaben,  fortfat)ren  ju  effcn,  fdine Her  ejjm 
(ifs  ju!);  2)  jtel.  et  mag  — ,  ju  ob.  mit  einet  anbern  ©peife  effen  (jum 
Steifte  aSrcb  — ). 

jufäc^eln,  txh.  jfer.  3»-,  btci^t.  etivaS  fdc^elnb  ju  einem  f)in  bewegen  ob. 
tf)m  aufteilen  (einem  Äiiljtung  — ). 

5Ufal)ren,  trb.  3w-»  1)  jiellos  a)  m.  I)aben,  fid)  fd^neÜ  u.  un^eflüm 
nacf)  etroag  t)in  beilegen,  bnnad)  greifen  (ogt.  falzten;  auf  einen  ob.  etwas 
jufa{)ren);  uncig.  mit  ^cftigfeit  ob.  Ungeflüm,  ofjne  Überlegung  u.  Prü- 
fung t)anbeln  (gleich  jufaf)ren;  er  i)<it  blinb  jugefafjren);  b)  m.  fein,  auf 
einem  Sa^rjeuge  ob.  guf)nrerEe  fafjrenb  ftc^  einem  ©egenfranbe  nähern 
(bcm  JBalbe  gufaljren;  tt5ir  finb  bem  Ufer  2ugefa!()rcn);  m.  i^aben,  anfangen 
JU  fafjren  (faf)re  ju,  Äutfd^er!),  flarfer  ob.  fc^nellec  faf)ren  (er  fuf)r  ju  ic); 
2)  jict.  einem  ettioaS  — ,  fa()renb  zubringen,  5ufüf)ren  (bem  J&eere  ße- 
ienSmiffet  ic);  (t\va§  — ,  ju  bem  bereits  ©efaljuenen  {)in3U  fa()ren  (noc§ 
mefjr  ©tcine  — ). 

jufallen,  ttb.  ^ießof.  3».  m.  fein,  1)  eig.  einer  ^erfon  ob.  ©adje  ent? 
gegen,  ju  i()r  I;tn  faWen;  Sag.  f.  f)er3u  fliegen  (bie  .^a[crf)iif)ncr  faßen  ju, 
b.  t.  fliegen  auf  bie  ßoiffpctfc  ju);  uncig.  einem  of)ne  fein  3ntf)un  ju  2;f)eil 
werben  (cö  i|l  i^m  eine  ©i^fd^aft,  ein  ©iwinn  u.  bg(.  jugcfallen);  baf)er  alt 
(mittell).  zuo- Valien)  f.  aW  unmefentlicl^  jufommen,  unüorauSficl)t[icJ)  ge* 
fdjefjen  ob.  fid)  ereignen  (ba^cr:  ber  3ufari  ic.);  c^em.  au^  f.  einem  ein* 
fallen,  in  ben  «Sinn  fommen;  u.  f.  beifaUen,  beipflid)ten,  j^uftimmcn;  2) 
nieberfallenb  t)crfd)üepen  (bie  Älappe,  ber  Sectcl  ift  jugtfaUen);  burd)  9iie» 
berfallen  eine§  beifenben  .Korperg  üerfd)(offen  werben  (baö  2oä)  im  ©anbe 
tff  jugefalTen;  bie  2(ugen  fielen  mir  ju);  —  ber  3ufaÜ,  -eö,  ?!??.  SnfäUe,  1) 
cfg.  wag  einem  jufd'Üt,  b.  i.  unerwartet  u.  bcf.  plÖ^lid)  sufommt  ob.  ge- 
fd)ie^t,  finno.  33orfalI,  (Sreignifö,  S3egebenl)eit  Jc,  inöbef.  ein  unö  unoer* 
muffet  treffenbeg  Übel,  ein  plö^lic^  eintretenbcr  Äran!l)ci(Siujtanb  u.  bgU 
■(bie  3ufalle  be6  ßebenS;  wibrige  3ufäUe  ftonbljaft  ertragen;  frampfljafte,  gtct» 
tif^e  jc.  3ufaUe;  iljr  3ufaU  i\i  vorüber,  finno.  3Cnfan);  2)  übcrf).  wai 
unüorau^fic^tlid)  u.  oI)ne  erkennbare  Urfad}e  gefd}ie[)t,  unb  baf)er  al8  mä)t 
not{)tt)enbig  ob.  al6  unwefentlid^  angc[f{)cn  wirb,  jinn».  Ungefci()r  (j.  58.  ü 
war  dn  bloßer  3ufan,  bafö  wir  uni  trafen;  ein  blinbcr  3ufaU  jc.);  au^  o.  SJ?. 
bie  al6  eine  ber  S^ot^wenbigfcit  ob.  ber  »crnünftigen  SBeltreAierung  entgegen« 
gefegte  ^aäjt  »orgcjtcUte  unnoraugfid)tlid)e  g^gi'^g  ber  (^'teiguiffe,  fInno. 
<Sd)idfal,  üoog  (ber  3ufaU  Ijat  e6  fo  gefügt;  eö  i|l  burd^  3ufaa  gcfe^cfjcn; 
ftdö  bcm  3ufaU  übedaffcn);  3)  alt  u.  oberb.  aud^  f.  S5cifall,  S3eitritt,  S3ei* 
flimmung;  jufäUig,  SS»,  (mittell).  zuo-vallende),  1)  burd)  3ufaU  feienb 
ob.  gcfd)el)enb,  in  einem  3ufaü«  gegrünbet  (ein  jufalliges  Sreignifö,  3ufam» 
mentrijftn;  ein  gufcUtger  Um|ianb;  jufciUige  @eban?en);  bef.  ou(^  alß  Stro. 
f.  D.  m.  burd)  3ufaU,  jufaliiger  5Beife,  von  ungefä{)r  (j.  JB.  er  begegnete 
mir  jufattig) ;  2)  voai  feinen  ()inreid}enben  (5)runb  nid^it  in  fid?  felbj^  ob. 


aufalten  —  aufolgc  2121 

in  bem  5Befen  bec  ®vid)e  i)at,  finno.  untrefentlid)  (fr.  atctbenfell),  rntg. 
not^irenbtg,  wtUntUd),  (jufciUigc  golgen,  SBefiimmungen,  eigtrifd^af' 
ten  jc);  bie  SufaÜigfeit,  1)  o.  SO?.  taS  Bufä'Kigfein  einer  ©aie,  in  beiben 
Seb.;  2)  9)?.  -cn,  eine  jufd'Uige  (2ad}c,  Jöegebenljeit,  ein  3ufaU  (bit  3u« 
falligfciten  im  Ccben). 

jufaltcn,  trb.  jicl.  3».,  faltenb  jumadjen,  üerfdjüepen  (bie  ^onbe  — , 
einen  Srief  — ). 

jufertigcn,  trb.  jte(.  3«'.,  einem  etroaS  — ,  ei  abfertigen  ob.  fertig 
mad)en  unb  einem  jufdjicfen,  bcf.  J?anjl.,  ftnno.  ausfertigen;  bie  Sufet« 
tigun.q. 

juflattcrn,  trb.  gicUof.  3tr.  m.  fein,  einem — ,  ftc^  i()m  flatternb 
ndf)ern  (ber  Sogcl  ijt  mir  jugcflattcrt). 

;!iufle(i)ten,  trb.  jict.  3n>.,  etiva^  — ,  fled)tenb  ob.  mit  g(ed)t»et!  üer* 
fi)liepen. 

jufitifcn,  trb.  jtel.  3».,  burd)  ^^(itfen  ^umndien  (ein  8o4  im  Äteibe). 

gufitcgen,  trb.  jicUof.  3to.  m.  fein,  einer  ^erfon  ob.  ©adje  entgegen, 
5U  if)r  f)in  fliegen  (bem  2Balbc  — ;  bie  Glauben  finb  mir  jugepogen);  ber 
3ufluq,  bai  3u'  ob.  ^erbeiflicgen. 

5Ufiic{)en,  trb.  jiellof.  3».  m.  fein,  ju  einer  ^erfon  ob.  narf)  einem 
Orte  l)in  fliegen  (fie  floljcn  bem  ®cbirge  gu);  bie  äuftuc^t,  o.  5W.  (fc^on 
Qltfjod^b.  zuofliiht)  1)  bie  S'ud)t  ju  einer  Werfen  ob.  «n  einen  £)rt,  um 
v^ülfe  ob.  (Sd)U{^  5U  fudjen;  uncig.  iibcrt).  ba6  ©ud)en  von  v^ülfe  ob. 
©d)U^  bei  einer  ^crfon  ob.  ©ac^c,  burc^  2(inrcnbung  eine«  SKittclS  zc  (feine 
3uf[uc^t  2U  Semanb  ob.  etrtai  nf{)men;  ber  ÄranJe  t)at  feine  3uflu(l^t  gu  bfe« 
fem  SKittel  genommer.);  2)  ber  £)rt,  an  mtldjtm  — ,  bie  ^erfon  ob.  ®ad)e, 
bei  tt>eld)er  ob.  burd)  tvetdje  man  ®d)n^  ob.  ^üife  fud)t  (®ott  ift  meine 
3ufluc^t;  bie«  SSJJittct  war  feine  le^te  3uftudtt);  ber  3ufIuc^t6ort,  bie  3u- 
flu(^t§ftätte,  ber  Drt,  »o^in  man  feine  3uf[ud)t  nimmt. 

jufliepcn,  trb.  jieUof.  3».  m.  fein,  nad)  einem  ©egenfranbe  ob.  £)rte 
l)in  fliegen,  ftd)  if)m  fliepenb  na[)ern  (aUe  ©tröme  fticjjen  bem  SJleere  ju); 
uneig.  einem  auf  unmerflid)e  SBeife,  ungefud)t  unb  reid)lid)  juEommen 
ob.  jU  ^t)i'ü  irerben  (bie  ®ebanfen,  bie  SBorte  flicken  ii)m  ju;  einem  835ot)ts 
traten  jufliefen  laffcn);  ber  3ufluf5,  1)  o.  SDi.  bag  ßu?  ob,  »^erbeifliepen 
il,.  S.  ben  3uflufö  be§  SSaffcrS  t;cmmcn);  uncig.  bcii  ^^eranfommcn  in 
^üUe,  bag  Sufammentreffen  23ieler  m  einem  Drte  (c«  ift  f)icr  dn  großer 
3uf[uf6  oon  SOJcnf^en),  baö  ungerud}te,  reid)[idie  JuEommen  (ber  3uf[ufg 
»Ott  @eban!en  jc);  2)  9;?.  3ufIü|Te,  ba5  ^uflie^enbe,  ci^.  u.  uneig.  (j.  S. 
einem  alte  3ufiüffe  abf^jnciben,  b.  i.  oile  if)m  juf[it|enbcn  J^ülfSmittel). 

juflöpen,  trb.  giel.  3tt'-»  flöfenb  f)eriu  ob.  f)erbei  fd^aff^n?  ber  3u« 
floper,  2trbeiter,  »elefte  baS  Slö^{)olj  ins  SBaffcc  bringen  u.  ben  2(uSnjaf(^erR 
guflößen. 

aufludet,  Suflug,  Suflufä,  f.  unter  juftii^cn,  aufliegen,  gufliefen. 

gufiüllern,  trb.  §iel.  ^m.,  einem  etrcag  — ,  e3  ^u  il;m  f)in  flüfiern, 
t^m  flüfternb  fagen  ob.  niittf)eilen. 

jufolge,  23m.  entjt.  qu§  ju  J^ofge  (»te  e§  e^em.  aüä)  gef^rieben  »urbe, 
»gl.  golge)  b.  i.  in  Joige,  brüctt  baS  23erf)altnifö  ber  Soigeieiftung  ob. 
©emap^eit  auö,  (inne.  gemd'p,  nad),  au^l  ben  Grfenntnifö^  ob.  Semei«- 
grunb,  jlnnc.  laut,  unb  »irb  mit  bem  ®en.  üerbunben,  wenn  cö  feinem  ©e« 


2122  ^u^övbettt  —  jufüt)ren 

genflanbgwotte  ooron;,  mit  htm  ^at,  roenn  e6  bemfelben  na 4> gefegt  ffl 
(j.  S.  cc  t{)at  cö  jufolge  meines  SfuftragcS,  ob.  —  meinem  3(uftcage  iufolge; 
jufolge  bet  neucjlen  9la^ric^ten  ob.  bcn  ncucjlen  3taditi6)ttn  jufolge  mtifäit 
tic^  bie  ©ad^e  [o,  f.  o.  ».  laut  bet  neueflen  Slac^ric^ten ;  sufolge  befTen  ob. 
bemjufolgc  jc). 

guförbcrn,  trb.  jiel.  3».,  SScrg».  auS  bcc  Zufe  an  ben  güllort  bringen. 

jufragcn,  ttb.  jteUof.  3m.  m.  ^aben,  1)  gem.  f.  bei  einem  anfragen 
(5.  S.  frage  morgen  »ieber  gu);  2)  fottfaf)ren  ju  fragen. 

jufrteben ,  «Rm.  u.  SSw.,  6omp.  jufriebner,  ®up.  jufriebenft,  (entjl.  aus 
ju  gcieben;  aItf)od^b.  zi  fridiu  f.  t>.  ».  ia  fridiu,  in  gcieben,  frieblic^et 
SQSeife;  aU  u.  lanbfc^.  auc^  mit  ^rieben;  in  ber  alteren  ©pra(!^e  nur  als 
SRebcnwort  gebraucht,  erft  im  9Jcut)od&b.  auc^  ali  gebeugtes  S5ä.)  1)  als  5lm. 
f.  in  ^ytieben,  b.  i.  tu  diül)ty  üon  aupen  ntd[)t  beunrii{)i3t  (in  ber  SiebcnS» 
Ott:  einen  jufrieben  laffen;  la[S  mid^  jufrieben,  lanbfc^.  gem.  —  mit 
grieben);  innetlid^  beruhigt  ob.  befrtebigt,  in  @emüt()6rii{)e  (einen  jufticbcn 
flellen,  b.  i.  befriebigen;  fi^;  jufrieben  jlellen  ob.  gew.  geben,  b.  i.  tid)  bei 
etwas  berul)igen;  einen  3ömigen  jc.  jufrieben  fpre(!^en,  b.  i.  mit  SBorten  be* 
fanftigen);  2)  alS  Sw.  a)  (relatio)  biird)  etroag  befriebi'gt  ob.  jufriebenge* 
fleüt,  fid)  baran  geniigen  (affenb  ob.  bamit  begniigenb  (mit  etwaQ  ju* 
ftieben  fein;  et  war  mit  bet  SSejatilung  jufrieben;  mit  feinem  ©c^idfate 
jufrieben  fein;  ici^  fonntc  mit  ber2(rbeit  nic^t  jufrieben  fein;  ein  mitSBSenigera 
jufriebenet  SKcnf^j;  —  au^  mit  bcm  Ute  eS  (urfpt.  wof)l  bet  alte  ®en. 
es),  baS,  2(1  leS,  i-fSAä)  bin  eS  jufrieben;  baS  war  et  jufrieben,  |l.  bamit  ic; 
iä)  bin  JlUcS  jufrieben  ft.  mit  2lUcm);  b)  (abfolut)  nid)t  beunru()igt  burd) 
roibetjirettenbc  ©efiibie  ob.  unangenef)me  föemütt)öben)cgung  u.  bef.  but^ 
unbefriebigte  SBiinfd)«  ob.  bai  ©treben  nad)  bem,  lua»  man  nicf)t  r)at; 
geirot)nt  unb  geneigt  ftd)  genügen  ju  (äffen  unb  in  @emutl)3cuf)e  ju  t»ec; 
f)arren,  finno.  oergnügt,  genügfam,  (jufrieben  fein,  leben ;  ein  jufriebenet 
ÜJienfc^;  ein  jufriebeneS  ®emütt);  ber  3ufriebtnj!e  ijl  bet  ©lüdlid^fle) ;  oudb 
wai  in  biefem  sJuftanbe  gegrünbet  ifl  ob.  benfelben  geirabrt  (ein  jufriebeneS 
Ceben,  eine  jufriebene  ei)e  fül)ren);  bte  Sufrieben^eit,  ba^  3ufciebenfein, 
b.  {.  fon?of)l  ba§  ^efriebigtfein  in  einem  einjetnen  galle  (j.  f8.  et  gab  mit 
feine  3ufriebenl)eit  mit  meinen  Cciflungen  ju  erfcnnen;  et  bcttdgt  ftc^  ju  meinet 
3ufrieben{)eit),  als  aud)  bet  bleibenbe  Buffanb  bet  @emüt()gruP)e  in  goige 
be6  ©eniigeniaffeng  an  bem,  reaS  man  l)at  (3ufriebent)eit  ma(^t  glüdElic^). 

jufrieren,  ttb.  jiellof.  3w.  m.  fein,  frieienb  ob.  burd)  gco)!  wer« 
fd)lü|fen,  mit  ßiö  bebecf  t  roerben  (bet  Ztiä),  bit  glufs  jc.  friert  ju,  ift  ju' 
geftcten). 

gufügcn,  ttb.  jiet.  3w.,  feiten  f.  f)tnjufiigen,  f)lnjutf)un;  gew.  einem 
et  trag  — ,  if)m  (Mai  5^ac^t^eiligeg  antbun  ob.  ttiiberfa()ren  laffen  (j.  85. 
et  i)<xt  mit  ciel  ©d^aben,  SSerbrufS  jc  jugefügt;  »gl.  fügen). 

5ufü{)len,  trb.  jiiaof.  3w.  m.  ^aben,  gem.  f.  an  <ttra6  füf)ien,  ti 
anfüf)(en,  um  eS  ju  unterfud^en  jc. 

jufül)rcn,  trb.  jiei.  3w.,  1)  einen  einer  ^erfon  ob.  ^ad)e  — ,  ju  ihr 
^tn  fübreu,  leiten,  gelangen  mad)en  (et  Ijat  mid)  ii)r,  il)rem  opaufe  jc.  juge* 
füt)rt,  b.  i.  bort  eingefüljrt;  einem  einen  greunb,  eine  Sraut  jc.  jufübren; 
einen  fc^öncren  ®egcnben  — ;  uneig.  einen  bem  Untergänge  jufütjrcn;  ^flanj. 
jufü^tcnbe  ©efa^e,  b.  i.  weldjc  ben  3:()cilen  bet  ^flanje  9iif?rung  ju« 


Sufüttcn  —  3u9  2123 

filficcn);  2)  in  bcjlfmmtecet  Seb.  auf  ^üijvvoeüm  ob.  S-^rj^'ugen  itmai 
an  einen  Ott  bringen  ob.  fdjaffen  (einem  ^ecrc,  einer  gefhing  :c.  Cebene« 
mittet  — ;  ^olj,  ©teine  ic  ?u  einem  Sau  — );  bie  3ufül)runq,  bai  3u- 
füf)ren  in  beiben  Seb. ;  bie3uful)r,  ?Jl.  (feiten)  -en,  ba6  3ufüf)ren  in 
ber  SBcb.  2),  b.  t.  bie  ^etbeifd)offun9  gerolffei  23orrä't()c,  bef.  ficbcnömittel, 
auf  ^ü^WixUn  ob.  ^5a()rjeugen  (bie  ©tabt  f)at  oicl  3ufuf)c  auö  bec  umlie= 
genben  ®egenb;  einer  Sefiung  bie  3uful)i:  abfc^neibcn). 

jufüUcn,  trb.  giel.  3«t)-,  1)  binju  füllen,  füüenb  t)in5uf{)un  (SJBein, 
Siec  :c.  — );  2)  burd)  TluöfüUen  t)erfd)(iefen,  i'>erfd)ütten,  ebenen  (einen 
©toben,  Ztiij  :c.,  eine  SSerticfung  — );  bie  3ufüüung. 

3ucj,  m.,  -e*,  9J?.  3Ü3e,  (altijod^b.  zug,  mittelf).  zuc,  ®.  zuges;  niebetb. 
Sog,  engl,  tag;  »on  jie()en,  f.  b.)  1)  bai  3ief)en  a)  in  gieUofec  Seb.  baS 
t^ortgetnebenroetben  ob.  @id)fürtbeivegen  (bct  3ug  ber  SBol!en,  be§  SBaffetö; 
bet  3u9  ber  ßuft,  Suftjag  (f.  b.),  ßuftjlcömung;  ba()cr:  ber  Ofen  t)at 
3ug,  b.  t.  get)örigen  Cuftjug),  uneig.  von  (Smpfinbungen,  pnt».  SJran^, 
Abrieb,  OZeigung  (ber  3ug  beS  J^erjcnö,  ber  gcgenfeitigcn  Siebe  tc);  bef.  baS 
3ief)en,  ?5ott}te{)en  tebenbec  (^efd)öpfe  (ber  3ug  bct  Böget,  J^euft^tecten; 
ber  3u9  eincö  ^ecreö,  inS  gelb,  ÄriegS-,  gelbjug  jc.;  im  3uge  fein,  b.  t. 
tig.  im  3iel)cn  begriffen  fein,  uneig.  in  gutem,  ununterbrodjenen  gottgange 
fein,  j.  S5.  ic^  bin  je^t  mit  bet  "Ktbtit  im  3u9e,  ob.  bie  2(cbeit  ijl  im  3uge ;  fo 
aud^:  mit  ittoai  in  3ug  !ommen);  b)  baS  Bieben  in  jielenber  SScb.,  bef. 
ein  einmalige^  3te()en  (ein  3ug  mit  bem  9tcfee,  gifc^jug;  ein  3ug  im  Stett» 
fpicle  b.  t.  baä  3icf)en  ob.  SHürfen  eineö  ©tcincö,  ein  guter  ob.  \6;liä)Ut  3ug, 
einen  3u3  ju'^i'^  ^l)"" 5  3"9  föt  3u9  ^anbeln;  b.  i.  inbem  fogleic^  @clb 
gegen  3B5aate,  ob.  SBaace  gegen  SQSaate  gegeben  u.  genommen  ob.  gejogcn  »icb; 
ein  3ug  im  Srinfen,  einen  3u9  tl}un,  ctmaS  in  einem  3u9c,  in  jtrci  ic.  3Ü9cn, 
in  »oßcn  3iigcn  trinEen;  ein  2(tf)emjug  b.  i.  einmaligcg  Qinat^msn  bct 
8uft,  b(ii)cr:  ik  legten  3üge,  oberb.  aud^  btop:  bie  3öge  f.  bie  legten 
2ttl)emjilge,  ber  Sobcgfampf;  in  ben  legten  3Ü9en  liegen  b.  i.  im  Sterben); 
e^em.  uneig.  f.  bie  9ied)tger{)o[ung  bei  einem  £)ber9erid)t  (fr.  2fppelIa(ion) ; 
ouc^  f.  SSerjug,  3(uffd)ub,  23er503erun3;  2)  bag  3iel)enbe  a)  in  jicaofer 
Seb.:  bie  jieijenbe  ^uft,  Sugluft  (tm3uge  fi|cn);  bef.  eine  jtebenbe  5}?enge 
ob.  (Sd)aac  üon  2)?enfd}en  ob.  2[)ieren,  (ein  langer  3ug,  ein  3ug  ©olbaten 
K.;  »gl.  auä)  gejt--,  Zdä^cn-,  Srauerjug  ic;  ein  3u3  .^cufc^reden  jc);  aud^ 
eine  fid)  in  bie  ßöi'nge  erflrecfenbe  üieibe,  j.  fß.  ein  ©cbirggjug;  bafjet 
JBerg».  ein  3u9  f.  i>k  auf  einem  @ange  liegenben  ©rubcngcbaube;  b)  in 
jielenber  ob.  boc^  tf)ätiger  Seb.:  ein  Bug  ^ferbe,  £)d)fen  jc,  b.  i.  jroei  ob. 
oier  jufammen  angcfpannte  3ugtt)ierc;  el)em.  ber  3u9  f-  baS  3u9pf[aflcr  u. 
übcr^.  ^flajlcr;  c)  eine  23crrid)fung,  ein  Söerfjeug  ^um  ßiei^en,  inöbcf. 
eine  OtoUe  mit  einem  ©eile  jum  ^lufjieben  ton  ßaflen;  in  pumpen,  gcuer- 
fpri^en  jc.  bec  an  bec  Bugjiange  beftnblid)e  ^V'f^Pfi  mimi^l  bcffen  baS 
SSSolfer  in  ik  Störte  gejogcn  njirb ;  an  ben  Orgeln  u.  anbcvn  Snfrrumenten 
geiriffe  Sf)eile,  tre(d)e  gejogen  iDcrben,  um  etwas  ju  öffnen,  in  SSeiuegung 
gu  fegen  (f.  Orgeljug);  ba{)crauc^:  ©lorten-,  Älingctjug  it.;  in 
Ofen  eine  5Kö'f)renleitung  juc  äJerflä'rfung  beS  2uft3U9eS;  3)  iva6  gcjcgcn 
Wirb  ob.  ifl,  wai  burd)  eine  jiebenbe  SSeivegung  entliefet,  bat)et:  bie  23et; 
ttefungen  in  einem  gejogenen  f8üd)fenro()re;  eine  mit  bet  gebet  ob.  bcm 
3ei4)enflift  ic.  gejcgene  2inie,  jinno.  ©tridj,  u.  übctt).  bie  gefdjriebencn 


2124  3u3 

23ud)f!aben  u.  SBörtcc  ob.  öejcidjrteten  Umriffc,  bef.  in  Änfc^ung  ber  eigen- 
tl)ümli(^cn  güfjrung  bec  gebet  ic  u.  bcr  baburd^  ent|lcl)cnben  gormen  u.  58«= 
^dltnilTc  {id)  crfenne  feine  ©djrtft  an  ben  3Ö!jen;  eS  |inb  feine  ©^ciftjüge; 
bie  etilen  3üge  ju  einer  ^eid^nung;  et  I)at  noc^  leinen  3ug  batan  gctf)an);  in 
cngetet  Seb.  eine  3icc[td)e,  fünftltd)  üerfd^luncsene  Sinie  (einen  3ug  mit  bec 
^iitx  mad)en);  uneig.  bic  fejien  Umriffe  ob.  Sinien  bec  Äb'rpcrform,  inebef. 
tti  ®efid)tg  (©efic^tsjöge,  fc.  ßincamente;  ein  angenet)nict,  anjiefjenbet 
3ug  im  ©cft^ltc,  um  ben  Wlunb  ic;  ein  fc^aU()aftet  3ug  um  ik  2(ugen  ic); 
bQ^ct  in  »eiteret  bilbl.  SCnrccnbung:  e[ne  fennjetdjnenbe  Gigent()ümüc^feit 
bet  @emütl}3;  u.  £)enfart,  u.  beten  'Üiiperung,  (j.  S.  SKenfc^enliebe,  ©tof» 
mutf)  IC.  finb  ^ügc  feines  ®cmutf)§;  Ijalbfc.  ein  Stjaraftetjug,  (5i)arafteriüge; 
fcoö  »ac  ein  fd^önet  3u3  feiner  ®en!art,  feiner  ©cfinnung  ic);  fernet  voai 
giigleid)  ob.  ouf  einmal  ge^c^en  rolcb:  SSergw.  ein  3ug  ®rg,  f.  ».  w.  ein 
Sreiben  6rj;  ein  3ug  ©aiten,  ge».  gwötf  5RoUcn  gufammenge{)örcnbet 
2)catt)fatten  con  cerfc^icbcnct  ©tarfe;  4)  bec  Dxt,  tro  etamS  gebogen  ivirb, 
inebef.  alt  u.  lanbf(^.  bet  Drt,  wo  ein  gtop  anS  Canb  gebogen  Wieb;  —  3  ftft» 
bie  Sugamcife ,  eine  2irt  gro^et  3imei|Cn  in  ©iibamerifa,  ik  ft^  in  gtogen 
Sügen  übet  bie  gelbet  u.  in  ben  ^aufetn  »erbteitcn;  bie  Sugangcl,  gif(l(|. 
mc^te  an  einem  ©ei(e  »ecbunbene  u.  quet  übet  einen  g(uf6  gelegte  2fngein; 
hai  Sugbanb,  l)  ein  Sanb,  mittel^  bcffen  etwas  gejogen  vok\>;  2)  SSau». 
ein  wägetest  eingemauerteä  Sifen  mit  einem  Coc^e  am  äu^erflen  @nbe,  butdd 
welches  ein  anbetcS  Sifcn  fenfred^t  geflec!t  wirb,  ttai  in  SSerbinbung  mit  jenem 
einen  Suganfer  bilbct  jut  6r()aUung  ber  SWauer  in  fenfcee^tem  ©tanbe;  bet 
Sugbaum,  an  3itgbrö(f  en  bie  um  einen  3opfcn  beweglichen  JBdume  jum  Äuf^ie^en 
u.  9?ieberlafTi'n  ber  SriicJe;  bie  Sugbrücfe,  eine  S5rüc!e,  welche  fo  eingerichtet 
ifl,  bafs  fie  ganj  ober  tfjeilweife  aufgejogen  unb  niebergelaffcn  werben  fann; 
baS  Sugcifcn,  ein  eifcrneö  SEBetf^eug  jum  3ie^en,  inSbef.  gafeb.  ein  !rummc4 
eifen,  ben  SBobcn  eincS  S8üttf<J;ö  bamit  l)eraugiujiel)cn;  i>ai  3ugcrj,  fflergw. 
f.  ».  w.  Sreiberj;  bec  Sugftfc^,  gifc^e,  welche  ju  gcwiffen  3eiten  beS  ^ii)ui 
in  ©cljaaren  fort^ie^icn  unb  wieber  guriidfEcl)ren,  j.  S3.  bie  ^dringe;  bec  3ug* 
füt)rer,  wer  einen  3ug,  eine  ©c^aar,  infbef.  einen  Srupp  ©olbaten  anfül)rt; 
ba«  Sliggarn  ob.  -ncl^,  ein  langes  gifc^crne|  mit  einem  ©acf  in  ber  «Oiitte, 
welches  an  beiben  ©nben  aufs  2anb  gebogen  wirb,  auc^:  ©treicl)^,  ©dt)ltpp« 
gatn,  SSäate  ic.;  bec  Sugoiraben,  ein  ®raben  gur  2(bleitung  beS  SBafTa«, 
eine  3(biuc^t ;  bie  3iig()eufd)recfe,  iint  2frt  J&eufc^rcrfcn,  welche  in  unjaljl» 
baren  ©c^aarcn  »erl)ce!:cnbe  3iJge  mad^en,  auc^:  ®tric^=,  SBanberfjeufc^rede; 
bai  Sugicbcr,  gewalftcS  Seber,  welches  ftd^  jieficn  IdfTt;  bie  ^uglcinc,  bai 
Sugfeit,  3u.qtau,  eine  Seine,  ein  ©eil  ob.  Sau,  etwas  baran  ob,  bamit  gu 
jiel)en;  ba3  3uA(od),  ein  Soc^  jur  fflcförberung  beS  CuftjugeS;  bie  Sugluft, 
bet  burc^  eine  Öffnung  in  einen  umfc^loffenen  9?aum  cinjicljenbe  unb  burc^  eine 
entgegengefe|te  tjinauSfafjrcnbe  fiif)lbare  ßuftfirom;  fo  aud):  ber  3ugwinb; 
bie  Sugmauä,  f.  o.  w.  SBanbetmauS;  ba3  ^ugmcfjcr,  bei  J&ol^arbeitern: 
ein  SJitfTec  mit  jwei  >^anbbabcn,  mit  wctd^em  man  jiif)enb  fc^neibet;  i>Cii 
Sugncf^,  f.  3uggarn;  bec  äugorf)^,  baS  3ugpfcvt>,  ein  Dd^S,  ein  ^ferb, 
weldje  jum  3iebcn  gebraucht  werben;  tai  Sugpflcificr,  ein  Slafen  jiebenbeS 
^flajter;  bie  3ugramme,  eine  stamme,  welche  mit  ©eilen  in  bie  ^öt)e  geiogen 
wirb,  j.  U.  X).  ^anbramme;  bie  3ugtaupe,  eine  2(rt  «Raupen,  wel^e  ft(<)  in 
großen  georbneten  3ägcn  fortbewegen  (tjalbfc.  'J)roceffionSraupe);  bai  3u3' 


Sugabe  —  jugegen  2125 

red^t,  obctb.  gjfpr.  f.  l)  bae  WjugSrec^t;  2)  baS  Sinftanbö«  ob.  mäi)itttÖ)ti 
3)  ba6  JHec^t,  SSerufungen  oon  ntebcren  ©cric^ten  (2fppcUation)  anjunef)mfn 
(Djl.  0.  3u3  1)  l^);  b«c  Sugrlng,  ein  jum  3ufaratiicnjic()fn  ob.  3u[ammen» 
galten  um  einen  Äörpcc  getestet  9?ing;  bdi  3ugfd)tff,  ein  ©c^iff,  »eldje« 
on  ©eilen  fortgcjogen  »itb;  bic  3u3fcl)raubc,  eine  ©c^raube,  etwa«  bamil 
ju[ammenjuiiei)en;  ba6  Sugfcii,  f.  ^uo,liini;  bie  äiigfl^^nge,  eine  ©tang« 
jum  3icf)en,  inßbef.  in  pumpen  ic.  ik  ©lange,  burdj  »clc^e  btc  Äotben  in  bet 
S^ö()rc  aufgewogen  u.  nicbergcftopen  tüicb;  bec  SugRicfcl,  ©tiefet  mit  3ug* 
fdjaften,  bic  gcmalft  u.  bet)nbat  finb ;  ber  3ii.q|lu()t,  ein  aSBcbeftuf)!,  auf 
juetc^cm  man  mittelfl  ber  gejogencn  Äegel  allerlei  giguren  in  bie  3euge  »rirfen 
!ann;  bie  Sugtaube,  f.  aBanbertaube;  baö  ^ugtl^icr,  5}?.  3u3t()iere,  jum 
3iel)en  oon  Caften  auf  SBSagen  ic.  gebrau4)te  Spiere,  auä) :  ba^  äußüief),  at« 
©ammetro.;  baS  BuQtl^or,  ein  S^or,  njeld;c6  auf=  unb  jugejogen  »erben 
fann;  bef.  ber  ein  3:^or  ocrfc^lie^enbe  Z^tü  einer  3ugfcrütfe;  bec  äugoogel, 
CD?.  Sua^ögel,  Söget,  votlä^c  im  j5ciif)ling  aus  fernen  füblid;en  (Segenben  gu 
uns  lommen  u.  im  J^erbfl  reieber  batjin  jurücE  jief)en,  perfe^.  ©tvic^cögel,  f.  b.; 
bai  Sugwolf,  f.  v>.  m.  Sffianberoolf;  jucjiveid),  S3ro.,  ö(t.  f.  fc^man!,  bitQ* 
fam;  jugwcife,  9lw.,  im  3uge  ob.  in  3ü9en,  finnö.  fc^aarenrocife;  ouc^ 
f.  0.  ».  3ug  für  3ug;  baö  SugwcrF,  ein  SDäeiEieug  ob.  ©etricbe,  bur^  welc(je« 
etwas  .gejogcn  wirb ;  au^  f.  filnjllid^e  3üse  ol>-  gciOv3cne  Ser^ierungcn;  ber 
Sugwinb,  f.  ^ugtuft;  bie  Sugwinbe,  eine  SBinbe  ?um  Jfufjieljen  »on  Saften 
K.;  bec  3u3jel)nte,  lanbfc^.  f.  Oarben«  ob.  ?Kanbeliel)nte;  —  2(blett. 
jügig,  SBw.,  oberb.  f.  ftc^  5ief)enb,  in  bic  idn^i  äte()en,  aümäi)lid). 

3u9abe,  w.,  f.  unter  jugcben;  Sitgang,  jugänglic^,  f.  jugefjen. 

jugattern,  trb.  jicl.  ^m.,  mit  einem  ©attec  üecfdjüc^en,  gem.  occgattecn. 

öugbant),  ^baum,  -brüife,  f.  unter  3ug. 

äügc,  tt).,  Wl.  -n,  lanbf^.  f.  o.  w.  3ied;e  (f.  b.):  25ett*  ob.  itiffen. 
Übecjug. 

jugebcn,  trb.  jiel.  3».,  1)  «inen  ob.  etwai  ju  einer  ^erfon  ob.  ©ac^« 
geben,  fügen,  i^c  beigeben  alS  ju  i^c  ge{)ocig  (einem  Äinbc  einen  3(uffet)et 
— ;  einem  2fnge!lagtcn  einen  2Cnn>alt  — );  inSbef.  5«  bem  ©egebenen  ob. 
QSerfauften  freiiriüig  biniufügen,  barein  geben  (j.  S.  auf  ein  ©c^oi  jwei 
©tue?  jugeben);  2)  etivaS  — ,  feine  (Sinivilligung  ju  ttroai  geben,  ei 
geflatten  ob.  gefd)eben  loffen,  fofern  man  e8  nidjt  tjinbern  fann  ob.  roiH, 
ieboj^  o^ne  ben  SRebenbegriff  ber  »oUfommenen  3ufricben{)eit  ob.  beS  oner!ann» 
ten  9le(%tc6  beS  3(nbern,  oerfdö.  juge1lc()en,  genel)migen  (id)  mufTtc  cS 
TOot)l  jugebcn;  er  »oUte  bie  .^eiratf)  fcincS  ©of)neS  nie^t  jugcben);  bi« 
SDiJaf)r^eit  einer  <Sad)e,  bie  9fvtd)tigfeit  einer  SJorftedung  cb.  23cb^iuptung 
gelten  laffen,  nid)t  beflreiten,  weniger  alg:  guge|letjen,  einräumen 
(man  fann  in  einem  ©treite  feinem  ®egncc  eine  a3cl)aupti!ng  gugcben,  oljne 
jie  i^m  jujugcfte^en;  gugcgcbcn,  aber  r.id;t  eingeräumt,  ba[S  eS  ftc^  fo  »erljalte 
IC.);  bie  Sugebung,  baS  Bng^bcn,  bef.  in  ber  2ten  Seb.;  bic  Sugabe, 
2J?.  -n,  ba«  Zugeben,  u.  bci^  Zugegebene  in  ber  '£i^.  1)  (mit  ob.  ofjne 
Zugabe  »erJaufen;  ttmai  alö  3ugabe  beim  Äauf  ic  erbaltcn);  auc^  übcrl). 
ttmai  ber  ^auptfad)e  v^injitgefiigteS,  ein  Sufo.fe  cb.  2(nbimg;  e^em.  aut^j 
f.  2)iitgabe,  SJiitgift,  auc^:  i>ii  3u9ift. 

jugegcn,  9Iw.  (aus  ju  u.  gegen  jgef.,  f.  b.;  mittel^,  zegagene,  legagen, 
»egegen,  oberb.  jegegen)  l)  el)em.  f.  ».  w.  in  (äegenivact,  mit  bem  ®en. 


2126  öViQi^in  —  Sugcl 

bec  ^ctfon  (gew.  gettennt,  j.  SB.  je  hei  «Rt^terS  gagen;  aber  a\iä):  jcgagen 
mentget  burger  tc);  ie|t:  bei  einet  ^anblung  ob.  einem  SJorgange  gegen* 
wartig,  anmefenb  (g.  58.  id^  «3ar  gugegen,  als  eS  gcfd^af),  ob.  i^  n>at  bei  bem 
SSorfall  jugegcn;  nid^t  aber  blof  in  SSejte{)ung  auf  einen  £)rt,  alfo  nic^t:  es 
ifl  f)ter,  in  biefer  ©tabt  ic.  gugegen,  [onbern  —  ann>efenb);  2)  alt  u.  obetb. 
f.  entgegen  (j.  S5.  einem  jugegcn  ge^en,  fommen  k.)  ;  aud^  f.  junjibet. 

gugcl)en,  trb.  jiellof.  3u>.  m.  fein,  (altb.  zuogan,  zuogangan,  zuog^n) 
1)  5U  etwa^  ob.  einem  l)'m  gel)en,  ffd)  if)m  ge{)«nb  ndbern  (ab=  unb  juge» 
^in)i  gew.  nur  uncig.  »on  @adjen:  einem  — ,  f.  ju  i()m  gelangen,  in 
feine  ^ä'nbe  fommen,  if)m  jufommen  (ber  SBrief,  bic  ©enbung  ic.  ift  mit 
jugegangen;  einem  ctmaS  jugcf)en  lajfen  f.  e§  i()m  jufenben),  alt  u.  oberb. 
aud^  f.  einem  auflösen,  xi)n  befallen  (mir  get  angest  zuo;  «g  ging  i^v  eine 
D^nmad^t  ju);  2)  erft  im  9leu{)od^b.  unetg.  »ie  fommen,  b.  i.  fic^  ereignen, 
9efd)ef)en,  mit  9iüdtft4)t  auf  bie  2Crt  unb  SBeife  (j.  SS.  wie  ift  e§  jugegangen, 
bafS  lt.;  wie  ging  eö  mit  ber  ©ac^e  ob.  iamit  ju?  —  baä  ge]()t  ni^ft  mit 
«ed^ten  25ingen  ju);  t>or  fid^  gef)en,  f)ergef)en,  biefen  ob.  jenen  SSerlauf  ha> 
hin  (e§  gc()t  bei  if)m  fel)r  orbentlii^  ju;  es  ging  bort  fe()r  l)t^ig  ju);  3)  fort* 
fa{)ren  ju  ge^en,  fd)neller  ob.  ftärfer  gel)en  (ge^  ju!);  4)  fid)  burc^  ein« 
SSeroegung  fd)lief  en,  ob.  t)ecfd[)[iepen  (äffen  (bie  S^ür  ge()t  ju;  bas  ©d^Iofs 
will  nic^t  jugel^en,  b.  i.  ftd^  nid^t  juf^lief  en  laffen),  aud^  überf).  f.  fic^  fd[)lief en 
(bie  SSSunbe  gef)t  ju);  ber  Zugang,  (oUb.  zuoganc)  1)  o.  9Ä.  i>a§  3u*  ob. 
^injugef)en,  bie  2(nna()erung  (einem  ben  3ugang  eerjlatten,  wel)ren;  freien 
Zugang  ju  Semanb  f)aben,  »gl.  3utr{tt;  bcn  3ugan9  ber  Cuft,  beS  SSajferS 
öer^inbern);  2)  ber  £)rt  ob.  9?aum,  bucd)  roelcfjen  man  ob.  tttoa$  ^inju« 
gel[;t  ob.  fid)  näf)ert  (fid^  einen  3ugang  eröffnen;  oUc3ugange  »erfpcrren  jc); 
3)  eif)cm.  aud^:  ia^  3ugef)enbe,  auflief enbe,  gew.  3uflufg;  jugänglii^, 
Sw.,  fo  befd)affen,  baf^  man  ()injugef)en  ob.  e6  erreidjen  fann,  ben  3«' 
gang  geftattenb,  entg.  unjuganglid^  (ein  juganglid^er  Ort;  er  ijl  für  Seber« 
mann  jugänglic^,  ein  juganglid^er  9}Jann);  bie  Sugänglid^fcit,  bai  3ugang» 
Uc()fein, 

5U9et)örcn,  trb.  jiellof.  3».  m.  ^aben,  einem  — ,  ju  i^m  gehören, 
\i)m  eigen  ob.  fein  ^igent^um  fein,  ftä'rfer  u.  befiimmter,  als  gefrören,  u. 
gew.  nur  in  SSejie^ung  auf  ©ad^en,  »erfd^.  »on  angef)ören  (baS  SBud^,  iai 
^auS,  baS  ^ferb  :c.  gePrt  mir  ju;  aber  ni^t:  »ber  SiRenfd^  gel)ört  mir  ju«, 
er  miijTte  benn  mein  ©flate  fein) ;  eljem.  aud^  f.  julle^en,  gebüf)ren,  ge^ie? 
men  (bie  9?ad()e  gcf)ört  ®ottju;  fürd^te  ®ott  ic.,  benn  baS  gef)ört  oUen 
SJlenf^en  ju);  tai  (obcrb.  aud^  bie)  3u9cl)ür,  toai  gu  einem  2)inge  ge« 
t)ört,  bie  @efammtf)eit  ber  ju  einem  ©anjen  ge{)örenben  SSeiwecfe,  gew. 
3ubef)oc,  f.  b.;  ju(^e()5vig,  S5w.,  einem  — ,  f.  o,  w.  if)m  jugefjörenb, 
einen  S^eil  feines  (Sigent^umS  auömadjenb  (baS  i^m  juget)örige  ©runb» 
pdf,  .^auS  lt.). 

Sugeifcn,  f.  unter  3ug. 

3ügel  1.  m.,  -6,  5)?.».  (5.,  (altf)ot^b.  zngH,  zuhil,  mittelT).  zügel; 
niebcrb.  Sögcl,  ^oU.  teugel;  »on  j{e()cn,  3ug  u.))  efg.  übcrt).  ein  5Berfjeug 
jum  3i«f)«n;  nur  in  bcjlimmterer  SScb.  gebr.:  ta$  ©eil  ob.  ber  Oiiemen, 
mittelft  beffen  ber  Äopf  eine«  3ugs  ob.  9?eittf)iere§  bef.  beS  ^ferbes  gejogen 
wirb,  um  baS  All)iet  babucd)  ju  lenfen,  ein  S^jcit  beS  3aumeS,  f.  b.  (ein 
^ferb  lurj  im  3üget  galten;  entg.  ifjm  ben  Süflel  fd(){e5en  laJTen,  f.  fd^iepen  1)> 


äügel  —  augiefen  2127 

hai)tv  unetg.  feinen  8eft)tnf(I)aften  k.  ben  ^üqd  fdbtc^cn  laffen,  b.  t.  i()nen 
freien  Cauf  laljen;  mit  t)erf)an9tem  ^ü^d  reiten,  f.  oer()Qn9en  1);  bem  ^ferb« 
in  ben  3ö9et  fallen,  b.  i.  eö  auf()a(tcn,  inbem  man  e6  von  oorn  ob.  oon  bet 
&eite  beim  äügel  fafTt);  uneig.  9laturt.  ber  ©treif  »on  ber  ©eitenwurjel  be« 
©^nabele  ber  Söget  big  jum  2fuge;  —  jügello^,  SSm.,  com  3ßget  lo«  ob. 
frei,  beS  3Ü9CI6  ermangclnb  ob. beraubt  (ein  jiigeUofeß  ^ferb;  jiigcUoö  reiten); 
gew.  uneig.  f.  uneinge[c^ranft,  ungemä^igt,  flärJer  q16  bie  finno.  ungebunben, 
auöfd^njcifenb  (jügellofe  Ceiben[d^aft ,  ©d^iüärmerei  jc;  jügcUofe  greiijeit; 
jügeUoS  leben,  ein  jiigcUoftö  Seben  fiiijren);  bie  BüäcUofigfeit,  1)  0.  3Ä.  ba« 
3ügeUo6fein,  bef.  uneig.  »(SUige  Ungcbunbenljeit  (j.  35.  bie  3ügcUofigfeit  bet 
JBegierben,  ber  ©itten  ic);  2)  9Jl.  -en,  eine  jügellofe  Jpanbiung  (ftrafbare 
SügeUofigfeiten) ;  —  jügeln  1.,  giel.  3n>.  (nleberb.  tögeln)  1)  mit  bem 
Bügel  t>erfe{;en  (ein  ^ferb);  2)  im  ^ü^el  halten,  burd)  ben  äügel  bän» 
bigen  u.  lenf'en;  uneig.  f.  ba'nbigen,  mäßigen,  einfdjcänfen,  jurücfl)Qlten 
(feine  Seibcnfd^aften,  JBcgicvben  ic.  — );  bie  äügeUing,  bai  bügeln. 

3Ügel  2.  m.,  -g,  o.33i.  (gleidjfallö  tion  jietien,  3ug  k.)  oberb.  f.  bte  ^\xd)tf 
b.  i.  fott)ot)l  ba^  3i<f)«n,  ßrjiel^en,  ^(ufjieben,  alö  baS  '^(ufgejo^enc,  (5rjos 
gene,  bai  (^ejüc^t,  ber  <3tamm  (j.  85.  ber  93ief)=,  9Jof§*,  ©djafjügel  ic.  f. 
bie  Siel)-,  ^fcrbe*,  ©(j^jafjut^t;  SSiei)  jum  3ügel  f.  3ud()toie^;  ein  guter  3ügel 
f.  ©tamm,  fr.  9iace);  jügeln  2.  j{?l.  3».,  oberb.  f.  5iet)en,  erjiehen,  auf» 
5te()cn,  erjielen,  anbauen  (Siel),  CK^fei:,  ®anfe  ic,  ^olj,  SSaumc  jc.  — ;  au8 
Äinbern  ©pi^buben  — ;  fi(^  geinbe  unb  9Zeiber  jügetn  u.  bgt.  m.). 

Bugemüfc,  f.,  ©cmüfe  (f.  b.),  fofern  e§  jum  gleifc^  genoffen  wirb, 
tanbfd^.  aud^  ßufojl,  ßufpeife. 

jugenamt,  JB».,  mit  einem  Zunamen  verfemen  ob.  benannt,  mit  bem 
äunamen  k.  (j.  83.  gtiebri(^,  jugenamt  ber  ©ro^e). 

jugcfellen,  trb.  jiel.  3».,  einen  einem  ^Tnbetn  — ,  il)n  bemfelbcn  ^uc 
@efeüfci[)aft  geben,  ju  beffen  (55enoffen  ob.  ®efa'l)rten  machen  (baö  SBeib 
ijl  bem  Spanne  jugefellt);  fiel)  einem  — ,  ficb  ju  il)m  gefcUen,  il)m  an* 
fd)lie^en,  jum  Umgang  mit  it)m  üeceinigen;  uneig.  auc^  eine  ©ac^e  mit 
einet  anbern  verbinben,  vereinigen. 

5ugeftel)en ,  trb.  pd.  3».,  1)  etwa^  ob.  einem  etvoai  — ,  bi« 
5[Ba^tl)eit  einer  (Sac^e  aneifennen  un'b  einräumen,  mef)r  otö  ju geben, 
f.  b.  (j.  85.  iä)  geficl)c  es  ju,  bafö  e§  fidd  fo  »erhält;  ic^  gejlelje  il)m  biefe  Sor* 
jiige  ju,  ftnnü.  iä)  erfcnne  fie  H}m  gu);  2)  einem  itvoai  — ,  bewilligen, 
gewähren,  gef!atten  (einem  feine  SSitte,  ben  2£bft^ieb  ic.  — );  bie  Sugef^c* 
l)ung;  hai  Sugeftonbnifö ,  baä  Bugefle^en,  u.  ba«  Bugeftanbene  (SW. 
Sugejlänbniffe). 

5U9et()an,  85».,  f.  unter  jutljun. 

5uge\vcil)rcn ,  trb.  jiel.  3».,  SSerg».  bie  t)cn  einem  ®en?erEe  erlangten 
S5ergt()cile  auf  beffen  5f?amen  etnfd)reiben ;  bie  3ugeiva()r,  ^Jt.  -en,  ein 
©d)ein  über  ben33erfauf  eineä.Äu)L-eS  u.  beffen  Bnfcbreibung  anbenjläufer. 

Sugfifrf),  ::fül)rcr,  ^gatn,  ^ graben,  *t)eufd)re(fe,  f.  unter  3ug. 

jugicpcn,  trb.  3».  1)  sieUoö  m.  t)aben,  fortfahren  ju  gießen,  ftarf  ju 
gießen  beginnen  (gic^  ju!);  2)  §iel.  hini»  gtefen,  gicfenb  h'njuthun 
(ÄBaffer  — ,  jum  SBeinc  jc);  burd)  (5)iepen  einer  gefdjmolsenen  9}?affc  oer« 
fd)liefen  (ein  Zod)  mit  SSlei  — ). 


2128  gugittern  —  5ul)arfd)en 

jugittern,  txh.  jiel.  3«.,  mit  ©ittectrcr!  t)erfd)ltefen. 

i^uglaubcn,  trb.  jiet.  3wm  iQnbfdd.  einem  etrooS  — ,  f.  if)m  barin 
©lauben  bi\mi\]tn,  e6  if)m  gtoubm,  (ogl.  jutrauen). 

juglcid^,  5R».  (tüof)l  «jt  im  E?teuf)oc^b.  gebilbet;  im  5CTittelf)0(i^b.  jieljt 
bafuc  ze  m.Ue,  f.  jumal)  1)  ^u  ein  unb  becfelben  3«it,  glcidjjeitig  (et  ging 
mit  mit  jugleic^  fort;  wir  ftnb  Seibe  §ug(ei^  fertig  gcmorben);  2)  in  gleirfjet 
5Betfe,  9leid)mä^ig  mit  ob.  in  2(nberm  ()tnjufommcnb  (j.  83.  er  ifl  CKales 
unb  jugleic^  £)id)ter;  feine  Äenntniffe  grünben  fic^  auf  »iiTenf^oftli^ie  gor» 
ft^ung  imb  juglei^j  auf  ©rfat)rung). 

5uglclii)cn,  trb.  jiel.  3»-,  «twaS  — ,  gleid)  b.  t.  eben  madjen,  6ef. 
SOtänj».  (ben  3?anb  einet  SÄiinje). 

Sugtetne,  -loi^,  *liift  u.  f.  f.  —  Sugpflajler,  f.  unter  3ug. 

jugrabcn,  txh.  3».  1)  gicUoS  m.  {)aben,  fortfahren  ju  graben;  2)  jiel. 
grabenb  oerfdjlicpen,  üerfc^ütten,  jufüUen  (ein  2o^). 

3ugramme,  «raupe,  frcd)t,  f.  unter  3ug. 

gugretfen,  trb.  jieltof.  3».  m.  ^abcn,  ju  ob.  nadf)  ettraS  greifen,  eS 
begierig  ju  ergreifen,  ju  faffen  u.  uneig.  überf).  ju  erlangen  fuc{}en  (er  griff 
Qltid^  gu;  man  mufä  id  einer  fo  günfiigen  ®elcgenf;cit  mit  beiben  .!g)änben  ju» 
greifen);  uneig.  'B(i)i^.  »ber  3Cnfet  greift  ju«,  »enn  er  f entert  unb  ber 
glügel  in  ben  @runb  greift;  ti)im.  anä)  f.  eine  <Sad)e  angreifen,  jut  liü^^ 
füf)ning  fdjreiten;  ber  Bugriff,  feiten  f.  ba^  Zugreifen. 

jugrinfen,  trb.  jiellof.  3».  m.  f)aben,  einem  — ,  ju  tf)m  gewenbet 
grinfen,  ii)n  grinfenb  anblicfen. 

Bugfc^iff,  sfc^raube,  «feil  u.  f.  f.  —  3ugtf)or,  f.  unter  3u9. 

jugu(fen,  trb.  jietlof.  3».  m.  l)aben,  gem.  f.  neugierig  äufeJjen. 

jugürfcn,  trb.  giel.  3».,  gürtenb  ob.  mittelfl  eineö  ©urteg  oerfd)(ief en. 

äugüiel),  -üogel  u.  f.  f.  —  3ug5cl)nte,  f.  unter  3ug. 

5ut)aben,  trb.  jiei.  3».,  gem.  f.  alö  Zugabe  erl)alten,  nur  im  3nf.  gebt. 
(§.  S.  er  rciU  no^  itvoa^  ju^aben). 

juljafen,  trb.  jiel.  3».,  mit  einem  ob.  meF)ren  ^afen  jumodjen  ob. 
Derfdjlief en ;  jul^äfeln,  trb.  jiel.  3».,  f)afelnb  ob.  mittelfl  fteiner  »^afen 
jumac^en. 

5U{)alten,  trb.  3».  1)  |tet.  et  wag  — ,  ^alfcnb  ob.  burrf)  etvoai  25a\)or» 
ob.  £)arübergef)aitene8,  bcf.  mittcl(l  bet  ^anb,  5umad}en,  t)erfd)nepen  ob. 
bebecfen  (einem  ben  SKunb,  ik  2(ugen  jc,  fid^  bie  Dfjren  — ;  ein  (SJefdß,  bie 
a:t)üt  K.);  Quc!(j  f.  gefd)(offen  bc()a[tcn  ob.  er().i[ten,  nid)t  öffnen  (bie  2fu« 
gen  — ;  feine  Sijüc,  fiin  ^au«  u.  bcjlcinbig  ^ubaltcn);  2)  jieUoS  m.  l)aben, 
mit  3«manb  — ,  f.  o.  ».  e6  mit  ii)m  paiten  ob.  ftc^  ju  if)m  I)a(ten, 
Dertrauten,  bef.  unfttt{ic()en  Umgang  mit  il)m  (laben;  baljct  bie  3ul)al- 
terinn,  ti)m.  f.  SSeifd^Iafcrinn;  bie  3ul)altung,  bag  3ni)a(tcn;  eine 
23ürrid)tung  an  <Sd)(öffern,  bclle()enb  in  einem  bcfonbcren  SJtegel,  bet  in  ben 
8e»öt)nti^cn  einfatlenb  ii)n  juf)alt,  b.  i.  tjcrbinbcrt  bafd  er  jurüclgefc^oben  werbe. 

5ul)ängcn,  trb.  jiel.  3»tJ.,  burd)  ctivag  Über;  ob.2Sovgc()ängte6  jumac^en, 
toerbetfen,  finno.  ucr()an3en  (eine  Öffnung,  bie  genftet  k.  — ). 

jul)arEcn,  trb.  jiel.  3nj.,  f)arfenb  jumad)en,  auffüllen  (eine  Vertiefung). 

5U^arf<^en,  trb.  jicUof.  3n>.  m.  fein,  burd)  (Sc{)arfd}en  jTd)  fd}liepen, 
gen?.  ter{)arfd}en. 


gul)aud)cn  —  guflammem  2129 

5Ul()aud)en,  ttb.  jiet.  3»-,  «inem  etroa«  — ,  entgegen  f)aud)en, 
l)aud)enb  jufüf)cen  (bie  Slumcn  t)auc^cn  unö  5IBof)t^erüd)e  gu). 

jul)aucn,  ttb.  3if-  1)  jicUoö  m.  Ijaben,  flarf  ;5U  l)auen  beginnen  ob. 
fortfaf)ren  (t)aueju!j;  2)  jtel.  butd)  ^auen  ju  einem  beflimmten  &e: 
braucl)e  jubeceitcn,  jured)t  f)Qucn  (Sau^olj). 

äu()e[tcn,  trb.  giel.  3«.,  I)eftenb  jumadjen  ob.  oerfdjliefen;  5ul)efteln, 
trb.  jiel.  3n>.,  mit  ^efteln  ^umadjen. 

5Ut)cilen,  trb.  ^w.  1)  jicUo«  m.  fein,  butd)  »^eilroerben  ftd)  fd)lie^en 
(bie  SBunbe  ^eilt  ju,  ift  jugcbctlt);  2)  jtel.  madjen  bafö  etroaS  äuf)ei(t  (bet 
SBunbarjt  t)at  bie  SBunbe  fd^ncU  gugefidlt). 

ju^infm,  trb.  jicUof.  3n).  m.  fein,  einec  ^erfon  ob.  einem  £)tte  — , 
ftd)  t)infenb  nä'()ern. 

jut)interll,  9l»o.  (091.  juerfl,  ju(e|t,  juoberfl  ic),  aliS  bet,  bie,  ba3  ^in.^ 
ter jle,  gan j  {)inten,  entg.  j  u  d  0  r  b  e  r  jt,  (g. 58.  er  jlanb  gubtnterjl  in  ber  SRct^e). 

5Ul)or(^cn,  trb.  gieUof.  3».,  nad)  etroa«  ob.  einem  {)in  {)ord)en,  fjoc« 
d)enb  feine  2(ufmer!fQmfeit  barauf  cid)ten;  (einem  — ,  bem  ©efange,  bcc 
JRebe  IC.  — ). 

5u()oren ,  trb.  gleUof.  3».,  fein  @ef)öc  ju  einem  ^in  ob.  auf  itvoai  ric^s 
ten,  l)örenb  aufmerken  (g.  S.  f)örc  gu!  er  t)örte  aufmer!fam  gu,  roabrenb  xi) 
fpcad^5  aüi)  mit  bem  35  at.  ber  ^erfon  ob.  ©a^e:  er  f)örte  mir  gu;  einer 
©rgä'tjlur.g ,  einem  Jßortragc  ic.  gul)ören);  ber  3ul)örcr,  bie  3u^5rerinn, 
tuet  sul)()tt,  bcf.  einem  ßeJjrüortrage;  bie  3ul)ürerf(^aft,  bie  @efammtl)eit 
bec  3ut)orer. 

jubüllcn,  trb.  giel.  3».,  mit  einer  >^\xüt  ganj  bebecfcn,  gero.  üerf)üllen. 

5Ut)üpfcn,  trb.  gieUof.  3tt).  m.  fein,  einec  ^erfon  ob.  einem  Srte  — , 
fid)  l)üpfenb  nähern. 

jujagcn,  trb.  3».  1)  giellos  m.  fein,  einec  ^ecfon  ob.  <Sac^e  — ,  nad) 
i()C  l)in  jagen,  fid)  if)c  in  fc^neüflem  ßaufe  mi)im  (fie  jagten  ber  ®tabt 
gu);  2)  gicl.  gu  itwai  ob.  5u  einem  ()in  jagen,  fceiben  (baö  SBilb  bem 
SBalbe  gujagen). 

äuiaud)5cn,  trb.  gicUof.  u.  giel.  3».,  einem  — ,  it)m  entgegen  jaud)- 
gen,  il)n  jaud)genb  anrufen;  einem  et  wag  (g.  SB.  SBeifatl)  — ,  iaud)jenb 
jurufen. 

jujüngfi,  ««HJ.  (altb.  zi  jungist;  ze  jungest)  »u.  f.  gu(e|t,  am  6nbe; 
ganj  fücjlid),  ügl.  jüngfr. 

jufarrcn,  trb.  giel.  3nj.,  auf  bec  ivarre  ju  ettva6  i)\n  fahren  ob.  gu» 
füt)cen. 

jufaufen,  trb.  giel.  3»-,  faufenb  t)injufügen,  nod)  baju  faufen. 

jufcl)vcn,  trb.  gicl.  3«?.,  einem  ettra«  — ,  eS  ju  if)m  f)in  fef)ren  ob. 
reenben  (einem  ben  SHücJen  — );  bie  3u!el)r,  bai  3ufef)ren,  u.  baö  Buge* 
fe{)rt-  ob.  3ugeit)enbetfcin,  bie  Ovii^tung  ob.  »Hinneigung  (bie  3ufe^c  bii 
.^ergenS  gu  ©Ott). 

juteilcn,  trb.  giel.  3«.,  bucd)  cingefc^lagene  Äeile  gumadjen  ob.  Der* 
ftopfen  (ein  8od)). 

jufetten ,  ju^etteln ,  trb.  gicl.  3»m  mittelft  einec  .^ette  ob.  .Zettel  vec* 
fd)liepen. 

juEitten ,  trb.  giel.  3tp.)  mit  einem  .Kitt  äumad)en  ob.  uerfc^lief en. 

juElammertt ,  trb.  giel.  3».,  mit  Älammetn  t)etfci)liepen. 

4>e9fe'd  ^onbto^rtetb.  b.  bcutf^icn  ©p«.  2.  z^tiu  134 


2130  guftappett  —  jufommen 

iullapptn,  tth.  3tt).  1)  jteaofi  m.  fein,  flappenb  jufaUen  ob.  fic^ 
fd)ltefen;  2)  jicl.  etwa«  — ,  flappenb  ob.  mittelfl  einer  Maipi^i  jumadjen, 
r)etfd)ltefen. 

juftatfd^en,  trb.  jicUof.  u.  §{el.  3»,,  einem  — ,  nad)  if)m  5U  ob.  i{)m 
entgegen  flatfd^en;  einem  SSeifall  — ,  flatfdjenb  ju  etfenncn  geben  ob. 
3utf)ei(en. 

jufleben  ob.  lanb[(^.  gufteiben,  ttb.  gfel.  3».,  flebenb  ob.  mitteljl  eine6 
ÄlebecS  sumacf)en,  toerfdjliefen,  ftnn».  t)erf leben,  (ein  Sod^  — ). 

5uflei|iern,  tth.  jiet.  3».,  mit  Äleifiec  jumadjen,  t>erfdjliefen,  finn». 
Detfleijltecn. 

juficmmen,  trb.  jiet.  3w.,  «n  einanbet  Hemmenb  \)erfrf)liefen. 

jufUnfen,  trb.  jiel.  3»-,  mittelfl  ber  Älinfe  t)erfd)Iiefen  (bk  S^üc). 

juf nebeln,  tth.  jfel.  3».,  fnebelnb  ob.  mit  einem  Äncbcl  t)ecfd)liefen. 

jufnöpfen,  ttb.  jiel.  3».,  mit  einem  Änopfe  ob.  mit  .knöpfen  jumad)en 
(ben  9iocf,  ik  SBefle  ic.  — ;  f t^  — ,  f.  feine  Äleiber,  ben  SRod  n.  jufnöpfen; 
jugclnöpft  uneig.  f.  »etf^lcffen,  jurütf^altenb). 

gufnüpfen,  trb.  jiel.  3w.,  fnüpfenb  ob.  mitteljl  eineg  gefnüpften 
Änoteng  jumadjen,  «erfd^liefen,  finno.  jubinben. 

juf ommen ,  trb.  jieQof.  3».  m.  fein,  {alt^oÖ)b.  zuoqueman  f.  ]^in|u!om« 
mcn,  an!ommcn)  1)  eig.  ju  uwai  ^in  fommen  ob.  gelangen,  ge».  {)injus 
fommen,  (man  fonn  nid^t  gut  juEommen);  »on  ©od^en:  einem  — ,  5U  i^m 
fommen  ob.  gelangen,  tl)m  übnbta<i)t  ob.  überliefert  werben  (in  Sricf, 
bie  «ftadörid^t  ift  mir  jugefommen);  einem  etwa«  jufommcn  laffen  f. 
jufenben,  übermadjen,  mitt^etlen,  ah-  ob.  uberlalfen  jc.  (einem  einen  SBrtef, 
eine  ©d^rift  k.  — ;  if)m  ®elb,  fiebenSmittel,  Unterflö^ung  ic.  julommen 
laffen);  fccner  einem  ju  S^eil  ttjerben,  juftofen,  il)n  treffen  (e«  fommt  bem 
SOienfd^en  im  geben  mond^erlei  ju,  @utc8  unb  SBöfeS);  2)  einem  — ,  mit 
einer  ©  a  4i  e  als  ©ubject,  f.  ü.  w.  il)m  gemaf  ob.  eigen  fein,  gel)oren,  ge» 
jiemen,  gebü{)ren,  (j.  85.  e§  fommt  ben  .Rinbern  ju,  gu  gel)or4ien;  biefe  Älei» 
bung,  bicfer  Sitel  ic.  fommt  i^m  nid^t  ju,  b.  i.  er  i)at  fein  JRed^t,  feinen 
3Cnfprud(|  barauf;  id^  »erlange  nid^t  me^r,  al8  mir  jufommt);  3)  in  einen 
gett)iffen  3uflanb  fommen  ob.  werfest  werben,  »gl.  ju  etiraö  fommen; 
inöbef.  lanbf^f.  gem.  f.  empfangen ,  gefd^ivdngert  werben  (gew.  nur  »om 
aSiel),  j.  SB.  i)ii  ©au  ijt  jugeforamen;  bod(>  aud^:  bai  SJlä'bd^en  ifl  gugcfom» 
men);  SSadE.  t)tn  Scig  5ufommen  laffen,  b.  i.  ben  gcfäuertcn  Seig  tlc()cn 
laffen,  bl8  er  geborig  aufgegangen  ift;  nicbcrb.  aud^  f.  5ureid)en,  l)inreid)enb 
fein-,  —  bie  3ufunft,  o.SDt.  1)  (altb.  znochumft, zuokunft)  »lt.  f.baö^erju* 
ob.  vöeranfommen,  bie  2(nfunft  (bie  3ufunft  eijrifti  im  gleift^,  ob.  gum 
®eri^t,  b.  i.  bcffen  2i:uftreten  ob.  ©rfd^einung);  2)  (crfl  im  9leul)o4)b.;  alt« 
l)od^b.  fie^t  bafiir:  diu  chumftigi)  bie  fommenbe  ob.  fünftige  3«it)  ge».  al§ 
erfüllte  gebadet  b.  i.  mit  Inbegriff  ber  in  biefelbe  fallenben  Vorgänge,  entg. 
ber  8Scrgangen{)cit  u.  ®egenwart  (bie  3ufunft  ai|)nben,  »orl^erfe^cn  ic.;  ni^t 
für  bie  3ufunft  forgen;  einer  traurigen  3ufunft  cntgegenfel^en  :c.;  in  3u' 
fünft,  Ol«  9ltt).  f.  fünftig,  fünftig^tn);  jufünftig,  SSm.,  f.  o.  ».  fünftig, 
f.  b.  (altb.  blof :  churaftig,  künftec;  bie  jufiinftige  3eit,  ©prad^l.  iit 
gorm  beS  3eitttJorteö,  »eld^c  ik  3ufunft  ouöbrödft,  lat.  tempus  futurum),  ber 
3ufunft  angef)örenb,  in  bie  3ufunft  fallenb,  fünftig  gefd;e()enb  (jufünftige 
(Sreignijfe;  bas  3ufünftige  oor^erfagen  ic). 


5u!orfcn  —  gulaffen  2131 

ju!orf en ,  ttb.  jier.  3n>-,  mit  einem  ÄorE  üerfd)Iie§en,  jupfropfen  (eine 

3uEo|l,  n?.,  0.5m.  bie  Äofl  (f.  Äojl  2.)  ob.  <3peife,  weldje  man  ju  einet 
anbern,  tn«be[.  jum  gUtfdje,  genieft,  f.  d.  ».  @emüfe,  3u9emiife. 

5u!rampen,  trb  jiel.  3».,  mtttelfl  bet  Ärampe  (f.  b.)  äumad)en,  oec» 
fdjliefen. 

juf rieben,  ttb.  jiel.  3Wm  (»on  ftiegen  2.)  gem.  f.  bereirfen  ob.  ii  baf)tn 
bringen,  bafö  etwa«  ju9ef)c  b.  t.  oecfd)toff"en  «erbe  (?.  SB.  xd)  fann  bte  S^üc 
nic^t  jutdegen). 

3ufunft,  ;|ufünftig,  f.  unter  jufommen. 

gutai^cn,  juläd^cln,  trb.  iieltoj".  u.  jtcl.  3».,  einem  — ,  nac^  if)m  ju 
ob.  i{)m  entgegen  Iad)en,  iädjeln,  i()n  {ad)enb  ob.  lcid)elnb  anblicfen,  jinno. 
tl)n  anladjen,  anladjeln,  (auä)  uneig.  j.SB.  bo§  ®liid,  bic  J&offnung  ic.  ISt^elt 
tntr  ju);  einem  etwa«  (j.  SS.  SSeifatl)  — ,  lad)elnb  ob.  (adjenb  ju  er* 
fennen  geben. 

juladfen,  tr6.jicl.3».,  mit  ©iegel*  ob.9)?unbla^  jumadjen  (einen  SBrief). 

Zulage,  w.,  f.  unter  julcgen. 

jutallen,  trb.  jicttof.  u.  jtel.  S»-,  einem  — ,  nac^  i^m  ju  ob.  i^m  ent* 
gegen  lallen  (bai  Jlinb  loUt  ber  «Dlutter  ju);  einem  etvoai  — ,  laUenb 
jU  r'erftcl)en  geben  ob.  fagen. 

julangen,  trb.  3».  1)  iiellos  m.  ^aben,  eig.  ju  itvocii  f)in  langen  ob. 
reidjen,  lang  genug  fein,  um  eS  ju  erreii^en  (j.  95.  ber  ©tritf,  bte  ©tange 
langt  ntd^t  ju);  ge».  uneig.  in  gel)origem  5D'?afe  ob.  gelioriger  9}?enge  ju 
«tnem  3njccfe  tjorljanben  fein,  genug  ob.  l)inreid)enb  fein,  ftnno.  jureid)en, 
I)im-eid)en  (j.ö.  ba«  3eu9  langt  nid^t  ju  jumJtlcibe;  baS  ®etb  langt  ni^t  ju); 
fetner :  na(^  etroaS  langen,  b.  i.  bie  ^anb  banad)  au^ftcecf en,  um  eS  ju 
«el)men  (bei  Stfi^e  julangen,  b.  i.  ©pcifen  auö  ber  C^üfTcl  nel)men);  2) 
jiel.  einem  ettuag  — ,  eg  i{)m  mit  auggejlrecftec  ^anb  barceid)en, 
jtnno.  juteid)en ;  bet  Sulanger ,  »er  einem  (tvoai  sulangt,  bef.  ba«  «Rö* 
t^fge  Ui  einer  2(rbeit,  »gl.  J^anblanger;  julängltd),  Zw.,  ju  einem  3n?e(f« 
julangent  b.  t.  bem  SD?afe,  bem  ©rabc  ob.  bet  9J?enge  nad)  genügenb, 
finno.  [)in  anglid),  5urcid)enb,  l)inceid)enb  (5.  85.  mein  SSetmögen  ijl  ju  biefem 
Unternehmen  ni^t  julongli^ ;  julänglid^e  JCtäftc,  Äenntniffe  k.  ju  tttoai  be» 
p^en);  bie  3u(änglid)fcit. 

julaffen,  trb.  jiel.  3«).  1)  (altt)od^b.  zuolazan)  einen  ob.  etwag  — , 
jU  einet  ^erfon  ob.  «Sache  gelangen  laffen,  il)m  ben  3ugiing  ob.  Zutritt 
gejiatten,  (i^)  »urbe  bei  xi)m  ni^t  jugeloffcn ;  eö  barf  Sltemanb  jugclajfen 
»erben;  in  ber  23iet)5uc^t:  ben  3ud^tftter,  ben  Jpcngjl  ic  — ,  naml.  ju  ben 
itübc")  ©tuten  IC.  jur  Begattung);  2)  uneig.  etttia^  — ,  e«  gefdieben 
(ajjen,  nid)t  f)inbern,  rceit  man  es  ni^t  t)inbcrn  fann  ob.  will,  con  aUgemei« 
nerer  Seb.  u.  mel)r  ein  untf)ätigeS  ob.  leibcnbeö  23erf)alten  bejeid&nenb,  al« 
bie  [mm.  gcftatten,  werflatten,  erlauben,  (j.  fB.  ba«  !ann  iä)  nic^t  julaffcn; 
®ott  läift  man^cö  S5öfc  in  ber  SSSctt  ju;  au^  »on  ©ac^cn,  g.  S.  iä)  »erbe 
«ifen,  fobalb  ba«  SBetter  eö  juläfft);  2)  ctwa^  — ,  t)etfd}lof[en  laffen, 
itid)t  offnen  (bie  Sfjür,  bas  ^enjler  k.  — );  bie  Sulaffung  u.  (feiten)  bet 
Sutafä,  i)ai  Sulaffen,  in  ber  SSeb.  1);  bai  Sulafi? ,  lanbf^.  am  Slbcine: 
ein  3Beinmaf ;  suläffig,  SB».,  iraS  jugelaffen  b.  i.  geflattet  trerben  fann 
(bie  ©a^e  ifl  ni^t  juläfftg;  r.  n»ore:  juläfslid^);  bie  äuläffi'äfeit. 

134* 


2132  Sulaj!  —  jute^t 

Sulöft,  tt).,  (wa^x^äj.  cntfteat  au8  äuglaft)  lanbf(^.  6ef.  am  SRf) eine,  ein 
SBeinma^  oon  »tej:  S^m;  n.  X  ein  ©tücffafg. 

jutnufen,  trb.  3».  l)  stcUos  a)  mit  fein,  einem  — ,  ju  if)m  f)in 
laufen,  ftrf)  i{)m  (aufenb  nähern  (ber  Jg)unb  i|l  mir  gugefaufen);  {)evjus  ob. 
^ecbei  eilen,  ftrf)  eilfertig  bei  einer  ^erfon  ob.  an  einem  Orte  tjerfammeln 
(alleö  SSol!  lief  bem  Sßunbcrtf)äter  ju;  Ui  ber  ©c^logerci  liefen  ciele  9)Jenf<iöen 
gu);  uneig.  in  feinem  ßaufc  b.  i.  in  feiner  (Srfire(fung  eine  geroiffe  ©eflalt 
nnnef)men,  finn».  in  ettcaä  auslaufen  (5.  S8.  fpi^,  tiiti^Pf.  runb  u.  julaufen; 
ber  ©tab,  bic  SRÖ^re  zc.  lauft  fpi^,  eng  ic.  gu);  b)  m.  ^aben,  fortfaf)ren  ju 
laufen,  frärfer  ob.  fd)neüer  (aufen  (lauf  ju!);  2)  jici.  in  ®lagl)ütten  f.  eng 
julaufen  laffen  (ben  ^alS  eineä  QiJlafeö  — ) ;  ber  SuIiJUf ,  0.  «Di.  bag  3us 
laufen  b.  t.  bai  »^eräu^  ob.  »herbeieilen,  u.  bie  julaufenbe,  fi^)  eilfertig  oer« 
fammelnbe  CDZenge  felbfl  (3.  S5.  eö  «jar  bei  bem  SSorfaU  ein  großer  Zulauf 
öon  SWenfci^en;  ber  ^rebiger  le.  ^at  üiclen  3ulauf,  b.  i.  eS  laufen  i^m  Biele 
SiJienfd^en  ju). 

julegen,  trb.  3»-  (aftb.  zuolegjan,  zaolegen)  1)  jiel.  a)  einer  ^erfon 
ob.  <Sa<i)e  itwai  — ,  eS  ju  i()r  l)in  legen,  i(;r  beilegen,  ba^er  uneig.  fic^ 
(mir)  ema$  — ,  f.  anfd)affen  (ftd^  eine  grau,  ein  ^ferb,  einen  ©arten  ic.  — ); 
b)  etmag  ju  bem  bereits  S3or()anbenen  fegen  ob.  I^injufügen  u.  biefeS  iia- 
burd)'  t)erme{)ren  (j.  85.  hd  einem  ^anbel  ju  bem  Äaufpreife,  ob.  ju  ber 
SflSaare  ctwaö  — ;  einem  gu  feiner  SSefolbung  ittoai  julegen);  c)  burd)  etwa* 
S)ariiber;  ob.  Satiorgelegteg  üerfdjliefien,  jubecfen  (j.  33.  eine  ©rube  mit 
aSrettern  — ;  einen  SSrunncn  zc  — ),  aud^  f.  jufammenlegen,  5umad}en 
(einen  SBrief);  d)  burd)  Segen  ju  einem  getuiffen  Sn^ecfc  bereiten,  jured}t 
legen,  5urid)ten  (bie  3immerteute  legen  ein  ©ebaube  gu,  b,  i.  fie  richten  baft 
Simmerwerf  gum  3(ufric^ten  gu);  2)  gielloö  m.  ^aben,  a)  alt  u.  lanbfd^.  f. 
junet)mcn,  wadjfm;  h)  einem  — ,  »lt.  f.  Partei  für  i{)n  ne{)men,  il)m 
fceifte{)en,  {)elfcn  (baber:  ber  3uleger  f.  3(n|)5ngcr,  Reifer;  iie  3ulegung 
f.  Unterfiü^ung,  »5>ülfe);  aaä)  öon  ©ati^en  f.  l)elfen,  nü^en  (g.  S.  unre<;^t 
®ut  legt  ni^t  gu);  bie  Sulage,  1)  o.  2)1.  iai  3ulegen,  g.  85.  3immcrl.  bic 
3ufammenlegung  u.  SSergimmcrung  bc8  3immertt)er!eS  auf  ber  ©rbe;  2) 
^.  -n,  wai  jugelegt  ob.  hinzugefügt  iwirb,  g.  SS.  glcif^,  i>k  bem  J^aupt« 
flücEe  gugelcgtcn  SeiftücJe;  bef.  iraö  einer  Sefolbung  ob.  einem  ®e:^altc  guge- 
legt  wirb  (eine  @ef)altggulage;  um  3ulage  anhalten;  3ul<'9e  belommen); 
3)  baßjenige,  womit  cma^  zugelegt  ob.  gugebetft  wirb  (bU  3ula9e  einer 
JBrüde,  b.  i.  bie  obere  SSeberfung  berfelben.) 

äuleii)en,  trb.  giel.  3».,  etwas  — ,  leif)enb  f)in5ut{)un,  gu  bem  5ßor» 
(janbencn  ob.  bereits  ®eliel)enen  Hn^u  leif)en. 

juicimcn,  trb.  giel.  3w-)  niit  2eim  sumad)en,  oerfd^ liefen,  verflebcn. 

juleitcn,  trb.  giel.  3w.,  ju  einer  ^erfon  ob.  ©ac^c  l)in  leiten  (SBaffer  — ; 
einen  bem  3iele  — ). 

julcnfen,  trb.äw.  1)  giel.  ju  ctwaS  Ijin  lenfen  (bie  ^pferbe  bem  3:()ore  — , 
uneig.  einen  bem  ©uten  gulenfen);  2)  gieUoS  m.  ^aben,  feine  Otid()tung 
wol)in  nef)men  («jir  lenftcn  ber  ^taU  gu). 

julernen,  trb.  giel.  3w->  Icrnenb  ^in^ufügen,  mel)r  lernen,  ali  man 
bereits  wei^,  (er  i)at  üiel  gügelernt;  man  mufö  immer  guguternen  fud^cn). 

JUle^t,  9?».  ber  3eit  U.  Orbnung  (alt()0^b.  zi  lazost,  zi  lezzist,  zl  lezzest; 

oberb.  gelebt ;  »gl.  le|t)  über^.  gum  Ui^tm,  ganj  am  (Snbe  ob.  gum  58cs 


^uticben  —  gumifd)ctt  2133 

frf)(uf«,  entg.  guetft,  iniU].  I)  jettttd^  (j.  58.  ec  !am  jure^t  eon  2(Uen, 
b.  i.  am  fpätcften;  anfangs  wcUfe  er  nid)t,  luU^t  aber  muJTte  er  bodj  nac^« 
geben);  aui)  f.  jum  Uiittn  ^cile  (j.  S.  (jeute  rtcf)fl  tu  mfc^  jule^t);  2)  bit 
Orbnung  na^j:  a(i3  bec  ic.  U^U  ob.  ()intecjle,  finno.  äul)intevfl,  (j.  SB.  et 
ging  guttat  in  bem  3uge,  b.  t.  a(S  ber  I;interfle). 

juliebcn,  trb.  jiellof.  3».,  einem  — ,  olt.  f.  i[)n  fi-eunbdd)  ob.  liebfo* 
fenb  anreben;  au^  rücEj.  ftd)  mit  einem  — ,  f.  fid)  bei  iljm  beliebt  macf^en. 

juliöpeln,  trb.  jteUof.  u.  gtcl.  3«>m  einem  — ,  nad)  \t)m  f)in,  i!)m 
entgegen  (i^peln  ;eincmcttt>ag~,  liSpelnb  fagen  cb.  5U  oer  jle(;en  geben. 

Biille,  tt).,  f.  3iUc. 

jullen  ob.  julpen,  gteßof.  3w.,  obetb.  gem.  f.  fangen,  bef.  am  ©auga 
läppen  ob.  ;58cutel,  ntebcrb.  lutfrfjen;  bec  Suller,  -g,  ob.  3u(p,  -eg,  f. 
bcc  (Sangtappen,  ©aug-  ob.  3niferbc'.ite(,  woran  man  !(eine  Äinber  faugen 
läfff,  audj :  @d)nuller,  nteberb.  Sutfd^er,  2utfd)beutel. 

5Ul5tl)en,  trb.  gier.  3>f.,  Iö'tf)enb  ob.  mittelfl  eine«  Sot^cS  oecfc^nefen. 

jumarf)en,  trb.  3io.  1)  giet.)  ttmai  — ,  mad)en  bafö  e§  jn  b.  i.  ge» 
fd)lojyen  fei,  fiuno.  fd)lie^en,  aUgcniciner  JCuSbrud  für  alle  2Crten  bcS  SSer^ 
fc^tic^enö,  cntg.  aufmalen,  öffnen,  (j.  35.  ein  2oä)y  bii  S()ar,  bo8  J^auS, 
einen  SSrief,  ben  StocJ  u.  — );  hätten»,  f.  jurid^ten,  juced^t  madjen  (ben 
Ofen:  — ,  gum  ©djmclgfn  in  «Stanb  fc^en);  2)  rüctj.  oberb.  fid)  bei  ei» 
nem  — ,  f.  beliebt  niad}cn  (fr.  inftnuiren);  3)  gieUcS  m.  Ijabcn,  gem.  f. 
foitfaf)ren  ju  mad^en  ob.  t{)ätig  ju  fein,  eilen,  finno.  fortmadjen  (madje  gul). 

gumaf,  dlw.  lt.  93b>tJ.  (tntjl:.  auS  »gu  bcm  50iatc,  gu  SOialc«,  »gt.  SDlal  1.), 
urfpr.  u.  etg.  jut  3vit  (bai)er  atttjod^b.  "«  ze  male,  nun  gumal  b.  i.  jc^t; 
ogl.bagumal  f.bamale);  bann:  ju  gleid^er^cit,  jugletri),  Qufeinmat,jufam* 
men  (mittcl().  ze  m51e;  Äangt.  unfer  gnäbigftcr  unb  gumal  crnfllt^cr  SefcI)Uc. 
»gl.  ailgumal  f.  alte  gufammen);  bat)er  über!;,  in  6in§  änfammengefafft: 
mittcU;.  (zemitl)  f.ganjunbgar;  ic^tgcm.f.ücrjüglid),  üorjugöireife,  ganjbe« 
fonberö  (g.  S.  jeber,  gumal  ein  junger  SOlcnfd),  mu[6  tfjatig  fein;  mand(!C 
SRetaUe,  gumal  Qifcn  uno  Äupfcr,  ftnb  fei)r  ml^l:^) ;  bef.  in  SScrfcinbung  mit 
nadjfolgenbem  ba,  u.  auoti  of)ne  ba,  als  begrünbcubeS  gu;;c.-t)ort  juc  üerftar* 
fenben  (Einleitung  eine>J  25en?eggrunbcg  (g.  S.  it^  meiste  i^m  gern  Reifen, 
jumal  (ba)  er  mein  grcunb  ift  :c.). 

Sumann,  m.,  ^.  ^manner,  olt.  f.  S3ei-  ob.  9?ebenmann,  $Seifd)lafec 
(ft.  eiciöbeo). 

jumaucrn,  trb.  gicl.  3».,  mauernb  ob.  mit  5Q?auerwerf  ticrfi)negen. 

gumeifi,  91».  (altb.  zi  meist,  ze  meist;  »gl.  meifl)  f.  c.  w.  jum  meijlen, 
am  meijlen;  mdfr  ob.  meifren«;  vor^iigltd),  üorjug^treife,  \)0cnel)mlid). 

jumengen,  trb.  gicl.  3tt>-.  <*inec  ®ad;e  i^at)  itwai  — ,  mengenb  f)in* 
guttun,  bavunter  mengen  (g.  58.  bem  ^afcr  ^öifel  — ). 

jumeffen,  ti-h.  giei.  3».,  einem  ttma^  — ,  e6  in  feiner  (SJegenroatC 
meffen  u.  il)m  übergeben  ob.  sutheilen  (einem  ®etreibe  — ;  bem  ©(^neibet 
3eug  gum  Äleibe  — );  fn  weiterer  JBeb.  überl).  nad)  genau  befümmtem 
5DZa0e  jutljeilen  (j.  S8.  Scbcm  feine  "KtUit  — ;  uufere  SebenSgcit  ifl  un« 
jugemeffen);  feiten  f.  beilegen,  jufdjreiben,  sured)nen,  ge».  beimeffen  (einem 
ba«  Oef^e^ene,  bie  ©(Jjulb  jc.  — );  bie  3umeffung. 

äumifd)en,  trb.  giei.  3».,  einer  ©ad)e  (®at.)  etwas  — ,  mifdjenb  ^in* 
jut^un,  bacuntec  mifdjen,  finno.  beimifd^en  (bem  SBetnc  aBajfer  — ). 


2134  Sumpel  —  ernten 

Sum^el,  ra.,  -8,  9)?.  tx>.  G.,  (ogl.  3umpf)  1)  lanbfc^.  f.  etwai  fd)lQff 
.^erabf)an9enbe§,  bef.  ein  abserijyener  ge^en  ob.  Sappen  an  einem  ÄUU 
bung«jiü(fe;  2)  [d^iceij.  f.  ein  ©nfaltöpinfel;  jumpeln,  jieaof.  3».,  lanbft^. 
gem.  f.  nad^lä'fffg  fd)(eppenb  ob.  fd)trerfd'(Iig  ^ei)en  ob.  traben;  —  baS 
äumpelfifd^lein ,  lanbfd).  f.  bec  Hdne  SBcif fif<^  ob.  ufetei. 

3um^f,  m.,  -en,  CO?,  -en,  auä)  bec  3umpfen,  Sumpfe!,  -6,  Wt.  ro.  (5., 
»etil,  bog  3ümpflein,  o»  u.  oberb.  f.  ta$  mannltd)e  ©lieb. 

jumpfen,  jietlof.  3n>-)  (»gl.  jimpeln,  jtmpecn)  lanbf<i().  f.  t)erfcf)ämt  tf)un, 
fid)  fittfam  jlellen,  fic^  jieten;  gumpfer,  jümpferlid^,  SB».,  f.  o.  ». 
jtmpeclid),  f.  b. 

jumutmeln,  tcb.  giettof.  u.  jiel.  3».,  einem  — ,  nad)  if)m  f)in,  tf)m 
entgegen  murmeln;  einem  etwng  — ,  murmelnb  fagen  ob.  ju  tjerjle^ 
f)en  geben. 

gumut()en,  trb.  jieU  3»»»  (entjl.  OUS  bem  mittel^,  eines  dinges  zuo  einem 
muoten,  b.  t.  tf)m  fein  SSertangcn  bana^  ju  erfennen  geben,  eS  öon  itjm  be« 
gelten;  »gl.  mutt)en  unter  SJZutt)  1.)  einem  etmaä  — ,  bege{)ren  ob. 
auf  irgenb  eine  5Beife  tai  SScrlangen  ju  erfennen  geben,  bafg  er  ettt)ag 
t^ue  ob.  teijle,  »al  if)m  unlieb  ob.  bcfc^njcclid),  unb  »ag  man  ju  forbecn 
nid^t  befugt  ijl,  ftärfec  aU  hk  ftnno.  Qnmut{)cn,  anfinnen,  (ba§  fann  i^  i^m 
nid^t  jumut{)en;  er  mutf)ete  mir  ju,  hxt  "KtUit  für  if)n  ju  übernet)men);  bie 
3umutl)ung,  1)  o.  «Oi.  ba^  Bumut{)en;  2)  M.  -en,  n?aS  man  einem 
jumut^et  (j.  SB.  »erfc^one  mi(^  mit  folc^en  3umut{)ungcn). 

junäd)!!,  9^».  u.  Sß».  (ogl.  natje,  näijl),  über^.  aig  ber,  bie,  baS  nadifte, 
ganj  na{)e  nad^  SRaum,  3eit  u.  Ötbnuug,  inöbef.  1)  als  9?».  (j.  SB.  er  faf 
junä(i^jt  bei  mir;  er  !am  gunä(!^|l  mä)  mir;  er  tt)of)nt  !)ier  junäd^jl:;  »ir 
f)aben  junS^fl  golgenbeS  ju  betrad^ten,  b.  i.  unmittelbar  na^  bem  fo  eben 
SBetrad^teten);  aud^  f.  suecp:,  juwötberf!  unb  t)0  r^üglid}  (5.  SS.  man  ben!t 
junäd^jt  an  fid^,  bann  erjl  an  2fnbere;  biefeö  ^ort  bebeutet  iunä(^jl  unb 
eigentlid^  u.  f.  f.);  2)  olä  SSro.  mit  bem  2)ot.,  welcher  fowo^l  nad()»,  aU 
gew.  öorangefe|t  wirb,  in  unmitteibater  5'Zdt)e ,  gew.  nur  bem  SRaurae, 
feiten  ber  golge  ob.  Orbnung  nad^,  finno.  nad)fl,  (5.  SB.  bet  ©arten  liegt  ju» 
nSd^fl  bem  Jg)aufe;  er  faf  mir  juncid()ft). 

gunageln,  trb.  jiel.  3w.,  nagelnb  ob.  mit  eingefdjiagenen  5?dgetn  jU- 
madjen  ob.  tjecfdjtie^en  (eine  Äijle  it.);  bie  3unage(ung. 

gunal)en,  trb.  jieUof.  u.  rüc!}.  3w.,  feiten  f.  nat)cn,  nci()ern,  annäf)ern. 

5Unäl)en,  trb.  jiel.  3w.,  nci^enb  sumadjen  ob.  üerfd^liefen  (einen 
m\i  lt.). 

3una|)me,  w.,  f.  unter  june^mcn. 

äuname  ob.  b.  Zunamen,  m.  (f.  Sf^amen)  1)  ber  ©efdjlei^tg-  ob.  Fa- 
miliennamen einer  'perfon,  föfern  er  bem  93or»  ob.  Saufnamen  I;injugefügt 
wirb;  2)  f.  ».  w.  SSeinamen,  f.  b. 

junafen,  trb.  rüc!j.  3w.,  ^üttenw.  »bie  ^^ocm  nafet  fid)  ju*,  wenn  r« 
an  ber  9lafe  (f.  b.)  burd^  ©c^larten  oerjtopft  wirb,  fo  bafs  ber  SBinb  au« 
bem  ®eblafe  nid^t  burd)|treid()en  Jann. 

jÜnben,  3w.  (altt)0d()b.  zuntjan,  zuntön,  Euadea ;  mittel^,  zünden,  ^rSt. 
zunte;  oberb.  jünben,  9Äw.  gejünbet  u.  gejunben;  got^.  tindan,  tand  ic.  u. 
tandjan,  jünben,  anjünben,  tundnan,  [lä)  entjünben,  brennen;  altnorb.  tendra; 
ongelf.  tendan,  engl,  tind  u.  tiaej  —  SOS.  zant,  tand,  oieUeid^t  =  lat.  cand 


Sunben  2135 

{n  candere,  glänjen,  ö'ö^«";  candela,  Jtetje;  in-cendere,  anjunben;  egl.  bai 
iil&ttb.  kinda,  engl,  kindle,  baiv.  fcnben,  Eünben  f.  onjünben,  Fjefjtn  zc.)  1) 
jiet.  brennen  raadjen,  in  SScanb  fe^en  (ogl.  anjunben,  entjünben),  öu^i  o^ne 
3teln).  (bU  Bombe  ^at  gcjönbet);  2)  jteUoö  m.  f)aben,  a)  J^euec  fanden, 
in  Scanb  9eratf)en,  entbrennen  (bcc  naJTe  3unbcr  aiU  nidjt  jiinben);  b)  alt 
u.  oberb.  f.  leud)ten  b.  i.  mittelfl  eineg  ^in9c{)altenen  ßidjteö  ^eüigfeit 
verbreiten  (trgenbwofjin  — ;  einem  b(e  Äceppe  Ijinob  — );  —  3[et-  ba^ 
3ünbfclt),  baö  8obenflüd  einet  Äanone  ob.  eine«  SÄöcfer«,  wjorin  ba«  3änb» 
lodö  bcfinbltc^i  ifl;  bai  Sünbljüljc^en,  mit  ©d)tpcfet  ob.  anbetn  leicht  ent» 
jünblit^en  ©toffen,  ali  ^(jogp^oc  ic,  beftcic^ene  Jpölg^tn  jum  geuetmac^en 
mittclft  eineö  geuecjeugcö,  ob.  a\x(i)  buxä)  blo^ee  ©treiben  auf  einer  raupen 
gläc^c  (6ttei4)iiinbf)ölj(i^en);  baS  3ünbt)ütc^cn,  eine  fleine  ftngectjut« 
förmige,  mit  einer  ÄnaUmifc^ung  gefüllte  Ble^l)ülfe,  »el4)e  auf  bie  C$(^taube 
(baS  ^iftill)  eine«  ©(^lagfi^^lof«?  (^etcufficn«-)  Qiimti)u€  gefegt  buri  ben 
barauf  f^lagenben  f)amraerfönjiigen  ^af)n  §erquetf(^t  »itb  unb  fo  bie  gabung 
entjünbct;  ber  Sünbfein,  ein  fleine«  metallene«  3lHf)X(i)in,  ntlä)ti  au«  bet 
3ünbpfanne  in  ben  Sauf  eine«  geuergeire^r«  gef)enb  ba«  3ünblo4)  bilbet;  baS 
Sünbfraut  (f.  Jeraut  2.),  ©d^iefpulocc;  aut^  eine  au«  ©4)ief pulset  bereitete 
aRajTe  2U  geuerwetfen,  auc^:  3unbpulcet;  bie  Sünbfugel,  mit  gcuer 
fangcnbin  ©toffen  angefüllte  Äugeln  gum  2(niünben  üon  (»ebäubcn  :c.,  JBtanb* 
fugeln,  Comben,  dtanaten  ic. ;  bai  3ünt)lod^,  ein  Codi;,  bur^»  rttläjti  ^in» 
butc^  tttoai  angeiönbet  wirb,  j.  iß.  in  einem  Äo^lenmtilet;  in«be[.  bie  Öffnung 
in  ®ef((ü(ien  u.  geuetgen>el)ten,  butdd  tceld^e  bie  Sabung  in  SStanb  gefegt 
»itb;  bie  äünbnabel,  in  ben  (1832  etfunbenen)  3ünbnobelge»eI)ren 
eine  ettoa  5  3otl  lange  ftäl)lerne  9label,  »eld^e,  bur^l  (ine  SSortic^tung  mit 
©ewalt  in  bie  3ünbmaJTe  geftopen,  bie  ffintjünbung  be«  ^uloetS  bewitit;  bai 
3ünt>papier,  yapiec  jum  geuermad(jen  ob.  }um  2(njünbcn  j.  SB.  bet  Sabact«? 
pfeife  (gibibu«);  aud^  mit  einet  c^emifd)en  5Jiif(i^ung  beflrid^ene«  ^apiet,  ba« 
bur4)  ©treid^en  geuer  fangt;  bie  3ünbpfanne,  f.  Pfanne;  bie  3ünbröl)rc, 
f.  u.  3änber;  bie  3Ünbrutl)e,  f.  ».  w.  bet  Suntenfloct,  f.  b.;  bet  3ünb:' 
fc^n)amm,  geuetfd^mamm;  bie  3ünbjlange,  bei  ben  Äo()lenbtennetn :  eine 
©tange,  mitteljl  beten  bet  50ieilet  butdj)  ba«  3änblodö  in  JBtanb  geftedt  »itb; 
ber  3ünbjlri(f,  f.  d.  ».  bie  Sunte;  bie  3ünt)n?Ut|l,  ein  mit  ^uloet  gefüUter 
©d()lau(^  jum  Jfnjünben  einet  SOline;  —  2fbleit.  jünbbar,  S».,  voai 
geiünbet  werben  fann,  gew.  entjiitvbbar;  ber  3ünbel  ob.  3unbel,  -ö, 
(altb.  zuntil,  zündel)  alt  u.  obetb.  f.  3unber;  jünteln,  jieOof.  3»-,  obetb. 
f.  mit  £idE)t  ju  tf)un  Ijaben,  fpielen  (bef.  »on  Ätnbetn);  bet  3ünber,  -«, 
SO?.  tt>.  6.  (alt^oc^b.  zuiidare)  1)  HJcr  etipaS  äiinbet,  oniünbet,  in  SSranb 
fefet;  au(^  ein  SBerf jeug  ob.  ^xtUU  ttvoai  in  SSranb  §u  fefeen,  in«bef.  bti 
ben  geuetwetfern:  eine  mit  ^uloet  gefüllte  Slöi^re,  »el^ie  bi«  ju  bet3ünbmofTe 
geleitet  ift,  auc^:  bie  3ünbtöf)te;  obetb.  aixd)  f.  3unber;  2)  trag  ange* 
jünbet  u.  gebrannt  merben  foU,  inöbef.  bet  nod^  nid^t  cöEig  aufgefegte  Jto^« 
lenmeilet;  ^üttenw.  b««  a5tennl)olj,  um  weld^e«  ba«  ju  töflenbc  Stf  ok. 
©eftein  geflürjt  wirb;  3)  oberb.  f.  ?eud)ter,  Äerjenleudjter;  4)  lanbf^. 
(aud()  3unber,  3unbel)  bie  unter  bem  Rammet  uon  bem  glii^enben 
ßifen  abfpringenben  2!f)eild)en  (»al)tfd^.  au«  ©intet,  oltb.  iinur  ent» 
ftellt;  f.  ©intet  2);  bet  3unbcr  1.,  -8,  ^.  (nur  »on  mehren  Arten)  W.  Q. 
(alt^odd^.  diu  zuntara^  zaatra,  zuadera;  mittel^,  der  zuuder,  aüÖ)  zündel; 


2136  Sunbec  —  Sunft 

obcrb.  aucd  3ünbet,  3unbe(,  3ünbe(;  altnotb.  tundr;  ongclf.  tyadra, 
tynder,  engt,  tinder;  niebcrb.  Sutibct),  übixi}.  feuecfongenbec  u.  jum  geuet* 
anmadjen  bienenbct  Stoff,  be[.  in  gebrannten  leinenen  Cumpen  (Sumpen» 
ob.  S  a  p  p  e  n  s  u  n  b  e  t),  ober  jubeceitetem  a5aumf(]^»amm  (©  4l  w  a  m  m  j  u  n» 
ber,  ^ünb»  ob.  geuerfd^wamm),  ob.  a\xä)  faulem  SSu^enl^otj  bejlet)enb;  uneig. 
f.  bie  Urfadje  ob.  SSeranlaffung  üon  ßreigniffen,  ^anbtungen  :c.,  welche 
»egen  be§  »erbecblid^en,  gecliörenben  Umjid^greifenö  mit  einem  geuer  occglid^en 
»erben  (ber  3unber  beä  J&affeö,  ber  geinbfd^aft,  eine§  aaSbrec^enben  Arie« 
geö  :c.);  lanbfd}.  au^  f.  ».  ».  ßönbec  4);  ber  Sunberbrenner,  tt)ec3unbet 
aus  ßumpcn  brennt;  bie  3unberbu(^fe,  SSüc^fe  jum  3(uf6en>a^ren  beö  ßun» 
berS;  baS  3unt>ererj,  ein  braunrot^eS  blätterigem  ©ilbercrj ;  ber  Sunber* 
fd^njamm,  aSoumfd^ttjamm ,  au6  welchem  man  ©d^wammjunber  bereitet; 
junbertt ,  jieUof.  3«?.,  oberb.  f.  3unberfc{)roamm2  fammeln. 

äunbev  2.  t».  ob.  m.  (?)  oberb.  l)bie  2(ipen!iefer  ofe.  ber  ^rumm{)olj? 
bäum,  au^ :  bcc  ßunberbaum ;  2)  bie  2((penrofe. 

junel^men,  trb.  3».,  (altfjoc^b.  zuoneman,  nur  in  ber  S8eb.  annc()men, 
|t(^  aneignen)  1)  jiel.  feiten  f.  ^inju  ob.  baju  nef)men  u.  baS  SSor{)anbene 
baburd)  t)erme^ren  ob.  »etgcofetn  (iät  muf§  no^  ctroai  8unel)raen);  gew. 
nur  beim  ©triefen:  bte  ^al)l  bcc  Wla\<i)m  t>erraef)cen,  mefjr  ajiafc^en  auf» 
nehmen,  meift  o:()ne  3!eltt'")  «ntg.  abnehmen;  2)  jteQoS  m.  Ijaben,  üer» 
m«()tt  ob.  üer^tof  ert  tvcrben  an  9}?enge,  2(u8bel)nun3  ob.  Umfang,  Sauer, 
innerer  ©td'rfe  ic,  allgemeiner  als  bie  finno.  raadjfen,  gebeif)en,  cntg.  ah' 
nehmen,  (j.  58.  bie  3al)l  ber  (5intt>ol)ner  nimmt  ju;  ein  SOIenfc^  nimmt  ju, 
wenn  er  flärfcr  ob.  biiier  wirb ;  ber  9Jlonb  nimmt  ju,  i|l  im  3une^men,  ber 
guneijmenbe  SOionb,  entg.  bem  obntt)menben;  bie  Sage  nei^men  ju,  b.  i.  werben 
länger;  bie  .^ii^e,  \>k  Ää'lte  :c.  nimmt  gu;  bie  Äran!()eit,  iai  gttber  l^at  ju* 
genommen);  an  einer  ©ad}e  — ,  b.  i.  me{)r  baüon  erlangen,  baran  reidjer 
ob.  ftd'rfer  merben,  readjfen  (g.  SS.  on  Gräften,  an  Äenntniffen,  an  S3er= 
jtanbe  jc.  — );  in  einer  ©ac^e  — ,  b.  i.  in  i^rem  SSereidje  ob.  ©ebiete, 
in  ^infi.d)t  auf  biefelbe  (j.  SS.  in  ber  SEugenb,  im  @uten  — );  bie  3unal)me, 
0.  SR.,  baS  3une^men,  in  giellofer  Seb.,  i)a^  ©ro^er*  ob.  ©td'rfernjerben, 
ftnno.  5Bad)«tf)um,  3unjad)ö,  entg.  3Cbnal)me  (j.  SB.  bie  3unal)me  beö 
JßcrmSgcnS,  ber  Ärofte,  ber  Äranfl)eit  k.;  aud^:  i)k  3una$me  on  Vermögen, 
an  Gräften). 

juneigen,  trb.  3tt>-,  1)  jiel.  itwai  einer  ^erfon  ob.  <Bad)e  — ,  eä  ju 
i^r  f)in  neigen  (f.  b.);  2)  rüctg.  fid;  einem  — ,  ftd)  if)m  annäf)ecn,  bef. 
»on  ber  Stiftung  be§  ®emüt^6:  S^leigung  ju  i()m  empftnben  u.  dupern, 
i()m  geneigt  ob.  gewogen  werben;  fid)  einer  ^ad)^  — ,  O^eigung  ob. 
^ang  ba^u  i)aUn  u.  jeigen  (g.  SS.  ftd^  bcm  SSöfen  — ) ;  bie  äuneigung, 
0.  «01.  1)  feiten  f.  baö  Zuneigen;  2)  gm.  f.  baS  3"geneigtfein  ob.  @id)* 
juneigen,  bie  üerlangenbe  unb  j»oi)ln)ol(enbe  9vid)tung  beö  @emütc)8 
JU  einer  ^erfon,  me^r  al«:  ^f^eigung,  ®eneigt()eit,  weniger  alS:  ßiebe, 
entg.  3tb neigung  (gro^e,  lebhafte  3uneigung  gu  Semanb  ^aben,  fü()Un, 
äußern  ic). 

junefJeln,  trb.  jiel.  3».,  bef.  obevb.  mit  ^i^efteln  (f.  b.)  jumad)en,  gu* 
binben,  jufdjnüren. 

3unft,  W.,  50?.  3unfte,  (alt^Od^b.  zumft,  zumfti,  gizamft,  b.  {.  foiro^t 
JBerein,  al«  Ubeteinfunft,  SBertrog;  mittel^,  zunft,  zumft,  auc^  f.  bae  ffieji«« 


Sunge  213T 

menbc,  bte  ©c^idtfd^feit ;  oberb.  3utnft,  3iimpft;  Don  reman,  zam  jc.  b.  i. 
urfpc.  convenire,  jurammcnfommen,  pafftn  jc;  f.  steinen  u.  »gl.  ja()m  ic; 
trie  kuuft  (2(n',  3ufunft  ic.)  oon  queman,  fommcn,  numft  (ffletnunft)  oon 
neman,  net)men  K.)  urfpr.  üOerf).  ^ufammenfunft,  SJerfammlung,  baljec 
i^tm.  eine  ©efammtf)eit  t»on  SO?enfd)en  einer  ^Crf,  ein  @tanb  (j.  SB.  bie 
3unft  bec  3unggcfcUen,  bie  SBSeibec«,  ©ic^tcc?,  ©^etmtnjunft):  in  engerer 
Scb.  ein  SSercin,  eine  2}crbinbun3  ju  gemeinfdjaftHdjen  ßroecfen,  «ine 
gefd}(of[ene  ^(bt^eiding  bei-  bürgcrlidjen  ©efellfd^aft  (j.  S.  eine  ®c(e()rten» 
junft,  fr.  gatuttät;  bie  f^Sc^reiberiunft;  ef)em.  bie  gütterjunft  ju  Äöln 
u.  bgl.  m.);  gcro.  in  engjter  SBeb.  eine  Dorn  ©taat  genef)mi9te  Äi3rperfd)aft 
»on  v^anbtvecfern  ob.  ©etDcrbtreibenben  einer  2ivt  unter  [elbftgen?cii)lten 
Sßorjle()ern,  6ef)ufö  bcr  Jfuöiibung  u.  Verbreitung  ii)tii  ©ercerbeS  nac^  gercifTen 
Siegeln  mit  ber  iBcfugnifö,  alle  anbern  ^erfoncn  oon  bicfem  ©ewcrk  in  bem 
aSejirfe  ber  3unft  auSjufdjlie^cn,  btf.  ol6  2(6tt)eilung  ber  Sürgerfdjaft  bctracl}' 
Ut,  ftnnt).  Innung,  öilbe,  3e-l)«)  oon  bePimmterer  Scb.  ale  ©enoerf  (in 
eine  3unft  aufgenommen,  auä  bcr  3unft  gejio^en  rcerben;  bie  ©c^miebe», 
®(%(offer=,  ©(feneibcr?,  ©d^ujtcrjunft  jc  ;  bie  alten  3ünfte  jtnb  jeßt  meifl  auf« 
Qi^obitif  u.  bafur  i)l  bie  ®cttjcrbcfreil)fit  cingcfü^irt  werben);  —  3fe6-  bec 
Sunftbricf,  bie  ©tiftung§=  ob.  55rei^eitö^Ur?unbe  einer  J^anbwerferjunft;  bec 
3unftgei{^,  bcr  in  einer  3unft  ob.  einem  gef(|lofTenen  SBerein  ^errf^enbe 
befc^iränfte  ob.  ©onbcr»®eiff,  entg.  bem  ©emeingeift«;  junftgemä^,  Junft* 
mäpig,  S5nj. ,  einer  gefd^loffcnen  3unft  gema§  ob.  bamit  übereinftimmenb, 
nad)  Uxt  einer  3unft;  bec  Sunftgenofö,  ba§  3unft9lieb,  ein  ©enofe,  «Kit« 
9«eb  einer  3unft;  bag  Sunftgefe^,  9??.  bie  Bunftaefefee;  bec  3unftl)err, 
ein  einer  3unft  »orgefcfeter  9tat^6l)err,  ou(^ :  bec  Sunftmeijler;  bie  äunft» 
orbnung,  ber  Snbegriff  ber  ©efe^e  über  meiste  unb  ^fli^ten  bcr  3unftge» 
noITcn;  ba6  3unftred)t,  baö  Siedet  eine  3unft  ju  bilben;  aud)  f.  d.  ».  bie 
3unftorbnung;  bie  Sunftüerfaffung ;  bie  3unftt)erfammlung;  bec  3unft* 
Oewantte,  f.  o,  ».  3unft3cnofö;  bec  3unftjroang,  ber  ben  QJetrcrbtrei« 
benben  burd^  bie Sunftcerfajfung  aufgelegte  3«t>ang;  —  Äblett.  bec  Sünfter 
ob.  Sünftler,  -g,  Wl.  vo.  (5.,  lanbfc^.  f.  fU^itgtieb  einec  Sunft,  Sunftge- 
nof«;  jünftig,  »w.  (baö  oltb.  zumftig,  gizumfti?  ^ci^t:  burc^j  »ertrag 
cerbunben  ob.  bcftimmt)  1)  eine  3iinft  bilbenb,  3unftred)t  t)abenb  (ein 
jünftigeö  .^anbrnerf);  2)  ju  einec  3unft  ge()b'cenb  u.  bncin  gegcünbet;  bi« 
äünftigfeit;  künftigen,  jiel.  3».,  5«eu».  f.  jünftig  mad)en,  in  «ine  3unft 
aufnel)men. 

3ungc,  it>.,  9)?.  -n,  SSerlt.  baS  Zünglein,  gem.  Bungeld)en,  (altf)0(^b. 
Bunga,  mittelt).  zunge.  obcrb.  bie3ungcn;  gotl).  tuggö,  altfSc^f.  angelf.  attnorb. 
tunga,   nicbccb.   Sunge,   l)0U.  tonge,   engl,    tongue;   =   altlQt.  dingua,   bann 

lingua)  1)  eig.  bec  platte,  beiveglid)«  gleifd)föcpec  in  bec  ^mW6i)U  bec 
(Dlenfdjen  unb  Zi)'mi  (j.  53.  D^jfen«,  Äalbs«,  ©4)wein6jungc  jc),  baS 
v^auptmerljeug  beö  (^efd)marfij  (ba^cr:  eine  feine  3unge  ^aben  f.  fein 
f^imccfen)  u.  bei  bem  «mcnfdjen  bn«  oocjüglidjfrc  SBecfjeug  bec  <Spcad)e 
(bal)er:  eine  fd()wece,  bewegli^e,  geläufige,  bccebte  3ungc  t)abcn;  einem  Äinbe 
bte  3unge  löfen,  b.  i.  baS  §u  lurge  3ungenbanb  burc^f(%nciben ;  uneig. 
einem  bie  3unge  löfcn,  b.  i.  x^n  jum  freien,  rüctljaltloftn  ©predjen  bringen; 
mit  boppelter  3ungc  rcben,  f.  boppeljüngig;  fein  ^crj  auf  ber  3ungc  ^abcn, 
b.  t.  offen  auefpre^ien,  ma^  mon  fü^lt  unb  benit;  «g  f4>»ebt  mir  ouf  ber 


2138  Sunge 

Sunge,  b.  i.  es  Hegt  mir  tm  ©inne,  ^^voiht  mir  üor,  o^ne  bafs  td(f  «*  äugen» 
bltctli^  augjufpred^en  oecmag;  feine  3unge  tm  3aume  l^alten;  mit  bec  3unge 
fünbigen;  Semonb  über  bie  3unge  fptingen  laffcn,  gem.  f.  ii)n  »ecleHmben; 
eine  böfe,  [d&arfe  jc.  ^unge  l^aben,  b.  i.  gern  Slad^tl^etligeg  üon  3tnbern  «ben, 
fie  f(i^arf  beutt^jeilen  ic);  alt  u.  bi4)t.  aud^  f.  bie  «Sprache  felbjl:  (»gt.  baS 
lat.  liogua,  fcanj.  langue  jc.),  bef.  bte  ei^entt)ümüö:)t  (Spred[)n)ftfe,  5ßolf6» 
ob.  SanbeSfprad)«  (mit  ob.  in  fcemben  3ungeH  teben,  bibU  au^)  blo^:  mit 
3ungen  teben,  b.  t.  »ecfd^iebene  ftembe  ©pca(|)en  fpced^en;  bie  IBibel 
in  met)ce  3ungen  öberfe^en);  e^em.  aü6)  bie  @efammtf)eit  beter,  bie  eine 

^pvaÖ:)i  fptedjen,  SSolf  (Station),  Sanb,  {mitUlf).  vob  einer  zungen  ze  der 
audern  g^n;  SKaUefet  =  SRitter,  Sefuiten  ac.  beutf(!^er,  Ȋtfcfter  2C.  3unge); 
2)  in  weiterer  u.  uneig.  SBeb.  t)etfd)iebene  einer  3unge  an  ©eflalt,  SSeweg» 
lidjfeit  2C.  af)nlic{)e  Äorper  ob.  Äocpertf)eiU;  insbef.  eine  l?anb;  ob.  (Srbs 
gunge,  [.  b.;  eine  Tivt  ©djoüen  ob.  ^lattftfd)«,  au^:  ber  3ungenfi[(l() 
(nieberb.  Sunge);  bie  ^unge  ob.  tai  Sünglein  einer  SOßage,  b.  i.  ber  in 
ber  aRitte  beg  SBcgebalfenS  ongebra(J^tc  beweglid^e  3eiger;  bie  3unge  einer 
@d)naUe,  f.  ».  ».  ber  jDorn  b.  i.  ber  bewegli^ie  fpi$e  Zi)tH  berfelben;  ganbn». 
bai  fd)male  ^oij  am  Pfluge,  an  roclc^eä  bie  ^flugwage  gelängt  wirb; 
©^iffb.  iebeS  feilförmige,  [pi^  julaufenbe  (gnbe  einc6  ^o(je« ;  ber  f^imal  ob. 
fpi|  julaufenbe  Si)eil  eines  ©egelS,  einer  gtagge;  ber  fürjere  Zi)tU  eine« 
jg>ebelS,  an  »eld^em  bit  8a^  angebra^jt  »irb;  ein  Zt)eii  on  bem  SOlunb|lflcte 
ber  pfeifen  «.;  SSergw.  ein  eifernes  aßerfjeug,  bie  abgebro^enen  Ctiirfe  eine« 
a5ot)rerS  aus  bem  SSo^rlod^c  }u  jie^en;  —  3feö.  ba^  Bungenbant)  ob. 
^bänbd^en,  baS  J^äutd^en  unter  ber  3unge,  bur^  welches  jie  mit  bem  Unter- 
üefet  oerbunben  ijl,  auci^i :  baS3ungent)äut^en,  «riem^en,  35umdi>en; 
baS  äungenbdn,  om  mittleren  Si)ei(e  beS  |)al[eS  liegenbe  Beine;  tai  iButl:: 
genblatt,  f.  ».  ».  3apfen»  ob.  3äpf4ienfraut  2),  and):  3ungenfraut; 
ber  3ungenbud^jlabe  ob.  4aut,  ein  ©prac^taut,  bei  beffen  ^eröorbringung 
»orjugti(^  bk  3unge  tt)ätig  ijl,  inSbef.  bie  burd(>  ben  £irud  ber  SBorberjunge 
gegen  bie3ät)ne  t)erüorgebra4)ten  Saute:  b,t,iic.,  a\xÖ):  3oi)nlaute;  ber  3un* 
genbref^er,  gem.  f.  ©d^»a^er,  ein  «Rebner  ber  met  unnufee,  leere  SBorte 
mo^t;  inSbef.  ein  sanJfad^tiger,  ranfeooUer  UnwaU  ob.  ©ad^waltet  (fr.  Sto» 
bulift);  ber  3ungenfei)ler,  l)  ein  »on  ber  3unge  ^errü^renber  get)Ur  in  ber 
3£u6fpra4|e;  2)  f.  ».  ».  3ungenfünbe;  ber  Sungenftfc^,  f.  o.  3unge  2); 
bie  3ungenform,  l)  bie  gorm  ob.  ®e(talt  ber  3unse;  2)  bei  ben  Drgel= 
bauern:  bie  gorm,  in  »eld^er  bie  3ungen  ber  pfeifen  gebilbet  werben;  jun* 
genförmig,  Bm.,  bie  ®eftalt  einer  3unge  ^abenb  (^ftanj.  ein  lungenförmige« 
Blatt);  jungenfrei,  Bw.,  bie  3unge  frei  laffenb,  nur  gebr.  »on  ben  3Äunb* 
pdten  ber  ^ferbegebiffe  (ein  jungenfreies  SWunbltütf  f.  ».  w.  ein 
offenes  ob.  gefröpftes);  bie  3ungenl)aut,  bie  .^^aut,  welche  bie  3ungc  um» 
giebt;  boS  3ungen^äutd)en,  f.  3ungenbanb;  ber  3ungent)elb,  f.  ».  w. 
bas  gem.  SKault)elb;  baö  3ungenfraut,  l)  f.  3ungenblatt;  2)  weites 
3ungen!rout,  bie  f leine  wei^e  .^auSwurj  (sedum  album  L.);  ber  3ungen< 
frcbä,  Äreb«  oii  ber  3unge  (f.  ÄrebS  2);  aud)  eine  SOlunbfäule  be«  «Rinboie^iS; 
bai  3ungenl0(i>,  eine  Vertiefung  t)inten  an  ber  3unge,  aud):  bie  3ungen' 
»ertiefung;  jungenloö,  Bw.,  feine  3unge  ^abenb;  tl)em.  aud^  f.  fprad()= 
los,  ftumm;  bie  3ungenpeitfc^c,  lanbfc^.  f.  bas  Älebe!raut;  ber  3ungen* 
fdbaber,  ein  SBerljeug  jum  Steinigen  ber  3unge  »on  ©c^leim  «.;  bie  3ungen* 


5umd)tc  —  5upfä{)lcii  2139 

fd^Otc,  ein  ^flanjengef^jle^lt  mit  fugelfötmißcn  ©48tc^en,  bie  fic^  in  einen 
iungenföcmigen  gortfa^  ocrlängern  (vella  L.);  bie  3ungenfpl^e,  bec  ootbete 
S^eil  bcc  3unge;  bec  Sungenfiein,  ein  jungcnfötmigcc  ©tein,  bei".  BerPei» 
nette  gifd^j(ä()ne;  bie  Sungenfünte,  eine  mit  bct  3unfle  b.  i.  bur^  unnü^e 
ob.  unftttlic^e  SSSorte  ic  begangene  ©ünbe;  bie  äungemvar^e  ob.  baö  3un; 
gentuärjrf)«! ,  Keine  «)Qrjena{)nli(lje  @c()ö()itngen  auf  ber  3unge;  bie  3uns 
genrcurjel,  ber  l)intere,  bidete  Zi)iii  ber3unge;  —  UbUit.  jüngeln, 
jieltof.  3».  m.  ^aben,  (mittel(j-  züngeln  f.  fdjroa^en;  ogl.  bad  altb.  S». 
zungal,  zungel  f.  gefpcä'c^ig)  bie  auggeficecfte  Sunge  l)in  unb  ijec  betregen 
ob.  fpielen  faljen  (bie  ©^Hangen  jüngcln;  ein  gflngclnbec  ßöwe);  e^em.  f. 
plaubern,  fd)roa^en;  fd^weij.  na^l  etwaö  — ,  f.  gelüjlen,  gleid^f.  bie  3unge 
banac^  au6jire(Jen;  ber  3üng(er,  -ö,  tver  jüngelt,  e()em.  f.  @d)tDä'öer. 

junic^te,  VXw.,  b.  getrennt:  5U  ntdjte  (madjen),  f.  unter  tiiä)t. 

junicfen,  irb.  jielIo[.  u.  jiel.  3».,  einem  — ,  nad)  if)m  {)in,  il)m  ent» 
gegen  nicfen  (j.  85.  er  nidte  mir  fteunblit^  ju);  einem  etmaä  (j.  S.  SJei» 
fall)  nicfenb  ju  oerflet)en  ob.  ju  etfennen  geben. 

junieten,  trb.  jiel.  3».,  mittelft  eineg  ^itUi  5umad()en  ob.  i)erfd)lief  cn. 

3unf  ob.  Sunfen,  n?.,  oberb.  f.  Sinfen,  ^aderiy  (öjlr.  3ur!cn,  gem. 
3uegen);  fd^mäb.  ingbef.  ber  jurüctgebliebene  ©tumpf  eines  abgebrod()enen 
3a^ne8,  2(fite«  u.  bgl. 

junöt^igen,  trb.  rütfj.  3w-»  fi<i)  einem  — ,  feiten  f.  su-  ob.  oufbtam 
gen  (egt.  aufnöt()igen);  bie  3unütl)igung ,  SH.  -en,  f.  3ubnnglic^feit. 

jünjcln,  jiellof.  3».  m.  ^aben,  1.  fc^wob.  (gem.  genfein;  =  niebetb. 
tunteln)  f.  ficf)  langfam ,  bebodjtig,  verlegen  benef)men,  jaubern;  — 
2.  (aud^  g unfein,  ginfein;  ogl.  baS  altb.  zinsilon,  zinsein  f.  angünben, 
anftiften;  ziasilo,  zioseldd  f.  3unber)  oberb.  f.  mit  bem  2id)te  fpielen; 
flimmern,  flacfecn;  bag  3ün^e(ein  (3iinfelein)  f.  ttwa$  glimmecnbe6,  ein 
55litterd)en;  ber  3ün5lei:  ob.  3ün6Ier,  -i,  f.  bie  2id)tmotte. 

JUOberfl,  3lW.  (altb.  zi  obarost,  ze  oberst;  ogi.  guerft,  gule^t,  gunac^fl  tc), 
ge».  getrennt:  jU  obecfl,  alg  ber,  bie,  ^ai  obecjle,  ganj  oben  (j.SS.  fifeen, 
liegen  it.). 

juotbnen,  trb.  giel.  3».,  einen  einem  "Unbtm  — ,  \i)n  bemfelben  jur 
(Seite  otbnen,  jum  ©e^ülfen  tierorbnen  ob.  beigeben  (bie  grau  ijl:  bem 
Spanne  gugeorbnet;  bie  3ugeorbneten,  im  e^emal.  beutfc^en  9{ei4)e: 
JRei^öftanbe,  »el^e  ben  ÄreiSoberjlen  unterjtüften  u.  nötl)igenfans  oertreten 
mufften). 

gupacfen,  trb.  3».  I)  jielloS  m.  tjaben,  gem.  f.  berb  zugreifen  ob. 
faffen;  2)  giel.  pa(f enb  ob.  mit  (55epä^  |umac^en  ob.  augfüUcn  (eine  Hie). 

jupappen,  trb.  giel.  3»-.  gem.,  mit  ^appe  ob.  Äleijler  jumadjen  ob. 
»erf leben,  f.  o. ».  jufieijlecn. 

jupatfd^en,  trb.  gieUof.  3».  m.  ^ab en,  gem.  patfdjenb,  plump  u.  un= 
gefd)i^t  auf  etvoai  ju  fd;lagen,  bamd)  greifen,  f)inju  geben. 

juped^en  ob.  *  pichen,  trb.  giel.  3»-)  mit  ^ed)  jumadjen,  fmno.  »er* 
pidjen. 

jupeitfd^en,  trb.  giellof.  3».  m.  ^aben,  anfangen,  ob.  foctfabren  ju 
peitfd)en,  fiä'rfer  peitfd)en,  berb  jufdjlagen. 

äU)>fä()Ien,  trb.  giel.  3».,  mit  einem  ^fa^le  ob.  m.it  ^fd'bten  »er» 
fdbliefen. 


2140  gupfcifen  ~  jumuncn 

ju^feifen,  tth.  jteüof.  u.  jfel.  ^w.,  einem  — ,  nad^  if)m  lf)in,  i^m  enu 
ge^en  pfeifen. 

jupfen,  jteaof.  u.  jiel.  3».,  (obetb.  avLÖ)  jopfen,  f.  b.  u.  ögl.  jaufen; 
nieberb.  toppcn)  an  etwa«  (®at.)  —  ,  ctvoa^  ob.  einen  — ,  flaif, 
fdjnell  u.  n5ieberf)ort  5ief)en,  Ul  mit  ben  ^ufammengebrüctten  ginäctfpfgen, 
ftnn».  jercen  (ctncn  am  SRonfel,  bü  bin  |)aß«n,  beim  SBarte  — ;  gem. 
fpri^w.  jupfe  bid^  hd  ob.  an  befner  S^afe!  b.  t.  befife«  btcö  fclbjl,  ef)c 
bu  2(nbern  tf)re  geißlet  »erwetfeflj ;  fecnct  jupfenb  ab-  ob.  angreifen,  au8 
einanbec  jief)en  u.  überl).  bearbeiten,  ftnn».  rupfen,  raufen,  (ßcinwanb, 
©etbe  K.  ~;  bte  SBoUe  jupfen,  b.  i.  mit  ben  gtn^ern  auö  etuanber  jteijen, 
um  fie  ju  reinigen  zc;  9Jofen  jupfen,  b.  t.  bie  SSlumenblattec  abreißen;  oberb. 
oud^  f.  pflüdcn,  j.  S.  SSeit^ien  — );  hai  3upfelfen,  Ui  ben  ©clbgiefetn: 
ein  JDrc^eifen  mit  breifantigec  ©pi^c,  ben  ÜberflufS  auf  glatten  u.  er()abcncu 
^i&dfm  bamit  wegjuneljmen;  bie  3up[Iein\ranb ,  in  pben  au«  einanbe« 
gejupftc  ßetnwanb,  aßunbfd'ben  (fr.  (Sf)arptO;  bie  Supffeibe,  in  gäben  au§ 
einanbec  gejupftcs  ©eibenjeug;  —  ber  3upfer,  bie  Supfcrinn,  tt>er  etvoai 
jupft;  bai  Supffel,  -ö,  o.  SOI.,  lanbfc^.  f.  etnjaö  ©ejupfteg,  bef.  3upf^ 
leinwanb. 

jupflajlern,  trb.  jiel.^».,  1.  mit  einem  ^flafler  (1.)  bebecfen  u.  «er- 
fd)(iefen  (eine  SBunbe);  2.  pflajlernb  ob.  mit  ^flaflerfleinen  auSfüUen, 
t)erfd)liepen  (ein  iod^). 

jupflöcfen,  trb.  gier.  3w.,  mit  einem  ^flocfe  ob.  mit  ^flocfen  ü:r-- 
fd)(iefen. 

jupflögen,  trb.  3w.  1)  steUoe  m.  ^aben,  gem.  f.  fortfa{)ren  ju  pflügen; 
ba6  pflügen  üoUenben  ob.  befrf^Iiefen,  bif.  burdb  Unterppgung  beö  ©amenS; 
2)  jtct.  burc^  pflögen  auffüllen  (ein  8od^,  einen  ®caben  it.), 

jupfropfen,  trb.  jiel.  3»-,  mit  einem  pfropf  Derfdjltef en  (eine  gtaf^c). 

jupic^en,  f.  juped^en. 

jupla^cn,  trb.  gieUof.  3^.  m.  t)ab cn,  pfafeenb  b.  i.  plofe(ld)  u.  mit  Un» 
gefJüm  jufaf)ren,  übereiit  u.  oi)m  Überiegung  f)anbeln,  reben  k. 

juplumpen,  trb.  gieUof.  3».  m.  tjaben,  plump  ob.  ungefd^icft  jufa{)ren, 
uniiorfid)ti3  u.  unbefc()ciben  üerfa{)ren,  ijanbeln. 

jupoflen,  trb.  jtel.  3w.,  govfln».  einem  ctmci$  — ,  poflenweife  b.  l 
■  tn  Raufen  jujd'ljlen  unb  übergeben  {ta$  Slof=  ob.  Äotjlenfjolj);  bie  3u' 
pojlung. 

jupreffen,  trb.  giel.  3».,  burd)  ^reffen  ob.  mitteifl  einer  treffe  ju« 
madjen,  t>erfd)(iefen;  uncig.  f.  ^ufammcnbriidfen ,  verengen,  beflemmen 
(baö  prefft  mir  bie  JSel)lc,  bie  Svujt  zc  ju). 

juprügetn,  trb.  gicUoi.  3»-  m.  ^aben,  fortfaf)ren  ju  prügeln,  berb 
prügeln. 

juquellen,  tvh.  jieUof.  3».  m.  fein,  queUcnb  b.  i.  burd)  au6bef)nenbe 
geud)ttgfeit  t>on  innen  V)erfd)lo[fen  tverben  (bie  Stilen  finb  jugequoUen). 

äuquctfd^en ,  trb.  jiel.  3m.,  quetfd}enb  jumad)en,  üerfdjlief en. 

jurat^en,  trb.  gieUof.  3»!?.  m.  Ijaben,  f.  o.  ».  ju  etwa«  ratf)en,  b.  {. 
einem  ben  diati)  erti)eilen,  eg  ju  tl)un,  entg.  abrat^cn  (j.  SB.  id^i  fann  in 
bicfer  ©ac^e  weber  ju*  noc^  abraiijen;  er  Ijat  mir  jugcratben,  rietf)  mir  suic). 

juraunen,  trb.  jiei.  3«».,  einem  itwai  — ,  raunenb  b.  f.  teife  u. 
t)eimlid)  fagen,  finn»,  ju^üfltern. 


5urau[d)en  —  äurcc!)t  2141 

5Utaufd()en,  trb.  3».  1)  jicUoS  m.  fein,  ficf)  raufdjcnb  ju  ob.  nad)  et» 
wag  ^in  bewegen  (bie  SBeUen  raufd^en  bem  Ufec  ju;  oon  allen  ©eiten  raufdjte 
i()m  SSeifallju);  2)  jiel.  bt^t.  einem  etwa 6  — ,  raufd}enb  jufübren, 
jut{)eilen  ob.  ju  erfennen  geben  (j.  18.  bic  CiutUe,  bie  uns  SlBonnc  juge« 
taufest  K.;  man  cau[d)te  tf)r  SBeifaU  ju). 

jurec^ncn,  üb.  jiel.  3».,  1)  et  wag  — ,  ju  etwas  recijnen,  ()lnju  redj* 
nen  ob.  jaulen,  cntg.  abrechnen;  2)  einem  etwaö  — ,  eig.  eg  auf 
feine  Ovedjnung  fdneiben  ob.  fefeen,  ftnno.  antedjnen;  untig.  f.  eö  \i)m  ju^ 
fd)reiben,  ©d)ulb  geben,  üon  i{)m  ()erleiten  (j.  SB.  cc^ne  eä  mir  ni^t  ju, 
bofe  bic  ©adje  miföglüdt  ifl;  iä)  rechne  eö  ftinec  Uncrfat)renf)cit,  feinet  JCinb- 
f)i\t  IC.  ju);  insbcf.  einem  bie  fittlidje  SSerbinbUc^feit  für  eine  .^anbding 
beimeffen,  it)n  bafüc  t>crantwort[ic^  madjen  ob.  5uc  9ted)enfd)aft  jiet)cn 
(einem  befonnencn  SKenfd^en  finb  alle  feine  .i^anblungen  jujurc^nen;  wai  ein 
S{)icr,  ein  unmünbigeS  Äinb  ic.  tf)itt,  fann  man  il;m  nic^t  jure(^ncn) ;  bie 
3ured)nun9,  bag  3ured)nen;  inSbcf.  bie  2(nnat)me  ob.  SBef)auptung ,  ba[S 
Scmanb  alö  freier  Ur{)ebec  einer  Sljat  anjufe()en  u.  für  biefelbe  ocrantnjortlicl) 
gu  mad^en  fei  (fr.  Smputation);  bal)cr  3urcd)nung§fäl)ig ,  SB».,  atö  fittiic^ 
freieö,  mit  ©elbftbefiimmung  IjanbelnbcS  SBcfcn  ber  3uccd)nung  fäf)ig  ob.  unter» 
TOorfen  (ein  IBlöbftnnigcr  ob.  S[Baf)nf[nniger  ijl  nid)t  jured^nung6fäl)ig);  bie 
3urec^nung§fät)i9feit  (fr.  Smputabilitat). 

jurec^t,  SR»,  (lanbfc^.  aui  jute4)te,  entfl.  au6  ju  «Redete,  altb. 
zi  rehte,  ze  rehte,  b.  i.  bem  3Jcc()te  gemd^,  re^tma^igct  SBeife,  voie  cä  fidj 
gebüt)«  ob.  get)ört;  j.  S.  mittcll).  einem  ze  rehte  komen,  b.  i.  gerabe  für  it)n 
pajfenb  fein),  auf  bie  redete  ob.  gehörige  2(ct  nnb  SBcife,  in  ben  gel)ötigen 
<Stanb  ob.  3uf^anb,  ftnno.  in  £)cbnung,  ju  <Stanbe;  nur  in  SSerbinbung 
mit  3eitmörtcrn,  »el^c  ein  Sßerfcgen  ob.  ©elangen  an  einen  Ort  ob.  in 
einen  3uftanb  bcieid^nen,  mit  benen  jebod^  jured^t  ni^t  ju  einem  SBorte 
jufammengefe^t  wirb,  waS  crjl  in  bcn  baoon  abgeleiteten  .i^auptnjörtccn  (wie : 
bie  3ure(^tfe^ung,  3uced^t»cifung  ic.)  gef^jieljt;  j.  ©.  etwaä  jucedjt 
mad)en,  b.  i.  ju  einem  ©ebraudjc  in  ben  gel)örigeu  ©tanb  fe^en,  finnu. 
jubereiten  (j.  5B.  bie  ©peifen,  ia&  (äffen  — ;  Uä)  — ,  jt^  ruften,  fertig 
ma^cn,  bcf.  in  2(nfcf)ung  bcr  Äleibung);  ctwag  jured)t  bringen,  le- 
gen, rü(fen,  fe^en,  fl eilen  2C.,  b.  i.  in  bie  gel)örige  2age  ob.  SSet; 
faffung  bringen  k.,  in  Drbnung  ob.  in  «Staub  feigen  (einen  lieber  jurcd^t 
bringen,  f.  il)n  t)eilen,  »on  einer  förpcrli^jen  ob.  ®ctjlc6=Äranfl)cit  f)crftcllen; 
einem  ben  Äopf  jurc^lt  fe|en  ob.  vüdten,  uncig.  f.  einen  Sigcnfinnigen 
ob.  SBiberfpenjltgen  na4)brudlid()  belehren  u.  jur  SDrbnung  bringen);  einen 
juted)t  weifen,  b.  t.  eig.  i()m  ben  redjten  2Öeg  seigen,  uneig.  öber^. 
tf)m  2(nleitung,  S5elel)cung  geben,  aud^:  if)m  einen  SSecweiö  ertl)eilen; 
fid)  jured)t  finben,  b.  i.  bie  örtlichen  25erl;ältnine  rid;tig  erfennen 
Ui  fi'd)  ianai)  rtd)ten;  mit  etrvai  jut ed)t  fommen,  b.  t.  bamit  in 
£>rbnung  ob.  ju  ©taube  fommen,  bamit  fertig  werben  (j.  ».  er  fonnte 
bamit  nid^t  jured^t  fommen;  eö  ijl  fd^wer  mit  il)m  jurec^t  ju  fommen;  wie 
fommt  er  jurcc^t?  aud^  f.  wie  fommt  er  fort?  wie  gc^t  eS  if)m  in  feinem  ®e» 
fd^Sft  ob.  in  2(nfef)ung  feines  S35of)lflanbeö ?).;  —  bie  gge f.  J^auptwörter  bie 
äured&tbringung,  -  legung,  stüdfung,  -fc^ung,  ^ftcliung,  bic  äured^t* 
weifung,  bec  äured^tweifer  K.  etflären  fid()  ^iernad^  ^inlangli«^  »on  felbft. 


2142  i\xxe6)Un  —  äörncn 

jured^ten,  tvh.  jtel.  3».,  einem  tttoai  — ,  feiten  f.  butdf)  einen 
9Jed)tgfprud^  ob.  mit  ttößiget  JKedötmäftgfett  juevfennen  ob.  5ufd)rei6en. 

jureben,  trb.  jicHof.  3».  m.  ^abcn,  einem  — ,  ju  tt)m  reben,  um 
if)n  ju  einem  (Jntfcfilufj'e  ju  beflimmen,  if)n  bur^  SSorfteUungcn  nnb  ©tünbe 
ju  einem  S^un  ju  bewegen  [ud^en,  oerfdj.  einen  gu  etwas  bereben,  über» 
reben,  b.  i.  i()n  wirfHc^  baju  bewegen  ob.  oecmögen  (»gl.  j.  JB.  er  rebetc 
mir  JU,  iia\$  iö)  mit  il)m  reifen  mö^te;  er  berebete  miä),  mit  ii}m  gu  reifen; 
viU  ii)t  §u,  bafS  fie  if)rcn  (Stgenfinn  fat)ren  IciJTt);  bie  3urebe,  gew.  baS 
ßurcben,  (er  'i)at  c8  auf  meine  3urebe  ob.  gew.  auf  mein  3ureben  get^jan; 
fpri^w.  3ureben  {)ilft). 

jureid^en,  trb.  3».  1)  jitUoS  m.  I)aben,  ber  3£u8be£)nung,  ber  ?Olenge  ob. 
bem  @rabc  naä)  ju  einem  ^mdt  genügen,  Ijinlä'ngUd)  fein,  ftnno.  äug«, 
l)inteid)en,  julangcn,  (mein  aSermögen,  meine  Jtrafte  reiben  für  baö  Unter- 
nehmen md^tju);  bef.  ba« SOlw.  jureid^enbalö  SSw.,  f.».».  f)tnreicl)enb, 
l)inlanglidE)  (jurcid^enbe Äräfte  gu  e twaS  bejt^en ;  ber  jureic^enbe  ®runb, 
b.  i.  ber  gur  Verleitung  eines  SDingcS  »öUig  gcnügenbe  u.  erf^öpfcnbe) ;  2) 
jiel.  einem  etroaö  — ,  {)inj  ob.  barreic{)en,  bamit  et  eS  neijme,  finno. 
gulangen;  bie  3ure{d)un9,  ba$  3ureicf)en,  nur  in  jiel.  SBeb. 

jureitcn,  trb.  3w.  1)  gicUos  a)  m.  fein,  f)erju,  nad)  einem  £)rte  ob. 
©egenflanbe  f)in  reiten  (bem  SQSalbe  gureiten;  er  ift  ber  &tat>t  gugeritten) ; 
b)  m.  ^aben,  anfangen,  ob.  fortfa{)ren  5U  retten,  fld'cfer  ob.  fd^neller 
reiten  (reit  gu!);  2)  giel.  ein  ^ferb  — ,  e6  burd^  SReiten  jum  ©ihtaud) 
ölg  OJeitpferb  gefd)t^t  mad)en,  fdjulgered^t  äum  Sveitpferbe  abridjten  (ein 
jugeritteneS  ^ferb) ;  bie  3ureitung. 

jurenncn,  trb.  gieUof.  3w.  m.  fein,  1)  5U  einem  ob.  nad)  etttcii  f)in 
rennen,  f)ec3U:=,  {)erbei  rennen  (blinb  gurennen ;  2(Uc  rannten  it)m  gu) ;  2) 
fortfa{)ren  ju  rennen,  j^acfer  rennen  (renne  gu !). 

äurt(^ten,  trb.  gicl.  3w.,  etwag  — ,  einer  ^a<i)e  bie  ju  einem  ^Wide 
ob.  ®ebcaud)e  erforberlidje  (Sinrid)tung,  ©eflalt,  25efcl^affenf)eit  geben, 
ftnn».  jurec^t  mad)en,  jubeceiten  {hie  ©peifen  gurid^ten,  cerf^.  anri(!^ten; 
Su(i^  gurid^tcn,  b.  i.  gef)6rig  gubereiten,  fr.  apprctiren);  uncig.  gem.  etvocii 
ob.  einen  übel  gutid)ten,  b.  i.  in  üble  SSerfaffung  fe^en,  üerunflalten, 
tterberben  (g.  S.  feine  Äleiber,  SSü^icr  ic.  — ;  er  ift  im  gelbe  Übel  gugeric^tet 
«jorben,  burd^  SSerwunbungen  zc);  inSbef.  aud^i  f.  befdjmuljen,  befubeln, 
(fi(!^  — ;  wie  f)a)t  bu  bi(^  gugeri^tct!);  ber  Surid^ter,  -«,  roet  etiraö  jU* 
rid)tet  ob.  bereitet;  bie  ^uric^tung,  baS  3urid)ten,  bie  Zubereitung  (SSact. 
baS  S5rob  t)at  feine  3urid^tung,  b.  i.  genug  ®are). 

äuriegcln,  trb.  gicl.  3w.,  mittelft  eines  »orgefdiobenen  Oviegetg  »er* 
fd)licfen,  finno.  tjevciegeln,  (bie  S^ür,  baS  ^ou«  n.  — ). 

juttefeln,  jur innen,  trb.  gicUof.  3w.  m.  fein,  nad)  etwa«  f)in  riefeln, 
rinnen,  (ber  äBa<^  riefelt,  rinnt  bem  ©tromc  gu). 

gürten,  jürfeln,  gicUof.  3w.  m.  l)abcn,  alt  u.  oberb.  (audd  girgen, 
Jürgen,  gürd^en)  üon  g)ferben  u.  Stinbmel)  f.  fid)  bee5  iCotf)eS  entlebigen, 
miflen,  (boljer:  3ür!,  ®egür^  f.  Äot^,  3»i|l;  »gl.  baS  angelf.  tord,  engl. 

turd,  u.  baS  lat.  stercus). 

äÜrnen,  gietlof.  3W.  m.  l)aben,  (altt)OC^b.  zumjan,  zuman  u.  znmdn, 
mittell).  zürnen,  ^rSt.  zumde,  ol«  giel.  3w.  mit  bem  2Ccc.  ber  ©ac^e;  t3on 
3orn,  f.  b.),  in  3orn  fein,  3orn  äufern,  in  l)of)em  ©rabe  unge{)alten, 


auroUen  —  gurüc!  2143 

unwillig,  aufgebrad)!  f«in,  fiarter  u.  an^altcnbec:  grellen,  (über  ob.  um 
etwa«  — ;  ouf  ob.  über  einen  jütcncn;  mit  einem  — ,  b.  i.  iljm  feinen 
3otn  ju  erfennen  geben,  in  Unfrieben  mit  ii)m  leben;  auc^  blo^:  einem 
jürnen,  b.  i.  jotnig  ob.  unge^olten  übec  if)n  fein,  gem.  it)m  böfe  fein;  j.  S5. 
Jörne  mir  ni^t!);  bi(%t.  a\xä)  jiel.  f.  ttwai  im  3orn  aufern,  jütnenb  fagen, 
fpred)en. 

jurollen,  trb.  3».  1)  gieüo«  m.  fein,  a)  einet  ^erfon  ob.  ®a^e 
($Dot.)  — ,  nad)  il)r  f)in,  tf)r  entgegen  roUen  (bie  Äugel  ijt  mir  jugeroUt); 
b)  anfangen  ob.  fortfal)ren  ju  rollen,  flärfer  ob.  fdjneUer  rollen;  2)  jiel. 
einem  etroaö  — ,  roUenb  näVtn,  noc^  it)m  i)\n  rollen  (einem  eine  Äuget, 
ein  gaf«  IC.  — ). 

juroflen,  trb.  jieaof.  3».  m.  fein,  roftenb  ob.  burrf)  9?ofl  «erfdjloffen 
werben,  (j.  ».  ba«  3ünblo4)  ifl  jugeroftet). 

jutürf,  91».  (alt  u.  lanbf^.  aud)  j  uro  de;  oltl)0^b.  za  hruckie,  zi  rugge, 
ae  rukke;  mittel)^,  ze  rucke;  oberb.  gurud,  jerud;  nieberb.  torugge;  »gl. 
Stiidm  u.  9?iid),  urfpr.  u.  eig.  nad)  bem  diüdm  ju,  auf  ben  üiMm  (j,  SB. 

mittel^),  die  hende  Wi5ren  in  ze  rucke  gebunden);  auc^:  auf  bem  9?Ücfen 
(§.  B.  ze  rucke  ligen,  b.  i.  einem  auf  bem  Sfiüd'en  liegen,  if)n  befd^weren),  u. 
»on  ber  «Seite  beS  9iücfenS  l)er,  in  ben  Stiicfen  (j.  JB.  jurucf  in  ben  geinb 
fallen,  b.  i.  i^m  in  ben  Stiicfen  fallen;  bie  SRömer  famen  if)nen  jurüct,  b.  t.  in 
ben  JRilden);  jeftt  fowo^l  als  felbjlanbige«  91».,  al«  befonbcr§  in  trenn* 
bor  er  3fe^.  mit  m'elen  3eitit>ürtern  u.  baoon  abgeleiteten  ^aupt^  u. 
Seiwörtern  (fämmtlidj)  mit  bem  ^auptton  auf  rüc!)  in  folgcnben  SSebeutungen 
gebrau^it:  1)  in  ber  9?id)tung  beS  5Hücfen§,  nad^  ber  ©eite  ob.  (i5egenb 
t)'m,  roeld)er  ber  fRMtn  jugefel)rt  ifl,  finn».  nad)  l)inten,  l)internjä'rtg, 
oerfc^.  eon  rü(fwärtg,  weld^eö  gew.,  wie  rücflingS,  »mit  ben  müdtn  »oran« 
bebeutet  Xogl'  jurüd  gel)en  unb  rfldwarts  Qt^m;  jurürt  fallen  u. 
rüclwSrtS  ob.  rüdlingS  fallen),  entg.  nad)  »orn,  oorwarta,  (§.  S5. 
jurüd!  lurüdl);  in  befttmmterer  »eb.  wieber  nad)  bem  £)rte  l)in,  Don  wo 
eine  SSewegung  ausgegangen  ifl  ob.  wo  ein  ©egenjlanb  fid)  früher  befanb, 
finno.  wteber  (f.  b.),  l)inwteber;  in  biefen  SSebeutungen  ob.  in  einer  berfelben 
fiet)t  iurüd  in  folgenben  3fc§',  »on  benen  bie  jicUofen,  ik  eine  Bewegung 
auibröcfen,  fammtlid^  mit  fein  cerbunben  werben:  jurüdbcbcn  (er  htbte 
jurürf,  ifl  jurüdgebebt);  fid)  jurü^begeben;  einen  äurürfbcgleiten ;  einen 
jurürfberufen  (b.  i.  an  ben  Ort,  eon  wo  er  ouSgefenbet  war);  (tma$  ob.  fid) 
jurütf bewegen,  gurü(f biegen  ob.  =  beugen;  etwa«  jurücfbinben;  etvoai  ob. 
einen  jurüdbrangen  (5.  85.  ben  geinb,  iic  »orbringenbe  tWenge  ic.);  etwa* 
jutücf brel)en ;  jurücf bringen  (jieaos),  etwa^  jurücf brücf cn ;  jurü(f eilen 
(jiello«;  j.  «.  er  ifl  nac^  ^aufe  jurütfgceilt);  ftd>  juritcf finben ;  jurücf  Pat; 
tern,  ^fliegen,  *fliel)en,  ^fliepen,  jurücfgelangen;  einen  jurüdgefeiten;  etwa§ 
jutü(f gießen;  juriiif gleiten;  juriirfgrii^en  (b.  i.  ben  ®ru^  jurücfgcbcn,  er» 
wiebern);  jurüdljallen  (gew.  wieberbaUen);  jurücf  binden;  tttvai  ob.  einen 
jurü(f  b«>l«n ;  jurutf  f)üpfen ;  jurücf  jagen  (jiellog  u.  |iel.);  jurücf  flettcrn, 
sfried)en,  kaufen;  etwag  ob.  fid)  jurücf  lehnen;  einen  jurücf  leiten,  »(enfen, 
»foden;  etwas  ob.  ftd)  jurütf  neigen;  jurücf  pilgern;  etwa«  jurücf  preiJen; 
gurü(fraufdb«n)  ^reiten,  «rennen;  eüvci^  jurüdrid)ten;  jurücf  rinnen;  ju= 
rütf rollen  (giello«  u.  jiel.,  §.  S5.  bie  Äugel  i\t  jurüdgeroUt ;  eine  Jtugel  jutüct» 
tollen);  jurücfrücfen,  ?rubern  (beibc  jieUo«  u.  jiel.);  jurücfrutfcfjen,  »fdjaUen, 


2144  ^  jurücf 

*fd)aubern,  efdjümn-,  einen  5ucü(ffct)eucf)en;  einen  ob.  etivaS  jutü(f« 
fchicfen,  ;fd}i«^«n;  juriicffcf^iefen  (jieUoS  u.  jiel.);  süxM\d)i^en,  ;fd)Ietd)en, 
^fc^lenbern;  etivaS  sutü(ffd)Ieppen,  *fd)leubern, ^fijilingcn;  jurücffd)lüpfen; 
etvoa^  5urii(f  fdineUen,  ;fd)rauben ;  jucücf f(j[)re(f  cn  (jicUoö :  er  fd^raE  gurüd, 
u.  jicl.:  man  l^at  i()n  jurötfgefi^recttj;  5utücffd)teiben  (enciebetnb  fc^tttben); 
5urü(ffd)ieiten;  mvai  jurü(ffd)ütten;  jurücf fd)ir>anfen ,  ;fd}»t)eben, 
;fd)i^immcn;  etiraö  ob.  fid)  jucii(ffc{)min9en;  juciidjfcgeln;  ettrag  ob. 
einen  juciitffenbcn^  äurücJfinfen;  etn?a§  5uciic!fptegc(n  (fpiegelnb  jutüct« 
geben,  jurüätpetfen) ;  jucüctfprengcn  (jiel.  u.  jteUoö);  jucücffpcinäen;  ju- 
rücJfpri|en,  jfprubeln  (gielloS  u.  jicl.);  5ucü(fftet9cn;  ettvaö  ob.  fid)  äiuücEs 
jlemmen;  jurücEftcuern  (jkr.  u.  jieUoö);  jurücüfrotpetn ;  jurücfrrraf)Icn, 
sjiteidjen,  »fireifen,  «fiürjen  (fammtlidb  jieUog  u.  jtel.);  surücfficömen, 
»tanjen,  ;taud)en,  ^taumeln,  --traben;  iüvai  jurücftracsen,  ^treiben,  AvaU 
gen;  jurüif iranbeln,  ;tt)anbei-n,  »n^anfcn,  ^maten ;  5urüifroe()en  (jteUo§  u. 
jiel.);  äUi:ücftT>eid)cn  (bcr  geinb  wi^  gurüct,  i|l  jurücJgewic^en);  etroag 
jurücfirenben,  ;i»t(feln,  ^njinben,  jercen  u.  o.  m.;  —  auölaff-  fast  man: 
jurücfburfen,  =fönnen,  -mögen,  smüffen,  =follen,  -»vollen  f.  gutud3et)en  ob. 
ft^  jurüdbegeben  bütfen,  fönnen,  mögen  ic.  (j.  S.  et  fann  ob.  mag  nic^t 
gunict;  er  tritt  gern  suritd);  fo  au^:  äurücffireben,  fid)  jutücfre()nen  (b.  t. 
jlrebcn,  fid^  febnen,  juructiugclangcn);  einen  juruc!n6t()ige« ,  sstringen-, 
etwas,  einen  ob.  fiö:)  jutücfiüünfd)en,  jurü^jaubetn;  fid)  5utii(f tragen 
(b.  t.  wagen  gurüdijugeben)  u.  bgt.  m.  —  2)  auf  ik  3eit  übertragen,  be» 
beutet  511  cüd":  in  bie  SSergangenoeit  gecidjtet,  als  ttwai  gtei(^f  i)mt(t 
mi  Stegenbes,  in  3l'e|.  wie:  äurü(jblicfen,  ;fd)auen,  ^fe^en,  jucücfbenfen 
(f.  w.  uj,  einen  ob.  fid}  gurütf erinnern  ic;  —  ferner  3)  uneig.  lieber  an 
ben  Docigen  Seft^er,  ob.  in  ben  frül)cren  ^ujlanb,  ftnno.  njieber,  in  ben 
3fe^. :  ettraö  3urücfbegef)ren  (b.  t.  begebten,  ettraS  früber  SefejfeneS  wie» 
bcrjuerbaltcn),  jurü(f bekommen  (b.  f.  lieber  in  feinen  a3efi|  bcEommen); 
etwa^  gurücfbringen  (wieberbringen),  3urü(fer{)alten,  ^erobern,  --erftatten, 
=forbern,  «^genjinncn:  ctwci^  jurücf^aben  (ausiatf.  f.  jurütfetbalten  ob.  -ge* 
nommen  b^ben,  eö  wieberbaben) ;  ttwai  jutücEfaufen  (wiebcr  an  ^iä)  faufcn); 
itvoci^  jurüif tiefem,  ;reid)cn,  ^f^J^ff«")  'taufd)en  (bur(^  Saufc^  toicber  on 
ftdö  bringen);  etroaS  gutücft^un  (alö  altgem.  3(u6bru(J  f.  jutüd[d;affen,  ^brin» 
gen,  »legen  Jc);  ctvoa^  gurücf tragen,  jurüdüertangen  u.  a.  m.  —  4)  bii» 
weiten  auä):  ben  bi6f)erigen  Ort  ob.  ^uffanb  nid)t  vertaffenb,  nid)t  {)erüor* 
ob.  fortgeljenb,  in  3fe|.  »ie:  etwa§  juriic!be^atten  (b.  i.  Ui  fid)  bebalten, 
nit^t  »on  fic^  geben);  äuriicf bleiben,  jurücf[)altcn  (f.  w.  u.):  auötaff.  fagt 
man:  jurücf  fein,  1)  f  jurücfgcf<l)rt  fein  (j.  S3.  ber  SSote  ijl  nodb  m(%t 
wiebet  jucüd).  2)  f.  liintec  ^(nbcrn  gurücPgebticben  fein,  nid)t  fürtgefd}rit ten 
fjin  (bef.  uneig.  5.  SS.  er  ift  in  ber  SSitbung  fcbr  juriid:).  —  ®tatt  jurüd 
tlcbt  in  3[e^-  auö)  bloß  rücE  ([.  b.),  jcboc^  oorjugöweife  nur  in  .^aupt» 
Wörtern,  wäbrenb  bie  cntfprcd^enbcn  3eitwörter  mit  jurüct  gcbilbet 
werben  (j.  SS.  fRMblid,  SRüdfaU,  SJüctfabct,  9lüd!cbc,  SKiictreife,  «Kürffii^t  2c.; 
aber:  jutüdblicten,  jurüdlfaltcn,  ^fabrcn,  '!et)rcn,  -reifen,  ;feben;  nirf)t  leidet: 
rüctbliden,  rödt fallen  zc).  —  golgenbe  3fc^.  mit  guriid  bebiirfen  wegen 
mebcfad^ev  u.  uneig.  SSebcutungen  einer  nabcrcn  (äcflärung:  jurücf bleiben, 
jtellof.  3>0")  eig.  im  SJücJen  »on  3tnbern  ob.  bintcr  ibnen  bleiben,  ibnen  nicljt 
na^fommen  fönnen  (5.  83.  et  blieb  weit  b«nter  unö  juriic!);  au^  auf  berfelben 


2uru(f  2145 

©teile  bleiben,  t\\ä)t  fort«  ob.  »orwortS  fommen,  finno.  nad^blefben,  übrig  blci^ 
ben  (j.  SB.  eö  jtnb  no^  ©puren  »on  feiner  Äranifjeit  juriirfäcbUcben);  ba^ec 
f.  nid)t  gcbei^cn,  ftc^  nic^t  gcbötig  entroidetn  (baS  Äinb  i^  in  fiincm  SBadje» 
t^um  jutiicfgeblieOen ;  biefe  JBlütijen,  gcOclbteic.  finb  juriirtjcbliiben);  Jlirücf; 
blicfen,  jitUof.  3».  mit  tjabcn,  Ijintec  [lä)  blicfcn,  ben  J8(icf  jutüct  ob.  nae^ 
bem  iluJgangöpunEte  f)\n  wenben:  uneig.  in  bie  Jßerganflcnljcit,  auf  ba«  ®e» 
f^ebene  blicttn  b.  i.  feine  ©cbonEen  barauf  rid^ten;  juriicfC'cnfcn,  jicUof.  3ro. 
m.  b<iben,  an  einen  Ort,  eine  Umgebung,  bie  man  oetlaffen  ^at,  bcnfen  (nac^ 
^aufe,  in  bie  J&eimatb  juriidbenfen;  a\xd):  ft(^  ba^in  jurüdbenfen,  b.  i.  fic^  in 
®cban!en  ba^in  jurücf  cctfe^cn);  an  ctnraä  SSergangcneö  benfen  (j.  SB.  an 
feine Sugcnb  —  );  jiirücffal}«!],  3».  U  jitUoö  m.  fein  a)  fici^  fc^niU  unb 
un»iUfilrli(^  rilcfwärtö  bewegen  (er  fuf)r  »or  ©t^tec!  jutüct) ;  b)  auf  einem 
guf)rn>cife  ob.  gaf)rieuge  fic^  juriicEbegeben  (er  i(l  nac^  .^aufe  jurücfgefaf)ren); 
2)  jicl.  etwas  —  auf  einem  gubrnjerfe  ob.  gafjrjeugc  gurütficbofTin;  bie 
3urücffal)vt,  gern.  9lücEfaf)rt,  f.  b.;  jurücf fallen,  jicUof.  ^w.,  fallcnb  »icbec 
gu  feinem  3(uSgang«punEte  gelangen;  uneig.  «Jieber  in  ben  oorigcn  fdjlee^te« 
ren  3u{lanb  geratben  (in  eine  J^ranfbcit,  einen  gebier  ic.  — );  bec  Surücf; 
föÜ,  gew.  Siüdfaa,  (f.  b.);  pvücffül)ren,  jiel.  3«».,  einen  —  »ieber  na^ 
bem  £)rte  füf)cen,  wofjcr  er  ge!ommen  i|l  (j.  S5.  ein  oerirctcS  Äinb  ju  feinen 
Altern  —  );  uneig.  et  wo«  — ,  wicbcr  btrbeifübren,  »ieberbringen ,  ber* 
flellcn  (j.  S.  ben  gticbcn  — );  cttcai  gltic^f.  ju  feinem  2luögangepunEte  fü^^ 
ren,  bis  ju  feinem  Urfprungc,  feinem  SntftcbungspunJtc,  feinen  Ucbcflanbtfjeilen 
»erfolgen  (j.  SB.  ein  ®efcble(%t6regiilcr  bis  in  bie  früljeftcn  3cilcn  —  ;  einen 
SBegriff  auf  feine  Seftanbtbeile,  einen  ©a|  auf  feine  einfachen  Segritfe  jurQc!» 
führen);  juviicfgeben,  jiel.  3n>.,  etwas  an  ben  oorigcn  Scfi^cr  geben,  erflat» 
ten  (gelicbeneS  ®elb,  ein  erobertes  Canb  it.)',  auö)  itberl).  f-  erwieoern  (eine 
SRebe,  eine  SBeleibigung  —  ;  einen  ©c^oll  jurücJgebcn,  b.  i.  wicberbatlcn;  bie 
Surücfgabe,  baS  3urüclfgcben,  audb:  9?ücEgabc;  5urii(fgcl)cn ,  jiellof.  3w., 
ctg.  wieber  an  ben  Ort  geben,  »on  wo  man  ausging  (j.  S.  nac^  ber  ©tabt — ); 
uneig.  auf  etwas  grflljereS,  Vergangenes  9iiid"fid)t  ncbmen,  eS  in  SBctrac^tung 
jiel)en  (mit  feiner  Unterfuc^ung  bis  in  bie  frübeflen  3eiten  juriic!geben) ;  in  ei' 
nen  fc^lec^teren  3ujtanb,  in  fc^lee^tere  Um|lanbe  geratl)en,  »gl.  jurücEtom» 
mcn;  in  ber  2(uSfübrung  gc()inbert  werben,  nic^t  »or  fic^  geJjen,  f.  ».  w.  rücS« 
gängig  werben  (ber  .i&anbel  ift  jurüctgegangen;  bie  .^eiratl)  wirb  jurücts 
ge^en);  bec  Surücfgang,  baS  3utüdgeben,  gew.  «Rüctgang ;  jutücfl)altm, 
jiel.  u.  jicllof.  3w.,  einen  —  ,  iijn  nöttjigen  juriic£jubuiben,  ifjn  nie^t  »or» 
warts  geben  laffen,  nidjt  fortlajfen,  ftnno.  aufbauen  (einen  ©ebcnben  — ;  man 
^iclt  mi^  lange  jutüct);  uneig.  etwas  — ,  f.  eS  bei  o.  für  ftc^  bebalten,  nic^t 
»on  [lä)  geben,  nidjt  äußern  (feine  STZeinung,  fein  Urtbeil  :c.  — );  aud)  jiellc« 
f.  feine  ßmpfinbungen,  9}ieinungcn,  feine  ©cfinnungK.  nie^tcfftn  benennen,  fic^ 
m(^tleic^tunbfoglci(^  äußern  (erbaltfebrjurüd;  au^:  mit  einer  ©ac^e,  mit  fei' 
ner2(nfic^tic.  jurücEbatten);  bal;erbaS  SOtw.  juriicff^altcnb  oIS  Sw.  f.  fic^  nic^t 
frei  außernb  unb  offen  mittbeilcnb  (er  ijl  febr  jutücl:()altenb ;  ein  jurüd'batten; 
ber  üJlenjdj);  bte3urü(fl)viltung,  1)  baS  3urüctbaUen  (^iel);  -)  baS  ^üvüd» 
lialtenbfein ,  ftärEer:  9Serfc^toffenbeit ,  entg.  Cjfcnbcit,  äDfycnbcrM'i^fcit  (mit  3u' 
tücEbaltung  — ,  oljne  alle  3utüctbaltnng  fprcc^en  :c.) ;  glirücf f cl)rcn ,  3w. 
1)  jiel.  etwas  — ,  wicbcr  na^  ber  ©cite  bin  lebten  ob.  wenbcn,  wcbin  c6 
früber  gerietet  war;  2)  jicUoS  m.  fein,  fic^  nac^  feinem  2CuSgangSpun!te  u. 
^cpfe'S  Jg)anbwörterb.  b.  bcutfcljcn  ©pn.  2.  Zi)iiU  135 


2146  •  juvud 

bef.  2(ufent()artgörte  jurücJ&egebm  (cc  ijliuruct^efcfitt,  tstrb  6alb  mä)  ^aufe 
jurucf festen) ;  unetg.  »on  jcttlfdöenSSorgä'ngm  f.  miebfr  eintreten,  ftc^  »tebec» 
^olcn,  ftnno.  n?tebcr!e()ren  (bei*  gtö^ling  ic.  ifl  jurüc5jt!c()rt);  bi«3iuücffel)r, 
gew.  SfiöcBfe^r,  [.  b.^  Jlirüiffommen,  jfeHof.  3w.  m.  fein,  1)  dg.  wiebec 
on  [einen  ^(uSgangSpunJt  fommen,  baf){n  juciicB  gelangen,  finn».  wieberfornroen 
(et  ijl  öon  feinet  Steife  jucüdgefornmen) ;  2)  uneig.  oon  etwa 3  —  ,  b.  t. 
ba»on  abioffen ,  e§  fai^ren  lajfen  ob.  aufgeben  u.  ba§  größere  wiebcc  ergreifen 
(}.  S5.  er  ift  oon  feiner  SKeinung,  oon  feinem  Srrt^ura  2C.  §urü(ige!omnien); 
3)  in  einen  fc^le^lteten  3upanb,  in  ungünftige  Umjtcfnbe  gerat^cn  (et  ift  in 
feinem  ©efdjoft,  in  feinen  SJermögenlumpanben  fe^c  jurücfgefommen);  bie 
SurücPfunft,  baS  3utü(i£ommen  (nur  eig.))  au^  SiiicEEimft;  äUrücflöJTcn, 
jiel.  3».,  1)  einen  ob.  etwaä  —  ,  i)inUt  fid)  laffen,  inbem  man  ftc^  fott= 
bewegt  ob.  entfernt,  fti  e§,  baf§  ber  ©cgenftanb  an  bcm  Drtc  bleibt,  wel($en 
man  »erlojft,  ober  bafa  berfil&e  fpä'tcr  na<ä^folgt;  öcrfdö-  {)interlaffen  (j. S. 
er  ift  ausgewanbert  unb  i^at  SBeib  unb  ^iniit  juru(Jgelaffen;  ber  23erftorbene 
{)inteclaJTt  feinen jurüdEgelaJTfnen Ätnbern  feinSSermögen);  2)auölaff.  einen—, 
f.  ii)n  §urücEgei()en ,  fi^  juriicfbegeben  laffcn  (man  ttJoUtc  mid^  ni^t  lutüd- 
lajfen);  jurücf legen,  jiel.  3».,  eig.  nac^  hinten  ju,  l^inUvwäiU  ob.  f)intcc 
jtc^  legen;  bafjer  uneig.  1)  itwci^  ju  fp5terem  ®ebrau(^e  bd  <QiiU  legen,  auf= 
bewaf)ren,  ni^lt  t>crbraac^en  (®clb  — ;  c«  i^ä'ft  jegt  fd&wer,  etwa«  iurücfju== 
legen);  2)  eine  raumlic^jc  2(u§bcl)nung,  einen  SBeg  —  ,  b.  i.  hinter  ft(%  lajfen, 
inbem  man  jic^  fortbewegt  (wir  legten  in  ieber  ©tun&e  eine  üÄrile  SSegeS 
jurüiJ) ;  auc^  übertragen  auf  bie  Scbcnöjeit  unb  einzelne  TibfdjnitU  berfelben 
(5.  S.  fein  jurüfJgelegteS  ßeben  betrati^ten;  ein  Sebensja^r  jurucf legen;  tv^at 
baS  jwanjigjle  ßcbenSia^r  jurücf gelegt,  b.  i.  üoUenbet);  3Urucfncl)men,  jiel. 
3w.,  etwaö  ©egebentö  wieber  nei^men,  wiebec  annehmen,  (ttwai  JSerft^enf" 
teS  — ;  eine  oerfaufte  SSSaare  — ) ;  etwai  3(uägefagteß  föt  nx6)t  gejagt  ob. 
ni^t  gültig  erflä'ren,  eS  wieber  aufl^eben,  ftnno.  wtbcrrufen  (fein  SSort,  fein 
8Serfpre(i^cn  — ;  t^i  ne()me  »on  bem,  w<x^  i^  gefagt  ^abe,  nid&tö  jutücf) ;  bie 
3uru(f na()me,  baS  3urü^ne]^men,  eig.  u.  uneig. ;  äurücfprallen,  jieüof.  3»- 
m.  fein,  prallenb  jurü(Jfaf)ren,  finn».  abprallen  (ber  ©all  prallt  »on  ber  Süanb 
jurücJ);  uneig.  burdj  etwaö  Unerwartetes  erfd^reci't  plö^li^  jutüdfoi^ren;  §U' 
rurfrec^nen,  3w.  l)  jielloS  m.  ^aben,  mit  ob.  in  feiner  3ie^nung  auf  ba8 
grüfjete  jutücEgel)en;  2)  ^id.  ttmai  üon  bem  SSerec^neten  jurö(fnel)men  ob. 
abj{el)en,  gew.  abrechnen  (einen  Soften  »on  einer  Sted^nung  — );  ^urüdfru^ 
fen,  jiel.  3w.,  1)  etwas  — ,  IjinUv  \iä)  rufen,  bin  3uruc!bleibenben  jurufen; 
2)  einen  — ,  wiebec  an  ben  Ort  rufen,  »on  wo  er  fortgegangen  war,  wieber 
ju  ftd^  rufen  (einen  ®el)enben,  ben  SSoten  jc.  — );  in  weiterer  ©cb.  übec^. 
einen  entfernten  gurütf?ommen  i^eijjen,  jurütfberufen ;  uneig.  itwai  im  ®e» 
bdc^tnijö  — ,  fid^  beJTcn  wiebec  erinnern;  auc^:  einen  in  ben  »ovigen  3ujlanb 
jurüctoerfe^en  (j.  S.  einen  ©d^eintobten  ins  geben  — );  juriicf fagcn ,  jiel. 
3w. ,  1)  l;tnter  ftdd,  ben  3uräctbleibenbcn  fagen  (j.  S5.  ein  Sebewol;l  — ); 
2)  jur  (Srwiebcrung  ob.  2(ntwort  fagen,  bagegen  fagen,  erwiebern  (j.  35.  er 
Uep  mir  einen  ®ruj5  jurüctfagen) ;  juviirf fd^auen ,  giellof.  3w.  m.  ^aben, 
i)int(t  ftd^,  nac^  einem  »erlaffenen  Orte  ob.  (Segenftanbc  fd^auen;  uneig.  auf 
»ergangenes  fd^auen  b.  i.  eS  im  ®eift  betra<^ten ;  pviicf [dringen ,  3w.  1) 
jieaoS  m.  fein,  ^eftig  jurüctfallen;  uneig.  üon  Äranf^eitSjloffen :  plö^lid^  ju* 
rücJtreten  (f.  b.),  fid^  auf  bfe  inneren  Zt)iiU  werfen  (j.  85.  ba^  ^xitUh  *"'« 


3uru^  214T 

®td)t  ill  jurücfgef^lagen);  eine  iplö^ltc^e  JOerSnbcrung  jum  (Seringeren  ettef» 
ben,  plö^itc^  [c^lcd^ter  ttjcvbcii  (03I.  Siuctfc^lag);  '2>  jid.  etwa«  ob,  ei« 
ncn  — ,  [c^laginb  ob.  bur(f)  ©djiägerüctgÄngtg  matten  ob.  guructtreibcn  (ben 
aSaU  —  ;  ben  geinb  —  ;  ouc^:  einen  Jfngriff,  2(u6faU  k.  — ,  b.  i.  bie  "an- 
greifenbcn  jf.);  ctmaS  f)fntcriüarts  ü£>crf(^lagen  (ben  50iante(,  eine  Äloppe  u. 
bgl.);  tücttrait«  umf^i^Iagen  (ein  JBlatt  in  einem  JBu^e — );  jutücfrcl)en, 
jieUof.  3n>.  m.  ijabcn,  {jintcrwcittö ,  r\aä)  einem  »ertaffenen  Dcte  ob.  ®egens 
ftanbe,  nac^  bcm  3(ii«gang^pun!te  ob.  Tfnfangc  l)in  fefjen;  uneig.  ouf  93ergan* 
geneö  ob.  @ef^c|)cneS  fet)cn  b.  i.  ben  ©eift  tickten;  ^urücffe/jcn,  iiel.3w«eig. 
1)  itmai  »ieber  an  ben  oorigen  Drt,  an  [eine  ©teUe  fe^en;  2)  etwa«  f)intct* 
wä'rts  ob.  bii  ©eite  fffeen,  wegfegen;  baöit  inäbef.  SQaaren  — ,  q18  untaug* 
li^  ob.  nic^t  me()C  gangbar  Quöfonbcrn  (jurücEgefegte  SBaaren);  uneig. 
einen  — ,  b.  t.  ii)n  ^nbern  nac^fe^en,  if)m  geringere  2Cc^tung  bcroeifen,  iljn 
geringfc^-ü^tg  befjanbein,  Otf.  in  2(nfi'f)ung  ä'u^erlie^er  2(uöj(cicinung,  SBeförbe» 
rungic,  finn».  t)intanfe^cn  (fi(^  gurücfgcfeßt  fü()(en);  bie  3urü(ffcl^ung,  ba« 
3urüct|'e^en,  bcf.  in  uneig.  Seb.  (j.  SB.  einen  burc^  äuriicfi'e^ung  Oeleiöigen; 
unoerbiente  Buvüdfe^ung  ic) ;  5Urü(f|lcl)en,  jiiUof.  3io.  m.  t)abcn,  t)inter« 
aÄrtö,  ()inter  2(nbctn  flcfjen;  bef.  uneig.  bem  9Jange  ob.  2Bert()c  nad^  gerin» 
ger  fein  ob.  geringer  geat^tet  werben,  finno.  jurücfgefe^t  »erben,  nac^flef)en; 
jurücflleüen,  jiel.  3>tJ.  1)  ettoaö  irieber  an  ben  »origen  Qct  (teilen,  ob.  an 
eine  bereits  überfdjrittene,  bem  2(u§gang6pun!tc  natjer  licgenbe  Stelle  (ben 
3eiger  einer U^r —,  auct):  bie  Uf)r  jurüctftellen);  2)  etroaö  l)intertt)ä'rtö  ob.  bei 
&iiti  jtellen,  fei  eö  ju  fünftigem  ©cbrauc^,  alö  2(u«gcivci|)lte6,  ob.  2üt6gefcl^üf» 
feneö,  ogl.  jutüiJfc^cn  (Sffiaaren  — );  jliriicf|loßen,  jitl.  3«?-)  einen  ob. 
etwa«  — , rücctpartS,  b.i.  nac^  feinemJCuSgang^punf te  ju,  oon  fic^  Ijinroeg  ftof  cn, 
ftopenb  ob.  burd^  ©töpe  jurürttreiben;  uneig.  einen  plö^lic^  u.  gewaltfam  xok» 
ber  in  ben  oorigcn  fd^Iec^teren  3uftanb  oerfe^cn  (einen  in6  Ungliic?  — );  fcr« 
ner  f.  ».  w.  üon  fid^  jlojjcn,  b.  t.  ^eftig  u.  f)art  oon  ftc^  entfernen,  jurüc!» 
ob.  abwcifcn  (5.  S3.  er  flie^  hit  bargcreid^te  Jg>anb,  bie  bargebotene  .^ülfe  ic. 
jurilct),  bal;cr  aud^ :  burc^  .^acte  u.  Unfrcunbtie^Eeit  3(nbcre  oon  fic^  entfernen, 
jtnnü.  ob  flogen,  entg.  anitet)cn  (fein  aSetragen  flö^t  Sebermann  juriid;  bef. 
ba«3Rw.  }urücE|lo9enb  a(ö  Sn?.,  §.  SB.  fein  2(u^ercö,  fein  SBefen  ijl  jurüd» 
jto^tnb,  ^at  etnjaö  3urüctflo^enbe6);  juviicf treten,  jieUof.  3».  m.  fein, 
1)  rüctnjä'rtö  ob.  hinterwärts,  »on  itvoai  weg  treten  (tritt  ein  wenig  jurücJ!); 
baf)ev  uneig.  nat^  gefd;el)encr  2Cnn5l)erung,  eingegangener  S3crbinbung  u.  bgl. 
ftd^  gurüc'iiieljen,  »on  ttm:i^  abfielen  ob.  oblaffcn;  2)  fic^  an  ben  frLil)eren 
Ort  |uriirtbegeben ,  bai)in  jurütfitjeic^en  (ber  ausgetretene  ©trom  i]t  in  feine 
Ufer  juriictgetrcten;  ein  Ärani^eiiSjtoff  tritt  jutücJ,  b.  i.  iict)t  \iä)  nad)  innen 
juritcE,  wirft  \ii)  auf  bie  inneren  Steile);  juvücf ipeifen ,  3w.  1)  jiel.  einen 
ob.  etwas  — ,  iljm  ben  2Bcg  ob.  bie  Stiftung  nac^  feinem  2(uSgang6punfte 
jurücf  anjeigen  ob.  üorf(^reiben  (ein  Äinb  ju  feinen  2ntcrn  — ;  einen  Sanb» 
flrei^er  in  feine  Sßdmatt)  — ;  uneig.  üoerö-  f.  ctwaS  oon  fic^  weifen,  ab» 
weifen,  finno.  ab(el)nen,  abfdjlagen  (ein  &e\6)cnt  — ;  ein  *efu(§,  eine  3u» 
tttutt)ung  — );  2)  jielloS  m.  l)abcn,  t)intit  fi^  ober  nac^  bem  2(uSgangS» 
punJte  i)in  jeigen  ob.  beuten  (j.  S.  mit  ber  >^nb  jurücEweifcn);  bie  Surücf« 
roeifung;  jurücf werfen ,  jiel.  3w.,  l)  etwas  rücfwarts  oi.  f)inter  fic^  wer» 
fen,  weg  werfen ;  uneig.  fd^nell  u.  heftig  {)interwarts  falten  laffen  ob.  bewegen 
(j.  8.  ben  SJiantel  — ;  ben  Äopf  — );  2)  wieber  nac§  feinem  2(uSgan8<« 

135* 


2148  gw^^öt^^n  —  5urüjlen 

punfte  ^in  werfen  (j.  JB.  einen  gcfanacnen  S5aU  ■ — );  uneig.  »om  iiäjU  f. 
jucüctjlva^(cn  (ein  ©piegel  »itft  bie  Si^tjira|)lcn  jurüd;  fr.  reftcctiren) ;  fer- 
ner f.  getxialtfam  i^urürfbra'ngcn,  gurüiJtrcibcn  (j.  SB.  bm  geinb,  bte  feinbli^e 
SÄeiterciu.  — );  bU  Surüd'irerfung;  gurücfrülrfen,  jieUof.  3».  m.  i)aben, 
auf  eine  «sicfenbe  Äcaft  u.  3;f)att3!eit  »ieberum  »irfcn,  betfelben  entgegen^ 
»irEcn,  SBibcrfranb  Iciften,  ouc^:  rüdroirfen;  bic  3urü(f iiDirf ung ,  ge». 
StücJtrirfung ;  §urü(fial)Ien,  jiel.  3».,  »ieber  an  ben  ?a{)len,  Bon  wetd^em 
man  eine  3a|(ung  empfangen  1)cit  (ein  25arlc{)n  — );  uneig.  f.  tergelten,  er» 
wiebern;  5Urü(f3ät)(en,  jtel.  u.  jieUof.  ^m.,  1)  riiäwd'rtö,  na^  bem  2(nfange 
}u  ja()len;  2)  abjd'f)tenb  jurücfnefjraen,  abjie^en;  jurüdP3icl)en ,  3«?.  1)  jiels 
lo6  m.  fein,  wicber  nad^bem  JfuögangS^  ob.  fcüijeren  2(uf£nt()a(tgorte  jie^en 
b.  t.  fid)  im  3uge  bewegen;  in  bejiimmterer  JBeb.  wiebcr  in  bk  ootigc  fÖSo^' 
nung  einjicl)cn;  2)  rüctj.  ftd)  — ,  fic^  rüctwartg  ob.  nad^  ber  ©egenb,  wol)er 
man  gcfommen,  jurüct&ewegen  ob.»  begeben,  bef.  von  einer  ©djaar  ob.  SKenge 
(ba§  ^ccr  muffte  fid^  juriicf^ieöen,  ^at  \iä)  jurucEgejogen ;  »gl.  ber  SRücJjug); 
»on  einjelnen  ij^c^fonfn:  ftc^  oon  3emanb  ob.  etwai  entfernen,  jtd^  itjm.  ent- 
jiet)en,  bie  ©emeinfci^aft  mit  Scmanb,  bte  Ztidtna^me  an  ttvoa^  auffjeben  (i-JB. 
er  f)at  fic^  »on  mir,  auö  meinem  Jpaufe,  »on  «nfecer  ®efeUfd;aft,  »on  allen  ®e« 
ftl^äften  JC.  jurudgejogen) ;  in  weiterer  SSeb.  ft^l  ßon  bem  Umgange  mit  SKen» 
f4)en  übert).  entfevnen,  um  einfam,  flill  u.  »erborgen  ju  leben  (fic^  in  bic  ©in' 
famfeit  — ;  er  (;at  fi^  ganj  juvüdgejogen ;  ba()er  t>ai  5SJlw.  jurüdgejogen 
alö  S5w.,  j.  SS.  gurücEge^ogen  leben;  ein  jurücEgejogencS  Ccben  führen;  hk 
3urü(ige5ogenl)ett,  baS  3urödgejogenfein,  ba^  einfamc,  fülle  ßcben); 
2)  jiel.  einen  ob.  ctwaä  — ,  ritctwcirfg  ob.  wieber  an  ben  üorigen  Ort  gic« 
^en  (j.  S5.  einen  an  ber  J^anb,  am  Äleibe  — ;  im  JBrcttfpiel:  einen  ©tein  — ); 
toieber  |u  fi(^  ob.  on  fi4?  gießen  (bie  SSorpoften  —  ,  wicber  mit  feinem  Sritpp 
»ercinigen),  bef.  ctwog  2(uSgeflveötc6  ob.  Sargercic^teö  (ben  gu^,  t>ie  -^anb  zc.  — ; 
uneig.  feine  ^anb  con  Scmanb  jurüc!gicfjen ,  f.  o.  w.  abjte{)en,  i.i.  bie  bärge» 
botene  «^ülfe  i^m  entgieljen);  bie  Buvüifjic^ung ,  ba6  3urüdjie^en,  nur  in 
iiel.  SSeb. 

jurücPcn,  trb.  jiellof.  u.  jicl.  3w.,  einem  Dttc  ob.  ©egenfitanbe  na()er, 
nad)  ii)m  i)\n  tücfen,  entg.  abrücEen,  (j.  S.  mit  bem  ©tut)le  ber  SDBanb  ju» 
rüden;  gicl.  ben  ©tuf)l  ber  SBanb  — ). 

j^urüc!fa{)ren  u.  f.  f.  —  jurücfjiel^en,  f.  unter  juröd. 

jurutern,  trb.  jieaof.  u.  giel.  3w.,  nad)  ettoai  f)inrubecn  (bem  Ufer  — , 
u.  giet.  ben  Äabn  bem  Ufer  jurubern). 

;|urufen,  trb.  3w.,  1)  gieUog  m.  ^aben  u.  gicl.  einem  — ,  nad)  i^m 
I)in,  il)m  entgegen  rufen,  einen  9vuf  an  i{)n  rid)ten;  einem  etroaS— , 
rufenb  feigen  ob.  ju  ernennen  geben  (j.  SS.  einem  SBeifall  gurufen) ;  2)  giel* 
loö,  foctfaf)ren  ju  rufen;  ber  Burilf,  baö  Zurufen,  ber  an  3emanb  gerid;» 
UU  9luf,  u.  bie  i^m  gugerufenen  SBorte  felbff. 

jurünben,  trb.  jiel.  äro.y  etwa^  — ,  bucd)  geliocige  SScarbeitung  runb 
mad)cn,  runb  gufc^neiben  2c.,  »on  beftimmterer  SSeb.  alö  abrunben,  (j.  S3. 
ein^olj  — ;  uneig.  ein  Canb,  ein  9Jci4)  — >  fr.  arronbiren) ;  bicSurunbung. 

jurüflen,  trb.  jiellof.  u.  giel.  3«?.,  ju  einem  gewiffen  3wecfe  ob.  (Be- 
braud)e  rü|lcn,  jubeceiten,  jured}t  mad)en,  »crfd).  auSriiflen,  f.  b.  (ber 
©djijfer  rüflct  gu,  wenn  er  fic^  gur  2lbfü^rt  fertig  mad^t;  bai  Stötfjige  auf 
bas  ge|l  jurüflen);  bic  Sutüjlung,  1)  o.  SÄ.  baS  3urüflen,  bie  ^uUw* 


jufam  —  jufammcn  2149 

fung;  2)  SO?,  -<n,  mag  man  ju  einem  3tt)ecFe  üorbereUet,  ueranflaltet,  ju* 
ri:i}tetK.  (j.  S.  gro^c  Sucüjtungcn  jit  einerti  gcjlc  madjcn). 

i^ufcicn,  txb.  jicdof.  3»tJ.  m.  (jaben,  eanbto.  baö  ®äen  tjollenben  (mit 
taben  fc^on  jugcfdet);  audd  jtet.  ba^  ^elb  — ,  völlig  befd'en  (bec  2(ctec  ifl  hf 
reite  (Sitgefdct). 

jufagcn,  tt&.  3».  l)  gic(.  einem  etwas  — ,  a)  ianb[c^.  f.  e«  in  S5e* 
j^iebung  auf  \t)n  fagen,  i()m  fagenb  ^ufc{)ceiben  ob.  @d)ulb  geben,  oon  if)m 
auöfagen  (geio.  nuc  in  ber  SfJebcnöart:  einem  ittvai  auf  ben  Äopf  jufa« 
i;cn,  j.  85.  i(^  fagte  if)m  auf  ben  Äoüf  ju,  bafs  ec  eö  Qüi)an  I)abe);  !>)  fagen 
ob-  erfld'ren,  bafg  man  in  ettraS  e>nn)i(Iige,  etn?a6anne{)me,  ob.  \i<i)  Der; 
binblid)  madje,  etivaS  ju  leijlen  ob.  ju  gen)af)ren,  immec  in  Sejiefjung  auf 
eine  »orangcgancicne  gorberung  ob.  Sitte  bcö  2(nbern,  oetfc^.  oon  bcn  finno. 
txtfpredjen,  üett)ci0en,  jufid^ern,  entg.  oetfagcn,  abfrf)lagen  (cinemftine 
Socktet  — ;  et  ijat  mit  feine  ^ü(fe  jugefagt) ;  in  engerer  Scb.  eine  ßinia* 
bung  auSbrüdlid)  annef)men,  gew.  jieUo6,  entg.  ab  fagen,  (j.  S.  alle  ein» 
gelabenen  (gäfle  l)abcn  jugefagt);  2)  jttUo6  m.  l)aben,  einem  — ,  il)m  ge^» 
md'fi  üb.  genehm  fein,  mit  feiner  ßmpftnbung  cb.  ä)Ot;?eUung,  feinem 
Sßunfdje  ob.  23er(angen  iibereinfiimmen,  finno.  ihm  entfpred}en,  it)n  aw' 
fptcd)en,  if)m  gefallen,  be{)agen,  (j.  J8.  biefe  ©peifc  fagt  mir  nic^t  gu;  biefe 
®cge«b,5Boi)nung,SBittetung  ic.  fagt  ihm  ju;  feine  Tfnfic^ten  unb  ©runbfö^e  fagten 
ben  racinigcn  ni^t  gu);  bie3ufiic|e,  9}2.-n.,  baöSufagen  (jiel.)  u.  ba^Sugfc» 
fagte,  h.  i.  bie  au3brücf(irf)e  2(nnai)me,  (Sinmidigung,  bag  23erfptfd)<n, 
(feine  3ufagc  {jaltcn;  alte  feine  äufagen  erfüllen). 

jufammen,  91».  (ggcf.  auö  ju  unb  fammen,  f.  b.  u.  ygl.  beifammen  u. 
ba§  oberb.  mitfammen,  f.  mit  einanbcc;  alt^oc^b.  zasamaDc,  zisamane,  zesa- 
mane,  wo-samane  cig,  aU  Dat.  eineö  tton  bem  91».  snman  gcbilbeten  J^aupt». 
samana,  ©inigung,  @efammtt)cit,  ju  betrauten  ip;  alfo  »gu  ob.  in  ffiercini« 
gung  ob.  ®cfammtf)eits  mitteil)od^b.  zesamene,  zesamne;  obetb.  gefamen,  ge^ 
fam;  niebetb.  (ofamen;  SB.  sam,  ogl.  fam,  fammetn,  fammt  2C.)  begeic^nct 
übcrl).  ^Bereinigung ,  @efammti)eit  ob.  @emeinfd)aft  in  irgenb  einer  Se» 
gie^ung,  inöbef.  1)  baö  23ereinig(fein,  unb  gwar  a)  in  finnlid)er  Seb. :  räum; 
lid)  vereinigt,  nn  bemfelben  -Drte,  in  unmittelbarer  Ü^a'fje  bei  einanber, 
jtnnn.  beifammen  (g.  SB.  gufamnien  fein,  ft^cn,  ftef)cn,  bleiben,  »ol)nen  jc; 
»ic  »aren,  blieben  ic.  lange  gufammen;  fie  jlanben  Seibe  gufammcn  cor  ber 
Sf)ür;  »ir  fa^cn  gufammen  auf  einer  S3anf);  b)  in  »eitercr,  unfinnlic^ctSeb.: 
in  bemfelben  3uftanbe,  in  @efeUfd}aft  ob.  ©emeinfd)aft  mit  eiminber,  in 
geifliger  S3erbinbung  ob.  SSereinigung,  oerfc^.  oon  beifammen  (g. ®. »bie 
SJlenfc^en  finb  nic^t  blü|j  gufammen,  »enn  fie  beifammen  finb;  au^  ber  Snt« 
fcrnte,  ber  3£bgcfc^tebenc  lebt  unö«  ®ötl)c;  id)  ijabc  mit  ii)m  gufammen  gear^» 
beitet;  wit  f)aben  bie  2(rbeit  gufammen  gemacht,  b.  i.  gemcinfc^aftlic^ ;  »ic 
»oUen  gufammen  leben  unb  iterben,  gufammen  ^ci)in  unb  fallen);  auc^  naöf 
alle  gur  S8cgeid()nung  beö  SScreinigtfein^  einer  @efammtf)eit  (g.  S.  meine 
greunbe  »aren  alle  gufammen  id  mir;  fie  gingen  alle  gufammen  fort; 
f^on  attb.  al  zisamine);  2)  baS  2.^ereinigen  ob.  SSereinigtreerben,  bie  Se^ 
wegung  ob.  9iid)tung  mel)rer  2!)inge  nad)  einem  Drte,  ob.  genauer: 
bie  burd)  eine  S()dtig!eit  ob.  SSeroegung,  »clc^e  ein  t)ingugefägteö  3eitirort 
auöbriicJr,  beivirfte  ^Bereinigung  niedrer  ©egcnjlänbe  ober  Ztjcilt  eincö  ©tef* 
fe«,gtöpete^nnd()ecung,  engere  SSerbinbung  ob.  23«rmifd)ung  ber  Steile  eine» 


2150  gufammfn 

®anj<n.Snb{ffet2tcna5eb.l6tlbcfjufammen  immer  uned^te.alfo  trennbare 
3u[ammenfe^ungcn  mit3eittt)örternu. bauon  abc^el. J^aupt»örtcrn,unb 
1)at  auf  bec  ©tlbe  fam  bcn  ^auptton,  ia^  bamit  »erbimbene  3eit-  ob. .?)aupt» 
wort  hingegen  ben  S^cbcnton;  imb  bte[e  j  gcf.  3«it»örter  fi'nb  öon  bcn  ni^t 
jurammcngcfe^ten,  [onbcrn  buci^  iai  fclbjlänbigc  S^tit).  jufammen  in  ber 
Iflen  aSeb.  nur  bcftlmmtcn  Zeitwörtern  tt)o{)l  ju  unterfd)eibcn  (ogl.  jufam« 
men  faf)rcn,  j.  S.  wk  fufjren  jufammen  (b.  i.  in  ©efcUfd^aft  mit  cinanber) 
naä)  91.,  u.  juf  ammenfai^ren,  j.  SB.  er  fai)r  yor  ©c^rect  jufammen;  ju« 
fam  men  f  ommen,  j.  SS.  fie  famen  ju[ammen  (b.  i.  eercint)  gu  mir,  u.  ju* 
fammenlommcn,  j.  S5.  fie  finb  bei  mir  jufammengclommen,  um  über  bte 
@a(^e  ju  beralf)en;  jufammen  (efen,  j.  S.  wir  {)abcn  baö  Su(i^  jufammen 
(gcmeinf^aft(i(^  mit  einanber)  gelcfcn,  u.  etwas  jufommcnleff  n  b.  t.  le« 
fenb  jufammenbringen,  fammeln;  jufammen  jiet)en,  g.  5B.  jwei  ^ferbe 
jicljen  jufammen  ben  SÖSagcn,  u.  jufammenjiet)cn,  b.  i.  §ief)enb  »ereinigen, 
in  einö  ob.  inö  Äurje  jie^cn).  5Rur  wenige  Zeitwörter,  bei  bcnen  jufammen 
bie  Ijte  SBeb.  bc6  Sereinigtfeinö  'tjat^  werben  gteicf)faU§  alä  jufammem 
gefegte  an9cfef)en,  weit  fie  in  biefcr  Serbinbung  eine  cigcntf)ümli(j^e,  uneigcnt» 
Ud)e  S3eb.  annci^mcn;  fo:  jufammcnt)angcn,  jufammcn()a(ten  «.  e.  a.;  bie  mit 
jufammen  »erbunbcnen  Hauptwörter  aber  finb  bei  jcber  SSebeutung  als 
3ufammenfe|ungen  ju  fcetra(^tcn,  alfo  eben  fo  wot)(:  baS  Zufammenfein, 
Zufammcnbleiben,  3ufammenleben,  »fi^en,  :JWof)nen  u.,  mit  baS 
3ufammen!ommen,  3ufammentreffen,  bie  3ufammen!unft,  3u« 
fammenfc|ung,  3ufammcnjiei()ung  :c.  —  .?>iernad^  erflaren  fi^  bie 
3fc^.  mit  jufammen  gröptenttieiiS  {)tnlängtid^  buvd^  fii^  fetbjt  unb  bebiirfen 
nur  jum  Zi)dl  wegen  mefjrfad^er  nnb  uneigentlidjer  SSebeutungcn  einer  nö^e» 
ren  erflarung,  olS:  jufammenarbeiten,  jid.  3».,  buvc!^  2Crbeiten  »ereinen, 
JU  einem  ©anjen  »erarbeiten;  jufammenbacfen,  3w«  1)  ?ieUo6  gem.  f.  jU' 
fammcn!{cben;  2)  jie(.  etwas  baäcnb  ob.  im  SBaden  »erbinben,  ju  einem 
©anjen  machen;  jufammenbaUcn,-  jiel.  3w.,  ballenb  jufammenbrücfi'n  (ben 
©4)nee);  in  SSaUen  »ereinigen,  jufammenpaden  (©aaren);  jufammenbaucn, 
jiel.  3w.,  bauenb  ob.  bur^  SBauwer!  mit  einanber  »erbinben,  bic^t  on  cinon* 
ber  bauen;  bauenb  ein  ©anseS  ^erjleUen;  jufammenbeipen,  jie(.  3«?-,  hiU 
fenb  »erbinben  ob.  jufammenbrttcfen ,  auf  einanber  beiden  (bie  3a()ne);  JU« 
fammenbetteln,  jiel.  3».,  burdt  SBetteln  jufammenbringcti  (j.  SS.  er  i)Cit  »iel 
@elb  jufammcngebettelt);  jufammenblcgen,  jiel.  3w.,  bie  Si)cife  eines  Mu 
perS  bur^  SBiegen  einanber  annä'()ern  u.  babur^  »erbinben;  ^ufammenbin- 
ben,  jiel.  3w.,  binbcnb  »ercinigen  ob.  ju  einem  Sanken  mad^en  (etwas  in  ein 
SBiiubel  —  ;  jwei  Steile  eineS  SBer!cS  in  einen  95anb  — ) ;  jufamnifnbla* 
fen,  jiel.  3w.,  burä)  SSlafcn  an  einem  Ort,  ob.  ju  einem  ©an^en  »ereinigen; 
jufammcnborgen,  jiel.  3w.,  bur(^  S5orgen  juf:immenbringen;  jufammen* 
bröuen,  jict.  3w.,  »erfc^iebene  SScfranbtljeile  ju  einem  ©ebrau  »ercinigen;  un* 
eig.  fd^erjf).  ein  ©etranf  — ,  huvd)  ^Jlifd^ung  auS  t>crfc||iebcnen  3ufl)afen  bc» 
reiten;  5Ufammenbrcd)cn,  31»-  l)  jicUoS  m.  fein,  bred^enb  in  einen  .Raufen 
jufammcnfallcn  (tin  morf^eS  ©cbaube  bricht  jufammen);  2)  jiel.  etwas  jer* 
brcd^cn  u.  in  fi(^  jufammcnfallcn  laffcn;  aud():  brcc^cnb  ob.  bucc^  SSrüd^c  ju= 
fammenlcgen  ob.  =faltcn  (ein  JBlatt  ^Mpicr);  jufammcnbrinöen,  jicl.  3w., 
an  einen  Ort,  auf  einen  Raufen  bringcnb  »ercinigen;  »on  »crfd^iebcncn 
Seiten  t)cr  ju  ein  unb  bemfelben  3wedfe  ob.  ©cbraud^e  l)crbeife^a|fcn  (bie 


äufammen  2151 

SJJittcl  iü  einem  3wcd,  bas  ©clb  gu  einem  Untecne:^men  jc.  — );  ble  3u; 
fammenbringunq;  jufammenbenten,  jici.  3w.,  bcrienb  ob.  in  ©ebanfen 
pereinißcij,  in  einö  ucrbunben  beuten;  jufannncn'crangeii,  iitU  3».,  brä'n» 
aenb  eng  »ctbinben,  hi^t  an  cinanbtc  brangcn;  unei^.  Eutä  ob.  gebrä'ngt  ju= 
jammcnfofTcn  (bcn  Sn^aU  cineö  SSudjcö  jc) ;  bec  Bufummenbrang,  baä  3u« 
fammenbrangen  ob.  «Sebcangtfein  (j.  33.  ber  SÄenfc^en ,  bec  Umftänbe) ;  JU* 
fammenbrd;en,  jiel.  3t». .  brchenb  »cvbinben  ob.  ju  einem  ©anjen  machen 
(gäben  ju  einet  ©c^nuc  k.  — );  bie  3;()citc  eineö  ÄorperS  in  einen  engeren 
3{aum  bidjt  an  u.  in  einanber  bref)cn  (ein  Zuä)  — );  gufainmcnbrucfen, 
i^iet.  3».,  bructi'nb,  ob.  im  ©rud  vereinigen,  an  einanber  bruden  (j.  35.  bcibc 
2{uffQ|e  finb  in  einem  ^eftc  jufammcngcbructt) ;  jufammcnbrücfen,  iiel.3n)., 
biüctenb  vereinigen,  fejt  ob.  bid^t  an  einanber  brücicn  (j.  58.  bic  Sippen);  bie 
Steile  eineö  Äörperö  in  einen  engeren  3?aum  brüdcn  (g.  S3.  ein  ©tuet  aBad|8); 
bie  3ufammenbrii(f ung ;  jufammeneilen,  jieltof.  3«».  m.  fein,  eiienb  ft^ 
i^creinigen,  üerfammeln,  eilig  jufammentommen;  gUfammenfn()ren,  3».  1) 
jtcUoö  m.  fein,  plöf^ticj^  unb  unwitltittlid)  fi^  ju  einanber  ^in  bewegen; 
ft^  fc^neU  in  einen  engeren  Sfaum  jufammcnjiefjen  ob.  gleic^fam  in  ftd^  jurüds 
fa|)ren,  bef.  cU  SBirfung  beö  ©d)iectenö  (j.  S5.  et  fu()r  bd  bieferSfiac^ric^t  ju» 
fammenjc. ;  oberb.  au^:  in  einanber  fal)rcn);  2)  jiel.  etwaö  auf  ga()r* 
^cugen  ober  gu^rtoettcn  fa^renb  an  einen  £>rt  i)tn  f^affen  (ben  SSaujlcff, 
Sd)utt  2C. — );  ^ufammenfallen,  jteUof.  3w.  m.  fein,  in  einen  Raufen 
falten,  finnu.  einfallen  (j.  S5.  baö  alle  @.b&üU  ijt  jufammengefaUen);  falicnb 
einen  engeren  Siaum  einncf)men,  in  ^iä)  jufammenfinten  (j.  85.  »om  ©d^uffe 
getroifen  fiel  er  jufammen);  uncig.  f.  in  einem  ^untte  jufammentrcjfen  ob.  fi^ 
»ereinigen  (j.  85.  bic  8ic^t|lrafjlen,  jwci  JBegriffe  u.  fallen  jufammen);  jU« 
famuicnfaltcn,  jiel.  3n>-i  faUcnb  i^reinigen,  in  einanber  falten  (bie  ^änbe); 
in  galten  jufammenlegen  (einen  SBricf  IC.);  foaud^:  jufammenfaljen;  JU^ 
fammcnfalJcn,  jicl.  3n?.,  faffenb  ob.  umfaJTcnb  vereinigen,  in  einö  faffen,  bef. 
uneig. ,  finno.  begreifen  (j.  S5.  ctsvaä  in  wenig  SBorte  jufammenfaifen) ;  bie 
äufainmenfaffung;  jufammcnfcgcn,  jicl.  3n?.,  an  einen  Drt  l;in  fegen 
(ben  Unratf));  jufammctifinben,  jiel.  3n>.)  finbenb  vereinigen,  ju  einanber 
®e()örcnbe§  ob.  ^aifenbeS  aufftnben;  fid^  — ,  an  einem  Orte  jufällig  iufam= 
mentreffen;  ;\ufammcnflcc^rcn,  giel.  3«).,  fle^tenb  verbinben,  in  einanber 
Üiöitcn  (bie  ^aare);  jufammcnfllcfen,  jicl.  3Wm  fiictenb  vereinigen  ob.  »er« 
binben;  uneig.  burd)  rol)e,  blof  äu^evlid^e  SSerbinbung  ju  einem  fc^led^t  jufam= 
tttentjangenben  ©angcn  mad)en;  jufammcnfliepen,  jieUof.  3nj.  m.  fein, 
ft^  im  gließen  vereinigen,  in  einanber  flicfjen;  uneig.  fid^  eng  ob.  innig  mit 
einanber  verbinben  ob.  verf^mcljen;  bec  3uftinimcnflufä,  1)  baS  Sufammen« 
fliegen,  ctg.  (j.  35.  ber  Söcrra  unb  gulba)  u.  uncig.  f.  ba6  3ufammentreficn 
einer  SOienge ,  finn».  3nianimenlauf  (ein  3uf<inimenflui6  von  5}icnfc^en,  »on 
Umjlänben  k.);  2)  ba^  3ufammenfliepenbe;  jufammenfügen,  giel.  3»-,  gu 
einem  ®angcn  an  ob.  in  einanber  fügen;  übett).  fcft  u.  innig  verbinben  (was 
©Ott  gufammengefügt  ^at,  foll  ber  SOtenf^  nie^t  f^eiben);  bie  3ufammen- 
fügung;  i^ufammenfül^rcn,  giel.  3»-,  cm  einen  £)rt  fü^renb  vereinigen; 
jufammengeben,  gicl.  3w.,  einanber  geben  ob.  gut()eilen  u.  baburd^  »crbinben 
(ein  SBrautpaar  — ,  b.  i.  et)elici^  verbinben);  uneig.  fid^  — »  f-  fi^  annäf)ernb 
Ob.  jufammengicijcnb  vereinigen;  jufviinmcngcl)en,  giellof.  3»»'  »n.  fein, 
feiten  f.  jufammenSommen,  fic^  »erfammeln  (verfd^.  |ufammen  ge^en,  b.  i. 


2152  gufammett 

mit  einanbcr  »cm'nt);  unctg.  f.  jtd^  jufammenj{et)cn ,  cmtaufen;  ün  2(u6bef>« 
nung  abncfjmcn,  fc^reinben;  §ufammenget)ören,  jicUof.  3»,  tn.  fjaben,  |u 
einanber  ge()örcn,  mit  einanbcr  oercinigt  ein  ®anjc§,  ein  ^aac  ic  bilbcn  (jroet 
©cfeuf)e,  .^anbfcbiib«  JC  9cl)öccn  jufammen);  in  weiterer  SBeb.  f,  ju  cinanbet 
pfljycn;  jufamniengel)ürig,  S».,  f.  o.  ro.  iufammcngc{)örenb ;  jufammen^ 
gcijen,  giel.  3w.,  imä)  (Seijen  jufammenbringen  ob.  fammeln  (er  {)at  ein 
grc^eö  SBermögcn  jufnmmengcgcijt);  jufammengerat^en,  jicUof.  3».  m. 
fein,  ju  ob.  an  einanbcr  gcratJjcn,  jinno.  ju[ammcntrctfcn,  -fiopcn,  inSbei".  in 
fcinblidjcr  Jtbftc^t:  in  ©trcit  ob.  ^anl  gcrat()en,  f)anbgcmcin  werben;  jufam« 
mcngietjen,  jicl.  3w.,  gu  einanbcr  gie^enb  öcreinigen,  »crmifc^en;  jufam« 
mcngrenjcn,  jictlof.  ^m.  m.  baben,  mit  ben  ®renjen  fl^  bcriil;rcn,  an  ein» 
onber  grenjcn;  5lJfammenl)acfen,  jict  3ir.,  {)ac!cnb  ocrcinigcn,  ju  einer  tKaffe 
unter  einanbcr  i)a<Scn  (gett  unb  glcifc^  gur  SBurfl — );  jufammenbafen, 
jiel.  3ro-,  mit  J^a!m  »crbinben;  5ufammenl)aUen,  3».  i)  jict.  bur^  galten 
vereinigen ,  jufammcnfQJTen  u.  im  JOercin  cti)alUn  (j.  S.  ber  gelbljerr  !onnte 
baS  ^eer  nidjt  länger  gufammcnf)alten);  uncig.  jwci  Singe  einanbcr  gteic^f. 
Qnnä()ern,  um  [te  ju  ocigf eichen,  f.  d.  w.  gegen  einanbcr  f)a(ten  (j.  SJ.  jwct 
SSttbcr — ;  ücrfc^.  etmag,  j.  S.  eine  3«tf<^rift,  mit  Scmanb  jufammen 
galten,  b.  i.  in  ©efcUfd^aft  mit  if)m,  wo  feine  3ufammen(e^ung  Statt  fin* 
bet);  2)  jicU'oS  m.  Ijabcn,  on  einanbcr  IjaUcn,  fcft  mit  einanbcr  oerbunben 
bleiben  dvoei  grcunbc  {;atten  treu  jufammen);  ber  Bufammen^alt,  bai  3u< 
fammcnljaUen  (jictloä)  b.  i.  bk  fcfte  btfjai-clid^e  23crbinbung  mc^rer  (äinjet* 
wefcn  ob.  ber  Zi)dk  eines  ®anjen;  §u[amment)angen,  jicUof.  3»».  m. 
§aben,  (gen?,  unr.  jufamme  nljangen;  f.  fjangen),  on  einanbcr  Ijangen 
ob.  ^aftcn,  [ottJof)(  oon  me()rcn  Singen,  al§  oon  ben  Zi)dkn  cineS  ÄörpcrS; 
tn  weiterer  unb  unfinnl.  Seb.  in  genauer,  inniger  SSerbinbung  mit  einanbec 
fteben  (bie  bcibcn  (S^cunbe  i^angcn  fejl  juf^inimcn) ,  bef.  öon  ber  Secfnöpfung 
üuS  einanbcr  fticpcnbcr  ob.  einanbcr  bebingcnber  SBorgangc,  SScgriffe,  ®cban« 
fen  K.  (eine  gufammcn{)angenbe  SReif)e  oon  S5cgeben{)citcn,  SQJortcn  :c. ;  eine 
jufammenf)angenbe  Stja^tung,  9{cbc:c. ;  wie  t)angt  ba§  jufammen?);  bec 
3ufammenl)ang,  baö  3iifammenf)angcn,  bic  genaue  23erbinbung  me()rer  Singe 
ob.  ber  Sfjcile  cineö  ®anjen  (ber  3ufammenf)ang  eines  !örpcrlic^en  ©toffe«, 
bec  Scgebcnbcitcn,  bcrStebeu.;  etiraS  im  3uf<i"i'^cnf}ange  betrat^ten;  eine 
©teile  im  3ufammenbange  Icfen;  bai  ^at  feinen  3ufammcnf)ang  2C.);  Jitfam* 
menl)Qngcn,  jie(.  3w.,  oufJjä'ngcnb  ocrcinigcn,  ju  ob.  neben  einanbcr  (jangen 
(j.  S.  JtteibungSflücte) ;  jufammcntjauen,  jtel.  3w.,  f)auenb  ocrcinigcn,  un* 
ter  einanbcr  ob.  ju  einem  |)aufcn  f)auen  (^olj,  gleiff^jc);  niebcrf)aucn,  fo  baf« 
es  jufammenfäUt  (j.  S.  bic  SJcitcrci  Ijicb  ben  geinb  jufammen);  gem.  aüij 
einen — ,  f.  bcrb  t)auen,  obprügeln;  5ufammen()ciufen,  jiet.  3w-»  Ju  einem 
v^aufen  ocrcinigcn,  ftnno.  auf()aufen;  uneig.  iiberf).  in  SOlcnge  jufammenbrin* 
gen  ob.  fammeln  (®c^äge);  bie  3ufammfnl)Qufung;  gufammenbeften, 
Jtel.  3W'>  l^eftcnb  oerbinben,  an  einanbcr  f)eften  (Rapier,  3cug,  eine  2Bun« 
be  IC.  — ) ;  bic  3ufammcnt)eftung ;  jufvimmcn^cilen,  jicUof.  u.  jicl.  3w-. 
bur^  «feilen  oercinigt  werben,  ob.  ocrcinigcn,  gew.  an-  ob.  juljcilcn;  jufam* 
m£nl)el'^en,  jicl.  3w.,  an  ob.  gegen  einanbcr  t)e^en  (ein  paar  ^unbe);  uneig. 
burc^  2rufl)c^cn  in  ©(reit  oerwicfcln ;  äufammenjagen ,  jicl.  3w.,  jagenb  an 
einen  Ort  jufammenbringen;  jufamtTieniod^cn,  jiel.  3w.,  unter  ein  3oc^ 
bringenb  mit  einanbcr  oereinigen  (jwct  Odjfen — );    jufvimmenfarren, 


jufammen  2153 

jtel.  3w.,  auf  Äarren  fa^renb  jufammcnbrtngdi;  jufammenFeftcn,  jitt.  3». 
mit  Äcttcn  otreintgcn;  unct'g.  fcl)c  fc|t  occbinben,  finnü.  cerfcttcn;  jitfam^ 
menf ittcn,  jüi.  ^m.^  mit  Äitt  jufammcnfilgcn;  jufammenflappcn,  jitUof. 
u.  jicf.  3»o-,  flapvenb  jufammenfdjtagen ;  uncig.  gem.  f.  jufammcnpQfTcn;  JU* 
fammcnfleben,  3»t).  1)  jicUoö  m.  l)abEn,  an  tinanbet  flebcn,  tlcbenb  ju« 
fammenljangcn;  2)  jict.  flebcnb  ob.  burc^  einen  Älebcc  üerbinbtn;  U  üu(^: 
ju[ammen!leitlcrn;  jufammenflingcn,  3»t>.  1)  jiellcs  m.  fjaben,  jic^ 
!lingenb  ob.  im  Ätangc  »eretnigen,  ju[ammcnf!immenb  flingen  ;  2)  jiel.  flin* 
flcnb  an  einanber  jtopen,  ogl.  an!(ingen  (bie  ®(äfer);  ber  3ufammennQng, 
ba«  3ufammenflingen  (jicUoS),  bec  jufammcnjtimmenbe  Älang  met)rcr  aöne, 
finn».  3u|'ammenflimmung,  öinitang  (fc.  Harmonie);  unetg.  f.  Übercinjlim» 
mung  (j.  ».  ber  3ufammcn!(ang  bec  ®efül)le,  bec  ©ebanfcn  ic);  jufam* 
menfnaufc^cn,  «fnittern,  gem.  *fnüüen  jc,  jie(.  3«>-.  !nauf^enb,  !nit» 
tetnb  IC.  jufammenbrücfen,  ftnno.  gerEnaufc^en;  jufammenfnetcn,  jitl.  3«)., 
fnetenb  oereinigtn,  Dccmcngcn,  untec  cinanbcc  fnitcn-,  aüä):  auS  jufammen» 
gefneteten  Steilen  ctn?a«  bereiten  (g.JB.  ein  JBartroet!  auSSJleljt,  ^onig?c.— ); 
jufammenfnoten,  jict.  3m.,  bucd^  gefc^örjte  Änotcn  »erbinben;  uneig.  f.fcjl 
jufammenjieljen,  in  ^of)(m  (State  be^iemmen;  äufammcnfnüpfcn,  giei.  3»-, 
Inflpfenb  »erbinben  (einen  getriiTenen  gaben) ;  }Ufammcnfommcn,gieao[.3w. 
m.'fein,  an  ein  unb  ben[elben  Ort  fommcn,  [ic^  an  einem  Orte  treffen  ob. 
begegnen,  bef.  ab^i^tüi)  u.  cerabrebetec  SKa^en,  woburc^  e«  fic^  t>on  gufam* 
mentceffcn  untecfi^cibet,  finnt).  fie^  ocrfammeln,  »elc^eö  iebo(^  nuc 
»on  cinec  gtöjjeren  2fngabt  »on  ^crfonen  gebraucht  rcicb,  babingegcn  gum 
3ufammcnEommcn  gwei  ^crfonen  fjinreicftenb  finb,  in  «eiteret  Seb. 
aud)  Don  Singen  f.  in  if)tec  SBewegung  ob.  JRic^tung  fic^  ttiffen  u.  beröfjren, 
finno.  gufammenjlo^en,  gufammcnttcffen  (gwei  coUenbe  Äugeln,  greet  2Bege, 
Setgtt).  oerfc^iebene  ®änge  fommen  gufammen);  uneig.  f.  gleid^geitig  einttc» 
ten,  fic^  Beteinigen,  jidb  ^fiufcn  (manci^etlet  Umflanbe  !amcn  gufammen  Jc); 
bie  3uf<inimenfunft,  5}?.;fünfte,  bas  3ufammenfommcn  oon  gwei  ob.  meb« 
ren  ^erfonen,  unb  bie  @efammti)ctt  bec  gufammcngefommcnen  ^erfonen  felbfl, 
jinno.  Setfammtung  (eine  3ufammenfunft  mit  Semanb  cerabteben,  »etanflals 
ten  u. ;  bie  3urammcnfunft  flöten,  auftöfcnjc);  feltnct:  hai  3ufammenfom« 
men  »on  ©adben,  (Steigniffcn  ic  (bit  3urammen!unft  oetfc^iebenet  Umfldnbc 
»erljinbette  mic^  ic);  jufammenfoppeln,  giel.  3».,  an  einanbet  foppeln, 
mitteljl  einet  Äoppel  oetbinben  (^unbe,  ^feibe  — );  ^ufammenf riechen, 
gicüof.  3\ü.  m.  fein,  an  einen  £)rt  friec^enb  gufammenfommen;  uneij. 
gleic^f.  in  fic^  felbpt  Etie^iea,  ft^  gu  einem  fleincten  Umfange  gufammenjietjen, 
ftnno.  einfiiec^en,  einlaufen;  jufammenFrümmcn,  giel.  3».,  etwa«  ob. 
ft^l  — ,  ftumm  gufammenbiegen,  gufammcngieijen;  jufammcnfugcln,  rüctg. 
3m.,  fi(i  — ,  fid)  in  Äugelgejtalt  gufammenjieben  (ein  Sgel.  baö  Ciucrfftlbec 
fugclt  fid)  gufammcn);  jufamiticnüinllcln,  giel.  3»-,  fünflelnb  gufammen» 
fe^en  ob.  gu  einem  ©angen  ma^m;  äufammenlaufcrt,  giellof.  3».  m.  fein, 
fi(^  laufenb  öon  üetfdjicbenen  ©eiten  i^cc  an  einen  Ort  begeben,  ]i<i)  eilig 
eetfammeln  {Ui  bem  Üärm  lief  alles  23olE  gufammen;  gufammengelaufcnt« 
©tfinbel  Jc);  in  feinem  Saufe  ob.  feiner  JHic^tung  mit  einem  anbern  Singe 
jufammentteffen  u.  fi^  »etbinben,  ftnn».  gufammenBcmmen,  «fliegen  k.  (gmet 
glüjte  laufen  gufammen;  im  Seljirn  laufen  aUc  9lcroen  gufammen;  gufammen* 
laufenbe  Sinien,  fc  coneetgirenbe),  in  einanber  fliegen  unb  [xdi  »ermifc^cn 


2154  gufammen 

(g«ben,  ©d^jrtftjöge  jc.  laufen  jufammen);  gecinnen  (bie  «Olilc^  ijl  jufam- 
mcnäelaufen) ;  fcec  Sufammenlauf,  boö  3ufammenlaufen ,  U\.  »on  ein« 
sOJenfi^cnmenge,  ftnnu.  3uj'ammenfluf^;  jufammenfegen,  jtel.  3».,  1)  gu 
einanber  legenb  »eretnigen  ob.  jufammenbringen  (§.  S5.  man  ^at  bte  Seiben 
in  ein  ®ta6  jufammengclegt);  inö&cf.  ©elb  — ,  b.  i.  üon  »erfd^iebenen  ©ei» 
ten  ju  einem  gemeinfd^aftlit^en  3n>e(te  tjergeben,  ftnn».  gufammcnfdjie^en; 
2)  itmai  — ,  bie  Z^tiU  eines  Äörperl  fo  in  ob.  ober  einanbcr  legen,  bafö 
berfelbe  einen  engeren  S?aum  einnimmt  (ein  Saf^enmeffec  — ,  ein?  ob.  um» 
legen;  ein  ZnÖ)  u.  bergl.  — );  bie  Sufammmlcgung;  äufammenleiljen, 
iiel.  3».,  biic4)  8eif)en  jufammenbringen ;  jufammenlcimen,  jiel.  3»-)  an 
einanbec  leimen,  mit  Seim  oerbinben;  gufammenlefen,  jiel.  3w.»  O  lejenb, 
ouf=  ober  auSlefenb  jufammenbringcn,  fammeln  (bai  Obfl,  ixt  Srocten  «. — ); 
2)  lefenb  (in  SBiii^ern)  jufammenbdngcn,  üu8  »erfdjiebenen  Silci^ern  ft(^  an« 
eignen  {\iä)  ÄenntniJTe  — ;  bie  bejien  ©teilen  feiner  ©d^rift  finb  aus  anbetn 
Suchern  jufammengelefen);  jufammenmeiigen,  ;mifd[)en,  jiel.  3»..  an  ob. 
unter  einanber  mengen,  mif(^en,  ftnnü.  »ermengen,  »ermifc^en;  jufammeni 
tnünten,  jieUof.  3n>-  m.  fjaben,  münbenb  ob.  bti  ber  fKünbung  fid(|  »ereini» 
gen  ob.  jufammenflief  en ;  3Ufammennät)Cn,  jiel.  3»-)  burd^  Slfil)en  oereiui» 
gen;  5Ufammennelt)men,  jiel.  3»-)  eins  jum  anbern  nel)men,  me^re  Singe 
in  eins  nel()men,  finn».  gufammcnfaJTen ,  (§.  83.  bie  3ipfel  eines  Sucres  — ); 
uneig.  in  ©ebanfen  jufammenfaffen  ob.  »creinigcn  (menn  man  alle  Umjldnbe 
jufammennimmt  K.;  MeS  jufammengenommen  u.);  ftcÜ)  — ,  feine 
förperli^en  ob.  geijligen  .Rcäfte  glei(^f.  fammeln,  b.  t.  §u  »erftärfrec  2Bir!= 
famEeit  oereinigen,  finno.  ft^  anftcengen;  jufammenorbnen,  jiel.  3»«,  einS 
jum  anbern  orbnen,  meiere  Singe  in  einer  gemiffen  £)rbnung  oereinigen; 
bie  Sufammenorbmmg ;  jufammenpacfen,  jiel.  3«?.,  eins  jum  anbern 
paden,  me()re  Singe  an  einen  Drt  padenb  oereinigen;  jufammenpaffen, 
3rt>.  1)  ji<UoS  m.  {)aben,  an  ob.  ju  einanbtr  paffen,  fidd  ptffenb  fögen;  2) 
jiel.  paffenb  mit  einanber  »trbinben  ob.  jufammcnfitgen ,  einanber  anpaffen ; 
jufammenpferd^cn,  jiel.  3».,  in  einen  ^fcrd^  u.  uneig.  in  einen  engen  Staum 
jufammenbrangen  u.  einfpcrren;  jufammcnpifeffen,  jiel.  3tt>,,  gewaltfam  in 
einen  engen  »Jaum  jufammenbrüdfen,  bef.  mittclff  ber  ?)reffc;  uneig.  f.  ffar^ 
einengen,  beüemmen;  jltfammenquerlen,  jicl.  3tt>-)  Ju»  ober  unter  einanber 
querlen,  querlenb  »ermifctien;  j^ufammenquctfd^en,  jicl.  3».,  quetfc^enb 
jufammenbrilden,  jerquetfc^en;  jufammenvaffen,  jiel.  3«).,  raffenb  jiifam= 
menfaffen,  ergreifen;  uneig.  eilig  jufammenbringen  u.  ungeorbnet  u.  o^neÄue« 
»al)l  oereinigen;  jiifammcnvailben,  jiel.  3m.,  raubcnb  ob.  burdji  9iaub  ju« 
fammenbringcn;  jufammcnrec^ner!,  jiel.  3m.,  red^ncnb  oereinigen,  eins  jum 
anbern  red^nen  u.  in  eine  ©umme  bringen  (me^re  3a{)len,  Soften  u.  — ,  fr. 
abbiren,  fummiren);  bie  Sufamnienvcd^nung;  5ufammenreil)en,  jiei.3w., 
JU  einem  ®anjen  an  einanber  reiben;  jufammenrcimen,  jiel.  3m-,  reimenb 
oerbinben;  uneig.  übtvi).  als  ju  einanber  paffenb  ob.  mit  einanber  jufammen' 
l)angcnb  oereinigen  (baS  !ann  iä)  n\6)t  jufammcnrtimen);  jufammcnrinncn, 
jiellof.  3m.  m.  fein,  an  einen  Ort  rinnenb  ftd;  oereinigen,  finno.  jufammen« 
fliegen;  au^  f.  gerinnen;  jufammentOÜeil,  jiel.  3m.,  etmaS  roUenb  in  ficft 
felbft  jufammenbiegcn,  ju  einer  JRoUe  mad^en  (Rapier,  Äupfcrfti^e  u.  bergl.); 
aud^  rüdtj.  f  ic^ — ,  f.  fic^  roUenförmig  jufammenlrümmen;  jufammenrotten, 
jiel.  3m.,  in  SRotten  jufammenbringen,  oerfammeln;  riicEj.  fid(|  — ,  fi^l  J« 


jufantmcn  2155 

spotten  tctetnfgen,  tottenweifc  i?erfammcln;  jufammenrüdfcn,  MeQcf.  u.  M'ft. 
3'.o.,  ju  ob.  an  etnanbet  riidcn,  (inonbec  mi)(v  tüc!cn;  jufiTmmcnrufcn, 
jiel.  3«>'i  burdj  SfJufcn  an  einen  Drt  ^ufammcnbringen,  »erfammeln ;  ber  3u- 
fammenruf ,  baö  3ufanimfnrufen,  ber  eine  3u[ammenfunft  bejwedcnbe  JRuf; 
jufammctuül)ren,  jiel.  3tf..  Ju  ob.  unter  einanber  rütjrcn ,  bur4>  9{iif)ren 
üerraifdjen ;  jufammenrunjcln,  3ir.,  1)  jielloö  u.  rürf^.,  ftc^  in  SfJunjein  ju^ 
fammenjie^en ;  2)  jie(.  ctiüaS  runjetnb  gufammenjiei)en  (bi'C  ^Mt,  bie  ©tirn); 
jufammenrütteln,  jiel.  3«-.  unter  einanber  rütteln,  rüttelnb  cermifc^en;  ju« 
fantmcnfd)aarcn,  jiel.  u.  rücEj.  ^m.,  ju  ©c^aarcn  ccreinigen,  ft^aarenvoeife 
üerfammeln;  jufanimenfd^urren,  jiel.  3».,  fdjarrenb  ^ufammenbringen  u. 
üuf()aufen;  lef.  unei«}.  f.  iiabgierig  fammetn,  jufammengeijen  (ütel  ©elb  — ); 
5ufainmcnfd)aubcrn,  ffi)amxn,  jicüof.  3t».  m.  fein,  fd^aubemb  ob.  f(%au» 
crnb  gufammcnfaf)ren  (f.  b.);  äufamincnfd)ic^tcn,  jiel.  3».,  in  ©d^i^ten 
über  einanber  u.  jufammenlcgen;  uncig.  f.  fe^r  julammenbrangen ;  jufanii 
menfrf)iebcn,  jici.  3»,,  nä't)cr  an  einanber  fd)iebcn,  aitc^:  in  einanber  f^iebcnb 
vereinigen  (bic  Sifd^c  — );  jufammenfc^iepcn,  jiel.  3».  0  burd)  @^ie- 
^cn  mit  ©^ief9ettje|)ren  jufammenfaUen  mad^en,  finn».  einfdjic^en,  nieber« 
[d^ie^en  (ein  ^auSic);  2)  ©etb  — ,  ju  einem  gtmeinfd^aftlidjen  ^weii  ju» 
fammen(egen  (f.  f^iej^en  2)  a)  u.  »gl.  ^er  =  ,  »orfd^iepen);  ;iufammenfd)la; 
gen",  3i»-  1)  jieUoS,  an  ob.  gegen  einanber  f^la^en  b.  i.  heftig  bewegt  ttjcr= 
ben,  f^ncU  jufammenfallen ;  2)  jicl.  [e^lagenb  »creinigen,  jt»ei  ob.  mef)te 
2)inge  an,  auf  ob.  gegen  einanber  f(^lagen  ("bic  J^anbe  über  bcm  .Ropfe  ju- 
fammenf^lagen",  alö  ©eberbe  ber  fjöc^jlcn  83ern?unberunä,  ber  Gntrüjlung, 
au^  ber  ffieriwcifiung  jc. ;  SSretter  —  ;  uneig.  ®üter  — ,  f.  ju  einem  ®an; 
jtn  öcreinigen,  finn».  jufammcnwerfcn) ;  ferner:  bie  Steile  cincS  ÄörpcrS  über 
ob.  in  einanber  f^jligen,  itxoai  in  fiel)  felbjt  jufcmmenlegen  (j.  18.  ein  Z\xä)  — ); 
etwas  ou§  »erfc^icbenen  gufammengcfc^lagenen  ©tücten  f)crflcaen  ob.  »erferti-- 
gen  (einen  Äaften,  eine  SSube  u.  bergt.  — ,  b.  i.  auS  jufammengenagelten 
SBrettern  machen);  bie  äufammenfcllagung ;  jufammenfd^lcppen,  jiel. 
3to.,  f^leppcnb  an  einen  Dct  jufammenbringen ;  i^ufanimcnfd)ltcpcn ,  jiel. 
3».,  an  einanber  f4)ltc|}cnb  »creinigen  (jwei  ffierbrec^er);  5ufammenfd)mel' 
jen,  3».  1)  jicUoö  m.  fein  (ablaut.  f.  fd^mcljen)  fc^meljcnb  in  einanber  ob. 
jufammcnflic^cn,  fic^  burd)  ©c^mcljen  ju  einer  SWaffe  »creinigen,  finno.  »er« 
fdjmclien  (beibc^Olctaae  ftnb  jufammengefc^moljen);  bure^  ©(^meljen  gleii^fam 
in  fic^  jufammengef)en  b.  i.  an  TTuSbeljnung  »crlicren,  fdjwinbcn  (ber  ©(^nee, 
baS  (5tö  jc.  f(tmiljt  jufammen),  bof)er  uneig.  überl).  f.  ftc^  nac^  u.  mi)  »er« 
minbern,  aUmatjlic^  f^winben  (j.S.  bai  Jg)ecr,  berS3orrat()fc^molijufammcn); 
2)  jiel.  (f^nja^  umenb.)  burc^  ©d^meljen  mit  einanber  »ereinigen,  ju  einer 
«KolTc  maien  (j.  S3.  @olb  unb  ©ilber  — ):  bie  äufammenfc^meljung ; 
5Ufammcnfrf)micbctl,  giet.  3t».,  an  eiwanber  fc^mieben,  fdjmicbenb  »ereinigen; 
jufammenj'd^mieren,  jicl.  3».,  fe^mierenb  »etbinben;  gem.  »cräc^tl.  f.  f^lec^t 
jufammcnfircifaen  (»iele  SBüc^er  — );  ^ufammcnfc^nallen,  jiel.  3»-,  mitteljl 
©(^naUen  ocrbinben  ob.  jufammenjiejen;  sufammenfc^nüren,  jicl.  3t»., 
fd^nürenb  jufammenbinben  ob.  jufammeniiet)en ;  uneig.  in  bot)cm  @rabc  be- 
Jlemmen;  5Ufammenfd)rauben,  jiel.  3»».,  f^rau&enb  jufammcnbrüdcn;  ju- 
fammenfi^rccfen,  jieUof.  3t».  m.  fein,  »or  ©d^recE  jufammenfaljren  (er  fc^ra! 
jufommen);  jufammenf^reibcn,  jiel.  3to.,  f^reibenb  Bereinigen,  fc^riftlic^ 
jufammenjlelten  (j.  S.  feine  »emcrfunaen  in  ein  »udj  — );  eine  ee^rift,  ein 


2156  5"fömmen 

fßüi)  fc^ceiücn,  tnbem  man  bcti  ©toff  au8  eerfd^iebenen  anbern  fßä^ixn  ent« 
let)nt  u.  jufammenfeigt  (fr.  compiticen;  }.  9?.  aus  neun  »ui^ern  baS  jc^nte 
Sufammenfc^mbcn) ;  jufammenfc^rumpfen ,  gicUof.  3«?.  m.  fein,  [i^ 
f«%rumpfenb  jufammenjtci)en,  finno.  einfc^tumpfcn;  5Ufammcnfd)iitten,  ji«(. 
^•t).,  ju  ob.  unter  cj'nonbfc  f($uttcn  u.  babucc^  oereinigen  ob.  oermifd)en;  ju* 
fammenfc^ireipen,  gtU  3».,  bucd^  ediroef^en  (f.  b.)  »etbinben,  jufammen« 
fj^mteben  (§»«  ©tücfe  (5(fen  — ) ;  jufamnienfd^ttjinben ,  juUof.  3».  m. 
fein,  in  einen  Keinercn  9Jaum  fd^winben,  üetmtnbett  ob.  oercingert  werben; 
^ufanimenfegcn,  jiet.  3».,  eig.  ju  ob.  an  einanbec  fe^cn;  in  weiterer  u.  un« 
eig.  Seb.  jwei  ob.  me^re  ©tücte  ob.  S.^eile  — ,  ju  einem  ©angen  «erbinben, 
jufammenfügen ;  itvoai  — ,  burd)  3ufammcnfügung  meijrer  S{)eile  als  ein 
©anjcö  f)erfilciren,  ein  ©anjcö  au«  oetfc^icbenen  Stjeiten  bilben  (j.  35-  ein 
®cbaube,  eine  U{)r,  a^afd^ine  zc;  ^fiang.  eine  jitfammcngefefete  SSurjel,  2C^re, 
2)olbe  ic);  inSbcf.  ©prad^r.  me()re  felbpanbige  u.  für  fi^i  bebeutfame  SBörter 
JU  einer  aßort' unb  SSegriffSein^eit  »erbinben  (fr.  componiren);  ba^tr:  ju» 
fammengefc^te  SSörter  (fr.  eompoftta),  entg.  einfalle  SBörter  (j.  58. 
jQa\xit1)üt,  liebreich,  au^gc^en  finb  jufammcngefe^t  au§  ben  cinfadien:  ^aug, 
Sijür,  lieb,  rei^,  au8,  ge{)en);  bie  3ufammenfe^ung ,  1)  bai  3ufammen« 
fc(sen,  3ufammenfügen  me{)rer  Singe  ob.  Zfytik  ju  einem  ©anjcn ;  bie  SSilbung 
eine«  ©anjen  bur^  3ufammenfügung  ber  Sljcile  (j.  S.  bk  3ufammenfcftun3 
eines  Äunft»et!e6,  eines  SBorteS  u.;  fr.  eompoittton);  2)  ein  jufammenge« 
festes,  b.  i.  ouS  Si^cilen  gebilbetes  ©angeS,  inebef.  ein  jufammengefe^te« 
SBort  (bie  beutfd^e  ©pradje  ijl  fel)r  reid^  an  3ufammenfe^ungen);  jufam* 
menftnt'en,  jiellof.  3».  m.  fein,  langfam  ob.  aUma^üö)  jufammenfatlcn,  in 
einen  .^aafcn  ob.  in  fid^  felbfl  jurüct  ftn!en;  jufammcnfpannen ,  jiel.  3»., 
an  ob.  neben  einanber  fponnenb  oerbinben  (jwei  3«gt()icre);  jufammenfpa* 
rcn,  jiel.  3tt'.>  burc^  ©paren  jufanimcnbn'ngen  ob.  fammeln  (»iel  @tlb  — ); 
jufammcnfpcrren,  gier.  3».,  an  einen  Ort  fperrenb  (b.  i.  einfperrcnb)  oer* 
einigen;  jufammenfpinncn,  jict.  3»-,  an  ob.  in  einanber  fpinnen,  fpinncnb 
Bereinigen;  sufanimertflallen,  jiet.  3w. ,  in  einen  ©taU  u.  uneig.  in  einen 
«Raum  gufammenbringcn;  jufammcnjierfen ,  jiel.  3io.,  mef;rc  Dinge  gu  ein» 
anber  ob.  an  einen  Ort  jlecten,  {bit  Äöpfe  — ,  f.  einanber  naf)crn,  um  i)tim' 
IIa)  mit  einanber  gu  rcben);  jufammen)lc()len,  giel.  3»-.  ftcfjlenb  gufammen» 
bringen;  jufiimmen|ieüen,  giet.  3».,  an  einen  .Ort,  gu  ob.  neben  einanber 
|l(Uen;  in  weiterer  JBeb.  überl).  f.  gufammenorbnen,  gufammenbalten,  oetbins 
ben  (g.  58.  ©cgenfä'^e,  SD3orte  jc);  blc  äuf^ittU^ienllellling,  baS  3ufammen* 
fteßen  u.  baS  3ufammengejltUte;  jufammenflimmen,  giellof.  3»-  m.  ^aben, 
ton  Slönen,  Slonwetfgeugen  k.  ficfe  ber  Stimmung  nad^  »ercinigcn,  im  (Sin» 
!(flnge  fein,  [inm.  gufammen!(ingcn;  aud^  überf).  f.  übercinflimmen,  einanber 
öoUEommen  angcmejTcn  fein  (fr.  fjarmoniren);  bU  äufammenfltmmung, 
baS  3ufammcnftimmen,  finno.  ßinflang,  Übcreinilimmung  (fr.Jparmonie);  JU« 
fammcnfloppeln,  gicl.  3w.,  floppelnb  gufammenbringen  ob.  auffammeln 
(2i;f)ten,  Obfl  Je;  f.  jlcppeln);  uneig.  werad^tl.  f.  mül)fam  gufammenbringen; 
audj:  müf)eloS  burc^  (Sntlebnung  u.  blpf  au^erliclje  3ufammenftellung  fremben 
©tüfffS  ein  ©anjeS  ^erftdten  (fr.  compiliren;  ein  gufammengefloppelteö  3Ber!); 
bec  •Sufammcnjioppler  (fr.  (Somptiator);  ^ufammenfJopen,  3w-  D  iii'Ko« 
m.  fein,  an  oö.  gegen  einanber  flogen,  in  ber  58ewegung  einanber  ^art  be* 
rühren  (g.  3B.  im  ginflcrn  gufammenftoßen,  mit  ben  Äöpfen  gufammenfto^en); 


jufammen  2157 

Qud)  Ö6ctl).  f.  in  unmittclbace  Bci&inbung  mit  rinanber  gcratfjcn,  fi^  bcgeg* 
ncn,  bccüf)ren,  jufammentrcffen  (jufammcnjto^enbe  Sijeilc  einet  yflanjc;  ju» 
fammcnftopcnbe  S9u^f!aben),  bcf.  feinblid)  jufammcntrcffcn ,  in  5IBiberftceit 
geratljen  (fr.  ccUibitcn;  jufammcnflo(icnbe  ^flidjtcn  jc);  ^-  t)abtn:  mit 
etwa«  — ,  f.  0.  n».  bamit  anftopen,  ü  gegen  einanber  jto|jin  (j.  93.  mit  ben 
©lafern — );  2)  giel.  an  einanber  jlo^cnb  octbinben  (jrcei  a;if4)c  jc.  — );  jct« 
flo^enb  gu  einer  gemifc^ten  SJJafTe  ocrcinigen  (3iicttr  unböercürj  — );  übet  ben 
Raufen  flogen,  nieberftoßen  (ein  .Äartenfjauö — );  bcc  3ufammcn(lop,  tai 
3ufammenftc5en  (jicUofi),  [oroobl  eig.  (j.  S.  ber  Äötpct  jc),  al6  uneig.  (g.  S. 
ber^pi^ten;  fr.  SoUifion,  (Sonflict);  jufammcnftrömcn ,  gieUof.  3«?- m. 
fein,  jlrömenb  ob.  ftcomweife  fic^  oereinigen,  gufammenftitpen;  uneig  f.  fclbaa« 
tenweifc  gufammenfommen  (eine  grojje  SKenge  SOienfe^en  firßmt  Ijier  gufam? 
men);  jufammcnfiiicfcn,  ^jKicfcln,  giel.  3«».  aui  ©tücfcn  jufammenfcften ; 
äufammcnflür^cn,  3»».  1)  gicUo«  m.  fein,  plö^iic^  u.  mit  JptftigFdt  gufam» 
menfaUen ,  ftnnö.  einftürgcn ,  niebcrftürgen ;  2)  giel.  iibcc  ben  Jpaufen  jliirgtn, 
um»  niebetflücgen ;  aSerg».  auf  einen  .:^aufen  fiücgcnb  vereinigen,  gufammcn- 
f^ötten  (Serge  unb  Srge);  b«c  3ufammcnilltr5,  baö  SufamraenfiiUAcn  (giel» 
lo6),  ftnno.  Sinpurj;  jufammenfuc^cn,  giel.  3n?M  auffuc^enb  gufammenbrin; 
gen  ob.  »eteinigen  (getftrcute  Sfjeile  eintö  ®anjcn  — ,  ben  ©tcff  gu  einer  2ft» 
beit^c.  — );  5Ufammentl)Un ,  gier.  3«?.  an  einen  £)tt  ti;un  b.  i.  f^affcn, 
bringen,  gem.  f.  gufammenbringen,  »legen,  vereinigen;  fi<H)  — i  f'  fi^  werbin« 
ben,  vereinigen;  jufammcntragcn,  giel.  3n?.,  an  einen  ort  tragenb  ccrei; 
nigen  (etroaö  auf  einen  Raufen  — );  uncig.  ükrfj.  f.  fammeln  u.  gu  einem 
®angen  oerbinben  ob.  gufammenjleaen  (©djviftftelten ,  SJac^ric^ten  über  et» 
ttJaö  jc. ;  ein  gufammcngctrageneö  SBer!,  b.  i.  ein  ©ammelwet!,  eine  ©amm; 
lung);  ber  äufvimmentraq,  feiten  f.  baö  3nfammentrogcn;  etioaö  3u[am» 
mengctrageneS,  eine  ©ammlung;  jufammcntrcffcn,  gietlof.  3«?.  m.  f  ein, 
ft^  an  einem  £)rte  treffen  b.  i.  von  ungcfdfjr  gufammenfommen  ob.  fic^  gu« 
fommenfinben;  von  3u(tfinben  ob.  Vorgängen  f.  fic^  vereinigen,  glcidjgeitig 
eintreten  (bcf.  baS  3ufammentreffcn  alö^m.,  g.  S.  ein  3ufammen= 
treffen  günfligcr  Umj^anbe  u.  bergl.);  auc^  f.  gufammcnftimmen,  übereinftim; 
men;  ^ufammentrcibcn,  giel.  3».,  an  einen  Ott  treibenb  gufammcnbvingen, 
verfammeln,  vereinigen  (baö  8Sie()  — ;  ber  SSSinb  treibt  bie  SBoliEen  gufam» 
men);  jllfammcntrctcn,  giellof.  3ro.  m.  fein,  gu  einanber  treten,  an  einen 
Drt  ^intretenb  \iä)  verfammeln,  ftnnv,  gufanimeniEommen;  uneig.  fic^  gu  einem 
3n5e(te  vereinigen  ob.  veibinben  (gu  einer  llnternefjmung  gufammentreten) ;  in 
»eiterer  S3eb.  au^  von  ©ac^en:  fi(^  anna()crn,  an  einanber  fc^lie^cn,  verbin« 
ben  (bie  SKonber  einer  ffiiSunbe  treten  gufammcn);  gleic^igeitig  eintreten,  gufam« 
mcntreffen  (me^re  Umfldnbe  traten  gufammcn);  ber  3ufammcntritt,  ba« 
3ufammcntreten,  bie  ffierfammlung  ob.  Scrbinbung  meljrcr  ^perfonen  gu  einem 
3n5e(t;  äUfammcntrO(Jncn,  giellof.  3tt'-  m.  fein,  bure^  SlrocEnen  gufammen» 
gegogen  »erben,  finno.  eintrocknen;  ällfauuncntrommcln,  burc!)  Srcmmel» 
fe^lag  gufammenrufen,  verfammeln;  jufammcnvDat^fcn,  gitUof.  3»-  m.  fein, 
im  SBac^fen  vereinigt  »erben,  on  ob.  in  einanber  »a^fen,  finnv.  x>er»ac^fen 
(gufammengewad^fene  ©lieber,  ©taubfabcn  jc);  ällfammcnircbcn,  giel.  3>v., 
webenb  vereinigen,  an  ob.  in  einanber  »eben,  ftnnv.  verweben;  julammcn; 
»üct)en,  giel.  3».,  »et)cnb  an  einen  Dct  gufammcntreiben  (ber  SBinb  »cbt  ben 
e^nee  gufammen);    sufammenivcrfen,  giel.  3».,  iu  ob.  untet  einanber 


2158  jufammt  —  ^ufdufeln 

werfen,  an  einen  Ort  wecfenb  »eteintäen ;  unei^.  ju  einem  größeren  Sangen 
oerctnigen  (®ütct):  bucd^  Sßerfcn  jul'ammenfaUen  machen,  übet  bcn  Raufen 
iretfen,  ft'nnö.  nieber»  einwerfen;  jufammcnii)icfe(n,  jiel.  3».,  ju  einem 
©cinjen  in  unb  um  einanbcc  widdn  (^rcitn  ju  einem  Änauel) ;  jufammen; 
winben,  jici.  3«).,  »inbenb  Bereinigen,  in  u.  bur^)  einanbcc  tvinbcn;  jufam? 
mentvirbcln,  gie(.  3tv.,  in  2Bit()etn  jufammentreiben ;  jufammenwirfen,  3«. 
1)  jieUoö  m.  f)aben,  gemeinfddaftiic^  ju  einem  3n>ectc  wir!en  ob.  ttjdtig  fein 
(baö  3ufammentt)trEen,  alä  Sqw.);  2)  jiel.  wicfenb  b.  i.  webenb  »ereint» 
gen,  jufammenttjcben ;  jufammcnwirrcn,  ?ie(.  3n>.t  in  einanber  »irren ,  ju 
einem  ©enjirre  ocreinigcn;  jufiiiniuenroui^ern,  gicl.  3"t>.,  barc^  SBud^crei 
jufammenbiingen,  fammein  (ein  Vermögen  — );  3ufv;minen3äl)lcn,  jict.  3»«. 
JU  einanbec  jä'Jjlenb  t)creinigen  ob.  ju  einer  Summe  machen,  ftnno.  jufammen* 
reci^nen  (fr.  abbiren,  fummiren);  bie  3ufammenjät)lun9;  jufammenjies 
t)en,  3w-)  eig.  jie()enb  »ereinigen  ob.  einanber  annähern;  bie  3^^iei(e  eines 
ÄörperS  burd^  3ttf)en  in  einen  engeren  SRaum  u.  genauere  JBerbinbung  brin- 
gen (eine  ©klinge,  einen  Änoten,  ein  58ünbe(  — );  uneig.  burd^  eine  gie^enbc 
ob.  tt)ie  ein  3ict)cn  cmpfunbene  Äraft  »erengen  ob.  einengen  (f^arfe  ©duren 
j{et)en  ben  9Kunb  jufammcn;  baf)er:  ein  gufammenjieljenber  ©efc^mac!; 
bie  2(ngfl,  ber  ©djmcrj  ic.  jic()t  bie  JBrujl  ob.  i>ai  >&erg  jufammen);  übni). 
f.  in«  Äurje  jictjen,  furger  faffen,  gufammenbrSngen  (einen  Vortrag,  2fuf« 
fa^  ic);  inel)cf.  ©prad^t.  gwei  ßautc  ob.  ©itben  in  einä  jufammenfajfen 
ob.  »erbinbcn  (jwei  ©Üben  ob.  SBörtec  — ,  mit  SBegwcrfung  einjelner  ßaute 
ju  einer  ©ilbe  ob.  einem  SSorte  oercinigen;  j.  S5.  feijn,  bl\xf)mc.  jtnb  ju» 
fammengcjogen  auö  fei)en,  blüi)en ;  anä,  im,  jur  finb  auö  an  bag,  in  bem, 
juberjufammengejogeneSDSÖrtcr;  oerfd^.  gufammengefe^te  SSSörter, 
f.  0.  ju[ammenfe|en) ,  in  bejiimmterer  SSeb.  jwei  ob.  mel)re  t)crf(|iebenen  ©i(» 
ben  anget)örcnbe  ©elbfiiaute  ju  einem  langen  ob.  Soppel«; Saute  öer[(l)racljen 
(fr.  contrai)iven);  2)  rücfj.  fid)  — ,  fid^  na^er  ju  einanber  bewegen  u.  mit 
einanber  »ereinigen  ii>ii  Sruppcn,  ik  ®e>»itter»ol!cn  jie{)en  fic^  jufammen; 
aud^ :  eä  jiei)t  fi(^  «in  GJewitter  jufammen)  ;■  fid^  in  einen  engeren  SRaum  jie« 
t)en,  in  feinen  Sf)eilen  jufammengebrängt  »erben,  finno.  einlaufen,  einf^rum* 
pfenic.  (bag  .^olj,  ik  J^aut  it.  jicf)t  fi^  jufammen);  3)  jicUcä  m.  fein,  mit 
Semanb  — ,  b.  i.  eine  gemeinfc^aftlid^e  S35o^nung  mit  if)m  bcjiefjen;  bie 
3ufammenjlet)Ung,  ba«  3ufammcnjiet)en  (jiel.)  eig.  unb  uneig.;  aud^:  et« 
»a8  3ufammengejogcneS,  j.  S.  ein  jufammcngejogcneS  SOBort  (fr.  Sontrac* 
tion;  an8,im,juric.finb3ufammenjicl)ungen);  jufammmjimmern,  jiel.  3»., 
jimmernb  ob.  burd^  3 immerarbeit  jufammenfe^en  ob.  »erfertigen  (einen  ©tall); 
jufammcnjwängcn,  jicl.  3»-)  mit  3n'ang  jufammenbringcn,  jwängenb  gu» 
fammenbrängen;  älifvimmenjtpingcn,  jtcl.  3n'-,  burd^  3n'ang  »{reinigen. 

jufammt,  23w.  mit  bem  S5at.  (mittctl).  zesamt),  alt  u.  lanbfd^.  f.  Jitglei^, 
mit,  nad^brüctlt^er,  alg  U^  einfädle  fammt,  (j.  95.  bie  Äuf>  jufammt  bem 
Äatbe  ne{)men). 

Sufaf^,  m.,  f.  unter  jufe^cn. 

jufaufcin,  trb.  3».  1)  jieUoö  m.  fein,  einem  —,  md)  \^m  ju,  if)m 
entgegen  fäufeln  (ein  !ü()le6  Cüft^en  fdufelte  mir  ju);  2)  jici.  einem  et* 
Jt)a6  — ,  bid^t.  f.  fä'ufelnb  ob.  gleid)  einem  ©aufetn  5ufü()i;cn,  jut(;ei(en 
(einem  ßrquicfung,  5Ruf)e  zc.  — ). 


5u[d)aüven  —  jufdjlageii  2159 

jufd^aarcn,  txi.  3w.  1)  iüt.  finec  »Scbaar  jugefellm  cb.  biimit  tterei» 
nl3«n;  2)  jüuoö  in.  tjaben,  Sergw.  f.  fid)  oeMini^in  (f.  fd;aatcn). 

jufc^atfen,  icb.  jiel.  3».  (f.  fdjalfcn  3.)  ©^iffbauE.  f.  mit  dU^tln  ju» 
fdjKigen,  juiui^elit. 

jufi^anjen,  ttb.  jicl.  3».,  l.  (oon  ©d()anic  I.)  butd)  Sdjatijen  ob. 
(Sdianiwerf  i>erfc{)(ief en,  venvcifjren,  gm.  üerfrfian^en;  —  2.  (conS^anje 
2.  fc^atijen,  b.  t.  2Bütfcl',  ©lüctöfptde  fpiacn)  einem  ctroad  — ,  eig. 
«g  ihm  ju-  ob.  in  bie  ^anbe  fpielen,  e6  i^n  geiuinnen  laffcn;  ge.n-  untfg. 
f.  einem  auf  eine  gute,  aber  eerilccEte  ob.  f^iimliin  2Crt  etn)a6  5ufommen  ob. 
ju  Zljtil  werben  laffen,  i{)m  etivn^J  33ort()ei(()afte6  juraenben  ob.  ve^ 
fd)affen. 

jufd^ä'rfen,  trb.  jiet.  3».,  frfjatf  ob.  fpifeij  julaufen  madien,  fc^nrf  ju= 
()auen  ob.  jufd^neiben,  gew.  äufpi^en,  (bie  3a«npfä()(e). 

jufd^arrcn,  ttb.  jie!.  3». ,  fdjatrenb  auäfülien,  ücrfd^liepen,  bebecfen 
(ein  ioö)  -). 

jufc^aucn,  trb.  iieUof.  3».  m.  ^aben,  obcrb.  u.  biäjt  f.  }ufef)en  (einem 
ob.  einer  &ad)i  — );  ber  3uf(^aucr,  -5,  Wl.  vo.  (?.,  bie  3ufcl^auerinn,  5)?. 
-en,  von  einem  äJor^vinäe,  inöbef.  einem  S^aufpiele  u.  fcergl.  jufdiaut  o,b. 
juftei)t  (ein  müfiget  3uf(i^aucr  bei  ct.rciä  (ein). 

jufclaufeln,  trb.  jicl.  3».,  fd)aufelnb  ob.  mittelfl  bec  <Sd)aufe(  jufc^üt* 
ten,  iiu?füUen  (eine  ©rube,  ein  ®tcih  ic.  — ). 

jufc^icfcn,  trb.  i-itl.  3w-,  1)  einem  ctwai  — ,  ii  ju  \i)m  i)\n  fc^irfen 
ob.  fenben,  ftnnu.  jufenben;  uneJg.  f.  einem  ettraS  5Ut()ei(en,  n:)tberfaf)ten 
laffen  (roaö  ®ott  unä  aufiijictt  u.  f.  ».;  rgl.  (Rieten);  2)  etwa«  — , 
lanbfd^.  f.  jubeveiten,  ivranftallen  (j.  J8.  ein  QJaftmat)!  — );  fid)  ju  ets 
vocii  — ,  f.  gefdiicft  ob.  fertig  mad)en,  ruften,  gern,  anfc^irfen;  bie  ^ü- 
f^icfunc},  bag  3ufd)icfen;  auö)  etivaä  Su^efdiicfteS  ob.  ^ugefanbte^. 

jufc^icben,  trb.  3».  1)  jitUoö  m.  t)aben,  forcfaf)ren  5U  fd)ieben,  llärfec 
fd)ieben  (fd^iebe  ju!);  2)  jiel.  a)  einem  enva«  —,  eö  ju  i()m  i)in  fd^ie- 
ben;  unttg.  f.  etirag  oon  fid)  ab'  unb  einem  2{nbetn  suroenben  ob.  über; 
tragen,  »gl.  etwas  auf  Semanb  fc^ieben  (j.  SB.  einem  eine  2(rbeit,  ein  @e» 
fd)äft  IC.  — ;  tnöbcf.  einem  ben  Sib  jufc^icben,  b.  i.  bie  2fblegung  eines  ©ibeS 
Bor  ©eri^t  üon  i^m  forbern);  b)  etn)a§  — ,  fd>iebenb  jumad)en,  üerfdjlie^ 
^en  (ben  Seciel  eineö  Äajlcnö  — ,  ein  ©djiebfenjter  ic.  — ) ;  bie  äu- 
fc^iebimg. 

jufc^tefen,  trb.  3«>.  0  iteUoS  m.  {)aben,  f.  o.  ».  Io§fd)iefcn,  bai  &c: 
«el)r  abfd)iepen  (fd^ie^e  ju!) ;  aui^ :  fortfaf)ren  ju  fd)lepen ;  2)  §ie(.  (Belb  — , 
ju  bem  9}or{)anbenen  ob.  bereits  ^ergefd) offenen  t)tn3ufÜ3en  (es  müJTen 
nod)  jwanjig  Sfjaler  jugefc^offcn  »erben;  »gl.  t)tr»,  oor-,  jufammenf(!^ie« 
jjen  IC.);  ber  3ufrf)uf»,  1)  9)?.  3ufd)ü|Te,  wai  jU3efd)ofTcn,  b.  i.  jur  (5r. 
ganjung  einer  öumme  Ijinjuäcfügt  ob.  beigetragen  rcirb ;  2)  o.  2».  ba$ 
^erjufd)ie^en,  ber  t)ä'uftge  3ufIufiJ  (j.  S.  bec  5Kt(c^). 

jufc^tffen,  trb.  jiettof.  3»-  m.  fein,  einem  Stte  ob.  (Begenfianbe  — , 
nad)  bemfelben  f)in  fd)iffen  (bem  Ufer  — ). 

äufd^lagen,  trb.  3».  1)  sieUoS  m.  ^aben,  a)  anfangen,  ob.  fortfa{)r<n 
ju  fd)lagen,  berb  ob.  ftarfer  fd)[agen  (fc^tage  ju!);  b)  einem  — ,  gern.  f. 
Erfolg,  Sßirfung  bei  il)m  l)abcn ,  tt)m  befommen,  »gl.  onfc^lagen,  «uS- 
fdllagen  ic  (j.  JB.  bie  2(rjnei  f^lagt  mit  ni(^t  ju;  wie  ^at  S^nen  baS  »ab 


2160  5ufd)Idmmen  —  5uf(f)nappcn 

jugcfd^tagen?);  2)  jiet.  a)  einem  ttwcii  ■ — ,  ei  fc^Iagenb  ju  i^m  ^In 
beiuegen  ob.  treiben  (j.  S.  einem  bcn  »aa  — ;  obecb.  Sie^  — ,  f.  ju  bec 
beerbe  auf  bte  SBcibe  treiben);  uneig.  burd)  einen  ©c{)lag  einem  etroaS  ju* 
t^eilen  ob.  juevfennen,  be[.  bei  SSerjleigerungen:  burd^  einen  ©(^lag  mit  bem 
Jammer  ouf  ben  Zi^ä)  bem  [f'ieiftbieteuben  einen  ©egenflanb  5ufpred)en 
(bic  SBaarc,  hai  Su^  ic.  i{l  mit  jugefdjfagen  worbcn);  in  »eiteret  Seb, 
übeif).  einem  eine  SBaare  jc.  für  fein  ©ebot  überinffjn;  b)  f.  Ijinjutljun, 
jufe^en,  beimifd)en  (J^ütten».  bcm  @rje  S5(ei,  ©c^lacEeHfic.  — ,  b.  t.  beim 
©(^metgen  jufe^en);  c)  etroaS  — ,  fd)(agenb,  mit  einem  <B(i)laie  ob.  mit 
©djld'gen  jumad^en,  tjerfd)He^en  (ein  gaf  — ;  ben  Sectet,  bte  Sböt  — , 
mit  ^eftigfdt  jumac^en,  ftnno.  jittxjerfen;  uneig.  jugcfc^lagen,  oberb. com 
Jg>{mmel  f.  bebe(ft,  umwöift);  ber  3ufcf)Iag,  CO?.  =fd)lä'3e,  1)  ba$  3«fd)Ias 
gen,  j.  85.  bei  öffentlichen  SSerfleigerungen;  imS)ei^bau:  bie  lefete3ubci(^ung 
cineö  SammcS,  auä)  bie  2(uSfii[lung  eineö  2)ei(^bruc^eö ;  nieberb.  f.  bie  ©perre 
ob.  baö  23erbot  ber  2£ugfu^r  unb  Slu^ung  (§.  S.  beö  ©etreibeö ,  bot  SQSte» 
fen  ic);  2)  irag  jugefd^lagen  wirb,  inöbef.  Jpüttcnw.  maS  beim  «Sdjmetien 
jugefelt  wirb,  um  ben^glufl  ber  Qt^e  gu  beföcbern ;  ber  Sufc^lager,  -S,  roer 
jufd)lägt,  bef.  bei  bcn  SIZünjen:  ber  2(rbeit€C,  ioeldjec  beim  fragen  mit  bem 
.lg>ammcc  auf  bcn  ^cSgeftocE  f^lagt. 

jufc^lcimmen,  trb.  jiel.  3it>.,  mit  «Sd^famm  au6füUen  ob.  tierflopfen, 
finno.  t)erfd)(ämmen. 

jufc^teifen,  trb.  giel.  3«>-  1.  oblaut.  (f.  fc^leifen  1.)  burd)  ©d)Ieifen  ju« 
bereiten,  5urcd)t  ob.  ju  ctirag  9efd)icft  mad}en  (eine  Älinge,  ein  SOlef« 
fet  2C.  — ;  etmaö  fpi§  juf^leifen);  uncig.  f.  glätten,  verfeinern;  2.  fdjwadö 
umcnb.  etwai  fd)Ieifcnb  ob.  auf  einer  <Sd)(eife  ju  etvoai  bin  fdjaffen. 

5ufc^(cypen,  uh.  jiet.  3«)-,  «nun^  «t'^^ö  — ,  eS  ju  if)m  l)in  fdjlep^ 
pen;  unetg.  übcr^.  einem  etmai  in  9)?enge  u.  bef.  Perftof)Iener  2Beife  ju* 
bringen. 

äufc^lcubern,  trb.  jiel.  3».,  einem  etnjaS  — ,  cS  ju  if)m  ()in  \<i)Uü'- 
bern,  i^m  fd}[eubernb  äuiuerfen. 

5ufd)liepen,  trb.  jiel.  3n).,  fd)liepenb,  mittelf!  eine§  <Bd)lo\\e$  jumac^en, 
tterfperren,  t)ern)a()ren ,  jtnnü.  t)erfd)[iefen,  abfdjtiepen,  (bie  2:i)ür,  bie®tube, 
baö  ÄauS);  rüctj.  fic^  — ,  f.  ftd)  fdjUepen,  üerfdj)lofi'en  werben;  bie  3«' 
fc^Iiepung. 

5ufd)meißen,  trb.  jiel.  3».)  gem.  f.  juwcrfen. 

jufc^mcljen,  trb.  jiel.  3w«)  burd)  'Sd)meljen  5umad)en  ob.  oerfd)(iepen 
(eine  ®(aSröf)re). 

5ufcf)mieben,  tcb.  äiel.  3».,  fd)miebenb  äurid)ten  ob.  ju  einem  ^wedt 
bearbeiten. 

gufd)miercn,  trb.  jtel.  3«'-»  fd)mierenb,  mit  einem  fd)mierigen  «Stoffe 
nuöfiillen,  üerftopfen,  üerfc^liefen,  firm».  \)erfd)mieren,  (bie  9it§en  eine« 
Dfenö  — ). 

äufAnallcn,  trb.  jicl.  3».,  mit  einet  ob.  mef)ren  ©d)nallen  äumad)en. 

jufc^nappcn,  trb.  3«.  1)  JüUog  a)  m.  fein,  fd)nappenb  c\).  fd)neUenb 
jufaUen,  }ufal)ren,  fid)  fd)(iepen  (ba§  ©^lof«,  ber  SccEclic.  ifr  jugcfd^nappt); 
b)  m.  ()aben,  nad)  etma^  fd)nappen,  ctwaS  ju  erfd)nappen  füi)cn  (bet 
%i\ä)  finappt  ju);  2)  jiel.  etwa^  mit  fd)nappenbem  @d)aUe  5umad)en  ob. 
uerfc^liepen  (bie  2)ofe  — ). 


5ufd)nciben  —  3ufd)rift  2161 

juf(^nelben,  ttb.  3».  1)  jteQo«  m.  baben,  anfangen,  ob.  fortfaf)rcn  ju 
fd)neiben  (fc^ncibe  ju!);  2)  jicl.  tuva^  fd}neibenb  5urid)ten  ob.  ju  einem 
beflimmten  @ebrauci)e  bereiten,  einem  ©toffe  buvd)  ©dineiben  bie  gc» 
l)ön9e  ©ejlrtlt  geben,  paffenb  fdjneiben  (öte  JBretter  ju  einem  Äajlcn,  bH 
Seber  ?u  ®d)u()en,  3cu9  ju  einem  Älcibc;  au^:  einem  ein  Äteib  — );  einem 
etwai  fd)neibenb  jumeffen  u.  5uti)eilen  (j.  5B.  einem  boö  Srob  färgiicft 
jufc^neiben) ;  baS  SufcbnciC'ebrett,  ein  Srctt,  auf  treldjem  man  ctiraS  jufc^nei« 
bet;  bie  Sufd^t^ibcleille,  ein  l)öljcrne6  SOSinfclma^  ber  ©lafer  jum  3uf(ljne(» 
ben  bes  ©tafeg :  bie  3ufd)neiDung,  iai  3ufd)neiben;  ber  3ufc^nitt,  1) 
bai  3ufd}neiben,  (j.  S.  ber  ßeinwanb.  beö  Su^cö  ?u  einem  JRocte  jc. ;  uncig. 
bie  ©ac^e  ift  f(feon  im  3u)'d?nittc  üirborben,  b.  t.  gieitb  im  Anfange,  in  ber 
Anlage  ob.  Vorbereitung);  2)  bie  '^(rt  unb  iüeife,  i»ie  itwci^  jugefdjnitten 
u.  uneig.  gejialtet,  angelegt  ob.  ein9erid)tet  ifl  (ber  ganje  3uf(^nitt  feiner 
Se^re  it.) 

jufd^ncien,  trb.  jieltof.  3w.  m.  fein,  t>on  @d}nee  angefüllt,  verberft, 
tterfpccrt  werben,  cgi.  üerfc^neien. 

jufc^ncllcn,  trb.  jtcl.  3«» ,  einem  etiraS  —,  eS  juif)mf)infd)neüen 
b.  i.  fd)neUenb  treiben;  etn?a6  — ,  fc^nellenb  jumadjen  ob.  öerfdjliepen. 

3ufc^nitt,  m.,  f.  unter  juft^neiben. 

jüfc^nürcn,  trb.  jiel.  3»f..  fd)nütenb,  mit  einer  <Sd)nur  ^ufammen^ie-- 
f)en  u.  baburdj  jumad^en  ob.  üerfd)lie§en  (ein  Sünbel,  bie  ©(^nürbrujl  ic. — ; 
einem  ben  ^aI6,  bie  ite^le  jufc^nüren,  b.  t.  i\)n  rrbroffeln). 

juf^raiiben,  trb.  jiel.  3». ,  fd)rfiubenb,  mittelfl  einer  @d}rau6e  ju^ 
machen,  verfd) liefen. 

5Ufd()reibcn,  trb.  3w»  (altf)o^b.  zuoscriban  f.  f)injuf^reiben ,  »fügen)  1) 
jiel.  einem  et  trag — ,  feiten  f.  eg  an  i()n  fd)reiben,  if)m  fd)riftlid}  mit- 
t()eilen  (einem  eine  S«ad)ric^t — );  in  beftimmtcrcr  Seb.  einem  emai  (j.  S. 
ein  Su^)  fd^riftlid)  jueignen  ob.  reibmen  (fr.  bebictren):  ferner:  Uwai  ju 
bem  Übrigen  auf  3emanb6  SJeci^nung  fd}reiben,  entg.  a  b  f  (^  r  c  i  b  e  n  (j.  S. 
einem  20  3;f)alcr  jufci^reiben) ;  aud^:  etwa^  auf  3«nianbS  5^amen  fd)reiben, 
0I6  i|)m  jugc{)örig  ob.  juEcmmcnb  (einem  ein  ^au6,  einen  ©arten  2C.  — ); 
ba()erunetg.  einem  ob.  fid)  etroa§  — ,  f.  beilegen,  beimeffen,  für  il;m 
ange{)örenb  ob.  von  il)m  au6gef)enb  erflaren  (j.  S.  einem  eine  3;t)at,  ein 
SBerf  IC.  — ,  b.  t.  if)n  für  ben  Urt)ebcr  ausgeben;  einem  bie  ©^ulb  »cn  et» 
»aS  — ;  fi^  au§  Sitelfcit  eine  (Sigenfd^aft,  ein  SJerbicnft  ic.  —  ;  bu  ^afl  ü 
bir  felbji  jujufdjreiben,  wenn  e«  mifölingt);  2)  jielloö  m.  tjabcn,  forifaf)ren 
ju  fd)reiben,  fd)neller  fdjreiben  (f4)reibe  ju!);  bie  3ufrf)rift,  5J?.-en,  ein 
an  Scmanb  gerid}teteö  u.  tl)m  jugefanbteS  @d)reiben,  ein  SSrief;  &u^  f. 
3ueignung6fd)rift  (fr.  Sebication). 

jufc^rctcn,  trb.  jitUof.  u.  jicl.  3«.  (alttjo^b.  zuoscrian),  einem  — , 
nad)  üjm  {)in,  i{)m  entgegen  fdjceien:  einem  etttjaö  — ,  fc^reienb fagen, 
mittf)eilen,  surufen. 

jufd^reiten,  trb.  jieUof.  3».  1)  m.  fein,  fid)  fd)reitenb  ju  ob.  narf)  et* 
roaS  ()in  bewegen  (einem  Orte  — );  2)  m.  ^aben,  fottfat)ren  jU  fc^rciten, 
fdjneller  fdjreiten. 

Suf^rift,  W.y  f.  unter  gufd;rciben. 

^epfe'ß  4>anb»3rtetb.  b.  beutf^en  CJpr.  2.  Zf)ilU  136 


2162  gufd)rotctt  —  5«fe|en 

jufc^roten,  jici.  3Wm  oberb.  f.  jufd)ndb«n,  äuf)aum  ob.  6ef)au«n,  iSflr. 
inßbcf.  iai  guif^  — ;  ba^ec  bec  3ufc^roter,  -6,  f.  S(cifd)f)auer,  gUifd)» 

jufd)üren,  tcb.  jiel.  3».,  ju  etvcai  i)in  [c^ücen  (^olj,  J?olj(en  — ;  au(^ 
blop:  guf^ören,  uneig.  f.  einen  ©trett,  eine  ßetbenfd^aft  ic.  flät!ec  an«  ob. 
aufregen). 

Sufc^ufg,  m.,  f.  unter  jufdifef en. 

gufc^ütten,  trb.  3w-  l)  jW.  f)tnjufd)utten,  fdjiittenb  binjufiigen;  bucc^ 
©d)ütten  jumad)en  ob.  auffüllen,  finn».  t>erfcf)ütten ,  (eine  ®rube,  einen 
Srunnen);  2)  ^k\ioi,  foctfQf)ten  ju  fd) litten,  jlacfec  fd)ütt«n;  bie  3U' 
fd^üttung,  baS  3ufd)ütten  (jiel.). 

jufd^wären,  trb.  jieaof.  3m.  m.  fein,  bucd)  @d)njä'cen  äugefien  ob.  fi<^ 
fd)ltef en  (bie  3tugen  f^rodcen  if)m  ju,  finb  jugeft^woren). 

jufd^tDellen,  trb.  jieUof.  3».  ni.  fein,  fd)ircüenb,  butc^  ©efc^wuljl 
oerfdjlofjcn  ob.  t^erengt  werben  (ber  JQali  ijl  if)m  jugef^woUen). 

guf(^wimmen,  trb.  jieUof.  3».,  1)  m.  fein  (alt()o^b.  zuosaimman), 
no^  einem  £)rte  ob.  ©egenftanbe  ()in  fc^rcimmen ,  ftd)  if)m  fd)iDtmmenb 
na{)ecn  (bcm  Ufer  — );  2)  m.  Ijaben,  fortfaf)ren  ju  fd^roimmen,  fd^neüet 
fci)iDtmmcn. 

jufc^woren,  trb.jicl.3n'.,  einem  ctmag  — ,  fc^reorenb  ob.  mit  einem 
<3^n)ur  jufagen  ob.  t»erftd)etn;  auö):  fAreorenb  jueignen  ob.  aneignen. 

jufe^en,   trb.  jieHof.  3»-  m.  ^aben  (oU()OC^b.  zuosehan,   b.  i.  inspicere) 

1)  bei  etnoao  gegenwärtig  fein  u.  banad}  i)infef)en,  ftnno.  etroaS  anfefjen 
(}.  S.  bie  Äinber  fpiclten  unb  wir  faf)cn  ju),  mit  bem  2)at.  einem  ob.  ei? 
ncr  <Sad}e  —  (j.  SB.  bem  Safc^enfpieler,  einem  ©d^aufpicle  ic.  — );  in 
bcHimmterer  Scb.  ein  müf  iger  3ufd)auer  bei  etwas  fein,  nid)t  baron  2!f)eU 
net)men,  baber  uneig.  itvoa^  gleid)giiltig  gefd)ef)en  laffen,  inSbef.  e6  unge; 
at)nbet  iaffen  (j.  S.  einer  ©ac^e  rubig  jufe^en;  iä)  fann  bem  Umrefen  ni^t 
langer  gufe{)cn);  2)  ju  cüvai  f)in  ge()en  unb  banad)  fef)en,  finno.  nad)  et^ 
traö  fe^.en,  e8  befid)tigen,  in  2rugcnfd)ein  mi)mcn  (j.  S.  fieb  einmal  gu, 
was  er  mo(^t,  —  wie  eg  mit  ber  ©adjc  fielet  k.)  :  uneig.  über^.  f.  'Kd)t  haben, 
etwa§  ob.  fic^  in  2(d)t  nehmen ,  ficb  hüten ,  «Sorge  tragen  (j.  «5.  fie^  ju, 
bafö  mä)t&  oerloren  ge()t,  —  bafs  bu  nic^t  betrogen  rcirft  zc. ;  ia  fiebe  bugu! 
b.  i.  ba^  ijl  beine  ©orge);  gufe^enbS,  9^n?.  (gebilbet  »on  bcm  9)1«.  gufc» 
I)enb,  n>ic*.  eilenbö,  burc^gebcnbs  u.  a.  m. ;  olfo  ni<^t:  gufcfjen«!  —  alt--. 
^o4)b.  zHosehendo),  tt)äf)renb  man  äiiftef)t,  im  3ufe^en,  fo  bafö  man  eSfe* 
^en  ob.  beutlid)  voahxml)men  fann  (g.  85.  baS  SBaffer  »dd^ft  jufeljenbs ;  er 
njicb  gufe{)enbS  franfer);  ber  äufe^er,  -§,  wer  bei  etwag  anfielt,  gew.  3u* 
fc^auer,  (fpri^w.  bem  3ufc^er  ifi  fein  ©picl  gu  I)o^). 

jufenbcn,  trb.  giel.  3«.,  einem  etwa 6  ob.  einen  — ,  ju  i^m  ob.  an 
ibn  fenben,  cbler  alö:  3ufd)icfen;  uneig.  f.  einem  (mcii  sufommen  ob.  gu 
3;f)ei(  werben  (äffen;  etwaS  wof)in  tierbreiten:  ber  Sufenber,  -g,  bie  Su- 
fcnberinn,  wer  einem  etwag  jufenbet;  bie  3ufent)ung,  baö3ufenben  unb 
baö  3ugcfanbte  (oerfcljiebene  3ufenbungen). 

jufe^en,  trb.  3«.  1)  giel.  (attboc^b.  zuosazjan)  a)  eig.  etvoai  gu  einem 
anbetn  2)inge  l)in  ob.  bemfelben  naf)e  fegen  (He  ©peifen  gufefeen,  b.  t.  gum 
Äo4)en  anö  geucr  fegen);  b)  etwaS  ^injutbun,  ()injufügcn  (g.  ©.  im  ©piele 
gu  bem  gefegten  no^  me^c  ®elb  — ;  in  einer  C^rgä()lung  ttwai  gufegen) ; 


5uftd)em  —  jufpinnen  21G3 

inöbcf.  einem  Stoffe  «troa«  6etmifd)en  unb  bamit  tjcreinigen  (bem  ©itbet 
Äupfer  — ;  einem  Srje  beim  ©(^meljen  ©c^ laden  jc.  — ;  ber  blauen  gatbe 
ein  »enig  Siott)  jufeöen  u.);  uneig.  (oom  3ufe|en  beim  ©piele  f)ec0enommen?) 
f.  nacf)  unb  nad}  aufroenben  u.  oon  bem  ©einigen  t^erlieien  (j.  SB.  er  ^at 
üicl  ®elb,  einen  Zi)iil  feines  SSermögenS  :c.  bei  bem  Unternef)men  gugefc^t; 
ou^  ol)ne  3ielw. :  bei  einem  [olc^en  Jpanbel  mu[3  man  jufc^cn) ;  c)  burd)  et- 
»ag  i)Q\)or5cfe^te6  äumad)en,  t»erfd)(iepen  (dn  Co^,  ben  Dfen  k. — ); 
©c^iff.  ein  ©egel,  f.  fpannen,  nuf)iief)en;  2)  gieaoö  m.  (jaben,  a)  ei* 
nem  — ,  if)n  angreifen,  bebrängen,  iijm  S5efd)n)ecbe  marfjen,  ftarf  in 
it)n  bringen,  fei  e6  mit  SBovtcn  ob.  auf  anbete  Act  (öem  geinbe,  einer  ^^^""9 
IC  f^acf  jufe^en;  er  i)at  mir  i)aü  jugefc^t;  einem  btim  Srunfe  jufc^cn,  b-t. 
{^n  jum  Scinfen  fe()r  nötf)igen:  »gl.  bic  ältere  SiebcnSart:  ©pru^  ob.  Älage 
}u  einem  fe^en,  f.  if)n  gerichtlich  belangen);  b)  Canbro.  »bie  ®d)afe  fe^en 
ju,«  wenn  jie  oiec  3al)re  alt  »erben  unb  feine  3ä^ne  me^r  beEommen,  (ber* 
glei^ien  ©4)afe  nennt  man  au^:  jufe^ige);  bie  Sufci^ung,  ba6  3ufefeen 
(jicl.);  ber  3ufa^,  fÜJ.^fä^«,  1)  feiten  f.  bag  3ufc^en;  2)  getü.  f.  bog  3u? 
gefegte,  >f)in5ugefiigte,  (einen  3ufa§  ju  einer  erjci()lung  ma^en;  etwas  mit 
oielen3ufa^en  auSfd^miicEen-,  »erf^iebene  3ufa^e  ju  einem  2(uffa^  ic.  machen); 
etwas  einem  ©tcffe  SBeigemifdjteö  (berSBUein,  baS  ©Über  ic.  ()at  einen  3ufa$); 
3)  bic  SK.  3ufä|e  c^em.  f.  ^iilfötruppen;  u.  f.  Seifiger  eines  ©(^ieb8= 
getidjts. 

§ufi(^ern,  ttb.  jiel.  3»-»  einem  etma 5  — ,  if)n  ftd)er  madjen  ob.  üet» 
fid)ern,  bafä  man  if)m  etroa^  leijlen  ob.  genjäf)renn)etbe,  ftarfec  alS:  einem 
etroaö  r)etfpred}en,  t)etl)eipen  jc.  (j.  S.  einem  feine  ^ülfe,  eine  Unterftii|ung 
jc.  — ) ;  bie  3ufi(^erung ,  baS  3uftd)ern,  u.  baS  ^ugejidjerte,  finno.  SSer- 
fpredjen,  8Serfpted)ung,  (2)1.  3uficl;erungen). 

juficgeln,  trb.  giel.  3»m  fiegelnb,  mit  einem  «Siegel  jumadjen,  perfd)lie? 
^en,  finno.  oerfiegcln,  (einen  SStief  jc.  — ) ;  bie  3ufiegelung. 

jufingen,  trb.  jiet.  3».,  einem  etir»aS — ,  e8  ihm  fingenbmittt)eij 
(en,  ob.  jut^eilen;  uneig.  bi(|t.  auf  einfc^meic^elnbe,  lodenbe  litt  jufic^ern, 
üerfpre(!^en. 

jufmfcn,  trb.  jiettof.  3».  m.  fein,  l)fic^  einem  £)rte  ob.  GJegenftanbe 
ftnfenb  näi)ern  ob.  juneigen;  2)  finfenb  ftd)  fdjliepen,  [anft  unb  atlmäijüd) 
jufallen  {bk  2fugen  fanfen  t^m  ju). 

jufpeilern,  trb.  jiel.  3».,  mit  <Speilern  jumod)cn  (JtBürfte). 

3ufpeifc,  ro.,  5)?.-n,  eine  <Speife,  bie  ju  einer  anbern,  j.  18.  jum  Srobe 
ob.  jum  glcif^e,  gegeben  wirb,  finn».  3ufofl,  3ugemüfe ;  oberb.  insbef.  bie 
3ugabe  ob.  SSeilage  ju  einem  @etid)t  ob.  einer  J^auptfc^üJTct,  bef.  jum  @e« 
müfe;  —  jufpeifen,  trt».  jiel.  3».,  ju  etnjQ§  ob.  bamit  jufammen  fpeifen, 
gew.  gaefTen. 

jufpctren,  trb.  jiel.  3»-)  fperrenb  jumadjen  ob.  octfd)(iepen,  jxnno.  Der; 
fpetren,  entg.  ouffpercen  (5.  S.  baS  S^oc — ). 

jufpiden,  trb.  jiel.  3»t>.,  einem  .etwa«  —,  fpielenb  ob.  im  Spiele 
gufommen  ob.  ju  \i)m  gelangen  (äffen  (einem  ben  S5aU,  eine  JCarte  ic.  — ); 
uneig.  einem  etwai  auf  fpielenbe  2(tt  u.  bef.  Ijeimlid)  u.  liftig  ju  Slijeil 
werben  (äffen  ob.  Derfdjaffen. 

jufpinnen,  txi.  jiel.  3».,  D  «twaS  fpinnenb,  mit  einem  (Sefpinnjl,  ob. 

136* 


2164  jufp{|en  —  aufte(fen 

uneig.  »fe  mit  einem  folgten, üerfd)Iief en ob. \3erbetfen ;2)eincm«t»ag  — , 
fpinncnb  jut()eilcn. 

i^ufpli^cn,  txb.  jfel.  3»-,  «tnoa«  fpt^ig  julaufen  itiadjen,  fpt§  jut)oufn, 
jufdjneibcn,  fd)teif«n  jc,  auc^  blof :  fpi^en,  (ein  J&olij,  einen  SIeifiift.  bk 
giabeln — );  bai  SRit».  jugefpl^t  au(^  als  fßm.  f.  fpi^ig,  in  eine  <Spi^e 
ob.  in  @pi|en  ausilaufenb  (ein  gugefoiiiteö  SSIatt);  bec  3ufpi^cr,  -«,  9^abl. 
trec  bie  9?abeln  auf  bet  3ufpt^banf  fpifeig  fc(}leift;  bie  Sufpi^ung. 

jufptec^en,  trb.  3».  (altb.  zuosprehhan,  zuosprechen)    1)  jieUoS  ni.  ^0* 

ben,  a)  einem  —  eig.  ju  i()m  ^infptedbm.babec  et)em.  f.  i^n  anfprecl)en, 
anreben ,  ange()en ;  jegt  in  engerer  Seb;  bucd^  Sßorte  u.  bcf.  burd}  freunb* 
(id)e  2(nrebe  auf  einen  ju  liefen,  i^n  ju  belegen,  ju  befänftigen,  ^u  tro* 
jlen  fud)en,  finn».  äucebcn,  (ec  fpracfe  mir  freunolic^  ju;  Sag.  guf preisen 
f.  ben  .i^unb  aufmuntern  u.  fanft  onrcbcn);  et)cm.  einem  —  f.  it)n  i^erauS« 
forbern,  anffagen,  öor  ®ectc^t  jie^en;  b)  einem  ob.  gero.  bei  einem  — , 
b.  i.  it)n  auf  f'urje  3«it  befud}en ,  bef.  auf  einer  9?eife ,  ftnne.  bei  ihm  ein* 
fpred)en,  votfpredjen ;  c)  einem  --,  uneig.  f.  angemeffen,  gemd|  ob.  ge? 
nefjm  fein,  gefallen,  bef)Qgen,  gen?,  jufagen  (f.  b.),  finnü.  einen  anfpced)en, 
(»was  biefer  2(bfic^t  nic^t  üoUfommen  jufprad&,  warb  oeränbert«  Mfing;  bü 
gorbcn  biefeS  ©emciJbes  fpccc^en  mir  fe^r  ju);  2)  jiil.  einem  etmai — , 
a)  burd)  (Spred)en,  burd)  fceunblid)e  3(nvebe  in  if)m  ju  bcmirfen  ob.  ibm 
einjuflöpen  fud)en  (einem  Srojt,  SJKutf)  jc.  — );  b)  burd)  einen  2(ugfpruc^ 
i()m  juecfenncn,  entg.  abfprc^en  {bai  ®ut  ift  i^m  jugcfproc^cn  werben); 
c)  t^em.  oud^  f.  t)erfpi-ed)en ,  jufagen;  bie  3itfprad)e,  1)  mcift  olt.  f.  ba« 
3ufpced)en,  b.  t.  tni  @pced)en  ^u  Scmanb,  bie  2(nrebe,  S5efpred)ung ; 
ou^  f.  SSefud),  g«m.  ^ufprud);  ef)em.  aud^  bie  2(nftage,  bie  3tef)ung  »or 
®eri<!()t;  2)  bie  jugefprod)enen  SOBorte,  insbef.  eine  freunbad)e,  berul)igenbe, 
tcoftenbe  2(nrebe  (btbl.  bem  ©trauöjelnbcn  ^alf  beinc  3ufpi:ad^c  auf) ;  bec 
Sufpruc^,  9??.  ([cUen)  -'fpcüd)e,  \>a§  3ufpced)en,  b.x.  1)  bie  2(nfprad)e  ob. 
2tnrebe,  bef.  i>ai  3ufpred)en  Don  Sroj!,  bie  benii)igenbe  ob.  aufmuntecnbe 
2fnrebe,  (3cmanb  buccib  feinen  3ufpcuc^  tröjlen,  aufri(i&ten;  ber  3ufprud)  be8 
©eiftlic^en  jc);  2)  ein  S5efuc^,  be[.  ein  furjer,  im  SSorbetgc^en  gemoc^tec 
(gönnen  ®te  un§  3f)ren  3ufpruc^ ;  oiel  3u[pru(^  l)aben) ;  3)  elftem,  üu«^  f. 
2Cnfpcud)  auf  etn?a6 ;  u.  f.  2(nflage. 

gufpringcn,  tcb.  jidlof.  3».  m.  fein,  1)  ju  einem  ob.  etwa« f)infpnngen 
u.  in  weiterer  Seb.  überf).  Ib^rju?  ob.  {)erbeieiien,  ogl.  einem  beifpringen; 
2)  fprtngenb,  mit  fpcingenbec  SSeJDegung  fid)  fd}(ie^en,  3ufa{)cen  (g.  ». 
baS  ©d^lofö  ift  jugcfprungcn). 

Sufprud),  m.,  f.  unter  gufprecfeen. 

j^ufpünbcn,  trb.  giel.  3*0-,  mittelft  eine«  6punbe«  jumarfjen,  »et* 
fd)lte^en  (ein  gafö  — ;  »gl.  ©punb,  fpünben). 

jujlampfcn,  trb.  3w.,  1)  gier,  fiampfenb  btn5ntf)un;  flampfenb  ju* 
mad)en  ob.  t)erfd)Iief en ;  2)  jieUoö  m.  t)aben,  fortfaljren  ju  l^ampfen. 

3ufianb,  m.,  juficinbig  k.,  f.  unter  guftc^en. 

jujlecf)cn,  trb.  3«t>.  1)  jicUoö  m.  i)aben,  anfangen,  ob.  fortfai)ren  ju 
{Ied)en;  2)  giel.  ettoa^—^  |Ied)enb,  burc^  ©tidje  mit  ^abtl  unb  3wirn 
5umacl)en,  mit  tveiten  @tid)en  5unaf)en. 

^^uftcrf cn,  trb.  giel.  3».,  i)  einem  etrooö — ,  e{g.eg3uibmf)in, i^mtn 
bie  ^anbu. fielen;  gc».  nur  in  bejliramterer u. uneig.  Seb. einem etn'aS()eim* 


guf}ct)en  —  aufieuern  2165 

lid)  jubringen  ob.  übergeben  (j.  SB.  ®elb);  2)  etroa«— ,  mtttelfi  eine« 
fingeliedten  .Röcperg  (j.  a.  eines  ©ttftcö,  einer  ©tecfnabel)  jumadjen  ob. 
t)erfd)liepen. 

ju|lef)cn  ob.  =rtet)n,  trb.  3«?.  1)  jielloe  imitUl\).  zuosten)  m.  haben 
(öberb.  aud|  ra.  fein)  einem  — ,  a)  dj.  ju  tl)m  b.  t.  in  feiner  ^äi)i  fle* 
^en  ob.  ftd)  ba()in  jlellen,  baöcc  ebem.  f.  auf  ^einanbS  «Seite  ob.  gartet 
fein  ob.  treten,  gew.  ju  it)m  flehen ,  \i)m  beifleben ;  b)  alt  u.  obetb.  f.  ei> 
nem  wiberfa^ren,  jufropen,  begegnen  (j.  S.  eö  ftunb  ben  sHömern  ein  Un« 
glücE  über  ba6  anbere  gu;  wegen  juge(tanbner  Unpäföli^jfeit  u.  bergt.);  c)ie|t 
gew.  f.  einem  jufommen,  gebühren ,  geboren,  angcmeffen  fein,  nur  oon 
freien  Jpanblungcn,  ju  benen  man  befugt  ob.  cerpfli^tet  i|l  (j.  8.  e«  flc^t 
mir  ju,  fo  gu  bändeln;  ber  Sugenb  flct)t  eS  ju,  ba«  2£lter  gu  cbren);  2)  giet. 
einem  ttmai  — ,  el)em.  f.  jugefleben,  juerfennen,  erlauben;  ber  3uj 
jianb,  Ci}?.;f!anbe,  1)  alt  u.  oberb.  bai  einem  3uflef)enbe,  b.  i.  a)  ba« 
©ebüf)renbe,  bie  ©ebübr,  ber  2(mtgertrag,  bie  gu  entric^tenbe  2ibgabe  ob. 
Sftflung  (}.  S5.  bie  3u|!änbe  eine«  Sfiidbterö,  ber  2£mtölcntc  ?c.,  f.  d.  n>.  ®e» 
bübren);  fnöbef.  f.baS  i!cbngelb  (f.  b.),  bie  8ebng£bübf)l>»*^"^J"blobn(fr.8au» 
bemium);  b)  wa«  einem  roiberfabrt,  juflöpt  ob.  jugefrof  en  ifl ,  bef.  ein 
Übel,. eine  Äranfbcitjc ,  ftnno.  Sufplf  (j.  S.  tciberwärtige,  unoerboffte  3u« 
flänbe  ?c  :  mit  üielen  Seifcö^uftdnben  bii)Q^tt):  2)  ge».  bie  2rrt  unb  SBeife, 
tvie  ein  ©egenflanb  ju  anbetn  ob.  an  ftc^  felbjl  fltebt,  b.  t.  ftd)  befinbet, 
t)erf)a(t,  befdjaffen  ifl,  finno.  ©tanb,  2age,  23erbä'ltnifg,  Sefd^affenbeit, 
bef.  fofern  biefclbc  Borübergebenb  u.  Seränbcrungen  unterworfen  ijl  (ber  ge« 
gcnrcärtige  3utl(inb  einer  ©acbe  ob.  ^crfon;  ber  3uftanb  feiner  ®efunbbeit 
ifl  fcjflee^t;  ba«  Jpauö  befinbet  ftc^  nocb  in  gutem  3u|lanbe;  a\i6)  in  berSÄcbrb. 
j.  85.  Itibenfdjoftlicbc  3u!lanbe  ber  (Seele;  bie  3ujlanbe  einer  ^^erfon,  ftnno. 
SBerbaltniffe,  UmjMnbe);  in  t^eflimmterer  Jöeb.  ein  rubcnb<8  ob.  leibent(icf)eä 
SScrbalten,  entg.  ber  Sbat  ob.  .^anblung;  baö  3ufrant»ö«)ort,  ein  SBort, 
»eldbfö  einen  3ufiQnb  bejcidjnet;  ©pra^l.  9teutt>.  f.  3e{t«  ob.  SRcbcwort,  fr. 
58erbum  (eine  Dsrwcrflic^e  Benennung,  ba  bie  3eit»  ob.  b.  JRebewörter  nic^t 
blc$  3u|t^nbc,  fonbern  üorgug§weife  .^anblungen  begei^nen);  jullcinbig,  Bro., 
guftebenb,  jufommenb,  gebübrenb,  geborenb  (eincmirjujianbtgcSaebe);  bie 
Sujiänbigif cit .  1)  bai  Suftänbigfein,  ©ebübren  ob.  ©eboren;  2)  oberb.  f. 
n?nS  einem  juftebt,  gebübrt  cb.  gebort;  aud|j:  JvaS  ju  einer  <S>a<i)t  gebort 
(j.  as.  ein  ®ut  mit  allen  3uftä'nbi9!eiten) ;  juflänblii^,  Sro.,  bie  ^frt  eine« 
3u|lanbe«  {)abenb ,  einem  3ujlanbe  gleid) ,  in  einem  3uffanbe  gegriinbet. 

i^uflcüen,  trb.  iiel.  3».,  1)  einem  ettwa«  — ,  etg.  e«  ju  ibm  bin 
fleUen,  gew.  nur  uneig.  f.  ibm  etwa«  jufommen  Kiffen,  einba'nbigen,  libera 
geben  ob.  übevmad)en  •,  2)  etiva«  — ,  burd)  ttmai  X)aoorge|leIIte«  ju» 
madjen  ob.  üerfcbliepen.  (j.  SS.  eine  Öffnung  ^;  .^üttenw.  ben  Dfen — , 
b.  t.  ba«  OejleU  in  ben  boben  Dfen  einfegen;  3<5g-  ein  Sajen  —  i  b.  i.  ben 
mit  9leijen  umftcUten  Sagbbegirf  töUig  einf^lie^cn);  bie  SufleÜung. 

jujleuern,  trb.  3w.,  1)  gietto«  m.  fein,  md)  einem  £)rte  bin  fleuern 
b.  i.  mit  Jpillfe  beö  ©teuerruber«  f4jiffen  (bem  Sanbc,  bem  .^afen  — );  2) 
gtel.  JU  etwa«  jieuern  b.  i.  alä  «Steuer  beitragen,  gew.  beifleuern;  ju  ber 
bereit«  entrid)teten  ©teuer  nod)  bi"J»f«gfn.  nad)fteu«rn;  bie  Sujlcucr, 
ge«».  Seifteuec,  ob.  Df^adjfieuer. 


2166  pftimmen  —  guttun 

jufiimmen,  ith.  jtetlof.  3».  m.  ^oben,  ju  ob.  für  tt\x><x9  |!immen,  b.  t. 
feine  «Stimme  baju  geben,  fid)  bafiit  etflatcn,  ftnno.  beiftimmen;  bie 
Suflimmung,  baS  3ujlimmen,  ftnn».  SSeifaÜ,  Stützung  (j.  35.  td^  ^abe 
es  mit  fein«  Suftimmung  Qü\)an). 

guflopfen,  trb.  jiel.  3»-»  llopfenb  b.i.  burd)  et»a§  K^ineingejltopfteg  ju; 
moc()en  ob.  Detfd)liefen  (ein  Zod)  — );  bie  äuflopfung. 

juflopen,  ttb.  3».  1)  jieUoö  a)  m.  fein,  einem  — ,  eig.  (att^od^b. 
zuostözan)  ju  if)m  ob.  auf  if)n  ftopen,  \l)n  flofenb  berüf)ten  ob.  treffen: 
jc|t  nur  uncig.  f.  einen  plo^lic^  befallen ,  xl)m  tt>iberfa{)ren  ob.  begegnen, 
nut  öon  Übeln  gebe.  (j.  SB.  wq6  ijl  bie  jugefio^en?  if)m  ift  eine  Di)nmad(|t, 
ein  Unglüdic.  jugeitofen);  b)  m.  Ijaben,  anfangen,  ob.  fürtfaf)ren  ju  fto* 
fen,  ftarf  ob.  ftarfer  ftofen-,  2)  jiel.  a)einemetwag— ,  eS  frofenb, 
mit  einem  ©tofe  ju  \i)m  ^in  bewegen;  b)  etroag  — ,  burd)  ©tofen  ju* 
mad^en,  üerjlopfen;  bec  Sujlop,  -eS,  feiten  f.  wa8  einem  juftöft,  ein 
plö'^lidjet  Sufall,  Unfall. 

juflreben,  tcb.  jieUof.  3».  m.  §aben,  ju  ob.  nadj  tttoai  i)\n  flreben 
(einem  3ielc  — ). 

juftreid^en,  trb.  3».  1)  jfjßoä  m.  i^aben,  anfangen  ob.  forffa{)t<n  ju 
ftteidjen;  2)  jiel.  itwa^  — ,  ftceid)enb  b,  f.  bucd)  etwa^  £)atu6cr?  ob. 
^ineingeftric^eneS  }umad)en  ob.  ausfüllen,  ftnno.  jufc^mieren  (§.  S.  einen 
©palt  in  bet  aJiauec  mit  Äal!— );  bie  3u)^re{d)fd)eibe,  ein  SBetficug  bec 
Sud^macJ^ec,  womit  bem  geneppten  Sud^c  bec  ©ttid^  gegeben  »icb. 

juflriden,  tcb.  jiel.  3»-,  ftridfenb,  burd)  <Stri(f arbeit  jumad)ett 
(ein  So^  — ).  * 

juflrömen,  ttb.  3»-  1)  iießo«  m.  fein,  jU  etwa«  ob.  einem  {)infiro- 
men,  in  ©tromen  f)eranfommen,  ftromweife  jufliefen,  eig.  u.  uneig. 
(j.  as.  baS  SBaffer  ftrömt  »on  ollen  ©eitcn  iu;-bte  juilcömenbc  SKenfc^cn= 
menge;  bie  dJebanfen  ftcömen  t{)m  ju);  2)  jiet.  einem  ctmai — ,  ii 
ftromenb  ob.  jTromttteife  ^u  if)m  f)in  ergiefen  ob.  Derbreiten;  berSujltrom, 
fcUen  f.  bai  Sufirb'men,  bcr  reidje  3iifluf6. 

äujlülpcn,  ttb.  gier.  3»M  burd^  etroaS  £)aruberge|lülpteg  t>erfd)liegen. 

jujlu^en,  ttb.  siel.  3».,  ftugenb  (f.  jtu|cn  2)  ju  einem  ^toedt  bereiten 
ob.  jured)t  madjen  (j.  S.  einen  J&ut  ~);  uneig.  übiti).  einer  ©ac^je  ob. 
^erfon  bie  gcf)orige  (^efialt  ob.  S5efd}affen{)eit  geben,  fir.no.  jutiditen, 
cinrid)ten,  abrid^ten  (einen  juflu^en). 

jutafetn,  trb.  jiel.  3».,  ©d^iff.  mit  bem  nb't^igen  Safelwerf  üerfeljen 
(einen  SKoft  ic,  — ). 

jutanjen,  ttb.  jiellof.  3».  l)  m.  f  ein,  ju  ob.  nad)  einer  ^erfon  ob.  ei- 
nem Orte  t)in  tanken  (einem — );  2)  m.  l)abcn,  fortfaf)ren  ju  tanjen. 

jutappen,  trb.  jieUof.  3».  m.  Ijaben,  tappenb  nac^  etvoai  greifen, 
plump  jugreifen;  jutäppifd(),  SB».,  jutappenb,  plump  ob.  breifl  jugiei^ 
fenb,  f)öd)ft  jubringlid). 

3utl)at,  w.,  5Utl)citig,  f.  untec  }utl)un. 

jut^ellen,  trb.  jiel.  3».,  einem  etwa«  —,  alg  feinen  'S.^t'ü  geben, 
öerlei{)en,  ftnnö.  ertbeilen  (einem  bai  ©einige,  bcn  ^reiö  — ). 

guttun,  ttb.  3».  1)  jiel.  (altb.  zuotön,  zuotuon,  zuogitnon  f.  ^{njutl^un, 
l)iniufügen,  u.  f.  oerfd&ließen)  a)  gem.  f.  ^u  ettvaS  tl)un,  (jinjut^un  ob .:  fü* 
gen  (bo^ec:  bie  3ut^at);  ju  einer  ©acF)e  ttwai  tl)un  ob,  beitragen,  U* 


gutönen  —    jutrauen  2167 

bei  tl^d'tig  fein  ob.  mttwtrfen,  gcre.  bqu  t^un,  nur  ol«  ^w.  ba«  3ut()un 
f.  bie  CJütroicfung  cb.  S3eif)ülfe  (cö  ijl  o^ne  mein  3ut^un  gtfc^e^en); 
b)  gem.  f.  jumadjen,  fd)liepen,  octfdjliepen,  (baS  Sud^  — ;  bcf.  bic  Äugen 
?utt)un  f.  etn[(^lafcn,  ob.  fretbcn);  2)  tüdi.  (fc^on  alt{)o(ftb.  sih  zuogituon) 
fid)  einem  ob.  bei  einem  — ,  gem.  f.  ftd)  if)m  anfd)liefen,  fidj  bei  i^m 
beliebt  ju  mad)en  fudjen;  bat)er  ba«  aSw.  jugetfjan  a(S  J8».  f.  an« 
l)än3lid),  ergeben  (einem  juget^an  [ein,  b.  i.  if)m  an()angen,  ibm  ergeben  fein; 
einer  SKeinung,  bcm  2£bcrglauben  ic.  jugetljan  fein);  and)  f.  geneigt,  geroogen, 
con  ^öi)iten  gegen  Siiebere  (JCanjl.  rcir  bleiben  euc^  mit  fürflli4)er  ^ulb  ju« 
9ett)an);  bie  3utt)at,  CÜ?.-en,  voai  jur  23ereitung  einer  ^aiji  f)injugep 
tban  »Derben  muf^.ieber  ju  einem  SBerle  erforberli^e  ©toff;  in  engerer  SBeb. 
trag  bei  ber  S3ereitung  ob.  SSerfettigung  einer  (Sad}e  aufer  bem  ^aupt^ 
floffe  crforbertid)  ift  unb  gebrandet  reirb  (j.  33.  bie  3ut^aten  ju  einer  ©peife; 
bie  3ut^aten  ju  einem  J?leibung6ftü(f e ,  au^er  bem  3euge  felbjl,  alfo:  3n3irn, 
€5eibc,  Änöpfeic);  jut^ättg  u.  jutl)ulid^,  Str.,  fid)  einem  ^Cnbern  ju* 
ti)uenb  b.  i.  anfd}lief  enb ,  um  feine  öunfr  bemüljenb,  ifjm  an()angenb, 
anf)anglid);  baljer:  bie  3ut()äti9feit  ob.  3ut{)uli(^feit. 

jutönen,  trb.  3».  1)  jieHoä  m.  ^aben,  einem — ,  nad)  tf)m  f)in, 
i{)m  entgegen  tönen;  2)  jiet.  einem  tttoai  —  ,  tönenb  ob.  in  SlSnen 
jufüf)ren,  barbringen,  einflößen. 

jUtragen,  trb.  ^w.  l)  jiel.  (alt^od^b.  zuotragan,  nur  in  eig.  Beb.)  etvoai 
nad)  einem  £)rte  ob.  ju  einer '•Perfon  I)intragen,  tragenb  na()e  bringen 
(j.  SS.  aSaffer  — ;  einem  bic  ©peife  — ;  iai  ©djiff  »itb  auf  ben  SJBellen 
bem  Ufer  gugetragen) ;  uneig.  einem  ettvag  —  ,f.  if)m^eimlid)mittl)eilen, 
toai  man  anbecgroo  gef)ört  {)at,  finno.  ()intcrbringen;  2)  rüdj.  fid)  — , 
nur  öon  &ad)en  in  ber  britten  ^n\on  unb  in  ber  gorm  eine«  unp.  3». : 
e«  tragt  fid)  ju,  bafä  2c.,  üon  ungefd'l)r  u.  reiber  5ßermutf)en  reirflid) 
werben  cb.  gefd)e^cn,  finno.  ftd)  ereignen,  ftd)  begeben,  (ein  gro^eä  Unglßcf 
i)at  \iä)  jugetragea;  c6  trug  fic^  gu,  bafs  fein  23ater  plöfeltd^  flarb");  3)  gielloS, 
lanbfdö.  f.  ergiebig  fein;  förberlid)  ob.  beilfam  fein,  iro^l  befomraen;  ber 
Sutrag,  feiten  f.  bai  Zutragen;  lanbft^.  f.  ber  Otu^cn,  baö  3utrd'glid)fein; 
ber  3uträger,  bie  Suträgcrinn,  rcer  ctwaö  juträgt,  bef.  uneig.  mer  l)eim« 
üd)  5f?ad)rid)ten  überbringt;  bal)et  bie  Suträgerei,  ftnno.  Älätfd)ecei;  ju» 
träglid^,»».,  eig.  ira^  sutrd'gt  (f.  o.  3),  finno.  ergiebig,  eintrd'glid)  (lanbfc^. 
eine  jutragli^c  ©orte  S8ot)nen  u.  bergl.) ;  bann  in  weiterer  Seb.  9}erüolI* 
fommnung  beroirfenb,  förberlid),  ^eilfam,  bienlid)  (oberb.  fürträgli^), 
u.  überl).  nü^lid),  erfprieflid),  (j.  S5.  eine  gutrSglidie  ©peife;  bic  3üdJtigun3 
ift  i\)m  Ui)v  jutröglic^;  ein  warmer  «Regen  ift  ben  ®e»acijfen  juträglidj);  bic 
3uträglic^feit,  ba6  3utrd'glid)fein,  bie  förberlid) e,  f)eilfame  2C.  23efd)afj 
fe.n^eit. 

jutrauen,  trb.  jiel.  3»..  einem  etwas  —,  ba«  9}ertrauen  jU  tf)m 
ob.  ben  feften  ©lauben  haben,  baf«  er  irgenb  eine  (5igenfd)aft  u.  bef.  bie 
gdf)igfeit  u.  ben  SBiUen  beft^e,  euva$  ju  tf)un  ob.  ju  leijlen,  finno.  etwa« 
oon  einem  erwarten,  ftd)  beffen  ju  it)m  tjerfehen,  (altb.  einem  eines  dings 
getrüwen,  og(.  getrauen;  oberb.  üu(^:  einem  ittcai  certrauen;  j.  8.  iö)  traue 
i^m  aUeö  ®ute  ju;  ba«  ^ätte  i<ii  i^m  ni(^t  jugetraut;  i^  traue  bit  ju,  bafS 
bu  meinen  Auftrag  auf«  bcfie  augric^tcn  wirft;  au^:  fi^  (mir)  etwaö  ju« 
troutn,  f.  ö.  ».  getrauen);  baö  3utrauen,  -«,  ber  fefle  ©lauben,  bie 


2168  5"^««f^l"  —  Sutrocfnen 

ftdjere  Erwartung,  baf6  S^rtianb  ttwai  feifien  fontie  u.  werbe,  »on  be* 
ftimmtetfr  Scb.  alS:  SSettraiicn,  3uycrftd}t,  (i^.  SB.  id^  i)abe  b4§  3ufrouen 
in  it)m,  baf^  er  miä)  ntc^t  oerlaffen,  bof^  et  fein  SSerfprec^en  t)aUen  »üb); 
übcrfj.  bie  mit  Zuneigung  r^erbunbene  llberjeugung  üon  bct  Sreue,  bet 
3ut)cr{afftgfeit,  bcm  5öof)[roolIen  k.  eines  2(nbcrn  (ein  unbebingteä  3u» 
trauen  jiu  Simanb  l^abcn,  jeigenjc;  einen  mit  3utrauen  bel^anbe^n  ic):  gUs 
traulich,  SStr.,  Butrauen  f)e3enb  u.  aupernb,  ob.  bariu  gegrünbet,  bauon 
jeugenb,  insbef.  freimb[id)e  Zuneigung  im  SSertrouen  auf  gegenfeittgcö 
SBo^fTOoUcn  jeigertb,  ogl.  üertraulicl),  ttaulid),  (fi^  einem  jutrauiicfe  näf)ern, 
einen  jutrautid^  bcl)anbeln ;  ein  |iutrauUd^eö@cfpräc^);  bic  3utraulid^f eit,  bai 
3utcaund}fcin,ba6jutrauitd)e(5ntgegenfommen,S5enc{)men,93er{)aitnif6K. 

juträufeln,  jutröpfeln,  trb.  jicl.  3».,  einem  etwas  — ,  tcaufelnb, 
ttopfetnb  ob.  tropfenweife  3utt)eilen. 

jutreffen,  trb.  jieUof.  3».  1)  m.  i)aben,  ju  etwaS  treffen  b.  t.  pfiffen, 
fiimmen,  finno.  jufammentreffen  ob.  =  f!immen  (§.  85.  bas  trifft  nic^t  ?u ; 
bie  SSedjnung  i^at  nid^t  zugetroffen);  2)  m.  fein,  f.  0.  ».  eintreffen,  fid) 
t)ecwirf(id)en,  in  (Erfüllung  get)en  (waö  er  ooriiergefagt  i^at,  ijl  rid^tig  ju» 
getroffen).  *■ 

jutretbcn,  trb.  3».  1)  jicUog  a)  m.  fein,  narf)  tma€  ()tn  treiben  (j.». 
ba«  Jg>olj,  bie  Sriimmer  treiben  bcm  Ufer  ju);  b)  m.  t)aben,  fortfaf)ren  5U 
treiben,  flarfcr  treiben;  jQütteim.  beim  "iibttiibtn  bes  ©ilber«  mehr  ©über 
ausbringen ,  oIS  man  ft4)  »erfprac^;  2)  jiel.  (altf)o^b.  zuotrlban  f.  antrei« 
bcn)  o)  ju  einem  ob.  nad)  etwaS  ()in  treiben  (j.  SB.  bai  SStetj  ber  SScibe— ; 
einem  ba6  Sßilb  — ) ;  ofcerb.  Sanbm.  irgbcf.  ein  nac^  ber  SSegattung  nerlan» 
genbeS  rceibiidjeS  Zt)Xit  ju  bem  mSnnlidjcn  treiben  (j.  S.  eine  Siui)  — ); 
h)  burd)  treiben  b.  i.  'flarfe«  ©dilagen  etnai  jumad)en,  t)erf*liefen, 
feflmad)en  (ein  )Dei(^  njirb  jugetrieben,  b.  t.  mit  einem  frummcn  ^fot)le  feft» 
gefc^lagen);  bec  äutvieb,  bnS  antreiben;  Jg)ütten».  ber  beim  2tbtreiben  bc« 
©ilberS  geironnenc  ÜberfcfeufS. 

^utrcten,  trb.  3»-  D  i^ieUoS  a)  m.  fein  (altbo(i^b.  zuotretan),  ju  einem 
ob.  etwa«  {)in  treten,  näfjer  treten,  gew.  f)er3u-  ob.  l)iniutreten;  uneig.  fid) 
ju2(nberngefeKen, mit if)nen Vereinigen,  t»gl.  beitreten  (j.  JB.  er  ift  bei  bem 
Unternet)men,  bem  SBunbe  u.  jugetretcn);  aud^  üon  ©ad^en  f.  noc^  ba^uforn« 
mm  (g.iR.  ber  falte  Sranb  ijl  zugetreten);  h)  m.  baben,  fortfa()ren  }u  tre# 
ten,  jiävfer  treten;  2)  jid.  ttivci^  burd)  treten  ob.  mit  dritten  juma* 
d)en,  öerfd)(iefen;  ber  antritt,  -eg,  0.  SK.,  ba«  3«-  ob.  Einzutreten ,  bie 
3{nna()erung  an  eine  ^erfon;  inöbef.  ber  freie  3ugang,  bie  @rlaubnif6,  per» 
fönlid)  ju  Semanb  ju  fommen  (ben  3utritt  ?tu  ob.  bei  Semanb  t)aben;  ei« 
nem  ben  3uttitt  gejlatten,  »erweigern;  uneig.  aud)  »on  ©ac^en  f.  bag  ^in* 
jufommen,  ber  Zugang  (j.  S3.  bcn  3utritt  ber  Suft  ibinbern). 

jutrinfen,  trb.  jieUof.  u.  jiel.  3»-,  einem  einen  Srunf  jubringen  u.  tf)n 
baburd)  5um  Stcinfen  aufforbern  u.  nötbigen,  gew.  unter  JfuSbringung  tU 
ner  (Sefunbt)eit  ob.  eine«  a;rin!fpru^c«  (ic^  trinfc  bit  ju;  einem  ein  gro^c« 
CSKa«  j(utrinfen);  \)Cii  3utrtnfen,  alS  J&w.,  (im  15.  u.  16.  Safirt).  al6  ein 
gefäbrlidsee  Sajlcr  ocrpönt,  mil  cS  bie  Sruntfuc^t  befötbeite);  ber  3utrinFer, 
-8,  wer  2{nbern  jutrinft  (ebem.  mit  f4)arfcn  ©trafen  bcbrobt);  ber  3u* 
ttunf,  ber  einem  3(nbern  jugebradjte  Srunf. 

juttocfnen,  trb.  glettof.  3w.  m.  fein,  eintcocfnenb  fid)  fd)liepen. 


3utfd)en  —  juüor  2169 

JUtfc^en  ob.  5Utfd>e(n,  jiellof.  3n>.,  lanbfd>.  gem.  (obetb.  au(^  üufdjen, 
ju^ctn;  ogt.  fu^en  ob.  lutfd^cn)  f.  jlarf  jiel)enb  faugen-,  ber  3utfd)  ob. 
3utrd)er  (oud^  3u§et,  3u^l£r)  f.  @aug(appcn,  ©nugbeutel;  ba« 
3ut[(i)fänncl^en ,  ein  Äännc^CH  mit  SRitd^,  au6  welchem  man  Üeine  Äinbet 
fauchen  läfft. 

3utte,  m.,  9)?.— n,  1.  ((arbfc^.  aud):  3ott,  3üttid))  oberb.  f.  bie 
auögebogene  ^D'iünbung  ob.  ®d)nau5e  an  ©efdjirrcn;  —  2.  (au^  3uttel; 
»gl.  3otc)  fd^tttüb.  f.  «ine  unceinlidic  ffieib^perfon. 

juuntctfl,  «Rro.,  (oberb.  j'untcrift),  getu.  getrennt:  ju  untetfr,  al«  ber, 
bie,  baö  untcrfte,  ganj  unten,  entg.  juoberfl  (§.  85.  juunterjt  fiften, 
liegen  u.). 

jUüerlcifftg,  JB».  (t5on  bcm  alt«  u.  oberb.  »(t(%  ju  einem  »erlaffen«  fl.  fi^ 
auf  einen  »crlaffen;  f.  oertaffen  2),  auf  wen  ob.  wnß  man  ftcf)  üerfaffen 
fann,  uolleö  $öertrauen,  ob.  unbebtngten  ©lauben  rjerbienenb,  finno.  ftd?er, 
Ionbf(^.  auc^:  netlafftg,  \>er(ä'fö[tcb  (ein  juoerläffigec  SOlann;  eine  iiuoerlaffige 
sRac^jridjt);  bie  3uüerläffigteit,  bae  äuoerlafftgfein ,  finno.  <Sic^er()eit, 
©(aubwürbigf'ett. 

3ut)erftd)t,  ».,  O.  Sä.  (altb.  zuofamht,  znoversiht;  oon  bem  fd&on  aUf)od^b. 
sih  farsehan  za —  f.  fjojfen,  vertrauen;  fiefe  einer  "Süc^e  ju  einem  »erfet)en, 
b.  (.' fie  bejlimmt  »on  i^m  erwarten;  f.  üerfc()en  2)  d);  ei)em.  Äanjl.  ou^ 
blof :  baS  «ßerfetjen,  u.  oerfe()entli(^  f.  juoeritd^tlic^)  bie  genjiJTeSJor* 
au6ftd[}t  unb  fefle  ßnvarfung  eine§  jufünftigen  föuten,  mef)r  als  ^off* 
nung  (j.  8.  idj  erwarte  if)n  mit  3uöerficfet;  idi  re^ine  mit  3uöetfid^t  barauf); 
tnebef.  bag  fefte  SSectrauen  ju  einer  ^erfon  ob.  ©ad)e  (j.  ».  ic^  ft|e 
meine  3uüerfi(tt  auf  i^n,  auf  feinen  Seiflanb  ic);  ouä)  überf).  f.  tjclifommene 
Überzeugung  ob.  (SeTOif6f)eit  (j.  SB.  etvca^  mit  3uwcrfic^t  bef)aupten) ;  jucer* 
fid^tlid^,  aStt).  (nur  oön  ©ac^en)  u.  5«w.,  3ur?erftd)t  ent()altenb,  jeigenb  ob. 
barin  gegrünbet,  mit  3ut)erftd)t,  (etwa«  juocrftdjtlic^  glauben;  eine  juoer» 
(i(!^tli^e  Jg)offnung,  (grwartung  jc.)  ;  aud)  f.  DoUig  gewif«,  mit  \)oll!ommenec 
Überzeugung  (eine  ijuoerftc^tlic^e  58ef)auptung;  fcf)r  juoerftc^tli^  fpredjen); 
bie  Suoerfic^tfic^feif,  ba«  3uPetfid)tlid)fein  i»  beiben  Seb.  (j.  93.  bie  3u» 
»erjtd^tlic^fcit  feiner  ©rwartungen ;  bie  3uoerfid)tti^?eit,  mit  melier  er  fprae^ 
ic);  inebef.  au(^  f.  ba«  ©elbflüertrauen  (§.  SB.  mit  großer  3uoerft<i^tlid}feit 
auftreten). 

juüor,  9lro.  bet  3eit  (etfl  im  Sleu^od^b.  au8  §u  unb  cor  jgef.),  Ju  einer 
früheren  3eit,  in  SScjictiung  auf  üma^  fpdter  ©efc^cbcnbce  ob.  ®efd)ct)ene6, 
üot  einem  geiriffen  3eitpunfte,  finno.  t»orl}er,  (j.  SS.  iö)  roufTte  tS  juoot, 
e^e  bu  eö  fagtefl;  er  !am,  nad^bem  er  ju»or  feine  2Ctbcit  beenbigt  batte); 
e^em.  audj  über().  in  einer  gegenwärtig  »ergangenen  3«it,  f-  »•  m.  oormatd, 
«orbem;  gem.  in  engerer  58eb.  mit  a3ei(ief)ung  auf  eine  !flnftige  4><int»lun8 
ob.  a5egebenf)eit,  finno.  erfl  (j.  S.  iä)  werbe  fommen,  muf6  aber  juoor  meine 
©efd^afte  abmalen);  —  3fe6.  jUDOrfommcn,  trb.  jicUof.  3w.  m.  fein, 
einem  — ,  b.  i.  eig.  früi)er  fommen,  al«  er;  gew.  in  beftimmterer  u.  uneig. 
S5eb.  1)  itroai  oor  einem  2(nbern  tfjun  u.  H)n  baburd^  beöfelben  Sbunö  über« 
beben  ob.  auä)  it)n  baran  Ijinbern,  finno.  ttwai  oorwfg  tf)un,  einem  oorweg 
ne!)men  (j.  SS.  er  ijl  mir  in  ber  J8cjat)Iung  ber  3e*e,  in  bem  .Raufe  be«  ®u« 
M  jc.  juoorgefommen);  2>  einem  eine  ©cfdüigfeit,  etwas  2(ngcnei)rae«  er« 
«jeifen,  e()e  et  no^  baS  SSerlanäen  banadj;  öufert  (et  lommt  mit  in  ÄUem  ju» 


2170  5«^orbetj!  —  guttjcgc 

t>ot;  Qüdj:  er  fommt  meinen  SBönfd^ien  juoot);  bä^cc  bas  SDit».  juttot« 
f  ommenb,  qIö  JBw.  ,  f.  in  tjofiem  ®rabe  aufmctffam  u.  gefäUig  ob.  bienjl= 
fertig  (ein  fe^r  juoor!ommenber  sjjjcnfc^;  ein  guoorfommenbeö  SBene^men); 
bag  3uüor!ommen,  ar«  ^w.;  bie  3uüor!ommen^eit  (übergebilbet)  f.  bag 
3uüot!omraenbKtn ;  §UüOt(aufen,  trb.  jicUof.  3».  m.  fein,  »or^er»  ob.  üor» 
auslaufen;  uneig.  c^em.  f.  guüüt!ommcn  (bie  gu»or(aufenbe  ®nabe  ©otteö); 
juüorfagen,  trb.  jicl.  3».,  f.  o.  ».  oor^cr-,  »orauöfagen;  5Uüortl)un,  trb. 
lid.  3».,  cig.  ctwaö  »orijer  ob.  früher  tljun;  uneig.  einem  itvoai  —  ob. 
ge».  CS  einem  (in  einer  ®ac()e)  5Ut)ort{)un,  \>.x.  i{)n  batin  übertreffen,  ben 
SSorrang  ob.  SSorjug  cor  i1)m  l)aben,  ftnno.  x^m  barin  »orauS  ob.  überlegen 
fein. 

juüorberfi  u.  guoörberfi,  91».  ber  Drbnung,  (oU^o(%b.  zi  vordarost,  « 
vorderest ;•  mittel!?,  ze  vorderst;  oberb.  j'cöberilt;  »gl.  üorber)  1)  tcoumli^, 
in  biefec  Seb.  gc».  gut>oi:berft,  als  ber,  bie,  ta^  tootberfte,  ganj  tioin, 
an  ber  <Spi^e,  entg.  ju^interft  (j.  85.  er  ging,  flanb  ic.  guoorbcrfl); 
2)geitli(j^,  in  biefer  aSeb.  ge».  j u ü 0 r b e r jl ,  (oberb.  auc^:  jum  oöv« 
berften  ob.  fürberjlen),  juer^,  t)or*  allem,  entg.  jule^t,  (j.  IB.  wir 
»oöen  guöörbcrjt  bki  in  Orbnung  bringen;  juoörberftifl  ju  bemer!en,  bafS  jc). 

juüorfommen,  'fa^tn,  4i)üny  f.  unter  juüor. 

5Uwad)fen,  trb.  jieUof.  3».  m.  fein,  1)  ungebr.  f.  l)tn5Utt)ad)fen,  tioad)* 
fenb  ücrmci)rt  tuerben  ob.  iunel)men,  finno.  ann)ad}fen;  2)  einem — , 
ju  feinem  ©ebraudje  tracf)fen,  tf)m  burd)  SSad)fen  ju  'il^e'ü  werben  (bem 
Sanbmann  »ad^fcn  bie  gelbfrüd^te  ju ,  b.  i.  er  brautet  fte  ni^t  ju  laufen) ; 
3)  bucci)  5Dßad)fen  ftd)  fd)Iiepen  (eine  SBunbe  roäcfejt  ju);  ber  3uwadb§, 
-e«,  0.  SÄ.,  1)  eig.  bie  ^öergroperun^  ob.  23ermef)run3  burd)  5Bad)fen; 
uneig.  überf).  f.  annähme,  SSerme{)rnn3 ,  3Bad)6t()um  (j.  ».  ber  3u»a^s 
ber  Siebe,  be§  SSertraucng,  ob.  an  ikU,  on  «Kenntniffen  u.);  2)  wai  einem 
jutt?ad)fl,  ber  (Ertrag  an  ü^atuter^eusnilfen  (guten  3uwa^«  an  ©etreibe, 
Obflzc.  ^aben). 

äuwägen  ob.  gew.  jUWiegen,  trb.  f^kl.  3».,  (»gl.  wagen  2.  unter  SBage, 
u.  wiegen  1.)  einem  cttt)ag  — ,  tragenb,  mittelfi  ber  ^Bage  jut()ei(en 
(einem  bie  SBaare  — ;  3ebcm  feinen  7inti)iH  — );  uneig.  nad)  bejlimmtem 
Wla^t,  in  öebü{)renbem  SSer{)dItniffe  jut()eilen  (einem  Cob  unb  Äabcl  — ; 
bein  jugewogencg  ®lüd  xc.) 

jun?atlen,  trb.  jicUof.  3w.  m.  f  ein,  ju  ob.  nad)  einem  £)rte  ob.  ©egen^ 
fianbe  i)'m  voaüm  ob.  fid)  wallenb  beivegcn  (ber  Jpeimatl) ,  bem  @rabe  — ). 

juwäljen,  trb.  jiel.  3w.,  1)  etira«  nad)  einem  ©cgenfianbe  ob.  ^rte 
\)'\n  roaljen,  t^m  roaijenb  na()ern  (j.  S8.  einem  einen  ©tein,  eine  ßafl  ic.  — ; 
uneig.  einem  ein  Untieü,  bie  €54)ulb  üon  itma^  — );  aüd)  rüdj.  fid)  — ,  f. 
fid)  n)ä(jcnb  {)in5Ubewe5en  (ber  ©trom  waljt  fic^  bem  9}icere  ju);  2)  etwa« 
butd)  etroa«  2)arauf'  ob.  ^^ai^orgeroaljteg  üerfd)tief en  (j.  SB.  eine  ^ö^le 
mit  einem  gelfen  — ). 

juwanbeln,  =wanbern,  *wönfen,  trb.  jiettpf.  3w.  m.  fein,  einem  Orte 
ob.  ©egenftanbe  — ,  nad)  bemfelben  i)\n  roanbetn,  njanbecn,  wanfen,  fid) 
bemfetben  roanbelnb  k.  nä'f)ern  (j.  58.  ber  ^eimat^  juwanbeln,  juwan? 
bem;  bem  ®rabe  juwanfen). 

juwege,  ^Ixc.  (cntfl.  au«  ju  SlBcge,  f.  585cg  3);  aUt)oäib.  zi  wege  brin- 
gen, rillten,  b.  i.  ouf  ben  regten  SDSeg  bringen;  mittel^,  ze  wege  j.  83.  komeo, 


Juwelen  —  aumcrfen  2171 

b.  f.  auf  bcn  fidleren  SSJeg  !ommcn;  obetb.  ge  wegen,  juwe gen),  ei 5.  auf 
bem  Sßege,  ob.  auf  ben  SBcg  (ba^ec  oberb.  jcwcgcnfommenf.  i)xt  ob. 
t){n,  an  Ott  unb  ©teile  !ommen);  jcfet  gew.  nur:  etivaö  jurocgc  bringen, 
b.  i.  cig.  eS  auf  bcn  SBeg  ob.  an  £)rt  unb  ©teile  bringen,  ba^cc  obei.-b.  f. 
üetfd)affen,  bringen,  Qebm  (einem  etwas  jumegcn  bringen);  fiel)  etiraö  ver» 
fd)affen,  ei  erlangen,  b«fommen  (j.  S.  eine  ®c(iebte  oon  ii)xm  Sßater  — ; 
einen  gcinb  gu  wegen  bringen,  f.  ibn  gefangen  beJommen;  @clb  ic.  — ); 
^o6)\).  nur  uneig.  f.  ctroaS  in  2(u^füt)rung,  jut  5ßirf(icl)feit,  ^u  «Sta.nbe 
bringen,  ftnn».  bemirfen,  bucc^fefeen  (ct)em.  auc^:  juwege  ridjten). 

5Uit»el)en,  trb.  3w.,  l)  jielloö  m.  fein,  einem  — ,  i()m  entgegen,  nad) 
ibm  f)in  n)e{)en  (bie  C,uft  wc^t  mir  ju);  2)  jict.  a)  einem  et ro  aö  — ,  c8 
ju  i{)m  f)in  ireben,  rec^enb  naf)c  bringen,  jwfiif)ren  (j.  S3.  ber  SBinb  we|it 
uns  ben  SRaud)  gu;  einem  Äüljlung  — );  b)  etiraö  burd)  ffie()en  anfiillert 
u.  toerbecEen  (bcr  3Binb  bat  Meö  mit  ©^nec  jugewe^t). 

jUWeilcn,  5Jw.  (cntft.  aus  ju  SQS eilen,  b.  i.  ju  3eiten,  »gl.  SBeile;  alt* 
bo^b.  in  gteid;em  ©inne  blop  hwllon,  wllon,  35at.  ber  fSlii)xi).  »on  hwlla, 
5lBeile;  mittelf)-  bi  wllen  u.  under  wileo,  aüä)  blo^  wilen,  wllent,  »gl.  tOii* 
lanb;  nodb  ni^t  ze  wilen,  wo^l  aber:  ze  der  wlle,  z'einer  wile  b.  {.  3ett,  ze 
kurzen  wllen,  f,  in  JCurgcm;  oberb.  bei  weilen,  bewcilen,  feltner:  |uwci< 
ifn))  5"  gciriffen  ob.  manchen  Reiten,  tjon  3eit  ju  3cit,  f.  0.  w.  bisweilen, 
alt  u.  oberb.  unterteilen,  finnü.  mand)mal,  bann  unb  »rann,  mitunter 
(j.  S3.  er  befud^t  micb  ni^t  oft,  aber  boc^  juweilen;  man  mufö  guweilen  au6» 
ru^cn,  fi^  jerfireuen  ic);  lanbfqj.  aud^):  je  juweilen. 

juweinen,  trb.  jicUof.  u.  jicl.  3w.,  einem  — ,  nad}  \i)m  f)in,  if)m  ent^» 
gegen  weinen;  einem  et roaS  — ,  roeinenb  ju  oerftef)en  geben. 

juweifen,  trb.  jiel.  3w.,  einem  3«rnanb  ob.  ettr a6 — ,  ju  ifjm 
l^in  treifcn,  an  if)n  ireifen,  burd)  «:^in;  ob.  ^Tnnjeifuiig  if)m  jufiiljren 
(j.  85.  einem  einen  JBebienten,  einen  Äunben  — );  au^i  f.  nadjroeifen,  b.  i. 
anzeigen,  wo  etwa«  ju  ftnben  ob.  5U  befommen  ift  (j.  S.  einem  eine  2Bo^» 
nung  — );  bie  3uweifung. 

juwenben,  trb.  jiel.  3w.,  etwa§  ob.  fid)  einer  Werfen  ob.  <S^iyä:)t 
(25ot.)  — ,  JU  ibr  t)in  ob.  nad)  xi)t  ^u  wenben,  rid)ten,  ftnno.  jufefjren, 
entg.  abwenben,  (einem  boB  ®efid^t,  ben  Sfiäcten  ic.) ;  audd  »on  ber  diidi' 
tung  bes  ©eifieS  ob.  ©emütbe«,  finno.  juneigen  (§.  S.  einem  feine  Äufmer!» 
famJeit,  fein  J^erj  — ;  fein  (Sbelmutf)  bat  ibm  mein  ^erj  jugewenbet;  baS 
5Kw.  jugewanbt,  alt  u.  oberb.  aU  Sw.  f.  in  näherem  öcrbaltniJTe  jicbenb, 
»erbunbcn ,  finno.  »erwanbt ,  j.  S.  fc^wcij.  g  u  g  e  w  a  n  b  t  e  D  r  t  c ,  b.  i.  mit 
ben  Kantonen  eerbunbene,  JBunbegoerwanbte) ;  ferner:  einem  et  mag  — , 
ei  i^m  ju  Zi)iil  werben  ob.  jufommen  laffen,  oerfdjaffen,  (einem  ciel  ®u« 
te6,  SBobltf)attn  :c.  — ;  einem  einen  Söerbienjl,  eine  2(rbeit  :c.  guwenben). 

JUWerfen,  trb.  giel.  3»-   (altbod/b.  znowerfan  f.  bingufügen,   adjicere)    I) 

einem  etwaö  • —  ci  ju  il^m  hin  werfen,  if)m  werfenb  nd'bern  u.  bef.  ju* 
tf)ei(cn  (j.  as.  einem  ben  SoU  — ;  einem  >i^unbe  einen  Änocbcn  — );  uneig. 
(09I.  werfen  1.  4)  etwai  nad)  einem  f)in  bewegen,  ridjten  ic.  (einem 
Äüffe  — ,  mit  ber  ^anb;  einem  eerliebte  Slicfe  guwerfen);  2)  et  wag  — , 
wetfenb  b.  i.  burd)  etwa§  hineingeworfene^  jumad>en,  augfüüen  (eine 
®rube,  einen  ©raben  ic.  — );  mit  einem  SBurf  ob.  mit  heftiger  Bewegung 
jumadjen,  tierfc^liefen,  finn».  jufd)lagen  (baö  ^in\ttt,  bie  2bvir  — ). 


2172  ^'^nmäeln  —  jujeugen 

jutDtcfeht,  ttb.  gier.  3».,  trt(fdnb  ob.  burd)  ctroaS  Sacumgmlcfelte«juj 
niact)en,  t)etf(i)li«fen,  finno.  jufammen^,  cinmiifeln  (j.  85.  eine  Steife  — ). 

juwiber,  SS»,  u.  91».  (erft  im  Steu^od^b.  aus  ju  unb  »tber  (f.  b.)  ge« 
bilbet,  vgl.  juDot,  zugegen;  tie  altere  @prad|e  ge&rauc^t  ba§  einfa^e  ttiber 
in  bemfelben  ©inne;  obecb.  jewibcr)  bcjeittinet  1)  a{6  Stt>.  mit  bcm  25  a  t,, 
welkem  juiotbet  immer  nat^gefe^t  »cirb,  bie  irtberfttebenbe,  fcinbiicl)« 
9?td)tung  einer  St)ati3felt  ob.  ©mpfinbung,  ouc^  baei  3Ser{)a(tnifg  ber 
5^id[)tübereinfitmmung ,  beS  2Btberfprud}^g  ob.  9Biberjlanbeg,  ftärfer  als 
baS  finuü.  entgegen  (f.  b.),  voildje^  überbieS  a<£i)  in  {innltdöcr  SSeb.  oon  ber 
räumli^en  SRid^tung  gebraud^t  wirb,  (j.  S3.  er  ging  bem  SSefe^le  juwiber  fort; 
er  iKinbelt,  fpric^t,  fdgreibt,  lcf)rt  2C.  mir  jumiber,  bem  ®£fe$e,  ber  SSor« 
f^rift  IC.  gumiber;  baS  läuft  ber  Orbnung  junjiber,  b.  i.  oerfiöjjt  gegen  bie 
Örbnung,  »gl.  laufen  2);  bem  3n?edc  nicbt  gcma^,  fonbern  gerabe  juroibcr); 
2)  neben  bem  3m.  fein  alö  felbjiänbiges  3(u6fagewort  (^räbicat)  gebraucht, 
nimmt  juroibcr  bie  Slatur  eines  91».  ober  »telme^r  ungebeugten  S3».  an 
mit  ber  SSeb. :  2(bneiöung  ob.  SBibeitrIUen  ercegenb,  rotbetl^rebenb,  reibet* 
flel)enb,  finnt).  roibrig,  tptbettid),  roibcrroartig  (j.  SS.  biefe  ©peife  ijl  mir  ju» 
wiber;  er,  feine  ^erfon,  fein  3tufere§,  fein  SBenel)men  ic.  ijl  mir  jamiber;  et 
i|l  il)r  Mijt  juwiber;  —  obcrb.  auc^  als  S».  gebeugt:  ein  juwiberer 
SRenfd),  einjumibereS  2)ing ic) 
jurotcgen,  trb.  jiel.  3».i  f.  juroagen. 

juwinfen,  trb.  jieUof.  u.  jiel.  3»-,  einem  — ,  md}  i{)m  hin  roinfen, 
ibm  einen  2Bin6  ob.  burd)  5Sinfen  ein  Seieben  geben,  (er  »in!te  mir  freunb« 
U^  ju;  fie  »inften  cinanber  ju);  auc^  uneig.  »on  ®a^cn:  einen  anlogen 
ob.  gleie^f.  einlaben  (j.  S.  bie  ^cimat^  »in!t  mir  gu);  einem  ettraS  — , 
burd)  5Binfen  ju  eilenncn  ob.  ju  »erftel)en  geben;  ber  3un)in?,  -eS,  feU 
ten  f.  ha6  3ittt?infen,  ein  jugeivocfenet  Sßint 

§mt)intern,  trb.  gicUof.  3».  m.  fein,  üon  bet  SBinterf alte ,  bem  grofl 
ctfiatren  u.  t)erfd)[offen  werben  (»cnn  2flleS  gugewintert  ift) ;  oberb.  unp. 
e6  wintert  äu,  f.  bie  ^iBitterung  wirb  bleibenb  wintecüd). 
juiriöpern,  trb.  jieUof.  u.  jiel.  3»-,  f.  d-  n).  Äuflüjiern,  f.  b. 
juitiogen,  trb.  jieUof.  3».  m.  fein,  einem  Drte  ob.  einet  Werfen  — , 
.ftd)  tvogenb,  in  SBogen  ob.  auf  ben  SiBogen  {)inäubeiDegen. 

jmDÖlben,  trb.  jitl.  3»-,  roolbenb,  mit  einem  ©eroolbe  fd)liefen  (§.  ». 
eine  »on  ber  9latur  jugmölbte  gelfengrotte). 

juttJÖlt'en,  trb.  }iei.3».  mit  ^iiolfen  wettjüüen,  t)erfd)(iepen,  jinno.  um^ 
roölEen. 

Suwort,  f.,  -eg,  I)  9)?.=ttiorte,  (mittel^,  zuowort)  uit.  f.  guter  ob.  böfet 
SSeinamen;  STabel,  ob.  £ob;  2)  gjJ.Mrörtet,  ©pra<^l.  et)em.  f.  hieben  s  ob. 
UmftanbgiDort  (fr.  2i:bDtrb(um). 

5Umüi)len,  trb.  3».  1)  gieüo«  m.  ^aben,  fottfa{)ren  ju  wühlen;  2) 
tt)üi)lenb,  burd)  3Büf)len  jumad)en  ob.  auöfüüen,  cntg.  auf»ül)len. 

juja^len,  trb.  jicl.  3».,  itnai  i)m^  jahlen,  ju  bem  fd)on  Ö)eäa{)lten 
^injufügen;  jujät)len,  trb.  jiel.  3»-,  einem  etwa«  —,  jaf)(enb  ob.  nad) 
ber  3at)l  jutheilen  ob.  geben  (einem  et»aS  fiüämeife  — ;  ber  ®eiiigc  jÄ^tt 
ben  3(nbern  bie  SBifftn  ju). 

^^ujäunen,  trb.  jiel.  3».,  miteinem3aun«uetfd)lie^en,finnD.  vetjaunen. 
äujeugm,  trb.  jiel.  3».,  ©<%iff-  mit  bem  ge()ötigen  3euöe  t)eif<t)en, 


3U3iet)en  -—  Swang  2173 

öu8rüjl«n  u.  bahüväi  iurecfjt  mad)en  (efne  mai)  — ,  mft  bem  n3t?)igfn  Zaftl' 
vonl  IC.  oetfe^en). 

jUjiet)en,  ttb.  3n).  1)  jtello«  m.  fein,  jief)enb,  im  3uge  jTd)  nad)  ctn<m 
£)rtc  ob.  einer  ©egcnb  l)in  bewegen  (bte  äugoögel  ftnb  bem  ©oben  juge^o« 
gen;  bte  SBoiEen  jtefjcn  ben  Sergen  ju);  2j  jisl.  a)  ju  ob.  nad)  ctirnö  f)in 
5ief)en  (c«  jtct)t  mtc^  bem  Jfbgrunb  gu);  bef.  unetg.  einen  bei  etmai  — , 
i()n  bacan  2:i)eil  nel)men  ob.  babei  mitirtrfen  laffen  (man  t)at  tl)n  nf(^t 
jugejogcn,  j.  S.  bei  bec  Siofcl;  nyjn  wollte  mic^  bei  bcr  SBeratbung  §ujiet){n); 
einem  ob.  fid)  (mir)  ctroai  — ,  eS  auf  i()n  ob.  fid)  jieljen,  ben?irfen 
ob.  Deranlaffen,  baf^  eö  einen  treffe  ob.  xi)m  rciberfahre  (einem  ob.  fi4j  böfe 
.^dnbel,  3;abel,  ©träfe  jujief)en;  er  f)at  fi(^  burdj  UnDorftc^tigfcit  tin  Unaliid 
gugejogen;  au(i^ feine  Unuorfic^t{g!eitt)ati^m  ein  UnglücEjugejOflen;  baö  !ann  bir 
noc^  großen  23erbruf8  jujicfjen);  b)  jief)enb  ob.  burd)  3ie^cn  jumad)en,  üer* 
fd}liefen  (ben  SSor^ang,  benffieutel  — ):  c)  jurS>ermcf)rungbeö bereite 23or= 
t)anbenenu.  jum  @ebraud)nufjief)en,groijiel)en(ft(%  junge«  8Sie^  — );  bie 
äujic^ung,  ba«  3ujief)en,  jiel.  btf.  uneig.  in  ber  »cb.  2)  a)  (Die  3uj(iet)un9 
jur  Safel,  gum  3iatl)i  2c. ;  eö  ijl  mit  meiner  ^ui^iebung  gcfc^et)cn):  berSu^ug, 
-eg,  Sl^.-jüge,  baö  3ujie[;en,  bef.  jteUoö:  ber  ^u^  nad)  einem  £)rte  i)in, 
ber  «^ulföjug  ju  2(nbern;  bic  3u5Ud)t,  jungeg,  juge^cgene«  iBief). 

•jujimmern,  trb.  jiel.  3«t>.,  ^immernb  jubereiten,  mit  ber  litt  jubauen. 

jujirteln,  ttb.  jiel.  3» •.  jir!elnb,  mit  bem  5itfe[  juriditen  ob.  jumeiTen. 

gU5tfd)eln,  ttb.  jtel.  3«?.)  einem  ctroaS  — ,  jifdjelnb  fagen  ob.  mit» 
tt)eilen. 

3ujudE)t,  Su^ug,  f.  unter  jujieben. 

jujnjöngen,  ttb.  jiel.  3».,  jiDängcnb,  mit  ^roang  jumacben  ob.  oer» 
fd)liepen. 

JWacfen,  giel.  U.  liellof.  ^W.  (mittelfj.  zwacken,  ^tät.  zwactrf;  ogl.  3n3e(t 

u.  jtoicten),  etn?aö  jn)ifd)en  jiuei  jiumpfe  (5nben,  bef.  ^'xn^ix-  ob.  3angen- 
fpi|en  faffen  unb  brücfen  ob.  flemmcn,  jtnno.  f'neipen,  jroicfen,  (einen  bii 
ben  £)t)ren,  am  ©arte  ac.  — ;  an  etn?aö  j.  35.  am  Srobe  jroacfenj ;  uneig. 
«inen  — ,  f.  quälen,  plagen,  necfen,  beunruf)igen ;  oberb.  audj  f.  etwa« 
objwacEen  (f.  b.),  b.  i.  abncbmen,  erttjiel)en,  flehten,  (j.  35.  2(nbein  ba« 
(Selb  jtoatfen;  et  jn?acft  gern  jc.);  baä  3n?acfeifen,  in  (SlaSfjüttcn :  ein  jJatt 
einet  3ange  bienenbeö  länglich  runb  jufammengebcgeneS  ©ifcn  mit  jtcei 
©pi^en;  i>e\:  3«>acfer,  -§,  bie  3n}acfertnn,  »ver  jiracft,  eig.  u.  umig. 

jwagen  ob.  ätt>ai)en,  jiel.  3k>m  ablaut.  3mpf.  jtrug,  dJlto.  gejivagen  ob. 
gejtcal^en;  bod^  aud^  f^taad^  umcnb.  5it>agte,  gejwagt,  (gotfj.  u.  altfdc^f. 

thvahan,  altf)0d^b.  dwahan,  mittel^,  twahen,  <ptät.  twaoc,  SDltü.  getwagcn; 
angclf.  dheaha»,  dhvean,  oltnotb.  thvo,  fc^reeb.twa,  bün.  to;  ogl.  3H)e^le, 
Ciuc^Ic;  SB.  thvah,  dwah,  =•  lat.  lav-are?)  alt  u.  oberb.  f.  trafd)en,  baben, 
oberb.  inöbef.  Zi)t'üe  beö  ßeibeg,  gumal  ben  Äopf,  mit  roarmem  ^Baffer 
tt)afd)en  (ftc^,  feine  jtinbcr  —  ;  bie  .^anb,  bie  gü^e  — ;  auc^i:  fi^  (mir) 
ob.  einem  iwat)en,  naml.  ben  Äopf);  unu'g.  einem  ben  Äopf  — ,  ob.  blo^: 
einem  (mit  bcr  Sauge  :c.)  — ,  f.  iljn  abprügeln;  ibn  berb  jured}t>reifen, 
i{)m  einen  fd)arfen  SJenreig  geben  (ogl.  roafc^cn  1.  2). 

Strang,  m.,  -e5,  O.  2Ä.,  (alti)0C^b.  dwang,  gidwang;  mittel^,  twanc,  ®. 
twanges;  oon  dwingan,  twixjgen,  jaingen,  f.  b. ;  »gl.  ba6  angelf.  dhvaDg, 
engt,  thong,  tölanb.  thvengr,  sRiemen,  ©trang)  übetb.  ba^  3iringen  u.  i}ü$ 


2174  Swang 

©«jwungenfdtt,  ineStf.  1)  in  ftnnric^em  SSetjlanbc :  baS  Sufammengejogtn*, 
rgebrängt;  ob.  ßlngeengtf^in,  ftnnv.  Älemme,  SSeflemmung,  fd)merjt)af; 
tet  Drang  ob.  S)cu(f ,  bcf.  in  ben  3fe|.  ^arn-,  ^uf=,  Oitvew,  ©tu()(jwan3 
(f.  b.);  -)  in  unfinnltd^em  SSerjlanbe:  bie  (5infd)rdnfung  beS  freien  .^an« 
betng  burd)  irgenb  eine  ©eroalt,  t'ec  3ufianb  bec  ^'ötlfi^nn^  etivas  ju 
t^un  ob.  jU  leiben,  (einem  ßwang  anffiun;  Swang  leiben;  etraaö  auS  3wang 
t^un;  bec  ßwang  bcö  G5efe^e8  2C.;  ogl.  aud^  baö  oberb.  9lotf) jwang)-, 
au^  ber  Suji^nb,  ha  man  fidj  fe(6]l  ©ewalt  ant^ut,  bie  SSefdjranfung 
bet  eigenen  greif)eit  bufc^  angfllis^c  ob.  Eiinjitic^e  SSemütjung,  etwas  ju  au» 
^ern  ober  ?u  oerbecgcn,  bef.  im  gefeUigen  geben :  bie  ang|llid}e  Beobachtung 
i)erfomm[id)er  Sörm(id)feiten  (fr.  @ene;  jt^  3»ang  ant^un,  fr.  fid;  geniren; 
in  [einem  »ene^men  geigt  ftd^  3rt)ang  unb  ffierficllung) ;  3)  Sag.  iie  ©cbe, 
welche  bec  ^icfc^  im  ®e{)en  mit  ben  gufammengcjttjangten  Scalen  ouftcicft; 
—  3fe|.  bie  Siüang*  ob.  BroanQ$anUl\)ty  erzwungene  2Cnlei^e,  cntg.  ei* 
nee  fceiwiUigen;  bec  3n?angbrtef,  Sifpr.  ein  fd^riftlici^er  Sefeljl  guc  Sßerab- 
folgung  gerid^tlt(^ec  Sßett)anblungöfd^riften;  bec  äwangbienj!,  ein  2)ien|l, 
TOoju  Scmanb  gezwungen  ifl,  bef.  f.  gco|)nbienfl,  auc^:  bie  3«)ang fco ^ne; 
bec  3it)an9brcfd)er,  lanbfc^.  ^äuSlec,  welcV  bem  ®cunb^ecrn  baö  (Setreibe 
füc  ioi)n  augjubrefd^en  oerbunben  ftnb;  bie  B^tJanggered^tigfcit,  bie  Sefug^ 
nifö,  oon  Scmanb  3tt»angbienf!e  gu  forbern;  ba^S  ^wang,^  ob.  ^voaUQ^tfi^y 
ein  ®efc§,  bur^  wel^cg  gcwiJTe  ^anblungen  gerabeju  geboten  ober  »erboten 
»erben;  baS  3ifanggeftnte,  ©eftnbe,  »eld^es  bem  ©runb^errn  füc  einen 
geringen  ßot)n  ju  bicnen  oerbunben  ifl;  bec  3n)angglauben,  ein  mit  3»an3 
»erbunbenec,  erjnjungenec  ©tauben;  batjec  j^wangi^läubig,  SS».;  bec  Swang» 
^etr  ob.  ^etrfc^er,  gew.  3tt)ing{)ecc,  ©ewatt^ercfii^ec;  bie  än^angtietrfc^aft, 
3töing»  ob.  ©e»alt{)ecrfd^aft;  3n5angl)uftg ,  SSw.,  »on  ^ferben,  ben  J&uf* 
jwang  f)abenb;  bie  Sn^öng?  ob.  3njangö|acfe  ob.  swe)le,  in  3uc^t*  u.  3c* 
renf)äufern:  eine  lebecne  SGSefte,  wetd^e  ben  Unbänbigen  angelegt  micb ,  um 
tf)nen  ttic  freie  Seroegung  bec  2(cme  unmögli(!^  gu  n-ia^en;  §n)Qng(o6,  S»., 
o^ne  Sroang,  fcei  »on  3»ang,  nid^t  bur^  jwingenbe  8Socf<]^ciften  ob.  feflc 
SSefiimmungen  eingefd^cänft  (itma^  jroangloö  t^un ;  eine  3eitf^cift  in  jwang^ 
lofen  heften);  inSbef.  ftc^  felbft  feinen  3tt>ang  ant^uenb  ,  ftnno.  unge* 
jTOungen,  ungeüinflelt,  natüclic^  (§.  JB.  fiij  in  bec  ©efeUf^aft  jwangtoS 
benef)men,  i^albfc.  ungenict;  eine  jwamglofe  ©^ceiboctzc.);  bal)ec:  bieStt^ang^ 
lofigfeit;  ta§  ^wan^^  ob.  ge».  Bwangömittel ,  ein  ^ituU  »obucd^  man 
Semanb  greingt,  üvoai  gu  t^un  ob.  ju  leiben  (bef.  obcigfeitlid^e  ob.  geeist* 
lidje  3tt>ang§mittel) ;  bie  3tt?angmü)i)le,  eine  SÄüfjle,  ouf  »etd^ec  ii)t  ©etceibe 
mai)len  gu  laffen  gewiffe  Seute  gegwungen  finb;  aut^:  S5ann-,  gcol)nmä()le ; 
bec  3wangofen,  ein  SSodofen,  in  »eld^em  eine  ©emcinbe  ii)t  S5cob  gu  baden 
flegwungen  ifl,  obecb.  IBannofen;  bie  3wang=  ob.  gew.  3tt)angöpflid&t, 
^flid^ten,  gu  becen  ©cfüUung  man  auf  bem  SfJed^tStcege  angef)atten  werben 
fann,  g.  U.  ü.  ben  fittlic^en  ob.  ©ewiffenö^^ftic^ten;  baS  3^t)ang«  ob. 
3tt>angöred^t ,  l)  ia^  Sle^t  guc  2£ugäbung  irgenb  cineS  3wangeS  ob.  Son» 
neS;  2)  bec  Snbegcitf  bec  3wang«gefe|c;  bai  Bipangtreiben,  Sag.  iai  Wt 
Sceiben,  wobei  iai  SBilb  engec  eingefleUt  Wieb;  gwangüoU,  S5w.,  »oU 
äwangeö,  mit  oielem  3tt5ange  tjecbunben,  i>'6äj^  gegwungen,  entg.  gwangloö, 
(g.  35.  ein  gwangooUeS  SSeneljmen;  gwangooUe  göcmli4)f eiten) ;  gtüang- 
ob.  gew.  jWflngöttjdfe,  91».,  mit  "ob.  bucc^  äwang,  gegwungenec  SBeife;  — 


Swange  —  awac  2175 

-KhUitbai  Swangfat,  -e«,  SW.-e,  (mittclf).  twancsal)  tjit.  f.  anbaltenbet 
Swang,  SSebrudung,  &i\vaUti)ät\Qtcitj  [tnnc.  S^rangfal;  —  jwangen, 

jfct.  3w-)  (att^OC^b.  dwengjan,  thwengan;  mittetf).  twengen,  ^rSf.  twancte; 
obetb.  jwcngcn;  aho^d.  oon  dwingan,  dwang  2c.,  jwingen,  jirang  ic)  et  mag 
ob.  einen  — ,  in  Swang  bringen,  if)m  jwingenbe  ©croalt  ant()un,  gew. 
in  beftimmterer  SSeb.  gercaltfam  in  einen  engeren  9?aum  jitfammenbran; 
gen,  brücfen,  flemmen,  ftraff  an;  ob.  jufammenjlehen ,  (ein  ©tue!  «^olj  {n 
einen  S5patt  — ;  bie  gö^e  in  enge  ©c^ulje  — ^;  iö)  fü()Ie  mic^  butd^  bie  enge 
Äleibung  gezwängt) ;  bie  äwangung,  ba«  3if  angen. 

3n?ange,  n).,  £0?.-n,  (altb.  zwanga,  zwange  f.  3Qnge,  inöbcf.  Cic^t' 
fdjere;  alfo  ni^t  oon  gwingen,  ^roangu.,  oUb.  dwingan,  dwang  ic;  fonbcrn 
»on  zwang(^n,  zwangen,  b.  i.  rupfen.  fneipcD,  üerttj.  mit  jttjicten,  jroin?en  ac) 
tBergw.  eine  2(rt  <Sd}cnuben5n?ingen,  bie  gc(gen  unb  8af4)cn  om  JÖSaffetrabe 
jufammengu^altcn. 

jnjanjig,  20,  ®tvin^ai)^vo.  (entfl.  ouö  jnjei»jig;  a(t{)oc^b.  zueinzug, 
zweinzuc,  mittel^,  zweinzic,  zwenzec,  obcrb.  JTOainjig ;   gotf).  tvaitigjus ;   alt« 

fa^f.  tu^ntig,  niebcrb.  tnjintig;  ongclf.  tventig,  engl,  twenty),  ^ti)n  mal  jiret, 
unbiegf.  (j.  85.  swanjig  ©tuet,  jwanjig  «pecfonen;  e§  waren  unfer  jroanjig; 
mit  jwanjig  ©äflcnic.),  nur  im  T)at.  gebeugt,  wenn  cS  o()ne  S^xv.  [clbft 
alö  ein  fol^eö  jlef)t  (j.  S.  einer  oon  3wanjigen;  in  ben  3reanjigcn  fein,  b.  i. 
jmifdien  20  unb  30  3ai)r  alt);  —  3fe|.  t><\^  Sifiinjigecf,  eine  ocn  jwan« 
jig  geraben  Sinien  eingef(^lotTene  glö^e  mit  jwanjig  ßrten;  jivanjigfad)  ob. 
*fciltig,  S».,  jwanjigmal  genommen,  jwanjigmal  fo  Diel;  3n?anjigjäl)rig, 
fliüntig,  stägigic,  85».,  wag  jwanjig  3abrc,  ©tunben,  Sagejc.  alt  ijl  ob. 
fcauert;  3Wan3igiäi)rlid^ ,  =ftünt>li^,  4äglic^  zc,  J8n?.,  a\ie  jwanjig  3a^re, 
©tunben,  Sagen.  »t){eber!ef)renb ;  gwan^igmal,  9lm.,  ob.  jTOanjig  9}?al, 
ju  jwanjig  SOialen,  in  jwanjig  SSSiebcr^olungen ;  jwanjigmalig,  S5n).,  jmam 
jigmal  gef4)eljenb;  jnjanjigmänncrig,  aSro.,  ^fianj.  oon  ©cwäd^fen,  weldje 
©taubbeutel  unb  ©tempel  in  einet  SSlume  Bereinigt  unb  jwanjig  ©taubfoben 
t)aben  (fr.  SEofanbria);  ä\ranjigpfünbig ,  SS».,  jwanjig  ^funb  fc^wet; 
jwanjtgjoÜig,  33».,  ä»anjig  3oU  lang,  birfK.;  —  TCbUit  bec  3iranji« 
ger,  -g,  1)  ein  au€  jtranjig  ©nfjeiten  beftebcnbe^  ©anjeg,  j.  S5.  eine 
©ilbermünje  »on  20  Äreujern:  ein  3wanjigfreujet11ild;  2)  ein  9}?itglieb 
eineö  2}ereing  t)on  3»an5ig  ^erfonen;  3)  eine  ^erfon  oon  swanjig  ^ai)f 
ren,  »eibl.  bie  3if  «njigerinn;  ^wanjtgerlci,  unbiegf.  S5».,  t»on  jwan? 
jig  t)erfd)iebenen  2rrten  ob.  S5efc^affenf)eiten :  bcr,  bie,  ba«  jnjanjigjle 
(altt)od^b.  zueinzugosto,  mittel!),  zweinzigeste) ,  OrbnungöjaW».  Bon  5»om 
jig;  iai  äwanjtgflel,  -ö,  ber  jwanjigfte  Sfjeil;  ä\i>anjtg)lcnS,  91».,  jum 
jtponjigflen. 

jroar,  91».  u.  S5b».,  (lanbf^).  gem.  aixö)  ivoatit  swarn;  atfl)0(!^b. 
zi  waru,  zi  wäre,  SSetbinbung  bc6  9J».  zi,  ju,  mit  bem  SnjltumentaliS  ob. 
Satio  beö  altb.  .^».  daz  war  f.  bie  2Babrl)eit,  ügl.  »a^r  2.  3),  olfo  eig. 
»nac^  ber  2Baf)rl)eit,  ber  5ffialjrl)eit  gcmö|3%  babet:  zi  wäre  sagen  f.  ber  2Ba{)r- 
beit  gcma^  fagen,  als  SBabreö  benennen;  mittel^,  ze  wäre,  zwdre,  zwar;  nie* 
berb.  t»aar,  t»aren,  t»aren6)  1)  in  ber  älteren  ©pra(%e  burc^auö  u.  no^ 
im  16.  u.  17.  Sabrf).  befrd'ftigenbeö,  üerfidiernbeö ,  betf)euernbeö  CRw., 
f.  ».  w.  in  2Babrf)eit,  füra^afjr,  wafjrlich,  ivirflid)  (fo  no^  im  «Rieberb.  j« 
t»arenS,  b.  t.  ja  toa^xliä),  aUerbing«);  ba^tx  no^:  unb  jWOC  juc  2{nfü« 


2IT6  im^dn  —  ^md     - 

gung  cincß  befrfiftigenben ,  octilat!enben  ober  na^et  bejlimmcnben  3ufaie« 
(j.  SS.  ic^  i)abi  eS  it)m  fd^on  gefagt,  unb  jrcar  me^r  al6  einmal;  er  t)at  miä) 
gcfränft,  unb  jwar  rcc^t  mpfinblfc^ ;  idj  will,  ia^^  cS  ge[c^c()c,  unb  jwat  fc^ 
gleidj);  2)  gem.  all  ncbenwöttl.  ^bw.  einraumenb  ob.  juäejlefjenb  (con^ 
ceffio),  ftnno.  roof)!,  fccUid),  in  bem  ccfien  ©a^e  ((5onceffto»©a§)  einee  ent» 
gegenfe^enbcn  (abocrfatiocn)  ©a^oercineS,  bcffen  Snfjalt  bcr  imeite  mit  ab  et, 
allein,  bod^,  benno^,  9letc^tt>ol)l  it.  eingeleitete ©a|  (2(büecfatio«©a^) 
baburc^  cinfc^ränEt,  baf«  er  eine  golgerung  Quff)e6t,  bte  au§  jenem  gebogen 
nsetben  fönnte,  (j.  S.  er  ijat  eö  mir  jwar  oerfprod^en;  aber  tc^  jweifle,  ba[S 
er  e§  tl)un  wirb  5  —  ic^  fennc  if)n  jmar  nid^t ,  allein  idi  traue  il)m  bod) ;  — 
jroar  je^o  f^ein'  ic^  tief  Ijinabgepürjt ;  boä)  tcerb'  ii)  wiebec  fieigcn; —  jwar 
jt^ert  uns  bie  9lac^t  oor  ber  SSerfolgung ;  bcnno(^  bebarf g  ber  S3or[ic^t). 

jwa^dn  ob.  jraajeln,  Mellof.  3».  m.  [ein,  obcrb.  f.  jappetn,  njatfd^eln, 
mit  fursen,  unfidjecen  (Sd)ritten  eilig  9ef)en,  wie  fleine  Äinbec  (ogl.  baä 
fc^meij.  swafpeln  f.  taumeln);  baf)er:  ber  äwajel,  ba6  3wasele{n, 
fc^erjl).  f.  ein  fleineä  Äinb;  jmaslic^,  jwajeltd^,  S8ro.,  f.  jappelnb  »or 
Ungebulb. 

jBwe(f ,  m. ,  -e6,  9)?.-e,  (oltb.  zwek,  zuec,  zwec,  ®.  Zweckes,  nuc  in  ber 
erjlen  finnl.  Seb.;  »er»,  mit  zwechon,  zwecken,  b.  i.  carpere,  jrcitfen  ic ; 
SOS.  zwah,  zwak)  1)  eig.  ein  feiU  ob.  nagelfö'tmig  jugefpi^teö  «^oljiliicf* 
djen  äum  ßinftecfen  ob.  6infd)(agen,  ein  fucjer,  mei]!  tiöl^etnec  ^ta^d 
gew.  ol)ne  Äopf,  jinno.  ^flocf,  3vipfen,  be[.  »on  ben (Sc^ul)ma(^ern gebraudjt 
(®^u|icrgn?cc£e;  auc^ :  ©attel=,  gaföbinbcrjroecte ac),  in  biefer  Scb. a\xi) : 
bie  3it)ecEe,  SJl.-n,  (oberb.  aud^:  ber  3wac!  ob.  3»icf ;  nieberb.  3tt)ict); 
oberb.  bebeutet  3tvec!  aud|:  ©plittec,  ©pan  ob.  ©tiicJ  »on  einem  ©pane; 
u.  »erfl.  3n'«cEel:  eine  3Crt  SOtcblfpeife  tson  obnli(ier  gocm;  2)  in  beflimm' 
tcrer  Seb.  ef)em.  ber  in  bie  Witte  ber  @d)eibe  alg  3ielpunft  geftcif te  ^H' 
gel  ob.  ^floc?;  baber  uncig.  f.  bec  3iclpunft,  bag  3i«i  J.  SS»  wonat^  man 
lauft  (»im  SBettlaufen  auf  bcn  ^nxd  treffen«  Opi^;  «ein  SSaU  roUt  na^ 
bem  3nje(£«  ^aUer);  auc^  überb«  f.  bag  3i«l,  <5nbe,  bie  ©cenje  ob.  @cl)tanfe 
(obcrb.  am  3wec!  fein  f.  am  3iele,  bem  Sobe  nai)e);  3)  je^t  nur  in  unfinn» 
lid^er  SSeb.  ba^y  reonvid)  man  im  ©eifie  jielt,  bai  S3eabfic^tigtc;  genauer: 
bn^y  ir>acum  man  f}anbc(t  u.  wai  man  biirdi)  fein  S()un  ju  beir>ir£en  fudjt, 
ftnno.ßnburfadjc,  oerfc^.  3te  l,  weld^eö  nur  ben®trcbepun!t  beöSBoUenö  u.S^unö 
ob.  baS  ju  Srreid^enbe  bejcidinet,  3tt)ecf  t)ingegen  jugleic^  bcn  SSeweggrunb 
eines  3;i)unö  ob.  bie  Urfad^e,  »arum  ctrcaS  ijl  ob.  gef^iel)t;  bem  3icl  flel)t  bec 
2(u8gang6pun!t,  bem  3»edE  baS  SKittel  entgegen,  (j.  SB.  ber  Drt,  roobin 
id^  will,  ijt  baS  3t et  einer  «Reife;  ein  bortiger  Sefud)  ob.  ein  ©efcpcift  bec 
3n3cc!  berfetben;  bie  Sleife  ijl  ba^  gjJittel  §u  Diefem  3wcctc;  —  weife  t)an=> 
bclt,  wer  gu  bcn  beften  Sieden  bk  bcjlcn  ÜJiittcl  wäl)lt;  ftd^  einen  ^md 
üorfefecn;  feinen  3»üec£  errci^ien,  oerfeblen;  jum  ^widc  fommen,  b.  i.  bcn 
3tt»ecE  errci^cn,  ogl.  au^:  (Snbjwetf);  —  3fcfe-  »on  3tt5C(J  1):  bai 
3n)e(f  *  ob.  SiVCif  enl)0l5 ,  ^olj^,  aus  »cld^cm  f)ölierne  3 werfe  gcft^nitten 
»erben,  inSbcf.  f.  bcr  Opinbclbaum;  aud^:  ber  J^ecEcnÜrfdibaum ;  bei-\3ttie(f* 
l)ammer  (reobl  sunät^jl;  von  jtpecfen  f.  jwicfen),  ein  B^piii^ammit  ber  ®rob« 
fdjmicbe,  mit  welkem  3icrat^e  auf  ba&  (Sifcn  gefc^lagcn  roerben;  —  oon 
3»cct  3) :  5WC(f  bicnlic^,  aSro.,  jur  Grrcid^ung  eines  3n)ed:cS  bienlid)  (jwed» 
bicnlic^e  SKittel);  bie  3we(lt)ienlic^feit ;  bec  3wecffaU,  ©pcac^l.  9leu».  für 


3»cf)Ie  —  jwci  2177 

bcn  bntfen,  auf  ble  gcage  wem?  flet)cnben  58ct{)Q(tn{f6faU  bcc  .?>aupttt>3rfet 
K.  (fr.  25atto;  cf)cm.  aud^:  bü  3wcclcn bnif 6);  bie  3tt)fcf(cl)re,  bte 
8et)rc  Bon  bcn  ^WJfcfcn  ber  Singe  u.  bec  3>v£cEmQJ5i^?eit  tn  bct  ©inttc^iung  bec 
SBclt  (fc  Sclcolcgie);  JirccfloS,  85».,  Seinen  ^mat  i)<xb(nb,  oljnc  3>ftct  ge» 
f4)c^)enb  (eine  §»cc!(üfe  J^anMung) -,  bic  3iuc(f(ofigfcit;  jrciecfmäpig,  $ro., 
bem  3njecte  gcmap,  onf^imifTcn,  cntfpred^enb  (iwrctmapigc  2CnRaIten,  Sinric^* 
tungcn  ic.);  bic  3it)C(finQpigfeit,  baS  3»t)C(fma5tgfi'tn,  bie  jnjtctmaOfge  Sc* 
f(^Qffcnf)eit;  JiDetftauglicf),  Sic.,  mei(l  ult.,  juc  ©trcic^iing  cincS  Jn^cdcfi 
taugti^,  finnu.  jwcdbienlid^;  jrccifDOlI,  Sro.,  cielc  3»fcrte  tjabcnb,  burc^QU* 
nat^  3«c(ton  i()anbttnb  ob.  auf  3i»ccte  gcticljtet;  jroccf n)iC>rig ,  Str.,  bem 
3wccte  jintiibcc  laufcnb  ob.  ttibcrfpcedjcnb,  bie  Srrcid;ung  bc§  3n'ccE>ö  ocr» 
binbernb,  ftörfec  aUi  unjwectmäliig,  (jwedipibiige  93?ittti);  bie  3vüe(f iribrig« 
feit; —  "KbUit.  jwerflic^,  Sid.,  ben  3wccE  anjc^enb,  betrcffenb,  ob. 
auöbrii(fcnb  (fc.  final;  j.  S.  eine  jtrecflii^e  Seftimmung;  ureccflic^c  Sinbe« 
Wörter);  jn?c(fen,  3».,  I)  ?tel.  mit  Steffen  ob.  f [einen  D^ägetn  tinfe^en, 
befefiigen,  gew.  nur  in:  anjweien,  bejwe(ten?c.;  2)  jieUofi  m.  Ijaben, 
auf  etit)a6  nIS  feinen  3it>ecE  gerichtet  fein,  eg'jum  ^muSc  f)nben  (j.  S.  ba« 
}wec!t  baf)in  jc.),  gew.  auf  etwag  abjwc^en,  ob.  c8  bcj werten. 

3n?ct)(e,  JV.,  CO?,  -n,  alt  u.  oberb.  bie  3»t)e^e(,  ^.  -n,  (aliijoc^b.  dwa- 
hüa,  dwehila,  mittcll).  twehele,  twehel ;  niebcrb.  S)ti)i"f)te;  lanbfc^.  aut^ 
Cluet)le  (f.  b.)  burt^  Ü&crgcf)eH  bcö  t  in  f,  tw  in  qu;  »on  dwahan,  twaheo, 
jwa^en  ob.  jwa gen  (f.  b.)  f.  wafdjen;  —  bafjer  ba§  wittl.  tat.  toalia, 
fpan.  tohalla,  toalia,  ftal.  tovaglia,  franj.  touaille,   engl,  towel),   lanbfcfe.  f. 

v^anbtucfj,  b.  f.  ßeinentui)  jum  9Bafd)cn  ob.  2(btrocfnen  ber  Zi)tHe  bc8 
2et6c6;  oud^i  f.  SleUertiid),  Sifdjtuc^,  bef.  fofern  e6  jum  2(bwif(^en  bcr  Singet 
btent. 

Jtrei,  2,  ®runbjaf)lw.  (ef)em.  gew.  swci)  gefc^^r.),  jc^t  für  alle  ©cfc^tec^« 
ter  geltenb,  früljer  (biö  in  iU  jweite  J^dlfte  beS  oocigen  Sabrf).)  u.  im  Obcrb. 
nod)  je|t  mit  brci  ® ef c^lec^tgformen:  mä'nnl.  jween,  wcibl.  jwo 
(oberb.  anöi  jwu,  jwue),  fäd)l.  jirci,  wctd)c6  auc^  oon  jwet  ^  er  fönen 
»erf(^iebcncn  ®ef(^led[)tö  gcbroud^t  würbe,  alfo :  jwetn  STlcinner,  jroo  grauen, 
jwet  J&aufer,  jwci  (5l)eleute  ic  (altb.  zwßne,  zwo,  zwei;  nur  alö  ctjleß  ®lieb 
Bon  3fcfe' z«i»  baf)er  no^  jwte— ,  f.  b.;  gotf).  tvai,  tvos,  tva;  attfädjf. 
tuena,  taa  (tuo),  tu^;  angclf.  tvegen,  tvd,  tva;  altnotb.  tveir,  tvaer,  tvo; 
niebcrb.  t\!t>ei  IjoU.  twee,  engl,  two;  . —  fan§!r.  dwa,  tittt>.  dwi,  griec^.  Jwäj, 
tat.  duo,  franj.  deax  IC.),  gew.  ungebeugt,  aujjcr  im  ®  e  n.  j W  e  t  er,  im  25  a  t. 
jroeien  1)  wenn  !ein  3(rtt!el  ob.  bcffen  ©teile  »criretenbce  Seflimm* 
wort  t)orangef)t  (j.  S.  ein  Scft^cr  jrocier  ^üufer  ;  auä  jnjcicr  3fU9cn 
SJIunbe;  jweien  J^crren  bienen;  bingegcn:  bcr  JBcft^cr  biefcr  jwci  Jpäui'cr; 
bcr  ®arten  gel)ört  ben  jwct  ©{^weitem;  bcr  .Satio  lautet  jcbod),  auc^i 
wenn  fein  SBcjlimmwort  oorangcl)t,  gew.  blo5  jwei,  bef.  nadj  einem  S3n?., 
j.  S.  ic^  babe  cö  jwci  greunben  mitgetbeilt;  oon  |wei  ©ingcn  einc6  roä^icn; 
»or  jwci  Sagen,  in  jwci  3al)rcn  IC.) ;  2)  bef.  wenn  jnjci  ot)ne  nac^jfol« 
genbeS  Jpu>.  felbft  a\i  folcfecö  jtcljt  (j.  S5.  3wcier  .^iilfe  bcbarf  c6  nic^t; 
baö  @ut  gebort  3weicn;  (5incr  Don  3wcicn;  mit  3>ocicn  fabrcn,  b.  i.  mit 
jwci  ^ferben;  auf  3n>cten  geben,  b.  t.  auf  jwei  giijjcn);  bie  '^wel,  5)?.  -en, 
bie  3a{)(  ober  bai  ^cii)l'si\d)cn  jwei;  —  3fc|  iweiarmig,  'Cifttg,  dugig, 
sbeintg,  ^blätterig,  ; blumig,  ^t^c^erig,  -farbig,  ? flügelig,  ^glieb^rig, 

J&epfe'ö  ^cmb»(h:t«b.  b.  beutf<^  ©i«.  2.  Zfy^U  137 


2178  iwci 

;l^örmg,  -Hap^iö,  -Upfig,,  -Kippig,  n-äbcrig,  -reinig,  ^ famig,  «fd^ic^^ 
tig,  ^f#^i9,  ^peljig,  ^fpi^ig,  -'ftad^elig,  *^ral)lig,  --.^acftg,  =äät)nig, 
fjinfig,  u.  o.  fBw.  m.,  b.  t.  j»«  2(rme,  Ä^c,  2fugen,  SSetne,  SBlöttet,  Jßtumcn, 
^äönt,  gatbcn,  gtiigel,  ©lieber,  dornet,  Älappen,  Äöpfc,  Sappen,  JRaber, 
9tett)cn,  ©amen  IC.  i^a&cnb;  batjer  bfe  abgel.  S^w.:  bie  ^iDetarmtgf  eit, 
3wciStii9f  eit,  äwetbeinigfett  u.  f.  f.;  jweibcinbig,  58ro.,  ou6  jwet 
Scinben  be|le{)enb  (ein  jtreibanbigeä  SiSerf);  ber  äivcibci^ner,  eine  ©ilber^^ 
mün§e  t>on  2  Sa^en;  baS  3weit»latt,  1)  eine  ^flanjcngattimg  mit  je  jwei 
einanbec  gegenübevjtel^cnben  Slättern  am  Stengel  (ophrys  L.),  inSbef.  baö 
gemeine  gvope  3wciblatt  (oplirys  ovata  L.),  auö) :  SRattenf^icanj,  Änaben- 
ftßut,  ffiogelrcurj  :c. ;  2)  eine  Uxt  SJJaiblumen  (convallaria  bifoliaL.);  jtvei^ 
beutig,  SB».,  was  auf  jweiecUi  llxt  gebeutet,  in  boppeltem  ©inne  »erflanbcn 
»erben  !ann,  finn\?.  boppelfinnig  (ein  jweibcutigeS  SBort,  eine  jtreibeutige  "Kü- 
^etung,  2(ntirort  Jc);  in  engerer  Seb.  waS  neben  feiner  guten,  offenen  u. 
fc^li(%ten  aud)  eine  üble,  »erflectte,  anjtöpige  SBebeutung  i^at  (jwcibcutige  jRebtn 
fü()ren  ic);  ba^er  überf).  f.  un!lar,  ungcicifö,  gweifclf)aft,  gwifc^en  @ut  unb 
SBöfe  fd^wonfenb  (j.  S.  eine  jujetbeutige  Sugenb;  einen  jweibeutigen  SRuf 
t;aben;  in  einem  gwcibeutigen  ii^U  erfvi^cinen);  bie  3>t>eibeuttgfeit,  1) 
0.  501.  hai  3tt)eibeutigfcin,  finno.  ©oppeljtnnigfeit,  Soppelfinn ;  2)  £0?.  -in 
etwas  3»eibeutigeö,  eine  jweibeutige  tu^erung  (3»cibeutfgSetten  fagen); 
jrjeiboppelt,  S».,  unr.  überfüllt  f.  taö  einfacl^c:  boppelt  ([.  b.);  jirei- 
brcit^ig,  SB».,  au§  jreei  25ratf)cn  ob.  ^äbm  beftcf)enb;  ta§  3njeibvittel, 
c^em.  f.  0.  tt).  ba6  3vi»eibrittelllü(f ,  b.  i.  ein  ©ulben,  »eil  er  jmei  S'-rittel 
cineö  3;f)alerg  ouömad^t;  bie  SnJnbrittefarbcit ,  SSerg».  i)k  "KxUit  in  j»ci 
@^i<|ten,  fo  bofs  fic^  in  Sag  unb  Vla^t  nur  j»ei  2frbeiter  ablöfen ;  Jtvet^ 
fad^  ob.  jweifältig,  S».  (ge».  j»iefad&,  jwicfältig,  f.  j»ic),  j»eimal 
genommen,  j»eimal  fo  »iel,  finnr.  boppelt;  bn  3wcifaltcr  ob.  3tviefa(ter 
(attb.  zwifaltra,  zwivalter;  obcrb.  3»ifalter;  aud^  Jijeif alter,  altb.  vival- 
tra  2C.),  lanbfc^.  f.  ©eijmettcrling  (»egen  ber  jweifaltigen  ob.  boppclten  glügel; 
ugl.  galter);  ia  3it)eiflüglcr,  Snfecten  mit  j»ei  glügeln  (fr.  Siptera);  ber 
3n?cifup,  äweifüpcr,  3n)dfit^(er ,  einging,  Äf)ter  jc.  mit  gweip^cn; 
^weifüfig,  S».,  iwci  p^e  i)aUnb  (j»cifü^ige  Sl)tere);  «erf^.  jweifupig, 
SB».,  baS  SRaf  üon  jwei  pp  liabenb,  jweigup  lang  ic;  ^weigcbäufig,  S»., 
j»ei  ®el)aufe  t)abenb  (eine  jweige^ä'ufige  U^r);  5weigd)en!elt,  jgc{)örnt, 
«gcöl^rt,  33».,  mit  j»ei  .^^enfeln,  J&örncrn,  Ö^rcn  oerfct)cn;  ber  3ti?cigej 
fang,  f.  d.  ».  Soppcigefang  (fr.  Suett);  grocigefpalten ,  25».,  in  imi 
Steile  gefpalten;  ba<5  3tt)eigefpann,  (in  ©cfpann  Don  g»ei  3u9tl)icren;  baö 
3weigeftirn,  ün  au^  j»ci  J^auptflernen  beftel;enbeä  Oefticn,  ■Doppelgefiirn ; 
l}([i  3weigrofd^cnftü(f,  eine  ©ilbermünje  con  2  guten  ©rofc^en  ob.  Vi 2 
Stjaler;  bag  3»t)eigulbcnj!iic! ,  ein  ©elbftiic!  ccn  jwei  ©ulbcn,  l^albfr.  ein 
©pcciest^alcr;  j\t»eit)nnbig  ,  58».,  j»ei  .^änbe  Ijabenb;  in  engerer  Seb.  ftc^ 
beibcr  J&änbe,  ber  lin!en,  »ie  ber  redjtcn,  mit  glci^jer  gertigfeit  bebiencnb; 
^W)cit)ängig ,  5B».,  nac^  j»ei  ©eiten  i)in  abl/ä'ngig  (ein  g»ei|)angigc6  -Da^, 
mä):  ©attelbac^);  5txicil)auig ,  S».,  ganb».  j»ei^auige  SBiefen,  bie 
jÄcimal  getrauen  b.  t.  gcmcl()t  »erben  fönnen,  au(§  j»einiä{)big,  s»ei» 
f(ä^ürig;  ber  3ivci{)crv  ob.  3n?cil;errf(j^er,  einer  oon  jwci  gemeinfd(!afrii^ 
regierenbcn  sperren  (tat.  ©uumoir);  äU^cif)errig ,  S».,  j»ci  .^erren  fjabcnb 
(ein  i»ei^errigeö  3>orf) ;  j^vcil)crr(id),  SS»-,  ben  3»ei^wcn  ge^örenb  ob. 


Swei  21 T9 

jufommcnb  (btc  iwt\^mlid)i  ©cwalt);  h'ii  3wct()errfd^aft  (fr.  Duumuicat); 
jweijäbvig,  *|Kmt>i9,  «tägi.q,  ^tvöc^ig,  u.  feiten  -monatig,  »».,  »as 
gwct  3at)re,  ©tunbcn,  Zcig,i  jc.  alt  ift  ob.  bauert;  jVücijä^rlic^,  sflünMid), 
stöglid),  ^wöc^cnllic^,  -monatlid^,  fßm.,  alle  gtrei  Satjre,  ©tunben,  3:aftE 
IC  rciebcr!et)renb ;  bcc  3wcifampf,  ein  Äam^if  untec  gmei  ^erfonen  (fr. 
SueU);  bcr  Sivcifämpfcr,  (fr.  SucHant);  bie  3weifirf(^e,  eine  2(rt  ^cctcn^ 
ücft^e  mit  fcljnjarjcn  Sceren,  auf  ben  ©d)tütijrr-2fl^cn  u.  im  fübl.  granfceicft 
(louicera  nigra  L.) ;  ba6  3»'üciforn ,  lanbfc^.  f.  ber  @pelj;  3n)ci(ötl)ig, 
aSiD,  s«x)e{  Sytf)  iüic^cnb;  jwcimal,  ?tir.,  ob.  jipci  9)'?al,  ju  jtpti  SOlalen, 
einmal  tt)icbcv()olt  (etroaö  gwcimal  fagen  ic);  jweimalig,  Sio.,  jwcimal  gc-' 
f^cl)enb;  jweimänncrig,  fBw.,  ^flanj.  von  &mä^\Qn,  bcrcn  3»itterblumen 
gwci  freie  ®taubfabcn  ^aben  (fr.  Dianbria);  ärücimäiinifc^,  fßw.  lanbfc^., 
für  jtvei  SWann  b.  i.  ^erfonen  eingcrid^tct  (ein  jwcimännift^eö  SBett,  b.  ein 
jweifpcinnigeS  ob.  jn)eifd)läferigcS;  Scrg».  ein  jnjcimännifd^cr 
So^rcr,  Äiibcl  jc);  bcc  3n)cima|ter,  ein  (Schiff  mit  j»ci  SDiaPen;  jivei- 
maj^ig,  S5>ü.,  ^wei  «Wajlen  fiil)rcnb  (ein  jTOcimafligeS  ©(^ifr);  5«)cimi)natic), 
?mi)naf(i(^,  SSm.,  f.  jwcija^rig;  Jjvcipfünbig,  SBro.,  jrcei  ^funb  fd^wer; 
jweifc^attig ,  i8>p.,  ben  ©chatten  nac^i  gwti  ©citen  f)in  werfenb,  wie  bie 
jwifc^en  ben  SBenbefrcifen  lebenbcn  93^cnf(!^cn  (fr.  2(mpt)iftii),  auö):  boppel= 
fc^attig,  cntg.  einfc^attig;  ber  3ivclfd^auflcr ,  iJanbro.  ein  iäf)rigeg  ©djaf, 
wenn  e§  bie  ©t^aufeljafjnc  befommt;  ^Vücifdjläferig,  Sro.,  f.  jweimännif^: 
ber  3n)cifd^li^,  Sauf,  ein  mit  g»rei  ©d^li^en  oerjierteS  ©lieb  in  bem  borifc^en 
Sticfc  (fr.  Siglt)pf));  5Wcifrf)mct5i9 ,  fBvo.,  ^üttenrc.  jnjeimal  gef^moljen 
(jweifd^meljigeö  ©ifcn,  b.  i.  auö  altem  ßifen  unb  ßifenftein  gefc^moljence);  bie 
Swcifdöicit'f )  ci"  freujförmige«  Sret)eifen  ber  Sre^ölcr,  gum  2(u8bre^en 
t)of)Ier  Stellen;  5n?eifd)neit>i9 ,  Src.,  jreei  ©c^neiben  i)a'bmbf  auf  beiben 
Seiten  fc^arf  (ein  jweifd^neibigcö  ©^wert);  jracifc^rötig ,  SB».,  mai  jwei- 
mal  gefc^roten  ob.  gefci^nitten  »rcrbcn  fann  (ein  jwcif^rötiger  Saum,  ber  jtrei 
»allen  gicbt);  äivcif(^u()ig,  93».,  greei  ©c^u^  ob.  gu^  milfenb;  ä^ei- 
fc^ürig,  SBw.,  »aS  jweimal  im  Sa^rc  gefd^oren  wirb,  g.  U.  o.  ein=  u.  brei^ 
feurig,  (jweifc^ürige  ©d^afe;  jweifdjürige  SBoUe,  b.  t.  hii  ber  j»eiten  ©^ur 
obgcf^orene;  gweifd)ürige  asiefen,  f.  d.  w.  jweifjauige,  f.  b.);  jivcifcitig, 
SBn?.,  jTOci  ©eitcn  l)abcnb,  nad^  jirci  ©citen  gerid^tet;  bcibe  ©citen  betrtffcnb 
(ein  jtreifcitiger  Sertrag,  b.  t.  ber  bcibe  3;f)eite  cerbinblic^  mad^t,  ettoae  ju 
leijten);  jVDciflllM'g,  S«.,  ani  jwei  ©ilbcn  bcjleljenb  {dn  greeiftlbigeS 
SBort);  Jtrdfti^ig,  Sw.,  jwei  ©i^e  t)abenb,  für  jmei  ^erfonen  gum  ©ifeen 
etngerid)tet  (ein  gaseififeiger  SBagen);  §n?cifpaltig ,  Str.,  gnjeimal  gefpalten, 
gwei  ©palten  ob.  (Sinf^nitte  ^abcnb,  cerf^.  jroicfpaltig,  f.  b.  ('»Pflang. 
eine  gweifpaltige  SlütljenbcdEe  ic.);  ätrcifponnlg,  Sw.,  mit  gtt?ci  ^fcrben 
befpannt  ob.  gu  befpannen  (ein  gweifponniger  2Bogcn);  uneig.  au^  f.  g»ei= 
fd()lofer{g  ob.  gmeima:\nif(^  (f.  b.);  ber  Sivcifpanner,  »er  gweifpännig  fäljrt; 
ein  gweifpannigcr  SBagen;  bie  3n)Cifpl|e,  ein  JE>«Jninitr  ber  ©teinmcfecn,  mit 
jittjei  fpifeigen  Snben;  bie  Stücifprad^c,  gew.  3wiefpca^c,  f.  b.;  jrcei- 
ftämoiig,  Sw.,  aus  gwei  ©tammcn  bcfteljenb;  gu  gwcien  auä  einem  ©tamme 
gefd^nitten  (gweijtämmigc  Salfen,  ^fät)le  2C.);  ätrelfümmig,  Sw.,  1)  3:onf. 
aus  greci  ©tinimen  beflef)enb,  für  gwei  ©timmcn  gefegt  (ein  groeifiimmigcr 
©efang  k.)  ;  2)  gweicrlei  ©timmcn  ob.  ?Keinungen  t)abcnb  u.  aujjcrnb,  ogl. 
«injlimmig;  jweiftorfig,  Sw.,  gwci  ©tocfwerfe  tjabenb  (ein  gweifloctigeS 

137* 


2180  Snjcifel 

^au«);  SWcillünbig,  jjlünblid^,  jwcitagtg,  »toglii^,  SB».,  f.  iwefja^jng; 
jnjeit^cilig ,  JBit?.,  aus  jrcei  Sf)eilm  bcfle^enb;  jtreiiDOC^ig,  *  ttjöc^entlii^, 
SB».,  f.  jweiiä()ri9;  bec  3rt)eirDUC^S,  lanbfd^.  f.  bic  fogen.  cngtifc^e  Äcanf» 
^eit,  eine  ©liebecfi'önffjeit  bcc  Äinbcc,  wobei  (le  f4>tef  u.  gletc^fam  bopptlt 
Wolfen,  au^:  3tt>»e»u^8;  JWchrilC^ftg  ob.  jwtenjüc^fig,  S«.,  1) 
jroeierUt  SBuc^S  ^abcnb  (Sanbw.  jttjetmö^fige«  ©etreibe,  tt>e(^c8 
unglei^  auf3et)t  unb  tcift;  jwctwüc^fige  SßSoUe,  bte  nic^t  ju  rechtet 
3eit  0ef4rOtcn  wirb);  2)  mit  bem  3tt)cirt>ud)«  ob.  bec  englifc^en  «tcanf^eit  bc« 
^Qfm;  bcr  Snjeijatf,  ein  Sing,  SBertjcug  mit  jwei  Baden;  ^weijaifig,  ÜBtt»., 
jwei  3acten  ^abenb;  bie  SweijCl^l,  1)  bie3a()l  §»ei;  2)  ©protJ^l.  ein£  eigen* 
tpmlic^c  3a^lform  für  jwei  jufammengefa|Tte  £iinge,  §.  S.  im  ©riec^ifdjen, 
im  ®ot^if4)en  jc.  (fr.  SualiS;  ügl.  ®in»  u.  SOieljrjaf)!) ;  bet  3n?ctja^n,  1) 
bä6  ®ee«  ob.  2Reereinf)orn,  bec  Sin^otnfif^;  2)  eine  3(tt  ©c^wimmfc^netfen, 
beten  innetc  Cippe  mit  jwei  3a()ndjcn  befe|t  ifl;  3)  eine  ^flanjengattung, 
beien  ©amen  on  bcr  ©pi|e  gwei  3äf)ne  I)at  (bidens  L.);  jipeijeilig,  58»., 
ouS  j»ei  3eilen  befle()enb;  j»ei  3citen  ob.  9ieii)en  bilbenb  (^flanj.  eine  jwei» 
leilige  tbn);  jn)et5eitt9,  Sßei-öl.  bai  9Kaj5  »on  j»ei  Keinpen  3eittt)eiten  ob. 
Äürjen  ^abenb,  f.  ».  w.  long  (eine  jwei^eitige  ©Übe,  b.  i.  eine  lange);  jrceU 
äOÜig  (r.  als  -jöUig),  S».,  gwei  3oU  lang,  bidic;  jweijüngig,  SB»., 
jwei  3ungen  ^abenb;  unctg.  f.  o.  ».  boppeljüngtg,  f.  b.;  ba(>er:  bie  Snjei* 
jüngigfeit;  —  2:bleit.  jt-Deien,  jiel.  u.  lüdi.  3».  (mittcit).  zweien)  1) 
DöUig  ölt.  f.  5\rei  in  einS  toerbinben,  paaren  (sich  zweien  f.  fi^  paaren) ; 
2)  alt  u.  oberb.  (jwaten)  in  jtrei  3;{)el(e  tf)eiUn,  trennen  (5R».  gejweit); 
fid)  jwcien,  f.  rjerfdjiebener  !0?elnung  fein,  fidl)  entjtreien;  e^em.  aui) 
f.  jtct)  untetfd)eiben,  üerfd)ieben  fein;  ber  3n?eiej;,  -ö»  ^-  «•  ^-j  5"^" 
ßinljeiten,  ju  einem  ©nn^en  vereinigt,  inöbef.  ein  3it)eipfenni9Jlücf; 
jrreierlei,  unbiegf.  SB».,  »on  jmei  üerfd)iebenen  2frten  ob.  öefd)offenf)ei* 
ten;  bie  3n?e{l)eit,  1)  baS  3»veifein,  iai  S3e|lel)en  au^  jroei  (^in^eiten; 
2)  ber  3al)l5egriff  jroei ;  jn?eiig ,  SB»,  (mittat),  zweiec),  alt  u.  oberb.  f.  In 
jwei  öet()«i[t,  uneinig,  entjnjeit,  oon  zweierlei  2)?einung;  ber  Sweiling, 
-e«,  Wt.  -e,  (cerf^.  3»ining,  f.  b.)  1)  »lt.  f.  ein  ani  jroei  (Sint)eiten 
befle{)enbeg  ®an5e6,  bef.  eine  folc^e  3Kiinje,  ge».  ßn^eier;  2)  oberb.  eine 
ffllifc^ung  ton  ©ommerweijen  unb  ®etjle;  bcr,  bie,  bad  Jireitc,  Drbnung«« 
jo|)lro.  »on  i»ei  (j.  58.  bev  j»eite  Sag;  baS  jweitc  SOlal;  ber  3»eite 
in  ber  Steil)e;  —  crjl  im  9leul)o^b.  gebilbet  na^l  ben  gormen:  ber  britte, 
viertelt.;  bie  altere  ©prad^e  unb  noc^  Sut{)er  gebraucht  bafiir  burci^gängig: 
ber  IC.  anbete,  f.  b.);  hcii  3»t»eitel,  -ö,  ^.  \v.  (5.,  feiten  f.  ber  jireite 
2()etl  eine^  ©nnjen,  ge».  bie  v^d'lfte,  ein  ^^albeg;  jweitin^,  9^».,  sunt 
jtveiten,  e^em.  jum  anbetn. 

3l'Veifei,  m.,  -S,  Tl.  W.  S.,  iaU^od^b.  der  u.  daz  zufial,  zwifal;  auc^ 
ol6  ©».  zwinu,  zwlfali  f,  unge»if«,  jweifelt)aft;  beibcn  liegt  ein  oltb.  ^w. 
jBwifo  u.  bie|em  ein  no^l  urfprünglic^ereö  zweo,  altfo(^f.  tueho,  3»eifet,  u.  ein 
3».  rwe<5ii,  zwehon,  altfäc^f.  tuehon,  angelf.  tveon,  jtteifeln,  JU  ®runbe; 
iwifal  tonn  alfo  nic^t  auö  zwi-fal,  glcic^f.  3»i:i'fall,  erllärt  »erben,  geljt  aber 
jebenfaH«  »on  zwi,  zwei  auö  u.  bejeic^net:  baS  ©{^»an!cn  na^  j»ci  ©citen 
^in;  »gl.  baS  lat.  du-bius  »on  duo;  griei.  t^vüCeiy,  äoiäCsii'  »on  Jüo,  äoioii 
—  mittelj).  dw  u.  da»  «wtvel;  JB».  awirol,  auc^  fpcitec  nodj;  jaetfel  f. 


3wetfcl  2181 

jttjcifel^ftft;  got^.  tveifls;  niebetb.  SnjioeO  1)  o.  fR.  b<c  fd)»)rtn!fnbe  3u» 
flanb  be6  ©emi'it^«  f)infTcf)t(ld)  bti  2)enfen8  unb  ®(auben«  obec  Ui 
ffiollen«  u.  Sf)ung,  finnc.  Ungciuiföfjctt,  C!}?ifötrauen,  Unentfd)(offenl)fit, 
«ntg.  (glauben,  Sctfrouen,  ßntfc^tuf»  k.  (in  3«jeifcl  fein  ob.  ftel)cn,  ob  etreo« 
toai)t  fei,  ob  man  etwas  ti)un  foUe,  obec  ni«^t;  in  3>tciffl  geratfjen;  einen  au« 
bem  3«t)eifel  reiben  ob.  bcm  3n)eifel  entreipen;  üwai  in  3ix>eifel  jiei)en,  b.  i. 
no^  ni^t  füc  auggemadjt  wa^t  unb  getüifö  galten);  e^cm.  auä)  f.  Jöeforg* 
nif^,  SSecjircifelun^,  ^cffnunggloftgfeit,  cntg.  Srofl;  2)  ber  SD^angel  be« 
©Inubenö  ob.  SBertrauenS  in  einem  beflimmten  ^alU,  u.  bec  örunb  bed? 
felben,  ftnno.  SSebcnfen,  (§.  S,  bec  3njeifel  an  feinet  SJebltc^feit,  an  bet 
Unlietblij^feit  bct  ©ecle  ic;  iö)  wiü  bic  meinen  Swetfel  mittt)ei(cn;  aOerlei 
3ifcifcl  bei  etwai  ^obcn;  e«  jliegen  ö£rfd()iebcne  3njciffl  bei  mir  auf;  Semanb« 
3»eifel  TOibertegcn,  jetftreuen  :c.);  nu^et  Sroetfei,  of)ne  3n)eifer, 
el)em.  auc^  iit)<ife[go()ne,  aU  9tw.  f.  gemif«,  juüerlä'ffig  jc;  —  jroeU 
fein,  jiellof.  3w.  ni.  fjaben,  (a(t()0^b.  zwffalön,  mittelf).  zwlveln;  got^. 
tveifljan,  altfd^f.  tuiflian,  tulflön;  altnorb.  tvlla,  f^n?eb.  tvifla),  in  Btueifef 
fein,  3ivetfel  ()ab€n,  finno.  ungewifö  ob.  unfdjtüffig  fdn,  fdjmanitn,  nidjt 
glauben,  ü^  jwtifle  no^,  ob  id)  eö  glauben,  ob  i^  e§  tf)\in  foU;  ic^  jtreiflf, 
ob.  e6  tt3af)c  ifl;  ic^  jnjfifle,  baf6  e6  tra{;c  ijl,  bof«  bu  JRec^t  ()a(l  jc,  b.  i.  i(§ 
glaube  ni^t,  bafäjc;  an  einet  6a^e,  an  bet  9Baf)r^eit  einet  SSefjauptun^, 
an  bet  9lebli(^feit  einet  ^erfon  :c.  jweifeln,  f.  ».  ».  eine  0a4)e  ic.  beitreife(n); 
e^cm.  au^:  mir  jreeifelt,  baf6  jc.  f.  xä)  jweifle,  e8  ifl  mit  jweifelbaft, 
bafS  JC.;  ble  3n)eife(ei,  »erad^il.  f.  bag  (übertriebene)  3weif«In ;  bie  5^el* 
gung  jum  3»veife(n,  3iveife(fud}t;  bet  3wei[efet  ob.  gew.  3»vctfler,  -«, 
2J?.  n>.  6.,  (altb.  zuitulari,  zwivelaere),  ble  3n?eiflerinn ,  Ü??.  -en,  wer 
jwcifeit;  bef.  roet  an  2lUem,  aud)  bem  ®laubf)aften  u.  ©ewiffen,  ju  sreeifeln 
geneigt  u.  gen3o{)nt  ijt;  ble  Bwcifelung  (altb.  zwifalunga,  Bwivelungo)  »u. 
f.  baö  3»»eifetn,  bec  3»it)eife[;  —  3fe|-  »on  3»eifel:  jn)cifc(=  ob.  jweU 
fel^frei,  95«?.,  frei  üon  3weifel,  b.  i.  1)  feinen  3«t)cif«l  ^abenb,  ni(^t  jwei* 
felnb;  2)  feinen  3w»fel  erregenb,  ni(%t  gu  bcjweifctn;  ber  Sreelfcl^grunb, 
ber  ©runb,  wefÄlialb  man  an  ctwa6  jweifett;  ter  3iveifel^fnoten,  ein  \ä)wtt 
jn  löfenber  3»etfe(sgrunb;  baä  3»t)cifeUob  (mitfe(f).  zwivellop),  »lt.  f.  «in 
jroeifel^aftee,  jweibeutigeö  8ob;  jWCifeUoä,  »n?.,  feinen  3tt'tifcl  erregenb, 
feinem  3weifet  unterworfen,  fmno.  uniweifet^aft,  u.  al8  9lw.  o^ne  3weifel; 
bic  Bnjeifeüofigfeit;  Me  3wcifeUujl,  ber  3welfelmuti),  3n)eifclfmn,  bie 
Steigung  ob.  @encigtl)eit  ju  gweifetn;  bie  ®e(innung  u.  ber  ®cmüti)Siu{lanb 
beS  SweiflerS;  im  t)6d^fien  ®rabe:  bie  Stfcifelfuc^t,  bie  ©u(^t,  an  2iUem, 
oud^  bem  ®e»if|cftcn,  ju  zweifeln;  ba^cr:  jroeifefmüttjic^,  jrocifclfüc^tig, 
»w. ;  ble  3»t)eifclmüt^ij5feit,  3n)eifclfüd)nqfeit:  jnjeifelDOÜ,  J8w.,  »oQ 
3weifel6,  oiel  3tt)eifcl  fjcgcnb  u.  öu^ernb;  bec  3rDCtfchv»at)n  (mittel^,  zwivel- 
wan),  jweifell>afterS35al)n,3rrglaubtn;  —  2(blett.  jtt»eifeU)aft,  S8w.  (mit* 
Uli),  zwivelhaft)  mit  3»i?eifel  bcf)aftet,  b.  i.  I)  (fubjcctio)  3it»eif«l  f)nbenb 
ob.  f)eg<nb,  fiel)  Im  3»t>«if«l  befinbenb,  finno.  ungeroifg,  unentfd)leben,  un* 
«ntfciiloffen,  unfd)(üfftg  (j.  SB.  i6)  bin  gweifel^aft,  wie  fi^l  bic  ©adjc  oerbält, 
—  ob  er  fRi^t  t)at,  —  wa^  id)  t^un  foU  jc);  2)  (objcctio)  3n?eifel  erregenb, 
bem  5>i?cifel  unternjcvfen,  nod)  nidit  cu^gema^i^t,  finno.  ungeivif?,  unftc^ec 
(bie  ©ac^e  ifl  noc^  jwcifel^aft;  ber  2(u6gang  b(6  Äricge«  ifl  jwcifeltiaft;  ein 
jaeifel^aftf«  8t4it,  f.  ».  ».  ein  unftcljete«) ;  in  biefet  2teB  Beb.  t\)tm.  au(^ 


2182  äweig  —  ^mx6) 

äWeifellg  U.  jWetfeUid^ ,   fßw.   (altb.   zwifalig  u.  zwifallih,  zwivelllch);   bU 

Sweifel^aftigfeit,  baS  3iüeife(f)aftf«in,  gew.  nur  in  bcr  2ten  (objectiocn)  SBeb. 
3n)eig,  m.,  -c§,  9)?.  -e,  gSer!(.  ba6  3tt)ei3lein,  (aUf)o^b.  daz  zwf  u. 

z\v!g;  mittelf).  daz  zwi,  ®.  zwiges,  fOl.  zvviger  u.  zwier;  »etfl.  zwiliii;  aud^^ 
daz  zwlde,  9!Jt.  zwider;  oberb.  bog  u.  bct  3wcic),  SK.  S^eig  lt.  ^iretgcc-;  aud): 
ba6  3 »eil  SJi-  3wci  ob.  3»eier;  u.  bo§  3tt"eib,  SÄ.  3tt)eibcr;  angtir  tvig, 
engl,  twig;  nicbetb.  SSwieg,  Srooog;  —  »on  zwi,  zwei,  QkiäjU  \>k  3w«ung 
ob.  Sf)citung  bc§  (Stammcö),  übet^.  bic  au6  bcm  ©tamme  ob.  ©tcngd 
iibec  bec  ©rbc  ()erüonx)acf)fenben  Steile  eine3  ®cn)ad)fe§,  bef.  e'im^  S3au' 
m«§,  finnü.2tjl,  Sarf'cn;  in  engerer  SSeb.  bie  Don  bcn  'iffieu  elneg  S5aiinie6 
nu6laufenben  bünneren  u.  bk'^faraeren  S^ricbe,  finnt».  9?et6,  <Sprcfg,  (einen 
3wei3  abbred^en;  ein  8orbet=,  Ö(',  ^almjwcig  jc;  ein  grüner,  belaubter 
3wcig;  fpric^w.  bilbl.  auf  feinen  grünen  3wei9  kommen,  b.  i.  ju  feiner  S5er= 
beffcrung  feiner  Umjtanbe  gelangen);  in  weiterer  u.  iineig.  JBeb.  ein  üon  bem 
-^aüptti)i\k  ob.  ©tammc  ftd)  jtioeiga^nlid)  abfonbernber  5^e6en'  ob.  @eu 
tent{)ei(,  ftnno.  "^Crm,  j.  S5.  bie  oon  J&aupt''JCbcrn,  =9?erüen  u.  auögcf)cnben 
fleineren  2(bern  u.  5ler»en;  bie  (Seitenlinien  eines  ©efc^lec^ts,  bic  Slieile  eine« 
23olfS«  ob.  ©prac^jiammeS  n.;  tk  untergcorbneten  Sljeile  einer  SG3i|Tenfd(|aft 
eb.  eine!  gefammten  wiffenfd^aftlic^en  ga^eö  (bie  ^vodQi  ber  Slatiir-,  ber 
gf{ed^tö)üiffcnf(%aft  u.);  —  3fe^.  hai  Snjciybiaff,  ^flang.  an  ben  3it!eigen 
flcl)cnbe  fßlcitUt;  baö  3n?etgrec^t,  Sag.  baö  SRed&t,  t'n  einem  fccmbcn  SBalbe 
3»eige  jum  Sef)ufe  ber  3agb  abiut)ouen;  bie  3weigfd)of§raupc ,  eine  2(rt 
gflaupen,  welche  auSgef^ojTcnen  3wet9fn  äi)nüä)  fcf)en;  —  "KhUit.  gWeigig, 
SSiü.,  Steige  ()abenb,  bef.  mit  vielen  Zweigen  bewad^fen;  zweigen,  3n>. 
(mittctt).  zwien,  zwlgen,  zwideu)  1)  jicUoä  m.  ]f)abcn,  alt  lt.  bid;t.  f.  ^Weigc 
treiben,  fproffen,  fid)  belauben  (»gl.  abjnjeigen*,  ftd^  oerjwctgen);  2)  jiel. 
olt.  f.  mit  iaub  bebecfen,  belauben-,  alt  it.  lanbf^).  f.  pflanjen;  vfrc^Pf«"» 
impfen. 

5n)ei()ä"nbig,  ==f)änöig  u.  f.  w.  —  jujcijüngig ,  f.  unter  jwei. 

jWerd),  fSvo.  u.  SRw.  (altl)0d^b.  duerah,  dwerh,  dwerhi,  ai^d^  twerli,  abgel. 
»on  twer,  tweri  =  quer;  mitUli).  twerch  u.  twer,  @.  tsverhes,  b.  t.  urfpr. 
fd^rSge,  nid^t  gerabe;  QOti).  thvairs  uneig.  f.  jornig;  altnorb.  thver  u.  angelf. 
dhveorh  f.  gebogen,  gefrümmt,  t3erfe{)rt;  engl,  thwart,  f^rä'ge,  quer,  uerfe^rt; 
f^web.  tvär;  nieberb.  bweer,  bwarS;  —  »a^rf^.  »on  ber  SOS.  dwar:  alt()od)b. 
dweran,  trenben,  rü()ren,  bur^  einanber  rcirren,  mittel^,  twern,  ^rä't.  twar, 
u.  nod^  oberb.  jrocren  f.  umruf)ren,  in  einer  j^lüffigfcit  anrühren,  aufläfen; 
ba^er  twirl,  oberb.  3n'itel,  3tt>irl  f.  £luerl.  £iuirl;  bie  ©runbbeb.  »?on 
jwcrd)  wäre  alfo:  gcwenbet,  oerbref)t  jc),  bef.  oberb.  (au^er  in  3»erc^= 
feil)  f.  baS  t)oct)b.  quer,  f.  b.  (j.  B.  einen  jtt?er(!öcn  gingcr,  eine  jnjerd^c  «^anb 
breit);  als  ««».  oberb.  aud^  jtverd)«  u.  (au^i  f)o^b.)  überjroe  cd)  (f.  b.; 

Oltb.  in  duerah,  entwerh,  twerhes,  twirhlingen ;  niebcrb.  bwarS,  bwaS;  — 
j«erd)  über  baö  gelb  reiten;  cberb.  aud^  als  23 n?.  mit  bem  ©en.:  jroerd^ 
ber  2(cEer  flauen,  fd^telen,  b.  i.  quer  über  bic  2Ccfer  ic);  bie  3wercl^  ob. 
3tt?erc^e  (auc^:  3n'tr(^;  mittelf».  twerhe,  twer),  oberb.  f.  bie  Duerc  (naä) 
ber  ^mx(i)  k.);  jwcrc^cn,  jiet.  3».,  (mittelt).  twerhcn,  ^rat.  twarch)  f. 
quer  but:d)fd)neiben;  Sifdjl.  f.  querüber  bobein;  —  3fe§.  von  jwere^: 
bie  3irerd^arf,  ber  3^x^frcl^(ilt'i'n,  f.  o.  »t>.  £iuerort,  «^balfen;  hai  3tverc^i 
fjfcn,  ein  SÄeipel  ber  SSilb^aucr  jum  2(rbeiten  ir«  geine;  ba«  3n)tr(^feU, 


31^9  2183 

im  mcuf(%(.  u.  t^ici.  Jtörptf:  dnc  quci  biirc^  bcii  «ctb  gedcnbc  fiar!c  ^aut, 
löcfc^c  bic  iBruflf)öf)le  öon  bcr  Sau(ftl;öf)(c  fcftefbct,  üu(6:  ba«  SruflfeU,  ber 
3ivcvc^milöfd ,  (einem  bog  ^Jioere^fell  eifd)üttern,  b.  t.  {(jn  Ijefttci  ta^en 
machen);  bie  3ivcrd)flöte,  -pfeife,  baä  3it»crrf)l)nu§,  -i)o^,  bic  äroerd^s 
linic,  bcc  Swcrd^facf,  ^aftcJ,  ble  3wevd)|!an9c,  ^firapc,  ber  3»rcrd); 
firid^,  bei  B^verd^lvciU,  MOiQ  k.,  oberb.  f.  CiaetfTöte,  -pfeife,  »^au«,  'f)olj, 
(inic  u.  f.  f. 
3tT)crc5,  m.,  -eS,  9)?.  -e,  SSetfl.  ba^  3>r>er3(cin,  (a(t()od^b.  der  twerg  u. 

'laz  gatwerg,  gidwerg,  getuerchjc. ;  mittilf).  der  twerc,  (g.  twerges,  u.  daz 
;^etwerc;  oerEI.  daz  twergelin,  twergel;  oberb.  bec  äwevgcl;  altnorb. 
dvergr;  angelf.  dveory,  dverg,  dveorh;  engt,  dwarf;  nicbecb.  S)tt)atf,  2)0tf, 
aud)  Quarg;  von  bunftec  3(6Junft:  chüa,Don  gleichem  ©tammc  mit  gwcrc^ 
(f.  b.),  alfo  urfpr.  »ber  Ärutnme,  ©d^icfe,  Ärüppel?»  »gl.  baS  Qiti)oijb.  git- 
wer,  gidwerc  f.  JBuctfl),  «in  un3circf)nlid)  fleinev  SD?enfd),  entg.  «Riefe, 
gern,  oon  ^erfonen  beibcr  QJefd^lc^tcr,  wenn  nuv  bie  Ä'teinljeit  au^gebrütft 
uH'rben  foU  (j.  58.  fie  tfl  ein  3tt)frg) ;  %uc  genaueren  SSejeid&nung  beS  ©  e- 
fc^le^ts  aber  wetbl.  bie  3jvcrginn,  CO?,  -in,  (j.  S.  es  läfft  fidfe  ein 
iiwerg  unb  eine  .Brocrginn  fei)en;  —  in  bet  alten  ffiolf^fage  finb  bie  äwergc 
eine  7(ü  fleiner,  lijiigcv,  Eunfibcgabtri-  3aiibectrefen  u.  bef.  JqüUv  oecbctgcnec 
(Scftä^c):  in  n^eiteier  Scb.  bejcicbnct  ^tt'ecg  über^.  ein  ungetröfjnlid) 
fleineg  £)ing  feiner  'iitt,  u.  bef.  in  3fe§.  (f.  u.)  mit  Zi)i(v-  unb  '»pflanjen^ 
namen :  eine  2(rt  cb.  Tibaxt,  tDfIcfjc  fid)  butd)  jlleinf)eit  i^on  ben  anbeten 
lUun  bcrfelbenöattungiinterfctjeibet;  —  3fc|. bcv  Swergapfel, eine 2(rt 
fif)t  Keiner  'iipfet;  jwcrcjavtic) ,  W^ro.,  einem  3n?crge  cibnlic^,  ungeroöbntid^ 
tiein;  bet  Si^^c^Ö^^^Htt],  ein  feiner  2(rt  nac%  ungereö^nlid)  Eleinec  Saum;  inöbef. 
Ocittn.  ein  niebrig  ge;sogener  Dbftbaum,  au^:  granjbaum;  bie  ärcercjbirfc, 
1)  eine  2(rt  nuc  2  bi^  3  gu|}  1)0(i)  rcac^fenbet  SitEm  im  H5rbli(^en  6uropa, 
auc^:  S?iioraflbirEe;  2)  tii  norbamerifan.  Heine  ©umpf=  ob.  SJiootbirf c ;  ber 
Bwergboif,  eine  7(tt  ficincr  Riegen  in  2(ftiEa  u.  SübameriEa;  bie  3tiH'rg-- 
bol)ne,  eine  "iin  niebrig  wac^fenber  S?o(;ncn,  Ätiedj^,  granjbotjnc  Jc ;  bie 
3njer9bud)c,  lanbfd^.  f.  >&age=  ob.  SBeijjbu^e;  bei  Snjergtorfc^,  bie  Eleinfie 
2frt  beö  Sorf^cS ;  ba6  3iücr9eirf)t)orn,  f.  ».  w.  ^almei(^f)örnd&en  (f.  unter 
^palme  1.);  bie  3ivcrgente,  eine  2trt  witber  ßnten,  audf):  braune  Ärie^^ 
ente;  bie  3it)crgcrbfc,  niebrig  »»ad^fenbe  3uc!crerbfe,  autft :  granjcrbfe;  bie 
3ivcrgeu(e,  bie  EUinfte  2(rt  @ulen,  nur  7  biß  ^  3ofl  lang,  au(^:  Eleiner 
Äaui  ob.  Ääujd^en,  ^auö=,  eeic^en=,  Sobtencule,  ?cic^lju^n  ic;  bie  Swcrg- 
gcflalt,  ©efialt  cincö  3»üerge6,  greergartigc  ©epalt;  ber  3wergl)ofe,  ein 
jum  ^afengcfc^led;!  ge^örcnbcs,  nur  6  bii  7  3oU  langet  Slt)ier;  tcii  3u'>ergs 
l)Ul)n,  eine  2{bart  btö  ^afanen,  au^:  ©rb^enne;  bie  3iverg!a|Ianie,  eine 
2(tt  Eleiner  Äajianienbaume  in  9torbameriEa ;  bie  3n?ergfirfcÖC,  eine  litt 
niebrig  »sac^fenbcr  roilbcr  JfCirfd)cn;  au^)  f.  ^e(ienEirf(^c;  ber  3ivetglaud^, 
bie  ftcinflc  litt  bcö  Saudjeö  mit  3\t)iebcfn  »on  ber  ©röjje  ber  J&afelnüJTc;  bie 
3n?crgmanbel ,  eine  2irt  Eleiner  Sltanbelbaume;  juicrgmäßig,  Str.,  einem 
3wergc  angemeffen  ob.  äi)nli<i),  jwcrgartig:  bie  3u>crgmau?,  Eleine  fibirifcöe 
9Jiauö,  f)alb  fo  gro&  al«  bie  gemeine;  bie  Siucrgmiäpel,  eine  niebrig  watj; 
fenbe  ?0liöpe(=2frt  auf  bcn  JClpen ;  bie  Svrergnclfe,  ©anbnclfe;  bie  3n?Ctg; 
palmc,  niebrige  ^alme  im  fübli^^en  Suropa;  ber  3ivergrciber,  eine  2Crt 
«einet  SRei^ec  in  ben  !agpif(^en  Steppen;  ber  3wergtrappe,  Euine  3:rappe 


2184  .       3wetfd)ß  —  jwidfen 

(f.  b.);  bie  3\ücrgu(me,  eine  2ftt  Uf)v  niebcigcr  U(men  in  SHufstanb;  bie 
3a>crgiveibe,  tine  2Cr£  !(cincc  SBciben;  bec  Sixiergtrolf,  f.  ».  ir,  ®orb= 
rcotf;  —  2( b t c t f.  jnjergcn  ob.  jwergeln,  jicUof.  3».  m.  i)abei\,  jum 
Biverge  ob.  jirei-3äf)n(id)  ivcvben,  gem.  nur:  Bcrsroergen;  5tver9l)aft, 
S5m.,  äi-üergdVüict),  jrocr^attig,  un3ea->öl}nlic^  fidn;  bie  3tDcrg{)afiigfeit. 

3wetfd)e,  w.y  ^.  -n,  lanbf4).  au(^  3tt3etfdjge,  3roetf^Ee, 
Cluctfc^e,  (obcrb.  bec  it.  bie  3tt>efc^en,  3»fcgpen  ob.  3tticf(]^pcn;  in  bec 
älteren  ©prac^e  twetzige,  quetzige;  bö^m.  szwestka;  [4in)ccitcl),  tüte  matt 
meint,  »erberbt  auebem  latein.  primuradamascenum,neugtte(§.i6c5"(at(<ff;rrj>'ov, 
b.  t.  SamaScencr  9pf(aume,  ba  bttfe  gru(it  üon  ben  Äreujfatjrtrn  aus  bem 
SO?otg.cn(anbe  mitgi'brac^t  fein  foU),  bie  öeit)Df)nlid)|Ie  iinb  nu^biufte  Tixt 
Pflaumen,  Icin^licf)  runb,  mit  bunfe[b(auec  @c{)a[e  u.  f)ontggcIbem,  fü^em, 
faftCitt^em  ^Ui]öf,  [owot)t  fitfc^,  atö'getroctnet  genofftn,  auö)  ju  93iuS  gtfo^t; 
in  manchen  ©egenben  [(t)!cc^ttt)eg  ''Pflaume  genannt,  n?el(^e§  ©ort  jobod)  im 
2(llgemcinin  bit  gan^e  Dbflgattun^  bcjeic^net;  3fcfe-  ber  SiPetfc^enbaum, 
bec  3if  effct)cnl:'urf)en.  i>ai  '^\vd\ö^cnmu$f  bie  3u>ctfd)enfuppe  u,  f.  f. 

3ivicf,  m  ,  -e^,  ^.  -i,  (ogi.  gwictcn  u.  3»3ca)  1)  baä  3tt?t^en  (f.  b.), 
einmalige-S  Änetpen  ob.  ^fe^cn  (ein  d>^x>\^  mit  hi\-.  gingern,  in  bie  SBangc 
jc);  '2)  obcrb.  f.  t).,».  Bivccf  IJ.Ü^aget,  'pflocf,  3upfen,  aiid^:  bie  3»üicfe, 
bec  äiTJtcEnagel;  3)  alt  u.  cberb.  (mittelf).  zwic,  @,  zwickes)  bec ?Infag 
vim  6nbe  einer  ^eitfd)e  ob.  ©eipel;  f.  ü.  re.bie  <3d)mi6e,  @d)n3ippe;  aitc^ 
ein  ®treidi  ob.  @d)(a3  bamit,  f.  p.  ».  bec  @d)mife;  uneig.  f.  SQt\<X)<x^'v 
ßung,  23er(cöunC|  überl;.  (einem  einen  Sn^icE  anljängen);  —  bec  3>vicfbot)rer, 
(ocn  3!rtc£  2)  f.  o.  xo.  3apfenbof)rec. 

3n)tcfet,  m.,  -ö,  9)^.  w.  (5.,  (altljocQb.  zwichel,  mtttelf).  zwkkel;  3tbret= 
tung  »on  3»ccf,  3>t>icf,  f.  b.),  et)em.  f.  t).  ».  3ivecf,  3tD«cfe,  ÜZager, 
^flocE;  Ott  u.  obcrb.  f.  Äcil  j.  5B.  jum  ^otjfpaUen;  bann  übcr^.  etwaS 
.^eüfönnige«,  fpi|  3u(aufenbe^,  insbef.  ein  teilformigec  lir^'^  ob.  (5infa| 
in  Äteibunggftücfen,  Jpcmbin  ic:  eine  feilfocmige  SSerjierung  an  @tcüm;> 
pfen,  über  ben  Änöc^itn  ju  beiben  ©citen  beS  gupee  in  W  ^ö()e  taufenb; 
SBauf.  bie  brciccügcn  Sf)ci(e  jn>ifd}en  ben  Sogen  einet  Äuppcl;  auc^  bie  brei» 
tdigen  öilü^tlüctc^en  jrcifdjen  ben  runben  genfterfc^eiben;  lanbfd^.  gem.  f.  ein 
wunbec[ic()er  (uerjmicJter)  5)?enfcf);  —  bec  Swi^elbavt,  ein  jicidel« 
förmiger  b.  i.  ju  beiben  ©eiten  ber  Oberlippe  fpi^  auSlaufenbec  ©i^nurcbart; 
bie  3n:>icfclnatl),  eine  Slatt),  »elc^c  aus  jmci  jirictelföcmig  §ufammenlaufcn= 
ben  S«atf)en  bcftvl)t,  inßbcf.  am  .^irnfc^äöcl  (fr.  ?)pfiiotbc);  —  jwicfeln,  jtel. 
3t».,  mit  3>t>i(fetn  Derfc^en  (gcjwictelte  ©trumpfe). 

5tt)i(fcn,  jtcl.  3n).,  (alt^OC^b.  z.vechdn,  zwigon,  zwiclijan;  mittel^,  zwicken, 
g)rät.  awicte;  oberb.  aud)  jwerfcn;  angelf.  tviccian,  engl,  twitch,  tweag, 
tweak;  niebccb.  tiniden  u.  jiüictcn;  SB.  zwah,  zwak;  »gl.  jwacEen  u.  3«)ect) 
1)  mit  jiDei  jufammengebriicften  ^ingerfpi^en  ob.  jlumpfen  ^nben  eines 
«Betfjcugi?,  j.  S.  einer  3ange,  faffen  iinb  briicfen  ob.fiemmen,  ftnnö.fnei* 
pen,  pfe^en,  jupfen,  (einen  in  bie  SBangen  — ,  einem  baö  Äinn  — ,  einen 
aSerbrec^ei:  mit  glül)enben  3cmgen  — );  aitd^  ilbert).  turj  unb  9efd)n)inb 
brücfen  (ber  Jtupftrbructer  jtDictt  {leine  platten,  inbem  et  fie  ein  paarmal 
f(^nvU  bitrc^  bie  aBalje  gel)en  Idlfr);  unctg.  einem  «Sd^merj  yerurfad)en, 
'\\)\\  bciicfen  ob.fled}en,  alö  rcürbc  er  gejnji(Jt  (j.  58.  es  jwidt  mid;  im  Sl.tbe; 
09t.  tüciptn);  obctb.  f.  in  bie  enfle  tt«iben,  ju  «Schaben  bringen  (ba^et 


8»i(fern  —  jwie  2185 

flu^  wo^t  »gejwfdtc  SKt(4)a,  t)fc  fb«n  anfängt  [auctltt^  ju  wctben);  aud^  f. 
ntebcrfc^ic^cn,  crtcäcn  (ein  ©tiict  SBUb  jufammenjnjicfcn);  JCactcnfp.  f.  mQtfd^ 
ob.  |ti4)Iog  (labet)  motten  (bafjct:  baä  3»i?trten,  ein  bcliebfeö  Äartcnfpiel); 
2)  mit  Briefen  ob.  3it>ccfcn  b.  i.  ^flöcf«n,  S^ageln  k.  befcftigen  (bcf.  in: 
an--,  aufjnjtden,  uerswiclen);  Mc'üe  ob.  feilförmiäe  <£tü(fe,  aucb 
üb-txi).  ©tücfe  einfe^en,  einfügen  (cinswidcn,  t5crjrctcEen);  3)  alt  u. 
obetb.  (oon  ^wid  3)  mit  bcr  ^citfdjen;  ob.  ©cipelfpi^e  fd}Ki9en,  fdjmi^cn; 
bie  3»picfmül)le,  im  i)3Zul)(enfpier :  eine  folc^e  ©teUung  bec  ©teine,  ba  man 
tiucc^  Offnen  bcr  einen  9}Iüf)Ic  eine  anbete  fc^lic^t,  aud^:  ■Doppclmüljlc,  Ianbfd(). 
gicEmüijIe,  (etira  »eil  man  ben  (Segnet  babutc^  gtetc^f.  jwictt,  b.  f.  in  bie 
ßnge  treibt,  gu  Stäben  bringt?  ober  ftebt  3njicEmü(jle  f.  3»ie=mü^le,  J)op» 
pelmüijU?  bQl;er  niebetb.  unei^.  f.  ein  bcppeltec  3ufIud)töoit;  »gl.  aud)  baö 
niebecb.  3»idtod)  f.  ©c^lupflod^);  bec  S^lMCfl^ein,  ein  leilformiger  ©tein 
jum  2CuöfiiUcn  cinec  Sücte  im  SOiauewet!;  in6bef.  bec  feilfönnige  ®d)luf6jiein 
eines  gemauerten  SogcnS;  bie  äwicfjangc,  eine  fleinc  Äneipjange,  bef.  bec 
©olbatbeitec;  bü  bm  SBunbärjten  eine  {leine  3ange  jum  J^erau«jie()en  ocn 
©plittern  u.  bgl.  auö  SOSunbcn;  —  bec  BwicPer,  -6,  9)?.  vo.  6.,  1)  trec 
jWicft,  inöbef.  tvec  Äeilc,  ^flöcfe,  D^ägel  k.  cinfe^t  (j.  S.  ©atjjnjicfec, 
obecb.  f.  3(rbciter,  juel^e  ba§  ©(!^liepen  unb  Öffnen  bec  ©aljfä'ffec  beforgen); 
2)'ein  Sßerfjeug  jum  3ivtifen,  eine  TTct  ^ariQt  j.  S.  bec  ^utma4icc; 
Secgnj.  iiai  untere  ©tuet  eineö  SergboljrerS. 

jtt»i(fern,  jiellof.  3n).,  (anbf^).  bef.  niebecb.  f.  ftcf)  fd)neü  bcn?e3en,  ^uctig 
laufen,  fdjliipfen,  wie  eine  SKauö;  mit  ben  "iluQm  — ,  f.  o.  ».  jivinfecn, 
b(inje(n. 

5\X)ie  — ,  3a()lw.,  nuc  in  3fe^.  f.  iwc'i,  jireimaf,  jiveifadb,  (alt=  u.  obecb. 
zwi  — ,  im  2(ltbö^b.  in  allen,  im  5DJittcll)oc^b.  u.  Obecb.  in  ben  meiften  3fe§. 
fiic  jtDci  jlcljenb;  n?af)rf4l.  bie  uvfpcünglidje  ©tammform  biefeö  3>i^ln>orte6; 
n.  "K.  auö  bem  altb.  5ltr.  zuiro,  zwir,  jwiec  (f.  b.)  ücrfiirgt;  nod^  jt^t  flefjt 
bie  ölte  gorm  jwi  in  ben  2(bleitungen:  3njiUi(^,  3n)iUing,  gwife^en,  3«>ifl» 
3»ittec  :c.;  wirb  abec  in  bec  3ff^'  Ju  jtrte  qtbit)nt)  finbet  fic^  noe^  in  fol* 
genben  3ufammenff jungen:  jwieflugctn,  untrb.  gieUof.  3»-)  oberb.  (jwi« 
fiugcln)  f.  fctjiclen,  blinzeln;  bec  StiMCbncf,  -ei,  ^.  -e,  jweimal  gebacfeneä 
u.  bälget  fe|)c  tvodncS  u.  bartcß  Sadroerf,  foirol^l  tov.  gröberem  9)icl;le  (©(^iffö» 
jtriebact),  al6  aue^  üon  feinem  ©eijenteige  ic.  (Suttec^,  3urfcrjtt)ieba(l  :c.); 
jwiebrad^cn ,  untrb.  jiit.  3».  (oberb.  jroi  brauen;  »gl.  brachen)  einen 
"ädit  jum  jwcitcn  «Olale  pflügen;  bie  3tt>ifbrad)e,  ba6  gmi'ite  »pflügen  eine« 
2lctec6;  bie  bcitte  Sgadi  eineö  SBeinbecgeö;  jUMcfac^  ob.  jnjicfältlq,  Sro. 
(altb.  zwifalt,  zwivalt,  zwivaltic),  gcj».  alö  jiDcifat*^,  b.  l  jwtimal  genom« 
men,  au8  jwei  gleic^iartigcn  Slieiten  beftcl)cnb,  ftnno.  boppelt,  geboppelt,  jeboc^ 
ntc^t  ganj  gleic^bebeutenb,  ba  boppelt  immer  bai  jttjeimaligc  SJorbanbcnfein 
beSfelben  25ingeö  ob.  becfelben  SDlcnge,  jwiefad)  t)ingcgen  aud;  baS  SBeflt^en 
ctneö  (äJanjen  auö  groei  gleichartigen,  aber  boc^  untevfc^iebenen  Singen  bejcid)« 
net  (»gl.  j.  85.  bec  boppelte  Cobn;  eine  jiriefat^e  Selo^nung;  ba«  3»ie» 
fod^e,  ülö^».);  bie  3it>iefältigfeit  (altJ)o4)b.  zwifahi,  mittel^),  zwiv.ilde- 

keit);  jrciefalten,  untcb.  jiel.  5w.  (altt)0^b.  z«iniltön,  mittelf).  zwivaldea) 
tit.f.  iwieföltig  machen,  oerboppcln,  aud^:  jn^iefadbcn  ob.  »ernroiefat^en; 
bec  Siuicfalter,  f.  3»eifaltec  unter  jwci;  baö  Sancgefpräc^,  ©cfptäc^ 
wtn  3wefe;i,  au^):  3»tefpta4ie  (fr.  äDialog);  bie  3»vic9e|iQlt,  «wiefacie 


2186  Swiebel 

©cjtalt,  SovpelgcfiaU;  äwicgcfialf et,  «8tv.,  iiuiefac^e  ©eflaU  ^abcnb,  mi 
jwetedci  3'f)cilcn  bef^cficnb ;  bflä  3wie(td^t,  (angclf.  tweon-lcoht,  b.  f.  3tt)et= 
fiüiäjt;  engt,  twilight;  niebevb.  S«»ele4)t,  u.  aud^  Sitjcbunfcc,  b.  t.3tt)icbitn!eli 
oU^Otfeb.  under  zuisken  lichten),  baö  mittlere  ob.  ()al6c  2t(i^t  JWif^en  bcc  Sa^ 
gceljeße  unb  bem  Sunfel  bcc  9Zaci^t,  finno.  -^tUbunfcI,  Dammetung,  be[.  bte 
2l'6cnbbammerung  (im  3if ieli<^t  ft^en  unb  plaubern);  bic  3wtemarf,  (anbfd^. 
f.  eine  ajlavf  b.  i.  ein  dJrcnifiein  jur  SBe^cid^nung  bet  ©cenje  jweiec  ©ebiete, 
j.  U.  ü.  Sret=^  u.  Sßtcfmac!,  f.  b.  r  jwiefpatten,  untrb.  jier.  $m.,  alt  u.  obccb. 
(jwifpaltcn)  f.  in  jwet  3;£;eite  [palten  ob.  (rennen  ("ba  jwifpalt  ft'c^  'oai 
©ebirge«);  iinefg.  f.  veruneinigen;  §tX>iefpaU,  f8\v.,  alt  u.  oberb.  (jioi« 
fpalt)  f.  gefpalten;  uneinig;  tet  3wiefpalt,  -eö,  S)?.  (feiten)  -c,  et;em. 
aud^  -en,  eig.  ba^  ©efpoltenfein  in  jwei  Sf)ei(c;  uneig.  bie  33erf(j^ieben]()eit  ob. 
ber  SBibcrftreit  ber  ^Oieinungcn,  ber  ©cfinnung  jc.  u.  bic  barauö  entfpvingenbe 
Uneinigfeit  u.  (55etrenntl)eit  jwciev  ^erfonen  ob.  Parteien,  ftnno.  3Äif§(;eUigfeit, 
3«»ictra^t,  3rotft,  el)em.  obcrb.  aud^:  ber  3tt?ifpan  (f.  ©pan  2.  —  in 
3tt){cfpalt  gcrat^en,  leben  u.);  ber  3n?lcfpaltev,  »lt.  wer  ^wiefpalt  {liftet; 
jtüiefpaltig  ob.  e^cm.  gew.  jtriefpätttg ,  Sw.,  eig.  in  jnjei  S()eile  getljetlt 
ob.  gefpalten;  ba^ec  el)cin.  f.  boppelftnnig ,  jweibeutig  Cj.  S5.  jwiefpaltige 
!2(ntiöorten  ber  Orofel);  ge».  burcö  3»üiefpalt  getrennt,  uneinig,  ftc^  gegenfcitig 
»iberprebenb  (j^.  35.  eine  gwiefpaltigc  Äönigöwat)l;  mit  |ic^  fclbfl  jroiefpaltig 
fein);  bte  3tt)iefprad)e ,  altcrt()i{m(idö  f.  .3>t)icgefpra$ ,  Unterrebung  von 
3tt)eien;  bic  äwietvac^t,  a\,  o.  «K.,  (alt  u.  oberb.  au^:  3wettradjt, 
3n3aitra4)t;  üon  trauten  b.  i.  ßrcben),  eig.  jwiefod^eö  b.  i.  gct^ciUcä  ob. 
getrenntes  Sradjten,  SBiberftreit  u.  SÖibeiflrebcn  ber  9fcigungen  u.  @efinnun= 
gen  u.  barin  gegriinbetc  baucrnbe  Uneinigkeit  u.  gcinbfeligfeit,  prfer  u.  bc- 
llimmter,  als  3»tefpalt,  entg.  @intrad()t;  ber  3»ttietrad)tggeijl,  ber 
©eijt  b.  i.  iie  fjerrfd^enbe  OJcfinnung  ber  Sirietrad^t;  bie  3wictra(^t§9Öttinn, 
alte  gabell.  iie  ©öttinn  ber  3tt'ietra£i()t,  fr.  ©riö;  jtvietrac^tig ,  SSro.,  3»»«'' 
trad)t  t)egenb  u.  aupernb,  in  ber  3iDietrac^t  gcgrünbct,  ftärEer  als :  uneinig, 
finnö.  feinbfelig,  entg.  eintrad^tig;  bie  3it)ieträd^tigfeit,  ba§  3tt)ictra(fttig» 
fein,  bie  jwteträc^tige  ©innesart;  ber  3n)icn)ud)ö,  swieimid^fig ,  f.  3wc{-' 
wud^S  :c.  unter  jwct. 

3tDiebeI,  r».,  SO?,  -n,  23er!l.  bai  ^\X)Uhil<i)ei\,  (altl)oc^b.  zwibollo,  zwi- 

volle;  mittell).  zwiyolle,  zvvivole,  zwival,  m.  U.  W.,  aud&  zwipol,  ».,  oberb. 
ber  3wifel;  fcf)»cii.  bie  3tbfle,  3ible ;  nieberb.  3tpolle;  lanbfi^.  auc^: 
3TOippet,  3ippel;  engl,  cibol,  ciboul;  entlel)nt  »on  bem  lat.  cepula,  caepuUa, 
93eril.  OOn  cepa  ob.  caepa;  bat)er  fpan.  ceboUa,  franj.  ciboulc,  ital.  cipolla; 
poln.  cebula,  bö^m.  cybulo;  —  baS  altere  eig.  beutf^e  SBort  für  bie  '»Pflanje 
ifl  louh,  eau(^,  f.  b.;  bie  üßcrraanblung  bc8  ci-  ob.  zi-  in  zwi-  fd^etnt  au8 
einer  fc^on  im  2Clt()od^b.  ®tatt  finbenbcn  ©cutung  bcS  fremben  SBorteS  auf 
bie  beutfi^e  3fc§.  zwi-bollo,  oon  bollo,  SBollc,  bulbus,  entftanben;  batjer  bie 
3n)iebct  lanbfd^.  auc^  »olle  Ijcifjt)  1)  bie  blätterige  runbltc{)e  ÄnoUwutjel 
einer  7ixt  beS  ifauci)eö,  »on  flüchtigem,  burd^bringcnbem  ©eru^  u.  ©efc&mad, 
als  SBürje  an  ©peifen  gebraud^t;  auc^  baS  ganjc  ®ewäd)g  felbfl,  ber  3ivie= 
bcdauc^;  2)  in  weiterer  Seb.  bie  ,;tt)tebe(al)nad)e,  ou^  vielen  über  einanber 
befinblid)eii  ifagen  beftel)enbe  ^Biirjct  üielcr  ©eraä'dife,  j.  fß.  ber  3:ulpen, 
.^patintljcn,  9tarjiffcn,  IJilien  jc,  »welche  batjcr  3wiebet9ero(id)fe  tjei^cn, 
flwc^:  bie  3n)iebelroucsel;   auc^  übcrlj.  jebc  runblidje  ÄnoUraurjel} 


5wiebvad;cn  —  ämicfet  2187 

3)  unetg.  eine  7lü  S3(afcnfd)necfen:  baS  Staubenei;  —  3fet  bet  Swlc- 
belapfel,  ein  angcneJjm  fäueclic^cc  SBinterapfcl  oon  fjWiebtiä^nÜd)ct  ®cflaU; 
jwiebelartig ,  Sro.,  bic  2(it  cincc  3tt)tel>ct  ^abenb,  jwtcbclätjntid)  an  ©cjtalt, 
ob.  (SJeru(|j  II.  ©ef^mact;  bic  3tvicbelbin[c,  f(cine  ©ommcrbinfc  (juncus 
bulbosus  L.);  bie  Swlebetbrüljc ,  oon  ob.  mit  ärciebeln  bereitete  a3riit)e; 
bie  3n?icbclbrut,  f(cine  3rcie&eln,  welche  fid)  an  einet  großen  anfegen;  bev 
3n)ifbclflfc^,  (oberb.  3»ifeJfifd^)  mit  3tt)iebeln  gcfoc^tc  f(eine  SBeißfife^e; 
baö  Swicbctcjrilö ,  tag  fnoUi^c  5SieI)9raö,  au4|:  ßäu^clgraö  (poa  biilbosa 
L,);  bie  Swiebedjaut,  (D?.  'baute,  bic  feinen  3n)icbe(fd)a(en  ob.  klagen; 
bie  3n)icbclfnoöpc,  ^flanj.  eine  jmiebclatjnli^e  aSurjelfnoöpe,  bic  mit  feiner 
befonberen  Jpaut  umf(eibet  ijl ;  bie  3n.nebelmau^ ,  eine  3(it  SKäiife  in  Äam= 
tfdbatfo,  treffe  3wiebeln  u.  SBurj(eln  oon  @en?ad)fen  jiim  Sßoxtaii)  für  ben 
aBinter  einfammetn;  bie  3n?icbe(frf)alc,  1)  bic  jarten  egalen  bcr  3tt>itbcl; 
2)  iincig.  9iamen  einiget  2frten  ber  Sof)rmuf4)cl;  bei  Swifbclllcngct,  ber 
l)ot)le  ©tenget  be6  3tt)iebeUau^ö,  mä):  bet  3iDtebelf^aft;  bic  3n)icbcl* 
flippe,  eine  mit  3wiebcln  bereitete  (Suppe;  uneig.  gem.  f.  aserweiö,  t)atte 
»clianblung,  Sra4)t  ©cfeldge  (ogl.  u.  jwtebetn);  bie  Bwiebehvtrfc, 
lanbfdö.  f.  bic  fnoUige  ^latterbfe;  —  TCbleit.  jiriebclid)!,  f8\v.,  i,\v\ibtU 
nf)wlid);  jwiebcfig,  Str.,  Swiebeln  f)abcnb  ob.  entf)a(tenb,  mit  3n:»iebe(n 
oerfe{)en;  jwiebeln,  jiel.  3».,  1)  mit  3»viebeln  bereiten,  trür^cn  (eine 
©peife;  baö  ift  ftarf  gejnjicbelt);  mit  3ivieb<ln  reiben,  reinigen  (ein  iDlgc= 
mSlbe);  2)  (oberb.  jroifeln)  einen  — ,  gem.  f.  ^art  bc()anbe(n,  quaien, 
prügeln,  if)m  einen  .fcfjarfen  S^envciö  geben,  i^n  jum  ©cborfam  jroingen, 
(tt)ot)l  üon  bcr  burd^bringcnben  ®<i)äx\e  u.  Zi)väntn  auöptcJTenben  jtraft  ber 
3ttJicbcln:  v^U  jeboc^  aud^  baS  fd^wäb.  jw  icbcln  .f.  roirbelnb  tjerumtrcibcn). 
jtviebvac^cn ,  ^^wicfarf)  a.  f.  f.  —  3»üiemarf ,  f.  unter  jwie. 

Jtüict,  9tH).  (altf)0(^)b.  zuiro ,  zwiro ,  auc^  zwiron,  zwiront,  zwiror  ic. ; 
mittelf).  zwir,  zwiric,  zwirunt,  zwirent,  zwirn,  zwirest,  zwirt  ^c. ;  obetb.  Jltciti 
jtrier;  olt.  nieberb.  trofer,  tiüie,  twigge;  =  gtiec^.  äii,  lat.  bis,  cntft.  aus  (tuis) 
oöUig  olt.  f.  jweimal  (no^  bei  Cutljer:  idj  fafle  jmter  in  bcr  SBodje;  u. 
bei  !Dpi§:  glora  —  bcblümet  jwicr  baS  gelb;  bal)cr  im  älteren  Cbcrb. 
jtüierbactep.  f.  jireimat  gebaden,  3'oiebact;  jwier  fSuen  f.  n?teber= 
fauen;  jmir  taufen  f.  »icbcrtaufen  k.;  ogl.  aud^:  3«'irn). 

^wicren,  ^ieUof.  3»p.  (mittelf).  zwieren),  alt  u.  oberb.  cig.  nad)  ber  £luerc 
ob.  fcitirä'rtg  bliden,  ver|lot)len  ob.  fdjelmifc^  blicfcn,  fceunblid^  mit  ben 
^digen  hinten,  liebäugeln. 

3iDicfct,  tv.,  5)?.  -n,  n.  2(.  ber  3tt)iefel,  -g,  ^.  vo.  (5.,  (altfjo(ib. 
zwisila,  zsvisela,  ®abcl ,  Sßa^i;  mittcll).  zwisele,  m.;  oberb.  bie  3wifet, 
lanbf(^.  audj  3»t>ufcl;  oon  zwi,  giric  — ,  f.  b.;  nicberb.  Zrviü,  ÄnjiUe) 
iibcrl).  etroag  gabelförmig  ©efpalteneS  ob.  ©etbeilte^,  inöbcf.  jwei  gabel- 
förmig yon  einem  ^unft  an^gebenbe  'Üflc  ob.  3weigc;  oberb.  aud)  bie 
am  mcnfd^!i(^en  Stumpf  jufammenlaufenben  beiben  Seine,  (j.  95.  im  5Baffer 
fteben  bii  an  bic  3n'ifcl);  an  ben  SBagen:  ein  gabelförmiges  ^clj  am  ^pin= 
tergefteüe;  —  ber  3n)icfclbart,  lanbfc^.  ein  unterhalb  beö  Äinnc6  in  jreet 
Zi}iili  getl)eiltet  JBart;  bie  3unefelbeerc,  f.  o.  w.  Swifelbeetc,  f.  b.;  auc^i 
f.  .:&oln!irfdjc,  ffiögelfitfdte;  bcr  3tt>iefelbürn ,  UDibfdj.  f.  bie  ©tecftpalme; 
ber  3a>iofclpfIug ,  oberb.  f.  3?oppclpflug ;  —  jtüicfeltg  ob.  .^iiMcfclic^t, 
S5to.,  (altb.  zuisillohti,  zwiseloht;  pbctb.  |n?iieU(^t,  jroifelet,  jwifelt),  ein? 


2188  3»i«fralt  —  swfngen 

3wief«l  bifbenb,  jwiefeU  ob.  gabelförmig;  ^^wi'efeln,  jtct.  5».,  1)  jtvlefcls 
förmig  tf)ei(en  ob.  fpalten;  2)  mit  einet  ätDieferbre()en,  jie{)en  ([.  ob« 
jwtejeln). 

Snjiefpalt,  3n)icfpracl^e ,  Swietrad&t  zc.  f.  unter  jwie. 

SiüiÜic^  ob.  igej.  Switd^,  m.,  -eS,  9J?.  -e,  (altb.  zwilib,  zwilich,  zwilch, 
öon  bem  SSro.  zwilih,  zwi-lich,  b.  t.  jiütcfac^,  boppelt,  be[.  jweibratbts»  lat 
bilix;  i>ai)tt  üüä)  hai  3lt>.  zwilhen,  zwillen,  zwilligen,  niebetb.  tioilUn, 
boppcU  mad^en,  »erboppcln;  obetb.  bec  3»iltcb.  ou^  3n)iling;  niebetb. 
2)itJci(g,  Siocl!;  «gl.  2)ciUt4)),  übertj.  ein  gt\)eibratf)igc3  ©eroirf,  tngbef.  ein 
nug  boppelten  gä'&en  mit  allerlei  SO^uj^ern  geroebteS  Seinenjeug ;  bet 
3wiUt^boben,  baö  oorgefc^nebene  9Äu|it«r,  na^  »eldbcm  beim  3>t»Utc^»eben 
bi'e  ©^afte  mit  ben  gu^tritten  »ercinigt  werben;  bec  3n)inid)n)ebcr  ob. 
3n)illidbmac^er;  ä«itlltrf)en  ob.  jwilc^cn,  S».,  aus  3n)iliid)  gemacht. 

3wiüing,  m.,  -es,  S!Ä.  -e,  (entfl.  aus  ^»inling;  attbod^b.  zuiDelinr, 

zwinllinch  »on  bem  SStt).  zwinal,  zwinel,  gizwinali,  angelf.  tvynol,  boppelt, 
gerainas,  gemellus,  »gt.  iai  ongelf.  tvinan,  fdjweb.  tvinna,  boppeln;  mittelt). 
zwinelinc,  zwillinc,  ©.  -ges;  jberb.  3»tnling,  3»^Uing)  ebem.  audb:  3n>ilac!b; 
tcbweb.  tvilling,  I)oU.  tweeling,  engl,  twin ,  twinling;  niebetb.  Swefefe, 
SmesEe)  1)  ein  mit  einem  jweiten  tton  berfclben  5[)?uttec  sugleid^  gebüte= 
neS  Äinb,  obne  Untetfcbieb  beS  ®c[cble^t§,  aucb:  ba^  3»i?tüingSfinb, 
(fie  ffl  ein  Shilling  ob.  ein  3n)iUtngöItnb ;  bie  SSeiben  ftnb  3tt)iUinge;  oon 
3mtUingen  entbunben  wetben);  bie  Zwillinge,  ein  ©tetnbilb  im  S^ier? 
f reife  (Äajior  unb  ^oUüx  ob.  iii  •Dtogfurm),  aüäf.  tai  3iiJiüingSge* 
fiirn;  2)  in  weiterer  u.  uneig.  S8eb.  jtt?ei  gleidje  mit  einanber  vcrbunbene 
SDinge  ob.  an  einem  £)inge  beftnblid^e  Steife  u.  ta$  barauS  bejltef)enbe 
©anje  felbjl,  j.  85.  obetb.  ein  ^aar  an  einanber  gebacJene  Stöbe;  eine  2)op' 
pelflinte;  Setg».  bie  3wtüige,  bie  boppcUen  ^öljer,  jwifciben  benen  t>k 
®d^a(^tgeftä'nge  ber  itunft  liegen;  3»tlting,  eine  »eftinb.  ^flanje  mit  jwet 
langen  u.  jwei  Surjen,  gabelfötwig  gctbeilten  u.  mit  jwei  JBeuteln  oerfebenen 
©taubfä'ben  (stemodia  L.);  —  3fe^.  bec  SwiUingöapfel,  bie  SnjiUtngS* 
firfc^e,  sptTaume  2C.,  jwei  ju^'ammengewacSjfcnc  2(pfel,  Äitft^en,  Pflaumen 
jc;  bec  3it>iUing6brut»er,  bie  3ifiüinA^fd()Wcfter,  ein  3tt)iUing6finb  als 
.»ruber  ob.  ©djiüefter  beS  anbern;  bie  SanUingägefd^njijler,  baS  3wil« 
linggpaar,  ein  ^aat  aioiüinge;  bie  S^tjiUingögeburt;  ber  äwiüingS* 
muäfel,  ein  mit  einem  anbern  jufommengcbörenbcr  ob.  ein  ^aar  auSmodbenber 
SOlueM  (j.  JB.  bie  3«)iUingömug!eln  bcö  ©cbenfelS);  bic^t.  auc^:  SwiUingö* 
pget,  *  quellen,  sfpi^'>IT^")  'töne  u.  bgl.  m. 

jroingen,  jiet.  3».  ablout.  3mpf.  jwang,  Sonj.  jwange;  an»,  gejirun» 

gen,  (altbocbb.  dwingan,  gadwiiigaa ;  mittclb-  twingeo,  twanc,  twungen;  oberb. 
jwingen,  ^rät.  jwung  u.  jwang;  altfacbf.  thuingan,  altnorb.  thvinga,  fdbrccb. 
tvinga;  niebccb.  bringen;  SB.  dwang,  twang;  »gl.  3wang)  eig.  getvaftfam 
jufammenbrürfen,  jufammenjie{)en,  brängen,  fiemmen,  einengen  )c.  unb 
baburcf)  etiraS  bewirf^n,  ftnno.  jroangen,  (j.  SS.  etwoß  in  einen  engen  9?aum, 
butdb  eine  enge  Öffnung  — ;  einen  pfropf  in  bie  gtafdbe  — );  ge»-'in  un» 
finnlidjct  »eb.  ein  (ebenbeS  SBefen  mit  @en)alt  ju  einem  Sbun  bejiim* 
men,  u.  bef.  bem  freien  2Bi((en  eines  ÜJ^enfc^en  ©cwaft  anti)un,  inbem 
man  if)n  baf)in  bringt,  etmaS  ju  tf)un  ob.  ju  leiben,  ftacfet  als  iai  jsnno. 
nöt^igen,  »a«  ob««  ©ewalt  ßefdSieben  fann,  (ogl.ba«  lat.co^we  tson  coagere; 


jwinfen  —  jnjiretn  2189 

txntn  gwingen,  etwa«  gu  t^un;  einen  juc  Xtbeit,  gum  (Sffenit.  jwtngen;  einen 
mit  ©ro^ungen,  mit  ödjlägen  jc.  jiringcn;  eine  S5tabt  juc  Übergabe  gnjingen; 
bte  Umildnbe  jwinc^en  mi(^,  fo  gu  t)Qnbeln-,  etn^oS  gcjrcungcn  t^un  ob.  leiben); 
einen  — ,  auij  aUgemein  f.  feinen  2ßiberflanb  überwlnben,  feinen  5BiUen 
ftd)  unterwerfen,  f.  o.  w.  bejroingen,  finno.  beird'Itigen,  bä'nbi^en,  (gem. 
Quc^:  etroo«  — ,  g.  JB.  id)  fann  ti,  bie  2ftbeit  jc.  nic^t  jwingen,  b.  f.  nic^t 
bewottigen,  bamit  nie^t  gu  ©tanbe  fommen):  fid)  — ,  ffcb  felbfl  ©etvalt 
antf)un,  ftd)  be{)errfd)en  ob.  iiberreinben;  ingbef.  burd)  ä'ngftlid^c^  (Streben 
etn?a6  erfünfleln  (g.  93.  ftd)  gut  gceunblic^feit  gtcingen;  tgl.  3tt>ang  u.  et» 
jiringen);  ba()cc  gejTOungcn  al&  SBm.  f.  burd)  ^\var\^  erfünftelt,  ntd)t 
natürlid),  finno.  gefud)t,  entg.  ungcgirungen,  (j.  S.  eine  gezwungene 
©teUung;  ©c^ttibart;  ein  gegwungeneö  Sencljmen,  Söefcn  ic);  —  3l'e$. 
ba6  3n)lngeifcn,  ein  SBerfgeug  bec  aKefferfc^miebe  gum  2fu6pretTen  unb 
formen  bec  JBcf^lagc  ber  SDtkffetfd^olcn;  ber  3n?in9()err,  Snjingljerrfc^er, 
»et:  eigenmächtig  u.  9ercaltt|)ätig  l)ert[(lfet,  feine  Untcctf)anen  butc^  3n>on3 
feinem  SBillen  unterwirft,  finno.  ®etraUl)crrfd&ec  (fr.  ^efpot,  Sprann); 
3»t)ingt)  err,  el)em.  au<i):  wer  3it)ang8bcfef)te  öoUgit;t)t  ob.  in  2Cuefü^rung 
bringt  (fr.  Srecutor);  jn}in9l)crrifc^,  JBnj.  (fr.  btfpctifc^,  (t)rannifc^);  bie 
ärc.ing^crrfc^aft  (fr.  ©efpotie,  ©efpotiömuö,  Sijrannei);  bie  Stvingfc^raubf, 
eine  ©ebraubc,  mit  welker  man  efwoö  gufammenjnjingt;  —  2(bleit.  bie 
anfinge,  CO^.  -n,  ein  SBcrfjeug  ob.  eine  23orrid)tun9  etrenS  jufammen« 
jUinjingen  ob.jufammeniul)alten,  insbef.bei  J^otgatbcittm,  f.  Ceimgreinge, 
©djraubengtf  inge;  on  einem  ©tocte:  ein  metallener  S3ef*ing  am  un* 
teren  @nbe,  tt)eld)ec  bie  2(bnuöung,  bag  Springen  ob.  ©palten  bed  ©todc« 
»er^inbert  (bie  ©torf gtcinge);  ber  Sroinger,  -ä,  S07.  i».  (5.,  I)  (mit* 
Uli),  twingaere)  tret  3«ni<^nb  jmingt  ob.  gemalctf^dtig  bebanbelt,  gen?,  nur 
tn  3fe$'  (Sanbjroingct,  im  15.  biä  17.  3af)rt).  Ferren-  u.  ^eimattjtofe 
8eute,  bef.  abgeban!te  Äriegöfnec^te,  bie  im  Sanbe  I)erumjief)enb  allerlei  ffie« 
»altt^ätigfeiten  tjerübfcn);  e^em.  f.  3n>rtngt)o((jlrccfer,  ©teuerpreffet  (fr. 
ejrecutor);  2)  uneig.  Benennung  üon  geflungg:-3'bürmen,  ©efängniffen 
:c. ;  3)  (mittelt).  zwingel,  zwingolf;  ttja^rf^).  au«  zingel  entflellt,  f.  3in9el 
2.)  ein  iinifdiloffener  Dvaum,  g.  S.  ^ä$.  ber  cingcfd^loffenc  ^laft,  in  »eichen 
man  bie  3agbl)unbe  fpcrrt  (J^unbegtringer);  tnöbcf.  ber  Oiaum  ^n;ifd}en 
bec  ©tabtmauer  unb  bem  (^Jraben  ober  ben  ^dufern. 
jwinfen,  jrülnfern,  and)  oivinjcn,  jipinjern,  giiUof. 3m. m.  l^abt n, (mit* 

teil),  zwingen,  zwinken,  zwinzeo,  zwinzern;  angelf.  tvinclan,en9l.  twinkle)  oberb. 

f. mit  ben  2(ugenliebern  jucfen,  blinjen,  blinzeln,  (t^ergmungen,  obcrb.f. 
»ergogen,  oerbrc^t,  gunäc^ft  üon  ben  JCugenliebern  u.  ber  SJ^icne  überljaupt). 

jrülrben,  jtvirbeln,  giel.  u.  giellof.  ^w.  (mittel^,  zwirbem  tgl.  fd)n:ic= 
ben,  f^ttjirbeln)  alt  u.  obcrb.  f.  fdjnelt  umbref)en;  fid)  bref}en,  tvirbeln; 
jwirblig,  SBm.,  fdiwäb.  u.  fc^meig.  f.  fd)n?inblig. 

j»t)ireln  ob.  jwirlcn,  3n?.  (abgel.  tjon  gmeren,  altfjo^b.  dweran,  mit« 
teil),  twern,  umbrel;en,  umrühren  ac;  engl,  twirl;  =  querlcn,  f.  b.  u.  cgi. 
gwercb)  oberb.  1)  giel.  f.  fd)neU  umbref)en,  irirbeln;  umriit)ren,  querlen; 
2)  gicUo«,  fd^meig.  f.  ftd)  im  Äreifc  t)erumbrehen,  taumeln :  ber  Sniiircf, 
-8,  9JZ.  m.  e.,  ob.  bec  3n?irl,  -e«,  9J?.  -e,  1)  oberb.  f.  Umrübriöffel, 
£j.uirl  (mittel^,  twirel,  twirl;  angelf.  tlmril);  2)  Dre^jgl.  eine  f^d()(erne 
€pint>(l  mit  bcei  0pigen,  ba$  gu  bce^enbe  .^oli  bacan  tu  befeßigen;  bec 


2190  gwii'neit  —  3Wif(f)m 

3roirlbo()rer,  S)ccd&ät.  ein  SBcrfjCug  mit  einer  fd^^fen  ©piije  unb  jwei 
fd^arfen  Tanten,  Dov9ebo{)rte  ßöc^ec  bamit  ju  cvtücitern. 

jtvirnen,  jict.  ^m.  (alt^oc^b.  zwirnön,  baf)ec:  gizwirnut,  gebrel^tt;  mit= 
tili),  u.  oberb.  gwirncn  u.  jtvirmen;  utfpc.  übcr^.  »bref)cn,  umbrc^en«; 
«gl.  jroicben  u.  baö  fd^wcij.  jtoirgen  f.  bcitlcn,  f(^n>äb.  jnjirgeln, 
gäben  in  SSetwittung  bringen;  bann  inöbef.  »jwei  gaben  jufammenbcef)en'', 
in  wctd^ec  Sieb,  eö  auf  zwir,  zwiru,  jwier  (f.  b.),  jjnjcifadj,  jucüdgebcutet 
wirb ;  nieberb.  twecrnen),  1 )  jtvei  cb.  mei)x  Reiben  ju  einem  jufammcni)cel)en 
(©am,  ©tibe  jc.  jwirnen;  gcjwirnte  ©cibc  :c.);  uncig.  jieUoS  non  ben 
Äa^cn  f.  bef)a3Uc()  fdjnurten,  an<i):  fpinnen  (f.  b.);  2)  o^ürf^n.  ble  in 
9iei()en  jufammeugenä'^ten  gede  jum  gutter  jufammenfc^eti  (alfo  wo()l 
eig.  jroicfa^  nc()mtn,  boppctn?);  bec  3*.vivn,  -eö,  9)?.  -e,  (alt  u.  cberb. 
aud^  3tt)icm;  nieberb.  Srcecrn)  ein  auS  jirei  flad)fencn  gaben  sufam- 
men$ebref)tev  boppeltec  gaben,  als  ©ammel»  ob.  ©toffnamen  (j.  S.  3nj{rn 
aufwiiicln;  ein  gaben 3tt>irn);  uneig.  etroag  bem  3kt)irn  'Ä{)nlid)eö,  f.  Ärcbö* 
ivoitn;  gem.  f^erjf;.  brauner  3»irn  f.  SSier,  blauer  3>üirn  f.SSrannt« 
ttjein;  —  3 feg.  öon  3»irn  u.  gwirnen:  ba^  Swtmbrctt,  ein  SBcrJjcug  jum 
Zwirnen  ber  ©cibe;  ber  3it)itn*  ob.  3n)irn§faben,  m  gaben  3n)irn;  bec 
3wirni)a^^el,  dn  ^aöpel  aum  3tt)icnen;  bie  3n)trnmü{)le,  ein  fünfilid^cö 
sascrfjcug,  auf  welchem  oie(e  gäben  jugltic^  i^egwirnt  »erben;  baS  3n)irnvat, 
ein  ©pinncab  jum3tt'ii-*nen;  bei  ben  ©^»ertfcgern :  einSJab,  auf  wcld^em  jwei 
§5Xe[ftngbtatt)e  gufammengebreljt  werben;  ble  3iT^ivnfcit)e,  gej»irnte©eiöe;  bie 
3n)ivntute,  eine  2(rt  Äegeltuten ;  btc  3wtTnn)int>e ,  eine  fBinbe,  t>on  \t)el= 
t!^er  man  ben  3»irn  ah--  unb  ju  Änaueln  tviäeU;  bei'  3n)ivnivurm,  f.  o.  w. 
gabenwurm;  —  2t  ble  it.  ßon  3wirn:  (^ivtruen,  S».,  auö  3«>irn  befief)cnb, 
üon  3wini  gemadjt  (j.  SS.  jwirnene  ©trumpfe,  aud^:  3tt)irnj1;römpfe); 
—  t3on  jwirnen:  bec  3n?ivner,  -6,  bie  3w>irnerinn,  2)?.  -en,  luec  jnjirnf 
b.  i.  ^Yoitn  madjt. 

5\i:)ifd>en,  aSw.  u.  91».  (eig.  ber  Siatiü  bec  3Sef)rf).  ijon  bem  Mi)oö)b.  S». 
zuisk,  zwiski,  mittel^,  zwisc,  aUfac^f.  tuisc,  gttjiefad^,  bcibe,  »elt^eö  im  "Kit- 
Ijod^b.  nur  aU  »irflic^eg  SS»,  in  93erbinbung  mit  in  ob.  untar  gebraucht  wirb, 
fo  bafö  in  zwisk^n,  untar  zwsk^n  in  ber  SKitte  oon  beiben  (inter  binos)  be- 
deutet, g.  S5.  linder  zwisken  dien  wazzeren,  ia  znischen  minen  brüsten  ic. ; 
fo  auc^  im  S0littclr)OC^b.  en  zwischen  sinen  banden,  enzwischen  in  beiden:  ügl. 
t}a^  neut)^b.  9t».  injwifd^en  f.  untcrbefTen;  bann  aber  »itb  fc^on  im 
50li(teli)0C^b.  zwischen  für  fid^  allein  jum  23».  mit  bem  ^at.y  j.  85.  zwischen 
den  porten  zwein,  ein  kämpf  zwischen  in  beiden;  gu»ci(en  OU^  mit  bem 
@en.,  »ie  nod^  im  licutigen  Obcrb.  »jwifd^en  ber  Käufer«,  »gl.  inmitten 
ber  Käufer;  fe^r  feiten  mit  bem  2(cc. ,  j.  S5.  zwischen  sich;  —  nieberb. 
l^cifit  J»ifd^cn:   t»Uö!en  ob.  t»i6(^en,  l)Cll.  tuschen;  engl,  betwixt  u.  between) 

6ejeict)nct  üUvi).  bai  S3erf)altnifö  eincö  ©egenflnnbe^  in  bec  SO?itte  üon 
jtreten,  unb  jie(;t  1.  ah$  93iv.  1)  mit  bem  2)at.  a)  in  jtnnlic^cm  u.  g»ar 
ta'umlid^en  aJerjlanbe  auf  iii  gcage  »o?  «m  baS  'oxtüdjc  SScftnben  eine6 
©e^cnjlanbeö  in  bec  SO?itte  üon  jwei  anbern  gu  begeic^nen  (g.  SS.  fte  fa^ 
j»ifd^en  mit  unb  meinem  S3ruber;  er  ging  gmifc^en  bcibtn  grcunben;  g»if^cn 
bem  ^aufe  u.ib  bem  ©arten  i{l  ber  JQoU  bei  einer  ©onncnftnfternifö  ftct)t  ber 
gjlonb  g»if4)en  ©onne  unb  @cbe;  —  fo  üud&  in  bi(bli4)en  JRcbenöarten,  wie: 
jwifc^en  Zi)ixt  unb  JCngel  fein,  b.  i.  in  ber  Älemme,  in  großer  2Jerle9ent)eit; 


Mc^f«  2191 

\iö)  i\vi^ö)m  jwet  @(ii(;len  ntcbcr[e^en,  f.  ©tu()l;  gwjfc^cn  gurd^t  unb  Jqo^= 
nung  [djraeben,  u.  bgl.  m.),  »etfc^.  con  unter  (f.  b.),  welc^tö  in  btr  JKtgel 
auf  eine  gröfece  SOlcnge  belogen  jcirb  (j.  S.  id)  fud)te  meinen  IBrubcr  unter 
ben  Jfnnjefenben  unb  fanb  ibn  jwifdjcM  gvrei  grcunbcn  fifemb);  boc^  fann  auii) 
jttiifc^en  aufmef)r  ald  gwci  •Dinge  belogen  njcrbcn,  [ofcrn  fie  nad) 
jwei  (Seiten  i)in  getijcift  finb  ober  bemer!bare  3tx)i|'^enraume  lafftn,  unb  nic^t 
eine  ööUige  ffiermengung  ob.  SJermifc^ung  ©tatt  finbet  (j^.  JB.  ic^  jcrbrac^  iai 
@(aö  jwifc^jtn  bcn  gingern;  e6  finb  fd^lec^ite  Äörner  jmifd^en  ben  guten;  eß 
flet)t  »ici  Uniraut  jwifc^en  bem  SBeijcn);    h)  auf  bie  grage  wann?  ba& 
jeitlici^e  SSer^jÄttnifs,  wonach  ein  ^citpunft  ob.  ä^organg  in  bec  5}Zitte 
von  jwei  anbein  liegt  (j.  ».  es  gefe^jaf)  jroif^en  2i3eit)nac^ten  unb  0|tern; 
jroif^en  (leuic  unb  übermorgen  mu[ö  er  fommen;  ein  Süngling  jwif^en  fec^- 
gcl)n  unb  a(i)t^ii)n  3a{)ren);  c)  in  unfinn lieber  2fnwenbung,  um  gegenfei» 
tige  S3ejie()ungcn  jroctec  ©egenftänbc  ju  einanbev  ju  be^ci^nen  (j.  SB.  tö 
ijl  ein  Untcrfd^ieb  jroifc^en  mir  unb  bir:  einen  Untcrf4)itb  jnjifc^en  jmei  2)in^ 
gen  matten;  es  entftanb  ein  Streit  imifd^en  «Kann  unb  grau,  givif^en  ben 
beiben  (5(;eleuten;  fei  bu  Suchtet  jwifc^en  if)m  unb  iiji;  fuc^e  greunbfc^aft, 
^rieben  u.  ixvi^djen  i^nen  ju  fiiften);  in  bicfcm  Sh'nne  fann  aud^  unter 
gebraud^t  »erben,  jebo^  nur,  wenn  i>k  beiben  ©cgcnllänbe  ju  einem  ©efammt^ 
begriffe  in  bec  5}Ze^rt)eit  üerbunbcn,  nic^t  aber,  wenn  fie  einzeln    genannt 
werben  (j.  S3.  eS  entftanb  ©treit  unter  ben  @()eleuten;  fud^e  gcicben  unter 
ifjnen  ju  fliften;  nic^t  aber:  —  unter  bem  SKanne  unb  ber  grau  2C.  — ): 
2)  mit  bem  2{cc.  auf  bte  grage  tüoI)in?  rcenn  bie  Oiid)tung  nadi  ber 
Witte  von  5TOei  ©cgenftä'nbcn  angezeigt  irirb  (j.  SB.  fie  fe^te  ftd^  jtcifd^cn 
mid^  unb  if)ren  Sruber;  er  trat  jinif^en  uns  SBcibe;  ber  Salt  fiel^  jwifc^en 
t>k  beiben  .^aufer;  etroaS  jwifc^en  jrrci  ginger  faffen;  jwifdjen  bie  (Streiten^ 
ben  gcratf)en;  bitbl.  jwifd^en  jwei  geuer  gcratf)en  ic);  aud^  auf  meljr  alS 
jwei  Singe  bejogen,  nad(|  ber  oben  (1)  a)  gegebenen  Seftimmung  (j.  S8. 
baS  9?aupennejl  fiel  jtt)if(^en  ixe  SBlatter  beS  SBaumcS;  hibU  ber  gcinb  fdete 
Un!raut  jwifd^en  ben  SSeijen);  —  2.  alä  tRio.  jief)t  Jivifd)e  n  nurinSfe^., 
unb  jroar  1)  als  j weites  ® lieb  in  bcn  Slro.  bajwif^en,  »üojwif^en,  f)ier= 
jwifd^en,  ttJO   jrcifc^cn  an  fic^  bk  Äraft  eines  93ortt)orteS  (jat;  2)  olS 
erjtes  &liib  in  bem  3lm.  jwifc^enburrf),  (anbfdj.  f.  mitunter,  jureeilen; 
unb  in  üielen  .?)auptit>öctcrn,  reo  eS  ganj  in  iibereinftimmung  mit  feinet 
aSeb.  als  93it>.  bai  raumlid)e  ob.  jeit(id}e  ©ein   bei  ©egenftanbeS  ob. 
S^unö  in  bei  £0?itte  von  anbcrn,  beffcn  mittlere  Stellung  ob.  auc^  »er? 
mittelnbe  2!()atigfeit  be5eid)nct.    J^ierna^  bcbürfen  bie  l)icrt)er  gct)örigen 
3fe^.  grofentl)eilS  feiner  befonberen  (Srflö'rung,  alS:    bag  äivifc^cnbanC», 
3(nat.  jwifc^en  ben  SBirbelbeinen  liegenbe  Sänber;  bec  Sttiifc^enbau,  SÖSafferb. 
ein  ^acfwer£  aus  eingcfd^lagenen  ^fäl)lcn  mit  bajwifdjen  cingcpacttem  Sicifig; 
bie  3tvifd^cnbcgcbcnl)cit:  bie  3ir»ifcf)enbcmcrtung ,  in  bie  stibe  einge= 
f^obene  SBcmcrfung ;  ber  3ti'ifd)cnt'amm ;  ba6  3n.nf(^cnbccf ,  ©^ijf.  ber 
g^aum  jwifd^en  jroei  S5ec!en;  ber  Swifd^cnfall,  ein  jirifc^en  anbern  eintreten» 
ber,  bcn  Sauf  einer  vt>anbtung  ob.  JBcgcbenficit  unterbredfeenber  gall  cb.  Sor» 
faU,  auc^:  3t»if(^enüorfall  (^albfr.  Sncibcnsfall);  bai  3wifc^cn^ctic^t, 
au^  bie  ßwifddcnfpcife  ob.  «fdjüffcl  (fr.  entrcmctä);  ber  3»vifd^en* 
gefang,  ein  jwifdien  anbern  eingef^obener  dJefang;  ba6  ä^vifc^cngefc^äft ; 
bag  Swifc^engefc^ivr,  baS  jwift^cn  ben  ^aupttfjtilen  eines  jufammengcfefitcn 


2192  an)ifd)en 

©anjen  befünblt(%c  (Sefd^tcr,  ;.  S.  in  einer  SUlü^le:  3a()ne  unb  ©etcicbe;  bef 
einem  ©purcabe:  bte  ©c^nur  ic;  ba^  SiDifc^cngefc^ofö,  ein  nwifcfccn  im 
.^auptgel'^ofTen  befinblie^eS  ©efd^ofö  (fr.  ©nttefol);  bec  3n)ifcÖenl)anbe(, 
be«  ^anbcl,  welcj&ec  an  einem  jwif^en  jwei  bebeutenben  Jg>anbelöplä^en  lie* 
flenben  Drte  getrieben  wirb,  metjl  in  SSerfenbung^gef^äften  bcfuijcnb;  bec 
3ipifcf)enbä'nt)kr,  »er  Bwif^cntjanbel  treibt  (fr.  ©pcbiteur);  auc^  f.  Unter» 
^änbler,  50Zäf(er;  bie  3tt)ifc^en()anMung,  eine  jroif^cn  anbercn  .^^anblungen 
eintretenbe,  ob.  in  bie  J^aupttjanblung  eingefc^altcte  Jg>onb(ung,  j.  S.  in  einem 
©^aufpicle  (fr.  epifobe);  ber  3ivif(^enfnod)en,  ein  jv^ifc^en  anbcrn  bcftnb* 
lieber  Anoden;  inöbef.  f.  o.  w.  bec  Swifd^enfleferfnoc^en,  baö  nur  bei 
Spieren,  bef.  ©aitget()ieren,  nii^t  Ui  bem  SOZcnfcbcn  üorbanbene,  ?tt>tfc^ea  ben, 
beiben  DberÜeferfnoc^cn  eingefd}obenc  itnodicnflücf  (fr.SntermQriUaräÄnod^cn); 
bie  3ix)ifci)enfnod)ennber,  ber  3n?tfc^enfnorf)fnmuöfeI,  3(nat.  oerf^itbcne 
2Cbern  u.  SKuefcln  ber  ^anbe  unb  gu^c;  bec  Siüifc^enfnorpel,  2fnat.  ein 
Äncrpel  jwil'djen  bem  (Selinffnopfe  u.  ber  @elen!gvube  bc6  ©c^läfenbcineg; 
a\xi)  ein  jinjifdjen  bem  ©Ucnbogcn  unb  bem  bretecfigcn  Seine  Itc^cnber  Änot» 
pel;  bie  3n)lfd)enfunft,  gew.  Sojwif^  cnfunft,  f.  b.  (fr.  Snteroention); 
ba^  3iüifct)cnlicöt,  f.  ».  w.  ^roicHc^t;  Jg)albfci)atten ;  ba§  3n)ifd)enmal)t 
ob.  bie  3*ttifc^enmal)(5elt,  ein  jwifc^en  ben  Jg>auptmab(ieiten  eingenommenes 
SKabl,  bai  Scgpcrbrob,  ^olbabenbbrob  :c.;  bie  3n.nfcöenmau£r;  \)a^  3n){=» 
fc^enmittel,  Siaturl.  u.  ©c^eibef.  ein  ©tojf,  welcher  ben  Übergang  ob.  bie 
JBereinigung  jwcier  anbern  »ermittelt  (fr.  Sntcrmebium);  bec  3it>ifd)enmu6s' 
fei,  ein  jwif^en  anbern,  ob.  jn)if(]ben  jwei  Seinen  liegcnber  üKuöfcl,  bef.  on 
bec  SKittelfjanb  u.  bem  SOlittcifu^e;  ba§  3wifc^enmuöfelbant) ,  gewiffe 
Sänber  be§  Oberarms;  bec  3»^ifci^enraum ,  ber  jwif(i^cn  jweüörperlti^en 
Singen  befinblic^e  9Jaum;  uneig.  aud^  f.  ^wifc^enseit,  (fr.  SnterüoU);  bie 
3«)ifd^eitrebe ,  eine  in  bie  9?ebe  eineö  2(nbern  ober  jttjifti^en  jtuei  Sieben  ein» 
gefc^obenc  «Rebe;  \>ai  3n)ir4)enre{c^ ,  bie  3n?lfd)enregierung ,  in  55Sa^{* 
reid)en  bie3eit  »on  bem  Sobc  eineö  SanbeSfierrn  hi6  jurSBabl  eines  neuen,  u. 
t)H  flelloertretenbe  Siegierung  wäb^enb  biefec  3eit  (fr.  Interregnum) ;  ber 
3n)ifd)enfai^ ,  ©prati^I.  ein  jwifd^en  bie  Steile  feines  J^auptfa^cS  eingefügter 
giebenfa^,  »erfc^.  ©(^altfa^  ob.  ^arent^efe;  bie  3n>ifrf)enfc^üJTeI ,  -fpeife, 
f.  ».  w.  bas  3«>if^cngeri^t;  bnö  3n}tfc^enfpiel,  ein  fleincS  ©(^aufpiel  ob. 
JJonfpiel,  »cld)fS  jwif^en  jttjei  größeren  aufgeführt  ob.  aud^  jwift^en  ben 
3;t)eilen  eIneS  gröfjeren  eingelegt  n?irb  (fr.  3ntermeijo);  ber  3nMfc^en(]fab, 
Souf.  bie  jroifc^en  ben  ^öblungen  eines  gerieften  ©aulenfc^aftcS  bcfinblid^en 
erhabenen  (Streifen;  bec  3wifd)cnflrld^ ;  baS  3it?ifc^cn|tücf ,  tin  jwtfc^en 
iWii  anbern  Zt)exkn  bcfinblid^cS  ©tue!  eines  ©anjen,  finno.  SOiitteljtüc!;  bic 
3n>ifd^en|lunbc,  eine  jwifdjen  gmei  anbcre  fallenbe,  ob.  überb-  jwifd^en  jwef 
Jpanblungen  ob.  Seegängen  »erflic^cnbc  ©tunbe;  bie  3n)ifc^cnticfe ,  Sauf, 
ber  JRaum  jtt?if(^en  ben  Äalbericit)nen,  X)rei[ci)li^cn  unb  Äragjlcinen  (fr.  fSlf 
tope);  bec  3tfifrf)enton,  ein  jroif^cn  anbeirn,  bef.  jwif^en  ^»aupttönen, 
liegenber  Son,  SÄittelton,  f)arber  Son;  bec  S^ifc^cnträger,  jrer  jtt){f(!^en 
mebren  ^erfonen  ob.  .^Ȋufcrn  bin  unb  l)er  gtt)enb,  Sta^rt^ten,  gteuigBeiten, 
©ebeimniffe  ic.  »erbreitet,  »gl.  3utrogcr;  baf)cr:  tic  ^wifö^mtxä^mi;  bec 
3it)if(^enüorfalI,  f.  3»»if(^enfaU;  bec  3Jvifd)enuHiU,  f.  ».  m.  fOlittelrüaU, 
f.  b.;  bie  3^X'ifd^cnn)anb ,  eine  jwif^cn  jmei  ©egcnfiänbcn  ob.  Siaumcn 
beftublit^e  SBanb,  bef.  bie  SSJcinbe  im  Snnern  eines  ©ebäube«,  welche  iii  ein» 


3wifd)9olt)  —  äwittec  2193 

jclnen  3immec  trennen ;  ble  3tt?ifd^cntt)citc,  »auS.  [.  d.  n.  ©aulcnwette, 
l  b.;  ba«  3ivifrf)enn.ierf;  bcc  3n?if^enroinb ,  ein  SBinb,  »retc^er  ou« 
einet  ©egenb  jwifc^en  jwei  ^aupt^^tmmetSgegenben  m^t,  Siebcnirinb;  baS 
3n)ifd)enn)0rt,  ein  j»i[(%cn  bie  ^auptt()ei(e  bec  SfJcbe  eingebet  jene«  SBott; 
e{)em.  inöbef.  f.  empfinbungöreoct  ob.  empfinbungSlaut  (fr.  3nterjcctton); 
bet  Sltiifc^enjaun ,  ein  jwifc^en  jnjei  ©runbftilcten  gejogener,  biefelben  ab« 
fonbcrnbec  3aun-,  bie  3wifrf)en5eile,  jwifc^en  jaei  anbete  eingefdjobene 
Seile;  äwifc^enjeid^ ,  au«  3wif<%enneilen  bcjte()enb  (ft.  interlinear;  j.  S. 
eine  jwifd^enjeilige  ob.  .'interlinear  =  itberfefeung);  bie  3n)ifcl^enjcit,  ber 
jwifd^en  jwei  3fitpunften  ob.  Jpanbtungen,  Vorgängen  ic.  »erflie^enbe  3eit' 
raunt. 

3n)ifcf)90lb ,  m.,  -e^,  o.  SDi.  (oon  zulsk,  zwisc,  jaiefac^;  f.  jirif^en), 
?D?eta((blattd)en  au6  jirei  ^itaüin,  auf  ber  einen  ©eite  ®oIb,  auf  ber 
anbern  ©übet. 

jtüiäpen,  jtüiöpeln,  jiellof.  u.  jiel.  3».  m.  f)aben,  obcrb.  f.  triöpern, 
liöpeln,  flüjlern. 

jWifpilben,  gem.  t5er!.  jwifpeln,  jiel.  3».  (eon  bcm  alten  spildan, 
spilden,  fpilien;  f.  fpiUen  2.)  oit.  f.  in  sroci  S'f)etle  tfjeifen;  boppelt 
nehmen,  werboppeln;  bo^ec  blc  3wifpilt'f  ob.  3n)ifpi(b,  f.  ba«  3tvi<fa*«, 
ber  boppelte  95etrag,  bef.  einer  3al)lung(  2(bgabe  u. 

3n,MJi  1.  m.  -eS,  SO?,  -e,  (crft  im  9ieu{)od;b.  »oon  zwi-,  fwie-,  f.  b.,  gebit^ 
bet,  tt)of)l  noc^  bem  nieberb.  Sroifl;  [d^meb.  tvist)  ühexi).  ba^  3«rfaUen, 
bie  (Spaltung  jtveler  ^erfonen  ob.  Parteien  roegcn  verfcbiebener  5)?einun; 
gen  ob.  y^eigungen,  finn».  Uneinigfeit,  (Streit:  bef.  (Streit  unb  dnu 
jweiung  in  golge  feinbfeligec  ©eftnnung,  bauembcr  al«  (Streit,  5Bort< 
n>cd)f«l,  3anf ,  geltnber  al6  3nJiefpöIt,  3»t)iettad)t,  (in  Swift  geratt)en ;  einen 
3tt3ijt  findeten);  jwiflen,  gieUof.  3».  m.  t)oben,  (nieberb.  twiflen),  3njifl 
anfangen,  im  ^\v'i\t  fein,  finno.  f^reiten,  ^anfen;  ber  3ttiifier,  -3,  rcer 
jwifiet  ob.  Ilrcitet;  andi)  mt  3tt)iji  erregt,  ber  3roiftmad)er;  Jtrifüg,  8»., 

1)  3wifl  l)abenb,  tm3n)i|Ie  feienb,  uneinig,  (jrciftige  ^trfonen  ocrföbnen); 

2)  einem  3tvif^c  unterworfen,  jlreitig  b.  i.  worüber  gcfttitten  »irb  (eiu-e 
jwiflige  ©ac^e);  bie  3jD{fii9feit,  1)  o.  m.  bag  3roif^ig[cin  jwcier  ob. 
me^rer  ^erfonen;  2)  SÄ.^-en,  ber  3(uöbrud)  ber  Uneinigfdt  felbft  u. 
beren  SSerlauf  u.  einzelne  Äußerungen  (ben  Swiflig^citen  ein  ©nbe  machen). 

3tt>i|l  2.  m.,  -*!g,  5J?.  -e,  (»gl.  ba«  engl,  twist,  ffOiafc^inrngarn;  i«l5nb. 
tvistr,  ein  gejnjirnteS  SSJoUenjeug)  obcrb.  ein  t>on  boppclt  gejTOirntem  &cixx\i 
geTOirfte6  |lavfe6  3cug. 

jtritfc^ern,  jiellof.  3».  m.  ^aben,  (altf)od)b.  zwizardn,  zuizer<^n:  oberb. 
jwi^ern;  aud^:  iwirfen,  jwicfejen,  quictc^en,  ^wirfen,  ?trtfd;en  jc  ; 
engl,  twitter;  fd^wcb.  quittra),  ein  ©4ialln?ort,  tttcldjr«  ben  feinen,  furj 
abgeflogenen  ob.  jitternben  Saut  junger  unb  fleiner  Siegel  auöbrudt,  j.  ». 
ber  ®(!^iüalbcn,  ber  ©perlingc  ic,  j.  U.  e.  bcm  ©ingcn  in  langer  qebottenrn 
Söncn,  (fpri(!^».  wie  i>ie  2iltcn  fungen,  fo  j^itfcfecrtcn  bie  3ungen);  inntfc^. 
auc^  f.  jirpen  (f.  b.),  con  ben  ©ritten  unb  J^cufdjrctfcn :  uneig.  ou*  jiel. 
c  t  w  a  «,  j.  SS.  ein  «ieb  — ,  b.  i.  gUidjfam  jroitf^ernb,  unoodfommen  fingenb 
tjortragen. 

3njitter,  m.,  -8,  5W.  ro.  6.,  (aUf)0^b.  zwitarn,  zniuran;  mxtttlt).  zwiurn, 
awidarm,  zwidorn;  oberb.  3n)ibacm;  offenbar  con  zwi-,  j»te-,  f.  b.;  bet 
^epfe'8  ^onb»8rtetb.  b.  beutfdben  €5p«.  2.  a^eii.  138 


2194  m^tm  —■  5tt)ölf 

jwdte  Z^dl  t)c8  SBotte«  ab«  tarn,  darm  ic.,  jefet  jut  Wo^en  Sta^ijtlbe  -tec 
geworben,  t|l  bunfel)  ubcr^.  ein  @efd)o^jf  ob-  ^jlng  t)on  zweifelhafter,  5t»d» 
beutiger  5^atur,  baS  Gigenfdjaften  »on  jwetetlet  2(rten  an  ft^  i)at  uub  webet 
ein«,  nod^  bü§  anbere  ganj  tft;  insbef.  1)  e^etn.  ein  t)on  ungleid^en  lilUtn 
entfproffenet  2)?enfd),  ein  SSajlarb,  S5(enb(tng;  noc^  je^t  ein  foldjeg  2;()ier, 
j.  58.  ein  »on  einem  ^ubel  unb  SKopö  ecjeugler  J&unb;  au^  üon  ©eirac^fm: 
eine  butcjfj  pfropfen  »on  grii(%ten  jwäer  UtUn  i^ieroorgebt'od^te  btitU  Utt; 
2)  gew.  ein  @efd)opf  (!5Äenf4l)  3;^i«*;)  "•  in  3f€6.  oud^  «äPf^anje)  mit  beibcriei 
@efc{)fed)t6t^eilen,  tnsbe[.  ein  jwei3«fci)ted)tigec  ^m^d),  ein  ^OTannweib 
(fr.  4»ermap^robit,  2Cnbro9i)n) ;  3)  ein  Statut! örpec  t)on  jwetbeutiger  2(rt, 
ml^et  itwa^  ju  fein  fc^eint,  »aS  et  nii^t  ijl,  j.  J8.  ba«  SSaffer-  ob.  ^Reip? 
blei,  weit  es  baö  2(nfe^en  be«  löleieS  'i)at;  bef.  aber  SBergw.:  baS  gen)of)nIid)e 
unreine  Sinnerj,  beflimmter:  ^inojwitter  (in  bu^ex  SSeb.  m'eUeic^t  et)et  »on 
jwttjetn  f.  flimmern  objuteiten ?) ;  —  3fe|.  bie  3»t)ittcrblume,  »blutige, 
5)flanj.  JBtumen,  weld^e  mit  Staubgefäßen  unb  ©tempel  ob.  ©riffel  jugteic^ 
oerfe^en  finb;  bec  3«)itterefel,  f.  o.  w.  baS  SJiauUljiet  ob.  ber  SJlaulefel; 
bie  3wittetform,  eine  ou«  üetfci^iebcnarttgen  Steilen  jufammengefe^te  unechte 
ob.  unreine  gorm;  bai  3wittergefd^iebe ,  SSergw.  f.  3innge[döicbe;  bng 
äwittergefd^öpf ,  Si^itterwefen,  ein  5wtttetorti(:>e«,  jweibeutigc«  ©ef^iöpf 
ob.  SDBefen;  ber  Switterfafer,  ein  molcttbtaueS  Snfcct  mit  furjen  ^lü^ih 
hidixi  u.  oi)ne  gtiigel,  au^:  SKaiwurm,  fD?aiwurm!afet;  bie  ^UJitterpflanje, 
eine  ^fian^e  mit  3w{tterbtumen;  ber  3tt)ittet|!o(f ,  Setgw.  ein  ©todwerf, 
in  wetd^em  3tnnjwitter  btidjt;  ba§  3wttcr«)0rt,  ein  au6  .SSeftanbtbeilcn 
»etfd^icbener  ©prac^en  ju[ammengefe§te8  SBort,  SRifd^wort  (tat.  voi  hibrida); 
—  2Cbte»t.  §n)ittert)aft,  58w.,  bie  5Katur  ob.  (Sigenfdjaft  eine«  3«>ttter§ 
babcnb,  jtuitterartig,  ämitterai)nlid() ;  bai^nr  bie  3n)itter{)afttgfeit. 

jwil^ern,  siettof.  3w.  m.  ^aben,  (mittelb.  zwitaern)  alt  u.  oberb.  J)  f. 
jwitfdjern  (f.  b.);  2)  fid^  fcl)neU  ()in  unb  ^er  ob.  burdü  einanber  bemegcn, 
gittern ;  rait  Un  linken  bUnjeln,  ügl.  jwinfen,  jirtn^en,  sminjern  ic;  bef. 
»on  bem  jitternben  lUd^tc,  f.  o.  w.  flimmern,  flirren,  f(^immern,  (au^  oerft. 
äwitjetlen);  wetterleudjten. 

jtt)0,  f.  jtt)ei. 

jwölf,  12,  ®runbiat)lw.,  5e{)n  unb  jWet,  (cntfl.  auä  8»  elf;  alt^o^b. 
ziielif,  xwelif;  mittell).  zwelef,  zwelf;  obetb.  jwelf,  jwelfe;  gotb.  tvalif,  alt» 
fäif.  tuelif;  angelf.  tvelf,  engt,  twelve;  nieberb.  twolf,  twoloe,  u.  twelf; 
oltnorb.  tulf,  f(ib*^«b.  tolf,  bän.  tolv;  —  bie  @nbung  lif  in  tva-lif,  zne-lit 
flammt  wa^rfc^.Bon  bem  gotb-leiban,  angelf.  lyfan,  engl.leave,  bleiben,  übrig 
fein;  alfo:  jwei  btübet,  b.  i.  jwei  über  iii)n;  egl.  elf,  altbof^b.  ein- 
lif;  n.  2t.  ifl  Hf  =  littl).  -lika  =  grie^).  6^xcc  unb  bebeutet  mithin  je^n), 
unbiegfam  (j.  S.  jwölf  «Olänner,  jwölf  grauen;  ber  jwölf  SÄanner,  bcn  jwblf 
Scannern  k.;  bie  jwölf  9lac^te,  b.  t.  »orjugßweife  bie  Mä)tc  ob.  äberb- 
bk  3eit  jwif4)en  SDBetbna^ten  unb  bem  ©reifönigßtage),  aujjer  wenn  e§  obne 
S^w.  flebt  in  SBejiebung  auf  ein  in  ®cbanfen  ju  ctgSnjenbe«,  wo  eä  im  91  om. 
U.  2(CC.  gew.  3tt»Ölfe  (altboc^b.  znelivi,  znelife,  mittelb-  zwelve),  tm  »Dat. 
notl)wenbig  3JT5ÖIfen  (altbodjb.  zuelwin,  mittell;.  zwelven)  lauttt  (j.  S5. 
bie  3wölfe,  b.  i.  jwölf  sOianncr,  ^erfonenic;  c§  woren  unfcr  jwölf  ob. 
jwölfe;  einet  »on  ben  3wölfen;  ~  jur  »ejeid^nung  bet  U^r  aber  wirb 
ti  ni<t)t  gut  gebeugt;  olfo:  e«  fdjWgt  jwölf  (Ubr);  niöit:  jwölfe;  wir  famen 


Swuntfd)  —  3n)ufel  2195 

»ot  jttjötf  (\Xt)t)  an,  niä)t:  ooc  jwotfen  ic);  bie  3w6lf,  SO?,  -en,  bie  3ftf)l 
ob.  ba§  3a^l.^eid)en  12;  —  3fc|.  bic  3n?ötf boten,  b.  f.  Ht  jwölf 
JBoten,  et)em.  f.  bie  jnjölf  2(pojtel;  bonn  jut  3feö.  erflartt,  bofjec  aut^  in  bec 
öml).b«c,  ein  3tt>ö(fbote  (mitklb.  zwelfbote;  obctb.  äwelfbot)  f.Äpojlcl; 
ba^et :  bet  3tt)ölfbotentag,  5«tettac<  eines  JTpoPelö ;  jwölfbotig  ob.  jwölf- 
botli(^,  »w.  (fr.  opojtolif^);  ba6  SwÖIfecf,  eine  »on  jwölf  gerabcn  Cinien 
eingc[(ilofTtne  giguc  mit  jwölf  ©cfen;  jt-oötfecfig,  JPro.,  jttßtf  ©den  ^abenb; 
jWÖlfföC^,  5B».,  jmölfmal  genommen,  gwotfmal  fo  cid  (baS  3n>ölffa(^e, 
Ol«  ^tt).);  bcc  äwölffi'ngertarm,  "Unat,  bet  in  ber  lOOcrbaud&gegenb  liegenbc 
bönne  25arm,  welket  oon  bcr  vedjten  9JIagenmünbung  ausgebt  (fc.  ©uobenum); 
ba«  Swölfflad^,  ein  »on  jwölf  g(5^en  begrenjtet  Äörper;  bec  3tvö(ffürfl, 
3wÖIff)crr|(^cr,  einet  eon  gwölf  gemcinfc^aftüdd  u5ec  ein  8anb  ^ecrft^enben 
götften  (fc.  ©obeEatd));  ba^er:  bn«  3n?6(tfür|lenrcicf),  bie  3n?örfl)eTr'= 
fc^aft  (fr.  ©obcford()ie) ;  5WÖIfiä{)ri9,  ^ffünbig,  -tögig  2c.,  SB».,  wa« 
jwölf  3a^te,  «Stunben,  Sage  k.  alt  ifl  ob.  baucrt;  jttjölfjäljrlic^,  ;flünbli(^, 
-fäglid^,  83tt».,  alle  jirölf  Saftte,  ©tunben,  Sage  iü{eberEef)renb;  jwolfmal, 
sRuji,  ob.  jivolf  50?a(,  ju  jtt>8lf  Scalen;  j^DÖlfmalig,  SS».,  jirölfmal  ge[(^)C' 
Ijenb;  jwölfmnnneng ,  »».,  g)flanj.  »on  ©ewadjfen,  beten  3witterblumcn 
j.tt58lf  freie  €5tQuOfäbcn  Ijaben  (fr.  Sobefanbria) ;  ba^  3tv5lfma0  ob. 
3tt)ölftelraaf,  gwölft^eiligeö  ?Kaf  (fr.  ©uobecimol=5OTav);  jrüölfpfünfeig, 
B».,  jtrölf 'pfunb  fc^mer;  bec  3«»Ölfpfünt>er ,  eine  .Kanone,  weldje  groölf« 
pfünbtge  Äugeln  f^jie^t;  jWÖIffeitig ,  S5n>.,  gwölf  ©citen  ^abenb;  JWOlf« 
jlünbig,  »pnblicl,  f.  iwölfja^rig;  bec  3tfötffiünbner,  Scrgw.  ein  Jfr» 
beiter,  weldjcr  »on  24  ©tunben  12  ©tunben  orbeitet;  jwölft^ellig ,  Str., 
ouö  jttJÖlf  3;f)eilen  beftc^enb ;  —  3fbleit.  bet  3«)ölfi'i^.  -^.  ^i-  vo.  ß., 
1)  ein  aui  jroölf  6inf)citen  bejiebenbeg  ©vinje^,  g.S.  ein  Swötffreuser^d; 
obcrb.  aud^  f.  baS  3<if)lj«ld)cn  12;  2)  ein  (Kitglieb  eineg  SSerein^,  einer 
SBe^örbe  it.  oon  jirölf  ^erfoneit;  jwölferlei,  unbiegf.  93».,  t»on  jwolf 
Decfcbicbenen  2(ctenob.  Sefd)affenf)eiten;  bcc,  bie,  baö  jroölffe,  (alt^oi^b. 
zuelifto,  mittell).  u.  oberb.  jwelfte;  nieberb.  t»olftc)  Drbnunggjat)l».  ton 
jwölf  (j.  95.  bet  jreölftc  Sag  be«  SRonatö;  in  ber  jwölften  ©tunbe;  jum 
jttJölftcn  5OTale);  5n)ölftel)alb ,  unbiegf.  SB».,  ba6  jwölfte  Ijalb,  b.  i.  elf  unb 
ein  ^alb;  bie  3»»ölften,  o.  (g.,  lanbfd^.  f.  bie  jwöff  5fiä'd)te,  f.  c;  baö 
3»völftcl,  -8,  9Ä.  tt).  S.,  bec  jwolfte  2;f)eU  eine«  ©an^cn;  ba^er:  bie 
3n)ÖIftelform  ob.  -gröfe,  ber  jwölftc  Sf)eit  ber  ganjen  ®r6(je,  inSbef.  eine« 
^opietbogen«  (j.  S.  ein  Sudö  in  3»ölftelforni,  fr.  in  ©uobej) ;  jtt>ÖIften§, 
91».,  jum  jwolften,  ali  jtnolfteg;  bec  ob.  bn8  3tt>ölftev,  -8,  lonbf(%.  f. 
eine  3abl  ^on  12  «Stüd,  ge».  ein  2)u^enb  (§.  S5.  in  Sübcd:  ein  3»5lfter 
SSretter;  in  <3tralfunb:  ein  3wolffer  J^atinge). 

3tt)untfd^,  m.,  ob.  3wuntfc^c,  n?.  (»a^tfc^.  f^iaßnadda^menb)  lanbf^i- 
f.  bei  (SJtunfinf. 

jwurdn,  jiel.  3».  (ogl.  jtpireln),  obetb.  f.  SO^eblteig  imtec  ben.^an« 
bcn,  ob.  ©erjfc  in  bec  ^üi)U  ju  ©caupen  ceiben;  bet  3rourl,  f.  9)?ef)U 
gcaupc;  bflg  Stvurlad^,  f.  ©ecflengcaupen. 

3tüUfel,  vo.,  9Ji.  -n,  obcrb.  f.  r>.  ».  ^vo\i{tl,  f.  b.;  lanbf^l^  oa(^  t- 


I 


Jpaaierfibe  ^ofbuibtiucfetei  in  «Waäbebutj. 


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